kulturfreak

Oper, Stückeinfo: A

Admeto, König von Thessalien
Opera seria in drei Akten

Von: Georg Friedrich Händel
Text: unbekannten Autor nach „L’Antigona delusa da Alceste“ von Aurelio Aureli |
Deutsche Textfassung: Bettina Bartz und Werner Hintze
Uraufführung: 31. Januar 1727 (London, King's Theatre)

Adriana Lecouvreur

Oper von:
Francesco Cilea
Uraufführung: 6. November 1902 (Mailand, Teatro Lirico)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 4. März 12 (Frankfurter Erstaufführung)
Wiederaufnahme Saison 2012/13: 7. September 12
Wiederaufnahme Saison 2017/18: 26. Mai 18

Musikalische Leitung: Carlo Montanaro / Mark Shanahan / Steven Sloane
Inszenierung: Vincent Boussard
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Caterina Panti Liberovici / Caterina Panti Liberovici
Bühnenbild: Kaspar Glarner
Kostüme: Christian Lacroix
Licht: Joachim Klein
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy
Video: Bibi Abel
Chor: Matthias Köhler / Tilman Michael

Besetzung:

Adriana Lecouvreur:
Micaela Carosi / Annalisa Raspagliosi / Cristina Pasaroiu (Oktober und November 2012) / Angela Meade
Maurizio: Frank van Aken / Calin Bratescu / Vincent Wolfsteiner
Fürstin von Bouillon: Tanja Ariane Baumgartner / Tanja Ariane Baumgartner / Tanja Ariane Baumgartner
Fürst von Bouillon: Federico Sacchi / Magnús Baldvinsson / Magnús Baldvinsson
Abbé von Chazeuil: Peter Marsh / Peter Marsh / Peter Marsh
Michonnet: Davide Damiani / Davide Damiani / Davide Damiani
Quinault: Florian Plock / Kihwan Sim / Daniel Miroslaw
Poisson: Julian Prégardien / Francisco Brito / Francisco Brito / Julian Prégardien (23. September, 3., 11. November 2012) / Jaeil Kim

Haushofmeister: Michael McCown / Simon Bode / Michael McCown (3. November 2012) /
Fräulein Jouvenot: Anna Ryberg / Anna Ryberg / Karen Vuong
Fräulein Dangeville: Maren Favela / Maren Favela / Maren Favela

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

grün = Wiederaufnahme Saison 2012/13
lila = Wiederaufnahme Saison 2017/18

Besprechung auf kulturfreak.de

Adriana Lecouvreur
Adriana Lecouvreur
Oper Frankfurt
v.l.n.r. Fürstin von Bouillon (Tanja Ariane Baumgartner), Adriana Lecouvreur (Angela Meade)
und Fürst von Bouillon (Magnús Baldvinsson), sowie im Hintergrund den Damenchor der Oper Frankfurt

© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Der italienische Komponist Francesco Cilea (1866-1950) gilt als Vertreter des Verismo, des Naturalismus auf der Opernbühne, wobei er sich jedoch auch von der impressionistisch gefärbten französischen Musik seiner Zeit inspirieren ließ. Davon konnten sich Presse und Publikum anlässlich der Frankfurter Erstaufführung seiner Adriana Lecouvreur am 4. März 2012 im Opernhaus überzeugen. Auf dem Internetportal www.klassik.com war zu lesen: „Mit Vincent Boussard hatte man für die Frankfurter Erstaufführung von Francesco Cileas Adriana Lecouvreur endlich wieder einen Regisseur engagiert, der Ästhetik und Musikalität zu verbinden weiß. Die wunderbaren Kostüme von Christian Lacroix trafen den Nerv des Werks, gaben der »Grande Nation« mit der »Grande Culture« einen glänzenden Rahmen.“ Nun wird die Produktion aus der Spielzeit 2011/12 mit zahlreichen Umbesetzungen zum zweiten und letzten Mal wiederaufgenommen.

Die in der Welt des Theaters angesiedelte Handlung präsentiert einen der spektakulärsten Tode der Opernliteratur: Die Schauspielerin Adriana Lecouvreur und Maurizio, Graf von Sachsen, lieben sich. Doch die Fürstin von Bouillon möchte ihren ehemaligen Günstling mit allen Mitteln zurückgewinnen. Nachdem sie auf einem Ball von der eifersüchtigen Adriana als Rivalin erkannt und im Zuge eines doppeldeutig vorgetragenen Monologs aus Racines Phädra bloßgestellt wird, schwört sie furchtbare Rache. Sie sendet der Schauspielerin ein vergiftetes Veilchenbouquet, an dessen Duft die sich verlassen glaubende Adriana qualvoll zu Grunde geht. Als Maurizio eintrifft, ist es bereits zu spät – sie stirbt in seinen Armen.

In dieser Wiederaufnahme kehrt Angela Meade als Adriana zurück nach Frankfurt, wo sie 2013/14 in einer konzertanten Aufführung von Puccinis Edgar debütiert hatte. Die amerikanische Sopranistin gilt mittlerweile als einer der Stars der New Yorker Metropolitan Opera, wo sie kürzlich als Bellinis Norma zu erleben war. Ensemblemitglied Vincent Wolfsteiner (Maurizio) verkörperte im Frühling 2017 Wagners Siegfried an seinem alten Stammhaus Nürnberg und feierte danach einen überragenden Erfolg als Brittens Peter Grimes an der Oper Frankfurt. Weitere Neubesetzungen aus dem Opernstudio bzw. dem Ensemble der Oper Frankfurt sind Daniel Miroslaw (Quinault), Jaeil Kim (Poisson) und Karen Vuong (Fräulein Jouvenot). Alle übrigen besetzten Sängerinnen und Sänger sind mit der Produktion bereits vertraut.
Neu am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters im Rahmen dieser Inszenierung ist der deutsch-amerikanische Dirigent Steven Sloane, der seit 1994 als Generalmusikdirektor den Bochumer Symphonikern vorsteht. Von 1988 bis 1992 war er als erster Kapellmeister an der Oper Frankfurt engagiert, wohin er 2012/13 für die Wiederaufnahme des Doppelabends aus Purcells Dido and Aeneas und Bartóks Herzog Blaubarts Burg zurückkehrte. Im Anschluss dirigierte er diese Produktion auch an der Los Angeles Opera.[© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Die ägyptische Helena
Oper in zwei Aufzügen von Richard Strauss
Uraufführung 1. Fassung: 6. Juni 1928 (Dresden, Opernhaus Dresden)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 1. Mai 15 (konzertant)

Musikalische Leitung: Stefan Soltesz
Chor: Tilman Michael

Besetzung:

Helena:
Ricarda Merbeth_
Menelas: Andreas Schager
Aithra: Brenda Rae
Altair: Simon Neal
Da-Du, Altairs Sohn: Beau Gibson
Erste Dienerin der Aithra: Karen Vuong
Zweite Dienerin der Aithra: Maria Pantiukhova
Hermione, Helenas und Menelas‘ Tochter: Louise Alder
Die alleswissende Muschel: Okka von der Damerau
Vier Elfen: Anna Ryberg, Katharina Ruckgaber, Nina Tarandek, Maria Pantiukhova

Weitere Vorstellung: 4. Mai 15 (19.00 Uhr )

Besprechung auf kulturfreak.de

Die ägyptische Helena von Richard Strauss (1864-1949) existiert in unterschiedlichen Versionen. Die erste Fassung, welche der konzertanten Frankfurter Erstaufführung zu Grunde liegt, wurde 1928 in Dresden uraufgeführt. Das Libretto stammt von Straussʼ kongenialem Textdichter Hugo von Hofmannsthal, der dem Komponisten den antiken Stoff schon früh als mögliche Grundlage für eine Oper nahelegte. Wie bereits bei den vorangegangenen gemeinsamen Arbeiten verzögerten Unstimmigkeiten mit dem Komponisten die Fertigstellung des Librettos, doch letztlich waren beide davon überzeugt, eines ihrer bedeutendsten Werke erschaffen zu haben.

Zum Inhalt: Die Zauberin Aithra erfährt durch die alleswissende Muschel vom Mordversuch Menelasʼ an seiner Frau Helena und greift in das Geschehen ein, um Helenas Tod zu verhindern. Zu deren Schutz gibt Aithra Menelas einen die Erinnerung tilgenden Zaubertrank und lässt ihn glauben, dass Helena ihn nicht mit Paris betrogen habe. Als die Wirkung nachlässt, weiß Menelas nicht mehr, was Wahn und was Realität ist. Seine Rachegelüste flammen wieder auf. Erst der Anblick seiner Tochter Hermione versöhnt ihn, so dass die Familie glücklich nach Sparta zurückkehren kann.

