kulturfreak

Theater, Stückeinfos: A

Ab jetzt (Henceforward)

Von: Alan Ayckbourn
Übersetzer: Corinna Brocher und Peter Zadek
Uraufführung: 30. Juli 1987 (Scarborough, Stephen Joseph Theatre)
Deutschsprachige Erstaufführung: 16. März 1989 (Berlin, Theater am Kurfürstendamm)

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere:
13. Januar 16

Regie: Ulrike Arnold
Bühne & Kostüme: Bartholomäus Martin Kleppek
Musik: Mathis Nitschke
Dramaturgie: Katharina Gerschler

Besetzung:

Zoe:
Karoline Reinke
Corinna: Lisa Mies
Gerome: Michael Birnbaum
Bickerdike: Ulrich Rechenbach
Geain: Camillo Guthmann, Nils Hausotte
Lupus: Tom Gerber

»Als habe >Frankenstein<-Autorin Mary Shelly mit Anthony Burgess von >A Clockwork Orange< eine raue, böse Komödie über männliche Unzulänglichkeit und soziales Versagen verfasst«, schrieb die Sunday Times 1987 über die Science-Fiction-Komödie »Ab jetzt« von Alan Ayckbourn. Ab dem 13. Januar ist das Schauspiel in der Inszenierung von Ulrike Arnold im Kleinen Haus zu erleben.

www.staatstheater-wiesbaden.de

abalon, one nite in bangkok

Von:
Fritz Kater
Uraufführung: 8. Januar 2006 (Frankfurt, schauspielfrankfurt)

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere:
8. Januar 06 (Uraufführung)

Regie: Peter Kastenmüller
Bühne: Michael Graessner
Kostüme: Magdalena Musial
Video: Tobias Yves Zintel
Dramaturgie: Peter Kroher
Regieassistenz: Florian von Hoermann
Bühnenbildassistent: Britta Kloß
Kostümassistenz: Katja Strohschneider

Darsteller:
Abalon:
Bert Tischendorf
Bruder: Gunnar Teuber
Lin: Hsiao yin Wang
Mia: Chun hui Hsieng
Der Drache: Sandra Bayrhammer


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Abalon ist Comic-Zeichner und lebensmüde. Sein älterer Bruder ist zu Besuch in Bangkok. Dort lernen sie zwei Schwestern kennen. In einer einzigen Nacht passiert Entscheidendes. Doch ist es Wirklichkeit oder der Phantasie des Zeichners entsprungen? Komödie oder Tragödie? All dies bleibt offen. Der Zuschauer kann selbst entscheiden, in welche Welt er die Ereignisse einordnen möchte.

Peter Kastenmüller, dessen Inszenierung von // Die Räuber im Großen Haus auch nach anderthalb Jahren immer ausverkauft ist, führt Regie in Fritz Katers neuem Stück. Fritz Katers Stücke gehören zu der zeitgenössischen Theaterliteratur, die regelmäßig ausgezeichnet werden („zeit zu lieben, zeit zum sterben“ wurde 2003 von der Redaktion der Zeitschrift Theater heute zum deutschsprachigen Stück des Jahres gekürt) und Erfolge auf wichtigen Theaterfestivals feiern.

Stückauftrag im Rahmen der Frankfurter Positionen – eine Initiative der BHF-BANK-Stiftung

abalon, one nite in bangkok ist eine Koproduktion mit dem National Theatre Taipeh, Taiwan.   

www.schauspielfrankfurt.de (externer Link)

Der Abend im Talk House (Evening at the Talk House)

Von: Shawn, Wallace
Deutsch von: Ulrike Syha

Deutschsprachige Erstaufführung: 8. Mai 17 (Ruhrfestspiele Recklinghausen)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
(Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen und dem Berliner Ensemble)

Premiere: 24. Mai 17 (Kammerspiele)

Regie: Johanna Wehner
Bühne: Volker Hintermeier
Kostüme: Ellen Hofmann
Dramaturgie: Henrieke Beuthner

Besetzung:

Robert:
Tilo Nest
Nelli: Josefin Platt
Jane: Sina Martens
Ted: Till Weinheimer
Annette: Constanze Becker
Bill: Frank Seppeler
Tom: Wolfgang Michael
Dick: Martin Rentzsch

Es ist, als wäre die Zeit stehen geblieben im Talk House. Der einstige Glanz des Etablissements ist längst vergangen, seit sich hier nicht mehr die Größen der Theater- und Filmszene treffen, um nach der Vorstellung einen letzten Drink zu nehmen. Der Glamour der Stars und Sternchen ist nur noch Erzählung. Bis sich anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der letzten gemeinsamen Produktion die ehemaligen Kollegen wieder an diesem Ort versammeln. Doch schnell stellt sich heraus, dass die Zeit eben nicht stehen geblieben ist; während die einen immer noch den Erfolgen der Vergangenheit nachhängen oder neue künstlerische Pfade betreten, haben die anderen längst begonnen auf die neuen gesellschaftlichen Veränderungen zu reagieren – seit den jüngsten politischen Entwicklungen hat sich eine Bürgerwehr formiert, die nach eigenem Ermessen Eindringlinge und potenzielle Gefahren von der Gesellschaft fernhalten soll. Plötzlich sieht sich die nostalgisch-heile Welt des Talk House konfrontiert mit einer kalten Welt, in der die Lynchjustiz zur ersten Wahl der Selbstbestimmung wird. [© Schauspiel Frankfurt]

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Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk

Von:
Max Brod und Hans Reimann nach dem Roman von Jaroslav Hašek

Abgesoffen (Ahogados)

Nach dem Roman von: Carlos Eugenio López
Deutsch von: Susanna Mende
Urauffühurng:  6. Oktober 09 (Frankfurt/M, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 6. Oktober 09 (Box; Uraufführung)

Regie: Antú Romero Nunes
Bühne, Musik, Video: Johannes Hofmann
Dramaturgie: Sibylle Baschung


Mit: Nils Kahnwald und Oliver Kraushaar

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Abgesoffen
Schauspiel Frankfurt
Nils Kahnwald und Oliver Kraushaar
Foto: Alexander Paul Englert

Ist das Universum eigentlich unendlich oder nur unmessbar groß? Und wenn es nicht unendlich ist, was kommt dort, wo es zu Ende ist? Und wozu ist eigentlich Masturbation gut? Diese und noch andere Fragen treiben die zwei Männer um, die mit ihrem Wagen nachts durch die Weite der spanischen Mancha eilen. Immer auf das Meer zu. Philosophen sind sie, die die großen Fragen noch mal ganz von vorn aufrollen. Hin und wieder kommen sie ein wenig aus der Spur, durch Überlegungen wie: Welche Augenfarbe hatte eigentlich der Mann, der jetzt im Kofferraum des Wagens liegt? Ist das bei Afrikanern immer braun? Und kutschieren sie seine Leiche nur des Geldes wegen durch die Mancha oder tun sie es für das Gemeinwohl?

