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Programm-Tipps: Musik ~ Theater auf 3sat:

Regelmäßige Kultursendungen

Montags bis freitags (außer Feiertage), 19.20 Uhr: Kulturzeit
Samstags, 09.05 Uhr: Kulturplatz

Samstags, 19.30 Uhr: Kulturpalast ~ Fachmagazin für E- und U-Kultur

Samstag,24.02. / 19.00 Uhr / Berlinale 2018: Die Bärenverleihung
Live aus dem Berlinale Palast
Regie: Frank Hof
Moderation: Cécile Schortmann, Rainer Maria Jilg
3sat

Der Höhepunkt der Berlinale: Wer hat das Rennen um die begehrten Trophäen gemacht? Eine Gala der Überraschungen und großer Emotionen.

3sat überträgt die Preisverleihung der 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin live aus dem Berlinale Palast am Potsdamer Platz. Im Anschluss spricht Rainer Maria Jilg mit den Preisträgern und diskutiert mit Filmkritikerin Katja Nicodemus die ausgezeichneten Filme.

Samstag,24.02. / 20.15 Uhr / Martin Suter ~ Der letzte Weynfeldt
Fernsehfilm, Deutschland 2010
ZDF/SRF
Adrian Weynfeldt: Stefan Kurt
Lorena: Marie Bäumer
Pedroni: Nicholas Ofczarek
Rolf Strasser: Roeland Wiesnekker
Frau Hauser: Annemarie Düringer
Herr Dr. Baier: Vadim Glowna
u. a.
nach dem Roman von: Martin Suter
Drehbuch: Alexander Buresch
Regie: Alain Gsponer
Länge: 90 Minuten

Das Leben des reichen Adrian Weynfeldt besteht aus den immer gleichen Tagesabläufen. Dann gerät seine Welt aus den Fugen.   Verfilmung des gleichnamigen Romans von Martin Suter.

Das Fehlen einer Olive für seinen Dry Martini treibt Adrian Weynfeldt eines Abends in eine nahegelegene Bar. Dort begegnet er einer schönen Frau, deren direkter Art und ungeschliffenem Charme er sich nicht entziehen kann. Er nimmt Lorena mit nach Hause.

Am nächsten Morgen steht Lorena außerhalb der Balkonbrüstung und will hinunterspringen. Dem ungelenken Weynfeldt gelingt es, sie von ihrem Vorhaben abzubringen. Von nun an macht Lorena ihn für ihr Leben verantwortlich und verleitet ihn dazu, ihr mehrfach aus finanziellen Engpässen zu helfen.

So beginnt er, ihre Schulden bei einem Mann namens Pedroni zu begleichen, von dem Lorena angibt, er sei ein Geldeintreiber. Dann bittet sein alter Freund Doktor Baier ihn um einen unmöglichen Gefallen: Weynfeldt soll eine Fälschung des Gemäldes "Le Salamandre" von Felix Vallotton zur Auktion freigeben. Doch was hat Lorena damit zu tun? Und wird Weynfeldt, der bisher mit dem Fälscher  und Erpressermilieu nichts am Hut hatte, der Versuchung widerstehen?

Redaktionshinweis: Martin Suter wird 70   3sat gratuliert dem Schweizer Bestsellerautor mit Literaturverfilmungen und einer neuen Dokumentation. Im Anschluss an "Der letzte Weynfeldt" zeigt 3sat ab 21.45 Uhr das Porträt "Martin Suter   Geschichten mit Geheimnis" von Claudio Armbruster. Um 22.15 Uhr folgt mit "Der Teufel von Mailand" eine weitere Literaturverfilmung eines Romans von Martin Suter. Am Sonntag, 25. Februar, um 15.00 Uhr strahlt 3sat den Spielfilm "Giulias Verschwinden" nach einem Drehbuch von Martin Suter aus.

Samstag,24.02. / 21.45 Uhr / Martin Suter   Geschichten mit Geheimnis
Film von Claudio Armbruster
Erstausstrahlung
ZDF/SRF/3sat

Ende Februar 2018 wird Martin Suter, der berühmteste Schriftsteller der Schweiz und einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren überhaupt, 70 Jahre alt.   Ein filmisches Porträt.

Autor Claudio Armbruster begleitete Suter durch das Jahr 2017: auf Lesereise, im Schreib Urlaub und zuhause in Zürich und Marrakesch. In Gesprächen mit Suter und dessen Weggefährten zeichnet der Film den Weg vom Werbestar zum Erfolgsschriftsteller nach.

"Mich reizt jede Disziplin in der Sportart Schreiben!", sagt Martin Suter. Und er hat auch schon fast alles geschrieben: Werbetexte, Reportagen, Kolumnen, Liedtexte, Drehbücher, Kurzgeschichten, Romane. Millionen Leser lieben seine Bücher   und das Geheimnis seines Erfolges: das Geheimnis. "Das Geheimnis war es, das mich schon als Kind an einer Geschichte fasziniert hat, und es ist auch heute noch das, was mich dazu bringt, weiterzublättern. Ich will diese kindliche Frage 'Und dann?' beantworten und beantwortet haben."

Der Film kommt dem Mensch Suter sehr nahe. Dem Abenteurer und Multitalent, der immer Glück und Erfolg hatte   bis das Schicksal aus dem Hinterhalt zuschlug und ihm seinen Sohn nahm. Ein Film über das Leben, das Lieben und das Schreiben des Martin Suter   eine Geschichte mit Geheimnis.

Samstag,24.02. / 22.15 Uhr / Martin Suter: Der Teufel von Mailand
Fernsehfilm, Deutschland 2012
ZDF/SRF

Sonia: Regula Grauwiller
Barbara Peters: Ina Weisse
Bob: Max Simonischek
Manuel: Aaron Hitz
Casutt Nachtportier: Herbert Leiser
Frédéric: David Rott
u. a.
nach dem Roman von: Martin Suter
Drehbuch: Thomas Berger
Regie: Markus Welter
Länge: 89 Minuten

Sonia Forster hat eine schlimme Zeit hinter sich: Ihre Ehe mit dem reichen Banker Frédéric Forster endete in einer Katastrophe. Die junge Frau beschließt deshalb, erst einmal unterzutauchen.

Eher unerwartet bekommt sie die Stelle als Physiotherapeutin in einem neueröffneten Wellness Hotel in Val Grisch im Unterengadin. Bereits die Fahrt dorthin fühlt sich befreiend an, und Sonia ist gewillt, alles hinter sich zu lassen, einen Neuanfang zu wagen.

Bald schon freundet sie sich mit dem Masseur Manuel an, und auch den attraktiven Barpianisten Bob schließt sie ins Herz. Die junge Hotel Besitzerin, Barbara Peters, ist Sonia ebenfalls sympathisch, obwohl sie sich ihre Situation nicht erklären kann: Das Hotel ist kaum ausgelastet, und damit sind die immensen Kosten für den Betrieb nicht einmal annähernd gedeckt. Sonia, die auch im abgelegenen Engadiner Tal trotz ihrer guten Vorsätze immer noch gegen Ängste und Wahnvorstellungen kämpft, bemerkt zunächst nicht, dass die Stimmung der Dorfbewohner gegenüber den Angestellten des Hotels feindselig ist. Val Grisch war bisher dem Tourismus verschlossen geblieben und sollte dies nach Ansicht der Einheimischen auch bleiben. Erst, als sich immer unerklärlichere Dinge im Hotel ereignen, wird Sonia allmählich hellhörig.

Haben die merkwürdigen Ereignisse vielleicht mit ihr selbst zu tun? Als sie auf die alte Engadiner Sage vom Teufel von Mailand stößt, begreift sie, dass hier einiges nicht mit rechten Dingen zugeht, und sie Teil eines makabren Spiels geworden ist. Die latente Gefahr wird immer greifbarer für die junge Frau, und bald erkennt sie mit erschreckender Klarheit, dass ihre Vergangenheit sie einzuholen droht und ihr Leben in Gefahr ist.

Sonntag, 25.02. / 12.30 Uhr / Wagners Liebestraum ~ "Sonate für Mathilde Wesendonck"
Mit Lev Vinocour und Nina Brunner
(Erstsendung: 28.12.2012)
SRF

Es war eine leidenschaftliche und sehnsüchtige, vor allem eine verbotene Liaison: 1853 lernte Richard Wagner in Zürich Mathilde Wesendonck kennen, die Frau seines Mäzens Otto Wesendonck.

Er verliebte sich und widmete ihr eine Klaviersonate. Pianist Lev Vinocour und Moderatorin Nina Brunner besuchen den Schauplatz der Liebe, die Villa Wesendonck in Zürich, und gehen der "Sonate für Mathilde Wesendonck" auf den Grund.

Richard Wagner hat seiner leidenschaftlichen Beziehung zu Mathilde Wesendonck mehrfach musikalischen Ausdruck verliehen. Bekannt sind seine Wesendonck Lieder, berühmt seine Oper "Tristan und Isolde", die unter dem Eindruck dieser Liebe entstand. Am Anfang aber stand die "Sonate für Mathilde Wesendonck". Ein weniger bekanntes Werk, in dem Wagner der Sehnsucht und dem Begehren, aber auch der Unerfülltheit dieser Beziehung erstmals Ausdruck gab. Sein musikalischer "Liebestraum" erzählt von den Aufs und Abs einer verbotenen Liebe, denn eine Verbindung mit der Frau seines Mäzens war für den gleichfalls verheiraten Wagner unmöglich.

Pianist Lev Vinocour und Moderatorin Nina Brunner begeben sich auf einen Rundgang durch Park und Gebäude des prunkvollen Anwesens der Wesendoncks und loten im Gespräch am Klavier das musikalische Meisterwerk aus. Zum Abschluss kommt die "Sonate für Mathilde Wesendonck" durch Lev Vinocour zur Aufführung.

Sonntag, 25.02. / 15.00 Uhr / Martin Suter: Giulias Verschwinden
Spielfilm, Schweiz 2009
ARD

Giulia: Corinna Harfouch
John: Bruno Ganz
Stefan: Stefan Kurt
Lorenz: André Jung
Thomas: Daniel Rohr
u. a.
Regie: Christoph Schaub
Länge: 84 Minuten

Giulia ist auf dem Weg in ein kleines Restaurant, um dort ihren 50. Geburtstag zu feiern. Aber das Schicksal hat an diesem Abend etwas anderes für sie vorgesehen.

Im Bus kommt sie mit einer Seniorin ins Gespräch: "Uns Alte sieht man gar nicht mehr", sagt die rüstige Frau. Tatsächlich muss die Jubilarin kurz darauf feststellen, für ihre Umwelt offenbar unsichtbar zu sein   und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Schnell gewöhnt sie sich an die eigenartige Situation, pfeift auf ihre Feier und streunt, von allen Menschen unbemerkt, durch die Großstadt. Schließlich lernt sie einen charmanten Herrn namens John kennen, der sie offenbar sehen kann, und verbringt mit ihm den Abend in einer Bar.

Aber Giulia ist nicht die Einzige, deren Leben in dieser Nacht ein wenig Kopf steht: Während die 14 jährige Jessica es nicht erträgt, dass sich ihre wohlmeinenden Eltern krampfhaft jugendlich aufführen, rebelliert die schlagfertige Leonie an ihrem 80. Geburtstag genüsslich gegen ihr gesellschaftlich verordnetes Rollenbild.

Giulias wartende Gäste, allesamt nicht mehr die Jüngsten, vertreiben sich derweil die Zeit mit spitzzüngigen Diskussionen über Brustoperationen, altersbedingte Wadenkrämpfe beim Sex, die Wirkung von zerstoßenen Haschischkeksen und andere Aspekte ihrer nicht mehr ganz taufrischen Lebenswelt.

Zwar steht in Christoph Schaubs geistreicher Komödie "Giulias Verschwinden" die Generation 50plus im Mittelpunkt, doch geht es in dem Film generationenübergreifend um Leben und Alter. Das Drehbuch von Martin Suter kommt ohne Pathos aus, der Bestsellerautor nimmt das Thema auf entspannte Weise ernst. Seine Dialoge sind mal bissig, mal nachdenklich   aber stets wahrhaftig. So gelingt das Kunststück, ohne die schönen Seiten des Jungseins zu verleugnen, positive Attribute des Älterwerdens   wie Erfahrung und Gelassenheit   zu würdigen. Beim Internationalen Filmfestival von Locarno wurde der Film mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Sonntag, 25.02. / 18.00 Uhr / Berlinale 2018: Die Bilanz
Regie: Frank Hof
Moderation: Cécile Schortmann, Rainer Maria Jilg
Erstausstrahlung
3sat

Rainer Maria Jilg zieht seine ganz persönliche Bilanz der Berlinale 2018.
Er blickt zurück auf die wichtigsten Themen und Köpfe und widmet sich auch den vielleicht zu Unrecht vernachlässigten filmischen Außenseitern.

Sonntag, 25.02. / 18.30 Uhr / Museums Check mit Markus Brock: Sprengel Museum Hannover
Erstausstrahlung
ARD/SWR/3sat

2017 wurde das Sprengel Museum Hannover zum "Museum des Jahres" gewählt. Markus Brock checkt das Sprengel Museum gemeinsam mit dem Schauspieler und Fotografen Kai Wiesinger.

Das Sprengel Museum Hannover zählt zu den besten Adressen in Sachen moderner und zeitgenössischer Kunst und hat als erstes Museum einen Foto Blog für den deutschsprachigen Raum gegründet. Eine Plattform, die zur Diskussion über Fotografie anregt.

"Meine Fotografien sollen Emotionen auslösen, sie erzählen eine Geschichte", sagt Kai Wiesinger. Erfolge feierte er mit Filmen wie "Kleine Haie", "Comedian Harmonists" und "Der Rücktritt". Nicht minder erfolgreich ist er als Fotograf. Regelmäßig zeigt Kai Wiesinger seine meist großformatigen Arbeiten in Ausstellungen.

