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Programm-Tipps: Musik ~ Theater auf 3sat:

Regelmäßige Kultursendungen

Montags bis freitags (außer Feiertage), 19.20 Uhr: Kulturzeit
Samstags, 09.05 Uhr: Kulturplatz

Samstags, 19.30 Uhr: Kulturpalast ~ Fachmagazin für E- und U-Kultur

Samstag, 07.07. / 10.00 Uhr / Live aus Klagenfurt: 42. Tage der deutschsprachigen Literatur ~ IngeborgBachmannPreis 2018
Lesungen und Diskussionen
Moderation: Zita Bereuter, Christian Ankowitsch
ORF/3sat

Die "42. Tage der deutschsprachigen Literatur" finden vom 4. bis zum 8. Juli in Klagenfurt statt. 14 Autoren lesen aus bisher unveröffentlichten Texten. 3sat überträgt die Lesungen live.

Bei den Lesungen um den IngeborgBachmannPreis sind ausnahmslos unveröffentlichte, original deutschsprachige Prosatexte mit einer maximalen Lesedauer von 25 Minuten gestattet. Ausführliche Informationen gibt es im 3satText ab Seite 590 sowie unter www.3sat.de.

Die Auswahl der Autorinnen und Autoren obliegt ausschließlich der Jury. Juryvorsitzender ist in diesem Jahr wieder Hubert Winkels, zur sechsköpfigen Jury gehören neben Hildegard Elisabeth Keller, Stefan Gmünder und Klaus Kastberger auch Insa Wilke und Nora Gomringer. Sie kommen für Meike Feßmann und Sandra Kegel, die die Jury verlassen.

Die Eröffnung des Wettbewerbs mit der Auslosung der LeseReihenfolge erfolgt am Mittwoch, 4. Juli. Gelesen und diskutiert wird von Donnerstag, 5. Juli, bis Samstag, 7. Juli. Am Sonntag, 8. Juli, findet die Schlussdiskussion mit der Preisvergabe statt.

Redaktionshinweis: Alle Lesungen und Diskussionen aus dem ORFLandesstudio Kärnten, die von Christian Ankowitsch geleitet werden, sind nicht nur vollständig auf dem 3satBildschirm, sondern auch als LiveStream auf 3sat.de zu sehen.

Außerdem gibt es auch 2018 eine große SocialMediaOffensive: Über die SocialMediaDienste www.facebook.com/Bachmannwettbewerb und www.twitter.com/tddlit können die "Tage der deutschsprachigen Literatur" mit Kommentaren, Bildern, News und Videos mitverfolgt werden. Das offizielle Hashtag zum Mitdiskutieren und Mittwittern lautet 2018: #tddl.

Auch auf Instagram (instagram.com@3sat) kann man die Veranstaltung verfolgen und erhält so während des gesamten Wettbewerbs einen exklusiven Blick hinter die Kulissen.

Samstag, 07.07. / 19.20 Uhr / Musikstadt Leipzig  das Erbe Mendelssohns
Film von St. Braunshausen
Erstausstrahlung
3sat

Alle großen Komponisten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts haben in Leipzig studiert, komponiert oder gastiert. Das spürt man bis heute.

Leipzig war Deutschlands Musikhauptstadt und neben Wien und Paris das musikalische Zentrum Europas. Doch bei aller Tradition – wie bewahrt man diese, und wie sieht die musikalische Zukunft Leipzigs aus?

Eines der ältesten von Bürgern getragenen Ensembles residiert in Leipzig: das Gewandhausorchester. Seit Februar 2018 ist Andris Nelsons dort der neue Chef. Der Lette, der auch preisgekrönter BassBariton ist, als Trompeter in Rigas Nationaloper spielte und sich dazu mit dem Cello beschäftigt hat, gilt als einer der überragenden Dirigenten seiner Zeit. Es gibt schon lange kaum ein Orchester oder Opernhaus von Rang zwischen Berlin, New York, London, Wien oder Paris, wo er nicht mit Erfolg dirigiert hätte. In Bayreuth sorgte er 2010 mit seinem "Lohengrin" für Furore und 2016 für einen Skandal, als er den "Parsifal" absagte.

Nelsons tritt am Gewandhaus Orchester in die Fußstapfen von Felix MendelssohnBartholdy. Der gründete vor genau 175 Jahren auch die erste Musikhochschule Deutschlands  älter waren nur die Schulen in Paris und Wien. Hier studierten namhafte Musiker, darunter auch Edvard Grieg. Das Konservatorium entwickelte sich rasch zu einer der führenden MusikAusbildungsstätten in Europa – und das bis heute.

Tradition haben in Leipzig aber auch die Musikverlage. Breitkopf & Härtel, gegründet 1719, gilt heute als der älteste Musikverlag der Welt. Im nächsten Jahr feiert der Verlag sein 300. Jubiläum.
 
Die Oper ist sogar noch etwas älter. Seit 325 Jahren gibt es Musiktheater in Leipzig und eine ganz zentrale Figur ist hier Richard Wagner, der 1813 in Leipzig geboren wurde. Die Leipziger Oper war das erste Haus, welches nach Bayreuth den kompletten Ring des Nibelungen zyklisch aufführte. Und auch heute noch ist Wagner und sein Mammutwerk zentral für das Opernhaus.

Samstag, 07.07. / 20.15 Uhr / Festspielsommer: Lucerne Festival 2017
Riccardo Chailly und das Lucerne Festival Orchestra
Aus dem KKL Luzern, August 2017
SRF

Beim "Lucerne Festival 2017" widmete sich Riccardo Chailly zwei Komponisten, die ihn in seiner Zeit als Dirigent geprägt haben: Felix Mendelssohn Bartholdy und Pjotr Iljitsch Tschaikowski.

Auf dem Programm standen Mendelssohns Tondichtungen über Shakespeares "Sommernachtstraum" und Tschaikowskis großes programmatisch angelegtes symphonisches Werk, die "ManfredSinfonie" nach Lord Byron, die er als eine seiner besten bezeichnete.

"Was für ein Abend. Was für ein Aufbruch. Die Zukunft des Lucerne Festival Orchestra  jetzt hat sie begonnen": So beschrieb Peter Hagmann von der "Neuen Zürcher Zeitung" Riccardo Chaillys fulminantes Debüt als neuer künstlerischer Leiter des Lucerne Festival Orchestras.

Samstag, 07.07. / 21.55 Uhr / Stefan George: Das geheime Deutschland
Film von Ralf Rättig
Erstausstrahlung
3sat

Der Dichter Stefan George hat Spuren hinterlassen. Sie reichen bis zum Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944. Wer war Stefan George? Was war seine politische Vision?

Stefan George sah sich als Repräsentant eines "geheimen Deutschlands". Er hatte die Macht, Menschen an sich zu binden und zu formen. Am Beispiel Stefan Georges entwickelte Max Weber die Theorie der charismatischen Herrschaft, die später den Aufstieg Hitlers erklärte.

Über kaum einen Dichter des 20. Jahrhunderts wurde so gerätselt wie über Stefan George. Noch immer umgibt ihn das Mysterium, das er selbst schuf. Aber wer war er wirklich?

Vor 150 Jahren, am 12. Juli 1868, wurde Stefan George in Büdesheim bei Bingen geboren. Mit seinen zunächst symbolistischen, dann zunehmend prophetischen Gedichten gehört er, neben Rainer Maria Rilke und Hugo von Hofmannsthal, zu den bedeutendsten Dichtern der Jahrhundertwende. Er war auch eine der einflussreichsten kulturellen Persönlichkeiten seiner Zeit.

Unzählige junge Soldaten marschierten mit seinen Gedichten im Tornister in den Ersten Weltkrieg. Er war der unumstrittene charismatische Führer einer Freundesgruppe. Mit seinem Kreis  seinem "Staat", wie er ihn nannte  wollte George das "geheime Deutschland" schaffen, ein neues Reich, aufgebaut auf einen "geistigen Adel", den er und seine Jünger verkörperten.

Seine Anhänger fand Stefan George unter jungen Männern, die er nach griechischem Vorbild mit pädagogischem Eros an sich band. Männer wie die Brüder Stauffenberg. Als 1928 Georges letzter Gedichtband "Das Neue Reich" erschien, glaubte George schon nicht mehr an eine politische Umsetzung seiner Ideale. Was ihn nicht davor feite, von den Nationalsozialisten vereinnahmt zu werden. Er entzog sich und starb im Dezember 1933 im selbstgewählten schweizerischen Exil.

Vieles aus Georges Welt hat weiter gewirkt bis in unsere jüngste Gegenwart  von der Odenwaldschule zur gerade wieder aufflammenden Diskussion um die Bedeutung Deutschlands bis zur Frage, welche Rolle das Charisma heute in der Politik spielen soll.

Die Dokumentation stellt diese Verbindungen Georges zur Gegenwart her, unter anderem mit der Philosophin Svenja Flaßpöhler, der Pädagogin Meike Sophia Baader und dem Schriftsteller Simon Strauß. Der GeorgeBiograf Thomas Karlauf begleitet das Filmteam an wichtige Stationen von Georges Leben, vom Elternhaus bis zum Lago Maggiore, wo George gestorben ist.

Samstag, 07.07. / 22.45 Uhr / Festspielsommer; Live zeitversetzt: Styriarte 2018
Schubert in Stainz
Konzert aus der Pfarrkirche Stainz

Mit Anna Lucia Richter (Sopran), Johanna van der Deken (Mezzosopran), Johannes Chum (Tenor) und Mathias Hausmann (Bariton)
ORF

Programm:
Franz Schubert: Messe in As, D 678, Magnificat in C, D 486, Tantum Ergo, D 962

Chor: Arnold Schoenberg Chor
Orchester: Concentus Musicus Wien
Musikalische Leitung: Andrés OrozcoEstrada

Andrés OrozcoEstrada lässt die Tradition der Stainzer Kirchenkonzerte bei der "Styriarte 2018" wiederaufleben. Im Zentrum steht Schuberts größte Messe im Originalklang seiner Zeit.

Ganz Österreich kann das Hochkulturereignis aus der Steiermark, die "Klangwolke 2018: Schubert in Stainz", am 7. Juli ab 21.00 Uhr wieder im Radio und Fernsehen mitverfolgen. Die "Styriarte"Aufführung wird außerdem auch zum Klangereignis im öffentlichen Raum.

PublicViewings auf öffentlichen Plätzen im gesamten österreichischen Bundesland laden zum kostenlosen LiveKulturgenuss ein.

Im BeethovenZyklus der Festspiele 2016 verstand OrozcoEstrada sich mit dem "Concentus Musicus" so gut, dass die Idee zu diesem Programm geboren wurde. Für einen Vulkan am Dirigentenpult wie OrozcoEstrada ist es genau die richtige Vorlage. "Ich habe noch die alte Idee, sie dem Kaiser oder der Kaiserin zu widmen, da ich sie für gelungen halte." Schuberts Traum ging nicht in Erfüllung. Was hätte Kaiser Franz auch mit diesem Erdbeben des Glaubens anfangen sollen?

Redaktionshinweis: 3sat setzt den diesjährigen "Festspielsommer" am Freitag, 13. Juli, um 21.00 Uhr live zeitversetzt mit dem Konzert "Klassik am Odeonsplatz" fort. Am Mittwoch, 18. Juli, ab 10.15 Uhr folgt live die "Eröffnung der Bregenzer Festspiele 2018".

Sonntag, 08.07. / 11.00 Uhr / Live aus Klagenfurt: 42. Tage der deutschsprachigen Literatur ~ IngeborgBachmannPreis 2018
Preisverleihung
Moderation: Zita Bereuter, Christian Ankowitsch
ORF/3sat

Zum 42. Mal wird in Klagenfurt der IngeborgBachmannPreis vergeben. Am 8. Juli wählt die sechsköpfige Jury unter Vorsitz von Hubert Winkels aus 14 Autorinnen und Autoren den Preisträger.

Außerdem entscheidet die Jury auch über die Vergabe des mit 7500 Euro dotierten 3satPreises.

Redaktionshinweis: Die Preisträger sind auf 3satTextSeite 599 sowie online unter www.3sat.de zu finden. Die Preisvergabe in voller Länge ist auch als LiveStream auf 3sat.de zu sehen.

Sonntag, 08.07. / 12.00 Uhr / Friedenspreis des Deutschen Films  Die Brücke
Moderation: Sandra Rieß, Thomas Heinze
Erstausstrahlung
ARD/BR/3sat

Am 5. Juli wird bereits zum 17. Mal im Rahmen des Filmfests München der "Friedenspreis des Deutschen Films  Die Brücke" bei einer festlichen Gala im Münchner CuvilliésTheater verliehen.

Mit der vom "Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds" gestifteten Auszeichnung werden Filmkünstler gewürdigt, die sich mit ihren Werken für Toleranz, Humanität und Aufklärung einsetzen.  3sat zeigt eine Zusammenfassung der Gala und Interviews mit Filmemachern.

Der "Friedenspreis des Deutschen Films  Die Brücke" geht auf das Werk des Filmemachers Bernhard Wicki zurück und ist nach dessen Meisterwerk, dem Antikriegsfilm "Die Brücke" von 1959, benannt.

In den letzten Jahren wurden mit der Auszeichnung international renommierte Filmemacher wie die OscarPreisträgerin Susanne Bier (Hauptpreis 2011 für ihre Regiearbeit "In einer besseren Welt"), der Regisseur Andrei Konchalovsky (für seinen Film "Paradies" und sein Lebenswerk) und der Schauspieler Klaus Maria Brandauer (Ehrenpreis 2014) gewürdigt.

Zu den herausragenden Nachwuchsprojekten, die in den letzten Jahren prämiert wurden, zählen Burhan Qurbanis "Wir sind jung. Wir sind stark." (Nachwuchspreis 2015) und Daniel Harrichs "Der blinde Fleck" (Nachwuchspreis 2013).

Sonntag, 08.07. / 18.30 Uhr / MuseumsCheck mit Markus Brock: Weltmuseum Wien
Erstausstrahlung
ARD/SWR/3sat

Markus Brock checkt diesmal das Weltmuseum Wien, das überraschen und irritieren will. Bei seinem Streifzug begleitet ihn der österreichische Schriftsteller Franzobel.

2017 eröffnete das Museum nach mehrjährigem Umbau seine Pforten. Der neue Name des ehemaligen Museums für Völkerkunde ist Programm: Ein Ort der Begegnung möchte es sein. "Es geht um Menschen", so das Motto des Weltmuseums  um Menschen aus aller Welt.

Denn längst hat sich die ursprüngliche Idee ethnografischer Museen, mit Relikten des Kolonialismus Erklärungen für das "Exotische" zu liefern, überholt.

250 000 ethnografische Gegenstände und rund 300 000 Fotografien und Bücher umfasst die Sammlung. Dazu zählen einzigartige Bronzeskulpturen aus Benin, Schmiedekunst aus Südostasien und die Ikone des Museums: "Penacho", ein kostbarer mit Goldplättchen besetzter Federkopfschmuck der Azteken, entstanden in Mexiko Anfang des 16. Jahrhunderts  der weltweit einzig erhaltene seiner Art.

Markus Brock erkundet das in der Wiener Hofburg beheimatete Weltmuseum zusammen mit seinem Gast, dem erfolgreichen Schriftsteller Franzobel, der 2017 "Das Floß der Medusa" veröffentlichte. Seine Karriere begann der Österreicher als bildender Künstler, bis er Anfang der 1990erJahre zum Schreiben kam. Literatur ist für ihn zugleich Seelenfutter und Kampf  gegen Verdummung und Ignoranz, "und sie hat die Verantwortung, sich einzulassen auf die Welt", sagt Franzobel.

Sich auf die Welt einlassen, darum geht es auch im Weltmuseum Wien. In 14 Sälen wird die von Grund auf neu konzipierte Schausammlung präsentiert. Der Raum "Im Schatten des Kolonialismus" greift ein zentrales Thema auf: Wie geht man mit der Vergangenheit ethnologischer Museen und kolonialer Raubkunst um? Wem gehört sie, und was sagt sie uns heute?

Die Ursprünge des Wiener Weltmuseums reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Zwar besaß Österreich keine eigenen Kolonien, aber seine Machthaber waren dem kolonialen Entdecker und Sammelfieber nicht minder erlegen. So ersteigerte der österreichische Kaiser Franz I. bei einer Auktion in London 1806 einen Teil der Sammlung des britischen Weltumseglers James Cook.

