kulturfreak

Programm-Tipps: Musik ~ Theater auf 3sat:

Regelmäßige Kultursendungen

Montags bis freitags (außer Feiertage), 19.20 Uhr: Kulturzeit
Samstags, 09.05 Uhr: Kulturplatz

Samstags, 19.30 Uhr: Kulturpalast ~ Fachmagazin für E- und U-Kultur

Samstag, 16.12. / 19.30 Uhr / Kulturrevolution auf Polnisch
Film über die kulturpolitische Situation im heutigen Polen
von Andrzej Klamt
Erstausstrahlung
3sat

Seit der Machtübernahme der PiS Partei 2015 in Polen scheint sich dort eine Kulturrevolution zu vollziehen. Die Regierung propagiert eine Abgrenzung zu dem multikulturellen Westen Europas.

Vor allem die westlich orientierte liberale polnische Kulturszene ist der PiS Regierung offensichtlich ein besonderer Dorn im Auge. Der Film beleuchtet die Frage, worin die neuen antideutschen und antieuropäischen Tendenzen der polnischen Politik gründen.

Versucht die polnische Regierung gezielt, durch Entlassungen von kritischen Künstlern oder Kulturmanagern wie dem Theatermacher Jan Klata oder der Chefin des polnischen Filminstituts Magdalena Sroka, eine lebendige und offene Kunst zu verhindern und eine neue national konservative Kultur im Lande durchzusetzen?

In diesem Kontext spielt auch die Haltung der katholischen Kirche in Polen eine bedeutende Rolle. Sie gilt seit Jahrhunderten als die moralische Instanz im Lande und hat bisher die PiS Machthaber unterstützt. Doch die neue Polarisierung der Gesellschaft und die auf Ausgrenzung von Fremden basierende Politik der Machthaber hat zu Kontroversen in der Kirche geführt, und erste kritische Stimmen werden laut. Bereitet die nationalistische Politik der Regierung Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Antiislamismus einen Boden?

Die Ablehnung jeglicher Annahme von Flüchtlingen in Polen durch die PiS Regierung wird in vielen Ländern Europas als Beleg für eine polnische Regierungspolitik gesehen, die Angst vor Terrorismus und fremden Kultureinflüssen schürt.

In Deutschland blickt man mit besonderer Sorge auf die neuen Töne aus Polen. So werden neue polnische Reparationsansprüche formuliert und die Medien mit dem Argument nationalisiert, sie seien von deutschem Kapital beherrscht.

Samstag, 16.12. / 20.15 Uhr / Kleine große Stimme
Fernsehfilm, Österreich/Deutschland 2015
ORF/BR/DEG
Fernsehfilm

Benedikt Thaler
Wainde Wane
Max Goldberg, Kapellmeister
David Rott
Siegfried Goldberg
Karl Merkatz
Elsa Brandl
Miriam Stein
Jerry Delgado
Tyron Ricketts
u. a.
Drehbuch: Rupert Henning, Eva Spreitzhofer, Michaela Ronzoni
Regie: Wolfgang Murnberger
Länge: 91 Minuten

Österreich, 1955: Das Leben bei den Großeltern auf dem Land ist hart für den zehnjährigen Benedikt. Niemand will das Kind mit der dunklen Hautfarbe haben.

Die Mutter lebt nicht mehr, sein amerikanischer Vater weiß nichts von ihm. Als Benedikt erfährt, dass die Wiener Sängerknaben auf Amerika Tournee gehen, reißt er aus, um in den weltberühmten Chor aufgenommen zu werden. In Amerika will er seinen Vater finden.

Alles was er von ihm hat ist ein Lied, das seine Mutter ihm vorgesungen hat. Die Schwierigkeiten scheinen unüberwindlich. Doch dann findet Benedikt Hilfe, wo er es am wenigsten erwartet hätte.

Sonntag, 17.12. (3. Advent): Zuglegenden   Ein 3sat Thementag

Montag, 18.12. / 19.30 Uhr / Kulturlandschaften (1/5): Allgäu
Wladimir Kaminer in der deutschen Provinz
(Erstsendung: 25.08.2016)
3sat

Der Schriftsteller Wladimir Kaminer geht für 3sat wieder auf Kulturreise in die Provinz. Im Allgäu zeigt sich der enge Bezug der Menschen zur Natur auch in ihrer Kunst.

Die Allgäuer interpretieren ihre Heimatverbundenheit ganz weltoffenen. Wladimir Kaminer trifft auf gesellschaftskritische Künstler, Popmusik mit exotischem Kehlkopfgesang und Kunstwerke, die das Alltägliche neu sichtbar machen.

Der Bildhauer und Sportkletterer Christoph Finkel findet das Rohmaterial für seine spektakulären Holzschalen vor seiner Haustür in Bad Hindelang. Er kennt die Geschichte jedes Stückes Holz, das er verarbeitet. Die Alternative Popband um Frontmann "Rainer von Vielen" aus Kempten besinnt sich auf die Natur der Stimme. Auf einem Berggasthof musizieren sie zusammen mit Wladimir Kaminer.

Um die Kunstwerke des "Porta Alpinae" Projektes von Guenter Rauch weht ein Hauch von Tibet. Er schafft besondere Orte der Besinnung. Und schließlich versucht sich Wladimir Kaminer zusammen mit der Wollkünstlerin Corelia von Redwitz an der Kunst des Spinnens.

Abseits der Metropolen geht der russischstämmige Schriftsteller der Frage nach, wie Kunst entsteht und wie aus Kultur Heimat wird. Auf typisch lakonische Weise reflektiert er seine Begegnungen und das Thema Heimat in Briefen an seine Frau Olga. Er beschreibt dabei seine Erwartungen und neuen Erkenntnisse über die deutsche Provinz und ihre Künstler.
Redaktionshinweis: Die weiteren vier Folgen der Reihe "Kulturlandschaften" mit Wladimir Kaminer zeigt 3sat an den kommenden Werktagen jeweils um 19.30 Uhr.

Montag, 18.12. / 02.10 Uhr / Das Beste vom 36. Lahnsteiner Bluesfestival
Konzertaufzeichnung
(Erstsendung: 09.10.2016)
ARD/SWR

Das "dienstälteste", regelmäßig stattfindende Bluesfestival Deutschlands lockt wieder Fans aus der gesamten Republik in die Stadthalle nach Lahnstein: das "Lahnsteiner Bluesfestival".

Die nunmehr 36. Auflage gestaltet unter anderem der international angesehene deutsche Blues  und Rockgitarrist Henrik Freischlader mit seiner Band. Freischlader war vor Jahren schon einmal Special Guest in Lahnstein, beim Rory Gallagher Memorial Project.

Diesmal gönnt der Gitarrenvirtuose, der schon mit Joe Bonnamassa, B.B. King und Peter Green auf einer Bühne stand, ein ganzes Konzert mit seiner Auffassung vom Blues.

Ein anderer bekannter Name ist Max Mutzke, dem nach seinem Auftritt bei Eurovision Song Contest wohl kaum einer jemals ein Blues Festival zugetraut hätte. Aber Mutzke hat sich in den vergangenen Jahren etabliert   selten genug für einen Casting Star. Max Mutzke, der inzwischen seine Soulblues Stimme allen nationalen Größen von Peter Maffay bis Klaus Doldinger, auch ein alter "Lahnstein Veteran", leiht, tritt mit dem holländischen Trio Monopunk auf.

Aus Frankreich stammt die Soul  und Funkband Malted Milk, die sich vielversprechend nach einem Song der Blueslegende Robert Johnson benannt hat, und für den jugendlichen Touch klettert der erst 21 jährige Luca Sestak aus dem niedersächsischen Celle auf die Bühne. Schon mit 16 war Sestak die internationale Hoffnung am Boogie Woogie Piano, ein Entertainer mit Look und Musikalität, der in Zukunft das Klavier bei jungen Leuten durchaus aus seinem Schattendasein befreien könnte.

Montag, 18.12. / 03.40 Uhr / SWR 1 Kopfhörer live: Ray Wilson
SWR Baden Baden, März 2017
Erstausstrahlung
ARD/SWR/3sat

Das englische "Classic Rock Magazin" zeichnet Ray Wilson als einen der besten Sänger Großbritanniens aus. Am 22. März 2017 gab Wilson ein Konzert im SWR Fernsehstudio in Baden Baden.

Von 1996 bis 1999 war er Sänger und Songwriter der legendären Popgruppe Genesis. Nach der Trennung von dieser "Rock Legende" kehrte Wilson zu seinen Wurzeln zurück. Im Jahr 2001 startete er seine Solokarriere beim weltberühmten "Edinburgh International Festival".

Er gründete bereits Anfang der 1990er Jahre mit seinem Bruder Steve seine erste professionelle Band Guaranteed Pure. 1994 stieg Wilson als Sänger bei der schottischen Band Stiltskin ein. Schon mit der Debüt Single "Inside" kam die Band auf Platz Eins der Hitparaden in fast allen Ländern Europas. Bis heute hält "Inside" unangefochten die Führungsposition als erfolgreichster Werbe Hit ("Levi's"). Durch den unglaublichen Erfolg von Stiltskin wurden die Musiker von Genesis auf Ray Wilson aufmerksam und engagierten ihn nach dem Ausstieg von Phil Collins.

Ray Wilson gilt als sympathischer Ausnahmesänger und hat sich mit seiner charismatischen Bühnenpräsenz weltweit einen Namen als exzellenter Entertainer gemacht.

Dienstag, 19.12. / 19.30 Uhr / Kulturlandschaften (2/5): Lausitz
Wladimir Kaminer in der deutschen Provinz
(Erstsendung: 23.08.2016)
3sat

Der Schriftsteller Wladimir Kaminer geht für 3sat wieder auf Kulturreise in die Provinz. In der Lausitz sprießt die Kultur zwischen Spreewald und den Mondlandschaften des Tagebaus.

Wladimir Kaminer trifft auf eine freche und dennoch traditionsbewusste Modeschöpferin, auf ein DDR Künstler Urgestein, der in Cottbus neben einem Generalmusikdirektor aus den USA wirkt, und in Hoyerswerda auf einen Choreografen, der seine Stadt zum Tanzen bringt.

Die junge Modedesignerin Sarah Gwiszcz pflegt die sorbische Tradition, und dennoch schaffen es ihre modernen Kreationen wie selbstverständlich auf die Laufstege zeitgenössischer Modeschauen.

Choreograf und Dokumentarfilmer Dirk Lienig bringt die Bürger Hoyerswerdas zum Tanzen. Er öffnet ihren Einwohnern dadurch neue Perspektiven auf ihre Stadt und ihre Gemeinschaft. Zu DDR Zeiten war der Maler und Bildhauer Hans Scheuerecker ein Enfant terrible. Heute lebt er zurückgezogen in Cottbus. Wladimir Kaminer öffnet er aber die Tür und zeigt ihm seine neuesten Gemälde.

Der US amerikanische Generalmusikdirektor Evan Christ beschreibt, wie er in der Lausitz eine neue Heimat gefunden hat. In der Probe zu Verdis "Don Carlos" lässt er Wladimir Kaminer sogar für ein paar Takte ans Pult.

Abseits der Metropolen geht der russischstämmige Schriftsteller der Frage nach, wie Kunst entsteht und wie aus Kultur Heimat wird. Auf typisch lakonische Weise reflektiert er seine Begegnungen und das Thema Heimat in Briefen an seine Frau Olga. Er beschreibt dabei seine Erwartungen und neuen Erkenntnisse über die deutsche Provinz und ihre Künstler.

Mittwoch, 20.12. / 19.30 Uhr / Kulturlandschaften (3/5): Offenbach am Main
Wladimir Kaminer in der deutschen Provinz
(Erstsendung: 24.08.2016)
3sat

Schriftsteller Wladimir Kaminer geht für 3sat wieder auf Kulturreise in die Provinz. In Offenbach am Main ist Kultur bei allen Traditionen immer auch eine Frage der Herkunft der Künstler.

Kaminer trifft ein türkischstämmiges Künstlerduo und lässt sich von einem Maler in die Geheimnisse der Alchemie einführen. Er erhält Einblick in die Gedanken und Wortwelten eines cleveren Gangster Rappers und taucht mit Amateurfilmern ein in die Lokalgeschichte.

Offenbach entwickelt sich mit einer multinationalen Bevölkerung im Windschatten Frankfurts. Anny und Sibel Öztürk gehen mit ihrer Kunst auf die Suche nach überraschenden kulturellen und sozialen Beziehungen. Der junge Rapper Soufian wirft einen Blick auf die sozialen Brennpunkte seiner Stadt und stellt sich der Text Exegese durch Wladimir Kaminer. Ein Amateurfilmclub präsentiert Super 8 Schätze aus seiner langjährigen Geschichte und diskutiert über die strukturellen Veränderungen der Stadt, die schon immer durch Zuwanderung geprägt war. Und Maler Ruben Talberg nutzt geheimnisvolle Rituale für die Anordnung der Elemente in seinen Gemälden.

Abseits der Metropolen geht Wladimir Kaminer der Frage nach, wie Kunst entsteht und wie aus Kultur Heimat wird. Auf typisch lakonische Weise reflektiert er seine Begegnungen und das Thema Heimat in Briefen an seine Frau Olga. Er beschreibt dabei seine Erwartungen und neuen Erkenntnisse über die deutsche Provinz und ihre Künstler.

Donnerstag, 21.12. / 19.30 Uhr / Kulturlandschaften (4/5): Nordfriesland
Wladimir Kaminer in der deutschen Provinz
(Erstsendung: 25.08.2016)
3sat

Der Schriftsteller Wladimir Kaminer geht für 3sat wieder auf Kulturreise in die Provinz. In Nordfriesland sind die rauen Naturelemente Herausforderung und Motiv für die ansässigen Künstler.

Hier trifft Wladimir Kaminer einen Bildhauer, der Schweres leicht aussehen lässt, und eine Punkband mit Doppelleben und Heimatbewusstsein. Eine malende Surf Weltmeisterin schickt einen Presenter aufs Wasser, und ein Dichter findet im Watt den Ursprung des Lebens.

Der Bildhauer Fabian Vogler schafft Bronzeskulpturen aus Luftballons und erklärt Wladimir Kaminer auf dem Weg zu den Halligen, was man vom Wattenmeer über Strukturen und Oberflächen lernen kann. Die Husumer Band Turbostaat führt zu den Orten ihrer musikalischen Anfänge und gibt Einblicke in das Leben von gestandenen Punkrockern. Die Sylterin Sonni Hönscheid, Malerin und Weltmeisterin im Stand Up Paddling, gibt Kaminer eine Lehrstunde auf dem Wasser. In der Abgeschiedenheit der Halbinsel Eiderstedt erzählen der Schriftsteller Uwe Herms und der Grafiker Manuel Knortz, warum sie ausgerechnet dem Wattwurm ein philosophisches und künstlerisches Denkmal in Buchform setzten.

Abseits der Metropolen geht Wladimir Kaminer auch in Nordfriesland der Frage nach, wie Kunst entsteht und wie aus Kultur Heimat wird. Auf typisch lakonische Weise reflektiert er seine Begegnungen und das Thema Heimat in Briefen an seine Frau Olga. Er beschreibt dabei seine Erwartungen und neuen Erkenntnisse über die deutsche Provinz und ihre Künstler.

Freitag, 22.12. / 19.30 Uhr / Kulturlandschaften (5/5): Thüringen
Wladimir Kaminer in der deutschen Provinz
(Erstsendung: 26.08.2016)
3sat

Der Schriftsteller Wladimir Kaminer geht für 3sat wieder auf Kulturreise in die Provinz. In Thüringen findet sich auch jenseits der klassischen Hochkultur eine lebendige Künstlerszene.

Wladimir Kaminer trifft in Jena einen international gefragten Lichtkünstler. Er lernt, wie man mit mittelalterlichen Instrumenten erfolgreich Heavy Metal spielt. Auf der Wartburg spürt er dem Geist Martin Luthers nach und taucht in Weimar in die Welt jüdischer Musik ein.

Die Musiker der Gruppe "In Extremo" spielen Heavy Metal, aber mit zum Teil selbstgebauten mittelalterlichen Instrumenten. Warum sie gerade mit dieser Kombination erfolgreich sind, erklärt Sänger Michael Rhein, auch unter dem Künstlernamen "das letzte Einhorn" bekannt, im Umfeld eines Konzertes im ausverkauften F Haus in Jena.

Robert Seidel hat als Lichtkünstler schon international gearbeitet. In Korea etwa hat er ganze Gebäude in besonderes Licht getaucht. Wladimir Kaminer trifft den studierten Biologen im zoologischen Museum in Jena.

Der Eisenacher Künstler Volker Hedwig hat es sich zur Aufgabe gemacht, Martin Luthers Spuren auf der Wartburg als übermalte Frottagen sichtbar zu machen. Das Ergebnis lässt sich Wladimir Kaminer nicht entgehen. Und schließlich trifft er in Weimar den frisch gekürten Träger des Weimar Preises Alan Bern, der mit seiner "Other Music Academy" und dem "Yiddish Summer" das Kulturleben Weimars in den letzten Jahren bereichert hat.

Abseits der Metropolen geht Wladimir Kaminer auch in Thüringen der Frage nach, wie Kunst entsteht und wie aus Kultur Heimat wird. Auf typisch lakonische Weise reflektiert er seine Begegnungen und das Thema Heimat in Briefen an seine Frau Olga. Er beschreibt dabei seine Erwartungen und neuen Erkenntnisse über die deutsche Provinz und ihre Künstler.

Freitag, 22.12. / 00.40 Uhr / Buena Vista Social Club
Dokumentarfilm von Wim Wenders,
Deutschland/USA/Kuba/Frankreich 1999
Länge: 102 Minuten
3sat

In ihrer Heimat genießen die Musiker des Projekts "Buena Vista Social Club" Kultstatus. Mit seinem einzigartigen Musikfilm setzte Regisseur Wim Wenders ihnen ein filmisches Denkmal.

Ihre Musik steht für das pulsierende Leben Kubas, für die Sehnsüchte und Wünsche der Menschen dort. Mit ihren Songs rührten und begeisterten sie ganze Generationen weit über die Grenzen Kubas hinaus.

Alles begann 1996, als der bekannte Musiker und Komponist Ry Cooder nach Havanna reiste, um dort mit kubanischen Musikern eine Platte aufzunehmen. Er suchte und fand für sein Projekt "Buena Vista Social Club" einige der legendären Soneros der 1930er , 1940er  und 1950er Jahre. Unter ihnen Idole wie Compay Segundo oder Rubén González. Von der weltweiten Euphorie, die nach der Veröffentlichung des Albums ausbrach, ließ sich auch Filmemacher Wim Wenders anstecken.

Er begleitete seinen langjährigen Freund Ry Cooder mit einem kleinen Filmteam zu Aufnahme Sessions nach Havanna und tauchte ein in die Welt der kubanischen Son Musik. Über mehrere Monate hinweg beobachtete er die Musiker mit der Kamera in ihren Häusern auf Kuba, mit ihren Freunden und Familien und während der einzigen Konzerte, die der "Buena Vista Social Club" in seiner Gesamtformation jemals gegeben hat: im April 1998 in Amsterdam und im Juli 1998 in New York.

Ihr Titelsong "Buena Vista Social Club" avancierte nach der Kinopremiere des Films im Jahr 1999 zum Überraschungshit internationaler Charts, das gleichnamige Album wurde mit dem Grammy ausgezeichnet. Wim Wenders Musik  und Dokumentarfilm erhielt unter vielen anderen Auszeichnungen den Europäischen Filmpreis, den Deutschen Filmpreis in Gold, die Goldene Kamera und den Großen Filmpreis von Brasilien.

Weitere vielbeachtete Dokumentarfilme von Wim Wenders sind "Pina" (2011) und "Das Salz der Erde" (2014) über den Fotografen Juliano Ribeiro Salgado.

Samstag. 23.12. / 19.30 Uhr / Ken Follett: Das Fundament der Ewigkeit
Film von Frank Vorpahl
Erstausstrahlung
3sat

Mit seinem neuen 1000 Seiten Wälzer "Das Fundament der Ewigkeit" kehrt Ken Follett zurück in die Vergangenheit, an die Schauplätze von "Die Säulen der Erde" und "Die Tore der Welt".

Damit beschließt er die "Kingsbridge" Triologie. Die Stadt findet sich nun in der Ära Elizabeth I. wieder. Mitte des 16. Jahrhunderts wacht die Kathedrale noch immer über die Stadt, doch ist sie im Widerstreit zwischen Katholiken und Protestanten gespalten.

Der Glaubensstreit wütet nicht nur unter den Mächtigen in Europa, er zerstört auch Familienbande und trennt Liebende voneinander. In diesen turbulenten Zeiten des allgemeinen Misstrauens entstehen die ersten europäischen Geheimdienste. Und so ist Ken Follett auch dem ersten James Bond der Tudor Ära und seinen Gegenspielern auf der Spur   mit Hochspannung. Und historisch so exakt wie möglich.

