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Die News: Mai 17

Mittwoch, 31. Mai 17
Offener Brief Bühnenvereinspräsident zu Kirill Serebrennikov
Offener Brief des Präsidenten des Deutschen Bühnenvereins, Ulrich Khuon, zum Vorgehen der russischen Staatssicherheit gegen den russischen Regisseur und Theaterleiter Kirill Serebrennikov:
"Sehr geehrte Damen und Herren,
der Deutsche Bühnenverein ist besorgt und betroffen über das Vorgehen der Staatssicherheit gegen das renommierte Moskauer Gogol Zentrum und seinen künstlerischen Leiter, den auch international angesehenen Theater- und
Filmregisseur Kirill Serebrennikov. In den frühen Morgenstunden des 23. Mai durchsuchten, laut verschiedener Medienberichte, maskierte und bewaffnete Sicherheitskräfte des Inlandsgeheimdienstes FSB das Theater und die private Wohnung Serebrennikovs, der, so die offizielle Stellungnahme, als „Zeuge zur Aufklärung von Vorwürfen der Veruntreuung von Staatsgeldern“ festgenommen wurde.
Angesichts bedrohter Freiräume für unabhängige und kritische Kunst in Russland hoffen wir auf eine umgehende und faire Aufklärung der erhobenen Vorwürfe und die uneingeschränkte Fortsetzung der kreativen und mutigen Arbeit von Kirill Serebrennikov in Moskau und im internationalen Kontext. Es bestehen Verabredungen mit Theatern und Opernhäusern in Berlin und Stuttgart, die Serebrennikov nicht nur als außergewöhnlich inspirierten Regisseur, sondern auch als engagierte, offene und integere Künstlerpersönlichkeit schätzen. Der Deutsche Bühnenverein weiß den künstlerischen Austausch zwischen den Kulturnationen Russland und Deutschland als hohes Gut zu schätzen und ist überzeugt, dass die innovativen Arbeiten von Serebrennikov hierbei einen unverzichtbaren Anteil haben und auch weiter haben werden. "
Ulrich Khuon, Präsident des Deutschen Bühnenvereins

Mittwoch, 31. Mai 17
Jahreshauptversammlung des Deutschen Bühnenvereins ~ Bühnenverein berät über Umgang mit Rechtspopulismus und plant Modernisierung der Verbandsarbeit
Am 9. und 10. Juni 2017 tagt die Jahreshauptversammlung des Deutschen Bühnenvereins in Dresden. Im Kraftwerk Mitte treffen sich rund 250 IntendantInnen, VerwaltungsdirektorInnen und KulturpolitikerInnen der deutschen Theater und Orchester. Die Tagung findet zum ersten Mal unter der Leitung des neuen Führungsduos Ulrich Khuon und Marc Grandmontagne statt, das seit Januar 2017 im Amt ist. Der Umgang mit Rechtspopulismus und rechtsnationalen Parteien ist ein thematischer Schwerpunkt. „In einer Zeit gesellschaftlicher Spannungen und Zerrissenheit wird der kulturelle Austausch immer wichtiger“, sagte Bühnenvereinspräsident Ulrich Khuon heute in Köln. „Theater und Orchester engagieren sich bereits sehr stark dafür. Wir wollen in Dresden darüber sprechen, wie wir nachhaltig in unsere Demokratie hineinwirken können.“ Am Samstag, dem 10. Juni 2017, findet um 11.30 Uhr im tjg. theater junge generation daher die öffentliche Podiumsdiskussion „Wir müssen reden! – Das Fremde und das Eigene“ statt.

Auf der Tagesordnung stehen auch die zukünftigen Aufgaben des Verbands und eine Modernisierung der Strukturen. „Wir wollen eine Stärkung der Kulturpolitik. Wir wissen aber auch, dass die Kultur sich genau wie andere Bereiche einem stetigen Aushandlungsprozess stellen muss. Die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts hat andere kulturelle Bedürfnisse als vor 30 Jahren. Diese bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die einzelnen Theater und Orchester, auf die gesamte Kulturlandschaft und damit auch auf Verbände“, erläuterte Marc Grandmontagne, Geschäftsführender Direktor des Bühnenvereins. „Der Bühnenverein will seine Ziele neu definieren, sein Denken und Handeln modernisieren und mehr Allianzen mit anderen Kulturbereichen und -institutionen schließen.“ Der Verband beginnt zurzeit einen Klärungsprozess im Inneren, der ihn die nächsten Monate und Jahre beschäftigen wird.

Auch aktuelle kulturpolitische Themen werden auf der Tagung diskutiert. Eröffnet wird die Jahreshauptversammlung am 9. Juni 2017 vom Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Dr. Eva-Maria Stange, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, und Bühnenvereinspräsident Ulrich Khuon. Die Tagungsergebnisse werden am Ende der Veranstaltung in einer Pressekonferenz veröffentlicht. Der Ort der Jahreshauptversammlung wechselt jedes Jahr. Der Bühnenverein tagt zum zweiten Mal in Dresden, im Jahr 2005 war das Staatsschauspiel Dresden Gastgeber.

Öffentliche Podiumsdiskussion, 10. Juni 2017, 11.30 Uhr
tjg. theater junge generation, im Bühnenbild von „Sindbad der Seefahrer“
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung 2017 des Deutschen Bühnenvereins findet am Samstag, 10. Juni 2017, um 11.30 Uhr die öffentliche Podiumsdiskussion „Wir müssen reden! Das Fremde und das Eigene" statt.
Der Eintritt ist frei.

Impulsreferat: Dr. Michael Wimmer, Geschäftsführer EDUCULT
TeilnehmerInnen: Zweite Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch, Beigeordnete für Kultur und Tourismus der Landeshauptstadt Dresden; Felicitas Loewe, Intendantin tjg. theater junge generation; Nanette Snoep, Direktorin des Völkerkundemuseums Dresden; Dr. Michael Wimmer, Geschäftsführer EDUCULT
Moderation: Marie Sagenschneider, Leitung Wort, Stellvertretende Programmchefin Deutschlandfunk Kultur
Ort: tjg. theater junge generation (Große Bühne), Kraftwerk Mitte, Wettiner Platz 1, 01067 Dresden
Die Diskussion findet im Bühnenbild der Inszenierung „Sindbad der Seefahrer“ statt.

www.buehnenverein.de 

Mittwoch, 31. Mai 17
COLOURS International Dance Festival ~ Presented by Eric Gauthier ~ 6. Juli bis 23. Juli 2017
Fast den ganzen Juli hindurch verwandelt sich das Theaterhaus Stuttgart in ein Tanzhaus für das COLOURS International Dance Festival. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren – organisatorisch ebenso wie im Ballettsaal. Nicht nur wird das Festival mit der Gauthier Dance-Premiere von MEGA ISRAEL eröffnet, einem Tanzabend mit Meisterstücken von Ohad Naharin, Hofesh Shechter und Sharon Eyal–Gai Behar. Mit dem jungen Format Meet the Talents ist die Theaterhaus-Company anschließend gleich wieder im Einsatz: Fünf angesagte Choreographen auf dem Sprung zur großen Karriere erarbeiten in öffentlichen Proben fünf kurze Neukreationen mit den Tänzerinnen und Tänzern von Gauthier Dance. Ebenso lässig geht es weiter mit Phase Zwei, der Präsentation der Ergebnisse in der Theaterhaus Sporthalle, vorgestellt von Eric Gauthier im Gespräch mit den Choreographen selbst. Und das ist nur der Beitrag der Gastgeber …
Das komplette Festival-Programm enthält 21 ausgesuchte Produktionen, darunter zwei abendfüllende Uraufführungen, acht Deutschland-Premieren und fünf COLOURS-Koproduktionen – und liest sich wie ein Who's Who der internationalen Tanzszene. Darüber hinaus regen ein hochkarätiges Workshop-Angebot und „barrierefreie“ Events in der Stuttgarter Innenstadt dazu an, selbst in Bewegung zu kommen. Viel Stoff zum Schauen und Mitmachen also. Dass auch die zweite Ausgabe von COLOURS den Geschmack des tanzbegeisterten Stuttgarter Publikums trifft, daran gibt es schon jetzt wenig Zweifel: Etliche Vorstellungen sind ausverkauft – und bei den übrigen werden allmählich die Karten knapp …


DER WARM-UP ZU COLOURS

COLOURS XXL-WORKSHOP MIT ERIC GAUTHIER

COLOURS bringt nicht nur internationale Startänzer nach Stuttgart, sondern lädt zum Mittanzen ein! Eine ganz besondere Veranstaltung findet bereits am 24. Juni 2017 statt: In seinem XXL-Workshop bringt Eric Gauthier die Menschen persönlich in Bewegung – egal, ob sie tänzerische Voraussetzungen mitbringen oder nicht. Denn Tanz ist für alle da. Das einzige, was zählt, ist die Offenheit, etwas ganz Besonderes zu erleben und vielleicht nicht alltägliche Gefühle zuzulassen. „Ich freue mich über jeden, der mitmacht. Und ich möchte, dass alle, die gar nicht so sehr mit Tanzen in Kontakt sind, Lust aufs Tanzen bekommen.“, sagt Eric Gauthier. Der Choreograph will an diesem Tag einfach nur die Lust am Tanzen wecken und begeistern für Tanz in seinen verschiedensten Stilen, Farben und Möglichkeiten. In rund zweieinhalb Stunden erarbeitet Eric Gauthier mit mehreren hundert Teilnehmern und Teilnehmerinnen eine kurze Choreographie.
Samstag, 24. Juni 2017 um 15:00 Uhr, Theaterhaus T1

COLOURS IN THE CITY
Vor zwei Jahren tanzte bei COLOURS in the City der ganze Marktplatz, auch jetzt bringt Eric Gauthier die Farben des Tanzes wieder ins Herz der Stadt. Am 30. Juni rockt er als Conférencier, Vortänzer und Stuttgarts heißester Animateur drei Stunden lang die Stadt. Frei nach dem Motto „Expect the Unexpected“ gibt es beim großen Warm-Up fürs Festival Ausschnitte von Gauthier Dance auf der Bühne und der eine oder andere Überraschungsgast wird vorbeischauen. Vor allem aber werden auf dem Marktplatz die Hüften geschwungen, ob HipHop, Zumba oder Salsa. Dazu sind nicht nur die bewegungsfreudigen Hobbytänzer unter den Zuschauer/innen eingeladen, sondern auch ältere Menschen und Kinder, Rollstuhlfahrer und die fest entschlossenen Nur-Zugucker. Jeder Mensch kann tanzen, das ist Eric Gauthiers Überzeugung, also: Mittanzen erwünscht!
Freitag, 30. Juni 2017 von 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr, Marktplatz Stuttgart. Eintritt frei.


Das vollständige Programm, die Veranstaltungen in der Stuttgarter City und alle Workshops: www.coloursdancefestival.com

Mittwoch, 31. Mai 17
Gärtnerplatztheater München: Wiederaufnahme von TSCHITTI TSCHITTI BÄNG BÄNG
Ab dem 11. Juni 2017 ist das Musical TSCHITTI TSCHITTI BÄNG BÄNG im Prinzregenttheater MÜchen zu sehen.


TSCHITTI TSCHITTI BÄNG BÄNG
Gärtnerplatztheater München
Peter Lesiak als Caractacus Potts, Amelie Spielmann als Jemima Potts,
Marinus Hohmann als Jeremy Potts und Nadine Zeintl als Truly Scrumptious und Ensemble
© Thomas Dashuber

TSCHITTI TSCHITTI BÄNG BÄNG

Musikalische Leitung   Michael Brandstätter
Regie   Josef E. Köpplinger
Choreografie   Ricarda Regina Ludigkeit
Bühne   Judith Leikauf, Karl Fehringer
Kostüme   Alfred Mayerhofer

Mit: Peter Lesiak als Caractacus Potts, Katja Reichert als Truly Scrumptious, Frank Berg als Großvater Potts, Erwin Windegger als Baron Bomburst, Sigrid Hauser als Baronin Bomburst, Markus Meyer als Kinderfänger und vielen mehr.
Chor, Kinderchor und Ballett des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Altersempfehlung ab 6 Jahren
Wiederaufnahme 11. Juni 2017 18.00 Uhr Prinzregententheater
Weitere Vorstellungen 13. und 17. Juni 19.30 Uhr
15. und 18. Juni 18.00 Uhr
Preis 8 bis 55 Euro, Schüler- und Studentenkarten 8 Euro
Tickets gibt es an den Vorverkaufsstellen, unter www.gaertnerplatztheater.de, Tel. 089 2185 1960 oder tickets@gaertnerplatztheater.de

www.gaertnerplatztheater.de

Mittwoch, 31. Mai 17
Gratis-Freigepäck für die Strandlektüre: „Buch an Bord“ startet auch im Sommer 2017/ Mit einem Kilo Extra-Freigepäck für Bücher in den Sommer-Urlaub / JETZT EIN BUCH! und der Ferienflieger Condor beschenken Ferienreisende
Die Sommer-Aktion „Buch an Bord“ hebt zum zweiten Mal ab. Über 35.000 Fluggäste verreisten im letzten Sommer im Rahmen der Aktion mit einem Kilo Extra-Freigepäck für ihre Bücher. Vom 1. bis 31. Juli 2017 spendieren JETZT EIN BUCH!, die Kampagne der deutschen Buchbranche, und Deutschlands beliebteste Airline Condor nun erneut zusätzliches Freigepäck für Lesestoff. Denn: Schnell ist man beim Kofferpacken am Limit, wenn man für alle Gelegenheiten und jedes Wetter das Richtige dabei haben will. Damit Flugreisende nicht auf Lesestoff verzichten müssen, gibt es beim Condor Check-in im Juli ein Gratis-Kilo Freigepäck. Einzige Bedingung: Auf dem Gepäckstück muss der Aufkleber „Buch an Bord“ zu sehen sein, der nur im stationären Buchhandel erhältlich ist. Wer also vor der Abreise eine Buchhandlung besucht, sich dabei noch Lesetipps für sein Reiseziel holt oder die passenden Titel gleich mitnimmt, für den ist ein Kilo Übergepäck beim Condor Check-in kein Problem.
 
„Nach der großartigen Resonanz im Vorjahr freuen wir uns sehr, es Urlaubsreisenden auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit Condor zu ermöglichen, ein Kilo mehr Buch mit an Bord zu nehmen. Bücherlesen entspannt, entführt in andere Welten und inspiriert. Reise- und Lesefieber gehören zusammen. Wer in sein Reiseland auch gedanklich eintauchen will, der packt die richtigen Bücher dazu ein. Die beste Beratung finden Urlauber im Buchhandel vor Ort, wo sie jedes lieferbare Buch sofort mitnehmen oder über Nacht bestellen können“, so Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
 
André Horn, Leiter Vertrieb Deutschland bei Condor, ergänzt: „Wir beobachten es ja tagtäglich: Viele unserer Fluggäste schlagen ihr Buch auf, sobald sie an Bord sitzen und tauchen ab – Bücher machen Ferien erst richtig schön, bis zur letzten Minute. Damit auch in diesem Sommer in unseren rund 80 Traumdestinationen fleißig gelesen werden kann, starten wir gerne zusammen mit JETZT EIN BUCH! in die zweite Runde der erfolgreichen Aktion ‚Buch an Bord‘.“

Die Aktion „Buch an Bord“ ist eine Kooperation von JETZT EIN BUCH! und Condor und läuft vom 1. bis 31. Juli 2017. Mitmachen können alle Fluggäste, die in diesem Zeitraum mit dem Ferienflieger Condor unterwegs sind (Check-in für einzelnen Flug im Aktionszeitraum, gilt nicht für früheren Hin- oder späteren Rückflug). Die Teilnahme-Aufkleber gibt es ab sofort bundesweit in Buchhandlungen. Den Weg zur nächsten Buchhandlung zeigt die Suchmaschine www.buchhandlung-finden.de.
 
Zu gewinnen gibt es auch etwas: Über die Facebook-Seite www.jetzteinbuch.de verlosen Condor und JETZT EIN BUCH! eine Flugreise nach Neapel für zwei Personen, zusammen mit einem Bücherscheck über 250 Euro. Außerdem locken 20 Bücherschecks im Wert von 25 Euro.
 
Über die Initiative JETZT EIN BUCH!: JETZT EIN BUCH! ist eine bundesweite Initiative der deutschen Buchbranche, die im März 2013 auf der Leipziger Buchmesse startete. Verantwortlich für die Kampagne ist der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.. Ziel ist es, Menschen für Bücher zu begeistern und den Buchhandel vor Ort zu stärken. Im Mai 2017 wurde die Kampagne, die unter dem Motto „Vorsicht Buch!“ begann, in JETZT EIN BUCH! umbenannt. www.jetzteinbuch.de

Über Condor: Die Condor Flugdienst GmbH fliegt ihre Gäste seit 1956 an die schönsten Ferienziele der Welt. Jährlich fliegen über sieben Millionen Kunden mit Condor zu rund 80 Destinationen in Europa, Asien, Afrika und Amerika. Die Flotte der Condor besteht aus 44 Flugzeugen: Neun Airbus A320, sieben Airbus A321, zehn Boeing 757-300 und achtzehn Boeing 767-300. www.condor.com

Mittwoch, 31. Mai 17
106. Deutscher Bibliothekartag - Für bessere Rahmenbedingungen. Bibliotheken wenden sich an die Politik
Gestern begann unter dem Motto "Medien - Menschen - Märkte" der 106. Deutsche Bibliothekartag in Frankfurt am Main. Bis zum 2. Juni 2017 beschäftigen sich mehr als 3.500 Bibliothekarinnen und Informationsspezialisten mit den bedeutendsten und zukunftsweisenden Trends und Entwicklungen der Branche, die sich im Begriff "Arbeit 4.0" bündeln. Mit dem Frankfurter Appell für ein zeitgemäßes Urheberrecht wenden sich die Veranstalter an die Politik.

Bibliothekarinnen und Bibliothekare für ein wissenschaftsfreundliches Urheberrecht
Hinsichtlich des Gesetzentwurfs zur Reform des Urheberrechts vom 12. April 2017, den das Kabinett der Bundesregierung beschlossen hat, fordern der Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VDB) und der Berufsverband Information und Bibliothek e.V (BIB), Veranstalter des 106. Bibliothekartages, mit dem Frankfurter Appell noch in dieser Legislaturperiode die Verabschiedung eines neuen zeitgemäßen Urheberrechts für die Wissenschaft. Von einem neugeregelten Urheberrecht, wie es die Bundesregierung schon im Koalitionsvertrag 2013 angekündigt hat, erwarten sie klare und verständliche Regelungen, die in der Praxis umsetzbar sind. Die Forderung resultiert aus einem enormen Druck, dem sich Bibliotheken ausgesetzt sehen: viele Bibliotheken geben bereits jetzt einen Großteil ihrer Etats für Lizenzen großer internationaler Verlage aus. Unsicherheiten bei der Nutzung von Scans aus gedruckten Büchern, die für Studierende auf Lernplattformen zur Verfügung gestellt werden,  sowie vertragliche Regelungen bei der Fernleihe, die Vorrang vor dem geltenden Recht haben, verstärken die Abhängigkeit von den Lizenzen großer Verlage. "Das neue Urheberrecht sollte aus Sicht von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren endlich Rechtsklarheit schaffen und künftig langwierige und für beide Seiten teure Auseinandersetzungen über die Angemessenheit von Vertragsangeboten ersparen. Gedruckte Bücher sind wichtige Quellen für die Wissenschaft. Ihre Nutzung muss durch das geltende Urheberrecht entsprechend den Notwendigkeiten digitaler Forschung und Lehre klar und praktikabel geregelt sein." teilte Konstanze Söllner, Vorsitzende des VDB, zu Beginn des Bibliothekartags mit.

Begrüßenswert ist aus Sicht der Veranstalter die im Regierungsentwurf geschaffene Möglichkeit, dass die deutsche Nationalbibliothek ein öffentlich zugängliches Archiv freier Online-Quellen anbieten kann, die anderweitig nicht dauerhaft zugänglich sind. Eine weitere wichtige Neuregelung betrifft das Text- und Datamining: Bibliotheken verfügen mit Millionen gemeinfreier Dokumente bereits heute über umfangreiche Textkorpora, deren Erweiterung um geschützte Materialien externer Anbieter im Sinne von Wissenschaft und Forschung ist. Hier werden wichtige Zukunftsfelder für die Forschung erschlossen.

Arbeit 4.0 - Bibliotheksarbeit neu und weiter denken
Neben der Diskussion um ein angepasstes Urheberrecht für die Wissenschaft spielt der Begriff "Arbeit 4.0" eine zentrale Rolle beim diesjährigen Bibliothekartag. Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt verdeutlichen, dass auch Bibliotheken organisatorische Veränderungen durchlaufen, für die es die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen gilt. In vielen Bibliotheken ist die Arbeit 4.0 schon Realität und zeigt, wie sich die Bibliotheksarbeit in Zukunft entwickelt. Die Zusammenarbeit von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren mit künstlicher Intelligenz in Form eines humanoiden Roboters wird beispielsweise schon erprobt. Dabei geht es nicht darum, Bibliotheksmitarbeiterinnen und -mitarbeiter zu ersetzen, sondern um die Ermöglichung besseren Services, indem auch die unbesetzte Bibliothek zugänglich und eine Hilfe für die Besuchenden zur Seite gestellt wird. Die Veränderungen der Arbeitsverhältnisse in der Gesellschaft zeichnen sich auch in anderen Bibliotheksbereichen ab. So gewinnen Bibliotheken als Arbeitsorte immer mehr an Beliebtheit, sei es als Coworkingspace, als digitale Werkstatt oder als Makerspace. In Kursen für jedes Alter, besonders für Kinder, wird in Workshops Wissen über Social Media, das Programmieren kleiner Roboter und Musikproduktion gelehrt. Darüber hinaus ist die Nutzung von 3D-Druckern, Virtual-Reality-Brillen und Video-Games besonders beliebt.

",Medien-Menschen-Märkte' ist ein passendes Motto für unsere diesjährige Tagung in der Börsenstadt Frankfurt, es weist auf die immer wichtigere Vermittlerrolle von Bibliotheken und Informationseinrichtungen hin. Bibliotheken stellen sich erfolgreich den Herausforderungen und Fragen der Zukunft: Wie wird sich unsere Arbeitswelt verändern, wie wird sich die breit gefächerte Palette unserer Angebote in den nächsten Jahren aussehen? Wie auch immer sich die Zukunft entwickelt, Bibliotheken und Informationseinrichtungen haben in der Vergangenheit gezeigt wie vernetzt, digital und flexibel sie die gesamtgesellschaftlichen Megathemen in den Focus nehmen." betonte Vesna Steyer, Vorsitzende des BIB, zum Auftakt des Kongresses.

Zum Deutschen Bibliothekartag
Der Deutsche Bibliothekartag ist die größte bibliothekarische Fachtagung in Europa. Veranstaltet wird der Bibliothekartag von den beiden Berufsverbänden "Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VDB)" und "Berufsverband Information Bibliothek" (BIB), denen zusammen etwa 8.000 Beschäftigte in Bibliotheken und verwandten Einrichtungen angehören.
Parallel zum Kongressprogramm stellen zudem nationale und internationale Unternehmen ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen in einer eigenen Firmenausstellung vor. Dazu gehören Hersteller von Bibliothekseinrichtungen über Anbieter von Softwarelösungen bis hin zu Lieferanten digitaler Inhalte für E-Books und Netzwerke in Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

www.bibliothekartag2017.de

Mittwoch, 31. Mai 17
ECHO JAZZ 2017: Die Laudatoren-Riege steht, das Line-up ist komplett
Namhafte Laudatorinnen und Laudatoren werden  an diesem Donnerstag bei der Verleihung des ECHO JAZZ im Hamburger Hafen auftreten: Neben dem Hamburger Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda unterstützen die Schauspieler Peter Lohmeyer und Max von Thun, Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes, die Musiker Max Mutzke und Nils Wülker sowie Journalist und Moderator Götz Bühler die beiden Gastgeber Götz Alsmann und Nils Landgren bei der Überreichung der Trophäen. Dies gab die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), heute bekannt. Auch das Line-up ist jetzt mit Sängerin Agnes Obel sowie der diesjährigen Preisträgerin in der Kategorie „Newcomer des Jahres“, der Saxophonistin Anna-Lena Schnabel komplett. Klaus Doldinger, der in diesem Jahr den ECHO JAZZ für sein Lebenswerk erhält, steht darüber hinaus nicht nur mit seiner Band Passport auf der Bühne, sondern begrüßt an diesem Abend auch Max Mutzke in seinem Ensemble. 

Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des BVMI: „Die Laudatoren-Equipe steht auch in diesem Jahr für eine wunderbare Mischung aus inhaltlicher Expertise und Glamour und zeigt ein weiteres Mal: Der Jazz als besonderes musikalisches Genre hat auch besondere Verehrer in anderen Branchen und Bereichen. Das hochkarätige Line-up junger wie etablierter Künstlerinnen und Künstler des Fachs wird das Seine dazu beitragen, den zweiten ECHO JAZZ auf dem Werftgelände von Blohm+Voss zu einem großartigen Fest für Preisträger wie für das Publikum zu machen!“

Tickets für die Verleihung des ECHO JAZZ am Abend des 1. Juni 2017 auf dem Werftgelände von Blohm+Voss in Hamburg sind für 59 Euro pro Person (inklusive gesetzlicher MwSt. und zzgl. Vorverkaufsgebühr) über alle bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Der ECHO JAZZ wird gefördert durch die Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien. Offizieller Partner des ECHO JAZZ ist Amazon Music Unlimited, Offizieller Förderer ist ŠKODA. Medienpartner des ECHO JAZZ ist seit 2013 der NDR.

Informationen und Fotos von Moderatoren und Preisträgern auf www.echojazz.de

Dienstag, 30. Mai 17
"Kolpings Traum" aus der Lanxess Arena jetzt auf Itunes und Co.
Ab sofort ist die Gesamtaufnahme des Musicals „Kolpings Traum“ live aus der Lanxess Arena Köln zum Streamen und Downloaden auf allen Portalen verfügbar. Eine gepresste CD wird nicht erscheinen.


© spotlight musicals

„Das einmalige Event vor 15.000 Zuschauern versprüht eine unglaubliche Stimmung. Uns ist gelungen die großen Emotionen des Abends auch in der Audioaufnahme einzufangen“, sagt Produzent Peter Scholz.

Mit dabei sind die bekannten Musicalstars Sabrina Weckerlin, Maximilian Mann, Dennis Henschel und Claus Dam.

Begleitet werden die Darsteller vom Symphonic Pop Orchestra Berlin in großer Besetzung.

Das Musical des Fuldaer Komponisten Dennis Martin hatte seine Weltpremiere im Jahr 2013 In Fulda. Mehr Info

Dienstag, 30. Mai 17
Sommerfest eröffnet den Frankfurter Kunstsommer
(kus) Mit einem Sommerfest im Kunstverein Familie Montez eröffnet Kulturdezernentin Ina Hartwig am Dienstag, 30. Mai, 18 Uhr, unter der Honsellbrücke am Hafenpark, Honsellstraße 7, den erstmals in diesem Jahr stattfindenden Frankfurter Kunstsommer. Von Juni bis August stellt das Kulturamt mit dieser Veranstaltung die innovative Off-Szene der Stadt in den Mittelpunkt.

„Die Gäste erwartet ein Künstlerfest, bei dem anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Städelschule eine Ausstellung mit der Sammlung des ehemaligen Hausmeisterehepaares Rausch und die legendäre ‚Golden Rausch Bar‘ nicht fehlen dürfen“, freut sich Hartwig. „Besonders gespannt bin ich auf die erstmals aufgestellte temporäre Außenskulptur „Stier“ von Wilfried Fiebig, dem Philosophen unter den Frankfurter Künstlern, den ich sehr schätze.“

Die „Sammlung Rausch“ wird im Beisein von Helga Rausch eröffnet, die sich auf ein Wiedersehen mit „ihren“ Künstlern freut. Christoph von Löw fertigt während des Festes Polaroids der Besucher an, die dann den Pavillon „Montez“ schmücken. Andere Künstler treten in zum Teil ungewohnten Konstellationen in Erscheinung. Matthias Vatter und Christina Drees sind mit einer Musik-Live-Performance unter dem Titel „375C.E.G.“ dabei und die Künstler Elena von Goya Goya und Kaiser L. – alias „Südfrüchtchen“ – sowie Corinna Mayer und Lionel Röhrscheid treten als DJ’s an die Plattenteller.

In der Videolounge ist das experimentelle Art-Diary „The Rise oft the Underground“ der Filmkünstlerin Anja Czioska zu sehen, das die Frankfurter Kunst- und Off-Szene der Jahre 2009 bis 2011 dokumentiert. „Es ist spannend zu sehen, wie sich die Off-Szene entwickelt hat“, sagt Kulturdezernentin Hartwig, „gerade dieser Blick jenseits des Mainstream ist es, der ebenso prägend für die Frankfurter Kultur ist, wie die Leuchttürme am Museumsufer.“

Bei Anbruch der Dunkelheit wird die Licht- und Videoperformance der Künstlergruppe „Die Segel“ die Fassade der Honsellbrücke bespielen.

Der Frankfurter Kunstsommer wird von der kostenlosen Art FFM-App begleitet, die alle Künstler und Kunstevents bündelt und Interessierte einlädt, auf eigene Faust die Szene zu entdecken. Ergänzt wird die App durch eine Website www.art-ffm.de und Facebook.

Dienstag, 30. Mai 17
Ballet Revolución ab 2018 erneut in Baden-Baden, Mannheim, Frankfurt und Stuttgart
Energiegeladen und heiß, leidenschaftlich und sinnlich, akrobatisch, dynamisch und technisch perfekt: Die explosive Tanzperformance Ballet Revolución aus Kuba kommt nach vier ausverkauften Tourneen mit neuer Show zurück. Allein die letzte Gastspielserie durch den deutschsprachigen Raum begeisterte über 150.000 Besucher. Ob in Europa, Asien, Australien oder während der Londoner Royal Variety Performance 2012 in Anwesenheit der Queen of England, das internationale Publikum kann von den erstklassig ausgebildeten Tänzern und ihrer grandiosen Band nicht genug bekommen. Ab dem 26. Dezember 2017 ist die elektrisierende Show erneut in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu erleben und kommt u.a. wieder nach Baden-Baden (05.-06.01.2018, Festspielhaus), Mannheim (09.-11.02.18, Rosengarten), Frankfurt (13.-18.03.2018, Jahrhunderthalle) und Stuttgart (04.-08.04.2018, Liederhalle). Natürlich mit den aktuellsten Hits, neuen, aufregenden Choreografien und raffinierten Designs vom Maestro des Glams Jorge González.

Der Vorverkauf läuft!

05.01. – 06.01.2018: Baden-Baden, Festspielhaus
09.02. – 11.02.2018: Mannheim, Rosengarten
13.03. – 18.03.2018: Frankfurt am Main, Jahrhunderthalle
04.04. – 08.04.2018: Stuttgart, Liederhalle
 
Vorverkauf:
Nationale Tickethotline: 01806 - 10 11 11(0,20 EUR/Anruf. inkl. MwSt. a.d.dt. Festnetz, Mobilfunk max. 0,60 EUR/Min. inkl. MwSt.) unter www.bb-promotion.com und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
www.ballet-revolucion.de

Dienstag, 30. Mai 17
Camille Saint-Saëns‘ Oper »Samson et Dalila« feiert Premiere am Anhaltischen Theater Dessau ~ Konzertante Aufführung
Am 3. Juni 2017 um 19 Uhr feiert das Anhaltische Theater Dessau die letzte große Premiere der Spielzeit 2016/17. Mit Camille Saint-Saëns‘ Oper Samson et Dalila steht eines der bekanntesten Werke des französischen Opernrepertoires auf dem Spielplan, das für Mezzosopranistin Rita Kapfhammer und Tenor Ray M. Wade, Jr. grandiose Hauptpartien bereithält. Saint-Saëns verwandelt die alttestamentarische Erzählung vom hebräischen Heerführer Samson und der verführerischen Philisterin Dalila, die Samson das Geheimnis seiner übermenschlichen Kräfte entlockt und ihn und sein Volk damit ins Verderben stürzt, in eine große Oper. Der Komponist kleidete die Geschichte in ein farbenreiches Werk für Orchester, Chor und Solisten, das von wuchtigen Chören bis hin zu den klangsinnlichen Verlockungen in Dalilas Arien alle Register der Romantik zieht. Die 1. Kapellmeisterin Elisa Gogou wird die konzertante Aufführung dirigieren. »Im Orchesterklang vereint Saint-Saëns Explosivität und Todesruhe, eleganten Bläserklang und scharfe Streicher in einer ganz klaren, unkomplizierten, harmonischen Sprache«, so Gogou. »Das Bacchanale zum Schluss der Oper – ein ekstatischer Spottgesang und wilder Tanz auf den verratenen und entkräfteten Samson – ist eines der berühmtesten Orchesterstücke überhaupt.« Die exotischen Farben dieser Ballettmusik runden das Werk ab.


Plakatmotiv Samson et Dalila, Rita Kapfhammer und Ray M. Wade, Jr.
© Claudia Heysel

Neben Rita Kapfhammer als Dalila und Ray M. Wade, Jr. als Samson ist KS Ulf Paulsen als Oberpriester des Philistergottes Dagon zu hören. Für die Partie des Hebräers kommt Dominic Barberi – dem Dessauer Publikum bereits aus der aktuellen Inszenierung von Verdis Troubadour bekannt – noch einmal ans Anhaltische Theater.

Karten für die Premiere von Samson et Dalila am 3. Juni um 19 Uhr und für die zweite Vorstellung am 17. Juni um 17 Uhr gibt es an allen Vorverkaufsstellen des Theaters, im Internet und an der Abendkasse. www.anhaltisches-theater.de

Montag, 29. Mai 17
Erfolgreiche Bilanz der Internationalen Maifestspiele 2017
Mit Richard Wagners »Götterdämmerung«, in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von Alexander Joel, fanden die Internationalen Maifestspiele 2017 am Sonntag, den 28. Mai ihren krönenden Abschluss. Auf der Bühne waren unter anderem Andreas Schager, Samuel Youn, Albert Pesendorfer und Evelyn Herlitzius zu erleben. Beim Public Listening wurde die Oper, die im ausverkauften Großen Haus des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden zu erleben war, für die Zuschauer live und kostenfrei am Warmen Damm übertragen. Der Abend endete mit der Outdoor-Performance »Vebrannte Erde« von Markus Öhrn und Arno Waschk und erinnerte ein letztes Mal an das diesjährige Motto »Die Welt in Bewegung«.

Die Internationalen Maifestspiele 2017, die Intendant Uwe Eric Laufenberg künstlerisch verantwortet, fanden vom 26. April bis zum 28. Mai in Wiesbaden statt. Prominente Gäste der Musikwelt, wie Catherine Foster, Klaus Florian Vogt und René Pape, eröffneten die Festspielsaison mit einem Wagner-Galakonzert. Zwei komplette Zyklen von Wagners »Ring des Nibelungen« standen als Schwerpunkt auf dem Programm und erreichten die höchsten Auslastungszahlen. Beim Publikum waren außerdem die Opern »Die Zauberflöte», »Die Hochzeit des Figaro« und die Parnassus Arts Production »Siroe, König von Persien« besonders beliebt.
In der Sparte Schauspiel verzeichneten das Gastspiel »Murmel Murmel« der Volksbühne Berlin und »Tyrannis«, eine Übernahme des Staatstheaters Kassel, besonders viele Zuschauer.
Dies gilt ebenfalls für die Tanzabende »Nijinski« mit der Gauthier Dance Company und »Light« mit der niederländischen Kompanie LeineRoebana.
Zu den Highlights zählten die Liederabende mit Florian Boesch und Gerald Finley, aber auch die Lesungen mit Elke Heidenreich und dem Calmus Ensemble, Günter Lamprecht und Claudia Amm. Das Merlin Ensemble mit Hermann Beil war mit einem Schönberg-Zyklus von vier Konzerten zu Gast bei den diesjährigen Internationalen Maifestspielen.
Aus Peking kamen Ensemble und Team der Oper »Faust – Eine Version des deutschen Klassikers aus Peking«, aus Belgien Alain Platel und seine Kompanie mit »nicht schlafen«  und aus Kanada die Kompanie Corpus mit »Camping Royal« für die Junge Woche angereist.
Das Programm der Jungen Woche des JUST stand im Zeichen seines 20-jährigen Jubiläums. Ariel Dorons »Plastic Heroes« aus Israel und »The Carnival of the Animals« aus Großbritannien feierten große Erfolge.
Vorträge, Spielaktionen für Kinder und Familien, Performances und Live-Acts ergänzten das Festspielprogramm.

Abschlussbilanz:
Bei den Internationalen Maifestspielen 2017 waren 27.892 Eintrittskarten für 47 Veranstaltungen im Verkauf. Die Auslastung lag insgesamt bei 88,7 %, die Vorstellungen der Jungen Woche waren zu 93,5 % ausgelastet und im Vergleich zum Vorjahr steigerte sich die gesamte Auslastung um 6,9 % (Stand 22.05.17). Bis zum Ende der Internationalen Maifestspiele 2017 werden rund 24.000 Besucher die Veranstaltungen frequentiert haben. Die Internationalen Maifestspiele 2017 verzeichnen die zweithöchsten Einnahmen der letzten zehn Jahre.

In den Sozialen Medien erreichten die diesjährigen Festspiele 62.314 Facebook-Profile und über 10.000 Tweet-Impressions auf Twitter.

Ermöglicht wurde das Programm durch die Förderung der Stadt Wiesbaden und des Landes Hessen sowie durch die Zuwendung des Förderkreises der Internationalen Maifestspiele e.V. Der Kulturfonds RheinMain förderte die Produktionen »Giustino«, »Siroe, König von Persien« und »Vebrannte Erde«. Die Nassauische Sparkasse unterstützte die Produktionen der Jungen Woche. Kulturpartner der Internationalen Maifestspiele 2017 war hr2 Kultur.

Dank der Sponsoren und Förderern konnten die Internationalen Maifestspiele 2017 sozialverträgliche Eintrittspreise zwischen 9 Euro und 103 Euro anbieten, die somit im Vergleich zu 2016 nahezu gleich blieben.

Ausblick Internationale Maifestspiele 2018:
Die Internationalen Maifestspiele 2018 werden am 5. Mai 2018 mit Verdis »Ein Maskenball« unter der Musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Patrick Lange und in der Inszenierung von Beka Savić eröffnet. Adina Aaron singt die Amelia, der polnische Tenor Arnold Rutkowski den Riccardo, Vladislav Sulimsky vom Mariinsky Theater den Renato und Marie Nicole Lemieux ist Ulrica.

Die Titelpartie der »Tannhäuser«-Inszenierung übernimmt im Mai Klaus Florian Vogt. Als Arabella ist die Strauss-Sängerin Maria Bengtsson zu erleben. Pretty Yende brilliert als Adina im »Liebestrank« neben Ioan Hotea, Levy Sekgapane und Patrick Carfizzi. Catherine Foster, Johannes Martin Kränzle, Lance Ryan und Albert Pesendorfer stehen in der Festspielaufführung der »Götterdämmerung« auf der Bühne. Als Fliegender Holländer kommt Egils Silins in einer weiteren Wagner-Partie nach Wiesbaden. Ein weiteres Highlight verspricht ein Gastspiel mit Rossinis »La Donna del Lago« unter der Leitung von George Petrou, mit Lena Belkina als Elena, Daniel Behle und Max Emanuel Cencic, der neben der Gesangspartie auch die Inszenierung übernimmt.

 Der Vorverkauf für sieben Opernproduktionen der Internationalen Maifestspiele 2018 hat bereits begonnen. Im Februar 2018 wird das Gesamtprogramm veröffentlicht, Eintrittskarten für alle Veranstaltungen sind dann erhältlich.  www.staatstheater-wiesbaden.de

Montag, 29. Mai 17
"Warschau - Frankfurt - Transit" / Dritte Soiree mit jungen Künstlern aus Warschau und Frankfurt
Die Oper Frankfurt lädt zur dritten Soiree mit jungen Künstlern aus Warschau und Frankfurt unter dem Titel Warschau – Frankfurt – Transit am Donnerstag, dem 8. Juni 2017, um 19.00 Uhr ins Holzfoyer ein.
2014 wurde der Frankfurter Opernintendant Bernd Loebe für einen Workshop an die Warschauer Akademia Operowa verpflichtet. Diese Akademie am Teatr Wielki / Opera Narodowa (der Polnischen Nationaloper) ist – ähnlich dem Opernstudio an der Oper Frankfurt – eine Ausbildungsstätte junger Künstler. Bei dieser Gelegenheit entstand gemeinsam mit dem Warschauer Intendanten Waldemar Dąbrowski die Idee von Austauschkonzerten der Institute, welche in beiden Städten aufgeführt werden sollten.

Nach jeweils zwei Doppelkonzerten in 2014/15 und 2015/16 lässt Frankfurt anlässlich der dritten Runde in der aktuellen Spielzeit 2016/17 den Warschauer Künstlern den Vortritt, so dass das Programm bereits erstmals am Sonntag, dem 28. Mai 2017, im Redoutensaal des Teatr Wielki / Opera Narodowa in Warschau erklingt, um im Anschluss in Frankfurt wiederholt zu werden.


Mikolaj Trabka
© Wolfgang Runkel ~ www.wolfgang-runkel.de

Auf dem Programm des Abends steht ein „slawisches“ Programm mit Werken von Peter I. Tschaikowski (1840-1893), Sergei W. Rachmaninow (1873-1943), Frédéric Chopin (1810-1849) und Antonín Dvořák (1841-1904).
Zu den Solisten der Akademia Operowa gehören die Polinnen Bozena Bujnicka (Sopran) und Agnieszka Grochala (Mezzosopran) sowie Danylo Matviienko (Bariton) aus der Ukraine und Hubert Kowalczyk (Bass) aus Polen. Die jungen Sänger werden am Klavier begleitet von der polnischen Pianistin Dominika Peszko und ihrer südkoreanischen Kollegin Kyeong-Yeon Seo.
Die Solisten des Opernstudios der Oper Frankfurt sind die Amerikanerin Alison King (Sopran), der Münchner Ludwig Mittelhammer (Bariton), das ehemalige Mitglied der Akademia Operowa Mikołaj Trąbka (Bariton) aus Polen und Thesele Kemane (Bassbariton) aus Südafrika. Die künstlerische Gesamtleitung liegt bei Eytan Pessen.

Karten zum Preis von € 15 / ermäßigt € 7,50 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.
Das Opernstudio der Oper Frankfurt wird ermöglicht durch die Deutsche Bank Stiftung, die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main und den Frankfurter Patronatsverein – Sektion Oper.

Montag, 29. Mai 17
Große Show auf dem Bad Vilbeler ‚SUNSET BOULEVARD’
Rasante Musik und intime Momente: Burgfestspiele präsentieren Erfolgsmusical von Andrew Lloyd Webber / Scheck von der Frankfurter Sparkasse für das „Aushängeschild der Burgfestspiele“

„‚Sunset Boulevard’ lebt von seinen Gegensätzen: Das Stück verbindet intimes Kammerspiel mit großem Ensembletheater und grandiose Filmmusik mit kleinsten Gesten. Es präsentiert sich als unterhaltsames Musical und zeigt extremste menschliche Abgründe; es schickt Alter und Vergangenheit in einen furiosen Kampf gegen Jugend, Moderne und Zukunft. Und es ist eines der ganz wenigen Stücke, das nicht eine 25-Jährige in den Mittelpunkt stellt.“ Regisseur Benedikt Borrmann ist begeistert von dem Musical, das er in dieser Spielzeit bei den Burgfestspielen in Bad Vilbel inszeniert. Premiere ist am 14. Juni 2017; ‚Sunset Boulevard’ steht 25 mal auf dem Spielplan.


Sunset Boulevard
Burgfestspiele Bad Vilbel
Probenbühnenfoto
© Dieter Deul

Das Musical ‚Sunset Boulevard’ von Starkomponist Andrew Lloyd Webber basiert auf Billy Wilders Film „Boulevard der Dämmerung“ – wobei der deutsche Titel die Tiefe und Vieldeutigkeit der Geschichte besser einfängt als die Urlaubsromantik, die das englische ‚Sunset’ deutschen Ohren einhaucht: Der Star Nora Desmond ist ein Relikt der schwarz-weißen Stummfilmzeitzeit, dessen Karriere mit dem Tonfilm abrupt endete. Gefangen in der düsteren Pracht ihrer Villa träumt sie von einem Comeback und weiß nicht, dass die farbenfrohe junge Welt des Tonfilms sie längst vergessen hat. Dabei ist ihre Anziehungskraft immer noch so stark, dass sie den jungen Drehbuchautor Joe Gillis in ihre Welt hineinzuziehen vermag. Sein Versuch, sich daraus zu befreien, endet mit Wahnsinn, Tod – und einem grandiosen Schlussauftritt.
Das Bühnenbild von Pia Oertel und die Kostüme von Anja Müller finden Bilder für diese Gegensätze: Eine Drehscheibe verwandelt die große Revuebühne mit Showtreppe in ein kleines Kabinett. Die vergangene Stummfilmzeit und die moderne Welt der jungen Generation zeigen sich im Kontrast von ‚schwarz-weiß’ und ‚Farbe’ von Bühne und Kostümen. In der Choreographie von Myriam Lifka spielen, singen und tanzen bis zu 20 Darsteller gleichzeitig in der kompakten Bad Vilbeler Wasserburg und verwandeln sie in eine große Show-Bühne. 
„Am liebsten hätte ich die Augen zugemacht und nur weiter zugehört.“ „Am liebsten hätte ich die Augen zugemacht und nur weiter zugehört.“
Sebastian Wysocki, Erster Stadtrat von Bad Vilbel, war hin und weg, als Hauptdarstellerin April Hailer auf der kargen Probebühne in der ehemaligen Reithalle in Bad Vilbel „Nur ein Wort“ sang. Gemeinsam mit Claus-Günther Kunzmann, Intendant der Burgfestspiele, nahm Wysocki einen Scheck der Frankfurter Sparkasse über 25.000 Euro entgegen. Er freut sich auf die neue Spielzeit und dankte dem langjährigen Sponsor: „Das breite Programm der Burgfestspiele wäre nicht möglich ohne Sie.“

Wenn’s um Kunst geht – Sparkasse
Spürbar begeistert war auch Dieter Wagner, Vertriebsleiter Nord der Frankfurter Sparkasse. Seit der Gründung der Burgfestspiele 1987 fördert die Sparkasse das Bad Vilbeler Sommertheater; seit 2007 betreut Wagner die Kooperation. Wagner verzichtete darauf, Werbung für die Frankfurter Sparkasse zu machen und lobte die Burgfestspiele: „Hier wird Geld erlebbar.“ Das Musical sei das „Aushängeschild“ der
Burgfestspiele und auch seine Kunden seien immer wieder begeistert: „Wir kommen wieder“, zitierte Wagner deren „Standardsatz“.

So dynamisch wie Webbers Musik: Das Team
Für die Rolle der Norma Desmond konnte Kunzmann April Hailer, Bühnen- und Fernsehstar mit eigener Show, gewinnen. „Sie ist Sängerin und Schauspielerin, Komödiantin und Tragödin und hat eine Ausstrahlung, die über die letzte Reihe hinaus reicht“, freute sich der Intendant. Hailer ist fasziniert von der Figur: Norma Desmond steht für die „progressiven, frechen, vitalen, extremen It-Girls der 20er und 30er Jahre. Sie muss einen ungeheuren Sex-Appeal gehabt haben – dieses wollen wir wachrufen und gleichzeitig die Fallhöhe dieser Figur zeigen.“
Hailer ist begeistert von der kompakten Bühne der Bad Vilbeler Burg: „Hier können wir ‚unplugged’ spielen, also sehr direkt mit dem Publikum kommunizieren.“

Markus Höller, seit 2010 musikalischer Leiter der Burgfestspiele, hat die Musik Webbers arrangiert für das neunköpfige Orchester, das live auf der Palas der Burg spielt. Er setzt auf den Kontrast von dynamischem Sound und dem Verzicht auf Untermalung, „die der Musik umso mehr Gewicht gibt“.
Auch Regisseur Benedikt Borrmann ist in Bad Vilbel kein Unbekannter: Zuletzt inszenierte er hier ‚Singin´ in the Rain‘, ‚Sugar‘‚ Die Zauberflöte‘, ‚Figaros Hochzeit’ und ‚Evita‘. April Hailer ist seine Wunschbesetzung für die Norma: „Die Kraft, mit der April menschliche Abgründe nicht nur auslotet, sondern sich schier hineinwirft, ist atemberaubend.“
Als männliche Hauptdarsteller werden Matthias Pagani und Robert David Marx auf dem Sunset Boulevard in Bad Vilbel stehen. Pagani übernimmt die Rolle des Max von Meyerling, dem Butler, Ex-Ehemann und Regisseur von Norma. Pagani gehört zu den profiliertesten Musicaldarstellern deutschsprachiger Bühnen: An vielen Häusern, darunter Dresden und Basel, spielte er den Judas in ‚Jesus Christ
Superstar’. Zuletzt trat er als Frank’N’Furter in der ‚Rocky Horror Picture Show’ sowie als Anatoly in ‚Chess’ und als Pirelli in ‚Sweeney Todd’ in Pforzheim auf. Am Stadttheater Trier spielte er die Titelrolle bei der Uraufführung des Rockspektakels ‚Othello Reloaded’.
Robert David Marx übernimmt die Rolle des jungen Drehbuchautors Joe Gillis. Marx studierte als Stipendiat Tanz, Gesang und Schauspiel an der Stella Academy in Hamburg. Bisherige Engagements in Deutschland, Österreich und Italien umfassen unter anderem Hauptrollen in ‚Cats’,
‚Tanz der Vampire’, ‚Sunset Boulevard’, ‚West Side Story’ und ‚Liebe stirbt nie’.
Janne Marie Peters spielt die junge Betty Schaefer, in die Joe Gillis sich verliebt und mit der er eine Zukunft im Jetzt plant. Peters absolvierte eine umfassende Musicalausbildung in Deutschlands Musicalhochburg Hamburg und tourte unter anderem mit „Elisabeth“ um die Welt.
Team Sunset Boulevard:
Regie: Benedikt Borrmann
Musikalische Leitung: Markus Höller
Bühnenbild Pia Oertel
Kostümbild Anja Müller
Choreographie: Myriam Lifka
Dramaturgie: Ruth Schröfel

Mi, 14.06. 20:15 Uhr Premiere
Burgfestspiele im Internet: www.kultur-bad-vilbel.de/burgfestspiele/aktuelles/

Montag, 29. Mai 17
SHREK 2017 auf der Freilichtbühne Tecklenburg: die Besetzung

SHREK: Tetje Mierendorf
FIONA: Roberta Valentini
ESEL: Thomas Hohler
LORD FARQUAAD: Robert Meyer
PINOCCHIO / Ensemble: Nicolai Schwab
ROTKÄPPCHEN / Ensemble: Dörte Niedermeier
WOLF / Ensemble: Mathias Meffert
DRACHE / Ensemble: Jennifer Kohl
HÄNSEL / Ensemble: Kim David Hammann
GRETL / TEEN FIONA / Ensemble: Celine Vogt
HEXE / MAUS / Ensemble: Juliane Bischoff
STRUWELPETER / RATTENFÄNGER / Ensemble: Christian Fröhlich
FRAU HOLLE / Ensemble: Anne Welte
GESTIEFELTER KATER / Ensemble: Daniel Meßmann
PETER PAN / Ensemble: Fin Holzwart
TINKER BELL / MAUS / Ensemble: Sophie Blümel
PAPA OGER / Drachenkopf / Ensemble: Luciano Mercoli
MAMA OGER / SCHWEIN / Ensemble: Alexandra Hoffmann
KÖNIG HAROLD / Drachenkopf / Ensemble: Zoltan Fekete
KÖNIGIN LILLIAN / ASCHENBRÖDEL / Ensemble: Joyce Diedrich
PRINZ / Ensemble: Michael Thurner
MAX / Ensemble: Esther Lach
MORITZ / Ensemble: Andrew Hill
FROSCH / Ensemble: Johan Berg
ANFÜHRER DER WACHE / ZWERG / Ensemble: Guido Breidenbach
HAUPTMANN DER WACHE / Ensemble: Jan Altenbockum

Regie: Ulrich Wiggers
Musikalische Leitung: Giorgio Radoja
Choreografie: Kati Heidebrecht

www.freilichtspiele-tecklenburg.com

Montag, 29. Mai 17
Schauspielhaus Zürich: Spielplan 2017/18
Barbara Frey, Intendantin des Schauspielhauses Zürich, Dramaturg Andreas Karlaganis sowie Petra Fischer, die Leiterin des Jungen Schauspielhauses, haben in der vergangenen Woche im Rahmen einer Medienkonferenz im Schiffbau die Premieren der kommenden Spielzeit und das Spielzeitheft 2017/18 vorgestellt.
Das Spielzeitheft liegt ab sofort in den Foyers im Pfauen und im Schiffbau aus, kann als pdf heruntergeladen werden oder wird auf Wunsch kostenlos zugesandt. Die Abonnentinnen und Abonnenten des Schauspielhauses erhalten ihr Spielzeitheft automatisch per Post.

