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Oper & Musik~Theater: Kurzinfos G - L

Giasone
Oper in 3 Akten mit Prolog

Von: Francesco Cavalli (Francesco Caletti Bruni; 14. Februar 1602 - 14. Januar 1676)
Text: Giacinto Andrea Cicognini
Uraufführung: 5. Januar 1648 oder 1649 (Venedig, Teatro di San Cassiano)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
(Bearbeitete Fassung der Produktion am Stadttheater Klagenfurt)

Premiere: 21. Januar 07

Musikalische Leitung: Andrea Marcon
Nach der Inszenierung von: Anouk Nicklisch
Neu einstudiert von: Andrea K. Schlehwein und Roland Aeschlimann

Mitwirkende:
Giasone: Nicola Marchesini
Medea: Stella Grigorian
Herkules / Jupiter: Soon-Won Kang
Isifile: Juanita Lascarro
Orest: Florian Plock
Alinda / Amor: Elin Rombo
Delfa: Martin Wölfel
Egeo / Sole: Jussi Myllys
Demo: Christian Dietz

Besprechung auf kulturfreak.de

Jason (italienisch: Giasone), Anführer der Argonauten, steht zwischen zwei Frauen, nachdem er seine Gattin Isifile für Medea verlassen hat. Mit deren Hilfe gelingt es ihm, das goldene Vlies zu stehlen. Die im Widerstreit liegenden Götter verfolgen jeweils ihre eigenen Interessen innerhalb dieser Dreiecksgeschichte und befördern, bzw. vereiteln Jasons Pläne. Bedrängt von den beiden Königinnen gerät dieser in ein Gefühlschaos und plant, Isifile zu ermorden, um für Medea frei zu sein. Die Tat misslingt, und dadurch klärt sich die komplizierte Situation: Medea verlässt Jason. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Into the Little Hill
Eine lyrische Erzählung für zwei Stimmen und Ensemble (2004-2006) von George Benjamin
Text von Martin Crimp

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere / Deutsche Erstaufführung: 9. November 07

Musikalische Leitung: Franck Ollu
Inszenierung und Bühnenbild: Daniel Jeanneteau
Kostüme: Olga Karpinski
Künstlerische Mitarbeit und Licht: Marie-Christine Soma

Sopran: Anu Komsi
Alt: Hilary Summers
Ensemble Modern

Eingeleitet durch Viola, Viola für zwei Bratschen (1997), Three Miniatures für Violine (2001) von George Benjamin
Violine: Jagdish Mistry
Bratsche: Geneviève Strosser, Garth Knox

Ein Auftragswerk des Festival d’Automne à Paris mit Unterstützung durch die Ernst von Siemens Musikstiftung, der Opéra National de Paris und des Ensemble Modern mit Unterstützung durch die Forberg-Schneider-Stiftung. Koproduktion von Oper Frankfurt, Festival d’Automne à Paris, Opéra National de Paris, T&M, Lincoln Center Festival, Wiener Festwochen, Holland Festival, Liverpool – European Capital of Culture 2008 – und Ensemble Modern.
Unterstützt von der Stadt Frankfurt im Rahmen der Reihe „Zeitgenössische Kunst im Bockenheimer Depot“
Mit Unterstützung durch das British Council
Gefördert von der Aventis Foundation

Der Engländer George Benjamin (* 1960) zählt zu den herausragendsten Komponisten seiner Generation und hat sich bisher ausschließlich auf dem Gebiet der Instrumentalmusik international einen Namen gemacht. So erhielt er bereits zum vierten Mal einen Kompositionsauftrag der Roche Commission; dieses neue Werk soll während seiner Zeit als composer-in-residence beim Festival in Luzern 2008 uraufgeführt werden. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn seit 1999 mit dem Tanglewood Festival in Amerika. Regelmäßig erscheint George Benjamin als Dirigent renommierter Ensembles und Orchester. Als Operndirigent debütierte er 1999 mit Pelléas et Mélisande am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel. Hinzu kommen Dirigate zahlreicher Uraufführungen, darunter bedeutende Werke von Rihm, Chin, Grisey und Ligeti.

Into the Little Hill ist George Benjamins erste Arbeit für das Musiktheater, welche am 22. November 2006 im Rahmen einer groß angelegten Retrospektive beim Festival d'Automne in Paris uraufgeführt wurde. Das Libretto stammt von dem englischen Dramatiker Martin Crimp. Die Übernahme dieser Uraufführungs-Produktion des französischen Regisseurs und Bühnenbildners Daniel Jeanneteau durch die Oper Frankfurt findet im Bockenheimer Depot als Deutsche Erstaufführung statt. Unter der musikalischen Leitung des französischen Dirigenten Franck Ollu spielt das Ensemble Modern, es singen die Sopranistin Anu Komsi und die Altistin Hilary Summers. Eingeleitet werden die Aufführungen jeweils von George Benjamins Kammermusiktiteln Viola, Viola für zwei Bratschen (1997) und Three Miniatures für Violine (2001), interpretiert von Jagdish Mistry (Violine) sowie Geneviève Strosser und Garth Knox (Bratsche).