Den gebürtigen Hannoveraner fasziniert im Sprengel Museum besonders die umfangreiche fotografische Sammlung. Die Foto Abteilung des Sprengel zeigt nicht nur Ikonen der Fotografie Geschichte, sondern auch Sonderausstellungen zeitgenössischer Künstler, ab 27. Januar 2018 die Niederländerin Rineke Dijkstra. Die von ihr selbst für die Schau ausgewählten Porträtfotos stellt sie im Dialog mit Skulpturen und Gemälden des Museums aus, wie etwa von Max Beckmann oder Alexej von Jawlensky. Ein gelungenes Ausstellungskonzept? Unter anderem darüber diskutiert Markus Brock mit Kai Wiesinger.

Das Sprengel Museum Hannover "brenne für die Kunst", so Direktor Reinhard Spieler. 2016 erhielt es einen kontrovers diskutierten Erweiterungsbau. Der anthrazitfarbene Kubus aus Beton und Glas am Ufer des Maschsees scheint förmlich zu schweben. Er bietet nun noch mehr Ausstellungsfläche für die stetig wachsende Sammlung. Den Grundstein dafür legte das Schokoladenfabrikanten Ehepaar Sprengel, das der Stadt Hannover 1969 seine Kunstsammlung vermachte, darunter Werke berühmte Maler wie Pablo Picasso, Fernand Léger und Emil Nolde. Auch Niki de Saint Phalle, bekannt für ihre Nana Skulpturen, schenkte im Jahr 2000 einen Großteil ihres Werks dem Sprengel Museum.

In den vergangenen 30 Jahren ist der Bestand des Museums außerdem um wesentliche Strömungen der Kunst nach 1945 erweitert worden   darunter Arbeiten von Andy Warhol und Gerhard Richter. Eine Besonderheit des Sprengel Museums sind die von Künstlern gestalteten Räume wie die Rekonstruktion des legendären Merzbaus von Kurt Schwitters und die Lichträume von James Turrell. Überzeugt auch der Alexander Calder Saal im neuen Erweiterungsbau des Museums? Sein dort installiertes Mobile "Blizzard" soll sinnbildlich für neuen, frischen Wind im Sprengel Museum stehen.

Sonntag, 25.02. / 20.15 Uhr / Verleihung Deutscher Kleinkunstpreis 2018
Mainzer Forum Theater unterhaus, Februar 2018
Moderation: Urban Priol
Erstausstrahlung
3sat

Der Deutsche Kleinkunstpreis ehrt herausragende Künstler des Jahres in verschiedenen Kategorien. 3sat zeigt die Preisverleihung 2018 aus dem Mainzer "unterhaus", moderiert von Urban Priol.

Die Preisträger in diesem Jahr: Simone Solga (Kabarett), Marco Tschirpke (Musik), Torsten Sträter (Kleinkunst), Lisa Eckhart (Förderpreis der Stadt Mainz) und Andreas Vitásek (Ehrenpreis des Landes Rheinland Pfalz).

Seit Jahren ist die selbst ernannte "Kanzlersouffleuse" Simone Solga ganz nah dran an der großen Politik. Die Jury stellt begeistert fest, dass die Kabarettistin "mit entwaffnender Liebenswürdigkeit unverschämte Gemeinheiten abschießt und damit ins Schwarze trifft".

Der Berliner Songpoet Marco Tschirpke fasziniert Jury und Publikum mit raffiniert vertonten Texten. In der Begründung heißt es: "Er sinniert ungerührt intelligent und immer charmant über die Sonderlichkeiten des Lebens. Marco Tschirpke macht einfach Lust auf Lyrik."

In der Sparte Kleinkunst wird mit Torsten Sträter ein Künstler ausgezeichnet, der mit einfachen Mitteln enorme Wirkung zu erzeugen weiß. Der Schriftsteller, Slam Poet und Vorleser lässt aus Alltagsbeobachtungen einzigartige, absurde Welten entstehen. Die Jury ahnt: "Unter seiner dunklen Wollmütze haben vordergründig komische und ungeahnt abgründige Gedanken Platz."

Den Förderpreis der Stadt Mainz erhält Lisa Eckhart. Wer die junge Österreicherin einmal auf der Bühne erlebt hat, vergisst sie nicht mehr. "Frappierend", "geheimnisvoll" und "diabolisch" sind nur einige der Begriffe, mit denen die Jury diese faszinierende Erscheinung zu greifen versucht. "Sie widersetzt sich mit Verstand, Versmaß und Logik" der Mittelmäßigkeit der Welt.

Der Ehrenpreis des Landes Rheinland Pfalz schließlich geht an Andreas Vitásek. Der Kabarettist, Clown, Theatermann und Poet ist seit vielen Jahren eine Instanz, nicht nur auf österreichischen Bühnen. In seinem aktuellen Soloprogramm "Sekundenschlaf" entdeckt die Jury "erneut alle Facetten seines umfassenden Könnens   versteckt in kleinen Gesten und leisen Tönen, mit umso größerer poetischer Wirkung".

Samstag, 03.03. / 19.30 Uhr / Kulturpalast
Fachmagazin für E- und U-Kultur
Moderation: Nina Sonnenberg
Erstausstrahlung
3sat

Was um Himmels Willen ist ein "Trap"? Und wie kann man sich im Blaulicht sonnen? Die neue "Kulturpalast"-Staffel beleuchtet aktuelle Fragen der Kunstwelt - originell und charmant.

Fünf neue Folgen laden im März jeden Samstagabend in 3sat zu einem vergnüglichen Streifzug durch das Kulturgeschehen ein. Moderatorin und Musikerin Nina Fiva Sonnenberg begrüßt unter anderem die mit ihrem Debütalbum durchstartende Rapperin Haiyti als Gast.

Der "Kulturpalast" verspricht neue Perspektiven auf vermeintlich Bekanntes – immer auf der Suche nach Inspiration und Erkenntnis.

Samstag, 03.03. / 20.15 Uhr / Le nozze di Figaro
Scala in Mailand, Italien, 2016
ORF/3sat

Il conte: Carlos Álvarez
La contessa: Diana Damrau
Figaro: Markus Werba
Susanna: Golda Schultz
Cherubino: Marianne Crébassa
u. a.

Musikalische Leitung: Franz Welser-Möst
Inszenierung: Frederic Wake-Walker
Bildregie: Patrizia Carmine
Erstausstrahlung

Le nozze di Figaro
Kresimir Spicer (Don Basilio), Carlos Àlvarez (Il conte), Theresa Zisser (Barbarina),
Andrea Concetti, Marianne Crebassa (Cherubino), Golda Schultz (Susanna), Markus Werba (Figaro)

Foto: ZDF/ORF/RAI/Brescia e Amisano © Teatro alla Scala

Die Neuinszenierung von Mozarts "Le nozze di Figaro" an der Mailänder Scala war 2016 ein großer Erfolg bei Kritik und Publikum. Am Dirigentenpult stand der Österreicher Franz Welser-Möst.

Jahrzehntelang hatte die Scala die legendäre "Figaro"-Inszenierung von Giorgio Strehler im Repertoire. In der Neuproduktion spielt der junge britische Regisseur Frederic Wake-Walker immer wieder mit Versatzstücken auf Strehler an und geht zugleich ganz eigene Wege.

In einem der schönsten Opernhäuser der Welt konnte man 2016 eine eindrucksvolle Neuinszenierung bewundern: Der junge britische Regie-Shootingstar Frederic Wake-Walker nahm sich Wolfgang Amadeus Mozarts Opera buffa "Le nozze di Figaro" an und lieferte eine intelligente und frische Neu-Interpretation. Seit 1981 war Mozarts "Figaro" in Mailand in der legendären Inszenierung von Giorgio Strehler im Repertoire. Wake-Walker spielt mit dem berühmten Vorbild: Er stellt mit Kulissen-Versatzstücken und der Einführung einer Strehler-Figur, die die meiste Zeit auf der Bühne sitzt, in der Partitur mitliest, Anmerkungen macht und mit einer Kurbel die Drehbühne bewegt, eine Hommage an Giorgio Strehler zusammen - respektvoll, aber nie devot.

Inhaltlich fokussiert Wake-Walker die Handlung des Stücks auf die Instabilität der Liebe. In der Ausstattung und in den Kostümen zeigt sich der Hauptunterschied zur Strehler-Inszenierung: Bewegte sich diese in einer herausgeputzten Rokoko-Welt, so führen Wake-Walker und McDonald aus einer anfänglich distanziert historischen Welt allmählich in die Gegenwart. Das ist ein raffinierter und sehr innovativer Ansatz. Mozarts Figuren werden allmählich aus ihren (Kleider)-Hüllen herausgeschält und mutieren zu Menschen von heute, zu Liebenden mit den Problemen des 21. Jahrhunderts.

Die Neuinszenierung ist ein Musterbeispiel dafür, dass auch in höchst traditionellen und traditionsbewussten Häusern stilvoll Neues erschaffen werden kann. Für höchstes musikalisches Niveau bürgt der österreichische Stardirigent Franz Welser-Möst bei seinem Debüt an der Mailänder Scala. Die Besetzung ist ebenfalls ausgezeichnet: Carlos Álvarez als Graf, Diana Damrau als Gräfin, Golda Schultz als Susanna und Marianne Crébassa als Cherubino sind stimmlich in Hochform und überzeugen auch schauspielerisch. Ebenso wie der österreichische Tenor Markus Werba in der Titelrolle des "Figaro".

Sonntag, 04.03: Bella Italia - Ein 3sat Thementag

Montag, 05.03. / 06.00 Uhr / Can Can und Champagner - Das Moulin Rouge
Film von Susanne Freitag
(Erstsendung: 18.05.2015)
3sat

Das Moulin Rouge ist das wohl bekannteste Revuetheater der Welt. 1889 gegründet, galt es zunächst als frivole und unschickliche Lasterhöhle, in der sich die Pariser Bohème traf.

Heute ist es ein knallhart durchstrukturiertes Unternehmen. 400 Mitarbeiter bereiten täglich das Amüsierprogramm vor, 1700 Gäste kommen jeden Abend. Das Theater gilt als größter Champagner-Konsument ganz Frankreichs.

In eigenen Werkstätten werden Schuhe gefertigt, die Federräder und Kostüme genäht. Größe und Gewicht der Tänzerinnen sind vorgeschrieben – nur so lässt sich der perfekte Can Can tanzen, der das Moulin Rouge weltberühmt machte.

Montag, 05.03. / 13.15 Uhr / Gmünd - Künstlerstadt in Kärntens Bergen
Film von Helga Suppan
(Erstsendung: 05.02.2012)
ORF

Die kleine Stadt Gmünd in Kärnten setzt seit nunmehr 20 Jahren konsequent auf Kunst und Kultur. Damit hat Gmünd bewiesen, dass Stadtentwicklung durch kulturelles Engagement möglich ist.

Das Beleben alter leer stehender Gemäuer mit zeitgenössischer Kunst eröffnet dem Ort, die Chancen eines stetig wachsenden Kulturtourismus wahrzunehmen und damit auch eine Steigerung der Lebensqualität zu erreichen.

Gmünd hat ein einzigartiges Image als Künstlerstadt erworben. Dafür wurde die Stadt am Schnittpunkt der Nationalparks Hohe Tauern und Nockberge auch von der Europäischen Kommission mit dem EDEN-Award als "European Destination of Excellence" ausgezeichnet.

Montag, 05.03. / 01.40 Uhr / SWR 1 Kopfhörer live: High South
SWR Baden-Baden, Juni 2017
Erstausstrahlung
ARD/SWR/3sat

High South kommen aus verschiedenen Ecken der USA - Dallas, L.A., Nashville und New York -, was den Sound der Band abwechslungsreich und damit interessant macht.

Initiator war Jamey Garner, der, vom Westcoast-Sound infiziert, im Jahr 2010 die Idee hatte, eine Band dieser Richtung zu gründen. Ein Schuss Country, ein bisschen Folk - und das Ganze mit Rock abgeschmeckt, das ist die Musik von High South.

Sie sind hervorragende Solo-Sänger, und zusammen harmonieren ihre Stimmen einfach perfekt. Das funktionierte von Anfang an wie Magie.

Sie bezeichnen sich selbst als "Westcoast-Fanatiker" und sind stolz darauf, dass man sie mit ihren Vorbildern, den Eagles oder Crosby, Stills, Nash & Young, vergleicht.

Kevin Campus, Jamey Garner und Phoenix Mendoza bringen aus Nashville den Gitarristen, Produzenten und Songschreiber Josh Leo mit. Er wird die drei an der Gitarre unterstützen.

Montag, 05.03. / 02.40 Uhr / SWR 1 Kopfhörer live: Stephan Ullmann
SWR Baden-Baden, Juni 2017
Erstausstrahlung
ARD/SWR/3sat

Stephan Ullmann ist vor allem in der Musikszene des Rhein-Neckar-Raums, aber auch darüber hinaus seit Jahren eine feste Größe, doch meist in der zweiten Reihe oder als Side-Kick für andere.

Er war Gitarrist für Acts wie Anne Haigis, Julia Neigel und Xavier Naidoo, hat mit den No Angels zusammengearbeitet und in dem Studio, das er zusammen mit dem Grönemeyer-Drummer Armin Rühl betreibt, Platten für Grönemeyers "Grönland"-Label produziert.

Jetzt aber soll alles anders werden, und dafür hat sich Stephan Ullmann Verstärkung geholt: Nicht nur sind auf seinem Soloalbum "alles anders" erstmals eigene, deutschsprachige Songs veröffentlicht, es sind auch illustre Musiker wie Ralf Gustke (Drums) und Robbee Mariano (Bass) von den Söhnen Mannheims zu hören.

Montag, 05.03. / 03.40 Uhr / Chiemsee Summer 2016
Best of
(Erstsendung: 10.09.2016)
ARD/BR

Einige der besten und bekanntesten Bands aus dem In- und Ausland feierten im August 2016 vier Tage und Nächte den "Chiemsee Summer". - 3sat zeigt ein "Best of" der Festivals.

Aufgetreten sind unter anderem Die Fantastischen Vier, Sportfreunde Stiller, Annenmaykantereit, Sum 41, Wanda und Steve Aoki. Neben Reggae, Hip-Hop, Rock und Elektro hatte das Open-Air-Festival in Übersee das schönste Festivalgelände Europas zu bieten.

