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Theater, Stückeinfo: C

Caligula

Von:
Albert Camus
Deutsch von: Uli Aumüller

Uraufführung: 25. September 1945 (Paris, Théâtre-Hébertot)
Deutschsprachige Erstaufführung: 29. Januar 1947 (Stuttgart, Staatstheater Stuttgart)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
25. März 17 (Box)

Regie: Dennis Krauß
Bühne: Olga Gromova
Kostüme: Raphaela Rose
Musik: David Hirst
Dramaturgie: Valerie Göhring

Besetzung:

Caligula:
Björn Meyer
Caesonia:
Yodit Riemersma
Helicon:
David Hirst
Scipio:
Alex Friedland
Cherea:
Justus Pfankuch

Besprechung auf kulturfreak.de


Caligula

Schauspiel Frankfurt
Cherea (Justus Pfannkuch),Scipio (Alex Friedland), Helicon (David Hirst),
Caligula (Björn Meyer), Caesonia (Yodit Tarikwa)

© Birgit Hupfeld

Die Geschichte des jungen Kaisers Caligula ist eine von Macht und Erniedrigung, Gewaltherrschaft und Willkür, von Grausamkeit und Wahnsinn. Gleichzeitig ist es eine Erzählung von Aufschrei und Rebellion eines unglücklichen Menschen, der sich dem Tod ausgeliefert fühlt, keine Antwort sieht auf das Leid in der Welt, aus Wut und Verzweiflung gegenüber der Sinnlosigkeit des Lebens beschließt, so grausam zu werden wie Gott. Caligula, der falsche Entscheidungen trifft, der Menschen ermordet, der verzweifelt auf Gegenwehr hofft, muss merken, dass es nicht möglich ist, alles um sich herum zu vernichten, ohne sich selbst zu zerstören.
Camus’ finstere Erkenntnistragödie spielt mit der Absage an Ideologien und Utopien und thematisiert das gesamte Übel in der Welt – und dennoch kristallisieren sich deutlich die Werte heraus, die essentiell für Camus’ philosophisches und politisches Denken stehen: Ehrlichkeit, Klarsicht und Solidarität.

Regisseur Dennis Krauß studierte an der Hochschule für Musik und Theater »Hanns Eisler« in Berlin und realisierte zahlreiche Schauspiel- und Musiktheaterarbeiten in der freien Berliner Theaterszene. Am Schauspiel Frankfurt ist er, nach Assistenzen am HAU Berlin und den Sophiensaelen, seit 2014 als Regieassistent engagiert. »Caligula« wird seine erste eigene Regiearbeit in Frankfurt sein. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Candide oder der Optimismus!
Nach dem Roman von Voltaire

Ein musikalisches Drama von Alexander Brill und Torsten Knoll

Zur Inszenierung von theaterperipherie Frankfurt:

Premiere: 31. August 13

Regie/Bühne: Alexander Brill
Musikalische Leitung: Torsten Knoll
Kostüm: Katja Quinkler
Dramaturgie: Jan Deck
Regieassistenz: Claire Dorweiler, Hannah Schassner
Regiehospitanz: Angel Krastev, Léon Haase
Technik: Mirjam Lüdecke

Mit: Shahin Bayatpour, Hadi Khanjanpour, Meltem Kilinc, Silvana Morabito, Mohammad Salamat, Hannah Schassner

© theaterperipherie

Circa 45 Millionen Menschen sind laut UNHCR im Moment auf der Flucht. Sie gehen durch die Hölle, aber sie geben nicht auf. Diese Hölle ist das Szenario von Voltaires Roman. Keine Katastrophe, kein Unglück, keine Willkür, die Voltaire seinen Figuren erspart. Er schreibt mit ironischer, sarkastischer Feder, phantastisch und comicartig: eine schnelle, atemlose Folge von Ereignissen. Deshalb wählen wir für die Erzählung die glitzernde Welt des Varietés, seine Tricks, Illusionen, Überraschungen und seine Poesie:

Hereinspaziert, hereinspaziert! Hier erleben Sie Liebe, Mord und Todschlag! Hier sehen Sie Diktatoren und Inquisitoren, Philosophen und Prostituierte, Menschenhändler und Wasserleichen...und natürlich Gott persönlich. Mit rasanter Musik, zaubernden Clowns und anmutiger Artistik erzählen wir für Sie Candides Abenteuer in der besten aller möglichen Welten. Kommen Sie, staunen Sie, und verlieren Sie nicht Ihren Optimismus!

