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Die News: September 17

Samstag, 30. September 17
Staatstheater Mainz: Gianluca Falaschi erneut Kostümbildner des Jahres
Für seine fantasievollen Kostüme in Lydia Steiers Armide-Inszenierung, die am 14. Januar 2017 Premiere am Staatstheater Mainz feierte, ist Gianluca Falaschi nach 2015 zum zweiten Mal in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift Opernwelt zum Kostümbildner des Jahres gewählt worden. Vor zwei Jahren erhielt er diese hohe Auszeichnung für sein Kostümbild von Perelà, ebenfalls eine Arbeit für das Staatstheater Mainz in der Regie von Lydia Steier.
Auch Ensemblemitglied Nadja Stefanoff wurde in der Kritikerumfrage mehrfach genannt – zwei Nennungen als Sängerin des Jahres erhielt sie für ihre Verkörperung der Armide, eine weitere für ihre Norma in der gleichnamigen Oper von Vincenzo Bellini, die am 24. September 2016 in der Inszenierung von Elisabeth Stöppler in Mainz Premiere hatte. Bühnenbildnerin Katrin Kersten wurde für ihr Bühnenbild von Armide ebenfalls von zwei Kritikern als Bühnenbildnerin des Jahres genannt.

Nach der Nominierung des Tanzstücks Fall Seven Times für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST ist das gleich zu Beginn der noch jungen Spielzeit die zweite große Auszeichnung für Arbeiten / Künstler des Staatstheater Mainz. Das Staatstheater Mainz freut sich sehr darüber und gratuliert Gianluca Falaschi und allen Beteiligten an der Produktion – insbesondere den Kolleg*innen der Kostüm- und Maskenabteilung, ohne die eine so hochkarätige Arbeit nicht möglich wäre, sowie Regisseurin Lydia Steier und Opernchefdramaturgin Ina Karr – von Herzen zu dem großen Erfolg.

www.staatstheater-mainz.de

Samstag, 30. September 17
Ergebnisse der Kritikerumfrage 2017 im Jahrbuch der Zeitschrift OPERNWELT
Der Titel OPERNHAUS DES JAHRES geht in diesem Jahr erstmals nach Frankreich: an die Opéra de Lyon. Das ergab die Umfrage der Zeitschri? «Opernwelt» unter fünfzig unabhängigen Musikkritikerinnen und Musikkritikern in Europa und den USA. Gewürdigt wird ein Haus, das unter der Leitung des Intendanten Serge Dorny international Aufsehen erregt – mit einer klugen, experimentierfreudigen Programmpolitik, durch konstant hohe künstlerische Qualität sowie eine Kommunikationskultur, die tief in die Stadt und Region ausstrahlt und nicht zuletzt die jungen Generationen erreicht.

SÄNGERIN DES JAHRES ist Anja Harteros. Die Sopranistin erhielt den Titel – zum zweiten Mal nach 2009 – für ihre faszinierenden Charakterporträts der Maddalena in Umberto Giordanos «Andrea Chénier» und der Elisabeth in Richard Wagners «Tannhäuser» an der Bayerischen Staatsoper München sowie ihre Sieglinde in der Salzburger «Walküre».

SÄNGER DES JAHRES ist Matthias Klink. Der Stuttgarter Tenor machte vor allem als vokal wie spielerisch unvergleichlicher Aschenbach in Benjamin Brittens «Death in Venice» an der Oper Stuttgart Furore. Gefeiert wurde auch sein genial versponnener Alwa in Alban Bergs «Lulu» an der Hamburgischen Staatsoper.

Auch der Titel NACHWUCHSKÜNSTLER DES JAHRES geht nach Stuttgart – an den jungen Choreografen Demis Volpi, der «Death in Venice» mit großer Sensibilität als melancholisch-erotische Weltabschiedselegie inszenierte.

Ebenfalls aus Stuttgart kommt – zum siebten Mal seit 2002 – der CHOR DES JAHRES. Als URAUFFÜHRUNG DES JAHRES schnitt das experimentelle Musiktheater «Infinite now» der israelischen Komponistin Chaya Czernowin ab – eine Koproduktion der Opera Vlaanderen (Antwerpen/Gent) und des Nationaltheaters Mannheim. Gewürdigt wird damit ein radikal entschleunigtes Werk, das in ungeahnte, unbekannte Grenzbereiche des Sprachlichen und Klanglichen vordringt.

Zum ORCHESTER DES JAHRES wählten die Kritikerinnen und Kritiker – bereits zum vierten Mal in Folge – das Bayerische Staatsorchester, das unter Chefdirigent Kirill Petrenko sein veritables Spielniveau kontinuierlich steigern konnte.

DIRIGENT DES JAHRES ist Hartmut Haenchen. Er erhielt die Auszeichnung für seine quellenkritische «Parsifal »-Durchleuchtung bei den Bayreuther Festspielen, für atemraubende «Elektra»- und «Tristan»-Exegesen beim Festival Memoires in Lyon sowie für sein vital-elektrisierendes «Così fan tutte»-Dirigat in Genf.

Die meisten Voten für die AUFFÜHRUNG DES JAHRES entfielen auf Alban Bergs «Lulu» an der Hamburgischen Staatsoper in der Regie von Christoph Marthaler, der Ausstattung von Anna Viebrock und unter der musikalischen Leitung von Kent Nagano; die Titelpartie verkörperte Barbara Hannigan. Überzeugt hat die Produktion nicht zuletzt mit einer Neudeutung des dritten Akts unter Verwendung von Bergs Violinkonzert «Dem Andenken eines Engels».

In der Kategorie REGISSEUR DES JAHRES entfiel die Mehrzahl der Stimmen auf Dmitri Tcherniakov, der in der «Opernwelt»-Umfrage 2012 bereits «Bühnenbildner des Jahres» war. Der russische Regisseur wurde vor allem für seine kühne Sicht auf Georges Bizets «Carmen» beim Festival in Aix-en-Provence gewürdigt.

Zum BÜHNENBILDNER DES JAHRES kürten die Kritikerinnen und Kritiker Romeo Castellucci –für den hermetisch-leeren Raum in Arthur Honeggers «Jeanne d’ Arc au bûcher» an der Opéra de Lyon und für seine «Tannhäuser»-Installationen an der Bayerischen Staatsoper München, in denen sich Archaik und multimediale Beweglichkeit ergänzen.

KOSTÜMBILDNER DES JAHRES wurde Gianluca Falaschi. Die Auszeichnung brachten ihm seine fantasievollen, knallend karikaturesken Kostüme für Händels «Alcina» am ?eater Basel sowie für Glucks «Armide» am Staatstheater Mainz ein.

Als WIEDERENTDECKUNG DES JAHRES liegt das Plädoyer des Landestheaters Linz für Paul Hindemiths Kepler-Oper «Die Harmonie der Welt» knapp vorn. Mit mehreren Voten gewürdigt wurden zudem das Triptychon «Der Diktator», «Schwergewicht oder die Ehre der Nation» und «Das Geheime Königreich» von Ernst Krenek an der Oper Frankfurt, Niccolò Zingarellis «Giuletta e Romeo» in Schwetzingen (Teater Heidelberg), Antonio Salieris «Falstaff« am ?eater an der Wien sowie Franco Faccios «Amleto» bei den Bregenzer Festspielen.

In der Kategorie ÄRGERNIS DES JAHRES entfielen die meisten Voten diesmal auf einzelne Regiearbeiten. Das Unbehagen entzündete sich an der Berufung handwerklich unerfahrener big names, postdramatischer Deutungsverweigerung, effekthascherisch-hohlem Übereifer oder prätentiösen Aktualisierungsbemühungen.

Das BUCH DES JAHRES verfasste Michael Walter mit seiner Studie «Oper. Geschichte einer Institution» (Verlag Metzler/Bärenreiter).

Die CD DES JAHRES hat Diana Damrau mit dem Orchestre de l’Opéra National de Lyon unter Emmanuel Villaume aufgenommen: «Meyerbeer: Grand Opéra» (Erato).

Das Jahrbuch der Zeitschrit Opernwelt ist seit gestern im Handel («Der Teaterverlag – Friedrich Berlin GmbH», 168 Seiten, 29,50 €
ISBN 978-3-942120-23-4 | Best.-Nr. 752971)

Weitere Informationen: www.opernwelt.de

Samstag, 30. September 17
Verleihung der Hugo-Wolf-Medaille live im Stuttgarter Opernhaus und im Internet (1.10.)
Am kommenden Sonntag, den 1. Oktober, wird um 11.30 Uhr die Hugo-Wolf-Medaille an das Lied-Duo Thomas Hampson und Wolfram Rieger verliehen. Es gibt noch Restkarten für die festliche Matinee im Stuttgarter Opernhaus, die musikalisch von Anja Harteros und Wolfram Rieger gestaltet wird. Für all diejenigen, die keine Karte mehr ergattern oder die am Sonntag nicht nach Stuttgart kommen können, wird die Veranstaltung per LIVESTREAM ins Internet übertragen: Auf www.ihwa.de können Sie überall live mit dabei sein! 

(Rest-)Karten, Livestream & Info unter www.ihwa.de

Samstag, 30. September 17
ZDF: "Das Literarische Quartett" von der Frankfurter Buchmesse
Die Oktoberausgabe des "Literarische Quartetts" kommt am Freitag, 13. Oktober 2017, 23.00 Uhr, aus dem Ehrengast-Pavillon der Frankfurter Buchmesse. Gastgeber der Sendung, Volker Weidermann, lädt gemeinsam mit Christine Westermann und Thea Dorn erneut zum Streitgespräch über literarische Neuerscheinungen. Zu Gast ist der Publizist Johannes Willms, der 1988 zusammen mit Marcel Reich-Ranicki "Das Literarische Quartett" konzipiert hatte. Im Frankreich-Pavillon diskutieren die vier über aktuelle Werke von Annie Ernaux, Sonja Heiss, Daniel Kehlmann und Salman Rushdie.

Wie lebte es sich in Frankreich? Damals nach dem Krieg, als Kind einfacher Leute, als Teenager, Studentin, Mutter? Als Frau, die sich langsam aus ihrer traditionellen Rolle befreit? Anhand von Bildern und Melodien, Wörtern und Witzen, Erinnerungen und Ereignissen entwirft die französische Schriftstellerin Annie Ernaux eine "kollektive Autobiografie", die weit über persönliche Erfahrungen hinausgeht. Ihr Bestseller "Die Jahre" ist der poetische Versuch, "etwas von der Zeit zu retten, in der man nie wieder sein wird".

Drei Paare, sechs Krisen: eine ganz normale Familie, normal dysfunktional. Die Eltern ringen mit ihrem Rentneralltag, der Sohn kämpft mit seiner Wut und um seine Ehe, seine Schwester will mit 39 noch schnell ein Kind, aber nicht von ihrem Freund, den sie nicht mehr riechen kann. Als die Mutter flieht, kommen Dinge in Gang, mit denen niemand gerechnet hat. "Rimini", der erste Roman der Dokumentarfilmerin und Filmregisseurin Sonja Heiss, liest sich wie eine deutsche Variante von Jonathan Franzens Familienroman "Die Korrekturen".

Es ist das Buch, auf das alle warten: Der neue Roman von Daniel Kehlmann, "Tyll", der am 11. Oktober 2017, während der Frankfurter Buchmesse, erscheint. Nach seinem Welterfolg "Die Vermessung der Welt" legt der österreichisch-deutsche Bestsellerautor wieder einen historischen Gesellschaftsroman vor. Im Zentrum steht diesmal der berühmteste Schelm der deutschen Literaturgeschichte: Till Eulenspiegel. Kehlmann versetzt " Tyll" in die Zeit des 30-jährigen Krieges, jene Zeit der Umbrüche und Neuorientierungen, und konfrontiert die Welt von damals mit der von heute.

Im neuen Roman "Golden House" des indisch-britischen Schriftstellers Salman Rushdie kommt ein indischer Milliardär 2008 mit seinen drei Söhnen nach New York. Umweht von einem Hauch "billigen, schweren Parfüms" und von "krasser, despotischer Gefahr" steigt der 70-Jährige zu einer Art König von New York auf.  Und dann gibt es noch einen Milliardär: Joker, der an einen Comic-Schurken erinnert und die Idee hat, Präsident der USA zu werden. Niemand nimmt ihn ernst. Der Joker wird Präsident und führt Amerika in eine schwere Krise.

Die nächste Sendung findet am 8. Dezember 2017 statt, dann wieder im Foyer des Berliner Ensembles.

Bücherliste:
Annie Ernaux: Die Jahre (Suhrkamp)
Sonja Heiss: Rimini (Kiepenheuer & Witsch)
Daniel Kehlmann: Tyll (Rowohlt)
Salman Rushdie: Golden House (C. Bertelsmann)

http://dasliterarischequartett.zdf.de 

Samstag, 30. September 17
Für das Wort und die Freiheit: Schwerpunkt Meinungsfreiheit auf der Frankfurter Buchmesse 2017
Gerhart Baum, Tanja Kinkel, Kettly Mars, Boris Palmer, Ragip Zarakolu und weitere Gäste diskutieren die Lage des freien Wortes.
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels macht die Meinungsfreiheit zu einem Kernthema der Frankfurter Buchmesse. Podiumsdiskussionen, Lesungen und Aktionen betrachten Meinungs-, Presse- und Kunstfreiheit in Deutschland und international. Die Veranstaltungen finden unter dem Motto „Für das Wort und die Freiheit“ statt. Eine Auswahl:

Meinungsfreiheit und Diskussionskultur bei Jugendlichen in Europa
Mittwoch, 11. Oktober, 13 Uhr | Azubistro, Halle 4.1, D 72
Autorin und PEN-Präsidiumsmitglied Tanja Kinkel im Gespräch mit Teilnehmerinnen des deutsch-französischen Jugendcamps „Du hast das Wort! – Tu as la parole!“. Moderation: Thomas Koch (Börsenverein)
Weitere Informationen: www.wort-und-freiheit.de/jugendcamp

Preisverleihung: Raif Badawi Award for courageous journalists 2017
Mittwoch, 11. Oktober, 14 Uhr | Forum Börsenverein, Halle 3.1, H 85
Der in der Türkei inhaftierte Investigativ-Journalist Ahmet Sik erhält in Abwesenheit den Raif Badawi Award der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Mit Gerhart Baum (Bundesinnenminister a. D.), Ahmad Mansour (Autor), Can Atalay (Anwalt und Bürgerrechtler), Ensaf Haidar (Menschenrechtsaktivistin und Ehefrau Raif Badawis) und Alexander Skipis (Börsenverein). Moderation: Constantin Schreiber (ARD)

Grenzen der Toleranz – Wie viel Meinungsvielfalt halten wir aus?
Mittwoch, 11. Oktober, 17 Uhr | Stand der Süddeutschen Zeitung, Halle 3.0, C 119
Podiumsdiskussion zum Umgang mit kontroversen Büchern und Meinungen in Öffentlichkeit, Medien und im Buchhandel. In Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung. Mit Boris Palmer (Autor und Oberbürgermeister der Stadt Tübingen), Wolfgang Ferchl (Random House) und Alexander Skipis (Börsenverein). Moderation: Franziska Augstein (Süddeutsche Zeitung)

Bücher gegen die Zensur
Freitag, 13. Oktober, 17 Uhr | Forum Börsenverein, Halle 3.1, H 85
Podiumsdiskussion über den Kampf gegen die Zensur und den Mut des Publizierens. In Kooperation mit der Deutschen Welle. Mit Kettly Mars (Autorin, Haiti), Ragip Zarakolu (Belge Verlag, Türkei), Christoph Links (Ch. Links Verlag). Moderation: Sabine Kieselbach (Deutsche Welle)

Alle Veranstaltungen: www.wort-und-freiheit.de/fbm17 

Hashtag: #FreeTheWords

Samstag, 30. September 17
„ttt - titel thesen temperamente" am Sonntag
„ttt - titel thesen temperamente" (WDR) kommt am Sonntag, 1. Oktober 2017, um 23:05 Uhr im Ersten. Die geplanten Themen:

Das ist auch unser Land: Wie neue Deutsche der neuen Rechten trotzen.
Im Bann des Dschihad: Åsne Seierstad erzählt die Geschichte einer Radikalisierung.
An den Rändern Europas: Eine Graphic Novel dokumentiert Flüchtlingskrise und Abschottung.
Kunstsilo an der Waterfront: Jochen Zeitz' Megamuseum in Kapstadt
Die Lebenslügen einer Industriellenfamilie: Michael Hanekes Filmgroteske „Happy End"

Moderation: Max Moor, Redaktion: Susanne Kampmann

Freitag, 29. September 17
Theater Alte Mühle Bad Vilbel: Vorverkaufsstart 2018
Der Vorverkauf für die Veranstaltungen im Theater Alte Mühle von Januar bis Mai 2018 startet am 1. Oktober!
Die Aufführungen im April 2018 des Sonderprojekts „Bad Vilbel – das Musical“ gehen am 1. Dezember in den Verkauf.

www.kultur-bad-vilbel.de  / www.musikschule-bad-vilbel.de

Freitag, 29. September 17
2018 gibt es einen längeren (Kultur-)Sommer Rheinland-Pfalz! Nach „Epochen und Episoden“ kommt „Industrie-Kultur“
Kulturminister Konrad Wolf hatte schon jetzt, eine gute Woche vor dem offiziellen Abschluss des Kultursommers 2017 „Epochen und Episoden“, zur Bilanz eingeladen und zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis: „Die Auslastungszahlen waren – trotz eines durchwachsenen Sommerwetters – überall gut.“
Gleichzeitig stellte er das Motto 2018 „Industrie-Kultur“ vor. Passend dazu fand die Pressekonferenz im Turm der Kunsthalle Mainz statt, mit Ausblick auf den Hafen. Die vielleicht wichtigste Botschaft: Der Kultursommer-Zeitraum wird verlängert!
1992 wurde der Kultursommer gestartet, um das damals noch überschaubare Kulturangebot abseits der Städte und in den Sommermonaten zu verbessern. Das ist gelungen! Von der Kultursommer-Eröffnung zum Saisonstart Anfang Mai bis zum Finale des Mosel Musikfestivals und der Int. Musiktage Speyer am 3. Oktober haben viele Projekte feste Termine gefunden. Über 200 weitere Projekte mit einem Vielfachen an Veranstaltungsterminen finden unter dem Dach des Kultursommers statt. Dazu gibt es in den Sommermonaten diverse Stadtfeste und große Sportereignisse – und den Wunsch manch eines Indoor-Veranstalters, nicht mit dem Sonnenhunger der Menschen konkurrieren zu müssen.
„All das hat mich dazu bewogen, dem Vorschlag von Kultursommer-Geschäftsführer Jürgen Hardeck und der Kulturszene zu folgen: Künftig wird der 31. Oktober der letzte Tag des Kultursommers sein“, verkündete Minister Wolf.

Reformations-Jubiläum in Rheinland-Pfalz
Ein besonderer Aspekt im Kultursommer 2017 war die Zusammenarbeit mit den Kirchen: von der Kultursommer-Eröffnung in Bad Kreuznach / Bad Münster am Stein-Ebernburg über diverse Ausstellungen bis zu den noch laufenden Westerwälder Literaturtagen und ihrer Kooperation mit der Reihe „Denkbares“ des Bistums Limburg, der „Via Mediaeval“ in Kirchen der Pfalz oder dem dreijährigen Zyklus „KathedralKlänge – Bruckner in den Domen“, der am 3. Oktober 2017 seinen Abschluss im Speyerer Dom findet.
„Auch die Kulturszene des Landes und damit die Zivilgesellschaft hat mit vielen gelungenen Veranstaltungen zu diesem Reformations-Jubiläum in Rheinland-Pfalz Wichtiges beigetragen“, bedankte sich der Minister. Als Beispiele nannte er u.a. das Chawwerusch-Theater mit „Der kleine Luther“ und das noch ausstehende Festival in der Eifel „Bach und die Reformation“ der Südwestdeutschen Mozart Gesellschaft.

Andere „Epochen und Episoden“ – so das Kultursommer-Motto 2017 – wurden insbesondere in verschiedenen Ausstellungen beleuchtet. Verlässlich wiederkehrende, hochwertige Kulturangebote finden auch überregional ihr Publikum. Dazu gehören im Kultursommer neben den genannten auch das Festival des deutschen Films in Ludwigshafen, „Summer in the City“ in Mainz oder das Eifel-Literaturfestival, das alle zwei Jahre, also wieder 2018, zu erleben ist. Wenn sich dann der Wechsel zu einer neuen Intendanz so kollegial gestaltet, wie beim Mosel Musikfestival der Abschied von der „Ära Lewen“, oder so erfolgreich wie bei den Burgfestspielen Mayen, die unter neuer Leitung mit über 36.000 Gästen einen neuen Rekord erreichten, dann sind das gute Signale für die Zukunft.

Und im kommenden Jahr …
20stes Jubiläum haben in 2018 das faszinierende Figurentheaterfestival für Erwachsene NO STRINGS ATTACHED und das älteste inklusive Theaterfestival Deutschlands, Grenzenlos Kultur in Mainz. Den eigenen Geburtstag feiert NO STRINGS ATTACHED – das ja sonst im zweijährigen Rhythmus stattfindet – mit einer Spezial-Ausgabe an einem Wochenende im Oktober.
Beide Festivals werden sich dem Motto des kommenden Jahres widmen: Anlässlich der 200sten Geburtstage von Karl Marx aus Trier und Friedrich Wilhelm Raiffeisen aus Hamm an der Sieg, lebenslang tätig im Westerwald und in Neuwied-Heddesdorf, lautet es „Industrie-Kultur“.

Die offizielle Eröffnung des Kultursommers 2018 findet am letzten Aprilwochenende in Neuwied statt. Sie wird ganz im Zeichen von F.W. Raiffeisen und seiner Leitidee: „Was der Einzelne nicht vermag, das vermögen viele.“ stehen.
Und am 4./5. Mai, pünktlich zum 200. Geburtstag, wird dann die große Karl-Marx-Ausstellung in Trier eröffnet. Bei dem umfangreichen Rahmenprogramm spielt die Förderung durch den Kultursommer eine wichtige Rolle.

Die touristisch interessantesten Kulturangebote und Sehenswürdigkeiten werden auch 2018 wieder in einer Gastlandschaften-Publikation in Kooperation mit der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH und der Generaldirektion Kulturelles Erbe erscheinen und zur ITB in Berlin veröffentlicht.
Anträge und weitere Informationen gibt es im Internet: Unter www.kultursommer.de kann man den ganzen Kultursommer finden – und natürlich auch das Antragsformular. Noch bis zum 31. Oktober 2017 können sich Kulturschaffende mit ihrem Projekt für den Kultursommer 2018 „Industrie-Kultur“ bewerben. Auch ganz unbürokratisch mit dem Online-Formular.
Ein neues Antragsverfahren gibt es für ECHT JETZT!, das Förderprogramm des Kultursommers für Kinder- und Jugendtheater, dort ist Antragsschluss am 1. Dezember.
Und nicht vergessen: Der Kultursommer 2018 geht vom 1. Mai bis 31. Oktober!

Freitag, 29. September 17
VIENNA ART WEEK: Transforming Technology
Von 13. bis 19. November 2017 steht Wien wieder ganz im Zeichen der Kunst: Die VIENNA ART WEEK versammelt rund 200 hochkarätige Veranstaltungen von 70 Programmpartnern und bietet damit einmal mehr umfassenden Einblick in das Wiener Kunstgeschehen. Das diesjährige Motto Transforming Technology hat viele Programmpartner dazu veranlasst, einzelne Aspekte der vielschichtigen Beziehungen von Kunst und Technologie in ihre Projekte miteinzubeziehen.

In der Festivalwoche stehen Ausstellungen, Eröffnungen, Vorträge, Filmvorführungen, Rundgänge und Touren, Performances, Gespräche und Diskussionen auf dem Programm. Der im Vorjahr erfolgreich eingeführte performative Interview-Marathon erfährt heuer unter dem Namen Art & Technology Line-up in der MAK-Säulenhalle Fortsetzung: Am Dienstag, 14. November, setzen sich hochrangige Experten und Kunstschaffende auf vielfältige Weise mit dem Thema der VIENNA ART WEEK auseinander, darunter die Cyborg-Aktivistin Moon Ribas oder der Medienwissenschaftler Geert Lovink.

Neu im Veranstaltungsreigen der Kunstwoche ist das Alternative Spaces Open House am Mittwoch. Dem großen Engagement vieler Kunstschaffender und Betreiber von Kunsträumen in der Stadt ist es zu verdanken, dass in den vergangenen Jahren eine lebendige Szene abseits der großen Häuser und Galerien entstanden ist. Das Alternative Spaces Open House sowie geführte Touren sind eine ideale Gelegenheit, diese neuen Kunstorte zu entdecken. Mittlerweile zu den Fixstartern zählt der beim Publikum beliebte Open Studio Day am Samstag der Kunstwoche. Rund 50 Ateliers von Künstlerinnen und Künstlern öffnen ihre Türen. Zahlreiche Touren führen durch Künstlerateliers, Artist-in-Residence-Studios und zu Kunstprojekten im öffentlichen Raum. Hochkarätige Gespräche und Panels – darunter zwei Podiumsdiskussionen im DOROTHEUM, die den Schwerpunkt auf Kunstsammler und den Kunstmarkt setzen – sind ebenso zentraler Bestandteil des Programms.

