Abschied von den Helden ~ Staatstheater Darmstadt stellt Spielzeit 2019/2020 vor

Körpertreffer ~ Staatstheater Darmstadt ~ Vorabbild ~ © gggrafik design

Mit dem Spielzeitmotto Abschied von den Helden sucht das Staatstheater Darmstadt in der Spielzeit 2019/2020 die Auseinandersetzung mit den klassischen Heldenerzählungen in Theater und Gesellschaft: in 29 Premieren in den Sparten Oper, Schauspiel und Ballett, darunter zwei Uraufführungen sowie zwei spartenübergreifende Projekte, und in mehreren Konzertreihen treten die Helden noch einmal auf – und ab. „Die Grundmuster der klassischen Heldenreise finden sich in verblüffend vielen Kulturen, Märchen, Mythen und Religionen sowie in unendlich vielen beliebten Opern, Theaterstücken und Romanen.“, so Intendant Karsten Wiegand. „Die Universalität dieser Erzählung, das Gemeinschaftsstiftende, so legt Mythenforscher Joseph Campbell nahe, wirkte jedoch nie so stark wie die ihm ebenso inhärente Machtlegitimation und Abgrenzung; und Campbell fand daher, dass ein Mythos fehlt, der erzählt, dass die ganze Erde die Heimat aller Menschen sei. Als Theatermacher*innen hat uns ebendies nun sehr gereizt: Mit den Mitteln des Theaters wollen wir daher in der nächsten Spielzeit mit einigen der Helden-erzählungen in Dialog treten und dabei erkunden, wie sich in einer Zeit des Wandels die Herzen langsam öffnen können für neue, unbekannte Erzählungen.“

„Wir hinterfragen unsere guten alten Opernstoffe“, erklärt Operndirektorin Kirsten Uttendorf, „und fragen nach der Notwendigkeit eines einzelnen Auserwählten, der die Probleme angeht.“
In Turandot (Regie: Valentin Schwarz), der ersten Opern-Premiere der neuen Spielzeit, steht die Titelfigur in der Pflicht, das Kaiserreich zu sichern. Alle Kandidaten scheitern, bis ein Fremder den richtigen Weg geht. Im Musical Catch me if you can (Regie: Gil Mehmert), nach dem weltbekannten Roman von Stan Redding, verfolgt Frank William Abagnale Junior seinen „amerikanischen“ Heldentraum. In Fidelio (Regie: Paul-Georg Dittrich) überschreitet Leonore alle gesellschaftlichen Grenzen, um ihren Geliebten zu retten und wird zur Kämpferin für eine neue Welt. Lucia di Lammermoor (Regie: Dirk Schmeding) trifft auf festgefügte Familientra-ditionen und wird zur Handlangerin eines männlich definierten Familienzwists. In der Operette Frau Luna (Regie: Klaus-Christian Schreiber) durchlebt Franz Steppke seinen persönlichen Heldentraum, der ihn zum Mond führt und Lohengrin (Regie: Andrea Moses) hinterfragt die Suche nach einem Führer. Mit dem Doppelabend Twice through the heart / Trouble in Tahiti (Regie: Stephan Krautwald) treffen die Protagonisten auf aufgelöste Ideale und müssen ihren eigenen Weg finden. Und Zimmermanns Requiem für einen jungen Dichter (Regie: Karsten Wiegand) fragt deutlich nach dem Neuen, indem es sich mit zwei Uraufführungen verbindet.
Drei Kinderopern laden auch das junge Publikum ein: Tschick (Regie: Kirsten Uttendorf) probt ein Antiheldentum, Schaf (Regie: Magdalena Schnitzler) lotet das Verhältnis von Herde und Individuum aus und in Die Zauberflöte für Kinder begleitet eine Gruppe von Kindern die Mutproben der Protagonisten. Generalmusikdirektor Daniel Cohen wird die musikalische Leitung bei Fidelio und Lohengrin innehaben.

„Die Zeiten der vielfach besungenen, heroischen Männer, die im Alleingang die Probleme ganzer Gemeinschaften lösen, sind unter den Vorzeichen der Globalisierung endgültig vorbei.“, findet Schauspieldirektor Oliver Brunner. Im Schauspiel zeigt Shakespeares Othello (Regie: Gustav Rueb) exemplarisch, wie sich eine Gesellschaft ihre Helden leiht und diese nach getaner Arbeit abserviert. Der Rassismus einer weißen Männergesellschaft und das tödliche Besitzdenken eines Mannes im Liebeswahn finden eine deutliche Sprache gegen naive Heldenverehrung. Gleicher-maßen grundsätzlich untersucht das Doppelpass-Projekt Körpertreffer (Choreografie: Rafaële Giovanola) das, was ein menschlicher Körper auf der Bühne und ein solcher im digitalen Raum darstellt. Auch hier schwingt der Zweifel am heldisch Eindeutigen vernehmlich mit.
Der „local hero“ Büchner wird mit seiner satirischen Komödie Leonce und Lena (Regie: Julia Prechsl) auf die Frage nach dessen Geschlechterbildern untersucht, während Anton Tschechows Drei Schwestern (Regie: Katrin Plötner) ihren Aufbruch in ein besseres Leben, ihren radikalen Neuanfang wohl verpassen werden. Die beiden jugendlichen Heldinnen in Dirk Lauckes Jugendstück Amy4Eva (Regie: Ulf Goerke) sind genau dazu bereit: Sie hauen von zu Hause ab, als es ihnen zu viel wird. Mit Heiner Müllers Ödipus, Tyrann (Regie: Christoph Mehler) zeigen wir den klassischen Antihelden par excellence. Nicht sehen wollen, was ist, treibt es diesen Menschen von der höchsten Höhe in einen tiefen Abgrund. Shen Te, die Protagonistin aus Brechts Der gute Mensch von Sezuan (Regie: Christoph Mehler) wird ebenso zweifelhaft zur Heldin, wenn sie im Verlauf des Stückes das Böse in Verkleidung als Mann tut, um gut bleiben zu können. Mit der Adaption von Fatih Akins Aus dem Nichts (Regie: Friederike Heller) steht eine trauernde Mutter im Zentrum, die für ihre Gerechtigkeit bis zum Äußersten geht. Auch diese Heldin erscheint fragwürdig. Weitere Produktionen sind Anne Leppers Seymour (Regie: Matthias Rippert), die Digital Lecture Performance Protect me from what I want (von und mit Marina Miller und Arne Vogelgesang), die Buchan-Hitchkock Kriminalkomödie Die 39 Stufen (Regie: Antje Thoms) sowie das spartenübergreifende Projekt Ich schaue dich an (Regie: Baresh Karademir) von Alexandra Badea. Für das junge Publikum kommt mit Der Räuber Hotzenplotz (Regie: Jakob Weiss) eine Kasperlgeschichte von Otfried Preußler auf die Bühne sowie ein neues Live-Hörspiel von Eike Hannemann – Billy Backe nach dem Kinderbuch von Markus Orths.

Das Hessische Staatsballett und sein Direktor Tim Plegge suchen die Auseinandersetzung mit klassischen Erzählungen, indem sie sich mit den Klassikern der Ballettliteratur beschäftigen: In Tschaikowskis Der Nussknacker begibt sich Plegge zwischen all die Erwartungen, die allein der weltbekannte Titel auslöst und sucht seine eigene Interpretation des großen Stoffs. Die Choreo-grafen Edward Clug und Bryan Arias widmen sich mit Le sacre du printemps einem weiteren Meilenstein der Musik- und Ballettgeschichte und werden uns neue, ungewöhnliche Perspek-tiven auf dieses Werk eröffnen. Das Gastspiel Don Quixote ergänzt diese Reihe um einen weiteren zweifelhaften Helden und zum Abschluss der Spielzeit werden mit Startbahn 2020 Choreografien der Ensemblemitglieder selbst zu sehen sein.

Die Konzertsaison widmet sich einsamen Helden und verkannten Künstler*innen, die unbe-irrbar oder zweifelnd an einem künstlerischen Weg festhielten. Hierfür stehen, so General-musikdirektor Daniel Cohen und Orchesterdirektor Gernot Wojnarowicz, Werke von Gustav Mahler, Alban Berg, Arnold Schönberg, Anton Bruckner, Sergej Rachmaninoff oder Richard Strauss. Musik von heute ist mit neueren Werken von Peter Eötvös und von Brett Dean vertreten, die klassische Moderne mit Varèse, Boulez, Schönberg, Berg, Bartók und Webern, die erste „Wiener Schule“ mit Beethoven, Mozart und Haydn. Debüts in Darmstadt wird es von Dirigenten wie Paolo Arrivabeni, Andris Poga, Ryan Bancroft und Vassilis Christopulus und Dirigentinnen wie Mei Ann Chen und Anna Rakitina geben. Neben einem Wiedersehen mit Annette Dasch und Alban Gerhardt, kann sich das Publikum auf Konzerte mit Michael Barenboim, Yulianna Andeeva und Mariam Batashvilli freuen. Die zehn Kammerkonzerte bieten Klavierabende, Alte Musik, Streichquartette und das jährliche Konzert der Kronberg Academy im Staatstheater. Fast alle Musiker*innen des Staatsorchesters sind in der Reihe „Soli fan tutti“ mit hochkarätiger Kammermusik zu hören. Für Familien, Kinder und Eltern mit Kleinkindern wird das bewährte Angebot von Familien, Schul- und Teddykonzerten weitergeführt. Und auch der „Lauschangriff“ in BAR der Kammerspiele wird fortgesetzt.


