kulturfreak

Oper, Stückeinfo: K

Der Kaiser von Atlantis oder Die Tod-Verweigerung
Spiel in einem Akt

Von: Viktor Ullmann
Libretto: Peter Kein

Karneval der Tiere (Le carnaval des animaux ~ Grande fantaisie zoologique)
Musikalische Suite für Kammerorchester

Von: Camille Saint‐Saëns

Zur Inszenierung von Barock am Main:

Premiere: Fr. 12. August 11  (Geeignet ab 5 Jahren; Dauer: ca. 50 Minuten.)

In Versen neu erzählt von: Michael Quast
Musikalische Fassung von: Rhodri Britton
Bühnenausstattung: Daniel Groß und Esther Himmighoffen
Kostüme: Petra Strassburger
Maske: Katja Gieß
Musikalische Leitung: Rhodri Britton
Regieassistenz: Christian Gnasmüller
Regiehospitanz: Maurice Lenhard
Kostümassistenz: Raphaela Rose, Mara Scheibinger
Schneiderinnen: Aileen Weis, Simone Louis
Technische Leitung: Daniel Groß
Bühnenmeister: Uwe Dittrich
Requisite: Esther Himmighoffen

Besetzung:

Wellensittich:
Judith Quast/Darleen Krämer
Maus: Mia Frey
Frosch: Ole Schwarz
Kuh: Fritz Groß, Christian Gnasmüller
Mops: Maurice Lenhard
Kartoffelkäfer: Alexander J. Beck
7. Pinguin: Kaspar Quast
Schwein: Christian Gnasmüller
Violine: Raimund Wartenberg
Klarinette: Ates Yilmaz
Gitarre: Cameron Nelson
Bayan: Mirjana Petercol
Fagott: Victor Gutu
Kontrabass: Thomas Bronkowski
Schlagzeug: Viktor Bajlukow
Regie: Fritz Groß und Michael Quast

Der Karneval der Tiere ist ein Vergnügen für die ganze Familie! Das neue Arrangement der berühmten Musik von Saint-Saëns ist witzig und anspruchsvoll zugleich. Ganz abgesehen davon, was vor der Fassade des Bolongaropalastes passiert, wenn die Tiere einen Karneval veranstalten: Enten marschieren unter Löwenfellen herein, die Kuh verkleidet sich als Elefant, eine Maus geht tauchen und Nilpferd und Kamel lernen fliegen. Die Rahmenhandlung, von Michael Quast in Versen neu erzählt, bringt nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern und Großltern zum Lachen.
Vorhang auf für ein farbenfrohes Spektakel! Vor der Vorstellung werden im Bolongarogarten zwei Jongleure ihre Späße treiben und die Gastronomie hat sich etwas ganz besonderes für das junge Publikum ausgedacht. Kommen Sie, bringen Sie Kind und Kegel mit und lassen Sie sich überraschen!  [© Barock am Main]

www.barock-am-main.de

Katja Kabanova

Oper in drei Akten von:
Leoš Janáček
Text: Leoš Janáček (nach dem Schauspiel Das Gewitter (1859) von Alexandr Nikolajewitsch Ostrowski)

Uraufführung: 23. November 1921 (Brünn, Nationaltheater)

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere: 16. Januar 16

Musikalische Leitung: Zsolt Hamar
Inszenierung: Matthew Wild
Bühne: Matthias Schaller, Susanne Füller
Kostüme: Susanne Füller
Licht: Ralf Baars
Video: Gérard Naziri
Chor: Albert Horne
Dramaturgie: Regine Palmai

Besetzung:

Dikoj:
Wolf Matthias Friedrich
Boris: Mirko Roschkowski
Kabanicha: Dalia Schaechter
Tichon: Aaron Cawley
Katja: Sabina Cvilak
Kudrjasch: Benedikt Nawrath
Warwara: Silvia Hauer
Kuligin: Christian Balzer
Glascha: Elisabeth Bert
Fekluscha: Barbara Schramm
Eine Frau: Daniela Rücker / Petra Heike

Chor & Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Besprechung auf kulturfreak.de

