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Programm-Tipps: Musik ~ Theater auf 3sat:

Regelmäßige Kultursendungen

Montags bis freitags (außer Feiertage), 19.20 Uhr: Kulturzeit
Samstags, 09.05 Uhr: Kulturplatz

Samstags, 19.30 Uhr: Kulturpalast ~ Fachmagazin für E- und U-Kultur

Samstag, 14.10. / 20.15 Uhr / Nico Semsrott: Freude ist nur ein Mangel an Information 2017
3satfestival 2017
3sat-Zelt Mainz, September 2017
Regie: Volker Weicker
Erstausstrahlung
3sat

Erfolgreich scheitern mit Nico Semsrott: Der Erfinder von Standup-Tragedy und Unglückskeksen ist der wohl traurigste Komiker der Welt - ein Glücksfall für das Kabarett!

Beim 3satfestival zeigt er die aktuelle Version seines Programms "Freude ist nur ein Mangel an Information" und beweist einmal mehr, wie viel Freude schlechte Laune machen kann. Ist das noch Kabarett oder schon Katharsis?

Selbst am Scheitern ist Nico Semsrott gescheitert. Schließlich war sein Plan, ein Modellbeispiel für Erfolglosigkeit zu werden. Doch seit Nico Semsrott beschlossen hat, als staatlich nicht anerkannter Demotivationstrainer zu arbeiten, geht es für ihn steil bergauf. In den sozialen Medien bricht er die Millionen-Schallmauer, seine Auftritte werden bejubelt und 2017 wird ihm auch noch der Deutsche Kleinkunstpreis verliehen. "Unter der dunklen Kapuze steckt ein heller politischer Kopf", enttarnt ihn die Jury. Sein Misserfolgsrezept ist gründlich in die Hose gegangen.

Tatsache ist: Mit seiner Anti-Haltung zur Gute-Laune-Comedy hat Nico Semsrott eine einzigartige Humorwelt erschaffen, die kein reiner Selbstzweck ist. Hinter Selbstironie und schaurig schöner Schwarzmalerei lauern bittere Wahrheiten über den Zustand der Welt. Intelligent und relevant enttarnt er Kapitalismus, Populismus, Fanatismus – mit scheinbar naiven Fragen und hängenden Schultern statt erhobenem Zeigefinger. Gerne illustriert er seine Geschichten mit "Phasenweise Pessimistischen Power-Point-Präsentationen".

Die Rebellion liegt ihm im Blut: Als Zehntklässler eines katholischen Gymnasiums schrieb Nico ebenso wie sein Bruder Arne für die Schülerzeitung "Sophies Welt". Sie mussten allerdings jeden Artikel von der Lehrerschaft absegnen lassen. Also gründeten sie eine eigene Zeitung, "Sophies Unterwelt", die umgehend von der Schulleitung verboten wurde. Das Spiel mit der Zensur stachelte die Jungredakteure erst richtig an: "Sophies Unterwelt" wurde zur besten Schülerzeitung Hamburgs gewählt.

Mittlerweile ist Arne Journalist und engagiert sich für Informationsfreiheit – Nico war lange auf Poetry Slams unterwegs und ist längst auf den großen Kabarettbühnen angekommen. Auch in der "heute-show" oder in der "Anstalt" ist er gern gesehener Gast.

Samstag, 14.10. / 21.00 Uhr / Hennes Bender: Luft nach oben
3satfestival 2017
3sat-Zelt Mainz, September 2017
Moderation: Volker Weicker
Erstausstrahlung
3sat

Der "Comedy-Hobbit" Hennes Bender beweist durch Gesellschaftskritik mit Hang zum Unfug und einer gesunden popkulturellen Verstrahlung, dass Kabarett und Comedy keine Gegensätze sind. Es sind die kleinen Anekdoten, die dem alltäglichen Irrsinn einen Namen geben. Es sind aber auch die großen, politischen Gegebenheiten, die vor lauter Luft nach oben von Hennes Bender auf Augenhöhe zerlegt werden. Und natürlich darf nerdig-kindische Begeisterung für die richtig wichtigen Unwichtigkeiten filmischer Popkultur nicht fehlen.  Hennes Bender verschmilzt Kabarett mit Comedy zu einem 1,62 Meter großen Kraft-Paket voller quirliger Satz-Stakkati. Ein Kind gebliebener Fast-50-er, der den Irrsinn in der Welt nicht eliminieren, sondern sich darin baden möchte. Der nicht über den Dingen schwebt, sondern gemeinsam mit seinem Publikum gen Himmel schaut und feststellt: Da ist noch Luft nach oben.

Samstag, 14.10. / 21.30 Uhr / Simon & Jan: Halleluja!
3satfestival 2017
3sat-Zelt Mainz, September 2017
Moderation: Volker Weicker
3sat

Simon & Jan kombinieren filigrane Gitarren, Harmoniegesang und bitterbös-komische Texte derart meisterhaft, dass sie in kürzester Zeit zur festen Größe der Kleinkunstszene geworden sind.

Intelligente Texte aus popkulturellen Versatzstücken, schräge Reime, deren hintergründiger Sinn sich manchmal genüsslich langsam im Gehirn entfaltet, und überraschende Wendungen, Ecken und Kanten: Das zeichnet das Liedermacher-Duo aus.

Und musikalisch bieten die zwei Gitarristen eine Ohrenweide. Feiner Harmoniegesang wechselt sich mit a-cappella-artigen Rhythmusfiguren ab, souveräne Stilwechsel jagen durch die Songs und wunderschöne Gitarrenarrangements hüllen die oft bitterbösen und skurrilen Textzeilen in einen Harmoniemantel, der dann schlagartig fallengelassen wird und das Publikum lachend aus der Genusswolke reißt.

Auch in ihrem neuen Programm "Halleluja!" wird der Erwartungshaltung des klassischen Kabarettpublikums von den beiden Mittdreißigern mit diabolischem Spaß ein Bein nach dem anderen gestellt. Hier wird dem Bürger aufs Maul, in den Kopf und in den Facebook-Account geschaut. Man fühlt sich angesprochen und gemeint, genauso wie zuweilen ertappt und entlarvt. Sie singen sich in den Kopf ihres Zuhörers, um ihn sogleich vor selbigen zu stoßen. Und wenn sie ihr Publikum doch einmal bei der Hand nehmen, dann nur, um es sanft in den nächsten Abgrund zu reißen. Dabei sind ihre Texte saukomisch, teils ins Absurde überdreht und die zeitgeistigen Grenzen der politischen Korrektheit gern mal übertretend. Sie stehen mit Riesenmagneten vor Piercing-Shops, begeben sich auf die Suche nach der Eierleckenden Wollmilchsau und das moralische Dilemma der Wohlstandsgesellschaft klingt bei ihnen in etwa so: "Mein Leben ist ein Ponyhof, doch leider find ich Ponys doof."

Ein Halleluja auf das musikalischste Himmelfahrtskommando, seit es Liedermacher gibt.

Samstag, 14.10. / 22.00 Uhr / Konrad Stöckel: Wie man mit AC/DC das Licht ausmacht
3satfestival 2017

3sat-Zelt Mainz, September 2017
Regie: Volker Weicker
Erstausstrahlung
3sat

Wenn Konrad Stöckel auftritt, steht nicht nur das 3sat-Zelt unter Strom. Eine irre Physik-Chemie-Zauber-Unterhaltungs-Show mit Knalleffekt. Staunen, aber nicht nachmachen!

Konrad Stöckel ist Comedian, Autor, Entertainer, Moderator, Zauberkünstler – und der garantiert verrückteste Professor auf deutschen Bühnen. Endlich ist er nun auch beim 3satfestival zu Gast und verspricht "eine Show, die man nicht so schnell vergessen wird".

Dass 13-Jährige zu Experimentierfreude neigen, ist nichts Ungewöhnliches. Vor allem, wenn es dabei um Rauch und Magie, Technik und Gefahren aller Art geht. Der kleine Konrad aber ist schon immer gern einen Schritt weiter gegangen als die anderen Jungs: Ein Zauberkasten, ein Buch über Freaks und Sensationskünstler, dazu eine Überdosis Neugier und Angstfreiheit – fertig war der pubertierende Extrem-Entertainer Konrad Stöckel. Und das war erst der Anfang.

Konrad Stöckel ist nicht einmal volljährig, als er 1995 vom Magischen Zirkel Berlin für die "publikumswirksamste Darbietung" ausgezeichnet wird. Im selben Jahr verspeist er seine erste Glühbirne. Es folgen zahllose TV-Auftritte zwischen wissenschaftlichen Experimenten und grobem Unfug, eine eigene Fernseh-Show, Tourneen mit Abstechern bis in die USA und nach China. Nebenbei beteiligt er sich an Theaterproduktionen, hält Vorträge an Hochschulen und engagiert sich für sozial benachteiligte Kinder in seiner Heimatstadt Hamburg.

Konrad Stöckel ist ein echtes Multitalent mit Herz, Hirn und einer gehörigen Portion Wahnsinn. Weil ein Stöckel nicht ausreicht, hat er sogar ein Alter Ego entwickelt: Als "Fat King Konrad" verbindet er regelmäßig seine gewagtesten Experimente zu nicht ganz jugendfreien "Ab 18"-Vorstellungen. Er erzeugt Bierfontänen mit Schall, wandert über Flüssigkeiten, verwandelt Glasflaschen in Flugzeugdüsen und stoppt Ventilatoren mit der Zunge – kurz: Er lässt die Grenzen zwischen Wissenschaft, Illusionskunst und reinem Quatsch spielerisch verschwinden. Hauptsache, es macht Spaß.

Für das 3satfestival hat Konrad Stöckel nun ganz exklusiv eine eigene Show entwickelt, die dem Ambiente gerecht wird: Entertainment, Humor und Erkenntnisgewinn – garantiert mit Knalleffekt. Zuschauer in den ersten Reihen seien gewarnt: Es wird nicht nur laut und lustig, sondern auch hin und wieder interaktiv.

Samstag, 14.10. / 22.30 Uhr / Kulturzeit extra: Frankreich lesen
Kulturzeit erkundet das Gastland der Frankfurter Buchmesse
Film von Susan Christely
Erstausstrahlung
3sat

Frankreich, für das Savoir-vivre bekannt, muss sich Terror, Rechtspopulismus und Migrationsproblemen stellen. "Kulturzeit" zeigt, wie sich das in der französischen Literatur widerspiegelt.

Derzeit erlebt Frankreich einen intensiven Wandel, der von vielen Menschen als Zerreißprobe für die Gesellschaft wahrgenommen wird. Die Literatur sucht nach Erklärungen und Lösungen.

"Wir befinden uns in einer totalen, beschämenden Paranoia", sagt Jérôme Ferrari und regt sich über die Franzosen auf, die Angst vor Überfremdung haben. Diese Angst und eine fehlende Willkommenskultur sind für ihn Gründe für den Erfolg des Front National. Er lebt auf Korsika, der immer noch nach Unabhängigkeit strebenden französischen Insel. Mehr als alles andere ist für Ferrari die französische Sprache das Bindeglied für die Gesellschaft. Auch sein Denken, Fühlen und Schreiben sind von ihr geprägt, genauso wie für den Algerier Kamel Daoud.

Nach dem Algerienkrieg geboren, kritisiert Daoud nicht nur die Kolonialherrschaft Frankreichs, sondern auch die selbst angenommene Opferhaltung seiner muslimischen Landsleute, weshalb er mit einer Fatwa belegt worden ist. Für den auf der Karibikinsel Martinique, im Übersee-Département, geborenen Patrick Chamoiseau sind nach wie vor "die Kinder der Kolonisation lebendig, auch wenn die koloniale Macht längst beendet ist." So ist der Blick von außen auf Frankreich für viele Autoren ebenso wichtig wie die Analyse der Gesellschaft von innen. Das kann wie bei der in Marokko geborenen Leila Slimani das tragische Aufeinandertreffen verschiedener sozialer oder ethnischer Gruppen sein, oder wie bei Tristan Garcia die Suche nach einer sinnstiftenden Identität.

Auch in den Comics, denen in Frankreich ein hoher literarischer Stellenwert eingeräumt wird, werden gesellschaftliche Probleme behandelt. Andere Comics, wie die des bekannten Autors Bastien Vivès erzählen auf poetisch eindringliche Weise eher Abenteuer, Liebes- und moderne Fantasiegeschichten.

Samstag, 14.10. / 02.40 Uhr / Das blaue Sofa ~ Gespräche von der Frankfurter Buchmesse
Erstausstrahlung

Herausragende Autoren und prominente Moderatoren finden sich zum Gespräch auf dem "blauen Sofa" ein und stellen die wichtigsten literarischen Neuerscheinungen vor.

Sonntag, 15.10 / 10.15 Uhr / lesArt
Moderation: Christian Ankowitsch
(Erstsendung: 02.10.2017)
ORF

Christian Ankowitsch stellt Neuerscheinungen vor, begrüßt bekannte Autorinnen und Autoren und gibt Tipps für Lesende und Lesemuffel.

Gast ist diesmal unter anderem der junge österreichische Autor Robert Prosser, der mit seinem Roman "Phantome" auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis gelandet ist. Eine Sendung rund um die Frage: Was heißt es, "politische Literatur" zu schreiben?

Darüber hinaus eine weitere Folge der Reihe "Kleinverlage im Porträt".

Sonntag, 15.10 / 10.45 Uhr / Literaturclub
SRF

"Literaturclub" diskutiert die neuesten literarischen Entdeckungen und gibt Orientierungshilfe im Buchmarkt.
In der Gesprächssendung werden jeweils vier bis fünf Neuerscheinungen besprochen.

Sonntag, 15.10 / 12.00 Uhr / Best of Buchzeit extra
Bücher und Themen am 3sat-Stand
Erstausstrahlung
3sat

Fünf Tage lang stehen Schriftsteller, Journalisten und Wissenschaftler am 3sat-Stand auf der Frankfurter Buchmesse Rede und Antwort zu ihren neuen Büchern.

"Best of Buchzeit extra" zeigt das Beste davon in ausführlichen Ausschnitten.

