kulturfreak

Oper, Stückeinfo: R

Radamisto
Oper in drei Akten

Von: Georg Friedrich Händel
Uraufführung 1. Fassung: 27. April 1720 (London, King´s Theatre Haymarket)
Uraufführung 2. Fassung: 28. Dezember 1720 (London, King´s Theatre Haymarket)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 3. April 16 (Bockenheimer Depot; Frankfurter Erstaufführung)

Musikalische Leitung: Simone Di Felice
Regie: Tilmann Köhler
Bühnenbild: Karoly Risz
Kostüme: Susanne Uhl
Licht: Joachim Klein
Video: Bibi Abel
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy

Besetzung:

Radamisto:
Dmitry Egorov
Zenobia: Gaëlle Arquez
Polissena: Paula Murrihy
Tiridate: Kihwan Sim
Tigrane: Danae Kontora* / Kateryna Kasper
Fraarte: Vince Yi
Farasmane: Thomas Faulkner*

Frankfurter Opern- und Museumsorchester

* Mitglied des Opernstudio

Besprechung auf kulturfreak.de


Radamisto
Oper Frankfurt im Bockenheimer Depot
Gaëlle Arquez (Zenobia), Danae Kontora (Tigrane), Dmitry Egorov (Radamisto), Paula Murrihy (Polissena; in der Bildmitte),
Kihwan Sim (Tiridate), Thomas Faulkner (Farasmane) und Vince Yi (Fraarte)
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Georg Friedrich Händel (1685-1759) komponierte Radamisto für die frisch gegründete Royal Academy of Music in London. Das Libretto stammt von Nicola Francesco Haym und beruht auf einer bereits bestehenden Textdichtung, die wiederum auf Tacitus als historischer Quelle zurückgeht. Der Komponist war zuvor extra mit der Absicht nach Deutschland gereist, ein italienisches Ensemble mit dem berühmten Kastraten Senesino an der Spitze zu engagieren, aber alle von ihm gewünschten Sänger waren bereits anderweitig verpflichtet. Daher entsprach die Besetzung der am 27. April 1720 erfolgten Uraufführung nicht Händels Vorstellungen. Sobald absehbar war, wann die Künstler wieder verfügbar waren, erarbeitet er eine zweite Fassung, die bereits ein gutes halbes Jahr später am 28. Dezember 1720 uraufgeführt wurde. Der Erfolg war so groß, dass auch in der nächsten Spielzeit weitere Vorstellungen angesetzt werden mussten. Die berühmteste Arie des Werkes ist Radamistos Klagegesang „Ombra cara“, den die Forschung als eine der besten Arien Händels bezeichnet.

Zum Inhalt: Der armenische König Tiridate ist unsterblich in Zenobia, Gemahlin des thrakischen Prinzen Radamisto, verliebt. Aus diesem Grund hat er seine eigene Frau Polissena, die Schwester Radamistos, verstoßen und Thrakien den Krieg erklärt. In dessen Verlauf gedenkt er nicht nur das Land, sondern auch die Angebetete zu erobern. Doch Zenobia weist ihn zurück – zu groß ist ihre Liebe zu Radamisto. Ähnlich fühlt Polissena: Trotz zahlreicher Demütigungen des Tyrannen steht sie unverbrüchlich zu ihm und rettet ihm sogar mehrfach das Leben. Die Treue der Frauen trotzt also jeder Gewalt. Als Tiridate merken muss, dass ihn sein Kriegsglück verlassen hat, gibt er vor, sowohl auf Thrakien als auch auf Zenobia zu verzichten und zu Polissena zurückkehren zu wollen...

Die musikalische Leitung dieser Frankfurter Erstaufführung liegt bei Simone Di Felice, der der Oper Frankfurt seit 2012/13 als Solorepetitor verbunden ist. Sein Hausdebüt als Dirigent gab er 2014/15 mit Monteverdis L’incoronazione di Poppea, ebenfalls im Bockenheimer Depot. Dort legte auch der seit 2009 als Hausregisseur am Staatsschauspiel Dresden wirkende Tilmann Köhler 2012/13 mit Händels Teseo sowohl sein Hausdebüt als auch sein Debüt als Opernregisseur vor.
Als Medea gastierte in dieser Produktion die Mezzosopranistin Gaëlle Arquez (Zenobia) erstmals in Frankfurt. Zu ihren aktuellen Verpflichtungen gehört u.a. Idamante in Mozarts Idomeneo am Theater an der Wien.
Dorthin führt nach seinem Frankfurter Hausdebüt als Fraarte auch der Weg des Countertenors Vince Yi als Sigismondo in Händels Arminio.
Sein Fachkollege Dmitry Egorov (Radamisto) ist hier regelmäßiger Gast. Zu seinen aktuellen Engagements gehört u.a. Giove / Coralbo in Agostino Steffanis Amor vien dal destina an der Berliner Staatsoper.
Angeführt von Paula Murrihy (Polissena) und Kihwan Sim (Tiridate) sind alle weiteren Partien mit Mitgliedern des Frankfurter Ensembles und Opernstudios besetzt. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Die Räuber (l Masnadieri)
Melodramma in vier Akten

Von: Giuseppe Verdi
Uraufführung: 22. Juli 1847 (London, Her Majesty’s Theatre)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 30. November 08 (Frankfurter Erstaufführung)
Wiederaufnahme Saison 2010/11: 11. Juni 11

Musikalische Leitung: Zsolt Hamar / Yuval Zorn / Henrik Nánási
Regie: Benedikt von Peter
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Caterina Panti Liberovici
Bühnenbild: Annette Kurz
Kostüme:
Ursula Renzenbrink
Dramaturgie: Benjamin von Blomberg, Malte Krasting
Licht: Olaf Winter
Chor: Matthias Köhler

Mitwirkende:
Amalia, Waise, Nichte des Grafen:
Olga Mykytenko / Olga Mykytenko
Massimiliano, Graf von Moor, Regent: Magnus Baldvinsson / Magnus Baldvinsson
Carlo, sein ältester Sohn: Alfred Kim / Alfred Kim
Francesco, sein jüngerer Sohn: Ashley Holland / Aris Argiris / Aris Argiris / Mikael Babajanyan
Arminio, Kammerherr: Michael McCown / Peter Marsh / Michael McCown
Moser: Magnus Baldvinsson / Magnus Baldvinsson
Rolla: Hans-Jürgen Lazar / Hans-Jürgen Lazar
u.a.

grün = Wiederaufnahme Saison 200/11

Besprechung auf kulturfreak.de

Zum Inhalt:
Der alte Graf von Moor hat zwei Söhne, den älteren Carlo und den jüngeren Francesco. Dieser versucht mittels einer Intrige, den Bruder um sein Liebesglück mit Amalia zu bringen und dem Vater zu entfremden, um selbst an die Macht zu gelangen. Carlo, der inzwischen verstoßen und Anführer einer Räuberbande geworden ist, durchschaut die Verhältnisse, kann sie aber nicht aufklären, ohne sich selbst zu diskreditieren. Verzweifelt tötet er die Geliebte und übergibt sich selbst dem Gesetz. (© Oper Frankfurt)

www.oper-frankfurt.de

The Rake’s Progress
Oper in drei Akten

Von: Igor Strawinsky (1882-1971)
Libretto: Wystan Hugh Auden und Chester Simon Kallman
Uraufführung: 11. September 1951, Teatro La Fenice, Venedig

