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Theater Stückeinfo: M

Macbeth
Tragödie

Von: William Shakespeare
Entstanden:  um 1606
Erste dokumentierte Aufführung: 1611 London (Globe Theatre)
Deutsche Übersetzungen gibt es  u. a. von:  Christoph Martin Wieland, Dorothea Tieck, und Thomas Brasch

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
7. Mai 16

Inszenierung: Jan-Christoph Gockel
Bühne: Julia Kurzweg
Kostüme: Sophie du Vinage
Puppen: Michael Pietsch
Musik: Matthias Grübel
Dramaturgie: Patricia Nickel-Dönicke

Besetzung:

Duncan, König von Schottland:
Murat Yeginer
Donalbain, sein Sohn: Lorenz Klee
Malcolm, sein Sohn: Daniel Friedl
Macbeth, königlicher Heerführer: Johannes Schmidt
Banquo, königlicher Heerführer: Matthias Lamp
Macduff, Schottischer Edelmann: Henner Momann
Lady Macbeth: Anna Steffens
Hexen, Pförtner, Arzt, Hauptmann, Lady Macduff, etc.: Anika Baumann, Michael Pietsch, Leoni Schulz


Macbeth
Staatstheater Mainz
Vorabbild mit Johannes-Schmidt
© Bettina Müller

www.staatstheater-mainz.de

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt in der Saison 2014/2015:

Premiere:
17. April 15 (Schauspielhaus)

Regie, Choreografie: Dave St-Pierre (in Zusammenarbeit mit Marie-Eve Carriére)
Bühne: Jürgen Bäckmann
Kostüme: Raphaela Rose
Video: Alex Huot
Musik: Stéfan Boucher
Licht: Frank Kraus
Dramaturgie: Hannah Schwegler

Besetzung:

Macbeth: Viktor Tremmel
Lady Macbeth:
Constanze Becker
Duncan, König von Schottland:
Christoph Pütthoff
Malcom, sein Sohn:
Lisa Stiegler
Banquo, Banquos Geist:
Lukas Rüppel
Macduff, Than von Fife:
Linda Pöppel
Lady Macduff:
Katharina Bach
Hekate:
Jan Breustedt
Hexen: Katharina Bach, Linda Pöppel, Lisa Stiegler
Dämonen: Ensemble

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Macbeth_SPFFM2015_04m_c_BirgitHupfeld
Macbeth
Schauspiel Frankfurt
Lisa Stiegler, Katharina Bach, Jan Breustedt, Linda Pöppel
© Birgit Hupfeld

»Jetzt habe ich an Schrecken mich satt gegessen.«
Das Schlimmste an der unausweichlichen Begegnung zwischen zwei Menschen: die plötzliche Gewalt der Liebe. Und dann die maßlose Lust aufeinander, die zu einer Lust wird nach dem Thron… Lady Macbeth und der zunächst wankelmütige Königsmörder stehen im Mittelpunkt von Shakespeares Tragödie »Macbeth«. Ihr sinnliches Abhängigkeitsverhältnis wird zur Haupttriebkraft mit weitreichenden und fatalen Folgen. Auf den Mord an König Duncan folgt Mord um Mord.

Dave St-Pierre, 1974 in Québec geboren, ist einer der zurzeit gefragtesten franko-kanadischen Choreografen, dessen Tanztheater international tourt. 2015 inszeniert er zum ersten Mal Schauspiel und zum ersten Mal in Deutschland. Gemeinsam mit dem Ensemble des Schauspiel Frankfurt wird er sich auf die Suche nach der dunklen Gier begeben – nach ins Extrem getriebener Körperlichkeit und Menschlichkeit in Shakespeares durchweg nächtlicher und finsterer Tragödie. [© Schauspiel Frankfurt]

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Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt in der Saison 2005/2006:

Neubearbeitung von:
Jens Groß
Premiere: 11. Februar 06

Regie: André Wilms
Bühne: Nicky Rieti
Kostüme: Adriane Westerbarkey
Musik: Dietmar Wiesner
Dramaturgie: Jens Groß
Regieassistenz: Paul Georg Dittrich
Bühnenbildassistent: Nina Zoller
Kostümassistenz: Nadja Rudert

Besetzung:

Macbeth:
Christian Kuchenbuch
Lady Macbeth: Katrin Grumeth
Macduff: Oliver Kraushaar
Banquo: Robert Kuchenbuch
Lennox: Michael Lucke
Rosse: Andreas Haase
Duncan, König von Schottland/Soldat1: Roland Bayer
Malcolm, sein Sohn: Mathias Max Herrmann
Hexe 1: Abak Safaei-Rad
Hexe 2: Ruth Marie Krüger
Hexe 3: Anne Müller
Seyton, Mörder 1: Stefko Hanushevsky
Fleance, Banquos Sohn: Sven Christoph Prietz
Pförtner/Arzt: Wolfgang Gorks
Mörder 2 / Soldat 2: Moritz Peters
Lady Macduff: Sabine Waibel
Kammerfrau der Lady Macbeth: Eva-Christine Richter
Sohn von Lady Macduff: Manuel Zschunke


Macbeth
schauspielfrankfurt
Christian Kuchenbuch, Robert Kuchenbuch
Foto: Alexander Paul Englert

Drei Hexen prophezeien dem General Macbeth, er werde der neue König von Schottland. Als König Duncan in seiner Burg übernachten will, scheint der Thron in greifbarer Nähe. Von seiner Frau Lady Macbeth angestachelt, tötet der General König Duncan und wird selber König. Um vor Rache sicher zu sein, bringt er nach und nach alle um, die er – nach dem Spruch der Hexen – fürchten muß. Doch das letzte Orakel deutet Macbeth falsch und stirbt im Kampf. Auch das Leben von Lady Macbeth endet jämmerlich, wahnsinnig geworden, gefangen in sich selbst. [Text: schauspielfrankfurt]

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MachtLiebeHoffnung?

Von:
Hadi Khanjanpour und Alexander Brill
nach Motiven von Charlie Chaplins Filmen Moderne Zeiten, Goldrausch, The Kid, Lichter der Großstadt

Premiere: 31. Januar 15 (Titania Frankfurt)

Regie/Bühne/Textfassung: Hadi Khanjanpour
Dramaturgie/Textfassung: Alexander Brill
Kostüm/Bühnenbildassistenz: Dafne Altun
Regieassistenz: Sina Dotzert
Regiehospitanz: Nazanin Samma Noori

Mit: Linda Marisa Blasco, Jean-Claude Mawila, Myriam Tancredi, Alireza Zeinal Zadeh

MachtLiebeHoffnung? ist ein Stück über “die Liebe in den Zeiten der künstlichen Maschinen”.
Charlie forscht und arbeitet an der Entwicklung der weiblichen Puppe Carmen, die bald auf den Markt kommen soll. Mit allen kommunikativen und emotionalen Fähigkeiten ausgestattet, wird sie den Männern eine ideale Partnerin sein. Sie wird sich empathisch in den Dienst ihres Käufers stellen, sie wird Freundin, Geliebte oder Gesprächspartnerin sein. Kurz vor ihrer Vollendung verliert Charlie durch einen Unfall sein Bewusstsein, seine Sprache und seine Erinnerung.
“Neu geboren” erlebt er ihm unbekannte Formen von Beziehungen: er übernimmt Verantwortung für ein Findelkind und zieht es groß (The Kid), er sorgt sich um ein blindes Blumenmädchen und ermöglicht ihm eine Operation (Lichter der Großstadt), er verliebt sich in ein streunendes Mädchen und gründet eine Familie mit ihr (Moderne Zeiten). Aber das Glück dieser drei Episoden endet immer abrupt: Charlie bleibt allein zurück.
So trifft er wieder auf Carmen. Sie resümieren ihr Leben:
Carmen: Es ist so kalt. Ich möchte eine Seele haben!
Charlie: Es ist so kalt. Ich möchte keine Seele mehr haben!

ÜBER
MachtLiebeHoffnung?
Chaplins frühe Filme beleuchteten eine Seite der amerikanischen Gesellschaft, die Hollywood gerne ausblendete: den gnadenlosen Kampf des kleinen Mannes ums Überleben. Dieser kleine Mann geht nicht unter, weil er spielerisch mit den Verhältnissen umgeht. Er verwandelt durch sein Handeln die subjektive Tragödie seines Seins in die objektive Komödie des Lebens. Sein Aberwitz überführt die Verhältnisse ins Absurde. Seine Gegner sind: die Polizei, der Kapitalist, der Direktor, kurz die Macht. Wir verlagern diesen gesellschaftlichen Widerspruch in eine Figur. Sie vereint in sich Kälte und Wärme, Rücksichtslosigkeit und Liebe, Macht und Ohnmacht, sie ist Täter und Opfer in einem.
 
Zentraler Baustein von MachtLiebeHoffnung? ist Chaplins Filmklassiker “Moderne Zeiten”, entstanden zwischen 1933 – 1936. Die Vision der (auch bildlich) verschlingenden Herrschaft der industriellen Maschine hat heute ihren Schrecken verloren. Ein neues schreckenhaftes Szenario ist am Horizont erschienen: diekünstlichen Maschinen: Sie geben einem alten Menschheitstraum, der in der Figur des Monsters „Frankenstein” noch romantische Züge trug, ein neues, unheimliches Gesicht. Egal ob Google, Apple, Facebook oder Microsoft: Alle arbeiten intensiv daran, diese “künstlichen Intelligenzen” (K.I.) klüger, kreativer, intuitiver zu machen, sie in die Lage zu versetzen, zu lernen und sich zu entwickeln, kurz: menschlich zu werden. Was passiert mit uns, wenn diese K.I.s unsere Partner im Leben werden. Wie verändern sie unsere Beziehung zu uns selbst, zu anderen Menschen? Brauchen wir dann andere Menschen überhaupt noch?

