kulturfreak

Programm-Tipps: Musik ~ Theater auf 3sat:

Regelmäßige Kultursendungen

Montags bis freitags (außer Feiertage), 19.20 Uhr: Kulturzeit
Samstags, 09.05 Uhr: Kulturplatz

Samstags, 19.30 Uhr: Kulturpalast ~ Fachmagazin für E- und U-Kultur

Sonntag, 21.05. / 10.25 Uhr / lesenswert sachbuch
mit Zana Ramadani
(Erstsendung: 11.05.2017)
ARD/SWR

Walter Janson begrüßt in seiner Sendung die bekannte Frauenrechtlerin Zana Ramadani. Sie ist eine der meinungsstärksten islamkritischen Stimmen in Deutschland.

Für die Menschenrechtsaktivistin ist klar: Ein Islam, der den Koran wortwörtlich nimmt, Regeln aus dem Mittelalter einfordert und junge Männer radikalisiert, gehört nicht nach Deutschland. Dies ist auch Thema ihres aktuellen Buchs "Die verschleierte Gefahr".

In "Die verschleierte Gefahr. Die Macht der muslimischen Mütter und der Toleranzwahn der Deutschen" macht Zana Ramadani deutlich, dass die Integration von Muslimen in unsere Gesellschaft nicht gelingen kann, solange muslimische Mütter ihre Söhne zu verwöhnten Machos und ihre Töchter zu Gehorsam und Anpassung erziehen. Gleichzeitig stellt sie klar: "Der politische Islam und die fortdauernde Diskriminierung der muslimischen Frau darf nicht weiter als kulturelle Eigenart verharmlost werden, wenn wir die freiheitlich-demokratische Grundordnung verteidigen wollen." Ramadani geht diesem Thema in ihrem Buch auf den Grund und versucht zu erklären, wie es dazu kommt.

Zana Ramadani ist Mitbegründerin von FEMEN Deutschland und ist heute Mitglied der CDU. Ramadani studierte Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft und Soziologie. Sie setzt sich für Menschen- und besonders Frauenrechte ein, dreht Reportagen und Dokumentarfilme und ist Landesvorsitzende Berlin des "Deutschen Staatsbürgerinnen-Verband" sowie aktives Mitglied bei Terre des Femmes.

Sonntag, 21.05. / 10.55 Uhr / Das Kunstimperium ~ 40 Jahre Museum Ludwig
Film von Andreas Ammer
(Erstsendung: 22.08.2016)
ARD/WDR

Das "Museum Ludwig" in Köln wurde 2016 40 Jahre alt. Der Film begibt sich auf die Spuren von Museumsgründer Peter Ludwig und gewährt Einblicke hinter die Kulissen des Kunstbetriebs.

Es ist das größte und berühmteste Museum, das der Schokoladenfabrikant Peter Ludwig und seine Frau Irene gemeinsam gegründet haben. Es ging ihnen nicht um den Besitz: Die Ludwigs wollten Museen gründen, die ihren Namen tragen sollten.

Weltweit heißen heute elf Museen nach dem Ehepaar. 1976 unterzeichneten Peter und Irene Ludwig mit der Stadt Köln einen Schenkungsvertrag. Das Ehepaar stiftete 350 Werke zeitgenössischer Kunst, im Gegenzug erklärte sich die Stadt bereit, ein eigenes Museum für die Exponate zu erschaffen. Vor 30 Jahren wurde zwischen Kölner Dom und Rheinufer das extra gebaute, inzwischen weltbekannte "Museum Ludwig" eröffnet. Es hat Köln zu einer Weltmetropole der Kunst des 20. Jahrhunderts gemacht. Kunsthändler schätzen den Wert der Sammlung auf mindestens vier Milliarden Euro.

Der mehrfach ausgezeichnete Filmemacher Andreas Ammer hat sich auf die Spuren von Peter Ludwig begeben: Er lässt sich von dem Kabarettisten Jürgen Becker durch das Museum führen. Kunstsammler Rudolf Zwirner erzählt Ammer, wie er Peter Ludwig die berühmtesten Werke der Pop-Art verkaufte. Außerdem spricht Amman mit Museumsmachern wie Kasper König oder Künstlern wie Candida Höfer über das "Phänomen Ludwig".

Der Film gewährt auch Einblicke in das sonst nicht zugängliche Privathaus der Ludwigs und hinter die Kulissen des Kunstbetriebs. Darüber hinaus geht der Film dem Phänomen nach, wieso der größte Kunstmäzen der Republik zu Lebzeiten für seine Stiftertätigkeit nicht nur Dankbarkeit erntete, sondern früh schon zu einer umstrittenen Figur wurde, die die Bevölkerung und Künstler auch gegen sich aufbrachte.

Nur eines ist sicher: Ohne Peter Ludwig sähe die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts sicherlich anders aus.

Sonntag, 21.05. / 12.05 Uhr / Kunst sammeln mit ... (1/4): Karen und Christian Boros
Film von Nicola Graef
(Erstsendung: 03.05.2015)
ARD/RBB

Kaum eine Zeitung hat nicht über Kunstsammler Christian Boros und seine Pläne berichtet: Ein Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg sollte in Berlin zu einem privaten Museum samt Penthouse werden.

Als der Umbau fertig war, ging ein Raunen durch die internationale Kunstwelt und der Bunker wurde schnell zur Heimat für die Kunst. Vielen der Künstler, die Boros und seine Frau entdeckten, gelang später der große Durchbruch, darunter Damien Hirst und Ai Weiwei.

Der Bunker des Ehepaares Boros ist der auffälligste Ort für zeitgenössische Kunst in Berlin. Er zieht Kunstinteressierte aus aller Welt an und sorgt immer wieder für Erstaunen, Begeisterung und Ungläubigkeit. Die sicher ungewöhnlichste Geschichte erlebte das Sammlerpaar mit dem chinesischen Künstler Ai Weiwei. Über ein halbes Jahr lang überlegten sie, ob sie eine Arbeit des zu diesem Zeitpunkt völlig unbekannten Künstlers kaufen sollten und griffen schließlich zu. Einen Tag nach dem Kauf wurde Ai Weiwei verhaftet. Innerhalb von 24 Stunden rissen sich Museen und Sammler um die erworbene Baumskulptur, der Preis stieg in Millionenhöhe.

Die Dokumentation begleitet das Paar ins Atelier von Shootingstar Alicja Kwade, auf die Art Basel und ist bei Gesprächen mit Galeristen und anderen Großsammlern dabei. Die Boros geben zudem einen tiefen Einblick in ihre Sammlung, die Leidenschaft des Sammelns und was es bedeutet, wenn man sich als Paar der Kunst verschrieben hat.

Sonntag, 21.05. / 12.30 Uhr / Kunst sammeln mit ... (2/4): Julia Stoschek
Film von Jörg Jung
(Erstsendung: 10.05.2015)
ARD/RBB

Eigentlich war ein ganz anderer Weg für sie vorgesehen. Trotzdem schaffte es Julia Stoschek in kaum zehn Jahren, in Düsseldorf eine Kunstsammlung von Weltrang aufzubauen.

Sie gilt weltweit als eine der wichtigsten Sammlerinnen für Medien- und Videokunst und Performance. Das erste Videokunstwerk kaufte sie 2003 – und schon 2007 eröffnete sie in Düsseldorf ein eigenes Ausstellungshaus, die "Julia Stoschek Collection".

Mit hochkarätigen Gruppenausstellungen und namhaften Soloschauen hat sie ihr Haus zu einer Institution ersten Ranges geformt. Weltweit buhlen Künstler darum, bei ihr ausstellen zu dürfen.

Eigentlich war für Julia Stoschek eine andere Karriere vorgesehen: Sie sollte die Führung des Unternehmens ihrer Familie übernehmen, eines Autozulieferers mit 22 000 Mitarbeitern weltweit und Milliardenumsatz. Doch dem unvermeidlichen betriebswirtschaftlichen Studium ließ sie eine kunsthistorische Ausbildung folgen - und legte den Pfad für ein eigenes Lebenswerk: "Sammlerin ist bei mir eine sehr leidenschaftliche Berufung, die sich aus einer inneren Notwendigkeit entwickelt hat. Ich bin groß geworden in einem sehr strukturierten Unternehmerhaushalt, aber dieser Kreativitätswunsch ist nicht so gestillt worden in jungen Jahren", sagt sie im Interview.

Ihre Spezialität: Medienkunst und Performance. Sie selbst spricht lieber von zeitbasierter Kunst, weil diese Werke - etwa Videoarbeiten - zum Betrachten Zeit einfordern. Heute besitzt sie mehr als 600 Arbeiten international einflussreicher Künstler und kann selbst mit ihren Einkäufen dazu beitragen, Talente zu Stars zu machen. Sie schickt ihre Sammlung in Ausstellungen weltweit und kann dank ihrer finanziellen Unabhängigkeit öffentlichen Museen Arbeiten schenken: "Ich sammele nicht aus monetären Gesichtspunkten oder aus Investitionsgesichtspunkten. Da könnte man deutlich erfolgreicher und effektiver sammeln, als ich das tue - sondern es geht mir darum, Arbeiten an eine nächste Generation zu geben."

Die Dokumentation zeigt Julia Stoschek als zielstrebige Frau, die mit Leidenschaft und unternehmerischer Effizienz ihrem Weg folgt. In Gesprächen mit ihr, Künstlern, Freunden und dem Vater wird das Profil einer Sammlerin deutlich, die alles gibt für die Kunst.

Redaktionshinweis: Die dritte und vierte Folge der vierteiligen Reihe "Kunst sammeln mit ..." zeigt 3sat am Sonntag, 28. Mai, ab 12.05 Uhr.

Sonntag, 21.05. / 18.30 Uhr / Museums-Check mit Markus Brock: Europäisches Hansemuseum Lübeck
(Erstsendung: 22.05.2016)
ARD/SWR

Einst war Lübeck einer der bedeutendsten Handelshäfen Europas. Heute erinnert daran das Europäische Hansemuseum. Markus Brock besucht es mit dem Autor und Journalisten Bastian Sick.

Ein moderner Museumsneubau bildet zusammen mit dem mittelalterlichen Burgkloster Lübecks das Museumsareal. Originale Exponate und nachgebaute Szenen wie zwei Koggen, mit denen man damals über die Meere segelte, erzählen vom Wandel der Hanse.

Ein Ziel der Ausstellung ist es, zu verdeutlichen, wie komplex das Wirtschaftssystem war und wie der alles Handeln bestimmende Glaube das Leben beeinflusste. Sie zeigt Aufstieg, Blüte und Niedergang des mächtigen Wirtschaftsverbundes des nordeuropäischen und baltischen Raums, in dem sich Kaufleute und später Städte für den See- und Fernhandel zusammenschlossen und so die heutige Globalisierung vorweg nahmen. Man erfährt vom Wagemut der Kaufleute, vom Leben in der Fremde, von abenteuerlichen Überfahrten, Reichtum, Mythen und Legenden. Mit einer interaktiven Eintrittskarte begibt sich der Besucher auf eine Reise durch 600 Jahre Hansegeschichte.

In seiner amüsanten Buchreihe „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“, die seit 2004 erscheint, und in der Kolumne „Zwiebelfisch“ auf Spiegel online entlarvt Markus Brocks Gast Sebastian Sick schonungslos den oft allzu lässigen Umgang mit Sprache und Schrift. Weil er das nie mit erhobenem Zeigefinger, sondern stets mit Humor macht, steht er auch als Unterhaltungskünstler „im Auftrag der deutschen Sprache“ auf der Bühne. Der historisch interessierte Lübecker, der heute in Niendorf an der Ostsee lebt, schlendert mit Markus Brock nicht nur durch das Europäische Hansemuseum: Er zeigt dem Moderator auch seine Lieblingsplätze in der alten Hansestadt an der Trave.

Montag, 22.05. / 02.05 Uhr / Musikhelden - Westernhagen und Sido
Film von Markus Daschner und Silvia Palmigiano
(Erstsendung: 22.11.2014)
ARD/RB

2014 trafen sich Westernhagen und Sido bei einem Konzert in Berlin. Westernhagen spielte Sido, Sido Westernhagen. - Schon 36 Stunden vorher begleitet der Film das musikalische Experiment.

Er zeigt nicht nur die Highlights des Konzerts, sondern beobachtet die Künstler auch vor ihrem Auftritt: Er begleitet die Proben und fängt ein, wie die beiden Musiker aufeinander und auf das Werk des anderen zugehen.

Sido und Westernhagen, Westernhagen und Sido: Die beiden haben bei aller Unterschiedlichkeit viel gemeinsam. Der Rebell, den Westernhagen Ende der 1970er-Jahre gibt, ist nah am Image des "Rüpel-Rappers" Sido Anfang 2000. Westernhagen, der "Stinker" mit Lederjacke und losem Mundwerk, ist nicht so weit weg vom Straßenjargon des Berliner Rappers Sido.

Was denken die beiden übereinander, wie denken sie über ihre Musik, über Provokation und auch über Rollenwechsel: Marius Müller-Westernhagen verwandelte sein Image immer schon lange, bevor es sich totlaufen konnte, und auch Sido hat einen markanten Imagewechsel hinter sich - vom "Rüpel-Rapper" zum bekennenden Familienvater.

Montag, 22.05. / 03.05 Uhr / Musikhelden - Westernhagen und Sido
Black Box Music-Halle Berlin, Oktober 2014
ARD/RB

Zwei Generationen Musik, zwei Karrieren, zwei Künstler mit Profil: Westernhagen spielt Songs von Sido, Sido spielt Songs Westernhagen. - Eine Aufzeichnung des Konzerts aus Berlin.

Es war die musikalische Begegnung des Jahres 2014: Am 5. Oktober traten Deutschrocker Marius Müller-Westernhagen und Rapper Sido gemeinsam in einem außergewöhnlichen musikalischen Experiment auf.

Montag, 22.05. / 04.20 Uhr / Best of PULS Open Air 2016: BOY
Schloss Kaltenberg Geltendorf, Juni 2016
ARD/BR

Auf Schloss Kaltenberg in Oberbayern spielten im Juni 2016 zwei Tage lang auf drei Bühnen insgesamt 35 Musik-Acts vor ausverkauften Rängen. - 3sat zeigt das Konzert mit BOY.

BOY, das sind Valeska Steiner und Sonja Glass. Sie machen lebensbejahenden Pop, der einen mitreißt, der manchmal melancholisch ist, aber immer auch bunte Glühwürmchen fliegen lässt.

2016 lud "PULS", das junge Programm des Bayerischen Rundfunks, zum ersten Mal zum "PULS Open Air" auf Schloss Kaltenberg in Oberbayern ein. Im Sommer 2016 spielten hier Bands aus Bayern, Deutschland und der Welt. Insgesamt feierten mehr als 7000 Menschen auf Schloss Kaltenberg die Premiere des PULS Open Air. Mit großartigen Künstlern wie Milky Chance, Crystal Fighters, BOY, OK KID, MØ und vielen mehr sorgte das PULS Open Air in Bayerns wohl außergewöhnlichster Festival-Location für ganz besondere Konzertmomente.

