Accentus Music präsentiert Beethovens letzte drei Klaviersonaten, einmalig interpretiert von Sunwook Kim

© accentus music / Patrick Wack

Große Industriekomplexe aus massivem Backstein erzählen die Geschichte der Industrialisierung Leipzigs im 19. Jahrhundert. Wo einst Spinnräder klapperten, Schornsteine rauchten und Tausende von Arbeitern ihre tägliche Arbeit verrichteten, ist in den letzten Jahren neues Leben eingezogen, in den ehemaligen Fabriken befinden sich heute Künstlerateliers, Galerien und Manufakturen. Der Begriff „Industriekultur“ wird hier wörtlich genommen. Das Kunstkraftwerk Leipzig ist eines dieser Gebäude, das die Geschichte der Zeit erzählt und nun der Schauplatz für eine ganz besondere Audio- und Videoproduktion war: Der koreanische Ausnahme-Pianist Sunwook Kim spielte Ludwig van Beethovens letzte drei Klaviersonaten op. 109-111 in einer industriellen Umgebung, eingerahmt von Lichtprojektionen, die die Backsteinhalle füllten.

Kim, der sich seit langer Zeit intensiv mit Beethoven auseinandersetzt, hat für diese Aufnahmen alle Komfortzonen hinter sich gelassen und den Komponisten noch einmal neu entdeckt und gefeiert. Im Beethoveniahr 2020, in dem viele Interpreten Huldigung und Bewahrung in den Fokus gesetzt haben, hat Sunwook Kim sein Augenmerk darauf gerichtet, die transformative Kraft von Beethovens Kompositionen im 21. Jahrhundert auszuloten. Dabei ist ein ganz einmaliges Projekt entstanden, das zugleich intim und kraftvoll ist und die Klaviersonaten im wahrsten Sinne neu verortet.

Beethovens letzte drei Klaviersonaten nehmen in Oeuvre des Komponisten einen ganz besonderen Platz ein. Zum Zeitpunkt ihrer Komposition bereits vollständig ertaubt, bringt Beethoven drei seiner intimsten und persönlichsten Werke auf Papier, die gleichzeitig Optimismus ausstrahlen und wie kaum ein anderes Werk musikalisch in die Zukunft weisen.

Ludwig van Beethoven: The Last Three Sonatas

Sunwook Kim

Piano Sonata No. 30 in E maior, op. 109
Piano Sonata No. 31 in A-flat maior, op. 110
Piano Sonata No. 32 in C minor, op. 111

Eine Aufzeichnung aus dem Kunstkraftwerk Leipzig, Juli 2020.

Katalognummern:
ACC30527 (CD)
ACC20527 (DVD) *
ACC10527 (Blu-ray)

* Mit ausführlichen Werkinformationen („Raumwunder: Freiraum, Großraum, Klangräume, Spielräume, Zeiträume und Resonanzraum“) von Prof. Dr. Ann-Katrin Zimmermann (D/E/F/KO). Gesamtspieldauer: 74:09

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