Premierenübersicht

Premieren Musiktheater

Turandot
Dramma lirico in drei Akten von Giacomo Puccini
Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Gozzi
MUSIKALISCHE LEITUNG Giuseppe Finzi / REGIE Valentin Schwarz
BÜHNE Andrea Cozzi / KOSTÜM Pascal Seibicke
31.08. Großes Haus
Welche Frauenbilder sehen wir in der Oper „Turandot“? Die sich aufopfernde Frau? Die Frau, die den Mann erst wahrnimmt, wenn er sie unter Lebensgefahr „erobert“ hat? Den Helden, der eine Frau unter Lebensgefahr gewinnen muss? Hat man mehr Macht über einen Menschen, wenn man den Namen und die Identität kennt? Und warum erscheinen immer diejenigen mächtiger, die ihren Namen verschweigen? Prinzessin Turandot ist zuerst eine ziemlich kalte Herrscherin ohne große Skrupel. Sie setzt die Regeln eines lebensgefährlichen Fragespiels: Nur wer die drei Rätsel löst, kann sie zur Frau gewinnen. Wer falsch rät, wird geköpft. Viele Bewerber stellen sich den todbringenden Fragen… Nur der Held aus der Fremde, der namenlose Calaf knackt sowohl die Rätsel als auch den Eispanzer der Prinzessin. Allein hätte er es nicht gekonnt. Das Rätsel löst für ihn Liù, die (für ihn) stirbt.

Twice through the heart / Trouble in Tahiti
Monodrama von Mark-Anthony Turnage / Oper in einem Akt von Leonard Bernstein
MUSIKALISCHE LEITUNG Jan Croonenbroeck / REGIE Stephan Krautwald
BÜHNE UND VIDEO Martina Mahlknecht / KOSTÜM Annika Lohmann
20.09. Kammerspiele
„Twice through the heart“ ist das Psychogramm einer Frau, die über Jahre hinweg von ihrem Mann brutal misshandelt wurde, ihn schließlich in Notwehr getötet hat und die noch lange Zeit mit ihren Erlebnissen ringt. Nacht für Nacht wird sie aufs Neue von den Erinnerungen an ihren toten Mann heimgesucht und durchlebt erneut, was ihr in ihrer Ehe an Schrecklichem – aber auch an glücklichen Momenten – widerfahren ist, ohne sich davon lösen zu können. Das Werk geht auf eine reale Begebenheit zurück: Die über 60-jährige Amelia Rossiter war zum Tode verurteilt worden, nachdem sie ihren Mann mit zwei Messerstichen in die Brust getötet hatte. Die vorausgegangenen Misshandlungen und Drohungen wurden der Öffentlichkeit erst Jahre später bekannt, vor Gericht hatte Rossiter darüber geschwiegen. Diese Ereignisse schockierten die schottische Autorin Jackie Kay so sehr, dass sie den Fall in einem Gedichtzyklus verarbeitete, der schließlich den Komponisten Mark-Anthony Turnage zu einem außergewöhnlichen Einakter inspirierte.
Gleichgültigkeit, Kränkungen und Entfremdung trüben auch die einst glückliche Ehe von Dinah und Sam. Auf den ersten Blick führen sie ein Leben in Zufriedenheit: Das idyllische Eigenheim in Vorstadtlage, Sam verdient sehr gut und auch das gemeinsame Kind erfreut sich bester Gesundheit. Doch die glänzende Fassade des angenehmen Vorstadtlebens ist brüchig geworden – trotz des äußerlichen Wohlstands fühlen sich beide unglücklich. Darunter leidet auch die Beziehung: Sticheleien und Streit prägen den Ehealltag. Sam sucht Ablenkung und Bestätigung in seiner Arbeit und im Sport, Dinah versucht die innere Leere beim Therapeuten zu ergründen und im Konsum zu ersticken; einen Ausweg verspricht nur die heile Welt der Traumfabrik. Die Realitätsflucht misslingt. Am Ende jedes Tages stellt sich die Frage: Wollen sie wirklich so weiter machen?

Catch me if you can
Musical von Marc Shaiman und Scott Wittman Buch von Terrence McNally
MUSIKALISCHE LEITUNG Michael Nündel / REGIE Gil Mehmert / CO-REGIE Till Kleine-Möller
BÜHNE Jens Kilian / KOSTÜM Falk Bauer / VIDEO Fufu Frauenwahl
CHOREOGRAFIE Melissa King
Übernahme vom Staatstheater Nürnberg
21.09. Großes Haus
Verführt der Zufall zur Straftat? Während seiner Schulzeit soll Frank W. Abagnale Jr. (1948*) einmal spaßeshalber als angeblicher Vertretungslehrer eine Schulstunde abgehalten haben. Den Beginn seiner Karriere als Betrüger hingegen markierten massenweise gefälschte Schecks. Um seinen hohen Lebensstandard finanzieren zu können, gab sich der Hochstapler als Pilot, Arzt oder Rechtsanwalt aus. Über Jahre hinweg lieferte sich Abagnale ein Katz und Maus-Spiel mit dem FBI. Seine zwölfjährige Gefängnisstrafe wurde ihm schließlich teilweise erlassen, da er sich dazu bereit erklärte, das FBI bei der Aufklärungsarbeit von Fälschungs- und Betrugsdelikten mit seinem Expertenwissen zu unterstützen. Selten hatte eine kriminelle Karriere einen vergleichbar hohen Unterhaltungswert.

Die Zauberflöte für Kinder
Kurzfassung der Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
REGIE Karsten Wiegand / Dirk Schmeding
21.10. Großes Haus
Ein junger Mann wird von einer Schlange verfolgt, fällt in Ohnmacht, trifft auf den Vogel-menschen Papageno, verliebt sich angesichts eines Bildes und verspricht der aus Gewitterwolken erscheinenden Mutter der Dargestellten, ihre Tochter aus den Händen eines Bösewichts zu befreien… Eindeutig ein Märchen, oder? Doch Mozarts „Zauberflöte“ ist mehr als ein Märchen mit volkstümlichen Figuren. Die auf den ersten Blick so einfache Geschichte kann ebenso als freimaurerisches Ideendrama, Parabel auf das Erwachsenwerden oder als theatraler Initiations-ritus gelesen und präsentiert werden. Niemals büßt sie jedoch ihre unmittelbare Wirkung ein. So ist die „Zauberflöte“ Welt-Theater im besten Sinne: eine Gelegenheit für Jung und Alt zur Welterfahrung mit den Mitteln des Theaters.

Fidelio
Oper von Ludwig van Beethoven / Libretto von Joseph Sonnleithner, Stephan von Breuning und Georg Friedrich Treitschke nach Jean Nicolas Bouilly
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Cohen / REGIE Paul-Georg Dittrich
BÜHNE Lena Schmid / KOSTÜM Anna Rudolph / VIDEO Kai Wido Meyer
26.10. Großes Haus
Leonore ist eine Frau, die es mit Pizarro, der Personifikation des bösen Unterdrückers, aufnimmt. Als männlicher Gehilfe verkleidet, rettet sie ihren Gatten Florestan aus dem Kerker, und damit vor der sicheren Hinrichtung. Beethoven knüpfte mit seinem „Fidelio“ an die Gattung der in Frankreich so beliebten „Rettungsoper“ an. Bei der Uraufführung in dem von Napoleons Truppen besetzten Wien fiel das Stück durch, obwohl doch zeitgemäße Helden darin vorkommen, ein Kämpfer für Freiheit (Florestan) und eine todesmutige Frau. Die Oper „Fidelio“ – mit „L’amour conjugale“ (ehelicher Liebe)  untertitelt – taugte merkwürdigerweise in allen politischen Systemen seit über 100 Jahren zum Ausweis der richtigen und guten (?) Gesinnung. Welche Helden wären heute die richtigen, um gegen strukturelle Unterdrückung zu opponieren?

Lucia di Lammermoor
Dramma tragico in drei Akten von Gaetano Donizetti / Libretto von Salvatore Cammarano
nach dem Roman „The Bride of Lammermoor“ von Sir Walter Scott
MUSIKALISCHE LEITUNG Andriy Yurkevych / REGIE Dirk Schmeding
BÜHNE Robert Schweer / KOSTÜM Frank Lichtenberg / DRAMATURGIE Valeska Stern
07.12. Großes Haus
Lord Enrico Ravenswood kennt nur ein Ziel: das Tilgen seiner Schulden, die Rettung des Familienerbes. Um diese Pläne in die Tat umzusetzen, scheint ihm die Heirat seiner Schwester Lucia mit Lord Bucklaw das einzige Mittel zu sein. In völliger Ignoranz der Gefühle seiner Schwester, die in Edgardo verliebt ist, treibt Enrico die Hochzeit voran. Als sich herausstellt, dass es sich bei Lucias Geliebten um den lang verschollenen, rechtmäßigen Besitzer von Schloss Ravenswood handelt, beschuldigt Enrico Lucia des Verrats. Mittels fingierter Briefe wird Lucia zur Einwilligung in die Ehe mit Lord Bucklaw gezwungen. Edgardo fühlt sich von Lucia betrogen, widerruft sein Heiratsversprechen und flieht. Während Enrico Edgardo nachsetzt, um ihn zum Duell zu fordern, ersticht Lucia in der Hochzeitsnacht ihren Ehemann. Als Edgardo vom Wahn und schließlich vom Tode Lucias erfährt, erdolcht er sich. Mit der Uraufführung seiner „Lucia di Lammermoor“ gelang dem jungen Donizetti der Durchbruch als Komponist und ein wahres Glanzstück des Belcanto.