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
20. Mai 12
Erste und letzte Wiederaufnahme (Saison 2016/17): 31. März 17

Musikalische Leitung: Constantinos Carydis / Tito Ceccherini
Regie:
Axel Weidauer
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Alan Barnes
Bühnenbild:
Moritz Nitsche
Kostüme:
Berit Mohr
Licht:
Joachim Klein
Dramaturgie:
Agnes Eggers
Chor:
Matthias Köhler

Besetzung:

Trulove: Alfred Reiter / Alfred Reiter
Ann Trulove: Brenda Rae / Elizabeth Reiter
Tom Rakewell: Paul Appleby / Theo Lebow
Nick Shadow: Simon Bailey / Kihwan Sim
Mother Goose: Barbara Zechmeister / Barbara Zechmeister
Baba the Turk: Paula Murrihy / Tanja Ariane Baumgartner
Sellem: Peter Marsh / Peter Marsh
Keeper of the madhouse: Vuyani Mlinde / Barnaby Rea


Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

grün = Wiederaufnahme

Besprechung der Wiederaufnahme auf kulturfreak.de

Besprechung auf kulturfreak.de


The Rake’s Progress
Oper Frankfurt
Sellem (Peter Marsh; links neben der Waschmaschine stehend), Anne Trulove (Elizabeth Reiter; in rosafarbenem Kleid)
und (Baba the Turk (Tanja Ariane Baumgartner ; in rotem Kleid) sowie Chor und Statisterie der Oper Frankfurt

© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

The Rake’s Progress von Igor Strawinsky (1882-1971), inspiriert durch den im 18. Jahrhundert entstandenen achtteiligen Kupferstich-Zyklus von William Hogarth, gilt als Abschluss der neoklassizistischen Schaffensphase des Komponisten. Konzipiert als Nummernoper im Stil der alten Meister präsentiert sich die Inszenierung von Axel Weidauer aus der Spielzeit 2011/12 als „äußerst vergnüglicher, kurzweiliger, angenehmer Abend“ (Bild Frankfurt). Der Rezensent der Rhein-Zeitung schrieb nach der Premiere am 20. Mai 2012: „Die Begeisterung des Frankfurter Publikums war nach dieser letzten Saison-Premiere im Opernhaus ungebrochen.“ Nun ist die Produktion hier letztmalig zu erleben.

Zum Inhalt: Tom Rakewell schlägt das Angebot seines zukünftigen Schwiegervaters Trulove aus, ihm eine sichere Stellung zu beschaffen und damit die baldige Hochzeit mit seiner Tochter Ann zu ermöglichen. Obwohl er Ann aufrichtig liebt, lockt Tom die Aussicht auf Geld und Freiheit in die Großstadt London. Begleitet wird er von dem mysteriösen Nick Shadow, der sich ihm als Diener anbietet und von einer Erbschaft erzählt, die ein verstorbener Onkel Toms hinterlassen habe. Der zurückbleibenden Ann verspricht Rakewell, sie baldmöglichst nachzuholen. In London gibt sich Tom hemmungslos allen sich bietenden Genüssen hin, findet jedoch keine Erfüllung. Er verheiratet sich sogar mit der weiblichen Jahrmarktsattraktion Baba the Turk, um damit seine Unabhängigkeit von allen bürgerlichen Vorstellungen zu beweisen. Ann ist nach London gereist, um ihrem Verlobten beizustehen, muss aber erkennen, dass ihr Bemühen erfolglos bleibt. Durch dubiose Geschäfte verliert Tom sein ganzes Geld, seine restliche Habe wird versteigert. Da fordert Shadow seinen Lohn für die erwiesenen Dienste: Toms Seele. Dieser erhält noch eine letzte Chance, sich durch den Gewinn beim Kartenspiel zu retten. Die unerschütterliche Liebe Anns lässt Tom tatsächlich wie durch Zauberei gewinnen, doch bevor Shadow verschwindet, lässt er Tom dem Wahnsinn anheim fallen. Im Irrenhaus erscheint Ann ein letztes Mal. Tom hält sich für Adonis und die Geliebte für Venus, dann schläft er ein. Ann versichert ihm ihre fortwährende Treue, folgt aber trotzdem dem Vater zurück nach Hause. Dem erwachten Tom bricht das Herz. Im Epilog treten alle Protagonisten nochmals auf und ermahnen die Zuschauer, dass Faulheit und Eitelkeit den Menschen anfällig machen für den Teufel.

Die musikalische Leitung der Wiederaufnahme liegt mit Tito Ceccherini bei einem Dirigenten, der bekannt ist für seine Interpretationen der Werke des frühen 20. Jahrhunderts. Darüber hinaus gilt er als Spezialist für das zeitgenössische Repertoire; so dirigierte er u.a. 2011 die Uraufführung von Salvatore Sciarrinos Superflumina am Nationaltheater Mannheim. Nun gibt er in Frankfurt sein Hausdebüt. Die Sängerbesetzung stammt ausschließlich aus dem Ensemble, wobei einzig Alfred Reiter (Trulove) und Peter Marsh (Sellem) bereits in der Premierenserie mit von der Partie waren.
Neu in Frankfurt ist seit 2016/17 der amerikanische Tenor Theo Lebow (Tom Rakewell), der hier zuvor bereits als Tamino in Mozarts Die Zauberflöte sowie als Massimo in Glucks Ezio auf sich aufmerksam machte. Die amerikanische Sopranistin Elizabeth Reiter (Anne Trulove) wurde 2014/15 aus dem Opernstudio in das Ensemble übernommen. Zu ihren jüngsten Auftritten an der Oper Frankfurt gehört u.a. die Partie des Ascagne in Berlioz‘ Les Troyens (Die Trojaner).
Auch der koreanische Bass Kihwan Sim (Nick Shadow) war vor seinem Eintritt ins Ensemble 2012/13 Mitglied des Studios. Im Opernhaus hat er zuletzt als Escamillo in Bizets Carmen sowie als Colline in Puccinis La Bohème auf sich aufmerksam gemacht. Geplant sind im Laufe der Saison 2016/17 Auftritte als Leporello in Mozarts Don Giovanni sowie als Silva in zwei konzertanten Aufführungen von Verdis Ernani.
Seit 2009/10 ist die Oper Frankfurt das Stammhaus der Mezzosopranistin Tanja Ariane Baumgartner. Hier sang sie zuletzt Bizets Carmen, bald gefolgt von der Partie der Amastre in Händels Xerxes. Dazwischen gastierte sie u.a. als Fricka in Wagners Das Rheingold in Chicago sowie als Ortrud in Lohengrin an der Hamburgischen Staatsoper. Der Brite Barnaby Rea (Keeper of the madhouse) stieß 2016/17 zum Frankfurter Ensemble, wo er als Lord Tristan in Flotows Martha sein komisches Talent beweisen konnte. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Das Rheingold
Der Ring des Nibelungen / Vorabend: Das Rheingold
Ein Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend

Musik & Libretto: Richard Wagner
Uraufführung: 22. September 1869 (München, Königliches Hof- und Nationaltheater)

Ort: In der Tiefe des Rheines - Freie Gegend auf Bergeshöhen, am Rhein gelegen - Die unterirdischen Klüfte Nibelheims
Zeit:
Mythische Vorzeit

Das Rheingold bildet zusammen mit „Die Walküre“, „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ die Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“.