Donnerstag, 25.05. (Christi Himmelfahrt): Weltstadt Wien - Ein Thementag in 3sat

Donnerstag, 25.05. (Christi Himmelfahrt):/ 21.45 Uhr / Sommernachtskonzert Schönbrunn 2017
Live zeitversetzt ~ Festspielsommer

Mit der Solistin Reneée Fleming (Sopran)

Programm:
- Antonin Dvorák
 Karneval-Ouvertüre, op. 92 Nr. 2
 "Za tíhlou gazelou" aus "Armida"
 "Song to the moon" aus "Rusalka"
- Peter I. Tschaikowsky "Dornröschen" op. 66a
 Adagio. Pas d'action – Valse
- Sergej Rachmaninoff
 "The Water Lily", op. 8, Nr. 1
 "Sing not to me, beautiful maiden", op. 4, Nr. 4
 "Spring Waters", op. 14, Nr. 11
- Engelbert Humperdinck "Hänsel und Gretel"
 Ouvertüre
- John Williams Filmmusik zu "Harry Potter"
 Hedwigs Thema
- Igor Stravinsky "Der Feuervogel"
 Höllentanz - Wiegenlied – Finale

Musikalische Leitung: Christoph Eschenbach
Erstausstrahlung


Die Wiener Philharmoniker bieten jedes Jahr ein besonderes Open-Air-Konzert
im barocken Ambiente des Schlossparks Schönbrunn

© ZDF/Richard Schuster

Ein besonderes Open-Air-Konzert findet am Abend des 25. Mai im barocken Ambiente des Schönbrunner Schlossparks statt: das Sommernachtskonzert Schönbrunn 2017.

Die Wiener Philharmoniker bieten bei freiem Eintritt stimmungsvolle Musik unter der Leitung des weltberühmten Dirigenten Christoph Eschenbach. Dieses Jahr wird das zusätzliche Highlight die Sopranistin Renée Fleming sein.

Der hoch geschätzte Gastdirigent großer Orchester und Opernhäuser der Welt, Christoph Eschenbach, ist in Breslau geboren. Seit 2010 leitet er das John F. Kennedy Center for the Performing Arts sowie das National Symphony Orchestra in Washington D.C. Im Laufe seiner Karriere leitete Christoph Eschenbach auch das Tonhalle-Orchester Zürich (1982 - 1986), das Houston Symphony Orchestra (1988 - 1999), das Ravinia Festival (1994 - 2003) und das Philadelphia Orchestra (2003 - 2008).

Die Amerikanerin Solistin Renée Fleming gehört zu den begehrtesten Sopranistinnen der Welt. Renée Fleming, deren Eltern als Gesangslehrer arbeiteten, verbrachte ihre Kindheit in Rochester, New York. Ihre erste Gesangsausbildung erhielt sie an der Crane School of Music der State University of New York (SUNY) in Potsdam, unter anderem bei der Gesangslehrerin Patricia Misslin. Von 1983 bis 1987 studierte sie weiter an der Eastman School of Music und an der renommierten Juilliard School in New York.

Die Wiener Philharmoniker gelten zu Recht als prominenter Exportartikel Österreichs im Kulturbereich. Das Orchester möchte allen Gästen der Stadt genauso wie den Wienern ein musikalisches Live-Erlebnis bieten und knüpft damit an die letzten Jahre an, denn seit 2004 ist dieses Event sehr erfolgreich: Etwa 100 000 Besucher waren es allein 2016, die dieses Konzert-Highlight im Schlosspark genossen. Einen stimmungsvolleren Rahmen als die prächtige Kulisse des Schönbrunner Schlosses und seiner barocken Parkanlage, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, könnte man sich wohl kaum vorstellen.

Das Besondere an diesem Konzert ist auch die weltweite Fernseh-Übertragung in über 70 Länder - wenn auch nicht überall live.

Redaktionshinweis: Mit dem "Sommernachtskonzert Schönbrunn 2017" beginnt der diesjährige "Festivalsommer" in 3sat. Bis zum September reist 3sat zu den großen Festivals in den 3sat-Ländern und zeigt herausragende Konzerte, Opern-Highlights und auch rockige Musik-Events.

Als nächster Beitrag des Festivalsommers folgt am Samstag, 17. Juni, um 20.15 Uhr "Anna Netrebko und Yusif Eyvazov".

Samstag, 27.05. / 19.30 Uhr / Kulturpalast
Fachmagazin für E- und U-Kultur
Moderation: Pegah Ferydoni
Erstausstrahlung
3sat

Was treibt Künstler an? Und wie beantworten Kulturschaffende Lebensfragen, die uns alle umtreiben?

Schauspielerin Pegah Ferydoni kehrt vertretungsweise für eine Staffel zurück zum "Kulturpalast" und lädt sich prominente Gäste ein, um mit ihnen gemeinsam nach origineller Kunst und überraschenden Perspektiven zu suchen.

Samstag, 27.05. / 20.15 Uhr / Jukka-Pekka Saraste dirigiert "Grand Messe des Mort"
Kölner Dom, Mai 2017

Mit Andrew Staples (Tenor)

Programm:
Hector Berlioz: "Grand Messe des Mort" Requiem für Tenor, gemischten Chor und Orchester op. 5
Chor: Dortmunder Chorakademie
Orchester: WDR Sinfonieorchester
Musikalische Leitung: Jukka-Pekka Saraste
Erstausstrahlung
ARD/WDR/3sat

Hector Berlioz’ "Grand Messe des Morts" ist keine stille Totenklage, sondern ein tönender Staatsakt: Folgt man den Vorgaben der Partitur, ergibt sich eine Zahl von mindestens 400 Mitwirkenden.

Diese scheinbare Gigantomanie hat das Werk zu Unrecht in Verruf gebracht. Hier formt sich eine erschütterte Trauergemeinde, deren tonloses Flüstern und angsterfülltes Stocken stärker wirken als die Posaunen des Jüngsten Gerichts. Jukka-Pekka Saraste dirigiert.

Samstag, 27.05. / 22.10 Uhr / Mythos Tenor - Die Helden der Opernbühne
Film von Astrid Bscher
Erstsendung: 10.05.2015)
ARD/WDR

Wilder Schrei der Seele - so nennen die Italiener das hohe C eines Tenors. Seit Jahrhunderten sind Sänger, die hohe Töne mit der Bruststimme singen, Mittelpunkt der Opernwelt.

Entstanden ist ein Porträt von Männern, die das Gleiche tun, aber ganz unterschiedliche Wege im Leben gehen. Gleichzeitig dokumentiert der Film die Opernwelt der 1950er-Jahre, in denen Mario del Monaco ein Star war, und der heutigen Zeit.

Enrico Caruso oder auch Mario del Monaco wurden zu ihren Zeiten gefeiert wie Popstars. Tenöre sind Stimmakrobaten. Doch geht es um mehr, als den Körper auf die Produktion von unnatürlichen, beinahe femininen Tonhöhen zu trainieren. Die Persönlichkeit zählt. So wird der Tenor erst vergöttert, wenn er gleichzeitig den Habitus eines Drachentöters hat. Der Tenor-Mythos hat viel mit der Sehnsucht nach scheinbar Unvereinbarem zu tun, zum Beispiel der Gegensätze Mitgefühl und Kämpfergeist, Weichheit und Härte.

Samstag, 27.05. / 23.05 Uhr / Kulturzeit extra: Das Filmfestival Cannes 2017
Erstausstrahlung
3sat

Vom 17. bis zum 28. Mai 2017 finden in Cannes wieder die Internationalen Filmfestspiele statt. Dieses Jahr zum 70. Mal. "Kulturzeit extra" berichtet über die Höhepunkte.

Der spanische Regisseur Pedro Almodóvar wird der Jury-Präsident sein: Er ist einer der bedeutendsten Autorenfilmer der Gegenwart. Der zweifache Oscar-Preisträger ist auch in Cannes mehrfach ausgezeichnet worden.

Im Mai steht Cannes wieder im Zeichen des Films: Stars auf dem roten Teppich, begeisterte Fans, Cineasten aus aller Welt. Cannes, das ist immer ein Brennpunkt des internationalen Films, aber auch ein Fest der Begegnung mit Glamour und Kunst und mit der Goldenen Palme als einem der begehrtesten Preise des Autorenkinos weltweit.

Samstag, 27.05. / 04.00 Uhr / zdf@bauhaus ~ Live-Musik mit Jack Savoretti
Erstausstrahlung
3sat

Jack Savoretti ist ein englischer Singer-Songwriter mit italienischen Wurzeln. Im Bauhaus spielt er die besten Songs aus seinen mittlerweile fünf Studioalben.

Jack Savoretti klingt wie er aussieht: Rehaugen, Wuschelkopf und ein rauchiges Timbre. Live zieht der gut aussehende und charmante Brite sofort die Menge in seinen Bann und lässt die Frauenherzen höher schlagen.

Als Jack Savoretti mit 26 Jahren Familienvater wurde, beschloss er, das bis dahin erfolglose Song-Schreiben und die Musik insgesamt an den Nagel zu hängen. Interessanterweise ging es ab diesem Zeitpunkt bergauf, denn er konnte nicht mehr aufhören, Songs zu schreiben - ehrliche, zum Teil wütende, aber vor allem sehr persönliche Songs. Dann kam der Erfolg. Die poetischen Werke des Italo-Briten kennt man aus TV-Serien wie "The Vampire Diaries" und "Grey's Anatomy". Mit der US-Sängerin Sienna Miller produzierte und sang er ein Duett.

Internationale Künstler geben in "ZDF@bauhaus" exklusive Konzerte vor Live-Publikum. Präsentiert werden die Konzerte von Moderator Jo Schück. Das geschichtsträchtige Bauhaus in Dessau ist gleichzeitig Bühne und Produktionsort für die Konzertreihe.

Samstag, 27.05. / 05.00 Uhr / zdf@bauhaus ~ Live-Musik mit Wincent Weiss
Erstausstrahlung
3sat

Nach der Hitsingle "Musik sein" kommt jetzt das Debütalbum von Wincent Weiss. Auf der Bauhaus-Bühne in Dessau offenbart Wincent verblüffende Entertainmentqualitäten und trockenen Humor.

Es ist eine Karriere, die gewachsen ist. Vom Traum eines Teenagers im Städtchen Eutin zu Auftritten mit eigener Band vor mehreren zehntausend Menschen im vergangenen Jahr. Wincents musikalische Qualität zeigt sich besonders, wenn er live auf der Bühne steht.

"Da müsste Musik sein, überall wo du bist!" - mit seiner Single "Musik Sein" hat Wincent Weiss 2016 viel mehr als eine künstlerische "Duftmarke" gesetzt. Die Liebeshymne avancierte zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Hits dieses Jahres. Der Song hielt sich monatelang in den Charts und auf den Playlisten der Radiostationen. Top 10 der iTunes-Charts, zeitweise über 1500 Plays pro Woche im Radio, fast zwölf Millionen Streams bei Spotify. Die aktuelle Single "Feuerwerk" schickt sich an, nahtlos in die Erfolgs-Fußstapfen des Vorgängers zu treten.

Am 14. April 2017 erscheint das Albumdebüt mit dem Titel "Irgendwas gegen die Stille". Die insgesamt 13 Songs auf diesem Album beweisen, in welch großer Vielfalt Wincent Weiss sein Metier beherrscht: Mal euphorisch laut, mal nachdenklich leise, aber immer unter die Haut gehend.

Internationale Künstler geben in "ZDF@bauhaus" exklusive Konzerte vor Live-Publikum. Präsentiert werden die Konzerte von Moderator Jo Schück. Das geschichtsträchtige Bauhaus in Dessau ist gleichzeitig Bühne und Produktionsort für die Konzertreihe.

Sonntag, 28.05. / 10.05 Uhr / lesArt
Moderation: Christian Ankowitsch
(Erstsendung: 22.05.2017)
ORF

Christian Ankowitsch stellt Neuerscheinungen vor, begrüßt bekannte Autorinnen und Autoren und gibt Tipps für Lesende und Lesemuffel.

Das Lesemagazin will beweisen, dass Niveau und Unterhaltung einander nicht ausschließen müssen.

Sonntag, 28.05. / 10.45 Uhr / Thomas Quasthoff im A-Trane Berlin
Jazzclub A-Trane, Berlin
Mit Thomas Quasthoff (Gesang), Bruno Müller (Gitarre), Frank Chastenier (Keyboards), Dieter Ilg (Bass) und Wolfgang Haffner (Schlagzeug)
(Erstsendung: 16.10.2010)
3sat

Was passiert, wenn ein Bassbariton die Welt der Klassik verlässt? In seinem Album "Tell It Like It Is" bewegt sich Thomas Quasthoff virtuos zwischen Klassik, Jazz und Soul.

Quasthoff hat für seine Tour über deutsche und österreichische Bühnen die namhaftesten deutschen Jazzgrößen um sich versammelt. 3sat zeigt den Tour-Auftakt im legendären Berliner Jazzclub "A-Trane" vom Februar 2010.

Gleich mit seiner ersten Veröffentlichung "Watch What Happens" war Thomas Quasthoff 2007 mit dem begehrten "ECHO"-Award ausgezeichnet worden. Das Musikmagazin "Crescendo" schrieb: "Die Aufnahme ist eine Entdeckung für jeden, der meint, den Künstler und seinen Ton zu kennen. Verblüffend, wie der Sänger seinen Ton verändern kann, zu welchen Spielen er mit seiner Stimme im Stande ist - und: Das schönste, alles wirkt zu jeder Sekunde zutiefst authentisch und empfunden."

Für Thomas Quasthoff ist die Beschäftigung mit seinem neuen Programm nicht bloß ein "Seitensprung", beweist er doch, dass er beide Genres perfekt beherrscht. Die Freunde von Jazz und Soul danken es ihm mit regem Zuspruch. Mit "einer Truppe guter Freunde und außerordentlicher Musiker", nämlich mit dem Gitarristen Bruno Müller, dem Pianisten und Hammond-B3-Organisten Frank Chastenier, dem Bassisten Dieter Ilg und dem Schlagzeuger Wolfgang Haffner, hat Thomas Quasthoff für seine Tour über deutsche und österreichische Bühnen die namhaftesten deutschen Jazzgrößen um sich versammelt.

Sonntag, 28.05. / 12.05 Uhr / Kunst sammeln mit ... (3/4): Reinhold Würth
Film von Nicola Graef
(Erstsendung: 17.05.2015)
ARD/SWR

Die Sammlung Würth ist die größte Privatsammlung Europas. Sie umfasst mehr als 16 000 Kunstwerke, darunter die wichtigsten Vertreter der klassischen Moderne von Picasso, Chagall bis Munch.

Aber auch Meisterwerke aus dem Mittelalter und Klassiker der zeitgenössischen Kunst zählen dazu. Reinhold Würth, der einen Weltkonzern mit Milliardenumsatz führt, ist ein leidenschaftlicher Sammler und engagierter Mäzen.

"Die Beschäftigung mit der Kunst war für mich immer ein Kontrapunkt zum beruflichen Tun. Es hat unglaublich bereichert, weil man einen Blick hatte in eine ganz andere Welt", sagt der 80-jährige Reinhold Würth und denkt noch lange nicht ans Aufhören. Er hält Vorträge, kümmert sich ums Unternehmen, fliegt seinen eigenen Jet von Termin zu Termin - und sammelt weiter. Und das bereits seit den 1960er-Jahren.

