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Oper, Stückeinfo: E

Edgar
Dramma lirico

Von: Giacomo Puccini
Libretto: Ferdinando Fontana
Uraufführung: 21. April 1889 (Mailand, La Scala)

222

Zum Inhalt:
Flandern 1302: Edgar steht zwischen zwei Frauen. Mit Fidelia verbindet ihn eine aufrichtige Zuneigung, die exotische Tigrana hingegen weckt seine Leidenschaft. Als sich der Hass der Dorfbewohner gegen die selbstbewusste Fremde richtet, tritt diese zusammen mit Edgar die Flucht an. Schnell verliert er jedoch das Interesse an seiner Geliebten und sehnt sich stattdessen nach Fidelia. Als ein Trupp Soldaten vorüberzieht, erkennt Edgar unter ihnen Frank, seinerzeit sein Konkurrent um die Gunst Tigranas. Die beiden versöhnen sich und ziehen davon, die Verlassene schwört Rache. Als Edgar angeblich im Kampf gefallen ist, wird er von Fidelia beklagt, nicht wissend, dass der Angebetete in der Verkleidung eines Mönchs die Szenerie beobachtet. Um sie auf die Probe zu stellen, bestechen Frank und der Mönch Tigrana, die Edgar des Verrats bezichtigen soll. Als die aufgebrachten Soldaten Rache schwören, lüftet der Mönch sein Inkognito. Fidelia fällt ihm in die Arme, wird aber von der eifersüchtigen Tigrana erstochen. Edgar bricht über der Leiche des Mädchens zusammen.

www.oper-frankfurt.de

Ein Leben für den Zaren (Schisn sa zarja Iwan Sussanin)
Oper in vier Akten mit Epilog

Von: Michail Iwanowitsch Glinka
Libretto: Jegori Fjodorowitsch Baron Rosen
Epilog: Wassili Andrejewitsch Schukowski

Uraufführung der ersten Fassung : 9. Dezember 1836 (Sankt Petersburg, Bolschoi Theater)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Frankfurter Bearbeitung von Norbert Abels und Harry Kupfer

Premiere: 25. Oktober 15 (Frankfurter Erstaufführung)

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle
Regie: Harry Kupfer
Bühnenbild: Hans Schavernoch
Kostüme: Yan Tax
Licht: Joachim Klein
Video: Thomas Reimer
Dramaturgie: Norbert Abels
Chor und Extrachor: Tilman Michael

Besetzung:

Iwan Sussanin:
John Tomlinson
Antonida: Kateryna Kasper
Bogdan Sobinin: Anton Rositskiy
Wanja: Katharina Magiera
Ein polnischer Hauptmann: Thomas Faulkner
Ein Bote: Michael McCown

Tänzer Krakowiak: Jorge Moro Argote, Andreas Bach, Moritz Fabian, Manuel Gaubatz, Christian Meusel, Volodymyr Mykhatskyi, Evi Poaros, Madeline Ferricks-Rosevear

Chor und Extrachor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Besprechung auf kulturfreak.de


Iwan Sussanin

Oper Frankfurt
Krakowiak-Tänzer sowie Chor, Extrachor und Statisterie der Oper Frankfurt
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Die Produktion wird vom Hessischen Rundfunk in Kooperation mit Deutschlandradio Kultur aufgezeichnet. Der Hessische Rundfunk überträgt auf hr2-kultur am Samstag, dem 7. November 2015, um 20.05 Uhr, Deutschlandradio folgt am Samstag, dem 14. November 2015, um 19.05 Uhr.

Bei der ersten Oper von Michail Iwanowitsch Glinka (1804-1857) handelt es sich gleichzeitig um die erste russische Nationaloper überhaupt. Sie wird in Frankfurt unter ihrem ursprünglichen Titel Iwan Sussanin erstmals aufgeführt. Bis heute ist das Werk aufgrund des wechselhaften politisch-historischen Wandels mehrfachen Bearbeitungen unterworfen. Nun legen Chefdramaturg Norbert Abels und Regiealtmeister Harry Kupfer, der für diese Inszenierung nach Pfitzners Palestrina (2009), Berlioz’ Fausts Verdammnis (2010) und Prokofjews Der Spieler (2013) an den Main zurückkehrt, in ihrer Frankfurter Fassung den Fokus der Konzeption auf den Kern der Handlung. So erfährt das Werk hier gleichsam auch in seiner Fülle von volksliedhaften, metrisch jedoch hochkomplizierten Chorszenen, den reichlich eingesetzten Massenszenen und massiven sinfonischen Zwischenspielen eine Bündelung auf den gleichnishaften Hauptgehalt der Oper.

Harry Kupfers Inszenierung projiziert die Heldenlegende aus dem 17. Jahrhundert um den Bauern Iwan Sussanin, der sein Leben für den Zaren opferte, in das 20. Jahrhundert inmitten des zweiten Weltkrieges.
Nach einem Machtwechsel und einem vermeintlichen Sieg über die Feinde laufen die Hochzeitsvorbereitungen des heimgekehrten Sobinin und seiner Verlobten Antonida. Als aber die feindliche Macht erneut zum Angriff ausholt und in das Haus des Vaters der Braut, Iwan Sussanin, einfällt, ist diesem klar, dass er sofort handeln muss, um das Vaterland zu retten. Noch mitten in der Nacht schickt er seinen Ziehsohn Wanja mit der Warnung vor dem einmarschierenden Heer zu dem geheimen Ort, an dem sich das neue Staatsoberhaupt aufhält. Sussanin selbst führt die Feinde in die Irre und nimmt dafür den eigenen Tod in Kauf.