Montag, 05.03. / 05.10 Uhr / Tricky Niki - Verzaubert, erstaunt und unterhält …
Magic Entertainment aus dem Kabarett Simpl, Wien 2012
ORF

Tricky Niki ist ein vielseitiger Entertainer: Schließlich ist das Multitalent zugleich Österreichs bester und lustigster Bauchredner sowie exzellenter Zauberkünstler.

Er ist ein Comedian - und darüber hinaus stets charmanter, sympathischer Unterhalter in Personalunion. Tricky Niki räumt mit dem verstaubten Image der Zauberkunst auf und zeigt erstmals eine Kombination aus "Magic Entertainment", Comedy und Bauchrednerkunst.

Samstag, 10.03. / 19.30 Uhr / Kulturpalast
Fachmagazin für E- und U-Kultur
Moderation: Nina Sonnenberg
Erstausstrahlung
3sat

Was um Himmels Willen ist ein "Trap"? Und wie kann man sich im Blaulicht sonnen? Die neue "Kulturpalast"-Staffel beleuchtet aktuelle Fragen der Kunstwelt - originell und charmant.

Fünf neue Folgen laden im März jeden Samstagabend in 3sat zu einem vergnüglichen Streifzug durch das Kulturgeschehen ein. Moderatorin und Musikerin Nina Fiva Sonnenberg begrüßt unter anderem die mit ihrem Debütalbum durchstartende Rapperin Haiyti als Gast.

Der "Kulturpalast" verspricht neue Perspektiven auf vermeintlich Bekanntes – immer auf der Suche nach Inspiration und Erkenntnis.

Samstag, 10.03. / 22.35 Uhr / Harry Dean Stanton
Film von Sophie Huber
(Erstsendung: 25.05.2014)
SRF

Sein Gesicht spricht Bände, und es machte ihn zur Legende unter den Nebendarstellern. Doch wenige kennen seinen Namen: Harry Dean Stanton.

In über 250 Filmen stand Stanton vor der Kamera, an der Seite von Brando, Nicholson und De Niro. Regiestars wie Ridley Scott, Wim Wenders und David Lynch stützten sich auf den großen Mimen. Stantons Figuren sind oft Eigenbrötler, geheimnisvoll und schweigsam.

1984 prägte er mit seiner ersten Hauptrolle Wim Wenders' Kultfilm "Paris, Texas". Es sollte eine von wenigen Hauptrollen Stantons bleiben.

Eine zentrale Rolle in dem Künstlerporträt "Harry Dean Stanton" (Originaltitel: "Harry Dean Stanton: Partly Fiction") spielt die Musik. Mit eindringlich gesungenen Songs aus dem amerikanischen "Heartland" beweist der Schauspieler, dass an ihm ein Country-Star verloren gegangen ist. Und der große Schweiger gibt hinreißend lakonische Antworten auf delikate Fragen, die ihm kein Geringerer stellt als David Lynch. Der Film von Sophie Huber wurde mit dem Berner und dem Zürcher Filmpreis ausgezeichnet.

Samstag, 10.03. / 05.05 Uhr / zdf@bauhaus ~ Live-Musik mit BAP
Moderation: Jo Schück
(Erstsendung: 15.11.2014)
3sat

Das geschichtsträchtige Bauhaus in Dessau ist gleichzeitig Bühne und Produktionsort für die Konzertreihe "zdf@bauhaus". Präsentiert von Jo Schück.

Diesmal zu Gast: BAP.
Die Kölner Band reist mit ihrer akustischen "BAP zieht den Stecker"-Tour durch Deutsche Konzertsäle und spielt im Oktober 2014 unplugged im Bauhaus in Dessau. Der Traum einer Akustik-Tournee kursierte schon lange innerhalb der Band.

Aber erst das nach Wolfgang Niedeckens überstandenem Schlaganfall entstandene Solo-Album "Zosamme Alt" bildete schließlich das musikalische Fundament der Unplugged-Tour. Dabei nehmen Frontmann Niedecken und seine Bandmitglieder das Publikum mit auf eine besondere musikalische Reise durch bekannte und völlig neu interpretierte Lieder.

Die Musiker entwickeln neue, filigran verwandelte Arrangements und exotische Instrumentierungen und stellen dabei unter Beweis, dass der bewusste Verzicht auf elektrische Instrumente kein Manko ist. Vielmehr offenbart er dem Zuhörer dank veränderter Interpretationen völlig neue Klangwelten. Dabei lassen die gestandenen Rock-'n'-Roller sich neben der Multi-Instrumentalistin Anne de Wolff vom marokkanischen Percussionisten Rhani Krija samt Zymbal, Glöckchen und Tamburin musikalisch unterstützen.

Das geschichtsträchtige Bauhaus in Dessau ist gleichzeitig Bühne und Produktionsort für die Konzertreihe "zdf@bauhaus". Internationale Künstler geben in einem intimen Rahmen exklusive Konzerte vor Live-Publikum. Präsentiert werden die Konzerte von Moderator Jo Schück.

Sonntag, 11.03. / 10.05 Uhr / Deutscher Hörbuchpreis 2018
Erstausstrahlung
ARD/WDR/3sat

Spannende Gespräche, kurzweilige Lesungen, Ausschnitte aus prämierten Werken: Die festliche Verleihung des Deutschen Hörbuchpreises moderiert erneut der Entertainer Götz Alsmann.

In sechs Kategorien zeichnet er Preisträgerinnen und Preisträger aus. Der nur alle zwei Jahre verliehene Sonderpreis, der eine herausragende Leistung im Genre Hörbuch würdigt, geht an die Schauspielerin Eva Mattes.

Außerdem wird der Preis für das "Hörbuch des Jahres" der hr2-Bestenliste verliehen - sowie das erste Mal überhaupt der vom Westdeutschen Rundfunk ausgelobte "WDR Publikumspreis": Im Dezember und Januar sucht der WDR online das beste Hörbuch 2017. Wer den Preis erhält, ist bis März ein gut gehütetes Geheimnis und wird erst im Rahmen der Gala bekannt gegeben.

Die Verleihung des Deutschen Hörbuchpreises markiert stets auch den Beginn des internationalen Literaturfestes lit.COLOGNE, das durch die Schauspielerin und Komikerin Cordula Stratmann eröffnet wird.

Sonntag, 11.03. / 12.00 Uhr / Die Raupe Nimmersatt ~ Der Bilderbuchkünstler Eric Carle
Film von Mathias Frick
(Erstsendung: 11.06.2017)
ARD/NDR

Das Kinderbuch "Die kleine Raupe Nimmersatt" wurde seit seinem Erscheinen 1969 millionenfach verkauft und in mehr als 60 Sprachen übersetzt. Schöpfer ist der Autor und Illustrator Eric Carle.

Die Dokumentation besucht den deutsch-amerikanischen Kinderbuchautor und Illustrator Eric Carle in seiner heutigen Heimat Northampton und taucht mit ihm ein in die magische Welt seiner Bilderbücher und sucht nach Erklärungen für den Welterfolg des Raupen-Buches.

Eric Carle führt den Zuschauer in das von ihm gegründete Bilderbuchmuseum im amerikanischen Amherst und lässt ihn teilhaben an seiner alljährlichen Buchsignierung, zu der jedes Jahr Tausende Besucher aus ganz Amerika anreisen. Das Museum ist heute ein bedeutendes Zentrum für internationale Bilderbuchkunst, wo neben Klassikern auch Illustratoren der Gegenwart ausgestellt werden.

Der Film begleitet Eric Carle auch nach Atlanta, wo ihm das High Museum of Art von März 2016 bis Februar 2017 eine Ausstellung gewidmet hatte. In dieser umfassenden Werkschau seiner Grafiken, die seit 50 Jahren in unvergleichbarer Eric-Carle-Technik entstehen, werden immer wieder auch bislang unbekannte biografische Bezüge erkennbar.

Sonntag, 11.03. / 12.30 Uhr / Druckfrisch ~ Neue Bücher mit Denis Scheck
(Erstsendung: 25.02.2018)
ARD/NDR

Orientierung im Bücherdschungel verspricht Denis Scheck. Scheck besucht Schriftsteller, stellt Neuerscheinungen vor und spart dabei weder an Lob, noch an Kritik.

Seine bissigen und humorvollen Kommentare zu den Büchern der Spiegelbestenliste aus der Kölner Bücherhalle sind beliebt und gefürchtet. Im persönlichen Gespräch entlockt er Autoren aktueller Bestseller interessante Hintergründe zu ihren Werken.

Sonntag, 11.03. / 13.05 Uhr / Geschichte bewahren - Restauratorinnen in Wien
Film von Wilfried Wagner
(aus der ORF-Reihe "Erlebnis Österreich")
(Erstsendung: 05.02.2017)
ORF

Sie arbeiten in schwindelerregenden Höhen oder in Kellern der Museen. Durch ihre Hände gehen Kulturschätze, die man sonst nur aus der Ferne sieht. Ein Einblick in die Welt von Restauratorinnen.

Wer hat schon die Möglichkeit, ein Original von Peter Paul Rubens, unschätzbar wertvolles Porzellan von Maria Theresia oder ein Reliquiar des Heiligen Sebastian in Händen zu haben? Das lässt eine ganz eigene Beziehung zu den Werken und deren Schöpfern entstehen.

Restauratoren beschäftigen sich oft wochenlang intensiv mit einem Objekt, auch mit forensischen Mitteln, bevor die eigentliche Restaurierung beginnt. Der Film gibt einen Einblick in die Welt der Restauratorinnen in Wien - eine Welt, die im Kontrast zur Schnelllebigkeit unserer heutigen Gesellschaft steht.

Sonntag, 11.03. / 18.00 Uhr / Buchzeit
Talkrunde über literarische Neuerscheinungen im Szenelokal Oosten im Frankfurter Osthafen
3sat

Erstausstrahlung

Als Auftakt zur Leipziger Buchmesse präsentiert die "Buchzeit" ausgewählte Neuerscheinungen des Bücher-Frühlings. Wie immer kommt der "Buchzeit"-Literaturtalk aus dem Frankfurter Osthafen.

Gert Scobel diskutiert mit Katrin Schumacher (MDR), Barbara Vinken (Universität München) und Sandra Kegel (FAZ) im Szenetreff Oosten über Bücher und Fragen des Lebens. Was macht eine lange Ehe aus? Was kommt, wenn die Verliebtheit geht?

Und wie kommt man als Paar hinweg über tiefe Verletzungen, die man sich zugefügt hat? Darüber schreibt der Italiener Domenico Starnone in "Auf immer verbunden".

Flannery O'Connor zählt in den Vereinigten Staaten von Amerika zu den ganz großen Erzählern des 20. Jahrhunderts. Bei uns ist die Südstaatenautorin mit ihrer kraftvollen Prosa erst noch zu entdecken. "Keiner Menschenseele kann man noch trauen" ist der Titel eines Bandes mit Kurzgeschichten von Flannery O'Connor.

1988/89. Ein junger Philosophiestudent in Frankfurt ist auf der Suche nach sich selbst. Er verliert sich im studentischen Leben aber nahezu völlig. Bis ihn ein studentischer Job zum Pflegefall Gretl Adorno führt. Die Witwe des Philosophen beschimpft und zerkratzt ihn, und doch ist er bei ihr ganz bei sich. "Die Universität", so heißt der neue Roman von Andreas Maier.

Wie paranoid sind wir in unserer Gegenwart, was machen unsere Ängste aus uns? Diese Fragen thematisiert der flämische Autor Peter Terrin in seinem Psychodrama "Der Wachmann". Für deutsche Leser eine Entdeckung.

Dazu gibt es persönliche Lesetipps des "Buchzeit"-Quartetts für die Zuschauer zu Hause und das Publikum vor Ort.

Redaktionshinweis: "Buchzeit" ist der Auftakt des diesjährigen 3sat-Begleitprogramms zur Leipziger Buchmesse (15.-18.3.2018). Aus demselben Anlass folgen am Samstag, 17. März, um 20.15 Uhr der Spielfilm "Der Vorleser" sowie im Anschluss um 22.05 Uhr das Magazin zur Leipziger Buchmesse "Unter Büchern". Auf dem "blauen Sofa" (am Freitag, 16. März, 2.25 Uhr und Samstag, 17. März, 2.45 Uhr in 3sat) finden sich herausragende Autoren und prominente Moderatoren zum Gespräch ein und stellen die wichtigsten literarischen Neuerscheinungen vor.

Ein "Best of Buchzeit extra" am Sonntag, 18. März, 12.00 Uhr berichtet über Bücher und Themen am 3sat-Stand. Eine abschließende Zusammenfassung der Gespräche und Lesungen am 3sat-Stand gibt "Buchzeit extra" am Sonntag, 18. März, um 1.50 Uhr.

Außerdem berichtet das 3sat-Magazin "Kulturzeit" ab Donnerstag, 15. März, werktäglich ab 19.20 Uhr über das Beste von der Leipziger Buchmesse - mit Interviews und Beiträgen.

Freitag, 16.03. / 05.55 Uhr / Alte Leier, neue Lieder: Sardinien und seine Hirten
Film von Peter M. Kruchten
(Erstsendung: 11.08.2010)
ARD/SR

Abseits der Sandstrände und Badebuchten der Costa Smeralda, an den Karsthängen des Supramonte, in den kleinen Dörfern der Baronia und der Barbaggia, liegt noch echtes, unverfälschtes Sardinien.

Wer die Insel wirklich kennenlernen will, muss Menschen treffen, die ihre Identität bewahren, indem sie alte Traditionen pflegen. Das Filmteam besucht die Tenores von Bitti, deren polyphone Gesänge auf die uralte sardische Hirtenkultur verweisen.

Musikalische Tradition und Moderne vereinen die acht Mitglieder der Folk-Gruppe "Janas", die bei den Proben zu einem Konzert über alte und neue Lieder sprechen.

