Programm-Tipps: Musik ~ Theater auf arte:

Montag, 16.04. / 05.00 Uhr / Klassik Open Air aus Riga
Musik, Deutschland, 2014, ZDF        44 Min.
Regie: Peter Maniura
Dirigent: Andris Poga
Chor: The State Choir Latvija, The Latvian Radio Choir
Komponist: Richard Wagner, Pjotr Iljitsch Tschaikowsky
Tanz: Latvian National Ballet
Orchester: Riga Festival Orchestra

Mit: Gidon Kremer (Geige), Mischa Maisky (Violoncello), Baiba Skride (Geige), Iveta Apkalna (Orgel), Ksenija Sidorova (Akkordeon), Inese Galante (Sopran), Aleksandrs Antonenko (Tenor)
Online verfügbar von 16/04 bis 16/05

Als einer der Höhepunkte des Kulturhauptstadtjahres 2014 stand in der lettischen Hauptstadt ein spektakuläres Open-Air-Konzert auf dem Programm. Unter dem Titel „Born in Riga“ spielten einige der prominentesten Musiker des Baltenstaates wie der Cellist Mischa Maisky, die Geigerin Baiba Skride, die Organistin Iveta Apkalna und die Akkordeon-Virtuosin Ksenija Sidorova.


Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Klassikstars ihre Heimat in den baltischen Staaten haben. Mariss Jansons, Gidon Kremer, Elina Garanca oder auch die Ballettlegende Mikhail Baryshnikov: Sie alle sind in Riga, der Hauptstadt Lettlands, geboren. Da lag das Motto nur nahe, unter dem ein spektakuläres Open-Air-Konzert als einer der Höhepunkte des Kulturhauptstadtjahres 2014 in der lettischen Hauptstadt stand: „Born in Riga“ brachte einige der prominentesten und beliebtesten Musiker des Baltenstaats auf die Bühne, unter ihnen Weltstars wie der Cellist Mischa Maisky, die Geigerin Baiba Skride, die Organistin Iveta Apkalna und die Akkordeon-Virtuosin Ksenija Sidorova.

Riga, die alte Hansestadt, blickt als ein Kreuzungspunkt der Kulturen im Spannungsfeld zwischen Deutschland, Schweden, Polen und Russland auf eine bewegte Geschichte zurück. Hier ist die Musik zu Hause: Schon im 17. Jahrhundert galt Riga als Musikzentrum von europäischem Rang, zwei Jahrhunderte später war von 1837 bis 1839 Richard Wagner Kapellmeister am international renommierten Opernhaus der Stadt.

Das musikalische Programm von „Born in Riga“ spiegelt die reiche Musiktradition des Baltenstaates wider – von Richard Wagner bis zur lettischen Volksmusik, von wuchtig-emotionalen Chorkompositionen bis zum mitreißenden Tango. Schauplatz des Open-Air-Events ist der Park vor dem Opernhaus. Orchester, Chöre, Solisten und Ballett spielen und tanzen vor der klassizistischen Kulisse auf mehreren Bühnen mit Video-Wänden und aufwendiger Lichtshow.

Zusatzinfo: Das Konzert ist auch auf ARTE Concert zu sehen unter: concert.arte.tv

Mittwoch, 18.04 / 05.00 Uhr / Introducing: Say Lou Lou in Concert
Musik, Deutschland, 2014, RBB        59 Min.
Regie: Stefan Mathieu
Online verfügbar von 18/04 bis 25/04

Die Reihe „Introducing“ präsentiert aus Berlin Konzerte von Newcomer-Bands aus aller Welt. Diesmal am Start: Say Lou Lou.

Das australisch-schwedische Popduo Say Lou Lou besteht aus den Zwillingsschwestern Elektra und Miranda Kilbey-Jansson. Mit Vater Steve Kilbey, dem langjährigen Sänger der australischen Band The Church, und Mutter Karin Jansson, ehemaliges Mitglied der schwedischen New Wave-Band Pink Champagne, wurde den beiden Schwestern der Hang zur Musik gewissermaßen in die Wiege gelegt. Doch während die Eltern sich hauptsächlich in Rock- und New-Wave-Kreisen bewegten, sind Say Lou Lou eher dem Dream- und Elektropop zuzuordnen. Bei aller Schwerelosigkeit und Luftigkeit, die ihre Musik ausstrahlt, besitzt sie auch einen leicht kühlen, mysteriösen Beigeschmack – Dream-Pop mit Substanz sozusagen. 2014 veröffentlichten Say Lou Lou insgesamt fünf Singles, darunter „Julian“, „Better in The Dark“ und „Everything We Touch“. Mit eigenem Blog, buntem Instagram-Account, stylishen Musikvideos und Konzerten für diverse Designer und Modekonzerne präsentieren sich die Schwestern als hippe Trendsetter. Bis jetzt scheint ihr Plan aufzugehen. Ihr Debüt-Album „Lucid Dreaming“ erschien 2015.

Freitag, 20.04. / 21.45 Uhr / Palace of Groove ~ James Brown
Schwerpunkt: Black Pop Power!
Musik, Frankreich, 2013, ARTE        28 Min.
Regie: Joel Carvalho

Online verfügbar von 20/04 bis 27/04

„Soul Train“: Fast 40 Jahre lang bot die amerikanische TV-Show nicht nur Unterhaltung, sondern auch Musik vom Feinsten. Vor einem erlesenen Publikum, das fester Bestandteil der Show war, interpretierten großartige Stars wie James Brown, Aretha Franklin, Stevie Wonder, Michael Jackson und Snoop Dogg unveröffentlichte Songs, die später zu Hits wurden. Mit der Zeit avancierte die Sendung zur Ausstellungsvitrine der afroamerikanischen Kultur.

„Palace of Groove“ zeigt in acht 26-minütigen Folgen Highlights der weltweit einzigartigen Fernsehshow, die den prägenden Musikströmungen der letzten Jahrzehnte von Soul über Funk und Disco bis hin zum Hip-Hop eine Bühne bot. Mitreißende Liveauftritte, Künstlerinterviews, spektakuläre Tanzmedleys und vieles mehr fügen sich zu einer spannenden Zeitreise und zu einem Feuerwerk an Emotionen, Witz und Glamour. Präsentiert wird die Sendereihe „Palace of Groove“ von der Journalistin und DJane Hadnet Tesfai.

Die erste Folge von „Palace of Groove“ blickt auf James Browns Auftritte in „Soul Train“ zurück, an denen sich seine künstlerische Entwicklung ablesen lässt. Patti LaBelle und Sly & the Family Stone geben ein ebenso exklusives wie explosives Livekonzert. Außerdem wird der Musikstil unter die Lupe genommen, der zur Entstehung und Blüte von „Soul Train“ führte: die Soulmusik.

Zusatzinfo:
Am 15. Juli startet auf www.arte.tv./summer die „ARTE Soul Dance Line“, ein wöchentlicher Tanzkurs, bei dem typische Soul-Tanzschritte erlernt werden können. Ziel ist es, einen Kollektiv-Clip der ARTE Community à la „Harlem Shake“ zu produzieren.Daneben gibt es exklusive Reportagen, die den Themenschwerpunkt begleiten und durch die sechs Programmwochen führen. Weitere Special-Features kommen von „Summer of Soul“-Moderator Samy Deluxe mit einem exklusiv für ARTE realisierten Clip im Stil seiner „One Take Wonder“ und der deutschen Soul-Sängerin Ayo, die mit ihrer Neueinspielung des Soul-Klassikers „Sunny“ den Soundtrack zum „Summer of Soul“ liefert. Der Song wird, neben vielen anderen Hits, auf einer von ARTE zusammengestellten Playlist für die richtige Soul-Stimmung sorgen.

Freitag, 20.04. / 22.15 Uhr / Palace of Groove ~ Aretha Franklin
Schwerpunkt: Black Pop Power!
Musik, Frankreich, 2013, ARTE        27 Min.
Regie: Joel Carvalho
Online verfügbar von 20/04 bis 27/04

„Soul Train“: Fast 40 Jahre lang bot die amerikanische TV-Show nicht nur Unterhaltung, sondern auch Musik vom Feinsten. Vor einem erlesenen Publikum, das fester Bestandteil der Show war, interpretierten großartige Stars wie James Brown, Aretha Franklin, Stevie Wonder, Michael Jackson und Snoop Dogg unveröffentlichte Songs, die später zu Hits wurden. Mit der Zeit avancierte die Sendung zur Ausstellungsvitrine der afroamerikanischen Kultur.

„Palace of Groove“ zeigt in acht 26-minütigen Folgen Highlights der weltweit einzigartigen Fernsehshow, die den prägenden Musikströmungen der letzten Jahrzehnte von Soul über Funk und Disco bis hin zum Hip-Hop eine Bühne bot. Mitreißende Liveauftritte, Künstlerinterviews, spektakuläre Tanzmedleys und vieles mehr fügen sich zu einer spannenden Zeitreise und zu einem Feuerwerk an Emotionen, Witz und Glamour. Präsentiert wird die Sendereihe „Palace of Groove“ von der Journalistin und DJane Hadnet Tesfai.

Bühne frei für die Queen of Soul: Aretha Franklin. Mit von der Partie sind auch Stevie Wonder und Boney M. Ein Interview von Seltenheitswert zeigt Michael Jackson am Anfang seiner Solokarriere. Außerdem widmet sich diese Folge den verschiedenen Facetten des Slow.
Freitag, 20.04. / 23.00 Uhr / ARTE Concert Festival
Musik, Frankreich, 2018, ARTE F        90 Min.
Regie: David Ctiborsky
Erstausstrahlung

Nach zwei komplett ausverkauften Ausgaben mit prominenten Line-ups wie Jarvis Cocker, Chilly Gonzales, Grandaddy, The Divine Comedy und Carl Craig sowie vielversprechenden Newcomern wie Ought, Noga Erez und Sarah McCoy findet das „ARTE Concert Festival“ auch in diesem Jahr wieder im Pariser Kulturzentrum La Gaîté Lyrique statt. Vom 19. bis zum 21. April steht dort Livemusik in all ihren Formen rund um die drei großen Themen Pop-Rock, Klavier und Electro auf dem Programm.

Drei Tage Livemusik mitten in Paris: Das „ARTE Concert Festival“ wird im dritten Jahr in Folge vom 19. bis zum 21. April in La Gaîté Lyrique veranstaltet, dem angesagten Pariser Kulturzentrum für digitale Künste und zeitgenössische Musik. Nach den beiden komplett ausverkauften Ausgaben von 2016 und 2017 mit prominenten Line-ups (Grandaddy, Nada Surf, Patrick Watson, Carl Craig, Miss Kittin, The Divine Comedy), vielversprechenden Newcomern und exklusiven Projekt-Previews gibt es auch dieses Jahr wieder „ARTE Concert“ zum Anfassen. Denn genau das ist dieses Festival: eine Plattform, die sämtliche musikalische Genres, große internationale Stars und die Nachwuchskünstler von morgen zusammenführt.

In den neun Jahren, die es das Streaming-Angebot „ARTE Concert“ bereits gibt, gelang es dem Online-Auftritt von ARTE, sich einen anerkannten Platz in der europäischen Musikverbreitung zu sichern. Genau wie das Web-Angebot im Internet zelebriert auch das „ARTE Concert Festival“ die Vielseitigkeit der Livemusik – und bietet eine einzigartige Gelegenheit, ARTE einmal völlig anders zu erleben.

Freitag, 20.04. / 00.30 Uhr / Palace of Groove ~ Marvin Gaye
Schwerpunkt: Black Pop Power!
Musik, Frankreich, 2013, ARTE        27 Min.
Regie: Joel Carvalho
Online verfügbar von 20/04 bis 27/04

„Soul Train“: Fast 40 Jahre lang bot die amerikanische TV-Show nicht nur Unterhaltung, sondern auch Musik vom Feinsten. Vor einem erlesenen Publikum, das fester Bestandteil der Show war, interpretierten großartige Stars wie James Brown, Aretha Franklin, Stevie Wonder, Michael Jackson und Snoop Dogg unveröffentlichte Songs, die später zu Hits wurden. Mit der Zeit avancierte die Sendung zur Ausstellungsvitrine der afroamerikanischen Kultur.

„Palace of Groove“ zeigt in acht 26-minütigen Folgen Highlights der weltweit einzigartigen Fernsehshow, die den prägenden Musikströmungen der letzten Jahrzehnte von Soul über Funk und Disco bis hin zum Hip-Hop eine Bühne bot. Mitreißende Liveauftritte, Künstlerinterviews, spektakuläre Tanzmedleys und vieles mehr fügen sich zu einer spannenden Zeitreise und zu einem Feuerwerk an Emotionen, Witz und Glamour. Präsentiert wird die Sendereihe „Palace of Groove“ von der Journalistin und DJane Hadnet Tesfai.

Im Mittelpunkt dieser Folge des „Palace of Groove“ steht Marvin Gaye, Serial Lover der 70er Jahre. Für Stimmung im Soul Train sorgen außerdem Billy Preston und die Sugarhill Gang. Daneben verrät die Sendung alles, was man über die damals aufkommende Discomusik wissen muss.

Freitag, 20.04. / 01.00 Uhr / Abgedreht!
Magazin, Frankreich, 2017, ARTE F        35 Min.
Online verfügbar von 20/04 bis 20/05
Erstausstrahlung

Samstag, 21.04. / 00.15 Uhr / Square für Künstler ~ Carte Blanche für Pierre Lemaître, Schriftsteller
Magazin, Frankreich, 2017, ARTE        26 Min.
Online verfügbar von 21/04 bis 28/04

Samstag, 21.04. / 00.45 Uhr / Kurzschluss - Das Magazin
Schwerpunkt 30 Jahre Filmfestival DresdenMagazin, Deutschland, 2018, ZDF        52 Min.
Erstausstrahlung

„Kurzschluss - Das Magazin“g zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt – und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival- und Filmtipps und vielen spannenden Interviews. Mehr Infos unter: arte.tv/kurzschluss

(1): Velodrool    Animationsfilm von Sander Joon, Estland 2015    Die größte Belohnung für einen starken Raucher ist Nikotin. Um es zu bekommen, versucht ein süchtiger Radfahrer ein irrationales Rennen zu gewinnen – ein Rennen, das auf der Kampfbahn eines Teufelskreises stattfindet und in das sich sogar das Publikum auf boshafte Weise einmischt. Ein schwarzhumoriger, Steroid-getränkter Film, der durch den geschickten Einsatz eines rasanten und kühnen Soundtracks, einfacher Linien und geschmeidiger Farbbewegungen eine starke Dynamik entfaltet.    Sander Joon studierte an der Estnischen Kunstakademie, wo er 2015 seinen Abschluss machte. „Velodrool“g ist sein Diplomfilm. Er war auf zahlreichen internationalen Festivals zu sehen, darunter 2016 auf dem Trickfilmfestival von Annecy.  

(2): Festival: Das Filmfest Dresden von den Anfängen bis heute    Im Jahr 1989 war Jörg Polenz 24, trug Nickelbrille und Parka und wollte die Welt verändern. Seine Welt, das war die DDR. Zusammen mit zwei Freunden, beide ebenfalls Anfang 20 und Cineasten wie er, plante er ein Filmfest in Dresden. Umrahmt wurde das Kinoprogramm von Free Jazz und politischen Debatten. Das Filmfest Dresden war damit aus der Taufe gehoben. Heute, fast 30 Jahre später, gibt es das Festival immer noch. Statt Langfilmen werden heute ausschließlich Kurzfilme gezeigt, das Büro beschäftigt mittlerweile acht fest angestellte Mitarbeiter, statt ein paar Hundert Leuten zählen die Veranstalter jedes Jahr inzwischen mehr als 20.000 Zuschauer. Machart und Themen der Filme sind völlig anders als damals. Die Gründer Jörg Polenz und Andrej Krabbe sowie die jetzige Leiterin Sylke Gottlebe erzählen von ihrem Blick auf das Filmfest.   

(3): Over    Kurzfilm von Jörn Threlfall, Großbritannien 2015    Ein Auto fährt durch die Einfahrt und ein Ehepaar steigt aus. Auf der gegenüberliegenden Seite liegt ein Blumenstrauß, wie für einen Toten. Was ist geschehen?    Am Abend zuvor wurde Blut von der Straße geschrubbt und ein Auto abgeschleppt. Nach einem erneuten Zeitsprung wird dieselbe Einfahrt am Vormittag gezeigt: diesmal weiträumig abgesperrt, mit großem Polizeiaufgebot. Die Fundstücke am Tatort liefern nach und nach Hinweise zu der Identität des Opfers …c und zu dessen unerwarteter Todesursache.    Jörn Threlfall ist ein deutsch-britischer Regisseur aus London. Nach seinem Film- und Theaterstudium in Berlin kehrte er nach Großbritannien zurück und ist dort heute hauptsächlich in der Werbebranche tätig.    Nach „Closer“g (2009) und dem 30-minütigen „Mojado“g (2011) ist „Over“g sein bereits dritter Kurzfilm. Er war für den Europäischen Filmpreis nominiert und wurde unter anderem auf dem Sundance Filmfestival, dem Palm Springs International ShortFest sowie dem Filmfest Dresden gezeigt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.   

(4): Kurzinfo: Die gestohlene Revolte – 1968 in der DDR    „Die 68er", das klingt erst einmal nach einer westdeutschen Bewegung: nach Kommunen in Westberlin, nach Rudi Dutschke, nach einer hochexperimentellen Musik-, Literatur- und vor allem auch Filmszene. Doch der Zeitgeist der 68er schwappte über die Mauer und wurde auch im Osten aufgegriffen. Der Berliner Filmexperte und Kinobetreiber Claus Löser und der DDR-Schriftsteller (und heutige Sächsische Landesbeauftragte für Stasiunterlagen) Lutz Rathenow organisieren zusammen das Sonderprogramm auf dem diesjährigen Filmfest Dresden und erklären im Film ihre Sicht auf die 68er in der DDR, den Einfluss des Prager Frühlings auf die ostdeutsche Kulturszene und die politische Weiterentwicklung und Öffnung des Films in dieser Zeit.   

(5): First Night    Kurzfilm von Andrei Tanase, Deutschland 2015, Erstausstrahlung    Alex erhält von seinem Vater ein ebenso großzügiges wie peinliches Geschenk: eine Nacht mit einer Prostituierten. Alex ist darauf überhaupt nicht vorbereitet und nicht im Geringsten interessiert. Sein Entsetzen wird noch größer, als er erkennt, dass sein Vater im Nebenzimmer auf ihn wartet und seiner Entjungferung harrt. Alex kann sich daher auf die Bemühungen der verständnisvollen jungen Simona nicht einlassen. Seine Scham und ihre Enttäuschung darüber führen zu einer Katastrophe.    Der gebürtige Rumäne Andrei Tanase arbeitet als Drehbuchautor und Filmemacher. Er drehte unter anderem den Kurzfilm „Claudiu and the Fish“g.

Sonntag, 22.04. / 08.24 Uhr / Kinoköpfe Was macht ein Casting Director?
Kindersendung, Belgien, 2014, ARTE        4 Min.
Regie: David Mathy
Online verfügbar von 22/04 bis 22/05

Was ein Film ist, das weiß jeder – aber wie er entsteht, können sich viele nicht genau vorstellen. In der Kindersendung "Kinoköpfe" werden die 15 wichtigsten Filmberufe in jeweils einer kurzen, spannenden Folge vorgestellt. Drei Filmschauspieler treffen Menschen, die in interessanten Berufen in der Filmbranche arbeiten.

Vom Schreiben des Drehbuchs bis zur Vorführung eines Films – jede der kurzen Vorstellungen der verschiedenen Filmberufe behandelt eine Phase im Entstehungsprozess eines Films. Sie beleuchten, welche Etappen Filme bei ihrer Herstellung generell durchlaufen müssen. Dabei stehen nach und nach der Drehbuchautor, der Produzent, der Produktionsassistent, der Caster, der Schauspieler, der Kameramann, der Tontechniker und der Maskenbildner im Scheinwerferlicht. Auch erfahren wir, wie der Berufsalltag eines Regisseurs, eines Cutters, eines Tonmischers, eines Trickspezialisten, eines Coloristen sowie eines Komponisten und schließlich auch eines Kinobetreibers aussieht.     Der Kinder-Kurzfilm "Der Neue" wird in der ersten Folge von "Kinoköpfe" in voller Länge gezeigt: In den darauffolgenden Sendungen der Reihe werden die verschiedenen Berufsgruppen aus dem Filmbereich vorgestellt, die an der Entstehung dieses Kurzfilms beteiligt waren. "Der Neue" erzählt von der Ankunft eines neuen Schülers in einer Klasse. Er zeigt, wie der Neuankömmling Gaston die bereits bestehenden Beziehungen in der Schulklasse verändert und wie neue Freundschaften entstehen.

Sonntag, 22.04. / 08.28 Uhr / Kinoköpfe: Was macht ein Schauspieler?
Kindersendung, Belgien, 2014, ARTE        4 Min.
Regie: David Mathy
Online verfügbar von 22/04 bis 22/05

Was ein Film ist, das weiß jeder – aber wie er entsteht, können sich viele nicht genau vorstellen. In der Kindersendung "Kinoköpfe" werden die 15 wichtigsten Filmberufe in jeweils einer kurzen, spannenden Folge vorgestellt. Drei Filmschauspieler treffen Menschen, die in interessanten Berufen in der Filmbranche arbeiten.

Vom Schreiben des Drehbuchs bis zur Vorführung eines Films – jede der kurzen Vorstellungen der verschiedenen Filmberufe behandelt eine Phase im Entstehungsprozess eines Films. Sie beleuchten, welche Etappen Filme bei ihrer Herstellung generell durchlaufen müssen. Dabei stehen nach und nach der Drehbuchautor, der Produzent, der Produktionsassistent, der Caster, der Schauspieler, der Kameramann, der Tontechniker und der Maskenbildner im Scheinwerferlicht. Auch erfahren wir, wie der Berufsalltag eines Regisseurs, eines Cutters, eines Tonmischers, eines Trickspezialisten, eines Coloristen sowie eines Komponisten und schließlich auch eines Kinobetreibers aussieht.     Der Kinder-Kurzfilm "Der Neue" wird in der ersten Folge von "Kinoköpfe" in voller Länge gezeigt: In den darauffolgenden Sendungen der Reihe werden die verschiedenen Berufsgruppen aus dem Filmbereich vorgestellt, die an der Entstehung dieses Kurzfilms beteiligt waren. "Der Neue" erzählt von der Ankunft eines neuen Schülers in einer Klasse. Er zeigt, wie der Neuankömmling Gaston die bereits bestehenden Beziehungen in der Schulklasse verändert und wie neue Freundschaften entstehen.

Sonntag, 22.04. / 11.10 Uhr / Augenschmaus
Der geschlachtete Ochse von Rembrandt
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2015, ARTE F        26 Min.
Regie: Chantal Allès
Online verfügbar von 22/04 bis 30/04
Erstausstrahlung

Das Gemälde „Der geschlachtete Ochse“g von Rembrandt aus dem Jahr 1655 hängt im Louvre. Es gilt als eines der Meisterwerke des holländischen Malers. Küchenchef Alexandre Gauthier lädt in sein Restaurant „La Grenouillère“g in La Madelaine-sous-Montreuil ein, um mit seinen Tischgästen über das Gemälde und seine Geschichte zu sprechen – und über all die Künstler, die dieses Bild inspirierte.[Lang]:    Rembrandts Gemälde „Der geschlachtete Ochse“g gilt als eines der Meisterwerke des holländischen Malers. Dieses Öl-auf-Holz-Gemälde aus dem Jahr 1655 hängt  heute im Louvre. Es misst gerade mal einen Meter, doch wenn man davor steht, wirkt es so groß wie eine Kathedrale. Das Bild hebt sich vom sonstigen Lebenswerk des Künstlers ab und beeinflusste zahlreiche spätere Maler wie Chagall, Soutine und Bacon.    Küchenchef Alexandre Gauthier, der das Restaurant „La Grenouille“g in La Madelaine-sous-Montreuil betreibt, inspirierte die leere Hülle des ausgeweideten Schlachttiers zu einer überraschenden Mahlzeit, die allein schon von den Farbtönen her eine rembrandtsche Atmosphäre schafft.    Doch welche Geschichte verbirgt sich hinter dem von Rembrandt dargestellten Tier? Metzger Yves-Marie Le Bourdonnec, Ernährungshistoriker Patrick Rambourg und Museumskonservatorin Sophie Bernard versuchen sich an einer Rekonstruktion. Auch Blaise Ducos, Konservator für flämische und holländische Gemälde im Louvre, und Landwirt Samuel Fouilliard unterstützen den Meisterkoch bei seiner Mission.    Beim Tischgespräch geht es natürlich um das Gemälde und seine Geschichte, aber auch um die zahlreichen Künstler, die das Meisterwerk bis zur Obsession faszinierte und nachhaltig beeinflusste.

Sonntag, 22.04. / 16.45 Uhr / Metropolis: Kasan
Magazin, Deutschland, 2018, WDR        43 Min.
Erstausstrahlung

(1): Metropolenreport Kasan

(1): Metropolenreport Kasan    Sie gilt als Musterbeispiel für friedliches Zusammenleben zwischen Russen und Tataren, Muslimen und Christen: Kasan, die Hauptstadt der Republik Tatarstan, ist nach Moskau und Sankt Petersburg die wichtigste Kulturmetropole der Russischen Föderation und Universitätsstadt. Lenin hat hier studiert. Im Frühsommer 2018 werden in der 1,2-Millionen-Stadt an der Wolga Spiele der Fußballweltmeisterschaft ausgetragen.    In Kasan treffen sich Ost und West, Europa und Asien, Christentum und Islam, Moderne und Vergangenheit. Im Kasaner Kreml, ausgezeichnet als UNESCO-Weltkulturerbe, stehen Moschee und orthodoxe Kathedrale dicht beieinander. Gegensätzliche Kulturen begegnen sich, zerren an der Identität der Stadt und lassen sich doch nicht voneinander trennen.    Wie spiegeln sich Lebensgefühl und Identität der Bewohner in Kunst, Kultur und Architektur der Stadt wider? „Metropolis“g trifft Künstler, Schriftsteller und Musiker und spricht mit ihnen über gelebte Vielfalt und die Seele ihrer Stadt.

Sonntag, 22.04. / 17.30 Uhr / Der Geist der Freiheit ~ Baltische Kunst im Spiegel der Zeit
Dokumentation, Frankreich, 2017, ARTE F        52 Min.
Regie: Stéphane Ghez
Online verfügbar von 22/04 bis 21/06
Erstausstrahlung

Baltische Künstler spielten bei der Herausbildung ihrer Nationen nach dem Ersten Weltkrieg eine entscheidende Rolle. In Lettland, Litauen und Estland drangen von der europäischen Romantik beeinflusste Musiker, Dichter und Maler in die Tiefen der baltischen Seele vor und schufen die Gründungsmythen ihrer Völker. Persönlichkeiten aus der Kulturszene dieser Länder machen mit einer Auswahl von Werken bekannt, die in den Jahren vor der Unabhängigkeit zum Erwachen des Nationalgefühls beitrugen. ARTE zeigt diese Sendung anlässlich des 100. Jahrestags der Unabhängigkeit der baltischen Staaten.