Nach Dirigaten von Strauss‘ Der Rosenkavalier und Martinůs Julietta am Ende der Spielzeit 2014/15 steht GMD Sebastian Weigle bei dieser Produktion nun erstmals nach der Sommerpause wieder am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. Der britische Bassbariton John Tomlinson (Iwan Sussanin) gab 2011 als Erzbischof Thomas Becket in Pizzettis Murder in the Cathedral sein Debüt an der Oper Frankfurt. Zu seinem umfangreichen Repertoire gehört die Titelpartie von Mussorgskis Boris Godunow – ein Werk, in dem er auch die Rollen des Pimen und Warlaam (2016 geplant am Londoner Covent Garden) verkörpert. Kürzlich überzeugte er als Boris in Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk an der Deutschen Oper Berlin. Der russische Tenor Anton Rositskiy (Bogdan Sobinin) gibt sein Debüt an der Oper Frankfurt und ist regelmäßig auf Opernbühnen in St. Petersburg, Moskau und Bratislava zu erleben. Angeführt von Kateryna Kasper (Antonida) und Katharina Magiera (Wanja) sind alle weiteren Partien aus dem Ensemble und dem Opernstudio der Oper Frankfurt besetzt. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Ein Sommernachtstraum
Oper in drei Akten

Von: Benjamin Britten
Libretto: Benjamin Britten und Peter Pears nach William Shakespeare
Uraufführung: 11. Juni 1060 (Aldeburgh, Jubilee Hall)

-> siehe A Midsummernights Dream

Elegie für junge Liebende (Elegy for Young Lover)
Oper in drei Akten

Von:
Hans Werner Henze
Libretto: Wysten H. Auden und Chester Kallman
Deutsche Fassung:
Ludwig Landgraf, Werner Schachteli und Hans Werner Henze

Uraufführung: 20. Mai 1961 (Schwetzingen, Rokokotheater)

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:
Eröffnungspremiere der Internationalen Maifestspiele 2014

Premiere: 1. Mai 14

Musikalische Leitung: Zsolt Hamar
Inszenierung: Dietrich W. Hilsdorf
Bühne: Dieter Richter
Kostüme: Renate Schmitzer
Dramaturgie: Karin Dietrich

Besetzung:

Gregor Mittenhofer:
Sébastien Soulès
Dr. Wilhelm Reischmann: Bernd Hofmann
Toni Reischmann, sein Sohn: Markus Francke
Elisabeth Zimmer: Sharon Kempton
Hilda Mack: Emma Pearson
Carolina, Gräfin von Kirchstetten: Ute Döring
Josef Mauer, Bergführer: Jörg Zirnstein

Orchester und Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

www.staatstheater-wiesbaden.de 

Elektra
Tragödie in einem Aufzug

Von: Richard Strauss
Dichtung von: Hugo von Hofmannsthal nach Sophokles

Uraufführung: 25. Januar 1909 (Dresden - Hoftheater)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere: 7. September 12

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer
Inszenierung: Tilman Knabe
Bühne: Annika Haller
Kostüme:
Mareike Uhlig
Studienleitung: Michael Millard
Musikalische Einstudierung: Clemens Heil/Mino Marani
Choreinstudierung: Sebastian Hernandez Laverny
Dramaturgie: Carsten Jenß
Beleuchtung: Alexander Dölling
Regieassistenz: Georg Schütky
Bühnenbildassistenz: Kathrin Krause
Kostümassistenz: Valerie Hirschmann
Inspizienz: Eckhard Wagner
Soufflage: Franz Pohl

Besetzung:

Klytämnestra:
Sanja Anastasia
Elektra: Ruth Staffa
Chrysothemis: Helen Lyons
Aegist: Alexander Spemann
Orest: Heikki Kilpeläinen
Pfleger des Orest: Dietrich Greve
Vertraute: Aviva Piniane
Schleppträgerin: Susanne Thomas
Junger Diener: Patrick Hörner
Alter Diener: Seok-Gill Choi
Aufseherin: Julia Bell
1. Magd: Katja Ladentin
2. Magd: Anke Steffens
3. Magd: Patricia Roach
4. Magd: Tatjana Charalgina
5. Magd: Vida Mikneviciute

Chor des Staatstheaters Mainz
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

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Elektra
Staatstheater Mainz
Die Aufseherein (Julia Bell), Die vertraute (Aviva Piniane), Klytämnestra (Sanja Anastasia), Die Schleppträgerin (Susanne Thomas)
© Martina Pipprich


www.staatstheater-mainz.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
3. Februar 06
Wiederaufnahme Saison 2008/09: 11. April 09
Wiederaufnahme Saison 2006/07: 2. Februar 07

Musikalische Leitung:
Lothar Zagrosek / Michael Boder
Inszenierung: Falk Richter
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Orest Tichonov
Bühnenbild: Alex Harb
Kostüme: Martin Kraemer
Dramaturgie: Hendrikje Mautner
Licht: Olaf Winter

Besetzung:

Elektra:
Caroline Whisnant / Susan Bullock -Caroline Whisnant / Caroline Whisnant / Jeanne-Michèle Charbonnet (19. April 2009)
Klytämnestra: Ingrid Tobiasson / Renée Morloc (3. & 9. Feb. 06) / Ingrid Tobiasson / Elzbieta Ardam (ab 18. Feb.07) / Tichina Vaughn
Chrysothemis: Ann-Marie Backlund / Ann-Marie Backlund / Sonja Mühleck
Ägisth: Hans-Jürgen Lazar / Frank van Aken / Richard Cox
Orest: Peteris Eglitis / Gregory Frank / Simon Bailey
Pfleger des Orest: Gérard Lavalle / Gérard Lavalle / Dietrich Volle
Junger Diener: Peter Marsh / Michael McCown (9., 23. Februar 06) / Peter Marsh / Peter Marsh
Aufseherin: Sonja Mühleck / Sonja Mühleck / Sophie Angebault / Barbara Zechmeister (9. Mai 2009
Mägde: Hiromi Mori, Annette Stricker, Jenny Carlstedt, Katharina Kutsch, Barbara Zechmeister  / Stella Grigorian, Annette Stricker, Jenny Carlstedt, Elin Carlsson, Barbara Zechmeister / Katharina Magiera, Yvonne Hettegger, Jenny Carlstedt, Katrin Frey, Anna Ryberg

grün = Wiederaufnahme 06/07
lila = Wiederaufnahme 08/09

Besprechung WA 2009
Besprechung WA 2006


Elektra
Oper Frankfurt
Chrysothemis (Ann-Marie Backlund; 2004)
Foto: Barbara Aumüller

