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Deutscher Theaterpreis DER FAUST:  mehr Info

Stücke-Infoseiten:

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4 nach 40

39 Stufen, Die

1002. Nacht, Die


A
Ab jetzt

Abalon, one night in bangkok

Abend im Talk House, Der

Abenteuer des braven Soldaten
Schwejk, Die


Abgesoffen

Abschaffung der Arten, Die

Ängstlichen und die Brutalen, Die

Ajax

Alan Turning (Breaking the Code)

Alkestis

All inclusive

Alles Astro

Alles für Mama 

alte Affe Angst, Der

Amerika

Amphitryon

Am Sonntag bist du tot

Anatol

Anne

Annika, oder Wir sind nichts

Antigone

Ariadnes Faden

Arsen und Spitzenhäubchen

Aschenputtel

aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui,
Der


Auftrag, Der

Außer Kontrolle


B
Babel 

Bacon Talks

Bad Jews

Bakchen, Die

Barfuß im Park

Bartsch, Kindermörder

Bash


Beate Uwe Uwe Selfie Klick

Begehren

Being Lawinky 

Bernards Albas Haus

Besucher

Betty

Between Work and Paradise

Biedermann und die Brandstifter

Bildnis des Dorian Gray, Das

Birdland

Black ice ~ Ein Lügenspiel

Blaubart - Hoffnung der Frauen

blaue, blaue Meer, Das

blaue Engel, Der

Blechtrommel, Die

Bleib mein schlagendes Herz

Blick von der Brücke

blutsbande


Bombsong

Bouncing in Bavaria

Breaking the Waves

Brüchig

Buddenbrooks

Büchner. Lenz & Schubert. Schöne Müllerin

Bürger als Edelmann, Der


Bürgschaft, Die

Bunbury

Burgfestspiele Bad Vilbel 


C

Cabelo Branco é Saudade: Fados

Caligula

Candide

Changeling, The

Charleys Tante

Clavigo 

Clockwork Orange 

Clybourne Park

Container Paris


D

Dämonen

Dantons Tod 

Das sind nicht wir, das ist nur Glas

Dear Wendy

Death an the Maiden

Dekalog

dressierte Mann, Der

Diener zweier Herren, Der

DNA

Dogville

Doktor Faustus

Don Carlos

Don Quijote

Dr. med. Hiob Prätorius

Draußen vor der Tür

Drei Mal Leben

Drei Schwestern

Drei Tage auf dem Land

Dreigroschenoper, Die

dritte Generation, Die


E

Egmont

Ein Inspektor kommt

Ein Mond für die Beladenen

Ein Traumspiel

Ein Volksfeind

Eine Familie

Eins, zwei, drei

Eiserne Gustav, Der

Elektra 

Emilia Galotti

Endstation Sehnsucht

Erzählung des Gleichgewichts 4.W

europäische Wildnis, eine Odyssee, Die

F

Fahrenheit 451

Falstaff

Familie Schroffenstein

Fauser, mon amour

Faust

FaustIn and out

Fegefeuer in Ingolstadt

Fettes Schwein

Feuerzangenbowle, Die

Flieg, Oberst, flieg !

Floh im Ohr 

Fräulein Julie

Frankfurt

Frankfurter Rendezvous

Frau die gegen Türen rannte, Die

Frau Sperlings Raritätenladen

Freiraum

Freund Krank, Der

Friede den Hütten! Krieg den
Palästen!


fröhliche Weinberg, Der

Frühlings Erwachen

Fuchs, Der


G

Gähnen der Leere, Das

Ganze Kerle

Gaslight

Geächtet

Gefährliche Liebschaften

Geierwally, Die

Geistheilerin, Die

Geizige, Der

Geldgott, Der

Genannt Gospodin

Genesis

George Dandin

George Kaplan

Gerechten, Die

Gertrud

Gerüchte... Gerüchte...

Geschichte vom Franz Biberkopf, Die

Geschichte von den Pandabären, Die

Geschichten von Mama und Papa

Geschichten aus dem Wiener Wald

Gier

Glasmenagerie, Die

Glaube Liebe Hoffnung

Glorious

Glückliche Zeiten

Göttliche Komödie, Die

Golden Girls

goldene Drachen, Der

Golem, Der

Goldfischen

Good People

Gott des Gemetzels, Der

Gotthelm oder Mythos Claus

Grimm-Code,Der

Grönholm-Methode, Die

große Erzählung, Die

große Gatsby, Der

große Welttheater, Das

Gut gegen Nordwind

gute Mensch von Sezuan, Der

H
Hals der Giraffe, Der

Hamlet

Hamletmaschine, Die

Handbagged 

Hanglage Meerblick

Hangmen

Harper Regan

Harry und Sally

Hauptmann von Köpenick, Der

Haus sagt, Das

haymatlos

Heaven (zu Tristan)

heilige Johanna der Schlachthöfe, Die

Heine - Stationen eines Traumas

Helden

Helter Skelter

hercules @work

Herr der Fiegen, Der

herrschende Klasse, Die

Herzschritt

Heute bin ich blond!

Hexenjagd

Hin und her

Hinkemann

Hochzeitsreise, Die

Hörst du mein heimliches Rufen 

Horns Ende 

Horror Vacui

Hund der Baskervilles, Der

Hundertjährige der aus dem Fenster
stieg und verschwand, Der


Hundewetter

Hyperion

Hysteria


I
I hired a contract killer 

Ich bin Nijinski. Ich bin der Tod

Ich, ein Anfang

Ich hätte gern den Charme von Adriano Celentano

Ich mag Dich wirklich

idealer Gatte, Ein

Idiot, Der

Im  Dickicht der Städte

In seiner frühen Kindheit ein Garten

Iphigenie

Iphigenie auf Tauris

Iwanow


J
Jahr magischen Denkens, Das

Jason

Je t’adorno

Je t’aime :: je t’aime

Jedermann

Jesus d’amour, geb. 0

Jesus d`amour, gest./auferst. – Das
Evangelium.


John Gabriel Borkman

Jugend ohne Gott

Jungfrau von Orleans, Die 


K
Kabale und Liebe

Käthchen von Heilbronn

kain!

Kalender Boys

Kalender Girls

kalte Hauch des Geldes, Der

Kampf des Negers und der Hunde

Kasimir und Karoline 

Kaspar

Kaspar Häuser Meer

Katze auf dem heißen Blechdach, Die

Katzelmacher

Kaufmann von Venedig, Der


Kein Schiff wird kommen

Kein schöner Land

Kick, Der

Kiebich und Dutz

Killer in me is the killer in you my love,
The


Kimberlit. Ein Bestarium

Kinder der Sonne

Kinder des Olymp

Kirschgarten, Der

Kleinbürgerhochzeit, Die

Kleiner Mann was nun ? 

König Arthur

König Lear

König Ödipus

Königin Lear

Königreich

Kohlhaas

Kollektion

Kontrakte des Kaufmanns, Die

Kredit

Krabat

Küste

Kunst

Kunstseidene Mädchen, Das


L
Ladies Night

Lärmkrieg, Der

laiensclub

Lasst euch nicht umschlingen ihr 150 000 000!

Ledarálnakeltüntem

Lenz

Leonce und Lena

Letzte der feurigen Liebhaber, Der

Letzten, Die

Leyla & Medschnun

Liebe zur Leere, Die

Liebelei

Lieber Schön

Liebesruh

Liebesspiel

Liliom

Liquidation

Lokomotive, Die

Lolita

Lorenzaccio le fou

Lustige Witwer, Der

Lulu



M
Macbeth

MachtLiebeHoffnung?

Macht nichts ~ Eine kleine Trilogie des Todes

Madame Bovary

Männerbeschaffungsmaßnahmen

Männerhort

Männersache

Mainhatten Monsters

Making of :: Marilyn

Manderlay 

Maria Magdalena

Maria Stuart 

Marin Parade

Marquise von O., Die

Marx. Engels. Hennes & Mauritz.

Maß für Maß

Medea

Mein Freund Harvey

Mein Kampf

Meine dicke Freundin

Der Meister und Margarita

Meisterklasse

Mensch ist ein soziales Tier, Der

Menschenfeind, Der

Merlin oder Das wüste Land

Messias, Der   

Michael Kohlhaas

Minna von Barnhelm

Misery

Miss Sara Sampson

Mittsommernachts-Sex-Komödie

Mörderkarussell 

Möve, Die

Motortown

MS Pocahontas

Mutter Courage und ihre Kinder

Mysterien


N
Nach dem Fest

Nach den Klippen

Nachtasyl 

nackte Wahnsinnn, Der

Nathan der Weise

Nervensäge, Die

Netzwelt, Die

Nibelungen

Nippel Jesus

no.where.wanna.be

Nora

Norway today


O

Opening Night

Opferung von Gorge Mastromas, Die

Orestes

Orestie

Orphée

Othello 

Other Desert Cities

P
Paarungen

Päpstin, Die

Paradiso

Parasit, Der

Paris, Texas

patriot act

Peer Gynt

Pension Schöller

Penthesilea

Perser, Die

Perdit Durango

Perle Anna, Die

Pest, Die

Peter Pan

Peterchens Mondfahrt

Phädra

Physiker, Die

A Picasso

Platonow

Präsidentinnen, Die

Prinz Friedrich von Homburg

Pro Familia Teiresias

Produkt, Das

Prometheus

Prozess, Der

Punk Rock


Q
Quartett

Quai West

Quelle, Die


R
Räuber, Die 

Ramstein Airbase

Ratten, Die

Raub der Sabinerinnen, Der

Red Light Red Heat...

