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Opern- & Musiktheater-Stückeinfos: L

Lady Macbeth des Mzensker Landkreises (Ledi Makbet Mzenskogo ujesda)

Musik: Dmitri D. Schostakowitsch
Text: Alexandr G. Preis und Dmitri D. Schostakowitsch nach der gleichnamigen Novelle von Nikolai S. Leskow
Uraufführung 1. Fassung: 22. Januar 1934 (Leningrad, Maly-Theater)
Uraufführung 2. Fassung (Katerina Ismailowa): 8. Januar 1963 (Moskau, Akademisches Musikalisches Theater)

Lakmé
Oper in drei Akten

Von:
Léo Delibes
Libretto: Pierre Edmond Julien Gondinet und Philippe-Émile-François Gille
Uraufführung: 14. April 1883 (Paris; Opéra-Comique)

Landschaft mit entfernten Verwandten (Goebbels)

Uraufführung:
16. Oktober 2002 (Genf, Grand Théâtre de Genèv)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Eine Koproduktion von Oper Frankfurt, Grand Théâtre de Genève, Berliner Festspiele, Festspielhaus St. Pölten, La Filature de Mulhouse und Ensemble Modern mit großzügiger Unterstützung durch die Deutsche Bank Stiftung und die Kulturstiftung des Bundes. Ein Auftragswerk der Europäischen Festival-Vereinigung.

Premiere: 1. Mai 13 (im Bockenheimer Depot; Erstaufführung Frankfurter Fassung (2010)

Musikalische Leitung: Franck Ollu
Komposition und Regie: Heiner Goebbels

Mitwirkende:
Bariton:
Holger Falk
Schauspieler: David Bennent
Ensemble Modern

Weitere Vorstellungen: 4., 5. (18.00 Uhr), 6., 8., 9. Mai 2013

Die Neufassung 2010 wurde ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Aventis Foundation

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Der Titel der Oper Landschaft mit entfernten Verwandten von Heiner Gobbels (* 1952), einem der bedeutendsten deutschen Musiker unserer Zeit, erinnert an Gemälde Alter Meister wie Nicholas Poussin, die nicht zentralperspektivisch angeordnet sind, sondern alle Motive gleich behandeln und auch solche in großer Entfernung nie unwichtig oder unscharf, sondern detailgetreu zeigen. Für den Betrachter ist das Zentrum nicht vorweg entschieden, so dass er seine eigene Sichtweise wählen kann. Diesem Prinzip gehorchend, entwickelte Heiner Goebbels in dieser Komposition keine lineare Handlung, sondern ein Kaleidoskop ständig wechselnder Bilder, in denen die Mitglieder des Ensemble Modern gleichermaßen als Darsteller wie als Musiker in ständig wechselnden Personenkonstellationen aus verschiedenen Kulturen und Epochen agieren: als rhythmisch sattelfeste Trommlergruppe, Rokoko-Gesellschaft, tanzende Derwische oder abgehalfterte Cowboys. Damit gleicht das Werk – mit den Worten des Komponisten selbst – einem musikalisch-literarischen Rundgang durch ein Museum. Das Libretto besteht aus Texten, Erzählungen, Abhandlungen und Gedichten von Gertrude Stein, Giordano Bruno, Henri Michaux, T. S. Eliot, François Fénelon, Leonardo da Vinci, Michel Foucault und Nicolas Poussin. Im Jahr 2002 in Goebbels eigener Regie uraufgeführt, hat das Werk während seiner zahlreichen Aufführungen ständige Weiterentwicklungen erlebt, die zuletzt nach den Stadien eines RadioHörstücks und einer konzertanten Bearbeitung unter dem Titel Bildbeschreibungen zu einer Fassung auf CD geführt haben, die 2007 bei ECM in München erschienen ist.
Diesen Prozess setzte das Ensemble Modern gemeinsam mit Heiner Goebbels fort und erarbeitete 2010 eine neue „Frankfurter Fassung“, die die Instrumentalisten noch stärker auf der Bühne integriert, die Szenografie von Klaus Grünberg und die Kostüme von Florence von Gerkan beibehält, jedoch ein intimeres Format besitzt, ohne dabei auf die Tiefenschärfe der Szenen zu verzichten.
Die Erstaufführung dieser Frankfurter Fassung ist nun in Koproduktion mit der Oper Frankfurt im Bockenheimer Depot zu erleben. Das Ensemble Modern dirigiert Franck Ollu, die Solisten sind der Bariton Holger Falk und der Schauspieler David Bennent. [© Oper Frankfurt]

Eine Einführung zu Landschaft mit entfernten Verwandten gab Heiner Goebbels selbst gemeinsam mit dem Ensemble Modern am Dienstag, dem 30. April 2013, um 20.00 Uhr im Rahmen eines Happy New Ears-Konzertes im Bockenheimer Depot.

Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.

Die Liebe der Danae
Heitere Mythologie in drei Akten

Von: Richard Strauss
Text: Joseph Gregor (mit Benutzung eines Entwurfes von Hugo von Hofmannsthal)

Uraufführung: 14. August 1952 (Salzburg, Salzburger Festspiele ~ Großes Festspielhaus)

Zur konzertanten Aufführung der Oper Frankfurt:

Vorstellungen am
: 15. und 19. Juni 14

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle
Chor: Matthias Köhler

Besetzung:

Jupiter:
Alejandro Marco-Buhrmester
Merkur: Peter Marsh
Pollux, König von Eos: Beau Gibson
Danae: Anne Schwanewilms
Xanthe, Danaes Dienerin: Karen Vuong
Midas: Lance Ryan
Vier Könige, Neffen des Pollux: Michael McCown, Hans-Jürgen Lazar, Björn Bürger, Franz Mayer
Semele: Britta Stallmeister
Europa: Barbara Zechmeister
Alkmene: Tanja Ariane Baumgartner
Leda: Katharina Magiera
Wächter: Björn Bürger, Franz Mayer

Gastspiel beim Richard Strauss-Festival in Garmisch-Partenkirchen: Mittwoch, 11. Juni 2014, 19.00 Uhr

Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper

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Zum Inhalt:
Der „Heiteren Mythologie“: Pollux, König von Eos, ist in Geldnöten. So kommt es ihm gelegen, dass er sich Hoffnungen auf die Heirat seiner Tochter Danae mit König Midas von Lydien machen darf, welcher alles, was er berührt, zu Gold werden lässt. Diese Gabe hat ihm Jupiter persönlich verliehen, dafür jedoch in Hinblick auf seine eigenen amourösen Eskapaden unbedingten Gehorsam gefordert. Somit kann sich der junge König nicht wehren, als Jupiter beschließt, sich in Midas‘ Gestalt der von ihm begehrten Schönen zu nähern. Nach einem sich anschließenden Verwechslungsspiel entscheidet sich Danae für den „echten“ Midas und bereut ihre Wahl auch dann nicht, als ihr Geliebter die Gunst Jupiters und all seinen Reichtum verliert. Vor solch starker und aufrichtiger Zuneigung muss sogar Jupiter kapitulieren und gibt dem Paar seinen Segen. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Die Liebe zu den drei Orangen
Oper in vier Akten und zehn Bildern mit einem Prolog

Von: Sergej Prokofjew
Uraufführung: 30. Dezember 1921, Chicago (Auditorium)
Libretto: Sergej Prokofjew nach dem Märchenspiel L’amore delle tre melarance von Carlo Gozzi
Deutsche Übersetzung: J. Beytien/E. Sprink

Der Liebestrank (L´Elisir d´amore)
Melodramma giocoso in zwei Akten

Von: Gaetano Donizetti (1797-1848)
Text: Flice Romani
Uraufführung: 12. Mai 1832 (Mailand, Teatro della Canobbiana)

Zur Inszenierung der Schlossfestspiele Zwingenberg:

Premiere: 28. Juli 17

Musikalische Leitung: Rainer Roos
Musikalische Assistenz: Bernhard Melbye-Voss
Regie: Angela Brandt
Chorleitung: Karsten Huschke
Bühnenbild: Roland Bayer
Kostümbild: Friederike von Dewitz
 
Chor, Kinderchor und Orchester der Schlossfestspiele Zwingenberg
Showturngruppe "Exotica", Neckarelz

Nemorino ist schwer verliebt in Adina, doch leider will sie nicht so, wie er will. Als dann auch noch der machohafte Sergeant Belcore mit seinen Soldaten in das kleine Städtchen einzieht, Adinas Herz im Sturm zu erobern scheint und sie ihm gar die Hochzeit verspricht, ist Nemorino hoffnungslos verzweifelt. Glücklicherweise preist der gerade vorbeiziehende Quacksalber Dulcamara lauthals Wundermittel gegen Leiden aller Art an ...
Mit „Der Liebestrank“ schrieb Donizetti eine der schönsten heiteren italienischen Opern, die nicht nur Frauenherzen zum Schmelzen bringt! [© Schlossfestspiele Zwingenberg)

www.schlossfestspiele-zwingenberg.de

Das Liebesverbot oder Die Novize von Palermo
Große komische Oper in zwei Akten

Von: Richard Wagner
Uraufführung: 29. März 1836 (Magdeburg, Theater Magdeburg)

Zur konzertanten Aufführung der Oper Frankfurt in Koproduktion mit der Alten Oper Frankfurt:

Premiere: 2. Mai 12 (Alte Oper)

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle
Chor: Matthias Köhler

Besetzung:

Friedrich:
Michael Nagy
Luzio: Peter Bronder
Claudio: Charles Reid
Antonio: Simon Bode
Angelo: Franz Mayer
Isabella: Christiane Libor
Mariana: Anna Gabler
Brighella: Thorsten Grümbel
Danieli: Kihwan Sim
Dorella: Anna Ryberg
Pontio Pilato: Julian Prégardien

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Zum Inhalt:
 Palermo im 16. Jahrhundert: Friedrich, deutscher Statthalter des abwesenden Königs, erlässt kurz vor Beginn des Karnevals ein Verbot der Feierlichkeiten, darüber hinaus seien alle amourösen und alkoholischen Ausschweifungen mit dem Tode zu bestrafen. Selbst nimmt er es jedoch nicht ganz so genau mit der Moral, macht er doch der Novizin Isabella ein unverfrorenes Angebot. Wenn er ihren wegen Schwängerung seiner Geliebten einsitzenden Bruder Claudio begnadigen solle, müsse die Schöne ihm zu Willen sein. Durch eine List bringt Isabella jedoch nicht nur die Heuchelei des Statthalters ans Tageslicht, sondern sorgt auch erfolgreich für das eigene Liebesglück mit Luzio. [© Oper Frankfurt]

© Oehms Classics
Richard Wagner: Das Liebesverbot

Libor, Gabler, Nagy, Bronder, Reid, Grümbel u.a.
Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Sebastian Weigle
OehmsClassics 2013

In Zusammenarbeit mit OehmsClassics produziert die Oper Frankfurt eine Live-CD-Serie. Vor allem weniger bekannte Stücke werden hierfür mitgeschnitten. Alle CDs enthalten Booklets mit Szenenfotos und den kompletten Libretti. Die Tonträger sind während der Vorstellungen im Foyer, an der Vorverkaufskasse am Willy-Brandt-Platz sowie im Handel erhältlich.

www.oper-frankfurt.de

Lohengrin
Romantische Oper in drei Aufzügen

Von: Richard Wagner (1813 – 1883)
Uraufführung: 28. August 1850 (Weimar, Hoftheater)

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere: 28. April 12 (Eröffnung der Internationalen Maifestspiele 2012)
Wiederaufnahme/Neueinstudierung Saison 2014/15: 15. März 15

Musikalische Leitung: Marc Piollet / Zsolt Hamar
Inszenierung: Kirsten Harms
Bühne und Kostüme: Bernd Damovsky
Choreinstudierung: Anton Tremmel / Albert Horne
Dramaturgie: Karin Dietrich / Karin Dietrich

Besetzung:
Heinrich der Vogler: Albert Pesendorfer / Bjarni Thor Kristinsson
Lohengrin: Endrik Wottrich / Marco Jentzsch
Elsa von Brabant: Lydia Easley / Johanni van Oostrum
Friedrich von Telramund: Thomas de Vries / Oliver Zwarg
Ortrud: Andrea Baker / Andrea Baker
Der Heerrufer des Königs: Joachim Goltz  / Christopher Bolduc
Vier brabantische Edle: Erik Biegel, Jonas Gudmundsson, Reinhold Schreyer-Morlock, Hye-Soo Sonn  / nn

Chor & Extrachor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

grün = Wiederaufnahme/Neueinstudierung Saison 2014/15

Besprechung auf kulturfreak.de


Lohengrin
Staatstheater Wiesbaden
Elsa von Brabant (Lydia Easley), Lohengrin (Endrik Wottrich), Chor
© Martin Kaufhold

www.staatstheater-wiesbaden.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 6. Mai 09
Wiederaufnahme Saison 2012/13: 29. März 13
Wiederaufnahme Saison 2016/17: 21. Oktober 16