Die wichtigsten Ausstellungshäuser, Kunsträume und Galerien der Stadt tragen mit ihren hochkarätigen Veranstaltungen wesentlich zum Erfolg der Kunstwoche bei. Seit ihrer Gründung 2004 hat sich die VIENNA ART WEEK zu einem Fixpunkt für kunstinteressiertes Publikum und die Fachwelt aus dem In- und Ausland entwickelt. Alljährlich besuchen rund 35.000 Gäste die VIENNA ART WEEK, die vom Art Cluster Vienna, einem Zusammenschluss von 24 Wiener Kunstinstitutionen, gestaltet wird.

Das komplette Programm ist ab sofort online verfügbar: www.viennaartweek.at

Freitag, 29. September 17
Zwischen Zeilen: Mit Literatur in Krisenzeiten ein Zeichen für Menschlichkeit setzen
In ihren Heimatländern herrscht Krieg und Gewalt, sie schreiben dagegen an: Die Werke von Autorinnen und Autoren aus Krisenregionen stehen im Mittelpunkt der Lesungsreihe „Zwischen Zeilen – eine Stunde Schönheit“ während der Frankfurter Buchmesse. Auf Einladung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels lesen von Dienstag, 10. Oktober, bis Samstag, 14. Oktober, Schriftstellerinnen und Schriftsteller in der St. Katharinenkirche an der Frankfurter Hauptwache Texte von Kollegen aus Kriegs- und Krisenländern. Die Lesungen finden im Rahmen von OPEN BOOKS statt.

Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe am 10. Oktober um 18 Uhr stellen Nora Bossong, Rasha Habbal, Fady Jomar und David Wagner die Initiative „Weiter Schreiben“ vor. Bei diesem Projekt arbeiten geflüchtete und deutschsprachige Autorinnen und Autoren gemeinsam an literarischen Texten. An dem Abend berichten sie von ihrer Zusammenarbeit und lesen aus den entstandenen Werken.

In der St. Katharinenkirche lesen in diesem Jahr außerdem: Can Dündar, Deborah Feldman, Nora Gomringer, Michael Kleeberg, Moritz Rinke, Judith Schalansky, Martin Schult, Manal al-Sharif, Janne Teller, Jan Wagner, Najem Wali und Frank Witzel. Die präsentierten Romane und Gedichtsammlungen stammen aus Afghanistan, China, Iran, Israel, Kamerun, Nigeria, Saudi-Arabien, Syrien, Türkei und Venezuela.

Programm:

Dienstag, 10. Oktober 2017, 18 Uhr
„Weiter Schreiben“
Mit Nora Bossong, Rasha Habbal, Fady Jomar und David Wagner
Mit musikalischer Begleitung von Puschan Mousavi (Violine)
Moderation: Jascha Habeck

Mittwoch, 11. Oktober 2017, 18 Uhr
„Zwischen Zeilen – eine Stunde Schönheit I“
Mit Deborah Feldman, Martin Schult, Manal al-Sharif, Frank Witzel
Moderation: Martin Schult

Donnerstag, 12. Oktober 2017, 18 Uhr
„Zwischen Zeilen – eine Stunde Schönheit II“
Mit Can Dündar, Michael Kleeberg, Moritz Rinke, Najem Wali
Moderation: Martin Schult

Freitag, 13. Oktober 2017, 18 Uhr
„Zwischen Zeilen – eine Stunde Schönheit III“
Mit Nora Gomringer, Judith Schalansky, Janne Teller und Jan Wagner
Moderation: Felicitas von Lovenberg

Samstag, 14. Oktober 2017, 18 Uhr
„Das Herz kommt zuletzt“ – Texte von Margaret Atwood
Mit Gita Leber und Olaf Lewerenz
Musik: Bastian Fiebig, Saxofon

Alle Veranstaltungen finden in der St. Katharinenkirche, An der Hauptwache, 60313 Frankfurt am Main, statt. Der Eintritt ist frei.
Das Programm und weitere Informationen: www.friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de

Freitag, 29. September 17
»Tatort Augsburg«: raus aus dem hoffmannkeller, rein ins Stadtgeschehen ~ Das Theater Augsburg erobert neue Stadträume mit mobilem Theaterformat
Augsburg wird Tatort-Stadt! David Ortmann, fester Hausregisseur am Theater Augsburg, holt die beliebte Krimireihe als mobiles Theaterformat in die Lechmetropole. Die erste Folge »Zu neuen Ufern« feiert am 6. Oktober Premiere, Start ist im hoffmannkeller. Sie zieht die beiden frisch nach Augsburg versetzten Ermittler in einen berüchtigten Stadtteil und tief in die Geschichte des Ortes hinein. Wir verraten nur so viel: Gefahndet wird in Augsburgs Unterwelt.

Noch nie war der »Tatort« so unmittelbar, niemals zuvor war das Publikum der Aufklärung des Falls so nah! Seien Sie mit uns dem Verbrechen auf der Spur und den Ermittlern ganz dicht auf den Fersen.

Tatort Augsburg
In deutschen Wohnzimmern gibt es eine letzte Sicherheit: den »Tatort«! Nach dem sonntäglichen Wetterbericht versammeln sich Millionen am Lagerfeuer der Nation, um mitzufiebern und wechselnde Ermittler bei der Täterjagd zu beobachten. Dabei gilt von Weimar bis Münster, von München bis Köln: Glücklich preist sich jede Stadt, die ihren eig’nen Krimi hat ... Vor Ort aber blickte man bislang neidisch in die Röhre – kein Tatort Augsburg war in Sicht. Ist (oder braucht) aber nicht auch Augsburg ein heißes Pflaster? Und überhaupt: Runter vom Sofa! Warum den Kommissaren zuschauen, wenn man auch selber mitermitteln kann? Bei »Tatort Augsburg« wird nicht auf der Guckkastenbühne eines Theaters gefahndet, sondern im wohl aufwendigsten Bühnenbild überhaupt: in den Straßen, Häusern, Stadtteilen der Lechmetropole, ja sogar im öffentlichen Personennahverkehr! Immer wieder schlagen projizierte Videosequenzen und liebevolle Stereotype den Bogen zur beliebten Fernsehserie.

Nach erfolgreichen Ermittlungen am Anhaltischen Theater Dessau sowie beim Matchbox-Festival der Metropolregion Rhein-Neckar findet dieses mobile Krimiformat nun in Augsburg eine neue Heimat. In der Spielzeit 2017/18 laufen drei Folgen, von denen eine das Publikum sogar mit historischen Kommissaren in eine längst vergangene Ära entführt.

»Tatort Augsburg« ist ein partizipatives Stadtformat. Das Theater Augsburg freut sich über die Beteiligung von Vereinen und Einzelpersonen aus Stadt und Region – von der Freiwilligen Feuerwehr bis zu Drohnenbesitzern, von Oldtimer-Liebhabern bis Kampfsport-Vereinen.

Folge 1 »Zu neuen Ufern«
Idee, Regie & Video David Ortmann
Buch Andreas Hillger
Dramaturgie Kathrin Mergel
Live-Team: Sebastian Baumgart, Marlene Hoffmann, Natalie Hünig, Klaus Müller, Katharina Rehn
Premiere: 6.10.2017 20:00 | hoffmannkeller & Stadtraum
       
Weitere Termine unter www.theater-augsburg.de

Freitag, 29. September 17
„RHEIN-MAIN GEHT AUS! 2018“ und Sonderedition „GEHT AUS! 2018“
Gleich zwei spannende Neuerscheinungen erwarten die Leser in den nächsten Tagen:

Neuerscheinung 1: RHEIN-MAIN GEHT AUS! 2018
Alle kulinarischen Top-Adressen der Region auf einen Blick: Die 13. Ausgabe des Restaurant-Führers RHEIN-MAIN GEHT AUS! erscheint am 29. September 2017 mit einer Gesamtauflage von 35.000 Exemplaren. Parallel erscheinen auch die Stadtausgaben und Regionalausgaben:
- DARMSTADT GEHT AUS!
- TAUNUS & RHEIN-MAIN GEHT AUS!
- ODENWALD/BERGSTRASSE & RHEIN-MAIN GEHT AUS!
- RHEINGAU/RHEINHESSEN & RHEIN-MAIN GEHT AUS!
- WETTERAU/VOGELSBERG/SPESSART & RHEIN-MAIN GEHT AUS!

Auch in diesem Jahr waren die Restauranttester von RHEIN-MAIN GEHT AUS! wieder überall im Rhein-Main-Gebiet unterwegs, um noch in den verstecktesten Winkeln der Region kulinarische Kleinode aufzuspüren. Die besten Restaurants aus Rheingau/Rheinhessen, Taunus, Odenwald/Bergstraße, Wetterau/Vogelsberg/Spessart und dem direkten Umland der Mainmetropole werden gemeinsam mit den Städten Darmstadt und Wiesbaden/Mainz in den bekannten, übersichtlichen und mit hochwertigen Fotos illustrierten Toplisten präsentiert. Außerdem werden auch wieder die besten Restaurants der „Mini-Metropolen“ unserer Region präsentiert: Bad Homburg, Hanau, Aschaffenburg und Rüsselsheim sind wieder mit ihren Top 3-Restaurants vertreten.

Die redaktionellen Inhalte
Rhein-Main trinkt aus: Warum in die Ferne schweifen, wenn die besten Drinks doch direkt vor der Haustür entstehen? Die Redaktion hat drei innovative Spezialisten besucht und sich durch das Sortiment probiert. Niko Brandner, der Macher hinter dem Namen Griesel-Sekt, räumt gerade einen Preis nach dem anderen ab, Alexander Hotz gehört seit 2010 zu den kreativsten Brennern der Republik und Karl-Holger Höhler macht im beschaulichen Aarbergen einen erstklassigen Single Malt Whisky namens Whesskey – drei faszinierende Beispiele für die kulinarische Vielfalt unserer Region, die man nicht nur im Glas, sondern auch direkt vor Ort erleben kann.

RHEIN-MAIN GEHT AUS! ist schon längst kein reiner Restaurantführer mehr – seit Jahren gehören auch Dutzende Tipps zur Freizeitgestaltung dazu. Beim Lesen der Kritiken sehen die Leser auch auf einen Blick, welche Ausflugsmöglichkeiten in der Nähe der Restaurants auf sie warten und können so ihren kulinarischen Trip ins Umland innerhalb weniger Minuten planen.
Die Rubrik Genießen & Ausschlafen hat sich als Inspiration für Leser, die dem Alltag mal für ein Wochenende entfliehen wollen, ausgezeichnet bewährt. Schließlich ist das Rhein-Main-Gebiet nicht nur ein gutes Pflaster zum Ausgehen, sondern eignet sich auch perfekt für einen kleinen Kurzurlaub mit Übernachtung. Den Weg zu den besten Herbergen für jeden Anspruch weisen die Rubriken Luxus und Fine Dining, Romantik, Wellness, Natur und Familien. Nach wie vor hat die Redaktion aber auch an jene Leser gedacht, die zuerst nach einem Restaurant suchen und sich dann nach einer passenden Unterkunft umschauen möchten – mit zahlreichen passenden Übernachtungstipps, die jeweils in unmittelbarer Nähe der entsprechenden Lokalitäten liegen. Damit ist auch endgültig Schluss mit der leidigen Diskussion, wer nüchtern bleiben muss, um das Auto noch am gleichen Abend sicher nach Hause zu steuern.


Restaurantführer RHEIN-MAIN GEHT AUS! 2018
Köche von links nach rechts:
Nils Henkel / Restaurant Schwarzenstein - Nils Henkel / Platz 1 "Rhein-Main exklusiv" & "Die Edlen Rheingau/Rheinhessen"
Daniel Taheri / Levante / Platz 1 "Arround the World" (Rund um Frankfurt) & Platz 1 "Unter freiem Himmel" (Rund um Frankfurt)
Jens Kaiser / Zum Fegerer / Platz 1  "Aschaffenburgs Beste" (Rund um Frankfurt)
Michael Kammermeier / Restaurant Ente / Platz 1 "Die Edlen Wiesbaden/Mainz" & Platz 3 "Rhein-Main exklusiv"
Alexander Hohlwein / 360 Grad / Platz 1 "Die Edlen" (Taunus) & Platz 2 "Rhein-Main exklusiv"
Felix Kuckein / Kiedricher Hof / Platz 1 "Die Geheimtipps" (Rhein-Main)
Francesco Pugliese / Alter Haferkasten / Platz 1 "Die Edlen" (Rund um Frankfurt)
Foto: Dirk Ostermeier

Die Tops ...
Das unabhängige Team der RHEIN-MAIN GEHT AUS!-Tester wählte auch in diesem Jahr wieder nach strengen und einheitlichen Kriterien die edelsten Gourmet-Tempel, besten Landhausküchen, attraktivsten Ausflugsziele und viele andere empfehlenswerte Lokale aus. An den strengen Regeln wird dabei nicht gerüttelt: Alle Restaurants werden geheim und anonym getestet, sämtliche Rechnungen von den Testern selbst bezahlt. Die Auswahl und Bewertung der Restaurants durch die Redaktion erfolgt ausschließlich aufgrund der gebotenen Leistung.

Die Top 10-Liste mit den besten exklusiven Restaurants des gesamten Rhein-Main-Gebiets beweist wieder eindrucksvoll, dass unsere schöne Region zu den kulinarisch interessantesten der Republik gehört. In diesem Jahr spielen Neuzugänge eine wichtige Rolle – sowohl der erste als auch der zweite Platz wurden an Neueinsteiger vergeben. Doch immer der Reihe nach: Das Kronenschlösschen bleibt auch diesmal auf Rang 10 vor der Abt- und Schäferstube im verträumten Amorbach, die ebenfalls den gleichen Rang wie im Vorjahr belegt. Mit einer Top-Küchenleistung kann sich das Hofgut Dippelshof zum ersten Mal in die Liste der Top-Restaurants vorarbeiten und belegt den achten Platz. Es folgt ein Wiedereinsteiger: Das Jean in Eltville hat seine Schwächephase überwunden und steht völlig zu Recht wieder auf Rang sieben. Langsam wird die Luft dünner – wo im letzten Jahr noch Burg Schwarzenstein stand, findet sich nun Kaupers Kapellenhof wieder und kann sich somit von Rang acht auf den sechsten Platz verbessern. Gleichzeitig ist das wunderschöne Restaurant auch die Top-Empfehlung der Redaktion für ein Dinner for Two! Zwei Plätze runter auf den fünften Rang geht es für Helbig’s Restaurant, was allerdings nicht auf eine nachlassende Küche, sondern vielmehr auf die herausragenden Leistungen der nun folgenden Restaurants zurückzuführen ist.

Ist Platz vier wirklich undankbar? Bei genauer Betrachtung der Konkurrenz mit Sicherheit nicht: Philipp Stein verpasst mit dem Gourmetrestaurant im Favorite Parkhotel allerdings nur knapp das Siegertreppchen und muss den Bronzerang seinem Wiesbadener Kollegen Michael Kammermeier vom Restaurant Ente überlassen. Weiter geht’s mit sensationellem Silber: Alexander Hohlwein kocht sein Limburger Restaurant 360 Grad aus dem Stand auf den zweiten Platz! Mit deutlichem Abstand steht schließlich der zweite Neueinsteiger im bereits bekannten Restaurant ganz oben auf dem Siegertreppchen:
Nils Henkel machte im Rahmen eines faszinierenden Menüs mehr als deutlich, dass er auf Burg Schwarzenstein keine Kompromisse macht und zu den besten Köchen der Republik gehört.

Besonders interessant ist RHEIN-MAIN GEHT AUS! aber schon immer wegen seiner spannenden Geheimtipps und abwechslungsreichen Adressen, die man ohne dieses Heft vermutlich nie gefunden hätte. Der Kiedricher Hof ist ein so kleines wie typisches Beispiel für solche versteckten Perlen in der Region und belegt in diesem Jahr den ersten Platz dieser Liste. Die sehr lebendigen „Mini-Metropolen“ rund um Frankfurt beweisen wieder, dass sich der Trip ins Umland lohnt. In diesem Jahr ganz vorn dabei: Sänger’s in Bad Homburg, Zum Fegerer in Aschaffenburg, das Restaurant in der Pulvermühle in Hanau und das neu eröffnete Restaurant Wellenlänge in Rüsselsheim!
In Mainz und Wiesbaden ist ebenfalls viel los: Während sich das LeBonBon an der Spitze der Liste Eat & Meet etablieren kann, belegt das Heinrichs nun den ersten Platz unter den Lieblingen. Unangefochten an der Spitze der edlen Restaurants steht Michael Kammermeier mit dem Restaurant Ente, gefolgt von Philipp Stein im Favorite Parkhotel. Absoluter Dauerbrenner sind die beiden Schwestern Dienstbach als Top-Restaurant der Liste Mediterran. In Darmstadt fliegt Die Sattlerei als Newcomer direkt von null auf eins der Liste Unter freiem Himmel, während das Hofgut Dippelshof die Spitze der Liste der edlen Restaurants erklimmen kann. Überraschung des Jahres: Das Collins belegt sowohl mit ausgezeichneter Küchenleistung Platz eins der Liste Mediterran als auch mit vorzüglichen Drinks den ersten Rang unter den Bars!

... und die Flops
Regelmäßig müssen die Tester von RHEIN-MAIN GEHT AUS! leider auch dringend vom Besuch eines Restaurants abraten – sämtliche dieser Etablissements finden die Leser unter der Rubrik „Die Flops“. Wie immer wurden sämtliche Kandidaten auf dieser Liste gleich mehrfach besucht: Über verschiedene unabhängige Restauranttester hat sich die Redaktion versichert, dass Küchen-Katastrophen hier keineswegs Zufall, sondern vielmehr an der Tagesordnung sind.

Mit Sicherheit die prominenteste Adresse unter den Reinfällen des Jahres ist das Restaurant Bellpepper im Mainzer Hotel Hyatt, war es doch noch im Vorjahr in der Bestenliste zu finden. Wenn sich jedoch ein Tatar als die Kunst entpuppt, das Auge zu verwöhnen und den Gaumen zu beleidigen, Ceviche ohne Limette, grobes Salz, Chilischoten und frischen Koriander zubereitet wird, die Haut eines gebratenen Zanders buttrig-matschig ist und das darunter befindliche Fleisch nicht etwa förmlich auf der Gabel zerfällt, sondern konkret zu Brei totgegart wurde oder eine Blumenkohl-Curry-Suppe zum völligen kulinarischen Desaster wird, dann geht’s auch mit der Bewertung ganz schnell bergab.
Keinen Deut besser schmeckte es den Testern im neu eröffneten Gorillah in Bensheim, wo die Burger noch beinahe roh auf den Tisch kamen, man sich sogar nicht zu schade war, den selben reklamierten Fleischklops nach kurzem Aufwärmen erneut zu servieren und auch sonst nicht imstande war, auch nur einen einzigen Gang zur Zufriedenheit der Tester zuzubereiten.
Richtig fies erging es denen im Seligenstädter Neuen Schwan, wo klumpig-gelbe Alioli, nach Rollmops schmeckende Boquerones, zähes Schweineschnitzel von miserabler Qualität oder brutal fettige Sepia a la Plancha für großes Entsetzen sorgten.
Großer Name, kleine Küchenleistung: Im Casa Grande in Dreieich ist nicht nur zu viel Öl an und in Chorizo und Chicken Wings, sondern auch eine undefinierbare Fluse in letzteren sowie völlig übergartes Fleisch ein guter Grund, von einem Besuch abzuraten.
In diesem Jahr hat sich in Darmstadt einiges zum Positiven gewendet, was jedoch nicht verhindern konnte, dass die Studentenstadt ein weiteres Mal mit gleich zwei schwarzen Schafen die Bilanz trübt. So hatten die Tester im La Bodega nicht viel zu lachen, als Alboningas in künstlich schmeckender Tunke, dumpf schmeckende Alioli, gummiartiges Hühnchen oder widerlich verwürzte Garnelen auf den klebrigen Tisch kamen. Die goldene Zitrone bekommt jedoch das Restaurant Neu-Kong verliehen, wo außen steinharte und innen mehlige Pommes die Tester zum Hinweis verleiten, man könne deren genaues Alter wohl nur durch das Zählen radioaktiver Isotope bestimmen.
Die Gesamtbilanz: Nichts dabei, was Freude bereitet hätte, die Skala reicht von belanglos bis eklig, Schlüsselworte sind hier „geschmacksneutral“ oder „Krankenhauskost“. Ein Gutes hat die Liste der Flops auch 2018: Wiederum schafften es nur sechs Restaurants in diese unselige Aufzählung.

Beiliegend: Das GenussMAGAZIN
Dem Heft liegt auch diesmal wieder die Herbstausgabe des Genussmagazins bei – und das wartet wieder mit mehreren Highlights auf. So laden Alfred Friedrich und Pit Punda zu einer Reihe von spannenden Kochkursen in die Golden Kron ein, Guiseppe Balducci singt nicht nur mit seinen Gästen, sondern kocht mit ihnen auch authentisch italienisch und Hannes Dankel widmet sich einer Zutat, die zunehmend auch die Sterneküchen erobert: Heuheuheu! Die Redaktion hat das Weingut Allendorf im schönen Rheingau besucht und natürlich stehen die Themen Weihnachten und Silvester wieder ganz im Fokus. Topaktuell: Frankfurt sucht das Kochtalent 2017 und 30 Gäste können beim Finale dabei sein!

Neuerscheinung 2: GEHT AUS!

Die beiden Restaurantführer für Frankfurt & Rhein-Main in einer Ausgabe

Eine Woche später, am 6.10., erscheint auch die opulente 4. Ausgabe des Restaurant-Führers GEHT AUS! – das sensationelle Doppel, in dem die Ausgaben FRANKFURT GEHT AUS! 2018 und RHEIN-MAIN GEHT AUS! 2018 in einem wirklich sehr dicken und hochwertig ausgestatteten Heft zusammengefasst sind! Außerdem bekommt der Leser hier noch die besten 16 Rezepte der Top-Köche der Genussakademie zum Heraustrennen und Nachkochen mit auf den Weg, damit der beim Lesen aufkeimende Appetit notfalls auch Zuhause sofort gestillt werden kann. Sämtliche beliebten Features von Promitipps bis Festplätze sind natürlich mit an Bord – eben zwei komplette Hefte in einem zum Vorzugspreis von nur 9,80 Euro!

Außerdem: Der Restaurantführer to go: Die GEHT AUS!-App
Parallel zum Erscheinen des Restaurantführers wird die GEHT AUS-Doppelpack-App veröffentlicht, mit der Nutzer nicht nur alle Restaurants, Top-Listen und Kritiken aus RHEIN-MAIN GEHT AUS! immer mit dabeihaben, sondern auch jene aus FRANKFURT GEHT AUS! – für grenzenlosen Genuss in der Metropolregion. Käufer der Printausgabe von RHEIN-MAIN GEHT AUS! haben exklusiv die Möglichkeit, die GEHT AUS!-Doppelpack App zum vergünstigten Preis von 3,59 € auf ihr Smartphone zu laden. Ohne Heft ist die App für 8,99 € im Apple App-Store oder bei Google Play erhältlich. www.journal-frankfurt.de

Donnerstag, 28. September 17
Drei Jahre „Seid umschlungen“ – Positive Bilanz der Ruhrtriennale 2015 – 2017
Geste der künstlerischen, geografischen und gesellschaftlichen Umarmung: zum ersten Mal Trilogien im Programm, neue Spielstätten an neuen Spielorten, erstes Festivalzentrum seit Bestehen der Ruhrtriennale, viele Veranstaltungen bei freiem Eintritt, erweitertes Publikums- und Programmspektrum

Johan Simons
Johan Simons, Intendant der Ruhrtriennale 2015-2017
© Martin Steffen / Ruhrtriennale 2017

„Freude“, „Schöner“, „Götterfunken“: Diese Leitbegriffe standen der Ruhrtriennale 2017 voran, die sich mit Utopien und Zukunftsvisionen befasste. Gestern blickten in Bochum Johan Simons, Intendant der Ruhrtriennale 2015 – 2017, und Dr. Vera Battis-Reese, Geschäftsführerin der Kultur Ruhr GmbH, zurück auf die Saison 2017 sowie auf die Intendanz und zogen eine vorläufige Bilanz.
 
