kulturfreak

Oper, Stückeinfo: D

La Damnation de Faust (Fausts Verdammnis)
Légende-dramatique in vier Teilen

Von:
Hector Berlioz
Text: Hector Berlioz und Almire Gandonnière (nach Faust. Der Tragödie erster Teil (1806) von Johann Wolfgang von Goethe )
Uraufführung:
6. Dezember 1846 (Paris, Opéra-Comique; konzertant)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
In der französischen Übersetzung (1828) von Gérard de Nerval.
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Premiere: 13. Juni 10
Wiederaufnahme Saison 2010/11: 26. Februar 2011

Musikalische Leitung: Julia Jones / Friedemann Layer
Inszenierung: Harry Kupfer
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Tobias Heyder
Bühnenbild: Hans Schavernoch
Kostüme: Yan Tax
Dramaturgie: Norbert Abels
Licht: Joachim Klein
Video: Peer Engelbracht
Chor und Extrachor: Matthias Köhler / Matthias Köhler
Choreografische Einstudierung: Irene Klein

Besetzung:
Marguerite:
Alice Coote / Claudia Mahnke
Faust: Matthew Polenzani / Russell Thomas
Méphistophélès: Simon Bailey / Simon Bailey
Brander: Thorsten Grümbel / Dietrich Volle
Chor, Extrachor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Chor und Extrachor: Matthias Köhler

grün = Wiederaufnahme Saison 2010/11

Besprechung auf kulturfreak.de

Zum Inhalt:
Die Handlung folgt bis auf den Schluss der literarischen Vorlage Goethes: Faust ist des Lebens überdrüssig und sehnt sich nach innerem Frieden. Méphistophélès verspricht ihm ewige Jugend und die Erfüllung all seiner Wünsche, zudem weckt er Fausts Verlangen nach Marguerite. Die junge Frau träumte kürzlich von einem Geliebten. Wieder glaubt sie zu träumen, als Faust erscheint und sie sich ihm hingibt. Als er von den Nachbarn entdeckt wird, ergreift er die Flucht. Méphistophélès hat den Tod von Marguerites Mutter verschuldet, sie selbst soll dafür mit dem Tode büßen. Faust fleht Méphistophélès an, das Mädchen zu retten. Umsonst – die beiden Männer fahren zur Hölle, Marguerites Musik aber spricht nicht von Verdammung.            [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Daphne
Bukolische Tragödie in einem Aufzug

Von: Richard Strauss
Text: Joseph Gregor
Uraufführung: 15. Oktober 1938 (Dresden, Semperoper)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 28. März 10
Wiederaufnahme Saison 2013/14: 28. Februar 14
Wiederaufnahme Saison 2010/11: 13. März 11


Musikalische Leitung: Sebastian Weigle / Hans Drewanz / Stefan Blunier
Regie:
Claus Guth
Szenische Leitung der Wiederaufnahme:
Fabian von Mat
Bühnenbild und Kostüme:
Christian Schmidt
Choreografische Mitarbeit:
Lior Lev
Dramaturgie:
Norbert Abels
Licht:
Olaf Winter
Chor:
Matthias Köhler

Besetzung:

Peneios:
Matthew Best / Alfred Reiter / Magnus Baldvinsson
Gaea:
Tanja Ariane Baumgartner / Tanja Ariane Baumgartner / Tanja Ariane Baumgartner
Daphne:
Maria Bengtsson / Juanita Lascarro (26. Juni 10) / Juanita Lascarro / Maria Bengtsson
Leukippos:
Daniel Behle / Carsten Süß / Daniel Behle
Apollo:
Lance Ryan / Arnold Rawls / Peter Marsch
1. Schäfer:
Dietrich Volle / Dietrich Volle / Dietrich Volle
2. Schäfer:
Julian Prégardien / Julian Prégardien / Michael Porter
3. Schäfer:
Franz Mayer / Sebastian Geyer / Franz Mayer
4. Schäfer:
Sungkon Kim  / Toby Girling / Björn Bürger
1. Magd:
Christiane Karg / Anna Ryberg / Anna Ryberg
2. Magd:
Nina Tarandek / Nina Tarandek / Nina Tarandek
Darstellerin der alten Daphne:
Corinna Schnabel / Corinna Schnabel / Corinna Schnabel

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

grün = Wiederaufnahme Saison 2010/11
rot = Wiederaufnahme Saison 2013/2014


Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper

Besprechung der 1. Wiederaufnahme auf kulturfreak.de
Besprechung auf kulturfreak.de


Daphne
Oper Frankfurt
Leukippos (Daniel Behle; verkleidet in weißem Kleid) und Daphne (Maria Bengtsson) sowie Chor der Oper Frankfurt

Foto: Barbara Aumüller

Zum Inhalt:
Griechenland in mythischer Vorzeit: Mit den Strahlen der untergehenden Sonne wird das Dionysosfest eingeläutet. Daphne, Tochter des Fischers Peneios und der Erdenmutter Gaea, kann sich dieses Fruchtbarkeitsrituals nicht erfreuen. Als menschliche Verkörperung der Natur ist ihr die Liebe zu Männern völlig fremd. Apollo, der als Rinderhirte verkleidet auf dem Fest erscheint und ihr verfällt, kann sie nichts abgewinnen. Erst durch Leukippos’ List, verhüllt in Frauenkleidern Daphne zum Dionysostrank zu verführen, bricht sie mit ihrer wahren Natur. Apollo, der den Betrug durchschaut, fordert Leukippos auf, sich seiner Verkleidung zu entledigen. Daraufhin gibt auch Apollo seine Identität als Sonnengott preis. Daphne jedoch entzieht sich beiden. Als Leukippos Apollo verflucht, tötet ihn dieser. Apollos Erkenntnis, gegen seine göttliche Bestimmung und die Natur Daphnes gehandelt zu haben, kommt zu spät. Vergeblich bittet er die Götter um Verzeihung. Daphne kann erlöst werden: Indem sie sich in einen Lorbeerbaum verwandelt, vereinigt sie sich mit der geliebten Natur. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Death in Venice (Tod in Venedig)
Oper in zwei Akten

Musik von: Benjamin Britten (1913 – 1976)
Libretto von: Myfanwy Piper nach der Novelle von Thomas Mann

Uraufführung: 16. Juni 1973 (Snape, Snape Maltings Concert Hall, im Rahmen des Aldeburgh Festivals)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
25. Februar 06
Wiederaufnahme: 2. Juni 07

Musikalische Leitung: Karen Kamensek / Mark Shanahan
Regie: Keith Warner
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Katharina Thoma
Bühnenbild: Boris Kudlicka
Kostüme: Kaspar Glarner
Licht: Davy Cunningham
Video: Evita Galanou, Ueli Nüesch, Thomas Wollenberger
Dramaturgie: Norbert Abels
Chor: Alessandro Zuppardo
Choreografie: Irene Klein

Besetzung:
Aschenbach: Kim Begley / Nigel Robson
Traveller, älterer Dandy, Gondoliere, Hotelmanager, hotelfriseur, Anführer der Straßensänger, Dionysos, Aschenbachs Vater^: Johannes Martin Kränzle / Nathaniel Webster
Apollo: William Towers / Steve Wächter
Tadzio^ : Laurenz Johannis Leky / Laurenz Johannis Leky
Apollo: Steve Wächter / Steve Wächter
Lido-Bootsmann, englischer Angestellter, Kellner: Florian Plock / Florian Plock
Russische Mutter, Straßensängerin: Barbara Zechmeister / Barbara Zechmeister
Französisches Mädchen, Spitzenverkäuferin: Alketa Hoxha / Alketa Hoxha
Englische Dame, Erdbeerverkäuferin, Zeitungsverkäuferin, Tourist: Sonja Mühleck / Britta Stallmeister
Deutsche Mutter: Christiana Maria Waschk / Christiana Maria Waschk
Französische Mutter: Claudia Grunwald / Claudia Grunwald
Dänische Dame, Bettlerin, Tourist: Annette Stricker / Annette Stricker
Russische Gouvernante: Margit Neubauer / Margit Neubauer
Straßensänger, 1. Gondoliere: Fernando Dam Wang / Fernando Dam Wang
Hotelportier, 3. Gondoliere: Michael McCown / Michael McCown
1. Amerikaner, Tourist: Kent Carlson / Kent Carlson
2. Amerikaner, Glasbläser: Hans-Jürgen Lazaar / Ralf Simon
Schiffssteward, polnischer Vater, 2. Gondoliere: Franz Mayer / Franz Mayer
Russischer Vater, fremdenführer, Tourist: Gérard Lavalle / Gérard Lavalle
Deutscher Vater, Restaurantkellner, Priester: Soon-Won Kang / Soon-Won Kang
Tadzios Mutter^: Barbara Luft / Barbara Luft
Tadzios Gouvernante^: Donna Zielinski / Donna Zielinski
Tadzios Schwestern^: Rachel Ullrich, Maja Sänger / Rachel Ullrich, Maja Sänger
Schattentänzer^: Ricardo Peireira, Alexandre Karl-Da-Silva / Ricardo Peireira, Alexandre Karl-Da-Silva