Zum Inhalt:
König Agamemnon wurde heimtückisch von seiner Frau Klytämnestra und deren Liebhaber Ägisth ermordet. Seither ist Elektra besessen vom Gedanken an Rache. Sie gräbt das Beil aus, mit dem ihr Vater erschlagen wurde, kann jedoch ihre Schwester Chrysothemis nicht überreden, ihr zu helfen. Schließlich erkennt sie in einem Boten den tot geglaubten Bruder Orest. Als dieser die Rache vollzieht, hat Elektra ihr Ziel erreicht. In ekstatischem Taumel tanzt sie sich zu Tode.  [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Emilia di Liverpool
Dramma semi-serio in zwei Akten

Von Gaetano Donizetti
Uraufführung: July 28, 1824 (Neapel, Teatro Nuovo)
Deutsche Erstaufführung: 27. März 2010 (Nürnberg, Staatstheater Nürnberg)

Zur Inszenierung des Staatstheater Nürnberg:
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere: 27. März 10 (Deutsche Erstaufführung)

Musikalische Leitung: Guido Johannes Rumstadt
Inszenierung: Andreas Baesler
Bühne: Harald Thor
Kostüme: Gabriele Heimann
Choreinstudierung: Edgar Hykel
Dramaturgie: Judith Debbeler

Besetzung:
Emilia di Liverpool:
Hrachuhí Bassénz/Leah Gordon
Claudio di Liverpool: Kurt Schober/Melih Tepretmez
Frederico: Martin Nyvall
Don Romualdo: Rainer Zaun
Il Comte: Andrew Finden/Melih Tepretmez
Luigia: Audrey Larose Zicat
Candida: Therese Fauser

www.staatstheater-nuernberg.de

Die Entführung aus dem Serail
Deutsches Singspiel in drei Aufzügen KV 384

Musik: Wolfgang Amadeus Mozart
Text: Johann Gottlieb Stephanie d. J.
Uraufführung: 16. Juli 1782 (Wien, Burgtheater)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Koproduktion mit Théâtre Royal de la Monnaie, Brüsse

Premiere: 19. Oktober 03

Wiederaufnahme Saison 2017/2018: 27. August 17
Wiederaufnahme Saison 2014/2015: 29. Oktober 14
Wiederaufnahme Saison 2010/2011: 18. März 11
Wiederaufnahme Saison 2005/2006: 18. November 05

Musikalische Leitung der Wiederaufnahmen: Johannes Debus / Hartmut Keil / Michael Güttler / Jérémie Rhorer / Sebastian Weigle
Regie: Christof Loy
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Ute M. Engelhardt / Ute M. Engelhardt
Bühnenbild und Kostüme: Herbert Murauer
Licht: Olaf Winter
Chor: Alessandro Zuppardo / Matthias Köhler  / Markus Ehmann
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy

Besetzung:

Konstanze:
Diana Damrau / Laura Aikin (1., 4., 21., 31. Dezember 2005) / Brenda Rae / Agneta Eichenholz / Irina Simmes
Blonde:
Alexandra Lubchansky / Mari Eriksmoen / Sofia Fomina / Gloria Rehm / Nora Friedrichs
Belmonte:
Shawn Mathey / Edgaras Montvidas (21., 31. Dezember 2005) / N.N. / Martin Mitterrutzner / Martin Mitterrutzner
Pedrillo:
Peter Marsh / Julian Prégardien / Peter Marsh / Peter Marsh / Michael Porter / Peter Marsh
Osmin:
Andreas Hörl / Gregory Frank (26. November, 12., 16., 31. Dezember 2005) / Thorsten Grümbel / Thorsten Grümbel / Andreas Bauer
Bassa Selim:
Edgar M. Böhlke (18., 20. November 2005) / Christoph Quest / Christoph Quest / Christoph Quest / Christoph Quest

u.a.

grün = Wiederaufnahme Saison 2010/2011
lila = Wiederaufnahme Saison 2014/2015
blau = Wiederaufnahme Saison 2017/2018


Die Entführung aus dem Serail
Oper Frankfurt
v.l.n.r. Bassa Selim und Konstanze
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Einer der Höhepunkte der Intendanz von Bernd Loebe an der Oper Frankfurt war die Inszenierung von Die Entführung aus dem Serail von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) in der Spielzeit 2003/04. Presse und Publikum zeigten sich nach der Premiere am 19. Oktober 2003 gleichermaßen überzeugt: „Bravo für ein Musiktheaterereignis von Rang“, war in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu lesen. Nun wird die Erfolgsproduktion von Christof Loy zum sechsten Mal wiederaufgenommen. Die damalige Übertragung im Radioprogramm des Hessischen Rundfunks sowie ein TV-Mitschnitt des HR – auch auf DVD erhältlich – in Zusammenarbeit mit dem Kultursender Arte sprechen für die Qualität dieser Arbeit. Christof Loy legte in der Zwischenzeit zahlreiche weitere akklamierte Frankfurter Produktionen vor, darunter Verdis Simon Boccanegra, Mozarts Così fan tutte, Strauss’ Arabella, Mozarts Don Giovanni und zuletzt Bergs Wozzeck.

Mozart komponierte sein Singspiel 1782 für das Wiener Burgtheater: Der junge spanische Edelmann Belmonte möchte seine Braut Konstanze, deren Zofe Blonde und seinen Diener Pedrillo aus dem Serail des hohen türkischen Würdenträgers Bassa Selim befreien. Die Flucht scheitert im letzten Augenblick, und die Gefangenen werden vor den Bassa geführt. Dieser schenkt ihnen jedoch, statt Rache zu nehmen, die Freiheit. Seinem widerstrebenden Aufseher Osmin erklärt er, dass es keinen Sinn habe, Andersdenkende gegen ihren Willen überzeugen zu wollen.