Viele Künstler kennt Reinhold Würth persönlich, er begleitet sie und ihre Werke ihn. Der Verpackungskünstler Christo und der englische Bildhauer Anthony Caro gehören dazu. Er kaufte schon früh die Skulpturen der Bildhauerin Niki de Saint Phalle. "Vor 20 Jahren war das noch gar keine Kunst. Da wurde das noch als Tinnef, als handwerklicher Spaß bezeichnet." Reinhold Würth folgt bei der Wahl für ein Werk meist seinem Bauchgefühl: "Die Passion fängt an, wenn Sie ein Kunstwerk sehen. Dann macht es Klick - das gefällt mir besonders gut." Aber die Intuition wird bei Würth auch immer von Strategie flankiert - mit Blick auf die Investitionen, lässt er sich mittlerweile von einem international und hochkarätig besetzten Kunstbeirat beraten.

Die Autorinnen Nicola Graef und Julia Zinke begleiten den Sammler zu Ausstellungseröffnungen in seine Kunstdependancen - 16 sind es mittlerweile. Sie sind dabei, wenn er sich mit dem Illustrator Tomi Ungerer trifft oder mit der Witwe des Künstlers Rudolf Hausner. Sie zeigen, wie eine Region von kulturellem Engagement profitiert. Mit dem spektakulären Kauf der "Schutzmantelmadonna" von Hans Holbein hat Würth Weltkunst nach Schwäbisch Hall geholt. Würth sagt es im Film so: "Die Sammlung ist lebendig, die Sammlung ist bunt. Kunst muss nicht nur schön sein, sondern für mich ist es eben auch ein Teil des menschlichen Panoptikums."

Sonntag, 28.05. / 12.30 Uhr / Kunst sammeln mit ... (4/4): Artur Walther
Film von Sabine Willkop
(Erstsendung: 24.05.2015)
ARD/SWR


Die international bedeutende Fotokunst-Sammlung aus Deutschland - die "Walther Collection" - ist ausgerechnet in dem kleinen schwäbischen Dorf Burlafingen bei Neu-Ulm beheimatet.

Dieses Museum besteht aus gleich drei Häusern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: ein moderner "Weißer Kubus", ein mit Efeu umranktes "Grünes Haus" und ein minimalistischer "Schwarzer Bungalow" - ein Museums-Ensemble für eine einzigartige Sammlung.

Schwerpunkt ist Fotografie aus Afrika, eine fotografische Welt, die Artur Walther für sich entdeckt hat. Über 2500 Fotos besitzt er inzwischen. Verkauft hat er noch kein einziges Bild, denn für ihn ist jedes einzelne Foto ein Kunst- und kein Wert-Objekt. Neben Afrika hat er auch Europa, Amerika und Asien gesammelt, etwa die berühmten Typologien des Fotografen-Paares Bernd und Hilla Becher, Arbeiten von Ai Weiwei, dokumentarische Porträtreihen von August Sander. Artur Walther bespielt mit seiner Foto-Sammlung nicht nur das eigene Museumsareal in Burlafingen mit Wechselausstellungen, sondern auch internationale Fotofestivals wie das renommierte "Rencontres d'Arles".

Als gebürtiger Burlafinger ist Artur Walther in den 1970er-Jahren nach Amerika ausgewandert und hat als Investmentbanker an der Wall Street ein Vermögen verdient. 1994 kam der Ausstieg, das Foto-Sammeln wurde seine wahre Leidenschaft. Seitdem trägt der 66-Jährige ganze Werkzyklen zusammen, umfangreiche Serien. Dutzende, manchmal auch Hunderte Werke eines einzelnen Künstlers beziehungsweise einer Künstlerin.

Der Film ist mit Artur Walter in seinem Burlafinger Museum unterwegs, begleitet ihn nach Arles, wo er auf Fotokünstler trifft, und bei der Begegnung mit dem Göttinger Verleger Gerhard Steidl, den er für seine Fotobuchkunst bewundert. Wenn Artur Walther voller Enthusiasmus Geschichten über das Sammeln und über seine Fotoschätze erzählt, dann wird es lebendig und persönlich: Ein Leben ohne Sammeln ist denkbar, aber nicht sinnvoll. Nicht für Artur Walther.

Montag, 29.05. / 02.05 Uhr / Queen: Live at the Rainbow
Rainbow Theatre, London, Großbritannien, 1974
Regie: Bruce Gowers
3sat

1974 werden Freddie Mercurys "Queen" zur Band des Jahres in England gekürt und stehen auf der Schwelle zum großen Erfolg. 1974 geben sie ihr legendäres Konzert im Rainbow Theatre in London.

3sat zeigt das Konzert in restaurierter Fassung. Noch im Herbst 1973 touren sie als Vorgruppe von "Mott the Hoople". Mit ihrer Single "Seven Seas of Rhye" aus dem Debütalbum "Queen" (1973) schaffen sie es im Februar 1974 auf Platz zehn der britischen Charts.

Mit der Single "Killer Queen" aus dem Album "Queen II" (1974) landen sie ihren ersten internationalen Hit. Im November 1974 demonstriert die Band mit dem dritten Album "Sheer Heart Attack" eindrucksvoll ihre Schaffenskraft. Noch klingen "Queen" rau und hart. Sie sind eine Hard-Rock-Band, die schnelle Songs und Balladen im Programm hat und erst 1975 mit Kompositionen wie "Bohemian Rhapsody" ihren Stil wesentlich erweitert. Am 20. November 1974 stehen Queen im Londoner Rainbow Theatre vor 3000 Fans auf der Bühne. Freddie Mercury liefert zusammen mit Gitarrist Brian May, Drummer Roger Taylor und Bassist John Deacon eine historische Show ab, die von Filmkameras aufgezeichnet wird und in den Archiven verschwindet.

Montag, 29.05. / 02.50 Uhr / Queen: A Night at the Odeon
Hammersmith Odeon, London, Großbritannien, 1975
3sat
Regie: Tom Corcoran

Am 24. Dezember 1975 spielen Queen im Rahmen ihrer "A Night at the Opera Tour" im Londoner Hammersmith Odeon. Es wird ein legendäres Konzert, das den Beginn ihrer Weltkarriere markiert.

Live übertragen im englischen Fernsehen spielt die Band zum ersten Mal "Bohemian Rhapsody". Es ist ein Song des neuen Albums "A Night at the Opera", das am 21. November 1975 veröffentlicht wird und laut "Rolling Stone" zu den 500 besten Alben aller Zeiten gehört.

Nach den Konzerten in England präsentiert sich die Band ab Januar 1976 in den USA. "Bohemian Rhapsody" hat längst Platz 1 der englischen Hitparade erreicht und steht in den USA auf Platz 9. Alle Konzerte in den USA sind ausverkauft und Ende März 1976 spielen Queen noch einige Konzerte in Japan und im April in Australien. Brian May sagt damals über "Bohemian Rhapsody": "Das ist nun wirklich kein Song für die Bühne. Viele Zuschauer mögen es nicht, dass wir die Bühne verlassen wenn die Chorpassage kommt. Aber ganz ehrlich, das ist mir lieber als zu einem Playback zu spielen." Im Rahmen ihres legendären Konzerts im Londoner Hammersmith Odeon spielen Queen "Bohemian Rhapsody" in einem Medley zusammen mit "Killer Queen" und "March of the Black Queen".

Montag, 29.05. / 03.35 Uhr / The Rolling Stones: From the Vault - Marquee 1971
Marquee Club, London, Großbritannien, 1971
Regie: Bruce Gowers
3sat

Am 26. März 1971 präsentieren die Rolling Stones im Londoner Marquee Club einige Songs aus ihrem wenig später erscheinenden Album "Sticky Fingers". Für viele ist es die beste Zeit der Stones.

Die Aufnahmen des Auftritts waren verschollen und erscheinen erstmals 2015 in restaurierter Fassung. Aufgenommen für das amerikanische Fernsehen präsentieren die Stones Songs wie "Brown Sugar" und "Dead Flowers", die wenig später weltweit für Furore sorgen.

Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts, Mick Taylor und Bill Wyman beenden mit diesem Auftritt ihre dreiwöchige Kurz-Tournee durch England und Schottland im März 1971. Es ist die erste Tour seit 1966 in ihrem Heimatland, die als "Good-Bye Britain Tour" in die Geschichte eingehen wird.

In diesen Tagen steht die Band am Wendepunkt ihrer Karriere. Nach dem Tod des Gitarristen Brian Jones im Juli 1969, dem Tod von vier Menschen während des Auftritts beim Altamont Festival im Dezember 1969, dem Ende ihres Plattenvertrags mit Decca Records 1970 und der Trennung von ihrem Manager Allen Klein, verlegen die Stones kurze Zeit nach dem Auftritt im Marquee Club ihren Wohnsitz nach Südfrankreich.

Finanzielle Probleme und die hohe Steuerlast in England zwingen die Band zu diesem Schritt, dem die Gründung eines eigenen Plattenlabels folgt: Rolling Stones Records mit der weltbekannten roten Zunge, die zum ersten Mal am 23. April 1971 auf der Innenhülle des Albums "Sticky Fingers" zu sehen ist. Auf dem Album, das zwischen 1969 und 1971 in verschiedenen Studios entsteht, wirkt Mick Taylor als neuer Gitarrist für den verstorbenen Brian Jones mit und bestimmt mit seinem bluesigen Gitarrenspiel den Sound der Band, die mit "Sticky Fingers" Platz 1 der britischen und amerikanischen Pop-Alben erreicht.

Montag, 29.05. / 04.10 Uhr / The Rolling Stones: From the Vault - Live in 1981
Hampton Coliseum, Hampton, USA, 1981
Regie: Hal Ashby, Tom Trbovich
3sat

Im August 1981 erscheint das Studioalbum "Tattoo You" der Rolling Stones mit dem Welthit "Start Me Up". Ab September des gleichen Jahres geht die Band mit dem Album auf USA-Tournee.

3sat zeigt das Hampton-Konzert der Tournee, die den Musikern Rekordeinnahmen von 50 Millionen Dollar einbringt und neue Maßstäbe in Sachen Firmensponsoring setzt: Ein Parfümhersteller darf für eine Million Dollar seinen Markennamen auf die Eintrittskarten drucken.

Das vorletzte Konzert der Tour in Hampton am 18. Dezember 1981 wird weltweit als erstes Pay-Per-View-Konzert im amerikanischen Fernsehen und in ausgewählten Kinos gezeigt. Designt vom Japaner Kazuhide Yamazaki, überrascht die Bühne mit bunten Farben und großflächiger Architektur. Keith Richards, der bei diesem Konzert seinen 38. Geburtstag feiert, hat seine Heroinabhängigkeit überwunden und zeigt sich in bester Spiellaune. "Er sieht gesund aus, er spielt brillant und sein Backgroundgesang ist kräftig", schreibt die "New York Times".

Montag, 29.05. / 05.10 Uhr / Deep Purple: Perfect Strangers
Sydney Entertainment Centre, Australien, 1984
Regie: Gavin Taylor
3sat

1968 schaffen Deep Purple mit ihrem Album "Shades of Deep Purple" die Grundlage für Hard Rock und Heavy Metal. 1984 begeben sie sich mit dem Album "Perfect Strangers" auf Welttournee.

3sat zeigt die Aufzeichnung des Konzerts, dass Deep Purple im Rahmen dieser Tournee im australischen Sydney gaben. Nicht mehr jung und nicht mehr ganz schlank, zeigt sich die Altherrenmannschaft in Bestform.

1969 kommen der Sänger Ian Gillan und der Bassist Roger Glover in die Band. Zusammen mit den Gründungsmitgliedern Ritchie Blackmore, John Lord und Ian Paice ist das legendäre Quintett komplett. Die Songs erinnern an die Beatles, doch der Sound ist hart und neu.1970 erscheint das Erfolgsalbum "Deep Purple in Rock" mit den Hits "Speed King" und "Child in Time". Ein Jahr später schreibt die Band mit dem Album "Machine Head" und den Klassikern "Highway Star" und "Smoke on the Water" Musikgeschichte. Ritchie Blackmores markante Gitarrenriffs, John Lords klassisch orientiertes Hammondorgelspiel und Gillans ekstatischer Gesang machen die Band weltberühmt.

Nach dem Ausstieg von Ian Gillan und Roger Glover 1973 und zwei Jahre später auch von Ritchie Blackmore, verlieren Deep Purple wegen wechselnden Besetzungen und mäßigem Erfolg ihren großen Ruf. 1983 greift die Plattenfirma PolyGram ein: Sie bietet den Mitgliedern der legendären sogenannten "Mark-II" Besetzung angeblich jeweils zwei Millionen Dollar für eine Wiedervereinigung. Gillan, Glover, Blackmore, Lord und Paice stimmen zu, gehen im August 1984 ins Studio und veröffentlichen das Album "Perfect Strangers" mit brandneuen Songs. Im gleichen Jahr gehen Deep Purple mit dem Album auf Welttournee. Bis 1989 sollte die "Mark II"-Besetzung halten.

Samstag, 03.06. / 19.30 Uhr / Kulturpalast
Fachmagazin für E- und U-Kultur
Moderation: Pegah Ferydoni
Erstausstrahlung
3sat

Was treibt Künstler an? Und wie beantworten Kulturschaffende Lebensfragen, die uns alle umtreiben?

Schauspielerin Pegah Ferydoni kehrt vertretungsweise für eine Staffel zurück zum "Kulturpalast" und lädt sich prominente Gäste ein, um mit ihnen gemeinsam nach origineller Kunst und überraschenden Perspektiven zu suchen.

Samstag, 03.06. / 20.15 Uhr / Rock am Ring 2017: Die Toten Hosen live und andere Highlights
Erstausstrahlung
3sat

3sat überträgt das Konzert der "Toten Hosen" live vom Festival "Rock am Ring" 2017. Bis zum Auftritt der Band ab circa 22 Uhr werden Highlights von Auftritten weiterer Top-Acts übertragen.

Die "Mutter" der deutschen Open-Air-Festivals geht in eine neue Runde: "Rock am Ring" ist das größte und bekannteste Festival Deutschlands und mittlerweile Kult geworden. 2017 findet es zum 32. Mal und wie gewohnt mit einem sensationellen Lineup statt.

Drei Tage Live-Musik auf vier Bühnen mit unterschiedlichsten Musikgenres. Darunter in diesem Jahr: Airbourne, AnnenMayKantereit, Bastille, Beatsteaks, Broilers, Donots, Genetikk, Kraftklub, Liam Gallagher, Macklemore & Ryan Lewis, Marteria, Rag'n'Bone Man sowie die Headliner: Die Toten Hosen, Rammstein und System of a Down.

Erstmals 1985 veranstaltet, war "Rock am Ring" ursprünglich als ein einmaliges Ereignis geplant. Aber der große Erfolg - bereits im ersten Jahr kamen unglaubliche 75 000 Besucher - sorgte dafür, dass "Rock am Ring" zum alljährlich stattfindenden Event wurde. 2015 wanderte der Open-Air-Zirkus vom Nürburgring auf den Flugplatz Mendig, was der Beliebtheit keinen Abbruch tat: Mit über 90 000 verkauften 3-Tages-Tickets verzeichnete das Festival einen neuen Zuschauerrekord. Doch 2017 heißt es: Back to the roots! "Rock am Ring" kehrt wieder zurück zum Nürburgring, an seinen Originalschauplatz.