Samstag. 23.12. / 19.45 Uhr / Literaturentdeckung Amy Liptrot: "Nachtlichter"
Film von Gerald Giesecke
Erstausstrahlung
3sat

"Nachtlichter" ist ein autobiografisches Buch, in dem sich das Drama des Alkoholismus mit intensiver Naturbeschreibung und der Wiederentdeckung einer einst verhassten Heimat verbindet.

Es ist eine Geschichte von Flucht und Wiederkehr, von Absturz und Heilung. In Großbritannien wurde die Autorin Amy Liptrot damit zur Literaturentdeckung – sie, die Protagonistin ihres Werks.

Dabei beschreibt sie nur, wie sie einst aus der verhassten Enge der Provinz und schwierigen Familienverhältnissen ausbrach, nur um dann in der Metropole London abzustürzen und erst auf den heimischen Orkney Inseln wieder zu sich selbst zu finden. Doch wie sie das tut, hat die Literaturwelt überwältigt.

Viele meinen etwas über die Alkoholsucht zu wissen – aber wie Amy Liptrot ihre Zustände und Abgründe, auch ihr "Trockenwerden" beziehungsweise "Trockenbleiben" beschreibt, das fesselt. Dazu die melancholischen, detailreichen Schilderungen dieses "Felsens", der ebenso verhassten wie für sie als Ex Trinkerin überlebensnotwendigen Orkney Inseln, ihrer Natur, Menschen, Geschichten. Trotz aller ihrer persönlichen Widrigkeiten und Härten: Man will da hin.

Die 38 jährige Autorin ist beim Schreiben zuallererst hart mit sich selbst. Mal packend, mal berührend, schildert sie zwei Jahre ihrer mittlerweile sechs Jahre währenden Alkohol Abstinenz, in einem Mix aus Tagebuch und Blog. Vor der Einsamkeit der Orkneys ist sie vor gut 15 Jahren geflüchtet. Nach zehn Jahren in London, in denen sie es nicht schaffte, sich unter den Großstadt Hipstern zu behaupten, und letztendlich in der Gosse und Entzugskliniken landete, rettete sie sich zurück auf die winzige Orkney Insel Papay. Und entdeckte die Einsamkeit für sich. Eine ihrer Ersatzdrogen: das eisige Wasser des Atlantiks mit einer Wassertemperatur von 13 Grad   im Sommer.

Samstag. 23.12. / 20.15 Uhr / Roméo et Juliette (Wiener Staatsoper, 2017)
Oper von Charles Gounod
ORF/3sat

Juliette, Tochter Capulets: Aida Garifullina
Roméo: Juan Diego Flórez
Mercutio: Gabriel Bermúdez
Frère Laurent: Dan Paul Dumitrescu
Stéphano: Rachel Frenkel
Gertrude: Rosie Aldridge
u. a.

Musikalische Leitung: Plácido Domingo
Inszenierung: Jürgen Flimm
Regie: Renato Zanella
Erstausstrahlung

3sat zeigt eine Aufzeichnung von Charles Gounods Vertonung des Shakespeare Klassikers aus der Wiener Staatsoper in der Inszenierung von Jürgen Flimm mit prominenter Besetzung.

Unter der musikalischen Leitung von Plácido Domingo ist die russische Sopranistin Aida Garifullina in ihrem Rollendebüt als Juliette zu sehen, den Roméo gibt der peruanisch österreichische Tenor Juan Diego Flórez.

Roméo, ein Mitglied der mit den Capulets verfeindeten Familie der Montagues, besucht in heimlicher Verkleidung ein Fest der Capulets. Dort begegnet er Juliette, der Tochter des Hauses, und verliebt sich in sie. Im Garten, unter Juliettes Balkon, gesteht er ihr seine Liebe, die von ihr erwidert wird. Sie beschließen, zu heiraten.

Pater Laurent vollzieht die heimliche Trauung, weil er sich dadurch eine Aussöhnung der beiden Familien erhofft. Doch kurz danach kommt es auf den Straßen Veronas abermals zum Streit. Juliettes Cousin Tybalt fordert Roméo zum Kampf, auf den dieser zunächst nicht eingeht. Doch als Tybalt Roméos Freund Mercutio tödlich verletzt, greift auch Roméo zur Waffe und ersticht Tybalt. Vom Fürsten von Verona wird er daraufhin verbannt. Noch einmal sucht Roméo heimlich Juliette auf, um von ihr Abschied zu nehmen. In Anwesenheit von Pater Laurent verkündet Capulet am nächsten Morgen seiner Tochter, dass sie Paris heiraten müsse. Doch Pater Laurent gibt ihr einen Schlaftrunk, der sie in einen scheintoten Zustand versetzt.

Während der Hochzeitsfeierlichkeiten bricht Juliette zusammen und wird in der Familiengruft beigesetzt. Die Nachricht, dass es sich nur um einen Scheintod handelt, erreicht Roméo allerdings nicht. Er glaubt Juliette tot, dringt in die Gruft der Capulets ein und nimmt Gift. Da erwacht Juliette, den sterbenden Roméo an ihrer Seite. Als sie begreift, was vorgefallen ist, ersticht sie sich.

Samstag. 23.12. / 23.05 Uhr / Vecchi pazzi   Alte Narren
Spielfilm, Schweiz 2014
SRF

Vivi Ferrari: Andrea Jonasson
Aldo Petacchi: Luigi Diberti
Alexa: Lucia Mascino
Silvio: Leonardo Nigro
Dolores: Inge Maux
Ciccio: Augusto Zucchi
u. a.
Regie: Sabine Boss
Länge: 84 Minuten

Nach einem Zusammenbruch landet die bekannte Sängerin Vivi Ferrari in einem Seniorenheim. Dort will sie aber nicht nur herumsitzen. Und dann kommt auch noch Liebe ins Spiel.

Sie bändelt mit dem brummigen Aldo an, der ein leerstehendes Tanzlokal besitzt. In Sabine Boss' vergnüglicher Komödie "Vecchi pazzi   Alte Narren" spielen Andrea Jonasson, Luigi Diberti, Lucia Mascino und Leonardo Nigro.

In einem Mailänder Theater gibt die Sängerin Vivi Ferrari einen ihrer großen Soloauftritte. Sie ahnt nicht, dass es ihr vorläufig letzter sein wird. Ihr alter Freund und Manager Ciccio hat mit seinem Theater neue Pläne   ohne sie. Doch nicht nur er macht Vivi einen Strich durch die Rechnung: Auch ihre Gesundheit macht ihr zu schaffen, denn Vivi leidet schon seit Jahren an Multipler Sklerose. Auf Drängen ihrer Tochter Alexa zieht sie in eine Seniorenresidenz in Locarno. Dort schlägt man ihr vor, dem Chor beizutreten. "Ich bin Solistin", empört sich Vivi.

Da lernt sie den kauzigen Rentner Aldo Petacchi kennen. Aldos Neffe Silvio drängt darauf, dessen in die Jahre gekommenes Tanzlokal an die Stadt zu verkaufen, die den Bau eines Stadions plant. Da hat Vivi eine gewagte Idee: Wenn Aldo und sie heiraten würden, würde sie seine Haupterbin und könnte den Saal vor dem Abriss bewahren. Sie hätte im Gegenzug einen Ort, um aufzutreten. Doch ganz so einfach ist ihr Vorhaben nicht, denn was als reine Geschäftsbeziehung gedacht war, entwickelt sich auf einmal zum emotionalen Chaos.

Sonntag, 24.12. (Heiligabend) / 09.15 Uhr / Weihnachtssingen in der Klosterkirche Rohr
Film von Elisabeth Malzer
(Erstsendung: 24.12.2014)
ARD/BR

So kann man Weihnachten nur in Bayern erleben: Die Klosterkirche Rohr in Niederbayern ist ein barockes Wunderwerk, geschaffen von dem damals erst 24 jährigen Künstler Egid Quirin Asam.

Sein frei im Raum stehender, plastisch gestalteter Hochaltar war für damalige Zeit revolutionär   und ist bis heute eine kunsthistorische Besonderheit. Etwas Besonderes ist auch das Weihnachtssingen, das namhafte Sänger und Musikanten aus Niederbayern dort gestalten.

Unter der Leitung von Otto Dufter, ein Vertreter der Trachtenbewegung in Bayern, werden traditionelle Lieder und Weisen mit einer feinen "klassischen Note" versehen und in einem ebenso stimmungsvollen wie festlichen Rahmen präsentiert.

Der Schriftsteller Gerd Holzheimer hat dazu Texte geschrieben, die keiner weihnachtlichen Sentimentalität verfallen, sondern aus einem ungewöhnlichen, aber lebensnahen Blickwinkel nach dem heutigen Sinn des Heiligen Abends fragen. Damit spricht er auch nichtreligiöse Menschen.

Sonntag, 24.12. (Heiligabend) / 09.55 Uhr / Weihnachten in aller Welt
aus der Pfarrkirche Hilpoltstein
Film von Christoph Engel
(Erstsendung: 18.12.2016)
ARD/BR

Die Weihnachtssendung aus der Stadtpfarrkirche in Hilpoltstein, gestaltet vom Chor des Bayerischen Rundfunks und dem Münchner Rundfunkorchester, bietet ein festliches Musikprogramm.

Dargeboten werden Weihnachtslieder und  melodien aus aller Welt: Es beginnt mit dem berühmten "Jauchzet, frohlocket" aus Bachs Weihnachtsoratorium, gefolgt von dem beliebten Weihnachtslied "O du fröhliche", dessen Melodie ursprünglich aus Italien kommt.

Von dort führt es in weitere europäische Nachbarländer, denen Weihnachtsklassiker wie "Cantique de Noël" von Adolphe Adam oder das schwedische "Jul, Jul, strålande Jul" von Gustav Nordqvist zu verdanken sind

Sonntag, 24.12. (Heiligabend) / 20.15 Uhr / Der Nussknacker
Ballett in zwei Akten nach Marius Petipa und Lew Iwanow
Wiener Staatsoper, 2012
Choreografie: Rudolf Nurejew
Musik: Peter Iljitsch Tschaikowski
Orchester: Wiener Staatsoper
Musikalische Leitung: Paul Connely
Inszenierung: Manuel Legris
Bildregie: Michael Beyer
ORF

"Der Nussknacker" ist eines der meistgespielten Werke der Ballettliteratur und hat 2012 in der Fassung von Rudolf Nurejew Einzug in den Spielplan der Wiener Staatsoper gehalten.

Nurejews "Nussknacker" basiert auf dem fantastischen Märchen von E. T. A. Hoffmann. Die Musik Tschaikowskis nutzte er für eine anspruchsvolle Abfolge komplizierter Schritte und Kombinationen, wie sie in kaum einer anderen Choreografie zu finden sind.

1985 brachte Nurejew seine Choreografie mit dem von ihm geleiteten Ballett der Pariser Oper heraus. Der damals am Beginn seiner Tänzerkarriere stehende Manuel Legris wirkte als Solist mit.

Als Wiener Ballettdirektor legte Legris von Anfang an großen Wert auf die Pflege des Nurejew'schen Erbes, dessen Grundstein Nurejew selbst in den 1960er Jahren mit seiner "Schwanensee" Inszenierung gelegt hat.

Sonntag, 24.12. (Heiligabend) / 23.25 Uhr / Christmas in Vienna 2016
Großer Saal des Wiener Konzerthauses
ORF

Mit Vesselina Kasarova (Mezzosopran), Angela Denoke (Sopran), Günter Haumer (Bariton) und Noah Stewart (Tenor)
Chor: Wiener Singakademie, Wiener Sängerknaben
Orchester: ORF Radio Symphonieorchester, Wien

Musikalische Leitung: Erwin Ortner
Bildregie: Felix Breisach
(Erstsendung: 23.12.2016)

Das traditionelle Adventkonzert "Christmas in Vienna" im Wiener Konzerthaus versammelte auch 2016 ein Quartett von nationalen und internationalen Sängergrößen.

Die aus Bulgarien stammende Mezzosopranistin Vesselina Kasarova, die deutsche Sopranistin Angela Denoke, der österreichische Bariton Günter Haumer sowie der amerikanische Tenor Noah Stewart sangen Weihnachtslieder aus aller Welt.

Das musikalische Programm erstreckte sich dabei vom klassischen Repertoire über traditionelle Weihnachtslieder aus aller Welt bis hin zu populären Weihnachtstiteln. Neben der Wiener Singakademie waren auch die Wiener Sängerknaben wieder mit dabei. Begleitet wurden sie vom ORF Radio Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Erwin Ortner.

Montag, 25.12. (1. Weihnachtsfeiertag) / 09.55 Uhr / Hänsel und Gretel
Oper von Engelbert Humperdinck
Wiener Staatsoper, 2015
ORF

Hänsel: Daniela Sindram
Gretel: Ileana Tonca
Peter: Adrian Eröd
Gertrud: Janina Baechle
Knusperhexe: Michaela Schuster
Sandmännchen/Taumännchen: Annika Gerhards
u. a.

Mit Studierenden der Ballettakademie der Wiener Staatsoper
Chor: Kinder der Opernschule, der Wiener Staatsoper
Orchester: Wiener Staatsoper, Bühnenorchester der, Wiener Staatsoper
Musikalische Leitung: Christian Thielemann
Inszenierung: Adrian Noble
Bildregie: Agnes Méth

"Hänsel und Gretel" von Engelbert Humperdinck gehört zu den beliebtesten musikalischen Märchen und hat schon Generationen von Kindern und Jugendlichen die Welt der Oper erschlossen.

Seit der Uraufführung durch Richard Strauss im Jahre 1893 im Weimarer Hoftheater wurde das Stück zu einem "Klassiker" der Opernliteratur.   3sat zeigt die Neuinszenierung des Opernklassikers durch den britischen Regisseur Adrian Noble an der Wiener Staatsoper.

Die Neuproduktion des zuletzt 1944 im Haus am Ring gespielten Werks von Engelbert Humperdinck dirigiert Christian Thielemann, der sich damit einen langgehegten Wunsch erfüllt. Adrian Noble zeichnet für eine zauberhafte, poetische Inszenierung verantwortlich, die ihren Ausgang im weihnachtlich gestimmten Wohnzimmer einer viktorianischen Familie nimmt. Bilder aus der Vorführung einer Laterna magica entführen in eine märchenhafte Traumwelt mit wunderschönen Melodien.

Montag, 25.12. (1. Weihnachtsfeiertag) / 11.50 Uhr / Die drei Tenöre   Ihre verschollenen Konzerte
Mit Luciano Pavarotti, Plácido Domingo und José Carreras
(Erstsendung: 02.09.2017)
ORF

7. Juli 1990: Anlässlich der Fußball WM standen in Rom die drei Tenöre Plácido Domingo, Luciano Pavarotti und José Carreras auf der Bühne   eine Art "Urknall" der klassischen Musik.

Über eine Milliarde Menschen weltweit verfolgte diesen TV Auftritt. Weitere sechs Konzerte wurden aufgezeichnet, doch diese Aufnahmen verschwanden für viele Jahre in einem Archiv in London. Nun ist es gelungen, die schönsten Momente dieser Konzerte zusammenzutragen.

Mit ihrem Konzert in den Caracalla Thermen verhalfen Plácido Domingo, Luciano Pavarotti und José Carreras der klassischen Musik zu einer ungeahnten neuen Blüte, einem wahren Klassik Boom. Die Aufnahme des Konzerts wurde zum meistverkauften Klassik Album aller Zeiten.

Montag, 25.12. (1. Weihnachtsfeiertag) / 13.00 Uhr / "100 Kinder, 50 Pianos und 1 Star"  ~ Lang Lang in Zürich
Film von Barbara Seiler
(Erstsendung: 17.12.2017)
SRF

Für Starpianist Lang Lang ist es Teil einer Herzensmission: Mit dem in Zürich aufgeführten Programm "101 Pianists" möchte er Kinder motivieren und gleichzeitig Talente entdecken.

Für 100 Kinder, ihre Betreuer und Familien aus der Region Zürich war es ein Abenteuer zwischen Hoffen und Bangen. Monatelang haben sie für den großen Auftritt mit Lang Lang geübt, doch dann sagte der Starpianist das Konzert wegen einer Entzündung in der linken Hand ab.

Für Anna (9), Talisha (10), Jakob (9), Julian (12) und Alexander (10) war die Enttäuschung groß: Nach Wut, Ärger und Bangen dann doch die erlösende Nachricht: "101 Pianists" wird nachgeholt. Kein einfaches Unterfangen im Kalender des bis zu drei Jahre im Voraus ausgebuchten Lang Lang, einen freien Termin zu finden. Doch das Projekt scheint ihm am Herzen zu liegen.

"101 Pianists", organisiert von der Lang Lang Foundation, setzt sich mit verschiedenen Projekten für die Musikerziehung von Kindern ein. Im Vordergrund steht die Freude am Zusammenspiel. 100 Kinder spielen vierhändig an 50 Pianos gemeinsam mit Lang Lang. Auf dem Programm stehen Mozart, Schubert und Brahms. Lang Lang tourt mit dieser Idee um die Welt. "101 Pianists" wurde von Los Angeles über Berlin bis Hongkong schon viele Mal mit ansässigen Klavierschülern aufgeführt.

Man ist versucht, dem Starpianisten Massenabfertigung im chinesischen Stil zu unterstellen. Auf der anderen Seite: Den Kindern gefällt es. Klavierschüler haben sonst nie die Möglichkeit, im Orchester zu spielen. Lang Lang sagt auch: "Ich halte bei solchen Veranstaltungen immer Ausschau nach jungen Talenten, die ich dann in unserer Masterclass individuell fördere". Vielleicht findet er auch in Zürich einen neuen Meisterschüler? Das Potenzial ist groß: Anna, Talisha, Jakob, Julian und Alexander haben sich gut vorbereitet.

Dienstag, 26.12. (2. Weihnachtsfeiertag) / 09.05 Uhr / Mehrstimmig. Die Wiener Sängerknaben
Film von Lukas Beck
(Erstsendung: 08.12.2015)
ORF

Die Wiener Sängerknaben, seit ihren Anfängen im Jahr 1498 untrennbar mit der österreichischen Hauptstadt verbunden, begeistern als jüngste Botschafter Österreichs weltweit das Konzertpublikum.

Beim Neujahrskonzert 2016 musizierten die Wiener Sängerknaben gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern unter Mariss Jansons im Goldenen Musikvereinssaal. Der Film taucht in den Alltag der jungen Musiker zwischen Aufregung, Ruhm, harter Arbeit und Fußball ein.

Bestimmendes Element im Leben der etwa 100 aktiven Wiener Sängerknaben ist die Musik: Stimmbildung, Proben und Schule im Augartenpalais, regelmäßige Konzerte, Opernauftritte und Tourneen in allen Kontinenten zählen zur Routine der Neun  bis Vierzehnjährigen.

Dienstag, 26.12. (2. Weihnachtsfeiertag) / 09.50 Uhr / Die Wiener Sängerknaben   Wege in die Ferne
(Silk Road)
Dokumentarfilm von Curt Faudon, Österreich 2008
Länge: 51 Minuten
ORF

Die Wiener Sängerknaben sind einer der ältesten Knabenchöre der Welt und wohl der mobilste. Als Gründer gilt Kaiser Maximilian I. Das Kofferpacken gehörte für die kaiserliche Kapelle zum Alltag.

Die Musiker folgten ihrem Dienstherrn quer durch Europa. Auch heute sind die Knaben zehn bis zwölf Wochen im Jahr auf Tournee. Drei Monate begleitete Filmemacher Curt Faudon die Wiener Sängerknaben bei ihrer Ausbildung im Palais Augarten und auf ihren Tourneen.

Sie führten in die USA, nach Japan, Korea, Australien und entlang der Seidenstraße. Denn Ausgangspunkt für den Dokumentarfilm "Die Wiener Sängerknaben   Wege in die Ferne" war ein Weltmusikprojekt des Chores mit Liedern von der alten Seidenstraße.

Mittwoch, 27.12.: Naturparadies Afrika ~ Ein 3sat Thementag

Donnerstag, 28. 12.: Traumziele ~ Ein 3sat Thementag

Freitag, 29. 12.: Hotelgeflüster ~ Ein 3sat Thementag

Samstag, 30.12. : Kabarett & Comedy   Ein 3sat Thementag

Sonntag, 31.12.: Pop around the Clock   Ein 3sat Thementag

    06.15 Uhr: Carole King: Tapestry – Live
    Hyde Park, London, Großbritannien, 2016
    Regie: Marcus Viner
    Erstausstrahlung
    3sat

    Am 3. Juli 2016 gibt die amerikanische Singer Songwriterin Carole King ein Konzert vor 65 000 Fans im Hyde Park. Im Mittelpunkt steht das Album „Tapestry“, 45 Jahre nach dem Erscheinen.

