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Theater, Stückeinfo: T

Tag der Gnade (The Mercy Seat)

Von: Neil LaBute

Uraufführung: 18. Dezember 2002 (New York, Acorn Theater)
Deutschsprachige Erstaufführung: 12. September 2003 (Berlin, Deutsches Theater)
Deutsch von: Frank Heibert

Der talentierte Mr. Ripley

Roman von:
Patricia Highsmith

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
(Koproduktion mit dem Deutschen Theater Berlin)

Premiere:
19. Januar 12 (Kammerspiele)

Regie:
Bastian Kraft
Bühne / Kostüme: Ben Baur
Musik: Björn SC Deigner
Dramaturgie: Martina Grohmann, Anika Steinhoff

Besetzung:

Tom Ripley:
Christoph Pütthoff
Marge Sherwood / Sängerin:
Maren Eggert
Dickie Greenleaf / Herbert Greenleaf:
Daniel Hoevels
Freddie Miles / Tenente Roverini / Alvin McCarron:
Stefan Schießleder
Double:
Marcus Hosch

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Der talentierte Mr. Ripley
Schauspiel Frankfurt
Marge Sherwood (Maren Eggert), Tom Ripley (Christoph Pütthoff), Tenente Roverini (Stefan Schießleder), Herbert Greenleaf (Daniel Hoevels)
© Birgit Hupfeld

Kein roter Teppich rollte, als Tom Ripley zur Welt kam. Er ist ein Niemand und sein wunderbares Talent ist, niemand zu sein, um alle zu sein, die er will. Und er will Dickie Greenleaf sein, der Unternehmersohn, will sein Dolce Vita. Um sich diese Existenz einzuverleiben, wird er sein Freund, inszeniert sein Verschwinden, tröstet seine Freundin, täuscht die Polizei, beseitigt den Widersacher, erschleicht sich sein Erbe und bleibt der Welt immer einen Schritt voraus dank der Energie der Gewissenlosigkeit.
Patricia Highsmiths Thriller über einen amerikanischen Schelm wurde mehrfach verfilmt (u.a. »Nur die Sonne war Zeuge«) und wird von Bastian Kraft (»Traumnovelle«) auf die Bühne gebracht. . [© Schauspiel Frankfurt]

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Tartuffe oder Der Betrüger (Le Tartuffe ou L'Imposteur)
Verskomödie in fünf Akten
Komödie von: Moliere
Uraufführung der Erstfassung in drei Akten: 12. Mai 1664 (Versailles)
Uraufführung der endgültigen Fassung: 1669 (Paris)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 17. April 10

Regie: Staffan Valdemar Holm
Bühne: Volker Hintermeier
Kostüm: Christine Mayer
Licht: Jan Walther
Dramaturgie: Andreas Erdmann

Besetzung:
Orgon: Michael Abendroth
Elmire, seine zweite Frau: Franziska Junge
Damis, sein Sohn: Isaak Dentler
Mariane, seine Tochter: Henriette Blumenau
Valère: Christoph Pütthoff
Cléante, Orgons Schwager: Sébastien Jacobi
Tartuffe: Wolfgang Michael
Dorine, das Mädchen: Josefin Platt

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Tartuffe
Schauspiel Frankfurt
Elmire (Franziska Junge), Orgon (Michael Abendroth)
© Birgit Hupfeld

»Wem der Schuh passt, der zieht ihn an«, heißt es, wenn sich jemand – scheinbar grundlos – angegriffen fühlt. Und obwohl Molière sein Spiel mit den bürgerlichen Werten im »Tartuffe« ausgesprochen raffiniert einfädelte, fühlten sich die einflussreichen Kreise Frankreichs durch die Uraufführung so beleidigt, dass sie ihren König zwangen, das Skandalstück absetzen zu lassen. Insbesondere die Figur des frommen Heuchlers, der vorgibt, ganz durchgeistigt und dem Diesseits abgewandt zu sein, während er tatsächlich raffgierig und geil ist, wurde als Verhöhnung der Religion gebrandmarkt. Dabei hätten doch gerade die Frommen für die Demaskierung von Heuchelei und Pharisäertum Partei ergreifen müssen. Erst fünf Jahre später hob der König das Verbot auf, und seitdem treiben Tartuffe und sein selbstgerechtes Opfer, Monsieur Orgon, – zumindest auf den Bühnen dieser Welt – ihr Spiel durch die Jahrhunderte quicklebendig weiter.

Inwiefern auch wir Heutigen uns in Molières Gestalten wiederfinden können, wird auf der Bühne des Schauspielhauses der schwedische Regisseur Staffan Valdemar Holm untersuchen. Holm war Mitbegründer des Nyt Skandinavisk Försöksteater in Kopenhagen, leitete das Malmö Dramatiska Teater von 1992 bis 1998, war Direktor des Königlichen Stockholmer Dramaten von 2002 bis 2008 und inszenierte Wagners Ring-Tetralogie an der Königlichen Oper in Stockholm. Seine Inszenierungen wurden zu zahlreichen internationalen Festivals eingeladen.  [© Schauspiel Frankfurt]

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Zur Produktion von “Barock am Main”:
Hessische Fassung von: 
Wolfgang Deichsel

Premiere:
22. Juli 09
Ausstattung: Barbara Blaschke
Maske: Katja Gieß


Der Tartüff
Barock am Main
Mme Britschebräät (Michael Quast)
Foto: Barock am Main, Maik Reuß

Orgon: Gerhard Fehn
Mme Britschebräät, seine Mutter: Michael Quast
Damiesche, sein Sohn: Kai Schwegel
Mariesche, seine Tochter: Pirkko Cremer
Elmire, seine zweite Frau: Anja Krüger
Clemens, Bruder der Elmire: Philipp Hunscha
Walter: Sebastian Klein
Der Tartüff: Michael Quast
Dorche: Hildburg Schmidt
Philippine/Loyal/Richter: Alexander J. Beck

Der reiche Bürger Orgon findet durch einen frommen Mann namens Tartüff den Halt und Seelenfrieden, den er in seinem Leben vermisst. Dass Tartüffs Tugendhaftigkeit nur eine Maske ist, hinter der sich ein skrupelloser Betrüger verbirgt, davon will Orgon nichts wissen. Er bietet dem Heuchler sogar seine Tochter Mariesche zur Frau an, obwohl die bereits mit Walter verlobt ist. Schlimmer noch: der verblendete Orgon überschreibt Tartüff nicht nur sein gesamtes Vermögen, er gibt ihm auch ein Kästchen mit brisanten politischen Papieren zur Verwahrung.
Der Familie droht der völlige Ruin. Erst als Elmire, Orgons Gattin, ihm buchstäblich vor Augen führt, dass Tartüff ihr an die Wäsche will, schlägt Orgons Verehrung um in verzweifelte Wut. Doch es scheint bereits zu spät … [© Barock am Main]

www.barock-am-main.de 

Der Tausch (L´échange)

Von: Paul Claudel
Deutsch von: Herbert Meier
Mitarbeit: Yvonne Meier-Haas

Uraufführung: 22. Januar 1914 (Paris, Théâtre des Vieux Colombiers)
Deutschsprachige Erstaufführung: E2. Dezember 1920 (Basel, Stadttheater Basel)

