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Shows im Friedrichstadt-Palast Berlin


© Friedrichstadt-Palast Berlin

Neue Produktion 2016 mit Jean Paul Gaultier: THE ONE Grand Show

Premiere:
6. Oktober 16 (Previews ab 22. September)

Kostüme: Jean Paul Gaultier
Regie: Roland Welke
Lichtdesign: Emmy-Preisträger Peter Morse

Friedrichstadt-Palast bestätigt Solist*innen und Komponist*innen für THE ONE Grand Show / Songs von BRIT-Award-Gewinnerin KT Tunstall und Gregor Meyle
THE ONE Grand Show | Roman Lob und Brigitte Oelke stehen ab 22. September auf der Bühne des Palastes. Gregor Meyle komponiert für die international besetzte Neuproduktion.


THE ONE Grand Show (Weltpremiere am 6. Oktober, Previews ab 22. September) wird groß und spektakulär: über 100 Künstler*innen aus 26 Nationen stehen auf der größten Theaterbühne der Welt, das Produktionsbudget beträgt 11 Millionen Euro und die 500 extravaganten Kostüme entwarf Weltstar Jean Paul Gaultier persönlich. Spannend und vielseitig ist auch die Besetzung: Neben Roman Lob und Brigitte Oelke als Solist und Solistin gehören BRIT-Award-Gewinnerin KT Tunstall und Gregor Meyle zum international besetzten Kreativteam.


Roman Lob
Foto: Alina Frings

Roman Lob gewann 2012 den deutschen Vorentscheid für den ‚Eurovision Song Contest‘ und vertrat Deutschland vor einem internationalen Millionenpublikum mit dem Song ‚Standing Still‘ aus der Feder des britischen Jazz-Überfliegers Jamie Cullum. Er belegte Platz eins der iTunes-Charts, Platz drei der deutschen Single-Charts und wurde mit dem Musikpreis Echo ausgezeichnet. „Mit diesem vielseitigen Ensemble vor gigantischer Kulisse zu performen, wird für mich etwas ganz Besonderes. Wir arbeiten gemeinsam an einem Traum von Grand Show“, schwärmt Roman Lob über sein Engagement am Palast. Der junge Ausnahmekünstler zieht für die THE ONE Grand Show nach Berlin.

Mit Brigitte Oelke wechselt die ‚Killer Queen‘ aus dem Musical ‚We will rock you‘ als facettenreiche Gesangssolistin an die Spree: „Wow, bin ich freudig aufgeregt. Ich wollte schon immer mal in einer Show 60 fantastische Tänzerinnen und Tänzer um mich haben.“ In der THE ONE Grand Show findet eine Undergroundparty in einem lange leerstehenden Revuetheater statt. Ein junger Partygast (Roman Lob) verliert sich in der Aura des geheimnisvollen Ortes und taucht in einem Wachtraum in dessen Vergangenheit ein. Die Schweizerin Brigitte Oelke spielt die Rolle der ehemaligen Theaterchefin, die in ihrem alten Revuetheater noch mal alle Fäden zieht und in der Fantasie des jungen Partygastes eine letzte ‚Show‘ inszeniert. Als Sängerinnen wurden darüber hinaus Kediesha McPherson und Maike Katrin Merkel verpflichtet.

Zum internationalen Komponist*innen-Team der Neuproduktion zählt unter anderem die schottische Singer-Songwriterin Kate Victoria „KT“ Tunstall. Sie erlangte mit der Single ‚Black Horse & The Cherry Tree‘ aus ihrem von Steve Osborne (U2) produzierten Debütalbum internationale Bekanntheit. KT Tunstall wurde als beste weibliche Solokünstlerin mit dem BRIT Award als prestigeträchtigsten Preis der britischen Popmusik ausgezeichnet.

Gregor Meyle hat gleich mehrere Songs für die THE ONE Grand Show geschrieben: „Es ist für mich eine wahnsinnige Ehre und ein ganz besonderes Abenteuer, mit meiner Musik einen kleinen Teil zu dieser atemberaubenden Grand Show beitragen zu können.“ Für den Musiker läuft es ohnehin gerade richtig gut: Gold Awards für seine beiden letzten Studioalben ‚New York-Stintino‘ und ‚Meile für Meyle‘ auf dem eigenen Label Meylemusic, das erfolgreiche TV-Format Meylensteine und über 200.000 begeisterte Gäste seiner Konzerte.

Mit an Bord ist zudem der Komponist und Produzent Christian Lohr. Zu seinen Auftraggebern zählen Stars wie Gianna Nannini, Andrea Bocelli, Sting, Joss Stone, Liza Minnelli, Mick Jagger, Adoro oder Paulina Rubio. Als Arrangeur vervollständigt Robin Hoffmann das musikalische Kreativteam. Er arbeitete zuletzt als Produzent für das Debütalbum der britischen Sopranistin Aliki Chrysochou (Britain’s Got Talent) und das London Symphony Orchestra.

„Unsere 16-köpfige Show-Band zeigt ihre große stilistische Bandbreite von Filmmusik über Pop bis Elektro. Gregor Meyle und KT Tunstall haben außergewöhnlich schöne, poetische und eindrucksvolle Songs geschrieben, die den Gast auf einer traumwandlerischen Zeitreise begleiten“, beschreibt Musikdirektor und Chefdirigent Daniel Behrens das musikalische Konzept.

Die Soundanlage des Palastes gehört zu den leistungsfähigsten und teuersten Indoor-Anlagen in Europa.

Die neue Grand Show ist ein Traum. Ein Wachtraum, um genau zu sein, denn sie spielt im Geist und Kopf eines jungen Protagonisten. Auch für Jean Paul Gaultier geht mit der Kreation der glamourösen Kostüme ein Traum in Erfüllung. Das Kreativteam insgesamt ist ein Dream-Team, darunter Showmacher Roland Welke und Emmy-Preisträger Peter Morse. Erneut investiert der Friedrichstadt-Palast über 10 Millionen Euro in eine Grand Show, die ihrem Namen alle Ehre machen soll. Über 100 Künstler*innen aus 26 Nationen auf der größten Theaterbühne der Welt entführen die Gäste ab Herbst in der THE ONE Grand Show in einen ebenso ekstatischen wie poetischen Traum.


