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Oper

Bregenzer Festspiele 2018 und Kunstsinniges Vorarlberg 

Highlights und Raritäten in der Saison 2017/2018

Klassik, Oper und Tanz im Internet und im Kino

Oper Frankfurt: Die Liederabende

Oper- & Musiktheater-Infoseiten:

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A
Admeto - König König von Thessalien

Adriana Lecouvreur

ägyptische Helena, Die

Africaine, L - Vasco da Gama

Aida

Agrippina

Albert Herring

Alceste

Alcina

Amico Fritz, L´

An unserem Fluss

Angels in America

Anna Bolena

Arabella

ARGO

Ariadne auf Naxos

Ariane et Barbe-Bleue

Ariodante

Armide

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny

Aus einem Totenhaus

Ausflüge des Herrn Brouček, Die


B

Bajazzo, Der

Bajazzo 2.0

Barabas-Dialoge

Barbarbiere di Siviglia, Il

Beatrice Cenci

Betulia Liberata

La bianca notte

Billy Budd

Bohème, La

Boris Godunow

Brokeback Mountain


C

Caligula

Calisto, La

cantatrici villane, Le

Capriccio

Cardillac

Carmen

Castor et Pollux

Cavalleria rusticana

Cenerentola, La

Chief Joseph

Child Dreams, The

Chowanschtschina

Clemenza di Tito, La

Cosi fan tutte

Curlew River


D

damnation de Faust, La

Daphne

Death in Venice

Delusion of the Fury

Dialogues des Carmélites

Dido and Aeneas

diebische Elster, Die

Diktator, Der

Dionysos

Dom Sébastien, Roi de Portugal

Don Carlo

Don Pasquale

Don Giovanni

Drei Frauen

Drei Einakter

Drei Rätsel, Die

Drei Schwestern

Due Timidi, I


E

Edgar

EIn Leben für denZaren (Iwan Sussanin)

Ein Sommernachtstraum

Elegie für junge Liebende

Elektra

Emilia di Liverpool

Enrico

Entführung aus dem Serail, Die

Erwin, das Naturtalent

Esclarmonde

espace dernier, L’

Ernani

Eugen Onegin

Europeras 1&2

Euryanthe 

Evangelienmann, Der

Ezio


F

Falstaff

fanciulla del West, La

Faust (Gounod)

Faust, Dr. (Busoni)

Faust II

Fausta

Faustus the last night

Favorite, La

Feen, Die

Ferne Klang, Der

Fidelio

Finta giardiniera, La

Finta simplice, La

Flavius Bertaridus, König der Langobarden

fliegende Holländer, Der

Florentiner Hut, Der

Forza Del Destino, La

Fräulein Julie

Frau ohne Schatten, Die

Frauenorchester von Auschwitz, Das

Freischütz, Der


G

Gehetzten, Die

Gerusalemme liberata, La

Geschichte vom Soldaten

Gespenstersonate, Die

Gezeichneten, Die

Giasone

Giuditta, La

Giulio Cesare in Egitto

goldene Drache, Der

goldene Hahn, Der

Golem, Der

Götterdämmerung

Grand Macabre, Le

Greek Passion, The

Guillaume Tell


H

Hänsel und Gretel 

Hamlet

Helges Leben

Herz, Das

Herzog Blaubarts Burg

Hexe Hillary geht in die Oper

Hochzeit des Figaro, Die

Hoffmanns Erzählungen

Holzschiff, Das

Huguenots, Le (Die Hugenotten)


I

Idiot, Der

Idomeneo

Into the Little Hill

Invisible, L

Iphigenie auf Tauris

Iris

Irrelohe

Italienerin in Algier, Die


J

Jahrmarkt von Sorotschinzi, Der

Jeanne d’Arc au bûcher

Jenufa

Jephta

Jonny spielt auf

Joseph Süß

Julietta

Julius Cäsar


K

Der Kaiser von Atlantis

Karneval der Tiere

Katja Kabanová

Kein Ort.Nirgends 

King Arthur

König Kandaules

König Roger

Königskinder

Krönung der Poppea, Die

Kullvervo

kurze Leben, Das


L

Lady Macbeth von Mzensk

Lakmé

Landschaft mit entfernten Verwandten

Lear

Liebe der Danae, Die

Liebe zu den drei Orangen Die

Liebestrank, Der

Liebesverbot, Das

Lohengrin (Wagner)


Lohengrin (Sciarrino)

Lolita

Lore Lay

Love and Other Demons

Lovesicks

Lucia di Lammermoor

Lulu

Lunea

Lustigen Weiber von Windsor, Die 

M
Macbeth (Bloch / Sciarrino / Verdi)

Madame Butterfly

Mädchen mit den Schwefelhölzern, Das
 
ManonLescaut

Maria

Maria de Buenos Aires

Maria Stuarda

Martha

Maskenball, Ein

Mathis der Maler

Mazeppa

Medea

Médée

Medium, Das

Meister und  Margarita, Der

Meistersinger von Nürnberg

Mefistofele

menschliche Stimme, Die

Messiah

Midsummer Night's Dream, A

Mieter, Der

Mikropolis

Mooshammeroper

Mosè in Egitto

Moses und Pharao

Moses und Aron

Mozart und Salieri

Muette de Portici, La

Murder in the Cathedral


N

Nabucco

Nacht

Nase, Die

Nerone

Neunzehnhundert

Niemandsland

Nijinskys Tagebuch

Norma


O

Oberon

Oberto

Oedipe

Offene Wunden

Oracolo L´

Oreste

Orlando (Händel)

Orlando Furioso

Orontea, L´

Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe

Orpheus und Eurydike

Oskar und die Groschenbande

Otello

Owen Wingrave


P

Palestrina

Paradies und die Peri, Das

Paradise Reloaded

Parsifal

Passagierin, Die

Pelléas et Mélisande

Penthelisea

Perelà

Perlenfischer, Die

Peter Grimes

Piero – Ende der Nacht

Pimpinone

Pinocchio

Pinoccios Abenteuer

Pique Dame

Platée

Pollicino

Porgy and Bess

Il prigioniero (Der Gefangene)

Prinz von Homburg, Der

Prometeo

Prometheus

Proserpina

Prozess, Der

Pym


Q

Quai West


R

Radamisto

Räuber, Die

Rake´s Progress, The

Rape of Lucretia, The

Rheingold, Das

Rienzi

Rigoletto

Rinaldo

Ritorno d´Ulisse in Patria, Il

Roberto Devereux

Rondine, La

Romeo und Julia auf dem Dorfe

Rosenkavalier, Der 

Rusalka

Ruslan und Ludmila


S

Die Sache Makropulos

Salome

Salvator Rosa

Sandmann, Der

Saul

Schlaue Füchslein, Das

Schmied von Gent, Der

Schneewitte

Schöne Müllerin, Die

schweigsame Frau, Die

Semele

Siegfried

Simone Boccanegra

Simplicius Simplicissimus

Sirenen

sizilianische Vesper, Die

Soldaten, Die

Solaris

Sonnambula, La

South Pole

Spanische Stunde, Die

Spiel von Seele und Körper. Das

Spieler, Der

Spuren der Verirrten

Stiffelio

Superflumina

Swanhunter


T

Tagebuch der Anne Frank, Das

Tamerlano 

Tannhäuser

Tempest, The

Templario, Il

Teseo

Theseus

Through Roses

Tiefland

Tilimbom

Tosca

tote Stadt, Die

Tragödie des Teufels, Die

Traviata, La

Tristan und Isolde

Trittico, Il

Die Trojaner

Trovatore, Il (Der Trubador)

Türke in Italien, Der (Il turco in Italia)

Turandot

Turn of the Screw, the


U

Unsichtbar Land

Unter der großen Sonne von Liebe beladen


V

Vanessa

Vasco da Gama

Verkaufte Braut, Die

Viaggio a Reims, Il

Villi, Le

Viva la Mamma!

Voix Humaine, La

Volo di notte (Nachtflug)

Voyage, The


W

Waffenschmied, Der

Walküre, Die

Wally, La

Wasser

Werther

Wildschütz, Der

Wintery Spring, A

Wozzeck


X
Xerxes


Z

Zar und Zimmermann

Zarathustra

Zarenbraut, Die

Zauberflöte, Die

Oper Frankfurt, die Liederabende der Saison 2018/2019:

Jubiläumskonzert 10 Jahre Opernstudio der Oper Frankfurt, Dienstag, 4. September 18
(im Opernhaus, Vorverkauf ab 25. Juni 18)

Günther Groissböck (Bass), Malcolm Martineau (Klavier): 11. September 18 (im Opernhaus)

Günther Groissboeck
Günther Groissboeck

© Erich Reismann

Dass »die Kunst da beginnt, wo sich die körperliche Arbeit mit der Seele verbindet«, ist keine leere Behauptung. Der Bass Günther Groissböck stellt seine Äußerung mit jedem seiner zahlreichen weltweiten Opern- und Konzertauftritte immer wieder aufs Neue unter Beweis. Seine Nominierung für den renommierten International Opera Award 2018 ist ein weiterer Beleg dafür. An der Oper Frankfurt gibt der gebürtige Niederösterreicher — ehemaliges Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper und des Opernhauses Zürich — seinen Einstand mit einem Liederabend, zeigt sich also gleich ganz direkt, ohne Kostüm und Maske, ohne die Begleitung eines großen Orchesters. Bei einem Blick in den Terminkalender des Basses scheint das Recital wie ein kurzes Luftholen zwischen den vielen Kostümwechseln dieses Jahres, in dem die Wagner-Partien überwiegen: Auf Hermann Landgraf von Thüringen (Tannhäuser) an der Deutschen Oper Berlin, König Marke (Tristan und Isolde) an der Nationale Opera Amsterdam, Daland (Der fliegende Holländer) an der Hamburgischen Staatsoper und bei den Pfingstfestspielen Baden-Baden, Gurnemanz (Parsifal) an der Opéra National de Paris und Heinrich der Vogler (Lohengrin) an der Wiener Staatsoper folgt Fasolt (Das Rheingold) am Royal Opera House Covent Garden in London und an der Metropolitan Opera in New York, wohin er 2018/19 auch als Alter Hebräer (Samson e Dalila) und Hunding (Die Walküre) zurückkehrt.

Soiree des Opernstudios der Oper Frankfurt, Montag, 12. November 18 (Holzfoyer)

Hanna-Elisabeth Müller (Sopran), Juliane Ruf (Klavier): 20. November 18 (im Opernhaus)
Mit ihrem sensationellen Debüt als Zdenka in Richard Strauss’ Arabella bei den Salzburger Osterfestspielen erlebte Hanna-Elisabeth Müller ihren internationalen Durchbruch und wurde von der Zeitschrift Opernwelt als Nachwuchskünstlerin des Jahres ausgezeichnet. In dieser Partie war sie kurz darauf auch an der Semperoper in Dresden und bei den Münchner Opernfestspielen zu erleben. Als Sophie gab sie 2015 in einer Neuinszenierung von Strauss’ Der Rosenkavalier in Amsterdam ihr Rollendebüt. 2017 begann für Hanna-Elisabeth Müller mit einem spektakulären Auftritt als Einspringerin bei den Eröffnungskonzerten der Hamburger Elbphilharmonie mit Beethovens 9. Sinfonie. 2017/18 war die junge Sopranistin u.a. bei den Berliner Philharmonikern unter Yannick Nézet-Séguin zu Gast. Die Grundlagen der steilen Karriere von Hanna-Elisabeth Müller wurden im Liedgesang gelegt. Es bedeutete ihr ein sicheres Terrain im Rahmen einer hervorragenden Ausbildung bei Rudolf Piernay in Mannheim. Mit ihrer festen Klavierpartnerin Juliane Ruf tritt sie regelmäßig in wichtigen Liedzentren wie beim Heidelberger Frühling, in der Kölner Philharmonie, im De Singel Antwerpen und beim Festival Rheinvokal auf. An der Oper Frankfurt debütiert sie u.a. mit Liedern ihrer ersten Solo-CD Traumgekrönt von Richard Strauss, Alban Berg und Arnold Schönberg.

Luca Salsi (Bariton), Beatrice Benzi (Klavier): 18. Dezember 18 (im Opernhaus)
Luca Salsi hat Operngeschichte geschrieben. Eines Tages stand er gleich für zwei Hauptpartien auf der Bühne der Metropolitan Opera in New York. Dass der italienische Bariton Nerven aus Stahl hat, weiß die Opernwelt spätestens seit seinem fulminanten Einspringen für den erkrankten Plácido Domingo als Don Carlo in Verdis Ernani im Jahr 2015: Nur eine halbe Stunde nach dem Anruf des Opernhauses stand Luca Salsi, ohne nochmals einen Blick in die Noten geworfen zu haben, im Don Carlo-Kostüm einer ihm völlig unbekannten Inszenierung auf der Bühne. Und das, obwohl er dort noch am selben Tag seinen eigenen Auftritt als Enrico in Lucia di Lammermoor zu absolvieren hatte. Nun wird der auf den wichtigsten internationalen Opern- und Festspielbühnen gern gesehene Gast für sein Debüt an der Oper Frankfurt seine Fähigkeit zur haarscharfen Charakterzeichnung in die wohl intimste Form des Konzertes einfließen lassen und mit seinem vielfarbigen, vollen Bariton nicht Helden oder Bösewichten eine Stimme geben, sondern Liedern Leben einhauchen.