Nach dem Untergang des zaristischen Russlands und des Deutschen Kaiserreichs kam es 1918 zur Gründung von Litauen, Lettland und Estland. Die Dokumentation erkundet, wie von der europäischen Romantik beeinflusste baltische Musiker, Dichter und Maler im späten 19. Jahrhundert – am Vorabend der Unabhängigkeit – zu den Wurzeln ihrer Völker vordrangen und jene Gründungsmythen schufen, die zum Erwachen des Nationalbewusstseins beitrugen.    Anhand einer Auswahl von Werken beleuchten hochrangige Politiker, Kunsthistoriker und Geschichtswissenschaftler dieses wenig bekannte Kapitel der europäischen Geschichte und geben Antworten auf die spannende Frage, wie ein Volk entsteht und welche Rolle die Kunst für die Herausbildung der Identität einer Nation spielt.

Sonntag, 22.04. / 18.25 Uhr / Hélène Grimaud spielt Ravel
Das Eröffnungskonzert der Pariser Philharmonie
Musik, Frankreich, 2015, ARTE F        43 Min.
Regie: François-René Martin
Dirigent: Paavo Järvi
Komponist: Maurice Ravel
Orchester: orchestre de Paris
Mit: Hélène Grimaud (Klavier)
Erstausstrahlung

Endlich verfügt auch Paris – ebenso wie andere Hauptstädte weltweit - über eine eigene „Philharmonie“g. Die Einweihung des von Jean Nouvel entworfenen Baus wurde in der europäischen Kultur- und Musikszene 2015 gebührend gefeiert. Auf dem Programm dieses ersten Konzertabends, der am Mittwoch, dem 14. Januar 2015 mitgeschnitten wurde, standen zwei Werke von Maurice Ravel: das Klavierkonzert in G-Dur und „Daphnis et Chloé, Suite Nr. 2“g.

Sonntag, 22.04. / 22.45 Uhr / Move! Verhüllung und Enthüllung
Schwerpunkt: Lasst uns tanzen!
Magazin, Deutschland, 2017, ZDF        26 Min.
Regie: Lena Kupatz
Moderation: Sylvia Camarda
Online verfügbar von 22/04 bis 22/05
Erstausstrahlung


Sylvia Camarda (re.) mit der Burlesque-Tänzerin Marlene von Steenvag (li.)
© Ole Jürgens/Signed Media

In dieser Folge der Sendereihe „Move!“g erforscht Sylvia Camarda tänzerisch das Spannungsfeld zwischen dem Offensichtlichen und dem Verborgenen, zwischen der Nacktheit und der Verhüllung. Anziehen, ausziehen, umziehen – wir alle tun es jeden Tag. Wir verhüllen uns, um uns zu wärmen und zu schützen. Vor allem aber aus Scham. Nacktheit ist in vielen Gesellschaften ein Tabu, was das Spiel von Ver- und Enthüllung umso reizvoller macht.    Vor dem Berliner Reichstag, den der Künstler Christo 1995 mit 100.000 Quadratmetern Stoff verhüllte, trifft Sylvia Camarda die Theaterregisseurin und Choreographin Helena Waldmann, die es als erste europäische Choreographin schaffte, dass iranische Frauen ungestraft in der Öffentlichkeit tanzen können, indem sie die Tänzerinnen in Zelte steckte. Gemeinsam machen sie das Reichstagsgelände zur Performancebühne.    Für „Move!“g öffnet der Modedesigner Sasa Kovacevic sein Studio und erkundet mit Sylvia Camarda, wie Kleidung uns Identität verleiht und unsere Bewegung formt. In seinen Kollektionen hat er auch den Herren der Schöpfung einen Schleier vor die Augen gehängt.    Doch warum ist die Verhüllung oft stärker und reizvoller als nackte Tatsachen? Marlene von Steenvag, die Queen des deutschen Burlesque, führt Sylvia Camarda in die Bewegungskunst des lustvollen Spiels zwischen Ver- und Enthüllung ein. Dabei erfährt sie, welche Moves dabei besonders reizvoll sind und wie das Ausziehen von Handschuhen zu einer erotischen Attraktion werden kann.

Sonntag, 22.04. / 23.10 Uhr / Move! Macht
Schwerpunkt: Lasst uns tanzen!
Magazin, Deutschland, 2017, ZDF        26 Min.
Regie: Lena Kupatz
Moderation: Sylvia Camarda
Online verfügbar von 22/04 bis 22/05
Erstausstrahlung

In dieser Folge von „Move!“g begegnet Sylvia Camarda der Körperlichkeit von Macht. Im Alltag, in der Kunst, der Politik und auch im Tanz findet die Luxemburgerin die heimlichen Bewegungen der Macht und dechiffriert sie für uns. Denn ohne unsere Körpersprache gäbe es keine Macht. Sie existiert über unsere Handlungen, bedarf eines Körpers und einer Bewegung, die sie zu dem macht, was sie ist.     Gemeinsam mit Dr. Klaus Krebs, einem Experten für Rhetorik und Körpersprache, geht „Move!“g den Gesten und Bewegungen der Macht auf den Grund. Was sind die geheimen Codes der Körpersprache? Welche Bewegungen verraten uns Schwäche, welche Überlegenheit?    Der traditionelle Haka-Tanz der neuseeländischen Maori ist eine unverwechselbare Machtdemonstration von innerer und äußerer Stärke. Doch was macht ihn eigentlich zu einem Tanz der Macht? Sylvia Camarda fordert die drei Rugby-Spieler Joe, Mau und Storm in Amsterdam zum Tanz heraus, um zu erfahren, was sie von der Bewegung des Haka über ihre eigene Macht lernen kann.     In kaum einem anderen Tanz wird Führung und Macht so sinnlich verhandelt wie im Tango. Und wo könnte man einen Tanz schöner auf das politische Parkett legen als in Brüssel? Die argentinische Schauspielerin und Tänzerin Eugenia Ramírez Miori gibt Sylvia gemeinsam mit Freunden ein paar sinnliche Lehrstunden in Sachen Führung.

Sonntag, 22.04. / 23.40 Uhr / Move! Fließen
Schwerpunkt: Lasst uns tanzen!
Magazin, Deutschland, 2017, ZDF        26 Min.
Regie: Lena Kupatz
Moderation: Sylvia Camarda
Online verfügbar von 22/04 bis 22/05
Erstausstrahlung

Diese Folge von „Move!“g widmet sich dem Fließen und der Bedeutung der Flüssigkeiten, die unser Leben bestimmen. „Alles fließt“g – mit der Inspiration von zwei großen belgischen Choreographen taucht Sylvia Camarda gemeinsam mit den Zuschauern ab in die Welt der Flüssigkeiten unseres Lebens. Mit luxemburgischen Tänzerinnen flutet sie die Tanzbühne und begibt sich mit Haut und Haar, Wasser und Blut auf Bewegungserkundung.    In Belgien bestaunt „Move!“g die opulenten Shows des italienisch-belgischen Choreographen und Show-Papstes Franco Dragone. Er schuf bereits für Céline Dion und den Cirque du Soleil Showwelten, auf deren Bühnen Artisten, Taucher und Tänzer mit dem Element Wasser spielen. Inspiriert durch Pina Bauschs Choreographie „Vollmond“g erforschen Sylvia und ihre Tänzer den Klang, der entsteht, wenn Körper auf Wasser treffen und sich dem Element anpassen oder widersetzen. Dieses Kräftemessen sucht und findet Sylvia Camarda auch im Wasserballett. Hier entstehen scheinbar mühelose Körperskulpturen, die das wilde, ungestüme Element Wasser als leichten Tanzboden erscheinen lassen.    Dragones künstlerischer Antagonist ist der belgische Künstler, Performer und Choreograph Jan Fabre. Seine Arbeiten sprengen Tabus: Mutig und dreckig, wild und ehrlich spielt er mit den menschlichen Körperflüssigkeiten – Tränen, Sperma, Blut – als choreographischem Mittel.

Sonntag, 22.04. / 00.05 Uhr / Das Fresko
Schwerpunkt: Lasst uns tanzen!
Ballett, Frankreich, 2017, ARTE F        71 Min.
Regie: François-René Martin
Kostüme: Azzedine Alaïa
Choreographie: Angelin Preljocaj

Tanz: Yurié Tsugawa, Margaux Coucharrière, Jean-Charles Jousni, Sergi Amoros Aparicio, Marius Delcourt, Clara Freschel, Nuriya Nagimova, Anna Tatarova, Antoine Dubois, Fran Sanchez
Bühnenbild / Ausstattung / Bauten: Constance Guisset Studio
Licht: Eric Soyer
Musik: Nicolas Godin
Video: Constance Guisset Studio
Online verfügbar von 22/04 bis 20/08
Erstausstrahlung

Der französisch-albanische Choreograph Angelin Preljocaj hat sich für sein Stück „Das Fresko“g von einem Märchen aus dem alten China inspirieren lassen. Es geht um ein Wandgemälde, das eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf einen Betrachter ausübt: Dieser verliebt sich unsterblich in eine der darauf dargestellten Frauen. Die poetische Geschichte steht für die Beziehung zwischen der Realität und ihrer Repräsentation in der Kunst, doch auch Platons Höhlengleichnis klingt in ihr an.

Nach „L'Anoure“g (1995), „Blanche Neige“g (2008) und „Siddharta“g (2010) setzt der französisch-albanische Choreograph Angelin Preljocaj seine künstlerische Auseinandersetzung mit Märchen und Erzählungen weiter fort. Diesmal erschließt er ein bislang in seiner Arbeit unerforschtes Genre: traditionelle asiatische Erzählungen. Sein Stück „Das Fresko“g nach dem chinesischen Märchen „Die Wandmalerei“g veranschaulicht die poetische Kraft der Bildkunst.    Um sich vor einem heraufziehenden Sturm in Sicherheit zu bringen, suchten einst in China zwei Reisende Zuflucht in einem Tempel. Dort entdeckten sie ein wunderschönes Fresko, das eine Gruppe junger Mädchen darstellte. Chu, einer der beiden Reisenden, verliebte sich unsterblich in eines der Mädchen. Um zu ihr zu gelangen, stieg er in das Bild. Diese alte asiatische Legende inspirierte Angelin Preljocaj zu einer bunten Träumerei, die den Zuschauer in eine andere Welt entführt. Das Zusammenspiel des Electro-Fusion-Sounds von Nicolas Godin – dem Mitbegründer des Duos Air –, der Kostüme von Azzedine Alaïa, des Bühnenbilds und der Videos der Designerin Constance Guisset sowie der Beleuchtung von Eric Soyer lässt die Grenzen zwischen Illusion und Realität verschwimmen.    Obwohl der Choreograph die Handlung des chinesischen Märchens und dessen Symbolik beibehält, ist diese Adaption von seiner eigenen Vorstellungskraft geprägt: Er überträgt das Geschehen in einen multikulturellen Raum. „Das Fresko“g fasziniert aufgrund seiner suggestiven Bilder, ist aber auch eine Auseinandersetzung mit der Rolle der Kunst in der modernen Gesellschaft.

Sonntag, 22.04. / 03.50 Uhr / Dr. Book, die Literatur-Sprechstunde: Sense & Sensibility von Jane Austen
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2011, ARTE        14 Min.
Regie: Laure Isenmann,  Stéphane Martinez, Béatrice Meier, Oliver Schwehm
Online verfügbar von 22/04 bis 29/04

Jeder kennt den Serienhelden Dr. House, Spezialist für Diagnostik und mit dem besonderem Gespür für außergewöhnliche Krankheitsbilder. Hier kommt nun Dr. Book, ebenfalls Spezialist für komplizierte Fälle. Sein Gebiet sind die Klassiker der Weltliteratur.

Hand aufs Herz – wann haben Sie Ihren letzten Klassiker in die Hand genommen? Klar, jeder kennt ungefähr die Titel, hat den Namen der Autoren schon einmal gehört und weiß grob, worum es geht. Aber was ist der eigentliche Inhalt? Wer sind die Protagonisten? Was steht auf dem Spiel? Wer ist der Autor? Welchen Stil hat er geprägt? In welchem Kontext hat er geschrieben? Was macht ihn heute noch lesenwert? Ein Fall für Dr. Book! In dieser Folge untersucht Dr. Book unter Assistenz der Literaturkritikerin Felicitas von Lovenberg den Weltklassiker "Sense & Sensibility " der britischen Schriftstellerin Jane Austen aus dem Jahr 1811. Dieser Roman ist eines der ersten Werke der Literatur, das ganz den weiblichen Blickwinkel einnimmt. Stilistisch auf der Schwelle zwischen Klassik und Romantik erarbeitete Austen mit dem ungleichen Schwesternpaar Elinor und Marianne Dashwood Lebensentwürfe, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Während die eine Schwester rational und von Illusionen befreit ihr Leben in die Hand zu nehmen versucht und sich gegen die patriarchalische Gesellschaft auflehnt, hofft die andere romantisch-schwärmend bis zur Selbstaufgabe auf die Erlösung durch die Liebe. Wobei das Buch nicht eindeutig Stellung für eine der beiden Haltungen bezieht. Deshalb ist unter Feministinnen bis heute umstritten, ob Austen tatsächlich als eine der ersten feministischen Autorinnen gewertet werden kann.

Freitag, 27. 04. / 21.50 Uhr / Hauptsache laut! Die Anfänge des Rock
Dokumentation, Deutschland, 2015, RB        52 Min.
Regie: Jörg Sonntag
Online verfügbar von 27/04 bis 04/05

Rock hat überlebt. Titel wie „You Really Got Me“g von den Kinks oder „Purple Haze“g von Jimi Hendrix laufen immer noch im Radio und an Popakademien steht Rock auf dem Lehrplan. In einem sind sich die Fans von Rockmusik einig: Man muss sie laut hören. Aber warum? Und seit wann? Die Dokumentation geht der Geschichte der Rockmusik auf den Grund – von Led Zeppelin und Deep Purple über MC5 und Black Sabbath bis hin zu Vanilla Fudge.

Krach kann die Welt verändern, sagt James Hetfield von Metallica. In einem sind sich auch die Fans von Rockmusik einig: Man muss sie laut hören. Aber warum? Und seit wann? Zunächst einmal mussten die Bands lauter werden als die Fans. Denn, so erzählt es Dave Davies, der Gitarrist der Kinks, das Publikum sei Mitte der 60er Jahre oft schon nach 15 Minuten lauter als die Musik gewesen. Eine neue Verstärker-Generation musste also her. Im Marshall-Museum in Friedland stehen die Anlagen heute. Später entwickelte sich ein Wettbewerb, wer den meisten Krach machte. So galten Deep Purple lange als die lauteste Band der Welt. Ihr Sänger Ian Gillan gesteht, Lautstärke immer noch reizvoll zu finden. Rocklegende Jimmy Page, Gitarrist von Led Zeppelin, erzählt, wie er mit einem Techniker den Verzerrer für die E-Gitarre erfunden hat, um mehr Klang aus dem Instrument zu holen. Die Experimentierfreude der Musiker trifft den Nerv einer wütenden und rebellierenden Jugend. In den USA sorgten der Vietnamkrieg und die Rassenunruhen für eine aggressivere Musik. Vorreiter war MC5 aus Detroit. In Deutschland und Frankreich gehen Studenten gegen das Establishment auf die Straße. Den Soundtrack zum Lebensgefühl finden sie in der Rockmusik. Jimmy Page von Led Zeppelin, Ian Gillan von Deep Purple, Dave Davies von den Kinks, Ozzy Osbourne und Tony Iommi von Black Sabbath, Suzi Quatro und die Musiker von Vanilla Fudge erklären, warum die Musik laut wurde und was sie dazu beigetragen haben. Es ist die Zeit, in der die laute Musik noch keine Bezeichnungen wie „Punk“g oder „Heavy Metal“g kennt. Für Jimmy Page (Led Zeppelin) und Carmine Appice (Vanilla Fudge) gibt es eine simple Definition: „In the end it was just Hard Rock!“g

Zusatzinfo: Die Dokumentation zeigt Ausschnitte aus den Auftritten von Jimi Hendrix, The Kinks, The Who, Led Zeppelin, Vanilla Fudge, MC5, Black Sabbath und Deep Purple.

Freitag, 27. 04. / 22.45 Uhr / Tracks
Magazin, Deutschland, 2018, ZDF        43 Min.
Online verfügbar von 27/04 bis 26/07
Erstausstrahlung

Diese Woche in „Tracks“g: Der Technosound erlebt in Polen ein Revival / Der Konzeptkünstler James Ferraro nimmt sich die künstliche Intelligenz vor / Mit Superorganism hat „Tracks“g einen der angesagtesten Acts Englands auf der Bühne.

(1): Wixapol – Rave hard bei 200 bpm!    In Polen erlebt der Hardcore-Hochgeschwindigkeits-Technosound-Wahnsinn der 90er gerade ein ironiefreies Revival. Eine ganze Generation, die zu Blütezeit von Gabber gerade einmal krabbeln lernte, trifft sich an den Wochenenden in Warschaus Undergroundclubs, lässt sämtliche Bedenken hinsichtlich Klamotten und Musikgeschmack zu Hause und dreht zu den Sets der Wixapol-Crew einfach nur durch. „Tracks“g hat mitgefeiert.   

(2): James Ferraro – Kunst für die Hyper-Realität     Der Konzeptkünstler James Ferraro beschäftigt sich mit den bahnbrechendsten Errungenschaften des 21. Jahrhunderts: glutenfreie Ernährung, Fidget Spinner und 3D-gedruckte Häuser in China sind für den New Yorker ikonische Symbole unserer entkoppelten Wirklichkeit und finden sich als philosophische Hyper-Reality-Konzepte in seinen Multimedia-Ausstellungen und seiner Musik wieder. Bei seinem neuen wagnermäßigen Projekt zu emotionsloser künstlicher Intelligenz steht neben einem Chor auch ein Steve-Jobs-Double auf der Bühne. „Tracks“g hat sich das mal genauer erklären lassen.   

(3): Live: Superorganism    Mit ihrem Slacker-Pop-Hit „Something For Your M.I.N.D.“g und ausverkauften Club-Gigs in ganz England erspielten sich Superorganism nicht nur das Tag „buzziest band“g, sondern unterschrieben auch beim Indie-Traditionslabel Domino und durften mal eben in der legendären Jools-Holland-Show auftreten. Hinter dem Hype steckt ein achtköpfiges Kollektiv aus einer WG in East London, angeführt von der 17-jährigen Japanerin Orono. „Tracks“g trifft Superorganism bei ihrem Konzert in Berlin.

Freitag, 27. 04. / 23.30 Uhr / Berlin Live: Morrissey
Musik, Deutschland, 2017, ZDF        59 Min.
Regie: Stefan Mathieu, Hannes Rossacher
Mit: Steven Morrissey
Online verfügbar von 27/04 bis 27/05
Erstausstrahlung

Der als Frontsänger der britischen Band The Smiths bekannt gewordene Steven Patrick Morrissey veröffentlichte Ende 2017 sein elftes Soloalbum „Low in High School“g und tourte damit durch Europa. Der provokante Künstler stattete dabei auch dem Kulturclub SchwuZ einen Besuch ab und lieferte „Berlin Live“g ein Konzert von großer Klasse – voller Fragen und Widersprüche.

Wie kein anderer vereint der einzigartige Sänger Steven Patrick Morrissey politisch umstrittene Statements mit großen Melodien, das bewies er schon zu seinen Zeiten bei den Smiths. Mit ihnen war Morrissey in den 80er Jahren stilbildend für den britischen Indie-Rock, sowohl musikalisch wie auch mit stets provokanten Texten und Interviews gegen die politische Klasse, das britische Königshaus und auch gegen seine eigenen Fans. Diese Radikalität spiegelt sich bis heute in seinem Lebensstil wider.    Seit mittlerweile 20 Jahren ist Morrissey auch solo unterwegs und das durchaus erfolgreich. Ende 2017 veröffentlichte er sein elftes Soloalbum „Low in High School“g und tourte damit durch Europa. Der provokante Künstler stattete dabei auch dem Kulturclub SchwuZ einen Besuch ab und lieferte „Berlin Live“g ein Konzert von großer Klasse, voller Fragen und Widersprüche.

Freitag, 27. 04. / 00.35 Uhr / Abgedreht!
Magazin, Frankreich, 2017, ARTE F        35 Min.
Online verfügbar von 27/04 bis 27/05
Erstausstrahlung

Samstag, 28.04./ 00.00 Uhr / Square Idee
Magazin, Frankreich, 2015, ARTE        26 Min.
Online verfügbar von 28/04 bis 28/05
Erstausstrahlung

Samstag, 28.04./ 00.25 Uhr / Kurzschluss - Das Magazin
Magazin, Frankreich, 2018, ARTE F        55 Min.
Regie: Divers
Journalist: Bernard Payen
Produzent: Caimans Productions
Erstausstrahlung

Sonntag, 29.04. / 08.00 Uhr / Denk mal quer! Der Fotorealismus
Kindersendung, Australien, 2016, ARTE        24 Min.
Regie: Cathy Baker
Online verfügbar von 29/04 bis 28/06
Erstausstrahlung

Wir leben in einer Welt, in der vieles nicht ist, wie es scheint. Manchmal müssen wir genauer hinschauen, um den Dingen auf den Grund zu gehen. Das Jugend-Magazin „Denk mal quer!“ entdeckt die seltsamsten, wunderlichsten und verrücktesten Phänomene unserer Zeit – in den Bereichen Kunst, Psychologie und Wissenschaft.

(1): Der Fotorealismus    Der Fotorealismus ist sowohl eine Stilrichtung als auch eine Kunstbewegung. Ziel des Künstlers ist es dabei, Bilder und Motive zu studieren und sie von Hand so realistisch wie möglich auf ein anderes Medium zu übertragen.  

(2): Der McGurk-Effekt    Der sogenannte McGurk-Effekt bezeichnet eine audiovisuelle Täuschung mittels Beeinflussung der Wahrnehmung eines akustischen Sprachsignals. Denn zwischen dem, was wir hören, und dem, was wir sehen, besteht ein Zusammenhang.   

(3): Die Goldene Zahl    Die Kenntnis der Goldenen Zahl ist in der mathematischen Literatur seit der griechischen Antike nachgewiesen. Sie wurde seither in philosophische und theologische Zusammenhänge gestellt und gilt als ideales Prinzip der ästhetischen Proportionierung. Man findet dasselbe Verhältnis auch in der Natur wieder, weshalb es auch „proportia divina“ genannt wird.   

(4): Pepper's Ghost    Bei diesem Illusionstrick mit Spiegeln kann man Personen und Gegenstände als teilweise durchsichtige Geistererscheinung vor einem Publikum auftauchen und wieder verschwinden lassen.   

(5): Denker – Leonardo da Vinci    Leonardo da Vinci wurde 1452 in der Nähe der toskanischen Stadt Vinci geboren – zu Beginn der Renaissance, einer Zeit großer Durchbrüche in den Künsten und Wissenschaften des Abendlandes.

Sonntag, 29.04. / 08.24 Uhr / Kinoköpfe: Was macht ein Kameramann?
Kindersendung, Belgien, 2014, ARTE        5 Min.
Regie: David Mathy
Online verfügbar von 29/04 bis 29/05

Was ein Film ist, das weiß jeder – aber wie er entsteht, können sich viele nicht genau vorstellen. In der Kindersendung "Kinoköpfe" werden die 15 wichtigsten Filmberufe in jeweils einer kurzen, spannenden Folge vorgestellt. Drei Filmschauspieler treffen Menschen, die in interessanten Berufen in der Filmbranche arbeiten.

Vom Schreiben des Drehbuchs bis zur Vorführung eines Films - jede der kurzen Vorstellungen der verschiedenen Filmberufe behandelt eine Phase im Entstehungsprozess eines Films. Sie beleuchten, welche Etappen Filme bei ihrer Herstellung generell durchlaufen müssen. Dabei stehen nach und nach der Drehbuchautor, der Produzent, der Produktionsassistent, der Caster, der Schauspieler, der Kameramann, der Tontechniker und der Maskenbildner im Scheinwerferlicht. Auch erfahren wir, wie der Berufsalltag eines Regisseurs, eines Cutters, eines Tonmischers, eines Trickspezialisten, eines Coloristen sowie eines Komponisten und schließlich auch eines Kinobetreibers aussieht.    Der Kinder-Kurzfilm "Der Neue" wird in der ersten Folge von "Kinoköpfe" in voller Länge gezeigt: In den darauffolgenden Sendungen der Reihe werden die verschiedenen Berufsgruppen aus dem Filmbereich vorgestellt, die an der Entstehung dieses Kurzfilms beteiligt waren. "Der Neue" erzählt von der Ankunft eines neuen Schülers in einer Klasse. Er zeigt, wie der Neuankömmling Gaston die bereits bestehenden Beziehungen in der Schulklasse verändert und wie neue Freundschaften entstehen.

Sonntag, 29.04. / 11.05 Uhr / Augenschmaus ~ Die Ricotta-Esser von Vincenzo Campi
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2014, ARTE F        26 Min.
Regie: Franck Gombert
Online verfügbar von 29/04 bis 28/06

Die Dokumentationsreihe „Augenschmaus“ bietet kulinarische Ausflüge in die Welt der Kultur: Ausgehend von Kunstwerken, welche die typische Küche einer bestimmten Epoche in Szene setzen, analysieren Kunsthistoriker und Geschichtswissenschaftler die Gastronomie dieser Zeit. Was aßen die Menschen damals? Welche Essgewohnheiten und Rituale hatten sie? Wie sahen Besteck und Geschirr aus? Auch der historische Kontext und die künstlerische Strömung, der das jeweilige Werk angehört, werden beleuchtet. Andere Zeiten, andere (Tisch-)Sitten – in „Augenschmaus“ untersuchen renommierte Fachleute künstlerische und kulinarische Trends von der Steinzeit bis zur Popkultur der Moderne. Außerdem kochen große Küchenchefs die Gerichte in der Sendung nach.

Auf dem Gemälde „Die Ricotta-Esser“ (1580) von Vincenzo Campi sind eine Frau und drei Männer abgebildet, die genüsslich einen ganzen Ricotta essen. Dabei galt die Naschsucht damals als schweres Laster, sie zählte sogar zu den sieben Todsünden. Vincenzo Campis Ricotta-Esser lassen sich davon nicht beirren. Sie geben sich ihrem Genuss mit einer Freude hin, die über die einfache Nahrungsaufnahme weit hinausgeht. Beim Betrachten des urwüchsig-sinnlichen Ölgemäldes aus der italienischen Renaissance meint man fast, man könne den Ricotta auf der Zunge spüren. Das Genrebild verblieb zu Campis Lebzeiten im Atelier, wurde später mehrfach verkauft und schließlich 1875 dem Musée des Beaux-Arts in Lyon vermacht. Das Bild lädt den Betrachter auf eine Reise in die Heimat des italienischen Küchenchefs Roberto Rispoli ein. Der Sternekoch aus Rom fühlt sich durch das Motiv an die Sonntage mit seiner Familie erinnert, als alle den frischen Ricotta direkt mit dem Löffel aßen. Noch heute wird der Käse von den sizilianischen Schäfern nach traditionellem Rezept hergestellt. Gemeinsam mit dem Olivenölhersteller Cédric Casanova enthüllt Roberto Rispoli die Geheimnisse der Fabrikation dieses Weichkäses und lädt den Zuschauer auf einen Rundgang in seinen eigenen Olivenhain ein, von dem das im Restaurant verwendete Öl stammt. Seit Jahrtausenden sind dessen gesundheitsfördernden Eigenschaften bekannt. Die ausgewiesene Olivenölexpertin Fabienne Roux verkostet sein Produkt und analysiert dessen besonders intensiven Geschmack.

