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Theater, Stückeinfo: Z

Zeit zu lieben, Zeit zu sterben
Von:
Fritz Kater

Uraufführung: 19. September 2002 (Hamburg, Thalia Theater Hamburg/Thalia in der Gaußstraße)

Auszeichnungen:
Mülheimer Dramatikerpreis 2003
Bei der Kritikerumfrage von „Theater heute" wurde Fritz Kater mit diesem Stück zum „Autor des Jahres 2003" gewählt.
Die Hamburger Uraufführungsproduktion (Regie: Armin Petras) wurde zum Berliner Theatertreffen 2003 eingeladen.

Zur Inszenierung am schauspielfrankfurt:
Kooperation mit der HfMDK Frankfurt am Main, Abteilung Schauspiel / Hessische Theaterakademie

Premiere: 17. Januar 09 (Schmidtstrasse 12)
Aufführungsdauer: ca. 2 Stunden, keine Pause

Regie: Florian Fiedler
Grundraum: Maria-Alice Bahra, Jan Alexander Schroeder
Ausstattung: Maria-Alice Bahra
Musikalische Leitung: Günter Lehr
Dramaturgie: Nadine Vollmer
Ton, Beleuchtung, Technik: Marcel Heyde
Technische Einrichtung: Matthias Rößler, Joachim Schröder
Regieassistenz: Sophie Achinger
Ausstattungsassistenz: Katrin Bombe
Maske: Anke Scharlach
Requisite: Uschi Trella
Regiehospitanz: Nicole Leicher, Norma Schneider
Dramaturgiehospitanz: Nicole Peinz;
Ausstattungshospitanz: Alina Metz, Jana Saxler

Eine Jugend /Chor:
Marios Gavrilis, Katharina Hackhausen, Leonard Hohm, Yevgenia Korolov, Lucie Mackert, Moritz Pliquet, Victoria Schmidt, Raül Semmler, HendrikVogt

Ein alter Film/die Gruppe:
Mutter:
Katharina Hackhausen
Vater / Hagen / Archivar: HendrikVogt
Onkel Breuer / Milan, Jolantas Mann: Raül Semmler
Peter: Leonard Hohm
Ralf, sein Bruder: Moritz Pliquet
Dirk / Herr Bühring-Uhle, Sportlehrer und Direkter: Marios Gavrilis
Adriana: Victoria Schmidt
Ina / Yvonne / Archivarin: Yevgenia Korolov
Jolanta, die Lehrerin: Lucie Mackert

Eine Liebe / Zwei Menschen:
Marios Gavrilis, Katharina Hackhausen, Leonard Hohm, Yevgenia Korolov, Lucie Mackert, Moritz Pliquet, Victoria Schmidt, Raül Semmler, HendrikVogt

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www.schauspielfrankfurt.de   www.hfmdk-frankfurt.de

Der zerbrochene Krug
Lustspiel

Von: Heinrich von Kleist
Uraufführung: 2. März 1808 (Weimar, Hoftheater)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Doppelprojekt mit „Terror“ von Ferdinand von Schirach

Premiere “Der zerbrochene Krug”: 2. Oktober 15
Premiere “Terror”: 3. Oktober 15

Regie: Oliver Reese
Bühne: Hansjörg Hartung
Kostüme: Raphaela Rose
Musik: Sven Kaiser
Licht: Frank Kraus
Dramaturgie: Sibylle Baschung

Besetzung »Der zerbrochne Krug«

Walther, Gerichtsrat:
Martin Rentzsch
Adam, Dorfrichter: Max Mayer
Licht, Schreiber: Nico Holonics
Frau Marthe Rull: Bettina Hoppe
Eve, ihre Tochter: Carina Zichner
Ruprecht: Lukas Rüppel
Frau Brigitte: Constanze Becker
Lise, eine Magd: Anica Happich

