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Theater, Stückeinfo: N

Nach dem Fest

Von:
Hans Op de Beeck
Uraufführung: 19. September 2015 (Frankfurt/M, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 19. September 15 (Uraufführung; Kammerspiele)

Regie/Bühne/Kostüme, Musik: Hans Op de Beeck
Musikalische Arrangement, Soundclips: Tom Pintens
Licht: David Schecker
Dramaturgie: Stephan Wetzel

Besetzung:

Bernard: Peter Schröder
Lauren: Franziska Junge
Anton: Torben Kessler
Erzählerin, Elise, Krankenschwester: Verena Bukal

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Zur Erholung hat ihn seine Tochter in eine Wellness-Klinik gebracht. In seinem vergangenen Berufsleben war Bernard ein bekannter Wissenschaftler. Viel näher an den letzten Fragen sind seine Tochter Lauren und sein Sohn Anton. Die Zwillingsgeschwister haben sich in rätselhaften Existenzen aus Kunst und Künstlichkeit eingerichtet. Ihre gescheiterten Lebensentwürfe stehen im Kontrast zur Vitalität des Alten. Was ist das Band, das diese Familie noch immer zusammenhält? Erst als Lauren den Vater auf der Heimfahrt aus der Kur zur Rede stellt, beginnt sich das Geheimnis zu lüften.

Der bildende Künstler Hans Op de Beeck greift in seinem ersten Schauspielprojekt Bilder, Techniken und Themen seiner Installationen und filmischen Arbeiten auf. Seine bekannten magischen Räume, in denen individuelle und fabrizierte Träume ineinanderfließen, sind die fiktionalen Orte, an denen die Figuren um eine gemeinsame Geschichte ringen. [© Schauspiel Frankfurt]

Gefördert von der Aventis Foundation im Rahmen von »Schauspiel Frankfurt International«

www.schauspielfrankfurt.de

Nach den Klippen

Von:
Albert Ostermaier
Uraufführung: 21. Januar 2005 (Wien, Burgtheater - in Koproduktion mit dem schauspielfrankfurt)

Nach der Uraufführung im Januar 05 in Wien war “Nach den Klippen” im Januar & März 06 im schauspielfrankfurt zu sehen:

Regie:
Andrea Breth
Bühne: Martin Zehetgruber
Kostüme: Dajanna Dorfmayr
Licht: Friedrich Rom
Musik: Bert Wrede
Sound-Design: Ingo Pußwald
Musik-Arrangement: Michael Dörfler
Soundtrack: Andrea Breth
Dramaturgie: Wolfgang Wiens

Mit: Elisabeth Orth

Burgtheater Wien in Koproduktion mit dem schauspielfrankfurt


Circe, die Zauberin, die die Gefährten des Odysseus in Schweine verwandelte, Circe, Tochter des Sonnengottes, strahlend schön,
Sinnbild der Verführerin, Todesgöttin, männermordendes Ungeheuer. Nur Odysseus, der Listenreiche, überlistete ihren Zauber, um ihm zu erliegen. Er schluckt das Gegengift mit dem Ziel, Circe mit Liebe zu vergiften. Bevor er seine Gefährten befreit, löst er den Knoten
ihres Kleids und taucht ein in ein Meer der Begierde. Dann läßt er erneut die Ruder schlagen und trennt sich von ihr. Heute ist Circe eine erfahrene Frau, die die Männer studiert hat, sie nicht nur kennt, sondern kenntlich macht. Circe hat dem Zauber abgeschworen. Sie verläßt sich nur noch auf die Waffen einer Frau, verfolgt die Männer auf ihren Wegen, durch nächtliche Straßen und Cafés, treibt sie in den Wahnsinn, in ihr Bett. Sie bricht in ihre Wohnungen ein, manipuliert zunächst sie, dann ihre Frauen, entzaubert ihre Lügen und damit alles, was sie zu Helden macht in den Augen der Geliebten. [ Text: schauspielfrankfurt]

Nachtasyl ~ Szenen aus der Tiefe (На дне)

Von: Maxim Gorki

Uraufführung: 31. Dezember 1902 (Moskau, Künstlertheater)
Deutsche Erstaufführung: 23. Januar 1903 (Berlin, Kleines Theater)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
In Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und der Hessischen Theaterakademie