Jean Paul Gaultier
© Rainer Torrado

Jean Paul Gaultier ist einer der wenigen wirklichen Weltstars der Modebranche. Der Pariser Designer brachte das gestreifte Marine-Shirt in die Haute Couture, machte Madonna mit dem legendären Kegel-BHs endgültig zum Superstar und kreierte Parfumklassiker wie „Le Male“. Er arbeitete mit Beyoncé, Depeche Mode, Lady Gaga, Kylie Minogue, Nirvana, Red Hot Chili Peppers, Sade, Sting und Tina Turner. Gaultiers Genie und seine Leidenschaft für große Show zeigen sich in den gewagten und spektakulären Entwürfen, die derzeit für die gewaltige Bühnenproduktion entstehen.

Gaultier schwärmt über die Zusammenarbeit mit dem Palast: „Schon als kleiner Junge war es mein großer Traum, an einer Revue mitzuarbeiten. Ich hatte bei meiner Großmutter im Fernsehen die Premiere von Folies Bergère gesehen. Am nächsten Tag bekam ich Ärger in der Schule, weil ich die Mädchen mit Federn und Netzstrümpfen zeichnete. Ich merkte aber auch, dass ich für meine Zeichnungen bewundert wurde, denn plötzlich war ich bei meinen Klassenkameraden sehr beliebt. Für mich wird nun mehr als ein Traum wahr: Die erste Revue, für die ich die Kostüme entwerfe, findet in Berlin statt. Diese Stadt hat das Kabarett der Zwanziger Jahre definiert, und der Palast ist ein Ort mit einer reichen und wechselvollen Geschichte, der sich mehr als einmal neu erfand. Ich fühle mich geschmeichelt und geehrt, dass ich Teil dieser Produktion sein darf.“

 

Kostüme für THE ONE Grand Show von Jean Paul Gaultier
Zeichnungen © Marc-Antoine Coulon

Für die neue Grand Show hat Intendant und Produzent Dr. Berndt Schmidt ein echtes Dream-Team verpflichtet. Die Arbeit mit Jean Paul Gaultier war ein lang gehegter Traum am Palast, aber zum Glück auch für den Designer selbst: „Wer jemals einen Blick in Gaultiers Terminkalender werfen konnte, weiß: Es ist eine Sensation, dass sich dieser legendäre Couturier wochenlang Zeit nimmt, um für die THE ONE Grand Show 500 Kostüme zu entwerfen. Wir hatten das unverschämte Glück, dass die Ausstattung einer Revue ein Lebenstraum von ihm ist – den er sich endlich am Palast erfüllt“, so Schmidt.

Roland Welke ist der Spiritus Rector der kreativen Traum-Konstellation. Welke ist einer der produktivsten und erfolgreichsten europäischen Showmacher. Seit 2015 selbständig tätig, verantwortet Welke erstmals in alleiniger Verantwortung Buch und Regie einer Grand Show: „Nur im Traum, auf der Bühne und im Film ist alles möglich. Daher möchte ich das kombinieren. Die dreidimensionalen Bilder des Theaters, die Filmeffekte der Überblendung und Zeitlupe und die durch keine Naturgesetze begrenzten Möglichkeiten des Traums. Ein sich überstürzender Bilderfluss, in dem sich alles verändert und nichts bleibt, wie es ist.“

In der THE ONE Grand Show wird ein seit Jahrzehnten leerstehendes Revuetheater durch eine Undergroundparty aus dem Tiefschlaf gerissen. Ein junger Gast verliert sich in der ungewöhnlichen Aura des Ortes. Die Gegenwart und der Glanz und Glamour vergangener Zeiten verschwimmen in einem euphorischen Wachtraum. Während sich um ihn herum alles auflöst, fliegt, dreht – und sogar der Boden unter seinen Füßen auseinandertreibt -, spürt er, welchen Halt er in seinem Leben sucht: den einen Menschen, der alles für ihn bedeutet. THE ONE.

Auf besonderen Wunsch von Roland Welke wurde auch der Emmy-Preisträger Peter Morse verpflichtet, einer der weltweit gefragtesten Experten für spektakuläres Lichtdesign. Zu seinen Auftraggebern zählen Weltstars wie Michael Jackson, Madonna, Barbra Streisand, Prince, Usher, Bette Midler, Shania Twain, Christina Aguilera, Jennifer Lopez, Janet Jackson und Andrea Bocelli. Peter Morse wird ‚das Licht‘ für die THE ONE Grand Show wie eine eigene Kunstfigur, einen immateriellen Hauptdarsteller, inszenieren.

Seit 2008 war jede von Schmidt produzierte Grand Show (Qi, Yma, SHOW ME, THE WYLD) erfolgreicher als die Vorgängerproduktion. Während Qi noch 23 Millionen Euro Kartenumsatz machte, dürfte THE WYLD bis zur Dernière am 16. Juli etwa 40 Millionen Euro Umsatz erreichen. Getragen von diesen Erfolgen investiert der Palast erneut über 10 Millionen Euro in die nunmehr fünfte große Produktion unter Schmidts Verantwortung. Frühestens mit Beginn der Previews am 22. September – und damit den ersten Publikumsreaktionen – wird sich zeigen, ob auch der neuen Grand Show traumhafte Zeiten bevorstehen.

Ein grandioses technisches Highlight ist diesmal die Bühnenbodenkonstruktion, eine Art verfahrbares Schollenplateau, das ‚auseinandertreiben‘ kann und damit traumtypische Illusionen des Verschwimmens oder des Boden-unter-den-Füßen-verlierens ermöglicht. Unter dem Schollenplateau steht die ganze Bühnenfläche ‚unter Wasser‘ – nicht etwa das bekannte, aus der Unterbühne hochfahrbare Wasserbecken von 1984, sondern eine neugebaute Bodenwanne, die ein Vielfaches größer ist.

Die Premiere ist am 6. Oktober. Previews ab 22. September. Die Spieldauer ist bis Mitte 2018 geplant. Tickets sind im Vorverkauf erhältlich unter www.palast.berlin oder bei der Ticket-Hotline 030-2326 2326.

Anders als Musicals folgen Shows keinem roten Faden. Typisch für die Kunstform der Revue sind Collagen großer Showbilder, die sich um ein verbindendes Sujet gruppieren, diesmal ein flirrender Wachtraum in einem alten Revuetheater, eine Zeitreise mitten in unser Herz.

Der vollständige Name der Produktion ist ‚THE ONE Grand Show‘ und nicht THE ONE, weil die Suche nach ‚dem einen‘ Menschen eine Illusion, eine ‚Show‘ im Kopfe des jungen Partygastes ist, die die ehemalige Theaterchefin vor seinem geistigen Auge inszeniert. Der Titel impliziert nicht nur DEN EINEN Menschen, sondern auch ‚DIE EINE Große Show‘.

