kulturfreak

Die News: März 17

Freitag, 31. März 17
Das Musical BODYGUARD kommt nach Stuttgart
Bereits auf der Kinoleinwand sorgte die dramatische Liebesgeschichte zwischen Soul-Diva Rachel Marron und ihrem Bodyguard, dargestellt von den Weltstars Whitney Houston und Kevin Costner, für Gänsehaut und begeisterte ein Millionenpublikum. Bei dem preisgekrönten Musical BODYGUARD erleben die Zuschauer die fesselnde Lovestory voller grandioser Songs nun live auf der Bühne. Die Weltpremiere am Londoner West End eroberte die Herzen der Zuschauer im Sturm. Ab Herbst 2017 wird die deutsche Inszenierung mit Songs in Englisch und Dialogen auf Deutsch im Stuttgarter Stage Palladium Theater zu sehen sein – sogar mit noch mehr Welthits als im Film.

„Megahits, Momente zum Mitfiebern und überwältigende Stimmen – BODYGUARD bringt alles mit, was ein Musical braucht“ kündigt Jürgen Marx, Stage Entertainment Area Director Süd/West, an. Rund 45 Millionen Mal verkaufte sich das Grammy-prämierte Album zum Film und gehört damit zu den erfolgreichsten Filmsoundtracks aller Zeiten. Ein Welthit folgt bei dem packenden Bühnenerlebnis im Stage Palladium Theater also auf den anderen. Die Songs führen durch eine hoch emotionale Geschichte, intensiviert durch packende Tanzszenen und ebenso intimes wie dramatisches Schauspiel.

BODYGUARD nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch das aufreibende Leben der Königin des Soul und Pop, mit allen Licht- und Schattenseiten. Zunächst prallen die zwei Welten des Superstars Rachel Marron und dem soliden Bodyguard Frank Farmer aufeinander. Frank soll die glamouröse Diva vor einem Stalker beschützen, doch Rachel will ihr unbesorgtes Leben einfach weiterleben. Erst ein dramatischer Zwischenfall bringt die entscheidende Wendung – eine nie für möglich gehaltene Liebesgeschichte beginnt.

Der Vorverkauf für BODYGUARD – Das Musical im Stuttgarter Stage Palladium Theater ist ab sofort geöffnet.
Die Derniere von TANZ DER VAMPIRE findet am Sonntag, 3. September 2017 statt.

www.stage.de

Freitag, 31. März 17
LOTTO-Förderpreis des Rheingau Musik Festivals 2017 wird am 4.7.2017 im Rahmen des Konzertes verliehen
Der LOTTO-Förderpreis des Rheingau Musik Festivals geht in diesem Jahr an den amerikanischen Pianisten Ben Kim. Der von der hessischen Lotteriegesellschaft seit 2009 jährlich gestiftete Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und wird jährlich an ein außergewöhnliches junges Nachwuchstalent des Rheingau Musik Festivals verliehen. „Wer bereits an der Spitze steht, wird in der Regel mit Auszeichnungen über-häuft. LOTTO Hessen aber möchte ausdrücklich besondere Nachwuchstalente auszeichnen, um ihnen den Weg nach oben zu erleichtern“, beschreibt Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer von LOTTO Hessen, die Intention des Preises.

Die Jury des LOTTO-Förderpreises setzt sich zusammen aus Christoph Eschenbach, der-zeit Generalmusikdirektor des National Symphony Orchestra sowie Generalmusikdirektor des John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington D.C., dem Intendanten und Geschäftsführer des Rheingau Musik Festival, Michael Herrmann, Dr. Heinz-Georg Sundermann von LOTTO Hessen und den Programmmitarbeitern des Rheingau Musik Festivals.

Ihre Wahl des Preisträgers begründen sie wie folgt: „Seine brillante Technik und sein unglaubliches Gespür für interpretatorische Feinheiten sind eine Selbstverständlichkeit. Dass er aber seine Inspiration auf hochalpinen Klettertouren findet oder aus dem ganz normalen Leben schöpft, macht ihn zu einer der wohltuendsten Ausnahmeerscheinungen unter den Pianisten seiner Generation. So viel Natürlichkeit, sympathische Ausstrahlung und angenehme Bescheidenheit gepaart mit größter Virtuosität erlebt man nur sehr selten bei einem Spitzenmusiker.“

Den LOTTO-Förderpreis des Rheingau Musik Festivals nimmt Ben Kim am 4. Juli 2017 im Rahmen seines Konzertes auf Schloss Johannisberg entgegen. Ben Kim spielt Werke von Johann Sebastian Bach, Claude Debussy, Nikolai Kapustin und Robert Schumann.

Der amerikanische Pianist Ben Kim erweist sich als Ausnahmetalent und genießt einen wachsenden internationalen Ruf als ein Musiker von ungewöhnlicher Reife und Integrität. Seine Interpretationen werden von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert, insbesondere für stilistisches Feingefühl und emotionale Intensität. Ben Kim rückte ins Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit, als er 2006 den 55. Internationalen ARD Musikwettbewerb in München gewann. Er weckte das Interesse des legendären Pianisten Leon Fleisher, der Ben Kims "enormes Potential für eine Weltkarriere" erkannte und zu seinem Lehrer und Mentor wurde. Ben Kims Engagements an Häusern wie Carnegie Hall, Kennedy

Center, Konzerthaus Berlin und der Philharmonischen Halle Warschau ernteten großes Lob bei der Kritik, ebenso wie seine Auftritte bei Festivals wie Aspen, Ravinia, und dem Klavier-Festival Ruhr. Jüngste Orchesterengagements waren u. a. Auftritte mit dem Orchester des Bayrischen Rundfunks sowie den Symphonieorchester von Baltimore, Hermitage State Sankt Petersburg und Seoul. Ben Kim konzertiert regelmäßig in den USA, Europa und Asien. 2009 feierte er sein Debüt in Carnegie Hall mit den Olympus Chamber Players, 2010 debütierte er in Suntory Hall in Tokyo. Weitere wichtige Debüts folgten, etwa in der Berliner Philharmonie, der Liederhalle Stuttgart sowie dem Leipziger Gewandhaus. Ben Kim arbeitet regelmäßig mit der Philharmonie Brno zusammen. Seit Sommer 2012 wird Ben Kim als Gastdozent am Bowdoin Summer Music Festival sowie bei der Valencia International Piano Academy unterrichten. Ben Kims neueste Aufnahme sämtlicher Impromptus und Preludes von Frederic Chopin erschien im Oktober 2011 bei Universal Korea. Ben wurde 1983 geboren und wuchs in Portland/Oregon auf, wo er im Alter von 5 Jahren sein Klavierstudium bei Dorothy Fahlman begann. Im Alter von 20 Jahren schloss Ben Kim sein Studium am Peabody Conservatory in Baltimore ab, wo er bei Leon Fleisher und später auch bei Yong Hi Moon studierte.

4.7. Dienstag, 20.00 Uhr
Schloss Johannisberg, Geisenheim-Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal
Next Generation
Ben Kim, Klavier
Johann Sebastian Bach
Invention Nr. 12 A-Dur BWV 783
Invention Nr. 13 a-Moll BWV 784
Sinfonia Nr. 12 A-Dur BWV 798
Sinfonia Nr. 13 a-Moll BWV 799
Claude Debussy Études, Livre I
Nikolai Kapustin Aus 8 Concert Etudes op. 40
Robert Schumann Symphonische Etüden op. 13
 

Karten unter: 06723 / 60 21 70 oder www.rheingau-musik-festival.de

Freitag, 31. März 17
Bregenzer Festspiele: Kleiner Finger, ganze Hand
Es kommt zusammen, was zusammen gehört: In vierzig Metern Entfernung zur rechten Riesenhand wurden zwischenzeitlich Unterarm und Handstumpf ihres linken Pendants im Bodensee montiert.


Bregenzer Festspiele: Aufbau Bühnenbild Carmen (März 2017)
© Bregenzer Festspiele / Dietmar Mathis

Ebenfalls an seinem Platz hoch über dem Wasser ist bereits der kleine linke Finger. In den kommenden Tagen folgen Daumen, Zeige-, Ring-, sowie Mittelfinger und machen daraus ein großes Ganzes.

Doch damit ist die Carmen-Kulisse längst nicht fertig gestellt.

Zwischen den einzelnen Hand-Bauteilen, beispielsweise am Übergang von der Hand zum Unterarm, ist jeweils ein deutlich sichtbarer Spalt vorhanden. Maler beginnen in den kommenden Tagen mit der Maniküre und füllen die an Hautfalten erinnernden Spalte mit Spachtelmasse und Farbe auf, um die Oberfläche der Kulissenteile möglichst realistisch aussehen zu lassen. Geschmeidig muss die Haut werden. Im Unterschied zur rechten Seite, ziert ein kunstvolles Tattoo den linken Unterarm.

Außerdem montieren Techniker weitere Spielkarten im Bühnenbild. Mehr als zwei Tonnen wiegt jede Karte, deren Unterkonstruktion aus Stahl und Holz besteht.

Die Bregenzer Festspiele 2017 finden von 19. Juli bis 20. August statt, Tickets und Informationen unter Telefon 0043 5574 4076 und www.bregenzerfestspiele.com.

Freitag, 31. März 17
Bregenzer Festspiele: Fünf Fragen an Susanna Boehm
Bevor Susanna Boehm im Jänner 2017 die Stelle als Ausstattungsleiterin der Bregenzer Festspiele antrat, war sie bereits 25 Sommer lang als Bühnenbild-Assistentin und Mitarbeiterin der Ausstattungsabteilung tätig, zuletzt als deren stellvertretende Leiterin.


Ausstattungsleiterin der Bregenzer Festspiele: Suanne Boehm
© Bregenzer Festspiele/Dietmar Mathis

Was ihre Aufgaben sind und wie die Mitarbeit bei dem Festival am Bodensee zustande kam, lesen Sie hier im Kurz-Interview.

Was sind die Aufgaben einer Ausstattungsleiterin?
Alle Designthemen gehören dazu. Bei der Seebühne beginnt das, wenn der Bühnenbildner mit einem Designvorschlag kommt. Die Designer kennen nicht alle Aspekte, die bei einer Seebühne berücksichtigt werden müssen. Wir arbeiten dann gemeinsam mit den Technikern an Lösungen, wie wir sowohl technisch als auch visuell das beste Ergebnis erzielen. Das wird dann wiederum dem Bühnenbildner vorgeschlagen.

Für alle anderen Aufführungen mit Bühnenbild gilt das genauso. Nur, dass die Zusammenhänge bei der Seebühne besonders komplex sind und es sich um eine sehr große Dimension handelt. Bei Carmen besteht die Kulisse auch aus der überdimensionalen Nachbildung zweier Frauenhände – diese in einer Dimension mit zirka zwanzig Metern Höhe umzusetzen ist eine sehr große Herausforderung.

Allerdings war es fast genauso aufwändig die Farbabstimmung der Carmen-Spielkarten in den Griff zu bekommen, die über drei völlig verschiedenen Oberflächen verfügen: Gitterroste, verputzte Holztafeln und netzbespannte Tafeln mit Lautsprecherboxen dahinter sollen am Ende möglichst identisch aussehen. Dazu hat es eine Unmenge an Versuchen gebraucht, bis wir endlich zu einem guten Ergebnis kamen. Diese Versuchsreihen kann man nicht durch reine Erfahrungswerte ersetzen. Das muss man wirklich ausprobieren.

Wie bist du damals zu den Bregenzer Festspielen gekommen?
Ich kannte die Bregenzer Festspiele von einer Fahrradtour, die ich mit 16 Jahren unternommen hatte. Sofort faszinierte mich die Seebühne. Als ich dann mit 20 in Rom studierte, lernte ich eine Bregenzerin kennen, die mir eine Bewerbung empfahl. Sie hat mich so lange gedrängt, bis ich mich bewarb– ein Glückstreffer!

Was waren deine bisherigen Höhepunkte?
Ehrlich gesagt, ist jedes Seebühnenbild ein Höhepunkt. Es muss zwar nicht jedes mein persönlicher Lieblingsentwurf sein, aber die Arbeit macht immer gleich viel Spaß. Schließlich entwickeln wir alle zwei Jahre einen Prototyp mit komplett neuen Anforderungen.

Was ist das Besondere?
Genau das, dass wir alle zwei Jahre einen Prototyp mit komplett neuen Anforderungen entwickeln. In einem Opernhaus hat man einen sehr klaren Rahmen, in dem sich ein Bühnenbild bewegen kann. Diese Gesetze gelten am See nicht. Und selbstverständlich will jeder Bühnenbildner neue Grenzen ausloten. Und wir mit ihm.

Was sind die größten Unterschiede von der Seebühne zu „normalen“ Theaterhäusern?
Der Unterschied ist, dass in einem Haus alles trocken, ohne Wellen- und Windangriff, ohne Schneelast und UV-Resistenz geplant wird! Außerdem ohne Vorhang, Zugstangen und Beleuchtung von oben.

Freitag, 31. März 17
Bregenzer Festspiele: Olivier Tambosi inszeniert “To the Lighthouse” ~ Festspiele „zwischen Trauer und Freude“
„Wir schwanken heute Abend zwischen Trauer und Freude. Trauer darüber, dass Ernst Marianne Binder nicht mehr unter uns ist, und Freude, weil das Opernatelier einen weiteren Einblick gewährt und ich mir sicher bin, dass es im Sinne von Ernst ist, To the Lighthouse im kommenden Sommer uraufzuführen,“ sagte Festspielintendantin Elisabeth Sobotka anlässlich der vergangenen Einblick-Veranstaltung im Kunsthaus Bregenz.


Olivier Tambosi
© Bregenzer Festspiele / Anja Köhler

Der Regisseur, Autor und Librettist verstarb im Jänner in Graz im Alter von 64 Jahren. Er schrieb das Libretto und arbeitete am Regiekonzept für die Festspiel-Auftragskomposition To the Lighthouse, die im Rahmen des Festspiel-Opernateliers im kommenden Sommer uraufgeführt werden wird.

Als „neuen Opernatelier-Bewohner“ begrüßte Elisabeth Sobotka den Regisseur Olivier Tambosi, der die Inszenierung von To the Lighthouse übernehmen wird. Festspielbesuchern ist er als Regisseur der Oper im Festspielhaus 2016 Hamlet bekannt. Mit Tambosi habe man keinen Ersatz für Ernst Marianne Binder finden wollen, sondern einen Künstler, der mit derselben Dynamik und Energie, wie sie Binder kennzeichnete, an das Werk herangehe.

Zu Gast beim sechsten Einblick war die Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen mit einem Vortrag unter dem Titel „Stimme und Stimmung in Virginia Woolfs To the Lighthouse“. Anschließend kamen Stimmen aus Zesses Seglias’ Oper zu Gehör. Der Komponist behandelt die menschliche Stimme auf unterschiedliche Weise, die er mit den Sängern und Sängerinnen der Protagonisten erprobte. Die Uraufführung ist am 16. August auf der Werkstattbühne Bregenz.

Die Bregenzer Festspiele 2017 finden von 19. Juli bis 20. August statt, Tickets und Informationen unter Telefon 0043 5574 4076 und www.bregenzerfestspiele.com.

Freitag, 31. März 17
Bregenzer Festspiele: Festspielticket ist Gratis-Fahrkarte für Bus und Bahn ~ Schneller nach Schoppernau, Scheidegg neu im Angebot
Genuss bereits bei der Anreise garantiert das Festspielticket: Es gilt als Gratis-Fahrkarte für Bus und Bahn in ganz Vorarlberg sowie ab Lindau am Tag des Aufführungsbesuchs. Bequem und entspannt erreichen Festspielgäste den Bahnhof Bregenz, der nur drei Gehminuten von der Seebühne entfernt liegt.

Nach Vorstellungsende bringen die „Öffis“ die Besucherinnen und Besucher zum Ausgangspunkt zurück, teilweise stehen dafür Sonderlinien zur Verfügung. Neu sind eine Gültigkeit auch für Scheidegg im Allgäu sowie eine um zwanzig Minuten kürzere Fahrzeit in den Bregenzerwald.

Lange bevor die ersten Carmen-Klänge den Bodensee verzaubern, können sich die Besucherinnen und Besucher des Spiels auf dem See bereits zurücklehnen und im Verkehrsverbund Vorarlberg mit Bus und Bahn Vorarlberg entspannt anreisen – zum Nulltarif, denn die Kosten für die Fahrkarte übernehmen die Bregenzer Festspiele in Kooperation mit V-Mobil. Dieser Service, den jährlich rund 10.000 Gäste nutzen, besteht seit Ende der 1990er Jahre.

Auch für alle weiteren Festspiel-Veranstaltungen abseits der Seebühne gilt das Festspielticket als Gratis-Fahrkarte am Tag des Aufführungsbesuchs. Neu ist eine zusätzliche Buslinie nach Dornbirn, wodurch die bestehende Bus-Verbindung in den Bregenzerwald um zwanzig Minuten Fahrzeit kürzer ist. Bereits um 1:15 Uhr anstatt 1:36 Uhr hält der Bus an der Endstation Schoppernau.

Neu im Angebot ist Scheidegg im Allgäu. Der direkt an der Staatsgrenze zu Österreich gelegene Kur- und Ferienort ist neue Endhaltestelle der bisherigen Buslinie in den Nachbarort Möggers auf Vorarlberger Seite. Die Festspielgäste erreichen Scheidegg um 0:38 Uhr, Abfahrt in Bregenz ist um 23:50 Uhr. 

Der Gültigkeitszeitraum ist 19. Juli bis 20. August 2017 sowie außerdem am 15. Juli anlässlich der crossculture night und am 17. Juli für die Carmen-Generalprobe. Weitere Informationen stehen im „Fahrplan Bregenzer Festspiele“ des Verkehrsverbund Vorarlberg zum Runterladen bereit.

Die Bregenzer Festspiele 2017 finden von 19. Juli bis 20. August statt, Tickets und Informationen unter Telefon 0043 5574 4076 und www.bregenzerfestspiele.com.

Freitag, 31. März 17
»Was soll das Theater? Bühnen unter Druck: Gesellschaftlicher Auftrag oder künstlerische Autonomie?«
Podiumsdiskussion am 2. April 2017, 11:00 Uhr im Düsseldorfer Schauspielhaus (im Central, Kleine Bühne)

Der Begriff Stadttheater erklärt wenig. Gegensätzliche Positionen gehörten schon immer zum Theater. Trennlinien verlaufen zwischen Sprechtheater und performativem Theater oder zwischen der Frage nach dem gesellschaftlichen Auftrag und der künstlerischen Autonomie. Doch Auftrag in wessen Namen? Wie kann Theater im 21. Jahrhundert relevant sein? Inwiefern nützen oder schaden hierarchische Strukturen? Wie lässt sich die Forderung nach niedrigschwelliger Kulturvermittlung mit dem Anspruch auf Kunst oder Qualität vereinen? Welche Rolle spielen neue Zuschauergruppen, geändertes Konsumverhalten oder die Distanz der Politik?

Über diese Fragen diskutieren am 2. April 2017 um 11:00 Uhr im Central:
Herbert Fritsch (Regisseur)
Marc Grandmontagne (Direktor Deutscher Bühnenverein)
Hans-Werner Kroesinger (Regisseur)
Wilfried Schulz (Generalintendant Düsseldorfer Schauspielhaus)
Andreas Wilink (Chefredakteur k.west/Theaterkritiker)
Moderation: Barbara Burckhardt (Redakteurin Theater heute)

Eine Veranstaltung von k.west und NRW KULTURsekretariat in Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Schauspielhaus. In Kooperation mit WDR 3/Forum.

www.nrw-kultur.de

Freitag, 31. März 17
„ttt - titel thesen temperamente"am Sonntag
„ttt - titel thesen temperamente" (hr) kommt am Sonntag, 2. April 2017, um 23:05 Uhr im Ersten.
Die geplanten Themen:

„ttt": Armut als Familientradition ~ Die Autobiografie von J.D. Vance „Hillbilly Elegie" erschüttert die USA
Sein enormer Erfolg ist statistisch gesehen unwahrscheinlich. Denn der Investmentbanker und Bestsellerautor J.D. Vance wuchs in Middletown, Ohio, in einem Milieu auf, das - für diese Gegend typisch - von Armut, Gewalt und Drogen geprägt ist. Vance entstammt der weißen amerikanischen Arbeiter- und Unterschicht, die von Außenstehenden oft abfällig als „weißer Müll" bezeichnet wird. Vance ist diesem Milieu entkommen, hat an der renommierten Yale Law School Jura studiert und jetzt das „Buch zur Stunde" geschrieben. In seiner Autobiografie „Hillbilly Elegie - Die Geschichte meiner Familie und einer Gesellschaft in der Krise", die jetzt auch in Deutschland erscheint, beschreibt Vance so einfühlsam und scharfsichtig wie kein anderer die Misere einer ganzen Bevölkerungsschicht. „Viele Amerikaner nennen sie Hillbillys, Rednecks oder White Trash. Ich nenne sie Nachbarn, Freunde und Verwandte", sagt Vance - und trifft damit ins Herz. „Hillbilly Elegie" belegt in den USA seit Monaten die Spitzenplätze der Bestsellerlisten. Anhand seiner eigenen Familiengeschichte - der Großvater Alkoholiker, die Großmutter gewalttätig, die Mutter drogenabhängig - zeigt der Schriftsteller auf, warum es für die „Hillbillys", die sich abgehängt fühlen vom Rest der Gesellschaft, trotzdem logisch war, ausgerechnet dem privilegierten Milliardär aus New York, Donald Trump, ihre Stimme zu geben. Und Vance warnt: Wenn Amerika das „Hillbilly-Problem" nicht löse, werde „das ganze Land den Bach runtergehen".

„ttt" trifft J.D. Vance und besucht das inzwischen zu trauriger Berühmtheit gelangte Middletown in Ohio.

Außerdem bei „ttt":
Die Holocaust-Lüge vor Gericht - Mick Jacksons Film „Verleugnung" erzählt die wahre Geschichte eines weltbewegenden Prozesses: „ttt" trifft die amerikanische Historikerin Deborah Lipstadt, die durch diesen legendären Prozess ein Zeichen setzte, und befragt die Schriftstellerin und damalige Prozessbeobachterin Eva Menasse.

Wurm trifft Spitzweg - Ein Wiener Gipfeltreffen kritischer Kunst-Giganten: „ttt" trifft den österreichischen Bildhauer Erwin Wurm in der Wiener Ausstellung in der er Carl Spitzweg seine eigenen Werke entgegenstellt - als Kommentar, als Dialog mit dem Künstler, der zu Unrecht als Idyllen-Maler gilt.

Haydns „Schöpfung" als spektakuläres Musiktheater - inszeniert vom katalanischen Theaterkollektiv La Fura dels Baus: „ttt" hat mit Regisseur Carlus Padrissa und Musikdirektorin Laurence Equilbey gesprochen über ihre Freude, eine wilde und doch feierliche Inszenierung auf die Bühne gebracht zu haben.

Im Internet unter www.DasErste.de/ttt

Moderation: Max Moor
Redaktion: Gitta Severloh und Christine Romann (hr)

Donnerstag, 30. März 17
Oper Frankfurt Foyergespräch über Rigoletto mit Zsolt Horpácsy
Auch 2016/17 bereichern die populären Foyergespräche unter dem Titel Oper lieben das Programm der Oper Frankfurt. Die vierte Veranstaltung der Serie, welche sich aktuellen Neuproduktionen widmet, steht in dieser Saison am Freitag, dem 7. April 2017, um 22.00 Uhr (nach der Vorstellung) im Holzfoyer auf dem Spielplan. Die Moderation dieses Abends übernimmt in Vertretung von Intendant Bernd Loebe der Dramaturg der Produktion, Zsolt Horpácsy.

zsolt_horpacsy_m(barbara_aumueller)
 Zsolt Horpácsy
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Thema ist diesmal die populäre Oper Rigoletto von Giuseppe Verdi (1813-1901), welche am 19. März 2017 im Opernhaus ihre Premiere feierte. Zu den Gästen von Oper lieben gehören wieder Beteiligte der Produktion: So wurde mit Brenda Rae die Sängerin der Partie der Gilda eingeladen, welche sie hier zum ersten Mal gesungen hat. Nach der laufenden Spielzeit 2016/17 wird sie das Ensemble der Oper Frankfurt, dem sie seit 2008 angehört, verlassen – aber nur, um wieder als Gast zurückzukehren. Der Italiener Carlo Montanaro, Generalmusikdirektor am Teatr Wielki in Warschau, dirigiert regelmäßig in Frankfurt, so war er hier vor Rigoletto im Sommer 2015 für Verdis Simon Boccanegra zu Gast. Zu seinen aktuellen Engagements gehören Carmen an der San Francisco Opera und Tosca in Seoul sowie La Bohème in Sydney und später auch in San Francisco. Horpácsys dritter Gast ist der Journalist, Literaturwissenschaftler und Schiedsrichter Christoph Schröder.

Karten für Oper lieben zum Preis von € 12 (12,5% Vorverkaufsgebühr werden nur im externen Vorverkauf erhoben) inklusive Weinbewirtung sind in den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 – 212 49 49 4 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich.  Mit freundlicher Unterstützung von Huber EventCatering.

Letzter Oper lieben-Termin in der Spielzeit 2016/17 (im Anschluss an die Vorstellung): zu Claude Debussys La Damoiselle élue und Arthur Honeggers Jeanne d’Arc au bûcher Samstag, 17. Juni 2017. Die Reihe wird auch 2017/18 fortgesetzt.

Donnerstag, 30. März 17
ELBJAZZ-Spielplan und Rahmenprogramm stehen fest
Ab sofort steht fest, welcher Act beim ELBJAZZ auf welcher Bühne und zu welcher Zeit auftreten wird. Der gesamte Spielplan mit allen Programmpunkten, Spielzeiten und –orten ist hier abrufbar. 

Die rund 50 Konzerte am 2. und 3. Juni 2017 finden auf insgesamt acht verschiedenen Bühnen statt, die sich um zwei Zentren – die HafenCity und das Werftgelände von Blohm+Voss – gruppieren: In der Elbphilharmonie (Großer Saal), auf der Open Air-Bühne „HfMT Young Talents“ auf dem Vorplatz der Elbphilharmonie, in der Hauptkirche St. Katharinen, im „Thalia Zelt“ am Baakenhöft sowie auf vier Bühnen bei Blohm+Voss (Open-Air-Hauptbühne, Open-Air-Bühne „Am Helgen“, Alte Maschinenbauhalle, NDR Info Radio Stage in der Schiffbauhalle 3).

Auch das zusätzlich zu den Konzerten stattfindende Rahmenprogramm ist nun bekannt:
Während des Festivals gibt es in der Schiffbauhalle 3 bei Blohm+Voss eine Grammophon-Lounge mit Jazzperlen von Schellack-Schallplatten, passenden Drinks und Sitzgelegenheiten zum Entspannen.
Für alle partywütigen Besucher findet an beiden Festivaltagen, Freitag- und Samstagnacht,  im Anschluss an die letzten Konzerte eine DJ-Night im Mojo Club statt: Mousse T., Detroit Swindle, Supergid & Friends, Mirko Machine sowie Perry Louis & JazzCotech Dancers werden dabei hinter den Plattentellern stehen und dafür sorgen, dass bis in die Morgenstunden durchgetanzt wird. 
Im Kaistudio der Elbphilharmonie wird für Kinder ein Instrumentenworkshop (Foto) stattfinden und für die erwachsenen Jazzliebhaber ein Trompetenworkshop mit Ingolf Burkhardt angeboten.
Darüber hinaus findet am Pfingstsonntag, 4. Juni 2017, in St. Katharinen ein ganz besonderer Gottesdienst statt: In sechs Sätzen spannt die vom Komponisten David Timm geschriebene Jazzmesse einen Bogen von der gregorianischen Kirchenmusik zu den Harmonien und Rhythmen von Jazz, Pop und Rock. Die Predigt halten Hauptpastorin und Pröpstin Dr. Ulrike Murmann und Pastor Frank Engelbrecht.
Seit 2007 wird alle zwei Jahre der mit 10.000 Euro dotierte Hamburger Jazzpreis vergeben. Der Preis wird an Hamburger Musiker verliehen, die einen besonders qualifizierten künstlerischen Beitrag zur Jazzmusik leisten. Auch in diesem Jahr, am 3. Juni, wird der Preis im Rahmen des Festivals übergeben, gefolgt von einem Preisträgerkonzert. Die Ausrichtung liegt erstmals beim Jazzbüro Hamburg e.V.

Programm: 
Gregory Porter & Band feat. Kaiser Quartett, Snarky Puppy, Agnes Obel, Jan Garbarek Group, Joshua Redman Trio, Beady Belle & Bugge Wesseltoft, Youn Sun Nah, NDR Bigband, Erik Truffaz Quartet, Dhafer Youssef, Akua Naru, Nils Wülker, Ben L’Oncle Soul, Hildegard Lernt Fliegen, Bernhoft, Accordion Night (4 Formationen: 1. Vincent Peirani & Emile Parisien 2. Stian Carstensen & Ola Kvernberg 3. Régis Gizavo & Nguyên Lê 4. Klaus Paier &  Asja Valcic), ALA.NI, Cæcilie Norby & Lars Danielsson, Moving Parts, Eric Schaefer, Nighthawks, Nina Attal, Christoph Spangenberg, Myles Sanko, Anna-Lena Schnabel, HfMt Big Band, Benjamin Schaefer, MIU, Operation Grand Slam, Pecco Billo, ROCKET MEN, Eclecta, Laurent Coulondre Duo, Antonia Vai, Mörk, Morfé, Roman Schuler extended Trio (RSxT), Der Weise Panda, Catnip Police, Golz-Rasche Jazz Orchestra, Gustav Broman, European Jazz Laboratory, Siena Jazz + Oberbeck, Stefan Schröter
DJ-Nights: Mousse T., Detroit Swindle, Supergid & Friends, Mirko Machine, Perry Louis & JazzCotech Dancers

Tickets:
Es gibt sowohl Tagestickets für den Freitag (2. Juni 2017) bzw. Samstag (3. Juni 2017) als auch Zweitagestickets (2. + 3. Juni 2017). Das Zweitagesticket (2. + 3. Juni 2017) kostet 89,00 Euro. Das Tagesticket Freitag (2. Juni 2017) kostet 55,00 Euro, das Tagesticket Samstag (3. Juni 2017) 69,00 Euro. (Alle Ticketpreise inkl. Gebühren.) Tickets können online unter www.elbjazz.de, über die Hotline 040 - 413 22 60 (Montag bis Freitag 9:00 bis 18:30 Uhr) sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen gekauft werden.

Donnerstag, 30. März 17
Sensations-Schenkung für Museum Wiesbaden ~ Minister Rhein unterzeichnet Schenkungsvertrag mit Privatsammler
Das Museum Wiesbaden bekommt eine Sammlung mit Werken des Jugendstils und Symbolismus geschenkt, die europaweit ihresgleichen sucht. Der Wiesbadener Mäzen Ferdinand Wolfgang Neess überlässt 570 Kunstwerke aus dem 19. Jahrhundert dem Landesmuseum, das nun eine Dauerausstellung einrichten wird. Der hessische Kunst- und Kulturminister Boris Rhein unterzeichnete gestern den Schenkungsvertrag.

"Meilenstein in der Geschichte des Landesmuseums"
Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Dieser Schenkungsvertrag markiert einen Meilenstein in der Geschichte des Museums Wiesbaden. Die Sammlung zeichnet sich sowohl durch die außergewöhnliche Qualität der Werke als auch durch ihre hohe kunstgeschichtliche Bedeutung aus. Teile davon waren sogar bei der Weltausstellung im Jahr 1900 in Paris zu sehen! Fast sein ganzes Leben hat Ferdinand Wolfgang Neess unendlich viel Geduld, Sachverstand und unnachahmliches Gespür für die Qualität der Objekte bewiesen. Ich danke ihm herzlich dafür, dass die Besucherinnen und Besucher des Museums Wiesbaden in den Genuss dieser großartigen Sammlungen kommen können.“

Von Gemälden bis Möbel
Bei der Schenkung handelt es sich um Gemälde und Zeichnungen (zum Beispiel Delville, Moreau, von Hofmann), Möbel (Gallé, Guimard, Majorelle, Pankok, Riemerschmid), Gläser (Lötz), Lampen (Tiffany, Gallé, Riemerschmid), Keramik (Amphora, KPM, Meissen, Nymphenburg), Plastiken (Gurschner, Minne, Rivière) sowie Silber (Dubois, Follot, Moser, van de Velde). Besonders beeindruckend ist die vielfältige Herkunft der Stücke: Sie stammen aus Deutschland, Frankreich, Österreich, England, den Vereinigten Staaten, den Niederlanden, Schweden, Dänemark und Italien. Die Sammlung ist von musealer Qualität, besitzt einen Wert von über 41 Millionen Euro und ist in einem exzellenten konservatorischen Zustand.

Geistesströmungen des 19. Jahrhunderts
Bereits in den 1960er Jahren begann Ferdinand Wolfgang Neess mit seinem Gesamtkunstwerk, das auf einzigartige Weise den Geist der Epoche reflektiert. Mit dem Jugendstil wandten sich junge Künstler und Kunsthandwerker in der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert gegen rückwärtsgewandte Kunst und die als seelenlos verstandene Industrialisierung. Ihr Blick richtete sich auf Materialien wie Beton oder Eisen und neue Baumethoden. Dekorativ geschwungene Linien, Blumen-Ornamente und der Aufbruch von Symmetrien wurden stilprägend. Seine Jugendstilsammlung erweiterte Ferdinand Wolfgang Neess später um Werke des Symbolismus. Das ist eine Geisteshaltung aus dem 19. Jahrhundert, bei der es den Künstlern vor allem um die seelische Tiefe eines Werkes geht.

Museum Wiesbaden spielt vorn mit
„Die Sammlung mit Werken aus dem 19. Jahrhundert bildet einen wichtigen Schwerpunkt des Museums Wiesbaden. Mit der Jugendstil- und Symbolismus-Sammlung von Ferdinand Wolfgang Neess kann das Museum Wiesbaden nun die Entwicklung der Kunstgeschichte von 1800 bis in die Gegenwart durchgängig in Spitzenwerken präsentieren. Damit spielt unser Landesmuseum mehr als je zuvor in der Liga der herausragenden Kulturhäuser Europas mit“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein.

Die Eröffnung der zukünftigen Dauerausstellung mit der Sammlung von Ferdinand Wolfgang Neess im Museum Wiesbaden ist für Juni 2019 geplant.

www.museum-wiesbaden.de

Donnerstag, 30. März 17
Revolution & Kino – Spiel’s noch zweimal
Frank Strobel lässt legendäre Welten wiederauferstehen und entfacht die genreübergreifende Faszination großer Filmabende, Revuen mit Spektakel und Tanz neu. Nach dem großen Erfolg in der Spielzeit 2015/2016 an der Komischen Oper und in der Langen Nacht der 20er-Jahre in der Alten Oper Frankfurt stehen im Herbst nun zwei Abende auf dem Programm der Komischen Oper, in denen getanzt, gesungen und natürlich musiziert wird.
 
Frank Strobel zeigte bereits mit der Rekonstruktion von Ivan Grosny beim Musikfest Berlin, dass die Filme der russischen Avantgarde große Oper sind. Die Eisenstein-Prokofjew-Filmproduktion ist am 23. Juni im Wiener Konzerthaus zu erleben. Hier erinnert der Dirigent an die Oktoberrevolution, die sich 2017 zum 100. Mal jährt.
 
Am 12. November wird es wiederum im Kinovarieté der Komischen Oper Berlin revolutionär: mit dem Film Arsenal (Ukraine, 1929), in dem ein Kriegsheimkehrer nicht nur mit körperlichen und psychischen Schäden, sondern auch mit allerhand revolutionären Ideen zurückkehrt. Zur Uraufführung kommt dazu die Musik, die Alexander Grebtschenko im Auftrag von Arte/ZDF für den Film neu komponiert hat.
 
Das Vorprogramm ist ein szenisches Manifest des revolutionären Zeitgeists der 1910er- und 1920er-Jahre. Der Eröffnungsfilm Interplanetarische Revolution exportiert die Revolution auf den Mars, Dziga Vertovs Kinoprawda rekapituliert die Oktoberrevolution, und den surrealistischen Schlusspunkt setzt Sergej Eisensteins Groteske Glumows Tagebuch. Den Rahmen bilden Eisler-Lieder, swingende sowjetrussische Musik der 1920er-Jahre und vielleicht auch die gemeinsam intonierte Internationale – Exzentriker aller Länder, vereinigt euch!
 
Am Vorabend beleuchtet die Voyage oriental am 11. November die Faszination Orient im frühen 20. Jahrhundert, die mit kurzen Wochenschauberichten, handkolorierten Filmen und A Harem Hero eröffnet wird. Im Mittelpunkt steht der älteste abendfüllende Animationsfilm Die Abenteuer des Prinzen Achmed (Deutschland, 1926) mit der Erstaufführung der rekonstruierten Premierenfassung der Originalmusik. Im Scherenschnitt versammelt Lotte Reiniger sämtliche Fabelwesen aus 1001 Nacht. Der Titelheld muss quer durch das Morgenland auf der Suche nach seiner Geliebten reisen, die er erst nach der Begegnung mit zahlreichen Zaubern wiederfindet.
 
 
Die Termine im Überblick:
 
23. Juni 2017, 18.30 Uhr, Wien, Konzerthaus
Ivan Grosny (Teil 1 & Teil 2)
Film: Sergej Eisenstein, Musik: Sergej Prokofjew
Frank Strobel, Dirigent
Marina Prudenskaya, Mezzosopran
Alexander Vinogradov, Bass 
ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Wiener Singakademie 
 
11. November 2017, 19.30 Uhr, Komische Oper Berlin
VOYAGE ORIENTAL
Musik-Vorprogramm: Studierende der Zürcher Hochschule der Künste
Studienleiter: Olav Lervik
Ensemble aus Mitgliedern des Orchesters der Komischen Oper Berlin
Drei Solisten (N. N.)
 
Film: Die Abenteuer des Prinzen Achmed, Musik: Wolfgang Zeller (1926)
Dirigent: Frank Strobel
Orchester der Komischen Oper Berlin
Erstaufführung der rekonstruierten Premierenfassung der Originalmusik
 
12. November 2017, 19.30 Uhr, Komische Oper Berlin
ROTER RUMMEL
Musik-Vorprogramm: Studierende der Musikhochschule Hanns Eisler, Berlin
Leitung: Jörg Mainka, Benjamin Lang, Maria Baptist
Dirigent: Frank Strobel
Ensemble aus Mitgliedern des Orchesters der Komischen Oper 
 
Film: Arsenal, Musik (2017): Alexander Grebtschenko (i. A. von ZDF/ARTE)
Dirigent: Frank Strobel
Orchester der Komischen Oper Berlin
 
Weitere Konzerte im deutschsprachigen Raum im Überblick:
 
23. April 2017, 20.00 Uhr, Berlin, Konzerthaus Berlin
Filmkonzert
Blancanievies
 
07. und 08. Mai 2017, 19.30 Uhr, Weimar, Congress Centrum Neue Weimarhalle
Jazz-Suiten-Symphoniekonzert
 
11., 12. und 13. Mai 2017, 20.00 Uhr, Hannover, Großer Sendesaal des NDR
Deutsche Filmmusik

27. Mai 2017, 19.30 Uhr, Nürnberg, Opernhaus Nürnberg
Filmkonzert: Dreimal Chaplin
 
01. und 02. Juni 2017, 20.00 Uhr, Hannover, Großer Sendesaal des NDR
Filmkonzert
 
25. Juni 2017, 19.30 Uhr, Nürnberg, Opernhaus Nürnberg
 
08. Juli 2017, 20.00 Uhr, Grafenegg, Wolkenturm, Grafenegg Sommerkonzerte
Filmmusik-Konzert
Vadim Repin, Violine
Tonkünstler-Orchester Niederösterreich

www.frankstrobel.de  / www.komische-oper-berlin.de

Donnerstag, 30. März 17
Mit Mozart in Südtirol ~ Oper Leipzig mit „Le Nozze di Figaro“ zu Gast in Bozen
(lifePR) Am Samstag 01. April und Sonntag 02. April, wird die Leipziger Inszenierung von Mozarts „Le Nozze di Figaro“ am Stadttheater Bozen zu sehen sein. Nach „Faust“ von Charles Gounod im Januar 2015 und dem Doppelabend „A hand of bridge“ von Samuel Barber und „Trouble in Tahiti“ von Leonard Bernstein im Dezember 2015, ist dies mittlerweile die dritte Koproduktion der Oper Leipzig mit der Stiftung Haydn von Bozen und Trient und deren Opernsaison OPER.A 20.21. Der musicalgeschulte Regisseur Gil Mehmert verlegt das Stück über Liebe, Leidenschaften und Intrigen in die 60er Jahre. In der Titelrolle ist der junge Bass Sejong Chang zu erleben, der seit 2012 Ensemblemitglied der Oper Leipzig ist. An seiner Seite steht der Leipziger Publikumsliebling Olena Tokar als Susanna. Den Graf Almaviva hat Mathias Hausmann bereits an der Volksoper Wien mit großem Erfolg gesungen. Als seine Gräfin wird die israelische Sopranistin Gal James zu sehen sein. Der vom hormonellen Chaos der Pubertät gefangene Page Cherubino wird verkörpert von der Kanadierin Wallis Giunta. Das Haydn Orchester dirigiert Enrico Calesso. Der Repertoireklassiker wurde 1786 uraufgeführt. Mozart und sein Librettist Lorenzo da Ponte leben in diesem Meisterwerk der komischen Oper die Konflikte zwischen Oben und Unten, der aristokratischen und der dienenden Klasse, zwischen Mann und Frau mit viel Witz, Tempo und Doppelbödigkeit aus. Konflikte, die einige Jahre später in einer der weltverändernden Umbruchphasen der Geschichte, der Französischen Revolution, ihr Ventil fanden.

www.teatrocomunale.bolzano.it  / www.oper-leipzig.de

Donnerstag, 30. März 17
Gastspiel bei theaterperipherie Frankfurt: Wer sind Sie? Was machen Sie hier!
Gemeinsam mit Ruzbeh Mirmoayadi und Mohammad Salamat befragt Faraz Baghaei die eigene Biographie, Geschichte, Werte, Glauben und persönliche Rituale. Alle drei stammen aus dem Iran und sind in Deutschland aufgewachsen. Gemeinsam haben sie nur, dass sie besser deutsch als persisch sprechen. Und dass sie von den anderen für Türken gehalten werden. Irgendwas Orientalisches halt.
 
Wer sind Sie? Was machen Sie hier!
von Faraz Baghaei
Mit: Ruzbeh Mirmoayadi, Mohammad Salamat
Regie: Faraz Baghaei
am 7.4. um 19.30 Uhr im TITANIA FFM
Karten unter: 069 156 27 404, info@theaterperipherie.de und Abendkasse

www.theaterperipherie.de

Mittwoch, 29. März 17
Sebastian Weigle an der Metropolitan Opera New York
Frankfurts Generalmusikdirektor Sebastian Weigle gastiert momentan an der Metropolitan Opera New York. Dort dirigiert er seit 16. März eine noch bis zum 8. April 2017 andauernde, von der Presse mit sehr guten Kritiken bedachte Wiederaufnahme-Serie von Beethovens Fidelio (Regie: Jürgen Flimm), u.a. mit Adrianne Pieczonka als Leonore und Klaus Florian Vogt als Florestan: www.metopera.org


Sebastian Weigle
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

In diesem Rahmen wird die Matinee-Vorstellung des Fidelio am Samstag, dem 1. April 2017, um 19.00 Uhr live auf hr2-kultur und Deutschlandradio Kultur übertragen: www.hr-online.de / www.deutschlandradiokultur.de

Zudem laufen an der Met unter Weigles musikalischer Leitung momentan die Proben für eine Neuproduktion von Strauss‘ Der Rosenkavalier (Regie: Robert Carsen), mit der sich Publikumsliebling Renée Fleming als Marschallin von der Opernbühne verabschieden wird. Vorstellungen sind angesetzt vom 13. April bis 13. Mai 2017, neben Fleming singen u.a. Elina Garanca (Octavian), Erin Morley / Kathleen Kim (Sophie) und Günther Groissböck (Ochs auf Lerchenau): www.metopera.org
Auch diese Rosenkavalier-Produktion wird im Radio übertragen, und zwar am Samstag, dem 13. Mai 2017, um 19.00 Uhr u.a. auf hr2-kultur und WDR3: wdr.de
Zeitgleich findet dann auch die Kinoübertragung (u.a. im CineStar Metropolis in Frankfurt) statt: www.metimkino.de.

www.oper-frankfurt.de 

Mittwoch, 29. März 17
Musical SCHIKANEDER nur noch bis Juni 2017 in Wien
Die turbulente Liebesgeschichte des wohl schillerndsten Theater-Ehepaares seiner Zeit ist noch bis 21.Juni 2017 im Raimund Theater zu sehen. Ohne deren Wirken wäre eines der größten Werke der Opernliteratur – „Die Zauberflöte“ – nie zustande gekommen.

SCHIKANEDER ist das neueste VBW-Musical über Schauspieler, Sänger, Regisseur, Dichter und Theaterdirektor Emanuel Schikaneder und seine Frau Eleonore Schikaneder, das am 30. September 2016 ihre Weltpremiere feierte. Die VBW schließen somit an die Tradition der Eigenproduktionen an und brachten mit SCHIKANEDER die insgesamt zwölfte Musical-Uraufführung des Unternehmens auf die Bühne des Raimund Theaters.

www.musicalvienna.at

Mittwoch, 29. März 17
Oper Frankfurt: 3. Operntag für Jugendliche von 14 bis 19 Jahren
An vier ausgewählten Terminen in der Saison können Jugendliche von 14 bis 19 Jahren einen ganzen Tag in der Oper Frankfurt verbringen und sie von allen Seiten kennenlernen. Der dritte Operntag im Rahmen des Vermittlungsprogramms JETZT! Oper für Dich in der Spielzeit 2016/17 widmet sich in den Osterferien Igor Strawinskys The Rake’s Progress am Donnerstag, dem 6. April 2017, ab 15.00 Uhr im Opernhaus.

Die Anmeldung ist möglich unter jetzt@buehnen-frankfurt.de, die Teilnahme kostet 30 € pro Person (inklusive Führung, szenischem Workshop, abendlicher Aufführung und Verpflegung).
Der Tag beginnt mit einer Führung hinter die Kulissen. Wie können eigentlich alle den Dirigenten sehen? Wie echt sehen die Requisiten aus nächster Nähe aus? Wer stellt all die Dinge her, die aus einem Bühnenraum ein Bühnenbild werden lassen? Und was tut überhaupt ein Inspizient?
Nach einer gemeinsamen Pause beginnt der szenische Workshop. Hier geht’s nicht um Theorie: Es wird kaum gesessen und wenig gelesen! Umso wichtiger sind Bewegung, Musik, Kreativität, Teamwork und Freude am Darstellen. Die Jugendlichen schlüpfen selbst in die Rollen des Stücks, Probenkostüme helfen bei der Verwandlung. Sie versuchen sich in szenischen Momenten dieser in London spielenden Geschichte um den Glücksritter Tom Rakewell, der sich zusammen mit seinem zwielichtigen Diener Nick Shadow den Genüssen der Großstadt hingibt und dabei seine Verlobte Anne Trulove fast völlig vergisst. Doch bald darauf fordert Nick den Lohn für die erwiesenen Dienste: Toms Seele…
Zum Abschluss darf nach dem Abendessen in der Opernkantine der gemeinsame Vorstellungsbesuch nicht fehlen (19.30 Uhr). In der Pause können sich die jungen Zuschauer dann austauschen: Machen es die Opernsänger auf der Bühne wohl besser als sie selbst?

Der letzte Operntag für Jugendliche von 14 bis 19 Jahren in der Saison 2016/17: Puccinis Tosca Sonntag, 18. Juni 2017.
Die Reihe wird auch 2017/18 fortgesetzt.

Die Operntage finden jeweils von 15.00 bis Vorstellungsende statt und kosten 30 € pro Person (inklusive Führung, szenischem Workshop, abendlicher Aufführung und Verpflegung). Die unbedingt notwendige Anmeldung ist jeweils einen Monat vor dem gewünschten Termin möglich unter jetzt@buehnen-frankfurt.de.

www.oper-frankfurt.de

Mittwoch, 29. März 17 update2
Premiere "Dominique Horwitz und Murat Parlak erzählen Deutsche Märchen" am 2. Juni im DNT Weimar
Die ursprünglich für Donnerstag, 30. März 2017 angekündigte Premiere des Theaterabends „Dominique Horwitz und Murat Parlak erzählen Deutsche Märchen“ wird nunmehr erst am 2. Juni 2017 erfolgen. Darauf hat sich das DNT Weimar mit dem Regisseur und Autor Christian Filips und den Beteiligten Dominique Horwitz, Miriam Horwitz und Murat Parlak verständigt. In der kurzen zur Verfügung stehenden Probenzeit ist es bis zum geplanten Premierentermin noch nicht gelungen, der vielschichtigen Gedankenwelt des Projekts einen klaren, konzentrierten Fokus zu geben. Der Arbeitsprozess wird fortgesetzt, um den Abend am 2. Juni erfolgreich zur Premiere zu bringen.


Dominique Horwitz und Murat Parlak erzählen Deutsche Märchen
Foto: Thomas Mueller

Stoff und Inspiration dafür lieferten nicht etwa die Brüder Grimm sondern die älteste deutsche Märchensammlung „Die Volksmährchen der Teutschen“ von Johann Karl August Musäus. Der Schauspieler und Chansonier Dominique Horwitz hat einen alten verstaubten Folianten aufgeschlagen und festgestellt: Diese aufgeklärten Märchen haben Witz, Musikalität, Phantasie und Sex-Appeal! Bei Musäus, dem zu Unrecht vergessenen fünften Weimarer Klassiker neben Goethe, Schiller, Herder und Wieland, gibt es keine bürgerliche Kleinfamilie, keinen bösen Wolf, kein Rotkäppchen, keine Nation. Hier heißt es nicht: „Es war einmal...“. Hier heißt es immer: „Es wäre!“ Die Frage ist, frei nach Musäus und Luhmann: Würde es merken, wenn es gar kein Volk gäbe?

Der Regisseur und Autor Christian Filips hat sich diese Frage gestellt, die Musäus-Märchen gesichtet und Dominique Horwitz, Miriam Horwitz und dem Pianisten Murat Parlak eine furiose Märchen-Revue auf den Leib geschrieben. Jenseits vom üblichen brüderlichen Grimm erzählen und singen seine drei Protagonisten eine völlig analoge Märchenstunde lang Geschichten von einem Volk aus grauer Vorzeit, warnen vor grassierenden Internet-Trollen und der alten deutschen Lust am Untergang. In einer musikalischen Zeitreise zurück in die Zukunft der Weimarer Klassik trifft dabei der sprechende Nationalbär Björn auf die intersexuelle Heinrich, Heines Atta Troll auf Schlingensiefs Attaismus, die Thüringen-Hymne auf deutsche Schlager und Grand-Prix-Gewinnersongs.

Und wozu diese phantastische Expedition in das deutsche Märchenland der Zukunft? Wer in der Lage ist, sich seinen Tod als Märchen zu erzählen, der wird überall etwas Besseres finden. Ein Abend, der befreit vom ewigen deutschen Wiederholungszwang, von den hysterischen Dystopien, vom Weltschmerz und von der um sich greifenden „German Ängst“. Neue Märchen braucht das Land. Ein paar hübschere, ein paar bessere Lügen, um zu leben, denn „die Deutschen erzählten sich Märchen zum Einschlafen und zum Aufwachen, zum Träumen von ihrer eigenen Identität und um von ihrem Träumen erlöst zu werden. Und hätten die Deutschen einander weiterhin Märchen erzählt, dann gäbe es sie noch heute…“

www.nationaltheater-weimar.de

Dienstag, 28. März 17
Schlossfestspiele Zwingenberg: TV-Moderator Markus Brock ist der Erzähler im Kult-Musical „The Rocky Horror Show“
Der Intendant der Zwingenberger Schlossfestspiele Rainer Roos bleibt seiner Philosophie auch in der dritten Spielzeit treu: Er setzt auf die bewährte Mischung aus etablierten und hochtalentierten Laiendarstellern und erfahrenen Profis. Somit überrascht es nicht, dass Roos nun als letzte Besetzung für das Musical „The Rocky Horror Show“ den bekannten TV-Moderator Markus Brock präsentieren kann. „Markus Brock wird die Rolle des Erzählers übernehmen und so durch das Stück führen. Die hohe Bühnenpräsenz Brocks wird dem Erzählstrang des Musicals gut tun“, sagt Roos über die Verpflichtung. Der Erzähler steht in dem Kult-Musical von Richard O’Brien etwas außerhalb des wilden Treibens und kommentiert dieses mit feinem, schwarzem Humor. Eine Traumrolle für Brock: „Bevor ich Journalist wurde, stand ich jahrelang als Musiker auf der Bühne und wollte eigentlich sogar Popmusiker werden. So ist Zwingenberg einerseits für mich eine Rückkehr auf die Showbühne, andererseits auch eine Herausforderung, auf die ich mich mächtig freue.“


Der Erzähler im Kult-Musical „The Rocky Horror Show“ der Schlossfestspiele Zwingenberg: TV-Moderator Markus Brock
Foto: SWR/Peter A. Schmidt

Bekannt geworden ist der 53-jährige Brock als Fernsehmoderator bei 3sat und dem SWR. Seit 25 Jahren moderiert er Talkshows, Magazine und Reportagesendungen. Seit 2016 ist er auch das Gesicht von SWRClassic.de, dem Internet-Portal aller SWR-Orchester und Ensembles. Außerdem hat der gelernte Redakteur mit Politik- und Soziologiestudium neben diversen weiteren Sendungen für ARD und ZDF zehn Jahre lang bei SWF 3 Radio gemacht, ebenso moderiert er häufig Diskussionsveranstaltungen, Kongresse und Galas zu den unterschiedlichsten Themen.

Brock wird im Sommer somit unter anderem mit dem aus „Rocky“ bekannten Musicaldarsteller Gino Emnes (Schlossherr Frank N. Furter) und dem schwäbischen Entertainer Michael Gaedt (Riff-Raff) auf der Bühne stehen. Aufgrund der erwartet hohen Kartennachfrage wurden gleich sechs Aufführungen am 2., 3., 4., 5. und 6. August 2017 angesetzt, ein Höhepunkt wird dabei die Nachtaufführung am 5. August sein. Karten gibt es online unter www.schlossfestspiele-zwingenberg.de und bei den Touristeninformationen in Mosbach, Eberbach, Buchen, Walldürn, Neckargemünd und Bad Rappenau. Auf der Webseite der Festspiele, dem Facebook-Auftritt wie auch bei allen Vorverkaufsstellen gibt es ausführliche Hintergrundinformationen.

Dienstag, 28. März 17
Die Toten Hosen mit Weltpremiere beim ECHO 2017
Bei der Verleihung des Deutschen Musikpreises ECHO tritt die Düsseldorfer Band erstmals mit ihrer neuen Single „Unter den Wolken“ auf - Ausstrahlungstermin bei VOX: 7. April, um 20:15 Uhr
Am 6. April präsentieren Die Toten Hosen bei der ECHO-Verleihung ihre neue Single in einer Weltpremiere: Auf der Bühne in der Messe Berlin spielt die Düsseldorfer Band den Song „Unter den Wolken“. Das Stück ist die erste Single-Auskopplung aus dem am 5. Mai erscheinenden neuen Album „Laune der Natur“ und ist ab dem 7. April im Handel erhältlich.

Eine Weltpremiere beim ECHO hat dem Deutschen Musikpreis und den Toten Hosen schon einmal Glück gebracht. Am 22. März 2012 stellte die Band in der Show den längst zum Klassiker avancierten Song „Tage wie diese“ vor. Die erste Singleauskopplung aus dem mit Gold und Platin ausgezeichneten Nummer-1-Album „Ballast der Republik“ traf die Menschen mitten ins Herz. Fünf Jahre später legen die Hosen nun nach. Thematisch bespielen sie auch mit den Songs ihres neuen Albums „Laune der Natur“ die gesamte Bandbreite menschlicher Existenz: Sie feiern das Leben und setzen sich gleichzeitig mit dessen Endlichkeit, mit Höhen und Tiefen auseinander. Sie richten den Blick auf aktuelle politische Geschehnisse – und lassen natürlich auch den Humor nicht zu kurz kommen.