Auch der Maskenschnitzer in Mamoiada führt den Ursprung seiner "Mamuthones" genannten Holzmasken auf alte Bräuche der Hirten zurück. Sardinien und seine Kultur waren jahrtausendelang vom Viehnomadentum geprägt. Und heute? In einem Tal in der Nähe von Urzulei trifft das Filmteam Sebastiano Cabras, einen "modernen Hirten". Nachdem Sebastiano seine Arbeit im Telekommunikationsbereich verloren hat, hält er Ziegen, Schafe und Schweine, baut Gemüse an und macht Wein. Einer von vielen tausend Teilzeit-Hirten, die notgedrungen zu einer traditionellen Lebensweise zurückgekehrt sind.

Samstag, 17.03. / 19.30 Uhr / Kulturpalast
Fachmagazin für E- und U-Kultur
Moderation: Nina Fiva Sonnenberg
Erstausstrahlung
3sat

Was um Himmels Willen ist ein "Trap"? Und wie kann man sich im Blaulicht sonnen? Die neue "Kulturpalast"-Staffel beleuchtet aktuelle Fragen der Kunstwelt - originell und charmant.

Fünf neue Folgen laden im März jeden Samstagabend in 3sat zu einem vergnüglichen Streifzug durch das Kulturgeschehen ein. Moderatorin und Musikerin Nina Fiva Sonnenberg begrüßt unter anderem die mit ihrem Debütalbum durchstartende Rapperin Haiyti als Gast.

Der "Kulturpalast" verspricht neue Perspektiven auf vermeintlich Bekanntes – immer auf der Suche nach Inspiration und Erkenntnis.

Samstag, 17.03. / 22.05 Uhr / Unter Büchern ~ Magazin zur Leipziger Buchmesse 2018
Erstausstrahlung
ARD/MDR/3sat

"mdr KULTUR"-Literaturkritikerin Katrin Schumacher hat sich umgesehen, welche Bücher der Frühling 2018 bereithält: Spannung, Kunst, Brisanz - welche Themen bewegen die Schriftsteller?

Wo entsteht Literatur? Um das herauszufinden, sprechen wir mit dem Schriftsteller Georg M. Oswald in einem Boxring über die Grundrechte des Menschen, mit dem Bibliothekar der "Anna Amalia Bibliothek" Michael Knoche über den Charme und den Sinn von Bibliotheken.

Wir treffen die Autorin Beatrix Langner, um alles über "Kröten" zu erfahren, treffen Peter Stamm in Zürich und erfahren Hintergründe zu seinem neuen Buch "Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt".

Und nach einem Landausflug mit Jan Böttcher in "Das Kaff", trifft Katrin Schumacher den rumänischen Autoren Florin Lazarescu im geheimnisvollen Transsilvanien. Und nicht zuletzt wird dort ermittelt, wo sich die Branche trifft: auf der Leipziger Buchmesse.

Samstag, 17.03. / 02.50 Uhr / Das blaue Sofa ~ Gespräche von der Leipziger Buchmesse
Erstausstrahlung
3sat

Die wichtigsten und interessantesten Neuerscheinungen von der Leipziger Buchmesse mit prominenten Autoren auf dem blauen Sofa in einer ausführlichen Zusammenfassung.

Zu Gast auf dem blauen Sofa sind unter anderen Nora Gomringer, Miriam Meckel, Antonia Baum, Fernando Aramburu, Angelika Klüssendorf, Joschka Fischer, Navid Kermani, Connie Palmen, Maja Lunde und Herfried Münkler.

Sonntag, 18.03. / 10.40 Uhr / Literaturclub
SRF

"Literaturclub" diskutiert die neuesten literarischen Entdeckungen und gibt Orientierungshilfe im Buchmarkt.
In der Gesprächssendung werden jeweils vier bis fünf Neuerscheinungen besprochen.

Sonntag, 18.03. / 12.00 Uhr / Best of 3satbuchzeit extra ~ Leipziger Buchmesse 2018
Bücher und Themen am 3sat-Stand
Moderation: Vivian Perkovic, Cécile Schortmann, Nina Brunner, Katja Gasser, Gert Scobel
Erstausstrahlung
3sat

Vier Tage lang werden Schriftsteller, Journalisten und Wissenschaftler am 3sat-Stand auf der Leipziger Buchmesse Rede und Antwort zu ihren neuen Büchern stehen. Diesmal ist Rumänien Gastland.

"Best of Buchzeit extra" zeigt das Interessanteste davon in ausführlichen Ausschnitten. Neue Romane, die Lyrik des diesjährigen Büchner-Preisträgers und der Gewinner der Leipziger Buchpreise 2018 – das alles findet am 3sat-Stand und in dieser Sendung zusammen.

Der Bücherfrühling wird traditionell vom anstehenden Leipziger Buchpreis für Belletristik, Sachbücher und Übersetzungen bestimmt. Die Leipziger Buchmesse jedes Jahr neu auch vom Geist der Verleihung des Leipziger Buchpreises für Europäische Verständigung. Neuerscheinungen und Bücher aus dem diesjährigen Gastland Rumänien spiegeln die Themen, die aktuelle öffentliche Diskussionen bestimmen. Sie handeln von deutscher oder europäischer Gegenwart und Geschichte, sie fragen nach politischen und wirtschaftlichen Perspektiven – mal aus der Sicht von Erzählerinnen und Erzählern, mal aus journalistischer Perspektive, mal mit dem Fachwissen von Wissenschaftlern.

Mit Åsne Seierstad, Navid Kermani, Angelika Klüssendorf und vielen anderen.

Sonntag, 18.03. / 18.30 Uhr / Museums-Check mit Markus Brock: Herzog Anton Ulrich-Museum, Braunschweig
(Erstsendung: 12.03.2017)
ARD/SWR

Markus Brock checkt diesmal den "Louvre des Nordens", das Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig. Bei seinem Streifzug wird er von Peter Prange begleitet.

Nach siebenjährigem "Dornröschenschlaf" öffnete das Museum im Oktober 2016 wieder seine Pforten. Das Universalmuseum beherbergt Kunst verschiedener Gattungen aus drei Jahrtausenden.

Wie der Louvre - wenn auch in geringerer Zahl - kann es mit den ganz großen Meistern aufwarten: Rubens, van Dyck, Tintoretto, Veronese, Picasso. Es beherbergt einmalige Schätze wie Vermeers "Mädchen mit dem Weinglas" oder Giorgiones "Selbstporträt als David".

Der Historiker und Bestsellerautor Peter Prange verarbeitet in seinen Romanen bevorzugt historische Stoffe. In "Die Principessa" (2003), das im barocken Rom spielt, sind die Künstler Bernini und Borromini die Hauptfiguren.

Sonntag, 18.03. / 01.50 Uhr / 3satbuchzeit extra
3sat

Das Beste von den Autorengesprächen am 3sat-Messestand auf der Leipziger Buchmesse in einem Zusammenschnitt.
Vier Tage lang gaben sich Autoren, Journalisten und Fachleute am 3sat-Stand ein Stelldichein, kommentierten im Gespräch ihre neuesten Werke aus allen Gattungen und äußerten sich zu zahllosen Themen.

Samstag, 24.03. / 10.35 Uhr / Die wahren Abenteuer des André Heller
Film von Andrea Morgenthaler und Christian Seiler
(Erstsendung: 20.03.2017)
ORF

André Heller   Multimediakünstler der ersten Stunde. Die Filmautoren Andrea Morgenthaler und Christian Seiler zeichnen das schillernde Bild einer außergewöhnlichen Künstlerpersönlichkeit.

Ausgehend von seinem Gartendomizil in Marrakesch begibt sich André Heller in ihrem Film auf eine virtuelle Reise in seine eigene Vergangenheit. Ein teilweise widersprüchlicher und polarisierender Film über einen unorthodoxen Künstler.

Samstag, 24.03. / 19.05 Uhr / Kulturpalast
Fachmagazin für E  und U Kultur
3sat

Moderation: Nina Fiva Sonnenberg
Erstausstrahlung

Was um Himmels Willen ist ein "Trap"? Und wie kann man sich im Blaulicht sonnen? Die neue "Kulturpalast" Staffel beleuchtet aktuelle Fragen der Kunstwelt   originell und charmant.

Fünf neue Folgen laden im März jeden Samstagabend in 3sat zu einem vergnüglichen Streifzug durch das Kulturgeschehen ein. Moderatorin und Musikerin Nina Fiva Sonnenberg begrüßt unter anderem die mit ihrem Debütalbum durchstartende Rapperin Haiyti als Gast.

Der "Kulturpalast" verspricht neue Perspektiven auf vermeintlich Bekanntes – immer auf der Suche nach Inspiration und Erkenntnis.

Samstag, 24.03. / 20.15 Uhr / Giuseppe Verdi   Messa da Requiem
Christian Spuck choreografiert Verdis Requiem
Opernhaus Zürich, 2016
Erstausstrahlung
SRF/3sat

Das Opernhaus Zürich bringt 2016 Giuseppe Verdis Requiem in einer groß besetzten Gemeinschaftsproduktion von Ballett und Oper auf die Bühne.

Christian Spuck, der Direktor des Balletts Zürich, ist Choreograph und Regisseur dieses außergewöhnlichen Unternehmens aus Musiktheater und Tanz. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des Generalmusikdirektors des Opernhauses Zürich, Fabio Luisi.

Das Requiem gehört zu den populärsten Kompositionen Giuseppe Verdis und ist ein Meisterwerk des oratorischen Konzertrepertoires. Verdi vertont den lateinischen liturgischen Text der katholischen Totenmesse und beschwört mit der musikalischen Dramatik, die man aus seinen Opern kennt, die Schreckensbilder von Tod, Endzeit und Verdammnis. Er schafft ein gigantische Tableau der Gefühle: Angst, Zorn, Schmerz, Trauer und Sehnsucht nach Erlösung.

Er spannt einen Bogen von den Strafvisionen des berühmten "Dies irae", dem überwältigendsten Teil des anderthalbstündigen Werks, über den Trost des "Requiem aeternam" bis zu den transzendenten Visionen des "Lux aeterna". Verdi lässt die christlichen Vorstellungen von Tod und Auferstehung hinter sich und konfrontiert den Menschen mit seiner endlichen Existenz an sich.

Samstag, 24.03. / 21.50 Uhr / Schritt ins Unbekannte ~ Christian Spucks sinnlicher Tanz für eine Totenmesse
Film von Jürg Gautschi
(Erstsendung: 14.04.2017)
SRF

Giuseppe Verdis Totenmesse als Ballett zu choreografieren, war sein großer Traum: Nun hat der Zürcher Ballettdirektor Christian Spuck ihn verwirklicht und damit einen Beifallssturm geerntet.

Im Wissen um die überwältigende Macht von Verdis Musik trat Christian Spuck mit seinem Ensemble eine riskante Reise ins Dunkel an. Sie wurde trotz des Todes Themas nicht zur Erfahrung von lähmender Trauer, sondern von lebensbejahender Kraft, geboren aus dem Tanz.

Er ist ein meisterhafter Erzähler von Geschichten, und seine Sprache ist der Tanz. Doch zu Verdis "Messa da Requiem" wollte Choreograf Christian Spuck ausdrücklich keine Geschichte erfinden, sondern Bewegungsbilder, ganz aus der Emotionalität der Musik geschöpft.

Die Erarbeitung der Produktion am Zürcher Opernhaus wurde für Spuck zu einer Reise ins Ungewisse, verbunden mit einigen schlaflosen Nächten, nicht zuletzt wegen der gigantischen Besetzung: Neben den 36 Tänzerinnen und Tänzern galt es, über 100 Chorstimmen und vier Gesangssolisten auf der Bühne in Bewegung zu setzen.

Samstag, 24.03. / 22.50 Uhr / Robert Frank   Don't blink
Film von Laura Israel
(Erstsendung: 06.11.2016)
SRF

Mit seinem Buch "The Americans" (1958)zeigte der schweizerisch amerikanische Fotograf Robert Frank ein völlig neues Bild Amerikas und revolutionierte die Fotografie im 20. Jahrhundert.

Der Film stellt Franks fotografisches und filmisches Schaffen umfassend vor und gibt einen Einblick in sein Leben. Eine außergewöhnliche filmische Biografie des heute 92 jährigen Schweizer Künstlers.


Aufgewachsen in Zürich, emigrierte Robert Frank mit 23 Jahren in die USA. Dort schloss er mit den Schriftstellern der Beat Generation enge Freundschaft und wurde zu deren fotographischem Begleiter. Auf seinen Fahrten durch Amerika entstanden die Aufnahmen zu "The Americans". Diese Bilder hatten keinen sofortigen, doch nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung der Fotografie im 20. Jahrhundert. Wäre er nicht so ausschlaggebend für die Fotografie gewesen, dann wäre Robert Frank heute wohl als eine prägende Figur des Independent Kinos in die Geschichte eingegangen.

Der Film seiner langjährigen Kollegin, der Amerikanerin Laura Israel, stellt sein wegweisendes Schaffen vor.

Sonntag, 25. 03.: Märchenhaft   Ein 3sat Thementag

Montag, 26.03. / 01.40 Uhr / PULS Open Air 2017 (1/2): Best of
(Erstsendung: 23.06.2017)
ARD/BR

Drei Tage, fünf Bühnen und rund 60 Musik Acts: Das "PULS Open Air" war auch im zweiten Jahr wieder das Highlight des Festivalsommers.

Vom 8. bis 10. Juni 2017 feierten rund 7500 Besucher auf dem Schlossgelände von Kaltenberg zu großartiger Livemusik. Der erste Teil der "Best of" Sendung präsentiert die musikalischen Höhepunkte vom Festival Freitag.

Montag, 26.03. / 03.10 Uhr / PULS Open Air 2017 (2/2): Best of
(Erstsendung: 23.06.2017)
ARD/BR

Drei Tage, fünf Bühnen und rund 60 Musik Acts: Das PULS Open Air ist auch im zweiten Jahr wieder das Highlight des Festivalsommers.

Vom 8. bis 10. Juni 2017 feiern rund 7000 erwartete Besucher auf dem Schlossgelände von Kaltenberg zu großartiger Livemusik. Der zweite Teil der "Best of" Sendung präsentiert die musikalischen Höhepunkte vom Festival Samstag.