Sonntag, 15.10 / 20.15 Uhr / Philipp Weber: Weber N°5 - Ich liebe ihn!
3satfestival 2017
3sat-Zelt Mainz, September 2017
Moderation: Volker Weicker
3sat

Er ist ein leidenschaftlicher Verbraucherschützer und weiß: Marketing ist alles und kann alles. Philipp Weber stellt sich der Totalvermarktung des Lebens entgegen.

Sein neues Programm "Weber N°5" ist eine heitere Gebrauchsanweisung für den freien Willen. Der Titel erinnert an einen Duft, der seit fast 100 Jahren erfolgreich vermarktet wird. Um die Macht des Marketings, um Werbung und Manipulation geht es darin.

Und auch um die Frage, ob sich ein Kabarettist nach allen Regeln der Kunst vermarkten lassen sollte.

Der Mensch kauft Dinge, die er nicht braucht, um Leute zu beeindrucken, die er nicht mag. Und warum machen wir mit? Marketing! Es vernebelt den Verstand des Menschen und regt seine wichtigsten Sinne an: den Blödsinn, den Wahnsinn und den Irrsinn. Egal, ob Manager oder Politiker, ob Terrorist oder der eigene Lebenspartner - alle wollen uns ständig irgendetwas andrehen: eine Weltanschauung, eine Wahrheit, eine Diät oder noch ein Kind.

Philipp Weber ist ein Turbo-Quassler. Er redet schnell, philosophiert, reflektiert, ereifert sich oder geht wie das legendäre HB-Männchen in die Luft. Weber wirft mit originellen Sprüchen, Kalauern und satirischen Spitzen nur so um sich und lässt pausenlos Pointen kübelweise auf das Publikum los. Der Kabarettist echauffiert sich einerseits über Zeitgeist-Idioten, bringt anderseits scharfsinnige Beobachtungen zu gesellschaftlich relevanten Themen zur Sprache.

Redaktionshinweis: Als nächste Aufzeichnung vom diesjährigen 3satfestival 2017 zeigt 3sat am Samstag, 18. November, um 21.45 Uhr "Patricia Kaas".

Montag, 16.10 / 17.00 Uhr / Elvis und Priscilla - Der King und das Mädchen
(aus der Reihe "ZDF-History")
(Erstsendung: 11.01.2015)
ZDF

Es klingt wie ein modernes Märchen: Ein Teenager erobert das Herz des King of Rock 'n' Roll. Elvis ist wie verzaubert, als er die 14-jährige Priscilla Beaulieu 1959 das erste Mal trifft.

Doch die Begegnung ist arrangiert, die Schülerin hat alles dafür getan, ihr Idol zu treffen. Alsbald findet sich die minderjährige Freundin des Superstars allein in dessen Villa in Memphis, während Elvis als vorgeblicher Junggeselle auf Tournee geht.

Erst Jahre später heiraten die beiden, obwohl ihre Liebe längst abgekühlt ist. Auch Priscilla hat Affären. Für sie gleicht die Scheidung im Oktober 1973 einem Befreiungsschlag.

Die Autorinnen Natascha Walter und Annette Baumeister blicken für "ZDF-History" hinter den Mythos dieser "Jahrhundertliebe". Ein Mythos, den Priscilla Presley als heutige Regentin des Presley-Imperiums mit allen Mitteln verteidigt: Dafür lässt sie sich 1988 sogar gerichtlich bestätigen, als Jungfrau in die Ehe gegangen zu sein.

Montag, 16.10 / 17.45 Uhr / Mordfall Marilyn? Die geheimen Monroe-Tapes
(aus der Reihe "ZDF-History")
(Erstsendung: 24.05.2015)
ZDF

Um den plötzlichen Tod Marilyn Monroes ranken sich bis heute Spekulationen. Offenbaren Tonbandaufnahmen die Wahrheit über das Ende der Film-Diva?

Liefern sie den letzten Beweis für einen Mord oder ist die Existenz der Tonbänder frei erfunden? "ZDF-History" prüft die Aussagen damaliger Ermittler und Augenzeugen, spürt zwischen Mythos und Wahrheit dem "Fall Monroe" nach.

Niemand kannte die Schattenseiten des Ruhms besser als sie: unerfüllte Liebschaften, Selbstzweifel, Drogenkonsum. Doch trotz aller Rückschläge blickte Marilyn Monroe im Sommer 1962 eigentlich optimistisch in die Zukunft. Privat stand sie kurz davor, ein viertes Mal zu heiraten. Vor diesem Hintergrund scheint ihr plötzlicher Tod bis heute rätselhaft.

Montag, 16.10 / 02.10 Uhr / Eric Clapton: Slowhand at 70
Royal Albert Hall, London, Großbritannien, 2015
Regie: Blue Leach
3sat

Eric Clapton feiert seinen 70. Geburtstag mit sieben Konzerten in der Royal Albert Hall. Über 200 Mal stand er auf Londons bekanntester Bühne, das erste Mal 1964 mit den Yardbirds.

Den Auftritt am 15. Mai 2015 widmet Eric Clapton seinem Freund und Mentor B. B. King, der am Tag zuvor verstorben ist. Begleitet wird Eric Clapton von Sänger und Pianist Paul Carrack, Schlagzeuger Steve Gadd, Bassist Nathan East und Pianist Chris Stainton.

Der 19-fache Grammy-Gewinner legt mit "Forever Man" sein neues Best-of-Album vor. 1945 im britischen Ripley in Surrey geboren, prägt sein Gitarrenspiel in den 1960er-Jahren Bands wie die Yardbirds, John Mayalls Bluesbreaker und die erste "Supergroup" der Musikgeschichte, Cream. In dieser Zeit schreiben seine Fans "Clapton is God" auf die Londoner Häuserwände. Mit Steve Winwood gründet er 1969 die Gruppe Blind Faith, bevor er 1970 mit Derek and The Dominos den Jahrhunderthit "Layla" aufnimmt. Im gleichen Jahr startet Clapton mit dem Album "Eric Clapton" seine Solokarriere und feiert 1974 mit dem US-Top-10-Album "461 Ocean Boulevard" seinen Durchbruch. Seinen Spitznamen "Mr. Slowhand" verdient er sich durch sein enorm entspanntes Gitarrenspiel, mit dem er auf dem gleichnamigen Album von 1977 brilliert.

Montag, 16.10 / 03.25 Uhr / Jeff Lynne's ELO: Hyde Park 2014
Hyde Park, London, Großbritannien, 2014
Regie: Janet Fraser Crook
3sat

Nach 28 Jahren steht Jeff Lynne am 14. September 2014 wieder live auf einer Bühne. Mit seinem Electric Light Orchestra begeistert er das Publikum im Londoner Hyde Park mit seinen großen Hits.

"Ich bin schon lange nicht mehr live aufgetreten und weiß, dass sich viele Fans einen Auftritt wünschen", sagt Jeff Lynne, der im Dezember 2015 68 Jahre alt wird. 50 000 Fans bereiten dem britischen Komponisten, Sänger und Gitarristen ein triumphales Comeback.

Fast ein wenig schüchtern, fast ungläubig, steht Jeff Lynne mit Vollbart, Sonnenbrille und prächtigem Lockenkopf auf der gigantischen Bühne, die im Hintergrund immer wieder vom weltbekannten Raumschifflogo dominiert wird, dessen Vorlage der bunte Lautsprecher einer Wurlitzer Jukebox ist. In 15 Minuten verkaufen sich die Eintrittskarten zu diesem Konzert, das auf eine Idee des BBC DJs Chris Evans zurückgeht: Er fragt seine Zuhörer nach einem Wohltätigkeitskonzert von Jeff Lynne, ob sie ELO wieder live sehen wollten und die Reaktionen sind überwältigend.

1970 gründet Jeff Lynne das Electric Light Orchestra, das mit einer Mischung aus Klassik und Rock dort weitermachen will, wo die Beatles mit "I Am the Walrus" aufgehört haben. Dieser großen Ansage folgen über ein Jahrzehnt lang große Melodien im üppigen, orchestralen Sound. ELO bestimmen den Sound der 1970er-Jahre und landen 1980 mit "Xanadu", gesungen von Olivia Newton-John, einen weiteren Welthit, der bis heute in den Radios gespielt wird. 1987 beendet Jeff Lynne das Kapitel ELO. Er ist froh, nicht mehr auf Tournee gehen zu müssen, und sagt: "Damals war es mörderisch, die Celli und die Violinen einigermaßen einzurichten. Es klang nie so wie wir es wollten."

Jeff Lynne zieht sich wieder in sein geliebtes Studio zurück und lässt sich 1988 auf die Gründung einer Supergroup ein: Zusammen mit George Harrison, Roy Orbison, Tom Petty und Bob Dylan gründet er die Travelling Wilburys. 2001 missglückt ein ELO–Comeback und Jeff Lynne scheint in Vergessenheit zu geraten. Doch Lynnes keyboardlastiger Kompositionsstil erfährt durch Coldplay und Daft Punk eine Renaissance. 2012 erreicht er mit zwei ELO-Alben und einem Solo-Werk die Top 10 in Großbritannien und willigt schließlich ein, wieder live mit ELO auf der Bühne zu stehen. "Es fühlte sich bei den ersten Proben an, als ob ich ein Paar alte Stiefel angezogen hätte, aber bald fühlte es sich an wie ein Paar bequemer Schlappen," freut sich Jeff Lynne über das gelungene Comeback mit den großen Hits wie "Evil Woman", "Livin' Thing", "Turn to Stone", "Telephone Line" und natürlich "Mr. Blue Sky". Eine Welttournee schließt Jeff Lynne nicht aus: "Sag' niemals nie, aber es wäre schön, wenn man einen Weg finden würde es zu tun, aber ohne irgendwo hingehen zu müssen."

Montag, 16.10 / 04.20 Uhr / Tina Turner: One Last Time
Wembley Stadium, London, Großbritannien, 2000
Regie: David Mallet
3sat

Am 15. und 16. Juli 2000 rockt Tina Turner das Wembley Stadium in London. Vor ausverkauftem Haus präsentiert sich die Soul-Queen in atemberaubender Form und feiert die Hit-Party des Jahres.

Es ist die achte Konzerttour und soll laut Tina auch ihre letzte sein. Die triumphale "Twenty Four Seven Millenium Tour" beginnt am 23. März 2000 im amerikanischen Minneapolis und endet nach Konzerten in Kanada und Europa am 6. Dezember 2000 in Anaheim, Kalifornien.

"Das Ganze ist wie ein Theaterstück, ein kleiner Film", verrät Tina Turner damals den CBS News. "Ich liebe diesen gigantischen Aufwand, die mehrstöckige Bühne, die Action, die 18 Kameras und das Spiel zwischen meinen Tänzerinnen und mir." Gedacht als Promotion-Tour für ihr letztes Album "Twenty Four Seven", macht Tina das Unternehmen zur Abschiedstournee: "Ich stehe seit 44 Jahren auf der Bühne und sollte meine Tanzschuhe jetzt an den Nagel hängen. Mit Janet Jackson kann ich nicht mehr mithalten und ich bin keine Diva wie Diana Ross. Ich bin Rock 'n' Roll und glücklich es noch einmal machen zu können, damit mich meine Fans in guter Erinnerung behalten."

2008 erfolgt der Rücktritt vom Rücktritt: Tina Turner steht am 1. Oktober in Kansas wieder auf der Bühne, die Tickets dafür sind binnen zwei Minuten ausverkauft.

Montag, 16.10 / 05.20 Uhr / Annie Lennox: Nostalgia
Orpheum Theatre, Los Angeles, USA, 2015
Regie: Natalie Johns
3sat

Die Stilikone des New Wave hat sich einen Herzenswunsch erfüllt: "Ich bin im Herbst meines Lebens, deshalb wollte ich ältere Lieder aufnehmen. Lieder, die mich mein ganzes Leben begleiten."

Annie Lennox, der weibliche Teil der Eurythmics, eines der erfolgreichsten Pop-Duos der letzten Jahrzehnte, entscheidet sich ganz bewusst für die Ohrwürmer, die schon hundertfach eingespielt wurden und als lästige Fahrstuhlmusik ihr Dasein fristen.

"Ich wollte versuchen, ihnen wieder etwas von ihrer Würde und ihrem Glanz zurückzugeben", sagt Annie Lennox, die sich damit in guter Gesellschaft befindet: Adele, Michael Bublé, Robbie Williams und Lady Gaga sind schon länger erfolgreich auf dem Retro-Trip, doch Annie Lennox macht es anders, sie geht weiter und befreit mit ihren eindringlichen Interpretationen die Klassiker von pomadigen Arrangements.

Schon kurz nach Erscheinen steigt das Album auf Platz 1 der Billboard Jazz Charts. "Memphis in June", "Georgia on My Mind", "Summertime" oder "Mood Indigo" erleben ihre Renaissance im Konzert vom 28. Januar 2015, das Annie Lennox im fast 100-jährigen historischen Vaudeville-Theater "The Orpheum" in Los Angeles gibt.

"Madonna, bitte ein Beispiel nehmen! Mit 'Nostalgia' kommt Annie Lennox musikalisch im Herbst des Lebens an und verhilft Jazz-Klassikern zu neuer Blüte", schreibt der "Spiegel" im Oktober 2014.

Samstag, 21.10. / 09.50 Uhr / Sommernachtskonzert 2017 mit Renée Fleming
Schlosspark Schönbrunn, Wien
Mit Renée Fleming (Sopran)
Orchester: Wiener Philharmoniker
ORF

Musikalische Leitung: Christoph Eschenbach
(Erstsendung: 25.05.2017)

Ein besonderes Open‑Air‑Konzert fand am Abend des 25. Mai im barocken Ambiente des Schönbrunner Schlossparks statt: das Sommernachtskonzert Schönbrunn 2017.

Die Wiener Philharmoniker boten bei freiem Eintritt stimmungsvolle Musik unter der Leitung des weltberühmten Dirigenten Christoph Eschenbach. Ein weiteres Highlight in diesem Jahr war die Sopranistin Renée Fleming.