Wer tauscht? Was wird getauscht? Man sieht zwei Paare. Der Mann des ersten Paares will die Frau des anderen Paares. Die Frau des ersten Paares will den Mann des andern Paares. Ein Quartett? Beiden gelingt es. Und alle werden unglücklich. So der Lageplan des Werkes. (Alfred Kerr, "Berliner Tageblatt", 10. März 1926)

Ein junges Paar, Louis Laine, Amerikaner indianischen Blutes, und seine Frau Marthe, eine französische Bäuerin, die Louis bei seinem Aufenthalt in Europa entführt hat, begegnen am Pazifischen Ozean einem andern Paar: Thomas Pollock Nageoire und Lechy Elbernon. Er ist ein reicher Geschäftsmann, der mehrere Male sein Vermögen verloren hat, sie eine Schauspielerin und ein ausgesprochener Vamp. Kaum hat Thomas, ein Mann, der gewohnt ist, den Wert von Leuten und Dingen einzuschätzen, Marthe kennen gelernt, ermisst er auch ihre Qualitäten: Treue, Tiefe des Gemüts, Mut. Er schlägt ihr einen "Tausch" vor: Sie soll Laine verlassen, denn "er ist keinen Cent wert", und mit ihm, Thomas, zusammenleben. Marthe weist dieses Ansinnen von sich, doch Thomas Nageoire hofft, mit Dollars Louis für seinen Plan zu gewinnen.

Louis lässt sich durch Geld und Lechy Elbernon verführen. Sie ist bereits seine Geliebte und treibt ihn an, seine Frau im Stich zu lassen und mit ihr, Lechy, zusammenzuleben. Trotz der Ermahnungen von Marthe ist Louis bereit, Lechy zu folgen. Doch wenige Augenblicke später kommt Lechy zu Marthe, um ihr mitzuteilen, dass Louis auch sie wieder verlassen und fortan allein leben wolle, was ihm dank des Geldes von Thomas möglich sei. Sie, Lechy, werde Louis umbringen, wenn er diesen Plan ausführe. Marthes Bemühungen, ihren Mann zurückzuhalten, bleiben erfolglos.

Als Thomas sie wieder aufsucht, hört sie einen Schuss und ahnt, dass er Louis galt. Doch spricht sie dies Thomas gegenüber nicht aus. Sie sagt lediglich, Lechy denke in ihrer zerstörerischen Leidenschaft daran, ihren Bungalow, wo er sein ganzes Geld deponiert hat, in Brand zu stecken. Thomas aber fühlt sich bei Marthe seltsam ruhig und macht keine Anstalten, sein Geld zu retten. Sein Haus steht in Flammen, und er schaut unberührt dem Schauspiel seines Ruins zu. Da bemerken die beiden ein Pferd, auf dessen Rücken der tote Louis gebunden liegt. Thomas löst den Leichnam vom Pferd und trägt ihn mit Martha ins Haus.

Der Tausch entstand 1893 in New York, wo Claudel als junger Vizekonsul tätig war. l914 wurde das Stück von Jacques Copeau in Paris uraufgeführt und in den folgenden Jahren viel gespielt. Die deutschsprachige Erstaufführung brachte 1920 Oskar Wälterlin in Basel heraus. 1951 schrieb Claudel unter dem Einfluss von Jean-Louis Barrault eine zweite Fassung.

Paul Claudel:
Charles-Louis Philippe stellt ihn an dichterischer Größe neben Dante, Stefan Zweig sieht in seinen Dramen Seelenzustände von so brennender Glut, dass alles Irdische, Kostüm und Zeit, in ihnen verflackert, und Eugène Ionesco verehrt ihn als den größten Dichter des 20. Jahrhunderts: Paul Claudel (1868 - 1955).

Claudel entstammt dem Bürgertum der Champagne. Nach seiner Schulausbildung in Paris studiert er Jura und Politik. Seine frühen dramatischen Anfänge sind beeinflusst von den Werken Arthur Rimbauds, seine späteren Werke geprägt durch seinen katholischen Glauben – einen sehr weit gefassten Glauben: "Katholisch heißt universal" (Claudel, 1953).

1893 erhält er seinen ersten diplomatischen Posten in New York. Eine Karriere als Botschafter und Konsul u.a. im Fernen Osten, den USA, Lateinamerika und Deutschland schließt sich an.

Seinen ersten Dramenerfolg hat Claudel mit dem Stück Mariä Verkündigung (UA 1912). Mittagswende (1905) zeigt erstmals seine zentrale Thematik, den Konflikt zwischen irdischer Liebe und göttlicher Berufung. Höhepunkt seines Schaffens ist das monumentale Werk Der seidene Schuh oder Das Schlimmste trifft nicht immer zu (UA 1943), ein Gesamtkunstwerk, das die Grenzen des Dramas sprengt.

Die letzten Jahre seines Lebens verbringt Claudel auf dem Schloss Brangues. Dort überarbeitet er frühere Werke und schreibt seine großen Bibelkommentare. 1955 stirbt Claudel im Alter von 86 Jahren in Paris.

Wie aktuell Paul Claudels Werk auf den Theaterbühnen noch immer ist, zeigte sich insbesondere in den letzten Jahren, in denen zahlreiche seiner Theaterstücke wieder aufgeführt wurden: So erhielt Der seidene Schuh am Theater Basel in einer Inszenierung von Stefan Bachmann von Publikum wie Kritik gleichsam positive Resonanz; erstmals war hier das Werk auch in der Neuübersetzung durch den Schweizer Autor Herbert Meier zu sehen. 2004 wurde Claudels Mittagswende an den Münchner Kammerspielen inszeniert; die Produktion wurde zum Berliner Theatertreffen 2005 als eine von zehn herausragenden Inszenierungen eingeladen.

Im Frühjahr 2007 inszenierte Stefan Bachmann am Maxim Gorki Theater Berlin die Claudel Trilogie, erstmals in der Neu-Übersetzung von Herbert Meier.