Weitere Termine: 4., 5., 13., 21. und 30. September, jeweils um 19.30 Uhr im Titania, Basaltstr. 23, 60487 Frankfurt

www.theaterperipherie.de

Charleys Tante
Komödie in 4 Akten

Freie Bühnenbearbeitung durch: Arthur J. Newfield (Stück von Brandon Thomas)
Deutsch: Nicolaus Karner

Zur Inszenierung der Burgfestspiele Bad Vilbel:

Premiere:
5. Juni 13

Regie: Adelheid Müther
Ausstattung: Doris Engel
Regieassistenz: Philipp M. Müller
Regiehospitanz: Dieter Hombach

Besetzung:

Fancourt Baker:
Till Frühwald
Jack Chesney: Michael Klein
Charley Wykeham: Daniel Kuschewski
Anny Verdon: Eva-Maria Kapser
Kitty Spettigue: Stephanie Marin
Henry Spettigue: Ulrich Cyran
Francis Chesney: Volker Weidlich
Lucia d' Alvadorez: Anette Daugardt
Ella Forester: Jennifer-Julia Caron
Brassett: Wolfram Boelzle
Kind: Antonio Lentino / Ben Sebastian / Luca Sebastian


Charleys Tante
Burgfestspiele Bad Vilbel
Fancourt Baker (Till Frühwald), Henry Spettigue (Ulrich Cyran), Francis Chesney (Volker Weidlich)
© Eugen Sommer

Die verliebten Studenten Freddie und Charley suchen für’s Rendezvous mit ihren Auserwählten eine Anstandsdame und überreden Freund Fancourt dazu, in die Rolle der Tante aus Brasilien zu schlüpfen. Und schon führen Verwechslungen samt Liebeswirren zum vergnüglichen Komödienchaos. 
CHARLEYS TANTE in Arthur J. Newfields Neufassung ist nun kein Gartenlaubenscherz mehr, kein viktorianischer Studentenulk, sondern eine frivole, bissige Satire. Die feine englische Gesellschaft muß sich gefallen lassen, in ihrem Dünkel und in ihrer Überheblichkeit lächerlich gemacht zu werden, und während Charleys Tante als erotischer Wirbelwind zwei jungen Damen und einer Witwe, sowie zwei älteren Herren die Köpfe verdreht, hört man irgendwo in der Ferne das verdächtige Knistern im Gebälk des weltumspannenden britischen Empire. [© Burgfestspiele Bad Vilbel]

www.kultur-bad-vilbel.de

Clockwork Orange

Roman von:
Anthony Burgess

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 7. Mai 16 (im Bockenheimer Depot)

Regie: Christopher Rüping
Bühne: Jonathan Mertz
Kostüme: Lene Schwind
Musik: Christoph Hart
Dramaturgie: Sibylle Baschung

Mit: Jan Breustedt, Vincent Glander, Torben Kessler, Felix Rech, Lukas Rüppel

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Clockwork Orange
Schauspiel Frankfurt
Jan Breustedt, Felix Resch, Torben Kessler, Junge (Statist), Vincent Glander
© Birgit Hupfeld

»Was lässt euch glauben, willkommen zu sein?«

Alex und seine Gang stürzen sich auf ihren nächtlichen Streifzügen durch die Stadt auf wehrlose Opfer – aus purem Spaß. Grundlose Lust an Gewalt und Zerstörung verstört unsere Gesellschaft anhaltend. Die Lösung, die Anthony Burgess in seinem Kultbuch aus dem Jahre 1962 durchspielt, ist ebenso effektiv wie bedrohlich nah an gegenwärtigen Möglichkeiten: Was spricht dagegen, Gewaltbereitschaft einfach medizinisch zu unterbinden, wenn es machbar ist? Im Gefängnis wird Alex einer Gehirnwäsche unterzogen, die ihm seine Aggressionen austreibt, und anschließend wieder in der Welt ausgesetzt: als funktionierende Stütze der Gesellschaft oder als – ja, als was? Ist ein Mensch ohne Entscheidungsfreiheit noch ein Mensch? Oder ist der freie Wille sowieso nur eine Illusion? Was sind wir bereit, der Sicherheit zu opfern? Wohin mit dem ganzen Aggressionspotenzial, das von Natur aus in uns steckt? Regisseur Christopher Rüping und sein fünfköpfiges Ensemble erproben dieses unerbittliche Experiment auf der Bühne des Bockenheimer Depots. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Container Paris

Von:
David Gieselmann
Uraufführung: 19. Dezember 2014 (Frankfurt/M, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 19. Dezember 14 (Uraufführung; Kammerspiele)

Regie: Christian Brey
Ausstattung: Anette Hachmann, Elisa Limberg
Musik: Matthias Klein
Dramaturgie: Claudia Lowin

Besetzung:

Hans-Peter Grothe:
Torben Kessler
Linda Grothe: Verena Bukal
Wolf Schaub / Heinz Rohde:  Sascha Nathan
Lynn Preston: Katharina Bach
Jan-Hendrik Holmen / Gustav von Stresemann / Hans Zermatt: Thomas Huber
Petra Teger / Apothekerin: Picco von Groote
Hans-Werner von Rottkamp / Dietmar Poppeling: Nico Holonics