Zusatzinfo: Zu Wort kommen in der Sendung Roberto Ripolin, Koch des Pariser Sternerestaurants „Il Carpaccio“ im Hotel „Le Royal Monceau“, Ludmila Virassamynaïken, Kuratorin am Musée des Beaux-Arts in Lyon, der Ernährungshistoriker Allen Grieco, Salvatore Campisi und Francesco Turano, beide Ricotta-Hersteller auf Sizilien, die Olivenölspezialistin Fabienne Roux sowie der sizilianische Olivenölhersteller Cédric Casanova.

Sonntag, 29.04. / 16.45 Uhr / Metropolis: Linz
Magazin, Deutschland, 2018, ZDF        43 Min.
Online verfügbar von 29/04 bis 28/07
Erstausstrahlung

(1): Vom Stahlkocher zur Hauptstadt der künstlichen Intelligenz

(1): Vom Stahlkocher zur Hauptstadt der künstlichen Intelligenz    Industriestadt, Europäische Kulturhauptstadt 2009, UNESCO City of Media Arts 2014. Linz an der Donau streift seinen Ruf als staubige Stahlstadt ab und erfindet sich neu – als innovative Begegnungsstätte für Technik und Kunst. Schon jetzt ist das Ars Electronica Center das führende Museum der künstlichen Intelligenz. „Metropolis“ erkundet die kulturellen Wegweiser der Linzer Technologierevolution.

Sonntag, 29.04. / 17.30 Uhr / Der Maler Arno Rink ~ Wegbereiter der Leipziger Schule
Dokumentation, Deutschland, 2018, MDR        52 Min.
Regie: Nicola Graef
Online verfügbar von 29/04 bis 06/05
Erstausstrahlung

Arno Rink gehört zu den bedeutendsten Malern der DDR. Im Frühwerk fühlte sich Rink noch dem sozialistischen Realismus verpflichtet, doch zunehmend beschäftigte er sich in seinen figurativen Bildern mit Mythologie, Erotik und seinen inneren Kämpfen. In seiner Rolle als Professor und Rektor an der berühmten Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig wurde er zum Wegbereiter der Neuen Leipziger Schule und deren internationaler Anerkennung.    Er selbst hingegen kam nie an den Erfolg seiner Schüler heran, allen voran Neo Rauch. Über sein Werk ist wenig bekannt. Rink verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in seinem Atelier oder an der Hochschule. Als einziger Hochschulrektor schaffte er es, auch nach der Wende seine Position zu behalten. Er hielt die Hochschule weitestgehend frei von politischen Einflüssen. Die Dokumentation widmet sich erstmals dem Werk des Künstlers.    Rink, der 20 Jahre lang mit einer Krebserkrankung lebte, machte nie einen Hehl aus seiner emotional labilen Befindlichkeit. In seinem Frühwerk ist noch die Doktrin des Sozialistischen Realismus sichtbar. Ein Leben lang ging es ihm um das Geschlechterverhältnis: die Versuchung, der Mann als Opfer seiner Leidenschaften und inneren Kämpfe. Arno Rink starb 2017 in Leipzig. In der Dokumentation äußern sich unter anderem seine Witwe Christine Rink, seine Tochter Marie-Thérèse, seine langjährigen Begleiter Neo Rauch und Rosa Loy sowie einige seiner Schüler, wie Miriam Vlaming oder Michael Triegel.

Sonntag, 29.04. / 18.25 Uhr / Lang Lang in Versailles: Chopin und Tschaikowsky im Spiegelsaal
Musik, Frankreich, 2015, ZDF        43 Min.
Regie: Andy Sommer
Komponist: Frédéric Chopin, Peter Tschaikowsky
Mit: Lang Lang (Klavier)
Online verfügbar von 29/04 bis 29/05

Der Weltstar Lang Lang spielt Chopin und Tschaikowsky im Spiegelsaal von Versailles: Der erfolgreichste Pianist unserer Zeit interpretiert brillante Werke seiner Lieblingskomponisten an einem Ort voller Magie – ein Musikgenuss der Superlative!

Lang Lang, der als erfolgreichster Pianist der Gegenwart gilt, ist ein Meister des romantischen Repertoires. Nicht nur für Klassikliebhaber geht mit diesem besonderen Konzert in Versailles ein Musiktraum in Erfüllung. Auch für Lang Lang, der sich seit seinem ersten Besuch 2009 in das barocke Märchenschloss von Ludwig XIV. verliebt hatte, war es ein außergewöhnliches Erlebnis, in den ehemaligen Gemächern des Sonnenkönigs aufzutreten. Für sein Konzert im prunkvollen Spiegelsaal des Schlosses hatte er Werke zweier Komponisten ausgewählt, die für ihn persönlich eine besondere Bedeutung haben.    Mit Tschaikowskys erstem Klavierkonzert gelang dem damals gerade einmal 17-jährigen Pianisten der internationale Durchbruch. Die Musik des russischen Meisters begleitet ihn schon von Kindheit an. Die ersten Stücke aus den „Jahreszeiten“ spielte er bereits als Fünfjähriger. Diese kleinen Porträts der zwölf Monate entfalten in Lang Langs Interpretation eine Individualität, die von bescheidener Poesie bis zu triumphaler Kraft reicht. Chopin ist ebenso ein ständiger Begleiter des chinesischen Starpianisten, kein Komponist liegt ihm musikalisch näher.    Chopins Scherzi stecken voller Kontraste, auf pointierte Virtuosität folgt fragile Eleganz. Hier immer den richtigen Ton zu treffen, gelingt nicht vielen, technische Souveränität reicht bei weitem nicht aus. Lang Lang verfügt wie kaum ein anderer Pianist über beides. Die mit seiner typischen Theatralik interpretierten Scherzi werden in den Händen des Weltstars zu mitreißenden Musikerlebnissen.

Sonntag, 29.04. / 22.15 Uhr / Ich bin Ingrid Bergman
Dokumentarfilm, Schweden, 2014, ZDF        107 Min.
Regie: Stig Björkman
Online verfügbar von 29/04 bis 06/05

„Ich bin Ingrid Bergman“ zeichnet ein sehr persönliches Bild der Schauspielerin und dreifachen Oscar-Preisträgerin. Den Anstoß zu dem Dokumentarfilm gab Ingrid Bergmans Tochter Isabella Rossellini, die für den schwedischen Regisseur Stig Björkman zum 100. Geburtstag ihrer Mutter das nie zuvor zugängliche Privatarchiv öffnete. Ungefähr alle zehn Jahre erfand Ingrid Bergman ihr Leben neu, wechselte Ehemann und Familie. Doch konstant führte sie Tagebuch, schrieb Briefe und hütete sorgsam ihr selbst gedrehtes Filmmaterial. Mit diesem Material blickt der Film, der beim Filmfestival in Cannes 2015 mit einer „Mention Spéciale“ ausgezeichnet wurde, hinter die Kulissen einer märchenhaften Karriere.

Ingrid Bergman würde am 29. August 2015 100 Jahre alt. Sie galt als Hollywoods begabteste Schauspielerin. Siebenmal war sie für einen Oscar nominiert, drei Statuen gingen in ihren Besitz über, und ihre Auftritte in „Casablanca“ (1942) oder „Herbstsonate“ (1978) bleiben unvergessen. Schauspielen war ihre Leidenschaft. Doch als Tochter eines Fotografen hat sie selbst schon früh die Kamera entdeckt, um ihr rastloses Leben festzuhalten.Isabella Rossellini öffnete für den Regisseur Stig Björkman das Privatarchiv ihrer Mutter. Viele Meter Film waren darin zu entdecken, aber auch Ingrid Bergmans Tagebücher, Briefe und Notizen. Mithilfe dieses Materials und den Interviews mit den vier Kindern und einigen weiteren Protagonisten erzählt der Film die Lebensgeschichte eines schwedischen Mädchens, aus dem eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen des internationalen Films wurde.„Ich bin Ingrid Bergman“ ist ein sehr persönlicher Blick hinter die Kulissen einer märchenhaften Karriere. Ungefähr alle zehn Jahre erfand die vierfache Mutter ihr Leben neu, wechselte Ehemann und Familie. „Ich brauche keine Wurzeln“, sagte sie einmal in einem Interview. Doch dies kam nicht immer gut an. Als sie für den italienischen Regisseur Roberto Rossellini ihre erste Tochter Pia in den USA zurückließ, fiel sie dort für lange Zeit in Ungnade. „Ich bin Ingrid Bergman“ feierte im Mai 2015 seine Weltpremiere beim Filmfestival in Cannes und wurde von der Jury des Dokumentarfilmpreises „L'Œil d'or“, der in diesem Jahr erstmals vergeben wurde, mit einer „Mention Spéciale“ geehrt.

Sonntag, 29.04. / 00.00 Uhr / Mr. Gaga ~ Der Choreograph Ohad Naharin
Schwerpunkt: Lasst uns tanzen!
Dokumentation, Israel, 2014, ZDF        53 Min.
Regie: Tomer Heymann
Online verfügbar von 29/04 bis 28/07

Der israelische Choreograph Ohad Naharin hat die Batsheva Dance Company in Tel Aviv zu einer der ersten Adressen des zeitgenössischen Tanzes gemacht. Von seinen Tänzern fordert er bedingungsloses emotionales Engagement. Tomer Heymann hat Naharin über viele Jahre begleitet und aus Hunderten Stunden Drehmaterial einen preisgekrönten Film geschaffen.

„Mr. Gaga“ ist ein Film über Hingabe und Leidenschaft und über faszinierende Geschichten, die mit dem Körper erzählt werden. Der israelische Choreograph Ohad Naharin hat die Batsheva Dance Company in Tel Aviv zu einer der ersten Adressen des zeitgenössischen Tanzes gemacht. Ein Autodidakt mit der angeborenen Leidenschaft für Bewegung und dem unbedingten Willen, sich auch ohne klassische Tanzausbildung durchzusetzen. Diese Unbedingtheit und bedingungsloses emotionales Engagement fordert Naharin aber auch von seinen Tänzern. Als der Choreograph 1990 die Leitung der Batsheva Dance Company übernimmt, setzt er eine kleine Revolution in Gang: Zeitgenössischer Tanz wird in Israel zum wichtigsten Innovator des kulturellen Lebens, und die Batshevas werden zum führenden Kulturexport des Landes. Naharin lässt auf der Bühne die Verletzlichkeit, die Sexualität und die Persönlichkeit seiner Tänzer radikal ausstellen – die Individualität der Tänzer steht im Mittelpunkt des Geschehens. Tomer Heymann hat Naharin über viele Jahre begleitet und einen preisgekrönten Film aus Hunderten Stunden Material geschaffen. Auf internationalen Festivals hat „Mr. Gaga“ bereits mehrere Preise gewonnen.

Sonntag, 29.04. / 00.55 Uhr / Last Work
Schwerpunkt: Lasst uns tanzen!
Tanz, Frankreich, 2017, ARTE F        63 Min.
Regie: Tommy Pascal
Kostüme: Eri Nakamura
Choreographie: Ohad Naharin
Tanz: Batsheva Dance Company
Bühnenbild / Ausstattung / Bauten: Zohar Shoef
Licht: Avi Yona Bueno
Musik: Grischa Lichtenberger
Ton: Maxim Warratt
Online verfügbar von 29/04 bis 26/09
Erstausstrahlung

Sie gilt als eine der außergewöhnlichsten zeitgenössischen Tanzkompanien: die Batsheva Dance Company. Ihr Leiter, der israelische Choreograph Ohad Naharin, bringt zusammen mit den Tänzern sein jüngstes Werk „Last Work“ auf die Bühne des Pariser Théâtre National de Chaillot. Auf Grundlage des von Naharin selbst entwickelten Tanzstils namens Gaga geht es bei dem Stück um die Suche nach der Bewegung als wichtigste und emotionalste menschliche Ausdrucksform. Das engagierte, sehr aktuelle Werk bleibt dabei bewusst rätselhaft.

Der israelische Tänzer und Choreograph Ohad Naharin bringt seine jüngste Choreographie „Last Work“ mit den Tänzern der Batsheva Dance Company auf die Bühne des Pariser Théâtre National de Chaillot – uraufgeführt wurde das Werk im Mai 2015 in Tel Aviv. Einmal mehr fesselt dieses Genie des zeitgenössischen Tanzes die Zuschauer mit einer faszinierenden Mischung aus Bewegung, Musik, Raum, Licht und Klang.    Im Hintergrund läuft eine Frau wie hypnotisiert von Osten nach Westen, ohne vorwärts zu kommen. Aus mal langsam fließenden, mal abrupten Bewegungen entsteht eine unglaublich dichte Choreographie, die von der ganzen Bühne Besitz ergreift. Naharin und seinen Tänzern geht es dabei um die tänzerische Umsetzung eines scheinbar unendlichen Spektrums von Gefühlen und Empfindungen.    Wie im Selbstlauf entfalten die Tänzerinnen und Tänzer ihre Virtuosität, die jedoch nie demonstrativ wirkt. Als Gaga Dance bezeichnet Naharin die unglaublich flexiblen, aber kontrollierten Verrenkungen ihrer Körper, bei denen die Tänzer auch die schwachen Teile ihres Körpers wahrnehmen sollen. Das engagierte, sehr aktuelle Werk bleibt ganz bewusst rätselhaft, indem es sich jenseits eines vertrauten Tanzvokabulars bewegt.

Zusatzinfo: Die Batsheva Dance Company wurde 1964 von Baronesse Bethsabée (Batsheva) de Rothschild und der Choreographin Martha Graham gegründet. Ohad Naharin wurde im Jahr 1990 künstlerischer Leiter des Ensembles. „Last Work“ war 2015 Teil des Eröffnungsabends des Internationalen Tanzfestivals Dresden im Festspielhaus Hellerau.

Montag, 30.04. / 05.00 Uhr / Ravel - Strawinsky. Jahre der Freundschaft
Emmanuel Krivine, J.E. Bavouzet und das Orchestre Philharmonique du Luxembourg
Musik, Luxemburg, 2014, SR        43 Min.
Regie: Stéphane Vérité
Dirigent: Emmanuel Krivine
Orchester: Orchestre Philharmonique du Luxembourg

Mit: Jean-Efflam Bavouzet (Klavier)

Online verfügbar von 30/04 bis 07/05

Das Orchestre Philharmonique du Luxembourg spielt Strawinskys Ballett „Der Feuervogel“ und gemeinsam mit Jean-Efflam Bavouzet am Klavier das Klavierkonzert für die linke Hand von Maurice Ravel in einem der architektonisch spektakulärsten Konzerthäuser Europas – der Philharmonie Luxembourg. Die ungewöhnliche Zusammenstellung dieses Konzertabends verweist auf die ebenso ungewöhnliche Freundschaft der beiden Komponisten – eine Freundschaft, die trotz der heftigen Dispute über die Musik und ihrer beider Arbeit Bestand hatte. Inszeniert in der kühnen Architektur des Luxemburger Konzerthauses bringt der Abend das renommierte Orchestre Philharmonique du Luxembourg und einen der spannendsten Pianisten seiner Generation zusammen.    Das Klavierkonzert für die linke Hand hat Maurice Ravel für den Pianisten Paul Wittgenstein komponiert, der im Ersten Weltkrieg einen Arm verloren hatte. In Ravels umfangreichem Gesamtwerk nimmt dieses Stück einen besonderen Platz ein, denn es kommen zwar nur die fünf Finger einer Hand zu Einsatz, gleichzeitig vermittelt das Konzert dem Zuschauer aber die Illusion, ein Werk für zwei Hände zu hören. Eine wahre Herausforderung für den mehrfach ausgezeichneten Solisten Jean-Efflam Bavouzet!    Ganz wie das Konzert für die linke Hand ist auch „Der Feuervogel“ von Igor Strawinsky ein gewaltiges, grandioses und dramatisches Stück. Es markiert gleichzeitig den Beginn der Freundschaft zwischen beiden Komponisten, da sie sich in der Zeit um seine Premiere im Jahre 1910 in Paris zum ersten Mal begegneten.

Montag, 30.04. / 01.15 Uhr /  Fraktus ~ Das letzte Kapitel der Musikgeschichte
Fernsehfilm, Deutschland, 2012, NDR        87 Min.
Regie: Lars Jessen
Kostüme: Ingken Benesch
Kamera: Oliver Schwabe
Schnitt: Sebastian Schultz
Musik: Carsten 'Erobique' Meyer
Produktion: corazón international, NDR, ARTE, Dorje Film
Produzent: Klaus Maeck
Redaktion: Jeanette Würl, Ole Kampovski, Sabine Holtgreve, Andreas Schreitmüller
Drehbuch: Studio Braun, Sebastian Schultz, Lars Jessen, Ingo Haeb
Ton: Benjamin Schubert

Mit: Devid Striesow (Roger Dettner), Heinz Strunk (Torsten Bage), Rocko Schamoni (Dickie Schubert), Jacques Palminger (Bernd Wand), Piet Fuchs (Winnie), Anna Bederke (Sabine 'Lutschi' Dettner), Hannes Hellmann (Achim Gundel)

Online verfügbar von 30/04 bis 30/05

Als die Erfinder des deutschen Techno werden sie von Größen wie Scooter und Daft Punk verehrt: Fraktus. Nach einem Streit auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs in den 80er Jahren hatte sich die legendäre Band entzweit und ist seither in Vergessenheit geraten. Doch der rastlose Musikproduzent Roger Dettner hat die Fährte des Elektropop-Trios Fraktus aufgenommen und versucht nun, die drei Bandmitglieder nach 25 Jahren wieder zusammen auf die Bühne zu bringen. Lars Jessens Mockumentary „Fraktus“ zeichnet das Porträt einer fiktiven deutschen Techno-Formation, die angeblich in den 80er Jahren die Massen in Deutschland begeisterte.

Weil er mit allen Mitteln den großen Durchbruch schaffen will, kommt der windige Musikproduzent Roger Dettner auf eine geniale Idee: Er will das Elektropop-Trio Fraktus, das in den 80er Jahren einst die Weichen für die deutsche Techno-Szene stellte, wiedervereinen und mit einem nie dagewesenen Comeback für Furore sorgen. Doch die Urväter der Elektro-Szene, die nach ihrem letzten Auftritt im Streit auseinandergingen, leben seitdem von der Öffentlichkeit zurückgezogen – niemand weiß, wo genau. Dettner begibt sich gemeinsam mit seinem Kameramann Winnie auf die Suche nach den Bandmitgliedern. Dabei trifft er nicht nur auf begeisterte Fans, sondern auch auf unangenehme Zeitgenossen, die noch ein Hühnchen mit Fraktus zu rupfen haben und seine Suche nach dem Trio nicht gerade einfacher gestalten.    Dickie Schubert betreibt ein eigenes Internetcafé in Brunsbüttel, Bernd Wand wohnt bei den Eltern in Hamburg und hilft in ihrem Optiker-Geschäft aus, während Torsten Bage ein ausschweifendes Leben auf Ibiza führt. Trotz anfänglicher Differenzen schafft es Dettner, Neuaufnahmen für ein Comeback zu organisieren und einen Plattenvertrag zu vereinbaren. Doch die ersten Musiksessions verlaufen alles andere als klangfreudig, und die Vergangenheit um die gemeinsame Band-Geschichte und deren Verlauf holt die ehemaligen Größen wieder ein, so dass ihr Comeback nicht mehr sicher scheint. Können sie das Ruder noch einmal herumreißen?

Zusatzinfo: Das Mockumentary „Fraktus“ von Lars Jessen zeichnet das Porträt einer fiktiven deutschen Techno-Formation, die angeblich in den 80er Jahren die Massen in Deutschland begeisterte. In Wahrheit aber entsprang die Band Fraktus der Feder des Hamburger Humoristen-Trios Studio Braun – bestehend aus Rocko Schamoni, Jacques Palminger und Heinz Strunk. Die drei schufen mit der fingierten Geschichte um die legendäre Band, die jeder, aber doch niemand kennt, eine Satire auf die herrschenden Klischees der Musikindustrie. Der Auftritt realer Musikgrößen wie H.P. Baxxter oder Daft Punk verleiht der fiktiven Dokumentation dabei ein umwerfendes Maß an Glaubwürdigkeit.

Mittwoch, 02.05. / 05.00 Uhr / Anne Teresa De Keersmaeker an der Pariser Oper
Tanz, Frankreich, 2015, ARTE F        94 Min.
Regie: Louise Narboni
Dirigent: Vello Pähn
Choreographie: Anne Teresa De Keersmaeker
Komponist: Ludwig van Beethoven, Arnold Schönberg, Bela Bartok
Orchester: Orchestre de l'Opéra national de Paris
Mit: Ballet de l'Opéra national de Paris
Online verfügbar von 02/05 bis 09/05

Nach dem Ballett „Rain“, das als eines ihrer Hauptwerke gilt, ist nun ein weiteres Werk der belgischen Starchoreographin Anne Teresa De Keersmaeker in das Ballett-Repertoire der Pariser Oper aufgenommen worden. Sie hat sich für Bartok, Beethoven und Schönberg entschieden – ein Trio, mit dem sie sich von 1986 bis 1995 befasste und das ihren einzigartigen Umgang mit Größen der klassischen Musik verdeutlicht.

Nach „Rain“ im Jahr 2011 ist nun ein weiteres Werk der belgischen Starchoreographin Anne Teresa De Keersmaeker in das Ballett-Repertoire der Pariser Oper aufgenommen worden: Ein Trio aus Bartok, Beethoven und Schönberg, mit dem sie sich zehn Jahre lang befasste und das den Werdegang De Keersmaekers als Choreographin beschreibt.    Die Interpretation des „Quartetts Nr. 4“ von Bartok steht für ihren frühen Stil: eine Kombination aus kurzen Motiven, die schlicht und humorvoll von vier jungen Mädchen an der Schwelle zur Weiblichkeit getanzt werden.    Die virtuose Choreographie der „Großen Fuge“ von Beethoven ist hingegen sehr maskulin und basiert auf Sturzfiguren. In ihr ist klar zu erkennen, wie die choreographische Sprache der Belgierin gereift ist.    Im dritten Teil, „Verklärte Nacht“ des jungen Schönberg, offenbart sie ihre geheimnisvolle Seite: Den Abschluss des Abends bildet die fast erzählende Darstellung einer verklärten Liebe und einer herzzerreißenden Trennung – ein Tanz, der eine wahre Besessenheit von der Musik zum Ausdruck bringt.    Die drei Ballette, die allesamt durch ihre musikalische Intensität bestechen, bilden ein poetisches und geheimnisvolles Ganzes, ein starkes und kohärentes Programm aus Frühwerken, das die Entwicklung einer Frau von der Jugend bis zur Reife nachzeichnet. Der Einblick in die mehr als 20 Jahre zurückliegenden Anfänge De Keersmaekers verdeutlicht, wie ihre choreographische Arbeit stetig komplexer, aber auch schlichter geworden ist – ohne an brillanter Vielfalt zu verlieren.    2015 wurde sie auf der Biennale von Venedig mit dem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk geehrt.

Zusatzinfo: Anne Teresa De Keersmaeker, geboren 1960 in Mechelen, gehört zu den bedeutendsten Choreographinnen der Gegenwart und ihr präziser, abstrakter „minimal dance“ prägte ganze Generationen. Die belgische Starchoreographin ist bekannt für ihren geradezu analytischen Umgang mit Musik. Als musikalischer Stoff dienen ihr dabei Kompositionen vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Eine besondere Vorliebe hegt sie für die Kompositionen von Steve Reich, die sie in ihren Werken „Fase, Four Movements to the Music of Steve Reich“ (1982), „Drumming“ (1998) und „Rain“ (2001) verarbeitete.

Mittwoch, 02.05. / 22.30 Uhr / Amazing Grace
Dokumentarfilm, Irland, 2016, ZDF        112 Min.
Regie: Sophie Fiennes
Online verfügbar von 02/05 bis 31/07
Erstausstrahlung

Grace Jones ist einer der letzten Paradiesvögel, die die Bühnen der Welt bevölkern. Auch mit fast 70 Jahren ist sie keinesfalls von gestern, sondern nach wie vor ein vor Energie sprühender Star. Regisseurin Sophie Fiennes hat die extravagante Diva über mehrere Jahre immer wieder mit der Kamera begleitet. Sie hat ihre spektakuläre Bühnenshow gefilmt, aber auch Privates wie Familienbesuche in Jamaika, wo Jones ihre Wurzeln hat. Doch sie arbeitet keine Biografie auf, sondern ohne Zeitzeugen und Archivmaterial entsteht das ganz gegenwärtige Bild einer faszinierenden Künstlerin.

„Amazing Grace“ nennen ihre Fans die aus Jamaika stammende Grace Jones, die seit den späten 70er Jahren als Model, Sexsymbol, Sängerin, Diva und vor allem Ikone berühmt ist – und das zu Recht. Es gibt nur wenige Frauen im Showgeschäft, die den Glamour, das Gespür für die Pose und die Fähigkeit, einen Skandal zur rechten Zeit zu inszenieren, dermaßen souverän beherrschen wie Grace Jones. Ihr perfekt gestyltes, androgynes und betont unterkühltes Image ist bedeutender Bestandteil der Bühnenperson Grace Jones. Neben ihrer Selbstinszenierung als „Popart-Raubtier auf zwei Beinen“ ist es nicht zuletzt ihre erfrischende Selbstherrlichkeit, mit der sie Furore machte und ein verruchtes und gleichzeitig selbstbewusstes Frauenbild prägte.    Die britische Filmemacherin Sophie Fiennes hat die extravagante Diva über mehrere Jahre begleitet – in ihre Heimat Jamaika zu ihrer religiösen Familie, zu Studioaufnahmen für ihr Comeback-Album „Hurricane“, das 2008 erschien, sowie zu einer Fotosession mit Jean-Paul Goude, ihrem langjährigen Lover und Vater ihres Sohnes sowie Designer vieler ihrer unvergessenen Outfits. Zudem beleuchtet ihr Film die tragische Vergangenheit der Sängerin. Vor allem aber zeigt sie uns immer wieder ihre große Verwandlungskunst: Grace Jones performt im Stil einer Amazone in extra für den Film aufgenommenen Konzertszenen und tauscht dabei spielerisch eine Person gegen eine andere.

Zusatzinfo: Der Film ist „eine wunderbare Meditation über das Popstar-Leben, ohne Off-Kommentare und die üblichen Zeitzeugen, die in Dokus immer alles zerreden müssen ... Eine Sensation!“ (Jan Kedves, "Süddeutsche Zeitung")     „Grace Jones: Bloodlight & Bami“, wie der Film im Original heißt, feierte seine Weltpremiere im September 2017 auf dem Internationalen Filmfestival in Toronto und war im Januar 2018 für eine kurze Zeit in den deutschen Kinos zu sehen.

Freitag, 04.05. / 05.00 Uhr / Introducing: Gorgon City in Concert
Musik, Deutschland, 2014, RBB        58 Min.
Regie: Stefan Mathieu
Mit: Gorgon City
Online verfügbar von 04/05 bis 11/05

Die Reihe „Introducing“ präsentiert aus Berlin Konzerte von Newcomer-Bands aus aller Welt. Diesmal am Start: Gorgon City.