[© Felix Bloch Erben, Berlin]

Terminal 5 (T5)

Von:
Simon Stephens
Uraufführung: 8. Oktober 2008 (London, Bush Theatre)
Deutschsprachige Erstaufführung: 16. Feburar 2011 (Frankfurt, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 16. Februar 11 (Box; Deutschsprachige Erstaufführung)

Regie:
Lily Sykes
Bühne: Friederike Meisel
Kostüme: Lene Schwind

Mit: Claude De Demo

Das Leben scheint ihr entglitten zu sein. Unkontrollierbar ist das, was sie umgibt. Auf der Suche nach einem Moment der Selbstvergewisserung verlässt Simon Stephens Protagonistin die gewohnten Pfade der alltäglichen Verpflichtungen und versucht die lärmende Großstadt für einen Moment auszuschalten. [© Schauspiel Frankfurt]


www.schauspielfrankfurt.de

Terror

Von:
Ferdinand von Schirach
Uraufführungen: 3. Oktober 2015 (Berlin, Deutsches Theater; Frankfurt/M, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

siehe Doppelprojekt “Der zerbrochene Krug/Terror

Tirant lo blanc (Der weiße Ritter)

Nach dem Roman von: Joanot Martorell (1405/1415 - 1468)
Dramaturgie: Marc Rosich / Calixto Bieito
Musik: Carles Santos

Voraufführungen: 27. - 29. September 07 (Berlin, Hebbel am Ufer)
Uraufführung: 5. Oktober 07 (Frankfurt/Main, schauspielfrankfurt)

TirantLoBlanc_PosterZur Koproduktion vom Institut Ramon Llull, Teatre Romea (Barcelona), schauspielfrankfurt, Hebbel am Ufer (Berlin) und Ajuntament de Viladecans (Barcelona):

Premiere:
5. Oktober 07 (Uraufführung)

Regie: Calixto Bieito
Bühnenbild: Alfons Flores
Beleuchtung: Xavi Clot (AAI)
Kostüme: Mercè Paloma
Ton: Jordi Ballbé
Maske: Toni Santos
Regieassistent: Antonia Calvo
Bilder: Rosa Samper / Raul López Huete
Produktionsleiter: Jaume Flor
Produzentin: Tanja Brenlle
Technischer Leiter: Miguel Montes
Produktion: Jordi Faura
Regie-Praktikantin: Karolin Trachte
Bühnenbildassistentin: Rebecca Ringst
Inspizientinnen: Ariadna Castedo, Begoña Lardin
Kostümassistentin und Schneiderin: Pepa Mogeda
Veranstaltungstechnik: Juan Manuel Labrado
Tontechniker: Jordi Ballbé
Ton Effekte: Ignasi Giol
Beleuchtungstechniker: Miguel Angel Arribas
Elektromeister: Alberto Pérez
Videotechnik: Stereorent
Bühnenbauten: El Teler
Pferdeskulptur: Nico Nubiola
Choreographie der Kampfszenen: Angel Amieva, Daniel Vallecillos
Entwurf und Herstellung der Flügel: Amadeu Ferré (Clap Realitzacions SL)
Kostümschneiderei: Época
Übertitelung: Glória Nogué, Irma Huici
Übersetzung: Bernat Garcia

Besetzung:

Tirant lo blanc / Der weiße Ritter:
Joan Negrié
Diafebus: Lluis Villanueva
Duc de Macedónia / Herzog von Mazedonien: Mingo Ràfols
Hipòlit: Nao Albet
Senyor d´Agramunt / Herr von Agramunt: Josep Ferrer
L'Emperador / Kaiser: Carles Canut
Carmesina / Karmesina: Beth Rodergas
Plaerdemavida / Fräulein Meineslebenslust: Roser Cami
La viuda Reposada / Die reife Witwe: Victòria Pagès
L´Emperadriu / Kaiserin: Begoña Alberdi
Estefania: Marta Domingo
Flor de Cavalleria / Blume des Rittertums: Belén Fabra
La bella Agnés / Die schöne Agnés: Alina Furman
Eliseu / Der Blinde Orgelspieler: Alicia Ferrer

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Tirant lo Blanc (Der Weiße Ritter)
Koproduktion von Institut Ramon Llull, Teatre Romea (Barcelona), Hebbel am Ufer (Berlin), Stadtverwaltung Viladecans und schauspielfrankfurt aus Anlass der Frankfurter Buchmesse 2007
Karmesina (Beth Rodergas), Estefania (Marta Domingo), Diafebus (Lluis Villanueva), Herr von Agramunt (Josep Ferrer), Fräulein Meineslebenslust (Roser Cami) und Hipólit (Nao Albet) (v.l.n.r.)
Probenfoto: David Ruano

Fest der Lüste,
Des Turniers,
der Heldentaten,
der Jungfräulichkeit und der Unschuld,
der Reife,
des Tafeins, Kämpfens und Tötens,
des Egoismus,
des Ehrgeizes,
der Kunst des Krieges
und der Kunst der Verführung.
Spiel des Lebens und des Todes,
des Rein und Raus,
des Essens und Trinkens.
Lanzenstechen, Schlachtfeld, Bankett und Schlafgemach.
Calixto Bieito


Man lebt, um zu genießen, und man genießt, indem man tötet, sich herausputzt und vögelt, in dieser Rangfolge"

Im Tirant lo Blanc hat das Spiel noch eine wichtigere, umfassendere Funktion: es ist der Lebensantrieb. In seinem Roman verschmolz Matorell die Gegensätze „leben" und „schauspielern", „sein" und „scheinen" zu einer einzigen Realität. Im Tirant lo Blanc ist leben gleichbedeutend mit schauspielern, und die einzige Art ist zu sein besteht darin, zu scheinen." Mario Vargas Llosa


Anmerkungen des Regisseurs:

Tirant /o Blanc,
das Werk des valencianischen Ritters Joanot Martorell, der erste und bedeutendste Roman der katalanischen Literatur, gilt Akademikern wie glühenden Anhängern (wie zum Beispiel Dámaso Alonso oder Vargas Llosa, um nur zwei von ihnen zu nennen) als einer der Stützpfeiler des Romans per se in der Weltliteratur, als Grundstein für das Verständnis dessen, was wir heute als Prosaerzählung kennen.
Dieser Roman in der Nachfolge der Artus- und Ritterromane war der einzige, den Cervantes in der berühmten Bücherverbrennungsszene im Quijote vor den Flammen bewahrte, da er ihn aufgrund seines Stils für das beste Buch der Welt hielt, während die übrigen Romane auf dem Scheiterhaufen landeten.
Im Tirant werden nicht nur die ruhmreichen und amourösen Abenteuer des Ritters Tirant bei der heldenhaften Rettung Konstantinopels vor der Bedrohung durch das Osmanische Reich erzählt; der Roman - halb krudeste geschichtliche Chronik, halb Fiktion - zeichnet auch ein genaues und menschliches Bild der gesellschaftlichen Ordnung des Mittelalters und seiner Moral.

Bei der Inszenierung dieses Werks wollte ich die heitere Stimmung des Originals zur Geltung bringen und ein großes Bühnenfest daraus machen, eine Feier des Menschen in all seiner Herrlichkeit, zugleich aber auch in all seiner Brutalität und Verkommenheit.    Calixto Bieito

 [ © Institut Ramon Ilull]

Tod eines Handlunsgreisenden (Death of a Salesman)

Von: Arthur Miller ( 17. Oktober 1915 - 10. Februar 2005)
Uraufführung: 10. Februar 1949 (New York, Morosco Theater)
Deutschsprachige Erstaufführung: 1. März 1950 (Wien, Theater in der Josefstadt)

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere: 22. Dezember 06

Regie: Florian Fiedler
Bühne: Jens Bürde
Kostüme und Video:
lsabel Robson
Licht: Jan
Walther
Dramaturgie: Jan Hein
Regieassistenz: Lilli-Hannah Hoepner
Ausstattungsassistenz: Hannah Platter
Kostümassistenz: Nadja Rudert
Souffleuse: Alexandra zu Stolberg
Inspizienz: Thomas Nossek
Ton: Inga Lüth,
Joachim Steffenhagen
Maske: Beate Bauer
Technische Einrichtung: Andreas Kremer
Technische Produktionsleitung: Lauravon Haperen
Requisite: Markus Öhlinger,
Anja Becker
Regiehospitanz: Susanne Grünewald
Kostümhospitanz: Marie-Theres Thran

