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Theater Stückeinfos: K

Kabale und Liebe
Ein bürgerliches Trauerspiel in 5 Aufzügen

Von: Friedrich Schiller
Uraufführung: 13. April 1784 (Frankfurt am Main)

Das Käthchen von Heilbronn oder Die Feuerprobe
Schauspiel in fünf Akten
Von: Heinrich von Kleist (1777-1811

Uraufführung: 17. März 1810 (Wien, Theater an der Wien)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
(Kein großes historisches Ritterschauspiel)

Premiere:
4. November 12 (Schauspielhaus)

Regie:
Philipp Preuss
Bühne: Ramallah Aubrecht
Kostüme: Katharina Tasch
Musik: Kornelius Heidebrecht
Video: Konny Keller
Dramaturgie: Alexandra Althoff

Besetzung:

Käthchen: Valery Tscheplanowa
Friedrich Wetter Graf vom Strahl: Nico Holonics

Musikalischer Leiter: Kornelius Heidebrecht

Chor:
Andrea Ambros, Maximilian Atta, Susanne Beck, Florian Däumling, Reinhard Ecker, Franz Erb, Wolfgang Gropp, Marion Hitter, Helga Höfert, Julia Jäger, Lusine Khachatryan, Shaghayegh Nayeri, Dietlinde Nermerich, Henner Rosenschon, Jörg Schäfer, Clara-Elena Schmid, Hubert Schulz, Elisabeth Thielicke, Cosima Trittel, Emily Trittel, Josefina Trittel, Alexander Wedel

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Das Käthchen von Heilbronn
Schauspiel frankfurt
Friedrich Wetter Graf vom Strahl (Nico Holonics), Käthchen (Valery Tscheplanowa) mit Valery Tscheplanowa, Chor
© Birgit Hupfeld

Käthchen, Tochter eines Heilbronner Waffenschmieds, hat im wahrsten Sinn des Wortes den Mann ihrer Träume gefunden, den Grafen Wetter vom Strahl. Ihre Liebe, im Traum von Engeln vorausgesagt, ignoriert alles, was ihr im Weg steht – selbst die schroffe Zurückweisung des Grafen. Auch der Graf wird von Träumen heimgesucht. Ein Engel verheißt ihm darin die Heirat mit einer Kaisertochter, die er in Kunigunde von Thurneck vermutet. Doch Käthchen hält weiter an ihrem Gefühl fest, bis sie bekommt, was sie will – auf äußerst märchenhafte Weise. Preuss inszeniert Kleists Stück als Obsession Käthchens, die sich ein Happy End auf Kosten des Lebens erträumt, in einerauf zwei Schauspieler und Chor konzentrierten Fassung. [© Schauspiel Frankfurt]

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Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:
Für Kinder ab 7 Jahren, Jugendliche und Erwachsene
Von: Jens Gross, nach Heinrich von Kleist

Premiere: 16. November 08

Regie: Christiane J. Schneider
Bühne: Adriane Westerbarkey
Kostüme: Judith Oswald
Musik: Dietmar Wiesner, Markus Höller
Licht: Frank Kaster
Video: Adriane Westerbarkey, Anna Dischkow, Philipp Batereau
Kampfchoreographie: Annette Bauer
Dramaturgie: Hans-Peter Frings, Raphael Kassner
Regieassistenz: Kerstin Becker
Bühnenbildassistenz: Anna Dischkow
Kostümassistenz: Jessica Mairbichler
Souffleuse: Christine Schneider
Inspizienz: Joachim Möller
Technische Produktionsleitung: Josef Dreker
Technische Einrichtung: Nicola Ramie'
Ton: Philipp Batereau, Mathias Schmidt
Maske: Verena Martin, Patricia Dietz, Anke Scharlach, Lutz Paschke, Bernhard Springer
Requisite: Stefan Markert, Melanie Schales
Regiehospitanz: Andrea Feik
Bühnenbildhospitanz: Katharina Hülse
Kostümhospitanz: Amelie Stockinger

Besetzung:
Käthchen:
Nadja Dankers
Friedrich Wetter, Graf vom Strahl: Bert Tischendorf
Cherubim: Felix von Manteuffel
Kunigunde von Thurneck: Leslie Malton
Theobald Friedeborn: Andreas Haase
Gottschalk: Michael Lucke
Rheingraf vom Stein: Moritz Peters
Eginhardt: Florian Stamm
Bewohner des Waldes: Aliaksandr Arynenka / Andreas Hilberger / Christof Fleischer / Daniel Werner / Lydia Reis / Zana Tonkovic

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Das Käthchen von Heilbronn
schauspielfrankfurt
Käthchen (Nadja Dankers) und Cherubim (Felix von Manteufel)
Foto: Alexander Paul Englert

Manchmal sind Träume wirklicher als die Wirklichkeit. Ein schicksalhafter Traum ist es, in dem ein Engel dem fünfzehnjährigen Käthchen von Heilbronn den Grafen Wetter vom Strahl als Geliebten verheißt – und das Mädchen ›wie einen Hund‹ seinem Angebeteten auf Schritt und Tritt folgen lässt. Auch dem Grafen erscheint im Fiebertraum ein Engel und verkündet, er werde die Kaisertochter heiraten. Diese glaubt er in Kunigunde von Thurneck gefunden zu haben. Kunigunde jedoch entpuppt sich als intrigante und besitzgierige Hexe. Sie erkennt in Käthchen die Rivalin und schreckt vor einem Mordversuch nicht zurück. Der Engel hat einiges zu tun, um die richtigen Beiden zusammen zu bringen. Mit dieser kindgerechten Bearbeitung des märchenhaften Ritterschauspiels setzt das schauspielfrankfurt seinen Versuch fort, junge Zuschauer sinnlich an die großen Stoffe der Weltliteratur heranzuführen. [© schauspielfrankfurt]

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Kalender Boys
Komödie

Von:
Kay Kruppa | Frank Pinkus
Uraufführung: 9. Juli 2010 (Bad Vilbel, Burgfestspiele Bad Vilbel)

Zur Inszenierung der Burgfestspiele Bad Vilbel:

Premiere: 9. Juli 2010 (Uraufführung)

Regie: Christian H. Voss
Ausstattung: Haitger M. Böken
Licht: Jan Langebartels
Abendspielleitung: Cecilia Knodt

Besetzung:

Svenja:
Anna Eger
Peter: Heinz Harth
Siegfried:
Thomas Kornack
Uwe:
Dennis Laubenthal
Rudi: Cyrus Rahbar 
Silvio:
Jens Wachholz
Achim:
Jan Käfer

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Kalender Boys

Burgfestspiele Bad Vilbel
v.l.n.r.: Siegfried (Thomas Kornack), Rudi (Cyrus Rahbar), Uwe (Dennis Laubenthal),
Silvio (Jens Wachholz), Achim (Jan Käfer), Peter (Heinz Harth)

Foto: Eugen Sommer

Statt andere zu retten, müssen die Männer der freiwilligen Feuerwehr erst einmal sich selbst helfen. Zum zweiten Mal ist den wackeren Feuerwehrleuten die eigene Fahrzeughalle abgebrannt. Zur Blamage kommt der finanzielle Ruin. Die Lösung: Sie entblättern sich für den gute Zweck...

www.kultur-bad-vilbel.de www.ff-badvilbel.de

Kalender Girls
Komödie (nach dem gleichnamigen Film von 2003)

Von: Tim Firth
Uraufführung: 5. September 2008 (Chichester, Chichester Festival Theatre)
Deutsch: Wolf Christian Schröder
Deutschsprachige Erstaufführung: 28. November 2010 (Berlin, Theater am Kurfürstendamm)

Der kalte Hauch des Geldes
Ein Finanz-Western

Von: Alexander Eisenach
Uraufführung: November 16 (Frankfurt/M, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
11. November 16 (Uraufführung / Kammerspiele)

Regie: Alexander Eisenach
Bühne: Daniel Wollenzin
Kostüme: Julia Wassner
Musik: Bernhard Karakoulakis (Boo Hoo)
Video / Live-Kamera: Oliver Rossol
Licht: Ellen Jäger
Dramaturgie: Henrieke Beuthner

Besetzung:

Nomoney:
Sina Martens
Mariosol: Verena Bukal
Baxter: Christian Kuchenbuch
Sheriff Logan: Christoph Pütthoff
Sneaky Sam: Lukas Rüppel
Der Musiker: Bernhard Karakoulakis (Boo Hoo)

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Der kalte Hauch des Geldes
Schauspiel Frankfurt
Sheaky Sam (Lukas Rüppel), Baxter (Christian Kuchenbuch), Nomoney (Sina Martens),
Marisol (Verena Bukal), Sheriff Logan (Christoph Pütthoff), Bernhard Karakoulakis (Boo Hoo)

© Birgit Hupfeld

Man ist entweder reich oder tot. Sonst gibt es bei uns nichts.
Es war einmal im Western, als der Todfeind des Menschen noch der Mensch war und nicht das Kapital, als das Töten alltäglich und das Leben Gefahr war, als jeder Mensch die Freiheit besaß, sich auf den Weg in die Wildnis zu machen und dort sein Glück zu finden. Gold. Geld. Die Zivilisierung des »Wilden Westens« wird bestimmt von Gewalt, Macht und Besitz. Gut und Böse. Es ist alles ganz einfach, bis die Idee der Errichtung einer Bank auftaucht, ein neuer Handel mit Möglichkeiten statt mit Goldbarren, der Plan, den Handel selbst zur Ware zu machen. Aber kann diese Vision eine Zukunft haben, mitten in der rechtsfreien Steppe? Und wer ist der Fremde, der die Revolution gegen das ökonomische Diktat ausruft?

Alexander Eisenach kombiniert den klassischen Western diskursiv mit der Entwicklung des Finanzkapitalismus, gespickt mit Anspielungen auf Meilensteine der Filmgeschichte bis zum Show-down. Am Ende steht das Geld. Oder die Macht. Oder die weite Steppe.