Der von der Deutschen Phono-Akademie, dem Kulturinstitut des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI), verliehene Deutsche Musikpreis ECHO wird am 7. April, um 20:15 Uhr bei VOX im TV ausgestrahlt. Alle Informationen zum ECHO gibt es unter www.echo-deutscher-musikpreis.de.

Dienstag, 28. März 17
»New York Stories« Elbphilharmonie bringt vom 30. März bis 4 .Apri ldie Musik des Big apple nach Hamburg
An sechs prominent besetzten Abenden sind im Großen und im Kleinen Saal der Elbphilharmonie einige besonders charakteristische Facetten der stilistisch ungemein reichhaltigen Musik aus New York City zu erleben. Der Bogen spannt sich von John Zorns »Bagatelle Marathon« über zeitgenössische Musik für Streichquartett mit dem JACK Quartet, vom Abend mit Michael Feinstein und der hr-Bigband mit Perlen aus dem »Great American Songbook« bis zu Rap mit Zebra Katz, vom großen Kunst-Pop Anohnis mit dem Ensemble yMusic bis zu Elektronik mit Tyondai Braxton. Gekrönt wird das Festival von zwei Abenden des New York Philharmonic unter der Leitung seines Chefdirigenten Alan Gilbert mit dem Cellisten Yo-Yo Ma und der Sopranistin Christina Landshamer. Mit John Adams ist zudem einer der bedeutendsten Komponisten der USA in Hamburg zu Gast.

Wenn eine Stadt nie schläft, und das wird unwidersprochen von New York City behauptet, dann haben ihre Bewohner natürlich für alles mehr Zeit, auch fürs Musikmachen und –hören. Tatsächlich widmen sich die New Yorker der Musik mit besonderer Hingabe, was natürlich auch daran liegt, dass unwahrscheinlich viele aufstrebende Musiker von ganz woanders hierher kommen, weil sie glauben, ihr Glück nur in New York machen zu können. Schließlich behauptet eine Zeile aus dem durch Frank Sinatra unsterblich gewordenen Song »New York, New York«, dass, wer es hier schafft, es überall schafft: »If I can make it there, I’ll make it anywhere«. Die Metropole an der Ostküste der USA, bestehend aus den fünf »Boroughs« genannten Stadtteilen Manhattan, Bronx, Brooklyn, Queens und Staten Island, war lange Zeit Sehnsuchtsort und Fluchtpunkt, erste Adresse für unzählige Einwanderer aus vielen Ländern Europas. Bis heute ist New York die am stärksten europäisch imprägnierte der großen Städte der USA. Wie sie musikalisch tickt, versucht die Elbphilharmonie um die Monatswende März/April mit dem kompakten Festival »New York Stories« an sechs (ausverkauften) Konzertabenden zumindest schlaglichtartig zu beleuchten.

Als gelte es, die nächtliche Schlaflosigkeit New Yorks gleich zu Anfang nach Hamburg zu exportieren, beginnt das Festival am 30. März im Großen Saal der Elbphilharmonie mit dem Bagatelle Marathon des Saxofonisten und Komponisten John Zorn. Zorn ist seit 35 Jahren eine der prägenden Figuren der New Yorker Off-Szene. Nahezu 30 exquisite Musiker treten in seiner langen Nacht der zeitgenössischen Musik zwischen Komposition und Improvisation in immer wieder anderen Konfigurationen vom Solo bis zum Quartett auf die Bühne. Auf der Besetzungsliste u.a.: Dave Douglas (Trompete), Joey Baron (Schlagzeug), Eric Friedlander (Cello), Craig Taborn (Klavier), John Medeski (Orgel), Julian Lage (Gitarre), Kenny Wollesen (Vibrafon), Ikue Mori (Electronics), Mark Feldman (Violine), Sylvie Courvoisier (Klavier) und Marc Ribot (Gitarre).

Das mit Neuer Musik überaus vertraute JACK Quartet, zuletzt beim Elbphilharmonie-Festival »Greatest Hits« im November 2016 auf Kampnagel zu erleben, bringt Streichquartette zeitgenössischer Komponisten wie Morton Feldman und Julia Wolfe mit, zudem zwei europäische Erstaufführungen (31. März, Kleiner Saal). Mehr von Julia Wolfe gibt es am selben Abend zu späterer Stunde am selben Ort, wenn das Ensemble Resonanz Wolfes Musik zum Film »Fuel« von Bill Morrison aufführt (22 Uhr). Dabei handelt es sich um ein Auftragswerk des Ensemble Resonanz, mit dem es in der ihm eigenen Weitsicht bereits 2007 in der Elbphilharmonie auftrat. Die bestand damals freilich nur aus ihrem heutigen Sockel. Die Konzertserie damals hieß »Kaispeicher entern!«.

Einige Seiten mit Liedern aus dem »Great American Songbook«, in denen in besonderem Maße dem Big Apple gehuldigt wird, blättert der Sänger und Pianist Michael Feinstein am 1. April im Großen Saal auf. Feinstein ist ein vorzüglicher Kenner des Repertoires von George und Ira Gershwin bis Rodgers & Hammerstein oder Cole Porter, ein unprätentiöser Crooner und ein Entertainer mit feinem Humor dazu. Für zeitgenössischen Show-Glanz sorgt die ihn begleitende hr-Bigband aus Frankfurt unter der Leitung von Tedd Firth.

Ungemein sinnlich, dabei herrlich minimalistisch ist die Musik des New Yorker Rappers Zebra Katz, der mit seinen prächtigen Outfits und kunstvollen Videos eine wohltuende Antithese zum Bling-Bling der Gangsta-Rapper und Poser liefert. Bei »New York Stories« wird er am 1. April (22.30 Uhr) den Kleinen Saal für die Dauer seines Auftritts in einen Club verwandeln.

Mit zwei Vorstellungen (11 und 15 Uhr) des Funkelkonzerts XL »Reise in eine neue Welt« bietet das Ensemble Resonanz am Sonntag, den 2. April, schönste Unterhaltung für Kinder ab sieben Jahren. Die im Titel angesprochene »neue Welt« ist natürlich eine Anspielung auf Antonin Dvorak, musikalisch allerdings nicht auf dessen 9. Sinfonie »Aus der Neuen Welt«, sondern auf das »Amerikanische Streichquartett«. Das hat David Maria Gramse, Geiger im Ensemble, elektronisch bearbeitet, der Bratscher Justin Caulley tritt auch mit waschechtem Rap in Erscheinung.

Eine Stimme, die keiner mehr vergisst, der sie nur ein einziges Mal gehört hat: Die gehört Anohni, Transgender-Sängerin aus New York City. Spätestens mit dem zweiten Album »I Am A Bird Now« (2005) ihres Bandprojekts Antony and the Johnsons sang sie sich unauslöschlich ins Herz vieler Menschen. Mit dem Ensemble yMusic, das sich, sehr newyorkisch, der Fusion aus klassischer Musik und Pop verschrieben hat, präsentiert Anohni am 2. April in der Elbphilharmonie alte und neue Songs in ungewöhnlichen Arrangements (20 Uhr).

Im Zentrum der beiden letzten Abende der »New York Stories« steht das ebenso ehrwürdige wie wagemutige New York Philharmonic unter der Leitung seines Chefdirigenten Alan Gilbert. Am 3. April (20 Uhr) kehrt der weltberühmte Cellist Yo-Yo Ma wenige Wochen nach seinem Elbphilharmonie-Debüt zurück, diesmal mit dem Cellokonzert von Esa-Pekka Salonen (der hier seinerseits bereits beim Festival »Into Iceland« das NDR Elbphilharmonie Orchester dirigierte). Christina Landshamer ist die Solistin bei Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 4 für großes Orchester und Sopran. Tags darauf erklingt mit der »Harmonielehre« (1985) von John Adams eines der schillernden und dramatischen Schlüsselwerke für Orchester der amerikanischen Moderne. Adams, dem mit der Oper »Nixon In China« ein Welterfolg gelang, führt in einem Gespräch mit Gilbert selbst in sein Werk ein.

Das Festival-Finale bestreitet mit Tyondai Braxton einer der interessantesten Vertreter der zeitgenössischen elektronischen Musik in New York. Der Sohn des legendären Jazz-Musikers Anthony Braxton wurde einem größeren Publikum in der Band Battles bekannt, bei der er acht Jahre lang mitwirkte und die mit ihrem radikalen Rock zu den einflussreichen Formationen der Gegenwart gehört. In Hamburg gastiert er solo mit Live-Electronics im Kleinen Saal (4. April, 22.30 Uhr).

Mehrere Begleitprojekte der Reihe Elbphilharmonie+ runden die »New York Stories« ab, darunter eine Vocal Session zum »Great American Songbook« (hat bereits stattgefunden), ein Seminar zur Musikgeschichte Amerikas und zwei Vorstellungen des Dokumentarfilms »Everybody’s Cage« von Sandra Trostel (Kaistudio, 2. April, 15 und 18 Uhr).

Weitere Informationen und Festivalkalender unter www.elbphilharmonie.de

Montag, 27.. März 17
Neue längerfristige Kooperation von Richard Siegal / Ballet of Difference mit dem Schauspiel Köln und Tanz Köln - Die Perspektiven
Das Schauspiel Köln, Tanz Köln und die auf Grundlage der dreijährigen Förderung der Landeshauptstadt München neu gegründeten Tanzkompagnie Richard Siegal / Ballet of Difference des international bekannten Choreografen Richard Siegal planen eine längerfristige Kooperation und künstlerische Partnerschaft. Die Zusammenarbeit ist auf zunächst drei Jahre angelegt und erfolgt in mehreren Schritten.
Bereits im Jahr 2017 entsteht die erste Produktion von Richard Siegal / Ballet of Difference als Koproduktion mit Tanz Köln: Die Premiere MY GENERATION wird ermöglicht durch die Förderung der Landeshauptstadt München und durch das Dance Festival, das sein Programm am 11. Mai 2017 in der Muffathalle, der Münchner Residenz von Richard Siegal, damit eröffnet und wird am 14. Juli 2017 im Rahmen der internationalen Tanzgastspiele von Tanz Köln im Depot des Schauspiel Köln zu sehen sein.

In der Spielzeit 2017/18 wird die Zusammenarbeit intensiviert: TRIPLE BILL, das neben einer Neukreation des Choreografen Richard Siegal seine ursprünglich für das Bayerische Staatsballett entstandene Choreografie UNITXT und eine der Choreografien aus MY GENERATION in völlig neuem Kontext zu einem dreiteiligen Werk verbindet, wird städte- und länderübergreifend zu gleichen Teilen in München und Köln geprobt. Die Premiere ist für Februar 2018 am Schauspiel Köln geplant. Im Anschluss wir die Produktion in München zu sehen sein.

In der Spielzeit 2018/19 werden dann das Schauspiel Köln und Richard Siegal / Ballet of Difference nicht nur räumlich, sondern auch konzeptionell und künstlerisch gemeinsam Neuland betreten. Nach den beiden reinen Tanzproduktionen wird als Kooperation zwischen Richard Siegal / Ballet of Difference und dem Schauspiel Köln ein großes genreübergreifendes Crossover-Projekt entstehen. In diesem Projekt, dessen Premiere für Ende 2018 / Anfang 2019 geplant ist, werden Tänzer der Kompagnie und Schauspieler des Schauspiel Köln gemeinsam auf der Bühne stehen und sich dabei nicht nur formal in unterschiedlichen (künstlerischen) Sprachen begegnen, sondern auch die Unterschiedlichkeit von Kulturen und den Schwierigkeiten ihrer Begegnungen zum inhaltlichen Thema der Produktion machen.

Ergänzt wird die künstlerische Arbeit an den Standorten München und Köln durch zahlreiche gemeinsame Workshops, Lectures und zwei Symposien, sowie dem partizipativen Projekt IF / THEN FÜR ALLE, das in den jeweiligen Städten auch zahlreiche Akteure der freien Tanzszene in den Arbeitsprozess mit einbindet.

Die Neugründung der Kompagnie Richard Siegal / Ballet of Difference in München, ist durch die Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Köln und Tanz Köln von Anfang an auf Expansion angelegt. Über mehrere Jahre wird der Residenzgedanke der Kompagnie systematisch auf zwei Städte ausgeweitet, wodurch der Kompagnie ganz neue künstlerische Möglichkeiten entstehen. Gleichzeitig werden das Schauspiel Köln und Tanz Köln erstmals seit mehreren Jahren ohne eigene Tanzkompagnie in Köln wieder mit einer Kompagnie kooperieren, deren Tänzerinnen, Tänzer und Choreograf nicht nur im Rahmen der renommierten Tanzgastspiele zu Gast sind, sondern über einen längeren Zeitraum selbst in Köln produzieren.

Das skizzierte Gesamtprojekt wird in seiner Größe nur durch das Zusammenspiel verschiedener Partner möglich. Eine dreijährige Förderung der Stadt München (2016-2018) ermöglicht es Richard Siegal, seine eigene Kompanie Richard Siegal / Ballet of Difference zu gründen. Weitere Kooperationspartner ermöglichen dieser Projektkompagnie über einen längeren Zeitraum zu arbeiten und zu produzieren. Für den Beginn der Arbeit ist Richard Siegal / Ballet of Difference in München beheimatet, wo auch die erste Premiere herauskommen wird. Im Verlauf der Zusammenarbeit erweitert Richard Siegal / Ballet of Difference seine künstlerischen Aktivitäten im Rahmen der umfassenden Kooperation mit dem Schauspiel Köln, die Zusammenarbeit mit München ist die Grundlage dafür. Von Kölner Seite aus wird die Kooperation zum einen im Rahmen eines Koproduktionsbeitrags durch die Tanzgastspiele an den Bühnen Köln ermöglicht. Zusätzlich werden Mittel aus dem Produktionsetat des Schauspiel Köln für die Zusammenarbeit bereitgestellt.

Das Land Nordrhein-Westfalen, das wichtige Impulse für die Zusammenarbeit zwischen Richard Siegal / Ballet of Difference und Schauspiel Köln / Tanz Köln gegeben hat, fördert den Aufbau der Kompagnie und die Kooperation mit dem Schauspiel Köln über das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport (MFKJKS) des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen einer zusätzlichen Landeskulturförderung über mehrere Jahre. Die Förderung erfolgt auf der Basis des neuen Kulturförderplans 2016-2018 im Rahmen des Modellprojekts „Theater Hybrid“ zur mehrjährigen und strukturellen Zusammenarbeit zwischen kommunealen Theatern und freien Ensembles. Weitere Förderer werden in den nächsten Monaten dazukommen.

ZEITPLAN
Mai 2017
Premiere / Uraufführung von MY GENERATION, der ersten Produktion der neugegründeten Kompagnie Richard Siegal / Ballet of Difference zur Eröffnung des Dance Festival in der Muffathalle in München.

Juli 2017
Vorstellungen von MY GENERATION im Rahmen des Programms der Tanzgastspiele an den Bühnen Köln

Jan 2018
Beginn der Proben der Tanzproduktion TRIPLE BILL (AT) in München

Feb. 2018
Fortsetzung der Proben in den Räumen des Schauspiel Köln. Endproben begleitet von Lectures, Open Rehearsals, Artistic Talk. Premiere / Uraufführung von TRIPLE BILL (AT) am Schauspiel Köln.
Anschließend weitere Vorstellungen in Köln und München. Danach internationale Tournee

2017/18
IF / THEN FÜR ALLE – partizipative Workshopreihe nach der von Richard Siegal entwickelten Arbeitsmethode unter Einbeziehung lokaler Akteure und freier Tänzer in München und Köln

Herbst 2018
 „Dancing in the Dark – Körper und Politik im Europa des 21. Jahrhunderts“ – Think Tank in zwei Teilen, jeweils 2 Tage in München und Köln

Herbst 2018
„Performing the Postdigital“ – Symposium mit internationalen Teilnehmern aus Wissenschaft, Kunst und Philosophie, jeweils 2 Tage in München und Köln

Spielzeit 2018/19
Proben und Premiere / Uraufführung von CROSSOVER PROJECT (AT) in Köln.Gemeinsames Projekt von Tänzern von Richard Siegal / Ballet of Difference und Schauspielern des Schauspiel Köln im Rahmen des Repertoires des Schauspiel Köln. Intensive Begleitung durch Lectures, Workshops, Gespräche und Open Rehearsals.

„Ich freue mich sehr, dass durch die Kooperation von Köln und München ein starkes zeitgenössisches Ensemble an den Start geht. Mit dem renommierten Choreografen Richard Siegal wird an den Bühnen Köln wieder Tanz produziert, der auch international wirken kann.“ Christina Kampmann, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

„In Gegenwart des klassischen Balletts erfahren wir das Sublime. Wir treten mit der Vergangenheit in Verbindung und erfreuen uns an der Tradition. Und wir sind stolz auf unsere Gesellschaft, die solche großartigen Kunstwerke hervorgebracht hat. Leider geht diese positive Erfahrung einher mit veralteten Ansichten und den Vorurteilen aus der Entstehungszeit dieser Werke. Angesichts der technischen, gesellschaftlichen und philosophischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts ist es vielleicht gerade diese Dissonanz von Damals und Jetzt, die den Weg für eine neue Art von Ballett eröffnet.“ Richard Siegal, The Bakery und ecotopia dance productions

„Ich freue mich sehr, dass mit Richard Siegal und seinem Ballet of Difference wieder eine hochkarätige Tanzkompagnie über einen längeren Zeitraum am Schauspiel Köln arbeiten und anwesend sein wird. Mit diesem Company-in-residence-Gedanken probieren wir auch ein Modell aus, dass hoffentlich Impulse für eine auch in Zukunft stärkere Präsenz des Tanzes in Köln geben wird.“ Stefan Bachmann, Intendant des Schauspiel Köln

„Richard Siegal arbeit immer sehr intensiv mit seinen Tänzerinnen und Tänzern und motiviert jeden Einzelnen des Ensembles sich auf Neues einzulassen. Das Ergebnis sind Stücke von hoher tänzerischer Intensivität und ästhetischer Qualität. Siegal zeigt sich immer offen für Experimente und spannt dabei oft einen intersiziplinären Bogen aus Tanz, Performance, Musik und medialer Kunst. Ich wünsche Richard Siegal, seinem Ensemble, dem Schauspiel Köln und uns, sowie allen anderen Partner eine inspirierende Zeit der Zusammenarbeit und dem Publikum spannende Aufführungen.“ Dietmar Lupfer, Künstlerischer Leiter und geschäftsführender Gesellschafter, Muffatwerk München

„Eine Liaison auf Augenhöhe, das habe ich mir für den Tanz an den Bühnen Köln immer gewünscht. Mit Richard Siegal und seinen großartigen Tänzer*innen haben Stefan Bachmann und das
Schauspiel Köln einen künstlerischen Partner gewählt, mit dem gemeinsam neue Wege beschritten und erkundet werden könnten.“ Hanna Koller, Tanz Köln

www.balletofdifference.com
www.thebakery.org

Montag, 27.. März 17
Deutsche Oper Berlin: Saisonvorschau 2017/18

Mit der der ersten Premiere der Saison 2017/18 kehrt Aribert Reimann an sein Berliner Stammhaus zurückkehrt: Am 8. Oktober feiert L’INVISIBLE (DER UNSICHTBARE), dessen Libretto Reimann selbst nach drei Maurice-Maeterlinck-Kurzdramen eingerichtet hat, Uraufführung an der Deutschen Oper Berlin. Damit entsteht ein fünftes Werk Reimanns für das Haus an der Bismarckstraße, zuletzt hatte er hier mit DAS SCHLOSS einen phänomenalen Erfolg. Die musikalische Leitung übernimmt Generalmusikdirektor Donald Runnicles, der bereits beim Musikfest-Konzert 2014 Reimanns „Drei Lieder für Sopran und Orchester nach Gedichten von Edgar Allan Poe“ mit Laura Aikin zur Aufführung gebracht hat. Mit Vasily Barkhatov übernimmt einer der interessantesten russischen Regisseure der jungen Generation die szenische Leitung.

Die zweite Premiere der Saison am 26. November schließt den 2014 begonnenen Meyerbeer-Zyklus ab: Olivier Py, der bereits mit seiner Sicht auf LES HUGUENOTS am Théâtre La Monnaie in Brüssel (2011) seine glückliche Hand für Meyerbeer bewiesen hat, wird LE PROPHETE (DER PROPHET) in Szene setzen und sich damit erstmalig in Berlin als Opernregisseur vorstellen. Die musikalische Leitung übernimmt – wie auch schon bei DINORAH und VASCO DA GAMA – Enrique Mazzola.

An der Erneuerung des Kernrepertoires arbeitet die Deutsche Oper Berlin auch in der Saison 2017/18 weiter: Mit CARMEN (Premiere: 20. Januar 2018) widmet sich der für seine bildstarken Inszenierungen bekannte – in Berlin zuletzt Schostakowitschs LADY MACBETH VON MZENSK – Norweger Ole Anders Tandberg Bizets Meisterwerk. Am Pult steht der Generalmusikdirektor der Staatsoper Hannover Ivan Repušić, die Titelpartie übernimmt Clémentine Margaine, flankiert von Charles Castronovo als Don José und Markus Brück als Escamillo.

Die Premiere von Erich Wolfgang Korngolds DAS WUNDER DER HELIANE (18. März 2018) dürfte in der Lesart von Marc Albrecht und Christof Loy das lange aus dem Repertoire verschwundene „Meisterwerk“, wie der Komponist selbst es nannte, zurück ins Bewusstsein der Opernwelt bringen. Die Hamburger Uraufführung mit ihrer riesigen Orchesterbesetzung sowie ihren rauschhaften Harmonien war 1927 ein großer Erfolg, auch im Haus an der Bismarckstraße wurde es unter Bruno Walter schnell nachgespielt.

Mit Johann Strauß‘ DIE FLEDERMAUS rückt nach langer Abstinenz am 28. April 2018 wieder eine Operette auf den Spielplan der Deutschen Oper Berlin: Für dieses Unternehmen werden Donald Runnicles und Rolando Villazón gemeinsam versuchen, der Leichtigkeit und dem Abgründigen des Tanzes auf dem Vulkan auf die Spur zu kommen. Als Rosalinde ist Annette Dasch zu erleben, als Gabriel von Eisenstein Thomas Blondelle und als Frosch Florian Teichtmeister.

Mit der letzten Premiere der Saison – Rossinis IL VIAGGIO A REIMS (DIE REISE NACH REIMS) – kann sich das exzellente Sängerensemble des Hauses in seiner enormen Vielseitigkeit auf höchstem Niveau vorstellen. Premiere ist am 15. Juni, am Pult steht der Belcanto- und Rossini-Spezialist Giacomo Sagripanti, Regie führt Jan Bosse.

Mit den zwei konzertanten Premieren von Francesco Cileas L’ARLESIANA (DAS MÄDCHEN AUS ARLES) am 21. Februar und Gaetano Donizettis MARIA STUARDA am 28. Mai kehren zwei große Sängerstars zurück ans Haus an der Bismarckstraße: Joseph Calleja und Diana Damrau.

Die Tischlerei, die wegen Bauarbeiten zeitweise als Probebühne genutzt werden muss und deshalb nur eingeschränkt als Spielstätte zur Verfügung steht, zeigt ihre erste Premiere FRANKENSTEIN (nach Mary Shelley u. a.) in der Regie von Maximilian von Mayenburg am 30. Januar. Fortgesetzt wird die im letzten Jahr begonnene Zusammenarbeit mit der Münchener Biennale, mit der die Deutsche Oper Berlin im Juni 2018 das Musiktheater WIR AUS GLAS von Yasutaki Inamori in der Regie von David Hermann koproduziert. Daneben gibt es auch in der kommenden Saison wieder ein musiktheatrales Rechercheprojekt, in dem geflüchtete und Berliner Jugendliche Fragen der Herkunft musikalisch nachgehen.

www.deutscheoperberlin.de

CHUCK - Das letzte Album der Rock 'n' Roll Legende CHUCK BERRY erscheint am 16. Juni
„Wenn man versuchen würde, dem Rock ’n’ Roll einen anderen Namen zu geben, man könnte ihn Chuck Berry nennen.“ - John Lennon
 
Es gibt nur wenige Künstler, die die Rockmusik so beeinflusst und geprägt haben wie Chuck Berry. Er galt in seiner über 60 Jahre währenden Musikkarriere als ein begnadeter Entertainer und einer der Begründer des Rock 'n' Roll. Am 18. März verstarb der legendäre Musiker im Alter von 90 Jahren.

Mit „Chuck“ erscheint am 16. Juni das erste Album mit neuen Songs des Ausnahmekünstlers seit über vierzig Jahren. Acht von den insgesamt zehn Songs wurden von Chuck Berry geschrieben und komponiert. Das Album wurde in verschiedenen Studios in St. Louis aufgenommen und von ihm selbst produziert. Mit dabei ist seine längjährige Band, u.a. seine Kinder Charles Berry Jr. (Guitarre) and Ingrid Berry (Harmonica, Vocals) sowie Jimmy Marsala (seit 40 Jahren Berrys Bassist), Robert Lohr (Piano) und Keith Robinson (Schlagzeug). Sie alle haben ihn über zwei Jahrzehnte lang bei über zweihundert Shows im berühmten Blueberry Hill Club begleitet. Ebenfalls auf dem Album dabei sind Gary Clark Jr., Tom Morello, Nathaniel Rateliff und Chucks Enkel Charles Berry III. Der renommierte Autor und Historiker Douglas Brinkley steuert die Liner Notes bei.

In einem Statement, das auf Facebook veröffentlicht wurde, erklärt die Familie Berry: "Die Vorbereitungen für die Veröffentlichung des Albums in den letzten Monaten und Jahren brachten ihm viel Freude und Zufriedenheit. Unsere Herzen sind sehr schwer in diesem Moment. Aber wir wissen, dass es sein größter Wunsch war, mitzuerleben wie dieses Album das Licht der Welt erblickt. Und wie könnte man die neunzig Jahre seines Lebens besser feiern und erinnern als durch die Musik."

Einige der Songs auf "Chuck" entstanden bereits in den achtziger Jahren und wurden von Berry in seinem eigenen Studio in St. Louis über viele Jahre zwischen den Livetourneen weiterentwickelt. Er arbeitete an dem Album das ganze Jahr 2014 und musste aus gesundheitlichen Gründen 2015 die Tour und die Aufnahmen unterbrechen. Berry überschaute weiterhin die Produktion und Planung von "Chuck" und bat seine Familie und seinen engen Freund Joe Edwards, dem Eigentümer von Blueberry Hill, ihm seinen Wunsch zu erfüllen, dass das Album fertig gestellt und veröffentlicht wird. Ob Album-Highlights wie "Lady B. Goode", eine Fortsetzung des Kultsongs "Johnny B. Goode", mit Solos aller drei Generationen von Berry-Gitarristen, oder die ergreifende Country-Ballade "Darlin'", ein Duett mit Tochter Ingrid -   "Chuck" ist wahrlich eine Familienangelegenheit.

“Am Album meines Vaters zu arbeiten, war eine der schönste Erfahrungen meines Lebens", sagt Charles Berry Jr. "Ich bin für immer dankbar für Unterhaltungen, und für die gemeinsame Zeit es zu vervollständigen."
  
Die Nachricht von Chuck Berrys Tod am 18. März löste eine Welle der Anteilnahme aus. Es kamen Beileidsbekundungen von Fans, Kollegen und Weltpolitikern - von den Mitgliedern der Beatles, der Rolling Stones, insbesondere Keith Richards, der schrieb: "One of my big lights has gone out!” - bis hin zu den ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama und Bill Clinton.

The Times kommentierte, “Berry erschuf ein Set von Riffs, die die Grundsteine des Rock Gitarrenspiels geblieben sind. Er kombinierte sie mit smarten, frechen, listigen und verspielten Texten. Das Ergebnis war eine Reihe von perfekten dreiminütigen Pop-Meisterwerken."

The Daily Telegraph schrieb: "Chuck Berry war unbestritten einer der Größten aller Zeiten im Rock 'n' Roll, ein Gründungsvater der Musik, die die Welt aufgerüttelt und geformt hat. Sein Einfluss auf Elvis, The Beatles und die Stones (und eigentlich alle anderen am Rock and Roll Firmament von Buddy Holly bis Bruce Springsteen) garantiert ihm musikalische Unsterblichkeit”.

Rolling Stone schrieb, dass Berry "den Rock 'n' Roll definiert hat in seinen frühen Jahren und auf viele weitere Jahrzehnte hinaus." The New York Times nannte Berry einen “Meister-Theoretiker und konzeptionelles Genie, der Songwriter, der verstand, was die Jugend wollte, bevor sie es selbst wussten" und fügte hinzu, dass nach 60 Jahren seine neue Musik nach wie vor "waghalsig und mutig" klingt.

Der Song "Big Boys" entstand gemeinsam mit Tom Morello und Nathaniel Rateliff. In den Liner Notes beschreibt Brinkley "Big Boys" als "Nationalhymne jedes Gitarristen."

"CHUCK” Tracklisting
“Wonderful Woman”
“Big Boys”
“You Go To My Head”
“3/4 Time (Enchiladas)”
“Darlin’”
“Lady B. Goode”
“She Still Loves You”
“Jamaica Moon”
“Dutchman”
“Eyes Of Man”

„Chuck“ erscheint am 16. Juni 2017.
„Big Boys“ ist ab sofort als Download erhältlich - eine Hörprobe gibt es hier

Samstag, 25. März 17
Tanz der Vampire Stuttgart: Jan Ammann kehrt als Graf von Krolock zurück
In Stuttgart feierte Jan Ammann vor einigen Jahren als Graf von Krolock großen Erfolg. Schnell entwickelte er sich zum Publikumsliebling. Wie für die Zuschauer ist TANZ DER VAMPIRE längst auch für ihn einfach Kult. Entsprechend groß ist die Vorfreude bei Jan Ammann, für vier Wochen wieder ins Schloss einziehen zu können. Am 2. Mai feiert er seine Premiere.

Für Jan Ammann ist die Spielzeit eine Rückkehr in zweifacher Hinsicht: nach Hause in die Heimat, wo er bereits seit rund sieben Jahren mit seiner Familie lebt und nach Hause zu den Vampiren. „Stuttgart und die Vampire, das ist schon eine ganz besondere Verbindung, auch für mich. Die Energie und die Stimmung, die im Saal entstehen, sind ein Highlight in diesem Jahr. Hier geht es mir ganz wie dem euphorischen Publikum: Diese Liebe endet nie“, beschreibt Ammann.

Dieses Zitat empfängt auch die Besucher der Grabkapelle auf dem Württemberg – ein Ort, an dem für Jan Ammann alles zusammenkommt, was Stuttgart für ihn bedeutet.

„In Stuttgart kannst du mitten in den Weinbergen entspannt mit der Familie spazieren gehen, bist jedoch in wenigen Minuten in der Innenstadt mit einer großartigen Kulturvielfalt. Die Atmosphäre hier oben an der Grabkapelle stimmt mich schon wunderbar auf TANZ DER VAMPIRE ein. Stuttgart, ich bin bereit.“

Jan Amman ist ein erfolgreicher und vielseitiger Künstler. In Stuttgart verkörperte er die Hauptrollen in den Musicalproduktionen TANZ DER VAMPIRE und REBECCA, am Alten Schauspielhaus begeisterte er in VICTOR/VICTORIA. Zurzeit führt ihn eine Konzerttour durch Schweden, im Sommer geht er mit seiner aktuellen CD „Wunder geschehen“ auf Tournee, danach besetzt er die Titelrolle in der Produktion „Doktor Schiwago“, die in Leipzig europäische Erstaufführung feiert.

www.stage.de

Samstag, 25. März 17
Schiller und das Berlin Show Orchestra - Live beim PRG LEA 2017
 (lifePR) Am 03.04.2017 tritt Schiller zusammen mit dem Berlin Show Orchestra beim PRG Live Entertainment Award auf. Neben Udo Lindenberg gehört der Auftritt von Schiller mit dem Berlin Show Orchestra zu den diesjährigen Highlights des wichtigsten Branchentreffs der Live Entertainment Industrie. 

„Die Zusammenarbeit mit Schiller (Christopher von Deylen), einem der erfolgreichsten deutschen Electro-Sound Künstler, ist eine besondere Ehre und Herausforderung zugleich. Es geht darum den einzigartigen Sound von Schiller zu unterstützen und sich in seinen Klangkosmos einzufügen. Wir freuen uns auf den LEA 2017 und auf die weiteren geplanten Konzerte und Projekte mit Schiller“, sagt Stefan Lohmann, einer der Gründer des Berlin Show Orchestra.

Ob Ute Lemper, Marlon Roudette, Howard Jones oder wie jetzt SCHILLER – ob Klassik, Jazz, Soul, Rock, Pop oder eben elektronische Musik.

Das Berliner Orchester ist in der Lage die unterschiedlichsten Musikstile authentisch und in höchster Qualität in Szene zu setzen. Im Musikerpool des Orchesters findet man die besten Musiker aus Berlin, die unter anderem auch für Sido, Udo Lindenberg, Michael Bublé, Gregorian, Adoro und Till Brönner spielen. Alle Musiker spielen mit großem Engagement - und man spürt die Energie und Begeisterung für dieses außergewöhnliche Musikprojekt.

Das Berlin Show Orchestra versteht sich als modernen Klangkörper. „Ziel ist es die Ideen von einem Orchester ganz neu zu definieren“, sagt Lenn Kudrjawizki.

Der Musiker, Schauspieler und Regisseur gründete das Orchester 2014 - zusammen mit Talent Buyer und Artist Relations Manager Stefan Lohmann, der u.a. für die Erstellung der Live Entertainment Konzepte für Kunden und das Booking der internationalen Stars zuständig ist.

Die hochwertigen Arrangements vom Musical Director Felix Neumann, die Flexibilität, die Wandlungsfähigkeit vom Look und Style – das macht das Berliner Show Orchestra so einzigartig.

Klaus Zemke, CEO Ticketmaster Deutschland und bekennender Klassik- und Opernfan, war bereits beim PRG LEA 2016 begeistert von den Arrangements und der Flexibilität des Berlin Show Orchestras.

www.lenn.de  www.legrain.de www.stefanlohmann.com  www.Berlin-Show-Orchestra.de  

Samstag, 25. März 17
„The New Gospel“ beim 48. Deutschen Jazzfestival Frankfurt ~ Vorverkauf für das Konzert in der Alten Oper Frankfurt beginnt
Mit der Fusion-Formation „Snarky Puppy“ hat sich Cory Henry gerade erst einen Grammy erspielt. Jetzt steht der 30-jährige Pianist und Gospel-Erneuerer aus New York im Zentrum des Auftaktabends des 48. Deutschen Jazzfestivals Frankfurt. Gleich zweimal ist der Meister spektakulärer Soli am Mittwoch, 25. Oktober, ab 20 Uhr in der Alten Oper Frankfurt zu erleben: mit der hr-Bigband unter der Leitung von Jim McNeely und anschließend mit seiner Band „The Funk Apostles“, mit der er einen aktuellen Mix aus Jazz und Funk kreiert.

Das 48. Deutsche Jazzfestival Frankfurt findet statt vom 25. bis 29. Oktober 2017 in der Alten Oper Frankfurt, dem hr-Sendesaal und dem Künstlerhaus Mousonturm. Das komplette Programm wird Ende Juni veröffentlicht. Der Vorverkauf für die weiteren Konzerte beginnt am 1. Juli.

In dem Jahr, in dem man vielerorts das 100-jährige Jubiläum der ersten Schallplattenaufnahme der Jazzgeschichte feiert, spannt das Deutsche Jazzfestival den Bogen noch weiter zurück: zum Gospel, dem spirituellen Herzschlag aller afroamerikanischen Musik. Fixpunkt des Konzerts ist Cory Henry, die anerkannte Gospelgröße der jungen Generation. In seiner Heimatgemeinde in Brooklyn nannte man bereits den Fünfjährigen „Master Cory”, weil er jeden Song auf der Hammondorgel begleiten konnte, egal in welcher Tonart er angestimmt wurde. Schnell entwickelte sich das Wunderkind zum Virtuosen auf jedem Tasteninstrument vom Klavier bis zum Synthesizer und zum Meister aller Stile von Jazz bis Fusion.

Das 48. Deutsche Jazzfestival Frankfurt 2017 ist eine Veranstaltung des Hessischen Rundfunks / hr2-kultur in Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt am Main / Dezernat für Kultur und Wissenschaft. Kooperationspartner bei der Ausrichtung sind die Alte Oper Frankfurt und das Künstlerhaus Mousonturm.

Eröffnungskonzert des 48. Deutschen Jazzfestivals Frankfurt 2017

1. Konzerthälfte:
“The New Gospel” hr-Bigband feat. Cory Henry
Leitung: Jim McNeely
2. Konzerthälfte:
Cory Henry & The Funk Apostles

Datum: Mittwoch, 25. Oktober 2017, 20 Uhr
Ort: Alte Oper Frankfurt, Großer Saal

Karten zum Preis von 17 bis 54,50 Euro unter 069/155-2000 oder www.hr-ticketcenter.de

www.jazzfestival.hr2-kultur.de 

Samstag, 25. März 17
DIRTY DANCING – Das Original Live On Tour vom 19.12.2017-07.01.2018 in der Alten Oper Frankfurt
Der Film gilt als einer der aufregendsten Tanzfilme aller Zeiten, die Bühnenshow des Kinohits hat weltweit schon mehr als acht Millionen Besucher begeistert. Allein 500.000 Zuschauer waren es auf der letzten Tournee 2014/15. Jetzt sind die Schmetterlinge der ersten großen Liebe sowie die Erinnerungen daran mit DIRTY DANCING wieder zurück und vom 19. Dezember 2017 bis 07. Januar 2018 erneut in der Alten Oper Frankfurt zu erleben.
Neben den Original-Filmsongs wie „Time Of My Life“ oder „Do You Love Me“ begleiten über fünfzig weitere Titel die ersten Blicke, Annäherungsversuche und Berührungen zwischen dem attraktiven Tänzer Johnny Castle und der naiven Teenagerin Frances „Baby“ Houseman. Die 28 Darsteller tanzen zu Mambo, Merengue und kubanischen Rhythmen, werden zu Animateuren, Kellnern und Hotelgästen und versetzen so das Publikum mitten in die weltbekannte Liebesgeschichte, mitten in den Sommer 1963 ins Ferienresort Kellerman’s. DIRTY DANCING – Das Original Live On Tour ist ein einmaliges Live-Erlebnis. Wo wird man sonst so sehr an den ersten Tanz, den ersten Kuss und die erste große Liebe seines Lebens erinnert?

„DIRTY DANCING auf der Bühne zu inszenieren, bringt immer einen gewissen Druck mit sich. Die Fans wissen genau, wie die einzelnen Szenen und Tänze aussehen, welche Sätze oder Lieder sie hören möchten und wie sich das Prickeln anfühlt. Das ist unser Anspruch – ihnen genau das alles und noch mehr – nämlich das Live-Erlebnis – zu geben“, so Maik Klokow, Geschäftsführender Gesellschafter und Produzent der Mehr! Entertainment über den Publikumsmagneten DIRTY DANCING.

Ralf Kokemüller CEO BB Group: „DIRTY DANCING ist einer der wenigen Kult-Filme, die auch heute noch Millionen von Fans begeistert. Und mit der Live-Produktion verhält es sich genauso. Wir freuen uns, unsere langjährige Partnerschaft mit Mehr! Entertainment bei der Tour von DIRTY DANCING fortzusetzen und dem Publikum eine großartige ,Time of their Life‘ zu bescheren.“

DIRTY DANCING – Das Original Live On Tour
19.12.2017 – 07.01.2018
Alte Oper Frankfurt

www.dirty-dancing-tour.de

Freitag, 24. März 17
„ttt - titel thesen temperamente" am Sonntag: Sondersendung zur Leipziger Buchmesse
„ttt - titel thesen temperamente" (MDR) kommt am Sonntag, 26. März 2017, um 23:20 Uhr im Ersten mit einer Sondersendung zur Leipziger Buchmesse.

„Der magnetische Norden" - Die Autobiographie des Literaten Tomas Venclova
Kurz vor seinem 80. Geburtstag, schaut Tomas Venclova auf sein Leben zurück. „Der magische Norden" heißen die Lebenserinnerungen des Lyrikers, Schriftstellers und Übersetzers. Geboren in Klaipeda, erlebte Tomas Venclova die kurze Unabhängigkeit Litauens bis 1940, den Einmarsch der sowjetischen Truppen nach dem Hitler-Stalin-Pakt, kurze Zeit später den Einmarsch der Wehrmacht und 1944 die abermalige Okkupation durch die Rote Armee. Venclova hat in der Litauischen Sozialistischen Sowjetrepublik als Sohn eines hohen litauischen KP-Funktionärs ein privilegiertes Leben geführt. Und dennoch ging er mehr und mehr auf Distanz zur sowjetischen Politik. „Die Sowjetunion hat die Menschen daran gehindert, ihr eigenes Schicksal zu leben" - diesen Satz von Anna Achmatowa hatte Venclova vor Augen, als er 1975 einen offenen Brief an das ZK der KPdSU schrieb und ein Recht auf Exil forderte. Zwei Jahre später wurde er ausgebürgert. „ttt" hat Tomas Venclova vor der Leipziger Buchmesse in seiner alten Heimat in Vilnius getroffen und war mit ihm in seinem Elternhaus, das heute ein Museum ist.
Autor: Ulf Kalkreuth

Yavuz Ekinci: „Der Tag, an dem ein Mann vom Berg Amar kam"
„Sie kommen. Sie zünden die Häuser an. Sie verbrennen alles." Die immer wieder verkündete lakonische Nachricht versetzt das kleine Dorf am Fuße des Berges Amar in Schrecken. Als hätte die Dorfgemeinschaft damit gerechnet, würde gleich das Unglück unaufhaltsam über sie hereinbrechen. Der türkische Schriftsteller Yavuz Ekinci erzählt in märchenhaften und dramatischen Bildern eine Geschichte über seine kurdische Heimat, über die die politische Wirklichkeit hereinbricht. Mit einer poetischen Sprache beschwört er den Reichtum einer alten Kultur, ihren unzerstörbaren Kern, gegen eine Zerstörung, die er kommen sieht, wenn „Sie kommen".
Ekinci, in einem kurdischen Ort nahe Batman aufgewachsen, lebt heute mit seiner Familie in Istanbul. Sein Buch „Der Tag an dem ein Mann vom Berg Amar kam" thematisiert das Schicksal der Kurden im Osten der Türkei.
Autor: Halil Gülbeyaz

Fatma Aydemir: „Ellbogen" - Eine junge Frau auf der Suche nach Heimat
Fatma Aydemirs Debütroman „Ellbogen" wird gerade überall als knallharte Sozialstudie der nie so richtig angekommenen Migrantenkinder gefeiert.
Doch das tut dem Roman unrecht. In Wirklichkeit ist er viel mehr: Fatma Aydemir - die für die Berliner TAZ die deutsch-türkischsprachige Onlineausgabe taz.gazete leitet - hat sich in ihrem Roman mit großen, universellen Themen befasst: Es geht um Angst, Gewalt und der Suche nach einem Platz im Leben. Sie erzählt dies anhand der Weddinger Deutschtürkin Hazal, die gerade 18 wird und nur von Ablehnung, Lügen und Gewalt umgeben ist. Ihre Freunde sind selbst nur Migranten-Sprösslinge: Deutschrussen, Deutschtürken. Wo sie selbst hin will, ist ihr unklar. Ihre Umwelt, mit einem konservativen Elternhaus, ergebnislosen Berufsbewerbungen, rassistischen Ladendetektiven, überfordert sie. Als sie mit ihren Freundinnen nachts voller Wut einen Studenten auf die U-Bahn-Gleise stößt, hat das Leben in der Warteschleife ein jähes Ende. Sie flieht in das ihr nahe und doch völlig fremde Istanbul, in dem gerade gegen Erdogan geputscht wird. „ttt" trifft Fatma Aydemir in Berlin und Leipzig.
Autor: Dennis Wagner

Marcel Reif über seine Autobiographie „Nachspielzeit - ein Leben mit dem Fußball"
Max Moor trifft Kommentatoren-Legende Marcel Reif, spricht mit ihm über seine Karriere und blickt auf seine Familiengeschichte.
Autor: Rayk Wieland

Leipziger Buchmesse: Wer bekommt den Buchpreis?
ttt ist auch in diesem Jahr wieder dabei, wenn am 23. März der renommierte Preis der Leipziger Buchmesse vergeben wird und stellt den Gewinner oder die Gewinnerin vor.

Moderation: Max Moor
Redaktion: Jens-Uwe Korsowsky/ Matthias Morgenthaler (MDR)

Im Internet unter www.DasErste.de/ttt

Freitag, 24. März 17
Das Musikprogramm auf dem Tollwood Sommerfestival 2017 ist komplett: Max Giesinger, Tom Odell, Kaleo, Steve Winwood, Seiler und Speer …
QUER DURCH ALLE MUSIK-GENRES: Internationale Stars, Newcomer und Legenden der Popgeschichte stehen beim Tollwood Sommerfestival vom 21. Juni bis 16. Juli auf der Bühne der Musik-Arena im Olympiapark Süd.
26 Musik-Abende von Electroswing bis hin zu Mittelalter-Rock erwarten die Besucher: Die 80er-Jahre-Legende Steve Winwood trifft auf The Magpie Salute, der australische Multiinstrumentalist Xavier Rudd auf den Rapper Dub FX. Der Brite Tom Odell und die isländische Rockband Kaleo sind im Doppelkonzert zu Gast, und Senkrechtstarter Max Giesinger teilt sich den Konzert-Abend mit dem Elektro-Duo Glasperlenspiel und Newcomer Teesy. Damian Marley, Sohn der jamaikanischen Reggae-Legende und Patrice, deutscher Reggae-Star, bilden mit dem „Tollwood Summerjam“ den Auftakt zum Musiksommer im Olympiapark.
Konzertkarten sind unter der Tollwood-Tickethotline 0700 383850 24 (je nach Anrufernetz ca. 12,6 Ct/min), unter www.tollwood.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Freitag, 24. März 17
AFRIKA! AFRIKA! Die Erfolgsshow vom Kontinent des Staunens kehrt zurück
Über vier Millionen Menschen haben sich von der magischen Lebensfreude der afrikanischen Showsensation, die weltweit Erfolge feierte, bereits anstecken lassen. 2018 kehrt die vom österreichischen Aktionskünstler André Heller erschaffene „Extravaganz“ zurück auf Bühnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Eintrittskarten gibt es ab 29,90 Euro ab dem 27. März exklusiv bei www.eventim.de, ab dem 31. März 2017 an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie unter www.afrikaafrika.de.

Spektakulär, phantasievoll, traumverloren, intensiv und ein wenig exzentrisch wollen die neuen Produzenten Hellers Erbe weiterführen. Ausgewählte Höhepunkte aus zwölf Jahren AFRIKA! AFRIKA! sollen in neuem Glanz erstrahlen. Aber vor allem will die Show den zahlreichen Neuentdeckungen aus Afrika und der sogenannten „Diaspora“ – also afrikanisch-stämmigen Künstlern aus anderen Kontinenten – eine Bühne bieten.

Die Regie führt diesmal Georges Momboye, der bereits von 2005 bis heute bei allen Produktionen als Tänzer, Choreograph und rechte Hand von André Heller, der am gestrigen 22. März seinen 70. Geburtstag feierte, agierte. Momboye hat, wie Heller schon 2013 betonte, bereits „bei den bisherigen Produktionen von AFRIKA! AFRIKA! als Chef-Choreograph und - nach meinem Ausscheiden 2008 - auch als künstlerischer Gesamtleiter seine Könnerschaft unter Beweis gestellt.“ Über sein Engagement für 2018 sagt Momboye: “Die Vision meines Freundes und Mentors André fortsetzen zu dürfen, ist eine große Ehre für mich. Afrika! Afrika! ist mehr als eine außergewöhnliche Show, es ist Hoffnung, Stolz und ein wahrgewordener Traum für viele Afrikaner und eine Bereicherung für jeden Besucher.“

Das Ensemble aus über fünfzig Tänzern, Musikern, Akrobaten und Artisten aus über zehn verschieden Ländern wird vom 23. Januar bis Ende Mai 2018 mit über einhundert Aufführungen in 28 Städten zu sehen sein – unter anderem in Berlin, Frankfurt, Graz, Hamburg, München, Wien und Zürich. Für die Produktion und die Tourneeplanung der hochwertigen Bühnenshow - mit spektakulärer Videokunst und Live-Band - zeichnen die renommierten Veranstaltungshäuser Semmel Concerts, Bayreuth/ Deutschland, und Show Factory, Bregenz/ Österreich, verantwortlich.

André Heller präsentierte im Dezember 2005 AFRIKA! AFRIKA! erstmals in Frankfurt am Main. Die umjubelte Weltpremiere war der Auftakt für eine der erfolgreichsten Showproduktionen der letzten Jahrzehnte. Auf die Zelttournee folgten noch zwei Theater-Tourneen, zuletzt 2013-2014, die nahtlos an die ersten Erfolge anschließen konnten.

AFRIKA! AFRIKA! zeigt die künstlerische Gegenwart genauso wie das traditionsreiche Erbe vom „Kontinent des Staunens“ – von Äthiopien bis zur Elfenbeinküste, von Marokko bis Südafrika sowie deren Weiterentwicklung von Afro-Amerikanern und Afro-Europäern in der „Diaspora“, die afrikanisches Talent und Temperament mit den kulturellen Einflüssen anderer Kontinente verbinden.

André Heller wünscht Momboye und „seinen Künstlern, sowie den renommierten Produzenten Walter Egle und Dieter Semmelmann ähnliche Triumphe, wie sie den früheren Produktionen vergönnt waren. “Denn“, so fügt er hinzu, „als ich mich 2014 von allen Bühnenshows zurückzog, um mich ganz auf Gartenprojekte, Museumsentwicklungen und das Schreiben von Büchern zu konzentrieren, waren viele afrikanische Meisterartisten sehr betroffen, ihre Arbeitsmöglichkeit in der so ungewöhnlich jahrelang erfolgreichen Show zu verlieren. Deshalb freue ich mich darüber, dass eine zentrale Persönlichkeit aus meinem Afrika! Afrika! Kreativ-Team, der legendäre Choreograph George Momboye von der Elfenbeinküste, nun, gänzlich von mir abgekoppelt, seine eigene Version von Afrika! Afrika! ins Leben ruft.“

Und so tourt AFRIKA! AFRIKA! ab Januar 2018 unter der Regie von Georges Momboye wieder durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Freitag, 24. März 17
Cassandra Steen, Anton Zetterholm, Lars Redlich und Willemijn Verkaik als Starsolisten bei 'Disney in Concert - Magic Moments' auf der Bühne
Vom 30.11. bis 22.12. in über 15 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Ab dem 30.11.2017 präsentiert die neue Konzertreihe „Disney in Concert - Magic Moments“ dem Publikum in 15 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz die schönsten Momente aus über 80 Jahren Disney Filmgeschichte. Die Starsolisten Cassandra Steen, Willemijn Verkaik, Anton Zetterholm und Lars Redlich werden gemeinsam mit dem Hollywood-Sound-Orchester unter der Leitung von Heinz Walter Florin die beliebtesten Disney Songs auf die Bühnen der großen Konzertarenen bringen. Jan Köppen führt als Moderator durch den Abend.
Über 70.000 Menschen ließen sich bei der letzten „Disney in Concert“-Tour von der musikalischen Vielfalt, den bekannten Melodien und den hochkarätigen Stimmen mitreißen. Mit „Magic Moments“ wird die erfolgreiche Konzertreihe dieses Jahr um eine neue Show erweitert. Wie in der gleichnamigen Disney Channel Sendung „Disney Magic Moments“ bekommt das Publikum die beliebtesten Filmszenen mit den dazugehörigen Soundtracks live zu hören und zu sehen.
Von den großen Klassikern bis hin zu den aktuellen Filmhits vereint die neue Live-Produktion „Disney in Concert – Magic Moments“ einen klangvollen Mix aus dem gesamten Disney Repertoire. Durch die multimediale Darbietung, bei der parallel zur Musik Filmausschnitte aus den Disney Produktionen auf Leinwänden gezeigt werden, können alle Zuschauer einen kompletten Abend in die musikalische Welt von Disney eintauchen.
Die Show führt das Publikum in diesem Jahr in die fantasievollsten Welten, zeigt die dramatischsten Duelle zwischen Gut und Böse und erzählt die berührendsten Liebesgeschichten. Mit Cassandra Steen und Willemijn Verkaik stehen darüber hinaus zwei deutsche Originalstimmen aus vergangenen Disney Animationsabenteuern mit auf der Bühne: Steen synchronisierte die Rolle der Tiana aus Disneys „Küss den Frosch“ - Verkaik sang in „Die Eiskönigin – Völlig Unverfroren“ die Rolle der Elsa. Mit dem Schweden Anton Zetterholm, der 2008 die männliche Hauptrolle im Musical „Tarzan“ übernommen hat, reiht sich eine weitere große Stimme in die Riege der Starsolisten ein. Über zwei Jahre stand er als Held des Dschungels in Hamburg auf der Bühne und wirkte anschließend bei Musicals wie „Wicked“, „Tanz der Vampire“ und „Elisabeth“ mit.

„Disney in Concert – Magic Moments“
30.11.2017: Kiel Sparkassen-Arena-Kiel
02.12.2017: Mannheim SAP Arena
03.12.2017: Freiburg Rothaus Arena
06.12.2017: Berlin Mercedes-Benz Arena
07.12.2017: Magdeburg GETEC-Arena
08.12.2017: Frankfurt am Main Festhalle Frankfurt
09.12.2017: Regensburg DONAU ARENA
10.12.2017: Stuttgart Hanns-Martin-Schleyer-Halle
13.12.2017: Zürich Hallenstadion Zürich
14.12.2017: Nürnberg ARENA NÜRNBERGER VERSICHERUNG
15.12.2017: Graz Stadthalle
16.12.2017: Wien Wiener Stadthalle – Halle D
20.12.2017: Köln LANXESS Arena
21.12.2017: Oberhausen König-Pilsener-ARENA
22.12.2017: Hamburg Barclaycard Arena
Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, sowie im Internet unter www.eventim.de und www.semmel.de

Donnerstag, 23. März 17
Die neue Spielzeit am Festspielhaus Baden Baden
Ab sofort können Tickets für die Baden-Badener Jubiläumsspielzeit 2017/2018 online oder telefonisch gebucht werden. Zu den prominenten Gratulanten gehören ab Oktober Künstler wie Anna Netrebko, Lang Lang, Jonas Kaufmann und die Berliner Philharmoniker. Und das Schönste: Viele Plätze im Festspielhaus sind durch eine Preisreform günstiger geworden.