Besetzung:

Willy Loman: Christian Kuchenbuch
Linda: Susanne Böwe
Biff: Stefko Hanushevsky
Happy: Moritz Peters
Bernhard: Stefko Hanushevsky
Die Frau: Naomi Saint Rose
Charley: Özgür Karadeniz
Onkel Ben: Özgür Karadeniz
Howard Wagner: Özgür Karadeniz

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Tod eines Handlungsreisenden
schauspielfrankfurt
Christian Kuchenbuch (Willy Lohman), Naomi Saint Rose (eine Frau), Stefko Hanushevsky (Biff/Bernhard), Susanne Böwe (Linda) & Moritz Peters (Happy)
Foto: Alexander Paul Englert

Was geschieht, wenn einem Mann, der ein Leben lang an die Werte der bürgerlichen Gesellschaft glaubte, die Arbeit gekündigt wird? Der Bedrohungen sind viele: Prestigeverlust, Ruin der Familie, die Verzweiflung, nicht einmal mehr Achtung für sich selbst aufbringen zu können.
Der Tod eines Handlungsreisenden ist die Geschichte eines Mannes, der in geradezu grotesk-tragischer Verblendung versucht, am Traum vom bürgerlichen Glück festzuhalten und hierbei in das aussichtslose Verderben der unerbittlichen gesellschaftlichen Wirklichkeit stürzt. Der einstmals fähige »professional« muß konstatieren, daß all das, was er für verbindlich und erstrebenswert hielt, nur ein Traum gewesen war, ohne daß er jedoch von ihm lassen könnte. »The show must go on«, und ihr Name ist »American Dream«. [© schauspielfrankfurt]

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Tod und Wiederauferstehung der Welt meiner Eltern in mir

Von:
Nis-Momme Stockmann
Uraufführung:
21. April 2012 (Hannover, Staatstheater Hannover)

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere: 18. Januar 14 (Kleines Haus)

Inszenierung:
Tilman Gersch
Bühne und Kostüme:
Henrike Engel
Musik:
Frank Rosenberger
Dramaturgie:
Barbara Wendland

Besetzung:
Mann:
Hanns Jörg Krumpholz
Kaschinsky:
Uwe Kraus
Frau:
Franziska Beyer
Die junge Frau:
Viola Pobitschka
Bodo Schäfer:
Rajko Geith
Prof. Dr. Guido Knopp:
Michael Birnbaum
Mann mit Turban:
Zygmunt Apostol
Erzähler:
Benjamin Krämer-Jenster
Erzählerin:
Monika Kroll

Ensemble in weiteren Rollen und Chor und mit den Musikern: Frank Rosenberger und Christian Keul

In den Jahren 2009 bis 2012 war der junge Dramatiker Nis-Momme Stockmann als Hausautor am Schauspiel Frankfurt engagiert. Seine Heimstatt in dieser Zeit war die Theaterwohnung in der Inheidener Straße 71, ein in den siebziger Jahren errichtetes Hochhaus im Randgebiet von Bornheim. In dessen normierten Wohnschachteln hausen vor allem Menschen, die das Sozialamt mit einem Wohnberechtigungsschein ausgestattet hat und die, wie man sich denken kann, nicht zu den Gewinnern unserer Gesellschaft gehören. Der Inheidener Straße und der Geldstadt drumherum hat Stockmann ein Stück gewidmet.

Das Haus hat einen neuen Mieter – einen Mann, der anderes gewohnt ist. Seinen Schreibtisch bei der Deutschen Bank hat er verlassen, sein edles Eigenheim für 4,5 Millionen Euro verkauft. Jetzt plant er nicht mehr und nicht weniger als den Umsturz des gesamten Bankensystems; die finale, dieses ungerechte System endlich sprengende Krise. Er hat sie satt, die Gier und Verlogenheit der Reichen, ihr verschwenderisches Leben auf Kosten der anderen 99 Prozent.

Das Haus ist ein eigener Kosmos. Auf den Balkonen sitzen Plastikraben, die die lästigen Tauben verscheuchen sollen, für die Handhabung des Duschvorhangs liegt eine Gebrauchsanweisung bereit. Die Bewohner sind seltsam. Mehr und mehr gerät der Mann in eine Parallelwelt, ein groteskes, Grand-Guignolhaftes Horrorkabinett, das ihn wieder und wieder auf sich selbst zurückwirft, auf die Welt seiner Eltern in ihm, die sich als unerwartet widerstandsfähig erweist. Tod und Wiederauferstehung der Welt meiner Eltern in mir ist der so differenzierte wie sarkastische Blick auf unsere Zeit, in der manchen ein schlechtes Gewissen umtreibt – eine Zeit, die viele Fragen aufwirft und leider wenig Antworten parat hat.

Nis-Momme Stockmann ist seit 2009 eine feste Größe unter den jungen Dramatikern. Sein erstes Stück Der Mann, der die Welt aß erhielt beim Heidelberger Stückemarkt 2009 den Haupt- und Publikumspreis. Kein Schiff wird kommen wurde 2010 für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert. Das Fachmagazin ‚Theater Heute‘ wählte ihn zum Nachwuchsdramatiker des Jahres 2010. 2011 erhielt Stockmann den Friedrich-Hebbel-Preis. Tod und Wiederauferstehung der Welt meiner Eltern in mir wurde 2012 am Staatstheater Hannover uraufgeführt und 2013 zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen. [© Staatstheater Wiesbaden]

www.staatstheater-wiesbaden.de 

tomorrow, maybe...Über - Leben in Diktaturen
Ein Projekt von Jürgen Berger und Ludger Engels

Text: Jürgen Berger
Uraufführung: 25. September 11 (Aachen, Theater Aachen)

Zur Inszenierung des Theater Aachen:

Premiere: 25. September 11 (Uraufführung)

Inszenierung: Ludger Engels
Ausstattung: Christin Vahl
Dramaturgie: Inge Zeppenfeld

Besetzung.

