Show & Event Infoseiten

Emil Nolde: Frühmorgenflug © Nold Stiftung SeebüllAusstellungen:

Emil Nolde: Die Grotesken 30. April bis 9. Juli 17

 

 

 

 


Shows & Events:

Afrika! Afrika!
© Apassionata
Apassionata: EQUILA


Bäppi

Ballet Revolución

Best of Musical Gala

Blue Man Group


Cirque du Soleil: Amaluna
Cirque du Soleil: Dralion


Dirty Dancing
 

Flic Flac

© Friedrichstadt-Palast BerlinFriedrichstadt-Palast Berlin:
- Qi  – eine Palast-Phantasie

- SHOW: ME

- THE ONE Grand Show (aktuelle Show)

- THE WYLD – Nicht von dieser Welt

- Yma - zu schön, um wahr zu sein


Hochzeit
Holiday on Ice


Ice Age Live! Ein mammitiges Abenteuer

India


Red Bull Flying Bach  ~  Red Bull Flying Illusion


Sehnsucht nach St. Pauli

Shadowland

Swan Lake Reloaded


Tanguera
tanzmainz festival UPDATE
Tap Dogs
Tortellini, Touristen und ein Testament

WarHorse

Emil Nolde: Die Grotesken
Eine Ausstellung der Internationalen Tage Ingelheim zu Gast im Museum Wiesbaden ~ 30. April bis 9. Juli 2017


Emil Nolde, Frühmorgenflug, Gemälde 1940
© Nolde Stiftung Seebüll

Mit dem künstlerischen Werk von Emil Nolde verbinden sich immer sofort Vorstellungen von stark farbigen Blumengärten, wild aufgeregten Meereslandschaften unter dramatischen Wolkenformationen oder intensive Eindrücke von der berühmten Reise in die Südsee unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg. Weitestgehend unbekannt ist eine andere Facette in Noldes umfangreichen Werk: Das Phantastische und das Groteske. Dabei finden sich in seiner vierbändigen Autobiografie und in Briefen vielfältige Hinweise und Erläuterungen, die deutlich machen, dass sein künstlerisches Werk entscheidend durch sein subjektives Verhältnis zum Phantastischen und Grotesken beeinflusst und geprägt ist. Bereits sein erstes Ölgemälde, die Bergriesen von 1895/96, und die Reihe der Bergpostkarten, in denen Nolde Schweizer Bergen groteske menschliche Physiognomien gibt, und die ihn als bildenden Künstler noch vor der Wende zum zwanzigsten Jahrhundert bekannt werden ließen, zeugen von Noldes intensivem Interesse am Phantastischen. 
Von diesen Anfängen, denen 1905 die Mappe Grotesken mit Radierungen folgt, bis in die Jahre des Berufsverbots durch die Nationalsozialisten zieht sich in seinem Werk immer wieder die Abkehr von der Realität hin zu einer grotesken Gegenwelt. Diese zeigt sich besonders intensiv in den Aquarellen, die 1918 in Utenwarf und 1919 während eines Aufenthalts auf der Hallig Hooge entstehen. Auch in einer Reihe von Gemälden, die alle 1923 gemalt werden, entzieht sich Nolde einer klaren Interpretation und Lesbarkeit des Dargestellten. Zwischen 1931 und 1935 malt er mit den Phantasien eine Reihe großformatiger Aquarelle, die die sogenannten „Ungemalten Bilder“ vorbereiten, die vor allem während der Zeit des Berufsverbotes heimlich entstehen. In diesen findet Nolde häufig phantastische und groteske Bildkompositionen, die erst nach 1945 Gemälden als Grundlage dienen.

Die Ausstellung, die in enger Kooperation mit der Nolde Stiftung Seebüll entsteht, umfasst 20 Gemälde sowie ca. 90 Werke auf Papier, die zum Teil noch nie öffentlich in einer Ausstellung gezeigt wurden.
Nach der Präsentation im Museum Wiesbaden wird diese Ausstellung vom 23. Juli bis zum 15. Oktober 2017 im Buchheim Museum der Phantasie in Bernried am Starnberger See gezeigt.
Der Katalog, in dem alle ausgestellten Werke abgebildet sind, enthält Texte von Caroline Dieterich, Ulrich Luckhardt, Christian Ring, Daniel J. Schreiber und Roman Zieglgänsberger. Er erscheint im Verlag Hatje Cantz.
Da auch im Jahr 2017 das Alte Rathaus in Nieder-Ingelheim wegen einer Generalsanierung und Erweiterung für Ausstellungen nicht zur Verfügung steht, sind die Internationalen Tage zu Gast im Museum Wiesbaden, das dankenswerter Weise seine Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.

