kulturfreak

Oper & Musik~Theater: Kurzinfos M - R

Mooshammeroper

Musik:
Bruno Nelissen
Libretto: Ralph Hammerthaler
Uraufführung: 23. August 07 (Berlin, Neuköllner Oper)
Gewinner des BERLINER OPERNPREIS 06

Zur Inszenierung der Berliner Neuköllner Oper:

Premiere: 23. August 07 (Uraufführung)

Musikalische Leitung und Einstudierung: Frank Zacher / Roland Vieweg
Inszenierung: Robert Lehmeier
Bühne: Markus Meyer
Kostüm: Amanda Freyer


Ensemble:
LUDWIG, Herrenschneider:
Hubert Wild
VON KLUNKER, Präsidentin (einer Tischgesellschaft): Friederike Harmsen
KLETTE, Klatschkolumnistin: Leigh Adoff
ENGEL, Spielfigur (Wahrsagerin, Mutter, Schluckerin): Regine Gebhardt
BENGEL, Spielfigur (Fußgänger, Vater, Kunde, Mörder): Markus Vollberg

Orchestre:
Violine 1: Chatschatur Kanajan
Violine 2: Wolf Bender
Bratsche: Chang-Yun Yoo
Cello: Uwe Christian Müller
Trompete: Ulf Marcus Behrens


Tausende gaben ihm sein letztes Geleit – so wurden früher Könige und Heilige zu Grabe getragen. Wer war dieser Rudolph Moshammer, dessen Leben und vor allem dessen gewaltsamer Tod im Januar 2005 so viele bewegt hat?
Sicher: Moshammer war eine Person der vielen Gesichter, die sich und ihr Leben zu inszenieren wusste. Bekannt als Modedesigner, beliebt als Star in der Münchener High Society, geachtet für sein soziales Engagement und berüchtigt für seine – zumindest öffentlich nie thematisierte - Rolle im Strichermilieu der Stadt. Die Show seines fast barocken Lebensstils und die Versuche, zugleich eine andere, nichtöffentliche Privatsphäre zu leben, machten ihn zum illustren Schauspieler und Prototypen der Medien- und Eventgesellschaft. Was aber ist Moshammer über das hinaus, was er inszenierte bzw. die Medien mit ihm gemacht haben? Und was könnte es sein, was die Menschen in ihm sahen und liebten?
Der junge niederländische Komponist Bruno Nelissen, Gewinner des Berliner Opernpreis 06, und der Autor Ralph Hammerthaler zeichnen in ihrer Kammeroper das subjektive Bild eines rigorosen Selbstinszenators. Ist Moshammer auf unerwartete Weise einer der letzten Freigeister unser Zeit?
Als künstlerisches Leitungsteam arbeiten miteinander - wie auch schon bei den anderen Zeitopern (Angela – eine Nationaloper, Friendly Fire) - Robert Lehmeier und Markus Meyer sowie erstmals für die Neuköllner Oper die Kostümbildnerin Amanda Freyer.

Die Moshammeroper ist als Auftragswerk der Neuköllner Oper Bestandteil des 1. Preises aus dem gemeinsam mit der GASAG seit 10 Jahren und als BERLINER OPERNPREIS 06 zum siebten Mal ausgeschriebenen Realisierungswettbewerb. Neben der Unterstützung durch die GASAG wurde die Produktion freundlich unterstützt durch die Botschaft des Königreichs der Niederlande sowie durch den Prins Bernhard Cultuurfonds und den Fonds Amateurkunst Podiumkunsten. [© Texte: Neuköllner Oper]

www.neukoellneroper.de

Mozart und Salieri - Ein Requiem
Nikolai Rimski-Korsakow - Wolfgang Amadeus Mozart

Koproduktion der Oper Frankfurt mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main im Rahmen der Hessischen Theaterakademie

Premiere: 10. März 07
Weitere Vorstellungen: 12. März, 6., 8., 10. (15.30 Uhr) Juni 2007
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr

In deutscher und lateinischer Sprache                        Besprechung

Musikalische Leitung: Hartmut Keil
Inszenierung: Benjamin Schad
Bühnenbild: Robert Varga
Kostüme: Constanze Walldorf
Dramaturgie: Norbert Abels
Licht: Frank Keller
Vokalensemble der HfMDK: Simon Pettite

Mitwirkende:
Mozart / Tenor: Peter Marsh
Salieri / Bass: Bálint Szabö
Sopran: Tamara Weimerich
Alt: Katharina Magiera

Orchester und Vokalensemble der HfMDK mit Unterstützung des Frankfurter Museumsorchsters sowie des Extrachores der Oper Frankfurt.