Reineke Fuchs

Reise! Reiser!

Reiz und Schmerz

Remake Rosemarie

Retten Sie mich! Reden Sie! Irgendwas!

Revisor, Der

Richard III

Roberto Zucco

Romeo und Julia

Ronja Räubertochter

Rosenkranz und Güldenstern sind tot

Roter Ritter Parzifal


S
Safe Places

Sagra del Signore della Nave, La

Salome

Sammer, Der

Santa Joana dels escorxadors


Scarlett-O´Hara-Syndrom, Das

Schade, dass sie eine Hure war

Schändung

Schinderhannes

Schlackehotel, Das

Schlafes Bruder

Schlechter Rat

Schloss, Das

Schöne neue Welt

Schuld und Sühne

Schwarze Bären oder Die Erfindung der Republik!

Schwarze Begierde

Schwein gehabt

Sehnsucht der Veronika Voss, Die

Seid nett zu Mr. Sloane

Seine Braut war das Meer und sie
umschlang ihn


Sieben gegen Theben

Sleepless in my dreams

Small Things

Sommergäste

Sommernachtstraum, Ein

Spiel ist aus, Das

spielzeiteuropa

Sonja

Sonny Boys

Sozialistische Schauspieler...

Stadt aus Glas

Steilwand

Stella

Sterben


Stifters Dinge

Stirb, bevor du stirbst

Struwwelpeter

Stumme Diener, Der

Stunde, da wir nichts voneinander
wußten, Die


Sturm, Der

Sturmfrei

Sucht

Supergrrrls

Swing again


T
Tag der Gnade

talentierte Mr. Ripley, Der

Tartuffe

Tausch, Der

Terminal 5

Terror

Teufels General, Des

Tirant Lo Blanc

Tod eines Handlungsreisenden

Tod und Wiederauferstehung der Welt meiner Eltern in mir

tomorrow, maybe...Über - Leben in Diktaturen

Torquato Tasso

Tot im Orient-Express

Totentanz

Transit

Traumfrau Mutter - reloaded

Traumfresserchen, Das

Traumnovelle

trunkene Schiff, Das

Tschernobyl

Tschick


U
Über das Marionettentheater. Kleist

Übersee


Ulrike Maria Stuart

Unerhörten, Die

Unschuldigen, Die

Untergänge. Kassandra
 


V
Die Valentin Methode. Ein Humor-Labor

Karl Valentin. Triumph des Unwillens

Vatersprache

Venus im Pelz

Verbrennungen

Versprechen, Das

Viel Lärm um Nichts

Vier linke Hände

4.48 Psychose

Vom Ende einer Geschichte

Vom Wege ab. Grimms Märchen

Von morgens bis mitternachts

Vor Sonnenaufgang


W

Wälsungenblut

Wahlverwandtschaften, Die

Warten auf Godot

Warum wir also hier sind ~ Kein
Traumspiel


Was der Butler sah

Was ihr wollt

Was zu sagen wäre warum

Wenn, dann: was wir tun, wie und warum

Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

Werthers Leiden

Weisse Album, Das

weiße Wolf, Der

Wie es euch gefällt 

Wiedervereinigung der beiden Koreas, Die


Wildente, Die 

Wilhelm Meister

Wille zur Wahrheit

Winterreise

Wir haben deinen Traum im Mund

Wir lieben und wissen nichts 

Wir sind schon gut genug!

Wolken.Heim

Woyzeck/Wozzeck

Wut und Gedanke


X

X-Freunde


Y
Your Lover Forever


Z
zeit zu lieben zeit zu sterben

zerbrochene Krug, Der

Zeuge, Der

Ziemlich beste Freunde

Zille

Zofen, Die

Zufall zu gefallen, Dem

Zum Teufel mit Goethe!

Zwei Fremde im Zug

Zwei Uhr nachts

Zwei wie wir

zweite Kapitel, Das

Zweite allgemeine Verunsicherung

Zweite Sinfonie - Rausch

Zwerg reinigt den Kittel, Der

 

 

Internationale Maifestspiele am Hessischen Staatstheater Wiesbaden 2017
26. April bis 28. Mai 2017 ~ Die Welt in Bewegung


Vom 26. April bis 28. Mai 2017 finden die Internationalen Maifestspiele unter der künstlerischen Leitung von Uwe Eric Laufenberg am Hessischen Staatstheater Wiesbaden statt. Das Festspiel-Programm mit über 50 Veranstaltungen steht unter dem Motto »Die Welt in Bewegung«. Weltbekannte Sängerinnen und Sänger, renommierte Schauspielensembles und hochkarätige Tanzkompanien sind zu Gast in der Stadt Wiesbaden.

»Mir gefällt das diesjährige Motto sehr gut; es spricht sowohl die Internationalität unserer Stadt und der Maifestspiele an, als auch die momentanen weltweiten Wirren, denen die Kunst traditionell etwas entgegensetzen kann: Miteinander, Solidarität, Integration und Geist«, sagte Oberbürgermeister Sven Gerich bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Maifestspielprogramms 2017.

»Unsere Landeshauptstadt ist im Mai der Nabel der europäischen Theaterwelt. Das Publikum kann dort die große Vielfalt des Theaters in all seinen Sparten erleben. Besonders freut mich, dass zum Programm auch international bedeutsame Inszenierungen im Kinder- und Jugendtheater gehören. Die breite kulturelle Bildung über alle Altersgrenzen hinweg ist ein wichtiges Anliegen der hessischen Landesregierung. Daher fördert das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst die Internationalen Maifestspiele in diesem Jahr auch mit 76.000 Euro«, ergänzte Staatssekretär Ingmar Jung.

Keine Angst vor der Angst: Der Themenschwerpunkt »German Angst« widmet sich der aktuell weltweit um sich greifenden Angst. Viele Aufführungen stellen sich diesem Thema musikalisch und thematisch mutig, lustvoll und radikal.

Angefangen mit Wagners »Ring«-Zyklus in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg wird mit der Uraufführung von Markus Öhrns »Verbrannte Erde« die freudvolle Zerstörung erprobt. Alain Platel zeigt mit »nicht schlafen« verzweifelt kämpfende Menschen, die in der Musik Erlösung finden. Ersan Mondtags »Tyrannis« erzählt von der Angst vor dem Fremden und im »Faust« und den Liederabenden erklingen ebenfalls ängstliche Spuren.
 

Oper / Konzert
Große Wagner-Stimmen eröffnen die Festspielsaison in Wiesbaden mit einem Wagner-Galakonzert. Als Star-Gäste sind Catherine Foster, Klaus Florian Vogt und René Pape, die weltweit als führende Wagner-Interpreten gehandelt werden, zu erleben.

Zwei komplette Zyklen von Wagners »Ring des Nibelungen« stehen als Schwerpunkt auf dem Programm der diesjährigen Festspiele. Bereits die ersten Maifestspiele 1896 bezogen sich auf Richard Wagners Opus Magnum. In der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der musikalischen Leitung von Alexander Joel stehen herausragende Sängerdarstellerinnen und -darsteller auf der Bühne.

Eine Vortragsmatinee und eine Lesung aus Thomas Manns »Wälsungenblut« begleiten den »Ring«-Zyklus.

Markus Öhrn kehrt mit einer Uraufführung, der Performance »Verbrannte Erde«, im Mai nach Wiesbaden zurück. Gemeinsam mit dem Komponisten und Dirigenten Arno Waschk zeigt er eine Neukomposition für acht Sänger und zwei Molotov-Cocktail-Werfer als Liebeserklärung an den Anarchisten Richard Wagner am Warmen Damm.

Unter der Leitung des Barock und Frühklassik-Spezialisten Konrad Junghänel singt und spielt ein außergewöhnliches Ensemble Mozarts großes Opernwerk »Die Hochzeit des Figaro«. Der preisgekrönte Gerald Finley ist Graf Almaviva und die schwedische Sopranistin Maria Bengtsson singt Gräfin Almaviva, zusammen mit Nachwuchskünstlerin Hanna-Elisabeth Müller (Susanna) und Patrick Carfizzi (Figaro).

In Mozarts »Die Zauberflöte« singen Günter Groissböck als Sarastro, Michael Nagy als Papageno, Gloria Rehm als Königin der Nacht, Shooting-Star Katharina Konradi als Pamina und Ioan Hotea in der Partie des Tamino.


Siroe, König von Persien
Parnassus Arts Productions, Wien
© Guillaume L' Hôte

In »Siroe, König von Persien« spielen Lügen, heimliche Liebschaften und Machtgier eine große Rolle. Countertenor Max Emanuel Cencic (Siroe) und Julia Lezhneva (Laodice) sind gemeinsam mit dem hochdekorierten Barockensemble Armonia Atenea unter der Leitung von George Petrou zu erleben.