Die zwei britischen Elektro-Produzenten Matt Robson-Scott und Kye Gibbon bilden seit 2012 das Duo Gorgon City. Die beiden verbinden ihre musikalischen Stile, die sie als Solo-Acts RackNRuin und Foamo entwickelt haben. Das Ergebnis: beatlastiger Elektropop im Two-Step-Stil mit Einflüssen von Hip Hop, House und Garage. Im Sommer stiegen die Londoner mit der Single „Real (feat. Yasmin)“ auf Platz 7 der UK Indie Charts ein und lieferten so einen Vorgeschmack auf ihr Album „Sirens“. Die Single-Auskopplung „Ready for Your Love“, die Gorgon City zusammen mit dem Sänger MNEK aufnahmen, machte das Duo dann insbesondere in der britischen und amerikanischen Partyszene bekannt. ARTE zeigt exklusiv das Konzert aus dem Bi Nuu in Berlin-Kreuzberg.

Freitag, 04.05. / 21.45 Uhr / Message to Love: The Isle of Wight Festival 1970
Musik, Großbritannien, 1997, WDR        120 Min.
Regie: Murray Lerner
Online verfügbar von 04/05 bis 02/08

Obwohl bereits 1968 ins Leben gerufen, ist das Isle of Wight Festival 1970 wohl die bekannteste Ausgabe der frühen Jahre. Es gilt als das europäische Woodstock. Ähnlich wie bei Woodstock ist die Bekanntheit des Isle of Wight Festivals 1970 der Tatsache zu verdanken, dass es gefilmt wurde. Bis heute sind diverse Konzertfilme dazu erschienen. Der wohl bedeutendste Beitrag ist der zweistündige Dokumentarfilm von Murray Lerner "Message to Love: The Isle of Wight Festival", der erst 25 Jahre nach dem Ereignis zum ersten Mal aufgeführt wurde

Das Isle of Wight Festival von 1970 war wohl die bekannteste Ausgabe der frühen Jahre dieses Treffens von Größen der Rockmusik, das erstmals 1968 stattgefunden hatte. Es gilt als das europäische Woodstock. Um ein Chaos zu verhindern, hatten die Woodstock-Organisatoren ihr Festival bereits kurz nach dem Start zum "free festival" erklärt. Auch auf der britischen Insel hatte man im August 1970 nicht mit einem solchen Ansturm von Besuchern gerechnet: Nach unbestätigten Angaben belief sich ihre Zahl auf 500.000 bis 700.000. War es in Woodstock friedlich geblieben, so kam es auf der Isle of Wight zu Auseinandersetzungen zwischen Publikum und Künstlern sowie zwischen Publikum und Organisatoren. Die insgesamt chaotische Situation war unter anderem der Tatsache geschuldet, dass ein Teil des Publikums verlangte, das Festival ebenfalls zum "free festival" zu erklären. Das wollte der Veranstalter aber auf keinen Fall. Der Bühnenmoderator Rikki Farr ließ sich daraufhin zu den Worten hinreißen: "We put this festival on, you bastards, with a lot of love. We worked for one year for you pigs. Now you wanna break our walls down and you wanna destroy it? Well you go to hell!"

Zusatzinfo: Ähnlich wie bei Woodstock ist die Bekanntheit des Isle of Wight Festivals 1970 der Tatsache zu verdanken, dass es gefilmt wurde. Bis zum heutigen Tage sind diverse Konzertfilme erschienen. Der wohl bedeutendste Beitrag aber ist der zweistündige Dokumentarfilm von Murray Lerner "Message to Love: The Isle of Wight Festival", der erst 25 Jahre nach dem Ereignis zum ersten Mal gezeigt wurde.

Freitag, 04.05. / 23.50 Uhr / Tracks
Magazin, Frankreich, 2017, ARTE F        43 Min.
Online verfügbar von 04/05 bis 03/07
Erstausstrahlung

(1): Action Music
(2): Susan Meiselas

(1): Action MusicÄhnlich wie beim Action Painting geht es den Musikern vor allem um die Spontanität der Performance. Bewegung und Körpereinsatz sind daher genauso wichtig wie der Sound. Wenn Kutin & Kindlinger, Torturing Nurse und Vicky Langan auf dem Luff Festival in Lausanne auftreten, sind Ohren und Augen gleichermaßen gefordert.

(2): Susan MeiselasIn den 70er Jahren gehörte die amerikanische Fotografin Susan Meiselas zu den ersten, die ihren Bildern Stimmen verliehen, und zwar in ihrer Serie „Carnival Strippers“, in der sie Stripperinnen auf Jahrmärkten fotografierte. Meiselas sieht die Fotografie als multimediale Kunst. So sind ihre Reportagen, in denen sie unter anderem den Aufstand der Sandinisten in Nicaragua oder auch die Geschichte der Kurden dokumentierte, von Video- und Tonaufnahmen begleitet.

Freitag, 04.05. / 00.35 Uhr / Berlin Live: Albert Hammond in Symphony
Musik, Deutschland, 2016, ZDF        60 Min.
Regie: Hannes Rossacher, Stefan Mathieu
Online verfügbar von 04/05 bis 03/06

Albert Hammond ist ein Stück lebende Musikgeschichte – seit über 40 Jahren liefert der Mann Hits, Hits, Hits. Er selbst war als Interpret ganz vorne in den Charts mit „The Free Electric Band”, „Down by the River”, „It Never Rains in Southern California” und vielen mehr. Außerdem schrieb er Welthits für andere Künstler wie „The Air That I Breathe” (The Hollies), „99 Miles from L.A.” (Art Garfunkel), „One Moment in Time” (Whitney Houston), „When I Need You” (Leo Sayer), „Nothing’s Gonna Stop Us Now” (Starship). Auch Tom Jones, Joe Cocker, Céline Dion, Chris de Burgh, die Carpenters und Duffy nahmen gern seine Dienste als Songwriter in Anspruch. Viele seiner beliebtesten Songs wurden immer wieder neu interpretiert und so zu Evergreens, Jahrzehnt für Jahrzehnt. Das Album „In Symphony“ ist vom gefeierten Produzenten Rob Mathes mit Mitgliedern der führenden Londoner Symphonieorchester und dem Chor London Voices in den Abbey Road Studios aufgenommen worden. Hammond war im Herbst 2016 auf einer ausgedehnten Tour quer durch Deutschland. Sein Konzert aus dem Admiralspalast bei „Berlin Live" zeigt nicht nur den Liederreichtum des Singer-Songwriters Albert Hammond, sondern auch den charmanten Entertainer, der sein Publikum mit ins Konzert einbindet, locker den Background der Songs vermittelt und so den Zuhörer auf diese – seine eigene – Liederreise durch die Jahrzehnte der Popgeschichte mitnimmt.

Freitag, 04.05. / 01.35 Uhr / Abgedreht!
Magazin, Frankreich, 2017, ARTE F        35 Min.
Online verfügbar von 04/05 bis 03/06
Erstausstrahlung

Samstag, 05.05. / 00.20 Uhr / Square für Künstler: Carte Blanche für Raphaël, Schauspieler-Schriftsteller
Magazin, Frankreich, 2018, ARTE        26 Min.
Erstausstrahlung

Samstag, 05.05. / 00.45 Uhr / Kurzschluss - Das Magazin: Sondersendung Kurzfilmtage Oberhausen
Magazin, Deutschland, 2018, WDR        52 Min.
Erstausstrahlung

„Kurzschluss - Das Magazin“ zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt – und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival- und Filmtipps und vielen spannenden Interviews. Mehr Infos unter: arte.tv/kurzschluss

(1): Das Jahr des TieresAnimationsfilm von Zhong Su, China 2017, Erstausstrahlung„Das Jahr des Tieres“ ist laut Jury der Oberhausener Kurzfilmtage ein eindringlicher Film, der durch seine zutiefst verstörenden und meisterhaft gestalteten Bilder unter die Haut geht. Es ist das visionäre, animierte Porträt einer dystopischen Zukunft der Menschheit, in der zwei verblüffend unterschiedliche Welten aufeinanderprallen.Zhong Su ist Absolvent der China Academy of Art in Hangzhou. 2016 zeigte er seine Arbeiten unter anderem beim Animafest Zagreb, dem San Diego Asian Film Festival Spring Showcase in den USA, dem Zhengzhou Experimental Film & Video Festival in China, dem Lago Film Fest in Italien und dem Internationalen Festival für Animations film Fantoche in der Schweiz.

(2): Zoom – Labs, KreativLabore für den analogen FilmWie in nahezu allen Lebensbereichen ist die digitale Technologie heute auch für das Medium Film tonangebend. Doch dort, wo Normen unverrückbar erscheinen, zeigen die Internationalen Kurzfilmtage in Oberhausen Alternativen: Mit der neuen Sektion Labs richtet das Festival die Aufmerksamkeit auf eine überaus lebendige und kreative Szene von Künstlerkollektiven, die sich fernab vom Mainstream zu einer spannenden Erneuerungsbewegung des analogen Films entwickelt hat."Kurzschluss - Das Magazin"  trifft den Kurator von Labs, Vassily Bourakis, und besucht das niederländische Labor Filmwerkplaats.

(3): Strim – Wo ist meine KatzeKurzfilm von Aleksander Johan Andreassen, Norwegen 2017, ErstausstrahlungIn „Strim – Wo ist meine Katze“ ist Sigrid auf der Suche nach ihrer verschwundenen Katze Liv. Dabei wendet sich ihr innerer Monolog in ihren Bewegungen und ihrem Verhalten nach außen. Die Begegnungen mit den Menschen in ihrer Umgebung führen sie mal weiter und mal nicht. Wird sie ihre Katze jemals wiederfinden?Aleksander Johan Andreassen ist ein norwegischer Künstler und Filmemacher. Er hat einen MFA vom Konstfack University College of Arts, Crafts und Design in Stockholm und arbeitete sowohl als Videodesigner fürs Theater als auch als Kameramann für Stop Motion Filme. Seine Werke wurden weltweit in Gruppenausstellungen und auf Filmfestivals gezeigt.

(4): Begegnung – Eva KönnemannEva Könnemann, Jahrgang 1973, machte ihren Abschluss an der Filmakademie Baden-Württemberg. Bei einer Recherche über Ortswappen stößt sie zufällig auf die kleine Gemeinde Emmelsum in Nordrhein-Westfalen. Auf der Webseite des Ortes heißt es schlicht: "Über Emmelsum lässt sich nicht allzu viel sagen". Genau diese Abwesenheit von Erwähnenswertem weckt das Interesse der Filmemacherin. Sie geht mit der Kamera nach Emmelsum, um einen Film über das Nichts zu machen. Anlässlich der Sondersendung zum Oberhausener Festival hat "Kurzschluss - Das Nagazin"  die Regisseurin zum Interview getroffen.

(5): Das BadezimmerKurzfilm von Bjørn Melhus, Deutschland 2011Mit Bezug auf die von Regisseur Alfred Hitchcock höchstpersönlich deutsch eingesprochene Fassung des Trailers zu „Psycho“ (USA 1960) führt ein Gärtner mit Kettensäge – Bjørn Melhus selbst – 51 Jahre später durch das Anwesen der Herbert-Gerisch-Stiftung in Schleswig-Holstein. Der Besuch endet, wie auch schon im Original-Trailer, in einem Badezimmer.Der deutsch-norwegische Filmemacher und Medienkünstler Bjørn Melhus wurde 1966 in Kirchheim unter Teck geboren. In seinen meist gesellschaftskritischen Kurzfilmen, Videos und Installationen greift er aktuelle globale Themen und Tendenzen auf. Seine Filme und Videos sind regelmäßig bei Film- und Medienkunstfestivals zu sehen, darunter auch immer wieder auf den Kurzfilmtagen Oberhausen.

(6): HermioneAnimationsfilm von Nina Yuen, U.S.A. 2014In „Hermione“ kombiniert Nina Yuen die Biographien von Simone de Beauvoir, Twyla Tharpe, Dorothy Parker, Vera Nabokov und Hilda Dolittle, um die Geschichte einer namenlosen Frau mit multiplen "Ichs" zu erzählen. Sie verwandelt eine fremde Biographie in eine persönliche Autobiographie, indem sie universelle Geschichten nimmt und ihnen den Anklang einer Beichte verleiht. Während sich die Figur des Films entwickelt und ihre Illusionen ablegt, bleibt die Ästhetik des Films völlig statisch. Die Anzahl der Kerzen auf dem Geburtstagskuchen nimmt zu, aber der Kuchen ist nach wie vor für ein Kind dekoriert. Der Film agiert als Alter Ego, dessen Alter unverändert das ist, das es bei der Loslösung von der Hauptperson hatte.Nina Yuen wurde 1981 in Hawaii, USA, geboren. Sie machte ihren Master of Fine Arts am Bard College in Annandale-on-Hudson, New York, und ihren Bachelor-Abschluss an der Harvard University in Boston. 2010 war sie Artist-in-Residence an der Rijksakademie van beeldende kunsten in Amsterdam. Yuens Arbeiten wurden in zahlreichen Gruppen-Ausstellungen und Vorführungen gezeigt. Weitere Kurzfilme von ihr sind „Narcissus“ (in Oberhausen 2016), „Raymond“ (in Oberhausen 2015), „Juanita“ (2012), „Rimbaud“ (2009) und „Clean“ (2006).

Sonntag, 06.05. / 05.05 Uhr / Sarrasani ~ Der Zirkusrevolutionär
Dokumentation, Deutschland, 2014, MDR        51 Min.
Regie: Hedwig Schmutte
Online verfügbar von 06/05 bis 13/05

Schauspielerin Anna Thalbach erzählt eine buchstäblich zirkusreife Geschichte, die 1902 in Sachsen ihren Lauf nimmt: Hans Stosch-Sarrasani gründet 1902 einen kleinen Zirkus – und baut ihn zu einem Weltunternehmen auf, das über Jahrzehnte die Entertainment-Industrie beherrschen und beeinflussen wird. ARTE erzählt diese einzigartige Geschichte des Zirkus Sarrasani, eine Geschichte voller grandioser Triumphe und bitterer Niederlagen. Denn in der Geschichte des weltberühmten Zirkus Sarrasani spiegeln sich auch die weltbewegenden Umbrüche des 20. Jahrhunderts. Doch der Zirkus-Revolutionär ließ sich nie unterkriegen. Sarrasani – Träumer, Künstler, knallharter Kaufmann. Er steht für die wohl schillerndste Biografie der Belle Epoque in Deutschland. Was für ein Zirkus!

1912 geschieht in Dresden eine Sensation: Elefanten baden in der Elbe, festgehalten von den Fotoapparaten der Zeit. Das ganze Land spricht neuerdings von wilden Tieren und anderen exotischen Phänomenen, die aus den Kolonien ins europäische Festland schwappen. Zoos, Kuriositätenkabinette, aber vor allem die Zirkusse boomen. Der Zirkus Sarrasani in Dresden ist der Vorreiter für diese ganz neue Entertainmentkultur. Anna Thalbach erzählt die Geschichte Sarrasanis – und seines Gründers. Für Hans Stosch-Sarrasani gilt schon als Kind: Niemals tun, was andere erwarten. Mit 15 büxt der junge Träumer von Zuhause aus und geht mit einem kleinen bayerischen Wanderzirkus auf Reisen. Enterbt und ohne Kontakt zu seiner Familie, startet er als Giovanni Sarrasani durch – und begründet den modernen Zirkus mit damals nie gesehenem Aufwand. In Dresden lässt er das „Circus-Theater der 5000“ bauen – einen Palast für fast viertausend Menschen. Aus der alten Idee vom Wanderzirkus wird eine gigantische Varietéhalle – eine Kathedrale des Entertainments und gleichzeitig moderner Maschinenraum mit mobiler Bühne, frei schwebenden Tierkäfigen, modernstem Brandschutz und Einrichtungen zur Filmvorführung. Die Premiere 1912 war ein unglaubliches Spektakel – „eine Sensation (…) für die hiesigen Gesellschaftskreise“, jubelte die Presse. So wird Sarrasani zum Symbol der Belle Epoque, des Aufbruchs. Der Erste Weltkrieg lässt diese Illusion zerplatzen. Der Zirkus wird zur Ader gelassen, verliert Personal, Material und viele seiner Tiere. Sarrasani, der rastlose Revolutionär der Manege, und seine Nachfolger stehen wieder auf. Doch die Zeit der Zirkuskathedralen ist vorbei, sie werden zum Mythos der Unterhaltungsgeschichte.

Zusatzinfo:
Anna Thalbach und das Filmteam haben uneingeschränkten Zugang zum Familienarchiv Sarrasani erhalten. Reiches, teils farbiges Originalmaterial aus den Metropolen der Zeit erzeugt das Flair jener Jahre des Aufbruchs. Interviews mit Familienangehörigen, darunter Ingrid und André Sarrasani, Artisten, Künstlern und Historikern helfen durch die vielen Legenden hindurch zum Charakter Sarrasanis vorzudringen.

Sonntag, 06.05. / 16.45 Uhr / Metropolis ~ Metropolenreport Wien
Magazin, Deutschland, 2018, HR        43 Min.

Erstausstrahlung

(1): Metropolenreport: Wien
(2): Luciano Castelli

(1): Metropolenreport: WienZwischen Weltoffenheit und Rechtsruck: Wie die neue rechtskonservative Regierung die Donaumetropole spaltet. Burgtheater, Prachtstraßen, Kaffeehäuser und Grantler: Das verbinden wir mit der österreichischen Hauptstadt Wien. Eine Metropole der Gegensätze: Imperiales trifft auf Avantgarde, Ballkleid auf Würstelstand, Tempo auf Beschaulichkeit. Doch seit Anfang des Jahres bestimmt die Regierungsbeteiligung der Rechtspopulisten die öffentliche Diskussion und spaltet die Metropole an der Donau – auch die Kulturszene?

(2): Luciano Castelli
Besuch beim schillernden Schweizer Künstler, der gerade wiederentdeckt wird. Er malt, filmt und performt, hat in einer Punkband gesungen und wurde bereits mit 21 zur Documenta 5 eingeladen: Luciano Castelli. Bekannt ist er vor allem durch seine Selbstinszenierungen, in denen er sich immer neu erfindet. Seine „Revolving Paintings“ entwickelte er ab Ende der 80er Jahre in Paris. „Metropolis“ besucht den inzwischen 66-jährigen Künstler, Fotografen und Filmemacher in seinem Atelier in Zürich.

Sonntag, 06.05. / 17.30 Uhr / Als die Impressionisten Japan entdecken

Dokumentation, Frankreich, 2017, ARTE F        52 Min.
Regie: Jerôme Lambert, Philippe Picard
Online verfügbar von 06/05 bis 02/06
Erstausstrahlung

Ab 1853 öffnet sich Japan dem Westen. Zahlreiche Kunstgegenstände und Holzschnitte finden ihren Weg nach Europa. Die Impressionisten und später die künstlerische Avantgarde Europas erliegen dieser einen Leidenschaft: dem Japonismus. Es dauert nicht einmal 50 Jahre, bis die Strömung alle Künste erfasst hat; von der Malerei bis zum Kunstgewerbe, von der Oper bis zum Tanztheater. 150 Jahre nach Beginn der Meiji-Periode im Jahr 1868 spürt der Film den Verbindungen zwischen Japan und der westlichen Welt nach.

200 Jahre lang hatte sich Japan abgeschottet, doch 1853 erzwingen amerikanische Kriegsschiffe die wirtschaftliche Öffnung des Landes. Es ist Reisenden wie Guimet, Duret, Cernuschi oder den Goncourt-Brüdern zu verdanken, dass Porzellan, Kunstobjekte und Farbholzschnitte den Weg nach Europa finden. Auf den Weltausstellungen in London und Paris stoßen die exotischen Werke auf großes Interesse und begeistern auch Künstler wie Manet, Degas, Whistler, Monet oder Van Gogh, die dem strengen Akademismus entfliehen wollen.

Die Impressionisten und später die künstlerische Avantgarde erliegen dem Japonismus. Es dauert nicht einmal 50 Jahre, bis die Strömung alle Künste erfasst und eine ästhetische Revolution auslöst, die mit der Renaissance vergleichbar ist. Der Japonismus wird zum Gesellschaftsphänomen. Anhand der schriftlichen Zeugnisse von Autoren, Galeristen, Kritikern, Sammlern und Malern wird deutlich, wie stark die japanische Kunst bedeutende westliche Werke der damaligen Zeit beeinflusste.
    Für die visuelle Umsetzung der Dokumentation wurde ein ungewöhnlicher Ansatz gewählt: Schattenfiguren werden mit Illustrationen, zeitgenössischen Gemälden, Holzschnitten, Fotografien, Zeichnungen und Originalaufnahmen kombiniert. 150 Jahre nach Beginn der Meiji-Periode im Jahr 1868 spürt der Film den Verbindungen zwischen Japan und der westlichen Welt sowie der damaligen Öffnung des Kaiserreiches nach.

ARTE zeigt die Sendung anlässlich der Ausstellung „Japonismes/Impressionnismes“, die vom 30. März bis 15. Juli 2018 im Musée des impressionnismes Giverny in der Normandie zu sehen ist. Unter dem Titel „Im Japanfieber. Von Monet bis Manga“ ist die Schau auch in Deutschland zu sehen – ab 26. August 2018 im Arp Museum Bahnhof Rolandseck in Remagen.

Sonntag, 06.05. / 18.25 Uhr / Juan Diego Flórez singt Mozart
Musik, Österreich, 2017, ZDF        43 Min.
Regie: Hans Hadulla
Dirigent: Riccardo Minasi
Komponist: Wolfgang Amadeus Mozart
Orchester: Orchestra La Scintilla
Mit: Juan Diego Flórez (Tenor)
Online verfügbar von 06/05 bis 05/06
Erstausstrahlung

Den peruanischen Startenor Juan Diego Flórez, weltweit gefeiert für seine geschmeidige Stimme und mühelose Brillanz, kennt man vor allem als Idealbesetzung für die strahlenden Belcanto-Partien bei Rossini, Donizetti oder Bellini.

Doch jetzt überrascht Flórez seine Fans und die Fachwelt: Er präsentiert einige der schönsten und virtuosesten Arien Mozarts – und begeistert damit Kritik und Publikum gleichermaßen. Tatsächlich stand Flórez bisher noch nie in einer Mozart-Partie auf der Bühne. Dabei war die „Zauberflöte“ seine erste Begegnung mit der Opernwelt, als er mit 18 Jahren bei einer Aufführung im Chor mitsang: „Das hat mich sehr beeindruckt, und ich sagte mir: Eines Tages möchte ich den Tamino singen!“

Tonschön und elegant jongliert Flórez mit all den Emotionen, die Mozart in seinen Partituren eingefangen hat – und das vielfarbige Ausdrucksspektrum des Tenors ist beeindruckend. Als musikalische Partner hat sich Flórez das Orchester La Scintilla ausgesucht, bekannt vor allem durch seine stilsicheren Interpretationen barocker Musik – aber eben auch spielfreudig, virtuos und ausdrucksstark bei den gefühlsbetonten Klängen des „reiferen“ Mozart.

Die ideale Kulisse für dieses Konzert fand sich in einem der bedeutendsten Rokokotheater Deutschlands, dem Münchner Cuvilliéstheater. Und dieses charmante Juwel hat seine ganz eigene Beziehung zu Mozart: Hier fand 1781 die Uraufführung seines „Idomeneo“ statt.

Freitag, 11.05. / 05.00 Uhr / Panic! At The Disco @ Rock am Ring
Musik, Deutschland, 2016, ZDF        55 Min.
Regie: Sven Offen
Mit: Panic! At The Disco
Online verfügbar von 11/05 bis 10/06

Panic! At The Disco holen bei Rock am Ring alles aus sich und dem Publikum heraus. Diese spektakuläre Liveshow sollte man nicht verpassen! 2016 knüpften Panic! At The Disco mit ihrem Album „Death of a Bachelor“ nahtlos an die vorangegangenen Erfolge an: „A Fever You Can’t Sweat Out“ (2005) und „Pretty. Odd.” (2008) machten die Band um Frontmann Brendon Urie zu Weltstars. Mehrmals änderte sich die Besetzung der Band – die Qualität ihrer Musik litt darunter allerdings nicht, im Gegenteil: Die Band aus Las Vegas besinnt sich mit ihrem aktuellen Album wieder mehr auf ihre Pop- und Punk-Wurzeln zurück. Uries einzigartige Stimme unterstreicht diesen Sound, und sowohl Fans als auch Kritiker sind hellauf begeistert. Live können sich ihre Songs ebenfalls sehen lassen – die Band bringt bei ihren Auftritten Bühne und Publikum zum Beben. Ihr Auftritt beim Rock am Ring ist bezeichnend dafür.

Freitag, 11.05. / 23.00 Uhr / Summer of Love
Dokumentation, Großbritannien, 2017, SWR        45 Min.
Regie: Lyndy Saville
Online verfügbar von 11/05 bis 18/05

Der Sommer des Jahres 1967 ist als Summer of Love berühmt geworden. Die Hippie-Bewegung feierte damals ausgehend von San Francisco ihren Höhepunkt – ein Sommer voller Musik und alternativer Protestkultur, die sich mit Blumen und dem Ruf nach Liebe und Frieden den Konflikten in der Welt entgegenstellte. Der Summer of Love steht für das Lebensgefühl einer ganzen Generation, die mit ihrer Musik und mit Festivals auch ihrer Suche nach Freiheit einen wirkungsvollen Ausdruck gab.

Der Sommer des Jahres 1967 ist als Summer of Love berühmt geworden. Die Hippie-Bewegung feierte damals ausgehend von San Francisco ihren Höhepunkt – ein Sommer voller Musik und alternativer Protestkultur, die sich mit Blumen und dem Ruf nach Liebe und Frieden den Konflikten in der Welt entgegenstellte. Der Summer of Love steht für das Lebensgefühl einer ganzen Generation, die mit ihrer Musik und mit Festivals auch ihrer Suche nach Freiheit einen wirkungsvollen Ausdruck gab. Es war vor allem die Rockmusik, die diese Generation prägte und mit der die Hippies ihr Lebensgefühl und ihren gesellschaftlichen Protest ausdrückten. Deshalb steht die Musik des Summer of Love im Mittelpunkt dieser Dokumentation. Experten wie der Film- und Musikproduzent Joe Boyd, Annie Nightingale (BBC Radio) oder Will Hodgkinson („The Times“) erinnern an diese Zeit. Der Film „Summer of Love“ dokumentiert zugleich den gesellschaftlichen und politischen Hintergrund des Jahres 1967. So wird erzählt, wie der Vietnamkrieg eine ganze Generation in Atem hielt, wie Antikriegs- und Bürgerrechtsbewegungen entstanden und die Herzen und Köpfe der Babyboomer erreichte. Die Dokumentation erzählt von herausragenden Protagonisten der amerikanischen Gesellschaft dieser Zeit wie Muhammad Ali, von Rassenunruhen und von Martin Luther Kings berühmter Rede. Zugleich dokumentiert er wichtige Popfestivals, die Wegbereiter des Summer of Love waren. Im Mittelpunkt aber steht die Musik dieser Zeit. Der Film dokumentiert, wie zum Beispiel Scott McKenzies „San Francisco“, die Musik von The Doors, Simon & Garfunkel, The Who oder The Mamas and the Papas den Summer of Love prägte. „Summer of Love“ erzählt die Geschichte einer Generation, die sich selbst entdeckt und sich anschickt, die Gesellschaft zu verändern.