Zur Handlung: Neid und Missgunst lassen Salieri monologisch darüber sinnieren, ob er eine Berechtigung hat, Mozart umzubringen. Der Ahnungslose kommt zu Besuch, wird zum Abendessen eingeladen und erzählt von einem Schwarzen Mann, der ihn verfolgt, seit er an seinem Requiem komponiert. Arglos trinkt Mozart das tödliche Gift, das ihm sein Widersacher in den Wein gemischt hat. Nach vollbrachter Tat befallen Salieri plötzlich Zweifel über sein eigenes Genie, weil Genialität und Verbrechen unvereinbar sind. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Niemandsland
Kammeroper

Musik:
Winfried Radeke
Text:
Ulrike Gondorf und Michael Frowin
Uraufführung: 1. März 2007 (Berlin, Neuköllner Oper)

Zur Inszenierung der Berliner  Neuköllner Oper:

Premiere: 1. März 07 (Uraufführung)

Inszenierung: Ulrike Gärtner
Bühne: Wolf Gutjahr
Kostüme: Wiebke Horn
Dramaturgie: Bernhard Glocksin

Ensemble:
Sebastian: Michael Johannes Berner
Georg: Alexander Mildner
Vater: Eckhard Strehle
Schlagwerk: Olaf Taube


Diese Kammeroper – die erste Zusammenarbeit des Gründers der Neuköllner Oper Winfried Radeke mit dem Librettisten der 2002 uraufgeführten Nationaloper Angela - ist eine generationsübergreifende Suche nach Elementen gemeinsamer Wahrheit. Sie ist der Versuch der Verortung der unterschiedlichen Erinnerungen einer Familie, deren Wege und Überreste Fragen der Verantwortlichkeit aufgeworfen haben und nun letztlich ein Zusammentreffen erzwingen, zu dem – endlich! – Gemeinsamkeiten gefunden und ein denkbarer Weg für die Zukunft entworfen werden soll. Zukunft als Bedingnis einer belasteten Vergangenheit ist (neben der globalen Thematik, die uns und unsere Erben mehr und mehr beschäftigen wird) eben auch ein privates Thema der mit ihrer Existenz beschäftigten Familien.
Steht zu befürchten, dass uns in Zeiten zunehmender Belastungen aus der Vergangenheit eben auch die einst beschworene „Keimzelle unserer Gesellschaft“ in der Zukunft nurmehr ödes „Niemandsland“ wird?

Die Neuköllner Oper platziert diesen spannungsgeladenen Kraftakt ins möblierte und damit familiär anwesende Gedächtnis, die eng zusammengestellt im Studio der Karl-Marx-Straße vier Vergangenheiten atmen – die von Vater, Mutter und den Söhnen. Die verschiedenen Zeitebenen werden auch musikalisch/akustisch repräsentiert: Hörbilder, die eine Erinnerung oder aber andere Gedanken „spiegeln“, begegnen den in „Realzeit“ mitgeteilten Worten. Beides muss zusammenstimmen, um die Zukunft denkbar zu machen...[© Neuköllner Oper]

www.neukoellneroper.de

Nijinskys Tagebuch
Für zwei Sänger, zwei Schauspieler, zwei Tänzer und Instrumente

Von: Detlev Glanert
Texteinrichtung: Carolyn Sittig (nach den Tagebüchern von Waslaw Nijinsky in der deutschen Übersetzung von Alfred Frank)
Uraufführung: 6. April 2008 (Aachen, Theater Aachen)

Zur Inszenierung des Theater Aachen:

Premiere: 6. April 08 (Uraufführung)

Musikalische Leitung: Daniel Jakobi
Inszenierung: Ludger Engels
Bühne: Ric Schachtebeck
Kostüme: Moritz Junge
Dramaturgie
: Kai Weßler

Besetzung:
Sängerin:
Eva Bernard
Sänger: Martin Berner
Schauspielerin: Anne Wuchold
Schauspieler: Matthias Bernhold
Tänzerin: Unita Galiluyo
Tänzer: Felix Bürkle

Bis heute ist Waslaw Nijinsky Synonym für perfekte Tanzkunst, atemberaubende Sprungtechnik, Grazie und Virtuosität.
Zwischen 1888 und 1890 geboren, ist Nijinsky mit knapp zwanzig Jahren weltberühmt und gefeiert. Wenig später beginnt sein geistiger Verfall. Das Anfang 1919 über einen Zeitraum von ca. sechs Wochen verfasste Tagebuch von Waslaw Nijinsky ist die detaillierte Selbstbeschreibung des Tänzers zwischen seinem letzten öffentlichen Auftritt und seiner Einlieferung in eine geschlossene Anstalt. Diagnose: Schizophrenie.