Jagd und Studienreisen gehörten im 19. Jahrhundert zur familiären Tradition der Habsburger. Drei junge Erzherzöge bereisten damals die Welt. Franz Ferdinand träumte vom größten Privatmuseum Wiens und bestimmte dafür den Corps de Logis in der Hofburg, wo sich noch heute das Weltmuseum Wien befindet.

Sonntag, 08.07. / 20.15 Uhr / Das große Kleinkunstfestival (1/4): JuryPreis
(Erstsendung: 30.11.2017)
ARD/RBB

Bereits zum 17. Mal traf die Prominenz aus Kabarett, Comedy und Varieté beim großen Kleinkunstfestival 2017 auf fünf Künstler, die sich dem Wettbewerb um die begehrten MäuseTrophäen stellten.

In vier Folgen zeigt 3sat das Beste aus der vierstündigen LiveSendung. Highlights sind die Auftritte der vier jeweiligen Preisträger am Ende jeder Sendung. Dem Wettbewerb stellten sich Maxi Schafroth, Benni Stark, Constanze Lindner, Frank Fischer und Tino Bomelino.

Moderator Dieter Nuhr führt kurzweilig süffisant durch die Sendung.
Schirmherr Dieter Hallervorden überreichte traditionell die Preise an die jeweiligen Gewinner.

Sonntag, 08.07. / 21.00 Uhr / Das große Kleinkunstfestival (2/4): BerlinPreis
(Erstsendung: 07.12.2017)
ARD/RBB

Beim "großen Kleinkunstfestival" 2017 in Berlin traf sich so ziemlich alles, was sich über Jahre Rang und Namen im Kabarett und ComedySektor erspielt hat.

Mit dabei waren: Ehrenpreisträger Bruno Jonas, BerlinPreisträger Ingo Appelt, die Humorkanone Olaf Schubert, der Puppenbändiger Sascha Grammel, das KabarettTraumpaar Christoph Sieber und Tobias Mann sowie der StandupKomiker Chris Tall.

Eine Mischung, die das "Das große Kleinkunstfestival 2017" wieder so frisch und unterhaltsam werden ließ, wie es Zuschauer und Fans erwarten durften.

3sat zeigt das Beste aus der vierstündigen LiveSendung. Highlights sind die vier jeweiligen Preisträger am Ende jeder Sendung. Moderator Dieter Nuhr führt bei allen Ausgaben kurzweilig süffisant durch die Sendung. Schirmherr Dieter Hallervorden überreichte traditionell die Preise an die jeweiligen Gewinner.

Redaktionshinweis: Den dritten und vierten Teil von "Das große Kleinkunstfestival" zeigt 3sat am 22. Juli, ab 20.15 Uhr.

Montag, 09.07. / 01.45 Uhr / Chiemsee Summer 2017 mit Billy Talent & Less Than Jane
(Erstsendung: 22.09.2017)
ARD/BR

3sat zeigt KonzertHighlights der vier Festivaltage vom "Chiemsee Summer" 2017. Mit dabei: die kanadische Band Billy Talent und die legendäre SkaPunkBand Less Than Jake.

Los geht es mit dem spektakulären Konzert von Billy Talent. Das Quartett, das seit 2006 mit jedem Album Platz 1 oder Platz 2 der deutschen Charts belegte, spielte vor vielen tausend Fans Hits wie "Red Flag", "Fallen Leaves" und "Devil in A Midnight Mass".

Emotionaler Höhepunkt war eine Hommage an die 2017 gestorbenen Musiker Chester Bennington von Linkin Park und Chris Cornell von Soundgarden.

Auch die Gruppe Less Than Jake aus Florida, der 1996 und 1998 zwei Genredefinierende Alben gelungen waren, konnte das Publikum des "Chiemsee Summer"Festivals begeistern: Bei kaum einem anderen Act wurde so viel getanzt und getobt.

Immer im August spielen beim "Chiemsee Summer"Festival einige der besten und populärsten Bands aus Deutschland und der Welt.

Montag, 09.07. / 02.45 Uhr / Chiemsee Summer 2017 mit SXTN und Sookee
(Erstsendung: 29.09.2017)
ARD/BR

3sat zeigt KonzertHighlights der vier Festivaltage vom "Chiemsee Summer" 2017. Mit dabei: drei Rapperinnen aus Berlin  das HipHopDuo SXTN und Sookee.

Die Rapperinnen von SXTN erreichten mit ihrem Debütalbum direkt die Top 10 der deutschen Albumcharts. Männliche RapKlischees werden bei SXTN einfach umgedreht. Das Publikum feierte die Hits  und amüsierte sich über die selbstironischen und oft provokanten Texte.

Etwas intellektueller geht es bei Sookee zu: Die deutsche Rapperin behandelt in ihren Texten Themen wie Sexismus und Diskriminierung. Ein Konzert, bei dem man gleichzeitig tanzen und nachdenken konnte.

Immer im August spielen beim "Chiemsee Summer"Festival einige der besten und populärsten Bands aus Deutschland und der Welt.

Montag, 09.07. / 03.45 Uhr / Chiemsee Summer 2017 mit OK KID und Irie Révoltés
(Erstsendung: 06.10.2017)
ARD/BR

3sat zeigt KonzertHighlights der vier Festivaltage vom "Chiemsee Summer" 2017. Mit dabei: die deutsche PopBand OK KID und die neunköpfige Band Irie Révoltés aus Heidelberg.

Die genau richtigen Worte treffen bei OK KID auf auf die genau richtigen Beats. Und das von den genau besten Typen, die man sich vorstellen kann. Haltung meets Melancholie meets Tanzboden, und es waren NUR gute Menschen beim tollen Auftritt von OK KID.

Seit dem Jahr 2000 gab es von Irie Révoltés Reggae, Ska und Punk. Ebenso lange und ebenso klar vertraten die Heidelberger auch ihre politische Haltung: gegen Homophobie, Rassismus und Sexismus. Sommer für Sommer sorgten die Musiker dafür, dass Festivalbesucher eine gute Zeit hatten. Damit ist jetzt allerdings Schluss, die Révoltés waren auf "IrieVoirTour". Ende 2017 beendeten sie ihre ereignisreiche Bandgeschichte.
 
Immer im August spielen beim "Chiemsee Summer"Festival einige der besten und populärsten Bands aus Deutschland und der Welt.

Montag, 09.07. / 04.40 Uhr / Chiemsee Summer 2017 mit Biffy Clyro und Royal Republic
(Erstsendung: 13.10.2017)
ARD/BR

3sat zeigt KonzertHighlights der vier Festivaltage vom "Chiemsee Summer" 2017. Mit dabei: die schottische AlternativeRockBand Biffy Clyro und die schwedische RockBand Royal Republic.

Biffy Clyro "thekidswhopoptodaywillrocktomorrow"  Insidern sagt das vielleicht etwas: So hieß die erste BiffyClyroEP, die im Jahr 2000 erschienen ist. Dabei kann man das heute fast umdrehen: "Kids who rock today will pop tomorrow."

Denn Biffy Clyro waren vor zehn bis 15 Jahren noch viel härter unterwegs, eher im Hardcore daheim. Heute rocken sie zwar immer noch, aber der Pop spielt jetzt eine große Rolle in ihren Songs. Die gute Nachricht dabei ist: Biffy Clyro können beides  und live ist die Band sowieso eine absolute Bank. Auf den Bayerischen Festivals sind sie Stammgast, und das nicht aus Versehen, wie der Auftritt beim "Chiemsee Summer" 2017 beweist.

Royal Republic Royal Republic haben die Musik, die sie machen  diese Art von "Schweinerock"  nicht erfunden: Da gab es in Schweden zum Beispiel schon die Hellacopters oder später die Hives. Aber Royal Republic aus Malmö haben diesem Sound eine dicke Portion Glam verpasst. Und  was mindestens genauso wichtig und sympathisch ist  viel Selbstironie. Livekonzerte von Royal Republic sind ziemlich kompromisslos. Unter 120 Prozent Energieaufwand machen sie es nicht. Und so sind sie vom ersten Akkord an energetisch wie ein HundertMeterSprint.

Immer im August spielen beim "Chiemsee Summer"Festival einige der besten und populärsten Bands aus Deutschland und der Welt.

Freitag, 13.07. / 21.00 Uhr / Festspielsommer, Live zeitversetzt: Klassik am Odeonsplatz

Mit Diana Damrau (Sopran) und Radoslaw Szulc (Violine)

Mit Werken von:
 Leonard Bernstein: "CandideOuvertüre"
 Jules Massenet: "Suis je gentille ainsi? Je marche sur tous les chemins ..." aus der Oper "Manon"
 Jules Massenet: "Thaïs: Méditation"
 Erik Satie: Gymnopédies Nr. 1 und 3 (OrchesterFassung von Debussy)
 Charles Gounod: "Un bouquet ... Ah, je ris de ..."  Juwelenarie aus der Oper "Faust"
 Antonin Dvorák: Symphonie Nr. 9 eMoll, op. 95, "Aus der neuen Welt"

Orchester: Symphonieorchester des, Bayerischen Rundfunks
Musikalische Leitung: Cristian Macelaru
ARD/BR/3sat

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Blick auf den Odeonsplatz bei Nacht mit Bühne und Besuchern
© ZDF/BR/Michael Heeg

Zu "Klassik am Odeonsplatz", der jährlichen Höhepunkt der Münchner OpenAirSaison, empfängt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks dieses Jahr die gefragte Sopranistin Diana Damrau.

Sie singt eine Arie aus Massenets Oper "Manon" sowie die "Juwelenarie" von Gounod. Die besondere Atmosphäre französischer Musik zieht sich weiter mit der beliebten ViolinAdaption der "Méditation" aus Massenets Oper "Thaïs" sowie zwei der "Gymnopédies" von Satie.

Den Auftakt des Konzerts bildet eine Referenz an Leonard Bernstein, dessen 100. Geburtstag die Musikwelt in diesem Jahr feiert: Wenn der Dirigent des Abends, Cristian Mãcelaru, den Taktstock zum ersten Mal hebt, eröffnet Bernsteins "Candide"Ouvertüre schwungvoll den sommerlichen Konzertabend.

Nach der Pause geht es über den Atlantik: Antonín Dvorák schrieb seine Symphonie "Aus der Neuen Welt" während seines AmerikaAufenthalts. Das Werk des tschechischen Komponisten, das auf so einzigartige Weise böhmische Musiktradition mit dem typischen Charakter von Negro Spirituals und indianischer Volksmusik verbindet, sucht bis heute an Popularität seines Gleichen und wird den Odeonsplatz im letzten Licht des Sommerabends in symphonische Klangpracht tauchen.

Für Diana Damrau ist ihr Auftritt auf dem Münchner Odeonsplatz ein Heimspiel, ist sie doch nicht nur gebürtige Bayerin, aus dem schwäbischen Günzburg stammend, sondern trägt seit 2007 auch den Titel "Bayerische Kammersängerin". An der Bayerischen Staatsoper, nur wenige Meter vom Odeonsplatz entfernt, ist sie regelmäßig in großen Opernrollen zu Gast.

Samstag, 14.07. / 07.05 Uhr / Jean-Michel Basquiat - Ikone des New Yorker Post-Punks
Film von Marion Skalski
(Erstsendung: 28.04.2018)
3sat

Ende der 1970er-Jahre eroberte Jean-Michel Basquiat als multidisziplinäres Wunderkind der New Yorker Kreativszene des Post-Punk-Undergrounds die Kunstwelt.

Der Film von Marion Skalski nimmt die aktuelle Ausstellung "Jean-Michel Basquiat. Boom for Real" in der Schirn Kunsthalle Frankfurt zum Anlass, sich der Person Basquiat vor dem Hintergrund der freigeistigen Aufbruchsstimmung der New Yorker Post-Punk-Ära zu nähern.

Seine Graffitis waren satirische Angriffe auf die Banalität der amerikanischen Kultur, sein spielerisch-rhythmischer Umgang mit Sprache unverwechselbar: Von der zeitgenössischen Presse als Maskottchen des Pop-Art-Papstes Andy Warhol verhöhnt, zählt der in Brooklyn aufgewachsene Autodidakt mit haitianischen Wurzeln heute zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Nach seinem frühen Tod Ende der 1980er-Jahre zum Mythos avanciert, erzielen seine explosiven Gemälde inzwischen auf dem internationalen Kunstmarkt Höchstpreise.

Samstag, 14.07. / 19.20 Uhr / Theater: Ein Fest! Holland Festival Amsterdam
Moderation: Nina Sonnenberg
Erstausstrahlung
3sat

In dieser Folge besucht Nina Sonnenberg das "Holland Festival" in Amsterdam. Unter dem Motto "Borders and Boundaries" findet das Festival bereits zum 71. Mal statt.

Nina Sonnenberg macht sich auf die Suche nach Grenzen. Dabei trifft sie unter anderem den Choreografen Arno Schuitemaker, der mit seiner Tanzperformance "The Way You Sound Tonight" sein Debüt auf dem "Holland Festival" gibt.

Die Choreografin Nadia Beugré, die mit ihrem Stück "Legacy" den Frauen der Elfenbeinküste für deren Kampf um ihre Freiheit, Rechte und Würde, Tribut zollt.

Nina Sonnenberg schaut sich zudem David Dawsons Interpretation des Liebesklassikers "Tristan & Isolde" an, sowie die Klanginstallation "Longplayer" des britischen Musikers Jem Finer. Darüber hinaus spricht sie mit der amerikanischen Komponistin und musikalischen Leiterin Toshi Reagon, die in der post-apokalyptischen Musikoper "Octavia E. Butler's Parable of the Sower" die letzten zwei Jahrhunderte "black music" thematisiert. Holland Festival: Ein Fest!

Samstag, 14.07. / 20.15 Uhr / Zum 100. Geburtstag von Ingmar Bergman: Ingmar Bergman - Herr der Dämonen
Film von Henrike Sandner
Erstausstrahlung
3sat

Der Regisseur Ingmar Bergman hat das Kino nicht nur einer Generation entscheidend geprägt. 2018 wäre der bedeutendste schwedische Künstler des 20. Jahrhunderts 100 Jahre alt geworden.

Der Film lässt Weggefährten und Freunde wie die Schauspielerin Liv Ullmann zu Wort kommen. Außerdem werden seine wichtigsten Arbeiten in Ausschnitten gezeigt, denn der in Cannes als "Bester Regisseur aller Zeiten" Geehrte ist nur über sein Werk zu begreifen.

Unvergessliche Gesichter und Blicke, stolze, verletzliche Frauenfiguren und an sich selbst leidende Männer – das zeichnet Ingmar Bergmans Film aus. Er war besessen von seiner Arbeit, ein Perfektionist mit unendlichem Schöpfungsdrang. Ingmar Bergman - eine Jahrhundertfigur.

Nach seinem Studium in Stockholm arbeitet Bergman ab 1944 als Film- und Theaterregisseur. Er ist Schwedens jüngster Theaterchef und später Intendant des Königlichen Schauspielhauses in Stockholm. Der internationale Durchbruch gelingt ihm 1957 mit "Das siebente Siegel".

Stabile Beziehungen sind selten in Ingmar Bergmans Leben und meist von kurzer Dauer, das gilt für seine Frauen wie seine Kinder. Bergman ist fünf Mal verheiratet und hat neun Kinder von sechs Frauen. Als Vater ist er abwesend, egoistisch und rücksichtlos. Er spürt diese Schuld immer und kann ihr doch nichts entgegnen als die Flucht in die Fantasie. "Ich war ständig geplagt von Begierde, Furcht, Angst und schlechtem Gewissen", sagt Bergman über sich selbst. Nachts, wenn ihn seine Ängste wachhalten, wandert er auf und ab, grübelt darüber nach, wie er Herr seiner Dämonen werden kann.

Ein Stück weit gelingt ihm das mit seinen Filmen und Theaterinszenierungen. Darin interessieren ihn nicht Politik und Gesellschaft, sondern das Individuum. Er erschafft einsame Frauen- und Männerfiguren, deren Träume, Ängste und Triumphe existenzielle Bedeutung haben, die sich selbst und andere zerstören, deren Schmerzen und Verzweiflung grenzenlos sind.

