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Theater Stückeinfo: F

Fahrenheit 451

Nach dem 1953 veröffentlichten Roman von:
Ray Bradbury

Der Titel bezieht sich auf die Tempeatur, bei der sich Papier entzündet (232,78°C).
Bekannt ist auch die Filmversion aus 1966 von Francois Truffaut

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere:
30. September 06 (schmidtstrassel 12)

Regie: Florian Fiedler
Grundraum: Joep van Lieshout
Ausstattung: Bernd Schneider
Video: Robert Lehniger, Marc Stephan
Licht: Norman Plathe
Dramaturgie: Sibylle Baschung
Produktionsleitung, Assistenz Ausstattung: Julia Plickat Regieassistenz: Dagmara Lutoslawska
Ton, Beleuchtung, Video, Technik: Matthias Rößler, Joachim Schröder
Maske: Anke Scharlach
Technische Einrichtung: Steve Wagner
Requisite: Uschi Trella, Anja Becker
Regiehospitanz: Daniel Franz
Ausstattungshospitanz: Nicole Jäger
Dramaturgiehospitanz:
Simone Sprengel
und weitere Rollen: Ensemble


Besetzung:

Guy Montag, Feuerwehrmann: Martin Butzke
Mildred, seine Frau: Nadja Dankers
Clarissa, eine Nachbarin: Anne Müller
Beatty, Feuerwehrhauptmann: Aljoscha Stadelmann
Faber, ihr Großvater: Heiner Stadelmann

»Ich kenne keine schönere Utopie als die letzten Bilder dieses zutiefst menschenfreundlichen Films. Ein jeder, der Bücher liebt und leidenschaftlich liest, muß von Ray Bradburys Roman ohnehin gefangen genommen sein.« (Wim Wenders)

Eine noch immer moderne Science-Fiction-Geschichte, die von dem Feuerwehrmann Guy Montag erzählt, der kein Feuer mehr löschen, sondern stattdessen verbotene Bücher verbrennen soll. Bei dieser Arbeit lernt er eine revolutionäre Lehrerin kennen, die sich das Lesen nicht verbieten läßt.
Durch sie (und sein durch sie erwecktes Interesse an Büchern) wird er zum Gejagten, der nicht nur vor der Wahl zwischen zwei Frauen, sondern auch zwischen persönlicher Sicherheit und geistiger Freiheit steht. Die Geschichte  verdichtet sich zu einer unheimlichen Parabel, in der die Menschheit zum ultimativen Bösen wird und der Kampf gegen das Vergessen Liebe ist. [schauspielfrankfurt]i

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Falstaff
nach König Heinrich IV. und V. von William Shakespeare in der Übersetzung von Erich Fried

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere:
24. Februar 07

Regie: Peter Kastenmüller
Bühne: Michael Graessner
Kostüme: Kathi Maurer
Video: Tobias Yves Zintel
Licht: Norman Plathe
Dramaturgie: Sibylle Baschung
Regieassistenz: Paul-Georg Dittrich
Bühnenbildassistenz: Nina Zoller
Kostümassistenz: Kalja Strohschneider
Souffleuse: Brigitta Schirdewahn
Inspizienz: Lisa Ahle
Ton: Joachim Steffenhagen, Philipp ßatcreau
Maske: Karin Junghardt, Lutz Paschke
Technische Produktionsleitung: Josef Dreker
Technische Einrichtung: Andreas Kremer
Requisite: Jens Schönherr, Helmut Slumvoll
Regiehospitanz: Lisa Danulat
Bühnenbildhospitan: Michael Benz, Alexandra Helm
Kostümhospitanz: Kim Stichel
Dramaturgiehospitan: Simone Sprengel, Caro Millner


Besetzung:

Die Partei des Königs
König Heinrich IV.:
Heiner Stadelmann
Heinrich, Prinz von Wales, sein Sohn: Oliver Kraushaar
Sir Walter Blunt: Falilou Seck

Die Rebellen
Heinrich Percy, Graf von Northumberland:
Dirk Bender
Heinrich Percy, genannt Heißsporn, sein Sohn: Martin Butzke
Thomas Percy, Gral von Worcester, Northumberlands Bruder: Wilhelm Eilers

Prinz. Heinrichs Gefährten
Sir John Falstaff:
Josef Ostendorf
Poins: Özgür Karadeniz
Nell Schnell, auch genannt Madame Wuppdich: Susanne Böwe

Gesang (Altus): Niklas Romer
Musik (Laute): Jörg Günther

Ein von Streit zerrissenes Land, ein König, der erst durch Intrigen einer wurde, abtrünnige Verbündete, die sich gegen ihn verschwören, und ein rebellierender Prinz, der sich mit Kleinkriminellen und dem komisch-traurigen Säufer John Falstaff im zwielichtigen Londoner Milieu vergnügt. Erst als die Verschwörer zum Krieg rüsten, stellt sich Prinz Heinrich seiner Verantwortung als Thronfolger und führt das Heer in die Schlacht. Er gewinnt durch eine Intrige, versöhnt sich mit seinem Vater an dessen Sterbebett und wird zum neuen König gekrönt.
Als erste Amtshandlung verbannt er seinen früheren Weggefährten Falstaff, der sich einiges erhofft hatte, und entsorgt damit zugleich seine eigene Vergangenheit, die ihm in seiner neuen Machtposition schaden könnte.
Ein Stück über Verrat, Intrigen und Heuchelei. Wer missbraucht wen und wozu?

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Die Familie Schroffenstein

Von:
Heinrich von Kleist
Uraufführung: 9. Januar 1804 (Graz)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt ~ Junges Schauspiel:
Ein Projekt mit Jugendlichen nach Heinrich von Kleist

Premiere: 19. Oktober 13 (Kammerspiele)

Regie/Bühne: Sebastien Jacobi
Kostüme: Raphaela Rose
Musik: Christoph lacono
Licht: Johannes Richter
Dramaturgie, Coaching: Martina Droste

Besetzung:

Gertrude:
Svenja Kärcher
Santing / Peterchen: Babette Marschner
Agnes: Nélida Martinez
Eustache: Marietta Saggau
Barnabe: Vera Schmidtke
Ottokar: Timo Cromm
Johann: Tim Eriksson
Rupert: Renan Gasim
Jeronimus: Noel Schmidt
Sylvester: Johannes Scholten

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Die Familie Schroffenstein
Schauspiel Frankfurt ~  Junges Schauspiel
Sylvester (Johannes Scholten), Gertrude (Svenja Kärcher), Agnes (Nélida Martinez),
Ottokar (Timo Cromm), Rupert (Renan Gasim), Eustache (Marietta Saggau), Johann (Tim Eriksson)

© Birgit Hupfeld

Eine Familie - zwei Stämme — ein Erbvertrag: Bei Aussterben des einen Stamms fällt der ganze Besitz an den anderen. Die Folge ist endloses Misstrauen. Als ein Junge ertrinkt, kocht die Gerüchteküche über, erbarmungslose Aufklärungswut führt zu Mord und Totschlag bis zur totalenSelbstauslöschung. inmitten dieser in Feindbildern gefangenen Gesellschaft sucht die junge Generation nach einer Identität jenseits der erstarrten Familienordnung. Sie wagt sich hinaus und findet für einen Augenblick den Zauber der Liebe — im Schutz einer Höhle. Doch die Jagd auf sie ist längst eröffnet. Heinrich von Kleist war Mitte Zwanzig, als er sein erstes Stück 1803 schrieb. 210 Jahre später stürzen sich zehn Jugendliche zwischen 15 und 21 Jahren in den Sog seines Textes. Was ist wahr? Welcher Erkenntnis kann ich noch trauen? Bleibt am Ende nur die Desillusionierung in einer entzauberten Welt? [© Schauspiel Frankfurt]

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Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere:
29. März 07