Die Liste der Solistinnen und Solisten der Saison 2017/2018 im Festspielhaus Baden-Baden erinnert an ein musikalisches Schlaraffenland mitten im gastfreundlichen Schwarzwald. Hier eine Auswahl: www.festspielhaus.de/wie-im-traum/
Die Saison 2017/2018 wird von den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Zubin Mehta am 6.Oktober 2017 eröffnet. Im Verlauf der Spielzeit werden dann weitere namhafte Dirigenten und Orchester nach Baden-Baden kommen: www.festspielhaus.de/weltklasse-orchester
Auch im Ballett feiert das Festspielhaus Baden-Baden die kommende Saison mit großformatigen Programmen: www.festspielhaus.de/die-kraft-der-schwebenden-koerper/
Große Oper in Baden von Rattles „Parsifal“ bis Villazóns Papageno: www.festspielhaus.de/verzauberte-floete-und-heiliger-gral
Singende Katze trifft Weltraumorchester ~ Das Kinderprogramm im Festspielhaus Baden-Baden: www.festspielhaus.de/singende-katze-trifft-weltraumorchester
Reisepakete rund um einen Festspielhaus-Besuch: www.festspielhaus.de/reisen/

Donnerstag, 23. März 17
Wie viel kulturelle Vielfalt braucht das Land? Diskussion mit Bühnenvereinspräsident Ulrich Khuon
Wie viel kulturelle Vielfalt braucht das Land? Bühnenvereins-Präsident Prof. Ulrich Khuon diskutiert darüber am 30. März 2017 um 19:00 Uhr im Puppentheater Magdeburg mit Tobias Wellemeyer (Vorsitzender Landesverband Ost des Deutschen Bühnenvereins und Intendant Hans-Otto-Theater Potsdam), Dr. Hans Thomas Tillschneider (Islamwissenschaftler und Autor, Landtagsabgeordneter der AfD Sachsen-Anhalt), Prof. Astrid Griesbach (Dozentin und freie Regisseurin) und Olaf Zimmermann (Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates). Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Dr. Rüdiger Koch (Kulturpolitiker und Bürgermeister Magdeburg a.D.. www.puppentheater-magdeburg.de/die-offene-gesellschaft/

Eine Veranstaltung im Rahmen der Initiative Offene Gesellschaft www.die-offene-gesellschaft.de/home

Donnerstag, 23. März 17.
Kurzfilm zu RIGOLETTO im Internetauftritt der Oper Frankfurt freigeschaltet
Der Kurzfilm von Thiemo Hehl zur Neuinszenierung von Giuseppe Verdis Rigoletto (Musikalische Leitung: Carlo Montanaro; Regie: Hendrik Müller) im Internetauftritt der Oper Frankfurt ist freigeschaltet:
www.oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=142

Donnerstag, 23. März 17
Die Buchbranche in Deutschland: Starker Markt mit gesellschaftlichem Auftrag
Umsatzplus auf dem Buchmarkt 2016  / Börsenverein kritisiert geplante massive Einschränkungen im Urheberrecht  / Buchbranche setzt sich für Meinungsfreiheit ein
Mit einer positiven wirtschaftlichen Bilanz des Vorjahres, aber mit deutlichen Forderungen an die Politik gehen Verlage und Buchhandlungen in das Bücherjahr 2017. „Autoren, Verlage und Buchhandlungen übernehmen eine wichtige Rolle für das Gelingen einer modernen, offenen und demokratischen Gesellschaft. Mit ihrer Arbeit befördern sie den Austausch von Meinungen und Ideen und stoßen Debatten an. Mit qualitätsgesicherten Fakten und Bewertungen schaffen sie die Grundlage für hochwertige Bildung und Wissenschaft“, sagte Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels heute zum Auftakt der Leipziger Buchmesse.

„Die Buchbranche steht momentan wirtschaftlich gut da. Erstmals seit drei Jahren ist der Umsatz 2016 wieder gestiegen. Doch aktuelle rechtliche Entwicklungen und Gesetzesvorhaben rütteln an der Existenzgrundlage von Verlagen und Autoren und damit an der gesamten Publikationslandschaft in Deutschland, die in ihrer Qualität und Vielfalt weltweit vorbildlich ist. Wir appellieren an die Bundesregierung, bei ihren Plänen die Rechte von Autoren und Verlagen zu stärken, statt sie zu schwächen. Zudem fordern wir mit Nachdruck die politischen Entscheider dazu auf, die zunehmend bedrohte Freiheit des Wortes international kompromisslos zu verteidigen und sie nicht zum Verhandlungsgegenstand zu machen.“

Der Buchmarkt 2016
Das Jahresergebnis auf dem Buchmarkt lag 0,8 Prozent über dem Vorjahr (Vertriebswege: Sortimentsbuchhandel, E-Commerce, Bahnhofsbuchhandel, Kauf-/Warenhäuser, Elektro- und Drogeriemärkte). Für hohe Umsätze sorgte vor allem das Kinder- und Jugendbuch (+ 9,0 Prozent), das im vergangenen Jahr starke Bestseller wie den neuen Harry-Potter-Band zu bieten hatte. Der Umsatz im Buchhandel vor Ort lag um 1,3 Prozent unter dem Vorjahr. Obwohl noch keine gesonderten Zahlen für den E-Commerce vorliegen, zeichnet sich ab, dass der Online-Umsatz mit Büchern 2016 gestiegen ist. „Das Online-Geschäft ist ein wichtiger Wachstumstreiber, den auch der Sortimentsbuchhandel intensiv nutzt und entwickelt. Beinahe flächendeckend verkaufen Buchhandlungen inzwischen Bücher auch online und vertreiben E-Books, zum Beispiel über die Tolino-Allianz. Verlage und Buchhandlungen arbeiten intensiv an digitalen Publikationsformen und Vertriebsmodellen. Demgegenüber verlief das Jahr 2016 gegen Ende in den Buchhandlungen vor Ort eher durchwachsen. Viele Buchhändler verzeichneten einen Rückgang der Frequenz in ihren Läden. Das scheint sich auch in 2017 fortzusetzen. In vielen Innenstädten sind weniger Passanten unterwegs als früher, das macht sich auch im Buchhandel bemerkbar“, so Skipis.

Leicht zurück ging der Umsatz mit der insgesamt stärksten Warengruppe, der Belletristik (- 0,5 Prozent). Auch der Umsatz mit Sachbüchern, der in den vorangegangenen Jahren einen Anstieg verzeichnete, ging 2016 zurück (- 2,7 Prozent). In etwa auf Vorjahresniveau blieben die Umsätze mit Reisebüchern (+ 0,2 Prozent) und Ratgebern (- 0,1 Prozent). Hardcover und Softcover legten um 2,9 Prozent zu, während der Umsatz im Taschenbuch um 5,5 Prozent zurückging. 

Autoren und Verlage unter Druck
Trotz der insgesamt positiven wirtschaftlichen Entwicklung sieht die Buchbranche wichtige Rahmenbedingungen ihrer Arbeit akut in Gefahr. Zum einen muss ein großer Teil der Verlage in Folge des VG-Wort-Urteils des Bundesgerichtshofs in den kommenden Monaten beträchtliche Rückzahlungen an Verwertungsgesellschaften wie die VG Wort leisten. Gerade kleine und mittelgroße Verlage seien dadurch, so Skipis, existenziell bedroht. Um künftige Ausschüttungen wieder zu ermöglichen, müsse hier schnellstmöglich auf europäischer Ebene die Rechtsgrundlage geschaffen werden.

Zum anderen fallen in diesen Tagen in der Bundesregierung Entscheidungen über eine der bislang umfangreichsten Einschränkungen des Urheberrechts in Bildung und Wissenschaft. Mit dem so genannten Urheberrechts-Wissensgesellschaftsgesetz will die Bundesregierung den Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen, Lehr- und Lernmedien neu regeln. „In Wirklichkeit werden das Urheberrecht und die Verfügungsgewalt von Autoren und Verlagen über ihre Werke im Bildungs- und Wissenschaftsbereich fast abgeschafft“, sagte Skipis.

Zwar sehe der Gesetzentwurf eine, wenn auch völlig unzulängliche Entschädigung für Autoren und Verlage über Verwertungsgesellschaften  vor. Dieser Anspruch sei in Bezug auf die Verlage momentan gar nicht möglich, da die dafür notwendige Rechtsgrundlage auf europäischer Ebene nicht vorhanden ist. Die erforderliche Neuregelung sei frühestens im nächsten, eher im übernächsten Jahr zu erwarten – vorausgesetzt, der politische Wille sei da. Skipis: „Der Gesetzentwurf ist  deshalb  verfassungsrechtlich äußerst bedenklich. Es ist offensichtlich, dass die Bundesregierung hier kurz vor Ende der Legislaturperiode im Eiltempo ein Gesetz durchpeitschen will, das darüber hinaus auch inhaltlich kurzsichtig ist. Es verspricht Zugänglichkeit zum Nulltarif, bewirkt aber in Wirklichkeit, dass hochwertige Angebote der Bildungs- und Wissenschaftsliteratur zurückgehen werden. In einer Zeit, in der sich gefühlte Wahrheiten und ,alternative Fakten‘ in der Gesellschaft ausbreiten, ist das der gänzlich falsche Weg.“

Skipis verwies auf den Online-Appell „Publikationsfreiheit für eine starke Bildungsrepublik“ (www.publikationsfreiheit.de), hinter dem Autoren, Verlage und andere Unterstützer aus dem Medien- und Bildungsbereich stehen. Der Aufruf an die Bundesregierung und die Länder hat bereits über 5.000 Unterstützer.

Meinungsfreiheit kompromisslos verteidigen
Darüber hinaus setzt sich die Buchbranche weiterhin intensiv für die Freiheit des Wortes ein. In vielen Teilen der Welt spitze sich die Lage von Autoren, Journalisten, Verlagen und anderen Kulturschaffenden zu, so Skipis. „Wir fordern von der Bundesregierung, dass sie sich überall dort kompromisslos einsetzt, wo die Freiheit des Wortes gefährdet ist und Autoren, Journalisten, Verleger und Buchhändler aufgrund ihrer Meinungsäußerungen verfolgt werden. Die Meinungsfreiheit ist ein Menschenrecht und Grundlage jeder publizistischen Arbeit. Sie ist für uns nicht verhandelbar“, sagte Skipis.

Die türkische Autorin Asli Erdogan habe etwa keine Ausreiseerlaubnis für die Vorstellung eines Bandes mit ihren Essays auf der Leipziger Buchmesse erhalten. Gegen sie läuft seit Monaten ein Verfahren wegen angeblicher Terrorpropaganda. „Es ist ein Skandal, dass ein freier Mensch, der nur seinen Beruf ausübt und von seinem Recht auf Meinungsfreiheit Gebrauch macht, sein eigenes Land nicht verlassen darf. Wir fordern von Präsident Erdogan, dass er die Repressalien gegenüber Verlegern und Autoren wie Asli Erdogan endlich beendet und inhaftierte Kulturschaffende wie den deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel umgehend freilässt.“

www.boev.de

Donnerstag, 23. März 17
Chursachsen-Förderverein feiert 25. Geburtstag ~ Symphoniekonzert am 26. März als Dankeschön im König Albert
Theater
Am kommenden Sonntag, den 26. März gedenkt die Chursächsische Philharmonie um 15.00 Uhr in einem großen Symphoniekonzert im König Albert Theater nicht nur Beethovens  190. Todestag, sondern feiert gleichzeitig auch den 25. Geburtstag ihres Fördervereins. Denn bereits am 27. März 1992 wurde der heutige „Verein der Freunde und Förderer der Chursächsischen Philharmonie e.V.“ in Bad Elster von Musikbegeisterten aus dem ganzen Vogtland gegründet. Der Verein war dabei maßgeblich an der Fortführung der Orchestertradition Bad Elsters nach der Deutschen Wiedervereinigung beteiligt.

Seit nunmehr einem Vierteljahrhundert begleitet dieser Verein so die Entwicklung der Orchesterkultur in Bad Elster, welche mit der ersten Orchestergründung im Jahre 1817 begann. Daher feiert die Kultur- und Festspielstadt in diesem Jahr mit verschiedenen Veranstaltungen „200 Jahre Orchesterkultur Bad Elster“, so auch im großen „Geburtstagskonzert“ des Fördervereins am 26. März. „Ohne diesen Förderverein und dessen Mitglieder aus dem gesamten Oberen Vogtland hätte es gerade nach der Deutschen Wiedervereinigung keine Chursächsische Philharmonie gegeben“ blickt GMD Florian Merz, als Chefdirigent und Geschäftsführenden Intendanten des Orchesters dankbar zurück und ergänzt: „Daher möchten wir dem Förderverein mit unserem großen Festkonzert ein würdiges Dankeschön musizieren, denn vor allem die tatkräftige Unterstützung und Begleitung des Vereins war und ist eine wichtiger Impulsgeber für die Entwicklung Bad Elsters zu einer richtungsweisenden Kultur- und Festspielstadt im Herzen Europas!“

In den letzten erfolgreichen 25 Jahren begleitete der Förderverein kontinuierlich viele Projekte des renommierten Orchesters sowie dessen Ensembles als musikalischer Botschafter und Klangkörper des gesamten Vogtlands. Das Spektrum reichte dabei von Zuschüssen für Konzertsolisten, über die Finanzierung von Festschriften, Musikinstrumenten, historischer Konzertkleidung, Noten oder Opernabenden bis hin zu CD-Produktionen. Zudem konnten auch viele Konzert- und Musiktheaterproduktionen im König Albert Theater klangvoll über die Bühne gehen, weil der Förderverein Bühnenausstattungen mitfinanzierte. Unvergessen bleiben z.B. die Händel-Oper „Acis und Galathea“, großartige Oratorienaufführungen wie „The Messiah“ von Georg Friedrich Händel und Haydns „Die Schöpfung“.

„Im Jubiläumsjahr 2017 wird der Verein die Recherchen zur Musikerfamilie Hilf als Ursprung der Elsteraner Orchestergeschichte sowie die wissenschaftliche Aufarbeitung von entsprechender Musikliteratur für den Konzertbetrieb der Chursächsischen Philharmonie mit 5.000 EUR unterstützen“ erklärt der jetzige Vereinsvorsitzende, Kammermusiker Frank Ebert. Dabei weiß er genau wovon er spricht, war er doch jahrzehntelang selbst Konzertmeister in Bad Elster und beendete seine aktive Laufbahn erst im Alter von 70 Jahren. Gemeinsam mit seinem heutigen Vorstand aus Stellvertreterin Brunhilde Behrens, Schatzmeisterin Ute Trauer und Schriftführerin Katja Wild möchte der Verein so auch in Zukunft die Orchesterarbeit in den Sächsischen Staatsbädern Bad Elster und Bad Brambach konsequent zum Wohle der ganzen Region fördern und weiterführen. www.chursaechsische-philharmonie.de

Donnerstag, 23. März 17
ECHO 2017: Weitere Live Acts bestätigt
- Rag‘n‘Bone Man: Der britische Blues- und Soul-Star singt seinen Welthit „Human“
- Tim Bendzko, Max Giesinger und Wincent Weiss: Exklusive Singer-Songwriter-Kollaboration
- Amazon Music steigt als neuer Offizieller Partner beim ECHO ein
- Ausstrahlungstermin bei VOX am 7. April, um 20:15 Uhr

Wenn am 6. April der Deutsche Musikpreis ECHO in der Messe Berlin verliehen wird, werden die Besten der Branche nicht nur geehrt, sondern sind auch Bestandteil der Show. Zu ihnen gehört Rag‘n‘Bone Man, der seinen Welthit „Human“ performt. Ebenfalls vor Ort sind Tim Bendzko, Max Giesinger und Wincent Weiss. Gemeinsam präsentieren die drei Sänger eine bis dato noch nicht gezeigte Kollaboration. Die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), verleiht den Deutschen Musikpreis ECHO in diesem Jahr zum 26. Mal. Als neuer Offizieller Partner ist ab sofort Amazon Music mit an Bord. VOX strahlt die Verleihung am 7. April um 20:15 Uhr im TV aus. Alle Informationen zum ECHO gibt es unter www.echo-deutscher-musikpreis.de.

Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie: „Während sich das Line-up für den ECHO weiter aufbaut, haben wir heute auch im Partnerbereich eine spannende neue Koalition zu verkünden, über die wir uns sehr freuen: Mit Amazon Music haben wir einen neuen Offiziellen Partner für den ECHO, ECHO JAZZ und ECHO KLASSIK an unserer Seite, der mit seinem Angebot nicht nur die ganze Genre-, sondern auch die gesamte Formatvielfalt des deutschen Musikmarktes widerspiegelt und nicht zuletzt deshalb hervorragend zum ECHO passt!“


Rag‘n’Bone Man: Gänsehaut-Momente garantiert
Ein Höhepunkt der Show ist Rory Graham. Millionen kennen den Blues- und Soulsänger allerdings besser als Rag‘n’Bone Man. Und noch mehr werden seinen Nr.1-Hit „Human“, der bei iTunes über Monate an der Spitze in über 30 Ländern stand, schon einmal gehört haben. Allein in Deutschland hielt sich der Song über zwölf Wochen auf Platz 1, wurde dreimal mit Gold und einmal mit Platin ausgezeichnet. Im Februar erst veröffentlicht, hat auch das gleichnamige Album des 1,96-Meter-Hünen aus Großbritannien, das neben „Human“ auch die Top10 Single „Skin“ enthält, bereits Gold-Status erreicht. Bei den Brit Awards wurde Rag‘n’Bone Man kürzlich mit zwei Preisen ausgezeichnet und auch für den ECHO ist er zweimal nominiert. Ausdrucksstark und gefühlvoll wird der 32-Jährige bei der ECHO-Verleihung mit seinem Live-Auftritt Publikum sowie Musiker-Kollegen beeindrucken – spätestens nach den ersten Takten von „Human“...

Spannende ECHO-Kollaboration
Auch für die diesjährige ECHO-Verleihung haben sich Künstler zusammengeschlossen, die zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne performen werden: Tim Bendzko, Max Giesinger und Wincent Weiss. Alle drei gehören zu den Topstars einer neuen Generation von deutschsprachigen Singer-Songwritern.

Tim Bendzko wurde bereits 2012 und 2014 mit einem ECHO ausgezeichnet. Und erst kürzlich erhielt er einen Sonderpreis für mehr als eine Million verkaufter Exemplare seiner ersten beiden Alben „Wenn Worte meine Sprache wären“ und „Am seidenen Faden“. Sein aktueller, von ihm selbst produzierter Longplayer „Immer noch Mensch“ landete im Oktober aus dem Stand auf Platz 1 und ist bereits vergoldet. Den Grundstein für seine Erfolge legte Tim Bendzko 2011 mit dem Song „Nur noch kurz die Welt retten“, der sich 47 Wochen lang in den Charts hielt. Am 26. April beginnt seine große „Immer noch Mensch“-Tour mit Konzerten in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Max Giesinger bewegte die Nation gleich mit seiner ersten Single: „80 Millionen“. Auf Spotify wurde der Song mehr als 21 Millionen Mal gestreamt, auf Youtube erreichte er über 26 Millionen Views und in den Charts eroberte das Stück Platz 2. Insgesamt blieb es 38 Wochen lang in der Hitliste und erlangte Platinstatus. Auch der nächste Song „Wenn sie tanzt“ wurde zum Hit und erreichte Goldstatus. Unter dem Titel „Roulette“ erscheint jetzt die nächste Single des Künstlers. Auch sie ist eine Auskopplung aus dem Album „Der Junge, der rennt“, das sich seit mehr als 45 Wochen in den Offiziellen Deutschen Charts hält. Nach seiner komplett ausverkauften Deutschland-Tournee wird Max Giesinger in diesem Sommer bei zahlreichen Festivals und Open Airs auftreten. 2017 stehen insgesamt 160 Auftritte in seinem Tourkalender. Nachdem er mit der 1LIVE Krone und einem MTV EMA ausgezeichnet wurde, ist er nun in den Kategorien „Newcomer national“ und „Bester Künstler national“ zwei Mal für den ECHO nominiert.

Wincent Weiss feierte seinen Durchbruch im vergangenen Jahr mit seinem Hit „Musik sein“. Der Song hielt sich monatelang in den Charts und auf den Playlisten der Radiostationen mit zeitweise über 1.500 Plays pro Woche. In den iTunes-Charts kam er in die Top 10, bei Spotify auf über zehn Millionen Streams und bei Youtube wurden bislang über siebeneinhalb Millionen Aufrufe des dazugehörigen Videos gezählt. Die Single erreichte schließlich Goldstatus. Auch die aktuelle Single „Feuerwerk“ steht in den iTunes-Charts ganz oben. Bereits am ersten Wochenende nach der Veröffentlichung kam sie dort auf Rang 5. Das Debüt-Album „Irgendwas gegen die Stille“ erscheint am 14. April. Auch Wincent Weiss ist derzeit auf Tour – fast alle Termine sind ausverkauft.

Amazon Music ist neuer Offizieller Partner des ECHO
Mit der diesjährigen Verleihung des Deutschen Musikpreises fällt auch der Startschuss für eine neue Partnerschaft: Amazon Music wird sich in 2017 und 2018 als Offizieller Partner beim ECHO, ECHO JAZZ und ECHO KLASSIK einbringen. Zum Portfolio gehören neben den Vorstellungen der Nominierten und Preisträger auch kuratierte Playlists und Produktvorstellungen. Beim ECHO wird Amazon Music zudem die Patenschaft für eine Kategorie übernehmen und den „Newcomer national“ präsentieren.

 

 

Mittwoch, 22. März 17
Vielfalt im Musizierunterricht ~ Theoretische Zugänge und praktische Anregungen
Nicht nur die UNESCO-Konvention Kulturelle Vielfalt (2007) sowie die UN-Behindertenrechtskonvention (2009) sprechen sich für Diversität im menschlichen Miteinander aus. Auch der Verband deutscher Musikschulen hat sich das Thema „Vielfalt“ in seinem Leitbild (2015) sowie der Potsdamer Erklärung (2014) auf die Fahnen geschrieben. Doch was bedeutet das für die Instrumental- und Gesangspädagogik? Wie zeigt sich Vielfalt im Musizierunterricht und wie lässt sie sich produktiv nutzen? Wie gehen Lehrende mit Heterogenität bzw. Differenz um? Was verbirgt sich hinter „Inklusion“?


© Schott

Der Sammelband vereint Forschungsperspektiven mit praktischen Anregungen. In einem theoretischen Teil werden u. a. Fragen nach Differenz und einer inklusiven Musik pädagogik erörtert sowie Anforderungen an eine kultursensible musikalische Bildung gestellt. Der praktische Teil richtet sich gleichermaßen an Lehrende wie auf organisatorischer Ebene Tätige: Einblicke in konkrete Unterrichtssituationen, in Musikschul- und Hochschulprojekte sollen Anreiz zum Nachdenken und -machen schaffen. Dabei werden Aspekte aus dem Instrumental- und Gesangsunterricht, der elementaren Musikpädagogik sowie der Praxis von Schulkooperationen berücksichtigt.

Zielgruppe: Musik- und Instrumentalpädagogen, Gesangslehrkräfte, Schulmusiker, Musikhochschuldozenten, Studierende

Vielfalt im Musizierunterricht ~ Theoretische Zugänge und praktische Anregungen
Katharina Bradler (Hg.)
in der Reihe „üben & musizieren – texte zur instrumentalpädagogik“
Schott Music, Mainz 2016
Buch
276 Seiten, DIN A5
Bestell-Nr. UM 5019
ISBN 978-3-7957-1087-3
22,95 €

www.schott-musikpaedagogik.de

Mittwoch, 22. März 17
Dagmar Borrmann - Der Ring des Nibelungen – Die Playmobil-Show
Bei Richard Wagner gibt es nur ein Entweder-Oder: die einen würden schlankweg ihre Großmutter für eine Premierenkarte in Bayreuth verkaufen. Den anderen ist er zu laut, zu lang und zu bombastisch. Dazwischen klafft ein tiefer Graben.


Dagmar Borrmann - Der Ring des Nibelungen – Die Playmobil-Show
© Dagmar Borrmann

Für Wagner-Fans wie für Wagner-Hasser gibt es jetzt den ultimativen Kompromiss: „Der Ring des Nibelungen – Die Playmobilshow“ bietet Wagners „Ring“ in flotten 80 Minuten, mit Original-Wagner-Soundtrack und Sängern, die nie heiser werden, weil sie aus Plastik sind. Die Dramaturgin Dagmar Borrmann erzählt und spielt den kompletten „Ring“ mit Playmobilfiguren und beweist damit: Wagner kann sehr komisch sein. Damit alle alles sehen können, wird das Ganze gefilmt und auf eine Leinwand gebeamt.

Nach dem krachenden Erfolg der Premiere im Dezember 2015 ist die wohl außergewöhnlichste Inszenierung von Wagners „Ring“ jetzt wieder im Programm des Theaters im Pariser Hof.

Samstag, 31.3.2017
19.30 Uhr, Theater im Pariser Hof, Spiegelgasse 9, Wiesbaden.
Karten zu 19€ und 14€ (erm.)
Kartenreservierung u.a. im Theater im Pariser Hof (0611-44764644) oder bei der Wiesbadener Tourist-Information (0611 – 1729 930) sowie im Internet über www.theaterimpariserhof.de

Mittwoch, 22. März 17
Vitaler Hörbuchmarkt: Treue Käufer lassen Umsätze 2016 steigen
Umsatz und Kaufintensität bei Hörbüchern steigen / Anteil junger Käufer nimmt zu / Ergebnis der GfK Consumer Panel Zahlen zum Hörbuch-Markt 2016  / Kooperation mit GfK Entertainment verlängert
Hörer kaufen mehr: Die Kaufintensivität von Hörbuchkonsumenten hat 2016 deutlich zugenommen. Das zeigt eine Analyse des GfK Consumer Panels im Auftrag des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, dessen langjährige Kooperation mit GfK Entertainment und GfK in diesen Tagen verlängert wurde. Die Zahl der durchschnittlich pro Hörbuchkäufer erworbenen Titel auf CD oder digital stieg von 4,6 auf 5,0 Hörbücher, das entspricht einer Steigerung von rund 9 Prozent. Der Umsatz wuchs um 1,1 Prozent.

Rund 3,3 Millionen Menschen haben 2016 physisch und/oder digital Hörbücher erworben. Das durchschnittlich ausgegebene Budget stieg von rund 49 Euro auf rund 54 Euro pro Kunde, wobei die von den Käufern bezahlten Durchschnittspreise leicht um rund 1 Prozent stiegen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 16,3 Millionen Hörbücher am Publikumsmarkt abgesetzt. Etwa ein Viertel der Absätze und ein Fünftel der Käufer-Ausgaben erfolgten über Downloads, wobei der Digitalanteil am Umsatz und Absatz abhängig vom Verlagsprofil, Genre und Einzeltitel stark variiert.

19,2 % Prozent der Deutschen ließen sich 2016 von Hörbüchern auf CD oder in der Downloadversion unterhalten und informieren. Spannend ist  der Blick auf die Altersstruktur: Mit einem Anteil von rund 40 Prozent stellten die 40- bis 59-Jährigen zwar nach wie vor die größte Gruppe der Hörbuch-Käufer. Der Anstieg von rund 4 auf 9 Prozent bei den 10- bis 19-Jährigen belegt aber das wachsende Hörbuch-Interesse des Nachwuchses.

Etwa ein Drittel aller Hörbücher wurden erneut als Geschenk gekauft, was den Hörbuchverlagen alljährlich ein umsatzträchtiges Weihnachtsgeschäft besonders mit physischen Hörbüchern beschert. Rund 48 Prozent der Geschenkekäufer gehörten der besonders kaufkräftigen und qualitätsbewussten Altersgruppe 60 plus an.

Mit neuen Projekten und Themen reisen die Hörbuchverlage zur diesjährigen Leipziger Buchmesse (23. bis 26. März 2017).
Gelegenheit zum Austausch bietet unter anderem die Happy Hour“ am Freitag, dem 24. März um 17 Uhr am Gemeinschaftsstand der Hörbuchverlage auf der Leipziger Buchmesse (Halle 3, D 300/400), zu der die Leipziger Buchmesse und die Interessengruppe (IG) Hörbuch im Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. herzlich einladen.

Kooperation mit GfK Entertainment verlängert
Der Börsenverein und die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH haben ihre langjährige Kooperation mit GfK Entertainment und GfK verlängert und arbeiten in verschiedenen Bereichen der Buchmarktforschung zusammen. Unter anderem werden Bestsellerlisten von GfK Entertainment erstellt, während GfK vierteljährlich E-Book-Zahlen und Sonderaus-wertungen zur Käuferdemografie in verschiedenen Warengruppen meldet.

GfK Consumer Panels haben im Auftrag des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels den Hörbuchmarkt analysiert. Die statistische Grundlage des Panels bilden 25.000 Personen, die repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 10 Jahren sind und regelmäßig Tagebücher zu ihren privaten Buch-Einkäufen führen.

www.boev.de

Mittwoch, 22. März 17
Wieder eine Nummer Eins für PETER MAFFAY: „Tabaluga“ Live-DVD schießt an die Spitze der Charts / DVD, Blu-ray und CD seit 10. März 2017 im Handel
"Tabaluga – Es lebe die Freundschaft!", das Rockmusical um den kleinen grünen Drachen von und mit Peter Maffay, war die größte Musikproduktion des Jahres 2016 und begeisterte mehr als 390.000 Besucher in 19 Städten. Nun ist der aufwendige Konzertmitschnitt von Null auf Eins in die deutschen DVD-Charts eingestiegen, die Live-CD erreichte auf Anhieb Platz fünf der Album-Charts. Auch Maffays Partner Sony Music und Starwatch Entertainment freuen sich, mit der DVD an den Erfolg des Studioalbums 2015 anknüpfen zu können.

Für die DVD und Blu-ray wurden insgesamt fünf Vorstellungen in der Dortmunder Westfalenhalle aus 34 Kameraperspektiven gefilmt. Ein mitreißendes Musik-, Tanz- und Kostümspektakel, in Szene gesetzt vor einer gigantischen LED-Wand, die sich mehrfach von einer Blumenwiese in den Meeresgrund, vom Universum in den Orient oder in die Eiswelt verwandelt – in die Tabaluga Welt eben.

Die Bonus-DVD zeigt das Treiben hinter den Kulissen: eine 45-Minuten-Reportage zeigt alles über den Aufbau, die Technik, die Proben, den Soundcheck, das Miteinander und die Verwandlung der Darsteller in ihre Rollen.

Dienstag, 21. März 17
Karen Stone als Generalintendantin des Theaters Magdeburg um weitere drei Jahre verlängert
Die Generalintendantin des Theaters Magdeburg Karen Stone verlängert ihren Vertrag um weitere drei Jahre bis einschließlich der Spielzeit 2021/2022. Grünes Licht für die Vertragsverlängerung gab der Magdeburger Stadtrat am 16. März 2017 in nichtöffentlicher Sitzung.

Für die Landeshauptstadt sowie für das Theater Magdeburg bedeutet die Verlängerung der Generalintendanz von Karen Stone Kontinuität der hohen künstlerischen Qualität des Vierspartenhauses. Das ausgewogene Programm des Theaters, welches von selten gespielten, großen Ballettklassikern, über die Stadtgrenzen hinaus bejubelten Musiktheaterproduktionen, bis hin zu prominent besetzten Sinfoniekonzerten und einem aufsehenerregenden, frischen Schauspielprogramm sowie einem breiten Angebot für das junge Publikum reicht, wird durch die ebenso gut besuchten Musicalproduktionen ergänzt. Der Erfolg dieser Spielplangestaltung spiegelt sich in der hervorragenden Auslastung des Theaters Magdeburg wieder: 2016 konnten eine Erhöhung des Kostendeckungsgrades auf 13 % sowie eine Gesamtauslastung von 84, 3% erzielt werden.

Die Engländerin Karen Stone wurde nach ihrem Wirken als Operndirektorin an der Oper Köln, als Generalintendantin am Theater Graz und als Intendantin an der Oper Dallas 2009 zur Generalintendantin des Theaters Magdeburg berufen, welches sie seitdem erfolgreich leitet. Im Mai stellt sie den Spielplan für die neue Saison 2017/2018 vor.

www.theater-magdeburg.de 

Dienstag, 21. März 17
"Medien - Menschen - Märkte" ~ 106. Deutscher Bibliothekartag zu Gast in Frankfurt am Main
In der Woche vor Pfingsten blickt die europäische Bibliotheks- und Informationswelt nach Frankfurt am Main: Vom 30. Mai bis 2. Juni 2017 findet der 106. Deutsche Bibliothekartag im Frankfurter Congress Center statt. Informationsspezialisten werden in annähernd 400 Fachveranstaltungen richtungsweisende Trends und Entwicklungen der Bibliotheks- und Informationsbranche präsentieren.

Das diesjährige Motto "Medien - Menschen - Märkte" stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Obwohl die Medien an jedem Ort, zu jeder Zeit auf beliebigen Endgeräten zur Verfügung stehen, sind die Bibliotheken heute besser besucht denn je. Diese überraschend positive Begleiterscheinung der voranschreitenden Digitalisierung wird jedoch von anderen Umständen beeinträchtigt. Insbesondere juristische als auch strukturelle Fragen benötigen Antworten und Regelungen, die der digitalen Welt angepasst sind.

Mit Blick auf den Referentenentwurf eines Gesetzes zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft wurden aus Perspektive der Veranstalter schon richtige Schritte unternommen, bei einigen Punkten besteht aber noch Handlungsbedarf. "Im Referentenentwurf werden langjährige Problemfelder endlich verbindlich geregelt. Komplizierte Verlagsvorbehalte oder Vergütungsverfahren führen bisher dazu, dass Bücher nicht mehr nachgefragt werden. Bibliotheken brauchen ein verständliches Urheberrecht für die Wissensgesellschaft.", so Konstanze Söllner, Vorsitzende des Vereins Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VDB).
 
Hinsichtlich der Arbeitsstrukturen in Bibliotheken, die sich mit der Digitalisierung verändern, gewinnt der Begriff Arbeit 4.0 an Bedeutung. Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt verdeutlichen, dass auch Bibliotheken organisatorische Veränderungen durchlaufen, für die es die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen gilt. Vesna Steyer, Vorsitzende des Berufsverbands Information und Bibliothek (BIB) meint dazu: "Bibliotheken sind mit ihrem freien Zugang zur Information ein Garant für die demokratische Gesellschaft. Sie benötigen Ressourcen für ein breites Angebot in Forschung,  Bildung und Kultur sowie gut ausgebildetes Personal für den persönlichen Service und die Beratung. Wie in der Vergangenheit werden die Bibliotheken und Informationseinrichtungen die Entwicklung in der Gesellschaft vorantreiben und mitgestalten."


106. Deutscher Bibliothekartag ~ Thema: Digitalisierung (Scanrobotter)
© Treventus

Fachausstellung und Rahmenprogramm
Neben Vorträgen, Workshops und anderen Veranstaltungen zum Austausch der neuesten Branchenentwicklungen gehört zum Deutschen Bibliothekartag auch immer die begleitende Fachausstellung. 150 Firmen präsentieren und informieren über die innovativen Produkte, die für die Bibliotheks- und Informationslandschaft relevant sind. Das umfassende Rahmenprogramm lädt die Teilnehmenden dazu ein, die Bibliotheken der Stadt sowie die Stadt selbst kennenzulernen.
 
Die Veranstalter des Deutschen Bibliothekartags
Der Bibliothekartag ist die zentrale Fortbildungsveranstaltung für Bibliothekarinnen und Bibliothekare, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Informationseinrichtungen und viele andere Informationsspezialisten. Veranstalter sind der Berufsverband Information Bibliothek e.V. (BIB) sowie der Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VDB).

Der seit dem Jahr 1948 (mit seinen Vorläufern) bestehende Berufsverband Information Bibliothek e.V. (BIB) ist der Personalverband aller Beschäftigten in Bibliotheken und Informationseinrichtungen. Die über 6.300 Mitglieder gehören allen Berufsgruppen der Bibliotheks- und Informationsbranche laufbahn- und fachübergreifend an.

Der VDB wurde im Jahre 1900 gegründet und ist die älteste bibliothekarische Vereinigung in Deutschland. Mit aktuell rund 1.700 Mitgliedern, die überwiegend in wissenschaftlichen Bibliotheken beschäftigt sind, setzt sich der VDB aktiv für die Berufsinteressen seiner Mitglieder und für das wissenschaftliche Bibliothekswesen ein.

www.bibliothekartag2017.de 

Dienstag, 21. März 17
Bücherfrühling 2017: Das ZDF und die Leipziger Buchmesse
Vom 23. bis 26. März 2017 ist das ZDF mit dem "Blauen Sofa" auf der Leipziger Buchmesse präsent. Auch die ZDF-Kultursendung "aspekte" am Freitag, 24. März 2017, 23.00 Uhr, widmet sich ganz der Literatur. Am Dienstag, 28. März 2017, 0.35 Uhr, sendet das ZDF die Highlights der Gespräche in "Die lange Nacht des blauen Sofas".


Das blaue Sofa auf der Leipziger Buchmesse am 18.03.2016. Lucia Braun mit Sascha Batthyany
© ZDF und ZDF/Axel Berger

Katty Salié und Jo Schück führen am Freitag, 24. März 2017, 23.00 Uhr, durch die "aspekte"-Sendung und stellen die interessantesten Bücher des Frühjahrs vor. Jo Schück ist dafür als Reporter auf der Leipziger Buchmesse unterwegs. "aspekte" porträtiert außerdem die Schriftstellerin Olga Grjasnowa, die mit "Gott ist nicht schüchtern" jüngst einen Roman über syrische Fluchtschicksale geschrieben hat, und besucht die Pulitzer-Preisträgerin Annie Proulx in den USA. Ihr aktueller Roman heißt "Aus hartem Holz". Sachbuchautor Friedemann Karig ist, neben der Sopranistin Sonya Yoncheva, Gast im Studio. Er spricht darüber, "Wie wir lieben – Vom Ende der Monogamie".

Auf dem "Blauen Sofa" in Leipzig 2017 nehmen ab Donnerstag, 23. März 2017, etwa 60 Autoren Platz. Katty Salié, Daniel Fiedler, Luzia Braun und andere moderieren die Gespräche. Erwartet werden unter anderen Götz Aly, Nora Bossong, Mathias Enard, der in diesem Jahr den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung erhält, Jostein Gaarder, Josef Haslinger, Wladimir Kaminer, Dagmar Manzel, Eva Menasse, Claudio Magris, Clemens Meyer, Anne Weber und Feridun Zaimoglu. Das Programm findet man unter http://das-blaue-sofa.de.

Um 17.00 Uhr schlägt täglich "Die Blaue Stunde": eine Gesprächsrunde mit mehreren Autoren. Direkt nach der Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse am Donnerstag nehmen die drei Gewinner auf dem Kult-Sofa Platz. Am Freitag steht Luther im Mittelpunkt, und am Samstag findet ein "Krimi SpeeDating" statt.

Wer nicht selbst in Leipzig ist, kann die Gespräche live im Internet unter http://buchmesse.zdf.de oder http://das-blaue-sofa.de verfolgen oder in der ZDF-Mediathek als Video abrufen.

Die Highlights vom Blauen Sofa sendet 3sat in zwei 90-minütigen Zusammenfassungen, jeweils nachts, am Freitag, 24. März 2017, 1.50 Uhr, und am Samstag, 25. März 2017, 3.35 Uhr. Eine dreistündige Zusammenfassung der Gespräche zeigt das ZDF am Dienstag, 28. März 2017, 0.35 Uhr, in "Die lange Nacht des Blauen Sofas".

Seit 2000 hat sich das "Blaue Sofa" als gemeinsames Autorenforum von Bertelsmann, dem ZDF und Deutschlandradio Kultur (seit 2008) auf den Buchmessen in Leipzig und Frankfurt etabliert. Im Halbstundentakt präsentieren sich dort namhafte Autorinnen und Autoren und stellen sich den Fragen von Journalisten des ZDF und Deutschlandradio Kultur.

Gespräche live ab Donnerstag, 23 März 2017, 10.30 Uhr:

http://buchmesse.zdf.de 
http://das-blaue-sofa.de
http://aspekte.zdf.de
http://twitter.com/ZDFpresse

Montag, 20. März 17
Gertrud-Eysoldt-Ring 2017 verliehen
Gestern wurde der diesjährige Gertrud-Eysoldt-Ring 2017 für eine herausragende schauspielerische Leistung im Theater im Bensheimer Parktheater vergeben. Auf Vorschlag der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste verleihte die Stadt Bensheim den mit 10.000 Euro dotierten Eysoldt-Ring an die Schauspielerin Jana Schulz (Ensemblemitglied am Schauspiel Bochum) für ihre Rolle in Rose Bernd. ZDF-Nachrichtensprecherin Petra Gerster moderierte die Verleihung des Theaterpreises, an dem sich eine Gala im Bürgerhaus anschloss.

Peter Kümmel, Kritiker der ZEIT und Juror des Kurt-Hübner-Regiepreises, zeichnete zudem Alexander Eisenach für seine Inszenierung Der kalte Hauch des Geldes am Schauspiel Frankfurt aus.

www.darstellendekuenste.de

Montag, 20. März 17
Deutscher Musikautorenpreis: Kerstin Otts Chartstürmer "Die immer lacht" ist erfolgreichstes Werk des Jahres 2016
Kerstin Ott erhält den Deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie „Erfolgreichstes Werk“ für den Song „Die immer lacht“. Das Marktforschungsunternehmen GfK Entertainment ermittelte auf Basis von Airplay- und Abverkaufszahlen, dass „Die immer lacht“ der erfolgreichste deutschsprachige Titel des Jahres 2016 ist. Die Komposition avancierte 2016 in einer gemeinsam mit dem DJ- und Produzentenduo Stereoact entwickelten Version in Deutschland und Österreich zum Hit. Im Stadion von Hertha BSC wurde das Lied zur neuen Vereinshymne ausgerufen.

Die Preisträgerin ist überwältigt von dem plötzlichen Erfolg ihres Musikwerks, das sie vor 15 Jahren für eine kranke Freundin geschrieben hat: „Ich fühle mich sehr geehrt, diesen Preis zu erhalten. In jedem Jahr werden so viele tolle Lieder geschrieben – eine Auszeichnung zu erhalten für das erfolgreichste Werk 2016 ist für mich der Oberknaller.“ Eine Aufnahme ihres damals komponierten Songs landete zunächst unbeachtet im Internet. Das Produzentenduo Rico Einenkel und Sebastian Seidel alias Stereoact entdeckten den Song und machten daraus einen tanzbaren Deep House-Remix, den sie Ende 2015 gemeinsam mit Kerstin Ott veröffentlichten. „Die immer lacht“ kletterte in Deutschland (Offizielle Deutsche Charts) und Österreich (Ö3 Austria Top 40) bis auf Platz zwei der Hitliste und hielt sich mehrere Monate lang in den Top Ten. Bisher erreichte der Erfolgshit fast 100 Millionen Views auf YouTube. Über 800.000 Mal wurde das Werk verkauft und erhielt dafür Doppel-Platin in Deutschland sowie Gold in Österreich.

Die Auszeichnung in der Kategorie „Erfolgreichstes Werk“ des Deutschen Musikautorenpreises wird durch das Marktforschungsunternehmen GfK Entertainment ermittelt. Dr. Mathias Giloth, Geschäftsführer GfK Entertainment über das Chartwunder: „Die Entstehungsgeschichte des erfolgreichsten deutschsprachigen Titels 2016 zeigt, wie wichtig Online-Kanäle und Social Media für die Künstlervermarktung geworden sind. Im Remix von Stereoact war ‚Die immer lacht‘ zunächst ein lokaler Trend, der sich innerhalb kürzester Zeit über ganz Deutschland ausbreitete. Das Lied notierte schließlich über ein Jahr in den Offiziellen Deutschen Single-Charts, davon zehn Wochen in der Top 3. Auch Kerstins Debüt-Album „Herzbewohner“ eroberte die Offiziellen Deutschen Album-Charts mit einem Einstieg von null auf Platz #4.

Bemessungsgrundlage für die Ermittlung des erfolgreichsten Titels eines Jahres sind die von MusicTrace erhobenen Offiziellen Deutschen Airplay-Charts sowie die von GfK Entertainment ermittelten Abverkaufszahlen, die wiederum sämtliche Musikformate, d.h. physische Tonträger, digitale Downloads sowie Musik-Streams (sowohl Premium als auch werbefinanziert) umfassen. Die Daten des Ermittlungszeitraums (Kalenderjahr 2016) werden zusammengefasst und entsprechend gewichtet.

www.universal-music.de

Montag, 20. März 17
Anhaltisches Theater Dessau zeigt Wiederentdeckung »A Santa Lucia« gemeinsam mit Mascagnis »Cavalleria rusticana« in herausragendem Doppelabend
Selbst Google weiß kaum etwas über sie, es gibt keine Gesamtaufnahme und in nur wenigen Lexika wird sie behandelt: Die Oper A Santa Lucia war Ende des 19. Jahrhunderts ein Erfolg und wurde einige Jahre regelmäßig gespielt. Die Starsopranistin Gemma Bellincioni war der Motor der Uraufführung gewesen — vom Werk des jungen Sizilianers Pierantonio Tasca begeistert hatte die Diva A Santa Lucia der Berliner Krolloper angeboten, die sie auf einer Tournée besuchen wollte. Auf diese Weise kam eine Verismo-Oper 1892 zur umjubelten Uraufführung in der deutschen Hauptstadt. In der traditionsreichen Vossischen Zeitung etwa konnte man lesen, dass »das Werk eine tief eingreifende Wirkung und einen so stürmischen äußeren Erfolg« erzielte, »wie er seit Mascagnis Cavalleria rusticana hier nicht erlebt worden ist.« Mit dem Tode Bellincionis  verschwand jedoch auch A Santa Lucia trotz ihres großartigen Erfolgs von der Bühne.

Doch ganz unwiederbringlich vergessen war sie nicht: »Der in Berlin verlegte Opernführer meiner Großmutter war meine erste Begegnung mit dieser faszinierenden Oper«, erinnert sich der Dessauer Operndirektor Felix Losert. »Dort war die Handlung mit ihrer Geschichte über eine alleinerziehende Neapolitanerin und das tragische Ende ihrer großen Liebe beschrieben. Erst viel später habe ich Libretto und Noten der Oper, die mir nicht mehr aus den Gedanken ging, in einem Archiv finden können.« 125 Jahre nach der Uraufführung stellt das Anhaltische Theater Dessau A Santa Lucia erneut vor — und stellt sie der Cavalleria rusticana von Pietro Mascagni gegenüber. Ensemblemitglied Iordanka Derilova schlüpft in die Rolle der Verismo-Diva und durchsteht die zwei so gegensätzlichen Eifersuchtsdramen, die Mascagni und Tasca herauf beschwören. Regisseur Holger Potocki hat zusammen mit dem Opernensemble des Anhaltischen Theaters eine Deutung erarbeitet, die einen poetisch-surrealen Bogen von der Cavalleria zu A Santa Lucia schlägt. Und GMD Markus L. Frank erweckt mit der Anhaltischen Philharmonie die lange stumm gebliebene Musik zu neuem Leben.

Cavalleria rusticana/A Santa Lucia
Opern von Pietro Mascagni und Pierantonio Tasca

Musikalische Leitung: Markus L. Frank
Inszenierung: Holger Potocki
Dramaturgie: Felix Losert
Bühnenbild: Lena Brexendorff
Kostüme: Katja Schröpfer
Chor: Sebastian Kennerknecht

Cavalleria rusticana
Santuzza, ein junge Bäuerin: KS Iordanka Derilova
Turiddu, ein junger Bauer: Ray M. Wade, Jr.
Alfio, ein Fuhrmann: KS Ulf Paulsen
Lola, seine Frau: Cornelia Marschall
Lucia, Turiddus Mutter: Rita Kapfhammer

A Santa Lucia
Ciccillo, ein Fischer: Ray M. Wade, Jr.
Rosella: KS Iordanka Derilova
Concettina, Ciccillos Schwester: Cornelia Marschall
Totonno, Austernhändler, Vater von Ciccillo und Concettina: KS Ulf Paulsen
Maria, Ciccillos Verlobte: Rita Kapfhammer
Tore: Cezary Rotkiewicz
Stimme eines Fischers: David Ameln/Norbert Leppin

Opern- und Extrachor des Anhaltischen Theaters Dessau
Kinderchor des Anhaltischen Theaters Dessau
Anhaltische Philharmonie Dessau

www.anhaltisches-theater.de 

Samstag, 18. März 17
Staatstheater Wiesbaden: Uraufführungen der Spielzeit 2017.2018
Oper »Schönerland« (Komposition: Søren Nils Eichberg)
Schauspiel »Wir werden unter Regen warten« (Regisseur und Autor: Ihsan Othmann)

Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, stellte zwei besondere Uraufführungen der kommenden Spielzeit 2017.2018 vor.

Die Oper »Schönerland« und das Schauspiel-Projekt »Wir werden unter Regen warten« kreisen um die Themen Flucht und Heimat. Eine zentrale Frage dabei ist, was eine europäische Kunstform darüber erzählen kann und wie sie hilft mit diesen Themen umzugehen.

Komponist Søren Nils Eichberg, Librettistin Therese Schmidt und Regisseurin Johanna Wehner sprachen über die Inhalte, Hintergründe und die Kompositionsarbeit an »Schönerland«, Autor und Regisseur Ihsan Othmann über »Wir werden unter Regen warten«.

»Schönerland«, Premiere am 16. September 2017
Das Hessische Staatstheater Wiesbaden feiert mit »Schönerland« in der Spielzeit 2017.2018 bereits die zweite Uraufführung eines Auftragswerks in der Oper seit Beginn der Intendanz Laufenberg. »Schönerland« ist eine Oper, die von der Suche nach Verstehen und Verständnis des Fremden handelt – in beide Richtungen.

Der junge dänisch-deutsche Komponist Søren Nils Eichberg, nominiert für den Deutschen Musikautorenpreis 2017, stößt in »Schönerland« eine Reflexion über die Kraft der Oper an. »Schönerland« ist Eichbergs zweite Oper nach seinem Opernerstling »Glare«, die am Royal Opera House in London uraufgeführt wurde. »Schönerland« ist ein Werk für großen Chor, acht Gesangssolisten und Sinfonieorchester. Das Libretto stammt von der Berliner Autorin und Musiktheater-Regisseurin Therese Schmidt. Die Regisseurin Johanna Wehner übernimmt die Insznierung der Uraufführung. Die Musikalische Leitung in »Schönerland« übernimmt Chordirektor Albert Horne, der zuletzt große Erfolge als Dirigent in »Peter Grimes« am Hessischen Staatstheater Wiesbaden feierte.

»Wir werden unter Regen warten«, Premiere am 13. September 2017
»Wir werden unter Regen warten« ist ein Projekt über Flucht, Heimat und Zugehörigkeit des kurdischen Theatermachers Ihsan Othmann, der selbst 1992 als Deserteur der irakischen Armee nach Deutschland gekommen ist. Dem Wiesbadener Publikum ist er als Regisseur der Produktion »Die satanischen Verse« in der Spielzeit 2015.2016 bekannt und aktuell in der Sprechrolle des Bassa Selim in Mozarts »Die Entführung aus dem Serail« zu erleben.

Aus einem Mosaik von Einzelschicksalen entsteht in »Wir werden unter Regen warten« ein Panorama verschiedenster Themen: Die Frage nach der Existenz Gottes wird ebenso kontrovers diskutiert wie die Rolle der Frau in der Gesellschaft oder die Ächtung von Homosexualität. Auf der Bühne: Sieben Tote. Sieben im Mittelmeer ertrunkene Flüchtlinge. Sie alle – die jüdische Somalierin, der armenische Iraker, der transsexuelle Afghane, die in Syrien geborene Palästinenserin, der staatenlose Kurde, die Opernsängerin aus Teheran und der Derwisch-Tänzer aus der Türkei – erzählen Geschichten von zersplitterten Identitäten, von kulturellen Missverständnissen, Konfliktherden und Tabus. Ebenfalls auf der Bühne: Ein Lebender. Ein Landtagsabgeordneter der AfD, der mit seiner Yacht über den Ertrunkenen segelt und von der »Diktatur der Minderheiten« faselt. Woher kommst du? Warum bist du geflohen? Wie wirst du nach Europa gehen? Was wünschst du dir von der Zukunft? Aus diesen einfachen Fragen entsteht das neue Stück von Ihsan Othmann schmerzhaft, komisch und surreal.


Karten sind ab Donnerstag, den 20. April, um 10 Uhr an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611. 132 325 oder online unter www.staatstheater-wiesbaden.de erhältlich.

Samstag, 18. März 17
Festival "upgrade" in Donaueschingen
Vom 24.-26. März 2017 findet in Donaueschingen zum zweiten Mal das Festival für Vermittlung Neuer Musik "upgrade" statt. Von Armin Köhler als Ergänzung zum Programm der Donaueschinger Musiktage ins Leben gerufen, spricht "upgrade" sowohl jugendliche Musiker als auch Musikvermittler aus allen Bereichen des Musiklebens an. Das Ziel von "upgrade" ist es in einer engen Verzahnung von Theorie und Praxis, in einem beiderseitigen Austausch zwischen Vermittlern und ihren Gegenübern, die aktuell vorhandene Bandbreite von Vermittlungsprojekten mitzuerleben, gleichzeitig kritisch zu diskutieren und weiterentwickeln zu können. Im Jahr 2015 fand der erste Festivalkongress durchweg im Bereich der neuen Instrumentalmusik statt, bei der Fortsetzung des Festivalkongresses im März 2017 wird die Stimme zum Thema gemacht. In vernetzten Konzerten, Workshops und Diskussionen sollen Fragen der Umsetzung zeitgenössischer Vokalpartituren dabei genauso thematisiert werden wie die Herabsetzung von Schwellenängsten und das Wecken von Motivation und Begeisterung für eben dieses Neue.
 
Der Kongress richtet sich an Chor- und EnsembleleiterInnen, PädagogInnen und StimmbildnerInnen, an KirchenmusikerInnen, Studierende und erwachsene und jugendliche Singende. Sie alle können sich in der Begegnung bei upgrade austauschen und informieren über die Möglichkeiten stimmlichen Ausdrucks und der Stimmbildung, die besonderen Erfordernisse bei der Einstudierung eines neuen Vokalwerkes, über Repertoire für Laienensembles und Vokalprojekte im Schulunterricht. Zu Gast werden Profi- und Laienchöre/-ensembles (Landesjugendchöre aus Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Baden-Württemberg und dem Saarland; das SWR Vokalensemble und die Neuen Vocalsolisten) und Stimmperformer sein, die mit Aufführungen und Projektpräsentationen ihre Arbeit vorstellen und die gesammelten Erfahrungen weiter geben und zur Diskussion stellen. Ergänzt werden diese Angebote durch Informationen über Pilotprojekte und den Einblick in die Vielfalt des zeitgenössischen Vokalrepertoires.
 
Detailliertes Programm unter: www.upgrade-donaueschingen.de
Anmeldung unter: www.upgrade-donaueschingen.de/anmeldung
Die Teilnahmegebühr beträgt: 50 € / für Studierende: 25 €. 1-Tages-Pass (Samstag): 25 €.
Einzelkarten für die stattfindenden Konzerte können zu jeweils 5 € an der Konzertkasse und vorab online (www.donaueschingen.de/upgrade) erworben werden.
Der Eintritt zu allen anderen Veranstaltungen (außer Konzerte und Workshops) ist kostenfrei. Für Jugendliche bis einschließlich 18 Jahren ist die Teilnahme am Kongressprogramm (außer Konzerte) kostenfrei.

Samstag, 18. März 17
„ttt - titel thesen temperamente" am Sonntag
„ttt - titel thesen temperamente" (WDR) kommt am Sonntag, 19. März 2017, um 23:05 Uhr im Ersten.
Die geplanten Themen:

Holland hatte die Wahl: Wie Künstler den Wahlausgang in den Niederlanden bewerten
Temperament und Leidenschaft: Jean Zieglers unermüdlicher Kampf gegen das Großkapital
Voll auf die Zwölf: Der jamaikanische Schriftsteller Marlon James schreibt ein gewaltiges Epos über sein Heimatland
Melodien für Millionen: Zwei Jungs aus Kassel erobern als „MiIky Chance" die Welt
Fleischkleider und Schokoladenskulpturen: Die außergewöhnliche Kunst von Jana Sterbak

Im Internet unter www.DasErste.de/ttt

Moderation: Max Moor
Redaktion: Klaus Reimann (WDR)

Freitag, 17. März 16
Stefan Lano wird 1. Kapellmeister am DNT Weimar
Der aus den USA stammende Dirigent und Komponist Stefan Lano (65) wird 1. Kapellmeister des Deutschen Nationaltheaters und der Staatskapelle Weimar. Er übernimmt die Position, die seit dem unerwarteten Tod von Martin Hoff Ende August 2016 vakant war, zum Beginn der Spielzeit 2017/18 für zunächst 3 Jahre.
„Stefan Lano ist ein international anerkannter und erfahrener Künstler. Seine integrative Arbeitsweise und seine musikalische Versiertheit empfinde ich als großen Gewinn für unsere Staatskapelle, unser Opernensemble und unsere Arbeit in Weimar insgesamt.“ unterstreicht Generalintendant Hasko Weber diese personelle Entscheidung. „Mit GMD Kirill Karabits, Stefan Lano als 1. und Dominik Beykirch als 2. Kapellmeister verfügen wir damit über ein hervorragendes musikalisches Leitungsteam mit breit gefächerten Kompetenzen.“
Seit über 25 Jahren überzeugt Stefan Lano weltweit sowohl im Konzertbereich als auch in der Oper mit ausdrucksstarken, leidenschaftlichen Interpretationen, für die er mehrfach ausge-zeichnet wurde. Dabei hat er sich insbesondere als viel gefragter Dirigent von Werken des Fin-de-Siecle und zeitgenössischer Musik, darunter zahlreiche Ur- und Erstaufführungen, etabliert. Von 2005 bis 2008 war Stefan Lano Generalmusikdirektor des Teatro Colón in Buenos Aires, dem er seit der ersten Zusammenarbeit 1993 bis heute eng verbunden ist. Von 2012 bis 2015 leitete er als Chefdirigent das National Symphony Orchestra von Urugay. Gast-engagements führten ihn an renommierte Opernhäuser wie die Metropolitan Opera New York, die San Francisco Opera, die Dresdner Semperoper, die Hamburger Staatsoper, die Göte-borger Oper und die Litauische Nationaloper. Zudem arbeitete er mit zahlreichen Orchestern in Europa, den USA und Südamerika zusammen.