[© Friedrichstadt-Palast Berlin]

Die Grand Show im Friedrichstadt-Palast Berlin: THE WYLD – Nicht von dieser Welt

Premiere: 23. Oktober 2014

Produzent: Dr. Berndt Schmidt
Showkonzept: Manfred Thierry Mugler & Roland Welke
Regie: Manfred Thierry Mugler
Co-Regie: Roland Welke
Musikdirektor: Daniel Behrens
Kostümbild: Manfred Thierry Mugler & Stefano Canulli
Artistic Advisor: Stefano Canulli
Bühnenbild: Jürgen Schmidt-André
Komposition & Arrangements: Daniel Behrens, Tarik Benouarka, Florent Bidoyen, Roger Loubet, Anja Krabbe, Frank Kretschmer, Tiefschwarz, Martin Wingerath, Martin de Vries
Liedtexte: Daniel Behrens, Anja Krabbe, Manfred Thierry Mugler, Roland Welke
Choreographie: Maik Damboldt, Brian Friedman, Itzik Galili, Rosiris Garrido, Alexandra Georgieva, Nikolay Golovanov, Nele Hermann, Alexandra Hipwell, Tetiana Ostroverkh, Skorpion, Christine Wunderlich
Co-Choreographie: Carlo Castro, Horacio Cifuentes, Beata Cifuentes
Lichtdesign: Alain Lonchampt
Video Motion Design: Marc Vidal
Licht- und Videooperator: Romain Labat
Sounddesign: Cedric Beatty

Gesangssolistin: Cindy Sander
Gesangssolist: Olivier Erie St. Louis
Sängerinnen: Talita Angwarmasse | Victoria Mishchenko
Urban Poet (BMX-Solist): Balázs Földváry
Mime Comedy: Faycal Mihoubi
Poodle Act: Jana Posna  → mehr Infos
Pudel: Balou, Bonaparte, Dolores, Flavio, Freya, Iduna, Marley, Sirius, Zippo
Equilibristik: White-Gothic
Aerial Bamboo (Luft–Perche): Duo Markov
Schwimmerinnen: Annalisa Engheben, Maxine Gesch, Anna Maria Pulvermüller, Marie Schneider, Elisabeth Schönfeld, Michelle Zimmer

Ballett des Palastes unter der Direktion von Alexandra Georgieva
Show-Band des Palastes unter der Direktion von Daniel Behrens

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Sie sind unter uns. Das ahnt jeder, der sich durch Berlins nächtliche Paralleluniversen treiben lässt. Lebensformen aller Couleur werden angezogen vom ‚anything goes‘ dieser Stadt. Zwischen ihnen ein BMX-Fahrer und die menschenscheue Lady, die oben im Fernsehturm lebt und sich zu den Außerirdischen hingezogener fühlt als zu den Erdenbewohnern. Zwei Seelen, die näher und doch weiter entfernt voneinander nicht sein könnten. Eine Liebe zwischen Himmel und Erde muss Naturgesetze überwinden.
Das erfordert höhere Mächte, wie Nofretete, die wohl weltweit berühmteste Berlinerin. Ihr Name bedeutet „Die Schöne ist gekommen“ und einer ihrer königlichen Titel lautete vorausschauend „Große des Palastes“. Aber woher ist sie gekommen? Und was hält sie seit 3.400 Jahren jung?

THE WYLD ist die Natur des Menschen in ihren Facetten und die Wildnis der Großstadt. Sie wird bevölkert von Paradiesvögeln, Großstadtgewächsen und intergalaktischen Metamorphosen – modern und archaisch, skurril und futuristisch.

Manfred Thierry Mugler (Regisseur, Designer, Fotograf und Parfum-Créateur), weltweit bekannt durch das Mode- und Parfumlabel ‚Thierry Mugler‘, und Roland Welke, einer der erfolgreichsten europäischen Showmacher, verantworten gemeinsam Buch und Regie. Wie alle großen Publikumserfolge seit 2008 wird auch THE WYLD von Berndt Schmidt produziert.

Vor seiner Zeit als stilbildender und kontroverser Haute Couture-Designer war Mugler selbst Balletttänzer. Er schuf weltbekannte Parfums wie ‚Angel‘ und ‚Alien‘, war einer der Macher von ‚Zumanity‘, einer Cirque du Soleil-Revue, die seit über zehn Jahren in Las Vegas läuft, und künstlerischer Berater von Beyoncé bei ihrer ‚I am… World Tour‘. Zuletzt brachte er mit seinen ‚Mugler Follies‘ modernes Cabaret nach Paris.

Mugler über seine Arbeit mit dem Palast: „Berlin ist für mich eines der wichtigsten Zentren freier Kreativität. Ich schätze diese geistige Offenheit in der Stadt sehr. THE WYLD steht für all die Schwingungen der Stadt: Energie, Modernität, Zeitlosigkeit und Kultur. Das ist es, was ich mit dieser Show vermitteln will, die größer ist als das Leben. Der Palast ist der einzige Ort, an dem man etwas so Großes wagen kann. Die größte Theaterbühne der Welt für eine Show nicht von dieser Welt.“ Unterstützung erhielt er von dem italienischen Modedesigner und Illustrator Stefano Canulli, der bereits 2003 mit Mugler die Kostüme für die Cirque du Soleil Show ‚Zumanity‘ entwarf.

„Die konsequente Modernisierung und der Erfolg öffnen neue Türen. Die Großen der Haute Couture und der internationalen Tanzwelt haben uns mittlerweile auf dem Radar. Sie erkennen die unglaublichen Möglichkeiten des Hauses. Mit faszinierenden Namen wie Mugler, Friedman, Galili stoßen wir in eine nächste Showdimension“, beschreibt Intendant Dr. Berndt Schmidt den Wandel in der Wahrnehmung des europäischen Show-Palastes. Für die neue Grand Show schnürte er aus hauseigenen und Sponsorenmitteln das größte Produktionsbudget in der 95-jährigen Geschichte des Hauses - 1919 als ‚Großes Schauspielhaus‘ unter Max Reinhardt gegründet, im April 1984, vor 30 Jahren, Neueröffnung im neuen Haus an der Friedrichstraße 107. Erstmals wurde die Budgetschwelle von 10 Millionen Euro überschritten, was THE WYLD zur teuersten Showproduktion außerhalb von Las Vegas macht.