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden

Premiere: 13. November 16

Musikalische Leitung: Alexander Joel
Inszenierung: Uwe Eric Laufenberg
Bühne: Gisbert Jäkel
Kostüme: Antje Sternberg
Licht: Andreas Frank
Video: Falko Sternberg
Leitung: Jugendchor Dagmar Howe
Dramaturgie: Katja Leclerc

Besetzung:

Wotan:
Gerd Grochowski
Donner: Benjamin Russell
Froh: Aaron Cawley
Loge: Thomas Blondelle
Alberich: Thomas de Vries
Mime: Erik Biegel, Matthäus Schmidlechner
Fasolt: Albert Pesendorfer, Shavleg Armasi
Fafner: Young Doo Park
Fricka: Margarete Joswig
Freia: Betsy Horne
Erda: Romina Boscolo, Bernadett Fodor
Woglinde: Katharina Konradi, Gloria Rehm
Wellgunde: Marta Wryk
Flosshilde: Silvia Hauer

Jugendchor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Nach zehn Jahren ist wieder ein »Ring des Nibelungen« in Wiesbaden zu erleben. »Das Rheingold« eröffnet den vierteiligen Zyklus, der in dieser Saison vollständig in den Spielplan des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden kommt. Uwe Eric Laufenbergs Inszenierung von Wagners zeitlosem Mythos hatte zwischen Oktober 2013 (»Das Rheingold«) und Februar 2015 (»Götterdämmerung«) am Landestheater Linz Premiere. Das Hessische Staatsorchester Wiesbaden spielt unter der Musikalischen Leitung des österreichisch-britischen Dirigenten Alexander Joel, international gefragter Gastdirigent in Oper und Konzert, bis 2014 Generalmusikdirektor in Braunschweig. Im Januar 2017 wird er auch das 4. Sinfoniekonzert in Wiesbaden gestalten.

Um nur einige der Sängerdarsteller des großen »Rheingold«-Ensembles herauszugreifen: Gerd Grochowski, der zuvor als »Fliegender Holländer« und in der Titelpartie von »Herzog Blaubarts Burg« in Wiesbaden zu erleben war, kehrt in der Partie des Wotan hierher zurück. Thomas Blondelle, Ensemblemitglied der Deutschen Oper, ist Loge. Thomas de Vries steht als Alberich wieder auf der Wiesbadener Bühne. Albert Pesendorfer (Deutsche Oper Berlin) übernimmt alternierend mit Shavleg Armasi (Staatsoper Hannover, zuletzt in Wiesbaden in der Titelpartie von »Boris Godunow«) die Partie des Fasolt. Young Doo Park (aktuell auch Sarastro) ist sein Bruder Fafner. Margarete Joswig, zuletzt als Mutter in »Hänsel und Gretel« in Wiesbaden, ist Fricka. Betsy Horne ist jetzt als Freia wieder in Wiesbaden zu erleben. [© Staatstheater Wiesbaden]

www.staatstheater-wiesbaden.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
2. Mai 10
Wiederaufnahme Saison 2015/16: 5. Mai 16

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle / Sebastian Weigle
Regie:
Vera Nemirova
Bühnenbild:
Jens Kilian
Kostüme:
Ingeborg Bernerth
Dramaturgie:
Malte Krasting
Licht:
Olaf Winter
Szenische Leitung der Wiederaufnahme:
Orest Tichonov

Besetzung:

Wotan:
Terje Stensvold / James Rutherford
Donner:
Dietrich Volle / Vuyani Mlinde
Froh:
Richard Cox / Beau Gibson
Loge:
Kurt Streit / Kurt Streit
Alberich:
Jochen Schmeckenbecher / Jochen Schmeckenbecher
Mime:
Hans-Jürgen Lazar / Hans-Jürgen Lazar
Fasolt:
Alfred Reiter / Alfred Reiter
Fafner:
Magnus Baldvinsson / Per Bach Nissen
Fricka:
Martina Dike / Claudia Mahnke / Tanja Ariane Baumgartner
Freia:
Barbara Zechmeister / Lise Davidsen
Erda:
Meredith Arwardy / Bernadett Fodor / Meredith Arwady
Woglinde:
Britta Stallmeister / Jessica Strong*
Wellgunde:
Jenny Carlstedt / Jenny Carlstedt
Floßhilde:
Katharina Magiera / Katharina Magiera

Statisterie der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

* Mitglied des Opernstudios

grün = Wiederaufnahme Saison 2015/16

Besprechung auf kulturfreak.de


Zum Inhalt: Am Beginn ruht das Rheingold, bewacht durch die drei Rheintöchter, auf dem Grund des Flusses. Der Zwerg Alberich muss der Liebe entsagen, um den Schatz rauben zu können. Aus dem Gold schmiedet er sich einen Ring, der ihm die Macht verleiht, die Welt zu beherrschen. Derweil entdeckt Göttervater Wotan den Raub des Goldes. Er hatte seinerzeit den Riesen Fasolt und Fafner für den Bau der Burg Walhall die Jugendgöttin Freia als Lohn versprochen, ohne diesen wirklich zahlen zu wollen. Der Feuergott Loge versucht, den beiden eine andere Belohnung anzubieten und macht sie auf den Schatz aufmerksam. Sie willigen in den Tausch ein und wollen Freia ziehen lassen, sobald sie das Gold erhalten haben. Wotan und Loge steigen nach Nibelheim hinab und überlisten dort Alberich, indem sie ihn dazu verleiten, sich mit Hilfe des von seinem Bruder Mime geschmiedeten Tarnhelms in eine Kröte zu verwandeln. Daraufhin wird Alberich von den Göttern gefangengenommen und nur unter Herausgabe des Schatzes wieder freigelassen. Von dem Ring möchte sich der Zwerg jedoch trotzdem nicht trennen. Als Alberich aber seine aussichtslose Lage erkennt, verflucht er den Reif. Die Macht der Verwünschung wird sogleich ersichtlich: Die Riesen geraten über die Teilung des Schatzes in Streit und Fafner erschlägt seinen Bruder. Zuletzt warnt Erdenmutter Erda Wotan vor der Götterdämmerung. [© Oper Frankfurt]

© Oehms Classics
Richard Wagner: Das Rheingold

Dike, Arwady, Stensvold, Streit, Reiter, Schmeckenbecher u.a.
Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Sebastian Weigle
OehmsClassics 2010

In Zusammenarbeit mit OehmsClassics produziert die Oper Frankfurt eine Live-CD-Serie.  Alle CDs enthalten Booklets mit Szenenfotos und den kompletten Libretti. Die Tonträger sind während der Vorstellungen im Foyer, an der Vorverkaufskasse am Willy-Brandt-Platz sowie im Handel erhältlich.

www.oper-frankfurt.de

Zur Inszenierung des Nationaltheater Weimar:

Premiere: 15. Juli 06

Musikalische Leitung: Carl St. Clair
Inszenierung: Michael Schulz
Dramaturgie: Wolfgang Willaschek
Bühne: Dirk Becker
Kostüme: Renée Listerdal