Die musikalische Leitung liegt bei Stefan Soltesz, der für diese Produktion nach langer Abwesenheit an die Oper Frankfurt zurückkehrt. Der österreichische Dirigent ungarischer Herkunft war von 1997 bis 2013 GMD der Essener Philharmoniker und Intendant des Essener Aalto-Theaters, wo er das Werk bereits dirigierte. Regelmäßig gastiert er an den bedeutendsten Bühnen der Welt.

Die deutsche Sopranistin Ricarda Merbeth wird anstelle der erkrankten Tamara Wilson die Titelpartie anlässlich der Premiere / Frankfurter Erstaufführung von Richard Strauss‘ Die ägyptische Helena übernehmen.

Ricarda Merbeth war viele Jahre Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper und ist dem Haus weiter als Gast verbunden. 2011 wurde sie zur Österreichischen Kammersängerin ernannt. Zuletzt war sie in Wien in der Titelpartie von Strauss’ Daphne und als Feldmarschallin (Der Rosenkavalier) sowie in den Titelpartien von Janáčeks Jenůfa, Strauss’ Salome und Beethovens Fidelio (Leonore) zu erleben. Zu ihren aktuellen Wiener Aufgaben 2014/15 gehört die Partie der Senta in Wagners Der fliegende Holländer. Langjähriger Gast ist die Künstlerin auch an der Dresdner Semperoper, der Deutschen Oper Berlin und bei den Bayreuther Festspielen. Engagements nahm Ricarda Merbeth an den wichtigsten Opernhäusern und Konzertsälen in Wien, Mailand, Paris, Toulouse, Dresden, Berlin, München, Frankfurt, Hamburg, Zürich, Sydney, Tokio und New York wahr. Aktuelle Auftritte führten sie u.a. als Ariadne (Ariadne auf Naxos) nach Garmisch, München und Zürich, als Elsa (Lohengrin) nach Berlin und Tokio, als Senta nach Bayreuth, Barcelona, Berlin, Hamburg und Straßburg sowie als Emilia Marty (Die Sache Makropulos) und Chrysothemis (Elektra) nach Paris.


Der Tenor Andreas Schager (Menelas) gilt als große Hoffnung für das Wagner-Repertoire. Neben seinem Hausdebüt in Frankfurt sind Auftritte als Parsifal im Frühjahr 2015 an der Berliner Staatsoper unter Daniel Barenboim sowie 2017/18 in Bayreuth geplant. Der englische Bariton Simon Neal (Altair), bis 2011 Ensemblemitglied am Theater Dortmund, gastiert regelmäßig an der Oper Frankfurt, zuletzt 2013/14 als Enescus Oedipe sowie als Kurwenal (Wagners Tristan und Isolde) und Sebastiano (d’Alberts Tiefland). Okka von der Damerau (Die alleswissende Muschel) ist Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper in München und singt erstmals in Frankfurt. Angeführt von Brenda Rae (Aithra), die hier erst kürzlich einen sensationellen Erfolg mit der Titelpartie von Bellinis La sonnambula verbuchen konnte, sind alle weiteren Partien mit Mitgliedern des Ensemble und des Opernstudios der Oper Frankfurt besetzt. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

L’ Africaine - Vasco da Gamma
Grand opéra in fünf Akten

Von: Giacomo Meyerbeer
Libretto: Eugène Scribe

Uraufführung: 28. April 1865 (Paris; Opéra, Paris)
Erstaufführung der rekonstruierten Originalfassung: 2. Februar 2013 (Chemnitz, Theater Chemnitz)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 25. Februar 18 (szenische Frankfurter Erstaufführung)

Musikalische Leitung: Antonello Manacorda
Regie: Tobias Kratzer
Bühnenbild und Kostüme: Rainer Sellmaier
Video: Manuel Braun
Licht: Jan Hartmann
Chor, Extrachor: Tilman Michael
Dramaturgie: Konrad Kuhn

Besetzung:

Vasco da Gama:
Michael Spyres
Selika: Claudia Mahnke
Nelusko: Brian Mulligan
Ines: Kirsten MacKinnon
Don Pedro: Andreas Bauer
Don Diego: Thomas Faulkner
Der Großinquisitor von Lissabon / Der Oberpriester des Brahma: Magnús Baldvinsson
Don Alvar: Michael McCown
Anna: Alison King
1. Matrose: Isaac Lee
2. Matrose: Patrick Henckens
3. Matrose: Thomas Charrois
4. Matrose: Hyeonjoon Kwon
Ratsdiener: Hyon Ouk Cho
Ein Priester: Hyung Kwon Lee
Flugartisten: Susanne Beschorner / Simone Kieltyka (ANGELS Aerials)

Chor und Extrachor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Besprechung auf kulturfreak.de

L´ Africaine
L´Africaine
Oper Frankfurt
vorne v.l.n.r. Nelusko (Brian Mulligan), Selika (Claudia Mahnke), Vasco da Gama (Michael Spyres; bedroht von zwei Statisten),
Don Pedro (Andreas Bauer) und Ines (Kirsten MacKinnon), umrahmt von Chor und Extrachor der Oper Frankfurt

© Monika Rittershaus

Der deutschstämmige Komponist Giacomo Meyerbeer (1791-1864) galt gut hundert Jahre lang als eine der beherrschenden Figuren im europäischen Musiktheater. Sein Name steht geradezu synonym für ein Genre, welches das Repertoire der Pariser Oper seit den späten 1820er Jahren prägte: die Grand opéra. Für deren Stil sind große Chor-Tableaux und weit ausgreifende Ensembleszenen im kontrastreichen Wechsel mit lyrischen Soloszenen kennzeichnend. Zählt man noch die vom damaligen Publikum erwarteten spektakulären technischen Effekte und das Ballett hinzu, kann man die Grand opéra salopp als Vorläufer des heutigen Blockbuster-Kinos bezeichnen. Als Meyerbeer 1864 kurz vor Probenbeginn zu seinem letzten Werk – dem ein Libretto von Eugène Scribe mit dem geplanten Titel Vasco da Gama zugrunde liegt – überraschend starb, wurde die Oper 1865 in Paris mit etlichen Kürzungen und Auslassungen als L’Africaine mit großem Erfolg uraufgeführt. Um die Jahrhundertwende jedoch verblasste Meyerbeers Stern, und Richard Wagners infames Pamphlet Über das Judentum in der Musik sowie später die Nationalsozialisten taten ein Übriges, so dass Meyerbeers Werke von den Spielplänen verschwanden. Erst am 2. Februar 2013 fand in Chemnitz eine Aufführung von L’Africaine statt – nunmehr unter dem französischen Titel Vasco de Gama –, die sich auf das gesamte Material Meyerbeers stützen konnte. Dieses liegt auch der Frankfurter Produktion zugrunde.

Zur Handlung: Vasco da Gama träumt von der Entdeckung unbekannter Horizonte, die er für Portugal erobern will. Nachdem ein erster Versuch, das Kap der Guten Hoffnung zu überwinden, gescheitert ist, versagt der Rat der Admiralität ihm jedoch eine weitere Expedition. Dabei kann Vasco mit Selika und Nelusko, zwei in Afrika auf dem Sklavenmarkt gekauften Fremdlingen, kundige Führer vorweisen. Nach unbedachten Äußerungen lässt ihn der Großinquisitor wegen Gotteslästerung in den Kerker werfen. Ines, seine große Liebe, kann ihn nur befreien, indem sie sich auf die von ihrem Vater befohlene Heirat mit Vascos Rivalen Don Pedro einlässt. Als dieser mit Ines zu einer weiteren Entdeckungsreise aufbricht, folgt Vasco ihm mit einem eigenen Schiff. Am Ziel, im ersehnten fernen Land, werden die Portugiesen von feindlichen Kriegern überwältigt. Den Eindringlingen droht der Tod. Selika, die ehemalige Sklavin, entpuppt sich als Königin ihres Volkes. Sie gibt Vasco als ihren Gatten aus und rettet ihn auf diese Weise. Doch weil sie spürt, dass er Ines nie vergessen wird, entsagt sie ihrer Liebe. Sie ermöglicht den beiden die Flucht und wählt den Freitod unter dem giftigen Manzanillo-Baum.