Samstag, 03.06. / 00.15 Uhr / Cum on feel the Noize ~ Als der Rock zum Metal wurde
Film von Jörg Sonntag und Thore Vollert
ARD/RB/3sat
Erstausstrahlung

Heavy Metal und Hard Rock sind seit Ende der 1960er-Jahre die dominierende, kommerziell erfolgreichste Variante der Rock-Musik – ein Milliardengeschäft, aber auch Lifestyle und Leidenschaft.

Der Film dokumentiert, warum das Genre bis heute so lebendig ist. Zu sehen sind unter anderem Interviews mit den Stars der internationalen Szene, Konzertausschnitte und zum Teil nie veröffentlichtes Live-Material aus dem "Beat-Club" und dem "Musikladen".

In den von 1965 bis 1984 von Radio Bremen produzierten Sendungen traten Musiker und Bands auf, die Geschichte geschrieben haben. Hier hatten Led Zeppelin, Deep Purple, Black Sabbath, MC5 und viele andere, die als Gründerväter des Hard Rock gelten, bis 1972 ihre ersten TV-Auftritte.

Ende der 1960er-Jahre kreierten diese und andere Bands einen neuen Sound. Als Urväter gefeiert, als einflussreiche Idole von Generationen verehrt, gehören sie weiterhin zu den erfolgreichsten Bands der Rock-Geschichte und stehen am Anfang einer Bewegung, die sich in den 1980er-Jahren zum Welterfolg aufschwingt. In dieser Zeit starten mit dem "New Wave of Britisch Heavy Metal" Bands wie Iron Maiden, Judas Priest, Def Leppard und Motörhead. Ihr Einfluss hallt bis heute nach, wo junge Bands wie Ghost, Avenge Sevenfold und Airbourne mit klassischem Heavy Metal in modernem Soundgewand den Stil frisch definieren und neue Helden für die beständig wachsende Schar an Metal-Jüngern sind.

Mitte der 1970er-Jahre entwickelte sich aus dem Hard Rock der Heavy Metal, der bis Ende der 1980er-Jahre seine Blütezeit erlebte, zur Weltmarke reifte, bevor ihm Anfang der 1990er-Jahre Nirvana und die Grunge-Bewegung kommerziell den Rang abliefen. Heavy Metal jedoch zeigt sich standhaft, erfindet sich mit technoiden Spielweisen wie dem Industrial-Metal und Crossover-Trends mit Anleihen im Rap und Elektro neu - und erlebt seit den 2000er-Jahren seine "Wiedergeburt": Größer und erfolgreicher als je zuvor füllen die "alten Helden" weltweit die Stadien, während junge wilde Bands, von ihnen maßgeblich beeinflusst, regelmäßig die obersten Chart-Positionen stürmen.

Der Erfolg begründet sich aus dem perfekten Zusammenspiel von Band-Identität, Image, Style, visuellem Design und einer intensiven Beziehung der Fans wie auch der Künstler untereinander. Das beweisen zum Beispiel Powerwolf, die die lateinische Sprache und die katholische Messe (!) in die Szene eingebracht haben und in Europa die größten Hallen und Festivals bespielen, ähnlich wie die "Feldherren des Metal", die schwedischen Chart-Stürmer Sabaton, oder der Grammy-prämierte Glam-Rock-Tribut von Steel Panther, die dem Hedonismus vergangener Tage, dem sprichwörtlichen Credo von "Sex, Drugs and Rock 'n' Roll", augenzwinkernd-ironisch nachhängen.

Der Film zeigt exklusive Interviews und Live-Musik von und mit: Alice Cooper, Ozzy Osbourne/Black Sabbath, Jimmy Page/Led Zeppelin, Motörhead, Ian Gillan, Roger Glover und Ian Pace/Deep Purple, Scorpions, Rammstein, Campino/Tote Hosen, Suzi Quatro, KISS, Andy Scott/Sweet, James Hetfield/Metallica, Joakim Broden/Sabaton, Debbie Harry und Chris Stein/Blondie, Mick Box/Uriah Heep, New York Dolls, Twisted Sister, MC5, Nikki Sixx/Mötley Crue, Joel O´Keeffe/Airbourne, Biff Byford/Saxon, Michael Monroe/Hanoi Rocks, Jennifer Haben/Beyond the Black, John Corabi/Dead Daisies, Hansi Kürsch/Blind Guardian, Rolf Kasparek/Running Wild, Kim Mc Auliffe/Girlschool, Dee Snider/Twisted Sister, Doro Pesch/Warlock, Michael Starr und Lexxi Foxx/Steel Panther, Falk Maria Schlegel, Attila Dorn/Powerwolf, Nameless Ghoul/Ghost, David Draimann/Disturbed, Michael Schenker/Michael Schenker Group, Scott Ian/Anthrax, Mina Caputo sowie Alan Robert/Life of Agony.

Pfingstmontag, 05.06. / 20.15 Uhr / Ludwig II.
Spielfilm. Deutschland 2012
ARD/BR/WDR/SWR/DEG

Ludwig II.: Sabin Tambra
Ludwig II. (alt): Sebastin Schipper
Elisabeth von Österreich: Hannah Herzsprung
Richard Wagner: Edgar Selge
Richard Hornig: Friedrich Mücke
Johann von Lutz: Justus von Dohnányi
Sophie in Bayern: Paula Beer
Lorenz Mayr: Samuel Finzi
u. a.

Regie: Peter Sehr, Marie Noëlle
Länge: 133 Minuten

Voller Idealismus besteigt Ludwig II. im Alter von 18 Jahren den bayerischen Thron. In einer Zeit, in der Krieg und Armut allgegenwärtig sind, träumt er von einer besseren Welt.

Peter Sehrs und Marie Noëlles Historienverfilmung von 2012 bietet eine deutsche Starbesetzung auf - mit Sabin Tambra, Hannah Herzsprung, Edgar Selge, Tom Schilling, Uwe Ochsenknecht, Katharina Thalbach und vielen mehr.

Ludwig II. möchte seine Macht dafür einsetzen, dass sein Volk in Frieden und Glück leben kann. Sein Reich soll zum Mittelpunkt der Schönheit werden, Kunst und Kultur sollen aufblühen, statt in Waffen möchte Ludwig die Staatsgelder in Theater, Musik und Bildung investieren. Er liebt die Opern Richard Wagners, seine Leidenschaft und Bewunderung für seine Werke und deren Sagenwelten sind so groß, dass er den umstrittenen Komponisten an seinen Hof holt.

Er stürzt sich mit anfänglich großem Interesse ins politische Geschäft, besetzt mit den Jahren wichtige Posten des Hofstaats mit Vertrauten und schmiedet Allianzen. Doch die Umstände seiner Zeit sind gegen ihn. Und den Frieden, den er sich für sein Volk wünscht, findet er für sich selbst nicht, zu tief sind die Abgründe seiner Seele, die ihn quälen und verzweifeln lassen. So wird sein geliebtes Reich in Kriege mit Preußen und Frankreich gedrängt und erleidet bittere Niederlagen.

Seine Minister versagen ihm die kostspielige Förderung Wagners. Seine schon fest geplante, vom Volk ersehnte Hochzeit sagt er wieder ab, weil er sich eingestehen muss, dass seine Liebe dafür nicht die richtige ist. Desillusioniert flüchtet Ludwig aus einer Welt, die nicht die seine ist, erbaut sich mit seinen Schlössern ein Traumreich der Fantasie, und zieht sich immer weiter zurück - bis zu seinem tragischen Tod, der - wie Ludwig selbst - bis heute "ein ewig Rätsel" bleibt.

Freitag, 09.06. / 19.20 Uhr / Kulturzeit extra: documenta 14 - Kunst trifft Kassel
Erstausstrahlung
3sat

Sie soll ganz anders werden, als alle anderen vor ihr: Die documenta 14 wird an zwei Orten gleichzeitig ausgerichtet, in Athen und in Kassel.

Zum Start in Kassel am 10. Juni sendet "Kulturzeit" eine "extra"-Sendung. Moderatorin Cécile Schortmann geht vor Ort auf Erkundungstour und spricht mit Künstlern und dem Museumsmann Udo Kittelmann.

"Kulturzeit extra" untersucht, ob sich wirklich eine Beziehung herstellen lässt zwischen Kassel und Athen. Sichtbares Zeichen der documenta 14 wird der Parthenon of Books sein, ein in Originalgröße nachgebauter griechischer Tempel, den die argentinische Künstlerin Marta Minujin aus verbotenen Büchern auf dem Friedrichsplatz errichtet.

Auch wenn diesmal die Kasseler Nordstadt als Ort für Kunst neu entdeckt wird, wird die documenta vor allem in den klassischen Ausstellungsräumen stattfinden. Dazu gehören das Fridericianum, die Neue Galerie, das Ottoneum sowie die Orangerie.

"Kulturzeit extra" befasst sich außerdem mit Perfomances und Musik der documenta 14 und geht der Frage nach, welche Akzente der Kurator Adam Szymczyk setzen wird - auch im Unterschied zu früheren künstlerischen Leitern der documenta.

Welche Antworten findet die zeitgenössische Kunst auf die drängenden Probleme der Gegenwart? Die Flüchtlingskrise, das Auseinanderbrechen von Europa und die Debatte um den Kapitalismus zeichnen sich schon im Vorfeld der documenta als die zentralen Themen ab.

Schon zur Eröffnung der documenta in Athen am 8. April war "Kulturzeit" unterwegs: Reporterin Nil Varol hat die Spielstätten des ersten Teils in Athen besucht und die interessantesten Kunstwerke und Aktionen vorgestellt - mit einem besonderen Augenmerk auf die Kunstwerke, die sich in Athen und in Kassel aufeinander beziehen.

Redaktionshinweis: Alle fünf Jahre wird in Kassel die documenta veranstaltet. Für 100 Tage versammelt die größte Kunstschau der Welt alle Tendenzen der zeitgenössischen Kunst. 3sat begleitet die 14. documenta, die in diesem Jahr vom 10. Juni bis 17. September in Kassel und vom 8. April bis 16. Juli in Athen als konzeptuell gleichberechtigtem Standort stattfindet, in seinem Programm. Als nächster Beitrag folgt am Montag, 12. Juni, um 22.25 Uhr der Dokumentarfilm "Eine Oper der Welt".

Samstag, 10.06. / 20.15 Uhr / Ich bin Ingrid Bergman
Dokumentarfilm von Stig Björkman, Schweden 2015
Länge: 108 Minuten
ZDF/ARTE

Sie galt als Hollywoods begabteste Schauspielerin, und ihre Auftritte in Klassikern wie "Casablanca" (1942) und "Herbstsonate" (1978) bleiben unvergessen.

Stig Björkmans Dokumentarfilm bietet einen sehr persönlichen Blick hinter die Kulissen der märchenhaften Karriere von Ingrid Bergman (1915 - 1982). Ungefähr alle zehn Jahre erfand die vierfache Mutter ihr Leben neu, wechselte Ehemann und Familie.

"Ich brauche keine Wurzeln", sagte sie einmal in einem Interview. Doch dies kam nicht immer gut an. Als sie für den italienischen Regisseur Roberto Rossellini ihre erste Tochter Pia in den USA zurückließ, fiel sie dort für lange Zeit in Ungnade.

Sieben Mal war sie für ihre Leidenschaft Schauspielen für einen Oscar nominiert, dreimal gewann sie ihn. Doch als Tochter eines Fotografen entdeckte sie selbst schon früh die Kamera, um ihr rastloses Leben festzuhalten. Isabella Rossellini, selbst Starschauspielerin wie ihre Mutter, öffnete für den Regisseur Stig Björkman das Privatarchiv ihrer Mutter. Viele Meter Film waren darin zu entdecken, aber auch Ingrid Bergmans Tagebücher, Briefe und Notizen. Mithilfe dieses Materials und den Interviews mit den vier Kindern und einigen weiteren Protagonisten erzählt der Film die bewegte Lebensgeschichte eines schwedischen Mädchens, aus dem eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen des internationalen Films wurde.

"Ich bin Ingrid Bergman" feierte im Mai 2015 beim Filmfestival in Cannes seine Weltpremiere und wurde von der Jury des Dokumentarfilmpreises "L'Oeil d'or", der in jenem Jahr erstmals vergeben wurde, mit einer "Mention Spéciale" gewürdigt.

Redaktionshinweis: Im Anschluss um 22.00 Uhr zeigt 3sat den Filmklassiker "Stromboli", in dem Ingrid Bergman unter der Regie ihres späteren Ehemanns Roberto Rossellini die Hauptrolle spielt.

Samstag, 10.06. / 23.40 Uhr / Live zeitversetzt: Life Ball 2017
Die Eröffnung
(Erstsendung: 10.06.2017)
ORF

Der Life Ball ist Europas größte Benefiz-Veranstaltung zugunsten HIV-infizierter und an AIDS erkrankter Menschen. 3sat zeigt die festliche Ballnacht live zeitversetzt aus Wien.

Nach einem Jahr Pause findet die 24. Auflage des Life Balls unter dem Motto "Erkenne die Gefahr" statt. Mit einem Seitenhieb auf populistisches Gedankengut hat der Ballorganisator Gery Keszler damit wieder den Nerv der Zeit getroffen.

Samstag, 10.06. / 04.55 Uhr / zdf@bauhaus: Live-Musik mit Clueso und Band
Moderation: Jo Schück
(Erstsendung: 15.11.2014)
3sat

Das geschichtsträchtige Bauhaus in Dessau ist gleichzeitig Bühne und Produktionsort für die Konzertreihe "zdf@bauhaus". Diesmal zu Gast: Clueso und Band.

Fünf Mal Gold, zwei Mal Platin, über eine Million verkaufte Tonträger - Thomas Hübner aka Clueso hat mit Udo Lindenberg, Wolfgang Niedecken, Herbert Grönemeyer und Fanta 4 gespielt. Zu seinen Konzerten kommen bis zu 15 000 Besucher.

Fast vier Jahre sind vergangen, nachdem Clueso sein Album "An und für sich" veröffentlichte. Über ein Jahr stand der Erfurter nicht mehr auf der Bühne. Das Ergebnis dieser Kreativpause war sein Album "Stadtrandlichter" (2014). Zum ersten Mal brachte Clueso damit ein Album komplett in Eigenregie heraus. Es erschien auf seinem eigenen Label "Text und Ton", das nach seinem ersten Album benannt wurde.

Internationale Künstler geben in einem intimen Rahmen exklusive Konzerte vor Live-Publikum. Präsentiert werden die Konzerte von Moderator Jo Schück

Sonntag, 11.06. / 10.05. Uhr / CIVIS Medienpreis 2017 ~ 30 Jahre TV-Gala für Integration
Moderation: Ingo Zamperoni
(Erstsendung: 01.06.2017)
ARD/WDR

Der CIVIS Medienpreis zeichnet jährlich Programmleistungen aus, die das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster geografischer und kultureller Herkunft fördern.