Anlässlich der Wiederaufnahme gibt es eine Reihe von Neubesetzungen zu vermelden: Nach äußerst erfolgreichen Gastdirigaten von Beethovens Fidelio und Strauss' Der Rosenkavalier an der New Yorker Metropolitan Opera dirigierte Generalmusikdirektor Sebastian Weigle nach seiner Rückkehr an seinem Stammhaus Strauss' Arabella und Wagners Der fliegende Holländer. Im Rahmen der Aufführungsserie von Mozarts Entführung wechselt er sich am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters mit Kapellmeister Nikolai Petersen ab, der hier 2016/17 u.a. Benjamin Brittens Paul Bunyan und Peter Eötvös' Der goldene Drache im Bockenheimer Depot sowie Mozarts Die Zauberflöte und Don Giovanni im Opernhaus dirigierte.
Ihr Hausdebüt als Konstanze gibt die seit der Spielzeit 2012/13 im Ensemble des Theater Heidelberg beheimatete Sopranistin Irina Simmes, wo sie 2014/15 in der Titelpartie von Verdis La traviata für Aufsehen sorgte. Zuletzt war sie dort u.a. als Ännchen in Webers Der Freischütz und als Laura in Korngolds Der Ring des Polykrates erfolgreich. In der zuletzt genannten Produktion verkörperte Gloria Rehm (Blonde) die Partie des Lieschen. Die Sopranistin ist seit 2014/15 Ensemblemitglied am Staatstheater Wiesbaden, wo sie u.a. Konstanze (Die Entführung aus dem Serail), Gretel (Hänsel und Gretel) und Musetta (La Bohème) verkörperte. Mit ihr alterniert als Blondchen Nora Friedrichs, die bis 2014/15 dem Opernstudio der Oper Frankfurt angehörte. Hier war sie zuletzt als Fiakermilli in Strauss' Arabella zu erleben. Zu ihren jüngsten Aufgaben gehörten zudem die Königin der Nacht (Die Zauberflöte) an der Staatsoper sowie der Komischen Oper in Berlin, deren Ensemble sie ab 2017/18 verstärken wird. Der amerikanische Tenor Michael Porter (Pedrillo) wurde 2015/16 vom Opernstudio ins Ensemble der Oper Frankfurt übernommen, wo er zuletzt u.a. Don Ottavio in Mozarts Don Giovanni und den Steuermann in Wagners Der fliegende Holländer sang. Zu seinen Plänen in Frankfurt gehört u.a. Ferrando in Mozarts Così fan tutte. Der Bass Andreas Bauer (Osmin) ist seit 2013/14 im hiesigen Ensemble beheimatet und sang hier u.a. Daland im Fliegenden Holländer und Sarastro in Mozarts Zauberflöte sowie Philipp II. in Verdis Don Carlo und Escamillo in Bizets Carmen. 2017/18 wird er im Opernhaus in der Titelpartie von Bartóks Herzog Blaubarts Burg zu erleben sein. Mit Christof Loys Mozart-Produktion bereits vertraut sind die Ensemblemitglieder Martin Mitterrutzner (Belmonte) und Peter Marsh (Alternativbesetzung des Pedrillo). Der Schauspieler Christoph Quest (Bassa Selim) gehört zur Premierenbesetzung dieser Inszenierung und kehrt dafür regelmäßig an das Haus am Willy-Brand-Platz zurück. [© Oper Frankfurt]


Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.

Ernani
Oper in vier Akten

Von: Giuseppe Verdi
Text von: Francesco Maria Piave nach dem Drama Hernani ou L`Honneur castillan (1830) vonVictor Hugo
Uraufführung: 9. März 1844 (Venedig, , Teatro La Fenice)

Zur konzertanten Aufführung der Oper Frankfurt:

Vorstellungen: 20. und 22. Januar 17

Musikalische Leitung: Simone Young
Chor: Tilman Michael

Besetzung:

Ernani, ein Bandit:
Alfred Kim
Don Carlos, König von Spanien: Franco Vassallo
Don Ruy Gomez de Silva:
Kihwan Sim
Elvira, seine Nichte und Verlobte: Elza van den Heever
Giovanna, ihre Vertraute: Maria Pantiukhova
Don Riccardo, Waffenträger des Königs: Ingyu Hwang *
Jago, Waffenträger Don Ruys: Thomas Faulkner

* Mitglied des Opernstudios

Besprechung auf kulturfreak.de


Simone Young
© Berthold Fabricius

Die fünfte Oper von Giuseppe Verdi (1813-1901) markiert einen Neuanfang in seiner künstlerischen Entwicklung: Ernani wird am 9. März 1844 erstmals im Teatro La Fenice in Venedig aufgeführt. Damit beginnt Verdis Zusammenarbeit mit dem Librettisten Francesco Maria Piave, dessen Text auf Victor Hugos Drama Hernani (1830) basiert. Lange war sie in Italien eine der beliebtesten Opern Verdis; berühmt ist die Auftrittsarie Elviras „Ernani! Ernani, involami“. Ernani wurde früh international aufgeführt, darunter 1845 in London, Brüssel und Berlin. 1846 folgen Inszenierungen in Paris und Budapest, ein Jahr darauf in New York. Nun erklingt das Werk erstmals in Frankfurt.

Ernani, ein verstoßener junger Adeliger und Anführer einer Räuberbande in den Bergen von Aragón, rebelliert gegen König Carlos. Seine Geliebte Elvira soll den greisen Don Ruy Gomez de Silva heiraten, aber auch der König selbst wirbt um ihre Liebe. Ernani sinnt auf Rache – das Hauptmotiv dieser Oper, die in einem tragischen Finale endet: Carlos, inzwischen zum Kaiser gekrönt, rehabilitiert Ernani und gewährt ihm Elviras Hand; doch als das Paar in Saragossa Hochzeit feiert, erscheint der gedemütigte Silva. Sein Rachedurst vernichtet das Glück der frisch Vermählten. Triumphierend zwingt er Ernani aufgrund eines einst geleisteten Schwurs zum Selbstmord.