Detlev Glanert, einer der bekanntesten und meistgespielten Komponisten unserer Zeit, schrieb für das Theater Aachen eine Oper für Sänger, Tänzer und Schauspieler. Dieses, nach »The Fairy Queen«, nächste große spartenübergreifende Projekt wird von Chefregisseur Ludger Engels inszeniert. [© Theater Aachen]

www.theater-aachen.de

Orlando Furioso
Dramma per musicain in drei Akten

Von:
Antonio Vivaldi
Text: Grazio Braccioli nach dem gleichnamigen Versepos (1516) von Ludovico Ariosto
Uraufführung: 1727 (Venedig, Teatro Sant´ Angelo)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere:
14. Februar 10 (Frankfurter Erstaufführung)
Wiederaufnahme Saison 2013/14: 12. Februar 14
Wiederaufnahme Saison 2010/11: 14. November 10

Musikalische Leitung: Andrea Marcon / Felice Venanzoni / Felice Venanzoni
Regie: David Bösch
Szenische Leitung der Wiederaufnahmen: Alan Barnes
Bühnenbild: Dirk Becker
Kostüme: Meentje Nielsen
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy
Licht: Olaf Winter

Besetzung:
Alcina:
Daniela Pini / Daniela Pini / Daniela Pini
Angelica: Brenda Rae / Brenda Rae / Sofia Fomina / Kateryna Kasper
Astolfo: Florian Plock / Simon Bailey / Björn Bürger
Bradamante: Katharina Magiera / Renata Pokupic / Katharina Magiera
Medoro: Paula Murrihy / Paula Murrihy / Paula Murrihy
Orlando: Sonia Prina / Mary-Ellen Nesi / Delphine Galou
Ruggiero: William Towers / Valer Barna-Sabadus / Lawrence Zazzo

Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper
grün = wiederaufnahme Saison 2010/11

Besprechung auf kulturfreak.de


Orlando Furioso
Oper Frankfurt (2014)
Alcina (Daniela Pini) und Astolfo (Björn Bürger)

© Wolfgang Runkel ~ www.wolfgang-runkel.d

Zum Inhalt: Orlando ist unglücklich in Angelica verliebt, deren Herz bereits an Medoro vergeben ist. Bei einem Schiffsunglück wird das Paar getrennt und Angelica strandet auf der Insel der Zauberin Alcina. Auch Orlando gelangt dorthin, und neben ihm findet sich gleichfalls Bradamante auf der Suche nach ihrem Bräutigam Ruggiero ein. Dieser fällt indes Alcinas Verführungszauber zum Opfer, doch gelingt es Bradamante, den Bann zu lösen. Medoro, der schwer verwundet an Land gespült wird, kann geheilt werden. Angelica versucht vergeblich, Orlando zu beseitigen, der, nachdem er von Angelicas Vermählung mit Medoro erfährt, dem Wahnsinn verfällt. Rasend vor Wut dringt er in den Tempel Alcinas ein. Die Zauberinsel verwandelt sich in eine Wüste, Alcinas Macht ist endgültig gebrochen. Verzweifelt versucht sie sich an Orlando zu rächen, wird aber von Bradamante und Ruggiero daran gehindert. Orlando ist von seinem Wahnsinn geheilt.  [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Piero – Ende der Nacht
Hörstück für ein Theater der wandernden Gedanken und Klänge

Von: Jens Joneleit (* 1968)
Uraufführung: 30. April 2008 (München)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
29. September 08, um 19.30 Uhr im Bockenheimer Depot

Musikalische Leitung: Yuval Zorn
Regie: Katharina Thoma

Mitwirkende:

Piero; singende Stimme:
Johannes M. Kösters
Piero; sprechende Stimme: Michael Autenrieth
Mezzosopran: Niina Keitel