Für die musikalische Leitung kehrt Antonello Manacorda nach Mozarts Don Giovanni (2016/17) zurück nach Frankfurt. Der Italiener ist u.a. seit 2010 als Chefdirigent der Kammerakademie Potsdam engagiert.
Regisseur Tobias Kratzer hat sich bereits ausgiebig mit dem Werk Meyerbeers auseinandergesetzt und inszenierte u.a. Les Huguenots in Nürnberg (2014) und Nizza (2016) sowie Le Prophète in Karlsruhe (2016).
Die Stimme des amerikanischen Tenors Michael Spyres (Vasco da Gama) ist prädestiniert für die exponierten Partien der Grand opéra. Neben seinem Debüt an der Oper Frankfurt sind 2017/18 zudem Engagements an der Metropolitan Opera in New York, der Opéra national de Paris und der Wiener Staatsoper geplant. Auch Brian Mulligan (Nelusko) ist Amerikaner und war hier zuletzt 2016/17 als Golaud in Debussys Pelléas et Mélisande sowie 2017/18 als Luna in Verdis Il trovatore zu Gast. Seine Landsfrau Kirsten MacKinnon (Ines) war Schülerin am Curtis Institute of Music in Philadelphia und wird ab der Saison 2018/19 den Sängerstamm der Oper Frankfurt verstärken. Ensemblemitglied Claudia Mahnke (Selika) gastierte kürzlich als Kundry in Wagners Parsifal an der Hamburgischen Staatsoper. Alle weiteren Partien sind mit Mitgliedern des Ensembles und Opernstudios besetzt. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Agrippina
Oper in drei Akten

Von: Georg Friedrich Händel
Text von: Vincenzo Grimani
Uraufführung: Ende 1709 oder Anfang 1710 (Venedig, Teatro Giovanni Grisostomo)

Zur Inszenierung an der Oper Frankfurt:

Premiere: 23. Juni 06
Wiederaufnahme in der Saison 2006/07: 24. August 06

Musikalische Leitung: Felce Venanzoni
Inszenierung: David McVicar
Bühnenbild und Kostüme: John Macfarlane
Licht: Paule Constable
Beleuchtungseinrichtung: Robert Brasseur
Bewegungscoach: Andrew George

Besetzung:

Agrippina:
Juanita Lascarro
Nerone: Malena Ernman (Wiederaufnahme Saison 2006/07 auch Kristina Hammarström (8., 10., 14., 16., 22. & 25. September 06))
Poppea: Anna Ryberg
Claudio: Simon Bailey
Ottone: Lawrence Zazzo (bei der Wiederaufnahme in der Saison 2006/07 alternierend mit William Towers)
Pallante: Soon-Won Kang (Wiederaufnahme Saison 2006/07: Florian Plock)
Narciso: Christopher Robson
Lesbo: Gérard Lavalle

Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Museumsorchester und Orchester-Gäste

Neueinstudierung einer Produktion des Théâtre Royal de la Monnaie, Brüssel, mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper.

Besprechung auf kulturfreak.de

Zum Inhalt: Um ihrem Sohn Nerone den Kaiserthron zu sichern, ist Agrippina jedes Mittel recht. Sie lässt ihren Ehemann Claudio für tot erklären und spielt ihre beiden Verehrer Pallante und Narciso gegeneinander aus. Noch dazu versucht sie, die schöne, von Claudio und Nerone ebenso wie von Claudios General Ottone begehrte Poppea vor den Karren einer Intrige zu spannen. Am Ende verzichtet Claudio zugunsten Nerones auf den Kaiserthron. Ottone entsagt der Macht und heiratet Poppea. Agrippina hat ihr Ziel erreicht.  [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Aida
Oper in vier Akten und sieben Bildern

Von: Guiseppe Verdi:
Text: Antonio Ghislanzoni

Uraufführung: 24. Dezember 1871 (Kairo, Dar Elopera Al Misria)

Zur Inszenierung des Theater Magdeburg:

Premiere: 21. Oktober 17

Musikalische Leitung: Svetoslav Borisov
Regie: Oliver Mears
Ausstattung: Simon Lima Holdsworth
Choreografie: Lucy Burge
Dramaturgie: Ulrike Schröder
Choreinstudierung: Martin Wagner

Besetzung:

König:
Paul Sketris
Amneris: Lucia Cervoni
Aida: Kristina Kolar
Radamès: Marc Heller
Ramphis: Johannes Stermann
Amonasro: Lucian Petrean
Ein Bote: Jonathan Winell / Manfred Wulfert
Tempelsängerin: Noa Danon / Raffaela Lintl

Opernchor des Theaters Magdeburg
Magdeburger Singakademie
Staatliche Ballettschule Berlin
Kinderstatisterie und Statisten des Theaters Magdeburg
Magdeburgische Philharmonie

Hoffnungslose Liebesgeschichte: Verdis »Aida« in Magdeburg
Sie gilt als pompöse Ausstattungsoper: Mit »Aida« inszeniert der Operndirektor des Royal Opera House Covent Garden, Oliver Mears, erstmals auf dem europäischen Kontinent. Giuseppe Verdis Oper feiert am Sa. 21. 10. 2017, 19.30 Uhr im Opernhaus Magdeburg Premiere.

Während sein Land Krieg führt, steht der ägyptische Heerführer Radamès zwischen zwei Frauen: Er liebt die äthiopische Sklavin Aida, die Staatsräson aber fordert eine Heirat mit der Pharaonentochter Amneris. Diesen Konflikt zwischen Pflicht und Neigung bezahlt nicht nur er mit dem Tod …

Am 24. Dezember 1871 in Kairo uraufgeführt, ist »Aida« stark geprägt von den Ereignissen der Zeit, u.a. dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/1871, und somit Verdis ganz persönliches Konstrukt, Ausdruck seiner tiefsten politischen Überzeugung. Verdi hegte weder besondere Sympathien für Ägypten oder seine Kultur, noch hat er »Aida« für ein ägyptisches Publikum komponiert. Seine Vorstellungen eines »ägyptischen Stils« bezog er aus ihm verfügbaren französischen und italienischen Quellen. Ihm war weitaus mehr an einem modernen Musikdrama gelegen, das berühren sollte: kein Fest unter Pyramiden, sondern eine bittere Lektion über gesellschaftliche Machtgefüge, die darauf aus sind zu siegen und denen Menschen wie Aida trotz ihrer Aufrichtigkeit und Charakterstärke unterliegen.

Die Rezeptionsgeschichte der »Aida« als groß ausgestattetes Opernspektakel macht sich der britische Regisseur und Opernintendant des Royal Opera House Covent Garden, Oliver Mears, zunutze: Er zeigt eine autoritäre und hierarchische Gesellschaft mit ihrer Überwältigungsarchitektur, die Kriegsruhm und Bevölkerungswachstum über alles stellt. Mythos und Propaganda mischen sich fortwährend im Dienst einer Zivilisation, die nicht nur besessen ist von Tod und Totenkult, sondern auch vom Überleben, der Ewigkeit und dem daraus resultierenden Fruchtbarkeitswahn. Wüste und Sand werden in der Inszenierung von Oliver Mears zu Metaphern für ein Land, in dem es keinen Raum mehr gibt für die Liebe und wo die Macht im Zerfall begriffen ist. Der Tod von Aida und Radamès am Schluss der Oper ist ein Symbol für den langsamen Niedergang der Gesellschaft.

In der Titelrolle ist die gebürtige Kroatin Kristina Kolar erstmals in Magdeburg zu erleben. In Deutschland sang sie bisher höchst erfolgreich am Theater Freiburg. Ebenfalls Debütant in Magdeburg ist der amerikanische Tenor Marc Heller als Radamès, eine Partie, die er zuletzt u.a. in der Londoner Royal Albert Hall sang. Ebenfalls zum ersten Mal in Magdeburg ist der rumänische Bariton Lucian Petrean in der Partie des Amonasro zu hören. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des 1. Kapellmeisters des Theaters Magdeburg, Svetoslav Borisov. [© Theater Magdeburg]

www.theater-magdeburg.de

Albert Herring
Komische Oper in drei Akten (5 Bildern)

Von:
Benjamin Britten
Text: Eric Crozier
Frei gestaltet nach einer Novelle von: Guy de Maupassant

Uraufführung:  20. Juni 1947 (Glyndebourne, Opera House)

Alceste (Alkestis)
Tragedia messa in musica / Tragédie-opéra in drei Akten

Von: Christoph Willibald Gluck
Text: Raniero de´ Calzabigi nach Euripides/Marie Francois Louis Grand-Leblanc du Roullet, nach Calzabigi
Uraufführung italienisch: 26. Dezember 1767 (Wien, Burgtheater)
Uraufführung französisch: 23. April 1776 (Paris, Académie Royale)

Alcina
Oper in drei Akten

Von: Georg Friedrich Händel
Uraufführung: 16. April 1735 (London)

L’Amico Fritz (Freund Fritz)
Lyrische Komödie in drei Akten

Von: Pietro Mascagni
Uraufführung:
31. Oktober 1891 (Rom Teatro Costanzi)

Zur konzertanten Aufführung der Oper Frankfurt in der Alten Oper Frankfurt:
(Koproduktion mit der Alten Oper Frankfurt )

