kulturfreak

Oper, Stückeinfo: H

Hänsel und Gretel
Märchenspiel in drei Bildern

Musik: Engelbert Humperdinck (01.09.1854 - 27.09.1921)
Text: Adelheit Wette
Uraufführung: 23. Dezember 1893 (Weimar, Hoftheater)

Zur Inszenierung des Landestheater Linz:

Premiere:
19. Dezember 15

Musikalische Leitung: Takeshi Moriuchi / Marc Reibel
Inszenierung und Bühne: Rainer Mennicken
Kostüme und Bühnenbildmitarbeit: Christian Schmidleithner
Choreografie: Matthew Tusa
Leitung Kinder und Jugendchor: Ursula Wincor
Leitung der Oö Tanzakademie: Ilja van den Bosch
Dramaturgie: Wolfgang Haendeler

Besetzung (Premierenbesetzung unterstrichen):

Hänsel:
Martha Hirschmann / Sharon Carty
Gretel: Myung Joo Lee / Elisabeth Breuer
Die Knusperhexe: Matthäus Schmidlechner / Hans-Günther Müller
Peter, Besenbinder: Michael Wagner / Martin Achrainer
Gertrud, sein Weib: Karen Robertson / Christa Ratzenböck
Sandmännchen und Taufmännchen: Fenja Lukas / Jenifer Lary
Rabe: Mazen Muna /Gergely Dudas
Katze: Fatina Saleh / Jana Würleitner

Kinder- und Jugendchor des Landestheater Linz
Kinder der Tanzakademie Oö am Landestheater Linz
Statisterie des Landestheaters Linz
Bruckner Orchester Linz

www.landestheater-linz.at

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere: 15. November 15

Musikalische Leitung: Michael Helmrath / Christoph Stiller
Inszenierung: Beka Savić
Bühne: Bettina Neuhaus
Kostüme: Susanne Füller
Licht: Andreas Frank
Leitung Jugendchor: Dagmar Howe
Dramaturgie: Katja Leclerc

Besetzung:

Peter Besenbinder:
Joachim Goltz
Gertrud, seine Frau: Margarete Joswig
Hänsel: Franziska Gottwald / Victoria Lambourn
Gretel: Stella An / Gloria Rehm / Katharina Konradi
Knusperhexe: Benedikt Nawrath
Sandmännchen & Taumännchen: Katharina Konradi / Stella An

Jugendchor & Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

»Hänsel und Gretel« von Engelbert Humperndinck erfreut besonders in der Weihnachtszeit seit Generationen Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Es ist ein Märchen über das Vertrauen in harten Zeiten. Engelbert Humperdincks zeitlos schöne Musik lässt Kinder- und Volkslieder erklingen wie »Brüderchen, komm tanz mit mir«, »Ein Männlein steht im Walde« und »Suse, liebe Suse«.

In der Regie von Beka Savić und unter der Musikalischen Leitung von Michael Helmrath entsteht eine Neuinszenierung für die ganze Familie. In der Rolle des Hänsel ist die Mezzosopranistin Franziska Gottwald zu erleben, die in Wiesbaden als Orpheus große Erfolge feierte. Alternierend wird die Australierin Victoria Lambourn, Gewinnerin des German-Australian Opera Grant 2014, als Hänsel auf der Bühne stehen. An ihrer Seite singen und spielen als Gretel abwechselnd drei junge Sopranistinnen: Stella An singt nach Amor (»Orpheus und Eurydike«), Flora (»The Turn of the Screw«) und Despina (»Così fan tutte«) ihre erste große Partie in Wiesbaden. Gloria Rehm war Blondchen in »Die Entführung aus dem Serail«, jetzt ebenfalls Despina in »Così fan tutte«. Sopran-Neuzugang Katharina Konradi ist aktuell auch als Juliette in »Der Graf von Luxemburg« zu erleben. In den Rollen der Eltern sind Thomas Jesatko (15. November 2015), Joachim Goltz, ehemaliges Ensemblemitglied in Wiesbaden, und Nathaniel Webster sowie Margarete Joswig besetzt. Als Knusperhexe steht Tenor Benedikt Nawrath auf der Bühne. Seinen großen Auftritt in dieser Oper für Jung und Alt hat der Jugendchor des Hessischen Staatstheaters unter der Leitung von Dagmar Howe. [© Staatstheater Wiesbaden]

www.staatstheater-wiesbaden.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 12. Oktober 14
Wiederaufnahme Saison 2015/16: 29. Oktober 15

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle / Hartmut Keil / Karsten Januschke / Björn Huestege / Nikolai Petersen / Rasmus Baumann / Nikolai Petersen / Björn Huestege / Sebastian Zierer
Regie: Keith Warner
Bühnenbild: Jason Southgate
Kostüme: Julia Müer
Licht: John Bishop
Dramaturgie: Norbert Abels
Kinderchor: Markus Ehmann

Besetzung:

Peter, Besenbinder:
Alejandro Marco-Buhrmester / Simon Bailey / Simon Bailey / Alejandro Marco-Buhrmester
Gertrud, sein Weib: Heidi Melton / Barbara Zechmeister / Hedwig Fassbender / Barbara Zechmeister / Claudia Mahnke
Hänsel: Katharina Magiera / Judita Nagyová /  Paula Murrihy / Judita Nagyová
Gretel: Louise Alder / Juanita Lascarro / Karen Vuong / Elizabeth Reiter / Kateryna Kasper
Die Knusperhexe: Peter Marsh / Michael McCown /  Peter Marsh / Michael McCown
Sandmännchen: Elizabeth Reiter / Katharina Ruckgaber / Katharina Ruckgaber / Nora Friedrichs
Taumännchen: Nora Friedrichs / Kateryna Kasper / Danae Kontora

