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Oper, Stückeinfo: M

Macbeth
Nach: “The Tragedy of Macbeth” von William Shakespeare

Fassung von: Ernest Bloch
Fassung von: Salvatore Sciarrino
Fassung von: Giuseppe Verdi

Zu Macbeth von: Ernest Bloch
Oper in sieben Szenen

Text: Edmond Fleg nach William Shakespeares Macbeth
Uraufführung: 30. November 1910 (Paris, Operá-Comique)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 7. November 2004
Wiederaufnahme Saison 2006/07: 30. Dezember 06

Musikalische Leitung: Martyn Brabbins
Inszenierung: Keith Warner
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Wally Sutcliffe, James McNamara
Bühnenbild und Kostüme: Es Devlin
Dramaturgie: Tom Sutcliffe
Lichtdesign: Wolfgang Göbbel
Videodesign: Thomas Gray
Chor: Alessandro Zuppardo

Besetzung Wiederaufnahme 2006/07:

Macbeth:
Daniel Sumegi   
Lady Macbeth: Taina Piira   
Macduff: Johannes Martin Kränzle  
Banquo: Dietrich Volle  
Duncan / First Apparition: Hans-Jürgen Lazar
Malcolm: Peter Marsh   
Lennox: Michael McCown   
A Porter: Franz Mayer
An old Man: Carlos Krause
A Murderer: Gérard Lavalle
A Servant / A second Murderer: Viktor Tsevelev
Lady Macduff / Third Apparition: Barbara Zechmeister
Witches: Sonja Mühleck, Michaela Friedrich, Enikő Boros
Son of Macduff: Solist der Aurelius Sängerknaben Calw

Die Handlung ist hinlänglich bekannt, nicht zuletzt durch die ältere Vertonung Verdis: Angespornt durch seine machtgierige Ehefrau strebt Macbeth nach der schottischen Königskrone und schreckt dabei auch vor Mord nicht zurück. Doch sein Plan geht nicht auf – er selbst findet den Tod auf dem Schlachtfeld, und seine Frau endet im Wahnsinn. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Zu Macbeth von: Salvatore Sciarrino
Musiktheater in drei Akten

Uraufführung: 2002

Zu Macbeth von: Giuseppe Verdi

Text von:
Francesco Maria Piave

Uraufführung: 14. März 1847 (Florenz, Teatro della Pergola)
Revidierte Fassung: 21. April 1865 (Paris, Théatre-Lyrique)

Zur Inszenierung des Oldenburgischen Staatstheater:

Premiere: 17. September 16

Musikalische Leitung: Hendrik Vestmann
Regie: Nadja Loschky
Konzeptionelle Mitarbeit: Yvonne Gebauer
Bühne: Daniela Kerck
Kostüme: Claudio Pohle
Dramaturgie: Annabelle Köhler

Besetzung:

Macbeth: Daniel Moon
Banquo: Ill-Hoon Choung
Lady Macbeth: Nina Gravok
Kammerfrau: Melanie Lang
Macduff: Emanuel Mendes
Malcolm: Philipp Kapeller
Ein Arzt: Henry Kiichli
Ein Mörder: Anthony Gardener
Ein Diener der Lady: Michael van Hagen
Ein Herold: Toshihiko Matsui
1. Erscheinung: Alwin Kölblinger
2. Erscheinung: Laura Asche/ Simone Hauburger
3. Erscheinung: Kaja Bultmann/ Lena Havekost


Opern- und Extrachor des Oldenburgischen Staatstheaters u.a.
Oldenburgisches Staatsorchester

Macbeth und Banquo kehren als siegreiche Generäle aus dem Krieg heim, als ihnen Hexen Großes prophezeien: Macbeth soll König von Schottland werden, Banquo der Vater künftiger Könige sein. Lady Macbeth giert förmlich danach, ihren Mann auf dem Thron zu sehen. Sie stiftet ihn zum Königsmord an, den Macbeth trotz großer Gewissensbisse ausführt. Doch damit setzt sich ein Todesrad in Bewegung: Mitwisser und mögliche Konkurrenten müssen ausgeschaltet werden. Immer mehr Blut fließt. Letztendlich entsteht ein mörderischer Sog, der Macbeth und die Lady selbst in den Tod reißt.

Auf Basis von Shakespeares ebenso düsterem wie packendem Schauspiel wagt Verdi den ersten Schritt in eine völlig neue Dramatik. Nicht glatter Wohlgesang steht für ihn hier an erster Stelle, sondern Expressivität.

Verdi überträgt also das Drama ins Musikalische: Die Stimmen werden zum individuellen Ausdruck des Charakters, das Orchester lässt eine rein floskelhafte Begleitung hinter sich und nimmt aktiv am musikdramatischen Geschehen teil. Durch atmosphärisch dichte Stimmungsmalerei wird es zum wichtigen Träger der Handlung. Dies ist umso bedeutender, als Verdi in seiner Oper nicht allein das Politdrama und die inneren Konflikte der handelnden Figuren akzentuiert wissen will, sondern gerade auch dem fantastischen Element, dem Eindringen des Übersinnlichen in die menschliche Welt, große Bedeutung beimisst. Im 400. Todesjahr Shakespeares zeigt das Oldenburgische Staatstheater die überarbeitete Fassung des Werkes, die 1865 in Paris ihre Uraufführung erlebte und das Neuartige der Kompositionsweise noch stärker hervorhebt, als es die ursprüngliche Fassung tat.

Für die Inszenierung zeichnet Nadja Loschky verantwortlich, die 2015 mit dem Götz-Friedrich-Preis ausgezeichnet wurde. [© Oldenburgisches Staatstheater]

www.staatstheater.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere: 9. Juni 13

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer
Inszenierung: Tatjana Gürbaca
Bühne: Stefan Heyne
Kostüme: Silke Willrett
Choreinstudierung: Sebastian Hernandez-Laverny
Einstudierung/Leitung Banda: David Schmauch
Dramaturgie: Carsten Jenß

Besetzung:

Macbeth: Heikki Kilpeläinen
Banco: José Gallisa
Lady Macbeth: Ruth Staffa / Karen Leiber / Louise Hudson
Kammerfrau der Lady: Patricia Roach
Macduff: Thorsten Büttner
Malcolm: Agustín Sánchez Arellano
Arzt/Diener/Mörder/Herold: Dietrich Greve
Drei Erscheinungen: Anke Trittin
Künig Duncan: Horst Adler / Klaus Rupp
Fleance: Marcel Bergmann / Robin Yilmaz / Tilo Yilmaz

Statisterie des Staatstheaters Mainz
Chor und Extrachor des Staatstheaters Mainz
Schülerinnen und Schüler des Frauenlob-Gymnasiums Mainz
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

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Macbeth
Staatstheater Mainz
Macduff (Torsten-Buettner), Chor des Staatstheaters Mainz
© Martina Pipprich www.martina-pipprich.de

 Tatjana Gürbaca ist Operndirektorin am Staatstheater Mainz und inszenierte in Mainz zuletzt „Il primo omicidio overo Cain“, „Un ballo in maschera“ und den „Macbeth“ von Salvatore Sciarrino.

www.staatstheater-mainz.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
22. Mai 05
Wiederaufnahmepremiere Saison 2005/06: 6. Januar 06

Musikalische Leitung: Paolo Carignani / Pier Giorgio Morandi
Inszenierung: Calixto Bieito
Bühnenbild: Alfons Flores
Kostüme: Nicola Reichert
Dramaturgie: Norbert Abels
Licht: Frank Keller
Chor: Alessandro Zuppardo


Besetzung:  Premiere 04/05 / Wiederaufnahmepremiere 05/06

Macbeth: Željko Lučić  / Marco Vratogna
Banquo: Magnus Baldvinsson / Gregory Frank
Lady Macbeth: Caroline Whisnant / Caroline Whisnant
Kammerfrau der Lady Macbeth: Lina Tetruashvili / Barbara Zechmeister /
Macduff: Mathias Zachariassen / Edgaras Montvidas
Malcolm: Edgaras Montvidas / Hans-Jürgen Lazar (2. und 4.6.) / Peter Marsh
Ein Arzt: Florian Plock / Florian Plock /
Ein Diener Macbeths / Ein Mörder / Ein Herold: Gérard Lavalle / Gérard Lavalle
Drei Erscheinungen: Michaela Friedrich, Bockyoung Kim, Zoltan Winkler / Jadranka Petrovič, Bockyoung Kim, Zoltan Winkler /
König Duncan: Wilfried Elste / Wilfried Elste

Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper


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Angetrieben von seiner machtgierigen Ehefrau erlangt der ehrgeizige Feldherr Macbeth durch die Ermordung des rechtmäßigen Herrschers die Krone Schottlands. Doch findet er durch seine Gegner den Tod auf dem Schlachtfeld, Lady Macbeth –  geplagt von ihrem schlechten Gewissen – stirbt im Wahnsinn. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Madame Butterfly
Tragedia giapponese in drei Akten
 
Von: Giacomo Puccini
Libretto von: Luigi Illica und Giuseppe Giocosa (nach dem Schauspiel von David Belasco)
Deutsche Fassung von: Joachim Herz und Klaus Schlegel

Uraufführung: 17. Februar 1904 (Mailand, Teatro alla Scala)
Zweitfassung: 28. Mai 1904 (Brescia, Teatro Grande)

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere:
19. Februar 16

Musikalische Leitung: Albert Horne
Inszenierung: John Dew
Bühne: Heinz Balthes
Kostüme: José-Manuel Vázquez
Licht: Ralf Baars
Chor: Albert Horne
Dramaturgie: Rüdiger Schilling

Besetzung:

Cio-Cio-San:
Elisa Cho
Suzuki: Marta Wryk
Pinkerton: Richard Furman, Aaron Cawley
Kate Pinkerton: Celeste Haworth
Sharpless: Christopher Bolduc
Goro: Benedikt Nawrath
rst Yamadori: Frederik Bak
Onkel Bonzo: Young Doo Park

Chor & Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

[© Staatstheater Wiesbaden]

www.staatstheater-wiesbaden.de 

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere: 15. Januar 10

Musikalische Leitung: Catherine Rückwardt
Inszenierung: Katharina Wagner
Szenische MItarbeit: Alexander Busche
Bühnenbild und Licht: Monika Gora
Kostüme: Thomas Kaiser
Choreinstudierung: Sebastian Hernandez-Laverny
Dramaturgie: Garsten Jenß
Dramaturgie-Hospitanz: Claudia lsabel Martin
Übertitelung: Bettina Hentschel
Regie-Assistenz: Holger Liebig
Bühnenbild-Assistenz: Caroline Jarczyk
Kostüm-Assistenz: Susanne Reul
Inspizienz: Eckhard Wagner
Souffleuse: Iris Conradi
Hospitanz Soufflage: Bettina Hentschel
Textfassung Übertitel: Garsten Jenß

Besetzung:

Cio-Cio San, genannt Butterfly: Abbie Furmansky
Suzuki: Patricia Roach
Kate Pinkerton: Cornelia Langhals
Pinkerton: Sergio Blazquez
Sharpless: Patrick Pobeschin
Goro: Alexander Kröner
Der Fürst Yamadori: Patrick Hörner
Onkel Bonzo: Hans-Otto Weiß
Yakuside: Soung-Teak Moon
Kaiserlicher Kommissar: Ion Grigorescu
Standesbeamter: Si Jae Lee
Die Mutter Cio-Cio Sans: Ewa Wargin
Die Tante: Katja Ladentin
Die Kusine: Elisabeth Stradalski

Statisterie des Staatstheaters Mainz (Leitung Dieter Rößier)
Chor des Staatstheaters Mainz
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

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Madame Butterfly
Staatstheater Mainz
Alexander Kröner, Sergio Blazquez, Abbie Furmansky, Hans-Otto Weiß, Patricia Roach, Chor
Foto: Martina Pipprich

Giacomo Puccini schuf mit Madame Butterfly eine “japanische Tragödie”, die durch ihre subtile Verarbeitung musikalischer Motive besticht. Anstelle einer wirklichen Begegnung zweier Menschen behauptet am Ende die Tradition ihr tödliches Recht.

www.staatstheater-mainz.de

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern
Musik mit Bildern

Von: Helmut Lachenmann
Libretto: Helmut Lachenmann nach dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen und Texten von Leonardo da Vinci und Gudrun Ensslin

Uraufführung: 26. Januar 1997 (Hamburg, Staatsoper Hamburg)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 18. September 15

Musikalische Leitung: Erik Nielsen / Matthias Hermann
Inszenierung: Benedikt von Peter
Bühnenbild: Natascha von Steiger
Kostüme: Cinzia Fossati, Natascha von Steiger
Licht: Joachim Klein
Video: Bert Zander
Dramaturgie: Sylvia Roth, Mareike Wink
ChorWerk Ruhr: Michael Alber

Besetzung:

Sopran:
Christine Graham, Yuko Kakuta
Klavier: Yukiko Sugawara, Tomoko Hemmi
Shô: Mayumi Miyata
Sprecher: Helmut Lachenmann
Schauspieler: Michael Mendl

ChorWerk Ruhr; Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturfonds Frankfurt RheinMain

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Das Mädchen mit den Schwefelhölzern
Oper Frankfurt
Michael Mendl
(Schauspieler; in der Bildmitte sitzend und in der Projektion)
sowie im Hintergrund das Ensemble
und das Frankfurter Opern- und Museumsorchester

© Monika Rittershaus

Helmut Lachenmann (*1935) gilt als einer der herausragenden Komponisten der musikalischen Avantgarde. In seinen Werken geht es ihm stets um die Erweiterung des herkömmlichen Musikbegriffs, die er u.a. mit der Loslösung von Tonalität und Tonhöhe erreicht. Geräusche verwendet er als integrale Teile des Klangs, innovative Spieltechniken auf traditionellen Instrumenten sollen zu einem neuen Hörverständnis des Publikums beitragen. Dem vielfach ausgezeichneten Künstler wurde u.a. 2015 der Deutsche Musikautorenpreis für sein Lebenswerk verliehen.

„Musik mit Bildern“ lautet der Untertitel von Lachenmanns zentralem Bühnenwerk Das Mädchen mit den Schwefelhölzern, das am 26. Januar 1997 an der Hamburgischen Staatsoper mit großem Erfolg uraufgeführt wurde. Basierend auf dem gleichnamigen Märchen des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen, verknüpft Lachenmann das Schicksal der Titelfigur mit dem der RAF-Terroristin Gudrun Ensslin, aus deren Texten er neben anderen in seinem Libretto zitiert. Dabei gibt es keine Handlung im eigentlichen Sinn. Das Schicksal der Protagonistin wird vornehmlich durch die Musik vermittelt, wobei das Publikum zwischen den im Zuschauerraum verteilten Orchestermitgliedern Platz nimmt und so Teil des Geschehens wird.

Andersens kleines Mädchen, im Winter ausgeschickt um Streichhölzer zu verkaufen, entzündet eines nach dem anderen, um sich zu wärmen und am Ende doch in der physischen und gesellschaftlichen Kälte zu erfrieren. Während dem Kind die Streichhölzer einen Moment Wärme geben, dienen sie Gudrun Ensslin als Waffe gegen das verhasste System. Benedikt von Peters Inszenierung beginnt dort, wo 1968 Kaufhäuser brannten: in einer Großstadt, mitten in der Gesellschaft mit all ihren sozialpolitischen Facetten.

Die musikalische Leitung der Neuproduktion hat Frankfurts ehemaliger Kapellmeister Erik Nielsen, der in naher Zukunft Chefpositionen in Bilbao und am Theater Basel antreten wird. Regisseur Benedikt von Peter ist seit 2012 Operndirektor am Theater Bremen und wird 2016 die Intendanz des Luzerner Theaters übernehmen. Zu den Mitwirkenden gehören zudem Helmut Lachenmann als Sprecher sowie der renommierte Schauspieler Michael Mendl, der bereits 2014/15 anlässlich der Uraufführung von Rolf Riehms Sirenen in Frankfurt zu Gast war. Die weiteren an der Produktion beteiligten Künstlerinnen und Künstler sind überwiegend bereits mit Lachenmanns Werk vertraut, darunter die japanische Sopranistin Yuko Kakuta sowie ihre Landsfrauen Yukiko Sugawara – Lachenmanns Ehefrau – und Tomoko Hemmi am Klavier. Das Instrument der Shô-Spielerin Mayumi Miyata ist eine traditionelle japanische Mundorgel. Auch das Vokalensemble ChorWerk Ruhr hat Lachenmanns Mädchen bereits aufgeführt, so wie der Dirigent Matthias Hermann, der als Schüler Lachenmanns die Leitung einiger Vorstellungen übernehmen wird. Die amerikanische Sopranistin Christine Graham gibt ihr Frankfurt-Debüt. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Manon Lescaut
Oper in vier Akten

Von: Giacomo Puccini
Uraufführung: 1. Februar 1893 (Turin; Teatro Regio)

 

Maria de Buenos Aires
Operita in zwei Teilen

Von:
Astor Piazzolla
Text: Horacio Ferrer

Maria Stuarda
Tragedia lirica in drei Akten

Von: Gaetano Donizetti
Uraufführung: 30. Dezember 1835 (Mailand, Teatro alla Scala)