Die realistische Menschendarstellung auf der Bühne war das künstlerische Ziel des tschechischen Komponisten Leoš Janáček (1854 – 1928). In der Volksmusik und der Sprache seiner mährischen Heimat entdeckte er eine musikalische Wahrheit, die er als »Ausschnitt aus fremden Seelen«, als »Widerhall menschlichen Innenlebens« verstand. Die Vorlage der Ehebruchsgeschichte fand der Komponist in der russischen Literatur. Im Zentrum steht die junge Katja, die mit einem ungeliebten Mann verheiratet ist und von ihrer Schwiegermutter tyrannisiert wird. Sie gerät durch die verbotene Liebe zu Boris in moralische und emotionale Konflikte, die sie für sich nur durch den Tod lösen kann. Zwischen Katjas Schuld, Sühne und Selbstanklage entstand »die allerzarteste meiner Opern«, voll »Musik aus der Tiefe des Herzens«. Als Regisseur stellt sich der Künstlerische Leiter der Cape Town Opera, der Südafrikaner Matthew Wild erstmals in Deutschland vor. Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Zsolt Hamar singt die slowenische Sopranistin Sabina Cvilak die Titelpartie, Mirko Roschkowski ist als Boris zu erleben. Die Kabanicha übernimmt Dalia Schaechter (Oper Köln). [© Staatstheater Wiesbaden]

www.staatstheater-wiesbaden.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Wiederaufnahme:
11. November 05

Musikalische Leitung: Lothar Zagrosek
Inszenierung: Anselm Weber
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Katharina Thoma / Alan Barnes
Bühnenbild: Hermann Feuchter
Kostüme: Bettina J. Walter
Dramaturgie: Werner Hintze / Hendrikje Mautner
Licht: Olaf Winter
Chor: Alessandro Zuppardo

Besetzung Wiederaufnahme Saison 05/06:

Dikoj: Magnus Baldvinsson
Boris: Michael König
Kabanicha: Elzbieta Ardam
Tichon: Hans-Jürgen Lazar
Katja: Ann-Marie Backlund
Kudrjáš: Peter Marsh
Varvara: Jenny Carlstedt
u.a.

Inhalt:
Von ihrem Ehemann Tichon und dessen Mutter Kabanicha gekränkt, vertraut Katja Varvara an, dass sie einen anderen Mann, Boris, liebe. Als Tichon auf Geschäftsreise geht, trifft sich Katja heimlich mit Boris, wird jedoch nach Tichons Rückkehr von ihrem schlechten Gewissen gequält. Durch ein Gewitter in Aufruhr versetzt, gesteht sie schließlich ihren Ehebruch. Von allen Menschen verachtet, wünscht sie sich den Tod. Bei einem letzten Treffen mit Boris müssen beide die Unerfüllbarkeit ihrer Liebe erkennen. Katja stürzt sich in die Wolga. Erst nach ihrem Tod findet Tichon die Kraft, sich gegen seine Mutter aufzulehnen. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Kein Ort. Nirgends

Oper nach Christa Wolf von:
Anno Schreier
Libretto von: Christian Martin Fuchs
Uraufführung: 22. September 2006 (Oestrich-Winkel, Bentano-Scheune)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz in der Saison 2006/07:

Uraufführungspremiere 1:
22. September 06, Oestrich-Winkel (Brentano-Scheune)(Geschlossene Veranstaltung des „Singing Summer")
Uraufführungspremiere 2: 14. Oktober 06, Staatstheaters Mainz (Kleines Haus )
Weitere Vorstellungen: 22. (15 Uhr), 19. Oktober 2006 um 19.30 Uhr

Musikalische Leitung: Thomas Dorsch
Inszenierung: Anna Malunat
Bühne und Kostüme: Janina Janke

Mit:
Sonja Gornik, Sarah Kuffner, Diana Schmid; Daniel Jenz, Arthur Pirvu, Patrick Pobeschin, Florian Rosskopp. Statisterie des Staatstheaters Mainz.
Mitglieder des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz.

Zum Stück:
Salon Merten in Winkel am Rhein im Juni 1804. Es trifft sich eine ebenso illustre wie weltgewandte Gesellschaft: Friedrich Carl von Savigny, Clemens Brentano mit Schwester Bettine und andere. Dazwischen zwei Dichter, beide der Welt abhanden gekommen: Heinrich von Kleist und Karoline von Günderrode. Es entspinnt sich ein einsamer Dialog, „Gesprächsinseln in einem Meer von Fremde", in denen „das Wort als Feld der Hoffnung" erscheint (C. M. Fuchs).
In musikdramatischen Momentaufnahmen leuchtet Anno Schreier in seiner Oper „Kein Ort. Nirgends" nach der gleichnamigen Erzählung von Christa Wolf die „inneren Räume" seiner Figuren aus. Vergangenheit erscheint als produktive Gegenwart, der „Projektionsraum Romantik" wird zum Analogiemodell für unsere Zeit.

