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Oper, Stückeinfo: G

Die Gehetzten

Von:
Bernd Redmann
Uraufführung: 15. März 2010 (Bremen, Theater Bremen im Neuen Schauspielhaus)

Zur Inszenierung des Theater Bremen:

Premiere: 15. März 10 (Uraufführung; im Neuen Schauspielhaus)

Musikalische Leitung:
Tarmo Vaask 
Inszenierung: Kay Kuntze
Ausstattung: Bente Matthiessen

Sängerin 1: Nadine Lehner 
Sänger 2: Christian-Andreas Engelhardt 
Sänger 3: Loren Lang 
Sänger 4: Christian Hübner
Sänger 5: Johannes Scheffler

Das Theater Bremen setzt im März seine Tradition der Opernuraufführungen fort: Nach dem großen Erfolg von Ludger Vollmers „Gegen die Wand“ wird am Freitag, 15. März, Bernd Redmanns Werk „Die Gehetzen“ uraufgeführt. Die Premiere beginnt um 20 Uhr im Neuen Schauspielhaus. Komposition und Libretto stammen von Bernd Redmann, dessen vielfältiges Oeuvre unter anderem Solostücke, Orchesterwerke und Raumkompositionen umfasst. „Die Gehetzten“ ist Redmanns erste Arbeit für das Musiktheater. Dieser Oper liegt kein großer Stoff der Film- oder Literaturgeschichte zugrunde, vielmehr werden Szenen und Themen der Alltagswelt angesprochen: Die Medien, das Verhältnis des Menschen zur Umwelt, die Finanzwelt und all das, was täglich auf den Menschen einströmt und ihn bisweilen die Orientierung verlieren, ihn „gehetzt“ erscheinen lässt. In den 21 entstandenen Szenen – die im übrigen in nur wenigen Tagen während eines tosenden Sturmes entstanden – treten verschiedene Figuren auf, deren Geschichten aus dem Nichts beginnen und Fragen aufwerfen wie: „Ist das, was wir sehen, tatsächlich die Wirklichkeit, oder wer bestimmt, was für uns wirklich sein soll?“
Inszeniert wird dieses Panorama der Absurdität von Kay Kuntze, dem langjährigen künstlerischen Leiter der Berliner Kammeroper, der sich mit seinen bildstarken Inszenierungen auch international einen Namen gemacht hat. Die musikalische Leitung hat Tarmo Vaask, der in der vergangenen Spielzeit mit “Gegen die Wand” bereits sein besonderes Gespür für Urauführungen unter Beweis stellen konnte.
Es singen und spielen Nadine Lehner, Christian Andreas Engelhardt, Christian Hübner, Loren Lang, Johannes Scheffler sowie der Chor des Theater Bremen. Bühne und Kostüme stammen von Bente Matthiessen. [© Theater Bremen]

www.theaterbremen.de

La Gerusalemme liberata

Von:
Carlo Pallavicino

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
(Eine Koproduktion der Hochschule für Musik Mainz und des Staatstheaters Mainz)

Premiere: 17. Mai 13

Musikalische Leitung: Christian Rohrbach
Inszenierung: Sandra Leupold
Bühne: Andreas Wilkens
Kostüme: Andreas Wilkens

Besetzung:

Armida:
Aline Wilhelmy*
Tancredi: Radoslava Vorgic*
Clorinda: Saem You*
Rinaldo: Michael Taylor
Goffredo: Florian Küppers*
Argante: Alexey Egorov*
Rambaldo: Frederic Bak*
Ubaldo: Alin Deleanu*
Arideno: Marc-Eric Schmidt*
Corriere / Artemidoro: Lukas Eder
1. und 3. Sarazene, 1. Mädchen: Maria Dehler
2. und 4. Sarazene, 2. Mädchen: Rebekka Stolz
Guelfo: Joachim Imig**
Raimondo / Sigiero / 5. Sarazene: Stefan Plösser**
Christ / Gherardo / 6. Sarazene: Julian Cedric Vogel**
alternierend Tim Kögler** – Maik Pompetzki**

* = Mitglied des Jungen Ensembles am Staatstheater Mainz
** = Mitglied der Statisterie (Leitung Dieter Rößler)

Mitglieder des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz
Basso-Continuo-Gruppe: Daniela Wartenberg / Stefan Fuchs, Violoncello – Sabine Bauer, Cembalo – Johannes Vogt / Rudolf Merkel, Laute


Wiederentdeckung nach über 300 Jahren
Carlo Pallavicinos Oper „La Gerusalemme liberata“ in der Inszenierung von Sandra Leupold am Staatstheater Mainz
Michael Taylor, Aline Wilhelmy
© Martina Pipprich

Wiederentdeckung nach über 300 Jahren – Carlo Pallavicinos Oper „La Gerusalemme liberata“ in der Inszenierung von Sandra Leupold am Staatstheater Mainz
Wenn sich am 17. Mai im Kleinen Haus des Staatstheaters Mainz der Vorhang für Carlo Pallavicinos Oper „La Gerusalemme liberata“ hebt, feiert ein Werk Premiere, das über 300 Jahre nicht mehr gespielt worden ist. Die Regisseurin Sandra Leupold hat es sich zusammen mit dem Musikalischen Leiter der Neuinszenierung, Christian Rohrbach, dem Jungen Ensemble des Staatstheaters Mainz sowie Mitgliedern des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz zur Aufgabe gemacht, diesen barocken Musiktheater-Schatz zu heben und für ein heutiges Publikum wieder auf die Bühne zu bringen. Um dabei deutlich werden zu lassen, dass die venezianische Barockoper mit Pallavicinos letztem, in Venedig 1687 uraufgeführtem und kurz danach am Dresdener Hof in einer leicht veränderten Fassung gespieltem Werk, großes Unterhaltungstheater bot.