Besetzung:

GÖTTER:
Wotan (Bariton):
Mario Hoff
Donner (Bariton): Alexander Günther/ Jens Söndergaard
Froh (Tenor): Jean-Noel Briend
Loge (Tenor): Erin Caves, Axel Mendrok

GÖTTINNEN:
Fricka (Mezzosopran):
Christine Hansmann
Freia (Sopran): Catherine Foster/ Marietta Zumbült
Erda (Alt): Alexandra Kloose / Nadine Weissmann

NIBELUNGEN:
Alberich (Bariton):
Tomas Möwes
Mime (Tenor): Frieder Aurich/ Günter Moderegger

RIESEN:
Fasolt (Bass):
Renatus Mészár
Fafner (Bass):
Hidekazu Tsumaya

DIE RHEINTÖCHTER:
Woglinde (Sopran):
Silona Michel
Wellgunde (Mezzosopran): Susann Günther / Marietta Zumbült
Flosshilde (Alt): Christiane Bassek

Staatskapelle Weimar

Besprechung auf kulturfreak.de

www.nationaltheater-weimar.de

Rienzi, der Letzte der Tribunen
Große tragische Oper in fünf Akten

Von: Richard Wagner
Text: vom Komponisten (nach dem gleichnamigen Roman von Edward Bulwer-Lytton)
Uraufführung: 30. Oktober 1842 (Dresden, Königlich Sächsisches Hoftheater)

Zur konzertanten Aufführung der Oper Frankfurt in der Alten Oper Frankfurt:
Koproduktion mit der Alten Oper Frankfurt

Aufführungen: Freitag, 17.  und Mo. 20. Mai 13 (jeweils 18.00 Uhr)

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle
Chor: Matthias Köhler

Besetzung:

Rienzi:
Peter Bronder
Irene: Christiane Libor
Steffano Colonna: Falk Struckmann
Adriano: Claudia Mahnke
Paolo Orsini: Daniel Schmutzhard
Raimondo: Alfred Reiter
Baroncelli: Beau Gibson
Cecco del Vecchio: Peter Felix Bauer

Weitere Vorstellung: 20. Mai 2013, 18.00 Uhr

Besprechung auf kulturfreak.de

Zum Inhalt:
Die Handlung spielt um 1350 in Rom: Als der Sitz des Papstes nach Avignon verlegt wird, nutzt der päpstliche Notar Cola di Rienzi die Streitigkeiten unter den Patrizierfamilien für seine eigenen Karrierepläne, indem er sich beim Volk als angeblicher Friedenstifter beliebt macht. Gleichzeitig sichert er sich die Unterstützung des jungen Adligen Adriano, der Rienzis Schwester Irene liebt. Tatsächlich gelingt es Rienzi, die Ruhe in der Stadt wiederherzustellen, worauf er sich zum Tribun ausrufen lässt. Doch die Adligen, welche Rienzi auf seiner Seite glaubt, wollen ihn, den Mann aus dem Volke, ermorden lassen. Der Anschlag misslingt, weil Adriano Rienzi zuvor warnen konnte. Als die Adelsfamilien schließlich offen gegen den Tribun aufbegehren, lässt dieser den Aufstand blutig niederschlagen. Zu den Opfern gehört auch Adrianos Vater. So nimmt Rienzis Unterstützung durch das Volk wegen des unnützen Blutvergießens ab, und als auch noch die Kirche gegen ihn Stellung bezieht, sind seine Tage gezählt. Das Volk stürmt das Kapitol, und in dem zusammenstürzenden Gebäude sterben neben dem Tribun auch Irene und Adriano, der die Geliebte vergeblich zur Flucht überreden wollte. [© Oper Frankfurt]

© Oehms Classics
Richard Wagner: Rienzi
Bronder, Libor, Struckmann, Mahnke, Schmutzhard, Reiter, Gibson, Bauer u.a.
Chor der Oper Frankfurt, Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Sebastian Weigle
OehmsClassics 2014

In Zusammenarbeit mit OehmsClassics produziert die Oper Frankfurt eine Live-CD-Serie. Vor allem weniger bekannte Stücke werden hierfür mitgeschnitten. Alle CDs enthalten Booklets mit Szenenfotos und den kompletten Libretti. Die Tonträger sind während der Vorstellungen im Foyer, an der Vorverkaufskasse am Willy-Brandt-Platz sowie im Handel erhältlich.

www.oper-frankfurt.de

Rigoletto
Melodramma in drei Akten

Musik: Giuseppe Verdi
Text: Francesco Maria Piave, nach Victor Hugos Schauspiel “le roi s´amuse”
Uraufführung: 11. März 1851 (Venedig, Teatro La Fenice)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 19. März 17

Musikalische Leitung: Carlo Montanaro / Simone Di Felice
Regie: Hendrik Müller
Bühnenbild: Rifail Ajdarpasic
Kostüme: Katharina Weissenborn
Licht: Jan Hartmann
Chor: Markus Ehmann
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy

Besetzung:

Rigoletto:
Quinn Kelsey / Francesco Landolfi (1. und 11. Mai)
Gilda: Brenda Rae / Louise Alder
Der Herzog von Mantua: Mario Chang
Sparafucile: Önay Köse
Maddalena: Ewa Płonka
Giovanna: Nina Tarandek
Graf von Monterone: Magnús Baldvinsson
Marullo: Iurii Samoilov / Ludwig Mittelhammer
Borsa: Michael McCown
Graf von Ceprano: Mikołaj Trąbka / Sebastian Geyer
Gräfin von Ceprano: Julia Dawson
u. a.

Besprechung auf kulturfreak.de


Rigoletto
Oper Frankfurt
Herzog (Mario Chang), Borsa (Michael McCow; links sitzend), Ceprano 8Mikołaj Trąbka; rechts sitzend) sowie Ensemble

© Monika Rittershaus

Mit Rigoletto, dem nach Victor Hugos Drama Le Roi sʼamuse (1832) in einem wahren Schaffensrausch entstandenen Meisterwerk, feierte Giuseppe Verdi (1813-1901) am 11. März 1851 eine umjubelte Uraufführung am Teatro La Fenice in Venedig. Nach den vielzitierten „Galeerenjahren“ – der zwölf Jahre andauernden, von harter Arbeit und eher durchschnittlichem Erfolg geprägten Phase seiner Karriere – etablierte er sich damit als wichtigster italienischer Opernkomponist seiner Zeit. Diesen Ruf konnte er 1953 mit Il Trovatore und La Traviata festigen. Zusammen mit Rigoletto bilden jene Opern die vielbeschworene Trias im Werkverzeichnis Verdis, deren Helden allesamt als Außenseiter der Gesellschaft gezeichnet sind. Rigoletto gilt als eine der politischsten Opern Verdis; in ihr verbindet er Volksnähe und künstlerischen Anspruch. Die letzte Produktion des Werkes an der Oper Frankfurt stammt aus dem Jahre 1998 (Musikalische Leitung: Olaf Henzold; Regie: Kurt Horres).