Anfang des Jahres war Stefan Lano kurzfristig am DNT Weimar als Musikalischer Leiter der Neuproduktion von Alban Bergs Oper „Lulu“ eingesprungen. Nach dieser erstmaligen Zusam-menarbeit mit der Staatskapelle Weimar und dem Ensemble des DNT hatte auch er sich als einer von insgesamt 160 Dirigenten, von denen 15 zum Vordirigat eingeladen wurden, auf die ausgeschriebene Stelle des 1. Kapellmeisters beworben:
„Ausgerechnet ‚Lulu‘ zu dirigieren als Einstand mit einem mir noch unvertrauten Orchester, ist keine leichte Unternehmung. Doch bereits während der ersten Probe wurde mir klar, vor was für einem außerordentlichen, hochkarätigen Orchester ich stand“, erinnert sich Stefan Lano an seine erste Begegnung mit der Staatskapelle Weimar. „Dazu spürte ich eine kollegiale Sympa-thie und Sinn für Humor, und mir kam der Gedanke, dass ich sehr gern mit diesem Orchester weiter arbeiten möchte. Gleichzeitig begegnete ich einem hervorragenden Sänger-Ensemble, unterstützt von sympathischen und begabten Repetitoren, und einem Theater-Team, von dem ich nur denken konnte: es lebe die gute deutsche Theater-Tradition! Daher freue ich mich sehr über meine Anstellung und die damit verbundenen Aufgaben der kommenden Jahre in Weimar.“

In der Spielzeit 2017/18 wird Stefan Lano am DNT Weimar die Uraufführung des Auftrags-werks „Das versunkene Schiff des Zauberers“ von Lin Wang (Premiere: 21.10.2017) und die Neuproduktion von Verdis Oper „Ein Maskenball“ (Premiere: 2.6.2018) musikalisch leiten. Zudem übernimmt er aus dem laufenden Repertoire die Dirigate des „Fidelio“ und der „Zauberflöte“. Bereits am 8./9. Oktober 2017 stellt er sich dem Publikum mit Werken von Ravel, Lalo und Schönberg auch im Sinfoniekonzert der Staatskapelle Weimar vor.
In der aktuellen Saison gibt es unter seiner Leitung noch vier weitere Vorstellungen der „Lulu“, die nächste bereits am 19. März, danach wieder am 6.4., 21.4. und 12.5.2017. Und auch im Familienkonzert „Ali Baba und die 40 Streicher“ am 2. April, 16 Uhr im Großen Haus kann man Stefan Lano am Pult der Staatskapelle Weimar erleben.

Stefan Lano hat sich sowohl im Konzertbereich als auch in der Oper als leidenschaftlicher und viel gefragter Interpret von Werken des Fin-de-Siecle und zeitgenössischer Musik etabliert. Dabei verbindet er sein eigenes kompositorisches Schaffen eng mit seinen Aufgaben als Dirigent. Seine professionelle Karriere begann er als Solorepetitor an der Oper Graz, gefolgt von einer langjährigen Mitarbeit im künstlerischen Team der Wiener Staatsoper – zwei Engagements, die für seine spätere Arbeit als Dirigent prägend waren. Lorin Maazel holte ihn 1988 als Associate Conductor zum Pittsburgh Symphony Orchestra. 1993 dirigierte Stefan Lano die erste lateinamerikanische Produktion von Alban Bergs »Lulu« am Teatro Colón in Buenos Aires, dessen Generalmusikdirektor er von 2005 bis 2008 war und dem er bis heute eng verbunden ist.
Sein Debüt 1997 an der Metropolitan Opera New York mit Strawinskys »The Rake’s Progress« führte zu einem Engagement an der San Francisco Opera, wo er 1998 eine gefeierte Produktion von Alban Bergs »Lulu« leitete und 2000 für Douglas Moores »The Ballad of Baby Doe« erneut eingeladen wurde.
Die Klarheit und Ausdrucksstärke seiner Interpretationen von Opern des 20. Jahrhunderts machte auch das Montréal Symphony Orchestra auf Stefan Lano aufmerksam, das ihn 2002 für konzertante Aufführungen von Alban Bergs »Wozzeck« engagierte. Dafür und auch 2003 für sein Dirigat von Roussels »Bacchus et Ariane« und Bartoks »Herzog Blaubarts Burg« wurde er vom Conseil Québécoise de la Musique jeweils mit dem OPUS Award für das »Beste Konzert der Spielzeit« ausgezeichnet. Während dieser Saison präsentierte Lano die Weltpremiere von Richard Danielpours Oper »Margaret Garner« an den Theatern von Detroit, Cincinnati und Philadelphia sowie Mark Adamos »Lysistrate« am der Houston Grand Opera.
Weitere Engagements führten ihn u.a. an die Dresdner Semperoper (»L’Upupa« von Henze, »Boris Godunow«, »Dead Man Walking« von Jake Heggie, »Die Fledermaus«), an die Hamburgische Staatsoper (»Turandot«, »Tosca«), die Göteborger Oper (»Tristan und Isolde«), die Litauische Nationaloper (»Turandot«) und die Slowakische Nationaloper (»Boris Godunow«, »La Bohéme«). Im Konzertbereich arbeitete er mit den Orchestern von Zagreb, Vilnius, Basel, Sao Paulo, Mexico City, Singapore, Málaga, Tirana, Oulu, Athen, Buenos Aires, Brasilia und Rio de Janeiro sowie dem American Composers Orchestra in der Carnegie Hall zusammen. Seine Amtszeit als Chefdirigent des National Symphony Orchestra von Urugay (SODRE) von 2012 bis 2015 wurde für eine qualitative Verbesserung des Orchesters und Lanos progressive Programmplanung hoch gelobt. Eine langjährige Zusammenarbeit verbin-det ihn zudem mit dem Orchester der Escuela Superior de Música Réina Sofia in Madrid.
Stefan Lano wurde 1952 in Massachusetts geboren und begann im Alter von 5 Jahren mit dem Klavierspiel. Er ist Absolvent der Worcester Academy, die ihn 2009 mit dem »Cole Porter Award« für künstlerische Erfolge auszeichnete. Nach Abschluss seiner Studien am Oberlin Conservatory of Music und Oberlin College ging er mit einem Vollstipendium als Mentor an die Harvard University, wo er seinen PhD in Komposition ablegte. Dank der Unterstützung des DAAD konnte er ab 1977 seine kompositorischen Studien bei Isang Yun vertiefen und bei Hans Martin Rabenstein in Berlin Dirigieren studieren.
Bisher hat Stefan Lano drei Sinfonien komponiert, von denen die erste aus dem Jahr 1975 mit dem BMI Award für Komposition und dem »Firestone Award« für Komposition der National Society of Arts and Letters ausgezeichnet sowie mit Unterstützung der Rockefeller Foundation beim Newport Music Festival uraufgeführt wurde. Nach der Vollendung seiner »Sieben Lieder nach Rainer Maria Rilke« für Sopran, Solo-Klavier und Orchester 2015, arbeitet er derzeit an seiner 4. Sinfonie.
Seit 1995 lebt Stefan Lano in Basel und hat seit 2010 die Schweizer Staatsbürgerschaft.

www.nationaltheater-weimar.de

Freitag, 17. März 16
Impulse Theater Festival: Haiko Pfost übernimmt Leitung ab 2018
Leitungswechsel beim Impulse Theater Festival des NRW KULTURsekretariats: Auf Florian Malzacher folgt Haiko Pfost. Ab der Festivalausgabe 2018 übernimmt der Kurator, Dramaturg und Theaterwissenschaftler die künstlerische Leitung der Impulse. Nach insgesamt vier Festivaldurchläufen unter der Regie von Florian Malzacher von 2013 bis 2017 wird Haiko Pfost von 2018 bis 2020 diesem bedeutendsten Theaterfestival der Freien Szene im gesamten deutschsprachigen Raum ein verändertes Profil geben. Mit internationaler Strahlkraft sind die Impulse für freie Ensembles und Produktionshäuser ebenso wichtig wie das Berliner Theatertreffen für die Stadttheater. Seit 2015 finden die Impulse wieder jährlich in Düsseldorf, Köln und Mülheim an der Ruhr statt. Für jede Festivalausgabe übernimmt jeweils eine Stadt die Hauptrolle. 


Haiko Pfost
© Sophie Thun

Von 2007 bis 2013 leitete Haiko Pfost (*1972) gemeinsam mit Thomas Frank das internationale Koproduktionshaus brut Wien, das unter ihrer Ägide eine Neupositionierung als internationaler Dreh- und Angelpunkt der Performance-Szene erfuhr. Parallel dazu wirkte er als Programmdramaturg für die Internationalen Schillertage, Mannheim und als Mitglied der Programmjury des Festivals Politik im Freien Theater in Dresden. Zuvor übernahm Pfost, nach Assistenzen und dramaturgischen Tätigkeiten am Deutschen Schauspielhaus Hamburg sowie beim Festival Theaterformen in Braunschweig und Hannover, die Kuratierung und Leitung der Eröffnungsveranstaltung des Projektes Volkspalast, der kulturellen Zwischennutzung des Palasts der Republik Berlin. 2005 bis 2006 folgten Engagements als Programm- und Projektdramaturg beim Festival steirischer herbst, Graz. Seit 2014 ist Pfost als freier Kurator, Dramaturg, Dozent und Berater für internationale Produktionshäuser und Festivals tätig, u. a. für LUST Finnland, Manifesta 11, Theaterspektakel Zürich, zeitraumexit Mannheim, Schauspiel Leipzig und PAP Berlin.

Das Impulse Theater Festival ist seit mehr als 25 Jahren die wichtigste Plattform für das Freie Theater im deutschsprachigen Raum. Viele der ästhetischen Neuerungen und jungen Talente, die in den letzten Jahren das deutschsprachige Theater belebt haben wie René Pollesch, Rimini Protokoll oder Roger Vontobel, waren bei Impulse zu sehen und wurden dort von der Theaterszene und der Presse entdeckt. Das Festival wird veranstaltet vom  NRW KULTURsekretariat in Kooperation mit dem FFT Düsseldorf, dem Ringlokschuppen Ruhr und der studiobühneköln sowie mit den Städten Düsseldorf, Köln und Mülheim an der Ruhr, gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW.

Save the Date: Vom 22. Juni bis 1. Juli 2017 präsentiert das Festival – letztmalig unter der künstlerischen Leitung von Florian Malzacher – herausragende Arbeiten, die jenseits des klassischen Stadttheaterapparates produziert wurden und dabei vor allem durch ästhetische Alternativen und Ansätze das Theater als Medium testen, erweitern und befragen. Programminfos gibt es ab dem 27. April 2017 unter www.festivalimpulse.de

Freitag, 17. März 16
Die Spielzeit 2017/18: 70 Jahre Komische Oper Berlin - 70 Jahre Zukunft Musiktheater
Vor 70 Jahren gründete Walter Felsenstein die Komische Oper als einen Ort, an dem sich Musiktheaterschaffende nicht einfach auf die reiche Operntradition verlassen, sondern sie hinsichtlich ihrer Aktualität und Zukunftsfähigkeit immer wieder aufs Neue befragen. Auch in der Jubiläums-Spielzeit 2017/18 setzen Intendant und Chefregisseur Barrie Kosky und die Geschäftsführende Direktorin Susanne Moser mit ihrem Team diesen Anspruch wieder in einem vielfältigen Programm um – mit besonderen Akzenten zum 70. Geburtstag. Von Barockoper über Operette und Musical sowie musikalische Meilensteine der Opernliteratur des 20. Jahrhunderts bis hin zur Kinderopern-Uraufführung, mit Werken von Georg Friedrich Händel bis Philip Glass, von Jacques Offenbach bis Jerry Bock, von Claude Debussy bis Dmitri Schostakowitsch, inszeniert von herausragenden Regisseuren unserer Zeit ebenso wie von Regie-Newcomern.

PREMIEREN
Der 70. Geburtstag wird nicht nur mit einer großen Geburtstagstorte am 3. Dezember, sondern auch mit zwei Jubiläumsproduktionen gefeiert: Zwei Werke, die in legendären Felsenstein-Inszenierungen Erfolge feierten, kehren als Neuproduktionen zurück. Barrie Kosky inszeniert Jerry Bocks Musical Anatevka mit Yehuda Almagor und Dagmar Manzel in den Hauptrollen und der Theaterzauberer Stefan Herheim präsentiert Jacques Offenbachs Operette Blaubart in einer deutsch-französischen Neufassung. Insgesamt neun szenische Premieren und eine konzertante stehen auf dem Spielplan, darunter mit Pelléas et Mélisande und Die Nase (beides inszeniert von Barrie Kosky), Die Gezeichneten (inszeniert von Calixto Bieito) und Philip Glass’ Satyagraha (inszeniert von Sidi Larbi Cherkaoui) eine Serie von vier einzigartigen und herausragenden Werken des 20. Jahrhunderts. Zudem wird es zwei Uraufführungen geben: Die Bremer Stadtmusikanten, eine neue deutsch-türkische Kinderoper, und eine Produktion mit Mezzo-Star Anne Sofie von Otter, dem Schauspieler Wolfram Koch und Liedern der 1920er und 30er Jahre. Märchen im Grand-Hotel (mit Max Hopp unter der Musikalischen Leitung von Adam Benzwi) eröffnet einen fünfteiligen Zyklus konzertanter Operetten von Paul Abraham – und schärft das Profil im Bereich Musiktheater der 1920er und 30er Jahre weiter. Mit Händels Semele wird die Serie von Barockopern fortgesetzt und im November gibt es eine Neuauflage des erfolgreichen Stummfilmfestivals Kino Varieté.

REPERTOIRE UND KONZERT
Nach längerer Pause gibt es ein Wiedersehen mit Calixto Bieitos Inszenierung von Die Entführung aus dem Serail und Stefan Herheims Xerxes. Im Repertoire sind u. a. die Erfolgsproduktionen Die Perlen der Cleopatra, Il barbiere di Siviglia und Petruschka/L’Enfant et les Sortilèges aus der laufenden Spielzeit zu erleben sowie Jewgeni Onegin, Die schöne Helena und natürlich die weltweit gefeierte Zauberflöte. In einer Spielzeit 2017/18 begrüßt das Haus zwei profilierte Kapellmeister: Ivo Hentschel und Jordan de Souza.

Bei den Sinfoniekonzerten freut sich das Orchester der Komischen Oper Berlin auf Solist*innen und Dirigenten wie Fazil Say, Mischa Maisky, Daniel Hope, Nicola Benedetti, Christoph Eschenbach, Kristjan Järvi sowie Katia und Marielle Labèque.

PROJEKTE »JUNG« UND »SELAM OPERA!«
Auch über die deutsch-türkische Kinderopern-Uraufführung hinaus setzen »Komische Oper Jung« und das interkulturelle Projekt y ihre erfolgreiche Arbeit fort und bereichern die bestehenden Projekt-Teile u. a. durch den »Berliner Sing Along« und die »Pop-up-Opera«. Jährlich kommen rund 40.000 Kinder und Jugendliche aus Berlin und Brandenburg und aus allen Communities in die Vorstellungen der Komischen Oper Berlin. Der Anteil erwachsener Besucher*innen nicht-deutscher Herkunft liegt bei nahezu 10 %.

VORVERKAUFSBEGINN UND STREAMINGS
Der allgemeine Vorverkauf für die Spielzeit 2017/18 beginnt am 31. März 2017 um 11 Uhr. Auch in der neuen Spielzeit streamt das Haus wieder drei Premieren live und kostenlos im Internet (Pelléas et Mélisande am 15.10.2017, Die Gezeichneten am 21.1.2018 und Blaubart am 17.3.2018). Mehr als 185.000 Menschen konnten bisher mit den Streamings der letzten und der laufenden Spielzeit erreicht werden.

www.komische-oper-berlin.de 

Freitag, 17. März 16
Metallica kündigen Europatournee an ++ Neue Single "Now That We're Dead" im Radio ++ Zwei ECHO Nominierungen
Metallica kommen nach Europa und werden im Rahmen ihrer WorldWired Tour auch in Deutschland zu sehen sein! Die Rock-Ikonen werden ihr aktuelles Nr. 1-Album „Hardwired… To Self-Destruct“ endlich live präsentieren. Ab heute gibt es die neue Single „Now That We're Dead“ aus „Hardwired… To Self-Destruct“ im Radio zu hören.

Die Europatournee startet am 4. Und 6. September in Amsterdam und führt die Band am 14. September nach Köln, dem ersten Halt in Deutschland. Es folgen Mannheim, Hamburg, Stuttgart, München und Leipzig – diese Shows finden alle Anfang 2018 statt. Metallica spielen in insgesamt 38 Städten, das letzte Europakonzert findet am 11. Mai 2018 in Helsinki statt.

Die Tickets sind ab dem 24. März 2017 an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Vorab startet am 21. März der Legacy Met Club-Ticketverkauf. Alle weiteren Infos zu den verschiedenen Tickets gibt es hier: www.cidentertainment.com/events/metallica-europe-tour-2017/  . Alle weiteren Infos gibt es unter www.metallica.com

Zu jedem über offizielle Wege gekauften Ticket gibt es ein besonderes Highlight: Die Konzertbesucher erhalten das Album „Hardwired… To Self-Destruct“ gratis als digitale oder physische Standard Version. Alle Informationen zum Erhalt des Albums gibt es mit den Ticket-Unterlagen nach Kauf via Email oder unter www.metallica.com.

Mit „Hardwired… To Self-Destruct“ haben Metallica sich 2016 fulminant zurückgemeldet und auf Anhieb Platz 1 der Offiziellen Deutschen Albumcharts sowie Platin erreicht. Zudem wurden James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo jetzt für zwei ECHOs nominiert: Für ihr aktuelles Album „Hardwired… To Self-Destruct“ sind Metallica in den Kategorien „Album des Jahres“ und „Band International“ im Rennen um den wichtigsten Deutschen Musikpreis. Ab Freitag gibt es die Single „Now That We're Dead“ im Radio zu hören.

Das Video zu „Now That We're Dead“ gibt es hier zu sehen

METALLICA live
14.09.2017 Köln, Lanxess Arena
16.09.2017 Köln, Lanxess Arena
16.02.2018 Mannheim, SAP Arena
29.03.2018 Hamburg, Barclaycard Arena
07.04.2018 Stuttgart, Schleyerhalle
09.04.2018 Stuttgart, Schleyerhalle
26.04.2018 München, Olympiahalle
30.04.2018 Leipzig, Leipzig Arena

www.universal-music.de/metallica/home

Freitag, 17. März 16
Neue Sichtweisen auf Benjamin Britten aus Berlin und Norwegen
Im Werk des Briten Benjamin Britten gibt es immer noch viel zu entdecken. In der Deutschen Oper Berlin wird sein Werk lebendig. Freuen kann man sich nicht nur auf die Neuinszenierung von Tod in Venedig, sondern auch auf Billy Budd im Mai, dirigiert von Moritz Gnann.
 
Neuen Zugang zu Brittens Werks gibt es auch aus Norwegen: Reflections heißt das dreifach Grammy-nominierte Album der TrondheimSolistene. Die Musiker, die mit inzwischen zehn Grammy-Nominierungen für so manchen „ohne Zweifel eines der besten Streichorchester der Welt“ sind, bieten mit ihrer Einspielung einen Spiegel unserer Zeit, genauso wie sich auch in den Werken der Komponisten der damalige Zeitgeist widerspiegelt. In Benjamin Brittens Variations on a Theme of Frank Bridge, Ralph Vaughan Williams’ Fantasia on a Theme by Thomas Tallis und Igor Strawinskys Apollon musagète komponiert der jeweilige Tonsetzer durch die Brille eines anderen Komponisten. Die TrondheimSolistene eröffnen beim Spielen dieser Werke eine dritte Ebene der Reflektion und erarbeiten in diesem Spannungsfeld „überragende Interpretationen“ (Remy Franck). Gelegenheit, das experimentierfreudige Ensemble live zu erleben, gibt es – neben Auftritten in China, Myanmar, Kuba oder Norwegen – z. B. auch am 30. Juni beim Rheingau Musikfest.
 
Moritz Gnann, der bereits mit der Oresteia an der Deutschen Oper Berlin beeindruckte, freut sich in Brittens Werk auf die Kontraste zwischen aggressiven, großen Szenen auf dem Schiff und der kammermusikalisch ausgestalteten Partitur. Ebenso schätzt er die sehr eigene klangfarbliche Entwicklung Billy Budds, einem Werk, in dem Britten zwei große Herrenchöre und 17 ausschließlich männliche Solisten vorsieht – und dennoch keine Klangfarbe fehlt. Einen neuen Blick bietet der junge Dirigent, der von der Zusammenarbeit mit Donald Runnicles, Andris Nelsons, Christian Thielemann und Simon Rattle geprägt ist, auch in vertrauten Werken durch seine akribischen Studien:
 
„Gnann (…) sorgte für eine mühelose Entfaltung voller Kontraste (...). Das Beste behielt er sich bis zum Schluss vor: Die einem Klagelied gleichende Coda baute er sehr langsam auf, Spannung aufbauend, damit die Klimax weniger explodierte, sondern erblühte.“ (The Boston Globe)
 
Die Termine im Überblick:
24. Mai 2017, 19.30 Uhr, Berlin, Deutsche Oper
26. Mai 2017, 19.30 Uhr, Berlin, Deutsche Oper
02. Juni 2017, 19.30 Uhr, Berlin, Deutsche Oper
Britten: Billy Budd
Moritz Gnann, Dirigent
David Alden, Regie
Orchester der Deutschen Oper Berlin
 
Die Einspielung
Blu-ray Audio:
Reflections
Benjamin Britten: Variations on a Theme of Frank Bridge op. 10
Ralph Vaughan Williams: Fantasia on a Theme by Thomas Tallis
Igor Strawinsky: Apollon musagète
TrondheimSolistene
veröffentlicht seit: 26. August 2016
2L-125-SABD
Label: 2L
 
18. – 23. Juni 2017, Norwegen, Trondheim
Starmus Festival, Trondheim Solistene

30. Juni 2017, 20.00 Uhr, Kloster Eberbach, Kreuzgang, Rheingau Musik Festival
Tanz!Musik ~ Folk im Kreuzgang

www.deutscheoperberlin.de  www.moritzgnann.com  www.trondheimsolistene.no

Freitag, 17. März 16 
Elbphilharmonie-Festival »¡Viva Beethoven!« Alle neun Beethoven Sinfonien an fünf Tagen
Alle neun Sinfonien von Beethoven an fünf Tagen aufzuführen - dieser künstlerischen Herausforderung stellt sich das Orquesta Sinfónica Simón Bolívar unter der Leitung von Gustavo Dudamel vom 19. bis 23. März in der Elbphilharmonie. Die Begegnung des venezolanischen Superstars mit Ludwig van Beethoven verspricht eine außergewöhnliche Konzertwoche. Begleitet wird das Festival von einer Foto-Ausstellung über das Musikvermittlungsprojekt »El Sistema«, aus dem das Orquesta Sinfónica Simón Bolívar hervorgegangen ist: In der Hamburger Zentralbibliothek sind noch bis zum 25. März Bilder des Fotografen Andreas Knapp zu sehen, der die Musiker über mehrere Jahre begleitet hat. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei, die Konzerte in der Elbphilharmonie sind ausverkauft. Für alle Musikliebhaber ohne Karte werden die Konzerte am 21. und 23. März auf www.elbphilharmonie.de im Live-Stream übertragen.

VON VENEZUELA IN DIE WELT: GUSTAVO DUDAMEL
Vom tiefen Glauben an die Macht der Musik angespornt, reichen Gustavo Dudamels musikalische Betätigungsfelder von den größten Konzertbühnen bis hin zu Klassenräumen und innovativen digitalen Plattformen. Als international renommierter Konzert- und Operndirigent arbeitet er mit zahlreichen der bedeutendsten Musikinstitutionen der Welt zusammen. Als Chefdirigent des Los Angeles Philharmonic Orchestra und gefragter Gastdirigent bei den Wiener und den Berliner Philharmonikern ist das charismatische Energiebündel mit dem wilden Lockenkopf längst auf dem Olymp der Klassikwelt angelangt und hat doch nie seine Wurzeln gekappt. Das vielbewunderte Nachwuchsprojekt des Musikvermittlungsprogramms »El Sistema«, dem Dudamel selbst seine Ausbildung verdankt, leitet er seit seinem 18. Lebensjahr. Nun geht er mit ihm auf Entdeckungsreise durch den Kosmos der neun Beethoven-Sinfonien. In chronologischer Abfolge eröffnet sich eine faszinierende Entwicklung von der noch ganz klassisch angelegten Ersten Sinfonie bis zur Neunten, dem vielleicht wegweisendsten Werk der Musikgeschichte überhaupt. »Wenn wir eine Beethoven-Sinfonie spielen«, so Dudamel, »dann ist das kein hehres Stück Musik, dann ist das eine Geschichte über das Heldentum, ein Kampf um die pure Existenz, dann ist das eine Geschichte aus unserem Alltag«. Der charismatische Dirigent bringt jedoch nicht nur die großen Werke zum Klingen, sondern treibt mit zahlreichen Kompositionsaufträgen auch die Musikgeschichte weiter. Er will möglichst vielen Menschen Musik nahe bringen, nicht zuletzt durch seine Arbeit mit Jugendlichen im Rahmen von »El Sistema«. Das amerikanische Time-Magazin zählte ihn 2009 zu den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt.

REVOLUTIONÄRE KLASSIK
Anfang des 19. Jahrhunderts revolutionierte Ludwig van Beethoven die klassische Musik. Seine Streichquartette und Klaviersonaten, vor allem aber seine neun Sinfonien, wiesen den Weg in eine große Zukunft und sind in ihrer visionären Kraft und Wirkungsmacht unübertroffen. Ebenso revolutionär wie Beethovens Sinfonien ist das Projekt »El Sistema« in Venezuela, das Tausenden von Kindern Instrumente in die Hand gibt – und damit eine Zukunftsperspektive. Die Aushängeschilder dieser weltweit bewunderten Bewegung heißen Gustavo Dudamel und Orquesta Sinfonica Simón Bolívar. Ins Leben gerufen wurde »Das System« vom venezolanischen Dirigenten und Visionär José Antonio Abreu. Das war 1975, zu einer Zeit, als in Venezuela gerade einmal zwei Sinfonieorchester existierten, überwiegend besetzt mit Instrumentalisten aus Europa und Nordamerika. Klassische Musik war der reichen Elite vorbehalten. Diese Strukturen wollte Abreu aufbrechen. Seine Vision war es, die musikalische Ausbildung zu einem Grundrecht zu machen und Kindern auf diese Weise eine Perspektive zu geben. Er gründete das nach dem südamerikanischen Freiheitskämpfer Simón Bolívar benannte Jugendorchester und überzeugte die Regierung, sein Projekt zu unterstützen. Auch Dudamel ist sich sicher: »Wenn jedes Kind einen Zugang zu Kultur hat, wird die Welt ein sensiblerer und besserer Ort sein«.


»EL SISTEMA« – FOTO-AUSSTELLUNG IN HAMBURG
Von José Antonio Abreu gegründet, versorgt das einzigartige Musikvermittlungsprojekt »El Sistema« über 800.000 Kinder und Jugendliche aus armen Lebensverhältnissen mit Instrumenten und freiem Musikunterricht. Kern sind die Núcleos genannten Musikschulen des Sistema. An sechs Tagen der Woche können Kinder kostenlos Musikinstrumente und Musikstunden nutzen. Sie werden in musikalische Gruppen, später in Ensembles eingeteilt. Der Fotograf Andreas Knapp hat eines der »El Sistema« Ensembles, das Simon-Bolivar-Orchester, seit 2004 begleitet. Im Rahmen von »Elbphilharmonie Plus« präsentiert er einen exklusiven Einblick in den Alltag der Kinder- und Jugendorchester dieser Initiative. Noch bis zum 25. März sind die Bilder täglich (außer sonntags) von 11 bis 19 Uhr in der Hamburger Zentralbibliothek am Hühnerposten 1 zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 16. März 17
Vera Battis-Reese ab Juli Geschäftsführerin der Kultur Ruhr GmbH ~ Interimsgeschäftsführung durch Roger Christmann
Ab 1. Juli 2017 übernimmt Dr. Vera Battis-Reese die kaufmännische Geschäftsführung der Kultur Ruhr GmbH, der Trägerorganisation von Ruhrtriennale, Urbane Künste Ruhr, ChorWerk Ruhr und Tanzlandschaft Ruhr. Die promovierte Juristin, die bis Juni 2017 Kaufmännische Direktorin der Dresden Frankfurt Dance Company bleibt, folgt als neue Geschäftsführerin auf Lukas Crepaz, der zum 1. April Kaufmännischer Direktor der Salzburger Festspiele wird. Battis-Reese ist eine profilierte Führungspersönlichkeit, die über langjährige und herausragende Erfahrung in leitenden kaufmännischen Funktionen bedeutender Kulturinstitutionen verfügt.
 
Dr. Vera Battis-Reese, designierte kaufmännische Geschäftsführerin der Kultur Ruhr GmbH: „Es ist mir eine Ehre, für die renommierte Kultur Ruhr GmbH mit ihrem national und international einzigartigen Profil tätig zu werden und ich danke dem Aufsichtsrat für das in mich gesetzte Vertrauen. Die Metropole Ruhr zählt für mich zu den chancenreichsten und spannendsten urbanen Regionen Europas, in die ich nach 16 intensiven Jahren kulturellen Wirkens in Frankfurt und Dresden, mit großer Freude und Neugierde zurückkehre.“
 
Christina Kampmann, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen: „Es freut mich sehr, dass wir mit Dr. Vera Battis-Reese eine herausragende Kulturmanagerin gewinnen konnten, die in den nächsten fünf Jahren sicher viele neue Akzente für die Ruhrtriennale, Urbane Künste Ruhr, ChorWerk Ruhr und die Tanzlandschaft Ruhr setzen wird. Sie hat durch ihre langjährige Tätigkeit bei der Forsythe-Company bewiesen, dass ihr das internationale Parkett bestens vertraut ist. Das sind ideale Voraussetzungen zur kaufmännischen Leitung der ebenfalls international aufgestellten Ruhrtriennale.“
 
Die Geschäftsführung wird bis zum Eintritt von Battis-Reese von Roger Christmann kommissarisch übernommen. Der studierte Finanzwissenschaftler war bereits Kaufmännischer Geschäftsführer diverser Kulturinstitutionen darunter das Kunstenfestivaldesarts in Brüssel oder das Radialsystem V in Berlin. Seit 2012 ist er als selbstständiger Berater tätig.
 
Über Dr. Vera Battis-Reese:
Die gebürtige Berlinerin studierte nach dem Abitur in Hagen Rechtswissenschaften in Köln und promovierte dort zum Thema Bühnenarbeitsrecht. Nach dem Zweiten Staatsexamen war Dr. Vera Battis-Reese von 2000 bis 2004 an den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main beim Ballett Frankfurt als Persönliche Referentin und Stellvertretende Intendantin von William Forsythe tätig. 2005 wurde sie Kaufmännische Geschäftsführerin der neu gegründeten The Forsythe Company GmbH. Seit 2015 hat sie diese Position auch gemeinsam mit dem Künstlerischen Leiter Jacopo Godani für die Dresden Frankfurt Dance Company inne. Darüber hinaus ist Battis-Reese u. a. an der Dresden International University als Dozentin für Kulturmanagement tätig.
 
Über die Kultur Ruhr GmbH:
Die Kultur Ruhr GmbH entstand 1998 aus den Erfahrungen der Internationalen Bauausstellung Emscher Park (1989-1999) heraus. Sie zeichnet sich durch die Produktion und Vermittlung zeitgenössischer und spartenübergreifender Kunst in der gesamten Kulturmetropole Ruhr aus. Die Kultur Ruhr GmbH besteht aus vier eigenständigen Programmsäulen: Ruhrtriennale, ChorWerk Ruhr, Tanzlandschaft Ruhr und Urbane Künste Ruhr. Die Programmbereiche der Kultur Ruhr GmbH haben eigene künstlerische Leiter, die die programmatische Ausrichtung für drei Jahre gestalten. Die Geschäftsführung der gesamten GmbH wird gemeinsam von der Intendanz der Ruhrtriennale sowie der kaufmännischen Leitung gestellt.

www.ruhrtriennale.de

Donnerstag, 16. März 17
Ahmad Shakib Pouya hat ein Arbeitsvisum bekommen und kehrt morgen nach Deutschland zurück - Hauptrolle in Fassbinders „Angst essen Seele auf“ an der Schauburg München
Gestern hat der Musiker und Zuflucht-Kultur-Künstler Ahmad Shakib Pouya sein Visum in der deutschen Botschaft in Kabul abgeholt und wird heute Abend wieder in Deutschland eintreffen! Die schlimme Zeit der Ungewissheit und des Wartens hat damit vorerst ein Ende. In den mehr als 50 Tagen seit seiner Rückkehr nach Afghanistan am 20. Januar lebte Pouya unter sehr bedrückenden und gefährlichen Umständen: Untergetaucht in Kabul und ständig sein Quartier wechselnd, verließ ihn nie die Furcht, verraten zu werden.

Den Weg zur Rückkehr eröffnet hat ihm ein Projektvertrag der Münchner Schauburg. Das mit den Münchner Kammerspielen und der Otto-Falckenberg-Schule assoziierte Kinder- und Jugendtheater der Stadt München, hatte Pouya die Hauptrolle des Ali in einer Neuproduktion von Rainer Werner Fassbinders Angst essen Seele auf angeboten. Der Probenbeginn, der eigentlich auf heute angesetzt war, verschiebt sich nun zwar etwas nach hinten. Aber es bleibt beim Premierentermin 22. April. Es wird gehofft, dass Pouya auch über die Dauer des Visums hinaus ein Bleiberecht in Deutschland erhält. Eine Chance besteht durchaus. Denn Josef E. Köpplinger, Intendant des Staatstheaters am Gärtnerplatz, hat Pouya ein Engagement in Aussicht gestellt. Zustande kam diese Verbindung über Albert Ginthör, Organisator der Münchner ZAIDE-Aufführungen und Geiger im Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz, der Pouya bei der Rückreise nach Kabul begleitete.

Albert Ginthör ist nur einer der vielen Unterstützer, die sich für Pouya und seine Rückkehr nach Deutschland eingesetzt haben. Das solidiarische Kernteam bestand aus Bianka Huber, der Leiterin der Flüchtlingsberatung der IG Metall in Frankfurt, bei der Pouya seit Januar 2016 ehrenamtlich gearbeitet hatte, und dem Verein Zuflucht Kultur e.V. Großen Einsatz zeigten auch Dana Pflüger und die Studierenden des Departments Kunstwissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität München als Mitorganisatoren der Münchner ZAIDE und die Initiatoren des Blogs AHMAD POUYA - keine Abschiebungen nach Afghanistan!

Pouya und dem Verein Zuflucht Kultur e.V. ist es ein Anliegen, den Vertretern der staatlichen Behörden zu danken, die sich in politisch äußerst schwierigen Zeiten für Pouyas Rückkehr eingesetzt haben, allen voran Walter Haßmann, dem deutschen Botschafter in Kabul, Ibrahim Hotak, dem Leiter des Goethe-Instituts Kabul, sowie der zuständigen Ausländerbehörde der Stadt München. Dass sie Pouyas Wiedereinreiseantrag – gemessen am üblichen Procedere – so ungewöhnlich rasch bearbeitet haben, hängt sicherlich auch mit der großen Aufmerksamkeit zusammen, die Pouyas Geschichte in den Medien erregt hat, wodurch sich auch Politiker und Politikerinnen für Pouya stark gemacht haben. Zunächst waren dies vor allem der bayerische Staatsminister a.D. Dr. Thomas Goppel und Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, später auch das deutsche Auswärtige Amt sowie das Bundespräsidialamt.

www.zufluchtkultur.de

Donnerstag, 16. März 17
Kooperation: Theater der Welt 2017 und das ELBJAZZ 2017 bieten internationalen Jazz-Talenten gemeinsame Bühne
Im Rahmen einer Kooperation mit Theater der Welt 2017 findet das ELBJAZZ am 2. und 3. Juni einen weiteren Ankerplatz unter dem Dach des Thalia Zeltes am Baakenhöft in der HafenCity.
Neben dem Thalia Theater und Kampnagel ist der Hafen ein zentraler Spielort des Theaterfestivals. Während des ELBJAZZ wird das dortige Thalia Zelt zur Bühne für sechs ausgewählte Konzerte. Gemeinsam stellen das ELBJAZZ und Theater der Welt 2017 dort vielversprechende Jazz-Exporte aus insgesamt fünf europäischen Ländern vor. Vertreten sind die Künstler Morfé aus Weißrussland, Der Weise Panda aus Deutschland, Eclecta aus der Schweiz, Roman Schuler extended Trio (RSxT) aus Deutschland, das Laurent Coulondre Duo aus Frankreich und Mörk aus Ungarn.

Wie für das ELBJAZZ ist der Hafen auch für Theater der Welt 2017 ein Ort des Austausches, der Ankunft und des Aufbruchs und wird zum thematischen Ausgangspunkt des Festivals, zum Umschlagplatz für Gedanken und Ideen, für Worte und Klänge.

Das Programm auf der International Talent Stage*:
02. Juni – 18.00-18.45 Uhr    Morfé (BLR)
02. Juni – 19.15-20.00 Uhr    Der Weise Panda (DE)
02. Juni – 22.30-23.30 Uhr   Eclecta (CH)

03. Juni – 17.30-18.30 Uhr    Roman Schuler extended Trio (DE)
03. Juni – 19.30-20.30 Uhr   Laurent Coulondre Duo (FR)
03. Juni – 22.30-23.30 Uhr   Mörk (HUN)
*Änderungen vorbehalten

Theater der Welt 2017, ein Festival des Internationalen Theaterinstituts (ITI), veranstaltet vom Thalia Theater in Kooperation mit Kampnagel, findet erstmals seit 1989 wieder in Hamburg statt. Vom 25. Mai bis zum 11. Juni 2017 wird die Hansestadt zum Hafen für Künstler aus aller Welt – insgesamt stehen 45 internationale Produktionen auf dem Spielplan.

Das ELBJAZZ findet 2017 nach einjähriger Pause wieder im Hamburger Hafen statt. Seit seiner Gründung im Jahr 2010 steht das Festival für die ganze Bandbreite des Jazz: Vielversprechende Nachwuchspositionen präsentieren sich neben hochkarätigen, internationalen Künstlern. Neuer Spielort 2017 ist die frisch eröffnete Elbphilharmonie. Zu dem Werftgelände von Blohm+Voss bildet das Konzerthaus mit angrenzendem Areal ein neues, zweites Festivalzentrum.

Neben den ELBJAZZ-Besuchern haben auch die Inhaber eines am Veranstaltungstag gültigen Theater der Welt 2017-Tickets freien Eintritt zu den ELBJAZZ-Konzerten im Thalia Zelt.

www.elbjazz.de 

Donnerstag, 16. März 17
Die legendäre Tanzcompany ALVIN AILEY AMERICAN DANCE THEATER gastiert vom 29. August bis 02. September 2017 in Frankfurt ~ Das Programm des ALVIN AILEY AMERICAN DANCE THEATER an der Alten Oper steht fest
Zum Abschluss ihrer sechswöchigen Gastspiele im deutschsprachigen Raum gastiert die international erfolgreichste Tanzcompany der Vereinigten Staaten ALVIN AILEY AMERICAN DANCE THEATER vom 29. August bis 02. September 2017 in der Alten Oper Frankfurt. Das weltberühmte Ensemble aus über 30 Tänzerinnen und Tänzern wird dabei vier Werke aus seinem umfangreichen Repertoire zeigen.


Alvin Ailey American Dance Theater, Dancers: Jacqueline Green, Jamar Roberts
© Andrew Eccles

Ein vierteiliger Abend mit Alvin Aileys Meisterwerk Revelations
Im Zentrum des Programms steht Alvin Aileys Meisterwerk Revelations. Der Klassiker aus dem Jahr 1960 führt tief in den Süden Amerikas und zelebriert das afroamerikanische Erbe in Bildern von zeitloser Schönheit und Eleganz. Zudem wird die Company erstmals in Frankfurt Ronald K. Browns Choreografie Open Door sowie Piazzolla Caldera von Paul Taylor zeigen. Mit dem Solo Takademe wird der Abend mit einem Werk von Company-Chef Robert Battle ergänzt, welches zuletzt 2011 in Frankfurt zu erleben war (Trailer).

Das Programm an der Alten Oper Frankfurt
Open Door, Choreografie: Ronald K. Brown (2015)
Piazzolla Caldera, Choreografie: Paul Taylor (1997)
Takademe, Choreografie: Robert Battle (1999)
Revelations, Choreografie: Alvin Ailey (1960)

Der Vorverkauf läuft!
ALVIN AILEY AMERICAN DANCE THEATER
29.08.2017 – 02.09.2017
Frankfurt, Alte Oper

www.alvinailey.de und www.bb-promotion.com

Donnerstag, 16. März 17
ECHO 2017: Diese Nominierten gehen ins Rennen
- Jeweils drei Nominierungen für Stereoact und Imany
- Weitere Favoriten mit zwei Nominierungen sind u.a. Udo Lindenberg, Max Giesinger, AnnenMayKantereit, Andrea Berg, Die Lochis, Drake, Sia, Alan Walker und Rag’n’Bone Man
- TV-Ausstrahlungstermin ist der 7. April, 20:15 Uhr bei VOX

Die Nominierten für den ECHO 2017 stehen fest: Stereoact und Imany gehen mit jeweils drei Nominierungen ins Rennen, zu den weiteren Favoriten mit zwei Nominierungen gehören u.a. Udo Lindenberg, Max Giesinger, AnnenMayKantereit, Andrea Berg, Die Lochis, Drake, Sia, Alan Walker und Rag’n’Bone Man. Insgesamt verleiht die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), den ECHO 2017 in 22 Kategorien, darunter die Auszeichnungen für das Album des Jahres, den Hit des Jahres sowie die Preise für die Künstler und Künstlerinnen in den Bereichen Pop national und international. Die von Xavier Naidoo und Sasha moderierte
26. ECHO-Verleihung findet am 6. April in der Messe Berlin statt. VOX strahlt die Show mit zahlreichen nationalen und internationalen Top-Künstlern, darunter die US-Band Linkin Park feat. Kiiara, am 7. April um 20:15 Uhr im TV aus. Eine Übersicht über alle Nominierte gibt es unter www.echo-deutscher-musikpreis.de.

Mit der Bekanntgabe der Nominierten werden nun auch die neuen Vergaberichtlinien greifbar: Entscheidend für eine ECHO-Nominierung sind in den ersten 16 Kategorien die Platzierungen in den Offiziellen Deutschen Top-100-Album-/Single-Charts, im zweiten Schritt ist nun die Jury gefragt.

„Die Nominierten sind veröffentlicht, jetzt sind die neu besetzten Jurys dran, deren Stimmen im Rahmen des neuen ECHO-Konzepts deutlich mehr Gewicht haben als bisher: Sie entscheiden zur Hälfte darüber, wer einen ECHO mit nach Hause nimmt; die andere Hälfte ergibt sich aus der Wertung in den Offiziellen Deutschen Charts“, so BVMI-Geschäftsführer Dr. Florian Drücke. „Der Blick auf die Nominierungen zeigt: Alle Facetten und Strömungen des aktuellen Musikgeschehens sind vertreten. Sehr schön ist dabei auch die starke Präsenz junger Acts, die als Newcomer für spannende Impulse sorgen. Und auch die etablierten Künstler haben mit ihren Erfolgen im vergangenen Jahr bewiesen, dass ihre Musik sowohl in kreativer als auch in kommerzieller Hinsicht über ein enormes Potenzial verfügt. Aus dieser Vielfalt die besten Künstlerinnen und Künstler auszuwählen, ist jetzt Aufgabe der Jurys – wir sind gespannt und freuen uns auf das Ergebnis am 6. April?!“

Zu den Top-Favoriten des ECHO 2017 gehören Rico Einenkel und Sebastian Seidel alias Stereoact. Das aus dem Erzgebirge stammende Produzentenduo ist gleich dreimal nominiert. Die beiden gehen in den Kategorien „Dance national“ und „Newcomer national“ ins Rennen. Darüber hinaus könnte der Stereoact-Remix des Songs „Die immer lacht“ der Singer-Songwriterin Kerstin Ott „Hit des Jahres“ werden. Kerstin Ott selbst ist in den Kategorien „Künstlerin Pop national“ sowie „Newcomer national“ nominiert. Drei ECHO-Chancen hat auch die französische Sängerin Imany. Ihre Single „Don’t Be So Shy“ landete auch in Deutschland auf Platz 1 der Charts – und auf der Nominierungsliste des ECHO 2017. Außerdem könnte Imany als „Künstlerin international“ und „Newcomer international“ gewinnen.

Jeweils zwei Nominierungen gehen auch an Udo Lindenberg, Andrea Berg, die Böhsen Onkelz, Metallica und The Rolling Stones. Sie alle sind mit ihren aktuellen Longplayern in der ECHO-Kategorie „Album des Jahres“ nominiert. Udo Lindenberg darf sich darüber hinaus Chancen ausrechnen, als „Künstler Pop national“ auf dem Siegertreppchen zu landen, während Andrea Berg einmal mehr in der Rubrik „Schlager“ gewinnen könnte. Die Böhsen Onkelz gehören außerdem zu den Nominees der Kategorie „Rock national“ und Metallica sowie die Rolling Stones könnten jeweils einen zusätzlichen ECHO als „Band international“ erhalten.

Auch der Hamburger Rapper Bonez MC ist zweimal nominiert: für das Nummer-1-Album „Palmen aus Plastik“, das er gemeinsam mit RAF Camora aufgenommen hat, und für „High & Hungrig 2“, eine Kollaboration mit Gzuz, die ebenfalls Platz 1 der Charts erreichte. Weitere Doppelnominierungen gehen an den Singer-Songwriter Max Giesinger, die Kölner Band AnnenMayKantereit, die Brüder Heiko und Roman Lochmann alias Die Lochis sowie den britischen Blues- und Soul-Sänger Rag’n’Bone Man. Hinzu kommen der britisch-norwegische DJ und Produzent Alan Walker und das US-Duo Twenty One Pilots. Außerdem ist der kanadische Rapper Drake für seinen Hit „One Dance“ (feat. WizKid & Kyla) sowie als „Künstler international“ nominiert. Der ECHO für den Hit des Jahres könnte auch an die australische Singer-Songwriterin Sia feat. Sean Paul und den Song „Cheap Thrills“ gehen. Sia ist ebenfalls unter den Kandidatinnen für den Titel „Künstlerin international“.

Zu den ECHO-Nominierten 2017 gehören zahlreiche weitere Stars. In der Kategorie „Künstler Pop national“ dürfen sich neben Udo Lindenberg und Max Giesinger auch Mark Forster, Westernhagen und Xavier Naidoo Hoffnung auf die Trophäe machen. Bei den „Künstlerinnen Pop national“ könnte der Preis nicht nur an Kerstin Ott, sondern auch an Ina Müller, Jamie-Lee, Oonagh oder die als Bibi Blocksberg bekannt gewordene Schauspielerin und Musikerin Lina gehen. Zu den deutschen Pop-Bands, die nach der 26. ECHO-Verleihung möglicherweise als Gewinner nach Hause fahren könnten, zählen außer AnnenMayKantereit und Die Lochis auch die Sportfreunde Stiller, The BossHoss und Unheilig. In der Kategorie „Schlager“ sind neben Andrea Berg auch das Duo Fantasy, das deutsch-niederländisch-belgische Trio KLUBBB3 sowie Maite Kelly und Vanessa Mai nominiert. Im Bereich „Volkstümliche Musik“ gehen die Amigos, Andreas Gabalier sowie die Gruppen Dorfrocker, die Kastelruther Spatzen und voXXclub an den Start. In der Kategorie „Hip-Hop/Urban national“ fällt die Entscheidung zwischen den beiden genannten Bonez MC-Kollaborationen, dem Vorjahressieger Kollegah, Shindy und dem Trio Beginner. Weitere Nominees sind der DJ Frans Zimmer alias Alle Farben,
Felix Jaehn, das Erfurter Duo Gestört aber GeiL, Schiller sowie die Bands Broilers, Frei.Wild, In Extremo und Schandmaul.

Darüber hinaus stehen zahlreiche weitere internationale Stars auf der Nominierungsliste. Zu ihnen gehören Robbie Williams, Shawn Mendes, Beyoncé, Christina Stürmer und Rihanna. Weitere Nominierungen erhielten die US-Band Disturbed, die dänische Formation Volbeat und das New Yorker House-Duo The Chainsmokers. Posthum könnte eine Auszeichnung an Leonard Cohen gehen, dessen letztes Album „You Want It Darker“ den im November verstorbenen kanadischen Songpoeten ebenfalls zu einem Kandidaten für den ECHO 2017 macht.

Mit dem Deutschen Musikpreis ECHO werden nicht nur Musiker, sondern auch Produzenten ausgezeichnet. Als Nominierte gehen Andreas Herbig, Henrik Menzel und Peter „Jem“ Seifert für das Udo Lindenberg-Album „Stärker als die Zeit“ ins Rennen. Ebenfalls nominiert sind Eizi Eiz, Denyo, Tropf und FIDJIKRIS. Dieses Team zeichnet für die Produktion des Beginner-Albums „Advanced Chemistry“ verantwortlich. Moses Schneider produzierte „Alles Nix Konkretes“ von AnnenMayKantereit, was auch ihm eine ECHO-Nominierung einbrachte. Der Kopf hinter „Tape“, dem aktuellen Longplayer von Mark Forster, ist Ralf Christian Mayer – auch er ein ECHO-Kandidat. Schließlich gehört auch Tobias Kuhn für Cluesos jüngstes Werk „Neuanfang“ ebenfalls zu den möglichen Gewinnern des ECHO 2017.

Über die genannten Kategorien hinaus wird der Deutsche Musikpreis ECHO in den Kategorien „Bestes Video national“, „Partner des Jahres“, „Handelspartner des Jahres“ und „Soziales Engagement“ verliehen. Hinzu kommen der „Kritikerpreis national“ sowie die Auszeichnung für das Lebenswerk. Eine Übersicht über alle Kategorien und ausführliche Hintergrundinformationen zur Vergabe gibt es auf der ECHO-Website www.echo-deutscher-musikpreis.de.

Mittwoch, 15. März 17
Stadt, Land, Fluss FREIZEIT IN HESSEN – der Freizeitführer mit 750 Tipps für Urlaub & Wochenende
Es ist Freitag und Sie wissen immer noch nicht, was Sie am Wochenende machen sollen? JOURNAL FRANKFURT weiß es: FREIZEIT IN HESSEN. Wieso sich langweilen, wenn das Schöne doch so nah liegt. Mit dem nigelnagelneuen Freizeitführer FREIZEIT IN HESSEN stellt JOURNAL FRANKFURT das ultimative Nachschlagewerk für Familien, Paare & Freunde an die Seite. Mit dem Kauf für nur 5,80 € gibt es nicht nur über 750 Tipps für ein perfektes Wochenende oder den spontanen Kurzurlaub, sondern zusätzlich auch noch 34 Gutscheine mit tollen Rabatten zum Schlemmen & Ausfliegen.

Über FREIZEIT IN HESSEN: Übersichtlich strukturiert, präsentiert FREIZEIT IN HESSEN die aufregendsten Fun-Sportarten und Erlebnisparks, die spannendsten Museen und Burgen, die lauschigsten Städte und Kurorte, die schönsten Naturparadiese und Seen des Bundeslandes. Für Familien mit Kindern finden sich Ausflugstipps vom Indoorspielplatz über Abenteuer-Minigolf bis zum Zoo.

Redaktionelle Topthemen:
- Die Documenta – Eine Geschichte über großartige Kunst und Skandale
- Märchenhaftes Hessen – Filmemacherin und Märchenerzählerin Michaele Scherenberg berichtet über verwunschene Orte in Hessen
- Hessen ohne Grenzen – In immer mehr Regionen in Hessen finden Besucher barrierefreie Tourismus und Kulturangebote

Außerdem im Heft:
- 34 Gutscheine für’s Schlemmen & Ausfliegen
- 10 Highlight-Karten der einzelnen Regionen mit allen Must Do’s fürs Wochenende und den Kurzurlaub
- 40 ultimative Touren durch alle hessischen Regionen für Genießer, Naturfreunde, Kulturliebhaber und Aktive
- Die Top 5 der schönsten Ferienbauernhöfe
- Die Top 5 der spannendsten Winzer
- Sowie viele weitere Ausflugstipps, übersichtlich sortiert mit Adressen, Öffnungszeiten und Altersangaben

Das aktualisierte FREIZEIT IN HESSEN gibt es ab heute für nur 5,80 € im Zeitschriftenhandel oder direkt unter www.journal-frankfurt.de/shop.

Mittwoch, 15. März 17
Lesung mit Hamed Abdel Samad in Johannesberg
Der deutsch-ägyptische Politikwissenschaftler und Autor zahlreicher Bücher, Hamed Abdel Samad, liest in der Johannesberger Auberge de Temple aus seinem Buch "Der Koran - Botschaft der Liebe, Botschaft des Hasses".
Hamed Abdel-Samad, geboren 1972 bei Kairo, zählt zu den profiliertesten islamischen Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. In politisch turbulenten Zeiten ist diese Stimme der Vernunft und Menschlichkeit von besonderer Bedeutung. 
Hamed Abdel Samad wird seinen Vortrag in kleiner, exklusiver Runde in der Auberge de Temple halten.
Wann: 21.04.2017, 19.00 Uhr
Eintritt: 15,-- EUR
Anmeldung erbeten bis spätestens 11. April:
Email: info@neues-vom-johannesberg.de
Telefon: 06021 / 4395068

Mittwoch, 15. März 17
»SALAM SYRIA« Elbphilharmonie-Festival lädt zur Begegnung mit der Musikkultur Syriens
Bis zum Ausbruch des Bürgerkrieges gab es in Syrien – von jeher Schmelztiegel unterschiedlicher Religionen und Kulturen – eine lebendige und vielfältige Musikszene. Inzwischen haben über vier Millionen Menschen das Land auf der Flucht vor Terror und Zerstörung verlassen. Das Elbphilharmonie-Festival »SALAM SYRIA«, unternimmt vom 16. bis 18. März den Versuch, wenigstens einige Facetten des Reichtums der syrischen Musikkultur 4000 Kilometer weiter nordwestlich aufblitzen zu lassen, in Hamburg. Daran beteiligt sind syrische und Hamburger Künstler, und zum Publikum werden über 400 Menschen gehören, die fürs erste hier Zuflucht gefunden haben. Auf der Bühne wird die erste Bigband des Orients zu erleben sein, das erste syrische Exilorchester und ein eigens gegründeter deutsch-syrischer Projektchor. Der international gastierende Klarinettist und Komponist Kinan Azmeh, der im Januar an der Seite des Weltklasse-Cellisten Yo-Yo Ma seinen Einstand in der Elbphilharmonie gab, tritt mehrfach in Erscheinung, unter anderem mit seinem Trio Hewar, das arabische Musik, Jazz und Klassik verbindet. Die Veranstaltungen des Festivals sind bereits ausverkauft, das Konzert von Hewar und Gäste am 18. März wird per Live-Stream auf www.elbphilharmonie.de übertragen.