»Abgesoffen« ist ein, vollständig als Dialog geschriebener, tief schwarzer Roman des spanischen Autors Carlos Eugenio López. Ätzende Gesellschaftskritik paart er mit den Grundfragen des Seins. López wurde 1954 in Leon, in Spanien, geboren, er veröffentlichte preisgekrönte Romane und Gedichtbände und lebt heute in London. [© Schauspiel Frankfurt]

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Die Abschaffung der Arten
Nach dem Roman von: Dietmar Dath

Uraufführung der Bühnenfassung
von Kevin Rittberger: 8. November 2009 (Berlin, Deutsches Theater [Box])
Uraufführung der Bühnenfassung
on Martin Oelbermann: 30. April 10 (Mainz, Staatstheater Mainz)

Die Ängstlichen und die Brutalen

Von:
Nis-Momme Stockmann
Uraufführung: 
12. November 2010 (Frankfurt, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
12. November 10 (Uraufführung)

Regie:
Martin Kloepfer
Bühne / Kostüme: Esther Hottenrott
Dramaturgie: Nora Khuon

Mit: Thomas Huber, Sébastien Jacobi u. a.

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Die Ängstlichen und die Brutalen
Schauspiel Frankfurt
Berg (Sébastien Jacobi), Eirik (Thomas Huber)
© Birgit Hupfeld

Die Brüder Eirik und Berg leben in zwei verschiedenen Welten. Lediglich ihr Vater verbindet sie noch. Doch eben jener liegt jetzt tot im Sessel. Mit sich, dem Tod und miteinander konfrontiert, verändert sich ihre eingefahrene Wahrnehmungs- und Verhaltensweise. Nis-Momme Stockmann sucht in den privaten Zusammenhängen, im Kleinen, im Intimen, nach der großen Welt: Seine Stücke sind berührend, involvierend und empathisch. Der mehrfach preisgekrönte und zum »Nachwuchsdramatiker der Stunde« (Der Spiegel) ausgerufene Nis-Momme Stockmann ist Hausautor des Schauspiel Frankfurt.  [© Schauspiel Frankfurt]

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Ajax

Von:
Sophokles

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt in der Saison 2013/14:
Erstaufführung der Neuübersetzung von Simon Werle

Premiere: 1. Dezember 13 (Bockenheimer Depot)

Regie / Musik: Thibaud Delpeut
Bühne: Roel van Berckelaer
Kostüme: Wojciech Dziedzic
Licht: Marcel Heyde
Ton: Bernhard Klein
Dramaturgie: Hannah Schwegler

Besetzung:

Ajax:
Manuel Harder
Odysseus: Christian Erdt
Chor: Martin Rentzsch
Tekmessa: Linda Pöppel
Teukros: Andreas Uhse
Menelaos: Sascha Nathan
Agamenon: Michael Benthin
Eurysakes: Ben Gerloff / Paul Herholz

Live-Musiker: Jens Böckamp

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Ajax

Schauspiel Frankfurt
Chor (Martin Rentzsch), Tekmessa (Linda Pöppel)
© Birgit Hupfeld

Nach 13 Jahren am Hindukusch kehren in diesen Monaten deutsche Soldaten zurück aus einem Auslandseinsatz, der seit 2010 Krieg heißt. Doch wie hoch ist der Preis, den sie für ihren Einsatz gezahlt haben? Der niederländische Regisseur Thibaud Delpeut verbindet den Persönlichkeitsverlust eines traumatisierten Soldaten mit dem Schicksal des griechischen Helden Ajax: In seiner Ehre aufs Tiefste gekränkt, weil die Heerführer sich weigern, ihm die Waffen des Achill zu geben, will Ajax sie und seinen Widersacher Odysseus töten. Aber die Göttin Athene verwirrt seine Sinne: Unter einer Herde von Schafen richtet er ein fürchterliches Blutbad an. Aus seinem Wahnsinn erwacht, tritt zur Entehrung durch die Griechen nun das Bewusstsein der Schmach. Ajax hat den Wunsch, zu sterben.  [©Schauspiel Frankfurt]

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Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt in der Saison 2005/06:
In der Fassung von Armin Petras

Premiere: 23. Dezember 05 (Uraufführung; in der Spielstätte schmidtstrasse12)

Regie: Armin Petras
Raum: Michael Graessner
Kostüme: Bernd Schneider
Video: Fausto Molina
Dramaturgie: Sibylle Baschung
Regieassistenz: Martin Baasch
Bühnenbildassistent: Julia Plickat

Darsteller:

Ajax:
Robert Kuchenbuch
Tekmessa: Hilke Altefrohne
Eurysakes, ihr Kind: Sebastian Hamerski
Freund: Andreas Leupold
Athene, Agamemnon, Menelaos: Regine Zimmermann
Odysseus: Andreas Haase


Heldendämmerung, Bruderkrieg: Weil Achills Waffen nicht ihm, sondern Odysseus zugesprochen werden, fühlt sich Ajax zutiefst in seiner Ehre gekränkt. Blutig will er den Griechen die Erniedrigung heimzahlen. Doch im Rausch der Wut verschiebt sich Ajax’
Wahrnehmung: Er hält eine Herde Rinder für das griechische Heer und tötet sie. Als Ajax aus seinem Wahn erwacht, erkennt er, daß
diese erneute Schmach für ihn nicht zu tragen ist. Ajax stürzt sich in sein Schwert. Zwischen den Griechen entbrennt ein Streit darüber,
ob sein Leichnam dem Ritus gemäß bestattet und der Held damit posthum in die Gemeinschaft zurückgeholt werden soll. [© schauspielfrankfurt]

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Alan Turning (Breaking the Code)

Von: Hugh Whitemore (nach der Biographie „Alan Turing: The Enigma" von Andrew Hodges)
Deutsch von: Gottfried und Inge Greiffenhagen

Uraufführung: 1986 (London)
Deutsche Erstaufführung: 22. September 1988 (Hildesheim, Stadttheater)

Zum Stück:
Die meisten kennen Alan Turing als Vater des Computers und wissen vielleicht auch noch, dass er während des Zweiten Weltkrieges den "Enigma"-Code der Deutschen knackte. Der geniale Mathematiker und Geheimnisträger wurde wegen seiner Homosexualität nach dem Krieg plötzlich zum Sicherheitsrisiko erklärt, nachdem sein Land zuvor seine Fähigkeiten in hohem Maße für sich ausgenutzt hatte. England wandte sich völlig von ihm ab und verschenkte so eine frühe Vormachtstellung im Computerbereich. Man stellte Turing vor die Wahl: entweder 2 Jahre Gefängnis wegen grober Unzucht oder eine experimentelle Hormonbehandlung. Er entschied sich für die medizinische Manipulation. Damit beinhaltete seine Entscheidung für das Denken automatisch die Opferung des Körpers. Mit 41 Jahren entschied sich Turing, auch das Denken einzustellen und nahm sich das Leben.