Leon: 
Markus Weickert
Lena: Katja Zinsmeister
Diplomat: Torsten Borm
Osvaldo: Andreas Herrmann
Carlos: Robert Seiler
Puppenspielerinnen: Julia Brettschneider, Wiebke Alphei

Kooperation mit dem Goethe-Institut, Südostasien und Amrita Performing Arts, Phnom Penh

Ein junger Mann bricht in den 70er Jahren nach Argentinien auf, um dort Teil der Revolte gegen die Militärdiktatur zu werden. 1977 sitzt Nelson Mandela auf Robben Island im Gefängnis: Er denkt über den bewaffnetenWiderstand gegen das rassistische Regime Südafrikas nach. Knapp 35 Jahre später wird die Apartheid in den Wahrheits- und Versöhnungskommissionen verarbeitet. In Kambodscha kann der Tourist 2011 an Gedächtnisstätten wie den »Killing Fields« den Grausamkeiten der Roten Khmer nachspüren, während in einem Völkermordprozess erste Urteile gegen die politisch Schuldigen gesprochen werden. In einem groß angelegten dreiteiligen Theaterabend wird mit unterschiedlichen ästhetischen Mitteln – Schauspiel, Puppenspiel, Tanz und dokumentarische Installation – nach den Lebensbedingungen in Diktaturen, nach den Formen des Widerstands und der postdiktatorischen Aufarbeitung von staatlichem Unrecht gefragt. [© Theater Aachen]

www.theater-aachen.de

Torquato Tasso
Schauspiel in fünf Aufzügen

Von: Johann Wolfgang von Goethe
Uraufführung: 16. Februar 1807 (Weimar)

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere:
28. August 08 (Großes Haus)

Regie: Urs Troller
Bühne: Stefanie Wilhelm
Kostüme: Katharina Weißenborn
Licht: Frank Kraus
Dramaturgie: Hans-Peter Frings
Regieassistenz: Benjamin Eggers
Bühnenbildassistenz: Birgit Kellner
Kostümassistenz: Katja Strohschneider
Souffleuse: Alexandra zu Stolberg
Inspizienz: Lisa Ahle
Technische Produktionsleitung: Josef Dreker
Technische Einrichtung: Andreas Rasche
Ton: Matthias Schmidt
Maske: Patricia Dietz, Friederike Reichel
Requisite: Stefan Markert
Regiehospitanz: Lisa-Sophie Achinger
Dramaturgiehospitanz: Katinka Deecke

Besetzung:
Alfons der Zweite, Herzog von Ferrara:
Joachim Nimtz
Leonore von Este, Schwester des Herzogs: Ruth Marie Kröger
Leonore Sanvitale, Gräfin von Scandiano: Friederike Kammer
Torquato Tasso: Bert Tischendorf
Antonio,Montecatino, Staatssekretär: Oliver Kraushaar

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Torquato Tasso
schauspielfrankfurt
Leonore Sanvitale (Friederike Kammer) und Leonore von Este (Ruth Marie Kröger)
Foto: Alexander Paul Englert

Der junge, hochtalentierte Dichter Torquato Tasso übergibt seinem Mäzen, dem Herzog von Ferrara, sein neues, mit Spannung erwartetes Werk. Die Schwester des Herzogs, Prinzessin Leonore, krönt ihn zum Dank dafür symbolisch mit einem Lorbeerkranz. Die Aufmerksamkeit, die Tasso zuteil wird, trifft auf die Missbilligung Antonios, des Staatssekretärs von Ferrara. Er betrachtet die Ehrung als verfrüht. Tasso und Antonio geraten in einem hitzigen Wortgefecht aneinander, bei dem Tasso das Schwert zieht. Antonio verlangt vom Herzog harte Bestrafung für Tassos Übertretung. Der Herzog erteilt dem Dichter stattdessen Hausarrest. Tasso ist gleichwohl schwer gekränkt und glaubt an eine Verschwörung. Er will Ferrara verlassen. Ein letzter Versuch der Prinzessin, Tasso umzustimmen, endet in einer Katastrophe. Für Tasso zerbrechen eine Liebesillusion und ein dichterisches Ideal, das ihm die Versöhnung von Kunst und Leben verhieß.

„Der Mensch ist nicht geboren, frei zu sein“
Über Goethes „Torquato Tasso“

Als Goethe 1780 beginnt, sich mit der historischen Figur des Torquato Tasso zu beschäftigen, ist er bereits seit fünf Jahren am Weimarer Hof. Als Geheimer Rat und Erzieher des jugendlichen Prinzen Karl August trägt er politische und administrative Verantwortung. Die aufreibenden Staatsgeschäfte lassen seine künstlerische Tätigkeit fast vollständig ruhen – abgesehen von der Lyrik, der er sich, angeregt durch seine Beziehung zu Charlotte von Stein, weiterhin widmet, und einigen von ihm konzipierten Liebhaberaufführungen am Weimarer Hoftheater. In dieser künstlerisch für ihn krisenhaften Situation stößt Goethe auf die Gestalt des Torquato Tasso. Der italienische Renaissancedichter (1544-1595), der zwei Jahrhunderte zuvor am Hofe von Ferrara sein episches Hauptwerk Das befreite Jerusalem schrieb, erscheint ihm als geeignete Folie, seinen eigenen Zwiespalt als Künstler und Staatsmann in einem Drama zu reflektieren. Goethe, der später sagen wird, Tasso sei „Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch“, sieht in dem italienischen Poeten zugleich wegen dessen angeblicher, zur Legende gewordenen unglücklichen Liebe zur Prinzessin Leonore ein Pendant – denn auch Goethes ambivalentes Liebesverhältnis zu Charlotte von Stein sorgt für persönliche Konflikte und öffentliches Aufsehen. Die Arbeit an dem kaum begonnen Schauspiel muss Goethe jedoch zugunsten seiner Verpflichtungen am Weimarer Hof wieder zurückstellen.
Erst 1787 wendet er sich dem Stoff von neuem zu. Mittlerweile ist er aus Weimar, wo die Beanspruchung durch die Ämter ihn künstlerisch nahezu vollständig blockiert, nach Italien geflüchtet. Hier hofft er, in der Begegnung mit der Antike und ihrer Überlieferung durch die Renaissance zu seiner Identität als Künstler zurückzufinden. Das unvollendete Manuskript des Tasso befindet sich im Reisegepäck. Die Eindrücke der italienischen Landschaft sowie die Begegnung mit den Wirkungsstätten des historischen Torquato Tasso lassen ihn zwischen Rom, Palermo und Messina mit neuem Elan an dem Schauspiel weiterarbeiten. Sein Blick auf die Thematik hat sich allerdings verändert. Der Konflikt zwischen der Kunst und den gesellschaftlichen Anforderungen, der Goethe in Weimar zu zerreißen drohte, macht sich angesichts der neuen Erfahrungen nicht mehr mit derselben Schärfe bemerkbar; auch hat sich die Beziehung zu Charlotte von Stein abgekühlt. Erneut legt er das Manuskript beiseite.
Zurückgekehrt nach Weimar wendet Goethe sich zum dritten Mal dem Text zu – es sind mittlerweile neue Ereignisse und Erfahrungen zu verarbeiten und anhand der modellhaften Situation am Renaissancehof von Ferrara darzustellen. Die Welt ist eine andere geworden: Im Sommer 1789 hat die Französische Revolution einen Prozess eingeleitet, der die Epoche von Grund auf verändern wird. Goethe nimmt regen Anteil am Revolutionsverlauf und beschäftigt sich eingehend mit den Folgen der revolutionären Ereignisse für die politische Ordnung Europas. Nur zwei Wochen nach dem Sturm auf die Bastille am 14. Juli stellt Goethe seinen Torquato Tasso fertig, der 1790, zehn Jahre nach Beginn der Arbeit, veröffentlicht wird. In diesem Werk des Revolutionssommers spiegelt sich Goethes intensive Auseinandersetzung mit den politischen und philosophischen Fragestellungen seiner Zeit wider, wie sie am eindrücklichsten in der Französischen Revolution zum Ausdruck kamen.
Während halb Europa vom Taumel der Freiheit erfasst wird, bleibt Goethe skeptisch. Er fragt nach dem Preis der Freiheit und der mit ihr einhergehenden Verantwortung des Subjekts. Geradezu prophetisch angesichts der weiteren Entwicklung der Revolution und der von ihr postulierten Ideale in der bürgerlichen Gesellschaft, nimmt sein Schauspiel die in der Realität auszutragenden Widersprüche vorweg.
Mit der kleinen Gruppe, die er im Torquato Tasso auf einem Lustschloss bei Ferrara versammelt, vollführt Goethe eine Art Gesellschaftsexperiment, um die Möglichkeiten und Grenzen individueller Freiheit zu ermessen. Der von der Aufklärung als frei proklamierte Mensch, den die Revolution auf die politische Tagesordnung setzt, provoziert die Frage, ob er denn schon reif sei für die von ihm eingeforderte Freiheit. Darf er, was er will und kann? Oder muss die Gesellschaft seiner Freiheit Grenzen setzen, um ihren Bestand nicht zu gefährden? Wenn ja, wo liegen diese Grenzen und wer bestimmt darüber? „Erlaubt ist, was gefällt“ oder „Erlaubt ist, was sich ziemt“, so lauten die beiden opponierenden, im Dialog zwischen Tasso und der Prinzessin geäußerten Positionen, mit denen Goethe das Problem der Freiheit in seinem Schauspiel umreißt. Was Tasso hier im Rückgriff auf ein mythisches Goldenes Zeitalter benennt, ist eine erst zu erringende Utopie. Auch Tasso scheint dies deutlich zu sehen, wenn Goethe ihn kurz zuvor sagen lässt: „Der Mensch ist nicht geboren, frei zu sein.“ Das heißt, Freiheit ist eine Aufgabe. Sie stellt sich mit der neuen, bürgerlichen Gesellschaft nicht gleichsam automatisch ein: Oft wird Freiheit als Zwang empfunden, und da, wo sie durchgesetzt wird, fehlt es ihr an Verantwortung.
(Katinka Deecke (Studentin der Theaterwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt), Hans-Peter Frings (Dramaturg am schauspielfrankfurt)

[© schauspielfrankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Tot im Orient-Express
nach Motiven von Agatha Christies „Mord im Orient-Express“

Zur Stückentwicklung des Staatstheater Mainz:
Koproduktion mit der Szputnyik Shipping Company und dem Theater Winterthur

Premiere im Theater Winterthur: 22. September 11
Premiere im Staatstheater Mainz:
13. Oktober 11

Inszenierung:
Viktor Bodó
Bühne: Pascal Raich
Kostüme: Júlia Balázs
Musik: Klaus von Heydenaber
Sounddesign: Gábor Keresztes
Video: Simon Ferenc Tóth
Übersetzung und Dramaturgie: Anna Veress
Dramaturgie: Katharina Gerschler, Júlia Robert

Besetzung:

Hercule Pfeffer: Jost Grix
Mrs. Hamilton: Andrea Quirbach
Fürstin Natalia Dobroljubov: Monika Dortschy
Mary Spencer: Verena Bukal
Diana Rodrigues, portugiesische Missionarin: Ulrike Beerbaum
Gräfin Cseszneky: Lisa Mies
Lucrezia Hardelean, Zofe der Fürstin:
Lőte Koblicska
Colonel Griffiths: Gregor Trakis
Hector Fitzpatrick, Pucketts Sekretär/Dexter Waughn: Mathias Spaan
Graf Cseszneky Gyula:
Simon Ferenc Tóth
Dr. Giorgio Foscarelli: Lorenz Klee
Ferencz Jószef, ungarischer Schaffner: Károly Hajduk
Kassierer/Leiche: Giovanni Mola alias Puckett: P
hilipp Kugler

Besprechung auf kulturfreak.de


Tot im Orient-Express
Staatsteater Mainz in Koproduktion mit der Szputnyik Shipping Company und dem Theater Winterthur
Ensemble
Foto: Tine Edel

Ich mag am Theater, dass alles anders passiert als in der Wirklichkeit. – Viktor Bodó –

Der junge ungarische Regisseur Viktor Bodó ist ein Theaterzauberer, ein Erfinder großer Theaterbilder, ein anarchischer Poet. Er begreift Theater als Forschungslabor, das dazu dient, Reflexionen über das Leben und die Kunst anzustellen. Was ist der Mensch? Wie verhält er sich in Extremsituationen? Viktor Bodós Theater weist über die alltägliche, konforme Welt hinaus. In seiner puristischen Theatersprache entstehen Bilder aus Erinnerungen, aus dem Unbewussten und aus Träumen. Er erschafft sich auf der Bühne eine neue eigene Welt: seine Geschichten sind phantastisch, geheimnisvoll und surreal.

Ein Verbrechen im Zug durch Europa: Mitten in der Nacht wird im Kurswagen eines Orient-Express’ von Istanbul nach Calais ein Amerikaner tot aufgefunden. Ermordet durch zwölf Messerstiche. Der Zug ist irgendwo in den winterlichen Schneewehen Jugoslawiens stecken geblieben. Die Passagiere: Ein Detektiv, eine Leiche und dreizehn skurrile Figuren unterschiedlichster Nationalitäten. Als in sich geschlossenes und von der Außenwelt hermetisch abgeschottetes System bildet dieser Zug voller Verdächtiger irgendwo in der Wildnis nun den Schauplatz für eine absurde Jagd nach dem Bösen und dem Verbrechen. Wer ist der Mörder? Ein ungarischer Graf mit Gattin, ein britischer Offizier, eine russische Prinzessin im französischen Exil oder eine portugiesische Missionarin? Und welches finstere Geheimnis verbindet die illustre Gesellschaft? Viktor Bodó dient der weltberühmte Krimi-Stoff als Ausgangspunkt für eine Erkundung der Grenzen zwischen Fiktion und Realität, zwischen Theater und Wirklichkeit. Die Handlung wird darin zur Projektionsfläche für eine Reise in die Seelenlandschaften und Geheimnisse der Figuren. Der Kriminalfall ist ihm nicht nur Anlass zu einem atemlosen „Whodunit“, sondern auch zu einer theatralischen Bestandsaufnahme des geeinten, „globalisierten“ aber immer noch ziemlich wilden und kunterbunten Europas. Im Niemandsland zwischen den Stationen, zwischen Vergangenheit und Zukunft wird die sonderbare Jagd nach einem Mörder zur Spurensuche mitten im Tollhaus Europas.