Die Liederabende sind mittlerweile fester Bestandteil der Internationalen Maifestspiele und auch in diesem Jahr bereiten die Bassbaritone Florian Boesch und Gerald Finley, beide führende Oper- und Liedsänger, besondere Konzerterlebnisse.

Hermann Beil und das Merlin Ensemble Wien widmen sich in ihrem dritten Jahr bei den Internationalen Maifestspielen zusammen mit Pierrot-Darstellerin Sylvie Rohrer selten zu hörenden Facetten in Arnold Schönbergs Werk.

Alte Musik und altes Handwerk, Bühnen- und Puppenzauber in einem bringt die lautten compagney Berlin und das Puppentheater Carlo Colla e Figli mit der Oper »Giustino« von Georg Friedrich Händel auf die Bühne.

Das Ensemble Mattiacis entführt das Publikum mit der Barockoper »La liberazione di Ruggiero dall`isola d`Alcina« in die Blütezeit der Oper im Italien des Frühbarock.
 

Tanz
Mit »Light« präsentiert die niederländische Tanzkompanie LeineRoebana mit Tänzern, Sängern und Musikern eine Welt, in der kulturelle Unterschiede kein Hindernis sind, sondern Bedingung für Kreation und Kommunikation. Das Choreografen-Paar Andrea Leine und Harijono Roebana arbeitet erneut mit dem indonesischen Musiker Iwan Gunawan zusammen.

Nach seinem Erfolgsstück »Coup Fatal« bei den Internationalen Maifestspielen 2015 kehrt Alain Platel mit dem Mahler-Projekt »nicht schlafen« nach Wiesbaden zurück. Einen apokalyptischen Überlebenskampf, jeder gegen jeden, den der belgische Star-Choreograph mit Tänzern und Sängern inszeniert.


Nijinski
Gauthier Dance / Dance Company Theaterhaus Stuttgart
© Regina Brocke

Marco Goecke gilt als Erneuerer der Tanzszene und erzählt mit seinem Ballett »Nijinski« vom außergewöhnlichen Leben des Tänzers und Choreografen Waslaw Nijinski. Das Stück geht über die Beschäftigung mit dessen Biografie hinaus und zielt auf die grundlegenden Fragen, wie den Wert und Zauber der Kunst, ab. Getanzt wird das Stück vom jungen Ensemble Gauthier Dance aus Stuttgart.
 

Schauspiel                      
Das Schauspiel »Faust – Eine Version des deutschen Klassikers aus Peking« ist eine neue Interpretation von Goethes Meisterwerk. Regisseurin Anna Peschke kombiniert deutsche Theater- und Performancekunst mit dem typischen Gesang und traditionellen Kostümen aus China. Es entstand eine außergewöhnliche Zusammenarbeit der China National Peking Opera Company mit der italienischen Emilia Romagna Teatro Fondazione.

Herbert Fritschs gefeierte Kultinszenierung der Volksbühne Berlin »Murmel Murmel« ist mit den Schauspielstars Anne Ratte-Polle und Wolfram Koch in Wiesbaden zu erleben. Elf Schauspieler und ein Musiker erzählen mit nur einen Wort alles.


Tyrannis
Staatstheater Kassel
Ensemble
© Nils Klinger

»Tyrannis« ist ein intimes Gruselkabinett der stummen Angst vor dem Fremden. Regisseur Ersan Mondtag zeigt mit der Tragödie eine bildmächtige Welt, die den Nerv der Zeit trifft.
 

Junge Woche
Das Programm für das junge und jung gebliebene Publikum gibt es in diesem Jahr wieder konzentriert in der Jungen Woche des JUST, das unter dem Zeichen seines 20-jährigen Jubiläums steht. Den Auftakt bildet »Rico, Oskar und das Herzgebreche« in einer Bearbeitung von Oliver Wronka. Eine Geschichte über die spannenden Abenteuer der unzertrennlichen Freunde und den kleinen großen Helden Rico und Oskar.

»Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui« von Bertolt Brecht ist ein Stück über die Verführbarkeit des Menschen, das sich in der Inszenierung von Matthias Faltz in seiner Aktualität nicht nur an die Jugend, sondern auch an die mitgewachsenen Zuschauer richtet.

Ein kleines Stück gegen die Gewalt der Welt zeigt Ariel Doron mit »Plastic Heroes« als satirischer Kommentar zu gesellschaftspolitischen Entwicklungen.

In der Uraufführung »Hamlet_Studio« verschmelzen die Welten Shakespeares mit der Geschichte dreier Jugendlicher und ihren ganz eigenen Problemen. 

Für die Kleinen sind »Turlututu«, »The Carnival of the Animals« und die bezaubernden Aufführungen an traditionellen und ungewöhnlichen Schauplätzen, »Camping Royal«, großes Theater. 

Das Programm der Jungen Woche fördert die Nassauische Sparkasse.


An ausgewählten Abenden finden im Foyer des Staatstheaters die »Mai Tanz Nächte« mit Live-Acts und DJ-Sets statt. Die Kooperation mit der Caligari FilmBühne bleibt eine feste Größe bei den Internationalen Maifestspielen 2017.

Die Internationalen Maifestspiele 2017 werden durch die Unterstützung des Förderkreises der Internationalen Maifestspiele e.V. ermöglicht.

Karten an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611. 132 325 oder online unter www.maifestspiele.de erhältlich.

Zehnte Verleihung Deutscher Theaterpreis DER FAUST


Trophäe DER FAUST
© Deutscher Bühnenverein

Deutschland gehört zu den größten und bedeutendsten Theaterländern der Welt. Etwa 5.000 Inszenierungen sind in jeder Spielzeit allein auf den Bühnen der Stadttheater, Staatstheater und Landesbühnen zu sehen. Hinzu kommt das vielseitige Angebot der Privattheater. In zahlreichen Städten gibt es zudem freie Theatergruppen und Festivals. Finanziert wird dieses Angebot vor allem von Kommunen und Ländern. Und doch hatte die Bundesrepublik Deutschland – anders als Frankreich, Österreich und viele andere europäische Länder – bis zum Jahr 2006 keinen nationalen Theaterpreis, der auf die große Leistungskraft der Theater in besonderer Weise aufmerksam macht und diese würdigt. Veranstalter des Deutschen Theaterpreises DER FAUST sind der Deutsche Bühnenverein, die Bundesländer, die Kulturstiftung der Länder und die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste. Die erstmalige Vergabe fand 2006 in Essen statt. Kooperierendes Bundesland war 2006 das Land Nordrhein-Westfalen. 2007 und 2008 folgten Bayern und Baden-Württemberg. 2009 wurde der FAUST in Rheinland-Pfalz vergeben. 2010 fand die Verleihung im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR.2010 wieder in Nordrhein-Westfalen statt. 2011 war Hessen das kooperierende Bundesland. Am 5. November wurde dort in der Oper Frankfurt DER FAUST verliehen. 2012 war Thüringen Gastgeber; die Verleihung fand am 10. November in Erfurt statt. Am 16. November 2013 wurde der FAUST in der Staatsoper im Schiller Theater Berlin vergeben. 2014 fand die Verleihung am 8. November in Hamburg statt, 2015  in Saarbrücken und 2016 in Freiburg.

Die Preisvergabe erfolgt in den Kategorien:
- Regie Schauspiel
- Darstellerin/Darsteller Schauspiel
- Regie Musiktheater
- Sängerdarstellerin/Sängerdarsteller Musiktheater
- Choreografie
- Darstellerin/Darsteller Tanz
- Regie Kinder- und Jugendtheater
- Bühne/Kostüm

Darüber hinaus gibt es einen Preis für ein Lebenswerk. Außerdem kann ein Preis der Präsidentin für andere Leistungen, die im Theater herausragende Bedeutung haben, vergeben werden.

Der Deutsche Theaterpreis ist undotiert.

Grundlage für die Vergabe des Preises sind Vorschläge der Theater, es ist also ein Preis der Theater für ihre Künstler. Ein Theater darf jedoch keine eigene Produktion vorschlagen. Eine Jury aus künstlerischen Berichterstattern und dem Ausschuss für Künstlerische Fragen des Deutschen Bühnenvereins, bestehend aus Intendanten, Ballettdirektoren, Regisseuren, Dramaturgen und Kulturpolitikern, nominiert aus den eingehenden Vorschlägen für jede der einzelnen Kategorien drei Künstler. Über diese Vorschläge stimmen die Mitglieder der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste in einem schriftlichen Verfahren ab. [© Deutscher Bühnenverein]


Deutscher Theaterpreis DER FAUST 2016 in Freiburg:
Am 05. November 2016 wurde der Deutsche Theaterpreis DER FAUST zum elften Mal verliehen. In diesem Jahr fand die Vergabe im Theater Freiburg statt.