Zur konzertanten Aufführung der Oper Frankfurt  in der Alten Oper Frankfurt:

Vorstellungen:
14. und 16. November 12

Musikalische Leitung: Pier Giorgio Morandi
Chor: Matthias Köhler

Besetzung:

Elisabetta, Königin von England: Elza van den Heever
Maria Stuarda, Königin von Schottland: Brenda Rae
Anna Kennedy, Marias Amme: Nina Tarandek
Roberto, Graf von Leicester: David Lomeli
George Talbot: Kihwan Sim
William Cecil, Schatzmeister: Simon Bailey

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

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Zum Inhalt:
England 1587: Königin Elisabeth I. hält ihre Thronrivalin Maria Stuart in Gefangenschaft und wird von ihrem Berater Lord Cecil gedrängt, das Todesurteil zu unterschreiben. Doch Elisabeth zögert, ihre Verwandte hinrichten zu lassen. Erst als sie merkt, dass ihr Geliebter Leicester sich von ihr ab- und Maria, seiner Jugendliebe, zugewandt hat, erwägt sie, das Dokument zu unterschreiben. Dennoch lässt sie sich von Leicester überreden, zuerst Maria im Park von Fotheringhay zu treffen. Die Begegnung gerät zum Debakel, weil keine der beiden Königinnen auf ihren Thronanspruch verzichten will. Als auch noch Leicester bei Elisabeth um Gnade für Maria bittet, unterschreibt diese zornerfüllt das Urteil. Maria steigt auf das Schafott und erfleht vom Himmel Vergebung für ihre Mörderin. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Darmstadt:

Premiere: 24. April 10

Musikalische Leitung:  Martin Lukas Meister
Inszenierung: Alfonso Romero Mora
Bühne: Dirk Hofacker
Kostüme: Gabriela Salaverri
Choreinstudierung: André Weiss

Besetzung:

Maria Stuarda:
Adréana Kraschewski
Elisabetta: Katrin Gerstenberger
Roberto, Conte di Leicester: Angelo Scardina
Lord Guglielmo Cecil: Oleksandr Prytolyuk
Giorgio Talbot: John In Eichen
Anna Kennedy: Margaret Rose Koenn
Elisabeth: Stephanie Theiß

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Maria Stuarda
Staatstheater Darmstadt
Elisabetta (Katrin Gerstenberger), Elisabeth (Stephanie Theiß)
Foto: Barbara Aumüller

www.staatstheater-darmstadt.de

Martha oder Der Markt zu Richmond
Romantische Oper in vier Akten

Von: Friedrich von Flotow
Uraufführung: 25. November 1847 (Wien. Theater am Kärntnertor)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 16. Oktober 16

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle
Regie: Katharina Thoma
Bühnenbild: Etienne Pluss
Kostüme: Irina Bartels
Licht: Olaf Winter
Choreografie: Michael Schmieder
Chor, Extrachor (Damen): Tilman Michael
Dramaturgie: Konrad Kuhn

Besetzung:

Lady Harriet Durham:
Maria Bengtsson
Nancy, Harriets Vertraute: Katharina Magiera
Lord Tristan Mickleford, Harriets Vetter: Barnaby Rea
Lyonel: AJ Glueckert
Plumkett: Björn Bürger
Der Richter von Richmond: Carlos Krause
Drei Mägde: Svea Verfürth, Julia Heße, Nicolai Klawa
Zwei Pächter: Gerhard Singer, Birgit Treschau
Drei Diener: Cheol Kang, Thomas Charrois, Johannes Lehner

Chor und Extrachor (Damen) der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

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Martha
Oper Frankfurt
Ensemble
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Ohne seinen Welterfolg Martha würde sich heute wohl kaum jemand mehr an den mecklenburgischen Komponisten Friedrich von Flotow (1812-1883) erinnern. Ausgebildet am Pariser Konservatorium war er mit dem Stil der damals vorherrschenden Opéra-comique bestens vertraut, was man seinem Werk auch anmerkt. Dennoch sieht man Martha heutzutage eher als deutsche Spieloper. Die Uraufführung am Wiener Kärtnertortheater am 25. November 1847 war kein übermäßiger Erfolg, was jedoch bereits durch die zweite Einstudierung durch Franz Liszt 1848 in Weimar revidiert wurde. So kam es, dass die Oper ihren internationalen Siegeszug antreten konnte. Eingängige Melodien wie Marthas Lied von der „Letzten Rose“ taten das Ihrige hinzu, und vor allem Lyonels Klage „Ach so fromm, ach so traut“ zog – immerhin befördert von Enrico Caruso – in das internationale Tenorrepertoire ein. Die letzte Frankfurter Inszenierung von Flotows Oper stammt aus dem Jahre 1949.

England 1710: Lady Harriet Durham fühlt sich von ihrem High Society-Leben nicht ausgefüllt. Ihre Vertraute Nancy rät, sie müsse sich verlieben. Die beiden verkleiden sich und mischen sich unter die Mägde, die beim Markt zu Richmond Arbeit und vielleicht auch einen Mann suchen. Die Pächter Plumkett und Lyonel sind angetan. Zu Hause angelangt, wird schnell klar, dass die Herren ernsthaftere Absichten hegen. Da flüchten die beiden „Mägde“, die sich als „Martha“ und „Julia“ vorgestellt haben. Erst nach einigen Verwicklungen finden sich die Paare. Die Suche nach dem „Richtigen“ ist im Internetzeitalter nicht einfacher geworden, und so kann uns diese Verkleidungskomödie als Geschichte mit emotionalem Tiefgang auch heute noch angehen.

Die musikalische Leitung liegt bei Generalmusikdirektor Sebastian Weigle, der sich dafür stark gemacht hat, das Werk wieder einmal auf den Spielplan zu setzen. Katharina Thoma, ehemals als Regieassistentin in Frankfurt tätig, kehrt nach ihrem Erfolg mit Barbers Vanessa 2012/13 im Haus am Willy-Brandt-Platz sowie Inszenierungen am Theater Dortmund, beim Glyndebourne Festival und am Royal Opera House Covent Garden in London (Un ballo in maschera 2014/15) zurück an den Main. Maria Bengtsson (Martha), in Frankfurt umjubelt als Feldmarschallin, Daphne und Donna Elvira, gehört zu den renommiertesten und international erfolgreichsten Sopranistinnen unserer Zeit. Alle weiteren Partien sind aus dem Ensemble der Oper Frankfurt besetzt, darunter die „Neuzugänge“ Tenor AJ Glueckert (Lyonel) aus den USA und Bass Barnaby Rea (Lord Tristan) aus England sowie Katharina Magiera (Nancy) und Björn Bürger (Plumkett). Ein Wiedersehen gibt es auch mit „Ensemble-Urgestein“ Carlos Krause als Richter. [© Oper Frankfurt]

Weitere Vorstellungen: 22., 26., 30. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren) Oktober, 5., 12., 18. (20.00 Uhr), 25. November 2016

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Ein Maskenball (Un ballo in maschera)
Oper in drei Akten

Von:
Giuseppe Verdi
Text: Antonio Somma, nach dem Drama Gustave III von Eugène Scribe

Uraufführung: 17. Februar 1859 (Rom, Teatro Apollo)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
2. Oktober 05
Wiederaufnahmepremiere Saison 2012/2013: 18. Mai 13
Wiederaufnahmepremiere Saison 2008/09: 30. August 08
Wiederaufnahmepremiere Saison 2006/07: 9. Februar 07

Musikalische Leitung: Paolo Carignani / János Ács / Carlo Franci / Roland Böer / Julia Jones / Hartmut Keil (Februar, März 2009) / Stamatia Karampini
Regie: Claus Guth
Bühnenbild: Christoph Sehl
Kostüme:
Anna Sofie Tuma
Dramaturgie: Hendrikje Mautner
Licht: Olaf Winter
Chor: Alessandro Zuppardo

Besetzung:

Amelia:
Silvana Dussmann / Micaela Carosi  / Silvana Dussmann / Ann-Marie Backlund / Elena Zelenskaja / Eva-Maria Westbroek (Februar, März 2009) / Lucrecia Garcia
Riccardo: Carlo Ventre / Boiko Zvetanov /Carlo Ventre / Tito Beltran  / Héctor Sandoval / Kamen Chanev / Héctor Sandoval (21., 23., 28. Juni 2013)
Renato:
Marco Vratogna / Zeljko Lucic / Zeljko Lucic  / Boaz Daniel / Sungkon Kim (Februar, März 2009) / Luca Grassi / Marco di Felice
Ulrica:
Ildikó Szönyi / Brigitte Pinter / Elzbieta Ardam  / Tanja Ariane Baumgartner / Meredith Arwady (Februar, März 2009) / Bernadett Fodor
Oscar:
Anna Ryberg / Britta Stallmeister /  Britta Stallmeister / Anna Ryberg  / Simona Šaturová / Brenda Rae (Februar, März 2009) / Elizabeth Reiter
Silvano: Nathaniel Webster / Michael Nagy / Nathaniel Webster  / Sungkon Kim / Mitglied des Opernstudios (Februar, März 2009) / Sungkon Kim
Samuel: Magnus Baldvinsson / Bálint Szabó / Florian Plock  / Matias Tosi / Magnus Baldvinsso (Februar, März 2009) / Magnús Baldvinsson
Tom: Michail Schelomianski / Gregory Frank / Simon Bailey / Gregory Frank   / Florian Plock / Bálint Szabó
Richter: Christian Dietz / Michael McCown / Michael McCown / Michael McCown

grün = Wiederaufnahme Saison 2006/07
blau = Wiederaufnahme Saison 2008/09
braun = Wiederaufnahme Saison 2012/2013

Besprechung auf kulturfreak.de (Saison 2012/2013
Besprechung auf kulturfreak.de (Saison 2005/2006


Zum Inhalt:
Riccardo liebt heimlich Amelia, die Frau seines besten Freundes Renato. Als dieser das Geheimnis entdeckt, beschließt er, den vermeintlichen Nebenbuhler zu töten. Auf einem Maskenball teilt der reuige Riccardo Amelia mit, dass ihre Liebe keine Erfüllung finden könne. Er plant, Renato und seine Frau außer Landes zu schicken. Die Situation missdeutend, begeht Renato den Rachemord. Die Prophezeiung der Wahrsagerin Ulrica hat sich erfüllt: Riccardo stirbt durch die Hand eines Freundes.  [© Oper Frankfurt]

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Mathis der Maler

Musik und Libretto:
Paul Hindemith

Uraufführung: 28. Mai 1938 (Zürich, Stadttheater)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
18. März 17

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer
Inszenierung: Elisabeth Stöppler
Bühne: Annika Haller
Kostüme: Su Sigmund
Dramaturgie: Anselm Dalferth

Besetzung:

Albrecht, Erzbischof von Mainz:
Alexander Spemann
Mathis, Maler in seinen Diensten: Derrick Ballard
Lorenz von Pommersfelden: Ks. Hans-Otto Weiß
Wolfgang Capito: Steven Ebel
Riedinger: Stephan Bootz
Hans Schwalb: Lars-Oliver Rühl
Truchseß von Waldburg: Georg Lickleder
Sylvester von Schaumberg: Johannes Mayer
Pfeifer des Grafen: N.N.
Ursula: Vida Mikneviciute
Regina: Dorin Rahardja
Gräfin Helfenstein: Geneviève King

Chor und Extrachor des Staatstheater Mainz
Philharmonisches Staatsorchester Mainz


Mathis der Maler

Staatstheater Mainz
Vorabbild mit Dorin Rahardja und Derrick Ballard
© Andreas Etter

Der in Diensten des Erzbischofs von Mainz stehende Maler Mathis ist der Mittelpunkt der Oper, die das Wirken der historischen Figur Matthias Grünewald zur Zeit der Reformation und der Bauernkriege aufgreift. Der Maler des berühmten Isenheimer Altars gerät in einen inneren Konflikt, als Bauernführer Schwalb und dessen Tochter Regina in sein Leben treten: „Ist, dass Du schaffst und bildest, genug?“, fragt er sich und entscheidet sich dafür, die Bauern aktiv zu unterstützen. Bald sieht er die Vergeblichkeit seines Einsatzes, ringt jedoch weiter um seinen gesellschaftlichen Einfluss als Künstler und bleibt an seinem Lebensende doch auf sich allein gestellt.
Gesänge der Reformationszeit, Volkslieder und Choralmelodien prägen die musikalische Charakteristik der Oper, die in und um Mainz spielt und großes Historiendrama und beklemmende Künstleroper zugleich ist. Die Auseinandersetzung mit Fragen des Glaubens und der inneren Aufrichtigkeit spiegelt nicht nur den persönlichen Konflikt des Komponisten im Deutschland der 1930er Jahre, sondern bleibt auch 500 Jahre nach Martin Luthers Thesenanschlag prägend für das individuelle und gesellschaftliche Leben. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Mazeppa
Oper in drei Akten

Von:
Piotr I. Tschaikowsky
Uraufführung:
18. Februar 1884 (Moskau, Bolschoi-Theater)

Medea
Von: Aribert Reimann

Uraufführung: 28. Februar 2010 (Wien, Staatsoper Wien)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 5. September 10

Musikalische Leitung: Erik Nielsen
Regie, Bühnenbild und Licht:
Marco Arturo Marelli
Kostüme:
Dagmar Niefind

Besetzung:

Medea:
Claudia Barainsky
Gora, ihre Amme:
Tanja Ariane Baumgartner
Jason:
Michael Nagy
Kreon, König von Korinth:
Michael Baba
Kreusa:
Paula Murrihy
Ein Herold:
Tim Severloh

Frankfurter Opern- und Museumsorchester

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Medea
Oper Frankfurt
Medea (Claudia Barainsky), Kreusa (Paula Murrihy) und Jason (Michael Nagy)
Foto: Barbara Aumüller

Zum Inhalt:
Medea unterstützte Jason beim Raub des zuvor von ihrem Vater entwendeten Goldenen Vlieses und musste daher zusammen mit dem Geliebten die Heimat verlassen. Mit ihren beiden Kindern und der Amme Gora suchen sie nun Schutz in Jasons Heimat am Hof des korinthischen Königs Kreon. Dort trifft Jason auf Kreusa, seine Jugendliebe und Tochter des Königs, die ihn und seine Kinder freundlich aufnimmt. Medea hingegen fühlt sich als Fremde, die noch dazu von ihrem Mann aufgefordert wird, sich in seine Kultur einzufügen und das Kopftuch abzulegen. Ein Herold kommt an den Hof und erläutert dem König die Gründe für die Verbannung der beiden. Daraufhin sagt sich Jason von Medea los, um sein Bleiben in Korinth zu sichern. Medeas Kinder werden ihr weggenommen. Sie fühlt sich von ihrem Mann verraten und beauftragt die Amme, ihre Nebenbuhlerin zu beseitigen. Ein vernichtendes Feuer lässt den Palast in Flammen aufgehen, wobei Kreusa umkommt. Auch Medeas Kinder müssen sterben. Am Ende jedoch bringt sie das Goldene Vlies nach Delphi zurück, um ihr Vergehen zu sühnen.  [© Oper Frankfurt]

© Oehms Classics
Aribert Reimann: Medea

Barainsky, Baumgartner, Murrihy, Nagy, Baba, Severloh
Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Erik Nielsen
OehmsClassics 2011

In Zusammenarbeit mit OehmsClassics produziert die Oper Frankfurt eine Live-CD-Serie. Vor allem weniger bekannte Stücke werden hierfür mitgeschnitten. Alle CDs enthalten Booklets mit Szenenfotos und den kompletten Libretti. Die Tonträger sind während der Vorstellungen im Foyer, an der Vorverkaufskasse am Willy-Brandt-Platz sowie im Handel erhältlich.

www.oper-frankfurt.de

Zur Inszenierung der Wiener Staatsoper:

Premiere: 28. Februar 10 (Uraufführung)

Dirigent: Michael Boder
Inszenierung und Licht: Marco Arturo Marelli
Bühnenbild: Marco Arturo Marelli
Kostüme: Dagmar Niefind
Bühnenbildassistenz: Ludwig Stang
Kostümassistenz: Isolde Binsteiner

Besetzung:

Medea:
Marlis Petersen
Kreusa: Michaela Selinger
Gora: Elisabeth Kulman
Kreon: Michael Roider
Jason: Adrian Eröd
Herold: Max Emanuel Cencic

www.wiener-staatsoper.at

Médée
Musikalische Tragödie in fünf Akten

Von: Marc-Antoine Charpentier (1643 - 1704 )
Text: Thomas Corneille
Uraufführung: 4. Dezember 1693 (Paris, Palais Royal)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 13. Juni 11 (Bockenheimer Depot; Frankfurter Erstaufführung)

Musikalische Leitung: Andrea Marcon
Inszenierung:
David Hermann
Bühnenbild und Kostüme:
Christof Hetzer
Licht:
Joachim Klein
Chor:
Christian Rohrbach
Dramaturgie:
Zsolt Horpácsy