Inhalt:
Der Fluch eines Opfers seines Spottes holt den buckligen Hofnarren Rigoletto grausam ein: Zwar gelingt es ihm, die Existenz seiner Tochter Gilda vor dem Herzog von Mantua zu verbergen. Aber als der Frauenheld das schöne Mädchen dennoch entdeckt und entehrt, schwört Rigoletto blutige Rache und setzt den zwielichtigen Sparafucile auf ihn an. Als sich auch Sparafuciles Schwester Maddalena in den Herzog verliebt, hintergeht der Mörder seinen Auftragsgeber, so dass Rigoletto am Ende – statt über den Herzog zu triumphieren – seine sterbende Tochter in den Armen hält.

Der italienische Dirigent Carlo Montanaro, GMD am Teatr Wielki in Warschau, ist regelmäßiger Gast in Frankfurt, zuletzt im Sommer 2015 mit Verdis Simon Boccanegra. Zu seinen aktuellen Engagements gehören Carmen an der San Francisco Opera und Tosca in Seoul sowie La Bohème in Sydney und später auch in San Francisco. Quinn Kelsey (Rigoletto) ist dem Frankfurter Publikum u.a. als Montfort in Verdis Die sizilianische Vesper (2012/13) bekannt. Rigoletto führt den hawaiianischen Bariton nach Auftritten in Verdis Ernani (konzertant) in Frankfurt zurück nach San Francisco. Sowohl der türkische Bass Önay Köse (Sparafucile) als auch die polnische Mezzosopranistin Ewa Płonka (Maddalena) sind Absolventen der renommierten New Yorker Juilliard School. Während er, inzwischen Ensemblemitglied an der Komischen Oper Berlin, in Frankfurt sein Hausdebüt vorlegt, kehrt sie nach Auftritten als Mary in Wagners Holländer an den Main zurück. Die übrige Besetzung besteht ausschließlich aus Mitgliedern des Opernstudios und des Ensembles der Oper Frankfurt, angeführt von Brenda Rae (Rollendebüt als Gilda) und Mario Chang (Herzog). Im Verlauf der Serie greifen verschiedene Umbesetzungen. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere: 15. Januar 16

Musikalische Leitung: Clemens Schuldt
Inszenierung: Lorenzo Fioroni
Bühne: Paul Zoller
Kostüme: Katharina Gault
Licht: Alexander Dölling
Chor: Sebastian Hernandez-Laverny
Dramaturgie: Lars Gebhardt

Besetzung:

Herzog von Mantua:
Paul O´Neill
Rigoletto: Werner Van Mechelen
Gilda: Marie-Christine Haase
Sparafucile: Ks. Hans-Otto Weiß
Maddalena: Tamta Tarieli
Giovanna: Ruth Katharina Peeck*
Graf Monterone: Georg Lickleder / Bernd Hofmann
Marullo: Kyung Jae Moon*
Borsa: Ks. Jürgen Rust
Graf Ceprano: Stefan Keylwerth*
Gräfin Ceprano: Alexandra Samouilidou
Page: Alin Deleanu

*Junges Ensemble

Statisterie
Herrenchor des Staatstheater Mainz
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Besprechung auf kulturfreak.de


Rigoletto
Staatstheater Mainz
Vorabbild mit Werner Van Mechelen
© Martina Pipprich ~ www.martina-pipprich.de


www.staatstheater-mainz.de

Rinaldo
Opera seria in drei Akten

Von: Georg Friedrich Händel
Text von: Giacomo Rossi nach einem Szenario von Aaron Hill
Uraufführung: 24. Februar 1711 (London, Queens Theatre)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Oper mit dem Jungen Ensemble des Staatstheaters Mainz, in Kooperation mit der Hochschule für Musik Mainz (Künstlerische Koordination: Prof. Claudia Eder), mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Mainzer Theaterkultur (Fassung der Uraufführung von 1711)

Premiere: 31. Oktober 13

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer
Inszenierung: Tatjana Gürbaca
Bühne: Stefan Heyne
Kostüme: Silke Willrett
Dramaturgie: Carsten Jenß

Besetzung:

Goffredo:
Michael Taylor  
Almirena: Saem You 
Rinaldo: Jina Oh
Eustazio: Alin Deleanu 
Argante: Dmitriy Ryabchikov
Armida: Radoslava Vorgic
Mago: Florian Küppers
Donna/Sirene: Su-Jin Yang   
Sirene: Uiji Kim   
Araldo: Frederik Bak  

Koproduktion mit der Hochschule für Musik Mainz 
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Besprechung auf kulturfreak.de


Rinaldo
Staatstheater Mainz
Argante (Dmitriy Ryabchikov) und Ensemble
© Martina Pipprich www.martina-pipprich.de

www.staatstheater-mainz.de

Romeo und Julia auf dem Dorfe (A Village Romeo and Juliet)
Lyrisches Drama in sechs Bildern

Von: Frederick Delius
Uraufführung der deutschen Fassung: 21. Februar 1907 (Berlin, [Alte] Komische Oper)
Uraufführung der englischen Fassung: 22. Februar 1910 (London, Covent Garden)

Zur Inszenierung des Theater Bielefeld:

Premiere: 17. Januar 15

Musikalische Leitung: Alexander Kalajdzic
Inszenierung: Sabine Hartmannshenn
Bühne: Kaspar Zwimpfer
Kostüme: Susana Mendoza
Dramaturgie: Daniel Westen
Choreinstudierung: Hagen Enke

Besetzung:

Vrenchen:
Sarah Kuffner
Sali: Daniel Pataky
Sali als Kind/Vrenchen als Kind: Sarah Davidovic
Das schlanke Mädchen: Nienke Otten
Vrenchen als kleines Kind: Josephine Franke/Johanna Franke
Sali als kleines Kind: Mathilda Heller/Cornelius Schäfer
Marti: Moon Soo Park
Manz: Yoshiaki Kimura
Schwarzer Geiger: Frank Dolphin Wong
Pfefferkuchenfrau/Erste Bäuerin/Wildes Mädchen: Melanie Kreuter
Glücksradfrau /Zweite Bäuerin: Nohad Becker
Schmuckwarenfrau /Dritte Bäuerin: Patricia Forbes
Possenreißer/Armer Hornist: Lianghua Gong
Karussellmann/Erster Bauer: Caio Monteiro
Schießbudenmann/Buckliger Bassgeiger/Zweiter Bauer: Roman Astakhov
Drei Schiffer: Caio Monteiro, Paata Tsivtsivadze, Lianghua Gong

Romeo und Julia auf dem Dorfe, uraufgeführt 1907 an der Komischen Oper Berlin, zählt zu den wichtigsten Wiederentdeckungen des frühen 20. Jahrhunderts. In den letzten Jahren erhielt vor allem diese Oper mit großem Erfolg sukzessive ihren rechtmäßigen Platz auf den deutschen Spielplänen zurück. Nach Kiel, Karlsruhe und Frankfurt am Main findet dieses großartige Werk nun (endlich) seinen Weg zur Bielefelder Erstaufführung und kehrt somit zu den Ursprüngen der Genese des Komponisten zurück. Denn Frederick Delius entstammt der Kaufmannsfamilie Delius, die seit Anbeginn ihren Stammsitz in Bielefeld hat.