Frau Luna
Operette von Paul Lincke / Libretto von Heinrich Bolten-Baeckers
MUSIKALISCHE LEITUNG Michael Nündel / REGIE Klaus-Christian Schreiber
25.01. Großes Haus
Der Mond – Sehnsuchtsort und Projektionsfläche für die Erfüllung allerlei Wünsche, die auf Erden nicht so leicht zu realisieren sind. Für Mechaniker Steppke gibt es nichts Größeres als die Fliegerei. Seine Verlobte Marie und ihre Tante stehen den Träumen von einer Ballonfahrt zum Mond eher skeptisch gegenüber. Um den Wunschtraum eines gegensätzlichen Weltentwurfs ins Wanken zu bringen, braucht es zunächst allerlei planetarische Gestalten, eine verführerische Frau Luna samt eifersüchtigem Prinz Sternschnuppe und einen geplatzten Ballon. Nach mehreren Turbulenzen ist die kleine Reisegesellschaft froh, wieder auf der Erde gelandet zu sein. Neben dem schmissigen Lied „Berliner Luft“ wartet Paul Linckes burlesk-fantastische Ausstattungsoperette mit zahllosen Schlagern auf und sorgt intergalaktisch für gute Laune.

Tschick
Oper nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf / Libretto von Tina Hartmann
MUSIKALISCHE LEITUNG Michael Nündel / REGIE Kirsten Uttendorf / AUSSTATTUNG Claus Stump
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
21.02. Kleines Haus
Maik stammt aus bürgerlichen Verhältnissen und kann sein Zuhause, insbesondere den Vater, nicht mehr ertragen und in der Schule wird er von seiner Traumfrau ignoriert. Gut, dass die Ferien nahen, die Mutter in die Kur geht, der Vater mit seiner Geliebten auf Reise möchte. Maik beschließt mit Tschick, der neu in seiner Klasse ist, aus Russland kommt und die Welt mit anderen Augen sieht, einen Autotrip zu machen. Ziel ist ein Besuch von Tschicks Großvater in der Walachei. Auf Ihrer Reise kommen sie an andere Orte, begegnen außergewöhnlichen Menschen und lernen Isa kennen, die ein ganz anderes Leben führt als sie. Das Abenteuer beginnt, das Leben von Maik bekommt andere Facetten. Gefahren, ungewöhnliche Begegnungen und erfrischende Momente begleiten die Reisenden. Nach Roman, Theaterstück und Verfilmung nun die Oper des Komponisten Ludger Vollmer, der heutige Themen und Gefühlswelten hineinbringt.

Lohengrin
Oper von Richard Wagner
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Cohen / REGIE Andrea Moses
AUSSTATTUNG Christian Wiehle / DRAMATURGIE Thomas Wieck
04.04. Großes Haus
Die Helden der Mythologie müssen fraglos dem Schicksal gehorchen. Aus ihnen sprechen die höheren Mächte. Was ist da schon ein Individuum? In einer naiven Lesart scheint die Welt in Wagners „Lohengrin“ gut sortiert. Das Führerprinzip samt Krieg und Gewalt (König Heinrich und Lohengrin) wird nicht in Frage gestellt. Aber Kern des Lohengrin-Dramas bei Wagner ist vor allem das Verbot der alles entscheidenden Frage. Der Held Lohengrin, aus höheren Sphären stammend, rettet Elsa vor der Anklage, knüpft das aber an seine ausschließende Bedingung: Elsa darf nicht fragen, wer er sei. Haben Ortrud und Telramund, die Wagner als dämonisches Intrigantenpaar zeigt, nicht recht, wenn sie Elsa raten, diese zentrale Frage nach seiner Herkunft zu stellen? Ist Elsas Frage nicht auch offene Kritik an einem unreflektierten Führermyhtos, dem die Massen blind und allzu gern folgen?

Schaf
Kinderoper von Sophie Kassies / Übersetzung von Eva Maria Pieper
Musik von Henry Purcell, Georg Friedrich Händel und Claudio Monteverdi
MUSIKALISCHE LEITUNG Jan Croonenbroeck / REGIE Magdalena Schnitzler
Altersempfehlung: ab 4 Jahren
25.04. Kammerspiele
König sein ist gar nicht so leicht: Man muss Beschlüsse fassen und für seine Untertanen die richtigen Entscheidungen treffen. Der Prinz Lorenzo fühlt sich davon überfordert und haut ab. Auf der Suche nach einem Versteck für seine Krone landet der verunsicherte Thronerbe auf einer Schafweide. Eines der Schafe hilft ihm. Aus Dankbarkeit erklärt er das Schaf zu seinem Freund. Nur möchte der Prinz seinen Freund auch bei dessen Namen rufen können. Aber das Schaf heißt einfach Schaf, wie alle anderen in seiner Herde auch. Es macht sich auf den Weg, um einen eigenen Namen zu finden. Auf seiner Reise lernt es, dass man einen Namen braucht, um in die Stadt gelassen zu werden, und dass man mit Namen Erinnerungen verbindet. Aber als das Schaf sich schließlich einen Namen verdient hat, zieht es damit den Ärger aller anderen Schafe auf sich – in der Herde habe doch sonst auch keiner einen Namen! Auf poetische Art und Weise und untermalt von barocken Klängen, entfaltet sich eine Suche nach der eigenen Identität.

Requiem für einen jungen Dichter und eine Uraufführung
Lingual von Bernd Alois Zimmermann für Sprecher, Sopran- und Bariton-Solo, drei Chöre, elektronische Klänge, Orchester, Jazz-Combo und Orgel nach Texten verschiedener Dichter, Berichten und Reportagen
MUSIKALISCHE LEITUNG Johannes Harneit / REGIE Karsten Wiegand
Ermöglicht durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain
16.05. Großes Haus
„Weh dem, der allein ist“ (Der Prediger Salomo 4,10). Mit jenem Bibelvers schließt Bernd Alois Zimmermanns letzte Komposition. Sein 1969 entstandenes, monumentales „Requiem für einen jungen Dichter“ wirft einen Blick auf politische Strömungen und Machtstrukturen in der Zeitspanne von 1918 bis 1969. Mit einem gigantischen Aufgebot von vier Chören, Orchester, Jazzband, Orgel sowie Sopran, Bariton und zwei Sprechern findet Zimmermann einen einzigartigen musikalischen Ausdruck für die bange Frage nach der Zukunft angesichts Unterdrückung und wiederkehrenden Kriegen. Mittels Einspielungen von Tonbandaufnahmen der Stimmen von Adolf Hitler, Josef Stalin oder Winston Churchill bietet jenes Werk eine konkrete Verortung in der europäischen Vergangenheit und verweist gleichzeitig auf aktuelle politische Missstände. Mithilfe der Mitwirkung weiterer Chöre aus der Region erinnert das Staatstheater Darmstadt an jenen Teilnehmer der Darmstädter Ferienkurse, der sich 1970 im Alter von 52 Jahren das Leben nahm.

Premieren Ballett

Der Nussknacker
Ballett von Tim Plegge nach Pjotr Iljitsch Tschaikowski
CHOREOGRAFIE Tim Plegge / MUSIKALISCHE LEITUNG Michael Nündel
BÜHNE Frank Philipp Schlößmann / KOSTÜM Judith Adam / LICHT Tanja Rühl
DRAMATURGIE Karin Dietrich
16.11. Großes Haus
Mit einer Neufassung des Ballettklassikers „Der Nussknacker“ eröffnet Tim Plegge die Saison des Hessischen Staatsballetts. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Marie, die am Weihnachtsabend einen Nussknacker unter den Geschenken entdeckt, der sie mit auf Reisen nimmt durch Hoffnungen, Wünsche und Träume, in denen Alltag und Projektion verschwimmen und bisweilen bizarre und surreale Formen annehmen. Marie wird in einen Kampf zwischen Spielsachen und dem Mäusekönig hineingezogen reist mit dem Nussknacker in sein Reich, wo die beiden gemeinsam die ein oder andere Nuss zu knacken haben.

Le sacre du printemps
Zweiteiliger Ballettabend von Edward Clug und Bryan Arias nach Igor Strawinksy
29 May 1913
CHOREOGRAFIE Bryan Arias
Le sacre du printemps
CHOREOGRAFIE Edward Clug / MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Cohen
BÜHNE Marko Japelj / KOSTÜM Leo Kulaš
29.02. Großes Haus
Igor Strawinskys „Le sacre du printemps“ ist als Skandalstück in die Geschichte eingegangen. Die Uraufführung mit Vaslav Nijinsky und dem Ballet Russes in Paris wurde von tumultartigen Protesten, Pfiffen und Buhrufen quittiert. Der Doppelabend „Le sacre du printemps“ stellt nun in der Spielzeit 2019/2020 die Frage, was das Frühlingsopfer für uns heute bedeuten kann. Edward Clugs gleichnamige Choreografie lässt die ursprüngliche Thematik der Musik über aller zeitlichen Verortung schweben: Mit der brachialen Wucht einer natürlichen Urgewalt entspannt sich Clugs Version und verschleiert dabei weder die archaische Energie noch die vielschichten Traditionen dieses Stoffes. Eigens für das Hessische Staatsballett wird Bryan Arias mit „29 May 1913“ ein neues Stück auf Basis des Frühlingsopfers kreieren. Als Fortführung wird er grund-legende Motive dieser europäischen Tanzgeschichte einmal mehr ins 21. Jahrhundert über-führen, in dem fast alles erlaubt ist.