Die australische Dirigentin Simone Young (Musikalische Leitung) wirkte bis 2015 als Intendantin und Generalmusikdirektorin an der Hamburgischen Staatsoper. Aktuelle Engagements führen sie an die Staatsopern von Berlin, München und Wien sowie an das Théâtre des Champs-Elysées in Paris.
Alfred Kim gehörte bis 2013 dem Ensemble der Oper Frankfurt an. Die Partie des Ernani singt er später auch am Théâtre du Capitole in Toulouse. Radames in Verdis Aida verkörpert er an der Deutschen Oper Berlin sowie in Brüssel und Santiago de Chile. Calaf in Puccinis Turandot ist am ROH Covent Garden in London geplant.
Der für den erkrankten Quinn Kelsey als Don Carlos einspringende Franco Vassallo ist regelmäßiger Gast an allen großen Opernhäusern weltweit und gilt als gesuchter Verdi-Bariton. Zuletzt sang er im Dezember 2016 Macbeth an der Bayerischen Staatsoper in München, wohin er im März 2017 als Ford in Falstaff zurückkehren wird. Posa in Don Carlos führt ihn im Frühjahr dieses Jahres an das Teatro Carlo Felice in Genua.
Die südafrikanische Sopranistin Elza van den Heever (Elvira) gehörte bis 2014 dem Ensemble der Oper Frankfurt an, wohin sie regelmäßig als Gast zurückkehrt. Zu ihren Plänen zählt u.a. die Partie der Elettra in Mozarts Idomeneo an der New Yorker Metropolitan Opera. Aus dem Ensemble stammen Kihwan Sim (Silva) und Maria Pantiukhova (Giovanna), die hier kürzlich das Publikum von Bizets Carmen als Escamillo bzw. in der Titelpartie begeisterten. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Erwin, das Naturtalent
Familienoper (ab 8 Jahren)

Komposition: Mike Svoboda
Libretto: Manfred Weiss

Uraufführung: 19. November 2005 (Stuttgart, Kammertheater Stuttgart)

Esclarmonde
Oper in vier Akten

Von: Jules Massenet
Uraufführung: 15. Mai 1889 (Paris, Opéra-Comique im Théâtre Lyrique)
Deutsche Erstaufführung: 26. Mai 2013 (Dessau, Anhaltisches Theater)

Zur Inszenierung des Anhaltischen Theater Dessau:

Premiere: 26. Mai 13 (Deutsche Erstaufführung)
Wiederaufnahme Saison 2013/2014: 1. Dezember 13 (15.00 Uhr)

Musikalische Leitung: Daniel Carlberg
Inszenierung: Roman Hovenbitzer
Bühne & Kostüme: Tilo Steffens
Choreinstudierung: Helmut Sonne
Dramaturgie: Felix Losert

Besetzung:

Parséis:
Rita Kapfhammer
Esclarmonde: Angelina Ruzzafante
Ènéas: David Ameln
König Cléomer von Frankreich: Kyung-Il Ko
Roland: Sung-Kyu Park
Kaiser Phorcas: Ulf Paulsen
Bischof von Blois: Nico Wouterse

u.a.

Anhaltische Philharmonie
Opernchor und Extrachor des Anhaltischen Theaters


Esclarmonde
Anhaltisches Theater Dessau
Esclarmonde (Angelina Ruzzafante), Roland (Sung-Kyu Park), Damen des Opernchors
© Claudia Heysel

www.anhaltisches-theater.de

L’espace dernier
Musiktheater in vier Teilen

Von:
Matthias Pintscher
Nach Texten und Bildern rund um das Leben und Schaffen von Arthur Rimbaud

Uraufführung: 23. Februar 2004 (Paris, Opéra Bastille)
Deutsche Erstaufführung: 17. Mai 2008 (Frankfurt, Alte Oper; in Kooperation mit der Oper Frankfurt und Köln Musik)

Zur konzertanten Aufführung der Oper Frankfurt:
Koproduktion mit der Alten Oper Frankfurt und Köln Musik

Aufführung: 17. Mai 08 (Deutsche Erstaufführung):

Musikalische Leitung: Paolo Carignani
Live-Elektronik: Christian Cluxen

Bassbariton: Ashley Holland
Sopran:
Anu Komsi (anstatt der erkrankten Marisol Montalvo)
Sopran:
Barbara Zechmeister
Tenor:
Peter Marsh
Koloratursopran:
Alexandra Lubchansky
Mezzosopran:
Claudia Mahnke
L’Homme:
Christoph Waltz
La Femme:
Isabelle Menke

SWR Vokalensemble Stuttgart (Einstudierung: Denis Comtet); Frankfurter Museumsorchester

Besprechung auf kulturfreak.de

www.oper-frankfurt.de

Eugen Onegin (Jewgeni Onegin)
Lyrische Szenen in drei Akten

Von: Peter I. Tschaikowski
Uraufführung: 17. (29.) März 1879(Moskau, Maly-Theater)

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere: 11. März 17

Musikalische Leitung: Daniela Musca
Inszenierung: Vasily Barkhatov
Bühne: Zinovy Margolin
Kostüme: Olga Shaishmelashvili
Licht: Andreas Frank
Chor: Albert Horne
Dramaturgie: Regine Palmai

Besetzung:

Larina:
Romina Boscolo
Tatjana: Asmik Grigorian, Tatjana Miyus
Olga: Silvia Hauer
Filipjewna: Anna Maria Dur
Lenski: Thomas Blondelle, Aaron Cawley
Eugen: Onegin Christopher Bolduc
Triquet: Tobias Hunger, Erik Biegel
Fürst Gremin: Wolf Matthias Friedrich, Young Doo Park
Saretzki: Christian Balzer, Aldomir Mollov
Ein Hauptmann: Leonid Firstov, Martin Stoschka
Onegins Kammerdiener: Statisterie

Chor & Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

www.staatstheater-wiesbaden.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
20. November 16
Wiederaufnahme Saison 2017/18: 20. Oktober 17

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle / Sebastian Weigle / Nikolai Petersen
Regie:
Dorothea Kirschbaum (Konzeption: Jim Lucassen)
Bühnenbild: Katja Haß
Kostüme: Wojciech Dziedzic
Licht: Joachim Klein
Chor: Tilman Michael
Dramaturgie: Norbert Abels

Besetzung:

Larina:
Barbara Zechmeister / Barbara Zechmeister
Tatiana: Sara Jakubiak / Maria Bochmanova
Olga: Judita Nagyová / Maria Pantiukhova / Maria Pantiukhova / Judita Nagyová
Filipjewna: Elena Zilio /  Elena Zilio
Eugen Onegin: Daniel Schmutzhard / Gordon Bintner /  Daniel Schmutzhard / Iurii Samoilov
Lenski: Mario Chang / Allan Clayton
Fürst Gremin: Robert Pomakov / Nikolay Didenko
Ein Hauptmann: Daniel Miroslaw / Thomas Faulkner
Saretzki: Dietrich Volle / Barnaby Rea / Dietrich Volle
Triquet: Peter Marsh / Michael McCown / Michael McCown

