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Oper & Musik~Theater: Kurzinfos A - F

Ariane et Barbe-Bleue
Märchen in drei Akten

Musik: Paul Dukas (01.10.1865-17.05.1935)
Text: Maurice Maeterlinck
Uraufführung: 10. Mai 1907 (Paris, Opéra-Comique)

Zur Inszenierung der Oper Fankfurt:

Premiere: Sonntag, 10. Februar 08
1. Wiederaufnahme, Saison 2011/12: 11. Februar 12

Musikalische Leitung: Paolo Carignani / Erik Nielsen
Inszenierung: Sandra Leupold
Bühnenbild: Dirk Becker
Kostüme: Mareike Uhlig
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy
Licht: Olaf Winter
Video: Peer Engelbracht
Chor: Alessandro Zuppardo


Besetzung:
Ariane:
Katarina Karnéus / Katarina Karnéus
La Nourrice: Julia Juon / Elzbieta Ardam  / Susan Bickley
Barbe-Bleue: Dietrich Volle / Dietrich Volle
Sélysette: Stella Grigorian / Katherina Magiera
Mélisande: Barbara Zechmeister / Sun Hyung Cho
Ygraine: Britta Stallmeister / Juanita Lascarro
Bellangère: Nina Schubert / Kateryna Kasper
Alter Bauer: Franz Mayer /
Zweiter Bauer: Constantin Neiconi /
Dritter Bauer: Zoltán Winkler /

Chor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Museumsorchester

u.a.

Zur Wiederaufnahme Saison 2011/12:
Bei Ariane et Barbe-Bleue handelt es sich um die einzige Oper des französischen Komponisten Paul Dukas (1865-1935), die außerhalb Frankreichs relativ unbekannt ist. Mittlerweile konnte das Werk aber auch andernorts Fuß fassen, wovon die Frankfurter Produktion aus der Spielzeit 2007/08 Zeugnis ablegt. „Wer glaubt, die Oper sei im Sterben: Selbst ein Randwerk wie dieses beweist noch das Gegenteil. Sie lebt!“, so endete eine nach der Premiere am 10. Februar 2008 erschienen Kritiken. Nun wird die Produktion zum ersten Mal wiederaufgenommen.

„Katarina Karnéus brilliert als Titelheldin. Lockt, verführt, umschmeichelt, betört, verzaubert, mit sanfter starker Stimme, traumwandlerischem Spiel.“ Diesen Ausschnitt aus einer Premierenkritik vor Augen wird es das Publikum erfreuen, dass die Besetzung der weiblichen Titelpartie mit der schwedischen Mezzosopranistin unverändert bleibt. Auch Ensemblemitglied Dietrich Volle ist als Barbe-Bleue wieder mit von der Partie. Die englische Mezzosopranistin Susan Bickley (La Nourrice), kürzlich noch als Virgie in Mark-Anthony Turnages Anna Nicole am Royal Opera House Covent Garden in London unter Antonio Pappano zu erleben, gibt ihr Frankfurter Hausdebüt. Als Blaubarts vormalige Frauen sind Ensemblemitglieder und Gastsolisten neu besetzt, darunter Katherina Magiera (Sélysette) und Juanita Lascarro (Ygraine) sowie Sun Hyung Cho (Mélisande) und Kateryna Kasper (Bellangère). Am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters steht erstmals bei dieser Produktion Kapellmeister Erik Nielsen, der kürzlich an der New Yorker Metropolitan Opera Mozarts Zauberflöte dirigierte.

Zur Premiere:
Bei Ariane et Barbe-Bleue handelt es sich um die einzige Oper des französischen Komponisten Paul Dukas (1865-1935). Sie entstand zwischen 1904 und 1906 nach einem von Anfang an als Opernlibretto konzipierten Text des belgischen Dichters Maurice Maeterlinck (1862-1949). Von ihm stammt auch die Vorlage zu Claude Debussys Pelléas et Mélisande (1902), wobei der Autor in diesem Fall zunächst nicht an eine Vertonung dachte. Dieser Unterschied in der textlichen Anlage schlägt sich auch in der musikalischen Ausarbeitung der beiden für die französische Moderne so wichtigen Opernwerke nieder: Im Gegensatz zu seinem Freund und Idol Debussy gestaltete Dukas eine eher an Wagner und Strauss angelehnte, symphonische Klangsprache, die im krassen Gegensatz zur musikalischen Welt des Pelléas mit seinem impressionistischen Musikduktus steht. Ariane et Barbe-Bleue wurde am 10. Mai 1907 an der Opéra-Comique von Dukas’ Heimatstadt Paris uraufgeführt und gehört seitdem zum Kernrepertoire der französischen Opernbühnen. Mittlerweile konnte das Werk aber auch außerhalb Frankreichs Fuß fassen.