Flügel auf der Bühne (Junger Aschenbach): Erik Nielsen / Hilko Dumno
Flügel im Orchestergraben: Francesca Zamponi / Francesca Zamponi

^ = stumme Rolle
grün = Wiederaufnahme Saison 06/07

Zum Inhalt:
Der sich in einer Schaffenskrise befindende Schriftsteller Gustav Aschenbach reist nach Venedig, wo er sich in den 12-jährigen polnischen Knaben Tadzio verliebt und damit die Grenzen seiner bisherigen Welt überschreitet. Er glaubt, in Tadzio die Möglichkeiten vollkommener Form zu erkennen, um die er als Schriftsteller sein Leben lang gekämpft hat, fällt aber schließlich – alle Anzeichen des nahenden Unglücks ignorierend – der in Venedig grassierenden Cholera zum Opfer. [© Text: Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Delusion of the Fury
A Ritual of Dream and Delusion

Von: Harry Partch

Uraufführung des vollständigen Werks: 9. Januar 1969 (Los Angeles, UCLA Playhouse)
Europäische Erstaufführung: 23. August 2013 (Ruhrtriennale; Jahrhunderthalle Bochum)

Zur Inszenierung der Ruhrtriennale 2013:

Premiere:
23. August 2013 (Jahrhunderthalle Bochum)

Regie: Heiner Goebbels
Bühne, Licht: Klaus Grünberg
Kostüme: Florence von Gerkan
Musikalische Einstudierung: Arnold Marinissen
Sounddesign: Paul Jeukendrup
Dramaturgie: Matthias Mohr

Ensemble musikFabrik

Besprechung auf kulturfreak.de


Harry Partch: Delusion of the Fury
Ruhrtriennale 2013, Jahrhunderthalle Bochum
Ensemble
© Wonge Bergmann

Weitere Termine: 24. August, 1., 8. September 13 jeweils 17.00 Uhr, 30. 31. August 6. 7. September 13  jeweils 20.00 Uhr
Dauer: 1h 30 min

Tickets: 20 / 30 / 45 / 65 €, Ermäßigungen ab 10,00 €

www.ruhrtriennale.de

Dialogues des Carmélites (Gespräche der Karmeliterinnen)
Oper in drei Akten

Von: Francis Poulenc
Libretto: Francis Poulenc nach Georges Bernanos
D
eutsche Textfassung: Peter Funk und Wolfgang Binal
Uraufführung italienische Fassung:
26. Januar 1957 (Mailand, Scala)
Uraufführung französische italienische Fassung: 21. Juni 1957 (Paris, Opéra Garnier)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere: 11. Juni 16

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer
Inszenierung: Elisabeth Stöppler
Bühne: Annika Haller
Kostüme: Frank Lichtenberg
Chor: Sebastian Hernandez-Laverny
Dramaturgie: Lars Gebhardt

Besetzung:

Marquis de la Force:
Peter Felix Bauer
Blanche de la Force: Vida Mikneviciute

Der Chevalier: Steven Ebel
Madame de Croissy: Gudrun Pelker
Madame Lidoine: Nadja Stefanoff
Mère Marie: Linda Sommerhage
Schwester Constance: Dorin Rahardja
Mère Jeanne: Katja Ladentin
Schwester Mathilde: Anke Steffens
Beichtvater des Karmel: Johannes Mayer
Offizier: Georg Lickleder
Erster Kommisar: Scott Ingham
Zweiter Kommisar: Ion Dimieru
Kerkermeister (Tonaufnahme): Derrick Ballard
Thierry: Reiner Weimerich
Monsieur Javelinot, Arzt: Hans-Helge Gerlik

Chor und Extrachor des Staatstheater Mainz
Philharmonisches Staatsorchester Mainz


Dialogues des Carmélites
Staatstheater Mainz
Vorabbild mit Nadja Stefanoff, Anke Steffens, Katja Ladentin, Gudrun Pelker, Dorin Rahardja, Linda Sommerhage
© Vorabbild Andreas Etter

Von Geburt an ist Blanches Leben von Angst geprägt. Bei Ausbruch der französischen Revolution beschließt sie, in den Orden der Karmelitinnen einzutreten, um in der Abgeschiedenheit eines Klosters Sicherheit zu finden. Doch in den gewaltigen gesellschaftlichen Umwälzungen gerät auch die Welt der Nonnen zunehmend ins Visier der revolutionären Kräfte. Sie schwören, notfalls für ihren Glauben zu sterben. Blanche flieht aus der Gemeinschaft zurück in ihr Vaterhaus und überwindet ihre Angst erst, als sie hört, dass ihre Mitschwestern zum Tode verurteilt wurden.

In seinen Dialogues des Carmélites greift Francis Poulenc auf eine historische Begebenheit zurück: Im Jahr 1794 stiegen 16 Karmelitinnen aus Compiègne singend auf das Schafott. Das Zeitgeschehen findet in der Oper seinen Widerhall in den Gesprächen der außergewöhnlichen Frauen. Dabei gestaltet Poulenc nicht das große historische Tableau, sondern komponiert psychologisch differenzierte Charaktere und stellt zugleich seiner Hauptfigur Blanche und dem Publikum eine existentielle Frage: Was können wir tun, wenn die Welt um uns aus den Fugen gerät? [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Dido and Aeneas
Oper in drei Akten

Von: Henry Purcell
Text: Nahum Tate nach dem fünften Buch von Vergils “Aeneis”
Uraufführung: April 1689 (London/Chelsea, Mädchenpensionat des Tanzmeisters Josias Priest)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
(Doppelabend mit Béla Bartóks “Herzog Blaubarts Burg)

Premiere: 5. Dezember 10
Wiederaufnahme Saison 2013/2014: 16. November 13
Wiederaufnahme Saison 2012/2013: 25. Mai 13

Musikalische Leitung: Constantinos Carydis  / Steven Sloane / Constantinos Carydis
Regie:
Barrie Kosky
Bühnenbild und Kostüme:
Katrin Lea Tag
Dramaturgie:
Zsolt Horpácsy
Licht:
Joachim Klein
Chor:
Matthias Köhler

Besetzung:

Dido: Paula Murrihy / Sharon Carty / Paula Murrihy
Belinda:
Britta Stallmeister / Kateryna Kasper / Kateryna Kasper
Second Women:
Anna Ryberg / Elizabeth Reiter / Elizabeth Reiter
Sorceress:
Martin Wölfel / Martin Wölfel / Martin Wölfel
First Witch:
Dmitry Egorov / Roland Schneider / Dmitry Egorov
Second Witch:
Roland Schneider / Dmitry Egorov / Roland Schneider
Spirit:
Peter Marsh / Peter Marsh / Michael Porter
Aeneas:
Sebastian Geyer / Sebastian Geyer / Sebastian Geyer
Sailor:
Peter Marsh / Peter Marsh / Michael Porter

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Musikalische Leitung: Steven Sloane
Regie: Barrie Kosky

grün = Wiederaufnahme Saison 2012/2013
rot = Wiederaufnahme Saison 2013/2014

Besprechung der Wiederaufnahme auf kulturfreak.de

Besprechung der Premiere auf kulturfreak.de

Zum Inhalt:
In Dido and Aeneas verliebt sich Aeneas auf der Rückreise aus dem Trojanischen Krieg in Dido, die verwitwete Königin von Kathargo. Zögerlich erwidert sie seine Zuneigung, da sie ahnt, dass Aeneas sie bald wieder verlassen wird. Das Paar wird Opfer einer Intrige: Geblendet durch einen Zauber bricht Aeneas entgegen seiner eigentlichen Absicht tatsächlich seine Zelte in Kathargo ab. Dido stirbt an gebrochenem Herzen. In Herzog Blaubarts Burg folgt Judit ihrem Mann Blaubart auf seine Burg. Dort herrscht eine dunkle, unheimliche Atmosphäre: Sieben Türen bergen Geheimnisse. Nach und nach gelingt es Judit, alle Türen zu öffnen. Hinter der siebten und letzten entdeckt sie schließlich ihre drei Vorgängerinnen. Auch Judit tritt durch diese Tür, das Schloss versinkt erneut in Dunkelheit.  [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere: 3. Oktober 09

Musikalische Leitung: Michael Schneider
Inszenierung: Arila Siegert
Bühne: Hans Dieter Schaal
Kostüme: Susanne Maier-Staufen
Gesangscoach: Prof. Claudia Eder
Choreinstudierung: Danilo Tepša

Mit Mitgliedern des Staatstheaters Mainz und des Jungen Ensembles in einer Produktion des Staatstheaters Mainz und der Hochschule für Musik Mainz („Internationale Sommerschule Singing Summer“).

Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Die Aufführung von Henry Purcells Dido und Aeneas zum 350. Todestag des Komponisten ist Teil des auf die Spielzeiten 2007 bis 2010 angelegten Opernzyklus „Gottes starke Töchter", in dessen Mittelpunkt große Frauengestalten der Opernliteratur stehen.

www.staatstheater-mainz.de

Die diebische Elster (La gazza ladra)
Melodramma in zwei Akten
 
Von: Gioacchino Rossini
Uraufführung: 31. Mai 1817 (Mailand, Teatro alla Scala)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
30. März 14
Wiederaufnahme Saison 2015/16: 11. Dezember 15

Musikalische Leitung: Henrik Nánási / Giacomo Sagripanti
Regie: David Alden
Bühnenbild: Charlie Edwards
Kostüme:
Jon Morrell
Licht:
Olaf Winter
Choreografie: Maxine Braham
Videodesign: Bibi Abel
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy
Chor:
Matthias Köhler / Tilman Michael

Besetzung:

Fabrizio Vingradito: Franz Mayer / Barnaby Rea
Lucia, seine Frau: Katarina Leoson / Katarina Leoso
Gianetto, sein Sohn: Francisco Brito / Martin Mitterrutzner
Ninetta, Dienstmädchen: Sophie Bevan / Juanita Lascarro
Fernando Villabella, ihr Vater: Jonathan Lemalu / Giovanni Furlanetto
Gottardo, Bürgermeister: Kihwan Sim / Kihwan Sim
Pippo, Bauernbursche: Alexandra Kadurina / Judita Nagyová
Isacco, Händler: Nicky Spence / Nicky Spence
Antonio, Kerkermeister: Michael McCown / Michael McCown
Giorgio, Diener des Bürgermeisters: Iurii Samoilov / Gurgen Baveyan
Ernesto: Mitglied des Opernstudios / Thomas Charrois
Amtsrichter: Carlos Krause / Carlos Krause

grün = Wiederaufnahme Saison 2015/16

Besprechung der Wiederaufnahme auf kulturfreak.de

Besprechung auf kulturfreak.de


Die diebische Elster
Oper Frankfurt (Saison 2015/16)
v.l.n.r. Ninetta (Juanita Lascarro), Gianetto (Martin Mitterrutzner), Lucia (Katarina Leoson), Giorgio (Gurgen Baveyan; am Tisch sitzend), Gottardo (Kihwan Sim) Pippo (Judita Nagyová; kniend, mit Käfig vor sich) und Fabrizio Vingradito (Barnaby Rea; sitzend)
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Die diebische Elster (La gazza ladra) von Gioacchino Rossini (1792-1868) feierte am 30. März 2014 in der Regie von David Alden Premiere an der Oper Frankfurt. Alden war es dabei gelungen, nicht nur den heiteren Facetten des Werkes und damit dem typischen Stil von Rossinis Buffo-Opern gerecht zu werden, sondern auch die gleichermaßen im Werk vorhandenen gesellschaftspolitischen, geradezu revolutionären Untertöne herauszuarbeiten. So konnte man in einer der nach der Premiere erschienen Kritiken lesen: „Das Melodram über dreieinhalb Stunden zwischen Komik und Tragik in der Schwebe zu halten, den der Commedia dell’Arte entlehnten Elementen ebenso gerecht zu werden wie dem Pathos eines auf Verdi vorausweisenden Bühnendramas, erfordert von der Regie nicht nur langen Atem, sondern großes stilistisches Fingerspitzengefühl.“

Anlässlich der ersten Wiederaufnahme der Produktion aus der Spielzeit 2013/14 weist der Besetzungszettel eine Reihe neuer Namen auf: Die musikalische Leitung übernimmt nun im Rahmen seines Hausdebüts der junge Italiener Giacomo Sagripanti, der sich vor allem im italienischen Fach einen Namen gemacht hat. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den Werken Rossinis: Il barbiere di Siviglia dirigierte er in Pesaro, La Cenerentola führte ihn nach Dresden, Hamburg, Paris und Seattle. Als Fernando Villabella kehrt der italienische Bass Giovanni Furlanetto an den Main zurück, wo er 2004 als Don Profondo in Rossinis Il viaggio a Reims debütierte. Zu seinen aktuellen Aufgaben gehört u.a. die Titelpartie in Rossinis Il turco in Italia am Opéra-Théâtre de Metz Métropole. Der Brite Barnaby Rea gibt als Fabrizio Vingradito sein Hausdebüt in Frankfurt. Der junge Bass ist Stipendiat (Harewood Artist) an der English National Opera in London, wo auch der Basilio in Rossinis Il barbiere di Siviglia zu seinen aktuellen Aufgaben gehört. Angeführt von Juanita Lascarro (Ninetta) und Martin Mitterrutzner (Gianetto) stammen alle weiteren neubesetzte Sängerinnen und Sänger aus dem Ensemble und dem Opernstudio der Oper Frankfurt, darunter Judita Nagyová (Pippo) und Gurgen Baveyan (Giorgio). Alle übrigen Partien sind mit jenen Künstlern und Künstlerinnen besetzt, die bereits in der Premierenserie vertreten waren: Katarina Leoson (Lucia), Nicky Spence (Isacco) und Carlos Krause (Amtsrichter) als Gäste sowie Kihwan Sim (Gottardo) und Michael McCown (Antonio) aus dem Ensemble der Oper Frankfurt.

Zum Inhalt:
 Ninetta ist Dienstmädchen im Hause eines reichen Pächters und mit dessen Sohn Gianetto verlobt. Als der junge Mann aus dem Krieg heimkehrt, ist sie überglücklich, denn nun soll Hochzeit sein. Gleich darauf jedoch fällt ein schlimmer Verdacht auf das Mädchen: Die Frau des Pächters vermisst einen silbernen Löffel, und alle Umstände sprechen gegen Ninetta. Sie wird verhaftet und soll nach geltendem Kriegsrecht hingerichtet werden. Doch im letzten Moment wird die wahre Schuldige entdeckt, eine „diebische Elster“. Erleichtert schließen sich die Verliebten in die Arme. [© Oper Frankfurt]

© Oehms Classics
Gioacchino Rossini: Die diebische Elster - La Gazza Ladra
Bevan, Lemalu, Sacchi, Leoson, Brito, Sim, Spence, Kadurina u.a.
Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Chor der Oper Frankfurt, Nánási
OehmsClassics 2015

In Zusammenarbeit mit OehmsClassics produziert die Oper Frankfurt eine Live-CD-Serie. Vor allem weniger bekannte Stücke werden hierfür mitgeschnitten. Alle CDs enthalten Booklets mit Szenenfotos und den kompletten Libretti. Die Tonträger sind während der Vorstellungen im Foyer, an der Vorverkaufskasse am Willy-Brandt-Platz sowie im Handel erhältlich.

www.oper-frankfurt.de

Diktator, Der
Operneinakter

Von: Ernst Křenek

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt
Mit den weiteren Operneinakter Schwergewicht oder Die Ehre der Nation und Das geheime Königreich

Premiere: 30. April 17

Musikalische Leitung: Lothar Zagrosek
Inszenierung: David Hermann
Bühnenbild: Jo Schramm
Kostüme: Katharina Tasch
Licht: Olaf Winter
Dramaturgie: Mareike Wink
Chor (Das geheime Königreich): Markus Ehmann