Médée:
Anne Sofie von Otter
Créon:
Simon Bailey
Jason: Julian Prégardien
Créuse:
Christiane Karg
Nérine:
Eun-Hye Shin *
Cleone:
Sharon Carty
Oronte: Sebastian Geyer
La Vengeance:
Vuyani Mlinde
La Jalousie: Simon Bode

Frankfurter Opern- und Museumsorchester / Ensemble Barockk Vokal

* Mitglied des Opernstudios

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Médée
Oper Frankfurt
Créuse (Christiane Karg), Jason (Julian Prégardien)
Foto: Barbara Aumüller

Zum Inhalt:
Die Handlung folgt weitestgehend der antiken Vorlage: Médée und Jason leben am Hof König Créons von Korinth. Dort verliebt sich Jason in dessen Tochter Créuse. Trotz einer Ahnung will Médée die Untreue ihres Gatten nicht wahrhaben. Als sie unter dem Vorwand, das Volk fürchte sich vor ihren zauberischen Fähigkeiten, vom Hof verbannt werden soll und ihre Dienerin Jasons Betrug bestätigt, ruft Médée die Geister und Dämonen der Unterwelt zu Hilfe. Nach dem Mord an ihren Kindern lässt sie bei ihrer Flucht auf einem Drachenwagen Tod und Zerstörung zurück. [© Oper Frankfurt]
 
www.oper-frankfurt.de

Médée

Von:
Luigi Cherubini (1643 - 1704 )
Text: François-Benoît Hoffman
Uraufführung:
13. März 1797 (Paris, Théâtre Feydeau)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
13. Juni 15

Musikalische Leitung: Andreas Spering
Inszenierung: Elisabeth Stöppler
Bühne: Annika Haller
Kostüme: Ingo Krügler
Licht: Alenxander Dölling
Dramaturgie: Ina Karr
Chor: Sebastian Hernandez-Laverny

Besetzung:

Médée:
Nadja Stefanoff
Jason: Philippe Do
Créon, König von Korinth: Peter Felix Bauer
Dircé, Tochter von Créon: Dorin Rahardja
Néris: Geneviève King
Erste Frau: Joo Hyun Cho
Zweite Frau: Anke Steffens
Die Söhne von Jason: Tristan u. Leonard Köhler / Robin u. Miro Yilmaz
Stimme: Anna Steffens

Médée ist Opfer und Täterin, schmählich verlassene Frau und grausame Rächerin. Sie hat sich am Tod ihres Bruders schuldig gemacht, als sie Jason zu Ruhm verhalf. Dann ist sie ihm mit den beiden gemeinsamen Söhnen nach Griechenland gefolgt, in die Fremde. Nun will Jason sic verlassen, um die Königstochter von Korinth zu heiraten. Dieser Zerstörung ihrer Existenz setzt sie einen Racheplan entgegen, der letztendlich zum Kindsmord und damit in die Selbstzerstörung führt. Denn sic tötet nicht nur einen Teil von Jasons Fleisch und Blut, sondern als Mutter auch einen Teil ihrer selbst.

Luigi Cherubinis Oper nach der antiken Tragödie von Euripides entstand in der Zeit der französischen Revolutionsopern, setzt aber den großen Chortableaus die musikalische Zeichnung von Individuen entgegen.
Seine kompositorische Beschreibung innerer Vorgänge, insbesondere der Titelfigur, führt am Ende zur Auflösung der musikalischen Arienstruktur und verweist in ihrem Ausdrucksgehalt bereits auf die Romantik.
Dabei führt Cherubini das Geschehen mit einer Klarheit in die Katastrophe, die das Werk zu einem packenden Musiktheaterdrama verdichtet. Hausregisseurin Elisabeth Stéppler wird fast 150 Jahre nach der ersten Mainzer Aufführung Médée wieder auf die Bühne des Staatstheaters bringen. Es dirigiert Andreas Spering, Dirigent in Residence am Staatstheater Mainz, der sich der Oper als Spezialist für historische Aufführungspraxis aus der Sicht des 18. Jahrhunderts nähern wird. [© Staatstheater-Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Das Medium (The Medium)
Monooper für Mezzosopran

Von: Peter Maxwell Davies
Uraufführung: 21. Juni 1981 (Stromness, Orkney, USA; Academy Hall)

Mefistofele
Oper in einem Prolog, vier Akten und einem Epilog

Von: Arrigo Boito
Dichtung: vom Komponisten nach Johann Wolfgang Goethes Faust I und II
Uraufführung: 5. März 1868 (Mailand, Teatro alla Scala )

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere: 6. September 13

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer
Inszenierung: Lorenzo Fioroni
Bühne: Paul Zoller
Kostüme: Annette Braun

Besetzung:

Mephisto:
Hans-Otto Weiß / José Gallisa
Faust: Gaston Rivero / Andrea Shin
Margarethe: Vida Mikneviciute
Margarethe: Tatjana Charalgina
Wagner: Agustín Sánchez Arellano
Martha: Katherine Marriott 
Helena: Ruth Staffa
Pantalis: Katja Ladentin 
Nereus: Dietrich Greve

Chor und Extrachor des Staatstheaters Mainz, Mainzer Domchor
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

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Mefistofele
Staatstheater Mainz
Margarethe (Vida Mikneviciute), Mephisto (KS Hans-Otto Weiß), Faust (Gaston Rivero)
© Martina Pipprich ~ www.martina-pipprich.de

Mefistofele, Gottes Widerpart, ist der Schöpfung überdrüssig. Der großen Illusion des göttlichen Welttheaters setzt er seine kleine Alltagsmagie entgegen und hofft ansonsten, dass der Spuk, die so genannte „Wirklichkeit“, bald vorübergehen möge. Auch die Menschen und ihre großen Illusionen von Vernunft und Erkenntnis sind ihm zuwider. Als Gott jedoch in Gestalt von Faust ein interessantes Exemplar ins Spiel bringt, lässt er sich auf eine Wette ein: Die Seele Fausts steht auf dem Spiel. Wenn Mefistofele Macht über Faust gewinnen sollte, ist vielleicht das Ende der Welt besiegelt.

Auf der Suche nach einem Augenblick vollkommenen Glücks verschreibt sich Faust tatsächlich dem Teufel. Im Gegenzug beschert ihm Mefistofele den Zauber eines abenteuerlichen Lebens: Margherita soll ihm Liebe schenken, die Walpurgisnacht ein satanisches Spektakel. Doch dem Teufel wird dieser Mensch bald unheimlich. Nach den Episoden mit Margherita taucht er in die Welt antiker Ideale ein. Enttäuscht von lauter abenteuerlichen Augenblicken, die ihm keinen Frieden geschenkt haben, umzingelt von Sorge, Schuld, Mangel und Not träumt er einen letzten Traum: König eines glückseligen Volkes zu sein. Mefistofele glaubt, ihn endlich im Griff zu haben.. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 16. Mai 04
Wiederaufnahme: 16. Januar 10

Musikalische Leitung: Carlo Montanaro
Inszenierung: Dietrich Hilsdorf
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Fabian von Matt
Bühnenbild und Kostüme: Johannes Leiacker
Dramaturgie: Norbert Abels
Licht: Olaf Winter
Chor und Kinderchor: Michael Clark

Besetzung der Wiederaufnahme:

Mefistofele:
Askar Abdrazakov
Faust: Gustavo Porta
Margherita: Julie Makerov
Elena: Sophie Angebault
Martha: Tanja Ariane Baumgartner
Pantalis: Katharina Magiera
Wagner: Hans-Jürgen Lazar
Neréo: Michael McCown
Chor, Kinderchor und Statisterie der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

www.oper-frankfurt.de

Der Meister und Margarita
Oper in zwei Akten

Von: York Höller
Libretto: York Höller nach dem Roman von Mikhail Bulgakov
Uraufführung: 20. Mai 1989 (Paris, Opéra ~ Palais Garnier)

Die Meistersinger von Nürnberg

Musik und Text:
Richard Wagner
Uraufführung: 21. Juni 1868 (München, Königliches Hof- und Nationaltheater)

Zur Inszenierung der Oper Chemnitz:

Premiere: 19. März 16

Musikalische Leitung: Frank Beermann
Inszenierung: Michael Heinicke
Bühne und Kostüme: Peter Sykora
Chor: Stefan Bilz
Dramaturgie: Carla Neppl

Besetzung:

Hans Sachs:
Franz Hawlata
Veit Pogner: Kouta Räsänen
Kunz Vogelgesang: Tommaso Randazzo
Konrad Nachtigall: Andreas Kindschuh
Sixtus Beckmesser: Roman Trekel
Fritz Kothner: Matthias Winter
Balthasar Zorn: Marcus Sandmann
Ulrich Eißlinger: Edward Randall
Augustin Moser: Jürgen Mutze
Hermann Ortel: Andreas Beinhauer
Hans Schwarz: Thomas Mäthger
Hans Foltz: Wieland Müller
Walther von Stolzing: Thomas Piffka
David: André Riemer
Eva: Maraike Schröter
Magdalena: Tiina Penttinen
Ein Nachtwächter: Johannes Wollrab
Lehrbub 1: Carolin Schumann
Lehrbub 2: Lena Wunder
Lehrbub 3: Jasmin Jablonski
Lehrbub 4: Nadiya Zelyankova
Lehrbub 5: Johannes Pietzonka
Lehrbub 6: Thomas Fröb / Ilja Martin Schwärsky
Lehrbub 7: Wesselin Busew
Lehrbub 8: Matthias Eger
Lehrbub 9: Thomas Seidel
Lehrbub 10: Walter Farmer Hart
Lehrbub 11: Peter Potzelt
Lehrbub 12: Benjamin Mahns-Mardy

www.theater-chemnitz.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere: 26. April 15

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer
Inszenierung: Ronny Jakubaschk
Ausstattung: Matthias Koch
Licht: Alexander Dölling
Chor: Sebastian Hernandez-Laverny
Dramaturgie: Lars Gebhardt

Besetzung:

Hans Sachs:
Derrick Ballard
Veit Pogner: Ks. Hans-Otto Weiß
Kunz Vogelgesang: Timothy Fallon
Konrad Nachtigall: Johannes Held
Sixtus Beckmesser: Heikki Kilpeläinen
Fritz Kothner / Ein Nachtwächter:  Peter Felix Bauer
Balthasar Zorn: Christopher Kaplan
Augustin Moser: Scott Ingham
Ulrich Eißlinger: Karsten Münster
Hermann Ortel: Manos Kia
Hans Foltz: Stefan Bootz
Hans Schwarz: Georg Lickleder
Walther von Stolzing: Alexander Spemann
David: Michael Pegher
Eva: Vida Mikneviciute
Magdalene: Linda Sommerhage
Lehrbuben: Carolin Löffler, Jina Oh, Carmen Seibel, Marie Seidler, Frederik Bak, Daniel Dewald, Kay Freudenreich, Andreas Gieringer, Leonard Hell, Raoni Hübner, Johannes Mayer, Johannes Melchior, Adrian Möller, Gregor Möller, Lars Neeb, Martin Pfeiffer, Lukas Werner
(Lehrbuben z.T. vom Jungen Ensemble bzw. vom Mainzer Domchor)

Chor und Extrachor des Staatstheater Mainz
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

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Richard Wagners komische Oper, ein Untertitel den er später wieder strich, ist eine von liebevollen Details durchzogene Reflexion über Innovation und Tradition in der Kunst. Und eine Hommage an das „Goldene Mainz“ – schließlich schrieb Wagner das Vorspiel zur Oper mit Blick auf die Silhouette der Stadt von seinem Heim auf Zeit im rechtsrheinischen Bieberich. Und nicht zuletzt war die mittelalterliche Meistersingertradition, unter anderem durch den legendären Meistersinger Muskatblüt, ein wichtiger Bestandteil der Mainzer Kulturgeschichte.
Regisseur Ronny Jakubaschk erzählt die Geschichte von einem in den eigenen Regeln und Gesetzen erstarrten System, das neu belebt und weiterentwickelt wird. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 6. Juni 1993
Wiederaufnahme in der Saison 2006/07: 3. September 06 (17 Uhr)

Musikalische Leitung: Roland Böer
Inszenierung: Christof Nel
Regie-Beratung: Martina Jochem
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Axel Weidauer
Bühnenbild: Christof Nel, Dorien Thomsen, Max von Vequel-Westernach
Kostüme: Ilse Welter
Dramaturgie: Norbert Abels
Licht: Olaf Winter
Chor: Alessandro Zuppardo
Choreographie: Irene Klein

Hans Sachs: Wolfgang Koch
Ulrich Eisslinger: Hans-Jürgen Lazar
Veit Pogner: Magnus Baldvinsson
Augustin Moser: Michael McCown
Kunz Vogelgesang: Christian Dietz
Hermann Ortel: Gérard Lavalle
Konrad Nachtigall: Carlos Krause
Hans Schwarz: Jacques Does
Sixtus Beckmesser: Johannes Martin Kränzle
Hans Foltz: Florian Plock
Walther von Stolzing: Raymond Very 
Eva: Juliane Banse
David: Carsten Süß   
Magdalena: Claudia Mahnke
Fritz Kothner: Franz Mayer  
Nachtwächter: Gregorij Kulba
Balthasar Zorn: Christoph Kayser  

u.a.
Chor, Extrachor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Museumsorchester

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www.oper-frankfurt.de

Die menschliche Stimme (La Voix humaine)
Tragédie-lyrique in einem Akt

Von: Francis Poulenc
Text: Jean Cocteau
Uraufführung: 6. Februar 1959 (Paris, Opéra-Comique)

Messiah (Der Messias)
Oratorium in drei Teilen

Von: Georg Friedrich Händel
Uraufführung: 13. April 1742 (Dublin)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Frankfurter Erstaufführung der szenischen Fassung von David Freeman
Übernahme einer Produktion des Königlichen Theaters Kopenhagen

Premiere: 27. März 16

Musikalische Leitung: Markus Poschner
Regie: David Freeman
Bühnenbild: David Roger
Kostüme: Louie Whitmore
Licht: Wolfgang Göbbel
Video: Shuang Zou, Marco Devetak - Lanterna Vision UK
Choreographie: Julian Moss
Dramaturgie: Konrad Kuhn
Chor: Tilman Michael

Besetzung:

Bass:
Vuyani Mlinde
Tenor: Martin Mitterrutzner
Bass: Vuyani Mlinde
Alt: Katharina Magiera
Sopran: Elizabeth Reiter
Sopran: Juanita Lascarro
Kindersopran: Chiara Bäuml
Maria (Schauspielerin): Susanne Buchenberger
Jesus (Schauspieler): Dominic Betz
Judas (Schauspieler): Marcus Hosch

Chor der Oper Frankfurt

Frankfurter Opern- und Museumsorchester

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Messiah
Oper Frankfurt
Jesus (Dominic Betz (am Kreuz; links),
Ensemble und Chor der Oper Frankfurt

© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Das Oratorium Messiah (Der Messias; HWV 56) von Georg Friedrich Händel (1685-1759) gelangte am 14. April 1742 in Dublin zur Uraufführung und gilt als eines der bekanntesten geistlichen Werke der Musikgeschichte. Komponiert für Soli (Sopran, Alt, Tenor, Bass), Chor und Orchester, behandelt es das Leben Jesu von den Prophezeiungen seines Wirkens über Geburt und Tod am Kreuz bis hin zu seiner Auferstehung und der Erwartung des Jüngsten Gerichts. Der Text stammt jedoch vorwiegend aus dem Alten Testament: die Vorhersagen eines Messias werden auf Jesus Christus bezogen. In Händels Musik nehmen die Nöte und Ängste Gestalt an, vor deren Hintergrund solche Erlösungshoffnungen nachvollziehbar werden. Die szenische Version des Oratoriums in der Inszenierung des australischen Regisseurs David Freeman kam 2012 am Königlichen Opernhaus Kopenhagen zur Uraufführung und wird nun an die Oper Frankfurt übernommen, womit das Werk erstmals hier erklingt. Als bekannteste Nummer gilt sicherlich das „Halleluja“ des Chores am Schluss des zweiten Teils.

Der Münchner Dirigent Markus Poschner gibt mit dieser Produktion sein Debüt an der Oper Frankfurt. Seit Beginn dieser Saison hat er die Position des Chefdirigenten des Orchestra della Svizzera Italiana Lugano inne. Ab 2017/18 wird er in Linz als Opernchef des Landestheaters und Chefdirigent des Brucknerorchesters tätig sein.
Auch der australische Regisseur David Freeman ist Frankfurt-Debütant. Seine Anfang der 90-er Jahre entstandene Inszenierung von Prokofjews Der feurige Engel am heutigen Mariinsky Theater St. Petersburg wurde u.a. an der Metropolitan Opera New York, der San Francisco Opera, dem Royal Opera House Covent Garden London und am Teatro Regio Turin gezeigt. Weitere seiner Arbeiten entstanden u.a. an der English National Opera und der Royal Albert Hall in London.
Zur Sängerbesetzung gehören die Ensemblemitglieder Elizabeth Reiter (Sopran), Juanita Lascarro (Sopran), Judita Nagyová (Alt), Katharina Magiera (Alt), Martin Mitterrutzner (Tenor) und Vuyani Mlinde (Bass).