ERÖFFNUNG
Nach einem grossen Eröffnungsfest am 9. September im Pfauen starten wir dort am 14. September mit Bertolt Brechts „Die Dreigroschenoper“ in der Regie von Tina Lanik auch in die Spielzeit 2017/18. Brecht zeigt darin die kriminelle Seite und die Doppelmoral des Bürgertums und kritisiert die zweifelhaften Werte einer bürgerlich-kapitalistischen und zutiefst krisenhaften Gesellschaft.
Seit November 2016 gibt es am Berliner Maxim Gorki Theater das aus sieben professionellen SchauspielerInnen aus Afghanistan, Syrien und Palästina bestehende Exil Ensemble. Seine erste Arbeit hat es gemeinsam mit der israelischen Regisseurin und Autorin Yael Ronen entwickelt. Aus einer zweiwöchigen Busreise und Recherche durch Deutschland und die Schweiz ist das Stück „Winterreise“ entstanden, das als Koproduktion ab dem 16. September im Pfauen zu erleben sein wird.
„Welches Jahr haben wir gerade?“ der iranischen Autorin Afsane Ehsandar ist eines der Gewinnerstücke des Wettbewerbs der Autorentheatertage am Deutschen Theater Berlin, wo es in der Regie von Mélanie Huber Ende Juni uraufgeführt wird. Die Zürcher Premiere findet dann am 17. September in der Kammer statt.
Im Sommer beendet Frank Castorf seine 25-jährige Intendanz an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, welche das deutschsprachige Theater im letzten Vierteljahrhundert fundamental geprägt hat. Seine erste Regiearbeit nach der Volksbühne, „Die fremde Frau und der Mann unter dem Bett“ nach der Erzählung von Fjodor M. Dostojewski, wird ab dem 28. September in der Box zu erleben sein.
Den Eröffnungsreigen beschliesst „Buddenbrooks“ am 30. September im Pfauen. Regisseur Bastian Kraft inszeniert Thomas Manns Roman in einer eigenen Bühnenfassung, in der – wie im ursprünglichen Entwurf – Hanno als Vertreter der jüngsten Generation der Buddenbrooks die Perspektive prägt.

URAUFFÜHRUNGEN/ERSTAUFFÜHRUNGEN
2013 gewann Katja Brunner mit ihrem Debüt „Von den Beinen zu kurz“ den renommierten Mülheimer Dramatikerpreis, im selben Jahr wurde sie in der Kritikerumfrage der Zeitschrift
Theater heute zur besten Nachwuchsautorin gewählt. Ihr neues Stück „DEN SCHLÄCHTERN IST KALT“ wird in der Regie von Barbara Falter, deren Zürcher Inszenierung von Ferdinand Schmalz‘ „Der thermale Widerstand“ zu den diesjährigen Mülheimer Theatertagen eigeladen wurde, am 1. November in der Kammer uraufgeführt.
Christoph Marthaler, Schauspielhaus-Intendant von 2000 bis 2004, kombiniert in seinen Theaterabenden auf unvergleichliche Art und Weise zeitgenössische Sprechchöre mit Musik als strukturierendem Prinzip.
Mit der Stückentwicklung „Wir nehmen es auf uns (Mir nämeds uf öis)“ kehrt er nun ab dem 14. Dezember in den Pfauen zurück.
„Weltzustand Davos“ ist der vierte und letzte Teil der Serie „Staat 1– 4“, mit der sich Rimini Protokoll auf eine Recherche in die Felder ausserhalb dessen begibt, was heute von Nationalstaaten organisiert
und kontrolliert werden kann. In der Box installiert Rimini Protokoll dabei ab Januar 2018 eine Modellsimulation des WEF und blickt zurück auf das Wesen der Gewalten, deren Teilung einmal die wesentlichen Mechanismen zur Kontrolle des staatlichen Gefüges strukturieren sollte.
„Hello, Mister MacGuffin!“ ist die mittlerweile achte Arbeit von René Pollesch am Schauspielhaus Zürich, für die er nun zum ersten Mal mit der in Zürich bestens bekannten Bühnenbildnerin Anna Viebrock zusammenarbeitet.
Ab März 2018 kehrt Pollesch damit zurück in die Box, wo 2012 „Macht es für euch!“ und 2015 „Love/No Love“ zu sehen waren. Seit Jahren werden Stücke von Elfriede Jelinek in unterschiedlichsten
Regiedeutungen am Schauspielhaus Zürich aufgeführt. Ihr neues Drama „Am Königsweg“, das ab März 2018 in der Regie von Stefan Pucher im Pfauen zu sehen sein wird, behandelt den Ödipus-Mythos, den Jelinek
mit der Persona Donald Trumps paraphrasiert, konterkariert und ironisiert: Der „König“, der seine Vormachtstellung den Tätigkeiten als Immobilienhändler verdankt, im Kontext eines Weltsystems, dessen Machtund Besitzverhältnisse auf Kredit und Schulden beruhen. Der Zürcher Autor Gerhard Meister schreibt mit „Das grosse Herz des Wolodja Friedmann“ ein Stück über Zürcher Geschichte: Der Autor entwickelt
ein Zeitpanorama der historisch verbürgten Zürcher Pension Comi am Vorabend des 2. Weltkrieges. Im Zentrum stehen die Besitzer der Pension Wolodja und Paula Friedmann. Vom jüdischen Emigranten über den
Musiker bis hin zum gescheiterten Revolutionär geben sie Verfolgten des Nationalsozialismus Unterschlupf. Die junge Regisseurin Sonja Streifinger inszeniert die Uraufführung im März 2018 in der Kammer.
Basierend auf Motiven der millionenfach gestreamten norwegischen Web-Serie „Sweat Shop – Deadly Fashion“ entwickelt Regisseur Sebastian
Nübling in Zusammenarbeit mit jugendlichen DarstellerInnen des jungen theater basel und dem Ensemble des Schauspielhauses im Mai 2018 ein
dokumentarisches Theaterstück, wofür der Bühnenbildner Dominic Huber eine Welt vor und hinter dem schillernden Catwalk entwirft und das Publikum durch den Pfauen in den Räumen hinter den Kulissen wandeln
lässt.

WEITERE PREMIEREN
Wiederholt hat Barbara Frey den leisen Tiefsinn und schreckhaften Abgrund der Komödien der Weltliteratur aufgespürt, von Kleist und Kesselring über Marivaux, Labiche und Molière bis zu Goldoni und Gombrowicz. Diese Auseinandersetzung wird die Schauspielhaus-Intendantin ab dem 21. Oktober im Pfauen mit ihrer Inszenierung von Kleists „Der zerbrochne Krug“ fortsetzen.
Was geschieht mit den überlebenden Troerinnen, als die griechischen Krieger nach zehn Jahren Krieg Troja niedergebrannt haben? Sie werden
als Kriegsbeute an die feindlichen Heerführer „verteilt“ und „verschifft“.
Auch gegenwärtig sind sie zahlreich, die Stimmen von geschändeten Frauen, die unaussprechliche Gewalt in Worte zu fassen versuchen.
In Karin Henkels Inszenierung „BEUTE FRAUEN KRIEG“ nach den „Troerinnen“ von Euripides (Premiere am 2. Dezember in der Halle) werden daher verschiedene, weibliche Stimmen zu Wort kommen. Sie gehen von Fragmenten des ältesten verschriftlichten europäischen Mythos aus und schlagen den Bogen bis in unsere Gegenwart.
„Hundeherz“ nach dem Roman von Michail Bulgakow ist Alvis Hermanis’ siebte Inszenierung am Schauspielhaus Zürich. Der lettische Regisseur
setzt damit ab dem 25. Januar 2018 im Pfauen seine Auseinandersetzung mit russischer Literatur in Zürich fort, die er 2008 mit dem
Dostojewski-Projekt „Idiot. Anfang des Romans“ begonnen hat.
Ödön von Horváth schrieb seine prognostische, bitterböse und hochkomische Gesellschaftssatire „Zur schönen Aussicht“ im Jahr 1926. Barbara
Frey, in deren Regie das Stück im Februar 2018 in der Halle Premiere hat, sieht darin unter anderem „ein zerfallendes Europa und den radikalen
Verlust von Vernunft, Mitgefühl und politischer Vision“. Das Projekt „Max Frisch – Ärger im Paradies“ führt unter der Leitung von Stephan Müller ab April 2018 an Orte in Zürich, die mit Max Frisch in enger Verbindung stehen und widmet sich dem schriftstellerischen Werk, den Reden, Interviews, Briefen, Tagebüchern, Notaten, Filmskizzen und der Prosa des Autors.
„Mass für Mass“ ist Shakespeares späteste und zugleich dunkelste Komödie. Sie spielt in Wien, einem Ort der Laster und Ausschweifungen, wo Ganoven und Zuhälter ihre Geschäfte machen, Mörder zu bemitleiden und Trunkenbolde wie Puffmütter die Sympathieträger sind. In der Regie von Jan Bosse wird das Stück ab April 2018 im Pfauen zu erleben sein.
Dem österreichischen Puppenspieler und Regisseur Nikolaus Habjan gelingt es, seinen Puppen nicht nur Leben einzuhauchen, sondern sie zu eigenständigen Figuren und Charakteren werden zu lassen. In der Box wird er ab Juni 2018 mit „Die Fledermaus“ eine eigene Version der wohl beliebtesten und berühmtesten Operette der Musikgeschichte auf die Bühne bringen.
FAMILIENSTÜCK IM PFAUEN Mit der deutschsprachigen Erstaufführung „Peter Pan“ von J.M. Barrie in der Fassung von David Greig inszeniert Ingo Berk nach „Die Brüder Löwenherz“ zum zweiten Mal das Familienstück im Pfauen. Er wird dabei – wie schon bei den „Brüdern Löwenherz“ mit dem Puppendesigner und Regisseur Mervyn Millar zusammenarbeiten, der mit seinen fantastischen Puppenkreationen weltweit Erfolge feiert.

CLOSE UP
Die Reihe „Close Up“, bei der seit Beginn der aktuellen Saison Ensemblemitglieder in der Kammer ihre eigenen Arbeiten zeigen, wird auch in der kommenden Saison fortgesetzt: In „Vergessenes Gelächter“ unternehmen Isabelle Menke und der Musiker und Performer Bo Wiget eine Reise in den poetischen Kosmos Céline Arnaulds. Susanne-Marie Wrage
macht sich in „Ein Gespenst geht um …“ an eine Re-Lektüre von Marx und Engels. Und Lisa-Katrina Mayer zeigt zusammen mit der Choreografin Salome
Schneebeli die Schweizerische Erstaufführung von Sibylle Bergs „Missionen der Schönheit“.
GASTSPIELE Auch in der kommenden Spielzeit werden wieder herausragende Gastspiele aus dem In- und Ausland am Schauspielhaus zu sehen sein: So gastieren das Teatr Krasnyi Fackel aus Nowosibirsk mit Timofej Kuljabins Tschechow-Bearbeitung „Drei Schwestern“, das Theater HORA Zürich mit „Bob Dylans 115ter Traum“ und das Burgtheater Wien mit Barbara Freys Inszenierung „Ein europäisches Abendmahl“ mit Texten von
Jenny Erpenbeck, Nino Haratischwili, Elfriede Jelinek, Terézia Mora und Sofi Oksanen. Zudem wird „Staat 1“ von Rimini Protokoll ab Ende Juni 2017 im Kunsthaus Zürich zu sehen sein. Neben der Uraufführung
„Staat 4“ im Januar 2018 am Schauspielhaus ist zudem geplant, auch die beiden anderen Teile in Zürich zu zeigen.

JUNGES SCHAUSPIELHAUS
Das Junge Schauspielhaus zeigt in der kommenden Spielzeit drei Neuinszenierungen: „Meet me“ der norwegischen Dramatikerin Liv Heløe wurde 2016 mit dem 2. Preis des Jugendtheaterpreises Baden-Württemberg sowie dem Kathrin-Türks-Preis ausgezeichnet und war auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendtheaterpreis. In einer Inszenierung von Enrico Beeler wird das Stück ab dem 16. November in der Matchbox zu erleben sein. Ebenfalls in der Matchbox zeigt der niederländische Autor und Regisseur Theo Fransz ab dem März 2018 ein neues Stück. Damit wird die intensive künstlerische Zusammenarbeit fortgesetzt, die mit der Schweizer Erstaufführung seines Stücks „Du, Du & Ich“ (Regie Daniel Kuschewski) begonnen hat. Als Stückauftrag entstand zwei Jahre später am Jungen Schauspielhaus die Uraufführung von „Rosas Schuh“, die er zu sammen mit dem Spielensemble entwickelt und inszeniert hat. In dieser Spielzeit führte er Regie bei „King A“.
Auch der Autor Jan Sobrie war am Jungen Schauspielhaus in den vergangenen Spielzeiten mit verschiedenen Stücken vertreten, jeweils in der Regie von Enrico Beeler. In der neuen Spielzeit arbeitet er sowohl als Autor als auch als Regisseur und schreibt ein Stück, das er im Juni 2018 in der Matchbox selbst zur Uraufführung bringen wird. Zudem werden aus den vergangenen Spielzeiten die Produktionen „Fratelli“, „Shut up“, „King A“ und „Malala – Mädchen mit Buch“ im Spielplan zu finden sein.

MEHR ALS ZUSCHAUEN
Rund um die Vielfalt von Inszenierungen begleitet das „Mehr als Zuschauen“-Angebot den Spielplan des Schauspielhauses mit zahlreichen Formaten für jede Altersgruppe: KünstlerInnen treffen, die Entstehung einer Inszenierung bis zur Premiere begleiten, Berufsfelder im Theater erkunden, Gesehenes und Erlebtes hinterfragen, sich austauschen und selbst Theater spielen.

REIHEN
Als prominente Gesprächsleiter haben schon in den vergangenen Spielzeiten der Autor Lukas Bärfuss und Philosoph Stefan Zweifel in ihren Reihen „Lukas Bärfuss trifft…“ und „Zweifels Zwiegespräche“ die Tradition des Dialogs am Schauspielhaus hochgehalten. Die beiden Reihen werden in der neuen Spielzeit zum regelmässigen Gesprächsformat „Zürcher Gespräche“ im Pfauen zusammengeführt. So verbinden sich die philosophisch-künstlerische Gästeauswahl von Stefan Zweifel und die politisch-gesellschaftliche Perspektive von Lukas Bärfuss zu einer gemeinsamen Reihe mit wechselnden Gastgebern. Bei „Meet Your Enemy“, einem Disputations-Marathon zum Zwingli-Jahr, wird die Schiffbauhalle im Januar 2018 zu einem vielgestaltigen Disputationsfeld darüber, wie wir zusammenleben wollen. Es entstehen mehrere konzentrierte Runden, in denen in grösseren und kleineren Gruppen debattiert werden kann. Ausserdem sind dank Anlaufpunkten für Expertenbefragungen, Zwischenmoderationen sowie gastronomischen Boxenstopps der Ausdauer und Gesprächsfreude der Teilnehmenden keine Grenzen gesetzt. Der transdisziplinäre Thinktank Collegium Helveticum behandelt aktuell als Schwerpunktthema „Digital Societies“. Sieben ausgewählte LehrstuhlinhaberInnen der drei Zürcher Hochschulen ETH, Universität und ZHdK richten ihren Blick und ihre Forschung jenseits vorgefasster Denkstile auf diese Fragen der digitalen Zukunft. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen diskutieren die Forscherinnen und Forscher während der Spielzeit in Zusammenarbeit mit der Dramaturgie und KünstlerInnen des Schauspielhauses über Produktionen aus dem aktuellen Programm.
 
Shared Spaces: Zur Zukunft des öffentlichen Raums erarbeitet das Gottlieb Duttweiler Institute im Auftrag der Arbeitsgruppe „ZORA – Zentrum Öffentlicher Raum“ des Schweizerischen Städteverbandes und in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich eine Studie, die am Schauspielhaus Zürich im Kontext der Beschäftigung mit Vordenkern des öffentlichen Raums – von Huldrych Zwingli bis Max Frisch – diskutiert wird.
Die traditionsreiche Pfauenbühne ist nicht nur für Theater, sondern auch hervorragend für Konzerte geeignet. So unterschiedliche KünstlerInnen wie Sophie Hunger, Element of Crime oder Lambchop haben dies
bereits unter Beweis gestellt. Auch in der kommenden Saison ist im Rahmen von pfauen:sounds wieder eine Reihe von Konzerten im Pfauen geplant, die frische Sounds, neue Töne und unkonventionelle Künstler auf
die stimmungsvolle Bühne bringt. Auch das Zürcher Kammerorchester freut sich in seiner zweiten Spielzeit am Schauspielhaus auf vielfältige Begegnungen und knüpft darüber
hinaus neue Verbindungen: Zum einen wird unter dem Motto „Art is in Residence“ Musik mit weiteren Kunstformen verbunden, zum anderen geschieht dies alles am Heimplatz im Herzen der Stadt Zürich auf der
Pfauenbühne des Schauspielhauses.

ENSEMBLE
Die SchauspielerInnen Dagna Litzenberger Vinet und Nils Kahnwald sowie Anne Eigner, Mitglied des Schauspielstudios, verlassen im Sommer das Schauspielhaus. Neu ins Ensemble kommt der junge Schauspieler Benito Bause. Im Rahmen des Schauspielstudios erhalten zudem die beiden Schauspielstudierenden Sarah Gailer und Robert Rožić für eine Spielzeit die Möglichkeit, praktische Bühnenerfahrung zu sammeln.
DIE ABOS 2017/18 sind ab sofort an der Theaterkasse erhältlich. DAS SPIELZEITHEFT 2017/18 findet sich unter www.schauspielhaus.ch zum Download als pdf-Datei.

Montag, 29. Mai 17
Staatstheater Stuttgart
Der Spielplan der kommenden Spielzeit wurde in der vergangenen Woche im Rahmen der Pressekonferenz der Staatstheater Stuttgart vorgestellt.

Nach Redaktionsschluss des Jahrbuchs der Staatstheater Stuttgart haben sich folgende Änderungen ergeben:
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es kaum eine christlich-mythologische Frauengestalt, die Kunst und Literatur so sehr faszinierte wie Salome. Sebastian Baumgarten widmet sich diesem Mythos und so feiert Salome am 10. Mai 2018 Premiere im Schauspielhaus.
Die geplante Koproduktion Baumeister Solness mit dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg wird entfallen. Über eine andere Produktion sind wir im Gespräch, die Premiere ist für den 10. März 2018 im Schauspielhaus geplant.
Statt Die schmutzigen Hände von Jean-Paul Sartre wird Lilja Rupprecht ein anderes Stück inszenieren, dessen Premiere am 13. April 2018 im Schauspielhaus stattfindet.
Martin Laberenz wird in Koproduktion mit dem Deutschen Theater Berlin eine Inszenierung am 26. Mai 2018 im Nord herausbringen.

Das Jahrbuch der Staatstheater Stuttgart gibt es als PDF zum Download unter www.schauspiel-stuttgart.de .

Montag, 29. Mai 17
Premiere der Forschungsperformance „Weltentöchter“ am 01.06.2017 in den Landungsbrücken Frankfurt
Die Schauspielerin und Produzentin Charis Nass lädt ein, mit ihr in das Universum der Weltentöchter einzutauchen. Die Weltentöchter werden repräsentiert durch Charis Nass und ihrer Mutter Doris Nass. Gemeinsam erforschen sie mutig in dieser Arbeit eigene Prägungen und gehen dabei weit über ihre individuelle Geschichte hinaus. Auf diese Weise entsteht eine reflektierende Projektionsfläche, auf der die Zuschauer ihre ganz eigenen Antworten finden können.  Spielerisch und berührend gehen die Performerinnen solchen Fragen nach wie: Was hat uns geprägt und was prägen wir? Wie formen Genetik, Erziehung, Erfahrungen und kulturelle Einflüsse unsere Persönlichkeit? In die performative Umsetzung werden hierzu Ansätze aus Epigenetik, Quantenphysik sowie weitere literarische und wissenschaftliche Impulse verarbeitet.
Regisseurin Miriam Michel ist es einfühlsam gelungen mit Charis Nass und ihrer Mutter Doris, die zum ersten Mal auf der Bühne steht, eine außergewöhnliche Struktur zu erarbeiten. So werden die Zuschauer auf eine anspruchsvolle, vielseitige und doch kurzweilige Reise mitgenommen. Untermalt und verwoben wird die Arbeit durch die elektronische Musik von Michael Pieper.

Über Charis Nass:
Nach ihrer Schauspielausbildung an der Essener Folkwang Universität, verschiedenen Engagements und Mitwirkung in freien Produktionen, gründete Charis Nass 2016 ihr eigenes Produktionslabel. Noch im selben Jahr entwickelte sie eine Stückfassung nach dem Roman: „Das Mädchen, mit dem die Kinder nicht verkehren durften“ von Irmgard Keun. Sie brachte die Inszenierung mit Regisseurin Katja Lillih Leinweber im Theaterhaus Frankfurt am 08.05.2016 zur Uraufführung und tourt damit auf freien Bühnen. Ihre zweite Produktion „Weltentöchter“ wird wieder von der Stadt Frankfurt und dem hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert. Charis Nass verknüpft in ihrer neuen Arbeit das von ihr geschätzte Performance-Fach mit ganz persönlichen Fragen zu einem mutigen Experiment.
Premiere: 01.06.2017 um 19:30 Uhr
Weitere Aufführungen: 02.06.2017, 23. und 24.09.2017 jeweils 19:30 Uhr
Landungsbrücken Frankfurt
Gutleutstraße 294
60327 Frankfurt

www.landungsbruecken.org

Montag, 29. Mai 17
Studionaxos: ROT ODER TOT
Folge 1: Der sterbende Kapitalismus kann uns nicht täuschen. Auch wenn er uns in Sonntagskleidern begegnet. Sein Zusammenbruch ist nur noch eine Frage der Zeit. Auch unserer. Die Koffer sind so schwer.
Am Freitag, den 16. Juni 2017, um 20.00. Uhr feiert die erste Folge der fünfteiligen Serie „rot oder tot“ Premiere.
Die Kulisse einer Küche. Ein Zimmer im Schriftstellerheim. Eine Fabrikhalle, eine Straße. Der Westen im Foyer. In „rot oder tot“ erzählt Carolin Millner mit ihrer Gruppe Eleganz aus Reflex die Geschichte einer Gesellschaft, die aufbrach, eine andere zu werden. Nicht die Geschichte eines Wiederaufbaus, sondern eines Neuanfangs, getragen von Arbeiter*innen und Künstler*innen, von denen viele jüdische Remigranten waren. „Rot oder tot“ zeigt einen Ausschnitt, ein Spielfeld des Realsozialismus, jeder Spielzug eine Entscheidung mit Folgen. Der Versuch einer Antwort auf die Frage: Wenn man noch einmal von vorne anfangen könnte, wie würde man entscheiden?

„Das Theater dieser Jahrzehnte soll die Massen unterhalten, belehren und begeistern. Es soll Kunstwerke bieten, welche die Realität so zeigen, dass der Sozialismus aufgebaut werden kann. Es soll also der Wahrheit, der Menschlichkeit und der Schönheit dienen. Seit jeher ist es das Geschäft des Theaters, wie aller anderen Künste auch, die Leute zu unterhalten. Dies Geschäft verleiht ihm immer seine besondere Würde, es benötigt keinen anderen Ausweis als den Spaß, diesen freilich unbedingt. Das Theater muss nämlich durchaus etwas Überflüssiges bleiben dürfen, was freilich dann bedeutet, dass man für den Überfluss ja lebt. Weniger als alles andere brauchen Vergnügungen ihre Verteidigung.“
 Bertolt Brecht

Die Produktion entstand in Kooperation mit studioNAXOS. Ermöglicht wird das Projekt durch das Kulturamt Frankfurt am Main, dem Ministerium für Kunst und Wissenschaft des Landes Hessen, der HolgerKoppe Stiftung und flausen-young artists in residence.

studioNAXOS in der Naxoshalle Frankfurt // Waldschmidtstraße 19, 60316 Frankfurt am Main
Reservierungen unter www.studionaxos.de oder per Mail an karten@studionaxos.de

Mehr zu Carolin Millner www.caromillner.com und zu Eleganz aus Reflex www.eleganzausreflex.de

Montag, 29. Mai 17
Anke Helfrich erhält Hessischen Jazzpreis 2017
Der hessische Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat letzte Woche bekanntgegeben, dass die Jazz-Pianistin und Komponistin Anke Helfrich den Hessischen Jazzpreis des Jahres 2017 erhält. Der Preis ist mit einem Preisgeld von 10.000 Euro dotiert und soll Musikerinnen und Musiker, Ensembles oder dem Jazz verbundene Persönlichkeiten für ihre musikalischen Leistungen oder für besondere Verdienste um die Entwicklung der hessischen Jazzszene auszeichnen.

Verwurzelt in Frankfurt
Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „In Weinheim geboren und in Namibia und Deutschland aufgewachsen, gehört die Pianistin Anke Helfrich inzwischen zu den herausragenden weiblichen Jazzmusikern in Europa mit einem Aktionsradius weit darüber hinaus. Ihre Wurzeln liegen aber schon seit vielen Jahren in Frankfurt und Hessen. Sie ist damit eine wichtige Botschafterin für die Jazzstadt Frankfurt.“

Anke Helfrich erhielt schon früh Klavierunterricht und entdeckte bereits als Jugendliche ihre Liebe zum Jazz. Nach ihrem Studium an der Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten in den Niederlanden ging sie mit einem Stipendium nach New York und nahm dort Unterricht bei den renommierten Pianisten Kenny Barron und Larry Goldings.
Jazz-Dozentin am Dr. Hoch's Konservatorium

Auch wenn Frankfurt ihr nicht die Möglichkeit eines Studiums bot, blieb sie der Stadt immer verbunden, nahm alle Auftrittsmöglichkeiten wahr und kam 2011 als Dozentin ans Dr. Hoch‘s Konservatorium. Lange war sie dort die einzige Jazz-Dozentin und setzte sich leidenschaftliche dafür ein, die Jazz-Ausbildung am Konservatorium zu erweitern.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Ich schätze an Anke Helfrich, dass sie nicht nur eine umtriebige und kreative Pianistin ist, sondern sich auch engagiert und energisch für die Vermittlung und die Lehre von Jazzmusik einsetzt. Sie spielt in diversen Bands, ist Mitglied in Jurys, unterstützt im Beirat der Polytechnischen Gesellschaft Frankfurt zielgruppengerechte und lebendige Vermittlungsformen von Jazz und improvisierter Musik in Frankfurt, hat im Lehrberuf in Frankfurt ihre zweite Berufung gefunden, managt ihre Karriere selbst und ist 24 Stunden am Tag in Sachen Jazz unterwegs. Anke Helfrich lebt den Jazz in allen Formen und ist damit eine würdige Preisträgerin des Hessischen Jazzpreis.“
Jazzpreis wird seit 1990 verliehen

Die Landesregierung hat den Hessischen Jazzpreis erstmals 1990 zur Förderung und Entwicklung der Jazzmusik und der Jazz-Musiker in Hessen gestiftet. Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Jury. Anke Helfrich ist die dritte Preisträgerin in der Geschichte des Jazzpreises.

Die Preisverleihung an Anke Helfrich ist am Freitag, den 27. Oktober 2017, um 19.30 Uhr, im Staatstheater Kassel.

www.kunst.hessen.de

Montag, 29. Mai 17
Klaus Doldinger erhält den ECHO JAZZ 2017 für sein Lebenswerk
Der Saxophonist und Bandleader Klaus Doldinger wird in diesem Jahr mit dem ECHO JAZZ für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Vor 81 Jahren in Berlin geboren, spielte Doldinger ab 1953 in Düsseldorf in seiner ersten Band, den „Feetwarmers“, der auch der Kabarettist Dieter Süverkrüp sowie der spätere Bundesminister Manfred Lahnstein zeitweilig angehörten. In seiner wohl bekanntesten eigenen Formation, Passport, gegründet 1971, spielte zunächst Udo Lindenberg das Schlagzeug. In den 70ern wurde Doldingers Titelmelodie zum „Tatort“ zur bis heute gültigen Ikone, so unsterblich wie seine Musik zu Wolfgang Petersens Welterfolg „Das Boot“, dem Film „Die unendliche Geschichte“ sowie den TV-Serien „Liebling Kreuzberg“ und „Ein Fall für Zwei“. 2016 wurde er für sein Album „Doldinger“, auf dem er mit Gästen wie Udo Lindenberg, Helge Schneider, Dominic Miller, Sasha, Max Mutzke und dem diesjährigen ECHO JAZZ-Gastgeber Nils Landgren seine Historie Revue passieren lässt, von den Kritikern mit einhelligem Lob bedacht. Den ECHO JAZZ für sein Lebenswerk nimmt Doldinger bei der Verleihung am 1. Juni in Hamburg persönlich entgegen, er wird zudem live auftreten.

In der Begründung der 12-köpfigen Jury heißt es unter anderem: „Im Kofferraum liegt immer ein Saxophon: Es könnte sich eine spannende Session oder musikalische Herausforderung bieten, und dann wäre er untröstlich, hätte er sein Horn nicht zur Hand. Denn Klaus Doldinger spielt für sein Leben gern. Geboren am 12. Mai 1936 in Berlin, aufgewachsen in Wien, kam der Knabe mit dem Swing im Marschgepäck der amerikanischen Alliierten in Kontakt, war fasziniert und entschloss sich wenige Jahre später, in Düsseldorf Klarinette, Klavier und Komposition zu studieren. […] Im Kern ist es die Neugier, die Klaus Doldinger antreibt, das Bedürfnis, die Welt der Musik aus stetig wechselnden Perspektiven zu durchdringen. Dazu gehört, dass er sich auch mit 81 Jahren energiegeladen auf die Bühne stellt, komponiert, produziert. Dass er Menschen mit seinen Liedern begeistert und große Säle in seinen Bann zu ziehen versteht. Und dass er sein Horn im Kofferraum hat. Man weiß ja nie.“

Prof. Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des BVMI, würdigt Doldingers Bedeutung für die bundesdeutsche Jazzszene: „Doldingers musikalische Bandbreite ist enorm, sie reicht von Latin Swing bis zum Jazzrock. Nicht zuletzt seinen Filmmusiken ist es zu verdanken, dass Jazz aus Deutschland internationales Renommee erlangen konnte. Hierzulande wiederum trägt vor allem seine „Tatort“-Titelmelodie nicht nur zum regelrechten Kultstatus der Krimireihe bei, sie hat zugleich dafür gesorgt, dass Klaus Doldingers Werk und damit der Jazz selbst auch jenseits ausgewiesener Liebhaberkreise eine beständige Fangemeinde haben!“

Tickets für die Verleihung des ECHO JAZZ am Abend des 1. Juni 2017 auf dem Werftgelände von Blohm+Voss in Hamburg sind für 59 Euro pro Person (inklusive gesetzlicher MwSt. und zzgl. Vorverkaufsgebühr) über alle bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Der ECHO JAZZ wird gefördert durch die Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien. Offizieller Partner des ECHO JAZZ ist Amazon Music Unlimited, Offizieller Förderer ist ŠKODA. Medienpartner des ECHO JAZZ ist seit 2013 der NDR.

www.echojazz.de

Montag, 29. Mai 17
Das Museum Wiesbaden kürt die Gewinner des Fotowettbewerbs auf Instagram #iseefaceslikenolde anlässlich der laufenden Sonderausstellung „Emil Nolde. Die Grotesken”
Begleitend zur Ausstellung „Emil Nolde. Die Grotesken“ hatte das Museum Wiesbaden Fotografen auf Instagram aufgerufen, in der Landschaft und in Objekten Gesichter zu entdecken und die Fotos mit dem Hashtag #iseefaceslikenolde zu markieren, um am Wettbewerb teilzunehmen. Mit mehr als 550 Einreichungen aus aller Welt war das Online-Projekt ein großer Erfolg. Zahlreiche Bewerber kamen der Aufforderung nach und fotografierten Gesichter und Wesen in abstrakten Mustern sowie Alltagsgegenstände, die Münder, Augen, Ohren besitzen. Vorbild und Anregung solcher Figuren bildeten Noldes Bergpostkarten in der aktuellen Sonderausstellung des Museums.


© Museum Wiesbaden

Die besten Bilder von Figuren an ungewöhnlichen Orten wurden nun gefunden. Die Jury, bestehend aus den Instagrammern @michelelichte (Bonn), @gert_pauly (Hamburg) und @widenka (Frankfurt) hatten getagt und gaben vor einer Woche ihre Entscheidung bekannt. Gewonnen haben Carens groteskes Gesicht auf der Mauer @eaglecrowowl (Los Angeles, USA), Jochens farbenfrohes Betonobjekt @supa_faces (Aachen, D) und Peters Haus mit Fenstern wie Augen und einer Hecke, die einem Bart gleicht @minzpeter (Hamburg, D).

Mehr Bilder, fantastische Wesen und Bergriesen können in der aktuellen Ausstellung „Emil Nolde. Die Grotesken“ im Museum Wiesbaden entdeckt werden. Sie läuft noch bis 9. Juli 2017.

Emil Nolde. Die Grotesken
Eine Ausstellung der Internationalen Tage Ingelheim zu Gast im Museum Wiesbaden
30.04. - 09.07.2017
Museum Wiesbaden, Friedrich-Ebert-Allee 2, 65185 Wiesbaden
Di/Do 10-20 Uhr, Mi 10-17 Uhr, Fr-So 10-17 Uhr, Mo geschlossen
www.museum-wiesbaden.de

Zwischen 21. und 28. Mai 2017 wurden keine News veröffentlicht.

Samstag, 20. Mai 17
Tina Müller gewinnt den Mülheimer KinderStückePreis 2017
Die KinderStücke-Woche ist gestern zu Ende gegangen. Die Juror*innen Florian Fiedler, Thomas Irmer und Iwona Nowacka haben Tina Müllers Stück Dickhäuter in der Inszenierung des Theater Fallalpha, Zürich (Regie: Brigitta Soraperra) mit dem Mülheimer KinderStückePreis 2017 ausgezeichnet. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

In der Debatte zeigten sich die Mitglieder der Jury weitgehend einig in ihrer Bewertung der fünf nominierten Kinderstücke. In der Finalrunde gab es nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen „Dickhäuter“ und Roland Schimmelpfennigs Stück „Die Biene im Kopf"ein einstimmiges Votum für Tina Müllers Stück für Kinder ab 7 Jahren.

„Dickhäuter“ handelt von dem Nashorn Lou, das neu in die Klasse kommt, und erzählt von den Schwierigkeiten seiner Integration. Die Jury würdigte, wie Tina Müllers Stück mithilfe der Metapher des Nashorns facettenreich das Fremdsein innerhalb einer Gemeinschaft und die subjektiven Auffassungen von Normalität thematisiere und – auch durch die pointierte wie überraschende Wendung am Ende – als Plädoyer für Inklusion gelesen werden könne. Dabei überzeuge auch die große Offenheit des Textes, der weder ein bestimmtes soziales Milieu definiere noch feste Rollen oder Geschlechterrollen zuweise. „So gibt dieses Stück zu wilden, lustigen und phantasievollen Spielszenen Anlass, ist aber auch ernsthaft und berührend, ohne sich zu den Kindern runterzubeugen.“

www.kinderstuecke.de

Samstag, 20. Mai 17
„ttt - titel thesen temperamente" am Sonntag
„ttt - titel thesen temperamente" (NDR) kommt am Sonntag, 21. Mai 2017, um 23:05 Uhr im Ersten.
Die geplanten Themen:

Katastrophe Bienensterben - Maja Lundes Bestseller zu einem Menschheitsproblem
Sie gelten als fleißig und unermüdlich, einige fürchten sie, dabei sie sind unsere wichtigsten Hilfsarbeiter: Ohne Bienen müsste die Menschheit hungern. Wenn sie nicht die Blüten dieser Welt bestäuben, wächst nur noch ein Bruchteil unserer Nahrung. Doch es sterben immer mehr Bienenvölker als Folge von menschengemachter Umweltvergiftung, Monokultur und Schädlingsbefall. Diesem brisanten Thema widmet sich die Norwegerin Maja Lunde in ihrem Roman „Die Geschichte der Bienen". Über drei Zeitebenen erzählt sie von unserer Verbundenheit mit den emsigen Helfern, wie wir ihre Lebensgrundlagen zerstören und von den katastrophalen Folgen ihres Verschwindens für uns und unsere Kinder. Ein ebenso aufrüttelndes wie wichtiges Buch für unsere Zukunft.

Geht so die Leitkultur? - Der Bildband „The Germans" erkundet den Stil der Deutschen
„Wir sind nicht Burka", sagt Thomas de Maizière. „Wir sind Schal", sagen Silke Wichert und Nina Zywietz in ihrem Bildband „The Germans". „Wir geben uns zur Begrüßung die Hand und zeigen dabei Gesicht", hat Leitkultur-Experte Thomas de Maizière herausgefunden. Die beiden Stil-Expertinnen gehen sogar noch einen Schritt weiter in ihrer Analyse: Deutsche beantworten die Frage „Wie gehts?" wirklich ehrlich und bleiben an roten Ampeln stehen. Wohnzimmer! Schäferhunde! Kartoffeln! Schminken ist verdächtig, Mode muss funktional sein, natürlich, praktisch, schlicht. Unsere Stars sind uns ein bisschen peinlich. Die Laune ist eher schlecht, aber wir sind pünktlich. Und wir beschäftigen uns mehr als jede andere Nation mit der Frage, wer wir eigentlich sind - das zumindest ist typisch deutsch.

Ein Wunderkind wird erwachsen - Der Geiger Augustin Hadelich
Bereits als Kind hatte Augustin Hadelich alles, was es für eine große Karriere braucht. Ein außergewöhnliches Talent, die nötige Disziplin und mit Yehudi Menuhin einen Mentor und Förderer. Sein Lebensweg als Musiker schien vorgezeichnet, doch dann wäre beinahe alles anders gekommen: Mit 15 erlitt Augustin Hadelich bei einem Brand schwerste Verbrennungen - auch im Gesicht und an der rechten Hand. Unzählige Operationen folgten, lange war nicht sicher, ob er jemals wieder Geige spielen kann. Doch Hadelich kämpfte, er wurde belohnt mit einem Studienplatz an der Juilliard School, und gewann wenige Jahre später den wichtigsten Violin-Preis der USA. 2016 folgte der Grammy. Mit Anfang 30 heben Kritiker ihn schon in den Musik-Olymp. Er werde das Violinspiel des 21. Jahrhunderts entscheidend beeinflussen. Ein phänomenaler Solist - ganz unabhängig von der tragischen Vorgeschichte.

Europäische Geschichte aus arabischer Sicht - Der ägyptische Künstler Wael Shawky
Sein bekanntestes Werk kommt harmlos daher, als Puppentheater - und hat es in sich: In seinem Zyklus „Cabaret Crusades" (2010 - 2015) erzählt der ägyptische Künstler Wael Shawky mit Marionetten die Geschichte der Kreuzzüge aus arabischer Sicht, martialisch, als brutalen Kampf der Christen um wirtschaftliche und politische Interessen, während die arabischen Machthaber in ihre eigenen Machtintrigen verstrickt sind. Spätestens seit der Präsentation des ersten Teils dieser Trilogie auf der documenta 13 gilt Wael Shawky als der Star der arabischen Kunstwelt - seine Arbeiten waren u.a. in Einzelausstellungen in London, New York, Doha und Berlin zu sehen. Jetzt wagt er sich im Rahmen des Festivals „Theater der Welt" an eine große Musiktheaterinstallation: „The song of Roland: The Arabic version". Darin bringt er eine der Märtyrergeschichte des christlichen Abendlandes im Kampf gegen die Sarazenen im Mittelalter auf die Bühne und führt seine Auseinandersetzung der europäischen Geschichte weiter. „ttt" trifft Wael Shawky bei den Vorbereitungen für die Inszenierung.

Tentakel statt Tinder - Flirthilfe als Kunstprojekt
Vorbei die Zeiten, in denen ein Flirt mit einem scheuen Blick begann, der dann auch noch mit einem Lächeln erwidert wurde. Heute blicken alle auf ihr Smartphone anstatt fremden, vielleicht auch attraktiven Menschen in die Augen - und nutzen wahrscheinlich sogar noch diverse Apps wie Tinder zur Partnersuche. Wie unromantisch, dachten sich vier Kunststudenten vom „London Art College" und setzten sich dran, dem klassichen Flirten eine Zukunft zu geben. Die Lösung ist „Ripple" - ein Rucksack mit Sensoren. Allerdings nur für Frauen. Unauffällig ist das Ding nicht: ausgestattet mit Tentakeln oder Federn, die mit kleinen Kameras interessierte Blicke auffangen und ein Signal geben. „ttt" macht den Selbstversuch.

Im Internet unter www.DasErste.de/ttt

Moderation: Max Moor
Redaktion: Edith Beßling, Christine Gerberding, Niels Grevsen, Thorsten Mack (NDR)

Samstag, 20. Mai 17
Im Weißen Rössl à trois mit Michael Quast und Sabine Fischmann zu Gast in der Oper Frankfurt
Klassische Musik auf humorvolle Weise zu präsentieren, ohne sie zu denunzieren, das ist das Erfolgsrezept des Duos Michael Quast und Sabine Fischmann. Basierend auf gründlicher Werkanalyse und lustvoller Musikalität greifen sie – zum Vergnügen des Publikums – mitunter zu drastischen Mitteln und karikieren das Operetten- bzw. Opernpersonal bis zur Kenntlichkeit. Wer erinnert sich nicht an Straußʼ Die Fledermaus, Offenbachs Hoffmanns Erzählungen, Mozarts Don Giovanni (inklusive Einladung zu den Salzburger Festspielen) und zuletzt an Bizets Carmen. Die Presse attestiert ihnen „die Passion von Besessenen“ und „Kabinettstücke auf Augenhöhe mit historischen Größen der Musikclownerie wie Karl Valentin“.


Im Weißen Rössl à trois mit Michael Quast und Sabine Fischmann
© Stephan Floss

In Quasts brandneuem Stück Im Weißen Rössl à trois nach dem Singspiel in drei Akten von Hans Müller und Erik Charell, das am Montag, dem 19. Juni 2017, um 19.30 Uhr im Opernhaus zur Aufführung gelangt, greift nun erneut ein konsequentes Sparkonzept, was den Personalaufwand betrifft! Und doch erwartet das Publikum eine pralle Komödie, die alles zu bieten hat, was das Weiße Rössl ausmacht: herzerweichende Liebesqual und quietschendes Liebesglück, augenzwinkernden Alpenkitsch und echte Sentimentalität. Und alle sind mit dabei: die Rössl-Wirtin Josepha Vogelhuber, ihr Zahlkellner Leopold, der fesche Rechtsanwalt Dr. Otto Siedler und der noch viel feschere Fabrikantensohn Sigismund Sülzheimer. Die Musik von Ralph Benatzky mit musikalischen Einlagen von Robert Stolz, Robert Gilbert und Bruno Granichstaedten geht sofort ins Ohr – von „Im Salzkammergut, da kann man gut lustig sein“ über „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist“ bis hin zu „Die ganze Welt ist himmelblau“.
In Michael Quasts Fassung sind neben Sabine Fischmann auch wieder der musikalische Leiter der Produktion Rhodri Britton sowie Markus Neumeyer am Flügel zu erleben. Die Regie liegt bei Sarah Groß, die Choreographie besorgt Alan Barnes und die Produktionstechnik verantwortet Daniel Groß.

Eine Koproduktion der Fliegenden Volksbühne Frankfurt Rhein-Main mit der Staatsoperette Dresden
Aufführungsrechte beim Verlag Felix Bloch Erben
Karten zum Preis von € 12 bis 25 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) sind an den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 – 212 49 49 4 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich.

Samstag, 20. Mai 17
12. Rhöner Country Festival vom 23.-25.06.2017 in Bernshausen
Suchen Sie schon einmal Hut und Stiefel heraus. Die brauchen Sie nämlich schon bald, denn am 23. Juni startet das 12. Rhöner Country Festival. Karten für das dreitägige Szenetreffen in Bernshausen sind ab sofort an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Ein Abend oder das ganze Wochenende – im Vorverkauf sind die Festivalkarte wieder ermäßigt zu haben. Außerdem können sich Besucher so rechtzeitig die begehrten Zeltplatztickets sichern.
Das Festival ist zwar nicht das größte seiner Art in Deutschland, aber ein Muss im Kalender von jedem Countryfan, Pferdeliebhaber, Cowboy und Indianer. Tausende Besucher kommen jedes Jahr in das Rhöndorf Bernshausen, um Lagerfeuerromantik, Reitvorführungen und namhafte Country-Bands aus ganz Europa und den USA zu erleben. Im großen Festzelt mit einem Holzboden gibt es auch in diesem Jahr Linedance-Workshops für Anfänger und Fortgeschrittene sowie Shows zu erleben.

Los geht es am Freitag, 23. Juni, um 18 Uhr mit einem Auftritt der Purling Brooks Band. Offiziell eröffnet wird das Festival um 20 Uhr mit der vertrauten Zeremonie: dem Einmarsch der Pferde zur Nationalhymne der USA und einer anschließenden Reitshow. Den weiteren Abend teilen sich die Purling Brooks Band und Lonnie Dale die Bühne im Festzelt. Der Sänger aus dem Mutterland der Country Music bringt seinen Band, die sich ganz selbstbewusst die „beste Live-Country-Band Deutschlands“ nennt.

Am Samstag, 24. Juni, geht es ab 13 Uhr weiter mit DJ EagleEye Jimmy, einem Lindedance-Workshop für Fortgeschrittene, dem Duo Walking Shoes und Yak Willi mit seiner Pferde-Show. Am frühen Abend sorgt New Country-Sängerin Ann Doka aus dem Taunus für Stimmung, bis später Nighthawk übernimmt. Die Band um Sänger James Clark Bailey mischen moderne amerikanische Country Music und Rock ’n’ Roll.

Der Sonntag, 25. Juni, ist der traditionelle Familientag beim Rhöner Country Festival, ein richtiges Volksfest. Die Angebote reichen vom Bullriding über Hufeisenwerfen bis zum Luftballonzoo von Toni Clowni, von der Western-Hüpfburg über Reiterspiele bis zur Pferdeshow. Neben dem Festgelände lädt ein Händlermarkt zum Stöbern und Kaufen ein, außerdem gibt es im Saal auf dem Festivalgelände einen Basar für Baby- und Kinderbedarf. Für die Erwachsenen beginnt der Familiensonntag um 10 Uhr beim Frühschoppen mit DJ Eagle Eye Jimmy, nachmittags geht es weiter mit Livemusik von Roland Country und einen Linedance-Workshop für Anfänger Karten für das 12.

Rhöner Country Festival sind über www.rhoener-countryfestival.de erhältlich oder an folgenden Vorverkaufsstellen:
- Geschäftsstellen von Südthüringer Zeitung/Freies Wort
- TW-Werbung in Dermbach
- im Landhotel „Zur Grünen Kutte“ in Bernshausen

Das 3-Tages-Ticket inklusive Gebühr für den Zeltplatz kostet im Vorverkauf 31 Euro, das Freitagsticket 12 Euro, das Samstagsticket 17 Euro und das Sonntagsticket 4 Euro. Kinder und Jugendliche bis 16
Jahren zahlen beim Festival keinen Eintritt.
Wer keinen Festivaltag verpassen will, der sollte am besten gleich vor Ort übernachten. Camping mit Zelt oder Wohnwagen ist auf der großen Wiese am Festivalgelände möglich. Die Übernachtung ist
für alle Besucher inklusive, die das 3-Tages-Festivalticket bereits im Vorverkauf erworben haben. Die reguläre Zeltplatz-Gebühr beträgt 5,– Euro pro Nacht und Erwachsenen. Kinder und Jugendliche
unter 16 Jahren campen kostenfrei. Ein Stromanschluss für Zelt oder Wohnwagen ist für 4,– Euro pro Nacht erhältlich. Duschen und Wasserstelle sind vorhanden. Eine Reservierung von Stellplätzen ist
nicht möglich.

Samstag, 20. Mai 17
Helene Fischer bricht alle Rekorde und verdoppelt den Erfolg von "Farbenspiel"
Erst seit wenigen Tagen ist das neue #1-Album „Helene Fischer“ im Handel, und schon bricht die Künstlerin wieder alle Rekorde. Mit 300.000 in Deutschland verkauften Einheiten (entspricht Platin + Gold in der Edelmetallwertung) ist es der erfolgreichste Albumstart überhaupt der letzten 15 Jahre. Helene Fischer hat damit nicht nur den Starterfolg ihres Vorgängeralbums „Farbenspiel“ sogar noch einmal mehr als verdoppelt sondern überholt sowohl die bisherige Spitzenreiterin Adele, sowie einige weitere namhafte internationale Superstar-Kollegen wie beispielsweise Rolling Stones, Robbie Williams oder AC/ DC. Darüber hinaus befinden sich mit  „Herzbeben“, „Nur mit Dir“ und „Flieger“ derzeit gleich drei neue Songs der charismatischen Sängerin in den TOP 50 der Offiziellen Deutschen Single-Charts.
 
Das Erfolgs-Album „Farbenspiel“ (aktuell Platz 23) hält sich nunmehr 189 Wochen in den TOP 100 der Offiziellen Deutschen Album-Charts – und das ohne Unterbrechung. Das „Best Of“-Album (aktuell Platz 63) von Helene Fischer befindet sich bereits 321 Wochen in den Offiziellen Deutschen Charts.
 
Helene Fischer hat bei der Produktion ihres neuen Albums wieder einmal alles richtig gemacht. Dieser Erfolg wiegt umso mehr, als dass die Künstlerin das Werk als das persönlichste ihrer bisherigen Karriere bezeichnet und von der Auswahl der Songs bis zur finalen Gestaltung des Booklets an allen kreativen Prozessen beteiligt war. Neben mitreißenden Schlagersounds sind diesmal auch viele neue Töne zu hören. Helene Fischer nimmt ihre Fans mit auf eine musikalische Entdeckungsreise und präsentiert sich in einer bislang nie gehörten stilistischen Vielfalt.
 
Auch hinsichtlich ihrer Live-Aktivitäten ist Helene Fischer auf Rekordkurs und die Erwartungshaltung, die bei den Vorverkaufsstarts der Tourneen von Helene Fischer vorherrscht, ist mittlerweile entsprechend hoch. Für die im Herbst 2017 startende Arena-Tournee mit 69 Terminen und bis zu sieben Shows pro Stadt sowie für die Stadiontournee im Sommer 2018 sind bereits über 800.000 Tickets verkauft. Mit diesen Tourneen wird sie ihrem Ruf als erfolgreichste Live-Künstlerin Europas einmal mehr gerecht.
 
Tom Bohne, President Music UNIVERSAL MUSIC GmbH: „Helene ist und bleibt ein musikalisches Wunder. Für sie scheint es keine Grenzen zu geben – weder musikalische noch bei der Zuneigung ihrer Fans. Damit beweist Helene einmal mehr, dass sie in ihrer eigenen Liga spielt. Besonders freut mich, dass ihr Mut, mit einigen Songs auch neue Wege zu gehen, ihr Publikum und sich selbst wieder einmal herauszufordern, zu mehr als 100 Prozent belohnt wurde. Herzlichen Glückwunsch an Helene und das gesamte Team.“
 
Frank Briegmann, President & CEO UNIVERSAL MUSIC Central Europe und Deutsche Grammophon: „Helene ist ein Phänomen. Sie ist eine der erfolgreichsten Künstlerinnen Europas und hat die hohen Erwartungen vieler Fans mit ihrem neuen Album wohl noch übertroffen. Sie brennt auch nach dem gigantischen Erfolg der vergangenen Jahre noch immer genauso für die Musik wie am ersten Tag und damit begeistert sie ihre Fans und uns gleichermaßen. Ich gratuliere Helene und dem gesamten Team herzlichst und freue mich auf die kommenden Kapitel dieser einmaligen Geschichte."
 
TV Sendungen:
Sa 20.05.17 / 20:15h ZDF “Willkommen bei Carmen Nebel”
So 28.05.17 / 20:15h RTL “Mensch Gottschalk”
Di 30.05.17 / 22:55h VOX “Meylensteine”

www.helene-fischer.de

Freitag, 19. Mai 17
Die neue Spielzeit 2017/2018 des English Theatre Frankfurt: THE MONSTER WITHIN US ~ A Strictly Sinful Season
In der kommenden Spielzeit konzentriert sich das English Theatre Frankfurt (ETF) auf die Sünde: Unter dem Motto “The Monster within us” erforschen die Stücke menschliche Schwäche.

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English Theatre Frankfurt ~ Spielzeitplakat 2017/2018

Mit Bernard Shaws „Pygmalion“ eröffnet das ETF die Spielzeit mit einem Klassiker der Weltliteratur. Der intellektuelle Protagonist, Henry Higgins, versucht in einer Art Frankenstein-Experiment aus dem armen Blumenmädchen Eliza Doolittle, eine zauberhafte Dame der Gesellschaft zu formen.
Im Musical „Jekyll & Hyde“ (nach dem Roman von Robert Louis Stevenson), schaffen Jekylls Hochmut und Wissensdrang ein Ungeheuer. Für diese musikalische
Liebesgeschichte voll Wollust und Jähzorn konnte das ETF für die Regie Tom Littler gewinnen („Strangers on A Train“, „The Glass Menagerie“ und „The Picture of Dorian Gray“). Littler, der erstmalig ein Musical inszeniert, steht mit Tom Attwood („Ghost“) ein erfahrener und dem ETF ebenfalls wohlbekannter Musical Supervisor an der Seite.
Dem Musical folgt im Frühjahr mit „Hand to God“ von Robert Askin eine Deutschlandpremiere. „Hand to God“ ist eine „Coming of Age“ Geschichte der etwas anderen Art: Jason, ein schüchterner Halbweise aus Texas, findet in seiner Handpuppe Tyrone sein bösartiges Alter Ego.
Das ETF beschließt die kommende Spielzeit mit dem politischen Thriller „The Invisible Hand“ von Pulitzer Preisträger Ayad Akhtar. Börsenmakler Nick wird von Terroristen als Geisel genommen und erlebt in seiner Gefangenschaft, dass Gier eine allgemeine menschliche Schwäche ist, unabhängig von Glaubensbekenntnissen. Akhtars aktuelles Stück produziert das ETF in Co-Produktion mit dem Ensemble Theatre Santa Barbara unter der künstlerischen Leitung von Jonathan Fox. Fox inszenierte am ETF bereits „Cat on a Hot Tin Roof“, „A Streetcar named Desire“ und zuletzt „Bad Jews“.
Mit der Jugendproduktion von George Orwells „Animal Farm“ präsentiert das ETF eine zeitlose politische Novelle. Die Produktionen „The Canterville Ghost“ und „Cinderella“ ergänzen das Jugendprogramm. Dieses ist mittlerweile auch fester Bestandteil im Spielplan des Stadttheater Aschaffenburg.