HEIMAT IN DER MUSIK
»Wenn ich von meiner Heimat singe, dann ist es das einzige, das mir niemand nehmen kann. Syrien, so wie ich es kenne, existiert nicht mehr. In der Musik aber besteht es weiter.« Hana Alkourbah aus Homs, die heute in Geesthacht lebt, singt seit Oktober 2016 gemeinsam mit Hamburgern im Projektchor des »SALAM SYRIA«-Festivals und bringt auf den Punkt, was viele ihrer Landsleute beschäftigt: das Bewahren der verlorenen Heimat in der Musik. Die traditionelle Musik Syriens ist zunächst arabisch; insbesondere der Nordosten des Landes aber war immer ein Melting Pot, ebenso geprägt von Armeniern und Kurden wie von assyrischer und frühchristlicher Kultur, von der Musik der Beduinen und den religiösen Liedern der Jesiden. Pop und Jazz kamen Ende des 20. Jahrhunderts dazu. Das Festival »SALAM SYRIA« versteht sich als Einladung zur Begegnung mit dieser äußerst kostbaren und vielgestaltigen Musiklandschaft. Dabei richtet es sich ausdrücklich auch an Geflüchtete, die in Hamburg leben. Das Team der Elbphilharmonie, das schon länger in Kooperation mit mehreren Initiativen kostenlose Konzertpatenschaften organisiert, hat mehr als 400 Flüchtlinge zum Konzertbesuch eingeladen.

BEGEGNUNGEN AUF AUGENHÖHE
»SALAM SYRIA« wird am 16. März mit einem gemeinsamen Konzert der NDR Bigband und Solisten der Syrian Bigband eröffnet. Im Zusammenspiel von Musikern aus der westlichen und der östlichen Welt steht oft die Frage im Raum, wie das »Maqam«-System des Orients und das diatonische System des Okzidents zueinander finden können. Doch hier gelingt beispielhaft, wo die Politik so oft versagt: Der Austausch beflügelt beide Welten, ganz Neues kann entstehen. Im Jazz, wo offene Ohren unabdingbar sind, funktioniert das besonders gut. Die Syrian Bigband wurde 2004 von Hannibal Saad, der einige Jahre in den USA gelebt hatte, in Damaskus gegründet und erspielte sich schnell eine begeisterte Hörerschaft. 2011 bereitete der Bürgerkrieg dem Ensemble ein jähes Ende. Erste Kontakte zur NDR Bigband wurden 2009 im Rahmen des Morgenland Festivals in Osnabrück geknüpft. Für den gemeinsamen Konzertabend in der Elbphilharmonie hat der mit vielen Musiksprachen der Welt vertraute Hamburger Musiker und Komponist Wolf Kerschek eine Suite aus acht syrischen Stücken geschrieben.

KINAN AZMEH: ARTIST IN RESIDENCE
Das zweite Konzert gestaltet Kinan Azmeh, der als Artist in Residence des Festivals mehrfach zu erleben ist – als Klarinettist und als Komponist. Azmeh, einer der Besten seines Fachs, hat in New York studiert, tritt mit klassischen Sinfonieorchestern auf, spielt in verschiedenen Jazz-Formationen und reist mit Yo-Yo Mas umjubeltem Silk Road Ensemble um die Welt. Die arabische Musik hat Azmeh erst in New York wirklich für sich entdeckt. Inzwischen wird für ihn die Kultur seiner Heimat, die er seit vier Jahren nicht mehr mit eigenen Augen gesehen hat, immer wichtiger. Seine Kunst ist auch eine Antwort auf das, was in Syrien geschehen ist und weiterhin geschieht. Wie es in seinem Innenleben aussieht, zeigt er bei »Home within«, begleitet durch Live-Paintings von Kevork Mourad. Musik und Bilder verschmelzen zu einer eindrücklichen Reflexion der syrischen Revolution und ihrer Folgen. »Home within« war bereits in Nordamerika und Europa auf Tournee, um auf die Lage der Flüchtlinge aufmerksam zu machen. Und zugleich beantwortet der Titel auch die Frage darauf, wo das eigentlich ist, Zuhause, Heimat: within.

Zum Abschluss des Festivals bringt Kinan Azmeh dann sein Trio Hewar nach Hamburg. Hewar ist das arabische Wort für Dialog. Die drei Musiker Kinan Azmeh (Klarinette), Dima Orsho (Gesang) und Issam Rafea (Oud, Gesang) überwinden spielend die Grenzen zwischen traditioneller arabischer Musik, Jazz und Klassik, zwischen Improvisation und Komposition, Altem und Neuem. Als Gäste haben sie mit dem armenischen Duduk-Virtuosen Jivan Gasparyan eine lebende Musikerlegende hinzugeladen, außerdem den versierten französischen Tubaspieler Michel Godard, der auch dem Serpent, einem schlangenähnlich geformten Horn, waghalsigste Improvisationen entlockt. Das Konzert wird auf www.elbphilharmonie.de live gestreamt. Im Anschluss legt DJ Ipek, eine der angesagtesten Protagonistinnen der Berliner Clubszene, im Foyer des Kleinen Saales ihre Auswahl an traditioneller und moderner Musik aus Syrien auf.

DIE STIMME DES ALTEN SYRIEN
Der syrisch-armenische Sänger und Multi-Instrumentalist Ibrahim Keivo ist der herausragende Interpret für die Liedkultur Mesopotamiens. Aufgewachsen in einem Umfeld kultureller Vielfalt, spricht er sieben Sprachen und singt auf Arabisch, Kurdisch, Aramäisch, Assyrisch und Armenisch. Seit Jahren sammelt er die Lieder seiner Heimatregion, die nun auch beim Festival zu hören sind.

Klassische arabische Musik, interpretiert von einem Trio aus Absolventen und Lehrenden des Higher Institute of Music in Damaskus, erklingt in der zweiten Hälfte dieses Doppelkonzertes: Der Ney-Spieler Moslem Rahal präsentiert gemeinsam mit seinen Kollegen Feras Charestan an der orientalischen Zither und Firas Hassan an den Perkussionsinstrumenten Riqq und Darbuka auch eigene Kompositionen.

SYRIEN TRIFFT HAMBURG
Der mittlere Festivaltag steht ganz im Zeichen der hamburgisch-syrischen Begegnung: Die Musiker des Syrian Expat Philharmonic Orchestra (SEPO) stammen alle aus Syrien, die meisten von ihnen sind geflüchtet. Der Kontrabassist Raed Jazbeh hat das Orchester von Bremen aus initiiert. Die Mitglieder leben in ganz Deutschland und Europa verteilt. Auf das Debüt 2015 folgten Auftritte in Schweden und in Berlin, dort gemeinsam mit den Berliner Philharmonikern. In Hamburg bringt das SEPO Werke syrischer Komponisten zur Aufführung – gemeinsam mit Hamburger Instrumentalisten und dem internationalen »SALAM SYRIA«-Projektchor, der 2016 von der Elbphilharmonie und dem Morgenland Festival Osnabrück ins Leben gerufen wurde. Ebenfalls mit dabei ist die Sängerin Dima Orsho, die zum Festival-Programm nicht nur ihre Stimme, sondern auch eine eigene Komposition beisteuert. Viele Mitglieder des SEPO und des Projektchores sind nicht nur im Konzert zu hören, sondern haben auch beim Projekt »Heimatbilder« mitgemacht: Sie haben Fotos von Lieblingsorten in ihrem Heimatland und kurze Kommentare zu einem Album beigesteuert, das als Broschüre kostenlos ausliegt.

Gleichgesinnte finden und sich künstlerisch ausprobieren – darum geht es auch im Kreativ Camp »Salam Syria«, einer Kooperation mit K3 - Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg. Das Camp, das bereits ausgebucht ist, richtet sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene aus Hamburg, Syrien und der ganzen Welt. Die Ergebnisse werden in einem Abschlusskonzert im Kaistudio 1 präsentiert.

Dienstag, 14. März 17
3sat-Preis für Milo Rau ~ Der Schweizer Regisseur, Theaterautor, Essayist und Wissenschaftler Milo Rau erhält die Auszeichnung beim 54. Berliner Theatertreffen
Milo Rau, Schweizer Regisseur, Theaterautor, Essayist und Wissenschaftler, erhält den mit 10.000 Euro dotierten 3sat-Preis für seine Inszenierung "Five Easy Pieces". Es ist ein mutiges, die Zuschauer herausforderndes Stück über das Leben und die Verbrechen des Belgiers Marc Dutroux, nachgestellt von Kindern zwischen 8 und 13 Jahren. Auf verschiedenen Ebenen thematisiert "Five Easy Pieces" den Missbrauch oder die Instrumentalisierung von Kindern für die Bedürfnisse von Erwachsenen.

Seit 1997 vergibt 3sat als Medienpartner des Berliner Theatertreffens alljährlich den 3sat-Preis für eine künstlerisch innovative Leistung an eine/n oder mehrere Künstlerinnen und Künstler aus dem Kreis der eingeladenen Ensembles. Bisherige Preisträger waren unter anderen Herbert Fritsch, Sandra Hüller und Christoph Schlingensief.

"Den belgischen Mädchenmörder und Sadisten Marc Dutroux zum Gegenstand eines Theaterstücks zu machen und dafür überwiegend Kinder auf die Bühne zu stellen, ist in der Tat eine Kühnheit. Herz und Verstand erwarten in so einem Fall schweres dokumentarisches Geschütz. Aber der Schweizer Milo Rau verarbeitet den Stoff mit einer Leichtigkeit, die jedes Publikum in ihren Bann zieht. Rau macht das Ungeheuerliche zwar nicht erträglich, aber er macht es erzählbar, und er stellt dabei grundsätzliche Fragen nach der Gewaltstruktur zwischen Minderjährigen und Erwachsenen. So feiern Raus 'Five Easy Pieces', was die Dutrouxs dieser Welt vernichten wollen: kindliche Weisheit, kindlichen Willen, kindlichen Trotz", so die Jury, bestehend aus Stephan Reuter, Kulturredakteur und Mitglied der Theatertreffen-Jury, Daniel Richter, Ko-Leiter des Theatertreffens 2017, und Wolfgang Horn, Redakteur bei 3sat.

Milo Rau wurde 1977 in Bern geboren und studierte Soziologie, Romanistik und Germanistik in Paris, Berlin und Zürich. Seit 2002 kreierte er mehr als 50 Theaterstücke, Filme, Bücher und Aktionen, die auf allen großen internationalen Festivals zu sehen waren, wie dem Festival d’Avignon, der Biennale Teatro di Venezia, den Wiener Festwochen und dem Kunstenfestivaldesarts in Brüssel. Mit seinen  Arbeiten tourte er durch mehr als 30 Länder. Bereits 2012 war er mit seinem Stück "Hate Radio" über den Bürgerkrieg in Ruanda zum Berliner Theatertreffen eingeladen und sorgte mit seiner schonungslosen Form des dokumentarischen Theaters für Aufsehen, die bis heute alle seine Arbeiten prägt. Milo Rau wurde schon mit zahlreichen Preisen bedacht, unter anderem erhielt er 2014 den Hörspielpreis der Kriegsblinden und 2016 den renommierten Preis des Internationalen Theaterinstituts.

Die öffentliche Verleihung des 3sat-Preises findet am 13. Mai 2017 im Anschluss an die Aufführung von "Five Easy Pieces" in den Berliner Sophiensaelen, beim 54. Theatertreffen statt.  www.berlinerfestspiele.de

In seinem Programm präsentiert 3sat drei "Starke Stücke" aus den zehn zum Theatertreffen eingeladenen bemerkenswerten Inszenierungen: "Drei Schwestern" vom Theater Basel (Samstag, 6. Mai  2016, 20.15 Uhr), "Traurige Zauberer" vom Staatstheater Mainz (Samstag, 13. Mai 2016, 20.15 Uhr) und "89/90" vom Schauspiel Leipzig (Samstag, 20. Mai 2016, 20.15 Uhr). Im Herbst 2017 zeigt 3sat mit "Die Räuber" vom Residenztheater München ein viertes Stück aus dem Tableau des diesjährigen Theatertreffens.

Dienstag, 14. März 17
„Greatest Hits“ des Originalklangs: Kölner Fest für Alte Musik startet in 7. Runde ~ Vivaldis „Jahreszeiten“ als multimediales Happening zur Festivaleröffnung am 17.3. ~ Unter dem Motto „Greatest Hits“ zeigt das Kölner Festival, wie Alte Musik jenseits gängiger Pfade wirken kann
„Erkennen Sie die Melodie?“ Im Kölner Fest für Alte Musik klingen die großen Werke der Klassik höchst gegenwärtig und frisch. Den Beweis tritt Intendant Thomas Höft in der neuen Festivalausgabe vom 17. März bis 2. April an. Ein passender Auftakt für die 25 Konzerte an 16 Spieltagen sind Vivaldis „Jahreszeiten“: Zum Eröffnungskonzert am 17. März mit dem zamus-ensemble haben die Veranstalter den Grazer Aktionskünstler Tom Lohner und die Videokünstlerin Edda Rosemann zu einer multimedialen Inszenierung in die Balloni-Hallen eingeladen.

Die großen Klassik-Hits sind im Festival weit mehr als eine Schlagerparade: Hier dürfen sie politisch, provokant oder poetisch sein. Das Kölner Pleyel-Quartett fragt am 18. März nach dem „Deutschlandlied?“. Florian Deuter zelebriert mit seinem Bach-Solo-Recital den Europäischen Tag der Alten Musik (21. März), und die Musica Fiata feiert am 22. März Martin Luthers 500. Geburtstag in Bach-Kantaten. Aktuelle Politik ist das interaktive Straßentheater „Musica FUGIT“, das vom 23.-25.03. seine Kölner Wiederaufnahme erlebt – mit dabei sind diesmal Geflüchtete. Alte Musik ist Pop – zu erleben mit Guildo Horn als Papageno am 25. März in der „Zauberflöte“ mit Hits der Oper in Harmoniemusik. Bei „Fetish Baroque“ in der Volksbühne am Rudolfplatz wird Barockmusik am 27. März burlesk; die Koloratursopranistin Marie Friederike Schöder ist beim Poledance in sparsam bekleideter Begleitung zu erleben. Der internationale Star-Flötist Norbert Rodenkirchen entschlüsselt am 30. März das mittelalterliche Original der "Carmina Burana“ und Operndiva Iris Vermillion ist Stargast des Programms „Glück, das mir verblieb“ mit Richard Wagners Wesendonck-Liedern und den „Carmen“-Arien in Salonmusik-Fassung am 31. März. Im Abschlusskonzert geht die Literatin Jutta Heinrich in Zeiten politischer Grobschlächtigkeit mit dem Thema „Missa L’Homme Armé“ mit Messen von Desprez und Palestrina des englischen Ensembles Alamire in den Diskurs.

Nach dem großen Erfolg des vergangenen Festivals setzen die Veranstalter die „Spielwiese" fort, in der sich junge Ensembles aus ganz Europa im ZAMUS mit Kurzprogrammen in einem Wettbewerb vorstellen.

Das Kölner Fest für Alte Musik experimentiert erneut lustvoll mit Musik im Originalklang im urbanen Raum. Aktualität und Relevanz Alter Musik sollen auch neuen Publikumsschichten erfahrbar gemacht werden. Brechungen und unorthodoxe Experimente bieten Diskussionsstoff und kreative Reibung für neugierige Musikfans und Experten und bereichern die Festivalszene um eine starke Farbe.

Karten bei Köln Ticket 0221 2801 www.koelnticket.de und allen angeschlossenen Vorverkaufsstellen sowie über die ZAMUS-Servicehotline: 0221 98747379 und tickets@zamus.de

Dienstag, 14. März 17
Scharfe Töne. Mexikanisches Spitzenorchester auf erster Deutschland- und Österreichtournee ~ Jalisco Philharmonic spielt in Essen, Berlin, München und Wien
Das Jalisco Philharmonic aus Guadalajara, der zweitgrößten Stadt Mexikos, geht unter der Leitung von Chefdirigent Marco Parisotto erstmalig in seiner 100-jährigen Erfolgsgeschichte auf Tournee in Europa. Nach Auftritten in Lateinamerika und Asien macht das Ensemble aus 100 Musikern nun Station in Essen (22.04.), Berlin (24.04.) und München (26.04.) und beschließt die Tournee im Wiener Konzerthaus (28.04.).

Das Konzertprogramm des mexikanischen Spitzenorchesters baut eine schwungvolle Brücke zwischen beiden Ländern. Der erste Teil widmet sich moderner mexikanischer Klassik: Eine Suite aus der brillanten Filmmusik zu „Redes“ (1936) des bekanntesten modernen mexikanischen Komponisten Silvestre Revueltas macht den Auftakt. Ebenso populär wie mitreißend schließt sich der „Danzòn No. 2“ von Arturo Márquez an.

Deutsche Erstaufführung in Essen
Zum Tourauftakt in Essen erlebt „Metal de Tréboles“, ein Konzert für solistisches Schlagzeugquartett und Orchester, komponiert vom erfolgreichen zeitgenössischen Komponisten Javier Álvarez seine Deutsche Erstaufführung. Das renommierte, mehrfach Grammy nominierte Percussion-Quartett Tambuco übernimmt die Solisten-stimmen für das Werk.

Im zweiten Teil blicken die Mexikaner ein Jahrhundert weiter zurück und würdigen bekanntes mitteleuropäisches Repertoire: Die erste Symphonie von Johannes Brahms kommt zu Gehör. Ein Werk, das aus einem dichten Netz thematischer Entwicklungen zu einem gewaltigen, lichtdurchfluteten C-Dur-Finale führt.

Die Tournee findet im Rahmen des Mexiko-Jahres in Deutschland statt. Hauptanliegen des Dualen Jahres Mexiko-Deutschland ist die Vertiefung der bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Bis Mai 2017 gibt es in etlichen deutschen Städten zahlreiche Veranstaltungen im Bereich Kultur, Bildung, Wirtschaft und Tourismus.

Konzerte
Sa, 22. April 2017 – Essen: Philharmonie Essen, Huyssenallee 53, 45128 Essen www.philharmonie-essen.de
Mo, 24. April 2017 – Berlin: Konzerthaus Berlin, Gendarmenmarkt, 10117 Berlin www.konzerthaus.de
Mi, 26. April 2017 – München: Philharmonie im Gasteig, Rosenheimer Str. 5, 81667 München www.muenchenticket.de
Fr, 28. April 2017 – Wien: Wiener Konzerthaus, Lothringerstraße 20, A-1030 Wien www.konzerthaus.at

Programm
Silvestre REVUELTAS: Redes: Suite
Arturo MARQUEZ: Danzón No. 2
Javier ÁLVAREZ: „Metal de Tréboles“, Konzert für Schlagzeugquartett und Orchester (DEA in Essen, ÖEA Erstaufführung in Wien)
Johannes BRAHMS: Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68

Dienstag, 14. März 17
hr2-Kulturlunch: „Frühlingserwachen“ ~ Musik und Literatur zum Frühlingsanfang
Der Blick aus dem Fenster zeigt es: Frühlingsgefühle sind angesagt! Das Programm des hr2-Kulturlunchs am Sonntag, 19. März, um 11 Uhr im hr-Sendesaal bringt den Frühling auf die Bühne: literarisch und musikalisch.

Die Schauspieler Claude de Demo und Torben Kessler werden Lyrik und Prosa rezitieren, die von der Sehnsucht nach dem Frühling und dem Frühlingserwachen handeln. Der eine oder andere Text lässt auch die jahreszeitlich entsprechenden Gefühle aufwallen.

Musikalisch geht es heiter und beschwingt zu. Dafür sorgen Axel Schlosser und sein Swingquintett, bei dem Max Greger junior nicht nur der Mann am Klavier sein wird, sondern auch den einen oder anderen Song beisteuert. Durch das Programm führt hr2-Moderatorin Daniella Baumeister.

Die Aufzeichnung der ausverkauften Veranstaltung sendet hr2-kultur am Ostermontag, 17. April, um 16.30 Uhr und am Sonntag, 14. Mai, um 20.04 Uhr.

Mitwirkende:
Trompete: Axel Schlosser
Saxofon: Tony Lakatos
Klavier und Gesang: Max Greger junior
Bass: Jean-Philipp Wadle
Schlagzeug: Gregor Beck
Rezitation: Claude de Demo und Torben Kessler
Moderation: Daniella Baumeister (hr2-kultur)

„Hexenritt und Teufelstanz“ heißt das musikalisch-literarische Programm beim nächsten „hr2-Kulturlunch“ am Sonntag, 30. April, um 11 Uhr im hr-Sendesaal (auch bereits ausverkauft). Im Laufe der Saison dürfen sich die Gäste noch auf „Paargeschichten“ (21. Mai) freuen. Für diese Veranstaltung sind noch Tickets verfügbar.

Kombitickets mit Schlemmerbuffet kosten 53 Euro (Kinder 23 Euro), Tickets für die Matinee 19 Euro. hr-Ticketcenter: Tel. 069/155-2000 oder www.hr-ticketcenter.de.

Montag, 13. März 17
Theater Bonn: Jens Groß wird Schauspieldirektor ab 2018/2019
Jens Groß wird ab der Spielzeit 2018/2019 die Nachfolge von Nicola Bramkamp antreten und die Schauspieldirektion am THEATER BONN übernehmen. Seit 2015 ist er am THEATER BONN bereist als Leitender Dramaturg tätig.

www.theater-bonn.de

Montag, 13. März 17
Stage Entertainment bringt erneut die Vampire  nach Hamburg
Ab September 17 wird im Hamburger Stage Theater an der Elbe wieder das Kultmusical TANZ DER VAMPIRE gespielt, das noch bis Ende August 17 im Stuttgarter Stage Palladium Theater läuft. Die Hamburger Spielzeit ist auf fünf Monate begrenzt.
Aktuell wird im Stage Theater an der Elbe das Udo Jürgens Musical ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK gespielt.

Montag, 13. März 17
ARE YOU THERE im Frankfurter Theater Landungsbrücken
Im Herbst 2015 flieht S. von Teheran nach Frankfurt, um ein neues Leben zu beginnen, wenige Monate später reist L. für ein Theaterstück von Frankfurt nach Teheran, auf der Suche nach sich selbst und einem verschwundenen Freund. Während S. bemüht ist seine Spuren zu verwischen, trifft L. auf Geschichten, die nicht mehr erzählt werden. Über Telegram und Skype erhalten beide immer wieder die gleichen Nachrichten: Wo bist du? Bist du da? Zwei Reisen in entgegengesetzter Richtung. Zwischen Projektion und Realität. Eine Bewegung über Grenzen auf den Spuren der Gegenwart - und der Versuch einer Rekonstruktion. Und während sich ihre Bilder irgendwo da draußen verlieren, erinnern die Klänge an Orte einer möglichen Geschichte.


ARE YOU THERE
© Anna Sukhov

Die Performance erzählt die Geschichte von zwei Reisen auf der vermeintlich selben Route, deren Unterschiedlichkeit viele Fragen aufwirft – und aus denen sich viel über die gegenwärtige Lage in der globalisierten Welt und deren sichtbaren und unsichtbaren Grenzen ablesen lässt. Sie handelt von Träumen, Missverständnissen und Enttäuschungen. Auf der Suche nach einer neuen, gemeinsamen Sprache verweigert sie sich der Bildhaftigkeit und setzt stattdessen auf den Klang. 
Hintergrund des Stücks ist die Kollaboration der Frankfurter Theatermacher Eleonora Herder und Malte Scholz mit einem iranischen Regisseur, während der sie für zwei Monate am Stadttheater Teheran arbeiteten. In Frankfurt haben sie Saeed Sedaghat kennengelernt, der Ende 2015 aus dem Iran über die Balkanroute nach Frankfurt geflohen ist und seitdem in einer Geflüchtetenunterkunft lebt. Alle drei werden in den Landungsbrücken auf der Bühne stehen - in einem Stück, das eigene Reiseerfahrungen sowie dokumentarisches und fiktionales Material zu einer Collage verwebt, die nachdenklich machen, verstören, dem Zuschauer aber auch viele komische Momente bereiten möchte.

KÜNSTLERISCHE LEITUNG: Eleonora Herder
DRAMATURGIE & PRODUKTION: Tim Schuster
PERFORMANCE: Eleonora Herder, Saeed Sedaghat & Malte Scholz
SOUNDDESIGN: Jan Mech STAGEDESIGN Anna Sukhova
BERATUNG: Shahrzad Osterer
MIT KOMPOSITIONEN VON: Martin Shamoonpour

Premiere am 16.03., 20 Uhr
Aufführungen am 17./18.03., 20 Uhr

www.eleonoraherder.com / www.landungsbruecken.org

Freitag, 10. März 17
Programm der Ruhrtriennale 2017 veröffentlicht - Im Fokus der Spielzeit stehen Utopien und Zukunftsvisionen
2017 beschließt Johan Simons seine dreijährige Intendanz der Ruhrtriennale – Vorverkauf startete
Vom 18. August bis 30. September 2017 verwandelt die Ruhrtriennale die Industriehallen der Metropole Ruhr erneut in außergewöhnliche Spielorte für Musiktheater, Schauspiel, Musik, Tanz und Installation. 700 KünstlerInnen aus mehr als 29 Ländern werden Teil des diesjährigen Festivals der Künste sein. Die Ruhrtriennale wartet 2017 mit 41 Produktionen auf, darunter 26 Eigen- und Koproduktionen, 22 Uraufführungen, Neuinszenierungen, Deutschlandpremieren und Installationen. Zum letzten Mal wird das Ruhrgebiet von Dortmund bis Dinslaken umschlungen.

Johan Simons, Intendant der Ruhrtriennale 2015–2017: „Seid umschlungen“ mit diesen beiden Worten aus Schillers Ode „An die Freude“ habe ich meine Intendanz der Ruhrtriennale 2015 begonnen. Beenden werde ich sie mit drei weiteren Begriffen aus derselben: „Freude“, „schöner“ und „Götterfunken“. Damit verbinde ich die Frage danach, ob uns diese Begriffe gerade in diesen unsteten Zeiten noch Hoffnung schenken können. In den Mittelpunkt unseres Programms stellen wir Utopien und Zukunftsvisionen. Was empfinden wir, wenn wir an die Zukunft denken? Freude? Verspricht sie, schöner zu sein? Haben wir noch Götterfunken in uns, um Utopien zu verwirklichen?“

Christina Kampmann, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen: „Johan Simons hat wieder ein wunderbares Programm zusammengestellt. Eines voller herausragender Produktionen, angereichert mit Gedanken zur aktuellen gesellschaftspolitischen Situation in Europa. Ich freue mich schon sehr auf diese Ruhrtriennale.“

Musiktheater – Das Festival eröffnet am 18.8.17 in der Jahrhunderthalle Bochum mit einer Neuinszenierung von Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“. In dieser ‚ersten Oper der Moderne’ überführt Debussy reale Erfahrungen der Moderne in rätselhaft anmutende Szenen: die Erfahrung einer existenziellen Einsamkeit, Angst und Verlorenheit.  Die musikalische Leitung der Bochumer Symphoniker hat Sylvain Cambreling und Regie führt Krzysztof Warlikowski. Die kanadische Star-Sopranistin Barbara Hannigan verkörpert Mélisande, der ungarisch-rumänische Bariton Gyula Orendt Pelléas. Eine Woche später wird mit „Kein Licht.“ am 25.8.17 eine Auftragsarbeit und internationale Koproduktion für die Ruhrtriennale in der Gebläsehalle des Landschaftspark Duisburg-Nord zur Uraufführung gebracht. Philippe Manourys Komposition nach einem Text von Elfriede Jelinek nimmt das Publikum mit in eine Welt nach dem Super-GAU. Die musikalische Leitung von IRCAM, den United Instruments of Lucilin und des Chors des Zagreber Nationaltheaters übernimmt Julien Leroy. In einer der Hauptrollen ist Caroline Peters, Schauspielerin des Jahres 2016, zu sehen. Inszeniert wird die Oper von Nicolas Stemann. Eine Deutschlandpremiere der besonderen Art erwartet ein Publikum ab 13 Jahren mit „The Broke ‘N’ Beat Collective“ am 16.9.17 in der Turbinenhalle an der Jahrhunderthalle Bochum. Die beiden britischen Theatergruppen Theatre-Rites und 20 Stories High erzählen Geschichten von Großstadt-Teenagern in einem Remix aus Hip-Hop und Theater. Am 22.9.17 wird in der Uraufführung „Homo Instrumentalis“ mit Werken von Georges Aperghis, Luigi Nono und Yannis Kyriakides in der Gebläsehalle des Landschaftspark Duisburg-Nord die Frage nach Herrscher und Beherrschten in einer virtuellen Wirklichkeit aufgeworfen. Die letzte Musiktheater-Uraufführung der Spielzeit 2017 und die letzte Regiearbeit von Johan Simons als Intendant der Ruhrtriennale feiert am 22.9.17 Weltpremiere. „Cosmopolis“, nach dem gleichnamigen Roman von Don DeLillo, nimmt das Publikum mit auf eine schicksalhafte Fahrt durch Manhattan mit einem Währungsspekulanten, der nicht nur sein gesamtes Kapital aufs Spiel setzt. BL!NDMAN, geleitet von Eric Sleichim, verbinden bekannte mit eigens für die Produktion komponierten Musikstücken.


vlnr Ruhrtriennale-Intendant Johan Simons, die Dramaturgen Tobias Staab,
Jan Vandenhouwe, Cathrin Rose, Vasco Boenisch, Dorothea Neweling, Jeroen Versteele)
© Björn Stork / Ruhrtriennale 2017

Schauspiel – Gleich zwei Schauspiel-Trilogien kommen 2017 zu ihrem Ende. Luk Percevals Auseinandersetzung mit Émile Zolas „Die Rougon-Macquart“ findet mit dem dritten Teil „Hunger“ am 7.9.17 in der Gießhalle des Landschaftspark Duisburg-Nord seinen Abschluss. In einem elfstündigen Schauspiel-Dreiteiler mit dem Ensemble des Thalia Theaters erlebt das Publikum am 15. und 17.9.17 ein einzigartiges Theaterevent, bei dem alle drei Teile der Trilogie, die jeweils 2015, 2016 und 2017 bei der Ruhrtriennale uraufgeführt wurden, an einem Tag gespielt werden. Auch Ivo van Hove wird 2017 zum dritten und letzten Mal bei der Ruhrtriennale ein Werk des bedeutenden niederländischen Schriftstellers Louis Couperus auf die Bühne bringen. „Kleine Seelen“ feiert am 24.9.17 in der Maschinenhalle der Gladbecker Zeche Zweckel Premiere. Für den Theaternachwuchs von morgen geht es nicht um Abschluss, sondern um Aufbruch in „Neue Welten“. Unter diesem Thema zeigen drei Theaterkollektive der Masterclass der Campustriennale im Ringlokschuppen Ruhr am 23. und 24.9.17 ihre Arbeiten.

Installation – Die Großinstallation „The Good, the Bad and the Ugly“ von Atelier Van Lieshout wird ab dem 18.8.17 den Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum zum letzten Mal in ein verrücktes Kunstdorf verwandeln. Auch in diesem Jahr werden bekannte Arbeiten wie der „Domestikator“ oder das „Refektorium“ mit neuen Arbeiten wie „Conan der Barbar“ oder einer zerstörerischen Walze unter einem Oberthema verknüpft: The End of Everything. Die Jugendlichen der Nachwuchsgruppe Mit Ohne Alles werden am Kunstdorf erneut den „Teentalitarismus“ ausrufen und während der Ruhrtriennale diverse Aktionen und Performances veranstalten. Ebenfalls an der Jahrhunderthalle Bochum zeigt der Filmkünstler Julian Rosefeldt im dritten Jahr in Folge eine neue Arbeit, die als Beitrag von Urbane Künste Ruhr für die Ruhrtriennale produziert wird. „Euphoria“, eine Filminstallation, die auf Basis von Phishing Mails die Abgründe menschlicher Gier ergründet, wird ab dem 20.8.17 an der Außenwand des Dampfgebläsehauses nach Einbruch der Dunkelheit zu sehen sein. Eine weitere Produktion von Urbane Künste Ruhr nach einem Konzept von Rimini Protokoll wird als Ausstellung gezeigt: „Truck Tracks Ruhr – The Compilation“, eine audio-visuelle Gesamtkomposition aller sieben Alben ab dem 19.8.17 in der Mischanlage der Essener Kokerei Zollverein. In Essen wird eine Hörinstallation von Paul Plamper in Kooperation mit dem WDR mit Stimmen von u. a. Sandra Hüller zur Uraufführung kommen. Ab dem 2.9.17 können BesucherInnen der Ruhrtriennale bei PACT Zollverein in „Dienstbare Geister“ den Geschichten zweier MigrantInnen und damit einem Stück deutscher Geschichte in Kamerun lauschen. In einen „White Circle“ begeben sich BesucherInnen der Ruhrtriennale ab dem 2.9.17 in der Kraftzentrale des Landschaftspark Duisburg-Nord. Die Künstler des raster-noton-Musiklabels schaffen eine zweiwöchige Musik-Raum-Installation.

Musik – Auch in diesem Jahr spannt die Ruhrtriennale einen weiten musikalischen Bogen vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Am Eröffnungswochenende des Festivals findet zum dritten und letzten Mal im Rahmen der Ruhrtriennale „Ritournelle“ statt, die Festivalnacht der elektronischen Musik. Am 19.8.17 ab 18 Uhr feiern FestivalbesucherInnen bis in die frühen Morgenstunden zu den Sounds von Nicolas Jaar, Sohn, Mykki Blanco, Actress und KünstlerInnen des Denovali Labels. Wer am Vorabend noch elektronischen Klängen gehuldigt hat, kann am 20. und 21.9.17 Monteverdis „Marienvesper“ hören, vorgetragen vom Collegium Vocale Gent unter der musikalischen Leitung von Philippe Herreweghe. Die „Konzerte im Maschinenhaus“ finden weiterhin traditionell jeden Montagabend im Maschinenhaus der Essener Zeche Carl statt. Kurt Wagner, der 2015 mit seinem Projekt HeCTA bei Ritournelle zu Gast war, kehrt 2017 mit „Lambchop“ für ein Konzert am 23.8.17 in der Jahrhunderthalle nach Bochum zurück. Ebenfalls dabei ist die kanadische Folkband „Timber Timbre“. Eine besondere musikalische Kombination verspricht der Programmbeitrag von ChorWerk Ruhr: „Memoria“, das am 25.8.17 Premiere feiert, verbindet spanische Renaissance mit New Yorker „Abstract Expressionism“. ChorWerk Ruhr präsentiert unter der musikalischen Leitung von Florian Helgath in der Maschinenhalle der Dortmunder Zeche Zollern Werke von Tomás Luis de Victoria, John Cage und Morton Feldman. Auf ein Wiedersehen mit dem außergewöhnlichen Instrumentarium des US-Komponisten Harry Partch darf sich das Ruhrtriennale-Publikum freuen. „Monophonie“ ist der Titel für zwei Konzertabende am 16. und 17.9.17 in der Jahrhunderthalle Bochum, die alles andere als eintönig werden. Das Ensemble Musikfabrik wird Werke aus den Bereichen Neue Musik, Jazz-Rock und Techno spielen. Das Festival endet am 30.9.17 schließlich mit zwei Konzerten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Beethovens „Missa Solemnis“, präsentiert von den Bochumer Symphonikern unter der musikalischen Leitung von Steven Sloane, beschwört im Anneliese Brost Musikforum Ruhr die Utopie einer Welt in Frieden und Freiheit. Mit dem venezolanischen Musiker „Arca“ betritt ein paar Stunden später die Verkörperung einer Utopie die Bühne der Turbinenhalle in Bochum, der bereits Stücke von Björk und Kanye West produziert hat.

Tanz – Die erste Tanz-Trilogie der Ruhrtriennale findet ihr paradiesisches Finale bei PACT Zollverein. Der Choreograf Richard Siegal, dessen Arbeiten für die Spielzeiten 2015-2017 auf Dantes „Göttlicher Komödie“ fußten, zeigt mit „El Dorado“ ab dem 25.8.17 zum ersten Mal alle drei Teile der Trilogie an einem Abend. Auch Anne Teresa De Keersmaeker kehrt 2017 ins Ruhrgebiet zurück. Ihre neueste Choreografie „Bach. Cellosuiten (AT)“ wird am 26.8.17 in der Maschinenhalle der Zeche Zweckel uraufgeführt. Begleitet werden die fünf TänzerInnen von Rosas von dem gefeierten Cellisten Jean-Guihen Queyras. Die Choreografin Meg Stuart wird mit ihrer Tanzkompanie Damaged Goods die Zentralwerkstatt in Dinslaken-Lohberg einnehmen, um alternative, vielleicht utopische Formen der künstlerischen Produktion und Aufführung zu erarbeiten. Mit der Zentralwerkstatt in Dinslaken wird das Festival auch im dritten Jahr der Intendanz Johan Simons‘ einen neuen großen Spielort für die Ruhrtriennale erschließen. Das Ergebnis feiert unter dem Titel „Projecting [Space[“ am 31.8.17 Weltpremiere. Mit „Caen Amour“ zeigt der New Yorker Choreograf Trajal Harrell ab dem 9.9.17 bei PACT Zollverein eine Performance als Kreuzung aus Hoochie-Coochie Show und Tanzlabor, inspiriert von der Tanzikone Loïe Fuller. PACT Zollverein programmiert vom 15.-17.9.17 ein Festival im Festival: „Episoden des Südens“ thematisieren künstlerisch und diskursiv das Verhältnis zwischen Nord- und Südhalbkugel – Grenzverschiebungen sind inbegriffen.

Forum & Dialog – Am 18.8.17 hält die Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin 2009 Herta Müller die Festspielrede zur Eröffnung der Ruhrtriennale. In der Turbinenhalle an der Jahrhunderthalle Bochum wird sie die Kernthemen der Spielzeit zum Anlass nehmen für eine Ansprache exklusiv für das Festival. Am zweiten Festivalwochenende veranstaltet die Ruhrtriennale gemeinsam mit der innogy Sitftung für Energie & Gesellschaft am 26.8.17 ein Symposium. Publikum und geladene Gäste diskutieren im Refektorium Zukunftsfragen rund um das Thema „The End of Everything is a New Beginning“. Das ZEIT Forum Kultur setzt sich am 27.8.17 unter dem Titel „Elite am Ende. Die neue Kraft von unten“ gemeinsam mit Bundestagspräsident Norbert Lammert und Politaktivistin Claudine Nierth mit dem Widerstand gegen ein viel gescholtenes „Establishment“ auseinander. Zum letzten Mal lädt Johan Simons in der Spielzeit 2017 zum High Noon. Ab dem 27.8.17 begrüßt er jeden Festivalsonntag KünstlerInnen und Publikum der Ruhrtriennale zum Gespräch im Refektorium.

Seid umschlungen – Auch 2017 ist „Seid umschlungen“ das Leitmotiv der Intendanz Johan Simons‘ als Geste der künstlerischen, gesellschaftlichen und geografischen Umarmung. So umspannt das Festival zum Beispiel erneut das Ruhrgebiet von Dortmund bis Dinslaken. Das vielfältige Musikprogramm spricht verschiedene Altersgruppen an. Das Kunstdorf „The Good, the Bad and the Ugly“ bietet dem Festivalpublikum und allen Neugierigen viel Kunst – „umsonst und draußen“. Das Refektorium wird wieder mit einem abwechslungsreichen Programm aus Lesungen, Performances, Konzerten, einem Virtual-Reality-Wochenende, mit Kino-Abenden und Partynächten aufwarten – als Abschiedsgeschenk vollkommen kostenlos.

Unmittelbar nach Festivalende am 1.10.17 ist die Ruhrtriennale Teil der „JackPott. Theaterreise der RuhrBühnen“. Das Festival lädt die Reisenden im Anschluss an diese ganztägige Tour in die Jahrhunderthalle Bochum ein und begeht gemeinsam mit den Häusern des Ruhrgebiets so den Übergang von der Festivalsaison in die Theaterspielzeit.

Der Ticketverkauf für die Ruhrtriennale startete gestern. Bis zum 30.4.17 gibt es einen Frühbucherrabatt von 15 Prozent. Tickets sind online erhältlich unter www.ruhrtriennale.de. Alle Vorverkaufsstellen finden sich unter www.ruhr3.com/vvk.
 
The Good, the Bad and the Ugly — innogy Stiftung für Energie & Gesellschaft
Projecting [Space[ — RAG-Stiftung, RAG Montan Immobilien
Teentalitarismus / Mit Ohne Alles — Stiftung Mercator
The Broke ‘N’ Beat Collective — NRW.BANK
Kunststiftung NRW
Fonds Podiumkunsten — Dutch Performing Arts
Flanders — State of the Art
Verein der Freunde und Förderer der Ruhrtriennale 
 

www.ruhrtriennale.de

Freitag, 10. März 17
"Politik im Freien Theater" 2018 in München ~ Theaterfestival findet 2018 in der bayrischen Landeshauptstadt statt ~ Kooperation mit den Münchner Kammerspielen und dem Spielmotor München e.V.
Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb veranstaltet alle drei Jahre in wechselnden Städten das Festival „Politik im Freien Theater“. Die 10. Ausgabe wird im Herbst 2018 in Kooperation mit den Münchner Kammerspielen und dem Spielmotor München e.V. in der bayrischen Landeshauptstadt stattfinden.

Das Festival bietet eine Plattform für herausragende innovative, interdisziplinäre und genreübergreifende Produktionen aus der freien deutschsprachigen und internationalen Theaterszene. Für Thomas Krüger, Präsident der bpb, greifen die im Rahmen des Festivals gezeigten Inszenierungen mit den Mitteln der Darstellenden Kunst relevante gesellschaftliche Fragestellungen auf: „Das Ziel des Festivals Politik im Freien Theater ist es, das Publikum anzuregen, sich mit aktuellen politischen Themen und Kontroversen auseinanderzusetzen.“

„Ich bin gespannt auf das Festival, dass das Theater als Ort des politischen Diskurses in den Mittelpunkt rückt. Unsere Theater und die freie Szene in München zeigen immer wieder aufs Neue, wie ästhetischer und inhaltlicher Anspruch in Verbindung gebracht werden können“, so Dr. Hans-Georg Küppers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München. Küppers sieht in dem Festival zudem eine gute Gelegenheit zur weiteren Vernetzung für die Münchner Theaterschaffenden.

Mit der Entscheidung für München als Austragungsort der kommenden Festivalausgabe wollen die Veranstalter die vielfältigen künstlerischen Formen, die sich während der vergangenen zwei Jahrzehnte im Freien Theater herausgebildet haben, stärker in der Stadt sichtbar machen. Während das alle zwei Jahre in München stattfindende Festival „Spielart“ das Hauptaugenmerk auf internationale Produktionen richtet, konzentriert sich „Politik im Freien Theater“ überwiegend auf das Geschehen im deutschsprachigen Raum.

Die Entscheidung, welche Stücke zum Festival eingeladen werden, trifft eine siebenköpfige Auswahljury. Die Zusammensetzung dieses Gremiums wird im Juni 2017 bekanntgegeben. Die ausgewählten Produktionen kommen an Orten in der ganzen Stadt und in der Umgebung Münchens zur Aufführung. Zu den Spielstätten zählen unter anderem die Münchner Kammerspiele, Muffatwerk, Pathos Theater und HochX.

Das Festival machte bereits Station in Bremen, Stuttgart, Hamburg, Berlin, Köln, Dresden und Freiburg. Um den Austragungsort konnten sich deutsche Städte ab ca. 500.000 Einwohner bewerben, in denen das Festival bislang noch nicht zu Gast war und die in keinem der Bundesländer liegen, in denen eine der letzten drei Ausgaben von „Politik im Freien Theater“ stattgefunden hat.

www.politikimfreientheater.de

Freitag, 10. März 17
Radikal jung 2017

Das Regietheaterfestival zeigt ein vielfältiges Spektrum an Ästhetiken und Themen junger Theatermacher – seit 2011 aus dem gesamten europäischen Raum und seit 2013 erstmals darüber hinaus.
Radikal jung 2017 präsentiert vom 28. April bis 7. Mai 2017 bezeichnende Inszenierungen junger Regisseure am Münchner Volkstheater.
Die Auswahljury, bestehend aus dem Festivalleiter Kilian Engels, dem Theaterkritiker Prof. C. Bernd Sucher und der Schauspielerin Annette Paulmann, hat folgende Produktionen eingeladen:

- Cock, Cock.. Who's There? von Samira Elagoz, Regie: Samira Elagoz
- Das Schloss, nach dem Roman von Franz Kafka, Regie: Nicolas Charaux / Münchner Volkstheater
- Der 2. Mai 2017, von Jan Philipp Stange, Regie: Jan Philipp Stange,  eine Koproduktion von studioNAXOS und der Hessischen Theaterakademie
- Gott wartet an der Haltestelle, von Maya Arad Yasur, Regie: Pınar Karabulut / Staatsschauspiel Dresden
- Kroniek oder wie man einen Toten im Apartment nebenan für 28 Monate vergisst, von Florian Fischer, Regie: Florian Fischer / NT Gent
- Nathan die Weise, von nach Gotthold Ephraim Lessing, Regie: Leonie Böhm / Thalia Theater Hamburg
- Stören, von von Suna Gürler und Ensemble, Regie: Suna Gürler / Maxim Gorki Theater Berlin
- The Making-of, von Nora Abdel-Maksoud, Regie: Nora Abdel-Maksoud / Maxim Gorki Theater Berlin
- Wenn die Rolle singt oder der vollkommene Angler, von und mit Thomas Niehaus und Paul Schröder, Regie: Johanna Louise Witt / Thalia Theater Hamburg

www.muenchner-volkstheater.de

Freitag, 10. März 17
»Die Csárdásfürstin« feiert Premiere am Theater Magdeburg
Am Samstag, dem 11. 3. 2017, 19.30 Uhr, feiert Emmerich Kálmáns bekannte Operette »Die Csárdásfürstin« in der Regie von Otto Pichler im Theater Magdeburg Premiere.


Die Csárdásfürstin
Theater Magdeburg»
Sylva (Judith Kuhn), Ensemble
© Andreas Lander

Mit ihren eingängigen Musiknummern und auf Grund der musikalischen Erfindungskraft wurde »Die Csárdásfürstin« nach der Uraufführung 1915 zu einem großen Erfolg, der bis heute anhält. Die in Wien uraufgeführte Operette traf den Nerv der Zeit einer Gesellschaft, die sich im Übergang befand. Nicht nur in der österreichischen Hauptstadt, sondern in ganz Europa herrschte Weltuntergangsstimmung, die sich in Zeilen wie »Hurra, hurra, man lebt nur einmal«
oder »Mag die ganze Welt versinken, hab' ich dich!« widerspiegelt. Auch die gesellschaftspolitischen Veränderungen, wie der Untergang der über Jahrhunderte andauernden Habsburgischen Monarchie, thematisiert der ungarische Komponist in seinem erfolgreichsten Werk:
Edwin, Spross eines späthabsburgischen Adelsgeschlechts, möchte die Varietésängerin Sylva Varescu zur Frau nehmen. Sein Vater allerdings hat ganz andere Pläne für den Sohn und längst eine standesgemäße Ehe mit der Cousine, der Komtesse Stasi, arrangiert. Nun ist es an Edwin, für welches Leben er sich entscheidet. Indes jedoch hat auch Stasi Geheimnisse, ebenso wie die selbstbewusste Sylva, die nicht tatenlos bleibt. So braucht es etliche Intrigen und Verstellungen, bis am Ende doch die richtigen Paare zueinanderfinden. Über die Handlung legt sich die Entstehungszeit mit dem nahenden Ersten Weltkrieg wie ein dunkler Schatten. Die Partie der glamourösen Varieté-Ikone Sylva Varescu wird Raffaela Lintl übernehmen. Ehemals Mitglied des Internationalen Opernelitestudios des Theaters Lübeck und der Musikhochschule Lübeck, ist die Sopranistin seit der Spielzeit 2016/2017 Mitglied des Magdeburger Opernensembles.
Der Regisseur und Choreograf Otto Pichler konzentriert sich auf die Beziehung zwischen Vater und Sohn und inszeniert damit einen zeitlosen Konflikt. Den Österreicher verbindet als Choreograf eine langjährige Zusammenarbeit mit Barrie Kosky. Als Co-Regisseur inszenierte er zusammen mit Kosky »West Side Story« an der Komischen Oper in Berlin. Weiterhin machte er sich als Regisseur unter anderem mit Inszenierungen wie »Hello, Dolly!« in Linz und »Jekyll & Hyde« in Coburg auf sich aufmerksam. Am Theater Magdeburg erarbeitete er in der Spielzeit 2014/2015 die Choreografie zu »La Bohème«.
Am Pult der Magdeburgischen Philharmonie steht Ewa Strusinska. Die freischaffende Dirigentin hat sich bereits weltweit einen Namen gemacht und dirigierte unter anderem das Johannesburg Philharmonic Orchestra, das BBC National Orchestra of Wales, das Brandenburgische Staatsorchester, die Nationalphilharmonie Warschau und das Orchester der Beethoven-Akademie Krakau. Sie ist Preisträgerin des Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerbs der Bamberger Symphoniker.
Die Inszenierung entsteht als Koproduktion mit dem Theater Augsburg, wo »Die Csárdásfürstin« am 27. 2. 2016 Premiere feierte. Ab März ist die Inszenierung, neu besetzt und einstudiert mit dem Magdeburger Ensemble, im Opernhaus zu sehen.

www.theater-magdeburg.de

Freitag, 10. März 17
Burgfestspiele Bad Vilbel: Tschick jetzt auch im Sommer - der Lada läuft und läuft...
Die Burgfestspiele Bad Vilbel reagieren auf die Wünsche des Publikums und bieten jetzt zusätzlich "Das Tagebuch der Anne Frank" auch abends und da die Nachfrage ungebrochen ist, "Tschick" wieder im normalen Burgfestspielprogramm an.

Die neuen Termine für Tschick:
Fr, 16.06. 23:00 Uhr
Sa, 17.06. 23:00 Uhr
So, 18.06. 21:00 Uhr
Sa, 24.06. 23:00 Uhr
Fr, 14.07. 23:00 Uhr
Sa, 15.07. 23:00 Uhr
So, 16.07. 21:00 Uhr
Fr, 25.08. 23:00 Uhr
Sa, 26.08. 23:00 Uhr
Sa, 09.09. 23:00 Uhr

Regie: Ulrich Cyran
Bühnen- und Kostümbild: Rahel Seitz
Produktionsdramaturgie: Ruth Schröfel

Besetzung:
Tschick: Carlos Praetorius
Maik: sam Michelson

www.kultur-bad-vilbel.de

Freitag, 10. März 17
Xavier Naidoo und Sasha präsentieren ECHO 2017 bei VOX
- Linkin Park feat. Kiiara stehen als erster Live Act fest
- Ausstrahlungstermin bei VOX ist der 7. April, um 20:15 Uhr

Von Musikern für Musiker: Xavier Naidoo und Sasha sind Gastgeber der Verleihung des Deutschen Musikpreises ECHO. Die beiden Sänger wurden bereits selbst mehrfach mit dem ECHO ausgezeichnet. VOX strahlt die Show mit zahlreichen nationalen und internationalen Top-Künstlern am 7. April um 20:15 Uhr im TV aus. Auch der erste Live Act steht fest: Die US-Band Linkin Park reist zu einem ihrer seltenen deutschen TV-Auftritte nach Berlin und stellt gemeinsam mit der Sängerin Kiiara den Song „Heavy“ vor, die Single-Auskopplung ihres mit Spannung erwarteten neuen Albums „One More Light“. Die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), verleiht den ECHO am 6. April zum 26. Mal. Der Vorverkauf für die Gala startet am 15. März.

Xavier Naidoo freut sich auf die anstehende Aufgabe: „Als VOX mich gefragt hat, ob ich in diesem Jahr die ECHO-Verleihung moderieren würde, dachte ich: Eine Musikshow zusammen mit Sasha und VOX? Das hat ja schon mal gut geklappt, da bin ich gerne dabei. Außerdem empfinde ich es als große Ehre, meine Musikerkollegen an diesem Abend auszeichnen und hochleben lassen zu dürfen.“ Und Gastgeber-Kollege Sasha ergänzt: „Genau, Xavier und ich waren bei der VOX-Premiere von ,Sing meinen Song‘ dabei, da lassen wir uns die ECHO-Premiere natürlich auch nicht entgehen. Wir wissen beide aus Erfahrung, dass die Verleihung für die Preisträger etwas ganz Besonderes ist und wollen sie an diesem Abend zusammen mit allen Gästen verbal und musikalisch abfeiern. Wir freuen uns drauf!“

„Nach 25 Jahren setzen wir den ECHO 2017 auf ein neues, moderneres Fundament“, so BVMI-Geschäftsführer Dr. Florian Drücke. „Dazu gehört, dass wir mit einem neuen TV-Sender neue Wege gehen. Das Team von VOX hat in den letzten Jahren mehrfach unter Beweis gestellt, dass es dem Publikum Musik und die Geschichten dahinter erfrischend und emotional vermitteln kann. VOX inszeniert den ECHO als Award-Abend von Musikern für Musiker, als hochklassiges Entertainment-Format, das das Publikum im Saal und die Fans an den Screens bestens unterhalten wird. Und mit Xavier Naidoo und Sasha haben wir zwei großartige Gastgeber. Einen Vorgeschmack auf dieses außergewöhnliche Event gibt zudem der Name des ersten Live Acts: Linkin Park feat. Kiiara. Wir freuen uns sehr über diesen Startschuss für ein hochkarätiges ECHO-Line-up.“ Linkin Park gehören heute zu den erfolgreichsten und einflussreichsten Rockbands der Welt. Die Formation aus Los Angeles verkaufte mittlerweile über 50 Millionen Alben. Zahlreiche Preise, darunter zwei Grammys, fünf American Music Awards und bereits vier ECHOs, konnten die US-Rocker bislang entgegennehmen. Gemeinsam mit der Singer-Songwriterin Kiiara veröffentlichten sie im Februar die Single „Heavy“. Am 19. Mai folgt das siebte Studioalbum „One More Light“. Seit 2003 erreichte jeder Linkin-Park-Longplayer Platz 1 der deutschen Charts. In diesem Sommer spielen die Kalifornier auf diversen europäischen Festivals, darunter das Hurricane und das Southside in Deutschland.

Kiiara landete im vergangenen Jahr mit der Single „Gold“ auch hierzulande ihren ersten Hit mit über 200.000 verkauften Einheiten. Der Song katapultierte die ehemalige Baumarkt-Mitarbeiterin in die Musikblogs und wurde weltweit über 45 Millionen Mal gestreamt. Darüber hinaus war das Stück in den Spots der Apple- Watch-Kampagne mit US-Schauspielerin Chloë Sevigny zu hören. Nach Veröffentlichung ihrer Debüt-EP „Low Kii Savage“ tritt die Amerikanerin nun mit Linkin Park auf und teilt sich mit Leadsänger Chester Bennington die Vocals des Titels „Heavy“.

www.echopop.de

Donnerstag, 9. März 17
Staatstheater Mainz: Ausgezeichnetes Kindermusiktheater
Zeitgenössisches Kindermusiktheater erfährt immer mehr Beachtung – dennoch gibt es noch viel zu wenige Werke. In der Opernsparte des Staatstheater Mainz wird dem Aufbau eines eigenen Repertoires für das ganz junge Publikum mit eigenen Kompositionsaufträgen und Uraufführungen viel Aufmerksamkeit und kreative Energie geschenkt. Dafür gibt es nun höchste Anerkennung: Die Produktion Zweieinander, eine Koproduktion des Staatstheater Mainz mit dem Ensemble LebiDerya für Kinder ab 3 Jahren, ist zum FRATZ International vom 10.-19. März in Berlin eingeladen – als einzige deutsche unter sechs internationalen und überregionalen Inszenierungen.
„Das Staatstheater Mainz ist seit 2014 ein wichtiger Akteur in der Weiterentwicklung des Musiktheaters für junges Publikum und setzt mit Uraufführungen und neuen Formaten Akzente“, heißt es auf der Homepage des Festivals.
Das Staatstheater Mainz beglückwünscht Opernchefdramaturgin Ina Karr, Regisseur Anselm Dalferth und die Musiker herzlich zu diesem Erfolg.
In Mainz ist Zweieinander wieder zu sehen am 16. und 22. April.

www.staatstheater-mainz.de

Donnerstag, 9. März 17
Deutsches Nationaltheater Weimar: Spielzeit 2017/18
Für die fünfte Spielzeit unter der Intendanz von Hasko Weber sind im Musiktheater und Schauspiel insgesamt 20 Neuinszenierungen, darunter 11 Uraufführungen, sowie 10 Sinfonie- und mehrere Sonderkonzerte der Staatskapelle Weimar geplant. 
Neben weiteren Wiederaufnahmen in allen Spielstätten werden die Produktionen »My Fair Lady« und »Ein Sommernachtstraum«, die 2016 für die Interimsspielstätte Redoute entstanden sind, sowie das Familienstück »Pünktchen und Anton« aus dem E-Werk ins Große Haus übernommen.
Zudem wird es wieder eine Reihe von Kammerkonzerten, eine Operngala, Gesprächs- und weitere Veranstaltungsformate sowie in allen Sparten
vielfältige Angebote für Kinder und Jugendliche geben.