Aufführungen: 11. und 13. März 12

Musikalische Leitung: Carlo Montanaro
Chor: Matthias Köhler

Fritz Kobus: Joseph Calleja
Suzel: Grazia Doronzio
Beppe, Zigeuner: Tanja Ariane Baumgartner
David, Rabbiner: Željko Lučić
Federico: Francisco Brito
Hanezò: Vuyani Mlinde
Caterina, Wirtschafterin bei Fritz: Katharina Magiera

Besprechung auf kulturfreak.de

Inhalt:
Der reiche Gutsbesitzer Fritz ist ein überzeugter Gegner der Ehe. Daher wettet er mit seinem Freund, dem Rabbiner David, dass er ewig Junggeselle bleiben werde. Sollte er sich jedoch wirklich, wie David behauptet, in naher Zukunft verlieben, wolle er gerne einen seiner Weinberge hergeben. Tatsächlich wirft Fritz schon bald ein Auge auf die junge Suzel, Tochter seines Pächters. Da das Mädchen seine Gefühle erwidert, flieht der Gutsbesitzer zurück in die Stadt. Dort muss er schließlich erfahren, dass die Angebetete nach dem Willen ihres Vaters in Kürze die Ehe mit einem ungeliebten Mann eingehen soll. Als die herbei geeilte Suzel ihre wahren Gefühle aufdeckt und den Geliebten bittet, bei ihrem Vater ein gutes Wort einzulegen, hält auch Fritz nicht mehr mit seiner Zuneigung hinter dem Berg. Der erfreut hinzutretende David gibt der jungen Frau den gewonnenen Weinberg als Mitgift mit in die Ehe. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

An unserem Fluss

Von:
Lior Navok
Auftragswerk der Oper Frankfurt
Uraufführung: 31. Mai 2015 (Frankfurt/M, Oper Frankfurt im Bockenheimer Depot)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
31. Mai 15 (Bockenheimer Depot; Uraufführung)

Musikalische Leitung: Sebastian Zierer
Regie: Corinna Tetzel
Bühnenbild: Stephanie Rauch
Kostüme: Judith Adam
Licht: Jan Hartmann
Dramaturgie: Deborah Einspieler

Besetzung:

Lucia:
Kateryna Kasper
Allendorf:  Daniel Schmutzhard
Fred Bucksmann: Davide Damiani
Klara Bucksmann: Elizabeth Reiter
Sinya: Stine Marie Fischer
Chicken-Heart: Alexander Mayr
Sipho:  Michael Porter
Zachary Rutget: Alfred Reiter
Right-Hand: Hans-Jürgen Schöpflin
Herr Kavi: Carlos Krause
Bauer / Big Uncle I: Gurgen Baveyan
Schatz / Big Uncle II: Yves Saelens

Besprechung auf kulturfreak.de


An unserem Fluss
Oper Frankfurt
Gurgen Baveyan (Bauer; liegend), Hans-Jürgen Schöpflin (Right-Hand),
Carlos Krause (Herr Kavi; im Türrahmen sitzend)
und Alfred Reiter (Zachary-Rutget; am rechten Bildrand stehend)

© Monika Rittershaus

Lior Navok (*1971) stammt aus Tel Aviv und schreibt Musik für Bühne und Konzertsaal, die weltweit gespielt wird. Seine Leidenschaft für das geschriebene Wort und das Theater hat Navok in den letzten Jahren zur Oper geführt. So entstand u.a. 2012 die Kammeroper Die Wette nach einer Kurzgeschichte von Anton Tschechow, im Februar 2014 wurde an der Staatsoper Nürnberg das Oratorium And the Trains Kept Coming… szenisch uraufgeführt.

Zum Inhalt:
Ein Land, zwei Völker, Israel und Palästina, eine Geschichte über Heimat und Entwurzelung, Vertreibung und Rückkehr, Freiheit und Grenzen – und über die Sehnsucht nach Frieden: Die 15jährige Lucia wird ausgeschickt, um Wasser zu suchen und stößt auf den gleichaltrigen Sipho. Er gefällt ihr auf den ersten Blick. Auf den zweiten muss sie feststellen, dass er zu den „Feinden“ gehört, den vermeintlichen Mördern ihrer Eltern. Die Verunsicherung der beiden Jugendlichen ist groß, größer allerdings ist der Wunsch nach einer gemeinsamen Zukunft. Die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verwischen. Zusammen suchen Lucia und Sipho den Weg aus einem Teufelskreis, dessen Ausmaße weit über Ländergrenzen und nationale Interessen hinausreichen.

Die musikalische Leitung dieser Uraufführung im Bockenheimer Depot liegt bei Sebastian Zierer, der der Oper Frankfurt anfangs als Solorepetitor und seit 2013/14 als Kapellmeister verbunden ist. Hier dirigiert er in dieser Spielzeit zudem Vorstellungen von Puccinis La Bohème und die Wiederaufnahme von Humperdincks Märchenoper Königskinder. Zuvor stand er bereits bei Mozarts Così fan tutte, Die Zauberflöte und Don Giovanni am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. Corinna Tetzel, seit 2011 Regieassistentin am Haus, trat in Frankfurt bisher vor allem mit Produktionen der Reihe Oper für Kinder im Holzfoyer in Erscheinung. Nun legt sie mit dieser Arbeit – nach Inszenierungen von Bartóks Herzog Blaubarts Burg und Donizettis Don Pasquale am Theater Ulm – ihre erste eigene Produktion an der Oper Frankfurt vor. Das Werk ist mit Kateryna Kasper (Lucia), Daniel Schmutzhard (Allendorf), Elizabeth Reiter (Klara Bucksmann), Michael Porter (Sipho), Alfred Reiter (Zachary Rutget) und Gurgen Baveyan (Bauer / Big Uncle I) überwiegend aus dem Ensemble sowie dem Opernstudio der Oper Frankfurt besetzt. Zu den Gästen gehört der italienische Bariton Davide Damiani (Fred Bucksmann), der hier erstmals ab 2011/12 als Michonnet in Cileas Adriana Lecouvreur zu erleben war. Kürzlich verkörperte er Guy de Montfort in Verdis Les vêpres siciliennes an der Opéra de Nice. Stine Marie Fischer (Sinya), Alexander Mayr (Chicken-Heart) und Hans-Jürgen Schöpflin (Right-Hand) gastieren regelmäßig an der Oper Frankfurt. Während die Altistin im Opernhaus zuletzt 2013/14 als Dryade in Strauss‘ Ariadne auf Naxos zu erleben war, übernahm Alexander Mayr in derselben Saison die extrem hoch gelegene Tenorpartie des Studenten Arkenholz in Reimanns Die Gespenstersonate im Bockenheimer Depot. Dort war auch sein Fachkollege Hans Jürgen Schöpflin als Johansson besetzt, der in Frankfurt zuvor als Edmund in Aribert Reimanns Lear (2011/12) sowie in zwei Werken Benjamin Brittens gastierte: 2010/11 als Quint in The Turn of the Screw und 2009/10 als General Wingrave in Owen Wingrave. Kammersänger Carlos Krause (Herr Kavi) ist der Oper Frankfurt seit 1975 in über 100 Partien verbunden. Regelmäßig tritt Yves Saelens (Schatz / Big Uncle II) in Frankfurt auf, zuletzt 2013/14 als Ferdinand in Thomas Adès The Tempest und als einer der Vier Könige in Strauss‘ Die Liebe der Danae (konzertant). [© Oper Frankfurt]

Weitere Vorstellungen: 1., 3., 6., 8., 10., 12., 13. Juni 2015.
Mit freundlicher Unterstützung der Speyer’schen Hochschulstiftung.

www.oper-frankfurt.de

Angels in America

Komponist:
Peter Eötvös
Autor: Tony Kushner
Librettist: Mari Mezei
nach dem gleichnamigen Theaterstück von Tony Kushner

Uraufführung: 23. November 2004 (Paris, Théâtre du Châtelet; Musikalische Leitung: Peter Eötvös, Inszenierung: Philippe Calvario, Bühnenbild: Richard Peduzzi, Kostüme: Jan Morrell)
Deutsche Erstaufführung: 23. Juni 2005 (Hamburg, Hamburgische Staatsoper)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 21. März 09 (Bockenheimer Depot)

Musikalische Leitung: Erik Nielsen
Inszenierung: Johannes Erath
Bühnenbild und Kostüme: Stefanie Pasterkamp
Dramaturgie: Agnes Eggers, Francis Hüsers
Licht: Joachim Klein