Wie viele Komponisten und Librettisten des Barock griffen Carlo Pallavicino und Giulio Cesare Corradi dabei auf Torquato Tassos Epos „Das befreite Jerusalem“ zurück: Tasso beschreibt darin den 1. Kreuzzug, zu dem Papst Urban II. 1095 aufgerufen hatte, um das unter muslimische Herrschaft gefallene Jerusalem zurückzuerobern. Figuren wie auf sarazenischer Seite die Zauberin Armida und die kampfesmutige Amazone Clorinda sowie im christlichen Lager die Kreuzritter Rinaldo und Tancredi, deren Liebessehnsucht und Kämpfe, sind zum barocken Inventar geworden.

Bei Pallavicino geht es jedoch nicht um eine in jeder Hinsicht nachvollziehbare Handlung – vielmehr um Musizieranlässe, die die rasch aufeinanderfolgenden neuen, frischen Situationen ermöglichen. Dabei wechseln sich ernste mit komischen Momenten ab, gibt es im wahrsten Sinnen des Wortes „zauberhafte“ Einfälle. Sandra Leupold, derzeit auch Inhaberin der Klara Marie-Faßbinder Gastprofessur an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, wird diese nun für das Mainzer Publikum so inszenieren, dass die Zuschauer sich von der musikalischen und dramaturgischen Vielfalt wie schon die Kreuzritter von Armida gefangen nehmen und verführen lassen können – um am Ende in eine bis heute erschreckende historische und politische Realität zurück zu gelangen.[© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Die Gespenstersonate

Von:
Aribert Reimann
Libretto: Aribert Reimann - Uwe eSchendel
Dichter der Textvorlage: August Strindberg
Deutsche Textfassung: Aribert Reimann - Uwe Schendel

Uraufführung: 25. September 1984 (Berlin, Hebbel-Theater; Berliner Festwochen)
Auftragswerk der Berliner Festspiele GmbH

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 26. Januar 14 (Bockenheimer Depot; Frankfurter Erstaufführung)

Musikalische Leitung: Karsten Januschke
Regie:
Walter Sutcliffe
Bühnenbild und Kostüme:
Kaspar Glarner
Licht:
Joachim Klein
Dramaturgie:
Stefanie Mieszkowski

Besetzung:

Der Alte, Direktor Hummel:
Dietrich Volle
Der Student Arkenholz:
Alexander Mayr
Der Oberst:
Brian Galliford
Die Mumie, Frau des Oberst:
Anja Silja
Das Fräulein, ihre Tochter:
Barbara Zechmeister
Johansson, Diener bei Hummel:
Hans-Jürgen Schöpflin
Bengtsson, Bedienter beim Oberst:
Björn Bürger
Die dunkle Dame, Tochter des Toten:
Nina Tarandek
Die Köchin beim Oberst:
Stine Marie Fischer

Besprechung auf kulturfreak.de

Zum Inhalt:
Wie Reimanns erste Oper – Ein Traumspiel (1965) – geht auch Die Gespenstersonate auf ein Drama von August Strindberg zurück: Die Menschen, die sich im Verlauf der Handlung im Haus des dubiosen Oberst zu einem ‚Gespenstersouper‘ zusammenfinden, sind durch unausgesprochene, schicksalhafte Beziehungen miteinander verbunden. Der Oberst ist ein Hochstapler, seine Frau – die Mumie – lebt seit zwanzig Jahren in einem Wandschrank. Beider Tochter ist das Fräulein, als deren wirklicher Vater sich jedoch Direktor Hummel herausstellt, der vor Jahren die Braut des Oberst verführt hat. In diese Runde gerät der Student Arkenholz, welcher über die Gabe verfügt, Tote sehen zu können. Dadurch kommt die Schuld Direktor Hummels am Tod zweier Menschen ans Tageslicht, worauf dieser sich erhängt. Arkenholz hat sich in das Fräulein verliebt und will sie aus der verlogenen und schuldbeladenen Atmosphäre dieser Gesellschaft zu retten. Doch das Mädchen kann die Konfrontation mit der Realität nicht ertragen und stirbt. Arkenholz bleibt allein zurück. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Die Geschichte vom Soldaten (L’Histoire du soldat, lue, jouée et dansée)

Von: Igor Strawinsky
Text: Charles Ferdinand Ramuz nach Alexander Afanassjew
Uraufführung: 28. September 1918 (Lausanne, Théâtre Municipal)
Deutsche Erstaufführung: 10. Juni 1924 (Frankfurt/Main)  

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
22. März 12 (Holzfoyer)

Musikalische Leitung: Sebastian Zierer
Inszenierung: Hans Walter Richter
Bühnenbild und Kostüme: Bernhard Niechotz
Licht: Alexander Kirpacz
Dramaturgie: Norbert Abels

Besetzung:

Der Vorleser:
Michael Autenrieth
Der Soldat: Dominic Betz
Der Teufel: Ingrid El Sigai
Die Prinzessin: Paula Rosolen