In der Spielzeit 2013/14 war Alexander Eisenach Mitglied im REGIEstudio und inszeniert u.a. am Schauspielhaus Graz, am Theater Neumarkt Zürich, am Düsseldorfer Schauspielhaus und regelmäßig am Schauspiel Frankfurt. In der Spielzeit 2015/16 war er Mitglied im AUTORENstudio. [© Schauspiel Frankfurt]

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Kampf des Negers und der Hunde (Combat de nègre et de chiens)

Von: Bernard-Marie Koltès (1948 - 1989)

Uraufführung: 9. Dezember 1982 (New York, La Mama Theatre)
Deutschsprachige Erstaufführung: 31. März 1984 (Zürich, Schauspielhaus Zürich)
Aus dem Französischen von: Simon Werle
 

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
- Übernahme vom Schauspielhaus Bochum -

Premiere: 3. November 17 (Kammerspiele)

Regie: Roger Vontobel
Bühne: Fabian Wendling
Kostüme: Tina Kloempken
Musik: Matthias Herrmann
Dramaturgie: Claudius Lünstedt

Besetzung:

Horn:
Werner Wölbern
Alboury: Jana Schulz
Léone: Luana Velis
Cal: Max Mayer

Musiker: Matthias Herrmann

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Der französische Autor Bernard-Marie Koltès entwirft 1979 ein Gesellschaftspanorama, das aktueller nicht sein könnte. Die in die Fremde geworfenen Figuren sind plötzlich gezwungen, sich mit ihren Weltbildern auseinanderzusetzen. Werden sie zur Rede gestellt, scheinen nichts als Feuerwerkskörper die Antwort auf brennende Fragen zu sein: Baustellenleiter Horn und Ingenieur Cal leben an einem isolierten und von Wachtürmen gesicherten Ort, der ihnen fremd ist. Eigentlich sind sie hier, um ein angefangenes Projekt zu Ende zu bringen, doch dazu wird es nicht mehr kommen. Ein Eindringling namens Alboury, der hier ursprünglich zu Hause ist, fordert viel mehr als Horn und Cal bieten können. Wie aus einem schwarzen Angstraum heraus scheinen mehr als tausend Augen auf die beiden zu blicken und ihr Gewissen zu quälen. [© Schauspiel Frankfurt]

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Kasimir und Karoline

Von:
Ödön von Horváth
Uraufführung: 18. November 1932 (Leipzig, Schauspielhaus)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt (Saison 2012/13):

Premiere: 2. Februar 13 (Schauspielhaus)

Regie: Christoph Mehler
Bühne: Jochen Schmitt
Kostüme: Lene Schwind
Video: Konny Keller
Dramaturgie: Claudia Lowin

Besetzung:

Kasimir: Viktor Tremmel
Karoline:
Sandra Gerling
Rauch:
Sascha Nathan
Schürzinger:
Isaak Dentler
Der Merkl Franz:
Oliver Kraushaar
Dem Merkl Franz seine Erna:
Franziska Junge
Elli:
Marlene Hoffmann

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Kasimir und Karoline
Schauspiel Frankfurt
Schürzinger (Isaak Dentler), Rauch (Sascha Nathan), Elli (Marlene Hoffmann), Franz (Oliver Kraushaar),
Erna (Franziska Junge), Kasimir (Viktor Tremmel), Karoline (Sandra Gerling)

© Birgit Hupfeld

Kasimir wurde gerade abgebaut. Seine Braut Karoline hat noch Arbeit. Schürzinger schwooft mit ihr los. Sein Chef, Kommerzienrat Rauch, hat da aber auch ein Interesse. Die blutjunge Elli, besonders vergnügungssüchtig, würde dieses Interesse gern auf sich umlenken. Merkl Franz und seine Erna schimpfen aufs System und auf die Frauen, so dass Kasimir nicht so ganz allein traurig sein muss. Und alle irren lärmend über das Oktoberfest und plärren nach einem Stück vom Glück. Christoph Mehler inszeniert Horváths Volksstück als einen Rummelplatz der Gefühle, der sich unmerklich einem Totentanz annähert. [© Schauspiel Frankfurt]

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Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt (Saison 2008/09):

Premiere: 18. Dezember 08

Regie: Simone Blattner
Bühne: Alain Rappaport
Kostüme: Sabin Fleck
Musik: Christopher Brandt
Video: Bert Zander
Dramaturgie: Jens Groß

Darsteller: Roland Bayer, Susanne Buchenberger, Rainer Frank, Nicola Gründel, Christian Kuchenbuch, Joachim Nimtz, Julia Penner, Matthias Redlhammer, Sylvia Schwarz

»Man hat halt oft so eine Sehnsucht in sich – aber dann kehrt man zurück mit gebrochenen Flügeln und das Leben geht weiter, als wäre man nie dabei gewesen… «
Eigentlich wollte sie nur ein Eis essen. Und Achterbahn fahren. Sich halt »ein bisserl amüsieren« auf dem Münchner Oktoberfest. Doch Karoline hat Streit mit ihrem Verlobten Kasimir. Der hat seine Stelle verloren und keine Lust auf Lärm und Trubel. Und dann zweifelt er auch noch an Karolines Liebe – jetzt, wo er arbeitslos ist. So gehen sie getrennte Wege. Kasimir gerät an ein Ganovenpärchen, den Merkel Franz und seine Erna. Und Karoline stürzt sich in die Arme des Zuschneiders Schürzinger. Der hat wenigstens eine Arbeit – und einen Chef, der ein amouröses Abenteuer sucht… Verloren irren die beiden durch Bierdunst, Schießbuden, Achterbahn und lärmende Abnormitäten und stehen am Ende beide vor einem Scherbenhaufen.

Simone Blattner inszeniert Ödön von Horvàths Volksstück KASIMIR UND KAROLINE über die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise im ersten Drittel des vergangenen Jahrhunderts. Die gebürtige Baselerin, die ihr Regie-Studium an der Otto-Falckenberg-Schule in München absolvierte und bei Dieter Dorn an den Münchener Kammerspielen und am Münchener Residenztheater ihre ersten Erfahrungen als Regisseurin machte, ist in Frankfurt am Main keine Unbekannte. Seit 2001 inszeniert sie regelmäßig am schauspielfrankfurt. Neben ihren bemerkenswerten (Ur-)Aufführungen etlicher Stücke von Martin Heckmanns ist sie den meisten Zuschauern aber sicherlich durch ihre einprägsamen Inszenierungen von Friedrich Schillers DIE JUNGFRAU VON ORLEANS und Georges Feydeaus FLOH IM OHR in Erinnerung.
Diese Inszenierung von 2005 entwickelte sich binnen kurzer Zeit zu einem absoluten Publikumsmagneten und ereichte innerhalb nur eines halben Jahres eine Zahl von 10 000 Besuchern. Nach Horváths Volksstück-Klassiker wird Simone Blattner im Februar 2009 Shakespeares OTHELLO auf die Große Bühne bringen.

www.schauspielfrankfurt.de

Kaspar
Sprechstück in 65 Szenen

Von: Peter Handke
Uraufführung: 11. Mai 1968 (Frankfurt, TAT - Theater am Turm; Oberhausen, Städtische Bühnen)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
20. September 13

Inszenierung: Jan Philipp Gloger
Bühne: Judith Oswald
Kostüme: Marie Roth
Dramaturgie: Katharina Gerschler
Musik: Kostia Rapoport

Besetzung:

Kaspar:
Felix Mühlen
Einsager:
Stefan Graf, Janning Kahnert

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»Das Stück >Kaspar< zeigt nicht, wie es wirklich ist oder wirklich war mit Kaspar Hauser. Es zeigt, was möglich ist mit jemandem. Es zeigt, wie jemand durch Sprechen zum Sprechen gebracht werden kann. Das Stück könnte auch »Sprechfolterung< heißen.« Peter Handke

www.staatstheater-mainz.de

Kaspar Häuser Meer

V
on: Felicia Zeller
Uraufführung: 20. Januar 2008 (Freiburg, Theater Freiburg)

Die Katze auf dem heißen Blechdach
Cat on a Hot Tin Roof

Von: Tennessee Williams (26. März 1911 - 24. Februar 1983)
Uraufführung: 24. März 1955 (New York, Morosco Theatre)
Deutsche Erstaufführung: 26. November 1955 (Düsseldorf, Schauspielhaus )
Verfilmungen:
- 1958 (mit Elizabeth Taylor und Paul Newman)
- 1976 (mit Natalie Wood & Laurence Olivier)
- 1985 (mit Jessica Lange & Tommy Leee Jones

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 14. April 11

Regie: Bettina Bruinier
Bühne: Barbara Ehnes
Kostüme: Justina Klimczyk
Musik: Torsten Kindermann / Oliver Siegel
Video: Kerstin Polte
Dramaturgie: Andreas Erdmann

Besetzung:

Margaret:
Franziska Junge
Brick: Torben Kessler
Gooper: Sascha Nathan
Mae: Birte Schrein
Big Mama: Traute Hoess
Big Daddy: Felix von Manteuffel
Reverend Tooker: Alexander Beck
Doktor Baugh: Wilfried Elste
Gast: Thomas Prazak

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Die Katze auf dem heißen Blechdach

Schauspiel Frankfurt
Mae (Birte Schrein), Doktor Baugh (Wilfried Elste), Gooper (Sascha Nathan), Kinderdarsteller
© Birgit Hupfeld

Hausregisseurin Bettina Bruinier inszeniert die Ringkämpfe der emotionalen Schwergewichtsklasse auf der großen Bühne des Schauspiel Frankfurt.
[© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Zur Inszenierung des English Theatre Frankfurt:

Premiere:
1. September 07
Spielzeit bis: 28. Oktober 07

Director / Regie: Jonatan Fox
Set Designer / Bühne: Neil Prince
Costume Designer / Kostüme: Herbert Ehrhardt
Lighting Designer / Licht: Brenda M. Veltrie
Sound Designer / Ton: David Gumpper
NYC Stage Manager: Pamela Edington

Besetzung (in alphabetischer Reihenfolge):

Big Mama: Peggy Cosgrave
Brick: Quincy Dunn-Baker
Preacher: James Morgan
Doctor: Philip Lewis
Gooper: Jay Russell
Maggie: Amy Lynn Stewart
Big Daddy: John Robert Tillotson
Mae: Jessica Wortham

INHALT:

Brick, ein junger Mann um die 30, hat sich widerwillig von seiner Frau Maggie dazu
überreden lassen, zum Geburtstag seines Vaters nach Hause zu fahren. Sein Vater „Big Daddy", das Oberhaupt der Familie, ist jedoch vorerst aufgrund chronischer gesundheitlicher Probleme noch im Krankenhaus. Am nächsten Tag kehrt Big Daddy nach Hause zurück. Die Ärzte bescheinigten ihm beste Gesundheit. Er wird am Flughafen von seinem zweiten Sohn Gooper, dessen Frau und Kindern und von Maggie abgeholt. Brick, inzwischen mit Gips und Krücken, wollte nicht mitkommen. Sie fahren zum Gutshaus, wo die Geburtstagsfeierlichkeiten vorbereitet sind. Brick ist auf seinem Zimmer und trinkt. Er will weder von seinem Vater noch von seiner Frau etwas wissen, will nicht zur Feier in den Garten gehen, geschweige denn seinem Vater das von Maggie gekaufte Geschenk überreichen. Bricks Frau Maggie wie auch der andere Sohn Gooper und seine Frau Mae sind jedoch nicht ganz uneigennützig zur Feier gekommen: im Zweifel über den gesundheitlichen Zustand des Vaters trachten sie danach, die riesigen Ländereien von Big Daddy übernehmen zu können. Nur Brick hat daran nicht das geringste Interesse. Er ist nach dem Tod seines Freundes Skipper ein Trinker geworden, verschwiegen und resigniert. Er wirft sich insgeheim vor, seinem Freund in einer schweren Situation nicht geholfen zu haben und an seinem Tod schuld zu sein. Seiner Frau hält er vor, ihn in dieser Situation mit Skipper betrogen zu haben. Seinem Vater gegenüber empfindet er ebenfalls keine Zuneigung, weil dieser nur Interesse für Geld und seine Ländereien habe. Maggie, die Brick liebt und von ihm ein Kind will, leidet zwar unter Bricks Abneigung, ja seinem Hass ihr gegenüber, will aber um ihn kämpfen.

Aufgrund der Zensur wurde der Aspekt der Homosexualit
ät aus der literarischen Vorlage nach Tennessee Williams völlig außer Acht gelassen, weshalb der Autor seinen Lesern abriet den Film zu sehen.


www.english-theatre.de

Das Stück war in dieser Inszenierung am 31. Oktober 07 auch am Theater Basel zu sehen.

Katzelmacher

Von:
Rainer Werner Fassbinder
Uraufführung: 7. April 1968 (München, Action-Theater)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt: Shoot / Katzelmacher / Repeat
Von:
Rainer Werner Fassbinder / Mark Ravenhill
Kooperation mit der HfMDK Frankfurt am Main, Ausbildungsbereich Schauspiel, und der Hessischen Theaterakademie

Premiere: 20. Mai 16 (Bockenheimer Depot)

Regie: Susanne Wolff
Bühne: Anne Ehrlich
Kostüme: Raphaela Rose
Dramaturgie: Dagmar Borrmann

Besetzung:

Gunda:
Alrun Hofert
Elisabeth: Isabella Knöll
Helga: Gesa Köhler
Ingrid: Paula König
Marie: Cennet Rüya Voß
Erich: Felix Bold
Bruno: Niklas Hugendick-Braasch
Jorgos: Tim Werths
Paul: Robert Will

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Shoot Katzelmacher Repeat
Schauspiel Frankfurt / HfMDK Frankfurt
Paula König, Gesa Köhler, Niklas Hugendick-Braasch, Cennet Rüya Voß,
Isabella Knöll, Alrun Hofert, Tim Werths, Robert Will, Tim Werths

© Birgit Hupfeld

Was bringt besorgte Bürger dazu, im Namen der Sicherheit mittelalterliche Foltermethoden anzuwenden? Was veranlasst Zwanzigjährige, einen Gleichaltrigen zusammen zu schlagen, weil er eine andere Sprache spricht? Was ist am Andersartigen so bedrohlich? Die Regisseurin Susanne Wolff nennt die Inszenierung »einen Abend über Aggression« und montiert Rainer Werner Fassbinders Stück »Katzelmacher« mit einem Kurzdrama aus Mark Ravenhills Collage »Wir sind die Guten (Shoot / Get treasure / Repeat)«.
Fassbinders Stück spiegelt die Reaktion der bundesdeutschen Gesellschaft auf die ersten Gastarbeiter und ist inzwischen ein Klassiker. Mark Ravenhill entwirft in seinem Stück eine Dystopie, wie sich eine demokratische Gesellschaft radikalisiert und schleichend ihre eigenen Werte aufgibt. [© Schauspiel Frankfurt]

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Der Kaufmann von Venedig (The Merchant of Venice)
Komödie in 5 Akten

Von: William Shakespeare
Entstanden: ca. 1596/97

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
14. Januar 12

Regie:
Barrie Kosky
Bühne und Lichtdesign: Klaus Grünberg
Kostüme: Klaus Bruns
Musik: Contrast Quartet
Dramaturgie: Susanna Goldberg
Übersetzungen ins Jiddische: Michael Felsenbaum
Beleuchtung: Johan Delaere

Besetzung:

Antonio, der Kaufmann von Venedig:
Michael Goldberg
Bassanio, sein Freund: Christoph Pütthoff
Shylock, ein Jude: Wolfgang Michael
Tubal, sein Freund: Michael Benthin
Jessica, Shylocks Tochter: Henrike Johanna Jörissen
Lorenzo, Jessicas Liebhaber: Viktor Tremmel
Lanzelot Gobbo, Shylocks Diener: Nils Kahnwald
Das Gericht: Viktor Tremmel
Martin Luther: Peter Schröder
Sophie, geboren in Vitebsk, lebt in Brooklyn: Barbara Spitz
Männer: Gianfranco Gariano, Marcus Hosch, Sven Rausch, Jan Schrödter, Nikolaos Tsakmakis, Burak Uzuncimen

Contrast Quartet: Yuriy Sych (Piano), Tim Roth (Bass), Martin Standtke (Drums)

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Der Kaufmann von Venedig
Schauspiel Frankfurt
Lanzelot (links: Nils Kahnwald), Bassanio (mitte: Christoph Pütthoff), Statisten
© Birgit Hupfeld

Bassanio, ein junger Venezianer, will eine reiche Braut werben, doch dafür braucht er Geld. Sein Freund Antonio, dessen Geld gebunden ist in riskanten Transaktionen, soll ihm welches borgen. Antonio liebt Bassanio, darum leiht er sich das Geld bei seinem ärgsten Feind: dem Juden Shylock. Der aber will sich an Antonio rächen und setzt einen Vertrag auf, der es in sich hat. Der gefeierte Opern- und Schauspielregisseur Barrie Kosky wird sich mit den Lesarten des Stücks und mit der christlich-jüdischen Geschichte in Europa auseinandersetzen. Es ist seine erste Inszenierung am Schauspiel Frankfurt.  [© Schauspiel Frankfurt]

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Kein Schiff wird kommen

Von:
Nis-Momme Stockmann
Werkauftrag des tt-Stückemarktes 2009 und des Schauspiel Stuttgart
Uraufführung: 19. Februar 2010 (Schauspiel Stuttgart)

Kein schöner Land
Ein musikalisches Familientableau

Von: Lydia Steier mit Texten von Frederik Laubemann
Uraufführung: 19. November 16 (Frankfurt/M, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 19. November 16

Regie: Lydia Steier
Bühne: Flurin Borg Madsen
Kostüme: Alfred Mayerhofer
Musikalische Leitung / Arragements: Niclas Ramdohr
Video: Jan Walter
Licht: Johannes Richter
Dramaturgie: Claudia Lowin

Besetzung:

Vater Helmut:
Robert Gallinowski
Mutter Rosi: Franziska Junge
Sohn Peter: Owen Peter Read*
Tochter Lilly: Carina Zichner
Olfo: Yodit Riemersma
Hobo: Till Weinheimer
TV-Moderator: Roberto Cappelluti
Musiker: Niclas Ramdohr, Ilja Köster, Sebastian Nitsch, Martin Standke

* Mitglied des SCHAUSPIELstudio

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Kein schöner Land
Schauspiel Frankfurt
Ensemble
© Birgit Hupfeld

An irdische Schätze das Herze zu hängen, ist eine Verirrung der törichten Welt.
Abendessen. Mutter, Vater und die beiden Kinder versuchen, ihre funkelnde Fassade voreinander schön am Leben zu erhalten. Keiner hat da irgendein Problem. Und während alle so tun, als gäbe es überhaupt keine Schwierigkeiten, kündigt sich der Einschlag eines auf die Erde zurasenden Kometen an. Der obdachlose Prophet Hobo sieht in diesem brennenden Himmelskörper ein Zeichen: Bestraft werden nun alle, die zu heftig lieben, andere missbrauchen und quälen und die ihren Egoismus über das Wohl der Anderen stellen. Also, was muss man unbedingt noch erfahren und erleben, bevor es zu dieser Explosion kommt? Und am besten sagt sich’s ja mit Musik.

Lydia Steier, amerikanische Opernregisseurin, konzipiert und inszeniert einen musikalischen Abend, der durch Höhen und Tiefen einer durchschnittlichen Familie surft, Unterhaltungsmusik der 60er und 70er Jahre mit Volksliedern, Bach, Schubert und Brahms mischt und den »ganz normalen deutschen Alltag« auf ironische Weise persifliert.


Sie studierte Gesang am Oberlin Conservatory of Music. Seit 2002 arbeitet sie als Regisseurin in Chicago, Cleveland, New York, an der Los Angeles Opera sowie in Deutschland u.a. an der Komischen Oper Berlin und an der Staatsoper Stuttgart. Sie wurde für ihren Doppelabend »Der Bajazzo/ Turandot« am Deutschen Nationaltheater Weimar von Deutschlandradio Kultur als »Neuentdeckung des Jahres 2009« gefeiert. Ihre Inszenierung von »Donnerstag aus Licht« am Theater Basel wurde von der Zeitschrift Opernwelt jüngst zur Aufführung des Jahres gekürt.