Die Nominierten und Sieger (rot) in den acht Kategorien:

Regie Schauspiel
Frank Castorf
, „Die Brüder Karamasow“, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin; Koproduktion der Wiener Festwochen & der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin
Marta Górnicka, „M(other) Courage“, Staatstheater Braunschweig
Tom Kühnel / Jürgen Kuttner, „Der Auftrag“, Ruhrfestspiele Recklinghausen; eine Produktion des Staatsschauspiels Hannover in Koproduktion mit den Ruhrfestspielen

Darstellerin/Darsteller Schauspiel
Kathrin Angerer in „Service / No Service“, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin
Franz Pätzold, Alter Ego des Regisseurs in „Balkan macht frei“, Bayerisches Staatsschauspiel München
Edgar Selge, François in „Unterwerfung“, Deutsches Schauspielhaus Hamburg

Regie Musiktheater
Jochen Biganzoli
, „Lady Macbeth von Mzensk“, Theater Lübeck
Paul-Georg Dittrich, „Wozzeck“, Theater Bremen
Peter Konwitschny, „La Juive“, Nationaltheater Mannheim

Sängerdarstellerin/Sängerdarsteller Musiktheater
Nicole Chevalier, Stella/Olympia/Antonia/Giulietta in „Les Contes d’Hoffmann“, Komische Oper Berlin
Kangmin Justin Kim, Arthur Gordon Pym in „Pym“, Theater und Orchester Heidelberg
Ewa Wolak, Fidès in „Der Prophet“, Badisches Staatstheater Karlsruhe

Choreografie
Alexander Ekman
, „COW“, Sächsische Staatsoper Dresden
Yuki Mori, „The House“, Theater Regensburg
Johannes Wieland, „you will be removed”, Staatstheater Kassel

Darstellerin/Darsteller Tanz
Tyler Schnese
, Kaspar Hauser in „Kaspar Hauser“, Hessisches Staatsballett (Staatstheater Darmstadt, Hessisches Staatstheater Wiesbaden)
Aloalii Naughton Tapu in „Urban Soul Café”, Ballhaus Ost Berlin
Max Zachrisson, Mann in „Latent“, Staatstheater Nürnberg

Regie Kinder- und Jugendtheater
Liesbeth Coltof, „Der Junge mit dem Koffer“, Junges Schauspielhaus Düsseldorf
Andrea Maria Erl, „Schneewittchen“, Theater Mummpitz Nürnberg; Koproduktion mit dem TAK Theater Liechtenstein
Markolf Naujoks
, „Mahlzeit“, Junges Theater Heidelberg

Bühne/Kostüm
Achim Freyer
, „Esame di mezzanotte“, Nationaltheater Mannheim
David Hohmann, „Draußen vor der Tür“, Theater Münster
Florian Lösche, „Kasimir und Karoline – Glauben Lieben Hoffen“, Thalia Theater Hamburg


Den Preis für das Lebenswerk erhielt Hans Neuenfels.
Seit über 50 Jahren gehört der 1941 in Krefeld geborene Regisseur, Schriftsteller und Filmemacher Hans Neuenfels zu den großen und prägenden Künstlern des deutschen Theaters. Bis heute treibt er in seiner Arbeit – als Regisseur von Schauspiel und Oper, als Dichter, Schriftsteller und Filmemacher – die zeitgenössische Weiterentwicklung der darstellenden Künste vehement voran. Er war einer der Protagonisten des gesellschaftlichen und ästhetischen Aufbruchs der Theater nach 1968 und hat sich immer wieder für Uraufführungen und zeitgenössische Werke eingesetzt. Aber auch traditionelle Werke interpretiert er mit oft schmerzhaftem Nachdruck und entsprechend großer und kontroverser öffentlicher Resonanz als szenische Chiffren für die akuten Themen der Zeit. Mit seinem Wirken inspiriert er ganze Generationen von Schauspielern, Sängern und Regisseuren. Seine künstlerische Schöpferkraft speist sich unter anderem aus einer bedingungslosen Leidenschaft bis zur äußersten persönlichen Verausgabung und aus der interdisziplinären Breite seines künstlerischen Interesses. Mit der Verleihung des FAUST-Preises 2016 würdigt die Jury ein künstlerisches Lebenswerk von außergewöhnlicher Intensität, Vielfalt und öffentlicher Wirkungsmacht.

Veranstaltungspartner des Deutschen Theaterpreises DER FAUST 2016 war das Theater Freiburg.

Medienpartner der Veranstaltung sind 3sat, Deutschlandradio Kultur, die Badische Zeitung und Die Deutsche Bühne. Der Automobil-Partner ist Skoda.

www.buehnenverein.de 


10 Jahre Deutscher Theaterpreis DER FAUST - Verleihung in Saarbrücken
Am 14. November 2015 feierte der Deutsche Theaterpreis DER FAUST sein zehnjähriges Bestehen. Jubiläumsfeier und Vergabe des Theaterpreises fanden in diesem Jahr im Saarländischen Staatstheater Saarbrücken statt.

Die Nominierten und Sieger in den acht Kategorien:

Regie Schauspiel:
- Gernot Grünewald, „Palmer – Zur Liebe verdammt fürs Schwabenland“, Landestheater Württemberg-Hohenzollern Tübingen Reutlingen
- Ryan McBryde, „1984“, Altes Schauspielhaus und Komödie im Marquardt Stuttgart
- Jette Steckel, „Die Tragödie von Romeo und Julia“, Thalia Theater Hamburg

Darstellerin/Darsteller Schauspiel:
- Kristian Bader, Adolf Hitler in „Er ist wieder da“, Altonaer Theater Hamburg
- Lina Beckmann, Ella in „John Gabriel Borkman“, Deutsches Schauspielhaus Hamburg
- Bibiana Beglau, Mephisto in „Faust“, Bayerisches Staatsschauspiel München

Regie Musiktheater:
- Andrea Breth, „Jakob Lenz“, Oper Stuttgart,  Koproduktion mit La Monnaie/De Munt Brüssel und der Staatsoper Berlin
- Tobias Kratzer, „Die Meistersinger von Nürnberg“, Badisches Staatstheater Karlsruhe
- Lydia Steier, „Perelà – Uomo di fumo“, Staatstheater Mainz

Sängerdarstellerin/Sängerdarsteller Musiktheater:
- Seth Carico, Kassandra in „Oresteia“, Deutsche Oper Berlin
- Barbara Hannigan, Marie in „Die Soldaten“, Bayerische Staatsoper München
- Elena Sancho Pereg, Zerbinetta in „Ariadne auf Naxos“, Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg

Choreografie:
- Bridget Breiner, „Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin“, Musiktheater im Revier Gelsenkirchen
- Jan Pusch, „Welcome to your world“, Staatstheater Braunschweig
- Helena Waldmann, „Made in Bangladesh”, Theater im Pfalzbau Ludwigshafen. Eine Produktion von Helena Waldmann und ecotopia dance productions in Koproduktion mit Theater im Pfalzbau Ludwigshafen, Les Théâtres de La Ville de Luxembourg, Goethe-Institut Bangladesh (BD), Burghof Lörrach (D), Forum Freies Theater Düsseldorf, Tollhaus Karlsruhe, Kurtheater Baden

Darstellerin/Darsteller Tanz:
- Kusha Alexi, Charlotte in „Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin“, Musiktheater im Revier Gelsenkirchen
- Alicia Amatriain, Teufel in „Die Geschichte vom Soldaten“ im Rahmen des Ballettabends „Strawinsky HEUTE“, Stuttgarter Ballett
- Renate Graziadei in „Transition“, Studio laborgras Berlin

Regie Kinder- und Jugendtheater:
- Tim Etchells / Robin Arthur (Forced Entertainment), „Das unmöglich mögliche Haus“, Theater an der Parkaue Berlin. Eine Produktion von Forced Entertainment und Barbican (UK) Produktion in Koproduktion mit dem Theater an der Parkaue
- Babett Grube, „Tigermilch“, Junges Schauspiel Hannover
- Jürgen Zielinski, „Ginpuin. Auf der Suche nach dem großen Glück“, Theater der Jungen Welt Leipzig

Bühne/Kostüm:
- Victoria Behr, „der die mann“, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin
- Anne Neuser, „Der Idiot“, Oldenburgisches Staatstheater
- Harald B. Thor, „Die Soldaten“, Bayerische Staatsoper München

Lebenswerk
Den Preis für das Lebenswerk erhielt der Opernsänger Franz Mazura.
Franz Mazura ist einer der profiliertesten Bassbaritone im deutschsprachigen Raum. Seine künstlerische Vielseitigkeit manifestiert sich in einer ausdrucksstarken stimmlichen Leistung, sprachlicher Präzision sowie einem herausragenden Talent als Schauspieler. Alle Komponenten vereint machen ihn zu einem hervorragenden Interpreten außergewöhnlicher Rollen.
Laudatorin: Andrea Moses

www.buehnenverein.de 


Deutscher Theaterpreis DER FAUST 2014 in Hamburg
Am 8. November 2014 wurde der Deutsche Theaterpreis DER FAUST zum neunten Mal verliehen. In diesem Jahr fand die Vergabe in der Hamburgischen Staatsoper statt, in Anwesenheit des Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz. Der Schauspieler Ulrich Matthes führte durch die Verleihung, künstlerisch begleitet wurde der Abend durch Beiträge der Philharmoniker Hamburg unter der Leitung der Generalmusikdirektorin Simone Young sowie des HAMBURG BALLETT - JOHN NEUMEIER und des Internationalen Opernstudios.

