kulturfreak

Theater, Stückeinfo: B

Babel
von:
Elfriede Jelinek

Uraufführung: 18. März 2005 (Wien, Akademietheater)

Bacon Talks
Text:
Oliver Reese
N
ach den Gesprächen zwischen Francis Bacon und David Sylvester
Uraufführung:
11. Mai 2012 (Frankfurt/Man, Schauspiel Frankfurt im Städel Museum)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
11. Mai 12 (Städel Museum)

Regie: Oliver Reese
Bühne: Hansjörg Hartung
Kostüme: Dorothee Joisten
Dramaturgie: Johanna Vater

Mit Martin Rentzsch, Viktor Tremmel


Bacon Talks

Schauspiel Frankfurt
Viktor Tremmel und Martin Rentzsch
© Birgit Hupfeld

Schauspiel Frankfurt trifft Städel ~ Oliver Reese inszeniert »Bacon talks«
Oliver Reese inszeniert »Bacon talks« in den Ausstellungsräumen des Frankfurter Städel Museums, wo das Stück für 10 Vorstellungen zu sehen sein wird. Premiere ist am 11. Mai 2012.
Er gilt als einer der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts: Die Bilder von Francis Bacon sind aufwühlend, verstörend und faszinierend zugleich. In ihrem Zentrum steht das menschliche Wesen als gequälter, missgebildeter und verzerrter Körper. Die Entstellungen sind Ausdrücke der alltäglichen Gewalt, an der die Figuren leiden, der sie verfallen sind, als Täter, als Opfer, als gierige Bestien und geschundene Kreaturen. Bacons Werke sind geprägt von den Beben des 20. Jahrhunderts: Erschütterungen durch Krieg, Zerstörung und Tod, die auch Risse in Bacons eigener Biografie hinterlassen haben.

Francis Bacon, 1909 in Dublin geboren, gestorben 1992 in Madrid, führte ein Leben der Exzesse: Seine Leidenschaft für Alkohol, Drogen, Glücksspiel und sein ausschweifendes Sexualleben sind legendär. Und ebenso wie seine Biografie öffnet auch das Werk den beklemmenden Blick in den Abgrund, der bis heute polarisiert und provoziert. Nun kommt das Rätsel Bacon selbst zu Wort. Als Vorlage für Oliver Reeses Dramatisierung dienen die Interviews des renommierten Kunstkritikers David Sylvester, Zeit seines Lebens einer der wenigen vertrauten Gesprächspartner Bacons. Immer wieder gelang es ihm, den Exzentriker in ausführliche, analytische Gespräche über die Kunst des 20. Jahrhunderts zu verwickeln. Das Stück wird im Städel Museum uraufgeführt und dort nur 10 Mal zu sehen sein. [© Schauspiel Frankfurt]

Oliver Reese ist Autor, Regisseur und Intendant des Schauspiel Frankfurt.

www.schauspielfrankfurt.de

Bad Jews
Komödie

Von: Joshua Harmon
Deutsche Erstaufführung: 13. Mai 16 (Frankfurt/M, English Theatre)

Zur Inszenierung des English Theatre Frankfurt:
Koproduktion mit der Theatre Company of Santa Barbara

Premiere: 13. Mai 16

Regie: Jonathan Fox
Bühnenbild: Charlie Corcoran
Kostüm: Dianne Graebner
Lichtdesign: Pablo Santiago

Besetzung:
Melody:
Stephanie Burden
Jonah (Josh): Cory Kahane
Daphne: Eden Malyn
Liam: Adam Silver

Besprechung auf kulturfreak.de


Bad Jews
The English Theatre Frankfurt
Melody (Stephanie Burden), Jonah (Cory Kahane), Daphne (Eden Malyn), Liam (Adam Silver)
© Martin Kaufhold



Spielzeit: 13. Mai - 1. Juli 16

www.english-theatre.de

Die Bakchen
Tragödie

Von: Euripides
Uraufführung: 406/405 v. Chr. (Athen, Dionysos-Theater)

Barfuß im Park (Barefoot in the Park)
Komödie in drei Akten

Von: Neil Simon
Uraufführung: 23. Oktober 1963 (New York, Biltmore Theatre)
Deutsche Erstaufführung: 17. September 1964 (Berlin, Komödie)

Zur Inszenierung des Theater Alte Brücke (FFM):

Premiere: Freitag 5. Mai 17

Regie: Alexander J. Beck

Mit: Alexander J. Beck, Sabrina Faber, Jan Peter Nowak, Tanja Schumann und Fabio Sorgini


www.theater-alte-bruecke.de

Bartsch, Kindermörder
Monolog

Von: Oliver Reese
Uraufführung: 24. September 1992 (Ulm, Ulmer Theater)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
(eine Produktion des Deutschen Theater Berlin)

Premiere: 13. Mai 10

Regie: Oliver Reese
Bühne: Hansjörg Hartung
Kostüme: Wiebke Warskulat

Mit: Thomas Schmidt

www.schauspielfrankfurt.de

bash ~ stücke der letzten tage (bash - latterday plays)

Von: Neil LaBute
Deutsche Übersetzung: Frank Heibert
Uraufführung: 24. Juni 1999 (New York, Douglas Fairbanks Theatre)
Deutsche Erstaufführung: ´6. Mai 2001 (Hamburg, Hamburger Kammerspiele)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz in der Saison 2012/2013:

Premiere: 15. April 13 (Deck3)

Inszenierung und Ausstattung: Alia Luque
Dramaturgie: Barbara Stößel

Besetzung:

iphigenie in orem
Junger Mann:
Gregor Trakis

eine meute von heiligen
John:
Tibor Locher
Sue:
Johanna Paliatsou

medea redux
Die Frau:
Andrea Quirbach

www.staatstheater-mainz.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz in der Saison 2004/2005:

Premiere: 9. Dezember 04 (TiC)

Inszenierung: Dominique Henz
Bühne und Kostüme: Annika Fischer

Besetzung:

iphigenie in orem
Junger Mann:
Bijan Zamani

eine meute von heiligen
John:
Jan Byl
Sue: Inka Löwendorf

medea redux
Die Frau:
Solveig Krebs

www.staatstheater-mainz.de

Beate Uwe Uwe Selfie Klick
Eine europäische Groteske

Eine Produktion des Figurentheaters Chemnitz in Kooperation mit dem Schauspiel Chemnitz:
Mit Unterstützung von ASA-FF e.V. und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Premiere: 2. November 2016 (Uraufführung; Schauspielhaus Chemnitz / Ostflügel)

Regie: Laura Linnenbaum
Bühne und Kostüme: Valentin Baumeister
Puppen und Objekte: Angela Baumgart

Es spielen: Magda Decker, Michel Diercks, Tobias Eisenkrämer, Felix Schiller, Gerlinde Tschersich

Das Stück
Ja, man hat ihn sich verdient, diesen Welthauptstrand Europa. Möwen, Wellen, Sonne, Sonnencreme, Katzen, Rennrad und eine sonnengebräunte Haltung. Ahhh. Beate Uwe Uwe Selfie Klick. Ach herrje, was wollen die denn hier? Was soll man dazu sagen? Zum sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund? Das hat doch schon das Erste, das Zweite, die Süddeutsche, der Verfassungsschutz und dann gibt es noch diesen Prozess in München. Die Debatten erschlagen sich gegenseitig und die Fokussierung auf Beate Zschäpe kleistert alles zu. Lässt sich da noch ein roter Faden eigener Erkenntnis spinnen? Werden dem Ikarus der Wahrheit gar die Federn geschreddert? Und wo haben sich die Opfer versteckt?

Fünf Figuren treten in Laura Linnenbaums Inszenierung an, um sich zum NSU zu verhalten. Dafür greifen sie allgegenwärtige Diskurse um den Münchner NSU-Prozess auf. (Beate Zschäpe als Opfer? Drei-Täter-Theorie? NSU-Unterstützernetzwerk? Rolle des Verfassungsschutzes? Linke Propaganda gegen rechte?) Überfordert von der Vielzahl der Narrationen, ziehen sie sich an einen utopischen Strand zurück, endlich allein mit sich und der Welt. Von dort aus wehren sie alles Störende und Fremde der überaus komplexen Welt ab, bis sie sich in die Neue Rechte verwandelt haben. Sie übernehmen dabei Sprach-, Diskurs- und Verhaltensmuster, die bisher der Linken vorbehalten waren, wie z. B. jenes Thema um die Gleichberechtigung von Frauen, und provozieren.

