Oper, Stückeinfos T

Das Tagebuch der Anne Frank
Mono-Oper in zwei Akten

Von: Grigori Frid
Deutsch von:Ulrike Patow
Uraufführung konzertant mit Klavier: 18. Mai 1972 (Moskau, im Haus von Grigori Frid
Uraufführung konzertant mit Orchester: 7. Mai 1977 (Kislowodsk Philharmonie)
Uraufführung szenisch mit Orchester: 8. Mai 1977 (Swertlowsk (Jekatherinburg), Operntheater Margarita Wladimirowa
Uraufführung szenisch / reduzierte Orchesterfassung: 12. November 1999 (Braunschweig, Staatstheater Braunschweig)
Deutsche Erstaufführung mit Orch
ester: 28. März 1993 (Nürnberg, Tafelhalle)

Zur Inszenierung des Theater Magdeburg:

Premiere:
15. Oktober 15 (Opernhaus/Podium)

Musikalische Leitung: Anna Grinberg
Regie: Sebastian Gruner
Dramaturgie: Thomas Schmidt-Ehrenberg

Klavier: Anna Grinberg
Anne: Irma Mihelič

Das Theater Magdeburg zeigt Grigori Frids Kammeroper »Das Tagebuch der Anne Frank« im Podium des Opernhauses ab Donnerstag, 15. Oktober 2015 19.30 Uhr mit Irma Mihelič, dem Neuzugang im Ensemble, in der Titelrolle.

70 Jahre nach Anne Franks Tod und ebenfalls 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wird die Kammeroper von Grigori Frid »Das Tagebuch der Anne Frank« im Opernhaus aufgeführt. Inszeniert wird die Mono-Oper im kleinen und intimen Rahmen auf einem Rundpodest im Podium des Opernhauses vor dem Publikum, das im Kreis rund um die Bühne platziert wird.

Die Tagebuchaufzeichnungen von Anne Frank gelten als wichtiges und erschütterndes Zeugnis über die Schrecken der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Das Libretto orientiert sich detailgenau an den Berichten des jungen Mädchens, das ihren 16. Geburtstag nicht mehr erlebte. Die Handlung der Oper setzt ein mit Annes 13. Geburtstag, an dem sie von ihrem Vater ein Tagebuch geschenkt bekommt. Kurz darauf muss sich die Familie, auf Grund ihres jüdischen Glaubens, in einem Hinterhaus in Amsterdam vor der Gestapo verstecken. Dort dokumentieren Annes Gedanken den hohen psychischen Druck, dem das junge Mädchen ausgesetzt war, sowie die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Leids. Nach zwei Jahren im Versteck wird die Familie verraten und von den Nationalsozialisten entdeckt. 1945 starb Anne Frank an Typhus im Konzentrationslager Bergen-Belsen, nur wenige Woche vor Kriegsende. Später werden die Notizen von ihrem Vater Otto Frank, dem einzigen Überlebenden der Familie Frank, veröffentlicht. 1969 dienen sie Grigori Frid als Vorlage für seine Kammeroper.

Die atmosphärisch-expressive Musik von Frid wird einstudiert von Anna Grinberg, die die Sopranistin Irma Mihelič auch am Klavier begleitet. Die aus Slowenien stammende Sängerin Mihelič wechselte aus dem Opernstudio der Staatsoper Stuttgart in das Ensemble des Theaters Magdeburg und stellt sich in der Titelrolle der Anne Frank in Magdeburg vor. Als Regisseur konnte Regieassistent Sebastian Gruner gewonnen werden, der in der letzten Spielzeit bereits erfolgreich bei der Kinderoper »Nabucco« am Theater Magdeburg Regie geführt hat. [© Theater Magdeburg]

Die Kammeroper »Das Tagebuch der Anne Frank« ist geeignet für Kinder ab 12 Jahre.
Für Schülerinnen und Schüler sind auf Wunsch ein szenischer Einführungsworkshop und ein Nachgespräch buchbar. Außerdem gibt es zu dieser Produktion eine Materialmappe. Interessierte Lehrkräfte wenden sich bitte an unseren Theaterpädagogen Matthias Brandt: matthias.brandt@theater-magdeburg.de

www.theater-magdeburg.de

Tamerlano
Dramma per musica in drei Akten

Von: Georg Friedrich Händel
Text: Nicola Francesco Haym, nach Vorlagen von Agostino Piovene und Ippolito Zanelli (basierend auf Jacques Pradons Tragödie “Tamerlan ou La mort de Bajazet”)
Uraufführung: 31. Oktober 1724 (London, King´s Theatre, Haymarket)

Zur Inszenierung der Oper Bonn:

Premiere: 27. Februar 11

Musikalische Leitung: Rubén Dubrovsky
Inszenierung: Philipp Himmelmann
Bühne: Johannes Leiacker
Kostüme: Katherina Kopp
Licht: Thomas Roscher

Besetzung:

Tamerlano: Mariselle Martinez
Bajazet: Mirko Roschkowski
Asteria: Judith Gauthier / Emiliya Ivanova (27.2.)
Andronico: Antonio Giovannini
Irene: Susanne Blattert

Ein Bass: Sven Bakin

Beethoven Orchester Bonn

Continuo:
Orgel und Cembalo:
Christopher Sprenger
Violoncello: Grigory Alumyan
Laute: Stanislaw Gojny
Kontrabass: Ingo Klatt


Besprechung auf kulturfreak.de


Tamerlano

Oper Bonn
Bajazet (Mirko Roschkowski), Andronico (Antonio Giovannin), Asteria (Emiliya Ivanova),
Tamerlano (Mariselle Martinez, Irene (Susanne Blattert)

© Thilo Beu

Mit TAMERLANO von Georg Friedrich Händel setzt die Bonner Oper ihre Pflege der Barockoper fort. Regisseur Philipp Himmelmann gelang bereits mit DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN in der letzten Saison ein spektakulärer Erfolg. Am Pult des Beethoven Orchester Bonn steht der argentinische Barock-Spezialist Rubén Dubrovsky, der nach seinem eindrucksvollen Operndebut 2008 in Bonn in Valencia, Madrid, Wien und bei den Händelfestspielen Karlsruhe dirigiert hat. Zu den Gästen dieser Produktion zählen die fulminante Mezzosopranistin Mariselle Martinez und der Countertenor-Shootingstar Antonio Giovannini, der bereits unter Riccardo Muti in Salzburg und Ravenna sowie in Bologna, Paris, Wien und Madrid gesungen hat. [© Oper Bonn]

www.theater-bonn.de

Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg
Große romantische Oper in drei Akten

Von: Richard Wagner
Uraufführung: 19. März 1845 (Dresden, Köiglich Sächsisches Hoftheater)

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden

Premiere: 19. November 17

Inszenierung: Uwe Eric Laufenberg
Musikalische Leitung: GMD Patrick Lange
Bühne: Rolf Glittenberg
Kostüme: Marianne Glittenberg
Chor: Albert Horne
Video: Gérard Naziri
Dramaturgie: Regine Palmai

Besetzung:

Hermann, Landgraf von Thüringen:
Young Doo Park
Tannhäuser: Lance Ryan
Elisabeth: Sabina Cvilak
Venus: Jordanka Milkova
Wolfram von Eschenbach: Benjamin Russell / Christopher Bolduc
Walther von der Vogelweide: Aaron Cawley
Biterolf: Thomas de Vries
Heinrich der Schreiber: Joel Scott
Reinmar von Zweter: Alexander Knight
Ein junger Hirt: Stella An
Nymphen und Grazien: Charlotte Dambach, Viviana Defazio, Laurin Thomas, Rouven Pabst, Nicholas Bruder
Vier Edelknaben: Eunshil Jung, Hyerim Park, Isolde Ehinger, Daniela Rücker

Chor & Extrachor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Die große romantische Oper »Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg« ist die erste Zusammenarbeit des neuen Generalmusikdirektors Patrick Lange mit Intendant Uwe Eric Laufenberg als Regisseur. Für diesen wird, nach »Meistersinger« in Köln, »Parsifal« in Bayreuth und dem »Ring des Nibelungen« in Linz und Wiesbaden, »Tannhäuser« seine siebte Inszenierung einer Oper Richard Wagners sein. Patrick Lange gibt mit dieser Oper seinen Einstand als GMD am Opernpult.

Tannhäuser ist zerrissen zwischen Sinnesrausch und Askese, zwischen anarchistischem Ausleben seines Selbst und Einordnung in einer determinierten Gesellschaft, zwischen Frevel und Christentum, zwischen der Hingabe zu Sex und Libido und der »reinen« Liebe, zwischen zwei Frauen, zwischen zwei Welten.

Wagner sagte zum Ende seines Lebens: »Ich bin der Welt noch den Tannhäuser schuldig...«, er meinte eine endgültige Fassung, hat er doch das Werk zwischen den Aufführungen in Dresden, Paris, München und Wien ständig verändert.

Patrick Lange und Uwe Eric Laufenberg haben eine Fassung erarbeitet, die sich an der Pariser und Wiener Version orientiert und die versucht aufzunehmen, was Wagners Essenz zu diesem Stück am nächsten kommt.
Tannhäuser ist Lance Ryan, der in Wiesbaden als Peter Grimes und Siegfried weitere Marksteine in seiner internationalen Karriere setzen konnte. [© Staatstheater Wiesbaden]

www.staatstheater-wiesbaden.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Darmstadt:

Premiere: 22. April 17

Musikalische Leitung: Will Humburg
Inszenierung: Amir Reza Koohestani
Co-Regie: Dirk Schmeding
Bühne: Mitra Nadjmabadi
Kostüme: Gabriele Rupprecht
Video: Philip Widmann
Einstudierung Chor: Thomas Eitler-de Lint
Licht: Heiko Steuernagel

Besetzung:

Tannhäuser:
Deniz Yilmaz
Landgraf Hermann: Martin Snell
Wolfram von Eschenbach: David Pichlmaier, Oleksandr Prytolyuk
Walther von der Vogelweide: Jun-Sang Han, Minseok Kim
Biterolf: Nicolas Legoux
Heinrich der Schreiber: Musa Nkuna, Michael Pegher
Reinmar von Zweter:
Thomas Mehnert
Elisabeth, Nichte des Landgrafen: Edith Haller
Venus: Tuija Knihtilä  / KS Katrin Gerstenberger
Ein junger Hirt: Amelie Gorzellik,  Aki Hashimoto
Vier Edelknaben: Ingrid Katzengruber, Aviva Piniane, Katja Rollfink, Hildegard Schnitzer

Der Opernchor des Staatstheaters Darmstadt
Der Extrachor des Staatstheaters Darmstadt
Das Staatsorchester Darmstadt
Die Statisterie des  Staatstheaters Darmstadt

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Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg
Staatstheater Darmstadt
Tannhäuser (Deniz Yilmaz)
© Wolfgang Runkel ~ www.wolfgang-runkel.de

In der Entstehungszeit um 1843 formulierte Richard Wagner seine Vision von einer Reform der Oper als Einheit von Musik und Drama – das Gesamtkunstwerk. Daher ist es gewiss kein Zufall, dass der Protagonist in dieser Oper Poet und Sänger ist – ein Suchender, der geleitet wird vom inneren Drang nach Findung der Wahrheit, nach Erlösung und Seelenheil.

Obwohl im Schoß der Göttin Venus im Inneren des Venusbergs geborgen und vergnügt, will Tannhäuser wieder aufbrechen. Er erfährt, wie sehr Elisabeth unter seiner Abwesenheit gelitten hat und kehrt zurück auf die Wartburg. Die beiden begegnen sich wieder. Genau um diese Zeit verkündet der Landgraf das Thema des bevorstehenden Sängerwettstreits: Die Liebe.

Erstmals inszeniert der iranische Regisseur Amir Reza Koohestani in Darmstadt und präsentiert damit gleichzeitig seine erste Opernregie-Arbeit.  [© Staatstheater Darmstadt]

www.staatstheater-darmstadt.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere: 17. September 10

Musikalische Leitung: Catherine Rückwardt
Inszenierung: Sandra Leupold
Bühne: Tom Musch
Kostüme: Julia Burde
Choreinstudierung: Sebastian Hernandez-Laverny
Dramaturgie: Carsten Jenß
Regie-Assistenz: Holger Liebig/Anja Kühnhold          
Inspizienz: Eckhard Wagner
Souffleur: Franz Pohl

Besetzung:

Hermann, Landgraf von Thüringen: Hans-Otto Weiß
Tannhäuser: Alexander Spemann
Wolfram von Eschenbach: Patrick Pobeschin
Walther von der Vogelweide: Alexander Kröner
Biterolf: Heikki Kilpeläinen
Heinrich der Schreiber: Lucas Vanzelli
Reinmar von Zweter: Martin Js.Ohu
Elisabeth, Nichte des Landgrafen: Bettine Kampp
Venus: Patricia Roach
Ein junger Hirt: Marianne Steinmetz
Vier Edelknaben: Cornelia Langhals, Claudia Sasse, Elisabeth Stradalski, Anke Trittin

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Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg
Staatstheater Mainz
Tannhäuser (Alexander Spemann), Venus (Patricia Roach), Damenchor, Statisterie
Foto: Martina Pipprich

www.staatstheater-mainz.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Nürnberg:

Premiere:
17. Oktober 09

Musikalische Leitung: Christof Prick
Inszenierung: Rosamund Gilmore
Bühne: Carl Friedrich Oberle
Kostüme: Nichola Reichert
Choreinstudierung: Edgar Hykel
Dramaturgie: Johann Casimir Eule

Besetzung:

Hermann, Landgraf von Thüringen: Guido Jentjens
Tannhäuser: Richard Decker
Wolfram von Eschenbach: Jochen Kupfer
Walther von der Vogelweide: Martin Nyvall
Biterolf: Rainer Zaun
Heinrich der Schreiber: Christopher Lincoln
Reinmar von Zweter: Vladislav Solodyagin
Elisabeth, Nichte des Landgrafen: Mardi Byers
Venus: Alexandra Petersamer
Ein junger Hirt: Leah Godon
Vier Edelknaben: Franziska Kern, Joanna Limanska, Yuko Oba, Angelika Straube

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Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg
Staatstheater Nürnberg
Jochen Kupfer, Richard Decker, Chor und Extrachor
© Karen Stuke - www.theaterfoto.com

www.staatstheater-nuernberg.de

Zur Inszenierung des Theater Bonn:

Premiere:
18. September 09

Musikalische Leitung: Stefan Blunier
Inszenierung: Klaus Weise
Bühne: Martin Kukulies
Kostüme: Fred Fenner
Licht: Thomas Roscher
Choreographie: Nick Hobbs
Choreinstudierung: Sibylle Wagner
Video: Svenja Kübler
Dramaturgie: Ulrike Schumann

Besetzung:

Hermann:
Ramaz Chikviladze
Tannhäuser: Scott MacAllister
Wolfram von Eschenbach: Lee Poulis
Walther von der Vogelweide: Mirko Roschkowski
Biterolf: Mark Morouse
Elisabeth: Ingeborg Greiner
Venus: Daniela Denschlag
Ein junger Hirt: Anna Virovlansky
Vier Edelknabe: Laura Penning, Stella Kohen, Kerstin Kopp, Sara Engels *
Tänzerinnen: Claudia Braubach, Yi Cheng, Patrizia Ciná, Bibiana Jiminez, Elisabeth Karner, Yuko Sato, Romy Schwarzer, Anna Schwentner, Robina Steyer, Yasha Wang

Chor und Extrachor des Theater Bonn
* Jugendchor des Theater Bonn
Statisterie des Theater Bonn

Beethoven Orchester Bonn

Eine Koproduktion mit dem Beethovenfest Bonn

Besprechung auf kulturfreak.de


Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg

Oper Bonn
Ensemble
© Thilo Beu

Generalintendant Klaus Weise und Generalmusikdirektor Stefan Blunier brachten die Bonner Neuinszenierung von Wagners romantischer Oper in einer „Mischfassung“ aus der skandalumwitterten Pariser (1875 ) und der Dresdner Fassung (1852) zur Aufführung.