Regisseur David Freeman äußert sich folgendermaßen zu seiner Inszenierung: „Eine Gruppe von Menschen, die sich untereinander nicht kennen, vielleicht aus einer Kleinstadt, findet Zuflucht in den Mauern eines zerbombten Gebäudes. Ihre gemeinsame Kultur ist christlich geprägt. Aus Erschöpfung und Angst heraus, aus Gründen, die sie vielleicht nicht einmal selbst in Worte fassen könnten, fängt einer von ihnen an, aus der Bibel zu zitieren: Die Prophezeiungen von einem Messias, der ihnen in der Stunde der Not neue Hoffnung brächte. Doch ihre gegenwärtige Lage ist so drastisch, dass sie daraus nicht lange Hoffnung schöpfen können – bis sie sich an die Geschichte von der Geburt Christi erinnern. Selbst in dieser schrecklichen Situation bringt eine Geburt Hoffnung…“ [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

A Midsummer Night's Dream
Oper in drei Akten

Von: Benjamin Britten
Libretto: Benjamin Britten und Peter Pears nach William Shakespeare

Uraufführung: 11. Juni 1960 (Aldeburgh, Junilee Hall)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere: 12. Mai 17 (Kleines Haus)

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer
Inszenierung: Niklaus Helbling
Ausstattung: Sabine Kohlstedt
Video: Philipp Haupt
Dramaturgie: Ina Karr

Besetzung:

Oberon, König der Elfen:
Alin Deleanu
Tytania, Königin der Elfen: Marie-Christine Haase
Puck: Antonia Labs
Theseus, Herzog von Athen: Ks. Hans-Otto Weiß
Hippolyta, Königin der Amazonen: Catherine Garrido
Lysander: Tansel Akzeybek (12.5./2.6.) / Steven Ebel
Demetrius: Brett Carter
Hermia: Linda Sommerhage
Helena: Dorin Rahardja
Bottom, ein Weber: Derrick Ballard
Quince, ein Zimmermann: Stephan Bootz
Flute, ein Bälgeflicker: Johannes Mayer
Snug, ein Schreiner: Georg Lickleder
Snout, ein Spengler: Scott Ingham
Starveling, ein Schneider: Kyung Jae Moon *
Cobweb, Peaseblossom, Mustardseed, Moth: Solisten des Mainzer Domchors

* Mitglied des Jungen Ensemble

Mitglieder des Mainzer Domchors sowie des Mädchenchors am Dom und St. Quintin
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Mit Streicherglissandi lässt Benjamin Britten die vier jungen Liebenden des Sommernachtstraums in den Zauberwald der Elfen stolpern. Benjamin Britten folgt in seiner Adaption von Shakespeares Dramaturgie dessen eigenen Worten - und beschreibt die bekannte Handlung dabei musikalisch kontrastreich: Kinderstimmen, hoher Koloratursopran und Countertenor der Elfenwelt stehen im größten Gegensatz zu den tiefen Holzbläsern der Handwerker, deren Musik von humoristischen Elementen geprägt ist. Unter der musikalischen Leitung von Hermann Bäumer inszeniert Niklaus Helbling A Midsummer Night's Dream. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Mikropolis
Die abenteuerliche Insektenoper

Musik:
Christian Jost
Libretto: Michael Frowin
Auftragswerk der Komischen Oper Berlin
Uraufführung: 30. Oktober 2011 (Berlin, Komische Oper)

Zur Inszenierung der Komischen Oper Berlin:

Premiere: 30. Oktober 11 (Uraufführung)
ab 6 Jahren

Musikalische Leitung: Christian Jost
Inszenierung: Nadja Loschky
Bühnenbild und Kostüme: Esther Bialas
Choreographie: Zenta Haerter
Dramaturgie: Bettina Auer
Licht: Franck Evin

Besetzung:

Grille Gesine:
Katharina Sato
Ameise Annabelle: Klara Dovzhik
Kreuzspinne Natalie: Mareike Heenemann
Stubenfliege Kostas: Andrej Bach
Marienkäfer Kung (Kurt): Daniel Kok
Bremse Erdal: Fabian Friedrich
Tausendfüßler Olli: Marko Spehar
Glühwürmchen Finn: Anna Borchers
Gottesanbeterin: Caren van Oijen

© Schott
Das Magazin “schott aktuell” informiert in der Ausgabe 5/2011 über die Uraufführung der Oper “Mikropolis”
und stellt weitere Bühnenwerke mit “Stage Animals” vor.

So ein Leben in der Großstadt ist herrlich, vor allem für Ameisen und Tausendfüßler. Das Futter liegt auf der Straße, immer ist was los, und der schönste Sport für coole Jungs wie Stubenfliege Kostas und Erdal, die Bremse, ist Rückspiegelsurfen. Ameise Annabelle, Kreuzspinne Natalie, Marienkäfer Kurt, der eigentlich Kung heißt und aus China stammt, und ihre Freunde könnten es so schön haben in ihrer Insektenkolonie, wenn nicht plötzlich Gesine, die Grille vom Lande, auftauchte. Als sie wehmütig von ihrer duftenden Sommerwiese erzählt, bekommen Annabelle und Natalie Sehnsucht nach dem grünen Idyll. Die ganze Stimmung ist hin, so dass die Jungs Gesine kurzerhand in den Laubsauger schubsen, was Annabelle und Natalie wiederum empört. Nun müssen sich die so unterschiedlichen Freunde bewähren, denn nur gemeinsam können sie Gesine retten und vielleicht auch das Wiesen-Paradies finden.

Mikropolis ist bereits das zweite Libretto für eine Kinderoper, das Michael Frowin im Auftrag der Komischen Oper Berlin geschrieben hat. Christian Josts vielfarbige und humorvolle Musik groovt im Rhythmus der Großstadt, durch den lyrische Momente schimmern und der »Eintagsfliegen-Blues« weht. Die Oper zeigt auf witzige und spannende Weise, wie schwierig es sein kann, Fremde in eine stabile Gruppe aufzunehmen, ihr Anderssein zu akzeptieren und mit den Folgen der Veränderungen, die sich für alle daraus ergeben, fertigzuwerden. Sie zeigt aber auch, wie solche Probleme überwunden werden können und welche wichtige Rolle dabei Eigenschaften wie Vertrauen, Mut, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalten mit anderen spielen.
Mit Mikropolis gibt die junge Regisseurin Nadja Loschky, Absolventin der Regieklasse an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin, ihr Debüt an der Komischen Oper Berlin. Sie gilt als Vertreterin einer neuen Generation von Regisseuren, die gerade dabei ist, sich an den Opernhäusern ihren Platz zu erobern. In Osnabrück hat sie mehrere unkonventionelle Opernprojekte herausgebracht, in der vergangenen Saison mit einer bildstarken, symbolisch aufgeladenen Traviata begeistert. Und in Kassel hat sie einen geistreichspielerischen Gounod-Faust inszeniert. In dieser Spielzeit inszeniert sie neben Mikropolis an der Komischen Oper Berlin, in Heidelberg Bizets Carmen (Premiere 21. Januar 2012) und in Kassel Benjamin Brittens A Midsummer Night’s Dream (2. Juni 2012).*

Mit Mikropolis hat die Komische Oper Berlin in der Intendanz von Andreas Homoki die vierte Neukomposition einer Kinderoper in Auftrag gegeben: Der Reiter mit dem Wind im Haar (Frank Schwemmer) wurde in der Spielzeit 2004/05 uraufgeführt, die Abenteueroper Robin Hood 2008/09 (ebenfalls Frank Schwemmer), Die Schneekönigin (Pierangelo Valtinoni) 2010/11. Zudem wurden Pierangelo Valtinonis Pinocchio und Die rote Zora von Elisabeth Naske jeweils als deutsche Erstaufführung an der Komischen Oper Berlin gezeigt. [© Komische Ope Berlin]

www.komische-oper-berlin.de  www.schott-musik.de 

Mosè in Egitto
Azione tragico-sacra in 3 Akten (6 Bildern)

Von: Gioachino Rossini (1792-1868)
Libretto: Andrea Leone  Tottola, nach der Tragödie „L’Osiride“ (1760) von Francesco Ringhieri
Uraufführungen:
1. Fassung: 5. März 1818 (Neapel, Teatro San Carlo)
2. Fassung: 7. März 1819 (Neapel, Teatro San Carlo)

Zur Inszenierung der Bregenezer Festspiele:

Premiere: 20. Juli 2017 (Festspielhaus)