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Macht nichts ~ Eine kleine Trilogie des Todes

Von:
Elfriede Jelinek
Uraufführung:
11. April 2001 (Zürich, Schauspielhaus Zürich)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
18. Mai 14 (Box)

Regie:
Johanna Wehner
Bühne: Nele Wangorsch
Kostüme: Laura Krack
Musik: Joachim Schönecker
Dramaturgie: Henrieke Beuthner

Mit: Claude De Demo; Isaak Dentler, Vincent Glander, Lukas Rüppel

Was bleibt, wenn scheinbar alles längst vergangen ist? Macht die Suche nach dem Wahren, Guten, Schönen dann überhaupt noch einen Sinn? Und wenn ja, wo soll man es finden, wenn jeder Schein entlarvt und die Welt längst zum Totenreich mutiert ist. Wo bleibt man selbst mit seiner Sehnsucht nach einem selbstständigen Ich? In ihrer »kleinen Trilogie des Todes« lässt Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek verlorene Seelen, erinnernd an Schubert-Liederzyklen, wortreich aufeinanderstoßen, Welt und Wahrheit sorgsam sprachlich zerkleinernd. [ © Schauspiel Frankfurt]

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Männerbeschaffungsmassnahmen
oder
Wie finde ich die richtigen Helden

Ein Liederabend von:
Dietmar Loeffler
Uraufführung: 25. Februar 2006 (Frankfurt, schauspielfrankfurt)

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere
: 25. Februar 06

Regie und musikalische Leitung: Dietmar Loeffler
Mitarbeit Raum: Caroline Ströhle, Nina Zoller
Kostüme: Werner Fritz
Licht: Frank Kraus
Video: Philipp Batereau
Dramaturgie: Brigitte Furie, Marcel Luxinger
Regieassistenz: Lilli-Hannah Hoepner
Kostümassistenz: Katja Strohschneider
Inspizienz: Harald Reuter
Technische Einrichtung: Volker Czaplicki
Ton: Inga Lüth, Matthias Schmidt
Maske: Jan Bundil, Bernhard Springer
Requisite: Markus Öhlinger, Melanie Schales

Besetzung:
Christiane Pschorauer:
Sascha Icks
Angela, Kursteilnehmerin: Katharina Linder
Chantal, Kursteilnehmerin: Bert Tischendorf
Laura, Kursteilnehmerin: Sandra Bayrhammer
Sabine, Kursteilnehmerin: Pe Werner
Franz Finkwerder: Dietmar Loeffler


Männerbeschaffungsmaßnahmen
schauspielfrankfurt
Bert Tischendorf, Pe Werner, Katharina Linder
Foto: Alexander Paul Englert

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Männerhort
Komödie von:
Kristof Magnusson

Uraufführung: 19. Oktober  2003 (Bonn, Schauspiel)

Männersache
(THE THING ABOUT MEN)
Eine musikalische Komödie

Buch und Liedertexte: Joe DiPietro
Musik: Jimmy Roberts
Basierend auf dem Film Männer von Doris Dörrie
In New York zuerst produziert von Jonathan Pollard, Bernie Kukoff und Tony Converse // In Zusammenarbeit mit James Hammerstein Productions
Uraufführung: »B Street Theatre«, Sacramento, Kalifornien (Produzent Buck Busfield; Künstlerischer Direktor Timothy Busfield)
Übersetzung: Nico Rabenald

Mainhattan Monsters
Ein Projekt des Jugendclubs vom Schauspiel Frankfurt

Premiere: 22. April 14 (Box)

Regie: Alexander Frank
Raum: Daniel Wollenzin
Kostüme: Dorothee Joisten

Besetzung:

Vincent:
Achille Bayoï
Fibi: Silva Bieler
Petri: Ramón Böhme
Rosa: Celine Buchholz
Soje: Helena Dietenberger
Steffen: Oliver Kalla
Trebur: Robert Karcher
Evelyn: Hannah Rang
Alisha: Mahalia Slisch
Richard: Nils Westerhaus

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Mainhattan Monsters
Schauspiel Frankfurt ~ Junges Schauspiel
Fibi (Silva Bieler), Vincent (Achille Bayoï), Richard (Nils Westerhaus),
Alisha (Mahalia Slisch), Evelyn (Hannah Rang), Soje (Helena Dietenberger), Rosa (Celine Buchholz)

© Birgit Hupfeld

Hereinspaziert! Tauchen Sie ein in die Wunderwelt der lebendigen menschlichen Monstrositäten! Erleben Sie eine Schau, die das Innere nach außen dreht und Ihre Wahrnehmung von dem, was abweichend ist, auf die Probe stellt. Wir zeigen eine der interessantesten Kreaturen auf dieser Erde: den Außenseiter in all seiner ganz gewöhnlichen Anmut. Doch seien Sie gewappnet, denn unsere zehn jugendlichen Schausteller erkennen ihresgleichen auf den ersten Blick! [© Schauspiel Frankfurt]

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MAKING OF :: MARILYN
Ein Projekt am Schauspiel Frankfurt von Alexandra Althoff, Lothar Kittstein und Bernhard Mikeska

Premiere/Uraufführung:
1. Juni 13

Regie:
Bernhard Mikeska
Text: Lothar Kittstein
Bühne: Dominic Huber
Kostüme: Almut Eppinger
Sounddesign: Knut Jensen
Dramaturgie: Alexandra Althoff

Besetzung:

Marilyn:
Franziska Junge, Esther Hausmann, Sandra Gerling, Henrike Johanna Jörissen, Valery Tscheplanowa
Greenson: Martin Rentzsch
Mädchen: Cosima Geadah

und: Katja Maasch, Annabell Peters, Kathrin Rybarz, Claudia Spezzano, Vivien Wurster

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MAKING OF :: MARILYN

Schauspiel Frankfurt
Vorankündigungsfoto mit Franziska Junge
© Birgit Hupfeld

Ein karg möbliertes Zimmer, auf dem Bett der reglose Körper einer Frau. Das letzte und zugleich das erste Bild einer Inszenierung, deren Skript seit 50 Jahren immer wieder umgeschrieben wird – mit jeder Biografie, jedem Film über die Monroe. Ralph Greenson, Marilyns Psychotherapeut, der in ihren letzten Jahren die Regie in ihrem Leben übernommen hatte, verständigte die Polizei: »Marilyn Monroe ist an einer Überdosis gestorben. Wahrscheinlich Selbstmord.« Regisseur Mikeska entwirft mit seiner Installation kein neues Szenario für die Umstände ihres Todes, sondern eines für ihren Seelenzustand.
Marilyn zeigt sich als Schauspielerin ihrer selbst und zugleich als Projektion des Zuschauers. Wie schon »REMAKE :: ROSEMARIE « (2009) ist »MAKING OF :: MARI LYN« eine Inszenierung für je einen Zuschauer.

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Manderlay

Film von:
Lars von Trier

Zur Inszenierung des Theater Aachen:

Premiere: 28. Februar 2015

Inszenierung und Bühne: Jan Langenheim
Kostüme: Nina Kroschinske
Musik: Malcolm Kemp
Dramaturgie: Inge Zeppenfeld

Besetzung:
 
Grace: Lara Beckmann
Lars von Trier/Joseph, Anwalt/Doctor Hector: Benedikt Voellmy
Timothy: Markus Weickert
Wilhelm: Rainer Krause
Mam/Wilma: Elisabeth Ebeling
Grace´s Vater/Jack: Torsten Borm
Elisabeth/eine helfende Hand: Elke Borkenstein
Mark/Bertie: Thomas Hamm
Stanley Mays/Burt: Björn Jacobsen
Victoria: Bettina Scheuritzel
Sammy/Bingo: Felix Strüven
Flora/Philomena: Nele Swanton
Rose: Katja Zinsmeister
Gangster und Kinder: Statisterie Theater Aachen

»Auf Manderlay haben die Sklaven immer um sieben Uhr Abendbrot gegessen. Wann essen die Leute Abendbrot, wenn sie frei sind«? – »Sie essen, wenn sie Hunger haben«.

Auf einer Reise steht die junge Grace plötzlich vor den Toren Manderlays, einer amerikanischen Sklavenfarm. Sie verschafft sich Zutritt und motiviert die Bewohner nach dem Tod der Plantagenbesitzerin zu selbständigem Handeln: Es soll in Eigenregie gesät und geerntet, über alles soll gemeinsam entschieden werden. Als eine Art »heilige Johanna der Baumwollfelder« kämpft Grace unermüdlich – und vergeblich – gegen Lethargie, Misstrauen, Hilflosigkeit und den eigenen Rassismus.

Wie Bertolt Brecht in seinen besten Zeiten wirft Lars von Trier einen provozierenden Blick auf »die Verhältnisse«. [© Theater Aachen]

www.theateraachen.de 

Maria Magdalena
Bürgerliches Trauerspiel

Von: Friedrich Hebbel
Uraufführung: 13. März 1846 (Königsberger Staatstheater)

Maria Stuart
Ein Trauerspiel in 5 Akten

Von: Friedrich Schiller (10. November 1759 - 9. Mai 1805)
Uraufführung: 14. Juni 1800 (Weimar, Hoftheater)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen

Premiere Frankfurt/M: 12. März 11
Premiere Ruhrfestspiele:
8. Juni 11

Regie:
Michael Thalheimer
Bühne: Olaf Altmann
Kostüme: Katrin Lea Tag
Musik: Bert Wrede
Licht: Johan Delaere
Dramaturgie: Sibylle Baschung

Besetzung:
Elisabeth, Königin von England:
Stephanie Eidt
Maria Stuart, Königin von Schottland: Valery Tscheplanowa
Robert Dudley, Graf von Leicester: Marc Oliver Schulze
Georg Talbot, Graf von Shrewsbury: Wolfgang Michael
Wilhelm Cecil, Baron von Burleigh: Michael Benthin
Wilhelm Davison, Staatssekretär: Andreas Uhse
Amias Paulet, Hüter der Maria: Martin Rentzsch
Mortimer, sein Neffe: Isaak Dentler

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Maria Stuart
Schauspiel Frankfurt in Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen
Maria Stuart (Valery Tscheplanowa), Mortimer (Isaak Dentler)
© Birgit Hupfeld

Zwei große Königinnen kämpfen um Macht und Würde im Spannungsfeld unterschiedlicher politischer Interessen, Intrigen und Liebschaften. Die Schottin Maria Stuart gefährdet durch ihren berechtigten Thronanspruch  das labile Machtgefüge Englands und das politische Gleichgewicht Europas. Von einem Gericht wegen Hochverrats überstürzt zum Tode verurteilt, hofft sie auf Begnadigung durch die englische Königin: Drei quälende Tage ringt Elisabeth um eine Entscheidung. Michael Thalheimer eröffnete die Saison 2009/10 in Frankfurt mit seiner umjubelten Inszenierung »Ödipus / Antigone«.    [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de www.ruhrfestspiele.de