Ludovic Tézier (Bariton), Maria Prinz (Klavier): 22. Januar 19 (im Opernhaus)
»Ein Tenor bist du sicher nicht, aber du könntest ein guter Bariton werden.« Mit dieser weisen Voraussicht ließ die Gesangslehrerin den Parsifal-Traum ihres Schülers zerplatzen. In dem Wunsch Sänger zu werden, ließ sich der junge Ludovic Tézier jedoch nicht verunsichern. Seit seinem ersten Opernerlebnis in Marseille zählt Parsifal zu den Lieblingsopern des Franzosen — auch wenn er die Titelpartie wohl nie singen wird. Vor allem aber ist er einer der international begehrtesten Verdi-Interpreten. Seine Paraderollen wie Rigoletto, Rodrigo (Don Carlo), Iago (Otello), Don Carlo di Vargas (La forza del destino) und zuletzt Simon Boccanegra führen ihn an die bedeutenden Bühnen der Opernwelt — seine Interpretationen in Werken von Mozart, Donizetti, Tschaikowski und Puccini sind jedoch nicht minder geschätzt. Eine lyrische Tenor-Partie hat er aber doch im Repertoire: Massenet’s Werther — allerdings in der Fassung für Bariton. Im Bereich des Kunstliedes spielen die Stimmfachgrenzen eine weit geringere Rolle. So lässt uns Ludovic Tézier bei seinem Debüt an der Oper Frankfurt mit seinem warmen, geschmeidigen und fokussierten Bariton vielleicht auch die ein oder andere Nummer hören, die ursprünglich für die hohe Männerstimme komponiert wurde.

Stéphanie d'Oustrac (Mezzosopran), Pascal Jourdan (Klavier): 26. März 19 (im Opernhaus)
Mut und Enthusiasmus sind die zwei wesentlichen Ingredienzien, die es laut Stéphanie d’Oustrac braucht, um sich immer wieder neu auf das Bühnenleben der unterschiedlichsten Figuren einzulassen. Ob Bizets Carmen, Mozarts Sesto, Berlioz’ Béatrice, Charpentiers Médée, Debussys Mélisande oder Massenets Charlotte — die Französin mit dem strahlenden Lächeln legt ihre ganze Passion in ihren warmen Mezzosopran, um eine glaubhafte, einzigartige Verkörperung zu erreichen. An Bühnen wie der Pariser Opéra National, der Mailänder Scala, dem Opernhaus Zürich, La Monnaie in Brüssel, dem Teatro Real in Madrid oder der Nationale Opera Amsterdam sowie bei den Festivals in Salzburg, Glyndebourne und Aix-en-Provence beeindruckt Stéphanie d’Oustrac ebenso mit ihrer intensiven Darstellung. Von William Christie entdeckt und gefördert, verbindet sie auf dem Gebiet der Barockmusik eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Dirigenten und seinen Arts Florissants. Die Liebe zu ihrer Muttersprache und zur Poesie lebt sie im französischen Kunstlied aus. Dort fühlt Stéphanie d'Oustrac sich wie eine Goldschmiedin, die an den Mélodies von Debussy, Duparc oder Fauré so lange feilt, bis sie schimmern und glänzen. Seit beinahe zwanzig Jahren ist der Pianist Pascal Jourdan ihr Partner beim Ziselieren der musikalischen Juwelen. Für ihr Debüt an der Oper Frankfurt haben sie sicher ein paar Schätze aus ihrem gemeinsamen Album Invitation au voyage dabei.

Soiree des Opernstudios der Oper Frankfurt, Dienstag, 9. April 19 (Holzfoyer)

Edita Gruberová (Sopran), Peter Valentovic (Klavier): 23. April 19 (im Opernhaus)

Edita Gruberova
Edita Gruberova
© Lukas Beck

Mit den schwierigsten Partien des Belcanto hat sie sich in die Herzen des Publikums gesungen: Edita Gruberová gilt seit den 1960er Jahren als »Wunder« in der internationalen Opernwelt. Mit der intensiven, leidenschaftlichen Gestaltung ihrer Rollenporträts hat sich die aus Bratislava stammende Sängerin von der slowakischen Provinz in die ersten Häuser »gesungen«. Sie hat Maßstäbe gesetzt: Gefürchtete Koloraturpartien wurden zu Markenzeichen, ihre Interpretationen hat Generationen von Fans sowie Kritiker begeistert. Als »Königin des Belcanto« oder als »Slowakische Nachtigall« wurde sie gefeiert, die Süddeutsche Zeitung erfand sogar den Titel »Primadonna assoluterova« für sie. Ihre Auftritte in Werken von Donizetti wie Lucia di Lammermoor, Anna Bolena, Maria Stuarda oder Roberto Devereux gelten als ebenso unerreicht wie ihre Zerbinetta in Ariadne auf Naxos. Mit ihren Partien und Liederabenden möchte Edita Gruberová »weit über die Bühne hinaus wirken«. Ihre Popularität hat sie stets genutzt, um selten gespielte Werke neu zu entdecken. Nach ihrem ersten umjubelten Liederabend an der Oper Frankfurt 2015 kehrt eine glänzende Diva unserer Zeit mit einem neuen Programm zurück.

Michael Porter (Tenor), Axel Bauni (Klavier): 07. Mai 19 (im Opernhaus)

Michael Porter
Michael Porter
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Seit 2015 ist der amerikanische Tenor Ensemblemitglied der Oper Frankfurt, nachdem er hier zuvor das Opernstudio absolviert hat. Schon während seiner Ausbildung in Indiana war er Intendant Bernd Loebe bei einem Vorsingen aufgefallen. Mittlerweile hat Michael Porter sich ein breites Repertoire erarbeitet. Mozart-Rollen wie Pedrillo, Ferrando und Ottavio gehören ebenso dazu wie Remendado (Carmen), Steuermann (Der fliegende Holländer) und Brighella (Ariadne auf Naxos). Im Barock-Repertoire ist er in Dido and Aeneas zu erleben gewesen und als Mose in Zelenkas Il serpente di bronzo. In der Uraufführung von Arnulf Herrmanns Der Mieter wirkte er ebenso mit wie in Tonguecat, das bei den Münchner Opernfestspielen uraufgeführt wurde. Als besonders klangschön ist seine Interpretation des Matrosenliedes in Erinnerung, das er als Hylas in Berlioz’ Les Troyens sang. Eine persönliche Vorliebe hat Michael Porter für die Musik von Benjamin Britten, in dessen Billy Budd er als Novice auftrat. Britten darf auch im Programm des Liederabends nicht fehlen. Wer Michael Porter im Holzfoyer mit Ralph Vaughan Williams’ On Wenlock Edge erlebt hat, wird sich auf seinen Liederabend im Großen Haus freuen.

Michael Spyres (Tenor), Mathieu Pordoy (Klavier): 18. Juni 19 (im Opernhaus)

Michael Spyres
Michael Spyres
© Marco Borelli

Als Vasco da Gama (L'Africaine) hat er bei seinem Debüt an der Oper Frankfurt im Februar 2018 nicht nur ferne Welten erobert, sondern auch die Herzen des Publikums: Der amerikanische Tenor ist einer der Wenigen, die die schwierige Partie bewältigen. Und wie! Von der New Yorker Met, der Wiener Staatsoper, der Opéra National de Paris und dem Royal Opera House Covent Garden in London bis zu den Münchner Opernfestspielen: Michael Spyres ist auf den großen Bühnen der Welt zu Hause. In seinem Liederabend beweist er Neugierde auf das nicht ganz so Bekannte. Unter dem Stichwort »Foreign Affairs« versammelt er Liedkompositionen auf Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Norwegisch, Russisch und Jiddisch, in denen ein Text, eine Figur oder ein Sujet Länder- und Sprachgrenzen hinter sich gelassen hat. Ein englisches Volkslied von Haydn gehört ebenso dazu wie Berlioz’ französische Version von Goethes Fischer. Mit Rossini besingt er Romeo, mit Tschaikowski Don Juan und mit Verdi den Exilanten. Der jüdisch-amerikanische Komponist Leo Low ist ebenso vertreten wie der Musicalsong All the Things You Are von Jerome Kern. Eine willkommene Gelegenheit für den Ausnahmetenor, seine Vielseitigkeit auch im Liedgesang unter Beweis zu stellen!

© Oper Frankfurt

 www.oper-frankfurt.de

Ausgewählte Highlights und Raritäten in der Saison 2017/2018:
 

September 17:
02.09.17: Der junge Lord (Henze), Staatsoper Hannover
16.09.17: Schönerland (Eichberg), Staatstheater Wiesbaden
16.09.17: Die Gezeichneten (Schreker), Theater St. Gallen
16.09.17: Surrogate Cities (Goebbels) / Götterdämmerung (Wagner), Oper Wuppertal
23.09.17: Die Faschingsfee (Kálmán), Theater Mönchengladbach
23.09.17: Die Welt auf dem Monde (Haydn), Landestheater Niederbayern (Passau)
29.09.17: Le Grand Macabre (Ligeti), Meininger Staatstheater

Oktober 17:
08.10.17: Die Trojaner (Berlioz), Staatstheater Nürnberg
27.10.17: Satyagraha (Glass), Komische Oper Berlin
28.10.17: Man wird ja nur einmal geboren (Lortzing), Landestheater Niederbayern (Passau)

November 17:
03.11.17: Marie und Robert (Meier/Schneider), Theater Biel (CH) * Uraufführung *
12.11.17: Der Mieter (Herrmann), Oper Frankfurt (Bockenheimer Depot) * Uraufführung *
18.11.17: Salome (Strauss) Staatsoper Hannover
29.11.17: Mitridate (Porpora), Theater Heidelberg im Rokokotheater Schloss Schwetzingen * Deutsche Erstaufführung *

Dezember 17:
02.12.17: Der Traum von dir (Dayer), Opernhaus Zürich (Studiobühne) * Uraufführung *
09.12.17: Kunst muss (zu weit gehen) oder Der Engel schwieg (Oehring), Oper Köln
09.12.17: Messe in h-Moll (Bach), Theater Regensburg

Januar 18
13.01.18: Benzin (von Reznicek), Theater Bielefeld
20.01.18: Dantons Tod (von Einem), Theater Magdeburg
21.01.18: Enrico (Trojahn), Oper Frankfurt
21.01.18: Die Gezeichneten (Schreker), Komische Oper Berlin
25.01.18: Julie (Boesman), Meininger Staatstheater
27.01.18: Die Banalität der Liebe (Milch-Sheriff), Theater Regensburg

Februar 18
02.02.18: Die Geschichte vom Soldaten (Strawinsky), Landestheater Coburg
02.02.18: Siroe (Hasse), Oldenburgisches Staatstheater
03.02.18: Der Konsul (Menotti), Tiroler Landestheater Innsbruck
03.02.18: Prima Donna (Wainwright), Theater Augsburg (martini-Park) * Deutsche Erstaufführung *
03.02.18: Ritter Roland (Haydn), Theater Hagen
04.02.18: Jephtha (Händel); Staatstheater Wiesbaden
09.02.18: Powder her Face (Adés), Landestheater Detmold
22.02.18: A Wintery Spring (Haddad) / Il serpente di bronzo (Zelenka), Oper Frankfurt (Bockenheimer Depot) * Uraufführung *
24.02.18: Angels in America (Eötvös), Theater Münster
24.02.18: Hans Heiling (Marschner), Aalto Musiktheater Essen
24.02.18: Der Kaiser von Atlantis oder Die Tod-Verweigerung (Ullmann), Oper Köln
25.02.18: L'Africaine Vasco da Gama (Meyerbeer), Oper Frankfurt
25.02.18: Unverhofftes Wiedersehen (Bröder), Landestheater Linz (BlackBox)

März 18
03.03.18: Julietta (Martinu), Oper Wuppertal
04.03.18: Lunea (Holliger), Opernhaus Zürich * Uraufführung *
08.03.18: Solaris (Obst), Saarländisches Staatstheater (Alte Feuerwache)
09.03.18: Petruschka (Strawinsky) / L'Enfant et les Sortilèges (Ravel) Opernhaus Düsseldorf
10.03.18: Richard Löwenherz (Händel/Telemann), Theater Magdeburg
16.03.18: Luci mie traditrici (Sciarrino), Theater Lübeck
17.03.18: Ein Traumspiel (Reimann), Theater Hof
17.03.18: Das Labyrinth (Dove), Oper Wuppertal
17.03.18: Maria (Statkowski), Oldenburgisches Staatstheater * Deutsche Erstaufführung *
17.03.18: Die Soldaten (Zimmermann), Staatstheater Nürnberg