Montag, 26.03. / 04.40 Uhr / Rockpalast: Kate Tempest
Haldern Pop 2017
(Erstsendung: 11.09.2017)
ARD/WDR

Das "Haldern Pop Festival" ist eines der beliebtesten Indie Festivals in Deutschland. "Rockpalast" zeigt den Auftritt von Kate Tempest vom "Haldern Pop 2017".

Kate Tempest kann man musikalisch nicht einordnen, bei ihr geht es vor allem um Haltung. Meist rappt sie, sie macht aber auch reine Spoken Word Performances. Und all das über Musik, die man am ehesten als Indie Rock bezeichnen könnte.

Dass "Das Haldern", wie das "Haldern Pop Festival" gern liebevoll genannt wird, so beliebt ist, liegt zum einen an der idyllischen Lage: Felder, Kuhweiden und Seen, wohin das Auge blickt. Und zum anderen auch an dem legendären Spiegelzelt   ein etwa 800 Besucher fassendes Festzelt, das mit Eichenholz, Samt und Spiegeln im Jugendstil eingerichtet ist und eine besondere Atmosphäre schafft. Dort hatten schon Bands wie Mumford & Sons grandiose Auftritte.

Auch sonst herrscht in Haldern eine friedliche Atmosphäre: Statt ums Auffallen und derbe Abfeiern geht es hier um die Musikgruppen und ihre Lieder. Das Haldern hat auch immer was von einem Wanderausflug   im besten Sinne. Man kann das Festival getrost als Talentschmiede bezeichnen, denn viele Stars der alternativen Szene haben vor ihrem großen Durchbruch in Rees Haldern auf der Hauptbühne gestanden.

Karfreitag; 30.10. / 09.10 Uhr / Johann Sebastian Bach: Johannespassion
Mit Christina Landshamer (Sopran), Anke Vondung (Alt), Tilman Lichdi (Tenor), Maximilian Schmitt (Evangelist/Tenor) und Tareq Nazmi (Christus/Bass)
Chor: Chor des Bayerischen Rundfunks
Orchester: Concerto Köln
Musikalische Leitung: Peter Dijkstra
(Erstsendung: 27.03.2017)
ARD/BR

Unter seinem Künstlerischen Leiter Peter Dijkstra eröffnete der Chor des Bayerischen Rundfunks die Internationale Orgelwoche Nürnberg 2015 in St. Lorenz.

Gemeinsam mit dem Originalklang Orchester Concerto Köln präsentierte der Chor die Johannespassion von Johann Sebastian Bach in einer ganz besonderen Licht , Raum  und Klang Inszenierung.

Der Raum der hochgotischen Basilika kommt bei der Aufführung in ganz besonderem Maße zur Geltung: Durch die Konzertaufstellung   Chor und Orchester in der Mitte der Kirche, Solisten im Sitzplatzbereich des Publikums, also der "Gemeinde"   sowie durch die Ausleuchtung der Kirche wird der geistlich spirituelle Gehalt der Bach Passion auch optisch auf neue und fesselnde Weise erzählt.

Eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung spielt die veränderte Rolle des Publikums, in dessen Mitte sich die Solisten bewegen und agieren. Das ergreifende Drama um die Gefangennahme Jesu, das Verhör durch Pilatus, die Kreuzigung und schließlich die Grablegung erhält auf diese Weise eine neue darstellerische Dimension.

Neben der Matthäuspassion ist die Johannespassion als einzige Passion von Johann Sebastian Bach vollständig erhalten. Mit dieser Inszenierung wurde ein neuer Weg beschritten, die Direktheit des Werks, wie sie auch in den aufwühlenden Volksszenen (Turbae Chören) immer wieder ihre Höhepunkte findet, in Klang und Raum sinnlich erfahrbar zu machen.

Samstag, 31.03. / 10.00 Uhr / Das Wiener Konzerthaus
Film von Ernst A. Grandits
(Erstsendung: 14.06.2015)
ORF

Das Wiener Konzerthaus ist die Heimstätte der Wiener Symphoniker, des Wiener Kammerorchesters und des Klangforums Wien. Es ist ein Ort, an dem Musik gelebt wird.

Für die Einweihung des Jugendstiljuwels der Theaterarchitekten Ferdinand Fellner d. J. und Hermann Helmer im Oktober 1913 hatte Richard Strauss eigens das "Festliche Präludium op. 61" komponiert. Zweiter Höhepunkt war Beethovens "9. Sinfonie".

Schon damals lobte man das Nebeneinander von Tradition und Moderne. Diesem Grundsatz der Kontraste ist das Haus durch die Jahrzehnte bis heute treu geblieben, mit Uraufführungen zum Beispiel von Schönberg und E. W. Korngold, aber auch mit Darbietungen von Jazz, Schlagern und Weltmusik, Lesungen, Festivals für Alte Musik und "Wien Modern" wie auch Ballveranstaltungen.

Samstag, 31.03. / 10.25 Uhr / Die Wiener Sängerknaben - Wege in die Ferne (Silk Road)
Dokumentarfilm von Curt Faudon, Österreich 2008
Länge: 51 Minuten
ORF

Die Wiener Sängerknaben sind einer der ältesten Knabenchöre der Welt und wohl der mobilste. Als Gründer gilt Kaiser Maximilian I. Das Kofferpacken gehörte für die kaiserliche Kapelle zum Alltag.

Die Musiker folgten ihrem Dienstherrn quer durch Europa. Auch heute sind die Knaben zehn bis zwölf Wochen im Jahr auf Tournee. Drei Monate begleitete Filmemacher Curt Faudon die Wiener Sängerknaben bei ihrer Ausbildung im Palais Augarten und auf ihren Tourneen.

Sie führten in die USA, nach Japan, Korea, Australien und entlang der Seidenstraße. Denn Ausgangspunkt für den Dokumentarfilm "Die Wiener Sängerknaben - Wege in die Ferne" war ein Weltmusikprojekt des Chores mit Liedern von der alten Seidenstraße.

Samstag, 31.03. / 11.15 Uhr / Konzert der Wiener Philharmoniker in Budapest
Palast der Künste, Budapest, 2017

Mit Rainer Honeck (Violine), Robert Nagy (Violoncello), Martin Gabriel (Oboe) und Sophie Dartigalongue (Fagott)

Programm:
Ferenc Erkel "Festliche Ouverture", Joseph Haydn
"Sinfonia concertante Nr. 105 op. 84", Béla Bartók
"Konzert für Orchester" und Johann Strauss Sohn
"An der schönen blauen Donau"

Musikalische Leitung: Zubin Mehta

ZDF/3sat

Die Wiener Philharmoniker gelten als eines der führenden Orchester weltweit. 2017 spielten die Musiker im Palast der Künste in Ungarns Hauptstadt Budapest. Musikalischer Leiter war Zubin Mehta.

Das Anliegen der Musiker ist es, Werke aufzuführen, die österreichische und ungarische Musik verbindet. Zum 150. Jahrestag des österreichisch-ungarischen Ausgleichs von 1867 war dieses Konzert eine klare Botschaft.

Auf dem Programm standen eine Ouvertüre des ungarischen Komponisten Ferenc Erkel, auch Begründer der ungarischen Nationaloper, Josephs Haydns "Sinfonia Concertante" mit namhaften Solisten, das Konzert für Orchester von Béla Bartók und von Johann Strauss (Sohn) "An der schönen blauen Donau". Die heimliche Hymne Österreichs feierte 2017 ihr 150. Jubiläum.

Stardirigent Zubin Mehta fühlt sich den Wiener Philharmonikern seit seiner Jugend verbunden. Mit 18 Jahren war er nach Wien gekommen, um dort zu studieren. Im Alter von 25 dirigierte er erstmals die Philharmoniker. Inzwischen sind es fast 300 gemeinsame Auftritte.

Samstag, 31.03. / 19.30 Uhr / Kulturpalast
Fachmagazin für E- und U-Kultur
Moderation: Nina Fiva Sonnenberg
Erstausstrahlung
3sat

Was um Himmels Willen ist ein "Trap"? Und wie kann man sich im Blaulicht sonnen? Die neue "Kulturpalast"-Staffel beleuchtet aktuelle Fragen der Kunstwelt - originell und charmant.

Fünf neue Folgen laden im März jeden Samstagabend in 3sat zu einem vergnüglichen Streifzug durch das Kulturgeschehen ein. Moderatorin und Musikerin Nina Fiva Sonnenberg begrüßt unter anderem die mit ihrem Debütalbum durchstartende Rapperin Haiyti als Gast.

Der "Kulturpalast" verspricht neue Perspektiven auf vermeintlich Bekanntes – immer auf der Suche nach Inspiration und Erkenntnis.

Samstag, 31.03. / 19.30 Uhr / Tosca
Oper in drei Akten von Giacomo Puccini (1858-1924)
Großes Festspielhaus Salzburg, Osterfestspiele Salzburg 2018
ORF/3sat
Musiktheater

Floria Tosca: Anja Harteros
Mario Cavaradossi: Aleksandr Antonenko
Baron Scarpia: Ludovic Tézier
Cesare Angelotti: Andrea Mastroni
Der Mesner: Matteo Peirone
Spoletta: Mikeldi Atxalandabaso
Sciarrone: Rupert Grössinger
Ein Schließer: Levente Páll
u. a.

Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach "La Tosca" von Victorien Sardou
Bühnenbild: Renate Martin, Andreas Donhauser
Kostüme: Renate Martin, Andreas Donhauser
Chor: Salzburger Bachchor, Salzburger Festspiele, Theater Kinderchor
Orchester: Sächsische Staatskapelle, Dresden
Musikalische Leitung: Christian Thielemann
Inszenierung: Michael Sturminger
Erstausstrahlung

Die Osterfestspiele Salzburg setzen 2018 auf ein Hauptwerk der italienischen Oper: Giacomo Puccinis "Tosca" wird von Michael Sturminger neu inszeniert.

Liebe, Eifersucht, Verrat und Tod - diese Zutaten machen die "Tosca" zu einem Dauerbrenner auf den internationalen Opernbühnen. Als "Krimi" und "Groschenroman" charakterisiert Regisseur Sturminger die Handlung, denn sie zeige Menschen in Extremsituationen.

Als größte Herausforderung bei der Inszenierung bezeichnet Sturminger, dass Zeit und Ort des Geschehens eindeutig fixiert sind: Um 1800 versuchte Napoleon, Italien zu "republikanisieren", die militärischen Auseinandersetzungen in diesem Zusammenhang bilden den historischen Hintergrund der Opernhandlung. Die Schauplätze - die Kirche Sant'Andrea della Valle, der Palazzo Farnese und die Engelsburg - sind heute römische Touristenattraktionen, die jedermann jederzeit besuchen kann, und sie waren auch zum Zeitpunkt der Komposition historische Stätten.

Sturmingers Herangehensweise: "Alles so machen, wie es immer war, und nichts so lassen, wie die Leute es gewohnt sind". Eine spannende Neudeutung des Opernklassikers ist also zu erwarten. Musikalisch wird die Neuproduktion von Stardirigent Christian Thielemann geleitet. In einer der bekanntesten Arien der Opernliteratur - "E lucevan le stelle" - erinnert sich der Maler Cavaradossi an seine Liebe zur Sängerin Floria Tosca und beklagt, dass sein Leben so plötzlich enden wird. Der lettische Tenor Aleksandrs Antonenko verkörpert diese Partie in der Neuinszenierung. Die Titelrolle singt Superstar Anja Harteros. Die deutsche Sopranistin hat bei den Osterfestspielen Salzburg zuletzt als Sieglinde in Wagners "Walküre" für Jubel gesorgt. Der Franzose Ludovic Tézier singt den Scarpia.

Redaktionshinweis: Im Anschluss an "Tosca" zeigt 3sat ab 22.25 Uhr das Porträt "Wie ein lichter Fluss - Die Sängerin Anja Harteros".

Samstag, 31.03. / 22.25 Uhr / Wie ein lichter Fluss - Die Sängerin Anja Harteros
Film von Christian Betz
(Erstsendung: 17.09.2016)
ARD/WDR

Opern-Fans verehren sie, selbst Kritiker sprechen in Superlativen von ihr: Anja Harteros, "die Opernkönigin", "die Stradivari unter den Stimmen" oder gar "die beste Sängerin der Welt".

Die 44-jährige Sopranistin, die in Bergneustadt geboren wurde und einen griechischen Vater hat, macht mit ihrer Ausnahmestimme und Bühnenpräsenz kontinuierlich Karriere, die sie auf alle wichtigen Bühnen dieser Welt führt.

Ihre internationale Karriere begann 1999, als sie als erste Deutsche den 1. Platz des "Cardiff Singer of the World"-Wettbewerbs holte. Dort lernte sie Sir Peter Jonas kennen, der sie als Intendant der Bayerischen Staatsoper kurz darauf nach München rief. Bis heute ist an der Bayerischen Staatsoper ihre künstlerische Heimat. Auch der jetzige Intendant, Nikolaus Bachler, ist von der Sängerin begeistert: "Was sie so einzigartig macht, ist, dass sie alles am Theater auslebt. Bei ihr sind Ernsthaftigkeit, Genauigkeit und kritische Haltung zu sich selbst gepaart mit einer Form von einer Kühnheit - das macht das Ganze so spannend."

Zum ersten Mal in ihrer musikalischen Laufbahn erlaubt die öffentlichkeitsscheue Ausnahmekünstlerin dem Filmemacher Christian Betz exklusive Einblicke in ihren Alltag. Sie erzählt offen von den Entbehrungen, die der Sängerinnenberuf für sie mit sich bringt - und vom Druck, dem eine Künstlerin ihres Ranges ausgesetzt ist. "Ich bin irgendwie ein scheuer Mensch", so Harteros. "Ich mag nicht gerne bekannt sein. Wenn ich das Gefühl habe, ich gehe über die Straße und jeder kennt mich, dann ist das für mich beklemmend." So entzieht sich Anja Harteros den Mechanismen des Opernbetriebs, hat keinen exklusiven Plattenvertrag, hält ihr Privatleben aus der Öffentlichkeit, verweigert sich einem marktschreierischen Medienschaulaufen.

