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Die News: Juli 17

Samstag, 29. Juli 17
Case Scaglione wird ab 2018/2019 neuer Chefdirigent des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn
Am vergangenem Donnerstag hat der Stiftungsrat der Stiftung Württembergisches Kammerorchester Heilbronn Case Scaglione einstimmig zum neuen Chefdirigenten des Klangkörpers mit Beginn der Saison 2018/2019 berufen.
Madeleine Landlinger, Intendantin Württembergisches Kammerorchester Heilbronn: „Mit Case Scaglione haben wir einen zukünftigen Chefdirigenten für das WKO gewonnen, der nicht nur begnadet talentiert und fokussiert ist, sondern der absolut für seine Arbeit brennt. Das steckt an – die Chemie zwischen dem Orchester und ihm hat von Anfang an gestimmt. Wir haben während unseres Suchprozesses auf diesen berühmten „Klick“ gehofft. Ich bin gespannt auf unseren gemeinsamen Weg und den Ausbau der Stärken des WKO unter seinem Dirigat.


Case Scaglione & Intendantin Madeleine Landlinger
© Ralf Seidel

Der Vertrag ist auf vier Jahre angelegt und läuft bis 2022. Der 34-jährige Amerikaner tritt die Nachfolge von Ruben Gazarian an, der das Württembergische Kammerorchester Heilbronn seit 2002 leitet. Case Scaglione ist damit der dritte Chefdirigent in der Geschichte des Orchesters, das 1960 von Prof. Jörg Faerber gegründet wurde.

Case Scaglione: „Ich könnte mich nicht glücklicher schätzen. Für mich war das erste Treffen mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn magisch – mit seinem unverwechselbaren Klang, seiner musikalischen Flexibilität und der unglaublichen Spielfreude hat mich das WKO förmlich verzaubert. Ich kann es kaum erwarten, bis ich mit den Musikern und Intendantin Madeleine Landlinger starten kann, um gemeinsam den Erfolgsweg dieses exzellenten Orchesters weiterzuführen.

Der 1982 geborene Amerikaner hat bisher zweimal mit dem WKO zusammengearbeitet: Im Abschlusskonzert der Heilbronner Abonnementreihe 2015/2016, mit dem Case Scaglione gleichzeitig sein Deutschlanddebüt feierte und beim umjubelten Gastspiel des WKO in der Liederhalle Stuttgart vor wenigen Wochen im Mai 2017.

Konstanze Felber-Faur, Vorsitzende des Orchestervorstands Württembergisches Kammerorchester Heilbronn: „Seine klare Klangvorstellung, die musikalische Genauigkeit und die durchdachte und energiereiche Arbeitsweise haben uns Musiker alle von Beginn an überzeugt. Jetzt blicken wir voller Spannung und Vorfreude auf unsere erste gemeinsame Saison 2018/2019.

Die Suche nach einem neuen Chefdirigenten lag federführend in der Hand von Intendantin Madeleine Landlinger. Ihr zur Seite stand eine Findungskommission unter Vorsitz des Stiftungsratsvorsitzenden der Stiftung Württembergisches Kammerorchester Heilbronn Ralf Peter Beitner. Ihr gehörten außerdem Aleksandar Maletic (Vorsitzender des Orchestervorstands), Ministerialrat Christoph Heinkele (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg), die Heilbronner Bürgermeisterin Agnes Christner (Stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsrats der Stiftung Württembergisches Kammerorchester Heilbronn), und Andrea Meyer-Borghardt (Dirigentenforum des Deutschen Musikrats) als externe Beraterin an.

Ralf Peter Beitner, Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung Württembergisches Kammerorchester Heilbronn und der Findungskommission: „Die Entscheidung für Case Scaglione ist das Ergebnis einer mehrmonatigen, sehr gründlichen Suche. Unsere Musikerinnen und Musiker haben eine ganz Reihe von Kandidaten professionell bewertet und damit die Auswahl geprägt. Ich erwarte nun ein sehr fruchtbares Miteinander. Mit Case Scaglione beginnt eine neue Ära für das Württembergische Kammerorchester Heilbronn.

Der amerikanische Dirigent Case Scaglione, geboren 1982 in Houston/USA, studierte bei David Zinman an der American Academy of Conducting in Aspen/USA, wo er den James Conlon Prize gewann. 2010 wurde er mit dem Aspen Conducting Prize ausgezeichnet und 2011 erhielt er den Dirigentenpreis der Solti Foundation US. Er war 2011 einer der drei Dirigier-Stipendiaten in Tanglewood, ausgewählt von James Levine und Stefan Asbury. Im selben Jahr wurde er zum Associate Conductor beim New York Philharmonic berufen – eine Stelle, die Alan Gilbert speziell für ihn wieder eingeführt hatte. Seit 2015 hat er seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt nach Europa verlagert und lebt mit seiner Frau in Berlin. Er wird zu Gastdirigaten weltweit eingeladen, u.a. zum Orchestre National d’Île de France, Orchestre de Chambre de Lausanne, Kristiansand Symfoniorkester, Brno Philharmonic, Orchestre Philharmonique du Luxembourg, China Philharmonic Orchestra, Shanghai und Guangzhou Symphony Orchestras, Hong Kong Philharmonic Orchestra, Orquesta Sinfónica Nacional de Colombia und zu renommierten Orchestern seines Heimatlandes und Kanadas wie dem New York Philharmonic, Dallas, Detroit und Baltimore Symphony Orchestra, Sarasota Orchestra, The Juilliard Orchestra, Calgary Philharmonic und Winnipeg Symphony Orchestra.

Agnes Christner, Bürgermeisterin der Stadt Heilbronn und Stellvertretende Stiftungsratsvorsitzende der der Stiftung Württembergisches Kammerorchester Heilbronn: „Ein neuer Chefdirigent für das WKO, ein neuer künstlerischer Botschafter der Stadt Heilbronn! Seine Internationalität passt zu Stadt und Region, die Weltoffenheit lebt und Unternehmen von Weltrang beheimatet. Wir freuen uns auf den Neu-Heilbronner Case Scaglione und sind gespannt auf die musikalischen Impulse, die er in unserer Stadt aber auch auf zahlreichen Gastspielen mit unserem musikalischen Aushängeschild WKO setzen wird.

Zwei der weltweit renommiertesten Dirigenten, die wichtige künstlerische Wegbegleiter, Mentoren und Partner in Case Scagliones Karriere sind, gratulieren ihm zur Chefposition beim Württembergischen Kammerorchester Heilbronn:
Alan Gilbert, Chefdirigent des New York Philharmonic und designierter Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters, gratuliert Case Scaglione: „Case Scaglione ist einer der talentiertesten Dirigenten der jüngeren Generation, und mein Vertrauen in ihn ist mit den Jahren nur gewachsen. Er besitzt eine tiefe, kultivierte musikalische Sensibilität, die perfekt zu diesem wunderbaren Orchester passt, und ich kann es kaum erwarten, zu hören, was diese Partnerschaft in den kommenden Jahren hervorbringen wird.
Jaap van Zweden, Chefdirigent des Dallas Symphony Orchestra und des Hong Kong Philharmonic sowie designierter Chefdirigent des New York Philharmonic: „Es freut mich außerordentlich, dass Case die Gelegenheit erhält, Chefdirigent dieses wunderbaren und angesehenen Kammerorchesters zu werden! Meiner Meinung nach ist Case die richtige Wahl. Er bringt neue Energie mit und ist ein talentierter Dirigent. Die Tradition dieses Kammerorchesters und Cases außergewöhnliche Fähigkeiten werden meiner Ansicht nach eine großartige Zusammenarbeit ergeben.

www.wko-heilbronn.de

Samstag, 29. Juli 17
„ttt - titel thesen temperamente" am Sonntag
„ttt - titel thesen temperamente" (MDR) kommt am Sonntag um 23.30 Uhr im Ersten. Die geplanten Themen:

Dalida - ein Film über das tragische Schicksal eines Weltstars
Mit italienischem Akzent und orientalischem Charme versetzte sie das Nachkriegsfrankreich der 1950er Jahre ins Träumen - Dalida. Über 140 Millionen verkaufte Tonträger und eine weltumspannende Karriere machten aus der in Ägypten geborenen Sängerin mit italienischen Wurzeln eine der erfolgreichsten Interpretinnen der Musikgeschichte. „Je suis malade", „Er war gerade 18 Jahr", „Paroles, Paroles" gehörten zu Dalidas größten Hits, die gleichzeitig auch zu so etwas wie dem Soundtrack ihres eigenen Lebens wurden. Fast genau 30 Jahre nach Dalidas Selbstmord in ihrem Haus auf dem Pariser Montmatre, kommt nun ein französischer Film über das Leben und vor allem das Liebesleben der legendären Sängerin in die deutschen Kinos. Genau wie Dalida nahmen sich auch drei ihrer Liebhaber das Leben. Das Drehbuch zum Film „Dalida" entstand nach Vorlage der Memoiren ihres Bruders Orlando, der lange Zeit auch ihr Produzent und Manager war. Gespielt wird Dalida von der 33-jährigen Italienerin Sveva Alviti, die mit dem Film ihr Kinodebüt gibt. „ttt" hat Orlando in Paris zum Interview getroffen und stellt den Film über die legendäre Sängerin vor.
Autor: Jan Seemann

"Exit West" - der pakistanische Schriftsteller Mohsin Hamid über Flucht und Migration
Der 46-jährige Pakistaner Mohsin Hamid gilt als einer der bedeutendsten Autoren seines Landes. Seine Bücher sind Bestseller. In Deutschland wurde Hamid mit seinem Roman "Der Fundamentalist, der keiner sein wollte" (2008) bekannt.
Hamid, der nach seinem Studium in Harvard und nach Jahren in London wieder mit seiner Familie in seiner pakistanischen Heimatstadt Lahore lebt, hat gerade einen neuen Roman veröffentlicht: "Exit West".
Er erzählt die Geschichte eines Paares, dessen Lebensumfeld zunehmend von religiösen Extremisten okkupiert wird und die Heimat verlassen muss. Hamid entwickelt daraus eine dramatisch zugespitzte Fluchtgeschichte, die um die halbe Welt führt und projiziert damit die Völkerwanderung unserer Tage. „ttt" hat Mohsin Hamid in Lahore getroffen.
Autor: Peter Gerhardt

Moderne Protestkultur - Die Rückkehr der Gewalt?
Zwei Wochen liegt der G20-Gipfel von Hamburg jetzt zurück, die Debatten über die Eskalation der Gewalt reißen nicht ab. Was sind die Ursachen der immer wiederkehrenden Exzesse von Gewalt mitten in den westlichen Demokratien? Gibt es noch eine politische Agenda hinter den Protesten? Oder feiert hier ein krawall-touristischer Mob einen Karneval der reinen Destruktion? Feststeht, dass die überwältigende Mehrheit unserer Gesellschaft Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung ablehnt. Jakob Augstein, Herausgeber des „Freitag", sieht in den bürgerkriegsähnlichen Szenen von Hamburg genau die Gewalt zum Vorschein kommen, die im neoliberalen Wirtschaftssystem verdrängt wird. Für Carolin Emcke, Trägerin des Friedenspreises des deutschen Buchhandels, sabotieren die Krawalle jede öffentliche Diskussion und Kritik an den Beschlüssen der G20. Der Philosoph Dieter Thomä fragt, warum die modernen Protestformen des Widerstands, im Gegensatz zu früheren Zeiten, ohne Worte und Visionen auskommen. Die Auseinandersetzungen, sagt Thomä, verlagern sich zunehmend von den Feldern des Politischen ins Militärische. Das sei eine große Gefahr für unsere Demokratie.
Autor: Rayk Wieland

„Final Portrait" - Der Schweizer Künstler Alberto Giacometti als Filmheld
Während einer Parisreise im Jahr 1964 wird der junge Schriftsteller und Kunstliebhaber James Lord von seinem Freund gefragt, ob er ihm für ein Portrait Modell sitzen würde. Dieser Freund war kein Geringerer als der berühmte Alberto Giacometti. Aus einem Nachmittag wurden achtzehn Tage, an denen der junge Amerikaner tiefe Einblicke in den intensiven und auch völlig chaotischen Schaffensprozess des Künstlers erhielt.
Regisseur Stanley Tucci fing schon vor fünfundzwanzig Jahren an, Bücher über Giacometti zu lesen, darunter auch „A Giacometti Portrait" von James Lord, der diese achtzehn ganz besonderen Tage in einem Buch festgehalten hat. Tucci ist es gelungen, einen faszinierenden Spielfilm über einen der wichtigsten Künstler der Moderne zu machen - mit einem großartigen Geoffrey Rush in der Rolle des Alberto Giacometti.
Autorin: Barbara Block

Fotograf Richard Mosse - wie Bilder in Falschfarben inhumane Realität zeigen
Der Ire Richard Mosse hat einige Kriegszonen bereist, z. B. den Kongo und Pakistan. Für sein Projekt „Incoming" besuchte er griechische Inseln, auf denen Flüchtlinge aus allen Kriegsgebieten ankommen. Er filmte sie auf hoher See, bei ihrer Ankunft, im Flüchtlingslager, mit einer Wärmebild-Kamera, wie sie auch die Grenzschützer verwenden. Seine Bilder verstören, sie zeigen die Flüchtlinge als zombiehafte Graustufen-Wesen und entindivualisiert.
Für sein vorheriges Thema, den Bürgerkrieg im Kongo, begab sich der Fotokünstler Richard Mosse immer wieder in das zentralafrikanische Land und sammelte in fünf Jahren die Ansichten eines zerrissenen Landes. Das Besondere: Er fotografierte und filmte mit dem Aerochrome-Film von Kodak, der speziell für Infrarot-Aufnahmen entwickelt wurde. Die Ansichten, die er liefert, sind ungewohnt, mit den Falschfarben reißt er den Betrachter aus dem üblichen Bildschema.
„ttt" begleitet den Fotokünstler Richard Mosse bei seiner Arbeit in einem Flüchtlingslager in Bulgarien.
Autor: Alexander Bühler

Im Internet unter www.DasErste.de/ttt
Moderation: Max Moor

Samstag, 29. Juli 17
"Das Literarische Quartett" im ZDF mit Ijoma Mangold als Gast
Volker Weidermann lädt am Freitag, 11.August 2017, 23.00 Uhr, im ZDF gemeinsam mit Christine Westermann und Thea Dorn erneut zum Gespräch über Bücher. Gast ist dieses Mal der Literaturkritiker Ijoma Mangold (Die ZEIT). Im Foyer des Berliner Ensembles diskutieren die vier über Neuerscheinungen von Virginie Despentes, Richard Ford, Franzobel und Paulus Hofgatterer.

Schon mit ihrem Debüt "Baise-moi – Fick mich" machte Virginie Despentes Furore. Mit ihrem neuen Roman "Das Leben des Vernon Subutex" legt die Skandalautorin nun nach: mit der Geschichte eines rasanten sozialen Abstiegs. Gerade noch Besitzer eines angesagten Plattenladens, landet Subutex auf der Straße. Er schnorrt sich durch die Wohnungen seiner Freunde und Ex-Geliebten und wird mit allen Facetten einer kaputten Gesellschaft konfrontiert. In Frankreich wird Despentes' vielstimmiges Panorama nicht umsonst mit Balzac verglichen.

Wenig ist uns so vertraut und zugleich so geheimnisvoll fremd wie das Leben der eigenen Eltern. "Zwischen ihnen" ist Richard Fords persönlichstes Buch. Darin zeichnet der amerikanische Bestsellerautor das Bild seines Vaters und seiner Mutter und versucht zu ergründen, wer sie waren, bevor sie seine Eltern wurden. Bis zu seiner Geburt führten die beiden ein Nomadenleben. Im Amerika der 30er Jahre legt der Vater als Handlungsreisender unzählige Meilen durch die Südstaaten zurück, immer in Begleitung seiner geliebten Frau. Dann kommt ein einziges spätes Kind, und alles ändert sich.

"Nichts für frankophile, Rotwein trinkende, Käse degustierende Modefuzzis", heißt es zu Beginn des Romans "Das Floß der Medusa". "Gut, die Sache liegt mittlerweile mehr als zweihundert Jahre zurück. Wir können es uns also bequem machen und uns versichern, wir sind anders, bei uns kommt so was nicht vor. Doch ist das wirklich so?" Auf der Folie der historischen Schiffskatastrophe erzählt der österreichische Schriftsteller Franzobel vom Kampf aller gegen alle und fragt nach der Bedeutung von Moral und Menschlichkeit in Extremsituationen.

Paulus Hochgatterer ist Kinderpsychiater und Schriftsteller. Immer wieder spielen Jugendliche, Außenseiter und psychisch Kranke eine wesentliche Rolle in seiner Literatur. In "Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war" ist es ein 13-jähriges Mädchen, das sich an nichts erinnern kann. Auf einem Bauernhof trifft Nelli Ende 1944 auf einen russischen Kriegsgefangenen. Er trägt nichts bei sich außer einer Leinwandrolle. Ein berühmtes Gemälde? Zwischen den beiden entspinnt sich eine Freundschaft, die durch eine Gruppe von Wehrmachtssoldaten jäh unterbrochen wird.

"Das Literarische Quartett" wird im Foyer des Berliner Ensembles mit Publikum aufgezeichnet. Die nächste Sendung findet am 13.Oktober 2017 auf der Frankfurter Buchmesse statt.

Bücherliste:
- Virginie Despentes: Das Leben des Vernon Subutex (Kiepenheuer & Witsch)
- Richard Ford: Zwischen ihnen (Hanser Berlin)
- Franzobel: Das Floß der Medusa (Zsolnay)
- Paulus Hofgatterer: Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war (Deuticke)

https://dasliterarischequartett.zdf.de

Samstag, 29. Juli 17
Bregenzer Festspiele: Video-Serie Künstlereingang Folge 7: Gott spielen
Für Moses in Ägypten ließ das Theaterkollektiv Hotel Modern eine Welt aus Puppen entstehen. Die Wiener Zeitung beschrieb die Umsetzung als geradezu „verführerisch“, die Vorarlberger Nachrichten verglichen das Puppen-Minitheater gar mit dem Picasso-Gemälde „Guernica“.

Für Der Ring in 90 Minuten erschafft das Kollektiv nun ein zweites Mal eine faszinierende Puppenwelt.

In der siebten Folge des „Künstlereingangs“ erzählt Pauline Kalker, Gründungsmitglied von Hotel Modern, über die Faszination der Puppenarbeit. 

Immer freitags: kleine Szenen abseits der großen Bühnen
Für Neugierige und all jene, die schon immer mal durch den Künstlereingang ins Festspielhaus gelangen wollten, öffnen die Bregenzer Festspiele in der gleichnamigen Serie per Video ihre Backstage-Pforten.

Von Probenstart bis Ende der Festspielzeit lässt jeweils freitags ein Kurzfilm auf die kleinen Szenen abseits der großen Bühnen blicken. Mitwirkende vor und hinter den Kulissen erzählen in rund zwei Minuten ihre ganz persönlichen Erlebnisse.

Auf der Homepage des Festivals unter www.bregenzerfestspiele.com stehen die Videos jeweils ab Freitagnachmittag zum Ansehen bereit.

Samstag, 29. Juli 17
Opera Incognita und Zuflucht Kultur e.V.: Carmen
Keine Sommerpause für Zuflucht Kultur! Schließlich steht am 27. August nicht nur ein Gastspiel von Idomeneo beim Lucerne Festival 2017 an. Der ganze Monat ist geprägt von den Proben für die nächste und vierte große Opernproduktion des Vereins, der sich der interkulturellen Arbeit mit Asylsuchenden und geflüchteten Künstlern verschrieben hat. Am Samstag, 2. September hat Georges Bizets Carmen im Mixed Munich Arts (MMA) Premiere.

Für das neue Projekt hat Zuflucht Kultur in den Kollegen von Opera Incognita gleichgestimmte Mitstreiter gefunden. Seit zwölf Jahren führt diese Kompanie unbekannte Opern an außergewöhnlichen, häufig theaterfremden Orten in München auf – darunter Glucks Armide in der Reaktorhalle, Salieris Axur in der Allerheiligen-Hofkirche oder Benjamin Brittens The Turn of the Screw im Müller'schen Volksbad.
Das atmosphärische Heizkraftwerk MMA in der Maxvorstadt ist wie geschaffen für eine Carmen, die das Team zu ihren sozialkritischen Ursprüngen zurückführen will: eine nackte Fabrikhalle als Setting für die Geschichte einer Arbeiterin, deren Gier nach Freiheit und einem selbstbestimmten Leben in unauflöslichem Widerspruch steht zu ihrer Existenz als „Nähsklavin“. Ein multinationales, vielsprachiges Ensemble sucht nach einer zeitgemäßen Deutung des Mythos' Carmen und übersetzt archaische Emotionen und gesellschaftliche Analyse in sinnliche Hörbilder. Die Titelrolle singt Zuflucht Kultur-Gründerin Cornelia Lanz. Die musikalische Leitung hat Ernst Bartmann inne; Regie führt Andreas Wiedermann – beide Opera Incognita.

Georges Bizet, Carmen
Eine Produktion von Opera Incognita und Zuflucht Kultur e.V.
Premiere am Samstag, 2. September 2017 um 19:30 Uhr im Mixed Munich Arts (MMA), Katharina-von-Bora-Straße 8A, 80333 München
Weitere Aufführungen: Mittwoch, 6. September / Freitag, 8. September / Samstag, 9. September / Sonntag, 10. September / Mittwoch, 13. September / Freitag, 15. September / Samstag, 16. September – jeweils um 19:30 Uhr
Vor allen Aufführungen laden die Beteiligten ab 19:00 Uhr zu einer Open Stage mit zusätzlichen Beiträgen der geflüchteten Künstler/innen ein.

Carmen ist Spanien. Carmen ist Kult und eine Ikone der Lust. Carmen ist die meistaufgeführte Oper der Welt. Aber: Wer ist Carmen wirklich?
Um diese Frage zu beantworten, ist vor allem eines nötig: sich die Ursprünge von Bizets Oper bewusst zu machen. Denn hinter der oft nur noch kulinarisch rezipierten Hitmaschine verbirgt sich eines der ersten Werke der Operngeschichte, die reale soziale Missstände ins Visier nahmen. Regisseur Andreas Wiedermann folgt Bizet und zeigt die Überlebensstrategien von Menschen an der gesellschaftlichen Peripherie auf: Security-Personal, Prostituierte und Fabrikarbeiterinnen. Gesellschaftlicher Aufstieg ist unter diesen Bedingungen undenkbar. Der Kampf ums Überleben prägt alle Figuren. Dennoch ist die Suche nach dem Glück der Herzschlag und Kammerton des Stücks. Eben deshalb ist Carmen aber auch die „Chronik eines angekündigten Mordes“, eine Schicksalsspirale, in der allein der Traum von einer besseren Welt bestehende Verhältnisse für Momente erträglich macht.
Spielort und Unterstützer für die musikalisch-szenische Versuchsanordnung ist das ehemalige Heizkraftwerk Mixed Munich Arts, dessen Industriecharakter wie für Carmen gemacht ist. Auf mehreren Spielebenen entsteht ein Fabrikszenario, das die seelische Brutalität, der die Charaktere dieser Oper unterworfen werden, in groß dimensionierte Bilder und Situationen packt. Diese Carmen lebt in der Nähe einer südamerikanischen Metropole, aus der Zigarettenfabrik wird eine der zahllosen illegalen Nähereien Südamerikas, in denen Menschen unter immer noch sklavenartigen Bedingungen Kleidung für die westlichen Märkte produzieren.

Im Carmen-Ensemble spielen und singen Asylsuchende und geflüchtete Künstler Seite an Seite mit professionellen Opernsängerinnen und -sängern. Die eigentlichen Opernpartien übernehmen  Cornelia Lanz (Carmen), Anton Klotzner (Don José), Julia Bachmann (Micaëla), Torsten Petsch (Escamillo), Anne Sorbara (Frasquita) und Judith Beifuß (Mercédès). In weiteren Sprech- und Gesangsrollen: die beiden Schwestern Walaa und Wisam Kanaieh (Syrien) als Carmens Freundinnen Manuelita und Maria, Ahmad Shakib Pouya (Afghanistan) als Zuniga, Rami Alrojoleh (Syrien) als Schankwirt Lillas Pastia und Omar Almasalmah (Syrien) als Begleiter Micaëlas. Eine besonders schöne Konstellation hat sich bei den Chören ergeben: Nicht nur treten der Chor Opera Incognita und der Flüchtlingschor Zuflucht gemeinsam auf. Der in Bizets Oper vorgesehene Kinderchor besteht aus 20 Flüchtlingskindern unter der Leitung von Beatrix Jakubicka-Frühwald.

Musikalisch und textlich präsentiert sich diese Carmen in ganz eigener Façon. Die Spielfassung orientiert sich an der Erzählung von Prosper Merimée und nutzt Bizets Version mit gesprochenen Passagen, von denen einige für diese Aufführung in zeitgenössischer Musiksprache neu komponiert und dem Club-Charakter des Spielorts angepasst werden. Harte Technobeats werden ebenso zu hören sein wie Bizets Originalkomposition.

Kartenvorverkauf bei München Ticket: www.muenchenticket.de, Tel. 089-54818181


Die Mitwirkenden

Musikalische Leitung: Ernst Bartmann
Regie: Andreas Wiedermann
Produktionsleitung Zuflucht Kultur: Cornelia Lanz
Produktionsleitung Opera Incognita: Ernst Bartmann, Andreas Wiedermann

Carmen: Cornelia Lanz
Don José: Anton Klotzner
Micaëla: Julia Bachmann
Escamillo: Torsten Petsch
Frasquita: Anne Sorbara
Mercédès: Judith Beifuß
Manuelita: Walaa Kanaieh
Maria: Wisam Kanaieh
Remendado: Romain Pascal
Moralès: Simon Riegel
Zuniga: Ahmad Shakib Pouya
Lillas Pastia: Rami Alrojoleh
Begleiter Micaëlas: Omar Almasalmah

Flüchtlingschor Zuflucht
Chorleitung: Cornelia Lanz
Afghanistan: Jamshid A., Ali M., Mostafa Sayed
Irak: Ayden Antanyos, Sarmad Fouad
Iran: Fahimeh Baghnavi
Syrien: Khaled Alhussein, Majed Alkadri, Wassim Alkardoush, Omar Almasalmah, Rabee Alnader, Rami Alrojoleh, Samer Alsaed

Chor Opera Incognita
Flüchtlingskinderchor Viel Harmonie
mit: Ayesha, Faheza, Faith, Fatima, Giti, Iman, Marwa, Mashid, Salman, Sameerah, Sara, Setayash, Sheyllah, Somaya, Suhajb
Chorleitung Kinderchor: Beatrix Jakubicka-Frühwald
Choreinstudierung Kinderchor: Beatrix Jakubicka-Frühwald, Cornelia Lanz


Über Zuflucht Kultur e.V.
Così fan tutte (Oktober 2014), ZAIDE.EINE FLUCHT. (August 2015) und zuletzt Idomeneo im Juli 2016: Mit beinahe unheimlichem Timing halten die drei Opernproduktionen von Zuflucht Kultur e.V. der Entwicklung der Flüchtlingspolitik in Deutschland und Europa den Spiegel vor. Die Vorbereitungen für das vierte große Projekt laufen auf Hochtouren: Bizets Carmen hat am 2. September 2017 im MMA (Mixed Munich Arts) in München Premiere.
Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, mit und durch Kultur Brücken zwischen Geflüchteten und der einheimischen Bevölkerung zu bauen. Er arbeitet zuallererst künstlerisch, organisiert mittlerweile aber auch eine Vielzahl von politisch-sozialen Auftritten eines eigens gegründeten Projektchors. Anfang September 2015, kurz nach Öffnung der deutschen Grenzen für in Südosteuropa festsitzende Flüchtlinge, gastierte der Chor Zuflucht beim Bürgerfest des Bundespräsidenten auf Schloss Bellevue; außerdem war er im ZDF bei Markus Lanz und Johannes B. Kerner zu erleben. In diesen bewegten Zeiten erreichten und erreichen die Macher laufend weitere Einladungen von Institutionen, die sich für Menschenrechte einsetzen: Unter anderem stand der Chor beim europäischen Konsultationstreffen des World Humanitarian Summit der Vereinten Nationen und bei der Eröffnung der Generalversammlung der International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies auf der Bühne, beides in Genf. Mit Auftritten wie diesen gelingt es dem Verein Zuflucht Kultur und seinem Chor so auch auf internationaler Ebene, das viel diskutierte Thema Flüchtlinge mit einem starken, hoffnungsvollen Projekt zu verbinden. Der bislang schönste Erfolg der Arbeit von Zuflucht Kultur: Das ZDF-Format Die Anstalt erhielt für die Sendung mit dem syrischen Flüchtlingschor Zuflucht den Grimmepreis 2015 „für den Moment der Echtheit und Wichtigkeit“. Eben diese Ausgabe wurde noch ein zweites Mal geehrt. Die deutsche Sektion von Amnesty International zeichnete sie mit dem Marler Medienpreis für Menschenrechte 2015 aus. Vor kurzem wurde der Verein auch direkt ausgezeichnet – mit dem Förderpreis der Pill Mayer Stiftung für interkulturellen Dialog 2016.
www.zufluchtkultur.de


Über Opera Incognita
Ziel und Leitidee von Opera Incognita ist es, außergewöhnliche Opern einem etablierten und einem jungen Publikum zugänglich zu machen. Die szenisch wie musikalisch herausfordernden Werke erschienen anfangs in chronologischer Ordnung. Die Reihe begann 2005 mit Armide von Christoph Willibald Gluck (1714-1787) und setzte sich 2006 mit Axur von Salieri (1750-1825) fort. Unter den weiteren Produktionen: Die Perser von Aischylos, Jean-Philippe Rameaus Dardanus, Antonio Vivaldis Andromeda Liberata und Robert Schumanns Genoveva.
Das Besondere an den Inszenierungen ist die enge Zusammenarbeit des musikalischen Leiters und des Regisseurs. Beide sind bei den Proben anwesend und studieren die Stücke gemeinsam ein. Was an größeren Häusern nicht möglich wäre, führt zu einer echten Symbiose zwischen Musik und Inszenierung. Für die noch recht jungen, unbekannten Akteure – meist Absolventen von Musikhochschulen – haben sich die anspruchsvollen Produktionen von Opera Incognita schon häufig als Sprungbrett für die weitere Karriere erwiesen. Die Kompanie scheint zudem ein echtes Händchen für die Wahl der Aufführungsorte zu haben und stellt damit immer wieder unter Beweis: Gute Opern wirken überall – auch und vielleicht sogar stärker an ungewöhnlichen Spielstäten.
 www.opera-incognita.de

Freitag, 28. Juli 17
Was bieten die Schlossfestspiele Zwingenberg? - Trailer gibt exklusive Einblicke zu Oper- und Musicalproduktion
Heute starten die Zwingenberger Schlossfestspiele mit der ersten der beiden Hauptproduktionen (Der Liebestrank / Rocky Horror Show). Was die Festspiele in diesem Jahr zu bieten haben und was die künstlerisch Verantwortlichen und Hauptdarsteller dazu sagen, das zeigt nun exklusiv ein fünfminütiger Trailer, der im YouTube-Kanal der Festspiele abrufbar ist unter www.youtube.com/watch?v=jv5_WjHL4Bw. Gedreht hat den Trailer die action & fun Media GmbH als Partner der Festspiele während der Proben auf dem Schloss.

www.schlossfestspiele-zwingenberg.de

Freitag, 28. Juli 17
ECHO KLASSIK 2017: Die Preisträger stehen fest
Verleihung am 29. Oktober in der Elbphilharmonie, moderiert von Thomas Gottschalk
Kartenvorverkauf beginnt am Donnerstag, 3. August 2017

Joyce DiDonato, Matthias Goerne, Daniel Hope, Kent Nagano, Maurizio Pollini, Fazil Say, Christian Tetzlaff, das Wiener Klaviertrio, Thomas Fritzsch, Sebastian Knauer, Linus Roth und der Nachwuchskünstler Lucas Debargue gehören zu den Preisträgern des ECHO KLASSIK 2017. Wie die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI) gestern mitteilte, wird darüber hinaus der Tenor Jonas Kaufmann in der Kategorie „Bestseller des Jahres“ geehrt. Sein Album „Dolce Vita“ landete nach Verkäufen auf dem Spitzenplatz. Insgesamt umfasst der diesjährige ECHO KLASSIK 54 Auszeichnungen in 22 Kategorien. Eine Übersicht über alle Preisträger findet sich unten in dieser Meldung sowie auf www.echoklassik.de.

Die Trophäen werden am Sonntag, dem 29. Oktober, im Rahmen einer feierlichen Gala in der Elbphilharmonie in Hamburg verliehen, das ZDF überträgt die Verleihung am selben Abend ab 22:00 Uhr. Gastgeber ist auch in diesem Jahr Thomas Gottschalk, der den ECHO KLASSIK insgesamt bereits zum vierten Mal präsentiert. Welche der Preisträger am Abend live auftreten, wird in Kürze bekanntgegeben.