Regie: Simon Solberg
Grundraum: Joep
van Lieshout
Ausstattung: Sebastian Hannak
Video: Philipp Batereau
Licht: Norman Plathe, Matthias Rößler
Dramaturgie: Raphael Kassner
Regieassistenz: Dagmara Lutoslawska
Ausstattungsassistenz: Nina Zoller
Souffleuse: Christine Schneider
Ton, Beleuchtung, Technik: Matthias Rößler
Technische Einrichtung: Marcel Heyde, Joachim Schröder
Maske:
Anke Scharlach
Requisite: Anja Becker, Uschi Trella
Dokumentarfilm Jugendprojekt: Ursula Schmidt
Regiehospitanz: Nicole
Peinz, Adina Sorian
Dramaturgiehospitanz: Elsa Vortisch
Ausstattungshospitanz: Alexandra
Helm, Anna Gross
Statisterie: Winfried Scheffler

Rupert, Graf von Schroffenstein, aus dem Hause Rossitz/

Sylvester, Graf von Schroffenstein, aus dem Hause Warwand:
Roland Bayer
Eustache, Ruperts Gemahlin / Gertrude, Sylvesters Gemahlin: Sascha Icks
Ottokar, Sohn Ruperts und Eustaches: Stefko Hanushevsky
Johann, Ruperts natürlicher Sohn: Sebastian Schindegger
Agnes, Tochter Sylvesters und Gertrudes: Ruth Marie Kröger
Jeronimus von Schroffenstein aus dem Hause Wyk: Bert Tischendorf
Santing / Akrobatik: Tobias Wegner
Aldöbern / Krumping: Ken Chi Kien Duong
Fintenring / Capoeira: Michael Vas
Zwei Ritter / Percussion: Florian Dreßler, Florian Wäldele
Phillip / Peter: Linus Schajka
Ein Mädchen: Natalija Schajka

Wem gehört die Stadt? Zwei Häuser, eine Familie. Stirbt der eine Teil aus, so weist ein Erbvertrag aus alter Zeit seinen Besitz der überlebenden Familie zu. Da wird Peter, der jüngste Sohn Ruperts und Eustaches aus Rossitz tot aufgefunden – Unfall oder Mord? Augenzeugenberichte lenken den Verdacht auf Sylvester, den Chef des rivalisierenden Clans aus Warwand. Die Lage spitzt sich zu, als dort ein Herold von einer wütenden Menge getötet wird. Jeronimus, Freund beider Häuser, versucht im Streit zu vermitteln, doch führen seine gut gemeinten Versuche nur zu neuen Missverständnissen. Während beide Seiten zum Krieg rüsten, haben sich Agnes und Ottokar, die Kinder der verfeindeten Eltern, heimlich im Gebirge getroffen und ineinander verliebt. Indem sie sich vertrauen, beginnen sie den Knoten aus Missgunst und Vorurteilen zu entwirren, der zum Zwist der Familien geführt hat: zum ersten Mal scheint es Hoffnung auf Versöhnung und eine Zukunft ohne Angst zu geben.

In der Inszenierung spielen Schauspieler aus dem Ensemble des schauspielfrankfurt zusammen mit Spezialisten aus der Subkultur der Stadt. Die Tänzer, Musiker, Akrobaten und Kampfkünstler verorten die alte Geschichte neu in einer urbanen Welt unserer Zeit. Wo werden heute Grenzen gesetzt und Mauern gezogen? Wie entsteht aus Vorurteilen und Machtinteressen Gewalt? Welche gesellschaftlichen „Erbverträge“ bestimmen heute unser Leben – und wie ließen sie sich vielleicht verändern? [© schauspielfrankfurt]

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Fauser, mon amour
Nach dem Roman »Der Schneemann« von Jörg Fauser

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 26. Januar 14 (Box)

Regie: Alexander Eisenach
Bühne: Daniel Wollenzin
Kostüme: Raphaela Rose
Dramaturgie: Rebecca Lang

Mit: Linda Pöppel; Christian Erdt, Mario Fuchs, Christoph Pütthoff u.a.

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Stellen Sie sich vor, Sie kommen unverhofft an 2,5 Kilo Kokain. Was tun Sie? Siegfried Blum träumt vom schönen Leben. In München, Amsterdam und Frankfurt versucht er, den weißen Stoff loszuwerden. Nicht nur Interpol ist hinter ihm her, auch Hackensack, ein ehemaliger CIA-Agent, interessiert sich brennend für den »Schnee«. Am Ende ist für Blum alles wie zu Beginn des Romans: »Man blieb, was man war, ein Sieger im Kleinen, auf der langen Strecke zwischen Sekt und Selters«. 1981 schafft der Frankfurter Schriftsteller Jörg Fauser mit »Der Schneemann« seinen künstlerischen Durchbruch. »Fauser, mon amour« ist ein Abend über den Schneemann Blum, die Werke und das Leben Jörg Fausers, der wie Blum gegen eine Gesellschaft anrannte, die ihm den Zutritt verwehrte. [© Schauspiel Frankfurt]

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Faust
Tragödie in zwei Teilen

Von: Johann Wolfgang Goethe
Uraufführung einzelner Szenen: 24. Mai 1819 (Berlin, Schloß Monbijou)
Uraufführung von Teil 1: 19. Januar 1829 (Braunschweig, Nationaltheater)
Uraufführung Teil 2: 4. April 1854 (Hamburg, Schauspielhaus)

Zur Inszenierung des Freien Schauspiel Ensemble Frankfurt:

Premiere: 12. November 16 (Titania FFM-Bockenheim)

Inszenierung: Reinhard Hinzpeter
Regieassistenz: Mina Reinhardt Hassenzahl
Bühne: Gerd Friedrich
Kostüme: Sandra Meurer
Dramaturgie: Sten Volkemer

Es spielen: Axel Gottschick, Bettina Kaminski

Arzt, Wissenschaftler, Esoteriker, Magier, Philosoph, Genie, Tatmensch, Lebemann. – Was ist Faust?
Tödlich gekränkt, weil das Universum ihm, dem „Ebenbild der Gottheit“, sein Geheimnis nicht preisgibt, verschreibt Faust Mephisto seine Seele, um sich in die Höhen und Tiefen des menschlichen Daseins zu stürzen und durch Handeln, Erleben und Erleiden die Welt zu begreifen. Erobert im Fluge durch reiche Geschenke und rhetorische Brillanz das Herz eines einfachen Mädchens, dessen natürliche Unschuld und Schönheit ihn in den Bann zieht. Schwängert sie und reist ab, den metaphysischen Abenteuern der Walpurgisnacht entgegen. Zeigt einer bankrotten Regierung, wie man Finanzkrisen spielend bewältigt, indem man aus dem Nichts Geld schöpft.
Erhält als Dankeschön einen Landstrich am Meer, wo er alteingesessene Küstenbewohner vertreibt, durch drakonische Fronarbeit Land gewinnt und plant, „auf freiem Grund mit freiem Volk“ einen Staat zu errichten.
Ist dieser Faust mit seinen unseligen Widersprüchen – seinem besitzergreifenden Egozentrismus, seinem Größenwahn, seiner Menschenverachtung, seinem Traum von Reinheit, Freiheit, Gleichheit, seiner „Nach mir die Sintflut“-Mentalität - die faszinierende und zugleich erschreckende Inkarnation eben jenes neuen Zeitalters, das eine rasende Entwicklung von Wissenschaft und Technik mit sich brachte, aber die existenzielle Gefährdung der Menschheit unübersehbar werden lässt?  [© Freies Schauspiel Ensemble]

www.freiesschauspiel.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Urfaust ~  Nach Johann Wolfgang von Goethe

Premiere: 17. Januar 14

Inszenierung: Robert Borgmann
Bühne: Rocco Peuker
Kostüme: Zarah Lili Gutsch
Musik: Sven Michelson
Licht: Peter Meier
Dramaturgie: Katharina Gerschler

Mit: Monika Dortschy, Carolin Haupt, Stefan Graf, Lorenz Klee, Tibor Locher, Isabel Sippel

Kinder: Emely Floch, Lena Mrse / Lenja Keller, Lucy Schwarz
Musiker: Sven Michelson, Isabel Aquilera

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Ein Höllentrip in die Seelen und durch die menschliche Lebens- und Liebesexistenz: Sein „Sinn ist zu“, sein „Herz ist tot“. Der gefragte Regisseur Robert Borgmann inszeniert diesen Klassiker.

www.staatstheater-mainz.de

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Zwei Regisseure stellen sich in Frankfurt Goethes »Faust« und bringen je einen Teil der Tragödie in einem Doppelprojekt auf die Bühne. Begleitet von dem Puppenspiel »Doktor Faustus« speziell für Kinder und einem breit angelegten theaterpädagogischen Programm eröffnet das Schauspiel Frankfurt die Spielzeit 2012/13 mit einem thematischen Schwerpunkt.