Kleine Rückschau: 2016/2017 in Zahlen:
- Gesamtbesucherzahl: 57.062 (bis 12. Mai)
- davon Studenten/ Schüler: ca. 30 Prozent
- Gesamtauslastung: ca. 98%
- Einzelauslastungen:
“The Picture of Dorian Gray” 96%
“Monty Python’s Spamalot 99%
“Handbagged” 99%
“The Hound of the Baskervilles”: die ersten 10 Tage sind nahezu ausverkauft

www.english-theatre.de

Freitag, 19. Mai 17
Theater Chemnitz: Vertragsverlängerung von Schauspieldirektor Carsten Knödler
Carsten Knödler, seit der Spielzeit 2013/2014 Schauspieldirektor der Theater Chemnitz, wird diese Position auch weiterhin bekleiden. Generalintendant Dr. Christoph Dittrich verlängert dessen Vertrag, der ursprünglich bis zum Ende der Spielzeit 2017/2018 abgeschlossen wurde, um weitere fünf Jahre bis zum Ende seiner eigenen derzeitigen Vertragslaufzeit im Sommer 2023.


Carsten Knödler
© Dieter Wuschanski

Kontinuierlich hat Carsten Knödler seit Beginn seiner Schauspieldirektion ein breitgefächertes Angebot geschaffen, welches von Klassikern über musikalische Stücke und Sommertheater bis hin zu Ur- und Erstaufführungen zeitgenössischer Autoren reicht und großen Publikumszuspruch findet. Erst vor wenigen Tagen hat Knödler erfolgreich seine Inszenierung von Goethes „Faust 1“ herausgebracht und damit erneut unter Beweis gestellt, große Stoffe bühnenwirksam und menschlich bewegend umsetzen zu können.
„Ich freue mich sehr, die kommenden Spielzeiten weiter mit Carsten Knödler arbeiten und planen zu können. Er leitet das Chemnitzer Schauspiel sehr erfolgreich und prägt es mit seiner Regiehandschrift gleichermaßen wie im Ensembleaufbau. Für unser Theater ist es sehr wertvoll, dass sein Augenmerk gleichermaßen der Fortführung der großen Chemnitzer Schauspieltradition wie den neuen kreativen Entwicklungen gilt, die das Lebensgefühl unserer Stadt aufnehmen. Erfolge wie seine Inszenierung des ‚Faust‘ und die Etablierung des Sommertheaters sind Belege dafür“, begründet Dr. Christoph Dittrich seine Entscheidung.
Carsten Knödler, Jahrgang 1966, studierte an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig Schauspiel. Nach verschiedenen Gastengagements war er von 1995 bis 2003 als Schauspieler und Regisseur am Theater Chemnitz engagiert. Ab 2003 war Carsten Knödler freiberuflich tätig und inszenierte an einer Vielzahl von Theatern in ganz Deutschland. Von 2009 bis 2013 leitete er als Schauspielintendant des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau den Standort Zittau. Seit Sommer 2013 ist Carsten Knödler Schauspieldirektor der Theater Chemnitz. Hier inszenierte er u. a. „Hedda Gabler“, „Ein Volksfeind“, „Einer flog über das Kuckucksnest“, „Der Menschfeind“, „Camino Real“, das Musical „Struwwelpeter (Shockheaded Peter)“ und zuletzt Goethes „Faust 1“. Ein wichtiger Aspekt war und ist für Carsten Knödler auch die internationale Anbindung, von der Gründung der JOS-Initiative in Zittau bis zur vielfältigen Zusammenarbeit mit Polen und Tschechien und europäischen Schauspielschulen.

www.theater-chemnitz.de

Freitag, 19. Mai 17
Komödie am Kurfürstendamm: Er ist wieder da ~ Jochen Busse als „Der Pantoffel-Panther“
Soviel Verwirrung war selten: Ist der Pantoffel-Panther ein gefährlicher Killer oder ein braver Bürger, seine Frau eine Mitwisserin oder nur naiv, ist der Mann mit dem Koffer ein Dekorateur oder ein Dealer? 


Der Pantoffel-Panther
Komödie am Kurfürstendamm
Hasso (Jochen Busse, mitte) ist pleite und hat ein Haufen Schulden.
Seine Frau Röschen (Billie Zöckler) weiß nichts davon und träumt von einem luxuriösen Lebensabend.
Foto: Barbara Braun

Hauptdarsteller Jochen Busse, alias „Der Pantoffel-Panther“ beschreibt seine Figur so: „Der Pantoffel-Panther ist ein Mann am Ende seiner Laufbahn. Er hat seiner Frau Röschen, die von meiner Kollegin Billie Zöckler gespielt wird, versprochen, dass, wenn er in Pension geht, es eine schöne paradiesische Zeit geben wird. Ist aber nicht so, weil er auf Grund von Fehlspekulationen, Währungskrise und allem Möglichen ziemlich verarmt ist, das seiner Frau aber nicht sagen will und ein Leben aufrechterhalten möchte, dass er sich eigentlich gar nicht leisten kann. Und plötzlich kommt ein Deus Ex Machina - nicht ganz aus der Legalität - und er überlegt sich ernsthaft, ob er etwas Illegales macht, um seiner Frau einen paradiesischen Lebensabend ermöglichen zu können.“
Busse (76), Schauspieler, Autor und Kabarettist, ist vielbeschäftigt: Vor kurzem machte er mit der RTL-Serie „Nicht totzukriegen“ von sich reden. Er spielt darin einen egomanischen Villenbesitzer, der seinen Mietern das Leben zur Hölle macht. 
 
Mit der Komödie „Der Pantoffel-Panther“ gastierte er bereits im vergangenen Jahr am Kurfürstendamm. Damit die Zuschauer der Komödie am Kurfürstendamm auch in diesem Sommer was zu lachen haben, kehrt er vom 14. Juni bis zum 9. Juli mit der schrillen Komödie noch einmal nach Berlin zurück.

DER PANTOFFEL-PANTHER
von Lars Albaum und Dietmar Jacobs
Regie: Horst Johanning
Mit: Jochen Busse, Billie Zöckler, Andreas Windhuis, Raphael Grosch, Marko Pustišek, Mia Geese
Wiederaufnahme am 14. Juni 2017, bis 9. Juli 2017
Komödie am Kurfürstendamm
Karten ab 13 €
Karten 030/88 59 11 88
und unter www.komoedie-berlin.de

Freitag, 19. Mai 17
Oper Frankfurt: Kinderchorkonzert ~ Oper sucht singende Klasse
Die Oper Frankfurt lädt erstmals recht herzlich ein zu einem außergewöhnlichen Konzert im Rahmen ihres Vermittlungsprogramms JETZT! Oper für Dich am Sonntag, dem 18. Juni 2017, um 11.00 Uhr ins Opernhaus.
Ungefähr 350 Kinder verschiedener Schulchöre und -klassen aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet im Alter von sechs bis zwölf Jahren singen zusammen mit dem Kinderchor der Oper Frankfurt.


Das schlaue Füchslein
Oper Frankfurt
Kinderchor
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Über einen mehrwöchigen Zeitraum haben die Kinder aus sechs verschiedenen Schulen intensiv mit Karina Schwarz, der Stimmbildnerin der Oper Frankfurt, gearbeitet. Die jungen Sänger stammen u.a. von der Henri-Dunant-Schule in Frankfurt-Höchst, der Bockenheimer Franckeschule, der Liebfrauenschule und der Bettinaschule sowie der Grundschule Süd-West Eschborn und der Albert-Schweitzer-Schule in Neu-Isenburg. Junge Opernfans und Kinder, die bis jetzt noch keinen Kontakt mit der Oper hatten, präsentieren nun stolz unter der musikalischen Leitung von Markus Ehmann, dem Stellvertretenden Chordirektor und Leiter des Kinderchors der Oper Frankfurt, ihr Können in einem bunten Programm mit eigenen, in der Schule gesungenen Liedern sowie Werken von Mozart bis Verdi. Am Klavier werden die Schüler begleitet von Simon Fell, die Moderation der Matinee übernehmen Anna Ryberg und Deborah Einspieler von JETZT! Oper für Dich.

Das Projekt Oper sucht singende Klasse wurde von der Stiftung Frankfurter Flughafen für die Region ermöglicht.
Karten zum Preis von € 7 für Kinder ab 6 Jahren und € 14 für Erwachsene (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.

Donnerstag, 18. Mai 17
Bühnenverein fordert angesichts der zu erwartenden Steuermehreinnahmen Stärkung der Kulturpolitik vor Ort – Wachsender Widerspruch zwischen steigenden Erwartungen und mangelnder Handlungsfähigkeit
Marc Grandmontagne, Geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenvereins, sieht einen wachsenden Widerspruch zwischen steigenden Erwartungen an die Theater und Orchester einerseits und der gleichzeitigen Marginalisierung von Kulturpolitik andererseits: „Ob es Flüchtlinge in unseren Städten sind, ob es um kulturelle Teilhabe von Kindern und Jugendlichen oder Projekte in sozial schwierigen Stadtteilen geht – die Theater engagieren sich landesweit in allen Bereichen. Trotzdem korrespondiert eine solche Rollenveränderung nicht mit entsprechender kulturpolitischer Aufwertung. So manches Theater kämpft damit, Tarifsteigerungen an sein künstlerisches Personal  weitergeben zu können. Angesichts von zu erwartenden 54 Milliarden Steuermehreinnahmen in den nächsten Jahren fordern wir hier entschiedenes Gegensteuern.“

Stadtgesellschaften unterliegen einem massiven Wandel, der für alle Beteiligten mit neuen Herausforderungen einhergeht. Migration, wachsende soziale Ungleichheit, Populismus und kulturelle Differenzen verursachen neue Konflikte und erfordern deshalb andere Herangehensweisen von Institutionen etwa aus den Bereichen Bildung, Kultur, Kinder und Jugend, Soziales und Sport. Theater und Orchester sind sich als unverzichtbare kulturpolitische Akteure einer offenen Stadtgesellschaft ihrer Verantwortung bewusst, nicht nur akut in ihre jeweiligen Städte zu wirken, sondern auch langfristig kulturelle Visionen zu entwickeln, die unsere Gesellschaft benötigt. Davon zeugen schon heute die vielfältigen Programme des Kinder- und Jugendtheaters sowie viele Projekte in den Bereichen Vermittlung und kulturelle Bildung.

Holger Schultze, Intendant des Theaters Heidelberg und Vorsitzender des Ausschusses für künstlerische Fragen im Deutschen Bühnenverein, unterstrich bei der Ausschuss-Sitzung am 15. und 16. Mai 2017 in Heidelberg: „Diese Verantwortungsübernahme kann allerdings nur gewährleistet werden, wenn Theater in der Lage sind, gute Arbeitsbedingungen sicherzustellen. Das wird immer mehr zu einer Herausforderung, weil die finanziellen Spielräume zunehmend kleiner werden. Daher ist es höchste Zeit, dass die öffentliche Hand angesichts voller Steuerkassen den schleichenden Finanzabbau an den Theatern beendet.“

www.buehnenverein.de

Donnerstag, 18. Mai 17
Die 9. Cello Akademie Rutesheim geht vom 29. Oktober bis 4. November 2017 an den Start - Bewerbungen für sämtliche Kurse ab sofort möglich
Seit 2009 hat sich bei der Cello Akademie Rutesheim viel getan. Das Festival ist kräftig gewachsen, seine Reputation ebenso. Nicht verändert haben sich die drei zentralen Stärken: der kommunikative Cello-Campus im Rutesheimer Schulzentrum, das einladende Konzept und die offene, kollegiale Philosophie der Akademie. Nach wie vor trifft sich der internationale Cello-Nachwuchs in der baden-württembergischen Herbstferien-Woche in Rutesheim bei Stuttgart. Renommierte Cello-Professoren unterrichten junge Talente, klassische Streicher lernen Jazz, Cello-Liebhaber spielen als Cello-Orchester – und abends strömt das Publikum begeistert zu den Konzerten. Dieses Jahr findet die Cello Akademie Rutesheim vom 29. Oktober bis 4. November 2017 statt. Ab sofort sind Bewerbungen zu allen Kursen möglich!

Cello Akademie Rutesheim 2017: Die Kurse
Das Herzstück der Cello Akademie bilden die grundsätzlich öffentlichen klassischen Meisterkurse. Als Dozenten engagieren sich dieses Jahr Wolfgang Emanuel Schmidt, Jens Peter Maintz, Claudio Bohórquez, Wen-Sinn Yang, Danjulo Ishizaka und Sebastian Klinger – allesamt renommierte Solisten und Professoren aus den Musikhochschulen in Weimar, Berlin, Stuttgart, München, Dresden und Hamburg. Abgerundet wird das Angebot durch einen Jazz-Meisterkurs für Streicher unter der Leitung von Stephan Braun und zwei Intensivkurse Probespiel-Training von Jakob Spahn, Solocellist an der Bayerischen Staatsoper München. Dieses erst letztes Jahr eingeführte Format stieß von Anfang an auf überwältigende Resonanz. Schließlich bildet das Probespiel DIE große Hürde in der Karriere von jungen Cellistinnen und Cellisten, die eine Festanstellung an einem Orchester anstreben. Wenige Minuten entscheiden über Top oder Flop, die Konkurrenz besteht in der Regel aus etwa 200 Mitbewerbern. Entsprechend hilfreich ist das neue Rutesheimer Kursangebot, das 2017 ausgebaut wird. Die jeweils dreitägigen Blöcke umfassen Einzelunterricht bei Jakob Spahn, das Vorspielen unter realistischen Bedingungen und eine konstruktive persönliche Nachbesprechung. Die Kurse sind für maximal vier Teilnehmer ausgelegt und werden durchgängig von unseren Korrepetitoren begleitet.
Für sämtliche Meisterkurse sind ab sofort Bewerbungen möglich.

Cello Akademie Rutesheim 2017: Die Konzerte
Den Anfang des Rutesheimer Konzertreigens bilden die beiden Kammermusikabende der Dozenten am 29. und 31. Oktober 2017. Bei beiden Konzerten gibt es auch Duo-Auftritte der Solisten: Cello Duello von Wolfgang Emanuel Schmidt und Jens Peter Maintz sowie das Jazz-Duo mit Stephan Braun und Gunther Tiedemann. Ein besonderes Highlight des zweiten Kammermusikabends ist die Gegenüberstellung der ersten Bach-Suite in der Originalversion, gespielt von Sebastian Klinger, und der Jazz-Version, gespielt von Stephan Braun.
Die Teilnehmenden der Meisterkurse werden sich dem Rutesheimer Publikum im Akademiekonzert der Studenten am 1. November mit Kammermusik vorstellen.
Für die Orchesterkonzerte der Dozenten am 2. November und der Studenten am 4. November konnte die Württembergische Philharmonie Reutlingen als Partner gewonnen werden. Die Leitung beider Konzerte übernimmt unser Dozent Wolfgang Emanuel Schmidt. Besondere Klangfülle und spannende Jazz-Episoden verspricht das gemeinsame Konzert von Stephan Braun und dem Cello-Orchester Baden-Württemberg am 3. November.

Cello-Orchester Baden-Württemberg: bis zu 120 Cellisten und YouTube-Hits
Der Kurs für Cello-Orchester wendet sich an Cellisten aus Deutschland und der ganzen Welt, die sich unabhängig von Alter oder Leistungsniveau in Rutesheim zusammenfinden. In einer intensiven fünftägigen Zusammenarbeit erarbeiten sie ein Konzertprogramm aus Musikstücken, die exklusiv für dieses Cello-Orchester arrangiert werden. Das Gelernte wird in einem großen Abschlusskonzert mit aufwändiger Light Show präsentiert. Die professionellen Konzertvideos begeistern auch online und haben in YouTube schon mehr als ein halbe Million Aufrufe erzielt. Die Leitung des Cello-Orchesters Baden-Württemberg übernimmt 2017 erneut Gunther Tiedemann, ein international bekannter Cellist, Hochschuldozent und Komponist. Dank einer ausgetüftelten Probenplanung können die Kursteilnehmer ebenfalls Meisterkurse und Konzerte besuchen. Schließlich beginnt der Kurs quasi schon zu Hause, da die Noten plus Übe-Anweisungen und YouTube-Tutorials im Vorfeld zugeschickt werden. Dauer: 30. Oktober bis 3. November 2017.
Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Neu: Unterkunft im Jugendgästehaus Leonberg
Das Jugendgästehaus in Leonberg bietet ideale Bedingungen für eine Unterkunft während des Festivals. Nur 5 km vom Konzert- und Probenort entfernt und mit einer guten Busanbindung, haben Teilnehmende und Besucher der Cello-Akademie in den Herbstferien dort freie Bahn. Gemeinschaftsräume mit Tischkicker, Billard, Tischtennis und Beamer bieten zusätzlich die Möglichkeit des geselligen Zusammenseins in der Unterkunft. Teilnehmer der Cello-Akademie können über das Anmeldeformular auf unserer Homepage buchen. Festivalgäste, die noch eine günstige Übernachtungsmöglichkeit suchen, können direkt beim Jugendgästehaus buchen.

Über die Cello Akademie Rutesheim
Vor neun Jahren hatte der aus Rutesheim stammende Cellist Matthias Trück eine kühne Vision: Er wollte jungen Cellisten aus der ganzen Welt die Möglichkeit geben, bei einigen mit ihm befreundeten Cello-Professoren in Meisterkursen zu studieren. Diese Ausnahme-Cellisten unterrichten nicht nur an den renommiertesten deutschen Musikhochschulen, sondern genießen auch als Solisten internationale Reputation. Was also lag näher als der Gedanke, sie neben ihren Kursen auch als Solisten auftreten zu lassen? Und weil die Bühne bekanntlich der beste Lehrmeister ist, würden auch die Studenten Konzerte geben. Doch damit nicht genug: Die öffentlichen Meisterkurse, eine Instrumenten-Ausstellung und ein hochkarätiges Rahmenprogramm für Cello-Freunde sollten sich zu einer regelrechten Cello-Akademie ergänzen.

Als studierter Cellist tourt Trück seit Jahren mit seinem Celloquartett quattrocelli von Japan bis in die USA und steht mit Künstlern wie den Fantastischen Vier und Phillip Poisel auf der Bühne. Er kennt das Musikgeschäft und wusste genau, was er sich vorgenommen hatte. Wie rasant sein Akademie-Projekt an Fahrt aufnehmen würde, überraschte jedoch auch den notorischen Optimisten Trück. Mit dem weitläufigen, während der Herbstferien nicht genutzten Rutesheimer Schulzentrum fand er gleich zu Beginn den idealen Campus für seinen ambitionierten Plan. Dann ging es Schlag auf Schlag. In nur zwei Jahren entwickelte sich die Cello Akademie Rutesheim zu einer der weltweit bedeutendsten Stätten der Cellowelt. Seit 2009 sind die Meisterkurse stets ausgebucht, besucht von mittlerweile mehr als 500 hochbegabten Studenten aus allen Kontinenten. Zu einem Markenzeichen der Akademie wurden regelmäßige Uraufführungen neuer Cello-Kompositionen bekannter Komponisten. Zu ihnen zählen jüngere Künstler wie Fabrice Bollon und Christian Jost ebenso wie der weltbekannte Tonschöpfer Lalo Schifrin aus Hollywood (unter anderem Mission Impossible) und Enjott Schneider, der mit Musik zum Erfolgsfilm Schlafes Bruder für Furore sorgte. Nicht minder spannend ist die Auswahl an Gastsolisten, die Trück jedes Jahr nach Rutesheim holt, um die musikalische Vielseitigkeit des Cellos zu demonstrieren: Giovanni Sollima, Stephan Braun, Cello Duello, Wolfram Huschke und 2CELLOS sind nur einige der Künstler von Weltrang, die man in der Region sonst kaum zu hören bekommt. ??

Trotz des wundervollen Konzertprogramms steht der pädagogische Gedanke für die Cello Akademie klar im Mittelpunkt. Wie erfolgreich ihre Arbeit gerade auch in dieser Hinsicht ist, beweisen die Karrieren ihrer Absolventen: Der junge Cellist und Rutesheimer Meisterschüler Bruno Delepelaire ist inzwischen erster Solocellist der Berliner Philharmoniker. Andreij Ionita gewann den 1. Preis beim Tschaikowsky-Wettbewerb 2015 und Léonard Frey-Maibach wurde vergangenes Jahr erster Solocellist am Gewandhausorchester Leipzig..

www.cello-akademie-rutesheim.de

Donnerstag, 18. Mai 17
Bad Hersfelder Festspiele: Vorverkauf für zwei weitere Zusatzvorstellungen von MARTIN LUTHER-DER ANSCHLAG beginnt am Freitag
Zum ersten Mal in der Geschichte der Bad Hersfelder Festspiele  war ein Schauspiel bereits im Februar und damit schon vier Monate vor Eröffnung der Bad Hersfelder Festspiele so gut wie ausverkauft. Deshalb wurden bereits im Februar Zusatztermine geplant. Das Interesse an Dieter Wedels MARTIN LUTHER - DER ANSCHLAG ist weiterhin so enorm, dass es derzeit schon wieder nur noch Rest-Karten gibt.

Deshalb werden weitere Zusatzvorstellungen angeboten:

MARTIN LUTHER – DER ANSCHLAG
Freitag,  04. August, 15 Uhr
Freitag,  18. August , 15 Uhr

Der Vorverkauf beginnt am Freitag, den 19. Mai um 9:00 Uhr.
Tickets und Informationen: Telefon +49 6621 640200
ticket-service@bad-hersfelder-festspiele.de
www.bad-hersfelder-festspiele.de  online und in allen EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Donnerstag, 18. Mai 17
SommerKino und PremierenKino im Ersten 2017 ~ 15 Fernseh- und Free-TV-Premieren, Start mit „The Imitation Game" am 3. Juli
Bewegende Geschichten, große Gefühle und eindrucksvolle Bilder - das bieten unsere Filme im Sommer- und PremierenKino ab 3. Juli im Ersten. An 15 Abenden kann zuhause Kinofeeling aufkommen. Im SommerKino um 20:15 Uhr und im PremierenKino um 22:45 Uhr zeigt Das Erste vielfach ausgezeichnete internationale Produktionen in Starbesetzung und nationale Kinoerfolge, die zum Teil als ARD-Koproduktionen entstanden.
Das SommerKino startet in diesem Jahr mit einem absoluten Highlight: „Sherlock"-Darsteller Benedict Cumberbatch setzt in der Rolle des genialen Mathematikers und Informatikers Alan Turing in dem für acht Oscars nominierten Biopic „The Imitation Game" alles aufs Spiel, um im Zweiten Weltkrieg die „Enigma"-Codes zu entschlüsseln.

Alle Filme im Überblick

SommerKino im Ersten, montags und mittwochs um 20:15 Uhr:

3. Juli: The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben
5. Juli: Birnenkuchen mit Lavendel
10. Juli: Madame Mallory und der Duft von Curry
12. Juli: Die Frau in Gold
19. Juli: Gracia Patricia - Fürstin von Monaco
24. Juli: Der Richter - Sein wichtigster Fall
26. Juli: Schweinskopf al dente. Ein Eberhoferkrimi

PremierenKino im Ersten, dienstags um 22:45 Uhr:
18. Juli: 3 Türken und ein Baby
25. Juli: Heute bin ich Samba
1. August: Mord im Loft
8. August: Das grenzt an Liebe
15. August: Für immer Adaline
22. August: Das Glück an meiner Seite
29. August: Der große Trip - Wild
5. September: Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück

www.DasErste.de/sommerkino 
www.DasErste.de/premierenkino

Donnerstag, 18. Mai 17
hr: „Hauptsache Kultur“ mit neuer Ausgabe Zappa in Ranstadt, Elvis in Bad Nauheim
Ein fiktiver Aufenthalt Frank Zappas in der Wetterau, eine denkwürdige Elvis-Stele in Bad Nauheim und eine Matinee für die Pressefreiheit im Schauspiel Frankfurt – das sind unter anderem die Themen der aktuellen Ausgabe von „Hauptsache Kultur“ am kommenden Donnerstag, 18. Mai, um 22.45 Uhr im hr-fernsehen.

„Am Tag, als Frank Z. in den Grünen Baum kam“ - Auf Zeitreise in der Wetterau
Er braucht eine Verschnaufpause. Urlaub in Deutschland! Weit weg von Flower Power und dem aufreibenden Musikgeschäft in Los Angeles. Ein Ausflug verschlägt Frank Z. zufällig in die hessische Provinz, in die Wetterau. Doch ausgerechnet dort hat er einen Autounfall, der ihn zwingt, drei Tage zu bleiben. In ihrem neuen Roman „Am Tag, als Frank Z. in den Grünen Baum kam“, begibt sich die Frankfurter Schriftstellerin Britta Boerdner auf Zeitreise, zurück ins Jahr 1969. Doch der Alltag in der Wetterau ist von den wilden Sechzigern noch weit entfernt. Im fiktiven Ort Randstetten sind die Menschen skeptisch allem Fremden gegenüber. Vor allem einem Musiker „mit Haaren so wild, wie sie keine Wetterauerin tragen würde“. Gerade deswegen aber verliebt sich die 17-jährige Ev in ihn. Und nicht nur ihr Leben, sondern auch das anderer Dorfbewohner ändert sich entscheidend durch die kurze Begegnung mit Frank Z. – übrigens kein Geringerer als Frank Zappa. „Hauptsache Kultur“ stellt den Roman vor und hat mit Britta Boerdner in Ranstadt Orte besucht, die sie beim Schreiben inspiriert haben.

Ist das Kunst, oder kann das weg? – Die Elvis-Stele in Bad Nauheim
Ein jeder kennt sie, die kuriosen – und häufig amüsanten – Geschichten von Kunstwerken, die nicht als solche erkannt und so zum Opfer übereifriger Putzkräfte wurden. Joseph Beuys‘ berühmt-berüchtigte „Fettecke“ ist sicherlich das prominenteste Beispiel dafür, was passieren kann, wenn Künstler mit ihren Werken an einem allgemeinen, klassischen und vielleicht auch massenkompatiblen Kunstverständnis anecken. Frei nach dem Motto „Ist das Kunst, oder kann das weg?“ begibt sich der Kunsthistoriker, Publizist und gebürtige Kasselaner Christian Saehrendt für „Hauptsache Kultur“ auf die Suche nach Kunstwerken im öffentlichen Raum. – In einer Straßenkurve in Bad Nauheim am Hotel Grunewald steht eine grabsteinähnliche schwarze Steinsäule. Und obwohl sie so altmodisch aussieht, ist sie ein zeitgenössisches Werk. Gemacht vom Bad Nauheimer Steinmetzen Heinrich Frank. Es ist ein Denkmal für Elvis Presley, der seine Militärzeit in Friedberg und Bad Nauheim verbracht hatte. Die Ähnlichkeit des Denkmals mit Elvis ist recht vage, und die TV-Moderatorin Frauke Ludowig tat die Stele bereits als „unschönes Denkmal auf einem Parkplatz“ ab. Aber ist das nicht zu kurz gegriffen? Liegt die Qualität dieses Werkes nicht ganz woanders?  Kunstexperte Christian Saehrendt nimmt das Elvis-Denkmal unter die Lupe: Ist das Kunst? Oder kann das weg?

Der Fall Deniz Yücel – Eine Matinee für die Pressefreiheit im Schauspiel Frankfurt
Der Fall Deniz Yücel spiegelt wie kaum ein anderer die kritische Situation der Pressefreiheit in der Türkei wider. Seit Ende Februar sitzt der deutsch-türkische „Welt“-Korrespondent in Istanbul wegen des Vorwurfs von Terrorpropaganda und Volksverhetzung in Untersuchungshaft. Unterstützung erhält Yücel nicht nur aus seiner Heimatstadt Flörsheim, wo regelmäßig Mahnwachen stattfinden, sondern nun auch aus dem Frankfurter Schauspiel. Dort organisiert unter anderem der Autor Imran Ayata am 21. Mai eine sogenannte Matinee der Solidarität für Deniz Yücel und andere inhaftierte Journalistinnen und Journalisten in der Türkei. Bei der Veranstaltung lesen prominente Gäste, darunter auch der Satiriker Jan Böhmermann und Deniz‘ Schwester Ilkay Yücel, Texte des Journalisten, die von den Entwicklungen in der Türkei, aber auch von Fußball, Antisemitismus oder Rechtspopulismus handeln. Doch was versprechen sich die Organisatoren und Teilnehmer von der Lesung? Was kann in Deutschland für die inhaftierten Journalistinnen und Journalisten getan werden? Können solche Veranstaltungen etwas bewirken, oder sind sie doch eher kontraproduktiv und verschlechtern die Chancen für die Betroffenen in der Türkei, wieder frei zu kommen? Mit dieser Frage beschäftigt sich auch der Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Unter dem Stichwort „#FreeWordsTurkey“ setzt er sich für die internationale Pressefreiheit ein. „Hauptsache Kultur“ spricht unter anderem mit Imran Ayata, Ilkay Yücel und Alexander Skipis vom Börsenverein und fragt nach, ob Aktionen wie im Schauspiel tatsächlich die Situation der Journalistinnen und Journalisten in der Türkei verbessern können.
Die Matinee „Wir wollen das Meer sehen. Deniz’i görmek istiyoruz.“ findet am 21. Mai um 11 Uhr im Schauspiel Frankfurt statt.

„Hauptsache Kultur“ berichtet über Kulturhighlights in Hessen, über Trends und Tendenzen, über Skandale und Flops. Das aktuelle Kulturmagazin stellt aufregende Macher der hessischen Kulturszene vor, blickt hinter die Kulissen, mischt sich meinungsstark in Debatten ein: aktuell, überraschend, kontrovers. Präsentiert wird das Kulturmagazin von Cécile Schortmann.

Donnerstag, 18. Mai 17
Berühmte Paare der Weltgeschichte in Musik und Literatur hr2-Kulturlunch: „Paargeschichten“
Berühmte Paare der Weltgeschichte stehen im Zentrum des nächsten hr2-Kulturlunchs am Sonntag, 21. Mai, um 11 Uhr im hr-Sendesaal in Frankfurt. Protagonisten sind unter anderem „Romeo und Julia“ (Prokofjew), „Tristan und Isolde“ (Chabrier nach Wagner), „Porgy und Bess“ (Suite von Jascha Heifetz für Violine und Klavier über Themen aus der Oper von Gershwin). Ausgefallene „Paarungen" jenseits der Beziehungsebene werden das Programm abrunden, darunter Beethovens „Duett mit zwei obligaten Augengläsern".

Andrea Wolf und Hartmut Volle, auch privat ein Paar, nehmen das Publikum mit auf einen literarischen Streifzug, unter anderem mit Texten von François Villon, Erich Kästner, Elke Heidenreich, Robert Gernhardt, Martin Suter und Axel Hacke. Weitere Mitwirkende sind Andrea Kim (Violine), Stefanie Pfaffenzeller (Viola), Ulrich Horn (Violoncello) sowie die beiden Pianistinnen Maria Ollikainen und Irina Botan. Durch das Programm führt Anna Engel von hr2-kultur. Das anschließende Schlemmerbuffet steht unter dem Motto „Spargel trifft Erdbeere“.

Erhältlich sind noch wenige Restkarten ohne Schlemmerbuffet zum Preis von 19 Euro beim hr-Ticketcenter: Tel. 069/155-2000 oder www.hr-ticketcenter.de. Die Aufzeichnung der Veranstaltung sendet hr2-kultur am Sonntag, 4. Juni, (Pfingstsonntag) um 20.04 Uhr und am Donnerstag, 15. Juni (Fronleichnam), um 15.04 Uhr.

Der hr2-Kulturlunch am Sonntag, 21.Mai, ist der letzte der aktuellen Saison. Die nächste Matinee findet am Sonntag, 17. September, statt. Das Motto lautet dann  „Tasten, Töne und Tumulte – alles was Sie über Musik nicht wissen“. Der Programmflyer zur Saison 2017/2018 ist bereits erschienen. Alle Informationen sind auch auf www.hr2-kultur.de zu finden. Der Vorverkauf beginnt für Abonnements am 1.Juni, für Einzeltickets am 1. Juli.

Mittwoch, 17. Mai 17
Oper Frankfurt: Zweiten Soiree des Opernstudios der Spielzeit 2016/17
Anlässlich der zweiten Soiree des Opernstudios der Spielzeit 2016/17 am Montag, dem 22. Mai 2017, um 20.00 Uhr im Holzfoyer präsentieren die derzeitigen Stipendiaten der Oper Frankfurt ein Programm bekannter Werke des internationalen Opernrepertoires.
Während sich die Herren der Schöpfung u.a. in Form der Arie des Guglielmo „Donne mie, la fate a tanti“ aus Mozarts Così fan tutte und dem Lied des Harlekin „Lieben, Hassen, Hoffen, Zagen“ aus Korngolds Die tote Stadt mit ihren Beziehungen zum „schönen Geschlecht“ auseinandersetzen, widmet sich dieses lieber – frei nach dem Motto „Diamonds are a girl’s best friend“ – dem schnöden Mammon mit der Juwelenarie der Margarethe aus Gounods Faust und dem funkelnden Koloraturen-Feuerwerk der Kunigunde „Glitter and be gay“ aus Bernsteins Candide.


Oper Frankfurt: Mitglieder des Opernstudios der Spielzeit 2016/17:
Mikolaj Trabka, Ingyu Hwang, Thesele Kemane, Ludwig Mittelhammer
 Julia Dawson, Elizabeth Sutphen, Alison King

© Wolfgang Runkel ~ www.wolfgang-runkel.de

Zu den Mitwirkenden gehören die amerikanischen Sopranistinnen Alison King und Elizabeth Sutphen, die kanadische Mezzosopranistin Julia Dawson, der koreanische Tenor Ingyu Hwang, der Münchner Bariton Ludwig Mittelhammer, sein polnischer Fachkollege Mikolaj Trabka und der südafrikanische Bassbariton Thesele Kemane. Begleitet werden die Nachwuchskünstler vom musikalischen Leiter des Opernstudios Felice Venanzoni und dem jungen polnischen Solorepetitor Michal Golawski.

Karten zum Preis von € 15 / ermäßigt € 7,50 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.
In der kommenden Saison 2017/18 finden die Soireen des Opernstudios am 13. November 2017 sowie am 23. Mai 2018 statt.

Mittwoch, 17. Mai 17
TANZ | MODERNE | TANZ ~ Internationales Festival für zeitgenössischen Tanz in Chemnitz
14. bis 18. Juni 2017 im Schauspielhaus, Opernhaus, Weltecho und anderen Orten
Bereits zum dritten Mal werden zum internationalen Festival TANZ | MODERNE | TANZ Companies der zeitgenössischen Tanzszene frischen Wind nach Chemnitz bringen.

Mit packender Bewegungssprache, außergewöhnlicher Musik und einer jeweils ganz eigenen Ästhetik verarbeiten die Tänzerinnen und Tänzer in ihren Stücken aktuelle und zeitlose Themen des Seins. Die Stadt wird erneut zu einem Ort für die Gegenwart ganz verschiedener künstlerischer und kultureller Gemeinschaften, aus deren Vielfalt Internationalität und Integration entstehen kann.
Das Publikum ist herzlich eingeladen, auf eine Reise der Auseinandersetzung mit Wurzeln und kultureller Zugehörigkeit zu gehen. Traditioneller afrikanischer Tanz, indische Philosophie, chinesischer Daoismus, Ying und Yang treffen auf heutige, junge Künstler, die ihr Sprachrohr im zeitgenössischen Tanz gefunden haben. Ihr Leben und Schaffen ist geprägt von hoher Mobilität und ihre Projekte führen sie immer wieder in andere Länder und zu neuen Herausforderungen. Ihre Stücke spiegeln ihre Suche nach der kulturellen Zugehörigkeit und dem Gefühl der Verbundenheit mit dem Land, in dem sie leben oder dem sie ursprünglich entstammen, wider. Seit Anbeginn der Zeit ist der Mensch unterwegs. Handelswege, Kriege und Völkerwanderungen prägen den kulturellen Austausch von der Steinzeit bis heute. Sie brachten Kunde und Berührung mit anderen und fremden Kulturen und schufen so die Grundlagen zum Blühen ganzer Zivilisationen und Gesellschaften.

Auch in diesem Jahr werden wieder interessante Ensembles der Tanzszene zu Gast in Chemnitz sein, u. a. Abdoulaye Trésor Konaté aus Mulhouse, BeijingDance / LDTX aus Peking, Carl Knief aus Helsinki, E-Motion / Takao Baba aus Düsseldorf, Cie Ex Nihilo aus Marseille, Navdhara India Dance Theatre aus Mumbai oder Cie Samuel Mathieu aus Toulouse.

Das Festivalprogramm wird mit einem vielfältigen Workshopangebot ergänzt. Mehr Infos unter www.theater-chemnitz.de und www.tanz-moderne-tanz.de.
Die Festivalleitung hat Sabrina Sadowska, Ballettbetriebsdirektorin und Ballettmeisterin der Theater Chemnitz, inne.
Karten sind unter Tel. 0371 / 4000-430 und www.theater-chemnitz.de erhältlich.

Mittwoch, 17. Mai 17
Ruhrtriennale verlost 50 Festivalpässe an Studierende
GewinnerInnen des Festivalpasses können sämtliche Veranstaltungen der Ruhrtriennale bei freiem Eintritt besuchen. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2017
Die Ruhrtriennale verlost auch in diesem Jahr 50 Festivalpässe an Studierende. Der Festivalpass ermöglicht Studierenden den Besuch aller verfügbaren Veranstaltungen der Ruhrtriennale 2017 bei freiem Eintritt. Seit seiner Einführung 2012 wird der Festivalpass durch den Verein der Freunde und Förderer der Ruhrtriennale finanziert. 2016 bewarben sich mehr als 1000 Studierende für den Ruhrtriennale-Studierendenpass.

Die Anmeldung zur Verlosung ist mit den Angaben zu Vor- und Nachname, Universität, Studiengang, Matrikelnummer, Geburtsdatum* und E-Mail Adresse über ein Formular auf ruhr3.com/studierende möglich. Der Einsendeschluss ist der 30. Juni 2017. Die Gewinner werden Anfang Juli per E-Mail benachrichtigt. *(Studierende bis einschließlich 30 Jahre können sich bewerben.)

Zusätzlich zum Festivalpass gelten für Studierende bis einschließlich 30 Jahren folgende Angebote der Ruhrtriennale: eine generelle Ermäßigung von 50 Prozent auf alle verfügbaren Tickets sowie Last-Minute-Karten für 10 Euro ab 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn (nach Verfügbarkeit) an der Abendkasse. Mit diesen Angeboten möchte die Ruhrtriennale sowohl kulturbegeisterten als auch neugierigen Studierenden einen Besuch der Ruhrtriennale ermöglichen.

www.ruhrtriennale.de

Mittwoch, 17. Mai 17
Erfolgsmusical »West Side Story« ab Juni auf dem Domplatz Magdeburg
Die Proben für das Musical »West Side Story«, das in der Regie von Gil Mehmert am Freitag, dem 16. 6. 2017, um 21.00 Uhr, Premiere auf dem Magdeburger Domplatz feiert, haben begonnen.


Theater Magdeburg_1.Probe »West Side Story«
D. Weißert, A. Zetterholm, I.Flury
© Andreas Lander

»Something's coming, something good!« – am 16. 6. 2017 feiert das erfolgreiche und beliebte Musical »West Side Story« vor der historischen Kulisse des Magdeburger Doms Premiere. Leonard Bernsteins Werk gilt als »Mutter aller Musicals« und gleichzeitig als eines der anspruchsvollsten aller Musiktheaterwerke, sind hier doch auf höchstem künstlerischen Niveau Tanz, Gesang und Schauspiel untereinander verwoben. Die unverwechselbare Harmonik und die prägnante Rhythmik haben das Musical weltberühmt werden lassen. Hinzu kommt eine zeitlos-aktuelle Geschichte, die auf Shakespeares tragischem Drama »Romeo und Julia« beruht und die bis heute ins Herz trifft.
Tony, Mitglied der »Jets«, und Maria, Schwester des Anführers der »Sharks«, verlieben sich bei einer Tanzveranstaltung im Jugendclub des Stadtteils auf den ersten Blick. Gegen alle Widerstände halten sie an ihrer Liebe fest. Doch als Tonys bester Freund Riff von Marias Bruder Bernardo erstochen wird und Tony daraufhin Bernardo tötet, ist die Tragödie nicht mehr aufzuhalten...
Um die musikalische und darstellerische Qualität einer Open-Air-Produktion dieses anspruchsvollen Musicals zu garantieren, konnte das Theater Magdeburg neben einem spannenden und breit aufgestellten Cast ein exquisites Leitungsteam gewinnen. Allen voran Regisseur Gil Mehmert, der für seine Musicalinszenierungen mehrfach ausgezeichnet wurde, zuletzt 2016 für »Hair« in München. Zu seinen herausragenden Arbeiten zählt ebenso »Das Wunder von Bern« in Hamburg, darüber hinaus inszenierte er mit großem Erfolg das DomplatzOpenAir 2013 »Les Miserables«. Die musikalische Leitung übernimmt der international gefragte Dirigent Kimbo Ishii, Magdeburgs Generalmusikdirektor, der die New Yorker Straßenkämpfe, musikalisch charakterisiert durch Jazz und lateinamerikanische Rhythmen, mit der Magdeburgischen Philharmonie lebendig werden lässt. Das erfahrene Leitungsteam rund um Regisseur Gil Mehmert wird ergänzt vom ausgezeichneten und international agierenden Bühnenbildner Jens Kilian. Der junge Choreograf Jonathan Huor, der 2016 mit dem Deutschen Musical Theater Preis in der Kategorie Choreografie ausgezeichnet wurde, ergänzt dieses versierte Team. Die Kostüme entwirft Falk Bauer.

Die Partien von Tony und Maria zählen auf Grund ihrer großen sängerischen Anforderungen zu den anspruchsvollsten im Musicalfach. Für die Magdeburger Inszenierung wurde ein ausgewogenes, erfahrenes und junges Trio engagiert: Mit Anton Zetterholm steht ein erfolgreicher Musicaldarsteller, der bereits in mehreren großen Musicalproduktionen mitgewirkt hat, als Tony auf der Domplatzbühne. Der beliebte Schwede spielte bis Mitte Juni 2014 am Londoner Queen‘s Theatre die Rolle des Enjolras im bekannten West End Musical »Les Misérables«. Die Partie der Maria wird doppelt besetzt mit der erfahrenen Musicaldarstellerin und Schauspielerin Iréna Flury sowie der jungen Sybille Lambricht. Insgesamt stehen rund 45 Darstellerinnen und Darsteller auf der Domplatzbühne.
Regisseur Gil Mehmert erzählt Bernsteins Adaption des Shakespeare-Klassikers so »gegenwärtig wie möglich«. Dafür nimmt er die Ästhetik der 1950er Jahre, in der das Werk entstanden ist, auf und verlängert diese »zeitlos« in die Gegenwart, denn die konfliktreiche Suche der Jugendlichen nach einer eigenen Identität und dem Umgang mit unterschiedlichen kulturellen Gruppen, ist auch heute noch hoch aktuell. Die Straßen von Manhattan, in denen die Auseinandersetzungen der Jets und Sharks stattfinden, werden auf dem Domplatz nachgebildet. Die Bühne misst 1000 m2 und bietet viel Raum für Action, zum Beispiel in einem der beiden rund 7 Meter hohen Hochhäuser oder auf dem Platz zwischen fahrenden Autos. Viel Erfahrung mit großen Open-Air-Veranstaltungen bringt der Bühnenbildner Jens Kilian mit, der den Magdeburger Domplatz bestens kennt, hat er doch 2013 das Bühnenbild für »Les Miserables« und 2016 für »Hair« entworfen.
Die 18 Vorstellungen der »West Side Story«, die am 16. 6. 2017, 21.00 Uhr, auf dem Domplatz Premiere feiert, sind bereits jetzt zu über 80 % ausgelastet. Karten sind noch online, telefonisch unter 0391 40 490 490, an der Theaterkasse im Opernhaus oder per Mail an kasse@theater-magdeburg.de erhältlich.
West Side Story
Zur Inszenierung der Oper Magdeburg:

Premiere Fr. 16. 6. 2017, 21.00 Uhr, Domplatz

DomplatzOpenAir
Musikalische Leitung: GMD Kimbo Ishii
Regie: Gil Mehmert
Bühne: Jens Kilian
Kostüme: Falk Bauer
Choreografie: Jonathan Huor
Dramaturgie: Ulrike Schröder

Besetzung:

Riff: Markus Schneider
Tony: Anton Zetterholm
Bernado: Sascha Luder
Maria: Iréna Flury/Sybille Lambrich
Anita: Andrea Sanchez del Solar

Und mit: Dennis Weißert, Robin Koger, Jan Rogler, Alexander Sasanowitsch, Peter Diebschlag, Daniel Ojeda, Yael Shervashidze, Pawel Stanislawow, Daniel Smith, Leander Rebholz, Karen Müller, Eva Zamostny, Sophie Allnatt, Audrey Becker, Cristina Salamon Lama, Vera Weichel, Ben Cox, Alejandro Muñoz Castillo, Yong Hoon Cho, Raúl Pita Caballero, Adam Reist, Elio Clavel, Pavel Kuzmin, Adrián Román Ventura, Liam White, Andreas Loos, Nedime Ince, Lara de Toscano, Jenny Stark/Uta Zierenberg, Bo Mi Lee, Ilka Hesse, Katrin Haase, Meryem-Josephine Cil, Tatiana de Sousa, Antanina Maksimovich, Amanda Mata, Peter Wittig, Frank Heinrich, Bartek Bukowski, Thomas Matz
Magdeburgische Philharmonie

www.theater-magdeburg.de

Mittwoch, 17. Mai 17
Carmen Nebel präsentiert Schlagerparty im ZDF
Am Samstag, 20. Mai 2017, 20.15 Uhr, meldet sich ZDF-Moderatorin Carmen Nebel live aus dem Velodrom Berlin. In "Willkommen bei Carmen Nebel" präsentiert sie Stars, Musik und Überraschungen.

Die beiden Königinnen des Schlagers, Helene Fischer und Andrea Berg, geben sich die Ehre und präsentieren ihren Fans mehrere Lieder. Bei diesem Gipfeltreffen darf ein weiterer Superstar nicht fehlen: Volks-Rock'n'Roller Andreas Gabalier. Der österreichische Ausnahmekünstler performt seinen Chart-Erfolg "Hulapalu". Ebenfalls angekündigt hat sich Weltstar Anna Netrebko. Die Sopranistin führt in Berlin, gemeinsam mit Ehemann Yusif Eyvazov, das Duett "Cantami" auf. Weitere Musik-Gäste in der Sendung sind Maite Kelly, Karel Gott, Vanessa Mai & Bastiaan Ragas ("Caught in the Act"), Thomas Anders, Michelle und DJ Ötzi.

Humorvoll, herzlich und schräg wird es, wenn Kult-Comedian Sascha Grammel mit seinen beiden Begleitern, Freiherr von Furchensumpf und Baby Josie, die Showbühne unsicher macht.

www.zdf.de

Mittwoch, 17. Mai 17
Finale der Bruckner-Reihe mit der Staatsphilharmonie wird am 26. Mai im Wormser Dom eingeläutet
Ein großes Vorhaben strebt seiner Vollendung entgegen: In diesem Jahr vervollständigen vier Konzerte den Zyklus mit allen Bruckner-Sinfonien in den Domen des Landes, den die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter der Leitung von Generalmusikdirektor Karl-Heinz Steffens seit 2014 im Rahmen des Kultursommers verwirklicht.


Kathedralklänge Worms
© pielmedia

Am 26. Mai 2017 um 20.00 Uhr erklingt im Worms Dom Bruckners Sinfonie Nr. 5 B-Dur, WAB 105. Zu den „KathedralKlängen“ gehört es, dass ein weiterer Konzertteil von der Dommusik des Aufführungsortes gestaltet wird. In Worms steht hierbei eine weitere Sinfonie auf dem Programm: Domorganist Dan Zerfaß spielt César Francks Grande Pièce Symphonique op. 17, FWV 29. In den drei ineinander übergehenden Sätzen glaubt man Stilrichtungen von Bach bis Beethoven zu erkennen.
Anton Bruckner war selbst ein international anerkannter Organist. Dieser „Beruf“ gab ihm die nötige finanzielle Sicherheit: Seine 5. Sinfonie war erst nach rund drei Jahren vollendet. Sie wurde dann zu Bruckners Lebzeiten nur einmal aufgeführt, der Dirigent Franz Schalk war beeindruckt: „Tief ergriffen, beglückt in den Gefilden ewiger Größe wandelnd fühle ich mich. Von der niederschmetternden Gewalt des Finales kann niemand sich eine Vorstellung machen, der es nicht gehört.“
Hier ist die Chance, es zu hören und diese Erfahrung selbst zu machen!

Karten für das Konzert am 26. Mai 2017 um 20.00 Uhr in Worms gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen sowie über www.ticket-regional.de .
Konzertübersicht „KathedralKlänge – Bruckner in den Domen“ 2017:
- Fr 26. Mai 2017, 20.00 Uhr, Worms: Sinfonie Nr. 5 B-Dur, WAB 105 (Tickets: Ticket-Regional)
- Sa 27. Mai 2017, 20.00 Uhr, Speyer: Sinfonie Nr. 1, c-Moll, WAB 101 (Tickets: reservix)
- Fr 26. August 2017, 20.00 Uhr, Trier: Sinfonie Nr. 2 c-Moll, WAB 102 (Tickets: Mosel Musikfestival)
- Di 03. Oktober 2017, 15.00 Uhr, Speyer: Sinfonie Nr. 9, d-Moll, WAB 109 (Tickets: reservix)

Für die Konzerte in Worms am 26. Mai und Speyer am 27. Mai gibt es bei den Tourist-Informationen beider Städte auch spezielle Übernachtungspakete.

www.kathedralklaenge.de

Dienstag, 16. Mai 17
Er macht nochmal den TIME WARP! Sky du Mont als Erzähler in Richard O’Brien’s Rocky Horror Show
Sky du Mont gehört mittlerweile so fest zu RICHARD O’BRIEN’S ROCKY HORROR SHOW wie die lautstarken Kommentare des Publikums, die er als Erzähler der schrägen Show virtuos parieren darf. Wenn ab dem 3. Oktober die Tournee des absoluten Kult-Musicals durch Deutschland, Italien, Österreich und die Schweiz startet, wird er erneut die Rolle des Erzählers übernehmen und als schlagfertiger Gentleman begeistern: in den Theatern von Köln, Bremen, Hamburg, Wien, Essen, Mannheim, Dortmund, Oberhausen, Berlin, München, Frankfurt, Hannover und Düsseldorf.

„Die Musik ist unfassbar stark, die Geschichte ist schräg und die Leute gehen mit, wie ich es auf der Bühne noch nie gesehen habe – es ist ein regelrechtes Happening“, so du Mont über das Enfant Terrible des Musicals. Worauf er sich besonders freut? „Ich habe am Theater schon viel erlebt. Aber als ich bei meiner Premiere in Oberhausen am Ende vor einem Saal mit 4000 jubelnden und auf den Sitzen tanzenden Menschen stand, haben sich meine Haare
gesträubt und ich mich gefragt: Warum bist Du kein Popstar geworden? Es ist einfach unglaublich, bei so etwas dabei sein zu dürfen. Ich bin mir sicher, dass auch die kommende Tour wieder ein riesiger Erfolg wird. Viele Menschen gehen drei oder viermal in die Show, was beeindruckend ist!“

Sky du Mont – ein Gentleman unter den deutschen Schauspielern
Der in Argentinien geborene Schauspieler gehört zu den erfolgreichsten Vertretern des deutschen Films und Fernsehens, mit Engagements in England, den USA und Frankreich. Er war in Stanley Kubricks Kinoproduktion Eyes Wide Shut neben Tom Cruise und Nicole Kidman zu sehen. In dem Oscar-nominierten Kinofilm The Boys from Brazil spielte er an der Seite von Laurence Olivier und Gregory Peck sowie mit Anthony Quinn in Omar Mukhtar – Löwe der Wüste. Darüber hinaus war der ausgebildete Theaterschauspieler an verschiedenen deutschen Bühnen engagiert. 2001 und 2004 wurde er für seine Rollen in den Kinokomödien Der Schuh des Manitu und (T)Raumschiff Surprise je mit einem Bambi und dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet. Seit einigen Jahren tritt Sky du Mont auch als Romanautor hervor. 2017 wird er für Michael „Bully“ Herbigs neuen Film Die Bully Parade – der Film vor der Kamera stehen. Neben zahlreichen Lesungen ist Sky du Mont in 2017 und 2018 mit der Pianistin und Kabarettistin Christine Schütze im komödiantisch-musikalischen Abend „Beziehungsweisen“ zu erleben.

Trash, Sex und Rock’n’Roll: die Rocky Horror Show
Schon kurze Zeit nach ihrer Uraufführung 1973 in London wurde die Rocky Horror Show zum Phänomen: Über 20 Millionen Menschen haben sie bislang erlebt. Die legendäre Verfilmung The Rocky Horror Picture Show ist ebenfalls ein Klassiker. Sam Buntrocks gefeierte Inszenierung RICHARD O’BRIEN’S ROCKY HORROR SHOW – inszeniert unter dem Augenmerk ihres Schöpfers selbst – wagt den „Time Warp“ zurück zu den Wurzeln des Stücks in B-Movies, Burlesque und Glamrock. Über eine Million Fans ließen sich seit der Weltpremiere 2008 in Berlin von seiner international hochgelobten Inszenierung begeistern. 300 000 Besucher machten allein die letzte Tournee zum ausverkauften Hit.