Mitglieder des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters

Zum Inhalt:
Der Soldat trifft während seines Fronturlaubs auf den Teufel, der ihn mit einem Buch, dessen Besitz unermesslichen Reichtum verspricht, zu verführen sucht. Der Soldat solle dem Teufel im Gegenzug seine alte Geige überlassen und ihm lehren, wie sie zu spielen sei. Dann wolle ihm der Teufel zeigen, wie man das Buch einsetzt. Der Soldat stimmt zu, doch macht ihn der Reichtum nicht glücklich. Als er dem Teufel seine Geige entwindet, merkt er, dass er ihr keinen Ton mehr entlocken kann und damit dem Bösen anheim gefallen ist. Enttäuscht zerreißt er das Zauberbuch und verliert all sein Geld. Da hört er von einer kranken Prinzessin, die denjenigen heiraten soll, der sie wieder gesund macht. Schnell eilt er in den Palast und trifft dort auf den Teufel und seine Geige. Diesmal gelingt es dem Soldaten, sie zu spielen, und tatsächlich wird die Prinzessin wieder gesund. Der Teufel scheint überwunden, doch als der Soldat die Warnung seines Widersachers, die Grenzen seines Dorfes zu überschreiten, wegen seines starken Heimwehs nach der Mutter in den Wind schlägt, treibt der Teufel den Soldaten im Triumph geigend in die Hölle. [© Oper Frankfurt]

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Gianni Schicchi
Komische Oper

Von: Giacomo Puccini
Libretto: Giovacchino Forzano
Uraufführung: 14. Dezember 1918 (New York, Metropolitan Opera)

siehe auch Il Trittico

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Doppelabend mit Der Zwerg (Alexander Zemlinsky)

Premiere: 19. September 15

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer
Inszenierung: K.D. Schmidt
Bühne: Valentin Köhler / Paul Zoller
Kostüme: Valentin Köhler
Licht: Stefan Bauer
Chor: Sebastian Hernandez-Laverny
Dramaturgie: Lars Gebhardt

Besetzung:

Gianni Schicchi:
Peter-Felix Bauer
Laurettta: Dorin Rahardja
Zita: Katja Ladentin
Rinuccio: Philippe Do
Gherardo: Ks. Jürgen Rust
Nelia: Julia Bell
Gherardino: Kind N.N. / N.N. (Domchor)
Betto di Signa: Georg Lickleder
Simone: Ks. Hans-Otto Weiß
Marco: Brett Carter
La Ciesca: Geneviéve King
Maestro Spinelloccio: Hans-Helge Gerlik
Amatio di Nicoloa: Milen Stradalski
Pinellio: Ion Dimieru
Guccio: Sándro Puskás

Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Die zwei Einakter aus den turbulenten 1910er und 1920er Jahren legen gnadenlos und mit hoher analytischer Präzision gesellschaftliche Mechanismen offen, indem sie dem Zuschauer Zerrbilder seiner Realität vorführen. In Alexander Zemlinskys Oper Der Zwerg, die auf Oscar Wildes Kunstmärchen Der Geburtstag der Infantin von 1891 basiert, sehen wir das grausame Aufeinandertreffen von Selbst- und Fremdwahrnehmung: Die spanische Infantin feiert ihren 18. Geburtstag und erhält neben Geschenken aus aller Welt auch einen verwachsenen Zwerg, der alles Schöne vergöttert, sich selbst aber noch nie gesehen hat. Der Zwerg verliebt sich in die Infantin, die fasziniert von dem Geschöpf ist — und ihn schließlich mit seinem eigenen Spiegelbild konfrontiert: Der Zwerg stirbt.
Zemlinskys Musik, die zwischen rauschhaftem Orchesterklang, irisierenden Orientalismen und rhythmischer Prägnanz changiert, lässt eine oberflächlich-überzeichnete Gesellschaft entstehen, aus der der naivehrliche Zwerg herausfällt.

Mit Gianni Schicchi schuf Giacomo Puccini eine der letzten großen Buffa-Komödien der italienischen Operntradition — eine Referenz an Vergangenes und zugleich eine bitterböse Satire. Aus dem in Dantes Göttlicher Komödie als Betrüger bestraften Emporkömmling Gianni Schicchi machen Puccini und sein Librettist Giovacchino Forzano einen ebenso schlitzohrigen wie zutiefst sympathischen Strippenzieher. Die Verwandten des Buoso Donati sind außer sich: Der soeben Verstorbene hat seinen ganzen Besitz einem Kloster vermacht, dabei hatten doch alle schon auf die verschiedenen Ländereien spekuliert. Man beschließt, den gewieften Gianni Schicchi um Rat zu fragen. Dieser zögert nicht lange, legt sich als angeblicher Buoso ins Bett und diktiert dem Notar mit verstellter Stimme ein neues Testament. Dabei vermacht er den Großteil der Erbschaft sich selbst und schlägt damit den gierigen Verwandten ein Schnippchen. Mit hohem Tempo und viel Witz lässt Puccini Konflikte lustvoll kollidieren, erzählt ganz nebenbei eine kleine Liebesgeschichte und komponiert eine der schönsten Selbstmorddrohungen der Musikgeschichte: „O mio babbino caro…“

[© Staatstheater Mainz]

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La Giuditta
Oratorium in zwei Teilen

Von: Francisco António de Almeida
Text: von unbekanntem Dichter nach dem Alten Testament