„Es ist wie bei einer chemischen Reaktion. Das Faszinierende ist, dass in diesem Aufeinandertreffen zweier oder mehrerer Beteiligter etwas Unvorhersehbares, Unerwartetes, Faszinierendes entstehen kann. In diesem Bild kristallisiert sich der Entstehungsprozess der Show für mich am anschaulichsten. THE WYLD entsteht mit so viel Energie und Leidenschaft, dass sich dies auch als Seele der Show wiederfindet. Wer so viel Energie in sich trägt, wird weit über Berlin hinaus strahlen“, beschreibt Roland Welke den interkulturellen Schöpfungsprozess.

Für das futuristische Bühnenbild verpflichtete der Palast Jürgen Schmidt-André. Der Berliner war mehrmals für den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Ausstattung“ nominiert. Sein architektonisch-konzeptionelles Gespür für große Bühnenmomente zeigte er bereits bei der meist ausverkauften Wintershow ‚berlin ERLEUCHTET‘. Der Pariser Motion Designer Marc Vidal kreiert die Videoinstallationen, die manchmal, durchaus im Wortsinn, unsere Welt auf den Kopf stellen. Zusammen mit der kreativen Lichtgestaltung des französischen Designers Alain Lonchampt entsteht aus Bühnenbild, Video und Licht ein visuell atemberaubendes Gesamtkunstwerk.

Schon jetzt arbeiten für die neue Show zehn Choreographen mit den 60 Tänzern, der – ein weiterer Superlativ in diesem an Superlativen reichen Haus - weltweit größten stehenden Showballett-Compagnie. Unter den Choreographen sind internationale Spitzenstars wie Brian Friedman und Itzik Galili. Brian Friedman choreographiert für Weltstars wie Beyoncé, Mariah Carey, Cher und Britney Spears. Der in Illionois geborene Amerikaner machte sich auch als Jury-Mitglied der britischen Version von „The X Factor“ einen Namen und ist bis heute als Produzent für die US-Castingshow „America’s Got Talent“ tätig. Itzik Galili wurde 2006 in den Niederlanden für seine außerordentlichen Verdienste im Bereich Tanz durch Königin Beatrix geehrt. Ein Ritterschlag für jede Show: Die Choreographien des gebürtigen Israelis werden von renommierten Compagnien in aller Welt getanzt, etwa beim Stuttgarter Ballett, der Companhia Cisne Negro in São Paulo, den Grands Ballets Canadiens sowie beim Ballet Gulbenkian in Lissabon.

THE WYLD vereint außergewöhnliche Figuren und Begabungen in außergewöhnlichen Bildern. Wunderbar und sonderbar wie die Stadt, in der es spielt.

Die Grand Show des Palastes feierte ihre Welturaufführung am 23. Oktober (Previews ab 7. Oktober). Jetzt heißt es bis etwa Mitte 2016: THE WYLD - Nicht von dieser Welt. Tickets sind erhältlich unter Tel. 030 - 2326 2326 oder www.palast.berlin

Friedrichstadt-Palast Berlin: SHOW ME ~ Glamour is back

Premiere: 18. Oktober 12

Produzent: Dr. Berndt Schmidt
Showkonzept & Inszenierung: Roland Welke , Jürgen Nass
Musikalische Leitung: Daniel Behrens
Show Couture-Design: Christian Lacroix , Uta Loher , Conny Lüders
Bühnenbild: Joe Atkins & John Stillwell
Komposition: u.a. Daniel Behrens , Frank Kretschmer , Anja Krabbe , Martin Wingerath
Texte: Anja Krabbe , Kevin Schröder
Choreographie: Jens Becker , Kiki Beittel , Natricia Bernard , Jonathan Buckels , Maik Damboldt , Nadia Espiritu , Alexandra Georgieva , Alexandra Hipwell, Ronald Savkovic , Nikeata Thompson , Aliaksei Uvarau , Elizabeth Williams
Lichtdesign: Marcus Krömer
Assistenz Lichtdesign: Andreas Stübler
Videodesign und Programmierung: Marcus Bossdorf
Sounddesign: Cedric Beatty
Soundeinrichtung: Tobias Wallraff, Bernd Schmitz
Show Couture-Assistenz: Robert Schwaighofer (Christian Lacroix)
Arrangements: Jens Brück , Frank Buohler , Peter Lambert, Friedemann Matzeittiv-Team

Besetzung:

Hauptdarsteller:
Oscar Loya
Sängerinnen: Talita Angwarmasse , Gina Marie Hudson , Amber Schoop
Ballettsolisten: Christine Bach, Nadia Espiritu (a.G.), Annekatrin Heinrich, Nina Makogonova, Hannah McDonagh, Anudari Nyamsuren, Helena Polcikova, Karolina Schneeberg, Yukie Shuto (a.G.), Dimitri Genco, Oleksandr Khmelnytskyy, Roman Lukyanchenko, Ilya Zheleznyak
Flugtraum Tuchdarbietung: Acrobatic Troupe Shenyang
Fangstuhl: Duo Aragorn
Bubble Act: Fan Yang Bubble Show
Pantomime: Mauricio Franco
Pole Dance: Jill Christine MacLean ('Cleo') , Marion Crampe (ab 27. November 12, Yvonne Haug (Cover)
Hip Hop Solo: Nadia Espiritu

Ballett des Friedrichstadt-Palastes unter der Direktion von Alexandra Georgieva
Show-Band des Friedrichstadt-Palastes unter der Direktion von Daniel Behrens

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© Friedrichstadt-Palast

Friedrichstadt-Palast neuste Produktion: SHOW:ME - Glamour is back

Im Mai 2012 wurde in Berlin die neuste Produktion des Friedrichstadt-Palast vorgestellt: SHOW:ME umkreist eine faszinierende Vorstellung: Was wäre, wenn drei geniale Macher der Revuegeschichte heute gemeinsam eine moderne Show auf die größte Bühne der Welt brächten? Wie sähe wohl jene ‚Super-Show‘ aus?  

Busby Berkeley, der überragende Hollywood-Produzent, dessen Choreographien und aus Showgirls bestehenden, geometrischen Figuren Geschichte schrieben; Florenz Ziegfeld, der legendäre Broadway-Produzent, der mit den „Ziegfeld-Follies“ Weltruhm erlang; und Esther Williams, die Tanzchoreographien erstmals vom Bühnenboden in die Schwerelosigkeit von Raum und Wasser transportierte – dies sind stilprägende Ikonen der Showgeschichte und die beiden Show-Macher und Regisseure Jürgen Nass und Roland Welke werden deren Gestaltungsprinzipien diesen Herbst ins Hier und Heute transformieren.
Ziegfeld, Berkeley und Williams waren zu ihrer Zeit hochmodern und ihrer Zeit weit voraus. Und so ist auch ‚ihre neue Show’ ästhetisch, musikalisch und technisch vollkommen auf der Höhe des Jahres 2012.