Startbahn 2020
Ballettabend mit Choreografien der Tänzer*innen des Hessischen Staatsballetts
03.07. Kleines Haus
Nach dem Erfolg, den der Abend „Startbahn 2017“ im Sommer 2017 mit Choreografien aus dem Ensemble des Hessischen Staatsballetts feierte, lässt nun ein neuer Abend diejenigen, die sonst eher Choreografien anderer verpflichtet sind, durchstarten. Denn mit „Startbahn 2020“ werden erneut Tänzerinnen und Tänzer die Möglichkeit bekommen, sich selbst als Choreograf*innen auszuprobieren. So entsteht ein Abend, der keine größeren Gegensätze miteinander vereinen könnte: Ob Choreografien für einzelne, kleinere oder größere Gruppen entstehen, zu klassischer oder Clubmusik, ob unterhaltsam oder ernst – den Arbeiten sind keine Grenzen gesetzt.

Premieren Schauspiel

Othello
Tragödie von William Shakespeare in der Übersetzung von Wolfgang Heinrich Graf Baudissin
und Feridun Zaimoğlu / Günter Senkel
REGIE Gustav Rueb / BÜHNE Daniel Roskamp / KOSTÜM Dorothee Joisten
SOUNDDESIGN Heiko Schnurpel / DRAMATURGIE Karoline Hoefer
14.09. Kleines Haus
Jago, die böseste Figur, die Shakespeare je geschaffen hat, täuscht den gutgläubigen Othello, getrieben von Ehrgeiz, Eifersucht, Hass und Rassismus. Indem Jago Othello Unwahrheiten in den Kopf setzt, verändert er dessen Wahrnehmung der Welt um ihn herum. Immer mehr glaubt der Feldherr an den angeblichen Betrug seiner Frau: Desdemona verliert ihre Unschuld. Nicht durch ihre Taten, sondern durch Täuschung. Im Intriganten Jago sieht Othello einen loyalen Freund, im treuen Leutnant Cassio den Betrüger und in der ihn liebenden Desdemona eine Hure. Je mehr die große beidseitige Liebe, die dem schwarzen Kriegshelden in einer Gesellschaft voll subtiler oder offener Vorurteile Halt gab, ihre Unbedingtheit verliert, um so mehr verstrickt sich Othello in einen Wahn. Muss er darin schuldig werden? Zaimoğlu und Senkel finden eine eigene Sprache, um den Hass, den Rassismus und die Liebe in Shakespeares Text spürbar zu machen.

Ödipus, Tyrann
Heiner Müller nach Friedrich Hölderlin nach Sophokles
REGIE Christoph Mehler / BÜHNE UND KOSTÜM Jennifer Hörr
MUSIK David Rimsky-Korsakow / DRAMATURGIE Oliver Brunner
12.10. Kleines Haus
Ödipus ist der Fremde. Er ist der Ausgestoßene, der als Kind in der Wildnis ausgesetzt werden sollte, aus Mitleid gerettet, über seine Herkunft getäuscht wurde und der nicht nur äußerlich durch die Verletzung am Fuß stigmatisiert ist, sondern auch durch den Spruch des Orakels, der ihn zum Mörder macht. Ödipus als Held hat Theben von der mörderischen Sphinx erlöst, in dem er in ihrem Rätsel den Menschen erkannte. Ödipus ist ein fanatischer Wahrheitssucher. Als er erkennt, dass er der Mörder seines Vaters ist und mit der eigenen Mutter Kinder gezeugt hat, muss er die Selbsterkenntnis der eigenen Schuld ertragen. So blendet sich der, der als Sehender blind war, am Ende selbst.

Leonce und Lena
Lustspiel von Georg Büchner
REGIE Julia Prechsl / BÜHNE Valentin Baumeister / KOSTÜM Birgit Leitzinger
DRAMATURGIE Maximilian Löwenstein
01.11. Kleines Haus
Entstanden 1836 parallel zu „Woyzeck“ ist Büchners einziges Lustspiel zugleich die Parodie auf ein Lustspiel. Prinzen, Prinzessinnen, Könige, Gouvernanten, Diener – das bekannte Personal ist vollzählig da, aber alle Figuren wirken melancholisch-traumverloren, aus der Zeit und aus ihren Rollen gefallen. Keine Helden, die sich selbst glauben könnten – nirgendwo. Die junge Regisseurin Julia Prechsl untersucht Büchners Text insbesondere hinsichtlich seiner Ge-schlechterbilder.

Der Räuber Hotzenplotz
Eine Kasperlgeschichte von Otfried Preußler
REGIE UND BÜHNE Jakob Weiss / KOSTÜM Elena Gauss / MUSIK Timo Willecke
DRAMATURGIE Oliver Brunner
Altersempfehlung: ab 5 Jahren
17.11. Kleines Haus
Räuber Hotzenplotz überfällt Kasperls Großmutter und stiehlt ihr die geliebte Kaffeemühle. Kasperl und Seppel beschließen, den Räuber mit einem Trick Wachtmeister Dimpfelmoser zu übergeben. Doch Hotzenplotz durchschaut den Plan und fängt die beiden Helden. Da aber Kasperl und Seppel vorher ihre Kopfbedeckung getauscht haben, kommt es zu einer Ver-wechslung. So wird der Kasperl als Seppel an den Zauberer Petrosilius Zwackelmann verkauft und muss von nun an Kartoffeln schälen. Seppel muss als Kasperl dem Räuber Hotzenplotz zur Hand gehen. Eine verzwickte Situation, aus der man nur noch mit Hilfe von Magie gerettet werden kann. Regisseur und Bühnenbildner Jakob Weiss erzählt eine der bekanntesten Kindergeschichten ab 5 Jahren.

Amy4Eva (UA)
Auftragswerk von Dirk Laucke
REGIE Ulf Goerke / BÜHNE UND KOSTÜM Norbert Bellen / DRAMATURGIE Christina Zintl
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
23.11. Kammerspiele
„Amy4Eva“ ist der Titel von Dirk Lauckes Auftragswerk für das Staatstheater Darmstadt für ein Publikum ab 14 Jahren. „Amy für Eva“ oder „Amy für immer“. Zwei junge Frauen schwören sich ein auf Solidarität, aufs Zusammenhalten durch dick und dünn. Denn Amelie und Eva wollen weg aus der Provinz, weg von den mobbenden Mitschülerinnen und Mitschülern und hauen kurzentschlossen einfach ab. Sie wollen nach London zum Grab ihres Stars, Amy Winehouse. Ihr Roadtrip durch die Pampa wird zur Bewährungsprobe einer außergewöhnlichen Freundschaft, die humorvoll wie dramatisch zwei jungen Menschen an einer Wende ihres Lebens portraitiert.

Billy Backe
Live-Hörspiel für kleine Zuschauer*innen ab 4 Jahren von Eike Hannemann
nach „Die Abenteuer von Billy Backe“ von Markus Orths
REGIE, BÜHNE, KOSTÜM UND MUSIK Eike Hannemann / DRAMATURGIE Karoline Hoefer, Oliver Brunner
26.01. Kammerspiele
„Was zur Hacke ist ein Schrönk?“ Das fragen sich das Murmeltier Billy Backe und seine beste Freundin Polly Posthörnchen. Auf der Suche nach einer Antwort erleben sie witzige Abenteuer. Sie begegnen Billy the Kid, müssen den Piraten-Fluss und eine Kaugummi-Wüste überqueren, vorbei an den Klapper-Krokodilen (toll für Mathe-Freunde), um Murmeltierfreund Mucki Bude von den lachwütigen Wackelriesen zu befreien. Wie gut, dass Freunde immer zusammen halten und sich so gut ergänzen. Denn auch Zwergpferd Rosa und der alte Haselnussbaum Horst-Dieter sind mit von der Partie – oder auch Party. Und wenn Billy Backe das tapferste Murmeltier im Walle Wacke-Land sich beim Rennen ordentlich Staub in die Nase nebelt, hat er immer eine gute Idee. Obgleich herzerfrischend komisch und von anarchistischer Fantasie, ist dieses Vergnügen auch klug, also wirklich ein Spaß für die ganze Familie.

Die 39 Stufen
Kriminalkomödie von John Buchan und Alfred Hitchcock
REGIE Antje Thoms / BÜHNE UND KOSTÜM Gregor Sturm / DRAMATURGIE Karoline Hoefer
31.01. Kleines Haus
Eine Hommage ans Spielen ist dieser Mix aus Agententhriller und Komödie. Mit unglaublicher Theateraktion und feiner Ironie wird die abenteuerliche Reise von Richard Hannay erzählt, der in einen Mord verwickelt wurde. Um seine Unschuld zu beweisen und sein Land zu retten, muss Hannay den Spionagering der „39 Stufen“ aufdecken. Was das Genre zu bieten hat, wird aufge-fahren: Mord, Liebe, Intrige, Kampf, mysteriöse Frauen, Stunts aus fahrenden Zügen, Verfol-gungsjagden und ein Showdown im schottischen Hochmoor. Vier Schauspieler schlüpfen dafür in mehr als 50 Rollen (darunter Schafe, Felsspalten und Wasserfälle). Ausgezeichnet mit dem Olivier Award für die „Best New Comedy“ war das Stück ein riesiger Erfolg in London und am New Yorker Broadway.

Aus dem Leben eines Taugenichts
Eine Produktion der Theaterwerkstatt nach der Novelle von Joseph von Eichendorff
REGIE Nike-Marie Steinbach / BÜHNE UND KOSTÜM Marie Ruth van Aarsen
DRAMATURGIE Alexandra Varnay
14.02. Kammerspiele
Durch die Brille des Taugenichts wird ein Blick auf unterschiedliche Lebensentwürfe und -wege geworfen. Inspiriert von der Leichtigkeit und Unbekümmertheit, mit der Eichendorffs Hauptfigur durch sein Leben spaziert, werden aktuelle Schlagworte wie „Zufriedenheit“, „Glück“ und „Work-Life-Balance“ diskutiert, kritisch hinterfragt und vielleicht fassbar gemacht. Der Taugenichts hat nie versucht ein Held zu sein. Können wir seine Lebensart aus heutiger Perspektive vielleicht als Vorbild betrachten?