Der Kartenvorverkauf für die Verleihung beginnt am Donnerstag kommender Woche, dem 3. August 2017, um 18.00 Uhr. Tickets gibt es unter www.eventim.de oder telefonisch bei der Tickethotline unter 01806-570070.

„Klassische Musik gehört zum großartigen Erbe und zu den unverrückbaren Grundlagen unserer Kultur“, so BVMI-Geschäftsführer Dr. Florian Drücke. „Die Künstlerinnen und Künstler, die in diesem Jahr mit dem ECHO KLASSIK ausgezeichnet werden, zählen zu denjenigen, die sich im Musikjahr 2016/17 um dieses Erbe besonders verdient gemacht haben. Durch ihre Interpretationen haben sie dem Publikum zahlreiche Werke der traditionellen klassischen Musikliteratur, aber auch der New Classics in spannender Weise nahegebracht. Ob als geniale Einzelkünstler oder gemeinschaftlich agierende Ensembles, weltbekannte Stars oder spannende Nachwuchskünstler – sie alle sorgen mit ihrer Kunst dafür, dass die ungeheure Vielfalt der Klassischen Musik weiterhin die Chance hat, Menschen aller sozialen Umfelder und Altersgruppen und über alle Kanäle zu begeistern – gerade letzteres ist mit Blick auf die Zukunft der Klassik in unserer zunehmend digitalen Welt von zentraler Bedeutung und dem ECHO KLASSIK deshalb ein besonderes Anliegen. Ich freue mich schon jetzt auf eine hochkarätig besetzte Verleihung im wohl derzeit in jeder Hinsicht größten Konzerthaus der Welt, der Elbphilharmonie in Hamburg.“

Die Preisträger des ECHO KLASSIK 2017 im Überblick (in alphabetischer Reihenfolge; Übersicht nach Kategorien auf www.echoklassik.de:

© Echo Klassik 2017

Freitag, 28. Juli 17
ECHO Klassik 2017: Künstler von Sony Music sind am erfolgreichsten
Sony Music ist die erfolgreichste Firma beim ECHO Klassik: Insgesamt 11 Trophäen gehen an Künstlerinnen und Künstler der Sony Music Familie. Die Verleihung findet am 29. Oktober 2017 in der Hamburger Elbphilharmonie statt und wird vom ZDF am gleichen Abend übertragen. Moderiert wird die Gala wieder von Thomas Gottschalk.
„Das wird ein großartiger ECHO Abend in Hamburg im Herbst! Wir beglückwünschen unsere Künstler und feiern ihre Virtuosität und Leidenschaft. Danke an unser Sony Classical Team, das so erfolgreich mit diesen Talenten arbeitet. Das Ergebnis spricht für sich. Herzlichen Glückwunsch“, so Philip Ginthör, CEO Sony Music GSA.
Das Label Sony Classical gewinnt acht Echos: Jonas Kaufmann erhält die Auszeichnung für den Bestseller des Jahres für seine CD „Dolce Vita“. Bereits im letzten Jahr konnte er diese Auszeichnung für sein Album „Nessun Dorma“ entgegennehmen. Die Sopranistin Pretty Yende und der Pianist Lucas Debargue werden als Nachwuchskünstler des Jahres geehrt. Der Trompeter Gabor Boldoczki wird als Instrumentalist des Jahres ausgezeichnet.
Der Dirigent Teodor Currentzis und sein Ensemble MusicAeterna erhalten den ECHO Klassik für die „Musik-DVD-/Bluray-Produktion“ für die Purcell-Oper „The Indian Queen“ (Regie: Peter Sellars). Der Preis in der Kategorie „Musik-DVD-/Bluray-Produktion (Dokumentation)“ geht an Lang Lang, die Wiener Philharmoniker und postum an den Dirigenten Nikolaus Harnoncourt für „Mission Mozart“ (Regie: Christian Berger). Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker
werden mit dem ECHO in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“ für ihr Album „Hora Cero“ ausgezeichnet. Der Bratschist Nils Mönkemeyer erhält den Preis „Kammermusikeinspielung des Jahres“ für die CD „Mozart with Friends“, die er mit Julia Fischer, Sabine Meyer und William Youn eingespielt hat.
Beim Label deutsche harmonia mundi bekommt der RIAS Kammerchor den ECHO Klassik als „Ensemble des Jahres“ verliehen und Christoph Spering, der Chorus Musicus Köln und Das Neue Orchester erhalten den Preis für die „Chorwerkeinspielung des Jahres“ für ihre „Lutherkantaten“. Für das Label RCA wird das Notos Quartett als „Nachwuchskünstler des Jahres (Ensemble)“ ausgezeichnet.

Übersicht Preisträger / Sony Music:
Jonas Kaufmann (Dolce Vita) - Bestseller des Jahres
Gabor Boldoczki (Oriental Trumpet Concertos) - Instrumentalist (Trompete)
RIAS Kammerchor (Da Pacem) – Ensemble des Jahres
Pretty Yende (A Journey) – Nachwuchskünstlerin (Gesang)
Lucas Debargue (Bach, Beethoven, Medtner) – Nachwuchskünstler (Klavier)
Notos Quartett (Hungarian Treasures) - Nachwuchskünstler (gem. Ensemble)
Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker (Hora Cero) – Klassik ohne Grenzen
Nils Mönkemeyer, Julia Fischer, Sabine Meyer, William Youn (Mozart with Friends) –
Kammermusikeinspielung (Musik d. 17./18.Jh., gem. Ensemble)
Christoph Spering, Chorus Musicus Köln, Das Neue Orchester (Bach, Lutherkantaten) –
Chorwerkeinspielung des Jahres
Teodor Currentzis/MusicAeterna (Purcell: Indian Queen; Regie: Peter Sellars) – Musik-DVD-/Bluray
(Oper)
Lang Lang/Wiener Philharmoniker/N.Harnoncourt (Mission Mozart; Regie: Christian Berger) -
Musik-DVD-/Blu-ray (Dokumentation)

www.sonyclassical.de

Freitag, 28. Juli 17
Gärtnerplatztheater München: Fast 90% Auslastung in der vergangenen Saison
In der Spielzeit 2016/2017 haben wir in 9 Spielstätten insgesamt 172 Veranstaltungen gezeigt bei einer Auslastung von 89,33%. Die Platzkapazität lag zwischen 80 und 1.800 Plätzen im Cuvilliéstheater, Max-Joseph-Saal, Herkulessaal, Reithalle, Prinzregenten- und Akademietheater, Münchner Stadtmuseum, Alte Kongresshalle und Circus Krone.

Der Verkauf der Abonnements für die kommende Spielzeit ist sprunghaft angestiegen. Er liegt zur Zeit bei 70%.
 
Damit beendet das Staatstheater am Gärtnerplatz seine fünfjährige Wanderschaft.

Für das Theater und seine 622 Beschäftigten aus 45 Nationen der Erde und unterschiedlichsten Abteilungen, bedeutete das 53 Premieren und 21 Wiederaufnahmen, rund 1000 Vorstellungen in 27 verschiedenen Spielstätten, 193 Sängerinnen und Sänger, 24 Regisseure und 27 Choreografen, 18-mal „Minutemade“, 66 Konzerte des Orchesters, 122-mal „Musiktheater mobil“ in zahlreichen Grundschulen in und um München, Auftritte an 44 nationalen und internationalen Gastspielorten in Deutschland, Österreich, Spanien, Mexiko und China sowie mehr als 50.000 zurückgelegte Kilometer allein für Techniktransporte quer durch die Münchner Innenstadt!

Am 14. und 15. Oktober feiern wir mit der Eröffnungsgala ES IST SOWEIT! die Wiedereröffnung des Gärtnerplatztheaters. Die Eröffnungspremiere DIE LUSTIGE WITWE präsentieren wir am 19. Oktober. Einen ersten Einblick in die Produktion erhalten Sie am 8. Oktober in der Premierenmatinee. Beim Tag des offenen Zuschauerraums am 8. Oktober öffnet das Gärtnerplatztheater unter dem Motto Wieder am Platz seine Tore, der Eintritt ist frei.

Der Kartenvorverkauf für alle Vorstellungen bis 30. November läuft bereits.
Tickets gibt es an den Vorverkaufsstellen, unter www.gaertnerplatztheater.de, Tel. 089 2185 1960 oder tickets@gaertnerplatztheater.de

Freitag, 28. Juli 17
Heute erscheint die Weltpremiere des FANTASTICALS DER FLUCH DES DRACHEN
„In einer Zeit, als die Dunkelheit noch gefürchtet wurde“ beginnt die lange, geheimnisvolle Story um Ehre und Schurkerei, Treue und Verrat, Glauben und Macht. Es geht um Krone und Reich, um Kampf und Gefahr!
Story und Texte von Markus Heitz, Musik von Corvus Corax.
Mit großer Sorgfalt wurde auch bei der Besetzungswahl agiert, allesamt bekannte Namen konnten verpflichtet werden: Alea der Bescheidene ist sonst Sänger der weithin bekannten Mittelalter-Band „Saltatio Mortis“, Holly Loose kennt man als Frontmann der Crossover-Geigen-Fraktion „LetzteInstanz“. Ji-In Cho ist die bezaubernde koreanische Röhre der Aachener Symphonic-Metaller
„Krypteria“ und der Modern-Rockband „And then she came“, Birgit Ines Muggenthaler-Schmackbereichert mit ihrem Flötenspiel sonst Schandmaul und die Potsdamer Musical-Sängerin Maxi Kerber ist bekannt von „Die Betties“. Nicht zuletzt sind die überaus erfolgreiche Pagan-Folk-Band„Faun“ komplett dabei sowie ihre ehemalige Sängerin Katja Moslehner.

Im Trailer gibt es einen kurzen Zusammenschnitt einiger Songs und Szenen anzusehen: https://youtu.be/5ES-y3mLsYw 

www.corvuscorax.de/index.php?id=66#

Freitag, 28. Juli 17
„Veronika, der Lenz ist da“ – Zum letzten Mal in der Komödie am Kurfürstendamm
Es ist fast 20 Jahre her, dass die Berlin Comedian Harmonists mit „Veronika, der Lenz ist da“ einen Überraschungserfolg feierten. Damals erlebten die legendären Comedian Harmonists in Berlin ein doppeltes Comeback: Gleichzeitig kamen sowohl der Film ins Kino als auch das Theaterstück von Franz Wittenbrink auf die Bühne der Komödie am Kurfürstendamm. Vom 27. August bis zum 17. September nimmt Theaterchef Martin Woelffer seine Inszenierung noch einmal ins Programm. Ein bisschen wehmütig ist er schon, ist er sich doch sicher, „dass diese Inszenierung zum letzten Mal in der Komödie am Kurfürstendamm laufen wird, denn im nächsten Jahr geht´s ja ins Schiller Theater.“
Olaf Drauschke, 1. Bariton der Truppe und von Beginn an dabei, erinnert sich an den Entstehungsprozess der Produktion: „Unsere Premiere sollte im Dezember sein und bereits im Sommer warben überall in der Stadt Plakate für den Film mit prominenten Schauspielern wie Ben und Meret Becker, Katja Riemann, und Heino Ferch. Das war schlimm für uns, denn wir hatten Angst, dass unser Stück sich gegen diese Werbeübermacht nicht behaupten könnte.“
Holger Off, ebenfalls ein Kollege der ersten Stunde und 1. Tenor ergänzt: „Witzigerweise haben wir später erfahren, dass die andere Seite in uns auch eine Konkurrenz gesehen hat und der Filmstart in Berlin eine Woche vorgezogen wurde. Der Film kam genau drei Tage vor unserer Premiere heraus und wurde euphorisch besprochen. Und dann schrieben die Kritiker noch euphorischer über uns. Daraufhin waren wir sechs Monate lang ausverkauft.“ 
 
 
Seit der Uraufführung im Dezember 1997 hat es unzählige Inszenierungen von „Veronika, der Lenz ist da“ gegeben. Es ist eines der meistgespielten Theaterstücke im deutschsprachigen Raum.
Martin Woelffer ist sich sicher: „So einen Überraschungserfolg landet man, wenn man Glück hat, einmal in 10 Jahren.“
Für die Berlin Comedian Harmonists war das Stück der Startschuss für eine internationale Karriere. Seit der Premiere 1997 sind sie ein gefragtes Vokalensemble und sind um die ganze Welt getourt.


VERONIKA, DER LENZ IST DA
DIE COMEDIAN HARMONISTS
Wiederaufnahme zum 20-jährigen Jubiläum
vom 27. August bis 17. September 2017
Komödie am Kurfürstendamm
Karten ab 13 €
Karten 030/88 59 11 88
und unter www.komoedie-berlin.de  

Freitag, 28. Juli 17
ATOLL-FESTIVAL für zeitgenössischen Zirkus im Kulturzentrum TOLLHAUS Karlsruhe ~ Mittwoch, 20. September bis Sonntag, 24. September 2017
Um einen Tag verlängert und mit erweitertem Programm geht das ATOLL-FESTIVAL 2017 von Mittwoch, 20. September bis Sonntag, 24. September an den Start. Gespielt wird im Tollhaus selbst, aber auch zirkustypisch im Freien und in Zelten. Das umfangreiche Rahmenprogramm ist momentan noch in Planung. Das Hauptprogramm steht aber schon fest. Dazu zählt beispielsweise das Überraschungsformat ATOLL surprise mit fünf Miniaturen junger Künstlerinnen und Künstler, die an den niederländischen Zirkusschulen in Rotterdam (CODARTS) und Tilburg (Academy for Circus and Performance Art) ausgebildet wurden. Diese Verbindung mit europäischen Zirkushochschulen will das ATOLL-Team künftig intensivieren, ebenso wie die Vernetzung mit den Kollegen. Bei einem Treffen der bundesweiten Initiative Neuer Zirkus inklusive angeschlossenem Dramaturgie-Workshop sowie einem internationalen Veranstalter-Panel sollen Möglichkeiten für eine vertiefte Zusammenarbeit ausgelotet werden. Die Ideen reichen von mehr Koproduktionen über neue Strukturen für den inhaltlichen Austausch mit den Kollegen bis hin zu gemeinschaftlichlich organisierten Tourneen durch Deutschland und Europa.


Compagnie XY
Foto: Christophe Raynaud de Lage

Im Vordergrund steht aber natürlich trotz allem das Live-Vergnügen Zirkus, wenn sich Theater und Artistik, Musik und Tanz, Komik und stille Momente zum Erlebnis für alle Sinne mischen. Insgesamt sieben Produktionen sind zu Gast in Karlsruhe. Die Formationen stammen aus Frankreich und der Schweiz, Deutschland, Finnland, den Niederlanden und Spanien. Zur Eröffnung wirbeln die furiosen Akrobaten und menschlichen Turmbauer der Compagnie XY durch die Lüfte. Unter den weiteren Höhepunkten: das wunderbar kauzige Clownsduo Compagnie Sacécripa sowie die französisch-schweizerische Cie Quotidienne, die – passend zum 200-Jahr-Jubiläum des Karlsruher Fahrrad-Erfinders Karl von Drais – zeigt, was Artisten alles mit einem schlichten „vélo“ anstellen können. Aus Finnland reisen die die Hand-auf-Hand-Akrobaten Kati und Pasi an sowie die Zirkus-Tanz-Animationskünstler von Ilmatila. Und auch Deutschland ist vertreten: durch das Jonglier-Duo Spot the Drop mit ihrem ersten abendfüllenden Stück Stehfleisch und Sitzvermögen.


Auszüge aus dem Festivalprogramm

Mittwoch, 20. September 2017 / Freitag, 22. September / Samstag, 23. September – jeweils um 20:00 Uhr
COMPAGNIE XY (Frankreich), Il n‘est pas encore minuit...
22 Akrobaten wider die Schwerkraft. Körper katapultieren sich von Sprungbrettern, wirbeln durch die Luft, kreuzen sich im Flug, landen übereinander, bilden Menschentürme. Ab 6 Jahren.

Freitag, 22. September 2017 um 21:30 Uhr / Samstag, 23. September um 18:30 Uhr & 21:00 Uhr / Sonntag, 24. September um 16:00 Uhr
Deutsche Erstaufführung in Koproduktion mit dem ATOLL-FESTIVAL
LOS GALINDOS (Spanien), UduL
Ebenso poetisch wie komisch spielen in der eigenen Jurte spielt der Nouveau Cirque-Pioniere aus Barcelona fantasievoll mit den Traditionen der Vaudeville-Unterhaltung. Ab 7 Jahren.

Freitag, 22. September 2017 um 19:00 Uhr & 21:30 Uhr / Samstag, 23. September um 17:30 Uhr & 19:30 Uhr
Deutsche Erstaufführung
COMPAGNIE SACÉCRIPA (Frankreich), Marée basse
Bei ihrem Versuch, den Tag bei einem Glas Wein gemütlich ausklingen zu lassen, verstrickt sich das international gefeierte Clowns-Duo in immer haarsträubendere Verwicklungen... Ab 8 Jahren.

Samstag, 23. September 2017 um 19:30 Uhr
SPOT THE DROP (Deutschland), Stehfleisch und Sitzvermögen
Seit Jahrzehnten widmen sich die beiden Ausnahme-Jongleure Niels Seidel und Malte Steinmetz der Objektmanipulation, garniert mit schmissigen Melodien und herrlich absurden Nebensächlichkeiten. Ab 8 Jahren. 

Donnerstag, 21. September 2017 um 20:30 Uhr / Samstag, 23. September um 21:00 Uhr / Sonntag, 24. September um 14:30 Uhr
Deutsche Erstaufführung
CIE QUOTIDIENNE (Frankreich), Vol d‘usage
Ein Zelt, zwei Artisten, ein Fahrrad, und eine still vergnügliche, poetische Vorstellung. Ab 5 Jahren.

Freitag, 22. September 2017 um 20:30 Uhr
ATOLL Fokus Finnland
ILMATILA, Muualla/Elsewhere & KATE & PASI, Suhde/Beziehung
Auch in diesem Jahr blickt ATOLL nach Finnland und präsentiert zwei herausragende Produktionen aus dem Norden Europas. Ab 8 Jahren. 

Donnerstag, 21. September 2017 um 20:00 Uhr / Sonntag, 24. September um 15:00 Uhr
ATOLL surprise – Circus-Miniaturen
Ein bunter Abend der vielfältigen Eindrücke: neue gewagte Zirkus-Kurz-Kunststücke mit Tom & Ayla, Liza van Brakel, Guillermo Leon, Pile en Face und Lisa Chudalla & Paula Alvalla. Ab 8 Jahren.

Das ATOLL-Team von 2016 zeichnet in gleicher Besetzung für das Programm 2017 verantwortlich. Neben den beiden Initiatoren Bernd Belschner und Britta Velhagen vom Tollhaus ist der Noveau Cirque-Aktivist, Regisseur und Kulturmanager Stefan Schönfeld als dritter Festivalkurator mit im Boot.

Das ATOLL-FESTIVAL für zeitgenössischen Zirkus 2017 wird gefördert vom Innovationsfonds Kunst des Landes Baden-Württemberg, dem Kulturamt der Stadt Karlsruhe, dem Programm SZENEfrei des Finnland-Instituts, dem Ministerium für Kultur/DGCA Frankreich sowie dem Institut Français.

www.atoll-festival.de

Donnerstag, 27. Juli 17
"Dein Song" – der Komponistenwettbewerb: ZDF dreht zehnte Staffel ~ 16 junge Songwriter treten beim Casting in Wiesbaden an
Die Jubiläumsstaffel von "Dein Song": Im Wiesbadener Schloss Biebrich starten am 26. und 27. Juli 2017 die ZDF-Dreharbeiten für die Suche nach den besten Nachwuchskomponisten. 16 kreative Teilnehmer von 9 bis 18 Jahren möchten die prominente Jury von ihren musikalischen Qualitäten überzeugen. Die zehnte Staffel mit 16 Folgen und dem Live-Finale wird im Frühjahr 2018 bei KiKA ausgestrahlt. Moderiert wird "Dein Song" von Johanna Klum und Bürger Lars Dietrich.

Für die jungen Künstler geht es um viel: Nur wer das Casting erfolgreich durchläuft, darf sich auf das Komponistencamp auf Ibiza im September freuen. Die acht besten Komponisten erreichen das Finale und können mit einem prominenten Musikpaten an ihrem Song feilen, ihn im Tonstudio aufnehmen und ein eigenes Video produzieren. Höhepunkt ist der gemeinsame Live-Auftritt mit dem Musikpaten auf der Showbühne im Jubiläumsfinale. Für die zehnte Staffel wurde mit Sängerin Stefanie Heinzmann ein neues Jurymitglied gewonnen. Zusammen mit Sänger und Songwriter Laith Al-Deen, Musikproduzent Martin Haas und "Tonbandgerät"-Frontmann Ole Specht beurteilt sie die Auftritte und gibt den Nachwuchskomponisten hilfreiche Tipps.

"Dein Song" ist eine Produktion der bsb-film medienproduktion Wiesbaden und MB TV GmbH Berlin im Auftrag des ZDF für KiKA. Verantwortliche Redakteurinnen im ZDF sind Daniela Zackl, Corinna Miagtchenkov und Gordana Großmann.

Donnerstag, 27. Juli 17
10. Festival „Politik im Freien Theater“ in München zum Thema REICH ~ Die Jury sichtet bis zum Juli 2018 freie Theaterproduktionen
Vom 01. bis 11. November 2018 findet in München das 10. Festival „Politik im Freien Theater“ statt. Das von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb im Dreijahresturnus an wechselnden Orten veranstaltete Festival präsentiert zehn deutschsprachige Produktionen sowie fünf internationale Gastspiele.

Unter dem Motto REICH möchte sich die Münchner Ausgabe des Festivals schwerpunktmäßig mit Fragen nach wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Ungleichheiten und damit häufig einhergehenden Machtasymmetrien auseinandersetzen.

Die Schere zwischen „arm“ und „reich“ öffnet sich immer weiter – sowohl im lokalen und nationalen als auch im globalen Maßstab. Dem Wohlstandsgefälle innerhalb von Deutschland und Europa sowie der spezifischen Situation in München wird ebenso zentrale Bedeutung zukommen wie der postkolonialen Situation, die beispielsweise in Form der Flüchtlingsthematik immer drängendere und sehr grundsätzliche Fragen an Wirtschaft, Politik und Kultur stellt.

Das Gastspielprogramm wird von einer Fachjury kuratiert. Die Jury besteht aus jeweils einer/m Vertreter/in der drei veranstaltenden Institutionen:
- Sophie Becker, Künstlerische Leitung Spielart-Festival, Spielmotor München e.V.
- Christoph Gurk, Dramaturg und Kurator, Münchner Kammerspiele
- Milena Mushak, Referentin und Leiterin des Festivals „Politik im Freien Theater“, Bundeszentrale für politische Bildung, Berlin

sowie vier externen Theaterexpertinnen:
-Johanna-Yasirra Kluhs, freie Dramaturgin und Kuratorin Interkultur Ruhr, Duisburg
- Christine Milz, Performerin und Dramaturgin, Zürich
- PD Dr. Sandra Nuy, Politik- und Medienwissenschaftlerin, Universität Siegen
- Dr. Azadeh Sharifi, Theaterwissenschaftlerin, Ludwig-Maximilians-Universität München

Das 10. Festival „Politik im Freien Theater“ ist eine Kooperation der Bundeszentrale für politische Bildung mit den Münchner Kammerspielen und dem Spielmotor München e.V.

Donnerstag, 27. Juli 17
Die Wiesbadener Juristenband ist am Sonntag bei Jazz im Hof in Wiesbaden zu Gast
„Jazz im Hof“ heißt es auch dieses Jahr wieder im Innenhof des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. An neun Sonntagen seit dem 4.6. kann sich das Publikum durch viele Facetten des Genres jammen.

Die Mitglieder der Wiesbadener Juristenband nennen es vermutlich Gewohnheitsrecht: Traditionell haben sie zum Abschluss des Festivals Jazz im Hof das Recht auf den letzten Akkord. Nach acht abwechslungsreichen Sonntag-Vormittagen gehört die Bühne zum Abschluss dem Septett, das dem Festival von Anfang an treu geblieben ist. Dieter Arlet (Trompete und Flügelhorn), Michael Borhauer (Klarinette und Saxofon), Karlhanns Henn (Banjo und Gitarre), Edu Jung (Bass und Gitarre), Wilfried Jüterbock (Piano), Erich Schilling (Posaune) sowie Rolf Thüsing (Schlagzeug und Waschbrett) werden auch in diesem Jahr wieder mitreißend für Swing und Dixieland plädieren. Das Wort erteilen sie dabei erneut ihrem Gaststar Duncan Galloway, dem Sänger des Pasadena Roof Orchestra.  

Vorgeladen ist er am 30. Juli im Hof des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, Luisenstraße 10 - 12 zwischen 11 und 14 Uhr. Die Eintrittskarten kosten 14 Euro, ermäßigt 11 Euro sowie für SchülerInnen, Studierende und Auszubildende acht Euro. Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt.

Im Vorverkauf sind die Tickets bei der Galeria Kauhof in Wiesbaden (0611/304808, info@tickets-fuer-rhein-main.de) sowie bei der Ticketbox in Mainz erhältlich (06131/211500, info@ticketbox-mainz.de). Außerdem können Karten auch online direkt beim Veranstalter erworben werden: www.jazz-im-hof.de.

Donnerstag, 27. Juli 17
Die „Titularorganistin"* der Elbphilharmonie, Iveta Apkalna, spielt die Stumm-Orgel im Rheingauer Dom
Bei der jungen lettischen Organistin Iveta Apkalna verbinden sich tiefe Musikalität und makellose Technik mit einem untrüglichen Gespür für die Wirkung der Musik. So hat die in Berlin lebende Ausnahmekünstlerin in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, die Orgel als Königin der Instrumente von ihrem angestaubten Image zu befreien. Seit ihrem Konzert mit den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado ist die zweifache ECHO-Klassik-Preisträgerin eine weltweit gefragte Solistin, die 2017 Titularorganistin der Elbphilharmonie Hamburg ist. Eine Künstlerin mit Ausnahmerang, wie wir finden, perfekt geeignet um den 175. Geburtstag der Stumm-Orgel im Rheingauer Dom, die größte zweimanualige Orgel des 19. Jahrhunderts, zu feiern.

30.7. Sonntag, 16.00 Uhr Pfarrkirche Heilig Kreuz „Rheingauer Dom", Geisenheim: Iveta Apkalna, Orgel
Johann-Gottfried Müthel Fantasie F-Dur
Johann Sebastian Bach Triosonate Nr. 3 d-Moll BWV 527
Peteris Vasks Te Deum per organo
Felix Mendelssohn Bartholdy Orgelsonate Nr. 4 B-Dur op. 65 aus: Sechs Orgelsonaten op. 65
Philip Glass Conclusion (3. Akt) aus „Satyagraha" (Arr. Michael Riesmann)
Johann Sebastian Bach Passacaglia c-Moll BWV 582

Das Konzert wird vom Deutschlandfunk mitgeschnitten und zu einem späteren Zeitpunkt gesendet.
Karten zu 35,- € zzgl. 1,30€ Systemgebühr pro Karte unter: Kartentelefon: 06723 / 60 21 70 oder www.rheingau-musik-festival.de
 
*Ein Titularorganist ist ein Ehrentitel, der einem Organisten aufgrund seiner großen Virtuosität von einer überregional bedeutenden Kirche oder einer Stadt mit einer herausragenden Orgel verliehen wird.

Mittwoch, 26. Juli 17
Nachwuchs-Reporter begleiten backstage Starlight Express-Show nur für Kinder
erstmalig fand bei STARLIGHT EXPRESS am Dienstag, den 25. Juli 2017, eine Vorstellung ausschließlich für Kinder und Jugendliche statt. Unter dem Motto „Kids Only!“ besuchten junge Musical-Fans Andrew Lloyd Webbers Welterfolg ohne erwachsene Begleitung. Aber nicht nur im Zuschauerraum standen an diesem Tag die Kinder im Mittelpunkt. Auch hinter der Bühne drehte sich bei dieser besonderen Show alles um junge Zuschauer.


Nachwuchs-Reporter begleiten backstage Starlight Express-Show nur für Kinder
Kinder-Backstage-Reporter begleiteten die Stage Manager bei ihrem Einsatz hinter der Bühne

© Christina Schulz

„Drei, zwei, eins – los!!“ Während im Theatersaal über 600 Kinder gemeinsam laut den Renncountdown runterzählen, herrscht hinter der Bühne konzentrierte Ruhe: Heiko aus Wertheim zieht energisch den tiefschwarzen Vorhang zu, der den Hinterbühnenbereich von der Hauptbühne trennt. Als einer der zwei Gewinner des STARLIGHT EXPRESS-Schülerzeitungswettbewerbs, den das Musical anlässlich einer Sondershow nur für Kinder ins Leben gerufen hatte, arbeitet er hinter den Kulissen beim Stage Management mit, gibt Dampflok Rusty Einsatzzeichen, checkt, ob die Bühnenteile einwandfrei funktionieren. „Es war einfach grandios! Ich wusste ja, dass die Arbeit hinter der Bühne anstrengend ist, aber, dass sie so anstrengend ist, hätte ich nicht gedacht!“ berichtet Heiko, der STARLIGHT EXPRESS bereits fünfzehn Mal gesehen hat, mit glänzenden Augen.


Nachwuchs-Reporter begleiten backstage Starlight Express-Show nur für Kinder
Bei einer Kinderpressekonferenz durften die Nachwuchs-Reporter den Musical-Darstellern Fragen stellen

© Christina Schulz

Währenddessen heißt es auch für Felix aus dem niedersächsischen Hespe, dem zweiten Gewinner des Backstage-Reporter-Wettbewerbs, „volle Konzentration“: Gemeinsam mit den Stage Managern des Musical-Theaters bringt Felix die Pyrotechnik an den Rollschuhen der Diesellok Greaseball an, nimmt Helme entgegen, reicht Requisiten. Ein besonderes Highlight gibt es für Felix nach der Vorstellung: „E-Lok Electra hat sich bei mir persönlich für das Einsatzzeichen bedankt“, strahlt der Zehnjährige glücklich.


Nachwuchs-Reporter begleiten backstage Starlight Express-Show nur für Kinder
Dampflok Rusty begrüßte die Kinder bereits vor der Show im Theaterfoyer

© Christina Schulz

Bereits im Vorfeld der „Kids Only“-Show durften alle jungen Nachwuchsjournalisten, die sich beim Schülerzeitungswettbewerb beworben hatten, Mitarbeitern und Darstellern Fragen stellen, Fotos machen und Kostümteile einmal ganz aus der Nähe betrachten.

„Noch nie zuvor gab es eine Vorstellung ausschließlich für Kinder“, so STARLIGHT EXPRESS-Pressereferentin Friederike Gerwe, „Endlich einmal konnte ohne genervte „Psst!“- Rufe erwachsener Sitznachbarn laut gejubelt, gestampft und getanzt werden! Die strahlenden Gesichter der Kinder haben uns gezeigt, dass das Showexperiment ‚Kids Only‘-Show geglückt ist. “
 
www.starlight-express.de

Mittwoch, 26. Juli 17
60 Jahre hoch motiviert und wandlungsfähig: Johannes Klumpp und das Folkwang Kammerorchester Essen starten in die Jubiläumssaison 2017/2018
Jung, dynamisch und höchst motiviert – ist nicht nur Johannes Klumpp, Chefdirigent des Folkwang Kammerorchesters Essen, das in der Saison 2017/2018 bereits sein 60-jähriges Jubiläum feiert. Auch die jungen Musiker des 16-köpfigen Ensembles lassen sich immer wieder mit frischer Herangehensweise und großem Engagement von ihrem Dirigenten zu Höchstleistungen leiten: so auch in den zahlreichen Glanzpunkten des neuen Saisonprogramms – als einziges Orchester, das in der Villa Hügel spielt, oder auch an außergewöhnlichen Orten wie auf UNESCO Weltkulturerbe Zeche Zollverein.
 
Noch vor der Idee der Orchesterakademien entstand – gewissermaßen als Pionier der Graduiertenausbildung – vor 60 Jahren mit dem Folkwang Kammerorchester Essen die Möglichkeit, jungen Musikern den Übergang vom Studium ins Berufsleben zu ebnen. Am Ende ihres Instrumentalstudiums oder kurz danach in technischer Hochform, genießen die Musiker neben ihrem Einsatz im FKO Essen auch die Freiheit anderen musikalischen Projekten nachzugehen. So entsteht im Orchester ein einzigartiger Projektcharakter, der anregt, sich besonders zu engagieren und auf neue Programme, Stimmeneinteilung (1. und 2. Violine wechseln je nach Konzert) und Konzertformate einzulassen. Zudem bietet das Folkwang Kammerorchester Essen auch jungen Dirigenten und Solisten immer wieder ein Karrieresprungbrett.
 