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 12. Juni 10 (Szenische Erstaufführung; im Bockenheimer Depot)

Musikalische Leitung: Felice Venanzoni
Inszenierung: Guillaume Bernardi
Bühnenbild: Dirk Becker
Kostüme: Jorge Jara
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy
Licht: Matthias Paul

Besetzung:
Giuditta, eine junge Witwe:
Brenda Rae
Holofernes, assyrischer Feldherr: Julian Prégardien
Achior, Hauptmann der Ammoniter: Christiane Karg
Ozias, Befehlshaber von Betulien: Matthias Rexroth
Statisterie der Oper Frankfurt
Mitglieder des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters und Gäste

Die Produktionen im Bockenheimer Depot werden gefördert von der Aventis Foundation

Zum Inhalt:
Die Handlung basiert auf der Geschichte von Judith und Holofernes im Alten Testament und gehört zu den seinerzeit sowohl in der bildenden Kunst als auch in der Sakralmusik am häufigsten zitierten Episoden: Die Assyrer belagern die jüdische Stadt Betulia. Deren verzweifelte Bewohner ziehen in Erwägung, sich kampflos zu ergeben, sollte das Schicksal sich nicht wenden. Dies missfällt der jungen Witwe Giuditta. Deshalb macht sie sich auf zum Lager der Assyrer, deren Feldherr Holofernes sogleich ihre Schönheit bewundert. Giuditta gewinnt das Vertrauen des Kriegers. Als dieser eines Nachts betrunken auf seinem Lager liegt, nutzt die junge Frau ihre Chance und schlägt dem Widersacher mit dem Schwert den Kopf ab. Das jüdische Volk ist befreit.

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Giulio Cesare in Egitto
Dramma per musica in drei Akten

Von: Georg Friedrich Händel
Uraufführung: 20. Februar 1724 (London, King´s Theatre Haymarket)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
2. Dezember 12
1. Wiederaufnahme, Saison 2015/16: 12. Februar 16

Musikalische Leitung: Erik Nielsen / Erik Nielsen
Regie: Johannes Erath
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Hans Walter Richter
Bühnenbild:
Herbert Murauer
Kostüme: Katharina Tasch
Licht: Joachim Klein
Dramaturgie: Malte Krasting

Besetzung:

Giulio Cesare:
Michael Nagy / Sebastian Geyer (Januar, Mai 2013) / Andreas Scholl
Curio, römischer Tribun:
Sebastian Geyer / Björn Bürger (Januar, Mai 2013) / Björn Bürger
Cornelia, Pompejus' Gemahlin:
Tanja Ariane Baumgartner / Katharina Magiera (Januar, Mai 2013) / Jamie Barton
Sesto, Cornelias und Pompejus' Sohn:
Paula Murrihy / Nina Tarandek
Cleopatra:
Brenda Rae / Louise Alder
Tolomeo, König von Ägypten, Cleopatras Bruder:
Matthias Rexroth / Matthias Rexroth
Achilla, Heerführer und Ratgeber Tolomeos:
Simon Bailey / Simon Bailey
Nireno, Cleopatras und Tolomeos Vertrauter:
Dmitry Egorov / Dmitry Egorov

grün = Wiederaufnahme Saison 2015/16

Besprechung auf kulturfreak.de


Giulio Cesare in Egitto
Oper Frankfurt (Saison 2015/16)
Giulio Cesare (Andreas Scholl), Cleopatra (Louise Alder), Nireno (Dmitry Egorov) und Curio (Björn Bürger)

© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Die aktuelle Neuinszenierung von Giulio Cesare in Egitto von Georg Friedrich Händel (1685-1759) stammt aus der Saison 2012/13. Die seinerzeit erschienenen Kritiken lobten die – angesichts der Popularität des Stoffes in allen Genres – mit filmischen Mitteln spielende Neuinszenierung: „Für den Stoff um Cäsar und Kleopatra spannt das Regieteam um Johannes Erath einen Bogen zwischen Antike, Barock und Gegenwart – unterhaltsam gewürzt mit ironischen Zitaten sowie klug dosierten Gags.“ Ein weiterer Rezensent schrieb: „Im wandlungsfähigen Bühnenbild von Herbert Murauer, den nicht selten originellen und eleganten Kostümen, dem effektvollen Licht von Joachim Klein und ebensolchen Videodesign von Bibi Abel gelingen Johannes Erath immer wieder ungewohnte und starke Bilder.“ Und die Tatsache, dass der premierenerprobte Dirigent nun auch bei der ersten Wiederaufnahme am Pult steht, steigert die Vorfreude beim Lesen dieser Sätze: „Erik Nielsen dirigiert das kleine Orchester entzückend perfekt.“ – „Für Händel – das beweisen das Frankfurter Museumsorchester und die Sänger – braucht es kein Spezialensemble, nur informierte und engagierte hervorragende Musiker.“