Drei Schwestern
Drama von Anton Tschechow
REGIE Katrin Plötner / BÜHNE Camilla Hägebarth / KOSTÜM Johanna Hlawica
MUSIK Johannes Steinkellner / DRAMATURGIE Maximilian Löwenstein
27.03. Kleines Haus
Olga, Mascha und Irina stecken fest. Anton Tschechow hat seine namensgebenden drei Schwestern in ein Provinzkaff eingesperrt. In der Vergessenheit, fernab vom glanzvollen früheren Wohnort Moskau, müssen sich diese drei Frauen nach dem Tod ihres Vaters einen neuen Reim auf das Leben machen. Und das an einem Ort, in dem das stationierte Militär noch das Kultivierteste ist. Ihre Sehnsucht nach einem Aufbruch spiegelt die vorrevolutionären Verhältnisse des Dramas in vier Akten aus dem Jahre 1901. In feinfühligen, offenen Szenen zeichnet Anton Tschechow eine Welt von Menschen, die auch nicht wissen wie es geht. Tragisch wie komisch brechen diese haltsuchenden Figuren immer wieder fast auf und geben dabei Einblicke in den Kampf von Seelen, die gerne mutig wären.

Seymour
von Anne Lepper
REGIE Matthias Rippert / DRAMATURGIE Karoline Hoefer
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
29.03. Kammerspiele
Ein Heim in den Bergen. Dort hat Dr. Bärfuss akribische Regeln für eine »Kur« aufgestellt, mit deren Hilfe dicke Kinder abspecken und vielleicht wieder zu richtigen Menschen werden sollen. Doch Bärfuss ist nicht da. Alle Hoffnungen richten sich auf seine Ankunft. Denn wenn der Doktor, den Erfolg bescheinigt, soll das eine Heimkehr ermöglichen. Durchhaltewillen ist gefragt. Mit rührender Eisernheit wiederholen die Insassen mantraartig Lehrsätze, ermahnen und überwachen einander. Als Leitbild dient der wunderbar schlanke Sebastian. Neuankömmling Leo fällt es schwer, sich in die Absurdität einzufinden. Ihm macht auch zu schaffen, dass daheim der dünne Cousin Seymour seinen Platz eingenommen hat. Leo fragt sich, ob Seymour gehen wird, wenn er selbst geläutert und verdünnt heimkehrt. In dieser schrägen Parabel wachsen fette Kinder, mit denen wir vordergründig nichts gemein haben, zu prototypischen Leidensgestalten modernen Seins aus. Malträtiert von obskuren Handlungs-anweisungen und Heilsversprechen, bleiben sie auf einem Weg, von dem sie ahnen, dass er nie im Leben zum Ziel oder zu Freude führen kann. Doch das Schicksal dieser „Aussortierten“ führt auch vor, welches Glück im Einfachsten liegt, in Dingen, von denen diese Kinder scheinbar

Der gute Mensch von Sezuan
Theaterstück von Bertolt Brecht
REGIE Christoph Mehler / BÜHNE UND KOSTÜM Jennifer Hörr / MUSIK David Rimsky-Korsakow
DRAMATURGIE Oliver Brunner
30.04. Kleines Haus
Drei Götter sind auf die Erde gekommen um zu prüfen, ob die Welt geändert werden muss. Finden sie wenigstens einen guten Menschen, kann alles so bleiben, wie es ist. In Sezuan treffen sie auf die Prostituierte Shen Te, die ihnen Unterkunft gewährt. Zum Dank dafür erhält sie tausend Silberdollar und erwirbt davon einen Tabakladen. Doch trotz der göttlichen Starthilfe will es ihr nicht gelingen, ein gottgefälliges Leben zu führen. Die Menschen sind zu egoistisch, die wirtschaftliche Lage ist zu schlecht und die Gutmütigkeit von Shen Te wird von allen ausgenutzt. Notgedrungen legt sie sich eine zweite Identität zu – den hartherzigen Vetter Shui Ta – und der kleine Tabakladen entwickelt sich zu einem florierenden Unternehmen. Es scheint unmöglich, „gut zu sein und doch zu leben“. Christoph Mehler stellt Darmstadt nunmehr seine siebte Arbeit vor.

Protect me from what I want
Eine Digital Lecture Performance von und mit Marina Miller und Arne Vogelgesang
DRAMATURGIE Maximilian Löwenstein
08.05. Kammerspiele
Die Arbeit von Arne Vogelgesang und Marina Miller Dessau ist recherchebasiert. Unter dem Label internil entwickeln sie gemeinsam mit Kolleg*innen intermediale Theater- und Performancekollagen. Sie benutzen dafür seit Jahren fast ausschließlich Material aus dem Internet, das sie mit digitalen Mitteln aufbereiten und anreichern. Auf der Bühne verwenden sie oft Live-Reenactments: Sie spielen Video- und Tondokumente aus dem Internet nach und bringen sie in neue Zusammenhänge. In „Protect me from what I want“ fragen sie nach Ahnungen einer Zukunft im Zeitalter der Digitalisierung und untersuchen dabei extreme Formen einer Zeit, die gerade Gestalt annimmt. Was „wir“ in Zukunft sein könnte, wie dieses „wir“ Wahrheit verhandelt oder bestimmt und ob „wir“ noch körperlich anwesend sein müssen, wenn unsere digitalen Geister bereits die Arbeit übernommen haben werden – diesen und weiteren Fragen widmet sich das spielerische Vortragsformat und lüftet damit vielleicht momentweise den Vorhang vor einer heraufdämmernden Welt.

Aus dem Nichts
Theaterstück nach dem Drehbuch von Fatih Akin
REGIE Friederike Heller / BÜHNE UND KOSTÜM Sabine Kohlstedt / DRAMATURGIE Karoline Hoefer
29.05. Kleines Haus
Eine glückliche Familie. Haus am Stadtrand. Arbeit/Büro in der Innenstadt. Katja führt ein gutes Leben. Ihren sechsjährigen Sohn Rocco erzieht sie gemeinsam mit ihrem Ehemann, mit dem deutsch-kurdischen Steuerberater Nuri Sekerci. Eine Nagelbombe explodiert vor dessen Büro. Nuri und der gemeinsame Sohn sterben in den Flammen. Zurück bleibt die Mutter, Katja Sekerci, nun plötzlich Witwe, kinderlos. Schnell vermutet Katja einen rechtsradikalen Hintergrund der Tat. Schließlich geht bei der Polizei ein entscheidender Hinweis ein und es steht ein Neonazipaar im Verdacht. Doch der Eindeutigkeit der Indizien steht eine perfide Verteidigungsstrategie gegenüber. Und eine Justiz, die die Richtung, aus der der Terror kommt, nicht ortet. Als das Paar freigesprochen wird, kennt Katja nur noch ein Gefühl: Rache. Fatih Akin setzte mit seinem Film den Opfern der NSU-Mordserie ein Denkmal.


Spartenübergreifende Projekte

Körpertreffer
Eine Produktion der CocoonDance Company und des Schauspiels des Staatstheaters Darmstadt
CHOREOGRAFIE Rafaële Giovanola / TEXT Lothar Kittstein / BÜHNE Boris Kahnert
KOSTÜM Florence Klotz / VIDEO Benjamin Weber / MUSIK Jörg Ritzenhoff
DRAMATURGIE Rainald Endraß, Maximilian Löwenstein
07.09. Kammerspiele
Im Projekt „Körpertreffer“ begegnen sich Schauspieler des Staatstheaters Darmstadt, Tänzer*innen der CocoonDance Company, Internetkünstler*innen und ein Autor in einer inter-disziplinären Zusammenarbeit. Was, wenn man Körper als reine Medien begreift und ihre Codes in andere künstlerische Sprachen und Medien überführt? Was, wenn die Effekte der digitalen Bildaufzeichnung mit ihrem Ewigkeitsversprechen, die unsere Bilder- und Körperwahr-nehmung in Frage stellen, alte Unterscheidungen sinnlos werden lassen? CocoonDance suchen in dieser experimentellen Arbeit, die von der Kulturstiftung des Bundes gefördert wird, nach tänzerisch-spielerischen Ausdrucksformen in einer Zeit, die den Körper scheinbar im Digital-raum auflöst. Bleibt nur noch das Lächeln der Grinsekatze während die Menschen im 000101001 verschwinden?

Ich schaue dich an (Je te regarde)
von Alexandra Badea / Deutsch von Jarg Pataki
REGIE UND CHOREOGRAFIE Barish Karademir / BÜHNE UND KOSTÜM André Schreiber
DRAMATURGIE Oliver Brunner
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
31.05. Kammerspiele
Vier Personen sitzen anonymisiert in verschiedenen Winkeln des globalen Cyberspace: Ein Konzernchef verliebt sich in eine aufstrebende Angestellte am anderen Ende der Welt. Eine Ehefrau kämpft mit ihrem zerbrechenden Glück. Eine Gefängniswärterin gerät in emotionale Abhängigkeit zu einem Inhaftierten, der versucht sie auszunutzen. Und ein Sicherheitschef eines Flughafens hat Schwierigkeiten, den neuen Sicherheitssystemen zu vertrauen. In einer entscheidenden Minute werden sich die Leben dieser vier kontrollsüchtigen Menschen in der echten Welt begegnen. Bis dahin verbringen sie ihre Lebenszeit in virtuellen Schnittstellen-beziehungen mit Avataren, auf Dating Sites oder vor Spycams. Sie lächeln und flirten mit der Überwachungskamera, selbst die Einschätzung des persönlichen Glücks wird einem Computer-programm überlassen. Der Mensch wird die Marionette des Computers. Regisseur und Choreograf Barish Karademir lässt Schauspieler auf Tänzer, Texte auf Bewegungen treffen.