Freitag, 11.05. / 23.45 Uhr / Tracks
Magazin, Frankreich, 2017, ARTE F        43 Min.
Erstausstrahlung

Freitag, 11.05. / 00.30 Uhr / John Lennon: Live in New York City
Musik, Großbritannien, 1972, ARTE        55 Min.
Regie: Steve Gebhardt, Carol Dysinger
Mit: John Lennon
Online verfügbar von 11/05 bis 09/08

Zwischen der Beatles-Tour 1966 und seinem Tod im Jahr 1980 gab John Lennon nur ein Konzert in Amerika: am 30. August 1972. Yoko Onos Plastic Ono Elephant’s Memory Band begleitete ihn im Madison Square Garden bei unvergessenen Songs wie „Imagine“, „Instant Karma“ und „Power of the People“.

Am 30. August 1972 spielte John Lennon im Madison Square Garden in New York. Der Auftritt wurde sein letztes und einziges großes US-Konzert zwischen der Beatles-Tour 1966 und seinem tragischen Tod im Jahr 1980. Zusammen mit seiner Frau Yoko Ono und ihrer Plastic Ono Elephant’s Memory Band präsentierte er Klassiker aus seiner Feder, darunter „Imagine“, „Instant Karma“ und „Power to the People“.

Freitag, 11.05. / 01.30 Uhr / Abgedreht!
Magazin, Frankreich, 2017, ARTE F        35 Min.
Online verfügbar von 11/05 bis 10/06
Erstausstrahlung

Samstag, 12.05. / 00.30 Uhr / Kurzschluss - Das Magazin ~ Schwerpunkt Zeitreisen
Magazin, Frankreich, 2018, ARTE F        52 Min.
Regie: Divers
Journalist: Bernard Payen
Produzent: Caimans Productions
Online verfügbar von 12/05 bis 20/03
Erstausstrahlung

„Kurzschluss - Das Magazin“ zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt – und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival- und Filmtipps und vielen spannenden Interviews. Mehr Infos unter: arte.tv/kurzschluss

(1): Apollo oder Das wilde LebenKurzfilm von Léo Favier, Frankreich 2018, ErstausstrahlungIn einer nicht allzu fernen Zukunft steht die Menschheit vor einer unabwendbaren Energiekrise. Um diese in den Griff zu bekommen, wird ein Team von Astronauten, das man in kryonischen Tiefschlaf versetzt hat, in eine andere Galaxie geschickt, um dort an Uran zu gelangen. 74 Jahre später gelangen Apollo und seine Kollegen auf einen wilden Planeten, auf dem die Ressourcen in wunderbarer Fülle vorhanden sind.Léo Favier, 1985 in Paris geboren, studierte an der Hochschule für Dekorative Künste in Straßburg und lebt heute in Berlin.Seit 2007 arbeitet er mit dem Kollektiv der Grafik (Handschrift) Anschlaege.de zusammen. Sein erster Kurzfilm in Eigenregie war „Dreck am Stecken“ (2015), „Apollo oder Das wilde Leben“ ist sein neuester Film.

(2): SuperbiaAnimationsfilm von Luca Tóth, Tschechien/Ungarn/Slowakei 2016Im Reich von Superbia gelten strenge Regeln, die Männer und Frauen voneinander trennen. Ihre jeweiligen Gebiete sind durch einen Milchfluss getrennt, dessen Quelle das Euter des Milchgotts ist. Trotz dieses Hindernisses treffen sich ein Mann und eine Frau und verlieben sich ineinander. Sie fangen an, die Gesellschaft von innen zu verändern – trotz aller Widerstände, auf die sie treffen.Luca Tóth hat ihren zweiten Animationsfilm „Superbia“ auf dem Filmfestival von Cannes 2016 im Rahmen der 55. Semaine de la Critique vorgestellt. Sie wurde 1989 in Budapest geboren und studierte an der Moholy-Nagy-Hochschule für Design (MOME) in Budapest und am Royal College of Art in London. Ihr Abschlussfilm „The Age of Curious“ (2013) gewann 2014 den Jury-Preis beim Trickfilmfestival von Annecy

(3): Ein anderer Blick – Chris Marker, ZeitreisenEin Chris-Marker-Experte und ein Filmemacher unterhalten sich über das Prinzip der Zeitreise in den Filmen von Chris Marker.

(4): Postkarte – AxolotlRegisseur Olivier Smolders schickt eine Postkarte mit ersten Bildern seines neuen Kurzfilms „Axolotl“, den „Kurzschluss – Das Magazin“ demnächst zeigen wird.

(5): Begegnung – Marie Darrieussecq Marie Darrieussecqist Schriftstellerin, die Handlung ihres neuesten Buchs findet in der Zukunft statt. Sie erläutert, was sie an dem Film „Am Rande des Rollfelds“ von Chris Marker so faszinierend findet.

Samstag, 12.05. / 01.50 Uhr / Jean-Louis Trintignant ~ Warum ich lebe
Dokumentarfilm, Frankreich, 2012, ARTE        76 Min.
Regie: Serge Korber
Online verfügbar von 12/05 bis 19/05

Mit über 80 Jahren steht der französische Schauspieler Jean-Louis Trintignant noch immer vor der Kamera. Das Porträt dieses Ausnahmeschauspielers von Filmemacher Serge Korber zeigt zum einen die Gründe für Trintignants großen Erfolg und bietet zum anderen auch Einblicke in dessen ganz persönliche Welt.

Der 1930 geborene Schauspieler Jean-Louis Trintignant steht wie kaum ein anderer für ein halbes Jahrhundert europäisches Kino. Filmemacher Serge Korber ist seit vielen Jahren mit dem Ausnahmemimen befreundet. So entstand sein Porträt unter aktiver Mitarbeit des Schauspielers und wurde zu einer Autobiografie und einer Art filmischem Testament. Diese Reverenz an den französischen Star gewinnt große Aktualität durch Trintignants Film "Liebe" (2012). Unter der Regie von Michael Haneke spielt Jean-Louis Trintignant an der Seite von Emmanuelle Riva und Isabelle Huppert die männliche Hauptrolle. Filmemacher Serge Korber und Jean-Louis Trintignant begegneten sich in den 60er Jahren. Der damals bereits bekannte Schauspieler war Hauptdarsteller in Korbers letztem Kurzfilm "Der wundersame Regenschirm" (1966), dem ersten Film des Produzenten Marin Karmitz. Danach übernahm Trintignant die Hauptrolle in "Un garçon, une fille. Le dix-septième ciel" (1966), Korbers erstem Spielfilm, der für beide zu einem großen Erfolg wurde. Das nun von Korber realisierte Porträt seines Freundes Trintignant ist eine mehrstimmige Autobiografie, eine kollektive Erinnerung an das Wirken eines einzigartigen Mannes, der in 130 Filmen und rund 50 Theaterstücken mitwirkte. Der sonst extrem verschlossene Trintignant offenbart im Vertrauen auf seinen Freund hier zum ersten Mal auch sehr Persönliches. Er spricht natürlich über Kino und Theater, aber auch von seinen weniger bekannten Aktivitäten als Theaterregisseur, Rennfahrer und Winzer.

Zusatzinfo:
Weggefährten aus der Filmwelt wie Costa-Gavras, Michael Haneke, Claude Lelouch, Jacques Perrin, Marin Karmitz und Margaret Ménégoz sprechen eindrucksvoll über den außergewöhnlichen Menschen und Schauspieler Jean-Louis Trintignant. Die einzelnen Elemente fügen sich in diesem Porträt wie in einem Mosaik zu einem vollständigen Bild zusammen, das dem Zuschauer den Menschen hinter dem großen internationalen Star nahebringt. Ausschnitte aus zahlreichen Spielfilmen sowie Fotos, die teilweise aus Trintignants Privatarchiv stammen, belegen den künstlerischen Werdegang des Schauspielers. Die Originalmusik des Dokumentarfilms komponierte Daniel Mille. Seine Musik untermalt schon seit Jahren die Dichterlesungen, mit denen Trintignant in ganz Frankreich auftritt.

Samstag, 12.05. / 03.07 Uhr / Als die Impressionisten Japan entdecken
Dokumentation
Regie: Jerôme Lambert, Philippe Picard

Ab 1853 öffnet sich Japan dem Westen. Zahlreiche Kunstgegenstände und Holzschnitte finden ihren Weg nach Europa. Die Impressionisten und später die künstlerische Avantgarde Europas erliegen dieser einen Leidenschaft: dem Japonismus. Es dauert nicht einmal 50 Jahre, bis die Strömung alle Künste erfasst hat; von der Malerei bis zum Kunstgewerbe, von der Oper bis zum Tanztheater. 150 Jahre nach Beginn der Meiji-Periode im Jahr 1868 spürt der Film den Verbindungen zwischen Japan und der westlichen Welt nach.

200 Jahre lang hatte sich Japan abgeschottet, doch 1853 erzwingen amerikanische Kriegsschiffe die wirtschaftliche Öffnung des Landes. Es ist Reisenden wie Guimet, Duret, Cernuschi oder den Goncourt-Brüdern zu verdanken, dass Porzellan, Kunstobjekte und Farbholzschnitte den Weg nach Europa finden. Auf den Weltausstellungen in London und Paris stoßen die exotischen Werke auf großes Interesse und begeistern auch Künstler wie Manet, Degas, Whistler, Monet oder Van Gogh, die dem strengen Akademismus entfliehen wollen.
    Die Impressionisten und später die künstlerische Avantgarde erliegen dem Japonismus. Es dauert nicht einmal 50 Jahre, bis die Strömung alle Künste erfasst und eine ästhetische Revolution auslöst, die mit der Renaissance vergleichbar ist. Der Japonismus wird zum Gesellschaftsphänomen. Anhand der schriftlichen Zeugnisse von Autoren, Galeristen, Kritikern, Sammlern und Malern wird deutlich, wie stark die japanische Kunst bedeutende westliche Werke der damaligen Zeit beeinflusste.

Für die visuelle Umsetzung der Dokumentation wurde ein ungewöhnlicher Ansatz gewählt: Schattenfiguren werden mit Illustrationen, zeitgenössischen Gemälden, Holzschnitten, Fotografien, Zeichnungen und Originalaufnahmen kombiniert. 150 Jahre nach Beginn der Meiji-Periode im Jahr 1868 spürt der Film den Verbindungen zwischen Japan und der westlichen Welt sowie der damaligen Öffnung des Kaiserreiches nach.

ARTE zeigt die Sendung anlässlich der Ausstellung „Japonismes/Impressionnismes“, die vom 30. März bis 15. Juli 2018 im Musée des impressionnismes Giverny in der Normandie zu sehen ist. Unter dem Titel „Im Japanfieber. Von Monet bis Manga“ ist die Schau auch in Deutschland zu sehen – ab 26. August 2018 im Arp Museum Bahnhof Rolandseck in Remagen.

Sonntag, 13.05. / 05.05 Uhr / Das verlorene Paradies ~ Der Komponist Arvo Pärt
Dokumentation, Deutschland, 2015, WDR        56 Min.
Mit: Günter Atteln
Online verfügbar von 13/05 bis 20/05

Der estnische Komponist Arvo Pärt, der am 11. September 2015 seinen 80. Geburtstag feierte, ist einer der bedeutendsten Komponisten unserer Zeit. Der Dokumentarfilm begleitet ihn über den Zeitraum eines Jahres in Estland sowie auf Reisen in den Vatikan und nach Japan, wo er im Oktober 2014 den Praemium Imperiale, die weltweit höchste Auszeichnung im Bereich Musik, erhielt. Die Klammer für den Film bildet die Inszenierung „Adam’s Passion“ zu drei Werken von Arvo Pärt, die der US-amerikanische Starregisseur Robert Wilson 2015 in einer ehemaligen U-Boot-Fabrik in Tallinn auf die Bühne brachte.
 

Er ist der meistaufgeführte zeitgenössische Komponist weltweit. Und dennoch tritt er nur selten in der Öffentlichkeit in Erscheinung, schweigt am liebsten zu seiner Musik, fühlt sich in den Wäldern Estlands besonders zu Hause und erzeugt damit womöglich unfreiwillig das Image eines Einsiedlers, das ihm immer wieder zugeschrieben wird: Arvo Pärt.

Tatsächlich umgibt den estnischen Komponisten, der am 11. September 2015 seinen 80. Geburtstag feierte, allein durch sein Äußeres die Aura eines Mystikers und Asketen. Dabei sagt er selbst: „Ich bin kein Prophet, kein Kardinal, kein Mönch, nicht einmal Vegetarier.“ Zweifelsohne aber ist er ein gläubiger Mensch, der seit 1970 der russisch-orthodoxen Kirche angehört. Auf Druck des ehemaligen sowjetischen Machtapparats musste er sein Heimatland Estland 1980 verlassen. Über Wien kam er nach Berlin, das zu seiner zweiten Heimat und gleichzeitig Ausgangspunkt seiner weltweiten Karriere wurde.

Die Biografie nimmt die Inszenierung „Adam’s Passion“ zu drei Schlüsselwerken von Arvo Pärt als Ausgangspunkt, die der US-amerikanische Starregisseur Robert Wilson im Mai 2015 in einer ehemaligen U-Boot-Fabrik in Tallinn inszenierte. Beide Künstler sind von Licht und Farben fasziniert. Für Wilson ist das Licht der wichtigste Teil des Theaters, und Pärt sagt: „Ich könnte meine Musik mit weißem Licht vergleichen, in dem alle Farben enthalten sind.“

Anhand der Geschichte Adams und ihrer Deutung im Werk von Arvo Pärt gibt die Dokumentation intensive und persönliche Einblicke in das Leben und die Biografie eines der bedeutendsten Komponisten unserer Zeit.

Zusatzinfo:
Die Bühnenproduktion „Adam’s Passion“ basiert auf der biblischen Geschichte vom Sündenfall Adams, die Arvo Pärt seit vielen Jahren in seinem künstlerischen Schaffen beschäftigt. So wird in seinem bereits 2009 entstandenen Werk „Adam’s Lament“ zu Texten des Mönchs Siluan von Athos der Schmerz Adams über den Verlust des Paradieses und der Zuwendung Gottes beklagt.

Sonntag, 13.05. / 08.05 Uhr / Denk mal quer! Schattenspiele
Kindersendung, Australien, 2016, ARTE        24 Min.
Regie: Cathy Baker
Online verfügbar von 13/05 bis 12/07
Erstausstrahlung

Wir leben in einer Welt, in der vieles nicht ist, wie es scheint. Manchmal müssen wir genauer hinschauen, um den Dingen auf den Grund zu gehen. Das Jugend-Magazin „Denk mal quer!“ entdeckt die seltsamsten, wunderlichsten und verrücktesten Phänomene unserer Zeit – in den Bereichen Kunst, Psychologie und Wissenschaft.

(1): Schattenspiele
Das Schattenspiel ist eine sehr alte Erfindung. Unklar ist allerdings, wann genau die Menschen erstmals auf die Idee kamen, Schatten auf die Bühne zu bringen.

(2): Kartenkunst
Kartenkunst ist Zauberei mit Spielkarten. Sogenannte Ziergriffe oder Flourishes wiederum sind keine klassischen Kartentricks, sondern eine besonders artistische Handhabung der Karten. „Denk mal quer!“ zeigt einige elegante Tricks, die viel Fingerfertigkeit erfordern.

(3): Sakkadische Suppression
In diesem Beitrag geht es um eine optische Täuschung. Bei der sakkadischen Suppression wird die visuelle Wahrnehmung unterdrückt, während der Blick sich rasch von einem Punkt A zu einem Punkt B bewegt. „Denk mal quer!“ erklärt, wie der Trick funktioniert.

(4): Das Alter der Ohren
Bei vielen Menschen wird das Gehör ab einem gewissen Alter immer schwächer, und vor allem höhere Töne können sie nicht mehr wahrnehmen. Grund dafür ist die Alterung der Hörschnecke, aber auch anderer Bereiche des Innenohrs.

(5): Querdenker – Félicien Trewey
Félicien Trewey war ein echter Allround-Künstler: Zauberei, Pantomime, Seiltanz, Kartentricks und Schattenspiel waren nur einige seiner Fertigkeiten. Spektakulärer Geschicklichkeit verdankte der Franzose auch seine ersten Filmauftritte in den 1890er Jahren.

Sonntag, 13.05. / 08.24 Uhr / Kinoköpfe: Was macht ein Tonmischer?
Kindersendung, Belgien, 2014, ARTE        4 Min.
Regie: David Mathy
Online verfügbar von 13/05 bis 12/06

Was ein Film ist, das weiß jeder – aber wie er entsteht, können sich viele nicht genau vorstellen. In der Kindersendung "Kinoköpfe" werden die 15 wichtigsten Filmberufe in jeweils einer kurzen, spannenden Folge vorgestellt. Drei Filmschauspieler treffen Menschen, die in interessanten Berufen in der Filmbranche arbeiten.

Vom Schreiben des Drehbuchs bis zur Vorführung eines Films – jede der kurzen Vorstellungen der verschiedenen Filmberufe behandelt eine Phase im Entstehungsprozess eines Films. Sie beleuchten, welche Etappen Filme bei ihrer Herstellung generell durchlaufen müssen. Dabei stehen nach und nach der Drehbuchautor, der Produzent, der Produktionsassistent, der Caster, der Schauspieler, der Kameramann, der Tontechniker und der Maskenbildner im Scheinwerferlicht. Auch erfahren wir, wie der Berufsalltag eines Regisseurs, eines Cutters, eines Tonmischers, eines Trickspezialisten, eines Coloristen sowie eines Komponisten und schließlich auch eines Kinobetreibers aussieht.

Der Kinder-Kurzfilm "Der Neue" wird in der ersten Folge von "Kinoköpfe" in voller Länge gezeigt: In den darauffolgenden Sendungen der Reihe werden die verschiedenen Berufsgruppen aus dem Filmbereich vorgestellt, die an der Entstehung dieses Kurzfilms beteiligt waren. "Der Neue" erzählt von der Ankunft eines neuen Schülers in einer Klasse. Er zeigt, wie der Neuankömmling Gaston die bereits bestehenden Beziehungen in der Schulklasse verändert und wie neue Freundschaften entstehen.

Sonntag, 13.05. / 08.27 Uhr / Kinoköpfe: Was macht ein Trickspezialist?
Kindersendung, Belgien, 2014, ARTE        4 Min.
Regie: David Mathy
Online verfügbar von 13/05 bis 12/06

Was ein Film ist, das weiß jeder – aber wie er entsteht, können sich viele nicht genau vorstellen. In der Kindersendung "Kinoköpfe" werden die 15 wichtigsten Filmberufe in jeweils einer kurzen, spannenden Folge vorgestellt. Drei Filmschauspieler treffen Menschen, die in interessanten Berufen in der Filmbranche arbeiten.

Vom Schreiben des Drehbuchs bis zur Vorführung eines Films – jede der kurzen Vorstellungen der verschiedenen Filmberufe behandelt eine Phase im Entstehungsprozess eines Films. Sie beleuchten, welche Etappen Filme bei ihrer Herstellung generell durchlaufen müssen. Dabei stehen nach und nach der Drehbuchautor, der Produzent, der Produktionsassistent, der Caster, der Schauspieler, der Kameramann, der Tontechniker und der Maskenbildner im Scheinwerferlicht. Auch erfahren wir, wie der Berufsalltag eines Regisseurs, eines Cutters, eines Tonmischers, eines Trickspezialisten, eines Coloristen sowie eines Komponisten und schließlich auch eines Kinobetreibers aussieht.

Der Kinder-Kurzfilm "Der Neue" wird in der ersten Folge von "Kinoköpfe" in voller Länge gezeigt: In den darauffolgenden Sendungen der Reihe werden die verschiedenen Berufsgruppen aus dem Filmbereich vorgestellt, die an der Entstehung dieses Kurzfilms beteiligt waren. "Der Neue" erzählt von der Ankunft eines neuen Schülers in einer Klasse. Er zeigt, wie der Neuankömmling Gaston die bereits bestehenden Beziehungen in der Schulklasse verändert und wie neue Freundschaften entstehen.

Sonntag, 13.05. / 11.00 Uhr / Kunsthändler (2/3): Paul Cassirer
Dokumentationsreihe, Deutschland, 2017, RB        26 Min.
Regie: Grit Lederer
Online verfügbar von 13/05 bis 20/05
Erstausstrahlung

Die dreiteilige ARTE-Reihe „Kunsthändler“ wirft einen Blick hinter die Kulissen des schillernden Kunstbetriebs. Von Berlin, Paris, Basel, London bis Hongkong – über ein Jahr hat die Filmemacherin und Kunsthistorikerin Grit Lederer Händler und Galeristen begleitet.

Paul Cassirer hat den Kunstmarkt um 1900 ganz wesentlich geprägt: Er gründete damals die wichtigste Galerie für zeitgenössische Kunst in Europa. Als Pionier etablierte Paul Cassirer die Impressionisten in Berlin, in einer Zeit, als diese Malerei noch von Kaiser Wilhelm II. als „Rinnstein-Kunst“ bezeichnet wurde. Edouard Manets „Frühstück im Grünen“ (Le déjeuner sur l’herbe) oder Vincent van Goghs „Sonnenblumen“ (1888) – heute Ikonen der Moderne – gingen durch die Hände von Paul Cassirer.

Die Welt des Kunsthandels ist eine wenig transparente Welt: Gemälde werden für über Hundert Millionen Dollar verkauft, obwohl der Materialwert von Farbe, Leinwand und Keilrahmen selbst nur wenige Dollar ausmacht. Wie entstehen diese Preise? Und wer sind die Menschen, die dahinter stecken? Die ARTE-Reihe wirft einen Blick hinter die Kulissen des schillernden Kunstbetriebs. Von Berlin, Paris, Basel, London bis Hongkong – ein Jahr hat die Filmemacherin und Kunsthistorikerin Grit Lederer Händler und Galeristen begleitet.

Einer von ihnen hat den Kunstmarkt um 1900 ganz wesentlich geprägt: Paul Cassirer. Der Sohn aus einer vermögenden jüdischen Familie gründete damals die wichtigste Galerie für zeitgenössische Kunst in Europa. Als Pionier etablierte Paul Cassirer die Impressionisten in Berlin, in einer Zeit, als diese Malerei noch von Kaiser Wilhelm II. als „Rinnstein-Kunst“ bezeichnet wurde. Edouard Manets „Frühstück im Grünen“ (Le déjeuner sur l’herbe) oder Vincent van Goghs „Sonnenblumen“ (1888) – heute Ikonen der Moderne – gingen durch die Hände von Paul Cassirer. Wie stemmte der Kunsthändler 1914 eine Ausstellung mit 150 Werken von Vincent van Gogh?

Die Autoren und Verleger Walter Feilchenfeldt, dessen Vater einst der Geschäftspartner von Paul Cassirer war, und Bernhard Echte geben Auskunft. Sie haben mehrere Bände zu Cassirers Berliner Kunstsalon zwischen 1901 und 1914 herausgegeben.

Giovanna Bertazzoni, die Chefin für Moderne beim Auktionshaus Christie’s London, wiederum erläutert, wie heute die hohen Verkaufspreise für diese gefragten Werke der Impressionisten entstehen.

Sonntag, 13.05. / 16.40 Uhr / Metropolis: Leeuwarden
Magazin, Deutschland, 2018, WDR        43 Min.
Online verfügbar von 13/05 bis 11/08
Erstausstrahlung

(1): Metropolenreport Leeuwarden

(1): Metropolenreport Leeuwarden
Malerisch, eigensinnig und bisher wenig bekannt: das ist Leeuwarden, Hauptstadt der niederländischen Provinz Friesland. Diese lebendige und gesellige Stadt ist in diesem Jahr Kulturhauptstadt Europas. Mit ihrem mittelalterlichen Stadtkern, den malerischen Grachten und Gassen, den kleinen Kaufmannsläden und dem 500 Jahre alten schiefen Kirchturm ist dieser beschaulichen Kulturhauptstadt jegliche Gigantomanie fremd. Unter dem Motto "Open Mienskip“ (offene Gemeinschaft) präsentiert sich Leeuwarden zusammen mit dem friesischen Umland als "Labor Europas" und will zeigen, dass auch die Provinz wichtige Fragen, die die Gesellschaft spalten, kreativ angehen kann: etwa Rassismus, Armut, Ungleichheit, Klimaveränderung und Überalterung.

Fragen, die auch die friesische Provinz sehr konkret betreffen. "Metropolis" spürt nach, wie Leeuwarden sich im Kulturhauptstadt-Jahr verwandelt. Wir begleiten die Theaterregisseurin Ira Judkovskaja, die über den von Einwanderung geprägten Stadtteil Voorstreek das Theaterstück "Weltbürger von Voorstreek" entwickelt, sowie Joop Mulder, der mit seinem Projekt "Sense of place" und 25 großen Kunstwerken die gesamte Wattküste in ein Open-Air-Skulpturmuseum verwandelt. Und wir zeigen, wie junge Künstler sich von M. C. Escher, dem Meistergrafiker der Illusion und wohl bekanntesten Bürger der Stadt, zu neuer Kunst inspirieren lassen.

Sonntag, 13.05. / 17.25 Uhr / Paris Couture (1945-1968)
Dokumentation, Frankreich, 2016, ARTE F        54 Min.
Regie: Jean Lauritano
Online verfügbar von 13/05 bis 20/05

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erlebte die Pariser Haute Couture einen bemerkenswerten Wiederaufschwung: Modedesigner wie Cristóbal Balenciaga, Christian Dior, Hubert de Givenchy und Coco Chanel machten die französische Hauptstadt erneut zum Zentrum der internationalen Modeszene. Niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass dieses goldene Zeitalter für die hohe Schneiderkunst „Made in Paris“ letztlich den Anfang vom Ende bedeutete. Innerhalb von knapp 20 Jahren schrumpfte die Zahl der Modehäuser von 106 auf 19, und die ehemals florierende Haute Couture verkam zu einem bloßen Aushängeschild für Konfektionsbekleidung.

Die Dokumentation gibt Einblicke in die Arbeit der großen Modeschöpfer jener Zeit und in das Leben ihrer betuchten und exzentrischen Kundinnen. Er zeigt die versunkene Welt der eleganten Salons, mondänen Bälle und prachtvollen Abendroben. In dieser Epoche waren alle Extravaganzen erlaubt, doch zugleich erlebte die aus Adel und Großbürgertum hervorgegangene High Society ihre letzten Glanzstunden. Mit der Demokratisierung der Mode und der Entwicklung der Freizeitgesellschaft hat sich der Stellenwert der Pariser Haute Couture gravierend verändert, auch wenn sie nach wie vor die „happy few“ aus aller Welt nach Paris lockt.

Von der Wanderausstellung „Le Théâtre de la Mode“, die 1945 mit Miniaturkreationen der größten Modehäuser dem Pariser Chic wieder zu weltweiter Geltung verhalf, bis zur Schließung des Unternehmens von Cristóbal Balenciaga im Jahr 1968 erzählt „Paris Couture (1945-1968)“ zwei aufregende Jahrzehnte Modegeschichte.