Neben einer kraftvollen Sprache und treffsicherem Humor ist Whitemores Arbeit gekennzeichnet durch außergewöhnlich präzises und sensibel verarbeitetes Recherchematerial. Das Stück porträtiert Person und Arbeit des genialen britischen Mathematikers, der an den gesellschaftlichen Ressentiments gegenüber seiner Homosexualität zerbricht. Es gelingt Whitemore hier, für die Forschungsarbeit des Wissenschaftlers zu interessieren, indem er sie in Relation zur Persönlichkeit Turings setzt.

Zum Autor Whitemore, Hugh:
Nach einer Schauspielausbildung an der Royal Academy of Dramatic Art und ersten missglückten Rollen begann Hugh Whitemore (geb. 1936) für Associated Television Ansagen zu texten und träumte davon, ein echter Schriftsteller zu sein. Beim Fernsehen arbeitete er sich allmählich hoch und begegnete schließlich der bekannten Agentin Peggy Ramsay, die sein Talent für Bühnenstücke erkannte und ihn lange Jahre professionell begleitete.

Bevor die bekannteren Theaterstücke der 80er Jahre entstanden, Ein Haufen Lügen, Die besten Freunde und Alan Turing, die sowohl in London als auch am Broadway gespielt wurden, feierte Whitemore in den 60er und 70er Jahren mit anspruchsvollen, hochkarätig besetzten Fernsehspielen Erfolge. Neben eigenen Geschichten gehören auch Dramatisierungen von Prosastoffen, von Kafkas "Amerika", bis zu Daphne du Mauriers "Rebecca" zu seinem vielseitigen Werk. Nach wie vor schreibt der in London lebende Whitemore vorwiegend für TV und Film, aber auch immer wieder für die Bühne.              [© Felix Bloch Erben, Berlin]

Zur Inszenierung des English Theatre Frankfurt:

Premiere:
7. September 12
Spielzeit bis: 27. Oktober 12

Regie: Michael Howcroft
Bühne und Kostüme: Bob Bailey
Licht: Richard G. Jones
Ton: Wolfgang Dienst
Casting Director: Kay Magson

Besetzung (in alphabetischer Reihenfolge):

John Smith: Michael Chance
Sara Turing: Jemma Churchill
Mick Ross: Phil Cole
Alan Turing: Stephen Fewell
Ron Miller: Craig Golding
Pat Green: Sarah Kempton
Nicos: Simon Prokopidis
Dillwyn Knox: Mike Tibbetts
Christophe Morcom: Danny Whitehead

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Breaking The Code
English Theatre Frankfurt
Alan Turing (Stephen Fewell), Ron Miller (Craig Golding)
© Bobby Anders

Den 100. Geburtstag des weltberühmten Computer-Pioniers Alan Turing feiert das English Theatre Frankfurt mit dem vielfach ausgezeichneten Stück Breaking The Code (1986) von Hugh Whitemore.

www.english-theatre.de

Alkestis

Von:
Ted Hughes  (17. August 1930 - 28. Oktober 1998) nach Euripides (480 v. Chr. - 406 v. Chr.)
Deutschsprachige Erstaufführung: 9. Dezember 2016 (Frankfurt/M, Schauspiel Frankfurt)
Deutsche Übersetzung: Durs Grünbein

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 9. Dezember 16 (DSE / Kammerspiele)

Regie: Julie Van den Berghe
Bühne: Lucas Devriendt
Kostüme: Maison The Faux (Joris Suk und Tessa de Boer)
Musik: Berny Kloos
Licht: Frank Kraus
Dramaturgie: Stephan Wetzel

Besetzung:

Admetos, König von Thessalien:
Nico Holonics
Alkestis, Königin von Thessalien: Paula Hans
Herakles, Stärkster der Götter:
Björn Meyer
Pheres, Vater des Admetos:
Peter Schröder
Apollo, Gott der Musik und der Medizin:
Justus Pfankuch*
Der Tod:  Viktor Tremmel
Die Mutter /Chor: Heidi Ecks
Sängerin: Virginia Goldman

* Mitglied des SCHAUSPIELstudio Frankfurt

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Alkestis
Schauspiel Frankfurt
Alcestis (Paula Hans), Admetos (Nico Holonics), Ensemble
© Birgit Hupfeld

Erst am Tag als seine Frau Alkestis stirbt, beginnt Admetos zu begreifen, was geschehen ist. Nicht ihr, sondern Admetos war der frühe Tod bestimmt. Retten konnte ihn, der seinem Land Wohlstand gebracht hatte, nur ein Handel des Apollon: Würde sich jemand finden, der an Admetos’ Stelle zu sterben bereit wäre, dann dürfte er weiterleben. Aber niemand wollte das Opfer bringen. Und nun ist es ausgerechnet Alkestis, die Mutter seiner Kinder, die ihr Leben für ihn opfert.

Übersetzt und bearbeitet hat Euripides’ Drama der englische Schriftsteller Ted Hughes. Seine »Alkestis« ist geprägt von Hughes’ persönlicher Lebensgeschichte: 1963 nahm sich seine Frau, die Dichterin Sylvia Plath, das Leben. Schonungslos nüchtern ist die Sprache, in der Hughes die Erfahrung des Todes erkundet. Doch zugleich verhilft seine Bearbeitung dem betrunkenen Herakles, der schließlich Alkestis aus dem Totenreich zurück nach Hause holt, zu einem Spiel im Spiel zwischen Traum und Wirklichkeit.

Durs Grünbein hat im Auftrag des Schauspiel Frankfurt Hughes‘ Text ins Deutsche übersetzt. »Im Fall der Alcestis war ein Betroffener am Werk, der den antiken Stoff als eine Übung zum Selbstverständnis ergriff, vielleicht auch eine Form der Buße. Man hat den Eindruck von einer therapeutischen Versuchsanordnung mit den Mitteln der Poesie.«, so Grünbein im September 2016.

Regisseurin Julie Van den Berghe, geboren 1981 gilt als eine der wichtigsten jungen belgischen Regisseurinnen. Sie inszenierte u.a. am NT Gent, am Frascati, an der Toneelgroep und am Compagnietheater Amsterdam. Ab Januar 2017 wird Julie Van den Berghe Künstlerische Leiterin des Noord Nederlands Toneel Theater Groningen. [© Schauspiel Frankfurt]

Gefördert im Rahmen von »Schauspiel Frankfurt International« von der Aventis foundation.