Konzerte

1. Kammerkonzert
Liederabend „Wahn und Sinn“
Lieder von Franz Schubert, Wolfgang Rihm, Michael Gees und Gustav Mahler
SOPRAN Anna Lucia Richter / KLAVIER Michael Gees
05.09. Kleines Haus
Lassen sich Wahn und Sinn in der Kunst trennen? Hört man die von Strauss und Rihm vertonten Lieder der Ophelia aus Shakespeares „Hamlet“, dann ist da ein merkwürdig hellsichtiger Wahn, hinter dem schon wieder ein höherer Sinn erkennbar wird. Dass gerade die kreativsten Köpfe oft in der Geistes-krankheit endeten, dafür sind Friedrich Nietzsche und Hugo Wolf die besten Beispiele. Es sind höchst eindringliche Portraits und Geschichten, die Anna Lucia Richter und Michael Gees da in ihrem vielschichtigen Liedprogramm präsentieren. Die junge Kölner Sopranistin gehört zu den erfolgreichsten Neuzugängen der internationalen Lied- und Opernszene, zuletzt mit Mozart und Webern 2018 im Sinfoniekonzert in Darmstadt zu hören.

1. Sinfoniekonzert
Sergej Rachmaninow Sinfonische Tänze op. 45
Peter Eötvös „Shadows“ für Flöte, Klarinette und Orchester
Joseph Haydn Sinfonie G-Dur Nr. 100 „Militärsinfonie“
LEITUNG Vassilis Cristopoulos
08. + 09.09. Großes Haus
Ist es ein Rückblick auf sein musikalisches Schaffen? Im Sommer 1940 schrieb Rachmaninoff auf Long Island drei „fantastische“ Tänze, wie er sie ursprünglich bezeichnete, für groß besetztes Orchester. Diese „Sinfonischen Tänze“ sind tänzerisch und geheimnisvoll zugleich. Bei dieser Musik stellt sich die Frage, ob Rachmaninoff wirklich der „letzte Romantiker“ war. Und wo lebt die Tradition von Bartok und Kodaly fort? Peter Eötvös – einer der letzten Schüler von Zoltan Kodaly – begann als 14-Jähriger sein Kompositionsstudium: Heute gehört der er Artist in Residence von 2018 in der Elbphilarmonie längst zu den wichtigsten Komponisten und Dirigenten weltweit.

2. Kammerkonzert
Ensemble Prisma
Joseph Haydn (zugeschrieben) „Chorale St. Antoni“ aus: Divertimento B-Dur, Hob. II:46
Ludwig van Beethoven Oktett Es-Dur op. 103, Harmoniemusik zu „Fidelio“ (Auszüge) (Arr. Wenzel Sedlak)
Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie Nr. 1 Es-Dur KV 16 (Arr. Andreas N. Tarkmann)
03.10. Kleines Haus
Wie lernen wir heute Musik kennen? Über Tipps von Freunden? Über den Algorhythmus der Musikanbieter im Internet? Durch das Radio? Um 1800 war es anders. Man ging in die Stadt und hörte in den Cafés und auf den Plätzen den Harmoniemusiken zu. Hier spielten die Musiker alles, was in Oper und Konzert neu und angesagt war. Das Ensemble Prisma ist aus der Jungen Deutschen Philharmonie hervorgegangen – wie mittlerweile viele andere Kammermusik-Ensembles.

2. Sinfoniekonzert
Pierre Boulez „Notations“ I-IV, VII / Alban Berg Violinkonzert „Dem Andenken eines Engels“
Gustav Mahler Sinfonie Nr. 1 D-Dur
VIOLINE Michael Barenboim / LEITUNG Daniel Cohen
13. + 14.10. Großes Haus
Wie gut kennt man die Klassiker der Moderne wirklich? „Notations“ ist eine Hommage an die Zahl 12: Es sind kleine Klavierstücke, die Boulez später zu einer aberwitzig schwierigen Instrumentation ausbaute. „Das Ziel der Musik ist es nicht, Gefühle, sondern Musik auszudrücken. Musik ist kein Gefäß, in das der Komponist seine Seele Tropfen für Tropfen füllt, sondern ein Labyrinth ohne Anfang und Ende, voller neuer Wege, die es zu entdecken gilt – und wo das Geheimnis ewig währt.“, sagte Pierre Boulez. Hätte das Alban Berg auch so gesehen? „Dem Andenken eines Engels“ widmete er sein Violinkonzert. Gemeint war damit Alma Mahlers Tochter, Manon Gropius, die 1935 mit nur 18 an Kinderlähmung starb. „Ich will brieflich nicht versuchen, dort Worte zu finden, wo die Sprache versagt“, schrieb Alban Berg an Alma Mahler, „aber dennoch: eines Tages mag dir aus dem Violinkonzert das erklingen, was ich fühle, und wofür ich heute keinen Ausdruck finde.“

3. Kammerkonzert
Signum Quartett
Ludwig van Beethoven Streichquartett Nr. 3 D-Dur op. 18,3 / Arvo Pärt „Fratres“
Alfred Schnittke Streichquartett Nr. 3 / Franz Schubert Streichquartett G-Dur D 887
Lounge in der BAR der Kammerspiele
07.11. Kleines Haus
Kann ein Streichquartett auch ein Symbol der Demokratie sein? Kann die Art des Musizierens auch etwas über die Haltung zu den Menschen sagen? Heinrich Christoph Koch bemerkte das schon von über 200 Jahren: „Man hat hin und wieder nicht ermangelt, eine gewisse, das feinere Künstlergefühl unterdrückende an militärische Subordination grenzende Einrichtung im Orchester einzuführen; man hat dadurch dem Scheine nach seinen Zweck erlangt. Man hört richtiges Zusammenspiel im Takte, richtig abgemessene Stärke des Tons beim Forte und Piano usw. Allein wem ist unbekannt, daß dieses alles nur noch das Äußerliche des guten Vortrages betrifft? Wer Ohren hat zu hören, der höre nur mit der nöthigen Aufmerksamkeit hin ein solches mit Zwang tressierte Orchester gegen ein solches, in dem Künstlergefühle in Ehren gehalten wir; man müßte ganz von Vorurtheilen geblendet seyn, wenn man den Unterschied der Wirkung der Kunst nicht bemerken wollte, der sich zwischen beyden äußert“.

4. Kammerkonzert
Franz Schubert Arpeggione Sonate a-Moll D 821
Johannes Brahms Sonate Nr. 2 Es-Dur für Viola und Klavier op. 120,2
Manuel de Falla Siete canciones populares españolas / Isaac Albeníz Tango
Heitor Villa Lobos Cantilena / Astor Piazzolla Le Grand Tango
VIOLA Tabea Zimmerman / KLAVIER Javier Perinanes
28.11. Kleines Haus
Wieso ist die Bratsche zum unterschätzten Instrument geworden? Vorurteile? Vorurteile! Tabea Zimmermann gehört zu den beliebtesten und renommiertesten Interpretinnen unserer Zeit. Zuhörer und musikalische Partner schätzen an ihr ihr tiefes musikalisches Verständnis, die Natürlichkeit ihres Spiels und ihre charismatische Persönlichkeit. Sie gilt heute als weltweit führende Bratschistin. Tabea Zimmermann hat das Interesse vieler zeitgenössischer Komponisten für die Bratsche geweckt und zahlreiche neue Werke in das Konzert- und Kammermusikrepertoire eingeführt.

3. Sinfoniekonzert
Béla Bartók Rumänische Volkstänze / Franz Schubert Sinfonie h-Moll D 759 „Unvollendete“
Johannes Brahms Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 83
KLAVIER Mariam Batsashvili / LEITUNG Paolo Arrivabeni
15. + 16.12. Großes Haus
Wie klänge Schuberts „Unvollendete“, wenn sie vollendet wäre? Noch schöner? Und ist nicht auch in der Kunst ein Torso ein großes Kunstwerk? Und was kann man von einem Sinfoniekonzert erwarten? Das Solokonzert vor und die Sinfonie nach der Pause? Wenn ein Klavierkonzert so geschrieben ist, wie das Zweite von Brahms, dann stellt das die übliche Konzertanordnung sowieso auf den Kopf. Dieses Klavierkonzert ist einfach zu sinfonisch.

Neujahrskonzert
Werke u. a. von Johann Strauß
MODERATION Gernot Wojnarowicz / LEITUNG Ryan Bancroft
01.01. Großes Haus
Was ist gute Unterhaltung? Ein Neujahrskonzert in Darmstadt! Und wie schafft man mit einer Musik-auswahl gute Laune? Mit der besten und bewährten Mischung zwischen bekannt und neu, rhtyhmisch und träumerisch, heiter und elegisch. Und welche Stücke wählt man dann also nun für ein Neujahrs-konzert? Überraschung! Und kippt diese liebgewonnene Gewohnheit nicht irgendwann ins Ritual? Never. Und schon gar nicht zum Jahresauftakt 2020 im Staatstheater

5. Kammerkonzert
Jean Philippe Rameau Prélude und „Le Rappel des oiseaux“ aus: Suite en mi; Allemande, Sarabande, Fanfarinette, Gavotte et six doubles aus: Suite en La / Claude Balbastre „La Suzanne“ Jaques Duphly „La de bel Ombre“, „La Pothouïn“
Gustav Mahler Adagietto (Arr. Alexandre Tharaud)
Ludwig van Beethoven Klaviersonate Nr. 31 op. 110 As-Dur
KLAVIER Alexandre Tharaud
09.01. Kleines Haus
Hört man Beethoven mit Musik aus dem französischen Barock anders? Und wie hört man eine späte Beethoven-Sonate nach Mahlers „Adagietto“ aus dessen 5. Sinfonie? Wie werden bekannte Werke beeinflusst, wenn sie in einen anderen und neueren Zusammenhang erklingen? Nimmt man als Zuhörer dann eher das Moderne oder das Traditionelle wahr? Der Pianist Alexandre Tharaud schaut über die Grenzen. Sein Repertoire ist überaus vielfältig und er hat 2014 gemeinsam mit Nicolas Southon sein erstes Buch veröffentlicht: „Piano Intime.“ Anfang 2017 folgte ein Buch, in dem er seine Karriere aus einer persönlichen Perspektive erzählt: Montrez-moi vos mains.