Premieren im Kunstfest Weimar 2017
In enger Zusammenarbeit mit dem Kunstfest Weimar und weiteren Partnern entstehen auch in diesem Jahr zwei Produktionen, die im Rahmen des Festivals ihre Uraufführung erleben: In Fortsetzung von »KULA nach Europa« erarbeiten Robert Schuster und Julie Paucker mit deutschen, französischen, afghanischen und israelischen Schauspieler*innen das transnationale Theaterprojekt »MALALAI die afghanische Jungfrau von Orleans« (25.8., R: Robert Schuster). Die Inszenierung mit Texten von Schiller, Anouilh, Brecht und dem paschtunischen Dichter Ajamal Kattak ist eine Kooperation mit dem Schauspielhaus Bochum und dem Theater Chur (Schweiz) und wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und das Goethe-Institut. In der Installation CAMERA OBSCURA :: LENZ für je einen Zuschauer entwickeln Bernhard Mikeska, Lothar Kittstein & Alexandra Althoff (RAUM + ZEIT) ein multimediales, intimes Schauspielertheater über den genialen, tragischen jungen Dichter Lenz (19.8., R: Bernhard: Mikeska). Die Produktion wird gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes.

Premieren im Musiktheater und Schauspiel
Das Musiktheater eröffnet die Spielzeit 2017/18 mit Leonard Bernsteins »Candide« in der 1999 entstandenen Neufassung von John Caird, die mit dieser Inszenierung ihre Deutsche Erstaufführung erlebt (3.9., ML: Dominik Beykirch, Regie: Martin G. Berger). Als Koproduktion mit dem Kunstfest Weimar folgt die Uraufführung der Oper »Das versunkene Schiff des Zauberers« nach dem gleichnamigen Roman von Ban Ma, die das DNT bei der chinesischen Komponistin Lin Wang in
Auftrag gegeben hat (21.10., ML: N.N., R: Christian Sedelmayer). Der Kompositionsauftrag wurde finanziert durch die Ernst von Siemens-Musikstiftung, die Produktion wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Generalmusikdirektor Kirill Karabits leitet die Neuinszenierung von Wolfgang Amadeus Mozarts Opernkomödie »Die Hochzeit des Figaro« (27.1., R: Michael Talke), die den Auftakt seiner Auseinandersetzung mit der Mozart-Tradition in Weimar anhand der drei Da Ponte-Opern bildet. Ebenfalls unter seiner Leitung kommt Richard Wagners »Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg« (14.4., R: Maximilian von Mayenburg) neu auf die Bühne. Mit Henry Purcells »Dido und Aeneas« (16.11., ML: Dominik Beykirch, R: Corinna von Rad) wird es in der kommenden Spielzeit auch wieder eine Musiktheater-Produktion im E-Werk geben. Zum Abschluss der Saison erlebt Verdis »Ein Maskenball« (2.6., ML: N.N., R: Eva-Maria Höckmayr) seine Premiere.

Im Schauspiel liegt der Schwerpunkt in der kommenden Saison auf zeitgenössischen aktuellen Texten: Jan Neumann hat für das DNT die bissige Zeitkomödie »Bombenstimmung« geschrieben, Uraufführung bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (11.5.) wird das Stück nun auch in Weimar Premiere haben (8.9., R: Hasko Weber). Als erstes Theater bringt das DNT eine Adaption von Juli Zehs Bestsellerroman »Unterleuten«, spannender Krimi und scharfe Analyse der fragilen sozialen Situation der gegenwärtigen Gesellschaft zugleich, auf die Bühne. (18.11., R: Jenke Nordalm). Mit dem Auftragswerk »Bambule im Herbst« von Dirk Laucke (15.9., Regie: Enrico Stolzenburg), der Stückentwicklung »Dreimal die Welt oder die Sache der Freiheit« (Arbeitstitel) von Jan Neumann und Ensemble (8.2., Koproduktion mit dem Staatstheater Mainz) sowie einem neuen Stück von Jörn Klare (Mai 2018, R: Stephan Rottkamp) stehen weitere Uraufführungen auf dem Programm. Zudem konnte Stefan Hornbach als Autor für ein neues Klassenzimmerstück gewonnen werden, das unter dem Titel »Schwalbenkönig« die Themen Sexualität und Sport verhandelt (31.8., R: Otto A. Thoß, Koproduktion mit dem Badischen Staatstheater Karlsruhe). Daneben wird es mit Gotthold Ephraim Lessings Aufklärungsdrama »Nathan der Weise« (23.2., R: Hasko Weber) und Heinrich von Kleists »Michael Kohlhaas« (9.11., R: Sebastian Martin) auch zwei Inszenierungen von Stoffen aus dem klassischen Kanon geben.

Weitere Neuinszenierungen sind die Musiktheater-Produktion »Nathan und seine Kinder« nach dem Roman von Mirjam Pressler (UA 24.1., ML: Holger Reinhardt, R: Noa Naamat), der Liederabend »Ciao, Bella, ciao!« (29.3., R: Nina Gühlstorff) und »Homo Empathicus« von Rebbeka Kricheldorf als Produktion mit Jugendlichen (8.4., R: Angelika Andrzejewski).

Als Koproduktion entsteht zudem der Abend »On the Edge«, den Andris Plucis (Choreographie) und Hasko Weber (Regie) mit Tänzern des Balletts Eisenach und Schauspielern des DNT gemeinsam erarbeiten (26.5., Landestheater Eisenach / Weimarer Premiere: 2018/19).

Die Staatskapelle Weimar widmet sich in ihren Konzerten 2017/18 neben bekannten Werken des deutschen Repertoires schwerpunktmäßig der Musik französischer Komponisten. Einen Höhepunkt stellt dabei die konzertante Aufführung der 1877 am Weimarer Hoftheater uraufgeführten Oper »Samson et Dalila« von Saint-Saëns mit Corby Welch und Nadine Weissmann in den Titelpartien dar (17./18.6.). Die Leitung liegt in den Händen von Chefdirigent Kirill Karabits, der in weiteren sechs Konzertprogrammen u.a. auch Verdis »Messa da Requiem« mit dem MDR Rundfunkchor 26.3.) dirigieren wird. Unter der Leitung von Marek Janowski bringt die Staatskapelle Weimar Beethovens »Missa Solemnis« mit dem MDR Rundfunkchor (26.4.), sowie dessen 2. und 8. Sinfonie zur Aufführung. Als Composer in Residence präsentiert das Orchester den ukrainischen Komponisten Valentin Silvestrov. Artist in Residence ist der ebenfalls aus der Ukraine stammende Geiger Valeriy Sokolov, der ein neues Violinkonzert von Silvestrov (14./15.1.) aus der Taufe heben sowie die Konzerte von Barber (14./15.1.) und Brahms (25./26.3.) interpretieren wird.
Weitere spannende Aufführungen versprechen der Cellist Alexandre Castro-Balbi mit Edouard Lalos Cellokonzert (8./9.10.) und die Pianisten Anika Vavic mit Rodion Schtschedrins Klavierkonzert Nr. 4 (29./30.10.), Alexej Gorlatch mit Chopins Klavierkonzert Nr. 2 (3./4.12.) und Sunwook Kim mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 (18./19.2.). Darüber hinaus darf man sich auf renommierte Gesangssolisten wie Catherine Foster (Verdi-Requiem), Regine Hangler, Marina Prudenskaya, Christian Elsner und Franz Josef Selig (Missa Solemnis, 26.4.) sowie Michaela Schuster (»La Mort de Cléopâtre« von Hector Berlioz 20./21.5.) freuen. Als weitere Gastdirigenten sind in den Sinfoniekonzerten Stefan Lano (8./9.10.), Fabien Gabel (3./4.12.) und Bertrand de Billy (20./21.5.) am Pult der Staatskapelle zu erleben. Das diesjährige Filmkonzert mit dem beliebten Märchenfilm »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel« (15./16.12.) und die Open Air-Konzertnacht »Hollywood im Park - die Zweite« (30.6. im Weimarhallenpark) dirigiert Filmmusikspezialist Frank Strobel. Neben Gastkonzerten in Deutschland, der Schweiz und Spanien wird die Staatskapelle Weimar im Frühjahr 2018 erstmals auf eine vierwöchige USA-Tournee gehen.

Das Spielzeitbuch erscheint Ende April und wird dann auch auf der Website um Download zur Verfügung stehen.


Spielzeit 2017/18

Premieren Schauspiel und Musiktheater


CAMERA OBSCURA :: LENZ
Eine Installation für je einen Zuschauer
von Bernhard Mikeska, Lothar Kittstein und Alexandra Althoff (RAUM + ZEIT)
Koproduktion von RAUM + ZEIT, DNT und Kunstfest Weimar
Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes
Premiere: 19.08.2017, in Weimar

MALALAI – die afghanische Jungfrau von Orléans
Transnationales Theaterprojekt von Robert Schuster und Julie Paucker
mit deutschen, französischen, afghanischen und israelischen Schauspielern
Koproduktion des DNT und des Kunstfest Weimar
in Kooperation mit dem Schauspielhaus Bochum und dem Theater Chur (Schweiz)
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und das Goethe-Institut
Regie: Robert Schuster
Premiere: 25.08.2017, E-Werk

Schwalbenkönig
Klassenzimmerstück von Stefan Hornbach
Koproduktion mit dem Badischen Staatstheater Karlsruhe
Regie: Otto A. Thoß
Premiere: 31.08.2017, Marie-Curie-Gymnasium, Bad Berka

Candide
von Leonard Bernstein - Buch v. Hugh Wheeler n. Voltaires » imisme«
In einer neuen Version von John Caird (1999) / Liedtexte von Richard Wilbur, Stephen
Sondheim, John Latouche, Lillian Hellman, Dorothy Parker und Leonard Bernstein
Deutsche Fassung von Martin G. Berger
Musikalische Leitung: Dominik Beykirch, Regie: Martin G. Berger
Premiere: 03.09.2017, Großes Haus

Bombenstimmung
Komödie von Jan Neumann
Regie: Hasko Weber
Uraufführung bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen am 11. Mai 2017
Premiere in Weimar: 08.09.2017, Großes Haus

Bambule im Herbst
von Dirk Laucke
Regie: Enrico Stolzenburg
Premiere: 15.09.2017, Studiobühne

Das versunkene Schiff des Zauberers
nach dem gleichnamigen Roman von Ban Ma Musik von Lin Wang
Kompositionsauftrag des DNT finanziert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung
Koproduktion des DNT und des Kunstfest Weimar, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes
Musikalische Leitung: N.N., Regie: Christian Sedelmayer
Premiere: 21.10.2017, Großes Haus

Michael Kohlhaas
nach Heinrich von Kleist
Regie: Sebastian Martin
Premiere: 09.11.2017, Studiobühne

Dido and Aeneas
von Henry Purcell
Musikalische Leitung: Dominik Beykirch, Regie: Corinna von Rad
Premiere: 16.11.2017, E-Werk

Unterleuten
nach dem Roman von Juli Zeh
Regie: Jenke Nordalm
Premiere: 18.11.2017, Großes Haus

Die Hochzeit des Figaro (Le nozze di Figaro)
von Wolfgang Amadeus Mozart
Musikalische Leitung: Kirill Karabits, Regie: Michael Talke
Premiere: 21.01.2018, Großes Haus

Nathan und seine Kinder

nach Motiven gleichnamigen Romans von Mirjam Pressler
Musik: André Kassel & Studierenden der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar
Musikalische Leitung: Holger Reinhardt, Regie: Noa Naamat
Premiere: 24.01.2018, Studiobühne

Dreimal die Welt oder die Sache der Freiheit (Arbeitstitel)
Stückentwicklung von Jan Neumann und Ensemble
Koproduktion mit dem Staatstheater Mainz
Regie: Jan Neumann
Premiere: 08.02.2018, E-Werk / Premiere in Mainz: 17.02., Kleines Haus

Nathan der Weise
von Gotthold Ephraim Lessing
Regie: Hasko Weber
Premiere: 23.02.2018, Großes Haus
Ciao, Bella, ciao!
Ein Liederabend zum 101. Jubiläum der Oktoberrevolution
Regie: Nina Gühlstorff
Premiere: 29.03.2018, E-Werk

Homo Empathicus
von Rebekka Kricheldorf / Eine Produktion mit Jugendlichen
Regie: Angelika Andrzejewski
Premiere: 08.04.2018, Studiobühne

Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg
von Richard Wagner
Musikalische Leitung: Kirill Karabits, Regie: Maximilian von Mayenburg
Premiere: 14.04.2018, Großes Haus

Ein neues Stück von Jörn Klare
Regie: Stephan Rottkamp
Premiere: Mai 2018, Großes Haus
On the Edge
Koproduktion des Landestheaters Eisenach und des DNT
Choreographie: Andris Plucis, Regie: Hasko Weber
Premiere: 26.05.2018, Landestheater Eisenach / Premiere in Weimar: Spielzeit 2018/19

Ein Maskenball (Un ballo in maschera)
von Giuseppe Verdi
Musikalische Leitung: N.N., Regie: Eva-Maria Höckmayr
Premiere: 02.06.2018, Großes Haus

Staatskapelle Weimar
Composer in Residence Valentin Silvestrov

www.nationaltheater-weimar.de

Donnerstag, 9. März 17
Tonkünstler-Orchester Saison 17-18: Kosmos Bernstein
Mit dem «Kosmos Bernstein» stellen das Tonkünstler-Orchester und Yutaka Sado erstmals in der 110-jährigen Orchestergeschichte ein komplettes Jahresprogramm unter ein saisonüberspannendes Hauptthema. Anlässlich des 100. Geburtstags von Leonard Bernstein am 25. August 2018 widmen sie die Konzertsaison 17–18 dieser großen Musikerpersönlichkeit des 20. Jahrhunderts, die auch das Wiener Musikleben entscheidend mitgestaltet hat. Im «Kosmos Bernstein» präsentieren die Tonkünstler und Yutaka Sado, der von 1988 bis 1990 Bernsteins Assistent in Wien war, die Musik Leonard Bernsteins und seiner Zeitgenossen ebenso wie die Meisterwerke jener Komponisten, denen Bernstein zu Weltgeltung verhalf.

Neue Tonkünstler-CDs
Im 2016 gegründeten Tonkünstler-Label ist mit Jean Sibelius’ zweiter Symphonie und seiner Tondichtung «Finlandia» soeben die vierte CD als Eigenproduktion erschienen. Diese CD ist das Willkommensgeschenk für Teilnehmende am Vorteilsprogramm Pluspunkt der Saison 17-18.

Am 28. April 2017 erscheint die Tribute-CD des Tonkünstler-Orchesters zur Konzertsaison «Kosmos Bernstein». Dafür wurden vier der besten Orchesterwerke Leonard Bernsteins ausgewählt – analog jener von Bernstein selbst geleiteten Plattenproduktion mit den New Yorker Philharmonikern, die erstmals 1961 herauskam: die Ouvertüre zu «Candide», die Tänze zur «West Side Story», die Suite aus dem Soundtrack zum Filmdrama «On the Waterfront» von 1954 und das Ballett «Fancy Free».

www.tonkuenstler.at

Donnerstag, 9. März 17
Oper Zürich: Saisonvorschau 2017/18
Das Opernhaus Zürich eröffnet die neue Spielzeit am 24. September 2017 mit Pjotr Tschaikowskis Jewgeni Onegin - eine Koproduktion mit der Komischen Oper Berlin in der Inszenierung von Barrie Kosky.

Die erste Inszenierung unseres Intendanten Andreas Homoki in der kommenden Spielzeit ist die Uraufführung der Oper Lunea von Heinz Holliger. Der Komponist übernimmt persönlich die musikalische Leitung am Pult der Philharmonia Zürich. Fabio Luisi und Andreas Homoki erarbeiten zudem in der kommenden Spielzeit das Melodramma La forza del destino von Giuseppe Verdi.

Das Ballett Zürich eröffnet die Spielzeit 2017/2018 mit Nussknacker und Mausekönig, einer Neuproduktion von Christian Spuck zu Tschaikowskis berühmter Ballettkomposition. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit dem Choreographen Edward Clug für die Uraufführung des Handlungsballetts Faust. Die Premiere Emergence vereint Speak for yourself von Sol León und Paul Lightfoot sowie erstmals ein Stück der gefeierten Choreografin Crystal Pite.

Die Konzertreihe mit der Philharmonia Zürich und dem Orchestra La Scintilla spannt in der kommenden Spielzeit einen musikalischen Bogen um vier Jahrhunderte, von der italienischen Barockmusik des 17. Jahrhunderts bis hin zu ausgewählten italienischen Komponisten aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Zum Auftakt der Saison 2017/2018 findet am 23. September 2017 traditionell das große Eröffnungsfest mit einem bunten Programm für die ganze Familie in allen Räumen des Opernhauses statt. Am 16. Juni 2018 heisst es dann wieder: «Oper für alle» mit der Live-Übertragung von Franz Lehárs Das Land des Lächelns.

Alle Informationen und das komplette Programm der Spielzeit 2017/2018 findet sich auf der Website, als PDF zum Download oder als Buch gratis zum Mitnehmen im Opernhaus.

www.opernhaus.ch

Mittwoch, 8. März 17
Abbas Khider als Mainzer Stadtschreiber 2017 in Amt eingeführt ~ ZDF-Kulturchef Peter Arens: "Mit Literatur die Welt besser begreifen"
Abbas Khider ist am Dienstag, 7. März 2017, als neuer Mainzer Stadtschreiber feierlich in sein Amt eingeführt worden. ZDF-Kulturchef Prof. Peter Arens, der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling und die Mainzer Kulturdezernentin Marianne Grosse begrüßten Khider im Mainzer Rathaus. Die Laudatio hielt der Schriftsteller und Mainzer Stadtschreiber 2007, Ilija Trojanow. Der 1973 in Bagdad geborene Abbas Khider wird wie sein Vorgänger Clemens Meyer gemeinsam mit dem ZDF eine Dokumentation nach freier Themenwahl produzieren und die Stadtschreiberwohnung im Mainzer Gutenberg-Museum beziehen. Der mit 12 500 Euro dotierte Literaturpreis wird 2017 zum 33. Mal von ZDF, 3sat und der Stadt Mainz vergeben.


Abbas Khider
© ZDF / Jana Kay

ZDF-Kulturchef Prof. Peter Arens in seiner Rede: "Sie bedienen sich einer überwältigend schlüssigen und klaren Sprache, die den Leser packen soll. Ihr Storytelling ist einer konkreten Absicht, einer Haltung verpflichtet. Im festen Glauben, mit Literatur die Welt besser zu begreifen. Im festen Glauben, dass ein ästhetisches Verhältnis zur Welt ein erkennendes Verhältnis ist."

Abbas Khider kennt sich aus mit Repression, mit Flucht und Vertreibung, mit Heimatlosigkeit und Hoffnung auf ein neues Leben. Der deutsch-irakische Schriftsteller, der von Anfang an auf Deutsch schrieb, erzählt in einer musikalischen und schlanken Sprache, so die Jury, tragikomische, erschütternde und anrührende Geschichten von Menschen, die unter Verfolgung und Vertreibung leiden müssen. Er verleiht mit Sensibilität, Humor und Sympathie den Heimatlosen eine authentische, unüberhörbare Stimme. In seinem Romandebüt "Der falsche Inder" (2008) verarbeitete er seine eigene Flucht aus dem Irak.

Abbas Khider wuchs in Bagdads Viertel Saddam-City als Sohn eines Dattelhändlers auf. Als Abiturient wurde er wegen politischer Aktivitäten gegen das Regime Saddam Husseins verhaftet und von 1993 bis 1995 inhaftiert und gefoltert. Nach seiner Flucht aus dem Irak ersuchte er im Jahr 2000 um Asyl in Deutschland. Von 2005 bis 2010 studierte er in München und Potsdam Literatur und Philosophie. Seit 2007 ist Khider deutscher Staatsbürger.

In seinem Romandebüt "Der falsche Inder" (2008) verarbeitete er seine jahrelange Odyssee als Flüchtling. 2011 folgte der Roman "Die Orangen des Präsidenten", in dem Khider ein erschütterndes Bild des Irak zwischen Gefängnishölle und behüteter Kindheitsidylle zeichnet. Mit "Brief in die Auberginenrepublik" (2013) entwarf Khider ein vielstimmiges Panorama arabischer Fluchten, Zustände und Stimmen, von Libyen bis Irak. 2014 leitete Khider eine Schreibwerkstatt in Kairo, nachdem er schon 2011 in der ägyptischen Hauptstadt recherchiert hatte und sich an den Protesten gegen das Mubarak-Regime beteiligte. 2016 erschien sein aktueller Roman "Ohrfeige", der abermals auf große Aufmerksamkeit bei Kritik und Lesern stieß. Khider schildert mit Sinn für Melancholie und Groteske, wie eine Gruppe von Asylbewerbern Anfang der 2000er Jahre in das Räderwerk einer absurden deutschen Bürokratie gerät.

Ausgezeichnet wurde Abbas Khider  unter anderem mit dem Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis (2010), dem Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil (2013), dem Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund (2013), dem Spycher Literaturpreis Leuk 2016, der Heinrich-Heine-Gastdozentur 2016 und dem Adelbert-von Chamisso-Preis 2017.  www.abbaskhider.com

Mittwoch, 8. März 17
Neue Konzertsaison 2017/18 des hr-Sinfonieorchester: Grenzen überschreiten
Kaum drei Jahre alt und schon ein Klassiker: Das Open Air des hr-Sinfonieorchesters wird in diesem Jahr mit einem gewichtigen neuen Partner einen europäischen Anstrich bekommen und die neue Saison am 24. August an der Weseler Werft einläuten. Der nächste Publikumsmagnet folgt nur zwei Wochen später beim ersten Konzert in der Alten Oper: Khatia Buniatishvili gilt als Pianistin der Extreme. Die vierte Auflage der „cresc… Biennale für Moderne Musik“ trägt den Titel „Transit“ und bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Kunst und Politik. Die auf drei Jahre angelegte Kooperation mit dem ungarischen Komponisten Peter Eötvös geht in die zweite Runde. „Artist in Residence“ wird der französische Bratschist Antoine Tamestit.

Chefdirigent Andrés Orozco-Estrada
In der kommenden Spielzeit 2017/18 wird Andrés Orozco-Estrada unter anderem seine Mahler-Reihe fortsetzen und einen Schwerpunkt auf das Werk von Igor Strawinsky legen. Zum 100. Geburtstag von Leonard Bernstein trifft der Chefdirigent erstmalig auf die Mitglieder der hr-Bigband und wird mit ihnen und dem Orchester die Fusion von Jazz und Klassik in der „Swing Symphony“ von Wynton Marsalis auf die Bühne bringen.

Ein weiterer Höhepunkt ist das Verdi-Requiem. Es wurde von seinen Zeitgenossen als „Oper im Kirchengewand“ bezeichnet – und das war kein Kompliment. „Zu sinnlich, zu sehr auf Außenwirkung bedacht“, lautete der Vorwurf. Heute gilt es als Meisterwerk. Andrés Orozco-Estrada und das Orchester werden die berühmte Totenmesse gemeinsam mit dem MDR Rundfunkchor präsentieren. Ferner eröffnet der Chefdirigent zusammen mit „Artist in Residence" Antoine Tamestit das Rheingau Musik Festival u. a. mit „Harold en Italie“ von Hector Berlioz.

„Spotlight“ wurde in der Saison 2016/17 für Einsteiger in die klassische Musik kreiert. In dem Gesprächskonzert mit Andrés Orozco-Estrada, bei dem man ein Werk intensiver entdecken kann, steht diesmal Hector Berlioz „Symphonie fantastique“ im Rampenlicht.

Ein besonderes Nachwuchsprojekt trägt den Titel „Side by Side“. Die Mitglieder des Landesjugendsinfonieorchesters Hessen erarbeiten zusammen mit den Profis des hr-Sinfonieorchesters unter der Leitung von Andrés Orozco-Estrada die 5. Sinfonie von Gustav Mahler und präsentieren sie in der Alten Oper.

Eötvös3
Unter dem Titel „Eötvös3“startete das hr-Sinfonieorchester in der vergangenen Saison eine auf drei Jahre angelegte künstlerische Zusammenarbeit mit Peter Eötvös. Der Ungar ist fasziniert von Parallelwelten. Deshalb lädt er unter dem Titel „Multiversum Mozart“ zusammen mit den Organisten Iveta Apkalna und László Fassang die Zuhörer in ein solches Paralleluniversum ein und lässt sie teilhaben an seinem neuen, spektakulär dimensionierten Orgelkonzert, das er im Auftrag der Elbphilharmonie u.a. komponiert hat.

„Artist in Residence“ 2017/18: Antoine Tamestit
„Ich kann es kaum erwarten, Frankfurt in der nächsten Saison zu meiner zweiten Heimat zu machen“, so der Bratschist Antoine Tamestit, der zu den großen Streichinstrumentalisten dieser Zeit zählt und für seine unvergleichliche Technik und seine natürliche, tiefe Musikalität ebenso bekannt ist wie für die Schönheit seines Klangs. Der 1979 geborene Franzose hat beim hr-Sinfonieorchester schon mehrfach begeistert, zuletzt im Vorfeld des Hindemith-Jahres 2013 mit der „Trauermusik“ und dem „Schwanendreher“, die auch auf einer vielbeachteten CD erschienen sind. Tamestit wird mit dem Orchester seine enorme Gestaltungskunst gleich mehrfach präsentieren: unter anderem mit den Bratschenkonzerten von William Walton, Jörg Widmann, Luciano Berio und Hector Berlioz.

Hochkarätige Gastdirigenten und gefragte Solisten
Neben Chefdirigent Andrés Orozco-Estrada und „Conductor Laureate“ Paavo Järvi werden in der kommenden Saison weitere internationale Spitzendirigenten am Pult des hr-Sinfonieorchesters stehen: Christoph Eschenbach, Marek Janowski, Pablo Heras-Casado und Manfred Honeck. Erneut ist die temperamentvolle französische Barock-Dirigentin Emmanuelle Haïm zu Gast, ferner der inzwischen auch als Dirigent erfolgreiche Geiger Nikolaj Znaider. Außerdem kann man die mexikanische Dirigentin Alondra de la Parra erleben und die profilierten Gegenwartsmusik-Experten Peter Rundel und Matthias Pintscher. Die Solistenvielfalt ist mit Khatia Buniatishvili am Klavier über den gefeierten Geigenvirtuosen Frank Peter Zimmermann und die faszinierende neue Titularorganistin der Elbphilharmonie Iveta Apkalna bis zum Star-Cellisten Mischa Maisky ebenfalls reichhaltig. Zu den renommierten Solisten, die in der Saison 2017/18 mit dem hr-Sinfonieorchester musizieren, gehören darüber hinaus außergewöhnliche Instrumentalkünstler wie der junge Cembalist Jean Rondeau und der Harfenist Xavier de Maistre sowie gleich drei spannende „Rising Stars“ der internationalen Tastenwelt: der Italiener Francesco Piemontesi, der Usbeke Behzod Abduraimov und der Südkoreaner Seong-Jin Cho.

Europa Open Air des hr-Sinfonieorchesters und der Europäischen Zentralbank
Auch in dieser Saison lädt das hr-Sinfonieorchester, unterstützt durch die „Frankfurter Neue Presse“ und „Elisabethen Quelle“, wieder zu einem Open Air an den Main ein. Diesmal ist mit der Europäischen Zentralbank ein neuer gewichtiger Partner hinzugekommen, was sich auch im neuen Namen der Veranstaltung widerspiegelt. Gemeinsam mit dem Dirigenten Pablo Heras-Casado und dem Pianisten Javier Perianes werden mitreißende Werke von Ravel, de Falla und Rimskij-Korsakow präsentiert.

cresc… Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein-Main
Bereits zum vierten Mal veranstalten das hr-Sinfonieorchester und das Ensemble Modern in Kooperation mit weiteren Kulturpartnern das Festival „cresc…“. Die Biennale für Moderne Musik präsentiert unter dem Motto „Transit“ an verschiedenen Spielstätten in der Rhein-Main-Region Ensemble- und Orchestermusik, Jazz, Musiktheater, Tanz- und Musikperformances sowie Podiumsgespräche. Das Programm mit Künstlern, die Brücken schlagen, Grenzen überschreiten, sich stets neu verorten oder sich zwischen Ländern, Kulturen und Genres bewegen, steht im Spannungsfeld von Kunst und Politik.

103 Konzerte, davon 86 Konzerte in Hessen – mit großer medialer Verbreitung
Insgesamt 86 Konzerte gibt das hr-Sinfonieorchester in der Saison 2017/18 in Hessen; neben den eigenen Konzertreihen in Frankfurt und den Konzerten beim Rheingau Musik Festival ist es auch bei den Kasseler Musiktagen, im Stadttheater Gießen und im Fuldaer Schlosstheater zu Gast. Sonderprojekte, Gastkonzerte und 14 Tourneekonzerte sowie insgesamt 24 Kammermusik-Projekte runden die umfangreiche Konzerttätigkeit ab. Die Aufführungen werden meist von hr2-kultur live übertragen und über die European Broadcasting Union (EBU) auch international ausgestrahlt. Alle hr-Sinfoniekonzerte in der Alten Oper Frankfurt sind zusätzlich im Video-Livestream auf http://concert.arte.tv sowie www.hr-sinfonieorchester.de zu sehen. Ausgewählte Konzertereignisse werden auch im hr-fernsehen, 3sat oder Arte übertragen.

Education- und Jugendprojekte
Rund 20.000 Kinder- und Jugendliche hat das hr-Sinfonieorchester im vergangenen Jahr mit seinen Educationprojekten erreicht. Diese erfolgreiche Arbeit wird auch in der kommenden Saison weitergeführt. Unter dem Titel „Spielzeitschule“ arbeitet das hr-Sinfonieorchester eng mit zwei Schulen pro Saison zusammen und gibt den Jugendlichen u. a. die Gelegenheit, im Rahmen des Jungen Konzertes in der Alten Oper zu moderieren. Mit einem „Fußballkonzert“ wird das hr-Sinfonieorchester die Kleinsten musikalisch auf die Weltmeisterschaft einstimmen. Neben der Veranstaltung „Hast du Töne?“ gibt es in dieser Spielzeit auch wieder das Förderprojekt „Coach’n‘Concert“, bei dem hessische Schüler in den Genuss eines mehrmonatigen Coachings kommen, das von den Profis des Orchesters in den teilnehmenden Schulen geleitet wird.

Gastkonzerte und Tourneen
Jenseits der Konzertaktivitäten in Hessen wird das hr-Sinfonieorchester außerdem auf den großen internationalen Konzertbühnen präsent sein: unter anderem mit zwei Konzerttourneen nach Italien sowie nach Japan, China und Korea. Außerdem ist das Orchester beim Beethovenfest Bonn, im Konzerthaus Dortmund und bei den Aschaffenburger Schlosskonzerten zu Gast.

Tickets und Abonnements
Auch in der Saison 2017/18 bietet das hr-Sinfonieorchester höchste musikalische Qualität zu konkurrenzlos günstigen Preisen. Abonnements können in den zwei Rubriken „Sinfonie@Alte Oper“ und „Klassik@Sendesaal“ gekauft werden. Für alle hr-Musikcard-Inhaber gibt es wieder attraktive Vergünstigungen. Abonnements können ab sofort gekauft werden. Der Einzelkartenverkauf beginnt am 1. Juli 2017.

Die Konzertbroschüre 2017/18 des hr-Sinfonieorchesters kann beim hr-Ticketcenter, Bertramstraße 8, 60320 Frankfurt, Telefon: (069) 155-2000, angefordert werden. Das detaillierte Programm der Saison sowie die Konzertbroschüre stehen auch als Download unter www.hr-sinfonieorchester.de zur Verfügung.
 

Mittwoch, 8. März 17
Theater Willy Praml und das naxos.Kino: Uraufführung KLEIST-Film
Das Theater Willy Praml und das naxos.Kino präsentieren die filmische Uraufführung von KLEIST. DAS ERDBEBEN IN CHILI
Aufzeichnung der Aufführung (95min.) des Theater Willy Praml aus dem Sommer 2016 und filmische Dokumentation der Entstehung und des Probenprozesses (28min.) von Otmar Hitzelberge am Mittwoch, 15. März 17 ab 19.30 Uhr.
Mehr als zweitausend Zuschauer haben im vergangenen Jahr einen der spektakulärsten Katastrophentexte der Deutschen Literatur in einer dreisprachigen Inszenierung (Arabisch, Farsi, Deutsch) erlebt, die in einer ungeahnten Zustimmung von Seiten eines aus diesen Sprachkreisen rekrutierten Publikums aufgenommen wurde. Zum Filmgespräch im Anschluss wird die Frankfurter Kulturdezernentin Frau Stadträtin Dr. Ina Hartwig, der Filmemacher Otmar Hitzelberger und der Theatermacher und Regisseur Willy Praml begrüßt. Auch einige Migranten, die bei dem Theaterstück mitgewirkt haben, werden erwartet. Moderation: Wolfgang Voss (naxos.Kino)

Wer die Aufführungen aus dem Sommer 2016 verpasst haben sollte und jeder, der sich noch einmal das Besondere dieser Theaterarbeit, die mit Geflüchteten (aus Syrien, Iran und Afghanistan) und Beheimateten (in Zusammenarbeit mit dem Ensemble des Theater Willy Praml) entstanden ist, in Erinnerung rufen möchte, hat jetzt die Möglichkeit, dies nachzuholen. Eine Kooperation mit dem WuWei Theater Frankfurt.
Die Beschäftigung mit einem der zentralen Themen unserer Zeit TRANSIT war auch das Schwerpunktthema des Kulturfonds Frankfurt / RheinMain in den Jahren 2015-17. Für die Inszenierung von Anna Seghers’ TRANSIT in unserem Theater, sowie für KLEIST. DAS ERDBEBEN IN CHILI wurden aus Mitteln des Kulturfonds gefördert; eine weitere Unterstützung wurde für die Auseinandersetzung mit Lessings Menschheitsdrama NATHAN DER WEISE - unter Mitwirkung von Darstellern aus dem KLEIST-Projekt - zugesagt (Premiere ist am 22. April 17).

www.theater-willypraml.de

Mittwoch, 8. März 17
20 Jahre MTV Germany – Pünktlich zum Geburtstag launcht MTV das TV-Programm als Livestream auf www.mtv.de
You want your MTV? You get your MTV! Zum 20. Geburtstag von MTV Germany bringt Viacom den weltweit größten Entertainment-Sender auf die digitalen Screens der Fans – als Livestream des TV-Programms auf www.mtv.de/live. Frei und kostenlos empfangbar.

Was einst mit rund 10.000 Zuschauern in der Geburtsstunde MTVs – so viele Menschen besaßen zum US-Launch einen Kabelanschluss in New Jersey – begann, ist heute Symbol der Musik- und Popkultur. Heute vor 20 Jahren entstand mit MTV Germany dann schließlich der erste von insgesamt 18 regionalen MTV-Sendern in Europa, Stand 2017.

Mittlerweile ist MTV Sinnbild für Shows und Serien, die immer aktuell sind sowie Musik-Formate die Geschichte schrieben und noch immer schreiben. Der Kern der Marke MTV bleibt dabei immer, wofür MTV seit jeher steht: Für Musik und internationale Events, wie beispielsweise die MTV EMA, MTV VMA oder die erfolgreiche MTV Unplugged-Reihe mit namenhaften deutschen und internationalen Künstlern, wie Gentleman, Die Fantastischen Vier oder Die Toten Hosen. Ein weiterer Bestandteil des MTV-Programms sind Unterhaltungsshows, die den Zeitgeist der Zielgruppe aufgreifen – darunter die Serien 'Ex on the Beach', 'Geordie Shore' und 'Jersey Shore' oder 'Catfish'.

Ab sofort gibt es das aktuelle TV-Programm des Entertainment-Senders als Livestream auf www.mtv.de/live zu sehen – immer, überall und kostenlos.

Dr. Mark Specht, SVP, General Manager GSA Viacom: „Der 7. März 2017 ist ein wichtiges Datum für MTV. Wir feiern heute nicht nur das 20-jährige Senderbestehen in Deutschland, sondern bringen die weltweit größte Entertainment-Marke mit dem Livestream auf die Screens der Zielgruppe.“ Und ergänzt: „Mit dem Livestream auf mtv.de erreichen wir die MTV Zuschauer immer und überall. MTV ist und bleibt das Symbol für Musik- und Popkultur und ich freue mich auf viele weitere Meilensteine in der Zukunft.“

Die ersten deutschsprachigen Shows bei MTV Germany waren übrigens Select MTV, MTV Hot, MTV In Touch und MTV Hitlist Germany. In Zusammenarbeit mit der GfK gibt es ab sofort neben der offiziellen Hitlist Germany zwölf weitere offizielle Chartlisten, welche wöchentlich aktualisiert werden – unter anderem Streaming Charts, Hip Hop Charts und die aktuelle Top 15 der deutschsprachigen Singles.

Mehr Infos rund um den 20. Geburtstag von MTV Germany gibt es auf www.mtv.de .

Mittwoch, 8. März 17
Zürcher Festspielpreis geht 2017 an Peter von Matt
Peter von Matt erhält für seine herausragenden Leistungen für das Zürcher Kulturleben den mit 50‘000 Franken dotierten Zürcher Festspielpreis 2017. Die Künstlerische Kommission der Festspiele Zürich würdigt den Germanisten, der dieses Jahr seinen 80ten Geburtstag feiert, sowohl für seine Verdienste als Kulturvermittler als auch für sein grossartiges literarisches Werk. Anlässlich der öffentlichen Preisverleihung, am 5. November im Schauspielhaus Zürich, wird er sich auch mit dem Thema der Festspiele Zürich 2018 „Schönheit / Wahnsinn“ auseinandersetzen.

Auf die letztjährige Preisträgerin, die junge Sängerin und Songwriterin Sophie Hunger, folgt 2017 der Doyen der Schweizer Germanistik. Die aus den Intendantinnen und Direktoren von Schauspielhaus, Opernhaus, Kunsthaus und Tonhalle-Orchester Zürich bestehende Künstlerische Kommission der Festspiele Zürich hat entschieden, den Zürcher Festspielpreis 2017 dem Germanisten und Schriftsteller Peter von Matt zu verleihen. Der mit 50‘000 Franken dotierte, durch den Bär-Kaelin Fonds der Zürcher Festspielstiftung ermöglichte, spartenübergreifende Preis würdigt herausragende Leistungen für das Zürcher Kulturleben. Barbara Frey, Intendantin des Schauspielhaus Zürich: „Peter von Matt hat einige der bedeutendsten und schönsten Schriften zur Literatur verfasst. Er ist ein unermüdlicher und feinsinniger Forscher, der jenseits akademischer Trampelpfade in der Literatur unablässig neue Wahrheiten entdeckt und ungeahnte Verbindungen herstellt zwischen dem geschriebenen Wort und dem öffentlichen Diskurs.“
 
Die Vertreterinnen des Bär-Kaelin Fonds, Monique Bär und Barbara Albers, zeigen sich über die Wahl von Peter von Matt erfreut: „25 Jahre Professor für Germanistik an der Universität Zürich hat Peter von Matt seine Studierenden vor allem Eines gelehrt: genau zu lesen. Auch dafür steht ihm nun im postfaktischen Jahr 2017 der Zürcher Festspielpreis zu.“ Er hat jedoch nicht nur Generationen von Literaturwissenschaftlerinnen und Literaturwissenschaftlern nachhaltig geprägt. Indem er auch stets die Berührung zu den anderen Künsten und Künstlern suchte, hat er laut Barbara Frey die Kultur in Zürich und weit darüber hinaus befruchtet: „Als brillianter Redner und sensibler Gesprächspartner ist er ein Glücksfall für das gesamte Kulturschaffen Zürichs und ein Botschafter weit über die schweizerische Landesgrenze hinaus.“

Die Ehrung gilt nicht nur dem herausragenden Kulturvermittler, sondern auch dem Künstler Peter von Matt. Wenn er über Literatur schreibt, schafft er selbst eindrückliche Literatur. Auch nach seiner Emeritierung im Jahr 2002 hat er uns in regelmässigen Abständen Lesegenuss bereitet. Seine Essaysammlung „Das Kalb vor der Gotthardpost. Zur Literatur und Politik der Schweiz“ wurde 2012 als erstes nichtbelletristisches Werk mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet, und Ende Januar dieses Jahres erschien sein jüngstes  Buch „Sieben Küsse. Glück und Unglück in der Literatur“, das bereits in vielen Medien diskutiert wurde.
 
Anlässlich der öffentlichen Verleihung des Zürcher Festspielpreises am Sonntag, 5. November 2017 wird es zu einer weiteren Begegnung mit seinem Denken und Schreiben kommen. Passend zum Thema der Festspiele 2018 setzt er sich mit Schönheit und Wahnsinn auseinander – laut Barbara Frey zwei zentralen und verwandten Begriffen in seinem Schaffen: „Er bringt sie uns nahe, indem er sie in seinem Werk stets neugierig mit dem Leben selbst in Verbindung bringt.“

Die Festspiele Zürich werden alle zwei Jahre gemeinsam von Opernhaus Zürich, Schauspielhaus Zürich, Kunsthaus Zürich, Tonhalle-Orchester Zürich und weiteren Kulturinstitutionen der Stadt und des Kantons Zürich veranstaltet (Total 31 Institutionen im Jahr 2016). Angeregt von einem gemeinsamen Thema ermöglichen sie im Sommer Begegnungen der Künste, die die Vielfalt des Zürcher Kulturlebens widerspiegeln. 2018 widmen sie sich vom 1. – 24. Juni dem Thema „Schönheit / Wahnsinn“.
www.festspiele-zuerich.ch  

Zum elften Mal wird 2017 der Zürcher Festspielpreis vergeben. Dieser würdigt herausragende Leistungen für das Zürcher Kulturleben und wird durch den Bär-Kaelin Fonds der Zürcher Festspielstiftung ermöglicht. Als Jury wirkt die Künstlerische Kommission der Festspiele Zürich. Die Auszeichnung ist mit 50‘000 Franken dotiert. Wurde der Preis bisher im Rahmen der Festspiele Zürich verliehen, findet die Verleihung 2017 erstmals im Vorbereitungsjahr zwischen zwei Festspiel-Ausgaben statt.
Die bisherigen Preisträger: 2007 Heinz Holliger, 2008 Luc Bondy, 2009 Peter Stein, 2010 György Kurtág, 2011 Matti Salminen, 2012 Heinz Spoerli, 2013 Pipilotti Rist, 2014 Fritz Senn, 2015 Anna Viebrock, 2016 Sophie Hunger.

Mittwoch, 8. März 17
Dorothee Oberlinger: CD-Veröffentlichung „ROCOCO“ ~ Zu Gast in Schloss Sanssouci 
1747 wurde im brandenburgischen Potsdam ein kleines Sommerschloss eingeweiht, das bald als Musentempel Berühmtheit erlangen sollte: In Schloss Sanssouci versammelten sich bedeutende Komponisten um den flötespielenden Preußenkönig Friedrich II..  Zusammen mit Musikerkollegen ihres Ensemble 1700 hat Dorothee Oberlinger für ihr neues Album „ROCOCO“ Konzerte und Kammermusik von Musikern ausgewählt, die auf das Musikleben der Zeit in Berlin und Potsdam erheblichen Einfluss ausübten. Dazu gehörten der Flötenlehrer des Monarchen, Johann Joachim Quantz, der in Hofkapelle als Cembalist wirkende Bach-Sohn Carl Philipp Emanuel sowie der als Konzertmeister angestellte Johann Gottlieb Graun. Dazu gesellen sich Werke für Blockflöte u.a. von Georg Friedrich Händel und Gottfried Finger, die zu Beginn des 18. Jahrhunderts in Berlin zu Gast waren. Mit der Ersteinspielung eines virtuosen Blockflötenkonzerts von Johann Christian Schultze, das wahrscheinlich erst 1768 entstand und zu den letzten Werken für die barocke Blockflöte überhaupt zählt, rundet die mehrfache ECHO Klassik-Preisträgerin Dorothee Oberlinger das vielfältige Programm ihrer neuen CD ab, die am 10. März bei Sony dhm veröffentlicht wird.


Dorothee Oberlinger
© Johannes Ritter

 „ROCOCO“ beginnt mit einem Blick zurück auf das internationale Musikleben unter Sophie Charlotte, der Großmutter Friedrichs des Großen. Der eröffnende Ground von Gottfried Finger mit seinen manchmal zarten, manchmal virtuosen Variationen fungiert als Präludium zu G. F. Händels hier auch zum ersten Mal eingespielten reizvollen Doppelkonzert für Blockflöte und Fagott, das noch ganz den Geist des Barockzeitalters atmet. Die darauffolgenden Kompositionen tragen für das Rokoko typische Züge von Empfindsamkeit und Galanterie. Die Triosonate für Bassblockflöte, Bratsche (gespielt von Nils Mönkemeyer) und B.c. von C.P.E. Bach gehört zu den Juwelen des galanten Originalrepertoires für Blockflöte. Eine weitere Repertoire-Entdeckung ist ein geschwätziges Quartett für Blockflöte, Oboe, Violine und Basso Continuo des königlichen Kontrabassisten Johann Gottlieb Janitsch sowie ein intimes Duo für Blockflöte und Laute von Ernst Gottlieb Baron, dem Lautenisten der Hofkapelle.

Dorothee Oberlinger ist Leiterin des Instituts für Alte Musik am Mozarteum Salzburg und Spezialistin für das barocke Repertoire; vom Netzwerk der Telemann-Städte wurde sie zur Botschafterin ernannt. Das 2002 von ihr gegründete Originalklang-Ensemble 1700 widmet sich in Konzerten, Einspielungen und Opernaufführungen der europäischen Kammermusik des 17. und 18. Jahrhunderts. Ergänzend zur Stammbesetzung lädt Dorothee Oberlinger immer wieder renommierten Spezialisten als Gäste zu Konzertprojekten und CD-Einspielungen ein, wie in der vorliegenden Produktion den Bratschisten Nils Mönkemeyer, den Barockgeiger Hiro Kurosaki, den Oboisten Alfredo Bernardini oder den Cembalisten Florian BIrsak.

Die aktuelle Einspielung ist eine Koproduktion mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Mitwirkende:
Solisten:
Dorothee Oberlinger, Blockflöte und Leitung
Nils Mönkemeyer, Viola
Alfredo Bernardini, Barockoboe
Hiro Kurosaki, Violine 
Makiko Kurabayashi, Fagott
Florian Birsak, Cembalo, Orgel & Hammerklavier 

Ensemble 1700:
Mayumi Hirasaki, Violine
Manuel Hofer Viola
Marco Testori, Violoncello
Kit Scotney, Kontrabass
Axel Wolf, Laute

Tonmeister: Stephan Schmidt
Produkt-Nr.: 88875134062
Im Handel ab: 10.3.2017   
Koproduktion mit dem WDR (Dr. Richard Lorber)

www.dorotheeoberlinger.de

Mittwoch, 8. März 17
Besucheransturm für das 30. Rheingau Musik Festival ~ Telefonischer Vorverkauf ab sofort möglich
Ab sofort können die Karten für das Rheingau Musik Festival 2017 auch telefonisch bestellt werden: Rheingau Musik Festival Servicegesellschaft GmbH & Co. KG, 0 67 23 / 60 21 70  –  (Mo–Fr, 9–17 Uhr), online: www.rheingau-musik-festival.de

Der Kartenvorverkauf für das 30. Rheingau Musik Festival 2017 läuft auf Hochtouren. Aus diesem Grund sollten alle Interessenten möglichst bald Karten bestellen, per Post, über die Homepage – www.rheingau-musik-festival.de – oder telefonisch: 06723 / 60 21 70.

Mit dem diesjährigen Artist in Residence, dem Pianisten Igor Levit, der Fokus-Künstlerin, der Sopranistin Anna Lucia Richter, und dem Fokus-Jazz-Künstler, dem Pianisten Michael Wollny, haben die Organisatoren ins Schwarze getroffen. Einige ihrer Konzerte sind bereits ausverkauft oder sehr gut gebucht. Auch die diesjährigen Themenschwerpunkte „Erinnerungen an Prades“, „Next Generation“, „Tanz!Musik“ und „Expedition Sound“ kommen beim Publikum sehr gut an.

Das Festival schaut in diesem Jahr wieder über den Tellerrand hinaus mit dem Konzert der US-amerikanischen Rockband The Hooters (am 29. Juni auf dem Cuvéehof von Schloss Johannisberg), dem Auftritt des deutschen Liedermachers Max Giesinger am 6. August im Kurpark Wiesbaden, der im Februar 2012 in der ersten Staffel der Gesangs-Castingshow „The Voice of Germany“ den vierten Platz belegte und seitdem eine beeindruckende Karriere verfolgt und dem Konzert der unumstrittenen Soul-Queen in Deutschland, Joy Denalane, die am 9. Juli im Kurhaus Wiesbaden mit dem MIKIs Takeover! Ensemble auftritt.
 
Unter anderem für folgende Konzerte gibt es noch Karten:
24.6./25.6.: Eröffnungskonzerte mit dem hr-Sinfonieorchester, Andrés Orozco-Estrada (Leitung)
8.7.: Gabriela Montero (Klavier), City of Birmingham Symphony Orchestra, Mirga Gražinyte-Tyla (Leitung)
21.7.: Francesco Tristano & Camerata Geneva: „Classical Electronic Beats“
18.8.: Felix Mendelssohn Bartholdy, Sinfonie Nr. 2 „Lobgesang“ und Sinfonie Nr. 5 „Reformationssinfonie“ mit dem MDR Rundfunkchor und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Alain Altinoglu (Leitung)
28.8.: Anne-Sophie Mutter (Violine), Pittsburgh Symphony Orchestra, Manfred Honeck (Leitung)
2.9.: Abschlusskonzert: Edward Elgar: „The Dream of Gerontius“ mit dem Philharmonia Chorus, Symphonikern Hamburg, Sir Jeffrey Tate (Leitung)

Der aktuellen Kartenvorverkaufsstand findet sich auf der Homepage www.rheingau-musik-festival.de/veranstaltungen

Weitere Vorverkaufsstellen:
Tourist Information Wiesbaden (Direktverkauf zzgl. Vorverkaufsgebühr)
TicketBox Wiesbaden (Direktverkauf zzgl. Vorverkaufsgebühr)
TicketBox Mainz (Direktverkauf zzgl. Vorverkaufsgebühr)

Mittwoch, 8. März 17
Kultur verbindet! Pablo Mielgo und Moritz Gnann: Dirigenten im kulturellen Austausch zwischen den USA und Europa
Der gesellschaftliche und kulturelle Austausch zwischen Europa und den USA ist historisch tief verwurzelt. Und so ist es erfreulich, wenn sich gerade in Zeiten des gesellschaftlichen Rückzugs ins eigene Nest, Künstler aufmachen und durch Kultur verbindende Elemente stiften.
 
Pablo Mielgo, der agile Chefdirigent des Orquestra Simfònica de les Illes Balears, ist so ein Weltbürger, der musikalische Freundschaften zwischen London und Los Angeles, Madrid und Miami pflegt. Dank dieses Netzwerks kann sein mallorquinisches Orchester regelmäßig Solisten von Weltrang zu sich einladen. Über die Kontinente hinweg fördert Pablo Mielgo als künstlerischer und musikalischer Leiter der SaludArte Foundation junge Musiker unabhängig von deren elterlichen Einkommen, rief mehrere Veranstaltungen mit internationalem Widerhall ins Leben, kooperierte mit Institutionen wie dem Teatro Real in Madrid, New World Symphony in Miami sowie El Sistema und gründete drei Jugendorchester – alles mit dem Ziel, durch Musik und künstlerischen Austausch sozialen Wandel zu bewirken.
 
Doch auch innerhalb Europas sorgt Pablo Mielgo für kulturellen Austausch: Nach dem Inaugurationskonzert im neu gebauten Auditorium in Palma de Mallorca ist der klar strukturiert und umsichtig arbeitende Dirigent am 31. Mai auch im Konzerthaus Dortmund mit spanischem Kulturgut zu erleben: Don Quixote!
 
Der Dirigent Moritz Gnann ist ein Pendler zwischen Europa und den USA. Ob in Boston, Dresden oder Berlin – er motiviert Orchester zu höchster Musizierfreude. Regelmäßig steht er am Pult des Boston Symphony Orchestra und zaubert dort wie auch in der Dresdner Semperoper mit feinem Dirigat aus altbekannten Werken neue Aspekte hervor: „Während der ganzen Aufführung brachte Gnann sein Publikum zum Innehalten, Nachdenken und Überdenken. Was in der allseits bekannten Symphonie keine geringe Leistung ist ...“ (The Boston Globe)
 
Einem Ausflug nach Madrid mit Brahms‘ Requiem im März folgt Moritz Gnann musikalische Leitung in Puccinis Tosca am Theater Lübeck im April. Im Mai steht er dann am Pult der Deutschen Oper Berlin mit gleich zwei Opern: In Donizettis L’elisir d’amore und in Brittens Billy Budd. Am 1. August ist der junge Dirigent dann wieder auf amerikanischem Boden beim Tanglewood on Parade-Konzert zu erleben.
 
 
Pablo Mielgo: 31. Mai 2017, 20.00 Uhr, Dortmund, Konzerthaus
Pablo Mielgos Konzerte mit dem OSIB auf den Balearen:
11. März 2017, 20.00 Uhr, Mallorca, Manacor, Auditorium
16. März 2017, 20.00 Uhr, Mallorca, Palma de Mallorca, Auditorium
17. März 2017, 20.00 Uhr, Menorca, Teatro Principal Mahón
10. April 2017, 20.00 Uhr, Mallorca, Palma de Mallorca, Kathedrale der Heiligen Maria
20. April 2017, 20.00 Uhr, Mallorca, Palma de Mallorca, Auditorium
11. Mai 2017, 20.00 Uhr, Mallorca, Palma de Mallorca, Auditorium
18. Mai 2017, 19.00 Uhr, Mallorca, Palma de Mallorca, Auditorium
07. Juli 2017, Mallorca, Palma de Mallorca, Castell de Bellver
12. August 2017, Mallorca, Pollença, Pollença Festival


Moritz Gnann:
14. März 2017, 19.30 Uhr, Madrid, Auditorio Nacional de Música
08. April 2017, 19.30 Uhr, Lübeck, Theater Lübeck
23. Mai 2017, 19.30 Uhr, Berlin, Deutsche Oper
27. Mai 2017, 19.30 Uhr, Berlin, Deutsche Oper
24. Mai 2017, 19.30 Uhr, Berlin, Deutsche Oper
26. Mai 2017, 19.30 Uhr, Berlin, Deutsche Oper
02. Juni 2017, 19.30 Uhr, Berlin, Deutsche Oper
01. August 2017, 20:00 Uhr, Lenox, Koussevitzky Music Shed


pablomielgo.com  / moritzgnann.com

Mittwoch, 8. März 17
Sommerakademie an der UdK Berlin ~ Das Programm der KlangKunstBühne 2017 steht fest
Sommerakademie an der UdK Berlin: Workshops mit She She Pop, Georgette Dee, Forced Entertainment, Musicbanda Franui & Familie Flöz, Jo Ann Endicott und Angie Hiesl

Die Weiterbildungskurse der KlangKunstBühne 2017 stehen fest: Die Sommerakademie der Universität der Künste Berlin bietet auch in diesem Jahr von Anfang August bis Mitte Oktober einwöchige Workshops für Künstlerinnen und Künstler aller Disziplinen. In intensiven Arbeitsphasen arbeiten Teilnehmende spartenübergreifend zusammen und bekommen so die Gelegenheit, die eigenen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern. Alle Kurse werden von renommierten und intermedial tätigen Kunstschaffenden geleitet.

