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Theater, Stückeinfo: O

Die Opferung von Gorge Mastromas (The Ritual Slaughter of Gorge Mastromas)

Von:
Dennis Kelly
Deutsch von:
John Birke
Uraufführung:
12. Mai 2012 (Recklinghausen, Ruhrfestspiele Recklinghausen)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen

Premiere:
12. September 12 (Kammerspiele)

Regie: Christoph Mehler
Bühne: Jochen Schmitt
Kostüme: Anne Hölzinger
Musik: Alexander Britting
Licht: Jan Walther
Dramaturgie: Sibylle Baschung

Besetzung:

Gorge Mastromas:
Isaak Dentler
Pete:
Torben Kessler
A:
Katja Uffelmann
M:
Till Weinheimer
Louisa:
Sandra Gerling
Hotelportier:
Arash Marandi
Sol:
Thomas Huber

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Die Opferung von Gorge Mastromas
Schauspiel Frankfurt
Sandra Gerling, Isaak Dentler
© Birgit Hupfeld

Gorge tut immer das moralisch Richtige – ob aus Güte oder Feigheit, das weiß er selbst nicht so genau. Jedenfalls lehrt ihn das Leben, dass dies stets Misserfolg nach sich zieht. Um zu den Gewinnern zu gehören, verschreibt sich Gorge den Glaubensregeln des neoliberalen Egoismus und begibt sich auf einen aberwitzigen Erfolgskurs, der keine Grenzen mehr kennt. Die Ausblendung von Moral scheint dabei alternativlos. Das Auftragswerk von Dennis Kelly für das Schauspiel Frankfurt setzt Schlaglichter auf die Verfasstheit unserer Gesellschaft und befragt ebenso hintergründig wie humorvoll das Wesen von Moral.  [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Orestes

Von:
Euripides
Uraufführung: 408 v. Chr.

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere: 17. Februar 17

Inszenierung: Niklaus Helbling
Bühne: Jürgen Höth
Kostüme: Eugenia Leis
Musik: Dominik Fürstberger
Video: Elke Auer
Dramaturgie: Jörg Vorhaben

Besetzung:

Elektra, Tochter Agamemnons und Klytaimestras:
Lilith Häßle
Helena, Gattin des Menelaos: Leoni Schulz
Orestes, Bruder Elektras: Nicolas Fethi Türksever
Menelaos, Bruder Agamemnons, König von Sparta: Murat Yeginer
Tyndareos, Helenas Vater: Armin Dillenberger
Pylades, Vetter und Freund des Orestes: Rüdiger Hauffe
Ein Landmann als Bote / Apollon: Henner Momann
Hermione, Tochter des Menelaos und der Helena: Lara Hessinger / Irem Kurt
Ein Phryger, Gefangener aus Troja, Sklave Helenas: Denis Larisch
Chorführerin: Antonia Labs
Chor (inkl. Covers): Charlotte Bachon, Sinja Baier, Theresa Fassbender, Hannah Dickescheid, Luca Hohner, Alisa Kunina; Lisette Kiefer, Lisa Volk

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Orestes
Staatstheater Mainz
Orestes (Nicolas Fethi Türksever), Tyndareos (Armin Dillenberger), Chor
© Andreas Etter

Für den Mord an seiner Mutter Klytaimnestra, die gemeinsam mit ihrem Liebhaber seinen Vater Agamemnon nach dessen Rückkehr aus dem trojanischen Krieg getötet hatte, wird Orestes von den Erinyen (Rachegöttinnen) verfolgt. Nun will ihn auch das Volk vor Gericht stellen. Orestes versucht verzweifelt, seinen Onkel Menelaos als Retter zu gewinnen – doch vergeblich: Das Volk beschließt das Todesurteil für Orestes und seine Schwester Elektra.
Beide haben nun nichts mehr zu verlieren und gehen zusammen mit ihrem Freund Pylades in die Offensive. Sie nehmen Hermione, die Tochter des Menelaos, als Geisel und wollen so seine Unterstützung erzwingen. Eigentlich hätten sie die nächste Generation sein sollen, die das Land regiert. Aber mit ihrem Rachefeldzug stellen sie sich außerhalb der Gesellschaft, glauben, dass für sie kein Gesetz mehr gilt.
Hausregisseur Niklaus Helbling wird Euripides heute selten gespieltes Stück über Recht und Rache auf die Bühne bringen.