Das Schauspiel Frankfurt bringt zum Beginn der Spielzeit 2012/13 beide Teile von Goethes »Faust« auf die Bühne des Schauspielhauses. Zwei Regisseure nehmen sich in unabhängiger Konzeption je einem der Teile an:
Stefan Pucher inszeniert »Faust. Erster Teil« mit Marc Oliver Schulze in der Titelrolle und Alexander Scheer als Mephisto.
Günter Krämer erarbeitet mit »Faust. Zweiter Teil« seine zweite Schauspiel-Inszenierung am Schauspiel Frankfurt. Zu sehen sind u.a. Wolfgang Michael (als Faust), Constanze Becker (als Mephisto) und Valery Tscheplanowa (als Helena, Baucis und die Sorge).

Die Premieren am 14. und 15. September 2012 bilden zugleich einen Fokus im Rahmen der Frankfurter Goethe Festwoche 2012. Flankiert durch ein umfangreiches theaterpädagogisches Bildungs- und Begleitprogramm werden u.a. Frankfurter Hauptschüler eine eigene »Faust«-Performance erarbeiten und auf der großen Bühne präsentieren. Eine neue Vortrags- und Gesprächsreihe unter dem Titel »Nach dem Fortschritt« entwickelt Gedanken und Impulse ausgehend von Goethes »Faust«.
Am 22. September folgte dann die Premiere »Doktor Faustus« nach Christopher Marlowe als Puppenspiel speziell für Kinder ab 10 Jahren.

Beide »Faust«-Teile sind fünf Wochen lang (bis zum 21. Oktober 2012) in einer einmaligen En-suite-Bespielung zu sehen. Die 34 geplanten »Faust«- Vorstellungen im Schauspiel Frankfurt bieten Platz für rund 23.000 Zuschauer. Es sind sowohl Doppelvorstellungen beider »Faust«-Teile als auch Vormittagstermine für Schulklassen vorgesehen. Vor jeder Vorstellung findet eine Stückeinführung statt. Der Vorverkauf für alle angesetzten »Faust«-Termine läuft bereits seit dem 10. Februar 2012.
Die Deutsche Bank unterstützt den Frankfurter »Faust« als Hauptsponsor („mit einem mittleren sechsstelligen Betrag“).

Premiere Faust. Der Tragödie erster Teil: 14. September 12

Regie:
Stefan Pucher
Bühne: Barbara Ehnes
Kostüme: Marysol del Castillo
Musik: Christopher Uhe
Video: Chris Kondek
Dramaturgie: Michael Eberth

Besetzung:

Faust:
Marc Oliver Schulze
Mephisto:
Alexander Scheer
Margarete:
Henrike Johanna Jörissen
Marthe: Josefin Platt
Wagner: Mathis Reinhardt
Schüler / Valentin: Vincent Glander
Hexe: Heidi Ecks
Zwei Frauen: Heidi Ecks, Josefin Platt

Musiker: Michael Mühlhaus / Leo Auri, Robert Kretzschmar, Adrian David Krok, Masha Qrella, Ramin Bijan,

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Faust. Erster Teil
Schauspiel Frankfurt
Margarete (Henrike Johanna Jörissen)
© Birgit Hupfeld

Faust ist am Ende. Er, Professor, Forscher, Philosoph, Magier ist gescheitert. Das Wissen des Absoluten bleibt unerreicht und keine seiner Methoden hat sich als brauchbar erwiesen, dem Kern des Lebens auf die Spur zu kommen. Hoffnungslos, aber immer noch getrieben, hält er sein Leben für wertlos. Doch den Schritt in den Tod wagt er nicht.
Kirchenglocken und Engelsgesang halten ihn ab, die Phiole mit dem Schlaftrunk zu leeren, die Erinnerung an seine Kindheit scheint auf, in der ihn noch nicht jener Erkenntniszwang quälte. Doch wie soll man leben, wenn alle bekannten Mittel versagen? Da tritt Mephisto in Fausts Leben und bietet ihm einen Pakt an: jeder Wunsch soll Faust erfüllt werden, aber wenn er für einen Augenblick mit der Welt versöhnt ist, fällt Mephisto im Gegenzug Fausts Seele zu. Die Reise der beiden beginnt. Faust steigert sich in maßlose, hybride Allmachtsphantasien. Wenn schon nicht im Wissen die Seligkeit liegt, dann vielleicht im Rausch? Von Drogen aufgeputscht, geblendet durch Zauberei, will er das Mädchen Gretchen besitzen. Sein Liebestrieb endet in Zerstörung. Egozentrisch auf die eigene Glückssuche fixiert, verschuldet er Gretchens Untergang und den ihrer Familie.
Faust kann nicht gewinnen. Ein Riss zieht sich durch ihn hindurch. Omnipotent, gottgleich, allwissend will er sein und ist doch ein Mensch. Grenzenlosigkeit will er und erfährt doch nur die eigene Beschränktheit. Er scheitert an sich selbst, an seiner unmäßigen Gier nach Wissen und seinem Wunsch nach Befriedigung. Die Wette mit dem Teufel ist dabei die Weiterformulierung seines Dilemmas – unmöglich ist, was er sich wünscht. Denn das Verweilen, also die Befriedigung der Sehnsucht nach dem Glück ist nur in Allianz mit dem Verlust der eigenen Freiheit zu haben. Der Augenblick, der alle irdischen Beschränkungen niederwirft, die Absolutheit ergründbar und erfahrbar werden lässt, wird somit zugleich zum Augenblick der ewigen Gefangenschaft.

Premiere Faust. Der Tragödie zweiter Teil: 15. September 12

Regie: Günter Krämer
Bühne: Herbert Schäfer
Kostüme:
Falk Bauer
Choreinstudierung Uwe Hergenröder
Licht Johan Delaere
Dramaturgie Sibylle Baschung

Besetzung:

Faust/Philemon:
Wolfgang Michael
Mephisto: Constanze Becker
Helena/Baucis/Die Sorge: Valery Tscheplanowa
Lynkeus: Wilfried Elste
Euphorion/Wanderer: Nico Holonics
Prolog: Lore Stefanek

Chor, Trommler: Sophia Anspach, Nuriye Arslanoglo, Magdalena Baltz, Daniela Fonda, Ezgi Ovali, Neele Pettig, Larissa Robinson, Katarina Schmidt, Vera Schmidtke, Johanna Seitz, Elena Weber, Marlene Zimmer, Robert Stripling / Volker Kehl

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Faust. Zweiter Teil
Schauspiel Frankfurt
Faust (Wolfgang Michael), Helena (Valery Tscheplanowa), Lynkeus (Wilfried Elste)
© Birgit Hupfeld