Die Inszenierung
Die Autorin Gerhild Steinbuch und die Regisseurin Laura Linnenbaum waren aufgefordert, für das Theatertreffen „Unentdeckte Nachbarn“ (1. bis 11. November 2016) ein Theaterstück über die NSU-Aufarbeitung zu entwickeln, das vor allem die wenig diskutierten Opferpositionen und die Frage nach den Netzwerken bzw. Unterstützern des NSU u. a. in Sachsen und Thüringen thematisiert. Im Sommer 2016 schrieb Gerhild Steinbuch an der Textvorlage. Sie verband das Thema NSU mit den aktuellen heftigen Diskussionen um die Migrationspolitik in Deutschland und dem europaweiten Erstarken der sogenannten Neuen Rechten. Steinbuch widersetzt sich der Sprachvernutzung durch die Identitäre Bewegung und dekonstruiert deren Strategien in durchaus unterhaltsamen Sprachspielen. Regisseurin Laura Linnenbaum kombiniert für ihre groteske Inszenierung Steinbuchschen Text mit dokumentarischem Material. Die Regisseurin fokussiert auf das Verdrängen von Opferperspektive und Netzwerkdiskussion, auf den Versuch, die Neue Rechte zu verstehen, verschafft dem Streitobjekt Sprache Geltung sowie der Überforderung vieler Menschen durch die Masse an Informationen inklusive der Gefährdungen, welche sich aus kurzschlüssigen Antworten auf komplexe Fragen ergeben. Dies alles geht sie gemeinsam mit ihrem Team aus Schauspielern und Puppenspielern mit Mitteln der Performance, des Puppen- und Objekttheaters sowie des Schauspiels an.

Das Theatertreffen „Unentdeckte Nachbarn“
Fünf Jahre nach der Aufdeckung des Nationalsozialistischen Untergrunds sind nach wie vor viele Fragen offen: Wie konnten die Täter unerkannt unter uns leben? Welche Bedingungen im südwestsächsischen Raum begünstigten das Untertauchen des Trios und dessen jahrelange Aktivitäten im Untergrund? Wie verschaffen wir uns Klarheit über die Rolle staatlicher Stellen bei den Ermittlungspannen? Und wie kann der Opfer gedacht werden?

Bundesweit haben sich Theater diese Fragen gestellt und die aktuelle Debatte um rechten Terror, aber auch um Migration und Flucht aufgegriffen. Das Theatertreffen „Unentdeckte Nachbarn“, das vom 1. bis 11. November 2016 in Chemnitz und Zwickau sowie weiteren Städten zu dem Thema stattfindet, präsentiert verschiedene Inszenierungen, welche die kaum sichtbare Perspektive der Betroffenen des NSU in den Vordergrund stellen. Aber auch Perspektiven, die den Umgang von Staat und Zivilgesellschaft mit den Taten thematisieren.

Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Ausstellungen, Installationen, einer Schulkooperation zwischen Hamburg, Chemnitz und Zwickau sowie zahlreiche Diskussionsveranstaltungen öffnet den Raum für die Frage: Wie gestalten wir unsere zunehmend diverse Gesellschaft?

Ein Netzwerkprojekt des ASA-FF e.V. in Kooperation mit Grass Lifter, Kulturbüro Sachsen, Theater Chemnitz, Theater Plauen Zwickau und Weiterdenken / Heinrich Böll Stiftung Sachsen
www.unentdeckte-nachbarn.de 

Zum Inszenierungsteam
Laura Linnenbaum (Regie), Jahrgang 1986, studierte Regie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Seit 2011 inszeniert sie freischaffend sowie als Stipendiatin und Regieassistentin des Schauspiels Frankfurt, wo u. a. die Stücke „Schlafes Bruder“ (eingeladen zum Körber Studio Regie) und „Eine Teufeliade“ (Hessische Theatertage) entstanden. Für die Inszenierung „Silent Noise – Ein Projekt über Sylvia Plath“ wurde sie 2015 in der Fachzeitschrift „Theater heute“ als beste Nachwuchskünstlerin nominiert. In der Spielzeit 2016/2017 wird sie neben ihrer Arbeit am Figurentheater Chemnitz u. a. am Staatsschauspiel Dresden und am Schauspiel Frankfurt tätig sein. Darüber hinaus ist sie Künstlerische Leiterin des Theatertreffens „Unentdeckte Nachbarn“.

Valentin Baumeister (Bühne und Kostüme), 1990 in München geboren, studiert an der Universität Mozarteum in Salzburg Bühnen- und Kostümgestaltung bei Henrik Ahr. Nach Assistenzen am Münchner Volkstheater, dem Theater Basel und den Salzburger Festspielen gestaltete er u. a. die Bühne zu „what would vitali do“ am Thomas Bernhard Institut und war Teil des Young Directors Project „36566 Tage“ der Salzburger Festspiele. Am Theater Bonn stattete er zuletzt „Spieltrieb“ aus und entwarf die Bühne für „Romeo und Julia“.

Angela Baumgart (Puppen und Objekte), 1963 in Eisenach geboren, absolvierte ein Studium für Bühnen- und Kostümbild in Dresden. Anschließend arbeitete sie für mehrere Jahre als Ausstatterin am Theater Erfurt. Seit 2002 ist sie an den Bühnen Halle engagiert. Von 2005 bis 2011 war sie Ausstattungsleiterin am Neuen Theater, seit 2011 arbeitet sie als Bühnen- und Kostümbildnerin sowie Produktionsleiterin am Puppentheater Halle. [© Die Theater Chemnitz]


www.theater-chemnitz.de

Begehren – eine doku-fiktionale Feldforschung

Von:
Gesine Schmidt
Uraufführung: 3. Dezember 2016 (Mainz, Staatstheater Mainz)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Koproduktion mit Les Théâtres de la Ville de Luxembourg (Premiere in Luxemburg: 24. März 2017)

Premiere: 3. Dezember 16 (Uraufführung; U17)

Inszenierung: Brit Bartkowiak
Bühne: Nikolaus Frinke
Kostüme: Carolin Schogs
Video: Dirk Richard Heidinger
Dramaturgie: Patricia Nickel-Dönicke

Besetzung:

Helga (75):
Monika Dortschy
Marina (54): Heike Trinker
Julia (36): Catherine Janke
Laura (26): Leoni Schulz
Thomas (56): Martin Herrmann
Gero (45): Johannes Schmidt
Ole (40): Denis Larisch


Begehren
Staatstheater Mainz
Vorabbild mit dem Ensemble
© Andreas Etter

Internetdating, polyamore Beziehungen, Casual Sex oder Freundschaft Plus sind schon längst gesellschaftsfähig – und spätestens seit dem immensen Erfolg von Fifty Shades of Grey ist auch BDSMSex in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Es mangelt nicht an einer Sprache der öffentlichen Bekenntnisse in einem durch und durch sexualisierten öffentlichen Raum. Sex ist zu einem Produkt des Lifestyles geworden.

Haben wir es heute also nur mit Experten in Sachen Sexualität zu tun? Was passiert jenseits der öffentlichen Bekenntnisse? Worin unterscheiden sich männliches und weibliches Begehren? Was bedeuten Dominanz und Unterwerfung in sexuellen Beziehungen? Wie äußert sich der Widerspruch zwischen der Sehnsucht nach Verschmelzung, nach Hingabe und der Sehnsucht nach Unabhängigkeit und Gleichberechtigung? Und: In welchem Verhältnis stehen Lust und Begehren zur Liebe? Vier Frauen und drei Männer im Alter von 26 bis 75 Jahren antworten auf diese Fragen mit ihren ganz persönlichen Lebens- und Lustgeschichten.

Gesine Schmidt wurde für ihre Theaterstücke mehrfach ausgezeichnet. Ihre doku-fiktionalen Werke kreisen um das Thema „Normalität und Abweichung“ und sind stets Ergebnis aufwändiger Recherchen. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

»Being Lawinky«

Uraufführung: 16. Februar 2006 (Frankfurt/M, schauspielfrankfurt in der schmidtstrasse12)

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere:
16. Februar 06

Regie: Sebastian Hartmann
Dramaturgie: Peter Kroher
Raum: Michael Graessner
Produktionsleitung: Norgard Kröger
Kostüme: Kristin Hassel
Regieassistenz: Charlotte van Kerckhoven


Darsteller:

Anita Iselin
Thomas Lawinky (nur am 16. Februar 06)
Andreas Leupold
Nicole Stelten
Sebastian Hartmann (nur am 23. Februar 06)
Peter Kurth
(nur 25. Februar 06)

Variationen über das Absurde. Plötzlich und unvorhergesehen werden Menschenleben dahingerafft. In der Stadt bricht Panik aus. Persönliche wie öffentliche Verhältnisse brechen auseinander. Jeder ist nur noch um sein eigenes Heil besorgt. Doch die Ursache des Sterbens bleibt unbekannt. Ist es eine Seuche? Ist es Konsequenz einer hybriden gesellschaftlichen Lebensweise? Oder ist es das endemische Auftreten einer Grundbedingung des Lebens – nämlich daß wir sterblich sind – das Verwirrung stiftet?
Das Stück greift Gedanken von Ionescos absurdem Drama “Das große Massakerspiel” auf, ein Spiel um die Endlichkeit und somit auch um die Eitelkeit der Menschen. [© schauspielfrankfurt]