Mit dem deutschen Opernsänger Jonas Kaufmann steht Harteros oft gemeinsam auf der Bühne. Er kennt seine Kollegin: "Natürlich ist sie eine Diva - und das muss sie auch sein! Wenn sie zu allem 'Ja und Amen' sagen würde, könnte sie die Position, die sie hat, nicht erreichen - und vor allem nicht halten! Aber sie ist ja dabei überhaupt nicht schwierig. Anja ist ein unheimlich herzlicher, freundlicher, lieber und offener Mensch."

Der Film begleitet Anja Harteros über neun Monate hinweg in ihrem Alltag. Von der Neuinszenierung "Arabella", in der sie unter der Regie des bekannten Filmregisseurs Andreas Dresen die Hauptrolle singt, über die Einstudierung und das Rollendebüt der Amelia in "Un ballo in maschera" bis hin zu einem Arienabend in Budapest, wo Harteros zum ersten Mal auftritt.

Samstag, 31.03. / 23.15 Uhr / Belcanto - Die Tenöre der Schellack-Zeit
Film von Jan Schmidt-Garre
(Erstsendung: 01.07.2017)
3sat

Was macht die Tenöre der Schellack-Zeit so unvergleichlich? Die Dokumentation zeigt die Entwicklung des Belcanto im 20. Jahrhundert mit den besten Ton- und Bildaufnahmen der größten Tenöre.

Ihre Namen sind legendär und auch heute noch der Inbegriff des Belcanto: Enrico Caruso, Leo Slezak und Beniamino Gigli können es, was ihren Ruhm angeht, ohne weiteres mit den Star-Tenören von heute aufnehmen.

Schon Anfang des 20. Jahrhunderts verkauften sich Carusos Schallplatten in Millionenauflagen. Als in den 1930er-Jahren der Tonfilm aufkam, wurden Tenöre wie Joseph Schmidt oder Richard Tauber auch noch zu Kino-Stars.

Filmautor Jan Schmidt-Garre ist zu den Nachfahren der Sänger nach Russland, Argentinien, in die USA und viele andere Länder gereist. Er hat dort bis dato noch unbekanntes Material entdeckt und Weggefährten befragt. In ihren Erzählungen und in den gefundenen Filmdokumenten werden die Faszination und die fortdauernde Wirkung der großen Tenöre verständlich und unmittelbar erfahrbar.

Dabei kommen auch langjährige Weggefährten wie Sir Peter Jonas oder der damalige Münchener Generalmusikdirektor Zubin Mehta zu Wort. Die Neuinszenierung von "Un ballo in maschera" an der Bayerischen Staatsoper in München bedeutet für Harteros in der weiblichen Hauptrolle und Mehta als Dirigent Neuland: Beide geben hier ihr Debüt.

Ostersonntag, 01.04. / 09.00 Uhr / Frühling in Wien 2017
Wiener Konzerthaus, 2017
Mit Jean-Yves Thibaudet (Klavier)

Programm:
- Leonard Bernstein: Ouvertüre zur Operette "Candide"
- George Gershwin: Konzert für Klavier und Orchester in F-Dur, Allegro, Adagio - Andante con moto
- Duke Ellington & Billy Strayhorn: "Tonk"
- George Gershwin: "An American in Paris", Symphonische Dichtung
- Leonard Bernstein: Symphonische Tänze aus der "West Side Story"

Orchester: Wiener Symphoniker
Musikalische Leitung: Philippe Jordan
Bildregie: Agnes Méth
Moderation: Barbara Rett
ORF

Seit mehr als 40 Jahren stimmen die Wiener Symphoniker mit ihrem traditionellen Osterkonzert auf den "Frühling in Wien" ein.

2017 machte das Orchester einen musikalischen Ausflug in die Metropolen Paris und New York. Auf dem Programm standen Werke zweier Legenden der US-amerikanischen Musik: Leonard Bernstein und George Gershwin.

Eröffnet wurde das Konzert mit Bernsteins mitreißender "Candide"-Ouvertüre, danach folgte das jazzig angehauchte Klavierkonzert in F-Dur von George Gershwin. Wie schon in seiner berühmten "Rhapsody in Blue" verbindet der Komponist auch hier gekonnt Elemente aus Symphonik und Jazz.

1928 ist George Gershwin selbst "Ein Amerikaner in Paris". In seiner gleichnamigen symphonischen Dichtung verarbeitete er "musikalische Souvenirs" wie etwa die Pariser Taxi-Hupen, von denen er sogar einige Exemplare mit nach New York nahm.

Von der Stadt der Liebe zurück über den Atlantik beschlossen Bernsteins Symphonische Tänze aus der "West Side Story" den Ausflug über die Kontinente und ließen das vielfältige und konfliktreiche Leben auf den Straßen der Großstadt in den Konzertsaal einziehen.

Philippe Jordan, Chefdirigent der Wiener Symphoniker, stand der "Artist in Residence" des Traditionsorchesters, der französische Meisterpianist Jean-Yves Thibaudet, zur Seite. Durch die musikalische Frühlingsreise führt Barbara Rett.

Ostersonntag, 01.04. / 20.15 Uhr / Frühstück bei Tiffany
(Breakfast at Tiffany's)
Spielfilm, USA 1961
3sat

Holly Golightly: Audrey Hepburn
Paul Varjak: George Peppard
"Zwei E": Patricia Neal
Doc Golightly: Buddy Ebsen
Mr. Yunioshi: Mickey Rooney
José da Silva Pereira: José-Luis de Vilallonga
u. a.

Regie: Blake Edwards
Länge: 111 Minuten

In New York lebt Holly in den Tag hinein und lässt sich ihren aufwendigen Lebensstil durch reiche Verehrer finanzieren. Doch dann verliebt sie sich in einen mittellosen Schriftsteller.

Audrey Hepburn in ihrer wohl bekanntesten Rolle revolutionierte das Frauenbild der 1960er-Jahre und mauserte sich zur Stilikone. Die Vorlage zu dieser von leichter Hand geschriebenen Komödie von Blake Edwards lieferte Truman Capote.

Holly Golightly, ein freches, aber liebenswertes Callgirl, verbringt ihre New Yorker Nächte mit Partys und reichen Männern. Ihr liebster Ort in der Millionenstadt ist vor dem Schaufenster des Nobel-Juweliers Tiffany. Nach einer durchfeierten Nacht schlendert sie dort gern zum Frühstücken vorbei. Hollys neuer Nachbar, der Schriftsteller Paul Varjak, ist fasziniert von der stilbewussten jungen Frau. Bald verbindet die beiden eine enge Freundschaft. Als eines Tages Hollys Ex-Ehemann vor der Tür steht, erfährt Paul mehr über Hollys Vergangenheit und ihre ärmliche Herkunft. Paul fühlt sich immer mehr zu Holly hingezogen. Doch sie verfolgt weiterhin den Plan, einen reichen Mann zu heiraten. Ein einflussreicher brasilianischer Großgrundbesitzer scheint der Richtige zu sein.

Audrey Hepburn und Holly Golightly waren nach diesem locker-leicht erzählten Wohlfühlfilm ein Synonym für viele Kinobesucher weltweit. Truman Capote - Autor der Romanvorlage aus dem Jahr 1958 - hätte lieber die mit ihm befreundete Marilyn Monroe in der Hauptrolle gesehen. Doch Monroe sagte ab, und Audrey Hepburn bekam die Chance für die Rolle ihres Lebens.

Nicht nur der Besetzung gegenüber war Capote kritisch, denn der Roman, der offen die Geschichte einer Prostituierten erzählte, wurde für den Film ziemlich entschärft. Regisseur Blake Edwards nahm einige Änderungen am Originalstoff vor, um die Produktion hollywoodreif zu machen. So wurde aus einem homosexuellen Nachbarn ein gut aussehender Gigolo, und auch das typische Happy End wurde hinzugedichtet. Sexszenen konnten wegen der prüden amerikanischen Gesellschaft der späten 1950er-Jahre höchstens angedeutet werden.

Ostermontag, 02.04. / 09.05 Uhr / Osterkonzert 2018 ~ Stift Klosterneuburg

Mit Joanne Lunn (Sopran), Céline Scheen (Sopran), Kristin Mulders (Alt), Cyril Auvity (Tenor) und Christian Immler (Bass)
Chor: Salzburger Bachchor
Orchester: Bach Consort Wien
Musikalische Leitung: Rubén Dubrovsky
Bildregie: Volker Werner
Moderation: Teresa Vogl
(Erstsendung: 01.04.2018)
ORF

Das bereits zur Tradition gewordene Osterkonzert des "Bach Consort Wien" unter der musikalischen Leitung von Rubén Dubrovsky findet 2018 erneut im Stift Klosterneuburg statt.

Auf dem Programm steht in diesem Jahr Johann Sebastian Bachs Monumentalwerk Messe in h-Moll (BWV 232) - "Hohe Messe". Die Messe, deren Entstehung sich über Jahrzehnte erstreckte, zählt zu den bedeutendsten geistlichen Kompositionen.

Von Arien tänzerischer Leichtigkeit, über Gesangspassagen im strengen Renaissancestil hin zu komplex konstruierten Fugen und jubelnden Chören vereint Bachs gigantisches Vokalwerk sämtliche Formen und Stile.

Ostermontag, 02.04. / 10.40 Uhr / Lisa Batiashvili spielt Dvorák
Osterfestspiele Baden-Baden, April 2017
Mit Lisa Batiashvili (Violine)

Programm:
Antonin Dvorák: Slawische Tänze aus op. 72 (Nr. 3, 5, 7)
Violinkonzert a-Moll op. 53
Orchester: Berliner Philharmoniker
Musikalische Leitung: Sir Simon Rattle
Erstausstrahlung
ARD/SWR/3sat

Bei den Baden-Badener Osterfestspielen 2017 spielte die für ihre Virtuosität und ihr Einfühlungsvermögen geschätzte georgische Geigerin Lisa Batiashvili Dvoráks Violinkonzert a-Moll op. 53.

Mit dem slawischen Kolorit gilt das Werk als ein Meilenstein der Gattung. Unvergleichlich, wie die Solovioline und das Orchester miteinander konzertieren: mal verschmelzen, mal konkurrieren.

Ergänzt wird das Konzert durch eine Auswahl aus Dvoráks "Slawische Tänze" op. 72.

Der 1814 in Böhmen geborene Komponist Antonín Dvorák schuf das Violinkonzert a-Moll op. 53 in den Jahren 1879/80 und widmete es dem seinerzeit ebenso berühmten Geiger Joseph Joachim. Die Uraufführung fand 1883 in Prag statt, vier Jahre nachdem Joachim auch Brahms' Violinkonzert aus der Taufe gehoben hatte.

Ostermontag, 02.04. / 11.25 Uhr / Sir Simon Rattle dirigiert Bartóks Konzert für Orchester
Osterfestspiele Baden-Baden, April 2017
Programm:
Béla Bartók: Konzert für Orchester
Orchester: Berliner Philharmoniker
usikalische Leitung: Sir Simon Rattle
Erstausstrahlung
ARD/SWR/3sat

Bei den Osterfestspielen 2017 in Baden-Baden dirigiert Sir Simon Rattle Béla Bartóks "Konzert für Orchester", eines der am brillantesten instrumentierten Musikstücke der klassischen Moderne.

Bartók komponierte es 1943 im Alter von 62 Jahren, kurz nach seiner Flucht vor dem Zweiten Weltkrieg aus Ungarn in die USA. Ein Jahr später wurde das Stück vom Boston Symphony Orchestra unter Sergei Kussewizki mit großem Erfolg uraufgeführt.

Kussewizki hat das Stück auch bei dem durch Krankheit geschwächten Komponisten in Auftrag gegeben, und nicht zuletzt dadurch für ein Glanzlicht in Bartóks letzten Lebensjahren gesorgt. Das "Konzert für Orchester" ist eine von Bartóks beliebtesten Kompositionen - ein Meisterwerk voller Schmerz, voller Sehnsucht, voller Hoffnung, angefüllt mit Wahrheit bis zum Rande.

Ostermontag, 02.04. / 12.05 Uhr / Glocken - Klang zwischen Himmel und Erde
Film von Helge Reindl
(Erstsendung: 15.03.2013)
ORF

Glocken gibt es schon seit mindestens 3600 Jahren: Sie rufen zum Gebet und verkünden den Frieden. Die Dokumentation geht den kulturgeschichtlichen Wurzeln der Klangkörper auf den Grund.

Glocken wurden zu Kriegsgerät verschmolzen und danach Symbol des Wiederaufbaus. Sie vermelden Freude ebenso wie das Sterben eines Menschen. In China wurden Glocken als Folterinstrumente eingesetzt, für Christen sind sie Verkünder von Zeit und Vergänglichkeit.

Es ist nicht der Wohlklang allein, der die Wahrnehmung des Glockenklangs bestimmt, wie die Professoren Bernhard Tschofen, Roland Girtler und August Schmidhofer erläutern. Die Musikhistorikerin Birgit Lodes aus München berichtet von Richard Wagners Plänen, Glocken in seinen Werken einzusetzen, und verrät, wie menschliche Stimmen eine Glocke im Konzert nachahmen können.

Samstag, 07.04. / 11.15 Uhr / Karajan privat
Film von Otto Schwarz
(Erstsendung: 30.03.2008)
ORF/NDR

Der Stardirigent Herbert von Karajan (1908 1989) ist trotz zahlreicher biografischer Annäherungsversuche lange eine unnahbare Ikone geblieben.

Zu sehr haben der bereits zu seinen Lebzeiten erdachte Mythos und die Anekdoten seiner Witwe Eliette den privaten Menschen überstrahlt. Der einfache Mensch und der Halbgott am Dirigentenpult wollten nicht zusammenfinden. Im Grunde führte Karajan ein Doppelleben.

Die Dokumentation "Karajan privat" macht den Menschen hinter dem international gefeierten Künstler greifbar. Eine Fülle von bisher unveröffentlichtem 8 mm Filmmaterial und verblüffend offene Aussagen aus Karajans engstem Mitarbeiterkreis   sein Butler, sein Chauffeur, seine Sekretärin   zeichnen ein neues Bild des Dirigenten.

