20 Jahre Orchesterakademie des BRSO

Stipendiatinnen und Stipendiaten der Akademie des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Von links: Jonathan Groß (Klarinette), Sören Bindemann (Violine), Jesùs Pinillos Rivera (Oboe), Felix Kolb (Schlagzeug), Laura Bortolotto (Violine), Fuga Miwatashi (hinten, Violine), Andreu Sanjuan Albado (hinten, Kontrabass), Berat Efe Sivritepe (Horn), Ronja Macholdt (Querflöte), Benedikt Neumann (Trompete), Yuki Ishihara (Violine), Héctor Cámara Ruiz (Viola) und Laura Moinian (Violoncello). (© BR/Astrid Ackermann)

Die Akademie des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks gehört weltweit zu den begehrtesten Ausbildungsinstitutionen im Musikbetrieb. In 20 Jahren haben mehr als 180 Stipendiatinnen und Stipendiaten aus rund 30 Nationen die zweijährige Ausbildung absolviert und sich im Anschluss Stellen in renommierten Orchestern erspielt. BR-KLASSIK feiert das Jubiläum der Akademie mit zwei Sendungen.

Am Freitag, den 5. Februar 2021, um 19.05 Uhr blickt Annekatrin Hentschel in dem Feature “Probelauf zum Traumjob” auf 20 Jahre Akademie zurück und begleitet aktuelle Akademistinnen und Akademisten. Musikalisch zu hören sind die jungen Musikerinnen und Musiker am Samstag, den 30. Januar, um 15.00 Uhr in der Sendung “On Stage – Junge Interpreten” mit Werken von Taffanel, Rush und Janácek.

Mit der im März 2000 ins Leben gerufenen Akademie des Symphonieorchesters des BR unterstützt der Bayerische Rundfunk seit 20 Jahren eine wichtige Ausbildungsinstitution im Musikbetrieb, die jungen Ausnahmetalenten eine umfassende Vorbereitung auf den Beruf bietet. Sie wirken bei Proben und Konzerten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks mit, erhalten Instrumentalunterricht bei Orchestermitgliedern, Mentalcoaching und Körpertraining, erarbeiten Kammermusikwerke und präsentieren diese in öffentlichen Konzerten. Der Orchesternachwuchs lebt und lernt in München in einem Akademiegebäude, ausgestattet mit 18 Wohnungen, Übungs- und Unterrichtsräumen.

Neue Ansätze in der Ausbildung im BRSO

Der Alltag eines Weltklasse-Orchesters mit der großen Bandbreite an Repertoire, kurzen, konzentrierten Probenzeiten und regelmäßigen Konzerttourneen fordert neben der perfekten Beherrschung des eigenen Instruments viele weitere Kompetenzen, die ein Hochschulstudium alleine nicht vermitteln kann: die Teamfähigkeit in einem Kollektiv von mehr als 100 Menschen, das schnelle Lernen unterschiedlichster Werke, den Umgang mit Leistungsdruck und Perfektionsanspruch und das Einteilen der Ressourcen über die Vielzahl der Projekte.

Während ihrer Ausbildung an der Orchesterakademie können sich die jungen Musikerinnen und Musiker auf diese Anforderungen optimal einstellen und in das professionelle Arbeiten hineinwachsen. Die Ausbildung wird an die sich stetig verändernden Berufsbedingungen angepasst: Die Stipendiatinnen und Stipendiaten lernen Methoden für die mentale und körperliche Gesundheit, engagieren sich für Vermittlungsprojekte und entwickeln neue Formatideen. Absolventinnen und Absolventen der Akademie gewinnen Engagements bei renommierten Orchestern im In- und Ausland, darunter den Berliner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig oder dem London Symphony Orchestra. 14 von ihnen ist der Sprung in das BRSO gelungen.

Die Sendungen zum 20-jährigen Bestehen der Orchesterakademie auf BR-KLASSIK:

Samstag, 30 Januar 2021, 15.05 Uhr
“On Stage – Junge Interpreten”
Die Stipendiatinnen und Stipendiaten der Akademie in einer Aufnahme vom 18. Dezember 2020 im Studio 1 des BR-Funkhauses
Programm:
Paul Taffanel
: Bläserquintett
(Ronja Macholdt, Flöte; Jesús Pinillos Rivera, Oboe; Jonathan Groß, Klarinette; Hana Hasegawa, Fagott; Berat Efe Sivritepe, Horn)
Stephen Rush: “Rebellion”
(Christian Traute, Posaune; Felix Kolb, Schlagzeug; Susanna Klovsky, Klavier)
Leos Janácek: Streichquartett Nr. 1 – “Kreutzersonate”
(Laura Bortolotto, Fuga Miwatashi, Violine; Héctor Cámara Ruiz, Viola; Laura Moinian, Violoncello)

Freitag, 5. Februar 2021, 19.05 Uhr
Das Musik-Feature: “Probelauf zum Traumjob”
(Wdh. 6. Januar, 14.05 Uhr)
Annekatrin Hentschel stellt die Köpfe der ersten Stunde vor, die mit ihrem Engagement die Idee in die Realität umgesetzt haben: eine orchestereigene Akademie, um Nachwuchs zu finden, zu fördern, hohe künstlerische Qualität fortzuführen und sich als Orchester zeitgemäß für die Zukunft aufzustellen. Sie blickt auf 20 Jahre Arbeit der Akademie und begleitet aktuelle Akademistinnen und Akademisten zur Probenwoche mit Gustavo Dudamel, ins Probespieltraining und zum Yoga. Gemeinsam mit der neuen Geschäftsführung wirft sie einen Blick in die Zukunft. Wie sieht Nachwuchsförderung im neuen Jahrzehnt aus?

Weitere Informationen unter brso.de