18.03.18: Gli Uccellatori (Gassmann), Oper Köln
24.03.18: Schwanda, der Dudelsackpfeifer (Weinberger), Stadttheater Gießen
31.03.18: Powder her Face (Adès), Theater Magdeburg
31.03.18: Salome (Strauss), Aalto Musiktheater Essen

April 18
01.04.18: Aus einem Totenhaus (Janácek), Oper Frankfurt
06.04.18: I.th.Ak.A. (Penderbayne), Staatsoper Hamburg (opera stabile) * Uraufführung *
08.04.18: Mosè in Egitto (Rossini), Oper Köln
12.04.18: Code (ONION.ONION von Elias und einer Ballettneukreation), Staatstheater Darmstadt/Hessisches Staatsballett (Kammerspiele)
13.04.18: Croesus (Keiser), Saarländisches Staatstheater (Alte Feuerwache)
14.04.18: Salome (Strauss), Saarländisches Staatstheater
20.04.18: Liberazione (Caccini), Oper Wuppertal (on Stage)
21.04.18: Cardillac (Hindemith), Landestheater Salzburg
22.04.18: Pygmalion (Donizetti) / Ariadne (Martinu), Theater Duisburg
26.04.18: Der Gefangene (Dallapiccola), Das Gehege (Rihm), Oper Stuttgart
28.04.18: Edgar (Puccini), Theater Regensburg * Deutsche szenische Erstaufführung *
28.04.18: Il pirata (Bellini), Theater St.Gallen
29.04.18: Le Grand Macabre (Ligeti), Stadttheater Flensburg
29.04.18: Die Soldaten (Zimmermann), Oper Köln

Mai 18
04.05.18: Das Floß (Kadiša, Chernyshkov, Frank), Staatsoper Hamburg (opera stabile) * Uraufführung *
04.05.18: Der Schatten des Pfeilers (Goebbels; szenisches Konzert), Stadttheater Gießen
05.05.18: Everest (Talbot), Theater Hagen * Europäische Erstaufführung *
05.05.18: Salome (Strauss), Theater Magdeburg
11.05.18: Writing to Vermeer (Andriessen), Theater Heidelberg
18.05.18: Solaris (Fujikura), Theater Augsburg (martini-Park) * Deutsche Erstaufführung *
19.05.18: Nixon in China (Adams), Mainfranken Theater Würzburg
20.05.18: Argo (Sánchez-Verdú), Staatstheater Mainz  * Uraufführung *
20.05.18: Frankenstein (Dvorak), Staatsoper Hamburg (Kampnagel [k6]) * Uraufführung *

Juni 18
03.06.18: Antikrist (Langgaard), Staatstheater Mainz * Uraufführung *
03.06.18: Benjamin (Ruzicka), Staatsoper Hamburg * Uraufführung *
09.06.18: Jakob Lenz (Rihm), Theater Bielefeld
15.06.18: Die Piraten von Penzance (Sullivan), Meininger Staatstheater
16.06.18: Die Nase (Schostakowitsch), Komische Oper Berlin
24.06.17: Il matrimonio segreto (Cimarosa), Oper Köln
29.06.18: Edgar (Puccini) Theater St.Gallen/St. Gallener Festspiele
29.06.18: Miriways (Telemann), Staatsoper Hamburg (opera stabile) * Uraufführung *
30.06.18: Die Magd als Herrin (Pergolesi); Theater Nordhausen im Schloss Sondershausen

Juli 18
01.07.18: Erbeben.Träume (Hosokawa), Oper Stuttgart * Uraufführung *
18.07.18: Beatrice Cenci (Goldschmidt), Bregenzer Festspiele

Aufgeführt sind die jeweiligen Premierentermine.

Klassik, Oper und Tanz im Internet und im Kino:

Komische Oper Berlin
Berliner Philharmoniker
München: Bayerische Staatsoper
London: Royal Opera
New York: Metropolitan Opera
Opera Europa
Theater Ulm
Wien: Staatsoper

Kostenlose live Streams der Komische Oper Berlin in der Saison 2018/19:

So. 30. September 18: Die tote Stadt
So. 5. Mai 19: M – Eine Stadt sucht einen Mörder

www.komische-oper-berlin.de


Klassik, Die Berliner Philharmoniker: kostenpflichtig in der Digital Concert Hall: www.digitalconcerthall.com

Kostenlose Livestreams der Bayerischen Staatsoper München:

Der ausstehende Live-Stream-Termine der Saison 2017/18:
Parsifal (Wagner): So. 8. Juli 2018
Musikalische Leitung: Kirill Petrenko, Produktion: Pierre Audi
Mit: Christian Gerhaher, Bálint Szabó, René Pape, Jonas Kaufmann, Wolfgang Koch, Nina Stemme

STAATSOPER.TV ist seit 2011 fixer Bestandteil im Spielplan der Bayerischen Staatsoper. Vier bis sechs Kameras übertragen die Aufführungen via www.staatsoper.de/tv in die ganze Welt. Bis zu 40 Mikrofone im Orchestergraben und auf der Bühne liefern erstklassige Tonqualität. Das Videobild wird in High Definition (Full-HD) produziert. Alle Streams (Ohne Untertitel, deutsche oder englische Untertitel) werden in drei verschiedenen Übertragungsqualitäten (Low, High, HD) angeboten. Der Zuschauer kann zwischen diesen drei Qualitäten frei wählen und die Übertragung an seine individuell verfügbare Internetverbindung anpassen.

Staatsintendant Nikolaus Bachler oder Ballettdirektor Ivan Liška führen vor jedem Live-Stream in das Werk ein, in den Pausen gewährt die Staatsoper Einblicke in den Backstage-Bereich des Hauses. Untertitel in deutscher und englischer Sprache vervollständigen das Angebot. Der User braucht neben einem Computer, Laptop oder Tablet PC nur eine Breitband-Internetverbindung wie DSL und an das Gerät angeschlossene Lautsprecher.

Als Sponsor für STAATSOPER.TV konnte in der Spielzeit 2011/12 mit The Linde Group ein international agierendes Unternehmen gewonnen werden, das sich schon seit Jahren für die Bayerische Staatsoper engagiert. Linde ist seit 2008 Spielzeitpartner der Bayerischen Staatsoper.

www.bayerische.staatsoper.de/tv


Klassik, Live-Übertragungen aus der Royal Opera London:

In ausgewählten Kinos von:  www.cinemaxx.de / www.cineplex.de www.cinestar.de / www.astor-filmlounge.de


Klassik, Live-Übertragung aus der Metropolitan Opera New York:

06. Oktober 2018, 19 Uhr: AIDA ( Verdi)
Mit Anna Netrebko, Anita Rachvelishvili, Aleksandrs Antonenko
Dirigent: Nicola Luisotti, Inszenierung: Sonja Frisell

20. Oktober 2018, 19 Uhr: SAMSON ET DALILA (Saint-Saëns)
Mit Elīna Garanča, Roberto Alagna
Dirigent: Sir Mark Elder, Inszenierung: Darko Tresnjak

27. Oktober 2018, 19 Uhr: LA FANCIULLA DEL WEST (Puccini)
Mit Eva-Maria Westbroek, Jonas Kaufmann, Željko Lučić
Dirigent: Marco Armiliato, Inszenierung: Giancarlo del Monaco

10. November 2018, 19 Uhr: MARNIE (Muhly)
Mit Isabel Leonard, Iestyn Davies, Christopher Maltman
Dirigent: Robert Spano, Inszenierung: Michael Mayer

15. Dezember 2018, 19 Uhr: LA TRAVIATA ( Verdi)
Mit Diana Damrau, Juan Diego Flórez, Quinn Kelsey
Dirigent: Yannick Nézet-Séguin, Inszenierung: Michael Mayer

12. Januar 2019, 19 Uhr:  ADRIANA LECOUVREUR (Cilea)
Mit Anna Netrebko, Anita Rachvelishvili, Piotr Beczała
Dirigent: Gianandrea Noseda, Inszenierung: Sir David McVicar

02. Februar 2019, 19 Uhr: CARMEN (Bizet)
Mit Clémentine Margaine, Aleksandra Kurzak, Roberto Alagna
Dirigent: Louis Langrée, Inszenierung: Sir Richard Eyre

02. März 2019, 19 Uhr: LA FILLE DU RÉGIMENT (Donizetti)
Mit Pretty Yende, Javier Camarena, Stephanie Blythe
Dirigent: Enrique Mazzola, Inszenierung: Laurent Pelly

30. März 2019, 17 Uhr: DIE WALKÜRE (Wagner)
Mit Christine Goerke, Eva-Maria Westbroek, Günther Groissböck
Dirigent: Philippe Jordan, Inszenierung: Robert Lepage

11. Mai 2019, 18 Uhr: DIALOGUES DES CARMÉLITES (Poulenc)
Mit Adrianne Pieczonka, Karita Mattila, Isabel Leonard
Dirigent: Yannick Nézet-Séguin, Inszenierung: John Dexter


www.metimkino.de


Kostenlose Opern-Streamings auf www.theoperaplatform.eu im Rahmen von Opera Europa:
Die Produktionen, die nach dem Streaming noch sechs Monate lang frei im Archiv abrufbar sind, werden in sechs Sprachen untertitelt. Umfangreiches Text- und Videomaterial als Hintergrund zu den Produktionen wird in drei Sprachen (Englisch, Französisch und Deutsch) verfügbar sein. »The Opera Platform« wird mit finanziellen Mitteln des Programm »Creative Europe« der Europäischen Kommission gefördert.
Weitere Informationen finden sich auf www.theoperaplatform.eu. Informationen zu Opera Europa finden sich unter www.opera-europa.org


Kostenpflichtiger Internetstream/SmartTV der Wiener Staatsoper:

Sa. 30.06.2018, Giuseppe Verdi: Falstaff

Di. 11.09.2018: Der Freischütz (Carl Maria von Weber)
Dirigent: Tomáš Netopil, Regie: Christian Räth
Mit Camilla Nylund, Daniela Fally, Alan Held, Andreas Schager

Do. 13.09.2018: Ariadne auf Naxos (Richard Strauss)
Dirigent: Patrick Lange, Regie: Sven-Eric Bechtolf
Mit Peter Matić, Jochen Schmeckenbecher, Sophie Koch, Stephen Gould, Daniela Fally, Adrianne Pieczonka

So. 23.09.2018: La traviata (Giuseppe Verdi)
Dirigent: Marco Armiliato, Regie: Jean-François Sivadier
Mit Irina Lungu, Pavol Breslik, Plácido Domingo

Fr. 28.09.2018: Werther (Jules Massenet)
Dirigent: Frédéric Chaslin, Regie: Andrei Serban
Mit Ludovic Tézier, Adrian Eröd, Sophie Koch

Sa. 06.10.2018: Don Pasquale (Gaetano Donizetti)
Dirigent: Evelino Pidò, Regie: Irina Brook
Mit Alessandro Corbelli, Maxim Mironov, Pietro Spagnoli, Andrea Carroll

Mi. 10.10.2018: Eugen Onegin (Peter I. Tschaikowski)
Dirigent: Patrick Lange, Regie: Falk Richter
Mit Olga Bezsmertna, Christopher Maltman, Pavol Breslik, Mika Kares

So. 14.10.2018: Les Troyens (Hector Berlioz)
Dirigent: Alain Altinoglu, Regie: David McVicar
Mit Brandon Jovanovich, Adam Plachetka, Peter Kellner, Jongmin Park, Paolo Fanale, Rachel Frenkel, Anna Caterina Antonacci, Joyce DiDonato, Margarita Gritskova

Fr. 19.10.2018: Elektra (Richard Strauss)
Dirigent: Ingo Metzmacher, Regie: Uwe Eric Laufenberg
Mit Waltraud Meier, Elena Pankratova, Gun-Brit Barkmin, Norbert Ernst, Johan Reuter

Sa. 20.10.2018: Giselle (Elena Tschernischova nach Jean Coralli, Jules Perrot, Marius Petipa)
Dirigent: Valery Ovsyanikov, Choreographie: Elena Tschernischova nach Jean Coralli, Jules Perrot, Marius Petipa

Fr. 02.11.2018: Lohengrin (Richard Wagner)
Dirigent: Sebastian Weigle, Regie: Andreas Homoki
Mit Jongmin Park, Christopher Ventris, Annette Dasch, Jukka Rasilainen, Elena Zhidkova, Adrian Eröd