Ingmar Bergman begeistert Kritik und Publikum. Und doch: Eitelkeit und die Gier nach Ruhm waren Bergmans Sache nicht. "Unser kleines Leben ist umhüllt von Schlaf", sagt Prospero in Shakespeare "Sturm". Ingmar Bergman hat sein kleines Leben kompromisslos dem Theater und seinen Filmen gewidmet. Der schwedische Prospero lebte bis zu seinem Tod zurückgezogen auf der Insel Fårö.

Corinna Harfouch, die in einer Adaption von "Herbstsonate" 2015 im Deutschen Theater Berlin und im Schauspiel Stuttgart zu sehen war, ist eine große Verehrerin des Regisseurs und leiht dem Film als Sprecherin ihre Stimme.

Redaktionshinweis: Mit "Ingmar Bergman - Herr der Dämonen" erinnert 3sat an den großen schwedischen Theater- und Filmregisseur Ingmar Bergman, der am 14. Juli 100 Jahre alt geworden wäre. Aus demselben Anlass folgt im Anschluss um 21.15 Uhr der Spielfilm "Szenen einer Ehe".

Samstag, 14.07. / 02.25 Uhr / lesArt Bachmann-Preis
Moderation: Christian Ankowitsch
(Erstsendung: 09.07.2018)
ORF

Zu Gast bei Christian Ankowitsch sind diesmal der frischgekürte Bachmannpreisträger/trägerin 2018 und der österreichische Autor Norbert Gstrein.
Samstag, 14.07. / 04.00 Uhr / Can Can und Champagner - Das Moulin Rouge
Film von Susanne Freitag
(Erstsendung: 18.05.2015)
3sat

Das Moulin Rouge ist das wohl bekannteste Revuetheater der Welt. 1889 gegründet, galt es zunächst als frivole und unschickliche Lasterhöhle, in der sich die Pariser Bohème traf.

Heute ist es ein knallhart durchstrukturiertes Unternehmen: 400 Mitarbeiter bereiten täglich das Amüsierprogramm vor, 1700 Gäste kommen jeden Abend, das Theater gilt als größter Champagner-Konsument ganz Frankreichs.

In eigenen Werkstätten werden Schuhe gefertigt, die Federräder und Kostüme genäht. Größe und Gewicht der Tänzerinnen sind vorgeschrieben – nur so lässt sich der perfekte Can Can tanzen, der das Moulin Rouge weltberühmt machte.

Sonntag, 15.07.: Krimi Sonntag - Ein 3sat Thementag

Montag, 16.07. / 01.40 Uhr / Du KUNST mich (1/4): Mode
Film von Tanja Lesowsky und Jenny Rezny
(Erstsendung: 29.08.2016)
ORF

In der Reihe "Du KUNST mich" fühlt Musiker und Stand-up-Comedian Aleksey Igudesman anderen Kreativen charmant und zugleich provokant mal auf den Zahn.

Diesmal trifft er seinen Musikerkollegen Julian Rachlin, bemängelt dessen Outfit und schlägt ihm vor, die Wiener Modedesignerin Raphaela Grundnigg zu besuchen. Raphaela entwirft ungewöhnliche Mode, die sozial- sowie gesellschaftskritische Botschaften enthält.

Daher sind ihre Kollektionen konzeptionell angelegt, die einzelnen Teile hängen miteinander zusammen. In ihrer aktuellen Kollektion beschäftigt sie sich damit, wie sich Tonschwingungen in optische Muster verwandeln und verarbeitet diese in die Kleidung. Aleksey ist von der jungen Frau fasziniert: eine Symbiose aus Musik und Mode - könnte Raphaela gar seine Seelenverwandte sein?

Montag, 16.07. / 02.05 Uhr / Du KUNST mich (2/4): Filmmusik
Film von Tanja Lesowsky und Jenny Rezny
(Erstsendung: 19.09.2016)
ORF

In der Reihe "Du KUNST mich" fühlt Musiker und Stand-up-Comedian Aleksey Igudesman anderen Kreativen charmant und zugleich provokant mal auf den Zahn.

Sein langjähriger Freund, der Pianist, Komponist und Dirigent Hyung-ki Joo – oftmals an der Seite von Aleksey im Duo "Igudesman & Joo" zu sehen – ist musikalisch vielseitig und in unterschiedlichsten Genres unterwegs.
 
Die große Leidenschaft von Hyung-ki Joo ist aber die Kammermusik, wohl auch, weil er seit seinem 19. Lebensjahr in Wien lebt. Als der deutsch-amerikanische Filmkomponist Hans Zimmer in Wien auf Tour ist, schlägt Aleksey vor, Hyung-ki dabei behilflich zu sein, sich als Filmkomponist in Hollywood einen Namen zu machen und lädt die beiden spontan zu sich nach Hause ein. Ein angeregtes Gespräch zwischen den Dreien über musikalische Inspirationsquellen entsteht: Wie kann Filmmusik mit nur einer Note klingen und wird man die Musikgeschichte revolutionieren, indem man "das ordinäre C" einfach aus der Tonleiter verbannt? Hyung-ki und Aleksey wollen den weltberühmten Hans mit originellen Ideen beeindrucken. Wird es den beiden gelingen, den Hollywood-Star zu überzeugen?

Montag, 16.07. / 02.35 Uhr / Du KUNST mich (3/4): Fotografie
Film von Tanja Lesowsky und Jenny Rezny
(Erstsendung: 31.10.2016)
ORF

In der Reihe "Du KUNST mich" fühlt Musiker und Stand-up-Comedian Aleksey Igudesman anderen Kreativen charmant und zugleich provokant mal auf den Zahn.

Diesmal rät er der recht unbekannten, jungen Musiktruppe "Trio Klavis", bestehend aus einer Pianistin, einer Violinistin und einem Saxophonisten, zwecks effektiver medialer Vermarktung zu einem professionellen Fotoshooting.

Er bringt sie zu Julia Wesely, einer Wiener Berufsfotografin, die sich auf Porträtfotografie spezialisiert hat und sich immer wieder Kurioses für ihre Fotos einfallen lässt. Was die jungen Künstler und Künstlerinnen noch nicht wissen: Sie müssen mit bloßen Händen einen Flügel zu einem burgenländischen Kreidesteinbruch schleppen und erleben dort merkwürdige Dinge.

Montag, 16.07. / 03.00 Uhr / Du KUNST mich (4/4): Tanz
Film von Tanja Lesowsky und Jenny Rezny
(Erstsendung: 05.12.2016)
ORF

In der Reihe "Du KUNST mich" fühlt Musiker und Stand-up-Comedian Aleksey Igudesman anderen Kreativen charmant und zugleich provokant mal auf den Zahn.

Er probt mit Rusanda Panfili, eine rumänisch-moldawische Geigerin, für einen Auftritt, bei dem beide gleichzeitig musizieren und tanzen sollen. Um ihre Choreografie zu verbessern, schlägt Aleksey Unterricht bei der Profitänzerin Manaho Shimokawa in Wien vor.

Womit Aleksey nicht gerechnet hat: Manaho arbeitet sehr unkonventionell und lässt ihn bei den Proben etwas ungelenk aussehen. Aleksey ist sehr angetan von ihrer Energie, bemüht sich sehr, erfährt jedoch nicht den gewünschten Erfolg. Die beiden Frauen hingegen verstehen sich blendend.

Mittwoch, 18.07. / 10.15 Uhr / Festspielsommer - Live aus Bregenz: Eröffnung Bregenzer Festspiele 2018
ORF/3sat

Großer Saal, Festspielhaus
Kommentator: Bettina Barnay
Orchester: Wiener Symphoniker
Regie: Joachim Mark
Moderation: Martina Köberle

29 Mal „Carmen“ auf der weltweit größten Seebühne, insgesamt 80 Veranstaltungen, Opern, Konzerte und Schauspiel stehen auf dem Programm der Bregenzer Festspiele. - 3sat zeigt die Eröffnung.

Gemeinsam mit den Wiener Symphonikern präsentieren Sängerinnen und Sänger Arien und Ensembles aus den Opern "Carmen", "Beatrice Cenci", "Der Barbier von Sevilla" und "María de Buenos Aires" - allesamt Opern, in denen starke Frauen um ihre Freiheit kämpfen.

Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Festspielpräsident Hans-Peter Metzler und der Bundesminister für Kultur und Medien Gernot Blümel machen sich in ihren Ansprachen Gedanken über die Aktualität dieser Themen.

Moderatorin Martina Köberle wird auf dem Platz vor dem Festspielhaus mit Künstlerinnen und Künstlern über die beiden Hauptproduktionen "Carmen" und "Beatrice Cenci" sprechen.

Der Komponist Thomas Larcher, dessen erste Oper "Das Jagdgewehr" bei den Bregenzer Festspielen uraufgeführt werden wird, ist selbst am Klavier zu hören.

Der Regisseur und Puppenspieler Nikolaus Habjan führt mit seinen selbstgebauten Puppen durch die Eröffnung. Er selbst ist wenige Tage später als einziger Spieler von insgesamt elf Puppen in Paulus Hochgatterers Theaterstück "Böhm" über den österreichischen Dirigenten Karl Böhm zu erleben. Böhm hat zwischen 1948 und 1980 mehrere Konzerte in Bregenz dirigiert und dafür vor allem Beethoven-Stücke ausgewählt. In der diesjährigen Eröffnung spielen die Wiener Symphoniker daher einen Ausschnitt aus der 5. Symphonie.

Zur Eröffnung der Bregenzer Festspiele werden rund 2000 prominente Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur erwartet.

Redaktionshinweis: 3sat setzt den diesjährigen "Festspielsommer" am Samstag, 21. Juli, um 20.15 mit der "Sommernachtsgala Grafenegg 2018" fort. Am Freitag, 27. Juli, um 11.00 Uhr folgt live die "Eröffnung Salzburger Festspiele 2018".

Mittwoch, 18.07. / 11.50 Uhr / Zwischen Himmel und Erde - der Tanz der Derwische
Film von Ursula Bischof Scherer
(aus der Reihe "NZZ-Format")
(Erstsendung: 15.01.2015)
SRF

Wenn sich Derwische um ihre eigene Achse drehen und die weißen Röcke fliegen, verbreiten sie Ruhe und Gelassenheit. Ihr Tanz ist ein Gebet.

Wenn die Schweizer Tänzerin Maya Farner allein auf der Bühne oder mit andern in der Kirche wirbelt, berührt ihre Innigkeit.

Auf der Suche nach den Wurzeln begegnet man Derwisch-Tänzern als Touristenattraktion in der Türkei, aber auch dem verbotenen Orden der drehenden Derwische und der weltberühmten Grabstätte des Dichters und Mystikers Rumi in Konya. Er sah im 13. Jahrhundert die Liebe als Hauptkraft des Universums. Aus Freude drehte er sich gerne um sich selber.

Samstag, 21.07. / 19.20 Uhr / Marina Abramovic - Retrospektive in der Bundeskunsthalle Bonn
Film von N. Feiler-Thull und K. Edinger
Erstausstrahlung
3sat

Marina Abramovic gilt als "Mutter der Performance". Seit über 50 Jahren stellt sie die Kunstwelt auf den Kopf. 3sat trifft sie anlässlich ihrer Retrospektive in der BuKunsthalle Bonn.

2010 wurde Marina Abramovic mit ihrer dreimonatigen Schweige- und Sitz-Performance "The Artist Is Present" endgültig zur Celebrity. Heute, mit 71 Jahren, ist sie immer noch aktiv. Für den Film nimmt sie den Zuschauer mit in ihr künstlerisches Universum.

Marina Abramovic schuf eine neue Kunstform. Durch Schmerz hindurch zur Kunst - mit ihren spektakulären Performances polarisierte Abramovic wie kaum eine andere Künstlerin. Ihre frühen, in den 1960er- und 1970er-Jahren entstandenen Arbeiten, zeigen bis heute, wie sehr sie mit ihrem eigenen Körper die Grenzen und Tabus durchbrach. So lag Abramovic in einer ihrer spektakulären Performances von 1974, "Rhythm 5", bis zur Ohnmacht in einem brennenden fünfzackigen Stern. Später ließ sie ihren Liebhaber Ulay einen vergifteten Pfeil auf ihr Herz richten, in einem prekären Balanceakt, dessen Scheitern ihren Tod hätte bedeuten können.

Es hätte Abramovic wie vielen Avantgarde-Künstlern gehen können, über die man sagt: Das Frühwerk, ja, aber dann ... Doch das gilt nicht für Marina Abramovic. Noch mit Ende 50 gab sie ihrer Karriere einen neuen Schub. Sie zog von Europa nach New York und sorgte dafür, dass Institutionen wie das Museum of Modern Art die Performancekunst als ernsthaftes Genre anerkannten.

Redaktionshinweis: Die Retrospektive "Marina Abramovic. The Cleaner - Behind the Art" ist noch bis zum 12. August in der Bundeskunsthalle Bonn zu sehen.

Samstag, 21.07. / 20.15 Uhr / Festspielsommer: Sommernachtsgala Grafenegg
Wolkenturm

Mit Pretty Yende (Sopran), Joseph Calleja (Tenor) und Harriet Krijgh (Violoncello)
Orchester: Tonkünstler-Orchester, Niederösterreich
Musikalische Leitung: Yutaka Sado

Bildregie: Heidelinde Haschek
ORF


Joseph Calleja mit Pretty Yende und Yutaka Sado
© ZDF/ORF/Thomas Jantzen

Bei der Sommernachtsgala 2018 werden vor der traumhaften Kulisse von Schloss Grafenegg die Sopranistin Pretty Yende, der Tenor Joseph Calleja und die Cellistin Harriet Krijgh musizieren.

Natürlich ist die Gala auch in diesem Jahr Chefsache für das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich und für Yutaka Sado, der seit Herbst 2015 das Amt des Chefdirigenten innehat.

Die Sommernachtsgala in Grafenegg ist als Auftakt des sommerlichen Musikreigens binnen weniger Jahre zum Inbegriff der festlichen Lebensfreude geworden. Sie ist der glanzvolle Höhepunkt der Saison: Die Sommernachtsgala am Wolkenturm mit internationalen Stars unter freiem Himmel.

Samstag, 21.07. / 21.45 Uhr / The Happy Film
Dokumentarfilm von Stefan Sagmeister, Ben Nabors und Hillmann Curtis, USA 2016
Deutsche Bearbeitung: Siegfried Steinlechner
Länge: 92 Minuten
ORF

Der Grafikdesigner und Typograf Stefan Sagmeister lebt und arbeitet in New York. Er ist erfolgreich - aber ist er glücklich? Auf der Suche nach einer Antwort macht er drei Experimente.

Mit Meditation, Therapie und Drogen begibt er sich auf die Suche nach sich selbst und dem Glück. Aber das wirkliche Leben beeinflusst den Prozess: Kunst, Sex, Liebe und Tod spielen dabei eine wesentliche Rolle.

Seine einzigartigen Designs und schmerzliche, persönliche Erlebnisse begleiten seine Reise, die ihn näher zu sich selbst bringt, als er es wollte

Samstag, 21.07. / 23.15 Uhr / Cum On Feel The Noize (3/7): Teenage Rampage - Von Glam-Rock und Glitzer
Film von Jörg Sonntag
Erstausstrahlung
ARD/RB/3sat

Die friedensbewegten 1960er-Jahre enden mit einer Gewalttat: Beim Open-Air-Konzert der Rolling Stones in Altamont wird ein Fan von Mitgliedern der Hells Angels erstochen.

Mitwirkende der Sendung sind: The Crazy World of Arthur Brown, The Rolling Stones, Roxy Music, T. Rex, The Sweet, Twisted Sister, New York Dolls, Michael Monroe Band, SIXX:A.M., Kiss, Blondie, David Bowie, Alice Cooper, Slade, Sparks und die Leningrad Cowboys.

Die Musiker sind auf einem Selbstfindungstrip. Songs von Iron Butterfly mit über 20 Minuten Länge unterstützen den Drogentrip. Aber die Szene verlangt Anfang der 1970er-Jahre nach einer schlichteren musikalischen Ausdrucksform. Man will sich von den Hippies abgrenzen. Männer in Glitzer- und Frauen-Kostümen sind der ganz große Erfolg. Dabei ist die Musik eigentlich eine Rückbesinnung auf den Rhythm and Blues der 1960er-Jahre.