www.staatstheater-mainz.de

Orestie (Oresteia)
Tragödientrilogie: Agamemnon - Die Choephoren  - Die Eumeniden

Von:
Aischylos (um 525/524 v.Chr. - 456 v. Chr.)
Uraufführung: 458 v. Chr. (Athen)

Zur Inszenierung des Staatstheater Darmstadt:
Uraufführung der Neuübersetzung von Kurt Steinmann

Premiere: 4. Februar 17 (Kleines Haus)

Regie: Gustav Rueb
Bühne: Daniel Roskamp
Kostüm: Dorothee Joisten
Sounddesign: Heiko Schnurpel
Dramaturgie: Maximilian Löwenstein

Besetzung:

Apollon: Katharina Hintzen
Elektra: Yana Robin la Baume
Kassandra: Jana Zöll
Klytaimestra: Karin Klein
Agamemmnon: Thomas Meinhardt
Ägisthos: Simon Mazouri
Athene: Samuel Koch
Orestes: Mathias Znidarec
Chor: Mattea Cavic, Maria Radomski, Katharina Susewind

Die Orestie des Aischylos ist ein Schlüsseltext der europäischen Zivilisation. In dieser antiken Tragödientrilogie wird der Weg von schrecklichem Leid hin zu einer Ordnung des Rechts am Schicksal der Familie der Atriden gezeigt. Agamemnon kehrt aus dem Trojanischen Krieg zurück. Er hat seine Tochter Iphigenie geopfert, um in den Krieg ziehen zu können. Seine Frau, Klytaimestra, rächt ihre Tochter und erschlägt ihn im Bad. Ihr Sohn Orest, angetrieben von seiner Schwester und dem Gott Apollon, rächt seinen Vater und erschlägt seine Mutter.

Orest zerbricht. Er kann diese Tat nicht mehr allein tragen. Aischylos zeigt schließlich in einer großen Prozessszene die positive Kraft gemeinsam gesetzten Rechts, die den Einzelnen vor Willkür und Hass schützt, und, dass nur Vergeben die Kette des Schreckens durchbrechen kann.
[© Staatstheater Darmstadt]

www.staatstheater-darmstadt.de

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:
(in einer Übertragung von Dietrich Ebener)

Premiere:
14. Oktober 06
Wiederaufnahme: November 07
Dauer: etwa 5 Stunden mit zwei Pausen


Regie:
Karin Neuhäuser
Koregie: Florian von Hoermann
Bühne und Kostüme: Franz Lehr
Musik: Paul Lemp
Dramaturgie: Jens Gross
Kampfchoreographie: Horst Gurski
Video: Philipp Batereau
Lichtkonzept: Frank Kraus
Regieassistenz: Benjamin Eggers / Martin Baasch
Bühnenbildassistenz: Britta Kloß
Kostümassistenz: Katja Strohschneider
Souffleuse: Brigitta Schirdewahn
Inspizienz: Lisa Ahle
Ton: Philipp Batereau, Bernhard Klein
Maske: Patricia Dietz, Lutz Paschke, Bernhard Springer
Technische Produktionsleitung: Josef Dreker
Technische Einrichtung: Hubertus Schneider
Requisite: Stefan Markert, Helmut Stumvoll, Jens Schönherr
Regiehospitanz: Katharina Lenz
Bühnenbildhospitanz: Mimma Pinsino, Sarah Mirza
Kostümhospitanz: Camina Conradt
Dramaturgiehospitanz: Lotte Scheurer


Die Premieren-Besetzung:

I Agamemnon
Wächter:
Cornelia Niemann
Chorführer: Falk Rockstroh  
Chor: Roland Bayer / Sandra Bayrhammer / Cornelia Niemann
Klytaimestra: Friederike Kammer
Herold: Roland Bayer
Agamemnon: Matthias Redlhammer
Kassandra: Abak Safaei-Rad
Aigisthos: Matthias Redlhammer
Athene: Rainer Frank
Apollon: Falilou Seck
Elektra: Sandra Bayrhammer
Kinderchor: Robert Beyer, Joelle Bavoux, Astrid Birnbaum, Christoph Genzel, Santo Grasso, Josef Hermann, Christian Holper, Julia Jäger, Galina Jonat, Inga Krause, Kevin Meder, Robin Meder, Livia Neubauer, Merle Schreiner, Sonia Skatchkov, Lukas Thorsson, Niklas Thorsson, Josefina Trittel, Anthea Wagner, Leonidas Wagner, Arnos Zielinski