Besetzung:
The Angel / Voice: Nina Bernsteiner
Harper Pitt, Josephs Frau / Ethel Rosenberg / Angel Antarctica: Jenny Carlstedt
Hannah Pitt, Josephs Mutter / Rabbi Chemelwitz / Henry / Angel Asiatica: Christin-Marie Hill
Joseph Pitt / Ghost 2 / Angel Europe: Nathaniel Webster
Prior Walter, Louis’ Freund: Michael McCown
Louis Ironside, Priors Freund / Angel Oceania: Peter Marsh
Belize, schwarzer Krankenpfleger / Mr. Lies / Woman / Angel Africanii: Jeffrey Kim
Roy Cohn, Rechtsanwalt / Ghost 1 / Angel Australia: Dietrich Volle
Vokaltrio: Anja Fidelia Ulrich, Diana Schmid, Leszek Solarski
Statisterie der Oper Frankfurt; Mitglieder des Frankfurter Museumsorchesters und Gäste

Mit freundlicher Unterstützung der Speyer’schen Hochschulstiftung
Die Produktionen im Bockenheimer Depot werden gefördert von der Aventis Foundation

Inhalt:
Im Mittelpunkt der in New York angesiedelten Handlung stehen homosexuelle Männer aus unterschiedlichen sozialen Schichten und deren Familien, die auf ebenso unterschiedliche Weise mit ihrer Veranlagung und der in den 1980er Jahren aufkommenden Bedrohung durch die Krankheit AIDS umgehen. Vor diesem Hintergrund versteigt sich einer von ihnen in absurde Allmachtsphantasien, ein anderer fühlt sich von einem Engel verfolgt, der ihm aufträgt, die Welt zu retten... [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Anna Bolena
Tragedia lirica in zwei Akten

Von: Gaetano Donizetti (1797 - 1848)
Text: Felice Romani nach dem Drama Henri VIII (1791) von Marie-Joseph de Chénier
Uraufführung: 26. Dezember 1830 (Mailand, Teatro Carcano)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Koproduktion mit der Alten Oper Frankfurt
Konzertant in der Alten Oper

Vorstellungen: Freitag, 23. Oktober 2009, und Dienstag, 27. Oktober 2009, jeweils um 19.00 Uhr in der Alten Oper Frankfurt
Einführungsvortrag im Großen Saal, 18.15 Uhr

Musikalische Leitung:
Giuliano Carella
Chor: Matthias Köhler

Enrico VIII, König von England: Paul Gay
Anna Bolena, seine Germahlin: Elza van den Heever
Giovanna Seymour, Annas Hofdame: Claudia Manke
Lord Riccardo Percy: Ismael Jordi
Lord Rochefort, Annas Bruder: Wenwei Zhang
Smeton, Page und Spielmann der Königin: Jenny Carlstedt
Sir Hervey, Offizier des Königs: Michael McCown

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester 

Inhalt:Die Handlung folgt in groben Zügen den historisch verbürgten Vorgängen: König Heinrich VIII. (Enrico) von England ist seiner zweiten Frau Anne Boleyn (Anna Bolena) überdrüssig und will deren Hofdame Jane Seymour (Giovanna) zu seiner neuen Gattin machen. Eine Intrige des Königs und seiner Vertrauensleute bringt Anna auf das Schafott, doch kurz vor ihrem Tod verzeiht sie Enrico und der Nebenbuhlerin.  [© Oper Frankfurt]
 
www.oper-frankfurt.de

Arabella
Lyrische Komödie in drei Aufzügen

Von: Richard Strauss
Text: Hugo von Hofmansthal

Uraufführung: 1. Juli 1933 (Dresden, Dredsner Staatsoper)

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere: 11. März 18

Inszenierung: Uwe Eric Laufenberg
Musikalische Leitung: GMD Patrick Lange
Bühne: Gisbert Jäkel
Kostüm: Antje Sternberg
Chor: Albert Horne
Dramaturgie: Katja Leclerc

Besetzung:

Graf Waldner:
Wolf Matthias Friedrich
Adelaide: Romina Boscolo
Arabella: Sabina Cvilak
Zdenka: Katharina Konradi
Mandryka: Ryan McKinny
Matteo: Thomas Blondelle
Graf Elemer: Aaron Cawley
Graf Dominik: Benjamin Russel
Graf Lamoral: Alexander Knight
Fiakermilli: Gloria Rehm
Kartenaufschlägerin: Maria Rebekka Stöhr
Welko: Martin Plass
Djura: Thomas Braun
Zimmerkellner: Jochen Elbert
Drei Spieler: Oliver Steinmetz, Leonid Firstov, Aldomir Mollov

Chor & Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

»Arabella« ist der letzte große Publikumserfolg von Richard Strauss, seine letzte Zusammenarbeit mit Hugo von Hofmannsthal. Die Uraufführung 1933 fiel bereits in eine Zeit, die in den Untergang des zweiten Weltkriegs führte. Zu sehen ist eine Neuinszenierung von Uwe Eric Laufenberg unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange.
In der Titelpartie steht Sabina Cvilak auf der Bühne, die zuletzt in Wiesbaden große Erfolge als Elisabeth in »Tannhäuser« feierte. Der amerikanische Bassbariton Ryan McKinny, der Amfortas in Laufenbergs Bayreuther »Parsifal«-Inszenierung, singt Mandryka. Katharina Konradi ist Zdenka. Thomas Blondelle übernimmt die Partie des Matteo und ist auch während der Internationalen Maifestspiele 2018 als Erik in »Der fliegende Holländer« zu sehen. Wolf Matthias Friedrich, der aktuell auch in der Partie des Zebul in »Jephtha« zu sehen ist, singt Graf Waldner. Romina Boscolo ist Adelaide. Aaron Cawley, Benjamin Russel und Alexander Knight sind als Graf Elmer, Graf Dominik ist Graf Lamoral zu hören. FAUST-Theaterpreisgewinnerin Gloria Rehm singt die Partie der Fiakermilli. [© Staatstheater Wiesbaden]

»Arabella« ist auch während der Internationalen Maifestspiele 2018 zu erleben. Die Titelpartie singt die schwedische Sopranistin Maria Bengtsson.

www.staatstheater-wiesbaden.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Kooperation mit der Göteborgs Operan, mit freundlicher Unterstützung der Landwirtschaftlichen Rentenbank.

Premiere: 25. Januar 09
1. Wiederaufnahme, Saison 2009/2010: 11. September 09
2. Wiederaufnahme, Saison 2011/2012:  4. Februar 12
3. Wiederaufnahme, Saison 2016/17: 6. Mai 17

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle / Roland Böer / Gabriel Feltz / Soltesz / Sebastian Weigle
Inszenierung: Christof Loy
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Axel Weidauer / Hans Walter Richter
Bühnenbild und Kostüme: Herbert Murauer
Choreographische Mitarbeit: Thomas Wilhelm
Dramaturgische Betreuung: Agnes Eggers
Chor: Matthias Köhler

Besetzung:

Graf Waldner, Rittmeister a.D. : Alfred Reiter / Alfred Reiter / Alfred Reiter / Alfred Reiter
Adelaide, seine Frau: Helena Döse / Helena Döse / Clarry Bartha / Barbara Zechmeister
Arabella, seine Tochter: Anne Schwanewilms / Camilla Nylund / Emily Magee / Maria Bengtsson
Zdenka, seine Tochter: Britta Stallmeister / Juanita Lascarro / Christiane Karg / Brenda Rae
Mandryka: Robert Hayward / Wolfgang Koch / Simon Neal (Oktober 2009) / Simon Neal / James Rutherford
Matteo, Jägeroffizier: Richard Cox / Richard Cox / Peter Marsh / Peter Marsh
Graf Elemer, Verehrer Arabellas: Peter Marsh / Peter Marsh / Simon Bode / Ingyu Hwang *
Graf Dominik, Verehrer Arabellas: Dietrich Volle / Dietrich Volle / Dietrich Volle / Dietrich Volle
Graf Lamoral, Arabellas Verehrer: Florian Plock / Florian Plock / Florian Plock / Thomas Faulkner
Die Fiakermilli: Susanne Elmark / Alexandra Lubchansky / Susanne Elmark (Oktober 2009) / Mari Eriksmoen / Nora Friedrichs
Eine Kartenaufschlägerin: Barbara Zechmeister / Barbara Zechmeister / Barbara Zechmeister / Alison King *

u.a.

*. Mitglied des Opernstudios

Chor und Statisterie der Oper Frankfurt
Frankfurter Museumsorchester


Besprechung auf kulturfreak.de


Arabella
Oper Frankfurt (Saison 2016/2017)
Arabella (Maria Bengtsson), Mandryka (James Rutherford)
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Arabella von Richard Strauss (1864-1949) in der Sicht von Christof Loy gehört zu den großen Erfolgen der Spielzeit 2008/09 an der Oper Frankfurt. Publikum und Presse waren gleichermaßen begeistert. Eine nach der Premiere am 25. Januar 2009 im Journal am Mittag auf SWR2 ausgestrahlte Radiokritik schloss mit der Feststellung: „So gelingt Christoph Loy in Frankfurt erneut der große Wurf: Strauss malt in seiner Arabella Seelengemälde – und Loy kreiert den Bilderrahmen dazu, passgenau, mit viel psychologischem Feingespür.“ Der Oper Frankfurt durch zahlreiche Inszenierungen verbunden, waren hier zuletzt seine Produktionen von Bergs Wozzeck und Mozarts Don Giovanni zu erleben. Nun erfolgt die dritte Wiederaufnahme der Arabella, wobei der Besetzungszettel zahlreiche neue Namen aufweist.

