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Programm-Tipps: Musik ~ Theater auf 3sat:

Regelmäßige Kultursendungen

Montags bis freitags (außer Feiertage), 19.20 Uhr: Kulturzeit
Samstags, 09.05 Uhr: Kulturplatz

Samstags, 19.30 Uhr: Kulturpalast ~ Fachmagazin für E- und U-Kultur

Sonntag, 19.08. / Raue Welt Nordnordwest - Ein 3sat Thementag

Montag, 20.08. / 00.45 Uhr / Songs an einem Sommerabend 2015
29. Open-Air-Festival auf der Wiese vor Kloster Banz
(Erstsendung: 15.08.2015)
ARD/BR

Das Liedermacher-Festival "Songs an einem Sommerabend" vor dem Kloster Banz ist eine der wenigen Veranstaltungen dieser Art im deutschsprachigen Raum. Auch 2015 waren bekannte Namen dabei.

Liedermacher wie Konstantin Wecker, Hannes Wader und Reinhard Mey haben das Festival mit geprägt und es zu einem festen Bestandteil der Kulturszene in Franken gemacht. 2015 trat Konstantin Wecker sogar mit einem kompletten Kammerorchester auf - eine Neuheit.

Montag, 20.08. / 02.45 Uhr / Songs an einem Sommerabend 2014
28. Open-Air-Festival auf der Wiese vor Kloster Banz
(Erstsendung: 15.08.2014)
ARD/BR

Beim Liedermacher-Festival "Songs an einem Sommerabend 2014" waren unter anderen Konstantin Wecker, Hannes Wader, Reinhard Mey, Klaus Hoffmann, Bodo Wartke und Anna Depenbusch dabei.

Das Festival vor dem Kloster Banz ist eine der wenigen Veranstaltungen dieser Art im deutschsprachigen Raum. Alle Großen der europäischen Liedermacherszene sind dort auf der Bühne vertreten.

Montag, 20.08. / 04.45 Uhr / Heimatsound Concerts: Mathias Kellner & Friends
Leerer Beutel, Regensburg, 2015
ARD/BR

Mathias Kellner berührt seine Fans immer mit seiner Bühnenpräsenz und einer großartigen Stimme. Im Oktober 2015 gab er ein Konzert mit den Songs seines Albums "Zeitmaschin'".

Einige seiner musikalischen Weggefährten hat er für diesen besonderen Abend eingeladen: Martina Schwarzmann, künstlerischer "Buddy" der ersten Stunde, hat nicht nur den Text, sondern auch den Impuls zum Song "Da seidne Faden" geliefert.

Bananafishbones-Sänger und "Heimatsound"-Moderator Sebastian Horn begleitet Mathias Kellner musikalisch und als Freund ebenfalls schon seit vielen Jahren. Er teilt immer wieder die Bühne mit ihm und singt auf seiner ersten Solo-CD "Häddidadiwari" in "Du drahst di" mit. Und dann wäre da noch San2, der neue Stern am Münchner Blues-Himmel, den Matthias Kellner - einmal gehört - unbedingt mit auf seiner Bühne haben wollte.
 
Allein mit seinen Gitarren, seinen Liedern und seiner sprudelnden Fantasie sorgt Mathias Kellner für eine super Stimmung. Er singt und erzählt abwechselnd aus seiner Jugend auf dem Land oder von den ersten Erfahrungen in Sachen Liebe und Freundschaft.

Samstag, 25.08. / 20.15 Uhr / West Side Story
Spielfilm, USA 1961
Zum 100. Geburtstag von Leonard Bernstein
3sat

Anita: Rita Moreno
Riff: Russ Tamblyn
Tony: Richard Beymer
Maria: Natalie Wood
u. a.
Regie: Robert Wise
Länge: 146 Minuten

In einem von Puertoricanern bewohnten Armenviertel von New York gerät ein junges Liebespaar zwischen die Fronten eines erbitterten Bandenkriegs.

Leonard Bernsteins Musical basiert frei auf Shakespeares Tragödie "Romeo und Julia". Die Filmfassung von 1961 mit Natalie Wood und Richard Beymer in den Hauptrollen erhielt zehn Oscars und gilt als ein Meilenstein in der Geschichte des Musical-Films.

Mittelpunkt der Handlung ist ein Streit zwischen den rivalisierenden Jugendbanden "Sharks" und "Jets" in einem Einwandererviertel in New York. Der sozialkritische Ansatz und Verzicht auf das übliche unbeschwerte Happy End war damals in der Musical-Welt neu. Auch so hohe technische Anforderungen an die Gesangssolisten in dieser Verschmelzung von Drama, Gesang und dynamischen modernen Tanzeinlagen gab es vorher nicht.

Der Film ist eine gelungene Adaption des gleichnamigen Broadway-Musicals. Getragen von der bewegenden und kraftvollen Musik Leonard Bernsteins besticht er durch dynamische Tanzszenen, viele Außenaufnahmen und eine effektvolle Farbdramaturgie.

Redaktionshinweis: 3sat zeigt den Spielfilm "West Side Story" zur Erinnerung an Leonard Bernstein, der am 25. August 100 Jahre alt geworden wäre. Aus demselben Anlass gehen im Anschluss, um 22.40 und um 23.30 Uhr, die "Bernstein Story" und "Leonard Bernstein" auf Spurensuche nach dem Menschen und Künstler Leonard Bernstein.

Samstag, 25.08. / 22.40 Uhr / Bernstein Story
Zum 100. Geburtstag von Leonard Bernstein
Film von Georg Wübbolt
Erstausstrahlung
3sat

Anlässlich seines 100. Geburtstags am 25. August 2018 zeigt der Film die wichtigsten biografischen und künstlerischen Stationen im Leben des Dirigenten und Komponisten Leonard Bernstein.

40 Jahre lang lag ihm die Musikwelt zu Füßen. Bernstein war von Musik besessen. "Ohne Musik kann ich nicht leben", sagte er. Dazu zählte er aber nicht nur seine erfolgreichen Dirigate und bejubelten Kompositionen, sondern auch seine Mission als Musikvermittler.