Besetzung »Terror«

Franziska Meisner:
Constanze Becker
Nelson, Staatsanwältin: Bettina Hoppe
Lars Koch, Angeklagter: Nico Holonics
Biegler, Verteidiger: Max Mayer
Vorsitzender: Martin Rentzsch
Christian Lauterbach: Viktor Tremmel

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Infos zu Terror

Zwei Stücke über Justiz: ein Lustspiel aus dem Jahre 1811 und eine Uraufführung

Zwei Stücke, die unter anderem nach dem Vertrauensverhältnis zwischen modernem Staat und seinen Bewohnern fragen. Zwei Autoren, die sowohl um die Zerbrechlichkeit dieses Verhältnisses wissen wie auch darum, was bei einem tatsächlichen Bruch auf dem Spiel steht – Heinrich von Kleist und Ferdinand von Schirach.

»Was lässt sich in Gedanken nicht erfinden?«
In Kleists tragisch-komischem Stück sitzt Richter Adam unfreiwillig über sich selbst zu Gericht. Allmählich enthüllen sich seine Vergehen, die er mittels eines sprachlichen Feuerwerks an Vieldeutigkeit und Wortwitz zu verschleiern gedachte: Amtsmissbrauch, Erpressung, sexuelle Nötigung.

Der Strafverteidiger Ferdinand von Schirach hingegen stellt nichts Geringeres als die Würde des Menschen in Zeiten des Terrors dem Publikum zur Diskussion. Dürfen Leben gegen Leben abgewogen werden?

Vor Gericht steht der Pilot Lars Koch, der 164 Menschen opferte, um 70.000 zu retten. Die Zuschauer sind die Schöffen. Sie haben zu entscheiden. Oliver Reese wird beide Stücke mit derselben Besetzung als jeweils eigenständige Inszenierungen an zwei aufeinanderfolgenden Abenden auf die Bühne bringen. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Zur Inszenierung des Theater Willy Praml (FFM):

Premiere: 17. März 11

Regie: Willy Praml
Bühne/Kostüme: Michael Weber
Musikalische Einrichtung: Gregor Praml
Licht: Nico Rocznik
Ton: Oliver Blohmer

Besetzung:

Walther, Gerichtsrat:
Andreina Coatto
Adam, Dorfrichter: Michael Weber
Licht, Schreiber: Tino Leo
Frau Marthe Rull: Reinhold Behling
Eve, ihre Tochter: Gala Winter
Ruprecht, Eves Verlobter: Jakob Gail

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Der zerbrochene Krug
Theater Willy Praml, Frankfurt
Adam (Michael Weber, Walter (Andreina Coatto), Ruprecht (Jakob Gail)
© Seweryn Zelazny

Zwischen Holla und Hussahe liegt der Ort des Sündenfalls. Adam, der Dorfrichter, muss hier im Prozess den Täter ermitteln, der in der Nacht den Krug zerbrach. Den Krug, der unberührt in Eves Zimmer stand – bisher so sicher wie ihre Jungfräulichkeit.
Nun aber hat der Krug ein Loch.
Adams Täterschaft steht von Anfang an fest - für uns, die Zuschauer, (noch) nicht für die Beteiligten; die müssen alle erst selbst zur Erkenntnis gelangen - wie Adam, als er, von Eva verführt, verbotenerweise mit vom Baum der Erkenntnis aß. Und darum von seinem HERRN aus dem Garten Eden vertrieben worden war.
Den Spagat, Richter und Schuldiger zu sein in einer Person, führt uns Kleist in (s)einem LUST-SPIEL vor.  [© Theater Willy Praml]

Karten: Theater Willy Praml, Tel+Fax: 069/43054734
theater.willypraml@t-online.de

www.theater-willypraml.de

Der Zeuge (The Witness)

Von: Vivienne Franzmann

Deutschsprachige Erstaufführung: 12. April 14 (Frankfurt/M, Schauspiel Frankfurt im MMK Museum für Moderne Kunst)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Kooperation mit dem MMK Museum für Moderne Kunst

Premiere: 12. April 14 (im MMK)