    1971 erscheint „Tapestry“, eines der erfolgreichsten Alben der Popgeschichte mit Evergreens wie „You´ve Got a Friend“, „It´s Too Late“ und „Natural Woman“. Mit vier Grammys ausgezeichnet, verkauft sich das Album zwischen Blues, Soul und Jazz über 25 Millionen Mal.

    Auf "Tapestry" erzählt die 1942 in Manhattan, New York, geborene Künstlerin vom Ankommen in einem neuen Jahrzehnt nach den turbulenten Sechzigern. Es geht um den Abschied von der Jugend, um zerbrochene Lieben, um Zweifel und Enttäuschungen. Carole King trifft mit ihrer Sehnsucht nach Geborgenheit, nach Sicherheit, nach jemandem, auf den man sich verlassen kann, den Nerv der Zeit.

    Im Rahmen ihres Konzerts in London feiert Carole King den 45. Jahrestag des Erscheinens ihres wegbereitenden Albums und wird unter anderen von Gitarrist Danny Kortchmar begleitet, der schon auf dem Originalalbum mitgespielt hat.

    07.00 Uhr: Paul Simon: The Concert in Hyde Park
    Hyde Park, London, Großbritannien, 2012
    Regie: Matthew Amos
    Erstausstrahlung
    3sat

    Im Juli 2012 begeistert Folklegende Paul Simon im Rahmen des „Hard Rock Calling“ Festivals mit großen Hits auf der Open Air Bühne im Londoner Hyde Park vor malerischer Kulisse.

    Paul Simon präsentiert karriereumspannende Klassiker wie „Graceland“, „The Sound of Silence“ und „The Boxer“, interpretiert mit musikalischen Gästen wie Country Star Jerry Douglas und der A capella Gruppe Ladysmith Black Mambazo vom "Graceland" Album.

    Mit Open Air Konzerten kennt sich Paul Simon aus: 1981 feiert er im New Yorker Central Park eine grandiose Wiedervereinigung mit Art Garfunkel, steht 1991 an gleicher Stelle solo auf der Freiluft Bühne und lässt 2012 im Londoner Hyde Park vor 60 000 Zuschauern seine Karriere Revue passieren.

    2017 werden die Aufnahmen veröffentlicht und dokumentieren ein denkwürdiges Konzert mit einem entspannten Paul Simon, der bei "The Sound of Silence" ganz allein mit seiner Gitarre auf der Bühne steht und das Publikum in seinen Bann zieht. Auf der Liste der 100 besten Songwriter aller Zeiten des "Rolling Stone", belegt Paul Simon den 8. Platz, direkt hinter Carole King und ihrem Liedtexter Gerry Goffin.

    07.45 Uhr: Michael McDonald: Live on Soundstage
    WTTW Grainger Studio, Chicago, USA, 2017
    Regie: Joe Thomas
    Erstausstrahlung
    3sat

    Im Mai 2017 steht Soul Legende Michael McDonald im Rahmen der "Soundstage" Konzertserie in Chicago auf der Bühne und präsentiert ein mitreißendes Set mit alten und neuen Hits.

    Ausgezeichnet mit fünf Grammys als Sänger und Komponist, kennt ihn die Welt als Stimme der Doobie Brothers. Sein größter Hit ist „What a Fool Believes", geschrieben von ihm und Kenny Loggins, der 1980 als Song und Schallplattenaufnahme des Jahres ausgezeichnet wurde.

    Michael McDonalds Karriere beginnt 1975 als Backgroundsänger von Steely Dan. Schon ein Jahr später wird er festes Mitglied der Doobie Brothers und schreibt für das 1976er Album den gleichnamigen Titelsong "Takin' It to the Streets“ und den Hit "It Keeps You Runnin'". McDonald tut sich am Anfang etwas schwer, glaubt er sei nicht der Richtige: "Die Doobies suchten nach einem, der die Hammond Orgel und jede Menge Keyboards bedienen kann. Dabei war ich doch nur dieser typische Liedermacher am Flügel." Doch seine Stimme prägt die Band, und Michael McDonald wird zum willkommenen Gastsänger bei Alben von Bonnie Raitt, Kenny Loggins, Elton John, Christopher Cross und anderen.

    1982 beginnt er seine Solokarriere, schreibt mit "I Keep Forgettin'" seinen nächsten Hit und erreicht 1986 im Duett mit Patti LaBelle und dem Song "On my Own" Platz 1 der Hitparade in den USA und Kanada.

    Seine großen Hits und seine unvergleichliche soulige, leicht raue Stimme, die bis in höchste Register reicht, sind bis heute unverzichtbarer Teil der Hörfunkprogramme weltweit.

    08.30 Uhr: Kenny Loggins and Friends: Live on Soundstage
    WTTW Grainger Studio, Chicago, USA, 2016
    Regie: Joe Thomas
    Erstausstrahlung
    3sat

    Im August 2016 begeistert der amerikanische Sänger, Gitarrist und Komponist Kenny Loggins seine Fans im Rahmen eines Konzerts in Chicago. Mit seinen Gästen ist er bei „Soundstage“.

    Weltweit bekannt wird Loggins 1984 mit dem Hit „Footloose“. Der Song steht drei Wochen auf Platz 1 der Billboard Hitparade, erhält eine Oscar Nominierung und verliert knapp gegen Stevie Wonders „I Just Called to Say I Love You“.

    Neben seinen musikalischen Gästen David Foster und Michael McDonald, begrüßt Kenny Loggins auf der Bühne auch Jim Messina, seinen früheren Duo Partner, mit dem er von 1970 bis 1976 als „Loggins and Messina“ erfolgreich zusammenarbeitet.

    Ab 1977 startet Kenny Loggins seine Solokarriere und erlaubt sich immer wieder Zeit für Duette mit anderen Stars, wie dem Top 10 Hit „Whenever I Call You Friend“ mit Stevie Nicks von Fleetwood Mac und dem Hit „This Is It“ aus dem Jahr 1979 zusammen mit Michael McDonald von den Doobie Brothers. Für den Ohrwurm „What a Fool Believes“, komponiert von Kenny Loggins und Michael McDonald, erhält er 1980 den Grammy.

    09.15 Uhr: Dixie Chicks: DCX MMXVI Word Tour
    Los Angeles (USA), Hamilton (Kanada), Calgary (Kanada), Melbourne (Australien), 2016
    Regie: Sophie Muller, Max Benjamin
    Erstausstrahlung
    3sat

    Im April 2016 gehen die berühmtesten ehemaligen Straßenmusikerinnen aus Texas auf ihre 5. Konzerttour durch Europa, USA, Australien und Neuseeland: die Dixie Chicks. Kameras waren dabei.

    Die Dixie Chicks haben sich verändert: Die Country Girls präsentieren sich nun moderner und viel rockiger als jemals zuvor. Doch sie vergessen nicht ihre Wurzeln und spielen einige Hits auch im vertrauten akustischen Bluegrass Sound mit perfektem mehrstimmigen Gesang.

    Die Schwestern Emily Robison und Martie Maguire gründen 1989 zusammen mit Laura Lynch und Robin Lynn Macy in Dallas, Texas, die Dixie Chicks. Mit ihrem mehrstimmigen Satzgesang, eingebettet im Mainstream Country Sound, verkauft die Band bis heute mehr als 30 Millionen Alben in den USA.

    Als sich das Quartett vom Bluegrass entfernt, verlässt erst Robin Lynn Macy 1992 die Band und drei Jahre später Laura Lynch. Die neue Leadsängerin wird Natalie Maines. Das neuformierte Trio wird zum Vorreiter des New Country. "Wide Open Spaces" und "Fly", die beiden Alben der Jahre 1998 und 1999, erreichen Spitzenplatzierungen in den Charts.

    In ihren Texten greift das Trio auch gesellschaftlich strittige Themen auf, wie in dem Song „Goodbye Earl“, der die Rache zweier Freundinnen an einem prügelnden Ehemann beschreibt. Internationales Aufsehen erregt Sängerin Natalie Maines im Frühjahr 2003, als sie während eines Konzerts in London äußert, „die Band sei beschämt, dass der Präsident der Vereinigten Staaten aus Texas stamme.“

    Konservative Country Fans boykottieren daraufhin die Band, sodass Maines sich genötigt fühlt, sich bei Präsident Bush öffentlich zu entschuldigen. Damit gehen die Diskussionen um die Band, die Beistand von Bruce Springsteen und Madonna bekommt, erst richtig los. Die Musikerinnen lassen sich den Mund nicht verbieten und gehen weiter offensiv mit ihren persönlichen Auffassungen um. Der 2006 erschienene Dokumentarfilm „Dixie Chicks: Shut Up and Sing“, beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema.

    Die Dixie Chicks gönnen sich eine Auszeit von der Musik, werden Mütter und verändern ihren musikalischen Stil, nicht zuletzt aufgrund der Blockade durch viele Country Fans: Weg vom Country, hin zu Rock und Pop, so wie es Shania Twain und LeAnn Rimes vorgemacht haben. Produzentenlegende Rick Rubin verpasst dem Trio 2006 einen neuen Sound, und das neue Album wird 2007 mit fünf Grammys ausgezeichnet.

    Auf ihrer aktuellen Tour zeigen sich die Dixie Chicks in Höchstform: Wuchtige Drums und verzerrte E Gitarren liefern die Basis für Banjo und Fiddle. Damit steht das Trio sinnbildlich für die aktuelle Country Szene, die zu einem Schmelztiegel der Stile geworden ist.

    10.15 Uhr: Jeff Beck and Friends: Live at the Hollywood Bowl
    Hollywood Bowl, Los Angeles, USA, 2016
    Regie: Jim Yukich
    Erstausstrahlung
    3sat

    Am 10. August 2016 feiert der britische Ausnahmegitarrist und mehrfache Grammy Preisträger Jeff Beck seine 50 jährige Karriere auf der Freilichtbühne Hollywood Bowl in Los Angeles.

    Mit seinen Gästen Billy Gibbons von ZZ Top, Steven Tyler von Aerosmith, der Sängerin Beth Hart, der Blues Legende Buddy Guy und dem Keyboarder und Komponisten Jan Hammer, präsentiert der scheue Saitenvirtuose ein Konzert zwischen Blues und Jazz Rock.

    Obwohl Jeff Beck für das Musikmagazin "Rolling Stone" nur auf Platz 5 der besten Gitarristen aller Zeit steht, ist er vor allem bei Gitarristen wegen seines unvergleichlichen Tons und seiner ganz eigenen Gitarrentechnik legendär.

    Er spielt 1965 bei den Yardbirds, danach zusammen mit Rod Stewart und Ron Wood in seiner eigenen „Jeff Beck Group“, ist danach als Gitarrist bei Pink Floyd im Gespräch und verliert den Job an David Gilmour.

    Musikalisch entwickelt sich Jeff Beck in den 1970er Jahren immer mehr in Richtung Fusion Jazz, ist hier und da Gastmusiker und widmet sich umso mehr seinem Hobby, dem Frisieren von Oldtimern.

    Der achtfache Grammy Preisträger präsentiert   wie immer wortkarg   ein Konzert voller musikalischer Höhepunkte inklusive einer fulminanten Version von „Purple Rain“ in Gedenken an den wenige Wochen zuvor verstorbenen Sänger Prince.

    11.15 Uhr: David Gilmour: Live at Pompeji
    Amphitheater Pompeji, Italien, 2016
    Regie: Gavin Elder
    Erstausstrahlung
    3sat

    Im Juli 2016 gibt Gitarrenvirtuose David Gilmour zwei umjubelte Konzerte im Amphitheater von Pompeji am Fuße des Vesuvs, 45 Jahre nach den Dreharbeiten zum Pink Floyd Film „Live at Pompeii“.

    Es ist das erste Mal seit dem Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 nach Christus, dass dort ein Konzert mit Publikum stattfindet. 3000 Zuschauer erleben in der traumhaften Kulisse ein Multimediaspektakel mit Songs von Pink Floyd bis zu David Gilmours letztem Album.

    Das Konzert in Pompeji ist Teil der „Rattle that Lock“ Tour, die am 5. September 2015 in England beginnt und nach Konzerten in Europa, Nord  und Südamerika am 30. September 2016 in London zu Ende geht.

    Mit dabei hat David Gilmour wieder einige seiner exquisiten Gitarren wie die berühmte „Black Strat“ mit dem originalen Gitarrengurt von Jimi Hendrix, seine 1955 er Fender Esquire, genannt „The Workmate“ und eine 1956 Les Paul Goldtop mit Bigsby Vibrato. Begleitet wird David Gilmour unter anderen vom Pink Floyd Bassisten Guy Pratt und dem Keyboarder der Rolling Stones, Chuck Leavell.

    12.15 Uhr: Simple Minds: Acoustic in Concert
    Hackney Empire, London, Großbritannien, 2016
    Regie: Janet Fraser Crook
    Erstausstrahlung
    3sat

    Im November 2016 präsentieren die New Wave Legenden Simple Minds im Rahmen eines Konzerts in London ihr erstes Unplugged Album „Simple Minds Acoustic“ mit Neuinterpretationen ihrer Hits.

    Die Idee zu diesem Projekt entsteht nach einer Auftritt im BBC Radio im Jahr 2014. Die Reaktionen der Fans sind so überwältigend, dass sich Sänger Jim Kerr und Gitarrist Charlie Burchill entschließen, weitere Akustik Shows zu spielen und ein Album herauszubringen.

    Begleitet werden Kerr und Burchill vom Bassisten Ged Grimes, dem Gitarristen Gordy Goudie, der Backgroundsängerin Sarah Brown und der Perkussionistin Cherisse Osei, die mit ihrem facettenreichen und kraftvollen Spiel den neuen Sound der Simple Minds wesentlich bereichert.

    Fans und Kritik sind begeistert, die Fachzeitschrift „Stereo“ schreibt im Januar 2017: „Rundum gelungen“, und "Stereoplay" ergänzt: „So funktionieren die großen Akkorde, die feinen Melodien und die stilprägenden Flageoletts der Klassiker auch akustisch bestens.“

    3sat präsentiert die Höhepunkte des Konzert mit Klassikern wie „New Gold Dream“, „See the Lights“, „Alive and Kicking“ und „Don´t You“.

    13.00 Uhr: Eagles: Hell Freezes Over
    Warner Studios, Burbank, USA, 1994
    Regie: Beth McCarthy
    Erstausstrahlung
    3sat

    Im April 1994 stehen die Eagles 14 Jahre nach ihrer Auflösung im Rahmen eines MTV Specials für ein Live Album in Burbank wieder zusammen auf der Bühne. Sie sind in Bestform.

    „Nur wenn die Hölle zufriert, spielen wir wieder zusammen“, sagt Sänger und Schlagzeuger Don Henley 1980 nach dem Ende der Eagles. Zusammen mit Glenn Frey, Don Felder, Joe Walsh und Timothy B. Schmit, springt Henley über seinen Schatten   und das Comeback gelingt.

    Nicht zuletzt wegen der atemberaubenden Akustik Fassung des Welthits „Hotel California“, hält sich das Album zwei Wochen auf Platz 1 der amerikanischen Hitparade und wird allein in den USA neunmillionenfach verkauft.

    „Wir haben uns ja nie aufgelöst“, scherzt der 2016 verstorbene Glenn Frey während der Aufzeichnung, „wir haben uns nur einen 14 jährigen Urlaub gegönnt.“

    Auch Glenn Frey hatte zuvor nicht an eine Wiedervereinigung geglaubt. Ein "Recycling der alten Hits wie es die Beach Boys machen, um zu einem Museum zu werden“ sei nicht seine Sache, sagt er 1982 dem "People Magazin", und er fährt fort: „Eine Eagles Tour unter dem Motto 'Verlorene Jugend & Gier' wird es nicht geben.“ Doch die Zeit heilt alle Wunden, die Eagles spielen zwei Unplugged Shows vor Publikum und veröffentlichen das Ergebnis auf „Hell Freezes Over“. Die sich anschließende Tournee mit 160 Konzerten dauert drei Jahre und wird eine der erfolgreichsten Unternehmungen der Popgeschichte.

    14.00 Uhr: a ha: MTV Unplugged   Summer Solstice
    Øygardshallen, Insel Giske, Norwegen, 2017
    Regie: Kim Strømstad
    Erstausstrahlung
    3sat

    Im Juni 2017, zur Sommersonnenwende, geben a ha auf der Insel Giske in Norwegen, nahe der Stadt Ålesund, ihre beiden ersten MTV Unplugged Konzerte und präsentieren ihre großen Hits.

    Musikalische Gäste sind Ian McCulloch, der Sänger von Echo & The Bunnymen, die Yazoo Sängerin Alison Moyet, Ingrid Helene Havik von der norwegischen Indie Pop Band Highasakite und die amerikanische Sängerin Lissie. Alle treffen sich dort, wo die Welt aufzuhören scheint.

    Gitarrist Pål Waaktaar Savoy erklärt, warum a ha einen so abgelegenen Ort gewählt haben: "Dass die Wahl auf Giske fiel, erklärt sich wie jede Entscheidung, die wir bei a ha treffen: Es prallen 50 Prozent Zufall auf 50 Prozent Plan. Tatsächlich diskutieren wir viele verschiedene – darunter Manaus am Amazonas, Berlin, London und New York. Schlussendlich war das 'Ocean Sound Recordings' Studio in Giske ausschlaggebend. Wir wussten, dass wir dort ungestört in einem extrem gut klingenden Raum proben konnten." Mit dem Blick auf das Meer üben a ha zwei Wochen lang die Arrangements ihres Produzenten Lars Horntveth und ziehen für das Konzert in die nahegelegenen Øygardshallen, eine leer stehende, moderne Mehrzweckhalle, um.

    a ha spielen an den beiden Abenden vor jeweils 250 Zuschauern, die durch die Glasfassade das Licht der Mitternachtssonne genießen können. "Dies waren mit Abstand die intimsten Konzerte, die wir je gegeben haben", erklärt Pianist Magne Furuholmen. "Wir waren noch nie so nah an unserem Publikum wie in Giske. "Begleitet werden a ha von Karl Oluf Wennerberg am Schlagzeug, Even Ormestad am akustischen Bass, Morten Qvenild an den Tasten, Lars Horntveth am Saxofon, Madeleine Qvenild an der Violine und Backgroundgesang, Tove Margrethe Erikstad am Cello und Madeleine Ossum an der Viola und Backgroundgesang.

    15.00 Uhr: Cro: MTV Unplugged
    Scala Kino, Ludwigsburg, Deutschland, 2015
    Regie: Sven Offen
    Erstausstrahlung
    3sat

    Am 4. Mai 2015 steht der deutsche Rapper Cro als jüngster Künstler aller Zeiten der MTV Unplugged Konzertreihe auf der Bühne des Scala in Ludwigsburg und präsentiert mit Maske ein Best of.

    Entspannt wie immer, begrüßt Cro seine Fans mit einem lang gezogenen „Stuttgaaaart“ und spielt sich durch ein Hit Programm mit seinen musikalischen Gästen wie den Prinzen, Tristan Brusch und den Orsons. Das Album belegt nach dem Erscheinen Platz 1 in Deutschland.

    Begleitet von einer 22 köpfigen Band hat Cro in das plüschige Originalambiente des 1950er Jahre Kinos „Scala“ eingeladen. 300   meist weibliche   Fans kommen und genießen den direkten Kontakt zu ihrem Star.

    Die musikalische Leitung hat Lillo Scrimali, der bereits bei den MTV Unplugged Konzerten von Max Herre und den Fantastischen Vier die musikalischen Zügel in der Hand hielt. Seine Mischung aus Rap und Pop, kurz „Raop“, im neuen ungewohnten akustischen Sound machen Spaß, nur Cro alias Carlo Waibel bleibt cool, fast schüchtern. Dafür lieben ihn die Fans noch mehr.

    3sat präsentiert den Rapper mit den Höhepunkten des Konzerts mit Hits wie „Hi Kids“, „Allein“, „Ein Teil“, „Jeder Tag“, „Easy“, „Bye Bye“, „Du“ und „Jetzt“.

    16.00 Uhr: Westernhagen: MTV Unplugged
    Volksbühne, Berlin, Deutschland, 2016
    Regie: Fatih Akin
    Erstausstrahlung
    3sat

    Am 16. und 17. Juli 2016 lädt Marius Müller Westernhagen ins Theater: Die Berliner Volksbühne wird Schauplatz seines MTV Unplugged Konzerts, inszeniert von Regisseur Fatih Akin.

    Begleitet wird die Rocklegende Westernhagen von seiner Tochter Mimi und weiteren musikalischen Gästen wie Udo Lindenberg und Selig Sänger Jan Plewka. „Knorrig, rührend und berührend“, so die "laut" Kritik, präsentiert sich Westernhagen in bester Laune.

