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    Theater: Kurzinfos L - P

Madame Bovary
Sittenbild aus der Provinz

Roman von: Gustave Flaubert (1821 – 1880)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
In der Bearbeitung von:
Marcus Mislin

Premiere: 2. Juni 07 (Uraufführung)

Inszenierung: Deborah Epstein / Marcus Mislin
Bühne: Florian Barth
Kostüme: Petra Bongard
Licht: Stefan Bauer
Video: Christoph Schödel
Dramaturgie: Katharina Gerschler
Regieassistenz: Christian Schürmann
Ausstattungsassistenz: Antonia Schmitz
Inspizienz: Marcel Tabrea / Arpad Szell
Regiehospitanz: Paul Bonna
Ausstattungshospitanz: Lisa Nieß

Besetzung:

Emma Bovary:
Verena Bukal
Charles Bovary:
Florian Hansel
Berthe Bovary, das Kind: Inken Blum, Sophia Eckert, Alma Höfler
Maman, Charles Mutter / Amme:
Monika Dortschy
Monsieur Homais, der Apotheker: Thomas Marx
Monsieur Lheureux, der Händler: Thomas Kornack
Léon Dupuis: Thomas Prazak
Rodolphe Boulanger: Stefan Walz:
Pfarrer Bournisien, Knecht, Festredner, Dr. Canivet: Gregor Trakis
Hippolyte: Paul Bonna

Besprechung auf kulturfreak.de

Vor dem Hintergrund bürgerlicher Enge und kleingeistigen Spießertums ereignet sich eine der berührendsten Ehebruch-Geschichten der Weltliteratur: Verblendet von der romantischen Lektüre trivialer Liebesromane und Frauenzeitschriften, träumt sich die junge Emma Bovary in eine Welt aus Luxus, Schönheit und erotischen Leidenschaften. Doch ihre Wirklichkeit sieht anders aus. Verheiratet mit einem langweiligen Landarzt, lebt sie ohne Geld, ohne gesellschaftliches Renommee und ohne Aussicht auf Veränderung. Sie bricht aus ihrer Ehe aus, sucht sich Liebhaber, genießt die Unterhaltung und den Wohlstand auf Pump, wird enttäuscht – und verliert alles.

Die Regisseurin Deborah Epstein arbeitet als Schauspielerin und Regisseurin an Theatern in Basel, Stuttgart, Saarbrücken, Freiburg und am Maxim Gorki Theater Berlin. Marcus Mislin ist seit der Spielzeit 2006/2007 fest als Schauspieler am Staatstheater Mainz und hat sich hier mit Die Bremer Stadtmusikanten auch als Regisseur vorgestellt. Er arbeitet außerdem u. a. am Schauspielhaus Zürich, dem Staatstheater Stuttgart, dem Maxim Gorki Theater und dem Deutschen Theater Berlin. Gemeinsame Regiearbeiten waren u. a. „Effi Briest" (1998, Maxim Gorki Theater) und „Das Vaterspiel" (2002, Schauspielhaus Graz). [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de


norway.today

Von:
Igor Bauersima
 

Opening Night
nach dem Film von John Cassavetes
Für die Bühne bearbeitet von: Armin Petras
Deutsch von: Brigitte Landes

Zur Inszenierung von schauspielfrankfurt:

Premiere: 21. März 09

Regie: Armin Petras
Bühne: Olaf Altmann
Kostüme: Katja Strohschneider
Video: Chris Kondek, Christiane Kühl
Dramaturgie: Jens Groß

Darsteller: Wilhelm Eilers, Anne Müller, Friederike Kammer, Oliver Kraushaar, Robert Kuchenbuch, Sabine Waibel

Besprechung auf kulturfreak.de

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schauspielfrankfurt
Susan/Clara (Sabine Waibel, links) und Frida/Virginia (Friederike Kammer, rechts)
Foto: Alexander Paul Englert

Armin Petras inszeniert OPENING NIGHT nach dem Film von John Cassavetes
Eine am Broadway gefeierte Schauspielerin probt für ihr jüngstes Stück, in dem sie die Rolle einer Frau spielt, die das eigene Altern nicht akzeptieren kann. Durch das Spielen dieser Figur gerät sie zunehmend in eine existentielle Krise und die Proben werden von Tag zu Tag schwieriger. Während sie den persönlichen Bezug zu ihrer Rolle abstreitet und sich zugleich weigert gewisse Passagen zu spielen, kann sie die Identität der Figur von ihrer eigenen nicht mehr klar trennen. Es kommt zu heftigen Auseinandersetzungen mit dem Regisseur und Autor des Stückes. Ihr Bühnentext, Gespräche mit Kollegen und halluzinative Selbstgespräche mit einem vermeintlichen Geist vermischen sich. Die gesamte Produktion ist gefährdet und feiert schließlich bei der Aufführung auf dem Broadway, zu der die Hauptdarstellerin völlig betrunken erscheint, nur einen zwiespältigen Erfolg.

Der Autor und Regisseur John Cassavetes, der als Begründer der Independent Filmszene gehandelt wird, konzipierte das Drehbuch für OPENING NIGHT ursprünglich als Theaterstück. Cassavetes zeigt eine umjubelte und alkoholkranke Künstlerin, die an ihrer tiefen inneren Einsamkeit und an den eigenen wie äußeren Ansprüchen verzweifelt. Armin Petras holt nun die Geschichte über das Arbeiten an einem Stück zurück auf die Bühne und schafft eine Inszenierung über das Inszenieren. Die Schauspieler bewegen sich von Szene zu Szene zwischen privatem Raum und dem Darstellen ihrer Rolle. Sie sind getrieben von der Suche nach der Wahrhaftigkeit der eigenen Person. Diese Getriebenheit und der andauernde Perspektivwechsel von vor und hinter der Bühne eröffnet Fragen über Wahrheit und Wahnsinn des Schauspiels.