Der hoch geschätzte Gastdirigent großer Orchester und Opernhäuser der Welt, Christoph Eschenbach, wurde in Breslau geboren. Seit 2010 leitet er das John F. Kennedy Center for the Performing Arts sowie das National Symphony Orchestra in Washington D.C. Im Laufe seiner Karriere leitete Christoph Eschenbach auch das Tonhalle‑Orchester Zürich (1982 ‑ 1986), das Houston Symphony Orchestra (1988 ‑ 1999), das Ravinia Festival (1994 ‑ 2003) und das Philadelphia Orchestra (2003 ‑ 2008).

Die Amerikanerin und Solistin Renée Fleming gehört zu den begehrtesten Sopranistinnen der Welt. Renée Fleming, deren Eltern als Gesangslehrer arbeiteten, verbrachte ihre Kindheit in Rochester, New York. Ihre erste Gesangsausbildung erhielt sie an der Crane School of Music der State University of New York (SUNY) in Potsdam, unter anderem bei der Gesangslehrerin Patricia Misslin. Von 1983 bis 1987 studierte sie weiter an der Eastman School of Music und an der renommierten Juilliard School in New York.

Die Wiener Philharmoniker gelten zu Recht als prominenter Exportartikel Österreichs im Kulturbereich. Das Orchester möchte allen Gästen der Stadt genauso wie den Wienern ein musikalisches Live‑Erlebnis bieten und knüpft damit an die letzten Jahre an, denn seit 2004 ist dieses Event sehr erfolgreich: Etwa 100 000 Besucher waren es allein 2016, die dieses Konzert‑Highlight im Schlosspark genossen. Einen stimmungsvolleren Rahmen als die prächtige Kulisse des Schönbrunner Schlosses und seiner barocken Parkanlage, die zum UNESCO‑Weltkulturerbe zählt, könnte man sich wohl kaum vorstellen.

Das Besondere an diesem Konzert ist auch die weltweite Fernseh‑Übertragung in über 70 Länder ‑ wenn auch nicht überall live.

Samstag, 21.10. / 20.15 Uhr / Der Wagner‑Clan. Eine Familiengeschichte
Fernsehfilm, Deutschland 2013
ORF/ZDF

Cosima Wagner: Iris Berben
Cosima Wagner (jung): Friederike Becht
Richard Wagner: Justus von Dohnányi
Siegfried Wagner: Lars Eidinger
Isolde Wagner: Petra Schmidt‑Schaller
Eva Wagner: Eva Löbau
u. a.
Buch: Kai Hafemeister
Regie: Christiane Balthasar
Länge: 110 Minuten

Rivalitäten, Intrigen, Größenwahn, geheime Affären, himmelstürmende Erfolge und ergreifende Niederlagen: Der Wagner‑Clan liefert den perfekten Stoff für eine pralle Familiensaga.

1883: Cosima Wagner klammert sich an den Leichnam ihres Mannes Richard. Unfähig, seinen Tod zu akzeptieren, schwört sie ihre Kinder auf ihre "heilige Pflicht" ein: Isolde, Eva und Siegfried sollen ihr Leben ganz in den Dienst von Wagners Werk stellen.

Die Zukunft von Bayreuth steht auf dem Spiel. Zwar gelingt es Cosima, sich als neue Festspielleiterin durchzusetzen. Doch damit die Festspiele in Familienhand bleiben, muss eines der Kinder ihre Nachfolge antreten ‑ und Nachkommen in die Welt setzen. Siegfried scheint dafür nicht geeignet. Als durchsetzungsfähiger erweist sich die Älteste, Isolde. Gemeinsam mit dem jungen Dirigenten Franz Beidler träumt sie davon, Bayreuth zu erneuern. Als sie schließlich den ersehnten "Stammhalter" zur Welt bringt, scheint die Frage der Nachfolge beantwortet. Doch die Intrigen des mit Cosima befreundeten Schriftstellers Houston Chamberlain treiben einen Keil zwischen die Geschwister und ihre Mutter. Siegfried soll sich gegen Beidler behaupten ‑ woraufhin dieser den schwulen Schwager bei der Schwiegermutter denunziert. Als Isolde zu ihrem Mann hält, wird sie von Cosima enterbt. Wütend klagt sie vor Gericht ihr Recht ein: Auch wenn ihre Mutter bei ihrer Geburt noch mit Hans von Bülow verheiratet war ‑ jeder weiß, Isolde ist die leibliche Tochter Richard Wagners. Beweise gibt es dafür allerdings nicht. Isolde verliert den Prozess. Verarmt stirbt sie Jahre später an Tuberkulose. Doch die Erinnerung an Wagners Lieblingstochter, seine "Brünnhilde", lebt im Hause Wagner fort: Siegfried, von Cosima zu einer Ehe gedrängt, zeugt mit der viel jüngeren Winifred vier Kinder ‑ und in der Jüngsten erkennt er den rebellischen Geist von Isolde wieder: Friedelind lässt sich von niemandem einschüchtern, schon gar nicht von "Onkel Wolf" ‑ dem jungen Adolf Hitler, der neuerdings bei Wagners ein und aus geht.

Samstag, 21.10. / 22.05 Uhr / Der Preis der Anna‑Lena Schnabel
Film von Jan Bäumer
Erstausstrahlung
3sat

Als die hochbegabte Saxophonistin Anna‑Lena Schnabel den "Echo Jazz" 2017 erhält, erlebt sie den prinzipiellen Konflikt zwischen Authentizität und Erfolg im Musikbusiness.

Anna‑Lena Schnabel sieht die Chance, durch die Preisverleihung, die im Fernsehen übertragen wird, mehr Menschen zu erreichen. Doch stellt dies die Künstlerin auch vor eine entscheidende Frage: Muss sie Kompromisse eingehen, um von ihrer Musik leben zu können?

Anna‑Lena Schnabel wächst in einfachen Verhältnissen auf. Dank ihrer Hochbegabung überspringt sie eine Klasse, macht ihr Abitur mit Eins. Eine sichere Zukunft steht ihr offen, wäre da nicht die Leidenschaft für Musik.

Statt Psychologie, Jura oder Lehramt zu studieren, wird sie professionelle Jazzsaxophonistin und möchte nur von ihrer Musik leben. Freunde, Familie, selbst Jazzmusiker warnen sie, denn als Frau hat man es doppelt schwer, sich in der traditionell männlich geprägten Szene durchzusetzen. Dank Stipendien und Preisen läuft es jedoch erst einmal, Musiker‑Kollegen und Medien sind beeindruckt. So virtuos, facettenreich und vor allem so schonungslos ehrlich gibt sonst niemand sein Innerstes musikalisch preis.

Doch ausgerechnet dieses Markenzeichen steht Schnabel bei ihrem Ziel, vom Jazz zu leben, im Weg ‑ denn ihre Musik ist nicht gefällig, und verbiegen lässt sie sich nicht.

Samstag, 21.10. / 22.50 Uhr / Jojo Mayer ‑ Changing Time
Dokumentarfilm von Alexis Amitirigala, Schweiz 2016
Länge: 54 Minuten
SRF

Aufgewachsen ist Jojo Mayer am Zürichsee mit einem Krokodil im Wohnzimmer. Als Kind lebte er in Asien, Italien und Spanien, und Schlagzeug spielt er, seit er sitzen kann.

Sein Leben ist eine stetige Reise auf der Suche nach neuer Musik, nach Ideen und Wegen in die Zukunft. Der Dokumentarfilm spiegelt Mayers Arbeit als Musiker und Innovator und taucht ein in die schillernde Welt seiner Gedanken.

Jojo Mayer ist nach New York ausgewandert, um den Jazz zu finden ‑ und hat etwas ganz anderes gefunden: seine eigene Musik, seine Band Nerve. Er spielt Konzerte auf allen Kontinenten. Es verschlägt ihn an die skurrilsten Plätze der Welt. Er entwickelt Perkussionsinstrumente, produziert wegweisende Lernvideos über Schlagzeugtechnik und wird als Ikone verehrt, von Tokio über London bis Hongkong. Er behält alle Fäden in der Hand, organisiert seine Tourneen selbst. Und nicht selten kämpft er gegen Windmühlen ‑ auch gegen die eigenen.

Kein Geringerer als der legendäre Bowie‑Produzent Brian Eno bezeichnete kürzlich Jojo Mayer als großen Drummer, der stellvertretend für die wirklich gute Musik unserer Zeit steht. Auch ihn beeindruckt Mayers spielerischer, scheinbar grenzenloser Umgang mit Rhythmen und die Art, wie er mit der Wahrnehmung von Zeit spielt. In der Dokumentation "Jojo Mayer ‑ Changing Time" geht es um Zeit. Aber auch um andere Zeiten.

Sonntag, 22. 10.: Die Hörbigers ‑ Ein 3sat Thementag

Sonntag, 22.10 / 11.05 Uhr / Die Hörbigers ‑ Eine Schauspieldynastie (1/3): Vergangen, nicht vergessen
Film von Christian Reichhold
(Erstsendung: 25.12.2015)
ORF

Ihre Gesichter zählen zu den bekanntesten der deutschsprachigen Theater‑ und Filmgeschichte: Paul Hörbiger, Paula Wessely und Attila Hörbiger.

Im ersten Teil von Christian Reichholds Dokumentation erinnern sich ihre mittlerweile selbst berühmten Nachkommen an diese ‑ aus heutiger Sicht ‑ nicht unumstrittenen Publikumslieblinge.

Paul Hörbiger, drehte neben Klassikern wie "Hallo Dienstmann", "Hofrat Geiger" und "Der dritte Mann" nicht nur 300 weitere ‑ heute oft auch zurecht vergessene ‑ Filme, sondern pflegte auch ein Privatleben, das genug Stoff für einen eigenen Film geboten hätte. Attila Hörbiger, der seinem älteren Bruder zunächst von Theater zu Theater folgte, machte schließlich selbst Karriere ‑ und zählte als Ehrenmitglied des Burgtheaters zu den größten Bühnenkünstlern seiner Zeit. Paula Wessely schließlich hätte 1934 mit "Maskerade" beinahe eine Weltkarriere gemacht, ließ sich dann aber in die Propagandamaschinerie des Dritten Reichs einspannen, anstatt nach Hollywood zu gehen.

Bisher nie veröffentlichte Privatfilme geben Einblicke in das Familienleben der Hörbigers abseits der Bühne. In selten gezeigten Interviews blicken "die Wessely" und das ungleiche Brüderpaar Paul und Attila auf ihre Karrieren zurück. Elisabeth Orth, Christiane und Maresa Hörbiger erinnern sich an ihre Kindheit in der "Hörbiger‑Villa" in der Wiener Himmelstraße, die nach mehr als einem dreiviertel Jahrhundert im Familienbesitz 2015 verkauft wurde. Christian Tramitz ("Der Schuh des Manitu") erzählt von sehr persönlichen Erlebnissen mit seinem Großvater, Paul Hörbiger. Zu Wort kommen außerdem die Autoren Gerhard Tötschinger und Georg Markus, sowie André Heller und Mavie Hörbiger.

Sonntag, 22.10 / 11.55 Uhr / Die Hörbigers ‑ Eine Schauspieldynastie (2/3): Bewahrung des Feuers
Film von Christian Reichhold
(Erstsendung: 26.12.2015)
ORF

Chance und Bürde ‑ beides birgt der große Name Hörbiger. Während Christiane und Maresa damit leben und arbeiten, wählte Elisabeth Orth den Mädchennamen ihrer Großmutter als Künstlernamen.

Im zweiten Teil von Christian Reichholds Dokumentation erinnern sich die drei Töchter von Paula Wessely und Attila Hörbiger an ihre Kindheit im "Hörbiger‑Haus" und an ihre Anfänge als Schauspielerinnen. Die wurden ihnen nämlich nicht leicht gemacht.

Elisabeth wollte zunächst Filmcutterin werden, für Christiane hatten die berühmten Eltern eine Laufbahn als Konditorin im Sinn, und Maresa tendierte zuerst zum Journalismus, dann Richtung Oper, ehe auch die jüngste der drei Töchter ihre Ausbildung zur Schauspielerei begann. In sehr persönlichen Gesprächen beleuchtet die "Zweite Generation" nicht nur die Sonnenseiten ihrer Familiengeschichte, sondern auch von kritischen, ja, lebensgefährlichen Situationen, vor allem in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie berichtet auch von den völlig unterschiedlichen Arbeitsweisen ihrer Eltern, die sie als Kinder hautnah miterlebten, und von ihrer späteren Zusammenarbeit mit einem stets wohlwollenden Vater und einer zumeist besorgten Mutter, die auf der Bühne mitunter sogar zur Konkurrentin werden konnte. Im Alter hochgeehrt erlebten Paula Wessely und Attila Hörbiger noch mit, wie ihre Kinder ‑ jedes auf seine Weise ‑ Karriere machten: Elisabeth und Maresa vor allem auf der Bühne, Christiane beim Film ("Schtonk" bekam sogar eine Oscar‑Nominierung) und beim Fernsehen. Einblicke ins Privatleben gibt zum Beispiel ein Film über die Hochzeit von Christiane Hörbiger mit Wolfgang Glück im Jahr 1962, sowie ein Bildbericht über die Beerdigung von Paul Hörbiger, der 1981, knapp vor seinem 87. Geburtstag starb.

Sonntag, 22.10 / 12.45 Uhr / Die Hörbigers ‑ Eine Schauspieldynastie (3/3): Wir spielen immer ...
Film von Christian Reichhold
(Erstsendung: 27.12.2015)
ORF

Im letzten Teil von Christian Reichholds Dokumentation über die Hörbigers kommt die mittlerweile erfolgreiche "Dritte Generation" zu Wort.

Paul Hörbigers Enkel Mavie Hörbiger und Christian Tramitz, sowie Maresas Sohn Manuel Witting, Christianes Sohn Sascha Bigler und Elisabeth Orths Sohn Cornelius Obonya, der wie einst sein Großvater Attila als "Jedermann" bei den Salzburger Festspielen begeistert.