    „Runde Sache“, urteilt das Fachmagazin "Audio", und "Good Times" schreibt: “Wer sich wie Westernhagen aus einem riesigen Fundus an Hits bedienen kann, der hat natürlich keine Schwierigkeiten, einen Konzertabend auf höchstem Niveau zu bestreiten. Dennoch ist es immer wieder überraschend wie er zwischen Hits wie 'Johnny W.', 'Sexy', 'Freiheit' und 'Willenlos' verborgene Edelsteine wie 'Willst du tanzen' oder das wunderschöne 'Liebeswahn' einstreut.“

    Ein Höhepunkt des Konzerts ist die Interpretation seiner Hymne „Freiheit“, die kammermusikartig reduziert gespielt, für Gänsehaut sorgt. 3sat präsentiert den kantigen Superstar mit den Höhepunkten seines MTV Unplugged Konzerts.

    17.15 Uhr: Peter Maffay: MTV Unplugged
    Steintor Varieté, Halle an der Saale, Deutschland, 2017
    Regie: Hans Pannecoucke
    Erstausstrahlung
    3sat

    Anfang August 2017 steht Peter Maffay im Rahmen seines MTV Unplugged Konzerts an drei Abenden auf der Bühne des Steintor Varietés in Halle und präsentiert das Beste aus 40 Jahren.

    Eingeladen hat er musikalische Gäste wie die Singer Songwriter Johannes Oerding und Phillip Poisel, Jennifer Rostock Sängerin Jennifer Weist, Pop Ikone Katie Melua, den Perkussionisten Ray Cooper und die Common Linnets Frontfrau Ilse DeLange mit Gitarrist.

    Gedämpftes Licht, Teppiche auf dem Boden und ein Sternenhimmel unter der Decke des quadratischen Saals zaubern eine besondere Atmosphäre in das altehrwürdige Steintor Varieté. 1868 als Reithalle gebaut, wird das Gebäude ab 1884 bereits zeitweise vom Stadttheater genutzt und ist danach ständige Spielstätte für Varieté Programme und Operetteninszenierungen. Auch Kino  und Ringkampfvorführungen finden hier statt. Bis heute wird das Gebäude, das im Inneren weitgehend dem restaurierten Zustand von 1889 entspricht, für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

    Peter Maffay hat seine Band um sich herum versammelt, und das Publikum hat beste Sicht auf alles, was passiert. Begleitet wird er von den Gitarristen Carl Carlton, Peter Keller, JB Meijers, dem Schlagzeuger Bertram Engel, Bassist Ken Taylor, Pianist Pascal Kravetz und dem 75 jährigen legendären Perkussionisten Ray Cooper, der sonst mit Weltstars wie Eric Clapton und Elton John auf Tour geht.

    Dazu kommen Streicher, Bläser und ein Background Chor, kurz: alles, was man braucht, um ein besonderes Konzert zu veranstalten. „Ich habe Lust, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das passt in unsere Zeit, und das passt in unser Leben. Kein Schnickschnack, keine Umwege, sondern eine klare Ausrichtung auf das, was wichtig ist,“ sagt Peter Maffay über sein Unplugged Projekt, mit dem er ab Februar 2018 auf Tour gehen wird.

    18.45 Uhr: The Rolling Stones: Sticky Fingers
    Fonda Theatre, Hollywood, Los Angeles, USA, 2015
    Regie: Paul Dugdale
    Erstausstrahlung
    3sat

    Am 20. Mai 2015 spielen die Rolling Stones einen lange geheim gehaltenen Auftritt im Fonda Theatre in Los Angeles. Auf dem Programm stehen alle Songs des 1971 er Albums „Sticky Fingers“.

    Dass das Konzert mit „Start Me Up“ beginnt, ein Song der nicht auf Sticky Fingers zu finden ist, geht auf Mick Jagger zurück, der dem Konzert noch ein paar Umdrehungen mehr verschaffen will und gleich noch „Jumpin´ Jack Flash“ von 1968 einbaut, zur Freude der Fans.

    Mit „Sticky Fingers – Live“ präsentieren die Stones endlich auch die Songs, die seltener auf ihren Konzerten gespielt werden, wie das stimmungsvolle Unplugged Juwel „Wild Horses“, den urigen Blues „You Gotta Move“ oder das jazzige „Can´t You Hear Me Knocking“. Und wenn Keith Richards auf seiner Telecaster „Brown Sugar“ anstimmt, kennt die Begeisterung keine Grenzen mehr.

    Mit dieser Veröffentlichung präsentieren die Stones die fünfte Folge aus ihrer Serie „From the Vault“, die entsteht, als die Live Archive der Band nach unveröffentlichten Aufnahmen durchsucht werden.

    Das intime Konzert im Fonda Theatre hebt sich wohltuend von den gigantischen Open Air Shows der Band ab und ist zugleich der Beginn ihrer zweimonatigen „Zip Code“ Tour durch Nordamerika.

    20.00 Uhr: Udo Lindenberg: Live   Stärker als die Zeit
    Red Bull Arena, Leipzig, Deutschland, 2016
    Regie: Hannes Rossacher, Sven Haeusler
    Erstausstrahlung
    3sat

    Am 26. Juni 2016 spielt Udo Lindenberg in Leipzig sein Abschlusskonzert der "Stärker als die Zeit" Tour und präsentiert eine bunte Revue mit Schiffen, Aliens, dem Panikorchester und Gästen.

    Udo ist in Topform, die Skinny Jeans sitzen, und als maritimer Kapitän begrüßt er auf der Bühne Kids on Stage, Clueso, Josephin Busch, Till Brönner, Stefanie Heinzmann und viele andere mehr. Eine Mischung aus Theater, Comic, Musical, Tanz und Rock 'n' Roll.

    "Der Dealer bringt das Udopium", schreibt die "laut" Kritik treffend, und das Publikum lässt sich vom Oberhaupt der Panikfamilie gerne verführen. Für fast zwei Stunden sind hier alle stärker als die Zeit.

    Das gleichnamige Studioalbum erscheint am 29. April 2016, rund zwei Wochen vor seinem 70. Geburtstag, und erreicht mühelos Platz 1 der Hitparade. "Lindenberg hat an diesem Album so akribisch wie lange nicht mehr an einem neuen Album gearbeitet", schreibt "Spiegel Online". Er holt sich Gasttexter wie den Pop Literaten Benjamin von Stuckrad Barre, Simon Triebel von der Band Juli und Tobias Kuhn mit ins Boot. Für das Titelstück "Stärker als die Zeit" nutzt Lindenberg das musikalische Leitthema aus dem „Paten“ und holt sich dafür die Genehmigung von den Erben des Komponisten. Aufgenommen wird der Song in den legendären Abbey Road Studios in London, zusammen mit einem 60 köpfigen Orchester.

    „'Stärker als die Zeit' ist Udos 'Casablanca', seine 'Ewige Jugend'. Er singt gravitätische Balladen und Songs mittleren Tempos, das Piano schmalzt gemütvoll, die Gitarren zerren getragen, alles ist Rückschau, Bilanz und Wehmut, man hat jede Melodie irgendwo schon gehört," schreibt der "Rolling Stone", und "Spiegel Online" konstatiert: "Sehr analog, mit sehr viel Wärme und Tiefe, werden die Songs als im besten Sinne zeitlos inszeniert. Passend zu Lindenbergs Stimme, die fast so warm und mitreißend wirkt, wie ganz am Anfang seiner Karriere. (…) Das Land hat inzwischen verstanden, dass es einen wie Udo Lindenberg kein zweites Mal geben wird – und man ihn besser feiert, solange er noch da ist."

    3sat feiert den berühmtesten Hutträger Deutschlands und präsentieret die Höhepunkte seines Konzerts in Leipzig mit Liedern wie "Mein Ding", "Cello", "Straßenfieber", "Gegen die Strömung", "Bis ans Ende der Welt", "Sonderzug nach Pankow" und viele andere mehr.

    21.45 Uhr: Metallica: Français Pour Une Nuit
    Amphitheater Nîmes, Frankreich, 2009
    Regie: Don Kent
    Erstausstrahlung
    3sat

    Am 7. Juli 2009 spielen Metallica im Rahmen ihrer "World Magnetic Tour" ein legendäres Konzert vor historischer Kulisse: Im Amphitheater im Nîmes sind die Legenden für eine Nacht Franzosen.

    1981 in Los Angeles gegründet, gehören die neunmaligen Grammy Gewinner mit über 100 Millionen verkaufter Alben zu den erfolgreichsten Metal Bands der Welt. 1990 macht das Gitarrenriff von „Enter Sandman“ und die Hymne „Nothing Else Matters“ die Band weltberühmt.

    Die aktuelle Besetzung um James Hetfield, Gesang und Gitarre, Kirk Hammett, Gitarre, Robert Trujillo, Bass, und Lars Ulrich, Schlagzeug, gehört zu den einflussreichsten Metals Bands weltweit. Für Korn Sänger Jonathan Davis ist Metallica seine Lieblingsband, da sie „immer ihren eigenen Weg gegangen und heute noch relevant ist“.

    Im Herbst 2017 passieren aber auch andere Dinge als Musik: Metallica stellen ihre erste offizielle Modekollektion vor, Sänger James Hetfield zieht in ein Bergdorf nach Colorado, versucht sich als Imker und geht auf die Jagd. Gitarrist Kirk Hammett hat gerade seine erste eigene Horror  und Sci Fi Art Ausstellung im Peabody Essex Museum in Salem, Massachusetts, kuratiert und der dänische Schlagzeuger Lars Ulrich wird von Prinz Frederik von Dänemark im Juni 2017 für seine Verdienste um die Musik zum Ritter geschlagen, während der zwölfjährige Sohn Tye von Bassist Robert Trujillo bei Korn als Bassist aushilft.

    23.00 Uhr: Rammstein: Live from Madison Square Garden
    Madison Square Garden, New York, USA, 2010
    Regie: Matthew Amos
    Erstausstrahlung
    3sat

    Am 11. Dezember 2010 spielen Rammstein im Rahmen ihrer „Liebe ist für alle da“ Tour im Madison Square Garden und begeistern 18 000 Fans. Das Konzert ist in 30 Minuten ausverkauft.

    Die aufwendig inszenierte Show präsentiert neben Feuer, Flammen, Rauch und Licht einen Querschnitt durch das Repertoire der Berliner Band. „Das sollte man gesehen haben“, urteilt „laut.de“.

    Rammstein haben ihre musikalischen Wurzeln in der DDR. Gitarrist Paul Landers, Keyboarder Flake Lorenz und Schlagzeuger Christoph Schneider spielen vor Rammstein in der Berliner Band „Feeling B“. Ihre Kunst ist der Gegenentwurf zum DDR Staat: Sie spielen Punk Musik mit systemkritischen Texten, wenden sich später auch der Mittelalter Musik zu und gehören im Gegensatz zu den braven Bands zu den sogenannten „anderen“ Bands. 1993 wollen Landers, Lorenz und Schneider einen anderen Sound und schließen sich Ende 1993, Anfang 1994 einem neuen Projekt an, dass sich später Rammstein nennen wird. Bassist Oliver Riedel kommt aus der Berliner Band „Inchtabokatables“ dazu, Gitarrist Richard Z. Kruspe und Sänger Till Lindemann kennen sich aus der DDR Band „First Arsch“.

    Anders als viele Bands aus dem Berlin der frühen 1990er Jahre suchen Rammstein einen eigenen Stil, der sich vom Mainstream aus den USA und Großbritannien absetzt. Keyboarder Flake Lorenz sagt dazu in einem Interview mit dem ZDF: „Den Stil haben wir gefunden, indem wir alle genau wussten, was wir nicht wollen. Und wir wollten genau nicht amerikanische Funky Musik machen oder Punk eben oder irgend so was, was wir gar nicht können. Wir haben gemerkt, dass wir nur diese Musik können, die wir auch spielen. Und die ist halt mal sehr einfach, stumpf, monoton.“

    00.00 Uhr: The Bee Gees: One for All
    National Tennis Centre, Melbourne, Australien, 1989
    Regie: Adrian Woods
    Erstausstrahlung
    3sat

    Im Rahmen der „One for All World Tour“, gastieren die Bee Gees am 17. und 18. November 1989 in Melbourne. Barry, Robin und Maurice präsentieren alle Hits vor ihren begeisterten Fans.

    Anfang 1988 arbeiten die Bee Gees an ihrem neuen Album „One“. Nach dem tragischen Tod ihres Bruders Andy im März 1988, stoppen die Brüder monatelang alle Aktivitäten, beenden die Aufnahmen im Frühling 1989 und starten am 10. April 1989 ihre Welttournee in Tokyo.

    Aus ihrem Heimatland England wandert die Familie Gibb 1958 nach Australien aus. Barry, Robin und Maurice treten als Familientrio in Fernsehshows auf und veröffentlichen 1965 ihre erste Langspielplatte, die kein Erfolg wird.

    Im September 1966 erscheint die Single „Spicks and Specks“ und wird ein Hit in Australien. Doch Familie Gibb ist da schon zurück auf dem Weg nach England, wo die weltweite Karriere 1967 mit Songs wie „New York Mining Disaster 1941“ und „To Love Somebody“ beginnt. Mit über 220 Millionen verkauften Tonträgern gehören die Brüder Barry, Robin und Maurice Gibb zu den erfolgreichsten Pop Bands der letzten 50 Jahre. Sie werden mit allen wichtigen musikalischen Ehrungen ausgezeichnet, darunter mehrere Grammy Awards und die Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame.

    Nach dem Tod von Maurice Gibb im Jahr 2003 und Robin Gibb im Mai 2012, ist Barry Gibb der letzte noch lebende Bee Gee.

    01.15 Uhr: Jeff Lynne's ELO: Wembley or Bust
    Wembley Stadium, London, Großbritannien, 2017
    Regie: Paul Dugdale
    Erstausstrahlung
    3sat

    Im Juni 2017 begeistert Jeff Lynne das ausverkaufte Wembley Stadium in London mit seinem Electric Light Orchestra und Hits auf einer futuristischen Bühne unter einem leuchtenden Raumschiff.

    60 000 Zuschauer feiern den in Birmingham geborenen 69 jährigen Musiker, der 1971 das Electric Light Orchestra gründet. Sein Ziel ist es „dort weiterzumachen, wo die Beatles mit „I Am the Walrus“ aufhörten: Er vereint klassische Musik und Unterhaltungsmusik.

    1972 hat Jeff Lynne mit „10538 Overture“ seinen ersten UK Top 10 Hit, macht sich später als Produzent einen Namen und gründet 1988 zusammen mit George Harrison, Bob Dylan, Tom Petty und Roy Orbison die Supergruppe „Traveling Wilburys“.

    Im September 2014 steht Jeff Lynne nach 28 Jahren wieder live auf einer Bühne: Im Londoner Hyde Park bereiten ihm 50 000 Fans ein triumphales Comeback. 2015 folgen sein neues Album „Alone in the Universe“ und im Juni 2017 sein großer Auftritt im Wembley Stadium   natürlich mit Sonnenbrille, die er oftmals auch innerhalb von Gebäuden trägt. Seit 2014 trägt Jeff Lynne die Ehrendoktorwürde der Birmingham City University.

    02.45 Uhr: Eagles: Farewell I Tour   Live from Melbourne
    Rod Laver Arena, Melbourne, Australien, 2004
    Regie: Carol Dodds
    Erstausstrahlung
    3sat

    Im November 2004 stehen die Eagles ohne Gitarrist Don Felder als Quartett an drei Abenden in Melbourne auf der Bühne. Die begeisterten Fans erleben alle Hits in gewohnt perfektem Sound.

    Angekündigt als erste Abschiedstour, wollen die Eagles gar nicht goodbye sagen. „Je länger das dauert, klingen die Songs immer besser. Indem wir es 'Farewell 1' nennen bedeutet es, dass 'Farewell 2' bald folgen wird,“ sagt damals Glenn Frey, der 2016 stirbt.

    Don Felder, 2001 von den Eagles gefeuert, wird in Melbourne durch Steuart Smith ersetzt, der sich bei den Soli sehr nahe an Felder orientiert. „Mit 35 hätte ich nie geglaubt, dass wir immer noch auf der Bühne stehen würden und solche Konzerte wie dieses geben, vor so vielen Zuschauern", erzählt Don Henley in einem Interview am Ende des Auftritts.

    Die Setlist bietet Songs der Supergruppe und Solostücke, die in Melbourne ein nahtloses Gesamtwerk präsentiert. Vorbei sind die Zeiten, in denen sich Don Henley und Glenn Frey als verbitterte Feinde gegenüberstehen.

    04.00 Uhr: John Mellencamp: Plain Spoken   Live in Chicago
    Chicago Theatre, Chicago, Illinois, USA, 2015
    Regie: Paul Dugdale
    Erstausstrahlung
    3sat

    2014 veröffentlicht John Mellencamp sein 22. Studioalbum "Plain Spoken", dass er ab Januar 2015 auf einer Tour durch die USA und Kanada vorstellt. Im Februar 2015 spielt er in Chicago.

    Geboren 1951 in den USA, hat Mellencamp eine schwierige Kindheit und Jugend. Er kommt mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt, wird mit 19 Jahren zum ersten Mal Vater und geht mit 24 Jahren nach New York, ohne Aussicht auf einen Job. Eines weiß er: Er will Musiker werden.

    Der Agent von David Bowie verschafft Mellencamp einen Plattenvertrag, doch das 1976 er Debüt wird ein Flop. Mellencamp ist verärgert, weil sein Agent den Musiker auch noch in "Johnny Cougar" umbenennt. Er zieht 1977 für einige Monate nach England und landet zurück in den USA 1982 mit „Jack & Diane“, dem ersehnten Nummer eins Hit.

    Immer noch als John Cougar Mellencamp unterwegs, schafft er 1983 mit "Pink Houses" seinen größten Hit und entdeckt ab Mitte der 1980er Jahre den Folk Rock für sich. Er thematisiert in seinen Liedern nun die Probleme der amerikanischen Land  und Kleinstadtbevölkerung.

    Zusammen mit Willie Nelson organisiert er die jährliche Benefizveranstaltung "Farm Aid", bei der unter anderen auch Neil Young auftritt. Aus dem Unterhaltungsmusik Rocker wird ein ernsthafter Musiker, der mit 37 Jahren zum ersten Mal Großvater wird und von einem Frauenmagazin zum "Sexiest Grandfather Alive" gewählt wird. Ab 1987 nutzt er akustische Instrumente wie Geige und Akkordeon und beeinflusst mit diesem neuen Sound Musiker wie Sheryl Crow und Bruce Springsteen.

    Nach einem Herzinfarkt ernährt er sich vegetarisch, interpretiert 2003 auf seinem Album „Trouble No More“ amerikanische Folklore Lieder von Woody Guthrie und entwickelt sich zum politischen Liedermacher. Sein 2007 er Album „Freedom's Road“ ist sein Kommentar zur politischen Lage im Stil der amerikanischen Protestsongs.

    Mellencamp selbst nennt seinen Stil nun selbst „American Folk, so wie es ihn immer gegeben hat“, und nimmt sein 2010 er Album „No Better Than This“ mit nur einem einzigen Raummikrofon auf einer alten Tonbandmaschine auf.

    3sat präsentiert das Chicago Konzert des schillernden Singer Songwriters, der sich inzwischen wieder John Mellencamp nennt und zusammen mit Madonna 2008 in die Rock and Hall of Fame aufgenommen wird, mit seiner kraftvollen Mischung aus Blues, Country, Rockabilly und Folk Rock und seinen großen Hits.

    05.00 Uhr: In memoriam Tom Petty: Live from Gatorville
    Stephen C. O'Connell Center, Gainesville, Florida,
    USA, 2006
    Regie: Joe Thomas
    Erstausstrahlung
    3sat

    Am 2. Oktober 2017 stirbt Tom Petty mit 66 Jahren an einem Herzstillstand in Malibu. Für den "Rolling Stone" ist er einer der 100 größten Musiker und besten Songwriter aller Zeiten.

    Man bringt Tom Petty noch lebend ins Krankenhaus, doch er stirbt wenig später, umgeben von seiner Familie, seinen Bandmitgliedern und Freunden. Wenige Tage zuvor stand er in Los Angeles noch auf der Bühne, für November waren Konzerte in New York angekündigt.

    Im Dezember 2016 sagt Tom Petty dem "Rolling Stone" in einem Interview: „Wir sind alle schon in den hohen 60ern. Ich will mein Leben nicht auf Tour verbringen.“

    Tom Petty und die Heartbreakers haben gerade den 40. Jahrestag ihres Debütalbums gefeiert und proben Ende 2016 für ihre neue Tour. „Wir schütteln den Rost ab“, sagt Tom Petty, „aber ich würde lügen, wenn ich nicht sage, dass es unsere letzte große Tour werden könnte. Ich habe eine Enkelin, und die will ich so oft wie möglich sehen."

    Tom Petty ist einer der größten Künstler der Musikgeschichte. 2002 werden er und seine Heartbreakers in die „Rock and Hall of Fame“ aufgenommen. 1976 gründet er "Tom Petty & the Heartbreakers", geht 1987 mit Bob Dylan auf Welttournee und spielt im September als dessen Vorgruppe vor 80 000 Zuschauern in Ost Berlin.