In der Sendung gibt es Interviews mit Nikki Sixx (Mötley Crue), Dee Snider (Twisted Sister), Michael Monroe (Michael Monroe Band, Hanoi Rocks), Gene Simmons (Kiss), Debbie Harry (Blondie), Chris Stein (Blondie) Andy Scott (The Sweet), Alice Cooper, Nicki Sixx (Mötley Crue) und Tobias Sammet (Avantasia).

Samstag, 21.07. / 00.03 Uhr / Cum On Feel The Noize (4/7): Anarchy in the UK - Punk und Rebellion
Film von Jörg Sonntag
Erstausstrahlung
ARD/RB/3sat

"God save the Queen, it's a facism regime": Das war in den 1970er-Jahren die Hymne der Sex Pistols. Punk - entstanden aus der Wut der Musiker und ihrer Fans auf alles Bürgerliche.

Mitwirkende der Sendung sind: The Sex Pistos, The Clash, The Dead Kennedys, Boomtown Rats, The Stranglers, Die Ärzte, The Police, Toyah, X-Ray Spex, Tenpole Tudor, Plastic Bertrand, Plasmatics, Tom Robinson Band, XTC, UK Subs, Lene Lovich, Devo und andere.

Der Punk war die letzte weltumspannende Jugendbewegung. Sie wurde schnell von großen Firmen, der Mode und der Szene vereinnahmt und kommerzialisiert. Geblieben sind politische Statements der Punker und Bands sowie Songs für die Rock-Geschichte. Viele Musiker schöpften ihre kreative Kraft aus dem Punk und entwickelten ihn weiter. Live-Auftritte aus dem "Beat-Club" und dem "Musikladen" dokumentieren die musikalische Vielfalt, die sich in den 1970er-Jahren entwickelte. Der Punk war maßgeblicher Impulsgeber des weltweiten Erfolges des Heavy Metal.

Der Film enthält Interviews mit Scott Ian (Anthrax) Mina Caputo (Life of Agony), Charlie Harper(UK Subs), Dee Snider (Twisted Sister), Debbie Harry (Blondie), Doro Pesch (DORO, Warlock), James Hetfield (Metallica), der Regisseur Alan Parker, Rob Halford (Judas Priest), Bruce Dickinson (Iron Maiden) sowie Happy Tom und Euro Boy (Turbonegro).

Sonntag, 22.07. / 10.10 / Uhr / lesenswert quartett
Denis Scheck mit Insa Wilke, Ijoma Mangold und Nicola Steiner
(Erstsendung: 12.07.2018)

ARD/SWR

Denis Scheck moderiert das "lesenswert quartett". Wie immer sind Ijoma Mangold, Literaturchef der "Zeit", und die Literaturkritikerin Insa Wilke dabei. Zu Gast ist diesmal Nicola Steiner.

Steiner ist Mitglied der Literaturredaktion des Schweizer Rundfunks (SRF) und moderiert unter anderem den "Literaturclub" im Fernsehen und "52 beste Bücher" im Radio.

Vier Bücher - vier Meinungen: Nicht immer sind die "lesenswert quartett"-Teilnehmer einig in ihrer Bewertung. Es gibt Lob und Tadel, mal lebhaft und impulsiv, mal sachlich und analytisch. Immer aber stehen die Bücher im Mittelpunkt, denn am Ende soll der Leser eine klare Vorstellung vom Inhalt haben und wissen, was ihn bei der Lektüre erwartet.

Sonntag, 22.07. / 11.10 / Uhr / Fallada - Im Rausch des Schreibens
Film von Christoph Weinert
(Erstsendung: 23.11.2016)
ARD/NDR

Das biografische Doku-Drama erzählt von der wichtigsten Schaffensperiode Hans Falladas und gibt einen Einblick in den vielschichtigen Charakter und die innere Zerrissenheit des Romanautors.

Außerdem zeigt der Film die Weltwirtschaftskrise, den Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg aus der Perspektive Falladas, der diese Zeit weitab von Berlin auf dem Land verbringt. Michael Schenk schlüpft in die Rolle des Ausnahmeschriftstellers.

Im dritten Jahr der Weltwirtschaftskrise beginnt der ungeahnte Aufstieg des Trinkers, Morphinisten und des mehrfach unter Mordanklage stehenden Hans Fallada, der eigentlich Rudolf Ditzen hieß. In der Stunde Null, als Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg in Trümmern liegt, verfasst Fallada seinen letzten Roman "Jeder stirbt für sich allein". Fast 70 Jahre später, als das Buch erstmals in englischer Übersetzung erscheint, avanciert "Jeder stirbt für sich allein" zum internationalen Bestseller.

Kein anderer Schriftsteller beschreibt in seinen Romanen die Situation und Gemütswelt der Menschen dieser Zeit, insbesondere der "kleinen Leute", mit solch einer Präzision wie Fallada. Er ist ein genauer Beobachter, sowohl seines eigenen rauschhaften Lebens wie auch seiner jeweiligen Umgebung. Mit Romanen wie "Bauern, Bonzen und Bomben" und "Kleiner Mann - was nun?" ist Fallada in der späten Weimarer Republik ein gefeierter Autor. Doch zunehmend wird sein Leben von politischen Schwierigkeiten, von Eheproblemen und seiner Drogensucht geprägt.

Redaktionshinweis: 3sat zeigt das Porträt "Fallada - Im Rausch des Schreibens" zum 125. Geburtstag des Schriftstellers Hans Fallada am 21. Juli.

Sonntag, 22.07. / 12.05 / Uhr / Erich Kästner - Das andere Ich
Film von Annette Baumeister
(Erstsendung: 31.12.2016)
ARD/NDR

Erich Kästner verkörpert wie kaum ein anderer deutscher Autor den Typus des unantastbaren Schriftstellers. - Der Film wirft einen neuen Blick auf den "Moralisten" Erich Kästner.

1899 kommt Erich Kästner in Dresden zur Welt. Mit "Emil und die Detektive" revolutioniert er die Kinderbuchliteratur. Seine Mutter ist schwermütig, immer wieder muss der Junge sie abhalten, in die Elbe zu springen. Es erwächst ein ungewöhnlich enges Verhältnis.

In der Weimarer Republik steigt Erich Kästner rasch als Redakteur, Schriftsteller und Drehbuchautor auf. Mit seiner klaren Sprache prägt er die Neue Sachlichkeit. Auch seine kriegskritische Lyrik ruft ein weltweites Echo hervor. 1933 sieht Kästner in Berlin zu, wie seine Bücher verbrannt werden. Dennoch wandert er nicht aus, veröffentlicht nun unter Pseudonym und im Ausland. 1941 schreibt er das Drehbuch für "Münchhausen". Später verhaftet ihn die Gestapo, lässt ihn aber wieder frei.

In der Nachkriegszeit ist Kästner eine moralische Instanz. Doch er kann an seine früheren Erfolg nicht mehr anknüpfen, verstrickt sich in Liebesaffären und bekämpft seinen Frust mit Alkohol. Bis zu seinem Tod 1974 hadert er mit dem Entschluss, nicht ins Exil gegangen zu sein.

Der Film von Annette Baumeister ist packend und psychologisch dicht inszeniert. Neben den Literaturwissenschaftlern Sven Hanuschek und Laura Mokrohs kommen auch die Kinderbuchautorin Cornelia Funke, die Regisseurin Caroline Link und der Sänger Campino zu Wort.

Montag, 23.07. / 01.45 Uhr / Heimatsound Concerts - Herbert Pixner
aus dem Passionstheater in Oberammergau
(Erstsendung: 03.02.2017)
ARD/BR

Die Reihe "Heimatsound Concerts" stellt junge bayerische und alpenländische Musiker vor - von Newcomern bis hin zu Legenden. Diesmal mit dabei: das Herbert Pixner Projekt.

Der Multi-Instrumentalist Herbert Pixner begeisterte mit anspruchsvollen Arrangements. "Finest Handcraftet Music From The Alps" ist Herbert Pixners Slogan. Volksmusik, Jazz und Blues verschmelzen zu einer neuartigen, überraschenden Verbindung.

Aufgewachsen ist Pixner mit fünf Geschwistern auf einem Bergbauernhof im Südtiroler Passeiertal. Ab 1986 lernte er Klarinette an der Musikschule. Später eignete er sich autodidaktisch das Spielen der Diatonischen Harmonika an und entwickelte es zu großer Meisterschaft. Im Laufe der Zeit folgten noch weitere Instrumente.

Pixner gründete diverse Bands, darunter auch das "Herbert Pixner Projekt". Er war als Fernseh- und Rundfunkmoderator tätig. Seit 2013 betreibt er sein eigenes Label "Three Saints Records".

2011 wurde Pixner mit dem "Stern" der "Münchner Abendzeitung" ausgezeichnet für seine Verdienste um die Weiterentwicklung der traditionellen alpenländischen Volksmusik. Beim Heimatsound-Festival in Oberammergau sprang der Funke sofort auf das Festival-Publikum über, als Pixner und seine Band aufspielten. Passionierter "Groove" im Passionstheater!

Montag, 23.07. / 02.45 Uhr / Heimatsound Concerts - Banda Internationale
aus dem Passionstheater in Oberammergau
(Erstsendung: 13.01.2017)
ARD/BR

Diesmal bei den "Heimatsound Concerts": die multikulturelle Blasmusik-Formation Banda Internationale aus Dresden. Sie sorgte für Superstimmung und so manche Überraschung.

Schon seit ihrem Gründungsjahr 2001 engagierte sich die Brass-Combo "Banda Comunale" gegen rechts, marschierte bei Demos mit, spielte bei Stadtfesten, Partys, Festivals und auch in Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge. So entstanden Freundschaften.

Frei nach dem Motto: "Wir spielen jetzt nicht mehr für, sondern mit den Flüchtlingen" gründeten sie schließlich ihr neues Projekt "Banda Internationale". Die neuen Bandmitglieder, die kurdisch, arabisch und auch englisch singen, bringen Lieder aus ihrer Heimat ein und lernen das bestehende Repertoire der Band kennen.

Die Band ist bekannt für extreme Töne in der Blasmusik, knallhart und höllenschnell. In ihrer Musik verarbeitet sie das Thema "Heimat" auf mannigfaltige Weise. Lateinamerikanische Cumbrias, Funk, afghanische Popsongs, rumänische Cuzeks, orientalische Klänge und zünftige Volksmusik werden hier zu einem abwechslungsreichen, multikulturellen Musikgenuss.

Die Reihe "Heimatsound Concerts" stellt junge bayerische und alpenländische Musiker vor - von Newcomern bis hin zu Legenden.

Montag, 23.07. / 03.45 Uhr / Heimatsound Concerts - Gamskampler und Black Patti
aus dem Passionstheater in Oberammergau
(Erstsendung: 20.01.2017)
ARD/BR

Diesmal bei den "Heimatsound Concerts": Gamskampler und Black Patti. Als Gewinner-Band des "Heimatsound-Wettbewerbs" 2016 durften die Gamskampler das Festival eröffnen.

Sie kommen aus Wurmannsau bei Oberammergau und bezeichnen ihre Musikrichtung als "Volksmusik mit Gwoit inklusive bairischer Satiretexte". Die schrägen Klänge und die Bühnenshow der drei Bandmitglieder Hans, Hans und Hans kamen beim Publikum großartig an.

Als eines der wenigen akustischen Duos kreieren die Musiker von Black Patti ihren eigenen Sound aus der großen Stilvielfalt des Blues. Seit ihrer Gründung 2011 sind die Münchener auf internationalen Musikevents unterwegs und stellen dort ihre Klasse als Roots-, und Bluesmusiker unter Beweis.

Gitarrist und Mundharmonika-Spieler Peter Crow C. hat in Mr. Jelly Roll seinen kongenialen musikalischen Partner gefunden. Neben Gitarre und Gesang spielt er das fast vergessene Bluesinstrument Mandoline. Mit zweistimmigem Gesang, beeindruckender Instrumentenbeherrschung und enormer Spielfreude begeisterten Back Patti das Publikum.

Die Reihe "Heimatsound Concerts" stellt junge bayerische und alpenländische Musiker vor - von Newcomern bis hin zu Legenden.

Montag, 23.07. / 04.40 Uhr / Heimatsound Concerts - Erwin und Edwin
aus dem Passionstheater in Oberammergau
(Erstsendung: 27.01.2017)
ARD/BR

Diesmal bei den "Heimatsound Concerts": Erwin und Edwin. Sie gelten als der aktuell brandheißeste LIVE-Act Österreichs und sie sorgen für ein ganz spezielles LIVE-Erlebnis.

Electronic Sound meets Blasmusik: Die Band, die sich selbst eine "Brass-Electro-Band" nennt, brachte ihre erste EP im Frühjahr 2013 heraus. Ein Jahr später erschien ihr Dance-Hit "Nudlsuppn", der die Spitze der österreichischen iTunes-Charts erreichte.

Zu ihrem Elektro-Projekt holten sich die Electro-Freaks Erwin und Edwin noch den Drum-&-Bass-Mann Ewald und den Funk-Gitarristen Eberhart dazu. Die nunmehr vier "E" machen mit Leidenschaft und Hingabe die Musik, die ihnen Spaß macht - und die geht richtig in die Beine.

Die Reihe "Heimatsound Concerts" stellt junge bayerische und alpenländische Musiker vor - von Newcomern bis hin zu Legenden.

Freitag, 27.07. / 11.00 Uhr / Festspielsommer - Live aus Salzburg: Eröffnung Salzburger Festspiele 2018
Aus der Felsenreitschule
Regie: Kurt Liewehr
Moderation: Christoph Takacs
ORF/3sat

Das musikalische Programm des Festakts zur "Eröffnung der Salzburger Festspiele 2018" bestreitet das Mozarteum Orchester Salzburg unter der Leitung von Kent Nagano.

Auf dem Programm stehen Werke von Leonard Bernstein, Richard Strauss und Gottfried von Einem. Festredner ist der Schriftsteller und Historiker Philipp Blom.

Leonard Bernstein, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt, war neben Olivier Messiaen einer der ersten Lehrer von Kent Nagano.

Auch der Geburtstag Gottfrieds von Einem jährt sich 2018 zum 100. Mal. Er war eine wichtige künstlerische Figur in der Festspielgeschichte. Die Salzburger Festspiele führen am 14. August 2018 die Oper "Der Prozess" konzertant auf.

Der Schleiertanz aus der Strauss-Oper "Salome": Das ist als Einstimmung und Hinführung auf die Premiere von "Salome" am 28. Juli, also am Tag nach dem Festakt, gedacht.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen wird die Salzburger Festspiele offiziell eröffnen.

Festredner Philipp Blom, 1970 in Hamburg geboren, studierte Philosophie, Geschichte und Judaistik in Wien und Oxford. Er arbeitete anschließend in London und Paris und lebt seit 2006 mit seiner Frau in Wien. Die Ideen der Aufklärung und ihre Geschichte begleiten sein Werk in Bestsellern wie "Das vernünftige Ungeheuer" (2005), "Der taumelnde Kontinent" (2009), "Böse Philosophen" (2011), bis hin zu "Die Welt aus den Angeln" und "Gefangen im Panoptikum" (2017).

Seine internationale Tätigkeit als Vortragender, Konsulent und Moderator und Bücher wie "Was auf dem Spiel steht" (2017) bestätigen seine Rolle als häufig kontroverser Intellektueller. "Als schonungsloser Analytiker der europäischen Geschichte, der sich auch kritisch mit der gesellschaftlichen Gegenwart und der Zukunft unserer liberalen Demokratie auseinandersetzt, ist Philipp Blom der ideale Festredner für das Gedenkjahr 2018", ist Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler überzeugt.

Redaktionshinweis: 3sat setzt den Festspielsommer am Samstag, 28. Juli, um 20.15 Uhr mit einer Neuinszenierung des "Lohengrin" der "Bayreuther Festspiele 2018" fort.

Samstag, 28.07. / 19.20 Uhr / Rauch-Zeichen über Bayreuth
Film von Hannah K. Friedrich
Erstausstrahlung
3sat

Die Eröffnungspremiere der Bayreuther Festspiele verspricht 2018 eine ganz besondere zu werden: Yuval Sharon inszeniert Wagners "Lohengrin" im Bühnenbild des Malers Neo Rauch.