Kinderchor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

grün = Wiederaufnahme Saison 2015/16

Besprechung auf kulturfreak.de


Hänsel und Gretel

Oper Frankfurt 2015
Hänsel (Paula Murrihy), Die Knusperhexe (Peter Marsh), Gretel (Karen Vuong)
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Die Märchenoper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck (1854-1921) gehört zu den Kernwerken des Repertoires. So mancher Opernbesucher zählt dieses Stück zu den ersten Eindrücken, die er sich – oftmals im Kindesalter – vom Genre des Musiktheaters gemacht hat. Umso größer war natürlich die Erwartung vieler Zuschauer an diese Neuinszenierung des britischen Regisseurs Keith Warner zu Beginn der Spielzeit 2014/15. Ein Aspekt der Inszenierung war das Plädoyer für das Lesen, indem gezeigt wurde, wie Literatur die Phantasie der Kinder anregen kann. Eine Überraschung war sicherlich auch die Gestaltung der vierzehn Engel, welche Warner als historische Figuren zeichnete, die sich allesamt um das Wohl von Kindern verdient gemacht haben. „Verzauberung pur. Ein Erlebnis für große Kinderaugen, eine Schatzsuche verlorener Erinnerungen für Erwachsene“, so konnte man in einer nach der Premiere am 12. Oktober 2014 erschienenen Kritik lesen. Ein weiterer Rezensent meinte: „Üppig, prall und lebendig ist dieses Zauber-Märchenspiel auf der Bühne: ein einziger großer Rausch aus Licht, kleinen Tricks und mal verblüffenden, mal naiven Illusionen.“ Nun wird die Produktion zum ersten Mal wiederaufgenommen.

Nach sechsjähriger Tätigkeit als Chefdirigent am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen bekleidet Rasmus Baumann seit 2014/15 den Posten des dortigen Generalmusikdirektors der Neuen Philharmonie Westfalen. Nun gibt er sein Debüt an der Oper Frankfurt. Weitere Vorstellungen der Serie übernehmen zwei mit der Produktion bekannte Repetitoren der Oper Frankfurt, während Kapellmeister Sebastian Zierer erstmals bei dieser Inszenierung am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters steht. Zu den wenigen, ausnahmslos aus dem Ensemble sowie dem Opernstudio vorgenommenen Sängerneubesetzungen gehören die beiden Mezzosopranistinnen Claudia Mahnke (Gertrud) und Paula Murrihy (Hänsel). Die erstgenannte Künstlerin ist seit 2006 im Ensemble der Oper Frankfurt beheimatet und konnte 2014/15 in Frankfurt ein stark akklamiertes Rollendebüt als Kundry in Wagners Parsifal feiern. Zudem ist sie auch 2015 wieder bei den Bayreuther Festspielen u.a. als Fricka und Waltraute in Der Ring des Nibelungen vertreten. Paula Murrihy, seit 2009 fest in Frankfurt engagiert, trug 2015 mit ihrer überragenden Leistung in der Titelpartie von Strauss‘ Der Rosenkavalier maßgeblich zum großen Erfolg der jüngsten Inszenierung des Werkes an der Oper Frankfurt bei. 2013/14 wurde Elizabeth Reiter aus dem Opernstudio ins Ensemble der Oper Frankfurt übernommen, eine Saison später nahm Kateryna Kasper den gleichen Weg. Beide wechseln sich 2015/16 in der Partie der Gretel ab und haben bereits zuvor als Sand- bzw. Taumännchen Erfahrung mit dieser Produktion sammeln können. Das Sandmännchen übernimmt als Alternativbesetzung nun erstmals Nora Friedrichs, ehemaliges Mitglied des Opernstudios der Oper Frankfurt, die in der Premierenserie als Taumännchen zu erleben war. Mit dieser Partie gibt die griechische Sopranistin Danae Kontora ihr Hausdebüt, die ab 2015/16 Mitglied des Opernstudios ist. Alle weiteren – auch alternativ besetzten – Partien bleiben im Vergleich mit den sich schon seinerzeit abwechselnden Sängerinnen und Sängern der Premierenserie unverändert.

Zum Inhalt:
Die Handlung folgt dem allseits bekannten Märchen: Die Geschwister Hänsel und Gretel verirren sich beim Beerenpflücken im Wald. Dort treffen sie nicht nur auf das Sand- und das Taumännchen, sondern auch auf die zwielichtige Knusperhexe, die sie gefangen nimmt. Die Kinder können sich aber aus den Fängen der Alten befreien und retten damit auch die Lebkuchenkinder, die vor ihnen ihr Los geteilt hatten. Die herbeigeilten Eltern preisen Gott als Helfer in der Not.  [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Hamlet (Amleto)
Oper in vier Akten

Von: Franco Faccio
Libretto: Arrigo Boito
Uraufführung: 30. Mai 1865 (Genua, Teatro Carlo Felice)

Zur Inszenierung der Bregenzer Festspiele:

Premiere: 20. Juli 16 (Festspielhaus)

Musikalische Leitung: Paolo Carignani
Inszenierung: Oliver Tambosi
Bühne: Frank Philipp Schlößmann
Kostüme: Gesine Völlm
Licht: Manfred Voss
Choreographie: Ran Arthur Braun
Dramaturgie: Olaf A. Schmitt

Besetzung:

Amleto: Pavel Černoch
Claudio: Claudio Sgura
Polonio: Eduard Tsanga
Orazio: Sébastien Soules
Marcello: Bartosz Urbanowicz
Laerte: Paul Schweinester
Ofelia: Iulia Maria Dan
Gertrude: Dshamilja Kaiser
Der Geist / Ein Priester: Gianluca Buratto
Ein Herold / Der König Gonzaga: Jonathan Winell
Die Königin: Sabine Winter
Luciano / Erster Totengräber: Yasushi Hirano

Wiener Symphoniker
Prager Philharmonischer Chor


© BregenzerFestspiele / Moodley

Einen ungestümen, leidenschaftlichen Hamlet präsentieren der Komponist Franco Faccio und der Librettist Arrigo Boito in ihrer Oper Amleto, die 1865 in Genua uraufgeführt wurde und 1871 an der Mailänder Scala erneut zu erleben war. Mitten im Krönungsfest für den neuen König Claudio beginnt diese Oper. Hamlet kann seine dunkle Ahnung, dass Claudio seinen Vater ermordet und sich dessen Krone und Frau zu Eigen gemacht hat, nur schwer zurückhalten. Aus Claudios Trinklied wird ein zynisches Requiem für die Verstorbenen.

Geschickt und effektvoll unterlaufen Faccio und Boito die Konventionen der italienischen Oper, die sie aus dem Geist von Shakespeares Drama erneuern wollten. Mit großer Sensibilität und poetischer Kraft schuf Boito einen faszinierenden Operntext. Später verfasste er die Libretti für Giuseppe Verdis Otello und Falstaff. Faccio selbst dirigierte als Direktor der Mailänder Scala die italienische Erstaufführung von Verdis Aida und die Uraufführung von Otello. Seiner eigenen Oper Amleto war an der Scala kein Erfolg beschieden, besonders weil der Tenor des Hauptdarstellers so krank war, dass der Verleger Giulio Ricordi von einer Aufführung des „Hamlet ohne Hamlet“ sprach.

Seitdem wurde die Oper nicht mehr aufgeführt, erst 2014 brachte sie der Dirigent und Herausgeber der Partitur, Anthony Barrese, im amerikanischen Albuquerque zurück auf die Bühne. Kurioserweise hat der imposante Trauermarsch für Ofelias Tod als jährliches Osterritual auf der griechischen Insel Korfu überlebt.

Die Bregenzer Festspiele holen Faccios Amleto nun zurück nach Europa. Der Turandot-Dirigent Paolo Carignani hat sich ebenso für dieses Werk begeistert wie Olivier Tambosi. Der international gefragte Regisseur begibt sich gemeinsam mit dem renommierten Bühnenbildner Frank Philipp Schlößmann und der erfolgreichen Kostümbildnerin Gesine Völlm in die Welt von nächtlichen Geistererscheinungen, verräterischem Theaterspiel und tragisch endender Liebe. [© Bregenzer Festspiele]

Die Bregenzer Festspiele 2016 finden von 20. Juli bis 21. August 2016 statt. Tickets und Infos unter +43 (0)5574 407-6 und www.bregenzerfestspiele.com.

Hamlet
12 musikdramatische Tableaux nach William Shakespeare

Von: Christian Jost
Auftragswerk der Komischen Oper Berlin

Uraufführung: 21. Juni 2009 (Berlin, Komische Oper)

Zur Inszenierung der Komischen Oper Berlin:

Premiere: 21. Juni 09

Musikalische Leitung: Carl St. Clair
Inszenierung: Andreas Homoki
Bühnenbild und Kostüme: Wolfgang Gussmann
Dramaturgie: Werner Hintze
Chöre: Robert Heimann
Licht: Franck Evin

Besetzung:
Hamlet:
Stella Doufexis
Horatio: Tom Erik Lie
Claudius: Jens Larsen
Gertrud: Gertrud Ottenthal
Polonius: Christoph Späth
Rosenkranz/1. Clown: Caren van Oijen
Güldenstern/2. Clown: Peter Renz
Ophelia: Karolina Andersson
Laertes: James Elliott
Mitglieder des Ernst Senff Chors, Orchester der Komischen Oper Berlin

www.komische-oper-berlin.de

Helges Leben
Eine Oper für alle und jeden nach dem schönen Theaterstück von Sibylle Berg

Von:
Mark Moebius & Karola Obermüller
Uraufführung:
31. Mai 2009 (Bielefeld, Theater Bielefeld / Stadttheater)

Zur Inszenierung des Theater Bielefeld:

Premiere:
31. Mai 09 (Uraufführung)
Weitere Vorstellungen: 4., 23., 25. Juni, 3. und 5. Juli 09
Musikalische Leitung: Carolin Nordmeyer, Witolf Werner
Inszenierung:  Florian Lutz, Juliane Scherf
Dramaturgie: Jón Philipp von Linden
Bühne und Kostüme:  Rainer Sellmaier
Produktionsleitung: Alexander Hollensteiner, Ulrike Niehoff
Unter Mitarbeit von:  Christin Bahnert,  Alexander Hollensteiner, Ulrike Niehoff,  Janina Moelle

Besetzung:

Helge:
 Hubert Wild
Helges Angst: Jens Krogsgaard
Tina: Christiane Linke
Helga/Krankenschwester: Sünne Peters
Helmut: Jacek Janiszewski
Frau Gott:  Elisabeth Umierski
Frau Tod:  Diana Amos
Tinas Angst:  Melanie Hirsch
Tapir: Jan Andreesen
Schnapphamster: Helmuth Westhausser
Reh: Nicole Paul