Viele unbekannte Facetten und Charakterzüge Karajans kommen ans Licht: Karajan, der abends gerne "Columbo" und Western schaute. Karajan, der mit kleinen Porzellanfigürchen spielte. Karajan, der ständig einen geladenen Revolver auf dem Nachtkästchen hatte.

Redaktionshinweis: 3sat zeigt das Porträt "Karajan privat" zum 110. Geburtstag des österreichischen Dirigenten am 5. April. Aus demselben Anlass folgen im Anschluss um 12.05 Uhr "Karajan in Salzburg   Der Meister und seine Spiele" sowie ab 20.15 Uhr "Filmstar Karajan", "Yehudi Menuhin & Herbert von Karajan" und "Karajan dirigiert Ludwig van Beethoven ('Eroica')". Desweiteren zeigt 3sat am Sonntag, 8. April, um 11.55 Uhr "Karajan dirigiert Ludwig van Beethoven ('Schicksalssymphonie')".

Samstag, 07.04. / 12.05 Uhr / Karajan in Salzburg   Der Meister und seine Spiele
Film von Hannes M. Schalle
Sprecherin: Senta Berger
(Erstsendung: 08.04.2017)
ORF

Herbert von Karajan war einer der bedeutendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Die "Osterfestspiele Salzburg", die 2017 ihr 50. Jubiläum feierten, sind sein künstlerisches Vermächtnis.

Der äußerst disziplinierte Meister seines Fachs hat seine Heimat Salzburg nicht nur musikalisch nachhaltig geprägt. Seine Vorliebe für die große Inszenierung zeigte sich auch abseits der Bühne, als Jetset Liebling brachte er den Glamour in die hohe Kunst.

Herbert von Karajan (1908 1989), der ultimative Maestro, Liebling der Medien, außerdem auch als Pilot, Sportwagen  und Segelbooteigner bekanntes Jet Set Mitglied der 1960er  und 1970er Jahre mit Wohnsitzen in St. Moritz, Saint Tropez und Salzburg, war bei aller Prominenz primär ein einsamer Perfektionist. Äußerste Präzision als Dirigent, Bühnen  und Filmregisseur mit einem besonderen Hang zu technischer Innovation und Brillanz machten ihn zu einem Ausnahmekünstler. Karajan hat als Dirigent etwa 700 Werke von mehr als 130 Komponisten eingespielt, weltweit wurden an die 300 Millionen Tonträger mit seinem Namen verkauft. Sein musikalisches Erbe wird heute vom Eliette und Herbert von Karajan Institut in Salzburg gepflegt.

Das künstlerische Vermächtnis Karajans klingt bei den alljährlichen "Osterfestspielen Salzburg" nach, bei denen man im Jahr 2017 das 50 jährige Bestehen feierte   ein würdiger Anlass für Hannes M. Schalles filmische Entdeckungsreise. In seiner Dokumentation führt er das Publikum in das multimediale "Universum Karajan". Dreh  und Angelpunkt ist Karajans legendäre Produktion der "Walküre" bei den ersten Osterfestspielen 1967. Warum holte Karajan Wagners Werk nach Salzburg, wo doch Mozart als "Genius Loci" regiert? Und das auch noch mit den Berliner Philharmonikern? Ausgerechnet zu Ostern? Doch Karajan schaffte die selbstgestellte Aufgabe mit Bravour: sein eigenes Festival zu gründen und es praktisch im Alleingang zu finanzieren. Gemeinsam mit Günther Schneider Siemssen   dem Star unter den Bühnenbildnern   brachte er Produktionen von Weltrang auf die Bühne und exportierte diese danach in die renommiertesten Opernhäuser der Welt.

Karajans Arbeitsstil war unvergleichlich und zeigte sich vor allem in der Kooperation mit anderen Künstlern. Nichts wurde dem Zufall überlassen, aber gerne der Kreativität des gesamten Teams. Er war Herr über Raum und Zeit, über Klang und Tempi, und kein Orchestergraben der Welt verwehrte ihm die Sicht auf die Bühne   die Sänger und Sängerinnen mussten richtig stehen und sich bewegen. Das Publikum sollte alles sehen und vor allem hören können.

Auch Jahrzehnte nach seinem Tod ist Herbert von Karajan in Salzburg allgegenwärtig, nicht nur als Statuette vor seinem Geburtshaus. Vor allem sein ehemaliger Assistent Christian Thielemann, heute selbst ein Maestro von Weltruf, führt Karajans Werk in Salzburg fort. 2017 leitet er die Rekreation der 1967er Produktion der "Walküre" musikalisch.

Senta Berger führt als Kommentarsprecherin mit ihrer markanten Stimme durch die Dokumentation. Hannes M. Schalle bietet in seinem Film Einblicke in Herbert von Karajans Arbeit und sein Privatleben, zeigt seine Natur  und Technikverliebtheit, und bringt exklusive Interviews mit Freunden und musikalischen Weggefährten, darunter Goetz Teutsch (langjähriger erster Cellist der Berliner Philharmoniker), Peter Ruzicka (Intendant der Osterfestspiele, Komponist & Dirigent), Maestro Christian Thielemann, Matthias Röder (Geschäftsführer des Eliette und Herbert von Karajan Institutes) und Herbert Kloiber (Medienunternehmer, langjähriger Mitarbeiter und Wegbegleiter Karajans und dessen Patensohn).

Samstag, 07.04. / 19.30 Uhr / Theater: Ein Fest! imagetanz Wien
Moderation: Nina Sonnenberg
Erstausstrahlung
3sat

Das "brut Wien", eine der wichtigsten Spielstätten für die freie internationale Theater  und Performanceszene, richtet jedes Jahr im März das "imagetanz" Festival aus.

Seit 1989 präsentiert es neue Formen der Choreografie und des zeitgenössischen Tanzes. 2018 steht alles unter dem Motto "Back to the Future". "Theater   Ein Fest!" begibt sich auf eine künstlerische Reise zwischen Vergangenheit und Zukunft.

Moderatorin Nina Sonnenberg trifft beim "imagetanz 2018" auf "Lone Twin", eine Performancegruppe aus Großbritannien, die sich in Tanzduetten mit ihrer eigenen Jugend beschäftigt. Die Performerinnen Magdalena Chowaniec und Valerie Oberleithner laden das Publikum in eine installative und partizipative Therapieklinik ein, und die Gruppe "Hungry Sharks" lässt die Hip Hop Tänzerin Farah Deen Konzepte von Weiblichkeit und Religion hinterfragen.

Außerdem besucht Nina Sonnenberg die Choreografin und Performerin Veza Fernández im Studio.

Samstag, 07.04. / 20.15 Uhr / Filmstar Karajan
Film von Georg Wübbolt
(Erstsendung: 07.04.2008)
ARD/RBB/BR

Herbert von Karajan war der einzige Dirigent von Bedeutung, der aus eigener Initiative Film  und Videoproduktionen geschaffen hat. Auf ewig sollte das Medium mit seinem Namen verbunden sein.

Die Dokumentation zeigt, wie Karajan das Fernsehen für sich und seine Zwecke entdeckte, wie er sich gemeinsam mit seinen Regisseuren an eine Filmsprache für Orchesteraufnahmen heranarbeitete, wie Meilensteine der Konzertverfilmung entstanden.

Sie zeigt aber auch, mittels der Aussagen von Karajans damals engsten Mitarbeitern, wie es hinter den Kulissen krachte, wie Karajan sich von den genialsten seiner Regisseure trennte und sich zum Alleinherrscher der Produktionen erkor.

Der Film behandelt zwar nur einen Ausschnitt im künstlerischen Schaffen Karajans, aber einen, der auf die Gesamtpersönlichkeit dieses großen Dirigenten weist: Auch als Regisseur war Karajan Ästhet, Perfektionist und Vorreiter.

Samstag, 07.04. / 21.05 Uhr / Yehudi Menuhin & Herbert von Karajan
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Violine und Orchester Nr. 5 A Dur KV 219
Mit Yehudi Menuhin (Violine)
Orchester: Wiener Symphoniker
Musikalische Leitung: Herbert von Karajan
Regie: Henri Georges Clouzot
(Erstsendung: 01.05.2016)
ARD/WDR

In einem Konzertfilm des Filmregisseurs Henri Georges Clouzot spielen Yehudi Menuhin und die Wiener Symphoniker unter der Leitung Herbert v. Karajans das Violinkonzert Nr. 5 A Dur von Mozart.

Der 1965 entstandene Film ist ein bedeutendes Dokument aus der Pionierzeit der Visualisierung klassischer Musik. Die Aufnahme des Mozart Konzerts wird eingeleitet von einem Gespräch zwischen Herbert von Karajan und Yehudi Menuhin.

Es folgen Probenausschnitte mit Karajan, Menuhin und den Wiener Symphonikern.

Herbert von Karajan, dessen Technikbegeisterung ihn in den 1980er Jahren zu einer Schlüsselfigur bei der Etablierung des CD Standards machte, war wie kein anderer Dirigent seiner Zeit vom Potenzial audiovisueller Medien bei der Verbreitung klassischer Musik überzeugt. Sein Bestreben, das eigene Repertoire auch mittels bildlicher Medien festzuhalten, entwickelte sich bereits in den späten 1950er Jahren und gipfelte 1982 in der Gründung seiner eigenen Filmfirma Telemondial.

Am Anfang dieser Entwicklung stand die Zusammenarbeit mit einem Filmemacher, der als Regisseur dieselbe Kompetenz und Bedeutung besaß wie Karajan als Dirigent: Henri Georges Clouzot, der "französische Hitchcock", Schöpfer von stilbildenden Filmklassikern wie "Le salaire de la peur" ("Lohn der Angst", 1953) und "Les diaboliques" ("Die Teuflischen", 1955).

Herbert von Karajan und Henri Georges Clouzot verstanden es meisterhaft, die Dramaturgie einer musikalischen Partitur in eine adäquate Filmsprache zu übersetzen. Aufgrund des filmischen Ideenreichtums und der inszenatorischen Qualität avancierten die fünf Konzertfilme, die Karajan und Clouzot gemeinsam realisierten, zu Klassikern ihres Genres. Schon das erste Werk von Karajan und Clouzot, Mozarts Violinkonzert Nr. 5, bei Kerzenschein im Ambiente eines Barocksalons gedreht, setzte für die Verfilmung klassischer Musik neue Maßstäbe. Zugleich ist dieser Mozart Film auch deshalb ein besonderes historisches Dokument, weil er das einzige Zeugnis der Zusammenarbeit von Herbert von Karajan und Yehudi Menuhin ist.

Yehudi Menuhin, 1916 als Kind jüdischer Einwanderer in New York geboren, war nicht nur einer der bedeutendsten Geiger des vergangenen Jahrhunderts, sondern auch ein großer Botschafter der Musik in der ganzen Welt. Schon in früher Jugend gab er Konzerte und nahm Schallplatten auf. Sieben Jahrzehnte lang reiste er in Sachen Musik um den Erdball   als Geiger, als Lehrer und immer häufiger auch als Dirigent. Der engagierte Humanist und Kosmopolit war einer der ersten ausländischen Solisten, die nach 1945 in Deutschland auftraten. 1957 gründete er in Gstaad sein eigenes Musikfestival. Für seine Verdienste um die Musik und um die Völkerverständigung erhielt Yehudi Menuhin zahlreiche Auszeichnungen. Er starb im März 1999 im Alter von 82 Jahren während einer Tournee in Berlin.

Der junge Wolfgang Amadeus Mozart brillierte auf seinen Konzerttourneen durch Europa nicht nur auf dem Cembalo, sondern auch auf der Geige. Seine fünf Violinkonzerte komponierte er 1775 während seiner Zeit als Konzertmeister am Salzburger Hof. Mozarts Violinkonzerte sind eine sehr persönliche Mischung der Stilrichtungen, die der junge Komponist auf seinen Konzertreisen kennengelernt hatte: ein musikalisches Spiegelbild der frühen Klassik und des Rokoko, mit Elementen der französischen, italienischen und böhmischen Geigenmusik.

Dennoch besaß Mozart bereits die Eigenständigkeit, im Gegensatz zum damals beliebten Typus des Virtuosen Konzerts Werke zu komponieren, die von Innerlichkeit und lyrischem Empfinden geprägt sind. Das letzte Konzert in A Dur ist das beliebteste und meistgespielte von Mozarts Violinkonzerten. Es besticht durch das herrliche Adagio Thema, das im Kopfsatz vom Solisten eingeführt wird, und durch das mitreißende Allegro "alla turca" im abschließenden Rondo.

Samstag, 07.04. / 21.50 Uhr / Karajan dirigiert Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr. 3, Es Dur, op. 55 "Eroica"
Philharmonie Berlin, 1971
ORF

Herbert von Karajan und die Berliner Philharmoniker teilen eine langjährige gemeinsame Vergangenheit. Am 8. April 1938 dirigierte er mit 31 Jahren zum ersten Mal das Berliner Orchester.

Nach dem Ton seines großen Vorbilds Wilhelm Furtwängler wurde Karajan 1956 zum Chefdirigent der Berliner Philharmoniker bestellt. Eine Zusammenarbeit, die über 33 Jahre andauert und das Orchester zu Weltruhm führte.

Mit seiner Unterstützung wurde 1963 auch die Philharmonie Berlin, eines der berühmtesten Konzerthäuser weltweit, eröffnet.

3sat zeigt eine Archivaufnahme aus dem Jahr 1971: In der Philharmonie Berlin dirigiert Karajan Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 3, Es Dur, op. 55, die "Eroica".

Samstag, 07.04. / 22.40 Uhr / Masse   Techno Ballett aus Berlin
Film von Nicola Graef
(Erstsendung: 09.02.2014)
ARD/RBB

Es war das Kulturhighlight Berlins im Frühjahr 2013: "Masse", ein Crossover Produktion zwischen dem berühmten Club Berghain, dem Staatsballett Berlin und dem Maler Norbert Bisky.

Drei Disziplinen, die sich über Monate aufeinander einlassen, um an einer Tanzproduktion zu arbeiten. Künstler, die in ihrem Bereich sehr erfolgreich sind und wenig über die Welt des anderen wissen: Ein Wagnis, ein Risiko, eine interdisziplinäre Kulturproduktion.