Besetzung Der Diktator:

Der Diktator:
Davide Damiani
Charlotte, seine Frau: Juanita Lascarro
Der Offizier: Vincent Wolfsteiner
Maria, seine Frau:  Sara Jakubiak

Besetzung  Schwergewicht oder Die Ehre der Nation:

Adam Ochsenschwanz:
Simon Bailey
Evelyne, seine Frau: Barbara Zechmeister
Gaston, ein Tanzmeister: Michael Porter
Professor Himmelhuber: Ludwig Mittelhammer
Anna Maria Himmelhuber, seine Tochter: Nina Tarandek
Journalist / Regierungsrat: Michael McCown

Besetzung Das geheime Königsreich:

Der König:
Davide Damiani
Die Königin: Ambur Braid
Der Narr: Sebastian Geyer
Der Rebell: Peter Marsh
Drei singende Damen: Alison King, Julia Dawson, Judita Nagyová
Erster Revolutionär: Michael McCown
Zweiter Revolutionär: Dogus Güney
Ein Wächter: Michael Porter

Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Chor der Oper Frankfurt
Statisterie der Oper Frankfurt

Besprechung auf kulturfreak.de


Der Diktator
Oper Frankfurt
Maria (Sara Jakubiak) und Der Diktator (Davide Damiani)
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Nach dem überragenden Erfolg seiner Oper Jonny spielt auf (1927) wartete die Musikwelt ungeduldig auf Neues aus der Feder des in Wien geborenen Komponisten Ernst Křenek (1900-1991). Damals konnte noch niemand ahnen, dass rund zehn Jahre später ein auf diese Oper anspielendes Plakat – welches auf rotem Grund einen schwarzen Saxophonspieler mit Judenstern am Revers zeigte, versehen mit der Hetzparole „Entartete Musik“ – zum „anti-kulturellen“ Symbol dieser dunklen Zeit wurde, die den Komponisten schließlich zur Emigration in die USA veranlasste. Doch zuvor gelang es Křenek, mit seinen Operneinaktern Der Diktator, Schwergewicht und Das geheime Königreich die in ihn gesetzten Erwartungen sogar noch zu übertreffen. Die Uraufführung am 6. Mai 1928 am Staatstheater Wiesbaden wurde vom Publikum bejubelt, darunter – wie in einer Kritik vermerkt – „viele Frankfurter, dankbar für die frische Luft, die ihnen entgegenschlug“. Křenek vertonte die drei Kurzopern in unterschiedlichen musikalischen Stilen: den Diktator als tragische Oper mit veristischen Anklängen, das Schwergewicht als burleske „Operette“ mit den Modetänzen der Zeit und das Königreich als schillernde Märchenoper à la Schreker.

Der Diktator begehrt Maria. Sie ist zu ihm gekommen, um Rache für ihren Ehemann zu nehmen, der als Offizier im Krieg sein Augenlicht verloren hat. Daraufhin schießt Charlotte, die eifersüchtige Frau des Herrschers, auf ihren Mann und tötet dabei die vermeintliche Rivalin. Im Glauben, das Attentat sei geglückt, verrät der blinde Soldat den mörderischen Plan.

Meisterboxer Adam Ochsenschwanz ist ein wahres Schwergewicht. Als er bemerkt, dass seine Frau Evelyne ihn mit ihrem Dauertanzpartner Gaston betrügt, schlägt er das Inventar seines Ateliers kurz und klein. Bevor Evelyne und Gaston das Weite suchen, setzen sie Adams Trainingsapparat unter Strom…

In einem geheimen Königreich streiten die Frau des resignierten Herrschers und ein Rebell um die Macht. Als das Volk den Palast stürmt, tauscht der König mit dem Narren die Kleider und flieht, wie die Königin und der Aufrührer, in den nahegelegenen Zauberwald. Dort kommt es zu einer erotischen Begegnung zwischen Rebell und Herrscherin, woraufhin sie in einen Baum verwandelt wird. An dessen Ästen will sich der entmutigte König erhängen. Gerade noch rechtzeitig wird er durch die Stimme seiner Frau in Schlaf versetzt, wodurch er die Schönheit seines Reiches erkennt. Das Stück schließt mit dem Epilog des Narren.

Für die musikalische Leitung dieser Frankfurter Erstaufführung kehrt mit Lothar Zagrosek der ehemalige Stuttgarter Generalmusikdirektor und Chefdirigent des Konzerthausorchesters Berlin an das Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters zurück, wo er in der Vergangenheit Janáčeks Katja Kabanová, Straussʼ Elektra und Tschaikowskis Pique Dame sowie zuletzt 2011/12 den aus Dallapiccolas Volo di notte und Il prigioniero bestehenden Doppelabend dirigierte. Zu seinen aktuellen Aufgaben gehören Elektra am Teatro Comunale di Bologna und Braunfelsʼ Szenen aus dem Leben der Heiligen Johanna an der Oper Köln.
David Hermann (Regie) arbeitet seit 2004/05 regelmäßig an der Oper Frankfurt, zuletzt 2010/11 anlässlich seiner fünften Frankfurter Produktion: Charpentiers Médée im Bockenheimer Depot. Zu seinen jüngsten Inszenierungen gehören Wagners Das Rheingold am Badischen Staatstheater Karlsruhe, Mozarts Die Entführung aus dem Serail am Opernhaus Zürich und Verdis Simon Boccanegra an der Vlaamse Opera in Antwerpen und Gent. Zu seinen Plänen gehört darüber hinaus Straussʼ Ariadne auf Naxos an der Opéra national de Lorraine in Nancy.
Zwei Gäste kehren für die Křenek-Einakter nach Frankfurt zurück: Davide Damiani (Der Diktator / Der König) war hier zuletzt 2011/12 als Michonnet in Cileas Adriana Lecouvreur im Opernhaus sowie 2014/15 als Fred Bucksmann in der Uraufführung von Lior Navoks An unserem Fluss im Bockenheimer Depot zu erleben. Jüngste Engagements führten ihn als Traveller in Brittens Death in Venice an die Opéra Nice Côte d’Azur und als Sharpless in Puccinis Madame Butterfly zum Festival Avenches Opéra.
Simon Bailey (Adam Ochsenschwanz) gehörte bis 2016 zum Ensemble der Oper Frankfurt und kehrt nun regelmäßig als Gast an den Main zurück, zuletzt als Leporello in Mozarts Don Giovanni. Jochanaan in Straussʼ Salome singt er im Frühjahr 2017 an der Staatsoper Stuttgart.
Die Kanadierin Ambur Braid (Die Königin) gab neulich als Königin der Nacht in Mozarts Die Zauberflöte ihr Deutschland-Debüt an der Oper Frankfurt.
Alle weiteren Partien sind mit Mitgliedern des Opernstudios und Ensembles der Oper Frankfurt besetzt, darunter im Diktator Juanita Lascarro (Charlotte), Vincent Wolfsteiner (Der Offizier) und Sara Jakubiak (Maria), im Schwergewicht Barbara Zechmeister (Evelyne), Michael Porter (Gaston), Ludwig Mittelhammer (Professor Himmelhuber), Nina Tarandek (Anna Maria Himmelhuber) und Michael McCown (Journalist / Regierungsrat) sowie im Geheimen Königsreich Sebastian Geyer (Der Narr) und Peter Marsh (Der Rebell). [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Dionysos
Oper

Von: Wolfgang Rihm (* 1952)
Text: Wolfgang Rihm nach den Dionysos-Dithyramben von Friedrich Nietzsche

Uraufführung: 27. Juli 2010 Salzburg, Haus für Mozart; im Rahmen der Salzburger Festspiele)

Zur Inszenierung der Salzburger Festspiele:

Premiere:
27. Juli 10 (Uraufführung)

Musikalische Leitung: Ingo Metzmacher
Regie: Pierre Audi
Bühnenbild: Jonathan Meese
Kostüme: Jorge Jara
Licht: Jean Kalman
Video: Martin Eidenberger
Dramaturgie: Klaus Bertisch
Chöre: Jörn H. Andresen

Dionysos: Johannes Martin Kränzle
Sopran: Mojca Erdmann
Sopran: Elin Rombo
Tenor: Matthias Klink
Mezzosopran: Virpi Räisänen
Alt: Julia Faylenbogen
Tänzer/Darsteller: Uli Kirsch