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Bernards Albas Haus. Tragödie von den Frauen in den Dörfern Spaniens (La Casa de Bernarda Alba. Drama de mujeres en los pueblos de España)

Drama in drei Akten von: Frederico García Lorca
Uraufführung: 8. März 1945 (Buenos Aires, Teatro Avenida)
Deutsche Erstaufführung: 22. November 1947 (Basel)

Zur Inszenierung des Theater Willy Praml FFM:

Premiere:
21. August 14

Regie: Willy Praml
Bühne/ Kostüme: Michael Weber
Musikalische Einrichtung: Gregor Praml
Licht/Ton: Johannes Schmidt / Brett Nancarrow / Daniel Gebhard

Besetzung:

Bernarda:
Birgit Heuser
Maria Josefa, Bernardas Mutter: Maria Niessen
La Poncia, Magd: Reinhold Behling

Bernardas Töchter:
Angustias: Jakob Gail
Magdalena: Demjan Duran
Amelia: Andreas Bach
Martirio: Michael Weber
Adela: Sam Michelson

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Bernards Albas Haus
Theater Willy Praml
Maria Josefa (Maria Nielsen) und Ensemble
© Seweryn Zelazny

Nach dem Tod ihres zweiten Mannes ordnet die sechzigjährige Bernarda Alba für ihr Haus eine achtjährige Trauer an: ihre fünf Töchter, zwischen zwanzig und vierzig Jahre alt, können inzwischen an ihrer Aussteuer sticken. Nur die älteste hat eine Chance, diesem Hausarrest zu entkommen: sie ist verlobt mit Pepe und darf, gemäß der Sitte, durch das vergitterte Fenster mit ihm sprechen. Pepe aber will sie nur wegen ihres Vermögens heiraten und liebt Adela, ihre jüngste Schwester. Die Katastrophe muss notwendig folgen: der ausgesperrte Mann ist durch seine Abwesenheit stärker, als er es durch körperliche Anwesenheit je sein könnte. Er ist anwesend in den Gesprächen, in seinem Photo, im Gesang der Schnitter, im Hufschlag des Hengstes, er ist da im Hass der Frauen, in jedem ihrer Worte. . . Als despotische Herrscherin über sich und ihre ganze Familie in Erfüllung der nach strengen Gesetzen überlieferten Tradition tut Bernarda Alba alles dafür, den Wunsch ihrer Töchter nach Freiheit zu unterdrücken und die Familienehre zu schützen.

Das Haus – eine Festung: hier wird sie aber in einem übertragenen Sinne auch zu einem universellen Ort und die Tragödie Lorcas “von den Frauen in den spanischen Dörfern“ zum Schauplatz des klassischen Konflikts des abendländischen Dramas zwischen der kollektiven Verpflichtung zum Gesetz und dem unstillbaren Drang nach Erfüllung des Freiheitswillens. Das Verhältnis zwischen Drinnen und Draußen zerrinnt; innerhalb der Mauern ein Leben in Gefühllosigkeit, Aussichtslosigkeit und Stillstand und die Sehnsucht nach Liebe im Draußen, die sich verwechselt mit dem Sex, der dort ohne Liebe regiert. [© Theater Willy Praml]

Spieldauer: 2:30h mit Pause

www.theater-willypraml.de

Besucher
Komödie in drei Bildern

Von:
Botho Strauss
Uraufführung: 6. Oktober 1988 (München, Kammerspiele; Regie: Dieter Dorn)

zum schauspielfrankfurtZur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere:
22. Dezember 05

Regie: Burkhard C. Kosminski
Bühne: Florian Etti
Kostüme: Ute Lindenberg
Musik: Jörg Golasch
Dramaturgie: Hans-Peter Frings

Darsteller:

Maximilian Steinberg, Schauspieler:
Felix von Manteuffel
Karl Joseph, Schauspieler: Traugott Buhre
Edna Gruber, Schauspielerin: Ilse Ritter
Lena, eine reihe junge Frau: Leslie Malton
Volker, Regisseur: Roland Bayer
Nachtpförtner: Sven Christoph Prietz
Die Blinde: Anita Iselin
Garderobenfrau: Olga Strub
Max-Double: Hubert Schulz

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Betty

Nach dem Roman von:
Georges Simenon
In der Übersetzung von:
Raymond Regh

Uraufführung:
24. Oktober 2012 (Frankfurt, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 24. Oktober 12 (Uraufführung)

Regie:
Lily Sykes
Bühne: Friederike Meisel
Kostüme: Dorothee Joisten
Sound: Joachim Steffenhagen
Dramaturgie: Henrieke Beuthner

Besetzung:

Betty:
Katharina Bach*
Laure: Henrike Johanna Jörissen

*Mitglied des Schauspiel STUDIO Frankfurt

Besetzung auf kulturfreak.de


Betty

Schauspiel Frankfurt
Betty (Katharina Bach)
© Karolin Back

Paris. Nacht. Regen. Eine Bar. Ein Hotelzimmer. Eine junge Frau. Vor ihr eine Flasche Whiskey. Hinter ihr eine Vergangenheit, mit der sie nicht abschließen kann, in der sie die Grenzen ihrer Freiheit zwischen biederem Eheleben, Kindererziehung und zahllosen, ungehemmten Affären bis ins Letzte ausgelotet und ein furioses Leben zwischen Anpassung und Ausbrechen aus den geordneten Verhältnissen geführt hat. Betty hat alles aufs Spiel gesetzt und findet sich nun in einem alkoholgeschwängerten Taumel wieder, der sie mit sich abwärts reißt, immer tiefer hinein in Nachtgeschichten jenseits jeder Moral und größter Einsamkeit, aus denen es keinen Ausweg zu geben scheint. [© Schauspiel Frankfurt]

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Between Work and Paradise
by Alexander Paul Englert, Frankfurt am Main

Kuratorin:
Leonore Leonardy
September 2006 – Juli 2007
Foyer Großes Haus schauspielfrankfurt und Stadtraum Frankfurt am Main

schauspielfrankfurt
hat ein weiteres künstlerisches Fotoprojekt initiiert, das die Ensemblemitglieder des Hauses in den Fokus der Betrachtung stellt. Nach Beat Streuli,
der mit seiner Projektion Actors (2004) Bilder von großer Eindrücklichkeit und Poetik geschaffen hat, die auf den konzentrierten Schaffensprozeß einer Inszenierung hinwiesen, folgten 2005
die Schauspielerporträts von Alexander Paul Englert. Der Frankfurter Fotograf näherte sich seinem Sujet bis auf eine kurze Distanz, konzentrierte sich auf die Grundzüge eines Gesichtes.
In seinen Ansichten erregte jedes Gesicht, trotz formaler Gleichbehandlung, seine eigene Aufmerksamkeit beim Betrachter.

Mit Between Work and Paradise setzt Alexander Paul Englert die Auseinandersetzung des schauspielfrankfurt mit dem Theater als künstlerischer Produktionsstätte fort. Das Interesse des Künstlers gilt auch hier den Schauspielerinnen und Schauspielern, die sich in ihrem Beruf, wie in kaum einem anderen, mit dem Leben und seinen Veränderungen auseinandersetzen müssen, um auf der Bühne eine mögliche Wirklichkeit verkörpern zu können. Das Projekt versteht sich als work in progress über die Spielzeit 06/07. Nach und nach werden sich die Wände im Foyer des Großen Hauses mit den Aufnahmen der Ensemblemitglieder füllen. Doch nicht nur im schauspielfrankfurt, auch in der Stadt begegnen sich Schauspieler und Zuschauer, werden immer wieder unterschiedliche Porträts im öffentlichen Raum präsent sein und damit die Stadt als Bühne bespielen. Durch die Sichtbarkeit der Schauspieler im Stadtraum wird der Dialog zwischen Theater und Publikum auch jenseits von Haus und Bühne fortgeführt.