Seit Johannes Klumpp 2013 die Leitung des Orchesters übernahm, ist ein stetiger Anstieg der Abonnentenzahlen für die Konzerte in der Villa Hügel von mittlerweile 6 Prozent zu verzeichnen. Dies kann vor allem auf den dramaturgisch klaren Aufbau der Konzerte zurückgeführt werden, mit dem der Dirigent Nähe zum Publikum schafft. So führte er moderierte Konzerte ein, die direkt im Konzert mit fundierten Informationen die aufgeführte Musik neu erschließen. Vor dem Konzert bringt Johannes Klumpp regelmäßig im Gespräch auf der Bühne dem Publikum einen Künstler als Menschen näher. 
 
Die mittlerweile etablierte Konzertreihe ExtraKlang trägt ebenso zum Erfolg des Orchesters bei, indem sie dem Folkwang-Gedanken folgend verschiedene Künste mit dem Essener Leben verbindet. In der Jubiläums-Saison verbindet das Motto „Identität“ die drei Konzertprojekte auf Zeche Zollverein, beginnend mit griechischer Mythologie, deren Sagen die europäische Musik-Identität prägten, wie in Haydns Merkur-Symphonie und Strawinskys Apollon Musagète zu hören ist. Erzähler Michael Köhlmeier ergänzt die Musik mit Geschichten aus der antiken Welt.
 
Auch UWAGA! sind mit einem Konzert wieder mit dabei. Sie hinterfragen gemeinsam mit dem FKO Essen die (deutsche) musikalische Identität und modifizieren auf einzigartige Weise die Werke des großen Klassikers Beethovens.
 
Mit einem „Deutschen Abend“ schließt die Reihe ExtraKlang, der zu Thomas Manns Werk musikalische Bezugspunkte setzt. Die Anspielung an Schönbergs Verklärte Nacht in Doktor Faustus wird ebenso thematisiert wie Mahlers Adagietto in Tod in Venedig. Strauss‘ Metamorphosen setzen den Kontrapunkt zu Manns Rundfunkreden „Deutsche Hörer!“ aus dem kalifornischen Exil. Axel Fuhrmann visualisiert Musik und Text mit einer Filmcollage.
 
Darüber hinaus werden im Rahmen der Mozartreihe unter Leitung von Johannes Klumpp  in der Villa Hügel in zwei Programmen mit dem Hornisten Christoph Eß alle mozartschen Hornkonzerte erklingen, die allesamt auch auf CD aufgenommen werden sollen.
 
www.johannesklumpp.de

Mittwoch, 26. Juli 17
Münchner Kammerspiele: Spielzeiteröffnung 2017/18
Kurz vor der Sommerpause machen die Münchner Kammerspiele auf das Programm zur Spielzeiteröffnung 2017/18 aufmerksam. Die erste Premiere ist am 28. September in der Kammer 1 Jack Kerouacs „On the Road“ in der Inszenierung von David Marton. Das Ensemble aus SchauspielerInnen und JazzmusikerInnen verwebt Kerouacs Textfluss mit Musik zu einer improvisierten Komposition.

Tags darauf, am 29. September, hat in Kammer 2 „Trüffel Trüffel Trüffel“ von Eugène Labiche (neu übersetzt von Tobias Haberkorn) in der Inszenierung von Felix Rothenhäusler Premiere. Klassenunterschiede und die mit ihnen einhergehenden sozialen Codes sind bestes Komödienmaterial, das wusste auch schon der französische Vielschreiber Labiche im 19. Jahrhundert. Sonntags, am 01. Oktober, folgt in der Kammer 3 Uisenma Borchus Arbeit „Nachts, als die Sonne für mich schien“. In ihrer ersten Theaterarbeit thematisiert die junge Filmemacherin ihre eigene Geschichte: „... eine erwünschte mongolische Familie in der DDR. Aber nur wenig später: Eine unerwünschte mongolische Familie in der BRD.“

Es folgt am 12. Oktober MITTELREICH, inszeniert von Anta Helena Recke. Ihre Arbeit MITTELREICH ist eine Kopie der Inszenierung „Mittelreich“ von Anna-Sophie Mahler, die im November 2015 in der Kammer 1 Premiere hatte. In ihrer ersten Produktion für die Münchner Kammerspiele übernimmt Anta Helena Recke alle Parameter von Anna-Sophie Mahlers „Mittelreich“ originalgetreu. Es wird der gleiche Text gesprochen. Die Szenographie ist identisch. Nur die SchauspielerInnen werden ausgetauscht. Es stehen ausschließlich schwarze DarstellerInnen auf der Bühne.

In seiner ersten Arbeit für ein deutsches Stadttheater wird sich der US-amerikanische Choreograf Trajal Harrell zusammen mit einem männlichen Darstellerensemble Shakespeares „Romeo und Julia“ aneignen. Die Premiere von „Juliet & Romeo“ findet am 25. Oktober in der Kammer 2 statt.

www.kammerspiele.de

Mittwoch, 26. Juli 17
Donaueschinger Musiktage 2017 ~ Komponisten untersuchen die neue digitale Wirklichkeit ~ 20 Uraufführungen an einem Wochenende ~ Diskussionen über Musik, Medien und Gender
Das Diktat der Maschine hat unseren Alltag erfasst – und das älteste deutsche Festival für Neue Musik reagiert darauf. Im Rahmen der Donaueschinger Musiktage vom 19. bis 22. Oktober 2017 erörtern Komponisten die vielen technischen Erweiterungen, die unsere Umwelt und uns selbst verändern. Große Musik wird erkleinert, neue Musik maskiert.
 
Eine zentrale Frage des diesjährigen Festivals
Die erste Uraufführung der Donaueschinger Musiktage gilt einem Klassiker: Kurz vor seinem Tod 2012 gab Emmanuel Nunes sein Stück „Un calendrier révolu“ aus dem Jahr 1968 frei. Das Remix-Ensemble wird diese raue Musik spielen. Am gleichen Abend sind bereits vier weitere Uraufführungen in der Baar-Sporthalle zu hören. Das Experimentalstudio und das SWR Symphonieorchester reißen in Werken von Bernhard Lang, Øyvind Torvund, Thomas Meadowcroft und Andreas Dohmen eine zentrale Frage des diesjährigen Festivals an: Wie sehr ist Musik heute durch technische Erweiterungen vom vermeintlich autonomen Schöpfer abgekoppelt? Vor Klanghorizonten wie Hip-Hop und Radiojingles wird dies wiederholt zum Thema. 

Musiker in Containern und im Nebel
Die musikalische Konfrontation mit überbordender Technologie wird auch an anderer Stelle gewagt. Martin Schüttler lässt Musiker in Containern arbeiten, in Alexander Schuberts „Codec Error“ verschwinden sie im Stroboskopnebel. Serge Baghdassarian und Boris Baltschun wagen sich an die musikalische Manipulation des Innersten von Natur, indem sie Vogeleier präparieren. Zu den Höhepunkten des Wochenendes gehört der Auftritt des Solistenensembles Kaleidoskop. Der Choreograph Laurent Chétouane hat die Musiker maskiert und kostümiert und bindet die Musik von Chiyoko Szlavnics, Dmitri Kourliandski und Ole Henrik Moe in ein ungewöhnliches szenisches Erlebnis ein. Ungewöhnlich ist auch Michal Liberas ironischer Zuschnitt anerkannter musikalischer Meisterwerke auf ein fachste Instrumente. Folklegende Eugene Chadbourne etwa trägt diese Musik auf dem Banjo vor.

Grenzerkundungen
Neben experimentellen Gruppen sind auch in diesem Jahr renommierte Ensembles wie die Musikfabrik aus Köln und das Pariser Studio IRCAM zu Gast. Bei der NOWJazz-Session treten Protagonisten der vitalen französischen Improvisationsszene auf und erkunden Grenzen von Jazz, Neuer Musik und freier Improvisation. 

Klanginstallationen im öffentlichen Raum
Mit Klangskulpturen und Installationen von Marianthi Papalexandri-Alexandri und Pe Lang, von Werner Cee und Bill Dietz sind die Musiktage auch in Donaueschinger Museen, in Parks und in der Stadtbibliothek präsent. In der Donaueschingen Lecture denkt der Kunstkurator Adam Szymczyk über die zunehmende Durchdringung von Bildender Kunst, Medien und Musik nach. Bei der Podiumsdiskussion „(K)eine Männersache“ wird ein kontroverses Thema der gegenwärtigen Neue-Musik-Szene erörtert. 

Programm und Karten
Das detaillierte Programm der Donaueschinger Musiktage gibt es online unter SWR.de/donaueschingen, Karten unter reservix.de oder über die Tickethotline 01806-700 733. Das Festivalprogramm verschickt das Kulturamt der Stadt Donaueschingen auf telefonische Anfrage unter 0771 857 266. Die Kulturstiftung des Bundes fördert die Donaueschinger Musiktage 2017 im Rahmen ihrer Spitzenförderung. Weitere Förderer sind das Land Baden-Württemberg, die Ernst von
Siemens Musikstiftung, die Stadt Donaueschingen und der Südwestrundfunk. 

SWR Classic – unter dieser Marke vereint der Sender einen wesentlichen Teil seines traditionell umfangreichen Engagements für die klassische Musik im weiteren Sinne. Dazu gehören das SWR Symphonieorchester, das SWR Vokalensemble, das SWR Experimentalstudio, die SWR Big Band, die Schwetzinger Festspiele, die Donaueschinger Musiktage, das Festival Rhein Vokal und die Deutsche Radiophilharmonie (in Kooperation mit dem Saarländischen Rundfunk). Unter dem Motto „Klangvielfalt erleben“ reicht so das Spektrum von Barockmusik bis zur zeitgenössischen Avantgarde, von Chormusik und Sinfonik über Jazz und Swing bis zur Live-Elektronik. Das Online-Portal SWRClassic.de bietet Musikfreunden dazu aktuelle Informationen und Beiträge, Videoclips, die Angebote der SWR Musikvermittlung, Konzertkarten, Programmhefte zum Download und vieles mehr. Konzerte der Orchester, Ensembles und Festivals des SWR sind nicht nur auf SWR2 und im SWR Fernsehen zu erleben, sondern kostenfrei auch als SWR Web Concerts zu hören und zu sehen – live oder als Videostream on demand.

Programmflyer der Donaueschinger Musiktage als PDF zum Herunterladen unter SWR.de/donaueschingen 

Kartenbestellung unter der Ticket Hotline +49 (0)1806 700733 und an allen Reservix Vorverkaufstellen (www.reservix.de). Inhaber der SWR2 Kulturkarte erhalten 20 % Rabatt auf den Ticketpreis.

Montag, 24. Juli 17
COLOURS International Dance Festival 2017 ~ Die Bilanz
Die Latte lag ausgesprochen hoch nach der fulminanten Premiere 2015. Trotzdem gelang es COLOURS, die alte Maxime zu widerlegen, das zweite Mal sei immer am schwersten. Denn zum Glück verliefen die vergangenen Wochen so positiv, dass lange vor dem gestrigen letzten Tag von COLOURS 2017 feststand: Auch die zweite Ausgabe war ein großer, ein sehr großer Erfolg. Das Publikum strömte nur so ins Theaterhaus, kam zahlreich und begeistert in Bewegung bei den vielen Mitmach-Aktionen in der Stuttgarter Innenstadt und schien auch nach beinahe drei Wochen gar nicht genug bekommen zu können von Tanz auf internationalem Top-Niveau. Die stolze Bilanz: 17.112 Besucher im Theaterhaus Stuttgart und damit eine Auslastung von 93 % sowie geschätzte 7.600 Zuschauer der City-Events. Der COLOURS Kids Day am Sonntag, 23. Juli ist hier noch nicht berücksichtigt. Die puren Zahlen geben allerdings nur unzulänglich die wunderbare Atmosphäre wieder, die geprägt war durch herrliches Sommerwetter, beglückte Künstler und Gäste aus aller Welt sowie ein ausgezeichnetes Presse-Echo, nicht nur in Stuttgart, sondern auch überregional und international. Die Verantwortlichen im Theaterhaus Stuttgart sind sich jedenfalls einig: COLOURS muss 2019 wiederkommen!


© COLOURS International Dance Festival

Programm mit Strahlkraft: COLOURS 2017
18 Tage Tanz vom Feinsten: Diese Aussicht schien einen unwiderstehlichen Reiz auf die Stuttgarter Tanzfans auszuüben, die dieses Mal die Qual der Wahl zwischen 21 ausgesuchten Produktionen hatten, darunter zwei abendfüllende Uraufführungen, acht Deutschland-Premieren, zwei Gauthier Dance-Premieren und fünf COLOURS-Koproduktionen. Und obwohl es schwerfällt, einzelne Arbeiten aus der Fülle des Angebots herauszugreifen – drei Tanzabende in der größten Theaterhaus-Halle T1 sollen hier doch extra genannt werden: Hofesh Shechters Geniestreich Grand Finale mit seiner eigenen Londoner Company, Michael Keegan-Dolans rasende keltische Swan Lake-Version und MEGA ISRAEL, die Gauthier Dance-Premiere zur Eröffnung. Auf tolle Resonanz stießen allerdings nicht nur die Produktionen in der größten Halle T1. Mit Choreograph/innen und Companies wie Louise Lecavalier, Helena Waldmann, Los Hijos del Director oder Dorrance Dance waren auch die T2 und T3 hervorragend bestückt und mehr als ausgelastet. Einen richtiggehenden Run auf die Karten löste das „Studio-Programm“ in der 2015 noch nicht mit einbezogenen intimen Theaterhaus-Halle T4 aus. Die ehemaligen Pina Bausch-Tänzerinnen Cristiana Morganti und Julie Anne Stanzak, Hillel Kogan mit We Love Arabs und Francesca Harper setzten inhaltliche Glanzlichter durch kreative Verbindungen aus Tanz, Konzert, Performance und Schauspiel.

Tanz wirkt nach: COLOURS-Koproduktionen auf Tour
Was 2015 mit OCD Love von Sharon Eyal–Gai Behar und Marie Chouinards Soft virtuosity, still humid, on the edge begann, setzt sich 2017 verstärkt fort: Fünf Koproduktionen tragen den Namen COLOURS auch nach dem Ende des Festivals in die ganze Welt. Dazu Meinrad Huber, Künstlerischer Leiter Programm: „Wenn wir die Champions League der internationalen Choreographen und Kompanien für COLOURS gewinnen wollen, sind Koproduktionen unser bestes Argument. Denn damit bietet ihnen das Theaterhaus Stuttgart mehr als eine gute Auftrittsmöglichkeit. Es trägt ganz konkret dazu bei, aufregende neue Stücke überhaupt zu finanzieren.“ Und „COLOURS-Erfinder“ Eric Gauthier ergänzt: „COLOURS zeigt die ganze Power und Schönheit des zeitgenössischen Tanzes. Diese Botschaft spricht nicht nur das Publikum an, sondern auch die Künstler. Sie spüren, wie ernst wir es meinen und mit wie viel Herzblut wir unser Programm zusammenstellen. Choreographen wie Hofesh Shechter, Russell Maliphant oder Anne Teresa De Keersmaeker können es sich aussuchen, welche Einladungen sie annehmen. Es macht uns stolz, dass sie sich für COLOURS entscheiden. Und natürlich zeigen uns solche Zusagen, dass wir richtig liegen mit unserem Konzept.“

Stuttgart im Tanzfieber
Nach den motivierenden Erfahrungen von 2015 war für Eric Gauthier und Meinrad Huber zudem klar: Sie wollten das Programm in der Stuttgarter City noch einmal deutlich erweitern. Schließlich erreichen die spektakulären Aktionen im öffentlichen Raum auch Menschen, die nicht Dauergäste von Kultureinrichtungen sind. Der Plan ging voll auf. Für Begeisterung und Hunderte von Mit-Tänzern sorgten das Festival-Warm-up COLOURS in the City am 30. Juni auf dem Marktplatz und der große COLOURS-Flashmob auf dem Schlossplatz vor dem Königsbau. Viele erstaunte Spontan-Zuschauer fanden aber auch kleinere Aufführungen wie die künstlerische Intervention EQUI-LIBRE von Company Idem vor der Buchhandlung Wittwer, die das Publikum aus der Reserve lockte und zum Eingreifen ermunterte.

Doch das war längst noch nicht alles. COLOURS war diesmal zu Gast bei bekannten Stuttgarter Institutionen und bot Aufführungen im Rathaus (die Virtual Reality Experience WHIST), in der Stadtbibliothek (ebenfalls WHIST), der Skatehalle STUTTPARK (8 Kingdoms – International Crew Battle) und im Zoologisch-botanischen Garten Wilhelma. Besonders mit dem COLOURS Kids Day im Zoo hatten Eric Gauthier und seine Mitstreiter einen Nerv getroffen. Dank einer speziellen Förderung durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg konnte COLOURS mit der Wilhelma als Partner einen wundervollen Tag für die Kinder gestalten.

Bemerkenswert verlief auch die Initiative Dance for Good! von COLOURS-Hauptsponsor Mercedes-Benz Bank, die seit 2015 das Festival begleitet und 2017 erneut ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz setzen konnte. Wer ein kurzes Tanzvideo von sich auf www.danceforgood.de veröffentlichte oder bei den Events in der Stadt mittanzte, löste jeweils eine Spende in Höhe von € 5 aus. Mehr als 5.000 Menschen  machten mit. Die Bank verdoppelte die Spendensumme großzügig auf € 50.000, die nun einem integrativen Tanz- und Theaterprojekt des Theaterhaus Stuttgart für Menschen mit Behinderung zugutekommen.

COLOURS 2017: Das Fazit
Eric Gauthier spricht wohl für das ganze COLOURS-Team, wenn er sagt: „Diesmal haben wir es wirklich geschafft, mit COLOURS alle Generationen anzusprechen: das „normale“, altersmäßig gemischte Publikum, Jugendliche und junge Leute mit WHIST und dem Crew Battle und natürlich die Kinder beim COLOURS Kids Day. Unser Festival hat einmal mehr bewiesen: Stuttgart und der Tanz sind einfach füreinander geschafffen. Das haben uns im Übrigen auch die vielen Künstler bestätigt, die zum Festival angereist sind. Sie alle waren verblüfft und begeistert von dem Publikum hier. Die Leidenschaft, mit der unsere Zuschauer die Tanzvorstellungen verfolgen, ihre Sachkenntnis und ihre Herzlichkeit – das, hören wir immer, haben sie so noch nie erlebt. Heute am letzten Tag wird uns allen langsam klar, welchen weiten Weg wir wieder zurückgelegt haben. Ein Riesendankeschön an alle: das Theaterhaus Stuttgart, das unermüdliche Festivalteam, unsere großartigen Besucher – und alle, ohne die es COLOURS nicht gäbe: die Stadt Stuttgart, die Baden-Württemberg Stiftung und unsere Sponsoren, allen voran die Mercedes-Benz Bank.“

www.coloursdancefestival.com

Montag, 24. Juli 17
Das Saisonprogramm der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie 2017/18 ist da
Auch in der Stuttgarter Liedsaison 17/18 wird ein breites Spektrum an Veranstaltungen aufgeboten, in deren Zentrum wie immer das Kunstlied in all seinen Facetten steht. Der  Internationalen Hugo-Wolf-Akademie ist es erneut gelungen, sowohl international renommierte Künstlerinnen und Künstler für die Saison zu verpflichten, als auch dem musikalischen Nachwuchs ein Podium zu bieten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Kernrepertoire des deutschen Kunstlieds im 19. Jahrhundert. Der Blick reicht aber auch zu den Anfängen des Liedes bei Haydn und Mozart und über die Grenzen des deutschsprachigen Raumes hinaus nach Frankreich und England bis nach Russland. Die historische Aufführungspraxis in einem Liederabend mit Hammerflügel findet in dem Programm ebenso ihren Platz, wie ein Ausflug in den Jazzclub, wo Schuberts Lieder in ganz neuer, moderner Gestalt erklingen. Somit ist wieder vom Puristen bis zum Experimentierfreudigen für jeden Geschmack etwas dabei.
Alle Veranstaltungen der Stuttgarter Liedsaison 2017/18 finden sich unter: ihwa.de

Samstag, 22. Juli 17
Bregenzer Festspiele: Musikalische Welten und literarische Dimensionen
Nach der Premiere von Moses in Ägypten greift das Middle East Peace Ensemble bei der Auftaktveranstaltung von Musik & Poesie (23. Juli) das Thema des Kulturkonflikts erneut auf. Die beiden Kulturen, die sich in Rossinis Oper gegenüberstehen, vereinen sich in diesem Konzert. Musiker des Ensembles spielen traditionelle jüdische und arabische Musik, die sie mit zeitgenössischen Stücken aus unterschiedlichen Ländern kombinieren. Die Sängerin Fatma Zidan gehört zu den erfolgreichsten Botschaftern ihrer Musik in Europa. Henrik Goldschmidt führt als künstlerischer Leiter des Ensembles durch den Abend.

Erstmals betritt am 30. Juli Michael Köhlmeier die Bühne der beliebten Veranstaltungsreihe. Der Vorarlberger Schriftsteller widmet sich gemeinsam mit der aus Israel stammenden Sängerin Dalia Schaechter dem Propheten Moses, der Religion, dem Monotheismus.

In ihrem dritten Bregenzer Festspielsommer tritt die kanadische Sopranistin Maesha Brueggergosman gleich zweimal bei Musik & Poesie auf. Am 5. August singt sie eine Auswahl von französischen Liedern. Wie bei George Bizets Oper Carmen stehen in den Stücken leidenschaftlich liebende und leidende Frauenfiguren im Mittelpunkt.

Musikalisch-poetisch wird es auch auf der Werkstattbühne: Bei einem Musik & Poesie Special spürt Measha Brueggergosman gemeinsam mit Sängern des Festspielchors und einer Band ihren afro-amerikanischen Wurzeln nach. Sobald der letzte Ton des dritten Orchesterkonzerts im Großen Saal verhallt ist, erklingen auf der Werkstattbühne ab 22.00 Uhr bei Songs of Freedom Gospel-Klassiker. Darüber hinaus interpretiert die aus Kanada stammende Sopranistin bei einem Auftritt im Seestudio Frauenfiguren der französischen Musik.

Der polnische Geiger Pawel Zalejski, Konzertmeister des Symphonieorchester Vorarlberg und Primarius des Apollon Musagète Quartett, widmet sich am 25. Juli um 21.00 Uhr beim Konzert im Kunsthaus der großen Tradition jüdischer Violinmusik.

Am 26. und 27. Juli kommt das Schauspiel The Situation von Berlin nach Bregenz und macht jeweils um 19.30 Uhr die Bühne des Kornmarkttheaters zum Schauplatz für „politisches Kabarett“ (Der Spiegel). Regisseurin Yael Ronen lässt Menschen aus dem Nahen Osten im Neuköllner Deutschkurs zusammentreffen, deren Leben einst der Konflikt auseinanderhielt. Für das Stück im Theater am Kornmarkt gibt es hier noch Karten.

Auf der Werkstattbühne lassen kommende Woche mit Der Ring in 90 Minuten kleine Insekten große Töne erklingen. Am 29. und am 30. Juli wird um jeweils 20.00 Uhr die Handlung des Wagner-Epos' kompakt in 90 Minuten mithilfe des Puppenspiels von Hotel Modern erzählt. Es spielt das Niederländische Bläserensemble.

Außerdem können sich Konzertfreunde kommende Woche auf zwei Orchesterkonzerte der Wiener Symphoniker freuen. Am 24. Juli um 19.30 Uhr dirigiert Antonio Méndez Stücke von Debussy, Falla und Ravel. Am 30. Juli werden um 11.00 Uhr Wagner-Werke unter der Leitung von Philippe Jordan präsentiert.

www.bregenzerfestspiele.com 

Samstag, 22. Juli 17
Bregenzer Festspiele: Video-Serie Künstlereingang Folge 6 ~ Die Zeremonien-Meisterin
Die Eröffnungs-Zeremonie ist jedes Jahr aufs Neue der Start in die rund fünfwöchige Festspielsaison am Bodensee. Festspiel-Projektleiterin Katja Nawka koordiniert die einstündige Veranstaltung im Großen Saal des Festspielhauses, die 2.000 Gäste, darunter viel Prominenz, auf die bevorstehende Saison einstimmt. Vor welchen Herausforderungen die Mitarbeiterin des Künstlerischen Betriebsbüros steht und wie die Belohnung nach einer gelungen Eröffnungs-Zeremonie aussieht, verrät sie im „Künstlereingang“.

Immer freitags: kleine Szenen abseits der großen Bühnen
Für Neugierige und all jene, die schon immer mal durch den Künstlereingang ins Festspielhaus gelangen wollten, öffnen die Bregenzer Festspiele in der gleichnamigen Serie per Video ihre Backstage-Pforten.
Von Probenstart bis Ende der Festspielzeit lässt jeweils freitags ein Kurzfilm auf die kleinen Szenen abseits der großen Bühnen blicken. Mitwirkende vor und hinter den Kulissen erzählen in rund zwei Minuten ihre ganz persönlichen Erlebnisse. Auf der Homepage des Festivals unter www.bregenzerfestspiele.com stehen die Videos jeweils ab Freitagnachmittag zum Ansehen bereit.

Samstag, 22. Juli 17
Martyn Brabbins dirigiert das Abschlusskonzert des 30. Rheingau Musik Festivals
Nach dem plötzlichen Tod von Sir Jeffrey Tate am 2.6.2017, der das Abschlusskonzert dirigieren sollte, wird Martyn Brabbins die Leitung des Konzertes übernehmen. Martyn Brabbins ist Musikdirektor der English National Opera in London sowie der Huddersfield Choral Society und lehrt als Gastprofessor am Londoner Royal College of Music. Von 2012 bis 2016 war er Chefdirigent des Nagoya Philharmonic Orchestra in Japan, von 2009 bis 2015 Erster Gastdirigent der Königlich-Flämischen Philharmonie in Antwerpen, zuvor Künstlerischer Leiter des Cheltenham Music Festival und ständiger Gastdirigent des BBC Scottish Symphony Orchestra.
Der Brite studierte Komposition in London und Dirigieren bei Ilja Musin in Sankt Petersburg. 1988 gewann er den Ersten Preis beim Dirigentenwettbewerb in Leeds, der den Beginn seiner internationalen Karriere markierte. Seither ist Martyn Brabbins regelmäßig bei großen Orchestern Europas zu Gast, u. a. beim London Symphony, dem Royal Philharmonic und Philharmonia Orchestra, dem Orchester der Mailänder Scala und dem Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam. Er konzertiert zudem regelmäßig mit dem Tokyo Metropolitan und dem BBC Symphony Orchestra und wurde als Operndirigent von den bedeutenden Häusern in Antwerpen, Berlin, Frankfurt, Lyon, München und Sankt Petersburg verpflichtet. 2015 übernahm er die Musikalische Leitung der Neuinszenierung der ›Schweigsamen Frau‹ von Richard Strauss am Aalto-Theater in Essen und stand bei der Berliner Erstaufführung von Bohuslav Martinus Oper ›Ariane‹ am Pult des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin.

Über einhundert CD-Aufnahmen dokumentieren sein künstlerisches Engagement für Werke des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts sowie für Neue Musik. Seine Aufnahme von Korngolds ›Die Kathrin‹ mit dem BBC Concert Orchestra gewann 2000 den ›Cannes Classical Award‹. Den Grand Prix du Disque, einen der bedeutendsten französischen Preise für Musikproduktionen, erhielt 2013 die Aufnahme von Jonathan Harvey’s ›Wagner Dream‹.
Als Spezialist für Neue Musik hat Martyn Brabbins Hunderte von Uraufführungen dirigiert.

2.9. Samstag, 19.00 Uhr Kloster Eberbach, Eltville am Rhein, Basilika
Abschlusskonzert
Edward Elgar: „The Dream of Gerontius“


Kathryn Rudge Mezzosopran
Brenden Gunnell Tenor
Markus Eiche Bariton
Philharmonia Chorus
Symphoniker Hamburg
Martyn Brabbins Leitung

Edward Elgar „The Dream of Gerontius“ op. 38

Ein Hoch auf ein Festival
Ein Werk, ein musikalischer Aufbruch und ein bedeutendes Festival im Fokus des Abschlusskonzertes 2017: Genau 1900, als die Welt in ein neues Jahrhundert aufbrach, präsentierte Edward Elgar sein expressives und hochromantisches Oratorium „The Dream of Gerontius“. Eine Seele lässt er darin aus dem Diesseits ins Jenseits wandern. Und der Gattung Oratorium eröffnete er damit neue Welten. Komponiert hatte Edward Elgar sein klanggewaltiges Werk im Auftrag des Birmingham Triennial Festival, dem so viele epochale Chorwerke zu verdanken sind: Mendelssohns „Elias“, Dvor?áks „Requiem“ oder Gounods „Mors et Vita“. Unser Fazit: Wie gut, dass es Festivals gibt! Ganz in bester englischer Chortradition wird der Londoner Philharmonia Chorus Elgars Meisterwerk zelebrieren und das Rheingau Musik Festival 2017 beschließen.
Restkarten noch zu 20,- Euro zzgl. Systemgebühr von 1,30 € pro Karte unter 06723 / 60 21 70

www.rheingau-musik-festival.de

Samstag, 22. Juli 17
Der wahre Beach Boy ~ Brian Wilson mit „Pet Sounds“ in der Wiener Stadthalle
Vorgestern gab Brian Wilson ein berührendes Konzert voll Beach Boys-Feeling in der Halle F der Wiener Stadthalle. Hausherr Wolfgang Fischer und Wanda-Frontmann Marco trafen die Beach Boys-Legende backstage.


Brian Wilson und Al Jardine in der Wiener Stadthalle
© Starpix / Alexander Tuma

Brian Wilson, das Mastermind der Beach Boys, war am Donnerstag, 20. Juli 2017 mit dem legendären Album „Pet Sounds“ live in der Wiener Stadthalle. Das weltberühmte 11. Studioalbum der Beach Boys, auf dem neben den Bandmitgliedern und ihren Instrumenten auch Löffel, Flaschen, Dosen, Hupen und nicht zuletzt bellende Hunde zu hören sind, gilt bis heute als eines der einflussreichsten der Musikgeschichte. Brian Wilson schuf vom Opener „Wouldn’t It Be Nice“ über „God Only Knows“ bis „Caroline, No“ ein Meisterwerk an komplexen Songs, während der Rest der Beach Boys auf Tournee war. Seit der Veröffentlichung des Albums im Mai 1966 erhielt es zahlreiche Auszeichnungen und wird seit Jahrzehnten gefeiert. Im gleichen Jahr hatten die Beach Boys auch einen Doppel-Auftritt in der Wiener Stadthalle – gleich zwei Konzerte an einem Tag. Anlässlich des 50. Jahrestages ist der 75-jährige Brian Wilson nun wieder auf Tour mit "Pet Sounds" und präsentierte gestern das Kult-Album in der ursprünglichen Reihenfolge live in Wien - unterstützt von Gründungsmitglied Al Jardine, dessen Sohn Matthew Jardine, dem 1970er Beach Boy Blondie Chaplin und einer großartigen Band.

Nachdem Brian Wilson bekanntermaßen viele Jahre seines Lebens mit unterschiedlichen Dämonen kämpfte, freuten sich die Fans ganz besonders, den ehemaligen Beach Boy noch einmal live in Wien auf der Bühne zu begrüßen. Wiener Stadthalle-Geschäftsführer Wolfgang Fischer traf die Beach Boys-Legende backstage und überreichte ihm eine Wiener Stadthallen-Torte: „Brian Wilson ist eine Legende. Wenn man die einmalige Chance hat, diesen Mann live auf der Bühne zu erleben und persönlich zu treffen, bekommt man unweigerlich Gänsehaut.“

Auch Marco Wanda ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, eines seiner musikalischen Idole kennenzulernen und war begeistert: „Pet Sounds hat Generationen von Musikern beeinflusst. Den Schöpfer des legendären Albums sein Meisterwerk live präsentieren zu hören, ist ein Geschenk.“

www.stadthalle.com

Samstag, 22. Juli 17
"ttt - titel thesen temperamente" am Sonntag
"ttt - titel thesen temperamente" (NDR) kommt am Sonntag, den 23. Juli 2017, um 23:50 Uhr im Ersten. Die geplanten Themen:

Blumenkübel gegen den Terror - Wie Städte ihr Gesicht verändern
Im Mittelalter hatten Städte eine dicke Mauer, darum einen Wassergraben. So schützte man sich damals gegen Feinde. Inzwischen - so sagen Architekturhistoriker - wird die moderne Stadt angesichts von Anschlägen wieder zur Festung. Nur sieht der Schutz jetzt anders aus: London ist die wahrscheinlich am dichtesten überwachte Stadt der Welt. Überwachungskameras allerorten. Und weiterer Schutz kommt ganz subtil daher: Massive Blumenkübel, die vor Lastwagen schützen sollen. Ebenso wie Wasserbecken und Bänke. Balustraden vor wichtigen Gebäuden werden extra auf alt getrimmt, wirken als seien sie aus dem 19. Jahrhundert. Dabei sind sie nagelneu, bestehen im Inneren aus Stahl. Schutzbarrieren - getarnt als hübsche Stadtarchitektur. Und auch einzelne Gebäude werden zu Bollwerken. Beispiel: die neue amerikanische Botschaft in London, für die extra ein Wasserbecken auf der einen Seite angelegt wird. Sieht hübsch aus, dient aber in erster Linie der Abschottung. „ttt" spricht mit einem Professor für Stadtgeografie aus Großbritannien darüber, wie die Städte ihr Gesicht verändern und schaut mit einem deutschen Architekten, wie weit diese Terrorabwehr auch schon in Deutschland verbreitet ist.

