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Oper, Stückeinfo: Z

Zarathustra
Oper in zwölf Szenen

Musik: Franz Hummel (*1939)
Text: Sandra Hummel
Uraufführung: 24. April 2010 (Regensburg, Theater Regensburg/ Theater am Bismarckplatz)

Zur Inszenierung des Theater Regensburg:

Premiere: 24. April 10 (Uraufführung)

Musikalische Leitung: Tetsuro Ban
Inszenierung: Ernö Weil
Choreografie: Olaf Schmidt
Bühne und Kostüme: Karin Fritz

Besetzung:
Zarathustra:
Bianca Koch, Jung-Hwan Choi, Sung-Heon Ha
Friedrich Nietzsche: Kai Günther
Friedrich als Jugendlicher sowie als Seiltänzer: Jasmin Etezadzadeh
Junger Paul Deussen: Elena Lemke
Junge Marie Deussen, Pauls Schwester: Maria Antonie Grabenbauer
Elisabeth Förster-Nietzsche: Bianca Koch
Bernhard Förster: Tobias Hänschke
Erwin Rhode: Matthias Degen
Richard Wagner: Markus Ahme
Cosima Wagner: Anna Fischer
Lou Andreas Salome: Gesche Geier
Paul Rée: Seymur Karimov
Großmutter Nietzsche: Christiana Knaus-Waldmann
Mutter Nietzsche: Andrea Mink
Zwei Tanten: Verena Ulrich, Olga Berchstein
Ballettensemble

Franz Hummel ist dem breiten Publikum durch sein Musical „Ludwig II – Sehnsucht nach dem Paradies“ bekannt. Bis 2003 wurde das opernhafte Musical über den bayerischen Märchenkönig von 1,5 Millionen Menschen besucht.  Für das Theater Regensburg hat Franz Hummel, der als Komponist in den verschiedensten Gattungen zu Hause ist, die Oper „Zarathustra“ komponiert. Sie ist dem Philosophen Friedrich Nietzsche, dem radikalen Denker der Neuzeit, gewidmet.

www.theater-regensburg.de

Die Zarenbraut (Zarskaja newesta)
Oper in vier Akten

Von: Nikolai Rimski-Korsakow (18. März 1844 - 21. Juni 1908)
Text von: Nikolai Rimski-Korsakow und Ilja Fjodorowitsch Tjumenew

Uraufführung:
3. November 1899 (Moskau, Solodownikow-Theater)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: Sonntag, 29. Oktober 06
Wiederaufnahme: 15. Februar 08


Musikalische Leitung: Michail Jurowski
Inszenierung: Stein Winge
Szenische Mitarbeit: Dagmar Pischel
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Orest Tichonov
Bühnenbild: Benoît Dugardyn
Kostüme: Ingeborg Bernerth
Dramaturgie: Malte Krasting
Licht: Frank Keller
Chor: Alessandro Zuppardo

Besetzung:

Sobakin:
Michail Schelomianski / Michail Schelomianski
Marfa: Britta Stallmeister / Britta Stallmeister
Grigori Grjasnoi: Johannes Martin Kränzle / Johannes Martin Kränzle
Maljuta Skutarow: Simon Bailey / Magnus Baldvinsson
Bojar Lykow: Michael König / Alexey Kudrya
Ljubascha: Elena Manistina / Elena Cassian
Bomelius: Hans-Jürgen Lazar / Hans-Jürgen Lazar
Saburowa: Ann-Marie Backlund / Sonja Mühleck
Dunjascha: Elzbieta Ardam / Katharina Magiera
u.a.
Chor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Museumsorchester

grün = Wiederaufnahme 2008


Die Zarenbraut
Oper Frankfurt
Opritschniki und Volk (Chor der Oper Frankfurt)
Foto: Barbara Aumüller