Sonntag, 13.05. / 18.25 Uhr / Lieder der Libération
Dokumentation, Frankreich, 2015, ARTE F        43 Min.
Regie: Philippe Pouchain, Yves Riou
Online verfügbar von 13/05 bis 20/05

August, 1944: Die Pariser feiern die Rückkehr von General de Gaulle und genießen ihre wiedererlangte Freiheit – der sie vier Jahre lang beraubt waren. Die Befreiung von Paris sorgte für eine rauschhafte Stimmung, überall herrschte Jubel und Heiterkeit. In dieser Zeit tanzten die Menschen im Rhythmus von Boogie Woogie und Swing. Nach dem Krieg war man in Frankreich und Deutschland offen für alles, was vorher verboten war. Von Frank Sinatra bis zu den Andrew Sisters, von Duke Ellington bis Nat King Cole, von Edith Piaf über Juliette Gréco bis zu Boris Vian – die Dokumentation taucht ein in die ausgelassene Atmosphäre jener Nachkriegsjahre und zeigt, wie auch mittels der Musik der Weg zur deutsch-französischen Versöhnung geebnet wurde.

Trotz der anhaltenden Schrecken der Nazizeit sorgte die Befreiung von Paris im August 1944 für eine rauschhafte Stimmung, überall herrschte Jubel und Heiterkeit. Die Franzosen genossen die wiedergewonnene Freiheit, summten „Fleur de Paris“ oder hörten im Radio Bourvils Chanson „Les Crayons“. Das „geschändete, gemarterte, aber befreite Paris“, wie General de Gaulle es in seiner Rede vom 25. August 1944 nannte, sang die Refrains von Marlene Dietrich, Edith Piaf und Yves Montand. Und in Saint-Germain-des-Prés berauschte sich die französische Swing-Jugend an Jazz und Bebop. Unter dem Namen „Zazous“ hatten diese Jugendlichen bereits während des Zweiten Weltkriegs Widerstand gegen die Besatzer geleistet. Im zerstörten Berlin besang Hans Albers, Marlene Dietrichs Partner aus Sternbergs „Der blaue Engel“, mit dem „Lied der Flüchtlinge“ die tragische Lage der Bevölkerung. Als die Deutschen nach dem Krieg mit dem Wiederaufbau beschäftigt waren, lebten sie in einem zerteilten Land: in der sowjetisch besetzten Zone im Osten und der amerikanischen, britischen und französischen Zone im Westen. In Ostdeutschland wurde vom Chor der Freien Deutschen Jugend zum Ruhm des Genossen Stalin gesungen, und auch der Arbeiterklasse wurde in Liedern gehuldigt. Nach dem Sieg der Alliierten brach mit den US-Truppen sowohl über Frankreich als auch über Deutschland in den späten 40er Jahren eine Flut neuer Musik herein. Der Marshallplan wurde in Chansons gewürdigt und von Journalisten reichlich kommentiert. Der Reigen der Melodien spannt sich von Frank Sinatra bis zu den Andrew Sisters, von Duke Ellington bis Nat King Cole, von Juliette Gréco bis zu Boris Vian. Yves Riou und Philippe Pouchain geben dem Zuschauer in ihrer Dokumentation mit außergewöhnlichen Archivbildern neue Einblicke in die Nachkriegsgesellschaften von Frankreich und Deutschland.

Sonntag, 13.05. / 20.15 Uhr / The Wind that Shakes the Barley
Filmreihe: Cannes 2018
Spielfilm, Großbritannien, Irland, Deutschland, 2006, ARTE        121 Min.
Regie: Ken Loach
Kamera: Barry Ackroyd
Schnitt: Jonathan Morris
Musik: George Fenton
Produktion: Sixteen Films, BIM Distribuzione, Element Films,Tornasol Films, EMC
Produzent: Rebecca O'Brien
Drehbuch: Paul Laverty
Mit: Cillian Murphy (Damien), Pádraic Delaney (Teddy), Liam Cunningham (Dan), Orla Fitzgerald (Sinead), Mary O'Riordan (Peggy), Mary Murphy (Bernadette), Laurence Barry (Micheail)

Zwei Brüder kämpfen Seite an Seite im irischen Unabhängigkeitskrieg gegen die britischen Unterdrücker, bis sich mit dem Waffenstillstand von 1921 das Blatt wendet. Jetzt stehen sie sich im Bürgerkrieg als Feinde gegenüber. Mächtiges Geschichtsdrama über Gewalt und Bruderzwist zwischen Iren und Engländern von Ken Loach, das 2006 in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde.

Irland 1920: Irische Freiheitskämpfer rotten sich zusammen für ein letztes Aufbäumen gegen die Engländer – der Unabhängigkeitskrieg tobt seit dem Dubliner Osteraufstand 1916. Auf dem Weg nach London, wo er eine Stelle antreten soll, beobachtet der junge Arzt Damien, wie britische Soldaten einen Lokführer zusammenschlagen, als er sie nicht mitnehmen will. Da entschließt sich Damien, in Irland zu bleiben und für die Freiheit seines Landes in den Reihen der Irisch-Republikanischen Armee zu kämpfen – an der Seite seines Bruders Teddy, Anführer der Aufständischen.

Gemeinsam entführen sie einen skrupellosen Großgrundbesitzer, erschießen britische Soldaten und eliminieren Verräter, selbst wenn diese alte Freunde waren. Ihre Taten rechtfertigen sie als Vergeltung für die Gräueltaten der Engländer, die mordend und Häuser niederbrennend durch das Land ziehen.

Mit dem Waffenstillstand 1921 schließen Engländer und Iren im Dezember 1921 den Anglo-Irischen Vertrag, der den Irischen Freistaat begründet. Nur 26 der 32 Grafschaften gehören dem Freistaat an. Ein Land spaltet sich, die zwei Brüder auch: Während Teddy die neue politische Wendung begrüßt und sich der Armee des neuen Freistaats anschließt, kämpft Damien weiterhin für ein unabhängiges Irland. Jetzt sind es die Iren, die Grausamkeiten gegen ihre eigenen Landsleute verüben, und Teddy und Damien, eben noch Waffenbrüder, stehen sich als Todfeinde gegenüber.

Mit „The Wind that Shakes the Barley“ interpretiert Ken Loach den Bruderkampf zwischen England und Irland wörtlich durch den Kampf zweier Brüder. Das heldenhafte Pathos ist dabei neu im Werk von Ken Loach, auch die Zurschaustellung von Gewalt, von der sich der Regisseur nicht explizit distanziert. Seine Charaktere erkennen Gewalt als „notwendiges Mittel“. Es ist am Zuschauer, die Ziele und die Mittel zu ihrer Erreichung auszuloten.

Zusatzinfo:
Ken Loach ergreift einmal mehr Partei für die Unterdrückten. Das Thema des Bürgerkriegs ist für Loach nicht neu („Land and Freedom“, 1994, über den Spanischen Bürgerkrieg). In „The Wind that Shakes the Barley“ nimmt er Partei für die irischen Aufständischen – und Verlierer der Geschichte. Loach versucht kein Biopic, sondern schafft ein schauspielerisch und visuell beeindruckendes Stimmungsgemälde eines Landes im Aufruhr. In Cannes wurde diese Leistung 2006 mit der Goldenen Palme gewürdigt. Zehn Jahre später konnte er übrigens mit „I, Daniel Blake“ abermals die begehrte Trophäe entgegennehmen.

Sonntag, 13.05. / 22.20 Uhr / Anjelica Huston erzählt James Joyce
Dokumentation, Irland, 2017, RTE, ARTE        52 Min.
Regie: David Blake Knox, Kieron J. Walsh
Moderation: Angelica Huston
Online verfügbar von 13/05 bis 12/06
Erstausstrahlung

Tausend Seiten für einen einzigen Tag – mit seinem monumentalen Hauptwerk „Ulysses“ über den Anzeigenverkäufer Leopold Bloom hat James Joyce Weltliteratur geschrieben. Die Dokumentation taucht ein in das Werk des großen irischen Schriftstellers und verfolgt seinen turbulenten, durch zwei Weltkriege geprägten Lebensweg, der ihn von Dublin aus ins selbstgewählte Exil nach Triest, Pola, Paris und Zürich führte. Oscar-Preisträgerin Angelica Huston ist Joyces Werk zutiefst verbunden, nicht zuletzt durch den Einfluss ihres Vaters John Huston, der den Schriftsteller verehrte und in dessen Verfilmung „Die Toten“ der gleichnamigen Geschichte aus Joyces Erzählungsband „Dubliner“ sie die weibliche Hauptrolle spielte. Sie erzählt die packende Geschichte dieses großen Europäers und Erneuerers der literarischen Moderne des 20. Jahrhunderts.

James Joyce ist von jeher ein Außenseiter: Er wächst in armen Verhältnissen auf und beginnt früh, gegen gesellschaftliche Konventionen zu rebellieren. Als Student gewinnt er zahlreiche Preise und Stipendien. Gleichzeitig führt er ein promiskuitives Liebesleben und geht bereits in jungen Jahren in Dubliner Bordellen ein und aus.

Der 16. Juni 1904 ist der Tag, an dem er eine Beziehung mit dem jungen Zimmermädchen Nora Barnacle beginnt und an dem er später die gesamte Handlung seines berühmten Romans „Ulysses“ spielen lässt. Nora und er sind bis zu Joyces Tod ein Paar. Früh verlassen sie Irland und leben unter zumeist ärmlichen Bedingungen. Unbeirrt und zielstrebig arbeitet er auch in einer Zeit, in der Europa von politischen Umwälzungen und verheerenden Kriegen erschüttert wird. Mit dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Frankreich wächst seine Sorge um die Sicherheit seines einzigen Enkels Stephen, eines Halbjuden. Schließlich flieht er mit seiner Familie ins Exil in die Schweiz, verstirbt aber nur wenige Wochen nach seiner Ankunft.

Die turbulente Lebensgeschichte und das große Werk von James Joyce präsentiert in dieser Dokumentation die in Westirland aufgewachsene Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Anjelica Huston, deren eigene Karriere seit vielen Jahren sehr eng mit Joyces Werk verbunden ist. So hatte sie mit dem bekannten Monolog der Molly Bloom aus „Ulysses“ einen viel beachteten Bühnenauftritt und spielte die weibliche Hauptrolle im letzten Film ihres Vaters, dem legendären Regisseur John Huston. Das Werk basiert auf Joyces bedeutendster Erzählung „Die Toten“, die vielen als schönste Kurzgeschichte aller Zeiten gilt – und auch Hustons Film wurde von der Kritik als wahres Meisterwerk anerkannt.

Anjelica Huston hat für die Dokumentation berühmte Schriftsteller interviewt, darunter die Booker-Preisträger Anne Enright und John Banville, den Pulitzer-Preisträger Jeffrey Eugenides sowie Edna O’Brien und Colm Toibin.

Sonntag, 13.05. / 23.15 Uhr / Vincent Peirani - Der neue Atem des Jazz
Musik, Deutschland, 2017, SWR        52 Min.
Regie: Katja Duregger
Autor: Katja Duregger
Online verfügbar von 13/05 bis 20/05
Erstausstrahlung

Vincent Peirani gehört zu den führenden französischen Jazzmusikern. Er kennt die Jazztradition ebenso gut, wie die klassische europäische Musikgeschichte, er ist wie jeder Jüngere mit Pop und Rock aufgewachsen und nutzt all das, um seinen eigenen Weg zu gehen. Er spielt nicht einfach nur Jazz, er macht Musik. Die Straßen und Plätze seiner Wahlheimat Paris sind für ihn musikalische Inspiration, stets ist er auf der Suche nach neuen Klängen. Sein Instrument beherrscht er so perfekt, dass es mal klingt wie eine Orgel, mal wie ein Klavier, dann wie ein Blasinstrument oder eine menschliche Stimme.

Ganz Paris ist sein Atelier. Die Straßen und Plätze seiner Wahlheimat sind für Vincent Peirani musikalische Inspiration. Stets ist er auf der Suche nach neuen Klängen. Sein Instrument beherrscht er so perfekt, dass es mal klingt wie eine Orgel, mal wie ein Klavier, dann wie ein Blasinstrument oder eine menschliche Stimme. Genauso vielfältig ist der Stil Peiranis. In Frankreich ist er längst ein Star, in Deutschland macht er seit ein paar Jahren Furore als einer der kreativsten Musiker der europäischen Szene.Peirani gehört derzeit zu den führenden französischen Jazzmusikern. Er kennt die Jazztradition ebenso gut, wie die klassische europäische Musikgeschichte, er ist wie jeder Jüngere mit Pop und Rock aufgewachsen. Geboren 1980 in Nizza, beginnt er im mit elf Jahren Akkordeon zu spielen. Ein Jahr später nimmt er am "Conservatoire National de Région" in Nizza Unterricht in klassischer Musik für Akkordeon und Klarinette. Er gewinnt internationale Preise und Wettbewerbe für klassisches Akkordeon.Diese Erfolge ermöglichen Peirani europaweite Festivalauftritte wie etwa in Bayreuth, Salzburg, Wien, Rom oder Stockholm. Nach schwerer Krankheit beginnt er 2001 ein Jazzstudium am "Conservatoire National Supérieur de Musique" in Paris. Seinen großen Durchbruch hat er 2003 mit dem ersten Preis der „La Défense Jazz Competition“. Ein Türöffner für die Zusammenarbeit mit der Crème de la crème der französischen Jazzszene. Nachdem er sein Jazzstudium abgebrochen hat, arbeitet er fortan mit Musikern wie Michel Portal, Daniel Humair, Renaud Garcia Fons, Sylvain Luc, Louis Sclavis oder Vincent Courtois zusammen.

Sonntag, 13.05. / 00.05 Uhr / Ludovico Einaudi in der Royal Festival Hall
Musik, Großbritannien, 2016, ARTE F        60 Min.
Regie: Alex Freidin-Goss
Online verfügbar von 13/05 bis 20/05
Erstausstrahlung

Auf Spotify hat er mehr Follower als Beethoven: Ludovico Einaudi, einer der bekanntesten Pianisten und Komponisten Italiens, der die Neoklassik wie kein anderer geprägt hat. Einaudi gilt als Meister der Entschleunigung. Seine Musik schöpft aus der Kraft des Minimalen, reduziert auf das Wesentliche. Als erfolgreicher Filmkomponist (u. a. „Ziemlich beste Freunde“) schaffte er sich seinen Ruf als Spezialist für eindrucksvolle, intensive Stimmungen. 1996 feierte er seinen Durchbruch mit „Le Onde“, das sogar den Weg in die britischen Popcharts fand. Seither zählt der vielseitige italienische Künstler zu den Stars des Kontemplativen. ARTE zeigt ihn mit Stücken aus seinem Album „Elements“ in der Royal Festival Hall in London. Die Konzertaufzeichnung lässt den Zuschauer in ein einzigartiges immersives Erlebnis eintauchen.

Eine Welt der Träume und Klangfarben: Das Auditorium der Royal Festival Hall in London war bis auf den letzten Platz ausverkauft, als am 30. Juli 2016 „Elements“ aufgezeichnet wurde, das jüngste Werk des italienischen Pianisten und Komponisten Ludovico Einaudi, der zu den am häufigsten gestreamten Komponisten gehört und die Neoklassik wie kein anderer geprägt hat. Auf Spotify hat er mehr Follower als Beethoven.

Das Konzert in der Royal Festival Hall wurde an vier aufeinanderfolgenden Tagen aufgeführt, jedes Mal vor vollem Haus. Ludovico Einaudi war, wie er erklärt, auf der Suche nach einer Inspiration, die seiner Musik eine neue Richtung weist. Gleichermaßen von den Elementen wie von den Schöpfungsmythen, der euklidischen Geometrie und den Schriften des Malers Kandinsky fasziniert, tat er sich schwer damit, diese sehr unterschiedlichen Einflüsse musikalisch zusammenzuführen. Als er sich allerdings ans Klavier setzte, fügten sich die einzelnen Bestandteile in einer Art harmonischem Fluss ganz von selbst zusammen.

Das Konzert bietet in musikalischer Hinsicht eine beeindruckende Vielfalt und bringt dabei so ungewöhnliche Instrumente wie ein Waterphone und eine singende Säge zum Einsatz. Zugleich ist es sehr persönlich, und Ludovico Einaudi und sein herausragendes Ensemble lösen starke Emotionen beim Zuhörer aus, der sich persönlich angesprochen fühlt, als spiele der Pianist in einem deutlich intimeren Rahmen nur für ihn – eine Aufzeichnung von außergewöhnlicher kontemplativer Schönheit, die Fernsehzuschauern mittels der Kameraführung eine einmalige immersive Erfahrung bietet.

Vor einigen Jahren machte Einaudi mit einem spektakulären Auftritt im Eismeer von sich Reden, bei dem er gegen die Zerstörung der Arktis protestierte. Vor der Kulisse des Wahlenbergbreen-Gletschers vor der Küste von Spitzbergen (Norwegen) spielte der 60-Jährige auf einer künstliche Eisscholle im Meer treibend auf einem Flügel sein Stück „Elegy for the Arctic“ (Klagelied für die Arktis).

Freitag, 18.05. / 21.35 Uhr / Sgt. Pepper's Musical Revolution
Dokumentation, Großbritannien, 2017, BR        59 Min.
Regie: Francis Hanly
Online verfügbar von 18/05 bis 26/05

So haben Sie Sergeant Pepper mit Sicherheit noch nie gesehen: optisch faszinierende Projektionen, Requisiten und Bühnendekor inklusive der Originaltore der von John Lennon besungenen und von der Heilsarmee als Waisenhaus genutzten Liverpooler Villa namens Strawberry Field. Das legendäre Beatles-Albums „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ wurde am 26. Mai 1967 in Großbritannien veröffentlicht, kurz darauf auch in Deutschland und den USA. Das Album, eines der bis heute meistverkauften Alben in Großbritannien überhaupt, gilt als Meilenstein der Musikgeschichte, das den Wandel der Popmusik einleitete. Zum ersten Mal wurde ein Album mit so großem Aufwand produziert. Musikalisch wurde Paul McCartney vom Album „Pet Sounds“ der Beach Boys stark beeinflusst und inspiriert, wie er später immer wieder betonte. Die Dokumentation präsentiert nur selten gespielte Audioaufnahmen aus dem Originalalbum der Beatles. Hier wird die kunterbunte Fantasiewelt von Sergeant Pepper wieder heraufbeschworen, von der guten alten Music Hall über indische Ashrams und Zirkuszelte bis ins Vorstadtambiente.

Freitag, 18.05. / 22.35 Uhr / Sgt. Pepper live in der Pariser Philharmonie
Ed Harcourt, The Libertines, Supergrass und andere
Musik, Frankreich, 2017, ARTE F        64 Min.
Regie: Sylvain Pierrel
Online verfügbar von 18/05 bis 25/05
Erstausstrahlung

Zum 50. Jubiläum des berühmten Beatles-Albums „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ hat der englische Musiker und Komponist Ed Harcourt die größten Stars der britischen Pop- und Rockszene zusammengetrommelt. Pete Doherty, Carl Barât, Gaz Coombes, Danny Goffey und acht Instrumentalisten ehren die legendäre Scheibe in der Pariser Philharmonie.

„Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ gilt als eines der einflussreichsten Alben aller Zeiten; das Magazin „Rolling Stone“ stellte es sogar auf Platz eins der 500 besten Platten weltweit. Mit dem bahnbrechenden Werk beeinflussten die Beatles ihre damaligen Musikerkollegen ebenso wie Generationen von Popkulturfans. Dabei spielten die „Pilzköpfe“ das Album niemals live.

Damit die psychedelische Utopie von „Sgt. Pepper“ wenigstens ein Mal Wirklichkeit wird, hat der englische Musiker und Komponist Ed Harcourt, der selbst sechs vielbeachtete Alben veröffentlichte und mit Größen wie Marianne Faithfull, Patti Smith und Erik Truffaz zusammenarbeitete, nun eine „Super-Group“ mit den Stars des britischen Indie-Rock zusammengestellt. Pete Doherty, Carl Barât (The Libertines), Gaz Coombes, Danny Goffey (Supergrass) und acht Instrumentalisten ehren das legendäre Album in der Pariser Philharmonie.

Freitag, 18.05. / 23.40 Uhr / Tracks
Magazin, Frankreich, 2017, ARTE F        43 Min.
Erstausstrahlung

Freitag, 18.05. / 00.30 Uhr / Abgedreht!
Eddy MitchellMagazin, Frankreich, 2017, ARTE F        35 Min.
Online verfügbar von 18/05 bis 17/06
Erstausstrahlung

Samstag, 19.05. / 00.15 Uhr / Kurzschluss - Das Magazin: Sondersendung Festival von Cannes
Magazin, Frankreich, 2018, ARTE F        60 Min.
Regie: Divers
Journalist: Bernard Payen
Produzent: Caimans Productions
Online verfügbar von 19/05 bis 27/03
Erstausstrahlung

„Kurzschluss - Das Magazin“g zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt – und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival- und Filmtipps und vielen spannenden Interviews. Mehr Infos unter: arte.tv/kurzschluss

(1): Heldin meiner Kindheit    Kurzfilm von Jessica Palud, Frankreich 2017    Marlon ist 14 Jahre alt. Ihre Mutter sitzt eine Haftstrafe wegen Mordes ab, und zum ersten Mal darf Marlon sie zusammen mit ihrem Onkel im Gefängnis besuchen. Obwohl ihre Familie und die Richterin versuchen, sie nach Möglichkeit zu schützen, will sich Marlon nicht von dem Gedanken abbringen lassen, dass ihre Mutter trotz allem die Heldin ihrer Kindheit ist.    Jessica Palud begann ihre Filmkarriere als Assistentin am Set, unter anderem bei den Filmen „Die Träumer“g von Bernardo Bertolucci und „Marie Antoinette“g von Sofia Coppola. Weitere Filme von ihr sind „Les Yeux fermés“g (2013) und „Poupée“g (2016).   

(2): Kurz-Info – Next-Step    Das Next-Step-Programm wurde im Rahmen der „Semaine de la Critique“g des Filmfestivals von Cannes ins Leben gerufen. Es soll die Regisseure von Kurzfilmen bei ihrem Schritt zum ersten Spielfilm unterstützen.   

(3): Atlantis, 2003    Kurzfilm von Michal Blasko, Tschechien/Slowakei 2017, Erstausstrahlung    Wir schreiben das Jahr 2003 – vier Jahre vor dem EU-Beitritt der Slowakei und der Erweiterung des Schengen-Raums. Heute ist die Grenze zwischen der Slowakei und der Ukraine eine der am besten bewachten in ganz Europa, aber 2003 war sie noch durchlässig für Schmuggler und wagemutige junge Leute, die auf ein besseres Leben in Westeuropa hofften. Wie viele andere vor ihnen versuchen Martin und Denisija, ein junges Paar aus der Ukraine, illegal über die Slowakei nach Deutschland einzureisen. Keiner der beiden kennt das Land, aber Denisija hat eine Tante vor Ort. Um ihren Traum wahr werden zu lassen, sind sie bereit, alles zu opfern, was sie haben.   

(4): Zoom – Atlantis, 2003    Michal Blasko spricht über seinen Kurzfilm „Atlantis, 2003“g, der 2017 im Rahmen der „Cinéfondation“g des Filmfestivals von Cannes erstmals zu sehen war.

Sonntag, 20.05. / 08.24 Uhr / Kinoköpfe: Was macht ein Colorist?
Kindersendung, Belgien, 2014, ARTE        4 Min.
Regie: David Mathy
Online verfügbar von 20/05 bis 19/06

Was ein Film ist, das weiß jeder – aber wie er entsteht, können sich viele nicht genau vorstellen. In der Kindersendung "Kinoköpfe" werden die 15 wichtigsten Filmberufe in jeweils einer kurzen, spannenden Folge vorgestellt. Drei Filmschauspieler treffen Menschen, die in interessanten Berufen in der Filmbranche arbeiten.

Vom Schreiben des Drehbuchs bis zur Vorführung eines Films - jede der kurzen Vorstellungen der verschiedenen Filmberufe behandelt eine Phase im Entstehungsprozess eines Films. Sie beleuchten, welche Etappen Filme bei ihrer Herstellung generell durchlaufen müssen. Dabei stehen nach und nach der Drehbuchautor, der Produzent, der Produktionsassistent, der Caster, der Schauspieler, der Kameramann, der Tontechniker und der Maskenbildner im Scheinwerferlicht. Auch erfahren wir, wie der Berufsalltag eines Regisseurs, eines Cutters, eines Tonmischers, eines Trickspezialisten, eines Coloristen sowie eines Komponisten und schließlich auch eines Kinobetreibers aussieht.    Der Kinder-Kurzfilm "Der Neue" wird in der ersten Folge von "Kinoköpfe" in voller Länge gezeigt: In den darauffolgenden Sendungen der Reihe werden die verschiedenen Berufsgruppen aus dem Filmbereich vorgestellt, die an der Entstehung dieses Kurzfilms beteiligt waren. "Der Neue" erzählt von der Ankunft eines neuen Schülers in einer Klasse. Er zeigt, wie der Neuankömmling Gaston die bereits bestehenden Beziehungen in der Schulklasse verändert und wie neue Freundschaften entstehen.

Sonntag, 20.05. / 08.28 Uhr / Kinoköpfe: Was macht ein Filmkomponist?
Kindersendung, Belgien, 2014, ARTE        6 Min.
Regie: David Mathy
Online verfügbar von 20/05 bis 19/06

Was ein Film ist, das weiß jeder – aber wie er entsteht, können sich viele nicht genau vorstellen. In der Kindersendung "Kinoköpfe" werden die 15 wichtigsten Filmberufe in jeweils einer kurzen, spannenden Folge vorgestellt. Drei Filmschauspieler treffen Menschen, die in interessanten Berufen in der Filmbranche arbeiten.

Vom Schreiben des Drehbuchs bis zur Vorführung eines Films - jede der kurzen Vorstellungen der verschiedenen Filmberufe behandelt eine Phase im Entstehungsprozess eines Films. Sie beleuchten, welche Etappen Filme bei ihrer Herstellung generell durchlaufen müssen. Dabei stehen nach und nach der Drehbuchautor, der Produzent, der Produktionsassistent, der Caster, der Schauspieler, der Kameramann, der Tontechniker und der Maskenbildner im Scheinwerferlicht. Auch erfahren wir, wie der Berufsalltag eines Regisseurs, eines Cutters, eines Tonmischers, eines Trickspezialisten, eines Coloristen sowie eines Komponisten und schließlich auch eines Kinobetreibers aussieht.    Der Kinder-Kurzfilm "Der Neue" wird in der ersten Folge von "Kinoköpfe" in voller Länge gezeigt: In den darauffolgenden Sendungen der Reihe werden die verschiedenen Berufsgruppen aus dem Filmbereich vorgestellt, die an der Entstehung dieses Kurzfilms beteiligt waren. "Der Neue" erzählt von der Ankunft eines neuen Schülers in einer Klasse. Er zeigt, wie der Neuankömmling Gaston die bereits bestehenden Beziehungen in der Schulklasse verändert und wie neue Freundschaften entstehen.

Sonntag, 20.05. / 11.15 Uhr / Kunsthändler (3/3): Larry Gagosian
Dokumentationsreihe, Deutschland, 2017, RB        26 Min.
Regie: Grit Lederer
Online verfügbar von 20/05 bis 27/05
Erstausstrahlung

Die dreiteilige ARTE-Reihe „Kunsthändler“g wirft einen Blick hinter die Kulissen des schillernden Kunstbetriebs. Von Berlin, Paris, Basel, London bis Hongkong – über ein Jahr hat die Filmemacherin und Kunsthistorikerin Grit Lederer Händler und Galeristen begleitet. Einer von ihnen ist Larry Gagosian. Der US-Amerikaner gilt zur Zeit als der mächtigste und einflussreichste Kunsthändler weltweit. Larry Gagosian, der einst in Los Angeles als Posterverkäufer begann, betreibt heute über ein Dutzend Galerien, unter anderem in New York, Los Angeles, Paris, Athen und Hongkong. Larry Gagosian macht mit Kunst einen geschätzten Jahresumsatz von einer Milliarde US-Dollar.