Christenverfolgung in der Türkei - Massenhafte Enteignung von Kirchen und Klöstern
Nicht nur kritische Journalisten, Akademiker, Kurden oder - wie in der vergangenen Woche - Menschenrechtler werden in der Türkei drangsaliert. Auch Christen werden verfolgt: Über 50 Kirchen, Klöster und Friedhöfe im Südosten der Türkei sind enteignet worden. Die christlichen Aramäer schlagen Alarm: Sie verlieren ihr altes Kulturerbe aus frühchristlicher Zeit. Die Aramäer sind in der Türkei als Minderheit nicht anerkannt und politischem und sozialen Druck ausgesetzt, so dass immer mehr das Land verlassen. Derzeit gibt es noch rund 3.000 Aramäer im Südosten der Türkei. In Deutschland leben inzwischen 220.000 Aramäer, es ist ihre größte Exilgemeinde in Europa. „ttt" spricht in der Türkei mit dem Oberpriester von Mardin und dem einzigen aramäischen Parlamentarier über die zunehmende Christenverfolgung.

Treffen mit einer Legende - Musikproduzent Quincy Jones
Den Ruhestand hätte er sich längst verdient: Gut 50 Jahre nachdem er Platten für Ella Fitzgerald, Frank Sinatra und Sammy Davis junior produziert hat. 35 Jahre nach Michael Jacksons „Thriller", dem von ihm erfolgreichsten Album der Welt. Und nach unzähligen Preisverleihungen, an denen er als Produzent, Musiker und Komponist teilgenommen hat: 27 Grammys, den renommierten „Polar Music Prize" und einen Ehren-Oscar konnte er mit nach Hause nehmen. Aber Quincy Jones, mittlerweile 84 Jahre alt, macht immer weiter: beim „Jazz Open" in Stuttgart gastierte er gerade
mit George Benson, Dee Dee Bridgewater und Jacob Collier. In „ttt" spricht er über seine Karriere und über den Wandel in der Musikindustrie, die er wie kaum ein anderer kennt.

Comedian, Transgender, Polit-Aktivist - Eddie Izzard und sein bewegtes Leben
Im englischsprachigen Raum ist er seit Jahrzehnten ein Star: Mit seinen Stand-Up-Shows füllt er Hallen, er spielt in Hollywood-Filmen neben Brad Pitt oder Tom Cruise, tritt als Talk-Gast bei Larry King oder Whoopy Goldberg auf. Jetzt hat Comedian Eddie Izzard seine Autobiografie geschrieben: Ein launiges, manchmal trauriges Buch, im dem er über Kindheit, Karriere und sein Coming-Out als Transgender berichtet: „Believe Me. Mein Leben zwischen Liebe, Tod und Jazzhühnern". „ttt" spricht mit ihm über seine Autobiografie, seinen speziellen Humor und natürlich über
Brexit und Hitler.

Natur, Nationalsozialismus, Nachlass - 150. Geburtstag von Emil Nolde
Eigentlich hieß er Hans Emil Hansen. Mit Mitte 30 nannte er sich nach seinem nordschleswigschen Heimatdorf um: Emil Nolde. Passenderweise. Denn er hat seine Heimat dort wie kein Zweiter auf Leinwand verewigt. Er war ein Farbenmagier. Ein Altmeister des Expressionismus, zugleich aber auch in der NS-Zeit glühender Nazi und Antisemit. Umso mehr traf es ihn, dass seine Werke von den Nationalsozialisten als „Entartete Kunst" diffamiert wurden. In einem Brief an Goebbels wies er darauf hin, dass er sich „als fast einzigster deutscher Künstler im offenen Kampf gegen die Überfremdung der deutschen Kunst" sähe. Genützt hat ihm das nicht. Ein Berufsverbot wurde über ihn, den starrköpfigen und geltungssüchtigen Maler, verhängt. Im Rückblick erwies sich die schroffe Ablehnung durch die Nazis für Nolde als Glücksfall: So konnte er sich nach dem Krieg als Opfer des Regimes stilisieren. Am 7. August ist sein 150. Geburtstag. „ttt" blickt mit dem Nolde-Forscher Bernhard Fulda auf das Leben eines Malers zwischen Natur und Nationalsozialismus.

Moderation: Max Moor

Redaktion: Edith Beßling, Christine Gerberding, Niels Grevsen, Melanie Thun (NDR)

Im Internet unter www.DasErste.de/ttt

Freitag, 21. Juli 17
Schlossfestspiele Zwingenberg starten am Wochenende mit Eröffnungsgala und Familienfest
Mit einer „Sommernacht der Operette“ werden am heutigen Freitag, 21. Juli um 20.00 Uhr die Stars der bekannten Volksoper Wien Miriam Portmann und Vincent Schirrmacher zusammen mit der nicht weniger berühmten Original Wiener Strauss Capelle die diesjährigen Schlossfestspiele Zwingenberg eröffnen. Die Zuschauer werden dabei in die prickelnde, ganz eigene Welt der Operette entführt. Einbringen wird Intendant Rainer Roos, der auch Chefdirigent der Strauss Capelle ist, all seine künstlerische Erfahrung, um die beiden Topsolisten gemeinsam mit Festspielchor und Orchester in Szene zu setzen. Die Klänge werden ergänzt durch die historische Kleidung der Strauss Capelle und natürlich die zauberhafte Atmosphäre des Schlosshofes.

Am Sonntag, 23. Juli lädt der Intendant dann um 14.30 Uhr zum inzwischen dritten Familienfest unter dem Motto „Kinder haben Zauberohren“ ein. Im Mittelpunkt des Sitzkissenkonzertes stehen musikalische Geschichten, gespielt, gesungen und erzählt von Musikern des Zwingenberger Festspielorchesters und Solisten der Festspiele. Durch das Programm führen Intendant Roos und als Co-Moderator der ehemalige Schiffsjunge und Steinmetz, Schauspieler „Schrotti“ Michael Gaedt. Geeignet ist das Konzert für Kinder aller Altersstufen sowie deren Eltern und Großeltern.

Restkarten für die Gala und das Familienfest gibt es online unter www.schlossfestspiele-zwingenberg.de, über die Kartenhotline unter 06263/45154 sowie bei den Touristeninformationen in Mosbach, Eberbach, Buchen, Walldürn, Neckargemünd und Bad Rappenau.

Freitag, 21. Juli 17
Rosanne Philippens präsentiert Prokofjew-Album im neuen Orania Berlin
Rosanne Philippens verführt „zauberhaft“ mit ihrer Geige, überzeugt virtuos mit enormer Wirkung und Offenheit. Kraftvoll, rhythmisch und lyrisch zugleich verbindet sie Extreme. So hat sie nun ihren Lebensmittelpunkt von ihrer Amsterdamer Heimat nach Berlin verlegt, wo sie am  17. Oktober ihre aktuelle Einspielung an einem neuen Ort präsentieren wird, der ebenso Oppositionen verknüpft: im Orania.Berlin. Für Rosanne Philippens, dem „Mischwesen, das überall scheuklappenfrei Interferenzen“ (Fonoforum) entdeckt, ist dies der perfekte Ort, um ihre Prokofjew-Interpretationen vorzustellen.
    
Bei Prokofjew schätzt sie besonders dessen Radikalität. Sie ist fasziniert von der perfekten Balance wunderschöner Melodien und mitreißender Rhythmik der Komposition mit einer Mischung von zwingender mathematischen Logik und großer Seele. Insbesondere begeistert die Geigerin, dass auch die Miniaturen Prokofjews ganze Geschichten erzählen. Entsprechend fokussiert waren Rosanne Philippens und der Pianist Julien Quentin zur Aufnahme der Fünf Melodien für Violine und Klavier op. 35aim nur spärlich beleuchteten intimen Studio. Ganz im Gegensatz dazu wurden Violinkonzerte mit dem Sinfonieorchester St. Gallen mit Blick auf die Giganten der Alpen eingespielt.
    
Eine ähnliche Verbindung der Gegensätze bietet der Konzertort der CD-Präsentation: Das Orania.Berlin möchte direkt am Kreuzberger Oranienplatz die Tradition der Kommunikation zwischen Gipfeln auf Schloss Elmau im Urbanen fortsetzen. Der Saloncharakter passt wunderbar zu Rosanne Philippens‘ Salon-Konzertreihe, die mittlerweile so etabliert ist, dass sie nun sogar auch im Amsterdamer Hafen zu Gast sein wird.
    
Mitteilungsfreude ist eine große Stärke von Rosanne Philippens: In einer Offenheit und Lust am Spiel kommuniziert sie mit ihren musikalischen Partnern, Partituren und dem Publikum, sodass jedes ihrer Konzerte zum spannenden Diskurs wird. Technisch perfekt mit niederländischer Spielfreude und Bescheidenheit verkörpert sie ein Ideal modernen Musizierens. Sie lebt und atmet die Musik, die sie spielt, und zaubert aus ihrer „Barrere“-Stradivari (1727) sowohl Bach als auch Enescu oder eben Prokofjew heraus, sodass man als Zuhörer nie aussteigt. In den himmlischen Klängen, die sie virtuos entfaltet, behält sie stets die Bodenhaftung – einfach „zauberhaft“ (Fonoforum).

www.rosannephilippens.com

Freitag, 21. Juli 17
Finale studioNAXOS
An diesem Wochenende findet in Frankfurt/M das Finale des Sommerfestivals von studioNAXOS statt mit zwei Veranstaltungen.
Ganz besonders möchten wir Sie auf den Samstag hinweisen. An diesem Tag erleben Sie Schuberts WINTERREISE in einer zeitgenössischen Interpretation als musikalische Performance zur späten Stunde (22 Uhr).
Schon um 21 Uhr ist Herakles` Wiederkehr oder der Tod des weißen Mannes nach einem Text von Heiner Müller zu sehen.
Beide Veranstaltungen sind zusammen besuchbar!
Herakles gibt es auch am Freitag (21 Uhr PREMIERE) und Sonntag (19 Uhr).
Tickets: karten@studionaxos.de


© StudioNaxos

Herakles` Wiederkehr oder der Tod des weißen Mannes
nach einem Text von Heiner Müller
21.07. + 22.07. jeweils um 21 Uhr. Am 23.07. um 19 Uhr.
Die geschlechtsreifen Männer kehren zurück nach Naxos. Aus einem Krieg, in den Sie als Helden gezogen sind. Die Geliebten haben früher immer geweint, wenn sie sie ziehen lassen mussten. "ACH BLEIB BEI MIR UND GEH NICHT FORT AN MEINEM HERZEN IST DER SCHÖNSTE ORT." Sie sind es, die die Versammlung einberufen und als die Gebliebenen die Verweigerung des Wiederaufbaus verkünden.
Mit: Annekatrin Kiesel, Annemarie Falkenhain, Bettina Földesi, Gal Fefferman, Sam Michelson
Regie/Bühne: Simon Möllendorf
Dramaturgie: Caroline Rohmer
Assistenz und Produktionsleitung: Carmen Salinas
Gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen.

WINTERREISE
Vorstudie für ein nomadisches Leben
am 22.07. um 22 Uhr.
Mit Franz Schuberts «Winterreise» auf den Lippen und einem Rucksack voller selbstgebauter, elektronischer Instrumente begeben sich zwei befreundete Musiker und Performer auf Wanderschaft. Die Konzertsäle und -flügel lassen sie dabei links liegen und schlagen stattdessen in Foyers, Theatern, öffentlichen Plätzen oder mitten auf der Strasse ihr akustisches Zelt auf. In einer radikalen Interpretation des berühmten Liedzyklus verhelfen sie mit ihren unprätentiösen Stimmen, einem kleinen Keyboard und drei mobilen Lautsprechern den Motiven rund um Fremdheit, Mobilität und Sehnsucht zu einem zeitgenössischen Ausdruck.
Konzept, Bearbeitung und Performance: Leo Hofmann, Benjamin van Bebber
Outside Eye: Leonie Böhm
Choreografische Mitarbeit: Jan Burkhardt
Mit freundlichder Unterstützung der Pro Helvetia Stiftung.

www.studionaxos.de

Donnerstag, 20. Juli 17
Österreichs Bundespräsident Van der Bellen eröffnete erstmals Bregenzer Festspiele ~ Metzler: "Ohne Kultur keine zukunftsfähige Zivilisation"
Die 72. Bregenzer Festspiele sind eröffnet. Während der mehr als einstündigen Eröffnungszeremonie gestern Vormittag im Großen Saal des Festspielhauses präsentierten Künstlerinnen und Künstler Auszüge aus dem Programm, darunter einen Tanz und eine Arie aus Carmen sowie weitere Darbietungen aus verschiedenen Programmreihen des Festivals. Es spielten die Wiener Symphoniker.


Eröffnung der Bregenzer Festspiele am 19. Juli 2017
© Bregenzer Festspiele / Karl Forster

Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen stellte in seiner Ansprache die Bedeutung von Europa in den Mittelpunkt. Auch Kulturminister Thomas Drozda wies auf die Errungenschaften Europas hin und beleuchtete das Thema "Flucht und Exodus".

Festspielpräsident Hans-Peter Metzler gab eine Antwort auf die Frage nach der Zukunft: "Ohne Kultur keine zukunftsfähige Zivilisation". Die Bregenzer Festspiele investierten alles, was erwirtschaftet werde, wieder in die Kunst und folglich in Kultur. So gelinge es "uns als Unternehmen, Kultur- und Gesellschaftsförderung für unsere Mitmenschen erlebbar und erfahrbar zu vereinen".

Anschließend startete am Vorplatz des Festspielhauses der Volksempfang.

Gestern Abend feierte dann Carmen Premiere, heute Abend folgt Moses in Ägypten als Oper im Festspielhaus. Beide Produktionen sind ausverkauft. Der Vorverkauf für das im kommenden Jahr erneut gezeigte Spiel auf dem See Carmen startet am Abend des  letzten Festspieltages der diesjährigen Saison, also am 20. August 2017. Derzeit sind 26 Aufführungen für die Saison 2018 angesetzt.

Die live im TV übertragene Eröffnung gestaltete sich auch dank der Bonmots des Bundespräsidenten kurzweilig. So hoffte er etwa - von einem Torero ans Rednerpult geführt - dass er am Ende nicht den Heldentod eines Stieres erleiden müsse. Außerdem versicherte er angesichts der ähnlichen Inhalte seiner Rede und jener von Kulturminister Drozda, "dass wir uns nicht abgesprochen haben. Das haben wir jetzt davon".

Ebenso prägend wie die Ansprachen - und sogar etwas länger als diese - waren für die Eröffnungszeremonie aber die Auszüge von Künstlerinnen und Künstlern aus dem Festspielprogramm. Den Beginn machte der eigentliche Star des Festspielsommers, Carmen. Lena Belkina als Darstellerin gab noch vor jeder Rede L'amour est enfant de Boheme zum besten. Ebenfalls zu sehen und zu hören waren Ausschnitte aus Moses in Ägypten und den anderen Produktionen wie Zesses Seglias' To the Lighthouse, The Situation von Yael Ronen und Ensemble, W.A. Mozarts Die Hochzeit des Figaro und die von Hotel Modern und dem Niederländischen Bläserensemble gestaltete 90 Minuten-Version von Richard Wagners Der Ring des Nibelungen.

www.bregenzer-festspiele.com

Dienstag, 18. Juli 17
Am Mittwoch starten die 72. Bregenzer Festspiele
Am Mittwochvormittag starten die Bregenzer Festspiele mit der Eröffnungszeremonie im Großen Saal des Festspielhauses in ihre 72. Saison.

Neben Festreden von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Kulturminister Thomas Drozda und Festspielpräsident Hans-Peter Metzler, präsentieren Künstlerinnen und Künstler Auszüge aus dem Programm. Am Pult der Wiener Symphoniker steht Jordan de Souza. Rund 2.000 Gäste werden erwartet.

Die um 10:30 Uhr beginnende Eröffnungszeremonie wird live per Videowand auf den Vorplatz des Festspielhauses übertragen, wo nach Ende der Veranstaltung um zirka 11:30 Uhr der traditionelle Volksempfang startet. Ebenfalls übertragen 3sat, ORF II und ORF III live.

Am Abend feiert Carmen Premiere. Das Spiel auf dem See ist zwischenzeitlich ebenso ausverkauft, wie die Oper im Festspielhaus Moses in Ägypten. Für alle weiteren Veranstaltungen sind Tickets verfügbar. Die Spieldauer von Carmen ist rund 1 Stunde und 55 Minuten. Das Spiel auf dem See wird ohne Pause gezeigt. Moses in Ägypten dauert inklusive einer 20-minütigen Pause rund 2 Stunden und vierzig Minuten.

www.bregenzer-festspiele.com

Dienstag, 18. Juli 17
Neuer Intendant fürs Konzerthaus Dortmund: Raphael von Hoensbroech kommt zur Spielzeit 2018/19
Dr. Raphael von Hoensbroech wird zur Spielzeit 2018/19 als Intendant und Geschäftsführer ans Konzerthaus Dortmund wechseln. Das hat der Rat der Stadt in seiner Sitzung am 13. Juli ohne Gegenstimmen beschlossen. Von Hoensbroech ist derzeit Geschäftsführender Direktor am Konzerthaus Berlin. Er soll auf Benedikt Stampa folgen, der von Dortmund als Intendant ans Festspielhaus Baden-Baden wechselt.
 
Raphael von Hoensbroech (Jahrgang 1977) ist in Tokyo geboren und wuchs in Köln und Arnsberg auf. Bereits im Alter von drei Jahren begann er Violine zu spielen und gründete mit 16 einen Jugendchor. Er studierte Musikwissenschaft, Philosophie sowie Schuld- und Urheberrecht an der Universität zu Köln. Nebenher lernte er Dirigieren u.a. über Meisterkurse bei Helmuth Rilling und Karl-Heinz Bloemeke und gab Konzerte in Europa und Japan. Erste Erfahrungen im Kulturmanagement sammelte er während des Studiums, als er beim Beethovenfest Bonn u.a. den Orchestercampus konzipierte und in Umsetzung brachte.
 
2005 promovierte Hoensbroech an der Philosophischen Fakultät der Universität Köln in Musikwissenschaft, ging dann aber zunächst in die freie Wirtschaft. Von 2005 und 2013 arbeitete er als Unternehmensberater bei der Boston Consulting Group in Köln, zuletzt als Principal. Im August 2013 kehrte er zurück ins Kulturmanagement und ist seither Geschäftsführender Direktor des Konzerthauses Berlin, mit eigenem Orchester und über 600 Veranstaltungen einem der größten deutschsprachigen Konzerthäuser. Dortmund wird nun seine erste Position als Intendant und Geschäftsführer in Personalunion sein.
 
Nebenher gibt Hoensbroech seit 2010 regelmäßig Seminare für Unternehmen, bei denen Führungskräfte zwischen Musikern professioneller Orchester Platz nehmen und ihre Führungsrolle über die Zusammenarbeit des Dirigenten mit dem Orchester reflektieren.
 
Ehrenamtlich ist von Hoensbroech zudem Erster Vorsitzender der Csilla-von-Boeselager-Stiftung Osteuropahilfe e.V. und Kuratoriumsmitglied der Bachwoche Ansbach und der Sing-Akademie zu Berlin. Er ist verheiratet und hat fünf Kinder.

www.konzerthaus-dortmund.de

Dienstag, 18. Juli 17
Gärtnerplatz OpenAir 2017 - Konzert mit Ahmad Shakib Pouya, Albert Ginthör und Ecco & das Pastinaken-Orcheste
Beim diesjährigen Gärtnerplatz OpenAir am Wochenende vom 22. und 23. Juli geht für Ahmad Shakib Pouya und Albert Ginthör ein Versprechen und ein Traum in Erfüllung. Denn am kommenden Samstag, 22. Juli werden sie in Frieden und Sicherheit gemeinsam auf der Bühne stehen – im Bund mit Ecco & das Pastinaken-Orchester. In dieser urwüchsigen Brutstätte wildester musikalischer Aromen mischen sich Jazz, Folk, Blues, Chansons, auf Englisch, Deutsch, Italienisch, Türkisch – und nun auch Afghanisch. Denn Frontmann und Orchestergründer Ecco DiLorenzo aka Ecco Meineke mag es übrigens nicht nur als Sänger und an der Gitarre würzig. Seine Konzerte richtet der Kabarettist immer auch mit einer guten Portion Satire an...


 Ahmad Shakib Pouya und Albert Ginthör und das Pastinaken-Orchester
Foto: privat

Die Vorgeschichte des Auftritts beim großen Gärtnerplatz OpenAir 2017 ist dramatisch – und ging durch die Medien. Albert Ginthör vom Deutschen Forum für Musik- und Theaterkultur e.V., war der Organisator der Münchner Vorstellungsserie der Zuflucht Kultur-Produktion ZAIDE.EINE FLUCHT. im Januar 2017. Dort lernte er den afghanischen Musiker Pouya kennen, der von der Abschiebung nach Afghanistan bedroht war. Als er von dem Schicksal des Kollegen erfuhr, stand sein Entschluss fest. Unter großer Gefahr begleitete Ginthör Pouya bei seiner „freiwilligen“ Ausreise nach Kabul und verhalf ihm zu einem Termin bei der deutschen Botschaft in Kabul, um die Wiedereinreise zu beantragen. Der Geiger Albert Ginthör, Mitglied des Orchesters des Staatstheaters am Gärtnerplatz, war es auch, der Pouya die beiden buchstäblich lebensrettenden Engagements vermittelte: Ein Arbeitsvisum für einen Projektvertrag des Münchner Theaters Schauburg, bei dem Pouya die Hauptrolle des Ali in Fassbinders Angst essen Seele auf übernahm, brachte Pouya Mitte März 2017 wieder zurück nach Deutschland. Dank des Folge-Engagements an Ginthörs „Heimattheater“, dem Staatstheater am Gärtnerplatz, ist sein Aufenthalt nun bis Mitte Oktober 2017 gesichert.

Veranstalter des Gärtnerplatz OpenAir 2017 sind das Staatstheater am Gärtnerplatz und das Deutsche Forum für Musik- und Theaterkultur e.V.

www.gaertnerplatztheater.de.

Dienstag, 18. Juli 17
Strom & Wasser Konzert im Offenes Haus der Kulturen (FFM)
Seit Jahren das Extremste, was man unter der Bezeichnung „Liedermacher“ finden kann, halten die Damen und Herren von Strom & Wasser nicht nur durch ihre brilliante Musik, ihren hohen Gute-Laune Faktor und der wilden Mischung aus Politik, Party und anspruchsvollen Texten das Konzertpublikum im Bann.

Nun feiert Strom & Wasser sein zwölfjähriges Bestehen – und sie präsentieren sich angriffslustiger, spielfreudiger und bunter denn je: Ska-Punk-Polka-Randfiguren-Walzer-Rock mit stark kabarettistischer Schlagseite. Ein unbedingtes Muß für jeden, der mehr als nur den üblichen Mainstream sucht.

Zur Eröffnung des Abends wird Yara, großartige Sängerin aus dem Team von Good Morning Deutschland, die schon auf dem Sommerfest des Netzwerks Bockenheim mit Flüchtlingen das Publikum begeisterte, einige Ihrer Songs spielen.

Der Eintritt ist frei - Spenden gehen an das Büro für Offensivkultur.
Freitag, 11. August, 20 Uhr
STROM & WASSER
Ska-Punk-Polka-Randfiguren-Walzer-Rock
Offenes Haus der Kulturen
Studierendenhaus Campus Bockenheim
Mertonstraße 26, 60325 Frankfurt

www.offeneshausderkulturen.de

Dienstag, 18. Juli 17
8 Kingdoms – International Crew Battle in der Skatehalle Stuttpark (Stuttgart-Bad Cannstatt)
Am letzten Festivalwochenende taucht COLOURS tief ein in die internationale HipHop- und Breakdance-Szene und hat sich dafür einschlägige Schützenhilfe aus Stuttgart geholt: In Kooperation mit den Aktiven von Underground Soul Cypher e.V. und Soul Scientists Crew organisiert COLOURS einen epischen Crew Battle, bei der sich Ausnahme-Talente aus Europa messen. Wie es der Name 8 Kingdoms schon sagt, steigen acht Crews in den Ring: Prgrssv Piradz (Deutschland/Frankreich), Tru Cru (Deutschland), Total Feeling (Frankreich), The Saxonz (Deutschland), Skilluminated (Schweiz), The Tribe (Deutschland), Pentiful (Tschechien) sowie als Special Guest Morning of Owl (Südkorea/Schweiz).


8_Kingdoms International Crew Battle 2015
Foto: Simon Wachter

Ausgewählt wurden die Teilnehmer von drei Jury-Verantwortlichen, die auf jeweils mindestens 20 Jahre in der Szene zurückblicken können: Swift Rock (Boris Leptin) von der legendären Battle Squad und Betreiber des Swift Rock Shops in Kiel, Admir (Admir Mirena) von Team Shmetta aus Belgien, die für ihre herausragende Nachwuchsarbeit bekannt sind, und Mykey (Michael Reichert) von Style Crax aus Zürich, Gründer des Underground Soul Cypher Schweiz.

In dem Battle am 22. Juli werden vier Paarungen von je zwei Crews ausgelost, die in der ersten Runde gegeneinander antreten. Danach geht es nach dem K.O.-Prinzip weiter. Über den Sieg in jeder Runde entscheidet die Jury. Moderiert wird das Ganze von Atomic (Thomas Stark) von der Battle Toys Crew, den Gewinnern des Battle of the Year National 2016. Für die Musik sorgt DJ F-One (Fatih Kosar) von der Streetlife Crew aus Backnang, einer der innovativsten Urban DJs Deutschlands. Showcases von Toba und Pheel, GrafittiWall, Urban Dance Health und Claudio Grande runden den spannenden Wettkampf ab. Die „artgerechte“ Location ist die Skatehalle STUTTPARK in Stuttgart-Bad Cannstatt.

8 Kingdoms – International Crew Battle
Ein Breakin‘ Battle der Superlative erwartet Stuttgart beim zweiten 8 Kingdoms - International Crew Battle, für das sich das COLOURS-Festival die Stuttgarter HipHop-Spezialisten von Underground Soul Cypher e.V. und der Soul Scientists Crew ins Haus holt. Ausgewählte Crews aus Frankreich, Polen, Ukraine und der Schweiz treffen auf die besten B-Boys und B-Girls aus Deutschland, da folgt ein Highlight auf das andere! Drei international anerkannte Jurymitglieder aus der Szene treffen die schweren Entscheidungen, wer schließlich zum Sieger aller Klassen gekürt wird.
Samstag, 22. Juli 2017 von 15:00 Uhr bis 19:00 Uhr, Skatehalle STUTTPARK in Stuttgart-Bad Cannstatt, Kegelenstr. 19, 70372 Stuttgart

Mehr Informationen: www.coloursdancefestival.com
Kartentelefon: ++49-(0)711-40207 - 20 / -21 / -22 / -23, täglich 10:00 bis 21:30 Uhr
Karten per Mail: tickets@theaterhaus.com

Dienstag, 18. Juli 17
Meinungsfreiheit: Jugendliche aus Frankreich und Deutschland debattieren mit Tanja Kinkel und Hayko Bagdat ~ Deutsch-französisches Jugendcamp zur Meinungsfreiheit vom 15. bis 22. Juli auf dem mediacampus frankfurt ~ Kamingespräch am 19. Juli um 19 Uhr
Wie steht es um die Meinungsfreiheit in Europa? Was können Jugendliche und die gesamte Zivilgesellschaft tun, um freiheitliche Werte und Demokratie zu fördern? Diese Fragen diskutieren noch bis zum 22. Juli 2017 Mädchen und Jungen aus Frankreich und Deutschland beim Jugendcamp zur Meinungsfreiheit „Du hast das Wort – Tu as la parole“. In Workshops und Seminaren auf dem medicamapus frankfurt sowie bei Exkursionen nach Straßburg und Frankfurt am Main beschäftigen sich die 29 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit demokratischen Werten, Meinungsbildung und Meinungsvielfalt in Europa. Als Online- und Videoreporter setzen sie sich selbständig mit den Themen auseinander.

Beim Kamingespräch am 19. Juli debattieren die Jugendlichen mit Autorin und PEN-Präsidiumsmitglied Tanja Kinkel, dem armenisch-türkischen Exil-Journalisten Hayko Bagdat und Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Der Journalist Hayko Bagdat lebt in Deutschland im Exil. Er hat mit Can Dündar in Berlin das Onlineportal Özgürüz gegründet und ist Mitbegründer der Initiative „Friends of Hrant“, die sich für die Aufklärung des Mordes am armenisch-türkischen Journalisten Hrant Dink einsetzt. Die Autorin Tanja Kinkel ist Mitglied des Präsidiums des PEN-Zentrums Deutschland und hat das Hilfswerk „Brot und Bücher e.V.“ mitbegründet, welches sich für die Belange von Kindern in Afrika, Indien und Deutschland stark macht.

Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. 

Das Jugendcamp „Du hast das Wort – Tu as la parole“ findet im Rahmen von „Francfort en français – Frankfurt auf Französisch: Frankreich Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2017“ statt. Die Jugendlichen präsentieren ihre Medienprojekte auf der Buchmesse im Oktober 2017.
Das Camp ist ein Projekt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung in Kooperation mit dem mediacampus frankfurt. Förderer sind die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main und die Gemeinnützige Hertie-Stiftung. Das Jugendcamp wird unterstützt von der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.
Weitere Informationen zum Programm finden sich unter www.wort-und-freiheit.de/jugendcamp.

Dienstag, 18. Juli 17
Via Mediæval – Musik und Räume des Mittelalters ~ „Reformationes“ – Reformationen VOR Luther und ihre Musik
Die Reihe „Via Mediæval – Musik und Räume des Mittelalters“ lädt vom 9. September bis 8. Oktober ein, in einmaliger Kombination die Musik des Mittelalters in der Architektur ihrer Zeit zu erleben. Passend zum Kultursommer-Motto „Epochen und Episoden“ werden reformatorische Bewegungen in der Kirchengeschichte des 12.-14. Jahrhunderts durch ihre Musik repräsentiert. So geht es bei den Konzerten dieser Reihe um gleich mehrere „Reformationes“.
Sie ist wirklich einzigartig – die kleine Konzertreihe des Kultursommers „Via Mediaeval“, die ausschließlich Musik des Mittelalters in romanischer Architektur im südlichen Teil unseres Landes präsentiert.  Dabei erzählen die Konzertprogramme in diesem Jahr von der Vorgeschichte „DER Reformation“, die mit dem Namen Martin Luther verbunden ist.
Einige der weltweit bedeutendsten Ensembles der Frühen Musik haben sich zu diesem Zweck mit dem Thema auseinandergesetzt: Reformatorische Bewegungen führten im 14. Jahrhundert u.a. zur Gründung der Prager Universität – eine Epoche, mit der sich die renommierte Schola Gregoriana Pragensis beschäftigt. Das Ensemble Gilles Binchois stellt die unerhörte Modernität der „Nova Cantica“ aus dem Frankreich des 12. Jh. vor. Die Zeit der Gegenpäpste von 1378–1417 hatte auch Auswirkungen auf die Musik, wie das Ensemble La Morra zeigen wird. Im 14. und 15.Jh. entstanden mit der Beginen-Tradition auch neue Formen geistlicher Dichtung, die von Ars Choralis Coeln interpretiert werden. Und die volkssprachliche Liturgie der Hussiten wird vom Tiburtina-Ensemble aus Tschechien präsentiert. Neue Ideen führten immer auch zur Zerstörung von Kulturgut. Einiges davon ist in Fragmenten erhalten.
Ensemble Ordo Virtutum hat sich zur Aufgabe gemacht, diese Schätze zu heben und ihnen wieder neues Leben einzuhauchen. (Gerade erst hat sich SWR2-Wissen eine ganz Radio-Woche lang diesem Thema gewidmet.) Zum Abschluss der Reihe finden drei Konzerte und zwei Workshops zu Antonio Zacara, einem Vorreiter früher europäischer Musik, in Kooperation mit dem Festival „wunderhoeren“ in Worms statt.
An fast allen Orten finden 90 Minuten vor dem Konzert kostenfreie Führungen statt.