Sang in der Premierenserie noch ein Bariton die Titelpartie, kehrt die Oper Frankfurt anlässlich der ersten Wiederaufnahme des Werkes zu der inzwischen verbreiteteren Besetzung mit einem Countertenor zurück. Dabei konnte kein geringerer als der renommierte, im nahen Eltville geborene Andreas Scholl gewonnen werden, der als einer der Besten seines Faches gilt und dies auf zahlreichen internationalen Opernbühnen unter Beweis gestellt hat. So führte ihn die Partie des Giulio Cesare u.a. 2012 zu den Salzburger Festspielen (sowohl zu Pfingsten als auch im Sommer), kurz nachdem er an der Oper Frankfurt anlässlich eines stark akklamierten Liederabends zu erleben war. In dieser beliebten Reihe der Oper Frankfurt war Anfang 2015 auch die amerikanische Mezzosopranistin Jamie Barton (Cornelia) zu Gast und riss das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin. Gleiches ereignete sich kürzlich anlässlich ihrer Auftritte als Giovanna Seymour in Donizettis Anna Bolena an der New Yorker Metropolitan Opera und als Adalgisa in Bellinis Norma an der Los Angeles Opera. Aus dem festen Sängerstamm der Oper Frankfurt sind Louise Alder (Debüt als Cleopatra), Nina Tarandek (Sesto) und Björn Bürger (Curio) neu besetzt, während Matthias Rexroth (Tolomeo) und Dmitry Egorov (Nireno) als Gäste sowie Simon Bailey (Achilla) aus dem Ensemble bereits in der Premierenserie mit von der Partie waren.

Zum Inhalt:
Ägypten, 48 v. Chr.: Pompejus, der politische Gegner von Giulio Cesare (Julius Cäsar), ist an den Hof des ägyptischen Königs Tolomeo geflohen und von diesem heimtückisch ermordet worden. Cesare verspricht seiner Witwe Cornelia und deren Sohn Sesto, den Mörder zu finden. Derweil versucht Tolomeos Schwester Cleopatra mit Cesares Hilfe auf den ägyptischen Thron zu gelangen. Wie geplant, erliegt Cesare ihrem Charme, doch als er hört, dass Sesto gefangengenommen und Cornelia verschleppt wurde, versucht er – trotz der Bedrohung durch ägyptische Soldaten –, den beiden zu Hilfe zu eilen. Die inzwischen von ihrem Bruder arrestierte Cleopatra erhält die Nachricht, der Geliebte sei im Kampf gefallen. Doch Cesare lebt, und es gelingt ihm zusammen mit Sesto – der in der Zwischenzeit Tolomeo töten konnte – die Frauen zu befreien. Cesare krönt Cleopatra als rechtmäßige Königin Ägyptens unter römischem Protektorat und hat in Sesto einen Freund gewonnen.

www.oper-frankfurt.de

Götterdämmerung
Dritter Tag des Bühnenfestspiel “Der Ring des Nibelungen
Vorspiel und drei Akte

Musik & Text:
Richard Wagner
Uraufführung: 17. August 1876 (Bayreuth, Bühnenfestspielhaus)

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere: 23. April 17

Musikalische Leitung: Alexander Joel
Inszenierung: Uwe Eric Laufenberg

Bühne: Gisbert Jäkel
Kostüme: Antje Sternberg
Licht: Andreas Frank
Video: Falko Sternberg 
Chor: Albert Horne
Dramaturgie: Regine Palmai

Besetzung:

Siegfried:
Andreas Schager
Gunther: Matias Tosi / Samuel Youn
Alberich: Thomas de Vries
Hagen: Shavleg Armasi / Albert Pesendorfer
Brünnhilde: Catherine Foster / Evelyn Herlitzius
Gutrune/Dritte Norn: Sabina Cvilak
Waltraute/Erste Norn: Bernadett Fodor
Woglinde: Katharina Konradi / Gloria Rehm
Wellgunde: Marta Wryk
Flosshilde/Zweite Norn: Silvia Hauer

Chor & Extrachor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Besprechung auf kulturfreak.de


Götterdämmerung
Staatstheater Wiesbaden
Hagen (Shavleg Armasi)
© Karl Monika Forster

Mit »Götterdämmerung« wird die Erarbeitung des »Ring des Nibelungen« von Richard Wagner in nur einer Spielzeit am Hessischen Staatstheater Wiesbaden abgeschlossen.

Die Partie des Siegfried übernimmt Andreas Schager, einer der gefragtesten Heldentenöre im deutschen Fach (Mailänder Scala, Staatsoper Berlin, Bayreuther Festspiele). Catherine Foster, die aktuelle Brünnhilde der Bayreuther Festspiele, steht auch in Wiesbaden auf der Bühne.

Rollendebuts geben Shavleg Armasi als Hagen und Bassbariton Matias Tosi als Gunther auf der Bühne. Sabina Cvilak ist Gutrune und Dritte Norn. Thomas de Vries übernimmt, wie schon im »Rheingold« und »Siegfried«, die Partie des Alberich. Bernadett Fodor singt Waltraute und Erste Norn, die Rheintöchter sind Katharina Konradi, Marta Wryk und Silvia Hauer.