Between Work and Paradise
schauspielfrankfurt & Alexander Paul Englert
Katrin Grumeth


Between Work and Paradise
schauspielfrankfurt & Alexander Paul Englert
Joachim Nimtz


Between Work and Paradise
schauspielfrankfurt & Alexander Paul Englert
Mathias Max Hermann


Between Work and Paradise
schauspielfrankfurt & Alexander Paul Englert
Sascha Icks

Fotos:
Alexander Paul Englert

Biedermann und die Brandstifter
Ein Lehrstück ohne Lehre in 6 Szenen und mit einem Nachspiel

Von:
Max Frisch (15. Mai 1911 - 4. April 1991)

Erstsendung als Hörspiel: 1953
Uraufführung: 29. März 1958 (Zürich, Schauspielhaus)
Uraufführung des Nachspiels: 28. September 1959 (Frankfurt/Main, Städtische Bühnen)

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere: 29. September 17 (Kleines Haus)

Regie: Jan Philipp Gloger
Bühne: Franziska Bornkamm
Kostüme: Dorothee Joisten
Musik: Kostia Rapoport
Dramaturgie: Katharina Gerschler

Besetzung:

Herr Biedermann:
Maximilian Pulst
Babette, seine Frau: Llewellyn Reichman
Anna, ein Dienstmädchen: Kruna Savić
Josef Schmitz: Michael Birnbaum
Wilhelm Eisenring: Rainer Kühn

Max Frischs »Lehrstück ohne Lehre« erzählt vom Scheitern bürgerlicher Werte angesichts des Unvorstellbaren: einer abstrakten Bedrohung, die unversehens ganz konkret wird. Gutbürger Biedermann strebt nach äußerem Erfolg. Dass er dafür durchaus über Leichen geht, gilt es zu verbergen. Gemeinsam mit seiner Frau versucht er also vor allem, alles richtig zu machen: Man ernährt sich bewusst, übernimmt gesellschaftliche Verantwortung. Und natürlich öffnen die Beiden einem Wohnungslosen ihr Haus und bleiben tapfer, als gleich sein Freund mit einzieht. Frei von Sorge sind Biedermanns zwar nicht, aber wie die Mitbewohner virtuos auf der Klaviatur des Mitgefühls spielen, so wissen sie auch die Ängste ihrer Wirtsleute zu nutzen. Und in der bürgerlichen Normalität entsteht nach und nach ein explosives Gemisch.

Frischs Parabel über die kleinen feigen Falschheiten des »besorgten Bürgers«, die den Großbrand ihrer Welt entfachen, wirkt höchst aktuell, wenn man das Hochkommen populistischer Politik, die neue Salonfähigkeit nationalistischen Denkens, Abschottungs- und Segregationstendenzen ganzer Länder betrachtet.
In der Inszenierung von Jan Philipp Gloger, der zuletzt mit »Maß für Maß« in Wiesbaden große Erfolge feierte, ist das Schauspiel »Biedermann und die Brandstifter« ab dem 29. September am Hessischen Staatstheater in Wiesbaden zu erleben. [© Staatstheater Wiesbaden]

www.staatstheater-wiesbaden.de

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
14. Februar 14 (Schauspielhaus)

Regie: Robert Schuster
Bühne: Jens Kilian
Kostüme: Eva-Maria Van Acker
Musik: Jörg Gollasch
Video: fettFilm
Dramaturgie: Hannah Schwegler

Besetzung:
Herr Biedermann:
Peter Schröder
Babette, seine Frau: Heidi Ecks
Anna, ein Dienstmädchen: Wiebke Mollenhauer
Schmitz, ein Ringer: Martin Rentzsch
Eisenring, ein Kellner: Till Weinheimer
Ein Polizist: Matthias Breitenbach / Daniel Rothaug
Witwe Knechtling: Ursula Herr
Chor: Esther Dierkes, Matthias Breitenbach, Josef Rennert, Daniel Rothaug

Besprechung auf kulturfreak.de


Biedermann und die Brandstifter
Schauspiel Frankfurt
Babette Biedermann (Heidi Ecks), Eisenring (Till Weinheimer), Gottlieb Biedermann (Peter Schröder), Schmitz (Martin Rentzsch)
© Birgit Hupfeld

Ich will meine Ruhe und meinen Frieden haben, nichts weiter!

Eines Abends steht ein Unbekannter in der Tür. Gottlieb Biedermann, erfolgreicher Unternehmer und medial mit allem ausgestattet, ist alarmiert: Brandstifter, nichts als Brandstifter! Aber er ist sich des guten Stils bewusst, bestens informiert und aufgeklärt – und, klar, er kommt nicht umhin, diesem Unbekannten eine Bleibe anzubieten. Biedermann gehört das Haus, dem Mann die Erzählung über das erfahrene Unrecht – und am anderen Morgen, siehe da, steht das Haus noch immer! »Feuergefährlich ist viel, aber nicht alles, was feuert, ist Schicksal, unabwendbares!«, hört Biedermann allerorten die Warnungen. Aber er würde doch nie der Gewalt Tür und Tor öffnen! Hat man nicht aus den vergangenen Menschheitskatastrophen Lehren gezogen? Robert Schuster inszeniert Max Frischs »Lehrstück ohne Lehre« als Sinnbild unserer Zeit.

Robert Schuster leitete von 1999 bis 2002 gemeinsam mit Tom Kühnel und Bernd Stegemann das TAT im Bockenheimer Depot. Als freier Regisseur inszenierte er u. a. in Berlin, Basel, Leipzig, Bremen, Düsseldorf und Freiburg. 2004 wurde er als Professor für Regie an die Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin berufen. Am Schauspiel Frankfurt brachte er zuletzt »Hanglage Meerblick« von David Mamet auf die Bühne der Kammerspiele. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Bier für Frauen
Von:
Felicia Zeller
Uraufführung:  23. September  2001 (Mainz, Staatstheater Mainz)

Das Bildnis des Dorian Gray (The Picture of Dorian Gray)
Roman von Oscar Wilde

Zur Inszenierung des English Theatre Frankfurt:
(In der neu adaptiert Fassung von Merlin Holland und John O'Connor)

Premiere:
2. September 16

Regie: Tom Littler
Ausstattung: Simon Kenny
Lichtdesign: Ben Cracknell
Sounddesign: Tom Attwood  

Besetzung:

Basil and others:
Timothy Allsop
Dorian Gray: Michael Lanni
Lord Henry and others: Richard Lynson
Sibyl Vane and others: Natasha Rickman

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The Picture of Dorian Gray
The English Theatre Frankfurt
Dorian Gray (Michael Lanni), Mr. Isaaks (Timothy Allsop)

© Martin Kaufhold

Zur Handlung:
„The Picture of Dorian Gray“ spielt im London des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Der Protagonist, ein faszinierender junger Mann, steht für ein Ölgemälde des Künstlers Basil Hallward Modell. Hallward, der vollkommen von Dorians Schönheit betört ist, stellt den jungen Mann dem zynischen und charismatischen Lord Henry Wotton vor, nach dessen Lebensphilosophie der einzig lohnenswerte Sinn des Lebens der Genuss der Schönheit ist. Von Wottons Worten beeindruckt und von der Anmut des Bildes hingerissen, verschreibt sich Dorian einem faustischen Handel: seine Seele gegen ewige Jugend. Statt seiner solle von nun an das Portrait altern.
Wird Dorian Grays Seele auf alle Ewigkeit in dem Gemälde gefangen bleiben? [© The English Theatre Frankfurt]

www.english-theatre.de

Birdland

Von:
Simon Stephens
Uraufführung: 9. April 2014 (London, Royal Court Theatre)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
In Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt und der Hessischen Theaterakademie

Premiere: 3. März 17 (Bockenheimer Depot)

Regie: Till Weinheimer
Bühne und Kostüme: Sibylle Gädeke
Musik: Chris Weinheimer
Licht: Alexander Kirpacz
Dramaturgie: Dagmar Borrmann
Kampftraining: Annette Bauer

Besetzung:

Mit:
Altine Emini, Sophia Hahn, Johanna Miller, Léa Zehaf; Nicolai Gonther, Julian von Hansemann, Hans-Christian Hegewald, Burak Hoffmann

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Birdland
Schauspiel Frankfurt/HfMDKFFM
Annalisa (Altine Emini), Paul (Julian von Hansemann), Marnie (Léa Zehaf), Johnny (Nicolai Gonther), Jenny (Sophia Hahn)
© Birgit Hupfeld

Früher hat Paul in kleinen Clubs gespielt, heute füllt er mit seiner Band die größten Arenen der Welt. Paul ist ein Megastar, ein Monster, ein moderner Baal: schrankenlos in seinen Forderungen, schonungslos in seinen Urteilen, rücksichtslos seiner Umwelt gegenüber (auch wenn das Obst in seiner Garderobe natürlich vom Biobauern stammen muss). Pauls Kosmos kreist unablässig um sich selbst, in so rasender Geschwindigkeit, dass es ihn aus der eigenen Umlaufbahn katapultiert. Als ein Mensch seinetwegen stirbt, wird aus Pauls Märchenleben ein erschreckender realer Abstieg in die Hölle.