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

grün = Wiederaufnahme Saison 2017/18

Besprechung auf kulturfreak.de


Eugen Onegin
Oper Frankfurt
Filipjewna und Tatiana
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Anlässlich der Premiere des Eugen Onegin am 20. November 2016 an der Oper Frankfurt wurden zwei Meisterwerke vom Publikum bestaunt: Zum einen die mit „lyrische Szenen“ untertitelte Oper von Peter I. Tschaikowski (1840-1893), zum anderen das raumfüllende Mosaik, das die Werktätigen Russlands beim Aufbau des Sozialismus zeigt. In Kleinstarbeit hatten die Theatermalerinnen und -maler der Oper Frankfurt dieses beeindruckende Bild für die Inszenierung von Dorothea Kirschbaum nach der Konzeption von Jim Lucassen per Hand gestempelt. Nun bot es im ersten Teil des Abends das Bühnenbild der Frankfurter Neuproduktion von Tschaikowskis Oper nach dem Roman von Alexander S. Puschkin. Doch gab es natürlich von dieser vierten Premiere der Spielzeit 2016/17 noch viel mehr zu berichten, und so schwärmte der Kritiker der Frankfurter Neuen Presse: „Dieser Eugen Onegin erzählt vom Menschen, der lernen muss, seine Gefühlswelt einzurichten, wo und wann auch immer. Puschkin hat das schonungslos beschrieben, Tschaikowski in wunderschöne, tief empfindende Musik gekleidet – und die Oper Frankfurt hat einen neuen Publikumsmagneten.“

Russland: Tatiana, die empfindsame Tochter der Gutsbesitzerin Larina, verliebt sich in den abgeklärten Dandy Eugen Onegin, den ihr Lenski, der Verlobte ihrer lebenslustigen Schwester Olga, vorstellt. An zentraler Stelle in der Oper schreibt die schüchterne Tatiana einen Brief, in dem sie dem Angebeteten ihre Liebe offenbart. Doch Onegin erklärt ihr kühl, dass er nicht für die Ehe geschaffen sei. Gelangweilt von der Atmosphäre in der Provinz macht er Olga schöne Augen und erregt so die Eifersucht seines Freundes Lenski. Der Streit mündet in einem Duell, das Lenski nicht überlebt. Onegin flieht vor seiner Schuld und entdeckt zu spät seine Gefühle für Tatiana.

Für die erste Wiederaufnahme der Produktion kehrt premierenbewährt Frankfurts Generalmusikdirektor Sebastian Weigle zurück ans Pult seines Frankfurter Opern- und Museumsorchesters, jedoch wechselt er sich diesmal mit dem jungen Kapellmeister Nikolai Petersen ab. Auch die Sängerbesetzung verzeichnet einige neue Namen: Die junge Russin Maria Bochmanova (Tatiana) kehrt nach Vorstellungen als Lauretta in Puccinis Gianni Schicchi 2015/16 an die Oper Frankfurt zurück. Der Brite Allan Clayton (Lenski) trat kürzlich als David in Wagners Die Meistersinger von Nürnberg am Royal Opera House Covent Garden in London auf, gefolgt von der Titelpartie in der viel beachteten Uraufführung von Brett Deans Hamlet beim Glyndebourne Festival 2017. Nikolay Didenko (Fürst Gremin) ist Russe und gastiert regelmäßig am Moskauer Bolschoi-Theater sowie an der Oper Köln, wo er 2017/18 als Comte des Grieux in Massenets Manon zu erleben sein wird. Thomas Faulkner (Ein Hauptmann) wurde 2016/17 vom Opernstudio ins Ensemble der Oper Frankfurt übernommen, wo der Brite jüngst als Graf Lamoral in Straussʼ Arabella zu erleben war. Alle weiteren Partien bleiben im Vergleich zur Premieren- bzw. zur deren Alternativbesetzung unverändert, darunter auch aus dem Ensemble Daniel Schmutzhard und Iurii Samoilov (Eugen Onegin) sowie Maria Pantiukhova und Judita Nagyová (Olga), die sich im Verlauf der Aufführungsserie in ihren jeweiligen Partien abwechseln. Eine besondere Freude ist, dass auch die italienische Mezzosopranistin Elena Zilio, während ihrer langen Karriere zu Hause an vielen bedeutenden internationalen Bühnen, als Filipjewna wieder mit von der Partie ist.  [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
23. März 13

Musikalische Leitung: Florian Csizmadia
Inszenierung: Johannes Erath
Bühne: Katrin Connan
Kostüme: Katharina Tasch
Licht: Alexander Dölling
Choreinstudierung: Sebastian hernandez-Laverny
Dramaturgie: Carsten Jenss

Besetzung:

Eugen Onegin:
Heikki Kilpeläinen / Patrick Pobeschin
Tatjana: Tatjana Charalgina
Olga: Sanja Anastasia
Lenski: Thorsten Büttner
Gremii: José Gallisa
Larina: Patricia Roach
Filipjewna: Katherina Marriott
Saretzki: Dietrich Greve
Triquet/Gillot: Ks. Jürgen Rust
Ein Hauptmann: Dietrich Greve

Statisterie des Staatstheater Mainz (Leitung: Dieter Rössler)
Chor des Staatstheater Mainz
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Besprechung auf kulturfreak.de


Eugen Onegin
Staatstheater Mainz
Eugen Onegin (Heikki Kilpeläinen), Olga (Sanja Anastasia), Larina (Patricia Roach), Lenskij (Thorsten Büttner)
© Martina Pipprich

Johannes Erath debütiert am Staatstheater Mainz mit seiner Neuinszenierung von “Eugen Onegin”. Tschaikowsky ist mit seiner dicht gewobenen Musik dabei hellhörig für die Ängste und Hoffnungen einer Jugend, die zwischen verzehrendem Idealismus und frühreifer Abgeklärtheit schwankt. Florian Csizmadia wird mit dieser Neuproduktion nach “Schwanensee” seinen zweiten Tschaikowsky in dieser Spielzeit dirigieren. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Europeras 1&2