Ausgezeichnet wurden Künstlerinnen und Künstler, deren Arbeit wegweisend für das deutsche Theater ist.
DER FAUST ist ein nationaler, undotierter Theaterpreis, der auf die Leistungskraft und künstlerische Ausstrahlung der Theater aufmerksam macht und diese würdigt. Er wird in Kooperation mit der Kulturstiftung der Länder, der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und einem jährlich wechselnden Bundesland vergeben – in diesem Jahr ist es die Freie und Hansestadt Hamburg. Finanziert wird die Veranstaltung von der Freien und Hansestadt Hamburg, der Kulturstiftung der Länder und dem Deutschen Bühnenverein.


Die Nominierten und Sieger in den acht Kategorien:

Regie Schauspiel
Viktor Bodó, „König Ubu“, Theater und Orchester Heidelberg (in Kooperation mit der Szputnyik Shipping Company, Budapest)
Johan Simons, „Dantons Tod“, Münchner Kammerspiele
Simon Stone, „Die Orestie“, Theater Oberhausen

Darstellerin/Darsteller Schauspiel
Dagmar Manzel, Sie in „Gift“, Deutsches Theater Berlin
Astrid Meyerfeldt, Marianne in „Szenen einer Ehe“, Staatsschauspiel Stuttgart
Taner Sahintürk, Lopachin in „Der Kirschgarten“, Maxim Gorki Theater Berlin

Regie Musiktheater
Sandra Leupold, „Don Carlo“, Theater Lübeck
Jetske Mijnssen, „Werther“, Saarländisches Staatstheater Saarbrücken
Dmitri Tcherniakov, „Die Zarenbraut“, Staatsoper im Schiller Theater Berlin (Koproduktion mit dem Teatro alla Scala di Milano)

Sängerdarstellerin/Sängerdarsteller Musiktheater
Barbara Hannigan, Agnès in „Written on Skin“, Bayerische Staatsoper München im Rahmen der Münchner Opernfestspiele (eine Produktion von Festival d'Aix-en-Provence, De Nederlandse Opera, Théâtre du Capitole, Royal Opera House Covent Garden, London und Teatro del Maggio Fiorentino)
Evelyn Herlitzius, Elektra in „Elektra“, Sächsische Staatsoper Dresden
Svetlana Sozdateleva, Renata in „Der feurige Engel“, Komische Oper Berlin

Choreografie
Marco Goecke, „On Velvet“ im Rahmen des Ballettabends „Fort/Schritt/Macher“, Stuttgarter Ballett
Richard Siegal, „Unitxt“ im Rahmen des Ballettabends „Exits and Entrances“, Bayerisches Staatsballett München
Christoph Winkler, „Das wahre Gesicht - Dance is not enough“, Ballhaus Ost Berlin

Darstellerin/Darsteller Tanz
Alicia Amatriain in „workwithinwork“ und „Frank Bridge Variations“ im Rahmen des Ballettabends „Fort/Schritt/Macher“, Stuttgarter Ballett
Bruna Andrade in „Der Fall M.“ und „Spiegelgleichnis“ im Rahmen des Ballettabends „Mythos“, Staatsballett Karlsruhe
Sayaka Kado, Cinderella in „Cinderella“, Ballett Staatstheater Nürnberg

Regie Kinder- und Jugendtheater
Andrea Gronemeyer, „Tanz Trommel“, Schnawwl / Kevin O’Day Ballett - Nationaltheater Mannheim
Rüdiger Pape, „Momo“, Junges Schauspielhaus Düsseldorf (in Kooperation mit Take-off: Junger Tanz)
Petra Wüllenweber, „Zweier ohne“, Theater Heilbronn

Bühne/Kostüm
Aleksandar Denic, „Der Ring des Nibelungen“, Bayreuther Festspiele
Pia Maria Mackert, „Das goldene Zeitalter - 100 Wege dem Schicksal die Show zu stehlen“, Schauspiel Dortmund
Paul Zoller, „Mefistofele“, Staatstheater Mainz

Die Mitglieder der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste wählen aus diesen Nominierten die Preisträger aus, die am Abend der Verleihung bekannt gegeben werden.

Den Preis für das Lebenswerk erhielt die Bühnenverlegerin Maria Müller-Sommer.
Maria Müller-Sommer wurde 1922 in Berlin geboren. Nach einem Studium der Theaterwissenschaft, Germanistik und Kunstgeschichte und der Promotion über die Geschichte der Berliner Theaterzensur begann sie 1946 als Dramaturgin in der Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs GmbH. Nachdem sie 1950 die Anteile des Unternehmens erworben hatte, wurde sie alleinige Geschäftsführerin. Unter ihrer Leitung gelang es, unbekannte junge deutsche und bis dahin namenlose internationale Theaterautoren wie Günter Grass, Jean Giraudoux, Arthur Miller, Jean Anouilh oder George Tabori nach Berlin zu holen. Sie war Vorsitzende des Verwaltungsrates der VG Wort und ist seit 1999 deren Ehrenpräsidentin. Darüber hinaus ist sie Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland. Anlässlich des 100. Geburtstages von George Tabori in diesem Jahr hat Maria Müller-Sommer den ersten Band der vollständigen Gesamtausgabe seines Werkes herausgegeben. Maria Müller-Sommer gehört zu den einflussreichsten Bühnenverlegern Deutschlands. Ihr ist es nicht nur gelungen, sich während der Gründung der Bundesrepublik in einer anfänglichen Männerdomäne durchzusetzen, sondern sie hat mit sensiblem Weitblick ein Gespür für theaterliterarische Strömungen entwickelt und stets zum richtigen Zeitpunkt auf diese reagiert. Durch ihr bemerkenswertes Engagement, ihren Sinn für Vermittlung und Vernetzung sowie einem, wie sie es selbst nennt, „Bewusstsein des symbiotischen Verhältnisses zwischen Autor und Verleger“ hat Maria Müller-Sommer nicht nur die deutsche Autorenlandschaft, sondern auch die deutsche Theaterlandschaft wesentlich mitgeprägt.

Der Preis des Präsidenten ging an das Institut für Theaterwissenschaft in Leipzig.
Das Institut für Theaterwissenschaft in Leipzig zeichnet sich durch nationale wie internationale Strahlkraft und Vernetzung aus. Durch seine weltweiten Kontakte und Kooperationen, durch die der aktuelle Forschungsstand maßgeblich mitgeprägt wird, ist das Institut ein unverzichtbarer wissenschaftlicher und soziokultureller Bestandteil nicht nur der Theaterstadt Leipzig, sondern auch weit über deren Grenzen hinaus. Mit ihren Forschungsprojekten und ihrer Lehre in den Bereichen Theatergeschichte, Transkulturalität, Historische Anthropologie, Tanz- und Bewegungsforschung trägt diese höchst erfolgreiche Forschungseinrichtung entscheidend zur Untersuchung und Veränderung kultureller Diskurse und Praktiken bei. Angesichts akuter Kürzungsmaßnahmen in Wissenschaft und Bildung soll mit dem Preis daher ein Signal auch gegen die drohende Schließung dieses Instituts – als einziges seiner Art in den neuen Ländern – gesetzt werden.

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Achte Verleihung Deutscher Theaterpreis DER FAUST

Am 16. November 2013 wurde der Deutsche Theaterpreis DER FAUST zum achten Mal verliehen. In diesem Jahr fand die Vergabe in der Staatsoper im Schiller Theater Berlin statt.

Die Nominierten und Sieger in den acht Kategorien:

Regie Schauspiel:
Luk Perceval, „Jeder stirbt für sich allein“, Thalia Theater Hamburg;
Michael Thalheimer, „Geschichten aus dem Wiener Wald“, Deutsches Theater Berlin;
Kay Voges, „Das Fest“, Schauspiel Dortmund

Darstellerin/Darsteller Schauspiel:
Constanze Becker, Medea in „Medea“, Schauspiel Frankfurt;
Lina Beckmann, Frau John in „Die Ratten“, Schauspiel Köln;
Olaf Johannessen, Peer Gynt in „Peer Gynt“, Düsseldorfer Schauspielhaus

Regie Musiktheater:
Lorenzo Fioroni, „Elektra“, Theater Augsburg;
Claus Guth, Pelléas et Mélisande, Oper Frankfurt;
Alexandra Szemerédy/Magdolna Parditka, „Madama Butterfly“, Landestheater Coburg

Sängerdarstellerin/Sängerdarsteller Musiktheater:
Christian Gerhaher, Pelléas in „Pelléas et Mélisande“, Oper Frankfurt;
Sharleen Joynt, 1. hoher Sopran/Ariadne in „Dionysos”, Theater und Orchester Heidelberg;
Alexander Tsymbalyuk, Boris in „Boris Godunow”, Bayerische Staatsoper München

Choreografie:
Bridget Breiner, „Ruß“, Ballett im Revier Gelsenkirchen;
Sharon Eyal/Gai Behar, „Plafona“, Oldenburgisches Staatstheater;
Nanine Linning, „Zero”, Dance Company Nanine Linning - Theater und Orchester Heidelberg

Darstellerin/Darsteller Tanz:
Catherine Franco, Romy Schneider in „Sissi“, Ballett der Oper Hannover;
Anna Süheyla Harms in allen sechs Stücken aus dem Ballettabend „Future 6“, Gauthier Dance - Theaterhaus Stuttgart (Kooperation mit der Schauburg München);
David Moore, Krabat in „Krabat“ Stuttgarter Ballett

Regie Kinder- und Jugendtheater:
Andrea Kramer, „Die besseren Wälder“, Consol Theater Gelsenkirchen;
Claus Overkamp, „Schwester“, Theater Marabu Bonn;
Mina Salehpour, „Über Jungs“, Grips Theater Berlin

Bühne/Kostüm:
Annette Kurz, „Jeder stirbt für sich allein“, Thalia Theater Hamburg;
Thilo Reuther, „Die Macht der Finsternis“, Düsseldorfer Schauspielhaus;
Ene-Liis Semper, „Der imaginäre sibirische Zirkus des Rodion Raskolnikow“, Münchner Kammerspiele

Die Mitglieder der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste wählten aus diesen Nominierten die Preisträger aus, die am Abend der Verleihung bekannt gegeben wurden.