Tour und bereits bestätigte Vorstellungen mit Sky du Mont als Erzähler:*

03.10. - 21.10.2017 Köln, Musical Dome (Sky du Mont 03. - 08.10.; Premiere zum Tour-Auftakt am 04.10.2017)
14.11. - 19.11.2017 Bremen, Musical Theater (Sky du Mont 14. - 19.11.)
21.11. - 25.11.2017 Hamburg, Mehr!-Theater am Großmarkt (Sky du Mont 21. - 25.11.)
28.11. - 16.12.2017 Wien, Museumsquartier Halle E (Sky du Mont 28.11. - 3.12.)
19.12. - 27.12.2017 Essen, Colosseum Theater Sky du Mont (19. - 23.12.)
29.12. - 31.12.2017 Mannheim, Rosengarten Sky du Mont (29. - 31.12.)
03.01. - 10.01.2018 Dortmund, Konzerthaus Sky du Mont (03. - 07.01.)
16.01. + 17.01.2018 Bielefeld, Stadthalle (Ohne Sky du Mont)
19.01. - 21.01.2018 Oberhausen, Theater in der KöPi Arena (Sky du Mont 19. - 21.01.)
23.01. - 10.02.2018 Berlin, Admiralspalast (Sky du Mont 23. - 28.01.)
13.02. - 18.02.2018 Stuttgart, Liederhalle (Ohne Sky du Mont)
20.02. - 18.03.2018 München, Deutsches Theater (Sky du Mont 20. - 25.02.)
27.03. - 01.04.2018 Frankfurt, Alte Oper (Sky du Mont 27.03. - 1.04.)
06.04. - 08.04.2018 Hannover, Swiss Life Hall (Sky du Mont 06. - 08.04.)
24.04. – 06.05.2018 Düsseldorf, Capitol Theater (Sky du Mont 24. - 29.04.)

(Weitere Tour-Termine in Vorbereitung)
*Änderungen vorbehalten

Weitere Termine mit Sky du Mont und weitere Erzähler werden noch bekannt gegeben und im Internet unter www.rocky-horror-show.de aktualisiert.

Vorverkauf: Tickethotline Deutschland: 01805 - 2001 (0,14 €/Min. a. d. dt. Festnetz, Mobilfunk max. 0,42€/Min.)
Tickethotline Österreich: oeticket.com: 0900 - 9496096 (1,09 €/min. inkl. MwSt.)

Internet: www.bb-promotion.com, www.rocky-horror-show.de, www.rocky-horror-show.at
und an allen bekannten Vorverkaufsstellen

Dienstag, 16. Mai 17
Staatstheater Darmstadt: Zum letzten Mal: Jenufa am 21.05
(lifePR) Am Sonntag, 21. Mai 2017 ist die Oper JENUFA von Leoš Janácek in der Regie von Dirk Schmeding zum letzten Mal im Großen Haus des Staatstheaters Darmstadt zu sehen.

Jenufa erwartet ein Kind von Stewa, einem von zwei rivalisierenden Halbbrüdern. Eine Hochzeit zwischen den beiden soll sie vor der Schande eines unehelichen Kindes bewahren. Doch diese kommt nicht zustande, denn Stewa ist dem Alkohol verfallen. Erst, wenn er in einem Jahr Besserung gezeigt hat, darf er heiraten. Der andere Bruder, Laca, würde Jenufa nehmen. Mit einer grauenvollen Tat will er verhindern, dass Stewa Jenufa jemals wieder anschaut – er entstellt ihre Wangen mit einem Messer. Die Stiefmutter Jenufas findet vermeintlich nur einen Ausweg: Nach heimlicher Entbindung ertränkt sie das Neugeborene im Fluss. Im Frühling darauf soll die Hochzeit zwischen Jenufa und Laca stattfinden. Doch das Eis taut und legt die Gräueltaten des vergangenen Jahres frei. Die Küsterin bekennt sich zu ihrer schweren Schuld, die sie auf sich geladen hatte.

Der Regisseur Dirk Schmeding befreit die Geschichte aus dem mährischen Bauernleben von ihrer Dorfidylle und spürt den Handlungen der Figuren nach. Keine der Figuren scheint mehr tragisch determiniert zu sein, sondern handelt nach freien Stücken. Dennoch bleibt das Tragische in der Gesellschaft verankert, in der jede Figur nach Halt suchend um sich schlägt. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Will Humburg.

Mit Anja Bildstein/Elisabeth Hornung, Marco Jentzsch, Mickael Spadaccini, KS Katrin Gerstenberger, Katharina Persicke, Thomas Mehnert, Oleksandr Prytolyuk, Annette Luig, Joyce de Souza, Agata Siebert, Gundula Schulte, Jana Baumeister

Musikalische Leitung: Will Humburg
Inszenierung: Dirk Schmeding
Bühne: Martina Segna
Kostüme: Frank Lichtenberg
Einstudierung Chor: Thomas Eitler-de Lint
Dramaturgie: Catharina von Bülow, Ute Vollmar

Zum letzten Mal am Sonntag, 21. Mai 2017, 18.00 Uhr | Großes Haus

www.staatstheater-darmstadt.de

 Dienstag, 16. Mai 17
Völkerverständigung Balear: Pablo Mielgo in Dortmund und Genf
Pablo Mielgo entwickelt engagiert die musikalische Landschaft der Balearen weiter. Der Madrilene schafft mit seinem Orchester sowie großem sozialen Engagement neue musikalische Strukturen im korruptionskrisenerschütterten Inselstaat. Mit dem Orquestra Simfònica de les Illes Balears OSIB  macht er nicht nur ausgezeichnete Musik, sondern trägt zur Völkerverständigung bei. Eben diese praktiziert der klar strukturiert und umsichtig arbeitende Dirigent am 31. Mai 2017 auch in Deutschland zu Gast im Konzerthaus Dortmund. Als Spanier hat er natürlich den spanischen Literatur-Klassiker Don Quixote in Strauss’scher Vertonung im Gepäck und musiziert gemeinsam mit dem Solocellisten der Berliner Philharmoniker Ludwig Quandt. 
 
Völkerverständigung ist insbesondere auf den spanischen Inseln eine notwendige Tugend, die alle für sich eine eigene katalanische Sprache pflegen und doch mit einer Vielzahl von Kulturen zusammen kommen. Dafür ist der agile Chefdirigent des OSIB mit dem Preis Pro Arte y Cultura ausgezeichnet worden, arbeitet nicht nur an der Eröffnung des neu gebauten Auditoriums in Palma de Mallorca, sondern auch an der Gründung eines professionellen Orchesters in Miami.
In Anerkennung seines Engagements ist er daher eingeladen, bei der UN in Genf aufzutreten und dafür eigens ein Konzert-Format zu entwickeln.
 
Auf Mallorca besinnt sich der Madrilene mit Unternehmergeist als „gesunde Übung“ auch einmal auf seine spanischen Wurzeln. Er plant u.a. ein Tribut an Paco di Lucia für den Dezember und entwickelt neue Konzepte, mit denen er den Sommer gestaltet, und führt z. B. mit 150 Kindern aller balearischen Inseln am 25. Juni eine Petita Simfònica auf, erweitert den Konzertsaal in die mallorquinischen Weinberge, etabliert ein Beethovenfest und bringt halbszenische Opernaufführungen auf die Bühne – und dies mit hochkarätiger Besetzung. Denn zahlreiche renommierte Musiker folgen regelmäßig der Einladung des Maestros, darunter Künstler wie Mischa Maisky und Julian Rachlin, die am 12. August in Beethovens Tripelkonzert die Solisten sind.
 
 
Pablo Mielgo in Deutschland:
31. Mai 2017, 20.00 Uhr, Dortmund, Konzerthaus

 
Pablo Mielgos Konzerte mit dem OSIB auf den Balearen
11. Mai 2017, 20.00 Uhr, Mallorca, Palma de Mallorca, Auditorium
18. Mai 2017, 19.00 Uhr, Mallorca, Palma de Mallorca, Auditorium
15. Juni 2017, 20.00 Uhr, Ibiza, Baluard Menorca
16. Juni 2017, 20.00 Uhr, Formentera, La Mola
25. Juni 2017, 20.00 Uhr, Mallorca, Palma de Mallorca, Palma Arena
06. Juli 2017, 21.30 Uhr, Mallorca, Palma de Mallorca, Castell de Bellver
07. Juli 2017, 21.30 Uhr, Mallorca, Palma de Mallorca, Castell de Bellver
13. Juli 2017, 21.30 Uhr, Mallorca, Palma de Mallorca, Castell de Bellver
14. Juli 2017, 21.30 Uhr, Mallorca, Palma de Mallorca, Castell de Bellver
21. Juli 2017, 21.30 Uhr, Mallorca, Palma de Mallorca, Misericordia
22. Juli 2017, 21.30 Uhr, Mallorca, Palma de Mallorca, Macià Batle
12. August 2017, Mallorca, Pollença, Pollença Festival


pablomielgo.com

Dienstag, 16. Mai 17
Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz: Abschlusskonzerte Saison 2016/2017

4. Matineekonzert, 28. Mai 2017, 10.30 Uhr im Opernhaus Chemnitz: „Gibt es im Dschungel Haselnüsse?“
Musik nicht nur aus Kinderfilmen von gestern und heute
Solistin: Katharina Boschmann, Sopran
Moderation: Christoph Dittrich
Dirigent: Stefan Politzka
Robert-Schumann-Philharmonie

Mit dem 4. Matineekonzert lädt die Robert-Schumann-Philharmonie wieder alle jungen und junggebliebenen Konzertbesucher zu einem unterhaltsamen musikalischen Vormittag ins Chemnitzer Opernhaus ein. Unter dem Titel „Gibt es im Dschungel Haselnüsse?“ führt Generalintendant Christoph Dittrich durch ein Programm voller kurzweiliger, bekannter und auch weniger bekannter Werke.
Wer kennt nicht Balus Song aus dem „Dschungelbuch“? Aber wäre Balu genauso witzig, wenn er die Gemütlichkeit nur mit Worten anpreisen würde? Oder die berühmte Aschenbrödel-Melodie von Karel Svoboda: Wie ein Glücksbringer führt sie durch die Geschichte, bis der Schuh dann doch den richtigen Fuß findet ... Ja, was wäre ein guter Film ohne Musik? Richtig – ein schlechter Film: weniger lustig, weniger spannend und vermutlich auch weniger gruselig.
Filmmusik lässt Bilder in der Fantasie entstehen, auch und gerade, wenn man den Film dazu nicht kennt. Im Programm ist u. a. das berühmte Saxophon-Solo aus „Der rosarote Panther“ sowie Musik aus dem Musical „My Fair Lady“ zu hören, das mit Audrey Hepburn in der Hauptrolle erst nach dem Bühnenerfolg den Weg auf die Leinwand fand. Aber es erklingen auch klassische Stücke, die den Charakter verschiedener Filmsituationen auf typische Art untermalt haben, wie z. B. die Ouvertüre zu Rossinis Oper „Wilhelm Tell“, die mit ihrem rasanten Schlussteil immer eine galoppierende Wildpferdherde assoziiert. Komplettiert wird das Ganze mit Musik, die noch keine filmische Verwendung gefunden hat, aber mit ihrer Bildhaftigkeit jederzeit dazu werden könnte.

10. Sinfoniekonzert, 14. Juni 2017, 19.00 Uhr + 15. Juni 2017, 20.00 Uhr in der Stadthalle Chemnitz:
Russische Galanacht
Pjotr Tschaikowsky: „Romeo und Julia“ Fantasie-Ouvertüre nach Shakespeare
Alexander Borodin: „Eine Steppenskizze aus Mittelasien“
Nikolai Rimski-Korsakow: Konzert für Posaune und Orchester
Pjotr Tschaikowsky: Variationen über ein Rokoko-Thema für Violoncello und Orchester op. 33
Modest Mussorgski: „Bilder einer Ausstellung“, Fassung für Orchester von Maurice Ravel
Solisten:
Falko Munkwitz, Posaune
Thomas Bruder, Violoncello
Dirigent: Felix Bender
Robert-Schumann-Philharmonie

Mit einer Russischen Galanacht feiert die Robert-Schumann-Philharmonie den krönenden Abschluss einer Konzertsaison, in der sie die Vielfalt slawischer Musik aufgeblättert hat. Als Solisten lassen Posaunist Falko Munkwitz und Cellist Thomas Bruder, beide Musiker der Robert-Schumann-Philharmonie, ihre Interpretationen der Musik von Rimski-Korsakow und Tschaikowsky erklingen, während Felix Bender am Pult der Philharmonie das Ende einer erfolgreichen Saison einläutet.
Höhepunkte romantischer Programmmusik umrahmen gleich zwei reizvolle Solokonzerte. Diese Best-of-Auswahl vereinigt dabei Komponisten ganz unterschiedlicher Lager: Alexander Borodin (1833–1887), Nikolai Rimski-Korsakow (1844–1908) und Modest Mussorgski (1839–1881) hatten sich 1862 im sogenannten Mächtigen Häuflein zusammengeschlossen, um eine spezifisch nationalrussische Musik zu kreieren. Meisterwerke wie Borodins „Steppenskizze aus Mittelasien“ oder Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“ haben allerdings ungeachtet der seinerzeit gesetzten Richtlinien Weltruhm erlangt. Ihr Antipode Pjotr Tschaikowsky (1840–1893) orientierte sich mehr an westeuropäischen Entwicklungen und schuf unter diesem Einfluss seine Musik – wie etwa die Fantasie-Ouvertüre „Romeo und Julia“, die paradoxerweise als Inbegriff „russischer Musik“ gilt. Ein brillantes Gegensatzpaar bilden die zwei Solokonzerte: Rimski-Korsakow war in den 1870er Jahren nicht nur Kompositionsprofessor, sondern auch Inspekteur der Marinekapellen. Das Konzert schrieb er für einen befreundeten Marineoffizier und wählte passenderweise in der Uraufführungsversion eine Militär(blas-)kapelle als Begleitung. Tschaikowsky entwarf seine Rokoko-Variationen auf Anregung eines Cello-Professors und verneigte sich damit zugleich vor dem größten Genie der Musikgeschichte, Wolfgang Amadeus Mozart.

www.theater-chemnitz.de

Montag, 15. Mai 17
Oldenburg: 13. Internationale Tanztage gehen mehr als erfolgreich zu Ende
Gestern gingen die 13. Internationalen Tanztage mit fast nur ausverkauften Vorstellungen im Großen und Kleinen Haus und in der Exerzierhalle des Oldenburgischen Staatstheaters
fulminant zu Ende. Mit knapp 15.000 Besuchern wurden erstmals in ihrer 24-jährigen Geschichte Zuschauerzahlen im fünfstelligen Bereich erreicht. 13 Compagnien aus Europa,
den USA und Afrika, darunter so bekannte wie das Ballet du Grand Théâtre de Genève, Hubbard Street Dance Chicago und Les Ballets Bubeníček, sowie das große Rahmenprogramm begeisterten 10 Tage lang die Besucherinnen und Besucher nicht nur aus Oldenburg und der Region.
Mit 33 Tanzaufführungen, 12 Themen Workshops, 3 Foyerkonzerten und 2 Partys gab es genau 50 Veranstaltungen, und das bei einem kleineren Etat gegenüber den Vorjahren.
„Die Begeisterungsfähigkeit des Oldenburger Publikums scheint keine Grenzen zu kennen.“, zieht Festivalleiter Burkhard Nemitz seine persönliche Bilanz. „Mehr als 1.000 Menschen pro
Festivaltag mit Tanz zusammen zu bringen, ist äußerst beglückend. Dazu fühlten sich alle Compagnien in Oldenburg sehr angenommen."
Die nächsten Tanztage werden im Mai 2019 stattfinden.

www.staatstheater.de

Montag, 15. Mai 17
Burgfestspiele Bad Vilbel: Ein Diener, zwei Herren, ein Scheck, 30.000 Euro ~ „Die Menschen sind gleich geblieben“
Diener zweier Herren: Burgfestspiele Bad Vilbel stellen erste Inszenierung der Spielzeit vor und nehmen Scheck der STADA Arzneimittel AG entgegen


© Burgfestspiele Bad Vilbel

„Die Menschen sind gleich geblieben“ weiß Regisseurin Adelheid Müther. Deshalb wird Carlo Goldonis Komödie ‚Der Diener zweier Herren’ 271 Jahre nach der Uraufführung in heutigen Kostümen über die Bühne der Burgfestspiele in Bad Vilbel gehen. Der Klassiker unter den Komödien aus dem Jahr 1746 eröffnet am 6. Juni als erste Premiere der großen Abendveranstaltungen die neue Spielzeit in der Wasserburg.
Fast schon ein Klassiker ist auch die Unterstützung der ebenfalls in Bad Vilbel ansässigen STADA Arzneimittel AG, die das Sommertheater seit ihrem Anfang 1987 fördert. Es ist inzwischen eine gute Tradition der Burgfestspiele, die erste Abendpremiere der Spielzeit vorzustellen und dabei einen Scheck der STADA entgegenzunehmen. Zum 30. Geburtstag der Burgfestspiele im letzten Jahr hatte die STADA die Unterstützung auf 30.000 Euro erhöht. „Ich freue mich, dass wir diesen Betrag auch im Jahr beibehalten können“, erklärte Dr. Ute Pantke von der STADA AG, die seit mehreren Jahren die Kooperation mit den Burgfestspielen betreut: „Es ist eine schöne Partnerschaft – ich möchte sie schon als Freundschaft bezeichnen.“

Für die Treue der STADA zu den Burgfestspielen bedankte sich auch Bürgermeister Thomas Stöhr: „Wir sind gemeinsam gewachsen“ beschreibt er das Verhältnis zum langjährigen Sponsor. Claus-Dieter Kunzmann, Intendant der Burgfestspiele erinnert an frühere Jahre: „Sie haben uns über manche Hürden geholfen.“

Stege wie in Venedig bei Hochwasser und Kostüme, die zeigen, wer arbeitet und wer nichts tut
Die Bretter, die die Welt bedeuten, sind im Bühnenbild von Lilot Hegi und Marie-Therese Cramer Stege – ähnlich denen, die in Venedig bei Hochwasser gelegt werden und von denen man schnell ins Wasser stürzt. In Bad Vilbel reichen sie bis zu den Treppen und so lässt sich die ganze Burg bespielen. Komödienspezialistin Müther möchte den „Diener“ schon seit vielen Jahren inszenieren – und freut sich, dass es jetzt in Bad Vilbel geklappt hat und sie mit dem gleichen Bühnenbild- und Kostümteam zusammenarbeiten kann wie zuletzt bei „Die Päpstin“ und „Mein Freund Harvey“. „Die Kostüme zeigen, wer arbeitet und wer nichts tut“ erklärt Ausstatterin Cramer.

Rasantes Bühnenspiel von Freilichtspezialisten
Steffen Weixler, Darsteller des Truffaldino, der Titelrolle, tritt zum ersten Mal in Bad Vilbel auf. Der junge Schauspieler spielte unter anderem am als Talentschmiede bekannten Westfälischen Landestheater in Castrop-Rauxel und sammelte „Freilichterfahrung“ auf Usedom. „Es arbeitet bei ihm im Kopf.“ beschreibt Weixler die Nöte des so ausgebeuteten wie gewitzten Dieners und verspricht ein rasantes Bühnenspiel: „Nicht nur Truffaldinos Kopf arbeitet.“

Jenny Klippel debütiert ebenfalls in Bad Vilbel. Sie spielt die Beatrice, die, als Mann verkleidet, ihren des Mordes beschuldigten Verlobten sucht. Klippel ist vor allem in Norddeutschland bekannt: Unter anderem aus Komödien am bekannten Hamburger Ohnesorg-Theater und aus dem Freilichttheater im mecklenburgischen Waren an der Müritz.
Schon den siebten Sommer tritt Volker Weidlich in Bad Vilbel auf. In diesem Jahr präsentiert er den „geizigen Pantalone, der über Leichen geht und skrupellos seine Tochter nacheinander verlobt“. Weidlich beschreibt die Figur als „Paten“.
Dr. Ute-Pantke, langjährige Patin im besten Sinne, freut sich auch privat auf die neue Spielzeit: „Ich bin auch ein großer Fan der Burgfestspiele geworden“, so die promovierte Biologin.

www.kultur-bad-vilbel.de

Montag, 15. Mai 17
3sat-Preis 2017 an Milo Rau ~ "In vielerlei Hinsicht, eine komplizierte Produktion", so der Theaterregisseur bei der Verleihung
Am Samstagabend (13. Mai 2017), überreichte die 3sat-Koordinatorin Dinesh Kumari Chenchanna beim 54. Theatertreffen den mit 10.000 Euro dotierten 3sat-Preis an den Schweizer Theaterregisseur und -autor Milo Rau für seine Inszenierung "Five Easy Pieces". Das mutige, die Zuschauer herausfordernde Stück handelt vom Leben und den Verbrechen des Belgiers Marc Dutroux, nachgestellt von Kindern zwischen 8 und 13 Jahren. Die Verleihung fand in den Berliner Sophiensaelen im Anschluss an die Berliner Premiere von "Five Easy Pieces" statt.

"Den Fall Dutroux mit dem Stück 'Five Easy Pieces' auf die Bühne zu bringen scheint unerhört, ist aber in der Umsetzung durch Regisseur Milo Rau eine Arbeit, die erschüttert und dennoch Hoffnung macht. 3sat unterstützt mit seinem Preis eine einzigartige Theaterarbeit, die sich sowohl auf künstlerischer wie auch auf historischen und soziologischen Ebenen mit dem Thema Kindesmissbrauch auseinandersetzt", so die 3sat Koordinatorin Dinesh Chenchanna bei der Preisverleihung.

Milo Rau nahm den 3sat-Preis auf der Bühne zusammen mit seinem Ensemble entgegen und bedankte sich für die Auszeichnung: "'Five Easy Pieces' war, in vielerlei Hinsicht, eine komplizierte Produktion. Allein die Castings dauerten mehrere Monate, die Proben ein halbes Jahr. Und immer wieder kam es auf unserer Tour durch bisher 13 Länder zu Problemen: In Singapur gab es eine Altersbeschränkung ab 18 Jahren, in München wurde eine Szene zensiert, in Paris versuchte die christdemokratische Partei das Stück per Petition zu verhindern, in Frankfurt und Manchester wurde uns die Aufführung ganz untersagt. Dabei ist der einzige "Skandal", wie unglaublich fein und souverän die jungen Darsteller ihre Rollen spielen. Wir alle freuen uns sehr über diesen mutigen Preis!"

Seit 1997 vergibt 3sat als Medienpartner des Berliner Theatertreffens jährlich den 3sat-Preis für eine künstlerisch innovative Leistung an eine/n oder mehrere Künstlerinnen und Künstler aus dem Kreis der eingeladenen Ensembles. Bisherige Preisträger waren unter anderen Herbert Fritsch, Sandra Hüller und Christoph Schlingensief.

Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, in welcher Weise Milo Rau die Umsetzung dieses schwierigen Themas gelungen ist: "Den belgischen Mädchenmörder und Sadisten Marc Dutroux zum Gegenstand eines Theaterstücks zu machen und dafür überwiegend Kinder auf die Bühne zu stellen, ist in der Tat eine Kühnheit. Herz und Verstand erwarten in so einem Fall schweres dokumentarisches Geschütz. Aber der Schweizer Milo Rau verarbeitet den Stoff mit einer Leichtigkeit, die jedes Publikum in ihren Bann zieht. Rau macht das Ungeheuerliche zwar nicht erträglich, aber er macht es erzählbar, und er stellt dabei grundsätzliche Fragen nach der Gewaltstruktur zwischen Minderjährigen und Erwachsenen. So feiern Raus 'Five Easy Pieces', was die Dutrouxs dieser Welt vernichten wollen: kindliche Weisheit, kindlichen Willen, kindlichen Trotz."

Unter dem Motto "Starke Stücke" zeigt 3sat vier herausragende Inszenierungen vom diesjährigen Theatertreffen in seinem Programm. Nachdem "Drei Schwestern" und "Traurige Zauberer" bereits am 6. und 13. Mai ausgestrahlt wurden, zeigt 3sat am Samstag, 20. Mai, ab 20.15 Uhr, mit "89/90" vom Schauspiel Leipzig eine weitere Aufzeichnung vom Berliner Theatertreffen; im Herbst 2017 folgt "Die Räuber" vom Münchner Residenztheater.

Samstag, 13. Mai 17
Die Saison 2017/2018 im Schauspielhaus Bochum ~ Intendanz Olaf Kröck
Olaf Kröck ist in der Spielzeit 2017/2018 Intendant des Schauspielhauses Bochum. In den letzten vier Spielzeiten war er bereits Chefdramaturg des Hauses, 2013/2014 hat er das internationale „Detroit-Projekt“ des Schauspielhauses maßgeblich mitentwickelt und im März 2016 Anders Lustgartens „Lampedusa“ für die Kammerspiele inszeniert. Als Dramaturg war er u. a. am Luzerner Theater und am Schauspiel Essen engagiert.

Saison der Bochumer Erstaufführungen
Zusammen mit seinem Team hat Olaf Kröck für die Spielzeit 2017/2018 einen Spielplan zusammengestellt, der fast ausschließlich aus Bochumer Erstaufführungen besteht. Nur vier der insgesamt 25 Neuproduktionen waren bereits am Schauspielhaus Bochum zu sehen. Zehn Neuproduktionen sind Uraufführungen, dazu kommt eine europäische Erstaufführung. Und doch umfasst der Spielplan die Geschichte von der Antike über die Klassik bis in die Gegenwart. So wird erstmals am Schauspielhaus Bochum eine der ältesten antiken Tragödien überhaupt gezeigt: die „Orestie“ von Aischylos in der Regie von Lisa Nielebock. Heike M. Götze verhandelt die Last der Macht in Schillers „Maria Stuart“, Hermann Schmidt-Rahmer setzt sich in „Volksverräter!!“, einer Überschreibung von Ibsens „Volksfeind“, mit der Frage von Demokratie und Populismus auseinander. In „Istanbul“ beschäftigt sich Selen Kara musikalisch mit dem verwirrenden Gefühl mehr als nur eine Heimat zu haben und in „Endgame“ konfrontiert uns machina eX in Form eines Spiels mit den perfiden Formen digitaler Kriegsführung. „The Humans. Eine amerikanische Familie“ von Stephen Karam war der große Broadway-Erfolg des letzten Jahres, den Otto Kukla als europäische Erstaufführung für das Schauspielhaus inszeniert. Und nicht zuletzt lässt Johanna Wehner in der Theater-Uraufführung von Lars von TriersMelancholia“ die Welt untergehen. Weitere wichtige Regisseure der kommenden Saison sind Christian Brey, Robert Schuster, Fabian Gerhardt, Milan Peschel und Ari Benjamin Meyers. Zusammen mit dem Vokalensemble SLIXS wird Olaf Kröck ebenfalls eine neue Arbeit entwickeln: „Time to Close Your Eyes“ (UA am 7.4.2018, Kammerspiele).

Olaf Kröck wird das Jahr seiner Intendanz am Schauspielhaus Bochum auch nutzen, um die kulturpolitischen Herausforderungen des Stadttheaters zu reflektieren. So wird die 3. Bundesweite Ensembleversammlung des ensemble-netzwerks im Mai 2018 am Schauspielhaus Bochum stattfinden. Eine wichtige Forderung des Netzwerks, das Gagengefüge auf ein gerechtes Niveau zu heben, wird am Schauspielhaus umgesetzt und das Gagenprofil des Ensembles liegt im Anfängerbereich über dem der Mindestgage. Ferner wird es während der Intendanz von Olaf Kröck keine Samstags-Proben für das Ensemble geben. 20 unterschiedliche Regisseure werden in der kommenden Spielzeit den Bochumer Spielplan prägen. Darunter sind sieben Regisseurinnen, deutlich mehr, als bundesweit üblich.

Eröffnung im September
Die Spielzeit startet am 21. September 2017 mit dem neuen Projekt von Hermann Schmidt-Rahmer mit dem Titel „Volksverräter!!“. Laura Naumann entwickelt zusammen mit dem Ensemble ein neues Stück: „Wir müssen reden“. Die Uraufführung inszeniert Anna Fries, die zum ersten Mal in Bochum arbeitet (22.9.2017, Theater Unten). Und die Premiere von „Maria Stuart“, inszeniert von Heike M. Götze, mit Bettina Engelhardt und Johanna Eiworth in den Hauptrollen, ist am 23. September in den Kammerspielen. Ein großes Theaterfest zusammen mit unseren Zuschauern feiern wir in dieser Saison nicht vorab, sondern als Teil des Eröffnungswochenendes am Samstag, 23. September auf dem Theatervorplatz: mit dem Bochumer Frühstück, verschiedenen Bands, Mitmachaktionen und zahlreichen kleineren Auftritten.

Weitere zentrale Spielplanpositionen
Christian Brey
bringt Aki Kaurismäkis Film „Der Mann ohne Vergangenheit“ und damit den finnischen Tango auf die Schauspielhaus-Bühne (21.10.2017), Robert Schuster inszeniert Shakespeares dunkle Komödie „Ende gut, alles gut“ (3.2.2018, Schauspielhaus), Fabian Gerhardt Daniel Paul Schrebers autobiografischen Text „Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken“, der u. a. Siegmund Freud inspirierte (UA am 27.4.2018, Kammerspiele), und Milan Peschel setzt Nestroys „Freiheit in Krähwinkel“ (26.5.2018, Kammerspiele) in Szene.
Die Drehbuchautorin Nesrin Şamdereli, ausgezeichnet mit dem Deutschen Filmpreis für „Almanya“, schreibt für das Schauspielhaus Bochum ein Stück mit dem Titel „Träum weiter“ (UA in der Regie von Selen Kara am 24.2.2018, Kammerspiele). Christoph Kalkowski wurde für sein SWR Hörspiel von Jewgenij Semjatins „Wir“ mit dem Deutschen Hörbuchpreis 2016 ausgezeichnet und erarbeitet und inszeniert nun eine Bühnenversion für das Schauspielhaus (UA im Mai 2018).
Ferner wird Frederick Krieger als Abschlussarbeit seiner Assistenzzeit am Schauspielhaus Sartres „Geschlossene Gesellschaft“ inszenieren (25.1.2018, Theater Unten) und der bekannte (Bochumer) Musiker Karsten Riedel entwickelt einen neuen musikalischen Abend für die Kammerspiele mit dem Titel „Der Liebe Lust, der Liebe Schmerz" (31.10.2017). Als mobile Produktion zieht das „Rumpel Pumpel Theater“ ab Anfang Juni 2018 zu verschiedenen, auch spontanen Auftritten durch die Stadt. Stefan Scheer, der zusammen mit seiner Agentur seit 2010 das Design des Schauspielhauses verantwortet, entwickelt eine Gaming-App mit dem Titel „Rausch und Ordnung“, in der Zuschauer zu Spielern werden und auf Mitglieder des Ensembles treffen. Die für iOS und Android optimierte App soll ab Dezember 2017 zur Verfügung stehen.
Zum Abschluss inszeniert der renommierte Komponist, Dirigent und performative Regisseur Ari Benjamin Meyers mit „Changing of the Guard“ ein öffentliches Ritual für Bochum auf dem Vorplatz des Theaters (UA im Juni 2018).

Kooperationen
Die Intendanz von Olaf Kröck am Schauspielhaus Bochum wird außerdem geprägt durch zahlreiche Kooperationen und Koproduktionen. Als Koproduktion mit dem Deutschen Theater Berlin wird Jakob Fedlers Inszenierung von Einar Schleefs „Gertrud“ mit Antonia Bill, Almut Zilcher und Wolfram Koch gezeigt (Bochumer Premiere im Januar 2018, Kammerspiele). Das Medientheaterkollektiv machina eX produziert seine nächste Arbeit, ein Theater-Game mit dem Titel „Endgame“, zusammen mit dem HAU Hebbel am Ufer, Münchner Kammerspiele, FFT Düsseldorf, Gessnerallee Zürich, Staatstheater Darmstadt und dem Schauspielhaus Bochum. Die Bochumer Premiere ist im Mai 2018 in der Zeche 1. Die Bochumer Performancegruppe kainkollektiv entwickelt eine Road Movie/Theatre Performance zwischen Ost- und Westeuropa mit dem Titel „Western Dreams and Eastern Promises“ (UA im Juni 2018, Kammerspiele). Zusammen mit den Schauspielstudierenden der Folkwang Universität der Künste bringt Martina van Boxen Horváths „Jugend ohne Gott“ auf die Kammer-Bühne (Premiere am 2. Februar 2018). Und als Nachfolgeprojekt von „KULA – nach Europa“ inszeniert Robert Schuster in Zusammenarbeit mit der Compagnie AZA/Frankreich, dem Azdar Theatre/Afghanistan, dem Theater Freiburg, dem Nationaltheater Weimar und dem Schauspielhaus Bochum als nächstes „MALALAI – die afghanische Jungfrau von Orléans“ (Premiere in Bochum im Dezember 2018, Kammerspiele). In Zusammenarbeit mit REPORTAGEN, dem renommierten Magazin für erzählte Gegenwart, werden vier Reporter in Anlehnung an die Züricher Kultreihe ihre Texte als „Reportagen Live“ im Schauspielhaus vorstellen (ab November 2017). Und im Mai 2018 präsentiert Annette Dabs mit der Jubiläumsausgabe der FIDENA das 60. Figurentheater-Festival mit zahlreichen Vorstellungen im Schauspielhaus. Außerdem findet die 3. Bundesweite Ensembleversammlung des ensemble-netzwerks vom 4. bis 6. Mai 2018 am Schauspielhaus Bochum statt.

Junges Schauspielhaus / Kinder- und Jugendproduktionen
Als diesjähriges Kinder- und Familienstück planen wir Erich Kästners „Pünktchen und Anton“. Regie führt die erfahrene Kinder- und Jugendtheater-Regisseurin und Intendantin des Jungen Ensemble Stuttgart Brigitte Dethier (19.11.2017, Schauspielhaus). Das Junge Schauspielhaus unter der Leitung von Martina van Boxen setzt seine Arbeit mit Kindern und Jugendlichen fort und startet mit einer Uraufführung in die kommende Saison: „Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus“ nach dem Bilderbuch von Torben Kuhlmann für Kinder ab 5 Jahren (14.10.2017, Theater Unten). Die nächste „Schulen in Bewegung“ Produktion mit Bochumer Schülerinnen und Schülern aus allen Schulformen wird „Peter Pan“, bekannt durch den Roman von James M. Barrie, für die Martina van Boxen eine eigene Fassung schreibt (Premiere im Juni 2018, Kammerspiele). Sandra Anklam entwickelt erneut einen Theaterabend in Zusammenarbeit mit der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin des LWL-Universitätsklinikums Bochum und mit der JVA Bochum. Außerdem bietet das Junge Schauspielhaus weiterhin zusammen mit den Schauspielhaus-Theaterpädagoginnen Franziska Rieckhoff und Ruth Hengel sein umfangreiches Workshop- und Jugendprogramm an.

#placetobetween – Wiedereröffnung der Eve Bar
In der Spielzeit 2017/2018 werden wird die Eve Bar wiedereröffnen (ab 6.10.2017). Geplant sind Klubs, Konzerte, Late-Night-Talks, Steggreif-Performances u.v.m. Die Künstlerische Leitung übernimmt Tobias Malcharzik.

Weiterhin im Spielplan
Zahlreiche Produktionen der Intendanz von Anselm Weber werden auch in der Saison 2017/2018 weiterhin im Spielplan an der Königsallee zu sehen sein, u. a. „Verbrechen und Strafe“ mit Jana Schulz in der Hauptrolle (Regie Jan Klata), „Biedermann und die Brandstifter“ in der Inszenierung von Hasko Weber, Remarques „Arc de Triomphe“ (Regie: Fabian Gerhardt), Paul Koeks Inszenierung von Hesses „Steppenwolf“ mit Roland Riebeling in der Hauptrolle und „Hagar“ von kainkollektiv. Außerdem werden weiterhin viele Inszenierungen im Theater Unten wie der Soloabend „Finnisch“ mit Dennis Herrmann, sowie einige Arbeiten des Jungen Schauspielhauses, u. a. Martina van Boxens „Nalu und das Polymeer“ und „Däumelinchen“ nach Hans Christian Andersen gezeigt

Ensemble
Das Bochumer Ensemble der Spielzeit 2017/2018 besteht aus rund 40 Schauspielerinnen und Schauspielern, davon sind 25 fest engagiert. Die meisten sind dem Publikum seit vielen Jahren vertraut, so gehören u. a. Friederike Becht, Bettina Engelhardt, Jürgen Hartmann, Kristina Peters, Bernd Rademacher, Roland Riebeling, Daniel Stock und Anke Zillich weiterhin fest zum Ensemble. Hinzu kommt Mark Oliver Bögel, der bereits von 2005 bis 2009 in Bochum engagiert war. Zudem wechseln die Spieler Johanna Eiworth und Martin Weigel vom Theater Freiburg nach Bochum. Neu sind außerdem Lisa Jopt und Pirmin Sedlmeir aus Oldenburg. Zu den zahlreichen Gästen gehören u. a. Jana Schulz, Werner Wölbern, Wolfram Koch, Almut Zilcher, Dietmar Bär und Marco Massafra. Viele Spieler der Intendanz Weber werden außerdem weiterhin in den Repertoire-Produktionen in Bochum auf der Bühne stehen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Die Bochumer Dramaturgie besteht aus Annelie Mattheis, Eva Bormann, Miriam Wendschoff und Monika Gies-Hasmann, die bereits länger am Schauspielhaus engagiert sind. Hinzukommen werden Sascha Kölzow, der bereits von 2010 bis 2014 Dramaturg in Bochum war, Simon Meienreis, der vom Theater Marburg nach Bochum wechselt, und Eve Bar-Leiter Tobias Malcharzik, Absolvent der Universität Hildesheim.


Spielplan-Broschüre zum Download: www.schauspielhausbochum.de
Spielplan-Broschüre zum Durchblättern auf issuu: https://issuu.com/schauspielhaus-bochum/docs/spielzeitbroschuere_2017-2018_es

Samstag, 13. Mai 17
„ttt" von der 57. Kunstbiennale in Venedig
„ttt - titel thesen temperamente" (BR) kommt am am Sonntag, 14. Mai 2017, um 23:25 Uhr im Ersten und berichtet über die 57. Kunstbiennale in Venedig
Die Augen der Kunstwelt sind wieder nach Venedig gerichtet: die 57. Kunstbiennale findet ab 13. Mai unter dem Motto „Viva Arte Viva!" statt. Hauptkuratorin Christine Macel möchte unter diesem Schlachtruf im Zentralen Pavillon in den Giardini und im Arsenale ein Ausrufezeichen setzen für die Kunst und die Situation von Künstlern angesichts weltweiter Konflikte und Verwerfungen. „ttt" wird diesem Ansatz nachspüren und schauen, ob wirklich davon Zeugnis abgelegt wird, von dem, was uns zu Menschen macht, von individuellem Ausdruck, von Freiheit und welche Rolle die Kunst überhaupt bei den zeitgenössischen Debatten spielen soll und kann. Die Ausstellung im Arsenale und dem Zentralen Pavillon soll sich, so Christine Macel, als eine Abfolge von neun Transnationalen-Pavillons entfalten.

Bei der großen immer noch auch Ländervergleichs-Show der Kunst ziehen bestimmte Länder mit ihrer Präsentation die Aufmerksamkeit traditionell besonders an:
Den deutschen Pavillon bespielt diesmal die junge deutsche Performance- Künstlerin Anne Imhof. Die 2015 mit dem Preis der Nationalgalerie ausgezeichnete Künstlerin ist eine extrem spannende Wahl und wird in Venedig mit ihrer radikalen, sehr stringenten Arbeit als große Favoritin für den Goldenen Löwen gehandelt.

Beeindruckt hat uns auch der australische Pavillon, der von Tracey Moffat mit viel Witz und in einer überzeugenden geschlossenen Ästhetik als Referenz an die Geschichte ihrer Maori-Vorfahren inszeniert wurde. Außerdem überzeugt hat uns Mark Bradford der die Besucher über einen vermüllten Vorgarten in den amerikanischen Pavillon lockt, in dem er mit souveräner Geste mit Malerei, Skulpturen und Videos seinen Kommentar zur Lage der Nation abgibt.

Insgesamt 120 Künstler umfasst die Teilnehmerliste dieses Jahr - darunter sehr viele unbekannte Namen. Aber neben den schon Genannten werden auch Thomas Demand, Alexander Kluge, Olafur Eliasson, sowie Damien Hirst mit seiner großen Show im Palazzo Grassi zu sehen sein. Einer pompösen Schau mit Schätzen, die er angeblich auf dem Meeresboden vor Südafrika gefunden hat.

Eine ganz besonders reizvolle Neuerung hat sich Kuratorin Christine Macel ausgedacht: in den Giardini wird es eine sogenannte „Offene Tafel" geben, wo man mit den Künstlern der Biennale zu Mittag essen kann - mittendrin unser Moderator Max Moor, der nicht nur Hochwasser am Markusplatz mit Bravour gemeistert hat, sondern jetzt auch - dank einer Performance im tunesischen Pavillon - über ein internationales Flüchtlingsvisum verfügt, das seinen Schweizer Pass fast überflüssig macht.

Im Internet unter www.DasErste.de/ttt

Moderation: Max Moor
Autoren: Joachim Gaertner / Andreas Krieger
Redaktion: Sylvia Griss / Franz Xaver Karl (BR)

Samstag, 13. Mai 17
Oper Leipzig: Premiere von »Der Rebell des Königs (Cinq-Mars)« von Charles Gounod
Nach 140 Jahren wird am Samstag 20. Mai, 19 Uhr die Mantel- und Degenoper »Der Rebell des Königs« oder »Cinq-Mars« von Charles Gounod wieder auf einer Opernbühne zu sehen sein. Zum letzten Mal wurde die Oper 1878 in Paris aufgeführt und verschwand dann aufgrund eines Mangels an Sängern aus dem Repertoire. Die Partitur der vorliegenden Fassung konnte mit der Unterstützung des Palazzetto Bru Zane, dem wichtigsten Forschungszentrum für französische Musik der Romantik, erstellt werden.


Der Rebell des Königs, oder Cinq Mars
Oper Leipzig
Ensemble
© Tom Schulze

Der packende Historien-Krimi rund um die verbürgte Geschichte des hingerichteten Verschwörers Marquis de Cinq-Mars ist eine Besonderheit für die Opernwelt, frankophiles Publikum und Freunde des historischen Abenteuerromans. Zwischen Verrat, geschickten Intrigen und Manipulationen steuern alle Beteiligten um den Emporkömmling Cinq-Mars und dessen Geliebte, Prinzessin Marie de Gonzague, auf ein dramatisches Ende zu. Zwischen König Ludwigs XIII. und Kardinal Richelieu hin- und hergerissen verliert der junge und schöne Marquis seinen Kopf.

Für die Inszenierung ist der Opernregisseur Anthony Pilavachi wieder zu Gast an der Oper Leipzig. Der geborene Zypriot hat bisher über 80 Inszenierungen erfolgreich auf die Bühne gebracht und zeichnete in Leipzig für die Inszenierungen von  »Rigoletto« und  »The Ghost of Canterville/Pagliacci« verantwortlich. Am Pult des Gewandhausorchesters steht zum ersten Mal der Dirigent David Reiland. Seit 2012 ist er Chefdirigent des Orchestre de Chambre du Luxembourg und seit 2014 künstlerischer Berater und erster Gastdirigent der Opéra de Saint-Étienne. In Zusammenarbeit mit dem Palazzetto Bru Zane und dem Münchner Rundfunkorchester hat er darüber hinaus die Werke von Benjamin Godard eingespielt. Mit der Titelpartie ist ebenfalls erstmalig der französische Tenor Mathias Vidal zu Gast an der Oper Leipzig. Als Cinq-Mars debütierte Vidal mit dem Münchner Rundfunkorchester unter Ulf Schirmer in den konzertanten Aufführungen des Werkes im Münchner Prinzregententheater sowie im Spiegelsaal von Versailles.

Ein Symposium um die weitgehend vergessene Oper von Charles Gounod beleuchtet am Premierentag, 20. Mai, ab 11 Uhr diesen Schatz der Musikgeschichte in Vorträgen und Gesprächen unter Beteiligung von Musik-, Literatur- und Geisteswissenschaftlern.

Karten (15 € – 78 €) gibt es an der Kasse im Opernhaus, unter Tel: 0341 – 12 61 261 (Mo – Sa 10.00 – 19.00 UHR ), per E-Mail: service@oper-leipzig.de oder im Internet unter www.oper-leipzig.de  

Samstag, 13. Mai 17
Oper Frankfurt ~ Kammermusik im Foyer: Ist nicht die Kammermusik schon tot?
Vor dem Hintergrund der Premiere des Dramatischen Oratoriums Jeanne d'Arc au bûcher von Arthur Honegger (1892-1955) am 11. Juni 2017 im Opernhaus
– lädt die Oper Frankfurt zur achten Kammermusik im Foyer der Spielzeit 2016/17 unter dem einem Zitat des Komponisten folgenden Titel „Ist nicht die Kammermusik schon tot?“ am Sonntag, dem 21. Mai 2017, um 11.00 Uhr ins Holzfoyer der Oper Frankfurt ein.


Christine Schwarzmayr (Violine), Yukie Yamakata (Klavier), Sabine Krams (Violoncello)
© Shigeyoshi Yamakata

Auf dem Programm, das den Gegenbeweis zur Fragestellung Honeggers antreten möchte, steht dessen Sonatina für Violine und Violoncello H 80, umrahmt vom Klaviertrio von Jean Francaix (1912-1997), von der Sonate für Violoncello und Klavier op. 143 von Francis Poulenc (1899-1963) und dem Trio a-Moll für Violine, Violoncello und Klavier von Maurice Ravel (1875-1937).

Bestritten wird die Matinee durch ein Ensemble bestehend aus Yukie Yamakata (Klavier), Christine Schwarzmayr (Violine) und Sabine Krams (Violoncello). Die beiden zuletzt genannten Musikerinnen sind Mitglieder des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters.

Karten zum Preis von € 13 / ermäßigt € 6,50 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) sind an den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 - 212 49 49 4 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich.

Levina geht mit "Perfect Life" als Startnummer 21 ins morgige ESC-Finale
Levinas ESC-Vorbereitung hätte nicht perfekter sein können: nachdem die 26-jährige im Vorfeld fast alle Teilnehmerländer bereist hatte und mit großartigen Auftritten begeisterte, hält sich die Sängerin seit nunmehr einer Woche in der ukrainischen Hauptstadt auf, wo sie ein straffes Programm aus Interviews und Probenterminen absolvierte. Dabei gelang es der jungen Bonnerin mit ihrer hochsympathischen Art, die Herzen vieler neuer Fans und Medienvertreter zu gewinnen. Und siehe da: in den Wettquoten machte sie in dieser Zeit mehr als zehn Plätze gut, ihr Song "Perfect Life" liegt beim Streaming-Ranking aller diesjährigen ESC-Teilnehmer auf Position fünf. In den sozialen Medien rangiert sie unter den ersten sechs der meist erwähnten Eurovision Song Contest-Kandidaten.

Am Donnerstagabend trat Levina beim Empfang der Deutschen Botschaft auf, wo der ehemalige Boxweltmeister und jetzige Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, eine Rede zu ihren Ehren hielt. Im Anschluss folgte ihre erste offizielle ESC-Appearance: im 2. Halbfinale durften sich die gesetzten Finalteilnehmer Deutschland, Frankreich sowie Gastgeberland Ukraine präsentieren.

Huete wird er es dann schließlich ernst: Levina geht mit Startnummer 21 ins Rennen um den Eurovision Song Contest-Sieg. Das Finale beginnt um 21 Uhr (MEZ) und wird live im Ersten, im ARD-Digitalkanal ONE sowie online bei eurovision.de im Livestream übertragen.

"Perfect Life" stammt von Levinas Debütalbum "Unexpected", das am 28. April erschien. www.levinamusic.de

Samstag, 13. Mai 17
Sonya Kraus in hr1 über die Rückkehr zu ihren hessischen Wurzeln
Seit Jahresanfang moderiert Sonya Kraus im hr-fernsehen die Sendung „Maintower“. Für die 43-jährige Kultmoderatorin ist das eine Art Rückkehr zu ihren Wurzeln, schließlich ist die Mutter zweier Kinder in Frankfurt aufgewachsen: „Es ist wirklich so, dass ich während meiner Modelzeit gelernt habe, was Heimat bedeutet“, sagt sie in hr1-Talk am Sonntag, 14. Mai.

Wie heimatverbunden Sonya Kraus ist, zeigt die Tatsache, dass sie auch während ihres Engagements beim Privatfernsehen in Frankfurt wohnen geblieben ist. Jetzt genießt sie vor allem ein Leben ohne Pendelei: „Ich habe eine Anreise von fünf Minuten, und das ist so ein Luxus! Ich kann morgen meine Kinder wecken und versorgen und abends ins Bett bringen, das ist Gold wert.“

Schon früh im Nachtleben aktiv – dank Körpergröße
Ob Dorian Grey oder Omen, Sonya Kraus war überall dabei: „Alles! Ich war wirklich eine kleine Feiermeier-Tante, und Gott sei Dank sah ich mit 14 schon relativ erwachsen aus und war schon sehr groß. Da konnte mich dann überall reinschmuggeln. Das war eine tolle Sache, denn als ich dann mit 23 Jahren zum Fernsehen kam, wusste ich mich zu benehmen und hatte mich schon ausgetobt.“ Dass Sonya Kraus sowohl als Model als auch danach als Moderatorin großen Erfolg hatte, war kein Traum und „keine Berufung, sondern ich habe mich da treiben lassen im Strom des Lebens.“ Dabei war es für Sonya Kraus, die sich selbst als Feministin bezeichnet, immer wichtig, auf eigenen Füßen zu stehen: „Da für mich eine finanzielle Unabhängigkeit immer sehr erstrebenswert war und auch zur Selbstbestimmtheit einer Frau dazugehört, war Geldverdienen für mich durchaus attraktiv. Das es mir dann auch noch so viel Spaß gemacht hat, hat mir eine gewisse Leichtigkeit erhalten in diesem Job.“   

Frühe familiäre Schicksalsschläge
Dabei hat es Sonya Kraus als Kind nicht leicht gehabt. Ihr Bruder und ihr Vater starben früh: „Ich glaube, dass ich daran tatsächlich gewachsen bin. Ich kann echte und unechte Probleme unterscheiden, ich weiß, dass Einzige, was nicht zu revidieren ist, ist der Tod, und das macht das Leben leichter. Und ich habe mich ganz bewusst entschieden für den Sonnenschein.“

Mehr zur Sendung unter www.hr-online.de
Das ganze Gespräch mit Sonya Kraus und Moderator Klaus Reichert sendet hr1 am Sonntag, 14. Mai, zwischen 10 Uhr und 12 Uhr.

Donnerstag, 11. Mai 17
Mit dem "Sommernachtskonzert Schönbrunn 2017" in den 3sat-Festspielsommer bis zum 16. September
Renommierte Festivals, herausragende Konzerte und Opern mit internationalen Stars: Am Donnerstag, 25. Mai 2017, startet der 3sat-Festspielsommer mit der Übertragung des "Sommernachtskonzert Schönbrunn 2017" (live zeitversetzt ab 21.55 Uhr), das 3sat im Rahmen seines Thementages "Weltstadt Wien" zeigt. Bis zum 16. September reist 3sat in seinem Festspielsommer zu den großen Festivals in den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz, und zeigt ausgewählte Konzerte und Opern-Highlights der großen Klassikfestspiele im deutschsprachigen Raum.

Zum Sommernachtskonzert in den Schlosspark Schönbrunn laden die Wiener Philharmoniker bereits zum 25. Mal ein. Mit seinem hochkarätigen Programm und freiem Eintritt zieht das Open-Air-Spektakel jedes Jahr mehr Besucher an. Unter der Leitung von Christoph Eschenbach spielen die Philharmoniker Werke von Antonin Dvorák, Peter Tschaikowsky, Sergej Rachmaninoff, Engelbert Humperdinck, John Williams und Igor Stravinsky. Star des Abends ist in diesem Jahr die amerikanische Sopranistin Renée Fleming.

Als nächster Beitrag des Festivalsommers folgt am Samstag, 17. Juni 2017, um 20.15 Uhr mit "Anna Netrebko und Yusif Eyvazov" (Erstausstrahlung) ein Konzert der Star-Sopranistin mit ihrem Ehemann, dem aserbaidschanischen Tenor Yusif Eyvazov, aus der Suntory Hall in Tokio aus dem Jahr 2016. Unter der Leitung von Jader Bignamini und begleitet vom Tokyo Philharmonic Orchestra singt das Paar berühmte Arien und Duette der italienischen Oper, darunter Werke von Verdi, Cilea, Puccini und Giordano. Anschluss, um 22.00 Uhr, folgt die Dokumentation "Anna Netrebko – Die Kunst der Verwandlung". Sie zeichnet die Entwicklung einer Künstlerin nach, die das Publikum nicht nur mit ihrer Stimme, sondern auch mit charismatischer Präsenz in ihren Bann zieht.

Bis zum 16. September bietet der 3sat-Festspielsommer mehr als 20 weitere Konzerte, Opern und Tanz, live oder in aktuellen Aufzeichnungen. Mit den Live-Übertragungen der Berliner Philharmoniker in der Waldbühne (Samstag, 1. Juli 2017, 20.15 Uhr) unter der Leitung von Gustav Dudamel und dem Eröffnungskonzert des Schleswig-Holstein Musikfestivals (Samstag, 2. Juli 2017, 20.15 Uhr) unter der Leitung von Thomas Hengelbrock setzt 3sat sein Programm zum Festspielsommer fort.

Donnerstag, 11. Mai 17
Sonja Gornik beendet ihre Bühnenkarriere
Die Sopranistin Sonja Gornik hat bekannt gegeben, dass sie ihre Bühnenkarriere aus gesundheitlichen Gründen beendet und hat in der Folge alle Verträge, die mit dem Hessischen Staatstheater Wiesbaden bestehen, aufgelöst. Das Hessische Staatstheater Wiesbaden bedauert dies sehr und bedankt sich bei Sonja Gornik für die wunderbare Zusammenarbeit.