Als Minnesänger weiß Heinrich von Ofterdingen, genannt Tannhäuser, poetisch die Liebe zu schildern. Als Liebender scheitert er an dem Versuch, sich dauerhaft zwischen der freien lustvollen Göttin Venus und der aufrichtigen, reinen Elisabeth zu entscheiden. Während eines Sängerwettstreites auf der Wartburg provoziert Tannhäuser mit einem ekstatischen Gesang auf Venus und wird dafür mit dem Tod bedroht. Elisabeth erfleht Gnade für Tannhäuser; seine lästerlichen Gesänge soll er auf einem Pilgergang nach Rom büßen. Einen ganzen Sommer und Herbst wartet Elisabeth vergeblich auf Tannhäuser, schließlich bietet sie der Jungfrau Maria ihr Leben zur Tilgung seiner Schuld an. Tannhäuser, dem in Rom jede Hoffnung auf Absolution genommen wurde und der nach seiner Rückkehr nur noch eine Existenz bei Venus zu finden glaubt, bricht beim Anblick der toten Elisabeth sterbend zusammen. Doch dann bringen junge Pilger einen frisch ausgetriebenen Priesterstab, der die göttliche Erlösung anzeigt. Elisabeths Flehen wurde erhört: Tannhäusers Seele ist begnadigt.  [© Theater Bonn]

www.theater-bonn.de

Zur Produktion der Sommerfestspiele im Festspielhaus Baden-Baden:
(Koproduktion zwischen dem Festspielhaus Baden-Baden und der Nederlandse Opera Amsterdam)

Aufführungen: 25., 27. und 29. Juli 08

Musikalische Leitung: Philippe Jordan
Inszenierung: Nikolaus Lehnhoff
Bühnenbild: Raimund Bauer
Kostüme: Andrea Schmidt-Futterer
Licht: Duane Schuler
Choreographie: Amir Hosseinpour, Jonathan Lunn
Dramaturgie: Klaus Bertisch

Besetzung:

Elisabeth (25./27. Juli):
Camilla Nylund
Elisabeth (29. Juli): Solveig Kringelborn
Venus: Waltraud Meier
Tannhäuser (25./27. Juli): Robert Gambill
Tannhäuser (29. Juli): Robert van Aken
Landgraf: Stephen Milling
Wolfram von Eschenbach: Roman Trekel
Walther von der Vogelweide: Marcel Reijans
Biterolf: Tom Fox
Heinrich der Schreiber: Florian Hoffmann
Reimar van Zweeter:
Andreas Hörl
Ein junger Hirt:
Katherina Müller
Vier Edelknaben:
Claudia Chmelar, Anna-Katina Tilch, Manuela Leonhartsberger, Martina König
Geist des Tannhäuser: Reinier van der Eng

Festspielhaus-Chor Baden-Baden
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

Besprechung auf kulturfreak.de


Tannhäuser
Festspielhaus Baden-Baden
Elisabeth (Solveig Kringelborn), Tannhäuser (Robert van Aken) und Festspielhaus-Chor Baden-Baden
Foto: Andrea Kremper


www.festspielhaus.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
(Dresdner Fassung)

Premiere: 28. Januar 07
2. Wiederaufnahme Saison 2013/2014: 19. Oktober 13
1. Wiederaufnahme Saison 2007/2008 : 9. September 07


Musikalische Leitung: Paolo Carignani / Johannes Debus / Johannes Debus / Constantin Trinks
Regie: Vera Nemirova
Szenische Leitung der 2. Wiederaufnahme: Tobias Heyder
Bühnenbild und Kostüme:
Johannes Leiacker
Dramaturgie: Malte Krasting
Licht: Olaf Winter
Chor: Alessandro Zuppardo / Matthias Köhler

Besetzung:

Tannhäuser:
Ian Storey / Frank van Aken / Frank van Aken (So. 23.09.07: Scott MacAllister ) / Lance Ryan
Elisabeth: Danielle Halbwachs / Sonja Mühleck / Sonja Mühleck / Annette Dasch
Wolfram von Eschenbach: Christian Gerhaher / Michael Nagy / Johannes Martin Kränzle / Daniel Schmutzhard
Venus: Elena Zhidkova / Brigitte Pinter / Louise Winter / Tuija Knihtilä
Hermann: Magnus Baldvinsson / Andreas Hörl / Magnus Baldvinsson / Andreas Bauer
Walther von der Vogelweide: Peter Marsh / Daniel Behle / JunHo You
Heinrich der Schreiber: Michael McCown / Hans-Jürgen Lazar / Hans-Jürgen Lazar
Reinmar: Jacques Does / Franz Mayer / Franz Mayer / Franz Mayer
Biterolf: Gregory Frank / Gregory Frank / Magnús Baldvinsson
Hirt: Solisten der Aurelius Sängerknaben ~ Calw Cedric Schmitt
u.a.

Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Chor der Oper Frankfurt
Statisterie der Oper Frankfurt

Grün = Wiederaufnahme 2007/2008
Lila= Wiederaufnahme Saison 2013/2014

Besprechung der 2. Wiederaufnahme auf kulturfreak.de
Besprechung der 1. Wiederaufnahme auf kulturfreak.de
Besprechung der Premiere auf kulturfreak.de

Zum Inhalt: Der Minnesänger Tannhäuser hat mit der Göttin Venus die sinnliche Seite der Liebe erlebt. Dem gegenüber steht die spirituelle Reinheit, die Elisabeth - die Tochter des Landgrafen Hermann - für ihn verkörpert. Als Tannhäuser bei einem Sängerwettstreit seinen Beitrag dem körperlichen Sinnengenuss widmet, bringt er seine Künstlerfreunde gegen sich auf. Durch eine Pilgerfahrt nach Rom soll er seinen Frevel büßen, aber der Papst vergibt ihm nicht. Gebrochen kehrt Tannhäuser zurück, doch bevor er sich erneut Venus zuwenden will, erfährt er vom Tod Elisabeths, die sich für ihn geopfert hat. Im Sterben wird Tannhäuser schließlich die erhoffte Vergebung zuteil.   [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

The Tempest (Der Sturm)
Oper in drei Akten

Von: Thomas Adès (* 1. März 1971)
Text: Meredith Oakes (nach dem gleichnamigen Schauspiel (1610 / 1611) von William Shakespeare)
Uraufführung: 10. Februar 2004 (London, Royal Opera House Covent Garden)
Deutschsprachige Erstaufführung: 10. Januar 2010 (Frankfurt, Oper Frankfurt)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
10. Januar 10 (Deutsche Erstaufführung)
1. Wiederaufnahme: Januar 14

Musikalische Leitung: Johannes Debus / Sian Edwards
Regie: Keith Warner
Bühnenbild: Boris Kudlička
Kostüme: Jorge Jara
Dramaturgie: Norbert Abels
Licht: Davy Cunningham
Chor: Michael Clark
Video: Bibi Abel

Besetzung:
Miranda, Prosperos Tochter:
Claudia Mahnke / Jenny Carlstedt
Prospero, Herzog von Mailand:
Adrian Eröd / Brian Mulligan
Ariel, ein Geist: Cynthia Sieden / Cyndia Sieden
Caliban, ein Wilder:
Peter Marsh / Peter Marsh
Ferdinand, Sohn König Alonsos:
Carsten Süß / Yves Saelens
Stefano, betrunkener Diener: Magnus Baldvinsson / Magnús Baldvinsson
Trinculo, Narr:
Christopher Robson / Christopher Robson
Antonio, Prosperos Bruder:
Michael McCown / Michael McCown
Sebastian, Bruder König Alonsos: Sungkon Kim / Sebastian Geyer
Gonzalo, ehrlicher Ratsherr:
Simon Bailey / Simon Bailey
Alonso, König von Neapel:
Richard Cox / Beau Gibson

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester  

grün = Wiederaufnahme Saison 2013/2014

Zum Inhalt:
Prospero, rechtmäßiger Herzog von Mailand, zerstört durch einen magisch heraufbeschworenen Sturm das neapolitanische Schiff, auf dem sich auch sein Bruder Antonio befindet. Dieser erschlich sich mit Hilfe von König Alonso Prosperos Erbe. Seitdem muss Prospero zusammen mit seiner Tochter Miranda auf einer einsamen Insel leben. Caliban, der Sohn einer Hexe, ist der eigentliche Herrscher dieser Insel. Doch Prosperos Macht ermöglichte es Caliban nicht, sein Erbe anzutreten. Nach dem Schiffbruch wird die Besatzung ans Festland gebracht, nur Prinz Ferdinand, der Sohn König Alonsos, strandet auf der Insel. Dort trifft er auf Miranda und verliebt sich in sie, gegen den Willen Prosperos. Alonso beklagt den vermeintlichen Verlust seines Sohnes. Aber Prospero sinnt weiter auf Rache und so gerät die königliche Gesandtschaft durch Eingreifen des Geistes Ariel in Streit. Das Auftreten Calibans verschärft den Konflikt, verrät der Mannschaft aber gleichzeitig den Aufenthaltsort des Prinzen. Also machen sich alle auf den Weg, um Ferdinand zu befreien. Prospero erkennt, dass seine Magie nur von Schaden war und stellt seinem Bruder das junge Paar vor. Er selbst tritt dem König gegenüber und schließt Frieden mit Alonso und Antonio. Caliban bleibt allein zurück. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

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Teseo
Dramma tragico in fünf Akten

Von: Georg Friedrich Händel
Uraufführung: 17. Januar 1713 (London, Queen’s Theatre, Haymarket)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 30. Mai 13 (im Bockenheimer Depot)

Musikalische Leitung: Felice Venanzoni
Regie: Tilmann Köhler

Bestzung:

Teseo:
Jenny Carlstedt
Agilea: Juanita Lascarro
Medea: Gaëlle Arquez
Egeo: William Towers
Clizia: Anna Ryberg
Arcane: Matthias Rexroth

Besprechung auf kulturfreak.de


Teseo
Oper Frankfurt
Medea (Gaëlle Arquez)

© Barbara Aumüller www.szenenfoto.de

Die unglaubwürdige und in weiten Teilen auch unlogische Handlung schien das damalige Publikum nicht zu stören. Titelfigur dieser Frankfurter Erstaufführung ist Teseo (Theseus), Held der griechischen Mythologie, der seinerzeit mit Hilfe des Ariadnefadens aus dem Labyrinth des Minotaurus entkam. Nichts davon bei Händel: Hier kämpft Teseo im Heer seines Vaters Egeo, des Königs von Athen. Er liebt Agilea, die auch Egeo begehrt. Den Sohn will er mit Medea – der er selbst Hoffnungen auf den Thron gemacht hat – verheiraten, um ihn damit als Konkurrenten um die Macht auszuschalten. Teseo willigt ein, mit Medeas Hilfe Agilea für sich zu gewinnen, wobei ihm der Hass und die Eifersucht der gedemütigten Zauberin verborgen bleiben. Die von Medea beschworenen Dämonen entführen Agilea, welche unter dem Einfluss des Zaubers ihrer Liebe entsagt. Anteilnahme heuchelnd gibt Medea vor, dem Glück Agileas mit Teseo nicht mehr im Wege zu stehen. Dem König indes verspricht sie, seinen Nebenbuhler – in dem er seinen Sohn nicht erkennt – aus dem Weg zu räumen. Da bemerkt der Vater Teseos Schwert und schlägt ihm den Giftbecher aus der Hand. Gerührt gibt der König dem jungen Paar und auch den sich liebenden Hofbediensteten Clizia und Arcane seinen Segen. Medea erscheint auf einem Drachenwagen, um den Königspalast zu zerstören. Aber durch das Eingreifen der Göttin Minerva werden alle gerettet.  [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Tiefland
Musikdrama in einem Vorspiel und zwei Akten

Von: Eugen D Álbert (1864-1932)
Text: Rudolph Lothar, nach Guimerá
Uraufführung: 15. November 1903 (Prag, Deutsches Theater)
Gekürzte Endfassung: 6. Januar 1905 (Magdeburg, Stadttheater)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
26. März 11

Musikalische Leitung: Catherine Rückwardt
Insenzierung: Katharina Wagner
Bühne: Monika Gora
Kostüme: Thomas Kaiser

Besetzung:

Sebastiano:
Heikki Kilpeläinen * / Thomas deVries
Marta: Sonja Mühleck
Pedro: Alexander Kröner
Tommaso: Ks. Hans-Otto Weiß * / Kai Uwe Schöler
Pepa: Susanne Geb
Antonia:  Patricia Roach
Rosalia: Katherine Marriott
Nuri: Tatjana Charalgina
Moruccio: Patrick Pobeschin
Nando: Alexander Spemann
Marta als Kind: Svenja Kroll

Philharmonisches Staatsorchester Mainz
Chor und Statisterie des Staatstheaters Mainz


* Premierenbesetzung

Besprechung auf kulturfreak.de


Tiefland
Staatstheater Mainz
Pedro (Alexander Spemann), Chor
Foto: Martina Pipprich

„Tiefland“, 1903 uraufgeführt, folgt einem um 1900 und weit darüber hinaus folgenreichen Kontrastmodell: eine dekadente Zivilisation auf der einen Seite, eine unbefleckte Natur auf der anderen Seite. In dieser Wildnis wachsen – ganz in der Nachfolge von Richard Wagners Siegfried – freie, nur der Natur verpflichtete Menschen auf, die einer müden, morbiden Zivilisation zu neuem Leben oder zum Untergang verhelfen können.