Johan Simons, Intendant der Ruhrtriennale 2015 – 2017: „Mit der Ruhrtriennale wollte ich von 2015 bis 2017 das Ruhrgebiet umschlingen, auf die Menschen zugehen, sie aktiv einladen, zu uns zu kommen. Das ist uns immer wieder gelungen – auch bei schwierigen Stoffen. Die Ruhrtriennale, wie ich sie sehe, soll nicht kalkuliert sein. Sie soll etwas riskieren. Sie soll flexibel bleiben und offen für aktuelle politische Themen. Ich bin glücklich und dankbar, dass ich die Geschicke dieses großartigen Festivals leiten durfte.“
 
Dr. Vera Battis-Reese, Geschäftsführerin der Kultur Ruhr GmbH: „Es waren drei Jahre großartiger Kunst, mit künstlerischen Entdeckungen, programmatischen Neuerungen und nicht zuletzt drei Jahre, die spannend und intensiv waren, nachdenklich stimmten, uns Freude und Inspiration schenkten. Für diese drei Jahre „Seid umschlungen“ möchte ich mich bei Johan Simons herzlich bedanken.“

Dr. Vera Battis-Reese
Dr. Vera Battis-Reese, Geschäftsführerin Kultur Ruhr GmbH
© Martin Steffen / Ruhrtriennale 2017

Bis zum Abschluss der diesjährigen Festivalsaison am 30.9. finden noch Vorstellungen von „Kleine Seelen“, „Cosmopolis“ (beide bis 30.9.) und „Missa Solemnis“ (30.9.) statt. Die finalen Veranstaltungen im „Refektorium“ erfolgen am 30.9. mit einer Performance von Teentalitarismus („The End of Everything“) und einer abschließenden Party. Die Installationen „The Good, the Bad and the Ugly“, „Europa“ und „Truck Tracks Ruhr – The Compilation“ können noch bis einschließlich 30.9. besucht werden. Die letzte Veranstaltung im Festivalprogramm findet in der Turbinenhalle der Jahrhunderthalle Bochum mit einem Konzert von „Arca“ am späten Abend des 30. September statt. Doch es gibt kein Finale ohne Zugabe: Nach offiziellem Festivalende erwarten das Publikum drei Sonderveranstaltungen. Am 1. Oktober erklingt ein zweites Mal die „Missa Solemnis“ im Musikforum Ruhr und die Ruhrtriennale lädt die Gäste von „JackPott“, der Theaterreise der RuhrBühnen, zu einem abendlichen Ausklang in die Jahrhunderthalle Bochum. Am Folgetag (02.10.) beschließt Johan Simons seine Intendanz mit einem kostenlosen Konzert des Saxofonquartetts „Bl!ndman“ im und am Refektorium auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum.

Johan Simons und Dr. Vera Battis-Reese dankten während der Abschlusspressekonferenz den KünstlerInnen und dem Team der Ruhrtriennale für eine erfolgreiche Spielzeit 2017 und eine erfolgreiche Intendanz 2015 – 2017. Ihr Dank gilt auch den zahlreichen Sponsoren, Förderern und Partnern, deren Engagement viele Programmbestandteile der Ruhrtriennale 2017 und der gesamten Intendanz ermöglicht hat.
 
„Seid umschlungen“: Dieses Leitmotiv im Sinne einer Geste der künstlerischen, geografischen und gesellschaftlichen Umarmung verbindet die drei Jahre der Intendanz von Johan Simons. Es wurde sowohl im Programm als auch in der Haltung des Festivals deutlich. Johan Simons legte einen starken Akzent auf eine künstlerische Verknüpfung der drei Jahre mit den ersten Schauspiel- und Tanz-Trilogien des Festivals. Raummusik-Konzerte ermöglichten dem Publikum, umschlungen von MusikerInnen und Klang, neuartige Hörerlebnisse. Durch die inhaltliche Verbindung von globalen und lokalen Themen sowie neue Formate wie Ritournelle, Guerillakonzerte, ein Festivalzentrum und Gratisprogramm verfolgte Simons das Ziel, weitere und auch jüngere Publikumsgruppen für die Ruhrtriennale zu begeistern. Das Programm setzte deutliche politische Schwerpunkte und erschloss in jeder Saison neue prägende Spielorte und Stadtteile im Ruhrgebiet.
Neben einem breiten Programmspektrum, das sowohl ein junges Pop-Musik – als auch das bestehende Festivalpublikum ansprach, wurde mit dem Refektorium ein Festivalzentrum auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum etabliert, das mit einem kostenlosen Programm aus Lesungen, Performances oder Partys über alle drei Jahre hinweg nicht nur treue Ruhrtriennale-BesucherInnen ansprach, sondern auch neugierige Festival-Neulinge erreichte. Stadtraumprojekte wie „Urban Prayers Ruhr“ (2016) wurden initiiert. Kostenlose Überraschungskonzerte (2015 und 2016) trugen die Kunst mitten in die Ruhrgebietsstädte. Auch bot die Ruhrtriennale ihrem Publikum die Möglichkeit, Teil der Kunst zu werden. So zum Beispiel als StatistIn in der Filminstallation „In the Land of Drought“ des Künstlers Julian Rosefeldt (2015), eines Films des niederländischen Künstlers Aernout Mik, der zentraler Bestandteil der Ruhrtriennale-Produktion „Die Fremden“ war (2016), oder der Tanz-Trilogie „Three Stages“ des US-Choreografen Richard Siegal (2017). Zahlreiche Formate wie „Johans High Noon“ oder auch die Partys, Filmabende oder Workshops im Refektorium luden Publikum wie Bevölkerung zu Begegnungen und Gesprächen mit Künstlerlnnen und FestivalmacherInnen der Ruhrtriennale ein. „Seid umschlungen“ war nicht nur eine programmatische Setzung, es war ein Versprechen, dem sich Intendant und Team der Ruhrtriennale verpflichtet hatten.
 
 
Auslastung und BesucherInnen: Für die Ruhrtriennale 2017 waren rund 37.500 Tickets verfügbar, ausgegeben wurden 34.000 Tickets. Zum Festivalende wird mit einer Auslastung von ca. 90 Prozent gerechnet. Die Installationen und Veranstaltungen bei freiem Eintritt verzeichneten zusätzlich insgesamt ca. 45.000 BesucherInnen. Die bestbesuchten Produktionen der Spielzeit 2017 waren „Pelléas et Mélisande“ mit rund 5.300 verkauften Tickets, „Cosmopolis“ mit über 3.000 Tickets und „Kein Licht. (2011/2012/2017)“ mit 2.400 Tickets. Im Schnitt waren sowohl die Auslastung als auch die Anzahl der BesucherInnen der Ruhrtriennale in allen drei Jahren auf höchstem Niveau.

Programm: 2017 fanden rund 135 Veranstaltungen bei 41 Produktionen, davon 28 Eigen- und Koproduktionen, statt. 23 Uraufführungen, Neuinszenierungen, Deutschlandpremieren und Installationen. 14 verschiedene Spielstätten in Bochum, Dinslaken, Dortmund, Duisburg, Essen, Gladbeck und Mülheim an der Ruhr. Mehr als 700 KünstlerInnen aus rund 30 Ländern. Insgesamt hat die Ruhrtriennale von 2015-2017 rund 485 Veranstaltungen bei 132 Produktionen, davon über 100 Eigen- und Koproduktionen auf die Bühnen der ehemaligen Industriehallen gebracht. Insgesamt mehr als 60 Uraufführungen, Neuinszenierungen, Deutschlandpremieren und Installationen umschlangen das Ruhrgebiet von 2015 bis 2017. In den drei Jahren trugen insgesamt ca. 2.500 KünstlerInnen und 800 StatistInnen zum Programm des Festivals bei.

Neue Spielorte: Auch 2017 erschloss die Ruhrtriennale einen neuen Spielort. Die Zentralwerkstatt der ehemaligen Zeche Lohberg in Dinslaken wurde zum Experimentierfeld der Choreografin Meg Stuart, die in „Projecting [Space[“ Wege neuer Kunstproduktion ergründete. Über die gesamte Intendanz hinweg war es Johan Simons ein Anliegen, neue Spielstätten für das Festival zu entdecken und auch an die Ränder des Ruhrgebiets vorzudringen. So startete er seine Intendanz mit dem Musiktheater „Accattone“ in der Kohlenmischhalle der Zeche Lohberg. 2016 setzte sich diese Entdeckungsreise fort, indem die Ruhrtriennale mit „Urban Prayers Ruhr“ in sechs unterschiedlichen Glaubensstätten gastierte und in der Kohlenmischhalle der ehemaligen Zeche Auguste Victoria in Marl die Uraufführung von „Die Fremden“ feierte. Über alle drei Jahre hinweg war das Kunstdorf „The Good, the Bad and the Ugly“ von Atelier Van Lieshout wichtiger Bestandteil des Festivals und mit ihm das Refektorium, das sich schon im ersten Jahr der Intendanz als Festivalzentrum mit eigenem, 2017 sogar gänzlich kostenfreiem Programm etablierte.
 
 
Installationen: Die Installationen der Ruhrtriennale 2017 – „The Good, the Bad and the Ugly“, „Europa“, „Truck Tracks Ruhr – The Compilation“ und „White Circle“ – stießen auf großes Interesse. Wie in den Vorjahren gehörte „The Good, the Bad and the Ugly“ auch 2017 mit rund 16.000 BesucherInnen zu einer der beliebtesten Installationen des Festivals. Zu einem wahren Publikumsmagneten entwickelte sich die Raum-, Klang- und Licht-Installation „White Circle“ von raster-noton in der Kraftzentrale des Landschaftspark Duisburg-Nord. Vom 02. bis zum 16. September ließen sich rund 22.000 BesucherInnen von Ton und Licht umschlingen. Die Installation „Truck Tracks Ruhr – The Compilation“ in der Mischanlage der Zeche Zollverein verzeichnete ca. 4.000 BesucherInnen. Über alle drei Jahre hinweg konnte die Ruhrtriennale mit ihren Installationen über 100.000 BesucherInnen mobilisieren.

Campustriennale: An der Campustriennale, bestehend aus College und Masterclass, nahmen 2017 rund 115 NachwuchskünstlerInnen aus zehn verschiedenen Ländern teil, darunter u. a. Belgien, Deutschland, Finnland, Lettland, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen und die Schweiz. Im College besuchten sie Produktionen der Ruhrtriennale, nahmen an KünstlerInnengesprächen teil oder besuchten Workshops. Zum dritten Mal in Folge ermöglichte die Masterclass drei Theaterkollektiven, eigene Aufführungen im Rahmen des Festivals mit professioneller Unterstützung der Ruhrtriennale und des Ringlokschuppen Ruhr fertigzustellen. In den drei Jahren der Intendanz bot die Ruhrtriennale innerhalb der Campustriennale rund 365 NachwuchskünstlerInnen die Chance, ihre künstlerischen Kenntnisse und Kompetenzen zu erweitern und dem Publikum zu präsentieren.

Teentalitarismus: Zum zweiten Mal in Folge entstand auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum ein Teenager-Machtgebiet, inmitten des Kunstdorfes „The Good, the Bad and the Ugly“. Die Gruppe „Mit Ohne Alles“, 40 Jugendliche aus allen Teilen des Ruhrgebiets mit Wurzeln in neun verschiedenen Ländern der Welt, entwickelte gemeinsam mit den „Young Mammals“ aus Toronto und den KünstlerInnen von Mammalian Diving Reflex ihren Anteil an der Ruhrtriennale 2017: einen Projektmarathon aus 10 Einzelprojekten (Performances, Nachtwanderungen oder KünstlerInnengespräche). Am 30.9. heißt es „Goodbye for now“, denn die Jugendlichen geben mit „The End of Everything“ ihre vorerst letzte Performance um 18 Uhr am Refektorium in Bochum – und verabschieden sich auf ihre eigene Art und Weise. 
 
Fachpublikum: 2017 akkreditierten sich bei der Ruhrtriennale mehr als 240 Kulturschaffende, KünstlerInnen und TheatermacherInnen aus 14 Ländern, darunter Australien, Belgien, Frankreich, Großbritannien, dem Iran, Italien, Japan, den Niederlanden, Österreich, Polen, Russland, der Schweiz und den USA. Von 2015 – 2017 waren es insgesamt rund 730 nationale wie internationale Professionals.

Akkreditierte JournalistInnen: Rund 280 JournalistInnen haben sich zur Ruhrtriennale 2017 akkreditiert, u. a. aus Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Lettland, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Polen, Russland, der Schweiz, der Ukraine und den USA. Neben umfangreicher Berichterstattung in Print und Online erfolgte auch Radio- und TV-Berichterstattung (u. a. tagesthemen, ttt, Westart). In den drei Jahren der Intendanz kamen rund 930 JournalistInnen aus Deutschland und aller Welt, darunter Australien, Belgien, Bulgarien, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Lettland, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Polen, Russland, Schweden, der Schweiz, Spanien, Südkorea, der Ukraine oder den USA.
 
www.ruhrtriennale.de 

Donnerstag, 28. September 17
„Wir, alle“ Programmvorschau auf das Tollwood Winterfestival
GEMEINSAM FÜR EINE OFFENE, PLURALISTISCHE UND TOLERANTE GESELLSCHAFT: „Wir, alle“ – so lautet das Motto des Tollwood Winterfestivals, das vom 23. November bis zum 31. Dezember auf der Münchner Theresienwiese stattfindet. Denn Demokratie, Freiheit und eine pluralistische, offene und tolerante Gesellschaft gibt es nicht zum Nulltarif. Es gibt sie dann, wenn genug Menschen für sie eintreten: Wir, alle.
Der Weltsalon, Kunstwerke und Installationen widmen sich dem Engagement für freiheitliche demokratische Werte und ein friedliches Miteinander. Mit Podiumdiskussionen (u.a. mit Dr. Wolfgang Thierse, Bundestagspräsident a.D., und Extremismus-Forscher Prof. Dr. Andreas Zick), Kunstausstellungen, interaktiven Installationen und Benefizkonzerten ist das Weltsalon-Zelt ein Ort des Dialogs und eine Anregung zum Umdenken. Tollwood zeigt dort u.a. thematische Projekte zum Demokratiediskurs des Künstlerduos God’s Entertainment und des spanische Urban Art Künstlers SpY.


Cirque Éloize "iD"
© patrick lazic

Der Cirque Éloize ist „back in town“: Nach der futuristischen Industriezeitalter-Show „Cirkopolis“ (Winterfestival 2015) und dem fröhlichen Showdown in „Saloon“ (Winterfestival 2016) kommt der kanadische Cirque Éloize mit seiner Show „iD“ auf das Festival. „iD“ ist eine atemberaubende Mischung aus Akrobatik, Tanz und Poesie – Trial-Bikes, Inlineskates, Hip-Hop, Wolkenkratzer und Straßengangs inklusive. Kurz: West Side Story trifft Hip-Hop.
Vor der Kulisse des weihnachtlich gestalteten „Marktes der Ideen“ mit biozertifizierter Gastronomie und Kunsthandwerk aus aller Welt – zu einem Großteil in Fair-Trade-Qualität – finden ca. 70 Prozent aller Veranstaltungen bei freiem Eintritt statt. Das Festival endet mit der Silvesterparty.

www.tollwood.de

Donnerstag, 28. September 17
Bühne frei für den Deutschen Buchpreis 2017: Veranstaltungen auf der Frankfurter Buchmesse
Preisträgerin oder Preisträger liest auf der Buchmesse / Ausstellung zum Deutschen Buchpreis im Zentrum Börsenverein, Halle 3.1, J 83 / Themen-Rundgang in der Buchmesse-App
 
Auf der Frankfurter Buchmesse 2017 können Besucherinnen und Besucher den Deutschen Buchpreis hautnah erleben: Mit einer Ausstellung aller 260 nominierten Titel aus 13 Jahren Deutscher Buchpreis, Lesungen und einem virtuellen Themen-Rundgang bietet der Deutsche Buchpreis ein vielseitiges Programm.
 
Die Ausstellung am Stand des Deutschen Buchpreises (Halle 3.1, Stand J 83) im Zentrum Börsenverein liefert Informationen zur Geschichte des Preises, Wissenswertes zu den Autorinnen und Autoren der Longlist 2017 sowie zu allen 260 nominierten Büchern der vergangenen 13 Jahre.
 
Der Preisträger oder die Preisträgerin liest am Samstag, den 14. Oktober, von 14 bis 15 Uhr auf der Bühne „Forum Börsenverein“ (Halle 3.1, Stand H 85).
 
Die Termine des Preisträgers oder der Preisträgerin auf der Frankfurter Buchmesse 2017 im Überblick:
 
Mittwoch, 11. Oktober | 10:30–11:00 Uhr: Der Preisträger oder die Preisträgerin auf dem Blauen Sofa (Via Mobile zwischen Halle 5 und 6)
Mittwoch, 11. Oktober | 14:00–14:30 Uhr: Der Preisträger oder die Preisträgerin auf der ARD-Bühne (Forum, Ebene 0)
Donnerstag, 12. Oktober | 14:00–15:00 Uhr: Der Preisträger oder die Preisträgerin im Interview am SPIEGEL-Stand (Halle 3.0, D 56)
Freitag, 13. Oktober | 15:30–16:15 Uhr: Der Preisträger oder die Preisträgerin im Gespräch am 3sat-Stand (Halle 4.1, E 108)
Samstag, 14. Oktober | 14:00–15:00 Uhr: Der Preisträger oder die Preisträgerin und Verleger im Forum Börsenverein, anschließend Signierstunde (Halle 3.1, H 85)
 
In der App der Frankfurter Buchmesse sind ebenfalls alle Termine abrufbar. Außerdem beinhaltet sie einen Themen-Rundgang zum Deutschen Buchpreis. Die App ist Anfang Oktober in den Android- und iOS-Stores verfügbar, weitere Informationen unter www.buchmesse.de/de/fbm/besuchen/online_services
 
Mit dem Deutschen Buchpreis 2017 zeichnet die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung den deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Die Preisverleihung findet am Montag, den 9. Oktober, zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt.
 
Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland. Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur übertragen die Preisverleihung im Rahmen von „Dokumente und Debatten“ im Digitalradio und als Livestream im Internet unter www.deutschlandradio.de. Interessierte können die Preisverleihung per Live-Stream auf der Webseite des Deutschen Buchpreises mitverfolgen.
 
Weitere Lesungen und Informationen: www.deutscher-buchpreis.de 
 
Der Hashtag lautet: #dbp17

Donnerstag, 28. September 17
Druckfrisch - Neue Bücher mit Denis Scheck ~ Am Sonntag, 1. Oktober 2017, um 23:35 Uhr über eine Agentin in Nordkorea und die Liebe
In der nächsten Ausgabe von „Druckfrisch" am Sonntag, 1. Oktober 2017, um 23:35 Uhr im Ersten trifft Denis Scheck den französischen Schriftsteller Jean Echenoz, der einen virtuosen Agentenroman vorgelegt hat, und die Journalistin Jana Hensel, die ihren ersten Roman über das Wesen der Liebe geschrieben hat.
Jean Echenoz: Unsere Frau in Pjöngjang

Der Autor schafft es, einen modernen Agentenroman zu schreiben - und dieses Genre damit gleichzeitig zu persiflieren. Erst auf Seite 175 erfährt die Protagonistin Constance endlich auch, was Sache ist. Sie soll als Agentin Nordkorea destabilisieren. Entführung, Observation, Mord, diplomatische Verwicklungen, verrauchte Hinterzimmer, spontaner Sex, ein Versteck auf dem Land und mysteriöse Substanzen in Einwegspritzen gehören wie selbstverständlich zum Repertoire dieser Geschichte. Realismus liegt dabei nicht im zentralen Interesse des Autors. Er betreibt ein amüsantes Spiel, voller Ironie, voll Anspielungen, er verweist, zitiert, mixt, dekonstruiert, kurz, Jean Echenoz führt lustvoll vor, wie ein postmoderner Roman funktioniert. Dass dieser aber auch höchst vergnüglich zu lesen ist, ist nicht den womöglich blutleeren Absichten eines Theoretikers zu verdanken, sondern der lebendigen Kunst dieses Autors: ein Virtuosenstück!

Jana Hensel: Keinland
Der Roman handelt von Nadja und Martin, die wohl ein Paar waren, eine Zeit lang. Oder doch nicht? Jedenfalls ist Martin jetzt weg, abgereist, zurück nach Tel Aviv, wo die beiden sich kennengelernt hatten. Nadja glaubt an die Liebe und hofft, dass alles gut wird, irgendwann, irgendwo. Sie will keinesfalls einsehen, dass manchmal auch eine Liebe ganz unmöglich sein kann. Und Martin sagt meistens nein und vielleicht einmal ja. Letztlich steht zwischen Nadja, der deutschen Frau aus Berlin, und Martin, dem Frankfurter Juden aus Tel Aviv, die Geschichte von ihren und seinen Leuten. Heißt das, Juden und Deutsche kommen nicht zusammen? Vielleicht nicht besser oder schlechter als Männer und Frauen überhaupt. Aber hier geht es nicht ums Allgemeine, sondern nur ums Individuelle. „Keinland" ist ein großes, berührendes Nachdenken über die Zeit und die Vergangenheit, über das Wesen der Liebe. Eine Hymne und ein sehr schönes, zartes, zeitgemäßes Stück Literatur.

Außerdem, wie immer, Denis Schecks Kommentar zu den Büchern auf der aktuellen „Spiegel"-Bestsellerliste (diesmal: Sachbuch). Und eine ganz persönliche Empfehlung Schecks: „Tim und Struppi" von Hergé.

Moderation: Denis Scheck; Realisation: Andreas Ammer. Redaktion: Armin Kratzert (BR), Christoph Bungartz (NDR), Matthias Morgenthaler (MDR) und Susanne Schettler (WDR).

„Druckfrisch" im Internet: DasErste.de/druckfrisch

Donnerstag, 28. September 17
Karlsruher ATOLL-FESTIVAL 2017 schließt mit über 5.000 Besuchern und einer Auslastung von rund 90 %
Zahl der verkauften Karten gegenüber 2016 mehr als verdoppelt
Gesucht: weitere Finanzierung für das Festival des Neuen Zirkus in Deutschland
Mit über 5.000 Besuchern hat das Karlsruher ATOLL-FESTIVAL für zeitgenössischen Zirkus am Sonntag, 25. September seine fulminante zweite Auflage abgeschlossen. Über 70 Künstler, 13 Compagnien und Einzelkünstler aus zehn Ländern boten in rund 30 Vorstellungen ein vielgestaltiges Bild der jungen Kunstsparte, in der unterschiedliche Kunstformen mit der Artistik als Basis zu einem neuen Theatererlebnis verschmelzen. Zu den am stärksten umjubelten Aufführungen zählten die drei Auftritte der in Frankreich basierten internationalen Compagnie XY, die drei Mal den großen Saal des Kulturzentrum Tollhaus komplett füllte. Gefeierte Publikumslieblinge waren auch die beiden französischen Clowns der Compagnie Sacékripa, die ebenso wie die schweizerisch-französische Compagnie Quotidienne und Los Galindos aus Barcelona mit ihrem eigenen Zelt angereist waren. Letztere zeigten ihr neues Stück UduL – eine von drei Deutschlandpremieren beim Festival und entstanden in Koproduktion mit dem Kulturzentrum Tollhaus.

Die Mehrzahl der Vorstellungen des fünftägigen Festivals war ausverkauft. Insgesamt registrierten die Veranstalter eine Auslastung von rund 90 Prozent. Die Zahl der verkauften Karten hatte sich gegenüber dem Vorjahr gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Dazu kamen eine Reihe kostenloser Angebote, die ebenfalls auf begeistertes Publikum stießen.

„Wir haben das letztjährige ATOLL in rundweg positiver Erinnerung, aber in diesem Jahr sind wir wirklich zu einem richtigen Festival geworden“, sagt der Tollhaus-Vorstand Bernd Belschner, der gemeinsam mit seiner Kollegin Britta Velhagen und dem Freiburger Stefan Schönfeld das ATOLL-FESTIVAL leitet. Die Resonanz beim aus dem Inland und den Nachbarländern angereisten Fachpublikum unterstrich, dass ATOLL sich bereits im zweiten Jahr beim Publikum und auch in der europäischen Neuer-Zirkus-Szene etabliert hat. Für Deutschland nimmt das Festival eine Vorreiterrolle für den neuen Zirkus ein und ist die größte ausschließlich dieser Kunstform gewidmete regelmäßige Veranstaltung. Neu in diesem Jahr waren Expertentreffs ebenso wie niederschwellige Workshop-Angebote, die jedem erlaubten, seine artistischen Fähigkeiten zu erproben.

Große Aufmerksamkeit fand das ATOLL-FESTIVAL auch bei den Medien. Finanziell unterstützt wurde das ATOLL Festival unter anderem von der Stadt Karlsruhe, von finnischen und französischen Kulturinstitutionen sowie von Privatleuten und Unternehmen. Der größte Zuschuss indes kam vom Innovationsfonds des Landes Baden-Württemberg. Da diese Förderung grundsätzlich nur einmalig an ein Projekt vergeben wird, sucht das veranstaltende Kulturzentrum Tollhaus für ATOLL 2018 neue Geldgeber.

Das ATOLL-FESTIVAL für zeitgenössischen Zirkus 2017 wurde gefördert vom Innovationsfonds Kunst des Landes Baden-Württemberg, dem Kulturamt der Stadt Karlsruhe, dem Programm SZENEfrei des Finnland-Instituts, dem Ministerium für Kultur/DGCA Frankreich sowie dem Institut Français.
Mehr Informationen: www.atoll-festival.de


Neuer Zirkus: Erstes Veranstalter-Netzwerk-Treffen im Rahmen des ATOLL-FESTIVALS Karlsruhe

Zur zweiten Ausgabe des ATOLL-FESTIVALS für zeitgenössischen Zirkus vom 20. bis 24. September 2017 hatten das veranstaltende Kulturzentrum TOLLHAUS, Chamäleon Productions aus Berlin und die Initiative Neuer Zirkus erstmals gemeinsam zu einem Veranstalter-Treffen eingeladen. Vertreterinnen und Vertreter der führenden Bühnen und Organisatoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich dem jungen Genre des neuen Zirkus widmen, kamen in Karlsruhe zusammen. Das Treffen diente dem Austausch, der engeren Vernetzung und der Planung konkreter Kooperationsmaßnahmen.