Anno Schreier, 1979 in Aachen geboren, studierte Komposition bei Manfred Trojahn in Düsseldorf, am Royal College of Music London und ist seit 2005 Meisterschüler Hans-Jürgen von Böses. Er ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, darunter „Schüler komponieren" der Jeunesses Musicales, Saarbrücker Komponistenwerkstatt, Uuno-Klami-Wettbewerb Finnland und wurde vom „ensemble eleven composers" Manchester und dem Tactus-Forum Brüssel ausgezeichnet.

Die junge Regisseurin Anna Malunat (*1980) studierte in Bonn Germanistik und Komparatistik sowie in München Schauspiel- und Musiktheaterregie. Am Prinzregententheater inszenierte sie Schillers „Kabale und Liebe", am Staatstheater Saarbrücken das Musiktheater „Der Herr Gevatter" sowie am Staatstheater Cottbus „Die Zauberflöte". 2005 gewann sie den Grazer „Ring-Award" für Regie- und Bühnenbild.

In Kooperation mit der Internationalen Sommerschule „Singing Summer" an der Hochschule für Musik Mainz. - Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur und der Brentano-Scheune Oestrich-Winkel.

www.staatstheater-mainz.de

King Arthur
Semi-Oper in fünf Akten und einem Vorspiel

Von: Henry Purcell (zu einem Schauspiel von John Dryden)
Urauffürung: 1691 (London, Queen's Theatre, Dorset Garden)

Der König Kandaules
Oper in drei Akten

Von:
Alexander Zemlinsky
Text: Alexander Zemlinsky nach dem Drama Le Roi Candaule von André Gide
Partitur rekonstruiert und Instrumentation vervollständigt von: Antony Beaumont
Uraufführung: 6. Oktober 1996 (Hamburg, Hamburgische Staatsoper)

König Roger / Der Hirte (Król Roger / Pasterz)
Oper in drei Akten

Von:
Karol Szymanowski
Libretto: Jaroslaw Iwaszkiewicz /
Karol Szymanowski
Uraufführung:
19. Juni 1926 (Warschau, Teatr Wielki)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere: 15. Januar 11

Musikalische Leitung: Andreas Hotz
Inszenierung: Joan Anton Rechi
Bühne: Alfons Flores
Kostüme: Moritz Junge
Choreinstudierung: Sebastian Hernandez-Laverny
Dramaturgie: Carsten Jenß

Besetzung:

König Roger:
Heikki Kilpeläinen
Roxane:
Susanne Geb
Edrisi:
Alexander Kröner
Der Hirte:
Ryszard Minkiewicz
Erzbischof:
Ryszard Minkiewicz
Diakonssin:
Katherine Mariott
Chorsolisten:
,Igor Loseev, Irina Sokolovskij

Chor und Extrachor des Staatstheater Mainz
Knabenchor des Mainzer Domchors
Philharmionisches Staatsorchester Mainz

Besprechung auf kulturfreak.de


König Roger

Staatstheater Mainz
Der Hirte (Ryszard Minkiewicz), Roxane (Susanne Geb), König Roger (Heikki Kilpeläinen)
© Martina Pipprich

www.staatstheater-mainz.de

Königskinder
Märchenoper in drei Aufzügen

Von: Engelbert Humperdinck
Uraufführung: 28. Dezember 1910 (New York, Metropolitan Opera)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 30. September 12
1. Wiederaufnahme: 4. Juli 15

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle / Sebastian Zierer
Regie: David Bösch
Bühnenbild: Patrick Bannwart
Kostüme: Meentje Nielsen
Licht: Frank Keller
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy
Chor: Matthias Köhler

Besetzung:

Der Königssohn:
Daniel Behle / Aleš Briscein
Die Gänsemagd: Amanda Majeski / Sara Jakubiak
Der Spielmann: Nikolay Borchev / Michael Nagy
Die Hexe: Julia Juon / Tanja Ariane Baumgartner
Der Holzhacker: Magnús Baldvinsson / Magnús Baldvinsson
Der Besenbinder: Martin Mitterrutzner /  Beau Gibson
Der Ratsälteste: Franz Mayer / Franz Mayer
Der Wirt: Dietrich Volle / Dietrich Volle
Die Wirtstochter: Nina Tarandek / Maria Pantiukhova
Der Schneider: Beau Gibson /
Die Stallmagd: Katharina Magiera / Judita Nagyová

u.a.
grün = 1. Wiederaufnahme

Besprechung auf kulturfreak.de


Königskinder
Oper Frankfurt
Die Gänsemagd (Sara Jakubiak), Die Hexe (Tanja Ariane Baumgartner; am Boden sitzend), Der Spielmann (Michael Nagy)
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Die aktuelle Frankfurter Inszenierung der Märchenoper Königskinder von Engelbert Humperdinck (1854-1921) feierte am 30. September 2012 Premiere im Opernhaus und lenkte damit den Blick auf ein weniger bekanntes Werk des Schöpfers der ungleich populäreren Vertonung von Hänsel und Gretel. So konnte man in einer nach der Premiere erschienenen Kritiken lesen: „Kindlich, fast naiv wirkt David Böschs Zugriff, ausgesprochen präzise seine Personenführung; klar und einfach sind die Bildideen, die der Regisseur für die Bühne erdachte.“ Ein anderer Rezensent urteilte: „Böschs Regie findet einen sinnfälligen Mittelweg zwischen Realismus und Symbolismus, zwischen fantastischen (Alp-)Traumbildern und dem ganz banalen, elenden Tod.“ Nun wird die Produktion aus der Spielzeit 2012/13 zum ersten Mal in fast vollständig neuer Besetzung wiederaufgenommen.

Von GMD Sebastian Weigle übernimmt nun die musikalische Leitung der Produktion Sebastian Zierer, der der Oper Frankfurt anfangs als Solorepetitor und seit 2013/14 als Kapellmeister verbunden ist. Hier gehören 2014/15 Puccinis La Bohème sowie die Uraufführung von Lior Navoks An unserem Fluss im Bockenheimer Depot zu seinen Aufgaben. Der tschechische Tenor Aleš Briscein (Der Königssohn) ist neben seiner internationalen Gastiertätigkeit besonders der Staatsoper Prag verbunden. In Frankfurt debütierte er 2011/12 als Janek in Janáčeks Die Sache Makropulos, gefolgt von Auftritten als Mazal / Blankytný / Petřík in Die Ausflüge des Herrn Brouček desselben Komponisten. Sara Jakubiak (Die Gänsemagd) ist Amerikanerin und seit 2014/15 im Frankfurter Ensemble beheimatet. Hier glänzte sie bisher als Alice Ford in Verdis Falstaff, Strauss‘ Ariadne und vor allem als Marta in Weinbergs Die Passagierin. In dieser Produktion gehört die Partie der Lisa zu den jüngsten Aufgaben von Tanja Ariane Baumgartner. Seit 2009/10 ist sie Mitglied des Ensembles der Oper Frankfurt, wo sie 2014/15 auch als Kirke in der Uraufführung von Rolf Riehms Sirenen – Bilder des Begehrens und des Vernichtens sowie als Amme in Strauss‘ Die Frau ohne Schatten brillierte. Von 2006 bis 2011 war Michael Nagy (Der Spielmann) Ensemblemitglied am Main und gehörte unbestritten zu den Publikumslieblingen. Seither kehrt er neben seinen internationalen Verpflichtungen immer wieder als Gast hierher zurück, so zuletzt 2011/12 als Friedrich in konzertanten Aufführungen von Wagners Das Liebesverbot und 2012/13 als Titelheld in Händels Giulio Cesare in Egitto. Aus dem Ensemble sowie dem Opernstudio der Oper Frankfurt sind Beau Gibson (Der Besenbinder), Maria Pantiukhova (Die Wirtstochter) und Judita Nagyová (Die Stallmagd) erstmals in dieser Produktion besetzt. Franz Mayer (Der Ratsälteste) und Dietrich Volle (Der Wirt) waren hingegen bereits in der Premierenserie mit von der Partie.