Marine Parade
Stück mit Musik

Von: Simon Stephens
Musik: Mark Eitzel
Deutsch: Barbara Christ
Uraufführung: 18. Mai 2010 (Brighton, The Old Market/Brighton Festival)
Deutschsprachige Erstaufführung: 18. Juni 2010 (Mainz, Staatstheater Mainz)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
18. Juni 10 (Deutschsprachige Erstaufführung)

Inszenierung: Matthias Fontheim
Arrangement und Musikalische Leitung: Sebastian Hernandez-Laverny
Bühne und Kostüme: Marc Thurow
Korrepetition: Markus Fischer
Beleuchtung: Albrecht Villinger
Dramaturgie: Marie Rötzer
Regie-Assistenz: Nadja Blank
Ausstattungs-Assistenz: Caroline Jarczyk
Inspizienz: Anna Grabusinski
Souffleuse: Marie-Charlotte Auersperg

Besetzung:

Steve Roche: Lorenz Klee
Sally Derbyshire: Lisa Mies
Claire Walcott: Pascale Pfeuti
Christopher Scotland: Felix Mühlen
Archie Greenwood: Stefan Walz
Ellie Jackson: Katharina Knap
Gary Siddely: Lukas Piloty
Michael Richmond: Marcus Mislin
Alison Kenny: Nicole Kersten

Die Marine Parade Band:

Gitarre:
Martin berger
Bass: Götz Ommert
Saxophon: Oleg berlin
Schlagzeug: Gerald Stütz / Jens Biel
Klavier / Keyboard: Sebastian Hernandez-Layerny

Besprechung auf kulturfreak.de
 
Brighton: ein kleines Seebad und klassisches Ziel für Hochzeitsreisende. Ein schäbiges Hotel: In den wenigen belegten Zimmern logieren Paare verschiedenen Alters. Für ein paar Tage erhoffen sie sich ein Stück Romantik, etwas Sinnlichkeit, viel Geborgenheit. Da ist die minderjährige Ellie, die - mehr neugierig als verliebt - ihr erstes Mal mit ihrem älteren Freund erleben möchte. Dann Ciaire und Chris, die seit langem kein Paar mehr sind, aber trotzdem nicht voneinander loskommen. Michael und Alison hatten eigentlich eine Reise an die romantischen Anfänge ihrer Liebe vor. Unversehens stecken sie jedoch mitten in einer Beziehungskrise. Über allen wacht Hotelbesitzer Steve, der seit längerem ein Auge auf das Zimmermädchen Sally geworfen hat. Doch zu spät: Sally hat beschlossen, wegzugehen und hofft auf eine bessere Zukunft und andere Aussichten als die auf eine mäßig bewegte See im immer gleichen Wechsel der Gezeiten.
Simon Stephens hat mit „Marine Parade" sein erstes Stück mit Musik geschrieben. Er zeichnet kleine Vexierbilder von der Liebe, die sich ausschnitthaft, in Spiegelungen und Verschlingungen zu einem Panorama des Vergeblichen fügen: verlorene Träume, verpasste Chancen. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Marquise von O.
Novelle von: Heinrich von Kleist

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
In Koproduktion mit den Ruhrfestspiele Recklinghausen

Premiere:
23. September 10 (Kammerspiele)
Premiere Recklinghausen: 2. Juni 10 (Kleines Theater der Ruhrfestspiele Recklinghausen)

Regie:
Kevin Rittberger
Bühne: Christoph Ebener
Kostüme: Janina Brinkmann
Musik: Hauschka
Dramaturgie: Nora Khuon

Besetzung:
Kleist:
Andreas Uhse
Marquise von O.: Henrike Johanna Jörissen
Graf F.: Oliver Kraushaar
Obristin von G.: Franziska Junge
Obrist von G.: Thomas Huber
Musiker: Hauschka aka Volker Bertelmann

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Die Marquise von O.
Schauspiel Frankfurt
Graf F. (Oliver Kraushaar), Kleist (Andreas Uhse)
Foto: Alexander Paul Englert

Krieg, Überfall und Ohnmacht stehen am Beginn einer Geschichte, die vom Riss, der den Menschen durchzieht, erzählt. Die Marquise von O. wird von einer Horde Männer bedroht, doch Graf F., ein Hauptmann, rettet sie. Wochen später wird sie von Unwohlsein geplagt. Nach mehrmaligen Untersuchungen ist es eindeutig: sie ist schwanger, doch ohne zu wissen, wie und durch wen. Regisseur Kevin Rittberger, Jahrgang 1977, stellt seine erste Arbeit in Frankfurt vor. Er arbeitet u. a. am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und am Deutschen Theater Berlin. Kevin Rittberger ist außerdem Autor mehrerer Bühnenstücke, die in Hamburg und Wien uraufgeführt wurden. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Zur Inszenierung des Frankfurter Theater Willy Praml:

Premiere: 20. April 07

Regie:
Willy Praml
Bühne/Kostüme: Michael Weber
Licht:
Nico Rocznik
Ton: Oliver Blohmer, Reinhold Behling
Regiehospitanz:
Artur Kozhanov
Musikproduktion: pap – gregor praml audioproduktion

Marquise von O…:
Birgit Heuser
Cherub 1: Michael Weber
Cherub 2:
Tim Stegemann

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Die Marquise von O.
Theater Willy Praml, Frankfurt
Marquise von O. (Birgit Heuser)
Foto: Seweryn

die marquise annonciert: dass sie, ohne ihr wissen, in andre umstände gekommen sei, dass der vater zu dem kinde, das sie gebären würde, sich melden solle; und dass sie, aus familienrücksichten, entschlossen wäre, ihn zu heiraten...
kleist, immer auf der suche nach dem schock.
kleist, immer interessiert an den ratlosen, den verwirrten, den bis zum verstummen erstaunten.
kleist, der bildbeschreiber der gebrechlichen welt

www.theater-willypram.de

Marx. Engels. Hennes & Mauritz.
Eine theatrale Installation des Theater Willy Praml, Frankfurt/M

Premiere: 19. Oktober 12

Regie/Text: Willy Praml
Bühne/Kostüme: Michael Weber
Dramaturgie: Scotch Maier
Video: Otmar Hitzelberger

Mit: Reinhold Behling, Birgit Heuser, Susanne Meyer, Michael Weber


Marx. Engels. Hennes & Mauritz.
Theater Willy Praml
Reinhold Behling, Birgit Heuser, Michael Weber, Susanne Meyer
© Seweryn Zelazny

Die derzeitige Krise dauert jetzt 4 Jahre und führt vielleicht zum Ende der Lebensverhältnisse, an die wir uns gewöhnt haben. Ausgelöst ist sie durch sogenannte Blasen des Finanzkapitals. Durch verrückt gewordenes Geld, aufgeblasenes Kapital, Geld, das uns frisst, während wir es verzehren. Da lohnen Blicke zurück. 1834 predigte Georg Büchner den nordhessischen Bauern Friede den Hütten! Krieg den Palästen! – es sollte um den Kampf für ihre Freiheit gehen.
1848 erschien das Kommunistische Manifest von Marx & Engels, die Geschichte sei eine Geschichte von Klassenkämpfen, sie soll zum Triumph und dann zum Ende des Kapitalismus führen und zum Sieg des Proletariats.
180 Jahre später ist ein Held der heutigen rebellischen Jugend der 95-jährige Stephane Hessel. Sein Aufruf Empört euch! ist millionenfach verkauft worden. Jean Ziegler durfte seine Rede Der Aufstand des Gewissens letztes Jahr bei den Salzburger Festspielen nicht halten. Er spricht über das alltägliche Massaker des Hungers an den Kindern weltweit. Diese vier sind die nicht präsenten Helden der Aufführung.
Präsent in Video-Interviews sind vier Zeitzeugen, die für Frankfurt/ Politik/ Gewerkschaft/ Aufklärung stehen und - vier Schauspieler untersuchen die theatrale Wirkung dieser berühmten Texte auf unser heutiges Denken und Empfinden.   [© Theater Willy Praml]

www.theater-willypraml.de

Maß für Maß

Von:
William Shakespeare

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere: 13. April 17

Regie: Jan Philipp Gloger
Bühne: Franziska Bornkamm
Kostüme: Karin Jud
Musik: Kostia Rapoport
Dramaturgie: Sascha Kölzow

Besetzung:

Vincentio (Herzog):
Rainer Kühn
Angelo (Statthalter): Janning Kahnert
Lucio (ein Lebemann): Michael Birnbaum
Claudio (ein junger Edelmann): Maximilian Pulst
Isabella (Claudios Schwester): Karoline Reinke
Madame Overdone (eine Kupplerin) / Mariana (Angelos Verlobte): Sybille Weiser
Wächter Ellbogen: Tobias Lutze

www.staaststheater-wiesbaden.de

Medea
Tragödie von Euripides (480 v. Chr. oder 485 v. Chr. - 406 v. Chr.)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
14. April 12

Regie:
Michael Thalheimer
Bühne: Olaf Altmann
Kostüme: Nehle Balkhausen
Musik: Bert Wrede
Video: Alexander du Prel
Dramaturgie: Sibylle Baschung

Besetzung:

Amme:
Josefin Platt
Chor der korinthischen Frauen: Bettina Hoppe
Medea: Constanze Becker
Kreon: Martin Rentzsch
Jason: Marc Oliver Schulze
Aigeus: Michael Benthin
Bote: Viktor Tremmel

Besprechung auf kulturfreak.de


Medea

Schauspiel Frankfurt
Medea (Constanze Becker), Jason (Marc Oliver Schulze)
© Birgit Hupfeld

Medea hat für ein Leben mit Jason viel riskiert, viel aufgegeben. Sie hat ihre Familie verraten, ihr Land verlassen und einen Menschen getötet. In Korinth, wo die Heimatlosen mit ihren Kindern ein vorläufiges Asyl finden, beginnt die abgründige Tragödie des Euripides: Jason hat Medea verlassen, ihr und den Kindern droht Verbannung. Zutiefst verletzt über diesen Verrat, gnadenlos verstört ob Jasons schamloser Missachtung von Ehebund und Treueeid, entwirft Medea einen grausamen Racheplan. Der vor mehr als 2400 Jahren geschriebene Text fragt danach, was Liebe darf und wo ihre Grenzen sind, fragt nach Bedingungen und Verletzungen persönlicher Würde. Nach »Ödipus / Antigone« setzt Regisseur Michael Thalheimer seine Auseinandersetzung mit antiken Stoffen in Frankfurt fort.    [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de 

