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    Theater: Kurzinfos G - K

Gefährliche Liebschaften

Von:
Christopher Hampton (* 1946)
Nach dem Roman von:
Pierre-Ambroise-Francois Choderlos de Laclos
Deutsch von: Alissa und Martin Walser
Uraufführung: 1985 (London, Royal Shakespeare Company)
Deutschsprachige Erstaufführung: 1986 (Wien)

Zur Inszenierung der Burgfestspiele Bad Vilbel:

Premiere: 22. Juni 07

Regie:
Barbara Neureiter
Ausstattung: Dorit Lievenbrück
Fechtchoreographie: Annette Bauer

Besetzung:

Marquise de Merteuil:
Heike Trinker
Präsidentin de Tourvel:
Anna Eger
Madame de Volanges:
Marina Matthias
Cécile de Volanges:
Ivana Langmajer
Adèle, ein Dienstmädchen, Émilie, eine Prostituierte: Ellen Schulz
Vicomte de Valmont: Thomas Gerber
Chevalier Danceny: Andy Konrad

Besprechung auf kulturfreak.de
Die Handlung findet statt in verschiedenen Salons und Schlafzimmern in Stadthäusern und Schlössern in und um Paris; und im Bois de Vincennes, in einem Herbst und Winter in den 1780ern.

Gefährliche Liebschaften
Burgfestspiele Bad Vilbel
Heike Trinker, Ivana Langmajer, Thomas Gerber, Marina Matthias
Foto: Eugen Sommer

„Liebe muss man benutzen, man verfällt ihr nicht.“
Zwischen der Marquise de Merteuil und dem Vicomte de Valmont scheint die Liebe, die sie einst füreinander empfanden, erloschen. Geblieben ist ihnen die Lust am riskanten Spiel um Leidenschaft und Begehren, geführt mit psychologischem Kalkül und formvollendeten Intrigen.

Das Spiel beginnt.
Verletzte Eitelkeit - die Marquise will Rache nehmen an ihrem ehemaligen Liebhaber Gercourt. Der möchte die junge Klosterschülerin Cécile de Volanges mit dem Segen von Madame de Volanges heiraten. Perfekt gibt die Merteuil die ältere, tugendsame Freundin Céciles und überredet das naive Mädchen, dem schwärmerischen Chevalier Danceny Liebesbriefe zu schreiben. Selbstverständlich sorgt sie für deren Entdeckung und die Verschickung des Mädchens aufs Land. Sie selbst verführt Danceny und animiert ihren Mitspieler, den Vicomte de Valmont, mit dem Versprechen einer letzten gemeinsamen Liebesnacht dazu, das unschuldige Mädchen zu verführen.
Valmont jedoch hat sich gerade ein neues Spielfeld gesucht; er fühlt sich dazu berufen, der zurückhaltenden und sittsamen Madame de Tourvel die leidenschaftliche Liebe zu lehren. Der reichlich lädierte Ruf des Vicomte ist zwar über Madame de Volanges vorgedrungen, doch reizt das wahrhafte Widerstreben der Tourvel Valmont umso mehr. Geschickt die Arglosigkeit nutzend, gewinnt er ihre hingebungsvolle Liebe. Madame de Merteuil muss feststellen, dass Valmont sich tatsächlich in Madame de Tourvel verliebt hat und verlangt von ihm, die Beziehung zu beenden. Als der Egomaniker seine Liebe leugnet, bricht Madame de Tourvel zusammen. Bevor Valmont bei einem Duell mit Danceny ums Leben kommt, erkennt er den Betrug. Die Merteuil hat einen zerstörerischen Sieg errungen. [© Burgfestspiele Bad Vilbel]
 

Gertrud

Nach dem Roman von:
Einar Schleef
Für die Bühne eingerichtet von: Jens Groß

Zur Inszenierung von schauspielfrankfurt:

Premiere: 21. Dezember 07

Regie: Armin Petras
Bühne: Olaf Altmann
Kostüme: Katja Strohschneider
Video: Niklas Ritter
Dramaturgie: Jens Groß
Licht: Ellen Jäger
Ton: Oliver Blohmer, Bernd Leinberger
Maske: Beate Bauer, Jan Bundil
Technische Einrichtung: Andreas Kremer
Technische Produktionsbetreuung: Laura van Haperen
Requisite: Albrecht Haevernick, Markus Öhlinger
Inspizient: Harald Reuter
Souffleur: Boris Wendt
Regieassistenz: Dagmara Lutoslawska
Bühnenbildassistenz: Birgit Kellner
Dramaturgieassistenz: Nadine Vollmer
Regiehospitanz: Mathias Becker, Sandra Ewert
Bühnenbildhospitanz: Carolin Amann

Besetzung:
Gertrud 1:
Friederike Kammer
Gertrud 2: Sabine Waibel
Gertrud 3: Regine Zimmermann
Gertrud 4: Anne Müller                                           Besprechung auf kulturfreak.de

Gertrud
schauspielfrankfurt
Sabine Waibel, Regine Zimmermann,_Anne Müller & Friederike Kammer
© Alexander Paul Englert

„Ich habe meiner Mutter eine Pyramide gebaut. Einfach Schotter übereinander für eine deutsche Familientragödie.“ Einar Schleef
In seinem Roman-Monument Gertrud schildert der Regisseur, Autor, Maler, Schauspieler und Bühnenbildner Einar Schleef das Leben seiner Mutter in Sangerhausen: Eine deutsche Kleinstadt, eine Frau wie viele, ein Frauenschicksal des zwanzigsten Jahrhunderts par excellence – von der Kindheit im Kaiserreich, der Jugend und Karriere als Sportlerin in der Weimarer Republik, Ehe und Familie unter Hitler, das Altern und die Einsamkeit in der DDR und letztendlich das Lebensende im wiedervereinigten Deutschland. Zwischen Resignation, Wut, Eigensinn und Galgenhumor sucht Gertrud weniger nach Worten für ihre eigenen Hoffnungen, Sehnsüchte und Ängste, sondern wird zum Sprachrohr einer zerrissenen Generation, einer dem Vergessen preisgegebenen Geschichte, einer Heimat.

Der Regisseur Armin Petras inszeniert Gertrud in einer Bühnenfassung von Jens Groß am schauspielfrankfurt. Selbst in der DDR aufgewachsen, hat er sich in den letzten Jahren als äußerst kluger und sensibler Regisseur von Stücken über die sogenannte „Ost-Thematik“ hervorgetan. Für schauspielfrankfurt, an dem er seit 2001 regelmäßig inszeniert, wird er die vier großartigen Schauspielerinnen Friederike Kammer, Anne Müller, Sabine Waibel und Regine Zimmermann als Gertrud in Szene setzen. Prosatexte von Einar Schleef dramatisierte der derzeitige Intendant des Berliner Maxim Gorki Theaters bereits mehrfach auf der Bühne, zum Beispiel Die Bande am Schauspiel Leipzig, Zigaretten am Nationaltheater Mannheim und Das Haus am Maxim Gorki Theater in Berlin. [© schauspielfrankfurt]

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Geschichten von Mama und Papa

Von:
Alfonso Paso
Deutsche Bearbeitung: Wolfgang Spier

Gotthelm oder Mythos Claus
Eine Trophobie

Von: Michael Lenz
Konzept: Michael Lentz, Uli Winters
Uraufführung: 25. Januar 07 (Frankfurt, schauspielfrankfurt)

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere: 25. Januar 07 (Uraufführung)