Die Handlung der am 3. November 1899 in Moskau uraufgeführten Zarenbraut geht auf eine wahre Begebenheit aus der Zeit Iwan IV. – besser bekannt als Iwan der Schreckliche – zurück: Auf der Suche nach einer dritten Ehefrau fiel unter 2000 Anwärterinnen aus dem gesamten Reich die Wahl des Zaren auf die Nowgoroder Kaufmannstochter Marfa Sobakina. Doch sehr bald danach erkrankte die junge Frau und starb schließlich kurz nach der Hochzeit. Die Umstände ihres Todes wurden nie geklärt. In der Oper nun stehen zwei unterschiedliche Frauen im Mittelpunkt der Handlung: Marfa – die spätere Zarenbraut –, die eigentlich ihrer Jugendliebe, dem Bojaren Lykow, versprochen ist, ergibt sich ihrem Schicksal und verzichtet auf ihren Verlobten, als der Zar sie erwählt. Ljubascha hingegen, die Geliebte des der gewaltbereiten zaristischen Leibgarde – den Opritschniki – angehörenden Grigori Grjasnoi, kämpft um ihr Glück. Denn als sich auch Grigoris Begehren auf die schöne Marfa richtet, versucht er, das Mädchen durch den mit einem Zaubermittel versehenen Verlobungstrunk für sich zu gewinnen. Ljubascha aber vertauscht zuvor das Liebespulver mit einem schleichend wirkenden Gift, das Marfas körperlichen Reize zerstören soll. Als diese schwer erkrankt und nach der Vermählung mit dem Zaren vom Tod Lykows erfährt, verfällt sie dem Wahnsinn. Grigori gesteht seine Mitschuld am Geschehen und tötet Ljubascha. Marfa erträumt im Wahn ihr verlorenes Glück. [© Text: Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Die Zauberflöte
Eine große Oper in zwei Aufzügen

Musik: Wolfgang Amadeus Mozart
Text: Emanuel Schikaneder
Uraufführung: 30. September 1791, Theater im Starhembergschen Freyhaus auf der Wieden, Wien

Ort:
Im Reich der Königin der Nacht (1. Akt)
Im Reich Sarastros (2. Akt)

Zur  Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere:
14. Oktober 16

Musikalische Leitung: Konrad Junghänel
Regie: Carsten Kochan
Bühne: Matthias Schaller, Susanne Füller
Kostüme: Susanne Füller
Licht: Klaus Krauspenhaar
Video: Gérard Naziri
Chor: Albert Horne
Dramaturgie: Regine Palmai

Besetzung:

Sarastro: Young Doo Park /Günther Groissböck
Tamino: Ioan Hotea / Gustavo Quaresma
Königin der Nacht: Gloria Rehm
Pamina: Katharina Konradi /Stella An
Papageno: Benjamin Russell /Alexander Knight /Michael Nagy
Papagena: Stella An /Sarah Elisabeth Jones
Monostatos: Benedikt Nawrath
Erste Dame: Sharon Kempton
Zweite Dame: Silvia Hauer
Dritte Dame: Romina Boscolo
Zweiter Priester, Erster Geharnischter: Aaron Cawley
Sprecher, Erster Priester, Zweiter Geharnischter: Stephanos Tsirakoglou
Drei Knaben: Knaben der Chorakademie Dortmund

Chor & Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden


»Nie hat ein dramatisches Produkt bei irgendeiner Nation ein allgemeineres Glück gemacht als Mozarts unsterbliches Werk »Die Zauberflöte«, schreibt bereits 1794 das »Journal des Luxus und der Moden«. Bis heute behauptet sich das deutsche Singspiel als Teil der Top Five des weltweiten Repertoires. Nicht nur Klassikfans kennen die ebenso schrill-absurden wie klanglich beeindruckenden Koloraturen der Rache-Arie der Königin der Nacht, das lustige Vogelfängerlied, Taminos romantische Bildnis-Arie, das Hohelied der Liebe zwischen Menschen egal welchen Standes, die Sarastro-Arie des Verzeihens. Ein Werk, das seine Anziehungskraft und sein Geheimnis zwischen Märchen, Gleichnis, Initiationsgeschichte, Wiener Vorstadtbühnenrummel und Menschheitsmysterium bewahrt. Unter den Sängerinnen und Sängern geben u. a. Operalia-Gewinner Ioan Hotea als Tamino, Katharina Konradi als Pamina, Benjamin Russel als Papageno Rollendebüts. Gloria Rehm singt die Königin der Nacht und Young Doo Park Sarastro. Konrad Junghänel setzt seinen Wiesbadener Mozart-Zyklus fort. Carsten Kochan inszeniert das Singspiel als Aufführung für die ganze Familie. [© Staatstheater Wiesbaden]

www.staatstheater-wiesbaden.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 3. Oktober 1998
14. Wiederaufnahme, Saison 2016/17: 27. November 16