Zum Inhalt:
Die Handlung von Humperdincks Oper setzt sich aus Motiven verschiedener Märchen zusammen: Die Gänsemagd lebt von Kind auf bei einer Hexe im Wald, den sie wegen eines Zaubers nicht verlassen kann. Als sie sich in einen Königssohn verliebt, ist es ihr wegen des Banns unmöglich, ihm zu folgen. Der junge Mann verlässt sie enttäuscht, nicht ohne ihr vorher seine Krone zu überlassen. Die zurückkehrende Hexe trifft bei ihrer Hütte auf den Spielmann, der sie um Rat bittet. Im nahen Dorf Hellabrunn ist der Königsthron verwaist. Wie solle man einen geeigneten Herrscher finden? Die Hexe antwortet, dass derjenige, der punkt Mittag durch das Stadttor schreitet, König werden solle. Zur Überraschung aller Versammelten ist es die Gänsemagd, die den Zauberbann überwinden konnte und nun – die Königskrone auf dem Kopf – dem Prinzen gegenüber tritt. Das enttäuschte Volk jagt das junge Paar zurück in den Wald. Der Spielmann macht sich auf die Suche nach den beiden, denn er hat von Anfang an im Wesen der jungen Frau trotz ihres niederen Standes eine wahrhaft königliche Würde erkannt. Doch er kommt zu spät. Hungrig hat das ahnungslose Paar bei den Bewohnern der Hütte der zwischenzeitlich verstorbenen Hexe die Krone gegen ein von der Alten vergiftetes Brot eingetauscht. Tot sinken sie in den Schnee, der Spielmann hofft auf eine glückliche Vereinigung der beiden im Jenseits.  [© Oper Frankfurt]

© Oehms Classics
Engelbert Humperdinck: Königskinder
Majeski, Juon, Behle, Borchev, Baldvinsson, Mitterrutzner u.a.
Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Sebastian Weigle
OehmsClassics 2013

In Zusammenarbeit mit OehmsClassics produziert die Oper Frankfurt eine Live-CD-Serie. Vor allem weniger bekannte Stücke werden hierfür mitgeschnitten. Alle CDs enthalten Booklets mit Szenenfotos und den kompletten Libretti. Die Tonträger sind während der Vorstellungen im Foyer, an der Vorverkaufskasse am Willy-Brandt-Platz sowie im Handel erhältlich.

www.oper-frankfurt.de

Die Krönung der Poppea ~ L’incoronazione di Poppea
Oper in drei Akten mit Prolog

Von: Claudio Monteverdi
Uraufführung: 1642 (Venedig, Teatro dei SS. Giovanni e Paolo)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 20. Dezember 14

Musikalische Leitung: Simone Di Felice
Regie: Ute M. Engelhardt
Bühnenbild: Julia Müer
Kostüme: Katharina Tasch
Licht: Joachim Klein
Dramturgie: Zsolt Horpácsy

Besetzung:

Nerone:
Gaëlle Arquez
Ottavia: Claudia Mahnke
Poppea: Naomi O’Connell
Ottone: William Towers
Seneca: Alfred Reiter
Arnalta: Hans-Jürgen Lazar
Valletto, Amore: Elizabeth Reiter
Damigella, Fortuna: Nora Friedrichs
Drusilla: Anna Ryberg
Nutrice: Martin Wölfel
u.a.

Besprechung auf kulturfreak.de

Zum Inhalt:
Poppea liebt den römischen Kaiser Nerone, welcher ihr verspricht, sie zu seiner Frau und damit zur Kaiserin zu machen. Poppeas Gemahl Ottone ist verletzt über den Treuebruch seiner Gattin. Ottavia, die betrogenen und gedemütigte Frau Nerones, sinnt auf Rache und spannt Ottone für ihre Zwecke ein. Das geplante Attentat auf Poppea scheitert jedoch und führt zu der Verbannung Ottones und Ottavias aus Rom. Poppea findet sich am Ziel ihrer Träume wieder: Sie wird von Nerone zur Kaiserin gekrönt.

www.oper-frankfurt.de

Kullvervo
Oper in zwei Akten

Von: Aulis Sallinen (* 1935)
Text: Aulis Sallinen nach dem Epos Kalevala (1835 / 1849) und einem Schauspiel von Aleksis Kivi (1859)
Auftragswerk der Finnischen Nationaloper

Uraufführung: 25. Februar 1992 (Los Angeles, Dorothy Chandler Pavilion)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
5. Juni 11 (Frankfurter Erstaufführung)

Musikalische Leitung: Hans Drewanz / Karsten Januschke
Regie:
Christof Nel
Szenische Analyse:
Martina Jochem
Bühnenbild: Jens Kilian
Kostüme: Ilse Welter
Dramaturgie: Malte Krasting
Licht: Olaf Winter
Chor: Matthias Köhler