Für die Vorstellung der »Götterdämmerung« am Montag, den 5. Juni konnte in der Partie der Brünnhilde Evelyn Herlitzius gewonnen werden. Elena O'Connor wird mit der Titelpartie in »Tosca« ihr Europa-Debüt am Hessischen Staatstheater Wiesbaden geben.

Zum Repertoire von Evelyn Herlitzius gehören vor allem Wagner- und Strauss-Partien. Sie gastiert regelmäßig u. a. in Mailand, Wien, Paris, Berlin, München, Amsterdam, Brüssel und bei Festivals in Bayreuth, Salzburg und Bregenz. Bei den Internationalen Maifestspielen 2016 sang sie in Wiesbaden die Färberin in »Die Frau ohne Schatten«. 2017 kehrt sie als Brünnhilde in beiden zyklischen »Ring«-Aufführungen, parallel zum »Ring« an der Deutschen Oper Berlin, zurück.

Die amerikanische Sopranistin Elena O'Connor gab 2016 ihr Debüt als Tosca an der Union Avenue Opera (St Louis, USA). Am Teatro Grattacielo (New York) sang sie die Clytemnestra in Vittorio Gnecchis Oper „Cassandra“, die Musetta in „La Bohème“ in einer Produktion der Rochester Mercur Opera. Sie wurde mit Preisen bei den Metropolitan Opera National Council Auditions, der Palm Beach Opera International Vocal Competition und der Aspen Music Festival Vocal Concerto Competition ausgezeichnet. In Aspen war sie als Musetta, Gilda („Rigoletto“) und Micaela („Carmen“) zu hören. Außerdem trat sie beim Cinncinati May Festival auf.

Karten sind an der Theaterkasse im Großen Haus, telefonisch unter 0611.132 325 oder auf www.staatstheater-wiesbaden.de erhältlich.

Donnerstag, 11. Mai 17
hr: „Hauptsache Kultur“ mit neuer Ausgabe Von Geigen und Gleisen
Die Weltklassegeigerin Tianwa Yang und ihre Lieblingsplätze in Kassel, das Vermächtnis des legendären Tierfilmers und Frankfurter Zoodirektors Bernhard Grzimek und ein denkwürdiges Kunstwerk aus Eisenbahngleisen in Offenbach – das sind unter anderem die Themen der aktuellen Ausgabe von „Hauptsache Kultur“ heute um 22.45 Uhr im hr-fernsehen.

Musik ist ihre Sprache – Die Geigerin Tianwa Yang aus Kassel
Sie gehört zur Weltelite an der Geige, arbeitet als Solistin mit internationalen Orchestern in Hongkong, London, Köln, Straßburg, Helsinki und Athen: die Chinesin Tianwa Yang. 2014 und 2015 wurde sie mit dem Echo-Klassik ausgezeichnet – erst als beste Nachwuchskünstlerin, dann als beste Instrumentalistin. Seit vier Jahren lebt die Ausnahmemusikerin in Kassel. Damals bekam sie eine Dozentenstelle an der Musikakademie. Mittlerweile ist sie zugleich auch Professorin an der Hochschule der Künste in Bern. Ein Leben aus dem Koffer, in ständiger Bewegung und mit einem eng getakteten Zeitplan: In Zügen und Flugzeugen bereitet sie sich auf ihre Konzerte vor, liest und verinnerlicht die Partituren. Musizieren sei vor allem Kopfsache, sagt sie. Ihre Vita liest sich wie eine Aneinanderreihung von Fügungen und Zufällen: Tianwa Yang wird im April 1987 in Peking geboren. Als sie vier Jahre alt ist, suchen ihre Eltern einen Kindergarten und entscheiden sich für einen Musik-Kindergarten, weil der am verkehrsgünstigsten liegt. Dort entdeckt ihre Klavierlehrerin bei der kleinen Tianwa das absolute Gehör. Ihre Eltern, ein KFZ-Mechaniker und eine Buchhalterin, können sich aus finanziellen Gründen kein Klavier leisten, schenken ihrer Tochter deshalb eine Geige – und bereiten so den Weg in die Weltklasse. „Hauptsache Kultur“ trifft Tianwa Yang in Kassel, spricht mit ihr über ihr Leben, ihre Vita und lässt sich ihre Lieblingsplätze in Kassel zeigen.

„Serengeti darf nicht sterben“ – Warum das Erbe von Bernhard Grzimek lebt
30 Jahre ist er inzwischen tot – der legendäre Tierfilmer, Frankfurter Zoodirektor und Wegbereiter des Naturschutzes: Bernhard Grzimek. Doch sein Erbe lebt. Mitte Mai werden seine Tierfilmklassiker wieder aufgelegt: digital restauriert und in Full-HD: „Kein Platz für wilde Tiere" wurde 1956 auf der Berlinale mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet, „Serengeti darf nicht sterben" erhielt 1960 sogar den Oscar für den besten Dokumentarfilm. Das ist lange her. Doch der Charme, den die Filme verströmen, ist mehr als nur nostalgisch. Grzimek empörte sich darin über das Abschlachten von Wildtieren und zog entschlossen gegen Großwildjagden zu Felde. Damit rüttelte er nicht nur das Bewusstsein für den Artenschutz wach, sondern setzte auch filmisch Maßstäbe. „Hauptsache Kultur“ unterhält sich mit Ralph Thoms – dem Leiter von Naturvision, dem größten und ältesten Festival von Natur-, Tier- und Umweltfilmen in Deutschland – und trifft Manfred Niekisch, Zoodirektor in Frankfurt und einer der Nachfolger von Bernhard Grzimek.

Ist das Kunst oder kann das weg? – Die „Doppelhelix“ in Offenbach
Ein jeder kennt sie, die kuriosen – und häufig amüsanten – Geschichten von Kunstwerken, die nicht als solche erkannt und so zum Opfer übereifriger Putzkräfte wurden. Joseph Beuys‘ berühmt-berüchtigte „Fettecke“ ist sicherlich das prominenteste Beispiel dafür, was passieren kann, wenn Künstler mit ihren Werken an einem allgemeinen, klassischen und vielleicht auch massenkompatiblen Kunstverständnis anecken. Frei nach dem Motto „Ist das Kunst, oder kann das weg?“ begibt sich der Kunsthistoriker, Publizist und gebürtige Kasselaner Christian Saehrendt für „Hauptsache Kultur“ auf die Suche nach Kunstwerken im öffentlichen Raum. – Am Ufer des Mains in Offenbach stimmt etwas nicht: Man sieht Gleise und Schwellen, die sich – wie von Geisterhand verbogen – 15 Meter hoch um eine gelbe Stütze empor schrauben. Es handelt sich um eine Plastik des Designers Frank Flaskämper. Der Titel: „Doppelhelix“. Als 2008 die Schienen der alten Hafenbahn demontiert werden sollten, setzten sich Studierende und Professoren der benachbarten Hochschule für Gestaltung für den Erhalt eines 300 Meter langen Teilstücks ein. Irgendwie erinnert das Ganze an ein überdimensionales Modell der menschlichen DNA. Ist das Kunst? Oder kann das weg? Ein neuer Fall für Christian Saehrendt.

„Hauptsache Kultur“ berichtet über Kulturhighlights in Hessen, über Trends und Tendenzen, über Skandale und Flops. Das aktuelle Kulturmagazin stellt aufregende Macher der hessischen Kulturszene vor, blickt hinter die Kulissen, mischt sich meinungsstark in Debatten ein: aktuell, überraschend, kontrovers. Präsentiert wird das Kulturmagazin von Cécile Schortmann.

Donnerstag, 11. Mai 17
Désirée Nick und Manon Straché in „Bette & Joan“ ~ Legendärer Zickenkrieg am Theater am Kurfürstendamm
Ab 18. Juni zeigt das Theater am Kurfürstendamm Anton Burges Stück „Bette & Joan“ über die beiden Hollywood-Legenden Bette Davis und Joan Crawford und deren legendären Zickenkrieg beim Dreh. Vor kurzem wurde der Stoff in den USA unter dem Titel „Feud“ (übersetzt „Fehde“) als Serie verfilmt. In den Hauptrollen: Susan Sarandon als Bette Davis, Jessica Lange als Joan Crawford.

Am Theater am Kurfürstendamm spielt Manon Straché Bette Davis, Désirée Nick Joan Crawford. Eine vielversprechende Besetzung: Keine der beiden ist auf den Mund gefallen, das haben sie hinlänglich bewiesen. Doch die zwei können nicht nur laut, sondern auch leise. Gekonnt spielen sie zwei Hollywood-Diven am Tiefpunkt ihrer Karriere, die auf ein Comeback hoffen. Die Egos der beiden oscarprämierten Schauspielerinnen sind mindestens so groß wie der Schlagabtausch, den sie am Set miteinander austragen: heftig und bitterkomisch. Schaut man jedoch genau hin, erkennt man zwei sensible Frauen, die sich mit all ihren Unsicherheiten im gnadenlosen Hollywoodtheater, wie im eigenen Leben, immer wieder neu behaupten müssen.  
 
Als Schauspielerinnen sind sie mit ihrer Intensität und ihrem Mut, moderne Frauenschicksale schonungslos zu zeichnen, ihrer Zeit weit voraus und sind Vorreiterinnen im Kampf für mehr Respekt, bessere Rollen, Drehbücher, Regisseure und Gagen.
„Kommen prima miteinander aus, tut mir Leid, kein Zoff“, hat Bette Davis Journalisten wissen lassen, die herausfinden wollten, wie die Stimmung am Set von „Was geschah wirklich mit Baby Jane“ ist. Doch die Wahrheit sah anders aus. Manon Straché und Désirée Nick verstehen sich jedoch blendend. Regie führt Folke Braband.
 
BETTE & JOAN
Premiere am 18. Juni 2017, bis 23. Juli 2017
Theater am Kurfürstendamm
Karten ab 13 €
Karten 030/88 59 11 88 und unter www.komoedie-berlin.de  

Donnerstag, 11. Mai 17
Theater Heilbronn untersucht in der Spielzeit 2017/2018 die "Lüge als Prinzip"
(lifePR)  In der zehnten Spielzeit unter Leitung  von Intendant Axel Vornam untersucht das Theater Heilbronn das gesellschaftliche Phänomen „Lüge als Prinzip“. Das Motto wurde mit Genehmigung des Autors dem gleichnamigen Buch des Soziologen und Philosophen Prof. Wolfgang Engler, Rektor der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“, entlehnt, der sich darin mit dem Thema „Aufrichtigkeit im Kapitalismus“ auseinandersetzt. Jetzt, da die Zeiten ganz offen als „postfaktisch“ charakterisiert werden, da „Lüge“ als Geschäftsgrundlage dieser Gesellschaft nur allzu offensichtlich ist, alles zur Ware wird und Populisten aller Couleur mit „alternativen Fakten“ agieren, will das Theater dafür den Blick schärfen. Bertolt Brechts Ruf „Gelobt sei der Zweifel!“ aus einem seiner berühmtesten Gedichte ist heute angebrachter denn je.
 27 Premieren  stehen in der Saison 2017/18 in den drei Spielstätten des Theaters Heilbronn auf dem Programm, in denen es um Spekulanten, skrupellose Politiker, Schurken und Betrüger, aber auch um Notlügner, Heiratsschwindler, Hochstapler oder Lebenslügner geht. Darunter sind mit „Running“ von Anna Konjetzki und Christina Kettering und mit „Klopf Klopf“ zwei Uraufführungen in der BOXX.
Auch sonst erwartet die Zuschauer am Berliner Platz ein ebenso hochkarätiges wie umfangreiches Programm: Das zehnte Festival Tanz! Heilbronn im Mai 2018 ist um einen Festivaltag erweitert, eine neue Ausgabe des Figurentheaterfestivals „IMAGINALE“ zeigt im Januar 2018 spannende Tendenzen des Figurentheaters. Die Reihe „Theater. Spezial“ bietet 17 Vorstellungen mit großartigen Künstlern aus Comedy, politischem Kabarett und Kleinkunst. In der BOXX wird ein neues Late-Night-Format etabliert.
Und kurz nach Beginn der Spielzeit, am 30. September 2017,  feiert das Theater ein besonders wichtiges Ereignis: Die Eröffnung seines neuen Probenzentrums in der Christophstraße.


Pressekonferenz Theater Heilbronn
(vlnr: Andreas Frane, Chefdramaturg; Uta Koschel, Chefregisseurin; Axel Vornam,
Intendant; Bianca Sue Henne, Leiterin des Jungen Theaters; Kristin Päckert; Dramaturgin)

Foto: Thomas Braun

Großes Haus Schauspiel

Die „Lüge als Prinzip“ zieht sich wie ein roter Faden durch alle Stücke der neuen Theatersaison. Zum Auftakt der Spielzeit 2017/2018 steht am 22. September 2017 Bertolt Brechts Schauspiel „Der gute Mensch von Sezuan“ auf dem Programm. Darin muss sich die menschenfreundliche Shen Te verleugnen und sich in den knallharten Ausbeuter Shui Ta verwandeln, um zu überleben.
Um mehrfachen Selbstbetrug geht es in „Fundament“ von Jan Neumann (6.Oktober 2017), einem tragikomischen Schauspiel aus dem Jahre 2009. Die Menschen, die sich hier auf dem Bahnhof einer großen deutschen Stadt begegnen, verstecken sich hinter ihren gesellschaftlichen Rollen, bis eine ohrenbetäubende Explosion das Fundament ihres Zusammenlebens ins Wanken bringt und zeigt, wie trügerisch die vermeintliche Sicherheit in unserer westlichen Welt ist.
„Pinocchio“ (5. November 2017), der kindliche Held in der Weihnachtszeit, den Carlo Collodi erfand, ist mit seiner Nase, die beim Flunkern immer ein Stückchen länger wird, einer der berühmtesten Lügner der Weltliteratur.
In „Taxi Taxi“ vom Großmeister der Boulevardkomödie Ray Cooney (2. Dezember 2017) lernen wir Taxifahrer John Smith kennen, der gleichzeitig mit zwei Frauen verheiratet ist. Durch Zufall fliegt ihm sein mühsam organisiertes Doppelleben eines Tages um die Ohren und er muss schwindeln, was das Zeug hält, damit seine beiden Ehefrauen nicht voneinander erfahren.
Michel Houellebecqs vieldiskutiertes Gedankenexperiment „Unterwerfung“ (20. Januar 2018) kommt in einer theatereigenen Fassung auf die Bühne des Großen Hauses. In dieser 2022 spielenden Dystopie verschließt Literaturwissenschaftler François so lange die Augen vor den gesellschaftlichen Veränderungen in seiner Heimat Frankreich, das auf dem Weg zu einem islamisierten Staat ist, bis ihn die Verhältnisse zwingen, sich zu verhalten und sich zu entscheiden.
Charmant zu lügen und betrügen ist das Metier der „Zwei hoffnungslos verdorbene(n) Schurken“ (17. März 2018), die im gleichnamigen Musical von David Yazbek und Jeffrey Lane ihr Unwesen an der französischen Riviera treiben und reiche Damen um ihr Geld bringen.
In „Ein Volksfeind“ von Henrik Ibsen (05. Mai 2018) findet der Arzt Thomas Stockmann mit der Offenlegung der Wahrheit über die Umweltprobleme seiner Heimatstadt weder Mitstreiter noch eine Solidarisierung der Betroffenen, sondern er sieht sich einer Phalanx von skrupellosen Politikern gegenüber, denen der wirtschaftliche Profit über alles geht.
Und Molieres Titelheld „Tartuffe“ (23. Juni 2018) ist ein Populist par excellence, dem es trotz oder gerade wegen dreistester Lügen gelingt, die Menschen zu manipulieren und für sich gnadenlos auszunutzen.

Großes Haus – Musiktheater/Tanz

„Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber (18. Oktober 2017) steht als Gastspiel des Theaters Augsburg auf dem Programm. Mit Tricks und schwarzer Magie versucht der Jäger Max seine geliebte Agathe zu erobern.
Aus dem Nationaltheater Mannheim ist der Tanzabend „Gesicht der Nacht“ von Frank Fannar Pedersen und Stephan Thoss (16. November 2017) zu Gast und forscht, was tief in unserem Unterbewusstsein verborgen ist, wenn wir im Schlaf die Herrschaft über die Gedanken verlieren.

In die Welt des Glitzers und der Illusion am Broadway führt die Revue „The Ligths of Broadway“ von Gaines Hall (14. Januar 2018), die als Gastspiel aus dem Staatstheater Nürnberg nach Heilbronn kommt.
Mozarts letzte Oper „La Clemenza di Tito“ (2. Februar 2018), die als Gastspiel aus dem Staatstheater Karlsruhe zu sehen ist, stellt Kaiser Tito in den Mittelpunkt, der sich trotz finsterster Intrigen und Verrats die Tugend der Großmut bewahrt.
Unter dem Decknamen „Sweeney Todd“ (14. Februar 2018) kehrt Benjamin Barker als „Demon Barber of Fleet Street“ nach 15 Jahren Strafkolonie in seine Heimatstadt zurück, um Rache für schlimmes Unrecht, das ihm zugefügt wurde, zu nehmen. Das Staatstheater Oldenburg gastiert mit dem Musical von Stephen Sondheim und Hugh Wheeler.
Einer der größten Verführer der Literatur- und Musikgeschichte steht im Zentrum des Ballettabends von Thierry Malandain „Don Juan/Mozart à deux“ (2. März 2018), bei dem es ein Wiedersehen mit dem Leipziger Ballett gibt.
Verleugnet von ihren Schwestern fristet „La Cenerentola“ von Gioachino Rossini (19. April 2018) ein trauriges Dasein, bis der Prinz von Salerno hinter der ärmlichen Fassade die wahre Schönheit und die edle Gesinnung des Mädchens erkennt. Das Pfalztheater Kaiserslautern kommt mit dieser Oper nach Heilbronn.

Komödienhaus

„Agnes“ von Peter Stamm (29. September 2017) wird die Saison im Komödienhaus eröffnen. Dies ist ein vielschichtiges, tiefgründiges Kammerspiel mit komischen Wendungen über die Flüchtigkeit des Glücks, das zeigt, wie eine erfundene Geschichte Oberhand über das Leben gewinnt.
In „Venedig im Schnee“ von Gilles Dyrek (24. November 2017) verstricken sich die Figuren heillos in Missverständnissen und Vorurteilen, bei denen deren Verursacherin überhaupt nicht daran denkt, sie aufzuklären, sondern ihre diebische Freude an den Irrtümern der anderen hat.
„Auf Messers Schneide (Cancun)“ von Jordi Galceran (1. Februar 2018) kommt als Gastspiel des Berliner Schlossparktheaters mit vier Stars aus Film und Fernsehen nach Heilbronn. Eine kleine Intrige von Romy führte vor Jahren dazu, dass die zwei Paare, die gemeinsam Urlaub machen, in der Konstellation zusammenleben, wie sie jetzt ist. Ihr Geständnis, 25 Jahre später, hat ungeahnte Auswirkungen.

In Ingrid Lausunds „Bandscheibenvorfall“ (9. März 2018) haben die fünf Angestellten einer Firma vor lauter vorauseilender Anpassung gleich ganz vergessen, was sie wirklich denken und fühlen. Sie haben ihr Rückgrat verloren und sich kuriose Haltungsschäden zugezogen.
„Die Kaktusblüte“ von Pierre Barillet und Jean-Pierre Gredy ist ein Komödienevergreen, in dem die Zahnarzthelferin Stephanie vor allem damit beschäftigt ist, die Beziehungslügen ihres Chefs, eines notorischen Schürzenjägers, zu decken.
Das Sommergastspiel im Komödienhaus „Das Strumpfband seiner Liebeslust – Kommissar Holzapfel ermittelt“ von Tobias Goldfarb (19. Juli 2018) kommt von der Stuttgarter  Komödie im Marquardt. Hier muss der Kommissar Holzapfel aufklären, wie nach einem Herrenabend ein seidenes Strumpfband im Trinkbecher seiner Majestät landen konnte.

BOXX

Mit einem außergewöhnlichen Theaterabend an der Schnittstelle zwischen Tanz und Schauspiel wird die Spielzeit in der BOXX eröffnet. In „Running“ von Anna Konjetzky und Christina Kettering (23. September 2017) wird das Phänomen der Jugendlichen untersucht, die versuchen mit Selbstoptimierung dem Druck in unserer durchökonomisierten Gesellschaft standzuhalten. Diese Inszenierung ist eine Uraufführung.
Erstmals kommt ein Theaterstück für die Allerkleinsten in die BOXX. „Klopf Klopf“ von Bianca Sue Henne und  dem BOXX-Ensemble (12. November 2017) bietet Kindern ab 2 Jahren ein kunterbuntes, multiakustisches Theatererlebnis zum Staunen und Entdecken, ebenfalls als Uraufführung.
In „Patricks Trick“ von Kristo Šagor (7. Januar 2018) sucht ein 11-jähriger Junge einen Weg, wie er seinem Bruder, der wahrscheinlich behindert auf die Welt kommen wird, helfen kann. Er ist viel mehr bereit, der Wahrheit ins Gesicht zu schauen und damit umzugehen, als seine Eltern es ihm zutrauen.
Einer der erfolgreichsten deutschen Theatertexte ist „Das kunstseidene Mädchen“ von Irmgard Keun (17. Februar 2018), der ins Deutschland der Anfang 1930er Jahre führt. Mit einem gestohlenen Pelzmantel, der ihr äußerlich einen anderen gesellschaftlichen Status verleiht, sucht die 18jährige Doris ihr Glück in Berlin.
Fast zur gleichen Zeit und am gleichen Ort spielt „Emil und die Detektive“ nach Erich Kästner (8. April 2018). Emil Tischbein versucht mit Hilfe von ein paar Freunden den Dieb zu fangen, der ihm sein Geld gestohlen hat.
Ein Klassiker der politischen Literatur „Die Farm der Tiere“ nach George Orwell (2. Juni 2018) ist eine intelligente Parabel über die Korrumpierbarkeit von Menschen, die auch 72 Jahre nach ihrer Entstehung nichts an Aktualität verloren hat.

www.theater-heilbronn.de 

Donnerstag, 11. Mai 17
Gastauftritt von SYMPHONIACS bei ProSiebensShow "Germany's next Topmodel" in Los Angeles + Die Künstler des Klassik-Elektro Projektes begleiten die Models beim Entscheidungswalk
Diesen Donnerstag, den 11. Mai um 20:15 Uhr auf ProSieben werden SYMPHONIACS die verbleibenden Models musikalisch begleiten, wenn es um den begehrten Platz im Halbfinale geht. Mit ihrer energiegeladenen Performance sorgen SYMPHONIACS für einen Extra-Push bei den zukünftigen Topmodels.


Symphoniacs 2017
© Universal Music

Hinter dem erfolgreichen Klassik-Electro Projekt aus Berlin, steht der Produzent und Electronic Artist Andy Leomar. Der Mastermind hat junge, virtuose Klassik-Rebellen aus aller Welt zusammengeführt, die nun am kommenden Donnerstag in der beliebtesten ModelShow Deutschlands ihren mitreißenden Mix aus Klassik und Elektro präsentieren.

Wer den visionären und kraftvollen Sound von SYMPHONIACS live erleben möchte, hat im Rahmen ihrer ersten Deutschland-Tournee dazu die Möglichkeit. Nach einem fulminanten Start und Standing Ovations in sämtlichen Konzertsälen (u.a. in der Münchner Philharmonie, im Museumsquartier Wien und im Admiralspalast Berlin) kann man das Projekt noch an folgenden Terminen live erleben:

11.05.2017 Frankfurt Alte Oper
12.05.2017 Zürich Theater 11
14.05.2017 Mannheim Rosengarten Mozartsaal
15.05.2017 Hamburg Laeiszhalle    
16.05.2017 Hannover Theater am Aegi    

TV Termine:
11.05.2017 / 20:15 Uhr / Pro 7 / “Germany`s next Topmodel - by Heidi Klum”

www.symphoniacs.com /
www.universal-music.de

Donnerstag, 11. Mai 17
Helene Fischer - Neues Album "Helene Fischer" erscheint am 12. Mai 2017
Nach dem überragenden Erfolg des Albums „Farbenspiel“ (mehr als 3 Millionen verkaufte Einheiten) erscheint nun endlich diese Woche Freitag das mit großer Spannung erwartete neue Studio-Album von Helene Fischer. Es ist seit dreieinhalb Jahren die erste Veröffentlichung der Ausnahmekünstlerin mit neuen Songs und damit das achte Album in der einzigartigen Erfolgsgeschichte von Helene Fischer.


Helene Fischer 2017
©  Kristian Schuller

Qualitativ auf dem Produktions-Level internationaler Superstars, sind die ausschließlich deutschsprachigen Songs genau wieder jene Mischung, die Helene Fischer zu einer außergewöhnlichen und einzigartigen Künstlerin macht.

Ihre bisherige Erfolgsbilanz liest sich wie eine Aneinanderreihung absoluter Superlative: Sie ist nicht nur die erfolgreichste europäische Sängerin, sondern ist darüber hinaus auch die beliebteste Entertainerin. Bis heute wurden mehr als 12 Millionen Tonträger verkauft, über 30 Gold-, 90 Platin- sowie Diamant-Awards und 16 Mal die Auszeichnung mit dem begehrtesten deutschen Musikpreis, dem ECHO, sind die Erfolgsbilanz dieser außergewöhnlichen Karriere. Keine andere Künstlerin bzw. Album einer weiblichen Interpretin hat bisher mehr Nr. 1-Platzierungen als "Farbenspiel" (15) erreicht und die Single „Atemlos durch die Nacht“ stellt mit über 1 Million verkaufter Tonträger – und davon mehr als 900.000 Downloads – den in Deutschland erfolgreichsten Download-Track aller Zeiten dar. Ihre letzte Stadion-Tournee haben mehr als 850.000 Besucher gesehen.

Standard Album
- 1CD mit 18 Songs und allen Songtexten

Deluxe Version
- 2 CDs mit 24 Songs und allen Songtexten
+ aufstellbares Portrait-Cover

Digital Version
- 24 Songs

Limitierte Fanbox
3 CD Fanbox mit 24 Songs und allen Songtexten
+ aufstellbares Portrait-Cover
+ Bonus-CD mit den 17 schönsten deutschen Duetten aus der Helene Fischer Show
+ Notizbuch mit handschriftlicher Widmung
+ 5 Helene Fischer Fotoprints

Vinyl
- Doppel-Vinyl mit 18 Songs und allen Songtexten
+ Download Gutschein für 18 Songs + 6 Bonustitel

www.universal-music.de

Mittwoch, 10. Mai 17
Münchner Kammerspiele: Hassan Akkouch erhält den Förderpreis 2017
Der Verein zur Förderung der Münchner Kammerspiele hat am vorgestrigen Abend den mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis an Hassan Akkouch vergeben. Hassan Akkouch, geboren 1988 im Libanon, absolvierte seine Ausbildung an der Otto Falckenberg Schule in München. Bereits während seines Studiums arbeitete er in verschiedenen Theaterproduktionen in Berlin, Mannheim und München. Von 2006 bis 2009 wirkte er als Protagonist im Dokumentarfilm „Neukölln Unlimited“ (Regie: Agostino Imondi/Dietmar Ratsch) mit, der auf der Berlinale 2010 mit dem Gläsernen Bären ausgezeichnet wurde.  Seit der Spielzeit 2015/16 ist Hassan Akkouch festes Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele. 


Peter Haslacher und Hassan Akkouch
© Hans Kopp

Zur Spielzeiteröffnung in Nicolas Stemanns Inszenierung „Der Kaufmann von Venedig“ oder bei Toshiki Okadas „Hot Pepper, Air Conditioner and the Farewell Speech“  konnte man sehen, wie sich Hassan Akkouchs schauspielerische Präsenz auch aus seiner Körperbeherrschung und Präzision speist. Seine musikalischen Qualitäten stellte er in Bellinis „La Sonnambula“ in der Regie von David Marton unter Beweis. In „Der Fall Mersault – Eine Gegendarstellung“ in der Regie von Amir Reza Koohestani spielt Hassan Akkouch u.a. die Rolle des namenlosen Fremden und fiel durch seine zurückhaltende und dabei ausgesprochen präzise Spielweise auf. In Tschechows „Der Kirschgarten“ in der Inszenierung von Nicoals Stemann sah man ihn als den jungen Trofimow, der voller intellektueller Ideale noch an eine bessere Gesellschaft glaubt. In „Die Selbstmord-Schwestern / The Virgin Suicides“ von Susanne Kennedy erkennt man hinter dem treuen und etwas wehmütigen Ausdruck der Manga-Maske spätestens beim Applaus einen fröhlich überzeugten Hassan Akkouch.

Auch die Mitglieder des Vereins zur Förderung der Münchner Kammerspiele sind dieser Meinung und „...überzeugt von seiner ausdauernden Leistung, von seiner präzisen Arbeit an jeder ausgeführten Bewegung, die er immer aufs Neue zu entdecken scheint und konzentriert über eine Stunde im Zusammenspiel mit seinen Kollegen aufrecht zu erhalten weiß. Man hat also allen Grund neugierig zu bleiben auf diesen disziplinierten in verschiedenen künstlerischen Disziplinen schon auffällig Gewordenen. ... Der heutige Preis soll ihn ermutigen seinen Weg weiterhin so souverän zu beschreiten und wir wünschen Hassan Akkouch weiterhin viel Erfolg dabei.“ (aus der Laudatio von Peter Haslacher, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Münchner Kammerspiele)

Die Preisverleihung fand am 08. Mai 2017 in den Münchner Kammerspielen statt.

www.kammerspiele.de

Mittwoch, 10. Mai 17
Götz Alsmann und Nils Landgren sind die Gastgeber des ECHO JAZZ 2017
- Live-Auftritte unter anderem von Joachim Kühn & Émile Parisien, Lucia Cadotsch und der Nils Landgren Funk Unit
- Der Vorverkauf für die Gala am 1. Juni in Hamburg startet heute

Götz Alsmann und Nils Landgren führen durch die diesjährige Verleihung des ECHO JAZZ. Das westfälisch-schwedische Duo wird dabei eine Reihe hochkarätiger nationaler wie internationaler Künstler auf die Bühne bitten. Zu den Live Acts, die allesamt zugleich auch ECHO JAZZ-Preisträger sind, gehören Lucia Cadotsch, Joachim Kühn & Émile Parisien sowie Arne Jansen, Frederik Köster, Eva Kruse und Diego Piñera, die anlässlich des ECHO JAZZ gemeinsam zu viert auftreten werden. Darüber hinaus wird Nils Landgren mit seiner Band Funk Unit auf der Bühne stehen.

Der ECHO JAZZ findet am 1. Juni 2017 auf dem Werftgelände von Blohm+Voss statt, Beginn ist 20 Uhr. Der Vorverkauf startet am morgigen Mittwoch, 10. Mai. Die Tickets sind für 59 Euro pro Person (inklusive gesetzlicher MwSt. und zzgl. Vorverkaufsgebühr) über alle bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Das NDR Fernsehen strahlt die Aufzeichnung des ECHO JAZZ am 3. Juni, in der Nacht von Samstag auf Sonntag, um 0:25 Uhr aus. Am Abend der Verleihung wird es einen Livestream auf www.ndr.de und NDR Blue geben. Highlights des Abends sendet darüber hinaus NDR Info am Samstag, 3. Juni, von 22:05 bis 23:00 Uhr.

Nils Landgren: „Alter Schwede! Was für eine Ehre, als Moderator für die ECHO JAZZ-Verleihung ausgewählt zu werden, fast nicht zu glauben! Ich freue mich total, mit Götz Alsmann zusammenzuarbeiten, und auf alle tollen Künstler und Künstlerinnen, die den ECHO JAZZ verdient haben. Ich freue mich auch riesig, mit meiner Band Funk Unit einen Auftritt zu machen. Ich bin total auf Spaß eingestellt!“

Götz Alsmann: „Wenn etwas zum zweiten Mal stattfindet, ist es schon eine liebgewordene Tradition, oder? Ich freue mich, bei der diesjährigen ECHO JAZZ-Verleihung wieder mit von der Partie zu sein. Und dann noch zusammen mit Nils Landgren – was soll da schiefgehen?“

Der ECHO JAZZ wird gefördert durch die Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien. Offizieller Partner des ECHO JAZZ ist Amazon Music Unlimited, Offizieller Förderer ist ŠKODA. Medienpartner des ECHO JAZZ ist seit 2013 der NDR.

www.echojazz.de

Mittwoch, 10. Mai 17
Maximal Minimal: Elbphilharmonie Hamburg feiert dreitägiges Festival mit Minimal Music
Die Kunst der fortlaufenden, dabei kaum merklichen Veränderung prägt einen Musikstil, mit dem seit den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts insbesondere US-amerikanische Komponisten die Gegenwartsmusik bereichern. »Minimal Music« lautet der Sammelbegriff für Werke, die ihren oft hypnotischen Reiz aus variierter Wiederholung, wiederkehrenden Mustern (Pattern) und Phasenverschiebungen beziehen. In Anwesenheit von Steve Reich, dem bedeutendsten Vertreter der Minimal Music, feiert die Elbphilharmonie vom 11. bis 13. Mai das Genre in vielen Facetten in beiden Sälen des Hauses. Dabei kommt es auch zur Aufführung des Grundlagenwerks »In C« von Terry Riley mit über 400 Hamburger (Laien-)Musikern im Großen Saal und zu einem »Clappening« genannten kleinen musikalischen Volksfest im Eingangsbereich der Elbphilharmonie.

Am Eröffnungstag wird das Werk von Steve Reich in drei Konzerten beispielhaft beleuchtet. Das vision string quartet führt »Different Trains« (1988) für Streichquartett und Tonband auf, eine intensive musikalische Meditation über die Fortbewegung des Menschen im Zug. Als Junge während des Zweiten Weltkriegs fuhr Steve Reich mit der Bahn regelmäßig zwischen New York und Los Angeles hin und her. Die Überlegung, dass er als Jude, hätte er zur selben Zeit in Mitteleuropa gelebt, in einem Zug sehr wahrscheinlich zu einem Vernichtungslager transportiert worden wäre, prägt Idee, Struktur und Klanglichkeit dieses Meisterwerks. Im Großen Saal trifft Reich anschließend auf die Colin Currie Group, die mit »Drumming« und einigen weiteren für Schlagzeug-Ensemble komponierten Werken den stark perkussiven Charakter seiner Musik erlebbar macht. Am Abend darauf formiert sich die Colin Currie Group in anderer Zusammensetzung, um Reichs legendäre »Music for 18 Musicians« aufzuführen. Werke von Michael Gordon präsentiert das Hamburger Ensemble ElbtonalPercussion anschließend in einem Spätkonzert im Kleinen Saal (21.30 Uhr).

Am 13. Mai spielt der isländische Pianist Vikingur Ólafsson, der beim Festival »Into Iceland« im Februar in der Elbphilharmonie sein umjubeltes Debüt gab, eine Auswahl aus »The Complete Piano Etudes« von Philip Glass – neben Reich und John Adams, dessen Werk kürzlich bei »New York Stories« in der Elbphilharmonie gefeiert wurde, der namhafteste Vertreter der Minimal Music. »Maximal Hamburg« heißt es dann im Großen Saal, wenn rund 400 Hamburger Amateurmusiker unter der Leitung des australischen Dirigenten Duncan Ward »In C« aufführen, die Mutter aller Minimal-Music-Kompositionen. Zum Finale liefert die Agoo Group aus Ghana ein für die Minimal Music essenzielles Puzzlestück: außereuropäische (Trommel-)Musik, deren repetitive perkussive Muster das auch von den Minimalisten überaus geschätzte Potential zur Entgrenzung enthalten, zur Trance.

Am Mittwoch, den 10. Mai, dem Vorabend des Festivals, sind alle Hamburger eingeladen, zwischen 17 und 21 Uhr bei einem »Clappening« genannten kostenfreien Event vor der Elbphilharmonie ihre rhythmische Unbeirrbarkeit zu testen. Dabei geht es darum, in der »Clapping Music« von Steve Reich für zwei Händeklatscher nicht aus der Kurve zu fliegen, wenn sich das vergleichsweise simple, stets wiederholte Pattern jeweils um einen Schlag zu verschieben beginnt. Die fünf besten Teilnehmer gewinnen jeweils zwei Tickets für ein Konzert des Festivals »Maximal minimal« in der Elbphilharmonie, das bereits seit Monaten ausverkauft ist. Zusätzlich werden unter allen Teilnehmern Karten für weitere Festivalkonzerte verlost. Die Teilnahme am »Clappening« ist ohne Anmeldung und kostenlos möglich.

www.elbphilharmonie.de

Dienstag, 9. Mai 17
Der lettische Dirigent Ainars Rubikis wird mit Beginn der Spielzeit 2018/19 Generalmusikdirektor der Komischen Oper Berlin
Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa und Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Oper in Berlin, und Barrie Kosky, Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper Berlin, stellten den designierten Generalmusikdirektor am Montagvormittag bei der Vertragsunterzeichnung in der Komischen Oper Berlin vor.


Ainars Rubikis

© Victor Dmitriev

Ainars Rubikis gewann mit dem Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerbs der Bamberger Symphoniker 2010 und dem Nestlé Young Conductors Award der Salzburger Festspiele 2011 gleich zwei der wichtigsten europäischen Dirigierwettbewerbe. Von 2012 bis 2014 war er Musikalischer Direktor des Staatlichen Akademischen Opern- und Ballett-Theaters in Novosibirsk und dirigierte dort ein breit gefächertes Repertoire. Er ist regelmäßiger Gast an der Lettischen Nationaloper in seiner Heimatstadt Riga und nimmt weltweit Gastengagements wahr, von Barcelona bis Tokio. In der Saison 2016/17 debütierte er unter anderem an der Lyric Opera of Chicago (Carmen) sowie am Theater Basel (La forza del destino) und dirigierte Boris Godunow am Moskauer Bolshoi-Theater. Im Sommer 2017 übernimmt er die Musikalische Leitung von Der fliegende Holländer im Passionstheater Oberammergau. Im Herbst 2017 debütiert er mit einer Neuproduktion von Jewgeni Onegin an der Welsh National Opera.

Sein Vertrag an der Komischen Oper Berlin läuft vorerst über drei Jahre mit einer Option zur Verlängerung bis 2021/22, dem Ende von Barrie Koskys Intendanz. Bereits vor dem offiziellen Beginn seiner Amtszeit übernimmt Ainars Rubikis die musikalische Leitung der Produktion Die Nase. Die Koproduktion mit dem Londoner Royal Opera House (Regie: Barrie Kosky) feiert am 16. Juni 2018 Premiere in Berlin.

Dr. Klaus Lederer: »Ich freue mich als Kultursenator und Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Oper in Berlin, Herrn Ainars Rubikis in dieser Stadt und in der Komischen Oper begrüßen zu dürfen. Dass ihn das Orchester der Komischen Oper bereits kennt, mit ihm gearbeitet hat und ihm in einer Abstimmung mehrheitlich das Vertrauen aussprach, ist eine hervorragende Grundlage für die gemeinsame Arbeit. Mit den Opernfans freue ich mich auf viele schöne Stunden.«

Barrie Kosky: »Ainars Rubikis ist einer der spannendsten jungen Operndirigenten in Europa. Nachdem er die Dirigierwettbewerbe in Bamberg (2010) und Salzburg (2011) gewonnen hat, hat er eine sehr erfolgreiche Musiktheater-Karriere gestartet. Hier in Berlin hat er im letzten Winter eine wunderbare Jewgeni Onegin Vorstellung und im Februar ein mitreißendes Sinfoniekonzert dirigiert. Er ist ein kluger, talentierter Theatermann und ein Teamplayer. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm in den nächsten Jahren und bin sehr glücklich darüber, dass Ainars sein vorgezogenes Debüt als unser Generalmusikdirektor schon mit Die Nase im Juni 2018 gibt.«

Ainars Rubikis: »Das Amt des Generalmusikdirektors an der Komischen Oper Berlin bedeutet für mich, Teil eines Theaterkollektivs und für selbiges verantwortlich zu sein: für die kreative Begegnung von Solist*innen, Orchestermusiker*innen, Chorsolisten und technischem Personal ebenso wie Mitarbeiter*innen aus Schneiderei, Dekorationswerkstätten und Kartenkasse. Es bedeutet, mit und für all diese Menschen, die das Theater lieben, zu arbeiten. Und diese vereinte Anstrengung hat ein gemeinsames Ziel: ein kleines Wunder zu erschaffen für alle auf und hinter der Bühne und natürlich im Publikum. Die größte Freude für mich ist darüber hinaus, dass ich eine neue kreative Familie kennenlerne, mit der ich durch Dick und Dünn gehen werde – Rückschläge überwinden und Erfolge feiern werde. Kurzum: zusammenhalten in guten wie in schlechten Tagen.«

www.komische-oper-berlin.de

Dienstag, 9. Mai 17
Landungsbrücken Frankfurt präsentieren: Die Verwandlung ~ Horrortripp über Gesellschaft, Normen, Familie und den Sog der Untätigkeit
Greogor Samsa wacht eines Morgens auf und spürt dass etwas anders ist. Es fällt ihm schwer sich zu bewegen und sein Körper fühlt sich irgendwie verändert an. Er hat sich über Nacht in ein Ungeziefer verwandelt. Und das hat Konsequenzen, für seine Arbeit, seine Familie und sein sonstiges Leben.


Die Verwandlung
Landungsbrüecken Frankfurt
Vorabfoto
© Niko Neuwirth

Samsas Verwandlung wird in der Inszenierung zum psychologischem Horrortrip. Hat sich Samsa wirklich verwandelt oder passiert das alles nur in seinem Kopf? Kafkas Erzählung wird dabei als Live-Hörspiel ins Theater gebracht. Die Zuschauer werden in Samsas Kopf gesetzt während mit elektronischen Sounds, vielstimmigem Ensemble und eine beklemmende Atmosphäre entsteht, die Samsas Metamorphose erlebbar macht. Gleichzeitig wechselt der Abend zwischen verschiedenen Haltungen und künstlerischen Formen. Dabei wird Kafkas Text zum Ausgangspunkt einer Reflexion über Gesellschaft, Normen, Familie und den Sog der Untätigkeit.

Dabei hat Sarah Kortmann gemeinsam mit dem Dramaturgen Jan Deck eine besondere Herangehensweise konzipiert: Die Zuschauenden liegen im dunklen Theaterraum, während um sie herum die Schauspieler_innen eine Art Live-Hörspiel performen. Unterstützt werden sie dabei von einem eigens komponierten Soundkonzept des Künstlers Torsten Kauke. Die eigenwillige Melange aus Bühnen- und Zuschauerraum wird von Prisca Ludwig konzipiert und eingerichtet. Das Ergebnis: eine Produktion für Jugendliche und Erwachsene in ungewohnter Zuschauerhaltung, die eine ganz andere Erfahrung ermöglicht.

Da an den einzelnen Abenden aufgrund des besonderen Formats nur eine beschränkte Anzahl Zuschauer eingelassen werden kann, wird dazu geraten, frühzeitig zu reservieren.
Regie: Sarah Kortmann
Mit: Daniela Fonda, Julian König, Ole Bechthold, Sarah Kortmann
Dramaturgie: Jan Deck
Sound: Torsten Kauke
Bühne Prisca Ludwig

Premiere: am 12.05.2017, 20:00 Uhr
Weitere Vorstellungen: 13.05.//08.06.//09.06.//10.06.2017, jeweils 20 Uhr
Schülervorstellungen: 08.06.//09.06.2017, jeweils 10:30 Uhr

www.landungsbruecken.org

Dienstag, 9. Mai 17
Erstmals Mindestgage für Gastverträge an deutschen Theatern
Für die Beschäftigten an deutschen Theatern wird es ab Oktober 2017 Tarifregelungen geben, die erstmals Mindestgagen bei Gastverträgen für Vorstellungen und für Proben vorsehen. Über die für Gastverträge geltenden Regelungen haben sich am 2. Mai 2017 die Künstlergewerkschaften Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) und die Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer e. V. (VdO) mit dem Deutschen Bühnenverein als Arbeitgeberverband bei ihren Manteltarifverhandlungen geeinigt.

Im Einzelnen beinhalten die getroffenen Vergütungsregelungen eine Mindestgage von 200 Euro pro Vorstellung – für die Übernahme kleiner Rollen oder Partien ist eine Abweichung von bis zu 25 Prozent möglich. Darüber hinaus wurde eine Probengage von mindestens 90 Euro für volle Probentage vereinbart, für halbe Probentage fallen 60 Euro an. Die Mindestgage für Doppelvorstellungen beträgt 150 Prozent der Mindestgage für eine Einzelvorstellung.

Außerdem wurden die Anspruchsvoraussetzungen für die Zahlung einer Zuwendung – also Urlaubs- und Weihnachtsgeld – wesentlich verbessert. Anders als nach der gegenwärtigen Regelung können nun Beschäftigungsmonate aus zwei Spielzeiten zusammengerechnet werden, um die nötige Anspruchs-Voraussetzung von neun Monaten Beschäftigungszeit an derselben Bühne zu erfüllen. Bisher mussten diese neun Monate Beschäftigung in einer Spielzeit erbracht werden, um eine Zuwendung zu erhalten.

Schließlich konnten sich die Tarifparteien auf eine Regelung verständigen, die künftig Rechtssicherheit für Befristungen von auf der Basis des Tarifvertrags NV Bühne abgeschlossenen Arbeitsverträgen schafft. Hierbei geht es insbesondere um Krankheits- und Elternzeitvertretungen. 

Der Vereinbarung müssen die Gremien der Tarifparteien noch zustimmen.

Dienstag, 9. Mai 17
Elbphilharmonie präsentiert Saison 2017/18
Im Beisein von Hamburgs Kultursenator Dr. Carsten Brosda hat Intendant Christoph Lieben-Seutter gestern Vormittag im Großen Saal der Elbphilharmonie das Programm der Spielzeit 2017/18 vorgestellt. Das neue Konzerthaus an der Elbe hatte einen denkbar glanzvollen Start im Januar 2017, und auf die Eröffnung folgte ein beispiellos dicht getakteter Reigen an Konzerten und Festivals, den bis Saisonende über 480.000 Menschen live miterlebt haben werden. Nun nimmt die Elbphilharmonie Kurs auf ihre erste reguläre Saison. Das erneut sehr umfangreiche Programm steht für Kontinuität auf höchstem Niveau und entwickelt zugleich dramaturgische Linien und Akzente weiter.

»Die Konzertsaison 2017/18 in Elbphilharmonie und Laeiszhalle wird deutlich umfangreicher als ursprünglich geplant. Das große Besucherinteresse aus Hamburg und aus aller Welt ermöglicht es uns, erneut ein dichtes, vielfältiges und spannendes Programm vorzulegen. Den Vergleich mit den grandiosen Eröffnungsmonaten braucht es nicht zu scheuen«, so Lieben-Seutter.

»Das Programm der kommenden Saison zeigt, dass Hamburg und die Elbphilharmonie den Modus des musikalischen Höhenfluges zur Regel erklären. Mit gut 600 Konzerten, 20 Top-Orchestern und zahlreichen hochkarätigen Solisten aus aller Welt setzt die Stadt ihren musikalischen Ausnahmezustand fort. Hunderttausende neue Konzertkarten und ein ausgebautes Angebot für Kinder und Jugendliche in der Elbphilharmonie Instrumentenwelt sollen es möglichst vielen ermöglichen, die Elbphilharmonie und die vielfältigen Musikangebote in Hamburg erleben zu können«, sagte Kultursenator Dr. Carsten Brosda.

Vom Elbphilharmonie Sommer, der den August 2017 in einen klingenden Ferienmonat der Extraklasse verwandelt, bis zu einer weiteren Auflage der »Konzerte für Hamburg« im Juni 2018 spannt sich ein Bogen aus gut 600 Konzerten. Aus diesem Kaleidoskop der Klänge leuchten manche besonders hervor. So gastieren 20 Top-Orchester aus aller Welt, darunter zwei aus den USA (Cleveland und Philadelphia), drei aus London sowie Spitzenensembles aus St. Petersburg und Perm, aus Montreal, Amsterdam, Rom, Birmingham, Zürich, Berlin, Leipzig und München. Allein drei Abende bestreitet das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks aus München.

Mehrere Themenfestivals – etwa zur Musik des Kaukasus, zu Schuberts »Winterreise« oder zu böhmischer und tschechischer Kammermusik – werden flankiert von facettenreichen Musikerporträts, etwa des Komponisten und Dirigenten Peter Eötvös, der Pianisten Daniil Trifonov und Murray Perahia, des Baritons Matthias Goerne oder der zwischen Independent, Jazz und notierter Musik oszillierenden Künstler Bryce Dessner und Yaron Herman. Gekrönt wird die Saison durch das 3. Internationale Musikfest Hamburg (27. April bis 29. Mai 2018), das diesmal unter dem Motto »Utopie« steht.

Der Löwenanteil des Programms in Elbphilharmonie und Laeiszhalle wird im erprobten Zusammenspiel der maßgeblichen Player für klassische Musik in Hamburg präsentiert – das NDR Elbphilharmonie Orchester und das Ensemble Resonanz als die beiden Residenzensembles des Hauses, das Philharmonische Staatsorchester Hamburg und die Symphoniker Hamburg, die als Residenzorchester der Laeiszhalle fungieren, die Konzertdirektion Dr. Rudolf Goette und die Hamburgische Vereinigung von Freunden der Kammermusik. Ein gutes Drittel des Gesamtprogramms beider Konzerthäuser steuert die HamburgMusik bei, die vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg 2009 ins Leben gerufene Betreibergesellschaft von Elbphilharmonie und Laeiszhalle. Sie steht von Anbeginn unter der Generalintendanz von Christoph Lieben-Seutter.


TICKETS ZUM GLÜCK:
VORVERKAUFSTERMINE FÜR ABONNEMENTS UND EINZELKARTEN

Insgesamt werden in der neuen Spielzeit rund 850.000 Tickets für die Elbphilharmonie aufgelegt. Musikfreunde, die den mehrfachen Konzertgenuss suchen, haben die Wahl zwischen insgesamt über 50 Aboreihen. Im Laufe der Saison werden weitere Konzerte hinzukommen, wodurch sich die Anzahl der verfügbaren Tickets noch erhöhen wird.

Um aus der erwartet hohen Nachfrage nach Abonnements auf Konzerte der HamburgMusik den Zeitdruck des »First come, first served« zu nehmen, werden alle bis zum 22. Mai 2017 eingehenden Abobestellungen gleich behandelt. Gehen mehr Bestellungen ein als Abonnements verfügbar sind, werden die Abonnements unter allen eingegangenen Bestellungen nach dem Zufallsprinzip vergeben.

Der Einzelkartenverkauf für Konzerte in der Saison 2017/18 beginnt am 12. Juni um 10 Uhr.

Für die Konzerte der HamburgMusik gGmbH findet der Einzelkartenverkauf zunächst ausschließlich in den Vorverkaufsstellen im Großraum Hamburg statt. Der Online-Verkauf über den Webshop der Elbphilharmonie wird am selben Tag um 18 Uhr freigeschaltet, so dass möglichst viele Hamburger die Chance erhalten, sich im Präsenzverkauf Karten zu sichern. Überdies gibt es zum Vorverkaufsstart eine Mengenbegrenzung: Pro Konzert können maximal vier Tickets erworben werden, pro Verkaufsvorgang insgesamt nicht mehr als zehn. Die Mengenbegrenzung gilt auch für den Online-Verkauf.

Für folgende Sonderkonzerte in der Elbphilharmonie gelten besondere Vorverkaufsbedingungen:
3. September (Saisoneröffnung): »Bach. Cellosuiten (AT)«, Jean-Guihen Queyras, Anna Teresa de Keersmaeker / Rosas
18. November: Benjamin Clementine
15. Januar: London Symphony Orchestra, Sir Simon Rattle, Magdalena Kožená
11. März: Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Bernard Haitink, Brahms: Ein deutsches Requiem
30. April: Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Mariss Jansons, Mahler, Sinfonie Nr. 7
Bestellwünsche für diese Konzerte können bis zum 1. Juli 2017 auf www.elbphilharmonie.de sowie persönlich oder postalisch bei den Vorverkaufsstellen der Elbphilharmonie angemeldet werden. Wenn die Nachfrage größer ist als das Angebot an freien Plätzen, werden die Tickets unter allen eingegangenen Bestellungen nach dem Zufallsprinzip vergeben. Der Zeitpunkt des Bestelleingangs ist für die Kartenzuteilung nicht entscheidend. Die Ticketkäufer werden informiert, anschließend kann der Kaufvorgang innerhalb von zehn Tagen abgeschlossen werden. Pro Konzert können maximal vier Karten bestellt werden.

 
Alles Infos zum Jahrbuch 2017/18 sowie die Möglichkeit das Jahrbuch digital durchzublättern finden Sie unter folgendem Link: www.elbphilharmonie.de/de/publikationen

Weitere Informationen unter www.elbphilharmonie.de

Dienstag, 9. Mai 17
Kultursommer Rheinland-Pfalz offiziell gestartet ~ Feier der Vielfalt in toller Stimmung!
Der rheinland-pfälzische Kulturminister Professor Dr. Konrad Wolf und Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer eröffneten am Samstag offiziell den Kultursommer 2017, erst im Kurpark von Bad Kreuznach und anschließend im Kursaal vor Repräsentanten aus Politik, Gesellschaft, Verwaltung und Wirtschaft. Drei Tage lang wurde mit tausenden Gästen von nah und fern in Bad Kreuznach / Bad Münster am Stein-Ebernburg das Motto „Epochen und Episoden“ umgesetzt und gefeiert.