Die musikalische Leitung liegt bei Stefan Soltesz, der nach zwei konzertanten Aufführungen von Straussʼ Die ägyptische Helena (2014/15) an die Oper Frankfurt zurückkehrt. Der österreichische Dirigent ungarischer Herkunft war von 1997 bis 2013 GMD der Essener Philharmoniker und Intendant des Essener Aalto-Theaters. Regelmäßig gastiert er an den bedeutendsten Bühnen der Welt. Am Pult des Opern- und Museumsorchesters wechselt er sich mit Frankfurts premierenbewährtem GMD Sebastian Weigle ab. Maria Bengtsson (Arabella), am Main umjubelt als Feldmarschallin, Daphne, Donna Elvira und Martha, zählt zu den renommiertesten und international erfolgreichsten Sopranistinnen unserer Zeit. Bis 2014/15 war Nora Friedrichs (Die Fiakermilli) Mitglied des Operstudios der Oper Frankfurt. Zu ihren aktuellen Aufgaben gehört u.a. die Königin der Nacht (Die Zauberflöte) an der Staatsoper sowie der Komischen Oper in Berlin. Alle weiteren Partien sind aus dem Frankfurter Ensemble und Opernstudio besetzt, darunter Brenda Rae (Zdenka) und James Rutherford (Mandryka), die beide neu in die Produktion einsteigen.

Zum Inhalt:
Graf Waldner befindet sich in einer finanziellen Misere, der durch eine reiche Verheiratung seiner bildschönen Tochter Arabella Abhilfe geschaffen werden soll. Die jüngere Tochter Zdenka hingegen wird als Sohn Zdenko ausgegeben, da sich der standesgemäße Unterhalt zweier Töchter als finanziell unmöglich erweist. Auf dem Fiakerball verliebt sich die wählerische Arabella in den vermögenden Gutsherren Mandryka. Das Glück scheint perfekt, die finanzielle Lage gerettet, bis sich Zdenka – die Identität ihrer Schwester vortäuschend – eines verschmähten Verehrers Arabellas tröstend annimmt. Mandryka fühlt sich daraufhin betrogen und fordert den vermeintlichen Nebenbuhler zum Duell, welches durch das Schuldbekenntnis Zdenkas im letzten Moment verhindert werden kann.  [© Text: Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

ARGO
Dramma in musica

Von: José M. Sánchez-Verdú

Uraufführung: 27. April 2018 (Schwetzingen, Rokoko-Theater)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Koproduktion mit den Schwetzinger SWR Festspielen

Premiere: 20. Mai 18 (Kleines Haus)

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer / José Maria Sanchez-Verdú
Inszenierung: Mirella Weingarten
Licht: Ulrich Schneider
Video: Christoph Schödel
Chor: Sebastian Hernandez-Laverny
Ausstattung: Etienne Pluss
Dramaturgie: Ina Karr

Besetzung:

Butes:
Jonathan de la Paz Zaens
Orpheus: Alin Deleanu
Odysseus: Brett Carter
Jason: Martin Busen
Aphrodite: Maren Schwier

Chor des Staatstheater Mainz
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Live-Elektronische Realisation:
SWR Experimentalstudio
Joachim Haas, Klangregie
Sven Kestel, Klangregie
Constantin Popp, Klangregie

Das sagenumwobene Schiff Argo ist vor allem durch den Raub des Goldenen Vlieses bekannt. Jason fuhr gemeinsam mit fünfzig Helden nach Kolchis, darunter Orpheus und der weniger bekannte Butes. Als die Sirenen die Argonauten mit ihrem Gesang bezwingen wollten, schützte Orpheus die Männer durch seinen eigenen Gesang. Nur Butes stürzte sich ins Meer. „Die Antike und die Geschichte des Mittelmeers als zeitlicher und geographischer Raum (Pelagos) sind kontinuierlich Referenzpunkte meiner Arbeit als Komponist. Geboren im äußersten Süden von Spanien (Al-Andaluz), faszinieren mich Geschichte, Literatur, Mystik und Musik dieses Territoriums. Das Mittelmeer (Mare nostrum) als Raum der Begegnungen, der Bewegungen, der Suche, des Austauschs, der Kulturen und Religionen, aber auch der Katastrophen, des Krieges und des Todes.“ (José M. Sánchez-Verdú) Der Komponist bezieht in seinen musikalischen Projekten oft Licht und Raum gedanklich mit ein. Auch für sein neues Musiktheater ARGO wird die Bühne zum „Metainstrument“. Das Libretto schreibt der Autor Gerhard Falkner, der mit seinem ersten Roman 2016 für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Ariadne auf Naxos
Oper in einem Aufzug nebst einem Vorspiel

Von: Richard Strauss
Libretto: Hugo von Hofmannsthal
Uraufführung:
1. Fassung: 25. Oktober 1912 (Stuttgart, Kleines Haus des Hoftheaters)
2. Fassung: 4. Oktober 1916 (Wien, Hofoper)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
5. Oktober 13
Wiederaufnahme Saison 2018/2019: 2. November 18
Wiederaufnahme Saison 2014/2015: 7. Dezember 14

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle / Hartmut Keil / Patrick Lange / Hartmut Keil / Christoph Gedschold
Regie: Brigitte Fassbaender
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Corinna Tetzel /
Bühnenbild und Kostüme: Johannes Leiacker
Licht: Joachim Klein
Dramaturgie: Mareike Wink

Besetzung:

Primadonna / Ariadne:
Camilla Nylund / Sara Jakubiak / Christina Nilsson
Zerbinetta: Brenda Rae / Sofia Fomina / Kathleen Kim / Elizabeth Sutphen
Der Tenor / Bacchus: Michael König / Michael König / Alfred Kim / Vincent Wolfsteiner
Najade: Elizabeth Reiter / Kateryna Kasper / Elizabeth Reiter / Kateryna Kasper
Dryade: Katharina Magiera / Katharina Magiera / Zanda Švēde
Echo: Maren Favela / Maren Favela / Angela Vallone
Harlekin: Daniel Schmutzhard / Björn Bürger / Björn Bürger / Daniel Schmutzhard / Mikołaj Trąbka / Gordon Bintner
Scaramuccio: Michael McCown / Michael McCown / Theo Lebow
Truffaldin: Alfred Reiter / Vuyani Mlinde / Barnaby Rea
Brighella: Martin Mitterrutzner / Michael Porter / Michael Porter
Der Komponist: Claudia Mahnke / Jenny Carlstedt / Claudia Mahnke / Paula Murrihy / Claudia Mahnke (30. 11.)
Ein Tanzmeister: Peter Marsh / Peter Marsh / Michael McCown
Ein Musiklehrer: Franz Grundheber / Johannes Martin Kränzle / Dietrich Volle / Sebastian Geyer / Johannes Martin Kränzle (10., 15., 17. 11.)
Ein Perückenmacher: Vuyani Mlinde / Thomas Faulkner (Mitglied des Opernstudios) / Thomas Faulkner
Ein Lakai: Kihwan Sim / Franz Mayer / Franz Mayer / Mikołaj Trąbka
Ein Offizier: Ricardo Iturra / Michael Petruccelli*
Der Haushofmeister: William Relton
/ Michael Benthin

*Mitglied des Opernstudios
u.a.

blau = Wiederaufnahme Saison 2018/19
grün = Wiederaufnahme Saison 2014/15

Besprechung der Wiederaufnahme Saison 2014/15 auf kulturfreak.de
Besprechung auf kulturfreak.de


Ariadne auf Naxos
Oper Frankfurt
v.l.n.r. Zerbinetta (Sofia Fomina), Truffaldin (Vuyani Mlinde), Scaramuccio (auf den Stuhl kletternd, Michael McCown),
Harlekin (Björn Bürger), Ariadne (sitzend, Sara Jakubiak) und Brighella (Michael Porter)
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Zum Inhalt:
Das Werk besteht aus einem Vorspiel und der eigentlichen Opernhandlung: Im Hause des reichsten Mannes von Wien sollen die Oper Ariadne auf Naxos und das lustige Tanzspiel Die ungetreue Zerbinetta mit ihren vier Liebhabern gleichzeitig aufgeführt werden, um pünktlich zum Abendfeuerwerk fertig zu sein. Der Komponist der Oper ist verzweifelt, befürchtet er doch eine Entweihung seines tragischen Stoffes. Die kokette Zerbinetta kann jedoch seine Zustimmung erwirken. Die Aufführung beginnt. Ariadne, die von ihrem Geliebten Theseus auf der Insel Naxos zurückgelassen wurde, wünscht sich nur noch den Tod. Selbst die immer wieder erscheinende Zerbinetta vermag sie mit ihrem munteren Treiben nicht aufzuheitern. Erst als der Gott Bacchus eintrifft, wendet sich das Blatt – er und Ariadne verlieben sich. Zerbinettas „Mission“ ist erfüllt.  [© Oper Frankfurt]

Ariadne auf Naxos © Oehms Classics
Richard Strauss: Ariadne auf Naxos
Nylund, Rae, König, Mahnke, u.a.
Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Dirigent: Sebastian Weigle
Kat-Nr.: OC 947, Format: 2 CD
www.oehmsclassics.de
- Erhältlich auch im Foyer der Oper Frankfurt -

www.oper-frankfurt.de.