Romeo liebt Julia, Julia liebt Romeo – so weit, so bekannt, so tragisch. Die berühmte Shakespeare’sche Tragödie adaptierte Gottfried Keller in seinem Novellenzyklus Die Leute von Seldwyla; Frederick Delius erkannte das theatralische Potenzial, dramatisierte die Vorlage und schuf eine in höchstem Maße feinsinnige Musik. Die Unterschiede zwischen den Fassungen von Keller und Delius sind offensichtlich: Kellers breit angelegtes gesellschaftliches Moralbild eines dörflichen Soziotops wandelt sich bei Delius in ein emotionales, das zwar vor dem Hintergrund der Gemeinschaft und ihrer Abgründe spielt, aber den Fokus auf die Bedürfnisse und das Verlangen des jungen Paares setzt.
Das Scheitern des Paares ist hierbei die tragische Komponente. Sali und Vreni brechen aus den Strukturen ihrer Umgebung aus, suchen nach Freiheit, die aber bei näherer Betrachtung genau das Negativ meint: Die jungen Leute sehnen sich nach »funktionierender« Konvention, nach Normen und moralischen Werten, die auf eine unangenehm berührende Art und Weise konservativer und tradierter erscheinen als die der Väter. Die Suche, die stets vom einst aus der Gesellschaft verstoßenen Geiger mal real, mal metaphysisch be- und geleitet wird, endet in der fatalen Erkenntnis, in dieser Welt keinen Platz zu finden – einzig der Tod scheint hier Ausweg zu bieten.
Sali und Vreni stellen einen Gegenentwurf zu der Shakespeare’schen Konstellation dar, changieren zwischen den berühmten Königskindern, Tristan und Isolde und anderen romantischen Bildern, die nach dem Ideal von Reinheit und Unschuld suchen. Doch Sali und Vreni sind nicht schuldfrei, können dem Idealtypus nicht entsprechen – eine verheerende Entwicklung, deren katastrophales Ende keinen Besucher unberührt lässt.

In dieser Interpretation entwickelt die renommierte Opernregisseurin Sabine Hartmannshenn kräftige, ganz eigene Welten, die sich immer mehr von der Realität entfernen. Was ist real, was ist Traum? Wie kann es soweit kommen, was läuft bei diesen jungen Menschen schief? Ein Spiel mit den Elementen und Momenten von Wahrheit, Groteske, Absurdität und Gesellschaftsbild. Hartmannshenn entwickelt hier eine zupackende Inszenierung, die den Strudel des Selbstverlierens ungeschönt offenbart, die Abgründe der »Helden« radikal offenlegt, aber auch den intimen Momenten eine eigene Schönheit verleiht, die das Ganze mit einer noch intensiveren und ergreifenderen Dramatik überzieht. Die Bühne von Kaspar Zwimpfer gibt jenen Welten ausreichend Raum, spielt mit den Wahrnehmungen der Darsteller und Zuschauer, unterstützt von der klaren Kostümsprache Susana Mendozas.

Frederick Delius positioniert sich als Komponist der vorletzten Jahrhundertwende im Kanon des heutigen Repertoires zu Unrecht im Hintergrund. Das Suchen nach neuen Ausdrucksformen, das Auflösen des spätromantischen Klanges und der individuelle Umgang mit den kompositorischen Möglichkeiten der Zeit identifizieren Delius als einen der Wegweiser in die Moderne, der jedoch nie das Bewusstsein der musikalischen Geschichte und seiner Errungenschaften vergaß. In Romeo und Julia auf dem Dorfe offenbaren sich diese Attribute mehr als deutlich: Delius’ Musik verweist im übergroß besetzten Orchester deutlich auf Wagners spätromantische Anlage, geht jedoch entscheidende Schritte weiter. In den ersten drei Bildern durchbricht Delius eine impressionistisch geprägte Struktur, die der Einsamkeit und Verlorenheit des dörflichen Soziotops entspricht, durch den Expressionismus antizipierende Elemente; die drei letzten Bilder hingegen, der vermeintliche Auf- und Ausbruch aus dem hermetischen Lebensraum, präsentieren eine bereits auf Richard Strauss verweisende Tonkunst, die jedoch immer wieder in den Kontext eines romantischen Klangbildes gerückt wird. Darüber hinaus finden sich diverse Ideen amerikanischer Musik wieder und eine ganz eigene, besondere und unverwechselbare Melodienprägung.

Vor dem Hintergrund des hohen Anspruches dieses Werkes ist das Theater Bielefeld stolz, alle Rollen aus den Reihen des Ensembles punktgenau besetzen zu können. Delius geht – ähnlich dem Zeitgenossen Richard Strauss – in die Extreme der Stimmführung, sowohl Perspektive des großen Orchesterapparates als auch hinsichtlich der vokalen Lagen und Ansprüche der einzelnen Partien. Die männliche Titelrolle wird von Daniel Pataky interpretiert, der hervorragend zwischen lyrischem Schmelz und jugendlichem Heldentenor changiert; in der weiblichen wird nach langer Zeit endlich wieder Sarah Kuffner im jugendlich-dramatischen Fach zu erleben sein – ein musikalisches Traumpaar. Die Rolle des Schwarzen Geigers, dem undurchsichtigen Vagabunden, ist dem Charakterbariton Frank Dolphin Wong fast auf den Leib geschrieben und die energisch-impulsiven Bass-Partien der sich streitenden Väter treffen in den Stimmen von Yoshiaki Kimura und Moon Soo Park auf grundfestes Volumen. Eine weitere Besonderheit in Delius’ Oper sind die vielen kleinen und zugleich schwierigen Partien, deren Besetzung manchem Haus das Werk unzugänglich macht; mit Solisten wie Melanie Kreuter, Nohad Becker, Caio Monteiro, Roman Astakhov, Lianghua Gong, Sarah Davidovic und Nienke Otten besetzt das Theater Bielefeld jede Rolle bis ins Detail mit hochkarätigen Sängern und Darstellern. Der Bielefelder Opernchor übernimmt unter Leitung von Hagen Enke die expressiven Szenen des Jahrmarktsvolkes und der Vagabunden, die Bielefelder Philharmoniker spielen in großer Besetzung unter Leitung von Alexander Kalajdzic.   [© Theater Bielefeld]

www.theater-bielefeld.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
22. Juni 14

Musikalische Leitung: Paul Daniel
Regie: Eva-Maria Höckmayr
Bühnenbild: Christian Schmidt
Kostüme: Saskia Rettig
Licht: Olaf Winter
Dramaturgie: Norbert Abels
Chor: Matthias Köhler

Besetzung:

Manz:
Dietrich Volle
Marti: Magnús Baldvinsson
Sali: Jussi Myllys
Vreli: Amanda Majeski
Der schwarze Geiger: Johannes Martin Kränzle
u.a.