Regie: Christiane J. Schneider
Bühne: Uli Winters
Kostüme: Judith Oswald
Musik: Joachim Steffenhagen
Licht: Nicol Hungsberg
Dramaturgie: Hans-Peter Frings
Regieassistenz: Benjamin Eggers
Bühnenbildassistenz: Britta Kloß
Kostümassistenz: Katja Strohschneider
Souffleuse: Ingrid Seidel
Inspizienz: Harald Reuter
Technische Produktionsleitung: Lauravan Haperen
Technische Einrichtung: Hubertus Schneider, Christoph Bednorz
Ton: Bernd Leinberger, Franziska Rudolphi
Maske: Beate Bauer, Jan Bundil
Requisite: Albrecht Haevernick, Anja Becker
Regiehospitanz: Sebastian Kellner
Regie- und Dramaturgiehospitanz: Asta Nechajute
Bühnenbildhospitanz: Sarah Mirza
Kostümhospitanz: Kim Stichel

Besetzung:

An- und Ausziehclaus: Nadja Dankers
Cotardclaus: Anna Grisebach
Räucherclaus:
Katrin Grumeth
Bingenclaus: Victoria Mayer
Homunkulusclaus: Martina Maria Reichert
Atemclaus:
Eva-Christine Richter
Roboterclaus: Sabine Waibel
Eineurostehimwegclaus: Kerstin Becker



Sieben Personen in einem Frisiersalon. Alle sind weiblich und alle heißen Claus. Unter der Trockenhaube lösen sie jede für sich ein Kreuzworträtsel. Bei dem Versuch, sich gegenseitig dabei zu helfen, entdecken sie, daß alle mit ein und demselben Kreuzworträtsel beschäftigt sind. Das Lösungswort heißt »Gott«. Dieser Begriff ist allen Claus so unbekannt, daß sie sogar an der Richtigkeit des Rätsels zweifeln. Von den anderen unbemerkt, erfährt während der Rätseldiskussion jeder Claus unter der offenbar manipulierten Trockenhaube ein spezifisches Erweckungserlebnis. In einer Schlüsselszene gestehen die sieben Claus einander ein, Erscheinungen gehabt zu haben. Sich gegenseitig übertrumpfend versuchen sie, ihre persönliche Erweckung nachzustellen. Alle Versuche mißlingen. Am Ende aber machen sie eine Entdeckung, die ihr Leben verändern wird ...
Der bisher als Lyriker und Erzähler hervorgetretene Autor Michael Lentz hat für schauspielfrankfurt ein Stück geschrieben, das mit subtiler Ironie die Wirklichkeit hinterfragt und uns an die Grenzen unseres geistigen Fassungsvermögens führt. [© schauspielfrankfurt]

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Das Haus sagt

Ein Projekt von:
Mathias Max Herrmann und Marcel Luxinger

Im schauspielfrankfurt, nachtschwärmer:

Premiere:
11. Oktober 06

Ausstattung: Britta Kloß, Nina Zoller

Darsteller: Mathias Max Herrmann

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Diese Erfindung wird nicht folgenlos bleiben: Ein Tüftler und Hobby-Akustikologe hat nicht nur ein Instrument zur Messung von architektonischen Schwingungen erfunden, nein, sein Gerät kann diese Schwingungen auch in Klänge umwandeln, also für das menschliche Ohr hörbar, sogar verständlich machen. In einer exklusiven Vorführung wird demonstriert, was der Fachwelt noch jahrelang zu schaffen machen wird: die Kommunikation mit Gebäuden.
Nach den bisherigen Tests muß mit Überraschungen gerechnet werden

Marcel Luxinger, Dramaturg
Geboren und aufgewachsen in Zürich, Abitur und Studium in Zürich und Genf, verschiedene Berufe: Musiker, Reiseleiter, Unternehmensberater (Urheber- und Wettbewerbsrecht), Butler, Werbetexter, Ghostwriter, Dramaturgieassistent am Schauspielhaus Zürich und in Wien (bei Luc Bondy), 1997-99: Eigene Inszenierungen und Bearbeitungen in Zürich, 1999 Übersiedlung nach Hamburg, ab 2000 in Berlin: Tätig als Autor und Regisseur von Projekten und Stücken, freier Dramaturg an verschiedenen Theatern, Drehbücher, Regelmäßige Arbeit mit den Regisseurinnen Anja Gronau (u.a. „Trilogie der klassischen Mädchen", „Faust V.12111" und „Leni") und Friederike Heller (u.a. „Elementarteilchen", „Bondage; Agent entfesselt" und „Die Illuminaten"), Seit Dezember 2005 Dramaturg am Schauspielfrankfurt, weiterhin freie Projektarbeiten.