Do. 08.11.2018: L'elisir d'amore (Gaetano Donizetti)
Dirigent: Frédéric Chaslin, nach einer Inszenierung von: Otto Schenk
Mit Andrea Carroll, Benjamin Bernheim, Mario Cassi, Paolo Rumetz

So. 18.11.2018: Don Giovanni (Wolfgang Amadeus Mozart)
Dirigent: Sascha Goetzel, Regie: Jean-Louis Martinoty
Mit Ludovic Tézier, Ekaterina Siurina, Jinxu Xiahou, Annette Dasch, Luca Pisaroni

Sa. 24.11.2018: Sylvia (Manuel Legris)

Do. 29.11.2018: La Bohème (Giacomo Puccini)
Dirigentin: Speranza Scappucci, Regie und Bühnenbild: Franco Zeffirelli
Mit Benjamin Bernheim, Marina Rebeka, Clemens Unterreiner, Mariam Battistelli

Fr. 07.12.2018: Madama Butterfly (Giacomo Puccini)
Dirigent: Jonathan Darlington, Regie: Josef Gielen
Mit Maria José Siri, Zoryana Kushpler, Murat Karahan, Gabriel Bermúdez

Mo. 10.12.2018: Peer Gynt (Edward Clug)
Dirigent: Simon Hewitt, Choreographie: Edward Clug

So. 16.12.2018: Die Weiden (Johannes Maria Staud)
Dirigent: Ingo Metzmacher, Regie: Andrea Moses
Mit Rachel Frenkel, Tomasz Konieczny, Thomas Ebenstein, Andrea Carroll, Sylvie Rohrer, Monika Bohinec, Herbert Lippert, Zoryana Kushpler, Alexandru Moisiuc, Wolfgang Bankl

So. 23.12.2018: Hänsel und Gretel (Engelbert Humperdinck)
Dirigent: Patrick Lange, Regie: Adrian Noble
Mit Adrian Eröd, Donna Ellen, Margaret Plummer, Chen Reiss, Monika Bohinec

Do. 27.12.2018: Der Nussknacker (Rudolf Nurejew)
Dirigent: Paul Connelly, Choreographie: Rudolf Nurejew

Mo. 31.12.2018: Die Fledermaus (Johann Strauß)
Dirigent: Cornelius Meister, Regie: Otto Schenk
Mit Michael Schade, Laura Aikin, Jochen Schmeckenbecher, Stephanie Houtzeel, Benjamin Bruns, Clemens Unterreiner, Maria Nazarova, Peter Simonischek

Di. 08.01.2019: Das Rheingold (Richard Wagner)
Dirigent: Adam Fischer, Regie: Sven-Eric Bechtolf
Mit Tomasz Konieczny, Norbert Ernst, Michaela Schuster, Janina Baechle, Martin Winkler, Herwig Pecoraro

Sa. 12.01.2019: Die Walküre (Richard Wagner)
Dirigent: Adam Fischer, Regie: Sven-Eric Bechtolf
Mit Christopher Ventris, Jongmin Park, Tomasz Konieczny, Simone Schneider, Iréne Theorin, Michaela Schuster

Mi. 16.01.2019: Siegfried (Richard Wagner)
Dirigent: Adam Fischer, Regie: Sven-Eric Bechtolf
Mit Stephen Gould, Iréne Theorin, Tomasz Konieczny, Martin Winkler, Herwig Pecoraro

So. 20.01.2019: Götterdämmerung (Richard Wagner)
Dirigent: Adam Fischer, Regie: Sven-Eric Bechtolf
Mit Stephen Gould, Albert Pesendorfer, Iréne Theorin

Mi. 30.01.2019: Falstaff (Giuseppe Verdi)
Dirigent: James Conlon, Regie: David McVicar
Mit Ambrogio Maestri, Christopher Maltman, Jinxu Xiahou, Olga Bezsmertna, Hila Fahima, Monika Bohinec

Di. 05.02.2019: Arabella (Richard Strauss)
Dirigent: Patrick Lange, Regie: Sven-Eric Bechtolf
Mit Kurt Rydl, Anna Gabler, Chen Reiss, Christopher Maltman, Benjamin Bruns

So. 17.02.2019: Tosca (Giacomo Puccini)
Dirigent: Jesús López Cobos, Regie: Margarethe Wallmann
Mit Adrianne Pieczonka, Yonghoon Lee, Ambrogio Maestri

Fr. 22.02.2019: Idomeneo, rè di Creta (Wolfgang Amadeus Mozart)
Dirigent: Tomáš Netopil, Regie: Kasper Holten
Mit Bernard Richter, Rachel Frenkel, Marina Rebeka, Valentina Naforniţa

Sa. 02.03.2019: Schwanensee (Rudolf Nurejew, Marius Petipa, Lew Iwanow)
Dirigent: Alexander Ingram, Choreographie: Marius Petipa, Choreographie: Lew Iwanow, Choreographie: Rudolf Nurejew

Mi. 13.03.2019: Solistenkonzert (Leo Nucci | James Vaughan)

Do. 21.03.2019: Der Rosenkavalier (Richard Strauss)
Dirigent: Adam Fischer, Regie: Otto Schenk
Mit Krassimira Stoyanova, Peter Rose, Stephanie Houtzeel, Erin Morley

Sa. 23.03.2019: Cavalleria rusticana / Pagliacci (Pietro Mascagni, Ruggero Leoncavallo)

Di. 26.03.2019: Ballett Le Pavillon d'Armide | Le Sacre

Fr. 05.04.2019: Orest (Manfred Trojahn)
Dirigent: Michael Boder, Regie, Bühne und Licht: Marco Arturo Marelli
Mit Thomas Johannes Mayer, Thomas Ebenstein, Daniel Johansson, Audrey Luna, Laura Aikin, Evelyn Herlitzius

Di. 16.04.2019: Turandot (Giacomo Puccini)
Dirigent: Frédéric Chaslin, Regie und Licht: Marco Arturo Marelli
Mit Lise Lindstrom, Roberto Alagna, Aleksandra Kurzak

So. 21.04.2019: Parsifal (Richard Wagner)
Dirigent: Semyon Bychkov, Regie und Bühne: Alvis Hermanis
Mit Gerald Finley, Kwangchul Youn, Christopher Ventris, Jochen Schmeckenbecher, Nina Stemme

Mo. 29.04.2019: Fidelio (Ludwig van Beethoven)
Dirigent: Adam Fischer, Regie: Otto Schenk
Mit Thomas Johannes Mayer, Brandon Jovanovich, Anne Schwanewilms, Lars Woldt, Chen Reiss

Do. 09.05.2019: Rigoletto (Giuseppe Verdi)
Dirigent: Marco Armiliato, Regie: Pierre Audi
Mit Juan Diego Flórez, Paolo Rumetz, Aida Garifullina, Ryan Speedo Green, Elena Maximova

Di. 14.05.2019: Macbeth (Giuseppe Verdi)
Dirigent: James Conlon, Regie: Christian Räth
Mit George Petean, Ferruccio Furlanetto, Tatiana Serjan, Jinxu Xiahou

Fr. 17.05.2019: Le Corsaire (Manuel Legris nach Marius Petipa u.a.)
Dirigent: Valery Ovsyanikov, Choreographie: Manuel Legris nach Marius Petipa u.a.

Di. 21.05.2019: Il barbiere di Siviglia (Gioachino Rossini)
Dirigent: Evelino Pidò, Inszenierungskonzept: Günther Rennert
Mit Juan Diego Flórez, Paolo Rumetz, Margarita Gritskova, Alessio Arduini, Sorin Coliban

Sa. 25.05.2019: Die Frau ohne Schatten (Richard Strauss)
Dirigent: Christian Thielemann, Regie: Vincent Huguet
Mit Stephen Gould, Camilla Nylund, Evelyn Herlitzius, Wolfgang Koch, Nina Stemme

Mi. 29.05.2019: Dantons Tod (Gottfried von Einem)
Dirigentin: Susanna Mälkki, Regie und Licht: Josef Ernst Köpplinger
Mit Wolfgang Koch, Herbert Lippert, Jörg Schneider, Thomas Ebenstein, Olga Bezsmertna

So. 09.06.2019: Manon (Jules Massenet)
Dirigent: Frédéric Chaslin, Inszenierung: Andrei Serban
Mit Nino Machaidze, Juan Diego Flórez, Dan Paul Dumitrescu, Adrian Eröd

Do. 20.06.2019: Otello (Giuseppe Verdi)
Dirigent: Graeme Jenkins, Regie: Christine Mielitz
Mit Roberto Alagna, Dalibor Jenis, Alexandru Moisiuc, Aleksandra Kurzak

So. 23.06.2019: Tosca (Giacomo Puccini)
Dirigent: Jesús López Cobos, Regie: Margarethe Wallmann
Mit Adrianne Pieczonka, Yonghoon Lee, Ambrogio Maestri

Sa. 29.06.2019: Aida (Giuseppe Verdi)
Dirigent: Marco Armiliato, Regiekonzept: Nicolas Joel
Mit Ekaterina Gubanova, Elena Guseva, Gregory Kunde, Simone Piazzola


www.staatsoperlive.com

Änderungen vorbehalten, Angaben ohne Gewähr

 

Carmen © Bregenzer Festspiele / moodley
© Bregenzer Festspiele / moodley

Bregenzer Festspiele: Frauenfiguren, gute Karten für "Carmen" und eine Uraufführung ~ Österreichische Erstaufführung eröffnet 73. Festspielsommer ~ Carmen lockt erneut 28 Mal zur Seebühne
Zum 73. Mal laden die Bregenzer Festspiele im kommenden Sommer an den Bodensee, um in unvergleichlicher Atmosphäre Musiktheater, Konzert, Schauspiel und weitere Kunstformen auf höchstem Niveau einem breiten Publikum zu präsentieren.

Am See gibt es ein Wiedersehen mit der Oper Carmen, die am 19. Juli ihre Wiederaufnahme-Premiere feiert. Das Werk von Georges Bizet stand in der vergangenen Saison zum dritten Mal seit Festspielgründung auf dem Spielplan und zog mehr als 193.000 Besucher an – so viele, wie keine andere in Bregenz gezeigte Inszenierung dieser Oper.

Tags zuvor eröffnet die österreichische Erstaufführung Beatrice Cenci von Berthold Goldschmidt als Oper im Festspielhaus das Sommerfestival. Auf der Werkstattbühne erblickt zum Festspielfinale eine Uraufführung das Licht der Opernwelt, im Kornmarkttheater beleuchtet ein Schauspiel den Dirigenten Karl Böhm. Im April lädt der erste Einblick des zweiten Opernatelier-Zyklus‘ ins Kunsthaus Bregenz, um erneut die Entstehung eines Musiktheater-Werks mitverfolgen zu können.

„Frauen in einem unfreien Umfeld“
Außerdem lenken Frauenfiguren unterschiedlicher Prägung aber mit ähnlichen Rahmenbedingungen konfrontiert, den Blick auf vier Programmreihen: Von Carmen auf der Seebühne über Beatrice Cenci im Festspielhaus bis zur Titelfigur der Tango-Oper Maria de Buenos Aires und der Schriftstellerin Alfonsina Storni, der ein Abend bei Musik & Poesie gewidmet ist. „Es geht um Frauen in einem klar bestimmten, nicht wirklich freien Umfeld. Frauen in Machtverhältnissen, die sie nicht selbst aufbrechen können“, erläutert Intendantin Elisabeth Sobotka.

Carmen-Kulisse: Neuer Online-Röntgenblick
Mit einem neuen Online-Röntgenblick lassen die Bregenzer Festspiele auch außerhalb der Festspielzeit tief ins Innere der Carmen-Kulisse blicken und zeigen Dinge, die für das Auge normalerweise verborgen bleiben. Durch eine Zoom-Funktion können außerdem die bis zu 24 Meter hohen Kulissenteile aus nächster Nähe besichtigt werden. Mehr Infos weiter unten.

200.000 Tickets für Carmen 2018
Gute Karten für die kommende Saison: Die Inszenierung mit den zwei aus dem Bodensee ragenden Riesenhänden und 59 überdimensionalen Spielkarten lockt das Publikum auch im zweiten Jahr nach Vorarlberg. Acht Monate vor Eröffnung der 73. Festivalsaison sind bereits mehr als vierzig Prozent der Tickets für Carmen 2018 gebucht. Die Geschichte um Leidenschaft, Schicksal und Freiheit in der Regie von Kasper Holten und im Bühnenbild von Es Devlin, fesselte im vergangenen Sommer an 28 Abenden das Publikum, alle Vorstellungen waren ausverkauft.

Für das Spiel auf dem See 2018 sind zwischenzeitlich rund 200.000 Tickets aufgelegt, nachdem vor fast einem Monat mit dem Einschub zweier weiterer Vorstellungen nun ebenfalls 28 Carmen-Abende auf dem Spielplan stehen. Insgesamt bieten die Bregenzer Festspiele für die 80 Veranstaltungen der von 18. Juli bis 19. August dauernden Saison 2018 rund 224.000 Tickets an (inkl. Carmen Generalprobe und crossculture night).