Katharina Wagner, die Urenkelin Richard Wagners, hat gemeinsam mit ihrer Halbschwester Eva Wagner—Pasquier die künstlerische Gesamtleitung der Bayreuther Festspiele inne. Am Staatstheater Mainz inszenierte sie bereits 2009 / 2010 ,,Madame Butterfly“. Zu ihren Inszenierungen zählen ferner u. a. ,,Der fliegende Holländer" in Würzburg, ,,Lohengrin" in Budapest, ,,Der Waffenschmied" am Staatstheater am Gärtnerplatz München, ,,ll Trittico" an der Deutschen Oper Berlin, ,,Die Meistersinger von Nürnberg" bei den Bayreuther Festspielen, ,,Rienzi" am Theater Bremen und ,,Tannhauser" am Teatro Perez Galdos in Las Palmas de Gran Canaria. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Koproduktion mit der Volksoper Wien

Premiere: 10. Dezember 06
1. Wiederaufnahme (Saison 2013/2014): 31. Mai 14

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle / Sebastian Weigle
Regie: Anselm Weber
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Orest Tichonov
Bühnenbild: Hermann Feuchter
Kostüme: Bettina Walter
Dramaturgie: Agnes Eggers
Licht: Olaf Winter
Chor: Alessandro Zupardo

Besetzung:

Marta: Michaela Schuster / Brigitte Pinter
Pedro: John Treleaven / Johan Botha
Sebastiano: Luciio Gallo / Simon Neal
Tammaso: Magnus Bladvinsson / Magnús Baldvinsson
Nuri: Britta Stallmeister / Britta Stallmeister
Moruccio: Gérard Lavalle / Dietrich Volle
Nando: Peter Marsh / Peter Marsh
Antonia: Claudia Mahnke / Nina Tarandek
Pepa: Sonja Mühleck / Karen Vuong
Rosalia: Elzbieta Ardam / Katharina Magiera


Tiefland
Oper Frankfurt
Magnús Baldvinsson (Tommaso), Simon Neal (Sebastiano), Johan Botha (Pedro), Britta Stallmeister (Nuri)
und dahinter den Chor der Oper Frankfurt sowie oben v.l.n.r. Karen Vuong (Pepa), Katharina Magiera (Rosalia) und Nina Tarandek (Antonia)

© Wolfgang Runkel ~ www.wolfgang-runkel.de

Zum Inhalt:
Der Großgrundbesitzer Sebastiano will seine Geliebte Marta dem jungen, naiven Knecht Pedro zur Frau geben, der von dem Verhältnis der beiden nichts ahnt. Sebastiano möchte reich heiraten, aber Marta in seiner Nähe wissen, damit diese ihm weiterhin gefügig sein kann. Marta schämt sich vor dem aufrichtigen Pedro, für den sie inzwischen Mitleid und Liebe empfindet. Als dieser die wahren Verhältnisse erkennt, tötet er seinen Widersacher im Zweikampf.

www.oper-frankfurt.de

Zur Inszenierung des Opernhaus Zürich im Rahmen der Zürcher Festspiele 2006:

Premiere: Juni 06

Dirigent: Franz Welser-Möst GMD
Inszenierung: Matthias Hartmann
Bühnenbild: Volker Hintermeier
Kostüme: Su Bühler
Lichtgestaltung: Jürgen Hoffmann
Choreinstudierung: Ernst Raffelsberger


Besetzung:

Marta: Petra Maria Schnitzer
Pepa: Christiane Kohl
Antonia: Liuba Chuchrova
Rosalia: Kismara Pessatti
Nuri: Eva Liebau
Pedro: Peter Seiffert
Sebastiano: Matthias Goerne
Tommaso: Laszlo Polgár
Nando: Rudolf Schasching
Moruccio: Valeriy Murga

Besprechung auf kulturfreak.de

www.opernhaus.ch

Tilimbom oder Mit offenen Augen hören
Igor Strawinskys Theater der Groteske

(Mavra in der Kammerensemblefassung, Auszüge aus Petruschka für Klavierduo, Pastorale, Tilimbom)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt

Premiere: 1. Juni 12 (Bockenheimer Depot)

Musikalische Leitung / Klavier: Karsten Januschke
Inszenierung: Andrea Schwalbach

Mitwirkende Mavra

Parascha: Anna Ryberg
Mutter von Parascha: Merja Mäkelä
Nachbarin: Sharon Carty
Basil, ein Husar: N.N.

Mitwirkende Petruschka:

N.N. (Ballerina)
N.N. (Petruschka)
N.N. (Mohr),
N.N. (Gaukler)

Mitwirkende Pastorale:

Maren Favela

Besprechung auf kulturfreak.de

Tilimbom – die deutsche Übersetzung entspricht in etwa dem lautmalerischen „Dingdangdong“ – ist der Titel eines Liedes des russischen Komponisten Igor Strawinsky (1882-1971), dem am Ende dieser Spielzeit die alljährliche Veranstaltungsreihe Oper FINALE gewidmet ist. Im Mittelpunkt des Begleitprogramms steht zwar die Neuinszenierung von Strawinskys The Rake’s Progress, doch sind wieder eine Vielzahl von Veranstaltungen geplant, die die letzte Neuproduktion im Opernhaus vor der Sommerpause umrahmen. Vor diesem Hintergrund ist Tilimbom oder Mit offenen Augen hören auch der Titel eines Abends im Bockenheimer Depots, unter dem sich Strawinskys Operneinakter Mavra in der Kammerensemblefassung, Auszüge aus seinem Ballett Petruschka für Klavierduo sowie seine Lieder Pastorale und Tilimbom zu einem vielschichtigen und beziehungsreichen Geflecht zusammenfügen. Wie in vielen seiner Kompositionen beherrscht auch in Strawinskys Kammeroper Mavra das Tänzerische und die Bewegung den musikalischen Kontext.

Zudem führt der Komponist dabei die Ausrucksmittel der „großen Oper“ in der italienisch-russischen Tradition des Belcanto ad absurdum: Parascha soll eine neue Köchin für ihre verwitwete Mutter engagieren und schleust daher ihren als Frau verkleideten Liebhaber unter dem Namen Mavra ins Haus. Doch der Schwindel fliegt am Ende auf.

So wie Parascha ihre kleinbürgerliche Welt hinter sich lassen will, versucht der Puppenclown Petruschka in Strawinskys gleichnamiger Ballettburleske seinem Leben auf dem Jahrmarkt zu entfliehen und Erfüllung in der Liebe zu einer Ballerina zu finden. Beide Figuren scheitern auf ihrem Weg.

Aber die Regisseurin Andrea Schwalbach – in Frankfurt bekannt durch ihre Inszenierungen u.a. von Donizettis Liebestrank und Ullmanns Kaiser von Atlantis – zieht auch aus den Unterschieden der beiden Stücke Impulse für ihre Inszenierung: „Die Kunstwelt von Petruschka kracht auf das angeblich Heimelige von Mavra. Das muss zur Kollision führen und etwas Neues ergeben!“

Die Musikalische Leitung des Abends liegt bei Solorepetitor Karsten Januschke, der zuletzt mit Dirigaten von Chabriers L’Étoile und Mozarts Così fan tutte im Opernhaus auf sich aufmerksam machte. Angeführt von der Sopranistin Anna Ryberg (Parascha) aus dem Ensemble der Oper Frankfurt sind in weiteren Rollen Mitglieder des Opernstudios (Maren Favela als Sopran in Pastorale) sowie Gäste (u.a. die finnische Mezzosopranistin Merja Mäkelä als Mutter) zu erleben. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Tosca

Von:
Giacomo Puccini
Text: Giuseppe Giacosa und Luigi Illica, nach dem Schauspiel La Tosca von Victorien Sardou

Uraufführung: 14. Januar 1900 (Rom, Teatro Constanzi)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere: 1. März 15

Musikalische Leitung: Paul-Johannes Kirschner
Inszenierung: Julia Hölscher
Bühne: Thomas Rupert
Kostüm: Amit Epstein
Licht: Stefan Bauer
Chor: Sebastian Hernandez-Laverny
Dramaturgie: Lars Gebhardt

Besetzung:

Floria Tosca:
Nadja Stefanoff
Mario Cavaradossi: Eric Laporte
Baron Scarpia: Derrick Ballard
Cesare Angelotti: Florian Küppers
Der Messner: Stephan Bootz
Spoletta: Michael Pegher
Sciarrone: Timon Führ
Ein Hirten: NRaphael Farhat / Simeon Göttle / Sebastian Kleinhaus / Jascha Krams / Eliah Weyell

Chor des Staatstheater Mainz
Kinder des Mainzer Domchor und Mädchenchor am Dom und ST. Quintin
Statisterie des Staatstheater Mainz
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Besprechung auf kulturfreak.de


Tosca

Staatstheater Mainz
Flora Tosca (Nadja Stefanoff), Baropn Scarpia (Derrick Ballard), Opernchor
© Martina Pipprich ~  www.martina-pipprich.de

www.staatstheater-mainz.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 16. Januar 11
1. Wiederaufnahme: 9. Dezember 11
2. Wiederaufnahme: 12
3. Wiederaufnahme: 16. Juni 17

Musikalische Leitung: Kirill Petrenko / Julian Kovatchev (ab 17. Februar 11) / Hartmut Keil / Leo Hussain / Mark Shanahan / Antonio Fogliani
Regie: Andreas Kriegenburg
Bühnenbild:
Harald Thor
Kostüme:
Tanja Hofmann
Dramaturgie:
Malte Krasting
Licht:
Frank Keller
Chor:
Matthias Köhler

Besetzung:

Floria Tosca:
Erika Sunnegårdh / Takesha Meshé Kizart (27. Februar, 5. März, 20. Mai, 2. Juni 2011) / Oksana Dyka / Hui He (Januar 2012) / Liudmyla Monastyrska / Erika Sunnegårdh / Keri Alkema
Scarpia:
Jason Howard / Željko Lučić / Giorgio Surian (Januar 2012) / Dimitri Platanias / Giorgio Surian / Dimitri Platanias
Mario Cavaradossi:
Aleksandrs Antonenko / Alfred Kim (ab 27. Februar 11) / Alfred Kim / Kamen Chanev (27. Januar 2012) / Alfred Kim / Calin Bratescu / Leonardo Caimi
Cesare Angelotti:
Vuyani Mlinde / Sungkon Kim / Vuyani Mlinde (Januar 2012) / Simon Bailey / Kihwan Sim / Gordon Bintner
Der Mesner:
Franz Mayer / Franz Mayer / Franz Mayer / Franz Mayer
Spoletta:
Michael McCown / Michael McCown / Simon Bode / Michael McCown
Sciarrone:
Dietrich Volle / Dietrich Volle /  / Barnaby Rea
Ein Hirte:
Solist der Aurelius Sängerknaben Calw / William Roberts / Valentin Brunner (Solisten der Aurelius Sängerknaben Calw) / Knabensolist des Mainzer Domchores / Knabensolist des Mainzer Domchores
Ein Schließer:
Walter Jäkel / Zoltan Winkler  / Walter Jäkel / Zoltan Winkler (23., 25. Dezember 2011, 15. Januar 2012) /

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Besprechung auf kulturfreak.de

grün = 1. Wiederaufnahme in der Saison 2011/12
lila = 2. Wiederaufnahme in der Saison 2013/14
blau = 3. Wiederaufnahme in der Saison 2016/17


Tosca
Oper Frankfurt
vorne Baron Scarpia (Dimitri Platanias) und Floria Tosca (Keri Alkema)
sowie im Hintergrund v.l.n.r. Sciarrone (links außen stehend: Barnaby Rea),
Statisterie der Oper Frankfurt und Spoletta (rechts außen stehend: Michael McCown)

© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Am 16. Januar 2011 kam an der Oper Frankfurt die aktuelle Tosca-Produktion in der Regie von Andreas Kriegenburg heraus. Danach konnte man in der Frankfurter Rundschau über diese Neuinszenierung des Meisterwerks von Giacomo Puccini (1858-1924) lesen: „»Oper darf nicht nur Traditionspflege sein«, hat Andreas Kriegenburg einmal sinngemäß gesagt, denn Oper werde ja von heutigen Menschen gemacht. Dass Kriegenburg Puccinis Figuren trotzdem nicht brutal ins Heute zerrt, sondern sie in ihren eigentlich zeitlosen Gefühlswelten belässt, ist sein Verdienst – zumal diese bis ins Heute wirken.“ In einer Rundfunkrezension auf SWR2 war zu hören: „Rundum fulminant ging es zu. Große Stimmen, ein prachtvoll disponiertes Orchester, klare Bilder, eine perfekte Inszenierung.“


Zur Handlung dieses „Opern-Krimis“: Im Rom des Jahres 1800 versucht die schöne Sängerin Floria Tosca, ihren Geliebten, den Maler Mario Cavaradossi, aus den Fängen des brutalen Polizeichefs Scarpia zu retten. Dieser fordert als Preis für die Freilassung des Malers von Tosca eine gemeinsame Nacht, danach sollen sie und Cavaradossi, vertuscht durch die Scheinhinrichtung des Geliebten, Rom unbehelligt verlassen dürfen. Tosca willigt ein. Im Affekt ersticht sie den überraschten Scarpia, der aber selbst im Tod die Zügel des Geschehens fest in der Hand hält...

Die Produktion aus der Spielzeit 2010/11 wird nun mit einigen Umbesetzungen zum dritten Mal wiederaufgenommen. Dabei hat der Italiener Antonio Fogliani im Rahmen seines Debüts an der Oper Frankfurt die musikalische Leitung inne. Seit 2011 wirkt er neben seinen internationalen Aufgaben als musikalischer Leiter des Festivals Rossini in Wildbad.
Tosca ist eine zentrale Partie der amerikanischen Sopranistin Keri Alkema während der Spielzeit 2016/17. Mit ihr gibt die Künstlerin nicht nur ihre Hausdebüts an der English National Opera London und der Oper Frankfurt, sondern kehrt damit auch erstmals an die Canadian Opera Company in Toronto zurück, wo sie bereits als Vitellia in Mozarts La clemenza di Tito aufgetreten ist.
Der italienische Tenor Leonardo Caimi gibt mit der Partie des Mario Cavaradossi gleichfalls sein Frankfurter Hausdebüt. Zu seinen aktuellen Engagements gehören Rodolfo in Puccinis La Bohème an der Opera di Firenze, Pinkerton in Puccinis Madama Butterfly am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel und Maurizio in Cileas Adriana Lecouvreur am Teatro Colón in Buenos Aires, die zuletzt genannte Partie an der Seite von Angela Gheorghiu in der Titelrolle.
Aus dem Ensemble singen die beiden „Neuzugänge“ Gordon Bintner (Cesare Angelotti) und Barnaby Rea (Sciarrone) erstmals in dieser Produktion. Alle weiteren besetzten Sänger sind mit der Inszenierung bereits vertraut, so auch der griechische Bariton Dimitri Platanias (Baron Scarpia), der in Frankfurt bereits als Jago (Otello) und Stankar (Stiffelio) zu erleben war. Verdis Nabucco führt ihn aktuell an die Bayerische Staatsoper München und Vater Germont in La Traviata zum Glyndebourne Festival. [© Oper Frankfurt]


www.oper-frankfurt.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 8. September 01

Wiederaufnahme Saison 08/09: 31. August 08

Musikalische Leitung der Wiederaufnahme: Xian Zhang / Erik Nielsen
Inszenierung: Alfred Kirchner
Bühnenbild: Karl Kneidl
Kostüme: Margit Koppendorfer
Dramaturgie: Vera Sturm, Jutta Georg
Licht: Olaf Winter
Chor: Alessandro Zuppardo

Zur Wiederaufnahme in der Saison 2008/09:

Tosca:
Barbara Haveman / Annalisa Raspagliosi
Cavaradossi: Carlo Ventre / N.N.
Scarpia: Peter Sidhom / Carlos Almaguer
Angelotti: Florian Plock / Simon Bailey
Mesner: Franz Mayer
Spoletta: Michael McCow
Sciarrone: Dietrich Volle / Sungkon Kim
Solist der Aurelius Sängerknaben Calw / Solist des Kinderchors der Oper Frankfurt (Hirt) u.a.

www.oper-frankfurt.de

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Die Tragödie des Teufels
Komisch-utopische Oper in zwölf Bildern

Musik: Peter Eötvös
Text: Albert Ostermaier
Uraufführung: 22. Februar 2010 (München, Bayerische Staatsoper)

Zur Inszenierung der Bayerischen Staatsoper:

Premiere: 22. Februar 10 (Uraufführung)

Musikalische Leitung Peter Eötvös 22./25./28. Feb., 12. Juli 2010  / Christopher Ward / Christian Schumann 6./9. März 2010  
Inszenierung Balázs Kovalik   
Installation Ilya und Emilia Kabakov   
Kostüme Amélie Haas   
Licht Michael Bauer   
Produktionsdramaturgie Olaf A. Schmitt   

Eva Cora Burggraaf   
Lucy Ursula Hesse von den Steinen   
Adam Topi Lehtipuu 22./25./28. Feb., 9. März, 12. Juli 2010  / Jussi Myllys 6. März 2010  
Lucifer Georg Nigl   
Die Jeriko Julie Kaufmann   
Die Rumata Elena Tsallagova / Heike Grötzinger / Annamária Kovács 
Der Skelton Kevin Conners   
Der Strugatzi Christoph Pohl   
Der L Nikolay Borchev   
Der Arkanar Christian Rieger   
Der Boris Wolfgang Bankl   

Bayerisches Staatsorchester

www.staatsoper.de

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Through Roses
Musikdrama für einen Schauspieler und acht Solo-Instrumente

Von: Marc Neikrug
Text: Marc Neikrug

Uraufführung: August 1980 (London, Queen Elizabeth Hall)

Zur Inszenierung an der Oper Frankfurt:

Premiere: 15. Januar 06 (Bockenheimer Depot)

Musikalische Leitung: Hartmut Keil
Regie: Guillaume Bernardi
Bühnenbild: Moritz Nitsche
Kostüme: Peter deFreitas
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy

Mann: Christoph Quest
Frau: Heidi Strauss

Mitglieder des Frankfurter Museumsorchesters

Der Amerikaner Marc Neikrug (* 1946) gilt als eine der vielseitigsten Musiker-Persönlichkeiten der letzten Jahrzehnte. Seine Studien in den Fächern Klavier, Dirigieren und Komposition schloss er in Deutschland an der Musikhochschule Detmold ab. Seither ist er vor allem als Komponist, aber auch als Pianist, Dirigent und Festival-Leiter hervorgetreten. Nach seinem erfolgreichen Debüt als Pianist 1966 stand die Kammermusik im Zentrum seines Schaffen. 1980 schließlich wurde sein erstes großes Orchesterwerk, Eternity’s Sunrise, erstmals zur Aufführung gebracht; die Uraufführung von Through Roses folgte einige Monate später in London. Dabei handelt es sich um den Monolog eines Geigers, der das Konzentrationslager überlebt hat. Das Stück folgt keiner linearen Erzählung, vielmehr verbindet es zunächst scheinbar zusammenhanglose, sich allmählich verdichtende Erinnerungsmomente. Der Text wird gesprochen, ist aber durchgängig von einem kammermusikalischen Satz unterlegt, wobei sich die musikalische und die textliche Ebene konkret ineinander verschränken: In der Erinnerung des alten Mannes erklingt all jene Musik, die er in bestimmten Situationen gespielt hat und die sich in musikalischen Zitaten von Bach bis Berg manifestiert. So ist Through Roses als ein Monodrama über die Funktion von Musik zu verstehen: Die Musik bedeutet für den Geiger das Zentrum seiner Existenz und stellt für ihn das einzige Mittel dar, seine traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

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Die tote Stadt
Oper in drei Akten

Von: Erich Wolfgang Korngold (1897 – 1957)
Text: Paul Schott (frei nach Georges Rodenbachs Roman Bruges la morte (1892))
Uraufführung: 4. Dezember 1920 (Hamburg, Stadttheater und Köln, Opernhaus)

Zur Inszenierung des Theater Magdeburg:
In Koproduktion mit der Nederlandse Reisopera

Premiere: 23. Januar 16
Musikalische Leitung: Kimbo Ishii
Regie: Jakob Peters-Messer
Bühne / Lightdesign: Guido Petzold
Kostüme: Sven Bindseil
Dramaturgie: Benjamin Wäntig
Choreinstudierung: Martin Wagner

Besetzung:

Paul:
Wolfgang Schwaninger
Marietta/Die Erscheinung Mariens: Noa Danon
Frank: Roland Fenes
Brigitta: Ks. Undine Dreißig
Juliette: Irma Mihelič
Lucienne: Sylvia Rena Ziegler
Victorin: Manfred Wulfert
Fritz: Thomas Florio
Graf Albert: Markus Liske

Opernchor des Theaters Magdeburg
Opernkinderchor des Konservatoriums »Georg Philipp Telemann«
Magdeburgische Philharmonie


Bühnenbild »Die tote Stadt«
Theater Magdeburg
© Guido Petzold

Am Samstag, 23. Januar 2016, feiert um 19.30 Uhr Erich Wolfgang Korngolds opulente und klanggewaltige Oper »Die tote Stadt« in der Regie von Jakob Peters-Messer im Opernhaus Premiere.

Mit der schillernden und farbigen Musik schuf Korngold eine spätromantische Oper, die mit ihrer Uraufführung 1920 zu einem riesigen Erfolg für den 23-jährigen Komponisten wurde. Das Werk traf den damaligen Zeitgeist, der geprägt war vom Trauma des Ersten Weltkrieges, Sigmund Freuds zunehmend populären Theorien der Psychoanalyse sowie dem Siegeszug des Kinos. Die Magdeburger Inszenierung nimmt die Nähe zum Film zum Anlass, die Geschichte optisch in eine Psychothriller-Ästhetik à la Hitchcock zu übertragen. »Die tote Stadt« zählte zu den meist aufgeführten Opern der 1920er Jahre – bis zu dem Verbot von Korngolds Werken durch die Nationalsozialisten. Während seines Exils in den USA wurde Korngold zum Begründer der sinfonischen Filmmusik und des typischen Hollywoodsounds, worauf die Musik der »Toten Stadt« bereits vorausweist. Es dauerte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges noch lange, bis sein Schaffen wieder Eingang in die Spielpläne fand.

Der Witwer Paul verweigert sich, den Tod seiner Frau Marie zu überwinden, und zieht sich ganz in seine Wohnung in der »toten Stadt« Brügge zurück, wo er seine Reliquien - Gegenstände, die an die Tote erinnern - aufbewahrt. Eines Tages begegnet er der Tänzerin Marietta, die der Verstorbenen verblüffend ähnelt. Im Körper der Doppelgängerin scheint die Tote wiederauferstanden. Doch Details verraten, dass Marietta nicht Marie sein kann. Und vor allem ist Marietta eine selbstbewusste Frau, die bereit ist, um Pauls Liebe zu kämpfen. Mit tödlichem Ausgang ...

Korngold zeichnet das Portrait eines pathologischen Psychopathen und dessen ausbrechenden Wahnsinns. Der Zeit entsprechend ist Korngolds Oper von den populären Theorien Sigmund Freuds, etwa der Trauerarbeit und dem Umgang mit Traumata, geprägt. Pauls Verlust und die Trauerbewältigung waren nicht nur nach dem Ersten Weltkrieg drängende Themen, sondern sind auch nach wie vor aktuell. Der Regisseur Jakob Peters-Messer, der in Magdeburg bereits die Telemann-Opern »Orpheus« (2010) und »Miriways« (2012) inszenierte, lässt die verschiedenen Ebenen von Wirklichkeit, Illusion, Traum und Wahn ineinandergreifen. Chefdirigent Kimbo Ishii dirigiert Korngolds großes Orchester, das üppige Klangeruptionen bereithält. Berühmt geworden sind die lyrischen Nummern »Glück, das mir verblieb« und »Mein Sehnen, mein Wähnen«. Für die anspruchsvolle Hauptpartie konnte der Tenor Wolfgang Schwaninger verpflichtet werden, der Paul bereits an den Theatern von Hof, Regensburg, Innsbruck und St. Gallen verkörperte. Als Marietta gibt Sopranistin und Ensemblemitglied Noa Danon ihr Rollendebüt mit einer weiteren großen Partie des deutschen Fachs, nachdem sie in dieser Spielzeit bereits Chrysothemis in der hochgelobten Magdeburger Inszenierung von »Elektra« sang. [© Theater Magdeburg]

www.theater-magdeburg.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
22. November 09
Wiederaufnahme Saison 2015/16: 2. Oktober 15
Wiederaufnahme Saison 2011/12: 10. September 11

Musikalische Leitung:
Sebastian Weigle / Erik Nielsen / Sebastian Weigle / Björn Huestege
Regie:
Anselm Weber
Bühnenbild:
Katja Haß
Kostüme: Bettina Walter
Dramaturgie:
Norbert Abels
Video:
Bibi Abel
Licht: Frank Keller
Choreografie: Alan Barnes
Chor: Matthias Köhler
Kinderchor: Michael Clark

Besetzung:

Paul:
Klaus Florian Vogt / Burkhard Fritz / David Pomeroy
Marietta, auch Erscheinung Maries, Pauls verstorbener Gattin: Tatiana Pavlovskaya / Nicola Beller-Carbone / Sara Jakubiak
Frank, Pauls Freund:
Michael Nagy / Sungkon Kim / Björn Bürger
Brigitta, Pauls Haushälterin:
Hedwig Fassbender / Nadine Weissmann / Maria Pantiukhova
Juliette, Tänzerin: Anna Ryberg / Anna Ryberg / Anna Ryberg
Lucienne, Tänzerin:
Jenny Carlstedt / Jenny Carlstedt / Jenny Carlstedt
Gaston; musikalisch :
Michael McCown / Simon Bode /
Victorin, Regisseur : Julian Prégardien / Simon Bode / Michael Porter
Fritz, der Pierrot:
Michael Nagy / Sungkon Kim / Björn Bürger
Graf Albert:
Hans-Jürgen Lazar / Hans-Jürgen Lazar / Hans-Jürgen Lazar
Gaston; szenisch: Alan Barnes / Alan Barnes / Alan Barnes
u.a.

Chor, Kinderchor und Statisterie der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester  

lila = Wiederaufnahme Saison 2015/16
grün = Wiederaufnahme Saison 2011/12

Besprechung auf kulturfreak.de


Die tote Stadt (2015)
Oper Frankfurt
v.l.n.r. Jenny Carlstedt (Lucienne), Anna Ryberg (Juliette), Björn Bürger (Fritz), Hans-Jürgen Lazar (Graf Albert), Michael Porter (Victori
Foto: Barbara Aumüller

Als vierte Neuinszenierung der Spielzeit 2009/10 kam an der Oper Frankfurt Die tote Stadt von Erich Wolfgang Korngold (1897-1957) heraus und sorgte für einen überragenden Erfolg bei Publikum und Presse gleichermaßen. In fast allen nach der Premiere am 22. November 2009 erschienenen Kritiken wurde die Tatsache hervorgehoben, dass sich im Spielplan von Intendant Bernd Loebe auch stets die selten gespielten Werke des Repertoires in exemplarischen Inszenierungen wiederfinden. Vor diesem Hintergrund konnte man in einer der zahlreichen Rezensionen lesen: „Der Abend war die erneute Bekräftigung der Vitalität einer Oper, die aus der Zeit gefallen zu sein schien, und zugleich Leistungsbeweis eines höchst erfolgreichen Opernhauses.“ Ein weiterer Kritiker konstatierte: „Jetzt sorgten in Frankfurt Anselm Webers psychologisch einfühlsame Inszenierung, (...) Katja Haß' eindringliches Bühnenbild, Bettina Walters fantasievolle Kostüme sowie Bibi Abels und Frank Kellers raffinierte Video- und Lichtregie für einen großen Wurf und ein faszinierendes Zusammenwirken von Klang, Bild, Szene, Bewegung, Farbe und Licht.“

Anlässlich dieser zweiten Wiederaufnahme kehrt GMD Sebastian Weigle als Musikalischer Leiter zurück ans Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters, an dem er bereits 2009 bei der Premiere der Produktion gewaltet hat. Darüber hinaus sind alle Hauptpartien des Werkes neu besetzt: David Pomeroy gibt als Paul sein Hausdebüt an der Oper Frankfurt. Der kanadische Tenor wird diese Partie nach seinen Auftritten am Main auch an der Calgary Opera verkörpern, gefolgt von Don José in Bizets Carmen an der Canadian Opera Company Toronto. Zu seinen weiteren aktuellen Aufgaben gehört u.a. Henri in Verdis Le vêpres siciliennes am Königlichen Opernhaus Kopenhagen. Sara Jakubiak (Marietta) ist Amerikanerin und seit 2014/15 im Frankfurter Ensemble beheimatet. Hier glänzte sie zuletzt vor allem als Marta in der Frankfurter Erstaufführung von Weinbergs Die Passagierin. Weitere Partien im Haus am Willy-Brandt-Platz sind Alice Ford in Verdis Falstaff, die Titelpartie in Strauss‘ Ariadne auf Naxos sowie die Gänsemagd in Humperdincks Königskinder. Kürzlich gastierte sie als Agathe im Rahmen einer Neuproduktion von Webers Der Freischütz an der Dresdner Semperoper. Zu Ihren Plänen gehört u.a. die Partie der Eva in Wagners Die Meistersinger von Nürnberg an der Bayerischen Staatsoper in München unter dem Dirigat des dortigen GMD Kirill Petrenko. Bariton Björn Bürger (Debüt als Frank bzw. Fritz) stammt wie der 2015/16 aus dem Opernstudio der Oper Frankfurt übernommene Michael Porter (Debüt als Victorin) gleichfalls aus dem Ensemble. Die im Sommer 2015 aus dem Opernstudio bzw. aus dem Ensemble ausgeschiedenen Sängerinnen Maria Pantiukhova (Brigitta) und Anna Ryberg (Juliette) kehren nun erstmals als Gäste hierher zurück. Jenny Carlstedt (Lucienne) und Hans-Jürgen Lazar (Graf Albert) gehören dem Frankfurter Ensemble an und haben ihre Partien bereits in der Premierenserie sowie anlässlich der ersten Wiederaufnahme verkörpert. Auch Alan Barnes, langjähriger Solotänzer der Forsythe Company und seit 2004 als Choreograf und Regieassistent an der Oper Frankfurt engagiert, wiederholt seinen bei der Premiere stark akklamierten Auftritt als szenische Entsprechung der Partie des Gaston.