Ensemble Modern, Projektchor der Münchener Biennale (Einstudierung: Andreas Puhani), Experimentalstudio des SWR


Kompositions- und Librettoauftrag der Oper Frankfurt und der Landeshauptstadt München zur Münchener Biennale
Koproduktion: Oper Frankfurt, Münchener Biennale und xperimentalstudio für akustische Kunst e.V., Freiburg
Mit freundlicher Unterstützung der Deutsche Bank Stiftung

Die Produktionen im Bockenheimer Depot werden gefördert durch Aventis Foundation

Das „Hörstück für ein Theater der wandernden Gedanken und Klänge“ unter dem Titel Piero – Ende der Nacht des 1968 in Offenbach geborenen Jens Joneleit wurde am 30. April 2008 zum Abschluss der 11. Biennale für zeitgenössisches Musiktheater in München uraufgeführt. Nun wird die in Koproduktion mit der Oper Frankfurt und dem Freiburger Experimentalstudio für akustische Kunst e.V. entstandene Inszenierung mit vier Vorstellungen auch im Bockenheimer Depot zu erleben sein.
Die literarische Vorlage des von Michael Herrschel in freier Adaption eingerichteten Librettos ist der 1960 erschienene Roman Die Rote von Alfred Andersch (1914-1980), der wie die gesamte Prosa dieses Nachkriegsautors vom Grundmotiv der Flucht des Menschen als existenzielle Notwendigkeit ausgeht. Ohne einer dramatischen Handlung im herkömmlichen Sinne zu folgen, löst Herrschel die Gedanken des Reusenfischers Piero aus dem Roman heraus und formt sie zu einem inneren Monolog des Alten, der am Ende seines Lebens noch einmal den Hafen vor Venedig verlässt und hinausfährt aufs Meer, wo er nichts mehr anderes erwartet als den Tod. Ergänzt wird dieser Gedankenfluss durch italienische Originaltexte des Librettisten, die durch die Romanvorlage inspiriert wurden. Die Produktion verzichtet auf einen klassischen Bühnenraum und lässt das Werk vielmehr auf einem zwischen zwei gegenüberliegenden Zuschauertribünen verlaufenden Steg spielen. Diese Raumlösung beinhaltet eine unkonventionelle Positionierung des Orchesterapparates unter und hinter den ansteigenden Sitzreihen, was einen einmaligen Raumklang erzeugt und das Publikum auf suggestive Art und Weise in das Geschehen einbindet. Die Musik wird somit neben der realen Gestalt des Piero zur eigentlichen Hauptdarstellerin. Sie fordert in ihren Extremen die akustische Konzentration des Publikums ein und erinnert dabei stark an die Kompositionen des Italieners Luigi Nono, der das Ohr als das eigentlich kritische Organ des Menschen charakterisierte.

Die Süddeutsche Zeitung berichtete nach der von Katharina Thoma inszenierten Uraufführung: „Piero geriet, hervorragend gespielt vom Ensemble Modern unter Yuval Zorn, zu einem außerordentlich kraftvollen, vielschichtig inspirierten musikalischen Ereignis. Die tragenden Klänge, stille, über weite Strecken an einem hohen Fixton aufgehängte Geflechte mit eruptiven Entladungen und Anstößen entwickelten die von Joneleit gewünschte Sogwirkung. Man soll von der Musik umhüllt werden, um so die Gedanken schweifen zu lassen.“ Die Titelpartie teilen sich ein Sänger und ein Sprecher und werden in dieser Uraufführungsproduktion von dem Bariton Johannes M. Kösters und dem Schauspieler Michael Autenrieth verkörpert. Zur Besetzung der Produktion gehören zudem die Mezzosopranistin Niina Keitel, der Projektchor der Münchener Biennale (Einstudierung: Andreas Puhani) sowie das Experimentalstudio des SWR. Konzeptstark, eruptiv und eigenwillig – das sind hervorstehende Eigenschaften einer Musik, mit der sich der 1968 in Offenbach am Main geborene Jens Joneleit auf beiden Seiten des Atlantiks einen Namen gemacht hat. Das Jahr 2008 steht im Zeichen der Uraufführung von drei größeren Werken des Komponisten: So wurde bei der Münchener Biennale 2008 nicht nur sein zweites Musiktheaterwerk Piero, sondern auch die Komposition Feld für Orchester uraufgeführt. Im Oktober dieses Jahres wird am Jeugdtheater Sonnevanck Enschede seine Kinderoper Schneewittchen erstmals gezeigt – in Koproduktion mit dem Nationaltheater Mannheim. Unabhängig von ästhetischen Schulen spielt Joneleit mit Raum, Klangfarbe und -geflecht auf höchst erfinderische Weise. Sein Arbeitsfeld ist vielseitig: Neben Orchester-, Kammermusik- und Vokalwerken entstehen Kompositionen für Musiktheater, Filme oder Hörspiele. Je nach Besetzung und Interpreten versteht er es, jedem Auftragswerk eine individuelle Grundidee und Sprachform zu geben. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Pinocchios Abenteuer
Oper in zwei Akten