Am 21. März 2009 wird im schauspielfrankfurt die Premiere von OPENING NIGHT unter der Regie von Armin Petras auf der Bühne im Kleinen Haus gefeiert. Der derzeitige Intendant des Maxim Gorki Theater Berlin, der von 2002 bis 2006 Hausregisseur am schauspielfrankfurt und Kurator der schmidtstrasse12 war und seitdem regelmäßig am schauspielfrankfurt inszeniert, bearbeitet den Film von John Cassavetes für die Bühne. Armin Petras wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem für Fritz Katers HEAVEN als beste Berliner Aufführung des Jahres 2007, die als Koproduktion in der Spielzeit 2007/08 ihre Premiere im schauspielfrankfurt feierte. In derselben Spielzeit setzte er mit viel Gespür für Witz und Tragik Einar Schleefs GERTRUD in einer Bühnenfassung von Jens Groß in Szene. Unter den zehn besten Inszenierungen des Jahres wurde die erfolgreiche Produktion nach Berlin zum letztjährigen Theatertreffen eingeladen. Die in GERTRUD gefeierten Schauspielerinnen Frederike Kammer, Sabine Waibel und Anne Müller werden auch in OPENING NIGHT wieder zusammen auf der Bühne stehen. [© schauspielfrankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de


patriot act
Projekt von Martin Baasch

Zur Inszenierung vom schauspielfrankfurt:

Premiere:
2. Dezember 06

Regie: Martin Baasch
Bühne  und Kostüme: Julia Plickat
Technik: Johannes Richter

Darsteller:
Theodore John Kaczynski:
Martin Butzke
FBI- Spezialagenten: Sascha Maria Icks und Bert Tischendorf

Ein Abend über den UNA-Bomber, Thoreau, Anarchismus und den Bau von Nagelbomben. Theodore Kaczynski hat einen IQ von 170 und seine selbstgebauten Paketbomben haben 3 Menschen getötet, 23 weitere schwer verletzt. Im April 1995 wird er, der ehemalige Harvard-Absolvent, in den Wäldern von Montana verhaftet. Verwahrlost lebte er 20 Jahre in der Wildnis. Warum entschließt sich ein Mathematik-Professor, erst Einsiedler und dann Terrorist zu werden? Und wer ist dieser Theodore Kaczynski überhaupt? Psychopath, Revolutionär oder Wissenschaftler, der zuviel wußte? [© schauspielfrankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de


Peer Gynt
Ein dramatisches Gedicht in 5 Akten

Von: Henrik Ibsen
Uraufführung: 24. Februar 1876 (Kristiania)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
16. Dezember 10

Regie: Antú Romero Nunes
Bühne: Florian Lösche
Kostüme: Judith Hepting
Musik: Johannes Hofmann
Video: Sebastian Pircher
Dramaturgie: Sibylle Baschung

Besetzung:

Peer Gynt:
Nils Kahnwald
Aase / Solveig / Ingrid / Ein grüngekleidetes Weib: Henrike Johanna Jörissen
Knopfgießer / Trollkönig / Ein grüngekleidetes Weib: Michael Goldberg
Statistin: Mirjam Wüst
Statist: Rainer Böhme, Jim Kallenberg, Sven Rausch

Besprechung auf kulturfreak.de

Peer Gynt
Schauspiel Frankfurt
Aase (Henrike Johanna Jörissen) und Peer Gynt (Nils Kahnwald)
© Birgit Hupfeld

Peer Gynt lügt. Immer wieder. Lieber verliert er sich in Visionen und Phantastereien, als sich der Realität zu stellen. Die Liebe zu Solveig bleibt ungelebt, ein makelloses Ideal, da er sie verlässt, um seiner selbst gewählten Bestimmung nachzukommen: Kaiser will er werden. Antú Romero Nunes, von der Zeitschrift »Theater heute« als Nachwuchsregisseur des Jahres ausgezeichnet, bringt Ibsens Drama einer durch Egoismus und Selbstbetrug verfehlten Selbstverwirklichung in einer auf drei Spieler konzentrierten Version auf die Bühne. [© Schauspiel Frankfurt]

 
www.schauspielfrankfurt.de

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:
Peer Gynt - Im Norwegerpulli ans Ende vom Ich
Monolog frei nach Henrik Ibsen

Premiere: 17. November 06 (schmidtstrasse 12)

Regie: Florian Fiedler
Grundraum: Joep van Lieshout
Ausstattung, Produktionsleitung: JUlia Plickat
Licht: Norman Plathe
Regiehospitanz: Susanne Grünewald
Ton, Beleuchtung, Technik: Marcel Heyde
Technische Einrichtung: Matthias Rößler, Joachim Schröder
Requisite: Uschi Trella

Mit: Aljoscha Stadelmann & Johanna Bantzer

Besprechung auf kulturfreak.de

Ibsens »dramatisches Gedicht« ist eine Mischung aus volkstümlichem Märchen, Abenteuerroman und materialistischer Gesellschaftskritik. Peer Gynt ist ein Aufschneider, ein Egoist, ein Träumer und Versager. Als er in die Berge flüchtet, beginnt seine große Reise und Suche nach dem wirklichen Leben – und nach sich selbst. Für die Reihe One Night Shots! entwickeln Aljoscha Stadelmann und Florian Fiedler aus Ibsens Vorlage eine One-Man-Show.
One Night Shots! sind anarchistische Kleinstprojekte in der schmidtstrasse12, die innerhalb einer Woche Probenzeit entstehen.

www.schauspielfrankfurt.de

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