    Im Frühjahr 1988 arbeitet George Harrison in Bob Dylans Studio. Zufällig sind Jeff Lynne, Roy Orbison und Tom Petty in der Nähe, komponieren und nehmen zusammen an einem Tag den späteren Hit „Handle with Care“ auf und gründen die Supergruppe „The Traveling Wilburys“.

    Ein Jahr später ist Tom Petty auf dem Höhepunkt seiner Karriere: Er komponiert Hits wie „I Won´t Back Down“, „Free Fallin´“ und eine Coverversion des Byrds Stücks „Feel a Whole Lot Better“, die mehrfach mit Platin ausgezeichnet wird. Im gleichen Jahr wird Tom Petty für seine Arbeit mit den Traveling Wilburys mit einem Grammy Award ausgezeichnet. Auch im Kino und im Fernsehen kann man Tom Petty erleben: An der Seite von Kevin Costner im Film „Postman“ (1997) und als Zeichentrickfigur in einer Folge der "Simpsons".

    3sat präsentiert den unvergessenen Superstar in einem Konzert in seiner Heimatstadt Gainesville, Florida.

Montag, 01.01. (Neujahr) / 09.20 Uhr / Glanzvolle Arien mit Angela Gheorghiu
Aufzeichnung aus dem Festspielhaus Baden Baden vom 31.12.2014
Solistin: Angela Gheorghiu (Sopran)

Programm:
u. a. Werke von Mozart, Puccini, Verdi und Johann Strauss (Sohn)
Orchester: Deutsche Radio Philharmonie, Saarbrücken
Musikalische Leitung: Tiberiu Soare
Erstausstrahlung
ARD/SWR/3sat

Die traditionelle Silvester Gala im Festspielhaus gestaltete 2014 die Sopranistin Angela Gheorghiu, einer der ganz großen Stars der Opernszene.

Tiberiu Soare, geboren 1977 und ausgebildet als Geiger und Dirigent, war 2000 Absolvent der Universität der Musikhochschule in Bukarest. Er erhielt zahlreiche Preise bei rumänischen Wettbewerben. Seit 2005 ist er Operndirigent an der Bukarester Staatsoper.

Schon als junges Mädchen hatte die rumänische Sängerin Angela Gheorghiu eine Ausnahmestimme   ein "Gottesgeschenk", wie sie selbst sagt. Welche Sängerin schafft es schon, dass eine Fernsehstation wegen ihr das Programm ändert? So geschehen in London, als die BBC spontan entschied, Verdis "La Traviata" live aus dem Opera House Covent Garden mit Georg Solti am Pult zu übertragen. In der Rolle der Violetta brillierte Angela Gheorghiu und begründete damit ihre Weltkarriere.

Die gebürtige Rumänin wusste schon als Kind, dass sie Sängerin werden wollte, und eroberte mit ihrer samtenen Stimme und ihrer mitreißenden Darstellungskraft das Publikum   als Tosca, Mimi, Nanetta, Juliette oder Margarethe. Ihr Geheimrezept? "Ich habe eine unglaublich gute Intuition, nicht nur, was meine Stimme betrifft. Aber mit ihr bin ich extrem sorgsam. Eine schöne Opernstimme ist so selten, man muss sie wie einen Diamanten, wie ein Juwel behandeln."

Die Deutsche Radio Philharmonie ist 2007 aus der Fusion der beiden traditionsreichen ARD Klangkörper, dem Rundfunk Sinfonieorchester Saarbrücken (SR) und dem Rundfunkorchester Kaiserslautern (SWR), entstanden. Das Orchester hat in kürzester Zeit ein eigenes Profil gewonnen und sich seinen Platz unter den renommierten deutschen Rundfunkorchestern erspielt.

Montag, 01.01. (Neujahr) / 10.35 Uhr / Populäre Lieder und Arien ~ Ausschnitte aus dem Silvesterkonzert
Festspielhaus Baden Baden 2015
Mit Angel Blue (Sopran), Massimo Giordano (Tenor), Erwin Schrott (Bassbariton) und Claudio Constantini (Bandoneon)
Orchester: SWR Sinfonieorchester, Baden Baden und Freiburg
Musikalische Leitung: Gérard Korsten
Erstausstrahlung
ARD/SWR/3sat

Angel Blue, Massimo Giordano und Erwin Schrott singen populäre Lieder und Arien, unter anderem von Giacomo Puccini, Giuseppe Verdi und Agostin Lara.

Ein maßgeschneidertes Programm für einen beschwingten musikalischen Silvesterabend im Festspielhaus Baden Baden. Begleitet werden die drei Stars vom SWR Sinfonieorchester Baden Baden und Freiburg und Claudio Constantini, Bandoneon. Dirigent ist Gérard Korsten.

Angel Blue strahlt nicht nur durch ihre "bella voce", sondern wurde überdies mit den Auszeichnungen "Miss California" und "Miss Hollywood" dekoriert. Mit den Siegesprämien dieser Schönheitswettbewerbe hat sie sich ihr Gesangsstudium finanziert. Danach hat sie bei Plácido Domingos "Operalia" mehrere Preise eingeheimst und wurde von ihrem künftigen Mentor als "Die nächste Leontyne Price" bejubelt. Ihre Stimme wird für ihr schönes Timbre, ihr strahlendes, bewegliches hohes Register und das rauchige mittlere Register gerühmt. Zudem weiß sie innerhalb eines Augenblicks umzuschalten vom klassischen Schmelz zum populären Feeling: Sie stand unter anderen mit Chaka Khan und Donna Summer auf der Bühne. Ein schöner, bunter Vogel aus Kalifornien, der sein neues Zuhause nicht nur in London, sondern vor allem auf den großen Bühnen der Welt gefunden hat. Darunter die Londoner Royal Albert Hall, die English National Opera und das Royal Opera House in Muscat im arabischen Sultanat Oman sowie die Festivals in Edinburgh, Verbier und Bregenz.

Der italienische Tenor Massimo Giordano aus einem kleinen Städtchen bei Neapel eroberte in den vergangenen Jahren die Bühnen der Welt: Mailänder Scala, New Yorker Met, die Staatsopern in Wien, München und Berlin, Royal Opera House Covent Garden London, l'Opéra national de Paris   ein Weltenbummler der internationalen Opernszene. "Amore e Tormento" lautet der Titel seines Debütalbums. Von "Liebe und Schmerz" sang er auch an der Seite von Anna Netrebko und Renée Fleming. Bei den Baden Badener Osterfestspielen 2014 gab er sein Debüt als Des Grieux in "Manon Lescaut" von Puccini.

Erwin Schrott wurde in Montevideo, Uruguay, als Sohn einer Arbeiterfamilie mit österreichisch deutschen Vorfahren geboren. Er debütierte im Alter von 22 Jahren in Montevideo als Roucher in "Andrea Chénier" von Umberto Giordano und sang bald verschiedene Hauptrollen am Teatro Municipal in Santiago de Chile. Am Royal Opera House Covent Garden sang er die Titelrolle in Mozarts "Le nozze di Figaro". 1998 wurde er international bekannt, als er den 1. Preis sowohl des Publikums als auch der Jury bei Plácido Domingos Gesangswettbewerb "Operalia" gewann. Erwin Schrott ist regelmäßiger Gast auf den Bühnen der Wiener Staatsoper, der Salzburger Festspiele, der Los Angeles Opera, der Metropolitan Opera New York, dem Teatro San Carlo Neapel, dem Opernhaus Zürich, der Mailänder Scala und der Opéra national de Paris.

Das Programm:
Agustín Lara: "Granada"
Giacomo Puccini: "E lucevan le stelle", Arie des Cavaradossi aus "Tosca", Duett Mimì & Rodolfo aus "La Bohème", "Che gelida manina", "Sì, mi chiamano Mimì", "O soave fanciulla"
Frederick Loewe: "I could have danced all night" aus "My Fair Lady"
Consuelo Velázquez: "Bésame mucho"
Osvaldo Farrés: "Quizás, quizás, quizás"
Giuseppe Verdi: "Libiamo ne' lieti calici ...", "Brindisi" aus "La Traviata"
Ernesto De Curtis: "Non ti scordar di me"

Montag, 01.01. (Neujahr) / 11.20 Uhr / Opern  und Operettengala mit dem Münchner Rundfunkorchester
Herkulessaal, Residenz München
Mit Golda Schultz (Sopran) und Sergei Skorokhodov (Tenor)
Orchester: Münchner Rundfunkorchester
Musikalische Leitung: Ivan Repusic
(Erstsendung: 31.12.2015)
ARD/BR

Auf dem Programm stehen Bravour Arien von Puccini, Verdi, Rossini und anderen, gesungen von der Sopranistin Golda Schultz und dem Tenor Sergey Skorokhodov. Am Pult: Ivan Repusic.

Die südafrikanische Sopranistin Golda Schultz gab im Sommer 2015 ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen und wurde als Sophie im "Rosenkavalier" von Richard Strauss gefeiert. Sergey Skorokhodov zählt zu den Stars am Mariinsky Theater St. Petersburg.

Als eine Besonderheit des kroatischen Dirigenten Ivan Repusic gilt seine Fähigkeit, das Räderwerk der Belcanto Oper ausdrucksstark zum Schnurren zu bringen.

Montag, 01.01. (Neujahr) / 15.25 Uhr / Elvis (1/2)
Spielfilm, USA 2005
ARD/MDR
Elvis Presley: Jonathan Rhys Meyers
"Colonel" Tom Parker: Randy Quaid
Sam Phillips: Tim Guinee
Gladys Presley: Camryn Manheim
Vernon Presley: Robert Patrick
u. a.
Regie: James Steven Sadwith
Länge: 83 Minuten

Das sorgfältig und detailreich inszenierte Biopic umspannt die Zeit von 1952 bis 1968 im Leben des Sängers Elvis Presley und verwebt historische Bilder nahtlos mit den Filmaufnahmen.

Jonathan Rhys Myers brilliert in der Rolle des "King" als perfekter Star Imitator. 2005 erhielt er dafür einen "Emmy". Für die musikalischen Auftritte wurden ausschließlich Originalaufnahmen verwendet. Gedreht wurde zum Teil an Originalschauplätzen.

Memphis, 1952: Der 17 jährige Elvis lebt mit seinen Eltern in bescheidenen Verhältnissen. Vor allem seine Mutter Gladys unterstützt sein Interesse für Blues und Country Music und auffällige Kleidung. Für sie nimmt er seine erste selbstfinanzierte Single im Studio der Sun Records auf. Zwei Jahre später bekommt er dort von Studiochef Sam Phillips die Chance zu einer weiteren Aufnahme: "That's All Right Mama" wird sein erster Hit. Mit seinen Kumpels Bill Black und Scotty Moore tourt er durchs Land.

Musikmanager Colonel Tom Parker wittert Elvis' Potenzial, er zahlt Phillips eine hohe Ablösesumme und nimmt Elvis unter seine dominanten Fittiche. Der Colonel macht ihn in ganz Amerika bekannt, nicht zuletzt durch zahlreiche TV Auftritte. Die Mädchenherzen fliegen Elvis zu; "Heartbreak Hotel" (1955), sein erster Pop Hit, wird eine Million Mal verkauft. Doch als Elvis 1956 seinen legendären Hüftschwung kreiert, empört sich das prüde Amerika. Am liebsten würde man ihn und seinen Rock 'n' Roll verbieten. Auch 1956 dreht er mit "Love Me Tender" seinen ersten Film in Hollywood. Elvis träumt davon, ein ernsthafter Schauspieler zu werden, doch der Colonel "verhökert" den Star. Seine Zweifel, ob er dem Colonel seine Seele verkauft hat, betäubt Elvis mit Exzessen, Partys und seinem wachsendem Erfolg.

Montag, 01.01. (Neujahr) / 16.50 Uhr / Elvis (2/2)
Spielfilm, USA 2005
ARD/MDR

Elvis Presley: Jonathan Rhys Meyers
'Colonel' Tom Parker: Randy Quaid
Sam Phillips: Tim Guinee
Gladys Presley: Camryn Manheim
Vernon Presley: Robert Patrick
u. a.
Regie: James Steven Sadwith
Länge: 84 Minuten

1957 wird Elvis Presley zum Militärdienst einberufen. Am 14. August 1958 stirbt seine geliebte Mutter. Ab 1. Oktober 1958 dient er bei der 3. US Panzerdivision im deutschen Ort Friedberg.

In Bad Nauheim, wo Elvis wohnt, lernt er die 14 jährige Priscilla kennen, die Stieftochter eines Army Captains. Sie folgt ihm später nach Amerika. Elvis nimmt schon jede Menge Tabletten. Das verschärft sich, als er Anfang März 1960 nach Amerika zurückkehrt.

Sein Manager, Colonel Tom Parker, hat durch Single Veröffentlichungen während seiner Abwesenheit alles daran gesetzt, dass Elvis Presley nicht vergessen wird. Doch er drängt ihn jetzt nach Hollywood. Bis 1967 dreht Elvis 27 Filme, die großen Publikumserfolg haben, ihn aber deprimieren. Sein Tablettenkonsum, seine Aggressivität nehmen zu. Ein Versuch, sich vom Colonel zu trennen, scheitert. Erst ein TV Weihnachtsspecial 1968, für das ihn Regisseur Steve Binder begeistert und berät, bringt wieder den großen, befriedigenden Erfolg.

Dienstag, 02.01. / 09.30 Uhr / Die Fledermaus
Komödie, Österreich 1961
Nach der gleichnamigen Opertte von Johann Strauss (Sohn)
ORF
Dr. Gabriel Eisenstein: Peter Alexander
Rosalinde Eisenstein: Marianne Koch
Adele: Marika Rökk
Gefängnisdirektor Frank: Willy Millowitsch
Frosch: Hans Moser
Pista von Bundassy: Gunther Philipp
u. a:
Regie: Géza von Cziffra
Länge: 104 Minuten

Wegen Beamtenbeleidigung soll Rechtsanwalt Dr. Gabriel Eisenstein für eine Woche ins Gefängnis. Seine Frau will währenddessen verreisen, und das Hausmädchen lädt sich ihren Verehrer ein.

In der Komödie nach der gleichnamigen Operette von Johann Strauß (Sohn) spielt Peter Alexander Dr. Gabriel Eisenstein. An seiner Seite agieren unter anderen Marianne Koch, Marika Rökk, Willy Millowitsch und Hans Moser.

Eisenstein drückt sich vor einer Inhaftierung und geht stattdessen als "Marquis Renard" auf einen Ball des Grafen Orlofsky. Dort trifft er nicht nur auf seine Frau Rosalinde, die sich als russische Tänzerin ausgibt, sondern auch auf Hausmädchen Adele, die als "Marquise Renard" in Erscheinung tritt. Mit diesem Mummenschanz nimmt eine turbulente Verwechslungsgeschichte ihren Anfang.

Dienstag, 02.01. / 19.30 Uhr / Der Meisterfälscher ~ Wolfgang Beltracchi porträtiert Annette Dasch
Film von Christoph Müller
(Erstsendung: 20.02.2016)
SRF

Sie ist der neue Star am deutschen Sängerinnen Himmel: Annette Dasch. Beltracchi porträtiert sie in der Handschrift des englischen Malers Dante Gabriel Rossetti.

Am Anfang scheinen sie wenig gemeinsam zu haben: Der Maler bezeichnet sich selber als höchst unmusikalisch "obwohl ich aussehe wie ein Rockstar". Und die klassische Sängerin sagt: "Ein Leben ohne Mozart und Bach ist für mich unvorstellbar".

Beltracchi ist dafür so etwas wie der Popstar unter den Kunstfälschern. Er fälschte in 35 Jahren rund 100 bekannte Maler und verdiente damit Millionen. Und alle fielen auf ihn herein: die Kunstexperten, die Museumsdirektoren, die Galeristen.

Der Fälscher hatte so einige Vertreter des Kunstbetriebs als geldgierige und unseriöse Geschäftemacher entlarvt, die die neu alte Ware gerne und mit Gewinn verkauften.

Während zwei Tagen saß Annette Dasch dem Meisterfälscher Modell. Er malt sie im Stil von Rossetti, dem englischen Maler, der Mitte des 19. Jahrhunderts mit seinen lasziven Frauenporträts für Furore gesorgt hatte. Dabei entwickelten sich spannende Gespräche. Was war das für ein Leben, bei dem man ständig geheim halten musste, woher das viele Geld stammte? Gab es eine ständige Angst, erwischt zu werden? Wie wirkte sich diese klandestine Existenz auf die Kinder aus?

Als die Sopranistin den Maler mit dem Lied "Allerseelen" überrascht, bekommt der angeblich so unmusikalische Maler feuchte Augen und sagt: "So schön, so traurig!". Eine wahrlich neue Facette des Meisterfälschers.

Beltracchi ist der raffinierteste Kunstfälscher der jüngeren Geschichte. 35 Jahre lang setzt er sein Talent ein, um Bilder in der Handschrift anderer Maler zu malen. Über 300 Bilder schleust er so in den Kunstmarkt. Bis er 2010 auffliegt und zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt wird. Nach getaner Buße Anfang 2015 zeigt der Meisterfälscher wieder, was er kann.

Dienstag, 02.01. / 22.25 Uhr / Das Mädchen Irma la Douce
(Irma La Douce)
Spielfilm, USA 1963
3sat

Nestor Patou: Jack Lemmon
Irma la Douce  : Shirley MacLaine
Moustache: Lou Jacobi
Hippolyte: Bruce Yarnell
Regie: Billy Wilder
Länge: 136 Minuten

Der junge Polizist Nestor verliert seinen Job, als er das sündige Treiben in einer Pariser Straße zu stoppen versucht. Dafür gewinnt er die Liebe der süßen Irma.

Jack Lemmon und Shirley MacLaine in Billy Wilders berühmter romantischer Komödie.

Die attraktive Irma La Douce gehört zu den Schönen, die in der Pariser Rue Casanova dem ältesten Gewerbe der Welt nachgehen. Eines Tages taucht Nestor Patou, ein neuer Polizist auf, der entsetzt über die Zustände ist und sich spontan entschließt, in der Rue Casanova wieder Anstand und Sitte herzustellen. Seine eigenmächtige Razzia endet allerdings mit seiner sofortigen Entlassung, weil dem übereifrigen Nestor auch der eigene Chef ins Netz gegangen ist.

Deprimiert kehrt Nestor in das Bistro zurück, in dem die Mädchen verkehren. Eine Prügelei mit Irmas "Beschützer" Hippolyte hat verblüffende Folgen: Die schöne Irma bietet dem verdutzten Nestor an, bei ihr an dessen Stelle zu arbeiten. Da Nestor sich längst in Irma verliebt hat, kommt er auf eine kühne Idee: Er verwandelt sich in den äußerst großzügigen "Lord X" und nimmt Irma das Versprechen ab, künftig keinen anderen Freier mehr zu empfangen, sondern nur noch zweimal wöchentlich mit seiner Lordschaft Patiencen zu legen. Um das finanzieren zu können, muss er allerdings frühmorgens heimlich in den Markthallen schuften. Als Nestor "Lord X" verschwinden lässt, führt das zu neuen Komplikationen.

Billy Wilder ("Manche mögen's heiß") hat diese Komödie nach dem gleichnamigen Musical mit Gespür für Parodie und Komik inszeniert, sodass "Das Mädchen Irma La Douce" sofort weltweit zu einem Welterfolg wurde. Einen herausragenden Anteil daran haben die beiden ausgezeichneten Hauptdarsteller Shirley MacLaine und Jack Lemmon.

"Das Mädchen Irma La Douce" beendet die Reihe mit vier Billy Wilder Klassikern.

Mittwoch, 03.01. / 19.25 Uhr / Der Meisterfälscher ~ Wolfgang Beltracchi porträtiert Gloria von Thurn und Taxis
Film von Pino Aschwanden
(Erstsendung: 06.12.2014)
SRF

Wolfgang Beltracchi will Fürstin Gloria von Thurn und Taxis im Stil von Lucas Cranach dem Älteren porträtieren. Für die Vorstudie sitzt sie ihm im Ballsaal des Schlosses Modell.

Zwischen den beiden entspinnt sich schnell eine höchst vergnügliche und ungewöhnliche Unterhaltung. Bei der Übergabe des vor Vergoldung leuchtenden Bildes hält Fürstin Gloria eine Überraschung bereit.

Fürstin Gloria von Thurn und Taxis ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten des deutschen Hochadels. Die dereinst schrille Punkprinzessin ist heute eine erfahrene Unternehmerin. Sie stammt aus einem alten, aber verarmten Adelshaus. Mit 20 Jahren heiratet sie den reichen 54 jährigen Fürsten Johannes von Thurn und Taxis. Die Mutter von drei Kindern steht dem Schloss St. Emmeram in Regensburg erfolgreich vor.