„Durch die Fusion mit Bad Münster am Stein Ebernburg sind wir in den Genuss der Ebernburg gekommen, eine wesentliche Stätte der Reformation“, erinnerte die Oberbürgermeisterin an einen der entscheidenden Gründe, warum das Land die Eröffnung des Kultursommers Rheinland-Pfalz für 2017 nach Bad Kreuznach vergab. Nicht nur 500 Jahre Reformation werden bei „Epochen und Episoden“ gefeiert. Minister Wolf dachte auch an den 70. Geburtstag, den das Land Rheinland-Pfalz in diesem Jahr feiert. „Es waren gute Jahre und es werden noch viele gute Jahre folgen. Die Vielfalt der Kulturen in unserem Land ist die Basis dafür“, so Wolf.

Für Kirchenrat Volker König, der als Vertreter der drei in Rheinland-Pfalz vertretenen evangelischen Landekirchen sprach, sind Martin Luther und Jimmy Hendrix, die auf dem Plakatmotiv nebeneinander im Tournee-Bus sitzen, „Brüder im Geiste“ in ihrem Engagement für Freiheit, Frieden, Selbstbestimmung und Toleranz.
Luther in BRASS – das 2. Rheinland-Pfälzische Blechbläser-Festival mit Genesis Brass und fast 200 Aktiven – war mit Eröffnung- und Festivalkonzert, Workshops und Festgottesdienst einer der Schwerpunkte des Kulturfestes. Erinnerungen an den „Summer of Love“ vor 50 Jahren brachten das begeisterte Publikum am Freitagabend zum Schwelgen: Das Publikum wollte „Mrs. Greenbird“ am liebsten gar nicht gehen lassen. Am Samstag ergänzten das NN-Theater und Stars der Liedermacher-Szene, darunter Annett Kuhr und Kleinkunstpreisträger Sebastian Krämer, das Programm mit nachdenklichen Tönen, bevor Soul-Sänger SEVEN die Fans zum Mitsingen und -tanzen brachte.
Neben weiteren überregional bekannten Künstlerinnen und Künstlern wie Inka Arlt, dem Duo Bender & Schillinger sowie
The Beez & Eva Ender gestaltete vor allem die lokale Kunst- und Musikszene das Programm am Samstag und Sonntag.

Die Besucherinnen und Besucher freuten sich unter anderem über das USAEUR Standard Jazz Quartett, das Museum für Puppentheater und -Kultur PuK, die Kunstwerkstatt Bad Kreuznach mit dem „Kulturpark“, das Pop-Duo Kleingartenanlage und den Kleinen Chor Ebernburg. Zwei Vernissagen am Sonntagnachmittag – eine im Steinskulpturenmuseum und
eine im Künstlerbahnhof Ebernburg – sowie Programme im PuK und im INSTALL, dem Kunstraum der Stadt, leiteten von dem großen Kulturfest an diesem Wochenende in das abwechslungsreiche Kultursommer-Jahresprogramm mit weit
über 200 Projekten bis zum 3. Oktober über.
Den Kulturminister begeisterte die Vielfalt der Kulturveranstaltungen: „Im ganzen Kultursommer und auch bei diesem Eröffnungswochenende gibt es so viele unterschiedliche Dinge zu erleben. Es macht mir einfach Spaß, immer wieder Neues zu erleben.“ Das Wetter, das leider ab Samstagabend in einen leichten Dauerregen überging, störte dabei nicht. „Die Kultur war in unserer Stadt überall präsent“. Bei den fast 30 Veranstaltungen mit insgesamt mehreren tausend Besuchern wurde „der Wert der Kultur in Mittelpunkt gerückt“, so Oberbürgermeisterin Kaster-
Meurer. Jürgen Hardeck, Geschäftsführer des Kultursommers, bestätigte das: „An dem Wetter kann man nichts machen. Das Konzept, so viele Partner an zwei Spielorten in das Eröffnungsfest einzubinden, ist in der Form einmalig in der
Geschichte des Kultursommers und es hat super funktioniert.“

Alle drei dankten den vielen Aktiven aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Stadt und Kultursommer-Büro sowie den Sponsoren – allen voran LOTTO Rheinland-Pfalz – für ihren Einsatz.

www.bad-kreuznach.de / www.kultursommer.de

Dienstag, 9. Mai 17
Jubiläumstournee 2018 ~ Das Traumpaar des Musicals: Uwe Kröger & Pia Douwes ~ 25 Jahre seit „Elisabeth“
Zwei grandiose Stimmen, zwei unvergessene Rollen und eine musikalische Liebesbeziehung, die seit 25 Jahren besteht: Die Rede ist von Uwe Kröger und Pia Douwes, bekannt aus dem Musical „Elisabeth“ - einer Liebesgeschichte, die bis heute Millionen in ihren Bann zieht. Pia Douwes als österreichische Kaiserin Elisabeth und Uwe Kröger als der Tod erlangten auf der Musicalbühne weltweit Bekanntheit und eroberten die Publikumsherzen im Sturm. Anlässlich des 25. Jubiläums von „Elisabeth“ zieht es das „Traumpaar des Musicals“ wieder gemeinsam in das Scheinwerferlicht. Zusammen mit ihnen taucht das Publikum ab Januar 2018 in die wunderbare Welt des Musicals ein.
Wir schreiben das Jahr 1992. In Wien treffen die damals noch unbekannten Musicaldarsteller, der 27-jährige Uwe Kröger aus Hamm-Westfalen und die gleichaltrige holländische Musicalsängerin Pia Douwes, aufeinander. Beide wurden als Hauptdarsteller für „Elisabeth“ von Silvester Levay und Michael Kunze engagiert, welches am Abend des 3. September 1992 uraufgeführt werden sollte. Pia Douwes in der Rolle der österreichischen Kaiserin Elisabeth, und Uwe Kröger als der Tod.


Das Traumpaar des Musicals: Uwe Kröger und Pia-Douwes
Foto: Sabine-Hauswirth

Sie schreiben damit Musical-Geschichte.
Exakt 23 Jahre später gab „Elisabeth“ weltweit über 7.900 Vorstellungen mit über 11.000 Millionen Zuschauern. Mehr als 12 Länder, darunter u.a. Finnland, Schweden, Italien, Korea und Japan, wurden bespielt. Bis heute ist es das weltweit erfolgreichste Musical der Vereinigten Bühnen Wien. Die Uraufführung war aber nicht nur der Start beider Karrieren, sondern auch der Beginn einer tief verbunden Freundschaft: „Uwe ist einer der loyalsten Freunde, die ich kenne. Bei ihm kann ich mich fallen lassen und weiß, ich werde aufgehoben und getragen“, erzählt Pia Douwes. Uwe Kröger über seine Bühnen-Kollegin: „Pia ist für mich immer der Ansporn, mich zu verbessern. Unser Zusammentreffen war eine göttliche Fügung“. Beide Stars spielten sich in kürzester Zeit in die Publikumsherzen, konnten in zahlreichen Produktionen gemeinsam auf der Bühne stehen, aber auch an ihren eigenen Karrieren kontinuierlich weiterarbeiten. 2014 „besingen“ beide ihren 50. Geburtstag mit einer großen Musicalgala in Wien.

Für das „Dreamteam“ steht nun das nächste Großprojekt an: Nicht nur, dass die beiden sich seit 25 Jahren kennen, auch „Elisabeth“ befindet sich im Jubeljahr. Aus diesem Anlass wird die Jubiläumstournee „Das Traumpaar des Musicals“ die beiden durch zehn deutsche Städte führen.

Es ist eine Herzensangelegenheit, in erster Linie soll es auch ein Geschenk an die vielen Fans sein, die ihnen über eine so lange Wegstrecke die Treue gehalten haben. „Nach 25 Jahren können wir auf unseren beruflichen Werdegang zurückblicken, der uns viele kostbare künstlerische Momente beschert, aber auch die private Seite näher gebracht hat“, so Kröger. Pia Douwes ergänzt treffend: „Uwe und ich sind ein eingespieltes Team, wir verstehen uns blind, und wenn wir zusammen sind, dann sind wir wie ein altes Ehepaar.“

Bei der großen Jubiläumstournee werden die größten Hits ihrer Karrieren aus den wichtigsten und erfolgreichsten Musicals, die sie als Duo und auch solistisch performt haben, präsentiert. Douwes weiter: „Die Hits von Elisabeth dürfen ebenfalls nicht fehlen. Ohne Elisabeth wären wir nicht so erfolgreich geworden. Uwe und ich werden auch Duette bzw. Solis von Rollen präsentieren, die wir gerne einmal gesungen hätten.“ Die zwei Bühnenstars in ihren wichtigsten Rollen auf der Bühne live erleben zu können, wird für das Publikum eine besondere Momentaufnahme sein. Die Zuschauer unternehmen nicht nur einen Streifzug durch die musikalischen Highlights ihrer Solo-Karrieren, sie sind zugleich auch Zuhörer einiger Backstage-Geschichten von Uwe Kröger und Pia Douwes. Mit Witz und Charme werden sie inmitten vieler Kostüm-Wechsel durch den Abend führen und Erinnerungen sowie persönliche Erlebnisse austauschen, die mit Bildern auf der Videowall bestückt werden. Begleitet werden sie von Mitgliedern des Orchesters der Vereinigten Bühnen Wien unter der Leitung von Herwig Gratzer und dem Vokalistenensemble „Gudrun“.


Jubiläumstournee 2018
Das Traumpaar des Musicals: Uwe Kröger & Pia Douwes ~ 25 Jahre seit „Elisabeth“

09.01.2018: Essen, Colosseum Theater
11.01.2018: Leipzig, Gewandhaus zu Leipzig
14.01.2018: Hamburg, Laeiszhalle
15.01.2018: Berlin, Friedrichstadt-Palast
20.01.2018: Dresden, Konzertsaal im Kulturpalast
22.01.2018: Stuttgart, Palladium Theater
23.01.2018: Duisburg, Theater am Marientor
24.01.2018: Düsseldorf, Capitol Theater Düsseldorf
25.01.2018: Frankfurt am Main, Alter Oper – Großer Saal
29.01.2018: Köln, Musical Dome

Tickets ab gibt es ab dem 10. Mai im exklusiven Vorverkauf über www.eventim.de. Ab dem 12. Mai sind Tickets an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Montag, 8. Mai 17
International Opera Awards 2017: Louise Alder als beste Nachwuchssängerin ausgezeichnet
Gestern Abend wurden in London die International Opera Awards 2017 verliehen. Als beste Nachwuchssängerin wurde die gebürtige britische Sopranistin Louise Alder ausgezeichnet. Die britische Sopranistin gehört seit 2014/15 dem Ensemble der Oper Frankfurt an und ist hier gerade als Gilda in Verdis Rigoletto zu erleben. Zu ihren weiteren Frankfurter Partien gehören Atalanta (Xerxes), Cleopatra (Giulio Cesare in Egitto), Füchsin Schlaukopf (Das schlaue Füchslein), Susanna (Le nozze di Figaro), Gretel (Hänsel und Gretel) und Juliette Vermont (Der Graf von Luxemburg). Zudem sang sie hier u.a. Sophie (Der Rosenkavalier), Frasquita (Carmen) und Musetta (La Bohème).


International Opera Awards 2017: Louise Alder als beste Nachwuchssängerin ausgezeichnet
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Zu den weiteren Ausgezeichneten gehören der Regisseur Christof Loy (ständiger Gast an der Oper Frankfurt, wo u.a. gerade seine Inszenierung von Strauss‘ Arabella zu erleben ist), der Tenor Lawrence Brownlee (debütiert in der kommenden Spielzeit 2017/18 im Rahmen eines Liederabends an der Oper Frankfurt) und als „Newcomer“ der Dirigent Lorenzo Viotti (debütiert 2017/18 an der Oper Frankfurt im Rahmen der Wiederaufnahme von Massenets Werther; eine kontinuierliche Zusammenarbeit ist geplant).

Die „International Opera Awards“ werden seit 2013 auf Initiative des britischen Unternehmers Harry Hyman und des Herausgebers des englischen Fachmagazins Opera, John Allison, verliehen. Die Oper Frankfurt gehörte seinerzeit zur ersten Preisträgern in der Sparte „Bestes Opernhaus“. Die undotierten Auszeichnungen sollen hervorragende Leistungen im Bereich der Oper fördern sowie herausragende Talente und Nachwuchskünstler in das Licht der Öffentlichkeit rücken.

www.operaawards.org

Montag, 8. Mai 17
Andris Nelsons: Bruckner ~ Symphony No. 3 / Wagner ~ Tannhäuser Overture
Dass der Dirigent Andris Nelsons ab 2018 Gewandhauskapellmeister sein wird, ist längst kein Geheimnis mehr. Schon jetzt kann man den Erfolg dieser neuen Zusammenarbeit und die Harmonie zwischen Orchester und Dirigent hören: Deutsche Grammophon startet einen neuen Zyklus mit Bruckners Symphonien, mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter Andris Nelsons. Den Auftakt der kompletten Bruckner-Symphonieeinspielung bildet die Dritte Symphonie. Das Album wird durch die Tannhäuser-Ouvertüre von Richard Wagner ergänzt, dem Bruckner seine Sinfonie widmete. Andris Nelsons meint: "Bruckner beschäftigten dieselben existenziellen Fragen und Zweifel wie uns alle. Sein Glaube und seine innere Stärke spiegeln sich überall in seiner Musik." Der Bruckner Zyklus kombiniert mit Werken von Wagner ist auch eine Hommage an die Stadt Leipzig: Mit dem Gewandhausorchester, das zu Nelsons Antritt in der Spielzeit 2017/18 sein 275. Jubiläum feiert, pflegten sowohl Bruckner als auch Wagner eine enge Beziehung. Bruckners siebte Sinfonie wurde vom Gewandhausorchester uraufgeführt und der gebürtige Leipziger Wagner erlebte viele seiner Werke in der Interpretation des schon damals weltberühmten Gewandhausorchesters. Andris Nelsons, steht exklusiv bei der Deutschen Grammophon unter Vertrag und ist zweifacher Grammy Gewinner. 


Andris Nelsons: Bruckner ~ Symphony No. 3 / Wagner ~ Tannhäuser Overture
CD (Album), Art.Nr.: 00028947972082, im Handel (Deutsche Grammophon)

Montag, 8. Mai 17
Lambert: Sweet Apocalypse
Auf "Sweet Apocalypse" setzt sich Lambert auf ganz persönliche Art und Weise mit dieser Lebensangst moderner Gesellschaften in 12 Kompositionen auseinander. Bei seinem dritten Album – dem ersten, das er für das Label Mercury KX aufgenommen hat – beweist der maskierte Pianist Lambert eindrucksvoll, dass er die komplette Gefühlsklaviatur des Lebens mit enormer Leichtigkeit spielen kann. Zudem hat die Berliner Künstlerin Moki zu den Musikstücken assoziative, surreale und dystopische Bilderwelten zwischen Pierre Pairlaut und Maurice Sendak geschaffen, in denen man sich beim Hören visuell dem Unheimlichen stellen darf.
Lambert: Sweet Apocalypse
CD (Album), Art. Nr.: 00028948151875, ab 12. Mai 17 im Handel (Mercury Classics)

Montag, 8. Mai 17
Fernando Varela: Vivere
Schon beim ersten Hören seiner außergewöhnlichen Stimme wird deutlich, dass man es bei dem im sonnigen Orlando, Florida beheimateten Tenor Fernando Varela keinesfalls mit dem Stereotyp des hölzernen Opernsängers zu tun hat. Varela verbindet der experimentierfreudige Freigeist seiner verschiedenen Vorlieben für Klassik, Pop, Jazz, Latino, Funk und Blues. Auch als klassisch ausgebildeter Tenor scheut er sich nicht vor dem Spagat zwischen unsterblichen Puccini-Arien wie "Nessun dorma" und catchy Pophits. "Mit diesem Album definiere ich mich erstmalig als Künstler. Die große Frage war: Wer ist Fernando Varela? Die Antwort gebe ich mit 'Vivere'."
Fernando Varela: Vivere
CD (Album), Art.Nr.: 00028947964391, im Handel (PANORAMA)  www.universal-music.de

Montag, 8. Mai 17
Alphonso Williams gewinnt das Finale von Deutschland sucht den Superstar
Mit einem spektakulären Finale ging vorgestern Abend die 14. Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ bei RTL zu Ende und der Sieger heißt Alphonso Williams! Der gebürtige US-Amerikaner setzte sich in der packenden Finalshow, in der zum ersten Mal überhaupt vier Kandidaten gegeneinander antraten, gegen Maria Voskania, Duygu Goenel und Alexander Jahnke durch. Mit seiner Gewinner-Single „What Becomes Of The Brokenhearted“ begeisterte Alphonso Williams die Zuschauer im Studio in Köln und vor den Fernsehern. „What Becomes Of The Brokenhearted“ ist seit Freitag als Download erhältlich.

Für den 54-jährigen Sänger, der während seines US-Wehrdiensts in der Nähe von Bremen stationiert war und anschließend der Liebe wegen in Deutschland blieb, geht mit dem Gewinn von „Deutschland sucht den Superstar“ ein großer Traum in Erfüllung. Schon als kleiner Junge hat Alphonso Williams seine Leidenschaft für Gospel, Soul und Pop-Musik entdeckt. Zunächst war er bei „DSDS“ ausgeschieden, aber erhielt nach einer Online-Abstimmung mit 91 Prozent der User-Stimmen die DSDS-Wildcard für die Motto-Shows und zog schließlich ins Finale ein. 

Mit dem Song „What Becomes Of The Brokenhearted“ – im Original von Jimmy Ruffin aus dem Jahre 1966 – präsentiert Alphonso Williams seine mitreißende Debütsingle. Produziert wurde  die Neuauflage von „What Becomes Of The Brokenhearted“ von Mathias Ramson & Brix. Im Finale performte Alphonso Williams ebenso wie seine Konkurrenten insgesamt drei Songs: das persönliche Staffel-Highlight, einen Einzelsong und die Final-Single. Die Zuschauer haben entschieden und Alphonso zum Sieger gekürt!

Auch die 14. Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ lockte wieder ein Millionenpublikum vor die TV-Geräte. Die Jury – allen voran der Chefjuror Dieter Bohlen, Sängerin Michelle, YouTube-Star Shirin David und Scooters H.P. Baxxter – musste aus zehntausenden Bewerbern auswählen, ehe die Zuschauer den Gewinner von „DSDS“ kürten. Die Sieger-Single „What Becomes Of The Brokenhearted“ von Alphonso Williams ist ab sofort digital erhältlich. Die Single und das kommende Debütalbum erscheinen in Kooperation mit RTL interactive Licensing sowie Fremantle Licensing Germany.

Samstag, 6. Mai 17
Schauspiel Frankfurt: Matinee der Solidarität mit Deniz Yücel und inhaftierten Journalistinnen und Journalisten in der Türkei
WIR WOLLEN DAS MEER SEHEN. DENIZ'I GÖRMEK ISTIYORUZ.
Eine Matinee der Solidarität mit Deniz Yücel und inhaftierten Journalistinnen und Journalisten in der Türkei

Der Journalist Deniz Yücel steckt immer noch in Untersuchungshaft in der Türkei. Und warum? Weil Deniz Yücel seinen Job gemacht hat als Reporter: er hat gründlich recherchiert, viele Interviews geführt und geschrieben – geistreich sind seine Texte, klar in der Sache und mit viel Ironie durchsetzt. Er ist ein brillanter Journalist, der nachhakt und sich nicht mit einfachen Antworten zufrieden gibt. Um das aufzuzeigen, wurde eine Auswahl seiner Texte zusammengestellt, die die Vielsei-tigkeit des in Flörsheim am Main geborenen Autors aufzeigen wird.

Autoren, Journalisten und Schauspieler lesen Texte von Deniz Yücel, die von Fußball, Antisemitismus und Rechtspopulismus oder den Entwicklungen in der Türkei handeln.

Mit Jan Böhmermann, Bärbel Schäfer, Oliver Polak, Carolin Emcke, Bascha Mika, Canan Topçu, Paula Hans, Alexander Skipis, Klaus Walter, Doris Akrap, Imran Ayata, Ilkay Yücel und weiteren Gästen

Am 21. Mai um 11.00 Uhr, Schauspielhaus

Der Eintritt ist frei.

www.schauspielfrankfurt.de

Samstag, 6. Mai 17
Erfolgsmusical Starlight Express sucht Nachwuchs-Journalisten für „Kids Only“-Show
Erstmalig findet bei STARLIGHT EXPRESS am Dienstag, den 25. Juli 2017, eine Vorstellung ausschließlich für Kinder und Jugendliche statt. Unter dem Motto „Kids Only!“ besuchen junge Musical-Fans zwischen 8 und 14 Jahren Andrew Lloyd Webbers Welterfolg ohne erwachsene Begleitung. Aber nicht nur im Zuschauerraum stehen an diesem Tag die Kinder im Mittelpunkt.
Auch hinter der Bühne dreht sich bei dieser besonderen Show alles um junge Zuschauer: STARLIGHT EXPRESS sucht neugierige Backstage-Reporter, die für ihre Schülerzeitung (Print oder Online), ihren YouTube-Kanal oder Blog über die Welt hinter dem Erfolgsmusical berichten möchten.
Die jungen Redakteure erleben die Aufregung vor der Vorstellung hautnah mit, geben Einsatzzeichen und schauen Tontechnikern, Maskenbildner und Skate-Mechanikern bei ihrer Arbeit über die Schulter. Natürlich stehen Darsteller und Mitarbeiter auch für Interviews zur Verfügung. Interessierte Nachwuchs-Journalisten zwischen 8 und 14 Jahren schicken einfach eine kurze Bewerbung mit ihrer aktuellen Schülerzeitung an:
Pressestelle STARLIGHT EXPRESS
Stadionring 24
44791 Bochum
oder einen Link zur Online-Ausgabe an presse@starlight-express.de. Die Bewerbungsfrist endet am Freitag, den 16. Juni 2017.

Die Nachwuchsjournalisten, die mit ihrer Schülerzeitung, ihrem Blog oder YouTube-Kanal die STARLIGHT EXPRESS-Jury am meisten überzeugen, dürfen sich nicht nur über einen exklusiven Zugang zum Backstage-Bereich, sondern auch über jeweils zwei Showtickets freuen. Wer nicht zu den glücklichen Gewinnern gehört, muss aber nicht traurig sein: Vor Beginn der „Kids
Only“-Show haben alle Bewerber bei einer einmaligen Kinder-Pressekonferenz die Möglichkeit, Darstellern und Mitarbeitern des Theaters exklusiv Fragen zu stellen und Fotos zu machen.

Eine Show nur für Kinder: Bei der „Kids Only“-Show sind Kinder zwischen 8 und 14 Jahren bei STARLIGHT EXPRESS eingeladen, eine Vorstellung ohne erwachsene Begleitung zu erleben – das gab es in 29 Jahren noch nie.
Bereits im Vorfeld der Ausnahmeshow erwartet das junge Publikum ein außergewöhnliches Rahmenprogramm: Rusty & Co. präsentieren sich dem jungen Publikum bei einem besonderen Meet & Greet im Theaterfoyer und posieren für gemeinsame Fotos. Spannende Mitmach-Aktionen werden während der Weltmeisterschaft der Lokomotiven für beste Stimmung sorgen.

www.starlight-express.de

Samstag, 6. Mai 17
Gärtnerplatztheater München:  Vorschau Spielzeit 2017 | 2018
Gestern präsentierte Staatsintendant Josef E. Köpplinger auf der Pressekonferenz des Staatstheaters am Gärtnerplatz im Literaturhaus München das Programm der Saison 2017|2018. Es steht eine ganz besondere Spielzeit bevor. Das Gärtnerplatztheater öffnet seine Pforten und feiert mit der Operette DIE LUSTIGE WITWE unter der musikalischen Leitung des neuen Chefdirigenten Anthony Bramal die erste Premiere im neu eröffneten Haus am Gärtnerplatz. Eines der bedeutendsten Werke des musikalischen Unterhaltungstheaters mit opernhaften Zügen, Revue-Nummern und Tanz vereint alle Genres, für die das Haus steht.


Gärtnerplatztheater München ~ Pressekonferenz Spielzeit 2017/18
Staatsintendant Josef E. Köpplinger
© Christian POGO Zach

Bereits vor der Eröffnungspremiere zieht mit der ERÖFFNUNGSGALA am 14. und 15. Oktober die Musik wieder ins Gärtnerplatztheater ein. Das 32-köpfiges Solistenensemble, der Chor, die Ballettkompanie, der Kinderchor und das Orchester präsentieren zusammen mit Überraschungsgästen unter der musikalischen Leitung von Anthony Bramall, Michael Brandstätter und Andreas Kowalewitz die schönsten Melodien.

Es wird zwei Uraufführungen und eine deutsche Erstaufführung geben. Für die Musiktheater-Version der Kultfigur PUMUCKL wurde der bekannte Theatermacher und Komponist Franz Wittenbrink beauftragt. Ein heiteres Theatervergnügen für die ganze Familie. Das vielfach preisgekrönte Jukebox-Musical PRISCILLA – KÖNIGIN DER WÜSTE, das bunt und farbenprächtig gute Laune mit Tiefgang vereint, wird als deutsche Erstaufführung gezeigt. Für die choreografische Uraufführung von LA STRADA nach dem gleichnamigen Film von Federico Fellini mit der Musik von Nino Rota konnte Ballettdirektor Karl Alfred Schreiner den Choreografen Marco Goecke gewinnen.

Im REPERTOIRE werden Highlights aus Oper, Operette, Musical und Tanz aus der Umbauzeit, gepaart mit Klassikern des früheren Repertoires und SING ALONG »Im weißen Rössl«, gezeigt. Unverzichtbar und endlich wieder am Haus: HÄNSEL UND GRETEL und Loriots MARTHA.

Das JUNGE GÄRTNERPLATZTHEATER präsentiert die Oper WEISSE ROSE als Münchner Erstaufführung und ANTON AUS DEM OPERNHAUS, ein aus dem Orchester heraus entwickeltes Kinderkonzert.

Ein literarisch-musikalischer Abend ist mit Konstantin Wecker und russische Passion mit dem Janoska Ensemble zu erleben. Neben zahlreichen Konzerten gibt es mit MOVIN' FAUST einen bewegten Liederabend. Auch die kultige Dancesoap MINUTEMADE steht wieder auf dem Spielplan.

In einer Sonderpublikation lässt das Gärtnerplatztheater die letzten fünf Jahre Revue passieren lassen.

Das vollständige Programm findet sich unter www.gaertnerplatztheater.de

Samstag, 6. Mai 17
Der Spielplan 2017/2018 am Staatstheater Nürnberg ~ Die Theaterleitung stellte das neue Saisonprogramm vor, die letzte Spielzeit der Intendanz Peter Theilers
Im Rahmen einer Pressekonferenz im Foyer des Schauspielhauses stellte vorgestern Staatsintendant Peter Theiler den Spielplan für die Saison 2017/2018 vor, zusammen mit dem Geschäftsführenden Direktor Christian Ruppert und den Spartenleitern des Staatstheaters, Schauspieldirektor Klaus Kusenberg, Generalmusikdirektor Marcus Bosch und der Leiterin der Theaterpädagogik Anja Sparberg. Kulturreferentin Prof. Dr. Julia Lehner eröffnet für den Stiftungsrat die Präsentation des neuen Spielplans. Der Stiftungsrat sei hochzufrieden mit den Ergebnissen des Teams um Peter Theiler, das in den zurückliegenden 10 Jahren erstaunliches geleistet und das Staatstheater weiter vorangebracht habe. Sowohl die Besucherzahlen seien auf hohem Niveau stabil, ja verzeichneten sogar noch einen leichten Anstieg, als auch der finanzielle Rahmen.

Staatsintendant und Operndirektor Peter Theiler hob für den letzten von ihm verantworteten Spielplan in Nürnberg die kontinuierliche Zusammenarbeit mit renommierten Regisseur*innen, das ausgebaute Netzwerk europäischer Theater, mit denen das Staatstheater Nürnberg koproduziert, sowie die inhaltlichen Bezüge der Neuproduktionen zu thematischen Spielplanschwerpunkten hervor:

Die Opernsaison eröffnet mit Hector Berlioz‘ Großwerk "Die Trojaner" (Les Troyens) in einer Neuinszenierung des spanischen Regisseurs Calixto Bieito unter der Musikalischen Leitung von GMD Marcus Bosch (Premiere: 08.10.2017). Diese Produktion setzt nicht nur die Pflege der französischen Grand Opéra und insbesondere der Werke Berlioz‘ im Nürnberger Repertoire fort, sie schlägt auch einen Bogen zur Eröffnung von Peter Theilers Nürnberger Intendanz im Herbst 2008 mit Berlioz‘ Opernerstling "Benvenuto Cellini". Mit der Eröffnungsproduktion setzt Peter Theiler einen inhaltlichen Schwerpunkt, der sich durch den Spielplan 2017/2018 zieht, denn Berlioz‘ "Die Trojaner" ist nur eine von drei Neuproduktionen, die im Sagenkreis des Trojanischen Krieges angesiedelt ist.
Auch Wolfgang Amadeus Mozarts selten gespielter "Idomeneo" erzählt von einem der Kriegsheimkehrer; inszeniert wird das Drama per musica von David Bösch, der damit zum ersten Mal in Nürnberg arbeitet. Die Musikalische Leitung der Produktion hat Marcus Bosch, die auch eine Koproduktion mit der Opera Vlaanderen in Antwerpen ist (Premiere: 17.02.2018).
Die dritte Produktion, die thematisch an den Troja-Mythos anknüpft, ist Claudio Monteverdis "Die Rückkehr des Odysseus" (Il ritorno d’Ulisse in patria). Die in Nürnberg durch ihre Inszenierungen von "Platée" und "Die Hochzeit des Figaro" bestens bekannte Regisseurin Mariame Clément führt Regie, die Musikalische Leitung liegt in den Händen eines Spezialisten für Alte Musik, des Dirigenten und Lautenisten Wolfgang Katschner. Es ist die zweite Koproduktion des Staatstheaters mit dem Théatre des Champs-Èlysées, Paris, und die erste mit der Opéra de Dijon (Premiere: 03.06.2018).
Das Symposium "Krieg, Irrfahrten und Heimkehr" widmet sich am 19. November 2017 von wissenschaftlicher Seite dem Mythos Troja bei Berlioz, Mozart und Monteverdi, steht aber auch interessierte Laien und Opernliebhabern offen (Eintritt frei). Das Symposium setzt die langjährige Zusammenarbeit mit dem Institut für Theater- und Medienwissenschaft der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen fort.

Im Jahr 2018 wäre Bernd Alois Zimmermann 100 Jahre alt geworden. Mit einer Neuinszenierung seiner Oper "Die Soldaten" durch Regiealtmeister Peter Konwitschny feiert das Staatstheater Nürnberg den Geburtstag eines der bedeutendsten Komponisten der Nachkriegszeit. BR-Klassik überträgt die Premiere live, die unter der Musikalischen Leitung von Marcus Bosch steht (Premiere: 17.03.2018). Darüber hinaus bietet das Staatstheater zusammen mit der Bernd Alois Zimmermann-Gesamtausgabe, der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz sowie der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ein öffentliches zweitägiges Symposium am 14. und 15. April 2018 unter dem Titel "Wahrnehmungstheater" an.

Sie ist wohl die bekannteste aller Belcanto-Opern und im Schaffen Gioacchino Rossinis der große Wurf schlechthin: "Der Barbier von Sevilla" (Il barbiere di siviglia), inszeniert wird das muntere Spektakel von Josef E. Köpplinger, Staatsintendant am Münchner Gärtnerplatztheater, unter der Musikalischen Leitung des 2. Kapellmeisters Volker Hiemeyer (Premiere: 13.05.2018). Den hochdramatischen Gegenpol dieser Gattung schafft im Staatstheaterspielplan die Wiederaufnahme von Vincenzo Bellinis "Norma", die erst am 13. Mai 2017 in Nürnberg Premiere feiert, in einer Inszenierung von Stéphane Braunschweig, unter der Musikalischen Leitung von Marcus Bosch (WA: 22.09.2017).

Für das Fach des gut gemachten Unterhaltungs-Musiktheaters steht schon seit einigen Jahren der Name des österreichischen Regisseurs Thomas Enzinger am Staatstheater Nürnberg. Gemeinsam mit seinem Ausstatter Toto setzt er Franz Lehárs Operette "Die lustige Witwe" in Szene, unter der Musikalischen Leitung des 1. Kapellmeisters Guido Johannes Rumstadt (Premiere: 05.11.2017). Zum Jahresausklang und anknüpfend an zahlreiche erfolgreich Musical-Produktionen der zurückliegenden Jahre bringt das Staatstheater eine eigene Musical-Revue heraus: "The Lights of Broadway". Für Konzept und Inszenierung zeichnet Gaines Hall verantwortlich, der den Nürnbergern als Sängerdarsteller und Tänzer bestens bekannt ist, vor allem aus den Musical-Klassikern im Opernhaus: "Silk Stockings" (Steve Canfield) und "Singin‘ in the rain" (Don Lockwood) (Premiere: 29.12.2017). Die Musikalische Leitung hat der versierte Musicalspezialist Kai Tietje. Die Revue-Produktion ist eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Die Repertoire-Schiene der gutgemachten Unterhaltung vervollständigt die Wiederaufnahmeserie des Dauerbrenners "My Fair Lady" (ebenfalls: Regie Thomas Enzinger) mit dem ganz speziellen fränkischen Zungenschlag sowie Volker Heißmann als Alfred Doolittle und Martin Rassau als Mrs. Higgins als Local-Star-Guest der Produktion. Die Musikalische Leitung hat Kapellmeister Andreas Paetzold (WA: 01.10.2017).

Den Spielplan runden einige Wiederaufnahmen von Inszenierungen ab, die vom Nürnberger Publikum in vergangenen Spielzeiten besonderes geliebt wurden, wie Alexandra Szeméredys und Magdolna Parditkas Inszenierung von Giacomo Puccinis "La Bohème", unter der Musikalischen Leitung von Marcus Bosch (WA: 20.10.2017). Ein Wiedersehen gibt es auch mit Laura Scozzis frech-frischer "Zauberflöten"-Inszenierung unter der Musikalischen Leitung von Guido Johannes Rumstadt (WA: 24.11.2017). Gleich zwei Opern Giuseppe Verdis kommen zum Abschied noch einmal auf die Nürnberger Opernhausbühne: Die bewegende „Othello“-Inszenierung von Gabriele Rech, unter der Musikalischen Leitung von Guido Johannes Rumstadt (WA: 14.01.2018), und Peter Konwitschnys aufsehenerregende Inszenierung von "La traviata", unter der Musikalischen Leitung von Marcus Bosch (WA: 07.04.2018). Eine weitere Reminiszenz an das Genre der französischen Oper ist die Wiederaufnahme von Bizets "Carmen" (WA: 27.01.2018) in der Inszenierung von Laurent Laffargue unter der Musikalischen Leitung von Volker Hiemeyer. Und schließlich kehrt auch noch einmal – vor der Übernahme der Staatstheaterintendanz – Jens Daniel Herzogs "Tosca"-Inszenierung zurück, die Musikalische Leitung dieser Puccini-Oper hat Volker Hiemeyer (WA: 15.06.2018).

Neben der Fortsetzung der Reihe "LiedGut" im Gluck-Saal ist auch für die kommende Saison ein besonderes Highlight in Planung: Kammersänger Jochen Kupfer präsentiert im Opernhaus ein ganz besonderes Liederprojekt unter dem Titel "Wanderer", begleitet am Klavier von Marcelo Amaral (18.01.2018).

Mit einer festlichen Abschiedsgala "Addio del passato" feiert das Staatstheater Nürnberg nach 10 Jahren den Abschied von Staatsintendant Peter Theiler im Opernhaus am 30. Juni 2018. Mit dem 2. Gesangswettbewerb "Die Meistersinger von Nürnberg" vom 21. bis 26. Juli 2018 endet die Saison 2017/2018. Krönender Abschluss nach dem Finalkonzert am 25. Juli wird das Preisträgerkonzert mit der Staatsphilharmonie Nürnberg unter der Leitung von Marcus Bosch auf dem Hauptmarkt. (26.07.2018)

Das vom Staatstheater Nürnberg initiierte und in Auftrag gegebene Forschungsprojekt "Inszenierung von Macht und Unterhaltung – Propaganda und Musiktheater in Nürnberg 1920-1950" findet nach zwei Symposien einen öffentlichen Abschluss in einer Ausstellung im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände. Vom 15. Juni 2018 bis 06. Januar 2019 ist dort eine Sonderausstellung in der THW-Halle zu sehen und zu erleben, unter dem Titel "Inszenierung von Macht und Unterhaltung". Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Dokuzentrum und dem Forschungsinstitut für Musiktheater Thurnau.
Die im Vorjahr so erfolgreiche Kooperation mit dem Festival NueJazz wird auch 2017/2018 fortgesetzt, das Mark Guiliana Jazz Quartet und das Avishai Cohen Quartet bestreiten das Starkonzert im Opernhaus (10.11.2017). Eine weitere Kooperation geht das Staatstheater Nürnberg mit den Machern von Nürnberg.POP ein und präsentiert gemeinsam das Auftaktkonzert mit Tom Schilling & The Jazz Kid (22.10.2017). In der neuen Reihe "Bei Egerdörfers unterm Sofa" mit dem fränkischen Kultkabarettisten und Tatort-Darsteller Matthias Egersdörfer und Claudia Schulz wird es, nach der Auftaktveranstaltung am 29. Mai 2017, drei weitere Talk/Musik/Kabarett-Abende mit neuen Gästen im Opernhaus geben (01.11.2017, 19.01.2018, 16.05.2018).

Schauspiel
"Glück gehabt!" – unter diesem außergewöhnlichen Motto steht die Abschiedsspielzeit 2017/2018 von Schauspieldirektor Klaus Kusenberg: Mal als Rückbesinnung, mal als Zukunftsvision, steht die spielerisch und kunstvoll ausgetragene existenzielle Auseinandersetzung mit heutiger Lebenswirklichkeit im Zentrum des Spielplans, immer wieder auch versehen mit der programmatischen Frage: Glück gehabt? Die Befragung der Stücke und Stoffe werden auch in dieser Spielzeit namhafte Regisseur*innen am Schauspiel übernehmen, von denen manche den Spielplan mit ihren künstlerischen Handschriften über Jahre hinweg geprägt haben: Georg Schmiedleitner und Frank Behnke, Schirin Khodadadian, Sascha Hawemann, Bettina Brunier, Patricia Benecke und Eike Hannemann; auch Anne Bader und Julia Prechsl kehren nach ihren erfolgreichen Inszenierungen der letzten Saison zurück. Gegenwartsdramatik auf Höhe der Zeit wird in zahlreichen Ur- und Erstaufführungen und Auftragsarbeiten zu erleben sein, u.a. von Jörn Klare, Christoph Nußbaumeder und Alistair Beaton, und nicht zuletzt im vierten Jahr TALKING ABOUT BORDERS. Der 13. internationale Dramenwettbewerb und das Festivalwochenende im Sommer 2017 werden gemeinsam mit den Partnerländern Estland, Lettland und Littauen veranstaltet.

Im Schauspielhaus eröffnet die Saison mit "Kasimir und Karoline" (Premiere: 06.10.2017), berühmtes Volksstück und "Ballade von stiller Trauer, gemildert durch Humor" des Autors Ödön von Horvath. Regie führt Georg Schmiedleitner, der damit an Nürnberger Erfolge wie "Geschichten aus dem Wiener Wald" und "Glaube Liebe Hoffnung" anschließt. Schauspieldirektor Klaus Kusenberg wird die tiefschwarze Komödie "Abgefrackt!" (Premiere: 21.10.2017) inszenieren, nach "Feelgood" bereits die zweite deutschsprachige Erstaufführung des britischen Autors Alistair Beaton, und damit seine Beschäftigung mit dem Autor fortsetzen. In der Premieren-Serie vor Weihnachten wird ebenfalls Klaus Kusenberg "Die Wiedervereinigung der beiden Koreas" (Premiere: 16.12.2017) des französischen Gegenwartsdramatikers Joël Pommerat zur Aufführung bringen, ein kluger und feinfühliger Theatertext, der in szenischen Miniaturen die Aporien der Liebesbeziehungen unserer Zeit beleuchtet. In seiner fünften Regie im Schauspielhaus übernimmt Sascha Hawemann Wolfgang Borcherts einziges Drama "Draußen vor der Tür" (Premiere: 24.02.2018), die Geschichte eines Kriegsheimkehrers und ein heute leider allzu aktueller Protestschrei gegen den Fluch des Krieges. Nach dem Erfolg von "Terror" widmet sich Frank Behnke William Shakespeares großer Komödie "Wie es euch gefällt" (Premiere: 14.04.2017) und wird Liebende, Verirrte, Narren und Philosophen im Schatten des Waldes aufeinandertreffen lassen. Zum großen Abschied dann wird die Musikalische Leiterin des Schauspiels Bettina Ostermeier mit "Raumstation Sehnsucht" (Uraufführung: 02.06.2018), gemeinsam mit Friederike Engel und in der Regie von Patricia Benecke, einer vielköpfigen Band, den sangesfreudigen Mitgliedern des Schauspielensembles und vielen unvergesslichen Songs der Musikgeschichte das Schauspielhaus noch einmal zum Beben bringen, bevor der Countdown läuft und es am Ende, ganz am Ende mit Überraschungsgästen und viel Musik dann endgültig heißt: "Glück gehabt" (14., 15., 22.07.2018).

Die Saison in den Kammerspielen eröffnet mit einem Abschluss: In ihrer zweiten Nürnberger Regie inszeniert Anne Bader "Wir sind glücklich", dem nach "Man muss dankbar sein" und "Ihr könnt froh sein" dritten Teil von Volker Schmidts Trilogie (Uraufführung: 13.10.2017), ein bestechender, kunstvoller Blick auf Globalisierung und Arbeitsmigration. Schirin Khodadadian wird die Uraufführung des Auftragswerks "Im Schatten kalter Sterne" von Christoph Nußbaumeder (Premiere: 15.12.2017) übernehmen, dessen Arbeit nach "Fleischwerk" damit zum zweiten Mal in Nürnberg zu sehen sein wird. Und als dritte und letzte Produktion in den Kammerspielen wird Bettina Brunier "Robert Redfords Hände selig" (Premiere: 07.04.2018) der vielfach ausgezeichneten Autorin Rebekka Kricheldorf (Premiere: 07.04.2018) inszenieren, die mit bitterbösem Humor von einem deutschen Paar erzählt, das in der Ferne nach der Bestimmung seines Lebens sucht, dabei jedoch die politischen Realitäten des fremden Landes verkennt.

Auch in der letzten Spielzeit offenbart sich der experimentierfreudige Charakter der kleinsten Spielstätte des Schauspiels, der BlueBox, in Gestalt einer ganzen Reihe von Uraufführungen:
Als Auftakt kommt erneut ein Stück des Dramatikers, Sachbuchautors und Journalisten Jörn Klare zur Uraufführung. Mit dem Auftragswerk "Höhenrausch" (Uraufführung: 07.10.2017) entwirft er, selbst leidenschaftlicher Bergsteiger, das faszinierende Porträt eines Grenzgängers. Nach der längst zum Kult avancierten Inszenierung "Winnetou" installiert Eike Hannemann dieses Format gemeinsam mit Anita Augustin neu für Nürnberg: "Nekropolis – Die Stadt gehört uns!" ist ein Live-Hörspiel mit viralem Charakter, Subjekt: die Ausrottung der Menschheit durch eine globale Seuche in Gestalt von Zombies (Uraufführung: 14.12.2017). Nach "Letzte Stunde(n). Ein Abend für Marilyn Monroe" wird die Nürnberger Kammerschauspielerin Adeline Schebesch wieder einen Text für Theater schreiben und wirft mit "Körper" (Arbeitstitel) einen nachdenklichen Blick auf den Körperwahn und das Milliardengeschäft mit Fitness und Leistung (Uraufführung: 09.02.2017). Eine leidenschaftliche, moralische und politische Anklage und ein zeitlos aktuelles Werk ist der Roman "Auferstehung" von Leo Tolstoi. Eine neue und eigene Lesart stellt Akin Isletme in seiner gemeinsam mit Dramaturgin Friederike Engel erarbeiteten Fassung vor (Premiere: 10.05.2018). Nach den Uraufführungen aus Georgien, Armenien und Polen in den vergangenen Spielzeiten wird das Siegerstück TALKING ABOUT BORDERS 2016 (Uraufführung: 27.06.2018) die Saison beschließen, das aus den Partnerländern Tschechien und Slowenien kommen und noch im Juni 2017 von der internationalen Jury ausgewählt wird.

Ballett
In seiner zehnten Spielzeit als Ballettdirektor in Nürnberg blickt Goyo Montero mit Stolz und Dankbarkeit auf das Erreichte und mit Vorfreude auf das Kommende. Die Compagnie ist in knapp einem Jahrzehnt auf 22 Tänzerstellen angewachsen, daneben ist eine Young Company zur Förderung des tänzerischen Nachwuchses etabliert. 15 Uraufführungen hat er als Chefchoreograph für sein Nürnberger Ensemble geschaffen, zuletzt "Monade" und "Don Quijote". Neben seinen eigenen Werken konnte der Nürnberger Ballettdirektor auch namhafte und international höchst renommierte Choreographen für eine Zusammenarbeit mit der Nürnberger Compagnie gewinnen, wie u.a. Jirí Kylián, Mats Ek, Nacho Duato, Johan Inger, Crystal Pite, Mauro Bigonzetti, William Forsythe und Christian Spuck. In der Saison 2017/2018 wird dieser erfolgreiche und vom Nürnberger Publikum begeistert mitgetragene Weg fortgesetzt.

Den Tanzabenden, die Goyo Montero bisher großen Künstlerpersönlichkeiten und literarischen Helden gewidmet hat (Goya, Beethoven, Faust, Don Juan u.a.) fügt der Spanier nun eine Hommage an den Nürnberger Renaissance-Künstler Albrecht Dürer hinzu. „Dürers Dog“ ist der Titel der Uraufführung am 09. Dezember 2017, ein Tanzstück, das sich mit der komplexen Persönlichkeit und der kreativen Vielschichtigkeit des genialen Künstlers auseinandersetzt. Die Musik von Owen Belton (eine erneute Auftragskomposition des Kanadischen Klangkünstlers), Philip Glass, Krzysztof Penderecki, Max Richter u.a., wird gespielt von der Staatsphilharmonie Nürnberg unter der Musikalischen Leitung von Guido Johannes Rumstadt.

Unter dem Titel "Powerhouse" präsentiert das Staatstheater Nürnberg Ballett einen weiteren dreiteiligen Tanzabend, für den Nürnbergs Ballettdirektor erneut zwei der international gefragtesten Choreographen unserer Zeit gewinnen konnte: Der Schwede Alexander Ekman, u.a. 2016 mit dem Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet, studiert in Nürnberg seine temporeiche und pulsierende Choreographie "Tuplet" zur elektronischen Musik von Mikael Karlsson ein. Der Israeli Hofesh Shechter, der u.a. für das Staatsballett Berlin, das Cedar Lake Contemporary Ballet, das Nederlands Dans Theater und das Royal Ballet London choreographiert, vertraut dem Nürnberger Ensemble sein preisgekröntes Stück „Disappearing Act“ an. Goyo Montero selbst wird für dieses Programm ein neues Stück kreieren. (Premiere: 21.04.2018)

Die zurückliegenden 10 Jahre und ihre Höhepunkte lässt Goyo Montero Revue passieren in einem ganz speziellen Gala-Programm: "Dekade: Zehn Jahre Staatstheater Nürnberg Ballett" präsentiert eine Werkschau der besonderen Art, mit tänzerischen und choreographischen Höhepunkten aus den Produktionen der letzten 10 Jahre, ein Programm aus Soli und Ensemble-Nummern, die nicht nur von der aktuellen Nürnberger Compagnie getanzt werden, sondern zu denen auch international renommierte Künstlerkolleg*innen eingeladen sind. Goyo Montero wird die ausgewählte Choreographien neu inszenieren und jeder der insgesamt fünf Galaabende wird eine Variation und für das Publikum jeweils mit einer neuen Überraschung aufwarten (Premiere: 23.06.2018).

Zwei Erfolgsproduktionen der Ballettdirektion Goyo Montero werden 2017/2018 erneut in den Spielplan aufgenommen: Das Tanzstück "Don Quijote", das erst am 22. April 2017 seine begeistert gefeierte Uraufführung erlebte, wird bereits ab dem 14. Oktober 2017 wieder im Opernhaus zu sehen sein. Und Goyo Monteros Ballett "Der Nussknacker", live von der Staatsphilharmonie Nürnberg mit Peter Tschaikowskis weltberühmter Musik begleitet, ist wieder ab 03. März 2018 zu erleben, als die abenteuerliche Entwicklungsreise eines jungen, verzogenen Mädchens, das mit Hilfe des Nussknackers zur liebesfähigen, erwachsenen Frau reift.

Generalmusikdirektor Marcus Bosch präsentierte die Konzertsaison 2017/2018, deren Programm unter das Motto "Leuchttürme" gestellt ist und damit einen konzeptionellen Bogen zur ersten Konzertspielzeit "Wegweiser" (2011/2012) unter Leitung des Generalmusikdirektors schließt: Denn wie Wegweiser bieten Leuchttürme Orientierung, strahlen aber auch in die Ferne. So erwartet die Besucher*innen ein vielgestaltiges Konzertprogramm, das die erfolgreich etablierte Formate fortführt, ambitionierte Vorhaben zum Abschluss bringt, aber auch neue musikalische Perspektiven eröffnet: Von Biber bis Zimmermann, vom Frühbarock bis zur Neuen Musik reicht die Spanne der Musik, wobei ein Schwerpunkt auf den Arbeiten von zwei Komponisten liegt, deren 100. Geburtstage im Jahr 2018 zu begehen sind: Bernd Alois Zimmermann und Leonard Bernstein. Die Philharmonischen Konzerte warten erneut mit renommierten Solist*innen auf: Mit Dirigenten wie Leonid Grin, Charles Olivieri-Munroe und Paul Goodwin, den Pianist*innen Martina Filjak, Szymon Nehring und Matthias Kirschnereit, Streichersolistin Christina Brabetz oder Klarinettist Reto Bieri sind international gefragte Künstler*innen in der Meistersingerhalle zu Gast.

Gleich mit dem 1. Philharmonischen Konzert (13.10.2017) wird ein großes Projekt zur Vollendung kommen: Seit 2011 haben GMD Marcus Bosch und die Staatsphilharmonie Nürnberg alle Sinfonien und die Sinfonischen Dichtungen von Antonin Dvorák aufgeführt und als CD eingespielt. Die 1865 entstandene Zweite Sinfonie des böhmischen Komponisten ist das letzte Werk, das noch fehlt, damit die Gesamtaufnahme, die auch international für Aufsehen gesorgt hat, "Im Kasten" ist. Als Solistin wird die kroatische Pianistin Martina Filjak für Sergej Projkofjews Konzert für Klavier und Orchester zu Gast sein. Im 2. Philharmonischen Konzert (10.11.2017) nehmen Marcus Bosch und sein Orchester musikalischen Bezug zum Reformationsjahr und verhandeln mit einem anspruchsvollen Programm, Felix Mendelssohn Bartholdys "Reformationssinfonie" und Leonard Bernsteins Sinfonie Nr. 3 "Kaddish", "Glaubensfragen". Für den großen Chorpart in "Kaddish" wird erneut der Tschechische Philharmonische Chor Brünn zu Gast sein, für die Aufführung konnten darüber hinaus die Intendantin und Regisseurin Brigitte Fassbaender als Sprecherin und die Sopranistin Stefania Dovhan gewonnen werden. Vom "Lärm der Zeit" und den gesellschaftlich-politischen Ereignissen einer Epoche legt das 3. Philharmonische Konzert (19.01.2017) mit Werken von Dimitri Schostakowitsch beredtes Zeugnis ab. Mit dem ukrainischen Dirigenten Leonid Grin kommt ein Musiker als Gast nach Nürnberg, der noch zu Lebzeiten Schostakowitsch in Moskau studiert hat und eng mit dessen Musik verbunden ist. Das 1955 entstandene Violinkonzert wird die Solistin Christina Brabetz spielen. Mit dem Dvorák-Projekt entstand über die Jahre eine ideelle Brücke zur Partnerstadt Prag; mit dem 4. Philharmonischen Konzerts (23.03.2017) folgt eine partnerschaftliche Einladung der "Krakauer Gäste", den Krakauer Philharmonikern, die unter Musikalischer Leitung ihres Chefdirigenten Charles Olivieri-Munroe Werke polnischer Komponisten präsentieren werden. Im Mai 2018 wird die Staatsphilharmonie Nürnberg den kulturellen Austausch dann mit einem Gegenbesuch in Polen begehen. Das 5. Philharmonische Konzert unter dem Dirigat von Marcus Bosch (20.04.2018) stellt "Jewish Guys" mit zwei sehr unterschiedlichen künstlerischen Handschriften vor, Gustav Mahlers Sechste Sinfonie, die von den Krisen und Verwerfungen der Moderne erzählt, und Felix Mendelssohn Bartholdys Konzert für Klavier und Orchester. Als Solist kommt der deutsche Pianist Matthias Kirschnereit, der 2009 die Rekonstruktion des verlorenen Dritten Klavierkonzerts von Mendelssohn aufnahm und dafür den ECHO Klassik erhielt. "Himmel und Erd'" verbinden sich dann im 6. Philharmonischen Konzert (18.05.2018) mit den Werken von Bernd Alois Zimmermann und Gustav Mahler, für das neben der Sopranistin Michaela Maria Mayer der Dirigent Günter Neuhold und mit dem jungen Trompeter Simon Höfele ein Ausnahmetalent und Preisträger des ARD-Wettbewerbs zu Gast sein werden. "Endlich Schubert!" heißt es im 7. Philharmonischen Konzert (22.06.2018) mit Franz Schuberts Dritter und Fünfter Sinfonie unter Musikalischer Leitung von Josep Caballé Domenech. Die beiden Sinfonien umrahmen das Konzert für Klarinette und Orchester des türkischen Pianisten Fazil Say, ein Werk, das gerade durch die aktuellen Ereignisse zu einem der politischsten Musikstücke unserer Zeit geworden ist und das der Schweizer Klarinettist Reto Bieri spielen wird. Zum Abschluss der Konzertspielzeit kommen auf der Bühne der Meistersingerhalle unter dem Dirigat von GMD Marcus Bosch für das 8. Philharmonische Konzert (07.07.2018) "Letzte Dinge" noch einmal die Staatsphilharmonie Nürnberg, der Opernchor sowie Ida Aldrian und Leah Gordon aus dem Ensemble des Staatstheaters zusammen, um Bernd Alois Zimmermanns witzige "Musique pour les soupers de Roi Ubu" und Gustav Mahlers "Auferstehungssinfonie" zur Aufführung zu bringen. Der Kabarettist Matthias Egersdörfer wird den Part des Conférenciers in Zimmermanns "König Ubu" übernehmen.