Mit »Birdland« hat der britische Dramatiker Simon Stephens eine Psychostudie der Konsequenzen maßlosen Ruhms geschrieben. Man kann das Stück »als Kritik der ›Deutschland sucht den Superstar‹-Epoche, der entseelten Verherrlichung deformierter, überforderter Idole lesen.« (Süddeutsche Zeitung) Doch was diesen zeitgenössischen Text so zeitlos allgemeingültig macht, ist die offenbar ganz normale Menschlichkeit der Entmenschlichung: ein Albtraum.

Die Untiefen des Ruhms und der Unterhaltungsindustrie wird Regisseur Till Weinheimer mit Studierenden des dritten Jahrgangs der Frankfurter Schauspielschule ausloten. Als Schauspieler war Till Weinheimer u.a. in München und Berlin engagiert. Seit 2009 ist er Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt und arbeitet seit 2000 er auch als Regisseur.

[© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de  

Black Ice: Ein Lügenspiel

Ein Projekt des Jugendclubs des Schauspiel Frankfurt

Premiere:
28. November 12

Konzept und Inszenierung:
Susanne Zaun

Mit: Alina Fischer, Lena Köcher, Lidya Miheteab, Banu Öztürk und Britta Wambach

Besprechung auf kulturfreak.de


Black Ice: Ein Lügenspiel
Schauspiel Frankfurt Jugendclub
© Karolin Back

Lügen, betrügen und verführen: Tom Ripley ist ein Meister der Intrige, der die Identitäten wechselt wie Kleidungsstücke. Ausgehend von Patricia Highsmiths Romanfigur begibt sich der Jugendclub im neuen Box-Projekt aufs Glatteis in einem Spiel um Identitätsklau, Blendung und Täuschung. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Blaubart - Hoffnung der Frauen
Theaterstück von:
Lea Dorn
Uraufführung: 1997 (München)

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

zur Infoseite des schauspielfrankfurtPremiere: 26. November 05

Regie: André Wilms
Bühne: Nicky Rieti
Kostüme: Adriane Westerbarkey
Musik: Dietmar Wiesner
Video: Bruno Deville

Besetzung:

Heinrich Blaubart:
Mathias Max Herrmann
Die Blinde: Katrin Grumeth
Julia: Sarah Sandeh
Anna: Ruth Marie Kröger
Judith: Viola von der Burg
Tanja: Eva-Christine Richter
Eva: Sascha Ö. Soydan
Christiane: Sascha Icks

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Mathias Max Herrmann in der Rolle des kleinbürgerlichen Damenschuhverkäufers Heinrich Blaubart ist ein merkwürdiger Frauenheld. Sechs Frauen liegen ihm zu Füßen. Doch Blaubart bringt sie alle um. Nur eine Blinde, Katrin Grumeth, dreht den Spieß um und definiert die immerwährende Geschichte von Anziehung und Zerstörung zwischen Mann und Frau auf überraschende Weise neu.

Während der Intendanz von Elisabeth Schweeger wurden von Dea Loher am schauspielfrankfurt aufgeführt:
“Adam Geist“ und „Samurai oder der Fehler“ in der Spielzeit 01/02
“Unschuld“ als Gastspiel des Thalia Theater in der Spielzeit 03/04
„Leviathan“ in der Spielzeit 04/05

Die Dramatikerin Dea Loher wurde am 23. November 2005 in der in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz (Mainz) mit einem der höchstdotiertesten Dramatikerpreise Deutschlands, dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis 2005, für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet.
Die Jury würdigte Dea Loher als eine politische Dramatikerin, die sich mit ihrem Werk wie kaum eine andere der Gegenwart und zugleich den großen Fragen der Tragödie stelle. Ihre Sprache sei dabei oft hintergründig komisch, diskret, sparsam und voller eigener Poesie. Den Dramatikerpreis, der alle zwei Jahre vergeben wird, erhielten u.a. Elfriede Jelinek (2003), Einar Schleef (2001), Rainald Goetz (1999), Werner Fritsch und Volker Lüdecke (beide 1997).
Die Jury: Prof. Dr. Erika Fischer-Lichte (Institut für Theaterwissenschaft der FU Berlin), Prof. Dr. Anke Roeder (Bayerische Theaterakademie München), Gerhard Jörder (Theaterkritiker und Autor der ZEIT), Ulrich Khuon (Intendant des Thalia Theaters Hamburg) und Prof. Dr. C. Bernd Sucher (Bayerische Theaterakademie und Süddeutsche Zeitung). Vorsitzender der Jury ist der Intendant des Pfalztheaters Kaiserslautern, Johannes Reitmeier.

Das blaue blaue Meer

Von:
Nis-Momme Stockmann

Uraufführung: 22. Januar 2010 (Frankfurt, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 22. Januar 10 (Uraufführung; Kammerspiele)

Regie: Marc Lunghuss
Bühne: Tobias Schunck
Kostüme: Grit Gross
Musik: Karsten Riedel
Licht: Jan Walther
Dramaturgie: Andreas Erdmann

Besetzung:
Darko:
Nils Kahnwald
Motte: Henrike Johanna Jörissen
Musiker: Jan Weichsel & Daniel Brandel

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Das blaue blaue Meer

Schauspiel Frankfurt
Darko (Nils Kahnwald), Motte (Henrike Johanna Jörissen)
Foto: Alexander Paul Englert

Darko säuft. Bis sich sein Gehirn nach außen stülpt. Säuft, bis ihm die Zähne ausfallen und er seinen Namen nicht mehr weiß – wie so viele in der Plattenbausiedlung, in der er lebt und in der die Sterne nie zu sehen sind. Selbstmord scheint hier eher eine Frage der Geschwindigkeit: ob man dazu nur ein paar Minuten, Jahre oder doch das halbe Leben braucht. Aber dann kommt Motte, Wohnsiedlungsprostituierte, 19 Jahre alt. Ein Lottogewinn, eine heruntergefallene Sternschnuppe. Und plötzlich fängt Darko an, etwas zu fühlen, das er lange nicht gekannt hat: Hoffnung. Auf einmal sagt er: »Raus, wir müssen raus hier.« Die Sterne sind noch immer nicht zu sehen und das blaue, blaue Meer ist weit – doch gemeinsam trauen sich Darko und Motte, vom bisher Undenkbaren zu träumen. Nur vorher haben beide noch eine Rechnung zu begleichen.
Ein Stück über das Meer, die Sterne, Plattenbauten und den Tod. Ein Stück darüber, wie die Armut, die Verzweiflung einer Minderheit für die Mehrheit unsichtbar bleibt. Und ein Stück darüber, dass für manche Menschen auch die Hoffnung es nur schlimmer macht. Zugleich poetisch und verstörend erzählt Stockmann von den Vergessenen an einem vergessenen Ort.  [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Der blaue Engel

nach dem Roman „Professor Unrat“ von Heinrich Mann
und dem Film „Der blaue Engel“ von Josef von Sternberg
unter Verwendung des Drehbuchs von Carl Zuckmayer, Karl Gustav Vollmöller und Robert Liebmann

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 24. Mai 12

Regie:
Jorinde Dröse
Bühne / Kostüme: Susanne Schuboth
Musikalische Leitung: Rainer Süßmilch
Musik: Norma Bek
Licht: Ellen Jäger
Projektion / Video: Constantin Braml / Moritz Koepp
Dramaturgie: Alexandra Althoff

Besetzung:

Professor Immanuel Rath:
Michael Goldberg
Lola Lola: Mathis Reinhardt
Kiepert: Sascha Nathan
Guste Kiepert / Schuldirektorin: Mareike Hein
Clown / Captain: Cornelius Schwalm
Lohmann: Nils Kahnwald
Kieselack: Christian Erdt
Von Ertzum: Katharina Hackhausen

Band:
Karsten Süßmilch
Rainer Süßmilch
Matthias Schmidt

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Der blaue Engel

Schauspiel Frankfurt
Lohmann ( Nils Kahnwald), Professor Immanuel Rath (Michael Goldberg)
© Birgit Hupfeld

Der tyrannische Gymnasialprofessor Raat wird traditionsgemäß von seinen Schülern als »Unrat« verhöhnt. Seine nächtliche Jagd nach den ihm verhassten Schülern führt zu einer Begegnung mit der Unterwelt des Frivolen, Erotischen, Anzüglichen. Durch die Bekanntschaft mit der Sängerin Lola, die im Nachtclub »Der blaue Engel« auftritt, wird eine maßlose Leidenschaft in ihm entfacht, die sein früheres Leben in Schutt und Asche legt. Heinrich Manns 1905 erschienener Roman »Professor Unrat« wurde in Josef von Sternbergs Adaption von 1930 mit Emil Jannings und Marlene Dietrich sowie mit der Musik Friedrich Hollaenders zu einem frühen Kultfilm. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Die Blechtrommel

Roman von: Günter Grass

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Monolog von Oliver Reese

Premiere: 11. Januar 15

Regie: Oliver Reese
Bühne: Daniel Wollenzin
Kostüme: Laura Krack
Soundscape: Parviz Mir-Ali
Dramaturgie:
Sibylle Baschung

Mit: Nico Holonics

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Die Blechtrommel

Schauspiel Frankfurt
Vorabbild mit Nico Holonics
© Birgit Hupfeld

Noch kaum geboren, erkennt Oskar Matzerath die Welt als universales Desaster – und lehnt sie ab. Einzig die von seiner Mutter versprochene Blechtrommel eröffnet ihm eine akzeptable Überlebensperspektive: die Existenzform als Trommler, ein groteskes Künstlerdasein mit ambivalenten Motivationen und Wirkungen. So beschließt Oskar an seinem dritten Geburtstag, nicht mehr zu wachsen, sondern zu beobachten und zu trommeln. Aus der Froschperspektive schildert er das Aufziehen des faschistischen Denkens und Handelns, berichtet von Ehebruch und Pogromnacht, verknüpft Privatgeschichte mit Zeitgeschichte. Er ist Zeuge, zugleich Außenseiter wie Beteiligter einer Welt, in welcher ein Zivilisationsbruch wie der Holocaust möglich ist.