2017 feiert CIVIS ein besonderes Jubiläum: 30 Jahre CIVIS Medienpreis. Die renommierte europäische Auszeichnung für Integration und kulturelle Vielfalt wurde am 1. Juni 2017 in einem Festakt mit Prominenten aus Medien und Politik im Auswärtigen Amt in Berlin verliehen.

Schirmherren sind Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Präsident des Europäischen Parlaments Antonio Tajani.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Staatsministerin Aydan Özoguz, und die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Maria Böhmer, überreichen gemeinsam mit der ARD-Vorsitzenden und MDR-Intendantin Karola Wille, WDR-Intendant Tom Buhrow, SRG-Generaldirektor Roger de Weck und weiteren hochkarätigen Medienvertretern die begehrten Preise. 2017 kommt der Sonderpreis "Fußball + Integration" hinzu.

Sonntag, 11.06. / 11.20. Uhr / "Hilbig. Eine Erinnerung"
Film von Siegfried Ressel
(Erstsendung: 27.08.2011)
3sat

Wolfgang Hilbig schuf Texte voller Magie, Leidenschaft und Einzigartigkeit. In dem Porträt erinnern sich Karl Corino, Hilbigs Lebensgefährtin Natascha Wodin und Kollegen an den Autor.

Dokumentarische Aufnahmen sowie Texte von Hilbig, gelesen von Corinna Harfouch, vervollständigen das Porträt des eigenwilligen Literaten. Der rastlose DDR-Poet führte ein katastrophisches Künstlerleben, dessen einzige Konstante das obsessive Schreiben war.

Wolfgang Hilbig, am 31. August 1941 im thüringischen Industrieort Meuselwitz geboren und dort vaterlos aufgewachsen, gilt als einer der bedeutendsten deutschen Nachkriegsschriftsteller. Seine literarische Karriere begann, als er dem Literaturredakteur des Hessischen Rundfunks, Karl Corino, 1977 ein paar Gedichte und Kurzgeschichten zusandte. Das Glück dieser Bekanntschaft bescherte Hilbig im Westen seine erste Buchveröffentlichung im S. Fischer Verlag, der bis zu Hilbigs Tod 2007 dessen verlegerische Heimat geblieben ist. Infolge dieses Debüts stieg Hilbig zu einem der sprachmächtigsten deutschen Gegenwartsschriftsteller auf: Seine Gedichte, Erzählungen und Romane wurden vom Feuilleton gefeiert und mit den bedeutendsten Preisen bedacht, unter anderem mit dem Ingeborg-Bachmann- und dem Georg-Büchner-Preis.

Wie Hilbig, der bei einem analphabetischen Großvater aufwuchs, es zu dieser poetischen Meisterschaft bringen konnte, ist eins der wundersamsten Rätsel der jüngsten Literaturgeschichte.

Redaktionshinweis: 3sat zeigt das Porträt "Hilbig. Eine Erinnerung" zum zehnten Todestag des deutschen Schriftstellers Wolfgang Hilbig.

Sonntag, 11.06. / 12.05. Uhr / Gottfried Honegger
On doit construire le monde 2012
Film von Roman Meyer
(Erstsendung: 22.04.2012)
SRF

Der 1917 geborene Schweizer Künstler Gottfried Honegger hat das Erbe der "Zürcher Konkreten" Max Bill und Richard Paul Lohse weitergeführt. Ein Porträt des streitbaren Künstlers.

Seit den 1960er-Jahren schafft Honegger, der die Provokation nie gescheut hat, Werke für den öffentlichen Raum. Vom französischen Staat wurde er wiederholt gefördert und ausgezeichnet, die offizielle Schweiz hingegen begegnet ihm mit Zurückhaltung.

Der Film zeigt Honegger als engagierten Zeitzeugen des 20. Jahrhunderts und reflektiert sein Wirken als Kunstschaffender. Außerdem zeichnet es Honeggers Anfänge als Grafiker und seine späteren Erfolge in Frankreich nach und zeigt den Künstler im herrschaftlichen Mouans-Sartoux in Südfrankreich und in seinem Heimatdorf Sent im Engadin. Der Bogen wird vom Zweiten Weltkrieg bis zu den Zürcher Jugendunruhen Anfang der 1980er-Jahre gespannt.

Redaktionshinweis: Mit dem Porträt "Gottfried Honegger" erinnert 3sat an den 100. Geburtstag des Schweizer Künstlers am 12. Juni.

Sonntag, 11.06. / 18.25. Uhr / Der Mozarteum Sound
Film von Peter Beringer
(Erstsendung: 11.12.2016)
ORF

Anlässlich seines 175-jährigen Jubiläums zeigt der Film von Regisseur Peter Beringer das Symphonie-, Festspiel- und Opernorchester von Salzburg hautnah.

1841 unter Mithilfe von Mozarts Witwe Constance und seinen beiden Söhnen zunächst als Studierendenorchester gegründet, avancierte das Mozarteumorchester zu einem international renommierten Kulturbotschafter der Mozartstadt Salzburg.

Im stetigen Spannungsfeld zwischen Alltag und hoher Kunst begibt sich der Film auf die Suche nach dem Faszinosum Orchester und dessen Bedeutung für die österreichische Musiklandschaft.

Montag, 12.06. / 22.25 Uhr / documenta 14 ~ Eine Oper der Welt
Dokumentarfilm von Manthia Diawara, Deutschland/Mali 2017
Länge: 70 Minuten
Erstausstrahlung
3sat

Der in Mali geborene Künstler Manthia Diawara filmte 2008 in seiner Heimatstadt ein außergewöhnliches Opernprojekt, das ausschließlich von Afrikanern produziert und aufgeführt wurde.

"Bintou Were, a Sahel Opera" beruht auf einem Libretto des tschadischen Dichters und Dramatikers Koulsy Lamko. Diawara nahm diese Oper zum Anlass, um in seinem Essay-Film Fragen der "Blackness" wie auch der Ausdifferenzierung von Rassen und Kulturen nachzugehen.

Interviews mit Künstlern und Intellektuellen, darunter Alexander Kluge und Richard Sennett, verbindet er mit szenischen Bildern und Musik aus der Oper. Das zeitlose Drama der Völkerwanderung zwischen Afrika und Europa, zwischen Süden und Norden, wird in einer Vermischung der Perspektiven auf kunstvolle Weise erlebbar. Mit der Verwendung von aktuellem "Found Footage" - gefundenem Filmmaterial - erweitert Diawara aber auch den Kunst-Kosmos durch dringende politische Fragen. "Bintou Were, a Sahel Opera" wurde in der malischen Hauptstadt Bamako uraufgeführt und geht zurück auf eine Initiative des früheren senegalesischen Staatspräsidenten Léopold Sédar Senghor (1906 - 2001).

Manthia Diawara gilt als eine der wichtigste intellektuellen Stimmen Afrikas. Er wurde 1953 in Mali geboren und lebt und arbeitet in New York. Diawara ist Professor für Vergleichende Literatur- und Filmwissenschaft an der New York University. Als Regisseur realisierte er unter anderem die Filme "Négritude - Ein Dialog zwischen Soyinka und Senghor" (2015), "Édouard Glissant: One World in Relation" (2009) und "Maison Tropicale" (2008). Mit seinem Dokumentarfilm "Eine Oper der Welt" ist er zum ersten Mal Gast auf der documenta.

Montag, 12.06. / 23.35 Uhr / Zeitschwünge - Hanne Darboven
Dokumentarfilm von Rasmus Gerlach, Deutschland 2016
Länge: 46 Minuten
Erstausstrahlung
3sat

Hanne Darboven gilt als eine der bedeutendsten deutschen Künstlerinnen. Bis zu ihrem Tod 2009 war sie vier Mal auf der documenta zu Gast und stets der Inbegriff von "Radikal Konzeptuell".

Die spröde, eigenwillige Kaufmannstochter lebte im Arbeiterviertel Hamburg-Harburg in einem alten Gutshaus, wo sie ihre Kunst und "objets trouvés" hortete. Dort empfing sie auch die Nachbarschaft, vom Tischler bis zum Tierarzt - und den Filmemacher Rasmus Gerlach.

Gerlach war mit der Kamera bei runden Geburtstagen zugegen und stellt in Zusammenarbeit mit der Hanne-Darboven-Stiftung ein sehr persönliches Porträt der Grande Dame der seriellen Kunst vor. Gerlach nimmt die Zuschauer - jenseits aller Kunstdidaktik - mit auf eine Erkundungstour durch "Hannes Haus", das wegen der Überfülle an Kunstwerken und Krimskrams für die Öffentlichkeit gesperrt ist.

Während Ausstellungsmacher Okwoi Enwezor die Bedeutung der Musik für Darboven als Ergebnis einer Suche nach totaler Abstraktion wertet, räsoniert der alte Schreiner von nebenan über die Liebe der Künstlerin zu echtem Holz.

Montag, 12.06. / 02.45 Uhr / Jeff Beck: Live in Tokyo
Tokyo Dome City Hall, Japan, 2014
3sat

Am 24. Juni 2014 ist der ewig jung wirkende Gitarrist Jeff Beck 70 Jahre alt geworden. Der sechsmalige Grammy-Gewinner steht in einer Reihe mit Eric Clapton und Jimmy Page.

2014 geht Jeff Beck auf Welttournee und tritt unter anderem in Tokio auf. Zusammen mit dem Schlagzeuger Jonathan Joseph, dem Gitarristen Nicolas Meier und der Bassistin Rhonda Smith begeistert er das Publikum mit bekannten und bisher unveröffentlichten Stücken.

Jeff Becks visionäres Gitarrenspiel weist weit über die Grenzen von Blues und Rock hinaus. 1965 spielt er bei den Yardbirds, gründet 1967 mit Rod Stewart und Ron Wood die Jeff Beck Group und bekommt 1968 fast den Job des Gitarristen bei Pink Floyd. Am Ende wird es David Gilmour.

So bleibt sich Jeff Beck und seinem Gitarrenspiel treu und hat noch Zeit für sein Hobby: das Sammeln und Modifizieren alter Autos, genannt "Hot Rodding". "Ich trage Handschuhe", antwortet Beck auf die Frage, wie er seine wertvollen Hände beim Arbeiten an den Oldtimern schützt. Er besitzt unter anderem die Replik eines 1932 Ford Deuce Coupe und eine 1959 Corvette mit originaler Karosserie und einem modernen Antrieb. "Puristen hassen so etwas, aber ich will komfortabel mit dem Ding fahren", sagt der passionierte Autofan.

Montag, 12.06. / 03.45 Uhr / Joe Bonamassa: A Tribute to Muddy Waters & Howlin' Wolf
Red Rocks Amphitheatre, Morrison, Colorado, USA, 2014
Regie: Philippe Klose
3sat

"Die Journalisten versuchen den Blues niederzuschreiben, aber wir haben heute bewiesen, dass 9000 Zuschauer den Blues lieben", sagt Joe Bonamassa nach seinem Open-Air-Konzert im Red Rocks.

Aufgezeichnet am 31. August 2014, steht das Konzert im Zeichen der Blues-Legenden Muddy Waters und Howlin´ Wolf. Musikalisch unterstützt von einer Bläsersektion und seiner Band, feiert Joe Bonamassa den Chicago-Blues, der seine Blütezeit zwischen 1947 und 1957 hatte.

Der Chicago-Blues ist die elektrifizierte Variante des akustischen Delta-Blues der Vorkriegsjahre. Er wird stilbildend für den britischen Blues der 1960er-Jahre, wo er die Rolling Stones, Eric Clapton, Fleetwood Mac und Led Zeppelin beeinflusst, alles Vorbilder von Joe Bonamassa. "Das war das Konzert meines Lebens und das größte Publikum, vor dem ich jemals gespielt habe", berichtet ein bewegter Joe Bonamassa, der die Klassiker des Blues in satt groovende Interpretationen verwandelt und eine mitreißende Liveshow vor grandioser Kulisse präsentiert.

1977 in New Hartford als Sohn eines Gitarrenhändlers geboren, beginnt er als Vierjähriger Gitarre zu spielen, hört die Musik von Eric Clapton und Jeff Beck. Als Zwölfjähriger bekommt er die Chance seines Lebens: Seine Band soll 1989 im Rahmen des "Rochester Lilac Festivals" als Vorgruppe von B.B. King auftreten. Der kleine Joe ist begeistert und steht mit seiner roten Fender Stratocaster auf der Bühne. 20 Shows wird er für B.B. King spielen, der ihm auf der Tournee die wichtigste Regel des Geschäfts beibringt: "Schau' zu dass Du immer ordentlich bezahlt wirst."

Weniger begeistert von Joes Erfahrungen als Musiker ist sein Lehrer, der Joe den Rat gibt: "Hör´ auf an dein Zuckerbäckerhaus im Fantasialand zu glauben." Aber Joe hat längst den Backstage-Pass in der Tasche, veröffentlicht jährlich neue Einspielungen, spielt durchschnittlich 200 Auftritte im Jahr und engagiert sich mit seiner "Blues Alive Foundation" für die Pflege und Erhaltung des Blues für die kommenden Generationen.

Montag, 12.06. / 04.30 Uhr /  Beth Hart & Joe Bonamassa: Live in Amsterdam
The Koninklijk Theater Carré, Amsterdam, Niederlande, 2013
3sat

Für viele hört es sich an, als ob Janis Joplin zusammen mit Jimi Hendrix eine Platte aufgenommen hätte: "Don't Explain" von Beth Hart und Joe Bonamassa ist 2011 ein Sensationserfolg.

Die Mischung aus Soul, Jazz, Rock und Blues begeistert die Musikszene. Im Mai 2013 erscheint mit "Seesaw" das zweite Album des Duos. Am 30. Juni stehen die Musiker auf der Bühne im historischen Königlichen Varieté-Theater in Amsterdam und beweisen ihr Können.

Beth Hart erinnert mit ihrer Stimme an Etta James, Janis Joplin, Tina Turner und Amy Winehouse und schafft es, den Songs ihren ganz eigenen Stempel aufzudrücken. Joe Bonamassa, der seit 2005 fast jährlich eine DVD veröffentlicht, bei der er im Mittelpunkt steht, fügt sich sichtlich zufrieden in die Rolle des Begleiters, bedient virtuos wertvolle alte und neue Gitarren, während die Bläser und die Rhythmus-Gruppe für den nötigen Groove sorgen.

Montag, 12.06. / 05.30 Uhr / The Dukes of September: Live at Lincoln Center
David H. Koch Theatre, Lincoln Center, New York, USA, 2012
3sat

Sie gehören zu den Großen des "Weißen Souls", die Dukes: Donald Fagen, die Stimme von Steely Dan, Michael McDonald, Sänger der Doobie Brothers und die US-Blues-Stimme Boz Scaggs.

3sat zeigt ein Konzert der Dukes of September aus dem Jahr 2012. Die drei Superstars begeisterten ihr Publikum im New Yorker Lincoln Center.

Bereits 1989 machen die drei Musiker für kurze Zeit gemeinsame Sache bei der "New York Rock and Soul Revue". 2010 ist die Zeit reif für eine Wiederauflage des Trios, das sich nun "The Dukes of September" nennt und für eine ausverkaufte Tournee sorgt.