4. Sinfoniekonzert
Leonard Bernstein Divertimento für Orchester / Sergej Prokofjew Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 Des-Dur
Sergej Rachmaninow Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 44
KLAVIER Yulianna Avdeeva / LEITUNG Andris Poga
19. + 20.01. Großes Haus
Wieso ist die Musikbegeisterung von Leonard Bernstein heute immer noch ansteckend? Ist es sein Charisma, seine Beredsamkeit, sein offenes Wesen, sein positives Naturell? Ein Bonmot über Leonard Bernstein lautet so: Er ist der beste Pianist unter den Dirigenten, er ist der beste Dirigent unter der Komponisten, und er ist der beste Komponist unter den Pianisten. Gleiches galt übrigens fast auch für Prokofjew und Rachmaninoff. Beide waren außergewöhnliche gute Pianisten. Spätestens seit Yulianna Avdeeva 2019 den „Chopin-Wettbewerb“ gewann, ist sie auf den Bühnen in aller Welt zu Gast.

6. Kammerkonzert
Claude Debussy „Reverie“ arr. für Trompete und Percussion / Jakob Brenner Bodypercussion
Tōru Takemitsu „Paths“ für Trompete / Simone Rubino „La luna piena“
Karl-Heinz Stockhausen „Tierkreis“ für Trompete und Percussion
Claude Debussy „Claire de lune“ arr. für Trompete und Percussion
Toshio Hosokawa „Im Nebel“ arr. für Trompete und Percussion
Casey Cangelosi „Bad Touch“ / Kaan Bulak Neues Werk für Trompete und Elektronik
Iannis Xenakis Rebonds B / Miroslav Srnka Commission
Frank Zappa „Approximate“ arr. für Trompete und Klavier
TROMPETE Simon Höfele / SCHLAGZEUG Simone Rubino
06.02. Kleines Haus
Warum haben die Schlagzeuger in den letzten 40 Jahren sich selbst und ein neues Repertoire entwickelt, dass man nur noch ungläubig staunt? Liegt es an der Gegenwart, der ein Rhythmus, ein harter Grundpuls innewohnt? In den 50ern hieß das Rock‘ Roll, in den 60ern Beat, später Rock, dann Rap, Hiop-Hop oder Techno. Man sieht, Rhythmus steht im Vordergrund. Gleichwohl: Das Instrumentarium der klassischen Percussionisten ist inzwischen so vielfältig wie deren Spieltechniken virtuos sind. Simon Höfele, ein „rising star“ am Trompetenhimmel, hörte übrigens im Februar 2017 den Solo-Abend von Simone Rubino im Staatstheater Darmstadt. Und nun spielen sie als Duo zahlreiche Konzerte.

5. Sinfoniekonzert
Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie Nr. 39 Es-Dur KV 543
Edgar Varèse Deserts / Anton Webern Variationen op. 30 / Richard Strauss Vier letzte Lieder
SOPRAN Annette Dasch / LEITUNG Daniel Cohen
16 + 17.02. Großes Haus
Ist es ein Werk des Abschied oder des Trostes? „Hände, laßt von allem Tun. Stirn, vergiss du alles Denken, Alle meine Sinne nun. Wollen sich in Schlummer senken.“ So klingt das zweite der vier letzten Lieder. „Ist dies etwa der Tod?“ liest man bei der Lektüre von Joseph von Eichendorffs Gedicht „Im Abendrot“. Die Berlinerin Annette Dasch zählt zu den führenden Sopranistinnen unserer Zeit. Sie ist Gast der wichtigsten Opernhäuser und Festivals weltweit. Zu den Höhepunkten der Saison 2017/18 zählten die „Tannhäuser“-Elisabeth unter Kirill Petrenko beim Japan-Gastspiel der Bayerischen Staatsoper München. Im Konzert tritt sie mit Orchestern wie den Berliner und Wiener Philharmonikern auf.

6. Sinfoniekonzert
Arnold Schönberg Fünf Orchesterstücke op. 6 / Anton Bruckner Sinfonie Nr. 7 E-Dur
LEITUNG Daniel Cohen
08. + 09.03. Großes Haus
Wieso wurde Bruckner ausgerechnet in Wien so lange als Kauz verachtet? Und warum findet man Schönberg, der seine frühen Werke kaum 40 Jahre später schrieb, immer noch revolutionär? Erst mit sechzig Jahren erlebte Bruckner seinen ersten Welterfolg. Arthur Nikisch war da Dirigent in Leipzig und dirigierte als Chef des Gewandhausorchesters dort die Uraufführung der „Siebenten“. Es folgten Aufführungen in München, Graz, Berlin und dann – weil der Erfolg sich herumsprach – auch in Wien. Arnold Schönberg meinte: „Musik wird erst nach verstanden werden, wenn man sie nachsingt und erst geliebt, wenn man am Abend mit ihr einschläft und am morgen mit ihr aufwacht.“

7. Kammerkonzert
Johann Sebastian Bach Partita Nr. 2 c-Moll BWV 826
Ludwig van Beethoven Sonate Nr. 5 c-Moll op. 10 Nr. 1, Variationen c-Moll WoO 80
César Franck Prélude, fugue et variation op. 18
Frédéric Chopin Klaviersonate Nr. 3 h-Moll op. 58
KLAVIER Rafał Blechacz
12.03. Kleines Haus
Wie emotional wirkt Musik, die hoch-intelligent konstruiert ist und mathematischer Logik folgt? Sie wirkt, so viel ist sicher. Denn das ist wohl die große Kunst der allergrößten Komponisten. Dass sie nicht nur ihrem sinnlichen und klanglichen Anspruch genügen, sondern auch den Gesetzen und Regeln der Komposition folgen – und diese im Sinne ihrer Ideen überschreiten, die bekannten Pfade verlassen. Chopins h-Moll-Sonate wurde als „Konzert ohne Orchester“ bezeichnet. Er hat damit das Klavierspiel revolutioniert. Seine dritte Klaviersonate brennt vor romantischem Pathos. Auch Rafał Blechacz denkt über die Grenzen hinaus, 2016 promovierte er in Musikphilosophie.

8. Kammerkonzert
Georg Friedrich Händel Messiah for 4
Ensemble Odd Size
09.04. Kleines Haus
Einige zig Chorsänger, vier Solisten und ein Orchester von vielleicht zwei Dutzend Musikern – dies ist im Zeitalter der historisch informierten Aufführungspraxis, also heute, die übliche Besetzung für die Aufführung von Händels berühmtestem Oratorium „The Messiah“. Beim großen Händel-Festival 1784 in der Westminster Abbey gaben 522 Musiker den Messias zu Besten! Kann man alles machen, muss man aber nicht. Denn es geht auch anders: Dass Händels „Messias“ auch in kleiner Form entzücken kann, beweisen die vier Musiker des schwedischen Ensembles Odd Size, allesamt Spezialisten für Barockmusik, die mit Leidenschaft, Neugier und Können klassische und barocke Werke mit Jazz, Folk und Humor würzen. Halleluja!

7. Sinfoniekonzert
Lera Auerbach „Ikarus“
Pjotr lljitsch Tschaikowski Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35
Sergej Prokofjew Sinfonie Nr. 6 Es-Moll op. 111
VIOLINE Marc Bouchkov / LEITUNG Mei-Ann Chen
26 + 27.04. Großes Haus
Lera Auerbach lebte schon als Kind lieber intensiv mit den griechischen Mythen als mit den roten Fahnen der „Sowjetunion. Von Ikarus war sie von Anfang an fasziniert. Sein Schicksal zeigt, wie gefährlich der Griff nach der Sonne sein kann. Aber ohne Flügel kein Flug, ohne Risiko kein Erfolg. Auch wenn, wie Lera Auerbach meint, unser Leben nicht zuletzt von der Schwerkraft bestimmt wird, haben gerade Künstler immer wieder zu Höhenflügen angesetzt. „In solchem Gemütszustand verliert das Schaffen gänzlich das Gepräge der Arbeit“, schrieb Pjotr Tschaikowski euphorisch seiner Gönnerin Nadeshda von Meck. Prokofjews „Sechste Sinfonie“, als opus 111 dem Andenken Beethovens gewidmet, wurde zunächst bejubelt. Nach der Aufführung in Moskau änderte sich die offizielle Meinung, so dass die Sinfonie aus den sowjetischen Konzertprogrammen verschwand. Wie viele andere Komponisten wurde Prokofjew Opfer der kulturellen Reglementierung im Sowjetstaat.