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor

www.salzburgerfestspiele.at

Don Carlo (italienische Fassung mit 4 (5) Akten), Don Carlos (französische Fassung, 5 Akte)

Musik: Giuseppe Verdi
Libretto: Josephe Mery, Camille du Locle

Uraufführungen:
1. Fassung 11. März 1867 (Paris, Théâtre Impérial de l´Opéra)
2. Fassung: 10. Januar 1884 (Mailand, Teatro alla Scala)
Erstaufführung der revidierten fünfaktigen italienischen Fassung: 26. Dezember 1886 (Modena, Teatro Municipale)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
(fünfaktige italienische Fassung)

Premiere: 30. September 07
5. Wiederaufnahme: 7. November 15
3. Wiederaufnahme: 13. April 13
2.Wiederaufnahme: 21. Mai 10
1. Wiederaufnahme: 13. Dezember 08

Musikalische Leitung: Carlo Franci / Stefan Anton Reck / Carlo Franci / Roland Böer / Carlo Franci / Carlo Franci; Regie: David McVicar / Carlo Montanaro / Karsten Januschke (Juni, Juli 2013) / Pier Giorgio Morandi
Regie: David McVicar
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Fabian von Matt / Fabian von Matt / Caterina Panti Liberovici / Caterina Panti Liberovici
Choreografische Mitarbeit: Andrew George
Bühnenbild: Robert Jones
Kostüme: Brigitte Reiffenstuel
Dramaturgie: Malte Krasting
Licht: Joachim Klein
Chor: Alessandro Zuppardo  / Matthias Köhler / Felix Lemke  / Tilman Michael

Besetzung:

Philipp II.:
Kwangchul Youn / Bálint Szabó / Kwangchul Youn / Thorsten Grümbel / Giorgio Giuseppini / Bálint Szabó (Juni, Juli 2013) / Andreas Bauer / Bálint Szabó
Elisabeth von Valois: Annalisa Raspagliosi / Danielle Halbwachs / Elza van den Heever / Annalisa Raspaglios / Annalisa Raspagliosi / Elza van den Heever / Lucrezia García / Serena Farnocchia / Tatiana Monogarova / Tamara Wilson
Don Carlo: Yonghoon Lee / Andrew Richards / Francesco Hong / Yonghoon Lee / Carlo Ventre / Kamen Chanev / Alfred Kim / Kamen Chanev (Juni, Juli 2013) / Wookyung Kim / Sergio Escobar
Prinzessin Eboli: Michaela Schuster / Tichina Vaughn / Michaela Schuster / Tichina Vaughn / Tanja Ariane Baumgartner / Tanja Ariane Baumgartner / Tichina Vaughn / Tanja Ariane Baumgartner (20. April, 3., 5., 9. Mai; Juni, Juli 2013) / Tanja Ariane Baumgartner
Rodrigo, Marquis von Posa: George Petean / Anders Larsson / Aris Argiris / Zeljko Lucic / Tassis Christoyannis / Aris Argiris / Tassis Christoyannis / Daniel Schmutzhard(Mai, Juli 2013) / Christopher Maltman (Juni 2013) / Daniel Schmutzhard
Graf von Lerma: Hans-Jürgen Lazar / Peter Marsh / Hans-Jürgen Lazar / Peter Marsh / Hans-Jürgen Lazar / Simon Bode / Simon Bode / Simon Bode / Michael Porter
Tebaldo: Arlene Rolph (Vorstellungen im Oktober) / Stella Grigorian / Paula Murrihy / Jenny Carlstedt / Jenny Carlstedt / Sharon Carty / Nina Tarandek / Jenny Carlstedt (Juni, Juli 2013) / Paula Murrihy / Nina Tarandek
Der Großinquisitor: Gregory Frank / Gregory Frank / Magnús Baldvinsson / Hakan Tirasoglu / Magnús Baldvinsson / Magnús Baldvinsson  / Magnús Baldvinsson
Ein Mönch:
Bálint Szabó / Simon Bailey / Thorsten Grümbel / Vuyani Mlinde / Kihwan Sim / Vuyani Mlinde
Stimme von oben: Brenda Rae / Christiane Karg / Sun Hyung Cho / Elizabeth Reiter / Kateryna Kasper (Mai 2013) / Louise Alder / Danae Kontora

Chor, Extrachor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester

grün = Wiederaufnahme Saison 2008/09
violett= Wiederaufnahme Saison 2009/10
rot = Wiederaufnahme Saison 2010/11

braun = Wiederaufnahme Saison 2012/13
blau = Wiederaufahme Saison 2015/16


Besprechung auf kulturfreak.de (2013)
Besprechung auf kulturfreak.de (2007)


Don Carlo
Oper Frankfurt
Don Carlo (in der Bildmitte kniend) und das Ensemble
© Monika Rittershaus

Zum Inhalt:
Don Carlos, .Sohn des spanischen Königs Philipp II., soll die französische Königstochter Elisabeth von Valois heiraten Die beiden verlieben sich ineinander, doch muss die junge Frau schließlich aus Gründen der Staatsraison den König selbst zum Mann nehmen. Zudem verweigert Philipp seinem Sohn den Auftrag, dem durch Spanien unterdrückten Flandern den Frieden zu bringen und damit seinen Jugendfreund Rodrigo zu unterstützen. Durch eine Intrige der in Carlos verliebten Prinzessin Eboli entfremden sich Vater und Sohn immer mehr voneinander. Carlos ist hin und her gerissen zwischen seiner Liebe zu Elisabeth und dem Begehren nach politischer Anerkennung. Schließlich kommt es nach der durch den Großinquisitor geforderten Ermordung des politisch unliebsamen Rodrigo am Grab von Carlos' Großvater Karl V. zu einem entscheidenden Zusammentreffen aller Beteiligten...

Zur 5. Wiederaufnahme:
Die Inszenierung des Don Carlo von Giuseppe Verdi (1813-1901) durch David McVicar feierte am 30. September 2007 Premiere an der Oper Frankfurt – als erste Frankfurter Neuproduktion des Werkes seit 37 Jahren. Vom Publikum wurde die aufwändig ausgestattete Aufführung mit den prachtvoll-historischen Kostümen von Brigitte Reiffenstuel überwiegend bejubelt, doch meldeten sich auch kritische Zuschauerstimmen zu Wort, denen die Sicht des schottischen Regisseurs auf Verdis Erfolgsoper zu konventionell ausgefallen war. Dennoch wurde die Inszenierung von der Kritik in erster Linie positiv beurteilt: „Gespielt wird die lange, fünfaktige Fassung von 1886. McVicars großartige Regieleistung geht dabei weit über die Grundsatzentscheidungen für eine streng stilisierte Bühne samt historisch korrekten Kostümen hinaus. Er führt seine Figuren mit viel Liebe fürs psychologische Detail und schlüsselt so die komplexe Handlung überzeugend auf.“

Nun wird diese Erfolgsproduktion zum fünften Mal wiederaufgenommen, und die Besetzungsliste weist neben den mit McVicars Regie vertrauten Künstlern auch einige neue Namen auf: Der Koreaner Wookyung Kim (Don Carlo) debütierte 2011/12 an der Oper Frankfurt als Cassio in Verdis Otello, 2014/15 gefolgt von Gabriele Adorno in Simon Boccanegra. In der zuletzt genannten Partie sowie als Rodolfo (La Bohème) gastierte er an der Bayerischen Staatsoper, zuvor sang er Alfredo (La Traviata) an der New Yorker Met. Die russische Sopranistin Tatiana Monogarova gibt als Elisabeth von Valois ihr Hausdebüt an der Oper Frankfurt. Sie gastierte als Tschaikowskis Lisa (Pique Dame) in Moskau, Zürich und Straßburg, als Tatiana (Pique Dame) in Moskau und Tel Aviv sowie in der Titelpartie von Jolanta in Warschau. Mimì in Puccinis La Bohème führte sie nach Washington, geplant sind weitere Auftritte in dieser Partie in Barcelona. Aus dem Ensemble ist Andreas Bauer erstmals als Philipp II. besetzt. Der Bass konnte kürzlich an seinem Stammhaus großen Erfolg in gleich mehreren Partien von Martinůs Julietta feiern. Aus dem Ensemble stammen auch der Tenor Michael Porter (Alternativbesetzung des Grafen von Lerma) und die Sopranistin Louise Alder (Stimme von oben). Mit dieser alterniert Danae Kontora, die ab 2015/16 zum Frankfurter Opernstudio zählt. Angeführt von Tanja Ariane Baumgartner (Prinzessin Eboli) und Daniel Schmutzhard (Rodrigo) haben alle weiteren besetzten Sängerinnen und Sänger im Laufe der Zeit schon einmal in dieser Produktion gesungen. Zu den neuen Alternativbesetzungen gehören der spanische Tenor Sergio Escobar (Hausdebüt als Don Carlo) und die amerikanische Sopranistin Tamara Wilson (Elisabeth): Während er 2015/16 in Frankfurt zudem als Riccardo in konzertanten Aufführungen von Verdis Oberto mitwirken wird, präsentierte sie sich am Main bereits 2010/11 als Ada in Wagners Die Feen (konzertant), 2014/15 gefolgt von der Kaiserin in Strauss‘ Die Frau ohne Schatten. Regelmäßiger Gast an der Oper Frankfurt – zuletzt 2014/15 für Otello – ist der italienische Dirigent Pier Giorgio Morandi. Er ist derzeit Erster Gastdirigent des Helsingborg Symphony Orchestra, zu seinen weiteren aktuellen Arbeiten zählen u.a. Simon Boccanegra in Dresden.  [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Don Giovanni
Dramma giocoso in zwei Akten