Festspielstart mit Beatrice Cenci
Eröffnet werden die Bregenzer Festspiele am 18. Juli 2018 mit der Oper im Festspielhaus und österreichischen Erstaufführung Beatrice Cenci des aus Hamburg stammenden Komponisten Berthold Goldschmidt (1903-1996). Es folgen zwei weitere Aufführungen. Das Libretto für das 1988 in London uraufgeführte Werk schrieb Martin Esslin nach Percy Bysshe Shelleys Drama The Cenci. Goldschmidt komponierte die spannungsgeladene Oper um kirchliche Korruption und menschliche Gewalt in den Jahren 1949 und 1950. Johannes Debus dirigiert die Wiener Symphoniker, die Regie liegt bei Johannes Erath.

Erste Opernkomposition, erste Operninszenierung
Zum Saisonfinale präsentieren die Bregenzer Festspiele als Musiktheater auf der Werkstattbühne Das Jagdgewehr von Komponist Thomas Larcher. Für die Regie der Auftragskomposition zeichnet der Schauspieler und Filmregisseur Karl Markovics verantwortlich, der erstmals eine Oper inszeniert. Michael Boder dirigiert das Ensemble Modern. Vorlage ist das 1949 erschienene Bestseller-Buch des japanischen Schriftstellers Yasushi Inoue, das von der Einsamkeit eines Jägers erzählt, „dessen Jagdgewehr die ganze Last tief in Seele und Leib des einsamen Mannes drückt“. Der aus Tirol stammende Thomas Larcher trat seit 1992 mehrfach als Pianist bei den Bregenzer Festspielen auf, 2000 wurde erstmals eine Kammermusik-Komposition von ihm aufgeführt. Das Jagdgewehr ist seine erste Opern-Komposition.

Opernatelier startet in zweiten Zyklus
Im Frühjahr 2015 ließ der erste Einblick das Publikum in die Entstehung der Oper blicken, im vergangenen Sommer gelangte mit To the Lighthouse das erste Opernatelier-Werk zur Uraufführung. Die von Intendantin Elisabeth Sobotka initiierte Reihe geht im kommenden Jahr mit dem aus Vorarlberg stammenden Komponisten Alexander Moosbrugger in ihre zweite Runde. Bereits am 4. April lässt das Festival im Kunsthaus Bregenz beim ersten Einblick des zweiten Zyklus' in den Schaffensprozess des derzeit noch namenlosen Werkes blicken. Die Uraufführung soll im Sommer 2020 stattfinden.

Brigitte Fassbaender inszeniert Opernstudio
Nach Vollendung des Da-Ponte-Zyklus' im vergangenen Sommer, bringt das Opernstudio 2018 im vierten Jahr seines Bestehens Der Barbier von Sevilla auf die Bühne des Kornmarkttheaters. Für die Inszenierung zeichnet Brigitte Fassbaender verantwortlich, die in den vergangenen drei Jahren die jungen Sängerinnen und Sängern in der Opernstudio-Meisterklasse unterrichtet hatte. Auch in der kommenden Saison wirkt die Kammersängerin als Gesangspädagogin und lässt sich erneut bei einer öffentlichen Meisterklasse über die Schulter blicken. Daniele Squeo dirigiert das Symphonieorchester Vorarlberg. Premiere der Oper von Gioachino Rossini ist am 13. August, es folgen drei Vorstellungen.

Melancholie, Erotik, Leidenschaft
Als eine „kunstvolle, starke, strahlende, ergreifende Musik, die unterschiedliche Stilrichtungen des Tango“ in sich vereint, „die Milongas, Walzer und ländliche Weisen aus der Pampa verschmelzen lässt“, beschrieb Librettist Horacio Ferrer die Tango Operita Maria de Buenos Aires, die er gemeinsam mit Komponist Astor Piazolla schuf. Nach der bislang einzigen Festspiel-Aufführung im Sommer 2000 kehrt das Werk im kommenden Jahr in einer Inszenierung von Olivier Tambosi zurück auf die Werkstattbühne. 50 Jahre nach der Uraufführung haben Melancholie, Erotik und Leidenschaft der Tango-Oper nichts von ihrer Anziehungskraft verloren.

Orchesterkonzerte: Große Namen, große Werke
Beethoven, Britten, Dvořák, Martinů, Ravel und Strauss: Große Werke renommierter Komponisten prägen im Festspielhaus die Orchesterkonzerte der Wiener Symphoniker und das Orchesterkonzert des Symphonieorchesters Vorarlberg. Am letzten Symphoniker-Konzerttermin steht mit Alle Tage außerdem als österreichische Erstaufführung eine Symphonie von Thomas Larcher auf dem Programm. Danach ist mit Beethovens Symphonie Nr. 5 jenes Werk zu hören, das Karl Böhm 1955 bei den Bregenzer Festspielen dirigierte. Im Rahmen der Schauspielreihe kommt unter dem Titel Böhm eine kritische Auseinandersetzung mit seinem Leben auf die Kornmarkt-Bühne.

Neben dem Engagement beim Opernstudio und bei Carmen für Kinder, spielt das Symphonieorchester Vorarlberg erneut ein Orchesterkonzert im Festspielhaus. Nach zwei Werken von Benjamin Britten gelangt mit der Symphonie Nr. 2 D-Dur ebenfalls ein Beethoven-Werk zur Aufführung. Brittens Nocturne singt der renommierte Tenor Mark Padmore, den das Festspielpublikum zwei Tage zuvor in Das Jagdgewehr wird erleben  können. Er ist außerdem bei Musik & Poesie zu hören.

Der Tag der Wiener Symphoniker geht am 15. Juli ab 12:00 Uhr über kleine und größere Bühnen in der Bregenzer Innenstadt. Verschiedene Ensembles bestehend aus Mitgliedern des Festspiel-Hausorchesters laden zu facettenreichen Reisen durch unterschiedliche Epochen und Stilrichtungen.

Karl Böhm als Puppe
Er war kein NSDAP-Mitglied, gilt aber als Sympathisant und Profiteur der NS-Diktatur. Karl Böhm zählt zu den bedeutendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts, seit 1948 war der aus Graz stammende Künstler auch mehrfach bei den Bregenzer Festspielen zu Gast. 1980 dirigierte er zur Eröffnung des neu erbauten Festspielhauses letztmals Beethovens Symphonie Nr. 9., bevor er 1981 starb. Mit Böhm wirft Regisseur Nikolaus Habjan nach Staatsoperette – Die Austrotragödie erneut einen Blick auf die 30er und 40er Jahre des vorigen Jahrhunderts und beleuchtet die widersprüchliche Persönlichkeit Böhms als Puppe auf der Kornmarkttheater-Bühne. Der Text des Schauspielstücks stammt von Paulus Hochgatterer, der dem Publikum im Rahmen von Kunst aus der Zeit und Musik & Poesie bekannt ist. Böhm ist ein Gastspiel des Schauspielhauses Graz, die Uraufführung findet im März 2018 in Graz statt.

Musik & Poesie
Die beliebte Reihe Musik & Poesie lädt an drei Abenden erneut ins Seestudio. Unter dem Titel Exil spielt das in Bregenz wohlbekannte Altenberg Trio verschiedene Werke von vor den Nazis geflüchteter Komponisten. „Buenos Aires ist ein Mann“, behauptet Christiane Boesiger, die gemeinsam mit zwei Musikern der feministischen Dichterin Alfonsina Storni nachspürt. Am letzten Abend begibt sich Star-Tenor Mark Padmore gemeinsam mit Pianist Andrew West auf einen Padmore Cycle.

Zirkus Sevilla im Festspielhaus, Konzert im KUB
Das Kinder- und Jugendprogramm crossculture lädt bereits Ende Mai in den „Zirkus Sevilla“. Es folgen im Juni und Juli die traditionellen Workshops, Höhepunkt ist erneut die crossculture night am Samstag vor der Carmen-Premiere, wenn die Seebühne während einer Endprobe des Spiels auf dem See nur für Jugendliche geöffnet ist. Im August heißt es Brass Italiano bei der Blasorchestermatinee im Festspielhaus. Martin Kerschbaum dirigiert die Absolventen des Blasmusik-Camps. Im Kunsthaus Bregenz befasst sich Ende Juli das Konzert im KUB mit Berthold Goldschmidt.

Festspielchor: 70-jährige Partnerschaft
Während im Sommer nach Festspielgründung noch ein Dornbirner Chor beim Spiel auf dem See sang, markiert das Jahr 1948 den Beginn einer bis heute andauernden Partnerschaft: Aus dem Bregenzer Männerchor ging der fortan mit Damen und Herren besetzte Festspielchor hervor. Bereits sechs Jahre später wirkten die bis zu 180 Sängerinnen und Sänger bei Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 9 mit. Als Chorleiter fungierten namhafte Künstler, darunter Helmuth Froschauer. Seit 2009 leitet Benjamin Lack das Ensemble. Zum nächstjährigen 70er-Jubiläum bringt der Festspiel-Hauschor am Sonntag vor Festspieleröffnung anlässlich der traditionellen Festmesse Antonin Dvořák Messe D-Dur in der Pfarrkirche St. Gallus zur Aufführung. Es spielt das Symphonieorchester Vorarlberg, Dirigent ist Benjamin Lack.

Die Bregenzer Festspiele 2018 finden von 18. Juli bis 19. August statt, Tickets und Infos unter 0043 5574 4076 und www.bregenzerfestspiele.com.



Bregenzer Festspiele: Eine faszinierende Reise ins Innere der "Carmen"-Kulisse ~ Online-Röntgenblick lässt in Seebühne hinein blicken
Die Bregenzer Festspiele öffnen den Blick in das Innerste der Carmen-Kulisse. Was für das Auge normalerweise verborgen bleibt, zeigt ab sofort ein neuer Online-Röntgenblick. Das Beste daran: Der Betrachter kann unterschiedliche Blicktiefen auswählen und nicht nur hinter die Außenhaut der Seebühne sehen, sondern bis auf den Bodensee-Grund.


Bregenzer Festspiele: Eine faszinierende Reise ins Innere der "Carmen"-Kulisse
Online-Röntgenblick lässt in Seebühne hinein blicken
©
Bregenzer Festspiele / screenpix

Info-Punkte zum Anklicken
Wo sind die Lautsprecher im Bühnenbild versteckt? Hat die Seebühne einen Keller? Und wo stecken jene Monitore, die den Sängerinnen und Sängern den Dirigenten zeigen? Der neue Online-Röntgenblick lädt zu einer faszinierenden Entdeckungsreise in und unter die Opernkulisse im Bodensee. Auf Wunsch kann der User zusätzliche Info-Punkte anklicken, die Zahlen und Fakten zu einzelnen Bühnen-Elementen liefern oder am Bau beteiligte Firmen nennen.

24 Meter Höhe aus nächster Nähe
In den Genuss eines besonderen Effekts kommen Opernfans, wenn sie direkt vor dem Bühnenbild auf der See-Tribüne möglichst mittig stehen: Da der Online-Röntgenblick dynamisch auf Bewegungen des Smartphones reagiert, kann der Betrachter sowohl die echte Opernkulisse sehen als auch gleichzeitig in sie hinein blicken. Der Bildschirm zeigt jeweils jenen Teil der Bühne, auf den das Smartphone gerichtet wird. Durch eine Zoom-Funktion können außerdem die bis zu 24 Meter hohen Kulissenteile aus nächster Nähe besichtigt werden. Umso näher der Standort zur Tribünenmitte ist, desto perspektivisch realer ist der Röntgenblick.

Der Online-Röntgenblick ist ab sofort über die Internetseite des Festivals abrufbar: Ein Klick reicht, und die Entdeckungsreise ins Innere der Seebühne kann beginnen.

Die Bregenzer Festspiele 2018 finden von 18. Juli bis 19. August statt, Tickets und Infos unter 0043 5574 4076 und www.bregenzerfestspiele.com .

Konzeption, Redaktion: Abteilung Kommunikation, Axel Renner und Pamela Wehinger (Projektleitung)
Panoramabilder und konzeptionelle Mitarbeit: Simon Wimmer, Screenpix
Technische Realisierung: Duncrow GmbH


KUNSTSINNIGES VORARLBERG

Konzert, Theater oder Oper? Zeitgenössische Kunst oder Installationen in der Natur? Das Kulturprogramm in Vorarlberg ist von beachtlicher Vielseitigkeit und weckt über die Grenzen hinaus Aufmerksamkeit. Bühnen finden sich in Städten, Dörfern und in der Natur. Neue Einblicke öffnen Museen, Ausstellungshäuser und Ortsrundgänge.