Regie: Leonie Kubigsteltig
Bühne: Daniel Wollenzin
Kostüme: Raphaela Rose
Video: Adrian Figueroa
Dramaturgie: Henrieke Beuthner

Besetzung:

Alex Potter / Frances Mutesi:
Alina Vimbai Strähler
Simon Mutesi: Nyamandi Mushayavanhu
Joseph Potter: Till Weinheimer

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Der Zeuge

Schauspiel Frankfurt
Simon Mutesi (Nyamandi Mushayavanhu), Alex Potter / Frances Mutesi (Alina Vimbai Strähler, Joseph Potter ( Till Weinheimer)
© Birgit Hupfeld

Der größte Erfolg von Fotograf Joseph Potter ist ein Motiv aus dem Genozid in Ruanda: ein Baby, das auf einem Leichenberg nach seiner toten Mutter schreit. Jahre später ist aus dem Baby eine junge Frau geworden, die als Josephs Adoptivtochter in England aufgewachsen ist. Als sie in einem Kunst-Seminar mit dem Foto von sich konfrontiert wird, begibt sie sich auf die aufreibende Suche nach ihrer Identität zwischen Kunst und Realität. Mit »Der Zeuge« wird die englische Autorin Vivienne Franzmann zum ersten Mal in Deutschland gespielt.

Die Vorstellungen laufen während der Ausstellung »Die Göttliche Komödie. Himmel, Hölle, Fegefeuer aus Sicht afrikanischer Gegenwartskünstler« im
MMK Museum für Moderne Kunst. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Ziemlich beste Freunde

Komödie nach dem gleichnamigen Film von:
Eric Toledano und Oliver Nakache
Bühnenfassung von: Gunnar Dreßler

 

Zille

Von:
Horst Pillau
Uraufführung: 22. Februar 2009 (Berlin, Theater am Kurfürstendamm)

 

Die Zofen (Les bonnes)

Von: Jean Genet

Uraufführung: 17. April 1947 (Paris, Théâtre de l´Athenée)
Deutsche Erstaufführung: 3. August 1957 (Bonn, Contra-Kreis-Theater)

Zum Teufel mit Goethe!
Ein Liederabend für Johann Wolfgang von Dietmar Loeffler

Uraufführung: 3. September 08 (Frankfurt/Main, schauspielfrankfurt)

Zur Inszenierung am schauspielfrankfurt:
Im Rahmen von »goethe ffm - Festwoche 2008«;
Kooperation von Schauspielfrankfurt, Freies Deutsches Hochstrft/ Frankfurter Goethe-Museum, Deutsches Füminstitut - DiF e. V. / Deutsches Filmmuseum Lind dem Kulturamt Frankfurt am Main

Premiere: 3. September 08 (Uraufführung)

Regie: Dietmar Loeffler
Ausstattung: Florian Parbs
Licht: Frank Kaster
Video: Mathias Max Herrmann
Ton: Franziska Rudolphi, Joachim Steffenhagen
Dramaturgie: Jens Groß, Marcel Luxinger (Texte)
Regieassistenz: Liili-Hannah Hoepner
Bühnenbildassistenz: Anna Dischkow
Kostümbildassistenz: Katharina Tasch
Korrepetition: Bernhard Kießig
Inspizienz: Harald Reuter
Maske: Beate Bauer, Jan Bundil
Technische Einrichtung: Andreas Kremer
Technische Produktionsleitung: Laura van Haperen
Requisite: Markus Öhlinger
Regiehospitanz: Adrian Figueroa
Kostümbiidhospitanz: Jennifer Harig

Besetzung:

Rupert „Bubi" Beltz, Showmaster (GoTV):
Stefko Hanushevsky
Christina Fux: Anita Iselin
Carla Gräfin von Kiesel: Susanne Buchenberger
Margit Löschdörfer:
Sandra Bayrhammer
Elisa Splenditizio: Sascha Maria Icks
Frank Finkwerder:
Dietmar Loeffler / Bernhard Kiessig