Der zweite Teil von Goethes epochalem Weltgedicht verhandelt in seiner inhaltlichen und formalen Maßlosigkeit die Unerlöstheit des modernen Menschen, der sein Heil im ewigen Fortschreiten und im gottgleichen Schöpfertum zu erreichen glaubt. Dabei sprengt es mit seiner nahezu unerschöpflichen Themen- und Formenvielfalt die Grenzen eines herkömmlichen Theaterstückes. Fausts Streben nach dem »höchsten Dasein« führt ihn auf eine ungeheuerliche, phantastische Reise durch Zeit und Raum. In fünf disparaten, inhaltlich abgeschlossenen Akten entwickelt sich der suchende Wissenschaftler aus dem ersten Teil der Tragödie zum Künstler, dann zum geschichtlich handelnden Unternehmer, um sich am Ende in der politischen Vision einer freiheitlichen Weltordnung scheinbar selbst zu vollenden.
Faust, der Geistesmensch, will in die Welt: Er will das Leben durch Selbsterfahrung in seiner Totalität erfassen und begreifen. Der Weg in die »große Welt«, die ihm Mephisto im ersten Teil ankündigt, führt über die »kleine Welt« von Gretchen. Faust macht sich schuldig: sein unbedingter Wille, Gretchen zu besitzen, verursacht in gelebter Konsequenz ihren Tod. So wird der Schritt in die »große Welt« der Gesellschaft, der Politik, der Ökonomie, der Kultur und der technischen Naturbeherrschung zum Schritt über Gretchens Leiche, und das Trauma von Fausts Liebes- und Lebensunfähigkeit zur Triebfeder seiner verzweifelten, phantasmagorischen Suche nach Erlösung, die sich in übersteigerten Allmachtsphantasien verliert.
Auf seinem Weg rettet Faust das marode Kaiserreich, allerdings nur kurzfristig und mit Hilfe von Mephisto, der zu diesem Zweck das Papiergeld erfindet. Erst später zeigt sich die wahre Natur der durch nichts als sich selbst gedeckten „Zauber-Blätter“. Das Reich versinkt in Anarchie und den aufkommenden Bürgerkrieg gewinnt Faust nur mit zwielichtigen Mitteln und Methoden, was ihm die Verwaltung der Reichsküste einbringt. Auf den gescheiterten Versuch, das moderne, grenzenlose Streben von Faust mit dem antiken Maß und der Schönheit Helenas dauerhaft zu vereinigen, folgt ein großangelegtes Kolonisationsunternehmen. Mit gigantischen Damm- und Kanalkonstruktionen wird das Meer trockengelegt, um Land zu gewinnen. Faust, der Ingenieur, konstruiert auf Kosten der überlieferten Verhältnisse und der lebendigen Gegenwart nichts Geringeres als eine neue Welt. In seinen hypertrophen Visionen einer besseren Gesellschaft genießt er am Ende seines Lebens endlich den lang ersehnten höchsten Augenblick. Es ist der Moment, in dem Faust dauerhaftes Wachstum, unbegrenzte Wohlstandsvermehrung erreicht zu haben meint. Doch die Sorge ließ ihn bereits erblinden. So träumt sich Faust auf den Höhepunkt seiner Vervollkommnung, welcher zugleich der Höhepunkt seiner Verblendung darstellt. Die Realität hat er endgültig ausgeblendet zu Gunsten halluzinatorischer Welten. Und erst im Tod findet Faust das erlösende Ende seiner Suche nach dem Kern des Lebens.  [© Schauspiel Frankfurt]

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FaustIn and out
Sekundärdrama zu Urfaust

Von: Elfriede Jelinek

Uraufführung:
9. März 2012 (Zürich, Schauspielhaus Zürich)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
27. September 12

Regie:
Julia von Sell
Kostüme: Michaela Kratzer, David Gonter
Bühne: Barbara Ehnes
Licht: Johan Delaere
Dramaturgie: Anita Augustin

Mit: Sandra Gerling, Bettina Hoppe

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Wenn die große Faust-Show vorbei ist, geht’s los. Dann steigt eine After-Show-Party der besonderen Art. Bühne frei für die Figuren aus Elfriede Jelineks Wundertüte (die Büchse der Pandora ist ein Klacks dagegen). Wir begegnen einem Mann namens Papa, der seine Tochter in den Keller sperrt, weil das Mädel so sexy ist. Wir treffen eine Frau mit Depressionen, die ständig zum Arzt rennt, statt sich endlich umzubringen. Das Gör mit den aufgeschlitzten Pulsadern, der Kerl mit dem Kastenwagen – sie alle treiben sich auf der Bühne herum und reden, reden, reden. Jelinek-Sound: brillant, böse, komisch. [© Schauspiel Frankfurt]

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Feelgood

Von:
Alistair Beaton
Deutsch von: Andreas Pegler

Fegefeuer in Ingolstadt

Von:
Marieluise Fleißer
Uraufführung der nicht erhaltenen Fassung von 1924: 25. April 1926 (Berlin, Junge Bühne Berlin im Deutschen Theater)
Erstaufführung der Neufassung: 30. April 1971 (Wuppertal, Wuppertaler Bühnen)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (Ausbildungsbereich Schauspiel) und der Hessischen Theaterakademie

Premiere: 15. März 13

Regie:
Constanze Becker
Bühne/Kostüme: Sascha Groß
Licht: Johannes Richter
Dramaturgie: Martina Grohmann
Musikalische Einstudierung: Björn Breckheimer

Besetzung:

Olga Berotter: Sidonie von Krosigk
Clementine Berotter:
Regina Vogel
Christian Berotter / Crusius:
Markus Gläser
Roelle:
Philipp Quest
Seine Mutter:
Carina Zichner
Protasius / 2. Ministrant:
Damjan Batistic
Peps / 1. Ministrant:
Stephan Weber
Hermine Seitz:
Sabrina Frank

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Fegefeuer in Ingolstadt
Schauspiel Frankfurt
Hermine (Sabrina Frank), Peps (Stephan Weber), Roelle (Philipp Quest)
© Birgit Hupfeld

Die Vertreibung aus dem Paradies. Eine Gemeinschaft braucht ihren Außenseiter, zumal in der Provinz. Einer bietet sich an: Roelle hat einen Blähhals – daran ist nichts zu ändern, nicht durch die Mutter, die es nur gut meint, nicht durch die Beichte, nicht durch ein Mädchen, das geheiratet werden will, nicht durch die Wissenschaft. Wenn schon Freak, dann versucht Roelle aus diesem Posten wenigstens etwas herauszuholen, indem er sich zum Heiligen stilisiert. Olga steht auch auf der Kippe. Sie ist schwanger und keiner will von »so einer« was wissen, schon gar nicht der Kindsvater. Ausgerechnet Roelle entschließt sich, ihr Schutzengel zu werden – notfalls mittels Erpressung. Was, wenn nur einer, der für alle anderen ein Niemand ist, zu einem hält? Jeder Rettungsversuch treibt beide immer weiter in die Enge. [© Schauspiel Frankfurt]

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Fettes Schwein (Fat Pig)

Von:
Neil La Bute
Deutsch von: Frank Heibert
Uraufführung: 15. Dezember 2004 (New York, MCC Theatre Produktion im Lucille Lortel Theatre)
Deutschsprachige Erstaufführung: 2. Oktober 2005 (Hannover, Schauspiel Hannover)

Die Feuerzangenbowle
Komödie in 15 Bildern

Von: Heinrich Spoerl
Bühnenbearbeitung: Wilfried Schroeder
Uraufführung: 15. Dezember 1983 (Hamburg, Die Maske)

Zur Inszenierung der Burgfestspiele Bad Vilbel

Premiere: 4. Juni 11

Regie: Adelheid Müther
Ausstattung:
Doris Engel
Liedeinstudierung: Dietrich Stern
Lichteinrichtung: Jan Langebartels
Regieassistenz: Maren Van Severen
Regiehospitanz: Marie Menesi

Besetzung:

Dr. Johannes Pfeiffer: Tilmar Kuhn
Justizrat Fleisch/Direktor Knauer: Volker K. Bauer
Bankier Etzel/Bömmel: Jens Wachholz
Apotheker Fröbel/Prof. Crey: Hans-Jörg Frey
Dr. Hellwig/Oberschulrat: Harald Heinz
Eva Knauer: Alexandra Finder
Rudi Knebel: Arne Obermeyer
Der kleine Luck: Alexander Weikmann
Husemann: Martin Brücker
Rosen: Martin Küpper
Melworm: Daniel Alexander Kuschewski
Ackermann: Dennis Pfuhl
Frau Windscheid: Zeljka Preksavec
Marion: Claudia Kraus