Wie zeichnet Neo Rauch Wagner, wie sieht die romantische Rittererzählung in seinen Augen aus, und wie geht der amerikanisch-israelische Shootingstar der Opernwelt Yuval Sharon damit um? Eine filmische Suche nach Antworten.

Fest steht, Bayreuth darf sich auf eine bildgewaltige Szenerie für seine diesjährige Neuinszenierung freuen. Dafür steht Neo Rauch, der international bekannteste Vertreter der Leipziger Schule, berühmt für seine figurativen und rätselhaften Bildgeschichten.

Als experimentierfreudig gilt auch Opernregisseur Yuval Sharon. Der 39-Jährige bricht mit seinen multimedialen Inszenierungen die alte Kunstform "Oper" auf und stellt damit die Opernwelt auf den Kopf. Mit ihm hat Festspielleiterin Katharina Wagner wohl einen der vielversprechendsten Hoffnungsträger engagiert.

Deutschlands bedeutendstes Opernfestival zeigt sich auch dieses Jahr wieder hochkarätig besetzt: Christian Thielemann, der große Wagner-Spezialist, dirigiert wieder, Waltraud Meier, eine Koryphäe des Wagnergesangs, kehrt nach 18 Jahren in der Rolle der Ortrud zurück nach Bayreuth. Roberto Alagna, einer der profiliertesten Verdi-Sänger, wechselt für Bayreuth ins Heldenfach und singt den Schwanenritter "Lohengrin". Zu guter Letzt wird Star-Tenor Placido Domingo die "Walküre" dirigieren, die extra für ihn auf den Spielplan gehoben wurde.

Zehn Jahre ist Katharina Wagner jetzt Festspielleiterin in Bayreuth. Der Film bilanziert auch ihre Erneuerungen - wie zum Beispiel die Bayreuther Kinderoper und die Live-Übertragungen von Bayreuth in die Kinos.

Redaktionshinweis: 3sat zeigt die Premiere von Yuval Sharons vierstündiger "Lohengrin"-Inszenierung von den diesjährigen Bayreuther Festspielen um 20.15 Uhr in Erstausstrahlung.

Samstag, 28.07. / 20.15 Uhr / Bayreuther Festspiele 2018: Lohengrin
von Richard Wagner
Festspielsommer, ARD/BR/3sat

Lohengrin: Piotr Beczala
Elsa: Anja Harteros
König Heinrich: Georg Zeppenfeld
Telramund: Tomasz Konieczny
Ortrud: Waltraud Meier
u. a.

Musikalische Leitung: Christian Thielemann
Regie: Yuval Sharon
Moderation: Maximilian Maier
Erstausstrahlung

Weltweit warten Wagner-Fans gespannt auf die Neuproduktion des "Lohengrin" von Regisseur Yuval Sharon gemeinsam mit Neo Rauch als Ausstatter. - 3sat zeigt die Premiere aus Bayreuth.

Die Besetzung wartet mit großen Namen und zwei spannenden Debüts auf: Anja Harteros tritt in der Rolle der Elsa erstmals auf dem "Grünen Hügel" auf, und für Startenor Roberto Alagna ist die Titelpartie die erste Begegnung mit Wagner, überhaupt mit deutscher Oper.

Ihnen zur Seite stehen erfahrene "Wagner-Recken" wie Georg Zeppenfeld als König Heinrich und Tomasz Konieczny als Telramund. Waltraud Meier, die erstmals 1983 auf der Bayreuther Bühne stand, wird nach 18-jähriger Abstinenz wieder auf den Hügel zurückkehren und die Rolle der Ortrud übernehmen.

Am Pult im legendären Graben des Festspielhauses komplettiert Musikdirektor Christian Thielemann seinen ganz persönlichen Wagner-Kanon: Mit dem "Lohengrin" wird er alle zehn in Bayreuth traditionellerweise gespielten Opern dirigiert haben. Eine historische Leistung, die bislang nur Felix Mottl vor über 100 Jahren gelang.

Neo Rauch gehört zu den international bekanntesten deutschen Künstlern und hat erst vor Kurzem in einem Zeitungsinterview betont: "Ich arbeite an der Wiederverzauberung der Welt." So gesehen ist die märchenhafte Sagenwelt des "Lohengrin" die ideale Oper für den Maler.

Richard Wagners "Lohengrin"-Premiere der Bayreuther Festspiele 2018 wird also in vielerlei Hinsicht eine ganz besondere. Durch den Abend führt Maximilian Maier.

Redaktionshinweis: 3sat setzt den diesjährigen "Festspielsommer" am Sonntag, 5. August, um 10.50 Uhr mit "Klassik Open Air Nürnberg 2018" fort.

Sonntag, 29.07.: Schweizer Aussichten - Ein 3sat Thementag

Montag, 30.07./ 09.45 Uhr / Martin Suter - Geschichten mit Geheimnis
Film von Claudio Armbruster
(Erstsendung: 24.02.2018)
ZDF/SRF/3sat

Ende Februar 2018 wird Martin Suter, der berühmteste Schriftsteller der Schweiz und einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren überhaupt, 70 Jahre alt. - Ein filmisches Porträt.

Autor Claudio Armbruster begleitete Suter durch das Jahr 2017: auf Lesereise, im Schreib-Urlaub und zuhause in Zürich und Marrakesch. In Gesprächen mit Suter und dessen Weggefährten zeichnet der Film den Weg vom Werbestar zum Erfolgsschriftsteller nach.

"Mich reizt jede Disziplin in der Sportart Schreiben!", sagt Martin Suter. Und er hat auch schon fast alles geschrieben: Werbetexte, Reportagen, Kolumnen, Liedtexte, Drehbücher, Kurzgeschichten, Romane. Millionen Leser lieben seine Bücher - und das Geheimnis seines Erfolges: das Geheimnis. "Das Geheimnis war es, das mich schon als Kind an einer Geschichte fasziniert hat, und es ist auch heute noch das, was mich dazu bringt, weiterzublättern. Ich will diese kindliche Frage 'Und dann?' beantworten und beantwortet haben."

Der Film kommt dem Mensch Suter sehr nahe. Dem Abenteurer und Multitalent, der immer Glück und Erfolg hatte - bis das Schicksal aus dem Hinterhalt zuschlug und ihm seinen Sohn nahm. Ein Film über das Leben, das Lieben und das Schreiben des Martin Suter - eine Geschichte mit Geheimnis.

Montag, 30.07./ 00.05 Uhr / 37 Grad: Vorwärts ins Leben ~ Auf dem Weg mit Samuel Koch
Film von Doro Plutte
(Erstsendung: 24.07.2018)
ZDF

Wie geht es eigentlich Samuel Koch? "37°" begleitete den querschnittsgelähmten Schauspieler über vier Jahre. Und begegnet einem jungen Mann zwischen Hoch-Zeiten und Selbstzweifeln.

Was ist das Leben noch wert, wenn alle Pläne zerbrechen? Diese Frage stellt sich Samuel Koch seit seinem Unfall immer wieder. Die Reportage sucht mit ihm nach Antworten, erlebt ihn auf und hinter der Bühne, verliebt und verletzt, hilflos und helfend.

Der Unfall bei "Wetten, dass ..?" liegt fast vier Jahre zurück. Hat man anfangs noch auf große körperliche Fortschritte gehofft, stagniert Samuels Zustand mittlerweile. Er kann einzelne Finger bewegen und durch die Kraft in den Schultern die Arme heben. So kann er Rollstuhl und Handy bedienen, für alles andere braucht er Hilfe und rund um die Uhr Betreuung.

Trotz allem, Samuel bleibt in Bewegung, reist durch die Republik, 100 Nächte pro Jahr schläft er in Hotelzimmern. Wir sehen ihn in seiner ersten Hauptrolle am Theater und sind dabei, wenn sein zweites Buch entsteht. Mit Angela Merkel und Joachim Gauck feiert er das Reformationsjubiläum in Wittenberg. Noch wichtiger als die Gespräche mit Prominenten sind ihm die Begegnungen mit anderen Behinderten. "Gefühlt schreibt mir jeder frisch Verunfallte in Deutschland", sagt Samuel. Viele von ihnen besucht er, tauscht sich aus oder hört einfach zu.

Jede Reise ist mit hohem logistischem Aufwand verbunden, allein schon, um den 180 Kilogramm schweren Elektrorollstuhl zu transportieren. Dazu kommen die besonderen Herausforderungen, von denen kaum jemand ahnt, der nicht selbst betroffen ist: Samuel entdeckt eines Tages eine Verletzung am Knie, von der er nicht weiß, wann und wie sie entstanden ist, weil er die Schmerzen nicht spürt. Er muss sofort ins Krankenhaus, denn werden solche Wunden nicht behandelt, können sie sich entzünden. Im schlimmsten Fall muss amputiert werden.

Zwischendurch tritt die große Liebe in sein Leben. Samuel lernt Schauspiel-Kollegin Sarah Elena Timpe kennen und staunt: "Ich dachte nicht, dass es solche Menschen noch gibt." Sie sagt: "Für mich ist er gar nicht behindert." Wir sind dabei, wenn die Hochzeitsplanungen beginnen und Samuel doch noch eine Möglichkeit findet, mit seiner Braut zu tanzen. Und wir sehen, welche Herausforderungen diese scheinbar ungewöhnliche Beziehung im Alltag bestehen muss. Wie ist das beispielsweise, immer von Assistenten und Pflegern umgeben zu sein? Wie viel Privatsphäre ist dann für das Paar noch möglich?

Samuel trainiert jeden Tag mit seinen Physiotherapeuten an einem Trainingsrad oder im Laufroboter. "Ob es was bringt, weiß man nicht", kommentiert Samuel. "Aber wenn man nichts macht, bringt es auf jeden Fall nichts." Oft sieht er andere Gelähmte, die jeden Antrieb verlieren. Das macht ihn traurig. Und dann wieder sind da Menschen mit ähnlichen Einschränkungen, die ihn beeindrucken. So wie die sechsjährige Elva. Sie ist von Geburt an gelähmt. "Für sie ist es ganz normal, um Hilfe zu bitten. Für mich ist das oft noch schwer. Da kann ich viel von ihr lernen. Denn, mal ehrlich, wofür lohnt es sich zu leben, außer mit anderen Menschen?"

Was also ist das Leben noch wert? Samuel findet am Ende des Films eine Antwort. Und zeigt durch sein Beispiel, wie kostbar jeder einzelne Moment ist.

Montag, 30.07./ 01.55 Uhr / Bruce Springsteen & Friends: A MusiCares Tribute
Los Angeles Convention Center, USA, 2013
Regie: Leon Knoles
3sat

2013 ehrt die National Academy of Recording Arts and Sciences Bruce Springsteen für sein künstlerisches Schaffen und sein soziales Engagement mit dem "MusiCares of the Year"-Award.

3sat präsentiert die Höhepunkte des Konzerts mit den Songs von Bruce Springsteen, interpretiert von Stars wie Elton John, Sting, Patti Smith und dem "Boss" persönlich, der die Show mit "Death to My Hometown" und "Born to Run" grandios beschließt.

Eröffnet wird das Konzert mit dem Song "Because the Night", gesungen von Patti Smith. Bruce war 1977 mit dem Song bei der Aufnahme im Studio nicht zufrieden, und Patti Smith, die im Studio nebenan arbeitete, nahm sich des Songs an und machte ihn zum Hit.

Die britische Folk-Rock-Band Mumford & Sons interpretiert danach "I'm on Fire", gefolgt von Countrystar Kenny Chesney mit "One Step Up" und Elton John, der sich "Streets of Philadelphia" ausgesucht hat. Bevor dann der "Boss" auf die Bühne kommt, präsentiert Sting seine soulige Version von "Lonesome Day" und Neil Young entfesselt mit "Born in the USA" ein Klanggewitter.

Montag, 30.07./ 02.55 Uhr / Jeff Lynne's ELO: Hyde Park 2014
Hyde Park, London, Großbritannien, 2014
Regie: Janet Fraser Crook
3sat

Nach 28 Jahren steht Jeff Lynne am 14. September 2014 wieder live auf einer Bühne. Mit seinem Electric Light Orchestra begeistert er das Publikum im Londoner Hyde Park mit seinen großen Hits.

"Ich bin schon lange nicht mehr live aufgetreten und weiß, dass sich viele Fans einen Auftritt wünschen", sagt Jeff Lynne. 50 000 Fans bereiten dem britischen Komponisten, Sänger und Gitarristen ein triumphales Comeback.

Fast ein wenig schüchtern, fast ungläubig, steht Jeff Lynne mit Vollbart, Sonnenbrille und prächtigem Lockenkopf auf der gigantischen Bühne, die im Hintergrund immer wieder vom weltbekannten Raumschifflogo dominiert wird, dessen Vorlage der bunte Lautsprecher einer Wurlitzer Jukebox ist. In 15 Minuten verkaufen sich die Eintrittskarten zu diesem Konzert, das auf eine Idee des BBC DJs Chris Evans zurückgeht: Er fragt seine Zuhörer nach einem Wohltätigkeitskonzert von Jeff Lynne, ob sie ELO wieder live sehen wollten, und die Reaktionen sind überwältigend.

1970 gründet Jeff Lynne das Electric Light Orchestra, das mit einer Mischung aus Klassik und Rock dort weitermachen will, wo die Beatles mit "I Am the Walrus" aufgehört haben. Dieser großen Ansage folgen über ein Jahrzehnt lang große Melodien im üppigen, orchestralen Sound. ELO bestimmen den Sound der 1970er-Jahre und landen 1980 mit "Xanadu", gesungen von Olivia Newton-John, einen weiteren Welthit, der bis heute in den Radios gespielt wird. 1987 beendet Jeff Lynne das Kapitel ELO. Er ist froh, nicht mehr auf Tournee gehen zu müssen, und sagt: "Damals war es mörderisch, die Celli und die Violinen einigermaßen einzurichten. Es klang nie so wie wir es wollten."

Jeff Lynne zieht sich wieder in sein geliebtes Studio zurück und lässt sich 1988 auf die Gründung einer Supergroup ein: Zusammen mit George Harrison, Roy Orbison, Tom Petty und Bob Dylan gründet er die Travelling Wilburys. 2001 missglückt ein ELO–Comeback und Jeff Lynne scheint in Vergessenheit zu geraten. Doch Lynnes keyboardlastiger Kompositionsstil erfährt durch Coldplay und Daft Punk eine Renaissance. 2012 erreicht er mit zwei ELO-Alben und einem Solo-Werk die Top 10 in Großbritannien und willigt schließlich ein, wieder live mit ELO auf der Bühne zu stehen. "Es fühlte sich bei den ersten Proben an, als ob ich ein Paar alte Stiefel angezogen hätte, aber bald fühlte es sich an wie ein Paar bequemer Schlappen," freut sich Jeff Lynne über das gelungene Comeback mit den großen Hits wie "Evil Woman", "Livin' Thing", "Turn to Stone", "Telephone Line" und natürlich "Mr. Blue Sky". Eine Welttournee schließt Jeff Lynne nicht aus: "Sag' niemals nie, aber es wäre schön, wenn man einen Weg finden würde es zu tun, aber ohne irgendwo hingehen zu müssen."

Montag, 30.07./ 03.55 Uhr / Lynyrd Skynyrd: Pronounced Leh-nerd Skin-nerd - Live
Florida Theatre, Jacksonville, USA, 2015
Regie: Bruce Green
3sat

1973 erscheint das Debütalbum der US-amerikanischen Rockband Lynyrd Skynyrd: "Pronounced Leh-nerd Skin-nerd" und der Nachfolger "Second Helping" ein Jahr danach machen die Band berühmt.

42 Jahre später präsentieren die Südstaatenrocker die Hits der beiden legendären Alben live. "Es ist so, als ob die Beatles in Liverpool spielen", ruft Sänger Johnny Van Zant gut gelaunt dem begeisterten Publikum im Februar 2015 im Florida Theatre in Jacksonville zu.