Beltracchi ist der raffinierteste Kunstfälscher der jüngeren Geschichte. 35 Jahre lang setzt er sein Talent ein, um Bilder in der Handschrift anderer Maler zu malen. Über 300 Bilder schleust er so in den Kunstmarkt. Bis er 2010 auffliegt und zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt wird. Nach getaner Buße Anfang 2015 zeigt der Meisterfälscher wieder, was er kann.

Donnerstag, 04.01. / 19.25 Uhr / Der Meisterfälscher ~ Wolfgang Beltracchi porträtiert Otto Waalkes
Film von Christoph Müller
(Erstsendung: 27.02.2016)
SRF

Otto Waalkes wollte Maler werden und studierte an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Er wurde dann aber Musiker und Komiker, so etwas wie das Urgestein der neuen deutschen Komik.

Wolfgang Beltracchi hatte keine abgeschlossene akademische Ausbildung und übertrumpfte doch alle. Zwei Tage lang sitzt Otto Waalkes dem Fälscher Modell. Der porträtiert ihn im Stile von Anthonis van Dyck und probiert sich dabei in der Schnellmalerei.

Er könne jeden beliebigen Stil imitieren, behauptet Beltracchi von sich. Und dies versucht er nun zu beweisen, indem er Otto im Stile Anthonis van Dycks porträtiert. Ein gewagtes Unterfangen in derart kurzer Zeit!

Otto Waalkes erzählt dem Maler aus seinen jungen Jahren in der Wohngemeinschaft der Villa Kunterbunt, wo sich der Kern der Hamburger Musik  und Komiker Szene zusammenfand. Daneben reden die beiden gerne über verschiedene Arten zu malen.

Beltracchi ist der raffinierteste Kunstfälscher der jüngeren Geschichte. 35 Jahre lang setzt er sein Talent ein, um Bilder in der Handschrift anderer Maler zu malen. Über 300 Bilder schleust er so in den Kunstmarkt. Bis er 2010 auffliegt und zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt wird. Nach getaner Buße Anfang 2015 zeigt der Meisterfälscher wieder, was er kann.

Donnerstag, 04.01. / 22.25 Uhr / Das Piano
(The Piano)
Spielfilm, Australien/Frankreich 1992
3sat

Ada McGrath: Holly Hunter
George Baines: Harvey Keitel
Alisdair Stewart: Sam Neill
Flora McGrath: Anna Paquin
Tante Morag: Kerry Walker
u. a.
Regie: Jane Campion
Länge: 117 Minuten

Die Geschichte der stummen Schottin Ada, die Mitte des 19. Jahrhunderts mit ihrer Tochter und einem Piano nach Neuseeland kommt, um einen Unbekannten zu heiraten.

Jane Campions preisgekrönter Kinofilm erzählt emotional und mit überwältigenden Bildern ein Liebesdrama in viktorianischer Zeit.

Nach einer anstrengenden Schiffsreise von Schottland nach Neuseeland findet sich die Schottin Ada McGrath an einem einsamen Strand wieder, gemeinsam mit ihrer neunjährigen Tochter Flora und ihrem geliebten Piano. Ada, die seit ihrer Kindheit nicht mehr spricht, hat diese Mühen für eine arrangierte Ehe auf sich genommen.

Ihr zukünftiger Mann Alisdair Stewart jedoch findet den Transport des schweren Instruments durch die Wildnis zu beschwerlich und lässt es am Strand zurück. Für ein paar Hektar Land überlässt er es kurzerhand seinem ungebildeten, aber sensiblen Nachbarn George Baines, der sofort bemerkt hat, wie viel das Klavier dieser merkwürdigen Frau aus Europa bedeutet.

Baines bietet Ada einen Handel an: Wenn sie ihm regelmäßig offiziell Klavierstunden erteilt, kann sie sich das Instrument inoffiziell "zurückverdienen". Was er meint, ist ein erotischer Tauschhandel: Jede Enthüllung oder gar Berührung ihres viktorianisch fest verschnürten Körpers während der Klavierstunden wird in Tasten aufgewogen, bis Ada irgendwann wieder ganz im Besitz des Pianos ist. Doch dieser seltsame Handel entwickelt eine erotische und emotionale Eigendynamik, mit der sie nicht gerechnet haben.

Mit "Das Piano" gewann die neuseeländische Regisseurin Jane Campion einen Oscar für das Beste Drehbuch und als erste Frau überhaupt beim Festival von Cannes die Goldene Palme. Mit Holly Hunter, Harvey Keitel, Sam Neill und Anna Paquin in den Hauptrollen gehört die Geschichte der stummen Ada zu den großen Kinoerzählungen der letzten Jahrzehnte.

Freitag, 05.01. / 03.40 Uhr / 3satfestival   Die Jubiläumsgala
3sat Zelt Mainz, September 2016
Regie: Volker Weicker
3sat

Seit drei Jahrzehnten zeigt das 3satfestival die aktuellen Höhepunkte aus Kabarett und Comedy, Kleinkunst und Musik. Im Jubiläumsjahr 2016 wird gefeiert: mit einer 90 minütigen Show.

Statt Nostalgie und Retrospektive bleibt 3sat dem Motto von Andreas Rebers treu: „Kabarett ist wie Salat – es muss frisch bleiben!“ So präsentieren Tobias Mann und seine Gäste aktuelle Themen, exklusive Nummern, gemeinsame Auftritte und einige Überraschungen.

30 Jahre 3satfestival – das sind 30 Jahre große Kleinkunst. Was einst auf der IFA Berlin ins Leben gerufen wurde, bekam schon bald seinen festen Platz im eigens errichteten Zelt auf dem Mainzer Lerchenberg. Seitdem trifft sich hier jedes Jahr im Herbst das „Who is Who“ der deutschsprachigen Kleinkunstszene. Wortgewaltiges Kabarett hat beim 3satfestival ebenso seinen Platz wie feine Unterhaltung, Musik und allerlei Skurriles. Dieser Mischung will auch die Jubiläumsgala gerecht werden. Keine langen Würdigungen der Verdienste aus der Vergangenheit – lieber das Beste von heute! Und das sind:

Tobias Mann, Kabarettist, Musiker, Moderator. Sein Lebenslauf ist nicht nur eng verbunden mit 3sat, sondern auch mit der Kabarett Hochburg Mainz. 2008 wurde ihm der Förderpreis zum Deutschen Kleinkunstpreis verliehen, nicht erst seitdem geht es für ihn steil bergauf. Seine Soloprogramme präsentiert er regelmäßig beim 3satfestival, im ZDF hat er eine eigene Satiresendung zusammen mit Christoph Sieber. Er führt nicht nur durch die Show, sondern darf sich gemeinsam mit den Kollegen auch musikalisch austoben.

Michael Krebs und Die Pommesgabeln des Teufels sind die musikalischen Begleiter der Show. Der studierte Jazzmusiker und Heavy Metal Fan Krebs ist seit Jahren erfolgreich mit Kabarett Soloabenden unterwegs. Zusammen mit den „Pommesgabeln“, namentlich Boris the Beast und der Oheim des Todes, hatte er beim 3satfestival 2013 einen großen Auftritt. Nun treten sie wieder an, um zu beweisen, wie lustig Rock ’n’ Roll sein kann.

Wer Musikkabarett der Spitzenklasse sehen will, der kommt um Bodo Wartke nicht herum. Der Pianist, Entertainer und Wortakrobat zeigt sich leider nur selten im Fernsehen, zum Glück aber regelmäßig bei 3sat. In diesem Jahr wird er hier auch sein aktuelles Soloprogramm präsentieren, einen Vorgeschmack gibt es bereits bei der Jubiläumsgala.

Andreas Rebers ist der beste Beweis, dass eine gesunde Portion Wahnsinn auf der Bühne sehr hilfreich sein kann. Ob er eine neue Glaubensrichtung verkündet, sich dazu selbst am Akkordeon, Klavier oder Keyboard begleitet – er geht gedanklich am liebsten dahin, wo noch niemand vor ihm war. Wer ihm folgt, hat erst großen Spaß und am Ende mindestens einen klugen Gedanken mehr im Kopf.

Der Schweizer Martin O. ist ein echtes Stimmwunder. Mit Hilfe seiner „Loop Station“ mixt er verschiedenste Sounds zu eindrucksvollen Gesamtkompositionen. Kleinkunst auf höchstem Niveau, für die ihm 2012 der Deutschen Kleinkunstpreis verliehen wurde.

Die Ehrlich Brothers sind nicht nur Deutschlands angesagteste Magier, sondern auch frisch gebackene Weltrekordler: im Juni 2016 feiern sie vor knapp 40 000 Zuschauern in der Frankfurter Commerzbank Arena die offiziell größte Zaubershow der Welt. Andreas und Chris Ehrlich sind Meister der großen Illusion, auch die verblüffenden kleinen Tricks beherrschen sie perfekt. Nebenbei sind sie auch noch sehr lustig und überaus sympathisch.

Als Hazel Brugger zur Welt kam, war das 3satfestival schon lange schulreif. Als das 3satfestival längst volljährig war, entdeckte die Schweizerin ihre Liebe zum Poetry Slam. Seit sie den Spickzettel beiseitegelegt hat, erobert sie die Kabarettbühnen in Rekordzeit. Ihr Humor ist überraschend, schräg und klug – ein perfekter Gast beim 3satfestival.

Sebastian Pufpaff gehört zu 3sat wie die Frage „Hä?“ zu seinem Nachnamen. Noch einmal sei es gesagt: Ja, er heißt wirklich so. Zum Glück muss er sich kaum noch vorstellen, denn er hat es längst in die Champions League der Kabarettisten geschafft. Bei 3sat lädt er regelmäßig zu „Pufpaffs Happy Hour“ ein, um die angesagtesten Acts aus Kabarett, Comedy und Poetry Slam zu präsentieren. Heute bleibt seine Küche ausnahmsweise kalt und er darf selbst mal Gast sein.

Nils Heinrich hat schon absurde Geschichten vorgetragen, als den großen Durchbruch des Poetry Slams noch niemand erahnt hat. Er ist erfolgreicher Kabarettist und Autor, und auch als junger Vater bemüht er sich redlich: nachzulesen in seinem jüngsten Buch „Sei froh, dass du nicht Joghurt heißt“. Was die wenigsten wussten: Heimlich ist Nils Heinrich auch Gangsterrapper. Ehrlich jetzt. Er wird es beweisen.

Freitag, 05.01. / 05.05 Uhr / Oliver Welke und Dietmar Wischmeyer: Im Herzen jung!
Eine Lesung
Theater am Aegi, Hannover, Januar 2016
Regie: Marcel Behnke
3sat

Zwei Veteranen trotzen dem Alter: Die verhinderten Schlagerstars Oliver Welke und Dietmar Wischmeyer lesen Texte aus einem Buch, das niemals erscheinen wird.

Es geht um die Zukunft, um Milchaufschäumer   und es geht uns alle an. Klingt komisch, ist es auch! Versprochen wird ein unvergesslicher Abend, bei dem "einem das Denken im Halse stecken bleibt".

Seit über 20 Jahren kreuzen sich die Wege von Oliver Welke und Dietmar Wischmeyer immer wieder. Vom "frühstyxradio" beim niedersächsischen Radio ffn bis zur "heute show" des ZDF prägen sie die deutsche Satirelandschaft. Logisch, dass dabei auch großartige gemeinsame Projekte entstanden: Etwa die Textsammlung "Frank Bsirske macht Urlaub auf Krk" mit ebenso absurden wie fiktiven Einblicken in das Privatleben deutscher Prominenter.

Im Januar 2016 nutzten sie wieder die Winterpause der "heute show" für eine kurze Tournee, die es in sich hatte: "Im Herzen jung" hieß das Programm, das angeblich der Inspiration durch die Schlagerbarden "Die Amigos" zu verdanken ist. Entsprechend gingen die Künstler in roten Show Anzügen auf die Bühne.

Samstag, 06.01. / 19.30 Uhr / Chinas neue Musentempel
Film von Ralf Pleger
Erstausstrahlung
3sat

Nirgendwo auf der Welt sind so viele Theater  und Opernhäuser gebaut worden wie in den letzten Jahren in China. Im ganzen Land schießen eindrucksvolle Musentempel wie Pilze aus dem Boden.

Eine chinesische Stadt, die etwas auf sich hält, glänzt mit einem repräsentativen Opernhaus. Im Westen hat das Tradition. Chinas Metropolen greifen diese Idee nun auf und setzen sie um – per Regierungsauftrag, in kürzester Frist und im ganz großen Stil.

Bemerkenswerte Wahrzeichen entstehen, Vorzeigeprojekte auf Weltklasseniveau. Von internationalen Star Architekten werden sie entworfen und hochwertig ausgestattet. Doch was haben diese Häuser darüber hinaus zu bieten? Entwickelt sich China zum Opernparadies der Zukunft?

Filmemacher und Opernkenner Ralf Pleger begibt sich auf Erkundungstour durch Mega Citys wie Shanghai, Guangzhou und Wuxi. Sein Blick auf die neue chinesische Opernglitzerwelt erfasst ihre Fassaden und das Treiben dahinter. Die hochmodernen Theatergebäude sind atemberaubend, ihre Möglichkeiten bewundernswert. Es sind vielgestaltige Repräsentationsbauten, in denen Musik, Kunst und Kultur mitsamt ihren gesellschaftlichen Komponenten betrieben, erneuert und kontrovers diskutiert werden. Ralf Pleger hinterfragt diese Entwicklung in China: das kulturpolitische Verständnis des Landes, aber auch das Verständnis für Entertainment zwischen Tradition, Innovation und Experimentierfreudigkeit. Außerdem beleuchtet die Dokumentation die sehr spezielle Definition von Oper in China mit ihren regionalen Ausprägungen.

„Chinas neue Musentempel“ präsentiert ein Phänomen, das noch in seiner Anfangsphase steckt, dessen Potenzial und Strahlkraft aber schon jetzt nicht nur Opernliebhaber fasziniert.

Samstag, 06.01. / 20.15 Uhr / Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2018
Wiener Musikverein

Programm:
Johann Strauß (Sohn): "Rosen aus dem Süden"
Alfons Czibulka: "Stéphanie Gavotte"

Mit den Tänzern Maria Yakovleva und Eno Peci, Ioanna Avraam und Mihail Sosnovschi, Alice Firenze und Francesco Costa, Elena Bottaro und Richard Szabo, Adele Fiocchi und Andrey Teterin, Rebecca Horner und Roman Lazik vom Wiener Staatsballett und der Wiener Ballettakademie
Kostüme: Jordi Roig
ORF
Choreografie: Davide Bombana
Orchester: Wiener Philharmoniker
Musikalische Leitung: Riccardo Muti
Bildregie: Henning Kasten

Die Wiener Philharmoniker präsentieren zum Jahresbeginn 2018 wieder ein heiteres und zugleich besinnliches Programm aus dem Repertoire der Strauß Dynastie und deren Zeitgenossen.

Der italienische Maestro Riccardo Muti dirigiert bereits zum fünften Mal das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker. Es sei ein Zeichen "tiefer künstlerischer Verbundenheit", so Philharmoniker Vorstand Andreas Großbauer.

"Die besondere Qualität der Aufführungen verleiht Riccardo Muti einen außergewöhnlichen Stellenwert in der Geschichte der Wiener Philharmoniker. Muti ist bekannt für sein intensives Quellenstudium, das er seinen Interpretationen zugrunde legt, und ist ein profunder Kenner des spezifischen Klanges der Wiener Philharmoniker", so Großbauer.

Die traditionellen Neujahrskonzerte erfreuen sich nicht nur im Musikvereinssaal in Wien großer Beliebtheit, sondern genießen durch die weltweite Fernsehübertragung, die mittlerweile über 90 Länder erreicht, auch ein hohes Maß an Bekanntheit und Popularität im In  und Ausland.

Samstag, 06.01. / 22.45 Uhr / Schwanensee
Ballett von Rudolf Nurejew, Marius Petipa und Lew Iwanow
Wiener Staatsoper, 2014
ORF
Odette/Odine: Olga Esina
Prinz: Vladimir Shishov

Ballettdirektor: Manuel Legris
Musik: Peter Iljitsch Tschaikowski
Orchester: Wiener Staatsoper
Musikalische Leitung: Alexander Ingram
Regie: Michael Beyer

Rudolf Nurejew choreografierte die Inszenierung von Tschaikowskis "Schwanensee" an der Wiener Staatsoper. Ballettdirektor Manuel Legris präsentiert 2014 die Neuinterpretation.

Es ist eines der schönsten und meistaufgeführten Werke der Ballettliteratur: Die Geschichte des in einen Schwan verzauberten Mädchens, das nur durch die Liebe des Prinzen erlöst werden kann.

Nurejew gilt als bedeutendster Tänzer des späten 20. Jahrhunderts. Er war 26 Jahre alt, als ihm 1964 mit seinem "Schwanensee" der große Wurf an der Wiener Staatsoper gelang. Diese Aufführung schrieb Ballettgeschichte und stellte mit 89 Schlussvorhängen nach der Premiere einen Rekord auf. In Nurejews Choreografie wird die männliche Hauptrolle aufgewertet und der Partie der Primaballerina gleichgestellt.

Nach fast 50 Jahren brachte Manuel Legris das beliebte Werk in neuem Look an die Bühne der Wiener Staatsoper zurück. Luisa Spinatelli gestaltete das Bühnenbild, inspiriert durch die fantastische Welt des Bayernkönigs Ludwig II. Olga Esina, Erste Solotänzerin der Wiener Ballettkompanie, tanzt die Doppelrolle Odette/Odile, Vladimir Shishov die Partie des Prinzen. Die Leitung des Orchesters der Wiener Staatsoper unterliegt Alexander Ingram.

Sonntag, 07.01.: Winterwelten    Ein 3sat Thementag

Montag, 08.01. / 01.50 Uhr / Joan Baez: Live in New York   75 Birthday Celebration
Beacon Theatre, New York, USA, 2016
Regie: David Horn
3sat

Am 27. Januar 2016 feiert Joan Baez ihren 75. Geburtstag in New Yorks historischem Beacon Theatre mit David Crosby, Paul Simon und weiteren Musik Legenden mit einem Unplugged Konzert.

Ein Jahr zuvor würdigt Amnesty International Joan Baez mit dem höchsten Preis der Menschenrechtsorganisation, dem „Ambassador of Conscience Award“ („Botschafter des Gewissens“), im Rahmen einer Feier in Berlin. Den Preis erhält sie für ihren Kampf für Menschenrechte.

Montag, 08.01. / 02.35 Uhr / Mika: Sinfonia Pop
Teatro Sociale di Como, Italien, 2015
Regie: Luigi Antonini
3sat

Begleitet von einem sinfonischen Orchester und einem 16 köpfigen Chor, tritt Mika im Oktober 2015 im klassizistischen Teatro Sociale im italienischen Como auf und präsentiert seine Hits.

Seine Vorbilder sind so unterschiedlich wie seine Kostüme: Jacques Brel, Leonard Cohen und Freddie Mercury haben den libanesisch britischen Sänger auf seinem Weg bis zu seinem grandiosen Debütalbum „Life in Cartoon Motion“ im Jahr 2007 wesentlich beeinflusst.

Montag, 08.01. / 03.10 Uhr / George Fest: A Night to Celebrate the Music of George Harrison
Fonda Theatre, Los Angeles, USA, 2014
Regie: Justin Mitchell
3sat

Am 28. September 2014 treffen sich viele Prominente auf Einladung von Dhani Harrison im Fonda Theatre in Los Angeles, um die Musik des 2001 verstorbenen George Harrison zu würdigen.

Ein weiterer Anlass für das Festkonzert ist die Veröffentlichung von George Harrisons Solo Alben „The Apple Years 1968 – 1975“. Auf der Bühne stehen unter anderen Brian Wilson, Norah Jones, Brandon Flowers, Ben Harper, Dhani Harrison und Moderator Conan O'Brien.

Montag, 08.01. / 03.55 Uhr / Scorpions: MTV Unplugged
Lycabettus Theatre, Athen, Griechenland, 2013
Regie: Sven Offen
3sat

Am 11. und 12. September 2013 treten die Scorpions im griechischen Lycabettus Theater bei Athen im Rahmen der "MTV Unplugged" Konzertreihe auf   das erste Open Air Konzert der Reihe.

Das 1965 entworfene und gebaute Theater steht auf dem Berg Lycabettus, bietet einen imposanten Blick auf die griechische Metropole und ist wie geschaffen für ein sommerliches Open Air Konzert einer Band, deren Songs auch in akustischen Arrangements überzeugen.

Montag, 08.01. / 04.55 Uhr / Mumford & Sons: Dust and Thunder
Monument Amphitheatre, Pretoria, Südafrika, 2016
Regie: Dick Carruthers
3sat

Am 6. und 7. Februar 2016 spielen Mumford & Sons im Monument Amphitheatre in Pretoria im Rahmen ihrer „Wilder Mind Tour" und präsentieren vor monumentaler Kulisse ihre Hits und ihre Gäste.