Sie alle erinnern sich an Begegnungen mit ihren Großeltern und an die Reaktionen in der Familie, als die von ihren Berufswünschen erfuhr. Vor allem das Verhältnis der angehenden Schauspieler zu ihren Großeltern, das zwischen Ehrfurcht, Angst und Respekt pendelte, bietet interessante Einblicke in ihre Anfänge. Bis auf Mavie mussten (oder durften) alle von ihnen ohne den großen Namen Hörbiger ins Berufsleben starten. Während "die Jungen" die Karriereleiter empor kletterten, absolvierten Paula Wessely und Attila Hörbiger ihre letzten Auftritte, ehe sie sich von der Bühne des Lebens verabschiedeten. Christiane Hörbiger und Maresa Hörbiger, die nach dem Tod der Wessely aus dem Hörbiger‑Haus das "Theater zum Himmel" machten, stehen ohne Vorbehalt zu ihrem Mutterstolz, während Elisabeth Orth, inzwischen Ehrenmitglied und Doyenne des Burgtheaters, mit dem Wort "Stolz" zwar hadert, die Leistungen ihres Sohnes Cornelius Obonya aber als "phänomenal" bezeichnet. Mittlerweile spielt auch schon die "Vierte Generation": Paul Sedlmeir, 1981 (im Todesjahr seines Großvaters) geboren (und daher nach ihm benannt), wird bereits für Hauptrollen in TV‑Krimis engagiert. Cornelius Obonya, Manuel Witting und Mavie Hörbinger stellen sich schließlich noch der Frage, wie sie reagieren würden, sollten ihre Kinder dereinst den Wunsch äußern, selbst Schauspieler zu werden.

Montag, 23.10 / 03.40 Uhr / Jazzopen Stuttgart 2017
Festival der Weltstars und Wunderkinder
Moderation: Max Moor, Nicole Köster
(Erstsendung: 12.10.2017)
ARD/SWR

Exklusive Star‑Interviews, Konzert‑Highlights und Eindrücke von der Atmosphäre vor und hinter der Bühne – das bietet die Dokumentation von den 24. Jazzopen Stuttgart 2017.

Der Film präsentiert Legenden wie Quincy Jones, George Benson, Dee Dee Bridgewater, Steve Winwood, die Super‑Stars Beth Hart und Bob Geldof und Jan Delay ‑ aber auch junge Ausnahmekünstler wie das Jazz‑Wunderkind Jacob Collier oder die Bassistin Kinga Glyk.

Mit dabei sind auch die Grammy‑nominierte SWR Big Band und das Stuttgarter Kammerorchester unter der Leitung des Londoner Dirigenten und Arrangeurs Jules Buckley.

Das Festival wird moderiert von Max Moor und Nicole Köster. Sie geben nicht nur Einblick in die Geschichte des Jazz oder die bezaubernde Stimmung und Atmosphäre des zehntägigen Festivals, sondern sind auch Tag und Nacht mit den Stars unterwegs. In ihren Interviews entlocken sie ihnen private Botschaften über die Kraft der Musik und wie sie die Welt verbindet, aber auch Ansichten über Politik und was Musik bewirken kann.

Nach mehr als zwei Jahrzehnten sind die Jazzopen zu einer hochwertigen Marke avanciert, die mit anderen großen Jazzfestivals wie Montreux oder Rotterdam in einem Atemzug genannt wird. Die Dokumentation zeigt die Vielfalt der Jazzopen und das, was Besucher und Künstler aus aller Welt jedes Jahr im Juli magisch anzieht: eine Stadt im Festivalfieber und jede Menge hochkarätige Live‑Musik von Newcomern, Weltstars und Geheimtipps.

Samstag, 28.10. / 00.05 Uhr / James Turrell ~ Den Himmel auf Erden
Film von Armin Kratzert und Florian Holzherr
(Erstsendung: 07.11.2013)
ARD/BR

In der Wüste von Arizona arbeitet der Lichtkünstler James Turrell seit mehr als 35 Jahren an dem größten Kunstwerk unseres Planeten. Das Roden Crater Project steht im Mittelpunkt des Films.

Aus einem erloschenen Vulkan macht Turrell eine gigantische Skulptur, den Roden Crater. In dieser Anlage gibt es Kammern, Gänge, Schächte, Öffnungen, die den Himmel, das Licht, Sonne und Sterne in einzigartiger Weise erfahrbar machen.

Das Gelände um den Roden Crater, zwischen Grand Canyon und Painted Desert, hat Turrell   nach monatelanger Suche mit dem Flugzeug   1974 gefunden und gekauft. Seitdem verwandelt er den Vulkankegel, ebnet den Kraterrand, lässt Stollen graben, errichtet Plattformen. Er bezieht sich dabei ausdrücklich auf Stätten wie Machu Picchu, die ägyptischen Pyramiden oder die Tempel Yucatans und will mit der Arbeit visuelle und emotionale Erlebnisse ermöglichen, wie sie die Menschen seit der Frühzeit ihrer Geschichte fasziniert haben: Raum, Zeit und Licht als wuchtig direkte, existenziell erschütternde, spirituelle Erfahrung.

Der Film von Armin Kratzert und Florian Holzherr zeigt zum ersten Mal ausführlich die fertiggestellten Teile des Roden Crater Projects und enthält Interviews mit James Turrell, seinen Mitarbeitern, Sammlern wie Donald Hess oder Clifford Einstein sowie dem amerikanischen Turrell Experten Michael Govan.

James Turrell wurde 1943 in Los Angeles als Sohn einer strenggläubigen Quäkerfamilie geboren. Er erwarb schon mit 16 Jahren eine Fluglizenz, studierte Psychologie und Mathematik in Claremont und schloss 1973 ein Kunststudium ab. Seit den 1960er Jahren arbeitete er an "Lichträumen". Berühmt wurde er mit seinen weltweit realisierten "Skyspaces" und "Ganzfeld Pieces" sowie ortsbezogenen Installationen.

Skyspaces sind große Kuben, oft in eigens errichteten Gebäuden, mit Öffnungen zum Himmel; die Ganzfeld Pieces sind geschlossene Räume, manchmal ganze Hallen, die mit farbigem Licht von unsichtbarer Herkunft zu magischen Welten inszeniert werden, in denen Besucher alle Gewissheiten bezüglich Entfernung, Farbe, Licht, Bewegung verlieren.

Samstag, 28.10. / 01.45 Uhr / Music for Lovers ~ Thilo Wolf und die Nürnberger Symphoniker
(Erstsendung: 01.01.2017)
ARD/BR
Konzert

Unter dem Motto "Music for Lovers" spielen die Nürnberger Symphoniker unter der Leitung von Thilo Wolf ein Konzert mit den schönsten und bekanntesten Love Songs aus fünf Jahrzehnten.

Das Repertoire reicht von George Gershwin über Billy Joel und Michael Jackson bis zu Adele. Mit dabei sind als Solisten die Sänger David Tobin und Johanna Iser, dazu eine erlesene Band mit Béatrice Kahl, Christian Diener und Christoph Huber.
Special Guest ist der Ausnahmemusiker Norbert Nagel.

Sonntag, 29.10. / 18.30 Uhr / Theater: Ein Fest! Steirischer Herbst
Moderation: Eric Mayer
Erstausstrahlung
3sat

Der Steirische Herbst in Graz feiert 2017 sein 50 jähriges Jubiläum. Tanz, Konzert, Film und mehr   zum Jubiläum wird alles geboten. Happy Birthday, Steirischer Herbst. Es wird ein Fest!

Eric Mayer ist dabei, wenn das Festival mit "to come (extended)" der provokativen dänischen Choreografin Mette Ingvartsen eröffnet wird. Ein häufiger Gast auf europäischen Theaterfestivals ist der österreichische Bauernbursche und Performer Simon Mayer.

Er zeigt sein choreografisches Konzert mit menschlich maschineller Besetzung "Oh Magic" im Dom im Berg.

Ein Hauptprojekt zum Geburtstag des Festivals ist die Adaption von Elfriede Jelineks Opus Magnum "Die Kinder der Toten" durch das Nature Theater of Oklahoma. An Originalschauplätzen des Romans entsteht während des Festivals größtenteils auf Super 8 ein Experimentalfilm. Eric Mayer spricht mit der weltweit gefeierten Performancegruppe aus den USA über das ambitionierte Projekt.

Die Festivalintendantin Veronica Kaup Hasler verabschiedet sich mit der Jubiläumsausgabe vom Steirischen Herbst und führt durch die verschiedenen Installationen im Festivalzentrum im Palais Attems im Herzen von Graz.

Sonntag, 29.10. / 19.10 Uhr / Macht der Bilder der Grafikboom
Film von Gerti Maader
(aus der Reihe "NZZ Format")
(Erstsendung: 13.10.2016)
SRF

Das digitale Universum bietet völlig neue optische Möglichkeiten. Die grafische Darstellung von komplexen Sachverhalten erlebt daher einen Boom.

"NZZ Format" macht eine Reise durch die Bilderwelten   von der Information zur Kunst, von der Zeichnung zur Motion Graphic, vom Ernst der Fakten zur Ironie der Übertreibung   und zeigt, was Grafik alles kann.

Kaum ein Wissenschaftler, Journalist, Designer oder Künstler, der heute nicht auf die Macht der Bilder zurückgreift, um seine Anliegen zu vermitteln. Denn Bilder helfen den Menschen, den Sinn von Information leichter zu erfassen und abzuspeichern.

Montag, 30.10. / 02.05 Uhr / Mötley Crüe: The End The Final Tour
Los Angeles Staples Centre, USA, 2015
3sat

Am 31. Dezember 2015 beendet die amerikanische Heavy Metal Glam Rock Band Mötley Crüe ihre 35 jährige Karriere mit einem Konzert vor 18 000 Fans in L. A., der Heimat der „Bad Boys of Rock".

Nachdem die Band im Januar 2014 das Ende in einer Pressekonferenz verkündet, beginnt in den USA am 2. Juli 2014 die Abschiedstournee, und der „Kunterbunte Haufen“ alias Mötley Crüe begeistert weltweit Fans in Japan, Australien, Europa und Südamerika in 164 Konzerten.

Montag, 30.10. / 03.15 Uhr / Journey: Live in Manila
Mall of Asia, Bay City, Manila, Philippinen, 2009
3sat

Am 14. März 2009 präsentieren Journey in Manila vor 30 000 Fans ihren neuen Sänger Arnel Pineda, den Gitarrist Neal Schon im Internet entdeckt hat   als Sänger einer Journey Coverband.

2007 stehen Journey nach dem Abgang von Steve Augeri ohne Sänger da. Der philippinische Sänger Arnel Pineda ist nach Gregg Rolie, Robert Fleischmann, Steve Perry, Steve Augeri und Jeff Scott Soto der sechste Sänger des Quartetts, das 1973 in San Francisco gegründet wird.

Montag, 30.10. / 04.15 Uhr / Foreigner: Live from New York
Capitol Theatre, Port Chester, New York, USA, 2015
3sat

Im Februar 2015 geben Foreigner in New York ein Best of Konzert ihrer über 40 jährigen Karriere mit Hits wie „Juke Box Hero“, „Cold as Ice“, „Urgent“ und „I Want to Know What Love Is“.

"Es ist aufregend, dass unser Auftritt in New York zeitgleich live in den USA übertragen wird“, sagt Gründungsmitglied Mick Jones, der früher bei George Harrison, Peter Frampton und Spooky Tooth Gitarre gespielt hat und der letzte der Ur Besetzung von 1976 ist.

Dienstag, 31. 10.:  Glaube. Kriege. Hoffnung. ~ Ein Thementag in 3sat

Mittwoch, 01.11. : Seefahrer Geschichten ~ Ein Thementag in 3sat

Mittwoch, 01.11. / 03.15 Uhr / Der fliegende Holländer ein Märchen?
Film von Roel Oostra und Robert Bauval
(Erstsendung: 24.08.2005)
ARD/WDR

Der holländische Segler und Schiffsbauer Willem Vos hat das legendäre Schiff des Fliegenden Holländers, die Batavia, nachgebaut.

Mit ihr segelte er auf den Spuren jener Seemänner, die einst ihre Seele an den Teufel verkauften. Vos erkundete die Mentalität seiner Vorfahren, die damals über ungezählte Wellenberge hinweg fremde Küsten eroberten und angeblich dem Fliegenden Holländer begegneten.

Ein unerschrockener Seemann trotzt Wind und Wetter und umsegelt im Sturm das berüchtigte Kap der Guten Hoffnung. Dieser verwegene Kapitän, der Fliegende Holländer, verflucht Gott und schwört dem Teufel Treue für Beistand in der Not. Nach der Legende verdammt ihn der Allmächtige dazu, von da an für alle Ewigkeit über die Weltmeere zu segeln, ohne jemals in einen Hafen zurückzukehren. Von diesem umherirrenden Gespensterschiff wussten noch im 19. Jahrhundert fast alle Seefahrer der Weltmeere zu erzählen. Viele wollen ihm begegnet sein.

Die Legende vom Fliegenden Holländer hat ihren Ursprung zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert. Nur wenige historische Fakten lassen einen gewissen Wahrheitsgehalt erahnen. Dennoch hat dieses Stück Seemannsgarn weltweit Geschichte geschrieben, nicht zuletzt in Richard Wagners Oper. Waren die Grundlage dafür überlieferte Schiffskatastrophen und Naturphänomene, kombiniert mit der Phantasie erschöpfter Seefahrer?

Samstag, 04.11. / 20.15 Uhr / Der Fall Gurlitt
Film von Stefan Zucker
(Erstsendung: 02.11.2017)
SRF

Es war der spektakulärste Kunstfund der letzten Jahrzehnte: 2012 fanden Zollfahnder in einer Münchner Wohnung 1200 Werke moderner Malerei. Der Nazi Kunstschatz galt bisher als verschollen.

Die Sammlung des Cornelius Gurlitt machte weltweit Schlagzeilen: Die Bilder stammten von seinem Vater, Hildebrand Gurlitt, einer der wichtigsten Kunsthändler der Nazis. 50 Jahre lange hielt er die Sammlung versteckt, bis er durch Zufall in eine Kontrolle geriet.

"Der Fall Gurlitt" zeichnet in einer fiktiven Dokumentation die Stationen dieses Falles nach, befragt die Beteiligten und gewährt einen Einblick in das Leben eines Eremiten.