Ihr Markenzeichen sind schnörkelloser Südstaaten-Rock und Texte über den Alltag des hart arbeitenden US-Bürgers, der seine Familie beschützt und umsorgt. 1964 an einer High School in Jacksonville gegründet, suchen Sänger Ronnie Van Zant und die Gitarristen Gary Rossington und Allen Collins einen passenden Bandnamen. Als ihr Sportlehrer Leonard Skinner die Jungs wegen der langen Haare zum Rektor schickt, nennen sie sich spontan Lynyrd Skynyrd. In den Simpsons hat sich Skinner bis heute verewigt: Der Rektor der Grundschule heißt Seymour Skinner. Der ungeliebte Sportlehrer war der Band bis zu seinem Tod im Jahre 2010 freundschaftlich verbunden und ließ sie sogar in seiner Bar auftreten, die er nach Beendigung seiner Schullaufbahn aufmachte. 1973 erscheint das Debütalbum der Band, die 1974 mit der Single "Sweet Home Alabama" die musikalische Antwort auf Neil Youngs gesellschaftskritischen Südstaatensong "Southern Man" liefert: "Ich hoffe, Neil Young vergisst nicht, dass ein Südstaatenmann seine Ratschläge nicht braucht", singen die stolzen Skynyrds, die mit dem Song weltweit Erfolge feiern.

Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere geschieht am 20. Oktober 1977 das Unglück: Lynyrd Skynyrd haben gerade ihr sechstes Album "Street Survivors" veröffentlicht, da stürzt das Charterflugzeug, mit dem die Band auf dem Weg von Greenville nach Baton Rouge ist, aufgrund menschlichen Versagens in ein Waldgebiet nur wenige hundert Meter von einem Flugplatz entfernt ab. Beim Absturz kommen Sänger Ronnie Van Zant, Gitarrist Steve Gaines, seine Schwester Cassie Gaines und der Bandmanager Dean Kilpatrick ums Leben. Die anderen Bandmitglieder überleben schwer verletzt, unter ihnen der Gitarrist Gary Rossington, der als letztes Gründungsmitglied bis heute Teil der Band ist.

1987, zum zehnten Jahrestag des Absturzes, formieren sich Lynyrd Skynyrd um Johnny Van Zant, den Bruder des verstorbenen Sängers Ronnie Van Zant, neu, bringen 1988 eine Live-Doppel-Album heraus und gelten bis heute als Bewahrer des Southern-Rock. Am 13. März 2006 werden Lynyrd Skynyrd in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen und sorgen im September 2012 für politischen Wirbel, als sie bekannt geben, die Flagge der Konföderierten Staaten von Amerika nicht mehr zu benutzen. Sie wollen nicht mit Rassisten in einen Topf geworfen werden, die diese Flagge vereinnahmt haben. Nach Fan-Protesten teilt Gitarrist Gary Rossington in einer Stellungnahme der Band mit, dass das Zeigen der Flagge den Einsatz für Bundesstaatsrechte symbolisiert und den Stolz der Bandmitglieder zeigt. "Heritage not Hate", Erbe nicht Hass, ist für Lynyrd Skynyrd nun die Message der umstrittenen Flagge.

Montag, 30.07./ 04.55 Uhr / Lenny Kravitz: Just Let Go - Live
Bercy Arena, Paris, Frankreich 2014 und O2 Arena, Prag, Tschechien, 2014
Regie: Paul Dugdale
3sat

Im Herbst 2014 präsentiert Lenny Kravitz die Songs seines neuen Albums "Strut" und seine großen Hits live im Rahmen einer Europa-Tournee. Der vierfache Grammy-Gewinner ist zurück.

Im Mai 2014 feiert das Multitalent 50. Geburtstag. Als Musiker spielt er alle Instrumente bei den Aufnahmen selbst ein, Vanessa Paradis, Madonna, Steven Tyler und Mick Jagger schätzen ihn als Produzent, und als Schauspieler überzeugt er in den "Tributen von Panem".

Mit seiner Mischung aus Rock, Soul, Funk, Reggae und R&B gehört er zu den erfolgreichsten Künstlern der letzten Jahrzehnte und hat sichtlich Freude, wieder auf Tour zu sein: "Die Band und ich haben wirklich viel Energie. Wir haben Spaß auf der Bühne, kommunizieren viel miteinander und spielen nicht nur. Ich genieße das und ich glaube, das Publikum auch." Lenny Kravitz gibt seiner Band großen musikalischen Freiraum und sagt dazu weiter: "Wir springen aus dem Fenster und landen meist auf den Füßen. Manchmal landen wir nicht ganz elegant, aber irgendwann stehen wir wieder auf unseren Füßen. Da gibt es starke Schwingungen und viel Energie zwischen uns und dem Publikum."

Neben der Musik arbeitet Lenny Kravitz auch als Designer mit dem Schwerpunkt auf Wohn-, Werbe- und Produktkonzeption. Die Palette reicht von Kronleuchtern für die Swarovski Crystal Palace Collection über Suiten in einem Hotel in Miami Beach bis hin zu einer Kollektion von Keramik-Fliesen. Erfolge feiert der Rockstar auch als Fotograf, hat Ausstellungen in Los Angeles, Paris, Deutschland, Vietnam und stellt im März 2015 eine Kamera unter seinem Namen vor: "Correspondent by Lenny Kravitz" ist eine digitale Messsucherkamera der deutschen Traditionsfirma Leica, die in einer Auflage von 125 Stück erscheint und in Erinnerung an die stark abgenutzte Kamera seines Vaters im "Used-Look" daherkommt.

3sat präsentiert die Höhepunkte der Konzerte in Prag und Paris mit den großen Hits wie "Fly Away", "American Woman", "It Ain't Over 'Til It's Over", "Let Love Rule" und natürlich "Are You Gonna Go My Way". Diesmal hält auch seine enge Lederhose, die ihm auf einer schwedischen Konzertbühne eine peinliche Kleiderpanne bescherte, über die Aerosmith-Sänger Steven Tyler sagte: "Dude ... keine Unterwäsche und gepierced ... Das hast du mir nie gezeigt."

Freitag, 03.08. / 06.20 Uhr / El Greco und die Moderne
Film von Werner Raeune
(Erstsendung: 20.05.2012)
3sat

Der Maler El Greco zählt zu den bedeutendsten und teuersten Alten Meistern der Kunstgeschichte. 1541 in Griechenland geboren, machte er in Spanien als Hofmaler bei Philipp II. Karriere.

Doch aufgrund seiner eigenwilligen Interpretation religiöser Themen und seines außergewöhnlichen Mal-Stils hatte der Künstler immer wieder Schwierigkeiten mit seinen Auftraggebern und Zeitgenossen.

Seine dünnen, in die Länge gezogenen, verzerrten Darstellungen der Menschen, seine ungewöhnlich grelle Farbgebung - heute sein Markenzeichen - sorgten damals für Skandale, ließen ihn in Ungnade fallen. Als der Künstler 1614 starb, wurde seinem Werk wenig Wertschätzung zuteil. Viele seiner Kirchenbilder wurden ins Ausland verkauft, über die ganze Welt verstreut. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde El Greco von Kunsthistorikern wiederentdeckt, nahmen Avantgarde-Künstler wie Pablo Picasso sowie die Expressionisten August Macke, Franz Marc und Max Beckmann seine "moderne Auffassung von Malerei" zum Vorbild für ihre Kunst.

Freitag, 03.08. / 06.50 Uhr / Peter Paul Rubens - auf den Spuren eines Malergenies
Film von Werner Raeune
(Erstsendung: 27.10.2012)
3sat

Peter Paul Rubens (1577 - 1640) war nicht nur einer der bedeutendsten Maler aller Zeiten, er reiste als Diplomat auch im Auftrag der Habsburger durch Europa. - Eine Spurensuche.

Weil er für die verschiedenen Fürstenhöfe malte, gelang es ihm als Unterhändler in schwierigen Missionen zu wirken. So versuchte er den Achtzigjährigen Krieg zu beenden und den Dreißigjährigen Krieg zu verhindern.

Die Dokumentation "Peter Paul Rubens - auf den Spuren eines Malergenies" geht auf Spurensuche in Antwerpen, wo Rubens aufwuchs und arbeitete. Sie zeigt die wichtigsten Gemälde an ihren Originalschauplätzen in Kirchen, Klöstern und im Rubenshaus und die bis heute erhaltene Druckerei, in der Rubens seine Stiche drucken ließ, sowie die Bauten des Architekten Rubens in der flandrischen Hafenmetropole.

Freitag, 03.08. / 10.00 Uhr / Jean-Michel Basquiat - Ikone des New Yorker Post-Punks
Film von Marion Skalski
(Erstsendung: 28.04.2018)
3sat

Ende der 1970er-Jahre eroberte Jean-Michel Basquiat als multidisziplinäres Wunderkind der New Yorker Kreativszene des Post-Punk-Undergrounds die Kunstwelt.

Der Film von Marion Skalski nimmt die aktuelle Ausstellung "Jean-Michel Basquiat. Boom for Real" in der Schirn Kunsthalle Frankfurt zum Anlass, sich der Person Basquiat vor dem Hintergrund der freigeistigen Aufbruchsstimmung der New Yorker Post-Punk-Ära zu nähern.

Seine Graffitis waren satirische Angriffe auf die Banalität der amerikanischen Kultur, sein spielerisch-rhythmischer Umgang mit Sprache unverwechselbar: Von der zeitgenössischen Presse als Maskottchen des Pop-Art-Papstes Andy Warhol verhöhnt, zählt der in Brooklyn aufgewachsene Autodidakt mit haitianischen Wurzeln heute zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Nach seinem frühen Tod Ende der 1980er-Jahre zum Mythos avanciert, erzielen seine explosiven Gemälde inzwischen auf dem internationalen Kunstmarkt Höchstpreise.

Samstag, 04.08. / 19.20 Uhr / Siegfrieds Erben
Film von Katja Bäuerle und Cornelia Rettig
Erstausstrahlung
3sat

Regisseur Roger Vontobel inszeniert das neue Stück "Siegfrieds Erben" vom Autorenduo Feridun Zaimoglu und Günter Senkel für die Wormser Nibelungenfestspiele. - Ein Blick hinter die Kulissen.

In der Fortsetzung der Nibelungensage geht es nicht nur um den Kampf um Gold und Macht, sondern auch um das Aufeinandertreffen von Kulturen und Religionen.

Was bleibt am Ende eines langen, mächtigen Lebens übrig? Diese Frage stellt sich dem Hunnenkönig Etzel, der um seinen ermordeten Sohn trauert. Er reist nach Worms – um Rache zu nehmen und seinen Anspruch auf das Reich der Burgunder und den Nibelungenschatz geltend zu machen. Doch dort fordern auch Siegfrieds Eltern, das Königspaar Siegmund und Sieglinde aus Xanten, ihr Erbe ein. Ein blutiger Machtkampf beginnt – am Ende sind es jedoch die Frauen, die über das Schicksal der Könige entscheiden.

Das Ensemble unter der Intendanz von Nico Hofmann ist hochkarätig besetzt: Neben Hollywoodstar Jürgen Prochnow als Hunnenkönig Etzel stehen bekannte Schauspieler wie Ursula Strauss, Bruno Cathomas und Wolfgang Pregler auf der Bühne.

In der Rolle von Siegfrieds Sohn Gunther wird Jimi Blue Ochsenknecht sein Theaterdebüt vor dem Wormser Kaiserdom geben. Das künstlerische Team um Regisseur Roger Vontobel setzt sich zusammen aus: Palle Steen Christensen (Bühnenbild), Nina von Mechow (Kostümbild), Ulrik Gad (Lichtdesign) und Clemens Walter (Videodesign).

Die Künstlerische Leitung hat Thomas Laue. Die Musik wird von Matthias Herrmann und Keith O’Brien komponiert. Der mongolische Kehlkopfsänger Enkhjargal Dandarvaanchig singt und spielt auf der Pferdekopfgeige. Weitere sechs Musiker werden die Inszenierung begleiten.

Die Wormser Nibelungenfestspiele finden vom 20. Juli bis zum 5. August statt.

Samstag, 04.08. / 20.15 Uhr / Wacken Open Air 2018
LIVE
Moderation: Rainer Maria Jilg, Markus Kavka
3sat

Es ist Kult, es ist laut, es ist dreckig - und es ist das größte Heavy-Metal-Festival der Welt: das "Wacken Open Air". 3sat überträgt die Top-Acts des Festivals live.

"Faster, harder, louder": Unter diesem Motto findet in Wacken jährlich ein einzigartiges Event statt. Drei Tage lang feiern rund 75 000 Metal-Heads aus aller Welt in der kleinen Gemeinde in Schleswig-Holstein ein Festival mit einer ganz besonderen Strahlkraft.

Die Stimmung und der Charme dieser Veranstaltung rund um das kleine Dorf im Norden Deutschlands faszinieren nicht nur die eingefleischten Metal-Fans: Das Publikum feiert neben der Musik vor allem den Kultcharakter der Veranstaltung, weit über die Genregrenzen hinaus.

Das erste "Wacken Open Air" fand im Jahr 1990 statt, damals mit kaum 800 Besuchern. Bereits sechs Jahre später wurde eine Besucherzahl von 10 000 erreicht. Mittlerweile ist das Festival jedes Jahr nach wenigen Stunden ausverkauft, denn auf das Lineup ist immer Verlass. Auch in diesem Jahr versammeln sich die ganz Großen des Heavy Metal auf den beiden Hauptbühnen des "Wacken Open Air".

Samstag, 04.08. / 00.15 Uhr / Cum On Feel The Noize (5/7)
Als der Rock zum Metal wurde
Film von Jörg Sonntag und Thore Vollert
(Erstsendung: 04.06.2017)
ARD/RB/3sat

Heavy Metal und Hard Rock sind seit Ende der 1960er-Jahre die dominierende, kommerziell erfolgreichste Variante der Rock-Musik – ein Milliardengeschäft, aber auch Lifestyle und Leidenschaft.

Der Film dokumentiert, warum das Genre bis heute so lebendig ist. Zu sehen sind unter anderem Interviews mit den Stars der internationalen Szene, Konzertausschnitte und Live-Material aus dem "Beat-Club" und dem "Musikladen".

In den von 1965 bis 1984 von Radio Bremen produzierten Sendungen traten Musiker und Bands auf, die Geschichte geschrieben haben. Hier hatten Led Zeppelin, Deep Purple, Black Sabbath, MC5 und viele andere, die als Gründerväter des Hard Rock gelten, bis 1972 ihre ersten TV-Auftritte.

Ende der 1960er-Jahre kreierten diese und andere Bands einen neuen Sound. Als Urväter gefeiert, als einflussreiche Idole von Generationen verehrt, gehören sie weiterhin zu den erfolgreichsten Bands der Rock-Geschichte und stehen am Anfang einer Bewegung, die sich in den 1980er-Jahren zum Welterfolg aufschwingt. In dieser Zeit starten mit dem "New Wave of Britisch Heavy Metal" Bands wie Iron Maiden, Judas Priest, Def Leppard und Motörhead. Ihr Einfluss hallt bis heute nach, wo junge Bands wie Ghost, Avenge Sevenfold und Airbourne mit klassischem Heavy Metal in modernem Sound-Gewand den Stil frisch definieren und neue Helden für die beständig wachsende Schar an Metal-Jüngern sind.

Mitte der 1970er-Jahre entwickelte sich aus dem Hard Rock der Heavy Metal, der bis Ende der 1980er-Jahre seine Blütezeit erlebte, zur Weltmarke reifte, bevor ihm Anfang der 1990er-Jahre Nirvana und die Grunge-Bewegung kommerziell den Rang abliefen. Heavy Metal jedoch zeigt sich standhaft, erfindet sich mit technoiden Spielweisen wie dem Industrial-Metal und Crossover-Trends mit Anleihen im Rap und Elektro neu - und erlebt seit den 2000er-Jahren seine "Wiedergeburt": Größer und erfolgreicher als je zuvor füllen die "alten Helden" weltweit die Stadien, während junge Bands, von ihnen maßgeblich beeinflusst, regelmäßig die obersten Chart-Positionen stürmen.

Der Erfolg begründet sich aus dem perfekten Zusammenspiel von Band-Identität, Image, Style, visuellem Design und einer intensiven Beziehung der Fans wie auch der Künstler untereinander. Das beweisen zum Beispiel Powerwolf, die die lateinische Sprache und die katholische Messe (!) in die Szene eingebracht haben und in Europa die größten Hallen und Festivals bespielen, ähnlich wie die "Feldherren des Metal", die schwedischen Chart-Stürmer Sabaton, oder der Grammy-prämierte Glam-Rock-Tribut von Steel Panther, die dem Hedonismus vergangener Tage, dem sprichwörtlichen Credo von "Sex, Drugs and Rock 'n' Roll", augenzwinkernd-ironisch nachhängen.