Musikalische Leitung Saison 2016/17: Sebastian Zierer / Sebastian Weigle / Nikolai Petersen
Inszenierung: Alfred Kirchner
Szenische Leitung der Wiederaufnahme Saison 2016/17: Tobias Heyder, Orest Tichonov
Bühnenbild und Kostüme: Michael Sowa und Vincent Callara
Dramaturgie: Vera Sturm
Licht: Olaf Winter
Chor: Tilman Michael

Besetzung Wiederaufnahme 2016/17:

Sarastro:
Alfred Reiter
Tamino: David Portillo
Papageno: Sebastian Geyer
Papagena: Elizabeth Sutphen *
Monostatos: Peter Marsh
Sprecher: James Rutherford
Pamina: Sydney Mancasola
Königin der Nacht: Danae Kontora
Erste Dame: Alison King *
Zweite Dame: Paula Murrihy
Dritte Dame:  Stine Marie Fischer
Drei Knaben: Solisten des Kinderchores der Oper Frankfurt
1. Geharnischter: Michael McCown
2. Geharnischter: Thomas Faulkner
Priester: Pere Llompart

u.a.

* Mitglied des Opernstudios
Chor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Museumsorchester

Besprechung der Wiederaufnahme Saison 2016/17 auf kulturfreak.de


Die Zauberflöte
Oper Frankfurt (Saison 2016/17)
Pamina (Sydney Mancasola) und Tamino (David Portillo) mit den beiden Geharnischten
(links Thomas Faulkner und rechts Michael McCown)

© Wolfgang Runkel ~ www.wolfgang-runkel.de

Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) feierte in der Inszenierung von Alfred Kirchner und in der Ausstattung von Michael Sowa und Vincent Callara am 3. Oktober 1998 Premiere an der Oper Frankfurt. Nun wird die Produktion 18 Jahre später zum vierzehnten Mal wiederaufgenommen, wobei es sich beim ersten Termin am 27. November 2016 um die 153. Aufführung handelt. In der Presse war über eine der letzten Wiederaufnahmen zu lesen: „Immer schon war die Zauberflöte ein Erfolgsstück. (...) Bis heute hat sich daran nichts geändert, auch die jüngste Frankfurter Inszenierung (...) ist eine Erfolgsgeschichte.“

Für viele Zuschauer war und ist Die Zauberflöte der traditionelle Einstieg in die Welt der Oper: Mit Hilfe einer magischen Flöte befreien Prinz Tamino und der Vogelfänger Papageno die junge Pamina, Tochter der Königin der Nacht, aus dem Palast Sarastros. Doch bevor es so weit ist, müssen alle eine Reihe gefährlicher Prüfungen bestehen und an dieser Aufgabe wachsen.

Die musikalische Leitung dieser Aufführungsserie liegt im Wechsel bei Generalmusikdirektor Sebastian Weigle und den beiden Kapellmeistern der Oper Frankfurt, Sebastian Zierer und Nikolai Petersen, wobei der zuletzt Genannte diese Produktion zum ersten Mal dirigiert. Daneben gibt es auch auf Seiten der Sängerinnen und Sänger einige Neubesetzungen zu vermelden: Die amerikanische Sopranistin Sydney Mancasola zählt seit dieser Saison zum Ensemble der Oper Frankfurt. Die Partie der Pamina verkörperte sie bereits nach ihrem Europa-Debüt 2015/16 an der Komischen Oper Berlin. Ihr Landsmann David Portillo legt als Tamino sein Frankfurter Hausdebüt vor. Zu seinen Plänen gehören Auftritte als Pedrillo in Mozarts Die Entführung aus dem Serail an der Nationale Opera Amsterdam und Jacquino in Beethovens Fidelio an der New Yorker Met. Danae Kontora (Die Königin der Nacht) ist Griechin und zählte während der Saison 2015/16 zum Opernstudio der Oper Frankfurt, bevor sie zu dieser Spielzeit in das Ensemble der Oper Leipzig wechselte. Die Amerikanerin Elizabeth Sutphen (Papagena) ist neu im Frankfurter Opernstudio. Angeführt von James Rutherford als Sprecher sind auch weitere Partien mit Mitgliedern des Operstudios und des Ensembles neu besetzt. Dies gilt auch für die Alternativbesetzungen der Serie.   [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Der Zwerg
Ein tragisches Märchen für Musik in einem Akt