Wie viele dieser Bilder sind Raubkunst, und was wusste Cornelius Gurlitt davon? War die Beschlagnahme einer gesamten Kunstsammlung gerechtfertigt? Bevor man diese Fragen beantworten konnte, starb Cornelius Gurlitt und vermachte sein gesamtes Vermögen einem Kunstmuseum in der Schweiz.

Das Kunstmuseum in Bern nahm das Erbe an, aber nur unter der Bedingung, dass alle unter Raubkunstverdacht stehenden Bilder in Deutschland verbleiben. Der "Fall Gurlitt" bleibt bis heute brisant. Im November werden die Kunstwerke zum ersten Mal in Bonn und Bern gezeigt.

Redaktionshinweis: 3sat zeigt "Der Fall Gurlitt" anlässlich der Doppelausstellung "Bestandsaufnahme Gurlitt". Unter diesem Titel zeigen die Bundeskunsthalle in Bonn und das Kunstmuseum Bern vom 3. November 2017 bis zum 11. März 2018 zeitgleich zwei Ausstellungen mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten aus dem Nachlass von Cornelius Gurlitt.

Samstag, 04.11. / 21.05 Uhr / Konzert der Wiener Philharmoniker in Budapest
Mit Rainer Honeck (Violine),
Robert Nagy (Violoncello), Martin Gabriel (Oboe) und Sophie Dartigalongue (Fagott)

Programm: Ferenc Erkel "Festliche Ouverture", Joseph Haydn
"Sinfonia concertante Nr. 105 op. 84", Béla Bartók
"Konzert für Orchester" und Johann Strauss
"An der schönen blauen Donau"

Musikalische Leitung: Zubin Mehta
Erstausstrahlung
3sat

Die Wiener Philharmoniker gelten als eines der führenden Orchester weltweit. 2017 spielen die Musiker auch im Palast der Künste in Ungarns Hauptstadt Budapest. Es dirigiert Zubin Mehta.

Das Anliegen der Musiker ist es, Werke aufzuführen, die österreichische und ungarische Musik verbindet. Zum 150. Jahrestag des österreichisch ungarischen Ausgleichs von 1867 ist dieses Konzert eine klare Botschaft.

Auf dem Programm stehen eine Ouvertüre des ungarischen Komponisten Ferenc Erkel, auch Begründer der ungarischen Nationaloper, Josephs Haydns "Sinfonia Concertante" mit namhaften Solisten, das Konzert für Orchester von Béla Bartók und von Johann Strauss (Sohn) "An der schönen blauen Donau". Die heimliche Hymne Österreichs feiert dieses Jahr ihr 150. Jubiläum.

Stardirigent Zubin Mehta fühlt sich den Wiener Philharmonikern seit seiner Jugend verbunden. Mit 18 Jahren war er nach Wien gekommen, um dort zu studieren. Im Alter von 25 dirigierte er erstmals die Philharmoniker. Inzwischen sind es fast 300 gemeinsame Auftritte.

Redaktionshinweis: Im Anschluss an das Konzert der Wiener Philharmoniker in Budapest sendet 3sat um 22.45 Uhr die Dokumentation "Zubin Mehta   Partitur eines Lebens".

Samstag, 04.11. / 22.45 Uhr / Zubin Mehta ~ Partitur eines Lebens
Film von Karin Veitl
(Erstsendung: 01.01.2015)
ORF

Der indische Dirigent Zubin Mehta war Chefdirigent von vielen großen Orchestern in Amerika und Europa. In der Dokumentation blickt der Stardirigent zurück auf seine Laufbahn.

Mit Wien verbinden Zubin Mehta nicht nur intensive Arbeitsjahre mit den Wiener Philharmonikern in Konzert und Oper: Schon in seiner Jugend absolvierte Mehta dort ein Studium beim mittlerweile legendären Dirigentenlehrer Hans Swarowsky.

Mehta wirkte acht Jahre als musikalischer Leiter der Bayerischen Staatsoper in München und ist auf Lebenszeit Musikdirektor des Israel Philharmonic Orchestra. Seit 1985 ist er dem Maggio Musicale und der Oper in Florenz verbunden und fungiert in Valencia als Präsident eines Musikfestivals.

Samstag, 04.11. / 22.30 Uhr / Belcanto ~ Die Tenöre der Schellack Zeit
Film von Jan Schmidt Garre
(Erstsendung: 01.07.2017)
3sat

Was macht die Tenöre der Schellack Zeit so unvergleichlich? Die Dokumentation zeigt die Entwicklung des Belcanto im 20. Jahrhundert mit den besten Ton  und Bildaufnahmen der größten Tenöre.

Ihre Namen sind legendär und auch heute noch der Inbegriff des Belcanto: Enrico Caruso, Leo Slezak und Beniamino Gigli können es, was ihren Ruhm angeht, ohne weiteres mit den Star Tenören von heute aufnehmen.

Schon Anfang des 20. Jahrhunderts verkauften sich Carusos Schallplatten in Millionenauflagen. Als in den 1930er Jahren der Tonfilm aufkam, wurden Tenöre wie Joseph Schmidt oder Richard Tauber auch noch zu Kino Stars.

Filmautor Jan Schmidt Garre ist zu den Nachfahren der Sänger nach Russland, Argentinien, in die USA und viele andere Länder gereist. Er hat dort bis dato noch unbekanntes Material entdeckt und Weggefährten befragt. In ihren Erzählungen und in den gefundenen Filmdokumenten werden die Faszination und die fortdauernde Wirkung der großen Tenöre verständlich und unmittelbar erfahrbar.

Samstag, 04.11. / 00.45 Uhr / Deutschland, deine Künstler: Peter Lindbergh
Film von Gero von Boehm
(Erstsendung: 29.11.2015)
ARD/SWR
Dokumentation
Kultur Lebensstile/ entwürfe

Peter Lindbergh gehört als einziger Deutscher zu einer erlesenen Gruppe von Starfotografen, die mit ihren Inszenierungen Mode und Werbung weltweit prägen.

Der Film führt durch das Turboleben von Peter Lindbergh, zu Shootings in London und New York. Gero von Boehm begleitet ihn in sein Pariser Privathaus, wo Lindbergh seit Jahrzehnten lebt, und nach Duisburg zu den Landschaften seiner Heimat.

Lindberghs Bildergeschichten in kontrastreichem Schwarzweiß haben großen Wiedererkennungswert. Sein Foto mit den Supermodels in weißen Hemden hat die "Vogue" kürzlich zum besten Bild der 1990er Jahre gekürt. Doch nur wenige wissen, wer Lindbergh selbst ist.

Alles begann vor mehr als 40 Jahren   mit einer billigen, gebrauchten Kamera. Peter Brobeck, der sich Lindbergh nennen wird, beginnt als Schaufenster Dekorateur bei Karstadt, fotografiert eines Tages die Kinder seines Bruders und entdeckt so seine Liebe zum Porträt. 1944 wurde er im heutigen Polen geboren und wuchs nach Flucht und Vertreibung im Ruhrgebiet auf, nahe den Rheinwiesen von Duisburg, die Industrieanlagen der Krupp Stahlwerke im Blick. Seine ersten Bilder erschienen im Kultmagazin "Twen", dann auch im "Stern". Und plötzlich interessierten sich internationale Magazine wie "Vogue", "Harper's Bazaar", "Rolling Stone" und "Vanity Fair" für den Blick des Deutschen, der einen Look in etwas Bedeutendes verwandeln kann.

"Ich möchte wirkliche Personen fotografieren, nicht das Model", sagt Lindbergh. "Was mich interessiert, ist die Wirklichkeit hinter der Fassade." Sein Freund Wim Wenders sieht in seinen Fotografien "das Reich eines Mannes, der die Modefotografie   oder besser: überhaupt die Fotografie   hinter sich gelassen und transzendiert hat". Und deshalb findet Lindbergh heute auch andere Ausdrucksformen. Kürzlich ließ er einen zum Tode verurteilten Kindermörder 38 Minuten lang in eine Filmkamera starren. Lindbergh wollte herausfinden, ob man dem Mörder das Böse ansieht, und kommt zu dem Ergebnis: "Letztlich ist es doch nur eine Frage des Zufalls, ob das Böse bei dir ausbricht."

Zu Wort kommen unter anderem der Filmregisseur und Fotograf Wim Wenders, der Fotograf Jim Rakete, das Super Model Lara Stone und der Verleger Lothar Schirmer.

Sonntag, 05.11. / 12.30 Uhr / Druckfrisch ~ Neue Bücher mit Denis Scheck
(Erstsendung: 29.10.2017)
ARD/MDR/NDR/WDR/BR

Orientierung im Bücherdschungel verspricht Denis Scheck. Scheck besucht Schriftsteller, stellt Neuerscheinungen vor und spart dabei weder an Lob, noch an Kritik.

Seine bissigen und humorvollen Kommentare zu den Büchern der Spiegelbestenliste aus der Kölner Bücherhalle sind beliebt und gefürchtet. Im persönlichen Gespräch entlockt er Autoren aktueller Bestseller interessante Hintergründe zu ihren Werken.

Sonntag, 05.11. / 13.05 Uhr / Der letzte Takt   Totenlieder und Verabschiedungsrituale in Kärnten
Film von Sonja Kleindienst
(aus der ORF Reihe "Österreich Bild")
(Erstsendung: 29.10.2017)
ORF

Die Dokumentation befasst sich mit traditionellen Verabschiedungsritualen, die heute noch in vielen Regionen Kärntens bei Begräbnissen den "letzten Weg" begleiten.

Vor allem auf dem Land werden jahrhundertealte Rituale vor  und durchgeführt: Aufbahrung im eigenen Haus, Totenbeten, Hinausbegleiten und ähnliche Bräuche. Außerdem geht es in dem Film um die Geschichte des Totenlieds und die Beziehung von Musik und Tod.

Sonntag, 05.11. / 17.45 Uhr / Der Deutsche Theaterpreis DER FAUST
Zusammenfassung der Preisverleihung aus dem Schauspiel Leipzig
Regie: Catharina Kleber
Erstausstrahlung
3sat

Der Deutsche Theaterpreis DER FAUST wird jährlich verliehen, immer in einer anderen Stadt, und das bereits zum 12. Mal. 2017 findet die Veranstaltung im Schauspiel Leipzig statt.

Der deutsche Theaterpreis würdigt die Leistungs  und Innovationskraft der hiesigen Theaterlandschaft, schließlich hat Deutschland eine der größten und bedeutendsten Theaterszenen weltweit. Der Film fasst die größten Momente der Preisverleihung zusammen.

Neben den Nominierten werden wie in den letzten Jahren zahlreiche prominente Gäste aus Theater, Film und Fernsehen erwartet. Erst am Abend der festlichen Verleihung am 3. November 2017 werden die Namen der Gewinner bekanntgegeben. Die Vergabe erfolgt in acht Kategorien, unter anderem Regie, Darsteller oder Bühne/Kostüm. Außerdem wird der Preis für das Lebenswerk vergeben.

Die gesamte Preisverleihung ist am Freitag, 3. November, ab 20.00 Uhr auf 3sat.de als Livestream zu sehen.

Sonntag, 05.11. / 18.30 Uhr / Museums Check mit Markus Brock: Naturhistorisches Museum Wien
Erstausstrahlung
ARD/SWR/3sat

Die berühmte Venus von Willendorf, riesige Saurier Skelette oder die weltweit größte und älteste Meteoritenschausammlung   all das gibt es im Naturhistorischen Museum Wien zu entdecken.

Und wer würde sich besser als Begleiter von Markus Brock beim "Museums Check" eignen als der österreichische Schriftsteller und Wissenschaftler Raoul Schrott? Hat er doch mit "Erste Erde. Epos" 2016 ein gewaltiges Werk über die Entstehung des Universums vorgelegt.

Beim Rundgang durch einige der 39 Schausäle des Museums erfahren Markus Brock und Raoul Schrott nicht nur einiges über die Entwicklung der Erde und des Menschen: Sie besuchen auch das hypermoderne "Digitale Planetarium" mit Fulldome Projektionstechnik. Erstaunlich auch, welche neuen Erkenntnisse die Wissenschaft über "Hund und Katz", so der Titel einer interaktiven Sonderausstellung, zutage gefördert hat.

Das Fazit der beiden Museumsbesucher: Das Naturhistorische Museum Wien, eine der führenden Forschungseinrichtungen Österreichs, ist ein wahrer Kosmos der Erkenntnis.

Sonntag, 05.11. / 21.00 Uhr / Bauerfeind   Die Leseshow
Moderation: Katrin Bauerfeind
Erstausstrahlung
3sat

Die Leseshow   der Name ist Programm. Vom literarischen Werk bis zur Gebrauchsanweisung ist alles dabei, wenn Katrin Bauerfeind im Berliner ewerk mit ihren Gästen die Seiten aufschlägt.

Es geht ums lesbare Wort. Ganz egal ob Songtexte, Tweets, Hatemails, Liebesbriefe, Gebrauchsanweisungen, Beipackzettel, Tagebucheinträge oder gar Literatur: Hauptsache, es ist unterhaltsam, lustig, spannend, emotional und kann vorgelesen werden.

Egal ob die unglaublichsten echten Dialoge vom "Bachelor" ("Ich hab fast 1500 Nagellacks! Es macht mich so glücklich, wenn der Nagellack zu den Schuhen passt!"), die interessantesten Heiratsannoncen der "ZEIT" ("Du bist mollig und findest dich nicht hübsch? Dann lies bitte alle anderen Anzeigen") oder die Frage "Merkel oder Mumpitz?", bei der das Publikum entscheiden muss, ob das Zitat echt ist oder ausgedacht.

Pro Sendung erwartet Katrin Bauerfeind zwei Gäste. Jede Sendung hat ein verbindendes Oberthema, zum Beispiel "Männer", "Heimat", "Ruhm" oder "Politik".

Der spielerische Umgang mit Texten steht im Mittelpunkt der Show. Was passiert, wenn man den Schlussdialog aus "Casablanca" mit vertauschten Rollen liest? Wie klingt die Regierungserklärung auf Schwäbisch? Kann man Tinder Chats von "Rosamunde Pilcher" Dialogen unterscheiden? Aber es ist auch Platz für Max Frischs Sicht auf die Frauen oder "Fifty Shades of Grey".

