Alexander Kluge im Engadin: Kolloquium „Warburgs Passage“ der Fundaziun Nairs

© Fundaziun Nairs

Als geradezu paradigmatisch für die Wechselwirkung von Zusammenbruch und Durchbruch kann das Forscherleben des Kunsthistorikers und Kulturanthropologen Aby Warburg gelten. Nicht lang vor der Wende zum 20. Jahrhundert geboren, erforschte er die kulturellen Fundamente Europas und erlitt kurz nach dem Ersten Weltkrieg einen Nervenzusammenbruch, mit dem er in die schweizerische Klinik Bellevue eingeliefert wurde. Nach Jahren der Krankheit und einer geheimnisvollen Verwandlung, entkam er der Psychiatrie wieder, im Gepäck den Entwurf einer radikal neuen Bildtheorie.

Die Fundaziun Nairs, ein Künstlerhaus und Kulturlabor im Unterengadin, hat Menschen aus Wissenschaft, Kunst, Philosophie, Medizin und Literatur zu «Warburgs Passage – Kolloquium zu selbstgefährdenden Forschungsmethoden» eingeladen. Vom 5.-7. August 2022 wird sich die Gruppe auf eine Reise begeben, um gemeinsam über die Natur gefährdender Formen schöpferischer Prozesse nachzudenken.

Teilnehmende u. a.

  • Filmemacher und Grand Doyen der Gegenwartskunst Alexander Kluge und Bestsellerautor und Philosoph Rüdiger Safranski,
  • die berühmte Malerin Katharina Grosse,
  • der Leiter des Max-Planck-Instituts Florenz Gerhard Wolf,
  • die bekannte Schweizer Autorin Friederike Kretzen,
  • der niederländische Performancekünstlerin Janneke van der Putten
  • und der renommierte Kulturwissenschaftlerin Sigrid Weigel.

NAIRS DISKURSIV

Kolloquium «Warburgs Passage»

5.—7. August 2022 in der Fundaziun Nairs

Vernissage: 5. August 2022 ab 17 Uhr

nairs.ch/de