Die Idee hatten die Macher des Berghain. Wand an Wand zum Club haben sie mit großem Engagement und finanziellem Aufwand die Produktion vorangetrieben und die Leute zusammen gebracht.

Für Norbert Bisky, einen der erfolgreichsten Maler seiner Generation, ist das Bauen eines Bühnenbildes ein Novum. Es ist das erste Mal, dass er keine Leinwände bemalt, sondern einen Bühnenraum gestalten soll, noch dazu für Balletttänzer, deren Welt ihm bis dato fremd war: "In der bildenden Kunst denken ja immer alle, dass das unsere Kunst die wichtigste der Welt ist und jeder alles wissen muss. Wenn ich das jetzt auf die Ballettwelt übertrage, bin ich ein völlig unwissender, dummer Mensch, der neu lernen muss. Das ist nicht immer leicht, aber gut. Außerdem muss ich jetzt aus meiner Ecke des Ateliers raus, wo ich seit zwölf Jahren alleine arbeite und mich auf ein Team einstellen."

Ähnlich geht es auch den anderen Künstlern: Nadja Saidakova, erste Solotänzerin des Staatsballetts Berlin, Xenia Wiest, ebenfalls Tänzerin des Staatsballetts, und Tim Plegge, freier Choreograf, werden sich mit fünf DJs aus der Elektroszene zusammen tun, um Musik zu erarbeiten, mit der sie ihre Tänzer konfrontieren werden. "Der Rollenwechsel von der Tänzerin zur Choreografin ist nicht einfach für mich. Dann kommt noch die Musik dazu, die wir aus dem Ballett nicht kennen. Das wird spannend!", erklärt Saidakova, die zugibt, durchaus auch immer mal wieder zum Tanzen ins Berghain zu gehen. "Man kann nicht immer nur in den vier Wänden des Ballettsaals tanzen, man muss auch Mal die Atmosphäre wechseln."

Marcel Dettmann, resident DJ des Berghain der ersten Stunde, und Frank Wiedemann komponieren zusammen die Musik für Saidakova. "Was die tagtäglich ihren Körpern antun, ist schon Wahnsinn. Das könnte ich nicht, auch wenn wir unsere Körper ebenfalls sehr in Anspruch nehmen, nur auf eine andere Weise. Jede Woche in verschiedenen Städten Clubmusik zu machen, nachts oder im Morgengrauen, auf Flughäfen sitzen, jeden Tag woanders, das ist auch anstrengend."

Sichtbar wird das auf einer Reise mit Marcel Dettmann nach Moskau in den dort angesagten Technoclub Gipsy. Um 23.30 Uhr ins Bett, um 4.30 Uhr wieder aufstehen, ab 6.00 Uhr auflegen, mittags zum Flughafen. Dann geht's nach Paris, danach nach London. "Wenn ich nach so einem Wochenende nach Hause komme, muss ich erst Mal runterkommen. Das ist schon toll, wenn einem Leute sagen, dass sie meine Musik mögen und dazu die ganze Nacht tanzen."

Auch der international erfolgreiche Musiker Henrik Schwarz, der für Tim Plegge die Musik komponiert, ist begeistert von dem "Masse" Projekt. "Technomusik ist Kultur, aber seit über 20 Jahren mehr oder weniger nie aus den Clubs raus gekommen. Es wird Zeit, dass auch andere Menschen zu unserer Musik tanzen."

Der Film begleitet die Künstler über ein Jahr bis zur Premiere, taucht ein in die verschiedenen Lebenswelten der Balletttänzer, der DJs und des Malers. Er begleitet die Choreografinnen, die im normalen Leben als Tänzerinnen arbeiten, zum Training und zeigt sie beim Pas de deux in klassischen Aufführungen, ist mit den Musikern bei Techno Festivals und deren Auftritten mit auf der Bühne dabei und beobachtet den Maler Norbert Bisky im Atelier. Immer wieder nähern sich die Künstler einander an, wenn die DJs sich mit Nadja Saidakova über Töne unterhalten, Tim Plegge sich wundert, wie man es schafft, als Maler immer alleine zu arbeiten.

Samstag, 07.04. / 23.30 Uhr / Fraktus
Fernsehfilm, Deutschland 2011
ARD/NDR
Roger Dettner
Devid Striesow
Torsten Bage
Heinz Strunk
Dickie Schubert
Rocko Schamoni
Bernd Wand
Jacques Palminger
Winnie
Piet Fuchs
u. a.
Regie: Lars Jessen
Länge: 89 Minuten

Lars Jessens Mockumentary "Fraktus" zeichnet das Porträt einer fiktiven deutschen Techno Formation, die angeblich in den 1980er Jahren die Massen in Deutschland begeisterte.

Als die Erfinder des deutschen Techno werden sie von Größen wie Scooter und Daft Punk verehrt: Fraktus. Nach einem Streit auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs in den 1980er Jahren hatte sich die legendäre Band entzweit und ist seither in Vergessenheit geraten.

Doch der rastlose Musikproduzent Roger Dettner hat die Fährte des Elektropop Trios Fraktus aufgenommen und versucht nun, die drei Bandmitglieder nach 25 Jahren wieder zusammen auf die Bühne zu bringen.

Samstag, 07.04. / 01.00 Uhr / Hits der 80er in Deutschland und Österreich
Gestaltung: Anita Dollmanits
(aus der ORF/3sat Reihe "clip")
(Erstsendung: 24.07.2010)
ORF/3sat

Im deutschen Sprachraum kam niemand an der Neuen Deutschen Welle vorbei: "Hits der 80er   in Deutschland und Österreich" präsentiert die größten deutschsprachigen Hits der 1980er Jahre.

Nena mit ihrem Hit "99 Luftballons", Falco mit "Der Kommissar" und "Rock Me Amadeus" sowie Peter Schilling mit "Major Tom" punkteten mit eigens produzierten englischen Versionen ihrer Hitsingles.

Samstag, 07.04. / 03.25 Uhr / Karajan dirigiert Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr. 3, Es Dur, op. 55 "Eroica"
Philharmonie Berlin, 1971
ORF

Herbert von Karajan und die Berliner Philharmoniker teilen eine langjährige gemeinsame Vergangenheit. Am 8. April 1938 dirigierte er mit 31 Jahren zum ersten Mal das Berliner Orchester.

Nach dem Ton seines großen Vorbilds Wilhelm Furtwängler wurde Karajan 1956 zum Chefdirigent der Berliner Philharmoniker bestellt. Eine Zusammenarbeit, die über 33 Jahre andauert und das Orchester zu Weltruhm führte.

Mit seiner Unterstützung wurde 1963 auch die Philharmonie Berlin, eines der berühmtesten Konzerthäuser weltweit, eröffnet.

3sat zeigt eine Archivaufnahme aus dem Jahr 1971: In der Philharmonie Berlin dirigiert Karajan Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 3, Es Dur, op. 55, die "Eroica".

Sonntag, 08.04. / 10.05 Uhr / ROMY 2018   Der Österreichische Film  und Fernsehpreis
(Erstsendung: 07.04.2018)
ORF

Jährlich versammeln sich Publikumslieblinge, Stars, Glanz und Glamour in der Wiener Hofburg zur Verleihung des österreichischen Film  und Fernsehpreises "ROMY".

Die begehrten Trophäen, deren Gestalt der Schauspiel Schönheit Romy Schneider nachempfunden sind, werden im Jahr 2018 zum 29. Mal vergeben.

Sonntag, 08.04. / 11.55 Uhr / Karajan dirigiert Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr. 5, c Moll, op. 67, "Schicksalssymphonie"
Philharmonie Berlin, 1972
ORF

Zum ersten Mal im Fernsehen ist eine neue   in HD   abgetastete Archivaufnahme des großen Maestros Herbert von Karajan von 1972 aus der Philharmonie Berlin zu sehen.

Der Salzburger Dirigent bestreitet mit den Berliner Philharmonikern die äußerst schwierige 5. Symphonie von Beethoven. Sein Rat an jüngere Kollegen lautete: "Ihre ersten hundert 5. können Sie wegwerfen!"

Mal energisch, mal mit einem verschmitzten Lächeln und immer wieder über längere Passagen mit geschlossenen Augen dirigiert Herbert von Karajan Beethovens Schicksalssymphonie wie kein zweiter.

Sonntag, 08.04. / 12.30 Uhr / Druckfrisch ~ Neue Bücher mit Denis Scheck
(Erstsendung: 25.03.2018)
ARD/BR/MDR/WDR/NDR

Orientierung im Bücherdschungel verspricht Denis Scheck. Scheck besucht Schriftsteller, stellt Neuerscheinungen vor und spart dabei weder an Lob, noch an Kritik.

Seine bissigen und humorvollen Kommentare zu den Büchern der Spiegelbestenliste aus der Kölner Bücherhalle sind beliebt und gefürchtet. Im persönlichen Gespräch entlockt er Autoren aktueller Bestseller interessante Hintergründe zu ihren Werken.

Sonntag, 08.04. / 13.05 Uhr / Jakob Stainer   Ketzer und Genie
Film von Georg Laich
(aus der ORF Reihe "Österreich Bild")
(Erstsendung: 15.01.2017)
ORF

In einem Atemzug mit Stradivari wird oft der Tiroler Geigenbauer Jakob Stainer genannt: In dem Dorf Absam im Tiroler Inntal baut Stainer im 17. Jahrhundert meisterhafte Streichinstrumente.

Die Instrumente gelangen bald internationales Ansehen. Doch Jakob Stainer steht auch für einen massiven Konflikt mit der katholischen Kirche des 17. Jahrhunderts. Ein Porträt des meisterhaften Geigenbauers und streitbaren Kirchenkritikers Jakob Stainer.

Jakob Stainer besaß lutherische Schriften, wurde nach einem Inquisitionsverfahren exkommuniziert und erst nach einer Sühnezeremonie wieder in die Christenheit aufgenommen.

Im 18. Jahrhundert spielten viele große Musiker wie der Violinist Giuseppe Tartini auf Stainers Instrumenten. Auch in der heutigen Zeit gelten Stainer Instrumente   nicht zuletzt dank Nikolaus Harnoncourt   als kostbare, gefragte Soloinstrumente für Kammer  und Barockmusik.

Dienstag, 10.04. / 06.05 Uhr / Can Can und Champagner   Das Moulin Rouge
Film von Susanne Freitag
(Erstsendung: 18.05.2015)
3sat

Das Moulin Rouge ist das wohl bekannteste Revuetheater der Welt. 1889 gegründet, galt es zunächst als frivole und unschickliche Lasterhöhle, in der sich die Pariser Bohème traf.
Heute ist es ein knallhart durchstrukturiertes Unternehmen. 400 Mitarbeiter bereiten täglich das Amüsierprogramm vor, 1700 Gäste kommen jeden Abend, das Theater gilt als größter Champagner Konsument ganz Frankreichs. In eigenen Werkstätten werden Schuhe gefertigt, die Federräder und Kostüme genäht. Größe und Gewicht der Tänzerinnen sind vorgeschrieben – nur so lässt sich der perfekte Can Can tanzen, der das Moulin Rouge weltberühmt machte.

Donnerstag, 12.04. / 05.10 Uhr / El Greco und die Moderne
Film von Werner Raeune
(Erstsendung: 20.05.2012)
3sat

Der Maler El Greco zählt zu den bedeutendsten und teuersten Alten Meistern der Kunstgeschichte. 1541 in Griechenland geboren, machte er in Spanien als Hofmaler bei Philipp II. Karriere.

Doch aufgrund seiner eigenwilligen Interpretation religiöser Themen und seines außergewöhnlichen Mal Stils hatte der Künstler immer wieder Schwierigkeiten mit seinen Auftraggebern und Zeitgenossen.

Seine dünnen, in die Länge gezogenen, verzerrten Darstellungen der Menschen, seine ungewöhnlich grelle Farbgebung   heute sein Markenzeichen  sorgten damals für Skandale, ließen ihn in Ungnade fallen. Als der Künstler 1614 starb, wurde seinem Werk wenig Wertschätzung zuteil. Viele seiner Kirchenbilder wurden ins Ausland verkauft, über die ganze Welt verstreut. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde El Greco von Kunsthistorikern wiederentdeckt, nahmen Avantgarde Künstler wie Picasso und die Expressionisten August Macke, Franz Marc und Max Beckmann seine "moderne Auffassung von Malerei" zum Vorbild für ihre Kunst.

Freitag, 13.04. / 22.35 Uhr / Verleihung des 54. Grimme Preises 2018
aus dem Theater Marl
Moderation: Annette Gerlach
Erstausstrahlung
ZDF/ARD/WDR/3sat

Am Freitag, 13. April 2018, verleiht das Grimme Institut zum 54. Mal einen der begehrtesten Fernsehpreise. 3sat zeigt die Highlights der Preisverleihung aus dem Theater Marl.

Eine unabhängige Jury hat hunderte Stunden Fernseh Produktionen gesichtet und 15 Grimme Preise in den Kategorien Kinder & Jugend, Fiktion, Information & Kultur sowie Unterhaltung vergeben.

Zusammen mit dem Preis der Marler Gruppe und der besonderen Ehrung des Deutschen Volkshochschulverbands DVV gibt es in diesem Jahr insgesamt 64 Preisträgerinnen und Preisträger.

Durch den Abend führt die Journalistin und Moderatorin Annette Gerlach. Die Musik stammt von der deutschen Popband Woods of Birnam. Die Band besteht aus vier Musikern rund um den Schauspieler und Musiker Christian Friedel, der selbst in gleich zwei Grimme Preis Nominierungen mitspielt   in dem Fernsehfilm "Zuckersand" und in der Serie "Babylon Berlin".

Der Grimme Preis gilt als die bedeutendste Auszeichnung für Fernsehproduktionen im deutschsprachigen Raum. Ausgezeichnet werden Sendungen, die die spezifischen Möglichkeiten des Mediums auf hervorragende Weise nutzen und innovative und qualitative Anstöße geben. Aus den zahlreichen Einreichungen wurden über 70 Produktionen nominiert und der Jury zur Beratung und Entscheidung übergeben.

© 3sat
Alle Angaben ohne Gewähr, aktuelle Änderungen vorbehalten!

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