II Die Choephoren
Orest:
Christian Kuchenbuch
Pylades: Falilou Seck
Chor: Roland Bayer/Falk Rockstroh
Elektra: Sandra Bayrhammer
Klytaimestra: Friederike Kammer
Amme: Falk Rockstroh  
Aigisthos: Matthias Redlhammer
Grabspenderinnen: Cornelia Niemann / Abak Safaei-Rad
Athene: Rainer Frank
Apollon: Falilou Seck

III Die Eumeniden
Die pythische Seherin:
Sandra Bayrhammer
Apollon: Falilou Seck
Orest: Christian Kuchenbuch
Klytaimestra: Friederike Kammer
Rachegöttinen: Sandra Bayrhammer / Cornelia Niemann / Abak Safaei-Rad
Rachegötter: Roland Bayer / Falk Rockstroh/ Matthias Redlhammer
Athene: Rainer Frank


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Die Orestie
schauspielfrankfurt
Falk Rockstroh (Chorführer), Kinderchor
Foto: Alexander Paul Englert

Die einzig vollständig erhaltene Tragödien-Trilogie der Antike thematisiert die blutige Geschichte des fluchbeladenen Geschlechts der Atriden und führt am Ende zur gefeierten Ablösung des archaischen Rechts der Blutrache durch das moderne juristische Prinzip gesetzlich geregelter Gerichtsverfahren.
Zehn Jahre war Agamemnon im Trojanischen Krieg. Vorher hatte er seine Tochter Iphigenie den Göttern geopfert. Klytaimnestra, die Mutter und seine Frau, nimmt nun blutige Rache an dem Heimkehrer und ermordet ihn. Der in der Fremde großgezogene Sohn Agamemnons Orest trifft am Grab seines Vaters auf seine Schwester Elektra. Beide beschließen, den Tod des Vaters zu rächen. Klytaimnestra stirbt.
Von den Rachegeistern verfolgt, flüchtet Orest zum Tempel des Apollon. Es kommt zu einem Gerichtsverfahren in Athen. Die Stadtgöttin Athene bestimmt, daß ein Geschworenengericht stattfinden soll. Über Recht und Unrecht zu urteilen, soll von nun an Sache des Staates und des Volkes sein.  [©schauspielfrankfurt]

Vorgeschichte:
Geschlechterfluch der Atriden: „Wer tut, muß leiden“.
König Agamemnon opfert seine Tochter  Iphigenie um für den Krieg günstige Winde von den Göttern zu bekommen.

1. Akt (ca. 110. Min): Agamemnon kehrt vom Krieg heim und wird wegen dem Tochtermord von seiner Frau ermordet.

2. Akt (ca. 65 Min.): Sohn Orest verübt für den Vater Rache und tötet die Mutter und ihren Liebhaber.

3. Akt (ca. 60 Min.): Orest verantwortet sich einem Gericht. Erstmals entscheidet das Volk. Das archaische Gesetz der Blutrache wird außer Kraft gesetzt.

schauspielfrankfurt gastierte erfolgreich mit Die Orestie in Epidauros
Über 6.000 begeisterte Zuschauer feierten am 17. & 18. August 07 das Frankfurter Ensemble mit Die Orestie von Aischylos. Das fast 2400 Jahre alte Theater in Epidauros bot einen faszinierenden Rahmen für Karin Neuhäusers monumentale Inszenierung. Mit der Teilnahme am Hellenic Festival 2007 kehrte die schauspielfrankfurt-Inszenierung der einzigen erhaltenen Tragödien-Trilogie zu den Ursprüngen der europäischen Theaterkunst zurück.
70 Mitglieder des schauspielfrankfurt reisten nach Epidauros, um an diesem geschichts-trächtigen Ort dem internationalen Publikum eine Tragödie darzubieten, die hier schon vor tausenden Jahren die Menschen beeindruckte und bei ihrer Uraufführung 458 v. Chr. in Athen gleich einen Siegerpreis gewann – für Schauspieler und Zuschauer gleichermaßen eine magische Stätte für dieses Drama um Blutrache, Muttermord und Demokratiegründung.
Die beiden Vorstellungen wurden vom Publikum in Epidauros als einer der Höhepunkte des Hellenic Festivals gehandelt.