Im Zentrum der insgesamt sechs Kurse stehen die Bühne und ihre elementaren Mittel. Mit Gesang, Schauspiel, Musik, Tanz, Bewegung, Masken, Text, Raum und Video kehrt die KlangKunstBühne 2017 zu den Grundlagen der performativen Künste zurück. Das Spiel rückt in den Vordergrund – mit seinen Mitteln, Grenzen, Gattungen, Genres, Akteurinnen und Akteuren und mit dem Publikum. Verhandelt werden Emotionen, Fantasien, Träume und Ängste, Poesie und Illusionen.

Auch in diesem Sommer sind die Kurse der KlangKunstBühne disziplinübergreifend und divers: Lisa Lucassen, Ilia Papatheodorou und Benjamin Krieg vom Performance-Kollektiv She She Pop loten gemeinsam mit den Teilnehmenden die Möglichkeiten von (Live-)Video in Performances aus. Andreas Schett, Markus Kraler und Michael Vogel von der Tiroler Musicbanda Franui und der Berliner Theatergruppe Familie Flöz entdecken die Maske und untersuchen spielerisch und mit musikalischer Untermalung dessen theatralisches Potenzial. Gemeinsam mit der Bühnendiva und Diseuse Georgette Dee erarbeiten die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler einen persönlichen Chanson-Abend.

Die ehemalige Pina-Bausch-Tänzerin Jo Ann Endicott erprobt mit den teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern den ganz eigenen Bewegungsduktus von Pina Bauschs Tanztheater. Im Workshop mit Robin Arthur vom Performance-Kollektiv Forced Entertainment, bekannt für seine 24-Stunden-Performances und Gast beim diesjährigen Theatertreffen, geht es um kollektives Theaterschaffen und die Frage, wie Text in einem gemeinsamen Prozess entstehen kann. Die Installations- und Performancekünstlerin Angie Hiesl erforscht mit den Teilnehmenden den öffentlichen Raum, um performativ in das urbane Alltagsgeschehen einzugreifen.

Seit 2003 hat sich KlangKunstBühne als Weiterbildungsformat für Kunstschaffende etabliert – mit Wirkungen auch über die Projektwochen hinaus. KlangKunstBühne ist ein Angebot der Fakultät Musik der UdK Berlin, in Zusammenarbeit mit der Fakultät Darstellende Kunst und der Berlin Summer University of the Arts, unterstützt von allen Fakultäten der UdK Berlin und dem Berlin Career College. Die Kurse der KlangKunstBühne werden in Berlin als Bildungsurlaub anerkannt.

Anmeldung über die Website www.klangkunstbuehne.de.

Bis zum 30. Juni 2017 gilt für einige Kurse der Frühbucherrabatt.

Dienstag, 7. März 17
Arminio - Oper von Georg F. Händel im Stream auf dem Internetkanal Szenik
Die szenische Produktion Arminio (Oper von Georg F. Händel) in der Regie von Max Emanuel Cencic ist ab sofort unter folgendem Link auf dem Internetkanal Szenik zu sehen: www.szenik.eu

Die Vorstellung wurde am 1. März 2017 im Badischen Staatstheater Karlsruhe mit folgender Besetzung aufgezeichnet:

Max Emanuel Cencic (Arminio)
Lauren Snouffer (Tusnelda)
Aleksandra Kubas-Kruk (Sigismondo)
Gaia Petrone (Ramise)
Juan Sancho (Varo)
Owen Willtets (Tullio)
Pavel Kudinov (Segeste)

Armonia Atenea (Orchester)
George Petrou (Musikalische Leitung)

Max Emanuel Cencic (Regie)
Helmut Stürmer (Bühne, Licht)
Corina Gramosteanu, Helmut Stürmer (Kostüme)
Etienne Guiol, Arnaud Pottier (Video)
Michael Fichtenholz (Dramaturg)
In Kooperation mit Parnassus Arts Productions.

www.parnassus.at

Dienstag, 7. März 17
Verhandlungserfolg: Steigende Vergütungen für Künstler*innen in Theatern und Orchestern
Auf steigende Vergütungen an Stadt- und Staatstheatern sowie an Landesbühnen haben sich am 2. März 2017 die Gewerkschaften DOV (Deutsche Orchestervereinigung), GDBA (Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger) und VdO (Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer) mit dem Arbeitgeberverband Deutscher Bühnenverein – Bundesverband der Theater und Orchester geeinigt.

Für Mitarbeiter*innen in Theatern oder Orchestern in Trägerschaft eines Landes steigen die Vergütungen rückwirkend zum 1. Januar 2017 um 2,0 Prozent, für geringe und mittlere Vergütungen jedoch mindestens um 75 Euro pro Monat. Für Mitarbeiter*innen in Theatern und Orchestern in kommunaler Trägerschaft erzielte die Verhandlungsrunde ein Plus von 2,35 Prozent, das rückwirkend zum 1. Februar 2017 gilt. Der Abschluss steht noch unter Zustimmungs-Vorbehalt der zuständigen Gremien der Tarifparteien.

Der Abschluss entspricht den Lohnerhöhungen des öffentlichen Dienstes. Er gilt für die künstlerisch Beschäftigten an Theatern und in Orchestern, vor allem für Schauspieler*innen, Sänger*innen, Tänzer*innen, Musiker*innen, aber auch für Dramaturg*innen, Inspizient*innen sowie Bühnentechniker*innen mit überwiegend künstlerischen Aufgaben.

www.buehnenverein.de

Dienstag, 7. März 17
Nachwuchspreise der 4. Chursächsische Meisterkurse Bad Elster ~ Chursächsischen Philharmonie Bad Elster vergibt Stipendien zum Abschluss der Meisterkurse
Am vergangenen Sonntag wurden die 4. Chursächsischen Meisterkurse in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster mit einem „Meisterschülerpodium“ als Abschlusskonzert aller Teilnehmer im Königlichen Kurhaus beendet. Für die Kurswoche vom 27. Februar bis 5. März 2017 war es dem Weltklassecellisten Prof. Peter Bruns wieder gelungen, zwei höchste renommierte Mitstreiter als Dozenten zu gewinnen. Prof. Gerhard Schulz, Violinist des international gerühmten Alban Berg Quartetts, unterrichtete erstmals in Bad Elster, während Prof. Pauline Sachse zum wiederholten Male als Dozentin für Viola mitwirkte. 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands, aus Österreich, der Schweiz, Frankreich, Spanien, Rumänien, Israel, Russland, Japan und den USA konnten in individuellem Einzelunterricht konzentriert an ausgewählten Werken arbeiten.


Preisträger Nachwuchspreise der 4. Chursächsische Meisterkurse Bad Elster 2017
© Jan Bräuer

Im Zuge des mit viel Beifall bedachten Symphoniekonzertes unter der Gesamtleitung von GMD Florian Merz musizierten dabei am Freitagabend im König Albert Theater ausgewählte Kursteilnehmer gemeinsam mit dem EUCHESTRA EGRENSIS als Orchesterprojekt des Karlsbader Sinfonieorchesters und der Chursächsischen Philharmonie Solokonzerte für Violine, Viola, Violoncello in einer „Slawischen Meisterschaft“. Zum Abschluss des festlichen Symphoniekonzerts wurden von der Chursächsische Philharmonie Bad Elster auch wieder drei Nachwuchspreise als Stipendien in Höhe von 50% der Kursgebühren an besonders talentierte junge Künstler vergeben, die sich innerhalb der Kurswoche durch herausragende musikalische Leistungen auszeichneten. Im Fach Violine wurde der 25-jährige Ferdinand Ries ausgezeichnet, der am Landesmusikgymnasium Montabaur seinen ersten Unterricht erhielt und derzeit an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Maria Egelhof studiert. Der Nachwuchspreis im Fach Viola wurde an die 22-jährige Seoyoon Chang vergeben, die an der Universität Seoul in ihrem Heimatland Korea studierte und seit 2014 an der Hochschule für Musik Dresden unterrichtet wird. Im Fach Violoncello konnte der Nachwuchspreis an die erst 16-jährige Konstanze Pietschmann aus Leipzig vergeben werden. Sie wird an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig bei Prof. Anna Niebuhr ausgebildet. Die drei an den 4. Chursächsischen Meisterkursen beteiligten Professoren bescheinigten allen Teilnehmern außergewöhnliches Talent, hohe künstlerische Ernsthaftigkeit und hervorragende technische und musikalische Fähigkeiten.

Die Meisterkurse in Bad Elster werden vom Kulturraum Vogtland-Zwickau und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen gefördert. Die 5. Chursächsischen Meisterkurse Bad Elster befinden sich derzeit in der Endplanung für Frühjahr 2018. Alle Infos dazu, Termindetails und Anmeldeformulare gibt es demnächst unter  www.chursaechsische.de.

13. Chursächsische Mozartwochen ~ Bad Elster feiert »Mozart und … Verwandtschaften« ~ 25. März – 9. April 2017

Dienstag, 7. März 17
Schauspiel Stuttgart: Uraufführung von Martin Walsers "Ehen in Philippsburg" in der Regie von Stephan Kimmig
Am 24. März 2017 feiert Martin Walser seinen 90. Geburtstag. Knapp zwei Wochen zuvor, am 11. März, wird die Uraufführung seines ersten Romans Ehen in Philippsburg in der Regie von Stephan Kimmig im Schauspielhaus Stuttgart Premiere feiern. 1957, vor 60 Jahren erschienen, gilt Ehen in Philippsburg als einer der bedeutendsten Romane der frühen Bundesrepublik.

Martin Walser beschreibt am Beispiel Stuttgarts die menschlichen Obsessionen und Desaster der Wirtschaftswunderjahre. Er demonstriert, wie laut das bewusste Schweigen über die Vergangenheit sein kann, wie selbstvergessen und selbstzerstörerisch das Beharren auf einer geschichtslosen Gegenwart ist.

Hans Beumann zieht es nach Philippsburg, dem Zentrum des uneingeschränkten westdeutschen Wirtschaftswunders der 50er Jahre. Der Mann aus kleinen Verhältnissen findet hier Zugang zur guten Gesellschaft, begegnet Menschen, die sich selbst ihr kleines Privatglück inszeniert haben. Er erkennt die Spielregeln, passt sich an und verwandelt sich in einen erfolgreichen Aufsteiger. Er beginnt ein echtes Philippsburger Leben, bestimmt von rücksichtslosem Egoismus, eitler Beschränktheit und gewissenlosem Karrierestreben. Doch der Zustand dieser wieder restaurativ stabilisierten Gesellschaft ist kritisch. Das zeigen die Ehen der Erfolgreichen: die eine wird durch Ehrgeiz, die andere durch Gewohnheit, eine dritte dadurch zusammen­ge­halten, dass eine Scheidung einem Skandal gleichkommt.

www.schauspiel-stuttgart.de

Dienstag, 7. März 17
Theater am Kurfürstendamm: Hugo Egon Balder und Jeanette Biedermann spielen in „Aufguss“ ~ Fünf Sterne „Wellness“-Komödie am Theater am Kurfürstendamm
Vor anderthalb Jahren landete René Heinersdorff in der Komödie am Kurfürstendam mit „Der Kurschattenmann“ einen Riesenhit. Vom 2. April bis zum 14. Mai ist sein aktuelles Stück „Aufguss“ am Theater am Kurfürstendamm zu sehen. 


So komisch kann Bademanteldiplomatie sein
v.l.n.r.: Hugo Egon Balder, Jeanette Biedermann, René Heinersdorff)

Foto: Robert Jentzsch

Heinersdorffs Motivation die Komödie zu schreiben, war die Frage, ob man aus einem Missverständnis, das nur aus einem Wort besteht, ein abendfüllendes Stück machen kann. Antwort: Man kann.
Herausgekommen ist eine Fünf Sterne „Wellness“-Komödie. Handlungsort ist das Spa eines Nobelhotels.
Hier begegnen sich Dieter, ein erfolgreicher Waschmittelfabrikant, Selfmademan und Playboy in fortgeschrittenem Alter, gespielt von Hugo Egon Balder. Er ist mit seiner Freundin Mary in das Hotel gefahren, um ihr einen Samenspender vorzustellen, denn er ist davon überzeugt, dass wenn er ihren Kinderwunsch erfüllt, sie schneller in die Trennung einwilligt, von der sie noch nichts ahnt.
Die beiden treffen auf Lothar, den Chef einer florierenden Kinderklinik, der hofft, in dem Nobelhotel potente Sponsoren zu finden. Zur Unterstützung ist seine rechte Hand Emelie, gespielt von Jeanette Biedermann angereist. Zwischen Sauna, Dampfbad und Sanarium kreuzen sich die Wege der Protagonisten und mit jedem Aufguss steigert sich die Zahl der Missverständnisse bis die Bademanteldiplomatie vor dem Kollaps steht, die Temperatur auf den Siedepunkt steigt und man den nackten Tatsachen nicht mehr nur ins Gesicht sehen muss.
Autor René Heinersdorff, der auch Regie führt und als engagierter Kinderarzt glänzt, treibt die boulevardesken Verwicklungen auf die Spitze und versteht es, mit dem Genre ironisch zu spielen.

AUFGUSS
Vorstellungen ab 31. März 2017
Premiere am 2. April 2017
bis 14. Mai 2017
Theater am Kurfürstendamm
Karten ab 21 €
Karten 030/88 59 11 88 und unter www.komoedie-berlin.de  

Dienstag, 7. März 17
Burgfestspiele Bad Vilbel: "Ziemlich beste Freunde" jetzt auf der Burgbühne
Wegen der großen Nachfrage wird das Stück Ziemlich beste Freunde jetzt statt im Theaterkeller auf der Burgbühne gespielt.

Die neuen Termine:
Sa, 24.06. 20:15 Uhr
So, 25.06. 20:15 Uhr
Do, 03.08. 20:15 Uhr
Fr, 04.08. 20:15 Uhr
Mo, 14.08. 20:15 Uhr
Di, 15.08. 20:15 Uhr
Di, 29.08. 20:15 Uhr

www.kultur-bad-vilbel.de

Dienstag, 7. März 17
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels: Philipp Blom und Stefan Könemann neu im Stiftungsrat
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels beruft den Schriftsteller und Historiker Philipp Blom in den Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Er folgt auf den Historiker Karl Schlögel, der nach sechs Jahren als Stiftungsratsmitglied ausscheidet. Zudem wird Stefan Könemann als einer der drei Vertreter aus dem Vorstand des Börsenvereins die Nachfolge von Thomas Wrensch antreten.

Der in Wien lebende promovierte Historiker Philipp Blom, geboren 1970 in Hamburg, arbeitete zunächst als Verlagslektor und Journalist, bevor er sich ganz auf seine schriftstellerische Tätigkeit konzentrierte. Große Anerkennung erhielt er vor allem für seine Publikationen „Der taumelnde Kontinent“ (2009) und „Die zerrissenen Jahre“ (2014). 2017 erscheint sein neuestes Buch „Die Welt aus den Angeln“ über die „Kleine Eiszeit“ im 17. Jahrhundert, die das Wetter in Europa dramatisch veränderte. Für seine Bücher wurde Blom mit dem NDR Kultur Sachbuchpreis (2009), dem Groene Waterman Prijs (2010) sowie dem Friedrich-Schiedel-Literaturpreis (2014) ausgezeichnet.

Stefan Könemann, geboren 1962 in Hagen, ist Geschäftsführer des Barsortiments Könemann und seit 2012 Vorsitzender des Ausschusses für den Zwischenbuchhandel im Börsenverein. Nach seinem juristischen Studium war er zunächst als Zeitungsredakteur tätig und lernte die Buchbranche anschließend bei KNV und Libri kennen. 1998 stieg er in die Geschäftsleitung des familieneigenen Barsortiments ein.

Der Stiftungsrat hat die Aufgabe, den Friedenspreisträger oder die Friedenspreisträgerin des jeweiligen Jahres zu benennen. Zu seinen Mitgliedern gehören neben Philipp Blom und Stefan Könemann: Stephan Detjen (Deutschlandfunk, Berlin), Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel (Theologe, Tübingen), Felicitas von Lovenberg (Piper Verlag, München), Prof. Dr. Ethel Matala de Mazza (Humboldt-Universität, Berlin), Janne Teller (Schriftstellerin, New York), Matthias Ulmer (Vorstandsmitglied des Börsenvereins, Stuttgart) sowie Heinrich Riethmüller (Tübingen), der als Vorsteher des Börsenvereins zugleich Vorsitzender des Stiftungsrates ist.

Im Frühjahr beginnt der Stiftungsrat mit seinen Beratungen zur Vergabe des Friedenspreises 2017. Voraussichtlich am 13. Juni wird der neue Friedenspreisträger oder die neue Friedenspreisträgerin bekannt gegeben. Die Verleihung des Friedenspreises findet zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse am Sonntagvormittag, 15. Oktober, in der Frankfurter Paulskirche statt.

www.friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de

Dienstag, 7. März 17
Weitere Headliner für das poolbar-Festiavl 2017 sind bestätigt
Ein Sommer voller Musik von Nischen bis Pop: Zu den bereits veröffentlichten Headlinern – zuletzt die Pixies – kommen weitere dazu. Element of Crime, Conor Oberst, Get Well Soon, Lola Marsh und viele andere sind für das poolbar-Festival 2017 bestätigt.
 
Sie gelten als einer der vielversprechendsten Newcomer: Lola Marsh. Die besondere Stimme der schönen Yael Shoshana Cohen, die Penelope Cruzs Schwester sein könnte, wird veredelt durch die eleganten Arrangements des Multiinstrumentalisten Gil Landau. Pure Coolness kombiniert mit Folk-Pop haben die nordamerikanische Blogger-Community schon längst vom Duo aus Tel Aviv überzeugt – und auch das poolbar-Publikum, denn das poolbar-Konzert 2016 war restlos ausverkauft. Am 11. August werden sie mit gewohnter Leichtigkeit erneut das poolbar-Publikum beeindrucken.
 
Einzigartige Künstler
„Lieblingsfarben und Tiere“ - Kraut-und-Rüben-Sommer 2017: Unter diesem Motto ziehen Element of Crime diesen Sommer von Bühne zu Bühne und machen dabei am 27. Juli beim poolbar-Festival in Feldkirch Halt. Die Band um den auch als Schriftsteller höchst erfolgreichen Sven Regener hat nicht nur einige legendäre Songs veröffentlicht, sondern gleich albumweise deutsche Rockgeschichte geschrieben: So etwa mit „Damals hinterm Mond“, „Weißes Papier“ und zuletzt mit dem neuen Werk „Lieblingsfarben und Tiere“. Ihre Songs sind einzigartig schön. Und einzigartig rau. Weniger rau aber mindestens genauso einzigartig präsentiert sich Conor Oberst, ehemals als „Bright Eyes“ unterwegs . Offenheit und Ehrlichkeit schwingen in seinen Songs mit. Sein neuestes Album „Ruminations“ bezeichnen nicht Wenige als „Meisterwerk“ – umso schöner, dass er damit am 7. August in Feldkirch zu hören sein wird.
 
Alles dreht sich um die Liebe
Die Kraft, die neues schafft: Liebe. Genau davon singt Konstantin Gropper – besser bekannt unter dem Künstlernamen Get Well Soon – im aktuellen Album „Love“ – einfach auszusprechen, komplex zu fühlen. Klar auf der Hand liegt aber die Liebe zum Pop von Gropper.

Härtepaket zum Schluss
Ebenfalls neu bestätigt für den 14.August als Co-Headliner zu Architects: die US-amerikanische Melodic-Hardcore-Band Defeater und die britische Metalcore-Band While She Sleeps.
 
poolbar-Festival 2017, 7. Juli bis 15. August, Altes Hallenbad Feldkirch
Alle bisher bestätigten Bands auf einen Blick:

Freitag, 7. Juli 2017: Voodoo Jürgens + Support: Worried Man & Worried Boy
Dienstag, 11. Juli 2017: Tyler, the Creator
Donnerstag, 20. Juli 2017: Jake Bugg
Freitag, 21. Juli 2017: The Notwist
Donnerstag, 27. Juli 2017: Element of Crime
Dienstag, 1. August 2017 (Montforthaus): Pixies
Montag, 7. August 2017: Conor Oberst
Dienstag, 8. August 2017: Get Well Soon
Freitag, 11. August 2017: Lola Marsh
Montag, 14. August 2017: Architects, Defeater, While She Sleeps
Dienstag, 15. August 2017: The Naked And Famous
u.v.a.
 
http://poolbar.at

Montag, 6. März 17
Der Gewinner ist …Chemnitzer Publikum hat Regieteam zu „Don Pasquale“ gewählt

Zahlreiche Zuschauer strömten am vergangenen Samstag, 4. März 2017, um 14.30 Uhr in das Opernhaus Chemnitz. Per Voting hatte das Publikum die einmalige Chance, über das Inszenierungsteam der Oper „Don Pasquale“ von Gaetano Donizetti, die im Mai 2018 Premiere feiern wird, abzustimmen.


Chemnitzer Publikum hat Regieteam zu „Don Pasquale“ gewählt
© Nasser Hashemi

Die Theater Chemnitz haben beim diesjährigen „Ring Award“ in Graz, einem international renommierten Musiktheaterwettbewerb für Regie und Bühnengestaltung, einen Sonderpreis ausgelobt. Aus den besten der mehr als 100 Bewerber haben sie drei junge Regieteams ausgewählt, die dem Chemnitzer Publikum nun ihre Entwürfe präsentieren konnten. Der Intention des Wettbewerbs folgend, soll jungen Regieteams damit ein Karrierestart ermöglicht werden. Gleichzeitig kann das Publikum Einsicht gewinnen in die kreative Entstehungsphase einer Opernproduktion. Es ist eine Premiere in der Geschichte dieses Wettbewerbs, dass das Auswahlstück mittels dieses Sonderpreises vollständig realisiert werden kann.

Das Chemnitzer Publikum konnte somit für die kommende Spielzeit 2017/2018 mitentscheiden, in welcher Inszenierung Donizettis Oper „Don Pasquale“ im Frühjahr 2018 auf die Bühne kommt. In kurzen Vorträgen von jeweils 20 Minuten haben die Kanditatenteams ihre Entwürfe für „Don Pasquale“ präsentiert, während im Foyer des Opernhauses die Bühnenbildmodelle ausgestellt wurden. Direkt im Anschluss an die Präsentationen konnten die Zuschauer ihre Stimme in einer geheimen Wahl abgeben. Nach nur wenigen Minuten der Auszählung wurde das Gewinnerteam öffentlich bekanntgegeben.
Mit 41 % der Stimmen und damit einem klaren Vorsprung wurde Team B, bestehend aus Nils Braun (Regie) und Oliver Burkhardt (Bühne und Kostüme) als offizielles Regieteam der Chemnitzer „Don Pasquale“-Inszenierung beglückwünscht.


Chemnitzer Publikum hat Regieteam zu „Don Pasquale“ gewählt
Nils Braun

© Nasser Hashemi

Der Bühnen- und Kostümbildner Oliver Burkhardt konnte krankheitsbedingt leider nicht an der Präsentation teilnehmen, so dass der Regisseur Nils Braun in überzeugender Weise allein beider Konzept vorstellte, das die verzwickte Liebesgeschichte aus Donizettis Zeiten mit den Lebens- und Liebesgewohnheiten unserer heutigen (Online-)Generation in einen Kontext setzt. Nils Braun freut sich sehr über die Auszeichnung und auf die kommende Spielzeit in Chemnitz und bedankte sich herzlich beim Publikum für das Vertrauen.

Team A: Regie: Béatrice Lachaussée (Frankreich) / Bühne: Dominique Wiesbauer (Österreich) / Kostüme: Nele Ellegiers (Deutschland)
Béatrice Lachaussée, Dominique Wiesbauer und Nele Ellegiers arbeiten regelmäßig im Team. Zusammen wurden sie als Semi-Finalistinnen des RING AWARD 2017 in Graz nominiert, das Finale findet vom 23. – 25. Juni 2017 statt.
Team B: Regie: Nils Braun (Deutschland) / Bühne und Kostüme: Oliver Burkhardt (Deutschland)
Team C: Regie: Jan Eßinger (Deutschland) / Bühne und Kostüme: Isabelle Kaiser (Schweiz)

www.theater-chemnitz.de 

Montag, 6. März 17
"La La Land": Soundtrack und der Filmscore zu „La La Land“ sind digital und auf CD erhältlich

Vor einer Woche wurde der wichtigste internationale Filmpreis, der Oscar, in Los Angeles verliehen und „La La Land“ räumte gleich sechs Awards ab! Schauspielerin Emma Stone erhielt die goldene Statue als beste Hauptdarstellerin. Zudem gab es den Oscar für „Beste Kamera“, „Bestes Produktionsdesign“ und die „Beste Regie“ (Damien Chazelle). Die Musik, das bezaubernde Herzstück des Films wurde gleich doppelt ausgezeichnet:

Der Song „City Of Stars“ aus dem Soundtrack zu „La La Land“, eingesungen von den Hauptdarstellern Ryan Gosling und Emma Stone, erhielt den Oscar als „Bester Original Song“. R&B-Superstar John Legend performte „City Of Stars“ sowie den ebenfalls nominierten Song “Audition” live bei den Oscars. Den Auftritt gibt es hier zu sehen. Der Soundtrack zu „La La Land“ begeistert das Publikum ebenso wie der Film und hat auch hierzulande die Charts im Sturm erobert.

Ebenso ausgezeichnet wurde der grandiose Filmscore zu „La La Land“. Den Oscar für den Score nahm Komponist und Songwriter Justin Hurwitz entgegen, aus dessen Feder auch der preisgekrönte Song „City Of Stars“ stammt.

Vorab durften sich die Fans in Los Angeles über einen ganz besonderen „La La Land“-Moment freuen: An der Ecke Melrose Avenue & Harper Avenue wurde das Filmplakat-Motiv an eine Wand gemalt – ohne Ryan und Emma, aber dafür mit Platz für alle La La Land-Fans, die das Plakat als Motiv nachspielen und sich noch bis Ende März fotografieren lassen können. In den Sozialen Medien (u.a. https://twitter.com/hashtag/livefromlalaland ) kann man erste Fotos bewundern unter dem Hashtag #LIVEFROMLALALAND.

Der Soundtrack und der Filmscore zu „La La Land“ sind digital und auf CD erhältlich.

www.universal-music.de

Samstag, 4. März 17
„ttt - titel thesen temperamente" (hr) am Sonntag
„ttt - titel thesen temperamente" (hr) kommt am Sonntag, 5. März 2017, um 23:05 Uhr im Ersten. Die geplanten Themen:

Die Superreichen an der Macht - Trumps Milliardäre auf dem Siegeszug? „ttt" mit Niklas Maak und seinem Buch „Atlas der seltsamen Häuser und ihrer Bewohner" unterwegs in New York
Ein Stimmungsbericht aus New York: „ttt" trifft den Schriftsteller und Journalisten Niklas Maak vor den Trump Towers, an der Wall Street und in der New Yorker Kunstszene. Maak beobachtet die aktuellen Entwicklungen in den USA, in denen die Demokratie gerade von einer gewählten Regierung abgeschafft werden soll. Wie reagiert die Kulturszene? Geschockt und resigniert? Oder stehen wir am Anfang einer großen Bewegung für die Demokratie? Vor ein paar Wochen hat Donald Trump den Präsidenten der Investmentbank Goldman Sachs zu seinem ersten Wirtschaftsberater gemacht. Die Wall Street soll erneut dereguliert werden. Der große Finanzcrash von 2008 mit Milliarden-Bankenrettungen durch Steuergelder und mit Hunderttausend obdachlosen Amerikanern scheint vergessen. In seinem aktuellen Buch „Atlas der seltsamen Häuser und ihrer Bewohner" beschäftigt sich Maak mit einem der größten Spekulanten und Finanzmarktbetrüger, Marc Dreier. Maak gelingt damit eine brillante Analyse einer durch deregulierte Finanzmärkte verrückt gewordenen Welt - und eine Parabel zur aktuellen Lage.

„ttt" fragt Niklas Maak danach, was passiert, wenn die Kunstszene es sich mit dem Geld der Superreichen bequem macht.

Außerdem bei „ttt":

Dramatisches Szenario: Frankreich entscheidet über die Zukunft Europas - Mittendrin: Karine Tuil und ihr Gesellschaftsroman „Die Zeit der Ruhelosen"
In Frankreich wird über unsere Zukunft entschieden. Gewinnen Marine Le Pen und der Front National die Wahlen am 23. April, droht Europa zu zerbrechen. „ttt" trifft Karine Tuil in Paris und unterhält sich mit ihr darüber, wie es aussieht in Frankreich und ob Emmanuel Macron, der einen fortschrittlichen, proeuropäischen Wahlkampf macht, mehr ist als nur ein Hoffnungsschimmer.

Europa und die Zukunft der Demokratie: Ein Debattenbeitrag mit Axel Honneth, Peter Bofinger, Ulrike Guérot und Daniel Cohn-Bendit zur Zukunft der Europäischen Idee
Utopie oder Dystopie? Gelingt ein neuer Aufbruch in ein demokratisches Europa, oder passiert der Absturz in vorgestrigen Nationalismus? Schaffen es die Rechtspopulisten Europas, unsere Demokratien in die Vergangenheit zu befördern? „ttt" spricht mit Honneth, Bofinger, Guérot und Cohn-Bendit.

„Musik findet niemals im Vakuum statt": Warum sich der Starpianist Igor Levit für Europa einsetzt
„ttt" hat Levit, der seit knapp einem Jahr in Berlin wohnt, getroffen und mit ihm über seine Liebe zur Musik und sein Engagement für Europa gesprochen.

„Moonlight" hat den Oscar für den besten Film gewonnen: Ein „schwarzer" Film - schwarzer Regisseur, schwarze Schauspieler, schwarzes Milieu - über Rassismus made in USA
„ttt" hat mit „Moonlight"-Regisseur Barry Jenkins gesprochen und den Kulturwissenschaftler Khary Polk gefragt, wie eine Gesellschaft dafür sorgt, dass männliche Afroamerikaner sich nur als stark und gefährlich präsentieren können - und was das mit dem allgegenwärtigen Rassismus des Landes zu tun hat.

Moderation: Max Moor
Redaktion: Gitta Severloh und Edith Lange (hr)

Im Internet unter www.DasErste.de/ttt

Samstag, 4. März 17
Bregenzer Festspiele: Aus Platten werden Karten
Auch in der Vorarlberger Marktgemeinde Nenzing bei Bludenz entsteht große Oper. Dreißig Quadratmeter messende Rechteck-Platten aus Holz und Metall stapeln sich derzeit in der Montage-Halle der Stahlbaufirma Geiger. Zweieinhalb Tonnen bringt jede der insgesamt 27 Kolosse auf die Waage.


Carmen-Aufbau
© Bregenzer Festspiele / Dietmar Mathis

Ab den ersten Märztagen sollen sie auf der Seebühne montiert werden. Doch zuvor sorgt Kunsthandwerker und Maler Arno Hagspiel mit Putz und Farbe dafür, dass aus Heavy-Metal wunderschöne Opernkulisse wird.

„Die Oberfläche einer jeden Platte soll wie die Rückseite einer riesigen Spielkarte aussehen“, verrät der 46-Jährige Theaterspezialist. Seit 20 Jahren veredelt er Bühnenteile für das Sommerfestival. Die Herausforderung sei, die künstlerischen Vorstellungen von Carmen-Bühnenbildnerin Es Devlin möglichst genau zu treffen und dabei die besonderen Bedingungen der Seebühne zu berücksichtigen. „Die Farben müssen sowohl bei Tageslicht als auch abends im Scheinwerferlicht ihre Wirkung entfalten. Außerdem sorgen Wasser und Wellen für eine stärkere Belastung der Oberflächenstruktur, die Witterungseinflüsse insgesamt sind enorm.“

Unter einen Hut
Doch die Platten müssen nicht nur wie überdimensionale Spielkarten aussehen, einige von ihnen müssen für die Darstellerinnen und Darsteller auch begehbar sein für. Daher sei Rutschfestigkeit ein weiteres Kriterium, das eine wesentliche Rolle spielt. „Ich muss sehr unterschiedliche Vorgaben unter einen Hut bringen. Das unterscheidet den Theaterbetrieb von den normalen Aufgaben eines Fassadenmalers.“ Andere Platten wiederum seien nach ihrer Montage hoch oben im Bühnenbild nur noch per Kran erreichbar. Eine nachträgliche Veränderung sei dann kaum noch machbar oder nur unter großem Aufwand.

Drei Einfamilienhäuser
Die Frage, ob außer dem sachten Muster des Kartenrückens noch andere Motive zu sehen sein werden, beantwortet Hagspiel zunächst mit einem verschmitzten Lächeln, bevor er sagt: „Ich trage meinen kleinen Teil zur Opernkulisse bei, die Inszenierung aber ist Sache des Regisseurs. Ich möchte den Besuchern die Überraschung lassen und nichts vorwegnehmen.“ Vier Meter dreißig mal sieben Meter sechzig misst jede Spielkarte. Zählt man die Quadratmeter aller 27 Karten zusammen, entspricht das fast der Fläche dreier Einfamilienhäuser. Zehn Karten bemalt Hagspiel in Nenzing, die weiteren Karten werden auf der Werkstattbühne des Festspielhauses von einem anderen Maler-Team gestaltet.

Dinge, die dem Auge verborgen bleiben
Sein steter Begleiter: Maximaler Qualitätsanspruch. „Die Bregenzer Festspiele setzen im internationalen Opernbetrieb sicher Maßstäbe hinsichtlich Aussehen, Dimension und Funktion ihrer Bühnenbilder.“ Eine Spielkarte müsse bei einem Meter Abstand genauso wirken, wie bei der Betrachtung aus 50 Metern Entfernung. Der Grund ist, dass TV-Kameras und Pressefotografen mit ihren Teleobjektiven sehr nah an die Kulisse heran rücken und Dinge sehen, die dem Auge normalerweise verborgen blieben.

Kein Glücksspiel fürs Kartenspiel
Bis ein Kulissenteil endlich an der Seebühne montiert werden darf, gehen zahlreiche Besprechungen sowie Begutachtungen von Farbmustern voraus, teilweise bis zu zwei Jahre vor der Premiere. „Rot ist nicht gleich rot. Jeder deutet Farbe anders – hell, dunkel, satt, glänzend oder matt“, erklärt Hagspiel. Selbst kleinste Korrekturen können wochenlange Zusatzarbeit und Mehrkosten verursachen. „Wir wollen nichts dem Zufall überlassen und kein Glücksspiel betreiben.“ In jedem Fall beginnt am 19.  Juli das in jeder Hinsicht große Kartenspielen am Bodensee, wenn Carmen Premiere feiert.

www.bregenzer-festspiele.com

Samstag, 4. März 17
Bregenzer Festspiele: Opernatelier – "Einblick" 6 am 14. März 2017 ~ Die vielen Stimmen der Virginia Woolf
„Als schützende Figur, auf die sich alle beziehen, entpuppt Mrs. Ramsay sich als Platzhalterin der Nacht. Aus dem Wissen um die Fragilität ihrer Welt löst sie in ihren Mitmenschen Träume aus, die ihnen zugleich erlauben, auf ein Morgen zu vertrauen.“ Mit diesen Worten charakterisiert Elisabeth Bronfen die Hauptfigur in Virginia Woolfs Zum Leuchtturm. Dieser 1927 entstandene Roman bildet die Grundlage für die erste abendfüllende Oper des griechischen Komponisten Zesses Seglias, die bei den Bregenzer Festspielen uraufgeführt werden wird. Der Entstehungsprozess der Komposition und der Inszenierung ist für das Publikum schon seit eineinhalb Jahren im Opernatelier nachvollziehbar.

Mit Elisabeth Bronfen kommt eine der bedeutendsten Kulturwissenschaftlerinnen unserer Zeit nach Bregenz. Die Lehrstuhlinhaberin am Englischen Seminar der Universität Zürich und Global Distinguished Professor an der New York University ist außerdem als Ausstellungskuratorin tätig. In ihren Büchern beschäftigt sie sich unter anderem mit Psychoanalyse, Literatur, Film und Oper. Die Autorin Virginia Woolf spielt dabei eine wichtige Rolle.

Nach Elisabeth Bronfens Vortrag mit dem Titel „Stimme und Stimmung in Virginia Woolfs To the Lighthouse" kommen Stimmen aus Zesses Seglias’ Oper zu Gehör. Der Komponist behandelt die menschliche Stimme auf unterschiedliche Weise, die er mit den Sängern und Sängerinnen der Protagonisten erproben wird. Gemeinsam mit der Dirigentin der Uraufführung, Claire Levacher, begeben sich Christie Finn, Sophia Burgos und Jean-Marc Salzmann auf die Suche nach einer angemessenen Interpretation. Ein exklusiver Einblick in die herausfordernde Arbeit an zeitgenössischer Musik.

Die Bregenzer Festspiele trauern um den Regisseur, Autor und Librettisten Ernst Marianne Binder, der am 28. Jänner 2017 in Graz im Alter von 64 Jahren unerwartet gestorben ist. Im kommenden Sommer hätte er die Uraufführung von Zesses Seglias’ Oper To the Lighthouse auf der Werkstattbühne inszenieren sollen. Intendantin Elisabeth Sobotka: „Es ist unglaublich traurig, dass Ernst viel zu früh von uns gegangen ist, aber tröstlich, dass er uns dieses Stück hinterlassen hat. Es ist ohne Zweifel in seinem Sinne, das Stück zur Aufführung zu bringen“. Daher wird auch der nächste Einblick in den Arbeitsprozess am 14. März wie geplant stattfinden.

Kostenfreie Eintrittskartes sind unter +43 5574 407-6 zu resertvieren (Zusendung per E-Mail oder Hinterlegung an der Kasse im Kunsthaus Bregenz).

bregenzerfestspiele.com

Samstag, 4. März 17
Bilanz 2016 - Dresdner Philharmonie mit Zuwächsen in allen Bereichen ~ Frauke Roth, Intendantin der Dresdner Philharmonie, blickt auf ein äußerst erfolgreiches letztes Jahr im Interim zurück
(lifePR) Besucher- und Abonnentenzahlen, Auslastung, Anzahl der Konzertangebote – alle Zahlen für das vergangene Kalenderjahr konnten erneut gesteigert werden. 2016 kamen über 140.000 Besucher in die Konzerte der Dresdner Philharmonie, das ist ein Aufwuchs von 1,2 Prozent gegenüber dem Jahr davor. Ebenso erfreulich ist die Entwicklung bei der Auslastung der Konzerte, die noch einmal um 4 Prozent von 83 auf 87 Prozent gestiegen ist. Insgesamt 400 Abonnenten konnten hinzugewonnen werden, damit hat die Dresdner Philharmonie nunmehr knapp 7.600 „feste“ Konzertbesucher. 2016 war auch ein Jahr, in dem – besonders im Kinder- und Jugendbereich – das Veranstaltungsangebot erheblich erweitert wurde.

Frauke Roth: „Ich freue mich außerordentlich, dass wir im letzten Jahr des Interims unsere Zahlen noch einmal so deutlich steigern konnten. Unserem Publikum, sowohl den Abonnenten, als auch allen anderen Konzertbesuchern, danke ich ausdrücklich für ihr Interesse und ihre Treue.
Mein Dank gilt auch Michael Sanderling, den Musikerinnen und Musikern des Orchesters und allen Künstlern sowie der Verwaltung für ihren enormen Einsatz sowie den Verantwortlichen der Landeshauptstadt Dresden und unseren Kulturpartnern in den Ausweichspielstätten, die uns einen Konzertbetrieb unter diesen speziellen Bedingungen ermöglicht haben.
Ganz besonders freue ich mich, dass unsere Veranstaltungen für Familien, Kinder und Schulen auch unter Einbeziehung der Philharmonischen Chöre auf so große Nachfrage stoßen. Wir haben die Anzahl der musikalischen Bildungsangebote bereits deutlich erhöht, und immer noch ist die Nachfrage größer als unser Angebot. In diesem Bereich werden wir uns im Kulturpalast ganz sicher noch steigern – kulturelle Bildung und Nachwuchsförderung bleibt eine Herzensangelegenheit der Dresdner Philharmonie. Nach fünf Jahres des Interim ist 70 Tage vor der feierlichen Eröffnung des neuen Konzertsaals im Kulturpalast die Vorfreude auf den ersten richtigen Konzertsaal in der Mitte unserer Stadt und auf ein Zuhause für die Dresdner Philharmonie enorm.“

Michael Sanderling, Chefdirigent der Dresdner Philharmonie:
„Nicht nur durch das Betrachten der erfolgreich gesteigerten Besucherzahlen möchte ich mich bei unserem Dresdner Publikum bedanken, die uns durch ihre Treue und Begeisterung bei unserer fünfjährigen Dauertournee begleitet und getragen haben.
Mein Dank gilt natürlich auch all unseren Gastgebern in der Stadt Dresden,  die während unserer Interimszeit durch freundschaftliche und konstruktive Zusammenarbeit ein essentieller Bestandteil unserer künstlerischen Arbeit geworden sind und so in dieser für uns doch schwierigen „heimatlosen Zeit“ die Sicherung der musikalischen Qualität der Dresdner Philharmonie garantierten.
Es ist soweit! Ich freue mich, wenn sich im April die Türen des neuen Konzertsaales im Kulturpalast erstmals öffnen werden und wir mit unserem Dresdner Publikum die jetzt schon überwältigende Atmosphäre des neuen Saales gemeinsam erleben dürfen.“

Peter Conrad, Vorsitzender des Orchestervorstandes der Dresdner Philharmonie:
„Für uns als Orchester war es immer motivierend und schön, dass uns unsere Besucher auch während der Interimszeit die Treue gehalten haben. Dabei waren die Bedingungen weder für uns Musiker noch für das Publikum einfach. Die Zahlen für das letzte Jahr stimmen uns außerordentlich optimistisch – wir spüren die Unterstützung der Menschen, für die wir spielen und freuen uns jetzt auf einen Konzertsaal, in dem wir uns unserem Publikum endlich mit all unseren Qualitäten präsentieren können. Das ist Herausforderung und enormer Ansporn zugleich.“

www.dresdnerphilharmonie.de

Samstag, 4. März 17
Staatstheater Darmstadt: Umbesetzung Premiere Jenufa
(lifePR) Kurzfristige Umbesetzung zur Premiere: JENUFA (Oper von Leoš Janácek)
Iris Vermillion übernimmt die Partie der Kusterin bei der Premiere der Oper JENUFA von Leoš Janacek am Samstag, 04. März 2017, sowie bei den beiden nächsten Vorstellungen am 11. und 17. März 2017.

Die Mezzosopranistin ist auf den nationalen und internationalen Opern- und Konzertbühnen gefragt. Über ihre Verkörperung der Küsterin an der Oper Graz schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Die Stimme des Abends aber ist zweifellos Iris Vermillion als Küsterin. Sie bringt eben das dunkle Verzweiflungsmelos zum Glühen, für welches die Musik Janaceks berühmt geworden ist“, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung

Iris Vermillion, Mezzosopran, feierte ihren internationalen Durchbruch in Amsterdam als Dorabella und Cherubino unter Nikolaus Harnoncourt sowie bei den Salzburger Festspielen als Clairon („Capriccio“). Seitdem ist sie regelmäßiger Gast der Staatsopern von Berlin, München, Wien und Dresden, an der Deutschen Oper Berlin und an der Mailänder Scala.
Nach Mozart-Partien wie Sesto („La clemenza di Tito“) oder Dorabella („Cosi fan tutte“) ist sie inzwischen überwiegend in Opern von Strauss und von Wagner zu hören, sowie in Werken wie „Werther“, „Les Contes d’Hoffmann“, „Die Fledermaus“ sowie „Lulu“.
Sie arbeitete mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Semyon Bychkov, Daniel Barenboim, Riccardo Chailly, Michael Gielen, Marek Janowski, Georges Pretre, Helmut Rilling, Fabio Luisi, Giuseppe Sinopoli und Georg Solti zusammen.
An der Semperoper Dresden war sie in der Titelpartie von Schoecks „Penthesilea“ zu erleben, für die sie 2008 mit dem Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ ausgezeichnet wurde. Zu weiteren Gastengagements zählen u.a. Idamantes („Idomeneo“) in der Bearbeitung von R. Strauss und L. Wallerstein an der Semperoper und bei den Salzburger Festspielen, Herodias („Salome“) an der Münchner Staatsoper und am Teatro alla Scala, „Tristan und Isolde“ konzertant unter Kurt Masur in Paris und am Teatro de la Maestranza in Sevilla sowie Venus in der Dresdner Fassung von „Tannhauser“ an der Oper Köln.

Musikalische Leitung: Will Humburg
Inszenierung: Dirk Schmeding
Bühne: Martina Segna
Kostüme: Frank Lichtenberg
Einstudierung Chor: Thomas Eitler-de Lint
Dramaturgie: Catharina von Bulow, Ute Vollmar

Premiere am Samstag, 04. Marz, 19.30 Uhr | Großes Haus
Weitere Vorstellungen am 11. und 17. Marz, 09. und 28. April | weitere Termine unter www.staatstheater-darmstadt.de

Samstag, 4. März 17
Chemnitzer Produktion „Beate Uwe Uwe Selfie Klick“ eingeladen zum Heidelberger Stückemarkt
Die Co-Produktion zwischen Figurentheater und Schauspiel Chemnitz „Beate Uwe Uwe Selfie Klick“ (UA) wird im Rahmen des Heidelberger Stückemarkts 2017 am 2. Mai um 18.30 Uhr im Zwinger 1 in Heidelberg zu sehen sein. Damit wurde diese Chemnitzer Produktion ins Gastspielprogramm eines der bedeutendsten Festivals der Bundesrepublik in puncto Neue Dramatik aufgenommen.
Das Stück „Beate Uwe Uwe Selfie Klick“ mit Texten von Gerhild Steinbuch in einer Fassung von Laura Linnenbaum erlebte am 2. November 2016 seine Uraufführung im Schauspielhaus Chemnitz. Es entstand als Auftragswerk der Theater Chemnitz anlässlich des Theatertreffens „Unentdeckte Nachbarn“ (1. bis 11. November 2016), das die Aufdeckung des NSU vor 5 Jahren sowie dessen Folgen zum Thema hatte und in Chemnitz, Zwickau und anderen Städten ausgetragen wurde. Initiator und Veranstalter dieses Theatertreffen waren der ASA-FF e.V. in Kooperation mit Grass Lifter, Kulturbüro Sachsen, Theater Chemnitz, Theater Plauen-Zwickau und Weiterdenken / Heinrich Böll Stiftung Sachsen.
Fünf Figuren treten in „Beate Uwe Uwe Selfie Klick“ an, um sich zum NSU zu verhalten. Dafür greifen sie allgegenwärtige Diskurse um den Münchner NSU-Prozess auf (Beate Zschäpe als Opfer? Drei-Täter-Theorie? NSU-Unterstützernetzwerk? Rolle des Verfassungsschutzes? Linke Propaganda gegen rechte?). Überfordert von der Vielzahl der Informationen, ziehen sie sich an einen utopischen Strand zurück, endlich allein mit sich und der Welt. Von dort aus wehren sie alles Störende und Fremde der überaus komplexen Welt ab, bis sie sich in die Neue Rechte verwandelt haben. Sie übernehmen dabei Sprach-, Diskurs- und Verhaltensmuster, die bisher der Linken vorbehalten waren, wie z. B. jenes Thema um die Gleichberechtigung von Frauen, und provozieren damit bis zum Unaushaltbarem.


Beate Uwe Uwe Selfie Klick / Eine europäische Groteske (UA) / Figurentheater Chemnitz
Michel Diercks, Felix Schiller (knieend), Tobias Eisenkrämer, Magda Decker – v.l.n.r.
© Dieter Wuschanski / Die Theater Chemnitz gGmbH

Der Heidelberger Stückemarkt ist eine Plattform für zeitgenössische deutschsprachige und internationale Dramatik und innovative künstlerische Ansätze. 1984 ins Leben gerufen, wird das Festival jährlich vom Theater und Orchester Heidelberg veranstaltet und präsentiert jeweils an zehn Tagen im Frühling ein umfangreiches Gastspielprogramm aus Uraufführungen von Theatern und Gruppen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum sowie neue, noch nicht uraufgeführte Stücke. Der Heidelberger Stückemarkt bietet Raum für den Austausch zwischen Dramatikern, Theatermachern und Publikum und die Diskussion über Gegenwartsdramatik und neue Theaterästhetiken.
Neben dem Gastspielprogramm richtet der Heidelberger Stückemarkt den vielbeachteten Autorenwettbewerb mit hochdotierten Preisen als Talentförderung für neue Autorinnen und Autoren aus. Im Deutschsprachigen Autorenwettbewerb sind Verlage, Studiengänge und ehemals nominierte Autoren vorschlagsberechtigt. Aus deren Einsendungen wählt das Festivalteam sechs bis sieben Stücke aus. Hinzu kommen neue Stücke aus dem Gastland. Im Rahmen des Festivals werden die nominierten Stücke in Lesungen mit dem Heidelberger Ensemble vorgestellt.

Weitere Informationen: www.theaterheidelberg.de

Beate Uwe Uwe Selfie Klick
Eine europäische Groteske (Uraufführung)
Textfassung von Laura Linnenbaum mit Texten von Gerhild Steinbuch und dokumentarischem Material
Auftragswerk der Theater Chemnitz anlässlich des Theatertreffens „Unentdeckte Nachbarn“
Eine Produktion des Figurentheaters Chemnitz in Kooperation mit dem Schauspiel Chemnitz und den Grass Liftern / ASA-FF. e.V.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Premiere: 2. November 2016, Schauspielhaus Chemnitz / Ostflügel
Regie: Laura Linnenbaum
Bühne und Kostüme: Valentin Baumeister
Puppen: Angela Baumgart
Dramaturgie: René Schmidt
Es spielen: Magda Decker, Gerlinde Tschersich, Michel Diercks, Tobias Eisenkrämer, Felix Schiller

www.theater-chemnitz.de

Samstag, 4. März 17
HELMUT LOTTI ~ Die Comeback Tour ~ Am 16. Dezember 2017 in der Jahrhunderthalle Frankfurt
Helmut Lotti ist ein Wanderer zwischen den Welten. Seit über 25 Jahren überwindet er als innovativer Musik-Botschafter erfolgreich sämtliche Genre- und Kulturgrenzen. 2016 feiert der internationale Superstar nach einer musikalischen Auszeit mit „The Comeback Album“ seine langerwartete Rückkehr. Und 2017 geht er wieder auf Tournee. So kommt Helmut Lotti u.a. am 16. Dezember 2017 in die Jahrhunderthalle Frankfurt.
Helmut Lottis Karriere ist ein Reigen der Superlative: Mit „Helmut Lotti Goes Classic“ startete 1995 sein internationaler Durchbruch und er eroberte damit die Welt. Das Album erreichte auf Anhieb Gold Status und seither verkaufte er über 13 Millionen Tonträger, zu denen aufwendige TV-Specials in Südafrika, Sibirien und Mexiko produziert wurden und die insgesamt fünfzehn Gold-, sechs Platin- und drei Triple-Gold-Auszeichnungen erreichten. Der begehrte Belgier gewann u.a. eine Goldene Kamera und zwei ECHO-Awards, sang Duette mit Andrea Bocelli, Montserrat Caballé, Eros Ramazzotti, Placido Domingo, Sarah Brightman und Cliff Richard und verkaufte die Ränge im Brüsseler Vorst Nationaal, der Kölner Lanxess Arena, dem Wiener Konzerthaus, dem berühmten L’Olympia in Paris, der Avery Fisher Hall in New York und dem Lyric Theatre in Sydney aus. Man kann also getrost von einer lupenreinen Weltkarriere sprechen.
Lottis persönliche Highlights sind jedoch von anderer Natur: „Bei den World Music Awards in Monaco 1996 schaute mich Céline Dion während meiner Probe vom Saal aus an, als sei ich ein Außerirdischer. Später kam sie auf mich zu und sagte zu mir ‚Boy, I don’t know who you are, but you’re magnificent. Take care of yourself‘. Was für ein Kompliment! Ein Jahr später saß Placido Domingo bei einer Veranstaltung backstage am Klavier, rief mich zu sich herüber und fragte ‚Helmut, kennst Du das?‘ Als ich nickte, sagte er nur: ‚Komm, sing!‘ – und begleitete mich bei dem wunderbaren Lied ‚Parlami d’amore Mariù‘. Meine berufliche Laufbahn lief fantastisch; besonders die Fernseh-Specials habe ich in toller Erinnerung. Ich habe viele Länder und Menschen kennengelernt und bin heute vielleicht am stolzesten auf das Album ‚Out Of Africa‘, weil die Musik darauf so speziell und wirklich neu war. Es ist ein Crossover zwischen reduzierten Tribal-Kompositionen und symphonischen Arrangements.“
„Out Of Africa“ hielt sich fast ein Jahr in den deutschen Charts und ist Helmut Lottis bis dato erfolgreichstes Album in Deutschland. Während seiner Tournee in Australien 2011 hatte sich der Sänger überraschend entschlossen, eine schöpferische Pause zu nehmen. „Es lief sehr gut, ich fühlte mich körperlich wohl – aber ich fragte mich: ‚War es das jetzt?‘ Das war kein Burn-out, sondern eher das Bedürfnis nach einer Art Bilanz. Ich brauchte Zeit um nachzudenken und mir die Frage zu beantworten, ob ich tatsächlich noch Helmut Lotti sein wollte.“ In den folgenden Jahren produzierte Lotti nur ein Album für den holländischen Markt und ging nicht auf Tournee. Er konzentrierte seine Aktivitäten auf Belgien, absolvierte ausschließlich ausgewählte Auftritte und engagierte sich als „Goodwill Ambassador“ für UNICEF.
„Es hat lange gedauert, ich war ja auch beschäftigt – aber irgendwann fing es wieder an zu kribbeln. Die Bühne fehlte mir und ich begriff, dass meine Karriere ein Geschenk ist. Gleichzeitig kam mir der Gedanke, dass ich einer Welt, die in Flammen zu stehen scheint, etwas zurückgeben wollte. Ich wollte ein Album machen, das Hoffnung verbreitet und Trost spendet.“ Aus der eindeutigen Entscheidung heraus: „Ja, ich möchte Helmut Lotti sein“ erwuchs die Konsequenz, „The Comeback Album“ bewusst groß zu arrangieren. „Mehr Orchester, mehr Bläser – ich wollte quasi noch mehr Lotti hineinlegen. Um die 100 Menschen haben auf dem Album mitgewirkt. Entscheidend war auch die Zusammenarbeit mit dem britischen Musiker, Komponisten und Arrangeur Andrew Powell (u.a. John Miles und Kate Bush). Er spielte lange bei The Alan Parsons Project und hat viele ihrer Stücke harmonisch bearbeitet. Mein Produzent ist ein großer Fan von ihm und so haben wir ihn gefragt, ob er an dem Album mitarbeiten möchte.“

Die Coverversionen des Albums hat Helmut Lotti mit Bedacht und entlang eines roten Fadens ausgewählt: „Sie haben alle mit unterschiedlichen Formen von Glaube, Liebe und Hoffnung zu tun. Ich möchte mit der Musik den Menschen die Gelegenheit geben, sich in eine Welt zu versetzen, in der sie Kraft schöpfen können.“ Die einfühlsame Einführung in das Thema ist die erste Single „Faith, Hope And Love“ – mit eigenen Texten von Lotti. „Mein Text handelt vom Glauben an positive Energie. Von Liebe und innerer Stärke. Und davon, was für ein starker Lebensmotor Hoffnung sein kann.“ Auch die Übersetzung des Textes zu „Insha’ Allah“ stammt vom Künstler selbst: „Ich habe viel über Religion nachgedacht: Glaube ist etwas Schönes, aber auch sehr persönliches. Es geht hier also nicht um ein politisches Statement, sondern um eine einfache Frage: Kann das Elend nicht endlich aufhören?“
Aber auch die Coverversionen so unterschiedlicher Künstler wie Leonard Cohen, Adamo, Simon & Garfunkel und natürlich seinem Idol Elvis Presley passen perfekt zu Helmut Lottis Musikvorstellungen. Mit seiner 3½ Oktaven umfassenden Stimme und seinem außerordentlichen Talent, sich Genres und Stimmungen zu eigen zu machen, schafft es der Crossover-Maestro Lotti, Uptempo-Tracks mit bodenständigem Soul und Gospel zu kreieren und anspruchsvolle Titel spielend um Jazz und Swing zu erweitern. „Ich versuche immer, die schönste aller Versionen zu kreieren. Am liebsten singe ich natürlich das Lied, mit dem ich am meisten Applaus bekomme – aber es muss interessant sein. Ob Coverversionen oder eigene Stücke: Ich möchte nur Sachen singen, die ich gerne singe. Dass ich das darf – dazu noch auf RCA, der Labelheimat von Elvis – ist ein großes Glück.“

Ebenso glücklich ist der Musiker, der in Belgien zu den fünfzehn meistverkauften Künstlern überhaupt gehört, über seinen langjährigen Erfolg in Deutschland: „Ich freue mich sehr, dass ich in Deutschland so eine treue Fangemeinde habe. Während meiner Auszeit bekam ich auch sehr viele Anfragen deutscher Fans, wann ich wieder zurückkomme. Ich kann es kaum erwarten, mit ‚The Comeback Album‘ endlich wieder im Rampenlicht zu stehen und 2017 auch wieder live in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs zu sein.“ „The Comeback Album“ wurde am 21. Oktober 2016 als CD und Download veröffentlicht – im letzten September ist die erste Single „Faith, Hope And Love“ erschienen und am 16. Dezember 2017 kommt Helmut Lotti nach Frankfurt in die Jahrhunderthalle.