Von:
John Cage
Uraufführung:
15. November 1987 (Frankfurt/M, Oper Frankfurt)

Zur Produktion der Ruhrtriennale:

Premiere: 17. August 12 (Jahrhunderthalle Bochum)

Regie: Heiner Goebbels
Bühne, Licht, Video: Klaus Grünberg
Kostüme: Florence von Gerkan
Choreografie: Florian Bilbao
Musikalische Einstudierung: Harry Curtis
Programmierung und Mitarbeit: Hubert Machnik
Sounddesign: Willi Bopp
Dramaturgie: Stephan Buchberger
Mitarbeit Regie: Matthias Mohr

Sopran: Ilse Eerens, Asmik Grigorian
Alt: Susanne Gritschneder
Mezzosopran: Liliana Nikiteanu, Karolina Gumos
Countertenor: Yosemeh Adjei
Tenor: Robin Tritschler
Bariton: Nikolay Borchev
Bass: Frode Olsen, Paolo Battaglia

Statisterie und Festivalorchester der Ruhrtriennale


Proben zu Europeras 1&2 in der Jahrhunderthalle Bochum
Ruhrtriennale
© Klaus Grünberg

John Cage komponierte 1987 „Europeras 1&2“ – als Negation der Oper aus dem Geist der Oper. John Cage bestand auf der radikalen Unabhängigkeit der Musik von allen anderen Elementen der Bühne und knüpfte – nicht nur in seiner Kompositionstechnik – an das von Marcel Duchamps entwickelte Konzept eines ‚objet trouvé’ an: alle Materialen werden nicht durch eine neue Komposition erzeugt, sondern kommen aus dem 200 Jahre alten Fundus der europäischen Opernliteratur.
Der Anspruch des langjährigen Teams um Heiner Goebbels besteht darin, den experimentellen Ansatz von John Cage mit den heutigen Möglichkeiten neu zu realisieren. Der Aufführungsort Jahrhunderthalle Bochum mit ihrer extremen Raumtiefe eignet sich hervorragend als Erfahrungsraum, in dem Gesang, Bild, Licht, Geste, Kostüme immer wieder neu zueinander in Beziehung treten. Im Titel „Europeras“ klingen sowohl „Your Operas“ als auch „Europe’s operas“ mit an. Der europäische Aspekt dieser Oper findet bei der internationalen Besetzung der Sänger wie bei der Auswahl ihres musikalischen Materials besondere Beachtung.
„Europeras 1&2“ steht für ein Konzept kultureller Offenheit und einer Vielstimmigkeit von künstlerischen Ausdrucksformen. [© Ruhrtriennale]

www.ruhrtriennale.de

Euryanthe
Große romantische Oper in drei Aufzügen

Von: Carl Maria von Weber
Uraufführung: 25. Oktober 1823 (Wien, Kärtnertortheater)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
5. April 15

Musikalische Leitung: Roland Kluttig
Regie: Johannes Erath
Bühnenbild: Heike Scheele
Kostüme: Gesine Völlm
Licht: Joachim Klein
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy
Chor, Extra-Chor: Tilman Michael

Besetzung:

König: Kihwan Sim / Bálint Szabó
Adolar: Eric Cutler
Euryanthe: Erika Sunnegårdh
Lysiart: James Rutherford
Eglantine: Heidi Melton
Emma: Katharina Ruckgaber
Udo: Michael Porter

Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Chor und Extra-Chor der Oper Frankfurt
Statisterie der Oper Frankfurt

Besprechung auf kulturfreak.de


Euryanthe
Oper Frankfurt
Adolar (Eric Cutler), Euryanthe (Erika Sunnegårdh), Chor und Extrachor der Oper Frankfurt

 © Monika Rittershaus

Zum Inhalt:
Graf Adolar steht kurz vor der Vermählung mit Euryanthe. Graf Lysiart gönnt ihm sein Glück nicht und wettet, Euryanthe der Untreue überführen zu können. Mit der Unterstützung Eglantines schafft er es tatsächlich, dem Bräutigam die vermeintliche Treulosigkeit Euryanthes glaubhaft zu machen. Von Adolar aus Rache allein im Wald zurückgelassen, wird Euryanthe vom König gerettet und schafft es, ihn von ihrer Unschuld zu überzeugen. Adolar erfährt von den Hintergründen der Intrige gegen seine Braut und versucht, die bevorstehende Hochzeit von Lysiart und Eglantine zu verhindern. Nachdem die beiden Intriganten zur Rechenschaft gezogen worden sind, finden Adolar und Euryanthe wieder zueinander.

Mit der musikalischen Leitung dieser Neuproduktion gibt der Coburger GMD Roland Kluttig sein Debüt in Frankfurt. Regisseur Johannes Erath inszenierte hier u.a. Verdis Otello (2011/12) und Händels Giulio Cesare (2012/13). Zu seinen aktuellen Aufgaben gehört Janáčeks Das schlaue Füchslein an der Hamburgischen Staatsoper, in Planung befindet sich Mozarts Le nozze di Figaro an der Semperoper Dresden. In der Titelpartie kehrt die schwedische Sopranistin Erika Sunnegårdh zurück an den Main, wo sie als Leonore in Beethovens Fidelio (2007/08) und Puccinis Tosca (2010/11) erfolgreich war. Jüngste Aufgaben waren die Kaiserin in Strauss‘ Die Frau ohne Schatten und Bellinis Norma in Wiesbaden. Der amerikanische Tenor Eric Cutler (Hausdebüt als Adolar) singt an allen renommierten Häusern weltweit. Aktuelle Engagements sind Ein Sänger in Strauss‘ Der Rosenkavalier an der New Yorker Met und Apollo in Strauss‘ Daphne in Brüssel, gefolgt von Don José in Bizets Carmen an der ENO in London. Auch James Rutherford (Lysiart) tritt erstmals an der Oper Frankfurt auf. Von seinem Stammhaus Graz aus reüssierte er vor allem in den großen Bariton-Partien Wagners, so führte ihn u.a. Hans Sachs in den Meistersingern 2010 und 2011 nach Bayreuth. Nach ihrem Debüt als Mutter in Humperdincks Hänsel und Gretel kehrt die amerikanische Sopranistin Heidi Melton (Eglantine) nach Frankfurt zurück. Aktuell gastiert sie u.a. in Berlin und New York. Aus dem Ensemble stammt Kihwan Sim (Ludwig VI.), Katharina Ruckgaber (Berta) und Michael Porter (Rudolf) sind Mitglieder des Studios. Bálint Szabó (Alternativbesetzung Ludwig VI.) war bis 2009 in Frankfurt engagiert. [© Oper Frankfurt]