Die Oriestie
schauspielfrankfurt zu Gast in Epidauros
Falk Rockstroh (Chorführer) und Kinderchor
Foto: Kokkinias Polichronakis

Orphée

Von:
Jean Cocteau (05.07.1889 - 11.10.1963)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
12. Februar 11 (Bockenheimer Depot)

Regie und Bühne:
Michael Simon
Kostüme: Janine Werthmann
Choreographie: Norbert Steinwarz
Licht: Jan Walther
Dramaturgie: Andreas Erdmann

Besetzung:

Orphée:
Victor Tremmel
Eurydice: Nicola Gründel
Heurtebise: Torben Kessler
Die Prinzessin: Julika Jenkins
Cegéste: Moritz Pliquet
Aglaonice: Luise Audersch
Kommissar: Johannes Kühn
Richter: Roland Blezinger

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Orphée
Schauspiel Frankfurt
Die Prinzessin (Julika Jenkins)
© Birgit Hupfeld

Der Schriftsteller Orphée ist vom Erfolg verwöhnt, auch wenn die Kollegen seiner Zunft ihm den Erfolg nicht gönnen mögen. Doch Orphée hat ein ganz anderes Problem: es fällt ihm nichts mehr ein. Da tritt eine geheimnisvolle Fremde in sein Leben. Seine Gattin Eurydice sitzt unterdessen zu Hause und schöpft einen furchtbaren Verdacht. Michael Simon inszeniert Cocteaus berühmte moderne Version des Orpheus-Mythos mit Musik von Nick Cave im Bockenheimer Depot. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Othello
(The Tragedy of Othello, the Moor of Venice)

Von: William Shakespeare

Uraufführung: 1. November 1604 (London, Whitehall-Palast)
Übertragung (u.a.) von: Johann Joachim Eschenburg (1779

Zur Inszenierung des English Theatre Frankfurt, DramaClub:
Unter dem Titel: “Black is Fair ~ Othello and the stranger in Shakespeare”

Premiere: 19. Februar 13

Director: Michael Gonszar
Co-Director: Lea Dunbar
Choreography: Gabrielle Staiger
Video Designer: Maximilian Borschel
Lightnig Designer: Julia Göllner, Björn Lemmertz
Sound Designer: David Gumpper

Cast:

Othello: James Morgan
Iago: Mario Mateluna
Desdemona: Maya Pinzolas
Emilia: Lea Dunbar
Cassio: Mike Marklove
Roderigo: Michae Ennis
Brabantio, Montano, Ludovico: Jürgen Stockhausen
Bianca: Melanie Schöberl

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Michael Gonszar: „An entertaining exploration of a famous drama text by theatre practioners“.

www.english-theatre.de

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere: 20. März 09

Regie: Simone Blattner
Bühne: Alain Rappaport
Kostüme: Sabin Fleck
Dramaturgie: Nadine Vollmer

Darsteller: Rainer Frank, Patrick Heyn, Joachim Nimtz, Aljoscha Stadelmann, Bert Tischendorf

Simone Blattner inszeniert William Shakespeares OTHELLO
Othello ist ein allseits geachteter und erfolgreicher General Venedigs, doch als Maure bleibt er ein Fremder in der Stadt. Heimlich heiratet er die viel umworbene Senatorentochter Desdemona. Bei einer Beförderung zieht Othello seinem Fähnrich Jago den jüngeren Cassio vor und ernennt diesen zu seinem Leutnant. Jago sinnt auf Rache und strickt ein böses Netz aus Intrigen. Wie ein raffinierter Puppenspieler versteht er es, die Menschen in seiner Umgebung zu manipulieren. Ein Verdacht und ein scheinbares Indiz genügen, um das Vertrauen Othellos zu Desdemona zu zerstören und ihn davon zu überzeugen, dass seine junge Frau ihn mit Cassio betrüge. Othello ist im Innersten getroffen und seine Liebe verwandelt sich in rasende Eifersucht. Jagos Inszenierung nimmt ihren tragischen Lauf.