Emil Nolde. Die Grotesken
30.04. - 09.07.2017
Museum Wiesbaden
Friedrich-Ebert-Allee 2, 65185 Wiesbaden
Di/Do 10-20 Uhr, Mi 10-17 Uhr, Fr-So 10-17 Uhr, Mo geschlossen
Eröffnung: 29. April 2017, 17 Uhr

www.internationale-tage.de / www.museum-wiesbaden.de

Ausstellung: Rainer Stern - Symbolismus im 21. Jahrhundert

Eine großartige Ausstellung mit feinen Ölgemälden des österreichischen Malers Rainer Stern wurde am 15. Januar 2017 in der Auberge de Temple in Johannesberg (bei Aschaffenburg) eröffnet. Wegen einer starken Erkältung konnte der Künstler leider nicht persönlich daran teilnehmen, dafür wurde er von seiner charmanten Tochter Rita, die eine eigene Galerie betreibt, würdig vertreten. Für die Laudatio war aus Wien Professor Gotthart Fellerer angereist. Bei dieser Gelegenheit wurde auch ein druckfrisches Buch über Rainer Sterns Œuvre vorgestellt.


Professor Gotthart Fellerer und Gäste

© Alexander Paul Englert ~ www.englert-fotografie.de

Professor Gotthart Fellerer, grenzüberschreitender bildender Künstler, Musiker, Ausstellungskurator, Gestalter, Didaktiker, Publizist und Kunstmultiplikator, hat in dem neuen Buch über Rainer Stern eine umfangreiche Würdigung über ihn geschrieben. Ein Extrakt daraus bildete die knapp halbstündige Laudatio.

Rainer Stern wurde in Klagenfurt (Kärnten) geboren (1955). Sein Weg zur Kunst begann im Alter von siebzehn, wo ihn die Malerikone Maria Lassnig in Klagenfurt inspirierte. In den späten 1970er und frühen 1980er Jahren eignete er sich bei längeren Aufenthalten in Sizilien die alten Techniken der Ikonenmalerei an. Es folgte eine Auseinandersetzung mit den Künstlern der frühen italienischen Renaissance und den Techniken „al Prima“ sowie der Öl- und Lasurmalerei. Studienaufenthalten in Florenz und Venedig führten schließlich zu seinem jetzigen Stil. Neben zahlreichen floralen Motiven sind es symbolistisch, teils fantastisch-realistisch und auch religiös beeinflusste Bilder (nach Vorbildern wie Fra Angelico, Giotto, Grien, Dürer und Albrecht Altdorfer), in denen sich nichts Abgründiges, Brutales oder Schmerzhaftes findet.

Unsere Galaxie benötigt etwa 200 Millionen Jahre für eine Rotation
um ihr Zentrum – und sie dreht sich oft! So gesehen ist Kunst,
und alles was man in sie interpretiert, nur relativ.
Aber eines ist sonnenklar. Alles was dazu dient den Nächsten an das Noble,  an das was wahren Wert hat zu erinnern,
und sei es nur für wenige Augenblicke,  ist eine lebendige Wertschätzung an das Unendliche.“

Rainer Stern


Professor Gotthart Fellerer, Rita Stern (im Hintergrund das Bild „Die Reue der Salome“)

© Alexander Paul Englert ~ www.englert-fotografie.de

Den nachhaltigsten Einfluss hatte für Rainer Stern die Begegnung mit dem 2015 verstorbenen Maler und Mitbegründer der Wiener Schule des Phantastischen Realismus, Ernst Fuchs. Professor Gotthart Fellerer berichtete in seiner Laudatio über Sterns Werk, wonach Stern sein Freund und Mentor Ernst Fuchs beim Malen immer noch über die Schulter blicke.


Günther de Temple, Rita Stern, Professor Gotthart Fellerer

© Alexander Paul Englert ~ www.englert-fotografie.de

Die Ausstellung in der bezaubernden Atmosphäre der Auberge de Temple ist noch bis zum 23. April 2017 zu sehen. Die meisten Bilder, wie auch das Buch über die Arbeiten von Rainer Stern, können dort auch erworben werden.

Wer nach Inaugenscheinnahme der fantastischen Bilder Rainer Sterns hungrig geworden ist, kann von der Galerie nahtlos in das angrenzende feine Restaurant Helbig wechseln (in dem weitere Werke ausgestellt sind).

www.ritastern.de
www.rainer-stern.com
www.art-de-temple.de

nach oben