Musik: Jonathan Dove
Libretto: Alasdair Middleton nach Carlo Collodi

Deutschsprachige Erstaufführung: 28. Juni 2008 (Chemnitz, Theater Chemnitz)
Auftragswerk der Opera North, Leeds und Sadler’s Wells, London, Koproduktion der Opera North, Leeds und der Theater Chemnitz

Der englische Komponist Jonathan Dove und sein Landsmann und Librettist Alasdair Middleton haben die beliebte Pinocchio-Geschichte des italienischen Autors Carlo Collodi ausgesucht, um daraus die Familienoper „The Adventures of Pinocchio“ zu kreieren. Nach der erfolgreichen Weltpremiere im Dezember 2007 an der Opera North in Leeds wird das Stück nun unter dem Titel „Pinocchios Abenteuer“ in Chemnitz seine deutschsprachige Erstaufführung erleben.

Zur Produktion der Theater Chemnitz:

Premiere: 28. Juni 08 (Deutschsprachige Erstaufführung)

Musikalische Leitung: David Marlow
Inszenierung: Martin Duncan
Bühne & Kostüme: Francis O’Connor
Choreografie: Nick Winston
Chor: Mary Adelyn Kauffman
Lichtdesign: Davy Cunningham

Besetzung:
Pinocchio:
Inga Lampert
Blaue Fee: Judith Kuhn
Geppetto: Matthias Winter
Grille / Papagei: Jana Büchner
Feuerschlucker / Affenrichter /Großer Grüner Fischersmann /Zirkusdirektor / Bauer: Kouta Räsänen
Kater: Philipp Hoferichter
Fuchs / Kutscher: Gerson Luiz Sales
Taube / Schnecke: Monika Straube
Lampwick / Arlecchino: André Riemer
Ausrufer: Andreas Kindschuh
Rosaura: Susanne Thielemann
Pantalone / Dr. Eule /Kohlenhändler: Martin Gäbler
Dr. Krähe / Maurer: Jürgen Mutze
Dr. Käfer: Heidrun Göpfert
Trommelmacher: Thomas Mäthger

www.theater-chemnitz.de

Proserpina
Oper in einem Akt von Joseph Martin Kraus (1756 - 1792)

Libretto: Johan Henrik Kellgren nach einer Skizze Gustavs III. von Schweden
Deutsch: Johannes Weigand

Zur Inszenierung am Staatstheater Mainz:

Premiere: Samstag 20. Mai 2006, 20 Uhr, Kleines Haus

Koproduktion mit den Schwetzinger Festspielen und den Wuppertaler Bühnen
Mit Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz

Musikalische Leitung: Michael Millard
Inszenierung: Georges Delnon
Bühne und Kostüme: Georges Delnon und Marie-Therese Jossen
Choreinstudierung: Sebastian Hernandez-Laverny

Mit: Alexandra Coku, Johanna Stojkovic, Silvia Weiss, Nikolay Borchev, Johannes Chum, Thomas Jakobs, Thomas Laske.

Chor und Statisterie des Staatstheaters Mainz, Philharmonisches Staatsorchester Mainz.

Die Nymphe Cyane liebt Atis, doch der hat nur Augen für die schöne Proserpina. Kein Wunder, denn die Tochter der Fruchtbarkeitsgöttin Ceres ist sogar dem Gott der Unterwelt, Pluto, einen Besuch auf Erden wert. Kurzerhand und mit Hilfe der rachsüchtigen Cyane entführt er sie, doch Atis ist über ihren Verlust so verzweifelt, dass er sich in den Ätna stürzt. Pluto hält sein Versprechen und lässt Atis ins Leben und zu Cyane zurückkehren, während die zornige Ceres Göttervater Jupiter vorwirft, sich zu wenig um seine Tochter Proserpina gekümmert zu haben. Jupiter trifft einen weisen Entschluss: Pluto soll Proserpina nur zur Frau nehmen, wenn er bereit ist, sie halbjährlich in die Welt und zu ihrer Mutter Ceres zu entlassen.