Die Welt des Kunsthandels ist eine wenig transparente Welt: Gemälde werden für über Hundert Millionen Dollar verkauft, obwohl der Materialwert von Farbe, Leinwand und Keilrahmen selbst nur wenige Dollar ausmacht. Wie entstehen diese Preise? Und wer sind die Menschen, die dahinterstecken? Einer von ihnen ist Larry Gagosian. Der US-Amerikaner gilt zur Zeit als der mächtigste und einflussreichste Kunsthändler weltweit. Er betreibt über ein Dutzend Galerien, unter anderem in New York, Los Angeles, Paris, Athen und Hongkong. Larry Gagosian macht mit Kunst einen geschätzten Jahresumsatz von einer Milliarde US-Dollar.     Das ARTE-Team besucht Larry Gagosian in seiner Galerie in New York. Ausführlich beschreibt er, was es für ihn bedeutet, mit einem der teuersten lebenden Künstler weltweit, mit Jeff Koons, zusammenzuarbeiten. Die Kamera begleitet ihn bei einer von ihm mitfinanzierten Präsentation eines Kunstwerks von Jeff Koons am Rockefeller Center in New York. Die blumenbesetzte Variante des „Split-Rockers“g von Jeff Koons war ein Publikumsmagnet im Zentrum der Kunstmetropole New York.    Die Sendung dokumentiert außerdem die jüngsten Messeauftritte der Galerie von Larry Gagosian auf der „Art Basel“g in Hongkong sowie auf der FIAC in Paris. International renommierte Kunstkritiker und Kunsthändler-Kollegen sowie Sammler erläutern ihre Einschätzung der am Kunstmarkt führenden Galerie des 1945 in Los Angeles geborenen Larry Gagosian, der einst als Posterverkäufer begann.

Sonntag, 20.05. / 16.35 Uhr / Metropolis: Tel Aviv
Magazin, Deutschland, 2018, ZDF        43 Min.
Online verfügbar von 20/05 bis 18/08
Erstausstrahlung

(1): Metropole: Tel Aviv – der zionistische Traum

(1): Metropole: Tel Aviv – der zionistische Traum    Keine Stadt steht so sehr für den zionistischen Traum wie Tel Aviv. Die Metropole am Mittelmeer wurde einst als Modellstadt erschaffen – mit breiten Straßen und viel Bauhaus-Architektur. Doch die Nahost-Kriege und Jahrzehnte voller Gewalt haben dem einstigen Optimismus zugesetzt. 100 Jahre nach der Balfour-Deklaration und 70 Jahre nach der Gründung des Staates Israel reist „Metropolis“g in die pulsierende Kulturmetropole und macht sich auf die Suche nach den Träumen ihrer Künstler.

Sonntag, 20.05. / 17.20 Uhr / Divino#Inferno ~ Auguste Rodin und sein Höllentor
Dokumentarfilm, Frankreich, 2015, ARTE F        61 Min.
Regie: Bruno Aveillan
Online verfügbar von 20/05 bis 19/06

Zwischen Mythos und Moderne: „Das Höllentor“g (1880-1917) ist ohne Zweifel das Lebenswerk des Bildhauers Auguste Rodin. 37 Jahre dauerte die Fertigstellung der monumentalen Bronzeskulptur, die sechs Meter hoch ist und mehr als 200 Figuren enthält. Das revolutionäre Werk, das in seiner endgültigen Fassung erst posthum am Ort seiner Bestimmung aufgestellt werden konnte, kann wie eine Art Tagebuch gelesen werden: Es war für Rodin ein künstlerisches Versuchslabor, in dem die Ursprünge anderer Meisterwerke wie „Der Kuss“g und „Der Denker“g verankert sind.

„Das Höllentor“g von Auguste Rodin gehört zu den berühmtesten Meisterwerken der modernen Kunst: In der Dokumentation erzählt der Regisseur Bruno Aveillan, der selbst Bildhauer ist, die faszinierende Geschichte der geschichtsträchtigen Skulptur. Zusammen mit der Schriftstellerin Zoé Balthus schildert er minutiös den Entstehungsprozess des mutigen Werks und liefert gleichzeitig ein Porträt seines visionären Schöpfers. Rodins heimliche Liebschaft mit der deutlich jüngeren Bildhauerin Camille Claudel, die ihn bei der Erschaffung des Werks unterstützte, ging in die Bildwelt des Höllentors ein. 1880 wurde das Werk für das Musée des Arts décoratifs vom französischen Staat in Auftrag gegeben. Rodin legte Wert auf den Ausdruck: Dem Bildhauer-Genie ging es bei der Assemblage an Skulpturen um die Darstellung einer Vielfalt von Posen, von Geste und Bewegung. Fehlende Gliedmaßen erhob er zum Stilmittel, ein radikaler Schritt in der Kunstgeschichte. Seinen Schaffensprozess begleitete er Etappe für Etappe mit einem damals äußerst modernen Mittel, einem Fotoapparat. Eine der wichtigsten Vorlagen waren Dantes „Göttliche Komödie“g, die Rodin immer bei sich trug und die ihn seit seiner Jugend faszinierte, sowie Charles Baudelaires „Die Blumen des Bösen“g. Mit zeitgenössischen Künstlern wie Mircea Cantor lässt die Dokumentation Rodins „Höllentor“g, das Bildhauerei, Tanz, Poesie und Literatur auf einzigartige Art und Weise miteinander verband, lebendig werden. In eindrucksvollen Bildern folgt der Film den Höhen und Tiefen, die die Entstehung des Werkes begleiteten. Rodin erscheint als Pionier, der die Kunst aus ihrer akademischen Erstarrung befreite und so den Weg für die Moderne ebnete.

Sonntag, 20.05. / 18.25 Uhr / Bella Italia! Italienische Operngala aus dem Festspielhaus Baden-Baden
Musik, Deutschland, 2016, SWR        43 Min.
Regie: Nele Münchmeyer
Dirigent: Gérard Korsten
Komponist: Giacomo Puccini, Wolfgang Amadeus Mozart, Vincenzo Bellini, Gaetano Donizetti, Giuseppe Verdi
Orchester: SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg

Mit: Massimo Giordano (Tenor), Erwin Schrott (Bassbariton), Angel Blue (Sopran)

Online verfügbar von 20/05 bis 27/05

Bella Italia in Baden-Baden! Im Festspielhaus brachten die Operngrößen Angel Blue, Massimo Giordano und Erwin Schrott am Silvesterabend 2015 große italienische Oper zum Erklingen. Die drei weit gereisten Solisten sangen Arien und Duette von Gaetano Donizetti, Vincenzo Bellini, Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini und Wolfgang Amadeus Mozart. Ein Opernabend der Extraklasse: ARTE bringt „amore“g und „dolce vita“g, die unvergleichliche italienische Lebensart zwischen temperamentvoller Leidenschaft und sonnigem Wohlgefühl, ins Wohnzimmer.

„Amore“g und „dolce vita“g – besser kann man sie kaum beschreiben, die unvergleichliche italienische Lebensart. „Amor, amor, amor...“g, so endet auch das Duett von Rodolfo und Mimì aus „La Bohème“g von Puccini. Mit diesen und anderen Duetten und Arien von Donizetti, Bellini, Verdi und Mozart entführt ARTE nach Italien. Die drei Operngrößen Angel Blue, Massimo Giordano und Erwin Schrott interpretierten die bekannten Werke und gaben sich am Silvesterabend 2015 im Festspielhaus Baden-Baden die Ehre.    Angel Blue strahlt nicht nur durch ihre „bella voce“g, sondern wurde überdies als Miss California und Miss Hollywood ausgezeichnet. Mit den Siegesprämien dieser Schönheitswettbewerbe finanzierte sie sich ihr Gesangsstudium. Danach räumte sie dann bei Plácido Domingos Gesangswettbewerb Operalia mehrere Preise ab. Dieser bejubelte sie bereits als „die nächste Leontyne Price“g.    Massimo Giordano ist den ARTE-Zuschauern durch seinen Auftritt als Renato Des Grieux in Puccinis „Manon Lescaut“g von den Baden-Badener Osterfestspielen 2014 bekannt. Der italienische Tenor ist ein Weltenbummler der internationalen Opernszene. „Amore e Tormento“g lautet der Titel seines Debütalbums.    Erwin Schrott wurde in Uruguay als Sohn einer Arbeiterfamilie mit österreichisch-deutschen Vorfahren geboren. Er debütierte im Alter von 22 Jahren als Roucher in „Andrea Chénier“g von Umberto Giordano und sang am Teatro Municipal in Santiago de Chile. 1998 wurde er international bekannt, als er zwei Preise bei Plácido Domingos Operalia gewann. Die ARTE-Zuschauer kennen ihn nicht zuletzt durch sein Tangoprojekt „Rojotango“g.

Zusatzinfo: Das Konzertprogramm im Überblick:    - Giacomo Puccini: „E lucevan le stelle“g, Arie des Cavaradossi aus „Tosca“g    - Wolfgang A. Mozart: „Madamina, il catalogo è questo“g, Arie des Leporello aus „Don Giovanni“g    - Vincenzo Bellini: „Qui la voce“g, Arie der Elvira aus „I Puritani“g    - Gaetano Donizetti: „Quanto amore! Ed io, spietata“g, Duett Adina & Dulcamara aus „L’felisir d’famore“g    - Giacomo Puccini: „Che gelida manina“g, „Sì, mi chiamano Mimì“g, „O soave fanciulla“g, Mimì & Rodolfo aus „La Bohème“g    - Giuseppe Verdi: „Libiamo ne' lieti calici ...“g, Brindisi aus „La Traviata“g

Sonntag, 20.05. / 20.15 Uhr / Der Glöckner von Notre Dame
(Notre-Dame de Paris)
Spielfilm, Frankreich, 1956, ARD, ARTE F        115 Min.
Regie: Jean Delannoy
Autor: Victor Hugo
Kamera: Michel Kelber
Schnitt: Henri Taverna
Musik: Georges Auric, Angelo Francesco Lavagnino
Produktion: Panitalia, Paris Film Productions
Produzent: Raymond Hakim, Robert Hakim
Drehbuch: Jacques Prevert, Jean Aurenche

Mit: Gina Lollobrigida (Esmeralda), Anthony Quinn (Quasimodo), Jean Danet (Kapitän Phoebus de Chateaupers), Alain Cuny (Claude Frollo), Robert Hirsch (Gringoire), Danielle Dumont (Fleur de Lys), Philippe Clay (Clopin Trouillefou), Maurice Sarfati (Jehan Frollo), Jean Tissier (König Louis XI), Valentine Tessier (Aloyse de Gondelaurier), Jacques Hilling (Charmolue), Jacques Dufilho (Guillaume Rousseau), Roger Blin (Mathias Hungadi), Marianne Oswald (Falourdel), Roland Bailly (Torterue)

Der bucklige Glöckner Quasimodo lebt im Turm der Kathedrale Notre Dame. Das Volk von Paris treibt seinen Spott mit ihm, und der düstere Alchimist Frollo benutzt ihn für seine Interessen - nur die schöne Zigeunerin Esmeralda hat Mitleid mit dem missgestalteten Kirchendiener. Als sie ihn aus einer Notlage befreit, verliebt sich Quasimodo hoffnungslos in Esmeralda. Sie wird kurz darauf der Hexerei bezichtigt und zum Tode verurteilt. Um sie zu schützen, entführt Quasimodo die schöne Zigeunerin in den Turm der Kathedrale.

Das Volk von Paris feiert Fastnacht. Zu dem ausgelassenen Treiben auf dem Platz vor Notre Dame gesellt sich auch die schöne Zigeunerin Esmeralda. Übermütig schlägt sie vor, den buckligen Glöckner Quasimodo zum Narrenkönig zu machen: In einem Triumphzug wird Quasimodo durch Paris getragen, bis der finstere Alchimist Claude Frollo, Quasimodos Herr und Beschützer, dem Trubel ein abruptes Ende bereitet. Ohne es sich eingestehen zu wollen, begehrt Frollo die heißblütige Esmeralda. Doch er weiß, dass er bei der schönen Frau, der alle Männer Paris' zu Füßen liegen, keine Chance hat und verdrängt seine Begierde, die er nicht mit seinem geistlichen Leben vereinbaren kann. Um Esmeralda trotzdem zu besitzen, befiehlt er schließlich seinem Schützling Quasimodo, sie gewaltsam zu ihm zu bringen. Doch Quasimodos Entführungsversuch schlägt fehl, Esmeralda wird von dem galanten Capitaine Phoebus de Chateaupers gerettet, in den die Zigeunerin sich prompt verliebt. Quasimodo hingegen wird an den Pranger gestellt, wo er hilflos dem Spott der Menge ausgesetzt ist. Esmeralda ist die Einzige, die sich schließlich des Ärmsten erbarmt. Mit ihrem Mitleid gewinnt sie das Herz des missgestalteten Glöckners.Als Esmeralda aufgrund einer Intrige der Hexerei bezichtigt und zum Tode verurteilt wird, ist es nicht etwa ihr pragmatischer Liebhaber Phoebus, der sie rettet, sondern der bucklige Quasimodo. Er entführt Esmeralda in den Turm von Notre Dame und kämpft mit aller Kraft um das Leben seiner Geliebten …c

Zusatzinfo: Der gleichnamige Romanstoff von Victor Hugo war zuvor bereits mehrmals verfilmt worden, 1923 von Wallace Worsley, 1939 von William Dieterle. Delannoys Version ist die erste Adaption in Farbe, wodurch die Kulissen der Kathedrale von Notre Dame ganz anders zur Geltung kommen. Delannoy bestand bei der Umsetzung darauf, die Figuren entsprechend der literarischen Vorlage zu gestalten und musste sich deswegen gegen seine Produzenten auflehnen, die Negativreaktionen der Kirche befürchteten. Nicht zuletzt gewinnt „Der Glöckner von Notre Dame“g durch die Besetzung der Hauptrollen mit Anthony Quinn als Quasimodo und Gina Lollobrigida in der Rolle der Esmeralda.

Sonntag, 20.05. / 22.10 Uhr / Geheimwaffe Jazz
Dokumentarfilm, USA, 2017, ZDF        86 Min.
Regie: Berkeley, Hugo
Online verfügbar von 20/05 bis 19/06
Erstausstrahlung

1956 präsentieren die USA eine neue Waffe im Kalten Krieg gegen die Sowjetunion: Jazz Musiker sollen mit ihren gemischten Bands weltweit gegen die Behauptung der Sowjets anspielen, in den USA gebe es keine Gleichberechtigung zwischen den Rassen. Louis Armstrong, Dizzy Gillespie, Duke Ellington sollen der Welt zeigen, dass die USA für Freiheit und Gleichheit stehen. Doch mit der Bürgerrechtsbewegung wachsen die Zweifel der Musiker: Warum das Bild eines toleranten Amerika propagieren, wo zuhause die Menschenrechte der Afroamerikaner mit Füßen getreten werden?

1956 beschließen die USA eine neue Waffe im Kalten Krieg gegen die Sowjetunion: Sie wollen Jazz Musiker wie Louis Armstrong, Duke Ellington, Dizzy Gillespie und Dave Brubeck und ihre gemischten Bands als Kulturbotschafter in die Welt schicken, um allen zu beweisen, dass es Rassentrennung in den USA nicht gibt und reine Propaganda der Sowjets ist. Die schwarzen Jazzer nehmen das Angebot an und gehen als Vertreter des amerikanischen Traums von Gleichheit und Freiheit auf musikalische Mission. Amerikanischer Jazz erobert die Herzen von Millionen.Jazz bedeutet Freiheit. Doch die wachsende Bürgerrechtsbewegung zuhause zwingt die Musiker Position zu beziehen. Wieso sollen sie überall auf der Welt das Bild eines toleranten Amerika propagieren, wo zuhause die Menschenrechte der Afroamerikaner mit Füßen getreten werden?

„Geheimwaffe Jazz“g erzählt, wie die Musiker ihre Mission zur eigenen Geheimwaffe machen, um der Bürgerrechtsbewegung global Gehör zu verschaffen. Als der Kalte Krieg sich in den 1950er Jahren zum Atomkrieg zuzuspitzen droht, entwirft der amerikanische Präsident Dwight Eisenhower seine Vision einer neuen Außenpolitik. Die von ihm eingerichtete Informationsagentur USIA soll den Krieg mit kulturellen Mitteln gewinnen. Der Radiosender „Voice of America“g, der weltweit zu empfangen ist, spielt dabei eine zentrale Rolle.   

Sonntag, 20.05. / 23.40 Uhr / Benvenuto Cellini
Oper, Frankreich, Großbritannien, 2015, ARTE F        180 Min.
Dirigent: Sir Mark Elder
Kostüme: Katrina Lindsay
Chor: Koor van De Nationale Opera
Choreographie: Leah Hausman
Komponist: Hector Berlioz
Bühnenbild / Ausstattung / Bauten: Terry Gilliam, Aaron Marsden
Libretto: Léon de Wailly, Auguste Barbier
Licht: Paule Constable
Inszenierung: Terry Gilliam, Leah Hausman
Orchester: Rotterdams Philharmonisch Orkest
Produzent: Toni Hajal
Fernsehregie: François Roussillon
Video: Finn Ross

Mit: John Osborn (Benvenuto Cellini), Mariangela Sicilia (Teresa), Laurent Naouri (Fieramosca), Maurizio Muraro (Giacomo Balducci), Michèle Losier (Ascanio), Orlin Anastassov (Papst Clemens VII.), Nicky Spence (Francesco), Scott Conner (Bernardino), André Morsch (Pompeo), Marcel Beekman (Der Cabaretier)

Online verfügbar von 20/05 bis 28/05

Rom, 1532: Es ist Karnevalszeit. Der Bildhauer Benvenuto Cellini arbeitet an der Vollendung einer von Papst Clemens VII. in Auftrag gegebenen Statue. Doch zugleich muss er die Intrigen seines Rivalen Fieramosca abwehren. Der ist zu allem Übel auch noch sein Nebenbuhler, denn wie Cellini liebt auch er die schöne Teresa. Die farbenprächtige Inszenierung von Berlioz‘e Erstlingswerk durch Monty-Python-Begründer Terry Gilliam unter der musikalischen Leitung von Mark Elder ist ein Augen- und Ohrenschmaus. Die Aufführung wurde 2015 an der Niederländischen Oper mitgeschnitten.

Monty Python und die Oper – ein Triumph: Nach seiner ersten, vielversprechenden Inszenierung der Oper „La damnation de Faust“g von Hector Berlioz (2011) nahm sich Filmregisseur, Schauspieler und Monty-Python-Begründer Terry Gilliam 2014 Berlioz‘e Erstlingswerk „Benvenuto Cellini“g vor. Die Handlung spielt 1532 in Rom zur Karnevalszeit. Der Goldschmied und Bildhauer Benvenuto Cellini arbeitet an der Vollendung einer Statue für Papst Clemens VII. Zugleich muss er sich jedoch der Intrigen seines Rivalen, des päpstlichen Bildhauers Fieramosca, erwehren, der bei der Auftragsvergabe leer ausgegangen und noch dazu wie Benvenuto in Teresa verliebt ist. Nach vielen Wirren und Wendungen gelingt es Benvenuto, die Statue fertigzustellen und Teresas Hand zu fordern – obwohl deren Vater seine Tochter viel lieber mit Fieramosca vermählt hätte. Beeindruckt von der Lektüre der Autobiografie des Florentiner Bildhauers Benvenuto Cellini, beauftragte Berlioz die Librettisten Léon de Wailly und Auguste Barbier mit einer Vorlage. Doch bei der Uraufführung 1838 in Paris stieß das Werk auf Unverständnis, und Berlioz wurde angefeindet. Trotz dieses Fehlschlags ließ Franz Liszt 1852 in Weimar eine deutschsprachige Neufassung als Dreiakter wiederaufführen. Diese sogenannte Weimarer Fassung hatte Berlioz zuvor eigenhändig überarbeitet und gestrafft. Die Produktion von Terry Gilliams „Benvenuto Cellini“g an der Niederländischen Oper (DNO) in Amsterdam wurde 2015 aufgezeichnet. Der britische Dirigent Mark Elder leitet das Orchester und den Chor. Ein farbenprächtiges und facettenreiches, wechselndes Bühnenbild mit Videoprojektionen und gigantischen Skulpturen, dazu eine rasante, von den Interpreten mit Freude und Bravour gemeisterte Musik machen die Aufführung zu einem Erlebnis auf Bühne und Bildschirm.

Freitag, 25.05. / 00.25 Uhr / Tracks
Magazin, Deutschland, 2018, ZDF        43 Min.
Online verfügbar von 25/05 bis 23/08
Erstausstrahlung

Diese Woche in „Tracks“g: Eine feministische Bicycle-Gang engagiert sich für sichere Straßen in East Los Angeles / Wir bleiben in L.A.: Berlinale-Doku über die Partyreihe „Shakedown“g, die das Nachtleben in der Stadt verändert hat / „Tracks“g ist live bei einem Konzert von Superorganism, der aktuell „buzziest band“g.

(1): Ovarian Psycos – Feministische Bicycle-Gang    East Los Angeles ist nicht nur geografisch weit weg von Hollywood und Beverly Hills: In der größten Latino-Neighborhood der Stadt kämpfen vor allem Frauen oft ums pure Überleben. Neu ist, dass sie das auch auf ihren Fahrrädern tun. Die Ovarian Psycos haben sich als feministische Bike-Brigade zusammengeschlossen, um für Straßen zu demonstrieren, auf denen Frauen sich sicher bewegen können. Ihr Mantra: „Wer mit einer Gruppe Frauen bikt, kann den Krieg gewinnen.“g  

(2): Berlinale-Doku „Shakedown“g    Diese Partyreihe hat das Nachtleben von L.A. für immer verändert! „Shakedown“g war in den frühen 2000ern eine Institution der lesbischen Underground-Szene – und Regisseurin Leilah Weinraub mit der Kamera dabei. Aus mehr als 400 Stunden Material in Lo-Fi-Ästhetik entstand ihr Regiedebüt, das auf der diesjährigen Berlinale Weltpremiere feierte und jetzt sogar im MoMA gezeigt wurde.   

(3): Live: Superorganism    Mit ihrem Slacker-Pop-Hit „Something For Your M.I.N.D.“g und ausverkauften Club-Gigs in ganz England erspielten sich Superorganism nicht nur das Tag „buzziest band“g, sondern unterschrieben auch beim Indie-Traditionslabel Domino und durften mal eben in der legendären Jools-Holland-Show auftreten. Hinter dem Hype steckt ein achtköpfiges Kollektiv aus einer WG in East London, angeführt von der 17-jährigen Japanerin Orono. „Tracks“g trifft Superorganism bei ihrem Konzert in Berlin.

Freitag, 25.05. / 01.10 Uhr / Berlin Live: Blues Pills
Musik, Deutschland, 2015, ZDF        56 Min.
Regie: Stefan Mathieu
Online verfügbar von 25/05 bis 24/06

Die Blues Pills schaffen ihren eigenen, neuen und gleichzeitig klassisch-eingängigen Mix aus Blues, Rock 'n' Roll und Soul. Nicht erst mit seinem ersten Longplayer hat das junge internationale Quartett 2014 einen Hype losgetreten, dem es mühelos mit Talent, Können und Charisma gerecht wird. Dass sie auch live ein Erlebnis sind, beweisen die Blues Pills auf der „Berlin Live“g-Bühne.

So jung und schon den Blues in Fleisch und Blut? Die Blues Pills aus dem schwedischen Örebro haben ihren eigenen, neuen und gleichzeitig klassisch-eingängigen Mix aus Blues, Rock 'n' Roll und Soul geschaffen. Sängerin Elin Larsson wird oft genug mit den Größten des Genres verglichen. Der knapp 19-jährige Gitarrist Dorian Sorriaux zaubert Gitarren-Soli, die sich mit treibendem Bass und groovenden Drums zu einem Sound voller Leichtigkeit und Frische verbinden.    Nicht erst mit ihrem ersten Longplayer hat das amerikanisch-schwedisch-französische Quartett 2014 einen Hype losgetreten, dem es mühelos mit Talent, Können und Charisma gerecht wird. Dass die Blues Pills auch live ein Erlebnis sind, beweisen sie auf der „Berlin Live“g-Bühne.

Freitag, 25.05. / 02.10 Uhr / Abgedreht!
Magazin, Frankreich, 2017, ARTE F        35 Min.
Online verfügbar von 25/05 bis 24/06
Erstausstrahlung

Sonntag, 27.05. / 08.24 Uhr / Kinoköpfe: Was macht ein Toningenieur?
Kindersendung, Belgien, 2014, ARTE        4 Min.
Regie: David Mathy
Online verfügbar von 27/05 bis 26/06

Was ein Film ist, das weiß jeder – aber wie er entsteht, können sich viele nicht genau vorstellen. In der Kindersendung "Kinoköpfe" werden die 15 wichtigsten Filmberufe in jeweils einer kurzen, spannenden Folge vorgestellt. Drei Filmschauspieler treffen Menschen, die in interessanten Berufen in der Filmbranche arbeiten.

Vom Schreiben des Drehbuchs bis zur Vorführung eines Films – jede der kurzen Vorstellungen der verschiedenen Filmberufe behandelt eine Phase im Entstehungsprozess eines Films. Sie beleuchten, welche Etappen Filme bei ihrer Herstellung generell durchlaufen müssen. Dabei stehen nach und nach der Drehbuchautor, der Produzent, der Produktionsassistent, der Caster, der Schauspieler, der Kameramann, der Tontechniker und der Maskenbildner im Scheinwerferlicht. Auch erfahren wir, wie der Berufsalltag eines Regisseurs, eines Cutters, eines Tonmischers, eines Trickspezialisten, eines Coloristen sowie eines Komponisten und schließlich auch eines Kinobetreibers aussieht.     Der Kinder-Kurzfilm "Der Neue" wird in der ersten Folge von "Kinoköpfe" in voller Länge gezeigt: In den darauffolgenden Sendungen der Reihe werden die verschiedenen Berufsgruppen aus dem Filmbereich vorgestellt, die an der Entstehung dieses Kurzfilms beteiligt waren. "Der Neue" erzählt von der Ankunft eines neuen Schülers in einer Klasse. Er zeigt, wie der Neuankömmling Gaston die bereits bestehenden Beziehungen in der Schulklasse verändert und wie neue Freundschaften entstehen.

Sonntag, 27.05. / 08.30 Uhr / Kinoköpfe: Was machen Kinobetreiber und Programmdirektoren?
Kindersendung, Belgien, 2014, ARTE        6 Min.
Regie: David Mathy
Online verfügbar von 27/05 bis 26/06

Was ein Film ist, das weiß jeder – aber wie er entsteht, können sich viele nicht genau vorstellen. In der Kindersendung "Kinoköpfe" werden die 15 wichtigsten Filmberufe in jeweils einer kurzen, spannenden Folge vorgestellt. Drei Filmschauspieler treffen Menschen, die in interessanten Berufen in der Filmbranche arbeiten.