Besprechung auf kulturfreak.de


Die Feuerzangenbowle

Burgfestspiele Bad Vilbel
vlnr: Dr. Hellwig (Harald Heinz), Justizrat Fleisch (Volker K. Bauer), Bankier Etzel (Jens Wachholz),
Dr. Johannes Pfeiffer (Tilmar Kuhn), Apotheker Fröbel (Hans-Jörg Frey)

Foto: Eugen Sommer


"Wat is en Dampfmaschin? Da stelle mer uns mal janz dumm." Zitate aus der „Feuerzangenbowle“ sind längst in den Sprachschatz von Generationen eingegangen. Die Komödie um verschrobene Lehrkörper,  einfallsreiche Schülerstreiche und erste Liebe ist "Ein Loblied auf die Schule, aber es ist möglich, dass die Schule es nicht merkt.“

www.kultur-bad-vilbel.de  

Flieg, Oberst, flieg! (The Colonel Bird)

Von: Hristo Boytchev (* 1950)

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt in der Reihe nachtschwärmer im Zwischendeck:

Premiere:
14. März 07

Regie: Paul-Georg Dittrich
Dramaturgie: Jens Groß
Bühne: Julia Plickat
Musik: Christopher Brandt

Besetzung:

Doktor:
Christopher Brandt
Pepa: Anne Müller
Matej: Moritz Peters
Hatcho: Sebastian Schindegger
Fetisov: Heiner Stadelmann

Boytchevs Stück ist eine absurde und rabenschwarze Komödie über den Militärdienst und die Schäden, die er in den Köpfen der Beteiligten verursacht. In einem abgelegenen Krankenhaus im Balkan bringt ein ehemaliger russischer Offizier, der seit Jahren geschwiegen hat, die anderen Patienten plötzlich dazu, unter seinem Kommando eine militärische Einheit zu bilden. Mit dem neuen Lebensinhalt gesunden die Kranken rasch und brechen nach Westeuropa auf.

www.schauspielfrankfurt.de

Floh im Ohr (La puce á l´oreille)
Komödie

Von: Georges Feydeau
Uraufführung: 2. März 1907 (Paris, Théătre des Nouveautés)

Zur Inszenierung der Burgfestspiele Bad Vilbel:

Graffiti_FlohImOhr®BurgfestspieleBadVilbel

Premiere: 5. Juni 09

Regie: Barbara Neureiter
Ausstattung: Dorit Lievenbrück
Regieassistenz: Hanna Diekneite

Besetzung:
Victor-Emmanuel Chandebise/Poche):
Maximilian Wigger
Camille Chandebise: Jens Wachholz
Romain Tournel: Stephan Ullrich
Dr. Finache: Kai Möller
Carlos Homenides de Histangua: Volker Weidlich
Augustin Ferraillon: Volker Niederfahrenhorst
Etienne/Baptistin: Herbert Schöberl
Rugby: Frank Rebel
Raymonde Chandebise: Marina Matthias
Lucienne Homenides de Histangua: Angelika Bartsch
Olympe: Magdalena Helmig
Antoinette: Jessica Walther-Gabory
Eugenie: Miriam Kohler

Besprechung auf kulturfreak.de


Floh im Ohr
Burgfestspiele Bad Vilbel
Lucienne Homenides de Histangua (Angelika Bartsch) & Raymonde Chandebise (Marina Matthias)
Foto: Eugen Sommer

Man nehme: eine mysteriöse Postsendung, eine misstrauische Ehefrau, einen eifersüchtigen Gatten, einen ahnungslosen Doppelgänger, setze sie in einen herrschaftlichen Salon und ein verrufenes Etablissement, gebe alles in die Hand eines vortrefflichen Komödienschreibers und man erhält eine der witzigsten Komödien aus der Zeit der Belle Epoche.

Mehr Infos zu den Burgfestspielen Bad Vilbel

www.kultur-bad-bilbel.de

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

In der Übersetzung von: Elfriede Jelinek

Premiere: 7. Oktober 2005 / Großes Haus

Regie: Simone Blattner
Bühne: Alain Rappaport
Kostüme: Marcella Maichle
Musik: Christopher Brandt
Licht: Frank Kaster
Dramaturgie: Claus Caesar


Darsteller:
Victor-Emmanuel Chandebise:
Joachim Nimtz
Poche: Joachim Nimtz
Camille Chandebise: Stefko Hanushevsky
Romain Tournel: Ben Daniel Jöhnk
Dr. Finache: Felix von Manteuffel
Carlos Homenides de Histangua: Sebastian Schindegger
Augustin Ferraillon: Andreas Haase
Etienne: Rainer Frank
Rugby: Jörg Kleemann
Baptistin: Heiner Stadelmann
Raymonde Chandebise: Anita Iselin
Lucienne Homenides de Histangua: Abak Safaei-Rad
Olympe: Nicole Stelten
Antoinette: Sandra Bayrhammer

Besprechung des Stücks auf kulturfreak.de

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Frankfurt
Rainald Grebe

Ein musikalischer Abend von Rainald Grebe und vielen Frankfurtern am Schauspiel Frankfurt

Premiere: 1. November 14 (Schauspielhaus)

Regie: Rainald Grebe
Musik: Jens-Karsten Stoll
Bühne: Jürgen Lier
Kostüme: Kristina Böcher
Musikalische Leitung: Jens-Karsten Stoll
Video: Marc Schnellbach
Licht: Ellen Jäger
Dramaturgie: Claudia Lowin

Mit: Franziska Junge; Christoph Pütthoff, Martin Rentzsch und Frankfurt/Oder-Mainer Bürgerinnen und Bürger (Monika Barakat, Karoline Bialas, Stephanie Erben, Manuela Koik, Anita Michel, Jörg Döhmer, Georg Wilhelm Koik)

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Frankfurt ~ Ein Abend von Rainald Grebe und vielen Frankfurtern
Schauspiel Frankfurt
Franziska Junge, Christoph Pütthoff, Martin Rentsch
Monika Barakat, Anita Michel, Stephanie Erben, Manuela Koik, Georg Wilhelm Koik, Jörg Döhmer

© Birgit Hupfeld

Weil Frankfurt so gross ist, drum teilt man es ein, in Frankfurt an der Oder und Frankfurt am Main.

Städte haben ihre eigenen Geschichten und diese aufzuspüren, schafft Möglichkeiten, sie besser kennenzulernen. Und Menschen, die das Antlitz einer Stadt prägen, erzählen die besten Geschichten. Aber was, wenn es immer weniger werden? Das Problem hat Frankfurt/Main ganz sicher nicht, aber die Stadt mit dem gleichen Namen an der polnischen Grenze, Frankfurt/Oder, muss sich diesem Thema stellen.

Rainald Grebe wird sich in der boomenden Stadt am Main mit der sterbenden Stadt an der Oder beschäftigen und danach fragen, was sich dort in den letzten 25 Jahren seit den glücksversprechenden Verheißungen der Wende getan hat. Faktisch hat sich die Einwohnerzahl von Frankfurt/Oder in der Zeit um zwei Drittel verringert, die von Frankfurt/Main hingegen steigt permanent an. Und ganz sicher leben auch einige ehemalige Frankfurt/Oderaner mittlerweile am Main. Frankfurt trifft Frankfurt. Eine Städtereise der besonderen Art.

Rainald Grebe steht auf der Bühne, weil er schon immer seine eigenen Texte und Lieder an die Leute weitergeben wollte. Seine Theaterabende sind gespielte, getanzte, gesungene Zeitansagen. Aktuelle Zeitrevuen. Und dann fällt Alice immer in ein Loch und folgt dem weißen Kaninchen. Grebe, Schauspieler, Regisseur, Liedermacher, Kabarettist und Autor, gilt als einer der eigenwilligsten Künstler Deutschlands und inszeniert zum ersten Mal am Schauspiel Frankfurt.[© Schauspiel Frankfurt]

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Frankfurter Rendezvous
Musikalische Vollversammlung auf dem Willy-Brandt-Platz
Schorsch Kamerun

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
5. Juni 14 (Willy-Brandt-Platz / Zuschauerbereich im Inneren des Theatergebäudes)

Regie: Schorsch Kamerun
Bühne: Katja Eichbaum
Kostüme: Tabea Braun
Musik: Les Trucs
Dramaturgie: Hannah Schwegler

Mit: Franziska Junge; Mario Fuchs, Schorsch Kamerun, Oliver Kraushaar, Keith Stonum u.v.a.