Musikalische Leitung: Enrique Mazzola
Inszenierung: Lotte de Beer
Bühne & Kostüme: Christof Hetzer
Theaterkollektiv: Hotel Modern
Licht: Alex Brok
Chorleitung: Lukáš Vasilek
Dramaturgie: Peter te Nuyl | Olaf A. Schmitt

Besetzung:

Faraone:
Andrew Foster-Williams
Amaltea: Mandy Fredrich
Osiride: Sunnyboy Dladla
Elcia: Clarissa Costanzo
Mambre: Taylan Reinhard
Mose: Goran Juric
Aronne: Matteo Macchioni
Amenofi: Dara Savinova

Statisterie der Bregenzer Festspiele
Bühnenmusik in Kooperation mit dem Vorarlberger Landeskonservatorium
Prager Philharmonischer Chor
Wiener Symphoniker


© Bregenzer Festspiele / moodley

Mit einem einzigartigen Inszenierungskonzept nähert sich die niederländische Regisseurin Lotte de Beer diesem selten zu erlebenden Werk: Gemeinsam mit dem Theaterkollektiv Hotel Modern, das mit abgefilmten Objekten und Miniaturpuppen eine eigene Realität entstehen lässt, bringt sie den biblischen Stoff von Plagen und der Spaltung des roten Meeres auf die Bühne. Die erschütternd berührenden Aufführungen von Hotel Modern wie The Great War und Kamp sind weltweit zu erleben. Herman Helle ist von der Arbeitsweise seiner Gruppe immer wieder selbst überrascht: "Du baust mit deinen Händen etwas vor der Kamera auf und siehst diesem Entstehungsprozess zu. Wir fanden heraus, dass man auf einfache Weise sehr realistische Szenen herstellen kann."

Rossinis ergreifende Musik dirigiert der in Spanien geborene Italiener Enrique Mazzola. Mit Christof Hetzer als Ausstatter kehrt der Bühnenbildner von Stefan Herheims Hoffmanns Erzählungen-Inszenierung zurück an den Bodensee.   [®Bregenzer Festspiele]

www.bregenzer-festspiele.com

Moses und Aaron

Musik & Text:
Arnold Schönberg

Oper in drei Akten (unvollendet)

Uraufführungen:
1. Konzertant: 12. März 1954 (NWDR, Hamburg, ohne den 3. Akt)
2. Szenisch: 6. Juni 1957 (Opernhaus Zürich, ohne den 3. Akt)
3. Szenisch: 4. Oktober 1959 (Deutche Oper Berlin; mit Text des fragmentarischen 3.Aktes, mit Musik aus dem 1. Akt)

Moses und Pharao (oder Die Durchquerung des Roten Meeres (Moise et Pharaon, ou Le passage de la Mer Rouge)
Oper in vier Akten

Von: Gioacchino Rossini
Libretto: Victor-Joseph-Etienne de Jouy und Luigi Balocchi
Uraufführung: 26. März 1827 (Paris, Théâtre de l'Académie Royale de Musique)

La Muette de Portici (Die Stumme von Portici)
Große Oper in fünf Akten

Von: Daniel-François-Esprit Auber (1782 – 1871)
Dichtung: Eugène Scribe und Germain Delavigne
Uraufführung: 29. Februar 1829 (Paris, Grand Opéra)

Murder in the Cathedral (Assassinio nella cattedrale)
Tragedia musicale in zwei Akten und einem Intermezzo

Von: Ildebrando Pizzetti (1880 – 1968)
Text: Ildebrando Pizzetti nach dem Drama Murder in the Cathedral (1935) von Thomas Stearns Eliot, englische Fassung: Geoffrey Dunn
Uraufführung: 1. März 1958 (Mailand, Teatro alla Scala)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
(Frankfurter Erstaufführung)

Premiere: 1. Mai 11
1. Wiederaufnahme: 18. April 15

Musikalische Leitung: Martyn Brabbins / Karsten Januschke
Inszenierung: Keith Warner
Bühnenbild: Tilo Steffens
Kostüme: Julia Müer
Licht: Olaf Winter
Dramaturgie: Norbert Abels
Chor: Michael Clark

Besetzung:

Erzbischof Tommaso / Thomas Becket: John Tomlinson / John Tomlinson
Ein Herold: Michael McCown / Michael McCown
1. Priester: Hans-Jürgen Lazar / Hans-Jürgen Lazar
2. Priester: Dietrich Volle / Dietrich Volle
3. Priester: Vuyani Mlinde / Vuyani Mlinde
1. Versucher / 1. Kavalier: Beau Gibson / Beau Gibson
2. Versucher / 2. Kavalier: Simon Bailey / Simon Bailey
3. Versucher / 3. Kavalier: Brett Carter / Sebastian Geyer
4. Versucher / 4. Kavalier: Magnus Baldvinsson / Alfred Reiter
1. Koryphäe: Britta Stallmeister / Britta Stallmeister
2. Koryphäe: Katharina Magiera / Jenny Carlstedt

Chor, Kinderchor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester

grün = 1. Wiederaufnahme,Saison 2014/2015

Besprechung auf kulturfreak.de


Murder in the Cathedral
Oper Frankfurt
Thomas Becket (John Tomlinson)
© Monika Rittershaus

Zur 1. Wiederaufnahme:
„Das passt wunderbar zur Haltung der Oper Frankfurt, deren vielleicht wichtigste Leistung in der Loebe-Ära die beharrlich-konsequente Öffnung des gängigen Opernrepertoires ist, die Abkehr vom immergleichen Kanon.“ So war nach der am 1. Mai 2011 gezeigten Frankfurter Erstaufführung der Oper Murder in the Cathedral (Assassinio nella cattedrale) von Ildebrando Pizzetti (1880-1968) in einer der Kritiken zu lesen. Gesungen wurde, in Abweichung von der italienischen Originalsprache, auf Englisch – der Sprache des Dichters Eliot, der die literarische Vorlage lieferte, sowie der des Regisseurs und seines Hauptdarstellers: „Keith Warner hat dieses Werk mit seiner Frankfurter Produktion veredelt, er hat es mit seinen Bildern geadelt, der Frankfurter Chor, die Sängerinnen und Sänger, das Orchester haben Warners große Geste aufgegriffen. Nur darum konnten sie wirklich Großes daraus machen.“
So kommt es der Produktion sicherlich zupass, wenn anlässlich ihrer ersten Wiederaufnahme nur sehr wenige Umbesetzungen im Vergleich zur Premiere zu vermelden sind. Die meisten Rollen bleiben unberührt, auch jene der männlichen Hauptpartie, über die ein Kritiker schrieb: „Die Sänger-Krone gebührt denn auch dem Wagner-gestählten, charismatischen britischen Bassbariton John Tomlinson, der seinen Part als Thomas Becket fast bis zur Verausgabung mit größtmöglicher stimmlicher und schauspielerischer Intensität ausgestaltete.“ Tomlinson gilt als einer der großen Sänger unserer Zeit und gab mit der männlichen Hauptpartie des Erzbischofs sein Debüt an der Oper Frankfurt. Der an allen wichtigen Musikzentren der Welt beheimatete Bariton wurde 2005 von der englischen Königin in den Adelsstand erhoben. Alle weiteren Partien sind – wie in der Spielzeit 2010/11 – mit Ensemblemitgliedern der Oper Frankfurt besetzt, davon steigen lediglich Sebastian Geyer (Dritter Versucher / Dritter Ritter), Alfred Reiter (Vierter Versucher / Vierter Ritter) und Jenny Carlstedt (Erste Chorführerin) neu in die Produktion ein. Geändert hat sich auch der Name des musikalischen Leiters, da Kapellmeister Karsten Januschke das Dirigat von Martyn Brabbins übernommen hat.

Weitere Vorstellungen: 26. April und 8. Mai 2015

Zum Inhalt:
Kernpunkt der 1170 im englischen Canterbury spielenden, historisch verbürgten Handlung ist der Widerstreit von weltlicher und kirchlicher Macht: Thomas Becket, einstiger Lordkanzler Heinrich II., hat sich nach seiner Ernennung zum Erzbischof durch sein Beharren auf die Unabhängigkeit der Kirche gegenüber staatlichen Einflüssen den König zum Feind gemacht. Allen an ihn herangetragenen Versuchungen widersteht er standhaft. Nur die Möglichkeit, als Märtyrer in die Geschichte einzugehen, lässt ihn in seiner Überzeugung schwanken, hat er sich doch bereits des Öfteren damit auseinandergesetzt. Gleichwohl unterwirft er sich auch in dieser Frage dem Willen Gottes. Als der Erzbischof schließlich nach dem Gottesdienst in seiner Kirche einem Attentat durch vom König gedungene Mörder zum Opfer fällt, stimmt die Gemeinde das Gloria für den neuen Märtyrer an.

Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich. 

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