In den 1940er-Jahren fand Leonard Bernstein seine kompositorische Berufung. Er spielte in Jazzcombos und lernte dabei die Musik der Afro-Amerikaner und anderer Bevölkerungsgruppen kennen. In seiner Musik reflektiert sich das Amerika des 20. Jahrhunderts. Darauf, ebenso wie auf den Klängen seiner russischen und jüdischen Wurzeln, beruht sein komplettes Werk.

Und doch wurde der Komponist durch den Dirigenten Bernstein noch bei Weitem übertroffen. Mit gerade mal 25 Jahren katapultierte er sich als Orchesterleiter an die Weltspitze. Das Ringen zwischen Dirigieren und Komponieren sollte bis zu seinem Ende sein künstlerisches Dasein bestimmen. Diese Zerrissenheit vollzog sich auch im persönlichen Bereich: Mit seiner Familie einerseits und seinen Lebenspartnern andererseits war er immer auf der Suche nach Erfüllung. Leonard Bernstein – ein ewig Suchender, ewig Zweifelnder. Dabei beglückte er mit seiner Aura Millionen Menschen.

Familienangehörige und enge Wegbegleiter erinnern sich in dem Film an Leonard Bernstein und sein Leben. Dokumentarische Archivaufnahmen und Ausschnitte aus Konzertaufzeichnungen lassen den Musiker und Menschen noch einmal unmittelbar erleben.

Samstag, 25.08. / 23.30 Uhr / Leonard Bernstein ~ Reflections
Film von Peter Rosen
Zum 100. Geburtstag von Leonard Bernstein
(Erstsendung: 16.03.2010)
ARD/WDR

Leonard Bernstein (1918-1990) war ein Künstler von beeindruckender Vielseitigkeit, ein Universalgenie, dessen Wirken das musikalische Bewusstsein des 20. Jahrhunderts tief geprägt hat.

Peter Rosen zeichnet ein einfühlsames Porträt des Musikers und des Menschen Leonard Bernstein. Er begleitete Bernstein bei Proben und Konzerten in Tel Aviv und folgte ihm in die New Yorker Carnegie Hall, in der Bernstein 1943 sein legendäres Debüt als Dirigent gab.

Er besuchte ihn auch in seiner Wohnung im Herzen New Yorks, hoch über dem Central Park, wo Leonard Bernstein offen und sehr persönlich über sein Leben und seine Arbeit sprach.

Samstag, 25.08. / 00.25 Uhr / Lang Lang - New York Rhapsody
Film von Lothar Mattner
(Erstsendung: 29.10.2017)
ARD/WDR

Lang Langs "New York Rhapsody", am 3. Mai 2016 im Lincoln Center aufgezeichnet, ist eine Liebeserklärung an die Stadt, die zu seiner Wahlheimat geworden ist.

In einer großen Show mit den Künstlern Rufus Wainwright, Suzanne Vega, Lindsey Stirling, Kurt Elling, Jerry Douglas und Andra Day wurden Werke von Leonard Bernstein, Aaron Copland, Danny Elfman, George Gershwin und anderen aufgeführt.

Trotz der unterschiedlichen Musikstile der Kompositionen haben die Werke eine gemeinsame Verbindung: Sie sind alle eine Huldigung an die Magie dieser Stadt. Das Orchester leitete David Lai.

Sonntag, 26.08. / 10.20 Uhr / Belcea Quartet - Beethovens Streichquartett in B-Dur, op. 130
Wiener Konzerthaus, 2013
Mit Corina Belcea (Violine I), Axel Schacher (Violine II), Krzysztof Chorzelski (Bratsche) und Antoine Lederlin (Violoncello)
ORF

Mit Spielfreude auf höchstem Niveau und technischer Virtuosität begeistert das Belcea Quartet. 2013 spielten die Musiker Beethovens Streichquartett in B-Dur, op. 130 im Wiener Konzerthaus.

"Was diese Musik antreibt, ist die Sehnsucht des Menschen nach Freiheit sowie das unstillbare Verlangen, seine eigenen Grenzen zu erweitern und dabei die Wahrheit über sich selbst zu erfahren", steht im Vorwort zur Aufzeichnung der Beethoven-Streichquartette.

Die rumänische Violinistin Corina Belcea hat gemeinsam mit dem polnischen Bratschisten Krzysztof Chorzelski das Ensemble 1994 gegründet und mit Axel Schacher (Violine) und Antoine Lederlin (Violoncello) komplettiert.

Neue Grenzen lotet das Ensemble auch immer wieder in Bezug auf sein mannigfaltiges Repertoire aus. Der Bogen spannt sich von Uraufführungen über Werke von Dutilleux, Bartók und Britten bis hin zu Schubert und Mozart. Neben den beiden Gründungsmitgliedern Corina Belcea und Krzysztof Chorzelski geben in dieser Hinsicht die französischen Musiker Axel Schacher (Violine) und Antoine Lederlin (Violoncello) wichtige Impulse. Zu Gast in den großen Konzerthäusern der Welt, wie etwa unter anderem dem Concertgebouw Amsterdam, der New Yorker Carnegie Hall sowie dem Stockholm Konserthuset, begeistert es mit den verschiedenen musikalischen Einflüssen seiner Mitglieder und der technischen Virtuosität.

Am Wiener Konzerthaus ist das Ensemble seit 2010 ebenso "Quartet in Residence" wie an der Guildhall School of Music and Drama in London. Die gesamten Beethoven-Streichquartette haben die Musiker 2012 und 2013 auf ihrem eigenen Exlusiv-Label Zig-Zag Territoires aufgenommen.

Sonntag, 26.08. / 11.05 Uhr / Belcea Quartet - Beethovens Streichquartett in f-Moll, op. 95
Wiener Konzerthaus, 2013
Mit Corina Belcea (Violine I), Axel Schacher (Violine II), Krzysztof Chorzelski (Bratsche) und Antoine Lederlin (Violoncello)
ORF

Mit Spielfreude auf höchstem Niveau und technischer Virtuosität begeistert das Belcea Quartet. 2013 spielten die Musiker Beethovens Streichquartett in F-Moll, op. 95 im Wiener Konzerthaus.