Eine Kooperation mit den EUROPA KULTURTAGEN der EZB – DEUTSCHLAND 2016 in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesbank
 [© Schauspiel Frankfurt]

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Der Kick
Von:
Andres Veiel / Gesine Schmidt

Uraufführung: 24. April 2005 (Berlin, Maxim Gorki Theater)

Kiebich und Dutz
Familienstück

Von:
Friedrich Karl Waechter
Uraufführung: 14. Februar 1979 (Frankfurt/M, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt in der Saison 2012/13:

Premiere:
9. März 13

Regie:
Lily Sykes
Ausstattung: Nele Wangorsch
Musik: Olaf Pyras
Licht: Ellen Jaeger
Dramaturgie: Henrieke Beuthner

Besetzung:

Kiebich:
Isaak Dentler
Dutz: Sascha Nathan
Durchblicker: Olaf Pyras
Kopfloser Kiebich / Nikel: Ljiljana Mihajlovic / Simona Piroddi

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In einem kleinen Kasten lebt Kiebich ganz allein. Weil er seinen Kasten noch nie verlassen hat, vertieft er sich in die spannenden Geschichten aus seinen Büchern, wo tapfere Helden grausame Monster besiegen. Als plötzlich Dutz in sein Leben purzelt, wird sein Ehrgeiz geweckt, zusammen mit ihm die Welt zu entdecken. Doch Dutz ist ängstlich und fürchtet sich vor den Bösewichten, die da draußen lauern könnten. Eines Tages nimmt Kiebich seinen ganzen Mut zusammen und macht sich ohne Dutz auf den Weg, um endlich selbst Abenteuer zu erleben, Monstern zu begegnen und seine Tapferkeit zu beweisen. Aber schon bald stellt er fest, dass ihm ohne seinen Freund Dutz etwas fehlt. [© Schauspiel Frankfurt]

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Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt in der Saison 1978/1979:

Premiere:
14. Februar 79 (Uraufführung)

Regie:
Friedrich Karl Waechter und Brigitte Landes
Bühnenbild: Michael Peter
Kostüme: Christiane Marx
Musik: Heiner Goebbels

Besetzung:

Kiebich:
Michael Altmann
Dutz: Heinz Kraehkamp
Dr. Potter / Durchblicker: Hannes Granzer
 

the killer in me is the killer in you my love

Von:
Andri Beyerler
Aus dem Schweizerdeutschen von:
Martin Frank und Juliane Schwerdtner
Uraufführung: 21. September 2002 (Hamburg, ThaliaTheater)
Schweizer Erstaufführung: 8. Mai 2003 (Basel, raum33)
Österreichische Erstaufführung: 6. Juni 2007 (Salzburg, Schauspielhaus)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt Jugendclubs:

Premiere:
20. Februar 11

Regie: Gabriel von Zadow
Coaching: Martina Droste
Bühne: Friederike Meisel
Kostüme: Dorothee Joisten
Veranstaltungstechnik: Matthias Paul (Leitung), David Geyer, Jessica Krger, Fabian Liewig, Fabian Wilhelm

Mit: Verena Jockel, Ann Tatjana Krämer; Florian Friedrich, Carl Gruhn, Dilem Kangalli, Julian-Nico Tzschentke

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the killer in me is the killer in you my love
Eine Produktion des Jugendclubs des Schauspiel Frankfurt
© Edi Szekely

Es beginnt als harmlose Geschichte von fünf jungen Leuten, die einen Sommer im Schwimmbad verbringen. Doch in den knappen Szenen und rasanten Monologen öffnet sich der Blick für die Sehnsucht nach Beachtung und die Angst vor Verurteilung. Am Ende des Sommers ist niemand mehr der, der er war. Mitglieder des Jugendclubs erforschen das Innenleben der Figuren, die sie fast selbst sein könnten, aber eben doch nicht sind, mit Empathie, Humor und Distanz. [© Schauspiel Frankfurt]

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Kimberlit. Ein Bestiarium

Von:
Kevin Rittberger
Uraufführung:
1. Februar 2013 (Frankfurt, Schauspiel Frankfurt im Frankfurt LAB)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Im Rahmen der Frankfurter Positionen 2013

Premiere:
1. Februar 13 (Frankfurt LAB, Schmidtstraße 12, 60326 Frankfurt)

Regie: Samuel Weiss
Bühne / Kostüme: Ralph Zeger
Dramaturgie: Henrieke Beuthner

Mit: Lisa Stiegler; Vincent Glander, Mathis Reinhardt


Kimberlit. Ein Bestarium

Schauspiel Frankfurt
Vorankündigungsfoto mit Lisa Stiegler
© Birgit Hupfeld

Ein geheimnisvoller Falke zieht am Himmel seine Kreise. Seine wachsamen Augen sind auf die Erde gerichtet, auf ein zerfallendes Europa, auf nordafrikanische Diamantenjäger, auf fliegende Tiger, rollende Füchse und Leoparden, die deutschen Exportschlager der Rüstungsindustrie. Und auf eine kleine Reisegruppe, die sich auf den abenteuerlichen Weg in die Wüste macht. Aber wer ist der Jäger, wer der Gejagte? Kevin Rittbergers Bestiarium führt durch einen globalen Zoo der Kampfmaschinen, durch eine Welt, in der durch die Jagd die maßlose Gier und Dekadenz des Menschen offenbart werden. [© Schauspiel Frankfurt]

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Kinder der Sonne (Deti solnza)
Schauspiel in vier Akten

Von:
Maxim Gorki
Uraufführung:
25. Oktober 1905 (St. Petersburg, Komissarschewskaja-Theater)
Deutsche Erstaufführung:
25.Januar 1906 (Berlin, Kleines Theater)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 18. Januar 14 (Schauspielhaus)

Regie: Andrea Moses / Oliver Reese
Bühne: Olaf Altmann
Kostüme: Anja Rabes
Musik: Günter Schlienz
Licht: Johan Delaere
Dramaturgie: Michael Billenkamp
Wissenschaftliche MItarbeit: Samira Delibajric

Besetzung:

Pawel Fjodorowitsch Protassow:
Thomas Huber
Jelena Nikolajewna, seine Frau: Stephanie Eidt
Lisa, seine Schwester: Verena Bukal
Dimitrij Sergejewitsch Wagin: Isaak Dentler
Boris Nikolajewitsch Tschepurnoj: Oliver Kraushaar
Melanija, seine Schwester: Claude De Demo
Nasar Awdejewitsch: Roland Bayer
Mischa, sein Sohn: Vincent Glander
Antonowna, Kindermädchen: Josefin Platt
Jegor, Schlosser: Viktor Tremmel
Fima, Dienstmädchen: Paula Skorupa
Jakow Troschin: Maximilian Meyer-Bretschneider
Awdotja, Jegors Frau: Samira Delibajric

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Kinder der Sonne
Schauspiel Frankfurt
Pawel Fjodorowitsch Protassow (Thomas Huber), Jelena Nikolajewna (Stephanie Eidt), Dimitrij Sergejewitsch Wagin (Isaak Dentler)
© Birgit Hupfeld

Der in der Peter-Paul-Festung inhaftierte Maxim Gorki schrieb »Kinder der Sonne« als Reaktion auf die brutale Niederschlagung der friedlichen Demonstration am berüchtigten »Petersburger Blutsonntag« im Jahr 1905. Gorki zeigt das tragikomische Abbild der russischen Gesellschaft am Vorabend der Revolution. Es ist eine in sich zerrissene Gemeinschaft, die sich im Hause des Wissenschaftlers Protassow und seiner Frau Jelena zurückgezogen hat, bestehend aus dem Maler Wagin, der die Hausherrin liebt, dem Tierarzt Tschepurnoj, der vergeblich für die Schwester Protassows schwärmt, sowie dessen Schwester Melanija, die wiederum Protassow zu Füßen liegt. Sie alle sehnen sich nach Erneuerung und Veränderung, sind aber blind vor der Realität und letztlich hilflos gegenüber der Gewalt des einfachen Volkes.

Mit »Kinder der Sonne« präsentiert sich die für ihre politischen und gesellschaftskritischen Inszenierungen mehrfach ausgezeichnete Regisseurin Andrea Moses erstmals am Schauspiel Frankfurt. Wegen einer Erkrankung von Andrea Moses zu Beginn der Endproben hat Oliver Reese die Inszenierung übernommen.  [© Schauspiel Frankfurt]

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Kinder des Olymps
nach dem Drehbuch von Jacques Prévert
 

Der Kirschgarten
Komödie in vier Akten

Von: Anton Tschechow
Uraufführung: 17. Januar 1904 (Moskau, Künstlertheater)
Deutschsprachige Erstaufführung: 1919 (Prag, Stadttheater)

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere:
24. Januar 09

Regie: Urs Troller
Bühne: Stefanie Wilhelm
Kostüme: Katharina Weißenborn
Licht: Nicol Hungsberg
Dramaturgie: Hans-Peter Frings
Regieassistenz: Ute Bansemir
Bühnenbildassistenz: Stephanie Rauch
Kostümassistenz: Jessica Mairbichler
Souffleuse: Corinna Schnabel
Inspizienz: Lisa Ahle
Technische Produktionsleitung:
Josef Dreker, Katrin Omlor
Technische Einrichtung: Hubertus Schneider
Ton: Bernhard Klein, Oliver Blohmer
Maske: Patricia Dietz, Lutz Paschke, Bernhard Springer
Requisite: Corinna Lange
Regiehospitanz: Katharine M
üller
Bühnenbildhospitanz: Bettine Theissen
Kostümhospitanz: Amelie Stockinger, Sofia Aidonopoulou
Dramaturgiehospitanz: Andre Weikard

Besetzung:
Ljubow Andrejewna Ranjewskaja, Gutsbesitzerin: Friederike Kammer
Anja, ihre Tochter, 17 Jahre alt: Sandra Bayrhammer
Warja, ihre Adoptivtochter, 24 Jahre alt: Abak Safaei-Rad
Leonid Andrejewitsch Gajew,
ihr Bruder: Felix von Manteuffel
Jermolaj Alexejewitsch Lopachin, Kaufmann: Oliver Kraushaar
Pjotr Sergejewitsch Trofimow, Student:
Daniel Christensen
Boris Borisowitsch Simjonow-Pischtschik, Gutsbesitzer: Wolfgang Gorks
Charlotta Iwanowna, Gouvernante:
Leslie Malton
Semjon Pantelejewitsch Jepichodow, Kontorist: Andreas Haase
Dunjascha, Zimmermädchen:
Anne Müller
Firs, Diener, 87 Jahre alt: Heiner Stadelmann
Jascha, ein junger Diener:
Bert Tischendorf
Ein Reisender:
Horst Templin