Als die britischen Folk Rocker eine Südafrika Tour planen, erwarten sie wenig Nachfrage. Einige Konzerte sollen es werden, ohne Druck und Erwartungen. Doch die ersten 5000 Tickets sind sofort verkauft, und in Pretoria stehen die Musiker dann vor 50 000 Fans.

Montag, 08.01. / 05.55 Uhr / Eagles of Death Metal: Live in Paris
Olympia, Paris, Frankreich, 2016
Regie: Vincent Bordes, Julien AÏvadian
3sat

Am 16. Februar 2016, drei Monate nach dem Anschlag auf den Konzertsaal Bataclan und die Band in Paris, kehren die Eagles of Death Metal zurück und spielen ein emotionales Konzert.

„Ich hoffe, ich kann auf die Bühne gehen und stärker sein als jetzt. Ich will nicht vor allen zusammenbrechen“, sagt Sänger Jesse Hughes vor dem streng bewachten Auftritt. Hughes hält durch und setzt ein Zeichen gegen den Terror.

Samstag, 13.01. / 19.30 Uhr / Theater: Ein Fest! Festival d'Automne à Paris
Moderation: Nina Sonnenberg
Erstausstrahlung
3sat

Die neue Staffel von "Theater: Ein Fest!" startet mit einem Einblick in das "Festival d'Automne à Paris". Nina Sonnenberg trifft die beiden Choreografen William Forsythe und Jérôme Bel.

Sie spricht mit den international renommierten Künstlern über ihre Arbeiten für das Ballett der Oper Lyon. Außerdem steht die Performance "Unwanted" auf dem Programm. Das Stück der aus Ruanda stammenden Künstlerin Dorothée Munyaneza tourt gerade durch ganz Europa.

In erschütternden Tondokumenten kommen die Opfer von Vergewaltigungen während des Bürgerkriegs in ihrem Heimatland zu Wort.

Außerdem besucht Nina Sonnenberg die Ausstellung der schottischen Künstlerin Karla Black und erlebt multimediale Installationen von William Forsythe und dem japanischen Klangkünstler Ryoji Ikeda.

Das "Festival d'Automne à Paris" findet alljährlich in Paris statt und zeigt von September bis Januar Highlights aus Tanz, Theater, Performance, Musik und bildender Kunst. Es erstreckt sich über ganz Paris und ist an Vielfalt kaum zu überbieten. Ein Fest!

Samstag, 13.01. / 20.15 Uhr / Mariss Jansons dirigiert Dvorák
Symphonie Nr. 8 und Konzertouvertüre Karneval
Philharmonie im Gasteig, München, Januar 2016
Orchester: Symphonieorchester des, Bayerischen Rundfunks
Musikalische Leitung: Mariss Jansons
Regie: Michael Beyer
(Erstsendung: 27.11.2016)
ARD/BR

Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks spielte im Januar 2016 in der Philharmonie im Gasteig die Symphonie Nr. 8 von Antonín Dvorák unter der Leitung von Mariss Jansons.

Die Symphonie Nr. 8 G Dur op. 88 hat einen eher heiteren, beschwingten Charakter. Schon die Uraufführung 1890 in Prag war ein großer Erfolg. Danach fand die Symphonie schnell Verbreitung, besonders auch bei Konzerten des Dirigenten Hans Richter in England.

Dies und die Tatsache, dass Dvorák aufgrund eines heftigen Streits mit seinem Stammverleger Fritz Simrock die Partitur bei einem Londoner Verlag publizieren ließ, bescherten dem Werk im deutschsprachigen Raum den Beinamen "Die Englische."

Redaktionshinweis: 3sat zeigt "Mariss Jansons dirigiert Dvorák" zum 75. Geburtstag des lettischen Dirigenten am 14. Januar. Aus demselben Anlass folgen um 21.05 Uhr das Konzert "Jansons und Barenboim mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 5" sowie um 22.30 Uhr das Porträt "Der Dirigent Mariss Jansons". Ab 23.15 Uhr zeigt 3sat die beiden ersten Teile der neunteiligen Reihe "Jansons in Tokio. Der Beethoven Zyklus".

Samstag, 13.01. / 21.05 Uhr / Jansons und Barenboim mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 5
Das BR Symphonieorchester spielt Beethoven und Prokofjew

Programm:
  Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 5 Es Dur, op. 73
  Sergej Prokofjew: Symphonie Nr. 5 B Dur, op. 100
Klavier: Daniel Barenboim
Orchester: Symphonieorchester des, Bayerischen Rundfunks
Musikalische Leitung: Mariss Jansons
Regie: Elisabeth Malzer
Erstausstrahlung
ARD/BR/3sat

Daniel Barenboim als Klaviersolist und Mariss Jansons am Pult interpretieren am 10. November 2017 das majestätische fünfte Klavierkonzert von Beethoven in der heroischen Tonart Es Dur.

Beziehungsreich kombiniert Jansons dieses symphonisch konzipierte Stück mit der monumentalen fünften Symphonie von Sergej Prokofjew, seiner populärsten. Denn obwohl man es ihnen nicht anhört, entstanden beide Werke unter kriegerischen Umständen.

Beethovens fünftes Klavierkonzert entstand 1809 zur Zeit der napoleonischen Besatzung Wiens, Prokofjews Sinfonie Nr. 5 im letzten Kriegsjahr 1944. Siegesgewissheit, Pathos, melodische Kraft und lyrische Intimität verströmen beide Kompositionen, wobei Prokofjew mit seinem affirmativen Werk   ganz im Sinne des "sozialistischen Realismus"   auf unmittelbare Verständlichkeit bei seinen Landsleuten setzte.

Nach zehn Jahren kehrt Daniel Barenboim als Klaviersolist zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks zurück. 2007 hatte er mit Mariss Jansons am Pult das erste Klavierkonzert von Brahms gespielt, ältere Musikfreunde erinnern sich noch an Barenboims beglückende Gastauftritte unter dem damaligen Chefdirigenten Rafael Kubelik in den 1970er Jahren.

Nur wenige Tage nach diesem Konzert im Münchner Gasteig feierte der Universalmusiker Barenboim am 15. November seinen 75. Geburtstag, Jansons folgte ihm zwei Monate später mit demselben Jubiläum.

Samstag, 13.01. / 22.30 Uhr / Der Dirigent Mariss Jansons ~Porträt zum 75. Geburtstag
Film von Eckhart Querner
(Erstsendung: 09.01.2018)
ARD/BR

Der Film, entstanden zum 75. Geburtstag von Mariss Jansons am 14. Januar 2018, zeichnet in Interviews und Reportage Szenen Stationen aus dem Leben des Dirigenten und seines Werdegangs nach.

Ein Schwerpunkt ist seine Arbeit mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, seit 2003 ist er dessen Chefdirigent. Filmemacher Eckhart querner hat das Orchester und seinen Chefdirigenten im Herbst 2017 bei Gastspielen in Wien und Mailand begleitet.

Er war auch dabei, als der lettische Dirigent seine Geburtsstadt Riga besuchte und nach St. Petersburg, seinem heutigen Wohnort, heimkehrte.

Weitere biografische Stationen im Leben von Mariss Jansons sind das Salzburg der frühen 1970er Jahre sowie das Oslo der 1990er Jahre, wo Jansons Chefdirigent der Osloer Philharmoniker war. Das filmische Porträt lässt auch Jansons' langjähriges Engagement beim Concertgebouw Orchester Amsterdam Revue passieren und richtet das Augenmerk auch auf seine enge Verbundenheit mit dem japanischen Musikleben und dem dortigen Publikum.

Samstag, 13.01. / 23.15 Uhr / Jansons in Tokio. Der Beethoven Zyklus (1/9)
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 1 C Dur op. 21
Suntory Hall, Tokio
Orchester: Symphonieorchester des, Bayerischen Rundfunks
Musikalische Leitung: Mariss Jansons
Regie: Hisao Tonooka
(Erstsendung: 01.12.2013)
ARD/BR

Im Herbst 2012 haben Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks unter Mariss Jansons in Tokio den Zyklus aller neun Beethoven Symphonien aufgeführt.   Symphonie Nr. 1.

Die ersten Takte der Ersten Symphonie klingen wie ein Schluss. Ein Ausrufezeichen, mit dem Beethoven schon in seinem symphonischen Erstlingswerk den Anspruch formuliert, die klassische Form zu hinterfragen und ihre Möglichkeiten aufs Äußerste auszuschöpfen.

Ein in seiner Tradition erstarrtes formales Regelwerk wird durch Beethovens Ausdruckswillen und seinen genialen Innovationsgeist lebendig.

Die Aufführungen in der berühmten Suntory Hall in Tokio sind der Maßstab des Klassik begeisterten japanischen Publikums. Ein Gastspiel in diesem Konzertsaal ist für jedes bedeutende Orchester der Welt eine besondere Ehre. Dort gleich eine ganze Konzertreihe anbieten zu dürfen, ist sehr ungewöhnlich. Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks wurde dazu eingeladen. , es spielte im Rahmen seiner Ostasien Tournee im Herbst 2012 an fünf Abenden unter Leitung von Mariss Jansons den Beethoven Zyklus. Die zyklische Aufführung der neun Symphonien von Ludwig van Beethoven wird auf lange Zeit einen Höhepunkt in den Annalen von Orchester und Chor markieren. 

Die Suntory Hall bot die Kulisse für ein Beethoven Fest ganz besonderer Klasse, das am letzten Abend in der Aufführung der "Neunten" unter Mitwirkung des Chors des Bayerischen Rundfunks und vier hervorragender Solisten gipfelte. Mariss Jansons, seit 2003 der Chefdirigent von Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, hat mit seinem Orchester zu einer energiegeladenen Interpretation gefunden. Ein Beethoven, getragen von der Kunst eines internationalen Spitzenorchesters und eines der bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit. 

Der "Music Pen Club Japan", die Vereinigung japanischer Musikjournalisten, verlieh eine Auszeichnung und wählte diesen Zyklus der Beethoven Symphonien zu den besten Konzerten ausländischer Künstler in Japan im Jahr 2012.

Samstag, 13.01. / 23.45 Uhr / Jansons in Tokio. Der Beethoven Zyklus (2/9)
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 2 D Dur op. 36
Suntory Hall, Tokio
Orchester: Symphonieorchester des, Bayerischen Rundfunks
Musikalische Leitung: Mariss Jansons
Regie: Hisao Tonooka
(Erstsendung: 01.12.2013)
ARD/BR

Im Herbst 2012 haben Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks unter Mariss Jansons in Tokio den Zyklus aller neun Beethoven Symphonien aufgeführt.   Symphonie Nr. 2.

"Sie ist das Werk eines Feuergeistes, das bleiben würde, wenn tausend jetzt gefeierte Modesachen längst zu Grabe getragen wären." Das schrieb Friedrich Rochlitz, Schriftsteller und Musikkritiker der "Allgemeinen Musikalischen Zeitung" über das zweite Konzert.

Bis heute hat das kontrastreiche, immer wieder überraschende und vor Energie sprühende Werk nichts von seiner Frische verloren.

Die Aufführungen in der berühmten Suntory Hall in Tokio sind der Maßstab des Klassik begeisterten japanischen Publikums. Ein Gastspiel in diesem Konzertsaal ist für jedes bedeutende Orchester der Welt eine besondere Ehre. Dort gleich eine ganze Konzertreihe anbieten zu dürfen, ist sehr ungewöhnlich. Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks wurde dazu eingeladen. Es spielte im Rahmen seiner Ostasien Tournee im Herbst 2012 an fünf Abenden unter Leitung von Mariss Jansons den Beethoven Zyklus. Die zyklische Aufführung der neun Symphonien von Ludwig van Beethoven wird auf lange Zeit einen Höhepunkt in den Annalen von Orchester und Chor markieren.

Die Suntory Hall bot die Kulisse für ein Beethoven Fest ganz besonderer Klasse, das am letzten Abend in der Aufführung der "Neunten" unter Mitwirkung des Chors des Bayerischen Rundfunks und vier hervorragender Solisten gipfelte. Mariss Jansons, seit 2003 der Chefdirigent von Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, hat mit seinem Orchester zu einer energiegeladenen Interpretation gefunden. Ein Beethoven, getragen von der Kunst eines internationalen Spitzenorchesters und eines der bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit.

Der "Music Pen Club Japan", die Vereinigung japanischer Musikjournalisten, verlieh eine Auszeichnung und wählte diesen Zyklus der Beethoven Symphonien zu den besten Konzerten ausländischer Künstler in Japan im Jahr 2012.

Redaktionshinweis: Am Sonntag, 14. Januar, ab 11.20 Uhr zeigt 3sat die Folgen drei und vier der neunteiligen Konzertreihe "Jansons in Tokio. Der Beethoven Zyklus".

Sonntag, 14.01. / 10.05 Uhr / Literaturclub
(Erstsendung: 19.12.2017)
SRF

"Literaturclub" diskutiert die neuesten literarischen Entdeckungen und gibt Orientierungshilfe im Buchmarkt.
In der Gesprächssendung werden jeweils vier bis fünf Neuerscheinungen besprochen.

Sonntag, 14.01. / 11.20 Uhr / Jansons in Tokio. Der Beethoven Zyklus (3/9)
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 3, Es Dur,
"Eroica", op. 55
Suntory Hall, Tokio
Orchester: Symphonieorchester, des Bayerischen Rundfunks
Musikalische Leitung: Mariss Jansons
Regie: Hisao Tonooka
(Erstsendung: 15.12.2013)
ARD/BR

Im Herbst 2012 haben Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks unter Mariss Jansons in Tokio den Zyklus aller neun Beethoven Symphonien aufgeführt.   Symphonie Nr. 3.

Die berühmte "Eroica" gilt als eine der genialsten Schöpfungen Beethovens. Eine populäre Anekdote besagt, dass der Komponist   ein engagierter Beobachter der politischen Verhältnisse im Zeitalter der Aufklärung   das Werk Napoleon Bonaparte gewidmet hatte.

Aus Enttäuschung soll er diese Widmung zurückgenommen haben, nachdem Napoleon sich selbst zum Kaiser erklärt hatte. Ein Beethoven, getragen von der Kunst eines internationalen Spitzenorchesters und einem der bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit.

Die Aufführungen in der berühmten Suntory Hall in Tokio sind der Maßstab des Klassik begeisterten japanischen Publikums. Ein Gastspiel in diesem Konzertsaal ist für jedes bedeutende Orchester der Welt eine besondere Ehre. Dort gleich eine ganze Konzertreihe anbieten zu dürfen, ist sehr ungewöhnlich. Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks wurde dazu eingeladen. Es spielte im Rahmen seiner Ostasien Tournee im Herbst 2012 an fünf Abenden unter Leitung von Mariss Jansons den Beethoven Zyklus. Die zyklische Aufführung der neun Symphonien von Ludwig van Beethoven wird auf lange Zeit einen Höhepunkt in den Annalen von Orchester und Chor markieren.

Die Suntory Hall bot die Kulisse für ein Beethoven Fest ganz besonderer Klasse, das am letzten Abend in der Aufführung der "Neunten" unter Mitwirkung des Chors des Bayerischen Rundfunks und vier hervorragender Solisten gipfelte. Mariss Jansons, seit 2003 der Chefdirigent von Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, hat mit seinem Orchester zu einer energiegeladenen Interpretation gefunden. Ein Beethoven, getragen von der Kunst eines internationalen Spitzenorchesters und eines der bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit.

Der "Music Pen Club Japan", die Vereinigung japanischer Musikjournalisten, verlieh eine Auszeichnung und wählte diesen Zyklus der Beethoven Symphonien zu den besten Konzerten ausländischer Künstler in Japan im Jahr 2012.

Sonntag, 14.01. / 12.15 Uhr / Jansons in Tokio. Der Beethoven Zyklus (4/9)
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 4 B Dur op. 60
Suntory Hall, Tokio
Orchester: Symphonieorchester des, Bayerischen Rundfunks
Musikalische Leitung: Mariss Jansons
Regie: Hisao Tonooka
(Erstsendung: 26.12.2013)
ARD/BR

Im Herbst 2012 haben Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks unter Mariss Jansons in Tokio den Zyklus aller neun Beethoven Symphonien aufgeführt.   Symphonie Nr. 4.

Die langsame, tragisch umwehte Einleitung lässt nicht erahnen, was folgt: Beethovens 4. Symphonie ist ein außerordentlich spritziges, fröhlich turbulentes Werk. Selbst der ruhige Adagio Satz ist voll heller Lyrik und romantischer Gesanglichkeit.

Zu Lebzeiten des Komponisten war die "Vierte" außerordentlich populär, heute jedoch gehört sie zu den etwas weniger häufig zu hörenden Beethoven Symphonien.

Die Aufführungen in der berühmten Suntory Hall in Tokio sind der Maßstab des Klassik begeisterten japanischen Publikums. Ein Gastspiel in diesem Konzertsaal ist für jedes bedeutende Orchester der Welt eine besondere Ehre. Dort gleich eine ganze Konzertreihe anbieten zu dürfen, ist sehr ungewöhnlich. Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks wurde dazu eingeladen. Es spielte im Rahmen seiner Ostasien Tournee im Herbst 2012 an fünf Abenden unter Leitung von Mariss Jansons den Beethoven Zyklus. Die zyklische Aufführung der neun Symphonien von Ludwig van Beethoven wird auf lange Zeit einen Höhepunkt in den Annalen von Orchester und Chor markieren.

Die Suntory Hall bot die Kulisse für ein Beethoven Fest ganz besonderer Klasse, das am letzten Abend in der Aufführung der "Neunten" unter Mitwirkung des Chors des Bayerischen Rundfunks und vier hervorragender Solisten gipfelte. Mariss Jansons, seit 2003 der Chefdirigent von Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, hat mit seinem Orchester zu einer energiegeladenen Interpretation gefunden. Ein Beethoven, getragen von der Kunst eines internationalen Spitzenorchesters und eines der bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit.

Der "Music Pen Club Japan", die Vereinigung japanischer Musikjournalisten, verlieh eine Auszeichnung und wählte diesen Zyklus der Beethoven Symphonien zu den besten Konzerten ausländischer Künstler in Japan im Jahr 2012.

Redaktionshinweis: Am Sonntag, 21. Januar, ab 11.05 Uhr zeigt 3sat die Folgen fünf und sechs der neunteiligen Konzertreihe "Jansons in Tokio. Der Beethoven Zyklus".

Montag, 15.01. / 01.45 Uhr / Chiemsee Summer 2016 (1/4): LaBrassBanda und NOFX
(Erstsendung: 11.05.2017)
ARD/BR

3sat zeigt Konzert Highlights der vier Festivaltage vom "Chiemsee Summer" 2016. Die erste Folge mit LaBrassBanda und NOFX.

Einige der besten und bekanntesten Bands aus dem In  und Ausland feierten im August 2016 vier Tage und Nächte den "Chiemsee Summer". 2016 traten unter anderen Die Fantastischen Vier, Sportfreunde Stiller, Annenmaykantereit, Sum 41, Wanda und Steve Aoki auf.

Neben musikalischen Größen aus den Genres Reggae, HipHop, Rock und Elektro hat das Open Air Festival in Übersee auch eins der schönsten Festivalgelände Europas zu bieten.

Montag, 15.01. / 02.45 Uhr / Chiemsee Summer 2016 (2/4): ASD und Prinz Pi
(Erstsendung: 18.05.2017)
ARD/BR

3sat zeigt Konzert Highlights der vier Festivaltage vom "Chiemsee Summer" 2016. Die zweite Folge mit ASD und Prinz Pi. Einige der besten und bekanntesten Bands aus dem In  und Ausland feierten im August 2016 vier Tage und Nächte den "Chiemsee Summer". 2016 traten unter anderen Die Fantastischen Vier, Sportfreunde Stiller, Annenmaykantereit, Sum 41, Wanda und Steve Aoki auf. Neben musikalischen Größen aus den Genres Reggae, HipHop, Rock und Elektro hat das Open Air in Übersee auch eines der schönsten Festivalgelände Europas zu bieten.

Montag, 15.01. / 03.45 Uhr / Chiemsee Summer 2016 (3/4): Sportfreunde Stiller und Brian Fallon
(Erstsendung: 01.06.2017)
ARD/BR

3sat zeigt Konzert Highlights der vier Festivaltage vom "Chiemsee Summer" 2016. Die dritte Folge mit Sportfreunde Stiller und Brian Fallon.

Einige der besten und bekanntesten Bands aus dem In  und Ausland feierten im August 2016 vier Tage und Nächte den "Chiemsee Summer". 2016 traten unter anderen Die Fantastischen Vier, Sportfreunde Stiller, Annenmaykantereit, Sum 41, Wanda und Steve Aoki auf.

Neben musikalischen Größen aus den Genres Reggae, HipHop, Rock und Elektro hat das Open Air Festival in Übersee auch eins der schönsten Festivalgelände Europas zu bieten.