ATOLL 2017: Gruppenbild Veranstaltertreffen
© ATOLL-FESTIVAL

Unter den Teilnehmern waren neben den Gastgebern zahlreiche Veranstalter, die wie das Saarbrücker Festival Perspectives, die Flottmann-Hallen in Herne, das Kulturbüro Offenburg oder Urbanatix aus Bochum seit langem zeitgenössischen Zirkus in ihrem Programm führen – oder sich, wie beispielsweise das franz.K aus Reutlingen, in jüngerer Zeit dazu entschlossen haben. Angereist waren auch Kollegen aus dem deutschprachigen Ausland, darunter das Salzburger Winterfest oder das Festival Cirqu’aarau, die zu den ersten Adressen für zeitgenössische Zirkus-Kompagnien zählen. In Karlsruhe trafen sie auf die Akteure und Künstler zusammenfassende Initiative Neuer Zirkus.

Ziel dieses erstes Treffens war es, langfristig ein professionelles Netzwerk der Veranstalter des zeitgenössischen Zirkus im deutschsprachigen Raum zu schaffen. Im Zentrum des Austauschs standen die Erfahrungen mit dem Genre, die Möglichkeit von gemeinsamen Tourneen und Koproduktionen sowie die gemeinsame Arbeit hin zu mehr Förderung und Anerkennung dieser im Ausland längst etablierten Kunstform.
Das Veranstaltertreffen machte das große Bedürfnis nach Vernetzung und Austausch deutlich. Neben konkreten Maßnahmen wie der Erstellung eines Spielstätten-Verteilers und dem regelmäßigen Programm-Austausch haben die Teilnehmer weitere Treffen und Maßnahmen ab 2018 beschlossen. Die Zusammenkunft in Karlsruhe versteht sich als wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Neuen Zirkusproduktionen in Deutschland und der Förderung einheimischer Compagnien und Künstler.

Mittwoch, 27. September 17
Oper Frankfurt: "Opernworkshop" für Erwachsene
Unter dem Titel Opernworkshop präsentiert die Oper Frankfurt an vier ausgewählten Samstagen der laufenden Saison 2017/18 eine Veranstaltungsreihe für Erwachsene. Der erste Termin im Rahmen des Vermittlungsprogramms JETZT! Oper für Dich widmet sich Verdis Il trovatore am Samstag, dem 7. Oktober 2017, von 14.00 bis 18.00 Uhr im Opernhaus.


Oper Frankfurt: "Opernworkshop" für Erwachsene
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Was die Oper Frankfurt für ihre jugendlichen Zuschauer schon länger im Programm hat, wird seit der vergangenen Spielzeit 2016/17 unter Anleitung der Musiktheaterpädagogin Iris Winkler auch für Erwachsene angeboten: Die Teilnehmer bereiten sich in einer Art auf den Opernbesuch vor, wie sie kein Opernführer der Welt bieten kann. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, Spiellust und ein bisschen Mut zur Verwandlung sollten allerdings mitgebracht werden.

Opernfreaks und Opernneulinge, Hobbysänger/innen und CD-Sammler/innen sind herzlich eingeladen, spielerisch die Seiten zu wechseln und auszuprobieren, wie es sich anfühlt, Azucena, Fiordiligi, Vasco da Gama oder Wotan zu sein. Gemeinsam mit anderen Opernfans werden Sie an diesem Nachmittag zu einem Ensemble, das sich Szenen erspielt und mit geweiteten Ohren musikalische Passagen hört.

Und darum geht es in Il trovatore, dem im Mittelpunkt stehenden Werk des ersten Opernworkshop: Aus Rache für die vom alten Grafen Luna angeordnete Hinrichtung ihrer Mutter auf dem Scheiterhaufen stieß die Zigeunerin Azucena versehentlich ihr eigenes Kind statt den Grafensohn ins Feuer, zog jedoch den fremden Jungen unter dem Namen Manrico groß. Jahre später verliebt sich Manrico in Leonora, auf die auch der zweite Sohn des Grafen Luna ein Auge geworfen hat. Nur Azucena weiß, dass es sich bei den beiden Kontrahenten um Brüder handelt, und so geraten alle Beteiligten in einen tödlichen Strudel, an dessen Ende sich der Racheschwur der Zigeunerin auf das Fürchterlichste erfüllt.

Die weiteren Opernworkshop-Termine in der Saison 2017/18:
Mozarts Così fan tutte Samstag, 02. Dezember 2017
Meyerbeers L’Africaine (Vasco da Gama) Samstag, 10. März 2018
Wagners Das Rheingold Samstag, 14. April 2018

Jeder Opernworkshop findet von 14.00 bis 18.00 Uhr im Opernhaus statt. Treffpunkt ist die Opernpforte (hinter dem Märchenbrunnen). Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 24 Personen beschränkt.

Karten zum Preis von € 15 / ermäßigt € 8 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.

Mittwoch, 27. September 17
"Willkommen bei Carmen Nebel" live aus Hannover
Am Samstag, 30. September 2017, 20.15 Uhr, lädt Carmen Nebel ein zur ersten Ausgabe der ZDF-Show "Willkommen bei Carmen Nebel" nach der Sommerpause. Live aus Hannover präsentiert die ZDF-Moderatorin viele internationale und nationale  Gäste aus Musik und Unterhaltung und ruft auch in diesem Jahr zu Spenden zugunsten der Deutschen Krebshilfe auf.

Benny Andersson, Komponist und Gründungsmitglied des berühmten musikalischen Schwedenexports, wird nach über 30 Jahren wieder zu Gast in einer deutschen Unterhaltungs-Show sein. Benny Andersson lässt die größten Hits von ABBA wieder aufleben und plaudert über seine Verbindung zum schwedischen Königshaus.

Schlager-Queen Andrea Berg feiert ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum und präsentiert Titel aus ihrem neuen Album "25 Jahre Abenteuer Leben". Ein besonderes Jubiläum feiert in diesem Jahr auch Pop-Ikone Nena. Zu ihrem 40-jährigen Bühnenjubiläum stattet sie Carmen Nebel in ihrer Show einen Besuch ab.


Einer musikalischen Herausforderung stellen sich die Händler von "Bares für Rares", die in der großen Benefiz-Gala zugunsten der Deutschen Krebshilfe für den guten Zweck spielen. Weitere Gäste der Show zugunsten der Deutschen Krebshilfe sind unter anderen Howard Carpendale, Wencke Myhre, DJ Ötzi, Paul Potts, David Garrett, die Rocklegenden, die Prinzen und die irische Stepptanzformation Riverdance.

Mittwoch, 27. September 17
Das Broadway und West End Musical-Phänomen WICKED feiert Premiere in der Schweiz ~ Vom 15. November bis 31. Dezember 17 im Theater 11 Zürich
Das am Broadway und West End aufgeführte Musical Wicked gehört zu den weltweit populärsten und erfolgreichsten Bühnenproduktionen aller Zeiten. Wicked zog bereits über 50 Millionen Zuschauer in 15 Ländern in ihren Bann, wurde mit über 100 der wichtigsten internationalen Preisen ausgezeichnet und unlängst mit “one of the greatest musicals of all time” („eines der grossartigsten Musicals aller Zeiten“) (Daily Mail, GBR) sowie “Broadway’s biggest blockbuster” („Der grösste Kassenschlager des Broadways“) (The New York Times, USA) betitelt. Am Mittwoch, den 15. November 2017 feiert das Musical Wicked seine Premiere im Theater 11 Zürich. Bis zum 31. Dezember 2017 sind 54 Aufführungen geplant. 

Basierend auf der international hochgelobten und erfolgreichen Erzählung von Gregory Maguire, in welcher den von L. Frank Baum erdachten Geschichten und Charaktere aus der „Der Zauberer von Oz“ auf fantasievollste und geniale Weise neues Leben eingehaucht wird, erzählt Wicked die bisher verborgene Geschichte einer ungewöhnlichen aber unerschüttlichen Freundschaft zwischen zwei Schülerinnen der Zauberkunst. Ihre aussergewöhnlichen Abenteuer im Land Oz finden ihre Vollendung in der Erfüllung ihres Schicksals als Glinda The Good (Glinda Die Gute) und der Wicked Witch of the West (Die Böse Hexe des Westens).

Hinter dem, komplett in Grossbritannien produzierten Musical steht ein internationales, hochkarätiges Team von über 70 Besetzungsmitgliedern, Crewmitgliedern und Musikern, das von weiteren, in der Schweiz engagierten 20 Mitwirkenden ergänzt wird. Diese “eye-poppingly lavish show” („ins Staunen versetzende, aufwändige Produktion”) (Sunday Express, Grossbritannien) verzaubert ihr Publikum mit mehr als 350 originellen, preisgekrönten Kostümen, 140 Perücken, 244 Schuhpaaren, 110 Hüten, 125 Handschuhpaaren und 30 Masken, spektakulären Bühnenarrangements, Licht- und Projektionsinstallationen, sowie einer unglaublich und wahrlich zauberhaften Kombination aus technischer Raffinesse. 

Seine in musikalischen Noten gekrönte Poesie erhielt Wicked vom mehrfachen Grammy®- und Academy® Award-Preisträger Stephen Schwartz (Disney‘s Pocahontas, The Hunchback of Notre Dame and Enchanted) (Disney´s Pocahontas, Der Glöckner von Notre Dame und Verwünscht) und basiert auf dem Roman ‘Wicked: The Life and Times of the Wicked Witch of the West’ („Wicked: Die Hexen von Oz. Die wahre Geschichte der bösen Hexe des Westens“) von Gregory Maguire, welcher für die Bühnenproduktion von Winnie Holzman adaptiert wurde. Die Musical-Inszenierung stammt aus der Feder von Tony® Award-Preisträger Wayne Cilento, während der zweifache Tony® Award-Gewinner Joe Mantello Regie führte.

Wicked wird von einer internationalen Besetzung in englischer Sprache aufgeführt.
Die Hauptrollen:

Elphaba: Amy Ross
Glinda: Helen Woolf
Fiyero: Aaron Sidwell

Mit seinen nahezu epischen musikalischen Meisterwerken wie ‘Defying Gravity’, ‘Popular’ und ‘For Good’, hat sich dieses “magical musical” („magische Musical”) (Time Out, Grossbritannien) seine drei Tony® Awards, sechs Drama Desk Awards am Broadway, zwei Olivier Awards und zehn WhatsOnStage Awards in London, sowie ausserdem sechs Helpmann Awards in Australien und den Grammy® Award für ‘Best Musical Theater Album’ („Bestes Album in der Kategorie Musical Theater”) redlich verdient. Wicked wurde als “a breathtaking success story not witnessed since the peak years of The Phantom of the Opera” („atemberaubendste Erfolgsstory seit den glorreichsten Zeiten des Phantom der Oper”) (Washington Post, U.S.A) und “a magical mystery tour through the fantasyland of Oz” („eine verzaubernde Reise durch das fantastische Land Oz” (London Evening Standard, Grossbritannien) bejubelt.

Hinter der Produktion von Wicked stehen die namhaften Produzenten Marc Platt, Universal Stage Productions, The Araca Group, Jon B. Platt und David Stone, sowie als ausführender Produzent (Grossbritannien/Internationale Aufführungen) Michael McCabe.

Wicked wird in Zürich von Freddy Burger Management, BB Promotion GmbH und Lunchbox Productions präsentiert.

www.musical.ch/wicked  oder www.WickedWorldwide.com

Dienstag, 26. September 17
Die elfte junge bühne ist da - Das Leipziger Theater der Jungen Welt steht im Mittelpunkt der Theater-Jugendzeitschrift
Was denkt der junge Aufsteiger-Regisseur Ersan Mondtag über die Theaterszene? Welche Möglichkeiten gibt es für Theater, um dem Rechtspopulismus zu begegnen? Wie sieht der Alltag im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) am Leipziger Theater der Jungen Welt aus? Und warum sind viele Theatermenschen heute noch so leidenschaftlich abergläubisch? Um diese und andere Fragen geht es im neuen Heft der jungen bühne, das am 25. September 2017 erscheint.

Junge Buehne 2017
© Deutscher Bühnenverein

Die junge bühne wendet sich an Theaterinteressierte und –begeisterte ab 14 Jahre. Das Heft erscheint seit zehn Jahren einmal im Jahr. Es wird wesentlich von Jugendlichen mitgestaltet und stellt eine fundierte und unterhaltsame Einführung in die Welt des Theaters dar. Herausgeber ist der Deutsche Bühnenverein – Bundesverband der Theater und Orchester.

Die elfte Ausgabe der jungen bühne ist ab sofort unter www.junge-bühne.de oder per E-Mail unter info@die-junge-buehne.de kostenlos bestellbar.

Dienstag, 26. September 17
"Frankfurter Auslese" - Die neue Lesereihe im Frankfurter Theater Alte Brücke
Die neue Lesereihe „Frankfurter Auslese“ besetzt ab dem Herbst 2017 das kleine Kult-Theater Alte Brücke in Frankfurt Sachsenhausen mit packenden Geschichten.
Aus ihren psychologisch dichten Kriminalromanen, die quer durch die Szenerien der Frankfurter Stadtteile jagen, werden fünf Frankfurter Autorinnen und Autoren auf der Kleinbühne des Theaters nah am Publikum lesen und Bilder dieser Stadt entstehen lassen, die man so noch nicht gesehen hat. Es sind starke bis wehmütige Bilder, einfühlsam eingefangen wie von Flaneuren, die sie mit der voranschreitenden Lesereihe zu Lebensportraits in dieser Stadt mit ihren Gewinnern und Verlierern zusammenfügen.

Den Anfang machen am Freitag 29. September 17 die Autorinnen Sonja Rudorf und Rosa Ribas. Mit „Starken Frauen“ wie der eigenwilligen Psychotherapeutin Jona Hagen und der deutsch-spanischen Kommissarin Cornelia Weber-Tejedor brechen sie auf zu den menschlichen Abgründen in den Krimis „Alleingang “ und „Sonst ist er tot“.

Am Freitag 24. November 17 geht Pete Smith atmosphärisch auf „Spurensuche“ mit seinen Romanen „Endspiel“ und „Das Mädchen im Bethmannpark“, die sich beide an der Welt des Vergessens orientieren.

Beginn: jeweils 19.30h,
Eintritt: 12,80€ inkl. einem Getränk.

Weitere Auslese-Termine:

Freitag 27.01.2018: „Lebensbrüche“ zeichnen sich aus der Innenschau ab in „Spring“ und „Drei Worte auf einmal“ von Maria Knissel
Freitag 30.03.2018: Ein „Oster-Spezial“ mit TAB-Theaterdirektor Alexander J. Beck und Klaus Kinskis „Jesus Christus Erlöser“.
Freitag 25.05.2018: „Auswege“, die keine sind, finden  sich in „Last Exit Goetheturm“ und „Holbeinsteg“ von Ralf Schwob.

www.theater-alte-bruecke.de

Dienstag, 26. September 17
Verrückte Instrumente und Spektralfarben aus Klang ~ »Greatest Hits«, Hamburgs Festival für Zeitgenössische Musik Nr. 5
Mit einem für Ohren und Augen gleichermaßen attraktiven Programm startet am 1. November 2017 die fünfte Ausgabe der »Greatest Hits«, des Festivals für Zeitgenössische Musik in Hamburg, das Elbphilharmonie, Kampnagel und NDR das neue werk jeweils im Herbst gemeinsam veranstalten. Das Programm widmet diesmal Werk und Wirken von drei Komponisten besondere Aufmerksamkeit: Peter Eötvös, in dieser Saison Composer in Residence bei der Elbphilharmonie, Gérard Grisey, dem Godfather of Spectral music aus Frankreich, und dem eigenbrötlerischen Klangtüftler und Instrumentenbauer Harry Partch aus den USA. Die Konzerte finden auf Kampnagel statt und am letzten Tag (4. November) erstmals auch in der Elbphilharmonie.

Peter Eötvös, einer der bedeutendsten und meistaufgeführten zeitgenössischen Komponisten, ist in Hamburg insbesondere durch seine Opern »Tri Sestri« (2000), »Angels In America« (2005) und »Senza sangue« (2016) bekannt geworden, wobei er letztere auch selbst in der Staatsoper dirigierte. Bei »Greatest Hits« gestaltet Eötvös mit dem Klangforum Wien das Eröffnungskonzert mit ausschließlich eigenen Werken. Deren gewichtigstes ist »Chinese Opera« (1986), das dem Abend seinen Namen gibt. Anders als der Titel es vermuten lässt, kommt das für 42 Orchestersolisten besetzte Stück komplett ohne Gesang aus. Im ersten Teil des Abends erklingen »Shadows« (1996) mit solistischer Flöte und Klarinette sowie Live-Elektronik und die »Sonata per sei« (2006) für zwei Klaviere, drei Perkussionisten und einen Sampler (1. November, K6, 20 Uhr).

Flankiert wird der Abend von einer äußerst charmanten Installation des Klangforschungsinstituts Tempo Reale aus Florenz, das in Aufgaben und Zielsetzung dem IRCAM in Paris vergleichbar ist. »Symphony Device. Sound Theatre for Machines« heißt die live nur von einigen Klangregisseuren überwachte Performance, bei der schon recht betagte Alltagsgegenstände ein musikalisch-konzertantes Eigenleben entfalten – vom Bakelit-Telefonapparat mit mechanischer Wählscheibe über eine elektrische Kaffeemühle, einen Schwingschleifer und mehrere Nadeldrucker bis zur Höhensonne (18.30 und 22.30 Uhr).

Im Klanguniversum von Harry Partch (1901 – 1974), dem großen musikalischen Einzelgänger und Visionär eines anderen Hörens, gliederte sich die Oktave nicht in zwölf, sondern in 43 Teiltöne. Um die hörbar zu machen, baute sich Partch zwangsläufig eigene Instrumente. Das Ensemble Musikfabrik aus Köln hat einige von ihnen nachgebaut und präsentiert am 2. November (K 2, 20 Uhr) mit »Ring Around The Moon – A Dance Fantasm for Here and Now« ein Partch-Werk, das der Überlieferung zufolge in einer Vorform noch den hübschen Namen »Sonata Dementia« getragen haben soll. Das Ensemble bringt auch je eine Komposition der beiden Gegenwarts-Klangtüftler Simon Steen-Andersen (Dänemark) und Helge Sten (Norwegen) mit. Im zweiten Teil des Konzerts widmet es sich der »Monophonie« von Phillip Sollmann. Das etwa einstündige Werk verwendet Partch-Instrumente sowie weitere klingende Exotica wie Doppel-Sirene, Klangstück oder Boo. Das Stück Phillip Sollmanns, der unter dem Namen DJ Efdemin eine bemerkenswerte Parallelexistenz führt, wurde zuletzt mit großem Erfolg mehrfach bei der Ruhrtriennale 2017 aufgeführt.

Neue Musik aus Hamburg und von Hamburger Interpreten steht am dritten Festivaltag im Zentrum. Zunächst präsentieren Schüler bei der »Klangwelle« die Ergebnisse ihrer Kompositionsarbeit (kmh, 17 Uhr). Anschließend singt der NDR Chor unter der Leitung von Philipp Ahmann ein zwischen Bach und Stockhausen changierendes Programm, das bei zwei Stücken von Maurizio Kagel zudem die Mitwirkung eines Orgelpositivs und eines Baritonsaxofons verlangt (K 6, 18.30 Uhr). Zum Composer Slam ruft dann Simon Kluth, der den edlen Wettstreit um die coolste, publikumswirksamste Neue Musik des Abends auch moderiert (kmh, 20 Uhr). Nachtschwärmern empfiehlt sich anschließend der Besuch der K2, wo das Ensemble Musikfabrik Phillip Sollmanns »Monophonie« ein zweites Mal zur Aufführung bringt.

Zur ausführlichen Feier der Musik des früh verstorbenen französischen Komponisten Gérard Grisey (1946 – 1998) ziehen die »Greatest Hits« am 4. November in die Elbphilharmonie um. Ein Grisey-Präludium gestalten die Trommelkünstler von ElbtonalPercussion bereits am 2. November auf Kampnagel, wo Griseys »Tempus ex machina« auf dem Programm steht (K4, 18.30 Uhr), So richtig eintauchen in die Spektralfarben der Musik à la Grisey kann man dann zum Finale. So hat das Ensemble Resonanz unter der Leitung von Emilio Pomárico neben Werken der beiden Italiener Giacinto Scelsi und Pierluigi Billone auch Griseys Quintett »Talea« vorbereitet (Kleiner Saal, 18 Uhr). Das unbestrittene Kernstück unter den Orchesterwerken des einflussreichsten Komponisten des Spektralismus aber ist »Les espaces acoustiques«: Wie geschaffen für den Großen Saal der Elbphilharmonie, fächert sich hier peu à peu der mikrotonale Klangkosmos in seiner ganzen schillernden Pracht auf, vom Bratschensolo zu Beginn über die vollräumliche Orchestertextur bis zurück ins Kammermusikalische. Es spielt das NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Stefan Asbury. Zu später Stunde schließlich zelebrieren das Ensemble Aisthesis und Sophia Burgos (Sopran) Griseys letzte vollendete Komposition, die »Quatre chants pour franchir le seuil«, bei denen der Komponist das Zeit seines kurzen Lebens erprobte Schwellenübergangserlebnis vom rein Musikalischen im Hegelschen Sinne ins Metaphysische aufzuheben scheint. Schöner, inniger, bedeutsamer könnte die Hommage der »Greatest Hits« an Gérard Grisey kaum enden (Kleiner Saal, 22.30 Uhr).

Tagespass Mi, 1.11.: 30 EUR, Tagespass Do, 2.11.: 30 EUR, Tagespass Fr, 3.11.: 40 EUR.

Kombi-Angebot für Sa, 4.11.: Beim Kauf eines Tickets für das Konzert im Großen Saal kann ein Zusatzticket für die Konzerte im Kleinen Saal für je 10 EUR erworben werden. Einzelkarten 9 bis 42 EUR.

www.greatest-hits-hamburg.de

Dienstag, 26. September 17
Pianistin Anika Vavic entblättert russische Komponisten mit Wiener Charme
Die aus Belgrad stammende Pianistin Anika Vavic kommt nach Weimar, Mailand und Berlin. Sie wird sicher auch hier mit Werken der russischen Komponisten Schtschedrin, Schostakowitsch und Rachmaninow die Zuschauer aus den Sesseln reißen. Mit ihrem sehr eigenen Zugang, bei dem sie Doppelbödigkeit, Humor und Brüche der Werke durchleuchtet, scheut sie Ecken, Kanten, Demaskierungen genauso wenig wie große Gefühle, wenn sie kraftvoll und doch einfühlsam Partituren am Klavier erhellt.
 
In Weimar wird die Pianistin Rodion Schtschedrins Viertes Klavierkonzert spielen, das sie gemeinsam mit dem Komponisten erarbeitet hat. In ihren Augen ist es:
 
„Eine Weltreise durch die Klangfarben von Chopin, Mozart-artige Motivarbeit reduziert auf das Wesentliche, was man bei Ravel auch treffen kann, um dann zum opulenten Fest zu mutieren, in dem das Kernthema mit Kirchenglocken und Osterfest und höchster Virtuosität in den Kreml oder eine andere festliche Glaubenswiege gelangt um mit einem jubelnden Aufschrei zu enden.“
 
Nach den von ihr gestalteten Erstaufführungen unter Valery Gergiev bei den Petersburger Weißen Nächten, beim Mikkeli-Festival und beim Carinthischen Sommer in ihrer österreichischen Wahlheimat etabliert sie dieses Werk nun im Konzertgeschehen.
 
Nicht weniger frisch wird sie in Mailand Schostakowitschs Zweites Klavierkonzert als „ein Streben nach Verklärung, frei von geheuchelter Simplifizierung“ präsentieren. Diese Interpretation überzeugte bereits, z. B. in Finnland Schottland oder Belgrad wo sie als „Geschenk, das sofort unsere Neugier erweckt, mit schier unwiderstehlicher, komplexer und kapriziöser Fantasie“ (Danas) gefeiert wurde.

In Berlin steht Rachmaninows Rhapsodie über ein Thema von Paganini auf dem Programm – ein Spätwerk bei dem die Pianistin mit Mut zur Schroffheit, frei von Konventionen Spuren der Symphonischen Tänze und Dies Irae freilegt.