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Der Kirschgarten
schauspielfrankfurt
Pjotr Sergejewitsch Trofimow (Daniel Christensen), Ljubow Andrejewna Ranjewskaja (Friederike Kammer),
Charlotta Iwanowna (Leslie Malton) und Boris Borisowitsch Simjonow-Pischtschik (Wolfgang Gorks)

Foto: Alexander Paul Englert

schauspielfrankfurt: Urs Troller inszeniert Anton Tschechows DER KIRSCHGARTEN
Die Gutsbesitzerin Ljubow Andrejewna Ranjewskaja kehrt nach einer gescheiterten Liebesbeziehung hochverschuldet aus Paris in ihr heimatliches Gutshaus, das von einem Kirschgarten umgeben ist, zurück. Der Kirschgarten soll zwangsversteigert werden. Der Kaufmann Lopachin, Sohn eines ehemaligen Leibeigenen auf Ranjewskajas Landgut, bietet ihr seine Hilfe an. Er rät ihr, die alten Kirschbäume abholzen zu lassen und den Garten als Baugrundstück für Datschen an Sommergäste zu verpachten. Ranjewskaja wehrt sich gegen den Vorschlag und gegen eine neue Zeit, die alles nach ihrem Nutzwert berechnet. Sie hofft noch immer, eine Versteigerung des Kirschgartens abwenden zu können. Vergeblich.
Ein Ball, von Ranjewskaja zur Unzeit veranstaltet (am Tag der Versteigerung), stellt sie vor eine neue Situation: Lopachin kommt von der Auktion mit der Nachricht, er habe den Kirschgarten gekauft. Er beginnt seine Umbaupläne zu verwirklichen und vertreibt die Familie Ranjewskajas von ihrem Gut und aus ihrem alten Leben. Als alle abgereist sind und von draußen Axtschläge die Rodung des Kirschgartens anzeigen, erscheint in dem leeren Haus der alte Diener der Familie, Firs. Man hat ihn bei der Abreise einfach vergessen.

Anton Tschechow zeichnet in seiner Komödie DER KIRSCHGARTEN das Bild einer Übergangsgesellschaft. Gefangen in der eigenen Vergangenheit, in der Gegenwart nicht angekommen, geht sie einer ungewissen Zukunft entgegen.
Am 24. Januar 2009 wird im schauspielfrankfurt die Premiere von Tschechows weltberühmtem Bühnenwerk gefeiert. Urs Troller inszeniert DER KIRSCHGARTEN mit großem Ensemble. Dem Frankfurter Publikum ist der Regisseur durch erfolgreiche Inszenierungen bekannt. Die Spielzeit 2008/09 eröffnete er mit TORQUATO TASSO von Johann Wolfgang Goethe im Großen Haus. Euripides Mythenstoff MEDEA und QUARTETT von Heiner Müller zeigte er auf der Bühne im Kleinen Haus. In DER KIRSCHGARTEN werden neben weiteren Ensemblemitgliedern die in MEDEA und QUARTETT gefeierten Schauspieler Friederike Kammer als Ljubow Andrejewana Ranjewskaja und Oliver Kraushaar als Jermolaj Alexejewitsch Lopachin wieder gemeinsam auf der Bühne stehen. [© schauspielfrankfurt]

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Die Kleinbürgerhochzeit:
Von:
Berthold Brecht
Uraufführung: 11. Dezember 1926 (Frankfurt, schauspielfrankfurt]

Zur Inszenierung am schauspielfrankfurt:

Premiere: 27. September 08

Regie und Bühne: Alexander Brill
Kostüme: Henrike Bromber
Musik: Günter Lehr
Dramaturgie: Hans-Peter Frings
Regieassistenz: Ute Bansemir
Bühnenbildmitarbeit: Jana Lünsmann
Inspizienz: Thomas Nossek
Technische Produktionsleitung: Laura van Haperen
Technische Einrichtung: Nico Ramie'
Ton: Bernd Leinberger, Oliver Blohmer
Maske: Bernhard Springer
Requisite: Anja Becker, Markus Öhlinger
Regiehospitanz: Sengül Yalcin-loannidis

Besetzung:
Der Vater der Braut: Christoph Busch
Die Mutter des Bräutigam: Marzieh Alivirdi
Die Braut: Anja Arncken
Ihre Schwester: Lea Steiger
Der Bräutigam: Hadi Khanjanpour
Sein Freund: Arasch Farugie
Die Freundin der Braut: Janine Maschinsky
Ihr Mann: Tobias Weissert
Der junge Mann: Ilyas Kariouh
Der Fremde: Johannes Wachsmuth
Alleinunterhalter: Günter Lehr (Keyboard)

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Die Kleinbürgerhochzeit
schauspielfrankfurt, lionsclub
Ensemble
Foto: Alexander Paul Englert

DIE KLEINBÜRGERHOCHZEIT ist die letzte Produktion, die Alexander Brill im Rahmen seines laiensclub am schauspielfrankfurt auf die Bühne bringen wird. In dieser Spielzeit feiert der laiensclub, der 1984 als Schülerclub mit DER DRA-DRA von Wolf Biermann seine erste Premiere hatte, sein 25jähriges Bestehen und gleichzeitig seine letzte Saison. Über dreißig erfolgreiche Inszenierungen mit etwa tausend Vorstellungen machten Alexander Brill und sein „Laien-Ensemble“ zu einem wichtigen Integrationspunkt der Stadt. Am Anfang stand die Frage, wie man Jugendliche für das Theater begeistern könnte. Und was ist nahe liegender als das „Selberspielen“. Aus einem ambitionierten Projekt für Jugendliche hat sich im Laufe der Jahre eine Theaterform entwickelt, die am schauspielfrankfurt zu einer Institution gereift ist. Als sich herauskristallisierte, dass nicht ausschließlich jugendliche Laien an den Inszenierungen mitwirken, war eine Änderung des Namens in laiensclub im Jahr 2001 eine folgerichtige Konsequenz.

Zum Inhalt:
Die Braut ist schwanger, der Bräutigam eifersüchtig auf seinen Freund, die Gäste können sich nicht leiden und am Ende gehen die selbstgebauten Möbel des Bräutigams in die Brüche: Alexander Brill inszeniert Bertolt Brechts 1919 entstandene und in Frankfurt am Main am Schauspielhaus 1926 uraufgeführte Familiengroteske als Multikulti-Ereignis mit Darstellern des laiensclub und der neu gegründeten theaterperipherie. Wenn Familie Deutschland Hochzeit feiert, wird das bei dem Frankfurter Regisseur zu einer Familienzusammenführung der besonderen und vor allem globalisierten Art. Alle Generationen, mit und ohne Migrations-hintergrund, haben sich in der Wohnung des Brautpaares versammelt, um eine Hochzeit zu feiern, welche nach und nach im absoluten Chaos versinkt.

Zur letzten Inszenierung des laiensclub bedankt sich schauspielfrankfurt bei Alexander Brill, der mit seinem unermüdlichen Engagement ein besonderes Stück Frankfurter Stadt- und Theatergeschichte geschrieben hat. In jedem Ende steckt bereits ein Anfang. Alexander Brill gründete in der Spielzeit 2007/08 die theaterperipherie, die in Koproduktion mit schauspielfrankfurt arbeitet. [© schauspielfrankfurt]

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Kleiner Mann, was nun?

Roman von:
Hans Fallada (1893-1947)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 12. Januar 13 (Schauspielhaus)

Regie: Michael Thalheimer
Bühne: Olaf Altmann
Kostüme: Nehle Balkhausen
Musik: Bert Wrede
Dramaturgie: Sibylle Baschung

Besetzung:

Johannes Pinneberg:
Nico Holonics
Emma Mörschel, genannt Lämmchen: Henrike Johanna Jörissen
Mutter Mörschel / Jänecke: Peter Schröder
Vater Mörschel / Jachmann: Michael Benthin
Witwe Scharrenhöfer / Kessler: Andreas Uhse
Emil Kleinholz: Thomas Huber
Lauterbach / Heilbutt: Martin Rentzsch
Schulz / Lehmann / Emil: Till Weinheimer
Marie Kleinholz: Anne Schirmacher
Mia Pinneberg: Stephanie Eidt
Seifenfrau / Frau Rusch: Josefin Platt

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Kleiner Mann, was nun?
Schauspiel Frankfurt
Lämmchen (Henrike Johanna Jörissen), Pinneberg (Nico Holonics)
© Birgit Hupfeld

Die Weltwirtschaft läuft aus dem Ruder, der Konkurrenzdruck am Arbeitsplatz steigt, Menschen entwickeln sich zu Raubtieren, die Gesellschaft radikalisiert sich: Falladas Roman aus dem Jahre 1932 fragt nach Möglichkeiten von Solidarität und individuellem Glück angesichts einer Gesellschaft, die von ökonomischen Zwängen beherrscht wird. Unerschrocken und scheinbar unermüdlich verteidigt die junge Emma, genannt Lämmchen, die Liebe zu ihrem Mann gegen alle äußeren Widrigkeiten. Doch Pinneberg, ein einfacher Angestellter, rutscht immer tiefer in die Arbeitslosigkeit, der soziale Abstieg scheint ausweglos. Mit Falladas endzeitlichem Gesellschaftspanorama bearbeitet Michael Thalheimer nach »Ödipus / Antigone«, »Maria Stuart« und »Medea« zum ersten Mal einen Roman für die Bühne. [© Schauspiel Frankfurt]

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König Arthur

Von:
Wolfgang Deichsel (* 1939)
nach dem Original von: John Dryden (1631 - 1700)
Mit Musik von: Henry Purcell (ca. 1659 - 1695)

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:


Premiere: 4. November 06
Wiederaufnahme: 14. November 2007, 11.00 Uhr, Großes Haus
Aufführungsdauer: ca. 90 Minuten, ohne Pause; für Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene

Regie: Corinna von Rad
Musikalische Leitung: Rainer Süßmilch
Bühne: Ralf Käselau
Kostüme: Sabine Blickenstorfer
Licht: Nicol Hungsberg
Kampfszenen: Simon Solberg, Daniel Christensen
Dramaturgie: Sibylle Baschung
Regieassistenz: Lilli-Hannah Hoepner
Bühnenbildassistenz: Nina Zoller
Kostümassistenz: Nadja Rudert
Souffl euse: Alexandra zu Stolberg
Inspizienz: Thomas Nossek
Ton: Franziska Rudolphi, Matthias Schmidt
Maske: Beate Bauer, Jan Bundil, Verena Martin, Lutz Paschke
Technische Produktionsleitung: Josef Dreker, Laura van Haperen
Technische Einrichtung: Nikola Ramie
Requisite: Anette Mahnke, Levin Kittelmann, Helmut Stumvoll
Regiehospitanz: Susanne Grünewald
Bühnenbildhospitanz: Stefanie Bauerochse
Kostümhospitanz: Marie-Theres Thran

Arthur, König der Briten: Daniel Christensen
Emmeline, seine Geliebte: Ruth Marie Kroger
Mathilda, ihre Freundin: Sascha Icks
Albanact: Stefko Hanushevsky (Trompete)
Aurelius: Andreas Bittl (Akkordeon)
und weitere Gefährten Arthurs: Tobias Rüger (Sopransaxophon), Karsten Süßmilch (Posaune, Sousaphon), Rainer Süßmilch (Althorn)
Merlin, der weise Zauberer: Andreas Haase
Philidel, sein Luftgeist: Mathias Max Herrmann
Oswald, König der Sachsen: Özgür Karadeniz
Gillamar, der hinterhältige Zauberer: Joachim Nimtz
Grimbald, sein Erdgeist: Sebastian Schindegger
Cupido, der Liebesbote: Tamara Weimerich
Ritter, Frostwesen, Kobolde, Tiere und Waldwesen: Rainer Böhme, Klara Buchtovä, Christof Fleischer, Martin Georgi, Andreas Hilberer, Marcus Hosch, Ursula Krienitz, Kathrin Tillmans, Thomas Werner

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König Arthur
schauspielfrankfurt
Ruth Marie Kröger, Daniel Christensen, Sascha Icks
Foto: Alexander Paul Englert

In einer phantastischen Welt voller Zauberer und Geister kämpft der sagenumwobene König Arthur mit seinen Rittern gegen den bösen König Oswald. Dieser hat die blinde Emmeline, die Geliebte Arthurs, entführt und hält sie mit Hilfe des hinterhältigen Zauberers Gillamar gefangen. Auf der Suche nach Emmeline durchquert Arthur einen verwunschenen Wald, verirrt sich in finsteren Sümpfen und besteht viele Abenteuer und Prüfungen. Dabei stehen ihm der weise Magier Merlin und der Luftgeist Philidel zur Seite. Erst in der eisigen Welt des Frostgeistes treffen die beiden Könige zu dem alles entscheidenden Kampf aufeinander. [Text: schauspielfrankfurt]

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König Lear (King Lear)
Tragödie in 5 Akten

Von: William Shakespeare
Entstehung: ca. 1604/05
Erste gesicherte Aufführung: 26. Dezember 1606 (London, Whitehall-Palast)
Erste Aufführungen in Deutschland: 1626 (durch engl. Komödianten)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 3. Dezember 10

Regie: Günter Krämer
Bühne: Jürgen Bäckmann
Kostüme: Falk Bauer
Licht: Johan Delaere
Dramaturgie: Andreas Erdmann

Besetzung:

Lear, König von Britannien:
Michael Abendroth

Seine Töchter
Goneril:
Traute Hoess
Regan: Josefin Platt
Cordelia: Constanze Becker / Bettina Hoppe

Graf von Gloucester: Wolfgang Michael
Edgar, sein Sohn: Oliver Kraushaas
Edmund, sein bastard: Marc Oliver Schulze
Herzog von Cornwall: Viktor Tremel
Herzog von Albany: Till Weinheimer
Graf von Kent: Jocim Nimtz
Oswald, Gonerils Haushofmeister: Christoph Pütthof
Hauptmann / 1. Diener: Helmut Langer
König von Frankreich / 2. Diener: Daniel Heck
Narr: Constanze Becker / Bettina Hoppe

Und als Gast: Wilfried Elste

Statisten: Attila Berkenyi, Rainer Böhme, Hans-Jochim Bormann, Roman Fischer, Franck Hausswirth, Gerd Hofmann, Lars Karge, Mark Scott Kennedy, Göran Rother, Thomas Schäfer, Jan Schrödter, Hubert Schulz, Manfred Thomas, Burak Uzuncimen

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König Lear
Schauspiel Frankfurt
Gonerial (Traute Hoess), Edmund (Marc Oliver Schulze)
© Birgit Hupfeld

König Lear ist alt und will sein Reich aufteilen. Seine Töchter, die es erben werden, sollen ihm zuvor beteuern, wie sehr sie ihn lieben. Als die Jüngste, seine Lieblingstochter, das nicht will, verstößt der König sie. Aber die zwei älteren Töchter, die den Liebesschwur ohne Zögern abgelegt haben, machen ihrem Vater das Leben bald zur Hölle. Das Königreich fällt in die Hände kriegerischer Intriganten. Günter Krämer inszenierte in der Spielzeit 2009/10 bereits erfolgreich Horváths »Geschichten aus dem Wiener Wald« am Schauspiel Frankfurt. [© Schauspiel Frankfurt]

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König Ödipus (Oidpus tyrannos)
Tragödie

Von: Sophokles
Uraufführung: zwischen 429 v.Chr. und 425 v. Chr. (Athen)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 1. Oktober 09
In der Übersetzung von Ernst Buschor; gemeinsam mit dem Stück “Antigone

Regie:
Michael Thalheimer
Bühne: Olaf Altmann
Kostüme: Katrin Lea Tag
Musik: Bert Wrede
Chorleitung: Marcus Crome
Licht: Johann Delaere
Dramaturgie: Sibylle Baschung

Besetzung:
Ödipus:
Marc Oliver Schulze
Kreon: Isaak Dentler
Teiresias: Michael Benthin
Iokaste: Constanze Becker
Bote aus Korinth: Oliver Kraushaar
Hirte des Laios: Michael Abendroth
Dienerin der Iokaste: Bettina Hoppe
Chor, Statisterie

Mit der antiken Tragödie fängt alles an. In seinen beiden großen Dramen, »König Ödipus« und »Antigone«, bringt Sophokles – wie kaum ein Dichter nach ihm – philosophische und ethische Menschheitsfragen auf die Bühne, deren Dringlichkeit durch die Jahrhunderte noch zuzunehmen scheint. Dabei sind beide Stücke Teil einer Familiengeschichte: Ödipus, der unglückliche Herrscher Thebens, verfällt demselben Fluch wie seine Tochter Antigone: Schuldlos schuldig müssen beide untergehen. Nach einem Worte Sigmund Freuds der erste der modernen Menschen, ist Ödipus verdammt zur Selbsterkenntnis, welche er in gnadenlosem Ringen mit sich selbst zu Tage fördert. Antigone sucht das Duell mit Thebens König, ihrem Onkel Kreon, um das sittliche Gesetz einzuklagen. König Kreon stellt die Staatsräson dagegen, der Zusammenprall vernichtet beide.

Michael Thalheimer bringt zur Eröffnung der Saison am Schauspiel Frankfurt beide Tragödien in einem Doppelprojekt auf die Bühne: »Ödipus / Antigone« an einem Abend. Später können beide Teile auch an verschiedenen Abenden angesehen werden. Der Regisseur Michael Thalheimer, geboren in Münster bei Frankfurt am Main, zählt zu den prägenden Regisseuren seiner Generation. Er begann als Schauspieler und Regisseur am Theater Chemnitz. Später inszenierte er u.a. in Leipzig, Dresden, Stockholm, seit 2000 vorwiegend am Hamburger Thalia Theater und am Deutschen Theater Berlin. Hier zählten »Die Orestie«, Goethes »Faust« und auch »Die Ratten« zu seinen großen Erfolgen. Sechs von seinen Inszenierungen wurden zum Theatertreffen in Berlin eingeladen.

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Ödipus
Schauspiel Frankfurt
Ödipus (Marc Oliver Schulze) und Iokaste (Constanze Becker)
Foto: Sebastian Hoppe

Tragödie und Inhalt der Stücke:

»Der Mythos gibt Antworten ohne Fragen, während die Tragödie Fragen ohne Antworten, Probleme ohne Lösungen entwickelt.« Mit dieser Formel beschreibt Emil Anghern die Neuerung, die die attische Tragödie in ihrer Zeit darstellt. In der Art und Weise, wie die Tragödie den Mythos bearbeitet, spiegelt sich ein grundsätzlicher Umbruch in der Geschichte des Geistes und des Bewusstseins des Menschen von sich selbst. Das 5. Jhdt. v. Chr. ist der Moment der Weltgeschichte, in der sich zum ersten Mal sowohl politisch ein freiheitliches Denken, als auch die Selbstwahrnehmung des Menschen als Individuum in Opposition zu den Göttern herausbildet. Die Tragödie als ureigener Ausdruck dieser Zeit befragt und problematisiert den Mythos. Damit erschüttert sie die Gewissheiten des Denkens, der Erklärung von Welt, wie sie die Mythen zum Ausdruck bringen. Doch bleibt der Mythos lebendig und problematisiert seinerseits die Tragödie. Das Tragische an der Tragödie ist deswegen ein unauflösbares Paradox: Das Paradox, dass der Moment, in dem sich der Mensch zum ersten Mal als ein autonom Handelnder artikuliert und erfährt, derselbe ist, in dem er seine eigene Ohnmacht leidvoll erkennt. Und diese paradoxale Verschränkung von menschlicher Allmacht und Ohnmacht scheint auch nach rund 2500 Jahren noch zu bewegen.