„Mit über 100 Künstlern wird SHOW ME die weltweit größte Ensuite-Show – und unsere bisher raffinierteste“, erklärt Intendant und Produzent Dr. Berndt Schmidt. Außerdem ist es die teuerste Produktion des Hauses. Mit über 9 Mio. Euro Produktionskosten wird SHOW:ME noch mal 1 Mio. Euro teurer als die noch bis 21. Juli laufende Produktion Yma. „Der treibende Taktschlag des Showbusiness ist schneller, höher, besser. Das kostet, aber die Gäste würdigen es auch.“ Auch in Yma (Premiere 2010) wurde schon deutlich mehr investiert als jemals vorher. Das Ergebnis: Gegenüber der Vorgängershow Qi (Premiere 2008) verzeichnet Yma 30 Prozent mehr Besucher und 50 Prozent mehr Umsatz. Schmidt weiter: „Größeres Budget, attraktivere Sensationen, höherer Erfolg – toi toi toi, dass uns dieser Dreisatz auch für SHOW:ME gelingt.“ Die Chancen stehen gut. „SHOW ME wird alles in den Schatten stellen, was der Friedrichstadt-Palast je auf die Bühne gebracht hat“, schwärmt Kreativdirektor, Autor und Regisseur Roland Welke. „Wir müssen unsere Zuschauer immer wieder überraschen, uns und unser Genre immer wieder neu erfinden. SHOW ME ist unsere neueste Antwort auf diese Herausforderung.“

‚Glamour is back‘ bedeutet für uns, dass die Pracht, der Überfluss, das Schwelgen und Baden in der Schönheit zurück sind. So viel Pracht war lange nicht.

Der legendäre Pariser Haute Couture-Designer Christian Lacroix entwirft die prächtigen Kostüme für Opening und Finale. Die Designerinnen Uta Loher und Conny Lüders schaffen mit ihren schwelgenden und freizügigen Kostümentwürfen einen überwältigenden Augenschmaus. So entstehen über 500 Kostüme, darunter luxuriöse Show Couture-Kleider, bestickt mit zigtausenden Glitzersteinen und Rosenblüten, die erst im Scheinwerferlicht entstehen. 

© Friedrichstadt-Palast
SHOW ME
Friedrichstadt-Palast, Berlin
Szene “Glamour”
© Friedrichstadt-Palast, Robert Grischek

Joe Atkins und John Stillwell entwarfen mit den beiden Autoren Nass/Welke ein Bühnenbild, das selbst für Palastverhältnisse von gewaltigem Ausmaß ist. Dafür muss sogar die erste Reihe ‚umziehen‘ und so werden erstmals in der Geschichte des Hauses Zuschauer mitten im Geschehen Platz nehmen können. Das Show-Deck, das über die Seitenwände den kompletten Bühnenraum ausfüllen wird, hält 36 ‚Center Stage‘-Sitzplätze auf der Vorbühne bereit. Ein gigantischer Wasserfall aus 15 Metern Höhe wird nicht nur aufgrund seiner Geräuschkulisse ein beeindruckendes Erlebnis. Laser werden Millionen funkelnder Kristalle erstrahlen lassen. Bühnenbilder aus Sand und meterhohe Säulen aus Seifenblasen schaffen Bühnenmomente, die den Atem verschlagen. 

Musikalisch werden Hits wie En Vogues kraftvolles ‚Whatta Man‘, Christina Aguileras romantisches ‚Beautiful‘, Snow Patrols Gänsehautballade ‚Chasing Cars‘ oder Annie Lennox Hymne ‚There Must Be An Angel‘ die Ohren der Zuschauer ebenso verwöhnen wie Eigenkompositionen von Daniel Behrens oder Anja Krabbe, die schon mit ihrer Ballade ‚Snowflakes Are Falling‘ bei der Weihnachtsshow berlin ERLEUCHTET für Gänsehaut sorgte. 

Auch choreographisch werden neue Akzente gesetzt. Zwölf Choreographen kitzeln die unterschiedlichsten Begabungen aus der mit 40 Tänzerinnen und 20 Tänzern größten stehenden Showballett-Compagnie der Welt. Unter ihnen Natricia Bernard, die schon Katy Perry und Justin Timberlake die richtigen Moves zeigte und Ronald Savkovic, auch bekannt als Erster Solotänzer beim Staatsballett Berlin. Derzeit arbeitet Nikeata Thompson mit dem Ballett und gibt ihre Styles an die Tänzerinnen und Tänzer weiter. Zuvor choreographierte sie für Lena Meyer-Landrut ihren Auftritt beim Eurovision Song Contest 2011. Auch mit Culcha Candela, Peter Fox und Jan Delay hat Nikeata Thompson gearbeitet.

Was bedeutet der Name der Produktion? SHOW:ME hat eine doppelte Bedeutung. Aus Sicht der Künstler heißt es „Zeig’ mich“ oder „Präsentiere mich“; und zwar jede wunderbare Facette der über hundert Künstler. Aus der Perspektive unserer Gäste steht der Ausruf SHOW:ME für ein flirtendes, forderndes „Zeig es mir“ (überrasche mich, begeistere mich, verführe mich). 