Ariodante

Von:
Georg Friedrich Händel (1685-1759)
Text nach dem Libretto: Ginevra, Principessa di Scozia von Antonio Salvi
Uraufführung: 8. Januar 1735 (London, Covent Garden Theatre)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
28. März 04
Wiederaufnahme: 25. Mai 07

Musikalische Leitung: Felice Venanzoni
Inszenierung: Achim Freyer / Friederike Rinne-Wolf
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: James McNamara / Alan Barnes
Bühnenbild: Claudia Doderer / Achim Freyer
Kostüme und Figurenentwürfe: Amanda Freyer
Kostüme und Figurengestaltung: Barbara und Günter Weinhold
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy
Licht: Achim Freyer
Chor: Alessandro Zuppardo

Ariodante: Nino Surguladze
Polinesso: Daniela Pini
König: Soon-Won Kang
Ginevra: Svetlana Doneva
Lurcanio: Nicholas Phan
Dalinda: Britta Stallmeister
Odoardo: Jussi Myllys

Zum Inhalt:
Ginevra, die Verlobte Ariodantes, wird durch den von ihr abgewiesenen Polinesso der Untreue bezichtigt. Dieser überredet Dalinda, ihm in Ginevras Kleid nachts die Tür ihrer Kammer zu öffnen. Ariodante ist verzweifelt über die vermeintliche Treulosigkeit seiner Geliebten und flieht. Lurcanio berichtet, dass er sich ins Meer gestürzt habe. Der König beweist durch ein Gottesgericht die Unschuld seiner Tochter Ginevra: Lurcanio verwundet Polinesso tödlich. Ariodante, dem Dalinda den Betrug gestanden hat, kehrt zurück. Der sterbende Polinesso gesteht seine Schandtat, die Liebenden finden endlich wieder zusammen. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Armide
Drame héroique in fünf Akten

Von: Christoph Willibald Gluck
Text: Phillippe QUinault (nach einer Episode aus Torquato Tassos La Gerusalemme liberata)

Uraufführung: 23. September 1777 (Paris, Académie Royale de Musique)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere: 14. Januar 17

Musikalische Leitung: Clemens Schuldt
Inszenierung: Lydia Steier
Bühne: Katrin Kersten
Kostüme: Gianluca Falaschi
Licht: Ulrich Schneider
Dramaturgie: Ina Karr
Chor: Sebastian Hernandez-Laverny

Besetzung:

Armide:
Nadja Stefanoff
Hidraot: Peter Felix Bauer
Renaud: Ferdinand von Bothmer
Artémidore / Le Chevalier Danois: Johannes Mayer
Ubalde: Heikki Kilpeläinen
Phénice / Un Démon sous la figure de Mélisse: Maren Schwier *
Sidonie / Un Démon sous la figure de Lucinde: Alexandra Samouilidou
Aronte: Stephan Bootz
La Haine (Der Hass): Geneviève King
Najade: Miriam Gadatsch **
Lustgeist: Ruth Katharina Peeck / Marie-Andrée Mathieu

* Mitglied des Opernstudios
** Junges Ensemble

Chor des Staatstheater Mainz
Statisterie des Staatstheater Mainz
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Besprechung auf kulturfreak.de


Armide
Staatstheater Mainz
Armide (Nadja Stefanoff), Chor
© Andreas Etter


www.staatstheater-mainz.de

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny
Oper in drei Akten

Musik: Kurt Weil
Text: Bert Brecht
Uraufführung: 9. März 1930 (Leipzig)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
12. Januar 08

Musikalische Leitung: Catherine Rückwardt
Inszenierung: Matthias Fontheim
Bühne und Kostüme: Susanne Maier-Staufen
Choreographie: Richard Weber
Choreinstudierung: Sebastian Hernandez-Laverny
Video: Christoph Schödel

Leokadja Begbick: Edith Fuhr
Fatty, der Prokurist: Ks. J
ürgen Rust (in der Premiere Timo Päch als Gast)
Dreieinigkeitsmoses: Patrick Pobeschin
Jenny Hill: Abbie Furmansky / Kerrie Sheppard
Jim Mahoney: Alexander Spemann (in der Premiere Kor Jan Dusseljee als Gast)
Jakob Schmidt - Tobby Higgins: Martin Erhard
Bill, genannt Sparbüchsenbill: Richard Morrison
Joe, genannt Alaskawolfjoe: Hans-Otto Weiß
Sprecher: Joachim Mäder / Lukas Piloty
Sechs Mädchen von Mahagonny*:
Elisabeth Stradalski / Anja Rabsilber / Susanne Thomas
Irina Sokolovskyi / Klaudia Berg
Claudia Sasse / Anna Matyuschenko
Alexandra Bernd / Cornelia Langhals
Miriam Lenz / Annette Kempen
Katja Ladentin / Annette Vosteen
Ein Klavierspieler: Clemens Heil / Erika Le Roux
Die Männer von Mahagonny: Herren des Chores des Staatstheaters Mainz

Philharmonisches Staatsorchester Mainz
Statisterie des Staatstheaters Mainz (Leitung Dieter Rößler)
*Damen des Chores des Staatstheaters Mainz

Doppelbesetzungen in alphabetischer Reihenfolge

Besprechung auf kulturfreak.de


Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny
Staatstheater Mainz
Leokadja Begbick (Edith Fuhr) und Verehrer (Herrenchor)
Foto: Martina Pipperich

Drei Kriminelle gründen in einer einsamen Gegend eine Stadt: Mahagonny, Hochburg einer vergnügungssüchtigen Spaßgesellschaft, für deren Befriedigung die Prostituierte Jenny mit ihren Mädchen zu Diensten steht. Doch zu viele Gäste verlassen den Ort, bevor sie ihr letztes Geld ausgegeben haben. Als ein bedrohlicher Hurrikan kurz vor der Stadtgrenze die Richtung wechselt, werden alle Regeln und Gebote aufgehoben. Erlaubt ist nun alles, was gefällt - allerdings nur, wenn man es bezahlen kann. Die Konjunktur blüht auf, das Geld beginnt sein Regiment. Schließlich kann sich sogar ein Mörder freikaufen, während ein mittelloser Zechpreller zum Tode verurteilt wird. Diese Unmenschlichkeit provoziert Widerstand. Das Ende Mahagonnys naht...

Kurt Weills und Bertolt Brechts 1930 uraufgeführte Oper über die fiktive Paradies-Stadt Mahagonny zählt zu den bedeutendsten Bühnenwerken der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts - eine vieldeutige Parabel auf eine Gesellschaft, in der Angebot und Nachfrage die Grenzen der Freiheit bestimmen und eine schonungslose Analyse der Mechanismen menschlicher Zivilisation, aber auch ein unterhaltsames Spiel mit verschiedensten Stilen vom barocken Oratorium bis zur Salon- und Unterhaltungsmusik und nicht zuletzt ein vitales Musiktheater voller Kraft und Aktualität.