Blick ins Rheintal
© walser-image.com / Vorarlberg Tourismus

125 Jahre Vorarlberg Tourismus
1893 hoben weitsichtige Wirtschaftstreibende den „Landesverband für Fremdenverkehr“ aus der Taufe. Die neue Institution hatte schon damals die Aufgabe, den Bekanntheitsgrad des Landes zu heben, die Tourismus¬gesinnung zu fördern und die örtlichen Verkehrs- und Verschönerungs¬vereine zu unterstützen. Gleichzeitig gehörte es immer schon zum Selbstverständnis, den Tourismus qualitativ weiterzuentwickeln und sich mit anderen Branchen zu vernetzen.
Im Sinne dieser Tradition greifen im Jubiläumsjahr sechs Vorarlberger Museen Aspekte der Tourismusgeschichte auf und thematisieren den Transformationsprozess „Vom Überleben zur genussvollen Lebenskunst“ in Führungen, Ausstellungen und bei Vorträgen. Partner des Projektes und Schauplätze von Veranstaltungen sind das vorarlberg museum in Bregenz, das Lechmuseum im Huber Hus in Lech am Arlberg, das Alpin- und Tourismusmuseum Gaschurn im Montafon, das Klostertalmuseum in Wald am Arlberg, das Stadtmuseum Dornbirn sowie das FIS Skimuseum in Damüls im Bregenzerwald. www.vorarlberg.travel/125Jahre 

Bregenzer Festspiele inszenieren „Carmen“
Die bewegende Musik von George Bizet, eine Geschichte voll glühender Leidenschaft und ein monumentales Bühnenbild bringen vom 18. Juli bis 20. August 2018 das Flair Andalusiens auf die Seebühne im Bodensee. Die Oper „Carmen“ zieht Wachsoldaten, Stierkämpfer und Publikum gleichermaßen in ihren Bann.
Im Festspielhaus zeigen die Bregenzer Festspiele die Oper „Beatrice Cenci“ von Berthold Goldschmidt (18., 22. und 30. Juli). Opernaufführungen, Orchesterkonzerte und die Reihe „Musik und Poesie“ ergänzen das Programm. www.bregenzerfestspiele.com 
TIPP Bodensee-Vorarlberg Tourismus und Bregenzerwald Tourismus offerieren verschiedene Angebote, die Festspieltickets und Übernachtungen in einer Unterkunft nach Wahl inkludieren.

Moderner Tanz beim Bregenzer Frühling
Modernes Ballett und zeitgenössischen Tanz präsentiert der Bregenzer Frühling von März bis Juni 2018 im Festspielhaus Bregenz. Den Festivalauftakt gestaltet die Kibbutz Contemporary Dance Company aus Israel mit der österreichischen Erstaufführung von „Horses in the Sky“ (11. März). Die „ImPerfect Dancers Company“ aus Italien zeigt ihre Interpretation von Shakespeares „Hamlet“ ebenfalls das erste Mal in Österreich (17. März). Mit „Good Passports, Bad Passports“ wirft die deutsche Regisseurin Helena Waldmann aktuelle Fragen auf (7. April). „Autobiography“ tanzt das Ensemble des britischen Starchoreografen Wayne McGregor (21. April). Mit Energie befasst sich „Charge“, präsentiert von der britischen Tanzcompagnie Motionhouse (18. Mai).
Viermal zu sehen ist die Kinder-Tanzperformance „Muschln Nuschln beim Kuschln“ von Silvia Salzmann (18., 19. und zweimal am 20. April). Die japanische Tänzerin und Choreografin Yui Kawaguchi bringt die Uraufführung „Da Capo“ ins Festspielhaus (28. April). Das aktionstheater ensemble inszeniert im Theater Kosmos „Die wunderbare Zerstörung des Mannes“ (30./31. Mai, 1./2. Juni). www.bregenzerfruehling.com

Montforter Zwischentöne in Feldkirch
Dreimal im Jahr finden im runderneuerten Montforthaus in Feldkirch „Montforter Zwischentöne“ statt. Vom 26. bis 28. Februar 2017 steht das Thema „Entscheiden. Im Ungewissen wählen“ im Mittelpunkt von Konzerten, Experimenten und Gesprächen. „Träumen“ ist das Thema vom 21. bis 26. Juni, „Vollenden“ jenes vom 16. bis 19. November.
www.montforter-zwischentoene.at

800 Jahre Feldkirch
Das ganze Jahr hindurch feiert Feldkirch mit Konzerten, Vorträgen, Stadtfesten und Performances das 800-jährige Stadt-Jubiläum. Zu den Höhenpunkten zählen unter anderem:
Mit der Geschichte der Stadt von ihrer Gründung bis heute befasst sich die Ausstellung „Von Hugo bis dato“, zu sehen vom 24. März bis 25. November im Palais Liechtenstein. Im „slow light“ zeigt sich die Schattenburg. Für das Wahrzeichen der Stadt hat die Künstlerin Siegrun Appelt eine neue Beleuchtung geschaffen. „800 Jahre Resonanz“ lädt am 13. und 14. September zu einer konzertanten Wanderung durch Feldkirch. Geboten werden fünf Konzerte à 30 Minuten. Vom 4. bis 7. Oktober bespielt der neu gegründete Verein „Lichtstadt Feldkirch“ die Gassen und Plätze unter dem Motto „Licht an“. www.feldkirch800.at

Montforter Zwischentöne in Feldkirch
Dreimal im Jahr finden im runderneuerten Montforthaus in Feldkirch „Montforter Zwischentöne“ statt. Der erste Termin widmet sich vom 22. bis 25. Februar dem 800-Jahr-Jubiläum der Stadt Feldkirch. Das Thema lautet „aufbrechen. heimkehren“. Vom 27. Juni bis 1. Juli heißt das Motto „begehen – Über das Verlangen“. Ums „schweigen – Leere, Stille, Zwischenraum“ dreht sich das Programm vom 8. bis 18. November. www.montforter-zwischentoene.at

James Turrell Skyspace-Lech
Ein besonderer Bau, ein begehbares Kunstwerk, wird in Oberlech/Tannegg ab dem Sommer 2018 zugänglich sein: der Skyspace-Lech, konzipiert vom US-amerikanischen Künstler James Turrell, bekannt für seine Raum-Licht-Installationen. Der Skyspace-Lech wird als unterirdischer, durch einen 15 Meter langen Tunnel erreichbarer Schau- und Lichtraum in einem Hügel errichtet. Nach oben hin gibt eine bewegliche Kuppel mit großem Fenster den Blick nach draußen frei und ermöglicht bei jedem Besuch neue Wahrnehmungserlebnisse auf den Himmel und den Einfall des Lichts. Bei Dunkelheit verändert eine Lichtinstallation die Raum-Impression. www.skyspace-lech.com

TÜREN am Grünen Ring in Lech Zürs
Von Außenräumen und Grenzen handelt die neue Kunstinstallation TÜRE in Lech, der Wanderer bis Sommer 2019 entlang des Grünen Rings begegnen werden. Neun Türen, gestaltet von neun Künstlern aus fünf Nationen, stehen mitten in der Landschaft, platziert auf über 2.000 Metern Seehöhe. www.lech-zuers.at/tuere

vorarlberg museum in Bregenz
Vor wenigen Jahren wurde das „vorarlberg museum“ nach einem Umbau wieder eröffnet. Den Bau, der denkmalgeschützte Bauteile integriert, plante das Vorarlberger Architekturbüro Cukrowicz Nachbaur, das dafür mehrere Auszeichnungen erhielt: das Label „best architects 14“ in Gold, den „International Architecture Award 2014“ sowie eine Auszeichnung beim Vorarlberger Bauherrenpreis 2015. Für sein Ausstellungskonzept bekam das Haus 2016 den österreichischen Museumspreis.
Neben der außergewöhnlichen Fassade mit 16.656 Betonblüten, tatsächlich Abdrücke von handelsüblichen PET-Flaschenböden, beeindruckt im 4. Stock ein besonderer „Blickraum“, den der österreichische Künstler Florian Pumhösl gestaltet hat. Vom dunkel ausgekleideten Raum schaut man durch ein riesiges Panoramafenster auf die sich ständig verändernde Szenerie am Bodensee.
Das Museum befasst sich in modern gestalteten Ausstellungen mit der Geschichte und Gegenwart Vorarlbergs und des Bodenseeraums. www.vorarlbergmuseum.at  

Kunsthaus Bregenz
Das Kunsthaus Bregenz (KUB), ein Bau des bekannten Schweizer Architekten Peter Zumthor, ist eines der führenden Ausstellungshäuser für zeitgenössische Kunst in Europa. In wechselnden Ausstellungen bespielt ein Künstler oder eine Künstlerin das ganze Haus und entwirft Werke eigens für das KUB.
Den Auftakt gestaltet Simon Fujiwara, 1982 in London geboren. Sein „Hope House“ stellt vom 27. Jänner bis 8. April 2018 die Frage „Was ist echt?“ und befasst sich am Beispiel des viel besuchten Anna Frank Hauses in Amsterdam mit Facetten der Erinnerungskultur. Auf das rekonstruierte Gebäude in Amsterdam reagiert Fujiwara mit einer 1:1 Rekonstruktion des Anne Frank Hauses im KUB. Vom 21. April bis 1. Juli bespielt die aus Argentinien stammende, in Israel aufgewachsene Künstlerin Mika Rottenberg das KUB. Ihre Installationen und Videos beschäftigten sich mit Kreisläufen der Massen-Produktion und mit der Inszenierung von Räumen. Die Sommerausstellung, zu sehen vom 14. Juli bis 7. Oktober, zeigt Werke des belgischen Künstlers David Claerbout. Er arbeitet vorwiegend mit Fotos und Film. Charakteristisch sind seine extrem verlangsamten Bildsequenzen. Vom 20. Oktober bis 6. Jänner 2019 stellt die britische Künstlerin Tacita Dean im KUB aus. Sie gilt als eine der herausragendsten Künstlerinnen der Gegenwart und ist vor allem für ihre politischen und auch poetischen 16-mm-Videoarbeiten bekannt. Ebenso eindrucksvoll sind ihre großformatigen Bilder mit kaum zu entziffernden Miniaturnotizen.
Das KUB ist zudem Schauplatz von Vorträgen, Gesprächen und Konzerten. www.kunsthaus-bregenz.at

Handwerk + Form im Bregenzerwald
Der gestalterische Wettbewerb Handwerk + Form findet alle drei Jahre statt. Die eingereichten Stücke, gefertigt von Bregenzerwälder Handwerkern gemeinsam mit Designern aus dem In- und Ausland, zeigt eine Ausstellung in Andelsbuch am 13. und 14. Oktober sowie vom 19. bis 21. Oktober. Das Besondere: Die Ausstellung verteilt sich über das ganze Dorf. Besucher spazieren von Werkstatt zu Werkstatt, von Schauraum zu Schauraum. Ausgangspunkt ist das Werkraumhaus. werkraum.at

Rheinschauen
Seit über 25 Jahren erzählt „Rheinschauen“ in Lustenau anhand von Plänen, Modellen, Fotos und Dokumenten die Geschichte jenes Rhein-Abschnitts, der die Grenze zwischen Vorarlberg und der Schweiz bildet und dann den Bodensee durchfließt. Ende des 19. Jahrhunderts wurde dieser Abschnitt reguliert. Bis dorthin hatte der mäandrierende Fluss immer wieder für Überschwemmungen gesorgt. Seit letztem Jahr präsentiert sich die Ausstellung in neuer Form. www.rheinschauen.at

Jüdisches Viertel und Jüdisches Museum Hohenems
Hohenems war über Jahrhunderte hinweg Heimat für eine kleine jüdische Gemeinde. Das jüdische Viertel wurde in den letzten Jahren sorgsam renoviert. Führungen finden jeden ersten Sonntag im Monat und auf Anfrage statt. Stationen sind unter anderem die einstige Synagoge, heute der nach Salomon Sulzer benannte Konzertsaal, die Mikwe (das Ritualbad) und der Friedhof.
In der Villa Heimann-Rosenthal dokumentiert das Jüdische Museum Hohenems die Geschichte der Juden von Hohenems: in einer ständigen Ausstellung und in Sonderausstellungen. Vom 18. März bis 7. Oktober zu sehen ist die Ausstellung „Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen“. www.jm-hohenems.at

poolbar-Festival in Feldkirch
Seit 25 Jahren widmet sich das poolbar-Festival der Popmusik, der Mode, der Architektur und dem Design. Hauptschauplatz des Festivals, das vom 6. Juli bis 14. August in Feldkirch stattfindet und rund 20.000 Besucher aus nah und fern zählt, ist das Alte Hallenbad. Für die temporäre Gestaltung der Räume und der unmittelbaren Umgebung wird jedes Jahr ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. 2014 erhielt das engagierte Festival den Österreichischen Kunstpreis. www.poolbar.at