Die Konzerte im Überblick:
29. und 30. Oktober 2017, 19.30 Uhr, Weimar, congress centrum neue weimarhalle
Schtschedrin: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4
Anika Vavic, Klavier
Kirill Karabits, Dirigent
Staatskapelle Weimar
 
14. November 2017, 21.00 Uhr, Mailand, Università La Statale, Große Halle
Schostakowitsch: Konzert für Klavier und Orchester F-Dur op. 102
Kancheli: Sio für Klavier, Streicher und Schlagzeug
Anika Vavic, Klavier
Alessandro Crudele, Dirigent
Orchestra UniMi
 
02. und 03. Februar 2018, 20.00 Uhr, Berlin, Konzerthaus
Rachmaninow: Rhapsodie über ein Thema von Paganini
Anika Vavic, Klavier
Yutaka Sado, Dirigent
Konzerthausorchester Berlin

www.anikavavic.com

Dienstag, 26. September 17
Gefangen im System ~ Verdis »Don Carlo« feiert Premiere an der Oper Leipzig
(lifePR) - Mit Giuseppe Verdis »Don Carlo« in der Regie von Jakob Peters-Messer hebt sich am Samstag, 30. September 2017, 19 Uhr  im Opernhaus der Vorhang für die erste Premiere der Spielzeit 2017/2018. In Verdis ambitioniertester und zugleich düsterster Oper, nach Friedrich Schillers Drama »Don Karlos, Infant von Spanien«, liebt der Titelheld die französische Königstochter Elisabeth von Valois (Gal James), die aus politischen Gründen jedoch seinen Vater König Philipp II. (Riccardo Zanellato) heiraten muss. Halt findet Don Carlo (Gaston Rivero) in den humanistischen Ideen seines Jugendfreundes Marquis von Posa (Mathias Hausmann), der ihn für den Freiheitskampf des von Spanien unterdrückten Flanderns gewinnt. Als der Thronfolger öffentlich gegen die rigorose Machtpolitik seines Vaters rebelliert, kommt es zum Eklat. Vergebens opfert sich Posa für Carlo: Der König überantwortet seinen Sohn dem eigentlichen Machthaber im Land, der Heiligen Inquisition.

Regisseur Jakob Peters-Messer zeichnet in seiner Inszenierung ein engmaschiges Gewebe innerer und äußerer Zwänge, in dem sich das Machtgefüge von Politik und Religion wie eine starre Glocke über die Hoffnungen und Träume der Figuren legt. Markus Meyer, der das Leipziger Publikum zuletzt mit seiner opulenten Ausstattung zu Gounods »Der Rebell des Königs (Cinq-Mars)« begeisterte, entwirft dafür ein kafkaesk-labyrinthisches Bühnenbild, das die Abgründigkeit und Ausweglosigkeit dieses Kosmos spiegelt. Die Kostüme stammen von Sven Bindseil, der nach Erfolgsarbeiten wie »Madama Butterfly« und »Das Liebesverbot« erneut an die Oper Leipzig zurückkehrt.

Die Titelpartie wird von Gaston Rivero, einem Schüler von Plácido Domingo, interpretiert, der bereits mit Anna Netrebko und Jonas Kaufmann in Verdis »Il trovatore« auf der Bühne stand. Neben Gal James als Elisabetta feiern Rúni Brattaberg als Großinquisitor und Kathrin Göring als Prinzessin Eboli ihre Rollendebüts in dieser Inszenierung. Das Gewandhausorchester dirigiert der scheidende Stellvertretende Generalmusikdirektor Anthony Bramall. Die Einstudierung des Chores übernimmt letztmalig Chordirektor Alessandro Zuppardo, der sich nach fünf Jahren in Leipzig anschließend neuen Projekten widmen wird.

Karten (15 € – 78 €) gibt es an der Kasse im Opernhaus, unter Tel: 0341 – 12 61 261 (Mo – Sa 10:00 – 19:00 Uhr), per E-Mail:
service@oper-leipzig.de oder im Internet unter www.oper-leipzig.de.

Dienstag, 26. September 17
Ruhrtriennale: Programm-Highlights der Festivalwoche sechs
Die Finalwoche der Ruhrtriennale 2017 wartet mit drei Musikerlebnissen auf: angefangen von Ben Frosts „Konzert im Maschinenhaus“ über Beethovens Vokalkomposition „Missa Solemnis“ mit den Bochumer Symphonikern bis hin zum einzigen Deutschlandkonzert des Elektro-Avantgardisten „Arca“ in der Jahrhunderthalle Bochum, das den Abschluss der diesjährigen Festivalsaison bildet. Und eine besondere Zugabe erwartet alle Ruhrtriennale-Fans am 2.10. mit einem kostenlosen Konzert von BL!NDMAN im Refektorium. Daneben bietet die sechste Festivalwoche einige letzte Gelegenheiten, beispielsweise die Installation „Truck Tracks Ruhr – The Compilation“ zu besuchen sowie eine Vorstellung von „Cosmopolis“ oder „Kleine Seelen“ zu sehen.

Musik: Konzert im Maschinenhaus ~ Ben Frost
25.9.: 20.00 Uhr, Maschinenhaus Essen — 25 €, erm. 12,50 € www.ruhr3.com/kon
In der Musik von Ben Frost geht es um Kontrast. Genauso beeinflusst vom klassischen Minimalismus wie von Punk Rock und Heavy Metal erheben sich Frosts Gitarren-basierte Sound-Texturen wie aus dem Nichts, lassen abstrakte Formen entstehen und wieder verschwinden. Sein neues Album „The Centre Cannot Hold“ präsentiert der in Island lebende Australier als aufwändiges audiovisuelles Konzert, das er gemeinsam mit dem Berliner Licht- und Filmkünstler MFO erarbeitet.

Musik: Missa Solemnis, nach Ludwig van Beethoven; Steven Sloane, Bochumer Symphoniker
30.9.: 18.00 Uhr | 1.10.: 16.00 Uhr, Anneliese Brost Musikforum Ruhr — 20 / 30 / 40 / 50 €, erm. 10 / 15 / 20 / 25 € www.ruhr3.com/mis
Mit dem Friedensaufruf „Dona nobis pacem“ aus Beethovens „Missa Solemnis“ beschließen wir diese Ausgabe der Ruhrtriennale. Ludwig van Beethoven schuf mit der Messe eine der bis dahin ehrgeizigsten Vokalkompositionen und vertonte darin seine humanistischen Überzeugungen. Unter der musikalischen Leitung von Steven Sloane präsentieren die Bochumer Symphoniker Beethovens Komposition im neuen Anneliese Brost Musikforum in Bochum. Beide Konzerte sind bereits ausverkauft.

Teentalitarismus: The End Of Everything
30.9.: 18.00 Uhr, Refektorium, Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum — freier Eintritt, www.ruhr3.com/tee
Teentalitarismus heißt das aktuelle Jugendprojekt der Ruhrtriennale. Rund 40 Teenager aus dem Ruhrgebiet bilden seit 2015 das Nachwuchs-Produktionsbüro „Mit Ohne Alles“ und tragen jährlich mit eigenen künstlerischen Beiträgen zum Festival bei. Zum Ende der diesjährigen Spielzeit blicken die TeilnehmerInnen zurück auf ihren gemeinsamen Weg, auf eine intensive Zeit mit vielen selbstentwickelten Projekten und Formaten. Sie nehmen auf ihre ganz eigene Art und Weise Abschied – voneinander sowie von den Festival-ZuschauerInnen.

Musik: Arca
30.9.: 23.00 Uhr, Jahrhunderthalle Bochum — 30 €, erm. 15 € www.ruhr3.com/arc
Der venezolanische Musiker und Produzent Arca gilt als einer der wichtigsten Vordenker für eine Pop-Musik der Zukunft. Seine Klangwelten sind zugleich verstörend und faszinierend. Seine Bezugspunkte reichen von elektronischen Avantgardismen bis zur Club-Musik der Gegenwart. Weltruhm erlangte Arca als Produzent für Pop-Ikonen wie Kanye West oder Björk. In Zusammenarbeit mit dem Filmkünstler Jesse Kanda und der Modeschöpferin Grace Wales Bonner wird Arcas Live-Show zum audiovisuellen Gesamtkunstwerk. Das Abschlusskonzert der diesjährigen Ruhrtriennale ist gleichzeitig Arcas einziges Deutschlandkonzert.

Schauspiel: JackPott - Eine Reise zu den RuhrBühnen
1.10.: 10-22 Uhr, Startpunkt Jahrhunderthalle Bochum — 44 €, erm. 24 € www.ruhr3.com
Das Ruhrtriennale-Publikum ist eingeladen, die Theaterlandschaft Ruhr städteübergreifend zu erleben: auf einer ganztägigen Reise, die zehn Bühnen und die Ruhrtriennale für einen Tag spielerisch miteinander verbindet. BesucherInnen erwartet eine Welt der darstellenden Künste aus unterschiedlichen Perspektiven. Auf parallelen Reiserouten können sie Aufführungen in drei verschiedenen Theatern der RuhrBühnen erleben, bevor alle TeilnehmerInnen abends in die Jahrhunderthalle Bochum zurückkehren, um sich beim musikalischen Ausklang über das Gesehene auszutauschen.

Musik: BL!NDMAN
2.10.: 19.00 Uhr, Refektorium, Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum — freier Eintritt www.ruhr3.com
Kein Finale ohne Zugabe: BL!NDMAN gibt am 2.10. ein besonderes Zusatzkonzert für alle BesucherInnen der Ruhrtriennale – im Refektorium bei freiem Eintritt. Das Saxofon-Quartett wurde 1988 vom Komponisten und Saxofonisten Eric Sleichim gegründet und erweiterte mit eigenen, neuen Spielarten das Repertoire des Instruments sowie die Grenzen zu anderen Disziplinen. BL!NDMAN hat bereits an zahlreichen Theater-, Tanz- und Filmprojekten mitgewirkt und entwickelte auch die Musik für Johan Simons‘ diesjährige Regiearbeit „Cosmopolis“.

Letzte Gelegenheiten in der Finalwoche:
Installation: Truck Tracks Ruhr – The Compilation, Rimini Protokoll, loekenfranke, Urbane Künste Ruhr

25.-30.9.: 13.00-21.00 Uhr, Mischanlage Welterbe Zollverein — freier Eintritt www.ruhr3.com/tru
Die Installation „Truck Tracks Ruhr – The Compilation“ ist seit der Eröffnung der Ruhrtriennale 2017 in der Mischanlage der Zeche Zollverein in Essen bei freiem Eintritt zu sehen. Die Produktion von Urbane Künste Ruhr nach einem Konzept von Rimini Protokoll und loekenfranke ist eine audio-visuelle Gesamtkomposition aller sieben Alben des Erfolgsprojekts „Truck Tracks Ruhr“: Auf sieben Leinwänden werden die künstlerischen Perspektiven auf 49 verschiedene Orte im Ruhrgebiet zu einer audiovisuellen Landschaft.

Musiktheater / Uraufführung: Cosmopolis, nach Don DeLillo; BL!NDMAN, Johan Simons
28.-30.9.: 20.00 Uhr, Halle 4, Jahrhunderthalle Bochum — 20 / 35 / 50 / 65 €, erm. 10 / 17,50 / 25 / 32,50 € www.ruhr3.com/cos
Die letzte Regiearbeit von Johan Simons als Intendant der Ruhrtriennale feierte am 22.9. Weltpremiere. „Cosmopolis“, nach dem gleichnamigen Roman von Don DeLillo, nimmt das Publikum mit auf eine schicksalhafte Fahrt durch Manhattan mit einem Finanzspekulanten, der nicht nur sein gesamtes Kapital aufs Spiel setzt. Simons verbindet das Thema des globalen Hyperkapitalismus mit Fragen nach individueller Haltung. Musikalisch setzt Eric Sleichims Kollektiv BL!NDMAN die Motivik in bekannten und neuen Kompositionen für vier Saxofone und Live-Elektronik um.

Schauspiel / Neuinszenierung: Kleine Seelen, nach Louis Couperus; Ivo van Hove
28.-30.9.: 19.30 Uhr, Maschinenhalle Zeche Zweckel — 20 / 30 / 40 €, erm. 10 / 15 / 20 € www.ruhr3.com/kle
Regisseur Ivo van Hove beendet in dieser Spielzeit seine Schauspiel-Trilogie und wählt zum dritten Mal einen Roman von Louis Couperus als Vorlage für seine Inszenierung. „Kleine Seelen“ erzählt die Geschichte einer bürgerlichen Familie aus Den Haag, die sich nach dem Wegzug aus der Stadt neuen Lebensverhältnissen anpassen muss. Alle leiden scheinbar ausweglos unter den Konsequenzen vergangener Entscheidungen. Doch nach und nach entwickeln diese „Kleinen Seelen“ – für sich allein und gemeinsam – ein anderes Selbst-Verständnis und eine neue Welt-Sicht.
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www.ruhrtriennale.de 

Montag, 25. September 18
Spielzeitbeginn am Theater Magdeburg


Verdis »Aida« in Magdeburg
Sie gilt als pompöse Ausstattungsoper: Mit »Aida« inszeniert der Operndirektor des Royal Opera House Covent Garden, Oliver Mears, erstmals auf dem europäischen Kontinent. Giuseppe Verdis Oper feiert am Sa. 21. 10. 2017, 19.30 Uhr im Opernhaus Premiere.
In der Titelrolle ist die gebürtige Kroatin Kristina Kolar erstmals in Magdeburg zu erleben. In Deutschland sang sie bisher höchst erfolgreich am Theater Freiburg. Ebenfalls Debütant in Magdeburg ist der amerikanische Tenor Marc Heller als Radamès, eine Partie, die er zuletzt u.a. in der Londoner Royal Albert Hall sang. Ebenfalls zum ersten Mal in Magdeburg ist der rumänische Bariton Lucian Petrean in der Partie des Amonasro zu hören. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des 1. Kapellmeisters des Theaters Magdeburg, Svetoslav Borisov.

Schauspieldirektorin Cornelia Crombholz startet bereits am Fr. 29. September, 19.30 Uhr, im Schauspielhaus mit ihrer Inszenierung der »Trilogie der Verfluchten«, den drei Tragödien »Ödipus«, »Sieben gegen Theben« und »Antigone«.  Nur einen Tag später, am Sa. 30. September, 19.30 Uhr, im Studio des Schauspielhauses, bringt Jan Koslowski seine Stückentwicklung »Hello. It's me Democracy« zur Uraufführung.

Erst die Antike, dann die Gegenwart – und nun die jüngere Vergangenheit, die aktueller denn je erscheint: Mit »Vor dem Ruhestand« von Thomas Bernhard, in der Inszenierung von Susanne Lietzow, feiert am Sa. 7. 10. 2017, 19.30 Uhr, auf der Bühne des Schauspielhauses das dritte Werk dieser noch neuen Spielzeit Premiere, das um das Verhältnis der Gesellschaft zur Demokratie kreist.

Sie gehört weltweit zu den absoluten Kultkomödien: »Kunst« von Yasmina Reza. Nun kommt das 1994 uraufgeführte Stück in der Inszenierung von David Schliesing ans Theater Magdeburg und feiert am Fr. 13. 10. 2017, 19.30 Uhr im Studio des Schauspielhauses Premiere.

Das vollständige Programm mit Ballett, Kindertheater und Konzerten findet sich unter www.theater-magdeburg.de .

Montag, 25. September 18
Oper Frankfurt: I Hear America Singing ~ Erste Kammermusik im Foyer der Spielzeit 2017/18
Vor dem Hintergrund der kürzlich erfolgten ersten und letzten Wiederaufnahme der Oper Vanessa von Samuel Barber (1910-1981) – lädt die Oper Frankfurt zur ersten Kammermusik im Foyer der Spielzeit 2017/18 unter dem Titel I Hear America Singing am Sonntag, dem 1. Oktober 2017, um 11.00 Uhr ins Holzfoyer der Oper Frankfurt ein.


Ewazen Trio und Nathaniel Webster (2. v.l.)
© Lydia Blum

Auf dem Programm steht Musik von Samuel Barber und weiterer amerikanischer Komponisten wie Paul Bowles (1910-1999), Leonard Bernstein (1918-1990) und Anthony Plog (*1947) sowie des Namengebers des ausführenden Trios, Eric Ewazen (*1954).
Bestritten wird die Matinee durch das aus Mitgliedern des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters und einem Gast bestehende Ewazen Trio mit Markus Bebek (Trompete), Jeroen Mentens (Posaune) und Tobias Hartlieb (Klavier). Ergänzt wird dieses Ensemble durch das ehemalige Ensemblemitglied der Oper Frankfurt, Nathaniel Webster (Bariton und Rezitation).
Karten zum Preis von € 13 / ermäßigt € 6,50 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) sind an den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 - 212 49 49 4 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich.

Samstag, 23. September 17
Hessischer Film- und Kinopreis: Ulrich Tukur erhält Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten
Neuer Newcomerpreis geht an Jasna Fritzi Bauer - Cassandra Steen tritt auf, Jochen Schropp moderiert Frankfurt/Wiesbaden
Der hessische Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat gestern die ersten Nominierungen und den Ehrenpreisträger des diesjährigen Hessischen Film- und Kinopreises vorgestellt. Bei der Gala am 13. Oktober dürfen sich die Gäste auf den Moderator Jochen Schropp sowie zahlreiche Film- und Fernsehstars freuen. Als Musik-Act erwartet die Gäste eine glänzende Eröffnung der Stage Musical School Frankfurt und ein Showbeitrag von Cassandra Steen. Zudem wird erstmals der Newcomerpreis verliehen.

Fester Bestandteil der deutschen Filmszene
Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Der Hessische Film- und Kinopreis ist zu einem festen Bestanteil der deutschen Filmszene geworden. Darauf sind wir stolz. Ich freue mich sehr, dass in diesem Jahre wieder bekannte Persönlichkeiten zugesagt haben, wie unsere beiden Jury-Mitglieder Nina Kronjäger und Florian Bartholomäi, aber auch David Rott, Max Giermann, Anna Fischer und noch einige mehr. Ebenso freue ich mich natürlich auf die vielen Filmschaffenden, die für das nationale und internationale Ansehen des Filmstandortes Hessen stehen.“

Karriere in Deutschland und Hollywood
Den Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten 2017 erhält Ulrich Tukur. Der 60 Jahre alte, im hessischen Viernheim geborene Schauspieler ist dem Publikum aus vielfach preisgekrönten Kino- und Fernsehfilmen bekannt. Er gilt als einer der renommiertesten Filmschauspieler seiner Generation in Deutschland.

Ulrich Tukur begann seine Schauspielkarriere nach dem Studium bei den Städtischen Bühnen Heidelberg. Es folgten zahlreiche Engagements an Theatern in Hamburg und Berlin, 1986 wurde er von den deutschen Theaterkritikern zum Schauspieler des Jahres gekürt. Auch in Hollywood kam er gut an: 2002 spielte er an der Seite von George Clooney im Science-Fiction-Film „Solaris“. In Deutschland brillierte Turkur in Florian Henckel von Donnersmarcks oscarprämiertem Meisterwerk „Das Leben der Anderen“ in der Rolle eines Oberstleutnants der DDR-Staatssicherheit.

Tukur begeistert mit Vielseitigkeit
Seit 2010 ermittelt Tukur als Kommissar Felix Murot im Wiesbadener Tatort. Besonderen Erfolg feierte die Episode „Im Schmerz geboren“: Sie bediente sich bei klassischen Theaterelementen, stellte Parallelen zu Tarantino und Shakespeare her und begeisterte sowohl das Publikum als auch die Kritiker. Es war vor allem Tukurs Kunst zu verdanken, dass der Film die „Goldene Kamera“ und den „Grimme-Preis“ erhielt.

Seine Entscheidung begründet Ministerpräsident Volker Bouffier wie folgt: „Seit Jahrzehnten weiß Ulrich Tukur in unzähligen Rollen mit der Vielseitigkeit in seiner Schauspielkunst zu begeistern. Dabei liegt es auf der Hand, dass er als gebürtiger Hesse auch in die Rolle des hessischen Tatort-Kommissars Felix Murot ‚geschlüpft‘ ist. Zahlreiche große Filmproduktionen dokumentieren Tukurs großartige Schauspielkarriere und nicht zuletzt in ,Grzimek‘ – womit wir wieder in Hessen sind – demonstrierte er wiederholt, wie eindrucksvoll und feinsinnig er sich in die Charaktere, die er vor der Kamera verkörpert, hineinversetzen kann. Und damit nicht genug: Nicht nur auf der Schauspielbühne oder vor dem Filmset hat er in den letzten Dekaden brilliert, auch als Musiker, Sänger, Pianist und Akkordeon-Spieler hat er sich erfolgreich hervorgetan. Somit ist Ulrich Tukur ein Allrounder, stets sicher im Takt und nichts bringt ihn dabei aus dem Rhythmus.“

Der Hessische Film- und Kinopreis ist in diesem Jahr mit insgesamt 192.500 Euro dotiert.

Newcomerpreis wird erstmals vergeben
Der erstmals vergebene, mit 7.500 Euro dotierte Newcomerpreis geht an Jasna Fritzi Bauer. Sie wurde 1989 in Wiesbaden geboren und gehörte zuerst dem Jugendclub und später dem Ensemble des Hessischen Staatstheaters an. Ihre Schauspielausbildung absolvierte sie an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Von 2012 bis 2015 stand sie am Wiener Burgtheater auf der Bühne. Im Jahr 2013 war sie für ihre Rolle in Bettina Blümners Drama „Scherbenpark“ als „Beste Schauspielerin“ für den Hessischen Fernsehpreis nominiert

Jasna Fritz Bauer beweist in ihren Porträtrollen immer wieder Feingefühl für provokante Charaktere – etwa die am Tourette-Syndrom leidende Eva in ihrem Kinodebüt „Ein Tick anders“, als suizidgefährdete Charleen in der Tragikomödie „About a Girl“ oder als Nazi-Mädchen Vera im Frankfurter Tatort „Land in dieser Zeit“. Auch ihre Darstellung des schrägen Berliner Görs Mifti in ihrem Spielfilmdebüt „Axolotl Overkill“ überzeugte Publikum und Kritiker.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Jasna Fritzi Bauer ist eine der ausdrucksstärksten und begehrtesten Jungschauspielerinnen ihrer Generation. Ihre Darstellung von problematischen Jugendlichen sucht ihresgleichen. Mit großer Spielfreude und mitreißender Energie weckt sie Empathie beim Zuschauer und überzeugt sofort mit ihrem Spiel. Ich freue mich, eine so talentierte junge Schauspielerin mit unserem neuen Newcomerpreis auszeichnen zu können.“

Das sind die Nominierten für den Filmpreis
In der Kategorie Hessischer Filmpreis – Spielfilm sind nominiert:

Vorwärts immer (Regie: Franziska Maletzky)
Nur Gott kann mich richten (Regie: Özgür Yildirim)
Ostwind – Aufbruch nach Ora (Regie: Katja von Garnier)

In der Kategorie Hessischer Filmpreis – Dokumentarfilm sind nominiert:
Wunder der Wirklichkeit (Regie: Thomas Frickel)
Moritz Daniel Oppenheim (Regie: Isabel Gathof)
A Gravame - Das Stahlwerk, der Tod, Maria und die Mütter von Tamburi (Regie: Peter Rippl)
Die Nominierungen in beiden Kategorien sind mit je 5.000 Euro dotiert.

Das sind die Nominierten für den Fernsehpreis
In der Kategorie Hessischer Fernsehpreis – Beste Schauspielerin sind nominiert:

Corinna Harfouch für ihre Leistung im Fernsehfilm „Viel zu nah“ (ARD) 2017, Regie: Petra K. Wagner
Tijan Marei für ihre Leistung im Fernsehfilm „Ellas Baby“ (ARD) 2017, Regie: David Dietl
Caroline Peters für ihre Leistung im Ferns „Kalt ist die Angst“ (ARD) 2017, Regie: Benno Kürten

In der Kategorie Hessischer Fernsehpreis - Bester Schauspieler sind nominiert:
Jens Harzer für seine Leistung im Fernsehfilm „Tatort - Amour fou“ (ARD) 2017, Regie: Vanessa Jopp
Ernst Stötzner für seine Leistung in der Fernsehserie „Charité“ (ARD) 2017, Regie: Sönke Wortmann
Manfred Zapatka für seine Leistung im Fernsehfilm „Sanft schläft der Tod“ ARD 2017, Regie: Marco Kreuzpaintner
Die Nominierungen für den Hessischen Fernsehpreis sind undotiert.

Hervorragende Filmförderung in Hessen
„Eine Preisverleihung zeigt nicht nur die Bandbreite schauspielerischen Könnens und herausragende Regie-Arbeit. Sie demonstriert gleichzeitig den Erfolg guter Förderung, die zu außergewöhnlichen Projekten führt. Gerade im letzten Jahr hat die Hessische Landesregierung entscheidende Schritte unternommen, um Hessens als Filmstandort weiter auszubauen. So wurden die Förderbedingungen angepasst, die Aufnahme Hessens im Länderverbund der großen Filmförderer „Focus germany“ ist gelungen, eine besondere Nachwuchsförderung wurde eingeführt und schließlich wurden auch mehr Filmfördermittel zur Verfügung gestellt. Die Filmförderung liegt in Hessen somit inzwischen bei rund 10 Millionen Euro“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

HR bringt Sondersendung
Der Hessische Rundfunk strahlt am Sonntag, dem 15. Oktober 2017, um 19 Uhr eine  30-minütige Sondersendung mit dem Titel „Die hessischen Oscars - der Hessische Film- und Kinopreis 2017“ aus. Die Moderatoren Monika Kullmann und Holger Weinert führen Interviews mit den Nominierten, den Siegern, dem musikalischen Stargast und berichten auch von der Party danach.

www.hessischer-filmpreis.de

Samstag, 23. September 17
„ttt - titel thesen temperamente" am Sonntag
„ttt - titel thesen temperamente" (NDR) kommt am Sonntag, 24. September 2017, um 23:00 Uhr im Ersten. Die geplanten Themen:

Wenn Computer Verbrechen vorhersagen! Der furchterregende Dokumentarfilm „Pre-crime"
Von wegen Science-Fiction-Szenario! Es ist längst Realität, dass mit Hilfe von Computern vorhergesagt wird, wann und wo ein Verbrechen stattfindet - und auch noch von wem. Somit werden Menschen vorab in gut und böse eingeteilt, mit zum Teil erschütternden Konsequenzen für ihr ganzes Leben. Gelebte Praxis in Chicago, London und auch in München. Die Methode nennt sich „Predictive Policing": Geheime Algorithmen errechnen nach bestimmten Mustern anhand von Metadaten ihre Prognosen. Die Filmemacher Monika Hielscher und Matthias Heeder zeigen in ihrem Dokumentarfilm „Pre-crime" die unterschiedlichen Technologien - und wie sehr diese einst utopischen Kontrollszenarien immer mehr in unser Leben eindringen. Faszinierend und furchterregend zugleich." Ttt" fragt: Wo endet der Schutz der Bevölkerung und wo beginnt „Big Data"? (Premiere auf dem Hamburger Filmfest am 8. Oktober, Filmstart 12. Oktober.)