Musikalische Leitung: Bertrand de Billy / Erik Nielsen / Bertrand de Billy / Hartmut Keil (27. April 13) / Stefan Blunier
Regie: Jens Daniel Herzog
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Hans Walter Richter / Hans Walter Richter
Bühnenbild und Kostüme: Mathis Neidhardt
Dramaturgie: Norbert Abels
Licht: Olaf Winter
Chor und Extra-Chor: Matthias Köhler

Besetzung:
Heinrich der Vogler:
Gregory Frank / Falck Struckmann / Andreas Bauer
Lohengrin: Michael König / Michael König / Vincent Wolfsteiner
Elsa von Brabant: Elza van den Heever / Camilla Nylund / Annette Dasch
Friedrich von Telramund: Robert Hayward / Robert Hayward / Robert Hayward
Ortrud, seine Gemahlin: Jeanne-Michèle Charbonnet / Michaela Schuster (29. März 13) / Tanja Ariane Baumgartner/ Sabine Hogrefe
Der Heerrufer: Johannes Martin Kränzle / Daniel Schmutzhard / James Rutherford
Vier brabantische Edle: Constantin Neiconi, Patrick Henckens, Gerhard Singer, Lars Rößler
Edelknaben: Camelia Suzana Peteu,Alketa Hoxha, Jianhua Zhu, Hiromi Mori

grün = Wiederaufnahme Saison 2012/13
lila = Wiederaufnahme Saison 2016/17

Besprechung der Wiederaufnahme Saison 2016/17 auf kulturfreak.de
Besprechung der Wiederaufnahme Saison 2012/13 auf kulturfreak.de


Lohengrin

Oper Frankfurt

Elsa (im Brautkleid in der Bildmitte stehend) sowie Chor und Extra-Chor der Oper Frankfurt
© Wolfgang Runkel ~ www.wolfgang-runkel.de

Die Inszenierung des Lohengrin aus der Saison 2008/09 stammt von Jens-Daniel Herzog, der seit 2011 als Intendant der Oper Dortmund wirkt und ab 2018 als Staatsintendant an das Nürnberger Staatstheater wechseln wird. In seiner Sicht geht es in Wagners Werk um Sehnsuchtsprojektionen und -räume, in denen sich insbesondere die weibliche Hauptpartie der Oper, Elsa von Brabant, bewegt. Herzog hat dies mit der Welt des Kinos übersetzt, und er fand damit eine für Publikum und Presse stimmige Deutung der romantischen Oper. Hier einige Auszüge aus den Presseveröffentlichungen: „So gelingt Jens-Daniel Herzog in Frankfurt ein beeindruckendes Opern-Debüt, das in vielerlei Hinsicht mit den Sehnsüchten der Menschen spielt – und das ganz ohne Schwan.“ – „Virtuos balanciert Herzog in seiner bisher vielleicht besten Opernarbeit zwischen Ernst und Scherz und unterläuft plausibel auch die parareligiös-patriotischen Züge, die zu den weniger bekömmlichen Ingredienzien des Werkes gehören.“ – „Mächtiger Applaus für eine klug erdachte und hochspannende Inszenierung und eine packende musikalische Umsetzung in einem großen Opernabend, der Bayreuth zur Ehre gereichen würde.“

Die musikalische Leitung dieser zweiten Wiederaufnahme liegt bei Stefan Blunier, der bis zum Ende der Spielzeit 2015/16 als Generalmusikdirektor der Beethovenstadt Bonn wirkte. Neben seiner internationalen Gastiertätigkeit erfolgte sein Debüt an der Oper Frankfurt mit Straussʼ Daphne in der Spielzeit 2013/14. Zu den Plänen des Schweizers gehören u.a. Bergs Wozzeck am Grand Théâtre de Genève.
Die Titelpartie im Frankfurter Lohengrin übernimmt erstmals in dieser Inszenierung Ensemblemitglied Vincent Wolfsteiner, der an seinem Stammhaus kürzlich u.a. als Siegfried in Wagners Der Ring des Nibelungen und als Tambourmajor im Wozzeck zu erleben war.
An seiner Seite singt die Partie der Elsa "Wahl-Frankfurterin“ Annette Dasch – eine Partie, die die Sopranistin bald auch an die Deutsche Oper Berlin und das Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel führen wird. Zu Hause auf den großen Opernbühnen der Welt, verkörperte sie kürzlich Cordelia in Aribert Reimanns Lear an der Opéra national de Paris.
Robert Hayward (Telramund) war 2015/16 als Wotan in Wagners Die Walküre in Leeds und London zu erleben und ist mit dem Frankfurter Lohengrin bereits seit der Premiere vertraut. Telramund singt er kurz vor seinen Auftritten in Frankfurt auch an den Opernhäusern von Angers und Nantes.
Sabine Hogrefe (Ortrud) steigt neu in die Inszenierung ein und wird die Partie im Anschluss auch am Brüsseler Opernhaus La Monnaie verkörpern. Ihr Hausdebüt an der Oper Frankfurt gab sie 2013/14 als Färberin in Straussʼ Die Frau ohne Schatten. Die Sopranistin ist seit vielen Jahren den Bayreuther Festspielen verbunden, wo sie 2010 z.B. die Brünnhilde im Siegfried sang.
Aus dem Ensemble sind Andreas Bauer (Heinrich der Vogler) und James Rutherford (Der Heerrufer) erstmals in dieser Inszenierung vertreten. Während der deutsche Bass in Frankfurt jüngst als Escamillo in Bizets Carmen und Daland in Wagners Der fliegende Holländer sowie an der Opéra national de Paris als Nachtwächter in Wagners Die Meistersinger von Nürnberg erfolgreich war, gab der britische Bassbariton in der dritten Wiederaufnahme des aktuellen Frankfurter Ring die Partien des Wotan und des Wanderers. Zuvor sang er hier die Titelpartie in Wagners Der fliegende Holländer, welche ihn bald auch an die Staatsoper Stuttgart führen wird. Wolfram in Wagners Tannhäuser steht für Anfang 2017 an der Deutschen Oper Berlin in seinem Terminkalender.