Ihre Fortsetzung finden die in den vergangenen Spielzeiten überaus erfolgreich etablierten Konzertformate, wie etwa "Stummfilm Philharmonisch" mit einem Höhepunkt der Reihe, "Der Rosenkavalier", einer Adaption der gleichnamigen Oper, deren Partitur Richard Strauss selbst eingerichtet hat (Musikalische Leitung: Frank Strobel, 16.11. und 22.12.2017), die Reihe der Rathauskonzerte (30.06.2017), "Phil & Lunch" im Germanischen Nationalmuseum sowie die vier Kinderkonzerte der Reihe "Phil & Young", welche aufgrund der großen Nachfrage an den Sonntagsterminen zweimal gespielt werden (22.10. und 13.11.2017, 17. und 21.12., 04.02., 04., 08. und 20.07.2018) und das Jugendkonzert (13.12.2017). "Phil & Chill" knüpft an die erfolgreichen Konzerte im Festsaal im Künstlerhaus KunstKulturQuartier an und präsentiert zwei musikalische Programme im ungewöhnlichen Zusammenklang von Staatsphilharmonie und den DJs Thommy Yamaha und Ekki Eletrico (15.09.2017; 13.04.2018).

Eine Reihe von außergewöhnlichen Sonderkonzerten vervollständigt das facettenreiche Konzertprogramm der kommenden Saison: Zur Verleihung des Menschrechtspreises 2017 der Stadt Nürnberg spielt die Staatsphilharmonie Nürnberg Werke syrischer Komponisten (24.09.2017). Die "Einkehr mit Beethoven" führt nach dem großartigen "Deutschen Requiem" in der vergangenen Saison erneut in die Gustav-Adolf-Gedächtniskirche (30.04.2018), diesmal mit Ludwig van Beethovens anspruchsvoller "Missa solemnis", dem Chor der vocapella und dem Vokalwerk Nürnberg. Die beliebten Neujahrskonzerte präsentieren zum Jahreswechsel diesmal klassisch "Wiener Blut" u.a. mit Werken von Johann, Josef und Eduard Strauß – alles Walzer beim Neujahrskonzert 2018, es dirigiert Mikhel Kütson. Auch das Konzert zur Blauen Nacht steht wieder mit auf dem Programm ebenso wie der fulminante Spielzeitabschluss mit dem Klassik-Open-Air unter dem Motto "Summertime" (22.07.2017) inklusive Familienkonzert am Vormittag.

Die Sparte u18plus junges publikum unter der Leitung von Anja Sparberg setzt ihre erfolgreiche Vermittlungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen spartenübergreifend fort – und der Theaterjugendclub wird in der neuen Saison volljährig! Gegründet im Jahr 2000, als Anja Sparberg die neu geschaffene Sparte entwickelte, wurde er ins Leben gerufen; seither konnten eine Vielzahl von Jugendlichen dort erste Theatererfahrungen sammeln, von denen einige mittlerweile selbst den beruflichen Weg ans Theater gefunden haben. Zum Abschluss der Schauspieldirektorenzeit von Klaus Kusenberg wird der Theaterjugendclub auf diese Zeit zurückblicken und sich im Juli 2018 mit einer "Jugendclub18performance" von Team verabschieden.

Um das erfolgreiche Konzept der Sparte u18plus junges publikum weiter umsetzen und neuen gesellschaftlichen Herausforderungen begegnen zu können, wurde zur letzten Spielzeit eine dritte Stelle mit einer Theaterpädagogin für Performance und Integration von Flüchtlingen geschaffen. Viele Projekte und neue Angebote konnten bereits initiiert werden und haben überaus positive Resonanz erfahren, etwa durch die Einladung des Samstagsclubs "Freunde & Feste" zu einem von der Bundeskulturstiftung ausgerichteten Festival am Theater Bautzen. Ihre Fortführung finden daher u.a. die Formate "Land & Leute" und "Theater vor Ort" in Zusammenarbeit mit Nürnberger Bildungs- und Kulturinstitutionen.

Auch für die Saison 2017/2018 sind gemeinsam mit der Leiterin Anja Sparberg und der Konzert- und Musiktheaterpädagogin Marina Pilhofer neben den zahlreichen Angeboten wie Workshops, Führungen, Vor- und Nachbereitungen etc. wieder vielfältige Projekte in Planung. Gleich zu Beginn der Spielzeit steht ein großes Projekt im Schauspielhaus an: Ein eigens von der Theaterpädagogik geschriebenes Stück zum Thema Zukunft und Beruf für und mit Mittelschüler*innen aus der Metropolregion wird am 16.11.2017 Premiere feiern; Initiator des Projekts ist Erich Schuster, der vor zehn Jahren mit der DEFACTO X-Stiftung das Projekt "Schüler-Power" gründete.

Der Theaterfotograf Ludwig Olah hat auch in diesem Jahr wieder die Fotokonzeption für das Spielzeitheft des Staatstheaters entwickelt und die Künstler*innen mit persönlichen, großformatigen Porträts in den Fokus gerückt. Zusammen mit der Gestaltung, die wie in den letzten Jahren von den hauseigenen Grafikerinnen der Marketingabteilung übernommen wurde, lädt auch das zehnte Heft unter der Intendanz von Peter Theiler wieder zum ausgiebigen Blättern und Studieren ein. Das Spielzeitheft liegt ab dem 10. Mai in den Spielstätten und Vorverkaufskassen des Staatstheaters sowie an vielen öffentlichen Stellen in der Region aus.

www.staatstheater-nuernberg.de

Samstag, 6. Mai 17
Bregenzer Festspiele: Kirchliche Korruption und menschliche Gewalt: Beatrice Cenci als Oper im Festspielhaus 2018
Während in wenigen Wochen die Proben der diesjährigen Bregenzer Festspiele starten, sind die Planungen für die nächstjährige Saison weit gediehen: Im Jahr 2018 zeigt das Sommerfestival als Oper im Festspielhaus Beatrice Cenci des aus Hamburg stammenden Komponisten Berthold Goldschmidt (1903 - 1996). 

Die Österreichische Erstaufführung eröffnet am 18. Juli 2018 die 73. Festspielsaison am Vorarlberger Bodensee, es folgen zwei weitere Aufführungen. Tags darauf feiert das Spiel auf dem See Carmen seine Wiederaufnahme-Premiere. Die Bregenzer Festspiele 2018 finden von 18. Juli bis 19. August statt.

Das Libretto für das 1988 in London uraufgeführte Werk schrieb Martin Esslin nach Percy Bysshe Shelleys Drama The Cenci (1819). Goldschmidt komponierte die spannungsgeladene Oper um kirchliche Korruption und menschliche Gewalt in den Jahren 1949 und 1950.

Erath und Debus kehren zurück
Die Regie wird Johannes Erath führen, der 2016 bei den Bregenzer Festspielen Miroslav Srnkas Oper Make no noise auf der Werkstattbühne inszenierte. Am Pult der Wiener Symphoniker wird Johannes Debus stehen, der dem Bregenzer Festspielpublikum durch seine Interpretation von Jacques Offenbachs Hoffmanns Erzählungen 2015 in Erinnerung ist. Bühnenbildnerin ist Katrin Connan, die Kostüme entwirft Katharina Tasch.

Viele Morde
Die Oper erzählt die brutale Geschichte von Beatrice Cenci, der 1577 in Rom geborenen Tochter des Edelmanns Francesco Cenci. Er ließ seine Söhne umbringen und vergewaltigte seine Tochter. Für die Verfehlungen kaufte er sich bei der Kirche frei, der er mehrere seiner Besitztümer überlassen musste. Um weiteres Unheil von der Familie abzuwenden, ließen Beatrice und ihre Stiefmutter Lucrezia den Vater ermorden. Dafür wurden sie 1599 in Rom hingerichtet.

Vorverkauf für 2018 ab 20. August
Der Vorverkauf für den Festivalsommer 2018 startet am 20. August 2017 um 21:00 Uhr im Internet, dem letzten Spieltag der diesjährigen Saison (ausgenommen sind Premieren- und Lounge-Tickets). Ab 21. August nimmt das Ticket-Center telefonisch Buchungen entgegen unter 0043 5574 4076. Die Bregenzer Festspiele 2018 finden von 18. Juli bis 19. August statt.

Saison 2017: Tickets sind verfügbar
Das Spiel auf dem See Carmen eröffnet am 19. Juli 2017 die diesjährigen Bregenzer Festspiele, tags darauf folgt als Oper im Festspielhaus Moses in Ägypten. Bis 20. August 2017 stehen insgesamt 80 Veranstaltungen auf dem Programm der 72. Festspielsaison am Bodensee, Tickets sind verfügbar. Telefon 0043 5574 4076 und www.bregenzerfestspiele.com.

Samstag, 6. Mai 17
„ttt - titel thesen temperamente" am Sonntag (MDR)
„ttt - titel thesen temperamente" kommt am Sonntag, 7. Mai 2017, um 23:40 Uhr im Ersten

Die geplante Themen:

„Mein Bruder Che" - Der Mensch hinter dem Mythos

Alles scheint gesagt über den argentinischen Arzt und Revolutionär Ernesto „Che" Guevara de la Serna, der 1967 in Bolivien von Militärs erschossen und nach seinem Tod zur mythischen Gestalt verklärt wurde. Unzählige Bücher, Biografien, Bio-Pics beschäftigen sich mit dem Guerilla-Führer, seine Tagebücher wurden verfilmt. Zum 50. Todestag des „Che" hat jetzt Ernestos fünfzehn Jahre jüngerer Bruder Juan Martín Guevara eine neue Biografie veröffentlicht: „Mein Bruder Che".
Juan Martín Guevara beschreibt, wie die Angst um den älteren Sohn das Familienleben daheim in Argentinien bestimmte, die ständige Ungewissheit und das Warten auf Briefe, die Freude über die siegreiche Revolution in Kuba und der Schock, als man vom Tod des Revolutionärs erfuhr - durch ein Zeitungsfoto. Dass „Che" heute vor allem als Werbe- und Pop-Ikone wahrgenommen wird, findet sein Bruder unerträglich. „ttt" hat Juan Martín Guevara in Paris getroffen.
Autorin: Hilka Sinning

„You`ll Never Walk Alone" - Dokfilm über die weltberühmt gewordene Fußballhymne
In seinem Dokumentarfilm erzählt Regisseur André Schäfer von dem erstaunlichen Werdegang des Liedes „You'll Never Walk Alone", das von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein komponiert wurde. Ursprünglich stammt es aus dem 1945 uraufgeführten Broadway-Musical „Carousel".
Die Story basierte auf dem ungarischen Theaterstück „Liliom" von Ferenc Molnár, das 1930 von US-Regisseur Frank Borzage und 1934 von Fritz Lang verfilmt wurde.
Richtig berühmt wurde das Lied jedoch durch einen Zufall - und das erzählt dieser Dokumentarfilm.
Autor: Jens-Uwe Korsowsky

"Das Verlangen der Anderen" - Fotoreportage über Sexarbeit in Bangladesch
Im Herzen des muslimischen Landes Bangladesch, in der Region Tangail, gibt es ganz legal eines der ältesten und größten Bordelle Asiens: das abgeschottete Blechhüttendorf Kandapara. Über 700 Frauen arbeiten hier, einige von ihnen wurden hierher verschleppt, für andere war es die Hoffnung auf ein unabhängiges Leben und manche sind sogar hier geboren worden.
Das Bordell ist eine Stadt innerhalb einer Stadt - mit eigener Infrastruktur, eigenen Geschäften, eigenen Hierarchien und strikten Regeln, die die staatlichen Gesetze außer Kraft setzen.
Die Hamburger Fotografin Sandra Hoyn hat einen ganzen Monat in diesem Bordell verbracht und für ein Porträt ihrer berührenden und sehr intimen Reportage den diesjährigen Sony World Photography Award gewonnen. Wir haben sie in Hamburg auf einem Bahnhof getroffen.
Autor: Dennis Wagner

Come Back der einstigen Nu Metal-Helden: Linkin Park „One More Light"
1996 in Los Angeles gegründet, schießen sie mit ihrem Debütalbum „Hybrid Theory" (1999) durch die Decke und füllen die großen Arenen weltweit. Der Sound: hymnisch und heavy, eine Mischung aus Rap und hartem Rock. Linkin Park werden zu bedeutenden Vertreter der sogenannten Nu Metal-Bewegung, die die kommerzielle Rockmusik seit Mitte der 90er-Jahre Jahrtausendwende maßgeblich mitbestimmt.
Fast 20 Jahre später. Nu-Metal ist lang vorbei. Und Linkin Park melden sich mit einem neuen Album zurück. „One More Light". Mittlerweile haben die Mitglieder der sechsköpfigen Band um Sänger Chester Bennington und Gründer Mike Shinoda, wie selbst sagen, zu ihren Rollen als Musiker, Väter und Männer gefunden. In einem exklusiven Interview für „ttt" erzählt die Band, was sie heute bewegt und wofür der Name Linkin Park im Jahr 2017 steht.
Autor: Andreas Krieger

Im Internet unter www.DasErste.de/ttt

Moderation: Max Moor
Redaktion: Jens-Uwe Korsowsky / Matthias Morgenthaler (MDR)

Freitag, 5. Mai 17
Die Saison 2017/2018 am Theater Magdeburg
Am Donnerstag, dem 4. 5. 2017, stellten Generalintendantin Karen Stone, Verwaltungsdirektor Marc Stefan Sickel, Ballettdirektor Gonzalo Galguera, Schauspieldirektorin Cornelia Crombholz, Generalmusikdirektor Kimbo Ishii und Musiktheaterpädagoge Matthias Brandt das Programm für die neue Spielzeit 2017/2018 am Theater Magdeburg vor.


Theater Magdeburg Spielzeitpressekonferenz 2017-2018 am 4. Mai 2017
© Andreas Lander

Insgesamt 27 Neuproduktionen werden innerhalb der nächsten Saison in den Sparten Musiktheater, Ballett, Schauspiel und Junges Theater Premiere feiern. Im Musiktheater wird es neun, im Ballett drei und im Schauspiel elf Premieren sowie spannende neue Formate geben. In der Sparte Junges Theater sind vier Neuproduktionen geplant. Hinzu kommen Konzerte, zahlreiche Extras, Gastspiele und Sonderformate.  Das vollständige Programm findet sich auf der Website: www.theater-magdeburg.de und im neu erschienenen Spielzeitheft.
Der Kartenverkauf für die neue Spielzeit beginnt am Fr. 5. 5. 2017.

Musiktheater
+++ Rusalka +++ Aida +++ Der kleine Horrorladen +++ Dantons Tod +++ Eine Nacht in Venedig +++ Richard Löwenherz +++ Powder Her Face +++ Salome +++ DomplatzOpenAir 2017: Jesus Christ Superstar +++

Die neue Saison 2017/2018 wird von zwei Operntiteln umrahmt, die trotz ihrer nahe beieinander liegenden Entstehungszeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts inhaltlich und von ihrer Wirkung unterschiedlicher kaum sein könnten: Eröffnet wird die neue Spielzeit von Antonín Dvoráks märchenhafter Oper »Rusalka« (Premiere Sa. 9. 9. 2017). 1901 uraufgeführt wurde die erfolgreiche Oper zum Inbegriff der tschechischen Oper. Vier Jahre später feiert Richard Strauss’ skandalöses Werk »Salome« seine erste Premiere und wurde auf Grund moralischer Verwerflichkeit und der extremen Darstellung weiblicher Leidenschaft zu einem »succès de scandale«. »Salome« (Premiere: Sa. 5. 5. 2018) beendet die Saison im Opernhaus, bevor das DomplatzOpenAir 2018 »Jesus Christ Superstar« (Premiere: Fr. 15. 6. 2018) auf dem Domplatz aufgebaut wird.

Grundlage der Inszenierungen des Theaters Magdeburg ist die hervorragende musikalische Besetzung, die sich sowohl beim Publikum als auch bei Kritikern einen Namen gemacht hat: »Man muss Karen Stone hoch anrechnen, dass sie zu den wenigen Opernintendanten gehört, die etwas von Stimmen verstehen. Ihre sängerischen Besetzungen überzeugen fast immer.« (MDR Kultur, Oktober 2016). Auch in dieser Spielzeit wird Wert gelegt auf höchste sängerische Qualität und eine hervorragende musikalische Leitung. Sein ganzes Können wird der Opernchor des Theaters Magdeburg zum Beispiel in der großen Choroper »Dantons Tod« in der  Regie der Generalintendantin Karen Stone selbst unter Beweis stellen (Premiere: Sa. 20. 1. 2018). Mit der farbenreichen Orchestrierung und der spannenden Balance zwischen imposanten Massenszenen und kammerspielartiger Beleuchtung konfliktreicher Beziehungen wurde Giuseppe Verdis »Aida« bald nach seiner Uraufführung zu einem großen Publikumserfolg und zu einem seiner bekanntesten Werke, welches sich bis heute ungebrochen großer Beliebtheit erfreut, gleichzeitig aber höchste musikalische Ansprüche an das Ensemble stellt. Eine Neuinterpretation dieses Opernklassikers nimmt Oliver Mears, Operndirektor des Royal Opera House Covent Garden, vor (Premiere: Sa. 21. 10. 2017). Ebenso hochkarätig besetzt ist die musikalische Leitung von Georg Friedrich Händels und Georg Philipp Telemanns Singspiel »Richard Löwenherz«. Der Dirigent David Stern kehrt nach Magdeburg zurück und dirigiert die Magdeburgische Philharmonie, nachdem er für »Orpheus« 2010 und »Damon« 2016 am Pult des von ihm gegründeten Ensembles Opera Fuoco stand. Die Premiere (Sa. 10. 3. 2018) findet im Rahmen der 24. Magdeburger Telemann-Festtage statt.

Neben den großen Klassikern des Opernrepertoires schärfen selten gespielte Werke das Spielplan-Profil. Hierfür stehen die Produktionen »Dantons Tod« und Thomas Adès »Powder Her Face«, die nicht zum ersten Mal in Magdeburg gezeigt werden. Damit stellt sich das Theater Magdeburg der Herausforderung der Wiederaufführung von unbekannten Musiktheaterwerken. Gottfried von Einems 1947 uraufgeführte Oper »Dantons Tod« wurde 1967 in Magdeburg als DDR-Erstaufführung gezeigt und ist nun – 50 Jahre später – zu Gottfried von Einems 100. Geburtstag im Jahr 2018 mit der Frage nach der Machbarkeit von gesellschaftlicher und politischer Veränderung aktueller denn je. Die Kammeroper »Powder Her Face« war 1997 als Deutschsprachige Erstaufführung am Theater Magdeburg zu sehen und wird nun im englischen Original im Schauspielhaus Premiere feiern (Sa. 31. 3. 2018). Der Kammeroper liegt ein ebenso zeitgemäßes Sujet zu Grunde: die Entstehung und Lenkung eines Medienhypes zur Diffamierung einer einzelnen Person.
Ein Wiedersehen gibt es mit dem Regisseur Ulrich Wiggers, der nach der »Rocky Horror Show« nun den »Kleinen Horrorladen« inszeniert (Premiere: Sa. 11. 11. 2017). Auch Erik Petersen kehrt nach Magdeburg zurück und serviert in der »Nacht in Venedig« (Premiere: Sa. 10. 2. 2018) mehr als nur Frutti di mare.

Ballett
+++ America Noir +++ Raymonda +++ Tanzbegegnungen 7 +++

Ballettdirektor Gonzalo Galguera prägt seit zehn Jahren das Ballett Magdeburg als eine der wenigen klassischen Kompanien in Mitteldeutschland und feiert mit der Neukreation und Adaption der bedeutenden klassischen Handlungsballette große Erfolge. Doch auch modernere Choreografien und Stückentwicklungen beherrschen den Ballettspielplan des Theaters Magdeburg. Neben dem neu kreierten Ballettabend »America Noir« (Premiere: Sa. 30. 9. 2017), bei dem Choreograf Gonzalo Galguera das Ballettpublikum in die Welt des amerikanischen Kinos und amerikanischer Komponisten entführt, präsentiert das Ballett Magdeburg das Handlungsballett »Raymonda« mit der Musik von Alexander Glasunow (Premiere: Sa. 7. 4. 2018). Am Ende der Ballettsaison arbeiten die beiden zeitgenössischen Choreografinnen Maura Morales und Mariá Rovira für die »Tanzbegegnungen 7« mit der Kompanie (Premiere: Fr. 18. 5. 2018).

Konzert
+++ Namhafte Solisten wie Menahem Pressler, Antje Weithaas+++ Jubiläum 120 Jahre Magdeburgische Philharmonie +++

2017 feiert die Magdeburgische Philharmonie ihr 120-jähriges Bestehen und gemeinsam mit dem Orchester feiert Grand Seigneur Menahem Pressler als Solist im 1. Sinfoniekonzert (Do. 21. und Fr. 22. 9. 2017). Für den Abschluss der Jubiläumskonzertsaison kehrt eine namhafte Solistin der jüngeren Generation erneut nach Magdeburg zurück: Im 10. Sinfoniekonzert ist Antje Weithaas zu erleben (Do. 7. und Fr. 8. 6. 2018). Auch spielen der 100. Todestag Claude Debussys und der 100. Geburtstag von Leonard Bernstein in der Konzertsaison 2017/2018 im 6., 8. und 9. Sinfoniekonzert eine tragende Rolle. Ebenso feiert die Magdeburgische
Philharmonie mit dem IMPULS-Festival für Neue Musik Sachsen-Anhalt das zehnjährige Festivaljubiläum im 3. Sinfoniekonzert (Do. 16. und Fr. 17. 11. 2017) mit gleich zwei Dirigenten: GMD Kimbo Ishii und Festivalintendant Hans Rotmann werden für Thomas Buchholz’ »Danses Imaginaires« gemeinsam am Pult der  Magdeburgischen Philharmonie stehen.

Schauspiel
+++ Antikentrilogie +++ Uraufführungen +++ Raumbühne Paradies +++ Kooperation mit dem Deutschen Literaturinstitut Leipzig +++

Auf der großen Bühne des Schauspielhauses werden in der Saison 2017/2018 Werke bekannter Autoren des 20. und 21. Jahrhunderts gezeigt, die zu Lebzeiten aufgrund ihrer unbequemen Texte höchst umstritten waren. Der Österreicher Thomas Bernhard deckt in »Vor dem Ruhestand« ungeschönt die politische Einstellung eines ehemaligen NS-Richter nach 1945 auf, der weiterhin und unbescholten Rassismus und Antisemitismus auslebt und am Ende einem Herzanfall erliegt (Premiere: Sa. 7. 10. 2017). Auch Bertolt Brecht stieß mit seinen Texten auf Widerstand, traf er doch den Nerv gesellschaftlicher Missstände und löst bis heute zwiespältige Reaktionen aus. »Die Kleinbürgerhochzeit« (Premiere: Fr. 23. 2. 2018) zeigt eine Entlarvung spießbürgerlicher Lebenslügen. In Oscar Wildes berühmtester Komödie »Bunbury« verweigern sich die zwei Hauptprotagonisten dem bürgerlichen Leben zu Gunsten des eigenen Vergnügens. Die besondere Qualität dieser 1895 uraufgeführten Verwechslungskomödie sind die spitzfindigen, pointierten Dialoge sowie urkomische und absurde Situationen (Premiere: Sa. 2. 12. 2017).

Neben diesem Schwerpunkt auf der großen Bühne beleuchtet das Schauspiel in seiner neuen Saison konkrete politische Umstände und die Frage nach der Konstituierung und Dekonstruktion von Machtgefügen. Die Antiken-Trilogie »Antigone und Ödipus« (Premiere: Fr. 29. 9. 2017) reist in die Vergangenheit, in die Wiege der Demokratie, nach Griechenland. Die Uraufführung »Die Präsidentin« (Uraufführung: Sa. 12. 5. 2018) mit Corinna Harfouch in der Hauptrolle nach dem fiktionalen Comic von François Durpaire und Farid Boudjellal thematisiert die politische Radikalisierung bei der Wahl von Marie Le Pen als Präsidentin Frankreichs, während die Uraufführung von »Hello. It’s me Democracy« frei nach Motiven des Romans »Die Stadt der Sehenden« von José Saramago (Uraufführung: Sa. 30. 9. 2017) die Verweigerung zu Wählen zum Thema macht.

Neben dieser ganz konkreten Auseinandersetzung mit dem Politischen befasst sich das Schauspiel mit Zukunftsvisionen. Im Februar 2018 wird die »Paradies« als stehende Raumbühne im Schauspielhaus/Studio installiert. Das Einheitsbühnenbild erlaubt flexible Formate und Experimente. Alle Zukunftsforscher sind eingeladen, die Raumstation »Paradies« in der Gegenwart zu betreten und während der 121-tägigen Mission, die Erforschung eines neuen Raum- und Zeitgefüges zu erleben. Zum Beispiel beim Besuch der Produktion »Solaris« nach Stanislaw Lem (Premiere: Sa. 24. 3. 2018), einer kosmischen Kolonialisierungsgeschichte ineiner unbestimmten Zukunft, oder in der Science-Fiction-Komödie »Ab jetzt« von Alan Ayckbourn (Premiere: Sa. 17. 2. 2018). Aber auch kleinere Formate und weitere Produktionen werden zum Mittel des Durchspielens des Zukünftigen in der Utopie-Raumstation »Paradies«, die ein »Denken nach vorn« (Ernst Bloch) ermöglicht. Ebenso wird die Vergangenheit bei der Neuvermessung der Zukunft eine Rolle spielen und so stellen sich Studierende des Deutschen Literaturinstituts Leipzig in einem Format, das dem Vorbild des amerikanischen »writers rooms« folgt, die Frage: »Was wäre, wenn …« alles zum Beispiel ganz anders gekommen wäre?

Programm für junge Zuschauer
+++ Reihe der Kinderoper zum Mitmachen wird fortgesetzt +++ Weihnachtsmärchen: Hexe Baba Jaga im Zauberwald +++ Neue Konzertreihe für Kleinkinder +++ Pippi Langstrumpf +++

Das Programm des Theaters Magdeburg für Familien und junge Zuschauer findet großen Zuspruch und auch in der nächsten Saison dürfen sich Jung und Alt auf ein vielfältiges Programm für die Altersgruppen (ab 1 bis ab 16 Jahren) freuen. So wird zum Beispiel das Format »Klassik für Knirpse«, ein Programm mit Licht und Klang für Kleinkinder ab 1 Jahr, neu etabliert. Als Kinderoper zum Mitmachen steht in der Spielzeit 2017/2018 Mozarts »Entführung aus dem Serail« auf dem Programm und lädt die jungen Besucher (ab 6 Jahren) spielerisch dazu ein, Musiktheater zu entdecken (Premiere: Fr. 1. 6. 2018). Die Produktion »A Clockwork Orange« (Premiere: Sa. 24. 2. 2018) richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren. Für Kinder ab 8 Jahren steht die Neuproduktion von Astrid Lindgrens »Pippi Langstrumpf« (Premiere: Sa. 14. 10. 2017) auf dem Programm. Als diesjähriges Weihnachtsmärchen zeigt das Theater Magdeburg wie im letzten Jahr eine eigene Märchenfassung und erzählt die Geschichte der Hexe Baba Jaga in der bewährten Regie von Marcus Mislin: »Hexe Baba Jaga im Zauberwald« ab 5 Jahren
(Premiere: So. 26. 11. 201).

Auftakt der Neuen Saison 2017/2018
Nach der Spielzeitpause der Saison 2016/2017, die mit der letzten Vorstellung von »West Side Story« am 9. Juli beginnt, startet das Theater Magdeburg mit dem Tag der offenen Tür am Sonntag, 3. 9. 2017 ab 15.00 Uhr in die neue Saison 2017/2018.

Das neue Programm ist ab sofort online abrufbar unter: www.theater-magdeburg.de   oder als Spielzeitheft unter:
https://issuu.com/theatermagdeburg/docs/spielzeitheft_17-18-web

Freitag, 5. Mai 17
Die Spielzeit 2017/18 der Münchner Kammerspiele: Unterwegs sein und Zugehörigkeit in einer internationalisierten Welt
Die Münchner Kammerspiele eröffnen die Spielzeit 2017/18 mit einer Adaption des Romans „On the Road“ von Jack Kerouac in der Inszenierung des Regisseurs und Musikers David Marton. Das Unterwegssein, seine Möglichkeiten und Beschränkungen, und damit auch Fragen nach Zugehörigkeit ziehen sich leitmotivisch durch die dritte Spielzeit unter der Intendanz von Matthias Lilienthal.
Unterwegssein ist auch als Gegenmoment zum gegenwärtigen Populismus, der Grenzen zieht und Mauern baut, gemeint. So setzt sich beispielsweise die Filmemacherin Uisenma Borchu in ihrer ersten Theaterarbeit mit ihrer Kindheit in Mecklenburg auseinander, wo ihre aus der Mongolei stammende Familie zu DDR-Zeiten willkommene Fremdarbeiter waren und nach 1989 die Frage von Zugehörigkeit neu verhandelt werden musste.
In „Hellas München“ beschäftigen sich die griechischen Regisseure Anestis Azas und Prodromos Tsinikoris mit griechischer Migration in München.
Stefan Pucher nimmt sich die „Wartesaal“-Trilogie des Münchner Autors Lion Feuchtwanger vor. Feuchtwanger musste seine Heimat in Deutschland verlassen und hat im Exil einen Großteil seiner Romane geschrieben.
Auch Hausregisseur Christopher Rüping beschäftigt sich in seiner Inszenierung von Bertolt Brechts „Trommeln in der Nacht“ mit der Frage nach Zugehörigkeit und dem Verhalten von Individuen in einer Gesellschaft, die sich auf ein totalitäres Regime zubewegt und durch kriegerische und revolutionäre Bewegungen aufgerieben wird.

Für die nächste Spielzeit gründen die Münchner Kammerspiele ein Open Border Ensemble. Vier neue SchauspielerInnen, die sich im Exil befinden, erweitern das bereits existierende Ensemble der Kammerspiele um kulturelle, sprachliche wie auch ästhetische Perspektiven.
Außerdem werden neu im Ensemble begrüßt: Zeynep Bozbay, Nils Kahnwald und Benjamin Radjaipour.


PRODUKTIONEN SPIELZEIT 2017/18

ON THE ROAD ~ NACH DEM ROMAN VON JACK KEROUAC, INSZENIERUNG: DAVID MARTON, Premiere 28. September 2017 (Kammer 1)
TRÜFFEL TRÜFFEL TRÜFFEL ~ LUSTSPIEL VON EUGÈNE LABICHE, AUS DEM FRANZÖSISCHEN VON TOBIAS HABERKORN, INSZENIERUNG: FELIX ROTHENHÄUSLER, Premiere 29. September 2017 (Kammer 2)
NACHTS, ALS DIE SONNE FÜR MICH SCHIEN (AT), INSZENIERUNG: UISENMA BORCHU, Uraufführung 01. Oktober 2017 (Kammer 3)
MITTELREICH ~ NACH DEM ROMAN VON JOSEF BIERBICHLER, KONZEPT UND INSZENIERUNG: ANTA HELENA RECKE NACH DER INSZENIERUNG VON ANNA-SOPHIE MAHLER, Premiere 12. Oktober 2017 (Kammer 1)
JULIET & ROMEO, INSZENIERUNG: TRAJAL HARRELL, Uraufführung Oktober 2017 (Kammer 2)
WARTESAAL ~ NACH DEN ROMANEN „ERFOLG“, „GESCHWISTER OPPERMANN“ UND „EXIL“ VON LION FEUCHTWANGER, INSZENIERUNG: STEFAN PUCHER, Premiere November 2017 (Kammer 1)
TROMMELN IN DER NACHT ~ VON BERTOLT BRECHT, INSZENIERUNG: CHRISTOPHER RÜPING, Premiere Dezember 2017 (Kammer 1)
HELLAS MÜNCHEN ~ EIN PROJEKT VON ANESTIS AZAS UND PRODROMOS TSINIKORIS, Uraufführung Dezember 2017 (Kammer 2)
KANT ~ NACH „GRUNDLEGUNG ZUR METAPHYSIK DER SITTEN“ VON IMMANUEL KANT, INSZENIERUNG: NICOLAS STEMANN, Premiere Januar 2018 (Kammer 1)
1968 ~ EINE BESETZUNG DER KAMMERSPIELE, Februar 2018 (Kammer 1)
DIE ATTENTÄTERIN ~ NACH DEM ROMAN VON YASMINA KHADRA, INSZENIERUNG: AMIR REZA KOOHESTANI, Premiere März 2018 (Kammer 1)
NO SEX ~ VON TOSHIKI OKADA, INSZENIERUNG: TOSHIKI OKADA, Uraufführung April 2018 (Kammer 1)
ORATORIUM ~ KOLLEKTIVE ANDACHT ZU EINEM WOHLGEHÜTETEN GEHEIMNIS, VON SHE SHE POP, München-Premiere April 2018 (Kammer 2)
DIE HAND IST EIN EINSAMER JÄGER ~ VON KATJA BRUNNER, INSZENIERUNG: MARTA GÓRNICKA, Uraufführung Mai 2018 (Kammer 2)
NEW BEGINNINGS ~ INSZENIERUNG: ALEXANDER GIESCHE, Uraufführung Juni 2018 (Probebühne 3)
LOLA ARIAS/OPEN BORDER ENSEMBLE ~ EIN PROJEKT VON LOLA ARIAS MIT DEM OPEN BORDER ENSEMBLE, INSZENIERUNG: LOLA ARIAS, Uraufführung Juni 2018 (Kammer 1)

www.kammerspiele.de

Freitag, 5. Mai 17
Kurzfilm zu den drei Opern von Ernst Křenek im Internetauftritt der Oper Frankfurt freigeschaltet
Der Kurzfilm von Thiemo Hehl zur Neuinszenierung von drei Opern (Der Diktator, Schwergewicht oder Die Ehre der Nation, Das geheime Königreich) von Ernst Křenek (Musikalische Leitung: Lothar Zagrosek; Regie: David Hermann) im Internetauftritt der Oper Frankfurt ist freigeschaltet:

www.oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=144

Freitag, 5. Mai 17
Kulturdezernentin Hartwig vergibt 27. Frankfurter Jazzstipendium
(kus) Kulturdezernentin Ina Hartwig wird am Mittwoch, 10. Mai, um 21 Uhr in der Romanfabrik, Hanauer Landstraße 186, den diesjährigen Jazzstipendiaten bekannt geben und das 27. Frankfurter Jazzstipendium der Stadt Frankfurt übergeben.

Das Stipendium zur Unterstützung der künstlerischen Weiterbildung ist mit 10.000 Euro dotiert. Im Anschluss an die Vergabe des Stipendiums wird sich der Stipendiat mit seiner Musikgruppe in einem Konzert vorstellen.

Die Verleihung findet im Rahmen eines öffentlichen Konzertabends in Zusammenarbeit mit der Jazzinitiative Frankfurt statt. Eröffnet wird der Abend um 19.30 Uhr mit einem Konzert des Andreas Hertel Trio.

www.jazz-frankfurt.de

Freitag, 5. Mai 17
ELBPHILHARMONIE SUCHT DEN RHYTHMUS-STAR ~ »Clappening« am 10. Mai: Jeder kann mitmachen und Konzertkarten gewinnen
Im Vorfeld des Festivals »Maximal minimal« veranstaltet die Elbphilharmonie am 10. Mai zwischen 17 und 21 Uhr eine große Mitmachaktion für alle Rhythmus-Fans. Dabei geht es um eines der berühmtesten Stücke der Minimal Music: Steve Reichs »Clapping Music«, das mithilfe einer digitalen Installation im Eingangsbereich der Elbphilharmonie nachgeklatscht werden kann. Mitmachen kann jeder, vorab können die Teilnehmer mit der gleichnamigen App den Rhythmus einüben. Die fünf besten Teilnehmer gewinnen jeweils zwei Tickets für ein Konzert des Festivals »Maximal minimal« (11. bis 13. Mai) in der Elbphilharmonie. Zusätzlich werden unter allen Teilnehmern Karten für weitere Festivalkonzerte verlost. Die Teilnahme am »Clappening« ist ohne Anmeldung und kostenlos möglich.

CLAPPING MUSIC
Der amerikanische Komponist Steve Reich schrieb das Stück »Clapping Music« für zwei Musiker: Der Erste klatscht immer den gleichen Rhythmus, der Zweite klatscht anfangs mit und verschiebt den Rhythmus dann nach und nach um einen Schlag nach hinten. So entstehen immer wieder neue Muster. Das Stück, bei dem alle Rhythmus-Begeisterten und Elbphilharmonie-Fans ihr »Taktgefühl« beweisen können, zählt zur Minimal Music – einer in den USA entstandenen Stilrichtung, bei der einfache musikalische Muster immer wiederholt und leicht variiert werden. Die faszinierende, beinahe meditative Wirkung der Minimal Music nimmt das Elbphilharmonie Festival »Maximal minimal« vom 11. bis 13. Mai unter die Lupe. Die Festivalveranstaltungen sind alle ausverkauft, Teilnehmer des »Clappenings« am 10. Mai können aber noch Tickets gewinnen.

MITKLATSCHEN UND GEWINNEN
Am 10. Mai werden zwischen 17 und 21 Uhr auf der LED-Wand im Eingangsbereich der Elbphilharmonie die Rhythmen von Steve Reichs »Clapping Music« angezeigt. Die Teilnehmer können auf einem iPad mittippen – dürfen sich jedoch vom parallel abgespielten Grundrhythmus nicht ablenken lassen. Unterstützung bekommen sie von Profi-Perkussionisten, die das Stück vor Ort immer wieder live aufführen und in kurzen spontanen Workshops den richtigen Rhythmus vorgeben. Auch der Komponist selbst wird bei diesem »Clappening« vorbeischauen. Der Wettbewerb basiert auf der von der London Sinfonietta entwickelten App »Steve Reich’s Clapping Music«, die man sich gratis aus dem AppStore herunterladen kann und mit der verschiedene Schwierigkeitsstufen vorab schon einmal durchgespielt und geübt werden können.

www.elbphilharmonie.de

Freitag, 5. Mai 17
Druckfrisch - Neue Bücher mit Denis Scheck
Am Sonntag, 7. Mai 2017, um 0:10 Uhr über Flüchtlingsschicksale, Illustrationen und große Momente im Garten

In der nächsten Ausgabe von „Druckfrisch" am Sonntag, 7. Mai 2017, um 0:10 Uhr im Ersten trifft Denis Scheck die junge in Aserbaidschan geborene Berliner Autorin Olga Grjasnowa, die einen Hang zu außergewöhnlichen Buchtiteln und mit „Gott ist nicht schüchtern" einen beklemmend realistischen Roman vorgelegt hat. Zudem spricht der ARD-Bücherexperte mit der aus Luckenwalde stammenden Kat Menschik, die zahlreiche Bücher illustriert und auch der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" ihren ästhetischen Stempel aufgedrückt hat.

Olga Grjasnowa: Gott ist nicht schüchtern
Das ist der Roman der Stunde. Ein Buch über zwei junge Menschen aus Syrien, deren Leben durch Revolution, Bürgerkrieg und Flucht umgewälzt wird: Amal, die junge Schauspielerin, und Hammoudi, der angehende Arzt. Sie sind beide nicht sonderlich an Politik interessiert, aber danach fragt niemand, wenn ein Land im Chaos versinkt. Beider Wege trennen sich, ein Frachtschiff soll sie, ein Schlauchboot ihn nach Europa bringen - erst in Berlin sehen sich wieder. Und fangen - irgendwie - ein neues Leben an. Olga Grjasnowa, die mit einem Syrer verheiratet ist, hat eine erschütternde Fluchtgeschichte geschrieben, die uns mehr abverlangt als die Schlagzeilen aus der Zeitung. Als Hammoudi ins überladene Schlauchboot steigt, sagt ein kleiner Junge: „Weißt du, es ist nicht schlimm, wenn wir sterben, ich will nur nicht zurück."

Kat Menschiks großartige Bilderwelt
FAS-Leser kennen ihre Bilder aus dem Feuilleton und aus Fortsetzungscomics; aber auch für viele andere Literaturliebhaber ist die Berliner Illustratorin Kat Menschik inzwischen fast schon eine Institution. Mit ihrem prägnanten, klaren Stil hat sie zahlreiche Romane illustriert - oder gar ganze Klassikerausgaben als Graphic Novel gestaltet, darunter Kafkas „Landarzt" und Shakespeares „Romeo und Julia". Neu in diesem Frühjahr ist ihre Ausgabe von E.T.A. Hoffmanns düsterer Erzählung „Die Bergwerke zu Falun". Ein großer Erfolg war und ist Menschiks „Der goldene Grubber - Von großen Momenten und kleinen Niederlagen im Gartenjahr".

Denis Scheck empfiehlt „Die drei Sonnen" von Cixin Liu. Dieses Buch hat schon viele Preise und prominente Fans gewonnen: Barack Obama und Marc Zuckerberg haben es verschlungen. Und wer in diese Story einsteigt, will gar nicht mehr heraus. Cixin Lius Science-Fiction-Epos schlägt einen waghalsigen Bogen von der Chinesischen Kulturrevolution der Mao-Zeit bis hin zu einem fernen Exoplaneten, um den drei Sonnen kreisen. Dort leben die „Trisolarier". Ihre Welt wird regelmäßig von interstellaren Katastrophen heimgesucht - also wandert sie aus, in Richtung einer kleinen, blauen Erdkugel ... Ein faszinierendes Szenario und am Ende ein Blick auf die dunklen Seiten unserer eigenen Zivilisation.

Und last not least kommentiert Denis Scheck die aktuelle „Spiegel"-Bestsellerliste (diesmal: Sachbuch).

Moderation: Denis Scheck; Realisation: Andreas Ammer. Redaktion: Christoph Bungartz (NDR), Matthias Morgenthaler (MDR), Armin Kratzert (BR) und Susanne Schettler (WDR).

„Druckfrisch" im Internet: DasErste.de/druckfrisch

Freitag, 5. Mai 17
Die „Star WarsTM Film Concert Series“ mit John Williams’ live gespieltem kompletten Original-Soundtrack feiert am 6. Februar 2018 mit „Star Wars: Eine neue Hoffnung“ Europa-Premiere in der Alten Oper Frankfurt
Seit Jahrzehnten begeistert die größte Science-Fiction-Saga der Filmgeschichte weltweit Millionen von Fans aller Generationen, nicht zuletzt auch durch den von John Williams komponierten Soundtrack. Die Titelmelodie kann wohl fast jeder mitsummen, und so ist es auch nicht verwunderlich, dass der Soundtrack nachweislich zu einem der erfolgreichsten der Kinogeschichte gehört. Nun wird der erste Teil der Original-Trilogie, Star Wars: Eine neue Hoffnung, zu einem unvergesslichen Konzerterlebnis. Unter der Leitung von Christian Schumann bringt das Pilsen Philharmonic Orchestra die Oscar®-, Golden Globe- und Grammy-prämierte Musik zur Aufführung, während gleichzeitig der komplette Film auf einer Großbildleinwand zu sehen ist. Die Europapremiere findet am 06. Februar 2018 in der Alten Oper Frankfurt statt und weitere Termine am 07. und 09. Februar 2018 schließen sich an.

Exklusiver Pre-Sale über Eventim.de seit 4. Mai 17
Allgemeiner Vorverkaufsstart am 11. Mai 17
Termine: Alte Oper Frankfurt
06. (Europapremiere)/07./09.02.2018, jeweils 19.30 Uhr
Pilsen Philharmonic Orchestra · Christian Schumann, Leitung

www.bb-promotion.com

Freitag, 5. Mai 17
Bibliotheken für die Wissenschaft: Forderung nach einem wissenschaftsfreundlichen Urheberrecht
Am 12. April 2017 hat das Bundeskabinett den Regierungsentwurf zur Reform des Urheberrechts beschlossen. Kurz vor dem 106. Bibliothekartag in Frankfurt am Main begrüßen Bibliothekarinnen und Bibliothekare diesen Entwurf, weil damit ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem wissenschaftsfreundlichen Urheberrecht getan ist. Gleichwohl bedarf es noch einiger Verbesserungen, die beim Bibliothekartag vom 30.05. - 2.06.2017 in verschiedenen Veranstaltungen thematisiert werden.

Bildung und Wissenschaft benötigen ein wissenschaftsfreundliches Urheberrecht. Wo solche Regelungen fehlen, werden Forschung und Lehre in vordigitale Zeit zurückgeworfen. Die für Bildung und Wissenschaft relevanten Ausnahmen sind derzeit über viele Paragraphen des Urheberrechts verteilt und weder verständlich noch praxistauglich. Das führt zu großer Rechtsunsicherheit für Forschende und für Infrastruktureinrichtungen wie Bibliotheken. Der Regierungsentwurf regelt endlich in übersichtlicher Form und an einer Stelle, welche urheberrechtlichen Nutzungshandlungen im Interesse von Bildung und Wissenschaft gesetzlich erlaubt sein und zu einer entsprechenden Vergütung an die Urheber führen sollen. Für verschiedene strittige Punkte wurden akzeptable Kompromisse gefunden.

Aus Sicht der Bibliotheken sollte der Fokus vor allem auf den folgenden Regelungen liegen: Überfällig und besonders begrüßenswert sind die Regelungen zum Text- und Data-Mining. Bibliotheken verfügen mit Millionen gemeinfreier Dokumente bereits heute über umfangreiche Textformen, deren Erweiterung um geschützte Materialien externer Anbieter im Sinne von Wissenschaft und Forschung ist.

Die Bibliotheken begrüßen die Abkehr von der Einzelmeldepflicht bei digitalen Semesterapparaten. Die Kürzung des erlaubten Nutzungsumfangs von 25% auf 15% eines Werkes für digitale Semesterapparate bzw. für Forschergruppen gegenüber dem ursprünglichen Entwurf ist als Kompromiss zugunsten der Rechteinhaber zu sehen, auch wenn es sich für die Forschung dabei um einen deutlichen Rückschritt im Verhältnis zum bereits genannten Rahmenvertrag handelt. Auch die neue Umfangsregelung von 10% für digitale Leseplätze stellt einen Rückschritt zum bisherigen Recht dar.

Gesetzliche Regelungen sollten zum Schutz der Urheber gegenüber vertraglichen Regelungen immer Vorrang haben. Aber auch traditionelle Dienstleistungen müssen geschützt werden. Unter vertraglichen Einschränkungen beim Kopienversand werden insbesondere kleinere wissenschaftliche Einrichtungen und geisteswissenschaftliche Fächer leiden. Aber auch die Abhängigkeit der Hochschulen von Lizenzen internationaler Großverlage wird zunehmen, wenn alternative Lieferwege nicht mehr zur Verfügung stehen.

Veranstaltungen zum Thema Urheberrecht auf dem 106. Deutschen Bibliothekartag:
31.05.2017, 16:00 - 17:30 Uhr: Gesetz - Schutz - Rahmen
01.06.2017, 16:00 - 18:00 Uhr: Urheber- und Medienrecht im digitalen Bibliothekskontext: Immer wieder "Neuland"
01.06.2017, 13:30 - 15:30 Uhr: Märkte - Margen - Monopole. Diskussion mit Verlagsvertretern

Der 106. Bibliothekartag findet vom 30.05. - 2.06.2017 in Frankfurt am Main statt.

www.Bibliothekartag2017.de 

Donnerstag, 4. Mai 17
Ruhrtriennale 2017: Die TeilnehmerInnen der Masterclass stehen fest ~ NachwuchskünstlerInnen entdecken „Neue Welten“ – Ergebnisse werden an zwei Theaterabenden präsentiert
In diesem Jahr blickt die Ruhrtriennale in die Zukunft. Die Campustriennale Masterclass greift mit „Neue Welten“ die thematischen Linien der Spielzeit 2017 auf. Drei junge Theaterkollektive erhalten die Möglichkeit, den Themen Utopien und Zukunftsvisionen nachzuspüren und ein eigenes Projekt mit professioneller Unterstützung zu realisieren. In Kooperation mit dem Ringlokschuppen Ruhr hat die Ruhrtriennale junge Theatermachende dazu aufgerufen, sich für die Teilnahme zu bewerben: Im Rahmen einer dreieinhalbwöchigen Masterclass entwickeln drei Gruppen, mit der Unterstützung von international renommierten KünstlerInnen und DramaturgInnen, eigene Theaterproduktionen, die bei der Ruhrtriennale zur Uraufführung gebracht werden.

Die drei Theaterkollektive wurden aus rund 80 internationalen wie nationalen Bewerbungen von Matthias Frense, Künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des Ringlokschuppen Ruhr, sowie von DramaturgInnen der Ruhrtriennale und des Ringlokschuppen Ruhr ausgewählt. Die Mitglieder der Gruppen stammen aus verschiedenen Teilen Europas und haben die Ruhrtriennale zum Teil bereits im Kontext des Campustriennale College kennengelernt.
 
Vasco Boenisch, Dramaturg der Ruhrtriennale: „Wir konnten anhand der Bewerbungen sehen, dass sich viele junge TheatermacherInnen zurzeit stark mit der Digitalisierung des Lebens bis hin zur Auflösung des menschlichen Körpers in digitale Technik beschäftigen. Sehr gefreut hat uns der hohe Anteil weiblicher Kollektive. Die Auswahl verspricht unterhaltsames und politisches Theater in drei sehr unterschiedlichen Stilrichtungen.“

Die drei Produktionen werden am 23. und 24. September an zwei langen Theaterabenden im Ringlokschuppen Ruhr zur Uraufführung gebracht und entführen die ZuschauerInnen in „Neue Welten“. Zu sehen sein werden die deutsch-schweizerische Produktion „Roar“, die Aufführung „Metamorphosis“ des französischen Regisseurs Jérémy Ridel sowie das deutsche Projekt „Amerika“.
 
Termine:
23. und 24.09.2017, ab 17.00 Uhr
Ringlokschuppen Ruhr
Mülheim an der Ruhr
ruhr3.com/neu

Kombitickets zu 15,00 Euro (ermäßigt 7,50 Euro) für alle drei Veranstaltungen sowie Einzeltickets zu 8,00 Euro (ermäßigt 4,00 Euro) für die jeweiligen Vorstellungen sind im Online-Ticketshop der Ruhrtriennale oder über die Vorverkaufsstellen erhältlich.


Weitere Informationen über die Masterclass der Campustriennale finden sich unter www.ruhrtriennale.de .

Donnerstag, 4. Mai 17
DNT Weimar: Aktualisierung zur Spielzeit 2017/18 - Uraufführung „Das versunkene Schiff des Zauberers“ entfällt
Wie das Deutsche naionaltheater Weimar gestern mitteilte, muss die für Oktober 2017 geplante Uraufführung „Das versunkene Schiff des Zauberers“ bedauerlicherweise ersatzlos entfallen. Die Oper konnte von der Komponistin Lin Wang nicht rechtzeitig fertig gestellt werden, so dass für eine angemessene Einstudierung und Vorbereitung eines solch komplexen Werks nicht mehr ausreichend Zeit zur Verfügung steht. Eine Verschiebung auf einen späteren Termin war aufgrund der fortgeschrittenen Planungen nicht möglich.

„Eine Uraufführung ist jedes Mal ein Wagnis, ein Risiko. Gerade bei avantgardistischen Werken ist daher eine gründliche Vorbereitung entscheidend für die Qualität der Aufführung. Als Ausgangsmaterial der künstlerischen Arbeit bedarf es einer stimmigen Komposition, die uns zum vorgegebenen Zeitpunkt leider nicht vorlag,“ erläutert DNT-Operndirektor Hans-Georg Wegner die Entscheidung. „Wir bedanken uns bei der Ernst von Siemens Musikstiftung und bei der Kulturstiftung des Bundes für die Förderung, durch die das „Wagnis Uraufführung“ erst möglich wurde, und bedauern umso mehr, dass es nicht zu einer Realisierung dieses Opernprojekts kommen kann.“  [siehe auch News vom 9. März 17]

www.nationaltheater-weimar.de

Donnerstag, 4. Mai 17
Der Theatersommer Ludwigsburg eröffnet im Juni seine drei Freilichtbühnen im Herzen Ludwigsburg mit zwei Premieren und einer Wiederaufnahme
Mit GERTRUDE & DIE STEINE DES ANSTOSSES steht am Mittwoch, den 14. Juni auf der Rondellbühne für experimentelle Produktionen eine Uraufführung auf dem Spielplan, die sich mit der frechen Mutter der Avantgarde und Kultfigur Gertrude Stein beschäftigt. Ein Fest für Erwachsene, die lachen können wie Kinder. Eine Welt voller Parabeln über die ewige Selbstfindung des Wesens Mensch. Reime, Balladen, Etüden und surreale Szenen.

Am selben Abend folgt nach einer kleinen Pause der Überraschungserfolg der letzten Saison FAMILIE DADA IM URLAUT-WALD. Mit diesen beiden Stücken ist ein ausgewachsenes kubistisch-dadaistisches Abendprogramm herangereift, wie man es im Freilichttheater sonst nie zu sehen bekommt.

Auf einen Nenner gebracht: Legen Sie Ihr Geld in Dada an und investieren Sie Ihre Zeit kubistisch – Ihr Zwerchfell wird es Ihnen danken! (Teil 1: Gertrude und die Steine des Anstoßes (ca.55Min.) – Teil 2: Familie Dada im Urlaut-Wald (ca.65 Min.))