»Der Ring des Nibelungen« verteilt sich über die Spielzeit 2016.17 und ist in zwei kompletten Zyklen auch während der Internationalen Maifestspiele 2017 zu erleben. [© Staatstheater Wiesbaden]

www.staatstheater-wiesbaden.de

Zur Inszenierung der Oper Leipzig:

Premiere: 30. April 16

Musikalische Leitung: Ulf Schirmer
Inszenierung: Rosamund Gilmore
Bühne: Carl Friedrich Oberle
Kostüme: Nicola Reichert
Choreinstudierung: Alessandro Zuppardo
Dramaturgie: Christian Geltinger

Besetzung:

Siegfried:
Thomas Mohr
Gunther: Tuomas Pursio
Alberich: Jürgen Linn
Hagen: Rúni Brattaberg
Brünnhilde: Christiane Libor
Gutrune: Marika Schönberg
Waltraute: Kathrin Göring
1. Norn: Karin Lovelius
2. Norn: Kathrin Göring
3. Norn: Olena Tokar
Woglinde: Magdalena Hinterdobler
Wellgunde: Sandra Maxheimer
Flosshilde: Sandra Jank

Opernchor
Gewandhausorchester


Götterdämmerung

Oper Leipzig
© Kerstin Nirhoff

Die „Götterdämmerung“ ist nicht nur der große Showdown der monumentalen Mythentetralogie Richard Wagners, es ist vielmehr ein Meisterwerk über das Zusammenspiel von Liebe, Macht und Intrige in einer Welt, der die Götter vollends den Rücken zugekehrt haben. Mit der Premiere des letzten Teils der Tetralogie Richard Wagners ist der neue szenische „Ring des Nibelungen“ der Oper Leipzig abgeschlossen. Nach über vierzig Jahren kehrt der Zyklus in die Geburtsstadt des Komponisten zurück und die Oper Leipzig vollendet ein Mammutprojekt, das sie im Mai 2013 begann.  Am Pult des Gewandhausorchesters steht der Intendant und Generalmusikdirektor des Hauses Prof. Ulf Schirmer. Die Umsetzung des kompletten „Rings“ lag in den Händen des Regieteams Rosamund Gilmore (Inszenierung), Carl Friedrich Oberle (Bühne) und Nicola Reichert (Kostüme). [© Oper Leipzig]

www.oper-leipzig.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
29. Januar 12
Wiederaufnahme Saison 2015/16: 16. Mai 16

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle / Sebastian Weigle
Inszenierung: Vera Nemirova
Bühnenbild: Jens Kilian
Kostüme: Ingeborg  Bernerth
Licht: Olaf Winter
Video:
Bibi Abel
Dramaturgie: Malte Krasting
Chor, Herren des Extrachores: Matthias Köhler / Tilman Michael

Besetzung:

Siegfried:
Lance Ryan / Vincent Wolfsteiner
Gunther:
Johannes Martin Kränzle / Simon Bailey
Alberich:
Jochen Schmeckenbecher / Jochen Schmeckenbecher
Hagen:
Gregory Frank / Falk Struckmann
Brünnhilde:
Susan Bullock / Rebecca Teem
Gutrune:
Anja Fidelia Ulrich / Anna Gabler
Waltraute:
Claudia Mahnke / Claudia Mahnke
1. Norn:
Meredith Arwady / Bernadett Fodor / Meredith Arwady
2. Norn:
Claudia Mahnke / Claudia Mahnke
3. Norn:
Angel Blue / Lise Davidsen
Woglinde:
Britta Stallmeister / Jessica Strong*
Wellgunde:
Jenny Carlstedt / Jenny Carlstedt
Flosshilde:
Katharina Magiera  / Katharina Magiera

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

* Mitglied des Opernstudios

grün = Wiederaufnahme Saison 2015/16


Besprechung auf kulturfreak.de

Zum Inhalt:
Nachdem sie sich ihre Liebe gestanden haben, verlässt der tatendurstige Siegfried den Walkürenfelsen, nicht ohne vorher Brünnhilde den Ring als Liebespfand zu überlassen. Am Hof der Gibichungen trifft er auf die Geschwister Gunther und Gutrune sowie deren Halbbruder Hagen, Alberichs Sohn. Dieser will, vorgeblich um das Geschlecht der Gibichungen zu stärken, Siegfried mit Gutrune und Gunther mit Brünnhilde vermählen. Tatsächlich jedoch versucht er im Auftrag seines Vaters, den Ring und damit die Macht an sich zu bringen. Er reicht Siegfried einen Zaubertrank, nach dessen Genuss dieser Brünnhilde vergisst und sich in Gutrune verliebt. Mit Hilfe des Tarnhelms entwindet Siegfried schließlich der Wotanstochter in Gestalt Gunthers den Ring, so dass sie sich dem Gibichungen ergeben muss. Doch Brünnhilde durchschaut den Betrug und beteiligt sich aus Rache an den Plänen zur Beseitigung Siegfrieds, indem sie Hagen das Geheimnis von dessen Verwundbarkeit enthüllt. Nach Siegfrieds Ermordung wird Gunther im Streit um den Ring von Hagen erschlagen. Brünnhilde bemächtigt sich des Reifs und lässt sich mit ihrem Pferd Grane auf dem lodernden Scheiterhaufen, wo Siegfrieds Leichnam aufgebahrt ist, verbrennen. Der Rhein überflutet die Brandstätte, so dass die Rheintöchter in Besitz des Ringes gelangen. Hagen wird von ihnen in die Tiefe gezogen, während Walhall in Flammen aufgeht. [© Oper Frankfurt]

© Oehms Classics
Richard Wagner: Götterdämmerung
Bullock, Ulrich, Mahnke, Ryan, Kränzle, Schmeckenbecher, Frank u.a.
Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Sebastian Weigle
OehmsClassics 2012