Die Preisträger für das Lebenswerk und den Preis des Präsidenten staden bereits vorher fest:
Den Preis für das Lebenswerk erhält die Schauspielerin Inge Keller.
Die Schauspielerin Inge Keller wurde in Berlin geboren. Sie arbeitete mit Regisseuren wie Wolfgang Langhoff und Wolfgang Heinz, später dann mit Thomas Langhoff, Peter Stein und Michael Thalheimer. Ihr Debüt gab sie 1942 im Theater am Kurfürstendamm. Anschließend ging sie nach Sachsen, wo sie Engagements in Freiberg und Chemnitz hatte. Nach dem zweiten Weltkrieg kehrte sie nach Berlin zurück und spielte hier zunächst im Hebbel Theater, bis Boleslaw Barlog sie ans Schlossparktheater holte. 1950 wechselte Inge Keller ans Deutsche Theater Berlin. Dort blieb sie ununterbrochen bis 2001 engagiert und spielt dort bis heute als Gast. Sie ist Ehrenmitglied des Deutschen Theaters Berlin und Mitglied der Akademie der Künste.
Inge Keller zählt zu den bedeutendsten Theaterschauspielerinnen in Deutschland. Die große Kunst dieser so vielseitigen und wandelbaren Darstellerin zeichnet sich nicht nur aus durch die herausragenden Rollen, welche besonderen Glanz auf ihr Spiel werfen. Es ist vor allem auch die Fülle der unverwechselbar dargestellten Figuren in diesem langen Bühnenleben, die Inge Kellers reiches Lebenswerk krönt. Dazu passt ihre aristokratische Erscheinung auf und neben der Bühne. „Was auch geschehen ist, ich habe gespielt“, sagt Inge Keller. Und schrieb durch ihr psychologisch genaues wie formbewusstes und sprachmächtiges Spiel in beiden Teilen Deutschlands Theatergeschichte – durch alle wechselhaften Zeiten hindurch. Ihre bislang letzte Premiere feierte Inge Keller 2012 in „Tilla“. Sie spielt darin die große Schauspielerin Tilla Durieux, wie Inge Keller eine der letzten großen Diven.

Der Preis des Präsidenten geht an das Gesamtensemble des Staatsschauspiels Stuttgart.

Das Gesamtensemble des Staatsschauspiels Stuttgart erhält den Preis des Präsidenten für seinen Entdeckermut, seine Improvisationskraft, für seine inspirierende, nicht nachlassende Intensität, nicht zuletzt für seine produktive Gelassenheit, mit der alle am Staatsschauspiel Arbeitenden, also Technik, Verwaltung, Intendanz und Künstlerinnen und Künstler, jene Unzumutbarkeit auf sich nahmen und das fast Unmögliche leisteten, angesichts der skandalösen Situation der Sanierung des Schauspielhauses, die drei Jahre und drei Umzüge in neue Spielstätten erzwangen. 

Veranstaltungspartner des Deutschen Theaterpreises DER FAUST ist die Staatsoper im Schiller Theater Berlin.

Medienpartner der Veranstaltung sind 3sat, Deutschlandradio Kultur und Die Deutsche Bühne.

Der Automobil-Partner ist Skoda.

Siebente Verleihung Deutscher Theaterpreis DER FAUST

Am 10. November 2012 wurde der Deutsche Theaterpreis DER FAUST zum siebten Mal verliehen. In diesem Jahr fand die Vergabe im Theater Erfurt statt.

Die Mitwirkenden waren u.a. Bibiana Beglau, Yvonne Büdenhölzer, der Chor des Theater Erfurt, Dominique Horwitz, Edgar Selge, das Theater Waidspeicher, Murat Topal und Prof. Klaus Zehelein.

Ausgezeichnet wurden Künstlerinnen und Künstler, deren Arbeit wegweisend für das deutsche Theater ist. DER FAUST ist ein nationaler, undotierter Theaterpreis, der auf die Leistungskraft und künstlerische Ausstrahlung der Theater aufmerksam macht und diese würdigt. Er wird vom Deutschen Bühnenverein gemeinsam mit den Bundesländern, der Kulturstiftung der Länder und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste vergeben. Mitveranstalter und Förderer 2012 ist der Freistaat Thüringen. Zum zweiten Mal nach 2011 war die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen Partner und Förderer der Veranstaltung.

Die Nominierten und Sieger in den acht Kategorien:

Regie Schauspiel:
- Martin Kusej, "Die bitteren Tränen der Petra von Kant", Bayerisches Staatsschauspiel

- Sebastian Nübling, "Three Kingdoms", Münchner Kammerspiele, Koproduktion mit dem Theater NO99 Tallinn und dem Lyric Hammersmith Theatre London
- Rüdiger Pape, "Wolke 9", Theater im Bauturm Köln

Darstellerin/Darsteller Schauspiel:
- Fabian Hinrichs in "Kill your Darlings! Streets of Berladelphia", Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, Gefördert im Fonds Wanderlust der Kulturstiftung des Bundes
- Burghart Klaußner, Willy Loman in "Tod eines Handlungsreisenden", St.Pauli Theater Hamburg
- Jana Schulz, Viola/Sebastian in "Was ihr wollt", Schauspielhaus Bochum

Regie Musiktheater:
- Lorenzo Fioroni, "Carmen", Theater Augsburg
- Lydia Steier, "Saul", Oldenburgisches Staatstheater
- Jossi Wieler / Sergio Morabito, "Die glückliche Hand/Schicksal (Osud)", Oper Stuttgart

Sängerdarstellerin/Sängerdarsteller Musiktheater:
- Nicole Chevalier, Violetta Valéry in "La traviata", Oper Hannover
- Ana Durlovski, Amina in "Die Nachtwandlerin", Oper Stuttgart
- Bo Skovhus, Lear in "Lear", Hamburgische Staatsoper

Choreografie:
- Mei Hong Lin, "Romeo und Julia", Staatstheater Darmstadt
- Nanine Linning, "Voice Over", Theater Osnabrück
- Martin Schläpfer, "b.09 - Ein Deutsches Requiem", Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg

Darstellerin/Darsteller Tanz:
- Jackson Carroll in "Violakonzert" im Rahmen des dreiteiligen Ballettabends b.11, Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg
- William Moore, Olivier Brusson in "Das Fräulein von S.", Stuttgarter Ballett
- Jörg Weinöhl in "Nicht ich - Über das Marionettentheater von Kleist", Eine Produktion von Isabel Mundry und Jörg Weinöhl in Rüsselsheim

Regie Kinder- und Jugendtheater:
-
Barbara Bürk, "Alice im Wunderland", Deutsches Schauspielhaus Hamburg
- Jan Gehler, "Tschick", Staatsschauspiel Dresden
- Tobias Ribitzki, "Freunde!", Junge Oper Hannover

Bühne/Kostüm;
-
Victoria Behr, "Emilia Galotti", Theater Oberhausen
- Barbara Ehnes / Chris Kondek, "Quijote. Trip zwischen Welten", Thalia Theater Hamburg
- Paul Zoller, "Le Grand Macabre", Staatstheater Mainz
 

Den Preis für das Lebenswerk erhielt der Dramatiker, Schriftsteller und Regisseur Tankred Dorst gemeinsam mit seiner Ehefrau und Co-Autorin Ursula Ehler.