Zum Inhalt:
Eine heimtückische Intrige des machtgierigen Grafen von Telramund und seiner Gattin Ortrud gegen Elsa von Brabant – die Schwester des verschollenen, angeblich ermordeten Herzogs Gottfried – und ihre Rettung durch den ihr unbekannten Ritter Lohengrin sind die zentralen Handlungsstränge von Wagners Oper. Nach diversen Provokationen der Intriganten kulminiert das Geschehen im Brautgemach nach der Hochzeit von Elsa und Lohengrin: Elsa bricht das Tabu, ihn niemals nach seinem Namen zu fragen, und wird am folgenden Tag von Lohengrin verlassen. Die Verschwörer scheinen gesiegt zu haben, doch da kehrt Gottfried auf wundersame Weise zurück. [© Oper Frankfurt]


© Oehms Classic
Richard Wagner: Lohengrin
u.a. mit Struckmann, König, Nylund, Hayward, Schuster, Schmutzhard
Chor und Extrachor der Oper Frankfurt, Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Bertrand de Billy

In Zusammenarbeit mit OehmsClassics produziert die Oper Frankfurt eine Live-CD-Serie. Vor allem weniger bekannte Stücke werden hierfür mitgeschnitten. Alle CDs enthalten Booklets mit Szenenfotos und den kompletten Libretti. Die Tonträger sind während der Vorstellungen im Foyer, an der Vorverkaufskasse am Willy-Brandt-Platz sowie im Handel erhältlich.


www.oper-frankfurt.de 

Lohengrin
Kammeroper

Von: Salvatore Sciarrino

Uraufführung: 15. Januar 1983 (Mailand, Piccola Scala)
Uraufführung 2. Fassung: 15. September 1984 (Catanzaro, Spiazzo del Sole, Teatro musicale)

Lolita
Oper in zwei Akten

Von: Rodion Shchedrin (nach dem gleichnamigen Roman von Wladimir Nabokow)
Uraufführung: 14. Dezember 1994 (Stockholm, Königliche Oper)
Deutsche und deutschsprachige Erstaufführung: 30. April 2011 (Wiesbaden, Staatstheater Wiesbaden)

Lore Lay
Musiktheater mit Arien, Liedern und Texten von Brahms, Mendelssohn Bartholdy, Silcher, Mahler, Brentano, Heinrich Heine u. a.

Uraufführung: 7. November 15 (Mainz, Staatstheater Mainz)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
7. November 15

Musikalische Leitung: Paul-Johannes Kirschner
Inszenierung: Niklaus Helbling
Bühne: Elke Auer
Kostüme: Mascha Bischoff
Licht: Sebastian Ahrens
Dramaturgie: Anselm Dalferth
Choreographische Mitarbeit: Antonia Labs

Es spielen: Katharina Alf, Marie-Christine Haase, Antonia Labs, Dorin Rahardja, Rebekka Stolz, Peter Felix Bauer, Klaus Köhler, Johannes Mayer

Besprechung auf kulturfreak.de


Lore Lay
Staatstheater Mainz
Vorabbild mit Johannes Mayer, Klaus Köhler, Antonia Labs, Katharina Alf, Rebekka Stolz,
Paul Johannes Kirschner, Marie Christine Haase, Dorin Rahardja, Peter Felix Bauer

© Martina-Pipprich ~ www.martina-pipprich.de

Sagenumwobene Schönheit, todbringende Sirene, Projektionsfläche für Männerfantasien – und enttäuschte Geliebte: die Facetten der Lore Lay sind schillernd. Zum ersten Mal taucht sie in Clemens Brentanos Ballade Zu Bacharach am Rheine als einfaches Mädchen auf, das von ihrem Liebhaber verraten wird. Später erscheint sie im Rheinmärchen des Dichters als Feengestalt und in Heinrich Heines berühmtem Gedicht Loreley wird sie endgültig für den Untergang von Schiffer und Kahn verantwortlich gemacht, den sie mit ihrem betörenden Gesang herbeigeführt haben soll.
Neben der populären Liedfassung von Friedrich Silcher wurde Heines Gedicht über vierzig weitere Male vertont und es entstanden zahlreiche Opern zu diesem Stoff. Zusammen mit Kompositionen, die sich den Konflikten zwischen der Welt der Menschen und der Elementargeister, Naturgewalt und häuslicher Idylle, schwärmerischer Liebe und tödlicher Treulosigkeit widmen, wird die sagenhafte Gestalt zum Ausgangspunkt für einen spartenübergreifenden Musiktheaterabend, in dem Motive der Romantik mit lokalen Bezügen der unweit von Mainz auf einem Felsen vermuteten Lore Lay und ihrer Geschichten verwoben werden. Ein Märchen aus alten Zeiten? [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Love and Other Demons
Oper in zwei Akten (2007

Von: Peter Eötvös
Libretto: Kornél Hamvai
Nach Gabriel García Márquez’ Roman „Del amor y otros demonios“ („Von der Liebe und anderen Dämonen“)
Auftragswerk der Glyndebourne Festival Opera und der BBC

Uraufführung: 10. August 2008 (Glyndebourne, Glyndebourne Festival Opera)
Deutsche Erstaufführung: 31. Januar 2009 (Chemnitz, Opernhaus Chemnitz)

Zur Inszenierung der Theater Chemnitz:

Premiere:
31. Januar 09 (Deutsche Erstaufführung)

Musikalische Leitung:
Frank Beermann
Inszenierung: Dietrich Hilsdorf
Bühne: Dieter Richter
Kostüme: Renate Schmitzer

Sierva Maria: Julia Bauer
Ygnacio: Hugo Mallet
Dominga: Tiina Penttinen
Abrenuncio: André Riemer
Don Toribio: Renatus Mészár
Pater Delaura: Andreas Kindschuh
Josefa Miranda: Monika Straube
Martina Laborde: Susanne Gasch

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Tollwut, Tod und Teufel
Sierva Maria wird von einem tollwütigen Hund gebissen. Obwohl sie keinerlei Symptome der Krankheit hat, veranlasst der Bischof, unterstützt von Siervas Vater, eine Teufelsaustreibung. Pater Delaura wird mit dem Exorzismus beauftragt, doch er verliebt sich in das schöne zwölfjährige Mädchen ...[© Theater Chemnitz]

www.theater-chemnitz.de

Lovesick
Ein Taumel von Sommer Ulrickson und Moritz Gagern

Uraufführung: 11. März 2010 (Berlin, Neuköllner Oper)

Luci mie traditrici (Meine trügerischen Augen)
Oper in zwei Akten (1998)