Kullervo:
Ashley Holland
Mutter:
Heidi Brunner
Kalervo:
Alfred Reiter
Kimmo:
Peter Marsh
Schwester:
Barbara Zechmeister
Des Schmieds junge Frau:
Jenny Carlstedt
Jäger:
Frank van Aken
Unto:
Franz Mayer
Untos Frau:
Katharina Magiera

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Besprechung auf kulturfreak.de

Aulis Sallinen (* 1935) gehört zu den bedeutendsten Komponisten seines Heimatlandes Finnland. Seine vierte Oper Kullervo, ein Auftragswerk der Finnischen Nationaloper, wurde am 25. Februar 1992 im Dorothy Chandler Pavillon in Los Angeles uraufgeführt. Das Libretto stammt vom Komponisten und basiert auf der Kalevala, dem finnischen Nationalepos, welche während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts von dem Schriftsteller, Philologen und Arzt Elias Lönnrot zusammengetragen wurde. Ähnlich dem Nibelungenlied in Deutschland bildet die Kalevala, angelegt zur Wahrung des finnischen Liederschatzes, das gedanklich-kulturelle Fundament der jungen Nation.
Eine weitere literarische Vorlage der Oper ist ein Schauspiel von Aleksis Kivi aus dem Jahre 1859: Die Brüder Unto und Kalervo sind heillos zerstritten. Als Unto das Haus seines Bruders anzündet, scheint dessen Familie in den Flammen umzukommen. Nur Kullervo, Kalervos Sohn, bleibt unversehrt. Zusammen mit seinem Jugendfreund Kimmo wächst er nun wie ein Sklave bei seinem Onkel auf. Kullervo sinnt auf Rache. Um ihn loszuwerden, verkauft ihn Kalervo an einen Schmied als Hirten. Als dessen Frau ihn zu verführen sucht, versagt er; ihre weiteren Annährungsversuche missdeutet er als Schikane, lässt seine Herde von Wölfen zerfleischen und ersticht die Frau. Auf der Flucht erfährt er, dass seine Eltern seinerzeit den Mordanschlag überlebt haben. Kimmo führt die Familie wieder zusammen; als der Vater jedoch von dem Mord hört, verstößt er seinen Sohn. Nur die Mutter hält zu ihm. Als Kullervo schließlich seine Rache an Unto und dessen Familie vollzieht, verliert Kimmo darüber den Verstand und meint, in seinem Freund den Erlöser zu erkennen. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Das kurze Leben (La vida breve)
Drama lyrique in zwei Akten

Musik: Manuel de Falla (1876-1946)
Text: Carlos Fernández Shaw
Uraufführung: 1. April 1913 (Nizza, Theatre du Casino)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 22. Februar 09

Musikalische Leitung: Johannes Debus
Inszenierung: David Hermann
Bühnenbild: Christof Hetzer
Kostüme: Irina Bartels
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy
Licht: Olaf Winter
Chor: Matthias Köhler
Choreografie: Nir De Volff

Besetzung:

Salud: Barbara Zechmeister
La Abuela: Elisabeth Hornung
Carmela: Katharina Magiera
Paco: Gustavo Porta
Bailey Sarvaor: Simon Bailey
El Cantaor: José Parrondo u.a.

Besprechung auf kulturfreak.de

Die Oper Frankfurt zeigt „Das kurze Leben“ gemeinsam mit „Die spanische Stunde“:


Das kurze Leben
Oper Frankfurt
v.l.n.r.: v.l.n.r. Tänzer; an den Stangen (Jochum de Boer, Satya Roosens, Hyoung min Kim),
Hochzeitsgesellschaft; im Hintergrund (Chor der Oper Frankfurt)

Foto: Barbara Aumüller

Zum Inhalt:
Beide Kurzopern beleuchten die Thematik der Untreue aus unterschiedlichen Perspektiven: In L´heure espagnole nutzt Concepción, die Ehefrau eines Uhrmachers, die beruflich bedingte Abwesenheit ihres Mannes für zärtliche Stunden mit ihrem Liebhaber. Als zwei weitere Verehrer erscheinen, kommt es zu einem schweißtreibenden Versteckspiel in den Standuhren des Geschäfts. Als in La vida breve das leidenschaftlich liebende, einfache Mädchen Salud von der Hochzeit ihres Geliebten Paco mit der wohlhabenden Carmela erfährt, eilt sie auf das ausgelassene Hochzeitsfest, um Pacos Betrug aufzudecken. Doch dieser leugnet die Liebschaft, und Salud bricht tot zusammen. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de 

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