Deutschland hat gewählt! Der Historiker Pierre Rosanvallon über den Bedeutungsverlust der Parlamente
Ein jeder hat an diesem Wahlsonntag die demokratische Pflicht zu wählen. Regierungen werden hierzulande durch den Wählerwillen legitimiert - doch gleichzeitig steigt das Misstrauen des Wahlvolkes gegenüber den etablierten Mächten. Und der französische Historiker Pierre Rosanvallon geht sogar noch weiter: Er fragt in seinem neuen Buch „Die Gegen-Demokratie", ob in diesem „Zeitalter der Misstrauens" die Parlamente wirklich noch die Institutionen sind, um die Mächtigen zu kontrollieren. Er meint, dass funktionierende Demokratien außerparlamentarische Bewegungen brauchen - eine „Gegen-Demokratie", getragen von bürgerschaftlichem Engagement. „ttt" spricht mit Rosanvallon über seine Thesen.

Vakuum in Berlins Mitte? Neue Volten in der Debatte um das Humboldt Forum
Kaum ein Tag vergeht, an dem es nicht eine neue Überlegung, Äußerung oder Forderung zur Ausgestaltung des Humboldt Forums in Berlin gibt. Drei Gründungsintendanten, ein Beirat, der Bund, das Land Berlin - sie alle reden mit. Wahrscheinlich in bester Absicht in Berlins historischer Mitte, im rekonstruierten Berliner Schloss „mehr als ein Museum" zu gestalten, wie es in der Hochglanzbroschüre der Stiftung Humboldt Forum heißt. „ttt" versucht eine Erklärung der verworrenen Lage und spricht mit den Beteiligten.

Keine einfachen Erklärungen! Die Journalistin Souad Mekhennet über den Dschihad
Für sie gibt es keine einfachen Erklärungen - und erst recht nicht über den Dschihad. Die Journalistin Souad Mekhennet reist zu den Gotteskriegern, berichtet seit Jahren aus einer Welt aus Hass und Finsternis, die sich immer mehr ausbreitet. Sie erzählt von den Menschen, die in dieser Welt leben - und vor allem von Menschen, die diesen Welten geopfert werden. Jetzt hat sie ihre Erfahrungen in einem Buch zusammengefasst: „Nur wenn Du allein kommst". „ttt" trifft Souad Mekhennet und spricht mit ihr über ihre Einsichten in die Welt des Dschihad.

Internationale Jazz-Power aus Hamburg! Das „Tingvall Trio"
Der Pianist kommt aus Schweden, der Schlagzeuger aus Deutschland, der Bassist aus Kuba, aber begonnen hat alles in einem kleinen Club im Hamburger Hafen. Hier hatten die Musiker des Tingvall Trios vor 15 Jahren ihre ersten gemeinsamen Auftritte. Inzwischen füllen sie die Elbphilharmonie, und die aktuelle CD „Cirklar" hat es bis in die Pop-Charts geschafft. Martin Tingvall, Jürgen Spiegel und Omar Rodriguez Calvo machen Jazz-Musik nicht nur für Jazz-Fans. Inspiration findet das Trio auch bei klassischer Musik, Volksliedern oder Filmmusik. Jetzt gehen die Musiker auf internationale Tournee, im November werden sie auch in Norddeutschland spielen. „ttt" trifft das Trio vorab in der Garderobe Elbphilharmonie - wo sie eine extra Jam-Session hinlegen.

Moderation: Max Moor, Redaktion: Edith Beßling, Christine Gerberding, Niels Grevsen (NDR)

www.DasErste.de/ttt

Freitag, 22. September 17
Staatstheater Wiesbaden: Attraktive Angebote auf ausgewählte Vorstellungen zum Wiesbadener Stadtfest 2017
Das Hessische Staatstheater Wiesbaden bietet zum Wiesbadener Stadtfest am Samstag, den 23. und Sonntag, den 24. September den Besucherinnen und Besuchern attraktive Angebote auf ausgewählte Vorstellungen an, die an der Theaterkasse erhältlich sind.

Am Informationsstand des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden am Warmen Damm am Samstag ab 10 Uhr erhalten Interessierte Auskunft über das Programm der laufenden Spielzeit und können an einem Gewinnspiel teilnehmen.

Angebote der Theaterkasse

»2 für 1«

An der Theaterkasse sind zwei Tickets zum Preis von einem für alle Vorstellungen in jeder Preiskategorie der beiden Opernproduktionen »Der Liebestrank« und »Schönerland« erhältlich.


Themenpakete »Happy End« und »Einstiegsdroge«
An der Theaterkasse sind außerdem zwei Themenpakete erhältlich, die unterschiedliche Vorstellungen beinhalten. Die Vorstellungen sind 25 Prozent günstiger als im Einzelkauf.

Themenpaket »Happy End«
»Die Zauberflöte« - Do, 21. Dezember 2017, 19.30 Uhr
»Cosi fan tutte« - Sa, 24. Februar 2018, 19.30 Uhr
Ballett »Kreationen« - So, 22. April 2018, 19.30 Uhr
»Jesus Christ Superstar« - Fr, 22. Juni 2018, 19.30 Uhr

Themenpaket »Einstiegsdroge«
»Jesus Christ Superstar« - Sa, 18. November 2017, 19.30 Uhr
»Die Zauberflöte« - Do, 4. Januar 2018, 19.30 Uhr
»Otello« - So, 4. März 2018, 19.30 Uhr

Öffnungszeiten der Theaterkasse:
Samstag, 23. September, 10 bis 14 Uhr und 18.30 bis 19.30 Uhr
Sonntag, 24. September, 11 bis 13 Uhr und 18.30 bis 19.30 Uhr

www.staatstheater-wiesbaden.de

Freitag, 22. September 17
Sony Classical: Neuigkeiten im Oktober 17
Juan Diego Flórez mit seinem ersten Mozart-Album, Yo-Yo Ma spielt Brahms und Reinhard Goebel hat sich nach dreißig Jahren wieder die Brandenburgischen Konzerte vorgenommen. Auch Christian Gerhaher sieht die Schöne Müllerin wieder neu. Dies – und noch mehr – sind die Themen der Oktober-Veröffentlichungen.

Sony Künstler beim ECHO Klassik
Das ZDF gab bekannt, welche Künstler bei der Verleihung des ECHO Klassik am 29. Oktober in der Elbphilharmonie im Rahmen der Fernseh-Show auftreten werden. Mit dabei ist Jonas Kaufmann, der für sein Album „Dolce Vita“ als „Bestseller des Jahres“ ausgezeichnet wird. Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker werden bei der TV-Übertragung ebenfalls teilnehmen, sowie die beiden Nachwuchspreisträger: die Sopranistin Pretty Yende und der Pianist Lucas Debargue.

NEUVERÖFFENTLICHUNGEN IM OKTOBER:

Yo-Yo Ma / Emanuel Ax / Leonidas Kavakos: Brahms - The Complete Piano Trios

Johannes Brahms (1833-1897)
CD 1: 1-4 Klaviertrio Nr. 2 in C-Dur op. 87
CD 2: 1-4 Klaviertrio Nr. 3 in c-Moll op. 101 / 5-8 Klaviertrio Nr. 1 in B-Dur op. 8   
Emanuel Ax (Klavier)
Leonidas Kavakos (Violine)
Yo-Yo Ma (Violoncello)
Das bewährte, schon legendäre Kammermusikduo von Cellist Yo-Yo Ma und Pianist Emanuel Ax wird erstmals ergänzt von Geiger Leonidas Kavakos.
VÖ: 15.09., CD-Nr.: 88985407292, Sony Classical

Juan Diego Flórez: Mozart
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
1. Idomeneo: “Fuor del mar”
2. Die Zauberflöte: “Dies Bildnis ist bezaubernd schön”
3. Il re pastore: “Si spande al sole in faccia”
4. Don Giovanni: “Il mio tesoro”
5. La clemenza di Tito: “Del più sublime soglio”
6. La clemenza di Tito: “Se all’impero, amici Dei”
7. Così fan tutte: 7 “Un’aura amorosa”
8. Die Entführung aus dem Serail: “Ich baue ganz auf deine Stärke”
9. Don Giovanni: “Dalla sua pace”
10. “Misero! O sogno ... Aura che intor no spiri” K 431 (425 b)
Juan Diego Flórez (Tenor)
Orchestra la Scintilla
Riccardo Minasi (Dirigent)
Auf seinem ersten Mozart-Album demonstriert der peruanische Tenor seine ganz sängerische Souveränität – mit ungewöhnlichen Verzierungen, die die barocken Wurzeln Mozarts vergegenwärtigen, sowie auch mit sublimer Expressivität.
VÖ. 06.10., CD-Nr.: 88985430862, Sony Classical

Pretty Yende: Dreams
1. Charles Gounod (1818-1893): Roméo et Juliette - Je veux vivre
2. Gaetano Donizetti (1797-1848): Lucia di Lammermoor - Eccola! Oh, giusto cielo!... Il dolce suono
3. Gaetano Donizetti: Lucia di Lammermoor - Ohimè! Sorge il tremendo fantasma... Ardon gli incensi
4. Gaetano Donizetti: Lucia di Lammermoor - S'avanza Enrico!
5. Gaetano Donizetti: Lucia di Lammermoor -  Spargi d'amaro pianto
6. Gaetano Donizetti: Linda di Chamounix - Ah! Tardai troppo
7. Vincenzo Bellini (1801-1835): La Straniera (Alaide) - Sono all’ara
8. Vincenzo Bellini: La Straniera - Vaneggia... Il passo sgombrisi...
9. Vincenzo Bellini: La Straniera - Chi veggio? La regina!
10. Giacomo Meyerbeer (1791-1864) : Dinorah  - Ombre légère
11. Vincenzo Bellini: La Sonnambula - Oh, se una volta sola
12. Vincenzo Bellini: La Sonnambula - Ah! Non credea mirarti
13. Vincenzo Bellini: La Sonnambula - Ah! Non giunge uman pensiero
Pretty Yende (Sopran)
Orchestra Sinfonica e Coro Giuseppe Verdi di Milano
Giacomo Sagripanti (Dirigent)
Das zweite Album der Sopranistin und ECHO Klassik-Preisträgerin stellt Belcanto-Arien von Bellini, Gounod, Meyerbeer vor, sowie – zentral – die Wahnsinnsarie aus Lucia di Lammermoor, mit der die junge Südafrikanerin mittlerweile an allen großen Häusern von der MET bis zur Scala das Publikum begeistert.
VÖ. 27.10., CD-Nr.: 88985430152, Sony Classical

Christian Gerhaher: Schubert - Die schöne Müllerin
Franz Schubert (1797-1828)
1. Der Dichter, als Prolog
2. Das Wandern
3. Wohin?
4. Halt!
5. Danksagung an den Bach
6. Am Feierabend
7. Der Neugierige
8. Das Mühlenleben
9. Ungeduld
10. Morgengruß
11. Des Müllers Blumen
12. Tränenregen
13. Mein!
14. Pause
15. Mit dem grünen Lautenbande
16. Der Jäger
17. Eifersucht und Stolz
18. Erster Schmerz, letzter Scherz
19. Die liebe Farbe
20. Die böse Farbe
21. Blümlein Vergissmein
22. Trockene Blumen
23. Der Müller und der Bach
24. Des Baches Wiegenlied
25. Der Dichter, als Epilog
Christian Gerhaher (Bariton)
Gerold Huber (Klavier)
Die schöne Müllerin – revisited: Rund 20 Jahre nach seiner aufsehenerregenden ersten Einspielung geht Christian Gerhaher (und Gerold Huber) mit veränderter Perspektive wieder an den Zyklus – und verändert unseren Blick. Komplettiert mit den unvertonten Gedichten, die der Bariton selbst vorträgt.
VÖ: 06.10., CD-Nr.: 88985427402, Sony Classical

Lucas Debargue: Schubert & Szymanowski
Franz Schubert (1797-1828)
1-3 Klaviersonate in a-Moll D.784
4-6 Klaviersonate in a-Moll D.664
Karol Szymanowski (1882-1937)
7-9 Klaviersonate Nr. 2 in A-dur op. 21
Lucas Debargue (Klavier)
Zwei der etwas weniger geläufigen Klaviersonaten Schuberts, nämlich D 664 in A-Dur und D 784 in a-Moll stehen im Zentrum des neuen Studiorecitals von ECHO Klassik-Preisträger Lucas Debargue. Kontrastiert werden diese von der zentralen Zweiten Sonate von Karol Szymanowski, über die Debargue sagt: „Sie ist technisch und intellektuell extrem anspruchsvoll. Doch das Publikum liebt es, denn die Musik ist zwar komplex, vermittelt aber eine herrlich klare Botschaft“. VÖ: 27.10., CD-Nr.: 88985465632, Sony Classical

Teodor Currentzis / MusicAeterna: Tchaikovsky - Symphony No. 6
Gerade in Salzburg gemeinsam mit Peter Sellars für seine neue Sicht auf Mozarts La Clemenza di Tito gefeiert, präsentiert der Dirigent der Stunde mit dem Orchester MusicAeterna seinen ganz eigenen Blick auf Tschaikowskys Pathetique. Nachdem er bereits mit Patricia Kopatchinskaja das Violinkonzert neu beleuchtet hatte. VÖ: 27.10., CD-Nr.: 88985404352, Sony Classical

Teodor Currentzis: Mozart - Le nozze
di Figaro / Così fan tutte / Don Giovanni
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
CD 1-3: Le nozze di Figaro
CD 4-6: Così fan tutte
CD 7-9: Don Giovanni
Die drei Gesamteinspielungen der drei Mozart/da Ponte-Opern mit Teodor Currentzis, dem „gerade am heißesten gehandelten Dirigenten“ (Tagesspiegel), und seinem Orchester und Chor Musicaeterna mit Gesangsstars wie Simone Kermes, Kenneth Tarver und Christina Gansch gemeinsam auf insgesamt 9 CDs mit vollständigen Libretti. VÖ: 06.10., CD-Nr.: 88985413432 (9-CDs), Sony Classical

Olga Scheps: Tchaikovsky
Peter I. Tschaikowsky (1840-1893)
1-3 Klavierkonzert Nr.1 in b-Moll Op.23
4 Die Jahreszeiten: Oktober
5 Die Jahreszeiten: November
6 Chanson Triste
7-13 Nussknacker-Suite (arrangiert für Solo-Klavier von Mikhail Pletnev)
Olga Scheps (Klavier)
WDR Sinfonieorchester Köln
Carlos Dominguez-Nieto
Olga Scheps, Pianistin mit russischen Wurzeln, ringt dem vielgespielten Tschaikowsky Klavierkonzert Nr. 1 neue, bewegende Seiten ab und zeigt auch in der hals-, respektive fingerbrecherischen Nußknacker-Bearbeitung ihre Sensibilität und ihre Virtuosität. VÖ: 20.10., CD-Nr.: 88985470102, Sony Classical

Reinhard Goebel / Berliner Barock Solisten: Brandenburg Concertos
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
CD 1
1-4 Brandenburgisches Konzert Nr. 1 in F-Dur BWV 1046
5-7 Brandenburgisches Konzert Nr. 2 in F-Dur BWV 1047
8-9 Brandenburgisches Konzert Nr. 3 in G-Dur BWV 1048
10 Ich liebe den Höchsten von ganzem Gemüte BWV 174: I. Sinfonia

CD 2
1 Am Abend aber desselbigen Sabbats BWV 42: I. Sinfonia
2-4 Brandenburgisches Konzert Nr. 4 in G-Dur BWV 1049
5-7 Brandenburgisches Konzert Nr. 5 in D-Dur BWV 1050
8-10 Brandenburgisches Konzert Nr. 6 in B-Dur BWV 1051
Berliner Barock Solisten
Reinhard Goebel (Dirigent)
Dreißig Jahre nach seiner vieldiskutierten ersten Einspielung, wirft Reinhard Goebel als Dirigent mit den Berliner Barock Solisten nun einen neuen, weiterhin aufmüpfigen, wie souveränen Blick auf die Brandenburgischen Konzerte. Beim Sechsten Konzert ergänzt Nils Mönkemeyers Viola das Ensemble. VÖ: 06.10., CD-Nr.: 88985361112 (2 CDs), Sony Classical
 
Gábor Boldoczki: Bohemian Rhapsody
Johann Baptist Georg Neruda (1707 - 1780)               
1-3 Konzert für Corno di caccia, Streicher und B. c. in Es-Dur (Bearbeitung für Trompete, Streicher und B.c.)
Carl Ditters von Dittersdorf (1739 - 1799)               
4-6 Konzert für Oboe und Orchester in D-Dur, L25b (Bearbeitung für Trompete und Orchester)
Antonín Dvorák (1841 - 1904)                  
7 Zigeunerlieder, op. 55, Nr. 4 (Bearbeitung von Péter Erdélyi für Flügelhorn und Streicher)
Johann Nepumuk Hummel (1778 - 1837)                  
8 Introduction, Thema und Variationen für Oboe in f-Moll, op. 102 (Bearbeitung für Trompete und Orchester)
Johann Baptist Vanhal (1793 - 1813)                  
9-11 Konzert für Kontrabass und Orchester in D-Dur (Bearbeitung für Flügelhorn und Orchester)
Gábor Boldoczki (Trompete, Flügelhorn, Piccolo-Trompete)
Soma Dinyés (Künstlerischer Leiter, Cembalo)
PKF - Prague Philharmonia
Romana Spackova (Konzertmeisterin)
Die ganz eigene Vielfalt der böhmischen Klassik, von Vanhal, Neruda, Dittersdorf, zeigt Trompeter und ECHO Klassik-Gewinner Gábor Boldoczki auf seiner konzertanten, tschechischen Reise – auch am Flügelhorn und der Piccolotrompete. VÖ: 06.10., CD-Nr.: 88985443362, Sony Classical

Ave Sol: Arias for all
1 Giacomo Puccini (1858-1924): Turandot - Nessun Dorma
2 Camille Saint-Saëns (1835-1921): Samson et Dalila - Mon coeur s'ouvre à ta voix
3 Giuseppe Verdi (1813-1901): Aida - Celeste Aida
4 Jacques Offenbach (1819-1880): Les contes d'Hoffmann - Barcarolle
5 Leo Délibes (1836-1891): Lakmé - Blumenduett
6 Georges Bizet (1838-1875): Les pêcheurs de perles - Au fond du temple saint
7 Georges Bizet: Carmen - L'amour est un oiseau rebelle
8 Gaetano Donizetti (1797-1848): L'elisir d'amore - Una furtiva lagrima
9 Gaetano Donizetti: Lucia di Lammermoor - Chi mi frena in tal momento
10 Georg Friedrich Händel (1685-1759): Serse - Ombra mai fù
11 Giuseppe Verdi: La traviata - Addio del passato
12 Giuseppe Verdi: La traviata - Libiamo ne'lieti calici
Ave Sol (Chor)
Julian Reynolds (Dirigent)
Der estnische Chor, genau: der Chor!, singt die bekanntesten Arien der Operngeschichte. Von Nessun dorma bis zur Habanera.
VÖ. 06.10., CD-Nr.: 88985370282, Sony Classical
 
Philip Glass: Jane (Soundtrack)
Der Score zur Kinodokumentation über die bekannte Primatenforscherin Jane Goodall ist wieder ein Hauptwerk des inzwischen 80-jährigen Philip Glass.
VÖ: 13.10., CD-Nr.: 88985387032, Sony Classical

Daniel Taylor: The Tree of Life
1 Anonymus: Puer natus est   
2 Arvo Pärt (*1935): O Weisheit   
3 Arvo Pärt: O Adonai   
4 Jean Mouton (1549-1522): Nesciens Mater   
5 John Tavener (1944-2013): The Lamb   
6 Benjamin Britten (1913-1976): Hymn to the Virgin   
7 Arvo Pärt: O Spross   
8 Arvo Pärt: O Schlüssel   
9 Arvo Pärt: O Morgenstern   
10 Arvo Pärt: The Deer's Cry   
11 Elizabeth Poston (1905-1987): Jesus Christ the Apple Tree   
12 Anonymous: Salvator Mundi   
13 Robert Parsons (1546-1610): Ave Maria   
14 Arvo Pärt: O König   
15 Arvo Pärt: O Immanuel   
16 John Tavener: Hymn to the Mother of God   
17 Anonymous: Veni, Veni Emmanuel   
Daniel Taylor (Dirigent)
The Trinity Choir
Der gelernte Countertenor Daniel Taylor dirigiert den Trinity Choir mit einem winterlich erhabenen, sowie vorweihnachtlich stimmungsvollen Titeln u.a. von Arvo Pärt, John Tavener und Benjamin Britten. VÖ: 13.10., CD-Nr.: 88985387032, Sony Classical

Dominican Sisters of Mary: Jesu, Joy of Man's Desiring - Christmas
1 Christmas Proclamation
2 Jesu, Joy of Man's Desiring
3 Wake, Awake, For Night is Flying
4 Sleep, Little Jesus
5 Carol of the Bells
6 Emmanuel   
7 Snowflakes   
8 Away in a Manger
9 Angels We Have Heard on High
10 Adeste Fideles   
11 Joy to the World
12 Gaudete   
13 Of the Father's Love Begotten
14 Madonna's Lullaby   
15 Gabriel's Message   
16 We Wish You a Merry Christmas
Der Chor der Dominican Sisters of Mary, der vor zwanzig Jahren in Michigan gegründet wurde, widmet sich den bekanntesten Christmas Carols. VÖ. 13.10.,
CD-Nr.: 88985417412, Sony Classical

 
Hille Perl / Dorothee Mields / La Folia Barockorchester: Händel
Georg Friedrich Händel (1685-1759)
1-7 Tra le fiamme HWV 170
8 Chaconne in G-Dur Sei pur bella pur vezzosa, HWV160b
9  Aria: Nascermi sento al core
10-13 Sonata in g-Moll HWV 364b
14-16 Cantata spagnuola HWV 140
17 Hornpipe
18-20 La bianca rosa HWV 160c Ah che pur troppo e vero HWV 77
21 Col partir la bella Clori
22 Chaconne in G-Dur
Dorothee Mields (Sopran)
Hille Perl (Gambe)
Lee Santana (Laute)
La Folia Barockorchester
Bei zum Teil raren Händel-Kantaten treffen sich Sopranistin Dorothee Mields und Gambistin Hille Perl wieder. Das La Folia Barockorchester spielt dazu ebenfalls auf. VÖ: 06.10., CD-Nr.: 88985405322, deutsche harmonia mundi
 
Capella de la Torre: Una serata venexiana
Salomone Rossi (ca. 1570 - ca. 1630)
1 Sinfonia à 5 Gasparo Zanetti (after 1600 - ca. 1660)
2 Aria del Gran Duca Niccolò Piffaro (ca. 1480 - 1566)
3 Di lassar tuo divo aspetto Anonymus
4 Pan de miglio caldo Giovanni Giacomo Gastoldi (ca. 1553 - 1609)
5 Domine ad adiuvandum Marco Uccellini (1603 or 1610 - 1680)
6 Sonata seconda "La Luciminia contenta" Giacomo Spiardo (ca. 1615)
7 Suono del Ballo de Cigni Fabritio Caroso (1525/35 - 1605/20)
8 La Villanella Balletto Bartolomeo Montalbano (ca. 1595 - 1651)
9 Sinfonia quarta "Geloso" Giovanni Bassano (1551 or 1552 - 1617)
10 Susanne ung jour Filippo Azzaiolo (ca. 1535 - after 1569)
11 Come t’aggio lasciato, o vita mia Francesco Patavino (ca. 1478 - ca. 1556)
12 Dillà dal’acqua Gasparo Zanetti
13 La Bergamasca Bartolomeo Colombi (early 17th century)
14 Bergamasca Salomone Rossi
15 Sonata Duodecima sopra la Bergamasca Francesco Patavino
16 Le pur morte feragu / Venni gia la Bergamasca Giulio Cesare Barbetta (1540 - 1603)
17 Moresca Quarta detta la Bergamasca Orlando di Lasso (1532 - 1594)
18 Susanne ung jour Maurizio Cazzati (1616 - 1678)
19 Gagliarda detta la Magnani Andrea Falconieri (ca. 1585 - 1656)
20 Passacalle Diego Ortiz (ca. 1510 - ca. 1570)
21 Recercada Ruggero Salomone Rossi
22 Sinfonia grave
23 Gagliarda detta la Massara
Capella de la Torre
Katharina Bäuml (Schalmei und Leitung)
Musik aus der Musikhauptstadt Venedig: Klänge des Übergangs von Renaissance zum Barock, dargeboten vom ECHO Klassik-Gewinnerensemble Capella de la Torre.
VÖ. 20.10. CD-Nr.: 88985470112 deutsche harmonia mundi
 