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All inclusive
Projekt mit Jugendlichen von Martina Droste und Chris Weinheimer

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt ~ Junges Schauspiel:

Premiere: 8. Dezember 13 (Bockenheimer Depot)

Regie: Martina Droste, Chris Weinheimer
Raum: Daniel Wollenzin
Kostüme: Laura Krack, Raphaela Rose
Dramaturgie: Rebecca Lang

Mit Jugendlichen aus Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und Mitgliedern des Jug
endclubs


All inclusive

Schauspiel Frankfurt
Vorabbild
© Birgit Hupfeld

Jeder Mensch verhält sich unterschiedlich im Umgang mit verschiedenen anderen. Wer ist er also? Und was muss ein Mensch können oder leisten, um zur Gemeinschaft der Humanen zu gehören? Wenn man anfängt zu begreifen, was alles an Fehlern und Fähigkeiten zur conditio humana dazu gehört, ist man schon mitten im Spiel. In »All Inclusive« begeben sich 14 Jugendliche mit und ohne Behinderungen auf die Suche nach den Wurzeln der Gemeinschaft, nach gemeinsamen Freiräumen und versteckten Grenzen. Mit den Mitteln des Ritus, der Performance und des Theaters wird an dem Kitt gebohrt, der die Fassade unserer Gemeinschaft zusammenhält. [©Schauspiel Frankfurt]

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Alles Astro

Von:
Frank-Lorenz Engel
Uraufführung: 18. Mai 2009 (Berlin, Komödie am Kurfürstendamm)

Alles für Mama

Von:
Stefan Vögel
Uraufführung:
14. April 2012 (Frankfurt/Main, Volkstheater Frankfurt)

Zur Inszenierung des Volkstheater Frankfurt:
In der hessischen Fassung von : Wolfgang Kaus

Premiere: 14. April 12 (Uraufführung)
Spielzeit bis: 28. Mai 12

Regie: Sylvia Hoffman
Bühnenbild: Rainer Schöne
Kostüme: Bärbel Christ-Heß und Claudia Rohde

Besetzung:

Konstanze Papenburg:
Anette Krämer
Christian, ihr Sohn: Steffen Wilhelm
Herbert: Thomas Hessdörfer
Leo: Thomas Koob
Wolfi: Emanuel Raggi

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Alles für Mama
Volkstheater Frankfurt
Wolfi (Emanuel Raggi), Herbert (Thomas Hessdörfer), Konstanze Papenburg (Anette Krämer),
Christian Papenburg (Steffen Wilhelm), Leo (Thomas Koob)

Foto: STU GRA PHO

Leo, Herbert und Wolfi - drei chaotische, liebenswerte Brüder- entführen die schwerreiche Industrielle Konstanze Papenburg, um Geld zu erpressen. Die Mutter der drei mittellosen jungen Männer hatte 40 Jahre lang in Frau Papenburgs Unternehmen gearbeitet, ehe sie von heute auf morgen mittels juristischer Tricks entlassen und aus der langjährigen Dienstwohnung geschmissen worden war. Gewaltsam wollen die Brüder das Recht nun selbst in die Hand nehmen - und riskieren alles für Mama. Aber nicht nur erweist sich Konstanze von Anfang als äußerst wehrhafte Geisel - auch ihr Sohn Christian, der letzte der Papenburgs, macht absolut keine Anstalten für seine "Alte" zu zahlen... [© Volkstheater Frankfurt ~ Liesel Christ]

www.volkstheater-frankfurt.de

Der alte Affe Angst

Von:
Oskar Roehler
Uraufführung: 22. April 2016 (Frankfurt/M, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Erstaufführung der Neuübersetzung aus dem Englischen von Frank-Patrick Steckel

Premiere: 22. April 16 (Kammerspiele)

Regie: Ersan Mondtag
Bühne: Stefan Britze
Kostüme: Raphaela Rose
Musik: Diana Syrse
Dramaturgie: Michael Billenkamp

Mit: Linda Pöppel (Marie), Kate Strong; Max Mayer (Robert) u.a.


Der alte Affe Angst
Schauspiel Frankfurt
Vorabbild mit Max Mayer
© Maxime Ballesteros

Oskar Roehlers »Der alte Affe Angst« ist eine bedingungslose Liebesgeschichte, frei von Romantik und jugendlicher Leichtigkeit. Sie zeigt die Liebe als Schmerz, als Angst vor Verlust und offenbart darin eine Tiefe, die an das antike Drama erinnert. Roehlers Protagonist ist Theaterregisseur und befindet sich in einer schweren persönlichen Krise. Seit Monaten hat er schon nicht mehr mit Marie geschlafen. Seine Befriedigung findet er nur noch bei Prostituierten. In den gegenseitigen Verletzungen verlieren Marie und Robert fast den Boden unter ihren Füßen, bis sie erkennen, dass es sich lohnt, für ihre Liebe zu kämpfen.

Oskar Roehler zählt zu den wichtigsten deutschen Filmemachern und Autoren der Gegenwart. Ersan Mondtag (REGIEstudio 2013/14) wird den Stoff erstmals für die Bühne bearbeiten. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Am Sonntag bist Du tot
Nach dem Drehbuch von John Michael McDonagh

Uraufführung: 21. April 16 (Mainz, Staatstheater Mainz)

Zur Inszenierung dfes Staatstheater Mainz:

Premiere: 21. April 16 (Kleines Haus)

Inszenierung: K.D. Schmidt
Bühne: Thomas Drescher
Musik: Christoph Iacono
Dramaturgie: Niklaus Helbling

Besetzung:

James Lavelle:
Martin Herrmann
Fiona: Antonia Labs
Jack Brennan / Michael Fitzgerald: Clemens Dönicke
Veronica Brennan / Teresa Robert: Ulrike Beerbaum
Vater Leary: David Schellenberg
Bischof Montgomery / Frank Harte: Klaus Köhler
Brendan Lynch / Freddie Joyce: Denis Larisch
Gerald Ryan / Gerry Stanton: Armin Dillenberger
Milo Herlihy / Leo Macarthur: Sebastian Brandes
Simon Asamoah: Joél Sansi
Micheàl O'Sullivan: Till Raskopf


Am Sonntag bist du tot
Staatstheater Mainz
Vorabbild mit dem Ensemble
© Bettina Müller