Regie: Johanna Wehner
Bühne: Sami Bill
Kostüme: Ellen Hofmann
Licht: Alexander Kirpacz
Dramaturgie: Hannah Schwegler

Besetzung:

Baron:
  Bariş Tangobay
Kleschtsch: Matthias Vogel
Luka: Johanna Franke
Nastja: Anabel Möbius
Natascha:
Anica Happich
Pepel: Alexej Lochmann

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Nachtasyl

Schauspiel Frankfurt
Pepel (Alexej Lochmann), Nastja (Anabel Möbius), Kleschtsch (Matthias Vogel), Luka (Johanna Franke), Baron (Bariş Tangobay)
© Birgit Hupfeld

Leben! Rausch! Menschsein! Losgelöst aus jeder bürgerlichen oder familiären Verbindung suchen, finden und verteidigen Maxim Gorkis Figuren ihre Pritsche in einer heruntergekommenen Nachtherberge – und ihren Anspruch als Mensch. Dabei kreisen ihre nächtlichen Diskussionen um die zentralen Themen »Liebe«, »Wie leben?«, die Sinn-Frage und den Glauben an sich selbst.

Regisseurin Johanna Wehner inszeniert mit dem dritten Jahrgang der Schauspielstudierenden Maxim Gorkis Stück als Versuch junger Menschen, sich zu äußern, zu verorten und zu überleben. Mit den acht jungen Schauspielstudierenden, die ein Jahr später ihre Schauspielausbildung beenden und den Kampf um die begehrten Bretter beginnen, die anscheinend die Welt bedeuten, will sie »auf den Grund« – so die wörtliche Übersetzung des russischen Titels – menschlichen Lebens gelangen. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Der nackte Wahnsinn (Noises Off)
Eine Farce in drei Akten

Von: Michael Frayn
Deutsch von:
Ursula Lyn
Uraufführung: Februar 1982 (London, Lyric Theatre Hammersmith)
Deutschsprachige Erstaufführung: Oktober 1984 (Innsbruck, Landestheater Innsbruck)

Zur Inszenierung des Staatstheater Darmstadt:

Premiere: 21. November 15
Regie: Caroline Stolz
Bühne: Jan Hendrik Neidert
Kostüme:
Lorena Díaz Stephens

Besetzung:

Brooke Ashton (Vicky):
Katharina Hintzen
Garry Lejeune (Roger Templemain): Wolfgang Böhm
Belinda Blair (Flavia Brent): Karin Klein
Frederick Fellowes (Philip Brent/Scheich): Hubert Schlemmer
Dotty Otley (Mrs. Clackett): Regine Vergeen
Selsdon Mowbray (Einbrecher): Ulrich Cyran
Lloyd Dallas, Regisseur: Christian Klischat
Poppy Norton-Taylor, Regieassistentin: Katharina Susewind
Tim Allgood, Inspizient: Christian Bayer

www.staatstheater-darmstadt.de

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 11. Februar 11

Regie: Oliver Reese
Bühne: Hansjörg Hartung
Kostüme: Elina Schnitzler
Licht Frank Kraus
Choreographie Peter Theiss
Dramaturgie: Nora Khuon


Besetzung:

Mrs. Clackett/Dotty Otley:
Josefin Platt
Roger Tramplemain/Garry Lejeune alias “Pütti”: Christoph Pütthoff
Vicki/Brooke Ashton: Sandra Gerling
Philip Brent, Scheich/Frederick Fellowes: Till Weinheimer
Flavia Brent/Belinda Blair: Anita Vulesica
Einbrecher/Selsdon Mowbray: Joachim Nimtz
Regisseur/Lloyd Dallas: Thomas Huber
Regieassistentin/Poppy Norton-Taylor: Henriette Blumenau
Inspizient/Tim Allgood: Christian Bo Salle

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Der nackte Wahnsinn

Schauspiel Frankfurt
Regisseur (Thomas Huber), Belinda Blair (Anita Vulesica), Frederick Fellowes (Till Weinheimer)
© Birgit Hupfeld