Von: Alexander Zemlinsky
Text: Georg C. Klaren nach Oscar Wilde
Uraufführung: 28. Mai 1922 (Köln, Oper Köln)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Doppelabend mit Gianni Schicchi ( Giacomo Puccini)

Premiere am 19. September 15

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer
Inszenierung: Rebecca Bienek
Bühne: Valentin Köhler / Paul Zoller
Kostüme: Valentin Köhler
Licht: Stefan Bauer
Chor: Sebastian Hernandez-Laverny
Dramaturgie: Lars Gebhardt

Besetzung
Der Zwerg

Donna Clara: Marie-Christine Haase
Ghita: Alexandra Samouilidou
Don Estoban: Derrick Ballard
Der Zwerg: Alexander Spemann
1. Zofe: Miriam Gadatsch (Junges Ensemble)
2. Zofe: Rebekka Stolz (Junges Ensemble)
3. Zofe: Alin Deleanu
1. Mädchen: Elisabeth Stradalski
2. Mädchen: Susanne Thomas

Damenchor des Staatstheater Mainz
Statisterie und Kinderstatisterie des Staatstheater Mainz
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Die zwei Einakter aus den turbulenten 1910er und 1920er Jahren legen gnadenlos und mit hoher analytischer Präzision gesellschaftliche Mechanismen offen, indem sie dem Zuschauer Zerrbilder seiner Realität vorführen. In Alexander Zemlinskys Oper Der Zwerg, die auf Oscar Wildes Kunstmärchen Der Geburtstag der Infantin von 1891 basiert, sehen wir das grausame Aufeinandertreffen von Selbst- und Fremdwahrnehmung: Die spanische Infantin feiert ihren 18. Geburtstag und erhält neben Geschenken aus aller Welt auch einen verwachsenen Zwerg, der alles Schöne vergöttert, sich selbst aber noch nie gesehen hat. Der Zwerg verliebt sich in die Infantin, die fasziniert von dem Geschöpf ist — und ihn schließlich mit seinem eigenen Spiegelbild konfrontiert: Der Zwerg stirbt.
Zemlinskys Musik, die zwischen rauschhaftem Orchesterklang, irisierenden Orientalismen und rhythmischer Prägnanz changiert, lässt eine oberflächlich-überzeichnete Gesellschaft entstehen, aus der der naivehrliche Zwerg herausfällt.

Mit Gianni Schicchi schuf Giacomo Puccini eine der letzten großen Buffa-Komödien der italienischen Operntradition — eine Referenz an Vergangenes und zugleich eine bitterböse Satire. Aus dem in Dantes Göttlicher Komödie als Betrüger bestraften Emporkömmling Gianni Schicchi machen Puccini und sein Librettist Giovacchino Forzano einen ebenso schlitzohrigen wie zutiefst sympathischen Strippenzieher. Die Verwandten des Buoso Donati sind außer sich: Der soeben Verstorbene hat seinen ganzen Besitz einem Kloster vermacht, dabei hatten doch alle schon auf die verschiedenen Ländereien spekuliert. Man beschließt, den gewieften Gianni Schicchi um Rat zu fragen. Dieser zögert nicht lange, legt sich als angeblicher Buoso ins Bett und diktiert dem Notar mit verstellter Stimme ein neues Testament. Dabei vermacht er den Großteil der Erbschaft sich selbst und schlägt damit den gierigen Verwandten ein Schnippchen. Mit hohem Tempo und viel Witz lässt Puccini Konflikte lustvoll kollidieren, erzählt ganz nebenbei eine kleine Liebesgeschichte und komponiert eine der schönsten Selbstmorddrohungen der Musikgeschichte: „O mio babbino caro…“

[© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

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