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Heaven (zu Tristan)

Von:
Fritz Kater
Uraufführung: 12. September 07 (Frankfurt/Main, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere: 12. September 07 (Uraufführung)
Weitere Vorstellungen im Sept. & Okt. 07: 12., 17., 22. September; 18., 22., 26. Oktober 07

Regie: Armin Petras
Bühne, Kostüme: Patricia Talacko/Bernd Schneider
Musik: Ingo Günther
Video: Niklas Ritter
Licht: Norman Plathe
Dramaturgie: Andrea Koschwitz

MGT Berlin/schauspielfrankfurt:
Regieassistenz:
Ronny Jakubaschk/Benjamin Eggers
Bühnenbildassistenz: Tine Müller/Christina Neuner
Kostümassistenz: Beate Beetz/Katja Strohschneider
Soufflage: Bärbel Kleemann/Boris Wendt
Inspizienz: Lilly Kaufmann/Thomas Nossek
Regiehospitanz: Henning Bosse/Jan Jaroszek
Ton: Susanne Kirchner/Oliver Blohmer/Arnim Streek
Requisite: Jürgen Gebhardt/Anja Becker/Markus Öhlinger
Maske: Manuela Jacob/Beate Bauer/Jan Bundil
Ankleider: Gunda Hoffmann, Annette Bogadtke
Techn. Einrichtung: AndreasRasche
Techn. Produktionsleitung: Josef Dreker
Die Dekoration und Kostüme wurden in den Werkstätten des MGT Berlin hergestellt.


Darsteller:

Königsforst:
Peter Kurth
Helga: Susanne Böwe
Robert: Ronald Kukulies
Simone:
Fritzi Haberlandt
Sarah: Yvon Jansen
Anders Adlercreutz: Max Simonischek
Micha: J
uliane Pempelfort
Rabe:
Max Simonischek

Heaven (zu Tristan)
Maxim Gorki Theater Berlin und schauspielfrankfurt
Helga (Susanne Böwe) und Königsforst (Peter Kurth)
Foto: Alexander Paul Englert

Das neue Stück von Fritz Kater Heaven (zu Tristan) kam am 12. September 2007 im Kleinen Haus zur Uraufführung. Fritz Kater wurde 2003 für “zeit zu lieben zeit zu sterben” mit dem Mülheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet. Regie führt Armin Petras, ehemaliger Hausregisseur des schauspielfrankfurt, Kurator der schmidtstrasse 12 und derzeitiger Intendant des Maxim Gorki Theaters in Berlin.
In der Rolle der Simone ist Fritzi Haberlandt zu sehen, Trägerin des Alfred-Kerr-Darstellerpreises. Susanne Böwe, zuletzt von der Presse für ihre Darstellung in Falstaff und Tod eines Handlungsreisenden hoch gelobt, spielt die Laborantin Helga. Ihren Mann Königsforst gibt Peter Kurth, der als Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg in Prinz Friedrich von Homburg zu überzeugen wusste.