Bühnenmusiker Cembalo: Alexis Agrafiotis
Bühnenmusiker Hammondorgel: Dieter Zahn
Bielefelder Philharmoniker

Ein Kooperationsprojekt vom Theater Bielefeld und der Deutsche Bank Stiftung, gefördert wird dieses Projekt auch durch den Fonds Neues Musiktheater der NRW Kulturstiftung.
www.theater-bielefeld.de

Das Herz
Drama für Musik in drei Akten (vier Bidern)

Von: Hans Pfitzner (* 5. Mai 1869 in Moskau; † 22. Mai 1949 in Salzburg)
Uraufführung:  12. November 1931 (Berlin, Staatsoper & München, Nationaltheater)

Zur Inszenierung des Mainfranken Theater Würzburg:

Premiere:
25. März 06

Musikalische Leitung: Martin Braun
Inszenierung: Stephan Suschke
Bühne und Kostüme: Momme Röhrbein
Choreinstudierung: Markus Popp
Dramaturgie: Sebastian Hanusa / Alexander Jansen
Regieassistenz und Abendspielleitung: Alexandra Dapp
Ausstattungsassistenz: Gesine Pitzer
Soufflage: Katrin Raetzel
Inspizienz: Nadine Döhling

Besetzung:

Der Herzog / Der Ankläger:
Andreas Bauer
Die Herzogin: Barbara Hahn
Der Prinz Tankred (kleiner Knabe): Gustavs Gailus
Geheimrat Asmus Modiger: Michael Baba a.G.
Helge von Laudenheim, ein Hoffräulein: Silke Evers
Doktor Daniel Athanasius, Arzt: Stefan Stoll a. G.
Wendelin, sein Gehilfe: Gundula Schneider a. G.
Ein junger Kavalier: David Fielder
Erste Hofdame: Sandra Harnisch
Zweite Hofdame: Sarah Bahr
Erster Henkersknecht: Herbert Brand
Zweiter Henkersknecht: Kenneth Beal
Erster Diener: Paul Henrik Schulte
Zweiter Diener: Rodney Westbrook
Dritter Diener (Page): Hiroe Ito

Chor und Extrachor des Mainfranken Theaters Würzburg
Philharmonisches Orchester Würzburg

Besprechung auf kulturfreak.de


Das Herz
Mainfranken Theater Würzburg
Dr. Daniel Athanasius (Stefan Stoll) & die Herzogin (Barbara Hahn)
Foto: Kai-Uwe Schulte-Bunert

 Mainfranken Theater Würzburg

Herzog Blaubarts Burg
Oper in einem Akt

Von: Béla Bartók
Text: Béla Balázs
Uraufführung: 24. Mai 1918 (Budapest, Königliches Opernhaus)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
(Doppelabend mit Henry Purcells „Dido and Aeneas“)

Premiere: 5. Dezember 10
Wiederaufnahme Saison 2017/2018: 13. Oktober 17
Wiederaufnahme Saison 2013/2014: 16. November 13
Wiederaufnahme Saison 2012/2013: 25. Mai 13

Musikalische Leitung: Constantinos Carydis / Steven Sloane / Constantinos Carydis / Karsten Januschke
Regie:
Barrie Kosky
Szenische Leitung der Wiederaufnahme:
Ute M. Engelhardt  / Alan Barnes
Bühnenbild und Kostüme:
Katrin Lea Tag
Dramaturgie:
Zsolt Horpácsy
Licht:
Joachim Klein
Chor:
Matthias Köhler

Besetzung:

Judit: Claudia Mahnke / Michaela Schuster / Claudia Mahnke / Claudia Mahnke
Blaubart: Robert Hayward / Simon Bailey / Johannes Martin Kränzle / Andreas Bauer
Prolog: Samuel Juhász / Benedek Salgo

Frankfurter Opern- und Museumsorchester

lila = Saison 2017/2018
rot = Wiederaufnahme Saison 2013/2014:
grün = Wiederaufnahme Saison 2012/2013

Besprechung der 1. Wiederaufnahme auf kulturfreak.de

Besprechung auf kulturfreak.de

Herzog Blaubarts Burg
Herzog Blaubarts Burg
Oper Frankfurt
Blaubart (Andreas Bauer) und Judith (Claudia Mahnke )
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Auf den ersten Blick haben diese beiden Kurzopern – in Frankfurt seit ihrer Premiere 2010/11 als abendfüllende Produktion miteinander kombiniert – stilistisch, inhaltlich und auch sprachlich wenig miteinander zu tun: Dido and Aeneas (1689) von Henry Purcell (1659-1695) und Herzog Blaubarts Burg (1918) von Béla Bartók (1881-1945). Nachdem jedoch der Doppelabend in der Regie von Barrie Kosky – der inzwischen seit 2012/13 den Posten des Intendanten der Komischen Oper Berlin inne hat – am 5. Dezember 2010 herausgekommen war, konnte man in der Süddeutschen Zeitung lesen: „Zwei Einakter, die rund 230 Jahre Operngeschichte trennt. Das Ergebnis ist schlicht phantastisch.“ Die Inszenierung wurde 2013 im Rahmen eines überaus erfolgreichen Gastspiels beim Edinburgh Festival gezeigt. Nun wird die Produktion in Frankfurt zum dritten Mal wiederaufgenommen.