"Was diese Musik antreibt, ist die Sehnsucht des Menschen nach Freiheit sowie das unstillbare Verlangen, seine eigenen Grenzen zu erweitern und dabei die Wahrheit über sich selbst zu erfahren", steht im Vorwort zur Aufzeichnung der Beethoven-Streichquartette.

Die rumänische Violinistin Corina Belcea hat gemeinsam mit dem polnischen Bratschisten Krzysztof Chorzelski das Ensemble 1994 gegründet und mit Axel Schacher (Violine) und Antoine Lederlin (Violoncello) komplettiert.

Neue Grenzen lotet das Ensemble auch immer wieder in Bezug auf sein mannigfaltiges Repertoire aus. Der Bogen spannt sich von Uraufführungen über Werke von Dutilleux, Bartók und Britten bis hin zu Schubert und Mozart. Neben den beiden Gründungsmitgliedern Corina Belcea und Krzysztof Chorzelski geben in dieser Hinsicht die französischen Musiker Axel Schacher (Violine) und Antoine Lederlin (Violoncello) wichtige Impulse. Zu Gast in den großen Konzerthäusern der Welt, wie etwa unter anderem dem Concertgebouw Amsterdam, der New Yorker Carnegie Hall sowie dem Stockholm Konserthuset, begeistert es mit den verschiedenen musikalischen Einflüssen seiner Mitglieder und der technischen Virtuosität.

Am Wiener Konzerthaus ist das Ensemble seit 2010 ebenso "Quartet in Residence" wie an der Guildhall School of Music and Drama in London. Die gesamten Beethoven-Streichquartette haben die Musiker 2012 und 2013 auf ihrem eigenen Exlusiv-Label Zig-Zag Territoires aufgenommen.

Sonntag, 26.08. / 11.30 Uhr / Lev Vinocour spielt russische Meisterwerke
Konzert im Petersburger Scheremetjew Palast, 2018

Programm:
- Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow (1844-1908): "Scheherazade"
- Alexander Gribojedow (1795-1829): "Zwei Walzer" As
- Anton Rubinstein (1829-1894): "Romanze", op. 44 Nr. 1
- Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow: "Hummelflug"
- Sergej Wassiljewitsch Rachmaninov (1873-1943): Praeludium cis-Moll, op. 3 Nr. 2
- Boris Pasternak (1890-1960): Sonate h-Moll
- Lev Tolstoi (1840-1893): "Walzer" F-Dur
- Peter Iljitsch Tschaikowski: 4 Fragmente des Balletts "Dornröschen"
Erstausstrahlung
SRF/3sat

Der renommierte russische Pianist Lev Vinocour spielt im Scheremetjew Palast in seiner Heimatstadt St. Petersburg Klassiker und Trouvaillen russischer Komponisten.

Auf dem Programm stehen neben bekannten Werken auch selten aufgeführte Stücke berühmter russischer Schriftsteller, die auch Kompositionen hinterließen: unter anderem von Boris Pasternak und Alexander Gribojedow sowie der kleine Walzer von Lev Tolstoi.

Samstag, 01.09. / 19.20 Uhr / Tanz-Hotspot Monaco
Film von Birgit Lorbeer und Elke Schwenck
Erstausstrahlung
3sat

Monaco steht für Luxus, Glamour, Stars und Sternchen. Das Fürstentum hat jedoch noch eine ganz andere Seite: Es ist kulturelles Aushängeschild, besonders in Sachen Tanz.

Prinzessin Caroline und der Chefchoreograf Jean-Christophe Maillot haben es geschafft, das Fürstentum zu einem Eldorado des Tanzes zu machen und mit der Förderung von Jungchoreografen und erstklassigen Neuschöpfungen international Aufsehen zu erregen.

Monaco, das zweitkleinste Land der Welt nach dem Vatikan, wartet mit einem weltberühmten Casino, mit Luxusjachten, Sportwagen in XXL und mondäner Atmosphäre auf. Weniger dagegen ist das Fürstentum für sein exzellentes Engagement in Sachen Tanz bekannt. Dabei spielt Monaco in der Tanzgeschichte des 20. Jahrhunderts eine tragende Rolle: In Monaco nahm die Erfolgsgeschichte der Ballets Russes ihren Ausgangspunkt. 1911 nahm die von Sergei Pawlowitsch Diaghilev gegründete Kompanie ihren Sitz in Monte Carlo.

Prinzessin Caroline, kunstinteressiert und tanzbegeistert, gründete - anknüpfend an die Vergangenheit und auf Wunsch ihrer Mutter Gracia Patricia - in den 1980er-Jahren ebenfalls eine Tanzkompanie: Les Ballets de Monte Carlo. Heute ist das Ensemble wichtigster Kulturbotschafter des Zwergenstaates und durch viele Tourneen und Neuproduktionen Aushängeschild der Monegassen weltweit.

Redaktionshinweis: Mit "Les Ballets de Monte Carlo" zeigt 3sat um 20.15 Uhr einen Ballettabend mit zwei thematisch unterschiedlichen Choreografien von Nacho Duato und Joseph Hernandez aus dem diesjährigen Sommerprogramm des Ensembles in Erstausstrahlung.

Samstag, 01.09. / 20.15 Uhr / Festspielsommer: Les Ballets de Monte Carlo
Choreografien von Nacho Duato und Joseph Hernandez
Salle Garnier, Opéra de Monte Carlo

Mit den Stücken "White Darkness" und "The Lavender Follies - Creation"

Kostüme: Nacho Duato, Yannick Cosso, Jordan Pallages
Musik: Karl Jenkins, Johannes Till
Inszenierung: Thomas Klein
Erstausstrahlung
3sat

3sat zeigt aus dem Sommerprogramm 2018 des "Les Ballets de Monte Carlo" einen Ballettabend mit zwei thematisch unterschiedlichen Choreografien von Nacho Duato und Joseph Hernandez.