Von: Salvatore Sciarrino
Text:
Salvatore Sciarrino nach „Il tradimento per l’onore“ von Giacinto Andrea Cicognini, 1664 mit einer Elegie von Claude Le Jeune, 1608
Uraufführung: 19. Mai 1998 (Schwetzingen, Schwetzinger Festspiele/Rokokotheater; unter dem deutschen Titel “Die tödliche Blume”)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt
(Koproduktion mit dem Cantiere Internazionale d´Arte di Montepulciano)

Premiere: 14. Mai 11 (Bockenheimer Depot)

Musikalische Leitung: Erik Nielsen
Regie:
Christian Pade
Bühnenbild und Kostüme:
Alexander Lintl
Dramaturgie:
Agnes Eggers
Licht:
Gianni Trabalzini

Besetzung:

La Malaspina:
Nina Tarandek *
Il Malaspina:
Christian Miedl
L'Ospite:
Roland Schneider
Un Servo:
Simon Bode *

* Mitglied des Opernstudios

Koproduktion mit dem Cantiere Internazionale d’Arte di Montepulciano
Die Produktionen im Bockenheimer Depot werden gefördert von der Aventis Foundation


Besprechung auf kulturfreak.de

Zum Inhalt:
Die Handlung erinnert an einen historischen Fall: 1590 hatte Carlo Gesualdo, Fürst von Venosa und als Komponist ein Wegbereiter der Oper, seine Gattin und deren Liebhaber inflagranti ertappt und ermordet. Sciarrino destillierte daraus einen dichten Text über die Grundkonflikte Liebender: der Wunsch nach ewiger Liebe, der mit spontaner Leidenschaft kollidiert; Sehnsucht, die in Besitzanspruch umschlägt; Selbstquälerei mit unerwidertem Begehren, die Enttäuschung und Rachegelüste fördert. Dazu findet der italienische Komponist einen musikalischen Ausdruck, der sich ausschließlich in den leisen Registern der Instrumente und im Flüsterton der Sänger niederschlägt. Die daraus resultierende Spannung implodiert beim finalen Mord musikalisch im vierfachen Piano.  [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Lucia di Lammermoor
Dramma tragico

Von: Gaetano Donizetti
Libretto: Salvatore Cammarano nach dem Roman “The Bridge of Lammermoor” von Sir. Walter Scott
Uraufführung: 26. September 1835 (Neapel, Teatro San Carlo)

Zur Inszenierung der Oper Chemnitz:

Premiere:
19. September 15

Musikalische: Leitung: Felix Bender
Inszenierung: Helen Malkowsky
Bühne: Kathrin-Susann Brose
Kostüme: Alexandra Tivig
Dramaturgie: Carla Neppl

Besetzung:

Lucia:
Valentina Farcas / Guibee Yang
Edgardo: Artjom Korotkov (
Enrico: Alik Abdukayumov
Raimondo: Pavel Kudinov / Tuomas Pursio
Arturo: Christian Baumgärtel / André Riemer
Alisa: Cordelia Katharina Weil
Normanno: Edward Randall

Damen und Herren des Opernchores
Robert-Schumann-Philharmonie

Die Handlung
Lucia und Edgardo sind ein Liebespaar, doch ihre Verbindung steht unter keinem guten Stern: Ihre Familien sind verfeindet, eine Versöhnung ist nicht in Sicht und Lucia soll, um die Familie vor dem Ruin zu retten, den reichen Lord Bucklaw heiraten. Als Edgardo für eine Weile außer Landes muss, verwirklicht Lucias Bruder Enrico einen teuflischen Plan: Mit Hilfe eines gefälschten Briefes suggeriert er Lucia die Untreue Edgardos. Schweren Herzens stimmt sie der Hochzeit mit dem ungeliebten Bucklaw zu. Doch während der Trauungszeremonie taucht plötzlich Edgardo auf. Er verflucht Lucia, da nun wiederum er glaubt, dass sie ihn hintergangen habe. Die Tragödie nimmt ihren Lauf und gipfelt in Wahnsinn und Tod.

Das Regieteam

Felix Bender (Musikalische Leitung)
erhielt ersten Dirigierunterricht bei Georg Christoph Biller im Thomanerchor Leipzig.  Er studierte bei Rolf Reuter und an der Hochschule für Musik in Weimar. Nach Assistenzen und ersten Erfahrungen am Pult wurde er Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung am Deutschen Nationaltheater Weimar, dem ein Engagement als 2. Kapellmeister folgte. Er leitet das Wendlandsinfonieorchester und die Kammerakademie Halle und pflegt eine enge Zusammenarbeit mit der Sinfonietta Leipzig. Bender ist Stipendiat des Deutschen Dirigentenforums und der Künstlerliste „Maestros von morgen“. Seit 2013 in Chemnitz als
1. Kapellmeister engagiert, übernahm er hier die musikalische Leitung verschiedener Opernproduktionen, darunter „Don Giovanni“, „Norma“ und „La Cenerentola“, des Balletts „Giselle“ sowie Konzertdirigate.

Helen Malkowsky (Inszenierung)
stammt aus Dresden und war nach ihrem Studium als Regieassistentin in Saarbrücken, Basel und bei den Bayreuther Festspielen tätig, wo sie u. a. Herbert Wernicke und Claus Guth assistierte. Von 2004 bis 2008 war sie Oberspielleiterin am Staatstheater Nürnberg und von 2010 bis 2013 Operndirektorin am Theater Bielefeld, jeweils mit zahlreichen eigenen Inszenierungen. Darüber hinaus arbeitete sie als Gastregisseurin (u. a. „Parsifal“ in Kassel, „Mazeppa“ und „Stiffelio“ in Krefeld-Mönchengladbach). In Chemnitz inszenierte sie bisher Verdis „Don Carlos“, Korngolds „Die tote Stadt“ sowie die Deutsche Erstaufführung von Peter Eötvös‘ „Paradise Reloaded (Lilith)“.

Kathrin-Susann Brose (Bühnenbild)
ist gebürtige Potsdamerin. Sie arbeitete am Hans-Otto-Theater Potsdam, am Grillo-Theater in Essen und von 1987 bis 1991 unter der Intendanz von Hans Neuenfels zunächst als Assistentin, später als Bühnen- und Kostümbildnerin an der Freien Volksbühne in Berlin. Seit 1991 ist sie freischaffend als Bühnen- und Kostümbildnerin für Schauspiel, Film, Musical und Oper u. a. in Berlin, Wien, Basel, Zürich, Essen, Amsterdam, Hannover, Weimar, Dresden und Chemnitz tätig. Wichtige Regisseure auf diesem Weg waren Hans Neuenfels, Friderike Vielstich, Johannes Schaaf, Barbara Billabel, Stefan Märki, Stefan Herheim, Elisabeth Stöppler und Michael Schulz. In Chemnitz hat sie 2014 für Helen Malkowskys Inszenierung von Verdis „Don Carlos“ Bühnenbild und Kostüme entworfen.