Nicht schuldig, aber verantwortlich für das Grauen, das in deutschem Namen begangen wurde, hat Günter Grass sich zeitlebens gefühlt. »Die Blechtrommel« ist auch ein Versuch, die Mechanismen der eigenen Verführung durchsichtig zu machen. Trotz aller Kontroversen um den Roman und Nobelpreisträger Günter Grass, gilt der Text bis heute als Meilenstein der deutschen Nachkriegsliteratur. Regisseur Oliver Reese erzählt die Geschichte des ewigen Trommlers in einer ganz auf die Perspektive der Hauptfigur zugeschnitten Fassung. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspiel-frankfurt.de

Bleib mein schlagendes Herz
Ein Jugendstück

Von:
Juliane Kann
Uraufführung: 13. März 2010 (Frankfurt, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/M und der Hessischen Theaterakademie

Premiere:
13. März 10 (Uraufführung; Kammerspiele)

Regie:
Daniela Löffner
Bühne und Kostüme: Claudia Kalinski
Licht: Ellen Jäger
Dramaturgie: Sibylle Baschung

Besetzung:
Tilman:
Daniel Kozian
Julischka: Rebekka Aue
Lucy: Luise Audersch
Larissa: Denise Matthey
Caspar: Cyril Sjöström
Symon: Peter Volksdorf
Gitte: Sigrid Dispert
Eddie: David Müller
Danka: Liza Jakob

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Bleib mein schlagendes Herz
Schauspiel Frankfurt in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/M und der Hessischen Theaterakademie
v.l.n.r.  Liza Jakob, Luise Audersch, Rebekka Aue, Daniel Kozian, Peter Volksdorf
© Birgit Hupfeld

Willkommen im Leben. Sie sind Mitte Zwanzig, haben Einiges erreicht und befinden sich in einer tiefen Krise … Das kann doch nicht alles gewesen sein! Zwischen Glückserwartung und Realitätsschock, Bindungsangst und Torschlusspanik ringen neun junge Menschen um Erfüllung und perfekte Zweisamkeit. Einen Schwerpunkt des neuen Frankfurter Programms bilden Inszenierungen für Kinder und Jugendliche. Und jugendliche Problematiken sollen auch im Mittelpunkt der Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main stehen.
Die angehenden Schauspieler der Hochschule werden unter Leitung profilierter Regisseure jedes Jahr eine Inszenierung auf die Bühne der Kammerspiele bringen.

Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, Ausbildungsbereich Schauspiel, und der Hessischen Theaterakademie

www.schauspielfrankfurt.de

Blick von der Brücke (A View From the bridge)
Drama in 2 Akten

Von:
Arthur Miller
Uraufführung als Einakter: 29. September 1955 (New York, Coronet Theatre [heute: Eugene O'Neill Theatr])
Uraufführung 2-Akt-Fassung: 11. Oktober 1956 (London, Comedy Theatre)
Deutsche Erstaufführung: 9. April 1956 (Berlin, Schloßpark-Theater (als Einakter)

Zur Inszenierung des Theater Alte Brücke:

Premiere: 10. März 17

Regie: Alexander J. Beck, Sabrina Faber
Kampfchoreografie: Simon Schwarzwald

Besetzung:

Alfieri / Einwanderungsbeamter:
Erik Barth
Eddie: Christoph Stein
Catherine: Maya Pinzolas
Beatrice: Simone Wagner
Marco: Jan Peter Nowak
Rodolpho: Felix Bieske

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Blick von der Brücke
Theater Alte Brücke
Beatrice (Simone Wagner), Alfieri (Erik Barth), Marco (Jan Peter Nowak),
Rodolpho (Felix Bieske), Catherine (Maya Pinzolas), Eddie (Christoph Stein)

© Daniel Dornhoefer

Arthur Millers 1955 entstandenes sozialkritisches Drama hat an Aktualität bis heute nichts verloren; im Gegenteil: Die Auseinandersetzungen gewinnen an Schärfe. Der realistisch-kraftvolle Dialog, in der neuen Übersetzung von Alexander F. Hoffmann und Hannelene Limpach, macht EIN BLICK VON DER BRÜCKE zu einem spannenden Theatervergnügen, zudem die Inszenierung von Alexander J. Beck das Geschehen mitten zwischen die Zuschauer verlagert.  [© Theater Alte Brücke]

www.theater-alte-bruecke.de

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 7. Mai 11

Regie: Florian Fiedler
Bühne: Vanessa Eder
Kostüme: Selina Peyer
Licht: Jan Walther
Kampftrainer: Peter Theiss, Peter Firner
Dramaturgie: Sibylle Baschung

Besetzung:

Eddie, ein Hafenarbeiter:
Martin Rentzsch
Beatrice, seine Frau: Heidi Ecks
Catherine, ihre Nichte: Henriette Blumenau*
Rodolpho, illegaler Einwanderer: Mathis Reinhardt
Marco, sein Bruder: Johannes Kühn*
Alfieri, ein Anwalt: Michael Benthin
Beamtin der Einwanderungsbehörde: Nadja Dankers
Statisterie: Naomi Arimura, Bich Hy Henkel, Ayako Ogata, Calia Stadahl-Fu

* Mitglied des Schauspiel STUDIO Frankfurt

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Blick von der Brücke
Schauspiel Frankfurt
Beatrice (Heidi Ecks), Eddie (Martin Rentzsch), Catherine (Henriette Blumenau)
© Birgit Hupfeld

Millers Geschichte des Hafenarbeiters Eddie, der seine Nichte Catherine begehrt und einen illegal eingewanderten Verwandten aus Eifersucht auffliegen lässt, spielt in einem New Yorker Elendsviertel. Eddie, der Catherine wie eine Tochter groß gezogen hat, nimmt Rodolpho und Marco, Cousins seiner Frau, illegal bei sich auf. Der Druck des Versteckspiels, der Spagat zwischen alter Herkunft und neuem Leben verschärfen die Konflikte in der Familie. Als sich Rodolpho in Catherine verliebt, eskaliert die Situation: Besinnungslos vor Eifersucht provoziert Eddie einen dramatischen Showdown.  [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Bombsong

Von: Thea Dorn (* 1970)

Uraufführung der musikalischen Fassung: 6. Oktober 2001 (Frankfurt/Main, TAT, im Rahmen der Frankfurter Positionen)
Uraufführung der szenischen Fassung: 17. September 2002 (Berlin, Maxim Gorki Theater)

Bouncing in Bavaria

Von:
Auftrag : Lorey

Uraufführung:
23. August 2012 (Frankfurt, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
23. August 12 (Uraufführung; Kammerspiele)

Regie und Konzept: Auftrag : Lorey (Stefanie Lorey, Bjoern Auftrag)
Bühne und Kostüme: Ralph Zeger
Videodesign: Konny Keller
Mitarbeit Videodesign: Benno Listing
Licht: Johannes Richter
Sounddesign und Sensoring: Bjoern Auftrag, Joachim Schröder
Dramaturgie: Alexandra Althoff

Mit: Traute Hoess, Felix von Manteuffel und Lili Mihajlovic

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Bouncing in Bavaria
Schauspiel Frankfurt
Vorabfoto mit Traute Hoess und Felix von Manteuffel
© BirgitHupfeld