Paavo Järvi / Deutsche Kammerphilharmonie Bremen: Brahms - Sinfonie Nr. 2, Akademische Festouvertüre, Tragische Ouvertüre
Johannes Brahms (1833-1897)
1-4 Sinfonie Nr. 2 in D-Dur op. 73
5 Tragische Ouvertüre op. 81   
6 Akademische Festouvertüre op. 80      
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Paavo Järvi (Dirigent)
Nachdem Paavo Järvi gemeinsam mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen bei ihren Einspielungen der Sinfonien von Beethoven und Schumann neue Maßstäbe gesetzt hat und zahlreiche Preise gewonnen hat, wendet sich der Este nun den Sinfonien von Johannes Brahms zu.
VÖ. 06.10., CD-Nr.: 88985459462, RCA
 
Murray Perahia: The Complete Analogue Recordings 1972-1979 Remastered
In der ersten Dekade von Murray Perahias Zusammenarbeit mit CBS Masterworks, die hier auf 15 CDs dokumentiert ist, finden sich Raritäten wie Schumanns Lieder op. 39 mit Peter Pears oder ein Album mit Soloklavierwerken von Bela Bartók.
Murray Perahia (Klavier)
English Chamber Orchestra
Academy of St Martin in the Fields
Neville Marriner (Dirigent)
Zu hören sind außerdem u.a.: Mendelssohn, Klavierkonzerte Nr. 1&, Schumann, Davidsbündlertänze, Fantasiestücke, Symphonische Etüden, Papillons, Mozart, Klavierkonzerte Nr. 6, 8, 9, 11, 12, 13, 14, 20, 21, 22, 24, 27 (mit dem English Chamber Orchestra), Chopin, 24 Preludes, Klaviersonaten Nr. 1 & 2, Bartók, Klaviersonate, Suite
VÖ: 06.10., CD-Nr.: 88985416702 (15 CDs), Sony Classical

Peter Schreier: Lied-Edition
Der Liedgesang stand stets auch, neben Oratorium und Oper, im Zentrum von Peter Schreier. In diesen Aufnahmen aus der 70er Jahren mit Werken von Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann und Wolf wird er u.a. begleitet von Jörg Demus, Wolfgang Sawallisch und Walter Olbertz.
CD 1: Lieder von Robert Schumann
CD 2: Lieder von Ludwig van Beethoven
CD 3: Lieder von Franz Schubert
CD 4: Lieder von Hugo Wolf
CD 5: Lieder von Wolfgang Amadeus Mozart
VÖ: 13.10., CD-Nr.: 88985455632 (5 CDs), Eurodis
 

Sviatoslav Richter: Live at Carnegie Hall 1960
Die Konzerte, mit denen Svjatoslav Richter im Oktober 1960 sein Debü
t in der New Yorker Carnegie Hall gab, gehören zu den großen Legenden der Aufführungsgeschichte. Die Mitschnitte der fünf Konzerte erscheinen jetzt erstmals separat in einer 13 CDs umfassenden Edition.
So sind u.a. zu hören:
Beethoven, Klaviersonaten opp. 2/3, 10/3, 14, 26, 31/2, 54, 57, Haydn, Klaviersonate Hob.XVI: 50, Prokofjew, Klaviersonaten Nr. 6 & 8, Visions fugitives (Auswahl), Schumann, Fantasie & Noveletten, Rachmaninow, Preludes, Debussy, Suite Bergamesque & Images I, Ravel, Jeu d’eau & Pavane, Skrjabin, Klaviersonate Nr. 5 sowie von Chopin, Scherzo Nr. 4, Ballade Nr. 3
VÖ: 27.10., CD-Nr.: 88985395212 (13 CDs), Sony Classical

www.sonyclassical.de

Freitag, 22. September 17
Indian Vibes mit der hr-Bigband in Mainz und Frankfurt Das „Mumbai Project“
„Mumbai Project“ hat die hr-Bigband ein einmaliges Crossover-Projekt benannt, das von sechs hochkarätigen Grenzgängern zwischen Jazz und klassischer indischer Musik getragen wird und nun erstmals im Orchesterformat zu erleben ist: am Donnerstag, 28. September, im Frankfurter Hof in Mainz und am Freitag, 29. September, im hr-Sendesaal, jeweils zusammen mit dem deutsch-indischen Pianisten Jarry Singla und unter Leitung von Jörg Achim Keller. 

Eine große Offenheit für unterschiedlichste Musikkulturen steht schon lange im Mittelpunkt der Arbeit des in Köln lebenden Pianisten und Komponisten Singla. 2013 ging er für sechs Monate nach Mumbai, um dort zu recherchieren, zu komponieren und mit indischen Musikern zusammenzuspielen. So entstand das „Mumbai Project“, in dem sein Trio „Eastern Flowers“ um drei anerkannte Virtuosen der nordindischen Klassik erweitert wird. Zusammen machen sie eine Musik „zwischen halsbrecherischer rhythmischer Rasanz und kontemplativer Klangversenkung“, wie das Magazin Jazzthing schrieb. "Eastern Flowers" präsentierten sich in den vergangenen Jahren unter anderem für das Goethe-Institut in Indien sowie bei den renommierten Festivals „Buenos Aires Jazz“, „Festijazz Bolivia“ und „Acht Brücken – Musik für Köln“.

Außerdem komponiert Jarry Singla für sein Quartett „Blumenbein“ mit dem britischen Saxofonisten und ehemaligen hr-Bigband-Mitglied Julian Argüelles sowie für sein Jazzklaviertrio mit Sinfonieorchester.

Die Konzerte in Mainz und Frankfurt werden unterstützt vom Goethe-Institut München und vom Auswärtigen Amt. 

„Mumbai Project"
Jarry Singla, Klavier, Indisches Harmonium; Ramesh Shotham, Percussion, Gesang; Christian Ramond, Bass; Sanjeev Chimmalgi, Gesang; Pratik Shrivastav, Sarod; Vinayak Netke, Tabla; Jörg Achim Keller, Leitung

Datum: Donnerstag, 28. September, 20 Uhr
Ort: Frankfurter Hof, Mainz
Karten: www.frankfurter-hof-mainz.de

Datum: Freitag, 29. September, 20 Uhr
Ort: hr-Sendesaal, Bertramstraße 8, 60320 Frankfurt
Karten: unter Telefon (069) 155-2000 oder www.hr-ticketcenter.de

www.hr-bigband.de

Freitag, 22. September 17
[AN-]SICHTEN Vom Umgang mit der Wirklichkeit ~ Die von Thomas Rietschel kuratierte Ausstellung aus Werken der DZ BANK Kunstsammlung zeigt das Spannungsfeld zwischen Wirklichkeit und scheinbarer Realität
28 Arbeiten von dreizehn internationalen Künstlern, welche die Wahrnehmung gleich in mehrfacher Hinsicht infrage stellen, sind in der Ausstellung „[AN-]SICHTEN: Vom Umgang mit der Wirklichkeit“ vom 29. September 2017 bis 6. Januar 2018 im ART FOYER zu sehen.

Thomas Demand /Büro 1995 2007
Thomas Demand: Büro, 1995/2007

Das Ausstellungsformat [AN-]SICHTEN wird von einem Gastkurator aus einem anderen Kulturbereich gestaltet. In diesem Jahr wurde Thomas Rietschel, ehemaliger Präsident der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt, eingeladen, eine Ausstellung aus der DZ BANK Kunstsammlung zu kuratieren. Thomas Rietschel hat Fotografien der Sammlung ausgewählt, die auf unterschiedliche Weise das Spannungsfeld aufzeigen zwischen einer vermeintlich objektiven Wirklichkeit und dem, was sie als scheinbare Realität darstellen. Ein Thema, das durch die gesellschaftspolitische Diskussion um „Fake News“ gerade einen aktuellen Bezug erhält.

Vertreten sind Fotoarbeiten aus der Sammlung von Gregory Crewdson, Thomas Demand, Valie Export, Joan Fontcuberta, Anton Henning, David Hockney, Barbara Klemm, Rosemary Laing, Louise Lawler, Ville Lenkkeri und Helen Sear sowie Neuerwerbungen von Barbara Probst und Michael Schäfer.
Thomas Rietschel empfiehlt, die Ausstellung als kleine Übung im vielfältigen Umgang mit der Wirklichkeit zu sehen und stellt die Arbeit „Exposure #56, NYC, 428 Broome Street, 06.05.08, 1:42 p.m.“ von Barbara Probst (*1964 in München) ins Zentrum. Darin zeigt die Künstlerin eine Szene, die zur selben Zeit von zehn im Raum verteilten Kameras aus zehn Perspektiven fiktiver Zeugen fotografiert wurde. Alle nehmen einen anderen Ausschnitt derselben Szene auf. Doch statt einen umfassenden Eindruck der Realität zu erhalten, entfernt sich damit der Betrachter von der einen Wirklichkeit.
Pressefotografien sind der Versuch, eine größtmögliche Annäherung an die Realität zu schaffen und sollen Zeitgeschehen dokumentarisch abbilden. Barbara Klemm (*1939 in Münster) war von 1970 bis 2005 Redaktionsfotografin der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Ihr gelingt es, Bilder entstehen zu lassen, die als Schlüsselmomente der Geschichte gelten und sich ins kollektive Bildgedächtnis einprägen.

Auch Thomas Demand (*1964 in München), der 1997/98 Stipendiat der DZ BANK Kunstsammlung war, hat einen Bezug zur Pressefotografie: Er baut berühmte Tatort- und Pressefotografien detailgetreu aus Papier nach, um sie dann zu fotografieren. Die Arbeit „Büro“ bezieht sich auf ein Zeitungfoto vom 15. Januar 1990, als Bürger der liquidierten DDR das Hauptquartier der Staatssicherheit in Berlin stürmen. Überall im Büro liegen durchwühlte Akten und Blätter, die im Nachbau bei Demand jedoch unbeschrieben sind.
Das Bildmaterial aus dem Internet, das Michael Schäfer (*1964 in Sigmaringen) als Ausgangsbasis dient, stammt oft vom Portal „LiveLeak – Redefining the Media“, das Videos von Betroffenen und Zeugen eines Geschehens zeigt. Die zumeist aus Kriegsregionen stammenden Bilder bearbeitet er nach und überschneidet sie mit subjektiven Alltagssituationen. Als derart umdefinierte Vorlagen schleust er sie erneut in die Bilderflut ein.
Ville Lenkkeri (*1972 in Oulu, Finnland) beschäftigt sich mit der Tatsache, dass der Mensch Gefallen daran hat, sich auf unterschiedliche Weise selbst Realität vorzuspielen. In den simulierten Wirklichkeiten, die er beispielsweise in Dioramen in Naturkundemuseen oder Wachsfigurenkabinetten fotografiert, verstärkt die Anwesenheit einer Person das raffinierte Spiel zwischen Realität und Fiktion.
Die großformatigen Fotoarbeiten des amerikanischen Künstlers Gregory Crewdson (*1962 in Brooklyn, USA) werden oft als unheimlich, mysteriös und fantastisch beschrieben. Der Künstler betont immer wieder, dass seine Bilder von einer Psychologie beeinflusst sind, die auf Sigmund Freuds Aufsatz „Das Unheimliche“ (1919) zurückgeht. In seinen aufwendigen Inszenierungen, die wie Filmstandbilder wirken, ist kein Detail zufällig, keine Pose und Geste unbeabsichtigt.
Louise Lawler (* 1947 in Bronxville, New York, USA) zeichnet in ihrer Arbeit „Add To It (E)“ die Entwicklungen und Wechselwirkungen zwischen Fotografie und Malerei nach. Durch das Ablichten von Kunstwerken unter Einbeziehung des Ortes thematisiert Lawler die Wahrnehmung von Kunstwerken. Auf der ersten Ebene fotografierte sie die Hängung einer eigenen Arbeit in einer Ausstellung 2003 im Portikus Frankfurt. Auf dieser Fotografie ist Gerhard Richters „Ema – Akt auf
einer Treppe“ von 1966 auf dem Boden gegen die Wand gelehnt im New Yorker MoMA zu sehen.
Richter wiederum wurde zu seinem Bild durch Marcel Duchamps Malerei „Akt, eine Treppe herabsteigend Nr.2“ aus dem Jahre 1912 inspiriert. Und Duchamp bezieht sich auf Eadweard Muybridges Serienfotografie „Woman Walking Downstairs“ von 1887. Ähnlich wie Lawler stellt auch David Hockney (*1937 in Bradford, England) Malerei und Fotografie einander gegenüber. Er präsentiert auf seiner Fotografie eine Vase mit Blumen neben einem Gemälde, welches nahezu exakt dasselbe Motiv wiedergibt.

[AN-]SICHTEN
Vom Umgang mit der Wirklichkeit
29. September 2017 – 6. Januar 2018
ART FOYER der DZ BANK

Am Donnerstag, 16. November um 18 Uhr findet im ART FOYER nach einem Impulsvortrag
von Thomas Rietschel eine Podiumsdiskussion unter dem Titel "Vom Umgang mit der
Wirklichkeit" statt. Das Gespräch mit Gregor Ade (Brand Consulting), Gerhart Baum
(Politiker), Barbara Klemm (Künstlerin) und Michael Schäfer (Künstler) moderiert Felix
Hoffmann, Kunsthistoriker und Hauptkurator C/O Berlin Foundation.
Kuratorenführungen:
Dienstag, 31. Oktober um 15.00 Uhr mit Thomas Rietschel
Freitag, 24. November um 17.30 Uhr mit Dr. Christina Leber, Leiterin der DZ BANK Kunstsammlung
Donnerstag, 21. Dezember um 19.00 Uhr mit Thomas Rietschel

DZ BANK Kunstsammlung
Im ART FOYER zeigt die DZ BANK Kunstsammlung in Frankfurt am Main auf rund 300 qm
Ausstellungsfläche drei bis vier wechselnde Ausstellungen im Jahr. Die Sammlung des
Spitzeninstituts der Volksbanken Raiffeisenbanken umfasst mehr als 7500 Werke von rund 800
Künstlern und widmet sich dem fotografischen Bild in der internationalen, zeitgenössischen Kunst.
Weitere Informationen unter www.dzbank-kunstsammlung.de

Freitag, 22. September 17
,I AM A PROBLEM‘ im MMK 2: Zwischen Schönheit und Zerstörung

Ersan Mondtag im MMK2 © Stadt Frankfurt / Stefan Maurer
Der Theaterregisseur Ersan Mondtag sitzt in einer Installation
der von ihm inszenierten Ausstellung 'I AM A PROBLEM' im MMK 2, 18. September 2017
© Foto: KuS/Stefan Maurer

(kus) Ein lackschwarzer Plastik-Bandwurm windet sich durch den Ausstellungsraum des MMK 2 des MMK Museum für Moderne Kunst am Taunustor 1 und verschlingt auf seinem Weg Kunstwerke wie Andy Warhols Kellogg's Cornflakes Box (1964) oder John De Andreas Seated Woman, Black Chair (1978). Wer dem Pfad des gefräßigen Wurmes folgt, erlebt die von Theaterregisseur Ersan Mondtag inszenierte und dem kommissarischen Direktor des MMK Peter Gorschlüter kuratierte Ausstellung „I AM A PROBLEM“ unweigerlich mit allen Sinnen. Während es aus Sound-Duschen knistert, knackt, malmt und grunzt, übertragen Monitore Videoarbeiten von Douglas Gordon (The Making of Monster, 1996), Lutz Mommartz (Soziale Plastik, 1969) und Dayanita Singh (Mona and Myself, 2013).

In einem abgetrennten Gang lässt sich die Videoarbeit „Walk with Contrapposto” von Bruce Nauman nacherleben. Die klaustrophobische Enge wirkt beklemmend – genau diesen Effekt wollte Ersan Mondtag beim Besucher erzeugen. „Dieser Gang soll belegen, dass zu manchen Bereichen nur schlanke und fitte Menschen Zugang haben. Denn die Optimierung des eigenen Körpers bedingt den Ausschluss“, erklärt Mondtag, den das Fachmagazin „Theater Heute“ zum Nachwuchsregisseur des Jahres 2016 kürte.
 
Über allem wabert der markante Geruch von Plastik – denn der komplette Ausstellungsraum ist mit schwarzer und gelber LKW-Plane ausgekleidet – hinzu kommen die „Ausdünstungen“ des Bandwurms, den das Künstler-Kollektiv Plastique Fantastique um Marco Canevacci und Yena Young eigens für „I AM A PROBLEM“ schuf.

Den Ausgangspunkt für Mondtags Inszenierung bildet ein Mythos um Maria Callas (1923 – 1977). Um ihre Traumfigur zu erreichen, soll sich die weltberühmte Opernsängerin mit einem Glas Champagner einen Bandwurm einverleibt haben. Der Legende nach führte der Parasit innerhalb kurzer Zeit zu einem erstaunlichen Gewichtsverlust von 50 Kilogramm. Callas’ kompromissloses Bestreben, die eigene Erscheinung nach ihren Idealvorstellungen zu formen, sowie dessen Kehrseite, die Auflösung des eigenen Körpers, bilden die Leitmotive der Ausstellung.

Selbstoptimierung und das daraus resultierende Maß an Verzerrung und Zerstörung sind die Themen, mit denen sich sowohl Mondtag als auch die von ihm ausgewählten Werke aus dem MMK-Fundus beschäftigen. „Die Art wie wir unsere Körper optimieren ist nicht gleichzusetzen mit Verbesserungen“, merkt Mondtag kritisch an, dass vermeintliche Selbstoptimierung nicht selten in Deformation münde.

Auch Plastique Fantastique-Gründer Marco Canevacci hat sich intensiv mit dem Thema Selbstoptimierung beschäftigt. Nach einem Treffen mit Ersan Mondtag machte sich der Architekt und Aktionskünstler gemeinsam mit Yena Young, Partnerin bei Plastique Fantastique, ans Werk und entwarf zuerst ein Modell seines Plastik-Wurmes. Dahinter steckte die Idee eines „Wurms, der im Museum lebt und Kunstwerke schluckt“, erläutert Canevacci. Das raumgreifende Kunstwerk zählt für den Künstler als Skulptur.

Canevacci und sein Kollektiv Plastique Fantastique sind eigentlich auf temporäre Außen-Installationen spezialisiert, deren Ziel es ist, Orte vorübergehend zu verändern und damit neue Kommunikations-Kanäle zu öffnen. Bei einer der jüngsten Plastique Fantastique-Installation konnten Paare auf einem öffentlichen Platz in Moskau ihren Herzschlag aufnehmen lassen und diesen synchron als Rhythmus wiedergeben lassen. Auf diese Weise wurde die intime Verbundenheit zweier Individuen zu Musik, an der die Öffentlichkeit teilhaben konnte. „Dass parallel zu einer unserer Installationen Kunstwerke in einem geschlossenen Raum hängen, ist für mich ein Novum“, erklärt der aus Rom stammende Künstler, der seit 1991 in Berlin lebt und arbeitet.

Marco Canevacci sowie Ersan Mondtag werden am Freitag, 22. September, zur Vernissage im MMK 2, ab 20 Uhr am Taunustor 1, anwesend sein. Weitere Infos zur Ausstellung gibt es unter mmk-frankfurt.de im Internet.

 

Anzeige Intendantinnen Intendanten DIE ZEIT 21 09 2017

Donnerstag, 21. September 17
Theater sind Erfahrungsräume der Demokratie
Eine Gruppe von mehr als achtzig unterzeichnenden Intendantinnen und Intendanten verschiedenster deutschsprachiger Theater bekennt sich drei Tage vor der Bundestagswahl über eine Anzeige in DIE ZEIT zu einem offen politischen Diskurs und betont damit den gesellschaftlichen Stellenwert aller Theater und Orchester der Bundesrepublik. Es handelt sich um eine persönliche Initiative aller Unterzeichnenden, um inmitten anhaltender Debatten mit Vertretern rechtsorientierter und antidemokratischer
Positionen ein klares Zeichen zu setzen.

www.intendantengruppe.de

Donnerstag, 21. September 17
"Terror - Ihr Urteil" (ARD Degeto/rbb) erhält den Europäischen Filmpreis ~ Die Verfilmung von Ferdinand von Schirachs Gerichtsdrama mit der Goldenen Rose der Europäischen Rundfunkunion ausgezeichnet
Vorgestern fand in Berlin die 56. Verleihung der Goldenen Rose der Europäischen Rundfunkunion „Rose d'Or" statt. Nominiert waren 40 TV- und Online-Produktionen aus 13 Ländern in insgesamt zehn Kategorien.
In der Kategorie „TV Movie" ging die Auszeichnung an die Koproduktion von ARD Degeto und rbb „Terror - Ihr Urteil" („The Verdict"). Der Film entstand nach dem gleichnamigen Theaterstück von Ferdinand von Schirach und wurde am 17. Oktober 2016 zeitgleich im Ersten Deutschen Fernsehen, ORF und SRF ausgestrahlt. Die Ausstrahlung traf sowohl bei den Zuschauerinnen und Zuschauern als auch bei der Kritik auf erhebliche Resonanz. Bereits im Frühjahr 2017 erhielt der Film bei der 28. Romy-Preisverleihung die Auszeichnung als „TV-Event des Jahres". Im Ersten sahen 6,88 Mio. Zuschauer „Terror - Ihr Urteil", das entspricht einem Marktanteil von 20,2 Prozent.

Verhandelt wird in „Terror - Ihr Urteil" ein fiktiver Flugzeugabschuss. Der angeklagte Luftwaffen-Major Lars Koch handelte ohne Befehlsanweisung und entschied sich dafür, 164 Insassen eines Passagierflugzeuges zu opfern, um einen von Terroristen angedrohten, gezielten Absturz auf ein vollbesetztes Fußballstadion zu verhindern. Das Urteil fällten die Zuschauer per Abstimmung.

„Terror - Ihr Urteil" ist eine Oliver Berben Produktion der MOOVIE in Koproduktion mit der ARD Degeto und dem rbb für Das Erste in Zusammenarbeit mit dem ORF, SRF und Beta - gefördert von dem Medienboard Berlin Brandenburg und FilmFernsehFonds Bayern. Regie führte Lars Kraume, die Kamera Jens Harant. Das Drehbuch entstand in Zusammenarbeit von Ferdinand von Schirach, Lars Kraume und Oliver Berben. Die Redaktion für die ARD Degeto übernahm Sascha Schwingel, für den rbb Cooky Ziesche. In den Rollen: Florian David Fitz, Burghart Klaußner, Martina Gedeck, Lars Eidinger u.a.

Donnerstag, 21. September 17
Mut zur eigenen Haltung ~ Letzte Chance zum Mitmachen beim UNART-Wettbewerb für multimediale Performances 2017/2018
Nur noch bis zum 22. September können sich Jugendliche aus der Rhein-Main-Region und der Region Dresden zwischen 14 und 20 Jahren mit einer Idee für eine 15minütige Performance für den Performance-Wettbewerb UNART bewerben. In Berlin und Hamburg laufen die Bewerbungsfristen noch bis zum 28. September und 16. Oktober.

Der Wettbewerb bringt Sichtweisen und Haltungen von Jugendlichen auf die Bühne, denn die UNART-Gruppen entscheiden selbst, zu welchem Thema und mit welchen künstlerischen Mittel sie arbeiten wollen. Unterstützt werden die jungen Performerinnen und Performer durch die Partnerthea-ter von UNART und Künstler-Coaches, die die Gruppen während der Proben beraten und begleiten. UNART ist eine Initiative der BHF-BANK-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Frankfurt, dem Thalia Theater Hamburg, dem Staatsschauspiel Dresden und dem Deutschen Theater Berlin.

Anfang 2018 zeigen die ausgewählten UNART-Gruppen ihre erarbeiteten Performances auf den Bühnen der Partnertheater: in den Kammerspielen des Schauspiel Frankfurt, im Kleinen Haus in Staatschauspiel Dresden, im Thalia in der Gaußstraße und den Kammerspielen des Deutschen Theater Berlin. Je zwei Gruppen aus jeder Stadt haben dann die Chance, ihr Ergebnis noch einmal beim BEST OF UNART in Berlin und Hamburg zu präsentieren.

„UNART hat mir gezeigt, wie eine gelungene Kollaboration zwischen jungen Menschen und Kulturinstitutionen aussieht. Außerdem hat mich der künstlerische Output überzeugt und begeistert“, sagt Cathrin Rose, Dramaturgin der Ruhrtriennale und 2016 mit in der Auswahljury fürs BEST OF UNART. „Es ist ein programmatisch abgesteckter Freiraum“, sagt eine ehemalige Teilnehmerin aus Frankfurt. Es gehe darum, „aufmerksam zu werden, zu wiederholen und zu verwerfen und Einfälle und Freude an der Kreativität zu entwickeln.“

Einsendeschlüsse:
22. September 2017: Frankfurt am Main/Region Rhein-Main; Dresden/Region Dresden
28. September 2017: Berlin
16. Oktober 2017: Hamburg und Umland

Nähere Infos zum Wettbewerb und zur Bewerbung gibt es regional bei den UNART-Koordinatoren. Siehe: www.unart.net.