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt (Saison 2007/08):

Premiere:
1. September 07 (Kleines Haus)

Regie: Urs Troller
Dramaturgie: Hans-Peter Frings
Bühne: Stefanie Wilhelm
Kostüme: Katharina Weißenborn

Darsteller:
Andreas Haase, Friederike Kammer, Oliver Kraushaar, Felix von Manteuffel, Abak Safaei-Rad

Besprechung auf kulturfreak.de

Medea ist ihrem Geliebten Jason aus ihrer Heimat Kolchis nach Korinth gefolgt. Sie hat für Jason ihre Familie verraten, nun verlässt Jason sie und die beiden gemeinsamen Kinder wegen einer anderen Frau. Jason erhält durch die neue Heirat Bleiberecht in Korinth. Medea hingegen soll mit den beiden Söhnen die Stadt verlassen. Aigeus, König von Athen, der ohne Nachkommen ist und deshalb eine Frau sucht, bietet Medea Asyl an. Medea willigt in das Angebot ein. Bevor sie Korinth verlässt, schickt sie ihre zwei Söhne mit einem Kleid als Hochzeitsgeschenk zu Jasons neuer Braut. Sie verbrennt in dem vergifteten Kleid, ebenso ihr Vater, der sie vor den Flammen retten will. Jason sucht Medea auf und fi ndet sie mit seinen beiden getöteten Söhnen vor. Medea geht ins Exil zu Aigeus und lässt Jason mit den Toten zurück.
Euripides fragt in der vor mehr als 2400 Jahren geschriebenen Tragödie, was Liebe darf und wo ihre Grenzen sind. [© Texte: schauspielfrankfurt.de]

www.schauspielfrankfurt.de

Zur Inszenierung des Theater Willy Praml, Frankfurt:
Text von Hans Henny Jahnn

Wiederaufnahme-Premiere: 12. Mai 06

Regie: Willy Praml
Ausstattung: M. Weber

Mit: R.Behling, B. Heuser, C. Scharf, T. Stegemann, M. Weber

Medeas Rache erfolgt schonungslos. So terroristisch, wie es Jahnn in seinen späten Jahren formulierte: "Ich wollte Sprengstoff erfinden, von dem wenige Kilo genügten, um die Menschheit mit Stumpf und Stiel in die Luft zu sprengen. Ich verbiss mich in diese Idee und schwankte nur, ob ich mich oder die anderen umbringen sollte. Ich war zu einer Auffassung der Welt gekommen, die anders war als die aller übrigen Menschen und deren Ergebnis dahin lautete, dass der Mensch das verabscheuungswürdigste aller Geschöpfe sei. Medea spielt in ihrem Theater der schwarzen Rache, was die Zivilisation in ihren Körperverliesen gefangen hält: " die schwarze Freude³. Sie nimmt nicht nur Rache an Jason...Die schwarze Medea lässt das zivilisierte Europa untergehen.

Ein frühes Highlight deutscher Dramatik des 20. Jahrhunderts.





Karten & Info: 069 - 43.05.47.34 oder E-mail an: theater.willypraml@t-online.de

Naxoshalle, Wittelsbacherallee 29, Frankfurt
RMV: Straenbahn 14 - Waldschmidtstr. / U4 - Merianplatz / Kantstr.
Parken: Parkhaus Waldschmidtstr.

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Mein Freund Harvey
Komödie in drei Akten

Von: Mary Chase (25.02.1907 - 20.10.1981)
Deutsche Übertragung von: Alfred Polgar

Zum Stück:
Elwood P. Dowd, die Zentralfigur, ist ein liebenswerter Herr mit guten Manieren, der gerne seinen Whisky trinkt, der der Kampfeslust entsagt und sich für die Friedfertigkeit entschieden hat, unter dem Einfluss und zusammen mit seinem unsichtbar-sichtbaren Freund und Trinkbruder Harvey. Die zunächst alles geduldig ertragende Verwandtschaft von Elwood gerät schließlich über die ständige Gegenwart des Hasen Harvey, den sie schon selbst zu sehen meint, in Verzweiflung und beschließt, Elwood in eine Heilanstalt zu bringen, ihn zu enterben und ohne ihn und seinen Freund wieder ein "normales" Leben zu beginnen.
Die stets anhaltende Liebenswürdigkeit des Mr. Dowd entwaffnet aber alle, selbst den berühmten Chefpsychiater, der schließlich selbst den großen Hasen sieht. Kurz vor der Verabreichung der ernüchternden Injektion trifft die Familie eine Entscheidung...

Mary Chase:
Mary McDonough Coyle Chase wurde am 25. Februar 1907 in Denver / USA geboren. Ihre Mutter war irischer Abstammung. Von ihr lernte sie Geschichten über Banshees (weibliche Todesgeister), Lepaichuuns (kleine grüne Feen) und Pukas (Geisterwesen in Tiergestalt), die sich in ihren späteren Geschichten wieder finden. Ihre Zeit in Denvers Schulen brachte ihr „die besten Noten für Fleiß und die schlechtesten für Betragen“ ein, wie sie selbst einmal sagte. Sie galt als Wildfang und Leseratte. Mit 15 Jahren beendete sie erfolgreich ihre Schulausbildung und studierte in Denver und Colorado. Danach schrieb sie Artikel über aktuelle gesellschaftliche Neuigkeiten bei einer der ältesten Zeitungen Denvers, der Rocky Mountains- News.
1928 heiratete sie ihren Kollegen Robert Lamont Chase. Ab 1931 arbeitete sie, als Hausfrau und Mutter von drei Kindern, nur noch als freie Mitarbeiterin für die Zeitung und begann sich in ihrer Arbeit auf Theaterstücke zu konzentrieren.
Sie schrieb mehr als ein Dutzend Komödien, die am Broadway als erfolgreiche und beliebte Theaterstücke aufgeführt wurden. In ihren Satiren orientierte sie sich am "american way of life". Ihr Theaterstück Mein Freund Harvey wurde 1944 am Broadway uraufgeführt und erreichte mit 1.775 Aufführungen einen überwältigenden Erfolg. Im Jahre 1945 wurde ihr für diese hintergründige Komödie, welche die Poesie über den Alltag und die Konventionen siegen lässt, der Pulitzer-Preis verliehen. Ihr Wunsch war es, mit dieser Komödie einige glückliche Momente in den Alltag der im Krieg lebenden Amerikaner zu zaubern. 1950 wurde ihr Stück erfolgreich durch die Universal International Pictures mit James Stewart in der Hauptrolle verfilmt.
Mary Chase starb am 20. Oktober 1981 in Denver / USA. [© Felix Bloch Erben, Berlin]

Mein Kampf
Farce

Von:
George Tabori
Deutsch von: Ursula Grützmacher-Tabori
Uraufführung: 30. April 1987 (Wien, Burgtheater/Akademietheater)

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere: 20. Mai 17 (Kleines Haus)

Inszenierung: Bernd Mottl
Bühne & Kostüme: Friedrich Eggert
Musik & Soundcollage: Christoph Kalkowski
Dramaturgie: Laura Weber

Besetzung:

Herzl:
Uwe Kraus
Lobkowitz: Benjamin Krämer-Jenster
Hitler: Stefan Graf
Gretchen: Llewellyn Reichman
Tod: Monika Kroll
Himmlisch: Michael Birnbaum

Ein junger ambitionierter, aber untalentierter Zeichner aus Braunau am Inn kommt nach Wien, um Kunst zu studieren. Es handelt sich um Adolf Hitler, der in einem Männerasyl unterkommt. Dort trifft er auf Schlomo Herzl, der an einem Roman namens »Mein Kampf« arbeitet und ihm erst einmal Manieren beizubringen versucht. Dass Herzl Jude ist und Hitler mit seinem Antisemitismus nicht gerade hinterm Berg hält, hält den großherzigen Buchhändler nicht davon ab, sich rührend um den Neuankömmling zu kümmern. Nicht nur, dass er ihn über die vergeigte Aufnahmeprüfung an der Kunstakademie hinwegtröstet und ihm in Gesprächen und Geschichten unermüdlich eine etwas weniger verquere Weltsicht anempfiehlt – er räumt hinter ihm auf, überlässt ihm in kalten Winternächten seinen Mantel und schließlich auch den Titel »Mein Kampf« für dessen krude politische Schriften. Auch den markanten Scheitel und das später nach Hitler benannte Bärtchen hat ihm Herzl frisiert. Doch all die liebende Fürsorge wird nicht verhindern, dass Frau Tod Hitler holen kommt. Nicht als Leiche, sondern als den besten Würgeengel, den sie je hatte.
 
Seit einigen Jahren haben wir uns auch in Deutschland daran gewöhnt, Hitler humoristisch und komödiantisch behandelt zu sehen. George Taboris bereits 1987 uraufgeführte Farce aber ist bis heute unerreicht in ihrem fantastisch-grotesken Zusammenführen von klugem Witz und schwermütigem Tiefsinn, auf die Spitze getriebener Komik und der grauenhaften Realität – auch dessen, was nach dem Ende der Handlung noch kommen wird. [© Staatstheater Wiesbaden]

www.staatstheater-wiesbaden.de

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
30. Oktober 10

Regie: Amélie Niermeyer
Bühne: Stefanie Seitz
Kostüme: Kirsten Dephoff
Musik: Cornelius Borgolte
Licht Ellen Jäger
Gesang: Bjrn Breckheimer
Tiertrainer: Andreas Jagler
Dramaturgie: Andreas Erdmann

Besetzung:

Herzl
Michael Benthin
Lobkovitz: Felix von Manteuffel
Hitler: Andreas Uhse
Gretchen: Henrike Johanna Jrissen
Frau Todt: Valery Tscheplanowa
Himmlischst: Sascha Nathan

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Mein Kampf

Schauspiel Frankfurt
Herzl (Michael Benthin) und Lobkovitz (Felix von Manteuffel)
Foto: Birgit Hupfeld

Wie man heute weiß, erpresste Hitler andere Menschen gerne mit der Androhung des eigenen Selbstmords. Leider hielt ihn erst im Jahre 1945 niemand mehr zurück. Dass es der Legende nach in den frühen Wiener Jahren ausgerechnet ein Jude war, der Hitler, wieder einmal, das Leben rettete, ließ dem amerikanisch-ungarischen Dramatiker George Tabori keine Ruhe. In seinem 1987 entstandenen »theologischen Schwank« treibt er die Paradoxien des 20. Jahrhunderts auf die Spitze.  [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Meine dicke Freundin (My Fat Friend)

Von: Charles Laurence
Uraufführung: 1972 (London, Globe Theatre)

Zur Inszenierung des Theatrallalla Theater Frankfurt:

Premiere:
26. Februar 13

Regie: Corinna Maria Lechler
Mit: Verena Wüstkamp, Bäppi, Thomas Koob, Iris Reinhardt Hassenzahl

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© Theatrallalla

Eine boshaft-zynische, spritzig witzige und doch herzerwärmende Komödie um den fast aussichtslosen Kampf um übermäßige Pfunde, Selbstwertgefühle, Anerkennung und Liebe!