Mit der Produktion vertraut sind die Ensemblemitglieder Michael Porter (Spirit / Sailor), Sebastian Geyer (Aeneas) und vor allem Claudia Mahnke (Judith), die beiden zuletzt Genannten sogar seit der Premiere 2010. In der Inszenierung bereits gesungen, jedoch jeweils in anderen Partien, haben Gast Dmitry Egorov (Sorceress; zuvor: First Witch) und Ensemblemitglied Elizabeth Reiter (First Witch; zuvor: Second Woman). Erstmals in der Produktion besetzt sind aus dem Ensemble Cecelia Hall (Dido) und Karen Vuong (Second Woman), die „Ensembleneuzugänge“ Angela Vallone (Belinda) und Julia Dawson (Second Witch) sowie Andreas Bauer (Blaubart). Karsten Januschke, bis 2014/15 Kapellmeister der Oper Frankfurt, dirigiert die Produktion zum ersten Mal.

Zum Inhalt:
In Dido and Aeneas verliebt sich Aeneas auf der Rückreise aus dem Trojanischen Krieg in Dido, die verwitwete Königin von Kathargo. Zögerlich erwidert sie seine Zuneigung, da sie ahnt, dass Aeneas sie bald wieder verlassen wird. Das Paar wird Opfer einer Intrige: Geblendet durch einen Zauber bricht Aeneas entgegen seiner eigentlichen Absicht tatsächlich seine Zelte in Kathargo ab. Dido stirbt an gebrochenem Herzen. In Herzog Blaubarts Burg folgt Judit ihrem Mann Blaubart auf seine Burg. Dort herrscht eine dunkle, unheimliche Atmosphäre: Sieben Türen bergen Geheimnisse. Nach und nach gelingt es Judit, alle Türen zu öffnen. Hinter der siebten und letzten entdeckt sie schließlich ihre drei Vorgängerinnen. Auch Judit tritt durch diese Tür, das Schloss versinkt erneut in Dunkelheit.

www.oper-frankfurt.de

Hexe Hillary geht in die Oper
Ein Kinderstück mit Musik

Von: Peter Lund
Uraufführung:
19. März 1997 (Berlin, Neuköllner Oper)

Die Hochzeit des Figaro oder Der tolle Tag (Le nozze di Figaro ossia La folle giornata)
Commedia per musica in vier Akten

Von: Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto: Lorenzo Da Ponte
Uraufführung: 1. Mai 1784 (Wien, Hofoperntheater)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 4. März 07
Wiederaufnahme Saison 2015/16: 1. Oktober 15
Wiederaufnahme Saison 2012/13: 7. Dezember 12

Musikalische Leitung: Constantin Trinks / Sebastian Zierer (5., 11. Januar 2013) / Hartmut Keil (19. Januar, 2. Februar, 4. April 2013) / Karsten Januschke / Hartmut Keil
Inszenierung: Guillaume Bernardi
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Caterina Panti Liberovici / Caterina Panti Liberovici
Bühnenbild: Moritz Nitsche
Kostüme: Peter DeFreitas
Licht:
Olaf Winter
Dramaturgie:
Zsolt Horpácsy
Chor:
Apostolos Kallos / Michael Clark

Besetzung:

Graf Almaviva:
Daniel Schmutzhard / Sebastian Geyer (5., 19. Januar, 2. Februar 2013) / Iurii Samoilov / Björn Bürger
Gräfin Almaviva: Juanita Lascarro / Annette Dasch (4. April 13) / Karen Vuong / Juanita Lascarro / Jacquelyn Wagner
Figaro: Kihwan Sim / Simon Bailey (5., 11., 19. Januar, 2. Februar 2013) / Kihwan Sim / Simon Bailey
Susanna: Anna Ryberg / Christiane Karg (20., 26., 29. Dezember 2012, 5. Januar 2013) / Louise Alder / Elizabeth Reiter / Kateryna Kasper
Cherubino: Jenny Carlstedt / Nina Tarandek (26. Dezember 2012, 5., 11., 19. Januar, 2. Februar 2013) / Nina Tarandek / Judita Nagyová
Marzelline: Katharina Magiera / Judita Nagyová / Katharina Magiera
Bartolo: Vuyani Mlinde / Thorsten Grümbel  (4. April 13) / Dietrich Volle / Vuyani Mlinde
Antonio: Franz Mayer / Franz Mayer
Barbarina: Kateryna Kasper / Maren Favela (5., 11., 19. Januar, 2. Februar 2013) / Katharina Ruckgaber
Basilio / Don Curzio: Michael McCown / Simon Bode / Michael McCown
u.a.

Hammerklavier: Simone di Felice

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Besprechung auf kulturfreak.de


Die Hochzeit des Figaro

Oper Frankfurt (2015/16)
v.l.n.r.: v.l.n.r. Dietrich Volle (Bartolo), Judita Nagyová (Marzelline), Louise Alder (Susanna) und Kihwan Sim (Figaro)
© Barbara Aumüller ~  www.szenenfoto,de

Zur Wiederaufnahme in der Saison 2015/16:

Mit Le nozze di Figaro von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) präsentierte der kanadische Regisse
ur Guillaume Bernardi in der Spielzeit 2006/07 nach Arbeiten im Bockenheimer Depot erstmals eine Inszenierung im Opernhaus. Publikum und Presse waren von der klassisch gehaltenen Produktion gleichermaßen begeistert, und in einer der Kritiken war zu lesen: „Es ist Bernardi gelungen, eine alte Geschichte so zu erzählen, dass sogar der ausgepichteste Kenner wieder einiges Neue in dem (wie alle guten Stücke) unerschöpflichen Werk entdeckt. Dabei geht es ohne Verkrampftheiten ab, ohne ratternde Gags.“ Nun wird die Erfolgsinszenierung, die am 4. März 2007 Premiere feierte, zum fünften Mal wiederaufgenommen.