Frankfurter Rendezvous
Schauspiel Frankfurt
Vorabbild mit Oliver Kraushaar, Keith Stonum, Franziska Junge, Schorsch Kamerun, Mario Fuchs
© Birgit Hupfeld

Erstmal raus auf den Platz, zu den andern!

Was passiert, wenn in Frankfurt die parallel laufenden Milieus, Geschichte und Gegenwart, die Anonymseinwollenden und Lokalpatrioten, die Ordner und Banker, die verlierenden oder gewinnenden Urbanisten künstlich gemischt werden, komprimiert vor der Euro-Skulptur? Moderne Mix-Gesellschaft oder archaisches Schlachtfeld, verdrängende Gentrifizierung oder Chance für alle? Schorsch Kamerun, Sänger der Hamburger Band »Die Goldenen Zitronen« und Theaterregisseur, hat aus diversen Interviews mit Menschen aus dem Frankfurter Bahnhofsviertel eine »Oper zwischen den Fronten« geschrieben. Mit Musikern, Schauspielern und vielen, unterschiedlichsten Mitmachenden aus Frankfurt sollen an sieben Sommerabenden auf dem Willy-Brandt-Platz die Träume, Krisen und Strategien musikalisch und spektakulär verdichtet werden, die unsere überkomplexe Gegenwart spiegeln. [© Schauspiel Frankfurt]

Weitere Termine: 7. / 8. / 9. / 19. / 20. / 21. Juni – Nur im Juni!

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Fräulein Julie (Fröken Julie)
Ein naturalistisches Trauerspiel in einem Akt

Von:
August Strindberg
Uraufführung: 14. März 1889 (Kopenhagen)
Deutsche Erstaufführung: 3. April 1892 (Berlin, Freie Bühne)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
20. Dezember 15 (Box)

Regie: Daniel Foerster
Ausstattung: Lydia Huller, Robert Sievert
Dramaturgie: Henrieke Beuthner

Besetzung:

Fräulein Julie:
Katharina Bach
Kristin: Verena Bukal
Jean: Alexej Lochmann

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Mittsommernacht: die Menschen feiern, tanzen, trinken. Die Nacht kennt keine Dunkelheit und wo der Tag in tiefster Finsternis kein Ende und keinen Anfang findet, verschwimmen auch die Grenzen von Stand und Hierarchie. So finden sich in einer Küche das Fräulein Julie und ihr Knecht Jean. Übermütig vom Wein und Tanz, lassen sich die beiden auf ein gefährliches Spiel um Lust, Abhängigkeit und Unterwerfung ein. Doch was in der Nacht voller Leichtigkeit möglich erscheint, zeigt sich im Morgengrauen entzaubert und als schonungslose Realität.

Mit »Fräulein Julie« stellt sich Daniel Foerster im REGIEstudio am Schauspiel Frankfurt vor und wird die Abgründe einer nachttrunkenen Liebessucht inszenieren.[© Schauspiel Frankfurt]

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Die Frau, die gegen Türen rannte (The Woman Who Walked Into Doors)

Roman von:
Roddy Doyle
Theaterfassung von: Oliver Reese
Deutsch von: Renate Orth-Gutman
Deutschsprachige Erstaufführung:
22. Oktober 2010 (Frankfurt, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
22. Oktober 10 (Deutschsprachige Erstaufführung)

Regie:
Oliver Reese
Bühne: Olga Ventosa Quintana
Kostüme: Lene Schwind
Dramaturgie:
Sibylle Baschung

Mit: Bettina Hoppe

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Die Frau, die gegen Türen rannte
Schauspiel Frankfurt
Paula Spencer (Bettina Hoppe)
Foto: Birgit Hupfeld

Paula Spencer hat früh geheiratet: Charlo – ihre Jugendliebe. Er vergöttert sie. Ihre Verletzungen erklärt sie immer wieder damit, dass sie gegen eine Tür gelaufen sei. Nun ist Charlo tot. Und Paula beginnt zu sprechen. Ohne Sentimentalitäten oder moralischen Zeigefinger veröffentlicht sie ihre Geschichte – ein furioser Monolog über eine enttäuschte Liebe, die Flucht in den Alkohol und den unermüdlichen Versuch, das Leben aus eigener Kraft in den Griff zu bekommen. [© Schauspiel Frankfurt]
 
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Frau Sperlings Raritätenladen
Nach der Komödie "Sperlings Raritätenladen" von Erwin Kreker

Zur Inszenierung des Volkstheater Frankfurt ~ Liesel Christ:

Premiere:
11. Februar 12

Hessische Fassung: Natascha Retschy
Regie: Peggy Lukac
Bühnenbild: Rainer Schöne
Kostüme: Bärbel Christ-Heß und Claudia Rohde

Besetzung:

Klara Sperling: Erika Skrotzki
Alexander Sperling, ihr Mann: Heinz Harth
Anna, beider Tochter: Iris R. Hassenzahl
Alfred von Schönbaum: Helmut Potthoff
Paul, sein Sohn: Tino Leo
Professor Dr. Weilersheimer: Thomas Hessdörfer
Elvira Dorsch: Verena Wüstkamp
Dr. Langner, Rechtsanwalt: Steffen Wilhelm

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Frau Sperlings Raritätenladen
Volkstheater Frankfurt Liesel Christ
Ensemble
© StU GRA PHO

Frau Sperling kommt mit ihrem Sachsenhäuser Trödellädchen gerade mal so über die Runden. Da stolpert eines Tages der bekannte Kunstexperte Professor Dr. Weilersheimer durch die Ladentür und entdeckt einen echten Rubens.
Jetzt überschlagen sich die Ereignisse: Der kleine Trödelladen rückt in das Licht der Öffentlichkeit. Über Nacht sind die Sperlings reiche Leute, der Heirat ihrer Tochter Helga mit Werner, dem Sohn aus wohlhabender, adliger Familie, scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Doch so viel Glück auf einmal kann es nicht geben. Hindernisse stellen sich in den Weg, die Frau Sperling beherzt und mutig aus dem Weg räumen muss.
Eine turbulente Komödie um das menschliche Glück!

www.volkstheater-frankfurt.de

Freiraum
Jugendclubprojekt von Martina Droste und Chris Weinheimer
Uraufführung: 7. Jun i2015 (Franfurt/M, Schauspiel Frankfurt im Bockenheimer Depot)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt - Jugendclub:

Premiere: 7. Juni 15 (Bockenheimer Depot)

Regie: Martina Droste und Chris Weinheimer
Bühne: Julia Scheurer
Kostüme: Michaela Kratzer

Besetzung: Sabrina Bauer, Lea Becker, Viktoria Lessing, Hannah Müller-Eising, Lena Scholz, Nicola Wolf; Max Ackfeld, Ramón Böhme, Adrian Fischbeck, Philmon Ghide, Mikail Öztürk, Justus Schultz

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Freiraum

Schauspiel Frankfurt
Vorabfoto mit dem Ensemble
© Birgit Hupfeld

Ich bin nämlich eigentlich ganz anders, aber ich komme nur so selten dazu.
»Freiraum, das ist einfach ein Raum, wo ich mache, was ich will«, sagt Nicola und stellt fest: das ist leichter gesagt als getan. Was bedeutet Autonomie? Eine Rolle spielen, die Form wahren, Fassaden aufrechterhalten – ist das Begrenzung oder Befreiung? Freiheit ist Arbeit und eine Kunst. Zwölf Jugendliche mit sehr unterschiedlichen Möglichkeiten nutzen Mechanismen der Bühne als Freiraum für ihre Gedanken und arbeiten an der Kunst der Beziehungen. Nach dem großen Erfolg von »All Inclusive« setzen Martina Droste und Chris Weinheimer die Zusammenarbeit mit Jugendlichen mit und ohne Behinderung in dieser Spielzeit fort und entwickeln ein neues Projekt für das Bockenheimer Depot. [© Schauspiel Frankfurt]