Matthias Fontheim, der
bisher vor allem mit zahlreichen Schauspielinszenierungen im deutschsprachigen Raum als Regisseur hervorgetreten ist, inszeniert mit diesem Abend seine zweite Oper am Staatstheater Mainz. Er gehörte zu den Leitungsteams des Niedersächsischen Staatsschauspiels Hannover und des Bayerischen Staatsschauspiels München. Von 2000 bis 2006 war er Intendant am Schauspielhaus Graz. Seit der Saison 2006/07 leitet er in gleicher Funktion das Staatstheater Mainz.  [© Texte Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de 

Aus einem Totenhaus (Z mrtvého domu)
Oper in drei Akten

Von: Leoš Janáček
Nach dem Roman: Aufzeichnungen aus einem toten Hause (Zapiski iz mertvogo doma) von Fjodor Michaeilowitsch Dostojewskij (1862)

Uraufführung: 12. April 1930 (Brünn, Nationaltheater)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 1. April 18

Musikalische Leitung: Tito Ceccherini
Inszenierung: David Hermann
Bühnenbild: Johannes Schütz
Kostüme: Michaela Barth
Licht: Joachim Klein
Chor (Herren): Tilman Michael
Dramaturgie: Norbert Abels

Besetzung:

Alexandr Petrovic Gorjancikov:
Gordon Bintner
Aljeja: Karen Vuong
Filka Morozov: Vincent Wolfsteiner
Šiškov: Johannes Martin Kränzle
Skuratov: AJ Glueckert
Der goßer Sträfling / Cerevin: Ralf Simon
Der keiner Sträfling / Cekunov: Gurgen Baveyan
Der Platzkommandant: Barnaby Rea
Šapkin / Der fröhlicher Sträfling: Peter Marsh
Der ganz alter Sträfling: Theo Lebow
Kedril: Jaeil Kim
Die Dirne: Barbara Zechmeister
Der betrunkener Sträfling: Hans-Jürgen Lazar
Der Koch: Iain MacNeil
Der Schmied: Mikolaj Trabka
Der Pope: Thesele Kemane
Der junger Sträfling: Ingyu Hwang
Der verbitterter Sträfling: Dietrich Volle
Sträfling 1: Brandon Cedel

Eine junge Frau: Gal Fefferman

Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Chorherren der Oper Frankfurt
Statisterie der Oper Frankfurt

Besprechung auf kulturfreak.de

Aus einem Totenhaus
Aus einem Totenhaus
Oper Frankfurt
Alexandr Petrovič Gorjančikov (kniend: Gordon Bintner) und Herrenchor der Oper Frankfurt

© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Die posthume Uraufführung seiner letzten Oper Aus einem Totenhaus erfolgte am 12. April 1930 am Nationaltheater Brünn. Leoš Janácek (1854-1928) verwendete in diesem auf einem Roman von Dostojewski (1862) basierenden Werk einen radikal neuen Musikstil, der von einer Wirklichkeitssprache als „Augenblicksfotografie der Seele“ ausgeht und sich damit rein klanglich stark von den vorangegangenen Bühnenwerken unterscheidet.
Die letzte, aus Brüssel übernommene Totenhaus-Inszenierung an der Oper Frankfurt (Musikalische Leitung: Sylvain Cambreling; Regie: Peter Mussbach) erlangte nach ihrer Premiere am 13. Februar 1994 Kultstatus. Mit der aktuellen Neuproduktion ergänzt die Oper Frankfurt ihren während der Intendanz von Bernd Loebe lose gestalteten Zyklus mit Opern des mährischen Komponisten.

„In jeder Kreatur ein Funke Gottes“ lautet das von Dostojewski übernommene Motto, welches auch Janácek seiner Komposition voranstellt: In einem Straflager verbüßt eine Gruppe fast ausschließlich männlicher Gefangener ihre Haft. Im Verlauf der Handlung erzählen einige der Delinquenten aus ihrem Leben und von den Gründen, die sie in den Arrest gebracht haben. Zudem wird der Alltag zwischen Lagertheater und existentieller Not geschildert. Der politische Häftling Gorjancikov, der zu Beginn der Handlung seine Strafe antritt, wird am Ende nach einem Gnadengesuch seiner Mutter entlassen. Für die restlichen Männer aber geht der zermürbende Alltag weiter…

Die musikalische Leitung liegt bei dem Italiener Tito Ceccherini, der sich als Interpret der Werke des frühen 20. Jahrhunderts einen Namen gemacht hat. An der Oper Frankfurt debütierte er 2016/17 mit Strawinskys The Rake’s Progress. Regisseur David Hermann ist regelmäßiger Gast im Haus am Willy-Brandt-Platz, wo er zuletzt Drei Einakter von Ernst Krenek inszenierte.
Die Sänger stammen fast ausschließlich aus dem Frankfurter Ensemble und dem Opernstudio, darunter u.a. Vincent Wolfsteiner (Filka Morozov), AJ Glueckert (Skuratov) und Peter Marsh (Šapkin). Mit Johannes Martin Kränzle (Šiškov) kehrt nach längerer krankheitsbedingter Abwesenheit ein ausgesprochener Publikumsliebling an die Oper Frankfurt zurück, deren Ensemble er bis 2016/17 angehörte. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Nürnberg:

Premiere: 12. März 16

Musikalische Leitung: Marcus Bosch
Inszenierung: Calixto Bieito
Bühne: Calixto Bieito; Philipp Berweger
Kostüme: Ingo Krügler
Chor: Tarmo Vaask
Dramaturgie: Johann Casimir Eule

Besetzung:

Alexandr Petrovitč Gorjančikov:
Kay Stiefermann
Aljeja: Cameron Becker
Filka Morozov (Luka Kuzmič): Tilmann Unger
Der große Sträfling / Stimme hinter der Szene: David Yim
Der kleine Sträfling / Čekunov: Alexey Birkus
Der Platzkommandant: Marcell Bakonyi
Der ganz alte Sträfling / Der Alte: Richard Kindley
Skuratov: Edward Mout
Der betrunkene Sträfling/ Der lustige Gefangene: Chool Seomun
Der Koch: Wonyong Kang*
Der Schmied: Vikrant Subramanian*
Der Pope: Rüdiger Krehbiel
Der junge Sträfling/ Čerevin: Yongseung Song*
Dirne: Lukas Christian Noerbel
Ein Sträfling (in der Rolle Don Juans und des Brahminen): Levent Bakirci
Šapkin / Kedril: Hans Kittelmann
Šiškov: Antonio Yang
Wache: Benjamin Weaver

(* Mitglied des Internationalen Opernstudios)

Chor des Staatstheater Nürnberg
Staatsphilharmonie Nürnberg

www.staatstheater-nuernberg.de

Die Ausflüge des Herrn Brouček
Oper in zwei Teilen (I auf den Mond - II ins XV. Jahrhundert)

Von: Leoš Janáček
Text: Leoš Janáček nach Svatopluk Cech (1. Novelle "Der Ausflug des Herrn Brouček auf den Mond" (1887), 2. Novelle "Neuer epochaler Ausflug des Herrn Brouček , diesmal in das XV. Jahrhundert" (1888)

Uraufführung: 23. April 1920 (Prag, Nationaltheater Prag)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 27. April 08
Wiederaufnahme Saison 2013/2014: 5. Juli 14

Musikalische Leitung:  Johannes Debus / Johannes Debus
Regie: Axel Weidauer
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Dorothea Kirschbaum
Bühnenbild: Moritz Nitsche
Kostüme: Berit Mohr
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy
Licht: Joachim Klein
Chor: Alessandro Zuppardo / Markus Ehmann

Besetzung:

Monsieur Broucek: Arnold Bezuyen / Arnold Bezuyen
Mazal / Blanktyny / Petrik: Carsten Süß / Aleš Briscein
Málinka / Etherea / Kunka: Juanita Lascarro / Juanita Lascarro
Sakritán / Lunobor / Domsik: Simon Bailey / Simon Bailey
Würfl / Caroskvouci / Schöffe: Gregory Frank / Andreas Bauer
Piccolo / Wunderkind / Scholar: Anna Ryberg / Anna Ryberg
Komponist / Harfoboj / Miroslav: Peter Marsh / Peter Marsh
Maler / Duhoslav / Vojta: Michael McCown / Michael McCown
Dichter / Oblacny / Vacek: Nathaniel Webster/ Björn Bürger
Kedruta: Yvonne Hettegger / Katharina Magiera
Svatopluk Cech: Frank van Aken / Beau Gibson

u.a.

grün = Wiederaufnahme Saison 2013/2014


Besprechung auf kulturfreak.de

Zum Inhalt:
Als der biedere Hausbesitzer Brouček betrunken aus seiner Stammkneipe taumelt, hat er nur einen einzigen Wunsch, den irdischen Ärgernissen wie zahlungsunfähigen Mietern, der Reichstagspolitik und widerspenstigen Damen zu entfliehen. So träumt er sich auf den Mond und sieht sich in überirdischen Sphären mit merkwürdigen, kunstverliebten Wesen konfrontiert, die sich anstatt von Schweinswürsten von Blumenduft ernähren. Der zweite Traum versetzt den Spießbürger in das Prag des Jahres 1420. Inmitten des tobenden Kampfes zwischen Hussiten und dem Heer des deutschen Kaisers Sigismund gilt er schnell als Verräter und wird zur Strafe in ein Fass gesteckt, aus dem der Wirt seiner Stammkneipe den mittlerweile wieder erwachten Träumer schließlich befreit. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de 

nach oben