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Zum Teufel mit Goethe!
schauspielfrankfurt
Carla Gräfin von Diesel (Susanne Buchenberger) und  Elisa Splenditizio (Sascha Maria Icks)
 im Hintergrund v.l.n.r.: Margit Löschdörfer (Sandra Bayrhammer), Rupert “Bubi” Beltz (Stefko Hanushevsky) und Christina Fux (Anita Iselin)
Foto: Alexander Paul Englert

There’s no Business like Showbusiness … Diese Botschaft hat man mittlerweile auch in der Hochkultur verstanden. Es ist also kein Wunder, dass die Vergabe der Leitung eines neuen Goethe-Institutes als Show mit flottem Moderator und vor Publikum inszeniert wird. Der Wettbewerb wird eröffnet und vier Kandidatinnen brillieren mit Goethezitaten, klassischem Halbwissen, Polyglotterie und viel gesanglicher Kraft, um die Stelle zu erhalten. Im Verlauf dieses knallharten Ausscheidungsverfahrens entwickeln sich diese vier Frauen immer mehr zu ihrer jeweiligen Lieblingsfigur aus dem großen Goethe-Kosmos, während sie zugleich um ihre Stelle und um den Stellenwert von Bildung und Kultur kämpfen. [© schauspielfrankfurt]

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Zwei Fremde im Zug (Strangers on a Train)

Thriller von: Craig Warner
Nach dem Roman von: Patricia Highsmith

Zur Inszenierung des English Theatre Frankfurt:

Premiere: 12. September 14
Bis: 1. November 14

Regie: Tom Littler
Bühne/Kostüm:
Bob Bailey
Lichtdesign: Ben Cracknell
Sounddesign: Max Pappenheim

Besetzung:

Robert Treacher:
Timothy Allsop
Elsie: Karen Ascoe
Arthur Gerard: Robert Benfield
Myers: Rob Heanley
Guy Haines: Alex Mann
Anne: Augustina Seymour
Bruno: James Sheldon

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Strangers on a Train

The English Theatre Frankfurt
Guy Haines (Alex Mann), Charles Bruno (James Sheldon)
© Martin Kaufhold

In diesem brillant konzipierten und von Alfred Hitchcock verfilmten Thriller geht es um das Böse, das unter der Oberfläche des Alltags lauert. Die Handlung dreht sich um zwei Männer, die sich zufällig im Zug treffen: den ehrgeizigen Architekten Guy Haines und den Playboy Charles Bruno. Angenommen jeder von Beiden hätte jemanden, den er gern los wäre, und einer der beiden schlägt vor, die Morde zu tauschen – jeder einzelne hätte dann kein Motiv das Opfer des anderen zu töten. Natürlich nimmt man solch ein Gedankenkonstrukt nicht für bare Münze, zunächst … Bis ein pervers reizvoller Schlagabtausch beginnt und sich ein unschuldiger Spaß zwischen zwei Fremden als tödlich erweist.

„Strangers On A Train“, nach der Buchvorlage von Patricia Highsmith, wurde 1951 von Alfred Hitchcock verfilmt und machte die bis dato unbekannte Autorin schlagartig weltberühmt. Später etablierte sie sich als Bestsellerautorin, deren Werke (wie bspw. „Der talentierte Mr. Ripley“) bis heute zu den besten der Kriminalliteratur zählen.

Das English Theatre Frankfurt (ETF) eröffnet am 12. September 2014 mit dem Krimi „Strangers on a Train“ die 36. Spielzeit des Hauses. Damit setzt das Theater ein Stück auf den Spielplan, das bereits im Frühjahr 2014 geplant war, aber aufgrund der Verlängerung des Musicals „Saturday Night Fever“ aus dem Programm genommen werden musste. [© English Theatre Frankfurt]

www.english-theatre.de

Zwei Uhr nachts
Ein Werkauftrag für die Frankfurter Positionen 2015 - eine Initiative der BHF-BANK-Stiftung