Es ist kurz nach Mitternacht, die Generalprobe von »Nackte Tatsachen« läuft. Die Nerven liegen blank. Texthänger, Türenklemmen, Requisitenchaos – Regisseur Lloyd Dallas und seine Darsteller sind verzweifelt. Die »Nackten Tatsachen« des Stücks treten schnell zurück und machen den eigentlichen Entblößungen Platz: Kulissengetuschel, Liebesverwirrungen und Verwaltungshorror bestimmen die Szenerie, die dann zum wilden Ende vollends in privaten Katastrophen versinkt. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de 

Nathan der Weise
Dramatisches Gedicht in 5 Aufzügen

Von: Gotthold Ephraim Lessing
Uraufführung: 14. April 1783 (Berlin, Theater in der Behrenstrasse)

Zur Inszenierung des Theater Willy Praml (FFM):

Premiere: 28. April 17

Regie: Willy Praml
Dramaturgie/Bühne/Kostümbild: Michael Weber
Produktionsleitung: Rebekka Waitz
Textfassung: Michael Weber
Musikalische Leitung: Jakob Rullhusen
Chorleitung: Bettina Strübel
Licht und Ton: Johannes Schmidt

Mit: Reinhold Behling, Jakob Gail, Muawia Harb, Birgit Heuser, Mohammad Ismail, Nina Karimy, Michael Weber
Arabischer Chor: Mohammad Fadi Alhamwi, Mustafa Baker, Ibrahim Mahmoud, Diab Omar, Baha Shaar, Abdul Aziz Zähter, Shawkat Dabyan, Fadi Bardaqji und einem hebräisch singenden Chor.


Nathan der Weise

Theater Willy Praml
Jakob Gail, Birgit Heuser
© Seweryn Zelazny

www.theater-willypraml.de 

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere: 28. November 15

Inszenierung: K.D. Schmidt
Bühne: K.D. Schmidt / Christoph Hill
Kostüme: Lucia Vonrhein
Licht: Peter Meier
Video: Christoph Schödel
Dramaturgie: Malin Nagel

Besetzung:

Nathan:
Murat Yeginer
Sultan Saladin: Martin Herrmann
Sittah: Leoni Schulz
Tempelherr: Rüdiger Hauffe
Recha: Lilith Häßle
Klosterbruder: Clemens Dönicke
Alhafi: Johannes Schmidt
Daja:
Anna Streffens
Patriarch: Armin Dillenberger

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Nathan der Weise

Staatstheater Mainz
Ensemble
© Bettina Müller



www.staatstheater-mainz.de

Zur Inszenierung der Burgfestspiele Bad Vilbel:

Premiere: 20. Juni 14

Regie: Ina Annett Keppel
Ausstattung: Gesine Kuhn | Veronika S. Bischoff
Regieassistenz: Cara von Stockert
Vorstellungsregie: Philipp Matthias Müller
Lichtdesign: Till Helfrich
Ton: Jens Poth
Bühnenbildbau: Mathias Hoff
Produktionsdramaturgie: Ruth Schröfel

Besetzung:

Sultan Saladin:
Volker Weidlich
Sittah: Angelika Bartsch
Nathan: Thomas Dehler
Recha: Eva Maria Kapser
Daja: Chris Nonnast
Ein junger Tempelherr: Stefan Schuster
Der Derwisch Al-Hafi: Thomas Wild
Der Patriarch von Jerusalem: Kai Möller
Ein Klosterbruder: Tilmar Kuhn

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Schauplatz Jerusalem: Auf die heiligen Stätten erheben Islam, Christentum und Judentum gleichermaßen Anspruch. Wie kann hier ein friedliches Zusammenleben gedeihen? Können Einsicht, Toleranz und Weisheit die Welt verändern? Kann Liebe zwischen den Fronten vermitteln? Keine Frage, Lessing hat vor 230 Jahren ein aufregend aktuelles Stück geschrieben.