Die musikalische Leitung der Wiederaufnahme liegt erstmals bei Karsten Januschke, der nach seinem Engagement als Solorepetitor und Kapellmeister an der Oper Frankfurt nun als Gast hierher zurückkehrt, wo er zuletzt Pizzettis Murder in the Cathedral und Mozarts Don Giovanni dirigierte. Kapellmeister Hartmut Keil, der ihn ab Mai 2016 ablösen wird, ist mit der Produktion bereits vertraut. Nahezu alle sängerischen Neubesetzungen kommen aus dem Ensemble der Oper Frankfurt: Die britische Sopranistin Louise Alder (Rollendebüt als Susanna) ist hier seit 2014 engagiert und feierte große Erfolge u.a. in der weiblichen Titelpartie von Humperdincks Märchenoper Hänsel und Gretel sowie als Silandra in Antonio Cestis L‘Orontea. Aus der Ukraine stammt der Bariton Iurii Samoilov (Rollendebüt als Graf Almaviva). Er wurde 2014 vom Opernstudio in das Ensemble übernommen und gastierte kürzlich als Guglielmo in Calixto Bieitos Bearbeitung von Mozarts Così fan tutte am Theater Basel. In Frankfurt sprang er danach in der Titelpartie von Mozarts Don Giovanni für einen erkrankten Kollegen ein. An seiner Seite sang die Partie der Donna Anna die Amerikanerin Karen Vuong, die nun ihr Rollendebüt als Gräfin Almaviva vorlegt und seit 2013 zum festen Frankfurter Sängerstamm gehört. Ein Jahr später band sich die slowakische Mezzosopranistin Judita Nagyová fest an das Haus am Willy-Brandt-Platz. Jetzt übernimmt sie als Rollendebüts die Partie der Marzelline und alternativ jene des Cherubino. Ende der Saison 2014/15 war sie hier als Stallmagd in Humperdincks Königskinder zu erleben. Die Münchner Sopranistin Katharina Ruckgaber (Rollendebüt als Barbarina) ist in ihrem zweiten Jahr als Mitglied des Frankfurter Opernstudios und machte hier kürzlich als Emma in Webers Euryanthe auf sich aufmerksam. Simon Bode war 2014/15 in den Martinů-Einaktern im Bockenheimer Depot zu erleben, nun gibt er seine Rollendebüts als Basilio und Don Curzio. Aus dem Ensemble kommen auch fast alle mit der Produktion bereits vertrauten Sängerinnen und Sänger, darunter vor allem Kihwan Sim (Figaro) und Nina Tarandek (Cherubino) sowie alle Alternativbesetzungen (u.a. Rollendebütanten Elizabeth Reiter und Kateryna Kasper als Susanna sowie Björn Bürger als Graf Almaviva). Simon Bailey (Figaro) wird nach dreizehn Jahren Ensemblezugehörigkeit erstmals als Gast zu erleben sein. Gleichfalls vertraut mit der Produktion sind die Alternativbesetzungen Juanita Lascarro und Jacquelyn Wagner als Gräfin Almaviva (die Zweitgenannte als Gast), zudem Katharina Magiera als Marzelline, Dietrich Volle und Vuyani Mlinde als Bartolo, Franz Mayer als Antonio und Michael McCown als Basilio bzw. Don Curzio.

Zum Inhalt: Als das Diener-Paar Figaro und Susanna heiraten möchte, pocht deren Dienstherr, Graf Almaviva, auf das „Recht der ersten Nacht“ mit der Braut. Damit bringt er nicht nur die Verlobten, sondern auch die eigene Gattin Rosina sowie nahezu alle Schlossbewohner gegen sich auf. Was folgt ist ein Tag voller Intrigen, Verkleidungen, Verwirrungen und Irrungen. Aber am Ende siegt die Liebe... [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Hoffmanns Erzählungen (Les contes d´Hoffmann)
Phantastische Oper in fünf Akten

Von: Jacques Offenbach
Libretto nach dem gleichnamigen Drama: Jules Barbier und Michel Carré
Uraufführung: 10. Februar 1881 (Paris, Opéra-Comique)

Zur Inszenierung der Komischen Oper Berlin:

Premiere:
2. Oktober 15

Musikalische Leitung: Stefan Blunier
Inszenierung: Barrie Kosky
Bühnenbild und Kostüme: Katrin Lea Tag
Dramaturgie: Ulrich Lenz
Chöre: David Cavelius
Licht: Diego Leetz

Besetzung:
Hoffmann 1:
Uwe Schönbeck
Hoffmann 2: Dominik Köninger / Tom Erik Lie
Hoffmann 3: Edgaras Montvidas / Alexander Lewis
Olympia / Antonia / Giulietta: Nicole Chevalier / Sydney Mancasola
La Muse / La Voix de la Tombe: Karolina Gumos / Alexandra Kadurina
Lindorf / Coppélius / Le docteur Miracle / Dapertutto: Dimitry Ivashchenko / Jens Larsen
Andrès / Spalanzani / Frantz / Pitichinaccio: Peter Renz / Ivan Turšić
Cochenille / Crespel / Peter Schlémil: Philipp Meierhöfer / Alexey Antonov

Lindenquintett Berlin
Chorsolisten der Komischen Oper Berlin
u. a.