"Wir spielen Songs, die uns maßgeblich beeinflusst haben", beschreiben sie selbst das Konzept der Dukes. Kompositionen von Otis Redding, Muddy Waters und James Brown sowie große Hits der Doobie Brothers und Steely Dan sorgen für ein Best-of-Programm, das soundgewaltig von einer Bigband und einem Background-Chor begleitet wird. Hier verschmelzen Rhythm and Blues, Soul und Texas Blues zu einer unwiderstehlichen Mischung.

Donnerstag, 15.06. (Fronleichnam) : Abenteurer & Entdecker - Ein Thementag in 3sat

Samstag, 17.06. / 20.15 Uhr / Festspielsommer: Anna Netrebko und Yusif Eyvazov
Suntory Hall, Tokyo, 2016
Mit Werken von Verdi, Cilea, Puccini und Giordano
Orchester: Tokyo Philharmonic Orchestra
Musikalische Leitung: Jader Bignamini
Bildregie: Yoshinori Shida
Erstausstrahlung
ORF/3sat

Das Traumpaar der Opernwelt, Anna Netrebko und Yusif Eyvazov, steht auf der Bühne der Suntory Hall in Tokio und begeistert mit berühmten Arien und Duetten der italienischen Opernliteratur.

Der junge italienische Maestro Jader Bignamini dirigiert das Tokyo Philharmonic Orchestra und stimmt gleich zu Beginn des Konzerts Giuseppe Verdi an.
Das weitere Programm ist mit Arien und Duetten von Verdi, Cilea, Puccini und Giordano gestaltet.

Anna Netrebko begeistert mit Arien wie "Un bel dì vedremo" aus der Oper "Madame Butterfly". Die russische Sopranistin mit österreichischem Pass wird ihr Rollendebüt als Aida bei den Salzburger Festspielen 2017 unter der Leitung von Ricardo Muti geben.

Das Programm:
"La forza del destino": Sinfonia
Giuseppe Verdi
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini

"Adriana Lecouvreur"
"Ecco respiro appena ... la son l'umile ancella"
Francesco Cilea
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Anna Netrebko

"L'Arlesiana"
"È la solita storia del pastore"
Francesco Cilea
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Yusif Eyvazov

"Il Trovatore"
"Tacea la notte ... Di tale amor"
Giuseppe Verdi
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Anna Netrebko

"Il Trovatore"
"Ah! Si, ben mio ... di quella pira"
Giuseppe Verdi
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Yusif Eyvazov

"Attila": Preludio
Giuseppe Verdi
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini

"Otello"
"Già nella notte densa"
Giuseppe Verdi
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Anna Netrebko, Yusif Eyvazov

"Madama Butterfly"
"Un bel dì vedremo"
Giacomo Puccini
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Anna Netrebko

"Tosca"
"E lucevan le stelle"
Giacomo Puccini
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Yusif Eyvazov

"Andrea Chénier"
"La mamma morta"
Umberto Giordano
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Anna Netrebko

"Andrea Chénier"
"Come un bel dì di maggio"
Umberto Giordano
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Yusif Eyvazov

"Manon Lescaut": Intermezzo
Giacomo Puccini
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini

"Andrea Chénier"
4th Act Finale
Umberto Giordano
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Anna Netrebko, Yusif Eyvazov

Zugabe:
"Die Csárdásfürstin"
"Heia, heia, in den Bergen ist mein Heimatland"
Emmerich Kálmán
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Anna Netrebko

"Turandot"
"Nessun Dorma"
Giacomo Puccini
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Yusif Eyvazov

"Non ti scodar di me"
Ernesto De Curtis
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Anna Netrebko, Yusif Eyvazov

Samstag, 17.06. / 22.00 Uhr / Anna Netrebko - Die Kunst der Verwandlung
Film von Christoph Engel und Anca-Monica Pandelea
(Erstsendung: 22.08.2014)

Anna Netrebko ist eine Ausnahmekünstlerin und zweifelsohne die bekannteste Operndiva der Welt. Der Film zeichnet ihre Karriere nach und gibt Einblicke in ihr Privatleben.

Anna Netrebko ist eine einzigartige Vertreterin ihres Metiers: Sie hat der Opernwelt einen großen Dienst erwiesen. Ähnlich wie in den 1990er-Jahren "Die drei Tenöre" hat Anna Netrebko zur Popularisierung der Opernkunst beigetragen.

Am Anfang ihrer Karriere skeptisch beäugt, als ein "Marketingprodukt" einer immer mehr um Einnahmen bangenden Schallplattenindustrie nicht immer ernst genommen, schafft Anna Netrebko es jetzt, auch ihre strengsten Kritiker zu überzeugen.

Der Film dokumentiert diese Entwicklung: vom internationalen Karriere-Durchbruch bei den Salzburger Festspielen 2002 über ihre unkonventionellen Versuche, der Oper die Attraktivität eines Massenprodukts zu verleihen bis hin zu den großartigen Auftritten auf den traditionsreichen Bühnen in New York oder Wien.

Während Anna Netrebko mit sicherem Gespür richtige Schritte und Entscheidungen in ihrer beruflichen Karriere gemeistert hat, entwickelt sich auch ihre Stimme immer mehr zu einer unverwechselbaren "acting voice". Dunkler geworden, opulenter, runder und immer mehr mit der vokalen Energie eines dramatischen Soprans gerüstet. Dieses "Luxusinstrument" ermöglicht es ihr heute, neue Rollen und Charaktere auf der Bühne darzustellen. Was auch zu Veränderungen in ihrem Repertoire geführt hat.

Zu Netrebkos Repertoire-Erweiterung gehört auch die Rolle der Leonore in "Il Trovatore". Bei den Salzburger Festspielen 2014 singt sie diese Partie an der Seite von Placido Domingo und Francesco Meli. Der Film zeichnet den Weg dahin und porträtiert eine Künstlerin, die nicht nur eine der schönsten und berührendsten Stimmen der Welt besitzt, sondern mit ihrer großen charismatischen Präsenz auf der Bühne das Publikum in ihren Bann zieht.

Nicht zuletzt setzt sich der Film mit einer Künstlerin auseinander, die nicht nur einen großen künstlerischen Druck auszuhalten hat, sondern auch als Frau und Mutter Alltäglichkeiten bewältigen muss. Die Dokumentation gibt Einblicke in ein Privatleben, das sich vor allem durch Herzlichkeit und innige Freundschaft auszeichnet. Obwohl Anna Netrebko seit Jahren das Leben einer Kosmopolitin führt, bleibt sie in ihrer Seele eine wahrhaftige Russin. Und das ist vielleicht nicht unwichtig im Vexierbild eines Künstlerlebens, das von Rollenspiel und Bühnenverwandlung lebt.

Sonntag, 18.06. / 10.15 Uhr / Literaturclub
SRF

"Literaturclub" diskutiert die neuesten literarischen Entdeckungen und gibt Orientierungshilfe im Buchmarkt.
In der Gesprächssendung werden jeweils vier bis fünf Neuerscheinungen besprochen.

Sonntag, 18.06. / 11.30 Uhr / Verbier Festival 2015
Esa-Pekka Salonen dirigiert Richard Strauss, Hector Berlioz und Robert Schumann
Mit Joyce DiDonato (Mezzosopranistin)
Programm:
- Richard Strauss: "Till Eulenspiegels lustige Streiche", Op. 28
- Hector Berlioz: "Les nuits d'été", Op. 7
- Robert Schumann: "Sinfonie No 3", Op. 97, "Rheinische"
Orchester: Verbier Festival Orchester
(Erstsendung: 02.07.2016)
SRF

Der finnische Dirigent Esa-Pekka Salonen hat sowohl als Orchester-Chef in London und Los Angeles als auch als Komponist große Bekanntheit erlangt.

Mit dem Verbier Festival Orchester und der Mezzosopranistin Joyce DiDonato interpretiert er Werke von Berlioz, Schumann und Richard Strauss.

Die amerikanische Mezzosopranistin Joyce DiDonato ist eine der großen Stimmen unserer Zeit. Ihr Repertoire reicht von Händel bis zu Richard Strauss. In Verbier beeindruckt sie mit ihrer Interpretation von Hector Berlioz' "Les nuits d'été".

Das Dirigat von Strauss' "Till Eulenspiegels lustige Streiche" und Schumanns "Rheinischer" Sinfonie zeigt Esa-Pekka Salonen als differenzierten Meisterdirigenten ganz unterschiedlicher Musikstile.

Sonntag, 18.06. / 18.30 Uhr / Museums-Check mit Markus Brock: LWL-Museum für Kunst und Kultur, Skulptur Projekte Münster
Erstausstrahlung
ARD/SWR/3sat

Alle zehn Jahre blickt die Kunstwelt nach Münster zur Ausstellung "Skulptur Projekte": Auch ab dem 10. Juni 2017 verwandelt sich die Stadt wieder 114 Tage in einen öffentlichen Kunstraum.

Veranstalter ist das LWL-Museum für Kunst und Kultur. Markus Brock besucht das Museum und geht in Münster auf Skulpturen-Entdeckungstour. Begleitet wird er von der Schauspielerin Friederike Kempter.

Das 1908 am historischen Domplatz eröffnete LWL-Museum für Kunst und Kultur erhielt 2014 einen postmodernen Neubau mit einem lichtdurchfluteten Foyer. 1000 Jahre Kunst, vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart, vereint die mehr als 300 000 Objekte zählende Sammlung: Grafiken, Fotografien und Kunsthandwerk. Gemälde von August Macke und Gerhard Richter gehören ebenso dazu wie Videoarbeiten von Pipilotti Rist und Nam June Paik.

Jüngst entstanden im Museum einige der neuen Werke für die "Skulptur Projekte Münster 2017". 35 Künstlerinnen und Künstler aus 19 Ländern sind dazu eingeladen. Sie suchen sich im Vorfeld einen Platz aus und realisieren ihre Ideen. Unter einer Bedingung: Das Werk ist nur auf Zeit hier, wird danach wieder abgebaut.

1977 rief der Kunstprofessor und Kurator Kasper König die "Skulptur Projekte Münster" gemeinsam mit dem Kunsthistoriker und Kurator Klaus Bußmann ins Leben. Was anfangs Kritik und Protest erntete, ist zum kulturellen Highlight avanciert. Und auch 2017 ist Kasper König als Kurator mit dabei. Markus Brock spricht mit ihm über die aktuellen Trends und fragt nach, welche Funktion die Skulptur im digitalen Zeitalter hat.

Die Themen der teilnehmenden Künstler sind vielfältig und reichen von politischen und ästhetischen Fragen bis zur Identitätssuche in unserer globalisierten Gegenwart.

Der in Bremen geborene Künstler Aram Bartholl verbindet Skulptur und Internet so aufregend, dass er weltweit zu Ausstellungen eingeladen wird. Seine Teilnahme in Münster kennzeichnet das künstlerische Profil der "Skulptur Projekte 2017", die den Begriff Skulptur und öffentlicher Raum noch einmal weiter ausloten.

Neben klassischer Bildhauerei sind Installationen und Performances zu sehen. Ein Beispiel dafür ist die Langzeit-Performance der Rumänin Alexandra Piricis zum Thema "Nationales Gedächtnis" für den Friedenssaal im historischen Rathaus. Der Westfälische Frieden gilt als erster Friedensschluss, der ohne Waffengewalt, allein durch Kommunikation zustande kam.

Zum wiederholten Mal wird auch Thomas Schütte dabei sein. Seine knallrote "Kirschensäule", die er für die "Skulptur Projekte 1987" realisierte, gehört heute zum Stadtbild von Münster.

Friederike Kempter kennt die sympathische Studentenstadt Münster ziemlich gut, und die Münsteraner kennen die Schauspielerin: Seit 2002 ermittelt sie als Nadeshda Krusenstern im Münsteraner "Tatort" an der Seite von Axel Prahl und Jan Josef Liefers. Bei ihrem neuesten Fall war die Fernsehkommissarin in eine wilde Verfolgungsjagd im LWL-Museum für Kunst und Kultur verwickelt.

Montag, 19.06. / 02.20 Uhr / Panorama ~ Ohne Geld, ka Musi!
Film von Kurt Schmutzer
Moderation: Nina Horowitz
(Erstsendung: 05.06.2016)
ORF

Eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit: "Panorama" zeigt, wie Themen, die uns heute beschäftigen, einst im Fernsehen behandelt worden sind.

Diesmal geht es um Menschen, die ihr Geld damit verdienen, anderen mit Musik den Abend zu verschönern. Auch, wenn das mit dem Geld verdienen nicht immer so eine leichte Angelegenheit ist.

In einer Reportage aus dem Jahr 1971 geht es um ganz wichtige Herrschaften: Um Heurigenmusiker, die mit Schmäh und rührseligen Wienerliedern für die richtige Stimmung sorgen. Aber mit blendender Laune allein kann man als Berufsmusiker eben nicht seine Miete bezahlen. Daran denken manche Heurigenbesucher weniger als an ihr nächstes "Vierterl". Zum Glück gibt es ein paar ausgefuchste Tricks, um das Herz und die Brieftasche der Gäste zu öffnen.

Jahrzehntelang hat ein Wiener Zitherspieler die Heurigenbesucher in Sievering unterhalten. Dann wurde er mit einer einzigen Melodie weltberühmt. Anton Karas erzählt einem Filmteam von "Apropos Film" die drehbuchreife Geschichte, wie ihm nur durch Zufall der Hit für den Film "Der dritte Mann" gelungen ist.
Und Walter Pissecker führt in einer "Panorama"-Reportage zurück in die 1920er-Jahre. In eine Zeit, als die Musik der Roma und Sinti ein unverzichtbarer Teil des Wiener Nachtlebens war. Allein in der Wiener Praterstraße gab es damals 17 Kapellen, die in den Lokalen aufspielten. Ein gewisser Bela Bambo blickt in der Geschichte auf die für ihn goldenen Jahre der Zwischenkriegszeit zurück. Er war damals erster Geiger einer Kapelle. Dann ist er der Verfolgung durch die Nationalsozialisten nur knapp entgangen. Seine Geige hat ihn - durch gute und schlechte Zeiten - immer begleitet.

Montag, 19.06. / 02.45 Uhr / Roxette: Travelling the World - Roxette Live
Curitiba (Brasilien), Córdoba (Argentinien), Santiago de Chile, 2012
Regie: Mikael Sandberg
3sat

Das schwedische Pop-Duo "Roxette" hat mit Hits wie "The Look", "Listen to Your Heart" und "Joyride" den Sound der 1980er/1990er-Jahre geprägt. 2012 gehen sie auf ihre "Neverending"-Welttournee.

3sat zeigt Konzertaufzeichnungen von "Roxette" aus Curitiba, Brasilien, Cordoba, Argentinien, und aus Santiago de Chile aus dem Jahr 2012.

Ihren Erfolg verdanken Roxette einem Zufall: Ein amerikanischer Tourist kauft während eines Schwedenurlaubs das 1988er-Album "Look Sharp" mit dem Hit "The Look". Zurück in den USA gibt er das Album einer Radiostation. Innerhalb weniger Wochen wird das Lied zur Nummer eins der Billboard Charts, und das alles ohne Werbeaufwand.