Vicky mag deftige Sprüche und noch deftigere Speisen. Die gut gepolsterte Buchhändlerin aus dem Frankfurter Nordend, lebt in einer Art Hausgemeinschaft mit Herbert und Jochen. Wer aber glaubt, es handle sich hier um eine ausgewogene Dreiecksbeziehung, der irrt sich.
Die Beiden kommen als Lover nicht in Betracht: Zyniker Herbert liebt Jungs und Jochen liebt alles, was man lesen und kochen kann.

www.theatrallalla.de 

Der Meister und Margarita
Roman von: Michail Bulgakow
Aus dem Russischen von Thomas Reschke

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere: 17. Juni 17

Inszenierung: Jan-Christoph Gockel
Bühne: Julia Kurzweg
Kostüme: Sophie du Vinage
Musik: Anton Berman
Dramaturgie: Jörg Vorhaben

Besetzung:

Woland:
Martin Herrmann
Gella: Antonia Labs
Behemoth: Lorenz Klee
Azazello: Clemens Dönicke
Korowjew: Matthias Lamp
Abadonna: Anton Berman
Meister/Pilatus, Afranius, Levi, Jeschua: Sebastian Brandes, Vincent Doddema, Nicolas Fethi Türksever
Margarita: Leoni Schulz
Natascha, Dr. Stranwisky: Kristina Gorjanowa
Besdomny: Lilith Häßle
Berlioz, Bengalski, Nikolaj Iwanowitsch, Poplawski: Johannes Schmidt
Stjopa: K.D. Schmidt
Rimski: Klaus Köhler
Warenucha: Rüdiger Hauffe
Köchinnen: Kristina Gorjanowa, Ella Schwarzkopf
Praskowja Fjodorowna, Annuschka: Ella Schwarzkopf

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Meister und Margarita
Staatstheater Mainz
Ensemble
© Bettina Müller

Der Teufel persönlich stattet mit seinen Gehilfen Moskau einen Besuch ab. Unheimliche Vorfälle ereignen sich: Ein atheistischer Redakteur gerät unter die Straßenbahn, ein Schriftsteller in die Irrenanstalt, einem Kritiker wird die Wohnung verwüstet und einem schmierigen Entertainer der Kopf abgerissen ...
Die Behörden scheitern kläglich mit rationalen Erklärungsversuchen. Nur zwei Menschen entgehen diesem Chaos: der Meister, ein Schriftsteller, der mit seinem als konterrevolutionär gebrandmarkten Roman über Pontius Pilatus und den friedlichen Philosophen Jeschua Ha-Nozri ins Kreuzfeuer der Kritik geriet und in der Irrenanstalt verstummte, und Margarita, seine Geliebte.
Bulgakows Meisterwerk ist eine fantastische Abenteuergeschichte, eine Liebesgeschichte, eine philosophische Parabel über Gut und Böse sowie über die Macht und Ohnmacht der Kunst, eine Satire auf die russische Bürokratie.
Für diesen „russischen Faust“ wird das Kleine Haus verwandelt und deshalb wird diese Vorstellung nur eine kurze Zeit zu sehen sein. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de 

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Fassung von Markus Bothe und Nora Khuon
Mit Musik von Get Well Soon

Premiere:
7. Dezember 12 (Schauspielhaus)

Regie: Markus Bothe
Bühne: Robert Schweer
Kostüme: Heide Kastler
Musik: Konstantin Gropper
Dramaturgie: Martina Grohmann

V. geannt Messere / Afranius: Michael Goldberg
Behemoth, ein schwarzer Kater:
Sascha Nathan
Korowjew, der “Karrierte”:
Viktor Tremmel
Margarita:
Bettina Hoppe
Meister / Jesus:
Torben Kessler
Besomny, Lyriker / Levi Matthäus:
Mathis Reinhardt
Berlioz, Vorsitzender der literatenassoziation Massolit / Warenucha: Varietéadministrator:
Thomas Meinhardt
Pontius Pilatus / Lichodejew, Varietédirektor:
Felix von Manteuffel
Bossoi, Vorsitzender der Wohngenossenschaft / Rimski, Varietéfinanzdirektor / Baron Maigel / Kaiphas / Krankenschwester:
Vincent Glander
Doktor Strawinski / Stepanowitsch, Varietébuchhalter:
Sandra Gerling
Schriftsteller, Varietébesucher / weitere Moskauer Bürger sowie Ballgäste:
Sandra Gerling, Vincent Glander, Bettina Hoppe, Felix von Manteuffel, Thomas Meinhardt, Mathis Reinhardt

Musiker: Chihiro Ishii, Martin Lejeune, Tim Roth, Martin Standke, Yuriy Sych

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Der Meister und Margarita
Schauspiel Frankfurt
oben: Voland (Michael Goldberg), Behemoth (Sascha Nathan), Korowjew (Viktor Tremmel)
unten: Bossoi (Vincent Glander), Besdomny (Mathis Reinhardt), Warenucha (Thomas Meinhardt)

© Birgit Hupfeld

Berlioz, einem atheistischen Redakteur, wird aufs Genaueste sein eigener Tod vorausgesagt. Ein paar Stunden später findet er sich, der Beschreibung gemäß, mit abgetrenntem Kopf unter der Straßenbahn. Mit diesem Vorfall beginnen die Ungeheuerlichkeiten, die Moskau in der Karwoche heimsuchen. Besdomny, der die Voraussage sowie den Tod des Kollegen miterlebt, landet im Irrenhaus, ein korrupter Hausmeister wird wegen Devisenhandels verhaftet, dem Conférencier eines Varietés wird bei laufender Vorstellung der Kopf abgerissen, in der Wohnung Nr. 50 des Hauses Sadowaja 302b verschwinden die Bewohner … Polizei und Behörden werden dem Chaos und der Anarchie nicht Herr. Können sie auch gar nicht, denn der Teufel selbst geht in Moskau um. Er entblößt das korrupte und verlogene Fundament der Stadtgesellschaft. Nur zwei Menschen verschont er: den Meister, Autor eines als konterrevolutionär verschrienen Buches über Pontius Pilatus, und seine große Liebe Margarita, die für ihn in die Hölle und zurück reist.

Von 1928 bis zu seinem Tod 1940 arbeitet Bulgakow am »russischen Faust«. Wie sein Meister leidet auch Bulgakow selbst unter der stalinistischen Zensur. Sein Teufel, getarnt als deutscher Professor, verschafft ihm Genugtuung. Als ein luziferischer Rachegeist, nur sich selbst unterworfen, entblößt er die Verworfenheit des Systems. Eine Veröffentlichung zu Lebzeiten war aufgrund der Zensur undenkbar und so verpasst Bulgakow die furiose Aufnahme seines Romans um 26 Jahre. Doch »Der Meister und Margarita« geht weit über eine bloße stalinistische Satire hinaus. Der Roman thematisiert die menschliche Natur an sich und wird dabei zu einer Metapher für die dem Menschen entfremdete Welt. Gott und Teufel, Gut und Böse, Fiktion und Realität – Bulgakow greift auf bekannte Muster zurück, doch er verschiebt die ihnen innewohnenden üblichen Wertungen. Auf drei miteinander verwobenen Ebenen führt Bulgakow seine Themenkomplexe höchst raffiniert zu einem Jahrhundertbuch zusammen und verfasst dabei ein Plädoyer für die Kunst, die in einer verrückt gewordenen Welt die Fähigkeit besitzt, Sinn aufzuspüren.

Markus Bothe wird diesen überbordenden Roman auf die Bühne bringen. Er arbeitet sowohl am Schauspiel als auch an der Oper, u. a. an Häusern in Hamburg, Stuttgart, Berlin und Washington. Konstantin Gropper wird für die musikalische Seite verantwortlich zeichnen. Er ist vor allem durch sein Musikprojekt »Get Well Soon« bekannt geworden und arbeitet das erste Mal fürs Theater. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Meisterklasse (MasterClass)

Stück von: Terrence McNally

Uraufführung: 1. März 1995 (Philadelphia Theatre Company, Philadelphia)
Deutsche Übersetzung: Inge Greiffenhagen und Bettina von Leoprechting
Deutschsprachige Erstaufführung: 23. November 1996 (München, Bayerisches Staatsschauspiel)

Zur Inszenierung des English Theatre Frankfurt:

Premiere: 1. März 13

Regie: Hannah Chissick
Musikalische Leitung: Sarah Trevis
Kostüme: Melanie Schöberl
Lichtdesign: Ben Cracknell

Besetzung:

Maria Callas:
Caren Mann
Sophie de Palma (First Soprano): Jennifer Rhodes
Sharon Graham (Second Soprano): Robine Landro
Toni Candaloni (Tenor): Ciarán O´Leary
Manny Weinstock (Accompanist): David Randell
Stagehand: Oliver Meredith

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© English Theatre Frankfurt

Mit Terrence McNallys Stück "Master Class" widmet sich das English Theatre Frankfurt der Opernwelt und der großen Diva Maria Callas. Unter der Regie von Hannah Chissick erklingt dabei Musik von Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini und Vincenzo Bellini.

Schirmherrin ist die Sopranistin Elza Van Den Heever, die im Ensemble der Oper Frankfurt singt und mittlerweile durch Auftritte, wie an der New Yorker MET, ein internationaler Star geworden ist. "Master Class" hat ihr Leben tief berührt, so schreibt sie dem English Theatre: "Master class is truly an amazing play, and it really did influence my life, and my decision to become a singer." Elza wird ab März 2013 auch in der "Idomeneo"-Neuinszenierung an der Oper Frankfurt zu sehen und zu hören sein.