Weitere Vorstellungen: 10., 12., 16., 19., 25., 30. April, 3. Mai (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren) 2015

Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.00 Uhr!

www.oper-frankfurt.de

Der Evangelienmann
Oper in zwei Akten

Musik: Wilhelm Kienzl (1857 - 1941)
Libretto: von Wilhelm Kienzl nach der Erzählung "Aus den Papieren eines Polizeikommissaers. Wiener Sittenbilder" von Dr. Leopold Florian Meißner

Uraufführung: 1895

Ezio
Dramma per musica in drei Akten

Von: Christoph Willibald Gluck
Uraufführung: 1750 Prag, Teatro Nuovo

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
(Prager Fassung)

Premiere: 10. November 13
1. Wiederaufnahme (Saison 2016/17): 9. Dezember 16

Musikalische Leitung: Christian Curnyn / Simone Di Felic
Regie: Vincent Boussard
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Caterina Panti Liberovici
Bühnenbild: Kaspar Glarner
Kostüme:
Christian Lacroix
Licht:
Joachim Klein
Video:
Bibi Abel
Dramaturgie:
Zsolt Horpácsy

Besetzung:

Valentiniano:
Max Emanuel Cenčić / Rupert Enticknap
Fulvia: Paula Murrihy / Cecelia Hall
Ezio: Sonia Prina / Max Emanuel Cenčić
Onoria: Sofia Fomina / Sydney Mancasola
Massimo: Beau Gibson / Theo Lebow
Varo: Simon Bode / Michael Porter

Frankfurter Opern- und Museumsorchester

grün = Wiederaufnahme Saison 2016/17

Besprechung auf kulturfreak.de


Ezio
Oper Frankfurt ~ Saison 2016/17
v.l.n.r. Massimo (Theo Lebow), Fulvia (Cecelia Hall), Ezio (Max Emanuel Cencic),
Varo (Michael Porter),Onoria (Sydney Mancasola)Valentiniano (Rupert Enticknap)

© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Die Neuinszenierung des Ezio von „Opernreformator“ Christoph Willibald Gluck (1714-1787) durch den französischen Regisseur Vincent Boussard feierte am 10. November 2013 Premiere an der Oper Frankfurt. Ein besonderer Blickfang dieser Produktion waren sicherlich die aufwändigen Kostüme von Modeschöpfer Christian Lacroix, welche die Basis für eine detailliert ausgearbeitete Personenführung abgaben. So konnte man in einer nach der Premiere erschienenen Kritik lesen: „Auf die genaue Charakterisierung der Personen und deren Beziehungen untereinander legt der Regisseur besonderen Wert. So entsteht ein apartes Kammerspiel, das ganz auf die Protagonisten fokussiert ist.“ Ein weiterer Rezensent schrieb: „Die ausdrucksvollen Kostüme in karger Umgebung saugen die Blicke des Publikums an und lenken sie ganz auf die Figuren. Mit ihnen arrangiert Regisseur Boussard ein intensives Kammerspiel, das mit wenigen Requisiten auskommt und ganz auf Gesten, Blicken und Posen beruht. (…) Ein solches Konzept hätte mit minderbegabten Darstellern rasch scheitern können. In Frankfurt aber verhilft ein spielfreudiges Ensemble der Regie zur Entfaltung.“

Die musikalische Leitung der Wiederaufnahme liegt bei Simone Di Felice. Der Italiener wirkt seit 2012/13 als Solorepetitor an der Oper Frankfurt, wo er sich den Ruf als gefragter Barockdirigent erarbeitet hat. Zuletzt leitete er 2015/16 im Bockenheimer Depot Händels Radamisto. Max Emanuel Cencic (Ezio) gehört zu den renommiertesten Countertenören der Szene mit einer umfangreichen Diskographie und Auftritten an vielen wichtigen Barockmusik-Zentren. In der Premierenserie der Produktion 2013/14 sang der Kroate noch die Partie des Valentiniano, die nun von seinem englischen Fachkollegen Rupert Enticknap übernommen wird. Zu dessen aktuellen Verpflichtungen zählen Auftritte in Händel-Opern am Theater an der Wien (Orlando) sowie beim London Handel Festival (Elpidia) und Buxton Festival (Tamerlano). Geplant ist zudem die Partie des Hirten Lel in Rimski-Korsakows Schneeflöckchen an der Opéra national de Paris. Zur Besetzung aus dem Ensemble gehören die „Neuzugänge“ Cecelia Hall (Fulvia), Sydney Mancasola (Onoria) und Theo Lebow (Massimo) sowie Michael Porter als Varo. [© Oper Frankfurt]

Zum Inhalt:
Vor dem Hintergrund des historisch verbürgten Sieges des römischen Feldherrn Aetius (Ezio) über die Hunnen im 5. Jahrhundert v. Chr. behandelt das Werk eine komplizierte Intrigen- und Liebesgeschichte: Der Patrizier Massimo will sich an Kaiser Valentiniano rächen, da dieser einst Massimos Frau verführt und vergewaltigt hatte. Seine Tochter Fulvia soll den Kaiser heiraten, um ungehindert den Sühnemord zu begehen. Doch das Mädchen liebt den Krieger Ezio, der aber wiederum Onoria, der Schwester des Kaisers, versprochen ist. Als Massimos Mordanschlag auf Valentiniano misslingt, lenkt der Patrizier den Verdacht auf Ezio. Daraufhin will der Kaiser den Widersacher aus dem Weg räumen lassen. Da wird die Nachricht vom vermeintlichen Tod Ezios verkündet. Massimo hetzt nun das Volk gegen den Kaiser auf, der schließlich durch den in Wahrheit noch lebenden Ezio gerettet wird. Der Kaiser verzeiht daraufhin allen und verzichtet zugunsten seines Feldherrn auf Fulvia. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

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