Vom Schreiben des Drehbuchs bis zur Vorführung eines Films – jede der kurzen Vorstellungen der verschiedenen Filmberufe behandelt eine Phase im Entstehungsprozess eines Films. Sie beleuchten, welche Etappen Filme bei ihrer Herstellung generell durchlaufen müssen. Dabei stehen nach und nach der Drehbuchautor, der Produzent, der Produktionsassistent, der Caster, der Schauspieler, der Kameramann, der Tontechniker und der Maskenbildner im Scheinwerferlicht. Auch erfahren wir, wie der Berufsalltag eines Regisseurs, eines Cutters, eines Tonmischers, eines Trickspezialisten, eines Coloristen sowie eines Komponisten und schließlich auch eines Kinobetreibers aussieht.     Der Kinder-Kurzfilm "Der Neue" wird in der ersten Folge von "Kinoköpfe" in voller Länge gezeigt: In den darauffolgenden Sendungen der Reihe werden die verschiedenen Berufsgruppen aus dem Filmbereich vorgestellt, die an der Entstehung dieses Kurzfilms beteiligt waren. "Der Neue" erzählt von der Ankunft eines neuen Schülers in einer Klasse. Er zeigt, wie der Neuankömmling Gaston die bereits bestehenden Beziehungen in der Schulklasse verändert und wie neue Freundschaften entstehen.

Sonntag, 27.05. / 11.25 Uhr / Kunst im Paradies: Das Museum of Old and New Art (MONA) in Hobart / Australien (Tasmanien)
Dokumentationsreihe, Deutschland, 2017, RB        27 Min.
Regie: Sabine Pollmeier
Online verfügbar von 27/05 bis 03/06
Erstausstrahlung

An den unwahrscheinlichsten Orten der Welt finden sich neue Museen mit großartigen Kunstwerken, die ihre Entstehung den Visionen privater Sammler verdanken. Kunstparadiese – geschaffen von Sammlern, die als Selfmademen ein riesiges Vermögen gemacht haben. Im fernen Tasmanien, in abgelegenen Tälern der argentinischen Anden, auf einer japanischen Inselgruppe, und am Rande einer chinesischen Metropole – die Reihe „Kunst im Paradies“g nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise quer über den Globus. Der erste Teil führt zum MONA, dem Museum of Old and New Art in Australien.

MONA – so lautet die Abkürzung für das Museum of Old and New Art, das 2011 auf der australischen Insel Tasmanien eröffnet wurde. Der aus der Inselhauptstadt Hobart stammende Gründer David Walsh entdeckte schon als junger Mathematikstudent seine Faszination für Zahlen. Ein Besuch im Spielcasino in den frühen 80er Jahren sollte mit der Erkenntnis, dass er bestimmte Karten- und Glücksspiele mathematisch berechnen kann, zukunftsweisend sein. Es war der Beginn einer Spielerkarriere, die ihn märchenhaft reich machte. So reich, dass er im Alleingang ein Museum für seine Kunstsammlung finanzieren konnte. Als das Museum 2011 eröffnet wurde, hatte es 200 Millionen australische Dollar gekostet und übertraf das Guggenheim Museum in New York in seiner Größe um das Zweifache. Schlagartig etablierte das MONA das abgelegene Tasmanien auf der Landkarte der internationalen Kunstszene – als ein Ort der Überraschung und des Staunens: Ein Aufzug bringt die Besucher in die Räumlichkeiten unter der Erde. Erwartet werden diese dort zunächst nicht von Kunst, sondern einer Bar. Verschlungene Treppen und Korridore führen anschließend labyrinthisch durch die dunklen Räume und wie aus dem Nichts tauchen moderne Kunstobjekte von Erwin Wurm oder Wim Delvoye auf. Gleich daneben stehen ägyptische Sarkophage und eine holzgeschnitzte Palasttür aus Nigeria. Alle Epochen vermischen sich und stehen gleichberechtigt nebeneinander. Das große Publikum liebt das MONA. Auch wenn die Insel nur eine halbe Million Einwohner hat, zählt es jährlich knapp 350.000 Besucher und gilt somit als das meistbesuchte Museum der südlichen Hemisphäre.

Sonntag, 27.05. / 16.45 Uhr / Metropolis: Valletta
Magazin, Deutschland, 2018, WDR        43 Min.
Erstausstrahlung

(1): Metropolenreport: Valletta


(1): Metropolenreport: Valletta    Mit rund 6.500 Einwohnern ist sie die kleinste Hauptstadt der EU-Staaten und die südlichste: Valletta, barocke Festungsstadt auf der Mittelmeerinsel Malta. Als Gesamtkunstwerk und Weltkulturerbe von der UNESCO ausgezeichnet, ist die Stadt zwischen Europa und Afrika in diesem Jahr neben dem niederländischen Leeuwarden Kulturhauptstadt Europas. Und die ganze Insel feiert mit. „Festa“g heißt das Motto. Aber was wird in Valletta gefeiert? Der kulturelle Reichtum der Stadt oder die vorherrschenden halbseidenen Steuergeschäfte? Die mafiösen Strukturen? Die Korruption? Bis heute ist der im Herbst 2017 verübte Mord an der kritischen Journalistin Daphne Caruana Galizia völlig unaufgeklärt. Wie gehen Kulturschaffende mit dieser Situation um? Welches Verhältnis haben sie zu ihrer Stadt? Was heißt es, wenn sich Valletta als eine Stadt versteht, die „von Gentlemen für Gentlemen“g gebaut wurde?     „Metropolis“g trifft Künstler, Fotografen, Musiker und schaut hinter die Kulissen des Kulturhauptstadtprogramms.

Sonntag, 27.05. / 17.30 Uhr / Rodin ~ Wegbereiter der Moderne
Dokumentation, Frankreich, 2015, ARTE F        52 Min.
Regie: Claire Duguet
Online verfügbar von 27/05 bis 03/06

Literatur, Musik, Malerei und Fotografie: Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts brachte zahlreiche neue künstlerische Ausdrucksformen hervor, die mit der Romantik und dem vorherrschenden Akademismus brachen. In dieser von Kreativität überschäumenden Epoche spiegelte Auguste Rodin den Zeitgeist wider, bewahrte sich jedoch auch eine ganz eigene künstlerische Handschrift. Anhand von ausgewählten Schriften und Briefen, verbunden mit Archivmaterial und Aussagen zahlreicher Bewunderer wie Rilke, Mirbeau, Maillol, Hugo und Zola stellt die Dokumentation Rodins Leben und Werk in die gesellschaftspolitischen Zusammenhänge seiner Zeit. ARTE wirft einen neuen Blick auf das Genie Rodin, der bis heute als revolutionärer Wegbereiter der Moderne gilt.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, dem Zeitalter der Industrialisierung, vollzogen sich in Gesellschaft und Kunstgeschichte umwälzende Veränderungen. Die Romantik wurde vom Naturalismus abgelöst, den bedeutende Künstler wie Flaubert, Baudelaire, Monet und Courbet begeistert aufgriffen. Einer der „Unruhestifter“g dieser künstlerischen Revolution war der Bildhauer Auguste Rodin. Diesen Aspekt hebt die Dokumentation „Rodin - Wegbereiter der Moderne“g hervor, gestützt auf Archivmaterial und Zeugnisse von Schaffensgefährten Rodins aus dem künstlerischen, literarischen und gesellschaftlichen Umfeld jener Zeit, wie etwa Rilke, Mirbeau, Maillol, Hugo und Zola. Zu sehen sind neben seinen Skulpturen, Entwürfen und Skizzen auch private Fotografien und bewegende Filmaufnahmen von Rodin in seinem Atelier. Nach turbulenten Anfängen wurde Rodin sehr schnell als ein Künstler wahrgenommen, der etwas wagte und mit einem ganz eigenen Stil hervortrat. Mit Werken wie „Das Höllentor“g, „Die Bürger von Calais“g und „Der Kuss“g eroberte sich Rodin einen herausragenden Platz in der Kunstgeschichte. Obwohl seine ersten Skulpturen Skandale erregten und von offizieller Seite abgelehnt wurden, fanden sich genügend aufmerksame Sammler, die sein Potenzial erkannten und große Hoffnungen in ihn setzten. Seine Beziehung zu der 19-jährigen Bildhauerin Camille Claudel – Rodin selbst war 43, als er sie kennenlernte – prägte und inspirierte ihn. Die Jahre mit Camille waren sicherlich die fruchtbarsten für Rodin, er wurde immer anspruchsvoller, was seinen bildhauerischen Ausdruck betraf. Rodin gehörte zum Kreis der angesehensten Künstler seiner Zeit. Seine große Ausstellung im Pavillon de l'Alma im Jahr 1900, als die Pariser Weltausstellung veranstaltet wurde, machte ihn auch international bekannt. Die Eröffnung des nach ihm benannten Museums in Paris sollte er nicht mehr erleben: Er starb 1917, einige Monate nach seiner langjährigen Lebensgefährtin Rose Beuret, die stets in seinem Schatten gestanden und die er erst kurz vor ihrem Tod geheiratet hatte. Rodins Einfluss auf zahlreiche Künstler seiner Epoche und seine Nachwelt ist unverkennbar, wie etwa auf Bourdelle, Maillol und Pompon, später auch auf Henry Moore und Ousmane Sow – bis hin zu Anselm Kiefer. Aus dem begabten und ehrgeizigen Beamtensohn Rodin wurde eine Leitfigur der modernen Bildhauerei.

Sonntag, 27.05. / 18.25 Uhr / Eine Tangonacht aus der Hollywood Bowl
Musik, Deutschland, 2016, ZDF        42 Min.
Regie: Michael Beyer
Dirigent: Gustavo Dudamel
Komponist: Astor Piazzolla, Lalo Schifrin, Alberto Ginastera
Orchester: Los Angeles Philharmonic
Mit: Angel Romero (Gitarre), Seth Asarnow (Bandoneon), Tango Buenos Aires
Online verfügbar von 27/05 bis 26/06

Gustavo Dudamel, der Chefdirigent des LA Philharmonic, lädt zu einer Tangonacht in die Freilichtbühne Hollywood Bowl. Vor 18.000 Zuschauern wird er ein Feuerwerk südamerikanischer Klassiker dirigieren, vom mitreißenden Tango bis zu romantisch-virtuosen Gitarrenklängen: das perfekte Programm für eine laue Sommernacht.

Gustavo Dudamel, der Chefdirigent des LA Philharmonic, lädt zu einer Tangonacht in die Freilichtbühne Hollywood Bowl. Vor 18.000 Zuschauern wird er ein Feuerwerk südamerikanischer Klassiker dirigieren, vom mitreißenden Tango bis zu romantisch-virtuosen Gitarrenklängen: das perfekte Programm für eine laue Sommernacht. Von Astor Piazzolla, der Ikone des argentinischen Tangos, steht neben einigen seiner zündendsten Tanzkompositionen auch das Orchesterkonzert "Tangazo" auf dem Programm. Hier bündelt der Erfinder des Tango Nuevo all jene Einflüsse, die er gerne in seiner Musik verarbeitet, von Bartok oder Villa-Lobos bis zu Bach und Jazz.    Lalo Schifrin ist vor allem durch seine Filmmusiken bekannt: Dazu zählen die Titelthemen von "Mission: Impossible" oder auch die Musik zu "Rush Hour" und "Shrek". Doch in seinem Gitarrenkonzert, das in der Hollywood Bowl seine Welturaufführung erleben wird, besinnt sich Schifrin auf seine südamerikanischen Wurzeln. Er schreibt dem Solisten auf den Leib, was die Gitarre an Klängen und Effekten zu bieten hat. Ist der 1. Satz von der spanischen Renaissance-Musik beeinflusst, wechselt Schifrins Klangkosmos im Adagio zu indoamerikanischen und afrikanischen Elementen, um im finalen Allegretto alle Elemente zu einem gitarristischen Showdown zu vereinigen.    Angel Romero, der spanische Gitarren-Weltstar, ist der ideale Solist für dieses zündende Spektrum an Gitarrenklängen.

Zusatzinfo: Das Programm im Überblick:     - Astor Piazzolla: "Tangazo"    - Lalo Schifrin: "Concierto de la Amistad" für Gitarre und Orchester (Welturaufführung)    - Alberto Ginastera: "Four Dances from Estancia"    - Astor Piazzolla: Tangos     Die Sendung ist auch auf ARTE Concert zu sehen unter: concert.arte.tv

Sonntag, 27.05. /  00.15 Uhr / La Fiesta
Tanz, Frankreich, 2017, ARTE F        87 Min.
Regie: Julien Condemine
Kostüme: Peggy Housset
Choreographie: Israel Galván
Komponist: Israel Galván, Nino de Elche
Licht: Carlos Marquerie

Mit: Eloísa Cantón, Emilio Caracafé, Israel Galván, El Junco, Ramón Martínez, Nino de Elche, Minako Seki, Alia Sellami, Ucchi

Online verfügbar von 27/05 bis 03/06

Mit seinem neuen Stück „La Fiesta“g bringt der andalusische Choreograph Israel Galván eine einzigartige Mischung aus Flamenco und zeitgenössischem Tanz auf die Bühne. Zusammen mit acht Tänzern präsentierte er am 19. Juli 2017 erstmalig sein Bühnenwerk im Ehrenhof des Papstpalastes von Avignon – einer der Höhepunkte des 71. „Festival d‘eAvignon“g im Sommer des letzten Jahres.

Nahezu instinktiv trat der Vollbluttänzer und Choreograph Israel Galván in die Fußstapfen seiner beiden Flamenco tanzenden Eltern: „In Sevilla haben Feiern eine tragische Dimension. Aber ich sehe darin auch jede Menge versteckte Gesten: Die Art und Weise, wie sich jemand hinsetzt, im Rhythmus der Musik mit den Fingern schnippt oder mit den Wimpern schlägt. Es passiert viel im Verborgenen, nicht im Rampenlicht. Hier schlummert eine Riesenenergie, und genau die interessiert mich.“gIn seinem neuen Stück „La Fiesta“g übernimmt und verwandelt Israel Galván auf einzigartige Art und Weise die traditionelle Sprache des Flamencos und sprengt damit die Grenzen des zeitgenössischen Tanzes. Bei der Erstaufführung im Ehrenhof des Papstpalastes von Avignon im Juli des vergangenen Jahres stand er mit acht Tänzern und unkonventionellen Musikern auf der Bühne, die nicht alle dem Flamenco-Milieu entstammen. Um ein authentisches Fest auf die Bühne zu bringen – so wie er selbst es mit Freunden und Familie feiern würde – verbindet der Andalusier die künstlerische Disziplin mit spontanen Einfällen.In der europäischen und internationalen Tanzszene nimmt Israel Galván einen einzigartigen Platz ein: Aufgrund seines virtuosen Tanzstils vergleichen ihn manche Kritiker mit dem legendären Vaslav Nijinsky. Als Choreograph machte sich Galván mit den Stücken „Arena“g, „La Edad de Oro“g, „Tabula Rasa“g und „FLA.CO.MEN“g einen Namen.

Zusatzinfo: ARTE zeigt eine überarbeitete Fassung des Mitschnitts der Erstaufführung am 19. Juli 2017 auf dem „Festival d’fAvignon“g.

Sonntag, 27.05. /  01.45 Uhr / Aus tiefster Seele
(Une Histoire d'âme)
Fernsehfilm, Frankreich, 2014, ARTE F        82 Min.
Regie: Bénédicte Acolas
Autor: Ingmar Bergman
Kostüme: Alexandra Charles
Bühnenbild / Ausstattung / Bauten: Riton Dupire-Clément
Kamera: Gilles Porte
Schnitt: Camille Cotte
Musik: Pierre-Alexandre "Yuksek" Busson
Produktion: CG Cinéma, ARTE F, balj films, Pictanovo
Produzent: Charles Gillibert
Redaktion: Arnaud Jalbert
Drehbuch: Bénédicte Acolas
Ton: Guillaume Sciama, Valérie Arlaud, Oliver Do Huu
Mit: Sophie Marceau (Viktoria)
Online verfügbar von 27/05 bis 04/06

Eine Frau mittleren Alters, Viktoria. Sie spricht mit sich selbst. Zutiefst einsam, streift sie durch das mittlerweile leer geräumte Haus, in dem sie ihre Kindheit, Jugend und ihr Eheleben verbracht hat. An diesem Ort kommen viele verschiedene Erinnerungen in ihr hoch. Viktoria durchlebt jeden Abschnitt ihres Lebens noch einmal intensiv und vergegenwärtigt zurückliegende Gefühlszustände. Sie erinnert sich, träumt, fantasiert und halluziniert. Sie lässt ihren Ehemann Alfred, ihre Mutter, ihren Vater und ihre Freunde wieder aufleben.

„Aus tiefster Seele“g spricht diese Frau mittleren Alters namens Viktoria: Sie zieht Bilanz über ihr Leben und die Männer darin. Sie stammt aus einer wohlhabenden Familie, ist die Tochter eines Bischofs und Gattin eines untreuen Ehemanns.    Zu sich selbst sprechend streift sie durch das mittlerweile leerstehende Haus, in dem sie ihr ganzes Leben verbracht hat. Dabei lässt sie ihre längst verstorbenen Familienmitglieder wieder zum Leben auferstehen. Ihrem Ehemann gegenüber enthüllt sie ihre intimsten Gedanken und Fantasien. Sie vertraut sich einem unsichtbaren Publikum an und berichtet ihm von ihren glücklichsten und traurigsten Momenten. Hat sie sich je frei entfalten können? Je selbstbestimmte Entscheidungen getroffen?    Ganz klar und eindeutig spricht Viktoria sukzessive ihr Sexualleben an. Sie erzählt von ihrer Mutter, die ihr keine Liebe gezeigt hat, von ihrem Vater, der von seiner Tochter wiederum zu viel Liebe verlangt hat, und darüber hinaus von den auf sie gerichteten urteilenden Blicken der anderen. Immer verzweifelter versucht sie, sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren und den Schein zu wahren. Zwischen Depression und Hysterie, Höhenflug und Todeswunsch will sie der Einsamkeit entkommen.    Viktoria trägt ihre Seele im Gesicht, und ihr Gesicht ist wie eine Landschaft. So kann sie problemlos von Rolle zu Rolle wechseln. Ihre multiplen Persönlichkeiten sind das Spiegelbild ihrer Emotionen. In all ihren Identitäten gibt sich Viktoria völlig unbefangen.

Zusatzinfo: Bénédicte Acolas setzt „Aus tiefster Seele“g, das zunächst als surrealistisches Theaterstück („Eine Seelenangelegenheit“g) nach einem Text von Ingmar Bergmann dramatisiert wurde, in eine eindringliche und prominent besetzte filmische Inszenierung um. Das Porträt der Viktoria im Alter von Mitte 40 ist eine Reflexion von angesammelten Erinnerungen und Sehnsüchten aus der Vergangenheit. Acolas kehrt die Emotionen und die innere Welt Viktorias nach außen.    Bénédicte Acolas ist Theaterregisseurin und Dramaturgin. 2006 erteilte ihr die Ingmar-Bergman-Stiftung die Aufführungsrechte an dem Theaterstück „Die entblößte Seele“g. 2014 war sie die Erste, die das vom Meisterregisseur Bergmann nicht selbst realisierte Werk verfilmte. Die nicht nur in Frankreich weitbekannte Schauspielerin Sophie Marceau („LOL - Laughing Out Loud" 2008, „James Bond 007 - Die Welt ist nicht genug“g 1999, „La Boum - Die Fete“g 1980) spielt die Rolle der Viktoria. Für „La Boum 2 - Die Fete geht weiter“g (1982) erhielt die auch als Regisseurin arbeitende Schauspielerin 1983 den César als beste Nachwuchsdarstellerin.

Freitag, 01.06. / 22.10 Uhr / Paul Simon - Under African Skies
Dokumentarfilm, USA, 2011, ARTE F        83 Min.
Regie: Joe Berlinger
Online verfügbar von 01/06 bis 09/06

Paul Simon nahm 1986 gemeinsam mit südafrikanischen Musikern sein Album „Graceland“g auf. Der Dokumentarfilm erzählt die turbulente Entstehungsgeschichte des legendären Albums. „Graceland“g gilt als eines der erfolgreichsten Alben der Popgeschichte und war das erste, das unter dem Begriff „Weltmusik“g vermarktet wurde. Es verkaufte sich mehr als 14 Millionen Mal, wurde mit zwei Grammys ausgezeichnet – und seinerzeit zum Politikum. Simon spielte Teile von „Graceland“g in Südafrika ein und brach damit den Kulturboykott, den die Vereinten Nationen über das Apartheidregime verhängt hatten.

1986 nahm Paul Simon in Südafrika sein Erfolgsalbum „Graceland“g auf. Der Dokumentarfilm „Paul Simon - Under African Skies“g begleitet ihn auf seiner Rückkehr nach Südafrika und erzählt die turbulente Entstehungsgeschichte des legendären Albums. Nach einer Südafrika-Reise fasste Simon den Entschluss, gemeinsam mit schwarzen Musikern von dort ein Album aufzunehmen, auf dem südafrikanische Rhythmen und Klänge mit US-amerikanischem Folkrock verschmelzen. Daraus entstand ein musikalisches Meisterwerk, mit dem sich Simon aber auch direkt in politisches Kreuzfeuer begab: Man warf ihm vor, den Kulturboykott zu unterlaufen, der von den Vereinten Nationen über Südafrika verhängt worden war, um Druck auf das Apartheidregime auszuüben. Er wurde zeitweise sogar auf die schwarze Liste von ANC und UN gesetzt. Die Kontroversen konnten dem kometenhaften Aufstieg des Albums nicht wirklich etwas anhaben. 1986 verkaufte sich „Graceland“g weltweit über 14 Millionen Mal und wurde von der Kritik hochgelobt. Das Lied „You Can Call Me Al“g wurde 1987 zum Welthit, das Album erhielt den Grammy in der Kategorie „Bestes Album“g. Der Titelsong „Graceland“g wurde mit einem weiteren Grammy in der Kategorie „Single des Jahres“g ausgezeichnet. Paul Simon gibt im Dokumentarfilm aufschlussreiche Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Albums. Neben Aktivisten von damals kommen auch Größen aus dem Show- und Filmgeschäft zu Wort, darunter Quincy Jones, Harry Belafonte, Paul McCartney, David Byrne, Peter Gabriel, Whoopi Goldberg und Oprah Winfrey.

Freitag, 01.06. / 23.35 Uhr / Tracks
Magazin, Deutschland, 2018, ZDF        43 Min.
Online verfügbar von 01/06 bis 30/08
Erstausstrahlung

(1): Alibombo Percusión: Musikinstrumente aus Plastikmüll   
(2): Der neue Stern am Pophimmel: Billie Eilish   
(3): Die Hamburger Band Plastiq

(1): Alibombo Percusión: Musikinstrumente aus Plastikmüll    Wie so viele Millionenstädte in Schwellenländern versinkt auch Medellín im Plastikmüll. Dass daraus jedoch nicht nur gewaltige Müllberge, sondern auch richtig gute Sounds entstehen können, zeigt die kolumbianische Band Alibombo Percusión.   

(2): Der neue Stern am Pophimmel: Billie Eilish    In der Plastikwelt des Pop wird massenweise recycelt oder nach einmaligem Gebrauch verschrottet. Billie Eilish hat andere Pläne: Die junge Musikerin aus Los Angeles hat den Sound und das Selbstbewusstsein für eine Karriere abseits der gängigen Schubladen in der Welt des Pop.   
(3): Die Hamburger Band Plastiq    Wird erst genug Energie hineingesteckt, lässt sich Plastik nach freien Stücken formen. So verhält sich auch die Musik der Band Plastiq. Das Hamburger Trio legt Collage und Improvisation ihren Auftritten, aber auch ihren Albumaufnahmen zugrunde – und lässt so immer wieder neue musikalische Unikate entstehen.

Freitag, 01.06. / 00.20 Uhr / Berlin Live: Simple Minds
Musik, Deutschland, 2018, ZDF        61 Min.
Regie: Stefan Mathieu
Online verfügbar von 01/06 bis 01/07
Erstausstrahlung

Die Simple Minds feiern ihren 40. Geburtstag – und zwar auf einer ausgedehnten Tour quer durch Europa. Neben brandneuen Songs aus ihrem Album „Walk Between Worlds“g geben sie für „Berlin Live“g an diesem besonderen Abend im Berliner SchwuZ auch ihre größten Erfolgssongs aus den 80er und 90er Jahren zum Besten. Ihre Nummer-eins-Hits „Belfast Child“g und „Don’ft You (Forget About Me)“g sind unvergessen und gehören schon längst zur modernen Popgeschichte.

„Promised You A Miracle“g, „Don’ft You (Forget About Me)“g und „Belfast Child“g – das sind die unvergessenen Top-Hits der Pop-Legenden Simple Minds. Neben diesen Ohrwürmern haben die Schotten in ihrer 40-jährigen Bandgeschichte 17 Studioalben produziert. Was die Band in all den Jahren aber wirklich ausgemacht hat, waren ihre fulminanten und ausgedehnten Tourneen. Hier konnten sie ihre genialen musikalischen Verrücktheiten vollends ausspielen.    Im letzten Jahr war die Band zum ersten Mal in ihrer Geschichte mit der „Acoustic“g-Tour unplugged auf den Bühnen der Welt unterwegs. 2018 schließen sie mit ihrer „Walk Between Worlds“g-Tour unmittelbar daran an und machen für „Berlin Live“g Halt im Berliner SchwuZ. Neben brandneuen Songs spielen sie an diesem besonderen Abend auch ein Best-of ihrer größten Erfolge aus den 80er und 90er Jahren, darunter „Waterfront“g und „Sanctify Yourself“g.

Freitag, 01.06. / 01.25 Uhr / Abgedreht! Simon & Garfunkel
Magazin, Frankreich, 2017, ARTE F        35 Min.
Online verfügbar von 01/06 bis 01/07
Erstausstrahlung

(1): Story: Simon & Garfunkel
(2): Ikone: „Die Reifeprüfung“g
(3): Story: Paul Simons Solokarriere(4): Rare Perle: Art Garfunkel

(1): Story: Simon & Garfunkel Mit engelsgleichen Stimmen und einlullendem Folk waren Simon & Garfunkel die Tranquilizer der psychedelisch-psychotischen USA in den 1960er Jahren. Zwischen 1965 und 1970 veröffentlichte das wohl ungleichste Duo der Rockgeschichte fünf Alben, die allesamt Kultstatus besitzen. Hier die Geschichte ihres Erfolgs.

(2): Ikone: „Die Reifeprüfung“g1967 brilliert Dustin Hoffman in „Die Reifeprüfung“g von Mike Nichols als weltfremder junger Mann, der aus Langeweile ein Verhältnis mit einer älteren Frau anfängt – der berühmten Mrs. Robinson, der sogar ein eigenes Lied gewidmet wurde. Doch wie kam die Musik von Simon & Garfunkel überhaupt in „Die Reifeprüfung“g?

(3): Story: Paul Simons SolokarriereNachdem sich Simon & Garfunkel getrennt hatten, bot sich für Paul Simon eine Solokarriere an. Er zeichnete für die Hits des Duos verantwortlich und hatte nicht die Absicht, es dabei zu belassen. Sein erstes Soloalbum erschien im Januar 1972.(4): Rare Perle: Art Garfunkel1980 ist Art Garfunkel als Solist im kanadischen Fernsehen zu Gast. Er ist 39 Jahre alt und erzählt aus seiner Kindheit.

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