Die Handlung hebt in raffinierter Art und Weise die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit auf: In der „toten Stadt“ Brügge lebt der Witwer Paul völlig zurückgezogen, versunken in die Erinnerung an seine verstorbene Frau Marie. Als er der jungen Tänzerin Marietta begegnet, hypnotisiert ihn deren frappierende Ähnlichkeit mit der Toten. Trotzdem oder gerade deshalb werden die beiden ein Paar. In Pauls Vorstellung erweckt Mariettas leichtfertiger Lebenswandel bald schon seine Eifersucht. Als er erfährt, dass sie zudem ein Verhältnis mit seinem besten Freund Frank eingegangen ist, eskaliert die Situation. Ein Verbrechen bahnt sich an – Traum und Wirklichkeit sind nicht mehr auseinanderzuhalten. [© Oper Frankfurt]

Die tote Stadt © Oehms Classics
Erich Wolfgang Korngold: Die tote Stadt

Pavlovskaya, Fassbender, Vogt, Nagy u.a.
Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Sebastian Weigle
OehmsClassics 2011

In Zusammenarbeit mit OehmsClassics produziert die Oper Frankfurt eine Live-CD-Serie. Vor allem weniger bekannte Stücke werden hierfür mitgeschnitten. Alle CDs enthalten Booklets mit Szenenfotos und den kompletten Libretti. Die Tonträger sind während der Vorstellungen im Foyer, an der Vorverkaufskasse am Willy-Brandt-Platz sowie im Handel erhältlich.

www.oper-frankfurt.de

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La Traviata
Oper in drei Akten

Musik: Giuseppe Verdi
Texte: Francesco Maria Piave
Uraufführung: 6. März 1853 (Venedig, Teatro La Fenice)

Zur Inszenierung des Festspielhaus Baden Baden:

Vorstellungen: 22., 25., 29. Mai 2015

Musikalische Leitung: Pablo Heras-Casado
Regie: Rolando Villazón
Bühnenbild: Johannes Leiacker
Kostüme: Thibault Vancraenenbroek
Lichtdesign: David Cunningham

Besetzung:

Violetta Valery:
Olga Peretyatko
Alfredo Germont: Atalla Ayan
Giorgio Germont: Ludovic Tézier
Flora Bervoix: Christina Daletska
Gaston Vicomte: Emiliano Gonzalez Toro
Baron Douphal: Tom Fox
Marquis von Obigny: Konstantin Wolff
Dr. Grenvil: Walter Fink
Annina: Deniz Uzun

Balthasar-Neumann-Chor
Balthasar-Neumann-Ensemble

www.festspielhaus.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere: 6. März 15

Musikalische Leitung:
Zsolt Hamar
Inszenierung: Nicolas Brieger
Bühne: Raimund Bauer
Kostüme: Andrea Schmidt-Futterer
Licht: Andreas Frank
Chor: Albert Horne
Dramaturgie: Regine Palmai

Besetzung:

Violetta Valéry:
Heather Engebretson / Elif Aytekin
Alfredo Germont: Ioan Hotea
Giorgio Germont: Alejandro Marco-Buhrmester / Pierluigi Dilengite
Flora Bervoix: Victoria Lambourn / Annina Helena Köhne
Annina: Helena Köhne
Barone Douphol: Benjamin Russell
Marchese d'Obigny: Wolf Matthias Friedrich
Gastone: Aaron Cawley
Dottore Grenvil: Monte Jaffe
Bote: Martin Stoschka

Chor
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Seit der Uraufführung rührt »La Traviata«, die »vom Weg Abgekommene«, mit Verdis Musik zwischen irisierenden Ouvertürenklängen, perlenden Koloraturen, berührender Wärme und schneidendem Schmerz an Herz und Gerechtigkeitsempfinden des Zuhörers. Doch Verdis Meisterwerk wird oft verkannt als romantische Ausstattungsoper. Der Komponist, der sich an heikle zeitlose Themen wie Krankheit und Tod wagte, hielt seinen Zeitgenossen auf der Bühne den Spiegel vor: Die Pariser Salons, das Landleben, die Bälle, aber auch Doppelmoral und nächtliche Hinterzimmer.

Die Inszenierung des international renommierten Regisseurs Nicolas Brieger spürt dem nach. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Zsolt Hamar sind Heather Engebretson (Rollendebüt) und Elif Aytekin (Hausdebüt) als Violetta zu erleben, der junge rumänische Tenor Ioan Hotea als Alfredo, Alejandro Marco-Buhrmester als Germont. [© Staatstheater Wiesbaden]

www.staatstheater-wiesbaden.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere: 11. Januar 14

Musikalische Leitung: Florian Csizmadia
Inszenierung: Vera Nemirova
Regie-Mitarbeit: Sonja Nemirova
Bühne: Jens Killian
Kostüme: Marie-Thérèse Jossen 
Choreinstudierung: Sebastian Hernandez-Laverny
Licht: Alexander Dölling
Dramaturgie: Barbara Gräb

Besetzung:

Violetta:
Vida Mikneviciute / Tatjana Charalgina 
Flora Bervoix: Patricia Roach / Katherine Marriott
Alfredo Germont: Thorsten Büttner
Giorgio Germont: Heikki Kilpeläinen
Gaston: Ks. Jürgen Rust
Baron Douphol: Dietrich Greve
Marquis d´Obigny: José Gallisa
Annina: Anke Steffens
Doktor Grenvil: Ks. Hans-Otto Weiß   
Joseph: Patrick Hörner   
Bediensteter Floras / Ein Kommissionär: Seok-Gill Choi / Ion Dimieru
Violetta-Double: Gabriela Suss / Marlene Kaufmann

Chor des Staatstheaters Mainz
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Besprechung auf kulturfreak.de


La Traviata
Staatstheater Mainz
Marquis d´Obigny (Jose Gallisa), Flora Bervoix (Patricia Roach), Violetta Valéry (Vida Mikneviciute),
Baron Douphol (Dietrich Greve), Gaston (Ks. Jürgen Rust), Chor

© Martina Mipprich ~ www.martina-pipprich.de

Vera Nemirova, bereits zum dritten Mal als Regisseurin zu Gast am Staatstheater Mainz, nimmt sich mit La Traviata einem der bekanntesten Stoffe der Musiktheaterliteratur an, um die Figur und den Stoff neu auf ihre Lebensintensität hin zu befragen.

www.staatstheater-mainz.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
11. Oktober 1991
Wiederaufnahme Saison 2012/13: 15. Dezember 12

Musikalische Leitung: Omer Meir Wellber / Karsten Januschke
Inszenierung: Axel Corti †
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Tobias Heyder
Bühnenbild: Bert Kistner
Kostüme: Gaby Frey
Dramaturgie: Urs Leicht
Licht: Olaf Winter
Chor: Matthias Köhler / Michael Clark
Choreographie: David Kern

Besetzung:

Violetta Valéry:
Cristina Antoneta Pasaroiu / Aleksandra Kurzak (30. Dezember 2012 [20.00 Uhr], 1., 6. Januar 2013)
Flora Bervoix: Nina Tarandek
Alfredo Germont: Francesco Demuro / Stefan Pop (30. Dezember 2012 [15.00 Uhr])
Giorgio Germont: Jean-François Lapointe / Markus Brück (30. Dezember 2012 [15.00 Uhr])
Gastone: Beau Gibson
Barone Douphol: Franz Mayer
Marquis d’Obigny: Dietrich Volle
Dottore Grenvil: Alfred Reiter
Annina: Elizabeth Reiter
u.a.

www.oper-frankfurt.de

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Tristan und Isolde

Handlung in drei Aufzügen

Von:
Richard Wagner
Text: vom Komponisten, nach dem Versroman Tristan (um 1210) von Gottfried von Straßburg
Uraufführung: 10. Juni 1865 (München, Königliches Hof- und Nationaltheater)

Zur Inszenierung des Badischen Staatstheater Karlsruhe:

Premiere:
27. März 16

Musikalische Leitung: GMD Justin Brown
Regie: Christopher Alden
Bühne: Paul Steinberg
Kostüme: Sue Willmington
Chorleitung: Ulrich Wagner
Dramaturgie: Raphael Rösler

Besetzung:

Tristan:
Erin Caves / Kammersänger Stephen Gould - OPERNGALA 29.5.16
Isolde: Heidi Melton: Rachel Nicholls
Brangäne: Christina Niessen /Katharine Tier
König Marke: Kammersänger Konstantin Gorny / Renatus Meszar / Kammersänger Jan-Hendrik Rootering - OPERNGALA 29.5.16
Melot: Kammersänger Klaus Schneider / Matthias Wohlbrecht
Kurwenal: Seung-Gi Jung / Armin Kolarczyk
Ein Hirt: James Edgar Knight
Ein Steuermann: Gabriel Urrutia Benet
Stimme eines jungen Seemanns: Cameron Becker: Eleazar Rodriguez

www.staatstheater.karlsruhe.de

Zur Inszenierung des Festspielhaus Baden Baden:
Koproduktion mit der Metropolitan Opera New York und dem Teatr Wielki – Polnisches Nationaltheater

Premiere: 19. März 16
Weitere Aufführungen: Di. 22., Fr. 25. und Mo. 28. März 16

Musikalische Leitung: Sir Simon Rattle
Inszenierung: Mariusz Treliński
Bühnenbild: Boris Kudlička

Besetzung:

Isolde:
Eva-Maria Westbroek
Tristan: Stuart Skelton
Brangäne: Sarah Connolly
König Marke: Stephen Milling
Kurwenal: Michael Nagy
Melot: Roman Sadnik
Ein junger Seemann / Ein Hirt: Thomas Ebenstein

Philharmonia Chor Wien (Einstudierung: Walter Zeh)
Berliner Philharmoniker

www.festspielhaus.de

Zur Inszenierung des Theater Bonn:

Premiere:
28. April 13

Musikalische Leitung: Stefan Blunier
Inszenierung: Vera Nemirova
Bühnenbild und Kostüme: Klaus W. Noack
Licht: Max Karbe
Choreinstudierung: Sibylle Wagner
Dramaturgie: Ulrike Schumann

Besetzung:

Tristan:
Robert Gambill
König Marke: Martin Tzonev / Kurt Gysen
Isolde: Dara Hobbs (Premiere: Gesang Sabine Hogrefe)
Kurwenal: Mark Morouse
Melot: Giorgos Kanaris
Brangäne: Daniela Denschlag
Ein Hirt/Stimme eines jungen Seemanns: Johannes Mertes
Ein Steuermann: Sven Bakin

Herrenchor des Theater Bonn
Statisterie des Theater Bonn
Beethoven Orchester Bonn

Besprechung auf kulturfreak.de

Anlässlich des 200. Geburtstages Richard Wagners kommt TRISTAN UND ISOLDE in einer Neuinszenierung auf die Bonner Opernbühne. Vera Nemirova, die gerade an der Oper in Frankfurt den RING vollendete, kehrt nach ihren Bonner Erfolgen MACBETH, FAUST und L’ELISIR D’AMORE wieder an den Rhein zurück.
Die Musikalische Leitung liegt in den Händen von Generalmusikdirektor Stefan Blunier, der mit diesem Dirigat an seinen Bonner TANNHÄUSER der Spielzeit 2009/2010 anknüpft. [© Theater Bonn]

www.theater-bonn.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere: 17. September 11
Wiederaufnahme: 20. April 13

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer
Inszenierung: Tilman Knabe
Bühne: Beatrix von Pilgrim
Kostüme: Kathi Maurer
Dramaturgie: Carsten Jenß

Besetzung:

Tristan:
Alexander Spemann
König Marke: Ks. Hans-Otto Weiss
Isolde: Ruth Staffa
Kurwenal: Heikki Kilpeläinen
Melot: Ks. Jürgen Rust
Brangäne: Patricia Roach
Ein Hirte: Thorsten Büttner
Ein Steuermann: Richard Logiewa
Stimme eines jungen Seemanns: Alexander Kröner

Herrenchor und Statisterie des Staatstheaters Mainz
Philharmonisches Orchester Mainz

Besprechung auf kulturfreak.de


Tristan und Isolde
Staatstheater Mainz
Ensemble
© Martina Mipprich ~ www.martina-pipprich.de

Erniedrigt und verraten sieht sich Isolde, als Tristan sie seinem König als Braut zuführt: Tristan, der einst Morold, ihren Verlobten, ermordet hat, und den sie gleichwohl pflegte, als er verwundet zu ihr kam. Damals, in einem Augenblick der Schwäche, entbrannte Liebe. Isolde will nun Rache und den Tod für Tristan und sich selbst - doch der Todestrank entpuppt sich als Liebestrank. Lebendigen Leibes versuchen sie Abschied zu nehmen von den Helden, die sie waren. Der Tag soll sich in Nacht, das Leben in Tod verwandeln. Tristan soll Isolde sein und Isolde Tristan. Doch Tristan entkommt seinem kriegerischen Heldentum nicht, die großen Verwandlungen scheitern. Isolde sieht am Ende, ganz allein, wie Tristan aufersteht.
„Tristan und Isolde" ist ein Meilenstein in der Geschichte des Musiktheaters. Mit diesem Werk beginnt die musikalische Moderne: Nie zuvor waren Handlung und Figuren so eng mit einem komplexen Orchestersatz verzahnt. Nie zuvor wurden die Gesetze der Tonalität so phantasievoll ausgelegt, um der Neuformulierung eines alten Gefühls Raum zu geben. So unersättlich und todesnah klang Liebe nie. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de 

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 25. Mai 03
Wiederaufnahme Saison 2013/14: 18. April 14
Wiederaufnahme Saison 2010/11: 3. April 11
Wiederaufnahme Saison 2004/05: 26. Juni 05

Musikalische Leitung: Paolo Carignani / Paolo Carignani / Sebastian Weigle / Stefan Blunier
Inszenierung: Christof Nel
Szenische Analyse:
Martina Jochem
Szenische Leitung der Wiederaufnahme:
Axel Weidauer / Orest Tichonov / Orest Tichonov
Bühnenbild:
Jens Kilian
Kostüme:
Margit Koppendorfer
Licht:
Olaf Winter
Dramaturgie:
Zsolt Horpácsy
Chor:
Alessandro Zuppardo / Matthias Köhler / Matthias Köhler

Besetzung:

Tristan: 
John Treleaven / John Treleaven / Richard Decker / Frank van Aken / Lance Ryan
König Marke: 
Gregory Frank / Gregory Frank / Magnus Baldvinsson / Alfred Reiter / Andreas Bauer
Isolde:
Frances Ginzer / Susan Bullock  / Frances Ginzer / Catherine Foster / Jennifer Wilson
Kurwenal:
Gerd Grochowski Ned Barth / Anton Keremidtchiev / Simon Neal / Simon Neal
Melot:
Nathaniel Webster / Hans-Jürgen Lazar / Nathaniel Webster / Dietrich Volle / Dietrich Volle
Brangäne: 
Louise Winter / Martina Dike / Elena Zhidkova / Claudia Mahnke / Claudia Mahnke
Ein Hirt:
Michael McCown / Michael McCown / Michael McCown / Michael McCown
Ein Steuermann:
Gérard Lavalle / Gérard Lavalle / Toby Girling / Iurii Samoilov
Ein junger Seemann:
Peter Marsh / Christian Dietz / Peter Marsh / Julian Prégardien / Simon Bode