Berlins neues Glanzstück feierte seine Welturaufführung am 18. Oktober 12. Seitdem heißt es bis etwa Mitte 2014 - SHOW ME. Glamour is back.

www.palast.berlin

Friedrichstadt-Palast Berlin: Yma – zu schön, um wahr zu sein

© Friedrichstadt-Palast

Uraufführung: 2. September 2010 (Berlin, Friedrichstadtadt-Palast)

Yma: Andreas Renee Swoboda (Premiere), Jörn-Felix Alt
Gesangssolistin: Anja Krabbe
Gesangssolist: Koffi Missah
Gesangssolistin: Meike Jürgens
Bungee-, Tuch-, Trampolin-, Feuerartistik: U-Show Team
Equilibristik ‚Ambassador‘: Andrey Katkov
Strapaten: The Flight of Passion
Break Dance: Flying Steps

Ballett des Friedrichstadt-Palastes unter der Direktion von Alexandra Georgieva
Show-Band des Friedrichstadt-Palastes unter der Direktion von Daniel Behrens

Produzent: Dr. Berndt Schmidt
Showkonzept und Libretto: Jürgen Nass, Roland Welke
Regie: Jürgen Nass

Show Couture Designer: Michael Michalsky
Stage Design & Visual Design: Circus of Now, Berlin
Komposition/Musikproduktion: Paul Glaser, Tiefschwarz, Martin Wingerath
Choreographie: Anastasia Chaykovskaya, Sean Cheesman, Maik Damboldt, Alexandra Georgieva, Craig Revel Horwood, Tatjana Ostroverkh, Ronald Savkovic, Aliaksei Uvarov

Artistik-Training/ -Choreographie für das Ballett des Friedrichstadt-Palastes: Rosiris Garrido
Videocontent-Programmierung und –Gestaltung: Marcus Boßdorf
Lichtdesign: Marcus Krömer
Sounddesign: Gerd Drücker
Arrangements: Jens Brück, Frank Buohler, Friedemann Matzeit, Koen Schoots, Martin Wingerath
Bühnenbild: Aleksej Schön, Thomas Nicolai, Anke Falkenberg, Marcel Fiedler, Martin Gräff, Jens Graube, Peter Lay
Content Videodesign: Aleksej Schön, Marcel Fiedler, Alexander Nietzold, Martin Gräff
Dirigenten: Daniel Behrens, Detlef Klemm
Manager Produktionsaufbau: Rüdiger Benz
Technischer Direktor: Franz-Josef Münzebrock
Direktorin Kostüm und Maske: Anja Diefenbach
Leitung Maske: Antje Potthast
Castingleitung: Achim Kujawa
Abendspielleitung: Kiki Timm, Corinna Druve
Inspizienz: Marlies Schalk, Norbert Wagner
Ton: Thomas Heidel, Bertram Zillmer
Beleuchtungsmeister: Olaf Eichler, Andreas Stübler
Bühnenmeister: Peter Müller, Tobias Engelmann
Bühnen- und Gebäudeleittechnik: Martin Zernickow, Hans-Jochen Rosenbaum
Musikredaktion: Martin Wingerath
Kostümassistenz: Simona Brunn, Kerstin Keilert
Kostümanfertigung: Kostümwerkstätten des Friedrichstadt-Palastes
Technischer Inspektor: Wolfgang Röder
Produktions-Koordination: Winfried Wagner
Koordination Bühnenbauten: Gerhard von der Waydbrink
Tischler: Wolfgang Johannes
Schlosser: Johannes Hellmich
Plastikerin: Beate Petzold
Dekorationsabteilung: Marina Seidlitz
Bau der Dekorationselemente: Ferrucon, Filmstudio Babelsberg, MCI Studio Hamburg
Bühneneffekte, -steuerungen, -kinetik: Stage Kinetik

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Yma – zu schön, um wahr zu sein
Friedrichstadt-Palast, Berlin
Foto: Stephan Gustavus, xix

Mit 'Yma - zu schön, um wahr zu sein' schaltet der Friedrichstadt-Palast einen Gang hoch. Knapp 100 Journalisten erhielten im April 2010 einen ersten Eindruck vom neuen Show-Tornado, der ab 2. September 2010 - dem Premierendatum - durch den Friedrichstadt-Palast fegen wird. Dr. Berndt Schmidt, Intendant des Hauses, stellte gemeinsam mit den Show-Machern Jürgen Nass und Roland Welke sowie Show Couture Designer Michael Michalsky und Aleksej Schön von Circus of Now, die das Stage Design und Visual Design kreieren, die neue Show 'Yma - zu schön, um wahr zu sein' vor.
 
"Auf der größten Theaterbühne der Welt wird ein großes Ding ausgebrütet", eröffnete Dr. Berndt Schmidt, der auch als Produzent der neuen Show ist, sein Statement. "Wer großen Erfolg will, muss mutig sein und ein entsprechendes Risiko eingehen. Mit Yma legen wir im Vergleich zur großen Erfolgsshow Qi noch einmal eine ordentliche Schippe drauf. Für diese Show haben wir am Friedrichstadt-Palast den größten Produktionsetat frei gegeben, den es je gab. Wir investieren damit direkt in das schlagende Herz dieses Theaters: seine Bühnenproduktionen."


YMA
v.l.n.r.: Aleksej Schoen, Dr. Berndt Schmidt, Michael Michalsky, Roland Welke, Jürgen Nass

Foto: eventpress / Radke

Jürgen Nass erklärt das Besondere des Show-Konzept: "Yma wird innovativ, provokativ, waghalsig, sexy, modern und verwegen." Roland Welke ergänzte: "Wir wollen in dieser Show Grenzen austesten, verschieben, überraschen und verblüffen." "Ich habe mir den Luxus gegönnt, die Kostüme so zu machen, wie ich sie gerne sehen würde, wenn ich in den Friedrichstadt-Palast besuche", schwärmte Michael Michalsky, der über 500 Kostüme kreiert: "Bei Yma heben wir visuell und ästhetisch die Grenzen zwischen Skulpturalem, Choregographischen und Darstellerischem auf." Dies gilt auch für das Bühnen-Design, für das Aleksej Schön mit seiner Berliner Kreativschmiede Circus of Now verantwortlich zeichnet: "Wir gehen weg vom klassischem Theaterbühnenbild. Der Raum wird permanenter Verwandlung unterworfen. Die Frontalpräsentation auf der Bühne wird in eine echte Dreidimensionalität des Geschehens aufgelöst. Ich verspreche: Wir werden bei Yma den Raum neu definieren und mit optischer Täuschung das Gefühl der Tiefe verändern."