Gefördert vom Hessischen Ministerium für Kunst und Wissenschaft.

www.kultur-bad-vilbel.de

Die Nervensäge (L'Emmerdeur)
Komödie

Von: Francis Veber
Uraufführung: 1970 (Paris)
Deutschsprachige Erstaufführung: 1971 (Berlin, Theater am Kurfürstendamm)
Deutsche Übertragung: Christian Wölffer

Die Netzwelt (The Nether)
Von:
Jennifer Haley
Deutsche Übersetzung: Michael Duszat

Uraufführung: 24. März 2013 (Culver City/Los Angeles, Kirk Douglas Theatre)
Deutschsprachige Erstaufführung: 26. September 2015 (München, Cuvilliéstheater)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 11. März 16 (Kammerspiele)

Regie: Bernhard Mikeska
Bühne: Steffi Wurster
Kostüme: Almut Eppinger
Musik: Tobias Vethake
Dramaturgie: Alexandra Althoff

Besetzung:

Morris:
Paula Hans
Iris: Alexandra Lukas
Sims/Papa: Thomas Huber
Doyle: Peter Schröder
Woodnut: Viktor Tremmel

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Die Netzwelt

Schauspiel Frankfurt
Morris (Paula Hans), Doyle (Peter Schröder)
© Birgit Hupfeld

»Wie frei hast du dich gefühlt?«

In einer nahen Zukunft hat sich das Internet in eine Parallelwelt verwandelt, die mit allen Sinnen erfahrbar ist. Der Geschäftsmann Sims betreibt in dieser Netzwelt einen virtuellen Club, der die geheimsten Wünsche seiner Kunden wahr werden lässt. Kommissarin Morris offenbaren sich die Verlockungen der totalen Freiheit als Alptraum: In Sims’ Club floriert das Geschäft mit den dunkelsten Fantasien des Menschen – mit Sex und Gewalt. Morris schickt den verdeckten Ermittler Woodnut in die Netzwelt, um Beweise gegen Sims zu sammeln. Doch als ihr Spitzel dort auf das Mädchen Iris trifft, erfährt er erschreckende Wahrheiten über die eigenen Sehnsüchte.

Jennifer Haley fragt nach den eigentlichen Konsequenzen moderner Technologien und wagt mit ihrem preisgekrönten Stück »Die Netzwelt« einen verstörenden Blick in eine Zukunft, die längst begonnen hat. [© Schauspiel Frankfurt]''

www.schauspielfrankfurt.de

Die Nibelungen
Deutsches Trauerspiel in drei Abteilungen

Erste Aufführung: 31. Januar und 18. Mai 1861 (Weimar)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
13. September 13 (Schauspielhaus)

Regie: Jorinde Dröse
Bühne / Kostüme: Susanne Schuboth
Musik: Jörg Follert
Video: Stefan Bischoff
Dramaturgie: Sibylle Baschung

Besetzung:

König Gunther:
Sascha Nathan
Hagen Tronje: Nico Holonics
Volker, der Spielmann: Andreas Uhse
Giselher, Bruder des Königs: Christian Erdt
Siegfried / Werbel: Lukas Rüppel
Ute, Mutter des Königs: Chantal Le Moign
Kriemhild, ihre Tochter: Verena Bukal
Brunhild, Königin von Isenland: Constanze Becker
Frigga, ihre Amme: Wiebke Frost
Markgraf Rüdeger: Peter Schröder
König Etzel: Michael Benthin

u.a.

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Die Nibelungen
Schauspiel Frankfurt
Siegfried (Lukas Rüppel), Brunhild (Constanze Becker)
© Birgit Hupfeld

Ein »deutsches Trauerspiel« nannte Hebbel seine Bearbeitung der märchenhaften Sage um den Drachentöter Siegfried, die Bezwingung Brunhilds und Kriemhilds Rache. Am Ende der Geschichte steht der Tod – Zerstörung, Destruktion, die totale Vernichtung und die Frage: Wie kann es soweit kommen? Und: Was ist daran typisch deutsch? Bereits hundert Jahre vor Hebbel wird die Nibelungensage zum nationalen Mythos der Deutschen stilisiert. Historisch betrachtet dreht sie sich jedoch um den Untergang einer ethnisch stark gemischten Gemeinschaft im Schmelztiegel Europas zur Zeit der Völkerwanderung. Sie zeugt von einem grundsätzlichen Verhalten, das auf Autoritätsglauben, Neid und Machtstreben fußt. Sie erzählt von dem Unvermögen, das Andere zu denken, von einer Spirale der Gewalt und von der ebenso mörderischen wie lächerlichen Unfähigkeit, einfach mit all dem aufzuhören.