Weitere Vorstellungen: 21. April, 1., 10. Mai 2014
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 17.00 Uhr
Preise: € 13 bis 82 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

grün = Wiederaufnahme Saison 2004/2005
lila = Wiederaufnahme Saison 2010/2011
blau = Wiederaufnahme Saison 2013/2014

Besprechung der Wiederaufnahme in der Saison 2013/2014 auf kulturfreak.de

Besprechung der Wiederaufnahme in der Saison 2010/2011 auf kulturfreak.de


Tristan und Isolde
Oper Frankfurt
Isolde (Jennifer Wilson),Tristan (Lance Ryan)
© Wolfgang Runkel ~ www.wolfgang-runkel.de

Zum Inhalt: Tristan hat den Verlobten der irischen Prinzessin Isolde im Kampf getötet. Auch er selbst wurde verletzt, jedoch von Isolde ohne Wissen um seine wahre Identität gesund gepflegt. Nun begleitet er sie als Brautwerber für König Marke nach Cornwall. Die Gedemütigte will Rache an Tristan nehmen, doch ihre Dienerin Brangäne vertauscht den Gift- mit einem Liebestrank; Tristan und Isolde verfallen einander in leidenschaftlicher Liebe, die jedoch für beide tödlich endet.  [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

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Il Trittico (Das Triptychon) = die drei einaktigen Kurzopern:
- Il Tabarro
(Der Mantel)
- Sour Angelica
(Schwester Angelica)
- Gianni Schicchi

Von:
Giacomo Puccini

Librettos:
- Il Tabarro: Giuseppe Adami
- Sour Angelica: Giovacchino Forzano
- Gianni Schicchi: Giovacchino Forzano

Uraufführung:
14. Dezember 1918 (New York, Metropolitan Opera)

Zur Inszenierung des Theater Bielefeld:

Premiere: 29. April 16

Musikalische Leitung: Alexander Kalajdzic
Inszenierung: Maximilian von Mayenburg
Bühne: Stephan Prattes
Kostüme: Ursula Kudrna
Dramaturgie: Daniel Westen
Choreinstudierung: Hagen Enke

Besetzung:

Il tabarro
Michele:
Evgueniy Alexiev / Frank Dolphin Wong
Luigi: Martin Mühle
Tinca: Lianghua Gong
Talpa: Moon Soo Park / Yoshiaki Kimura
Giorgetta: Sarah Kuffner
Frugola: Nohad Becker / Hasti Molavian
Liedverkäufer: Bogdan Sandu / Seung-Koo Lim
Liebespaar: Cornelie Isenbürger / Daniel Pataky

Suor Angelica
Angelica:
Sarah Kuffner
Zia: Katja Starke
Genoveva: Cornelie Isenbürger
Badessa: Vuokko Kekäläinen
Zelatrice: Nohad Becker
Maestra: Hasti Molavian
Osmina: Christin Enke-Mollnar
Dolcina: Nienke Otten
Infermiera: Orsolya Ercsényi
Novizia: Annika Brönstrup
2 Cercatrici: Franziska Hösli, Evelina Quilichini
Converse: Patricia Forbes, Michaela Ataalla
Novizinnen:
1. Elena Schneider (Vera Freese)
2. Eteri Kochodze (Michaela Ataalla)
3. Dina Rose (Michaela Ataalla)
4. N. N. (Patricia Forbes)
Kind: Cornelius Schäfer/Henry Schuckmann

Gianni Schicchi
Gianni:
Evgueniy Alexiev / Frank Dolphin Wong
Lauretta: Cornelie Isenbürger
Zita: Katja Starke
Rinuccio: Daniel Pataky
Gherardo: Lianghua Gong
Nella: Nienke Otten
Gherardino: Cornelius Schäfer / Henry Schuckmann
Simone: Moon Soo Park
Betto: Yoshiaki Kimura
Marco: Caio Monteiro
Ciesca: Nohad Becker / Hasti Molavian
Spineloccio: Lutz Laible
Amantio: Tae Woon Jung
Pinellino: Yun Geun Choi
Guccio: Ramon Riemarzik

Bielefelder Opernchor, Damen des Bielefelder Extra-Chores
Bielefelder Philharmoniker

Gleich drei Einakter von Giacomo Puccini kommen Ende April im Bielefelder Stadttheater zur Premiere. Die dramatische Eifersuchtsgeschichte in Il tabarro und die irrwitzige Erbschaftskomödie Gianni Schicchi waren bereits mehrfach auf der Bielefelder Opernbühne zu erleben, doch das sogenannte Triptychon noch nie. Insofern kann diese Produktion als kleine Bielefelder Erstaufführung bezeichnet werden, die mit Suor Angelica in der Mitte nun erstmals dem hiesigen Publikum das große Ganze dieses Werkes präsentiert.
Düster, trostlos und ohne Ausweg scheint das Leben der (vergebens) Liebenden in der stark vom Verismus geprägten Tragödie Il tabarro, die mit aller Brutalität die Welt des Tötens und Sterbens in einer gescheiterten Gesellschaft exponiert. Gegensätzlich und aufgrund der äußeren religiösen Form nahezu unwirklich, offenbart sich das lyrisch-dramatische Leiden der Suor Angelica, die wegen eines unehelichen Kindes ihr Leben nun in den Zwängen einer klösterlichen Frauenwelt verbringt.
Die Nachricht vom Sterben des Kleinen löst Wahn und Fesseln – hier ist der Tod Verklärung und Erlösung in einem. Ganz der Commedia-dell'arte-Tradition verpflichtet löst in der skurrilen Komödie Gianni Schicchi das Ableben von Buoso Donati ein absurdes Spiel zwischen den geldgierigen Verwandten aus – ein Schabernack, der fasziniert: schwarzhumorig und entlarvend.
Große Emotionen, verpackt in Geschichten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, versehen mit der leidenschaftlichen Musik Puccinis, stehen im Zentrum des Abends, bestätigen die Unteilbarkeit der Opern und erheben das Triptychon zu einem besonderen, weil universellen Erlebnis, wie es kaum ein anderer Opernabend vermag. Jedes Werk für sich ist eine zwingende, beinahe erschütternde Erfahrung – doch nur in ihrer von Puccini bestimmten Konstellation ergeben sie den einen gedanklichen Überbau: die breite Reflexion des Todes, mal dunkel, mal verstörend, mal erheiternd.

Maximilian von Mayenburg, der sich bereits in der Spielzeit 2014/15 dem Bielefelder Publikum mit seiner Interpretation zu Händels Xerxes erfolgreich vorstellte (er erhielt dafür den Sonderpreis der Götz-Friedrich-Stiftung), inszeniert Il trittico im Sinne der Eigenständigkeit der Werke, sucht den ästhetischen Bogen über das Bühnenbild-Konzept, ohne dabei die Autarkie des jeweiligen Stoffes in Frage zu stellen. Im Zentrum stehen der in sich geschlossene Raum und das Soziotop, das Verhalten, Ausnahmesituation und Konflikt forciert und die Geschehnisse in die jeweiligen Bahnen lenkt. Dramatik, Leid und Komik bekommen hierin ihren Platz und ihre eigenen Mayenburg’schen Ausdrucksformen und Aussagen, die beim Publikum – wohl ganz in Puccinis Sinne – lange nachklingen werden. Korrelierend setzt sich das Bühnenbild von Stephan Prattes mit den geschlossenen Lebensformen der Figuren auseinander.
Die Bühne assoziiert, lässt Raum für die Gedanken und Emotionen der Protagonisten und Zuschauer, verzaubert und erschreckt, die Gegensätzlichkeit der Werke bestens aufgreifend. Ursula Kudrna vervollständigt das Team. Die Kostümbildnerin arbeitet seit vielen Jahren mit den großen Theater- und Opernregisseuren zusammen und ist erstmals am Theater Bielefeld tätig. Ihre Kostüme gehen ganz auf die Situation der Protagonisten ein, reflektieren und facettieren die Soziotope der Handlungen, strafen Lügen oder klären auf. [© Theater Bielefeld]

www.theater-bielefeld.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 13. Januar 08
2. Wiederaufnahme: 13. März 16
1. Wiederaufnahme: 4. April 09

Musikalische Leitung: Nicola Luisotti / Yuval Zorn (14., 22. Februar 2008) / Jakub Hrůša
Inszenierung: Claus Guth
Szenische Leitung der 2. Wiederaufnahme: Corinna Tetzel / Alan Barnes
Bühnenbild:
Christian Schmidt
Kostüme:
Anna Sofie Tuma
Dramaturgie:
Norbert Abels
Licht:
Olaf Winter
Chor:
Alessandro Zuppardo / Tilman Michael
Kinderchor:
Apostolos Kallos

Il tabarro
Michele:
Željko Lučić / Anooshah Golesorkhi / Željko Lučić
Luigi: Carlo Ventre / Frank van Aken (14., 22. Februar 2007) / Frank van Aken / Vincent Wolfsteiner
Tinca: Hans-Jürgen Lazar / Hans-Jürgen Lazar / Hans-Jürgen Lazar
Talpa: Carlos Krause / Carlos Krause / Alfred Reiter
Giorgetta: Elza van den Heeve / Oksana Dyka / Elza van den Heever
Frugola: Julia Juon / Julia Juon / Claudia Mahnke
Liederverkäufer: Daniel Behle / Daniel Behle / Beau Gibson

Suor Angelica 
Suor Angelica: Angelina Ruzzafante / Danielle Halbwachs   / Juanita Lascarro / Elza van den Heever
La zia principessa, Fürstin: Julia Juon / Julia Juon / Suzanne Hendrix
La badessa, Äbtissin: June Card  / Margit Neubauer / Joanna Krasuska-Motulewicz
La suora zelatrice: Claudia Manke / Jenny Carlstedt / Judita Nagyová
Suor Genovieffa: Sylvia Hamvasi / Angelina Ruzzafante / Brenda Rae / Louise Alder

Gianni Schicchi:
Gianni Schicchi:
Željko Lučić /  Donato di Stefano / Željko Lučić
Lauretta: Juanita Lascarro / Britta Stallmeister / Maria Bochmanova
Zita: Julia Juon / Julia Juon / Suzanne Hendrix
Rinuccio: Massimilian Pisapia / Daniel Behle / Jussi Myllys (18., 26. April, 2., 6. Mai 2009) / Arthur Espiritu
Gherardo: Daniel Behle / Chad Graham / Beau Gibson
Nella: Angelina Ruzzafante / Brenda Rae / Louise Alder
Gherardino: Jimmy Mosebach / Jemmy Mosebach / N.N.
Betto di Signa: Franz Mayer / Franz Mayer / Franz Mayer
Simone: Carlos Krause / Carlos Krause / Alfred Reiter
Marco: Nathaniel Webster / Sungkon Kim / Iurii Samoilov
Ciesca: Claudia Manke / Jenny Carlstedt / Joanna Krasuska-Motulewicz
Notaio: Dietrich Volle / Dietrich Volle / N.N.

lila = Wiederaufnahme Saison 2015/16
grün = Wiederaufnahme Saison 2008/09


Besprechung auf kulturfreak.de
Besprechung der 1. Wiederaufnahme auf kulturfreak.de


Gianni Schicchi
Oper Frankfurt (2016)
Nella (Karen Vuong), Zita (Suzanne Hendrix), Gianni Schicchi (Željko Lučić), Ciesca (Joanna Krasuska-Motulewicz)
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Die Inszenierung der unter dem Titel Il trittico zusammengefassten drei Einakter von Giacomo Puccini (1858-1924) aus der Spielzeit 2007/08 stammt von Claus Guth und war einer der großen Publikumserfolge dieser Saison. In der Sicht des in Frankfurt geborenen Regisseurs tauchen die Toten der Einakter auch in den jeweils anderen Stücken auf und fungieren dadurch – weißgekleidet und für die übrigen Protagonisten unsichtbar – als Klammer, welche sich um die drei Werke schließt. Die Presse rühmte nach der Premiere am 13. Januar 2007 die „hinreißende Theatralität“ der Produktion und sprach wieder einmal vom „Frankfurter Musiktheater-Glück“.

Im Zuge der zweiten Wiederaufnahme dieser 2007/08 an der Oper Frankfurt herausgebrachten Produktion gibt es ein Wiedersehen und -hören mit zwei ehemaligen Ensemblemitgliedern, die erneut jene Partien übernehmen, in denen sie schon in der Premiere das Publikum begeisterten: Željko Lučić als Michele und Gianni Schicchi sowie Elza van den Heever als Giorgetta und nun erstmals auch als Suor Angelica. Beide Künstler gehörten seinerzeit zu den absoluten Lieblingen des Frankfurter Publikums und haben schon längst mit Auftritten an den renommiertesten Bühnen der Welt zum guten Ruf ihres ehemaligen Stammhauses beigetragen.
Ihre Frankfurt-Debüts als Gäste geben die amerikanische Mezzosopranistin Suzanne Hendrix (Fürstin und Zita) und ihr Landsmann mit philippinischen Wurzeln, Arthur Espiritu (Rinuccio). Während zu ihren jüngsten Aufgaben Larina in Tschaikowskis Eugen Onegin an der Wiener Staatsoper gehört, war er kürzlich als Don Ramiro in Rossinis La Cenerentola am Staatstheater am Gärtnerplatz in München zu erleben.
Nach ihrem großen Erfolg als Bronka in Weinbergs Die Passagierin 2014/15 kehrt die polnische Mezzosopranistin Joanna Krasuska-Motulewicz (Äbtissin und Ciesca) zurück an den Main.
Der Münchner Tenor Vincent Wolfsteiner (Luigi) wechselte zur aktuellen Saison vom Ensemble der Staatsoper Nürnberg in das der Oper Frankfurt. Im zuerst genannten Haus sang er neben zahlreichen weiteren Partien zuletzt Loge, Siegmund und Siegfried in Wagners Der Ring des Nibelungen. Siegmund wird er in dieser Saison auch im Frankfurter Ring übernehmen.
Alle weiteren Partien sind mit Mitgliedern des Frankfurter Ensembles besetzt.
Am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters steht erstmals der tschechische Dirigent Jakub Hrůša, der ab 2016 den Bamberger Symphonikern vorstehen wird. Zu den aktuellen Aufgaben des Preisträgers des erstmals durch die Leoš-Janáček-Stiftung Brünn verliehenen Sir-Charles-Mackerras-Preises gehört Janáčeks Die Sache Makropulos an der Wiener Staatsoper.