Zum Inhalt:
Liebestod in Wolfen. Simone liebt Anders. Doch so wie Tristan seine Heimat Cornwall, verlässt der Architekturstudent Anders die Stadt ihrer gemeinsamen Kindheit. Er bricht auf nach Amerika, auf der Suche nach Orten, wo man wirklich leben kann. Simone bleibt in der ostdeutschen Provinz zurück. Die Laborantin Helga liebt ihren Mann, den Psychiater Königsforst, und das schon mehr als zwanzig Jahre. Doch auch sie werden Wolfen verlassen. Seit die Filmfabrik geschlossen ist, gibt es für Helga keine Arbeit mehr. Letzte Woche noch hat man sich mit den alten Kollegen getroffen, hat getanzt, gelacht und gespielt, dass man Sterne sei, »Sterne am Himmel des Anderen«. Jetzt wird ihr Neubaublock abgerissen. Zurück bleiben die Reste und die Raben.

„Erleben wir uns als in die Welt geschleudert oder als Teil eines Ganzen?“ Wie einst die Physikerin Marietta Blau (1894 – 1970), der es gelang, mit Hilfe der Entwicklung einer speziellen Filmemulsion die einzelnen sternenförmig auseinander fliegenden Teilchen und damit das Zentrum einer Kernzertrümmerung sichtbar zu machen, beschreibt Fritz Kater in seinem neuesten Theaterstück die Folgen der Zertrümmerung einer Lebenslandschaft.

 [© Texte: schauspielfrankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Heaven (zu Tristan) ist eine Koproduktion mit dem Maxim Gorki Theater Berlin.
Berliner Premiere am 17. November 2007 im Maxim Gorki Theater Berlin (www.gorki.de)

Heiter Skelter

Von:
Neil LaBute
Uraufführung: 7. Februar 2007 (Bonn, Theater Bonn)

Ich mag Dich wirklich

Von:
Neil LaBute
Deutschsprachige Erstaufführung: 7. Februar 2007 (Bonn, Theater Bonn)

Zur Inszenierung des Theater Bonn:

Premiere:
7. Februar 07 (DSE)
Regie: Jens Kerbel
Bühne: Gesine Kuhn
Kostüme: Uta Heiseke
Musik: Lars Figge

„Ich mag Dich wirklich" beschreibt die Liebe in Zeiten des Internets. Ein Mann und eine Frau haben sich online kennen gelernt. Nach längerem Kontakt treffen sie sich erstmals in einer Bar.

„Ich mag Dich wirklich" wird zusammen mit den Einaktern “Heiter Skelter” und “Land der Toten" gezeigt.
Die Darsteller dieser drei Stücke sind: Birte Schrein, Yorck Dippe, Andreas Maier und Roland Ribeling.

www.theater-bonn.de


Jason
nach Motiven der Argonautensage, mit Texten von Christa Wolf u.a.

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere:
28. Mai 06

Regie:
Rainer Frank
Bühne: Nina Zoller
Kostüme: Madeleine Hasselmann
Dramaturgie: Nina Steinhilber
Licht: Johannes Richter

Besetzung:

Jason:
Sebastian Schindegger
Medea: Anne Müller
Freund / Orpheus / Absyrtos: Stefko Hanushevsky,

Besprechung auf kultrufreak.de

Jason trifft Medea. Mitten ins Herz. Medea und Jason. Für immer. Eine Liebe. Ein Auftrag. Ein Glück? Zwei verschiedene Welten und wie alles begann. Jason und seine Freunde. Aufbruch ins Ungewisse. Eine Armee von Träumern und ihre Suche nach dem goldenen Vlies. Aber wer bestimmt, wohin die Reise geht? Wann verliert ein Ziel seinen Sinn? Wie lange hält ein Versprechen? Und wieviel Ewigkeit verträgt eine Liebe?

www.schauspielfrankfurt.de

Jugend ohne Gott

Nach dem Roman von:
Ödön von Horväth

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere: 29. September 07 (schmidtstrasse 12)

Kooperation von Schauspielfrankfurt mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt a. M., Ausbildungsbereich Schauspiel