Der aus Oberlind bei Sonneberg (Thüringen) stammende Autor und Regisseur studierte an der Universität Bamberg Germanistik und Kunstgeschichte, mit einem Studium der Theaterwissenschaft in München setzte er seine Ausbildung fort. Seine ersten Theaterstücke (u.a. "Die Kurve", "Gesellschaft im Herbst", "Freiheit für Clemens") kamen 1960 in Lübeck
und Mannheim mit Erfolg auf die Bühne. 1961 folgte in Lübeck die Uraufführung seiner "Großen Schmährede an der Mauer". Daran knüpfte er bis heute mit einer Vielzahl von Bühnenwerken, Prosa und einigen Verfilmungen vor internationalem Publikum an. 1963 wurde er als Mitglied in die Bayerische Akademie der Schönen Künste aufgenommen. Seine Ehefrau Ursula Ehler begleitet ihn seit Anfang der 70er Jahre als Assistentin und Co-Autorin. Gemeinsam schrieben sie zahlreiche Dramen, daneben auch Bühnenadaptionen, Filmskripte, Fernsehspiele, Erzählungen und Libretti.
Auch im Ausland fand Tankred Dorst Beachtung. So erhielt er u.a. 1973 Gastprofessuren in Australien und Neuseeland. 1978 wurde er zum Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt berufen und 1983 in die Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz aufgenommen. 1990 wurde er mit dem "Georg-Büchner -Preis" ausgezeichnet.
1992 war er Mitbegründer der "Bonner Biennale". Seitdem ist er auch Teil der künstlerischen Leitung dieses Theaterfestivals, das seit 2004 unter dem Namen "Neue Stücke aus Europa" vorwiegend am Staatstheater Wiesbaden stattfindet. 2003/2004 hielt er als Gastprofessor Poetikvorlesungen an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. 2006 bekam er den "Samuel-Bogumil-Linde-Preis", der sich an eine Reihe anderer wichtiger Auszeichnungen anschloss. Im selben Jahr inszenierte Dorst bei den Richard-Wagner -Festspielen in Bayreuth den "Ring des Nibelungen".

Tankred Dorst ist einer der wichtigsten deutschsprachigen Dramatiker der letzten Jahrzehnte. In der intensiven Zusammenarbeit mit seiner Frau Ursula Ehler gehört er zu den bekanntesten und produktivsten Theaterautoren Deutschlands. Aber auch in anderen Funktionen ist er ein
außerordentlich engagierter Theatermensch. So hat er sich als Mitbegründer des Festivals Neue Stücke in Europa immer auch für andere Dramatiker eingesetzt. Er ist ein stets offener und neugieriger Beteiligter an Entwicklungen im Theater und interessiert sich über die
Spartengrenzen hinaus auch für Puppentheater und Oper. So hat er kurzfristig den Bayreuther Festspielen durch seine Regie des "Ring des Nibelungen" geholfen. Auch die jahrzehntewährende Teamarbeit mit seiner Frau Ursula Ehler unterstreicht das diskursive Denken Dorsts, einen unverzichtbaren Teil moderner Theaterschöpfung.

Der Preis des Präsidenten ging an den Dramaturgen und Intendanten Matthias Lilienthal.

Matthias Lilienthal, 1959 in Berlin geboren, studierte Theaterwissenschaft, Geschichte und Germanistik und war von 1988 bis 1991 Dramaturg am Theater Basel. Im Anschluss wechselte er an die Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und war dort bis 1998 Chefdramaturg und stellvertretender Intendant. Für das Festival "Theater der Welt" 2002 wurde er zum Programmdirektor ernannt. Von 2003 bis 2012 war er künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des Hebbel am Ufer 1, 2 und 3 in Berlin. Er ist zudem der Initiator des mittlerweile international aufgeführten Projekts "X Wohnungen". Ab Herbst 2012 wird Lilienthal mit jungen Künstlern in Beirut arbeiten. Anschließend folgt eine Gastprofessur in Peking und 2014 die Leitung des Festivals "Theater der Welt" in Mannheim.

Der uneitle Formatentwickler Matthias Lilienthal hat die deutsche Theaterlandschaft in den letzten Jahren entscheidend verändert. Er begann seine Arbeit als Dramaturg am Theater Basel, bevor der gebürtige West-Berliner an der Berliner Volksbühne Frank Castorfs große Ära in den 1990er Jahren prägte. Durch seine Kuratierung des Festivals "Theater der Welt" 2002 in Bonn, Köln, Düsseldorf und Duisburg konfrontierte er die deutsche Theaterwelt mit extrem fremden Theaterwelten. Auch sind seitdem Inszenierungen in theaterfernen Orten, etwa Privatwohnungen, fester Bestandteil der Theaterkultur. Lilienthal war anschließend bis 2012 Intendant des Berliner HAU, wo er freie Theaterarbeit mit der Arbeit an einem festen Haus verband, dort gezielt migrantische Stoffe ans Theater holte und sie genreübergreifend erfahrbar machte, indem er Stilrichtungen wie Tanztheater, Oper und Bildende Kunst miteinander verknüpfte. Nun hat er seine Theatererforschung durch eine Gastdozentur in Beirut und anschließend in Peking noch weiter globalisiert.
 
Medienpartner der Veranstaltung sind 3sat, Deutschlandradio Kultur und Die Deutsche Bühne. Der Automobil-Partner ist Skoda.

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Sechste Verleihung Deutscher Theaterpreis DER FAUST (2011):

DER FAUST ist ein nationaler, undotierter Theaterpreis, der auf die Leistungskraft und künstlerische Ausstrahlung der Theater aufmerksam macht und diese würdigt. Er wird vom Deutschen Bühnenverein gemeinsam mit den Bundesländern, der Kulturstiftung der Länder und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste vergeben. Mitveranstalter und Förderer 2011 war das Land Hessen. "Die Verleihung des FAUST ist für Hessen mit seiner reichen Theatertradition eine Ehre. Ich freue mich auf diese Premiere", sagte die Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann.

Erstmalig ist in diesem Jahr die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen Partner und Förderer der Veranstaltung gewesen. „Diesen neuen Förderer gewonnen zu haben ist ein Beleg für die Bedeutung des Deutschen Theaterpreises. Die Sparkassen-Kulturstiftung möchte herausragende Kulturprojekte in ihrer Vielfalt erlebbar machen und fördern. Dies passt gut zum FAUST: Alle Partner wollen Theaterarbeit an großen und kleinen Orten in all ihren Facetten auszeichnen“, so Klaus Zehelein, Präsident des Deutschen Bühnenvereins.

Ausgezeichnet wurden Künstlerinnen und Künstler, deren Arbeit wegweisend für das deutsche Theater ist. Die Preisvergabe erfolgte in den
Kategorien:
- Regie Schauspiel
- Darstellerin/Darsteller Schauspiel
- Regie Musiktheater
- Sängerdarstellerin/Sängerdarsteller Musiktheater
- Choreografie
- Darstellerin/Darsteller Tanz
- Regie Kinder- und Jugendtheater
- Ausstattung Kostüm/Bühne
Zudem gab es den Preis für das Lebenswerk und den Preis des Präsidenten.

Am 5. November 2011 wurde der Deutsche Theaterpreis DER FAUST zum sechsten Mal verliehen. In diesem Jahr fand die Vergabe in der Oper Frankfurt statt. Den "Preis des Präsidenten" erhiehlt die Theaterwissenschaftlerin Prof. Dr. Erika Fischer-Lichte. Der Theaterregisseur, Schauspieler und Intendant Wolfgang Engel wurde für sein Lebenswerk geehrt.  DER FAUST ist ein nationaler, undotierter Theaterpreis, der auf die Leistungskraft und künstlerische Ausstrahlung der Theater aufmerksam macht und diese würdigt.

Deutscher Theaterpreis DER FAUST in Frankfurt - Mitwirkende und Übertragungstermin
Der Schauspieler, Kabarettist, Regisseur und Produzent Michael Quast führte als Moderator durch die sechste Verleihung des Deutschen Theaterpreises DER FAUST.
Als Laudatoren überreichten u.a. Prof. Dr. Brigitte Fassbaender, Karoline Herfurth, Prof. Dr. Frank Hörnigk, Sandra Hüller, Volker Ludwig, Matthias Matschke, Christine Schäfer und Prof. Klaus Zehelein den FAUST in den jeweiligen Kategorien.
3sat berichtete ausführlich am Sonntag, den 6. November 2011 über die Verleihung. Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk übertrugen die Veranstaltung live im Rahmen von "Dokumente und Debatten" auf den LW 153 und 177 kHz, der MW 990 kHz, als Live-Stream unter www.dradio.de sowie im neuen Digitalradio DAB+. Im Rahmen der Sendung "Fazit" sendete Deutschlandradio Kultur ein Kritiker-Gespräch zur Preisverleihung.
Es besteht weiter die Möglichkeit, sich dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST bei Twitter anzuschließen: http://twitter.com/Theaterpreis
Medienpartner der Veranstaltung sind 3sat, Deutschlandradio Kultur, die Frankfurter Rundschau und Die Deutsche Bühne.