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Container Paris
Schauspiel Frankfurt
Poptheoretiker (Thomas Huber, Picco von Grothe, Katharina Bach, Sascha Nathan), Linda Grothe (Verena Bukal)
© Birgit Hupfeld

Ein Container ist verschwunden. Hans Peter Grothe bekommt von seiner Firma den Auftrag, nach Paris zu reisen, um die wichtige Fracht aufzutreiben. Dort gibt es zwar keinen Container, dafür trifft er das von Schlafstörungen heimgesuchte Supermodel Lynn. Grothe aber sucht weiter, reist nach Oslo, wo sich mittlerweile seine Frau, sein Chef und – wie es der Zufall so will – auch Lynn aufhalten, aber der Container ist nicht zu finden. Dafür schlägt der Wirtschaftswissenschaftler Rottkamp Grothe vor, das große Interesse für dieses Nichts doch zu vermarkten: eine Firma zu gründen, Aktien dafür auszugeben. Und eine unglaubliche Erfolgsgeschichte nimmt ihren Lauf…

In seiner neuen Komödie über die Untiefen des Alltags widmet sich David Gieselmann der Freiheit des Marktes: Aus Nichts wird alles, denn die Nachfrage bestimmt den (Kurs)Wert – auch wenn es gar nichts gibt. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Clybourne Park

Von:
Bruce Norris
Uraufführung: 21. Februar 2010 (New York, Playwrights Horizons)
Deutschsprachige Erstaufführung: 8. April 2011 (Mainz, Staatstheater Mainz)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
8. April 11 (Deutschsprachige Erstaufführung)

Inszenierung: Matthias Fontheim
Bühne und Kostüme: Marc Thurow
Dramaturgie: Marie Rötzer

Besetzung:

Russ / Dan:
Marcus Mislin
Bev / Kathy: Nicole Kersten
Francine / Lena: Lara-Sophie Milagro
Jim / Tom / Kenneth: Lukas Piloty
Alber t/ Kevin: Toks Körner
Karl / Steve: André Willmund
Betsy / Lindsey: Johanna Paliatsou

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406 Clybourne Street lautet die Adresse des schmucken Einfamilienhauses in einem gutbürgerlichen Vorort. In Bruce Norris’ tiefschwarzer Komödie wird es zum Auslöser erbitterter Nachbarschaftsstreitigkeiten.

„Clybourne Park“ erhielt im 2011 den Laurence Olivier Award als „Best New Play“. Der Preis wird jährlich von der Society of London Theatre als Anerkennung für Verdienste im britischen Theater verliehen. Im Jahr 2010 gewann das Stück außerdem in der Kategorie „Best Play“ den Evening Standard Award für herausragende Leistungen im Londoner Theater und einen der South Bank Sky Arts Awards in der Kategorie Theater.
In den USA wurde „Clybourne Park“ in der Kategorie „Best Play“ für den New York Drama Critics' Circle Award, dem zweitältesten Theater-Preis des Landes, nominiert.

1959: Ein weißes Ehepaar will nach dem tragischen Tod des Sohnes dem Familienheim und der alten Umgebung endgültig den Rücken kehren. Dass sie ihr Haus – zudem noch viel zu billig! – an eine farbige Familie verkauft haben, missfällt nicht nur den örtlichen Rotariern. Der soziale Niedergang der Gegend scheint vorprogrammiert. Hinter wohlformulierten Argumenten gegen den Verfall der Grundstückspreise und für den Erhalt des nachbarschaftlichen Gefüges lauert blanke Angst und kaum verschleierter Rassismus.

2009: dasselbe Haus. Die inzwischen gut durchmischte Gegend ist auf bestem Wege wieder zu einem „angesagten“ Viertel zu werden. Längst hat an der Ecke ein Bioladen eröffnet, und natürlich gibt es ein örtliches Komitee, das sich für eine „behutsame Renovierung der historischen Bausubstanz“ einsetzt. Als die Nachfahren der einstigen farbigen Besitzer das Haus an ein neureiches weißes Paar verkaufen, führen deren radikale Umbaupläne erneut zu heftigen Auseinandersetzungen.

Nach dem fulminanten Erfolg von „Reiz und Schmerz“, seiner bitterbösen Analyse bürgerlich-westlicher Doppelmoral, legt der amerikanische Schauspieler und Dramatiker Bruce Norris in „Clybourne Park“ den Finger wiederum exakt in die Wunde unserer vermeintlich so aufgeklärten und multikulturellen Gesellschaft. Hat sich in den vergangenen 50 Jahren wirklich etwas an unseren inneren Haltungen verändert?  [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

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