Text: Falk Richter

Uraufführung: 1. Februar 2015 (Schauspiel Frankfurt im Bockenheimer Depot)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
1. Februar 15 (Uraufführung; im Bockenheimer Depot)

Text, Regie, Choreografie* : Falk Richter
Musik: Helgi Hrafn Jónsson, Valgeir Sigurðsson
Bühne: Katrin Hoffmann
Kostüme: Marysol del Castillo
Video: Chris Kondek
Dramaturgie: Sibylle Baschung

Mit: Constanze Becker, Lisa Stiegler, Timo Fakhravar, Maximilian Meyer-Bretschneider, Marc Oliver Schulze, Jorijn Vriesendorp, Johanna Lemke, Denis »Kooné« Kuhnert (Tänzer)
Helgi Hrafn Jónsson, Valgeir Sigurðsson (Musik)

* In Zusammenarbeit mit Johanna Lemke, Jorijn Vriesendorp, Dennis “Kooné” Kuhnert

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Zwei Uhr nachts
Schauspiel Frankfurt
Lisa Stiegler, Jorijn Vriesendorp, Johanna Lemke, Constanze Becker
© Birgit Hupfeld

Grenzgänge zwischen Schauspiel, Tanz und Konzert: Falk Richter entwickelt als Autor und Regisseur auf seinen eigenen Texten basierende Theaterprojekte gemeinsam mit einem Ensemble aus Musikern, Schauspielern und Tänzern.

»Zwei Uhr nachts« geht aus von Momenten der Unruhe, der Schlaflosigkeit, des Getriebenseins. Es sind Momente, in denen latent vorhandene Sinnkrisen aufbrechen, in denen existenzielle Fragen ungebremst in das Bewusstsein schießen und die Seele aufreiben; Momente, in denen man sich auf die Suche macht nach dem anderen, dem richtigen Leben. Welche Prozesse und Strukturen beherrschen unsere moderne Arbeitswelt? Wie beeinflussen zwanghafte Optimierungsansprüche, steigender Leistungs- und Zeitdruck sowie die permanente Aufforderung zur vollständigen Identifizierung mit dem Job die zwischenmenschlichen Beziehungen? Was zeichnet Situationen und Begegnungen aus, in denen wir uns authentisch und lebendig statt fremdbestimmt und leer fühlen? Welche anderen Arbeits-, Lebens- und Beziehungskonzepte gibt es?

Für seine erste Inszenierung in Frankfurt arbeitet Falk Richter erneut mit dem isländischen Sänger und Songwriter Helgi Hrafn Jónsson und dem Videokünstler Chris Kondek zusammen. [©  Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Zwei wie wir

Von:
Norm Foster
Deutsch von: Ursula Grützmacher- Tabori
Deutschsprachige Erstaufführung: 11. Januar 2015 (Berlin, Komödie am Kurfürstendamm)

Zur Inszenierung der Komödie am Kurfürstendamm, Berlin:

Premiere:
11. Januar 15 (Uraufführung)
(Voraufführungen: 7. – 10. Januar 2015; Spielzeit bis 1. März 15)

Regie: Folke Braband
Bühne: Tom Presting
Kostüm: Polly Matthies
Musik: Felix Huber

Mit: Valerie Niehaus und Stefan Jürgens


Zwei wie wir

Komödie am Kurfürstendamm, Berlin
Stefan Jürgens, Valerie Niehaus
 © Michael Petersohn ~ www.polarized.de