Im Herbst 2002 kollabiert Sängerin Marie Fredriksson, und die Ärzte diagnostizieren einen Gehirntumor. Trotz schlimmster Befürchtungen gewinnt sie den Kampf gegen die Krankheit und steht 2005 für einen Liveauftritt mit Per Gessle auf der Bühne des Stockholmer Cafés Opera. "Roxette" sind wieder da, nehmen 2006 neue Songs für das Greatest-Hits-Album auf und sind 2009 Stargäste der "Night of the Proms"-Konzerte.
Im Februar 2011 gehen "Roxette" auf ihre "Neverending"-Welttournee, bereisen bis September 2012 46 Länder, spielen vor 1,5 Millionen Fans und veröffentlichen die Höhepunkte der Tournee im Dezember 2013 im Rahmen ihres ersten Livealbums.

Montag, 19.06. / 03.30 Uhr / Ringo Starr & Friends: At the Ryman
Ryman Auditorium, Nashville, USA, 2012
Regie: Brent Carpenter
3sat

Am 7. Juli 2012 feiert der Ex-Beatle Ringo Starr seinen Geburtstag mit einem Konzert und vielen musikalischen Freunden aus seiner langen Karriere im legendären Ryman Auditorium in Nashville.

Dabei sind der Toto-Gitarrist und Sänger Steve Lukather, der Saxophonist Mark Rivera aus der Billy Joel-Band, der Gitarrist Todd Rundgren, der Santana-Keyboarder Gregg Rolie, der Schlagzeuger Gregg Bissonette, Mr. Mister-Sänger Richard Page und andere.

Es ist sein 72. Geburtstag, und Ringo feiert in Nashvilles „Church of Country“ dem Ryman-Auditorium. Ende des 19. Jahrhunderts als Kirche mit 6000 Plätzen gebaut, ist das Rymans ein Ort für Konzerte und politische Veranstaltungen mitten in Nashville. Ab 1943 wird dort die legendäre Grand Ole Opry Radioshow bis 1974 produziert und in alle amerikanischen Haushalte gesendet. Mit dem angeschlossenen Museum zählt das Rymans zu den wichtigsten Touristen-Attraktionen Nashvilles, indem sich Ringo Starr sichtlich wohlfühlt.

Wie immer gut gelaunt, feiert der legendäre Schlagzeuger keine Oldie-Party, sondern präsentiert ein Set mit seinen großen Hits und Nummer-1-Songs seiner Gäste: die beste „All-Starr-Band“ aller Zeiten mit Songs wie „It Don't Come Easy“, dem Santana-Klassiker „Evil Ways“, dem Toto-Hit „Rosanna“, dem Mr.-Mister-Hit „Kyrie Eleison“ und den Beatles-Klassikern „Yellow Submarine“ und „With a Little Help from My Friends“.

Montag, 19.06. / 04.15 Uhr / Shania Twain: Still the One - Live in Las Vegas
Colosseum, Caesars Palace, Las Vegas, USA, 2014
Regie: Mark D Allen
3sat

Von Dezember 2012 bis Dezember 2014 präsentiert die kanadische Sängerin und Songwriterin Shania Twain ihre aufwendig inszenierte Show "Still the One" im Caesars Palace in Las Vegas.

Im Juli 2014 wird die Show aufgezeichnet. Sie bietet alles, was in Las Vegas erwartet wird: Kostümwechsel, Pferde, Motorräder, einen kompletten Saloon und viele bühnentechnische Überraschungen. Im Mittelpunkt steht die erfolgreichste Country-Künstlerin aller Zeiten.

1993 gibt sie mit dem Album "Shania Twain" ihr Debüt und verkauft 75 Millionen Platten. Ein Rekord in der Country-Musik. 2008 gibt Shania Twain die Scheidung von ihrem untreuen Ehemann bekannt. Für Shania beginnt eine Leidenszeit, denn nach erlebter Gewalt in der Kindheit, dem tragischen Unfalltod ihrer Eltern, dem Stress des Star-Rummels und der privaten Enttäuschung, verliert Shania den Halt und ihre Stimme.

Drei Jahre vergehen, bis sie am 8. Juni 2011 ankündigt mit ihrer Las Vegas-Show wieder auf die Bühne zurückzukehren: "Ich habe gelernt, zu mir zu stehen und damit meine Heilung in Gang gesetzt. Furcht und Angst liegen hinter mir, und das ist ein großer Wendepunkt für mich. Außerdem nehme ich jetzt viele Dampfbäder und befolge Bette Midlers Tipps, die einige gute Pflegeprodukte kennt." Regisseur Raj Kapoor übernimmt die Inszenierung und verspricht eine musikalische Reise durch Shanias Karriere mit viel Musik und visuellen Überraschungen für alle Sinne. Shania beweist: Sie ist "Still the One".

Auch ihr privates Glück kommt zurück. Im Januar 2011 heiratet Shania Twain den Schweizer Nestlé-Manager Frédéric Thiébaud, und im Juni des gleichen Jahres wird sie auf dem Hollywood Walk of Fame mit einem Stern geehrt.

Montag, 19.06. / 05.00 Uhr / Lynyrd Skynyrd: Pronounced Leh-nerd Skin-nerd – Live
Florida Theatre, Jacksonville, USA, 2015
Regie: Bruce Green
3sat

1973 erscheint das Debütalbum der US-amerikanischen Rockband Lynyrd Skynyrd: "Pronounced Leh-nerd Skin-nerd" und der Nachfolger "Second Helping" ein Jahr danach machen die Band berühmt.

42 Jahre später präsentieren die Südstaatenrocker die Hits der beiden legendären Alben live. "Es ist so, als ob die Beatles in Liverpool spielen", ruft Sänger Johnny Van Zant gut gelaunt dem begeisterten Publikum im Februar 2015 im Florida Theatre in Jacksonville zu.

Ihr Markenzeichen sind schnörkelloser Südstaaten-Rock und Texte über den Alltag des hart arbeitenden US-Bürgers, der seine Familie beschützt und umsorgt. 1964 an einer High School in Jacksonville gegründet, suchen Sänger Ronnie Van Zant und die Gitarristen Gary Rossington und Allen Collins einen passenden Bandnamen. Als ihr Sportlehrer Leonard Skinner die Jungs wegen der langen Haare zum Rektor schickt, nennen sie sich spontan Lynyrd Skynyrd. In den Simpsons hat sich Skinner bis heute verewigt: Der Rektor der Grundschule heißt Seymour Skinner. Der ungeliebte Sportlehrer war der Band bis zu seinem Tod im Jahre 2010 freundschaftlich verbunden und ließ sie sogar in seiner Bar auftreten, die er nach Beendigung seiner Schullaufbahn aufmachte. 1973 erscheint das Debütalbum der Band, die 1974 mit der Single "Sweet Home Alabama" die musikalische Antwort auf Neil Youngs gesellschaftskritischen Südstaatensong "Southern Man" liefert: "Ich hoffe, Neil Young vergisst nicht, dass ein Südstaatenmann seine Ratschläge nicht braucht", singen die stolzen Skynyrds, die mit dem Song weltweit Erfolge feiern.

Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere geschieht am 20. Oktober 1977 das Unglück: Lynyrd Skynyrd haben gerade ihr sechstes Album "Street Survivors" veröffentlicht, da stürzt das Charterflugzeug, mit dem die Band auf dem Weg von Greenville nach Baton Rouge ist, aufgrund menschlichen Versagens in ein Waldgebiet nur wenige hundert Meter von einem Flugplatz entfernt ab. Beim Absturz kommen Sänger Ronnie Van Zant, Gitarrist Steve Gaines, seine Schwester Cassie Gaines und der Bandmanager Dean Kilpatrick ums Leben. Die anderen Bandmitglieder überleben schwer verletzt, unter ihnen der Gitarrist Gary Rossington, der als letztes Gründungsmitglied bis heute Teil der Band ist.

1987, zum zehnten Jahrestag des Absturzes, formieren sich Lynyrd Skynyrd um Johnny Van Zant, den Bruder des verstorbenen Sängers Ronnie Van Zant, neu, bringen 1988 eine Live-Doppel-Album heraus und gelten bis heute als Bewahrer des Southern-Rock. Am 13. März 2006 werden Lynyrd Skynyrd in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen und sorgen im September 2012 für politischen Wirbel, als sie bekannt geben, die Flagge der Konföderierten Staaten von Amerika nicht mehr zu benutzen. Sie wollen nicht mit Rassisten in einen Topf geworfen werden, die diese Flagge vereinnahmt haben. Nach Fan-Protesten teilt Gitarrist Gary Rossington in einer Stellungnahme der Band mit, dass das Zeigen der Flagge den Einsatz für Bundesstaatsrechte symbolisiert und den Stolz der Bandmitglieder zeigt. "Heritage not Hate", Erbe nicht Hass, ist für Lynyrd Skynyrd nun die Message der umstrittenen Flagge.

Samstag, 24.06. / 19.30 Uhr / Bauerfeind assistiert ... Cro
Moderation: Katrin Bauerfeind
(Erstsendung: 18.10.2014)
3sat

Katrin Bauerfeind assistiert diesmal dem schwäbischen Sonnenschein-Rapper Cro an einem Tourtag. Sie spricht mit ihm über Anonymität, Erfolg und über die schwäbische Provinz.

Cro ist gefragt: Gleich zwei Auftritte in zwei Städten an einem Tag, vollgestopft mit Promo-Terminen und Soundchecks. Für seine Assistentin heißt das, Handtücher, Wasser, Setlist auf die Bühne zu bringen, bevor der Mann mit der Pandamaske auftritt.

Samstag, 24.06. / 20.15 Uhr / Tanglewood 2012 - Yo-Yo Ma und das Silk Road Ensemble
Mit Yo-Yo Ma (Künstlerischer Leiter, Cello), Jeffrey Beecher (Kontrabass), Nicholas Cords (Viola), Sandeep Das (Tabla), Jonathan Gandelsman (Violine), Joseph Gramley (Perkussion), Colin Jacobsen (Violine), Eric Jacobson (Cello), Kayhan Kalhor (Kamancheh), Dong-Won Kim (Jang-go, Gesang), Cristina Pato (Gaita), Shane Shanahan (Perkussion), Mark Suter (Perkussion), Kojiro Umezaki (Shakuhachi), Wu Man (Pipa) und Wu Tong (Sheng, Bawu, Gesang)
3sat

Gegründet von Cello-Star Yo-Yo Ma versammelt das Silk Road Ensemble Musiker und Komponisten aus mehr als 20 Ländern. 3sat zeigt ein Konzert vom renommierten Tanglewood Music Festival 2012.

Mit einer überwältigenden Vielfalt an Instrumenten verschmilzt das Ensemble die musikalischen Traditionen verschiedenster Kulturen und die unterschiedlichsten Stile zeitgenössischer Musik zu einem ganz neuen Musikereignis.

Samstag, 24.06. / 21.50 Uhr / Volkskulturfest "Obwald" ~ Urklänge vor idyllischer Kulisse
Moderation: Nina Mavis Brunner
(Erstsendung: 12.07.2015)
SRF

Auf einer malerischen Waldlichtung am Sarnersee begegnen sich beim Volkskulturfest "Obwald" traditioneller Wohlklang aus fernen Ländern und urwüchsige Schweizer Klänge.

Da teilen sich Flamenco-Tänzerinnen und Gitano-Musiker die Bühne mit Bödelern und Gäuerlern aus der Zentralschweiz. Archaisch dröhnende Tenores di Bitti aus Sardinien verschmelzen mit dem Choeur des Armail
lis de la Gruyère und ihrem traditionellen "Lioba".

Sonntag, 25.06. / 10.15 Uhr / Das sinnliche Buch
Film von Katja Duregger
(Erstsendung: 23.10.2016)
ARD/NDR

Das hochwertig gedruckte Buch ist ein Gesamtkunstwerk. Die Dokumentation unternimmt eine Reise durch das Universum der Buchkunst und der Buchgestaltung.

Das Faszinierende an einem Buch ist neben dem Inhalt auch die Form: die Farbe, die Illustration, die Typografie, die Bilder, das Papier. Die Gestaltung von Büchern, die liebevollen Details lassen das Buch zu einem sinnlichen Erlebnis werden.

Die Dokumentation zeigt die verschiedenen Aspekte der Gestaltung von Büchern. Bekannte Buchmacher wie die holländische Buchgestalterin Irma Boom, der Göttinger Verleger und Drucker Gerhard Steidl, der britische Cover Artist Jon Gray, der Pariser Verleger Gérard Berréby, der Hamburger Buch- und Mediengestalter Rainer Groothuis und der französische Zeichner, Autor und Illustrator Bernard Granger alias Blexbolex bieten einen Einblick in ihre Arbeit und zeigen, welchen zentralen Anteil die gestalterischen Details an unserer Liebe zum Buch haben.

Sonntag, 25.06. / 11.05 Uhr / Schiaparelli - Mode ist Kunst!
Film von Sabine Carbon und Irene Höfer
(Erstsendung: 27.09.2015)
ARD/NDR

Elsa Schiaparelli (1890 - 1973) war eine italienisch-französische Modeschöpferin, die die Modewelt revolutionierte. Der Film zeigt ihre Kreativität anhand von Archivmaterial und Collagen.

Mode war für Schiaparelli Kunst, sie gilt auch als die Surrealistin unter den Modeschöpfern. So arbeitete sie auf Augenhöhe zusammen mit Künstlern wie Salvador Dalí und Jean Cocteau. Coco Chanel war ihre Rivalin, Yves Saint Laurent bewunderte sie.

Sie setzte auf die Farbe "Shocking Pink", führte den Reißverschluss als Dekorationselement ein und schuf gemeinsam mit Dalí ein Skelettkleid. Vieles, was heute noch für Aufregung sorgt, hatte Elsa Schiaparelli bereits erfunden, so zum Beispiel einen Schuh als Hut oder ein Kotelett als Kopfbedeckung. Für Karl Lagerfeld gehört Elsa Schiaparelli genauso zur Geschichte der Mode "wie Chanel". Jean-Paul Gaultier hält sie für "genial mit ihrem ganz eigenen Chic".

Elsa Schiaparelli gilt als eine der führenden Couturièren der 1920er- und 1930er-Jahre. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte sie an ihre vorherigen Erfolge nicht mehr anknüpfen, 1954 schloss sie ihr Unternehmen. Doch sie blieb ein Mythos. 2014, nach 60 Jahren, wurde das Label wieder neu belebt - in denselben Räumen wie einst, an der Pariser Place Vendôme.

Der Film fächert Leben und Werk Elsa Schiaparellis auf und zeigt ihre Kreativität unter anderem auch anhand von Archivmaterial und Collagen, in denen sich der Kosmos der Mode-Pionierin auftut. Verwandte und Wegbegleiter wie ihre Enkelin Marisa Berenson, Jean-Paul Gaultier und Karl Lagerfeld schildern in persönlichen Worten, was Elsa Schiaparelli noch heute für sie bedeutet.

Sonntag, 25.06. / 11.35 Uhr / Jean Paul Gaultier ~ Couture für die Chorus Line
Film von Hilka Sinning
(Erstsendung: 02.10.2016)
ARD/RBB

Der Berliner Friedrichstadt-Palast zeigt aktuell die spektakuläre Show "THE ONE". 60 verschiedene Kostüme für 300 Tänzer hat Weltstar Jean Paul Gaultier für diese Revue entworfen.