Montag, 15.01. / 04.45 Uhr / Chiemsee Summer 2016 (4/4): Die Orsons und Donots
(Erstsendung: 08.06.2017)
ARD/BR

3sat zeigt Konzert Highlights der vier Festivaltage vom "Chiemsee Summer" 2016. Die vierte Folge mit Die Orsons und Donots.

Einige der besten und bekanntesten Bands aus dem In  und Ausland feierten im August 2016 vier Tage und Nächte den "Chiemsee Summer". 2016 traten unter anderen Die Fantastischen Vier, Sportfreunde Stiller, Annenmaykantereit, Sum 41, Wanda und Steve Aoki auf.

Neben musikalischen Größen aus den Genres Reggae, HipHop, Rock und Elektro hat das Open Air Festival in Übersee auch eins der schönsten Festivalgelände Europas zu bieten.

Samstag, 20.01. / 10.25 Uhr / Johann Strauß Vater: Das Leben   Ein Tanz
Film von Otto Brusatti und Felix Breisach
(Erstsendung: 14.03.2004)
ORF

Einer der Urväter des Wiener Walzers, Johann Strauß Vater, revolutionierte gemeinsam mit Josef Lanner die Unterhaltungsmusik des 19. Jahrhunderts und prägte damit die Zeit des Biedermeiers.

1825 trat Johann Strauß erstmals öffentlich als Komponist in Erscheinung, zwei Jahre darauf gründete er sein eigenes Unternehmen. Es folgte ein steiler Aufstieg, gekrönt durch die Stelle als Hofballmusikdirektor am Kaiserhof und zahlreiche Konzertreisen in Europa.

Drei der Söhne aus Strauß‘ erster Ehe wurden ebenfalls Musiker, darunter Johann Strauß Sohn   später ein ernsthafter Konkurrent seines Vaters.

In der Dokumentation erzählt Musikforscher Otto Brusatti die Geschichte einer musikalischen Ausnahmebegabung.

Samstag, 20.01. / 11.20 Uhr / Kaiserball
Spielfilm, Österreich 1956
ORF
Franzi: Sonja Ziemann
Reichsgraf Georg von Hohenegg: Rudolf Prack
Prinzessin Christine: Hannelore Bollmann
Nicolaus Graf von Görtzen: Bully Buhlan
Portier Rienössl: Hans Moser
u .a.
Regie: Franz Antel
Länge: 96 Minuten

Österreich, Bad Ischl: Die junge Prinzessin Christine und der Reichsgraf auf Hohenegg sollen sich vor ihrer geplanten Verlobung erst einmal kennenlernen. Doch alles kommt anders als erwartet.

Christine verliebt sich in Graf Baranyi, und ihr zukünftiger Gatte in die Näherin Franzi, da diese just im falschen Moment mit Christine verwechselt wird. Die wirkliche Prinzessin gerät dadurch umgekehrt in den Verdacht, eine Hochstaplerin zu sein.

Obwohl Chefportier Rienössl die Missverständnisse noch steigert, findet alles ein gutes Ende.

In "Kaiserball", dem 1956 entstandenen Lustspiel von Star Regisseur Franz Antel gibt es ein Wiedersehen mit Publikumslieblingen wie Rudolf Prack, Sonja Ziemann und Hans Moser.

Samstag, 20.01. / 15.35 Uhr / Glitzer, Glamour und große Gefühle ~ Hinter den Kulissen des Moulin Rouge
Film von Vivienne Radermacher
(Erstsendung: 01.06.2013)
ARD/WDR

Auf der Bühne des weltbekannten Moulin Rouge in Paris haben die Tänzerinnen und Tänzer immer ein Lächeln im Gesicht. Aber wie sieht es hinter den Kulissen aus?

Die Reportage taucht ein in die Welt der Tänzer und Artisten des großen Revue Theaters und zeigt all das, was man sonst nicht sieht. Sie erzählt auch besondere Geschichten wie die von Oberkellner Vincent und Tänzerin Ophelia, die ein Liebespaar geworden sind.

"Wenn ich im Scheinwerferlicht auf der Bühne stehe, dann fühle ich mich wie der Sonnenkönig", sagt Maikel Navarro Brown. Seit zehn Jahren tanzt er im Moulin Rouge jeden Abend zusammen mit seinen Kollegen zwei Shows   das erfordert Disziplin, feste Regeln. Die Männer müssen mindestens 1,85 Meter groß sein. Wer bei den Frauen unter 1,75 Meter groß ist, braucht sich erst gar nicht zu bewerben.

Eine wichtige Rolle spielen auch die sogenannten "Habilleuses", die die Tänzer in Windeseile hinter den Kulissen oder in den Garderoben umziehen, die Schneider in den Ateliers, die die Federkostüme reparieren, und auch die strenge Chefchoreografin Janet. Sie ist für die neuen Tänzerinnen verantwortlich, vor ihr müssen sie vortanzen. Janet entscheidet, wer ins berühmte "Moulin Rouge" darf   und wer nicht.

Samstag, 20.01. / 19.30 Uhr / Klangwelten einer Trommlerin: Evelyn Glennie
Film von Diana Zimmermann
Erstausstrahlung
3sat

Evelyn Glennie ist die erste Solo Schlagzeugerin der Welt, die von ihrem Job leben kann. Und sie ist fast taub. Der Film begleitet die Musikerin und Komponistin bei einem Konzert.

Ein Konzert in Kings Cross, an dem Ort, an dem sie zu Beginn des Jahres ihr Projekt "Kings Cross Sounds" gestartet hat. Glennie hat typische Klänge dieses modernen Londoner Stadtviertels gesammelt und auch Passanten aufgefordert, ihr aufgenommene Geräusche zu schicken.

Gemeinsam mit der Komponistin Jill Jarman erschafft sie ein Werk aus diesen Klängen und bringt es zur Aufführung. In ihrem Probenraum in der Nähe von Cambridge sammelt Glennie Instrumente – mehr als 2000 sind es mittlerweile. Ihre Klänge nimmt die schwer Hörgeschädigte vor allem über Vibrationen wahr. Aus ihrer Liebe zu Tönen hat sie eine Profession und schließlich eine Mission gemacht: andere das Hören zu lehren.

Geräusche sind für sie ein Weg, die Welt zu verstehen. Mit dem Historiker Christopher Lloyd und mit Jill Jarman hat Evelyn Glennie das Werk "Sounds of Science" komponiert. In 100 Miniaturen werden die 100 wichtigsten Erfindungen der Menschheit in Geräuschen darstellt: vom Feuer bis zum Neutronenbeschleuniger.

Evelyn Glennie hat es geschafft. Aus dem schottischen Bauernmädchen ist eine international anerkannte Künstlerin geworden, die von der Queen zur "Dame Evelyn" geadelt wurde. Der Film porträtiert eine faszinierende Persönlichkeit, die sich trotz ihrer Behinderung den Weg an die Spitze der Musikszene erarbeitet hat und vor philosophischen Gedanken, vor Unternehmensfreude und unstillbarer Neugier auf Geräusche aller Art nur so sprüht.

Samstag, 20.01. / 21.40 Uhr / Georg Baselitz   Ein deutscher Maler
Dokumentarfilm von Evelyn Schels, Deutschland 2013
Länge: 91 Minuten
ARD/BR

Der Maler und Bildhauer Georg Baselitz bezeichnet sich als typisch deutschen Künstler. Er ist ein Getriebener. Leben und Arbeiten in beiden Teilen Deutschlands haben Spuren hinterlassen.

Baselitz hat Krieg, Angst, Zerstörung und Armut erfahren. "Mir wird nie gelingen, was ich an den Amerikanern mag", hat er einmal gesagt, "die schaffen es, ihre Bilder sauber zu halten von Geschichtsmüll". Der Film erzählt seine Geschichte und seinen Werdegang.

Georg Baselitz, Jahrgang 1938, zählt zu den ganz Großen in der zeitgenössischen Kunst. In einem kleinen sächsischen Dorf in den Krieg hineingeboren, erlebt er, wie der im Zweiten Weltkrieg versehrte Vater nach der Kriegsgefangenschaft als Nazi verurteilt ins Gefängnis gesperrt wird. Seine Mutter übernimmt seine Erziehung. Georg Baselitz studiert Kunst in Ostberlin. Doch bald muss er wegen "gesellschaftlicher Unreife" die Kunsthochschule wieder verlassen. Noch vor dem Bau der Mauer geht er in den Westen nach Berlin und studiert dort weiter. Kurz darauf heiratet er Elke Kretzschmar, die ebenso wie er in der DDR aufgewachsen ist. Sie bekommen zwei Söhne. Viel Geld haben sie nicht. Auch im Westen kann Baselitz sich nicht mit dem Vorgefundenen, dem Gängigen, dem Modischen abfinden. Er will sich nicht in den Mainstream einpassen, er will anecken, provozieren   was ihm auch gelingt. Er wütet künstlerisch, löst Skandale aus. Sein Programm ist das Hässliche. Er schöpft dabei aus seiner Biografie.

Baselitz lebt heute mit seiner Frau am Ammersee und pendelt zwischen Deutschland und Italien, wo er noch ein zweites Atelier besitzt. Die Regisseurin Evelyn Schels durfte Baselitz bei seiner Arbeit im Atelier und im Privatleben mit seiner Frau mit der Kamera begleiten und auch unbequeme Fragen stellen. Ihr gelingt eine Annäherung an diesen ungewöhnlichen Menschen und Künstler, der stets ausschließlich das tat, was er selbst für richtig hielt. Evelyn Schels zeichnet ein differenziertes Bild seiner Persönlichkeit und Geschichte und spürt der inneren Verbindung zwischen seiner Kunst und seinen Lebenserfahrungen nach.

Redaktionshinweis: Am 23. Januar 2018 wird der Maler und Bildhauer Georg Baselitz 80 Jahre alt. Aus diesem Anlass zeigt 3sat den Dokumentarfilm "Georg Baselitz   Ein deutscher Maler".

Samstag, 20.01. / 23.10 Uhr / Bayerischer Filmpreis 2017
Prinzregententheater München, Januar 2018
Zusammenfassung der Live Sendung
Erstausstrahlung
ARD/BR/3sat

Am 19. Januar 2018 wird im Münchner Prinzregententheater zum 39. Mal der Bayerische Filmpreis verliehen, nach dem Deutschen Filmpreis die höchstdotierte Auszeichnung für Kinofilme.

Auch in diesem Jahr werden zahlreiche Prominente aus Film, Fernsehen und Politik zur Gala erscheinen, um die Entscheidungen der Jury über die Vergabe der begehrten "Pierrots" zu verfolgen. 3sat zeigt eine Zusammenfassung der glanzvollen Gala.

Durch den Abend führt "quer" Moderator Christoph Süß.

Sonntag, 21.01. / 10.05 Uhr / lesenswert quartett
Denis Scheck im Gespräch mit Insa Wilke, Ijoma Mangold und Sandra Kegel
(Erstsendung: 14.12.2017)
ARD/SWR

Denis Scheck moderiert das traditionsreiche "lesenswert quartett". Wie immer sind Ijoma Mangold, Literaturchef der "Zeit", und die Literaturkritikerin Insa Wilke dabei.

Gast im Quartett ist diesmal Sandra Kegel, die Literaturchefin der "FAZ". Besprochen werden die Titel "Tyll" von Daniel Kehlmann, "Ilias" von Homer, "Das Vermächtnis der Spione" von John le Carré und "Schwarz und Weiß" von Irene Dische.

Der Schriftsteller Daniel Kehlmann hat mit "Die Vermessung der Welt" bewiesen, dass klassischer Stoff und Bestseller sich nicht widersprechen. Er lässt Eulenspiegel in seinem neuen Roman "Tyll" durch den Dreißigjährigen Krieg reisen. Von vielen Kritikern wird das Buch als das Ereignis schlechthin dieses Buchherbstes gefeiert.

Die "Ilias" ist einer der Urtexte des Abendlandes, die Schilderung eines grausamen Krieges, ein Mythos, der nebenbei auch noch das transportiert, was wir unter Menschlichkeit verstehen. Jetzt liegt die Vorgeschichte des trojanischen Krieges als Prachtausgabe in den Buchläden, neu übertragen von Kurt Steinmann.

Eigentlich hat sich der Held in John le Carrés "Das Vermächtnis der Spione" längst aus dem Agentendasein zurückgezogen   da wird er einbestellt. Der Geheimdienst wurde verklagt. Er soll sich rechtfertigen für zahllose Eigenmächtigkeiten aus der Zeit des kalten Krieges.

Die deutsch amerikanische Erzählerin Irene Dische hat mit ihrem neuen Werk acht Jahre gewartet: Ihr Roman "Schwarz und Weiß" führt ins New York der 1970er  und 1980er Jahre. Er erzählt die Geschichte von Lili, deren Eltern vor Hitler flohen und die jetzt als Model in New York lebt, und von Duke, den sie aus armen Verhältnissen zu sich holt und der eine sagenhafte Karriere als Weinkenner antritt.

Sonntag, 21.01. / 11.05 Uhr / Jansons in Tokio. Der Beethoven Zyklus (5/9)
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 5 c Moll, op. 67
Suntory Hall, Tokio, November/Dezember 2012
Orchester: Symphonieorchester des, Bayerischen Rundfunks
Musikalische Leitung: Mariss Jansons
Fernsehregie: Hisao Tonooka
ARD/BR

Im Herbst 2012 haben Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks unter Mariss Jansons in Tokio den Zyklus aller neun Beethoven Symphonien aufgeführt.   Symphonie Nr. 5.

Die vier Töne des "Schicksalsmotivs" der 5. Symphonie bilden eines der bekanntesten Motive unserer Musikkultur. Fast ein Wunder, welchen musikalischen Reichtum Beethoven aus diesem Vier Ton Motiv entstehen lässt.

Die Entwicklung vom dunkel dramatischen ersten Satz bis zu den triumphierenden Fanfaren im Finale wurde mit der berühmten Formel "per aspera ad astra" ("Durch die Mühsal zu den Sternen") beschrieben.

Die Aufführungen in der berühmten Suntory Hall in Tokio sind der Maßstab des Klassik begeisterten japanischen Publikums. Ein Gastspiel in diesem Konzertsaal ist für jedes bedeutende Orchester der Welt eine besondere Ehre. Dort gleich eine ganze Konzertreihe anbieten zu dürfen, ist sehr ungewöhnlich. Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks wurde dazu eingeladen. Es spielte im Rahmen seiner Ostasien Tournee im Herbst 2012 an fünf Abenden unter Leitung von Mariss Jansons den Beethoven Zyklus. Die zyklische Aufführung der neun Symphonien von Ludwig van Beethoven wird auf lange Zeit einen Höhepunkt in den Annalen von Orchester und Chor markieren.

Die Suntory Hall bot die Kulisse für ein Beethoven Fest ganz besonderer Klasse, das am letzten Abend in der Aufführung der "Neunten" unter Mitwirkung des Chors des Bayerischen Rundfunks und vier hervorragender Solisten gipfelte. Mariss Jansons, seit 2003 der Chefdirigent von Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, hat mit seinem Orchester zu einer energiegeladenen Interpretation gefunden. Ein Beethoven, getragen von der Kunst eines internationalen Spitzenorchesters und eines der bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit.

Der "Music Pen Club Japan", die Vereinigung japanischer Musikjournalisten, verlieh eine Auszeichnung und wählte diesen Zyklus der Beethoven Symphonien zu den besten Konzerten ausländischer Künstler in Japan im Jahr 2012.

Sonntag, 21.01. / 11.45 Uhr / Jansons in Tokio. Der Beethoven Zyklus (6/9)
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 6 F Dur op. 68
(Pastorale)
Suntory Hall, Tokio, November/Dezember 2012
Orchester: Symphonieorchester des, Bayerischen Rundfunks
Musikalische Leitung: Mariss Jansons
Fernsehregie: Hisao Tonooka
ARD/BR

Im Herbst 2012 haben Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks unter Mariss Jansons in Tokio den Zyklus aller neun Beethoven Symphonien aufgeführt.   Symphonie Nr. 6.

Im kompletten Gegensatz zur dramatischen Fünften steht die 6. Symphonie, die "Pastorale". Die Titel der fünf Sätze beschreiben Szenen und Empfindungen des ländlichen Lebens, die Beethoven in teils lautmalerischer Weise (Vogelstimmen, Gewitter) in Musik setzt.

Die ländliche Szenerie sah Beethoven als Projektionsfläche, um allgemeine menschliche Stimmungen musikalisch darzustellen.

Die Aufführungen in der berühmten Suntory Hall in Tokio sind der Maßstab des Klassik begeisterten japanischen Publikums. Ein Gastspiel in diesem Konzertsaal ist für jedes bedeutende Orchester der Welt eine besondere Ehre. Dort gleich eine ganze Konzertreihe anbieten zu dürfen, ist sehr ungewöhnlich. Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks wurde dazu eingeladen. Es spielte im Rahmen seiner Ostasien Tournee im Herbst 2012 an fünf Abenden unter Leitung von Mariss Jansons den Beethoven Zyklus. Die zyklische Aufführung der neun Symphonien von Ludwig van Beethoven wird auf lange Zeit einen Höhepunkt in den Annalen von Orchester und Chor markieren.

Die Suntory Hall bot die Kulisse für ein Beethoven Fest ganz besonderer Klasse, das am letzten Abend in der Aufführung der "Neunten" unter Mitwirkung des Chors des Bayerischen Rundfunks und vier hervorragender Solisten gipfelte. Mariss Jansons, seit 2003 der Chefdirigent von Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, hat mit seinem Orchester zu einer energiegeladenen Interpretation gefunden. Ein Beethoven, getragen von der Kunst eines internationalen Spitzenorchesters und eines der bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit.

Der "Music Pen Club Japan", die Vereinigung japanischer Musikjournalisten, verlieh eine Auszeichnung und wählte diesen Zyklus der Beethoven Symphonien zu den besten Konzerten ausländischer Künstler in Japan im Jahr 2012.

Sonntag, 21.01. / 18.30 Uhr / Museums Check mit Markus Brock ~ Germanisches Nationalmuseum Nürnberg
(Erstsendung: 17.01.2016)
ARD/SWR

In den labyrinthischen Gängen des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg kann man sich verlaufen. Doch Markus Brock wagt sich mit seinem Gast Wladimir Kaminer in das verzweigte System.

Ein Museum der Superlative: Das größte kulturhistorische Museum Deutschlands zählt zu den bedeutendsten Museen seiner Art. Auf umgerechnet 3,5 Fußballfeldern zeigt es nur einen Bruchteil seiner insgesamt 1,3 Millionen Objekte.

Die Sammlung reicht vom steinzeitlichen Faustkeil über den ältesten erhaltenen Globus, den Kaiserbildern Albrecht Dürers, kostbaren Gobelins und Musikinstrumenten, dem Schreibtisch der Gebrüder Grimm bis hin zu Design Klassikern wie einer original "Frankfurter Küche" von 1926.

Doch wie kann man für eine derart heterogene Sammlung überhaupt eine Ordnung finden? Wie bringt man die vielen Dinge zum Sprechen? Mit Wladimir Kaminer begibt sich Markus Brock auf eine Zeitreise in die Geschichte der "Germanen" und geht der Frage nach: Wie wurden wir Deutschen zu dem, was wir heute sind?

Der fränkische Adelige Hans Freiherr von und zu Aufseß wollte mit der Gründung des Germanischen Nationalmuseums 1852 die Einheit des "germanischen", also des deutschsprachigen Kulturraums, dokumentieren. Bis heute verfolgt das Museum diesen Grundgedanken, innovativ aber ist die teilweise Neupräsentation der Sammlung: Aus der jeweiligen Epoche werden Gemälde mit Skulpturen, Möbeln, Textilien oder auch Musikinstrumenten gemeinsam ausgestellt. So wird Zeitgeschichte in allen Facetten atmosphärisch lebendig.

In Nürnberg darf natürlich Albrecht Dürer nicht fehlen. Kaum ein berühmter Maler war je enger mit seiner Heimatstadt verbunden. Das Germanische Nationalmuseum besitzt einige seiner eindrucksvollsten Porträts, wie das seiner Mutter und seines verehrten Lehrers.

Parallel zur ständigen Sammlung vermittelt das Museum in wechselnden Sonderausstellungen anschaulich Kunst  und Kulturgeschichte, etwa in der aktuellen Schau "In Mode". Wie modebewusst war man in Renaissance und Frühbarock? Welche Hüte und Accessoires waren damals angesagt?

Die Sonderausstellung "Cranachs Medien der Verführung" verdeutlicht, dass das Bild als Massenmedium nicht etwa eine Erfindung von Instagram und Co ist. Schon vor 500 Jahren verstand es ein Maler ganz besonders, sich die Neuen Medien des Bild  und Buchdrucks zunutze zu machen: Lucas Cranach d. Ä. (1472   1553). Als Freund Martin Luthers machte Cranach mit seinen Druckgrafiken in ganz Europa "Werbung" für die Reformation.

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