9. Sinfoniekonzert am Staatstheater Mainz mit skandinavischen Klängen

Staatstheater Mainz © Andreas J. Etter

Mit skandinavischen Klängen beschließen Hermann Bäumer und das Philharmonische Staatsorchester Mainz die Konzertsaison 2023/24 am 12. und 13. Juli im Großen Haus des Staatstheaters. Auf dem Programm steht Musik von Uuno Klami, Edvard Grieg und Jean Sibelius.

Uuno Klami beschäftigt sich in seiner Kalevala-Suite mit dem gleichnamigen finnischen Nationalepos und lässt sich hiervon zu virtuosen und farbenreich orchestrierten Melodiebögen inspirieren. Er orientierte sich an seinen Vorbildern Maurice Ravel und Igor Strawinsky, seine Musik bringt zugleich aber auch sein tiefes Verständnis für die Legenden und Traditionen seines Landes zum Ausdruck.

Ein furioser Paukenwirbel und daraus herausstürzende Klavierkaskaden eröffnen Edvard Griegs Klavierkonzert in a-Moll, ein Paradestück der temperamentvollen Solistin Alexandra Dariescu. Grieg wirft darin mit melodischen Floskeln aus norwegischen Volksliedern und folkloristischen Rhythmen nur so um sich. Der schwelgerische, manchmal auch melancholische Klang seiner Heimat transportiert ein Gefühl von Natur, Frieden und Freiheit. Das virtuose Werk changiert zwischen kühl-trollig und hymnisch-warmherzig, oder wie der Komponist selbst zu sagen pflegte: das „Schwarzbrot“ der norwegischen Folklore in Kombination mit „Austern und Kaviar“ der Kunstmusik.

Zur Eröffnung erklingt Jean Sibelius’ naturdurchströmte Sinfonie Nr. 3, die stilistisch zwischen der romantischen Intensität seiner ersten beiden Sinfonien und der herben Komplexität der späteren Kompositionen steht. Romantik wird hier durch neue Sachlichkeit ersetzt, man könnte dieses Werk sogar als Sibelius’ „klassische“ Sinfonie bezeichnen: ein gutmütiges, heiter-triumphales, geschmeidig-klares und täuschend einfach klingendes Stück.

Karten sind an der Theaterkasse und unter staatstheater-mainz.com erhältlich.