Schubertiade Schwarzenberg und Hohenems
Die Schubertiade, das weltweit größte Schubertfestival, ist vom 23. Juni bis 1. Juli und vom 25. August bis 2. September zu Gast im malerischen Bregenzerwälder Dorf Schwarzenberg. Im Angelika-Kauffmann-Saal mit Ausblick in die Natur gestalten herausragende Künstler Kammerkonzerte, Lieder- und Klavierabende, Meisterkurse sowie Vorträge. Zu bestimmten Terminen von März bis Oktober ist Hohenems Konzertort der Schubertiade. www.schubertiade.at 

TIPP 1 Während der Schubertiade geöffnet sind die Musik-Museen in Hohenems. Das Franz Schubert-Museum, das Elisabeth Schwarzkopf-Museum, das „Dreimäderl-Haus“, das Markus-Sittikus-Haus und das Musik- und Schallplattenmuseum Walter Legge geben anhand von Dokumenten, Bildern, Hörbeispielen und Videos Einblicke in das Leben der bedeutenden Persönlichkeiten. www.schubertiade.at
TIPP 2 Für Gäste der Schubertiade Schwarzenberg bietet Bregenzerwald Tourismus Arrangements an. Inkludiert sind die Unterkunft, pro Person drei Konzertkarten nach Wahl und die Transfers mit dem Schubertiade Shuttlebus. www.bregenzerwald.at

Literaturtage & Literaturpreise
Das Literaturfestival „HardCover“ findet vom 25. bis 27. Mai in der Bodenseegemeinde Hard statt. Im Rahmen des Festivals wird auch der 13. Harder Literaturpreis vergeben. www.literaturfestival.hard.at

- Sprachkunst und hochalpine Natur in einer einzigartigen Symbiose zu erleben, diese Möglichkeit bieten die 2. Lecher Literaturtage am 1. und 2. September. Lesungen und frische Darstellungsformen bieten neue Begegnungsmöglichkeiten für Autoren und Publikum.
www.lech-zuers.at 

- Seit dem Jahr 2003 vergibt die Stadt Feldkirch alljährlich einen Lyrikpreis. Der 16. Feldkircher Lyrikpreis wird international ausgeschrieben, prämiert werden zumeist mehrere Lyriker/-innen. Die Verleihung findet am 9. im November statt. www.saumarkt.at

- Zu bestimmen Terminen lädt das Hotel Krone in Hittisau zu Lesungen bei Kaffee und Kuchen ein. Prosa, Lyrik und Gesang mit Angela Mereth-Wiesmüller, Egon Miller und Armin Grotewahl gibt es am 17. März im „Lesesalon“ zu sehen und hören. Die „Tage des Lesens“ von 14. bis 16. Oktober beschäftigen sich mit Friedrich Nietzsche und seinem Werk „Also sprach Zarathustra“. www.krone-hittisau.at

- In „Schwärzlers feinem Literatursalon“ im Hotel Schwärzler in Bregenz präsentiert einmal im Monat eine Persönlichkeit das Buch seines/ihres Lieblingsautors. Die Teilnahme kostet inklusive Aperitif, 4-Gang-Menü und Weinbegleitung 79,- Euro pro Person. Jedes Jahr zu Ostern veranstaltet das Hotel Literaturtage mit Lesungen von rund zehn Autoren und Autorinnen. www.schwaerzler.s-hotels.com

Art Bodensee
Die Art Bodensee ist seit vielen Jahren die einzige Kunstmesse im deutschsprachigen Raum, die im Sommer stattfindet. Schauplatz der Verkaufsausstellung mit Rahmenprogramm vom 13. bis 15. Juli sind die modernen Messehallen in Dornbirn. www.artbodensee.messedornbirn.at

POTENTIALEe mit POTENTIALe MESSe
Mit Aspekten der Stadtraumgestaltung befasst sich vom 25. Oktober bis 11. November das Festival „POTENTIALe 2018“. Einer der Programmpunkte ist die POTENTIALe MESSe (vormals ArtDesignFeldkirch) vom 8. bis 11. November. Sie widmet sich dem Design, der Mode, Fotografie und Medienkunst. www.potentiale.at

FAQ Bregenzerwald
Potentiale für eine gute Zeit verspricht die Veranstaltungsreihe, die vom 6. bis 9. September zum dritten Mal stattfindet. Das Forum mit Festivalcharakter beleuchtet Fragen zu aktuellen Themen aus unterschiedlichen Perspektiven. Auf dem Programm stehen Vorträge und Diskussionen an ungewöhnlichen Orten, Konzerte an besonderen Plätzen, Wanderungen, Lesungen und kulinarische Erlebnisse. FAQ Bregenzerwald ist auch rund ums Jahr als Online-Plattform für Fragen und Antworten, Denkanstöße und Inspirationen zugänglich. www.faq-bregenzerwald.com

alpenarte Schwarzenberg
Das seit 2016 neue Musikfestival in Schwarzenberg versteht sich als Plattform für Musikinteressierte und die internationale Nachwuchselite. Musikalische Tage mit Konzerten, Workshops, Musikvermittlung und Dialogen zwischen den Künstlern und Zuhörern stehen vom 5. bis 8. April und vom 25. bis 28. Oktober 2018 auf dem Programm. www.alpenarte.at

Klassik Krumbach
Vom 2. bis 5. August lädt das auf Kammermusik und moderne Musik spezialisierte Ensemble Pagon zusammen mit Musikern und Musikerinnnen aus dem In- und Ausland zu sechs Konzerte in Krumbach. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Kinderkonzert und eine Sonntagsmatinee. www.krumbach.at

Werkraumhaus in Andelsbuch
In Andelsbuch im Bregenzerwald widmet sich das Werkraumhaus, ein Bau des Schweizer Architekten Peter Zumthor, in wechselnden Ausstellungen Aspekten des Handwerks.
Bis 26. Mai stellt die Werkraumschau zum Thema „Licht“ handwerkliche Erzeugnisse der Werkraum-Handwerker in den Mittelpunkt. Die Ausstellung nutzt die vitrinenartige Situation des Werkraumhauses und setzt die Produkte schlicht, effektiv und ohne bauliche Intervention ins „Rampenlicht“. In „Alphabet des Lebens – Lernwerkstatt Natur“, zu sehen vom 23. Juni bis 6. Oktober, untersucht ein Team aus GestalterInnen, WissenschaftlerInnen und HandwerkerInnen Prozesse und Systeme der Flora und Fauna im Umfeld des Werkraums und geht der Frage nach: Wie löst das die Natur? Große und kleine BesucherInnen sind eingeladen, selbst zu forschen und sich vom Handwerk und den Werkzeugen der Natur inspirieren zu lassen. www.werkraum.at 

Angelika-Kauffmann Museum Schwarzenberg
Das Angelika-Kauffmann Museum in Schwarzenberg, mit dem Öster¬reichischen Museumsgütesiegel ausgezeichnet, ist in einem Haus aus dem 16. Jahrhundert mit modernen Schauräumen untergebracht. Die jährlich wechselnden Ausstellungen widmen sich dem Leben und Schaffen der bekannten Barockmalerin Angelika Kauffmann, die familiär eng mit Schwarzenberg verbunden war.
„Er ist wer. Männerporträts von Angelika Kauffmann“ lautet der Titel der Ausstellung vom 1. Mai bis 28. Oktober. Zu den Auftraggebern der Malerin zählten Vertreter des Adels sowie weite Kreise des aufstrebenden Bürgertums. Die Ausstellung spürt den Biografien der Dargestellten nach und stellt Fragen zum Sehen und Gesehenwerden im 18. und beginnenden 19. Jahrhundert, zu Berühmtheit, Macht und Lebenskunst. www.angelika-kauffmann.com 

Frauenmuseum Hittisau
Das Frauenmuseum Hittisau, das einzige Frauenmuseum in Österreich, macht in wechselnden Ausstellungen das Kulturschaffen und das Lebensumfeld von Frauen sichtbar. Untergebracht ist das Museum in einem modernen Holzbau im Ortszentrum. Aktuell befasst sich das Museum unter dem Titel „Pflege das Leben“ mit der Betreuung und Sorgekultur in Geschichte und Gegenwart. Denn bis heute ist Pflege- und Sorgearbeit, sei es beruflich oder familiär, mehrheitlich Frauen zugeordnet. www.frauenmuseum.at

Bezau Beatz
Vom 9. bis 11. August ist die Wälderbähnle-Remise in Bezau Schauplatz des Musikfestivals Bezau Beatz. Seit einigen Jahren schon gestalten die Organisatoren ein buntes, niveauvolles und unterhaltsames Programm jenseits des Mainstream, für Menschen mit offenen Ohren und offener Geisteshaltung. Bezau Beatz bringt Musik und Musiker aus allen Teilen der Welt ins Dorf. www.bezaubeatz.at

Lech Classic Festival
Das kleine, feine Festival findet vom 31. Juli bis 4. August statt. Bekannte und wenig bekannte Meisterwerke der Musikgeschichte präsentieren das Lech-Festivalorchester, der Festivalchor und international renommierte Solisten. Stimmungsvoller Veranstaltungsort ist die Neue Kirche. www.lech-classic-music-festival.com

Jazz Bühne Lech
Seit wenigen Jahren bringt die Jazz Bühne Lech bekannte Musiker und Musikerinnen ins Bergdorf, 2018 vom 8. bis 12. August. Was die Konzerte so besonders macht, ist ihr familiärer Charakter. Spielort ist die Postgarage, die Platz für rund 200 Besucher bietet. www.jazzbuehne-lech.at

Festival LegeArtis Lech
Der jungen Generation widmet sich das Festival vom 8. bis 10. September. Die künstlerische Leiterin, Violinistin Asya Sorshneva, hat es sich zum Ziel gemacht, aufstrebende internationale Talente in der Bergwelt von Lech zusammenzubringen, um in persönlicher Atmosphäre Musik auf hohem Niveau zu spielen. www.legeartislech.com

Philosophieren in Lech am Arlberg
Seit über zwanzig Jahren treffen sich Philosophen, Denker, Literaten und Interessierte zum Philosophicum Lech, 2018 vom 19. bis 23. September. „Die Hölle. Kulturen des Unerträglichen“ ist dieses Mal das Thema. Im Rahmen des Philosophicums wird auch der „Tractatus“ vergeben. Der Essay-Preis würdigt herausragende kulturphilosophische Publikationen. www.philosophicum.com / www.lech-zuers.at

Montafoner Kamingespräche
Berge, Geschichten und örtliche Begebenheiten unterscheiden sich von Gemeinde zu Gemeinde. Bei den Montafoner Kamingesprächen stehen genau diese örtlichen Besonderheiten im Fokus. Ursprünglich in Gargellen angesiedelt, finden die Montafoner Kamingespräche nun im ganzen Tal statt. www.montafon.at/montafoner-kamingespraeche

Theaterwanderung in Gargellen im Montafon
Zeitgeschichte als Theater mit ungewöhnlichen Begegnungen, an Schauplätzen in der Natur inszeniert: Zu einem interaktiven Theaterstück, kombiniert mit einer Wanderung, lädt das „teatro caprile“ mit seiner Gedenkwanderung „Auf der Flucht“ am 13. bis 15. Juli, 24. bis 26. August und 31. August bis 2. September. Gargellen, der idyllische Ort im Montafon, grenzt an die Schweiz. Immer wieder wurde hier die Frage kultureller und nationaler Identitäten neu gestellt. Von den Säumern, den Siedlern aus dem Montafon und dem Schweizer Prättigau, von Arbeitsemigranten und ganz besonders von jenen, die vom Nazi-Regime verfolgt wurden. Die erfolgreiche und mit dem Vorarlberger Preis für Tourismusinnovationen ausgezeichnete Theaterwanderung wird 2018 zum sechsten Mal veranstaltet. www.montafon.at/auf-der-flucht

Montafoner Resonanzen
Wohlklingendes unterschiedlicher Genres, gespielt an besonderen Orten, präsentieren die „Montafoner Resonanzen“ vom 2. August bis 8. Septem¬ber. Zu hören gibt es Orgelkonzerte (2. bis 5. August), Kammermusik (9. bis 11. August), Jazz (14. bis 19. August), Volksmusik (24. bis 26. August), barocke Musik (30. August bis 1. September) und Crossover (7. bis 8. September). www.montafon.at/montafoner-resonanzen

Walserherbst
Ausstellungen, Theateraufführungen, Konzerte und Workshops kombiniert der Walserherbst, der alle zwei Jahre im Großen Walsertal stattfindet und sich als „das steilste Festival in den Alpen“ bezeichnet. 2018 ist der Walserherbst vom 17. August bis 9. September zu erleben. www.walserherbst.at

Propstei St. Gerold
Ein kleines, feines Veranstaltungszentrum mit besonderer Atmosphäre ist die Propstei St. Gerold im Biosphärenpark Großes Walsertal. Rund ums Jahr sind hier Konzerte zu hören – von Jazz über Klassik bis zu moderner Volksmusik. Außerdem werden Kurse und Seminare angeboten sowie rund einstündige Führungen durch die Propstei. www.propstei-stgerold.at