Nach dem Unfalltod seiner Frau hat sich Peter Lavelle als katholischer Priester auf eine kleine irische Insel zurückgezogen. Seine Gemeinde ist überschaubar, jeder kennt hier jeden, viele haben eine gemeinsame Vergangenheit. „Am Sonntag bist du tot“, sagt eine Männerstimme eines Tages zu ihm im Beichtstuhl. Unschuldig und stellvertretend soll er büßen für die Taten eines anderen Priesters, der den Mann als Kind jahrelang missbraucht hat. Möglicherweise hat Lavelle die Stimme des Mannes erkannt, aber das Beichtgeheimnis bindet ihn.
Der Zuschauer begleitet ihn ab dem Moment eine Woche lang bis zu seinem angedrohten Todestag. Lavelle begegnet den Menschen seiner Gemeinde, seine Tochter kommt und konfrontiert ihn mit der Vergangenheit. In den Gesprächen wird das schwierige Verhältnis jedes Einzelnen zur Kirche und zum Glauben deutlich – und nicht selten entlädt es sich in Aggressivität gegenüber ihrem Vertreter, Lavelle. Auch die andere Wange hinhalten, das Leben und die Menschen aushalten
– kann er das? Ist das der richtige Weg? Und was geschieht am Sonntag?
Auf Grundlage des Filmdrehbuchs wird der leitende Regisseur K.D. Schmidt Am Sonntag bis du tot als Uraufführung auf die Bühne bringen. Die klugen, schnellen Dialoge ebenso wie die differenziert gezeichneten Figuren führen zu einer intensiven Auseinandersetzung mit einem hochaktuellen Thema. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Amerika
Romanfragment von Franz Kafka

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt Saison 2014/215:

Premiere: 16 April 15 (Kammerspiele)

Regie: Philipp Preuss
Bühne: Ramallah Aubrecht
Kostüme: Eva Karobath
Video: Konny Keller
Dramaturgie: Claudia Lowin

Mit: Heidi Ecks, Elzemarieke de Vos; Michael Benthin, Vincent Glander, Sascha Nathan

Besprechung auf kulturfreak.de

»Sollen sie sich hier nicht ein wenig heimisch fühlen?«
Karl Roßmann flieht: aus dem alten Europa in die neue Welt, vor den neuen Freunden, die sich als Konkurrenten erweisen, und vor den Frauen, die zu Gegnerinnen im Geschlechterkampf werden. Er flieht vor Raubtieren und tödlichen Fallen. Seine Reise in eine verlockende Ferne ist ein langer, desillusionierter Absturz in eine fremde Welt und ein hoffnungsloser Versuch, sich dort zu etablieren. Der Regisseur Philipp Preuss begibt sich wieder auf einen Traum-Trip, nur diesmal aus der Hölle des Heizungsraums hinauf in die luftige Apotheose des amerikanischen »Pursuit of Happines«: Enjoy it!

Franz Kafkas erster Roman »Amerika« beschreibt das Fremdsein und Fremdwerden in der Welt und übersetzt Entfremdung in ein verinnerlichtes Erzählen: Der Einzelne im Kampf gegen alle. Denn in Amerika ist nicht die Freiheit bedroht, sondern die Freiheit ist die Bedrohung, weil sie Karl Roßmann unter Druck setzt, seinen Ort in der Welt selbst zu bestimmen.

Philipp Preuss inszeniert regelmäßig am Schauspiel Frankfurt, zuletzt August Strindbergs »Ein Traumspiel«. Nach seinen Inspirationen befragt, antwortet er: »Denis Lavant läuft 1984 durch Paris in Leo Carax’ Film ›Boy Meets Girl‹, man hört Bowies ›When I Live My Dream‹, und verwandelt sich in Dean Stockwell, der vor Dennis Hopper in David Lynchs ›Blue Velvet‹ Roy Orbisons ›In Dreams‹ performt, als Beilage eine Ketchup-Orgie von Paul McCarthy und Mike Kelley: The American Nightmare. Wie schreibt Kafka? Der Geist wird erst frei, wenn er aufhört, Halt zu sein…«.  [© Schauspiel Frankfurt]

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Amphitryon
Lustspiel

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:
In der Dramatisierung von Peter Hacks

Premiere: 7. März 14

Inszenierung: Caroline Stolz
Bühne und Kostüme: Jan Hendrik Neidert, Lorena Díaz Stephens
Musik: Frank Rosenberger
Dramaturgie: Anika Bárdos

Besetzung:

Amphitryon:
Michael Günther Bard
Jupiter: Nils Kreutinger
Merkur: Fabian Stromberger
Sosias: Wolfgang Böhm
Alkmene: Magdalena Höfner
Kontrabass: Nicholas Baldock

Für Jupiter, den höchsten aller Götter, ist Alkmene, die Frau des Feldherrn Amphitryon, eindeutig die schönste und begehrenswerteste Frau auf Erden. Um sich ihr auf höchst göttliche Weise zu nähern, wird er zum Menschen und nimmt die Gestalt ihres Gatten an, der sich just auf der Heimkehr von einem siegreichen Feldzug befindet. Jener ist nun naturgemäß verblüfft, dass seine Gattin ihn bei seiner Rückkehr nicht angemessen empfängt und sich darüber hinaus mit der gewohnt lieblosen ehelichen Pflichterfüllung auf einmal nicht mehr zufrieden geben will. Alkmene, vor die Wahl gestellt, welcher der wahre, wirkliche Amphitryon ist, entscheidet sich folgerichtig für den Liebhaber, nicht den Gatten. Amphitryon verteidigt sich jedoch geschickt, indem er Jupiter mit dessen eigenen Waffen schlägt: „Es ist von solchem Ernst die Welt beschaffen, dass nur ein Gott vermag, ein Mensch zu sein.“

Caroline Stolz, eine Spezialistin für verwickelte Komödien, entdeckt Hacks‘ Amphitryon neu. Ihre Interpretation von Shakespeares Viel Lärm um nichts gehört derzeit zu den Erfolgsproduktionen des Repertoires, neben Der nackte Wahnsinn und Dauerbrennern wie Männerhort und Hitchcocks ‚Die 39 Stufen‘.. [© Staatstheater Wiesbaden]

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Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere: 19. September 08

Regie: Florian Fiedler
Bühne: Maria-Alice Bahra
Kostüme: Irene Ip
Musik: Martin Engelbach, Frank Wulff
Licht: Jan Walther
Dramaturgie: Sibylle Baschung
Regieassistenz: Mina Salehpour
Bühnenbildassistenz: Anna Dischkow
Kostümassistenz: Katharina Tasch
Inspizienz: Joachim Möller
Souffleuse: Christine Schneider
Technische Produktionsleitung: Josef Dreker
Technische Einrichtung: Hubertus Schneider
Ton: Philipp Batereau, Joachim Steffenhagen
Maske: Lutz Paschke, Verena Martin
Requisite: Jens Schönherr, Corinna Lang
Regiehospitanz: Carlos Döring
Bühnenbildhospitanz: Denisa Dyrsmidova
Kostümhospitanz: Elena Rosenau
Dramaturgiehospitanz: Lisa Danulat, Tobias Langenbach

Besetzung:

Jupiter/Amphitryon:
Aljoscha Stadelmann
Merkur: Christian Kuchenbuch
Sosias: Sebastian Schindegger
Alkmene: Sabine Waibel
Charis: Julia Penner
Musiker: Martin Engelbach, Frank Wulff

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Amphitryon
schauspielfrankfurt
Merkur (Christian Kuchenbuch) und Sosias (Sebastian Schindegger)
Foto: Alexander Paul Englert