Viktor Bodó wurde 1978 in Budapest geboren, studierte Schauspiel und Regie. Bekannt wurde er als Hausregisseur am renommierten Katona-József-Theater in Budapest, u. a. mit seiner Bearbeitung von Kafkas „Prozess“. 2008 gründete Bodó in Budapest seine eigene Theatertruppe, die Szputnyik Shipping Company. Er arbeitet an deutschsprachigen Theatern, u. a. in Berlin und Köln. Seine Grazer Inszenierung von Peter Handkes „Die Stunde da wir nichts voneinander wussten“ wurde zum Berliner Theatertreffen 2010 eingeladen. Viktor Bodó inszeniert zum ersten Mal am Staatstheater Mainz. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Totentanz (Dödsdansen)
Drama

Von:
August Strindberg

Uraufführung 1. Teil: 29. September 1905 (Köln, Altes Stadttheater)
Uraufführung 2. Teil: 30. September 1905 (Köln, Altes Stadttheater)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 14. Juni 16 (Kammerspiele)

Regie: Daniel Foerster
Bühne: Julia Scheurer
Kostüme: Ellen Hofmann
Dramaturgie: Henrieke Beuthner

Besetzung:

Alice:
Constanze Becker
Judith: Alexandra Lukas
Kurt: Michael Benthin
Edgar: Oliver Kraushaar

Besprechung auf kulturfreak.de


Totentanz
Schauspiel Frankfurt
Kurt (Michael Benthin), Judith (Alexandra Lukas), Edgar (Oliver Kraushaar), Alice (Constanze Becker)
© Birgit Hupfeld

Über zwanzig Jahre ist es her, dass Alice und Edgar sich die ewige Treue geschworen haben, bis der Tod sie scheidet. In der Zwischenzeit ist ihnen die Ehe zum Gefängnis geworden, der Alltag zur Hölle und der Tod ist noch so fern. Also gilt es, sich die Wartezeit zu verkürzen in einem fortwährenden Spiel ohne Regeln und Grenzen, durch die jahrelange Gewöhnung aneinander sind sie sich schutzlos ausgeliefert. Als ihr Jugendfreund Kurt auftaucht, wirkt er wie ein Brandbeschleuniger auf ihr Spiel an der Schwelle zum Wahnsinn.
August Strindberg hat mit seinem »Totentanz« ein Stück über die lustvolle und verzweifelte Zerfleischung zweier Menschen geschrieben, die nur der Tod aufhalten kann. Aber immerhin: diese Toten tanzen noch. Daniel Foerster, der in der Box Strindbergs »Fräulein Julie« kraftvoll und abgründig inszeniert hat, widmet sich nach dem leidenschaftlichen Kennenlernen nun dem grausamen Tanz des Alltags einer Ehe.[© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Traumfrau Mutter - reloaded

Von:
Linda A. Carson / Jill Daum / Alison Kelly / Robin Nichol / Barbara Pollard/  Deborah Williams
Deutsche Fassung: Thomas Lienenlüke

Transit
Roman von:
Anna Seghers

Zur Inszenierung der Theater Willy Praml und Wu Wei Theater Frankfurt:

Premiere:
27. August 15

Regie: Paul Binnerts
Bühnenfassung: Paul Binnerts
Bühne/Kostüme: Michael Weber
Gestaltung Miniaturwelten: Paula Kern
Choreographie: Heike Hennig
Musik: Dietrich Stern
Videogestaltung: Seweryn Zelazny

Mit: Reinhold Behling, Jakob Gail, Birgit Heuser, Sam Michelson, Willy Praml, Angelika Sieburg, Verena Specht-Ronique, Michael Weber, Andreas Wellano

Besprechung auf kulturfreak.de


Transit
Theater Willy Praml / Wu Wei Theater
Ensemble
© Seweryn Zelazny

„. . . stell Dir vor, Du hast es erreicht, Dein Visum, Dein Transit, Du bist reisefertig, hast Dich von allen Deinen Lieben verabschiedet, Dein Leben hinter Dich geworfen und dann . . . verweigert man Dir den Ausreisestempel.“ So geht es vielen, 1940 in Marseille.
Das THEATER WILLY PRAML und das WUWEI THEATER FRANKFURT erarbeiten in Zusammenarbeit mit dem holländischen Regisseur Paul Binnerts eine Bühnenversion dieses spannenden und erschreckend aktuell gebliebenen Romans.

Weitere Termine: Sa, 29. August 19.30 Uhr, So, 30. August 18.00 Uhr, sowie im September und Oktober 2015.

www.theater-willypraml.de / www.wuweitheater.de

Das Traumfresserchen

Roman von : Michael Ende

Zur Inszenierung des Theater Spiel*betrieb:

Aufführungen:
06.12.2015, 17:30 Uhr, Landungsbrücken Frankfurt
09.12.2015, 10:00 & 12:00 Uhr. Kammerspiele Wiesbaden
10.12.2015, 12:00 & 15:00 Uhr, Landungsbrücken Frankfurt
11.12.2015, 10:00 & 12:00 Uhr, Landungsbrücken Frankfurt
12.12.2015, 11:00 Uhr, Landungsbrücken Frankfurt
13.12.2015, 11:00 Uhr, Landungsbrücken Frankfurt
16.12.2015, 10:00 & 12:00 Uhr, Kammerspiele Wiesbaden
18.12.2015, 10:00 Uhr, Landungsbrücken Frankfurt
23.12.2015, 12:00 Uhr, Landungsbrücken Frankfurt
30.12.2015, 15:00 Uhr, Landungsbrücken Frankfurt

Regie: Johannes Schedl

Es spielen: Svenja Assmann und Johannes Schedl vom Theater Spiel*betrieb. Das Stück ist für Kinder ab fünf Jahren konzipiert.


Das Traumfresserchen
Theater Spiel*betrieb
König Schnarcherich von Schlummerlan (Johannes Schedl)
© Roland Struwe

Der Schauspieler und Regisseur Johannes Schedl hat das Kinderstück Das Traumfresserchen inszeniert. Das Kinderbuch von Michael Ende diente ihm dabei als Vorlage.

Die Geschwister Elli und Theo sind alleine zuhause. Elli schreckt plötzlich aus einem Traum hoch. Hört sie wirklich nur Theo, der mal wieder mitten in der Nacht einige Kekse gefuttert hat? Oder sitzt da nicht eher ein kleines Monster unter dem Bett? Elli bleibt wach, sie fürchtet sich vor bösen Träumen. Elli hat Angst! Doch ihr Bruder hat eine Idee. Das Gemüse auf der Bettwäsche wird für die Kinder zum Gemüsestand, das Bett wandelt sich zum Schiff und nimmt Fahrt auf und ein indisches Tucktuck befördert die Kinder ins Traumland. Die Geschichte vom Traumfresserchen beginnt. Für böse Träume und das gefürchtete Monster unter dem Bett brechen schlechte Zeiten an.

www.das-traumfresserchen.de

Traumnovelle
Novelle

Von: Arthur Schnitzler

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
In einer Fassung von Bastian Kraft

Premiere: 16. Dezember 11 (Kammerspiele)

Regie: Bastian Kraft
Bühne / Kostüme: Ben Baur
Musik: Björn Deigner
Video: Pietro Fiore
Licht: Johannes Richter
Dramaturgie: Alexandra Althoff

Besetzung:

Albertine:
Franziska Junge, Valery Tscheplanowa
Fridolin:
Torben Kessler, Marc Oliver Schulze

Besprechung auf kulturfreak.de


Traumnovelle

Schauspiel Frankfurt
Fridolin (Marc Oliver Schulze, Torben Kessler), Albertine (Franziska Junge, Valery Tscheplanowa)
© Birgit Hupfeld

Das Paar Fridolin und Albertine provoziert sich gegenseitig zur schonungslosen Beichte ehebrecherischer Sehnsüchte. Darauf lässt sich Fridolin von Rachegelüsten durch die Nacht treiben. Er ist bereit alles zu riskieren: sein Ansehen, seine Ehe und sein Leben. Traum und Wirklichkeit, Erfahrung und Fiktion gehen mehr und mehr ineinander über. Uneingestandene Wünsche und Begierden gipfeln so in abgründigen erotischen Abenteuern. Bastian Kraft wurde auf dem Münchner Festival »Radikal jung« für seine Inszenierung von Franz Kafkas »Amerika« mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. [© schauspielfrankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Tschernobyl
Nach dem Buch von Swetlana Alexijewitsch

Zur Inszenierung des Freien Schauspiel Ensemble Frankfurt:

Premiere: 26. September 14 (im Titania FFM)

Inszenierung: Reinhard Hinzpeter
Bühne: Gerd Friedrich
Dramaturgie: Tim Schuster

Darsteller: Michaela Conrad, Corbinian Deller, Naja Marie Domsel, Bettina Kaminski, Hans-Peter Schupp


Tschernobyl
Fotoplakat des Freien Schauspiel Ensmeble Frankfurt

© Olina  Welge

Swetlana Alexijewitschs Buch TSCHERNOBYL. EINE CHRONIK DER ZUKUNFT versammelt Stimmen aus den auch drei Jahrzehnte nach der Reaktorkatastrophe noch immer verstrahlten Gebieten in Weissrussland und der Ukraine. Sie erinnern ein Ereignis, dessen Erschütterungen bis tief in den Alltag spürbar sind und erzählen von dem Versuch, sich dort, wo eigentlich niemand mehr leben dürfte, eine neue Heimat zu schaffen. Das Freie Schauspiel Ensemble entwickelt aus diesem mitreißenden Text einen nachdenklichen, oft erschütternden, aber auch überraschend poetischen Theaterabend jenseits der vermeintlich bekannten Horrorszenarien. Im Zentrum der Mensch, der vergisst, verdrängt, sich erinnert, kämpft, liebt, lacht angesichts einer grotesken Monstrosität, die jedes menschliche Maß übersteigt.

„ ... kein gewöhnliches Feuer,
! ! sondern so ein Glühen. Wunderschön.“

Auch fast drei Jahrzehnte nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl sind noch immer weite Gebiete Weißrusslands und der Ukraine nuklear verstrahlt. Dort, inmitten Europas, haben die Menschen notgedrungen gelernt, mit der fortdauernden Katastrophe zu leben. Die Minsker Autorin und Friedenspreisträgerin
Swetlana Alexijewitsch hat mit ihnen gesprochen; ihre über Jahre entstandenen Aufzeichnungen komponierte sie zu einem kunstvollen Tryptichon der Stimmen über die Folgen der bislang größten technologischen Katastrophe der Menschheit. In eindringlichen Monologen, szenischen Situationen, Bildern und Chören kommen Menschen zu Wort, die versuchen ein Ereignis zu erinnern, dessen Auswirkungen heute weitgehend verdrängt werden, dessen Erschütterungen jedoch bis tief in den Alltag spürbar sind. Sie erzählen aber auch von dem Versuch, sich dort, wo eigentlich niemand mehr leben dürfte, eine neue Heimat zu schaffen.
Das Freie Schauspiel Ensemble entwickelt aus diesem mitreißenden Text eine Aufführung, die sich jenseits der bekannten Katastrophenszenarien bewegt und aus Alexijewitschs Buch einen nachdenklichen, oft erschütternden, aber auch überraschend poetischen Theaterabend macht. In einem Bühnenraum, der das notwendig Fragmentarische einer Annäherung an diesen Stoff betont, verweben sich Einzelstimmen mit Chören, wechseln streng dokumentarische Szenen
mit dem spielerischen Einsatz von Film- und Ton ab. Dabei kommt nicht selten die wichtigste Waffe des Menschen zum Einsatz: der Humor angesichts einer grotesken Monstrosität, die jedes menschliche Maß übersteigt und in der gerade deshalb eine Ahnung des Menschen von sich selbst aufscheint: Eine
Chronik der Zukunft. [© Freies Schauspiel Ensemble]

www.freiesschauspiel.de 

Tschik

Roman von:
Wolfgang Herrndorf
Bühnenfassung: Robert Koall
Uraufführung: 19. November 2011 (Dresden, Staatsschauspiel Dresden)

Zur Inszenierung der Burgfestspiele Bad Vilbel:

Premiere: 14. Juni 15
Wiederaufnahme 2016:  8.  Mai 17
Wiederaufnahme 2017:  16. Juni 17

Regie: Ulrich Cyran
Bühnen- und Kostümbild: Rahel Seitz
Produktionsdramaturgie: Ruth Schröfel

Besetzung:

Tschick:
Carlos Praetorius (2015: Tim Werths)
Maik: Sam Michelson  (2015: Felix Bold)


Tschick
Burgfestspiele Bad Vilbel
Maik (Sam Michelson), Tschick (Carlos Praetorius)
Foto: Eugen Sommer

Endlos öde dehnt sich die Zeit der Sommerferien vor Maik Klingenberg. Mutter: Entzugsklinik oder „Beautyfarm“, Vater auf Geschaftsreise mit „Assistentin“ – demnach ist einsames Abhängen am Pool angesagt. Doch da kommt Tschick, Russlanddeutscher namens Andrej Tschichatschow, aus der Hochhaussiedlung ... Die beiden Außenseiter ziehen sich magisch an und fahren einfach los; mit einem geklauten Auto, durch diese brandenburgische Provinz, vertraut und fremd zugleich. Seltsame Begegnungen, die Erfahrung von Freundschaft und - nicht zuletzt - die Begegnung mit Isa. TSCHICK ist die Roadnovel des Ostens, die Geschichte dieses einen Sommers aus der Perspektive von Maik und Tschick, zweier 14-Jähriger. Wolfgang Herrndorfs Roman blieb für Jahre an der Spitze der Bestsellerliste, um Jugendliche wie Erwachsene in seinen Bann zu ziehen. Die Eroberung der Bühne war zwangsläufig.

Termine:

Fr, 16.06. 23:00 Uhr
Sa, 17.06. 23:00 Uhr
So, 18.06. 21:00 Uhr
Sa, 24.06. 23:00 Uhr
Fr, 14.07. 23:00 Uhr
Sa, 15.07. 23:00 Uhr
So, 16.07. 21:00 Uhr
Fr, 25.08. 23:00 Uhr
Sa, 26.08. 23:00 Uhr
Sa, 09.09. 23:00 Uhr

www.kultur-bad-vilbel.de

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