9. Kammerkonzert
Arvo Pärt „Spiegel im Spiegel“ / Richard Strauss Sonate Es-Dur für Violine und Klavier op. 18
Igor Strawinsky Suite italienne für Violine und Klavier
Ernest Bloch „Baal Shem Suite“. Drei Bilder aus dem chassidischen Leben
Mario Castelnuovo-Tedesco „Figaro“ für Violine und Klavier (Transkription nach Rossini)
VIOLINE Vadim Gluzman / KLAVIER Evgeny Sinaiski
07.05. Kleines Haus
Arvo Pärt ist ein Mensch, der in sich ruht, und das spiegelt sich auch in seiner Musik wider. Von Ruhe war der junge Richard Strauss vermutlich weit entfernt, als er 23-jährig und heftigst für seine spätere Gattin Pauline entflammt eine Violinsonate schrieb, in der schon deutlich die süffige Tonsprache des großen Opernkomponisten anklingt, der er einmal werden sollte. Regelrecht verliebt hatte sich nach eigenen Worten auch Igor Strawinsky – in die barocken Klänge Giovanni Pergolesis, die er zur Grundlage seines Balletts Pulcinella (1919) und der Suite italienne (1930) machte. Gleichermaßen Musik über Musik ist Mario Castelnuovo-Tedescos „Figaro“-Paraphrase, ein atemberaubend virtuoses Feuerwerk über die berühmte Figaro-Arie aus Rossinis „Barbier von Sevilla“. Ernest Blochs hochemotionale „Suite“ ist eine Hommage an den chassidischen Rabbi Baal Shem Tow und die Kultur des polnischen Shtetls.

10. Kammerkonzert
Felix Mendelssohn Bartholdy Streichquintett Nr. 2 B-Dur op. 87
Pjotr Iljitsch Tschaikowski Streichsextett „Souvenir de Florence“ d-Moll op. 70
Kronberg Academy am Staatstheater
VIOLINE Mihaela Martin, Fumika Mohri / VIOLA Sindy Mahamed, Timothy Ridout
VIOLONCELLO Frans Helmerson, Aleksey Shadrin
04.06. Kleines Haus
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Und wenn dieser eine ein Komponist ist, dann erzählt er in Tönen. Lebenslust in Tönen klingt aus dem 2. Streichquintett von Felix Mendelssohn, dass dieser 1845 während seines Sommeraufenthalts in Bad Soden im Taunus komponierte. Pjotr Tschaikowski unternahm mehrere Reisen nach Italien, die in seiner Musik ein Echo fanden. Nirgends gab sich Tschaikowski vielleicht so ungeschönt wohlgemut, wie in seinen Souvenir de Florence, die von ihrem juchzenden Anfangstakten bis zum rasanten Ausklang vor Energie und Lebensfreude zu strotzen scheinen.

8. Sinfoniekonzert
Jean Sibelius „Luonnotar“ op. 70, Sinfonie Nr. 2 D-Dur / Brett Dean Cello Concerto (2018)
SOPRAN Jana Baumeister / VIOLONCELLO Alban Gerhardt / LEITUNG Daniel Cohen
07. + 08.06. Großes Haus
Gibt es eine Globalisierung auch in der Musik? Der Australier Brett Dean war als Bratscher Berliner Philharmoniker, ist aber seit Jahren ein sehr erfolgreicher Komponist. Für Alban Gerhardt schrieb er ein Cellokonzert, das der 2018 in Australien und wenig später mit den Berliner Philharmonikern aufführte. Kann man nicht auch Werke von Weltrang schreiben, wenn man meistens zu Hause bleibt? Jean Sibelius wohnte in Ainola, unweit von Helsiniki, wo die meisten seiner Werke entstanden. Durch sein Maß an Musikalität, seine Bühnenpräsenz und seine nahezu unstillbare künstlerische Neugier hat Alban Gerhardt seit 25 Jahren eine einzigartige Wirkung auf sein Publikum weltweit. Anfang 2017 gründete er #Musicians4UnitedEurope, eine Gruppe von international renommierten Musikern, die sich für ein vereintes und demokratisches Europa einsetzt.

Kehrauskonzert
MODERATION Gernot Wojnarowicz
10.07. Großes Haus


Liedgut

1. Konzert
Moritz Eggert „Neue Dichter Lieben“ sowie ausgewählte Lieder von Franz Schubert
BARITON David Pichlmaier / KLAVIER Jan Croonenbroeck
20.11. Foyer Großes Haus

2. Konzert
Amerikanische Lieder von Samuel Barber, Charles Ives, Manfred Trojahn u. a.
TENOR Michael Pegher / KLAVIER Bartholemew Berzonsky
04.03. Foyer Großes Haus

3. Konzert
Lieder aus „Des Knaben Wunderhorn“ von Gustav Mahler u. a.
SOPRAN Katharina Persicke / BARITON Julian Orlishausen / KLAVIER Naomi Schmidt
17.06. Foyer Großes Haus

Soli fan tutti

1. Konzert
Antonín Dvořák Klavierquartett Es-Dur op. 87
George Enescu „Legende“ für Trompete und Klavier
Robert Schumann Klavierquintett Es-Dur op. 44
29.09. Foyer Großes Haus

Soli fan tutti zu Gast in Rüsselsheim
Karola Obermüller „Lebenslinien 2019“ Vier musikalische Psychogramme von Rüsselsheimer Bürgern
09.11. Stadttheater Rüsselsheim

2. Konzert
Paul Juon Trio-Miniaturen für Klarinette, Viola und Klavier
George Enescu Klaviertrio Nr. 2 a-Moll
Pjotr Iljitsch Tschaikowski „Souvenir de Florence“ für Streichsextett d-Moll op. 70
17.11. Foyer Großes Haus

3. Konzert
Georg Friedrich Händel Concerto grosso D-Dur op. 3 Nr.5 HWV 323,
Concerto grosso G-Dur op. 6 Nr. 1 HWV 319
Antonio Caldara Triosonate e-Moll op. 1 Nr.5, Triosonate F-Dur op.1 Nr. 1
Johann Adolf Hasse Triosonate Nr. 1 e-Moll, Triosonate Nr.4 G-Dur
Georg Philipp Telemann Divertimento A-Dur TWV 50:22, Divertimento B-Dur TWV 50:23
Darmstädter Barocksolisten
02.02. Kleines Haus

4. Konzert
Christoph Graupner Triosonate für zwei Violinen und Basso Continuo D-Dur, GWV 204
Felix Mendelssohn Bartholdy Streichquartett Nr. 2 a-Moll op. 13
Paul Wranitzki Streichquartett A-Dur op. 16 Nr. 4
George Enescu Kammersinfonie E-Dur op. 33
23.02. Kleines Haus

5. Konzert
Friedrich Kalkbrenner Quintett für Klavier, Klarinette, Horn, Violoncello
und Kontrabass a-Moll op. 81
Franz Doppler Rigoletto-Fantasie für zwei Flöten und Klavier op. 38
Gioachino Rossini Sonata à quattro Nr. 1 G-Dur
George Enescu Dixtuor für Bläser D-Dur op. 14
29.03. Foyer Großes Haus

6. Konzert
Julius Röntgen Klavierquintett a-Moll op. 100
Alexey Kurbatov Quartett für Flöte, Violine, Violoncello und Klavier
George Enescu Streichoktett C-Dur op. 7
19.04. Foyer Großes Haus


Familien- und Schulkonzerte

West Side Story
Leonard Bernstein „West Side Story“, Sinfonische Tänze
MODERATION Christian Schruff / LEITUNG Michael Nündel
22.09.

Peer Gynt
Edvard Grieg „Peer Gynt“-Suite Nr. 1 op. 46, Suite Nr. 2 op. 55 (Auszüge)
MODERATION Schüler*innen des Goethe-Gymnasiums Bensheim
LEITUNG Michael Nündel
26.+ 27.01.

Pastorale
Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 „Pastorale“
MODERATION Christian Schruff / LEITUNG Michael Nündel
22.+ 23.03.

Der Feuervogel
Igor Strawinsky „Der Feuervogel“ (1919)
MODERATION Christian Schruff / LEITUNG Michael Nündel
21.+26.06.


Teddybärenkonzerte
Altersempfehlung: 3-6 Jahre

1. Teddybärenkonzert
Elisabeth Naske „Sindbad, der Seefahrer“
DAS STAATSORCHESTER DARMSTADT / LEITUNG Elena Beer
12.+14.+24.09. Foyer Großes Haus

2. Teddybärenkonzert
Sergej Prokofjew „Peter und der Wolf “
DAS STAATSORCHESTER DARMSTADT /LEITUNG Elena Beer
12. + 16.11. Foyer Großes Haus

3. Teddybärenkonzert
Auftragskomposition
DAS STAATSORCHESTER DARMSTADT / LEITUNG Elena Beer
16. + 17.04. Foyer Großes Haus

4. Teddybärenkonzert
Kerstin Unseld „Troll Triller im Zauberland“
DAS STAATSORCHESTER DARMSTADT / LEITUNG Elena Beer
10.06. Foyer Großes Haus


Kleine Matinee
Klassik und Kaffee für Eltern mit Kindern bis 3 Jahren
1. Konzert
André Caplet „Suite persane“ für zehn Blasinstrumente
MITGLIEDER DES STAATSORCHESTERS DARMSTADT
18. + 19. + 28.09. Foyer Großes Haus

2. Konzert
Leopold Mozart „Musikalische Schlittenfahrt“
MITGLIEDER DES STAATSORCHESTERS DARMSTADT
20.11.+ 04.+ 05.12. Foyer Großes Haus

3. Konzert
DARMSTÄDTER BAROCKSOLISTEN
20.05.+ 04.06. Foyer Großes Haus

4. Konzert
Wolfgang Amadeus Mozart Posthorn-Serenade
MITGLIEDER DES STAATSORCHESTERS DARMSTADT
01.+ 02.+ 03.07. Foyer Großes Haus

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