Von: Wolfgang Amadeus Mozart
Text: Lorenzo Da Ponte
Uraufführung: 29. Oktober 1787 (Prag, Nationaltheater Prag)

Zur Inszenierung der Komischen Oper Berlin:

Premiere: 30. November 14

Musikalische Leitung: Henrik Nánási, Kristiina Poska
Inszenierung und Bühnenbild: Herbert Fritsch
Bühnenbildmitarbeit: Anneliese Neudecker
Kostüme: Victoria Behr
Dramaturgie: Johanna Wall, Sabrina Zwach
Chöre: David Cavelius
Licht: Franck Evin

Besetzung:

Don Giovanni:
Günter Papendell, Tom Erik Lie
Donna Anna: Adela Zaharia, Erika Roos
Don Ottavio: Adrian Strooper, Stefan Cifolelli
Komtur: Alexey Antonov, Hans-Peter Scheidegger
Donna Elvira: Nicole Chevalier, Karolina Gumos
Leporello: Jens Larsen, Stefan Sevenich
Masetto: Philipp Meierhöfer, Bogdan Talos
Zerlina: Annelie Sophie Müller, Alma Sadé


Don Giovanni

Komische Oper Berlin
Vorabmotiv mit Günter Papendell als Don Giovanni
Foto: Gunnar Geller

Herbert Fritsch inszeniert Don Giovanni ~ Mozarts Verführer zwischen Clown und Teufel
Am 30. November feiert Don Giovanni in der Neuinszenierung von Herbert Fritsch Premiere an der Komischen Oper Berlin. Wolfgang Amadeus Mozarts Dramma giocoso, ein »heiteres Schauspiel«, zählt zu den facettenreichsten Werken der Opernliteratur. Nicht zuletzt wegen der doppelbödigen Figur des Titelheldens, der zugleich ewiger Verführer und Versager ist, war die Oper Inspiration für unterschiedlichste Lesarten. Fritsch, den an dem Stück vor allem auch das teuflisch-komische Element im Sinne des »giocoso« interessiert, inszeniert zum ersten Mal am Haus an der Behrenstraße. Mit seinem Don Giovanni geht der Mozart-Zyklus an der Komischen Oper Berlin in eine neue Runde. Am Pult steht Generalmusikdirektor Henrik Nánási.

Seit mehr als 400 Jahren treibt Don Juan sein Unwesen auf den Bühnen der Welt. Molière kitzelte besonders das sardonische Unterhaltungs-Potential des Anarcho-Egomanen hervor. Zur Unsterblichkeit verhalf dem Schwerenöter allerdings kein Autor, sondern die Musik: Wolfgang Amadeus Mozart verlieh dem inkarnierten Lustprinzip Don Giovanni eine Abgründigkeit, die rein gar nichts mit säuerlicher Moral zu tun hat, sondern die die ganze dämonische Faszination der hemmungslosen Grenzüberschreitung spüren lässt. Nun stürzt sich Herbert Fritsch, Meister des theatralen Wahnwitzes, mit voller Lust auf Mozart und seinen Don Giovanni.

Mozart vereint in Don Giovanni große Tragödie und Komik: Der junge Adlige Don Giovanni, seines Zeichens selbsternannter Verführer unzähliger Frauen, ist auf der Flucht vor seinen Verflossenen. Unter ihnen sind auch Donna Elvira sowie Donna Anna, deren Vater, den Komtur, Don Giovanni umgebracht hat. Als er zudem die junge Braut Zerlina ins Visier nimmt, zieht er den Zorn von Masetto, ihrem Verlobten, auf sich. Und da ist auch noch Don Ottavio, der seine geliebte Anna beschützen möchte. Eine beachtliche Gruppe von Rächern verbündet sich gegen den vermeintlichen Frauenverführer und will ihm eine Falle stellen. Und selbst Leporello, eigentlich treuer Diener an Giovannis Seite und Chronist seiner absurd zahlreichen Eroberungen, hat von den Verfehlungen seines Herrn langsam genug … Doch sind die Eroberungen wirklich mehr als bloße Zahlen auf Papier? [© Komische Oper Berlin]

www.komische-oper-berlin.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 11. Mai 14
1. Wiederaufnahme: 30. Mai 15
2. Wiederaufnahme: 13. Januar 17

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle / Karsten Januschke / Sebastian Zierer / Michael Güttler / Karsten Januschke / Antonello Manacorda / Nikolai Petersen
Regie: Christof Loy
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Corinna Tetzel
Bühnenbild: Johannes Leiacker
Kostüme:
Ursula Renzenbrink
Licht:
Olaf Winter
Dramaturgie:
Norbert Abels
Chor:
Markus Ehmann

Besetzung:

Don Giovanni:
Christian Gerhaher / Daniel Schmutzhard / Iurii Samoilov / Daniel Schmutzhard / Sebastian Geyer / Daniel Schmutzhard / Iurii Samoilov
Donna Anna:
Brenda Rae / Hibla Gerzmava (27. Juni 14) / Susanna Phillips / Brigitte Geller / Brenda Rae / Guanqun Yu / Jessica Strong
Don Ottavio:
Martin Mitterrutzner / Simon Bode / Martin Mitterrutzner / Michael Porter / Martin Mitterrutzner
Komtur:
Robert Lloyd / Robert Lloyd / Magnús Baldvinsson / Andreas Bauer
Donna Elvira:
Juanita Lascarro / Karen Vuong / Juanita Lascarro / Karen Vuong
Leporello:
Simon Bailey / Simon Bailey / Simon Bailey / Kihwan Sim
Masetto:
Björn Bürger / Kihwan Sim / Björn Bürger / Iurii Samoilov / Björn Bürger / Brandon Cedel
Zerlina:
Grazia Doronzio / Nora Friedrichs / Kateryna Kasper / Cecelia Hall / Nina Tarandek

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

grün = 1. Wiederaufnahme
lila = 2. Wiederaufnahme

Besprechung auf kulturfreak.de


Don Giovanni
Oper Frankfurt
v.l.n.r. Don Ottavio (Michael Porter), Donna Elvira (Juanita Lascarro) und Don Giovanni (Sebastian Geyer)
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

An der Neuinszenierung des Don Giovanni von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) in der Spielzeit 2013/14 war das Interesse sowohl des Publikums als auch der Pressevertreter immens, und tatsächlich wurde niemand enttäuscht. Ausverkaufte Vorstellungen sowie hymnische Kritiken legten davon Zeugnis ab: „Regisseur Christof Loy hatte es geschafft, die in unzähligen Varianten (scheinbar) ausinterpretierte ‚Oper der Opern‘ nochmals gleichsam ganz neu zu erzählen.“ Und ein weiterer Rezensent konstatierte: „Durchweg spannend ist diese bei Loy absolut ernste Operngeschichte durch seine gewissenhafte Personenregie, die echte und künstliche Gefühle dicht an den emotionalen Strängen der Musik extrahiert.“ Nun wird die erfolgreiche Inszenierung zum zweiten Mal wiederaufgenommen.

