7. Heidelberg Music Conference am 12. und 13. November 2020

Digital-Konferenz der Kulturbranche zu brandaktuellem Thema „Was jetzt?! Auf der Suche nach der Relevanz von morgen“

© Mohamed Hassan auf Pixabay

„Wir müssen reden!“, fordert das Musikfestival „Heidelberger Frühling“ anlässlich der 7. Heidelberg Music Conference am 12. und 13. November 2020, die pandemiebedingt in den digitalen Raum verlegt wurde. Das Tagungsthema „Was jetzt?! Auf der Suche nach der Relevanz von morgen“ ist mit dem gerade begonnen Lockdown „light“ aktueller denn je, denn wieder mussten Theater, Opern- und Konzerthäuser schließen, mussten Festivals abgesagt werden. Der Anspruch der Macher rund um Festivalintendant Thorsten Schmidt ist es, nicht zu predigen, sondern komplexe Fragen ums kreative Überleben (in) der Musikbranche zu stellen. So ist die Einbindung der Teilnehmenden ein wichtiger Teil des Konzepts. Wie auch bei den bisherigen analogen Tagungen sind viele der Panels, Online-Speed-Datings, Workshops und Diskussionsrunden partizipative Formate und geben die Möglichkeit sich untereinander zu vernetzen. Als SpeakerInnen konnten hochkarätige Protagonisten aus Kultur, Kreativwirtschaft und Politik wie Sopranistin und Dirigentin Barbara Hannigan, Konzertdesigner Folkert Uhde oder Carsten Brosda, Senator der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, gewonnen werden.

Die Heidelberg Music Conference gilt als einer der wichtigsten deutschsprachigen Branchentreffen der Klassikfestivals und Konzerthäuser und findet 2020 zum ersten Mal digital statt. Veranstalter ist die Heidelberger Frühling gGmbH. Die Onlineausgabe 2020 wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der GEMA und des Förderprogramms NEUSTART KULTUR. Kooperationspartner sind Deutschlandfunk Kultur, Kulturmanagement.net und die Classical:Next.

Zum Programm

Am Donnerstag, den 12. November fächern Barbara Hannigan und Carsten Brosda die Frage nach der Relevanz in „individuellen Zumutungen“ auf. Hiromi Gut (Gründerin und künstlerische Leiterin guerillaclassics), Folkert Uhde und Prof. John Sloboda (Research Professor an der Guildhall School/Founding Director Institute for Social Impact Research in the Performing Arts) fordern, wie die Musikbranche sich aufstellen muss, um ein breiteres Publikum zu bewegen. Diese und andere Anstöße diskutieren anschließend Folkert Uhde, Hiromi Gut und Prof. Jutta Toelle (Professorin für Angewandte Musikwissenschaft an der Gustav-Mahler-Privatuniversität für Musik in Klagenfurt) mit den Teilnehmenden.

Am Freitag, den 13. November blickt Christiane Peitz (Kulturjournalistin) zunächst kritisch auf den ersten Konferenztag zurück. Unter dem Titel „Mehr Beziehungen, mehr Nähe, mehr Wirkung?!“ werden anschließend Ideen in Breakout-Sessions verknüpft und in Kleingruppen konkrete Projekte entworfen. Der letzte Themenblock widmet sich dem Digitalen, u.a. mit Impulsen von Prof. Holger Noltze (Musikjournalist) und Julian Rieken (Dramaturg) zum innovativen Arbeiten im digital-ästhetischen Raum. Anschließend teilen Thomas Grube (Filmemacher/Boomtown Media), Kirsten Dawes (Pierre Boulez Saal Berlin), das Stegreif Orchester und Elia Rediger (Künstler/Komponist) ihre Beispiele, die Mut machen, gemeinsam weiterzudenken.

Das komplette Programm mit Ablauf und Anmeldung findet sich unter music-conference.de.
Anmeldungen sind noch bis 11. November möglich.
(Conference Tageszugang 29 €/ erm. 19 €, Conference Pass 52 € / erm. 29 €)