Jorinde Dröse inszenierte u.a. am Münchner Volkstheater, an den Münchner Kammerspielen, unter Ulrich Khuon regelmäßig am Thalia Theater Hamburg und am Deutschen Theater Berlin. Von 2010 bis 2013 war sie Hausregisseurin am Maxim Gorki Theater Berlin. Am Schauspiel Frankfurt inszenierte sie zuletzt »Minna von Barnhelm« und »Der blaue Engel«. [© Schauspiel Frankfurt]

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Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Remake eines deutschen Trauerspiels nach Friedrich Hebbel mit Texten von Johannes Schrettle

Premiere: 26. Oktober 08

Regie: Robert Lehniger
Grundraum: Maria-Alice Bahra, Jan Schroeder
Ausstattung: Irene Ip
Video: Bert Zander
Dramaturgie: Nadine Vollmer, Maike Gunsilius

Darsteller: Wilhelm Eilers, Mathias Max Herrmann, Anne Müller, Julia Penner, Nicholas Reinke, Sebastian Schindegger, Aljoscha Stadelmann

Die »Nibelungen«, jahrhundertealte Sage, als das deutsche Kriegs- und Nationalepos entdeckt und ideologisch vereinnahmt, wird immer wieder neu erfunden. Der zum beinahe unverwundbaren Helden stilisierte Siegfried, die sprichwörtliche »Nibelungentreue« des Hagen von Tronje sowie die rächende Kriemhild, sie alle sind Teil der Geschichte von Betrug und Verrat, von bedingungsloser Treue und blutiger Rache, an deren Ende der Tod steht und der Schatz der Nibelungen unwiederbringlich versunken bleibt. Robert Lehniger wird gemeinsam mit sechs Schauspielern ein »Nibelungen«-Remake drehen, das der Sehnsucht nach Selbstvergewisserung entspringt. Sie werden versuchen, Hebbels deutsches Trauerspiel« in ihre unmittelbare Gegenwart zu transferieren. Mit Strategien des Reenactments werden fehlende Bilder der Vergangenheit nachgestellt, um sich darin selbst zu verorten und Teil der Geschichte zu werden. [© schauspielfrankfurt]

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Zur Inszenierung des Schauspiel Essen:

Premiere:
18. Februar 06 (Grillo Theater)

Inszenierung: Anselm Weber
Bühne: Thomas Dreißigacker
Kostüme: Gesine Völlm
Musik: Wolfgang Siuda
Dramaturgie: Olaf Kröck

Geigenunterricht: Andrea Henkelhausen
Kämpfe: Klaus Figge
Regieassistenz: Katja Lillih Leinenweber
Bühnenbildassistenz: Ansgar Silies
Kostümassistenz: Judith Patrizia Schenk
Inspizienz: Eckhard Beger
Souffeuse: Isabell Weiland
Regiehospitanz: Katharina Weishaupt
Dramaturgiehspitanz: Carola Bühn

Besetzung:

König Gunther:
Raiko Küster
Hagen Tronje: Andreas Grothgar
Volker: Nicola Mastroberardino
Gerenot, Bruder des Königs: Fritz Fenne
Giselher, Bruder des Königs: Friedemann Thiele
Siegfried: Sascha Göpel
König Etzel: Günter Franzmeier
Dietrich von Bern: Carsten Otto
Hildebrant, sein Waffenmeister: Lukas Graser
Markgraf Rüdeger von Bechlarn: Christoph Finger
Werbel, Hauptmann Etzels: Rezo Tschchikwischwili
2 Burgunder: Sebastian König, Dominic Oley
Ute, Witwe des Königs Danrat: Ute Zehlen
Kriemhild, ihre Tochter: Anja Boche
Brundhild, Königin von Isenland: Bettina Engelhardt
Frigga, ihre Amme: Tatjana Clasing
Burgunderin/Gudrun, Rüdegers Tochter: Nadja Robiné