Die Konzerte:
( *** kostenfreie Kirchenführung 90 Minuten vor Konzertbeginn)

Sa. 9. September, 20 Uhr | 67697 Otterberg, Abteikirche ***
Schola Gregoriana Pragensis (CZ) | Musik aus der Zeit Karls IV.
In Böhmen und Mähren finden sich bereits im Mittelalter reformatorische Bewegungen: Kaiser Karl IV. (1316–1378) stößt selbst vielfältige Neuerungen an, in deren Folge sich eine spirituelle und kulturelle Blüte entfaltet. Die renommierte Schola Gregoriana Pragensis präsentiert in der ehemaligen Zisterzienser-Abteikirche Otterberg einen Querschnitt durch das mittelalterliche geistliche Repertoire Böhmens.

So.10. September, 17 Uhr | 76889 Klingenmünster, Kloster ***
Ensemble Gilles Binchois (FR) | Nova Cantica
Das Ensemble Gilles Binchois lässt Musik erklingen, die nach dem Gregorianischen Choral eine Epoche unerhörter Modernität einläutet: Ein- und mehrstimmige Vertonungen lateinischer Dichtung aus den geistigen Zentren dieser Zeit, wie Saint-Martial de Limoges oder Le Puy-en-Velay. Diese „Neuen Liedern“ des 12. Jahrhunderts sind Ausdruck eines geistigen Aufbruchs, der sich im weltlichen Bereich auch in der Dichtung der Troubadours niederschlägt.

Fr. 15. September, 19.30 Uhr | 66500 Hornbach, St. Fabianstift ***
La Morra (CH) | Fiat Unitas – Resonanzen des großen Schismas
Das Kirchenschisma von 1378–1417, die große Verwerfung innerhalb der spätmittelalterlichen Kirche, hatte auch weitreichende Auswirkungen auf die Komponisten dieser Zeit. Auf den Konzilien trafen Musiker verschiedener nationaler Stile Europas aufeinander, was den Weg für die kompositorische Entwicklung der folgenden Jahrhunderte bereitete. Das Ensemble La Morra sing und spielt Musik, die mit dem großen Kirchenschisma in Beziehung steht.

So., 17. September, 20 Uhr | 67346 Speyer, Krypta im Dom
Ensemble Ordo Virtutum (DE)
Fragmentum – Auf der Suche nach dem verlorenen Klang
Die Reformation im 16. Jahrhundert zog die Aufhebung vieler Klöster nach sich. Der über Jahrhunderte gepflegte liturgische Gesang hatte keine Verwendung mehr. Das wertvollen Noten-Pergament wurden edoch nicht einfach entsorgt, sondern zerschnitten und als Einbände für Akten „recycelt“. Ensemble Ordo Virtutum hat sich zur Aufgabe gemacht, diese Schätze zu heben, zu rekonstruieren und ihnen wieder neues klangliches Leben einzuhauchen. In der Krypta des Speyrer Doms erklingen diese musikalischen „Nebenwirkungen“ der Reformation.

So., 24. September, 17 Uhr | 76857 Eußerthal, ehem. Zisterzienserkirche ***
Ars Choralis Coeln (DE) | Devotio Moderna
Ein vertieftes Frömmigkeitsideal zog im 14. und 15. Jahrhundert immer mehr Frauen an. Die Frauenklöster rechten nicht mehr aus und so pflegten die so genannten „Beginen“ eine eigene Form des religiösen gemeinschaftlichen Lebens. In ihrer Musik mischen sich ältere mittelalterliche Praktiken mit den mystischen Strömungen ihrer Zeit. Ars Choralis Coeln präsentiert einen Querschnitt durch diese Gesänge der „Devotio Moderna“.

So., 1. Oktober, 17 Uhr | 67595 Bechtheim, St. Lambertus ***
Tiburtina-Ensemble (CZ) | Hört, Soldaten Gottes!
Die erste Reformationsbewegung in Böhmen um Jan Hus, der 1415 auf dem Konstanzer Konzil verbrannt wurde, führte zur Hussitischen Bewegung. Mit ihr einher geht eine neue, auch volkssprachliche liturgische Musikausübung. Das Tiburtina-Ensemble aus Tschechien stellt Ausschnitte aus dieser wenig bekannten Gesangstradition vor.

Fr. 6. – So. 8. Oktober | 67547 Worms, Liebfrauenkirche, St. Martin, Dom
Zacara-Triduum | Konzerte und Workshops mit den Ensembles Leones (DE),
Micrologus (IT), Currentes (NO) in Kooperation mit dem Festival „wunderhoeren“
Antonio Zacara da Teramo (+ 1416) gilt als einer der führenden Vertreter europäischer Musik zur Zeit des Großen Abendländischen Schismas. Die internationale Dimension dieses außergewöhnlichen Komponisten, der erst in jüngerer Zeit von Musikwissenschaftlern neu entdeckt wurde, hat drei namhafte Ensembles für mittelalterliche Musik dazu bewegt, ihre Erfahrungen anlässlich Zacaras 600. Todestags zu einem ambitionierten Projekt zu vereinen. Nach Italien und Norwegen ist dieses besondere Konzertwochenende erstmals und einmalig in Deutschland zu hören.

Konzerte:
Ensemble Micrologus Fr. 6. Oktober 19.00 Uhr Einführung 18.00 Uhr Liebfrauenkirche
Ensemble Leones Sa. 7. Oktober 19.00 Uhr Einführung 18.00 Uhr Kirche St. Martin
Ensemble Currentes So. 8. Oktober 17.00 Uhr Einführung 16.00 Uhr Wormser Dom
Zwei Workshops für mittelalterliche Zupf- und Streichinstrumente sowie Gesang und
Ensemblespiel ergänzen das Programm:
Sa., 7. Oktober, 10.00-12.00 Uhr Workshop „Rosetta I? mit Baptiste Romain
So., 8. Oktober, 10.00-12.00 Uhr Workshop „Rosetta II? mit Marc Lewon

Info & Tickets: www.wunderhoeren.de
Via Mediæval – Musik und Räume des Mittelalters
9. September bis 8. Oktober
Info: www.via-mediaeval.de
Tickets: 20110.reservix.de
Hotline: 01805 – 700733

Dienstag, 18. Juli 17
Rossini in Wildbad: Soloabend Vittorio Prato
Vittorio Prato ist ein weltweit geschätzter Bariton, der sich auf Belcanto spezialisiert hat. Seit 2006 ist er bei ROSSINI IN WLDBAD zu erleben. Damals debütierte er in Michele Carafas I DUE FIGARO. Was ihn am Festival reizt, ist das unbekannte Repertoire, das hier entdeckt wird. Davon zeugen auch seine folgenden Auftritte in Mercadantes I BRIGANTI 2012 und Bellinis BIANCA E GERNANDO 2016.

In diesem Jahr gestaltet er ein Programm rund um den Bassbariton Antonio Tamburini, der seinerzeit von Neapel aus nach Paris, den Englischen Königshof und nach Sankt Petersburg gelangte mit seiner Ausnahme-Stimme. Das Programm setzt sich aus Stücken zusammen, die für diesen Sänger komponiert wurden.

Das Publikum kann sich auf einen Abend voller Raritäten von Pietro Generali bis Gaettano Donizetti gefasst machen. Tamburini sang damals in einem schwindelerregenden Ambitus, man feierte ihn als Figaro, als Dandini, und auch als Don Magnifico. Vittorio Prato sieht in dieser HOMMAGE AN TAMBURINI die Möglichkeit, seine Stimme in ihrer ganzen Beweglichkeit zu präsentieren und seine Spezialisierung auf das anspruchsvolle Belcanto-Repertoire weiter voranzubringen.

Aufführung am 19. Juli 2017 um 19.40 Uhr in der Trinkhalle.
www.rossini-in-wildbad.de

Montag, 17. Juli 17
WACHSEN ~ Finale für das KulturTagJahr in den Münchner Kammerspielen
Die 7. Jahrgangsstufe des Luitpold-Gymnasiums München hat ein langes KulturTagJahr hinter sich: Jede Woche haben die Schüler mit insgesamt 40 Künstlern interdisziplinär zum Thema „Wachsen“ gearbeitet. Am Freitag, 21. Juli gehen sie für einen großen Abschlussabend auf die Bühne der Kammer 2.
 
Alle 115 Schüler der 7. Klassen des Münchner Luitpold-Gymnasiums sind im Schuljahr 2016/17 gewachsen: physisch, menschlich und mental. Jeden Tag, jede Sekunde. Hinein, heraus und über sich hinaus.
Dies auch im aktuellen KulturTagJahr. Hier arbeiteten sie gemeinsam mit 40 professionellen Künstlern aus allen Disziplinen jeden Dienstag ausschließlich künstlerisch: In der Bildenden Kunst, in der Musik, im Tanz, in der Filmkunst und in Literatur & Schauspiel. „Wachsen“ war ihr Jahresthema. Was ist Wachsen? Was wächst? Wo sind Grenzen? 
Die Wachstumsprozesse fanden nicht nur im Schulgebäude statt, sondern auch an zahlreichen Kunstorten in München und in der Natur bei Ausflügen auf das Gelände der Stiftung Nantesbuch. Überall fanden die Schüler Inspiration, die nun zum Abschluss in eine große gemeinsame interdisziplinäre Bühnenarbeit unter Leitung des Münchner Regisseurs Philipp Jescheck fließt.
 
WACHSEN
Abschluss KulturTagJahr 2016/17
 
Freitag, 21. Juli, 19.00 Uhr, Premiere
Samstag, 22. Juli, 11.00 und 16.00 Uhr
Kammer 2 der Münchner Kammerspiele,
Falckenbergstr. 1, 80539 München

www.stiftung-nantesbuch.de/programm/kulturtagjahr

Montag, 17. Juli 17
"Käsebier erobert den Kurfürstendamm" auf hr2-kultur!
Seit 2013 ist hr2-kultur verlässlicher Partner bei Jo van Nelsens Grammophon-Lesungen. "Lametta, Gans und Siegerkranz" und "Die Schlangendame" wurden im Studio am Dornbusch produziert und liegen nach der Ursendung auch als CDs vor. In diesem Herbst noch wird eine weitere Grammophonlesung aus einem Werk von Otto Julius Bierbaum für die Reihe "Spätlese" im Studio entstehen... Mehr wird noch nicht verraten! :)

Ebenso entstand exklusiv ein Feature über Friedrich Hollaender im letzten Dezember. In der Sendung "kulturszene hessen" konnte man 2015 und 2016 Jos Abende "Ein Panter in Berlin" und "Ich küsse Ihre Hand, Madame" als Live-Mitschnitte hören.

Auf diesem Sendeplatz findet sich nun auch der Mitschnitt seiner neuesten Grammophon-Lesung "Käsebier erobert den Kurfürstendamm". Der Sensationsroman von Gabriele Tergit beschreibt in pointierten Dialogen und Beobachtungen das Berlin der Jahre 1929/1930 zwischen ungezügelter Lebenslust und Arbeitslosigkeit. Die Frankfurt-Premiere dieser Lesung war am 11.Mai 2017 in der Romanfabrik, hr2-kultur war dabei!

Am Sonntag, den 23. Juli, um 12.04 Uhr, und am Samstag, den 29. Juli, um 18.04 Uhr, läuft die 54-minütige Radiofassung auf hr2-kultur.

Samstag, 15. Juli 17
Regisseur Dieter Wedel im hr4-Interview „Ich kann auf der Bühne keine Gefühle zeigen“
Seinem Vater musste Dieter Wedel zu Beginn seines Studiums das Versprechen geben, einen Doktor zu machen, falls es mit der Schauspielerei nichts wird. Der Doktortitel hat geklappt, das mit der Schauspielerei nicht ganz.
„Es ging schief, weil ich begriff, dass ich den Schauspielern ganz gut vorspielen kann aber mich selber genierte und auf der Bühne keine Gefühle zeigen kann“, sagt der promovierte Regisseur im hr4-Interview mit Diane Steffens. Eine ganz kleine Rolle übernehme er jedoch ganz gerne. „Das Team mag das auch sehr, weil die Gage, die ich bekomme, für ein Fest verwendet wird. Ich habe immer der Versuchung widerstanden, mir eine Großaufnahme zu geben, weil mir dann doch die Qualität des Filmes zu sehr am Herzen liegt.“ 

Einschaltquoten
Von Quoten hält der Intendant der Bad Hersfelder Festspiele wenig. Er sei nicht der Meinung, „dass die Qualität eines Filmes an der Einschaltquote zu bemessen ist. Dann wäre ich ja Programmdirektor irgendeines Senders.“ Mit seinen Filmen und Inszenierungen möchte er trotzdem gerne ein breites Publikum erreichen. „Es gab mal eine Zeit im Theater, da war es das Schickste, das Tollste und überhaupt nur kunstfähig, wenn man möglichst viele Zuschauer aus dem Theater vertrieben hat und das Theater ganz leer war. Das halte ich für genauso beknackt und bescheuert wie die Qualität eines Filmes nur an der Einschaltquote zu messen“, findet Wedel. 

Glaube an einen Schöpfer
Im Winter zieht er sich gerne zum Arbeiten in sein Haus auf Mallorca zurück. „Da gucke ich aufs Meer, und wenn man morgens die Sonne aufgehen sieht, dann ist das Licht von einer solchen unwirklichen Schönheit – wenn ich manchmal Zweifel habe, ob es so etwas wie einen Schöpfer gibt, dann sind die Zweifel ausgeräumt.“

Mafia auf Mallorca
Über seine zweite Heimat Mallorca würde Wedel gerne einen Film machen. „Es ist eine Pirateninsel gewesen, und das ist sie immer noch. Alle meine Informanten, die mich bei den Mafiageschichten unterstützt haben, die auch im Mafiamilieu selber tätig sind, habe ich auf Mallorca wiedergetroffen“, verrät Wedel. Denn die Insel sei durch die Grundstücksspekulationen ein El Dorado für Geldwäsche. Den ersten von drei Teilen hat er schon geschrieben, und er ist zuversichtlich, einen Sender für die Verfilmung zu finden.

Podcast und Gespräch
Das ganze Gespräch mit Dieter Wedel und Diane Steffens ist am Sonntag, 16. Juli, von 11 bis 12 Uhr in hr4 zu hören und steht nach der Sendung auf  www.hr4.de als Podcast zum Download bereit.

Samstag, 15. Juli 17
Bregenzer Festspiele: Video-Serie Künstlereingang Folge 5 ~ Der Draufgänger
Dem Bregenzer Publikum ist Wolfgang Stefan Schwaiger vom Festspiel-Opernstudio am Kornmarkt in bester Erinnerung. In der heurigen Saison tritt der junge Bariton als Moralès in Carmen auf. Eine draufgängerische Figur, wie er in der fünften Folge des „Künstlereingangs“ verrät.

Immer freitags: kleine Szenen abseits der großen Bühnen
Für Neugierige und all jene, die schon immer mal durch den Künstlereingang ins Festspielhaus gelangen wollten, öffnen die Bregenzer Festspiele in der gleichnamigen Serie per Video ihre Backstage-Pforten.

Von Probenstart bis Ende der Festspielzeit lässt jeweils freitags ein Kurzfilm auf die kleinen Szenen abseits der großen Bühnen blicken. Mitwirkende vor und hinter den Kulissen erzählen in rund zwei Minuten ihre ganz persönlichen Erlebnisse.

Auf der Homepage des Festivals unter www.bregenzerfestspiele.com stehen die Videos jeweils ab Freitagnachmittag zum Ansehen bereit.

Samstag, 15. Juli 17
Dr. Klaus Lederer und Barrie Kosky würdigen Henrik Nánási / Abschiedsvorstellung am 16.7. (Der Jahrmarkt von Sorotschinzi)
Mit Der Jahrmarkt von Sorotschinzi am 16. Juli, seiner letzten Neuproduktion an der Komischen Oper Berlin und gleichzeitig die letzte Vorstellung der Saison 2016/17, verabschiedet sich Henrik Nánási in Anwesenheit von Kultursenator Dr. Klaus Lederer als Generalmusikdirektor des Hauses in der Behrenstraße. Der ungarische Dirigent hatte 2012 gemeinsam mit Intendant und Chefregisseur Barrie Kosky sein Engagement an der Komischen Oper Berlin begonnen und wenig später seinen ursprünglich über drei Jahre laufenden Vertrag auf fünf Jahre verlängert. Henrik Nánási übernahm in dieser Zeit unter anderem die Musikalische Leitung der Erfolgsproduktionen Die Zauberflöte, Die schöne Helena, Jewgeni Onegin und Der Jahrmarkt von Sorotschinzi. Um sich verstärkt auf internationale Engagements konzentrieren zu können, lässt er seinen Vertrag zum Ende der Spielzeit 2016/17 auslaufen.

Dr. Klaus Lederer: »Zusammen mit Barrie Kosky hat Henrik Nánási in den letzten fünf Jahren mit Lust und Leidenschaft das Repertoire des Hauses um viele Raritäten bereichert und bewiesen, dass man ein Opernhaus auch abseits des gängigen Repertoires erfolgreich führen kann. Es war – mit ihm und dank ihm – eine sehr produktive und erfolgreiche Zeit, in der die Komische Oper Berlin so manchen Besucherrekord verzeichnen konnte.«

Barrie Kosky: »Fünf Spielzeiten lang war Henrik Nánási für mich ein kreativer, zuverlässiger und überaus kollegialer Partner. Sein musikalisches Temperament und Feingespür zeigten sich unter anderem bei den Premieren von Herzog Blaubarts Burg, Feuriger Engel und Jewgeni Onegin sowie einer Reihe an wunderbaren Sinfoniekonzerten. Ich wünsche Henrik nur das Allerbeste für seine Zukunft und freue mich, dass seinem Festengagement an der Komischen Oper Berlin eine Vielzahl an Verpflichtungen an internationalen Häusern folgen.«

Henrik Nánási ist ein international gefragter Dirigent, der in den letzten Jahren unter anderem am Londoner Royal Opera House, an der Lyric Opera of Chicago und an der Opéra National de Paris gastierte. Im September 2017 gibt er mit Strauss’ Elektra sein Debüt an der San Francisco Opera. Im Oktober 2018 wird er die weltweit gefeierte Inszenierung von Mozarts Zauberflöte, die Barrie Kosky und »1927« für die Komische Oper Berlin schufen, am Teatro dell'Opera di Roma dirigieren. Für 2019 ist sein Debüt an der Metropolitan Opera New York geplant.

www.komische-oper-berlin.de

Freitag, 14. Juli 17
Brenda Boykin bei „Jazz im Hof 2017“
„Jazz im Hof“ heißt es auch dieses Jahr wieder im Innenhof des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. An neun Sonntagen seit dem 4.6. kann sich das Publikum durch viele Facetten des Genres jammen.

Am kommenden Sonntag ist Brenda Boykin ab 11 Uhr zu Gast bei Jazz im Hof. Sie ist eine der großen Jazz-Sängerinnen dieser Zeit. Beim Wiesbadener Festival Jazz im Hof tritt sie in diesem Jahr in der bewährten Begleitung des Trios rund um den Pianisten Jan Luley auf. Das wird bei dieser Gelegenheit komplettiert durch Paul G. Ulrich am Kontrabass sowie Schlagzeuger Tobias Schirmer.
Auf dem Programm des Ausnahme-Quartetts stehen Stücke aus dem Great American Songbook unter dem Motto von Ellington bis Elvis. Dabei sind ausdauernde Solo-Passagen und Scat-Gesang zu erwarten. Aber auch Einflüsse von Blues und Gospel finden ihren Niederschlag in dem Repertoire. Da es sich um das dritte und letzte Dialog-Konzert der diesjährigen Veranstaltungsreihe handelt, wird talentierter Nachwuchs die Bühne für Brenda Boykin und das Jan Luley Trio bereiten. Bei den Ensembles von Junior Band und Junior Voices handelt es sich um Jugendabteilungen des Hessischen LandesJugendJazzOrchesters. Darin haben talentierte Jugendliche die Gelegenheit, sich in einer klassischen Bigband-Formation beziehungsweise einem Jazz-Vokal-Ensemble zu beweisen. 

Für dieses besondere Konzertereignis im Hof des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, Luisenstraße 10 -12 in Wiesbaden, am 16. Juli zwischen 11 und 14 Uhr, gelten geänderte Eintrittspreise. Die Eintrittskarten kosten diesmal 17 Euro, ermäßigt 13 Euro sowie für SchülerInnen, Studierende und Auszubildende 10 Euro. Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt.

Im Vorverkauf sind die Tickets bei der Galeria Kauhof in Wiesbaden (0611/304808, info@tickets-fuer-rhein-main.de) sowie bei der Ticketbox in Mainz erhältlich (06131/211500, info@ticketbox-mainz.de). Außerdem können Karten auch online direkt beim Veranstalter erworben werden: www.jazz-im-hof.de.

Freitag, 14. Juli 17
Risikoreich und intensiv: Benedict Kloeckners neue Einspielung
der 1989 geborene Cellist Benedict Kloeckner überrascht. Auf die Frage nach dem Grund seiner Arbeit zitiert er Franz Kafka, denn er möchte „die Axt sein, für das gefrorene Meer in uns“ und das gelingt: „Couragiert und gekonnt“ (Concerti). Der „feingliedrige, sensible Cellist verblüfft nicht nur mit einer astreinen Intonation, sondern auch mit sagenhafter Leichtigkeit und Geschmeidigkeit.“ (NZZ) Kloeckner zeigt „wie sensibel, phantasievoll und vor allem sehnsüchtig schön man Cello spielen kann.“ (SZ)
 
Er überzeugt mit romantischem Repertoire gleichermaßen wie mit Neuer Musik. Obgleich noch keine 30 Jahre alt, gibt es bereits sechs Einspielungen. Die jüngste entstand gemeinsam mit der Pianistin Anna Fedorova, mit der die Freundschaft am Bahnsteig begann: Beim rasanten Umsteigen hielt Kloeckner mitsamt Cello den letzten Zug Richtung Verbier-Festivalauf, sodass die Pianistin noch aufspringen konnte. Genauso wie in dieser herausfordernden Situation meistert Benedict Kloeckner technische Schwierigkeiten in der Musik „als wäre es ein Spaziergang“ (SZ). Und ebenso en passant lud er auch Fedorova ein, bei seinem Festival in Koblenz gemeinsam Chopin zu spielen – zur allgemeinen Begeisterung, sodass sich gleich drei Tourneen anschlossen.
Aus dem Westerwald stammend, ist Kloeckner in der globalen Musikwelt zuhause. Mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, konzertiert er mit Orchestern wie dem Royal Philharmonic Orchestra London, der Deutschen Radiophilharmonie, dem MDR und NDR Radio Sinfonieorchester. Er beherrscht das ABC der führenden Musikzentren von Amsterdam über Berlin, London, New York, Seoul bis nach Zürich.
 
Doch „ist es vor allem der kammermusikalische Geist, der aufhorchen lässt“ (Concerti) – mit Partnern wie Emanuel Ax, Danae Dörken, Christoph Eschenbach, Gidon Kremer, Anne Sophie Mutter und Sir Andras Schiff. Zudem arbeitet er regelmäßig mit Komponisten zusammen. Von Wolfgang Rihm wird er 2018 ein Werk uraufführen, Howard Blake schrieb ihm eine Sonate, die sie gemeinsam eingespielten. Seine für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominierte Aufnahme mit José Gallardo war „Ein toller Wurf aus nicht ganz alltäglichen Stücken. Der junge Cellist kombiniert Werke von Richard Strauss mit denen von Francis Poulenc und Wolfgang Rihm. Elegant wechselt er zwischen den Stilen, stets von großer Ernsthaftigkeit angetrieben.“ (NDR)
 
Die Einspielung:
Chopin Franck, Cello Sonatas
Chopin: Sonate für Violoncello und Klavier g-Moll op. 65
Franck: Sonate in A-Dur für Violine und Klavier (Transkr. für Violoncello und Klavier) 
Chopin: Polonaise Brillante op. 3 
Benedict Kloeckner, Violoncello, Anna Fedorova, Klavier 
Label: Piano Classics
VÖ Datum: 28. April 2017
 
Die Konzerte im Überblick:
16., 17. und 18. Juli 2017, 20.00 Uhr, Karlsruhe, Badisches Staatstheater
29. Juli 2017, 17.00 Uhr, Rheinsberg, Brandenburgische Sommerkonzerte
01. August 2017, Verbier Festival
03. August 2017, 20.30 Uhr, Zuoz, Kirche San Luzi
13. August 2017, 11.00 Uhr, Mettlach, Kammermusiktage Mettlach
18. August und 19. August 2017, Griechenland, Molyvos International Music Festival
01. September 2017, 19.00 Uhr, Theater Bad Ems, Internationales Musikfestival Koblenz
02. September 2017, 17.00 Uhr, Spay, Alte Kirche, Internationales Musikfestival Koblenz
03. September 2017, 11.00 Uhr, Koblenz, Theater, Internationales Musikfestival Koblenz
07. September 2017, 19.30 Uhr, London, Cadogan Hall
17. – 20. September 2017, USA Tournee
22. September 2017, 19.00 Uhr, Ravensburg, Schloss Achberg
02. und 03. Oktober 2017, 20.00 Uhr, Mannheim, Rosengarten
08. – 15. Oktober 2017, Deutschland
15. Oktober 2017, 17.00 Uhr, Koblenz, Rhein-Mosel-Halle
16. Oktober 2017, 20.00 Uhr, Berlin, Piano Salon Christophori
23. Oktober 2017, 20.00 Uhr, Hamburg, Elbphilharmonie, Großer Saal
26. und 27. Oktober 2017, Schwarzenberg, Angelika-Kauffmann Saal
28. Oktober 2017, 20.00 Uhr, München
09. November 2017, 19.30 Uhr, Koblenz, Rhein­Mosel-Halle
29. November 2017 - 15. Dezember 2017, USA, Kalifornien
16. Dezember 2017, Urbar, Gut Besselich
30. Dezember 2017, Gaggenau, Jahn-Halle
07. Januar 2018, 20.00 Uhr, Koblenz
12. Januar 2018, 12.30 Uhr, Luzern, KKL Konzertsaal

www.benedictkloeckner.de

Freitag, 14. Juli 17
„Singt euren Song“ – der hr4-Chorwettbewerb mit Jörg Bombach
„Singen macht Spaß, vor allem, wenn man es in der Gemeinschaft macht, und deshalb suchen wir Hessens sympathischsten Chor“, sagt hr-Moderator und Juryvorsitzender Jörg Bombach. Ab sofort können sich hessische Chöre für den hr4-Chorwettbewerb anmelden und eine Reise zu einem europäischen Chorfestival gewinnen.
Hessens Chöre sind so vielfältig wie das Bundesland selbst. Ob Rock-, Pop-, Gospel-, Männer-, Frauen- oder Kinderchor, alle verbindet eines: die Freude am Singen und ein großes Gemeinschaftsgefühl. Der Radiosender interessiert sich zum einem für die Musik der Chöre, aber vor allem für die Menschen dahinter – für ihre Begeisterung, ihr Engagement und ihren Zusammenhalt. Der hr4-Chorwettbewerb will zeigen, welche tollen Chöre und Menschen in unserem Bundesland zusammen singen und auch sonst viel gemeinsam bewegen.

Jörg Bombach leitet die Jury
„Wichtig ist uns die erkennbare Freude am Singen und das soziale Engagement in großer Gemeinschaft“, verrät Jörg Bombach, der gemeinsam mit seiner Jury 15 Finalisten aussucht. Der Gewinnerchor wird anschließend via TED-Voting von den hr4-Hörern bestimmt. Die siegreichen Sängerinnen und Sänger fahren dann gemeinsam zu einem europäischen Chorfestival.

Mitmachen ist ganz einfach
Von Elvis bis Silbermond, von „Waterloo“ bis „Atemlos“ – wichtig für die Bewerbung sind eine Gesangsprobe und ein Text, der beschreibt, was den Chor so besonders macht, menschlich und musikalisch – und wie er zusammengekommen ist. Die Anmeldung zum Chorwettbewerb ist bis zum 11. August per Post oder per E-Mail an das hr4-Studio in Kassel möglich. Die Teilnahmebedingungen stehen auf www.hr4.de.

Freitag, 14. Juli 17
„ttt - titel thesen temperamente" am Sonntag
„ttt - titel thesen temperamente" kommt am Sonntag, 16. Juli 2017, um 23:35 Uhr im Ersten. Die geplanten Themen:

Glaubenskrieger ~ Junge Muslime gegen Radikalisierung und Terror
Auf Kosten des Menschen ~ Pablo Piovanos erschütternde Fotos aus Südamerika
Banksy in Bethlehem ~ Eine Ausstellung zum Nahost-Konflikt im „Walled Off Hotel"
Sally Potter‘s „Party" ~ Abrechnung mit der britischen Upper-Class als böser Kinospaß
Frauen in Gesellschaft ~ Die geheimnisvoll-poetischen Arbeiten von Shirin Neshat

www.DasErste.de/ttt

Moderation: Max Moor
Redaktion: Susanne Schettler (WDR)

Donnerstag, 13. Juli 17
Berliner Ensemble: Programm der neuen Saison online
Das Programm für den Start in die erste Spielzeit unter der Intendanz von Oliver Reese ist ab sofort online einsehbar (mit einer Übersicht über alle Premieren der Spielzeit 2017/18). Auf der neuen Website wird auch das neue Berliner Ensemble vorgestellt. Der Vorverkauf für die Spielzeiteröffnung und für alle Vorstellungen und Extras im September und Oktober ist eröffnet.
Neu angeboten wird ein Premieren-Abonnement, Wahl-Abos und die neue BE-Card.

www.berliner-ensemble.de

Donnerstag, 13. Juli 17
Musicalsommer Fulda: Pre-Sale und Zusatzshows
Schon ist es soweit. Der Pre-Sale für den Musicalsommer Fulda 2018 hat begonnen.
Seit gestern und noch heute können Tickets noch vor dem offiziellen Vorverkaufsstart online im Musicalsommer Fulda Webshop oder telefonisch gebucht werden.
Gespielt wird:
"Die Päpstin - Das Musical" (15.06. - 07.07.2018)
"Der Medicus - Das Musical" (14.07.- 11.08.2018)
"Die Schatzinsel - Das Musical" (18.08. - 02.09.2018) .

Telefonnummer: 0661 – 25 00 80 90
Mail an: tickets@spotlight-musicals.de

Informationen zu den Preisen und dem Spielplan finden sich unter www.spotlight-musicals.de/de/tickets-a-mehr  

Zusatzshows für 2017
Für "Der Medicus - Das Musical" werden zwei zusätzliche Shows angeboten:
Sonntag, 20.08.2017, 19.30 Uhr
Mittwoch, 23.08.2017, 14.30 Uhr

Karten hierfür sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen und bei spotlight musicals erhältlich.

www.spotlight-musicals.de

Donnerstag, 13. Juli 17
Videopremiere von Fluch des Drachen
Der Fluch des Drachen ist ein Fantastical mit einer Geschichte und sehr viel Musik. Jetzt ist bereits ein Video abrufbar. Es handelt von der verliebten Hexe Runa, gesungen wird sie von der bezaubernden JiIn Cho, Frontfrauf von 'And then she came'.
Abrufbar ist es auf Youtube: youtu.be

Der Fluch des Drachen Live:
 
07.12.17 Hannover - Theater am Aegi
08.12.17 Erfurt - Alte Oper
09.12.17 Dresden - Alter Schlachthof
10.12.17 Leipzig - Haus Leipzig
29.12.17 Augsburg - Kongresshalle
22.02.18 Würzburg - Posthalle
23.02.18 Neunkirchen - Gebläsehalle
24.02.18 Düsseldorf - Capitol Theater
25.02.18 Wacken Winter Nights
02.03.18 Soest - Stadthalle
Tour wird fortgesetzt

www.corvuscorax.de

Mittwoch, 12. Juli 17
Alle unter einem Dach: App führt durch den Frankfurter Kunstsommer
(kus) Von Juni bis August finden im Rahmen des Frankfurter Kunstsommers zahlreiche Ausstellungen und Aktionen der Off-Szene in Frankfurt statt. Damit Kunstbegeisterte den Überblick behalten und wissen, was, wann, wo passiert, hat das Kulturamt eine App entwickeln lassen.

Die Art FFM-App bündelt alles, was die Frankfurter Kunstszene jenseits der Museen zu bieten hat. Interaktive Kalender- und Kartenfunktionen ermöglichen dem User, auf kompakte und übersichtliche Weise das vielfältige Veranstaltungsangebot der freien Frankfurter Kunstszene für sich zu entdecken und seine persönlichen Favoriten zusammenzustellen. Daneben bietet die App ein Künstlerverzeichnis, Kurzbeschreibungen von Atelierhäusern, Galerien, Ausbildungsstätten und vieles mehr. Es kann klassisch über Datum, Künstler, Institution oder assoziativ über Themenbereiche gesucht werden.

Die Resonanz auf das digitale Angebot ist groß: Rund 140 Veranstaltungen wurden bisher bereits eingepflegt, 180 Veranstalter haben sich registriert. „Das ist eine großartige Bestätigung. Es zeichnet sich bereits jetzt ab, dass die Art FFM-App zu einem wichtigen Medium für Veranstaltungen der Off-Szene wird. Das digitale Angebot zeigt, wie umfangreich und vielfältig das künstlerische Angebot der freien Szene ist und bietet Kunstinteressierten einen Fahrplan auch über den Frankfurter Kunstsommer hinaus“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig.