Der Vorverkauf läuft!
Termin: HELMUT LOTTI – Die Comeback Tour
Sa, 16.12.2017, 20 Uhr, Jahrhunderthalle Frankfurt

www.jahrhunderthalle.de / www.bb-promotion.com / www.helmutlotti.de

Freitag, 3. März 17
Oper Leipzig - Highlights der Saison 2017/2018
 (lifePR) Am gestrigen Donnerstag, 2. März 2017 stellten Intendant und Generalmusikdirektor Prof. Ulf Schirmer, Operndirektorin Franziska Severin, Ballettdirektor und Chefchoreograf Mario Schröder sowie Torsten Rose, Betriebsdirektor der Musikalischen Komödie, gemeinsam den Spielplan für die Saison 2017/18 vor.


Oper Leipzig
© Kirsten Nijhof

Insgesamt 15 Neuproduktionen werden Premiere feiern: Sechs Opernpremieren, vier Premieren des Leipziger Balletts und fünf Premieren in der Musikalischen Komödie sowie 40 verschiedene Werke werden im aktiven Repertoire zu sehen sein. Die Jubiläumsspielzeit »325 Jahre Oper in Leipzig« deckt die Bandbreite der Operngeschichte von Claudio Monteverdi bis Alban Berg ab.

Rund 360 Veranstaltungen von August 2017 bis Juli 2018 in Oper, Leipziger Ballett und Musikalischer Komödie stehen in der kommenden Saison auf dem Programm. Dieses reicht von Oper, Spieloper, Operette, Musical bis hin zu klassischem und modernem Ballett über Sonderveranstaltungen wie den Silverstergalas oder den »Prinzen«-Konzerten, Kooperationen mit anderen Kulturinstitutionen der Stadt wie dem Museum der bildenden Künste oder dem Schauspiel Leipzig und der Freien Szene Leipzigs sowie kleineren Formaten in den Häusern und im Stadtraum. Hinzu kommen zahlreiche Angebote und Eigenproduktionen für Kinder, junge Erwachsene, Familien und Senioren.

OPER – JUBILÄUMSSPIELZEIT»325 JAHRE OPER IN LEIPZIG«
Mit der Premiere von Richard Wagners »Tannhäuser« im März 2018 setzt die Oper Leipzig auch in der Saison 2017 /18 auf den Ausbau des Wagner-Repertoires als zentrale Säule des Spielplans und ist einen Schritt weiter, sukzessive alle Werke des Sohnes der Stadt im Repertoire der Oper zu verankern. Nach der erfolgreichen Frühwerke-Kooperation mit den Bayreuther Festspielen (BF Medien) im Wagnerjahr 2013 ist die Festspielleiterin Katharina Wagner zum ersten Mal als Regisseurin zu Gast am Leipziger Opernhaus. »Der Ring des Nibelungen« wird in drei zyklischen Aufführungen im Januar, April und Mai 2018 zu sehen sein. Der Mai-Zyklus findet an vier aufeinanderfolgenden Tagen statt. Die Musikalische Leitung für das Wagner- und Strauss-Repertoire der Oper Leipzig liegt in den Händen des Hausherren Ulf Schirmer.

Das Jubiläum »325 Jahre Oper in Leipzig« begeht die Oper Leipzig mit einem Festwochenende vom 15. bis 17. Juni 2018. In dessen Mittelpunkt steht die Premiere von Alban Bergs »Lulu«. Die Inszenierung dieses Klassikers des 20. Jahrhunderts übernimmt Lotte de Beer, eine der gefragtesten Regisseurinnen der jungen Generation. Stilverwandt liegt der Auftakt des Wochenendes in den Händen des Meisters Max Raabe, mit dem man gemeinsam in den Schlagern der 20er-Jahre schwelgen kann. Zu Ende gehen die Feierlichkeiten mit der Aufführung des zweiteiligen Ballettabends »Boléro / Le Sacre du Printemps«.

Dem Komponisten Richard Strauss ist das Wochenende 14. und 15. Oktober 2017 gewidmet. Neben einer Aufführung von »Salome« und dem Melodram »Enoch Arden« steht die Masterclass von Brigitte Fassbaender, Intendantin des Richard-Strauss-Festivals Garmisch-Partenkirchen, im Mittelpunkt.

Als Kontrapunkt zum Reformationsjubiläum 2017 eröffnet am 30. September 2017 Giuseppe Verdis großes Historiendrama »Don Carlo« in der Regie von Jakob Peters-Messer die Opernsaison. In der tragischen Hauptfigur, interpretiert von Gaston Rivero, einem Schüler von Plácido Domingo, spiegelt sich der Konflikt aus Liebe, Macht und Politik in einer Welt, in der die katholische Kirche als Instanz die Verhältnisse kontrolliert. Mit der Premiere von Antonín Dvořáks »Rusalka« am 3. Dezember 2017 dreht sich alles um märchenhafte Wassernixen, Prinzen und Hexen. Die Regie übernimmt der Bilderzauberer Michiel Dijkema, Regisseur von »Tosca« und »Faust«.

Der Leipziger Regisseur und Bühnenbildner Philipp J. Neumann wird Béla Bartóks »Herzog Blaubarts Burg« im April 2018 inszenieren. Gezeigt wird der Operneinakter zusammen mit Leoncavallos »Pagliacci« in der Inszenierung von Anthony Pilavachi aus dem Jahr 2015.

Das Monteverdi-Jahr 2017 begeht die Oper Leipzig im Rahmen einer Koproduktion mit der Schaubühne Lindenfels in Leipzig. Am 2. September kommt die Musiktheater-Produktion »Au revoir, Euridice« zum ersten Mal zur Aufführung. Ausgangspunkt ist Monteverdis Oper »L‘Orfeo«, die Geburtsstunde der Operngeschichte.

LEIPZIGER BALLETT - REFORMATIONSJUBILÄUM IM FOKUS
Tradition und Fortschritt bilden die thematische Klammer beim Leipziger Ballett. Drei zentrale Werke des Kernrepertoires stehen auf dem Spielplan der Company. Die »Johannes-Passion« des Leipziger Thomaskantors Johann Sebastian Bach ist ein Stück lebendiger Leipziger Musikgeschichte. Schon lange haben Regisseure und Choreografen die hohe Theatralität dieses Oratoriums erkannt. Im Rahmen des Reformationsjubiläums 2017 zeigt Ballettdirektor und Chefchoreograf Mario Schröder am 27. Oktober 17 seine Deutung des Werks als choreografische Uraufführung.

In einem zweiteiligen Ballettabend stehen sich die beiden Zentralwerke des 20. Jahrhunderts »Le Sacre du Printemps« von Strawinsky in einer choreografischen Uraufführung von Mario Schröder und Ravels »Boléro« in einer Choreografie des schwedischen Choreografen Johan Inger gegenüber. Nach dem großen Erfolg des »Nussknacker« wird im Mai 2018 mit Peter Tschaikowskis »Schwanensee« ein weiteres Handlungsballett in das Repertoire der Company eingehen.

Im Juni 2018 ist eine erneute Kooperation des Leipziger Balletts mit dem Schauspiel Leipzig der Abschluss der Spielzeit 2017 /18. Im zweiteiligen Ballettabend »TOOT!« der niederländischen Choreografin Didy Veldman wird zur Musik von Schnittke und Schostakowitsch im Schauspiel getanzt.

MUSIKALISCHE KOMÖDIE - EUROPÄISCHE ERSTAUFFÜHRUNG UND LORTZING-PFLEGE
Das Leitungsteam der Musikalischen Komödie setzt in der Saison 2017 /18 neben den Klassikern des Operetten- und Musicalrepertoires auf unbekannte Stücke bekannter Meister. So knüpft am 14. Oktober 2017 »Die große Sünderin« von Eduard Künneke, Komponist von »Der Vetter aus Dingsda«, an die Reihe der Operettenentdeckungen an. Der Komponist Albert Lortzing ist aus Leipzig und dem Spielplan der Musikalischen Komödie nicht wegzudenken. Nach »Zar und Zimmermann«, »Waffenschmied« und »Wildschütz« zeigt die Musikalische Komödie ab dem 2. Juni 2018 seine Oper »Casanova«, die 1841 am Leipziger Stadttheater uraufgeführt wurde. Darüber hinaus ist es dem Haus gelungen, die Rechte für die europäische Erstaufführung des Musicals »Doktor Schiwago« zu bekommen. Das Musical, das auf dem Roman von Boris Pasternak beruht, wurde bereits in Sydney, Seoul und am Broadway gezeigt, bevor es am 27. Januar 2018 Premiere in Leipzig feiert.

Für junges Publikum hat die Musikalische Komödie in der kommenden Saison besonders viel zu bieten. Auf der großen Bühne wird das Ballett »Alice im Wunderland« mit der Musik von Elgar, Offenbach und Strawinsky am 23. März 2018 zum ersten Mal aufgeführt. In der Schaubühne Lindenfels bringt das Orchester der Musikalischen Komödie gemeinsam mit dem Kinderchor der Oper Leipzig im Mai 2018 die Gruseloper »Das Geheimnis der schwarzen Spinne« von Judith Weir heraus.

Nicht zuletzt ist die Musikalische Komödie wieder Ausrichter des Operettenworkshops des Deutschen Musikrats. Die jungen Dirigenten stellen ihr Können bei Korngolds »Lied der Liebe« unter Beweis. Das neue Format »Nachhall« entsteht in Kooperation mit dem Museum der bildenden Künste, hier treffen Kunst und Musik in einem besonderen Rahmen aufeinander.

Zu der Popband »Die Prinzen« hat die Oper Leipzig eine stetig wachsende Verbindung. Im November 2017 stehen die sieben Leipziger Musiker zum ersten Mal in ihrer über 20-jährigen Bandgeschichte mit dem Gewandhausorchester unter Leitung des Intendanten und Generalmusikdirektors Ulf Schirmer auf der Opernbühne. Im Februar und März 2018 geht dann das Orchester der Musikalischen Komödie mit dem Pop-Adel auf Tournee. Diese führt sie in acht verschiedene Städte, u. a. in die Hamburger Elbphilharmonie.

SERVICE
Telefonische Reservierungen für die neue Spielzeit sind ab sofort möglich. Der Kartenvorverkauf beginnt am 01. April 2017 an der Kasse im Opernhaus, unter Tel: 0341 – 12 61 261 (Mo – Sa 10:00 – 19:00), per E-Mail: service@oper-leipzig.de oder im Internet unter www.oper-leipzig.de 

Freitag, 3. März 17
Bald erhältlich: „Es lebe die Freundschaft! - Live“
N
och eine Woche dauert es bis zur Veröffentlichung von „Es lebe die Freundschaft! - Live“ - diese Wartezeit wird mit einem Song verkürzt, der während der Tour über 390.000 Konzertbesucher begeistert hat. Ab sofort gibt es den offiziellen Clip zu einem der wohl emotionalsten Lieder im Musical. „Zwischen den Welten“ – interpretiert von Peter Maffay und Pascal Kravetz. Dazu wurde diese Woche der exklusive Outtake Clip premiert, welcher die witzigsten und privatesten Momente der Produktion zeigt.
390.000 Besucher erlebten im vergangenen Herbst das Multimedia-Rockmärchen "Tabaluga - Es lebe die Freundschaft!" von und mit Peter Maffay live. Damit war es die größte Musikproduktion des Jahres. In allen neunzehn Tour-Städten feierten die Zuschauer die farbenprächtige und musikalisch abwechslungsreiche Show mit stehenden Ovationen.


© Sony Music

Für alle, die sich noch einmal auf die Reise nach Grünland machen wollen, gibt es nun die Aufzeichnung auf DVD bzw. Blu-ray. Dafür wurden insgesamt fünf Vorstellungen in der Dortmunder Westfalenhalle aus 34 Kameraperspektiven aufwendig gefilmt. Nur die stärksten Aufnahmen schafften es in das Video und die besten Cutter arrangierten daraus ein mitreißendes Musik-, Tanz- und Kostümspektakel, in Szene gesetzt vor einer gigantischen LED-Wand, die sich mehrfach von der Blumenwiese in den Meeresgrund, vom Universum in den Orient oder in die Eiswelt verwandelt.

Wer sich für das Treiben hinter den Kulissen der Show interessiert, ist mit der Bonus-DVD hervorragend bedient: eine 45-Minuten-Reportage zeigt alles über den Aufbau, die Technik, die Proben, den Soundcheck, das Miteinander und die Verwandlung der Darsteller in ihre Rollen. Neben der klassischen Box mit zwei DVDs oder einer Blu-ray, die das Konzert und die große Backstage-Dokumentation „Behind the scenes“ umfasst, wird es eine Premium-Box mit zwei CDs und einer DVD sowie eine MSD-Exklusiv-DVD mit einem Mitschnitt des Schlosszelt-Konzertes aus dem Jahr 2015 geben.

Popklassiker aus mehr als zwanzig Jahren "Tabaluga", darunter "Ich fühl' wie Du" oder "Ich wollte nie erwachsen sein", treffen auf neue Hits wie "Es lebe die Freundschaft" oder den Rocksong "Arbeit ist das halbe Leben". Als Sänger überzeugen neben Peter Maffay, der den größten Teil des musikalischen Repertoires mit seiner markanten, unverwechselbaren Stimme bestreitet, auch viele andere Mitwirkende, allen voran Linda Teodosiu als Gesangsstimme von Eisprinzessin Lilli, Tabalugas großer Liebe.

Neben Peter Maffay waren rund fünfzig weitere Darsteller, sowie eine 130-köpfige Crew notwendig, um die Produktion "Tabaluga - Es lebe die Freundschaft!" auf die Bühne zu bringen. Gemeinsam bescherten sie den Fans Unterhaltung der Spitzenklasse: beeindruckende technische Effekte, phantasievolle Kostüme, laute und leise Töne, fantastische Choreografien und Tänzer, die die Grenzen zwischen Tanz und Akrobatik aufheben sowie Musiker, die zu den besten Deutschlands gehören: die Gitarristen Peter Keller und Carl Carlton, Bertram Engel am Schlagzeug, Ken Taylor am Bass und Multiinstrumentalist Pascal Kravetz.

Hier geht’s zum offiziellen Video „Zwischen den Welten“:.

www.tabaluga.com

Freitag, 3. März 17
Neuigkeiten auf STAATSOPER.TV
In wenigen Tagen wird Umberto Giordanos Oper Andrea Chénier (externer Link) zum ersten Mal an der Bayerischen Staatsoper überhaupt aufgeführt – und bei der dritten Vorstellung können Zuschauer auch von zu Hause aus per Live-Stream dabei sein. Zu erleben sind Jonas Kaufmann in der Titelpartie, Anja Harteros in ihrem Rollendebüt als Maddalena die Coigny und Luca Salsi als Carlo Gérard. Die musikalische Leitung übernimmt der junge israelische Dirigent Omer Meir Wellber, Regisseur Philipp Stölzl gibt sein Hausdebüt an der Bayerischen Staatsoper.

Umberto Giordano
Andrea Chénier
Sa, 18. März 2017, 19.00 Uhr
Live und kostenlos auf STAATSOPER.TV

Zudem bietet STAATSOPER.TV noch einmal die Möglichkeit, Joyce DiDonato als Semiramide zu erleben: STAATSOPER.TV zeigt den Live-Stream vom vergangenem Wochenende ausnahmsweise 39 Stunden kostenlos „on demand“ – da schafft man die Oper mindestens neun Mal!

Gioachino Rossini
Semiramide
Sa, 4. März, ab 09.00 Uhr bis So, 5. März 2017, 24.00 Uhr
On demand und kostenlos auf STAATSOPER.TV

Freitag, 3. März 17
"Pavillon on Tour" – Der Deutsche Pavillon der Venedig-Biennale 2015 im Sursock Museum Beirut, Libanon
Eine Ausstellung des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und dem Sursock Museum.
Fabrik – Olaf Nicolai, Hito Steyerl, Tobias Zielony und Jasmina Metwaly & Philip Rizk
Sursock Museum Beirut, Libanon
1. April – 7. Mai 2017
Ausstellungseröffnung: 30. März 2017, 18 Uhr

Die Ausstellung des Deutschen Pavillons der Biennale von Venedig 2015, „Fabrik“, geht ab Anfang April 2017 erstmals auf Tournee. Erste Station ist das Sursock Museum in Beirut. Hier wird die Ausstellung am 30. März 2017 eröffnet. Anschließend folgen Ausstellungen in Mumbai und Tbilisi.

Die Ausstellung „Fabrik“ fragt, was Bilder heute leisen können. Geflüchtete, Verlierer des neoliberalen Systems, reale und imaginäre Arbeiter von abgewickelten oder virtuellen Fabriken, eine kämpferische Computerspieleentwicklerin und Bewohner von Dächern, welche die Freiheit suchen, alle diese Figuren sind Teil dieser Ausstellung, die Protagonisten des Zusammenlebens im 21. Jahrhundert. Wie ein roter Faden zieht sich das Motiv des Zirkulierens durch die Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler; es geht um das Zirkulieren von Bildern, Menschen, Waren und Geld. In diesem Sinne greift das Projekt des „Pavillon on Tour“ eine Form der Bewegung auf, die in diesen Arbeiten ohnehin angelegt ist.

Darüber hinaus fragt die Ausstellung welche Spielräume jeder einzelne von uns hat, in einer Welt, in der uns das Internet eine scheinbar ideale Form von Teilhabe vorgaukelt. Was sind Formen des Protests und der Berichterstattung? Auf diese, in den Arbeiten von Hito Steyerl, Tobias Zielony, Jasmina Metwaly/Philip Rizk und Olaf Nicolai präsenten Fragen sollen an den verschiedenen Orten weltweit die unterschiedlichsten Antworten gegeben werden. Somit ist „Fabrik“ auch eine globale Ausstellung, die nicht zuletzt jene adressiert, die nicht die Mittel hatten, um nach Venedig zu reisen, und ihnen nun Zugang ermöglicht.

Im Rahmen des laufenden Ausbaus von digitalen Plattformen des ifa, wird ein Online-Redaktionsteam die Tournee begleiten. Über die verschiedenen Kanäle des ifa (C&, Homepages, Social Media) werden die Vor-Ort-Berichte (u.a. Gespräche mit Kulturschaffenden in Beirut) digital zugänglich gemacht.

Über das Sursock Museum Beirut, Libanon
Nach großflächigen Renovierungen und dem Ausbau des Museums auf die fünffache Fläche in 2008 eröffnete das Sursock Museum 2015 als hochmoderne Kulturinstitution des 21. Jahrhunderts. Das Nicolas Ibrahim Sursock Museum in Beirut spezialisiert sich seit über 50 Jahren auf die Sammlung und den Erhalt moderner und zeitgenössischer Kunst aus dem Mittleren Osten und der ganzen Welt.

Nach der Eröffnung des Museums in 1961, in der ehemaligen Villa des libanesischen Kunstliebhabers Nicolas Sursock, trug es in den 1960er und 70er Jahren maßgeblich zu der Entwicklung der Kulturlandschaft Beiruts bei. Der renommierte Salon d’Automne, basierend auf dem Pariser Salon des 19. Jahrhunderts, zeigte neue Werke von libanesischen Künstlern wie Shafic Abboud, Paul Guiragossian, Saloua Raouda Choucair and Aref Rayess. Durch die Sammlung, Archive, Ausstellungen und dynamische Vermittlungsprogramme fördert das Museum kulturelles Wissen in der Region, unterstützt lokale Kunstproduktion und informiert und fordert ein diverses regionales und internationales Publikum auf neue und unerwartete Weisen.
Website: https://sursock.museum

Begleitprogramm zur Ausstellung FABRIK (Auswahl)
Künstlergespräch und Rundgang mit Olaf Nicolai und Florian Ebner, Kurator und Leiter der fotografischen Sammlung im Museum Folkwang Essen
Samstag, 1. April 2017
16 Uhr (Tour auf Französisch) und
17 Uhr (Tour auf Englisch)

ifa Institut für Auslandsbeziehungen –  Deutscher Pavillon
Seit 1971 koordiniert und realisiert das ifa im Auftrag des Auswärtigen Amts den Länderbeitrag Deutschlands auf der Biennale Venedig. International renommierte Künstlerinnen und Künstler wie Gerhard Richter, Joseph Beuys, Jochen Gerz, Ulrich Rückriem, Hanne Darboven, Bernd und Hilla Becher, Hans Haacke, Nam June Paik, Katharina Fritsch, Gerhard Merz, Rosemarie Trockel, Martin Kippenberger, Candida Höfer, Tino Sehgal, Isa Genzken und Ai Weiwei haben den Deutschen Pavillon auf der Biennale Venedig bespielt. Der deutsche Beitrag gewann bereits vier goldene Löwen: 1986 Sigmar Polke (Kommissar: Dierk Stemmler), 1993 Hans Haacke und Nam June Paik (Kommissar: Klaus Bußmann), 2001 Gregor Schneider (Kommissar: Udo Kittelmann) und 2011 Christoph Schlingensief (Kuratorin: Susanne Gaensheimer).
Save-the-Date: Der Deutsche Pavillon der Venedig Biennale 2017 mit einem künstlerischen Beitrag von Anne Imhof, kuratiert von Susanne Pfeffer, wird am 10. Mai 2017 eröffnet.
www.deutscher-pavillon.org

ifa Institut für Auslandsbeziehungen – Format Biennale
Als wichtiger Akteur im Kontext der Biennalen setzt das ifa Impulse in der Diskussion um die Wirkungsweisen zeitgenössischer Ausstellungsformate. Das ifa fördert zahlreiche Biennalen sowie ein Biennale-Archiv und richtet regelmäßig Biennale-Konferenzen aus, wie zuletzt 2016 „Curating under pressure“ in Neuseeland. Das ifa fördert seit 2006 Beiträge von Künstlerinnen und Künstlern aus Entwicklungs- und Transformationsländern auf der Berlin Biennale. Im Herbst 2016 veranstaltet das ifa erstmals gemeinsam mit der Berlin Biennale, der Allianz Kulturstiftung und BMW einen Workshop für Jungkuratorinnen und -kuratoren. Das ifa unterstützt seit 1982 Beiträge von in Deutschland lebenden Künstlerinnen und Künstlern auf internationalen Kunstbiennalen. 2016 waren vom ifa geförderte Kunstschaffende auf folgenden Biennalen vertreten: X Bienal de Nicaragua, Marrakech Biennale, Biennale of Sydney, MANIFESTA, Liverpool Biennial, La Biennale de Montréal, Suzhou documenta, Bienal de São Paulo, Gwangju Biennale, Kampala Art Biennale.
Als Kompetenzzentrum für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Biennalen engagiert sich das ifa in globalen Netzwerken von Biennale-Akteuren. Es ist Gründungsmitglied der 2012 ins Leben gerufenen International Biennial Association (IBA). Im Jahr 2000 initiierte das ifa in Kooperation mit Partnern die Konferenzreihe "biennials in dialogue", die u.a. in Christchurch (2015), Karlsruhe (2014), Shanghai (2008) und Singapur (2006) stattfand. Gemeinsam mit der Biennial Foundation und weiteren Partnern aus dem Biennale-Kontext organisiert das ifa seit 2012 das "World Biennial Forum", ein internationales Netzwerktreffen der weltweiten Biennale-Akteure, das 2012 in Gwangju und 2014 in São Paulo stattfand.
www.ifa.de

100 Jahre ifa Institut für Auslandsbeziehungen – "Kulturen des Wir"
Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) feiert 2017 sein 100-jähriges Bestehen. Deutschlands älteste Mittlerorganisation für auswärtige Kulturbeziehungen wurde im Ersten Weltkrieg, am 10. Januar 1917, als "Werk des Friedens inmitten des Kriegs" gegründet. Heute versteht sich das ifa als ein Kompetenzzentrum für internationale Kulturbeziehungen und künstlerische Diskurse. Das ifa bietet umfangreiche Aktivitäten zu Kulturaustausch und ziviler Konfliktbearbeitung an. Grundlage dieser internationalen Ausrichtung ist ein weitreichendes Netzwerk von Partnern im In- und Ausland. Das Leitthema des Jubiläumsjahrs 2017 lautet "Kulturen des Wir", das über das gesamte Jahr 2017 mit Ausstellungen, Tagungen und Publikationen in den Mittelpunkt gestellt wird.
www.ifa.de/100 

Freitag, 3. März 17
Daniele Gatti und die Klangarchitektur an der Scala, im Concertgebouw, der Dresdner Frauenkirche, der Amsterdamer Oper und im KKL
Daniele Gatti taucht mit dem Mahler Chamber Orchestra tief in die großen Werke der Symphonie ein: Nach dem Beethoven-Zyklus widmen das MCO und sein Artistic Advisor ihr Konzert am 15. Juni in der Dresdner Frauenkirche „Dem Andenken eines Engels“. Christian Tetzlaff spielt Alban Bergs Konzert für Violine und Orchester mit dem MCO, das nun endlich auch in Deutschland mit den Symphonien Nr. 2 und Nr. 6 etwas von seinem schon legendären Beethoven-Zyklus spielt. Die kommende Saison des Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam RCO steht unter dem Motto Musik und Frieden – dem Andenken des Kriegsendes 1918. Die gesamte Saison im Überblick steht hier.
 
Neben dem symphonischen Repertoire hat sich „der opernerfahrene Daniele Gatti“ (Berliner Zeitung) gleich zwei große Bühnenwerke vorgenommen: Nachdem der Maestro aus Mailand schon mit Tristan in Rom „ein Wunder vollbrachte“ (Klassikinfo), übernimmt er die Musikalische Leitung der Meistersinger von Nürnberg ab Mitte März am Teatro alla Scala in Mailand. Mit seinem Royal Concertgebouw Orchestra wird er im Sommer in Amsterdam Strauss‘ Salome in der Neuinszenierung von Ivo van Hove interpretieren; Premiere ist am 09. Juni.
 
Am 04. und 05. September erkundet Daniele Gatti mit Bruckners Neunter, Mahlers Vierter und Haydns Symphonie „L'Ours“, sowie Rihms In-Schrift gemeinsam mit dem Royal Concertgebouw Orchestra die Klangarchitektur des Luzerner KKL. Wolfgang Rihm forderte zu seinem für die venezianische Basilika geschriebenem Stück: „Alle Räumlichkeit sollte in die Musik eingeschrieben sein.“ Und weiter: „Die Grundidee ist lapidar: die einer INSCHRIFT. Dieses geschieht musikalisch IN SCHRIFT, die Klangzeichen wie Schriftzeichen; in den Klang eingeschriebene, spruchartige Linien.“
 
Freuen wir uns – im zweiten Jahr als Chefdirigent des RCO – auch auf Gatti bei Lucerne Festival wo die Neue Luzerner Zeitung konstatierte: Daniele Gattis gestalterische Energie schien an beiden Abenden unlimitiert – und das ist glücklicherweise auch sein Vertrag in Amsterdam.“ (NLZ)
 
Die Konzerte im Überblick:
16. März 2017, 18.00 Uhr, Mailand, Teatro alla Scala
19. und 26. März 2017, 15.00 Uhr, Mailand, Teatro alla Scala
23. und 30. März 2017, 18.00 Uhr, Mailand, Teatro alla Scala
02. und 05. April 2017, 18.00 Uhr, Mailand, Teatro alla Scala
10. Juni 2017, 13.00 Uhr und 15.30 Uhr, Amsterdam, Het Concertgebouw       
15. Juni 2017, 20.00 Uhr, Dresden, Frauenkirche
09. und 12. Juni 2017, 20.00 Uhr, Amsterdam, De Nationale Opera
18. Juni 2017, 14.00 Uhr, Amsterdam, De Nationale Opera
21., 24. und 27. Juni 2017, 20.00 Uhr, Amsterdam, De Nationale Opera
02. Juli 2017, 14.00 Uhr, Amsterdam, De Nationale Opera
05. Juli 2017, 20.00 Uhr, Amsterdam, De Nationale Opera
24. August 2017, 20.00 Uhr, Amsterdam, Het Concertgebouw
30. August 2017, 20.00 Uhr, Amsterdam, Het Concertgebouw
04. September 2017, 19.30 Uhr, Luzern, KKL, Konzertsaal, Lucerne Festival
05. September 2017, 19:30 Uhr, Luzern, KKL, Konzertsaal, Lucerne Festival
24. September 2017, 19.30 Uhr, Bukarest, Sala Mare a Palatului

www.danielegatti.eu / www.concertgebouworkest.nl

Freitag, 3. März 17
Steven Gätjen präsentiert im ZDF die große Gala der Stars~ Hollywood-Stars bei der Verleihung der GOLDENEN KAMERA
Am Samstag, 4. März 2017, wird die GOLDENE KAMERA, der Film- und Fernsehpreis der FUNKE Mediengruppe, für herausragende Leistungen in den Bereichen Fernsehen, Film und Unterhaltung verliehen. Das ZDF überträgt die von Steven Gätjen moderierte Gala live ab 20.15 Uhr. Bereits ab 19.25 Uhr sendet das ZDF live aus Hamburg: Die ZDF-Moderatoren Karen Webb und Horst Lichter stimmen auf einen glamourösen Gala-Abend ein und berichten unter anderem vom roten Teppich.

Über 1000 geladene Gäste werden in der Hamburg Messe erwartet. Neben den bekanntesten Gesichtern der deutschen Film-, Musik- und Fernsehbranche haben sich auch in diesem Jahr wieder Hollywood-Stars angekündigt: Colin Farrell erhält die GOLDENE KAMERA in der Kategorie "Bester Schauspieler International", Jane Fonda für "Lebenswerk International". Der britische Singer/Songwriter Ed Sheeran erhält die GOLDENE KAMERA in der Kategorie "Beste Musik International".
Der Jury gehören in diesem Jahr unter anderen Comedian Carolin Kebekus und Moderator Johannes B. Kerner, Regisseur und Drehbuchautor Friedemann Fromm sowie die Schauspieler Heike Makatsch und Wotan Wilke Möhring an. Sie entscheiden, welcher als "Bester deutscher Fernsehfilm", wer als "Beste deutsche Schauspielerin“ und "Bester deutscher Schauspieler", als "Bester Mehrteiler/Miniserie" sowie mit dem "GOLDENE KAMERA Nachwuchspreis" ausgezeichnet wird. Wer sich am Ende in geheimer Wahl durchsetzen kann, erfahren auch die Jurymitglieder erst im Rahmen der Gala.

Wer als Favorit in der Kategorie "Beliebteste Satire-Show" mit der GOLDENEN KAMERA ausgezeichnet wird, entscheidet in diesem Jahr das Publikum. Neben "NEO MAGAZIN ROYALE" (ZDFneo) gehen die "heute-show" (ZDF) und "Die Anstalt" (ZDF) während der Live-Sendung ins Rennen um die begehrte Auszeichnung.

Bereits um 19.25 Uhr stimmt "GOLDENE KAMERA – Die 20 größten Momente" im ZDF auf den glamourösen Abend ein. Karen Webb und Horst Lichter präsentieren live die größten, emotionalsten und überraschendsten GOLDENE KAMERA-Momente der letzten Jahre und sprechen mit den Stars und Nominierten der diesjährigen Verleihung auf dem roten Teppich.
 

Freitag, 3. März 17
Musikindustrie in Zahlen 2016: Markt wächst um 3 Prozent, Streaming erstmals zweitstärkstes  Umsatzsegment nach der CD
Das Wachstum der deutschen Musikindustrie 2016 hat die ersten Hochrechnungen erneut übertroffen: Mit einem Plus von insgesamt drei Prozent fällt das Endergebnis um 0,6 Prozentpunkte besser aus als noch zu Jahresbeginn kalkuliert. In Summe wurden mit dem Verkauf von CDs, Schallplatten und Downloads sowie den Einnahmen aus dem Audio-Streaming 1,593 Milliarden Euro umgesetzt.[1] Mit Abstand größter Umsatzgenerator bleibt die CD mit einem Marktanteil von 53,8 Prozent; Platz zwei jedoch belegt mit 24,1 Prozent erstmals das Audio-Streaming, das dank des weiterhin kräftigen Wachstums (+ 72,7%) die Downloads auf Platz drei (Marktanteil: 12,2%) verweist. Noch stärker als im Vorjahr ist die Nachfrage nach Vinyl gestiegen: Ein Plus von 40,1 Prozent beschert der Schallplatte 2016 einen Umsatzanteil von 4,4 Prozent und schiebt sie in der Gesamtwertung vorbei an Musik-DVD und Blu-ray Video auf Rang vier. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 62,1 Prozent mit physischen Formaten und 37,9 Prozent durch das Digitalgeschäft erwirtschaftet.

Prof. Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des BVMI: „Vier Jahre Wachstum in Folge zeigen: Die digitale Transformation des deutschen Musikmarktes verläuft weiterhin positiv und sie ist auch nachhaltig dank der richtigen Geschäftsmodelle und dank einer integrierten Strategie, die das ganze Panorama physischer und digitaler Verbreitungsformate einbezieht. Dass inzwischen auch große Technologiekonzerne auf den Kuratierungsansatz der Audio-Streaming-Angebote setzen, unterstreicht darüber hinaus die Vorreiterrolle, die die Musikindustrie innerhalb der digitalen Ökonomie innehat. Damit die starken Marktimpulse durch das Streaming erhalten bleiben, muss es jetzt endlich gelingen, den sogenannten Value Gap zu schließen – zugunsten der gesamten Kreativwirtschaft.“                                 
Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des BVMI: „Der Streamingzuwachs lässt sich gut an der Zahl gestreamter Songs innerhalb unserer Vergleichswoche am Jahresende zeigen: 2012 waren es 99 Millionen, 2016 schon 906 Millionen, knapp das Zehnfache. Diese Dynamik führt jetzt zu einer spannenden Neuordnung des Marktes: Streaming ist zweistärkstes Umsatzformat nach der CD, damit haben wir 2016 eine zentrale Wegmarke passiert. Mit dieser Entwicklung vor Augen werden wir die europäischen Reformüberlegen im Bereich des Urheberrechts in diesem Jahr besonders intensiv begleiten. Es muss jetzt erst recht darum gehen, den wunderbar innovativen digitalen Geschäftsraum mit funktionsfähigen Rechtsdurchsetzungsinstrumenten auszustatten und Rechtssicherheit für alle zu schaffen.“

www.musikindustrie.de

Donnerstag, 2. März 17
Hans Heinrich Bethge neuer Vizepräsident des Deutschen Bühnenvereins 
Bei der Präsidiumssitzung des Deutschen Bühnenvereins am 28. Februar 2017 in Berlin wurde Senatsdirektor Hans Heinrich Bethge, Amtsleiter der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg, zum neuen Vizepräsidenten gewählt. Er ist damit Stellvertreter von Bühnenvereins-Präsident Ulrich Khuon. Hans Heinrich Bethge ist Jurist und hat zu Beginn seiner Laufbahn als Rechtsanwalt und Journalist im Theaterbereich gearbeitet. Für die Stadt Hamburg war er zunächst in der Justizbehörde tätig und ist seit 1992 in der Kulturbehörde. Im Jahr 2003 übernahm er die Leitung des Amtes Kultur. Er ist Mitglied in den Aufsichtsräten vieler Kultureinrichtungen der Stadt Hamburg sowie seit 2006 im Präsidium des Deutschen Bühnenvereins als Vorsitzender der Staatstheatergruppe.

Ulrich Khuon, Präsident des Deutschen Bühnenvereins, freut sich über die Wahl von Hans Heinrich Bethge: "Ich kenne Herrn Bethge als sehr erfahrenen und neugierigen Kenner der Kulturpolitik, der in das Präsidium wichtige Impulse einbringt. Gerade für den dringend gebotenen Dialog mit der Politik ist seine Eigenschaft als Vertreter der Rechtsträger ein weiteres Plus", sagte Ulrich Khuon.

Hans Heinrich Bethge sieht die Wahl zum Vizepräsidenten als Ansporn, sein langjähriges Engagement im Bühnenverein weiter zu verstärken. "Ich freue mich, zusammen mit dem neuen Team aus Ulrich Khuon und Marc Grandmontagne den Bühnenverein weiterzuentwickeln und die Theater und Orchester in ihrer heute mehr denn je unverzichtbaren Arbeit zu unterstützen."

Die Mitglieder des Bühnenvereins bilden sechs verschiedene Gruppen, die sich um spezifische Belange der ihnen angehörenden Mitglieder kümmern und deren Interessen vertreten. Dem Präsidium des Bühnenvereins gehören die Gruppenvorsitzenden an, eine*r der Vorsitzenden wird Vizepräsident*in.

Das Präsidium des Deutschen Bühnenvereins 2017:

- Präsident: Ulrich Khuon, Intendant des Deutschen Theaters Berlin
- Vorsitz Staatstheatergruppe und Vizepräsident: Senatsdirektor Hans Heinrich Bethge, Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg  
- Vorsitz Stadttheatergruppe: Gabriel Engert, Kulturreferent der Stadt Ingolstadt
- Vorsitz Landesbühnengruppe: Kay Metzger, Intendant des Landestheaters Detmold
- Vorsitz Privattheatergruppe: Christian Seeler, Intendant des Ohnsorg-Theaters Hamburg    
- Vorsitz Außerordentliche Mitglieder: Charlotte Sieben, Kaufmännische Geschäftsführerin der Berliner Festspiele Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH
- Vorsitz Intendantengruppe: Hasko Weber, Generalintendant des Nationaltheaters Weimar

www.buehnenverein.de

Donnerstag, 2. März 17
Komödie am Kurfürstendamm Berlin: „Ziemlich beste Freunde“ kommt zurück
2013 inszenierte Martin Woelffer „Ziemlich beste Freunde“ nach dem gleichnamigen Erfolgsfilm. Vom 24. März bis zum 23. April nimmt die Komödie am Kurfürstendamm Berlin die Inszenierung noch einmal ins Programm. 
Erdal Yildiz übernimmt wieder die Rolle des querschnittsgelähmten Philippe, Mike Adler steht erneut als dessen Pfleger Driss auf der Bühne.
Die beiden haben in der Vergangenheit häufig vor der Kamera gestanden. Erdal Yildiz bot als Gangsterboss Firat Astan Kommissar Nick Tschiller (Til Schweiger) die Stirn.
Mike Adler ist seit über zwei Jahren als Oberarzt Dr. Matteo Moreau in der ADR-Serie „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ zu sehen. Moreau ist ein Meister seines Fachs und hält Distanz zu Kollegen und Patienten. Insofern ist diese Figur ganz anders als der Part des Driss angelegt, denn der wickelt mit seinem Charme alle um den Finger.
Martin Woelffer lobt seine beiden Protagonisten: „Mike Adler erobert mit seiner Bühnenpräsenz das Publikum im Sturm“, freut er sich, „sein Spiel wirkt völlig unbeschwert und ist trotzdem ganz fein. Erdal Yildiz hat nur die Sprache und die Augen zur Verfügung, um seine Rolle auszufüllen. Das macht er sehr überzeugend“, ist sich Woelffer sicher.
Yildiz selbst ist auch immer wieder überrascht, wie sehr die Zuschauer ihm die Rolle des querschnittsgelähmten Philippe abnehmen und erzählt: „Der Moment, wenn ich zum Schlussapplaus aus dem Rollstuhl aufstehe, gibt dem Theaterstück noch einmal eine ganz neue Nuance. Wenn Mike und ich da vorne stehen, hat das immer wieder etwas Magisches. Da hab ich jeden Abend Gänsehaut.“

Wiederaufnahme am 24. März 2017
bis 23. April 2017
Komödie am Kurfürstendamm
Karten ab 13 €
Karten 030/88 59 11 88 und unter www.komoedie-berlin.de 

Donnerstag, 2. März 17
»MYRINX« Videoinstallation im Eingangsbereich der Elbphilharmonie macht Geräusche sichtbar
Kunst am Konzerthaus: Das erste Mal wird die große LED-Fassade im Eingangsbereich der Elbphilharmonie künstlerisch bespielt. Ab sofort ist dort die Video-Installation »MYRINX« des in Los Angeles lebenden Künstlers Till Nowak zu sehen. Das 14-minütige Werk übersetzt Geräusche und Klänge aus dem Haus und der unmittelbaren Umgebung der Elbphilharmonie in abstrakte Formwelten und stimmt auf den Besuch dieses außergewöhnlichen Konzerthauses ein.

Schaufenster für aktuelles Medienkunstschaffen
Die Medienwand der Elbphilharmonie besteht aus 857.472 LEDs. Die leuchtende Fläche im Eingangsbereich ist von dem Architekturbüro Herzog & de Meuron in die Gesamtkomposition des Hauses hinein konzipiert, sie soll Gäste und Flaneure neugierig machen und Vorfreude auf den Besuch wecken. Auf einer Fläche von 18 mal 5 Metern können hier nicht nur praktische Informationen wie die Konzerte des Abends angezeigt, sondern auch künstlerische Animationen präsentiert werden. Von nun an wird dieser Bereich der Elbphilharmonie dabei immer wieder zu einem Schaufenster für aktuelles Medienkunstschaffen. Bei der Entwicklung und beim Kuratieren der Inhalte arbeitet das Team des Hauses eng mit dem Medienkünstler Thorsten Bauer zusammen, dem Gründer des Kollektivs »Urbanscreen«.

Till Nowak: »MYRINX« – Was die Elbphilharmonie hören würde
Was würde die Elbphilharmonie hören, wenn sie ein Lebewesen wäre? Diese Frage war der Ausgangspunkt für »MYRINX« (Trommelfell), das jüngste Werk des in Los Angeles ansässigen Künstlers Till Nowak (*1980). Nowak, der als Animationsgestalter u.a. auch bei großen Hollywood-Produktionen mitwirkt, verbindet in seinem künstlerischen Schaffen seine unterschiedlichen Interessen: Klang, Architektur, Fotografie, Kunst, Film und Physik. Die spielerische Interpretation physikalischer Phänomene hat bei ihm oft eine direkte Verbindung zum Menschen – wie z.B. bei seinem Werk »AURA« (2012), einer Lichtinstallation in der Hamburger HafenCity, bei der die Bewegung von Passanten direkt auf die Erscheinungsweise des Werkes Einfluss hatte.

Für die Elbphilharmonie entwickelte Nowak die Idee, Geräusche an, in und auf dem Gebäude aufzunehmen und in Bildsignale umzuwandeln. So hat er 2016 gemeinsam mit dem Tontechniker Martin Gerigk unter anderem von Schiffsschrauben ausgelöste Vibrationen am Sockel des Gebäudes, das Pfeifen des Windes an einem leicht geöffneten Fenster, das Surren der Rolltreppe und den Applaus im Großen Saal aufgezeichnet. Über den Weg des Spektralfrequenzbildes und Verfahren, bei denen sich die Amplituden von Frequenzen als Hügel und Täler abzeichnen, hat Nowak die gesammelten Geräusche in freier künstlerischer Gestaltung visualisiert. Als Ergebnis ist ein vielschichtiges tonloses Videowerk aus sich bewegenden Linien-, Punkt- und Lichtwellen entstanden, das aus verschiedenen Sequenzen besteht. Die Struktur der Formen nimmt immer wieder Bezug auf die Materialität des Gebäudes. Bei einigen Animationen kippt der Künstler die Schauebene um 90 Grad und wieder zurück. Dadurch verstärkt sich die räumliche Tiefe, hin und wieder versinken die Formen quasi in der Wand und schaffen – am Ort des Eintritts ins Gebäude – eine spannende Verbindung zwischen Außen und Innen.

»Die Idee von MYRINX ist die Vorstellung eines urbanen Ohrs. Es reflektiert das Geschehen in und um die Elbphilharmonie, verändert unsere Wahrnehmung des Ortes, lenkt das Bewusstsein auf das eigene Hören – alles schwingt«, sagt Till Nowak.

www.framebox.com / www.elbphilharmonie.de

Donnerstag, 2. März 17
Vom Kasseler „Wurstverbot“ und einem Wiesbadener Kunstwerk ~ „Hauptsache Kultur“ mit neuer Ausgabe
Das Kasseler „Wurstverbot“, ein denkwürdiges Kunstwerk im Wiesbadener Landtag, eine Spurensuche mit der Krimiautorin und Kommissarin Nikola Hahn in Sachen „Tatort Frankfurt“ und die Gebärdensprachdolmetscherin Laura M. Schwengber, die Musik für Gehörlose sichtbar macht – das sind unter anderem die Themen der aktuellen Ausgabe von „Hauptsache Kultur“ am kommenden Donnerstag, 2. März, um 22.45 Uhr im hr-fernsehen. Präsentiert wird das Kulturmagazin von Cécile Schortmann.

Protest wegen „Wurstverbot“ – Wieso der Streitfall in Kassel ein gesamtgesellschaftliches Problem veranschaulicht
Die Deutschen essen gern Fleisch. In seinem Leben verspeist man durchschnittlich beispielsweise 30 Schweine – gerne auch in Form von Bratwurst. Doch genau die soll es am Kasseler „Tag der Erde“, dem alljährlichen Umwelt- und Kulturfest, nicht geben. Das sorgt nun für große Aufregung. Von Bevormundung, ja sogar von „heftigem Streit“ und „Wurstverbot“ ist die Rede. Wieso aber löst die Entscheidung der Veranstalter, kein Fleisch auf dem Fest anzubieten, so heftige Reaktionen hervor? „Hauptsache Kultur“ hat den Journalisten und Autor Florian Schwinn getroffen, der gerade über die „Tödliche Freundschaft“ zwischen Mensch und Tier ein Buch geschrieben hat. Er geht darin der Frage nach, welches Verhältnis wir heute eigentlich noch zu unserem Fleischkonsum und zum Tier haben.

Kann das weg? „Der Himmel über Hessen“ – Ein Kunstwerk im Wiesbadener Landtag
Ein jeder kennt sie, die kuriosen – und häufig amüsanten – Geschichten von Kunstwerken, die nicht als solche erkannt und so zum Opfer übereifriger Putzkräfte wurden. Joseph Beuys‘ berühmt berüchtigte „Fettecke“ ist sicherlich das prominenteste Beispiel dafür, was passieren kann, wenn Künstler mit ihren Werken an einem allgemeinen, klassischen und vielleicht auch massenkompatiblen Kunstverständnis anecken. Frei nach dem Motto „Ist das Kunst, oder kann das weg?“ begibt sich der Kunsthistoriker, Publizist und gebürtige Kasselaner Christian Saehrendt für „Hauptsache Kultur“ auf die Suche nach Kunstwerken im öffentlichen Raum. Diesmal war er im Wiesbadener Landtag unterwegs und hat auch im Plenarsaal Kunst entdeckt: „Der Himmel über Hessen“ heißt dort eine Installation des Frankfurter Künstlers Vollrad Kutscher: Acht schmale Fenster befinden sich in der hölzernen Rückwand hinter dem Rednerpult und der Regierungsbank. Auf den ersten Blick einfache, schmale Fenster, so scheint es, doch bei der näheren Betrachtung erkennt man darin große hessische Persönlichkeiten. Ist diese Kunst genial? Oder doch einfach nur banal? So oder so: ein klarer Fall für „Kann das weg?“ und Christian Saehrendt.

Tatort Frankfurt – Was Kriminalfälle über den Charakter einer Stadt verraten
Bahnhofsviertel, Rotlichtmilieu, Drogenhandel, Mord und Totschlag. Frankfurt sei die gefährlichste Stadt Deutschlands. Dieses Klischee klebt zäh an der Mainmetropole, obwohl die Zahlen der jährlichen Kriminalitätsstatistik diesen miesen Ruf nicht bestätigen. Woran liegt das? Geschehen etwa so „besondere“ Verbrechen, die nur hier begangen werden können? Verbrechen, die so spektakulär daherkommen, dass das ganze Land Anteil nimmt, oder die so speziell waren, dass sie für viel Aufmerksamkeit sorgten? Zu einer solchen Straftat gehört zum Beispiel der Mord an dem Klavierhändler Hermann Richard Lichtenstein auf der Zeil im Jahr 1904. Er war einer der ersten Mordfälle in Deutschland, der aufgrund der damals revolutionären Fingerabdruck-Methode aufgeklärt werden konnte. Bundesweit Beachtung fand in den 1950er Jahren auch der Todesfall der Edelprostituierten Rosemarie Nitribitt. In der aufstrebenden Wirtschaftsmetropole lebte sie ein freies, unabhängiges Leben mit guten Kontakten in Wirtschaft und Politik. Das fasziniert bis heute viele und war vielleicht so auch nur in der internationalen Finanzstadt möglich. Selbst Goethe soll durch ein Frankfurter Verbrechen für seinen „Faust“ inspiriert worden sein. Fest steht: Frankfurts Kriminalgeschichte liefert viele spannende Fälle, die einen genauen Blick lohnen. „Hauptsache Kultur“ war deshalb mit der Krimiautorin und Kommissarin Nikola Hahn auf Spurensuche in der City und hat gefragt: Sind Kriminalfälle vielleicht so etwas wie der unverwechselbare Fingerabdruck einer Stadt?

Die mit den Händen singt – Wie die Gebärdensprachdolmetscherin Laura M. Schwengber Musik für Gehörlose sichtbar macht
Wenn sie mit Gehörlosen spricht, tanzen ihre Hände, ihre Augen leuchten und ihr Mund formt lautlos Worte: Laura Schwengber ist Gebärdensprachdolmetscherin, und das Besondere an ihr ist, dass sie auch Musik gebärdet. Aber wie geht das? Musik, das sind doch in erster Linie Töne. Für Laura Schwengber ist Musik jedoch viel mehr: Emotion, Bewegung, Rhythmus, und letztlich erzählt sie immer eine Geschichte. All das macht Laura Schwengber mit ihrer Gestik und Mimik: Die gebürtige Spreewälderin übersetzt Konzerte, Musikvideos und sogar den Eurovision Song Contest. Selbst ans Übertragen klassischer Musik in die Gebärdensprache wagt sie sich heran. Ihre Prüfungen zur staatlich anerkannten Dolmetscherin für Gebärdensprache hat die Siebenundzwanzigjährige in Frankfurt und Darmstadt gemacht; Musik zu übersetzen hat sie jedoch nicht gelernt, sondern über die Jahre hinweg immer weiter entwickelt. Wie, das erzählt sie „Hauptsache Kultur“. Wir haben Laura Schwengber beim hr2-Hörfest in Wiesbaden getroffen.

„Hauptsache Kultur“ berichtet über Kulturhighlights in Hessen, über Trends und Tendenzen, über Skandale und Flops. Das aktuelle Kulturmagazin stellt aufregende Macher der hessischen Kulturszene vor, blickt hinter die Kulissen, mischt sich meinungsstark in Debatten ein: aktuell, überraschend, kontrovers.

Donnerstag, 2. März 17
Musical GHOST ab Dezember in Berlin
Stage Entertainment und das Landestheater Linz bringen das Musical GHOST nach Berlin. GHOST wird ab Dezember 17 im Stage Theater des Westens gespielt. Karten gibt es derzeit für den Zeitraum  8. Dezember 17 bis 8. April 18.
Bis 4. November 17 läuft im Stage Theater des Westens das Musical DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME  (ab 8. April 17 ).
Das Musical GHOST hatte am 15. November 14 seine Deutschlandpremiere am English Theatre Frankfurt, die deutschsprachige Erstaufführung findet am 18. März 2017 am Landestheater Linz statt.

www.stage.de / www.landestheater-linz.at

Mittwoch, 1. März 17
»Elbphilharmonie Revisited« in den Deichtorhallen
Für »Elbphilharmonie Revisited« haben zwölf namhafte Künstlerinnen und Künstler auf Einladung der Deichtorhallen einen künstlerischen Blick auf die Elbphilharmonie geworfen. Seit dem 10. Februar und noch bis zum 1. Mai werden die überwiegend für diese Ausstellung entwickelten Arbeiten in der Halle für aktuelle Kunst präsentiert. Baltic Raw Org, Monica Bonvicini, Peter Buggenhout, Jean-Marc Bustamante, Janet Cardiff und George Bures Miller, Tacita Dean, Uli M. Fischer, Liam Gillick, Herzog & de Meuron, Candida Höfer, Sarah Morris, Thomas Ruff und Tomás Saraceno nehmen aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf die Architektur, die Musik und die Baugeschichte Bezug. Das Spektrum reicht dabei von Fotografie über raumgreifende Installationen und Skulpturen bis zu filmischen Arbeiten.

Mit dem Ausstellungticket auf die Plaza – und umgekehrt
Die Plaza der Elbphilharmonie, die öffentliche Aussichtsplattform auf dem Dach des ehemaligen Kaispeichers, ist ein wahrer Publikumsmagnet. Vergangene Woche wurde dort bereits der millionste Besucher gezählt. Da die Kapazität der Plaza begrenzt ist, wird der Zugang über die Ausgabe von Tickets geregelt. Der Spontanbesuch ist kostenlos, die Reservierung eines festen Zeitfensters kostet zwei Euro. Besucher von »Elbphilharmonie Revisited« erhalten ab 1. März gegen Vorlage ihrer Eintrittskarte im Elbphilharmonie Besucherzentrum Am Kaiserkai 62 an einem beliebigen Tag während der Laufzeit der Ausstellung – auch an stark frequentierten Wochenenden oder Feiertagen – garantierten Zugang zur Elbphilharmonie-Plaza (für den aktuellen Tag, beliebige Uhrzeit, ohne Wartezeit). Und wer im Ausstellungszeitraum auf der Plaza war, kann sein Ticket anschließend nutzen, um die Ausstellung in den Deichtorhallen für nur 8 statt 10 Euro Eintritt zu besuchen.

www.elbphilharmonie.de / www.deichtorhallen.de

Mittwoch, 1. März 17
Staatstheater Darmstadt: "Gettin rough" - in der Disziplinaranstalt
Gastspiel theaterquarantäne / Der Trailer und Episode 1: Revenge of the Disziplinaranstalt
(lifePR) Am Samstag, 04. März wird die Disziplinaranstalt in den Kammerspielen des Staatstheaters Darmstadt errichtet: Sandy, Mr. Helm, Lisa, Robin und das antikapitalistische Einhorn sind gefangen, dazu verdammt auf ewig durch eine Kamera mit der Außenwelt zu kommunizieren. Zwischen neuen Medien und Überresten einer Kultur suchen sie nach Wahrhaftigkeit und Sinn.

In dem Gastspiel von theaterquarantäne wird alles mit einer großen Pressekonferenz im Foyer der Kammerspiele beginnen: Statments, Richtigstellungen, Skandale und ungeklärte Fragen. Was hat es mit dem Youtube-Kanal "Gettin' rough!" auf sich? Entstanden diese Videos freiwillig oder unter Zwang?

Regie Mathias Znidarec, Gastspiel am Samstag, 04. März, 18.30 Uhr | Kammerspiele

www.staatstheater-darmstadt.de

nach oben
Alle Angaben ohne Gewähr !
kulturfreak.de hat keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte gelinkter Seiten