Alkmene erwartet die Kriegsheimkehr ihres siegreichen Gatten Amphitryon. Dieser hat Sosias voraus geschickt, um Alkmene auf seine ruhmreiche Ankunft vorzubereiten. Im nächtlichen Dunkel begegnet Sosias sich selbst, das heißt: dem Gott Merkur, der Sosias Gestalt angenommen hat und der ihn nun mit roher Gewalt davon überzeugt, nicht er selbst zu sein. Jupiter, der seinerseits in Amphitryons Gestalt geschlüpft ist, um mit Alkmene eine Liebesnacht zu verbringen, hat Merkur damit beauftragt, für ihre Ungestörtheit Sorge zu tragen. Der Plan scheint aufzugehen: Alkmene gibt sich der verführerischen Täuschung hin und verbringt ihre leidenschaftlichsten Stunden in Jupiters Armen. Als der heimgekehrte Amphitryon am nächsten Morgen bestreitet, die Nacht mit Alkmene verbracht zu haben, sieht er sich, betrogen von sich selbst, sich selbst gegenüber und ringt um Selbstgewissheit. Auch Alkmene gerät über den tragischen Zweifel, ob sie mit dem richtigen Mann geschlafen hat, in existentielle Nöte. Hin- und hergerissen zwischen Verund Misstrauen fällt Alkmene ins Bodenlose. [© schauspielfrankfurt]

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Amphitryon. Eine Inquisition.
Inszenierung des Thetaer Willy Praml, Frankfurt:


Premiere: 22. November 07
Wiederaufnahme: 29. März 08

Der zweite Teil des Projektzyklusses „Der zerbrochene Kleist“.
Ein Teil in Dunkelheit und Kälte, eine Inquisition (lat. > Untersuchung) an sich selbst.


Amphitryon
Theater Willy Praml

Foto: Seweryn

Der Versuch Kleists, im „Amphitryon“ über alle Verzweiflung hinaus komisch zu sein, führt seine Hauptpersonen in die Nähe von Woody Allens, die,
mit Schwermut beladen,
mit ein paar Schneeflocken im zerzausten Haar,
durch die Häuserschluchten der Großstadt
stolpern
und mit dem lieben Gott oder
mit dem eigenen seltsamen Gesicht in den hellerleuchteten Schaufensterscheiben
hadern.
Bin ich, ich?
Ach!
Gott erscheint der Alkmene in der Nacht.
Hat aber die Gestalt des Ehegatten, der schon seit Monaten, durch Krieg gebunden, sehnsüchtig erwartet wird.
Wenn er am morgen die Frau verlässt, erscheint der andere, der genauso aussieht und der behauptet, er sei er.
Chaos der Beziehungen/Verwirrung der Gefühle.
Gott/Mensch?
Liebe/Verhör!
Amphitryon! Das fasst kein Sterblicher.

www.theater-willypraml.de

Anatol

Von:
Arthur Schnitzler
Uraufführung: 3. Dezember 1910 (Wien, Deutsches Volkstheater)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen

Premiere: 22. November 13 (Kammerspiele)

Regie: Florian Fiedler
Bühne: Maria-Alice Bahra
Kostüme: Selina Peyer
Video: Bert Zander
Dramaturgie: Anita Augustin

Mit: Paula Hans, Wiebke Mollenhauer; Torben Kessler, Christoph Pütthoff

Besprechung auf kulturfreak.de


Anatol
Schauspiel Frankfurt
Christoph Pütthoff, Wiebke Mollenhauer, Torben Kessler, Paula Hans
© Birgit Hupfeld

Anatol ist Partytier, Weiberheld, Frauenversteher. Seine Theorien über das andere Geschlecht sind durchaus delikat, in der Praxis ist Anatol eher vulgär veranlagt: Er vögelt alles, was ihm über den Weg läuft. Zugleich träumt Anatol von wahrer Liebe. Einer Liebe, die so tief ist wie sein Seelenleben. Denn damit hat Schnitzler seinen Helden ausgestattet: mit einem Seelenleben. Moderner formuliert: mit einem psychischen Apparat. Komplex und neurotisch klappert er in Anatols Innerem und entlarvt das scheinbar reibungslose Leben des Spitzenvöglers als zutiefst gestört. Armer Anatol — ab zum Therapeuten! Aber was wäre, wenn kein Therapeut der Welt Anatol helfen könnte? Wenn es da gar nichts zu therapieren gäbe? Kein gestörter psychischer Apparat, kein verkorkstes Seelenleben, nur ein rasantes Sexleben. Brutal, geheimnislos, kalt. Ein Leben, das vielleicht falsch ist, aber dafür richtig viel Spaß macht. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Anne
Projekt zu Anne Frank von Martina Droste am Schauspiel Frankfurt

Nach Motiven aus dem Stück »Anne« von Leon de Winter und Jessica Durlacher und Tagebuchtexten von Anne Frank

Premiere: 10. Januar 15 (Kammerspiele)

Regie: Martina Droste
Bühne: Daniel Wollenzin
Kostüme: Janina Baldhuber, Raphaela Rose
Musik: Chris Weinheimer
Choreografie: Ajda Tomazin
Dramaturgie: Meike Heitrich

Mit: Nina Mohs, Jana Nieruch, Naomi Simeunovic, Mahalia Slisch; Peter Breidenich, Amir Homola, Marius Huth, Valentin Teufel, Jakob Zeisberger


Anne

Schauspiel Frankfurt
Vorabbild mit Amir Homola, Marius Huth, Valentin Teufel
© Birgit Hupfeld

Das Tagebuch der gebürtigen Frankfurterin Anne Frank ist ein bewegendes Dokument der Shoah – und der authentische Bericht einer empfindsamen und klugen Jugendlichen, die ihren Platz im Leben sucht, und dabei manchmal aggressiv, verzweifelt und ungerecht sein kann, aber auch voller Sehnsucht, Liebe und Selbstkritik. Was bedeuten Annes lebendige Beobachtungen heute für uns? Wo erkennen wir uns wieder, welche Fragen möchten wir ihr stellen, was bewegt, was verändert uns? Neun jugendliche Performer erforschen szenisch Annes »kleine Welt« in der beengten und gefährlichen Lebenssituation im Versteck vor den Nazis – immer im Kontext zur »großen Welt« draußen: dem Krieg, dem Holocaust – und entdecken die Kraft der Hoffnung.[© Schauspiel Frankfurt]

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Annika oder Wir sind nichts

Von:
Dietmar Dath

Uraufführung: 14. Januar 2011 (Berlin, Deutsches Theater)
Ein Werkauftrag für die Frankfurter Positionen 2011 - eine Initiative der BHF-Bank-Stiftung.