Interviews und Live-Musik von und mit: Alice Cooper, Ozzy Osbourne/Black Sabbath, Jimmy Page/Led Zeppelin, Motörhead, Ian Gillan, Roger Glover und Ian Pace/Deep Purple, Scorpions, Rammstein, Campino/Tote Hosen, Suzi Quatro, KISS, Andy Scott/Sweet, James Hetfield/Metallica, Joakim Broden/Sabaton, Debbie Harry und Chris Stein/Blondie, Mick Box/Uriah Heep, New York Dolls, Twisted Sister, MC5, Nikki Sixx/Mötley Crue, Joel O´Keeffe/Airbourne, Biff Byford/Saxon, Michael Monroe/Hanoi Rocks, Jennifer Haben/Beyond the Black, John Corabi/Dead Daisies, Hansi Kürsch/Blind Guardian, Rolf Kasparek/Running Wild, Kim Mc Auliffe/Girlschool, Dee Snider/Twisted Sister, Doro Pesch/Warlock, Michael Starr und Lexxi Foxx/Steel Panther, Falk Maria Schlegel, Attila Dorn/Powerwolf, Nameless Ghoul/Ghost, David Draimann/Disturbed, Michael Schenker/Michael Schenker Group, Scott Ian/Anthrax, Mina Caputo sowie Alan Robert/Life of Agony.

Sonntag, 05.08. / 10.05 Uhr / Die mörderische Welt der Ingrid Noll
Film von Sigrid Abel
(Erstsendung: 10.04.2016)
ARD/SWR

Bereits 55 Jahre ist sie alt, die Kinder sind gerade aus dem Haus, als Ingrid Noll, die Hausfrau aus Weinheim, beschließt, einen Krimi zu schreiben. Es ist ein Experiment.

"Der Hahn ist tot" wird sofort zum Bestseller. Und Ingrid Noll schreibt weiter. Ein Jahr lang hat Sigrid Abel die deutsche "Miss Marple" - oder ist sie eher eine Patricia Highsmith? - mit der Kamera beobachtet. Zwischen Odenwald und Zürich, beruflich und privat.

Man könnte Ingrid Noll für eine Figur aus einem ihrer Kriminalromane halten. Nur, dass bei ihr der Geduldsfaden noch nicht gerissen ist und sie auch noch nicht zu Messer oder Gift gegriffen hat, um sich unerwünschter Mitmenschen zu entledigen. Dennoch: "Es fasziniert mich", sagt Ingrid Noll, "wozu ganz durchschnittliche Menschen in bestimmten Situationen fähig sind."

Wie ihre Erfinderin krempeln auch die Noll'schen Protagonistinnen - meist sind es vernachlässigte und liebeshungrige Frauen - ihr Leben nochmal um. Der erste Mord ist oft ein Versehen oder einfach nur eine gute Gelegenheit. Erwischen lassen sie sich nie. Das Personal für ihre Bücher begegnet Ingrid Noll im Traum oder im Supermarkt. "Manchmal fürchte ich, es wird knapp, wenn ich weiter so viele umbringe!"

Ingrid Noll ist eine Lebenskünstlerin mit großem Humor. Aus ihrem Sprachfehler - sie lispelt - wurde ein Markenzeichen, aus ihrem Alter machte sie eine Tugend. "Greise sind unsichtbar", weiß sie aus Erfahrung. Das ist praktisch für eine Krimiautorin: Sie kann andere beobachten und belauschen, und keiner kriegt es mit. Augen und Ohren lassen nach, das Reisen wird beschwerlicher, aber das schützt die Welt noch lange nicht vor neuen Mordgelüsten. Und eines weiß Ingrid Noll jetzt schon: "Ruhe sanft" - das soll nie ihr letztendlicher Spruch sein.

Sonntag, 05.08. / 10.50 Uhr / Klassik Open Air Nürnberg 2018
Festspielsommer
Luitpold-Hain in Nürnberg, Juli 2018

Mit den Solisten Melba Ramos (Sopran) und Derrick Lawrence (Bariton)
Werke von George Gershwin:

- Ouvertüre zu "Girl Crazy"
- "Ein Amerikaner in Paris"
- "Porgy and Bess"-Suite

Chor: Staatstheater Nürnberg
Chorleitung: Tarmo Vaask
Orchester: Staatsphilharmonie Nürnberg
Musikalische Leitung: Marcus Bosch

Die Staatsphilharmonie Nürnberg unter der Leitung ihres Generalmusikdirektor Marcus Bosch spielen Musik von George Gershwin. - 3sat zeigt eine Aufzeichnungs des Konzerts vom 22. Juli 2018.

In Zentrum des Programms unter dem Motto "Summertime" steht eine Konzertsuite aus Gershwins Oper "Porgy and Bess" für Sopran, Bariton, Chor und Orchester. In ihr erklingen die unsterblichen Lieder "Summertime", "I Got Plenty O'Nothing" und "It Ain't Neccessarily So".

Die Klassik-Open-Air-Konzerte im Luitpoldhain in Nürnberg sind für die Nürnberger ein Fixpunkt im Kalender. Zehntausende von Musikfreunden kommen Jahr für Jahr zu den Konzerten der beiden großen Nürnberger Orchester zusammen. Mit ihren Sonnenschirmen, Liegestühlen, Picknickkörben schaffen sie die fröhliche Atmosphäre eines Musik-Happenings.

Redaktionshinweis: 3sat setzt den diesjährigen "Festspielsommer" am Samstag, 11. August, um 20.15 Uhr mit "Salome" von den Salzburger Festspielen 2018 fort. Am Sonntag, 12. August, um 11.25 Uhr folgt das "Classic Open Air 2018" vom Berliner Gendarmenmarkt.

Sonntag, 05.08. / 18.30 Uhr / Museums-Check mit Markus Brock: Kunsthalle Mannheim
Erstausstrahlung
ARD/SWR/3sat

Am 1. Juni wurde die Kunsthalle Mannheim nach eineinhalb Jahren Schließzeit feierlich wiedereröffnet. Markus Brock checkt Alt- und Neubau des Museums und begrüßt dazu Christian Chako Habekost.

Zur großen Wiedereröffnung präsentiert das Museum eine Neuinszenierung der renommierten Sammlung und die erste große Sonderausstellung "Jeff Wall. Appearance". Jeff Wall gilt als Pionier der Fotokunst und wurde 2002 mit dem Hasselblad Award ausgezeichnet.

Ausgewählt hat ihn die Kunsthalle Mannheim auch, weil der Kanadier in seiner Arbeit Bezug nimmt auf die Kunstgeschichte, wie etwa auf den Maler Édouard Manet. Von ihm besitzt das Museum eines der wichtigsten Gemälde: "Die Erschießung Kaiser Maximilians von Mexiko" (1868-69), eine Ikone des Hauses, das außerdem Werke von Caspar David Friedrich, August Rodin, Francis Bacon und Henry Moore besitzt.

Als eines der wenigen deutschen Museen hat sich die Kunsthalle Mannheim schon immer auch auf zeitgenössische Kunst konzentriert, sagt Museumsdirektorin Ulrike Lorenz, wie etwa 1925 mit der legendären Ausstellung "Die neue Sachlichkeit", die einer ganzen Stilrichtung ihren Namen gab. Ulrike Lorenz' Vision für die Neueröffnung ist, das Museum für die Zukunft zu positionieren. Eigens dafür hat die Kunsthalle Mannheim eine digitale Bilderwand entwickelt, auf der die Besucher im Museumsfoyer sämtliche Werke der Sammlung interaktiv anschauen können.

"Kunst für alle" - unter diesem Motto öffnete die Kunsthalle Mannheim 1909 im Jugendstilbau von Hermann Billing ihre Pforten. Dieser Anspruch prägt das Museum bis heute. Das Hamburger Büro "gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner" hat das historische Haus um einen spektakulären Neubau erweitert, der von einem bronzefarbenen Metallgewebe umhüllt ist. Rund 70 Millionen Euro investierten private Mäzene, die Stadt Mannheim und Stiftungen in eine innovative Architektur. Konzipiert als "Stadt in der Stadt", gruppieren sich um das 22 Meter hohe Licht-Atrium mehrere Gebäudeteile, verbunden über Treppen und Brücken. Entstanden ist so eine offene Museumsstadt mit Galerien, Schaudepot, Restaurant und Museums-Shop. Panoramafenster eröffnen Ausblicke auf die Stadt und den berühmten Wasserturm.

Sonntag, 05.08. / 20.15 Uhr / Bodo Bach live: "Und ... wie war ich?"
(Erstsendung: 01.05.2014)
ARD/HR

"... und ... wie war ich?" Eine gute Frage - eigentlich zu gut, um sie nur in intimen Momenten zu stellen. Warum nicht auch auf der Bühne des Comoedienhauses in Hanau, dachte Bodo Bach.

Bodo Bachs bisher persönlichstes Programm speist sich aus dem Alltag des glücklich verheirateten Familienvaters. Frei nach Herbert Grönemeyers Motto: "Dem Jugendwahn ein Ende... Best Ager an die Macht" schlägt er eine Bresche für die Generation 50 plus.

Die wird, so viel steht für ihn fest, stark unterschätzt und weit unter Wert gehandelt.

Montag, 06.08 / 02.35 / Songs an einem Sommerabend 2016
Openair-Konzert auf der Klosterwiese
Banz/Oberfranken (2016)
(Erstsendung: 15.08.2016)
ARD/BR

2016 feierte das Festival "Songs an einem Sommerabend" in Bad Staffelstein in Franken seinen 30. Geburtstag. Moderator Matthias Brodowy präsentierte Künstler aus vielen Regionen.

Mit dabei waren: Konstantin Wecker, Klaus Hoffmann, Bodo Wartke, Gaby Moreno, SOLOzuVIERT, Viva Voce, Claudia Koreck, Dominik Plangger sowie die Nachwuchspreisträger der Hanns-Seidel-Stiftung.

Montag, 06.08 / 04.05 / Rockpalast: Beatsteaks
Film von Peter Sommer
(Erstsendung: 27.11.2017)
ARD/WDR

Wer die Beatsteaks aus Berlin schon mal live gesehen hat, weiß: Hier bekommt man Power pur. Und so war es auch bei der "YOURS"-Tour 2017.

21 neue Songs haben sie auf ihr achtes Album gepackt, auf dem Gäste wie Farin Urlaub, Chad Price, Jamie T, Deichkind und Stereo Total mitwirkten. Und so ist es ein Mix-Tape mit neuen Einflüssen und Altbewährtem geworden.

Ein kraftvoller Sound, genau richtig für die Konzert- und Festivalbühnen. Besonders der letzte Song "The Job" hat das Zeug, zur "Stadion-Hymne" zu werden.

Unterstützt wurden Arnim Teutoburg-Weiß und seine Band von Decibelles aus Lyon, einem Noise-Punk-Trio, das bereits viel Aufmerksamkeit in der einschlägigen Fanzine- und Blog-Welt bekommt.

Montag, 06.08 / 05.15 Uhr / Rockpalast: Backstage ~ Beatsteaks
(Erstsendung: 25.03.2012)
ARD/WDR

Seit ihrer Gründung im Jahr 1995 haben sich die Beatsteaks aus Berlin, von Fans liebevoll als "Beat-Buletten" betitelt, als eine der besten Livebands Deutschlands etabliert.

In dieser Folge von "Rockpalast Backstage" trifft Ingo Schmoll Sänger Arnim Teutoburg-Weiß auf der "Boombox"-Tour in Köln. Arnim stammt aus der Zirkusfamilie Busch, brach seine Artisten-Ausbildung aber frühzeitig ab, weil er Musiker werden wollte.

Er hielt sich unter anderem als Barkeeper über Wasser. Ingo nimmt Arnim mit auf einen Ausflug in seine eigene Vergangenheit: in den Zirkus.

Montag, 06.08 / 05.45 Uhr / Rockpalast: Backstage ~ Madsen
Film von Elmar Sommer und Ingo Schmoll
(Erstsendung: 28.11.2016)
ARD/WDR

In dieser Folge von "Rockpalast Backstage" trifft Ingo Schmoll die Band Madsen in ihrer Heimat, dem Wendland. Dort hat die Band schon seit Schulzeiten ihren Proberaum.

Er ist im wahrsten Sinne des Wortes ihre "Homebase", denn das Elternhaus der drei Brüder Madsen ist direkt nebenan.
Gemeinsam mit Bassist Niko Maurer führen Madsen Ingo durch ihr Dorf, zu ihrer alten Schule, auf deren Hof sie ihr erstes Konzert gegeben haben.

Schnell zeigt sich: Madsen ist ein echtes Familienprojekt. Mutter Madsen checkt auch heute noch die Texte der Jungs auf ihren Gehalt, und wenn sie etwas auszusetzen hat, wird es geändert.

Diese Grundstabilität ist vielleicht auch der Grund für den stetig wachsenden Erfolg der Band, die zwar nie einen Nummer-1-Hit hatte, aber als eine der besten Livebands der Republik gilt. Sänger Sebastian erzählt, dass die Band für ihre Texte und ihre Musik als Input zwar die Ferne braucht, aber um das Ganze zu bündeln, müssen sie immer wieder zurück zu ihrer Basis, zu ihrem norddeutschen Zuhause.

Samstag, 11.08. / 19.20 Uhr / Kulturzeit extra: Die Höhepunkte der Salzburger Festspiele
Passion, Ekstase und Leidenschaft
Moderation: Peter Schneeberger
Erstausstrahlung
ORF/3sat

„Passion, Ekstase und Leidenschaft" prägen die Salzburger Festspiele 2018: Zur Halbzeit zieht "Kulturzeit extra" eine erste Bilanz und blickt auf die Höhepunkte der Festspielproduktionen.

Darunter die Neuinszenierung von Mozarts "Zauberflöte" der US-Regisseurin Lydia Steier. Richard Strauss' "Salome" wird von Romeo Castellucci inszeniert. "Kulturzeit extra" spricht mit dem Dirigenten der Neuinszenierung Franz Welser-Möst.

Er hat in den letzten Jahren die Salzburger Festspiele wie kaum ein anderer nachhaltig geprägt.

Anlässlich seines 100. Geburtstages erinnert "Kulturzeit extra" an den österreichischen Komponisten Gottfried von Einem. HK Gruber dirigiert dessen 1953 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführte Oper "Der Prozess".

Die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller verkörpert in Johan Simons Inszenierung von Heinrich von Kleists Drama "Penthesilea" die Titelrolle. Die Schauspielerin, die 2016 mit dem Film "Toni Erdmann" einen weltweiten Sensationserfolg feierte, ist zu Gast in der Sendung.

Außerdem wirft "Kulturzeit extra" einen Blick auf die Dramatisierung des Romans "Hunger" des Norwegers Knut Hamsun. Frank Castorf hat den Text für die Bühne bearbeitet und die Inszenierung übernommen.

"Kommt ein Pferd in die Bar" - eine zweite Roman-Dramatisierung und das zweite Zwei-Personen-Stück auf dem Schauspiel-Spielplan in Salzburg: In dem 2014 erschienenen und mit dem Booker Prize ausgezeichneten Roman des israelischen Schriftstellers David Grossman geht es um Verlust, Läuterung und die Sehnsucht nach Wiedergutmachung. Mavie Hörbiger und Samuel Finzi sind die Protagonisten.

Moderator Peter Schneeberger pendelt in Salzburg zwischen Festspielhaus und der ehemaligen Saline Perner Insel und besucht einige Künstlerinnen in ihren Stadtoasen - "Kulturzeit extra" berichtet über ausgewählte Festspielproduktionen und fängt auch die Festspielatmosphäre abseits der Bühnen und Konzertpodien ein.

Redaktionshinweis: 3sat zeigt um 20.15 Uhr im Rahmen seines Festspielsommers mit Richard Strauss' "Salome" eine aktuelle Inszenierung von den diesjährigen Salzburger Festspielen.