Master Class ist ein theatrales Feuerwerk auf kleinstem Raum, in dem die Opern-Diva Maria Callas in „Sturm und Drang” aufersteht. Inspiriert durch eine Serie von „master classes“, die sie gegen Ende ihrer Karriere gab, schwätzt, stichelt und inspiriert „die Callas“ ihre Schüler zur „Vorstellung ihres Lebens“ und gibt dabei ihr eigenes Leben preis. Während sie in Ihre Erinnerungen abtaucht, erleben wir ihren Hass auf ihre Rivalinnen, ihre Triumphe an der Scala und ihre Affäre mit Aristoteles Onassis. Die emotionalen Ausbrüche der Callas, ihr Witz und die Musik treiben das Stück voran, während die Arien der Schüler die Verletzlichkeit und das Genie der Diva belegen. [© English Theatre Frankfurt}

In 1996 gewann das Stück den Drama Desk Award für “Outstanding New Play” und einen Tony Award für “Best Play“.

www.english-theatre.de

Der Mensch ist ein soziales Tier, sagt Darwin

Ein Welt-Theater-Zyklus an drei Abenden oder einem Tag vom Theater Willy Praml, Frankfurt


Der Mensch ist ein soziales Tier, sagt Darwin ~ Teil 1: Sind Affen Rechtshändler?

Theater Willy Praml
© Seweryn Zelazny


Der Mensch ist ein soziales Tier, sagt Darwin ~ Teil 2: Der (Alp-) Traum vom Glück
Theater Willy Praml
Andreas Bach, Birgit Heuser, Sam Michelson, Michael Weber
© Seweryn Zelazny

Teil 1: Sind Affen Rechtshänder?
Teil 2: Der (Alp-) Traum vom Glück
Teil 3:
Von Mogadischu bis Oostende

Premieren:
TEIL 1: 14. März 14
TEIL II: 26. März 14
TEIL III: 10. Mai 14

Idee/ Konzept: Willy Praml/ Michael Weber
Textfassung: Willy Praml/ Michael Weber
Regie: Willy Praml
Bühne/ Bauten: Michael Weber/ Guido Egert
Kostüme: Paula Kern
Musikalische Einrichtung: Gregor Praml

Mit: Andreas Bach a. G., Jakob Gail, Birgit Heuser, Sam Michelson a. G., Baroon Abdi Mohamud, Michael Weber
Gäste: Hertha Georg, Emma Glückler, Romy Herberholz, Liliane Praml

Was verbirgt sich unter diesem Titel, hinter diesem Mammutprojekt überhaupt?
DARWIN ist einer der Großmeister unserer Zeit – wenngleich schon 150 Jahre tot, hat er dennoch unser Denken, Fühlen, Begreifen der Welt so nachhaltig verändert, dass wir uns anderes, als was er uns aufgezeigt hat, gar nicht mehr denken können. Und so wird uns dieser Denker, Wissenschafter, Enthüller und Bewunderer der Schöpfung durch mehr als 8 Stunden Theater führen, die Sie entweder an drei Abenden hintereinander oder an jeweils zwei Tagen in kompletter Länge durchwandern können.

Die drei Stücke des ersten Abends sind:
Biografische Skizze eines Kindes (Charles Darwin)
Erreger (Albert Ostermaier)
Die Zoogeschichte (Edward Albee)

Der (Alp-)Traum vom Glück: DARWIN / DEL CORTE
Findet man das Glück im Unglück, im Banalen, im Neuen, im Erreichten, im Zufall, im Zerstören, im Handeln, im Begehren oder im Begehrtsein, im Triumph oder im Scheitern, im Wissen oder im Nichtwissen?
Die Figuren in Justine del Cortes Stück wissen es nicht.
Aus der Gegegenwartsrevue der Autorin del Corte mit X Figuren wurde ein Traumspiel mit 1 Frau gemacht: einen Monolog über die Welt im XXXL – Format.

TEIL III Premiere: VON MOGADISCHU BIS OOSTENDE. INTERVIEW. Baroon. A. Mohamud / MINETTI. Thomas Bernhard
Diesmal stehen zwei Protagonisten im Mittelpunkt, die auch schon in TEIL I und TEIL II zu erleben waren:
Der 17-jähriger, somalische Theater-Praktikant Baroon (siehe Titel) mit seiner unglaublichen Lebens-, Flucht- und Ankunft-in-Deutschland-Geschichte, und Michael Weber als Thomas Bernhards Paraderolle MINETTI.
Der Abend stellt zwei extrem unterschiedliche Texte, konträre Auffassungen vom Theater und vom Leben, eine sonnenbeschienene (wir wissen vergiftete) afrikanischen Küste im Süden und eine abgelegene, neblichte Küste im Norden, an einem Abend einander gegenüber. In Afrika – so wissen wir seit Darwin – soll der MENSCH seinen Ursprung haben und auf dem Theater – so ahnen wir – wird er enden.

Das Theaterereignis 2014
Schon eine Woche nach Fertigstellung der DARWIN-Trilogie DER MENSCH IST EIN SOZIALES TIER, SAGT DARWIN startet das Theater Willy Praml zum lange angekündigten 1. MARATHON: 9 Stunden Theater an 1 Tag !
Natürlich kann jeder, der schon den einen oder anderen Teil der Trilogie gesehen hat, sich dem Gesamtwerk als einem in sich geschlossenen Welt-Theater-Zyklus aussetzen. Ungewöhnliche Synergien sind zu erwarten.
In die 9 Stunden eingeschoben sind viele kleinere und größere Pausen mit einer Auswahl kleinerer und größerer Gerichte. Der erste Marathon läuft am Sa, 17. Mai ab 14.00 Uhr im Theater auf Naxos, der zweite am Do. 19. Juni 14 (Fronleichnam).

© Theater Willy Praml

Die schon Tradition gewordene THEATERNACHLESE zu DARWIN im Haus am Dom findet statt am Mo, 12. Mai um 19.30 Uhr. Das Ensemble des Theater und eine Reihe hochkarätiger Referenten bemühen sich, den Horizont der Besucher zu erweitern und offen gebliebene Fragen zu beantworten. Der Eintritt zur THEATERNACHLESE ist frei!

www.theater-willypraml.de

Der Menschenfeind (Le misanthrope)
Komödie in fünf Akten

Von: Jean Baptiste Molière
Uraufführung: 4. Juni 1666 (Paris, Palais-Royal)

Deutsch u.a. von: Monika Fahrenbach-Wachendorff / Jürgen Gösch / Wolfgang Wiens / Arthur Luther

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 11. Oktober 13 (Schauspielhaus)

Regie: Günter Krämer
Bühne: Jürgen Bäckmann
Kostüme: Falk Bauer
Choreinstudierung: Uwe Hergenröder / Robert Teufel
Licht: Johan Delaere
Dramaturgie: Michael Billenkamp

Besetzung:

Alceste:
Wolfgang Michael
Célimène:
Franziska Junge
Arsinoé:
Claude De Demo
Philinte:
Wilfried Elste
Oronte:
Martin Rentzsch

Chor: Hagen Bähr, Alexander Bettendorff, Cain van Cauwenbergh, Tom Gerngroß, Jan-Erik Hohl, Tobias Karn, Andrés Mendez, Kenny Schumacher, Oliver Wiedem

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Der Menschenfeind
Schauspiel Frankfurt
Célimène (Franziska Junge), Arsinoé (Claude De Demo), Alceste (Wolfgang Michael), Chor
© Birgit Hupfeld

Wer kennt das nicht? Hier und da ein kleines Kompliment, ein aufgesetztes Lächeln oder ein paar nette Worte, auch wenn sie Überwindung kosten. All die Verstellung nur, um sein Gegenüber zu gewinnen, weil es zum guten Ton gehört und man sich keine Blöße geben will. Charme und gute Manieren sind die höflichen Umschreibungen für diesen unverzichtbaren Verhaltenscodex nicht nur in der besseren Gesellschaft. Tugenden, die Molieres Menschenfeind Alceste nicht sein eigen nennt, denn für ihn sind sie das, was sie sind: Lügen. Und Alceste hasst nichts mehr als Lügen. Er hat es satt, die Spielchen der High Society mitzuspielen. Viel lieber konfrontiert er jedermann mit der Wahrheit und stößt damit alle Welt vor den Kopf. Sein Traum von einer Welt ohne Heuchelei treibt ihn zusehends in die Isolation. Erst als er sich in die schöne Celimene verliebt, muss er sich die Maßlosigkeit seiner eigenen Ansprüche eingestehen, was das Leiden des Wahrheitsfanatikers an seinen Idealen unglaublich komisch und ebenso elend wie entsetzlich werden lässt. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Merlin oder Das wüste Land

Von:
Tankred Dorst (Mitarbeit: Ursula Ehler)
Uraufführung: 24. Oktober 1981 (Düsseldorf, Schauspielhaus)

Der Messias (The Messiah)

Von:
Patrick Barlow
Unter Mitarbeit von: Jude Kelly und Julian Hough
Uraufführung: 17. Januar 1983 (London, Tricycle Theatre)
Deutsch von: Volker Ludwig und Ulrike Hofmann
Deutschsprachige Erstaufführung: 11. Dezember 1987 (Berlin, GRIPS Theater Berlin)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 29. Oktober 09 (Schauspielhaus)
Regie: Ronny Jakubaschk
Bühne/Kostüme: Julia Plickat
Licht: Johan Delaere
Dramaturgie: Andreas Erdmann

Besetzung:
Theodor Stolze-Stadermann: Michael Quast
Bernhard: Andreas Uhse
Erna Timm, Opernsängerin: Sonja Ebl-Eisa


Aufführungsdauer: etwa 2 Stunden, eine Pause
Besprechung auf kulturfreak.de


Der Messias
Schauspiel Frankfurt
Michael Quast und Andreas Uhse
© Alexander Paul Englert

Josef und Maria sind ein süßes Paar, findet Engel Gabriel. Aber zu sagen haben sie sich, wie es scheint, schon lang nichts mehr. Und seit Maria schwanger ist, keimt ein Verdacht in Josef. Bernhard und Theo sind gestandene Schauspieler – finden sie zumindest selbst. Aber auf der Bühne hilft ihnen das, wie es scheint, auch nicht weiter. Wenn ihnen ihre Stichworte nicht einfallen und die schönsten Textstellen einfach übersprungen werden. Ausgerechnet diese beiden aber nehmen es sich vor, die Ankunft des Messias auf der Bühne zu verkörpern. Mit allem, was die Bibel hergibt: Engeln, Hirten, bellenden Kamelen, Juden, Römern und Herodes, der nun einmal einfach keine Kinder mag. Denn was brauchen wir alle dringender als einen Erlöser? Was der jedoch mit der Verschwörung der bulgarischen Ausdruckstänzer, Tantra-Workshops, alten Polizeihunden aus Polen und der Startbahn West zu tun hat, das zeigt »Der Messias« mit Michael Quast am Schauspiel Frankfurt. Ab der Spielzeit 2009 / 10 wird Michael Quast mit seiner »Fliegenden Volksbühne« regelmäßig Gast in den Kammerspielen des Schauspiel Frankfurt sein. In Patrick Barlows »Der Messias« aber spielt er exklusiv im Programm und auf der Bühne des Schauspielhauses.