Was für ein Wiedersehen! Rudy (Stefan Jürgens) und Nora (Valerie Niehaus) sind geschieden und haben sich vier Jahre lang nicht gesehen. Zufällig treffen sie sich in einem Restaurant wieder. Beide freuen sich und nehmen die Begegnung zum Anlass, noch einmal die gemeinsame Vergangenheit Revue passieren zu lassen: ihr erstes Date im Blumenladen oder ein Besuch im Baseballstadion. Schnell wird klar, dass sich da zwei zusammengetan hatten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Sie ist Managerin, er Maler – kein Kunstmaler, Anstreicher. Er mag Baseball, sie klassische Musik. Während er spontan ist, will sie nichts dem Zufall überlassen. Ihr Vater ist Symphoniker, seine Eltern haben einen Marktstand, an dem sie Obst und Gemüse verkaufen. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen hat es zwischen den beiden gefunkt. Sie fand ihn amüsant und hoffte, „dass etwas davon auf mich abfärbt.“ Schließlich ist es Rudy sogar gelungen, Nora, die nie Familie wollte, dazu zu überreden, ihn zu heiraten. Es ist schiefgegangen, aber man spürt, dass es eine tiefe Zuneigung zwischen den beiden gibt und wünscht ihnen eine zweite Chance.
Autor Norm Foster hat ein Gespür für Zwischentöne und ist ein sehr genauer Beobachter. Mit „Zwei wie wir“ lässt er die Zuschauer genauso über sich selbst lachen wie über Rudy und Nora.
Ein kanadischer Kritiker empfahl nach der Uraufführung: „Das perfekte Theaterstück für das erste Date.“

Valerie Niehaus und Stefan Jürgens spielen zum ersten Mal in der Komödie am Kurfürstendamm.

Valerie Niehaus
… übernahm bereits als Schülerin eine kleine Rolle in Klaus Emmerichs Ruhrpott-Saga „Rote Erde“ Nach ihrem Abitur folgte die Hauptrolle der Julia in der ARD-Soap „Verbotene Liebe“, womit sie zum TV-Star wurde.
Nach zwei Jahren stieg Valerie Niehaus jedoch aus der Serie aus, um in New York am renommierten Lee Strasberg Theatre Institute zu studieren. Seit ihrer Rückkehr nach Deutschland 2001 war die begabte und äußerst beliebte Schauspielerin in beinah 70 TV-Produktionen zu sehen.
So spielte sie unter anderem in Sönke Wortmanns „St. Pauli Nacht“, im ZDF-Zweiteiler „Die Gustloff“ unter der Regie von Joseph Vilsmaier, in Dieter Wedels Mediziner-Komödie „Mein alter Freund Fritz“ oder in Roland Suso Richters mehrfach ausgezeichnetem Fernsehdrama „Mogadischu" mit. Außerdem war sie die Titelheldin der ZDF Familienserie „Alles über Anna". Ihre Wandlungsfähigkeit bewies die eloquente Wahlberlinerin aber auch im Sat.1-Actionfilm „Die Pilotin – Entscheidung in den Wolken“ oder im mehrfach ausgezeichneten ARD- Biopic „Der Mann mit dem Fagott“ von Miguel Alexandre, welcher sowohl den Deutschen Fernsehpreis als Bester Mehrteiler sowie die österreichische Romy als Bester Fernsehfilm erhielt.
Ihr komödiantisches Talent stellte Valerie Niehaus immer wieder unter Beweis, so u. a. in Titus Selges Beziehungskomödien „Überleben an der Wickelfront“ und dessen Fortsetzung „Überleben an der Scheidungsfront“, für das sie und Uwe Ochsenknecht als überfordertes Ehepaar vor der Kamera standen. Für Sat.1 drehte sie die Komödie „Frauenherzen“, angelehnt an die erfolgreichen „Männerherzen“-Filme von Simon Verhoeven.
2013 war Valerie Niehaus in dem historischen ARD-Eventmovie „Die schöne Spionin“ zu sehen.