Die mythologischen Grundelemente der Ödipus-Geschichte waren dem Publikum in Athen bekannt. Anders bei »Antigone«: Zwar hatte Sophokles die Figur der Antigone nicht erfunden, die Überlieferung des Mythos gab jedoch kaum Auskunft über das Schicksal der Ödipustochter.
Die Besonderheit, wie Sophokles den Ödipus- Mythos gestaltete, lag darin, dass er nicht den Hergang der ödipalen Verstrickung – wie Ödipus unwissentlich den Vater erschlug und die Mutter ehelichte – auf die Bühne brachte, sondern wie Ödipus selbst diese Wahrheit über sich herausfindet und beurteilt. Damit problematisiert das Stück Möglichkeiten und Konsequenzen der menschlichen Selbsterkenntnis und -beurteilung. Die Frage nach der Schuld liegt außerhalb der Tragödienhandlung.
Das Stück beginnt mit der Schilderung der Pest. Das Volk erwartet Rettung durch seinen König. Ödipus, der als der klügste, mächtigste und fähigste Herrscher gilt, hat bereits seinen Schwager Kreon zu dem Orakel geschickt, um zu fragen, ob er gegen diese Seuche etwas tun könne. Die Antwort lautet, dass eine »Befleckung des Landes«, welche Kreon mit dem ungeklärten Mord an Thebens letztem König Laios in Verbindung bringt, gesühnt werden müsse. Statt ein traditionelles Sühne- und Reinigungsritual anzuordnen, entscheidet Ödipus, sich selbst als Richter einzusetzen und eine rechtsförmige Untersuchung durchzuführen. Dieses nun geschilderte Vorgehen entspricht den Verfahren eines typischen Athener Gerichtsprozesses. Gleich zu Beginn verkündet Ödipus öffentlich das Urteil, das dem Schuldigen droht: Verbannung aus der Gesellschaft. Doch kaum ist die Untersuchung eingeleitet, kaum hat der Seher Teiresias ausgerechnet König Ödipus als den gesuchten Mörder bezeichnet, beginnt das gnadenlose Ringen von Ödipus mit sich selbst um Wahrheit und Selbsterkenntnis. Zur Hoffnung, den Mörder des Laios zu finden, tritt die Angst, ihn in sich selbst zu erkennen. Und alles, was im Laufe der Untersuchung den König zu retten scheint, schlägt in der unerbittlich von ihm selbst weitergeführten Nachforschung ins Vernichtende um. Am Ende ist Ödipus dazu verdammt, sich als Kind und Gatte von Iokaste, als Vater-Bruder seiner Kinder, Mörder seines Vaters zu erkennen und in seiner Funktion als Richter selbst zu verurteilen.

Nach Ödipus’ Selbstbestrafung entbrennt ein Thronfolgekrieg zwischen seinen Söhnen Eteokles und Polyneikes, in dem sich beide gegenseitig töten. Ihr Onkel Kreon erläßt als neuer König ein Bestattungsverbot gegen den Angreifer Polyneikes. Dem Feind der Stadt sei weder Totenruhe noch ein Leben im Jenseits vergönnt. Mit dieser härtesten aller Strafen betont Kreon im Sinne einer Warnung den grundlegenden Unterschied zwischen Freund und Feind des Gemeinwesens, dessen Schutz für ihn an oberster Stelle steht. Antigone übertritt dieses Gebot, indem sie ein höheres, gottgegebenes Gesetz für sich in Anspruch nimmt: die Pflicht ein Familienmitglied zu bestatten und damit die Würde des Einzelnen unterschiedslos über den Tod hinaus zu achten.
Die prinzipielle Unbedingtheit, mit der Kreon und Antigone ihre Haltung vertreten, vernichtet beide. Nachhaltig stellt das Stück damit Forderungen und Verpflichtungen des Individuums und des Staates zur Diskussion. [© Schauspiel Frankfurt]

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Königin Lear (Koningin Lear)

Von: Tom Lanoye
Uraufführung: 8. März 2015 (Amsterdam, Toneelgroep Amsterdam)
Deutschsprachige Erstaufführung: 10. September 2016 (Frankfurt/M, Schauspiel Frankfurt)
Aus dem Niederländischen von: Rainer Kersten

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
10. September 16 (Schauspielhaus)

Regie: Kay Voges / 

Bühne: Daniel Roskamp
Kostüme: Mona Ulrich
Musik: Paul Wallfisch
Video: Robi Voigt
Dramaturgie: Michael Billenkamp

Besetzung:

Elisabeth Lear:
Josefin Platt
Robert Kent: Peter Schröder
Gregory: Viktor Tremmel
Hendrik: Lukas Rüppel
Cornald: Carina Zichner
Connie: Franziska Junge
Alma: Verena Bukal
Oleg: Owen Peter Read

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Königin Lear

Schauspiel Frankfurt
Robert Kent (Peter Schröder), Cornald (Carina Zichner)
© Lukas Gansterer

Elisabeth Lear steht an der Spitze eines weltweit agierenden Großkonzerns. Mit unnachgiebiger Strenge hat sie über Jahrzehnte hinweg das Familienunternehmen geleitet. Jetzt, alt und müde geworden, beschließt sie, die Geschicke des Unternehmens in die Hände ihrer drei Söhne zu legen. Einzige Bedingung: Alle drei müssen einen Eid auf die Liebe zu ihrer Mutter schwören. Ausgerechnet Cornald, der Jüngste und Elisabeths Liebling, entzieht sich dem verlogenen Wettstreit. Erbost über sein Verhalten, verstößt sie ihn und setzt damit eine fatale Ereigniskette in Gang, an deren Ende der Untergang des eigenen Imperiums und ihrer Familie steht. [© Schauspiel Frankfurt]

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Königreich

Von:
Lisa Danulat
Uraufführung: 30. März 2012 (Mainz, Staatstheater Mainz)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere: 30. März 12 (Uraufführung)

Regie: Johannes Schmit
Bühne und Kostüme, Co-Regie: Markus Wagner
Licht: Jürgen Sippert
Dramaturgie: Katharina Gerschler

Besetzung:

Ich:
Stefan Graf, Tilman Rose, Mathias Spaan
DrDr / Pitbull Sheitan: Andrea Quirbach

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Angst hat jeder — zumindest in bestimmten Situationen. Sie ist überlebenswichtig, sie ist Schutzmechanismus. Was aber, wenn Ängste überhand nehmen und den Menschen lebensunfahig machen? Die Angst vor dem Versagen ist in Deutschland längst zur Volkskrankheit geworden. Aber Schuld hat scheinbar nicht mehr das System, sondern der Mensch selbst. In ihrem neuen Stück beschäftigt sich Lisa Danulat, die in der letzten Spielzeit Hausautorin am Staatstheater Mainz war, mit genau den Themen Angst, Versagen und Schuld. In ,,Königreich" öffnet sie die Krankenakten von Patienten der Psychiatrie, verdichtet Arztgespräche, autobiographische Notizen, fröhlich machende Medikamente, Interviewmaterial und Tagebucheinträge zu einer psychosomatischen Collage. Eine Frau (,,ich") trifft in drei Lebensaltern auf sich selbst: ihre Versäumnisse, Sehnsüchte, aber auch auf Merkwürdigkeiten, wie die seit jeher verhasste lila Cordhose oder eine verlorene Vaterfigur, die in Gestalt eines märchenhaften ,,alten Königs" ebenso auftauchen und wieder verschwinden kann, wie sie in den freundlichen Psychiater hineinprojiziert wird, der leider auch keine Verantwortung für das Leben der ,,drei" übernehmen kann. Wie ein DJ unterschiedlichste Musik sampelt und daraus neue Rhythmen entstehen lasst, spielt Lisa Danulat mit Sprache, mit Klischees und Zitaten. Sprühend vor Sprachwitz, tief melancholisch oder alptraumhaft verzerrt, formt sie daraus ihre hoch dramatischen Szenen.  [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de 

Kohlhaas
Nach der Novelle Michael Kohlhaas von Heinrich von Kleist

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 25. Juni 15 (Kammerspiele)
(nach Voraufführungen an der Ludwig-Erhard-Schule FFM)

Ein Solo von und mit: Isaak Dentler
Dramaturgie: Henrieke Beuthner

Besprechung auf kulturfreak.de

Kohlhaas
Kohlhaas
Schauspiel Frankfurt
Vorabfoto mit Isaak Dentler
© Birgit Hupfeld

»Ich bin ein Mensch, dem auf Erden nicht zu helfen ist!«
Dem Rosshändler Michael Kohlhaas werden auf dem Weg zum nächsten Markt seine Pferde abgenommen, ein angeblich neu eingeführter Passierschein soll dies legitimieren. Als er die Tiere zurückverlangt, sind sie in schlechtem Zustand, für ihn wertlos geworden. Kohlhaas ist nicht bereit, diesen Akt der Willkür, der Ungerechtigkeit, hinzunehmen, er klagt gegen die Herrschenden und begibt sich damit in einen erbitterten Streit, der viele Opfer kostet. Heinrich von Kleist schreibt seinen Bericht von dem tobenden und schäumenden Kohlhaas 1810 – und doch scheint dieser Mann, der für die Gerechtigkeit über alle Grenzen geht, ebenso heutig zu sein. Ihm reicht die Empörung nicht aus – er probt den Aufstand. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Kollektion
Inklusives Performanceprojekt für Jugendliche von Martina Droste und Katharina Mantel

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Eine Kooperation mit dem MMK 2. Des Museum für Moderne Kunst

Premiere: 28. Januar 16 (MMK 2 Museum für Moderne Kunst)

Regie: Martina Droste
Dramaturgie: Katharina Mantel

Mit: Sabrina Bauer, Carlotta Gemünd, Sarah Hallwachs, Lilly Hausmann, Jasmin Rohrig; Adrian Fischbeck, Alexander Jäger, Mirko Scheuer, Sebastian Winter

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Kollektion
Junges Schauspiel Frankfurt im MMK2
Ensemble
© Jessica Schäfer

»Mode ist Kommunikation.«
Im Alltag definieren wir unser Gegenüber oft dadurch, wie es sich kleidet. Was passiert, wenn Jugendliche auf eine Mode treffen, die – plötzlich von den Konventionen und Zwängen, uns zu kleiden, befreit – ungeahnte Formen annimmt? Ausgangspunkt für die Theaterperformance der Jugendlichen mit und ohne Behinderung sind die experimentellen, oft nonkonformen Entwürfe des Modeschöpfers Kostas Murkudis und seiner Ausstellung im MMK 2, die Dinge auf ungewohnte Weise zusammenbringt. Im Rahmen der Ausstellung »Tuchfühlung – Kostas Murkudis und die Sammlung des MMK« präsentiert das Junge Schauspiel Frankfurt ein Performanceprojekt, das sich auf die Suche nach Selbstinszenierungen und Identitätsfindung begibt. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Die Kontrakte des Kaufmanns
Eine Wirtschaftskomödie