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Besprechung auf kulturfreak.de


Romeo und Julia auf dem Dorfe
Oper Frankfurt
Sali (Jussi Myllys) und Vreli (Amanda Majeski)
© Barbara Aumüller ~  www.szenenfoto.de

Zum Inhalt:
Die Handlung folgt nur in sehr groben Zügen der Geschichte von Shakespeares berühmten Liebespaar: Vreli und Sali sind die Kinder zweier wohlhabender Schweizer Bauern, die über den Besitz eines Ackers in Streit geraten sind und deshalb ihrem Nachwuchs den Umgang miteinander verbieten. Jahre später haben die Prozesskosten die Väter ruiniert, doch ihre beiden Kinder haben sich ineinander verliebt. Als Sali Vrelis Vater im Streit verletzt und dieser daraufhin den Verstand verliert, verlassen die Liebenden ihren Heimatort. Sie treffen auf den schwarzen Geiger und seine Vagabundentruppe, die die Unschuld des Paares verhöhnen. Schnell merken Vreli und Sali, dass sie als Menschen ohne Besitz und Ansehen unter Leuten dieses Schlages niemals glücklich werden können und gehen gemeinsam in den Tod.

www.oper-frankfurt.de

La Rondine (Die Schwalbe)
Commedia lirica in drei Akten

Von:
Giacomo Puccini
Text:
Giuseppe Adami (nach einem Librettoentwurf von: Alfred Maria Willner und Heinz Reichert)
Uraufführung: 27. März 1917 (Monte Carlo, Opernhaus)

Zur konzertanten Aufführung der Oper Frankfurt in Koproduktion mit der Alten Oper Frankfurt:

Musikalische Leitung:
Marc Soustrot
Chor: Matthias Köhler

Magda de Civry: Elaine Alvarez
Lisette: Britta Stallmeister
Ruggero: Joseph Calleja
Prunier: Marius Brenciu 
Rambaldo: Aris Argiris
Yvette / Georgette / Una voce interna: Christiane Karg
Bianca / Gabriella: Sun Hyung Cho
Suzy / Lolette: Nina Tarandek
Périchaud / Rabonnier / Maggiordomo: Sungkon Kim
Gobin: Michael McCown
Crébillon: Franz Mayer

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Zum Inhalt: Im Hause von Magda de Civry, der Geliebten des Bankiers Rambaldo, trifft sich die vornehme Pariser Gesellschaft. Unter den Gästen befindet sich auch der Dichter Prunier, der Magda prophezeit, dass sie – gleich einer Schwalbe – der Liebe wegen in ein fremdes Land ziehen wird. Auf der Suche nach einer Unterkunft wird dem ebenfalls anwesenden Ruggero das Tanzcafé Bullier empfohlen. Kaum ist die Gesellschaft aufgebrochen, tauscht Magda – um unerkannt zu bleiben – die Kleider mit dem Kammermädchen Lisette und verlässt das Haus. Im Café Bullier trifft sie auf Ruggero, dem sie sich als Paulette vorstellt. Beide empfinden sofort tiefe Zuneigung füreinander. Rambaldo, der unerwartet hinzukommt, muss erkennen, dass Magda sich in Ruggero verliebt hat. Das Paar verbringt glückliche Monate. Als Ruggero um Magdas Hand anhält, gesteht sie dem Geliebten verzweifelt ihre nicht standesgemäße Vergangenheit, die sie hindert, seine Frau zu werden. Alle Bemühungen Ruggeros schlagen fehl, die Schwalbe muss aus dem fernen Land in ihren goldenen Käfig zurückkehren.  [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Der Rosenkavalier
Komödie für Musik in drei Aufzügen

Von: Richard Strauss
Text von: Hugo von Hofmannsthal
Uraufführung: 29. Januar 1911 (Dresden, Hofoper)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 24. Mai 15
Wiederaufnahme: 9. Januar 16

Musikalische Leitung: Sebast
ian Weigle / Sebastian Weigle
Regie: Claus Guth
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Orest Tichonov
Bühnenbild und Kostüme: Christian Schmidt
Licht: Olaf Winter
Dramaturgie: Norbert Abels
Chor: Tilman Michael

Besetzung:

Die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg:
Amanda Majeski / Maria Bengtsson
Baron Ochs auf Lerchenau: Bjarni Thor Kristinsson / Karl-Heinz Lehner
Octavian: Paula Murrihy / Jenny Carlstedt
Herr von Faninal: Dietrich Volle / James Rutherford
Sophie: Christiane Karg / Kateryna Kasper / Louise Alder
Marianne Leitmetzerin: Barbara Zechmeister / Barbara Zechmeister
Valzacchi: Peter Marsh / Michael McCown /Peter Marsh / Michael McCown
Annina: Sharon Carty / Katharina Magiera
Ein Polizeikommissär: Kihwan Sim / Thomas Faulkner
Der Haushofmeister bei Faninal: Michael McCown / Michael McCown / Peter Marsh
Ein Notar: Franz Mayer / Franz Mayer
Ein Wirt: Hans-Jürgen Lazar / Hans-Jürgen Lazar
Ein Sänger: Mario Chang / Mario Chang
u.a.

grün = Wiederaufnahme Saison 2015/16

Besprechung Saison 2015/16 auf kulturfreak.de

Besprechung Saison 2014/15 auf kulturfreak.de


Der Rosenkavalier
Oper Frankfurt, Saison 2015/16
Octavian (Jenny Carlstedt) und Sophie (Kateryna Kasper)

© Monika Rittershaus

Die Sicht von Regisseur Claus Guth auf den Rosenkavalier von Richard Strauss (1864-1949) gehört zu den großen Erfolgen der Spielzeit 2014/15 – trotz oder vielleicht auch wegen der ungewöhnlichen Deutung des Werks. Guth sieht die Marschallin nämlich als todkranke Frau, die sich während ihrer Beschäftigung mit dem Phänomen „Zeit“ in letzter Konsequenz auch mit dem eigenen Sterben auseinandersetzen muss. Diese völlig neue Interpretation sorgte für eine belebende Diskussion über ein Werk, welches man gut zu kennen glaubte. So konnte man in einer nach der Premiere am 24. Mai 2015 erschienenen Kritik lesen: „Claus Guth (…) setzt den Rosenkavalier in ein neues Licht, das lange Schatten der Endlichkeit wirft. Konsequent macht er das, berührend und überzeugend.“ Die Tatsache, dass Sebastian Weigle auch diese erste Wiederaufnahme dirigiert, lässt beim Lesen einer weiteren Premierenrezension Freude aufkommen: „Frankfurts Generalmusikdirektor (…) am Pult des Opernorchesters macht seinem Ruf als Strauss-Spezialist alle Ehre. Wie er die Musiker zu einem leichtfüßigen, transparenten und doch farbenglänzenden und sinnlich-flexiblen Parlando-Ton inspiriert, ist beispielhaft.“ Und ein dritter Pressevertreter meinte kurz und bündig: „Frankfurt bleibt also eine der ersten Adressen in Sachen Richard Strauss.“

Die Besetzungsliste weist einige neue Namen auf: Die schwedische Sopranistin Maria Bengtsson führte die Partie der Feldmarschallin bereits in der Regie von Oscar-Preisträger Christoph Waltz nach Antwerpen und Gent sowie in einer anderen Produktion nach Valencia. Zuvor debütierte sie 2008/10 an der Oper Frankfurt als Donna Elvira in Mozarts Don Giovanni und kehrte ab 2009/10 als Strauss‘ Daphne an den Main zurück. Zu ihren aktuellen Aufgaben gehören die Gouvernante in Brittens The Turn of the Screw an der Berliner Staatsoper, die Gräfin in Straussʼ Capriccio am Theater an der Wien und Donna Anna in Don Giovanni an der Semperoper Dresden.
Der österreichische Bass Karl-Heinz Lehner gibt als Ochs auf Lerchenau sein Frankfurter Hausdebüt. Das ehemalige Ensemblemitglied des Theater Dortmund zählt Straussʼ lüsternen Landjunker – neben König Marke in Wagners Tristan und Isolde – zu seinen aktuellen Aufgaben auch an seiner früheren Wirkungsstätte. Schon zu Beginn seiner Karriere führten ihn Engagements an die Oper von Rom (König Marke), die Staatsopern von München (Orest in Elektra) und Hamburg (Sparafucile in Rigoletto) sowie zu den Bregenzer Festspielen (Colline in La Bohème).
Aus dem Ensemble der Oper Frankfurt steigen Jenny Carlstedt (Debüt als Octavian), Neuzugang James Rutherford (Faninal), Kateryna Kasper (Debüt als Sophie; im Wechsel mit Louise Alder) und Katharina Magiera (Annina) neu in die Produktion ein. Alle weiteren Solistinnen und Solisten aus dem Ensemble, dem Opernstudio und dem Chor der Oper Frankfurt sind mit der Produktion bereits vertraut.