Das Jahr 2006 ist nicht nur ein allerorts gefeiertes Mozartjahr, sondern auch das Jubiläumsjahr von Joseph Martin Kraus, den man mit seinen fast identischen Lebensdaten auch den „Odenwälder Mozart" nennt. 1756 in Miltenberg am Main geboren, aufgewachsen in Buchen, musikalisch erzogen in Mannheim, starb er am 15. Dezember 1792 in Stockholm an der Schwindsucht. Kraus war der gefeierte Hofkapellmeister von König Gustav III. in Stockholm und als Dirigent maßgeblich am Ruf der Stockholmer Oper als eine der hervorragendsten Opernbühnen Europas beteiligt. Seine Oper „Proserpina" wurde 1781 uraufgeführt und war gewissermaßen Kraus' Aufnahmeprüfung für sein Engagement am schwedischen Hof.

Mit „Proserpina" inszeniert der scheidende Intendant Georges Delnon seine letzte Oper in Mainz, bevor er im Sommer 2006 als Direktor an das Theater Basel wechselt.        [Text: Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Quai West

Von:
Régis Campo
Libretto: Kristian Frédric und Florence Doublet nach dem gleichnamigen Stück von Bernard-Marie Koltès
Deutsche Fassung: Carolyn Sittig
Deutsche Übersetzung: Simon Werle
Uraufführung: 27.September 2014 (Strasbourg, Opéra du Rhin)
Uraufführung der deutschen Fassung: 17. Januar 2015 (Nürnberg, Staatstheater Nürnberg)

Zur Inszenierung des Staatstheater Nürnberg:
Koproduktion mit der Opéra National du Rhin, Strasbourg

Premiere: 17. Januar 15

Musikalische Leitung: Marcus Bosch
Inszenierung: Kristian Frédric
Bühne: Bruno de Lavenère
Kostüme: Gabriele Heimann
Licht: Thomas Schlegel
Dramaturgie: Kai Weßler
Live Elektronik: Boris Brinkmann

Besetzung:

Maurice Koch:
Pavel Shmulevich
Monique Pons: Leah Gordon
Cécile: Leila Pfister
Rodolfe: Taehyun Jun
Claire: Michaela Maria Mayer
Charles: Hans Kittelmann
Fak: Fabrice di Falco
Abad: Augustin Dikongué

Staatsphilharmonie Nürnberg
Chor des Staatstheater Nürnberg

www.staatstheater-nuernberg.de

The Rape of Lucretia
(„Die Schändung der Lucretia“)
Oper in zwei Akten

Musik: Benjamin Britten
Text: Ronald Frederick Henry Duncan (nach der Tragödie Le Viol de Lucrèce (1931) von André Obey)
Uraufführung: 12. Juli 1946 (Glyndebourne, Mr. and Mrs John Christie's Opera House)

Zur Inszenierung des Theater Bielefeld:

Premiere:
24. Mai 14

Musikalische Leitung: Elisa Gogou
Inszenierung: Andrea Schwalbach
Bühne und Kostüme: Anne Neuser
Dramaturgie: Daniel Westen

Besetzung:

Male Chorus:
Daniel Pataky
Female Chorus: Melanie Kreuter
Collatinus, römischer General: Moon Soo Park
Lucretia, seine Gattin: Melanie Forgeron
Tarquinius, etruskischer Prinz: Frank Dolphin Wong
Junius, römischer General: Caio Monteiro
Lucia, Lucretias Dienerin: Cornelie Isenbürger
Bianca, Lucretias Amme: Nohad Becker

Bielefelder Philharmoniker

www.theater-bielefeld.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere: 15. Oktober 11 (Kleines Haus)

Musikalische Leitung: Clemens Heil
Inszenierung: Freo Majer
Bühne: Raimund O. Voigt
Kostüme: Nicole von Graevenitz
Dramaturgie: Barbara Gräb
Male Chorus: Alexander Kröner
Female Chorus: Tatjana Charalgina/Saem You

Besetzung:

Collatinus:
José Gallisa
Lucretia: Sanja Anastasia
Tarquinius: Patrick Pobeschin
Junius: Richard Logiewa
Bianca: Katja Ladentin/Julia Ostertag
Lucia: Alexandra Samouilidou/Radoslava Vorgic

Besprechung auf kulturfreak.de


The Rape of Lucretia
Staatstheater Mainz
Lucretia (Sanja Anastasia), Tarquinius (Patrick Pobeschin)

© Martina Pipprich

www.staatstheater-mainz.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 16. März 08 (Bockenheimer Depot)

Musikalische Leitung: Maurizio Barbacini
Inszenierung: Dale Duesing
Bühnenbild: Boris Kudlička
Kostüme: Nicky Shaw
Dramaturgie: Norbert Abels
Licht: Olaf Winter

Male Chorus: Peter Marsh
Female Chorus: Anja Fidelia Ulrich
Collatinus: Simon Bailey
Junius: Andrew Ashwin
Prince Tarquinius: Nathaniel Webster
Lucretia: Claudia Manke
Bianca: Arlene Rolph
Lucia: Krenare Gashi

Frankfurter Museumsorchester

Mit freundlicher Unterstützung der Credit Suisse / Gefördert von der Aventis Foundation

Besprechung auf kulturfreak.de

the_rape_of_lucretia_OPFFM_04®BarbaraAum³ller
The Rape of Lucretia

Oper Frankfurt
Female Chorus (Anja Fidelia Ulrich), Lucia (Krenare Gashi), Lucretia (Claudia Mahnke) und Bianca (Arlene Rolph)
Foto: Barbara Aumüller

Das Libretto von Ronald Duncan (1914-1982) greift auf die Tragödie Le Viol de Lucrèce (1931) von André Obey zurück: Rom, 500 v. Chr.; Prinz Tarquinius, Sohn des etruskischen Tyrannen Tarquinius Superbus, erörtert mit seinen Generälen Collatinus und Junius die Untreue der römischen Frauen. Einzig Lucretia, die Gattin des Collatinus, gilt als Ausbund an Tugend. Um ihre Standhaftigkeit auf die Probe zu stellen, nähert sich ihr Tarquinius unter einem Vorwand und vergewaltigt sie in ihrem eigenen Haus. Die so gedemütigte Lucretia sieht keinen anderen Ausweg und ersticht sich vor den Augen ihres inzwischen heimgekehrten Gatten. Beide Erzähler verweisen auf die Erlösung Christi durch das Kreuz. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Il Ritorno d´Ulisse in Patria
(Die Rückkehr des Odysseus ins Vaterland)

Oper in drei Akten mit Prolog

Von: Claudio Monteverdi
Text: Giacomo Badoaro (nach Homers Odyssee)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 23. Juni 07 (im Bockenheimer Depot)

Musikalische Leitung: Paolo Carignani / Felice Venanzoni (30. Juni, 6., 8. Juli 2007)
Inszenierung: David Hermann
Bühnenbild und Kostüme: Christof Hetzer
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy
Licht: Jürgen Koß

Besetzung:
Penelope:
Christine Rice
Telemaco: Peter Marsh
Ulisse: Kresimir Spicer
Amore / Melanto: Katharina Magiera
Antinoo / Tempo / Nettuno: Magnus Baldvinsson
Giove / Anfinomo: Christian Dietz
Fortuna / Ericlea: Jenny Carlstedt
Minerva: Anja Fidelia Ulrich
Eurimaco: Robert Gardiner
Pisandro: Dimitry Egorov
Eumete: Jussi Myllys
Iro: Danilo Tepša

Statisterie der Oper Frankfurt; Mitglieder des Frankfurter Museumsorchesters und Gäste mit historischer Spielweise
Gefördert von der Aventis Foundation

Zum Inhalt des Ulisse: Nach Beendigung des trojanischen Krieges und einer jahrelangen Irrfahrt durch mediterrane Gefilde ist es Odysseus (italienisch: Ulisse) endlich vergönnt, auf seine Heimatinsel Ithaka zurückzukehren. Um nicht sofort von seinen Rivalen, die den Thron und seine treue Gemahlin Penelope belagern, getötet zu werden, schleicht er sich unbemerkt in den Palast und gewinnt mit Hilfe der Göttin Minerva sowohl die geliebte Gattin als auch seine Macht zurück. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

nach oben