Von: Elfriede Jelinek
Uraufführung: 16. April 2009 ( Köln, Schauspiel Köln; in Koproduktion mit dem Thalia Theater Hamburg)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
15. Februar 2011 im MA*
Vorstellungen nur bis Ende Februar 2011

Regie: Philipp Preuss
Ausstattung: Philipp Preuss, David Gonter
Dramaturgie: Sibylle Baschung

Mit: Constanze Becker, Lisa Stiegler; Michael Goldberg, Sébastien Jacobi, Nils Kahnwald

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Die Kontrakte des Kaufmanns
Schauspiel Frankfurt
Sébastien Jacobi
© Birgit Hupfeld

Das Schauspiel Frankfurt bespielt im Februar 2011 das MA* (die ehemalige Diamantenbörse) in der Frankfurter Innenstadt. Regisseur Philipp Preuss, der in Frankfurt zuletzt »Alice im Wunderland« mit Valery Tscheplanowa inszenierte, erarbeitete dort Elfriede Jelineks »Die Kontrakte des Kaufmanns«.
Das Stück, in dem sich die Nobelpreisträgerin mit der Finanz- und Wirtschaftskrise auseinandersetzt, wird nun erstmals an einem authentischen Ort gezeigt: Zum Inbegriff für fatale Spekulationen wurde die 1974 eröffnete Diamantenbörse, da sich das groß angelegte Projekt schnell als Millionenverlust erwies. Bevor das 12-geschossige Bürogebäude 2011 komplett entkernt und zu Wohnungen umgebaut wird, hatte der neue Investor Ardi Goldman Frankfurter Künstlern die Räume für Ausstellungen zur Verfügung gestellt.
Das Schauspiel Frankfurt wird nun mit »Die Kontrakte des Kaufmanns« die erste theatralische Bespielung und zugleich das letzte Projekt überhaupt vor dem Umbau des MA* realisieren. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Krabat

Roman von:
Otfried Preußer
Für die Bühne bearbeitet von: Nina Achminow
Uraufführung: 18. Oktober 1994 (München, Prinzregententheater)

Zur Inszenierung des Schausiel Frankfurt:

Premiere: 17. November 12
Wiederaufnahme Saison 2015/16: 15. November 15

Regie: Karin Drechsel
Bühne und Kostüme: Julia Hattstein
Musik: Biber Gullatz
Choreografie: Didi Weyrowitz
Dramaturgie: Claudia Lowin

Besetzung:

Krabat:
Christian Erdt * / Carina Zichner
Kantorka: Wiebke Mollenhauer * / Anna Staab
Der Meister: Markus Graf / Markus Graf
Tonda / Bürgermeister: Christian Bo Salle  / Thorsten Danner (Tonda
Jro: Martin Butzke / Oliver Jaksch
Lyschko: Daniel Rothaug * / Moritz Pliquet
Lobosch: Mario Fuchs / Timo Fakhravar
Staschko: Tobias Escher / Tobias Escher
Petar: Uli Schiffelholz / Uli Schiffelholz
Andrusch: Jens Hilzensauer  / Jens Hilzensauer

Rabe, Bevölkerung, Marktvolk, Osterprozession, Gockel, Altes Weib: Robert Beyer, Christof Fleischer, Gianfranco Gariano, Martin Georgi, Jonas Hackmann, Jim Kallenberg, Sebastian Lange, Van Binh Nghiem, Nikolaos Tsakmakis
 
grün = Wiederaufnahme 2015
* = Mitglied des Schauspiel STUDIO Frankfurt

Besprechung auf kulturfreak.de


Krabat

Schauspiel Frankfurt 2015
Vorabbild mit Carina Zichner
© Maxime Ballesteros

Schnee knirscht unter den Schuhen des Waisenjungen Krabat, als er in der Dreikönigsnacht von einer Vision geleitet die Mühle im Koselbruch erreicht. Hier wird er bereits vom Müllermeister und dessen Gesellen erwartet und als Lehrjunge aufgenommen. Schnell fasst er zu den Müllerburschen Vertrauen, besonders Tonda, der Altgesell, wird Krabats Vertrauter und Freund. Und Freunde kann er brauchen, in dieser Mühle, in der es nicht mit rechten Dingen zugeht. Denn nicht nur das Müllern wird hier gelehrt, sondern auch die dunkle Kunst der Magie. Krabat ist fasziniert von der Zauberwelt, weiß schnell die Annehmlichkeiten seiner magischen Kräfte zu schätzen und ist so, ganz unbemerkt, Teil eines dunklen Spiels geworden.

In einer Inszenierung für die ganze Familie (ab 9 Jahren) wird die Regisseurin Karin Drechsel Otfried Preußlers Roman über Vertrauen und Freundschaft und die Verlockungen von Macht auf die Bühne bringen.   [© Schauspiel Frankfurt]

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Küste (Littoral)

Von: Wajdi Mouawad
und : Isabelle Leblanc

Uraufführung: 1997 (Montréal, Théâtre Ô Parleur/Festival de théâtre des Amériques)
Deutschsprachige Erstaufführung: 19. Februar 2011 (Mainz, Staatstheater Mainz)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz

Premiere: 19. Februar 11 (Deutschsprachige Erstaufführung)

Inszenierung: André Rößler
Bühne: Tine Becker
Kostüme: Simone Steinhorst
Video: Elmar Szücs
Dramaturgie: Katharina Gerschler

Besetzung:

Wilfried:
Lorenz Klee
Vater: Marcus Mislin
Ritter/Jeanne: Andrea Quirbach
Regisseur/Onkel François/Pathologe/Sabbé: Joachim Mäder
Beamter/Tante Marie/Ärztin/Simone: Nicole Kersten
Verkäufer/Tante Lucie/Joséphine: Katharina Knap
Unternehmerin/Onkel Michel/Wazâân: Bernd-Christian Althoff
Onkel Emile/Amé: Tibor Locher

Besprechung auf kulturfreak.de

Ausgerechnet in der aufregendsten Liebesnacht, die Wilfried je hatte, erfährt er vom Tod seines Vaters. Der Vater, den er als Lebenden kaum kannte, wird als Toter höchst lebendig und für Wilfried zum Problem. Unmöglich, ihn zu begraben. Die Familie der Mutter verweigert eine Aufnahme in die Familiengruft. Die Überführung der Leiche in den Libanon, die alte Heimat des Vaters, gerät zur Odyssee. Aufgrund der verlustreichen Kriege sind die Toten im Land längst in der Überzahl und haben alle Grabstellen belegt. Allmählich wird es höchste Zeit, den Vater loszuwerden. Als es Wilfried nach einem beschwerlichen Weg durchs Land endlich gelingt, ihn im Meer zu versenken, hat er Vieles neu erfahren: den Vater, sich selbst und seine eigene von Exil und Entwurzelung geprägte Geschichte.

„Wajdi Mouawad versteht sich und die Protagonisten seiner Stücke als Kinder eines Krieges, als Erben unzähliger geheim gehaltener Geschichten, Traumata, die er auf seinem Theater der einfachen, direkten und plakativen Ästhetik in Zeitreisen durch ganze Familiengeschichten offen legt und damit zu bannen und zu heilen versucht. Es ist ein Theater, das sich ganz bewusst den Trost zum Ziel macht, mit all seinem Pathos und all seiner Naivität.“(Wilfried Sprang, Deutschlandradio Kultur)

André Rößler (*1978) arbeitete zunächst als Schauspieler am Theaterhaus Jena. Im Anschluss studierte er Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Nach seiner Diplominszenierung am Deutschen Theater Berlin arbeitete er am Staatstheater Stuttgart, am Schauspielhaus Graz, am Schauspiel Hannover und am Staatstheater Wiesbaden. Am Staatstheater Mainz zeigte er zuletzt „Frühlings Erwachen! (live fast – die young)“ von Nuran David Calis nach Frank Wedekind, das Karl May-Projekt „Durch die Wüste“ und Wajdi Mouawads „Die Durstigen“. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Kunst (Art)
Komödie

Von:
Yasmina Reza

Uraufführung:
28. Oktober 1994 (Paris, Comédie des Champs-Élysées)
Deutschsprachige Erstaufführung:
29. Oktober 1996 (Berlin, Schaubühne am Lehniner Platz)
Deutsche Übersetzung:
Eugen Helmlé

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
24. Mai 14 (Schauspielhaus)

Regie
: Oliver Reese
Bühne: Hansjörg Hartung
Kostüme: Elina Schnizler
Dramaturgie: Sibylle Baschung

Besetzung:

Marc:
Wolfgang Michael
Yvan: Sascha Nathan
Serge: Martin Rentzsch

Besprechung auf kulturfreak.de


Kunst

Schauspiel Frankfurt
Vorabbild mit Wolfgang Michael, Sascha Nathan, Martin Rentzsch
© Birgit Hupfeld

Du hast doch keine sechs Jahre beim Psychoanalytiker auf der Couch gelegen, um dann deinen besten Freund umzulegen.

Eine Komödie Serge hat sich für eine beachtliche Summe ein Gemälde gekauft: weiße Streifen auf weißem Untergrund. An diesem Bild entzündet sich der Streit zwischen drei Freunden, in dessen Verlauf sich ihr Leben und ihre Beziehungen grundlegend ändern. Serge begeistert sich für das Gemälde, Marc bekämpft es auf das Heftigste und Yvan bezieht, da er es sich mit keinem der anderen verderben will, keine Stellung. Das Kunstwerk dient als Katalysator, mit dessen Hilfe Yasmina Reza auf psychologisch fein gezeichnete Weise die drei Männer, ihre Gefühle, ihre Befindlichkeit, ihre Freundschaft, ja ihr gesamtes bisheriges Dasein auf den Prüfstand stellt – eine wortgewandte Komödie über die Halbwertszeit von Freundschaften für ein furioses Schauspieler-Trio. [ © Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

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