Zum Inhalt:
Il tabarro (Der Mantel) erzählt die Dreiecksgeschichte zwischen der jungen Giorgetta, deren älterem Ehemann Michele – dem Kapitän eines Schleppkahns – und dessen Nebenbuhler Luigi, welche für diesen tödlich endet. Suor Angelica (Schwester Angelica) ist in einem Kloster angesiedelt. Die Heldin nahm einst auf Druck ihrer adeligen Familie nach der Geburt ihres unehelichen Kindes den Schleier und muss nun durch ihre hartherzige Tante erfahren, dass ihr Sohn bereits vor Jahren verstorben ist. Daraufhin begeht die verzweifelte Angelica Selbstmord. Heiter verläuft die Geschichte des florentinischen Schlitzohres Gianni Schicchi, der von der raffgierigen Familie Donati angeheuert wird, um das Erbe des kürzlich verstorbenen Buoso zu sichern. Durch einen Trick gelingt es ihm, sowohl das Vermögen des Alten an sich zu bringen als auch das Liebesglück seiner Tochter Lauretta zu sichern. [© Oper Frankfurt]


www.oper-frankfurt.de

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Il trovatore (Der Troubadour)
Oper in vier Akten

Von: Giuseppe Verdi
Libretto: Salvatore Cammarano nach dem gleichnamigen Schauspiel von Antonio García Gutiérrez
Uraufführung: 19. Januar 1853 (Rom, Teatro Apollo

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Koproduktion mit dem Royal Opera House Covent Garden London

Premiere: 10. September 17

Musikalische Leitung: Jader Bignamini
Regie: David Bösch
Bühnenbild: Patrick Bannwart
Kostüme: Meentje Nielsen
Licht: Olaf Winter
Chor: Tilman Michael
Dramaturgische Betreuung: Deborah Einspieler

Besetzung:

Conte di Luna:
Brian Mulligan / Tassis Christoyannis (Dezember 2017, Januar 2018)
Leonora: Elza van den Heever / Leah Crocetto (Dezember 2017, Januar 2018)
Azucena: Marianne Cornetti (10. September 2017) / Tanja Ariane Baumgartner (14., 17., 23. September, 15., 23., 25., 31. Dezember 2017, 6., 10., 13. Januar 2018) / Ewa Plonka (3., 7. Oktober 2017)
Manrico: Piero Pretti / Alfred Kim (Dezember 2017, Januar 2018)
Ferrando: Kihwan Sim / Daniel Miroslaw (Dezember 2017, Januar 2018)
Ines: Alison King / Elizabeth Sutphen (Dezember 2017, Januar 2018)
Ein Zigeuner: Thesele Kemane / Youngchul Lim
Ruiz: Theo Lebow
Ein Bote: Roberto Cassani

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IlTrovatore ~ Oper Frankfurt © Barbara Aumüller
Il Trovatore
Oper Frankfurt
vorne Leonora (Elza van den Heever) sowie hinten v.l.n.r. Ruiz (Theo Lebow) und Manrico (Piero Pretti)
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Mit Il trovatore, dem zwischen Rigoletto (1851) und La traviata (1853) entstandenen Mittelteil seiner vielbeschworenen Operntrias, deren Helden allesamt als Außenseiter der Gesellschaft gezeichnet sind, festigte Giuseppe Verdi (1813-1901) nach den von eher durchschnittlichem Erfolg geprägten, sogenannten „Galeerenjahren“ seinen Ruf als wichtigster Opernkomponist Italiens. Die Uraufführung am 19. Januar 1853 im römischen Apollo-Theater wurde vom Publikum frenetisch bejubelt und sicherte dem mit großartigem Melodienreichtum versehenen Werk bis heute einen festen Platz auf den Bühnen der Welt. Die letzte Produktion an der Oper Frankfurt stammt aus dem Jahre 2000 (Musikalische Leitung: Paolo Carignani; Regie: Antonio Calenda). Die aktuelle Neuinszenierung in Koproduktion mit dem Londoner Covent Garden kam dort bereits am 2. Juli 2016 heraus.

Aus Rache für die vom alten Grafen Luna angeordnete Hinrichtung ihrer Mutter auf dem Scheiterhaufen stieß die Zigeunerin Azucena versehentlich ihr eigenes Kind statt den Grafensohn ins Feuer, zog jedoch den fremden Jungen unter dem Namen Manrico groß. Jahre später verliebt sich Manrico in Leonora, auf die auch der zweite Sohn des Grafen Luna ein Auge geworfen hat. Nur Azucena weiß, dass es sich bei den beiden Kontrahenten um Brüder handelt, und so geraten alle Beteiligten in einen tödlichen Strudel, an dessen Ende sich der Racheschwur der Zigeunerin auf das Fürchterlichste erfüllt.

Die musikalische Leitung liegt bei dem italienischen Dirigenten Jader Bignamini, der an der Oper Frankfurt 2015/16 mit einer konzertanten Aufführung von Verdis Oberto debütierte. Regisseur David Bösch gastiert regelmäßig in Frankfurt, zuletzt 2015/16 mit Wagners Der fliegende Holländer. Enrico Caruso wird das Bonmot zugesprochen, dass es ganz einfach sei, Verdis Trovatore zu besetzen: man benötige nur die vier besten Sänger der Welt. Ob dies in Frankfurt gelingen wird, sei dem Publikum überlassen.
Der amerikanische Bariton Brian Mulligan (Luna) war hier zuletzt 2016/17 als Golaud in Debussys Pelléas et Mélisande zu Gast. Elza van den Heever (Leonora) stammt aus Südafrika. Seit ihrem Ausscheiden aus dem Ensemble 2014 gastiert sie regelmäßig im Haus am Willy-Brandt-Platz, zu dessen Publikumslieblingen sie gehört. Für die erkrankte Tanja Ariane Baumgartner springt als Azucena kurzfristig Marianne Cornetti ein. Die US-amerikanische Mezzosopranistin sorgte in dieser Partie bereits weltweit für Furore. Sein Hausdebüt gibt der italienische Tenor Piero Pretti in der Partie des Manrico, die ihn zuvor u.a. nach Amsterdam und Macerata führte. Im Laufe der Aufführungsserie greifen verschiedene Umbesetzungen, und auch Tanja Ariane Baumgartner wird, wenn sie wieder gesund ist, in die dann laufende Produktion zurückkehren.[© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

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Die Trojaner (Les Troyens)
Grand opéra in fünf Akten

Von: Hector Berlioz
Libretto: Hector Berlioz  nach Teil II und IV der Aeneis von Vergil (und nach William Shakespeare)
Uraufführung des III.-V. Akt: November 1863 (Paris, Théâtre Lyrique)
I.-II. Akt, konzertant: 7. Dezember 1879 (Paris, Théâtre du Châtelet und Cirque d`Hiver)
I.-II. Akt, szenisch: 6. Dezember 1890 (Karlsruhe, Hoftheater Karlsruhe)
Erste vollständige szenische Aufführung: 3. Mai 1969 (Glasgow, Scottish Opera)

Zur Inszenierung des Staatstheater Nürnberg:

Premiere:
7. Oktober 17

Musikalische Leitung: Marcus Bosch
Inszenierung: Calixto Bieito
Bühnenbild: Susanne Gschwender
Kostüme: Ingo Krügler
Chor: Tarmo Vaask
Dramaturgie: Johann Casimir Eule

Besetzung:

Chorebe:
Jochen Kupfer
Pantheos: Wonyong Kang*
Narbal: Nicolai Karnolsky
Ascanius: Ina Yoshikawa
Cassendre: Roswitha Christina Müller
Didon: Katrin Adel
Anna: Irina Maltseva*
Jopas: Alex Kim
Hectors Schatten: Nicolai Karnolsky
Helenos: Alex Kim
Merkur, Soldat (1. Szene): Petro Ostapenko*
Hekuba: Irina Maltseva*

Staatsphilharmonie Nürnberg

www.staatstheater-nuernberg.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 19. Februar 17

Musikalische Leitung: John Nelson / Dylan Corlay
Regie: Eva Maria Höckmayr
Bühnenbild: Jens Kilian
Kostüme: Saskia Rettig
Licht: Olaf Winter
Video: Bert Zander
Choreografie: Martin Dvorák
Chor, Extrachor: Tilman Michael
Dramaturgie: Norbert Abels

Besetzung:

Énée:
Bryan Register
Chorèbe: Gordon Bintner
Panthée: Daniel Miroslaw
Narbal: Alfred Reiter
Iopas:
Martin Mitterrutzner
Ascagne: Elizabeth Reiter
Cassandre: Tanja Ariane Baumgartner
Didon: Claudia Mahnke
Anna: judita Nagyová
Hylas / Hélénus: Michael Porter
Priam: Dietrich Volle
Ein Soldat / Der Schatten Hektors / Merkus: Thomas Faulkner
Ein griechischer Führer: Brandon Cedel
Erster trojanischer Soldat: Brandon Cedel
Zweiter trojanischer Soldat: Thesele Kemane
Polyxène: Britta Stallmeister
Hécube: Martin Dvořák, Irene Bauer
Tänzer, Tänzerinnen: Martin Dvořák, Irene Bauer, Gal Feffermann

Bühnenmusik:
Schlagzeug:
Philipp Strüber (als Gast)
Harfe: Tatjana von Sybel (als Gast)

Besprechung auf kulturfreak.de

Weitere Vorstellungen: 26. Februar, 3., 9., 12. (16.00 Uhr), 18., 26. (16.00 Uhr) März 2017
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 17.00 Uhr


Die Trojaner
Oper Frankfurt
Cassandre (Tanja Ariane Baumgartner; im Vordergrund) und Ensemble der Oper Frankfurt
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Die Oper Les Troyens (Die Trojaner) von Hector Berlioz (1803-1869) besteht aus zwei in sich geschlossenen Teilen, die 1863 und 1879 bzw. 1890 separat zur Uraufführung gelangten. Die erste vollständige Aufführung des monumentalen Werks erfolgte erst 1969 an der Scottish Opera in Glasgow. In Frankfurt wurde die Grand opéra zuletzt 1983 in der Regie von Ruth Berghaus und unter der musikalischen Leitung von Michael Gielen gezeigt. Im Gegensatz zu vielen anderen Häusern wird die Oper Frankfurt Berlioz’ Opus Magnum nahezu vollständig realisieren; eine gewaltige Herausforderung, was Umfang sowie Anspruch betrifft. Das Solistenensemble stellt sich dabei schwierigsten sängerischen Partien, ähnliche Maßstäbe gelten für den monumentalen Chor und den übermäßig ausgeweiteten Klangkörper – ein Solitär in der neuzeitlichen Operngeschichte.

Zu Beginn der Handlung bejubeln die Trojaner den vermeintlichen Abzug der Griechen und bringen das zurückgelassene, riesige Holzpferd in die Stadt. Die Seherin Cassandre besingt den nahenden Untergang Trojas, und der Schatten des gefallenen Hector ruft den trojanischen Helden Énée zur Flucht nach Italien auf, um dort ein neues Troja zu bauen. Kurz darauf liefern sich die griechischen Kämpfer, die sich im Bauch des Pferdes versteckten, blutige Gefechte mit den Trojanern, deren Stadt in Flammen aufgeht. Énée erreicht Karthago, Königin Didos Reich, das vom nubischen König Iarbas bedroht wird. Vereint schlagen sie den Feind zurück. Dido und Énée verlieben sich, doch seine Bestimmung ist es, Italien zu erreichen. Dido verflucht ihn und die Trojaner und nimmt sich im Wahn das Leben.


Mit John Nelson (Musikalische Leitung) konnte für diese Produktion ein absoluter Kenner von Berlioz' Werk gewonnen werden. Sein umfangreiches Repertoire führte den renommierten amerikanischen Dirigenten u.a. an die Opernhäuser von Stuttgart, Genf, Paris (Opéra National) und Rom sowie an die Metropolitan Opera in New York. Nach ihrer Inszenierung von Delius' Romeo und Julia auf dem Dorfe 2013/14 kehrt Eva Maria Höckmayr (Regie) zurück nach Frankfurt. Zu ihren aktuellen Produktionen gehören Donizettis Lucia di Lammermoor an der Oper Köln und Puccinis Tosca am Staatstheater Darmstadt.
Der amerikanische Heldentenor Bryan Register gibt als Énée sein Rollen- und Hausdebüt in Frankfurt. Er sang Wagners Tristan beim englischen Festival Grange Park Opera, in Planung sind Auftritte mit dieser Partie am Teatro Verdi in Triest sowie als Siegmund in Wagners Die Walküre erneut an der Grange Park Opera. Den Tambourmajor in Bergs Wozzeck und Florestan in Beethovens Fidelio verkörperte er an der English National Opera in London und Wagners Lohengrin beim Festival im finnischen Savonlinna. Angeführt von Tanja Ariane Baumgartner (Cassandre) und Claudia Mahnke (Didon) sind alle übrigen Partien mit Mitgliedern des Ensembles der Oper Frankfurt besetzt. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Zur Inszenierung der Oper Hamburg:

Premiere: 19. September 15

Musikalische Leitung: Kent Nagano
Inszenierung: Michael Thalheimer
Bühnenbild: Olaf Altmann
Kostüme: Michaela Barth
Licht: Norman Plathe
Dramaturgie: Johannes Blum

Besetzung:

Enée:
Torsten Kerl
Chorèbe: Kartal Karagedik
Panthée: Alin Anca
Narbal: Petri Lindroos
Iopas: Markus Nykänen
Ascagne: Christina Gansch
Cassandre: Catherine Naglestad
Didon: Elena Zhidkova
Anna: Katja Pieweck
Hylas: Nicola Amodio
Priam: Stanislav Sergeev
Un chef grec - Mercure: Zak Kariithi
L'ombre d'Hector: Bruno Vargas
Helenus: Daniel Todd
Hécube: Marta Swiderska
Andromache: Catrin Striebeck

Chor der Hamburgischen Staatsoper
Philharmoniker Hamburg

www.hamburgische-staatsoper.de

Der Türke in Italien (Il turco in Italia)
Dramma buffo per musica in zwei Akten

Von: Gioacchino Rossigni
Text:Felice Romani
Uraufführung: 4. August 1814 (Mailand, Teatro alla Scala)

Turandot:
Lyrisches Drama in drei Akten

Von: Giacomo Puccini
Text: Giuseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Lucio Graf Gozzi

Uraufführung: 25. / 27. April 1926 (Mailand, Teatro alla Scala)

Zur Inszenierung der Oper Chemnitz:

Premiere:
24. September 16

Musikalische Leitung: Felix Bender
Inszenierung, Bühne und Kostüme: Hinrich Horstkotte
Chor: Stefan Bilz
Kinderchor: Pietro Numico
Dramaturgie: Carla Neppl

Besetzung:

Turandot:
Jee Hye Han / Morenique Fadayomi
Altoum: Edward Randall
Calaf: Jeffrey Hartman
Liù: Maraike Schröter
Timur: Magnus Piontek / Andreas Hörl
Ping: Andreas Kindschuh
Pang: Hubert Walawski
Pong: André Riemer
Ein Mandarin: Matthias Winter / Andreas Beinhauer
Erste Frau: Katharina Boschmann

Chor und Extrachor der Oper Chemnitz
Mitglieder des Kinder- und Jugendchores
Damen und Herren der Statisterie