Regie: Julia
Hölscher
Grundraum: Bernd Schneider
Ausstattung: Ulli Smid
Musik: Tobias Vethake
Dramaturgie:
Maike Gunsilius
Ton, Beleuchtung, Technik: Marcel Heyde
Technische Einrichtung: Joachim Schr
öder, Mathias Rößler
Regieassistenz: Ellen Waniek
Ausstattungsassistenz: Jana Lünsmann
Maske: Anke Scharlach
Requisite: Anja Becker / Uschi Trella
Regiehospitanz: Leonie Graf, Julian
van Daal
Ausstattungshospitanz: Leon Schmid

Besetzung:
Lehrer: Stefko Hanushevsky
Pfarrer / Julius Caesar: Michael Lücke
Frau Feldwebel: Nadja Dankers
R: Friederike Ott
N: Sebastian Klein
Z: Raül Semmler
B: Victoria Schmidt
T: Moritz Peters
Eva: Judith Niederkofler

Ein junger Lehrer sieht sich konfrontiert mit einer gleichgeschalteten, faschistisch gesinnten Schülerschaft, die ihm ihr Misstrauen ausspricht, als er für die Gleichheit aller Menschen eintritt. Die Schüler beten unreflektiert die Ideologie eines diktatorischen Systems nach, dem sich auch der Lehrer zunehmend beugt und der sich damit selbst verleugnet. Diese Jugend ohne Gott ist sowohl traurig als auch böse, sie ist grausam und melancholisch, sie kennt keine Verantwortung. Der Lehrer ahnt schließlich die Notwendigkeit einer überfälligen Entscheidung – für die Wahrheit und den persönlichen Einsatz. Sein Eingeständnis der eigenen Schwäche ist ein großes Bekenntnis zu Herz und Gewissen. [© schauspielfrankfurt]


www.schauspielfrankfurt.de


kain !
ein Projekt des schauspielfrankfurt, nachtschwärmer

Mit Texten von: Friedrich Koffka, Fjodor Dostojewskij, Lautréamont u.a.


Premiere: 28. April 06

Regie: Florian von Hoermann
Bühne: Norgard Kröger
Kostüme: Katja Strohschneider
Dramaturgie: Nina Steinhilber
Video: Fabian Hentzen
Licht: Norman Plathe, Johannes Richter
Regie- und Bühnenbildassistenz: Max Färber


Mit: Katrin Grumeth, Christian Kuchenbuch, Robert Kuchenbuch, Moritz Peters

kain! Ist kein Held. Ein Niemand. Ein jeder. Einer von uns? Die Kinder Kains. Gewalt. Krieg. Ohnmacht. Der Bruder. Der Mord. Der Mythos. Eine verlorene Unschuld. Irgendwo. Am Rand der Gesellschaft. Die offene Wunde. Der gefallene Engel. Der Stein des Anstoßes. Ich weiß nichts von einem Stein. Sagt Abel.
kain! Ist Widerstand. Liebe. Schmerz. Wut. Es ist besser, nicht zu träumen. Sagt Kain. kain! Träumst du?

schauspielfrankfurt

Kredit
Familienhistorienspiel
Von: Jan Neumann
Uraufführung: 18. Januar 2008 (Frankfurt, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere: 18. Januar 08 (Uraufführung)

Regie: Jan Neumann
Bühne: Thomas Goerge
Kostüme: Nini von Selzam
Licht: Frank Kaster
Dramaturgie: Sibylle Baschung
Mitarbeit: Lilli-Hannah Hoepner (Regie); Julia Strasser (Bühne); Lisa Danulat (Dramaturgie);
Kostümassistenz: Katharina Tasch
Inspizienz:
Thomas Nossek
Technische Produktionsleitung: Josef Dreker
Technische Einrichtung: Andreas Rasche
Ton: Inga Lüth, Daniel Möller
Maske: Beate Bauer, Jan Bundil
Requisite: Anja Becker, Stefan Markert
Hospitanz: Anke Mager, Johanna Vater

Besetzung:

Clemens Huber:
Max Landgrebe
Cosima, seine Frau und Nanni, seine Tochter: Nadja Dankers
August, sein Bruder und Klaus, sein Sohn: Daniel Stock
Fritz, sein Bruder und dessen Tochter Paula: Anna Grisebach
Bruno, sein Bruder und dessen Tochter Friedel: Stefko Hanushevsky
. . . und viele nähere und weitere Verwandte und Anverwandte der Familie Huber.