Redaktionshinweis: Drei weitere Folgen der neuen Leseshow mit Katrin Bauerfeind zeigt 3sat am Sonntag, 12. November und am Sonntag, 3. Dezember, jeweils um 21.00 Uhr, sowie am Samstag, 30. Dezember, um 22.45 Uhr im Rahmen des Thementags "Kabarett und Comedy".

Montag, 06.11. / 02.20 Uhr / Queen: A Night at the Odeon
Hammersmith Odeon, London, Großbritannien, 1975
Regie: Tom Corcoran
3sat

Am 24. Dezember 1975 spielen Queen im Rahmen ihrer "A Night at the Opera Tour" im Londoner Hammersmith Odeon. Es wird ein legendäres Konzert, das den Beginn ihrer Weltkarriere markiert.

Live übertragen im englischen Fernsehen, spielt die Band erstmals "Bohemian Rhapsody". Es ist ein Song des neuen Albums "A Night at the Opera", das am 21. November 1975 veröffentlicht wird und laut "Rolling Stone" zu den 500 besten Alben aller Zeiten gehört.

Nach den Konzerten in England präsentiert sich die Band ab Januar 1976 in den USA. "Bohemian Rhapsody" hat längst Platz 1 der englischen Hitparade erreicht und steht in den USA auf Platz 9. Alle Konzerte in den USA sind ausverkauft, und Ende März 1976 spielen Queen noch einige Konzerte in Japan und im April in Australien.

Brian May sagt damals über "Bohemian Rhapsody": "Das ist nun wirklich kein Song für die Bühne. Viele Zuschauer mögen es nicht, dass wir die Bühne verlassen, wenn die Chorpassage kommt. Aber ganz ehrlich, das ist mir lieber als zu einem Playback zu spielen." Im Rahmen ihres legendären Konzerts im Londoner Hammersmith Odeon spielen Queen "Bohemian Rhapsody" in einem Medley zusammen mit "Killer Queen" und "March of the Black Queen".

Montag, 06.11. / 03.00 Uhr / Tina Turner: Nice 'n' Rough
Hammersmith Apollo, London, Großbritannien, 1982
Regie: David Mallet
3sat

"Are You Ready for Me?", ruft Tina Turner im April 1982 ins Londoner Publikum und präsentiert ein mitreißendes Konzert mit Hits aus der Ike Turner Zeit und Songs der Stones und Rod Stewart.

3sat zeigt die Höhepunkte des legendären Konzerts auf der Schwelle zum großen Comeback der Sängerin. Die Aufzeichnung wurde von Starregisseur David Mallet in Szene gesetzt.

Nach dem Ruhm der "Ike und Tina Turner Revue" der 1960er  und 1970er Jahre, geht Tina Turner ab 1976 solo auf Tournee. Musikalische Ausflüge in die Disco Musik verkaufen sich schlecht, bis sie mit den "Nice 'n' Rough"–Konzerten das Karrieretief überwindet. Tina Turner hat Gastauftritte bei Tom Jones, Rod Stewart, David Bowie und spielt im Vorprogramm der Rolling Stones, doch für die Plattenfirmen ist Tina Turner ein wenig vermarktbarer Altstar.

In der legendären Londoner Konzerthalle Hammersmith Apollo merkt man davon jedenfalls nichts, denn Tina Turner begeistert vom ersten Ton an. Das Publikum ist beeindruckt, doch niemand ahnt, dass Tina Turner bereits ein Jahr später mit dem Al Green Coversong "Let's Stay Together" einen internationalen Hit landet und 1984 mit dem Album "Private Dancer" den Ruhm von einst vervielfacht: 1985 erhält sie drei Grammy Awards.

Montag, 06.11. / 03.20 Uhr / The Rolling Stones: From the Vault   Marquee 1971
Marquee Club, London, Großbritannien, 1971
Regie: Bruce Gowers
3sat

Am 26. März 1971 präsentieren die Rolling Stones im Londoner Marquee Club einige Songs aus ihrem wenig später erscheinenden Album "Sticky Fingers". Für viele ist es die beste Zeit der Stones.

Die Aufnahmen des Auftritts waren verschollen und erscheinen erstmals 2015 in restaurierter Fassung. Aufgenommen für das amerikanische Fernsehen, präsentieren die Stones Songs wie "Brown Sugar" und "Dead Flowers", die wenig später weltweit für Furore sorgen.

Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts, Mick Taylor und Bill Wyman beenden mit diesem Auftritt ihre dreiwöchige Kurz Tournee durch England und Schottland im März 1971. Es ist die erste Tour seit 1966 in ihrem Heimatland, die als "Good Bye Britain Tour" in die Geschichte eingehen wird.

In diesen Tagen steht die Band am Wendepunkt ihrer Karriere. Nach dem Tod des Gitarristen Brian Jones im Juli 1969, dem Tod von vier Menschen während des Auftritts beim Altamont Festival im Dezember 1969, dem Ende ihres Plattenvertrags mit Decca Records 1970 und der Trennung von ihrem Manager Allen Klein, verlegen die Stones kurze Zeit nach dem Auftritt im Marquee Club ihren Wohnsitz nach Südfrankreich.

Finanzielle Probleme und die hohe Steuerlast in England zwingen die Band zu diesem Schritt, dem die Gründung eines eigenen Plattenlabels folgt: Rolling Stones Records mit der weltbekannten roten Zunge, die zum ersten Mal am 23. April 1971 auf der Innenhülle des Albums "Sticky Fingers" zu sehen ist. Auf dem Album, das zwischen 1969 und 1971 in verschiedenen Studios entsteht, wirkt Mick Taylor als neuer Gitarrist für den verstorbenen Brian Jones mit und bestimmt mit seinem bluesigen Gitarrenspiel den Sound der Band, die mit "Sticky Fingers" Platz 1 der britischen und amerikanischen Pop Alben erreicht.

Montag, 06.11. / 03.55 Uhr / The Who: Live at Hyde Park 2015
Hyde Park, London, Großbritannien, 2015
Regie: Chris Rule
3sat

Am 26. Juni 2015 geben The Who im Londoner Hyde Park vor 65 000 Zuschauern ein umjubeltes Konzert der weltweit erfolgreichen "50th Anniversary Tour", die am 29. Mai 2016 in Las Vegas endet.

"Das ist der Anfang eines langen Good Byes", sagt Sänger Roger Daltrey über die Tour, denn auch Pete Townshend möchte "dieses Buch nun langsam zuklappen und nicht mehr als The Who auf der Bühne stehen." 3sat zeigt die Höhepunkte des Konzerts im Hyde Park.

Nicht weit vom Hyde Park entfernt basteln Gitarrist Pete Townshend, Sänger Roger Daltrey, der unvergessene Schlagzeuger Keith Moon (1946   1978) und der ebenso inzwischen verstorbene Bassist John Entwistle vor gut 50 Jahren am Soundtrack der Mod's Szene und deren Working Class Lebensgefühl. Inzwischen spielt Pino Palladino Bass und Zack Starkey sitzt am Schlagzeug, doch Daltrey und Townshend sind immer noch die großen, inzwischen alten Männer, die ihren intelligenten britischen Rock mit Stil, Hingabe und Humor präsentieren. "Wir glaubten damals nicht daran, dass es viel mehr als eine Woche hält, aber inzwischen sind wir 50 Jahre dabei", sagt ein sichtlich gerührter Roger Daltrey angesichts der Begeisterung im Publikum.

Montag, 06.11. / 04.55 Uhr / Status Quo: The Frantic Four Final Fling
O2 Arena, Dublin, Irland, 2014
Regie: Dave Meehan
3sat

Niemand hat es mehr erwartet: Das legendäre Status Quo Frantic Four Line Up war im Jahr 2014 noch einmal live zu erleben.   3sat zeigt die Höhepunkte des Konzerts in der O2 Arena in Dublin.

Die "Frantic Four", die "Wilden Vier", sind Sänger und Gitarrist Francis Rossi, Sänger und Gitarrist Rick Parfitt, Bassist Alan Lancaster und Schlagzeuger John Coghlan, bekannt als Status Quo.

1962 gründen Rossi und Lancaster eine Schülerband, aus der in den kommenden Jahren "The Status Quo" entsteht. 1967 landet die Band einen Erfolg mit der Single "Pictures of Matchstick Men" und wandelt sich in den 1970er Jahren von einer Hard Rock  zur Boogie Rock Band. 1981 verlässt Schlagzeuger John Coghlan die Band, und 1984 geraten der Bassist Alan Lancaster und Gitarrist Francis Rossi in Streit um das zukünftige musikalische Konzept. Bald geht es auch um die Rechte am Bandnamen, und der Oberste Gerichtshof des Vereinigten Königreichs gibt Rossi und Parfitt Recht. Alan Lancaster verlässt die Band im Streit.

Im Oktober 2012 erscheint die Alan Parker Dokumentation "Hello Quo", die unter anderem Ausschnitte einer Jam Session der Urbesetzung mit Rossi, Parfitt, Lancaster und Coghlan zeigt. Dazu spielen die vier Gründungsmitglieder erstmals seit über 30 Jahren wieder gemeinsam, was Gerüchte um eine mögliche Wiedervereinigung der "Frantic Four" anheizt. Im März 2013 ist es dann soweit: Fünf Konzerte der Ur Besetzung finden statt und aufgrund des großen Erfolgs folgen weitere Konzerte im Jahr 2014.

Am 12. April 2014 spielen die "Wilden Vier" ihr Abschlusskonzert in der Dubliner O2 Arena. Vor einem minimalistischen Bühnenbild mit einer einfachen Lightshow könnte das Ganze auch vor über 50 Jahren stattgefunden haben. Status Quo bleiben sich treu und überzeugen mit ihren Songs wie "Junior´s Wailing", "In My Chair", "Oh Baby", "Down Down", "Caroline", "Bye Bye Johnny" und andere mehr. Trotz seiner Nervenerkrankung spielt sich Bassist Alan Lancaster tapfer durchs Programm und Rick Parfitt sagt danach: "Gemeinsam in einem Kreis zu stehen und dann die Arme umeinander zu legen, war einfach schön. Das ganze Equipment einstöpseln und dann loslegen. Nach einer so langen Zeit war es ein ganz schön surreales Gefühl."

Samstag, 11.11. / 20.15 Uhr / Wahnsinnswerke: Die Räuber
Film von Matthias Schmidt
Erstausstrahlung
3sat

Die Klassiker des Theaters sind hochaktuell. "Wahnsinnswerke" zelebriert ihre Zeitlosigkeit. "Die Räuber", das Debüt des 21 jährigen Friedrich Schiller, war bei seiner Uraufführung ein Skandal.

Der Autor, selbst zwar kein Räuber, aber dennoch kein Kind von Traurigkeit, schlich sich trotz Verbots des Herzogs von der Militärschule zur Premiere, um seinen Triumph mitzuerleben. "Die Räuber" sind eines der Hauptwerke des Sturm und Drang.

Der Konflikt mit Autoritäten, die Ablehnung der bestehenden gesellschaftlichen Ordnung machen es zur Folie für alles Rebellische und Revolutionäre auch unserer Zeit. Nicht zuletzt ist "Die Räuber" aber ein Familiendrama. Das Buhlen um die Liebe des Vaters und der Konkurrenzkampf zwischen den Brüdern sind Themenkomplexe, die Regisseurinnen und Regisseure immer wieder zu Schillers sprachgewaltigem und gewalttätigen Stück greifen lassen.

Katja Bürkle und Franz Pätzold verkörpern am Münchner Residenztheater das ungleiche Brüderpaar. Sie erzählen vom Bruderzwist auf gigantischen Laufbändern und der monumentalen Schiller Maschine, die Regisseur Ulrich Rasche sich für „Die Räuber“ dort erdacht hat.

"Wahnsinnswerke" ergründet die Klassiker der Theaterliteratur, vergleicht ihre prägendsten Inszenierungen, spricht mit Schauspielern, Regisseuren, Musikern und zeigt ihren Nachhall in der Popkultur.

Sie sind zeitlos, allgemeingültig über Jahrhunderte hinweg und behandeln archaische Konflikte, die sich damals am Königshof ebenso abspielten, wie heute in der Konzernzentrale. Manche Dramen verlieren mit der Zeit nicht an Bedeutung, lassen uns nicht los, überraschen uns immer wieder aufs Neue, sind verhaftet in unseren Köpfen, im kulturellen Gedächtnis, Allgemein  und Kulturgut: Wahnsinnswerke eben.

Samstag, 11.11. / 20.55 Uhr / Die Räuber
Von Friedrich Schiller
3sat / Münchner Residenztheater

Maximilian, Graf von Moor: Götz Schulte
Franz Moor: Valery Tscheplanowa
Karl Moor: Franz Pätzold
Amalia von Edelreich: Nora Buzalka
Spiegelberg: Thomas Lettow
Schweizer: Max Koch
Razmann: Leonard Hohm
Schufterle: Marcel Heuperman/Alexander Weise
Roller: László Branko Breiding
Daniel  : René Dumont
u. a.
Räuberbande: Moritz Borrmann, Yasin Boynuince, Kjell Brutscheidt, William Cooper, Emery Escher, Toni Jessen, Max Krause, Bekim Latifi und Cyril Manusch

Mit Sandro Schmalzl (Tenor), Martin Burgmair (Bassbariton), Gustavo Castillo (Bassbariton), Mariana Beleaeva (Violine), Jenny Scherling (Viola), Heiko Jung (E Bass) und Fabian Löbhard (Percussion)

Bühnenbild: Ulrich Rasche
Kostüme: Heidi Hackl
Chorleitung: Alexander Weise
Musikalische Leitung: Ari Benjamin Meyers
Regie: Ulrich Rasche
Fernsehregie: Peter Schönhofer
Erstausstrahlung

Die Brüder Franz und Karl buhlen um die Liebe ihres Vaters. Dieser bevorzugt den schönen Karl, doch Franz intrigiert gegen seinen Bruder und bringt den Vater dazu, diesen zu verstoßen.
Karl gründet daraufhin eine Räuberbande und versetzt ganze Landstriche in Angst und Schrecken. Doch die Liebe zu Amalia führt ihn unter falscher Identität nach Hause zurück, wo Franz wie ein Despot das ganze Haus tyrannisiert. Es kommt zum Showdown zwischen den Brüdern.
Die Räuberbande rückt näher, um Karl beizustehen. Ein glücklicher Ausgang für Amalia und Karl scheint möglich, doch das Leben als Räuber fordert seinen Tribut.
Freiheit und Determiniertheit, Leben, das Zwängen und unabänderlichen Mechanismen unterworfen ist, zeigt Ulrich Rasches monumentale Räuber Inszenierung am Münchner Residenztheater, eindrücklich wie nie zuvor. Die Protagonisten sind eingespannt in ein monströses Räderwerk.