Erinnern stellt einen Riss im Informationskontinuum einer Welt der rasenden Bild- und Sensationswechsel dar. Erinnern bedeutet Anhalten, Absondern, Aufmerken, Sammeln und Verweilen. In ihrem neuen Projekt, das Auftrag : Lorey zusammen mit den Ensemblemitgliedern Traute Hoess und Felix von Manteuffel entwickeln, geht es um kollektive und persönliche Erinnerung, um Erlebtes, Erfundenes und den vagen Raum, der dazwischen liegt. Um Momente, die dem Leben eine unerwartete Wendung geben, um Augenblicke des Kontrollverlusts und des Glücks, um kleine Begebenheiten, die manchmal genügen, plötzlich die Welt ganz anders zu begreifen als zuvor, um die eigene Vergänglichkeit, das Vergessen und das Verschwinden. Immer wieder geht es Auftrag : Lorey in ihren Theaterentwürfen um das, was sich in den engen Grenzen einer Spielregel, eines Systems zeigt, was aber letztlich unfassbar und unbeherrschbar bleibt. Am Schauspiel Frankfurt realisierte das Regieduo zuletzt in der Spielzeit 2010 / 11 das Projekt »Horror Vacui« im Bockenheimer Depot. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Breaking the Waves
Nach dem gleichnamigen Film von Lars von Trier aus dem Jahr 1996

Deutsch von: Maja Zade
Bearbeitet von: Vivian Nielsen
Deutschsprachige Erstaufführung: 1. Oktober 2007 (Berlin, Maxim Gorki Theater, Berlin)

blutsbande
nach William Shakespeare „Romeo und Julia“ und Heinrich von Kleist „Die Familie Schroffenstein“

Textfassung: Alexander Brill
Uraufführung: 17. September 2009 (Frankfurt, theaterperipherie in sankt peter)

Zur theaterperipherie-Inszenierung:

Premiere:
17. September 09 (FFM, sankt peter)

Regie: Alexander Brill
Bühne: Alexander Brill, Jana Lünsmann-Messerschmidt
Kostüm: Nadja Kaster, Jana Lünsmann-Messerschmidt
Dramaturgie: Heike Oehlschlägel
Licht: Frank Kaster
Filmregie: Seweryn Zelazny
Filmkamera: Andreas Fitza
Regiemitarbeit: Philipp Haines
Lichttechnik: Jonathan Rosenbauer
Tontechnik: Tanja Jung
Theaterpädagogik: Ute Bansemir
Öffentlichkeitsarbeit: Annette Remy

Ensemble:

Rossat
Otar: Thomas Handzel
Cutio: Hadi Khanjanpour
Volia: Rebecca Ajnwojner
Joni: Jonas Abbood

Warent:
Anes: Tanja Ronaghi
Tyzon: Duran Özer
Barish: Hadi El-Harake
Ashina: Deniz Kezer

Wyk
Jerome: Johannes Wachsmuth
Jojo: Soheir Tafzati
Nachrichtensprecher: Johannes Wachsmuth
Reporterin: Alba Lenertz
Urlauber / Geschäftsmann: Hadi El-Harake

Das Ensemble von blutsbande besteht aus jungen Darstellerinnen und Darstellern mit deutschen, serbischen, türkischen, kurdischen, iranischen, irakischen, libanesischen, äthiopischen und marokkanischen Wurzeln und einem christlichen, jüdischen und muslimischen Hintergrund.

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theaterperipherie: blutsbande
Foto: theaterperipherie

Zum Stück:

Die Familien aus Rossat und Warent sind durch einen Erbvertrag aneinander gekettet. Hat ein Zweig keinen männlichen Nachfolger, fällt das Reich unzerteilt an die andere Seite. Die übrige Verwandtschaft, wie das Haus Wyk, geht leer aus. Aus einer besonderen Zuneigung geschlossen, lässt der Vertag diese zur hässlichen Beziehungspflicht erstarrt. Statt ein mögliches Absterben des einen Familienzweigs durch den anderen zu verhindern, treibt der Vertrag selbst sie konsequent ihrem Untergang entgegen.

Der Tod eines Rossat-Kindes setzt die unerbittliche Dynamik in Gang. Misstrauen, Unterstellungen und Projektionen nehmen Besitz von den Menschen. Angst mutiert zu blindem Hass. In diesem Wahnsystem gibt es kein Innehalten - nur das Drängen nach Rache der Rache der Rache...

Die Medien heizen die Stimmung auf: Gerüchte werden zu Tatsachen, Nachrichten zu Botschaften, Informationen zu gezielter Desinformation. So schaffen sich die Anführer beider Seiten die Legitimation für ihr weiteres Handeln...

In diesem vergifteten Klima lieben sich die Kinder der verfeindeten Clans. Die ungeschriebene Pflicht der Kinder, sich zu hassen, bringt sie zur Liebe ihrer Vorfahren zurück. Doch auch ihre Begegnungen sind von Ahnungen, Misstrauen und dem Druck der eigenen Familie überschattet. Selbst in der Umarmung erlischt nicht die Angst, vom Gegenüber getäuscht und getötet zu werden. Doch was Anlass zur Hoffnung auf Versöhnung sein könnte, endet in der Katastrophe: das sich selbst erfüllende Misstrauen entfaltet seine Kraft...      [© theaterperipherie, Frankfurt]


blutsbande

theaterperipherie Frankfurt
Ensemble
Foto: Seweryn Zelazny

 www.theaterperipherie.de

Buddenbrooks

Roman von:
Thomas Mann
Bühnenfassung: John von Düffel

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere:
14. Juni 15 (Kleines Haus)

Regie: Uwe Eric Laufenberg
Bühne & Kostüme: Susanne Füller
Dramaturgie: Katharina Gerschler

Besetzung:

Konsul:
Bernd Ripken
Konsulin: Jessica Früh
Thomas: Janning Kahnert
Christian: Stefan Graf
Tony: Janina Schauer
Gerda, Thomas' Frau / Anna: Judith Bohle
Grünlich / Permaneder: Uwe Kraus
Morten / Bankier / Leutnant: Carlos Praetorius
Lina, eine alte Bediente:  Helga Schoon
Hanno / Thomas als Kind: Nathan Hempelmann, Aron Nenzel
Christian als Kind: Vincent Hempelmann, Jonah Stoss
Tony als Kind: Anne Nenzel, Mara Weil

»Die Buddenbrooks – das sind wir«, titelte das Handelsblatt 2008 zur Finanzkrise. Und es ist ein riskantes Termingeschäft, das den Niedergang des angesehenen Lübecker Handelshauses einleitet. Die Durchökonomisierung aller Lebensbereiche hat da aber schon länger an den Seelen der jüngeren Buddenbrooks genagt: Sorge um das Firmenkapital, Ehrgeiz seiner Vermehrung und Angst vor dem Verlust dominieren das Reden und Handeln. Eigenes Glück hat sich daran auszurichten. Die kesse Tony hat auf Druck ihres Vaters den verhassten Geschäftsmann Grünlich geheiratet und Schiffbruch erlitten. Während Sohn Thomas strebsam in die väterlichen Fußstapfen tritt, treibt sein Bruder Christian als glückloser Hallodri und Hypochonder durchs Leben.

Die Geschichte von Thomas Manns Jahrhundertroman enthält vielschichtige Charaktere und dramatische Konflikte. Sie ist aber auch eine Geschichte vom Kaufen und Verkaufen – und eine zeitlose Studie der Seele in Zeiten wechselnder Krisen: als Thomas Mann 1929, fast 30 Jahre nach Veröffentlichung, für seinen Roman den Literaturnobelpreis erhielt, war die Welt wieder einmal in der Krise. In New York wackelte die Börse, in Deutschland der Mittelstand.
Ein Jahrhundertroman auf der Bühne in der erfolgreichen Dramatisierung von John von Düffel. [© Staatstheater Wiesbaden]

www.staatstheater-wiesbaden.de

Büchner. Lenz & Schubert. Schöne Müllerin

Eine Inszenierung des Theater Willy Praml (Frankfurt/M):

Premiere:
2. Februar 13

Regie: Willy Praml
Bühne/ Kostüme: Michael Weber
Komposition: Alberto Mompellio
Schauspieler: Michael Weber
Tänzer: Andreas Bach
Kontrabass: Gregor Praml
Akkordeon: Vassily Dück

© Theater Willy Praml

LENZ ist die Geschichte von einem, der nicht mehr gesellschaftsfähig ist – LENZ ist die Geschichte von einem, der aus dem System fliegt - LENZ setzt sich aus - da, wo sich überall versteckt wird, um nicht anzustoßen - LENZ reißt sich auf, öffnet sich ohne Schonung, zeigt seine Wunde.

