­­Premiere von »Beethoven / Ravel« des Leipziger Balletts

Beethoven Ravel ~ Siebente Symphonie ~ Ballett Leipzig (©Ida Zenna)

(lifePR) (Leipzig, 24.10.18) Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Leipzig und Houston feiert das Leipziger Ballett seine erste Premiere der Spielzeit. Am Samstag, 27. Oktober 2018 hebt sich der Vorhang für »Beethoven / Ravel«. An diesem Ballettabend treffen drei prägende choreografische Handschriften der beiden Städte aufeinander.

Den Auftakt gibt das sinfonische Ballett »Siebente Symphonie«, das Uwe Scholz 1991 für das Stuttgarter Ballett kreierte und das 1993 seine Leipziger Erstaufführung hatte. Scholz schuf zu Beethovens Musik ein detailreiches und filigranes Werk, das die außerordentliche Musikalität des Choreografen in besonderer Weise zum Ausdruck bringt. Jedes musikalische Motiv findet seine Entsprechung im Tanz, der sich durch eine zeitlose, neoklassisch-strenge Form auszeichnet. Bühnenbild und Kostüme entstammen ebenfalls den Entwürfen von Uwe Scholz und basieren auf dem Gemälde »Beta Kappa« des amerikanischen Malers Morris Louis.

Auch Stanton Welch, Künstlerischer Direktor des Houston Ballet, greift in »Tu Tu« zu Ravels Klavierkonzert in G-Dur auf ein klassisches Stückrepertoire zurück, bricht dieses aber gekonnt durch Überstilisierung der Bewegungen. Die Tänzer erscheinen in bunten Tutus nach Entwürfen der Kostümbildnerin Holly Hynes auf der Bühne. Sie basieren auf Gemälden von Gustav Klimt. Zur Premiere tanzen die Solisten Karina Gonzáles und Ian Casady des Houston Ballet das »Rote Paar« in Leipzig.

Abgerundet wird der Abend durch die Uraufführung »Geschöpfe« von Ballettdirektor und Chefchoreograf des Leipziger Balletts Mario Schröder. Er will in der Auseinandersetzung mit der »Siebenten Symphonie« und der Musik Beethovens eine Brücke zu seiner eigenen Arbeit schlagen und mit der klassischen Ästhetik der ersten beiden Stücke des Abends brechen. »Die Geschöpfe des Prometheus« dienten als Inspiration für den Titel. Gegenstand der Choreografie ist die Erforschung der Bewegung eines Tänzers und wie sie durch die Veränderung des Körpers beeinflusst werden.

Karten (15 € – 78 €) gibt es an der Kasse im Opernhaus, unter Tel: 0341 – 12 61 261 (Mo – Sa 10.00 – 19.00 Uhr), per E-Mail: service@oper-leipzig.de oder im Internet unter www.oper-leipzig.de.

Premiere: Samstag, 27. Oktober, 19 Uhr
Weitere Aufführungen: 31. Oktober / 09. November 2018 / 19. & 23. Mai 2019 (alle Vorstellungen mit Einführung 45 Min. vor Vorstellungsbeginn; Publikumsgespräche im Anschluss, außer Premiere)

Beethoven / Ravel
3-teiliger Ballettabend von Uwe Scholz, Stanton Welch AM und Mario Schröder | Musik von Ludwig van Beethoven, Maurice Ravel, Igor Strawinsky, Elena Kats-Chernin

Musikalische Leitung: Moritz Gnann
Dramaturgie: Nele Winter

Siebente Symphonie
Ballett von Uwe Scholz
Musik von Ludwig van Beethoven (Siebente Symphonie)
Choreografie, Bühne, Kostüme: Uwe Scholz
Licht: Uwe Scholz

Tu Tu
Ballett von Stanton Welch AM
Musik von Marice Ravel (Klavierkonzert in G-Dur)
Choreografie: Stanton Welch AM
Kostüme: Holly Hynes
Licht: Lisa J. Pinkham
Goldenes Paar: Madoka Ishikawa / Juliano Toscano
Rotes Paar: Karina González / Ian Casady
Blaue Dame: Anna Jo
Blauer Herr: Alessandro Repellini

Geschöpfe
Ballett von Mario Schröder
Musik von Ludwig van Beethoven (Die Geschöpfe des Prometheus / Mondscheinsonate, 3. Sinfonie), Igor Strawinsky (Circus Polka), Elena Kats-Chernin (Naive Waltz)
Choreografie: Mario Schröder
Bühne, Kostüme: Paul Zoller

Leipziger Ballett
Gewandhausorchester
Klavier Wolfgang Manz

www.oper-leipzig.de