OTHELLO zählt mit HAMLET und MACBETH zu den bekanntesten Tragödien William Shakespeares. Durch seine außerordentliche Kenntnis von menschlichen Gefühlen und seinem scharfen Verstand für politische Konstellationen gelingt es Shakespeare, die Strukturen von Macht und Manipulation genau darzulegen. Die Geschichte des ehrbaren Generals, der durch seine Aufrichtigkeit und authentische Haltung zu überzeugen weiß, aber letztlich durch den intriganten Machtmenschen Jago scheitert, ist auch eine Geschichte über moderne Machtmechanismen. Nicht die Wirklichkeit, sondern das ständige Changieren des Scheins dient dem Pragmatiker Jago und verführt die Personen zum Handeln und gleichsam in die Katastrophe.

Am 20. März 2009 wird im schauspielfrankfurt die Premiere von Shakespeares OTHELLO unter der Regie von Simone Blattner auf der Bühne des Großen Hauses gefeiert. Wie zu Zeiten des großen Dramatikers hat sich die Regisseurin entschieden, die Tragödie ausschließlich mit Männern zu besetzen. Bereits in Henrik Ibsens EIN VOLKSFEIND waren die beiden hochgelobten Schauspieler Aljoscha Stadelmann und Rainer Frank auf der Bühne zu bewundern, während Bert Tischendorf zur Spielzeiteröffnung 2008/09 in Goethes TORQUATO TASSO groß gefeiert wurde. Joachim Nimtz glänzte in DIE DREIGROSCHENOPER als Peachum und zuletzt in KASIMIR UND KAROLINE als arbeitsloser Chauffeur Kasimir. Simone Blattner ist dem Frankfurter Publikum besonders durch ihre erfolgreiche Umsetzung von Georges Feydeaus FLOH IM OHR und etlichen Uraufführungen von Martin Heckmanns Dramen bekannt. Einen zärtlichen Blick auf die Menschen der sogenannten Unterschicht warf sie in dieser Spielzeit mit in ihrer Inszenierung von Ödön von Horváths Volksstück KASIMIR UND KAROLINE. [© schauspielfrankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Zum Projekt: Otelo - o alemão do Brasil

Von: Der fremde Blick / EstranhaVisão, ein Projekt von Marcos de Souza
Text: Lilli-Hannah Hoepner & Gustavo Bicalho
Organisation: Marcos de Souza
Regie: Lilli-Hannah Hoepner
Dramaturgie: Gustavo Bicalho
Bühne und Kostüme: Clarice Rito
Poduktion: Mayra Capovilla & Marta Paiva
Regieassistenz: Caroline Barros
Produktionsassistenz: Nila Barreto

Besetzung:

Otelo:
Sebastian Edtbauer
Desdêmona: Fernanda Oliveira
Brabântio: Marcos de Souza
Iago: Arley Veloso
Emilia: Mayra Capovilla
Cássio: Marco Massafra
Rodrigo: Danilo Rosa
Branca: Raoni Garcia


Otelo - o alemão do Brasil

Der fremde Blick / EstranhaVisão
Sebastian Edtbauer (Otelo) & Arley Veloso (Iago)
Foto: Nadine Loës

Aufführungen in Deutschland 2006:
München, Volkstheater: 14. & 15. Novemebr 06
Frankfurt, schauspielfrankfurt: 16. & 17. Dezember 06

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Zur Inszenierung der Burgfestspiele Bad Vilbel 2006:

Premiere:
2. Juni 06

Regie: Corinna Bethge
Ausstattung: Mechthild Feuerstein
Regieassistenz | Abendspielleitung: Lisa Overmann
Licht: Jan Langebartels
Schneiderei: Christine Rademacher (Leitung) | Mariette Döry | Tina Bürkmayer | Caecilia Nims
Maske: Nadja Werthmann
Werkstatt|Bühnenbildbau|Bühnentechnik: Andreas Abendroth (Leitung) | Günter Kaschner | Carsten Leschke | Toni Keller | Jonathan Rosenbauer | Veit Ruthart

Besetzung:

Othello General:
Sebastian Wirnitzer
Jago sein Fähnrich: Daniel Ris
Cassio sein Leutnant: Sascha Rotermund
Desdemona Othellos Frau: Anna Eger
Emilia Jagos Frau: Katerina Poladjan
Bianca Cassios Geliebte: Anke Schüler
Rodrigo ein Venezianischer Edelmann: Herbert Schöberl
Brabantio Senator, Desdemonas Vater / Lodovico Politiker, Brabantios Bruder: Ulrich Cyran
Der Doge von Venedig / Montano Gouverneur von Zypern:  Kai Möller

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www.kultur-bad-vilbel.de

Other Desert Cities
Von:
Jon Robin Baitz

Off-Braodway-Premiere: 13. Januar 2011 (Mitzi E. Newhouse Theater)
Broadway-Premiere: 3. November 2011 (Booth Theatre)

Zur Inszenierung des English Theatre Frankfurt:

Premiere: 9. April 15

Director: Tom Littler
Set Designer: Bob Bailey
Costume Designer: Melanie Schöberl
Lighting Designer: Richard G. Jones
Sound Designer: David Gumpper
Casting Director: Marc Frankum

Cast (in alphabetical order)

Lyman Wyeth
: Ian Barritt
Brooke Wyeth: Mary Doherty
Polly Wyeth: Diane Fletcher
Silda Grauman: Kate Harper
Trip Wyeth: James McGregor

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Schwarzhumorig und voller Überraschungen: „Other Desert Cities“
Das English Theatre Frankfurt präsentiert erneut eine Deutschlandpremiere

Nachdem das Stück im November 2011 die Premiere am Broadway feierte, durfte sich Autor Jon Robin Baitz schon 2012 über eine Nominierung für den Pulitzer Preis freuen. Jetzt zeigt das English Theatre Frankfurt das schwarzhumorige Familiendrama „Other Desert Cities“ in der Deutschlandpremiere.

Familie Wyeth gilt als perfekte Mittelstandsfamilie mit guten Beziehungen zur Upper Class. Die Familie scheint den amerikanischen Traum zu leben und ist auch für ihre Freundschaft mit dem Republikaner Ronald Reagan bekannt. Doch der Familienfrieden gerät ins Wanken als die erwachsene Tochter Brooke, eine Schriftstellerin, der Familie eine Ankündigung macht. Es ist der erste Besuch in ihrem erzkonservativen Elternhaus nach über sechs Jahren. Nach einem Nervenzusammenbruch und einer nervenaufreibenden Scheidung, will sie nun ihre Familiengeschichte veröffentlichen. Diese verspricht äußerst brisant zu werden, denn ihr älterer Bruder war in einen terroristischen Bombenanschlag verwickelt, bevor er sich das Leben nahm. Daraufhin zog die Familie nach Palm Springs – nicht zuletzt, um kein größeres Aufsehen in der Öffentlichkeit zu erregen. Aber was ist damals wirklich passiert?

Erst jetzt, unmittelbar vor Erscheinen der Memoiren, informiert Brooke ihre Familie über das Vorhaben. Natürlich versucht diese, sie mit allen Mitteln davon abzuhalten. Die drohende Katastrophe bedrückt die Stimmung unterm Weihnachtsbaum. Schuldgefühle und alte Geheimnisse überschatten das vermeintliche Familienidyll in Palms Springs und die Suche nach der unglaublichen Wahrheit bringt gut behütete Geheimnisse zurück ans Tageslicht…

Das Familiendrama von Jon Robin Baitz thematisiert das Dilemma vieler reicher US-Familien. Im Mittelpunkt steht ein Generationenkonflikt: die ältere Generation versucht krampfhaft, an dem „alten Frieden“ festzuhalten. Die jüngere Generation ist enttäuscht vom „American Dream“ und auch von den Idealen der eigenen Familie. Die Jugend rebelliert und sucht die direkte Konfrontation mit den Eltern. Diese verschließen sich aus Angst vor einem Neuanfang. „Other Desert Cities“ zeigt ein geteiltes Amerika; den Konflikt zwischen Demokraten und Republikanern, wie auch zwischen den „Alten“ und den „jungen Wilden“.

„Other Desert Cities“ wird bei der Deutschlandpremiere im English Theatre Frankfurt von Tom Littler inszeniert. Uraufgeführt wurde es Off-Broadway im Januar 2011. In November desselben Jahres ging es dann unter der Regie des preisgekrönten Joe Mantello an den Broadway.[© English Theatre Frankfurt)

www.english-theatre.de

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