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Der Freund krank

Von:
Nis-Momme Stockmann
Uraufführung:
27. April 2012 (Frankfurt/M, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
27. April 12 (Uraufführung)

Regie:
Martin Schulze
Bühne: Daniel Roskamp
Kostüme: Ulrike Obermüller
Musik: Dirk Raulf
Dramaturgie: Livia Theuer

Besetzung:

Ich:
Marek Harloff / Nico Holonics / Christian Bo Salle
Nora Henrike Johanna Jörissen
Trullmann Peter Schröder

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Der Freund krank
Schauspiel Frankfurt
Ich (Christian Bo Salle, Nico Holonics, Marek Harloff), hinten: Nora (Henrike Johanna Jörissen)
© Birgit Hupfeld

Ein Mann in den Dreißigern kehrt zurück in seinen »unglamourösen« Heimatort. Sein Jugendfreund Mirko ist verrückt geworden. Mirkos Frau Nora, in die der Heimkehrende einst verliebt war, pflegt den Kranken, von dem sie ein Kind erwartet. Der Ort selbst krankt am Strukturwandel. Das Aroma-Werk wird abgebaut. Stattdessen kommt die Autobahn. Der Mann bleibt trotz allem da. Ihn hält eine Mischung aus Sehnsucht und Schuldgefühl – denn auch er profitiert vom Ausverkauf des Ortes. Nis-Momme Stockmanns neues Werk ist eine neoromantische Groteske, in der ein zerrissenes Ich zwischen Selbst- und Weltanklage taumelt. Der Autor legt im Selbstbespiegelungstheater deutsche (Ur-)Zustände und Zwänge offen. Nihilistischer Abgesang und phantastisches Traumspiel.  [© Schauspiel Frankfurt]

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Friede den Hütten! Krieg den Palästen!
Ein Projekt von theaterperipherie nach Der Hessische Landbote und Dantons Tod von Georg Büchner

Uraufführung: 21. Januar 2012 (Frankfurt/M, theaterperipherie im Titania)

Zur Inszenierung vom theaterperipherie Frankfurt:

Premiere: 21. Januar 12 (im Titania, Frankfurt/M)

Regie: Alexander Brill
Bühne/Kostüm: Jana Lünsmann-Messerschmidt
Regiemitarbeit: Christian Franke

Ensemble: Hadi El-Harake, Evgeniya Genadieva, Cemil Günyasar, Stefan Illert, Adil Khadri, Mustafa Kutluay, Tanja Ronaghi

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Friede den Hütten! Krieg den Palästen!
theaterperipherie Frankfurt
v.l.n.r.:  Mustafa Kutluay / Tanja Ronaghi / Adil Khadri / Hadi El-Harake / Evgeniya Genadieva / Stefan Illert / Cemil Günyasar
© theaterperipherie

„Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“ ist die konsequente Fortsetzung unserer Beschäftigung mit dem Autor Georg Büchner. „Woyzeck und Marie“ zeigte die entmenschlichten Verhältnisse, in denen Woyzeck und Marie zum Überleben verdammt sind. Aber hat Büchners politisches Pamphlet - sein Aufruf zur Revolution – überhaupt noch Relevanz für Deutschland im Jahr 2012?

Die Darsteller aus Bulgarien, Iran, Libanon, Marokko, Türkei, Kurdistan entdecken in dem deutschen Text aus dem Jahre 1834 allerdings viele Parallelen zu den Verhältnissen in ihren Herkunftsländern. Könnte Büchners Aufruf: Erhebet euch! dort Abhilfe schaffen? In Tunesien, Ägypten, Libyen haben sich die Menschen erhoben. Aber was geschah nach dem Sieg der Aufständischen? Sind sie heute Willens, die gesellschaftlichen Verhältnisse tatsächlich zu ändern? Oder entbrennt nicht  in dem Machtvakuum der Kampf um Führungspositionen, um Macht und Einfluss? Und hat das nicht die Ausschaltung der ehemaligen revolutionären Weggefährten zur Folge? Dieser Frage geht die Inszenierung anhand der machtpolitischen Auseinandersetzung zwischen Danton und Robespierre in Büchners Drama: „Dantons Tod“ nach. Was ist aus unserer Revolution geworden? Was bleibt, sind Fragen! [© Theaterperipherie]

www.theaterperipherie.de

Der fröhliche Weinberg
Lustspiel in drei Akten

Von: Carl Zuckmayer
Uraufführung: 22. Dezember 1925 (Berlin, Theater am Schiffbauerdamm)

Zur Inszenierung des Volkstheater Frankfurt Liesel Christ:

Premiere:
19. Juni 09

Regie: Heinz Werner Kraehkamp
Bühnenbild: Rainer Schöne
Kostüme: Bärbel Christ-Heß und Claudia Rohde
Musik: Sascha Teuber
Regie-Assistenz: Natascha Retschny
Souffleuse: Ursula Asmus
Bühnentechnik: Marc Link, Peter Teeuwen, Eberhardt Wendelmuth
Lichtdesign: Manfred Ennisch
Lichttechnik: Jan Braun, Manfred Ennisch
Tontechnik: Jan Braun, Manfred Ennisch

Besetzung:

Jean Baptiste Gunderloch, Weingutsbesitzer: Armin Dillenberger
Klärchen Gunderloch, seine Tochter: Sina-Valeska Jung
Eismayer, Landskronenwirt: Axel Küffe
Babettchen Eismayer, seine Tochter: Julia Schneider
Knuzius, Klärchens Verlobter: Gabriel Spagna
Jochen Most, Rheinschiffer: Giovanni Romano
Annemarie Most, seine Schwester: Myriam Tancredi
Rindsfuß: Kurt Spielmann
Frau Rindsfuß: Silvia Tietz
Stenz, Weinhändler: Michael Schatkowski
Fräulein Stenz, seine Tochter: Greta Carl
Hahnesand, Weinreisender: Thomas Koob
Löbsche Bär, Weinreisender: Jochen Nötzelmann
Bruchmüller, Beamter: Steffen Wilhelm
Veteran: Horst Krebs
Veteran: Jochen Döring

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Der fröhliche Weinberg
Volkstheater Frankfurt Liesel Christ
Myriam Tancredi, Armin Dillenberger, Giovanni Romano und Sina-Valeska Jung
© StU GRA PHO

www.volkstheater-frankfurt.de

Frühlings Erwachen
Eine Kindertragödie

Von: Frank Wedekind
Uraufführung: 20. Februar 1906 (Berlin, Kammerspiele)

Zur Inszenierung von theaterperipherie Frankfurt:

Premiere:
1. September 12 (im Titania, Basaltstr. 23, 60487 Frankfurt)

Regie: Ute Bansemir
Kostüm: Katja Quinkler
Dramaturgie: Daniel Schauf, Alexander Brill
Musik: Milan Löwy
Regieassistenz: Lucia Primavera
Regiehospitanz: Fenja Wegner  

Besetzung:

Melchior: Emre Resuloglu
Wendla: Patricia Trageser
Moritz: Mohammad Salamat
Martha: Meltem Kilinc
Rilow: Maurizio Pellizzon
Mädchen: Clara Schwarz

Chor der Erwachsenen: Hatice Bayval, Nedy Marques Ferreira, Evgeniya Genadieva

Bersprechung auf kulturfreak.de


Frühlings Erwachen
theaterperipherie, Frankfurt
Ensemble
© Seweryn Zelazny

Lebe jeden Tag als wäre er dein Letzter. Setze deine Ziele hoch, deine Erwartungen niedrig und sei positiv überrascht vom Gegenteil. Schenke dir jeden Morgen im Spiegel selbst ein Lächeln. JUST CARPE DIEM!!!!