Zum Stück:
Das Leben hat sie nicht verwöhnt, die beiden Schauspieler Theodor und Bernhard. Der Agent hat auch schon lange nicht mehr angerufen. Dennoch sind sie wild entschlossen, etwas von dem Wenigen, das die Welt ihnen gegeben hat, zurückzugeben. Und zwar, indem sie die Geburt des Mannes auf die Bühne bringen, der berühmter als die Beatles ist. Mit sich selbst in allen Rollen: Josef und Maria, Herodes und die Weisen aus dem Morgenland, Hirten, Römer, bellende Kamele. Um ihr ehrgeiziges Ziel zu erreichen, haben sie nicht einmal die Gründung einer eigenen Theatercompagnie gescheut. Mit Theodor als Autor, Regisseur, künstlerischem Generaldirektor. Bernhard ist dabei vor allem ausführendes Organ und Medium der Visionen seines Chefs. Die Dritte im Bunde ist die Sängerin Erna Timm, genannt »die Timm«. Diese drei erzählen die Weihnachtsgeschichte auf ihre ganz eigene Art. Und jedes Hindernis, das ihnen dabei in die Quere kommt, spornt sie höchstens zu noch verwegeneren Improvisationen an. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Michael Kohlhaas
Nach der Novelle von Heinrich von Kleist
Theaterfassung von Konstanze Lauterbach und Dagmar Borrmann

Zur Inszenierung des Theater Willy Praml (FFM):

Premiere: 17. November 11

Regie:
Willy Praml
Bühne, Kostüme: Michael Weber

Mit: Reinhold Behling, Andreina Conti, Jakob Gail, Birgit Heuser, Claudio Vilardo, Michael Weber


Michael Kohlhaas
Theater Willy Praml ~ Frankfurt
Ensemble
© Seweryn Zelazny

Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation. Jeder darf - wenn er adelig ist und Vettern in irgendeiner Regierung hat - Grenzen errichten und Bürgern, wenn sie auf dem Weg zur Arbeit vorbeikommen, Geld in Form von Zöllen abknöpfen. Der rechtschaffene Rosshändler Michael Kohlhaas lässt sich das nicht mehr gefallen. Aus einem relativ unspektakulären - aber klaren - Unrecht, das ihm widerfährt, zündet er aus Rache ein halbes Land an. Der rechtschaffene Bürger schafft sich auf eigene Faust Recht. Unbeugsamer Rebell oder Amokläufer und Terrorist? [© Theater Willy Praml]

www.theater-willypraml.de

Minna von Barnhelm oder Das Soldatenglück
Lustspiel in fünf Aufzügen

Von:
Gotthold Ephraim Lessing
Uraufführung:
30.September 1767 (Hamburg, Nationaltheater)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
24. September 10 (Schauspielhaus)

Regie:
Jorinde Dröse
Bühne: Julia Scholz
Kostüme: Barbara Drosihn
Musik: Roderik Vanderstraeten
Dramaturgie: Alexandra Althoff

Besetzung:

Major von Tellheim:
Marc Oliver Schulze
Minna von Barnhelm: Claude De Demo
Franziska: Sandra Gerling
Just: Sascha Nathan
Paul Werner / Eine Dame in Trauer: Till Weinheimer
Der Wirt: Michael Benthin
Riccaut de la Marliniére: Michael Abendroth
Musiker Roderik Vanderstraeten

Besprechung auf kulturfreak.de


Minna von Barnhelm oder Das Soldatenglück
Schauspiel Fankfurt
Major von Tellheim (Marc Oliver Schulze), Minna von Barnhelm (Claude De Demo), Franziska (Sandra Gerling)
©: Birgit Hupfeld

Minna ist auf der Suche nach ihrem verschollenen Verlobten im gleichen schäbigen Gasthof abgestiegen wie ihr Major von Tellheim, sie weiß es nur noch nicht. Als die beiden dennoch aufeinander treffen, beginnt ein Kampf um Werte wie Gleichheit, Ehre, Glück und um das gesellschaftliche Äquivalent des Wertes schlechthin: Geld.
Jorinde Dröse, geboren 1976 in Hanau, stellt ihre erste Arbeit in Frankfurt vor. Sie inszenierte u.a. am Thalia Theater Hamburg und am Deutschen Theater in Berlin. Derzeit ist sie Hausregisseurin am Maxim Gorki Theater Berlin. [© Schauspiel Frankfurt]

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Misery
Kriminalstück in zwei Akten

Von: Simon Moore (nach dem gleichnamigen Roman von Stephen King)

Miss Sara Sampson
Bürgerliches Trauerspiel in fünf Akten

Von: Gotthold Ephraim Lessing
Uraufführung: 10. Juli 1755 (Frankfurt/Oder, Exerzierhaus)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere: 22. November 14

Inszenierung: Markolf Naujoks
Ausstattung: Marina Stefan
Licht: Sebastian Ahrens
Dramaturgie: Sinja Marie Krüger

Besetzung:
Sir Willliam Sampson:
Martin Herrmann
Miss Sara: Katharina Alf
Mellefont: Henner Momann
Marwood: Leoni Schulz
Wirt: Daniel Friedl


Miss Sara Sampson
Staatstheater Mainz
Leonie-Schulz, Martin-Herrmann, Katharina Alf, Henner Momann, Daniel Friedl
© Bettina Müller

In einem Gasthof irgendwo in der Provinz begegnen sich vier Menschen, die voreinander auf der Flucht sind. Die junge Sara Sampson hofft, am Ende dieser Reise ihren Geliebten Mellefont heiraten zu können – allerdings gegen den Willen ihres Vaters, der auch bereits ihren Aufenthaltsort herausgefunden und im Nebenzimmer Quartier bezogen hat. ­Mellefont selbst flieht vor seinem eigenen Versprechen: ­Er zögert die Weiterreise hinaus, da er an seinem Entschluss zur Heirat mit Sara zweifelt. Dann taucht auch noch Mellefonts ehemalige Geliebte Marwood auf und fordert Mellefonts Rückkehr zu ihr und ihrem gemeinsamen Kind.

Es wird berichtet, dass die Zuschauer weinten, als sie in ­Lessings bürgerlichem Trauerspiel Miss Sara Sampson zum ­ersten Mal ihre eigenen Probleme und Unzulänglichkeiten auf der Bühne gespiegelt sahen. Seitdem ist einige Zeit vergangen – dennoch sind uns Lessings Figuren, die voreinander und zueinander fliehen, um sich dann doch in ­ihren Ängsten und Zweifeln zu verfangen, erschreckend nahe. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Mittsommernachts-Sex-Komödie

Film von:
Woody Allen
Für die Bühne bearbeitet und übersetzt von: Jürgen Fischer

Mörderkarussell (Murder at the Howard Johnson's )

Von:
Sam Bobrick und Ron Clark
Uraufführung: 17. Mai 1979 (New York, John Golden Theatre)

Zur Inszenierung des Theatrallalla Theater Frankfurt:

Premiere: 26. Mai 14

Regie: Sylvia Hofmann

Mit: Thomas Bäppler-Wolf, Viktor Vössing, Sabine Isabell Roller


Mörderkarussell
Theatrallalla Theater Frankfurt
Viktor Vössing, Sabine Isabell Roller, Thomas Bäppler-Wolf
© Theatrallalla Theater Frankfurt

Eine Frau zwischen 2 Männern, wen liebt sie, wen will sie loswerden? Oder wollen vielleicht sogar die Männer sie…….? Es macht Spaß zuzusehen, auf was für abgedrehte Ideen das Trio in dieser Kriminalgroteske mit viel schwarzem Humor und mörderischen Verwicklungen kommt. Ein “Beziehungsdrama”, das an Tempo, Wortwitz und Böswilligkeit beim Planen der jeweiligen Morde nichts auslässt…

www.theatrallalla.de

Die Möwe
Komödie in vier Akten

Von: Anton Tschechow
Uraufführung:
17. Oktober 1896 (Petersburg)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
17. Mai 13 (Schauspielhaus)

Regie/Bühne: Andreas Kriegenburg
Kostüme: Katharina Kownatzki
Licht: Jan Walther
Dramaturgie: Alexandra Althoff

Besetzung:

Irina Nikolajewna, bürgerlich Treplewa, Schauspielerin:
Bettina Hoppe
Konstantin Gawrilowitsch Treplew, ihr Sohn: Mathis Reinhardt
Pjotr Nikolajewitsch Sorin, ihr Bruder: Felix von Manteuffel
Nina Michailowna Saretschnaja, Tochter eines reichen Gutsbesitzers: Lisa Stiegler
Ilija Afanasjewitsch Schamrajew, Leutnant im Ruhestand, Verwalter bei Sorin: Michael Benthin
Polina Andrejewna, seine Frau: Stephanie Eidt
Mascha, seine Tochter: Katharina Bach
Boris Alexejewitsch Trigorin, Belletrist: Marc Oliver Schulze
Jewgeni Sergejewitsch Dorn, Arzt: Till Weinheimer
Semjon Semjonowitsch Medwedenko, Lehrer: Nico Holonics