Zum Inhalt:
Die Feldmarschallin vergnügt sich in Abwesenheit ihres Mannes mit dem jungen Grafen Octavian. Das Schäferstündchen wird jäh von ihrem Vetter, dem Baron Ochs auf Lerchenau, gestört, der seine Heiratspläne mit Sophie von Faninal verkündet und die Feldmarschallin um einen Boten bittet, der seiner Zukünftigen als traditionelles Zeichen seines Antrags eine silberne Rose zukommen lassen soll. Sophie, die Ochs um keinen Preis heiraten will, verliebt sich bei der Rosenüberreichung augenblicklich in Octavian. Mit einer List schafft es dieser später, Ochs bloßzustellen und die Verlobung platzen zu lassen. Die Feldmarschallin macht mit ihrem Verzicht auf Octavian den Weg für die gemeinsame Zukunft der beiden Verliebten frei.

www.oper-frankfurt.de 

Zur Inszenierung des Nationaltheater Weimar:

Premiere: 31. Oktober 14

Musikalische Leitung: Stefan Solyom
Regie: Vera Nemirova
Bühne und Kostüme: Tom Musch
Dramaturgie: Kathrin Kondaurow / Hans-Georg Wegner

Besetzung:

Die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg:
Larissa Krokhina, Johanni van Oostrum
Der Baron Ochs von Lerchenau: Dirk Aleschus
Octavian: Katarina Giotas, Julia Rutigliano
Herr von Faninal: Uwe Schenker-Primus, Bjørn Waag
Sophie: Steffi Lehmann, Elisabeth Wimmer
Jungfer Marianne Leitmetzerin: Heike Porstein
Valzacchi: Jörn Eichler, Alexander Günther
Annina: Sayaka Shigeshima
Ein Polizeikommissar / Ein Notar: Andreas Koch, Chang-Hoon Lee
Der Haushofmeister bei Feldmarschallin: Marko Kürsten, Jens Schmiedeke
Ein Wirt: Alexander Günther, Klaus Wegener
Der Haushofmeister bei Faninal: Günter Moderegger
Ein Sänger: Artjom Korotkov, Jaesig Lee

Opernchor des DNT Weimar
Staatskapelle Weimar

www.nationaltheater-weimar.de

Zur Inszenierung der Komischen Oper Berlin:

Premiere: 2. April 06

Musikalische Leitung: Kirill Petrenko
Inszenierung: Andreas Homoki
Bühnenbild: Frank Philipp Schlößmann
Kostüme: Gideon Davey
Dramaturgie: Antje Kaiser
Chöre: Robert Heimann
Kinderchor: Christoph Rosiny
Licht : Franck Evin

Besetzung:
Feldmarschallin von Werdenberg:
Geraldine McGreevy
Baron Ochs auf Lerchenau: Jens Larsen
Octavian: Stella Doufexis
Herr von Faninal: Klaus Kuttler
Sophie: Brigitte Geller
Marianne Leitmetzerin: Miriam Meyer
Valzacchi: Christoph Späth
Annina: Caren van Oijen
Polizeikommissar: Tobias Hagge
Haushofmeister: Thomas Ebenstein/Peter Renz
Notar: Hans-Martin Nau
Wirt: Stephan Spiewok
Sänger: Timothy Richards
Modistin: Karen Rettinghaus

Die Chorsolisten und der Kinderchor der Komischen Oper Berlin, das Orchester der Komischen Oper Berlin.

Besprechung auf kulturfreak.de

www.komische-oper-berlin.de

Rusalka
Lyrisches Märchen in drei Akten

Musik: Antonín Dvořák
Libretto: Jaroslav Kvapil
Uraufführung: 31. März 1931 (Prag, Nationaltheater)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Übernahme einer Produktion der Opéra national de Lorraine in Nancy (Premiere: 30. September 2010)

Premiere: 8. September 13
Wiederaufnahme: 5. Februar 15

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle / Johannes Debus / Christian Arming
Regie: Jim Lucassen
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Tobias Heyder
Kostüme: Amélie Sator
Licht: Andreas Grüter
Dramaturgie: Ton Boorsma
Chor: Matthias Köhler

Besetzung:

Rusalka: Amanda Majeski / Karen Vuong / Olesya Golovneva
Prinz: Zoltán Nyári / AJ Glueckert
Fremde Fürstin: Tanja Ariane Baumgartner / Tanja Ariane Baumgartner ( 5. Februar 15) /Claudia Mahnke
Wassermann: Mischa Schelomianski  / Andreas Bauer
Ježibaba, die Hexe: Katharina Magiera  / Katharina Magiera
Heger / Jäger: Simon Bailey  / Sebastian Geyer
Küchenjunge: Britta Stallmeister / Maria Pantiukhova
1. Waldelfe: Kateryna Kasper / Katharina Ruckgaber
2. Waldelfe:Elizabeth Reiter / Elizabeth Reiter
3. Waldelfe: Marta Herman / Marta Hermann

grün = Wiederaufnahme Saison 2014/2015

Besprechung auf kulturfreak.de

Besprechung der Wiederaufnahme auf kulturfreak.de


Rusalka

Oper Frankfurt
1. Waldelfe (Kateryna Kasper), 2. Waldelfe (Elizabeth Reiter), 3. Waldelfe (Marta Hermann), Rusalka (Amanda Majeski)
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Zum Inhalt:
Die Nixe Rusalka ist verzweifelt. Sie möchte ein menschliches Wesen werden, um das Herz des Prinzen zu gewinnen. Erfüllung dieses sehnlichen Wunschs verspricht ihr die Hexe Ježibaba. Rusalkas Menschwerdung ist jedoch an die ewige Liebe des Prinzen gebunden, andernfalls sind beide verflucht. Tatsächlich verliebt sich der Königssohn in das Mädchen. Am Tag der Hochzeit aber verrät er sie, sein Treuebruch besiegelt den Fluch. Zu spät bereut der junge Mann sein Handeln und stirbt am Kuss Rusalkas. Sie selbst verschwindet für immer im See. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Ruslan und Ludmila
Phantastische Oper in fünf Akten

Von: Michail I. Glinka
Text: nach dem Poem von Alexander S. Puschkin von Walerijan F. Schirkow, Michail I. Glinka u.a.
Uraufführung: 9. (21.) Dezember 1842 (St. Petersburg, Großes Theater)

nach oben