Sein Inhalt verbindet die mittelalterliche Sage vom französischen Ritter Blaubart und den griechischen Mythos um Ariadne, die den menschenverschlingenden Minotaurus in seinem Labyrinth besiegt: Blaubart führt seine siebte Frau Ariane auf sein Schloss. Deren sechs Vorgängerinnen bleiben verschwunden, deshalb verdächtigt ihn das Volk des Mordes. Trotz des Verbots ihres Mannes macht sich Ariane zusammen mit ihrer Amme auf die Suche nach den Unglücklichen. Hinter der letzten von sieben Türen wird sie in einem dunklen Verlies fündig. Sie befreit die Gefangenen, als Blaubart – im Kampf mit den aufständischen Bauern verletzt – zurückkehrt. Anstatt Rache zu nehmen, pflegt Ariane seine Wunden. Ihrer Aufforderung, zusammen mit ihr das Schloss und den Ritter zu verlassen, folgen die Frauen nicht. So macht sich Ariane schließlich alleine auf den Weg.

Nach neun Jahren als Generalmusikdirektor der Oper Frankfurt liegt die musikalische Leitung in seiner letzten Spielzeit am Main bei Paolo Carignani. Neben weiteren Frankfurter Projekten gastiert er in dieser Saison u.a. an den Opernhäusern von Antwerpen, Gent, Amsterdam sowie an den Staatsopern von Wien und München. Zudem wird er 2008 an der Metropolitan Opera in New York debütieren. Die junge Opernregisseurin Sandra Leupold inszenierte in jüngster Zeit u.a. Mozarts Don Giovanni am Theater Heidelberg und Debussys Pelléas et Mélisande am Staatstheater Mainz. Geplant sind zudem Schönbergs Erwartung in Leipzig und Wagners Parsifal in Mainz. Als Ariane ist die schwedische Mezzosopranistin Katarina Karnéus zu erleben. Sie ist an allen großen Opernbühnen der Welt zu Hause und debütierte 2004 an der Oper Frankfurt mit einem Liederabend. Nina Schubert von der Mainzer Musikhochschule übernimmt die Partie der Bellangère. Angeführt von Elzbieta Ardam als Amme Arianes sind alle weiteren Partien mit Ensemblemitgliedern der Oper Frankfurt besetzt. [© Oper Frankfurt]

 
www.oper-frankfurt.de

Dom Sébastien, Roi de Portugal
Opéra in fünf Akten

Von: Gaetano Donizetti
Uraufführung: 13. November 1843 (Paris, Théâtre Impérial de l’Opéra)
Deutsche Erstaufführung der französischen Originalfassung: 2. Mai 2009 (Nürnberg, Staatstheater Nürnberg)

Drei Frauen
Oper
Von Wolfgang Rihm

1. Teil «Aria/Ariadne» (2002), Szenarie nach Friedrich Nietzsches «Die Klage der Ariadne»
2. Teil «Das Gehege» (2006), Monodram nach der Schlussszene aus Botho Strauss’ «Schlusschor»
3. Teil «Penthesilea-Monolog» (2005), nach dem Schlussmonolog in Heinrich von Kleists «Penthesilea»

Uraufführung (mit neu komponierten Überleitungen): 25. September 2009 (Basel, Theater Basel)

I due timidi  (Die beiden Schüchternen)
Commedia lirica in einem Akt

Von: Nino Rota
Libretto: Suso Cecchi D’Amico


Fausta - Macht und Ohnmacht Kaiser Konstantins
Oper in acht Bildern

Von: Heinz Heckmann
Libretto: Heiner Martini
Uraufführung: 20. Mai 2007 (Trier, Theater Trier)

Faustus, the last night
Oper in einer Nacht und elf Nummern

Von: Pascal Dusapin
Auftragswerk der Staatsoper Unter den Linden

Uraufführung: 21. Januar 06 (Berlin, Staatsoper unter den Linden)

Zur Inszenierung der Berliner Staatsoper unter den Linden:

Koproduktion mit der Opéra de Lyon. Gastspiel am Théâtre du Châtelet, Paris.
In Zusammenarbeit mit UltraSchall - Das Festival für neue Musik.

Premiere: 21. Januar 06

Musikalische Leitun: Michael Boder
Inszenierung: Peter Mussbach
Bühnenbild: Elmgreen & Dragset
Kostüm: Andrea Schmidt-Futterer
Licht: Sven Hogrefe
Dramaturgie: Ilka Seifert

Faustus: Georg Nigl
Mephistopheles: Hanno Müller-Brachmann
Sly: Robert Wörle
Togod: Jaco Huijpen
Angel: Caroline Stein

Staatskapelle Berlin


www.staatsoper-berlin.de (externer Link)

La Favorite
Opéra in vier Akten

Von: Gaetano Donizetti (1797-1848)
Libretto: Alphonse Royer, Gustave Vaëz und Eugène Scribe
Uraufführung: 2. Dezember 1840 ( Paris, Opéra Paris)

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