Die Vielfalt der Veranstaltungen im Juli und August reicht von den Open Studios im ATELIERFRANKFURT, das über den Sommer hinweg Stockwerke im Wechsel öffnet, sowie der bewohnten Kunstinstallation Frankfurt B.K.I. in der Seehofstraße 8a. Hier beleuchteten Bea Emsbach, Constanza Weiss, Corinna Mayer, Deniz Alt, Eike Laeuenv, Sandip Shah, Stefanie Trojan und Vesna Bilic das Thema Mensch in sehr unterschiedlichen Facetten – eine spannende Auseinandersetzung mit Sein und Schein.

Mit FFFriedrich ist anlässlich des diesjährigen Städelschuljubiläums ein neuer Off-Space hinzugekommen, der mit Inga Danysz, Ilja Karilampi (ft. Agassi F. Bangura) und Felix Kultau ehemalige Städelstudenten präsentiert.

Der Ausstellungsraum Eulengasse startete mit „TUPEL – geordnete Paare“ ein Drei-Monats-Programm zum Frankfurter Kunstsommer und auch die AusstellungsHalle 1A in der Schulstraße zeigt wöchentlich, jeweils donnerstags, seine „Sommergäste“ mit einer Vernissage.

Auch die Galerie DAS BILDERHAUS präsentiert in einer Gruppenausstellung „Städelschüler x 10“ Arbeiten von Absolventen der Städelschule, die in den Jahren 1956 bis 1989 an der Hochschule studierten. „Das 200-jährige Jubiläum der Städelschule“, sagt Susanne Kujer, Kunstreferentin und Initiatorin des Frankfurter Kunstsommers, „spiegelt sich also an verschiedenen Orten wider und lädt ein, die Kunstszene von ihren Wurzeln ausgehend zu erkunden.“

Mit dem Frankfurter Kunstsommer hat sich das Kulturamt zum Ziel gesetzt, die Frankfurter Off-Szene, die sich mit vielen Einzelveranstaltungen präsentiert, zu bewerben und im Bewusstsein der Frankfurter sowie den Gästen der Stadt zu verankern. Die kostenlose App ist für iOS und Android verfügbar und steht im App- beziehungsweise Play Store als kostenloser Download bereit. Durch die kontinuierliche Inhaltspflege soll sie Kunst- und Kulturinteressierten sowie der Off-Szene selbst über den Frankfurter Kunstsommer hinaus als Künstlerlexikon und Kalender dienen. Die App wird mit der Website www.art-ffm.de begleitet.

Mittwoch, 12. Juli 17
Theater Bielefeld - Saisonauftakt mit AVENUE Q
Darf man eigentlich Witze über Schwule, Verzeihung: Homosexuelle machen? Wozu wird das Internet am häufigsten gebraucht? Was ist rassistisch und was nicht? Die nicht gerade mundfaulen Bewohner der Avenue Q tappen lustvoll in diese Fettnäpfchen der politischen Korrektheit, und sie dürfen das: Schließlich liegt die Avenue Q quasi Ecke an Ecke mit der Sesamstraße und die ist ja bekannt dafür, dass sie ihren Zuschauern auf höchst vergnügliche Weise die Welt erklärt. Puppen und Menschen geben sich in der Avenue Q ein fröhliches Stelldichein und sie tragen ihre ganz alltäglichen Probleme auf der Zunge. Gesungen und getanzt wird buchstäblich bis zum Orgasmus, aber keine Angst: Man muss schon sehr humorlos sein, um hier einen ernsthaften Anschlag aufs Schamgefühl zu befürchten. Solange Daniel Küblböck als Hausmeister die Schlüssel in der Hand hat, hängt in der Avenue Q der Haussegen nie so ganz schief (allerdings auch nicht wirklich gerade).  Princeton landet hier nach seinem Studienabschluss, er ist auf Wohnungssuche und verliebt sich in Kate Monster, die seit Jahren auf den Traumprinzen wartet. Trekkie Monster (nicht verwandt!) verbringt seine Tage und Nächte vor dem Bildschirm, während Christmas Eve und ihr Mann Brian dringend Arbeit brauchen. Rod teilt sich mit Nicky eine Wohnung und hätte gern mehr von ihm, als er sich eingesteht. Lucy D. Schlampe verdreht den Männern gründlich den Kopf, bis sie selbst eine Gehirnwäsche erhält, und wer von uns würde nicht gern mal die kleinen Teufelchen zu Gesicht bekommen, die uns immer so verführerische wie schlechte Ideen einreden? »Willkommen bei den Bullshit-Bären« könnte der Untertitel zur Show heißen, und genau das ist Avenue Q: Eine großartige Show mit Puppen, Menschen, ihren Schicksalen und wunderbar übergriffigen Songs, die – zur Sicherheit – erst ab 16 Jahren empfohlen sind.

Im März 2003 kam das Stück am Broadway heraus und lief dort äußerst erfolgreich bis 2009. Die deutschsprachige Erstaufführung fand 2011 in St. Gallen und die deutsche Erstaufführung 2012 in Mannheim statt – beide übrigens u. a. mit Stefanie Köhm, die Kate Monster auch in der Bielefelder Neuinszenierung spielen wird. Die Songs, die Puppen wie Menschen zu singen haben, bleiben nicht nur im Ohr, sondern verbreiten auch unerschütterlich gute Laune. Willkommen in der Avenue Q!

Premiere: 10. September 17
Stadttheater

Musikalische Leitung:William Ward Murta
Inszenierung: Nick Westbrock nach einem Konzept von Christian Lugerth
Bühne, Kostüme: Udo Herbster
Choreografie: Michaela Duhme

Besetzung:

Princeton / Rod / weitere Rollen: Thomas Klotz
Kate Monster / weitere Rollen: Stefanie Köhm
Brian Martin: Christoph Rönnebeck
Christmas Eve: Anna Mari Takenaka
Daniel Küblböck: Norbert Kohler
Lucy D. Schlampe / Umzugskartons / Lavinia Semmelmöse / weitere Rollen: Michaela Duhme
Nicky / Trekkie Monster / Umzugskartons / Neuankömmling / weitere Rollen: Benedikt Ivo
Bullshit-Bären / Umzugskartons / Ricky / weitere Rollen: Katharina Schutza

Avenue-Q-Band (Jörn Brackelsberg, Arndt Hesse, Adam Laslett/Anahit Ter-Tatshatyan, William Ward Murta, Michael Rossberg, Andreas Scheinhütte)

www.theater-bielefeld.de

Dienstag, 11. Juli 17
#BFinstawalk: Erobert den Grünen Hügel!
Einzigartige Einblicke und außergewöhnliche Fotomotive auf dem Grünen Hügel: Die Bayreuther Festspiele öffnen erstmals ihre Türen für Instagramer und kultur-digitale Natives.

Am 22. Juli 2017 laden wir zu einer besonderen Backstage-Tour durch das Festspielhaus: mythenumwehter Ort, geschaffen vom Komponisten selbst, der legendärste Orchestergraben der Welt und eine Bühne, auf der die Geschichte des Theaters neu geschrieben wurde – und immer noch wird. Vor und hinter der Bühne zeigen wir, wie die Bayreuther Festspiele funktionieren. Dazu gibt es den Besuch der Generalprobe von „Götterdämmerung“ in der Inszenierung des Theatermanns der Stunde Frank Castorf und eine Einführung an der „Rheingold“-Bar seines kongenialen Bühnenbildners Aleksandar Denić.

Anmeldung bis 14. Juli

Die Teilnahme ist kostenlos. Voraussetzung ist ein aktiver Account bei Instagram. Von allen Interessierten werden zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingeladen. Die Anmeldung erfolgt an: socialmedia@bayreuther-festspiele.de.
Das Programm beginnt am 22. Juli, um 12:00 Uhr vor dem Festspielhaus (Festspielhügel 1-2).

Programm:

12:15 Uhr Ein Blick in leeren Zuschauerraum und Orchestergraben
13:00 Uhr Begehung Bühne und Maske
14:15 Uhr Begehung Bühnenbild „Das Rheingold“ auf Probebühne III und Einführung in Frank Castorfs „Der Ring des Nibelungen“ mir Regieassistent Patric Seibert
16:00 Uhr Besuch der Generalprobe „Götterdämmerung“

Dienstag, 11. Juli 17
Theater Magdeburg: Ausverkaufte »West Side Story« auf dem Domplatz
Nach der letzten Vorstellung der »West Side Story« am So. 9. 7. auf dem Domplatz zieht das Theater Magdeburg mit 18 ausverkauften Vorstellungen eine außerordentlich positive Bilanz des DomplatzOpenAirs 2017.


West Side Story
Domplatz Open Air Magdeburg
Vordergrund A.Zetterholm(Tony),M.Schneider(Riff),D.Ojeda(Diesel),S.Luder(Bernardo) und Ensemble
© Andreas Lander

Es ist nicht nur die zeitlos anrührende Geschichte und ein erfahrendes Leitungsteam rund um den Regisseur Gil Mehmert, sondern auch der hochgelobte und talentierte Cast, die die Magdeburger »West Side Story« zu einem großen Erfolg gemacht haben.
Insgesamt standen 18 Vorstellungen auf dem Spielplan des Theaters Magdeburg, die Platz für 22.932 Zuschauer boten. Das DomplatzOpenAir 2017 war bereits vor der Premiere am Fr. 16. 6. ausverkauft. Der wechselhafte Sommer ist auch am Domplatz nicht vorbei gegangen und so musste eine Vorstellung auf Grund des Unwetters vom Do. 22. 6. auf den Di. 4. 7. verschoben werden, was problemlos funktioniert hat – auch die Ersatzvorstellung war ausverkauft.

Kritiker und Zuschauer zeigten sich gleichermaßen begeistert von dem Sommerspektakel vor der historischen Kulisse des Magdeburger Doms:
»Das ist großes, gefühlsbetontes Musiktheater.« (Volksstimme)
»Das Publikum jubelt.« (Mitteldeutsche Zeitung)
»Die Magdeburger Inszenierung gefällt vor allem und ganz besonders durch die starken, sehens- und hörenswerten Darsteller und die tolle Kulisse.« (Avalost)

Im nächsten Jahr steht Andrew Lloyd Webbers beliebtes Rock-Musical »Jesus Christ Superstar« auf dem Spielplan. Die Premiere findet am Fr. 15. 6. 2018, 21.00 Uhr auf dem Domplatz statt.

www.theater-magdeburg.de 

Dienstag, 11. Juli 17
Carmen und die Bettler ~ Vortrag und Diskussion im vorarlberg museum Bregenz
Carmen ist eine der beliebtesten Opern, zu erleben heuer und im nächsten Jahr auf der Seebühne der Bregenzer Festspiele. Das Publikum jubelt der feurigen Spanierin zu – einer „Zigeunerin“. Was, wenn Carmen ein Bettlergewand tragen und in einer der Vorarlberger Innenstädte um Almosen bitten würde? Der Carmen-Regisseur Kasper Holten, der Unternehmer Walter Aigner (Tisca) und die Jazz-Sängerin Dotschy Reinhardt diskutieren über Bühnenwirklichkeit und andere Realitäten.
In Zusammenarbeit mit Bregenzer Festspielen.
Mi, 12. Juli, 19.00 bis 20.30 Uhr

www.vorarlbergmuseum.at

Dienstag, 11. Juli 17
Alle wollen nach Bregenz ~ Es Devlin entwirft Bünhnenbild für Carmen
Ihr Portfolio liest sich wie das Who-is-Who der Pop-, Rock-, Mode- und Theaterwelt. Sie designt Shows für Kanye West, Lady Gaga, Beyoncé, Rolling Stones, Adele und viele mehr. Sie entwirft Bühnenbilder für renommierte Theater- und Opernhäuser weltweit. 2012 gestaltete sie die Abschlussfeier der Olympischen Spiele in London.


Es Devlin
© Bregenzer Festspiele/ Dietmar Mathis

Es Devlin bezeichnet sich selbst als Bregenz-Junkie und wollte hier schon lange arbeiten. Die mehrfach ausgezeichnete Britin gibt Einblicke in ihre Arbeit und verrät unter anderem, warum mit der Umsetzung des Carmen-Bühnenbildes für sie eine sechsjährige Verzweiflungsphase zu Ende gegangen ist.

„Was ich allen sagen möchte – das ist mir sehr wichtig – welche Bedeutung Bregenz für uns Bühnenbildner hat. Für sämtliche Bühnenbildner, mit denen ich jemals gesprochen habe, ist der größte Traum hier einmal arbeiten zu dürfen. Ich arbeite in Los Angeles, New York, London. Und wo wollen alle arbeiten? Hier! In Bregenz! Kanye West, mit dem ich zusammenarbeite, zeigte mir Bilder von André Chenier und sagte ‚Ich möchte so etwas wie das hier‘. Bregenz gilt weltweit als spektakulär. Ich weiß nicht, ob man sich dessen hier bewusst ist.“

Für André Chenier (2011 und 2012 auf der Seebühne) hätte Es, eigentlich Esmeralda, Devlin, schon gerne das Bühnenbild entwickelt. Damals arbeitete sie mit Keith Warner, der André Chenier für die Festspiele inszenierte, zusammen und hoffte auf den Bregenz-Auftrag. „Schon bei dem verflixten André Chenier wollte ich unbedingt dabei sein, aber Keith gab ihn mir nicht. Ich habe quasi eine sechsjährige Verzweiflungsphase durchgemacht. Als Elisabeth mich für Carmen fragte, sagte ich natürlich ja.“

Bühnenbilder werden nach der Aufführung abgebaut, nicht aber in Bregenz. Hier bleibt das Bühnenbild des Spiels auf dem See zumindest zwei Jahre lang stehen. Darin sah Es eine besondere Herausforderung. „Hier verschwindet das Bühnenbild nach der Vorstellung nicht. Es ist ein Zusammenspiel von Kunst und Architektur. Das Bühnenbild ist ein Stück Architektur. Demnach geht es um zwei Dinge beim Bühnenbild: die Geste, und dass diese Geste zwei Jahre lang eingefroren wird. Deshalb sollte es auch die richtige Geste sein.“

Es Devlin findet überall Inspiration, manchmal ist es ein Schatten, der auf einen Vorhang fällt, manchmal sind es ihre Kinder, die ihr neue Einfälle bringen, manchmal ist es der Zufall, der ihr in die Hände spielt, so wie bei Carmen. „Kasper (Holten, Regisseur Carmen) und ich waren in meinem Studio, und wir hatten unzählige Ideen mit verschiedenen Souvenirs – Fächer, Aschenbecher, Stierkämpfer, Schlüsselring, Spielkarten – ausprobiert. Frustriert nahm ich die Spielkarten und warf sie in die Luft. Kasper und ich sahen darin sofort die richtige Geste. Es ist kein Kartentrick, es ist bei dieser Geste nichts geplant, alles wird dem Zufall, dem Schicksal überlassen. Und wenn wir diesen Akt des alles in die Luft-werfens, betrachten, trägt er auch Anarchie und Chaos in sich. Wenn Carmen nicht diese Blume weggeworfen hätte, wenn José nicht an diesem Tag die Blume aufgehoben hätte… Wir wollten anhand des Bühnenbildes die Geschichte von Carmen und José erzählen. Die Geschichte von zwei Menschen, deren Zusammentreffen purer Zufall ist und die sich entschließen, alles, all ihre Regeln hoch in die Luft zu werfen und zu schauen, was passiert. Die Geste steht für die Geschichte der beiden.“

Als Bühnenmagiern und als weltweit führende Bühnendesignerin wird Es Devlin gefeiert. Ihre Magie setzt sie auch im Bühnenbild von Carmen um. „Als wir die Idee mit den Spielkarten hatten, realisierten wir, dass diese fantastische Projektionsflächen abgeben würden. Die Karten bewegen sich vielleicht nicht alle physisch, aber mit Hilfe der Projektionen wird es so aussehen, als würden sie sich drehen, als würden sie geworfen. Sie verändern ihren Charakter im Laufe der Aufführung. Zum ersten Mal werden Projektionen im großen Stil und über die gesamte Dauer der Vorstellung bei den Bregenzer Festspielen zum Einsatz kommen.“

Die Bregenzer Festspiele 2017 finden von 19. Juli bis 20. August statt, Tickets und Informationen unter www.bregenzerfestspiele.com sowie Telefon 0043 5574 4076.

Dienstag, 11. Juli 17
Rheingau Musik Festival Tipp: Gaechinger Cantorey am Freitag zu Gast in der Wiesbadener Lutherkirche
Am kommenden Freitag ist die Gaechinger Cantorey mit herrliche Chormusik und volkstümlicher Seele zu Gast in der Wiesbadener Lutherkirche. Auf dem Programm stehen Werke von Johannes Brahms (Liebeslieder Walzer op. 52; „Ungarische Tänze“ Nr. 2, 4 und 8) und Felix Mendelssohn Bartholdy (Aus Lieder im Freien zu singen op. 48 und op. 59).

Die Gaechinger Cantorey wird begleitet von Hans-Peter & Volker Stenzl am Klavier, die Leitung hat Hans-Christoph Rademann.

„Der ernste, schweigsame Brahms, norddeutsch, protestantisch und unweltlich, schreibt Walzer?“, fragte ungläubig der Musikkritiker Eduard Hanslick, als Brahms ihm 1866 einige Klavierwalzer widmete. Doch eine Stadt löst das Rätsel: Wien. Bereits wiederholt lebte der Komponist in der Walzermetropole und ließ sich von der Volksmusik inspirieren, die auf ihn wie ein Jungbrunnen wirkte, wie die Liebeslieder Walzer vor Ohren führen. Liebe und Leid sind niemals sonst derart anrührend und hinreißend in Walzer-Musik gesetzt worden. Die Gaechinger Cantorey unter Hans-Christoph Rademann schlägt mit tänzerischer Leichtigkeit den Bogen zu Mendelssohn Bartholdy.

Karten & Preise
1. Kategorie: 51,30 €
2. Kategorie: 41,30 €
3. Kategorie: 31,30 €

www.rheingau-musik-festival.de

Dienstag, 11. Juli 17
Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. zum Tode von Peter Härtling
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels trauert um den Schriftsteller, Herausgeber und Journalisten Peter Härtling. 2003 erhielt er für sein Gesamtwerk den Deutschen Bücherpreis, den Vorläufer des Deutschen Buchpreises.

"Mit Peter Härtling verlieren wir einen der bedeutendsten Schriftsteller. In Deutschlands kulturellem Gedächtnis hat er mit seinen gesellschaftspolitischen Romanen, Gedichten und Kinderbüchern deutliche Spuren hinterlassen. Wir werden ihn sehr vermissen.“
Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels

www.boev.de

Montag, 10. Juli 17
Nolde-Schau schließt mit großem Erfolg in Wiesbaden
Gestern ging die Ausstellung der Internationalen Tage Ingelheim, die diesmal nicht an ihrem angestammten Platz in Ingelheim stattfand, zu Ende.
Als Gast im Museum Wiesbaden wurde mit den Grotesken von Emil Nolde eine vollkommen neue, bislang so noch nie betrachtete Facette in seinem Werk gezeigt. Deutlich wurde dabei, dass sich das Groteske und Fantastische als roter Faden durch das gesamtes Schaffen des Expressionisten zieht. Diese Ausstellung, die in enger Kooperation mit der Nolde Stiftung Seebüll verwirklicht werden konnte, zog in nur 10 Wochen über 24.000 Besucher in ihren Bann, allein 1.900 am eintrittsfreien Samstag Anfang Juli.

Der Leiter der Internationalen Tage, Dr. Ulrich Luckhardt erklärte: „Es ist ein seltener Glücksfall, wenn man als Kurator in einem so populären künstlerischen Werk, das vermeintlich als erforscht gilt, ein so zentrales und wichtiges Thema entdecken und der Öffentlichkeit präsentieren kann. Gerade das eher kleine, seit 1959 erfolgreich existierende Format der Internationalen Tage Ingelheim ist hierfür ein idealer Ort neben den großen Museen und Ausstellunghäusern“.

Die Ausstellung „Emil Nolde. Die Grotesken“ wird vom 23. Juli bis zum 15. Oktober 2017 im Buchheim Museum der Phantasie in Bernried am Starnberger See zu sehen sein.

Im kommenden Jahr werden die Internationalen Tage Ingelheim wieder im dann kernsanierten und erweiterten Alten Rathaus von Nieder-Ingelheim stattfinden. Vom 12. August bis zum 21. Oktober 2018 werden unter dem Titel „Skulptur!“ dreidimensionale Werke von Künstlern wie Auguste Rodin, Edgar Degas, Wilhelm Lehmbruck, Alexander Archipenko, Henry Moore, Marino Marini, Alberto Giacometti, Joseph Beuys oder Magdalena Abakanowicz gezeigt, die mit der freigelegten historischen Architektur in einen Dialog treten.

Nach dem Erfolg der Nolde-Ausstellung freut sich das Museum Wiesbaden nun auf sein nächstes großes Expressionismus-Projekt im Herbst, die Ausstellung „Der Garten der Avantgarde“, die der Wiederentdeckung eines der wichtigsten deutschen Sammler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewidmet ist: dem Industriellen Heinrich Kirchhoff und seiner im dritten Reich verlorenen Sammlung deutscher Im- und Expressionisten.

Emil Nolde. Die Grotesken
23.07. – 15.10.2017
Buchheim Museum der Phantasie
Am Hirschgarten 1, 82347 Bernried am Starnberger See

Der Garten der Avantgarde
27.10.2017 – 25.02.2018
Museum Wiesbaden
Friedrich-Ebert-Allee 2, 65185 Wiesbaden

Skulptur!
12.08. – 21.10.2018
Internationale Tage Ingelheim
Altes Rathaus Nieder-Ingelheim, Francois Lachenal Platz 1, 55218 Ingelheim

Montag, 10. Juli 17
Jahrhunderhalle Frankfurt: Letzte MUSIC SNEAK vor der Sommerpause im CLUB
Frankfurt vorerst zum letzten Mal in diesem Sommer seine Türen für die beliebte Konzertreihe Music Sneak. Weiter geht es dann erst wieder im Herbst, am 20. September. Bei der Music Sneak spielen je drei besonders talentierte Musiker oder Bands, die vorher nicht verraten werden. Was am Abend zählt ist das musikalische Können und die Live-Performance. Wer es bisher noch nicht geschafft hat zur Music Sneak in den CLUB der Jahrhunderthalle Frankfurt zu kommen, sollte dies auf jeden Fall am 14. Juli tun. Nicht nur für die Bands sondern auch für die persönliche und stilechte Sixties-Atmosphäre im CLUB lohnt sich der Weg in den Frankfurter Westen allemal.


MUSIC SNEAK
©Kultur- und Kongresszentrum Jahrhunderthalle GmbH

Die Acts des Abends sind im Vorfeld geheim. Pro Show spielen drei aufstrebende Talente – entdeckt und gebucht von den Bookern von ADIEU NAOMI, Nicolas Heckwolf und Marius Bracke. Moderiert wird der Konzertabend vom wohl charmantesten Wortkünstler und Slampoeten Finn Holitzka auf seiner Schaukel im Zentrum des Geschehens. Die kurzweiligen Konzertabende bieten Musikern eine einmalige Gelegenheit,
sich vor experimentierfreudigem und unvoreingenommenem Publikum zu präsentieren. Dabei sind den Musikstilen keine Grenzen gesetzt. Vom Singer- Songwriter über Rap, Elektropop oder Blues Rock kann dort alles passieren.Die Music Sneak ist ein Schmelztiegel für experimentierfreudige Musikliebhaber und Music-Freaks aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet. Die Reihe ist im Laufe der Zeit zu einer festen Größe im Live-Konzertbereich geworden. Wer einmal dabei war, kommt gerne wieder.
Bei gutem Wetter wird es am 14. Juli auch eine Open Air Bühne im Atrium des CLUB´s geben. Grillwurst und kühle Drinks sind schon geordert.

Die Dates:
14. Juli
20. September
Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20 Uhr
VVK: 18 Euro
AK: 20 Euro

www.musicsneak.com

Samstag, 8. Juni 17
Cirque du Soleil übernimmt die Blue Man Group
Der weltweite Unterhaltungsführer Cirque du Soleil gab die Übernahme der New Yorker Blue Man Productions bekannt. Das Live-Entertainment-Unternehmen ist für seine preisgekrönte Blue Man Group Show bekannt, die bereits in über 20 Ländern gespielt wurde und seit 1991 von mehr als 35 Millionen Menschen gesehen wurde. Derzeit werden Shows in New York, Boston, Las Vegas, Chicago, Orlando und Berlin sowie zwei Tournee-Produktionen betrieben.

"Wir wollen unsere Horizonte erweitern, neue Formen der Unterhaltung entwickeln, neue Zielgruppen erreichen und unsere eigenen kreativen Fähigkeiten erweitern. Heute machen wir einen entscheidenden Schritt, um diese Ambitionen zu verwirklichen ", sagte Daniel Lamarre, Präsident und CEO von Cirque du Soleil.

Blue Man Group Mitbegründer Chris Wink: "Jetzt stehen wir am Rande unseres nächsten Kapitels, und wir haben große Ideen für die Zukunft. Nur ein globales kreatives Kraftpaket wie Cirque du Soleil kann uns dabei helfen, unsere Vision zu erreichen. Ihr Engagement für künstlerische Qualität und Originalität ist unvergleichlich und ihre kreativen Ressourcen sind riesig. Es ist eine Ehre, sich mit ihnen zusammenzuschließen."

www.cirquedusoleil.com / www.blueman.com  

Samstag, 8. Juni 17
Erfolgreiche Spielzeit 2016/2017 am Staatstheater Darmstadt
(lifePR) Das Staatstheater Darmstadt zieht eine positive künstlerische Bilanz der zu Ende gehenden Spielzeit 2016|2017: Besondere Spannung entfalteten Tosca (Musikalische Leitung: W. Humburg, Inszenierung: E.-M. Höckmayr), Gounods Faust (M. Nündel, K. Wiegand), Jenufa (W. Humburg, D. Schmeding) und die Zweitaufführung der neuen Oper South Pole (J. Harneit, K. Wiegand). Das Hessische Staatsballett setzte seine Erfolgsgeschichte unter anderem mit Sommernachtstraum (Choreografie: T. Plegge) und dem Doppelabend Rough Lines (I. Serussi, H. Shechter) fort. Höhepunkte im Konzertprogramm waren Mozarts Requiem, Dallapiccolas „Der Gefangene“ dirigiert von Generalmusikdirektor Will Humburg und das Sinfoniekonzert unter der Leitung von Ehrendirigent Hans Drewanz. Das Schauspiel begann aufregend mit Samuel Koch und Christian Klischat als Goethes Faust (Inszenierung: B. Bruinier) und Die Wildente (C. Mehler).

„In Aischylos „Orestie“ entstehen aus Rache und Gemetzel Rechtsstaat und Gewaltenteilung, die den Kreislauf des Mordens beenden. Die Premiere im Februar hatte für mich vor dem Hintergrund des Amtsantritts von Donald Trump und wachsendem totalitären Denken in vielen Staaten eine besondere Kraft“ so Intendant Karsten Wiegand.

Wachsenden Zuspruch fanden die vielen Angebote für Kinder, Jugendliche und die Laienprojekte des Bereiches „Mitmachen und Vermittlung“.

Die positive künstlerische Bilanz spiegelt sich in den Besucherzahlen: In der dritten Spielzeit der Intendanz von Karsten Wiegand kamen 225.500 zahlende Besucherinnen und Besucher zu den Veranstaltungen des Staatstheaters Darmstadt. Damit konnte die Zahl der Gäste gegenüber dem Vorjahr konstant gehalten werden. Die durchschnittliche Platzauslastung betrug 77 %. Zusammen mir etwa 47.600 Gästen bei vielen kostenfreien Veranstaltungen wie dem Eröffnungskonzert, dem Heinerfestkonzert, Einführungen und Publikumsgesprächen besuchten in dieser Spielzeit über 273.100 Menschen des Staatstheater Darmstadt.

www.staatstheater-darmstadt.de

Samstag, 8. Juni 17
Barrelhouse Jazzband bei Jazz im Hof in Wiesbaden am Sonntag, 9.07.2017 ab 11 Uhr  
„Jazz im Hof“ heißt es auch dieses Jahr wieder im Innenhof des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst in Wiesbaden. An neun Sonntagen seit dem 4.6. kann sich das Publikum durch viele Facetten des Genres jammen.

Sie gehören zu den Stammgästen bei Jazz im Hof. Ohne die sieben Mitglieder der Barrelhouse Jazzband ist das Festival im Hof des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst kaum vorstellbar. In diesem Jahr beziehen sie sich in ihrem Programm unter anderem auf ein besonderes Jubiläum: 1917 hat die Original Dixieland Jazz Band in den Vereinigten Staaten Schallplatten-Aufnahmen gemacht, deren Veröffentlichung als die weltweit erste Jazz-Platte gilt. In ihrem Repertoire haben sie daher zwei Titel aus den frühen 20-er Jahren von Joe King Oliver, einer Legende des New Orleans Jazz. In ihrem aktuellen Programm verwandelt die Formation rund um Bandleader Reimer von Essen mit dem Beatles-Hit Let It Be außerdem ein anderes Stück Musikgeschichte in einen Jazz-Titel ihrer Färbung. Dazu tragen Lindy Huppertsberg am Bass, Frank Selten an Saxofonen und Klarinette, Horst Schwarz an Trompete und Posaune, Christof Sänger auf dem Piano, Roman Klöcker an Gitarre und Banjo sowie Michael Ehret am Schlagzeug bei. 

Im Hof des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, Luisenstraße 10 -12 in Wiesbaden machen sie, am 9. Juli zwischen 11 und 14 Uhr, Station. Die Eintrittskarten kosten 14 Euro, ermäßigt 11 Euro sowie für SchülerInnen, Studierende und Auszubildende acht Euro. Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt.

Im Vorverkauf sind die Tickets bei der Galeria Kauhof in Wiesbaden (0611/304808, info@tickets-fuer-rhein-main.de) sowie bei der Ticketbox in Mainz erhältlich (06131/211500, info@ticketbox-mainz.de). Außerdem können Karten auch online direkt beim Veranstalter erworben werden: www.jazz-im-hof.de .

Samstag, 8. Juni 17
Bregenzer Festspiele: Video-Serie Künstlereingang Folge 4 ~ Handarbeit der anderen Art
24 Tänzerinnen und Tänzer wirken bei Carmen mit. Die besonderen Bedingungen der Seebühne stellen höchste Anforderung an ihre Physis. Die Bregenzer Festspiele haben den Physiotherapeuten Marcel Seifert engagiert, der sich mit seinem Team um das Wohl der Künstlerinnen und Künstler kümmert.
In der vierten Folge des „Künstlereingangs“ gibt er Einblicke in seine spezielle Handarbeit.

Immer freitags: kleine Szenen abseits der großen Bühnen
Für Neugierige und all jene, die schon immer mal durch den Künstlereingang ins Festspielhaus gelangen wollten, öffnen die Bregenzer Festspiele in der gleichnamigen Serie per Video ihre Backstage-Pforten.
Von Probenstart bis Ende der Festspielzeit lässt jeweils freitags ein Kurzfilm auf die kleinen Szenen abseits der großen Bühnen blicken. Mitwirkende vor und hinter den Kulissen erzählen in rund zwei Minuten ihre ganz persönlichen Erlebnisse.Auf der Homepage des Festivals unter www.bregenzerfestspiele.com stehen die Videos jeweils ab Freitagnachmittag zum Ansehen bereit.

Samstag, 8. Juni 17
„ttt - titel thesen temperamente" am Sonntag
„ttt - titel thesen temperamente" (hr) kommt am Sonntag, 9. Juli 2017, um 23:05 Uhr im Ersten. Die geplanten Themen:

„ttt": Ein Warlord als Türsteher zwischen Europa und der Hölle ~ Wie die neue „EU-Außengrenze" in Libyen verteidigt wird
Gerade schlagen Europäische Union und die Deutsche Regierung vor, in großangelegten Hilfsmaßnahmen, die Flüchtlinge aus dem Mittelmeer nach Libyen zurück zu bringen. Der Reporter Michael Obert war in der Nähe von Tripolis unterwegs mit hochbewaffneten, selbsternannten Milizen, die mit aufgerüsteten Küstenkontrollbooten tausende Flüchtlinge aus den Booten der Schlepper holen und zurück in libysche Lager zwingen. Im Auftrag der EU. Eine Million Flüchtlinge und Migranten afrikanischer Herkunft sitzen nach Schätzungen der Bundesregierung aktuell an der libyschen Mittelmeerküste fest. Hunderttausende von ihnen wollen in diesem Sommer auf Schlepperbooten nach Europa. Ihre Lage ist desaströs. KZ-ähnliche Verhältnisse herrschten in den Lagern, so ein deutscher Botschafter. Nachdem die internationale Gemeinschaft vor sechs Jahren Diktator Gaddafi weggebombt hat, gibt es eine international anerkannte Übergangsregierung in Tripolis, eine selbsternannte in Tobruk im Osten des Landes, konkurrierende Armeen und den Islamischen Staat, der mehrere Emirate ausgerufen hat.