Stefan Jürgens
… ist Schauspieler und Musiker. Nach seinem Studium an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum hatte er diverse Engagements, zum Beispiel 2010 mit dem Solostück „Seitenwechsel" auf der Bühne der Hamburger Kammerspiele. Dem Fernsehpublikum ist Stefan Jürgens vor allem als Major Carl Ribarski in der ZDF/ORF-Krimi-Serie „SOKO Wien“, als „Tatort“-Kommissar und durch seine Rollen in der erfolgreichen Comedyshow „RTL Samstag Nacht“ bekannt.
Als Musiker und Pianist schreibt und komponiert Stefan Jürgens seine Stücke selbst. Im November 2013 erschien sein Studioalbum „Alles immer möglich“, das in Zusammenarbeit mit dem Berliner Label Valicon entstanden ist. 2014 wird er damit in Deutschland und Österreich auf Tour gehen.
Außerdem engagiert sich Stefan Jürgens als Botschafter der Aufklärungskampagne „Tatort Haut – eine heiße Sache“ für die Europäische Hautkrebsstiftung www.escf-network.eu. Er ist sowohl in Berlin als auch in Wien zu Hause.

Der Regisseur
Folke Braband

… hat sich weit über Berlin hinaus einen Namen als Regisseur gemacht. Sein inszenatorisches Repertoire ist breit gefächert und reicht von Schwänken, Musicals und Farcen, schwarzhumorigen Gesellschaftskomödien sowie Kinder- und Jugendstücken über gesellschaftskritische Stoffe bis hin zu modernen Klassikern.
Als Spezialist für Komödien mit Tiefgang, Screw Ball Comedies und well made plays hat Braband sich immer wieder als eigener Bearbeiter seiner Inszenierungen ausgewiesen. Mit „Ganz in Weiß“, „Nichts als die Wahrheit“ und „Spätlese“ hat er vor einiger Zeit seine ersten eigenen Komödien geschrieben. Letztere wurde im Herbst 2011 im Theater am Kurfürstendamm uraufgeführt.
Brabands Fassung von „Ladies Night“ erhielt 2001 den Preis der Berliner Theatergemeinde und gehört seitdem zu den meistgespielten Stücken auf deutschsprachigen Bühnen.
Am Kurfürstendamm inszenierte er zuletzt Daniel Kehlmanns „Der Mentor“.
Außerdem ist er als Übersetzer und Bearbeiter (u. a. Werke von Noel Coward und Molière) tätig. [© Komödie am Kurfürstendamm, Berlin]

Karten 030/88 59 11 88 und unter www.komoedie-berlin.de

Das zweite Kapitel

Von:
Neil Simon
Deutsch von: Gerty Agoston
Uraufführung: 7. Oktober 1977 (Los Angeles, Ahmanson Theatre)
Deutschsprachige Erstaufführung: 18. November 1980 (Saarbrücken, Staatstheater Saarbrücken)

Zweite allgemeine Verunsicherung

Von:
Felicia Zeller
Uraufführung: 19. Februar 16 (Frankfurt/M, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 19. Februar 16 (Kammerspiele)

Regie: Johanna Wehner
Bühne: Volker Hintermeier
Kostüme: Ellen Hofmann
Musik: Joachim Schönecker
Dramaturgie: Henrieke Beuthner

Mit: Constanze Becker, Verena Bukal, Vincent Glander, Martin Rentzsch, Till Weinheimer

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Zweite Allgemeine Verunsicherung
Schauspiel Frankfurt
Vincent Glander, Verena Bukal, Martin Rentzsch, Till Weinheimer, Constanze Becker
© Maxime Ballesteros

Auf dem roten Teppich einer Filmpreisverleihung regnet es tote Vögel, während Prominente im Blitzlichtgewitter versuchen, in ihren zerrütteten Nervenkostümen Selbstzweifeln, pseudopolitischen Regisseuren, Umweltaktivisten und drohenden Weltkatastrophen zu trotzen. Der schöne Schein will gewahrt werden. Bis eine Bombe fällt. Bei den 22. Bottroper Power-Tagen spricht derweil eine prominente Referentin so lange über die positive Betrachtung der Entwicklung der Welt, bis sie selbst der Hölle auf Erden begegnet. Die Erdkruste reißt auf, der Himmel verdunkelt sich. Apokalyptisches Szenario und tatsächliche Katastrophe werden ununterscheidbar. Depression für alle.