In Yma (gesprochen: Ima) geht es um besondere Momente aus dem Leben der fiktiven Bühnenfigur Yma, einer umwerfend schönen, sympathischen und sehr unkonventionellen Frau. Yma führt die Zuschauer mit Stil und Humor durch ihre Welt der Verführung, der ästhetischen Provokation und des kultivierten Wahnsinns. Die Rolle der Yma wird von einem Mann gespielt. Schmidt: "Wir schaffen hier am Haus Bühnenillusionen, herrliche Illusionen. Da kann dann doch auch die Yma ein Bild von einer wunderschönen Frau sein - wie alles am Friedrichstadt-Palast: einfach zu schön, um wahr zu sein. Dieses Spiel mit der Wahrnehmung ist einerseits eine große Bühnenkunst, andererseits aber auch eine Allegorie der Toleranz, denn wenn das eine, in anderem Lichte betrachtet, auch das andere sein kann, kommt man mit Vorurteilen nicht weit. Und dass die Leute uns wieder darin vertrauen, dass wir die graue Realität komplett vor der Saaltür lassen, zeigt der momentane Ticketverkauf. Bereits jetzt - vier Monate vor der Premiere - sind mehr als 35.000 Karten weg. So gut waren wir bei Qi zum gleichen Zeitpunkt nicht." [© Friedrichstadt-Palast]

www.palast.berlin

Friedrichstadt-Palast Berlin: Qi – eine Palast-Phantasie

Uraufführung: 9. Oktober 2008 (Berlin, Friedrichstadt-Palast)
Derniere: 13. Juni 2010

Idee: Conny K. Porod
Buch: Jürgen Nass und Roland Welke
Musik: Frank Nimsgern
Musikalische Leitung: Detlef Klemm
Choreographie: Sean Cheesman, Danny Costello, Maik Damboldt, Alla Duhova, Patrick King & Johan Silverhult
Bühnenbild: Heinz Hauser
Videoproduktion: Timo Schierhorn
Kostüm: Stephan Bolz, Galina Kiktev
Maske: Peter Bänisch, Antje Potthast
Lichtgestaltung: Olaf Eichler, Andreas Stübler
Solistin: Katja Berg
Artistik: Steve Wheeler („Magic On Ice“), Victor Kee (Jonglerie), Flying Cranes (Flug-Trapez), 2 Men - Patrick King & Johan King-Silverhult (Tanzperformance)

Vita Katja Berg
Katja Berg begann 1996 ihr Studium in Gesang, Tanz und Schauspiel an der Hochschule der Künste in Berlin, die sie im Jahr 2000 mit einer „ausgezeichneten“ Diplomarbeit abschloss. Bereits während ihres Studiums schnupperte die gebürtige Thüringerin Theaterluft. Sie sammelte vielseitige Erfahrungen als Sängerin und Tänzerin in verschiedenen Showproduktionen und gastierte unter anderem in der Musikhalle Hamburg, im Schauspielhaus Berlin und hatte Auftritte für die ARD, ZDF, RTL und Premiere World. Die junge Künstlerin erhielt im Rahmen renommierter Gesangswettbewerbe mehrere Auszeichnungen wie zum Beispiel den ersten Preis beim „Bundeswettbewerb Gesang Berlin“, 2001 und den „Debüt in Meran“ 2002, einem internationalen Gesangswettbewerb in Merano/Italien.
Katja Bergspielte 2001/2002 in der Inszenierung der Vereinigten Bühne Wien im Musical „Hair“ in Bremen mit und war in der Hauptrolle der Sheila im Musical „Hair“ bei den Schlossfestspielen Ettlingen zu sehen. Sie interpretierte als Erstbesetzung den Part der Sophie, eine der weiblichen Hauptrollen in der neuen Musicalkomödie „Mama Mia – das Musical mit den Hits von ABBA“.
Basierend auf dem Drehbuch des gleichnamigen Hollywoodfilmes verkörperte sie die Hauptrolle der Sally im Musical „Harry & Sally“ die der Sharona in „Freak Out“ in Hamburg. Mit ihrer vier Oktaven umfassender Stimme begeisterte sie als witzig skurrile Hexe Clony in der PopRevue „Hexen“ im Friedrichstadt-Palast Berlin sowie als naiv leidenschaftliche Charity Hope Valentine im Bob Fosse-Musicalhit „Sweet Charity“ im Theater Kiel. 2006 verkörperte sie die Rolle der schicksalhaften Rosemarie Nitribitt in „Das Mädchen Rosemarie“ in Paderborn, die kokette Lilian Cossmann in „Die Drei Von Der Tankstelle“ in Berlin, als auch auf den Freilichtspielen Tecklenburg die Rolle der komödiantisch fiesen Wirtsfrau Mmd. Thenardier in „Les Miserables“. 2006/2007 spielte sie die Rolle der Magda in „Tanz der Vampire“ im Theater des Westens in Berlin. Katja rockt bis zu ihrem Engagement am Friedrichstadt-Palast als Erstbesetzung den Part der frechen Göre Scaramouche im Queen-Erfolgsmusical „We Will Rock You“ im Musicaldome Köln.

Vita Mikos
Mikos (russisch für Komik) sind eine einzigartige Erscheinung: Sergej Davidov, Nikolai Bereza, Mikhail Usov und Sergej Ivanov bilden das russische Quartett. Die vier Individualisten ordnen sich der klassischen Idee einer Komik-Formation unter, ohne dabei die eigenen Charaktere aufzugeben. Mit absurdem Humor und einem Wechselspiel von Imagination, Intuition und visueller Darstellung faszinieren Mikos die Zuschauer. Sie paaren Melancholie und Poesie mit schriller Komik und führen damit beste Komik-Tradition fort. Mikos sind Charakterköpfe, die dem Zuschauer ins Herz grinsen, flehen, staunen und kichern. Sie zaubern poetische Bilder auf die Bühne und erzählen von den kleinen Pannen des Lebens. Es ist die Komik des Absurden, die Komödie des Einfachen, die Dramaturgie des Genialen, die aus der vierköpfigen Pantomimen-Gruppe eine theatralische Einheit macht und homerisches Gelächter provoziert. Das Ergebnis: eine fröhliche Metapher zur Besinnung und zum Lachen.
Das russische Quartett steht zwischen Überlieferung und Aufbruch: Ihre Rollenverteilung ist zwar klassisch, doch verbinden Mikos die alte Komik-Schule mit modernen Elementen des absurden Theaters. Die vier Charakterköpfe schöpfen aus dem vollen Leben und zeigen eine wundersamen Mischung aus leiser Melancholie, schriller Komik und artistischem Klamauk, womit sie klar machen, dass es kein Lachen ohne Weinen gibt.