Samstag, 11.08. / 20.15 Uhr / Salzburger Festspiele 2018: Salome
Musikdrama in einem Aufzug (1905) von Richard Strauss
Felsenreitschule, Salzburg, Juli 2018
ORF

Herodes: John Daszak
Herodias: Anna Maria Chiuri
Salome: Asmik Grigorian
Jochanaan: Gábor Bretz
Narraboth: Julian Prégardien
Ein Page der Herodias/Sklavin: Avery Amereau
u. a.

Literarische Vorlage: Oscar Wilde
Libretto: Richard Strauss
Choreografie: Cindy Van Acker
Orchester: Wiener Philharmoniker
Musikalische Leitung: Franz Welser-Möst
Inszenierung: Romeo Castellucci

Richard Strauss' "Salome", ein Lehrstück über Dekadenz und Macht, Lust und Perversion, passt perfekt zum Motto der Salzburger Festspiele 2018: "Passion, Leidenschaft, Ekstase".

Regisseur Romeo Castellucci verspricht eine auf das Wesentliche reduzierte Neuinszenierung. Franz Welser-Möst dirigiert die Wiener Philharmoniker. Die Titelpartie verkörpert die litauische Sopranistin Asmik Grigorian, John Daszak gibt den Herodes.

Die Uraufführung 1905 in Dresden war ein Skandalerfolg: Wohl noch nie zuvor war weibliches Begehren so ungehemmt deutlich auf eine Opernbühne gebracht worden wie in Richard Strauss' Einakter nach dem gleichnamigen Drama von Oscar Wilde. Und der ursprünglich biblische Stoff von Salome, die mit ihrem Schleiertanz König Herodes, ihren Stiefvater, gefügig macht und sich von ihm den Kopf des Täufers Johannes bringen lässt, reizt Regisseure bis heute.

Eine literarische Hochkonjunktur erlebte "Salome" im Frankreich des späten 19. Jahrhunderts: als Femme fatale und Inbild pervertierter Lust. Den Höhepunkt bildet Oscar Wildes in französischer Sprache verfasste, den Geist des Fin de Siècle atmende Tragödie "Salomé". Die ursprüngliche Blickkonstellation erweiternd, spinnt Wilde ein ganzes Netz von obsessiven und unerwiderten Blicken zwischen den Figuren, als Ausdruck oder Quelle von Begehren. Kann man sich dem Blick entziehen, wie Jochanaan glaubt, der Salome verbieten will, ihn anzusehen "mit ihren Goldaugen unter den gleißenden Lidern"? Lässt sich der Blick verleugnen, um einzig dem Wort zu vertrauen? Wildes Tragödie entfaltet sich zwischen den Polen von Auge und Ohr, Körperlichkeit und Geistigkeit, Klang und Wort, Schauen und Erkennen.

Als Richard Strauss 1903 begann, eine gekürzte deutsche Übersetzung des skandalumwitterten Stücks zu vertonen, sah er sich vor die Herausforderung gestellt, diese Gegensätze im Medium der Musik zu vermitteln - oder auch zu relativieren. Als Komponist fand Strauss nach den symphonischen Dichtungen mit "Salome" nun auch im Bereich der Oper zu einer eigenständigen Sprache: Der bis dahin ungeahnte Reichtum an Klangfarben ist nur eines ihrer unverwechselbaren Merkmale.

Die für Salzburg konzipierte Inszenierung macht die Figur der Salome zum Angelpunkt, verwandelt sie in die Flamme, die alles Anwesende belebt und die im Tanz der sieben Schleier emporlodert und sich verbraucht. Der Tanz bildet den Höhepunkt, eine Manifestation von Stärke und ein letztes Aufzucken, das den Zuschauer berührt.

In einem szenischen Bild, in dem erhabene neben gewöhnlichen Elementen existieren, stellt Castelluccis Regie weniger die Sehnsucht nach der Kopf-Trophäe des Jochanaan in den Vordergrund als das Abschneiden, das Wegschneiden; nicht das Objekt der Begierde, das immer schon verloren ist, sondern die berührende Einsamkeit einer Frauenfigur, an der man Anteil nimmt. Und hier stürzt der Akt des Ansehens durch seine endgültige Unterbindung in den Abgrund des Begehrens.

Samstag, 11.08. / 22.00 Uhr / Richard Strauss - Skizze eines Lebens
Film von Barbara Wunderlich und Marieke Schroeder
(Erstsendung: 09.06.2014)
ORF

Richard Strauss ist einer der letzten "großen" Komponisten des deutschsprachigen Raums. Die Räume der Strauss-Villa in Garmisch geben Einblicke in sein oft widersprüchliches Seelenleben.

Hier hat Richard Strauss einen Großteil seines Werks geschaffen, hier ist alles noch so wie zu seinen Lebzeiten. Bei einem Streifzug durch die Villa begeben sich die Filmemacher auf Spurensuche. Sie sparen auch die fragwürdige Rolle des Musikers in der NS-Zeit nicht aus.

Vor allem die Öffnung des Strauss'schen Familien-Archivs durch Enkel Christian und dessen Schwägerin Gabriele Strauss - der heutigen Archivleiterin - ist eine Sensation. Erstmals werden dort Auszüge aus der Strauss'schen Korrespondenz mit seiner geliebten Frau Pauline sowie die peniblen Tagebucheintragungen seiner letzten 15 Jahre einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht - was neue, fast intime Einblicke erlaubt.

So gelingt es diesem Film, dem Zuschauer den "Menschen" Strauss näher zu bringen, als er es seinem Publikum - selbst als er noch lebte - je gewesen ist.

Die Bedeutung von Richard Strauss (1864-1949) als Komponist der "Salome", der "Elektra" und des "Rosenkavaliers" ist unbestritten; seine Tondichtung "Also sprach Zarathustra" nach Friedrich Nietzsche ging als Filmmusik von Stanley Kubricks "2001: Odyssee im Weltraum" auch in die Populärkultur ein.
Samstag, 11.08. / 22.50 Uhr / Geburtstag im Exil - 150 Jahre Tonhalle-Orchester
Film von Barbara Seiler
(Erstsendung: 10.06.2018)
SRF

Die Zürcher Tonhalle wird renoviert und hat für drei Jahre ihre Pforten geschlossen. Nun muss das Tonhalle-Orchester seinen 150. Geburtstag im Provisorium in Zürich West feiern.

Ein denkwürdiger Geburtstag, aus verschiedenen Gründen. Die Zeiten für eine Zürcher Kulturinstitution sind bewegt: Der Umzug des Tonhalle-Orchesters sorgt für Druckwellen und Dissonanzen. Der Dokumentarfilm zeigt Sorgen, Höhepunkte und Ärgernisse im Jubiläumsjahr auf.

Während im Unternehmen ausgemistet, weggeschmissen, eingepackt und am neuen Ort wieder ausgepackt wird, drohen Verluste: Wird das Publikum mitziehen? Gelingt die generalstabsmäßig organisierte Umzugsaktion? Wird die neue, provisorische Heimat in der Ausgehmeile Zürich West zur Chance - oder zum Debakel? Zudem verlässt Chefdirigent Lionel Bringuier das Schiff im Jubiläumsjahr.

Aller Schwierigkeiten zum Trotz führt Intendantin Ilona Schmiel das Haus mit Enthusiasmus und Lust an Veränderung durch die schwierigste Zeit der jüngeren Tonhalle-Geschichte.

Samstag, 11.08. / 23.45 Uhr / Cum On Feel The Noize (6/7)
Heavy Metal Thunder - Die New Wave of British Heavy Metal
Erstausstrahlung
ARD/RB/3sat

Ende der 1960er-Jahre kreieren Bands wie Black Sabbath, Led Zeppelin und Deep Purple einen neuen Sound, der sich in den 1980er-Jahren zum Welterfolg aufschwingt: Heavy Metal.

Mitwirkende der Sendung sind: Iron Maiden, Judas Priest, Blind Guardian, Motörhead, Trivium, X Japan, Dragonforce, Black Sabbath, Led Zeppelin, Airbourne, GHOST, Venom, Life of Agony, Disturbed, Avantasia, Hatebreed und Trivium.

Mit der "New Wave of British Heavy Metal" starten Bands wie Iron Maiden, Judas Priest, Def Leppard, Venom und Saxon durch, dokumentiert auch von spektakulären Live-Auftritten im "Beat-Club" und im "Musikladen". Ihr Einfluss hallt bis heute nach, wenn junge Bands wie Bullet For My Valentine, Trivium, Hatebreed und Airbourne mit Heavy Metal in modernem Soundgewand den Stil neu definieren und damit Helden für die beständig wachsende Schar an Metal-Jüngern sind.

Der Film enthält Interviews mit Bruce Dickinson (Iron Maiden), Rob Halford (Judas Priest), David Draiman (Disturbed), Biff Byford (Saxon), James Hetfield (Metallica), Tobias Sammet (Avantasia), Jeff Dunn & Tony Dolan (Venom), Frank 3 Gun (Hartebreed) und Yoshike (XJapan).

Samstag, 11.08. / 00.30 Uhr / Cum On Feel The Noize (7/7)
Tasten und Anspruch - Progressive Rock
Erstausstrahlung
ARD/RB/3sat

Die Progressive-Rock-Band Marillion feiert im Frühsommer 2017 ihren größten Charterfolg in Europa seit 25 Jahren. Das Genre ist vital wie seit ihrer Entstehung Mitte der 1980er-Jahre.

Mitwirkende der Sendung sind: Marillion, Yes, Mike Portnoy, Ray Wilson, Procol Harum, Moody Blues, Kraftwerk, SKY, Frank Zappa, The Nice, Emerson Lake and Palmer, King Krimson, Beggars Opera, Amon Düül, Steve Hackett, Genesis, Barclay James Harvest und Phil Collins.

Das ProgRock-Festival "Night of the Prog" auf der Loreley ist auch 2017 ausverkauft. Der "ProgRock" entwickelte sich aus dem Rock-Mainstream Ende der 1960er-Jahre. Die ersten Fans waren die links-intellektuellen Jugendlichen der Zeit. ProgRock war keine Teenie-Musik, sondern richtete sich vor allem an das erwachsene Rockpublikum. "Progressive" steht sowohl für neue musikalische Instrumentierungen mit Orgel, Oboe, Querflöte, Melotron und Synthesizer als auch für neue textliche und visuelle Album-Umsetzung. Jazz, Klassik und Rock gingen zum ersten Mal eine musikalische Einheit ein. Die Beatles, Procol Harum, Moody Blues waren die Vorreiter dieses Genres.

Der Film enthält Interviews mit Rick Wakeman, John Anderson, Trevor Rabin (Yes), David Cross (King Krimson), Ray Wilson (Stiltskin, Genesis) Mike Portnoy (Dream Theatre), David Jackson (Van der Graaf Generator), Steve Hogarth (Marillion), Chris Thompson (Manfred Mann's Earthband), Roger Glover (Deep Purple), Biff Byford (Saxon) und Gary Brooker (Procol Harum).

Sonntag, 12.08. / 10.05 Uhr / Verbier Festival 2016
Daniil Trifonov, Gautier Capuçon und Leonidas Kavakos spielen Schumann, Rachmaninoff und Smetana

Mit Daniil Trifonov (Klavier), Gautier Capuçon (Cello) und Leonidas Kavakos (Violine)

Programm:
- Robert Schumann: Fantasiestücke für Piano und Cello op. 73
- Sergej Rachmaninoff: Cello-Sonate op. 19
- Bedrich Smetana: Klaviertrio g-Moll op. 15

SRF

Es ist ein Gipfeltreffen der Super-Solisten: Daniil Trifonov (Klavier), Gautier Capuçon (Cello) und Leonidas Kavakos (Violine) spielen Schumann, Rachmaninoff und Smetana.

Jeder der drei Musiker ist ein Weltstar und absoluter Meister auf seinem Instrument. Die pure Lust am Musizieren bringt dieses Trio in Verbier zusammen: ein Hochgenuss an Klang und Virtuosität.

Das vollständige Programm des Abends:
Robert Schumann: Fantasiestücke für Piano und Cello Op.73
Sergei Rachmaninoff: Cello Sonata Op.19
Bedrich Smetana: Klaviertrio g-Moll Op.15

Sonntag, 12.08. / 11.25 Uhr / Festspielsommer: Classic Open Air 2018
First Night
Berliner Gendarmenmarkt, 5. Juli 2018
ARD/RBB

Beim "Classic Open Air" feiert das Deutsche Filmorchester Babelsberg seinen 100. Geburtstag - mit den schönsten Melodien der großen Hollywood-Blockbuster, Titeln aus Ufa- und DEFA-Zeiten.

Aber auch Rock- und Pop-Songs sowie berühmte Werke aus Klassik und Oper stehen auf dem Programm. Mit Peter Maffay, Cassandra Steen, Katharine Mehrling, Dagmar Manzel, Axel Prahl, Joja Wendt, Nicole Chevalier, Robert Watson, Lars Redlich und vielen anderen.

Das Deutsche Filmorchester Babelsberg schaut nicht nur auf eine lange Tradition als Ufa- und DEFA-Orchester zurück. Gemeinsame Produktionen und Konzerte mit Friedrich Hollaender, Hans Zimmer oder Sting, Bryan Adams, Celine Dion, Udo Lindenberg und Xavier Naidoo zeigen zudem seine einzigartige Flexibilität.

Das "Classic Open Air" auf dem Berliner Gendarmenmarkt hat eine über 25-jährige, erfolgreiche Tradition. Anfang Juli 2018 wird der schönste Platz der Hauptstadt wieder zur beeindruckenden Kulisse für Orchester, Gesangs- und Instrumentalsolistinnen und -solisten.

Redaktionshinweis: 3sat setzt den diesjährigen "Festspielsommer" am Samstag, 18. August, um 20.15 Uhr mit "Daniel Barenboim und das West-Eastern Divan Orchestra" fort.

Montag, 13.08. / 06.20 Uhr / Kulturzeit extra: Die Höhepunkte der Salzburger Festspiele
Passion, Ekstase und Leidenschaft
Moderation: Peter Schneeberger
(Erstsendung: 11.08.2018)
ORF

"Passion, Ekstase und Leidenschaft" prägen die Salzburger Festspiele 2018: Zur Halbzeit zieht "Kulturzeit extra" eine erste Bilanz und blickt auf die Höhepunkte der Festspielproduktionen.

Darunter die Neuinszenierung von Mozarts "Zauberflöte" der US-Regisseurin Lydia Steier. Richard Strauss' "Salome" wird von Romeo Castellucci inszeniert. "Kulturzeit extra" spricht mit dem Dirigenten der Neuinszenierung Franz Welser-Möst.

Er hat in den letzten Jahren die Salzburger Festspiele wie kaum ein anderer nachhaltig geprägt.

Anlässlich seines 100. Geburtstages erinnert "Kulturzeit extra" an den österreichischen Komponisten Gottfried von Einem. HK Gruber dirigiert dessen 1953 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführte Oper "Der Prozess".

Die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller verkörpert in Johan Simons Inszenierung von Heinrich von Kleists Drama "Penthesilea" die Titelrolle. Die Schauspielerin, die 2016 mit dem Film "Toni Erdmann" einen weltweiten Sensationserfolg feierte, ist zu Gast in der Sendung.

Außerdem wirft "Kulturzeit extra" einen Blick auf die Dramatisierung des Romans "Hunger" des Norwegers Knut Hamsun. Frank Castorf hat den Text für die Bühne bearbeitet und die Inszenierung übernommen.

"Kommt ein Pferd in die Bar" - eine zweite Roman-Dramatisierung und das zweite Zwei-Personen-Stück auf dem Schauspiel-Spielplan in Salzburg: In dem 2014 erschienenen und mit dem Booker Prize ausgezeichneten Roman des israelischen Schriftstellers David Grossman geht es um Verlust, Läuterung und die Sehnsucht nach Wiedergutmachung. Mavie Hörbiger und Samuel Finzi sind die Protagonisten.

Moderator Peter Schneeberger pendelt in Salzburg zwischen Festspielhaus und der ehemaligen Saline Perner Insel und besucht einige Künstlerinnen in ihren Stadtoasen - "Kulturzeit extra" berichtet über ausgewählte Festspielproduktionen und fängt auch die Festspielatmosphäre abseits der Bühnen und Konzertpodien ein.

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