Auf zwei gewaltigen, heb , senk , schwenk  und drehbaren Laufbändern marschieren sie durch die gut dreistündige Aufführung von Schillers Erstlingswerk. Das Leben ist eine Maschine: Einmal angeworfen, schreitet es unaufhörlich voran. Die Räuberbande schmettert als Chor Schillers Verse in überwältigender Wucht gen Publikum, und man beginnt zu begreifen, welche Wirkung geballte Massen haben können.

Unterstützt wird die Sprache durch Live Musik und Sänger. Ein Klang Raum Sprachspektakel entsteht, dessen Sog man sich nur schwer entziehen kann.

Redaktionshinweis: 3sat zeigt mit der Inszenierung "Die Räuber" von Ulrich Rasche eines der Stücke, die zum Berliner Theatertreffen 2017 eingeladen wurden. Aufgrund der Komplexität des Bühnenbildes konnte das Werk dort nicht aufgeführt werden.

Samstag, 11.11. / 01.45 Uhr / lesArt BuchWien
Moderation: Christian Ankowitzsch
(Erstsendung: 06.11.2017)
ORF

In der November Ausgabe der "lesArt" vor der BuchWien bei Christian Ankowitsch sind der deutsche Autor Ingo Schulze und die ungarische Philosophin Agnes Heller zu Gast.

Darüber hinaus eine weitere Ausgabe der Reihe "Kleinverlage im Porträt". Die 10. Ausgabe der BuchWien wird am 8. November 2017 mit einer "Langen Nacht der Bücher" eröffnet, vom 9. bis 12. November dreht sich dann am Wiener Messegelände alles um Autoren und ihre Werke.

Samstag, 11.11. / 03.20 Uhr / zdf@bauhaus ~ Live Musik mit Adel Tawil
Moderation: Jo Schück
Erstausstrahlung
3sat

"Ist da jemand?" Adel Tawil schaffte seinen Durchbruch als Sänger von "Ich + Ich", bevor er ein erfolgreicher Solokünstler wurde.

Er veröffentlichte ein Solo Album, das mittlerweile fünffach mit Gold ausgezeichnet worden ist, und spielte eine erfolgreiche Tour. Trennung und Schmerz lagen nah beieinander. "Ich muss schon sagen, das war eine ziemliche Achterbahnfahrt in den letzten Jahren."

Da waren die großen künstlerischen und beruflichen Erfolge und die absoluten privaten Tiefschläge. Der Medienrummel um sein Privatleben auf der einen Seite und die ausverkauften Hallen vor einem euphorisierten Publikum auf der anderen.

Nach all den Aufregungen um sein Privatleben suchte er einen Ort, an dem er in Ruhe arbeiten konnte. Adel flog zu einem Kumpel nach Hawaii, der dort mitten im Dschungel lebt. "Da gibt es nichts. Nur ein paar Solarzellen auf dem Dach und eine selbstgebaute Dusche. Abgeschnitten von jeglicher Kommunikation."

Befreit vom Ballast der Vergangenheit und vom Medienrummel, beginnt Adel Tawil zu schreiben. "Ich habe einfach alles erzählt, was mir passiert ist. Ich habe den ganzen Schmerz reingepackt und die ganz großen Glücksmomente." Am Ende ist Adel Tawil vor allem ein richtig guter Musiker und Sänger, der die Lieder, die er singt, lebt. Mit all seiner Kraft, seinem Mut und seiner Hingabe.

Das geschichtsträchtige Bauhaus in Dessau ist gleichzeitig Bühne und Produktionsort für die Konzertreihe "zdf@bauhaus". Internationale Künstler geben in einem intimen Rahmen exklusive Konzerte vor Live Publikum. Präsentiert werden die Konzerte von Moderator Jo Schück.

Samstag, 11.11. / 04.20 Uhr / zdf@bauhaus ~ Live Musik mit Pohlmann
Moderation: Jo Schück
Erstausstrahlung
3sat

Mit seiner Hymne "Wenn jetzt Sommer wär" hat sich Pohlmann einen festen Platz im deutschsprachigen Popgeschehen gesichert.

Der Wahlhamburger Ingo Pohlmann war vor seiner Solokarriere in diversen englischsprachigen Bands aktiv und hatte starke Grunge Einflüsse. Als Solist erlangte er durch die Teilnahme an Stefan Raabs TV Wettbewerb "Bundesvision Song Contest" größere Bekanntheit.

Der gelernte Maurer landete mit dem Song "Mädchen und Rabauken" damals auf Platz fünf. Sein bisher größter Hit, "Wenn jetzt Sommer wär", findet sich schon auf seinem Debutalbum "Zwischen Heimweh und Fernsucht". Es folgten mehrere Longplayer, die sich allesamt in den Top 40 der deutschen Albums Charts wiederfanden.

Nach einer dreijährigen Pause veröffentlichte der Singer Songwriter in diesem Frühjahr "Weggefährten". Musikalisch positioniert sich Pohlmann auf diesem Album ganz eindeutig und klar. Alles entwickelt sich aus dem Blues. Der Blues, das ist die Mama und der Sänger das Kind.

Live erlebt man Pohlmann immer als einen Menschen, der erst zum Zerreißen nervös ist, dann aber zunehmend in seiner Musik aufgeht. Der sicherer wird, stampft und schreit, über sich hinauswächst und irgendwann verschwitzt und selig seine Geschichten erzählt, als säße man zusammen an der Theke. Das macht jedes seiner Konzerte zu einem besonderen. "Nie werde ich ein Profi, der planvoll eine Show abspielt. Jedes Konzert packen wir aus wie ein Geschenk. Dementsprechend intensiv wird auch die Musik erlebt und wiedergegeben."

Das geschichtsträchtige Bauhaus in Dessau ist gleichzeitig Bühne und Produktionsort für die Konzertreihe "zdf@bauhaus". Internationale Künstler geben in einem intimen Rahmen exklusive Konzerte vor Live Publikum. Präsentiert werden die Konzerte von Moderator Jo Schück.

Sonntag, 12.11. / 11.10 Uhr / Die literarischen Reisen des Herrn Pollack
Film von Björn Kölz und Gernot Stadler
(Erstsendung: 10.04.2017)
ORF

Der östliche Raum des zerbrochenen Habsburgerreichs ist das bevorzugte Studienobjekt Martin Pollacks. Von dieser für viele noch immer fremden Welt handeln seine Reportagen und Bücher.

Der Film begleitet den Autor zu den Schauplätzen seines Schaffens. Hauptsächlich sind das die Gebiete, die sich heute über Polen und die Ukraine erstrecken. Doch auch das Burgenland als Wohnort und Werkstätte Martin Pollacks sind filmische Anknüpfungspunkte.

Sonntag, 12.11. / 11.55 Uhr / Berlin Kabarett ~  Die Wilde Bühne
Film von Fabienne Rousso Lenoir
(Erstsendung: 15.03.2011)
ARD/WDR

Die Berliner Kabarettszene der Jahre 1919 bis 1933 war eines der faszinierendsten Kulturphänomene der Weimarer Republik. Sie bündelte das Lebensgefühl der Goldenen Zwanziger.

Ulrich Tukur leitet als (unsichtbarer) Zeremonienmeister eine imaginäre Kabarett Vorstellung; er stellt die ausgewählten Lieder und Szenen in den jeweiligen historischen, politischen und gesellschaftlichen Kontext.

Die Berliner Kabarettszene reflektierte Zeitgeschichte mit kühnen und unerhörten Mitteln   von den Jahren des Aufschwungs über die Zeit der Depression und Inflation bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten. Ein dramatisch bewegtes Kaleidoskop in der Bildästhetik der Epoche.

Sonntag, 12.11. / 18.30 Uhr / Theater: Ein Fest! Meteor Festival
Erstausstrahlung
3sat

Alle zwei Jahre findet in Bergen das Meteor Festival mit Performances, Tanz, Installationen und Konzerten statt. Eric Mayer begibt sich mitten hinein in ein kurioses kleines Festival.

Organisiert wird das Meteor Festival vom BIT Teatergarasjen mit dem Ziel, norwegische und internationale Kunst durch Koproduktionen zu fördern und vor allem Projekte über Genregrenzen hinweg zu ermöglichen. Meteor 2017. Ein Fest!

"Theater: Ein Fest!" verschlägt es diesmal in den hohen Norden. Bergen ist die zweitgrößte Stadt Norwegens und einer der wichtigsten Seehäfen Europas. Eric Mayer macht sich zwischen Fjorden und traditionsreichen Bauten aus der Hansezeit, wie den Bryggen, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählen, auf die Suche nach der jungen und frischen Theaterkunst Norwegens. Er trifft auf die Künstler von Vive la Phrance, die in einem interaktiven Format das Verhältnis zwischen Darstellern und Zuschauern erforschen wollen und das Publikum dazu in einen typisch deutschen Biergarten einladen. Und die norwegische Künstlergruppe Verk produksjoner will in ihrer Performance "Come as you are" ganz bewusst das große Ganze außer Acht lassen, um sich auf die kleinen Freuden zu besinnen.

Eines der Highlights des Festivals ist die "band night" des Kanadiers Jacob Wren, der von lokalen Bands alle Songs, die er im Alter von 14 25 Jahren komponiert hat, spielen lässt. Songs, die niemand kennt, die aber vielleicht eine Chance verdient haben, vor dem Publikum zu bestehen.

Sonntag, 12.11. / 21.00 Uhr / Bauerfeind   Die Leseshow
Moderation: Katrin Bauerfeind
Erstausstrahlung
3sat

Die Leseshow   der Name ist Programm. Vom literarischen Werk bis zur Gebrauchsanweisung ist alles dabei, wenn Katrin Bauerfeind im Berliner ewerk mit ihren Gästen die Seiten aufschlägt.

Es geht ums lesbare Wort. Ganz egal ob Songtexte, Tweets, Hatemails, Liebesbriefe, Gebrauchsanweisungen, Beipackzettel, Tagebucheinträge oder gar Literatur: Hauptsache, es ist unterhaltsam, lustig, spannend, emotional und kann vorgelesen werden.

Egal ob die unglaublichsten echten Dialoge vom "Bachelor" ("Ich hab fast 1500 Nagellacks! Es macht mich so glücklich, wenn der Nagellack zu den Schuhen passt!"), die interessantesten Heiratsannoncen der "ZEIT" ("Du bist mollig und findest dich nicht hübsch? Dann lies bitte alle anderen Anzeigen") oder die Frage "Merkel oder Mumpitz?", bei der das Publikum entscheiden muss, ob das Zitat echt ist oder ausgedacht.

Pro Sendung erwartet Katrin Bauerfeind zwei Gäste. Jede Sendung hat ein verbindendes Oberthema, zum Beispiel "Männer", "Heimat", "Ruhm" oder "Politik".

Der spielerische Umgang mit Texten steht im Mittelpunkt der Show. Was passiert, wenn man den Schlussdialog aus "Casablanca" mit vertauschten Rollen liest? Wie klingt die Regierungserklärung auf Schwäbisch? Kann man Tinder Chats von "Rosamunde Pilcher" Dialogen unterscheiden? Aber es ist auch Platz für Max Frischs Sicht auf die Frauen oder "Fifty Shades of Grey".

Montag, 13.11. / 04.35 Uhr / Crossroads (1/8): Triggerfinger
Mit Ruben Block (Gesang, Gitarre), Mario Goossens (Schlagzeug) und Paul Van Bruystegem (Bass)
Erstausstrahlung
ARD/WDR/3sat

Das junge belgische Trio Triggerfinger, zu Gast beim Bonner "Crossroads" Festival im Oktober 2017, hat zwar erst ein Album veröffentlicht, gilt in seiner Heimat aber als große Hoffnung.

Triggerfinger geht mit gehörigem Tempo durch die Rockhistorie. Urwüchsiger Rock'n Roll, an Creedence Clearwater Revival erinnernder Proto Rock aber auch an Led Zeppelins gemahnende wuchtige Heavy Dramen sind ihr Metier.

Brachiale Konzerte: Laut, mit entwaffnendem Humor, in gepflegten Anzügen und von unbändiger Spielfreude.

Zwei Mal pro Jahr produziert der WDR "Rockpalast" in der "Harmonie" in Bonn Endenich das "Crossroads" Festival. Vom 18. bis 21. Oktober 2017 wurden internationale Acts präsentiert.

Montag, 13.11. / 05.20 Uhr / Crossroads (2/8): Spidergawd
Mit Per Borten (Gitarre, Gesang), Kenneth Kapstad (Schlagzeug), Rolf Martin Snustad (Saxofon) und Hallvard Gaardløs (Bass)
Erstausstrahlung
ARD/WDR/3sat

Das norwegische Quartett Spidergawd, zu Gast beim Bonner "Crossroads" Festival im Oktober 2017, spielt wilden Rock'n'Roll: kraftvoll, hart und schwer, ein Exzess, der Sinne betäubt.

Irgendwo zwischen Black Sabbath, Motörhead, klassischem Thin Lizzy Sound und beherzt beschleunigtem Groove zelebrieren die Norweger einen magischen Maelstrom, errichten Soundgebirge von ehrfurchtgebietenden Ausmaßen.

Sie schleudern zuhauf brachiale Riffs und Hooks von der Bühne, man höre und schaue sich allein an, wie Kenneth Kapstad (ex Motorpsycho) seine Trommeln in spektakulären Fill In Exzessen wund knüppelt, wie Per Borten sich mit Gitarre und Stimme verausgabt, wie stoisch Hallvard Gaardløs ein Bass Dickschiff nach dem anderen vom Stapel lässt.