Das Bettetstück "White Darkness", das Nacho Duato 2001 für die Compania Nacional de Danza in Madrid kreierte, gilt inzwischen als Meilenstein der Tanzgeschichte. In diesem Stück voll existentieller Tiefe verarbeitet Nacho den Drogentod seiner Schwester.

Zwischen Drogeneuphorie und tänzerischer Ekstase bewegen sich die durchästhetisierten Pas de deux. Eine Paarbeziehung, die von Kokain zerstört wird, ein Paar, das im Kampf gegen die Sucht zusammenfindet - und dann daran zerbricht. Die Liebe als Fluchtpunkt, Hoffnung, Sinn des Lebens – sie hat keine Chance gegen die Droge. "White Darkness" – das Bestreben, aus der Düsternis ins Licht zu gelangen - scheint durch das weiße Pulver Kokain erfüllbar zu sein, solange bis die Dunkelheit alles verschlingt.

Die Welturaufführung des Nachwuchschoreografen Joseph Hernandez "The Lavender Follies – Creation" ist dagegen von der Leichtigkeit des Lebens inspiriert, von Broadway, Musical, Kino und Cabaret. Die Choreografie ist eine Hommage an Rodgers und Hammerstein, Stephen Sondheim, Kander and Ebb, die großen Namen der Show und des Theaters. Für Hernandez ist dieses Stück eine persönliche Liebeserklärung an die Welt der Bühne, die ästhetisch die Brücke zwischen Balletttradition und der Komplexität des modernen Tanzes schlägt.
 
Redaktionshinweis: 3sat setzt den diesjährigen "Festspielsommer" am Samstag, 8. September, um 20.15 Uhr mit "Opernhaus des Jahres 2017 (Lyon): Entführung aus dem Serail" fort.

Samstag, 01.09. / 21.30 Uhr / Mummenschanz - you and me
Die Highlights aus dem neuen Programm
Film von Floriana Frassetto und Stéphane Mattheuzzi
(Erstsendung: 02.04.2018)
SRF

Seit über 40 Jahren begeistert die Theatergruppe Mummenschanz mit ihrer wortlosen, poetischen Kunst das Publikum weltweit. 2017 waren sie mit einem neuen Programm auf Schweizer Tournee.

Unter der künstlerischen Leitung von Floriana Frassetto präsentieren Mummenschanz ihr Programm - wie immer ohne Worte und ohne Musik. Sie zeigen mit ruhigen Handlungen und wenigen Requisiten, was amüsiert, berührt und einen in seinen Bann zieht.

Gegründet wurden Mummenschanz 1972 von Andres Bossard, Bernie Schürch und Floriana Frassetto. Sie feierten große internationale Erfolge und verzauberten mit ihren Aufritten ein Millionenpublikum.

Von den Gründungsmitgliedern ist nur noch Floriana Frassetto mit dabei. Fünf junge Mimen sind dazugekommen.

Samstag, 01.09. / 22.35 Uhr / Walter Pfeiffer - Chasing Beauty
Film von Iwan Schumacher
(Erstsendung: 06.05.2018)
SRF

In einem Alter, in dem sich andere zur Ruhe setzen, gelingt Walter Pfeiffer der Durchbruch als international anerkannter Künstler und Modefotograf. Er spricht über sein Leben und Werk.

Das spannungsvolle Verhältnis von Kunst und Mode, mit dem Pfeiffer souverän jongliert, wird von Weggefährten Pfeiffers aus beiden Welten reflektiert. Getragen wird der Film von Pfeiffers hintergründigem Humor, seiner Bodenständigkeit und Authentizität.

Modelle aus vier Jahrzehnten erzählen über ihre Arbeit mit Pfeiffer, was sie bewog, ihm Modell zu stehen, und was seine Bilder ihnen heute bedeuten. Ganz nebenbei gibt der Film so einen Einblick in 40 Jahre Jugendkultur.

Sonntag, 02.09. / Meeresrauschen - Ein 3sat Thementag

Montag, 03.09. / 01.10 Uhr / Rockpalast ~ Rockland Norwegen
Film von Manuel Unger
(Erstsendung: 15.01.2007)
ARD/WDR

In Norwegen leben kaum mehr als 4,5 Millionen Menschen. Dennoch kommt eine stetig wachsende Zahl an international erfolgreichen Bands aus dem Nordland. Warum ist das so?

Warum sind Bands wie Röyksopp, Turbonegro, Gluecifer und Kaizers Orchestra bei uns genau so bekannt wie in ihrer Heimat? Auf der Suche nach Antworten reist das "Rockpalast"-Team nach Bergen, Oslo und Tromsö.

Es trifft Musiker, Produzenten, Label-Chefs, Medienvertreter und viele andere Menschen, die ihr Land und seine Besonderheiten beschreiben.

Montag, 03.09. / 02.10 Uhr / The Revival Tour
Film von Peter Sommer
(Erstsendung: 17.10.2011)
ARD/WDR

Im Oktober 2011 war eine der aufregendsten Gemeinschaftsprojekte des Rock-Business in der reichlich aufgeheizten Live Music Hall in Köln: The Revival Tour.

Die Punkrock-Helden und Folk-Fans Brian Fallon (The Gaslight Anthem), Chuck Ragan (Hot Water Music), Dan Andriano (Alkaline Trio) und Dave Hause (The Loved Ones) kamen mit Jon Gaunt (Geige) und Joe Ginsberg (Kontrabass) erstmals nach Europa.

Ragan dazu "Der wichtigste Teil der Tour ist die Kameradschaft und die Art, wie sich Menschen miteinander verbinden. Egal, ob man eine Mandoline spielt, singt, die Geige zupft, oder sich einfach nur die Show anguckt: Wir alle leben und atmen diese Art von Musik, und wir wollen das mit den Leuten teilen, die genauso ticken wie wir."