Vita Steve Wheeler
Steve Wheeler, der Star und Schöpfer der Eisrevue „Magic On Ice“, zählt zu den weltbesten Eislauf-Illusionisten. Er konnte bis heute mehr als zehn Millionen Menschen in über 200 Städten auf der ganzen Welt mit seiner Show verzaubern. Steve begann mit zehn Jahren die darstellende Zauberei. Im Alter von 14 Jahren erhielt er für seine Leistungen die Anerkennung von der Gesellschaft amerikanischer Magier. Nach einigen Jahren der Theaterstudien am weltbekannten Old Globe Theater und aufwändiger Ausbildung mit den besten Eiskunstlauftrainern der Welt performte Wheeler das erste Mal 1982 in Tokio, Japan.
Nach seinem Engagement in Asien reiste Wheeler in acht Jahren durch ganz Nordamerika, in Begleitung der weltberühmten Ice Capades. Zu dieser Zeit trat Wheeler mit der Schauspielerin Alyssa Milano und der olympischen Goldmedaillen-Trägerin Robin Cousins in der Sendung „Meister der Illusionen“ auf. 1990 wurde Wheeler Mitproduzent von „Magic On Ice“ in Kalifornien. Es folgte die „Magic On Ice“-Tour. 1999 entstand schließlich die Steve Wheeler Productions, INC., ein Zusammenschluss der kreativsten Designer, Regisseure, Künstler und Techniker im heutigen Entertainmentbereich.

Im Jahr 2000 startete Wheeler das NBC television network Spezial „Starskates Magic“. Dieses einzigartige Programm gestaltete Wheeler mit der Olympia Goldmedaillen Gewinnerin Kristi Yamaguchi und Weltmeister Rosalynn Sumners. Steves innovative Illusionsdesigns und einzigartige Darbietungskünste wurden von Kritikern gefeiert. Die New York Post bezeichnete Wheelers Eisillusionen als „großartig und verblüffend“. Die Variety erklärte „Magic On Ice“ zu einem „Hit“.

Vita The Flying Cranes
Vilen Golovko ist der kreative Leiter der Flying Cranes. Ein Mann voller Talente, einer Schar von Titeln und Auszeichnungen. Golvko produziert und führt unter anderem Regie: dies beinhaltet den Trapezakt im Cirque du Soleil’s „Mystere“, den Shows für das USSR-Festival in Indien und einer Auswahl von nationalen und internationalen Darbietungen. Die Flying Cranes, Inc., entwickelten immer wieder neue Showideen in einem ständig andauernden, kreativen Entwicklungsprozess. Sie kombinieren Elemente aus Ballett, traditionelles Trapezkunst, zeitgemäßer Choreographie und klassischem Theater. So wird jeder Auftritt zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Der Flying Cranes Trapezakt wurde schon bei vielen internationalen Wettbewerben für ihre Leistungen auf dem Trapez ausgezeichnet. So erhielten sie bei dem angesehenen Wettbewerb in Genua und beim Internationalen Zirkusfestival in Monte Carlo den „GoldenClown“. Besonders hervorgehoben wurden die Flying Cranes in dem Magazin „20/20“, moderiert von Barbara Walters auf dem Fernsehsender ABC.

Vita Victor Kee
Victor Kee kam in der Ukraine als Sohn einer Tänzerin und eines Musikers zur Welt. Mit sechs Jahren nahm ihn sein älterer Bruder ihn in die dortige Zirkusschule mit. Dort lernte er seinen Lehrer Alex Gruzin kennen, der bis heute eine bedeutende Inspiration für Victor ist. Er brachte Victor Akrobatik, Seiltanz, die Zauberei und das Jonglieren bei. Es war aber mehr als nur die Technik, die er von ihm erlernte: Es war die Liebe für die Zirkuskunst, die sein Leben bestimmen sollte. Victor fokussierte sich zu dieser Zeit immer mehr auf das Jonglieren. 1989 besuchte er die Zirkusschule in Kiwv, in der er eine vierjährige, hoch spezialisierte Ausbildung erhielt.
Victors Stil zog die Blicke des berühmten Choreographen Nikolay Baranov auf sich und so entwickelten sie innerhalb von drei Jahren eine Aufführung, die in der Welt des Jonglierens einzigartig war. Mit nur drei Bällen verband Victor das Jonglieren mit Akrobatik, Schauspielkunst und Tanz.
1994 nahm seine Karriere Fahrt auf, als er die Silbermedaille beim 17. internationalen Zirkusfestival „Cirque de Demain“ in Paris erhielt. Er arbeitete nun er auf der ganzen Welt: Moulin Rouge in Paris, Friedrichstadt-Palast in Berlin, Pomp Duck & Circumstance in New York, Le Mirage in Las Vegas, Lido de Paris in Paris, MGM Grand in Las Vegas, Royal Albert Hall in London und in "Dralion" des Cirque du Soleil. Victor Kee perfektionierte seinen Auftritt, bis dieser als reinste Form der Kunst wahrgenommen wurde. Kontrolle, Schrittsteuerung und die Beherrschung über den Körper und die Requisiten hypnotisieren sein Publikum. 2003 gewann Viktor Kee dann einen Silbernen Clown bei 27. Internationalem Zirkusfestival in Monte Carlo.

Vita 2Men
2Men – das sind die renommierten Tänzer und Choreographen Johan King Silverhult und Patrick King. Johan King Silverhult absolvierte seine klassische Tanzausbildung unter anderem an der Royal Swedish Ballet School und kann auf ein Resümee von höchster internationaler Bedeutung zurückblicken. Für seine Leistungen erhielt der Schwede Beifall aus den weltweit berühmtesten Theatern. Er arbeitete bereits mit Größen zusammen wie Ohad Naharin, William Forsythe, Jiri Kylian, John Neumeier und Carolyn Carlson.
Patrick King absolvierte ebenfalls seine klassische Tanzausbildung an den renommiertesten Tanzschulen und konnte weltweite Erfolge feiern. Der von den Westindischen Inseln stammende Star-Choreograph befasste sich in seiner künstlerischen Laufbahn mit einem breiten Spektrum von Tanzstilen, die von klassischem Ballet über Stepptanz und American Jazz bis hin zu afrikanischen und Ost-Indischen Tänzen reichen. Er tourte durch die USA und Europa und arbeitete mit Größen wie Mats Ek, Louis Falco, Nacho Duato, Christopher Bruce, Agnes Letestu, William Forsythe und Jean-Pierre Perreault zusammen. Gemeinsam standen Johan und Patrick bereits in der Produktion "Zumanity" des Cirque du Soleil in Las Vegas auf der Bühne wie auch in "Belle et Fou – Das Spiel mit der Lust" in Berlin. Sie eröffneten "Rome Fashion Week" für Gai Mattiolo mit Naomi Campbell in Rom, traten bei der Biennale in Venedig auf und erhielten den Ehrenpreis der Jury beim "Concour de Paris".

www.palast.berlin

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