Und zwischendurch brummt und trötet Bariton Saxophonist Rolf Martin Snustad überraschende Salven in den stetig tobenden Sturm. Fordernder, scheppernder Schweinerock, breitbeinig servierte Breitseiten mit gehöriger Wucht. Ohrstöpsel gibt's an der Kasse.

Zwei Mal pro Jahr produziert der WDR "Rockpalast" in der "Harmonie" in Bonn Endenich das "Crossroads" Festival. Vom 18. bis 21. Oktober 2017 wurden internationale Acts präsentiert.

Redaktionshinweis: Die weiteren Folgen der achtteiligen Reihe "Crossroads" zeigt 3sat am Montag, 20. November, ab 2.50 Uhr und am Montag, 27. November, ab 3.15 Uhr.

Samstag, 18.11. / 10.00 Uhr / Nestroy 2017  ~ Die Gala
Der Wiener Theaterpreis
(Erstsendung: 13.11.2017)
ORF

Mitte November 2017 findet im Wiener Ronacher die 18. Nestroy Gala statt, die herausragende Leistungen aus der österreichischen Theaterszene ehrt. 3sat präsentiert die Highlights.

Drei Preise stehen bereits vor der Gala fest: Den Nestroy für das Lebenswerk erhält die Schauspielerin Kirsten Dene, Bühnenbildnerin Katrin Brack bekommt den Nestroy für die beste Ausstattung, der Autoren Nestroy für das beste Stück geht an den Amerikaner Ayad Akhtar.

Katrin Brack wird für ihre Arbeit für "Carol Reed" und "der herzerlfresser" im Akademietheater geehrt, Ayad Akhtar für "Geächtet" im Burgtheater.

Unter den Nominierten für die "Beste Off Produktion" befindet sich Stefanie Sargnagel für "JA, EH! Beisl, Bier und Bachmannpreis" im Theater Rabenhof in der Inszenierung von Christina Tscharyiski.

Insgesamt werden die Nestroy Preise in 13 Kategorien vergeben. Jury Vorsitzende Karin Kathrein zur Entscheidung für Kirsten Dene: "Mit dem warmen Cello Ton der 'Menschensehnsucht' hat sie Thomas Bernhard in 'Ritter, Dene, Voss' charakterisiert, eine Sehnsucht, die sie auf der Bühne ihre Figuren weiterdichten lässt."

Kunst  und Kulturminister Thomas Drozda: "Auf den Bühnen unseres Landes wird weit mehr als bloße Unterhaltung oder reine Ästhetik geboten. Vielmehr sind die Theaterhäuser gesellschaftspolitische Institutionen und ein wesentliches Instrument der Aufklärung."

Samstag, 18.11. / 11.35 Uhr / Eine Nacht in Venedig
Spielfilm, Österreich 1953
Musik von Nico Dostal nach Melodien von Johann Strauss (Sohn)
ORF

Annina: Jeanette Schultze
Caramello: Peter Pasetti
Barbara: Marianne Schönauer
Herzog von Urbino: Hans Olden
Ciboletta: Lotte Lang
u. a.

Regie: Georg Wildhagen
Länge: 78 Minuten

Im Palazzo Urbino herrscht große Aufregung. Sehr zur Freude der Damen wird der Herzog erwartet, der als Don Juan bekannt ist. Doch weniger erfreut über sein Kommen sind die Männer der Stadt.

Senator Delagua beschließt daher, seine bildschöne Gattin in einem Kloster zu verbergen und dem Herzog das Kammermädchen als seine Frau vorzustellen. Als sich auch des Herzogs Kammerdiener eine List überlegt, scheinen die Verwicklungen kein Ende zu nehmen.

Der österreichische Spielfilm "Eine Nacht in Venedig" von 1953 basiert auf der gleichnamigen Operette von Johann Strauss (Sohn).

Samstag, 18.11. / 20.15 Uhr / Festliche Operngala für die Deutsche AIDS Stiftung 2017
Aus der Deutschen Oper Berlin
Choreinstudierung: Jeremy Bines
Chor: Deutsche Oper Berlin
Orchester: Deutsche Oper Berlin
Musikalische Leitung: Donald Runnicles
Moderation: Max Raabe
Erstausstrahlung
ARD/RBB/3sat


Zum 24. Mal findet in der Deutschen Oper Berlin die Festliche Operngala für die AIDS Stiftung statt. Der Abend verspricht gleichzeitig Operngenuss pur und glanzvolle Geselligkeit.

Zusammen mit Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin bieten hochkarätige Interpreten   Künstler von internationaler Bedeutung ebenso wie junge Talente von Morgen   vielseitige und bewegende Einblicke in die Welt der Oper.

Mittlerweile einer der wichtigsten Charity Events der Bundeshauptstadt, ist die "Festliche Operngala für die AIDS Stiftung" künstlerisch wie gesellschaftlich aus dem Berliner Kulturleben nicht mehr wegzudenken. Gäste aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Medien zeigen ihre Solidarität mit den Betroffenen in einer Sache, die uns nach wie vor angeht.

Samstag, 18.11. / 21.45 Uhr / 3satfestival 2017: Patricia Kaas
3sat Zelt Mainz, September 2017
Regie: Volker Weicker
Erstausstrahlung
3sat

Mit ihrem millionenfach verkauften Debütalbum "Mademoiselle chante le blues" gelang Patricia Kaas 1988 ein Karrieretraumstart, der sie auf Anhieb zum internationalen Star machte.

Auf ihrer Europatournee macht sie 2017 auch beim 3satfestival in Mainz Station. Dort zeigt sich dem Publikum eine Künstlerin, die sich neu justiert hat   aber weiterhin auch auf die alte Patricia Kaas, die das Leben umarmende Himmelsstürmerin.

2016 meldete sich die französische Sängerin mit ihrer ersten eigenen Studio CD seit 13 Jahren zurück. Für das aktuelle Album, das schlicht mit ihrem Namen betitelt ist, arbeitete Kaas unter anderem mit Jonathan Quarmby und mit Fin Greenall alias Fink zusammen. Auch thematisch betritt Patricia Kaas auf ihrem Album unbekanntes Terrain: Es geht unter anderem um Inzest ("La maison en bord de mer") und häusliche Gewalt gegen Frauen ("Cogne"). Aber es finden sich auch federleichte und romantische Melodien.

Samstag, 18.11. / 22.45 Uhr / El Viaje   Musikfilm mit Rodrigo Gonzalez
Dokumentarfilm von Nahuel Lopez, Deutschland 2016
Länge: 90 Minuten
Erstausstrahlung
3sat

Rod Gonzalez, Bassist der Punkrock Band "Die Ärzte", bricht zu einer Spurensuche nach Chile auf. In seiner zweiten Heimat erforscht er seine musikalischen Wurzeln.

1974 floh Rodrigo Gonzalez als Sechsjähriger mit seiner Familie vor der Militärdiktatur Augusto Pinochets nach Hamburg. Die Protestmusik der "Nueva Cancion Chilena" wurde zum Soundtrack einer ganzen Generation, die gegen die den Diktator auf die Straßen ging.

Ein halbes Leben später kehrt der Musiker zurück, um den Soundtrack seiner Kindheit zu suchen. Auf seiner Reise möchte er die chilenischen Protestsänger der 1960er  und 1970er Jahre treffen, die seine Kindheit auch im deutschen Exil weitergeprägt haben, sowie deren musikalische Erben von heute. Sein Ziel ist es, mit allen Musikern Tonaufnahmen zu machen, um für sich selbst eine Erinnerung mit zurück nach Hamburg nehmen zu können.

Sonntag, 19.11. : In 24 Stunden um die Welt   Ein Thementag in 3sat

Montag, 20.11. / 02.50 Uhr / Crossroads (3/8): The Dream Syndicate
Mit Steve Wynn (Gitarre, Gesang), Jason Victor (Gitarre), Mark Walton (Bass) und Dennis Duck (Schlagzeug), Chris Cacavas (Keyboard)
Erstausstrahlung
ARD/WDR/3sat

The Dream Syndicate, zu Gast beim Bonner "Crossroads" Festival im Oktober 2017, gilt als eine der stilistisch prägenden US amerikanischen Rockbands der 1980er Jahre.

Die legendäre Band spielte in den letzten Jahren zwar vereinzelte Reunion Shows und Kurztourneen   nun aber sind sie mit neuem Album wieder da, gehen wieder auf Tournee und beschreiben ihre Musik so lebendig, wie sie klingt.

"Es ist psychedelisch, es ist Garage, es ist Klassik, es ist Rock, es ist Indie. Und es hat sogar ein wenig Soul und Jazz im wahrsten Sinne. Es ist eine laute und emotionale Reise zu den tiefsten Winkeln deiner Seele."

Die Band aus Los Angeles definierte die dunklere Seite des sogenannten "Paisley Underground", einer musikalischen Sub Strömung in Kalifornien. Sie verwob die Sounds des "60s West Coast Rock" von Quicksilver Messenger Service mit der künstlerischen Chuzpe von Ostküsten Größen wie The Velvet Underground oder Televison und der nervösen Wut der 1980er Jahre.

Die legendären Alben "The Days Of Wine And Roses" und "The Medicine Show" beeinflussten viele der späteren, auch europäischen, Bands, welche sich auf Songwriting verstanden, ihren Sounds aber dionysische Dynamik verliehen.

Ob Grunge oder Americana, ob Indie Rock oder Indie Folk: In vielen Sub Genres haben "The Dream Syndicate" Spuren hinterlassen. Nach der scheinbar endgültigen Auflösung der Band 1989 machte Sänger und Gitarrist Steve Wynn solo von sich reden.

Zwei Mal pro Jahr produziert der WDR "Rockpalast" in der "Harmonie" in Bonn Endenich das "Crossroads" Festival. Vom 18. bis 21. Oktober 2017 wurden internationale Acts präsentiert.

Montag, 20.11. / 03.35 Uhr / Crossroads (4/8): Rhonda
Mit Milo Milone (Gesang), Jan Fabricius (Bass), Ben Schadow (Gitarre), Offer Stock (Keyboards) und Gunnar Riedel (Schlagzeug)
Erstausstrahlung
ARD/WDR/3sat

Breitwandiger Soul aus Bremen und Hamburg? Das geht, beweist eine swingende groovige Combo, die mit ihrem Mix aus Retro Soul und Beat aus der Indie Rockband Trashmonkeys hervorging: Rhonda.

Markenzeichen ist die gefühlvolle und ausdrucksstarke, mit einem tollen Vibrato gekrönte Stimme Milones. Zusammen mit der extrem coolen, pointierten und überaus groovigen Band, die einen warmen und entspannten Sound spielt, wird daraus das Klangrezept für Rhonda.

Als sich die Gruppe 2012 auflöste, haben sich die vormalige Bassistin und neue Sängerin Milo Milone und drei Bandmitglieder zu neuen Ufern aufgemacht. Als neuer Bassist kam Jan Fabricius hinzu. Der erste Erfolg in England führte das Quintett ins Vorprogramm von Paul Weller, der sich jederzeit für Rhonda stark macht. Mehr Empfehlung geht nicht.

Zwei Mal pro Jahr produziert der WDR "Rockpalast" in der "Harmonie" in Bonn Endenich das "Crossroads" Festival. Vom 18. bis 21. Oktober 2017 wurden internationale Acts präsentiert.

Montag, 20.11. / 04.20 Uhr / Crossroads (5/8): Black Mirrors
Mit Marcella Di Troia (Gesang), Pierre Lateur (Gitarre), Gino Caponi (Bass) und Pierrick Destrebecq (Schlagzeug)
Erstausstrahlung
ARD/WDR/3sat

Eine Pressemeldung über die belgische Rock Band: "Wenn Janis Joplin, Jack White, Anouk, Nirvana und Queens of the Stone Age sich fortpflanzen würden, wären Black Mirrors ihr Lieblingskind".

Die Band platziert sich zwischen Garage , Blues , Hard  und Psychedelic Rock   was speziell live in Kombination mit Marcella Di Troias Bühnenperformance eine sehr kurzweilige Angelegenheit ist. Eine stimmige Melange aus hartem Rock und auffällig guten Songs.

Zwei Mal pro Jahr produziert der WDR "Rockpalast" in der "Harmonie" in Bonn Endenich das "Crossroads" Festival. Vom 18. bis 21. Oktober 2017 wurden internationale Acts präsentiert.

Montag, 20.11. / 05.05 Uhr / Crossroads (6/8): The Wake Woods
Mit Ingo Siara (Lead Gesang, Bass), Helge Siara (Gitarre, Background Gesang), Tobias Rachuj (Gitarre, Background Gesang) und Till Reuter (Schlagzeug, Perkussion, Background Gesang)
Erstausstrahlung
ARD/WDR/3sat

Da wird nicht auf Mainstream gebaut oder in die Charts geschielt: The Wake Woods bieten ein wildes Rock Feuerwerk an Retro , Blues , Indie  und Garage Elementen, ungeschliffen und kraftvoll.

Die vier jungen Berliner Garage Retro Rocker verstehen es, einnehmende Hooks zu schreiben. Ihre musikalischen Helden sind Jet, The Hives sowie der "gute, alte" Rock der 1960er  und 1970er Jahre von The Who, Stones, Beatles oder The Kinks.

Leadsänger Ingo Siara erinnert sich: "Über Bands wie die Beatles oder Stones fanden wir zum Blues. Als wir die Band 2010 gründeten, gab es nie eine Grundsatzdiskussion bezüglich unserer musikalischen Ausrichtung. Wir lieben alle dieselbe Musik, und es war klar, dass wir genau diesen Sound haben wollen." Liveauftritte des Berliner Quartetts bersten vor Adrenalin und überbordender Vitalität   die Energiebündel geben ohne Pause Gas.

Zwei Mal pro Jahr produziert der WDR "Rockpalast" in der "Harmonie" in Bonn Endenich das "Crossroads" Festival. Vom 18. bis 21. Oktober 2017 wurden internationale Acts präsentiert.

© 3sat
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