Alexandra Tivig (Kostüme)
studierte Bühnen- und Kostümbild an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden und außerdem an der Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem im Bereich Modedesign und Freie Kunst. Von 2011 bis 2013 war sie feste Bühnenbildassistentin mit eigenen Produktionen an den Bühnen Köln. Gastspiele führten sie danach als Kostümbildnerin ans Staatsschauspiel Dresden („Der Wildschütz“), ans Theater Krefeld-Mönchengladbach („Mazeppa“), ans Staatstheater Mainz („Woyzeck“) sowie als Bühnen- und Kostümbildnerin an die Oper Köln („Hexe Hillary geht in die Oper“) und für die Hochschulproduktion „The Turn of the Screw” an die Folkwang Universität der Künste in Essen.  Gemeinsam mit dem „kainkollektiv“ Bochum entwickelte sie die spartenübergreifende Produktion „Aus aktuellem Anlass“, welche im  April 2015 Premiere im FFT (Forum Freies Theater) Düsseldorf hatte.

Die Hauptpartien

Valentina Farcas (Lucia)

studierte in ihrer Heimatstadt Bukarest sowie an der Folkwang Hochschule für Musik in Essen Gesang. Festengagements führten sie danach ans Staatstheater Meiningen und an die Komische Oper Berlin. Ihr Opernrepertoire hat Schwerpunkte bei Mozart, Donizetti, Gluck, Verdi, Bellini und Rossini gefunden. Gastengagements führten sie u. a. zu den Salzburger Festspielen, ans Theater an der Wien sowie an die Palm Beach Opera, die Chinesische Nationaloper Beijing, die Semperoper, ans Théâtre des Champs-Élysées, Theâtre Capitole du Toulouse, zum Spoleto Festival und Savonlinna Opernfestival. Im Frühjahr 2015 brillierte sie als Cleopatra in Händels „Giulio Cesare“ an der Komischen Oper Berlin. Darüber hinaus ist Valentina Farcas auch eine gefragte Konzertsängerin.

Guibee Yang (Lucia)
studierte in Seoul und München Gesang und ist Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe. Bereits während des Studiums war sie am Münchner Prinzregententheater zu hören. In ihrer Heimat sang sie u. a. Susanna und Rosina, am Theater Augsburg Aminta („Il re pastore“). Seit 2010 gehört sie zum Ensemble der Oper Chemnitz und sang u. a. Morgana in Händels „Alcina“, Gilda, Zerlina, Pamina, Inès („Vasco de Gama“), Blumenmädchen, Schwan („Swanhunter“, Jonathan Dove), Amanda („Le Grand Macabre“) sowie die Sopranpartie in „Carmina Burana“. Guibee Yang arbeitete u. a. mit dem Münchner Rundfunkorchester, dem WDR Sinfonieorchester, dem Münchner Kammerorchester und der Neuen Hofkapelle München.

Artjom Korotkov (Edgardo)
geboren in Wologda, absolvierte seine Gesangsausbildung an der Musikhochschule seiner Heimatstadt, am Rimski-Korsakow-Konservatorium in St. Petersburg sowie an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar. Nach dem Studium war er Mitglied des Solistenensembles am Deutschen Nationaltheater Weimar. 2011 debütierte er als Almerik in „Jolanthe“ an der Semperoper Dresden mit Vladimir Jurowski. Von 2011 bis 2013 gehörte er fest zum Ensemble des Anhaltischen Theaters Dessau und erweiterte sein Repertoire dort um Partien wie Beppe in „I Pagliacci“, Don Ottavio, Tamino, Ferrando sowie den Misanthropen Alceste in Antonio Caldaras Barockoper „Der Menschenfeind“. 2013 kehrte er erneut als Solist nach Weimar zurück. In letzter Zeit war er dort und an weiteren Häusern mit Partien wie Faust, Nemorino, Pinkerton, Rodolfo, Werther und Alfredo Germont zu erleben.

Alik Abdukayumov (Enrico)
studierte Philologie, Germanistik und Musik in seiner Heimat Usbekistan. Sein Deutschland-Debüt gab er 2005 als Posa in Verdis „Don Carlos“ beim Internationalen Musikfestival im Chiemgau. Festengagements führten ihn ans Landestheater Linz sowie seit 2012 ans Deutsche Nationaltheater Weimar. Als Gast sang er an weiteren renommierten Opernhäuser wie den Staatsopern Stuttgart und Hamburg, der Volksoper Wien, der Oper Graz und der Staatsoper Budapest sowie in Montpellier. Zu seinem vielseitigen Repertoire gehören Partien wie Onegin, Giorgio Germont, Renato, Sharpless, Marcello, Figaro („Le nozze di Figaro“ und „Il barbiere di Siviglia“), Leporello, Escamillo, Kothner sowie Belcore und Dulcamara. Als Konzertsänger war er mit Kompositionen von Bach, Händel, Orff, Strawinsky und Saint-Saëns u. a. in Frankreich, Russland und Japan zu erleben. [© Oper Chemnitz]

www.theater-chemnitz.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
26. Oktober 08
Wiederaufnahme Saison 2009/10: 24. Januar 10
Wiederaufnahme Saison 2015/16: 5. Dezember 15

Musikalische Leitung: Roland Böer / Erik Nielsen / Yuval Zorn (20., 28. Februar, 13., 16. Mai 2010) / Maurizio Barbacini (1., 8., 10. Mai 2010) / Vlad Iftinca / Renato Balsadonna
Regie: Matthew Jocelyn
Bühnenbild: Alain Lagarde
Kostüme: Eva-Mareike Uhlig
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy
Licht: Olaf Winter
Chor: Matthias Köhler

Besetzung:

Enrico Ashton: George Petean / Aris Argiris (Mai 2009) / Aris Argiris / Iurii Samoilov / Quinn Kelsey
Lucia: Tatiana Lisnic / Christine Schäfer (Mai 2009) / Simona Šaturova / Brenda Rae (Mai 2010) / Brenda Rae / Juanita Lascarro
Edgardo di Ravenswood: Joseph Calleja / Matthew Polenzani (8., 10., 16., 22. Mai 2009) / Alfred Kim (29., 31. Mai 2009) / Dimitri Pittas / Joseph Calleja (Mai 2010) / Mario Chang
Lord Arturo Bucklaw: Peter Marsh / Peter Marsh / Peter Marsh
Raimondo Bidebent: Bálint Szabó / Simon Bailey / Simon Bailey / Matias Tosi (Mai 2010) / Kihwan Sim / Vuyani Mlinde
Alisa: Katharina Magiera (Mitglied des Opernstudios) / Nina Tarandek (Mitglied des Opernstudios) / Paula Murrihy (Mai 2010) / Nina Tarandek
Normanno: Michael McCown / Michael McCown / Michael McCow

Chor und Statisterie der Oper Frankfurt
Frankfurter Museumsorchester

grün = Wiederaufnahme Saison 2009/10
rot = Wiederaufnahme Saison 2015/16

Besprechung auf kulturfreak.de


Lucia di Lammermoor
Oper Frankfurt (Saison 2015/16)
Lucia (Brenda Rae)
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

„Im Normalfall ist diese krude Geschichte um Zwangsehe, Wahn, Mord und Selbstmord nur Vorwand für kernigen Schöngesang an der Rampe. Nicht bei Matthew Jocelyn, der die Charaktere in Gaetano Donizettis Dramma tragico Lucia di Lammermoor geschärft hat (...).“ So urteilte ein Kritiker nach der Premiere am 26. Oktober 2008 in der Regie des Intendanten der Canadian Stage in Toronto, der das Geschehen der Oper statt ins schottische Hochland in die Etagen eines internationalen Wirtschaftsunternehmen verlegt hat.

Aus dem Ensemble der Oper Frankfurt ist – wie bereits in der ersten Wiederaufnahme-Serie der Produktion 2009/10 – Brenda Rae in der Titelpartie zu erleben. Sie wird Lucia auch 2015/16 an der Bayerischen Staatsoper in München verkörpern und hat sich in ihrem Fach mit umjubelten Auftritten u.a. an der Hamburgischen und der Wiener Staatsoper auch außerhalb Frankfurts einen Namen gemacht. Hier glänzte sie zuletzt u.a. als Zerbinetta in Strauss‘ Ariadne auf Naxos und in der Titelpartie von Bellinis La sonnambula. Ebenfalls aus dem Ensemble und mit der Produktion bereits vertraut sind Peter Marsh (Arturo), Nina Tarnadek (Alisa) und Michael McCown (Normanno), während Mario Chang (Edgardo), der u.a. 2016 als Nemorino in Donizettis Liebestrank an der New Yorker Met debütieren wird, genauso wie seine Kollegen Iurii Samoilov (Enrico) und Kihwan Sim (Raimondo) erstmals in dieser Inszenierung vertreten ist. Neue Namen finden sich auch unter den Alternativbesetzungen, die die genannten Künstler im Verlauf der Aufführungsserie abwechseln werden: Juanita Lascarro (Lucia) und Vuyani Mlinde (Raimondo) aus dem Ensemble sowie Quinn Kelsey (Enrico) als Gast. Der Hawaiianer hinterließ 2012/13 als Montfort in Verdis Sizilianischer Vesper großen Eindruck in Frankfurt und wird zudem noch im Dezember für einen Liedrabend hierher zurückkehren. Der rumänische Dirigent Vlad Iftinca ist als Pianist an der Metropolitan Opera verpflichtet. Abwechselnd mit ihm dirigiert Renato Balsadonna, Chordirektor des Royal Opera House Covent Garden in London.

Zum Inhalt:
Lucia liebt heimlich Edgardo, den Todfeind ihres Bruders Enrico. Doch dieser hat andere Pläne und möchte seine Schwester mit dem einflussreichen Arturo verheiraten, um seine eigene gefährdete Existenz zu retten. Durch eine Intrige Enricos glaubt Lucia an die Untreue ihres Geliebten und unterzeichnet gezwungenermaßen den Hochzeitsvertrag mit Arturo. Der überraschend hinzukommende Edgardo wird vor vollendete Tatsachen gestellt und gibt Lucia wutentbrannt frei. Die ohnehin bereits psychisch angeschlagene junge Frau wird darüber wahnsinnig, ersticht in der Hochzeitsnacht ihren Bräutigam und bricht schließlich tot zusammen. Als Edgardo davon erfährt, begeht er Selbstmord.  [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere: 16. Juni 07

Musikalische Leitung: Thomas Dorsch
Inszenierung: Tatjana Gürbaca
Bühne: Marc Weeger
Kostüme: Dorothee Scheiffarth
Choreinstudierung: Sebastian Hernandez-Laverny
Licht: Alexander Dölling - Ernst Schießl
Dramaturgie, Übertitel: Barbara Gräb
Studienleitung: Michael Millard
Musikalische Assistenz: Péter Halász - Clemens Heil
Regie-Assistenz, Abendspielleitung: Mite Friederike Taubert
Bühnenbild-Assistenz: Andreas Braun
Kostüm-Assistenz: Alexandra Kurcsics - Caroline Rode
Inspizienz: Hans-Erich Vinke
Souffleuse: Iris Conradi
Übertitelkorrepetition: Bettina Hentschel
Regie-Hospitanz: Martin Urschel
Dramaturgie-Hospitanz: Anastasia Feoktistova

Besetzung:

Lord Enrico Asthon: Richard Morrison
Lucia, seine Schwester: Ana Durlovski
Sir Edgardo di Ravenswood: Sergio Blazquez
Lord Arturo Buklaw: Alexander Spemann
Raimond, ein Geistlicher: Hans-Otto Weiß
Alisa, Lucias Vertraute: Edith Fuhr
Normanno, Befehlshaber: Martin Erhard / Ks. Jürgen Rust

Chor und Extrachor des Staatstheaters Mainz
Statisterie des Staatstheaters Mainz (Leitung: Dieter Rößler)
Philharmonisches Staatsorchester Mainz
Glasharmonika: Alexander Marguerre / Sascha Reckert

Besprechung auf kulturfreak.de

lucia7_StaatstheaterMainz®MartinaPipprich
Lucia di Lammermoor
Staatstheater Mainz
Lucia - Ana Durlovski
Foto: Martina Pipprich