Michael Obert wurde nun Augenzeuge des Dilemmas, in dem die europäische Interessenspolitik steckt. Denn die libysche Küstenwache der Übergangsregierung wird mit Hilfe der EU zum Türsteher der Festung Europa aufgebaut, obwohl die Verhältnisse völlig unkontrollierbar sind. Darf man diese zynische Seenotrettung einem Bürgerkriegsland überlassen, das über keinerlei Rechtsstaatlichkeit verfügt? Darf man Flüchtlinge abfangen, bevor sie die rettenden Hilfsschiffe erreichen? Wissentlich Migranten in Lager rückführen, in denen Menschen wie Tiere gehalten werden?

„ttt" trifft Michel Obert und spricht mit dem UN-Sonderbeauftragten für Libyen, Martin Kobler.

Außerdem bei „ttt":

Soviel Protest war noch nie. Nach G20: Wohin mit Wut und Frust? „ttt" trifft den Soziologen Harald Welzer und fragt nach den Perspektiven für eine gelingende globale Zukunft.

Preisgekrönte Literatur aus dem Kongo. „Tram 83" von Fiston Mwanza Mujila: „ttt" trifft den kongolesischen Autor in seiner Wahlheimat Graz und spricht mit ihm über den Kongo, sein Leben als afrikanischer Literat in Europa, über Flüchtlinge und den „Marshallplan für Afrika".

Moderne afrikanische Kunst in der Pariser „Fondation Louis Vuitton". Warum Jean Pigozzi die weltgrößte Sammlung zusammengetragen hat: „ttt" hat die Ausstellung in der Fondation Louis Vuitton besucht und den Millionenerben Jean Pigozzi in Paris getroffen.

„Lorde" - David Bowie nannte sie „die Zukunft der Musik. Jetzt ist sie 20 und veröffentlicht ihr zweites Album „Melodrama": „ttt" hat Lorde in Köln getroffen und mit ihr gesprochen, über ihre Musik und das, worauf sie ihr Leben aufbaut, ihren „selbstverständlichen Feminismus".

Im Internet unter www.DasErste.de/ttt

Moderation: Max Moor
Redaktion: Edith Lange, Christine Romann und Anke Schnackenberg (hr)

Samstag, 8. Juni 17
Heiteres Spiel mit viel Witz und Humor: Spielleiterin der Semperoper Dresden inszeniert die komische Oper „Der Liebestrank“ bei den Schlossfestspielen Zwingenberg
Sofort schwer verliebt war die Regisseurin Angela Brandt, als sie vor einigen Tagen zusammen mit Intendant Rainer Roos bei strahlendem Sonnenschein das erste Mal Schloss Zwingenberg besuchte. „Ein wundervolles Ambiente, das ideal zum heiteren Spiel der italienischen Oper passt“, so das Urteil Brandts über die Spielstätte. Ein klein wenig fühlte sie sich also wie ihr Nemorino in Gaetano Donizettis komischer Oper „Der Liebestrank“, die am 28. Juli bei den Schlossfestspielen Premiere feiern wird. Doch bis es soweit ist, liegen arbeitsintensive Wochen vor Brandt und Roos. „Wir werden die zeitlose Geschichte um die kleinen und großen Schwächen verliebter junger Menschen mit viel Witz und Humor in Szene setzen und den Geist einer turbulenten italienischen Nacht nach Zwingenberg holen“, sagt Brandt, die im Hauptberuf Spielleiterin an der Semperoper Dresden ist. Wie das funktionieren soll, dazu sind im Vorfeld schon viele konzeptionelle Lösungen entstanden, die jetzt vor Ort zusammengeführt und weiterentwickelt werden.


Inszeniert die komische Oper „Der Liebestrank“
bei den Schlossfestspielen Zwingenberg: Angela Brandt
© Künstlerin

Auch Intendant Rainer Roos, zuständig für die musikalische Leitung, freut sich darauf, den „Liebestrank“ erstmals auf die Zwingenberger Bühne zu bringen: „Mit Angela Brandt haben wir eine international erfahrene Regisseurin, die Oper lebt und deren Arbeit uns alle verzaubern wird.“ Nicht weniger froh ist Roos, dass er für die Leitung des Chores Karsten Huschke, Ersten Kapellmeister aus Koblenz und ehemaligen Intendanten der Schlossfestspiele, gewinnen konnte. Die weibliche Hauptrolle übernimmt die Zwingenberg-erfahrene Xenia von Randow, 2016 das Ännchen im „Freischütz“, der Tenor Thembi Nkosi gibt den Nemorino. Hochkarätig komplettiert wird das Ensemble durch Kai Preußker, den „Kaspar“ des letzten Jahres, als Belcore sowie Gereon Grundmann (Dulcamara) und Pauline Gropp (Gianetta). Mitwirken wird auch wieder die Showturngruppe "Exotica" aus Mosbach-Neckarelz, die nach zwei Jahren im Musical in die Oper wechselt.
Sehr zufrieden mit dem Team ist Angela Brandt, die ihre ganze Erfahrung einbringen will. Diese hat Brandt während ihres Studiums der Musikwissenschaft und Opernregie in Berlin gesammelt, genauso wie während ihrer weiteren Stationen als Dramaturgin in Chemnitz, als Regieassistentin an der Komischen Oper Berlin und als Co-Regisseurin und Regisseurin an Opernhäusern in Deutschland und Europa. Hochgelobt wurde unter anderem 2014 ihre Inszenierung von Richard Strauß „Feuersnot“ im Dresdner Schloss. Seit dem Jahr 2000 ist Brandt an der Semperoper tätig und betreut zudem Projekte in Afrika.

Bei den Schlossfestspielen kommt der „Der Liebestrank“ am 28., 29. und 30. Juli zur Aufführung. Karten gibt es online unter www.schlossfestspiele-zwingenberg.de und bei den Touristeninformationen in Mosbach, Eberbach, Buchen, Walldürn, Neckargemünd und Bad Rappenau. Ausführliche Hintergrundinformationen sind auf der Webseite der Festspiele, dem Facebook-Auftritt wie auch bei allen Vorverkaufsstellen hinterlegt.

Freitag, 7. Juli 17
Friedrichstadt-Palast Berlin: Senat verlängert vorzeitig Vertrag mit Intendant Dr. Berndt Schmidt ~ Bisher erfolgreichstes Halbjahres-Ergebnis ~ Senator Dr. Klaus Lederer neuer Vorsitzender des Aufsichtsrates
Dr. Berndt Schmidt (53) bleibt bis 2024 Intendant und Geschäftsführer des Friedrichstadt-Palastes in Berlin. Der Aufsichtsrat verlängerte den noch bis Mitte 2019 laufenden Vertrag vorzeitig. Senator Dr. Klaus Lederer, neuer Aufsichtsratsvorsitzender des Palastes, gratulierte zudem zu den besten Halbjahreszahlen seit der Wiedervereinigung.

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Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa, und Intendant Dr. Berndt Schmidt
Foto: Patricia Kalisch

„Mit 272.225 Gästen in den ersten sechs Monaten bleibt der Friedrichstadt-Palast die meistbesuchte Bühne der Stadt – das freut mich außerordentlich“, teilte Dr. Klaus Lederer mit. Der Senator für Kultur und Europa ist seit 8. Mai neuer Vorsitzender des Aufsichtsrates des landeseigenen Theaters. „Ich freue mich für Berndt Schmidt und das ganze Ensemble des Palastes. Die ausgezeichnete künstlerische Arbeit, die in Zukunft fortgesetzt werden soll, und die tolle Leistung der gesamten Einrichtung, waren Motivation für die vorzeitige Vertragsverlängerung.“

Dr. Berndt Schmidt, Intendant des Palastes und Produzent der aktuellen Erfolgsshow, freut sich über die Fortsetzung der Zusammenarbeit: „Das ist nach wie vor ein Traumjob für mich. Es ist eine Freude, für das Land Berlin zu arbeiten, für diesen wunderschönen Betonklotz namens Friedrichstadt-Palast und vor allem ist es eine Freude und Ehre mit diesem Ensemble zu arbeiten. Ich sehe das Angebot der Vertragsverlängerung auch als Anerkennung dafür, was wir alle gemeinsam erreicht haben.“

Schmidt übernahm die Leitung des Hauses am 1. November 2007. Lag damals der Ticketumsatz in seinem 1. Halbjahr 2008 noch bei 4,5 Mio. Euro und die Auslastung bei 46 Prozent, waren es in den ersten sechs Monaten 2017 mit 14,04 Mio. Euro über drei Mal so viel und die Auslastung lag mit 94,4 Prozent mehr als doppelt so hoch wie 2008.

Im bisherigen Rekordhalbjahr 2013 besuchten 254.194 Gäste (ohne Freikarten) Vorstellungen des Hauses (Auslastung 90,8 Prozent, Ticketumsatz 12,99 Mio. Euro). Im Vorjahr kamen in den ersten sechs Monaten 224.520 Gäste (Ticketumsatz 9,74 Mio. Euro, Auslastung 83,3 Prozent).

Gesunde Umsätze sind wichtig für die Existenzsicherung des Hauses und seiner 280 Arbeitsplätze. Allerdings ist es der größten Bühne des Landes Berlin auch ein Anliegen, dass möglichst viele Menschen, auch mit sehr schmalem Geldbeutel, die Shows erleben können. Im ersten Halbjahr 2017 wurden daher 17.712 Tickets an Charity-Organisationen wie Berliner Tafeln, Kinderhilfseinrichtungen, Hospize oder Betreuungsorganisationen vergeben. 1.979 berlinpass-Inhaber*innen konnten Karten für drei Euro erwerben. Den berlinpass vergibt der Berliner Senat auf Antrag an sozial Benachteiligte. Für die am 1. Juli gestartete Initiative #PalastFürAlle wurden bisher 1.251 Karten zu fünf Euro gebucht. Sie basiert auf Vertrauen; die soziale Bedürftigkeit muss nicht nachgewiesen werden. Eintragen kann man sich unter www.palast.berlin/fueralle

Trotz dieser hohen Zahl an vergünstigten Tickets (7 Prozent der Gesamttickets) wurde der durchschnittliche Kartenwert (Mittelwert aus Grand Shows und Kindershows) in den ersten sechs Monaten auf 51,58 Euro gesteigert (z. Vgl. Rekordjahr 2013 51,14 Euro und im Vorjahr 43,37 Euro). Der Kartendurchschnittswert der THE ONE Grand Show allein (ohne Kindershow) lag bei 55,40 Euro. Soziales Engagement und solides Wirtschaften schließen sich also nicht zwangsläufig aus.

THE ONE Grand Show ist die erfolgreichste Neuproduktion Berlins und die erfolgreichste Produktion in der 98-jährigen Geschichte des Palastes. Seit der Premiere im Oktober 2016 wurden bereits eine halbe Million Tickets verkauft. 94 Prozent der Gäste auf dem Empfehlungsportal TripAdvisor und 96 Prozent auf Facebook bewerten die Revueshow positiv. Die 500 Kostüme entwarf Stardesigner Jean Paul GAULTIER. Die renommierte New York Times empfiehlt den Palast als „Must-See in Berlin“. Die Produktion spielt noch bis Juli 2018.

Infos zu THE ONE Grand Show: www.palast.berlin/THEONE
Show-Trailer (1 Minute): www.youtube.com/watch?v=H2XkfMtkrew

Freitag, 7. Juli 17
Modellprojekt „Kulturkoffer“: 13 Projekte für junge Leute erhalten rund 146.000 Euro
Hessens Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat gestern die 13 Projekte aus ganz Hessen bekannt gegeben, die Förderbescheide aus dem Modellprojekt „Kulturkoffer“ in Höhe von insgesamt rund 146.000 Euro erhalten. Der „Kulturkoffer“ soll Kindern und Jugendlichen aus ganz Hessen mit den unterschiedlichsten Veranstaltungen kostenlose und kostengünstige kulturelle Angebote ermöglichen.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Wir möchten Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer Herkunft, ihres Wohnorts oder Umfelds kulturelle Teilhabe und Zugang zu Kunst und Kultur ermöglichen. Denn vielfältige kulturpädagogische und künstlerische Angebote bereichern den Alltag unserer Kinder und bieten ihnen nachhaltige positive Impulse für ihre Persönlichkeitsentwicklung. Deshalb haben wir für den Kulturkoffer im Landeshaushalt bis einschließlich 2018 Fördermittel in Höhe von rund vier Millionen Euro eingestellt.“

In der diesjährigen Ausschreibungsrunde wählte eine unabhängige Jury aus allen eingereichten Anträgen 13 Projekte zur Förderung aus, die das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst nun bewilligt hat.

„Wir wollen vor allem die Angebote für Kinder und Jugendliche abseits der Ballungsräume, in strukturschwachen Regionen und auf dem Land ausbauen. Daher lade ich alle Kulturakteure sowie Stiftungen, Kommunen und Landkreise dazu ein, mit innovativen Ideen unsere kulturelle Bildungslandschaft gemeinsam mit uns weiterzuentwickeln“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein.

Die 4. Ausschreibung für Projekte im Jahr 2018 startet voraussichtlich im Herbst 2017. Partner des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst beim Projekt „Kulturkoffer“ ist die Landesvereinigung Kulturelle Bildung Hessen e.V.. Der Verein betreut als Koordinierungsstelle die Ausschreibung und Abwicklung des Förderprogramms.

Alle Informationen rund um die aktuelle Ausschreibung und den Kulturkoffer unter: www.kulturkoffer.hessen.de

Donnerstag, 6. Juli 17
15.000 Euro für den Pianisten Ben Kim ~ LOTTO-Förderpreis des Rheingau Musik Festivals 2017 verliehen
Vorgestern Abend wurde der amerikanische Pianist Ben Kim im Anschluss an sein Klavierrezital mit dem LOTTO-Förderpreis des Rheingau Musik Festivals ausgezeichnet. Der von der hessischen Lotteriegesellschaft seit 2009 jährlich gestiftete Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und wird jährlich an ein außergewöhnliches junges Nachwuchstalent des Rheingau Musik Festivals verliehen. „Wer bereits an der Spitze steht, wird in der Regel mit Auszeichnungen überhäuft. LOTTO Hessen aber möchte ausdrücklich besondere Nachwuchstalente auszeichnen, um ihnen den Weg nach oben zu erleichtern“, beschreibt Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer von LOTTO Hessen, die Intention des Preises.

Den Scheck über 15.000,- Euro und die Skulptur überreichte LOTTO-Fee Franziska Reichenbacher. Michael Herrmann gab als Preis noch einen Klavierabend auf Sylt dazu.

Jury
Die Jury des LOTTO-Förderpreises setzt sich zusammen aus Christoph Eschenbach, derzeit Generalmusikdirektor des National Symphony Orchestra sowie Generalmusikdirektor des John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington D.C., dem Intendanten und Geschäftsführer des Rheingau Musik Festival, Michael Herrmann, Dr. Heinz-Georg Sundermann von LOTTO Hessen und den Programmmitarbeitern des Rheingau Musik Festivals.

Jurybegründung
Ihre Wahl des Preisträgers begründen sie wie folgt: „Seine brillante Technik und sein unglaubliches Gespür für interpretatorische Feinheiten sind eine Selbstverständlichkeit. Dass er aber seine Inspiration auf hochalpinen Klettertouren findet oder aus dem ganz normalen Leben schöpft, macht ihn zu einer der wohltuendsten Ausnahmeerscheinungen unter den Pianisten seiner Generation. So viel Natürlichkeit, sympathische Ausstrahlung und angenehme Bescheidenheit gepaart mit größter Virtuosität erlebt man nur sehr selten bei einem Spitzenmusiker.“

www.rheingau-musik-festival.de

Donnerstag, 6. Juli 17
Geänderte Moderation beim "Global Citizen Festival": Barbara Schöneberger und Linda Zervakis präsentieren "Pop trifft Politik"
Bereits am Vorabend des G20-Gipfels sind Spitzenpolitiker aus aller Welt zu Gast in Hamburg. Der perfekte Anlass für Global Citizen, eine Organisation engagierter Bürger, bei einem Festival mit Superstars aus der Musikszene für ihre Anliegen zu trommeln: eine gerechtere Welt für alle zu schaffen z.B. durch bessere Bildung für Frauen, eine funktionierende Gesundheitsversorgung in notleidenden Ländern, weniger Armut. Coldplay, Shakira, Pharrell Williams, Herbert Grönemeyer, Elli Goulding, Lena und Andreas Bourani treten in der Arena im Hamburger Volkspark auf, um für diese Ziele zu werben. Wer an Global-Citizen-Aktionen teilnimmt, hat die Chance, Tickets für das Festival zu bekommen. Den Großteil der Karten kann man nicht kaufen.
Spitzenpolitiker aus aller Welt haben sich bereit erklärt, zwischen den Music-Acts am Vorabend des Gipfels auf der Bühne ihre Vorstellungen zu schildern, wie sich die Welt gerechter gestalten ließe. Neben dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau, der norwegischen Regierungschefin Erna Solberg, dem argentinischen Präsidenten Mauricio Macri und dem deutschen Außenminister Sigmar Gabriel kommen u. a. die jesidische Menschenrechtlerin Nadja Murad, der neue Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Ghebreyesus, und Weltbank-Präsident Jim Kim.

Das Erste zeigt am Abend des 6. Juli in einer einstündigen Zusammenfassung um 23.05 Uhr Höhepunkte des Konzerts. Durch die Sendung führen Barbara Schöneberger und "Tagesschau"-Sprecherin Linda Zervakis. Auch das NDR Fernsehen plant Ausschnitte aus dem Konzert sowie Live-Schalten, u. a. im „NDR//Aktuell extra: G20 in Hamburg" um 20.15 Uhr. Der ARD-Digitalsender One überträgt das komplette Festival live von 19.00 Uhr bis 22.30 Uhr.

Auch im Radio gibt es das gesamte Festival live: NDR 2 überträgt von 19.00 Uhr bis voraussichtlich 22.50 Uhr und stellt das Konzert auch allen Radiosendern der ARD sowie den Mitgliedssendern der Europäischen Rundfunk-Union (EBU) zur Verfügung. Peter Urban und Elke Wiswedel kommentieren die Übertragung. Sie zählen zu den bekanntesten Radio-Persönlichkeiten Norddeutschlands.

Reporterinnen und Reporter des NDR Hörfunks berichten bereits seit gestern für die Radioprogramme der ARD von dem Festival. NDR 2 wird die Nutzerinnen und Nutzer auch in den sozialen Medien über alle Entwicklungen und Höhepunkte der Veranstaltung informieren. Außerdem ist sie im Video-Livestream auf www.NDR.de/ndr2 zu sehen.

Donnerstag, 6. Juli 17
Ruhrtriennale: Elfriede Jelinek schreibt exklusiv für „Kein Licht. (2011/2012/2017)“ über Politik Donald Trumps
Neuer Text mit dem Titel „Der Einzige, sein Eigentum (Hello darkness, my old friend)“ thematisiert US-Atom- und Klimapolitik – erstmals zu sehen bei der Ruhrtriennale
Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek hat einen neuen Text über die US-Klima- und Atompolitik geschrieben, der ab dem 25. August 2017 bei der Ruhrtriennale in Duisburg zur Aufführung kommen wird. Damit erweitert sich die bisher geplante Musiktheaterproduktion „Kein Licht.“ um eine aktuelle Fortschreibung, die der neue Untertitel aufgreift: „Kein Licht. (2011/2012/2017)“.

Der etwa 50-seitige neue Text von Elfriede Jelinek trägt den Titel „Der Einzige, sein Eigentum (Hello darkness, my old friend)“. Darin behandelt die Autorin, wie US-Präsident Donald Trump als „Der König“ mit dem Weltklima und mit Atomenergie spielt. Dieser Zusatztext ist somit der vierte Teil des Stücks „Kein Licht.“, in dem Elfriede Jelinek ein Geisterszenario nach dem atomaren Super-GAU schildert und an dem sie seit dem Nuklearunfall von Fukushima 2011 weitergeschrieben hat. Die Entstehung der aktualisierten Gesamtversion wird im neuen Untertitel deutlich: „Kein Licht. (2011/2012/2017)“. 2012 veröffentlichte Jelinek die Teile „Prolog?“ und „Epilog?“, in denen unter anderem eine Trauernde an den Ort des Geschehens zurückkehrt und durch eine apokalyptische Landschaft streift. Jelineks neuer Text ist sichtlich geprägt von der Angst um einen neuen Atomkrieg seit den Verlautbarungen Trumps: „It would be wonderful, a dream would be that no country would have nukes, but if countries are going to have nukes, we’re going to be at the top of the pack“, ließ Trump im Februar 2017 verlautbaren („Es wäre wundervoll, ein Traum, wenn kein Land Nuklearwaffen besäße, aber wenn Länder Nuklearwaffen haben, werden wir an der Spitze der Bande sein.“). Jelineks „Der Einzige, sein Eigentum (Hello darkness, my old friend)“ ist inspiriert von der Kehrtwende der neuen US-Regierung beim Umwelt- und Klimaschutz und zeigt einen König ohne Vorbild, ohne Maß und Verstand. Der Text wurde exklusiv für das Projekt verfasst.

Das Musiktheater „Kein Licht. (2011/2012/2017)“ wird inszeniert vom Jelinek-Spezialisten Nicolas Stemann (designierter Intendant des Schauspielhauses Zürich). Die Produktion ist eine neue Opernform des französischen Komponisten Philippe Manoury, bei der u. a. auch die Schauspielerin Caroline Peters mitwirken wird. Nicolas Stemann: „Der neue Text von Jelinek ist erst vor wenigen Wochen entstanden, konnte aber noch in die Komposition von Philippe Manoury einfließen. Das spricht sehr für das Work-in-progress-Verfahren, das wir für dieses Musiktheaterprojekt gewählt haben. Jelinek führt darin die Diskrepanz zwischen technischem Potenzial und der Beschränktheit menschlicher Vernunft beunruhigend vor Augen.“
 
Ruhrtriennale-Intendant Johan Simons, der als Regisseur auch bereits mehrere Jelinek-Dramen uraufgeführt und eine enge Arbeitsbeziehung zu der Schriftstellerin hat: „Ich freue mich sehr auf diesen neuen Text von Elfriede Jelinek. Ich habe ihn zwar noch nicht gelesen, aber ich bin mir sicher, dass Donald Trump für Jelinek der unsexieste Mann überhaupt ist. Man muss sich nur mal seinen Mund anschauen – und dann noch alles das, was aus diesem Mund herauskommt!“
 
„Kein Licht. (2011/2012/2017)“ hat am 25. August 2017 Weltpremiere in der Gebläsehalle des Landschaftspark-Duisburg Nord. Weitere Vorstellungen finden am 26. und 27. August sowie am 01., 02. und 03. September 2017 statt. Tickets sind online erhältlich unter www.ruhrtriennale.de. Alle Vorverkaufsstellen finden Sie unter ruhr3.com/vvk. Informationen über die Produktion „Kein Licht. (2011/2012/2017)“ sind erhältlich unter ruhr3.com/kei.

 
Eine Produktion der Opéra Comique in Koproduktion mit der Ruhrtriennale, Festival Musica de Strasbourg, Opéra national du Rhin, Kroatisches Nationaltheater Zagreb, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg, , IRCAM - Centre Pompidou, United Instruments of Lucilin, Münchner Kammerspiele und 105 individuellen Geldgebern.Mit Unterstützung von Fond de Création Lyrique, Impusl neue Musik und Fedora Preis 2016.

www.ruhrtriennale.de

Mittwoch, 5. Juli 17
HOLIDAY ON ICE entdeckt ATLANTIS: neue Arena-Produktion startet in kommender Winter-Saison
Das Original aller Eiskunstshows eröffnet die Tour 2017/2018 mit einer Hommage an ein versunkenes Paradies: Die Zuschauer erwartet Eislaufkunst auf höchstem Leistungsniveau als „utopisches Entertainment-Erlebnis“ in über 90 Shows und 13 deutschen Städten.


HOLIDAY ON ICE entdeckt ATLANTIS
© HOLIDAY ON ICE

Willkommen in dem wohl prachtvollsten, reichsten und zauberhaftesten Inselreich aller Legenden: Atlantis, das in nur einer Nacht und an einem Tag mit all seinen Bewohnern im Meer versank. Bis heute beflügelt der Mythos den Entdeckergeist von Wissenschaftlern und Historikern – und unsere Phantasie. Das Produktionsteam von HOLIDAY ON ICE inszeniert die Legende für die im November beginnende Tour-Saison erstmalig als Eiskunstshow. Ein Cast von 35 internationalen Profiläufern, ausgebildet in Eis- und Luftakrobatik, wird Momentaufnahmen aus Leben und Liebe in Atlantis in Über- und Unterwasser-Szenerien zum Leben erwecken.

„Die Legende von Atlantis birgt einen unglaublichen Ideen-Fundus für alle entscheidenden Aspekte einer mitreißenden Live-Show auf Eis: Dramaturgie, Choreographie, Kostüme, Szenerie und Musik“, beschreibt Robin Cousins, Creative Director und Choreograph, seine Faszination an dem Projekt. „Nicht zuletzt durch die technische Perfektion unserer Läufer wird die Reise in dieses magische Reich über und unter Wasser zu einem einzigartigen Erlebnis für die Zuschauer.“

„Mit Blick auf das nahende 75-jährige HOLIDAY ON ICE Jubiläum im kommenden Jahr konzentrieren wir uns wieder ganz auf unsere Originalität und größte Stärke: Ein, wenn man so will ‚utopisches Entertainment-Erlebnis‘, das Können und Leidenschaft unserer Eiskünstler mit allen Mitteln der Bühnenkunst spektakulär in Szene setzt“, so Peter O’Keeffe, CEO von HOLIDAY ON ICE. Details zum Showkonzept, dem Kreativteam und dem Cast von „HOLIDAY ON ICE präsentiert ATLANTIS“ werden in den kommenden Wochen bekannt gegeben.


Tourplan HOLIDAY ON ICE präsentiert ATALNTIS 2017/2018
Grefrath
: 30.11.2017 – 03.12.2017 (Grefrather EisSport & EventPark)
Rostock: 07.12.2017 – 10.12.2017 (StadtHalle Rostock)
Hannover: 14.12.2017 – 17.12.2017 (TUI Arena)
Leipzig: 21.12.2017 – 27.12.2017 (Arena Leipzig)
Essen: 29.12.2017 – 02.01.2018 (Grugahalle)
Frankfurt: 04.01.2018 – 08.01.2018 (Festhalle)
Düsseldorf: 11.01.2018 – 14.01.2018 (Mitsubishi Electric HALLE)
Dortmund: 19.01.2018 – 21.01.2018 (Westfalenhalle 1)
Stuttgart: 25.01.2018 – 28.01.2018 (Porsche Arena)
Mannheim: 02.02.2018 – 04.02.2018 (SAP Arena)
Hamburg: 09.02.2018 – 11.02.2018 (Barclaycard Arena)
Zwickau: 15.02.2018 – 19.02.2018 (Stadthalle)
Köln: 24.02.2018 – 25.02.2018 (LANXESS arena)

Tickets und Infos zur Show: www.holidayonice.de
Ticket-Hotline 01805-4414 (€ 0,14/Min. aus dem dt. Festnetz, Mobil max. € 0,42/Min)
Tickets für HOLIDAY ON ICE sind ab 24,90 € erhältlich. Für Kinder ab 14,90 €.

Mittwoch, 5. Juli 17
Disneys Monumentaler Klassiker DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME kommt nach Stuttgart
Das Stuttgarter Publikum kann sich auf die nächste Großproduktion freuen: Disneys DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME zieht Anfang kommenden Jahres ins Stage Apollo Theater ein – mit monumentaler Musik und beeindruckenden Songs. Zum ersten Mal hebt sich am 18. Februar 2018 der Vorhang für Quasimodo im Paris des 15. Jahrhunderts.


Disneys GLÖCKNER VON NOTRE DAME wird ab Anfang kommenden Jahres
im Stuttgarter Stage Apollo Theater zu erleben sein

Foto: Johan Persson © Disney

„Mit ,Der Glöckner von Notre Dame‘ kommt in Stuttgart ein Klassiker auf die Bühne – stimmgewaltig, bewegend und mit einem überraschenden Finale“, kündigt Jürgen Marx, Area Director Süd/West, an – ohne vorab Details zu dem eindrucksvollen Stück zu verraten.

Das opulente Werk stammt aus der Feder eines international preisgekrönten Kreativteams. Als Grundlage diente, wie beim Zeichentrickfilm der Disney-Studios, die frühere Inszenierung. Broadway Produzent und Autor Peter Parnell verfasste das Buch, Erfolgs-Autor Michael Kunze hat es für die deutsche Bühne übersetzt. Die Kompositionen der mehrfachen Oscar-Preisträger Alan Menken und Stephen Schwartz bringen sehr emotionale Songs auf die Bühne. Damit begeistert zum einen ein 24-köpfiger Chor, der Teil der Inszenierung ist und zum anderen das Live-Orchester – die gemeinsam Abend für Abend die berühmte Geschichte musikalisch erzählen.

„Nach ,Tarzan‘ und ,Mary Poppins‘ ist das Musical ,Der Glöckner von Notre Dame‘ die dritte Großproduktion aus dem Hause Disney im Stage Apollo Theater. Somit führen wir die langjährige, erfolgreiche Partnerschaft weiter, über die wir sehr glücklich sind“, berichtet Jürgen Marx.

Disneys DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME ist die dramatisch-romantische Liebesgeschichte des buckeligen Glöckners Quasimodo. Der Ausgestoßene wächst im Glockenturm der Pariser Kathedrale Notre Dame heran, abgeschirmt von der Außenwelt. Ein Straßenfest lockt ihn auf den Platz vor die Kirche, wo er von der feiernden Menge zunächst bestaunt, aber anschließend an den Pranger gestellt wird. Einzig Esmeralda hat Mitleid und befreit Quasimodo. Als sich der Zorn gegen die Zigeunerin richtet, die auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden soll, bietet ihr Quasimodo Asyl im Kirchturm. Damit stellt er sich aber gegen seinen Ziehvater, den Domprobst Frollo... Eine Geschichte um Liebe, Hass und Leidenschaft baut sich auf, aus der es kein Entrinnen gibt.

Die letzte Vorstellung von MARY POPPINS findet am 28.01.2018 statt.

Dienstag, 4. Juli 17
Szenische Erstaufführung von Rossinis Oper „Il viaggio a Reims“ in Berlin ~ Unter der künstlerischen Leitung von Errico Fresis und Frank Hilbrich führt die UdK Berlin eine Reise auf, die gar nicht stattfindet
Szenische Erstaufführung in Berlin: Am 6. und 7. Juli feiert die Oper „Il viaggio a Reims“ (Die Reise nach Reims) von Gioachino Rossini unter der musikalischen Leitung von Errico Fresis und der Regie von Frank Hilbrich Premiere im UNI.T, dem Theater der Universität der Künste Berlin. Angesichts der aufwändigen Besetzung mit 16 Solistinnen und Solisten ist eine Aufführung dieser vom Komponisten so genannten „szenischen Kantate“ eine Seltenheit. Rossinis Komposition aus anspruchsvollen Arien, großen Ensembles und atemberaubenden Crescendi, den Tempobeschleunigungen, die ihn seit dem „Barbier von Sevilla“ zum Starkomponisten seiner Zeit machten, gipfelt in „Il viaggio a Reims“ in einem Ensemble für 14 Solisten.

Tatsächlich stellt „Il viaggio a Reims“, eine eigens für die Feierlichkeiten zur Krönung Charles X. komponierte und 1825 uraufgeführte Oper, einen Höhepunkt in Rossinis Laufbahn dar. In diesem Einakter materialisiert sich Rossinis tiefgründiger, äußerst italienischer Witz und sein liebevoll spöttelndes Selbstverständnis. Dargestellt wird eine Reise nach Reims zur Krönung des französischen Königs, die niemals stattfindet. In einem Hotel irgendwo in der französischen Provinz warten aus halb Europa gestrandete Menschen auf ihre Weiterreise nach Reims. Doch es gibt keine Pferde mehr, und damit kein Vor und kein Zurück. Die Reisenden treten auf der Stelle, verlieren sich in Hysterie, Streit und Skurrilitäten und feiern letztendlich die Krönung im Hotelgarten auf sehr bizarre Art: mit den nationalen Gesängen ihrer Heimatländer.

Was Gioachino Rossini und sein Textdichter Giuseppe Luigi Balloco in ihrer „szenischen Kantate“ auf faszinierende Weise erstellen, ist gleichermaßen eine Groteske wie ein Vorgriff auf das absurde Theater des 20. Jahrhunderts. Es ist ein Spiel mit den Realitäten der damaligen Zeit. Und doch berührt es auf verblüffende Weise auch die unsrige. Ohne eine eigentliche Handlung zu erzählen, machen die Autoren den Stau der Menschen und Mentalitäten Europas selbst zum Thema. Und sie finden keinen Ausweg, keine Lösung. Rossini erfindet ein rasendes Musiktheater als Ausdruck einer stehen gebliebenen Zeit.