Les contes d´Hoffmann

Komische Oper Berlin
Vorabbild mit Nicole Chevalier in der Roses Bar Berlin
© Jan Windszus Photography

Jacques Offenbachs „Les Contes d’Hoffmann“ eröffnen am 2. Oktober in einer Inszenierung von Intendant und Chefregisseur Barrie Kosky den Reigen der Neuproduktionen der Saison 2015/16 an der Komischen Oper Berlin. Dabei ist eine neue Fassung zu erleben, die auf einen frühen Entwurf Offenbachs zurückgeht und mit Texten von E.T.A. Hoffmann ergänzt wird. In den ersten beiden Akten der Oper ist die Titelpartie zum ersten Mal in ihrer 130-jährigen Aufführungsgeschichte mit einem Bariton besetzt.

Barrie Kosky konzentriert sich in seiner Neuinszenierung von Offenbachs Meisterwerk ganz auf die grotesken Ausgeburten von Hoffmanns schier unerschöpflichem Einfallsreichtum. In einem abstrakten, zeitlosen Bühnenraum erzählt er Offenbachs skurril-fantastische Geschichte als verstörenden Alptraum eines Künstlers, der sich in den eigenen Fantasien verliert. Die drei Frauengestalten, oft von mehreren Sängerinnen dargestellt, werden in der Neuproduktion  verkörpert von nur einer Sopranistin (Nicole Chevalier). Ihr sind – anders als in der Tenorfassung mit nur einem Sänger –  nun mit Bariton Dominik Köninger, Tenor Edgaras Montvidas und Schauspieler Uwe Schönbeck gleich drei Hoffmann-Darsteller gegenübergestellt. In der Rolle der drei Bösewichte kehrt Dimitry Ivashchenko an die Komische Oper Berlin zurück.

Gesungen wird die Opéra fantastique erstmals im Haus an der Behrenstraße in französischer Sprache mit deutschen Zwischentexten aus der Feder E.T.A. Hoffmanns. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Stefan Blunier, für Bühnenbild und Kostüme zeichnet Katrin Lea Tag verantwortlich.  [© Komische Oper Berlin]

In der Spielzeit 2015/16 überträgt die Komische Oper Berlin erstmals ausgewählte Vorstellungen live und kostenlos im Internet. Den Anfang macht die Premiere „Les Contes d’Hoffmann“ am 2. Oktober.

www.komische-oper-berlin.de 

Zur Inszenierung der Bregenzer Festspiele:
(Koproduktion mit der Oper Köln und Det Kongelige teater Kopenhagen)

Premiere: 23. Juli 15 (Festspielhaus)
Weitere Vorstellungen: 26. Juli (11.00 Uhr), 30. Juli, 3. & 6. August (19.30 Uhr)

Musikalische Leitung: Johannes Debus
Inszenierung: Stefan Herheim
Bühne: Christof Hetzer
Kostüme: Esther Bialas
Licht: Phoenix (Andreas Hofer)
Video: fettFilm (Momme Hinrichs, Torge Møller)
Chorleitung: Lukáš Vasilek
Dramaturgie: Olaf A. Schmitt

Besetzung:

Olympia; Giulietta:
Kerstin Avemo
Antonia; Giulietta: Olesya Golovneva
La Muse; Niklausse; La Voix de la tombe: Rachel Frenkel
Hoffmann: Daniel Johansson
Lindorf; Maitre Luther, Coppélius, Le Docteur Miracle; Le Capitaine Dappertutto: Michael Volle
Spalanzani: Bengt-Ola Morgny
Crespel: Ketil Hugaas
Andrès; Cochenille; Frantz: Christophe Mortagne
Nathanaël: Hoël Troadee
Hermann: Josef Kovačič
Wilhelm: Petr Svoboda
Stella (stumme Rolle): Pär Pelle Karlsson

Wiener Symphoniker
Prager Philharmonischer Chor

Besprechung auf kulturfreak.de

Wonach sehnen wir uns, wenn wir lieben? Kann ein anderer Mensch unsere Sehnsüchte überhaupt erkennen und erfüllen? Suchen wir uns selbst oder wollen wir im anderen aufgehen? Der Dichter, Komponist und Zeichner E. T. A. Hoffmann blickte wie kaum ein anderer in unsere Sehnsüchte, Phantasien, Träume und Abgründe. Zwei französische Dichter haben den Autor selbst zur Figur seiner eigenen Geschichten gemacht und ziehen ihm und uns den Boden unter den Füßen weg.

Wen möchte Hoffmann lieben? Die Puppe, die Sängerin, die Prostituierte? Oder doch nur sich selbst? Der in Deutschland geborene Komponist Jacques Offenbach, der als Cellovirtuose und Operettenkomponist in Paris reüssierte, schuf aus diesem faszinierenden Stoff ein Werk irgendwo zwischen Grand Opéra, Operettenseligkeit und romantischem Schauermärchen. Offenbachs Les Contes d’Hoffmann wurde von den dunklen Schatten seiner Hauptfigur begleitet: Der Komponist starb während der Arbeit und konnte die Oper nicht vollenden. Nach seinem Tod brannten in Paris und Wien zwei Theater, wodurch zahlreiche Noten vernichtet wurden, die bis heute auf der ganzen Welt wieder auftauchen und das Rätsel dieser Oper eher vergrößern als aufklären.