Besprechung auf kulturfreak.de


Die Möwe
Schauspiel Frankfurt
Ensemble
© Birgit Hupfeld

Kostja holt mit seinem Gewehr eine Möwe vom Himmel. Ein Schuss, ein Treffer. Bei seinem ersten Selbstmordversuch schießt er daneben. Die Komik offenbart bei Tschechow die Tragik der scheiternden Menschen. Alle ersehnen das Unerreichbare: Der Lehrer Medwedjenko liebt Mascha, Mascha liebt Kostja, Kostja liebt Nina, Nina liebt Trigorin, Trigorin bleibt jedoch der Liebhaber von Arkadina, die vor allem sich selbst liebt. Maschas Mutter Polina ist mit Schamrajew verheiratet, liebt aber den Arzt Dorn, der alleine bleiben möchte. Ein Reigen, in dem sich Heiterkeit, Verzweiflung, Hoffnung und Enttäuschung abwechseln. »Die Möwe« erzählt von Schauspielern und Schriftstellern und deren Suche nach Liebe und Sinn, nach dem Wesentlichen im Leben und in der Kunst. Andreas Kriegenburg inszenierte am Schauspiel Frankfurt bereits Goethes »Stella« und den Commedia-dell’arte-Klassiker »Der Diener zweier Herren«. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Zur Inszenierung des Theater Landungsbrücken, Frankfurt in der Übersetzung von Thomas Brasch:

Premiere: 12. Mai 06

Inszenierung: Torge Kübler
Regieassistenz: Britta Benedetti
Bühnenbild: Judith Philipp (UDK Berlin)

Mit:
Michaela Conrad, Michael Haase, Johannes Kiem, Mario Krichbaum, Sandra Lühr, Katharina Poensgen, Paddy Twinem

Besprechung auf kulturfreak.de

Es wird viel passieren: Medwedenko liebt Mascha, Mascha liebt Konstantin, Konstantin liebt Nina, doch Nina liebt Trigorin, der mit Irina zusammen ist, die niemanden liebt als sich selbst. Ein Reigen aus unerwiderten Sehnsüchten und nicht gelebten Leben, und zugleich: die Angst vor der eigenen Bedeutungslosigkeit, der ewige Teufelskreis zwischen den eigenen Wünschen und der fehlenden Kraft zu ihrer Verwirklichung. Alles verharrt in einer zähen Lethargie: „Landleben – Langlegen...“

Eine Clique Mittdreissiger trifft sich in einem Theater, um ein Stück zu sehen, das Konstantin, ein ehrgeiziger Jungdramatiker verfasst hat. Die Hauptrolle spielt Nina, Konstantins große Liebe. Doch das Stück fällt durch und Nina wirft sich dem bereits etablierten Schriftsteller Trigorin an den Hals. Zwei Jahre später trifft man sich wieder, und „es ist viel passiert“: Konstantin hat einen Selbstmordversuch unternommen, Nina hatte ein Kind mit Trigorin, das Kind starb, Trigorin verließ sie und kehrte zu der bekannten Schauspielerin Irina zurück, die immer noch alle nervt mit ihrem Geltungsdrang und ihrer durchschaubaren Angst vor dem Erlöschen ihres Sterns. Andererseits: es ist nichts passiert, alle rennen ihren Wünschen hinterher wie immer, alle bleiben wo und wie sie sind. Einzig Nina hat sich aus ihrem eigenen Teufelskreis befreit und einen Schritt nach vorn gewagt: sie ist eine Schauspielerin geworden, keine gute, aber immerhin hat sie ihren Traum realisiert und ihre Lektion gelernt: „Das wichtigste für jeden Menschen, ob er mit Kunst zu tun hat oder nicht, ist, dass er lernt, auszuhalten, was ihm geschieht.“ Oder ist nur ihr Teufelskreis größer geworden, in dem auch sie sich um sich selber dreht?

Die Inszenierung stellt diesen Teufelskreis in den Vordergrund und fragt nach den Bedingungen und Voraussetzungen für die moderne Biedermeierzeit, in der immer mehr Menschen auf der Flucht vor ihren eigenen Wünschen sind, auf der Flucht vor dem eigenen Selbst-Bewußtsein. Diese Fluchten nehmen unterschiedlichste Formen an: Flucht in neue Überwachungs- und Sicherheitstechniken, Flucht in immer ausgedehntere Party-Exzesse, Flucht in die neue Schwemme von Herzschmerz-Vorabendserien und Telenovelas, in die virtuelle Welt des Internet – Hauptsache Ablenkung vor existentiellen Fragen. Die diversen Fluchten vor der bewussten Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbst zusammen mit der melancholischen Komik machen diesen Text zu einem idealen Instrument, um die Vogel-Strauß-Strategie der neuen Biedermeierzeit sichtbar zu machen. Es entwickelt sich ein melancholischer Reigen in der Ästhetik der Schwarz-Weiß-Filme der Zwanziger Jahre, inklusive musikalischer Begleitung live am Klavier.

www.landungsbruecken.org

Motortown

Von:
Simon Stephens
Deutschsprachige Erstaufführung: 23. November 06 (Zürich, Schauspielhaus)
Deutsche Erstaufführung: 2. Dezember 06 (Mainz, Staatstheater Mainz)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
2. Dezember 06 (Deutsche Erstaufführung)

Inszenierung: Matthias Fontheim
Bühne und Kostüme: Susanne Maier-Staufen
Dramaturgie: Marie Rötzer
Regie-Assistenz: Christian Schürmann
Inspizienz: Claudia Sekinger
Souffleuse: Marie-Charlotte Auersperg

Lee: Thomas Prazak
Danny: Tim Breyvogel
Marley: Julia Kreusch
Tom: Martin Bretschneider
Paul: Michael Schlegelberger
Jade: Katharina Knap
Justin: Stefan Walz
Helen: Friederike Bellstedt

www.staatstheater-mainz.de

MS Pocahontas

Von:
Gerhild Steinbuch
Uraufführung: 17. Mai 2015 (Frankfurt/M., Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
(Produktion von REGIEstudio und AUTORENstudio)

Premiere: 17. Mai 15 (Box)

Regie: Laura Linnenbaum
Bühne: Daniel Wollenzin
Kostüme: Marie-Therese Freise
Dramaturgie: Henrieke Beuthner

Mit: Paula Hans, Paula Skorupa; Oliver Kraushaar

Eine schöne Frau, die mit ihrer Heimat verbunden ist, ein schöner Mann, der weit gereist ist. Sie ist mutig, er ist stark. Beide dürfen sich nicht haben, bekommen sich aber doch. Pocahontas: ein Disney-Märchen. Schnitt. Ohne den Trickfilmschleier offenbart sich die historische Vorlage als eine brutale Eroberung des Landes der Ureinwohner durch die Europäer, die Zerstörung einer Heimat ohne Rücksicht auf den Verlust von Besitz, Leben, Würde.

Im Rahmen des AUTORENstudio überschreibt Gerhild Steinbuch den Pocahontas-Mythos und betrachtet ihn im Spannungsfeld territorialer, psychischer und physischer Grenzen. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Mutter Courage und ihre Kinder

Von:
Bertold Brecht
Musik: Paul Dessau
Uraufführung: 19. April 1941 (Zürich, Schauspielhaus Zürich)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 23. Januar 10

Regie: Robert Schuster
Bühne und Kostüme: Hartmut Meyer
Musikalische Leitung: Susanne Blumenthal
Musikalische Bearbeitung: Christine Schulz-Wittan
Kostüme: Emily Laumanns, Stefanie Lindner, Matthias Winkler
Licht: Frank Kraus
Dramaturgie: Sibylle Baschung

Besetzung:

Mutter Courage:
Heidi Ecks
Yvette: Franziska Junge
Eilif: Oliver Kraushaar
Kattrin: Kathleen Morgeneyer
Feldkoch: Joachim Nimtz
Schweizerkas: Christian Beermann
Feldprediger: Andreas Uhse
Soldaten: Martin Butzke
Katharina: Hackhausen
Johannes Flachmeyer: Nicholas Reinke

Orchester:
Violine:
Eva Hennevogl / Shin-Hye Park, Sophie Müller
Viola: Anna Pommerening / Johanna Brückner
Violoncello:Mareike Oehler / Anna Reitmeier
Trompete: Daniel Albrecht / Julian Walz
Akkordeon: Alexander Stegemann / Robert Beyer
Schlagwerk: Lale Pekkip

Besprechung auf kulturfreak.de


Mutter Courage

Schauspiel Frankfurt
Schweizerkas (Christian Beermann), Kattrin (Kathleen Morgeneyer)
Foto: Alexander Paul Englert

Krieg ist ein Geschäft, Geschäft ist Krieg. Selbstbewusst stürzt sich Anna Fierling, genannt »Courage«, auf das Schlachtfeld des Marktes. Dort führt sie einen existentiellen Kampf um Profit und das Leben ihrer Kinder. Während sie unnachgiebig und wagemutig Geschäfte macht, wird den Kindern ihr ahnungsloser Heldenmut zum tödlichen Verhängnis. – Mit seinen bekannten Liedern und vitalen Rollen auch jenseits aller Ideologie ein bewegendes Stück über Menschen, die überleben wollen. In der Inszenierung von Robert Schuster sehen Sie Heidi Ecks als Mutter Courage. [© Schauspiel Frankfurt]

 www.schauspielfrankfurt.de

Mysterien

Roman von: Knut Hamsun (1859-1952)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 23. September 14 (Box)

Regie / Bühne: Hans Block
Kostüme: Raphaela Rose
Dramaturgie: Rebecca Lang

Besetzung:

Johann Nils Nagel:
Moritz Kienemann
Minutes: Elias Ellinghoff
Dagny Kielland: Paula Skorupa
Martha Gude: Carina Zighner

(teilweise in Doppelrollen [Stadtbewohner] und mindestens ein weiterer Darsteller)

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Mysterien ~ Unberechenbar werden!

Schauspiel Frankfurt
Ensemble
© Birgit Hupfeld

Johan Nilsen Nagel, der »Ausländer des Daseins«, wie er sich nennt, kommt in eine norwegische Küstenstadt, weckt dort die Neugierde der Bewohner und verblüfft, irritiert und brüskiert sie mit seinen seltsamen Einfällen und seinen phantastischen Erzählungen. Er verliebt sich in junge Frauen und in alte, die sich seiner magischen Anziehungskraft nicht entziehen können, ihn schließlich aber doch abweisen. Hans Block widmet sich in seiner ersten Inszenierung des diesjährigen REGIEstudios einem Mann, der der normalen Welt die Maske des Bösen entgegenhält, um sie das Fürchten vor der eigenen Norm zu lehren. Ihn interessiert an Johan Nagel die Unberechenbarkeit, mit der er alles riskiert, und wie er sich mit jeder Handlung vor den Abgrund stellt, ohne Angst vor Verlusten. Ohne Angst vor dem Tod.[© Schauspiel Frankfurt]

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