Lucia liebt Edgardo, doch ihr Bruder Enrico will sie mit dem einflussreichen Lord Bucklaw verheiraten. Als Enrico den Liebhaber Lucias als seinen Todfeind entlarvt, ist die Tragödie nicht mehr aufzuhalten: Lucia wird mit Lord Bucklaw zwangsverheiratet, tötet diesen noch in der Hochzeitsnacht und verfällt dem Wahnsinn. Edgardo ist zutiefst verzweifelt und nimmt sich das Leben. Lucia di Lammermoor ist der Höhepunkt der italienischen Belcanto-Oper, ein dunkel-romantisches Drama voll virtuoser Expressivität über drei einander in Liebe und Hass verbundene, ganz in ihre ekstatischen Leidenschaften versponnene Charaktere, das die junge Regisseurin Tatjana Gürbaca arn Staatstheater Mainz in Szene setzt. Sie wurde 2001 von der Zeitschrift „Opernwelt" als „Beste Nachwuchskünstlerin des Jahres" gekürt und inszenierte u. a. an der Berliner Staatsoper, der Wiener Volksoper und am Festspielhaus Baden-Baden. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de        

Lucio Silla
Oper in drei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart

Luisa Miller
Oper in drei Akten

Von: Giuseppe Verdi
Uraufführung: 8. Dezember 1849 (Neapel, Teatro San Carlo)

Lulu
Oper in drei Akten (unvollendet)

Von: Alban Berg
Text: Alban Berg, nach Frank Wedekinds Tragödien “Erdgeist” und “Die Büchse der Pandora”
Uraufführungen:
I: 2. Juni 1939 (Zürich, Stadttheater Zürich; Akte 1 + 2 & Pantomome zum Adagio der “Symphonischen Stücke aus der oper Lulu” anstelle des unvollendetren 3. Aktes)
II: 24. Februar 1979 (Paris, Opéra Salle Garnier; mit dem von Friedrich Gerha hergestellten 3. Akt)

Die lustigen Weiber von Windsor
Komisch-fantastische Oper in drei Akten

Von:
Otto Nicolai (1810-1849)
Text: Salomon Hermann Mosenthal, nach Shakespeares gleichnamigen Lustspiel
Uraufführung: 9. März 1849 (Berlin, Königliches Opernhaus)

Zur Inszenierung des Theater Magdeburg:

Premiere:
7. Mai 16

Musikalische Leitung: Michael Balke
Regie: Christian von Götz
Bühne: Ulrich Schulz
Kostüme: Ulrich Schulz, Verena von Götz
Choreografische Mitarbeit: Kerstin Ried
Dramaturgie: Ulrike Schröder
Choreinstudierung: Martin Wagner

Besetzung:

Sir John Falstaff:
Johannes Stermann
Herr Fluth: Thomas Florio
Herr Reich: Paul Sketris (7.+16. 5.) / Martin-Jan Nijhof (27. 5.+12. 6.)
Fenton: Manuel Günther
Junker Spärlich: Markus Liske
Dr. Cajus: Frank Heinrich
Frau Fluth: Ks. Ute Bachmaier
Frau Reich: Lucia Cervoni
Jungfer Anna Reich: Julie Martin du Theil (7.+16. 5.)/ Irma Mihelič (27. 5.+12. 6.)
Wirt: Peter Wittig
1. Bürger: Manfred Wulfert

Opernchor des Theaters Magdeburg
Magdeburgische Philharmonie

Mit »Die lustigen Weiber von Windsor« von Otto Nicolai wird die beliebteste deutsche Spieloper im Magdeburger Opernhaus (Premiere am Sa. 7. 5. 2016, 19.30 Uhr) auf die Bühne gebracht.
Kammersängerin Uta Bachmaier gibt ihr Debüt in der Rolle der Frau Fluth und verabschiedet sich vom Magdeburger Publikum.

Otto Nicolais berühmte Oper »Die lustigen Weiber von Windsor« feiert am Sa. 7. 5. Premiere im Opernhaus und ist nach mehr als 20 Jahren wieder in Magdeburg zu sehen. Die schwungvolle, komisch-fantastische Oper ist ein musikalisches Glanzstück des Komponisten. Die Oper vereint Sangbarkeit, Esprit, treffende Charakterisierungen und effektvolle Instrumentation. Sein letztes Werk gilt als die beste komische Oper der deutschen Frühromantik. Das Libretto nach dem gleichnamigen Schauspiel von Shakespeare bürgt mit seiner nach wie vor populären Geschichte über den Liebesritter Falstaff – der seine Wirkung auf die Frauenwelt maßlos überschätzt – für die Qualität des Humors.

Der amüsier- und trinkfreudige Sir John Falstaff (Johannes Stermann), immer auf der Suche nach neuen – auch finanziell lohnenden – Liebesabenteuern, will sowohl mit Frau Reich (Lucia Cervoni) als auch mit ihrer Nachbarin Frau Fluth (Ks. Ute Bachmaier) anbandeln. Die beiden Frauen durchschauen den Plan von Falstaff alsbald und planen, es dem Schwerenöter heimzuzahlen: Eifersüchtige Ehemänner (Thomas Florio und Paul Sketris), abenteuerliche Fluchten, demütigende Verkleidungen, nächtliche Prügeleien – nichts bleibt ihm erspart. Im allgemeinen Durcheinander gelingt es Tochter Anna Reich (Julie Martin du Theil), die von ihren Eltern vorgesehenen Heiratskandidaten auszutricksen und sich mit dem jungen, aber armen Fenton (Manuel Günther) zu verloben. Am Ende sind alle Sünden vergessen …

Für die Magdeburger Bühnenversion konnte der Regisseur Christian von Götz gewonnen werden. Am Theater Magdeburg inszenierte von Götz bereits »The Turn of the Screw«, »Hoffmanns Erzählungen« und »Der Barbier von Sevilla«. Ganz im Stil seiner poppigen »Der Barbier von Sevilla«-Inszenierung präsentiert er eine bunte Bühnenproduktion mit schwungvollen Revuenummern. Dabei verlegt er die Oper, die von der Epoche des Biedermeier geprägt ist, zeitlich in die 70er Jahre mit dem Konflikt zwischen Hippiemilieu und spießbürgerlicher Gesellschaft.

Die facettenreiche Rolle der Frau Fluth verbindet Spielfreude und musikalische Raffinesse – ihre Heiterkeitsarie gilt als das Musterbeispiel für den deutschen Buffostil. Kammersängerin Ute Bachmaier gibt in dieser Rolle ihr Debüt als Frau Fluth und verabschiedet sich mit dieser Wunschpartie nach 34 Jahren aus dem Magdeburger Opernensemble. [© Theater Magdeburg]

www.theater-magdeburg.de

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