Montag, 03.09. / 05.10 Uhr / Rockpalast: Area4 Festival 2010 ~ The Gaslight Anthem
ARD/WDR
Buch: Peter Sommer
(Erstsendung: 27.09.2010)

Die US-amerikanische Rockband The Gaslight Anthem spielte 2010 auf dem Open-Air-Musikfestival "Area4" auf dem Flugplatz Borkenberge bei Lüdinghausen. Der "Rockpalast" war dabei.

Auf der Setlist standen unter anderem: "Great Expectations", "Wooderson", "The Diamond Church Street Choir", "Old White Lincoln", "Even Cowgirls Get the Blues", "Old Haunts", "The '59 Sound", "We Came to Dance", "American Slang" und "The Spirit of Jazz".

Samstag, 08.09. / 19.20 Uhr / Meere, Mauern, Mauscheleien - Europas Kulturhauptstädte 2018
Film von Maren Beuscher, Gerald Giesecke, Stefan Münker und Philipp Rimmele
3sat
Erstausstrahlung

Europa zwischen Friesland und Malta – das Kulturhauptstadtjahr spannt einen weiten Bogen zwischen alten Handelsregionen. Eine Reise in die beiden Kulturhauptstädte 2018.

Leuwaarden ist eine der beiden europäischen Kulturhauptstädte 2018. Genau genommen nicht nur Leeuwarden, sondern die Region Friesland. Elf holländische Städte präsentieren sich unter dem Motto "Trau Dich!". Die andere Kulturhauptstadt ist Valletta auf Malta.

Anders als die Vorgänger mit teils internationalen Kuratoren und großen "Acts", beflügeln die Friesen sich gegenseitig, bauen auf Initiativen und Ideen von Bürgern und lokalen Künstlern, setzen auf Behutsamkeit, Charme und Poesie - und natürlich auf die berühmtesten Kinder der Stadt: Mata Hari, die bis heute rätselhafte Tänzerin und Spionin, sowie M. C. Escher, grafischer Künstler und Schöpfer unmöglicher Figuren.

Im Blick auch: die Poesie der Kartoffel. Schon seit vielen Jahren - und längst vor der diesjährigen Partnerschaft mit der Stadt Valletta - besteht ein "potatoepoetischer" Austausch mit Malta. Poeten am Mittelmeer sowie an der Nordsee erzählen Geschichten, die auf die eine oder andere Weise Erdäpfel betrachten. Eine unter ihnen ist die Sorte "Valetta".

An Vergangenheit mangelt es der zweiten Kulturhauptstadt Valletta nicht – Maltas Hauptstadt wurde bereits 1980 wegen ihrer vielen historischen Bauwerke ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen – nur Gegenwart und Zukunft der kleinen Inselrepublik machen dann doch Kopfzerbrechen.

Spätestens seit dem Mord an der Investigativ-Journalistin und Bloggerin Daphne Caruana Galizia im Oktober 2017 steht Malta als Steuerparadies, Mafia-Hochburg und Korruptionsmoloch am Pranger. Mit millionenschweren Investitionen im Kulturbereich will Valletta 2018 - mit gerade mal 6000 Einwohnern die bislang kleinste europäische Kulturhauptstadt – ein Gegenbild kreieren und dem restlichen Europa zeigen, dass es von den unbeugsamen Insulanern durchaus etwas lernen kann.

Zum Beispiel in Sachen Integration - der Johanniter-Orden sorgte schon früh dafür, dass Valletta zu einem echten kulturellen Schmelztiegel wurde -, bei Migration oder Stadtraumverdichtung: Keine Region Europas ist dichter besiedelt. Während Vallettas Glanzzeiten verdienten die nicht immer keuschen Ordensritter mit dem Export seltener Potenzpilze, heute verkauft die Inselrepublik EU-Pässe an Superreiche aus aller Welt. Unbestreitbar hatten die traditionsbewussten Malteser schon immer ein großes Talent dafür, sich neu zu erfinden. Warum also nicht als kleinste europäische Kulturnation? Der nächste Transformationsprozess hat bereits begonnen.

Die Dokumentation porträtiert die beiden Städte und ihre spezifische Kultur anhand einiger Highlights des Kulturhauptstadtjahres 2018.

Samstag, 08.09. / 20.15 Uhr / Wolfgang Amadeus Mozart: Die Entführung aus dem Serail
Singspiel in drei Akten in deutscher Sprache
Opéra de Lyon - Opernhaus des Jahres 2017
Festspielsommer
3sat

Konstanze: Jane Archibald
Belmonte: Cyrille Dubois
Pedrillo: Michael Laurenz
Blonde: Joanna Wydorska
Osmin: David Steffens
Bassa Selim: Peter Lohmeyer

Chor: Opéra de Lyon
Orchester: Opéra de Lyon
Musikalische Leitung: Stefano Montanari
Inszenierung: Wajdi Mouwad
Erstausstrahlung

Die unterschiedliche Wahrnehmung von Frauen und Männern ist für den kanadischen Regisseur Wajdi Mouwad Ausgangspunkt einer hochaktuellen Deutung von Mozarts Singspiel.

Mouwads Auffassung der "Entführung" als Geschlechterkampf erlaubt es ihm und Kostümbildnerin Emmanuelle Thoma, sich bei der Ausstattung am ausgehenden 18. Jahrhundert zu orientieren. Die Botschaft ist klar: Die Probleme sind immer noch die gleichen. Für die Frauen.

Mouwad hat für seine Inszenierung einen Prolog verfasst und neue Dialoge geschrieben, in denen Belmonte und Konstanze, aber auch Pedrillo und Blonde, die Vorgänge am Hofe des Bassa aus ihrer jeweils eigenen Sicht kommentieren. Wie die Arien sind auch Prolog und Dialoge in deutscher Sprache.

Bei der großen Feier anlässlich der glücklichen Heimkehr aus dem Morgenland gibt es Streit. Sind die Türken wirklich so böse und frauenverachtende Menschen, wie Belmonte jetzt auf einmal behauptet? Hat er Konstanze wirklich so heldenhaft der Herrschaft des Bassa entrissen? Konstanze widerspricht aufs Entschiedenste. Sie hat das Geschehen im Serail ganz anders wahrgenommen als ihr Geliebter.