In Zusammenarbeit mit OehmsClassics produziert die Oper Frankfurt eine Live-CD-Serie. Vor allem weniger bekannte Stücke werden hierfür mitgeschnitten. Alle CDs enthalten Booklets mit Szenenfotos und den kompletten Libretti. Die Tonträger sind während der Vorstellungen im Foyer, an der Vorverkaufskasse am Willy-Brandt-Platz sowie im Handel erhältlich.

www.oper-frankfurt.de

Der goldene Drache
Kammeroper

Von: Péter Eötvös
Libretto: Roland Schimmelpfennig nach dem gleichnamigen Theaterstück
Eingerichtet von: Peter Eötvös.
Kompositionsauftrag vom: Ensemble Modern und der Oper Frankfurt

Uraufführung: 29. Juni 2014 (Frankfurt/M, Oper Frankfurt im Bockenheimer Depot)
Österreichische Erstaufführung: 19. August 2015 (Bregenz, Bregenzer Festspiele)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 29. Juni 14 (Uraufführung; Bockenheimer Depot)
Wiederaufnahme in der Saison 2016/17: 3. Dezember 16

Musikalische Leitung: Péter Eötvös / Hartmut Keil / Hartmut Keil / Nikolai Petersen
Inszenierung: Elisabeth Stöppler
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Corinna Tetzel
Bühnenbild: Hermann Feuchter
Kostüme: Nicole Pleuler
Licht: Jan Hartmann
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy
Klangregie: Norbert Ommer

Besetzung:

Die junge Frau:
Kateryna Kasper / Karen Vuong
Die Frau über sechzig u.a.: Hedwig Fassbender / Hedwig Fassbender
Der junge Mann u.a.: Simon Bode / Ingyu Hwang
Der Mann über sechzig u.a.: Hans-Jürgen Lazar / Hans-Jürgen Lazar
Der Mann u.a.: Holger Falk  / Holger Falk

Ensemble Modern

grün = Wiederaufnahme Saison 2016/17

Besprechung der Wiederaufnahme auf kulturfreak.de


Der goldene Drache
Oper Frankfurt
v.l.n.r. Hans-Jürgen Lazar (Der Mann über sechzig u.a.), Ingyu Hwang (Der junge Mann u.a.)
und kniend Karen Vuong (Die junge Frau u.a.)
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Nachdem bekannt wurde, dass einer der meistgespielten deutschen Gegenwartsdramatiker – Roland Schimmelpfennig (*1967) – die literarische Vorlage zur neuesten Oper eines der erfolgreichsten Komponisten unserer Zeit – Peter Eötvös (*1944) – liefern sollte, wurde die Uraufführung des Werks am 29. Juni 2014 im Bockenheimer Depot mit Spannung erwartet. 2010 war Schimmelpfennigs Goldener Drache zum Berliner Theatertreffen eingeladen und anlässlich der Kritikerumfrage des Fachmagazins Theater heute zum „Stück des Jahres“ gewählt worden. Eötvösʼ vorangegangene Oper Paradise reloaded (Lilith) hatte 2013 an der Neuen Oper Wien ihre Uraufführung gefeiert. Nun fanden beide Künstler in einem von der Oper Frankfurt in Koproduktion mit dem Ensemble Modern in Auftrag gegebenen Werk zusammen.

Der Erfolg bei Publikum und Presse ließ nichts zu wünschen übrig, und so sei an dieser Stelle aus den nach der Uraufführung erschienenen Kritiken zitiert: „Einhelliger Beifall im Bockenheimer Depot für eine fabelhafte Ensembleleistung, für Musik, die alles auf den Punkt bringt. (…) Unbedingt sehenswert!“ – „Grandioses Musiktheater, musikalisch und von Regisseurin Elisabeth Stöppler auch szenisch perfekt umgesetzt.“ – „Aber alles das wäre nichts, wenn nicht Peter Eötvös mit leichter souveräner Hand vertont hätte. Es geht ihm nicht um neue Klänge oder um Experimentaltheater. Am Anfang klingt es so lustig und prägnant wie in einer Kinderoper. Es gehört ja zu Eötvös' Stilprinzipien, den Text möglichst prägnant in Sprechgeschwindigkeit durchlaufen zu lassen, so dass sich die Schimmelpfennigschen Sprachskurrilitäten auch mitteilen. Das präzis spielende Ensemble Modern liefert nicht nur eine illustrative Klangtapete, sondern gibt dem Ganzen einen rhythmischen, vorwärtsdrängenden Puls und vor allem Farbigkeit und rhetorische Vielseitigkeit. Schräge Glissandi, Gongs, Choräle, Recitar cantando à la Monteverdi, alles das zaubert Eötvös hervor.“

Zu den Neubesetzungen anlässlich der ersten Wiederaufnahme dieser Uraufführungsproduktion aus der Spielzeit 2013/14 – mit der die Oper Frankfurt 2015 mit großem Erfolg bei den Bregenzer Festspielen gastierte – zählt vor allem Ensemblemitglied Karen Vuong
(Die junge Frau u.a.). Die amerikanische Sopranistin machte in Frankfurt zuletzt 2015/16 mit ihrer Darstellung der Micaëla in Bizets Carmen auf sich aufmerksam; eine Partie, die sie u.a. neben der Donna Elvira in Mozarts Don Giovanni auch in der aktuellen Saison verkörpert.
Der koreanische Tenor Ingyu Hwang (Der junge Mann u.a.) ist seit 2015/16 Mitglied des Opernstudios der Oper Frankfurt und hat vor allem in zahlreichen Foyerproduktionen der Reihe Oper für Kinder mitgewirkt.
Die musikalische Leitung des Ensemble Modern liegt erstmals bei dieser Produktion bei Kapellmeister Nikolai Petersen. Zu seinen weiteren Aufgaben in der Saison 2016/17 gehören die Neuproduktion von Brittens Paul Bunyan im Bockenheimer Depot sowie Repertoirevorstellungen von Mozarts Die Zauberflöte und Don Giovanni im Opernhaus. Alle weiteren Partien sind erneut mit den Sängerinnen und Sängern der Uraufführungsserie besetzt.