Besprechung auf kulturfreak.de


Kredit
schauspielfrankfurt
Max Landgrebe, Stefko Hanushevsky, Nadja Dankers, Anna Grisebach und Daniel Stock
Foto: Alexander Paul Englert

Autor und Regisseur Jan Neumann kreierte zusammen mit Schauspielern im Auftrag von schauspielfrankfurt einen Abend, welcher der einzigartigen und fragilen Seite des Theaters verstärkt Raum gibt – dem flüchtigen, schöpferischen Moment des Spiels auf der Bühne. Vor Beginn der Proben gab es nur ein Thema, ein Grobkonzept und ein Bühnenbild –  aber keinen Text. Probe für Probe erfanden Darsteller und Regisseur, Bühnenbildner und Dramaturgin die Geschichte und ihre Figuren. Anhand dieser Improvisationen schrieb der Autor im weiteren Verlauf den Text.

Bei Kredit überlässt Jan Neumann bewusst die Dialogszenen der Improvisation und Gestaltungsfreiheit der Spieler. Gerahmt werden diese lebendigen und unwiederholbaren Augenblicke von festgeschriebenen Erzähltexten. Aus diesem täglichen Balanceakt zwischen freiem Spiel und literarischer Vorgabe entsteht eine besondere schöpferische Spannung. Im Zentrum dieses Abends im Kleinen Haus steht die Erinnerung an Hans, Vater von fünf Kindern, ein in jeder Hinsicht großzügiger Mensch. Seinen leichten, aber zu frühen Tod nehmen seine Kinder zum Anlass, ein schillerndes Panorama an denkwürdigen Geschichten aufzuspannen. Fünf Schauspieler spielen eine weit verzweigte Familie, ihre zahlreichen eigensinnigen, schrägen und ganz normalen Onkeln, Tanten, Cousinen und Enkelkinder – ein buntes Panoptikum von 60 Jahren. Verschiedene Familienfeiern, die das Leben von Hans und die Beziehungen der einzelnen Familienmitglieder untereinander spiegeln und prägen, sind die Stationen, anhand derer das Team von Regisseur und Autor Jan Neumann Begebenheiten rund um die Themen Geld, Gefühle und Tod erzählt.

Jan Neumann, Jahrgang 1975, ist ein begnadetes Multitalent. 1998 schloss er seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik München / Bayerische Theaterakademie August Everding ab. Nach drei Jahren Engagement am Residenztheater München war er langjähriges Ensemblemitglied am schauspielfrankfurt, wo er in der Spielzeit 2004/05 bei seinem eigenen Stück Goldfischen und bei Herr Kolpert von David Gieselmann erstmals Regie führte. Seitdem ist er als Autor und Regisseur erfolgreich tätig. Liebesruh wurde 2005 am Thalia Theater in Hamburg uraufgeführt und in der Spielzeit 2006/07 von Jan Neumann persönlich am schauspielfrankfurt inszeniert. Presse und Publikum nahmen diese sensible Inszenierung gleichermaßen begeistert auf. Ähnlich der vom schauspielfrankfurt in Auftrag gegebenen Stückentwicklung Kredit erarbeitete er schon „Die Nacht dazwischen“ 2006 am Theater der Stadt Aalen und „Dunkelfeld“ im Frühjahr 2007 am Jaunais Rigas Teatris.

[© Texte: schauspielfrankfurt]

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Das kunstseidene Mädchen

Von: Irmgard Keun
Bühnenfassung von: Gottfried Greiffenhagen

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