Um den Streit zu beizulegen schlägt sie vor, dass sie sich beide noch einmal gegenseitig ihre Geschichte der "Entführung aus dem Serail" erzählen. Mehr und mehr zeigt sich dabei, dass die "aufgeklärten" europäischen Männer sich in ihrer Einstellung und ihrem Verhalten Frauen gegenüber nur sehr wenig von den angeblich so rückständigen Türken unterscheiden.

3sat sendet Wolfgang Amadeus Mozarts Singspiel "Die Entführung aus dem Serail" als Erstausstrahlung aus der Opéra de Lyon, dem Opernhaus des Jahres 2017. Die Musikalische Leitung hat Stefano Montanari, es spielt und singt das Orchester und der Chor der Opéra de Lyon.

Redaktionshinweis: 3sat beendet den diesjährigen "Festspielsommer" am Samstag, 15. September, um 20.15 Uhr mit "Jonas Kaufmann in der Waldbühne".

Samstag, 08.09. / 01.30 Uhr / lesArt
Moderation: Christian Ankowitsch
(Erstsendung: 03.09.2018)
ORF

Christian Ankowitsch stellt Neuerscheinungen vor, begrüßt bekannte Autorinnen und Autoren und gibt Tipps für Lesende und Lesemuffel.

Das Lesemagazin will beweisen, dass Niveau und Unterhaltung einander nicht ausschließen müssen. Diesmal zu Gast: Marjana Gaponenko und Wolf Wondratschek, der im August 2018 seinen 75. Geburtstag feiert.

Sonntag, 09.09. / 10.05 Uhr / Literaturclub
SRF

"Literaturclub" diskutiert die neuesten literarischen Entdeckungen und gibt Orientierungshilfe im Buchmarkt.
In der Gesprächssendung werden jeweils vier bis fünf Neuerscheinungen besprochen.

Sonntag, 09.09. / 11.20 Uhr / Mackie Messer auf dem Weg ins Kino - hinter den Kulissen des Dreigroschenfilms
Dokumentarfilm von Juri Tetzlaff, Deutschland 2018
Länge: 59 Minuten
ARD/SWR

Der Haifisch bekommt wieder Zähne: Am 13. September 2018 kommt "Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm" von Joachim A. Lang mit einem hochkarätigen Ensemble in die deutschen Kinos.

Lang interpretiert die "Dreigroschenoper", den Welterfolg von Autor Bertolt Brecht und Komponist Kurt Weill, völlig neu. Der Dokumentarfilm begleitet die Dreharbeiten und schaut dem Regisseur und seinen Schauspielern über die Schulter.

„Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm" ist ein Film über eine Zeit großer Veränderung, über eine Welt in Aufruhr, über die großen gesellschaftlichen Fragen der Gegenwart. Joachim A. Lang verzichtet ganz bewusst auf eine geschlossene und konventionelle Einfühlungsdramaturgie und setzt lieber auf auf assoziative Übergänge und die Intelligenz des Publikums. Er will seinen "Dreigroschenfilm" mit einer offenen Form des Erzählens in die Gegenwart bringen.

Wie das gelingt, zeigt der Dokumentarfilm "Mackie Messer auf dem Weg ins Kino - hinter den Kulissen des Dreigroschenfilms" von Juri Tetzlaff. Er begleitet das Star-Ensemble und die Macher bei den Dreharbeiten in Belgien, Baden-Württemberg und Berlin. Er zeigt, wie sich das Ensemble entwickelt und sich die Stars auf ihre Rollen vorbereiten und einlassen, und ist hautnah dabei, wenn große Bilder für großes Kino entstehen.

Regisseur und Autor Joachim A. Lang ("George", "Brecht - Die Kunst zu leben") ist es gelungen, ein glänzendes Ensemble vor der Kamera zu versammeln. Lars Eidinger brilliert in bester epischer Manier als Brecht, in weiteren Rollen sind Tobias Moretti, Hannah Herzsprung, Joachim Król, Max Raabe und viele andere mehr zu sehen.

Die Musik wird eingespielt von Musikern des SWR Symphonieorchesters, der SWR Big Band und dem SWR Vokalensemble unter der Leitung des renommierten Dirigenten und Komponisten HK Gruber. Es tanzt die Gauthier Dance Company. Die Choreografien stammen von Eric Gauthier.

Sonntag, 09.09. / 12.20 Uhr / Belcea Quartet - Beethovens Streichquartett in cis-Moll, op. 131
Wiener Konzerthaus, 2013
Mit Corina Belcea (Violine I), Axel Schacher (Violine II), Krzysztof Chorzelski (Bratsche) und Antoine Lederlin (Violoncello)
ORF

Mit Spielfreude auf höchstem Niveau und technischer Virtuosität begeistert das Belcea Quartet. 2013 spielten die Musiker Beethovens Streichquartett in cis-Moll, op. 131 im Wiener Konzerthaus.

Die rumänische Violinistin Corina Belcea hat gemeinsam mit dem polnischen Bratschisten Krzysztof Chorzelski das Ensemble 1994 gegründet und mit Axel Schacher (Violine) und Antoine Lederlin (Violoncello) komplettiert. In ihrem Repertoire loten sie neue Grenzen aus.

Der Bogen spannt sich von Uraufführungen über Werke von Henri Dutilleux, Béla Bartók und Benjamin Britten bis hin zu Franz Schubert und Wolfgang Amadeus Mozart. Das Ensemble ist zu Gast in den großen Konzerthäusern der Welt wie dem Concertgebouw Amsterdam, der New Yorker Carnegie Hall, den Salzburger Festspielen sowie dem Stockholm Konserthus.

Am Wiener Konzerthaus ist das Ensemble seit 2010 ebenso "Quartet in Residence" wie an der Guildhall School of Music & Drama in London. Die gesamten Beethoven-Streichquartette haben die Musiker 2012 und 2013 auf ihrem eigenen Exlusiv-Label Zig-Zag Territoires aufgenommen.