Die zweite Premiere auf der großen Bühne setzt ganz andere Akzente. Bereits eine Woche später steht mit Nick Dears FRANKENSTEIN am Mittwoch, den 21. Juni 2017 eine ungewöhnliche Interpretation des Klassikers von Mary Shelley auf dem Spielplan.

Sein Frankenstein, in London bejubelt und monatelang ausverkauft, kommt nun nach Ludwigsburg. Anders als üblich dominiert die Sichtweise des Wesens. Durch diesen Kunstgriff verliert es einen Teil des Schreckens, seine Motive und Ziele werden auf grausame Weise nachvollziehbar.

Im Theatersommer fällt dieser Frankenstein auf einen idealen Nährboden. Konzentriert und mit kleinem Ensemble inszeniert, atmet das Stück im Theatergarten auf typische Weise Freilichtluft. Die unterschiedlichen Natur-Schauplätze treten in fantasievollen Dialog mit der Gartenbühne, während ein eigens kreierter Sound förmlich nach dem Zuschauer greift. So entfaltet sich Frankenstein als Erlebnis, das alle Sinne anspricht.

Im Kindertheater treibt DER RÄUBER HOTZENPLOTZ ab Samstag, den 24. Juni 2017 wieder sein Unwesen. In der von Grund auf erneuerten Wiederaufnahme setzt der Theatersommer auf ein kleines, spielfreudiges, äußerst wandlungsfähiges Ensemble. Dabei wechseln die Schauspieler rasant ihre Rollen, während Räuberhöhle, Zauberschloss und Großmutters Haus mit elegant einfachen Mitteln ins Gelände gezaubert werden. Der Theatergarten als Räuberwald bietet die perfekt stimmungsvolle Kulisse für den turbulenten Spaß mit Seppelhut und Zauberei.

Fazit: Neue starke Stücke, die das Zeug haben zum Klassiker von morgen. Lachen, staunen und genießen Sie, erkunden Sie bislang unbekannte Inseln des Vergnügens. Den wolkenlosen warmen Himmel über der Freilichtbühne kann nicht durchgängig garantiert werden – einzigartige Theaterabende dagegen sehr wohl.

VORVERKAUF - KARTEN 
Karten sind über den Online-Shop oder als Gutschein im Scala-Live Büro erhältlich (Öffnungszeiten Mo.-Fr. 10:00-15:00). Verbindliche Reservierungen werden nur per Email an info@theatersommer.net entgegengenommen. 

www.theatersommer.net

Donnerstag, 4. Mai 17
Deutschland Premiere von Siroe bei den Internationalen Maifestspielen Wiesbaden
Die Parnassus Arts Productions Tour mit der szenischen Version von Siroe (Oper von Johann Adolf Hasse), begonnen am 26. Juni 2014 beim Athens Festival, wird am 20. Mai und 22. Mai 2017 am Staatstheater Wiesbaden fortgesetzt. Die Produktion in der Regie von Max Emanuel Cencic gastierte bereits szenisch bzw. halbszenisch an den Opernhäusern in Athen, Versailles, Budapest und Lausanne und wird im Rahmen der Internationalen Maifestspiele 2017 in folgender Besetzung aufgeführt:

Siroe: Max Emanuel CENCIC
Laodice: Julia LEZHNEVA
Medarse: Mary-Ellen NESI
Emira: Blandine STASKIEWICZ
Cosroe: Juan SANCHO
Arasse: Dilyara IDRISOVA
Dirigent: George PETROU
Orchester: Armonia Atenea

Regie: Max Emanuel CENCIC
Bühnenbild, Kostüme: Bruno DE LAVENERE
Licht: David DEBRINAY
Video: Etienne GUIOL
Leitung der Wiederaufnahme: Angela Kleopatra SAROGLOU

Produzent: Parnassus Arts Productions
Koproduzenten: Athens Festival / Chateau de Versailles Spectacles

www.staatstheater-wiesbaden.de / www.parnassus.at

Donnerstag, 4. Mai 17
Brahms’ Schöne Magelone mit Hans Christoph Begemann > 9. Mai 2017 > E-Werk Freiburg
Im Rahmen ihres diesjährigen Lied-Schwerpunkts präsentiert die Opera Factory Freiburg am 9. Mai 2017 um 20 Uhr einen besonderen Liederabend mit dem Bariton Hans Christoph Begemann, der Schauspielerin Jasmin Busch und Klaus Simon am Klavier.
 
Neben Schuberts Winterreise und Schumanns Dichterliebe ist Die schöne Magelone von Johannes Brahms einer der berühmtesten Liederzyklen der deutschen Hochromantik. Die Texte entstammen einer Erzählung von Ludwig Tieck, die auch Gedichte birgt. Die Vertonungen dieser Gedichte werden am 9. Mai zusammen mit Tiecks Erzählung um die Lieder herum von Hans Christoph Begemann, Jasmin Busch und Klaus Simon vorgetragen. Karten hierfür gibt es wie gewohnt über Reservix, das E-Werk Freiburg und den BZ-Kartenservice (Tel. 0761-4968888). Weitere Informationen und Details zur Besetzung finden sich auch hier:  operafactory.de

Der Bariton Hans Christoph Begemann, ausgewiesener Liedsänger (und Preisträger der Deutschen Schallplattenkritik 3/3016 für seine Aufnahme von Wolfgang Rihms Goethe-Liedern) und der Pianist Klaus Simon arbeiten seit 2014 erfolgreich zusammen und sind bereits mehrfach an bedeutenden Konzertorten wie dem Konzerthaus Berlin oder der Laeiszhalle in Hamburg aufgetreten. Ihre Konzerte wurden vom Deutschlandfunk und vom NDR mitgeschnitten. Zudem haben sie zusammen die Baritonlieder von Erwin Schulhoff beim SWR als Teil einer CD-Gesamtaufnahme eingespielt, die 2018 bei bastille musique erscheinen wird. 

Donnerstag, 4. Mai 17
Gemeinsam sind wir stark ~ Mit, durch und über Musik Verständigung schaffen für Europa, Musik, Miteinander
Laura Moinian, Johannes Klumpp, Daniele Gatti

 „Chefdirigent Johannes Klumpp leuchtete das Verhältnis von Musik und Politik zwischen den Weltkriegen aus (...). Ein vorbildliches Projekt!“
Mit Musik werden Brücken gebaut und Verständigung wird möglich. Um z. B. als Kraftwerk der Gefühle bei Festakten zu wirken, müssen Musiker untereinander kommunizieren – und auch aus konträren Meinungen gemeinsam eine Einheit aus der Vielstimmigkeit schaffen. So werden das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam und Daniele Gatti mit RCO meets Europe z. B. am 6. September gemeinsam mit Mitgliedern des Bundesjugendorchesters Side by Side beim Musikfest Berlin in der Berliner Philharmonie Webers Ouvertüre zu Euryanthe aufführen.

Doch Musiker sprechen auch über Musik und schaffen so - gerade für junge Hörer - Wege zur Musik, indem sie ihren persönlichen Zugang vermitteln. Beim Wettbewerb Ton und Erklärung vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk durchgeführt, war die Cellistin Laura Moinian am vergangenen Wochenende unter den Finalisten. Mit der Freiheit exzellenten Handwerks sucht sie nach dem Innersten der Musik und generiert neue Sichtweisen. Das tut sie auch mit ihrer Debüt-CD, die am 2. Juni bei Magic Mile Music erscheinen wird
 
Der Dirigent Johannes Klumpp spricht mit und über Musik. Er befeuert kundig, virtuos sowie mit großer Leidenschaft die unterschiedlichsten Klangkörper und begeistert so sehr, dass manchmal „Orchester und Dirigent dabei sowieso wie frisch verliebt“ (SZ) wirken. Mit seinem Folkwang Kammerorchester Essen, das nächstes Jahr sein 60. Jubiläum feiert, und Nils Mönkemeyer wird er am 5. und 6. Mai u. a. im Familienkonzert Mozart auf dem Gipfel vielen Menschen Mozart nahebringen und neue Hörer gewinnen, ebenso wie auf Zeche Zollverein mit dem vorbildlichen Projekt Weltenbrand, in dem er das Verhältnis von Politik und Musik ausgeleuchtet hat.
 
Verständigung fördert Johannes Klumpp in der SommerMusikAkademie und formt auf Schloss Hundisburg aus der internationalen Versammlung von Musikern verschiedenster Hintergründe in intensiver Probenarbeit vom 29. Juli bis 6. August einen gemeinsamen Klangkörper, der im Abschlusskonzert am 5. August Werke von Johannes Brahms und Pjotr Iljitsch Tschaikowsky zur Aufführung bringen wird.
 
Weitere Informationen zur SommerMusikAkademie Schloss Hundisburg gibt es unter: www.sma-hundisburg.de  .
 
www.johannesklumpp.de 

Donnerstag, 4. Mai 17
Broadway-Musical BIG FISH feiert Premiere in Mainz
Nach FRANKENSTEIN JUNIOR und IN THE HEIGHTS präsentiert die Musical Inc. ab Anfang Juni zwölf Aufführungen des erfolgreichen Musicals BIG FISH.
Acht Monate intensivster Probenarbeit liegen hinter den knapp 70 Mitwirkenden – seit den Castings im November 2016 singen, tanzen, spielen und organisieren die Beteiligten mit Feuereifer auf und hinter der Bühne. Am Freitag, den 02. Juni 2017, feiert BIG FISH im Theater im P1 auf dem Mainzer Unicampus Premiere und wird bis zum 17. Juni insgesamt zwölf Mal über die Bühne gehen.
„Die Probenarbeit war eine sehr intensive und anstrengende Zeit, die uns allen viel abverlangt, aber die Gruppe auch stark zusammengeschweißt hat“, berichten die Regisseure Marie Friedl und Florian Mahlberg. Zuletzt wurde bis zu sechs Mal wöchentlich geprobt, damit alle Töne, Sätze und Schritte sitzen, wenn sich der Vorhang zur Premiere hebt. Das 40-köpfige Ensemble, die alle singen, tanzen und schauspielern müssen, spielt jeweils doppelt besetzte Rollen; zusätzlich gibt es vier Tänzerinnen (Choreografie: Jessica Gleisberg und Isabelle Jegotka) und ein 28-köpfiges Orchester, das erneut unter der musikalischen Leitung von Nicolai Benner spielt.

BIG FISH ist eine magische Geschichte über eine Vater-Sohn-Beziehung und das Kind im Manne: Edward Bloom ist ein einfacher Handelsvertreter. In seinen Geschichten allerdings wird er zum Held unglaublicher Abenteuer, sah im Auge einer Hexe seinen eigenen Tod voraus, beschützte seine Heimatstadt vor einem Riesen und begab sich auf gefährliche Kriegseinsätze. Zu seinen größten Abenteuern gehört die Eroberung seiner großen Liebe Sandra. All diese Geschichten erzählt Edward seinem Sohn Will auch noch auf dem Sterbebett. Will indessen bedauert, seinen Vater nie wirklich kennen gelernt zu haben, sondern immer nur den angeblichen Helden. Will begibt sich auf Spurensuche in Edwards Vergangenheit.
BIG FISH basiert auf der gleichnamigen Erzählung von Daniel Wallace aus dem Jahre 1998. Tim Burton machte 2004 aus der Geschichte einen Hollywood-Film, mit Ewan McGregor in der Hauptrolle. Das Musical erlebte seine Uraufführung 2013 in Chicago und war anschließend am Broadway zu sehen.
Die Aufführungen finden am 02., 03., 05., 07., 08., 10. (2x), 11., 12., 15., 16. und 17.06.17 statt. Tickets können zu Preisen zwischen 10 und 20 € online unter www.musicalinc.de, in der Ticketbox Mainz e. Kfr. (Kleine Langgasse 4, Mainz) oder täglich am VVK-Stand im Philosophicum erworben werden.
Wie bereits in den Vorjahren wird es jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn jeder Aufführung Werkseinführungen in das Stück geben. Die halbstündigen Vorträge werden von Mitwirkenden der Produktion im Rahmen des Studium Generale gehalten und finden im Foyer des P1 statt; der Eintritt dazu ist frei.

Donnerstag, 4. Mai 17
Varietespektakel - Cirque de Tuque - 18.07. bis 12.08.2017 im Senftöpfchen Köln
Was wäre ein Sommer in Köln ohne das kultige Varietespektakel im Senftöpfchen! Stephan Masur hat wieder Top-Artisten aus aller Herren Länder und Absolventen der besten internationalen Zirkusschulen versammelt, um das Publikum mit beindruckender Artistik, spannender Jonglage, lyrischen Momenten und viel Spielfreude zu begeistern.
Im diesjährigen Varietespektakel Cirque de Tuque – in between fasziniert ein neues Team männlicher Grenzgänger mit beeindruckender Akrobatik und Komik und Emotion und laden Sie in Ihr faszinierendes Reich aus Wundern, Wünschen und Leidenschaften.
Ob aus Deutschland oder von Übersee, ob junger Absolvent internationaler Zirkusschulen oder erfahrener Artist: Die Künstler vereint ihre große Spielfreude am Varieté – und das spürt man auch!

 „Schillernd, durchsichtig und zauberhaft, wie eine sanfte Briese in einer lauen Sommernacht. Und genauso erfrischend fürs Gemüt wie der gesamte Abend.“ (KStA)

 „Eine Show wie im Märchen“ ( Rheinzeitung)

“Es sind Momente wie diese, warum Zirkus und Varieté immer noch existieren. Ganz besondere Momente, in denen die Welt einen Moment still steht und nur die akrobatische Kunst zählt.“ (KStA).

Stephan Masurs Varietespektakel präsentiert Cirque de Tuque - in between
Der Vorverkauf ist geöffnet!
nur vom
18. Juli bis 12. August 2017 im Senftöpfchen Theater Köln
Aktuelle Infos gib es stets unter www.varietespektakel.de.

Donnerstag, 4. Mai 17
hr2-kultur koordiniert Hessens größtes Literaturfestival Sechster „Tag für die Literatur“ am 7. Mai
Mit dem „Tag für die Literatur“ feiert Hessen alle zwei Jahre sein größtes Literaturfestival. Am Sonntag, 7. Mai, laden von Hofgeismar bis Neckarsteinach wieder über 200 Vereine und andere Veranstalter dazu ein, Literatur aus Hessen und über Hessen am Originalschauplatz zu entdecken. Bereits zum sechsten Mal engagieren sich Literaturbegeisterte aus allen Regionen gemeinsam mit hr2-kultur bei diesem Großereignis.

Bereits zum sechsten Mal engagieren sich Literatur­begeisterte aus allen Regionen gemeinsam mit hr2-kultur bei diesem Großereignis. Ob Lesung oder Literaturspaziergang, Ausstellung, Konzert oder Schreibwerkstatt: Die Angebote sind so vielfältig wie das Literaturland Hessen selbst.

Mehr als 60 Städte und Gemeinden sind mit über 140 Veranstaltungen beim „Tag für die Literatur“ mit dabei - darunter sind auch zahlreiche Angebote für Kinder. Krimi-Lesungen, Gesprächskonzerte, Lyrik-Workshops sowie kreative Beiträge zahlreicher anderer Kulturschaffender aus ganz Hessen gehören dazu. ImLand Goethes und der Brüder Grimm steht natürlich auch die historische Spurensuche auf dem Programm. Ein Schwerpunkt liegt diesmal auf der Verbindung von Literatur und Musik – unter anderem mit dem Bluesmusiker Bodo Kolbe, der Indie-Rock-Band „Wir bringen kalten Kaffee mit“ aus Kassel und diversenSinger-Songwritern.

Offizieller Auftakt des Literaturtags ist die Preisverleihung des Fotowettbewerbs „Mein Bild zum Buch“ am Samstag, 6. Mai, um 17.30 Uhr in der Zentralbibliothek der Stadtbücherei Frankfurt. Dort lesen Claude de Demo und Marc Oliver Schulze Texte von Bodo Kirchhoff, Jakob Arjouni und anderen.

Der„Tag für die Literatur“ ist auch Thema in hr2-kultur: Das ganze Wochenende über machen Sendungen wie „Musikszene Hessen“, „Kulturszene Hessen“ und das „Kulturfrühstück“ den Radiohörern Lust auf Literatur aus Hessen. Das Feature am Sonntag (18.04 Uhr) folgt den Spuren des Frankfurter Schriftstellers Hans Frick, während die Sendungen „Zauberflöte – Klassik für Kinder“ (Sonntag, 8.04 Uhr) und „ Kaisers Klänge“ (Sonntag, 17.04 Uhr) zeigen, wie viel Musik in der Literatur aus Hessen steckt.

Der„Tag für die Literatur“ ist Teil des Netzwerkprojekts „Literaturland Hessen“ von hr2-kultur. Kooperationspartner sind neben den hessischen Kulturveranstaltern der Hessische Literaturrat e. V. und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, das den Literaturtag mit 40.000 Euro fördert.

Das ausführliche Veranstaltungsprogramm ist online auf www.literaturland.hr2.de abrufbar.

Donnerstag, 4. Mai 17
hr: „Hauptsache Kultur“ mit neuer Ausgabe: Von schwarzen Theatern, nackten Tatsachen und verführerischen Museen
Nackte Tatsachen in Neu-Isenburg, ein verführerisches Museum in Offenbach, Deutschlands einziges Schwarzes Theater in Wiesbaden und eine Kochbuchsammlung der besonderen Art in Darmstadt – das sind unter anderem die Themen der aktuellen Ausgabe von „Hauptsache Kultur“ am kommenden Donnerstag, 4. Mai, um 22.45 Uhr im hr-fernsehen.

Deutschlands einziges Schwarzes Theater – Die Velvets, seit 50 Jahren Magier der Puppen und des Lichts
Es ist die einzige feste Bühne mit Schwarzem Theater in Deutschland: Das Velvets Theater in Wiesbaden. Velvets – die Samtenen – nennen sie sich, denn die Darsteller tragen schwarzen Samt, während sie vor einem schwarzen Vorhang agieren und ihre Puppen zum Leben erwecken. Seit nunmehr 50 Jahren verzaubern Dana Buvková und Bedrich Hányš mit ihrem Schwarzen Theater ihr Publikum. In Prag, an der Akademie der Musischen Künste, hatten sie sich kennen gelernt, gründeten 1967 ihr eigenes Schwarzes Theater. Ein Jahr später, nachdem der Prager Frühling gescheitert war, verließen sie ihre Heimat, und nach Stationen in Italien, Frankreich, England, der Schweiz und den Bahamas, ließen sie sich in Wiesbaden nieder. Das Stück „Grenzen-Los“ erzählt ihre bewegte Geschichte. Dauerbrenner unter ihren poetischen Stücken sind „Der kleine Prinz“ und „Die Zauberflöte“. Darin vereinen sich Gestik, Masken, Marionetten und Effekte zu einem magischen Schein, der in Deutschland einzigartig ist. Tochter Barbara Naughton, ausgebildete Musicaldarstellerin, die schon am Staatstheater Kassel und im Fritz Rémond Theater spielte, hat jetzt die Geschäftsführung übernommen, die Zukunft des Theaters ist also gesichert. Zurzeit bereitet das Ensemble sein Jubiläumsstück „Der blaue Vogel“ vor, Premiere hat es im Mai.

Museumscheck: Wie verführerisch ist das Ledermuseum in Offenbach?
Leder zieht uns an, macht Lust: sein Geruch, seine Anschmiegsamkeit, seine Härte. Kaum ein anderes Material verführt und verschreckt zugleich. Seit tausenden von Jahren schreiben Menschen ihrer „zweiten Haut“ eine erotische Symbolkraft zu. Ob Schuhe, Gewänder, Taschen oder andere Gegenstände aus allen Zeiten und Teilen der Welt – im Deutschen Ledermuseum, das seit 100 Jahren in Offenbach besteht, sind sie zu bewundern. Aber wie faszinierend ist Leder mal nicht auf der Haut, sondern im Museum? „Hauptsache Kultur“ hat das Ledermuseum in Offenbach besucht und überrascht mit einer ganz besonders verführerischen Bewertung ...

Kann das weg? – Adam und Eva im Paradies in Neu-Isenburg
Ein jeder kennt sie, die kuriosen – und häufig amüsanten – Geschichten von Kunstwerken, die nicht als solche erkannt und so zum Opfer übereifriger Putzkräfte wurden. Joseph Beuys‘ berühmt berüchtigte „Fettecke“ ist sicherlich das prominenteste Beispiel dafür, was passieren kann, wenn Künstler mit ihren Werken an einem allgemeinen, klassischen und vielleicht auch massenkompatiblen Kunstverständnis anecken. Frei nach dem Motto „Ist das Kunst, oder kann das weg?“ begibt sich der Kunsthistoriker, Publizist und gebürtige Kasselaner Christian Saehrendt für „Hauptsache Kultur“ auf die Suche nach Kunstwerken im öffentlichen Raum. – In einem Teich im Bansapark von Neu-Isenburg stehen auf einer Insel zwei Nackte. Es sind die Skulpturen Adam und Eva. Eva räkelt sich auf dem Boden, Adam steht aufrecht vor ihr, nähert sich scheinbar vorsichtig und neugierig der liegenden Schönheit. Manche Parkbesucher sind vom Anblick irritiert: Was hat es auf sich mit den zwei freizügigen Holzfiguren? Es ist das Werk der Darmstädter Bildhauerin Susanne Auslender. Sie hatte das Paar „Adam und Eva“, 2004 der Siegerentwurf des Wettbewerbes „Kunst vor Ort“ im Landkreis Offenbach, in einer öffentlichen Aktion geschaffen. Passanten konnten der Künstlerin bei der täglichen Arbeit zusehen, wie sie mittels Motorsäge Adam und Eva erschuf. Beide sind aus dem gleichen Holz, wirken immer schön gebräunt. Und sie sind immer wieder Zielobjekt von Vandalismus. Ist das Kunst oder kann das weg? Kunstkenner Christian Saehrendt geht dem Fall nach.

Du bist, was du isst? – Eine Reise durch die deutsche Gesellschaft anhand von Kochbüchern
Es scheint ein Paradox zu sein: Noch nie war das Angebot an Lebensmitteln und nützlichen Küchengeräten so groß wie heute. Gleichzeitig wird immer weniger gekocht. Wie steht es um unsere Gesellschaft, wenn wir uns teure Hochglanz-Küchen kaufen, diese aber gar nicht benutzen? Sind wir alle nur Selbstblender, die im Internet lediglich schöne Essfotos posten? Oder suchen wir doch noch im Kochen eine Art Ruhepol? Mit solchen Fragen beschäftigt sich Jana Rückert-John. Die Ernährungssoziologin untersucht, wie sich unser Essverhalten in den Jahrzehnten verändert hat und welche Rückschlüsse auf unsere Gesellschaft gezogen werden können. Ein Hilfsmittel für sie: Kochbücher. Diese seien „ein Spiegel der Gesellschaft“, mit deren Hilfe man ablesen könne, wie gut es den Menschen geht. Selbst heute noch gelte das alte Credo: Du bist, was du isst. Davon kann auch der Lebensmittelchemiker Jürgen Budde berichten. In seinem Haus in Darmstadt hat der passionierte Hobbykoch rund 400 Kochbücher gesammelt. Originale und Faksimiles alter Werke, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. „Hauptsache Kultur“ hat sich mit Jana Rückert-John und Jürgen Budde auf eine kulturelle Zeitreise begeben und geschaut, wo sich unser heutiges Essen von den Kochgewohnheiten von früher unterscheidet. Und wo es Gemeinsamkeiten gibt.

„Hauptsache Kultur“ berichtet über Kulturhighlights in Hessen, über Trends und Tendenzen, über Skandale und Flops. Das aktuelle Kulturmagazin stellt aufregende Macher der hessischen Kulturszene vor, blickt hinter die Kulissen, mischt sich meinungsstark in Debatten ein: aktuell, überraschend, kontrovers. Präsentiert wird das Kulturmagazin von Cécile Schortmann.

Hauptsache Kultur“, heute um 22.45 Uhr im hr-fernsehen.

Mittwoch, 3. Mai 17
Schauspiel Frankfurt veranstaltet Studierendentage
Auch 2017 lädt das Schauspiel Frankfurt wieder zu den Studierendentagen ein. Vom 8. bis 12. Mai können Studierende in Workshops, Führungen und Gesprächen Einblicke in die Arbeit des Theaters erhalten und Vorstellungen zu ermäßigten Preisen besuchen. Für alle Workshops gibt es derzeitig noch freie Plätze! 

Wie entsteht ein Spielplan? Was macht ein Inspizient? Wie erarbeiten sich Schauspieler eine Rolle? Nach welchen Vorgaben werden Kostüme gefertigt? Was bedeutet Marketing und Pressearbeit im Theater?

In 12 Workshops bieten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen des Theaters wie Dramaturgie, Kostüm, Theaterpädagogik, Maske, Werkstätten, Presse und Marketing Einblicke in ihre Arbeit und lassen sich von den Studierenden ein wenig in die Karten und auch hinter die Kulissen schauen.

Das vollständige Programm der Studierendentage gibt es als Download auf der Startseite des Schauspiel Frankfurt unter www.schauspielfrankfurt.de   
Alle Workshops sind kostenlos, eine Anmeldung erforderlich unter info@schauspielfrankfurt.de.

Für alle Vorstellungen im Schauspielhaus, in den Kammerspielen und in der Box erhalten Studierende bis 30 Jahre in diesem Zeitraum bei Vorlage eines gültigen Studentenausweises ermäßigte Tickets zum Preis von 6 Euro.

Karten und Infos unter 069.212.49.49.4 oder www.schauspielfrankfurt.de

Mittwoch, 3. Mai 17
»Internationale Maifestspiele-Happy Hour« für ausgewählte Veranstaltungen am 3. Mai, von 16 bis 18 Uhr
Nach dem berauschenden ersten Festivalwochenende belohnt das Hessische Staatstheater Wiesbaden seine treuen Festivalfans mit der »Internationalen Maifestspiele-Happy Hour«.

Am Mittwoch, den 3. Mai, von 16 bis 18 Uhr sind Restkarten auf allen Plätzen für 18 Euro erhältlich. Das Angebot gilt für folgende Veranstaltungen:
Mittwoch, 3. Mai, 19.30 Uhr, Großes Haus: Tanz »nicht schlafen«
Donnerstag, 4. Mai, 19.30 Uhr, Großes Haus: Tanz »nicht schlafen«
Dienstag, 9. Mai, 19.30 Uhr, Großes Haus: Schauspiel »Murmel Murmel«
Mittwoch, 10. Mai, 19.30 Uhr, Großes Haus: Schauspiel »Murmel Murmel«

Karten sind auf www.maifestspiele.de, telefonisch unter 0611.132 325 oder an der Theaterkasse im Großen Haus erhältlich.

Mittwoch, 3. Mai 17
Theater Alte Mühle Bad Vilbel: Vorverkaufsbeginn 2. Halbjahr 2017 eröffnet
Der Vorverkauf für die Veranstaltungen in der zweiten Jahreshälfte in der Alten Mühle Bad Vilbel hat begonnen. Auf www.kultur-bad-vilbel.de/theater_alte_muehle/spielplan/ finden sich die Veranstaltungen bis Dezember 2017.

Dauerkarten für die gesamte Saison 2017/2018 der Kabarettbundesliga sind ebenso ab sofort erhältlich.

Mittwoch, 3. Mai 17
Premiere von Wolfgang Amadeus Mozarts »Die Gärtnerin aus Liebe« am Opernhaus Magdeburg
Am Samstag, dem 6. 5. 2017, 19.30 Uhr, feiert Wolfgang Amadeus Mozarts Liebesspiel »Die Gärtnerin aus Liebe« in der Regie von Tobias Heyder im Theater Magdeburg Premiere und wird vorerst nur in dieser Spielzeit im Opernhaus gezeigt. »Die Gärtnerin aus Liebe« – im Original »La finta giardiniera« – stammt aus der Feder des 18-jährigen Wolfgang Amadeus Mozart und wurde nach seiner Uraufführung 1775 zu einem großen Erfolg. Die Oper, die bereits mit Anklängen an »Die Hochzeit des Figaro« auf diese und die weiteren Meisterwerke verweist, ist keinesfalls ein naives Frühwerk des österreichischen Komponisten, sondern vielmehr eine ideal- und zeittypische Opera buffa mit klarer und
individueller Figurenzeichnung. Gekonnt balanciert Mozart zwischen Komik und Tragik, lotet die Möglichkeiten der Buffa-Form weit aus und reichert sie mit Elementen der Opera seria an: Wahnsinns-, Wut- und Verzweiflungsarien.


Die Gärtnerin aus Liebe
Theater Magdeburg
Ensemble
© Nilz Böhme

Ein Eifersuchtsanfall hatte den Grafen Belfiore gegen seine Geliebte Violante gewalttätig werden lassen. In der Annahme, Violante sei tot, suchte Belfiore das Weite. Nun treffen die beiden im Hause von Don Anchise wieder aufeinander: Belfiore ist im Begriff, Arminda, die Nichte des Hausherrn, zu ehelichen, und Violante hat sich unter falschem Namen als Gärtnerin anstellen lassen. Über ihre wahre Identität lässt sie auch Belfiore zunächst im Unklaren. Es ergibt sich eine verfahrene Liebeskonstellation, in der Don Anchise seiner Gärtnerin nachstellt, der traurige Ritter Ramiro nicht von seiner Jugendliebe Arminda lassen kann und Violantes Diener Roberto das Dienstmädchen Serpetta anhimmelt, die sich ihrerseits noch Hoffnungen auf Don Anchise macht. Erst als sich Violante und Belfiore – nach Wildnis- und Wahnsinnserfahrung – wieder für einander entscheiden, können auch die anderen Paare ihr Glück finden. Nur Don Anchise bleibt allein.

Im Zentrum dieses verwirrenden Liebesspiels stehen Violante und Belfiore, die nicht mit und auch nicht ohne einander können und in einer Leidenschaft gefangen sind, die sprichwörtlich Leiden schafft. Einen perfekten Innenraum für dieses Dickicht aus Gefühlen, Sehnsüchten und Täuschungen hat der Bühnenbildner Frank Schlößmann mit einem Labyrinth aus Räumen und Türen auf der Drehbühne entworfen. Er setzte zuletzt »Damon« von Georg Philipp Telemann in Magdeburg in Szene. Die passenden, bunten Kostüme, die die Individualität der einzelnen Personen noch einmal deutlich hervorheben, liefert Janine Werthmann. Der Hamburger Regisseur Tobias Heyder inszeniert zum ersten Mal in Magdeburg. Am Pult der Magdeburgischen Philharmonie steht Svetoslav Borisov. In der Partie des Ramiro – der
Jugendliebe von Arminda – stellt sich die Mezzosopranistin Florentina Soare als neues Ensemblemitglied dem Magdeburger Publikum vor. »Die Gärtnerin aus Liebe« wird vorerst nur in dieser Spielzeit im Opernhaus gezeigt.

Die Gärtnerin aus Liebe ~ La finta giardiniera

Musikalische Leitung: Svetoslav Borisov
Regie: Tobias Heyder
Bühne: Frank Philipp Schlößmann
Kostüme: Janine Werthmann
Dramaturgie: Thomas Schmidt-Ehrenberg

Besetzung:

Don Anchise: Emilio Pons
Violante: Julie Martin du Theil
Belfiore: Emanuele D'Aguanno
Arminda: Raffaela Lintl
Ramiro: Florentina Soare
Roberto: Johannes Wollrab
Serpetta: Irma Mihelic

Magdeburgische Philharmonie
Premiere am Samstag, 6. 5. 2017, 19.30 Uhr im Opernhaus/Bühne
Weitere Vorstellungen: Sa. 20. 5., 19.30 Uhr / Do. 25. 5., 18.00 Uhr und Fr. 2. 6. 2017, 19.30 Uhr, Opernhaus/Bühne
Karten Premiere: zwischen 16 € und 35 € / ermäßigt zwischen 12 € und 26 €
Karten weitere Vorstellungen: zwischen 12 € und 31 € / ermäßigt zwischen 8 € und 22 € Reservierung und Kauf an der Theaterkasse telefonisch: (0391) 40 490 490, online:
www.theater-magdeburg.de oder per Mail: kasse@theater-magdeburg.de

Mittwoch, 3. Mai 17
Richard Siegal / Ballet of Difference - Tanzabend My Generation - Zusatzvorstellung am 12. Mai um 17:00 Uhr
Der dreiteilige Tanzabend My Generation eröffnet als erste Produktion von Richard Siegal / Ballet of Difference am 11. Mai das DANCE Festival München 2017. Die Neugier auf die neue Company scheint groß zu sein. Schon vor einiger Zeit wurde die Zahl der geplanten Aufführungen von zwei auf drei erhöht. Doch ganz augenscheinlich reicht dies immer noch nicht – längst sind alle Abende ausverkauft. Nun wird es eine vierte Vorstellung am Nachmittag des 12. Mai geben (17:00 Uhr).


Richard Siegal:_My Generation
Cedar Lake Ballet
Foto: Shoko Photo

Der dreiteilige Tanzabend My Generation zeigt Siegals neue Company zum ersten Mal in Aktion. Das Credo des Choreographen spiegelt sich in allen drei Stücken wider: Unsere Gesellschaft profitiert von Heterogenität und Vielfalt. Neben Pop HD auf der Grundlage des Balletts My Generation, das Siegal 2015 in New York mit Cedar Lake Contemporary Ballet entwickelte, stehen am 11. Mai zwei Uraufführungen auf dem Programm:
Allein der Titel BoD, kurz für Ballet of Difference, signalisiert den programmatischen Charakter des Stücks. Die Arbeit an dieser ersten Neukreation fiel noch in die Phase des gegenseitigen Kennenlernens. Richard Siegal erkundet die individuellen Persönlichkeiten seiner Tänzer und lässt sie Elemente ihrer jeweiligen Biographie einbringen. Auf diese Weise werden die unterschiedlichen ästhetischen und ethnischen Prägungen jedes einzelnen in der Choreographie erfahrbar. Dieser Ansatz spiegelt sich auch in der Musikauswahl: DJ Haram, US-Amerikanerin mit Wurzeln im Nahen Osten, mixt unterschiedliche zeitgenössische Club-Ästhetiken mit experimentellen Sounds und arabischen Musiktraditionen. Die aufblasbaren Kostüme hat die Gründerin des New Yorker Chromat-Labels Becca McCharen entworfen. Sie überformen die Körper der Tänzer, hinterfragen tradierte Gechlechtsidentitäten und tragen durch ihre Nähe zu Rettungswesten auch eine politische Dimension in sich.
Mit Excerpts of a Future Work on the Subjects of Chelsea Manning zeigt Siegal zum ersten Mal Szenen aus einem work in progress über die Whistleblowerin Chelsea Manning. Im Februar 2010 leitete Manning Tausende von geheimen militärischen Dokumenten über Menschenrechtsverstöße der Amerikaner im Irak, in Afghanistan und Guantánamo an Wikileaks weiter. Damals war sie Angehörige der US-Streitkräfte und trug offiziell noch den Namen Bradley Manning. Für den Verrat von Militärgeheimnissen wurde sie im August 2013 zu 35 Jahren Gefängnis verurteilt, jedoch von Präsident Barack Obama in einer seiner letzten Amtshandlungen begnadigt. Ihre Freilassung ist auf den 17. Mai angesetzt. Dass sich Siegal in einem neuen Ballett mit Chelsea Manning befasst, leuchtet sofort ein. Denn es geht um den Zusammenprall zweier völlig unterschiedlicher Welten: hier das Ideal des freien Informationsflusses, dort das geschlossene System des Militärs. Hier die rigiden Gendernormen der Armee, dort die zwischen den Geschlechtern changierende Identität Mannings. Am konkreten Beispiel ihrer Biographie geht Richard Siegal der Frage nach: Wie viel Transparenz und wie viel Freiheit ist möglich in unserer Gesellschaft?

Richard Siegal / Ballet of Difference: Die Mission
Ballet of Difference ist Ballett. Aber es steht quer zum Kanon und der Tradition des klassischen Balletts, dessen Betonung von Hierarchie und den polaren Rollen von Mann und Frau noch die Werte des 19. Jahrhunderts widerspiegelt.
Ballet of Difference bekennt sich leidenschaftlich zu Migration und Integration. Unsere Gesellschaft profitiert von kultureller Vielfalt und dem Miteinander der unterschiedlichsten Lebensentwürfe. In Zeiten des Rückzugs auf das Nationale und der Social Media-Filterblasen, ist Diversität heute wichtiger denn je.
Ballet of Difference sucht das Verbindende. Es strebt nach Inklusion – innerhalb der Company ebenso wie in den Szenen, aus denen sie ihre Inspiration bezieht. Siegals Arbeitsstil ist durch und durch interdisziplinär. Die My Generation-Produktionen schlagen Brücken zur Pop- und Fashion-Avantgarde. Der außergewöhnliche Look entsteht in Kollaboration mit der isländischen Stylistin Edda Gudmundsdottir. Die spektakulären Kostüme entwerfen der deutsche Designer Bernhard Willhelm (Pop HD), die in London ansässige, polnischstämmige Designerin Marta Jakubowski sowie die Gründerin des Chromat-Labels Becca McCharen. Musikalisch setzt Siegal einmal mehr auf Uwe Schmidt alias Atom™, dessen subversive elektronische Soundästhetik Siegals Tanzsprache perfekt ergänzt. Für BoD hat Siegal Musik bei DJ Haram in Auftrag gegeben, die von dem Label Discwoman vertreten wird. Die Plattform aus New York ist spezialisiert auf elektronische Musik und präsentiert vor allem Künstlerinnen und Künstler aus der LGBT-Szene. Für Chelsea Manning choreographiert Siegal die verführerischen Arrangements von The Haxon Cloak für Josiah Wise AKA Serpentwithfeet., den neuen Stern am R&B-Himmel.

Das Team:
Konzept und Choreographie: Richard Siegal
Tanz: Claudia Ortiz Arraiza, Léonard Engel, Katherina Markowskaja, Yvonne Compaña Martos, Matthew Min Rich, Margarida Neto, Navarra Novy-Williams, Joaquim de Santana, Diego Tortelli, Lucas Valente, Ebony Williams
Musik: Atom™, DJ Haram, Josiah Wise AKA Serpentwithfeet.
Dramaturgie: Tobias Staab
Licht: Gilles Gentner
Styling: Edda Gudmundsdottir
Kostüme: Bernhard Willlhem, Chromat/Becca McCharen, Marta Jakubowski
Ballettmeisterin: Caroline Geiger

www.balletofdifference.com  www.thebakery.org

Mittwoch, 3. Mai 17
„Hirschhausens Check-up": Eckart von Hirschhausen stellt sich den Kernfragen des Lebens
Drei Folgen ab 12. Juni 2017, montags um 20:15 Uhr im Ersten

Was ist wichtig für einen guten Start ins Leben? Wie gelingt die Mitte des Lebens und wie das Altwerden? Kurz vor seinem 50. Geburtstag stellt sich Dr. Eckart von Hirschhausen den Kernfragen des Lebens. Der Arzt und Fernsehmoderator kümmert sich in der dreiteiligen, sehr persönlichen Reihe „Hirschhausens Check-up" (ab 12. Juni dreimal montags um 20:15 Uhr im Ersten) um die Themen, die Menschen umtreiben - mit Kompetenz, Humor und einer großen Portion Gefühl.

In der ersten Folge „Wie gutes Altern gelingt" (12.6., 20:15 Uhr) zieht Eckart von Hirschhausen für drei Tage in ein Düsseldorfer Altersheim und will herausfinden, was es für Körper und Geist bedeutet, alt zu werden. Die zweite Folge von „Hirschhausens Check-up" trägt den Titel „Wie die Mitte des Lebens gelingt" (19.6., 20:15 Uhr). Um dem nachzugehen, verbringt er drei Tage in einer Psychiatrischen Klinik in Berlin. In der dritten Folge „Wie der Start ins Leben gelingt" (26.6., 20:15 Uhr) trifft er seine Mutter, mit der er gedanklich in seine frühe Kindheit reist. Zudem zieht er für drei Tage in die Kinder- und Geburtsklinik der Berliner Charité ein. Die Perspektive der persönlichen Innensicht Eckart von Hirschhausens wird in allen drei Folgen durch die Reporter Lisa Weitemeier und Niko Wirth ergänzt. Die beiden sind in verschiedenen deutschen Städten unterwegs, führen Interviews und präsentieren neue Erkenntnisse der Wissenschaft mit Tipps und Experimenten zum Nachmachen.

Eckart von Hirschhausen: „Für ‚Hirschhausens Quiz des Menschen‘ habe ich ja bereits viele ,Hirschhausen unterwegs‘-Filme gedreht, bei denen ich in die Lebenswirklichkeit von anderen für einen Tag eintauche. Diese Filme sind immer nur fünf Minuten lang. Ich hatte schon länger den Wunsch, diese Art des teilnehmenden Reporters auszubauen und bin dankbar für die Gelegenheit, das jetzt mit drei zentralen Lebensbereichen für jeweils 45 Minuten machen zu dürfen." Im Grunde seines Herzens sei er immer Arzt geblieben, „auch wenn ich mich seit 20 Jahren dafür einsetze, Menschen gesund zu halten und gesundes Wissen und Ideen für einen günstigen Lebensstil zu verbreiten. In ,Hirschhausens Check-up‘ habe ich aber versucht, den Menschen und ihren Geschichten auf Augenhöhe zu begegnen und gerade nicht die professionelle Distanz zu wahren, die ein Arzt natürlich haben muss."

„Hirschhausens Check-up" ist eine Produktion der Bilderfest GmbH im Auftrag von WDR (Redaktion: Daniele Jörg) und SWR (Redaktion: Martin Schneider) für Das Erste.

Die Sendetermine von „Hirschhausens Check-up" im Ersten im Überblick:
12.6.2017, 20:15 Uhr: Wie gutes Altern gelingt (Folge 1)
19.6.2017, 20:15 Uhr: Wie die Mitte des Lebens gelingt (Folge 2)
26.6.2017, 20:15 Uhr: Wie der Start ins Leben gelingt (Folge 3

Mittwoch, 3. Mai 17
Witzigkeit kennt keine Grenzen ~ »Hape Kerkelings Kein Pardon - Das Musical« in der Musikalischen Komödie Leipzig
 (lifePR) »Witzigkeit kennt keine Grenzen« – erst recht nicht, wenn in der Musikalischen Komödie »Hape Kerkelings Kein Pardon« am Samstag, 06. Mai, 19 Uhr Premiere feiert. Regie führt Thomas Hermanns, bekannt als Gastgeber des Quatsch Comedy Clubs. Nach der Uraufführung im Capitol Theater Düsseldorf läuft das Musical nun erstmalig an der Musikalischen Komödie in einer Adaption für die Theaterbühne und großes Orchester.  Die Musikalische Leitung liegt in den Händen des Musikdirektors Stefan Klingele.

Jeden Samstagabend feiert Familie Schlönzke mit Schnittchen und Käffchen auf dem Sofa ihrer Ruhrpott-Idylle den Beginn der geliebten Samstagabendshow mit dem großen Heinz Wäscher (Cusch Jung) als Moderator. Dieser ist das Idol des unscheinbaren und schüchternen Sprosses der Familie, Peter Schlönzke (Benjamin Sommerfeld). Doch als er über ein Casting das wahre Gesicht Wäschers kennenlernt, platzt ihm vor laufender Kamera der Kragen. Der Programmdirektor ist begeistert und macht ihn kurzerhand zum Nachfolger des alternden Idols.

Das Musical ist eine selbstironische Satire auf die schillernde Bussi-Bussi-Gesellschaft des Showgeschäfts, in der Rock-Musical und großes Showorchester aufeinandertreffen. Mit seinem 1993 erschienenen Film »Kein Pardon« ist Hape Kerkeling, dem Ausnahmetalent der deutschen Comedy-Szene, eine Fernsehsatire gelungen, die heute Kult-Status erreicht hat.

Restkarten (15-39 Euro) für die Premiere und die folgenden Aufführungen am 07./ 12./ 13./ 14./ 19./ 20./ 21./ 30. Mai , 02./ 03./ 14./ 15. Juni gibt es an der Kasse im Opernhaus, unter Tel: 0341 – 12 61 261 (Montag-Samstag: 10-19 Uhr), per E-Mail: service@oper-leipzig.de oder im Internet unter www.oper-leipzig.de.

Mittwoch, 3. Mai 17
Berliner Erstaufführung von Reimanns "Medea" – Benedict Andrews inszeniert
Mit Medea setzt die Komische Oper Berlin ihre Serie von Neuproduktionen zeitgenössischer Musiktheaterwerke fort. Aribert Reimanns 2010 mit überwältigendem Erfolg uraufgeführte Oper ist ab 21. Mai erstmals in Berlin zu erleben. Ensemblemitglied Nicole Chevalier übernimmt die Titelpartie der tragischen Außenseiterin, die zur erbarmungslosen Rächerin wird.

»Ich kann keinen Stoff nehmen, der mit uns heute nichts zu tun hat«, so der Berliner Komponist Aribert Reimann über seine Oper Medea. Die antike Mythenfigur Medea thematisiert eine der größten Krisen unserer Zeit: eine Migrantin, die in ihrem eigenen Land nicht mehr leben kann, wird in der neuen fremden Heimat nicht akzeptiert und ausgeschlossen. Medea – letzter Teil der 1821 uraufgeführten Trilogie Das goldene Vließ aus der Feder des österreichischen Nationaldichters Franz Grillparzers – basiert auf den mythischen Geschehnissen der Argonauten-Sage: Im Lande der von den Griechen als barbarisch angesehenen Kolcher hatte die zauberkundige Königstochter Medea dem Griechen Jason einst geholfen, das legendäre Goldene Vlies, Symbol unendlicher Macht, von ihrem eigenen Vater zu rauben. Aus Liebe hatte sie sich gegen ihre Familie und Heimat gestellt, war Jason gefolgt und schließlich nach langer Irrfahrt – inzwischen mit zwei Kindern – in Jasons Heimat Korinth angekommen. Dort will sie sich der griechischen Kultur anpassen, wird aber aufgrund ihrer »barbarischen Herkunft« mit unüberwindbaren Vorurteilen konfrontiert. Als Jason sich zugunsten seiner Jugendliebe Kreusa von Medea, die mehr und mehr isoliert ist, abwendet und sich ihre Kinder zunehmend von ihr entfremden, greift sie, zutiefst verletzt, zu einer radikalen Form der Rache: Sie tötet nicht nur die Rivalin, sondern auch ihre beiden Kinder. 

In einer düster-archaischen Welt verdichten der australische Regisseur Benedict Andrews und der Bühnenbildner Johannes Schütz die dramatische Verwicklung und das innere Erleben Medeas zu einem intensiven Musiktheatererlebnis, welches das Publikum gemeinsam mit Reimanns atemloser Musik in den Sog des Mythos zieht. Medea ist allein unter Menschen, die sich hinter Masken verstecken, ihre Kinder sind nicht mehr als puppenhafte Objekte. Bereits in der Inszenierung von Der feurige Engel an der Komischen Oper Berlin stellten beide ihren künstlerischen Formwillen und ihr genaues Gespür für hintersinnige Figureninterpretation unter Beweis gestellt. Die Musikalische Leitung liegt in den Händen von Steven Sloane, Generalmusikdirektor der Bochumer Symphoniker, international gefragter Gastdirigent und Professor an der Berliner Universität der Künste.

Die Premiere am 21. Mai wird auf theoperaplatform.eu live gestreamt und ist danach noch 7 Tage abrufbar.

www.theoperaplatform.eu / www.komische-oper-berlin.de

Mittwoch, 3. Mai 17
Europäische Operntage auf theoperaplatform.eu
THE OPERA PLATFORM feiert die diesjährigen Europäische Operntage mit dem Opera Panorama Festival. Eine große Bandbreite von Produktionen aus ganz Europa wird vom 5. bis 14. Mai angeboten. Zu erleben ist die Vielfalt und Reichhaltigkeit der Oper der Sammlung von theoperaplatform.eu mit Auszügen und Hintergrundmaterial von allen Ecken des Kontinents.

Alljährlich öffnen Opernhäuser innerhalb und außerhalb Europas am Wochenende vor dem Europatag (9. Mai) ihre Pforten und feiern mit ihren Besuchern die Kunstform Oper und die talentierten Menschen, die dort arbeiten.

www.theoperaplatform.eu/de/collection/europaeische-operntage

Dienstag, 2. Mai 17
Rossini in Wildbad: Besetzungen 2017 ~ Ein Jahr vor dem Jubiläum: Rossini satt!
Bad Wildbad - Erstmalig steht 2017 Rossini gleich viermal auf dem Programm, was sowohl große Dramen als auch eine vergnügliche Burletta verspricht. Drei Titel sind für eine CD-Aufnahme bei NAXOS vorgesehen. Zwei DVDs sollen erscheinen. Dass bei derartigen Ambitionen auch die Besetzungen den Anforderungen entsprechen sollen, versteht sich fast von selbst, und die Mühen tragen ihre Früchte: Das New Yorker Magazin OPERA NEWS ehrte ROSSINI erneut in diesem März: die kürzlich erschienene DVD L'INGANNO FELICE (Dynamics) wurde zur „Critic's Choice“ gekürt.

Nach dem gelungenen Auftakt des vergangenen Jahres soll der neue Konzertort auf dem Turm des Baumwipfelpfades erneut wunderbare Konzerte erleben. „Für Musikliebhaber mag der relativ lange Weg zum Turm gewöhnungsbedürftig sein, doch gerade die Erlebnisse, die man dabei machen kann, sind eine weit sinnvollere Vorbereitung auf ein Konzert als Staus, Hektik und schlechte Luft. Die gemächliche Fahrt mit der Standseilbahn, der sich dabei öffnende Blick auf das Tal, die einzigartige Aussicht vom Baumwipfelpfad aus, dessen Holzplanken klingen wie Xylofonplatten, und schließlich der spiralförmige Anstieg auf den Turm selbst, dessen sachtes Schwingen mit jedem Höhenmeter deutlicher spürbar wird.“ (Badische Neuste Nachrichten) In der Gipfelruhe mit dem traumhaften Panorama bis zu den Schweizer Alpen wird das Publikum dieses Jahr Mozarts erhabene Messe in c-Moll sowie Rossinis Tantum Ergo erleben können.

Dazu kommt ein hochklassiger Klavierabend gestaltet von Luiza Borac, bei welchem die Bach-Bearbeitungen von Lipatti erklingen werden.

Die Premiere am AUFTAKT!-Wochenende wird L'OCCASIONE FA IL LADRO sein. Eine von Rossinis frühen Farsen, Verwechslungskomödie par excellence, in der ein irrtümlich mitgenommener Koffer für vertauschte Identitäten sorgt. Als Buffo-Bass wird Lorenzo Regazzo in der Rolle des Parmenione brillieren können, Kenneth Tarver als Alberto. Roberto Maietta, der im vergangenen Jahr in Wildbad das Publikum in LE COMTE ORY für sich gewinnen konnte, wird den Martino geben.

Das Bel Canto Opera Festival wird mit der Festpremiere von AURELIANO IN PALMIRA eingeläutet. Ein antiker Stoff, den Rossini einstmals auch für eine Kastratenrolle komponierte. Aurelianos Unerbittlichkeit mit den Palmyrern wird im Libretto mit einem glücklichen Ende etwas abgeschwächt. Zenobia, die palmyrische Königin, wird von Silvia Dalla Benetta verkörpert, Aureliano von Juan Francisco Gatell. Marina Viotti, eine Teilnehmerin der Akademie BelCanto der beiden Vorjahre, gibt die Hosenrolle des Arsace, die musikalische Leitung hat José Miguel Pérez-Sierra inne.

Szenische Hauptproduktion in der Trinkhalle dieses Jahres ist MAOMETTO SECONDO. Gemeinsam mit dem Choreographen Matteo Graziano inszeniert Jochen Schönleber die osmanische Belagerung der venezianischen Kolonie mit allerlei grausamen Verwirrungen um Liebe und Ehre. Als osmanischen Eroberer Maometto II werden Sie mit Mirco Palazzi den führenden jüngeren Koloraturbass erleben können, der in Wildbad mehrere umjubelte Auftritte verzeichnen kann, zuletzt in IL VIAGGIO A REIMS. Sein venezianischer Gegenspieler Calbo wird Victoria Yarovaya, seine Geliebte Anna wird Elisa Balbo sein.

EDUARDO E CRISTINA, eine schwedisch-schottische Verquickung, ehrt den legendären Rossini-Dirigenten, ex Chef des RSO Stuttgart Gianluigi Gelmetti, der sich seinerseits in Bad Wildbad die Ehre gibt, dieses Pasticcio zu dirigieren. In den Titelrollen sind  ein vorzügliches Titelpaar mit Silvia Dalla Benetta als Cristina, Prinzessin von Schweden und Laura Polverelli, Mezzosopran, als Feldherr Eduardo zu erleben. Cristinas gestrenger Vater, König Carlo, wird von Kenneth Tarver gesungen, der schottische Prinz Giacomo wird von Baurzhan Anderzhanov verkörpert.

Die diesjährige Gastspieloper LE CINESI wurde bereits 2015 erfolgreich gezeigt, jedoch in einer früheren Inszenierung mit Sängerinnen und Sänger aus Barcelona. Diese „köstlich-ironische und urmusikalische „Chinoiserie”“ (Loll Weber, Luxemburger Wort, August 2015), kam beim Publikum gut an. Die Arbeit mit den dezidiert jungen Sängern war ertragreich und konnte im Herbst 2016 fortgesetzt werden: von Barcelona gelangte die „Operina“ nach Florenz, wo sie in Zusammenarbeit mit dem Maggio Musicale Fiorentino im Teatro Goldoni von Jochen Schönleber erneut inszeniert wurde. Als erste von hoffentlich vielen zukünftigen Kooperationen mit Florenz also wird es die CINESI diesen Sommer in Wildbad geben.

http://rossini-in-wildbad.de

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