Der Italiener Antonello Manacorda (Musikalische Leitung) ist seit 2010 Chefdirigent der Kammerakademie Potsdam und seit 2011 in gleicher Position auch beim niederländischen Het Gelders Orkest in Arnheim beschäftigt. Die letzten drei Vorstellungen übernimmt Kapellmeister Nikolai Petersen, der ebenfalls zum ersten Mal die Produktion dirigiert.
Auch unter den Sängerinnen und Sängern dieser Wiederaufnahme finden sich zahlreiche neue Namen, vorwiegend aus dem Ensemble: Sebastian Geyer (Don Giovanni) zählt die Oper Frankfurt seit der Saison 2010/11 zu seinem Stammhaus. Zuletzt war er im Bockenheimer Depot als Holzfäller Hel Helson in Brittens „Choroperette“ Paul Bunyan zu erleben. Auch die Partie des Papageno in Mozarts Die Zauberflöte steht für ihn in dieser Spielzeit auf dem Plan. In der zuvor genannten Depot-Produktion war ebenfalls Michael Porter (Don Ottavio) als Hot Biscuit Slim besetzt. Der amerikanische Tenor wurde 2015/16 aus dem Opernstudio in das Ensemble der Oper Frankfurt übernommen und wird in dieser Spielzeit u.a. auch die Tenorpartie in Mozarts Frühwerk Betulia liberata im Bockenheimer Depot gestalten. Ebenfalls mit von der Partie in Brittens Paul Bunyan war als Katze Poppet die amerikanische Mezzosopranistin Cecelia Hall (Zerlina). In ihrer ersten Frankfurter Spielzeit ist sie u.a. auch als Zweite Dame in der Zauberflöte zu erleben. Iurii Samoilov wurde 2014/15 vom Opernstudio in das Ensemble übernommen und sprang sogleich – sozusagen als „Feuertaufe“ – in der ersten Wiederaufnahme dieses Don Giovanni für den erkrankten Johannes Martin Kränzle als Titelheld ein. Als dieser wird er auch 2016/17 auftreten, doch zuvor erstmals den Masetto singen. Der isländische Bass Magnús Baldvinsson hat während seines langjährigen Engagements an der Oper Frankfurt schon unzählige Rollen verkörpert, darunter auch den Komtur im Don Giovanni, allerdings in der Vorgängerproduktion des Werkes. In der Partie des Grafen von Monterone ist er in der kommenden Neuinszenierung von Verdis Rigoletto zu hören. Guanqun Yu und Jessica Strong gastieren im Wechsel als Donna Anna. Während die koreanische Sopranistin das Publikum in Frankfurt zuletzt als Micaëla in Bizets Carmen begeisterte, ist ihre kanadische Fachkollegin in dieser Spielzeit auch als Lina in Verdis Stiffelio zu erleben. Zu den neuen Namen bei den Alternativbesetzungen gehören aus dem Ensemble der mit der Produktion bereits als Masetto vertraute Kihwan Sim (Don Giovanni) sowie Nina Tarandek (Zerlina), „Neuzugang“ Brandon Cedel (Masetto) und Andreas Bauer (Komtur). Alle weiteren als erst- oder alternativ besetzte Künstlerinnen und Künstler sind bereits mit der Produktion vertraut.

Zum Inhalt:
Allein in Italien – so zählt Don Giovannis Diener Leporello in seiner populären Registerarie – sollen 1003 Damen den Verführungen seines Herrn zum Opfer gefallen sein. Und ständig werden es mehr: Nachdem Don Giovanni im Duell den Komtur, Vater seiner jüngsten Eroberung Donna Anna, getötet hat, kann er unerkannt fliehen. Bedrängt von Donna Elvira, seiner zuvor verlassenen Geliebten, sowie der nach Rache dürstenden Donna Anna und deren Verlobten Don Ottavio kommt es nach vielerlei Verwirrungen und Verwandlungen im Hause Don Giovannis zu einem höllischen Finale… [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz (Saison 2013/2014):

Premiere:
22. März 14

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer
Inszenierung: Tilman Knabe
Bühne: Wilfried Buchholz
Kostüme: Eva-Mareike Uhlig

Besetzung:

Don Giovanni:
Heikki Kilpeläinen
Donna Anna: Tatjana Charalgina 
Don Ottavio: Thorsten Büttner
Komtur: José Gallisa
Donna Elvira: Patricia Roach 
Leporello: Ks. Hans-Otto Weiß
Masetto: Richard Logiewa / Dmitriy Ryabchikov
Zerlina: Saem You / Alexandra Samouilidou

Statisterie des Staatstheaters Mainz
Chor des Staatstheaters Mainz
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Besprechung auf kulturfreak.de


Don Giovanni
Staatstheater Mainz
Donna Anna (Tatjana Charalgina) und Ensemble
© Martina Pipprich ~ www.martina-pipprich,de

Mozart und Da Ponte brachten 1787 ein sehr zeitgenössisches Dramma giocoso auf die Bühne, das die Bedingungen benennt, unter denen Giovannis Freiheit möglich ist: Er ist ein Mann von Adel und finanziell unabhängig. Gleichzeitig tönt der finale Triumph über ihn seltsam hohl – so, als ob sich ohne seine unberechenbare Erotik nicht wirklich weiterleben ließe. Tilman Knabe bringt den Schwerenöter auf die Bühne des Großen Hauses.[© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Don Pasquale
Komische Oper in drei Akten

Von: Gaetano Donizetti
Libretto: Giovanni Ruffini und Gaetano Donizetti
Uraufführung: 3. Januar 1843 (Paris, Theatre-Italien)

Zur Inszenierung der Oper Leipzig:

Premiere: 8. Februar 14

Musikalische Leitung: Anthony Bramall
Inszenierung: Lindy Hume
Bühne, Kostüme: Dan Potra
Choreinstudierung: Alessandro Zuppardo
Dramaturgie: Johanna Mangold

Besetzung:

Don Pasquale:
José Fardilha
Dr. Malatesta: Mathias Hausmann
Ernesto: Arthur Espiritu / Dan Karlström (12.4.)
Norina: Anna Virovlansky
Ein Notar: Sejong Chang / Tae Hee Kwon

Chor der Oper Leipzig
Gewandhausorchester


Don Pasquale
Oper Leizig
Vorabbild
Foto: Kirsten Nijhof

Im Mittelpunkt der Komödie stehen ein heiratswilliger Alter, eine vorgetäuschte Hochzeit und zwei schlagfertige Intriganten. Ganz im Stile der commedia dell‘arte geht es in „Don Pasquale“ also bunt zu.
Das musikalische Kammerspiel ist eine Verkleidungskomödie mit wunderschönen Belcanto-Melodien und Anklängen an die Opera buffa-Tradition, die neben dem Komischen auch vom Sentimentalen und Ernsten geprägt ist.  „Don Pasquale“ ist eine der letzten Opern, die Donizetti kurz vor seinem Tod (1846) verfasste. Sie entstand als Spätwerk der italienischen Belcanto-Ära, die Donizetti gemeinsam mit Bellini und Rossini geprägt hat.

Die musikalische Leitung des Gewandhausorchesters übernimmt der stellvertretende Generalmusikdirektor Anthony Bramall. Als Regieteam konnten die Australierin Lindy Hume und der Wahlbrite Dan Potra gewonnen werden. Die Regisseurin Lindy Hume ist die Künstlerische Leiterin der Opera Queensland und inszenierte international bereits über 50 Opernproduktionen. Der Bühnen- und Kostümbildner Dan Potra arbeitet weltweit für Theater, Oper, Film, Fernsehen und Großveranstaltungen, vor allem in den USA, Europa, im mittleren Osten, Asien und Russland. Er entwarf das Setdesign für die Eröffnungsfeierlichkeiten der Olympischen Spiele in Sydney im Jahr 2000. Als alternder Junggeselle Don Pasquale gastiert der portugiesische Bariton José Fardilha (Bariton) an der Oper Leipzig. In der Partie der jungen und hinterlistigen Norina ist Anna Virovlansky (Sopran) zu hören. Als neues Ensemblemitglied wird Mathias Hausmann (Bariton) die Partie des Junggesellen-Leibarztes Dr. Malatesta übernehmen und den verliebten Neffen Ernesto singt Arthur Espiritu.  [© Oper Leipzig]

www.oper-leipzig.de

Drei Einakter:

Messertränen (Larmes de couteau)
Oper in einem Akt
Zweimal Alexander (Alexandre bis)
Komische Oper in einem Akt
Komödie auf der Brücke (Veselohra na mostě)
Komische Funkoper in einem Akt

Von: Bohuslav Martinů

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 4. Juli 15 (Bockenheimer Depot; Frankfurter Erstaufführungen)

Musikalische Leitung: Nikolai Petersen
Regie: Beate Baron
Bühnenbild: Yassu Yabara
Kostüme: Gwendolyn Jenkins
Licht:  Joachim Klein
Dramaturgie: Mareike Wink

Besetzung:

Messertränen:
Eleonora:
Elizabeth Reiter / Jessica Strong
Mutter: Katharina Magiera
Satan: Sebastian Geyer

Zweimal Alexander:
Armande: Anna Ryberg
Alexandre: Sebastian Geyer
Oscar: Simon Bode
Philomène / Erzählerin: Katharina Magiera
Das Porträt / Erzähler: Thomas Faulkner

Mitwirkende Komödie auf der Brücke:
Sykoš, der Fischer:
Sebastian Geyer
Popelka: Maren Favela
Bedroň, der Brauer: Thomas Faulkner
Eva, seine Frau: Katharina Magiera
Der Schulmeister: Simon Bode

Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Weitere Vorstellungen: 6., 9., 10., 12., 15., 16., 17. Juli 2015


Drei Einakter: Zweimal Alexander:
Oper Frankfurt im Bockenheimer Depot
mittig auf dem Sofa sitzend v.l.n.r. Das Portrait (Thomas Faulkner),
Armande (Anna Ryberg) und Alexandre (Sebastian Geye),
auf der oberen Etage kniend Philomène (Katharina Magiera, im Eisbärenkostüm)
und Statisten der Oper Frankfurt

© Monika Rittershaus

Die Drei Einakter von Bohuslav Martinů (1890-1959) Messertränen, Zweimal Alexander und Komödie auf der Brücke entstanden zwischen 1928 und 1937 in Paris, wohin Martinů 1923 übersiedelt war. Sie spiegeln die musikalische Atmosphäre der französischen Hauptstadt wieder und sind deutlich von Neoklassizismus und Jazz beeinflusst. Als eine weitere verbindende Konstante sticht die Absurdität ihrer Handlung ins Auge.

In Messertränen (Uraufführung am 22. Oktober 1969 in Brünn) muss sich Eleonora eingestehen, dass auch in dem Erhängten, in den sie sich unsterblich verliebt hat, der Satan steckt, den sich ihre Mutter eigentlich als Schwiegersohn wünscht. In Zweimal Alexander (Uraufführung am 10. Februar 1964 in Mannheim) entfaltet sich in einem Geflecht von Realitätsebenen und Persönlichkeitsspaltungen das altbekannte Motiv der Treueprobe, während in Komödie auf der Brücke (Uraufführung am 18. März 1937 durch den Prager Rundfunk) fünf Menschen in einer kafkaesken Situation mitten im Krieg auf einer Brücke zwischen den Fronten festsitzen und sich mit allzu banalen Fragen beschäftigen, auf die erst das nach Kriegsende vorbeiziehende Militär Antworten zu geben weiß.

Die musikalische Leitung dieser Frankfurter Erstaufführungen im Bockenheimer Depot liegt in den Händen von Nikolai Petersen, der an der Oper Frankfurt seit 2012 als Solorepetitor verpflichtet ist. Hier dirigierte er in der Spielzeit 2014/15 u.a. Repertoirevorstellungen von Humperdincks Hänsel und Gretel sowie das Weihnachtskonzert für Kinder. Beate Baron inszeniert erstmals an der Oper Frankfurt. Ihre jüngste Regiearbeit The Black Rider hatte im März 2015 am Deutschen Theater Göttingen Premiere. Sie entwickelte verschiedene Musiktheaterstücke, Inszenierungen, Installationen und Videoarbeiten u.a. für das Theater Aachen, die Komische Oper Berlin, die Neuköllner Oper Berlin, das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, das Theater Koblenz, das Radialsystem Berlin, die Staatsoper Berlin sowie das Staatstheater Saarbrücken. Eine langjährige intensive Zusammenarbeit verbindet sie mit Hans Neuenfels, an dessen Seite sie hier 2011 Schoecks Penthesilea und 2013 Enescus Oedipe realisierte. Die Besetzung stammt fast ausnahmslos aus dem Ensemble und Opernstudio der Oper Frankfurt: Elizabeth Reiter (Eleonora) feierte 2013/14 im Bockenheimer Depot großen Erfolg als Orasia in Telemanns Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe, während Katharina Magiera (Mutter / Philomène / Erzählerin / Eva) auch 2014/15 als Hexe Ježibaba in der Wiederaufnahme von Dvořáks Rusalka sowie als Filosofia in der Premiere von Cestis L’Orontea überzeugte. Sebastian Geyer (Satan / Alexandre / Sykoš) stellte sein komisches Talent als Creonte in L’Orontea unter Beweis, indes Anna Ryberg (Armande) als Katja in der Frankfurter Erstaufführung von Weinbergs Die Passagierin berührte. Simon Bode (Oscar / Der Schulmeister) verkörperte kürzlich Lechmere in Brittens Owen Wingrave im Rahmen der Übernahme der Produktion vom Bockenheimer Depot ins Opernhaus. Thomas Faulkner (Das Porträt / Erzähler / Bedroň) und Jessica Strong (Alternativbesetzung Eleonora) sind seit 2014/15 Mitglieder des Frankfurter Opernstudios, dem auch Maren Favela (Popelka) bis 2013 angehörte. Sie gastierte hier zuletzt als Echo in Strauss‘ Ariadne auf Naxos sowie als Tibrino / Amore in Cestis L’Orontea. .  [© Oper Frankfurt]

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Die drei Rätsel

Oper in zwei Akten für Kinder und Erwachsene

Von: Detlev Glanert
Libretto: Carlo Pasquini
Deutsche Übersetzung: Erdmuthe Brand
Uraufführung: 12. Oktober 03 (Halle, Opernhaus)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt in Zusammenarbeit mit dem Heinrich-von-Gagern-Gymnasium Frankfurt:

Premiere:
8. Juli 2005 (im Großen Haus des schauspielfrankfurt)

Musikalische Leitung: Hogen Yun
Inszenierung: Saskia Bladt
Bühnenbild: Hans-Martin Scholder
Kostüme: Berit Mohr
Dramaturgie: Deborah Einspieler
Licht: Jan Walther

Lasso, Sohn der Popa: Amin Kachabia / Christoph Genzel / Raphael Raspe
Prinzessin Scharada: Katharina Matthias / Theresa Mockel
Popa, Lassos Mutter / Wildschwein: Birgit Schmickler
Fliege, ein Streithammel / König Zephalus, Scharadas Vater (ein Fettwanst): Holger Falk
Schrei, ein Postbote / Galgenvogel, Lassos Freund: Johannes Weiß
Herr Subtil, ein Glücksspieler / Tartarus, ein Esel: Gérard Lavalle
Schluck, ein Säufer / Avernus, ein Schwein: Florian Plock
Signora Süßsauer / Frau Knochen, die Hofdame Scharadas: Britta Stallmeister

Kinderchor, Gemischter Chor (Lehrer, Eltern und ehemalige Schüler) und Orchester des Heinrich-von-Gagern-Gymnasium

Zum Inhalt:
Ein aufgeweckter Junge namens Lasso hat nichts als Unsinn im Kopf; mit seinen Freunden verspottet er die Leute und schafft es, alle gegen sich aufzubringen, indem er ihnen die Wahrheit auf den Kopf zu sagt. Seine wütende Mutter will ihn aus dem Haus werfen, da hört sie von seinem Entschluss, in ein geheimnisvolles Königreich zu gehen, um einer Prinzessin drei Rätselfragen zu stellen. Kann diese die Fragen nicht beantworten, wird Lasso zum König ernannt – andernfalls muss er sterben. Voller Zorn beschließt die Mutter, ihrem Sohn einen vergifteten Kuchen mit auf den Weg zu geben: Lieber soll er sterben, als an seinem Unsinn zugrunde zu gehen. Fröhlich zieht Lasso in die Welt hinaus, auf der Suche nach der Prinzessin... [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Drei Schwestern (Tri sestri)

Von: Peter Eötvös
Uraufführung: 1998 (Lyon)

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