"Was diese Musik antreibt, ist die Sehnsucht des Menschen nach Freiheit sowie das unstillbare Verlangen, seine eigenen Grenzen zu erweitern und dabei die Wahrheit über sich selbst zu erfahren", steht im Vorwort zur Aufzeichnung der Beethoven-Streichquartette.

Samstag, 15.09. / 19.20 Uhr / Theater: Ein Fest!
Kunstfest Weimar
Moderation: Nina Sonnenberg
Erstausstrahlung

3sat

Kultur Theater
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In dieser Folge von "Theater: Ein Fest!" besucht Nina Sonnenberg das Kunstfest Weimar. Das Festival feiert in diesem Jahr das bevorstehende 100. Bauhaus-Jubiläum.
 
Als Leitmotiv dienen zwei Figuren, die den Zustand der jungen Weimarer Republik auf besondere Weise zum Ausdruck bringen: der Hochstapler und der Seiltänzer. Daher das diesjährige Motto: "Von Hochstaplern und Seiltänzern – wie das Bauhaus nach Weimar kam".
 
Seiltänzer sind dabei, wenn die französische Straßentheatergruppe "Compagnie Transe Express" mit ihrem großen Akrobatik-Spektakel "Mù – Cinématique des fluides" das Kunstfest eröffnet. Nina Sonnenberg schaut sich außerdem den mit Corinna Harfouch und Susanne Wolff hochkarätig besetzten Shakespeare-Klassiker "Macbeth" an. Die belgischen Künstlerinnen Audrey Dero und Griet Herssens wecken mit ihrem Gedanken-Kurztrip "Trip tout petit" die Reiselust.
 
Weimar erkundet Nina Sonnenberg anhand der performativen Stadtführung "Zwischen den Zeiten" von Anke Heelemann. All das wird begleitet und eingebettet in den Bauhaus-Schwerpunkt des diesjährigen Festivals. Das Kunstfest Weimar: Ein Fest!

Samstag, 15.09. / 20.15 Uhr / Festspielsommer: Jonas Kaufmann in der Waldbühne
Mit Anita Rachvelishvili (Mezzosopran)
Orchester: Rundfunk-Sinfonieorchester, Berlin
Musikalische Leitung: Jochen Rieder
Regie: Henning Kasten
Moderation: Désirée Nosbusch
Erstausstrahlung
3sat

Jonas Kaufmann ist zu Gast in der Berliner Waldbühne. Unter dem Motto "dolce vita" begeistert der beliebte Tenor rund 15 000 Menschen mit italienischen Arien und Canzonen.

Eine echte Entdeckung an der Seite von Jonas Kaufmann: die georgische Mezzosopranistin Anita Rachvelishvili. Es spielt das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, geleitet von Jochen Rieder. Das Konzert in der Waldbühne wird von Désirée Nosbusch präsentiert.

Italien ist das Mutterland der Oper und die Heimat stimmungsvoller Canzonen, von Klassikern wie "Torna a Surriento" bis hin zu dem Welthit "Volare". Mit dem breiten Repertoire dieser italienischen Nacht befindet sich Jonas Kaufmann auf den Spuren von Caruso und Pavarotti, setzt aber mit dem Timbre seiner brillanten Stimme ganz eigene Akzente.

Als Gast unterstützt ihn dabei Anita Rachvelishvili. Die in Tiflis geborene Mezzosopranistin feierte 2009 ihren internationalen Durchbruch, als sie an der Seite von Jonas Kaufmann die Carmen an der Mailänder Scala sang. Die Presse schwärmt von ihrer Bühnenpräsenz und schreibt: "Eine Stimme wie ein Vulkan!"

Seine große Liebe zu Italien umschreibt Jonas Kaufmann mit folgenden Worten: "Italien ist für mich gelebte Leidenschaft auf höchstem Niveau! Ob das Liebesbeziehungen oder Dramen sind, ob Kunst, Essen oder das süße Nichtstun am Strand: Man hat plötzlich das Gefühl, man muss ständig lächeln …"

Redaktionshinweis: Mit dem Konzert "Jonas Kaufmann in der Waldbühne" beendet 3sat den diesjährigen Festspielsommer.

Samstag, 15.09. / 22.15 Uhr / Domingo und Wien - Eine musikalische Liaison
Film von Teresa Vogl
(Erstsendung: 21.05.2017)
ORF

Plácido Domingo und Wien - eine musikalische Liaison. Der Film lässt die Karriere des spanischen Opernsängers Revue passieren und zeigt, wie eng er mit Österreichs Hauptstadt verbunden ist.

2017 feiert Plácido Domingo sein 50-jähriges Bühnenjubiläum an der Wiener Staatsoper, einem Haus, dem er seit seinem Debüt sehr verbunden ist. An 250 Abenden war er bisher als Sänger und Dirigent am Haus am Ring zu erleben.

In mehr als 140 Rollen stand er bisher als Sänger auf der Bühne, mit den drei Tenören füllte er jahrzehntelang die Stadien. Vor einigen Jahren wechselte er erfolgreich ins Baritonfach und tritt nun auch vermehrt als Dirigent in Erscheinung.

Samstag, 15.09. / 22.45 Uhr / Der Mozarteum Sound
Film von Peter Beringer
(Erstsendung: 11.12.2016)
ORF

Anlässlich seines 175-jährigen Jubiläums zeigt der Film von Peter Beringer das Symphonie-, Festspiel- und Opernorchester von Salzburg hautnah.

1841 unter Mithilfe von Mozarts Witwe Constance und seinen beiden Söhnen zunächst als Studierendenorchester gegründet, avancierte das Mozarteumorchester zu einem international renommierten Kulturbotschafter der Mozartstadt Salzburg.

Im stetigen Spannungsfeld zwischen Alltag und hoher Kunst begibt sich der Film auf die Suche nach dem Faszinosum Orchester und dessen Bedeutung für die österreichische Musiklandschaft.