Robert-Schumann-Philharmonie

Als Auftakt der Opernsaison 2016/2017 bringt die Oper Chemnitz am 24. September Puccinis „Turandot“ mit dem kompletten Finale von Franco Alfano heraus. Mit dieser Produktion kehrt Hinrich Horstkotte nach Chemnitz zurück. Hier waren bereits seine Inszenierungen von Verdis „Maskenball“ und Mozarts „Idomeneo“ im Opernhaus sowie von „Don Giovanni“ als Figurentheaterproduktion zu sehen. Außerdem war er als Bühnen- und Kostümbildner bei Werken wie „Cendrillon“, „Der Rosenkavalier“ und „Das Mädchen aus dem goldenen Westen“ beteiligt. In den letzten Jahren inszenierte er u. a. in Dortmund, Saarbrücken, Dessau, Wien, Luxemburg und Taipeh/Taiwan.

www.theater-chemnitz.de

Zur Inszenierung der Bregenzer Festspiele:

Premiere: 22. Juli 15
Wiederaufnahme: 21. Juli 16

Musikalische Leitung: Paolo Carignani / Giuseppe Finzi
Inszenierung & Bühne: Marco Arturo Marelli
Kostüme: Constance Hoffman
Licht: Davy Cunningham
Video: Aron Kitzig
Ton: Gernot Gögele, Alwin Bösch
Kampf-Choreographie: Ran Arthur Braun
Chorleitung: Lukáš Vasilek
Dramaturgie: Olaf A. Schmitt

Besetzung:

Turandot:
Katrin Kapplusch / Mlada Khudoley / Erika Sunnegardh / Katrin Kapplusch / Mlada Khudoley / Erika Sunnegårdh
Altoum: Peter Jelosits / Manuel von Senden / Christophe Mortagne / Manuel von Senden
Timur: Dimitry Ivashchenko / Michael Ryssov / Gianluca Buratto / Mika Kares
Der unbekannte Prinz (Calaf): Riccardo Massi / Arnold Rawls / Rafael Rojas / Riccardo Massi / Arnold Rawls / Rafael Rojas
Liù: Yitian Luan / Marjukka Tepponen / Guanqun Yu / Yitian Luan / Marjukka Tepponen / Guanqun Yu
Ping: Thomas Oliemans / Andrè Schuen / Matija Meic / Mattia Olivieri
Pang: Peter Marsh / Taylan Reinhard / Peter Marsh / Taylan Reinhard
Pong: Cosmin Ifrim / Kyungho Kim / Cosmin Ifrim / Kyungho Kim
Ein Mandarin: Yasushi Hirano / Grigory Shkarupa / Yasushi Hirano / Grigory Shkarupa
Der persische Prinz: Mike Galeli / Yannik Amadeus Dagot_Lamarque /
Der Henker: Stephan Jöhnk /
Krankenschwester des Kaisers: Eleonore Rose / Andrea Kristin Schwabl /
Der weiße Clown: Paul Bélanger /
Akrobaten: Du Tran Au, Alessandro Lo Cacciato, David Cheung, Isky Fay, Andy Le, Felix Fukuyoshi Ruwwe, Lorenz Hideyoshi Ruwee, Roman Tio
Feuerkünstler: Sebastian Berger, Chriss Breuning, Kris Madden, Michael Caden Pike

Wiener Symphoniker
Prager Philharmonischer Chor
Bregenzer Festspielchor
Kinderchor der Musikmittelschule Bregenz-Stadt (Einstudierung: Wolfgang Schwendinger)

Grün = Wiederaufnahme 2016

Besprechung auf kulturfreak.de

Nessun dorma, eine der heute berühmtesten Arien für Tenor, schrieb Giacomo Puccini in seiner letzten Oper Turandot. Die chinesische Prinzessin Turandot hat »Nessun dorma« als Befehl für eine Nacht ausgegeben: Keiner darf schlafen, denn bis zum Morgen muss sie den Namen des unbekannten Prinzen erfahren haben, dessen Liebe sie sonst erwidern muss. Die Männer hat sie sich bisher durch einen brutalen Schwur ferngehalten: Wer Turandot erobern möchte, muss drei Rätsel lösen. Scheitert er, verliert er seinen Kopf. Der unbekannte Prinz lässt sich weder durch die zahlreichen Toten vor ihm noch durch die Warnungen ihres Vaters und ihrer Minister abhalten. Wie so viele Männer vor ihm ist er gebannt von Turandots Erscheinung.

Als Erster löst Calaf alle drei Rätsel. Doch er begehrt mehr als nur den Sieg über diese Frau, er wünscht sich ihre wahre Zuneigung und gibt ihr seinerseits das Rätsel seiner eigenen Identität auf. Findet sie bis zum nächsten Morgen heraus, wie er heißt, dann ist er bereit zu sterben. Eine andere Frau, Liù, kennt den Namen, doch nimmt das Geheimnis mit in ihren ergreifenden Tod – sie hat den Prinzen zu sehr geliebt. Wie der nun folgende Liebesrausch von Turandot und Calaf klingen soll, hat den Komponisten jahrelang beschäftigt. Mit den Worten seiner Textdichter war er unglücklich und skizzierte immer neue Möglichkeiten. Puccinis eigener Tod im Jahr 1924 ließ die Oper unvollendet, sein Kollege Franco Alfano komponierte auf Grundlage der Skizzen einen Schluss. Etwas Außergewöhnliches hatte Puccini schaffen wollen, jenseits seiner berühmten Opern La bohème, Tosca und Madama Butterfly.

Chinesisches Kolorit, mächtige Chorszenen und von ihren Gefühlen überwältigte Figuren bestimmen dieses Werk. Die Rätselszene wird zum musikalischen Wettkampf zwischen Sopran und Tenor. Effektgeladen und hingebungsvoll lässt Puccini seine Liebenden nach den Sternen greifen. Auf der Seebühne ist der Weg nach oben geöffnet...

Ein leidenschaftlicher Kenner der italienischen Oper, Paolo Carignani, dirigiert zum ersten Mal bei den Bregenzer Festspielen. Auch der international gefragte Regisseur und Bühnenbildner Marco Arturo Marelli arbeitet zum ersten Mal am See. Turandot kennt er hervorragend von seinen Inszenierungen in Stockholm und Graz, nun stellt er sich den Herausforderungen der Seebühne. [© Bregenzer Festspiele]

www.bregenzerfestspiele.com.

Zur Inszenierung des Staatstheater Darmstadt:

Premiere:
14. Juni 09

Musikalische Leitung: Martin Lukas Meister
Inszenierung: John Dew
Choreografie: Anthoula Papadakis
Bühnenbild: Heinz Balthes
Kostüme: José-Manuel Vázquez
Choreinstudierung: André Weiss


Besetzung:

Turandot: Katrin Gerstenberger
Altoum: Markus Durst
Timur: Thomas Mehnert
Calaf: Zurab Zurabishvili
Liù: Susanne Serfling
Ping: David Pichmaier
Pong: Lucian Krasznec
Pang: Sven Ehrke
Ein Mandarin: Oleksandr Prytolyuk
1. Mädchen: Aki Hashimoto
2. Mädchen: Niina Keitel

Chor, Extrachor und Kinderchor
Besprechung auf kulturfreak.de


Turandot

Staatstheater Darmstadt
Pang (Sven Ehrke), Ping (David Pichmaier), Liù (Susanne Serfling) und Turandot (Katrin Gerstenberger)
Foto: Barbara Aumüller

„Wer auf diesen Gong schlägt, der sieht sie erscheinen, heller als Jade, kalt wie dies Schwert, die schöne Turandot!“ rufen die Henkersknechte. Und die Menge schreit: „Ihr Freier, ihr schönen, avanti! Avanti!“  Dann aber: „Drei Rätsel sind es, doch eins ist der Tod! Was zögert der Mond, das bleiche Gesicht? Zeig dich am Himmel! Komm schnell herbei! Spute dich, kahler, abgeschnittener Schädel! Erschein und scheine! Zeig dich am Himmel, dürrer Freier der Toten du! Blutleer, lautlos und kahl!“

John Dew inszeniert Giacomo Puccinis letzte Oper, die schauderhaft und grandios das uralte Märchen von der Rätselprinzessin erzählt, wie sie zuletzt vom klügsten der Freier überwunden wird. Puccini konnte die Komposition nicht völlig zu Ende führen; Franco Alfano, selbst Opernkomponist, hat sie für die Uraufführung 1926 komplettiert. Ein opulentes Theatererlebnis. [© Staatstheater Darmstadt]

www.staatstheater-darmstadt.de

Zur Inszenierung des Opernhaus Zürich:
(mit dem von Alfano vervollständigten 3. Akt, zweite Fassung)
Co-Produktion mit der Shanghai Grand Theatre Arts Group und dem Shanghai Opera House

Premiere: 10. April 06

Musikalische Leitung: Alan Gilbert
Inszenierung: Giancarlo del Monaco
Ausstattung: Peter Sykora
Lichtgestaltung: Hans-Rudolf Kunz
Choreinstudierung: Jürg Hämmerli

Turandot: Paoletta Marrocu*
Liu: Elena Mosuc*
Calaf: Jose Cura
Timur: Pavel Daniluk*
Ping: Gabriel Bermüdez*
Pang: Andreas Winkler*
Pong: Bogusiaw Bidzihski*
Altoum: Miroslav Christoff*
Mandarin: Valeriy Murga*
Pu-tin-Pao: Roberto Angeletti*
Zweiter Henker: Sacha Wacker*

Chor des Opernhauses Zürich
Zusatzchor und Jugendchor Opernhaus Zürich
Statistenverein am Opernhaus Zürich
Orchester der Oper Zürich

Besprechung auf kulturfreak.de
www.opernhaus.ch

The Turn of the Screw
Oper in einem Prolog und zwei Akten

Von:
Benjamin Britten
Text von: Mynfanwy Piper (nach der gleichnamigen Novelle von Henry James)

Uraufführung: 14. September 1954 (Venedig, Teatro La Fenice)

Zur Inszenierung des Staatstheater Wieabaden
(Eine Produktion des Theaters an der Wien)

Premiere: 1. Mai 15

Musikalische Leitung: Zsolt Hamar
Inszenierung: Robert Carsen
Spielleitung: Maria Lamont
Bühne & Kostüme: Robert Carsen, Luis Carvalho
Licht: Robert Carsen, Peter van Praet
Video: Finn Ross
Dramaturgie: Ian Burton

Besetzung:

Peter Quint:
Thomas Piffka
Gouvernante: Claudia Rohrbach

Mrs. Grose: Helen Donath
Miss Jessel: Victoria Lambourn
Flora: Stella An
Miles: Solist des Knabenchores der Chorakademie Dortmund

Hessisches Staatsorchester Wiesbaden


The Turn of the Screw
Staatstheater Wiesbaden
© Wilfried Hösl

Als ob man eine Schraube immer weiter drehte, tiefer und tiefer, fester und fester, so setzt sich im Kopf der jungen Gouvernante aus Henry James’ Novelle »The Turn of the Screw« die Idee fest, die von ihr gehüteten Kinder Miles und Flora seien böse, hätten einen Pakt mit zwei Toten geschlossen. Der große britische Schriftsteller lässt seine Leser lustvoll schaudern bei der Lektüre seiner finsteren Erzählung. Benjamin Brittens Kammeroper steht dem an Spannung, psychologischer Tiefe und Vergnügen in nichts nach und bewegt mit einer ebenso kammermusikalisch-transparenten wie impulsiven Musik.

Mit der Premiere von »The Turn of the Screw« in der Inszenierung von Robert Carsen, einem der wichtigsten Opernregisseure der Gegenwart, werden die Internationalen Maifestspiele 2015 eröffnet. Der gebürtige Kanadier arbeitet an den bedeutendsten Opernhäusern weltweit. Die Inszenierung hatte mit großem Erfolg im Jahr 2011 am Theater an der Wien Premiere. Das Hessische Staatstheater zeigt eine Wiesbadener Neueinstudierung unter der musikalischen Leitung von Zsolt Hamar. Die große Sopranistin Helen Donath kehrt für die Partie der Mrs. Grose auf die Opernbühne zurück. Claudia Rohrbach als Gouvernante und Thomas Piffka als Quint sind in weiteren Hauptrollen zu erleben. [© Staatstheater Wiesbaden]

Die Kostprobe von »The Turn of the Screw« bietet Einblick in die reale Arbeitssituation und echte Probenatmosphäre. In einer Einführung zu Beginn beschreibt die Dramaturgin Regine Palmai die Grundzüge der Inszenierung, und das Publikum erlebt die Sopranistin Helen Donath im Gespräch. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, einen Blick in die letzte Bühnenorchesterprobe vor der Premiere am 1. Mai zu werfen sowie die Sängerinnen und Sänger mit dem Hessischen Staatsorchester Wiesbaden zu hören. 27. April 2015, 18:30 Uhr, Foyer Großes Haus, Eintritt 5 Euro

www.staatstheater-wiesbaden.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
3. November 02

Wiederaufnahme Saison 2010/11: 9. Oktober 10
Wiederaufnahme Saison 2008/09: 1. November 08
Wiederaufnahme Saison 2004/05: 27. Mai 05

Musikalische Leitung: Karen Kamensek / Yuval Zorn / Yuval Zorn
Inszenierung: Christian Pade
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Axel Weidauer / Hans Walter Richter / Caterina Panti Liberovici
Bühnenbild und Kostüme: Alexander Lintl
Dramaturgie: Norbert Abels
Licht: Olaf Winter

Der Prolog: Lars Erik Jonsson / Richard Cox / Hans Schöpflin
Die Gouvernante: Joan Rodgers / Brenda Rae / Anne-Catherine Gillet
Miles: Jens Albrecht / Thilo Braun (Solisten der Aurelius Sängerknaben Calw) / Ludwig Haide / Constantin Callies (Solisten der Aurelius Sängerknaben Calw) / Solist der Aurelius Sängerknaben Calw
Flora: Heike Heilmann / Christiane Kar / Eun-Hye Shin
Mrs. Grose: Sonja Mühleck / Sonja Mühleck /Sonja Mühleck
Quint: Lars Erik Jonsson / Richard Cox /
Miss Jessel: Monika Krause / Barbara Zechmeister / Barbara Zechmeister
Statisterie:
Alexander Bevc / Jim Kallenberg /

violett = wiederaufnahme 2010/11
grün = Wiederaufnahme 2004/05
blau =  Wiederaufnahme 2008/09

Besprechung auf kulturfreak.de
Besprechung auf kulturfreak.de

Wiederaufnahme Saison 2010/11: 9. Oktober 10,

Musikalische Leitung:
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Caterina Panti Liberovici

Der Prolog, Quint: Hans Schöpflin
Die Gouvernante: Anne-Catherine Gillet
Miles: Solist der Aurelius Sängerknaben Calw
Flora: Eun-Hye Shin
Mrs. Grose: Sonja Mühleck
Miss Jessel: Barbara Zechmeister

Angesiedelt im viktorianischen England erzählt die Oper die Geschichte einer jungen Gouvernante und deren Versuch, die beiden ihr anvertrauten Waisenkinder Flora und Miles dem dämonischen Einfluss der Erscheinungen des Verwalters Quint und der früheren Gouvernante Miss Jessel zu entziehen, die – obwohl verstorben – unheilsam mit den Kindern verbunden zu sein scheinen. Die Gouvernante verliert den Kampf: Am Ende der Oper stirbt Miles in ihren Armen. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

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