Die Besonderheit der Opernproduktionen der UdK Berlin ist die studiengangübergreifende Arbeit: Während das Symphonieorchester der UdK Berlin die Opernsängerinnen und -sänger begleitet, erarbeiten die Studiengänge Bühnenbild und Kostümbild die Ausstattung.


Szenische Erstaufführung von Rossinis Oper „Il viaggio a Reims“ an der UdK in Berlin
© Daniel Nartschick

Oper von Gioachino Rossini: Il viaggio a Reims (Die Reise nach Reims)
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung: Errico Fresis
Regie: Frank Hilbrich
Bühne: Jezi Tay
Kostüme: Nuria Heyck und Anna Philippa Müller
Mit: Stelina Apostolopoulou / Natalia Labourdette, Ksenia Chubunova / Anna Schors, Hyelim Jo / Mengqi Zhang, Victoria Cox Casanova / EunJi Oh, Daniel Arnaldos / Alexander Fedorov, SeungYeop Lee / Linard Vrielink, HyunMin Kim / YooHan Lee, TaeJong Kim / Israel Martin dos Reis, Matwej Korshun / Daniel Nicholson, Jonas Bo¨hm / Ren Fukase, Christoph Brunner / Emmanouil Papadopoulos, KyoungLoul Kim / Gregor Novak, Marie Sofie Jacob / SoobHin Kim, Aiko Bormann / Katharina Held, YeHui Jeong / Yixuan Zhu, William Frost / Carlo Nevio Wilfart und dem Symphonieorchester der UdK Berlin

 A-Premiere am 6. Juli, B-Premiere am 7. Juli 2017, jeweils 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen am 08.* und 09.07.17*, jeweils 19.30 Uhr
UNI.T – Theater der UdK Berlin, Fasanenstr. 1B, 10623 Berlin
* Übertragung per Live-Stream auf www.livestream.udk-berlin.de
Eintritt: 10 Euro, erm. 5 Euro
Vorbestellung über udkkasse@udk-berlin.de oder (030) 3185 2374 (AB)
Online-Kartenverkauf (zzgl. Vorverkaufs- und Systemgebühr): www.reservix.de

www.udk-berlin.de

Dienstag, 4. Juli 17
Burgfestspiele Bad Vilbel: Trailer zu ‚Summer in the City’ online gestellt
In diesem Jahr ist es den Burgfestspielen Bad Vilbel mal wieder gelungen, einen Trailer zu produzieren. Und zwar zur fetzigen 60er-Jahre-Revue ‚Summer in the City’. Er bietet einen vielfältigen Einblick in die Inszenierung und läuft auf Youtube.

Dienstag, 4. Juli 17
Rossini auf dem Gipfel ~ Gianluigi Gelmetti wird in Bad Wildbad geehrt
Bei der Premiere von EDUARDO E CRISTINA bei den Festspielen Rossini in Wildbad wird Gianluigi Gelmetti die musikalische Leitung übernehmen. Der international begehrte Top-Dirigent war u.a. Chefdirigent des Radiosinfonieorchesters des SWR in den 1990er Jahren und ist damit in und mit der Region bestens bekannt.

In Wildbad steht er zum ersten Mal am Pult und wird eine besondere Ehrung erfahren: „Rossini in Cima“ – Rossini auf dem Gipfel. Die Auszeichnung wird zum ersten Mal verliehen, sie ist für Akteure bestimmt, die sich in herausragendem Maß um Rossini verdient gemacht haben. Gelmetti ist hochkarätiger Rossini-Spezialist und erweist mit seinem Engagement seinerseits dem Festival eine hohe Ehre.

EDUARDO E CRISTINA ist gewissermaßen eine Wildbader Oper, sie erlebte dort 1997 ihre moderne Erstaufführung. Mit Laura Polverelli und Silvia Dalla Benetta in den Titelrollen, Kenneth Tarver als Carlo, Baurzhan Anderzhanov als Giacomo und Xu Xiang als Atlei ist die Aufführung hochklassig besetzt.

ROSSINI IN WILDBAD findet zum 29. Mal vom 7.-9. Juli (Auftakt! Im Kurtheater) und vom 13.-23. Juli 2017 (BELCANTO OPERA FESTIVAL) statt.

www.bad-wildbad.de/rossini

Dienstag, 4. Juli 17
Neuerscheinungen bei Universal Music Klassik

Anna Netrebko und Piotr Beczala mit Wagners Lohengrin auf DVD
2016 wagte sich die wohl bekannteste Operndiva unserer Zeit, Anna Netrebko, für ihr Debüt als Elsa in Richard Wagners Oper "Lohengrin" erstmals ins lyrisch-dramatische Stimmfach.  Die 44-jährige Starsopranistin begeisterte das Publikum mit einer großartigen Interpretation ihrer ersten Wagner-Partie. Für eine weitere sensationelle Facherweiterung sorgte Piotr Beczala, der für seine Partie als Lohengrin das lyrische französische und italienische Tenorfach, in dem er normalerweise beheimatet ist, verließ. Das Traditionslabel Deutsche Grammophon veröffentlicht nun den Mitschnitt der Oper als sein erstes Produkt mit Ultra-HD (4k) Qualität, der besten erhältlichen Videoqualität. Ebenfalls erhältlich als Blu-Ray, DVD und als E-Video.


Wagner: Lohengrin
DVD (Album), ARTIKELNUMMER: 00044007353196
VÖ: 07.07.2017, Deutsche Grammophon (DG)
© Lohengrin_DVD_Deutsche Grammophon

Elina Garanca mit Donizettis La favorite
Im Herbst 2016 brachte die Bayerische Staatsoper Donizettis "La favorite" in der französischen Originalfassung auf die Bühne, mit Elina Garanca in der Titelpartie, die damit ihr szenisches Debüt in dieser grand opéra gab. In einem minutiös choreographierten, dichten, gerade in den kleinen Gesten aufschlussreichen Kammerspiel arbeitete Regisseurrin Amélie Niemeyer das feministische Potential des Stückes heraus. An der Seite von Matthew Polenzani als Fernand und Mariusz Kwiecien als Alphonse zeichnet Garanca die Charakterstudie einer alles durchschauenden, enntäuschten Frau, die ihren Liebhabern auf eine kontrollierte Weise überlegen ist.

Donizetti: La favorite
DVD (Album), ARTIKELNUMMER: 00044007353585
VÖ: 21.07.2017, Deutsche Grammophon (DG)

Klaus Florian Vogt mit Wagners Parsifal
 Pünktlich zur Festspiel-Saison veröffentlicht Deutsche Grammophon die umjubelte Inszenierung Uwe Eric Laufenbergs von Richard Wagners "Parsifal". Unter der Leitung von Hartmut Haenchen kam dieses musikalische und inszenatorische Meisterwerk erstmals am 25. Juli 2016 in Bayreuth zur Aufführung und ist nun ab dem 21. Juli 2017 auf DVD und Blu-ray erhältlich. Klaus Florian Vogt als Parsifal, Georg Zeppenfeld als Gurnemanz, Elena Pankratova als Kundry und Ryan McKinny als Amfortas brillierten in ihren Rollen. Mit "Tristan und Isolde" begründete 2016 die Deutsche Grammophon eine mehrjährige, exklusive Partnerschaft mit den Bayreuther Festspielen: Von nun an wird jede neue Inszenierung auf DVD/Blu-ray erscheinen.


Parsifal, Bayreuth 2016
DVD (Album), VÖ: 21.07.2017, Deutsche Grammophon (DG)


Daniel Barenboim mit Elgars The Dream Of Gerontius
Unter Daniel Barenboim veröffentlicht die Staatskapelle Berlin erstmals Elgars Chormeisterwerk "The Dream of Gerontius". Der gewaltige Klangapparat der Staatskapelle Berlin wird durch den Opernchor der Staatsoper Berlin und den RIAS-Kammerchor ergänzt .Die Solisten sind erstklassig besetzt: Catherine Wyn-Rogers und  Andrew Staples singen an der Seite von Thomas Hampson.
Aus dem Anlass, dass Barenboim gemeinsam mit der Staatskapelle Berlin am 15. und 16. Juli 2017 mit Elgars 1. und 2. Sinfonie bei den BBC Proms auftritt, wird "The Dream of Gerontius" am 07. Juli 2017 veröffentlicht.

Elgar: The Dream Of Gerontius
CD (Album), ARTIKELNUMMER: 00028948315857
VÖ: 07.07.2017, Delphine

Vladimir Ashkenazy mit Bachs French Suites, BWV 812-817
Die sechs Französischen Suiten von Johann Sebastian Bach sind wie geschaffen für ein Album, das den runden Geburtstag eines der größten Pianisten unserer Zeit feiert.
Vladimir Ashkenazy ist mit seiner Interpretation der virtuosen Stücke ganz in seinem Element und hat beeindruckende Aufnahmen geschaffen, die von einem tiefen Verständnis für Johann Sebastian Bachs musikalische Sprache durchdrungen sind.

Bach: French Suites, BWV 812-817
CD (Album), ARTIKELNUMMER: 00028948321506
VÖ: 30.06.2017, Decca


Walter Gieseking: Complete Bach Recordings On Deutsche Grammophon
Walter Gieseking, zu Lebzeiten wie post mortem berühmt für seinen außergewöhnlichen Klangfarbenreichtum und eine stupende Technik, ist fraglos eine der außergewöhnlichsten Pianistenfiguren des 20. Jahrhunderts. Diese Box setzt mit Bach-Aufnahmen auf sieben Alben, darunter das Wohltemperierte Klavier und die Partiten 1-6, insbesondere seinen legendären Live-Aufnahmen für das deutsche Radio ein Denkmal. Darüber hinaus enthält die Box Auszüge seiner Autobiographie, mit Schwerpunkt Bach-Interpretation, sowie bisher unveröffentlichte Photos und Schumanns Klavierkonzert mit Wilhelm Furtwängler und den Berliner Philharmonikern.
 
DG 111 - The Conductors
Mit 111 The Conductors erscheint eine spannende neue Box der außergewöhnlichen 111-Serie der Deutschen Grammophon. Präsentiert werden auf 40 CDs die 40 größten Dirigenten. Meilensteine der orchestralen Aufnahmegeschichte wie Carlos Kleibers Einspielung der Sinfonien Nr. 5 und 7 von Beethoven, oder Karajans Interpretation der 9. Sinfonie Beethovens stehen in der Kollektion neben raren Perlen von Fritz Busch, Fritz Lehmann, Riccardo Chailly oder Ferdinand Leitner.
Mit Repertoire von Haydn, Mozart und Beethoven über Brahms, Strauss und Mahler bis hin zu Sibelius, Schostakowitsch oder Messiaen.

DG 111 - The Conductors
CD (Album), ARTIKELNUMMER: 00028947974772
VÖ: 21.07.2017, Deutsche Grammophon (DG)

Sir Georg Solti  mit Strauss´: Elektra
Das Traditionslabel DECCA präsentiert drei Neuauflagen legendärer Operneinspielungen von Sir Georg Solti jeweils auf 2CDs und zum ersten Mal auch auf Blu-ray Audio - für audiophile Enthusiasten neu remastert (96kHz/24-bit).
Diese Einspielung von Sir Georg Solti und Birgit Nilsson in der Titelrolle, Regina Resnik als Klytemnästra und Tom Krause als Orest gilt als Referenzaufnahme.
Zweifellos eine der großartigsten Interpretationen aller Zeiten.

Strauss: Elektra
CD, ARTIKELNUMMER: 00028948314942
VÖ: 07.07.2017, Decca

Sir Georg Solti mit Strauss´: Salome
Das Traditionslabel DECCA präsentiert drei Neuauflagen legendärer Operneinspielungen von Sir Georg Solti. Die Originaltonspuren wurden bei 24-bit / 96KHz neu gemastered, was ein besonders klares Hörerlebnis garantiert.
Mit Birgit Nilsson in der Hauptpartie, begeistert die unter Sir Georg Solti aufgenommene Einspielung seit vielen Jahren Musikliebhaber auf der ganzen Welt. Selten klangen die Wiener Philharmoniker so klar und atemberaubend schön.
 
Strauss: Salome
ARTIKELNUMMER: 00028948314980
VÖ: 07.07.2017, Decca

Carlos Kleiber - Complete Recordings on Deutsche Grammophon
10 Jahre nach dem Tod von Carlos Kleiber erschienen seine gefeierten Symphonie-Aufnahmen in einer limitierten Deluxe-Hardcover-Edition, die nun in einer Neuauflage vorliegen. Legendäre Aufnahmen mit den Wiener Philharmonikern wurden erstmalig für ein neues Klangerlebnis in 24 bit/96 kHz remastert: Beethovens Symphonien Nr. 5 und 7, Schuberts Symphonien Nr. 3 und Nr. 8 sowie Brahms' Symphonie Nr. 4. Neben der kompletten Musik zusätzlich auf einer Blu-ray Audio, gehört die 70-minütige Dokumentation "Carlos Kleiber - A Memoir" zu dieser Edition.
 
Carlos Kleiber - Complete Recordings on Deutsche Grammophon
CD (Album), ARTIKELNUMMER: 00028947788263
VÖ: 18.06.2010, Deutsche Grammophon (DG)

Vladimir Ashkenazy : Complete Concerto Recordings
 
Zu seinem achtzigsten Geburtstag würdigt das Traditionslabel DECCA den Pianisten Vladimir Ashkenazy mit einer Gesamtedition sämtlicher Konzerteinspielungen aus einer über 50 Jahre andauernden musikalischen Zusammenarbeit.
Enthalten sind unter anderem drei Beethoven-Zyklen, darunter die Grammy-preisgekrönten Aufnahme mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Sir Georg Solti aus dem Jahr 1973, zwei Rachmaninoff-Zyklen und die Prokofieff-, Bartok- und Mozart-Zyklen.
 
Complete Concerto Recordings
CD (Album); ARTIKELNUMMER: 00028948317523
VÖ: 14.07.2017, Delphine

www.klassikakzente.de

Samstag, 1. Juli 17
„ttt - titel thesen temperamente" am Sonntag
„ttt - titel thesen temperamente" (NDR) kommt am Sonntag, 2. Juli 2017, um 23:35 Uhr im Ersten.
Die geplanten Themen:

Performance, Politik, Protest - Künstler gegen G20 Hamburg
Hamburg vor dem G20-Gipfel: eine Stadt in Angst vor autonomen Krawallmachern, die zum 7./8. Juli erwartet werden. Große Teil der Stadt werden abgeriegelt, Gefangenensammelstellen für 400 Menschen sind schon eingerichtet. Sänger Johnny Mauser von der Band Neonschwarz ruft in einem Musikvideo zur Teilnahme an der autonomen „Höllendemo" auf. Doch neben dem erwarteten gewalttätigen Protest gibt es einen ganz vielfältigen friedlichen Widerstand in der Stadt. Gegen das „Machtspektakel" von Putin, Erdogan, Trump und Co. wollen Künstler mit kreativen Ideen protestieren, etwa bei der Performance „1000 Gestalten": In verkrusteten, grauen Anzügen, mit leeren grauen Gesichtern bewegen sich Gestalten durch die Stadt, um sich dann zu verwandeln. Die Aktivisten von „Alles allen" aus dem alternativen Kunstzentrum Gängeviertel wollen mit charmanten Ideen den öffentlichen Raum zurückerobern. Auf Kampnagel findet ein alternativer Gegengipfel mit internationalen Wissenschaftlern statt. Stars wie Andreas Bourani und Herbert Grönemeyer spielen beim „Global Citizen"-Festival für internationale Solidarität. „ttt" begleitet die Vorbereitungen und fragt nach, was die Aktivisten antreibt.

Das dunkle Erbe des Kolonialismus - Die Erben der Herero verklagen Deutschland
Als Namibia noch eine deutsche Kolonie war, verübten die Deutschen dort den ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts. Gouverneur Lothar von Trotha ordnete 1904 die planmäßige Vernichtung von mehr als 60.000 Herero und Nama an, die deutschen Kolonialherren enteigneten ein Viertel des Herero-Landes, vergewaltigten die Frauen und raubten hunderte Schädel, die bis heute in deutschen Museen und Sammlungen lagern. Für die in der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika (dem heutigen Namibia) begangenen Verbrechen haben Vertreter der Volksgruppen der Herero und der Nama in New York Sammelklage gegen Deutschland eingereicht, der nächste Verhandlungstermin ist der 21. Juli. Sie fordern Entschädigungszahlungen und eine Beteiligung an Verhandlungen zwischen Deutschland und Namibia. Die Bundesregierung spricht mittlerweile auch von Völkermord, lehnt aber individuelle Entschädigungen ab.

Aufbruch oder Rückschritt? - Wie sich deutsche Innenstädte verändern
In Frankfurt entsteht gerade zwischen Römerberg und Dom das Mittelalter wieder. Über dreißig Häuser werden am angestammten Platz rekonstruiert - oder besser: neu gebaut. In Lübeck wird das ältestete Kaufmannsviertel, das im Zweiten Weltkrieg stark zerstört wurde, nun nach historischem Vorbild gebaut. Potsdam will mit neuen, auf alt gemachten Gebäuden am Alten Markt wieder ins Zeitalter Friedrichs des Großen zurück, und in Berlin steht das Schloss bereits wieder im Rohbau. Alles „Disneyland" oder Ausdruck eines städtebaulichen Paradigmenwechsels? Und welche Stadtarchitektur steht für welches Gesellschaftsbild? „ttt" forscht der Rückbesinnung auf das Alte und dem Unbehagen an der modernen Architektur nach.

Starke Stimme, ungewöhnliche starke Frau - Die Jazz-Sängerin Youn Sun Nah
Jazz aus Süd-Korea? Ja, eine der interessantesten Stimmen unserer Zeit stammt ursprünglich aus Seoul: Youn Sun Nah war in ihrer Heimat eine erfolgreiche Musical-Sängerin, doch das wurde ihr zu langweilig. Deshalb ging sie nach Paris, studierte Chanson und Jazz und machte mit ihrem wandlungsfähigen Gesang und regelrechter Vokalakrobatik auf sich aufmerksam. Sie bekam Preise, z.B. den Echo Jazz 2011, für ihre vorherige CD erhielt sie eine „Goldene Schallplatte". Auf ihrer neuen CD „She moves on" geht sie musikalisch weiter, mit eigenen Versionen von Songs von Lou Reed, Joni Mitchell, Jimi Hendrix oder Paul Simon. Aufgenommen in New York mit amerikanischen Musikern - ein neues Kapitel in der Karriere von Youn Sun Nah.

Wie geht Frieden eigentlich? - Eine Ausstellung in der Frankfurter Schirn sucht nach Antworten
Wie geht Frieden eigentlich? Das ist nicht nur eine immerwährende, drängende weltpolitische Frage, erst recht in heutigen Zeiten. Sondern auch Kernfrage der Ausstellung „Peace" in der Frankfurter Schirn (1. Juli - 24. September). Zwölf internationale Künstlerinnen und Künstler ganz unterschiedlichen Alters zeigen ihre persönliche Annäherung an das Thema, darunter Michel Houellebecq, Jan de Cock und Agnieszka Polska. „ttt" ist beim Aufbau dabei und versucht zu verstehen, was Frieden sein kann.

Im Internet unter www.DasErste.de/ttt

Moderation: Max Moor
Redaktion: Edith Beßling, Christine Gerberding, Niels Grevsen, Melanie Thun

Samstag, 1. Juli 17
Bregenzer Festspiele: Schauspiel The Situation ~ Eine paradoxe Situation mitten in Berlin
2016 wurde The Situation zum „Stück des Jahres“ gekürt. Die Bregenzer Festspiele zeigen das Schauspiel eine Woche nach Festivalstart im Kornmarkttheater.

Der arabisch-israelische Schauspieler Yousef Sweid, manchem aus der Erfolgsserie Game of Thrones bekannt, spielt Amir. Im Wochenpost-Interview spricht er über seine Biographie, Realität und Fiktion und darüber, dass er inzwischen weiß, wo Bregenz liegt.

Im Berliner Stadtteil Neukölln treffen in einem Deutschkurs Palästinenser, Israelis und Syrer aufeinander. Der Konflikt, dem alle entfliehen wollten, findet nun mitten in Berlin seine paradoxe Fortsetzung.

Die Stücke der Regisseurin Yael Ronens entstehen von Anfang an in enger Zusammenarbeit mit dem Ensemble, so auch The Situation. Wie ist das als Schauspieler so in den Entstehungsprozess eingebunden zu sein?
Ich habe mit Yael schon zuvor zusammengearbeitet. Deshalb kenne ich ihr System. Ich liebe ihre Art zu arbeiten. Über einen Monat lang gibt sie uns Recherchearbeiten. Das ganze Team ist vereint und erforscht zusammen das Thema. Wir reden, diskutieren und erzählen uns viel Persönliches. Und wir improvisieren. Probieren vieles aus. Greifen Geschichten aus unseren eigenen Leben auf und spielen damit. Dabei entstehen interessante Szenen. Yael gibt uns Input und bringt die Szenen auf eine Ebene zu der jeder eine Beziehung aufbauen kann. Als Beispiel, bei den Proben zu The Situation improvisierten wir einen Streit zwischen einem Palästinenser und einem Israeli, natürlich über den Nahostkonflikt. Yael meinte, wir sollen den Konflikt mit dem Streit eines Ehepaares, das sich einfach nicht mehr erträgt, vergleichen. So entsteht das Stück Szene für Szene.

Sie spielen die Rolle des Amir. Wie viel von Ihnen und Ihrer Biographie steckt in Amir?
Amir ist mir sehr ähnlich. Er ist zwar aggressiver als ich und hadert mehr mit der neuen Sprache, seine Biographie ist aber eng mit meiner verknüpft. Er war in seiner Heimat ein berühmter Schauspieler. Seine Besonderheit: Er war der palästinensische Star in einer jüdischen Community. Das ist mein Leben. Wie er war auch ich auf den Covern einiger großer Hochglanzmagazine in meiner Heimat. In Berlin muss sich Amir neu erfinden, sich fragen „was kann ich in Berlin sein“. Auch damit musste und muss ich mich noch auseinandersetzen.

Ist es nicht schwierig, so viel von seinem eigenen Leben auf der Bühne zu zeigen?
Ja, wir verwenden unsere Biographien als Basis für das Stück. Wir bringen aber keine reinen Wiedererzählungen unserer Geschichten auf die Bühne. Wir wählen sehr bewusst aus, was in der Inszenierung verwendet wird. Teile unseres Lebens werden so zu einem theatralen Werk. Unsere Leben verwandeln sich dadurch zu Kunst. Vieles, was man auf der Bühne sieht ist Fantasie. Und vieles ist Realität. Das Spiel auf der Bühne ist für mich deshalb nicht wirklich schauspielen, da ich ja in Teilen genauso bin wie ich bin. Trotzdem bleibt es Schauspielerei. Die Realität verschwimmt mit der Fiktion, fast wie in der Politik heutzutage.

Warum ist gerade Berlin der Handlungsort von The Situation?
Berlin ist der Ort an dem alle Ensemblemitglieder – mit Ausnahme von Dimitrij Schaad – als erstes angekommen sind. Wir sind aus Israel, Palästina und Syrien gekommen. Und die meisten von uns haben tatsächlich in Neukölln, wo auch das Stück angesiedelt ist, gewohnt. Wenn du durch Berlin spazierst hörst du so viele verschiedene Sprachen, du triffst auf so viele unterschiedliche Kulturen. Berlin ist eine Stadt, die das zulässt. Berlin ist das, was wir von Deutschland kennen und ist mit unseren Geschichten verbunden. Deshalb war Berlin für uns der einzig mögliche Handlungsort.

Von Berlin geht es im Juli zu den Bregenzer Festspielen. Das Publikum hat zweimal - am 26. und 27. Juli - die Gelegenheit The Situation zu sehen. Ist das ein besonderes Gastspiel für Sie?
Ich freue mich darauf Teil der Festspiele zu sein. Mittlerweile weiß ich auch genau, wo Bregenz liegt. Ich weiß aber nicht, was uns erwarten wird, wir waren noch nie hier. Das heißt ich bin überaus gespannt, wie das Publikum in Bregenz auf The Situation, seine Vielsprachigkeit und seinen eigenen Humor reagieren wird. Und: Ich freue mich sehr auf die Stadt und den Bodensee.

www.bregenzerfestspiele.com

Samstag, 1. Juli 17
Bregenzer Festspiele: Drei für eine Rolle ~ Carmen-Besetzungstermine stehen fest
Traditionell verpflichten die Bregenzer Festspiele beim Spiel auf dem See für dieselbe Rolle mehrere Sängerinnen und Sänger, die sich in einem Rotationssystem abwechseln. Das schützt die Stimme aufrund der hohen Vorstellungszahl vor einer Überbelastung und gewährleistet damit höchste Gesangsqualität. Bis zu drei Mitwirkende teilen sich eine Rolle.

Nun steht die vorläufige Termin-Einteilung der Sängerinnen und Sänger für Carmen fest, die über den untenstehenden Link zu finden ist. Kurzfristige Änderungen sind möglich. Die jeweils aktuelle Tagesbesetzung finden sich auf der Festspiel-Internetseite und auf den Besetzungszetteln vor Ort.

www.bregenzerfestspiele.com

Samstag, 1. Juli 17
Bregenzer Festspiele: Festspiele als TV-Ereignis – und im Kino
Carmen gibt’s nicht nur auf der Seebühne zu erleben, sondern auch zu Hause am TV-Gerät: ORF2 und das Schweizer Fernsehen übertragen live-zeitversetzt am 21. Juli. Das ZDF sendet am 23. Juli eine gekürzte Fassung des Spiels auf dem See.

Darüber hinaus sind weitere Aufführungen im Fernsehen und Radio empfangbar, unter anderem die Oper im Festspielhaus Moses in Ägypten.

Ab 14. September läuft die Bregenzer Carmen-Inszenierung in Kinos in Großbritannien und Irland. Außerdem haben Fernsehstationen und Kinos in Japan und Korea Interesse an einer Ausstrahlung signalisiert.

Der Bregenzer Festspielsommer 2017 ist auf insgesamt 35 Sendeplätzen erlebbar.

Samstag, 1. Juli 17
Bregenzer Festspiele: Carmen-Regisseur Kasper Holten im Video Portrait beim „Künstlereingang“
Obwohl Kasper Holten seine Carmen-Inszenierung lange im Voraus festgelegt hat, lässt der aus Dänemark stammende Regisseur kreativen Spielraum während der Proben. So können die Sängerinnen und Sänger intuitiv ihr Spiel entwickeln – selbst wenn eine Ente die Seebühne entert.

Wie seine Inszenierung entsteht und die Proben angelaufen sind, erzählt er in der dritten Folge des „Künstlereingangs“.

Immer freitags: kleine Szenen abseits der großen Bühnen

Für Neugierige und all jene, die schon immer mal durch den Künstlereingang ins Festspielhaus gelangen wollten, öffnen die Bregenzer Festspiele in der gleichnamigen Serie per Video ihre Backstage-Pforten.

Von Probenstart bis Ende der Festspielzeit lässt jeweils freitags ein Kurzfilm auf die kleinen Szenen abseits der großen Bühnen blicken. Mitwirkende vor und hinter den Kulissen erzählen in rund zwei Minuten ihre ganz persönlichen Erlebnisse.

Auf der Homepage des Festivals unter www.bregenzerfestspiele.com stehen die Videos jeweils ab Freitagnachmittag zum Ansehen bereit.

Samstag, 1. Juli 17
Vorverkauf für cresc... 2017 startet am 1. Juli cresc… 2017 – „Transit“
Die vierte Ausgabe des internationalen Musikfestivals „cresc… Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main“ präsentiert von Mittwoch, 22., bis Sonntag, 26. November, unter dem Motto „Transit“ Ensemble- und Orchestermusik, Avantgarde-Jazz, Musiktheater, Tanz- und Musikperformances sowie ein Podiumsgespräch und einen Roundtable. Der Vorverkauf für die 14 Veranstaltungen startet am Samstag, 1. Juli. An sieben Spielorten in Frankfurt, Wiesbaden und Hanau widmet sich das Festival dem Thema „Musik und Politik“.

Transit ist das Wort der Zeit. Eine Vokabel, die schreckliche Assoziationen weckt und brutale Tatsachen benennt: die Flucht vor Kriegen, Konflikten und Verfolgung. Transit ist aber auch ein Wort, das schlagartig den Kern von Musik freisetzt als einer Kunst der klingenden Bewegung, einer Kunst, die die Zeit durchmisst, einer Kunst des stetigen Durchgangs. Diesem Spannungsfeld des Transits gibt das Festival cresc… besonderen Raum: mit Künstlern, die Brücken schlagen, Grenzen überschreiten, sich stets neu verorten, sich zwischen Ländern, Kulturen und Genres bewegen. So etwa der Komponist Isang Yun, dessen Geburtstag sich 2017 zum 100. Mal jährt. Zeitlebens vermittelte er zwischen Süd- und Nordkorea, Europa und Asien, aber auch zwischen Tradition und Avantgarde, zwischen Kunst und Politik. cresc… 2017 verbindet Werke Isang Yuns mit aktuellen musikalischen Stellungnahmen zu den Themen Flucht, Verfolgung, Migration, Identität und Freiheit. Damit nimmt die Biennale pointiert Stellung zu den Aspekten des gegenwärtigen globalen Transits, des politischen wie ästhetischen.

Die beiden Klangkörper Ensemble Modern und hr-Sinfonieorchester als tragende Säulen und Veranstalter des Festivals sind auch gemeinsam zu erleben. Sie bestreiten das Eröffnungskonzert im Großen Saal der Alten Oper Frankfurt mit einer Deutschen Erstaufführung der türkischen Komponistin Zeynep Gedizlioglu sowie einem Werk des Franzosen Philippe Manoury. Dirigent ist Ilan Volkov. Er kuratiert auch den mehrstündigen Konzertabend „Tectonics Mosaic I und II“ in Wiesbaden, der den Musikern des Ensemble Modern und des hr-Sinfonieorchesters Raum für offene Werkkonzeptionen, Experiment und Versuchsanordnung gibt.

Die Träger des Festivals cresc…
cresc... Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main ist ein Festival von Ensemble Modern und hr-Sinfonieorchester in Kooperation mit Alte Oper Frankfurt, Institut für zeitgenössische Musik der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, Internationale Ensemble Modern Akademie und Hessisches Staatstheater Wiesbaden.

cresc… Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main
22. - 26. November 2017
Transit - Zwischen Kunst und Politik

Interpreten:
Ensemble Modern, Ensemble Modern Orchestra, hr-Sinfonieorchester, hr-Bigband, Studierende der HfMDK, Musiker der Internationalen Ensemble Modern Akademie, Kiriakos Hadjiioannou, Fabrice Mazliah, Musiker von Bridges, Schüler der Bettinaschule, Ilan Volkov, Patrick Pulsinger, Albert Horne, Hessisches Staatsorchester und Opernensemble, Aki Takase, DJ Illvibe, Alexander von Schlippenbach, SWR Vokalensemble, Peter Rundel, Michael Alber, Enno Poppe

Isang Yun:  Réak, Engel in Flammen, Königliches Thema sowie Kammermusikwerke

Uraufführungen:
Hyperion – Higher States, Part 2; Martin Matalon: Spinning Lines; Martin Grütter: Neues Werk; Matej Bonin: Neues Werk; Malte Giesen: Neues Werk; Ole Hübner: Drei Menschen, im Hintergrund Hochhäuser und Palmen und links das Meer; Vladimir Gorlinsky: Hymns and Lyles of Mascow Securalism; Andreas Eduardo Frank: Neues Werk

sowie Kompositionen von: Zeynep Gedizlioglu, Philippe Manoury, Bernhard Gander, Søren Nils Eichberg, Nicola Vincentino, Luca Marenzio, Luigi Nono, Johann Sebastian Bach

Veranstaltungsorte:
Alte Oper Frankfurt, Opernplatz
hr-Sendesaal, Hessischer Rundfunk, Frankfurt, Bertramstraße 8
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, Eschersheimer Landstraße 29
Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt, Waldschmidtstraße 4
Congress Park Hanau, Schlossplatz 1
Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Christian-Zais-Straße 3
Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, Wilhelmstraße 15

Eintrittskarten:
Festival-Pass: 99 Euro (ermäßigt 60 Euro)
Der Festival-Pass berechtigt zum Eintritt aller Veranstaltungen von cresc… 2017. hr-Sendesaal-Pass: 33 Euro (ermäßigt 20 Euro)
Der hr-Sendesaal-Pass berechtigt zum Eintritt aller drei Veranstaltungen im hr-Sendesaal.
Einzeltickets ab 19 Euro (ermäßigt 10 Euro)

Tickets ab 1. Juli 2017 online unter www.hr-ticketcenter.de und www.adticket.de sowie weiteren Vorverkaufsstellen.

www.cresc-biennale.de

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