Statt mit Strenge und Verboten werden die Jugendlichen im Zeitalter der „unbegrenzten Möglichkeiten“ mit dem Druck des alles Sehens, Probierens, Erlebens und den neoliberalen Logiken des YES, YOU CAN! konfrontiert. Welche Möglichkeiten haben Jugendliche an der Schwelle zum Erwachsensein bei der Gestaltung ihres Lebens? Sich an die Gegebenheiten anpassen, sich radikal verweigern oder Widerstand leisten? Und wer ist überhaupt das erwachsene Gegenüber, das dort unentwegt Antworten auf alle Fragen des Lebens ausspuckt und jede Bewegung, ob des Herzens oder Verstandes, sofort nach seiner Verwertbarkeit absucht? Wie kann Jugend, die immer nach Einmaligkeit, Authentizität und höchst möglicher Individualität sucht, gelebt werden, wenn eben diese Begriffe Konsens in unserer Gesellschaft geworden sind? [© theaterperipherie]

www.theaterperipherie.de

Der Fuchs (The Fox)

Von: Allan Miller nach der gleichnamigen Kurzgeschichte von D.H. Lawrence (aus dem Jahr 1923)
Deutsche Erstaufführung: 30.April 2010 (Frankfurt, English Theatre Frankfurt)

Zur Inszenierung des English Theatre Frankfurt:

Premiere: 30. April 10 (Deutsche Erstaufführung)

Regie: Ryan McBryde
Bühne: Diego Pitarch
Licht: Frank Kaster
Kostüme: Constanze Walldorf

Besetzung:

Jill:
Emily Pollet
Ellen: Rebecca Reaney
Henry: John McKeever

Besprechung auf kulturfreak.de


The Fox

English Theatre Frankfurt
Jill (Emily Pollet), Henry (John McKeever) und Ellen (Rebecca Reaney)
Foto: Anja Kühn

Die Jubiläumsspielzeit des English Theatre Frankfurt anlässlich des 30. Geburtstags feiert eine Deutschlandpremiere: „The Fox“ (Der Fuchs) ist die Bühnenadaption der gleichnamigen Novelle von D.H. Lawrence. Allan Miller hat ein Drei-Personen-Stück aus der Erzählung geschrieben, das sich ebenso spannend wie verzwickt entwickelt.

Synopsis:
England, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg: Ellen und Jill leben isoliert auf einer kleinen Farm, die sie allein bewirtschaften. Nahrung ist rar, Holz muss gehackt werden und die ungewöhnliche Beziehung der Frauen sorgt im Dorf für viel Gesprächsstoff. Seit einiger Zeit plündert zudem ein Fuchs regelmäßig den Hühnerstall. Da taucht plötzlich der junge Soldat Henry auf. Er hat eine Woche Urlaub von seinem Bataillon und ist auf der Suche nach seinem Großvater, dem früheren Besitzer der Farm. Jill ist begeistert von dem jungen Mann und will ihn für ein paar Tage aufnehmen, in der Hoffnung, dass er den beiden Frauen einige Arbeit abnehmen kann. Ellen hingegen ist nicht besonders erfreut über Henrys Anwesenheit. Innerhalb weniger Tage gelingt es Henry, sich in den Haushalt zu integrieren. Jill ist sehr besorgt über Henrys steigendes Interesse an Ellen und warnt sie, dass er andere Absichten im Schilde führe.
Der Fuchs wird zwar erschossen, aber es scheint, dass ein sehr viel gefährlicherer Räuber in das Leben der beiden Frauen eingedrungen ist.

Hintergrund:
D.H. Lawrence schrieb eine erste Version der Novelle „The Fox“ im November und Dezember 1918. Diese wurde 1920 im „Hutchinson´s Story Magazine“ erstmals publiziert. 1921 schrieb Lawrence die Novelle um und änderte vor allem den Schluss. Die zweite geänderte Version der Novelle wurde 1923 publiziert. In der Penguin Ausgabe sind beide Versionen kombiniert. Der ersten Hälfte liegt die erste Version des Manuskripts zugrunde, die geänderte spätere Version bestimmt den Schluss. 1967 wurde die Novelle von Mark Rydell verfilmt. Der amerikanische Schauspieler, Regisseur und Autor Allan Miller adaptierte schließlich die Novelle für die Bühne. „The Fox“ produzierte er erstmals 1981 am Back Alley Theatre in Sherman Oaks (Kalifornien). 1983 wurde das Skript vom Doubleday Verlag publiziert.

„D.H. LAWRENCE was a hunter of symbols, and his story The Fox exhibits a prize specimen.“, so beginnt die Kritik von Walter Goodman in der New York Times der Inszenierung am Westbeth Theatre 1986. Die fesselnde Novelle von D.H. Lawrence untersucht Themen wie Sexualität, Geschlechterrollen sowie Emanzipation. Die Geschichte fokussiert zwei Frauen, die in einer lesbischen Beziehung zueinander stehen und isoliert von der Außenwelt eine Farm bewirtschaften. Ein Fuchs, der sich nachts als Räuber im weiblichen Biotop herumtreibt, macht den Frauen Angst. Besonders Ellen sucht der Fuchs in ihren Träumen heim. Nachdem sie dem Tier im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge geblickt hat, ist Ellen besessen, den Fuchs zu jagen.
Henry schleicht sich ebenso wie der Fuchs in das Leben der Frauen ein. Auch er jagt und kann schließlich Ellens Sympathie durch seine männlichen Attribute gewinnen.

Zur Inszenierung:
Regisseur Ryan McBryde las zufällig die Novelle “The Fox” von D.H. Lawrence und war gleich in deren Bann gezogen. Er dachte, dass die Story hervorragend für die Theaterbühne geeignet sei und machte sich auf die Suche nach einer Adaption. Allan Millers Stück gefiel ihm, doch er veränderte es noch gravierend, bevor er Intendant Daniel Nicolai mit der Idee begeisterte, “The Fox” am English Theatre zu inszenieren. “Ich habe mit 15 Jahren zufällig die Verfilmung von 1967 gesehen. Schon der Film The Fox hat mich zutiefst beeindruckt, so dass Ryan McBryde mit seiner Idee, das Bühnenstück in Frankfurt zu inszenieren, auf offene Ohren stieß. Und das Schauspiel hat die gleiche Magie und Kraft, die die Novelle und den Film so besonders machen”, erzählt Nicolai. Zusammen mit dem Bühnendesigner Diego Pitarch entwickelte McBryde das Raumkonzept. Durch die originelle Gestaltung kann die Inszenierung sich sehr nah an die Konzeption der Novelle halten, also sich über die Reduktion der Bühnenadaption auf zwei Räume hinwegsetzen. Diego Pitarch baute dafür eine zwei-geschossige Farm, deren Wände bei gewissen Lichteinstellungen transparent sind. So kann der Zuschauer dann hinter dem Farmhaus einen Wald ausmachen.
Durch seine Ideen, die Traumsequenzen aus der literarischen Vorlage dramatisch umzusetzen, ergänzt Regisseur McBryde das Theaterskript wiederum mit den Inhalten der Novelle. So blickt Ellen dem Fuchs in der ersten Traumsequenz in die Augen und hört ihn singen. Die fehlenden Dialoge dieser zusätzlichen Szenen schrieb McBryde nicht etwa selbst, sondern ergänzt sie direkt von D.H. Lawrence literarischer Vorlage.
Ferner transferiert McBryde die Zeit des Stückes um etwa 25 Jahre, es spielt in der Inszenierung am English Theatre Frankfurt kurz nach dem Zweiten Weltkrieg.

D.H. Lawrence Novelle “The Fox” steht typisch für sein gesamtes literarisches Werk. Themen wie Machtspiele in Beziehungen, Geschlechterrollen und “sexual politics” werden in der story detailliert beleuchtet. Es ist auch eine Reise durch das Unbewusste. Träume spielen für Lawrence eine zentrale Rolle und genau deshalb gibt es in McBrydes Inszenierung auch zwei Traumsequenzen. Damit gelingt es dem Regisseur die poetische Magie von D.H. Lawrence Novelle auf der Bühne ins Sichtbare zu übersetzen. [© English Theatre Frankfurt]

www.english-theatre.de

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