Auf den Regisseur Stefan Herheim übt dieses geheimnisvolle Werk seit Jahrzehnten eine große Faszination aus. Auch deshalb hat er sich bisher noch nicht daran gewagt. Für die Bregenzer Festspiele begibt er sich nun gemeinsam mit dem Dirigenten Johannes Debus und seinem Team auf die Suche nach einer Möglichkeit, diese Oper ohne Ende zu Ende zu erzählen und der wundersamen Mechanik des menschlichen Daseins eine Bühne zu geben.
[© Bregenzer Festspiele]

www.bregenzer-festspiele.com

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
3. Oktober 10
Wiederaufnahme Saison 2011/12: 2. November 11

Musikalische Leitung: Roland Böer / Hartmut Keil / Erik Nielsen
Regie:
Dale Duesing
Bühnenbild:
Boris Kudlička
Kostüme:
Arno Bremers
Dramaturgie:
Norbert Abels
Licht:
Olaf Winter
Chor:
Matthias Köhler

Besetzung:

Hoffmann:
Alfred Kim / Stefano Secco
Lindorf, Coppélius, Doctor Miracle, Daperdutto:
Giorgio Surian / Simon Neal (Dezember 2010) / Aris Argiris (April 2011) / Simon Neal
Olympia: Brenda Rae / Julia Novikova (April 2011) / Brenda Rae
Antonia:
Elza van den Heever / Juanita Lascarro (April 2011) / Elza van den Heever / Katie Van Kooten
Giulietta:
Claudia Mahnke / Irini Karaianni (Dezember 2010 and April 2011) / Tanja Ariane Baumgartner / Claudia Mahnke
Cochenille:
Michael McCown / Michael McCown
La Muse / Nicklausse:
Jenny Carlstedt / Paula Murrihy
Stimme der Mutter:
Katharina Magiera / Claudia Grunwald (Dezember 2010) / Katharina Magiera
Nathanael / Spalanzani / Frantz / Pitichinaccio:
Peter Marsh / Julian Prégardien
Crespel:
Magnus Baldvinsson / Alfred Reiter
Hermann / Peter Schlemihl:
Florian Plock / Sungkon Kim
u.a.

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Musikalische Leitung: Christian Arming / Yuval Zorn

Zum Inhalt: Der Dichter Hoffmann ist zu unglücklicher Liebe verdammt und wird zu Beginn der Oper von der Muse davor gewarnt, sich erneut zu verlieben. In der Sängerin Stella nämlich sieht Hoffmann drei Frauen vereint, für die er einst viel empfand. In Luthers Weinkeller stimmt er ein Lied an, das von diesen Damen erzählt: von Olympia, einer singenden und herzlosen Puppe; von Antonia, die unter Schwindsucht leidet und sterben muss, wenn sie singt; von der Kurtisane Giulietta, welche im Dienste des Bösen steht und von den Männern deren Seele verlangt. Als Hoffmann sein Ständchen beendet hat, haben sich alle von ihm abgewandt. Nur die Muse bleibt allein mit dem Poeten zurück.  [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Das Holzschiff
Ein Auftragswerk des Staatstheater Nürnberg

Von: Detlev Glanert
Libretto: Christoph Klimbke nach dem gleichnamigen Roman von Hans Henny Jahnn
Uraufführung: 9. Oktober 2010 (Staatstheater Nürnberg)

Zur Inszenierung des Staatstheater Nürnberg:

Premiere: 9. Oktober 10 (Uraufführung)

Musikalische Leitung: Guido Johannes Rumstadt
Inszenierung: Johann Kresnik
Bühne: Bernhard Hammer
Kostüme: Gabriele Heimann
Choreinstudierung: Edgar Hykel
Dramaturgie: Christoph Klimke, Johann Casimir Eule

Besetzung:
Gustav Anias Horn:
Anna Lapkovskaja
Ellena Strunck, Tochter des Kapitäns: Heidi Elisabeth Meier
Alfred Tutein, Leichtmatrose: Heidi Elisabeth Meier
Waldemar Strunk, Kapitän des Schiffes: Kurt Schober
Georg Lauffer, Superkargo: Nicolai Karnolsky
Paul Fitte, Schiffskoch: Richard Kindley

Dämonen, Erscheinungen: Staatstheater Nürnberg Ballett
Mannschaft des Schiffs: Staatstheater Nürnberg Ballett/ Chor Staatstheater Nürnberg

www.staatstheater-nuernberg.de

Les Huguenots (Die Hugenotten)

Von: Giacomo Meyerbeer
Libretto: Eugène Scribe und Émile Deschamps

Uraufführung: 29. Februar 1836 (Paris, Grand Opéra)

Zur Inszenierung der Deutschen Oper Berlin:

Premiere: 13. November 16

Musikalische Leitung: Michele Mariotti
Inszenierung: David Alden
Bühne: Giles Cadle
Kostüme: Constance Hoffman
Licht: Adam Silverman
Chöre: Raymond Hughes
Choreografie: Marcel Leemann
Dramaturgie: Jörg Königsdorf, Curt A. Roesler

Besetzung:

Marguerite von Valois:
Patrizia Ciofi
Graf von Saint-Bris: Derek Welton
Graf von Nevers: Marc Barrard
Valentine: Olesya Golovneva
Urbain: Jana Kurucová
Tavannes / 1. Mönch: Paul Kaufmann
Cossé: Andrew Dickinson
Méru / 2. Mönch: John Carpenter
Thoré / Maurevert: Alexei Botnarciuc
de Retz / 3. Mönch: Stephen Bronk
Raoul von Nangis: Juan Diego Flórez
Marcel: Ante Jerkunica
Bois-Rosé: Robert Watson
Ein Bogenschütze: Ben Wager
Coryphée: Adriana Ferfezka
Eine Ehrendame: Abigail Levis

Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester der Deutschen Oper Berlin

www.deutscheoperberlin.de

nach oben