BÜCHNER hat in seinem LENZ einen schonungslosen Bericht gegeben von einem Heimatlosen – unbehaust in der Welt und im eigenen Leib, von einem, der mit offenen Wunden in der Welt herumirrt. BÜCHNER selbst war nicht so weit weg von solchen Extremzuständen. Seine Krankheiten in psychisch extrem angespannter Lage, seine Flucht aus der hessischen Heimat sind der Situation seines Vorgängers nicht unähnlich. BÜCHNER wusste, dass solch ein pathologischer Fall immer auch die Attacke eines Einzelnen gegen Alle ist. Und so reiht sich LENZ ein in die dornengekrönten BÜCHNERschen Antihelden: Danton. Leonce & Lena. Woyzeck – überall das gleiche System von aufgerissenen und aufgewühlten Seelen.

SCHUBERT hat in seinem berühmten Liederzyklus DIE SCHÖNE MÜLLERIN einen ähnlichen Seelenzustand beschrieben. Die Stimme des verzweifelt wandernden
Müllergesellen, der die Liebe sucht, aber den Tod findet, klingt wie ein Echo der Sprachgewalten des LENZ. Auch im Fall von SCHUBERT ist die Parallele zwischen seiner Komposition und dem eigenen Leben zu finden. Er hat verzweifelt gesucht, nach Liebe und Anerkennung – sein Umfeld jedoch verkannte größtenteils sein Genie. Der italienische Komponist Alberto Mompellio hat eine seelen-sezierende Neukomposition von Schuberts weltberühmten Werk geschaffen, und eine neue Musik für Stimme, Akkordeon, E-Bass und Kontrabass geschrieben.

„. . . ach, wir armen schreienden Musikanten!“ (Lenz)  [© Theater Willy Praml]


www.theater-willypraml.de

Der Bürger als Edelmann
Komödie

Von: Molière

Zur Inszenierung von Barock am Main, Frankfurt/M:
Fassung von Rainer Dachselt (in hessischer Mundart)

Premiere: 14. August 14

Regie: Sarah Gross
Bühnenbild und Kostüme: Ilse Träbing
Choreografie: Katharina Wiedenhofer

Besetzung:

Herr Jordan (Titelrolle):
Michael Quast
Frau Jordan: Katerina Zemankova
Adele, Jordans Tochter: Lucie Mackert
Dienerin Nicole: Pirrko Cremer
Hermann, Adeles Geliebter: Philipp Hunscha
Jöckelsche, Hermanns Diener: Sebastian Klein
Serenus von Selbold: Matthias Scheuring
Filomela von Falkenstein: Claudia Jacobacci
Herr Schranz, Musiklehrer: Matthias Scheuring
Herrn Gérber, Tanzlehrer: Ulrike Kinbach
Herr Kurz, der Fechtlehrer: Pirkko Cremer
Magister Schopp, Philosoph: Philipp Hunscha
Herr Dauth, Schneider, Koch: Alexander J. Beck
Sängerin im 1. Akt: Lucie Mackert

Tanz und Gesang: Jan-Markus Dieckmann, Katharina Martin

Capella Bolongaro:

Musikalische Leitung: Rhodri Britton
Violine: Hongxia Cui, Katka Strursova
Oboe: Susanne Kohnen
Viola: Fan Li, Silke Volk
Theorbe: Vanessa Heinisch, Toshinori Ozaki, Johannes Vogt
Cembalo: Rhodri Britton
alternierend:
Fagott: Barbara Meditz
Violoncello: Daniela Wartenberg

Besprechung auf kulturfreak.de


Der Bürger als Edelmann

Barock am Main
Herr Jordan (Michael Quast)
© Maik Reuß

Der neureiche Herr Jordan hat den Ehrgeiz, ein “kultivierter Mensch” zu werden. Also engagiert er verschiedene Lehrer, die ihm zu höherer Bildung verhelfen sollen. Außerdem hofft er, eine Marquise als Geliebte zu gewinnen, wobei ihm ein angeblich einflußreicher Graf zu Diensten ist. Was Jordan in seiner Begeisterung nicht merkt: der Graf und seine Lehrer nehmen ihn aus wie eine Weihnachtsgans. Als er auch noch darauf besteht, daß seine Tochter nicht ihren bürgerlichen Liebsten, sondern einen Adligen heiraten soll, fassen die jungen Leute einen raffinierten Plan, um den Alten zu überlisten. [© Barock am Main]

www.barock-am-main.com

Die Bürgschaft

Von:
Lothar Kittstein
Uraufführung: 23. Mai 11 (Ruhrfestspiele Recklinghausen)

Zur Koproduktion der Ruhrfestspiele Recklinghausen und des Schauspiel Frankfurt:

Premiere Recklinghausen: 23. Mai 11 (Uraufführung)
Frankfurt-Premiere:
22. September 11

Regie: Lily Sykes,
Bühne: Anne Ehrlich
Kostüme: Katharina Tasch
Licht: Frank Kraus
Musik: Kornelius Heidebrecht
Kampfchoreographie: Peter Theiss
Dramaturgie: Alexandra Althoff

Es spielen: Till Weinheimer, Isaak Dentler, Anita Vulesica, Henrike Johanna Jörissen, Ernst Alisch, Josefin Platt, Kornelius Heidebrecht

Schillers Ballade von Ehre, Liebe, Treue, Freundschaft, die an das steinerne Herz des Mächtigen rührt, verwandelt sich auf der Bühne in einen postmodernen Thriller. Die dramatische Version der »Bürgschaft« erzählt von einem Paar aus der Mittelschicht, das durch den Einbruch von Gewalt in seine wohlgeordnete Welt zutiefst erschüttert wird. Der Autor Lothar Kittstein erzählt die Konflikte ohne utopische Horizonte, als Gefährdung der privaten Existenz. Ihn interessiert, wie Menschen in Extremsituationen handeln, wozu sie fähig sind, wenn ihr Leben aus der Bahn geworfen wird. Wie dick ist die Decke der Zivilisation und was passiert, wenn sie endlich reißt?
Regisseurin Lily Sykes inszeniert nach den Deutschsprachigen Erstaufführung von Simon Stephens’ »Steilwand« und »Terminal 5« Kittsteins Drama um Gewalt, Zerstörung und die fundamentale Verunsicherung des Ichs. [© Schauspiel Frankfurt]

www.ruhrfestspiele.de www.schauspielfrankfurt.de

Bunbury ~ Ernst sein ist alles (The Importance Of Being Earnest)
Eine triviale Komödie für ernsthafte Leute in drei Akten

Von: Oscar Wilde
Uraufführung: 14. Februar 1895 (London, St. James´s Theatre)
Deutsche Erstaufführung: 4. September 1904 (Hamburg, Stadttheater Altona)

Zwei Freunde haben jeweils eine Person erfunden, um ihr Leben freier gestalten zu können: Algernon einen kranken Freund namens Bunbury auf dem Land und der auf dem Land lebende Dandy John einen leichtlebigen Bruder namens Ernest in London. Wildes witzigste und erfolreichste Komödie lebt von den turbulenten Verwicklungen und vom Spiel um die Doppeldeutigkeiten der Namen und Personen. [© Felix Bloch Erben, Berlin]

Zur Inszenierung des English Theatre Frankfurt:

Premiere: 9. September 11

Regie: Matthew Ryan
Bühne und Kostüme: Bob Bailey
Lichtdesign: Matt Veitch
Tondesign: David Gumpper
Casting Director: Amy Rycroft

Besetzung:

Algernon Moncrieff:
James Meunier
Lane/Merriman: David Horne
Lady Bracknell: Amanda Reed
Hon. Gwendolen Fairfax: Nicola Sian
Cecily Cardew: Sarah Lambie
John Worthing, J.P.: Alexander Warner
Miss Prism: Zoë Ann Bown
Rev. Canon Chasuble, D.D.: Robert Howie

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The Importance of Being Earnest
English Theatre Frankfurt
v.l.: Hon.  Gwendolen Fairfax (Nicola Sian), Lady Bracknell (Amanda Reed), Miss Prism (Zoë Ann Bown),
Algernon Moncrieff (James Meunier), Rev. Canon Chasuble, D.D. (Robert Howie)

Robert Anders

England gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Die beiden Freunde Algernon "Algy" Moncrieff und John "Jack" Worthing benutzen zur Verschleierung ihrer diversen Eskapaden das gleiche Pseudonym: Ernst. Als sie sich unter ihrem Psyeudonym in Damen der „besseren“ Gesellschaft verlieben, mündet die Schelmerei in Irrungen und Wirrungen. Mit Oscar Wildes berühmtester Komödie „The Importance of Being Earnest“ eröffnet das English Theatre Frankfurt die Spielzeit 2011/2012. Unter der Regie von Matthew Ryan, der erstmals für das Frankfurter Theater inszeniert, wird der britische Klassiker vom 9. September bis zum 29. Oktober 2011 zu sehen sein.  [© English Theatre Frankfurt]

www.english-theatre.de

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