Die Nominierten und die Sieger (rot) in den acht Kategorien:

Regie Schauspiel
Stephan Kimmig, "Kinder der Sonne", Deutsches Theater Berlin
Luk Perceval, "Hamlet", Thalia Theater Hamburg
Hermann Schmidt-Rahmer, "Rechnitz (Der Würgeengel)", Düsseldorfer Schauspielhaus
 
Darstellerin/Darsteller Schauspiel
Bettina Hoppe, Cäcilie in "Stella", Städtische Bühnen Frankfurt am Main
Valery Tscheplanowa, Maria Stuart in "Maria Stuart", Städtische Bühnen Frankfurt am Main ~ Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen
Martin Wuttke, Dr. Jacques Duval in "Schmeiß Dein Ego weg!", Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin

Regie Musiktheater
Yona Kim, "Pnima", Staatstheater Stuttgart
Laura Scozzi, "Die Reise nach Reims", Staatstheater Nürnberg
Benedikt von Peter, "Intolleranza 1960", Staatsoper Hannover

Sängerdarstellerin/Sängerdarsteller Musiktheater
Claudia Barainsky, Medea in "Medea", Städtische Bühnen Frankfurt am Main ~ Koproduktion mit der Wiener Staatsoper
Merja Mäkelä, Adriana in "Adriana Mater", Städtische Bühnen Osnabrück
Lauri Vasar, Billy Budd in "Billy Budd", Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg

Choreografie
Mei Hong Lin, "Die Brautschminkerin", Staatstheater Darmstadt
Christian Spuck, "Poppea//Poppea", Theaterhaus Stuttgart - Gauthier Dance ~ Koproduktion mit Les Théâtres de la Ville de Luxembourg und in Kooperation mit dem Theater Bonn, der Schauburg München und Achtfeld GmbH Berlin
Stephan Thoss, "Blaubarts Geheimnis", Hessisches Staatstheater Wiesbaden
 
Darstellerin/Darsteller Tanz
Marlúcia do Amaral in "Neither" im Rahmen des mehrteiligen Ballettabends b.04, Ballett am Rhein Düsseldorf/Duisburg
Alexandre Riabko, Der Mann in Braun in "Dances at a Gathering" im Rahmen des Ballettabends "Chopin Dances", Hamburg Ballett
Giuseppe Spota, Blaubart in "Blaubarts Geheimnis", Hessisches Staatstheater Wiesbaden
 
Regie Kinder- und Jugendtheater
Neco Çelik, "Gegen die Wand", Junge Oper Stuttgart
Christopher Gottwald, "Das Kind der Seehundfrau", Theater Pfütze Nürnberg ~ Kooperation mit dem Staatstheater Nürnberg
Daniela Löffner, "Demian", Junges Schauspielhaus Düsseldorf
 
Ausstattung Kostüm / Bühne
Klaus Grünberg für Bühne und Licht bei "Rusalka", Komische Oper Berlin
Johannes Schütz für die Gesamtausstattung von "Das Werk/Im Bus/Ein Sturz", Bühnen der Stadt Köln
Natascha von Steiger für das Bühnenbild von "Das Erdbeben in Chili", Staatsschauspiel Dresden ~ Koproduktion mit dem Maxim Gorki Theater Berlin
 
Die Mitglieder der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste wählten aus den Nominierten die Preisträger aus, die am Abend der Verleihung bekannt gegeben wurden.


Der Preis für das Lebenswerk ging an den Theaterregisseur, Schauspieler und Intendanten Wolfgang Engel
1943 in Schwerin geboren, legte Wolfgang Engel 1965 in Berlin die staatliche Bühnenreifeprüfung ab. Drei Jahre später begann er mit ersten Regiearbeiten in Schwerin. In den 1970er Jahren arbeitete er als Regisseur an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul und am Jugendtheater in Berlin. Ab 1978 lehrte er an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst
Busch in Berlin. 1980 ging er als fester Regisseur an das Staatsschauspiel Dresden, wo ihn seine vielbeachteten Inszenierungen zu einem der wichtigsten Regisseure der DDR machten. Dort inszenierte er u.a. "Penthesilea" (1986) und "Faust " (1990). Ab 1983 reiste Engel auch zu Regiearbeiten in den Westen, u.a. an das Staatstheater in Saarbrücken, das Wiener Burgtheater, das Züricher Schauspielhaus, das Berliner Schillertheater und Münchner Residenztheater. 1991 ging er nach Frankfurt am Main und wurde fester Regisseur am Schauspiel. Von 1995 bis 2008 war Wolfgang Engel Intendant des Schauspielhauses Leipzig. Seitdem arbeitet er als freier Regisseur u.a. am Düsseldorfer Schauspielhaus ("Joseph und seine Brüder") und am Staatsschauspiel Dresden ("Der Turm"). Überdies inszeniert er seit einigen Jahren auch Opern.
Wolfgang Engel ist einer der prägenden deutschen Theaterregisseure der vergangenen 40 Jahre. Mit seinen zahlreichen Inszenierungen, darunter viele, eher selten gespielte, klassische Texte, manifestierte er eine große Leidenschaft für die Sprache und damit verbunden für ein provokant gedachtes, politisches Theater, das die Figuren in ihrer emotionalen Individualität begreift. Seine Leistung besteht darin, den Menschen mittels Bildern und Metaphern ins Zentrum der Betrachtung zu rücken, ohne dabei zu politisieren oder den Zuschauer ästhetisch zu überfordern. Er hat wesentlich dazu beigetragen, das Theater zu einem Ort der Gegenwart und des kollektiven Denkens zu entwickeln. Wolfgang Engel setzte sich stark für die friedliche Revolution in der DDR ein und ging nach der Vereinigung der beiden Staaten und Theatersysteme mit großer Offenheit auf die Kollegen aus dem Westen zu. Ohne sein Engagement wäre dieses friedliche und kreative Zusammenwachsen der Theater in Deutschland so nicht möglich gewesen. Ebenfalls zu würdigen sind seine Verdienste um das Schauspiel Leipzig. Nicht nur, dass er als Intendant unermüdlich versuchte, das Theater in die Stadt hinein zu öffnen, seine Aufmerksamkeit galt ebenso der Förderung junger Schauspieltalente, welchen er stets Möglichkeiten der Herausforderung bot.
 
Der Preis des Präsidenten ging an die Theaterwissenschaftlerin Erika Fischer-Lichte
Erika Fischer-Lichte studierte von 1963 bis 1970 Theaterwissenschaft, Slawistik, Germanistik, Philosophie, Psychologie und Pädagogik an der Freien Universität Berlin und an der Universität Hamburg. Sie promovierte im Fach Slawistik. 1973 wurde sie Professorin am Institut für deutsche Sprache und Literatur der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. 1986 übernahm sie den Lehrstuhl für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Bayreuth, und wurde 1991 Direktorin des Instituts für Theaterwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit 1996 ist Erika Fischer-Lichte als Professorin und Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin tätig.
Erika Fischer-Lichtes Arbeiten mit den Schwerpunkten Ästhetik und Kunsttheorie, Theorie und Geschichte des Theaters, Ästhetik des Gegenwartstheaters und Verflechtungen von Theaterkulturen gehören zu den international bedeutenden und einflussreichsten Positionsbestimmungen nicht nur der Theaterwissenschaften. Mit ihrer dreibändigen Untersuchung zur "Semiotik des Theaters" (1983) eröffnete sie ein Forschungsfeld, das den Blick auf das Theater neu strukturierte: Die Deutungshoheit über das Theater durch hermeneutische Operationen an dramatischen Texten wurde zugunsten der Untersuchung der Aufführung selbst als Text ausgesetzt. Die zweibändige "Geschichte des Dramas" (1990, ebenfalls in vier Sprachen übersetzt) arbeitet folgerichtig die Differenz von "Theater" und dem "Drama als Literatur" aus. Fischer-Lichtes Ansatz, der umfassend die unterschiedlichen Parameter theatralischen Geschehens in die Perspektive nimmt und inspiriert ist von gegenwärtiger Theaterarbeit, gewinnt in ihrer "Ästhetik des Performativen" (2004) eine neue Kontur, eine Arbeit, die nicht alleine zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung anreizt, sondern auch den Theaterschaffenden ein Spektrum produktiver Diskurse eröffnet.

Medienpartner der Veranstaltung sind 3sat, Deutschlandradio Kultur, die Frankfurter Rundschau und Die Deutsche Bühne. 3sat berichtet ausführlich über die Veranstaltung.
Der Automobil-Partner ist Skoda.     

Gäste & Mitwirkende
Deutscher Theaterpreis DER FAUST 2011

Lina Beckmann
Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse
Volker Bouffier, Ministerpräsident des Landes Hessen
Julia Bremermann
Hannelore Elsner
Wolfgang Engel
Brigitte Fassbaender
Rosemarie Fendel
Erika Fischer-Lichte
Michel Friedman
Dunja Hayali
Karoline Herfurth
Mathias Hermann
Frank Hörnigk
Dietrich Hollinderbäumer
Charly Hübner
Sandra Hüller
Theo Koll
Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann
Günter Lamprecht
Volker Ludwig
Matthias Matschke
Sunnyi Melles
Peter Nottmeier
Albert Ostermaier
Ludger Pistor
Moritz Rinke
Christopher Roman
Petra Roth, Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt
Clelia Sarto
Stephanie Stumph
Christine Schäfer
Marie-Lou Sellem
Anna Maria Sturm
Christine Urspruch
Ingeborg Westphal
Martin Wuttke
Patrycia Ziolkowska
Daniela Ziegler

(Stand vom 28. Oktober 11)

[© Deutscher Bühnenverein]

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