Shakespeare am Berg
Neu seit 2015 ist das Festival, das jeden Sommer ein Bühnenstück von William Shakespeare aufführt. Im Juli und August 2018 steht die Komödie „Ein Sommernachtstraum“ auf dem Spielplan. Die Freilicht-Aufführungen finden vor der spektakulären Bergkulisse der Bergarena Muttersberg oberhalb von Bludenz statt. Hinauf geht’s mit der Seilbahn. www.shakespeareamberg.at

Blumenegger Sommer
Schauplatz von Konzerten, Lesungen und Ausstellungen ist rund ums Jahr die Villa Falkenhorst in Thüringen nahe bei Bludenz. Unter dem Motto „Blumenegger Sommer“ findet eine Konzertreihe mit Familienprogramm und Skulpturenpark im weitläufigen Garten der Villa statt. Die Villa, um deren Erhalt sich ein Verein bemüht, wurde im 19. Jahrhundert im Stil englischer Landhäuser erbaut. Ihre Erstbesitzer, die Familie Douglass, stammten aus Schottland. Familie Douglass gründete in Thüringen eine Baumwoll-Spinnerei und –Weberei, die das Wirtschaftsgeschehen in der Region über viele Jahre hinweg prägte. www.villa-falkenhorst.at

Alpinale Nenzing
Mit filmischem Schaffen aus aller Welt befasst sich das Kurzfilmfestival Alpinale vom 7. bis 11. August in Nenzing. Eine internationale Jury und das Publikum entscheiden, welche Filme mit dem „Goldenen Einhorn” ausgezeichnet werden. www.alpinale.at

Montafoner Sagenfestspiele
Von 21. Juli bis 25. August bringen die Montafoner Sagenfestspiele die Geschichte um „Raitia – Mythos der rätischen Berggöttin“ auf die Freilichtbühne Silbertal. www.sagenfestspiele.at

ARCHITEKTURLAND VORARLBERG
Die Vorarlberger verstehen sich besonders gut aufs „Hüsle Baua“ (Häuser Bauen), heißt es. Tatsache ist: Kaum irgendwo sonst im Alpenraum gibt es so viele Gebäude im Stil der zeitgenössischen Architektur zu bestaunen. Traditionelle Fertigkeiten und modernes Design vereinen auch zahlreiche Handwerker.

Architekturland Vorarlberg
Besonders auffallend ist die zeitgenössische Architektur in Vorarlberg. Vorwiegend mit Holz setzen Architekten und Handwerker Bautraditionen neu in Szene. Klare Linien kennzeichnen die neuen Häuser, die Blickpunkte in der Landschaft sind und sich sensibel einfügen. Höchst durchdacht ist ihr Innenleben. Energiebewusst zu bauen, gehört zum guten Ton. Die Räume mit ökologisch sinnvollen Möbeln und Materialien auszustatten, ebenso. Hier wiederum kommen die Handwerker ins Spiel. Passend zur zeitgenössischen Architektur, basierend auf alten Techniken und mit viel Fantasie gestalten sie Tische und Stühle, Betten und Sofas, Regale und Schränke und vieles mehr. Das Ergebnis sind Räume, die gut anzuschauen sind und sich außerordentlich angenehm anfühlen.
Vorarlberg gilt als Region mit einer hohen Dichte an erstklassiger Architektur und auch als Musterregion für energieeffizientes und ökologisches Bauen. www.vorarlberg.travel/architektur

Auf Architektour
Elf Halbtages- und Tagestouren laden zu individuellen baukulturellen Entdeckungsreisen ein. Die Themen der Touren, über die interaktive Landkarten, ein begleitender Folder und eine App im Detail informieren: „Ortsräume“, „Holz & Material“, „Innovation & Handwerk“, „Kunst & Kultur“, „Alt & Neu“, „Landschaft & Natur“. Die neueste Route heißt „Getting things done – The Maker’s choice“. Diese Route bezieht sich auf die mobile Ausstellung „Getting Things Done: Evolution of the Built Environment in Vorarlberg", die seit 2014 durch österreichische Kulturforen in aller Welt tourt. Mit Hilfe einer bis ins Detail ausgeklügelten handwerklichen Konstruktion stellt die Ausstellung 230 Architekturprojekte aus Vorarlberg vor, ergänzt um Interviews, die Einblicke in die lebendige Vielfalt der baukulturellen Entwicklung geben. Die darauf abgestimmte Architektour führt zu einer exemplarischen Auswahl.
www.vorarlberg.travel/architektouren

Vorarlberger Architekturinstitut vai
Als Schnittstelle im Feld der Baukultur versteht sich das vai (Vorarlberger Architekturinstitut), das 2017 sein 20-jähriges Bestehen feierte. Das vai mit Sitz in Dornbirn zeigt regelmäßig Ausstellungen und bietet zu bestimmten Terminen Führungen und Exkursionen zu aktuellen Bauten und Themen an. www.v-a-i.at

TIPP Moderne Gastlichkeit
Ihre Baukultur zeichnet auch mehrere Hotels, Ferien- und Appartement¬häuser aus. Sie wurden entweder in den letzten Jahren neu gebaut oder vereinen auf stimmige Weise Neues mit Altem. Über rund 25 Gastgeber, die zeitgenössische Architektur und innovatives Handwerk in ihren Räumen erlebbar machen, informiert die Website www.vorarlberg.travel/moderne-gastlichkeit

Umgang Bregenzerwald
Warum schaut es im Bregenzerwald so aus, wie es ausschaut? Welche Werte und Ideen stecken hinter dem, was der Betrachter in den Dörfern und in der umgebenden Natur sieht und spürt? Einblicke in die Schaffensfreude der Bregenzerwälderinnen und Bregenzerwälder geben 12 Wege zur Gestaltung. Die Rundwege führen in jeweils eineinhalb bis vier Stunden durch 13 Bregenzerwälder Dörfer. An jedem Weg lenken etwa 10 dezente, rostfarbene Stahlsäulen die Aufmerksamkeit auf ein Gebäude, auf Besonderheiten der Kulturlandschaft, auf handwerkliche oder ökologische Finessen, auf Facetten künstlerischen, kulinarischen oder touristischen Schaffens. Über Details informieren begleitende Folder. Außerdem gibt es ein Buch zum Thema, das Hintergrundgeschichten über die Lebenskultur im Bregenzerwald enthält.
Von Mai bis Oktober werden jeden Dienstag und Freitag begleitete Rundgänge auf den „Wegen zur Gestaltung“ angeboten. Treffpunkt ist jeweils um 9.30 Uhr beim Gemeindeamt. Termine und Details sowie genaue Wegbeschreibungen finden sich auf www.bregenzerwald.at im Menü „Architektur & Handwerk“.

Islamischer Friedhof in Altach
Der jederzeit öffentlich zugängliche, schlicht gehaltene Bau aus Beton und Eichenholz beeindruckt mit dekorativen Elementen aus achteckigen Holzstäben. Das dabei entstehende Licht- und Schattenspiel versteht Architekt Bernardo Bader als Referenz an die orientalische Ornamentik. Die Installation „Schindel-Mihrab“ an einer Wand des Andachtsraums weist die Richtung nach Mekka. Gestaltet wurde die Installation von der österreichisch-bosnischen Künstlerin Azra Akšamijas. Der außergewöhnliche Bau trägt hohe Auszeichnungen: den Piranesi Preis (2012), den Österreichischen Bauherrenpreis (2013), den „Aga Khan Award for Architecture“ (2013), den „European Public Space Prize 2014“ und den Vorarlberger Bauherrenpreis 2015 in der Kategorie „Gemeinschaft“.

Die Karren-Kante
Die Aussicht übers Rheintal und auf den Bodensee lässt sich aus einer besonderen Perspektive genießen: „Karren-Kante“ nennt sich der 12 Meter lange Aussichtssteg, der auf dem Dornbirner Hausberg Karren über eine Felskante ragt. Kunstinstallationen – vom Klangfeld übers Sehfeld bis zum Gedankenfeld – begleiten den Kunstweg „Auf Sehhöhe“. Ausgangspunkt des Weges, auf dem man rund 30 Minuten unterwegs ist, ist die Bergstation der Karren-Seilbahn. www.karren.at

Das Werkraumhaus und der Werkraum Bregenzerwald
Das Werkraumhaus steht in der traditionell handwerklich geprägten Gemeinde Andelsbuch. Geplant hat das hallenartige, mit einer Glasfassade umgebene Gebäude der bekannte Schweizer Architekt Peter Zumthor, der dem Bregenzerwälder Handwerk eng verbunden ist. Peter Zumthors Plan beruht auf zwei Grundgedanken. Einerseits dient das Gebäude als Versammlungsort und andererseits als große Vitrine – als Schaufenster für die Handwerks- und Gestaltungskultur im Bregenzerwald.
Ausdruck dieser Idee sind ein weit ausladendes Dach aus Holz und eine Fassade aus Glas. Die Trennung zwischen Innen und Außen ist aufgehoben, die Landschaft fließt durch das Gebäude hindurch. Im Werkraumhaus zu sehen sind Stücke von Werkraum-Handwerkern und wechselnde Ausstellungen. Begleitend finden experimentelle Workshops und Führungen statt.
2015 erhielt das Werkraumhaus den Vorarlberger Bauherrenpreis in der Kategorie „Initiative“. Im Dezember 2016 wurde der Werkraum Bregenzerwald als eines von drei Projekten in Österreich in das „UNESCO-Register guter Praxisbeispiele für die Erhaltung des immateriellen Kulturerbes“ aufgenommen.
Der Werkraum Bregenzerwald vereint rund 90 innovative Handwerker – von Tischlern bis zu Textildesignern. Als gemeinsame Plattform organisiert der Werkraum Ausstellungen, Wettbewerbe, Vorträge und widmet sich der Forschung und Entwicklung. www.werkraum.at

Bus:Stop Krumbach
Sieben besondere Bushaltestellen zieren das Gemeindegebiet von Krumbach. Auf Einladung des Vereins kultur krumbach haben renommierte Architekten die sieben Bushaltestellen, im lokalen Dialekt „Wartehüsle“ genannt, vor wenigen Jahren neugestaltet. Mit dabei waren Alexander Brodsky (Russland), Rintala Eggertsson Architects (Norwegen), Architecten de Vylder Vinck Taillieu (Belgien), Ensamble Studio Antón García-Abril (Spanien), Smiljan Radic (Chile), Sou Fujimoto (Japan) und Wang Shu (China). Unterstützend und beratend stand jedem Architekturbüro ein Vorarlberger Partner aus Architektur und Handwerk zur Seite.
Für die Finanzierung sorgten private Sponsoren. Honorar für die Architekten war ein Urlaub im Bregenzerwald. Das Projekt wurde 2014 mit einem Sonderpreis im Rahmen des österreichischen Staatspreises für Architektur sowie mit dem Staatspreis für PR ausgezeichnet. www.kulturkrumbach.at

Baukunst und Handwerk erkunden und erwandern

- Im Bregenzerwald führt eine mehrtägige Weitwanderung auf die Spuren der alten und neuen Architektur. Im Preis inkludiert sind fünf Übernachtungen mit Halbpension in ausgewählten Hotels, detaillierte Landkarten, der Gepäcktransport von Hotel zu Hotel sowie die Bregenzerwald Gäste-Card für Fahrten mit den Bergbahnen und Bussen. Ab 679,- Euro pro Person. www.bregenzerwald.at
- Hittisau im Bregenzerwald nimmt sich in besonderer Weise des Themas Holzkultur an. Bei Spaziergängen oder Führungen erfahren Interessierte mehr über das Holz und seine Verarbeitung. Zu sehen und zu besuchen sind drei historische Holzbrücken, Bauten im Stil der traditionellen und der modernen Holzbauarchitektur, drei Sägewerke, Tischlereien, das Biomasseheizkraftwerk und der einzige Küfermeister weitum. Führungen organisiert auf Anfrage das Tourismusbüro. www.hittisau.at

Führung durchs Schanzenzentrum Montafon
In den 1930er Jahren stand in Tschagguns die damals größte Skisprungschanze in Österreich. In den 1960-er Jahren wurde sie jedoch stillgelegt. Für EYOF, das Europäische Olympische Jugendfestival, das im Winter 2015 im Montafon stattfand, entstand neuerlich ein Schanzenzentrum mit mehreren Sprungschanzen. Es ist ganzjährig nutzbar. 2017 wurde es mit dem IOC/IAKS Award in Silber ausgezeichnet, dem internationalen Architekturpreis für Sport- und Freizeitanlagen. Einblicke und Ausblicke von ganz oben gibt eine wöchentlich stattfindende Führung. www.montafon-nordic.at

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