Zum Inhalt:
Die Handlung erzählt mit einer gehörigen Portion schwarzen Humors von den Schattenseiten der globalisierten Welt, von Ausbeutung, Gier und Brutalität: Einem jungen Chinesen wird im China-Vietnam-Thai-Schnellrestaurant „Der Goldene Drache“ ein schmerzender Schneidezahn mit der Rohrzange gezogen, da er ohne Aufenthaltsgenehmigung nicht zum Arzt gehen kann. Der Zahn landet in einem Suppentopf und somit im Mund einer Stewardess, die zu den Stammkunden des Imbisses zählt. Empört wirft sie den Zahn in den Fluss, in den zuvor der bei der brutalen „Operation“ verblutete Junge geworfen wurde. Eingewickelt in einen großen Drachenteppich soll er den Weg zurück in seine Heimat finden. Ergänzt wird diese Geschichte durch die Fabel von der fleißigen Ameise und der lustigen, aber faulen Grille. Hier steht sie als Gleichnis für ein von Ausbeutung und Missbrauch geprägtes Schicksal. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Der goldene Hahn
Oper in drei Akten

Von: Nikolai A. Rimski-Korsakow
Libretto: von Wladimir I. Belski
Deutsche Nachdichtung: Reinhold Andert und Werner Hintze

Uraufführung: 7. (19.) Oktober 1909 (Moskau, Solodownikow-Theater)

Der Golem
Musikdrama in drei Akten

Von: Eugen d´Albert
Libretto: Ferdinand Lion
Uraufführung: 14. Dezember 1926 (Frankfurt am Main, Oper Frankfurt)

Le Grand Macabre
Oper in 4 Bildern

Von: György Ligeti
Librettist: György Ligeti, Michael Meschke (frei nach Michel de Ghelderodes Schauspiel "La Balde du Grand Macabre")
Uraufführung: 12. April 1978 (Stockholm, Königliches Theater)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere: 17. März 12

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer
Inszenierung: Lorenzo Fioroni
Bühne: Paul Zoller
Kostüme: Katharina Gault
Dramaturgie: Carsten Jenß

Besetzung:

Chef der Geheimen Polizei, Gepopo / Venus: Hyon Lee
Amanda: Tatjana Charalgina
Amando: Patricia Roach
Go-Go, Fürst von Breughelland: Vida Mikneviciute
Astradamors, Hofastrologe von Breughelland: Ks.Hans-Otto Weiss
Mescalina, seine Frau: Sanja Anastasia
Piet-vom-Faß, Totengräber in Breughelland: Alexander Spemann
Nekrotzar: Stefan Stoll
Ruffiak: Heikki Kilpelainen
Schobiak: Dietrich Greve
Schabernack: Richard Logiewa
Weißer Minister: Jürgen Rust
Schwarzer Minister: Patrick Pobeschin

Besprechung auf kulturfreak.de


Le Grand Macabre
Staatstheater Mainz
Nekrotzar (Stefan Stoll), Chor
© Martina Pipprich

Jetzt raus mit der Sprache: Überleben wir Ja oder Nein ? Schenkt ein! Prost! Ex!  - György Ligeti -

Wie verhalten sich Menschen, wenn das Ende der Welt verkündet wird? In Breughelland wird dieser Fall durchgespielt. Aufgestört inmitten von Liebe, Politik oder Alkoholismus verfallen die Menschen in Panik, dienen sich dem Tod an oder versuchen dem Leben auf den letzten Metern Ekstase abzutrotzen. Schlussendlich scheint es, dass nicht der Mensch, sondern der Tod stirbt. ln karnevalesker Verkleidung — inspiriert durch die Bildwelten Breughels und Boschs — wird ein gleichermaßen fröhliches wie beängstigendes Bild von Menschen gezeichnet, die am Ende sind, aber nicht zum Ende kommen. Ligetis Musik - die Uraufführung fand 1978 in Stockholm statt - zitiert in grotesker Zuspitzung aus dem Repertoire von einigen Jahrhunderten Musikgeschichte, spielt mit Scherz, Satire, lronie und tieferer Bedeutung eine Fülle von Formen durch und schafft so eine schillernde Klangwelt für einen scheinbaren Weltuntergang.  [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

The Greek Passion
Oper in vier Akten

Von: Bohuslav Martinu (1890-1959)
Libretto: Bohuslav Martinu nach dem Roman «Christus wird wieder gekreuzigt» (1948) von Nikos Kazantzakis
Uraufführung: 12. Juni 1961 (Zürich, Stadttheater Zürich)

Guillaume Tell (Wilhelm Tell)

Oper in vier Akten

Von: Gioacchino Rossini
Text: Victor Joseph Ètienne de Jouy und Hippolyte Louis Florent Bis
Uraufführung: 3. August 1829 (Paris, Grand Opéra)

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