Für den "Papst der Haute Couture" wird mit dem Berliner Spektakel ein Traum wahr: Seit seiner Kindheit wollte Gaultier schon ein Revuetheater ausstatten. Nun kann er seine Vorliebe für freche Erotik, seinen Hang zur großen Inszenierung und zur Extravaganz ausleben.

All das spiegelt sich in den Kostümen für die neue Show: Es gibt Reisen durch verschiedene Epochen, abenteuerliche Entwürfe, die an Zirkus erinnern, Berliner Graffiti und rotzige Punk-Ästhetik.

Natürlich dürfen Gaultiers berühmten Kegel-BHs nicht fehlen, gleichzeitig ist viel nackte Haut zu sehen - oder die Illusion davon. Ein Spiel mit Männlichkeit und Weiblichkeit und den schillernden Bereichen dazwischen. Über allen ästhetischen Ideen schwebt allerdings das Damoklesschwert der Revue-Wirklichkeit: Die Kostüme dürfen die Tänzer nicht am Tanzen hindern und müssen 200 Vorstellungen lang halten.

Die Filmemacherin Hilka Sinning begleitete den Designer während seiner Arbeit im Friedrichstadt-Palast. Der Film gewährt den Zuschauern einen neuen und intensiven Blick auf das Schaffen des Star-Designers. Zugleich erzählt er von den Näherinnen und Gewandmeisterinnen, den Tänzern und Choreografen, die sich mit den komplexen Entwürfen des Ausnahmekünstlers auseinandersetzen und dabei oft an ihre Grenzen gehen.

Der Film zeigt die künstlerischen und menschlichen Herausforderungen, Momente der Anspannung und der Freude. Je näher die Premiere rückt, desto größer werden der Zeitdruck und die Nervosität. Eine Hommage an Kreativität und Handwerk, Schönheit und Tradition, individuelle Meisterschaft und Team-Arbeit.

Sonntag, 25.06. / 12.25 Uhr / Druckfrisch ~ Neue Bücher mit Denis Scheck
(Erstsendung: 07.05.2017)
ARD/BR/MDR/WDR/NDR

Orientierung im Bücherdschungel verspricht Moderator Denis Scheck. Er besucht Schriftsteller, stellt Neuerscheinungen vor und spart dabei weder an Lob, noch an Kritik.

Seine bissigen und humorvollen Kommentare zu den Büchern der Spiegelbestenliste aus der Kölner Bücherhalle sind beliebt und gefürchtet zugleich. Im persönlichen Gespräch entlockt er Autoren aktueller Bestseller interessante Hintergründe zu ihren Werken.

Sonntag, 25.06. / 18.00 Uhr / 3satbuchzeit
Moderation: Gert Scobel
Erstausstrahlung
3sat

Sommer ist Ferien- und Lesezeit. Ob es um die passende Lektüre für die Reise geht oder das Buch, das einen mitnimmt auf eine Reise im Kopf: "3satbuchzeit" präsentiert Buchtipps für den Sommer.

Im Frankfurter Osthafen, zwischen Europäischer Zentralbank und Mainufer, diskutiert Gert Scobel mit Barbara Vinken (Universität München), Katrin Schumacher (MDR) und Sandra Kegel (FAZ) über Bücher und so manche existenzielle Frage des Lebens.

Ein Badeort in der Nähe von Nizza außerhalb der Saison. Ein Sturm wirbelt über den Ort hinweg und auch sonst gerät so manches außer Kontrolle: Menschen verschwinden, andere tauchen aus dem Nichts auf, ein Fußballer wird halbtot geschlagen. Menschen vom Rande der Gesellschaft erzählen ihre Geschichten, die am Ende alle irgendwie miteinander zu tun haben. "Die Summe aller Möglichkeiten" heißt der jüngste Roman des französischen Erfolgsautoren Olivier Adam.

Ein Schriftsteller wird zu einer Kreuzfahrt eingeladen: üppige Gage, Essen und Getränke frei, das alles für zwei Personen. Hin und wieder soll er dafür abends aus seinen Werken lesen, vom Schreiben berichten. Bodo Kirchhoff antwortet der Reederei höflich, macht es sich dabei nicht leicht, argumentiert gründlich. Bodo Kirchhoff: "Betreff: Einladung zu einer Kreuzfahrt".

Am 18. Juli vor genau 200 Jahren starb Jane Austen. Noch immer haben ihre Romane bei den Lesern Hochkonjunktur. Warum veralten diese Geschichten um den englischen Landadel, seine Wertvorstellungen und vor allem seine Heiratspolitik nicht? Und warum schlägt Fanny aus armem Elternhause die gesellschaftlich so lukrative Ehe mit William Crawford aus? Jane Austens Roman "Mansfield Park" erscheint in neuer, zeitgemäßer Übersetzung.

Der Pulitzer-Preisträger Richard Russo gehört zu den großen amerikanischen Autoren, die erzählerisch aus dem Vollen schöpfen können. Schauplatz seines jüngsten Romans: das kleine Provinzstädtchen North Bath. Es ist Memorial Day-Wochenende. Alle sind auf's Feiern eingestellt, doch da gerät das Leben einiger Bewohner plötzlich komplett aus den Fugen. "Ein Mann der Tat" ist Chief Raymer, der versucht, Ordnung in das Chaos zu bringen.

Sonntag, 25.06. / 20.15 Uhr / 3satfestival - Die Jubiläumsgala
3sat-Zelt Mainz, September 2016
Regie: Volker Weicker
3sat

Seit drei Jahrzehnten zeigt das 3satfestival die aktuellen Höhepunkte aus Kabarett und Comedy, Kleinkunst und Musik. Im Jubiläumsjahr wird gefeiert: mit einer 90-minütigen Show.

Statt Nostalgie und Retrospektive bleibt 3sat dem Motto von Andreas Rebers treu: „Kabarett ist wie Salat – es muss frisch bleiben!“ So präsentieren Tobias Mann und seine Gäste aktuelle Themen, exklusive Nummern, gemeinsame Auftritte und einige Überraschungen.

30 Jahre 3satfestival – das sind 30 Jahre große Kleinkunst. Was einst auf der IFA Berlin ins Leben gerufen wurde, bekam schon bald seinen festen Platz im eigens errichteten Zelt auf dem Mainzer Lerchenberg. Seitdem trifft sich hier jedes Jahr im Herbst das „Who is Who“ der deutschsprachigen Kleinkunstszene. Wortgewaltiges Kabarett hat beim 3satfestival ebenso seinen Platz wie feine Unterhaltung, Musik und allerlei Skurriles. Dieser Mischung will auch die Jubiläumsgala gerecht werden. Keine langen Würdigungen der Verdienste aus der Vergangenheit – lieber das Beste von heute! Und das sind:

Tobias Mann, Kabarettist, Musiker, Moderator. Sein Lebenslauf ist nicht nur eng verbunden mit 3sat, sondern auch mit der Kabarett-Hochburg Mainz. 2008 wurde ihm der Förderpreis zum Deutschen Kleinkunstpreis verliehen, nicht erst seitdem geht es für ihn steil bergauf. Seine Soloprogramme präsentiert er regelmäßig beim 3satfestival, im ZDF hat er eine eigene Satiresendung zusammen mit Christoph Sieber. Er führt nicht nur durch die Show, sondern darf sich gemeinsam mit den Kollegen auch musikalisch austoben.

Michael Krebs und Die Pommesgabeln des Teufels sind die musikalischen Begleiter der Show. Der studierte Jazzmusiker und Heavy-Metal-Fan Krebs ist seit Jahren erfolgreich mit Kabarett-Soloabenden unterwegs. Zusammen mit den „Pommesgabeln“, namentlich Boris the Beast und der Oheim des Todes, hatte er beim 3satfestival 2013 einen großen Auftritt. Nun treten sie wieder an, um zu beweisen, wie lustig Rock’n’Roll sein kann.

Wer Musikkabarett der Spitzenklasse sehen will, der kommt um Bodo Wartke nicht herum. Der Pianist, Entertainer und Wortakrobat zeigt sich leider nur selten im Fernsehen, zum Glück aber regelmäßig bei 3sat. In diesem Jahr wird er hier auch sein aktuelles Soloprogramm präsentieren, einen Vorgeschmack gibt es bereits bei der Jubiläumsgala.

Andreas Rebers ist der beste Beweis, dass eine gesunde Portion Wahnsinn auf der Bühne sehr hilfreich sein kann. Ob er eine neue Glaubensrichtung verkündet, sich dazu selbst am Akkordeon, Klavier oder Keyboard begleitet – er geht gedanklich am liebsten dahin, wo noch niemand vor ihm war. Wer ihm folgt, hat erst großen Spaß und am Ende mindestens einen klugen Gedanken mehr im Kopf.

Der Schweizer Martin O. ist ein echtes Stimmwunder. Mit Hilfe seiner „Loop Station“ mixt er verschiedenste Sounds zu eindrucksvollen Gesamtkompositionen. Kleinkunst auf höchstem Niveau, für die ihm 2012 der Deutschen Kleinkunstpreis verliehen wurde.

Die Ehrlich Brothers sind nicht nur Deutschlands angesagteste Magier, sondern auch frisch gebackene Weltrekordler: im Juni 2016 feiern sie vor knapp 40 000 Zuschauern in der Frankfurter Commerzbank-Arena die offiziell größte Zaubershow der Welt. Andreas und Chris Ehrlich sind Meister der großen Illusion, auch die verblüffenden kleinen Tricks beherrschen sie perfekt. Nebenbei sind sie auch noch sehr lustig und überaus sympathisch.

Als Hazel Brugger zur Welt kam, war das 3satfestival schon lange schulreif. Als das 3satfestival längst volljährig war, entdeckte die Schweizerin ihre Liebe zum Poetry Slam. Seit sie den Spickzettel beiseitegelegt hat, erobert sie die Kabarettbühnen in Rekordzeit. Ihr Humor ist überraschend, schräg und klug – ein perfekter Gast beim 3satfestival.

Sebastian Pufpaff gehört zu 3sat wie die Frage „Hä?“ zu seinem Nachnamen. Noch einmal sei es gesagt: Ja, er heißt wirklich so. Zum Glück muss er sich kaum noch vorstellen, denn er hat es längst in die Champions League der Kabarettisten geschafft. Bei 3sat lädt er regelmäßig zu „Pufpaffs Happy Hour“ ein, um die angesagtesten Acts aus Kabarett, Comedy und Poetry Slam zu präsentieren. Heute bleibt seine Küche ausnahmsweise kalt und er darf selbst mal Gast sein.

Nils Heinrich hat schon absurde Geschichten vorgetragen, als den großen Durchbruch des Poetry Slams noch niemand erahnt hat. Er ist erfolgreicher Kabarettist und Autor, und auch als junger Vater bemüht er sich redlich: nachzulesen in seinem jüngsten Buch „Sei froh, dass du nicht Joghurt heißt“. Was die wenigsten wussten: Heimlich ist Nils Heinrich auch Gangsterrapper. Ehrlich jetzt. Er wird es beweisen.

Montag, 26.06. / 02.05 Uhr / SWR3 New Pop Festival 2016 (1/9): Jess Glynne
(Erstsendung: 16.09.2016)
ARD/SWR

Das "SWR3 New Pop Festival" in Baden-Baden präsentiert jedes Jahr die angesagtesten Newcomer und die Stars von morgen. Diesmal mit dabei: die Britin Jess Glynne.

Glynne landete 2014 mit "Rather Be" ihren ersten großen Hit. Den Song nahm sie mit der Band Clean Bandit auf, die im selben Jahr bereits beim "SWR3 New Pop Festival" spielten. 2015 wurde "Rather Be" mit dem Grammy ausgezeichnet.

Die Sängerin mit der kräftigen, rauen Stimme kann aber auch weichere Töne anschlagen, was sie etwa mit der Pop-Ballade "Take Me Home" beweist.

Montag, 26.06. / 02.50 Uhr / SWR3 New Pop Festival 2016 (2/9): Jamie Lawson
ARD/SWR

Das "SWR3 New Pop Festival" in Baden-Baden präsentiert jedes Jahr die angesagtesten Newcomer und die Stars von morgen. Diesmal mit dabei: Jamie Lawson.

Mit seinem Song "Wasn't Expecting That" ist Lawson, einer der interessantesten britischen Singer-Songwriter-Entdeckungen der letzten Jahre, mittlerweile auch international bekannt geworden. Nicht zuletzt, weil ihn Ed Sheeran unter Vertrag genommen hat.

Der britische Musiker spielte bereits selbst auf dem "SWR3 New Pop Festival" - 2012, damals noch als Newcomer.

Montag, 26.06. / 03.35 Uhr / SWR3 New Pop Festival 2016 (3/9): Sigala
(Erstsendung: 30.09.2016)
ARD/SWR

Das "SWR3 New Pop Festival" in Baden-Baden präsentiert jedes Jahr die angesagtesten Newcomer und die Stars von morgen. Diesmal mit dabei: Sigala.

Der Sommerhit "Easy Love" machte den DJ auch außerhalb Englands bekannt. Mittlerweile steht der 23-Jährige beim traditionsreichen britischen Label Ministry Of Sound unter Vertrag. 2016 ist seine vierte Single "Give Me Your Love" erschienen.

Mit auf dem Track sind kein geringerer als Sänger John Newman und der Starproduzent Nile Rodgers.

Montag, 26.06. / 04.20 Uhr / SWR3 New Pop Festival 2016 (4/9): Matt Simons
(Erstsendung: 07.10.2016)
ARD/SWR

Das "SWR3 New Pop Festival" in Baden-Baden präsentiert jedes Jahr die angesagtesten Newcomer und die Stars von morgen. Diesmal mit dabei: Matt Simons.

Simons stammt aus New York, hat Jazz studiert, verehrt die Beatles und liebt die Melancholie. Er schreibt Lieder über Beziehungswirrwarr, über das Auffangen und Loslassen. Auf der Bühne spielt er entweder mit Band oder allein am Klavier.

Er singt berührend und kommentiert zwischendurch witzig-selbstironisch seinen Hang zur Ballade. In seiner Heimat Amerika ist er noch ein Unbekannter, aber mit Sicherheit nicht mehr lange.

Montag, 26.06. / 05.05 Uhr / SWR3 New Pop Festival 2016 (5/9): Julian Perretta
(Erstsendung: 14.10.2016)
ARD/SWR

Das SWR3 New Pop Festival in Baden-Baden präsentiert jedes Jahr die angesagtesten Newcomer und die Stars von morgen. Diesmal mit dabei: Julian Perretta.

Mit dem Song "Miracle" hat er seinen Durchbruch geschafft, und direkt ist er New-Pop-Act. Geboren wurde er in 1991 in London. 2010 nahm er sein Debütalbum "Stitch Me Up" auf. Perretta war schon mit Mark Ronson auf Europa-Tour und hat bei Beyoncé als Vorband gespielt.

2016 stand er auf der Bühne im Theater Baden-Baden und begeisterte seine Fans mit einem außergewöhnlichen Konzert.

Redaktionshinweis: Die weiteren Teile der neunteiligen Reihe "SWR3 New Pop Festival 2016" zeigt 3sat am Montag, 3. Juli, ab 2.20 Uhr.

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