Sonntag, 16.09. / 11.35 Uhr / Verbier Festival 2015: András Schiff spielt Haydn und Beethoven
Programm:
- Joseph Haydn: Klaviersonate Es-Dur, Hob. XVI: 52, Op. 92
- Ludwig van Beethoven: Klaviersonate No 32, Op. 111
SRF

Der ungarische Pianist András Schiff gehört zu den Größen der heutigen Musikwelt. Seine Gesamtaufnahmen von Bach, Schumann, Schubert und Beethoven sind Denkmale der Klavierliteratur.

In Verbier spielt die Pianisten-Legende die Es-Dur-Klaviersonate Op. 92 von Joseph Haydn und Beethovens letzte Klaviersonate No 32, Op. 111. Beethovens Spätwerk hat den Interpreten stets Rätsel aufgegeben - vor allem die Frage, warum sie aus nur zwei Sätzen besteht.

Thomas Mann lässt seine Figuren im Roman "Doktor Faustus" darüber spekulieren. Viele Musikwissenschaftler sehen vor allem im zweiten Satz Beethovens musikalisches Vermächtnis.

Sonntag, 16.09. / 12.30 Uhr / Druckfrisch ~ Neue Bücher mit Denis Scheck
(Erstsendung: 02.09.2018)
ARD/BR/MDR/WDR/NDR

Orientierung im Bücherdschungel verspricht Denis Scheck. Scheck besucht Schriftsteller, stellt Neuerscheinungen vor und spart dabei weder an Lob, noch an Kritik.

Seine bissigen und humorvollen Kommentare zu den Büchern der Spiegelbestenliste aus der Kölner Bücherhalle sind beliebt und gefürchtet. Im persönlichen Gespräch entlockt er Autoren aktueller Bestseller interessante Hintergründe zu ihren Werken.

Sonntag, 16.09. / 18.30 Uhr / Museums-Check mit Markus Brock ~ Europäisches Hansemuseum Lübeck
(Erstsendung: 22.05.2016)
ARD/SWR

Einst war Lübeck einer der bedeutendsten Handelshäfen Europas. Heute erinnert daran das Europäische Hansemuseum. Markus Brock besucht es mit dem Autor und Journalisten Bastian Sick.

Ein moderner Museumsneubau bildet zusammen mit dem mittelalterlichen Burgkloster Lübecks das Museumsareal. Originale Exponate und nachgebaute Szenen wie zwei Koggen, mit denen man einst über die Meere segelte, erzählen vom Wandel der Hanse.

Ein Ziel der Ausstellung ist es, zu verdeutlichen, wie komplex das Wirtschaftssystem war und wie der alles Handeln bestimmende Glaube das Leben beeinflusste. Sie zeigt Aufstieg, Blüte und Niedergang des mächtigen Wirtschaftsverbundes des nordeuropäischen und baltischen Raums, in dem sich Kaufleute und später Städte für den See- und Fernhandel zusammenschlossen und so die heutige Globalisierung vorwegnahmen. Man erfährt vom Wagemut der Kaufleute, vom Leben in der Fremde, von abenteuerlichen Überfahrten, Reichtum, Mythen und Legenden. Mit einer interaktiven Eintrittskarte begibt sich der Besucher auf eine Reise durch 600 Jahre Hansegeschichte.
 
In seiner amüsanten Buchreihe „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“, die seit 2004 erscheint, und in der Kolumne „Zwiebelfisch“ auf "Spiegel Online" entlarvt Markus Brocks Gast Sebastian Sick schonungslos den oft allzu lässigen Umgang mit Sprache und Schrift. Weil er das nie mit erhobenem Zeigefinger, sondern stets mit Humor macht, steht er auch als Unterhaltungskünstler „im Auftrag der deutschen Sprache“ auf der Bühne. Der historisch interessierte Lübecker, der heute in Niendorf an der Ostsee lebt, schlendert mit Markus Brock nicht nur durch das Europäische Hansemuseum: Er zeigt dem Moderator auch seine Lieblingsplätze in der alten Hansestadt an der Trave.

Montag, 17.09. / 01.30 Uhr / Hausaufgaben
(Homework)
Spielfilm, USA 1982
ZDF

Diane: Joan Collins
Tommy: Michael Morgan
Lisa: Shelly Kepler
Ralph: Lanny Horn
Miss Jackson: Lee Purcell
u. a.

Regie: James Beshears
Länge: 86 Minuten

US-Teenager gründen eine Band, um an einem Talentwettbewerb der Schule teilzunehmen. Doch das Interesse am anderen Geschlecht beansprucht sie weitaus mehr als der Ehrgeiz im Proberaum.

Joan Collins spielt die reife Verführerin in einer unterhaltsamen, mit Rockmusik aufgepeppten Erotik-Komödie.

Der 16-jährige Tommy kann sich in der Schule nicht mehr konzentrieren und lässt immer mehr in seinen Leistungen nach. Sein Problem: das andere Geschlecht. Seine Freundin Sheila, eine begeisterte Schwimmerin, verbringt ihre gesamte Freizeit mit dem Training für den bevorstehenden Wettkampf und hat nur wenig Zeit für ihn. Der frustrierte Tommy beschließt, eine Rockband zu gründen, um an einer Talentshow in der Schule teilzunehmen. Und schon schwirren ihm die kühnsten Träume von einer Karriere als Rockstar und Frauenheld im Kopf herum.

Auf einer Party bei Lisa, der Bassistin seiner Band, ist Tommy mal wieder der einzige ohne weibliche Begleitung, denn Freundin Sheila ist wie immer beim Training. Als er sich bei ihr erneut einen Korb holt, entschädigt ihn Sheilas atemberaubende Mutter dadurch, dass sie ihn in die Kunst der Liebe einweist. Dass der Band-Auftritt am folgenden Tag zu einem Fiasko wird, kann dem nun außerordentlich euphorisierten Tommy nichts mehr anhaben. Er will von nun an Filme machen.

"Hausaufgaben" ist eine von leichter Hand gedrehte Erotik-Komödie, in der "Denver-Biest" Joan Collins die reife Verführerin des Halbwüchsigen spielt. Regisseur James Beshears hat diese unterhaltsame Teenager-Thematik mit einem attraktiven Rocksound versehen und variantenreich ins Bild gesetzt.

© 3sat
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