Antigone
Tragödie

Von: Sophokles
Uraufführung: etwa 442 v.Chr. (Athen)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 1. Oktober 09
In der Übersetzung von Ernst Buschor; gemeinsam mit dem Stück “Ödipus”

Regie: Michael Thalheimer
Bühne: Olaf Altmann
Kostüme: Katrin Lea Tag
Musik: Bert Wrede
Chorleitung: Marcus Crome
Licht: Johann Delaere
Dramaturgie: Sibylle Baschung

Besetzung:

Antigone:
Constanze Becker
Ismene: Bettina Hoppe
Kreon: Marc Oliver Schulze
Wächter der Leiche des Polyneikes: Oliver Kraushaar
Haimon: Isaak Dentler
Teiresias: Michael Benthin
Bote: Michael Abendroth
Eurydike: Susanne Buchenberger

Chor, Statisterie

Mit der antiken Tragödie fängt alles an. In seinen beiden großen Dramen, »König Ödipus« und »Antigone«, bringt Sophokles – wie kaum ein Dichter nach ihm – philosophische und ethische Menschheitsfragen auf die Bühne, deren Dringlichkeit durch die Jahrhunderte noch zuzunehmen scheint. Dabei sind beide Stücke Teil einer Familiengeschichte: Ödipus, der unglückliche Herrscher Thebens, verfällt demselben Fluch wie seine Tochter Antigone: Schuldlos schuldig müssen beide untergehen. Nach einem Worte Sigmund Freuds der erste der modernen Menschen, ist Ödipus verdammt zur Selbsterkenntnis, welche er in gnadenlosem Ringen mit sich selbst zu Tage fördert. Antigone sucht das Duell mit Thebens König, ihrem Onkel Kreon, um das sittliche Gesetz einzuklagen. König Kreon stellt die Staatsräson dagegen, der Zusammenprall vernichtet beide.

Michael Thalheimer bringt zur Eröffnung der Saison am Schauspiel Frankfurt beide Tragödien in einem Doppelprojekt auf die Bühne: »Ödipus / Antigone« an einem Abend. Später können beide Teile auch an verschiedenen Abenden angesehen werden. Der Regisseur Michael Thalheimer, geboren in Münster bei Frankfurt am Main, zählt zu den prägenden Regisseuren seiner Generation. Er begann als Schauspieler und Regisseur am Theater Chemnitz. Später inszenierte er u.a. in Leipzig, Dresden, Stockholm, seit 2000 vorwiegend am Hamburger Thalia Theater und am Deutschen Theater Berlin. Hier zählten »Die Orestie«, Goethes »Faust« und auch »Die Ratten« zu seinen großen Erfolgen. Sechs von seinen Inszenierungen wurden zum Theatertreffen in Berlin eingeladen.

Besprechung auf kulturfreak.de


Antigone
Schauspiel Frankfurt
v.l.n.r. Bote (Michael Abendroth), Eurydike (Susanne Buchenberger), Kreon (Marc Oliver Schulze), Haimon (Isaak Dentler)
Foto: Sebastian Hoppe

www.schauspielfrankfurt.de

Arsen und Spitzenhäubchen (Arsenic and old Lace)
Komödie in drei Akten

Von: Joseph Kesselring
Deutsch: Annemarie Artinger

Uraufführung: 18. August 1941 (New York, Fulton Theatre)
Deutschsprachige Erstaufführung: 13. Januar 1946 (Zürich, Schauspielhaus Zürich)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
6. Dezember 14

Inszenierung: Ronny Jakubaschk
Ausstattung: Marina Stefan, Matthias Koch
Musik: Johannes Hofmann
Licht: Stefan Bauer
Dramaturgie: Patricia Nickel-Dönicke

Besetzung:

Abby Brewster:
Monika Dortschy
Martha Brewster: Andrea Quirbach
Teddy Brewster: Armin Dillenberger
Mortimer Brewster: Rüdiger Hauffe
Jonathan Brewster: Lorenz Klee
Dr. Einstein: Denis Larisch
Elaine Harper: Antonia Labs
Pfarrer Harper / Gibbs / Leutnant Rooney: Clemens Dönicke
Klein / O’Hara / Mr. Witherspoon: Matthias Lamp


Arsen und Spitzenhäubchen
Staatstheater Mainz
Vorabbild mit Rüdiger Hauffe, Antonia Labs (unten),
Andrea Quirbach, Armin Dillenberger, Monika-Dorschy (oben)
© Andreas J. Etter

Abby und Martha Brewster sind zwei liebenswerte alte Damen, die scheinbar keinem Menschen ein Haar krümmen können. Auch der Pfarrer und die örtliche Polizei lassen sich gern von ihnen mit selbstgemachtem Holunderwein bewirten.
Umso überraschter ist ihr Neffe Mortimer, Theaterkritiker und frisch verheiratet, als er – kurz bevor er zur Premiere des neuen Stückes Mörder überall aufbrechen will – eine Leiche im Haus entdeckt. Mit dieser Nachricht kann er allerdings seinen Tanten keineswegs die Laune verderben, sie weihen ihn vielmehr in ihre Gewohnheit ein, einsame Herzen „Gott näher zu bringen“. Unwissentlich ist ihnen dabei ihr Neffe Teddy behilflich, der sich für den Präsidenten Theodor (‚Teddy‘) Roosevelt hält, im Keller des Hauses den Panama-Kanal ausgräbt und nebenbei die Opfer des ‚Gelbfiebers‘ beseitigt.

Um das Chaos perfekt zu machen, taucht Mortimers verschollen ­geglaubter Bruder, der gesuchte Verbrecher Jonathan Brewster, auf – mit einem weiteren Toten im Gepäck. Wie aber geht man mit so vielen Leichen um, wenn ständig die Polizei zu Gast ist? Joseph Kesselrings schwarze ­Komödie feierte 1941 am New Yorker Broadway Premiere – es war der Beginn eines Welterfolgs. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Zur Inszenierung der Burgfestspiele Bad Vilbel:

Premiere:
7. Juni 12

Regie: Adelheid Müther
Ausstattung: Doris Engel
Regieassistenz: Philipp Matthias Müller
Abendspielleitung: Linus Buck
Lichtdesign: Jan Langebartels
Regiehospitanz: Dieter Hombach

Besetzung:

Abby Brewster:
Brigitte Janner
Martha Brewster: Christiane Bruhn
Teddy Brewster: Andreas Krämer
Mortimer Brewster: Tilmar Kuhn
Jonathan Brewster: Björn Geske
Dr. Einstein: Jens Wachholz
Elaine Harper: Eva-Maria Kapser
Reverend Harper/Leutnant Rooney: Kai Möller
Klein:
Antonio Lallo
Mr. Witherspoon/Mr. Gibbs:
Hans-Jörg Frey
O'Hara:
Marcus Kaloff

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Arsen und Spitzenhäubchen
Burgfestspiele Bad Vilbel
Mortimer Brewster (Tilmar Kuhn), Elaine Harper (Eva-Maria Kapser)
© Eugen Sommer