Besprechung auf kulturfreak.de

Ist es hinterhältige, mörderische Kaltblütigkeit oder kühles, politisches Kalkül, das Hagen, den treuen Berater König Günthers dazu treibt, den unbesiegbaren Helden Siegfried zu töten? Siegfried hat für Günther die unbezwingbare Brunhild besiegt und sie zu Günthers Frau gemacht. Warum folgt nun Günther Brurihilds Mordaufruf an seinem Schwager? Und warum verweigert er seiner Schwester Kriemhild, der Gattin des Getöteten, ihr Recht auf Rache am Mörder ihres Gatten?
Der älteste deutsche Mythos erzählt eine monumentale Geschichte von Treue und Verrat. Anselm Weber stellt in seiner Bühnenfassung die Frage „Was ist deutsch am “Deutschen Trauerspiel” von Friedrich Hebbel?
Er setzt daher weniger auf den Kampf heidnischer und christlicher Kräfte um die Vormachtstellung in der Welt, als auf die Motive von „Treue und Verrat".
Was darf politisches Kalkül, um die Sicherheit und den Zusammenhalt eines Staates zu bewahren? Welchen Wert hat da ein einzelnes Menschenleben? Welchen Wert hat das Leben eines unbesiegbaren Helden? Kann denn Freiheit überhaupt durch einen Heldenmord gesichert werden? Und warum stellen sich die so Geschützten schützend vor den Mörder, bereit ihr eigenes Leben zu opfern? Erzeugt nicht vielmehr der Mord am Drachentöter Siegfried eine grausame Spirale der Gewalt, die droht, den Staat, den Hagen doch schützen wollte, in den Abgrund zu reißen?     [© Texte: Schauspiel Essen]

www.schauspiel-essen.de

Nipple Jesus

Von:
Nick Hornby (aus dem Band „Speaking with the Angel“; Hrsg. von Nick Hornby; 2001)
Deutsch: Clara Drechsler und Harald Hellmann

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 19. Februar 11 (im MKK, Museum für Moderne Kunst)

Regie: Barbara Wolf
Ausstattung: Martina Zirngast
Kostüme: Susanne Reul
Dramaturgie: Alexandra Althoff

Mit: Mathis Reinhardt


Nipplejesus

Schauspiel Frankfurt
Vorabfoto mit Mathis Reinhardt
© Birgit Hupfeld

Das Schauspiel Frankfurt geht auf Reisen und zeigt im Februar erstmals eine Produktion im Frankfurter MMK Museum für Moderne Kunst. In Nick Hornbys Kurzgeschichte »NippleJesus« geht es um den ehemaligen Nachtclub-Rausschmeißer Dave, der ein skandalöses Kunstwerk bewachen soll: der gekreuzigte Jesus, kreiert aus einer Unzahl weiblicher Brustwarzen.
Die junge Regisseurin Barbara Wolf wird den Text als Monolog mit Ensemblemitglied Mathis Reinhardt an besonderer Stelle inszenieren: Im Museum für Moderne Kunst, in dessen Ausstellungsräumen diese theatrale Kooperation zur Aufführung kommt, erzählt »NippleJesus« augenzwinkernd vom zeitgenössischen Kunstbetrieb und unseren subjektiven Blick auf die Kunst.Nick Hornby: »NippleJesus«
 weitere Vorstellungen am 20. und 27. Februar sowie am 4. und 5. März 2011

www.schauspielfrankfurt.de 

no.where.wanna.be
Jugendclubprojekt von Laura Linnenbaum

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 29. Mai 16 (Box)

Regie: Laura Linnenbaum
Bühne / Kostüme: David Gonter
Dramaturgie: Martina Droste

Mit: Lotte Eggenweiler, Anna Kudaschov, Noemi Memmler, Marietta Saggau, Clara van Biezen; Kuzey Baldis, Aljoscha Habel, Reza Shafeh, Luis Skalieris