Into the Little Hill erzählt die Geschichte des Rattenfängers von Hameln neu: Nachts erscheint dem Minister einer durch eine Rattenplage heimgesuchten Stadt ein unheimlicher Mann ohne Augen, Nase und Ohren. Der Politiker hat seinen Wählern versprochen, die Ratten auszurotten, und so bietet ihm der Unbekannte an, die Tiere mit Musik aus der Stadt zu locken. Der Plan gelingt, allerdings verweigert ihm der Minister den vereinbarten Lohn und bleibt der Kraft der Musik gegenüber skeptisch. Aus Rache lockt der Rattenfänger alle Kinder der Stadt an einen Ort unter der Erde, wo die Musik am hellsten klingt – in einen kleinen Hügel vor den Toren der Stadt. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Lear
Oper in zwei Teilen

Musik: Aribert Reimann (* 1936)
Französische Übersetzung: Antoinette Becker
Librettist: Claus H. Henneberg
Dichter der Textvorlage: William Shakespeare („True Chronicle History of the Life and Death of King Lear and His Three Daughters“, 1605)
Uraufführung: 9. Juli 1978 (München, Bayerische Staatsoper - Nationaltheater)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 28. September 08
Wiederaufnahme Saison 2011/12: März 12

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle
Regie: Keith Warner
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Hans Walter Richter
Bühnenbild: Boris Kudlička
Kostüme: Kaspar Glarner
Dramaturgie: Norbert Abels
Licht: Davy Cunningham
Chor: Matthias Köhler

Besetzung:

König Lear:
Wolfgang Koch / Tómas Tómasson
König von Frankreich: Magnus Baldvinsson / Thorsten Grümbel
Herzog von Albany: Dietrich Volle / Kihwan Sim
Herzog von Cornwall: Michael McCown / Michael McCown
Graf von Kent: Hans-Jürgen Lazar / Hans-Jürgen Lazar
Graf von Gloster: Johannes Martin Kränzle / Johannes Martin Kränzle
Edgar, Glosters Sohn: Martin Wölfel / Martin Wölfel
Edmund, Bastard Glosters: Frank van Aken / Hans-Jürgen Schöpflin
Goneril, Tochter König Lears: Jeanne-Michèle Charbonnet / Jeanne-Michèle Charbonnet
Regan, Tochter König Lears: Caroline Whisnant / Caroline Whisnant
Cordelia, Tochter König Lears: Britta Stallmeister / Britta Stallmeister
Narr: Graham Clark / Graham Clark
Bedienter: Viktor Tsevelev
Ritter: Nicolai Klawa

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Museumsorchester

grün = Wiederaufnahme Saison 2011/12

Besprechung auf kulturfreak.de

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Lear

Oper Frankfurt
Bildmitte: Lear (Wolfgang Koch) und Ensemble
Foto: Barbara Aumüller

Zum Inhalt:
Der greise König Lear möchte das Reich unter seinen drei Töchtern aufteilen. Je größer ihre Liebe zu ihm, desto größer soll ihr Anteil ausfallen. Daraufhin übertreffen sich die machthungrigen älteren Schwestern Goneril und Regan in gegenseitigen Liebesbezeugungen. Nur die aufrichtig liebende jüngste Tochter Cordelia findet keine Worte, wird daher missverstanden und verstoßen. Der König selbst wird von Goneril und Regan vom Hof gejagt und irrt in geistiger Umnachtung umher. Doch ihre Machtspiele und Intrigen sowie das daraus resultierende Misstrauen treiben die grausamen Schwestern in den Tod. Cordelia kehrt aus der Verbannung zurück und will dem Vater wieder zur Macht verhelfen, wird jedoch ermordet. Mit ihrer Leiche im Arm bricht der um die getötete Tochter klagende König Lear tot zusammen. [© Oper Frankfurt]

© Oehms Classics
Aribert Reimann: Lear

Stallmeister, Koch, Clark, Wölfel u.a.
Chor der Oper Frankfurt, Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Sebastian Weigle
OehmsClassics 2009

In Zusammenarbeit mit OehmsClassics produziert die Oper Frankfurt eine Live-CD-Serie. Vor allem weniger bekannte Stücke werden hierfür mitgeschnitten. Alle CDs enthalten Booklets mit Szenenfotos und den kompletten Libretti. Die Tonträger sind während der Vorstellungen im Foyer, an der Vorverkaufskasse am Willy-Brandt-Platz sowie im Handel erhältlich.

www.oper-frankfurt.de

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