Zwei Damen der Gesellschaft befördern frohgemut ein Dutzend Männer ins Jenseits, um diese von dem Leiden an der Einsamkeit zu befreien. Als Neffe Mortimer hinter ihr Geheimnis kommt und versucht, weiteres Unheil zu verhindern, wird die Verwirrung komplett...

www.kultur-bad-vilbel.de

Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui
Gangsterspektakel in 17 Bildern

Von: Bertolt Brecht
Musik: Hans-Dieter Hosalla
Uraufführung: 10. November 1958 (Stuttgart, Staatstheater Stuttgart)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
19. September 14

Regie: Samuel Weiss
Bühne: Ralph Zeger
Kostüme: Janina Brinkmann
Musik: Jan Christof Scheibe
Dramaturgie: Michael Billenkamp

Besetzung:

Arturo Ui, Gansterchef:
Max Mayer
Ernesto Roma, sein Leutnant: Vincent Glander
Manuele Giri: Jan Breustedt
Giuseppe Givola, Blumenhändler: Timo Fakhravar / Hanna Binder

Der alte Dogsborough: Meinolf Steiner
Clark, Mitglied des Karfioltrusts: Roland Bayer
Flake, Mitglied des Karfioltrusts: Christian Bo Salle
Butcher, Mitglied des Karfioltrusts: Hanns Jörg Krumpholz
Sheet, Reedereibesitzer: Linda Pöppel
Bowl, Kassierer bei Sheet: Timo Fakhravar / Hanna Binder
Hook, Gemüsehändler / O'Casey, Untersuchungsbeauftragter: Linda Pöppel

O´Casey, Untersuchungsbeauftragter: Linda Pöppel
Ein Schauspieler: Hanns Jörg Krumpholz
Ignatius Dullfeet: Meinolf Steiner
Betty Dullfeet, seine Frau: Linda Pöppel

Besprechung auf kulturfreak.de


Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui
Schauspiel Frankfurt
Arturo Ui (Max Mayer), Ignatius Dullfeet (Meinolf Steiner),
Betty Dullfeet (Linda Pöppel), Ernesto Roma (stehend; Vincent Glander)

© Birgit Hupfeld

Nicht die Tat zählt, sondern nur der Einfluss.

Die Straßen und die Wirtschaft Chicagos sind beherrscht von Angst, Geldnot und Perspektivlosigkeit. Die Geschäfte des Karfiol-Trusts gehen schlecht, den Gemüsehändlern scheint jedes Mittel recht, um den Umsatz wieder anzukurbeln. Mit der Moral ist es in Zeiten der Krise nicht weit her und so werden sie direkt in die Arme von Gangsterchef Arturo Ui getrieben. Es folgt ein beispielloser Aufstieg Uis an die Spitze der Macht, das korrupte Geflecht von Wirtschaft und Politik souverän unterwandernd und für sich einnehmend. In seinem satirischen Parabelstück zeichnet Bertolt Brecht modellhaft die Entstehung des Dritten Reichs und die gesellschaftlichen Strukturen nach, aus denen heraus Hitlers Diktatur möglich werden konnte. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspiel-frankfurt.de

Der Auftrag
Erinnerung an eine Revolution

Von: Heiner Müller
Uraufführung: 13. November 1980 (Berlin, Volksbühne Berlin)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt (Saison 2014/2015):

Premiere: 10. Mai 15 (Box)

Regie: Mizgin Bilmen
Bühne: Sabine Mäder
Kostüme: Janina Baldhuber
Dramaturgie: Rebecca Lang

Mit: Ines Schiller; Isaak Dentler, Maximilian Meyer-Bretschneider, Martin Rentzsch

Drei französische Revolutionäre erhalten den Auftrag, auf Jamaika einen Sklavenaufstand anzuzetteln. Sie spielen dort die, die sie waren: Debuisson, der Sohn von Sklavenhaltern, Galloudec, der Bauer, und Sasportas, der Sklave. Doch kaum angekommen auf der Insel, ergreift in Frankreich Napoleon die Macht. Nun gibt es keinen Auftraggeber, keine Revolution, keine Heimat, keine Partei, keinen Staat. Übrig bleibt der Mensch, der entscheiden muss, ob er sich weiter der Utopie einer besseren Gesellschaft verpflichtet fühlt, oder ob er sich in das private Leben entlässt. [© Schauspiel Frankfurt]

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Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt (Saison 2006/2007):

Premiere:
15. Februar 07

Regie: Martin Nimz
Grundraum: Joep van Lieshout
Bühne und Kostüme: Heike Hasse
Video: Philipp
Batereau
Licht: Norman Plathe
Dramaturgie: Jan Hein
Regieassistenz: Ellen Waniek
Produktionsleitung und Ausstattungsassistenz: Julia Plickat
Souffleuse: Christine Schneider
Ton, Beleuchtung, Technik: Marcel Heyde
Technische Einrichtung: Matthias Rößler, Joachim Schröder
Maske: Anke Scharlach
Requisite: Anja Becker, Uschi Trella
Bühnenbildhospitanz: Tamara Zippel

Besetzung:

Debuisson:
Roland Bayer
Galloudec: Wolfgang Gorks
Sasportas: Andreas Haase
ErsteLiebe: Abak Safaei-Rad
Engel der Verzweiflung: Ruth Marie Kröger
Mann im Fahrstuhl: Ruth Marie Kroöger, Andreas Haase, Abak Safaei-Rad, Wolfgang Gorks, Roland Bayer


Drei Abgesandte des französischen Konvents werden 1799 nach Jamaika geschickt, um einen Aufstand gegen die britischen Kolonialherren zu entfesseln. Während ihrer Mission gelangt Napoleon Bonaparte an die Macht und erklärt die Revolution für beendet. Die drei Emissäre stehen plötzlich ohne Auftrag da. Die einen wollen weiterkämpfen, einer nur noch genießen. Wohin nun mit dem aufklärerischen Bewußtsein, wohin mit der Utopie? Wofür kämpfen, wenn die Kampfmoral nicht mehr auf der Gewißheit beruht, daß man im Dienste des gesetzmäßigen Fortschritts handelt, wenn man im Augenblick des Genießens vom Engel der Verzweiflung heimgesucht wird? Zentral ist die Frage nach dem Auftrag: Wie handle ich unter sich ständig verändernden Umständen?! Ist Handeln unter dieser Voraussetzung notwendig und möglich und wenn, welche Konsequenzen hätte es? Heiner Müller legt nahe: Trotz des sicheren Todes, trotz der Gewißheit des Scheiterns ist eine „Blume der Hoffnung“ besser, als ohne Auftrag in den Genuß zu fliehen. Verständlich nur aus dem Heute, für das es einen Auftrag gibt, der wiederum Utopie ist, die schon immer da war und in Zukunft kommen wird. [schauspielfrankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

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