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Ständig unter Druck, auf Höchstleistung, in Konkurrenz und in der Angst vor Bewertung zu leben, scheint völlig normal zu sein. »Hikikomori« lautet die Antwort japanischer Jugendlicher darauf: ein freiwilliger Rückzug aus der Gesellschaft, eine radikale Kontaktverweigerung. Oft verbarrikadieren sie sich über Monate oder sogar Jahre in ihrem Zimmer und leben eine moderne Form der Einsiedelei. Wie alltäglich ist der Rückzug in die eigene Welt, der in »Hikikomori« nur seinen extremsten Ausdruck findet? Neun Jugendliche sezieren den aktuellen Lifestyle ebenso wie den eigenen Lebensnerv. »Live in your world. Play in ours« ist der Werbeslogan eines erfolgreichen Computerspielproduzenten. Ist Drinnen das neue Draußen? . [© Schauspiel Frankfurt]

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Nora oder Ein Puppenheim (Et Dukkehjem)
Schauspiel in drei Akten

Von: Henrik Ibsen
Uraufführung: 21. Dezember 1879 (Kopenhagen, Det Kongelige Teater)
Deutsche Erstaufführung: 3. März 1880 (München, Residenztheater)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
9. Mai 14 (Schauspielhaus)

Regie:
Michael Thalheimer
Bühne: Olaf Altmann
Kostüme: Nehle Balkhausen
Musik: Bert Wrede
Dramaturgie: Michael Billenkamp

Besetzung:

Frau Linde:
Verena Bukal
Nora: Bettina Hoppe
Dr. Rank: Michael Benthin
Advokat Helmer: Marc Oliver Schulze
Rechtsanwalt Krogstadt: Viktor Tremmel

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Nora

Schauspiel Frankfurt
Dr. Rank (Michael Benthin), Advokat Helmer (Marc Oliver Schulze), Nora (Bettina Hoppe)
© Birgit Hupfeld

In diesem Augenblick begriff ich, dass ich acht Jahre lang mit einem Fremden gelebt habe, dass ich drei Kinder von ihm habe. Diesen Gedanken ertrage ich nicht!

Eine Mutter verlässt Mann und Kinder: im Jahr der Uraufführung 1879 ein Skandal und bis heute ein gesellschaftliches Tabuthema. Mit Nora schuf Henrik Ibsen eine der berühmtesten Frauenfiguren der Weltliteratur, die gleichzeitig zum Vorbild der Frauenbewegung wurde. Denn um ihrem kranken Mann einen Kuraufenthalt zu ermöglichen, fälscht Nora die Unterschrift ihres Vaters und erhält so einen Kredit. Helmer wird wieder gesund, macht Karriere, und Nora sieht sich in ihrem Tun, das einzig das Wohl der Familie im Auge hatte, bestätigt. Doch sie unterschätzt die Welt, in der sie lebt, eine laut Ibsen »ausschließlich männliche Gesellschaft, mit von Männern geschriebenen Gesetzen und Anklägern und Richtern, die über das weibliche Verhalten vom männlichen Standpunkt aus urteilen«. Michael Thalheimer wird sich nach seiner fulminanten und zum Theatertreffen 2013 eingeladenen Inszenierung von Euripides’ »Medea« mit einem weiteren großen Frauendrama beschäftigen. [ © Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere: 2. März 13

Inszenierung: Matthias Fontheim
Bühne: Michael Rütz
Kostüme: Valerie Hirschmann

Besetzung:

Nora:
Pascale Pfeuti
Dr. Rank: Marcus Mislin
Helmer: Stefan Walz
Frau Linde: Karoline Reinke
Krogstadt: Zlatko Maltar

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Intendant Matthias Fontheim inszeniert im Großen Haus Henrik Ibsens Drama und beleuchtet mit großer Genauigkeit die Zerbrechlichkeit der Ehe von Nora und Thorwald Helmer, in der zwar viel geredet, aber wenig kommuniziert wird. Zwischen Wäschebergen, Kindergeschrei und Karriereplänen hat sich das vermeintliche Eheglück aus dem Staub gemacht. Die Inszenierung stellt die Frage wie stark aktuelle Krisen, Abstiegsängste, individuelle Verunsicherung zum Rückgriff auf längst überkommen geglaubte Rollenmuster führen. (© Staatstheater Mainz)

www.staatstheater-mainz.de

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