Felicia Zeller hat für das Schauspiel Frankfurt ein groteskes Stück über narzisstisch-depressive Menschen geschrieben, die sich auch im Angesicht eines drohenden Weltuntergangs nicht von sich selber lösen können. [© Schauspiel Frankfurt]

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2. Sinfonie — Rausch

Ein Projekt von:
Ersan Mondtag
Uraufführung: 10. November 13 (Frankfurt/M, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 10. November 13 (Uraufführung, Box)

Regie: Ersan Mondtag
Bühne/Kostüme: Julian Eicke
Musik: Verena Marisa Schmidt
Dramaturgie: Henrieke Beuthner

Mit: Jonas Grundner-Culemann, Thomas Hauser, Thomas Huber und Felix Hammoser
Chor: Lonni Garzena, Jonas Hackmann, Philip Haslbauer, Manfred Thomas, Jan Westphal

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2. Sinfonie — Rausch
Schauspiel Frankfurt
Thomas Huber, Jonas Grundner-Culemann, Thomas Hauser, Lonni Garzena, Jan Westphal
© Birgit Hupfeld

Ein Chor formiert sich. Ein Klang entsteht, entwickelt sich, wächst und vergeht. Die Box wird in Ersan Mondtags »2. Sinfonie — Rausch« zu einem antiken Tempel, Ort des dionysischen Rausches und der Geburt des Theaters. An diesem Ort des Ursprungs werden die Fragen nach dem Fortgang der Gesellschaft hörbar, was bleibt heute als Substanz der Menschheit? Die Theaterarbeiten von Ersan Mondtag sind stark von dem Zusammenspiel aus Raum, Musik und Text geprägt, mit performativen und installativen Elementen. »2. Sinfonie — Rausch<<, ein Stück in fünf Sätzen, nimmt die Zuschauer mit auf eine experimentelle Reise zu den Grundfesten der Menschheit, gesellschaftskritisch und radikal. [© Schauspiel Frankfurt]

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Der Zwerg reinigt den Kittel

Roman von:
Anita Augustin
Dramatisierung:
Anita Augustin

Uraufführung:
8. Mai 2014 (Recklinghausen, Ruhrfestspielen Recklinghausen)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen

Premiere:
23. Mai 14 (Kammerspiele)

Regie: Bettina Bruinier
Bühne: Claudia Rohner
Kostüme: Mareile Krettek
Musik: Kornelius Heidebrecht
Video: Clemens Walter
Dramaturgie: Alexandra Althoff

Besetzung:

Almut, Kettenraucherin mit Schlafstörung
: Josefin Platt
Karlotta, Ex-Sportlehrerin: Lore Stefanek
Marlen, Hexe: Angelika Thomas
Suzanna, genannt »Der Wal«: Helga Werner
Doktor Klupp, angeblich Gerichtspsychiater: Christoph Pütthoff
Live-Musiker, Frau Fitz: Kornelius Heidebrecht
Die Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Franziska Junge

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Der Zwerg reinigt den Kittel
Schauspiel Frankfurt
Vorabbild mit Josefin Platt
© Birgit Hupfeld

Frau mit Rentenschock und echten Zähnen sucht Gleichgesinnte

Sitzen vier Omas im Knast. Klingt wie ein Witz, aber Humor haben die Damen gerade keinen, dafür ein Problem. Schwere Körperverletzung, wahrscheinlich mit Todesfolge. Ursprünglich war das anders gedacht: Ferien für immer im Altenheim. Die Idee war gut, die Wirklichkeit nicht so. Club Tropicana hat zwar keine erwartet, aber diese Endlagerstätte für senile Altlasten auch nicht: talentfreie Zivis, verrückte Mitinsassen, sadistische Oberschwestern – irgendwann reicht’s. Die vier Alten schlagen zurück. Anita Augustin schrieb nach ihrem fulminanten Debütroman nun ein Theaterstück, das ebenso intelligent wie radikal, lakonisch wie bissig mit Altenheimen abrechnet und danach fragt, wie wir im Alter leben wollen und können. [ © Schauspiel Frankfurt]

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