Donnerstag, 21. September 17
12. JUNGE OHREN PREIS – noch bis 30. September bewerben! In 10 Tagen endet die Bewerbungsfrist für den renommierten Musikvermittlungswettbewerb
Jetzt ist die letzte Gelegenheit, Vorschläge für den 12. JUNGE OHREN PREIS ins Rennen zu bringen. Der etablierte Wettbewerb prämiert in zwei Kategorien herausragende Vermittlungsprogramme und würdigt Musikvermittler/innen für ihre beispielhafte Arbeit. Der JUNGE OHREN PREIS setzt Zeichen für ein lebendiges und  modernes Musikleben. Die Vorschlagsfrist läuft noch bis zum 30. September. Weitere Informationen und Bewerbung auf www.jungeohrenpreis.de.

„Ausgezeichnetes für junge Ohren!“ heißt es auch in diesem Jahr wieder, wenn der JUNGE OHREN PREIS die besten Education-Programme und innovativsten Köpfe der Musikvermittlung ins Scheinwerferlicht rückt. Zwei Kategorien stehen für Vorschläge bereit: Die Kategorie PROGRAMM steht beispielhaften und konsistenten Vermittlungsprogrammen von Orchestern, Ensembles, Institutionen und Initiativen des Musiklebens offen. Die Auszeichnung würdigt eine Haltung, die Musikvermittlung als integralen Bestandteil ihrer Arbeit begreift. Ausdrücklich schließt die Ausschreibung dabei kleinere Institutionen, Festivals und Veranstaltungsreihen im Bereich Musikvermittlung und Education ein. Die Kategorie EXZELLENZ macht herausragende Persönlichkeiten der Musikvermittlung sichtbar, die durch ihre beispielhafte Arbeit dem Musikleben neue Akzente verleihen. Beide Kategorien sind mit insgesamt 10.000 Euro Preisgeld dotiert.

Vorschlagsberechtigt sind alle Teilnehmer/innen und Mitglieder des netzwerk junge ohren sowie alle öffentlich finanzierten, professionellen Orchester und Rundfunk-Klangkörper im deutschsprachigen Raum. Teilnahmebedingungen und weitere Details zum Wettbewerb sind auf der Webseite www.jungeohrenpreis.de zu finden. Die Vorschlagsfrist endet am 30. September 2017.

Die Nominierten werden Anfang November veröffentlicht. Die Preisträger/innen werden bei der Preisverleihung am 23. und 24. November 2017 in Frankfurt am Main bekanntgegeben. Flankierend bieten die Nominiertenbörse und eine Tagung zum Thema „Musikvermittlung und Schule“ in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main Gelegenheit zu Austausch, Information und Vernetzung.

Der JUNGE OHREN PREIS rückt Kulturakteur/innen, Ensembles, Institutionen und Häuser ins öffentliche Bewusstsein, die auf neuen und ungewöhnlichen Wegen Menschen mit Musik erreichen. Sein Ziel ist es, lustvoll und mit frischen Ideen ein lebendiges Bewusstsein für den kulturellen Reichtum unserer Gesellschaft zu schaffen. Unter dieser Prämisse bietet der JUNGE OHREN PREIS Musikprofis aus dem gesamten deutschsprachigen Raum ein junges Forum zur Vorstellung ihrer programmatischen Arbeit.

Der JUNGE OHREN PREIS wird gefördert durch die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) und die Deutsche Orchestervereinigung. Medienpartner sind Deutschlandradio Kultur, die Zeitschrift „das Orchester“ und die neue musikzeitung.

Donnerstag, 21. September 17
Der GLASPALAST ~ Märchen-Saison des Hexenberg Ensembles auf dem Pfefferberg
Der Winter kommt. Auch Weihnachten wird erneut völlig unerwartet vor der Tür stehen. Perfekt dazu: Der GLASPALAST steht wieder auf dem Pfefferberg, und mit ihm kommen auch die geliebten Märchen des Hexenberg Ensembles zurück. Ab dem 11. November wird mit Schneewittchen, Aschenbrödel und Co. bei Glühwein am knisternden Ofenfeuer wieder gekuschelt.
Unter der Leitung von Roger Jahnke wird der GLASPALAST damit ganzjährig als dauerhafte Spielstätte installiert. Im Winter komplett verglast, als verzauberter Ort für die Märchen. Ab Sommer 2018 als luftige, flexible Bühne, deren Spielplan noch bekannt gegeben wird. 

Mindestens 16 der beliebtesten „Grimmis“ stehen auf dem Programm des GLASPALASTES, als da wären: Hänsel und Gretel, Aschenbrödel, Fischer un sin Fru, Der gestiefelte Kater, Froschkönig, Rotkäppchen, Rapunzel, Hans im Glück, Schneewittchen, Das tapfere Schneiderlein, Frau Holle, Hase und Igel, Dornröschen, Die Bremer Stadtmusikanten, Gevatter Tod, Machandelbaum und Rumpelstilzchen. Winterliches Märchenglück für alle Menschen von vier bis 94 Jahren.

Der GLASPALAST
Hexenberg Ensemble auf dem Pfefferberg
Festlicher Saisonstart (geschlossene Veranstaltung) am 11. November 2017
Spielzeit  bis Ende Februar 2018
GLASPALAST | Schönhauser Allee 176 | 10119 Berlin
Karten-Hotline: 030 9120 658 293

www.hexenberg-ensemble.de
www.glaspalast.berlin

Donnerstag, 21. September 17
Radialsystem V: Highlights im Oktober
Neben einem Showing der Kindertanzcompany von Sasha Waltz & Guests gibt es die Konzertinstallation "The Bay" zu erleben, die Konzepte wie "Wildnis" und "Zivilisation" beleuchtet, sowie die Klassikband The Erlkings, die in Kooperation mit dem PODIUM Esslingen Schuberts "Die Schöne Müllerin" in neuem Gewand auf die Bühne bringt. Weitere Highlights im Oktober:

01. Oktober – Eng, Düster und Bang – Record Release-Konzert KiKu feat. Blixa Bargeld & Black Cracker
Mit "Eng, Düster und Bang" veröffentlicht das Schweizer Trio KiKu ein Albumprojekt, das Poesie und musikalisches Abenteuer verbindet. Gemeinsam mit Blixa Bargeld von den Einstürzenden Neubauten und US-Rapper Black Cracker kreieren Komponist Yannick Barman, Schlagzeuger Cyril Regamey und Gitarrist David Doyon ein genreübergreifendes Klangfeld zwischen so verschiedenen Musikstilen wie Hip-Hop, Rock, Pop und elektronischer Musik.

09. 13. 14. 15. Oktober – ID Festival Berlin – Integration in der israelisch-deutschen Kunst
Herkunft, Tradition, Identität und Zusammenleben: Seit seiner Gründung beschäftigt sich das ID Festival Berlin mit wichtigen Themen der israelisch-deutschen Gemeinschaft. Nach den erfolgreichen Ausgaben in den vergangenen Jahren findet das ID Festival 2017 bereits zum dritten Mal im RADIALSYSTEM V statt. An vier Tagen kommen israelische und deutsche Musikerinnen und Musiker zusammen, um in Konzerten und Gesprächen die eigene soziale und politische Verantwortung innerhalb der europäischen Gesellschaft zu befragen und das Thema Integration auf unterschiedliche Weisen zu beleuchten. Mit Anna Prohaska, Alban Gerhardt, Guy Braunstein, David Orlowsky u.v.a.

20. 21. 22. Oktober – Die Stunde da wir zuviel voneinander wussten – Nico and the Navigators
Nico and the Navigators kehren mit ihrer Erfolgsproduktion zurück ins RADIALSYSTEM V: Die "Ganzkörperpoeten" richten ihr Vergrößerungsglas auf skurrile Alltagsmomente, absurde Begegnungen und tragikomische Helden - und greifen mit Songs und Liedern von Bonnie "Prince" Billy bis Benjamin Britten, Körpersprache und Textfragmenten den von Zufall und Regeln bestimmten Takt des Lebens auf…

www.radialsystem.de

Mittwoch, 20. September 17
MAMMA MIA! - endlich geht´s wieder los!
Große Tour des Erfolgsmusicals ab Juli 2018 +++ Nach drei Jahren Abstinenz kehrt MAMMA MIA! zurück +++ Bislang mehr als 7 Millionen Besucher bei der deutschsprachigen Produktion +++ Auftakt im Landestheater Linz (Österreich)

Darauf haben viele Musical-Begeisterte in ganz Deutschland,Österreich und der Schweiz gewartet: MAMMA MIA! kehrt zurück. Drei Jahre, nachdem es im Stage Metronom Theater Oberhausen zuletzt „Danke für die Lieder“ hieß, startet eines der erfolgreichsten und beliebtesten Musicals der Welt am 13. Juli 2018 auf eine große Tour, darunter auch Städte, in denen die deutschsprachige Original-Inszenierung in der Übersetzung von Michael Kunze und Ruth Deny noch nie zu sehen war. Den Auftakt macht Linz, dessen Landestheater sich zu einer festen Größe in der Musicalwelt etabliert hat.

Mamma Mia!
MAMMA MIA!
Szenenfoto der Produktion im Stage Metronom Theater Oberhausen
© Stage Entertainment

Uschi Neuss, Geschäftsführerin Stage Entertainment Deutschland: „MAMMA MIA! hat für das gesamte Genre Maßstäbe gesetzt: Die ansteckende Leichtigkeit und der enorme Unterhaltungswert dieses Musicals gründen darauf, dass es Judy Cramer, Catherine Johnson und Phyllida Lloyd gelungen ist, die Geschichte durch die fantastische Musik von ABBA selbst erzählen zu lassen. Mehr als 7 Millionen Besucher bislang in unseren Theatern sind bester Beleg für die überragende Qualität der Show. Wir freuen uns sehr über das enorme Interesse der wichtigsten Tour-Theater in Deutschland, Österreich und der Schweiz, MAMMA MIA! erstmals zeigen zu können.“

45 Jahre nach Gründung von ABBA ist ihr Ruhm und ihre Popularität ungebrochen. Mit über 380 Millionen verkaufter Tonträger zählen sie zu den erfolgreichsten Bands der Musikgeschichte. Das Musical MAMMA MIA! haben seit der Uraufführung 1999 mehr als 60 Millionen Besucher in 440 Städten weltweit gesehen. Der auf dem Musical basierende gleichnamige Spielfilm mit Meryl Streep von 2008 ist der international erfolgreichste Musical-Film überhaupt. Und auch das 2013 eröffnete ABBA Museum lockt jährlich als eine Million Besucher nach Stockholm.
22 der beliebtesten ABBA Songs erzählen die sonnige und heitere Geschichte von MAMMA MIA!: Ein heißer Sommer in der Ägäis. Am Vorabend ihrer Hochzeit führt Sophies Sehnsucht, endlich ihren Vater kennen zu lernen, drei Männer zurück auf die Insel, die sie zuletzt vor 20 Jahren betreten haben. Sophies Mutter Donna sieht sich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, und Donnas beste Freundinnen aus jenen Tagen machen das heitere Chaos komplett.

Musik und Songtexte von MAMMA MIA! stammen von Benny Anderssen & Björn Ulvaeus, das Buch von Catherine Johnson, Regie von Phyllida Lloyd und die Choreographie von Anthony Van Laast. Für das Bühnenbild zeichnet Mark Thompson verantwortlich, für Lichtdesign Howard Harrison, Sound Design Andrew Bruce & Bobby Aitken, und für die Musical Supervision, zusätzliches Material und Arrangements Martin Koch.
Stage Entertainment Deutschland produziert MAMMA MIA! in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit freundlicher Genehmigung von Judy Craymer, Richard East & Björn Ulvaeus für Littlestar in Zusammenarbeit mit Universal.

Stage Entertainment lädt ab sofort zu den Auditions ein. Tickets für das Musical und den kompletten Tour-Plan gibt es ab Anfang Oktober auf www.musicals.de.

Mittwoch, 20. September 17
Blutsauger erobern Hamburg: Standing Ovations bei der Premiere von TANZ DER VAMPIRE im Stage Theater an der Elbe
Graf von Krolock und seine Vampire haben den Hamburger Hafen eingenommen: Zahlreiche Prominente aus Kultur, Wirtschaft, Sport und Unterhaltung feierten am Sonntagabend die Premiere von Roman Polanskis TANZ DER VAMPIRE. 20 Jahre nach der gefeierten Uraufführung der Musical-Eigenproduktion der VEREINIGTEN BÜHNEN WIEN im Wiener Raimund Theater halten die berühmten Blutsauger nun Einzug ins Stage Theater an der Elbe. Dort wird der Musicalerfolg aus der Feder von Michael Kunze (Buch & Liedtexte) und Jim Steinman (Musik) für 5 Monate zu sehen sein.

Tanz der Vampire ~ Oliver Pocher
Oliver Pocher
bei der Premiere von TANZ DER VAMPIRE im Stage Theater an der Elbe
© Stage Entertainment/Morris Mac Matzen

Natalia Wörner schwärmte am Premierenabend: „Ich sehe mir das Stück jetzt schon zum zweiten Mal an und ich bin einfach nur extrem begeistert von Mathias Edenborn. Wie er die Rolle angeht, hat eine unglaubliche Magie und ich bin jetzt schon ein Fan von ihm. Das Stück ist in seiner ganzen Opulenz mit den Kostümen, den Stimmen und dem Szenenbild einfach überwältigend.” Jannik Schümann zeigte sich ebenfalls euphorisch: „Das Musical ist wirklich fantastisch! Ich hab es schon in den verschiedensten Städten gesehen und bin jedes Mal wieder aufs Neue begeistert. Mathias Edenborn kannte ich als Graf von Krolock noch nicht - er ist irre gut.“ Sabia Boulahrouz fand: „Das Musical ist einfach wunderschön! Es übertrifft alle meine Erwartungen.“ Sarah Lombardi outete sich als echter Vampir-Fan: „Ich finde das Musical ganz, ganz toll! Ich sehe es jetzt schon zum zweiten Mal und höre zuhause ständig die Musik!" Oliver Pocher war ebenfalls begeistert: “Die Interaktivität im Stück, dass in mehreren Szenen wirklich Vampire neben dir auftauchen, links, rechts, oben, vor dir, hinter dir – das ist echt toll. Ein klasse Musical! Einen besseren Sonntagabend kann ich mir nicht vorstellen.”

TANZ DER VAMPIRE entführt die Zuschauer in die Welt der Unsterblichkeit: Die gruselig schöne Geschichte überzeugt mit viel schwarzem Humor, der opulenten Musik von Jim Steinman, den kreativen Texten von Michael Kunze und der einzigartigen Regie des Oscar®-Preisträgers Roman Polanski. Seit der Uraufführung am 4. Oktober 1997 in Wien wurde das Stück, das auf Polanskis gleichnamigem Filmerfolg von 1967 basiert, mittlerweile in 14 Ländern gespielt. Mehr als 8,5 Millionen begeisterte Zuschauer belegen den überwältigenden Erfolg des Musicals.

Der Siegeszug der Vampire nach der Uraufführung der Vereinigten Bühnen Wien reicht um die ganze Welt. Mit Vorstellungen in Österreich, Deutschland, USA, Polen, Estland, Belgien, Japan, Ungarn, Russland, Frankreich, Finnland, Tschechien, in der Schweiz und in der Slowakei ist TANZ DER VAMPIRE eines der erfolgreichsten deutschsprachigen Musical aller Zeiten.

Auf der Suche nach Vampiren finden der Vampirforscher Professor Abronsius und sein Assistent Alfred in einem transsilvanischen Bergdorf Quartier. Sarah, die schöne Tochter des Wirts Chagal, verdreht nicht nur Alfred den Kopf. Auch Vampirgraf von Krolock findet Gefallen an ihr und lädt sie zum Mitternachtsball in sein nahegelegenes Schloss ein. Professor Abronsius und Alfred folgen ihr, um endlich die Existenz von Vampiren zu beweisen und um sie vor Unheil zu bewahren. Sowohl die schöne Wirtstochter als auch sie selbst stehen auf der Speisekarte des Mitternachtsballs der Vampire. Können sie ihrem vermeintlichen Schicksal entkommen?

www.musicals.de

Mittwoch, 20. September 17
Unglaublich, aber wahr: Max Emanuel Cencic‘s Geburtstag und 35-jähriges Bühnenjubiläum, gleichzeitig!
Alles begann vor 35 Jahren an der Oper von Zagreb (heute HNK genannt): Max Emanuel Cencic sang die Koloratur der Königin der Nacht, ging im Alter von 7 Jahren mit der Pariser Sorbonne auf Tour und begann an der Oper von Zagreb in Kinderrollen aufzutreten. Im September 1982...

Um nicht nur sein 35. Bühnenjubiläum zu feiern, sondern auch seinen Geburtstag, wird die Oper Zagreb am 21. September 2017 einen Galaabend organisieren. Der geehrte Künstler wird die Titelrolle aus Christoph W. Glucks Orfeo ed Euridice darbieten, geleitet von Maestro Niksa Bareza.

Weitere Highlights der Spielzeit 2017/18 sind die Partie des Nerone in einer Neuproduktion L’Incoronazione di Poppea an der Staatsoper Unter den Linden Berlin, Malcolm in einer Neuproduktion von Rossini’s La Donna del Lago am Teatr Wielki, Opera de Lausanne und Hessisches Staatstheater Wiesbaden, die Titelpartie in Händel’s Ottone am Theater an der Wien und am Capitole de Toulouse, die Titelpartie in Hasse’s Siroe in Bayreuth, u.v.m. Solo Konzerte führen den Künstler u.a. an das Theatre des Champs Elysees in Paris, Hongkong, und zum Händelfestival Halle. Als Regisseur wird Max Emanuel Cencic in den Produktion La Donna del Lago (Neuproduktion) und Siroe (Wiederaufnahme) tätig sein.

www.parnassus.at

Mittwoch, 20. September 17
Das 3sat-Programm zur Frankfurter Buchmesse ~ Im Fokus stehen Ehrengast Frankreich, seine Autoren und ihre Literatur
Wenn am Mittwoch, 11. Oktober 2017, die Frankfurter Buchmesse (11.-15.10.) ihre Tore öffnet, dreht sich alles um den Ehrengast Frankreich. Eigentlich für sein Savoir-vivre bekannt, muss sich das Land Migrationsproblemen, Rechtspopulismus und Terror stellen. 3sat berichtet ab 2. Oktober über die Literatur des Ehrengastes, dessen Autoren und ihre Themen in seinem Programm.

Mehr als 130 französischsprachige Autorinnen und Autoren sind eingeladen, und mit rund 500 Büchern aus verschiedenen Genres wird eine beeindruckende Anzahl von neuen Übersetzungen präsentiert. Darunter auch der mit dem Prix Goncourt, dem renommiertesten Literaturpreis Frankreichs ausgezeichnete Roman "Dann schlaf auch du" von Leïla Slimani. Neben der Autorin begrüßt 3sat mit Pascale Hugues und Édouard Louis zwei weitere französische Schriftsteller an seinem Stand auf der Buchmesse (Stand E 108, Halle 4.1.). Weitere Gäste: Ingo Schulze, Daniel Kehlmann, Sven Regener, Stefanie Sargnagel, Ulla Hahn, Ijoma Mangold  und Jan Wagner, Träger des Büchnerpreises 2017, uvm.

Bereits ab Montag, 2. Oktober, 19.20 Uhr stellt das 3sat-Magazin "Kulturzeit" in seiner vierteiligen Reihe "Frankreich lesen" französische Schriftsteller vor, darunter Tristan Garcia, Jérôme Ferrari, Maylis de Kerangal, Leïla Slimani sowie den Comic-Autoren Bastien Vivès.

Am Montag, 9. Oktober, 19.20 Uhr berichtet "Kulturzeit" live von der Verleihung des Deutschen Buchpreises im Frankfurter Römer und stellt den Preisträger vor. Während der Buchmesse berichtet das 3sat-Kulturmagazin werktäglich, um 19.20 Uhr über Trends, Neuerscheinungen und angesagte Autorinnen und Autoren.

Derzeit erlebt Frankreich einen intensiven Wandel, der von vielen Menschen als Zerreißprobe für die Gesellschaft wahrgenommen wird. Am Samstag, 14. Oktober, um 22.30 Uhr trifft Susan Christely in "Kulturzeit extra: Frankreich lesen" französische Schriftstellerinnen und Schriftsteller und zeigt, wie sich die Konflikte des Landes in der französischen Literatur widerspiegeln.

Am Sonntag, 8. Oktober, um 18.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel in "Buchzeit" mit den Literaturexpertinnen Sandra Kegel, Barbara Vinken und Katrin Schumacher über literarische Neuerscheinungen, u.a. über Leïla Slimanis preisgekrönten Roman "Dann schlaf auch du". Eine abschließende Zusammenfassung der Gespräche und Lesungen am 3sat-Stand ist am Sonntag, 15. Oktober, 12.00 Uhr in "Best of Buchzeit extra" zu sehen. Moderiert wird die Sendung von Vivian Perkovic.

Das Beste vom ZDF-Autorenforum auf der Frankfurter Buchmesse "Das Blaue Sofa" sendet 3sat in zwei 90-minütigen Zusammenfassungen, jeweils nachts, am Freitag, 13. Oktober, 3.20 Uhr und am Samstag, 14. Oktober, 2.40 Uhr.

Stand E 108, Halle 4.1., das ist die Adresse, unter der 3sat vom 11. bis zum 15. Oktober 2016 auf der 69. Frankfurter Buchmesse zu finden ist. Alle Gespräche und Lesungen vom 3sat-Stand sind ab 11. Oktober live unter www.3sat.de/buchmesse  zu sehen und als Video-on-demand bereitgestellt.

Mo, 2., bis So, 15. Oktober 2017 auf 3sat


Die Buchmesse in 3sat

ab Mo. 2. Okt., 19.20 Uhr: Kulturzeit ~ Mit der Reihe "Frankreich lesen"
Weitere Termine: Mi, 4.10., Fr, 6.10. und Di, 10.10., 19.20 Uhr

So. 8. Okt., 18.00 Uhr: Buchzeit ~ Talkrunde über literarische Neuerscheinungen mit Gert Scobel
ab Mi. 11. Okt., 19.20 Uhr: Kulturzeit ~ Das 3sat-Kulturmagazin berichtet werktäglich von der Messe
Fr., 13. Okt. 03.20 Uhr: Das Blaue Sofa ~ Gespräche von der Frankfurter Buchmesse
Sa, 14. Okt., 22.30 Uhr: Kulturzeit extra: Frankreich lesen ~ "Kulturzeit" erkundet das Gastland der Frankfurter Buchmesse
Sa. 14. Okt., 02.40 Uhr: Das Blaue Sofa~ Gespräche von der Frankfurter Buchmesse
So. 15. Okt., 12.00 Uhr: Best of Buchzeit extra ~ Das Beste von den Gesprächen am 3sat-Stand auf der Buchmesse
So. 15. Okt., 02.55 Uhr: Buchzeit extra: Frankfurter Buchmesse ~ Bücher und Themen am 3sat-Stand

www.buchmesse.de / www.3sat.de

Mittwoch, 20. September 17
IFPI stellt neuen Music Consumer Insight Report vor: Audio-Streaming für Musikkonsum weltweit immer wichtiger //  Urheberrechtsverletzungen bleiben Problem
Urheberrechtsverletzungen bleiben für die Musikindustrie weltweit eine zentrale Herausforderung: 40 Prozent der Konsumenten hören Musik über nicht-lizenzierte Angebote. In dieser Gruppe enthalten sind auch die 35 Prozent der Internet-Nutzer, die Streamripper verwenden; unter den 16- bis 24-Jährigen ‚rippt‘ weltweit sogar bereits mehr als jeder Zweite (53%). Deutschland liegt in diesen Bereichen unter dem globalen Schnitt: Hier beschaffen sich 30 Prozent der Nutzer musikalische Inhalte über nicht-lizenzierte Quellen und insgesamt 26 Prozent nutzen Streamripper; auch hierzulande ist Letzteres unter den 16- bis 24-Jährigen besonders verbreitet, liegt aber mit 37 Prozent immer noch 16 Prozentpunkte unter dem weltweiten Mittel. Dies sind zentrale Ergebnisse des gestern von der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI), dem Dachverband des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), veröffentlichten Music Consumer Insight Report 2017 “Connecting with Music”. Die von Ipsos Connect durchgeführte Studie hat die Musiknutzung in 13 der weltweit größten Musikmärkte untersucht. Befragt wurden Internet-Nutzer im Alter zwischen 16 und 64 Jahre in Australien, Brasilien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Mexiko, Süd-Korea, Spanien, Schweden, UK und den USA.

Weitere zentrale Erkenntnisse:
- Audio-Streaming nimmt weltweit deutlich zu: 45% der Konsumenten hören Musik über einen lizenzierten Service (2016: 37%) – ein Anstieg um 8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Von denen, die bezahlte Angebote nutzen, hören 90 Prozent Musik über das Smartphone.
- 13- bis 15-Jährige haben eine intensive Beziehung zu Musik: Trotz der Vielzahl konkurrierender Medien streamen 85 Prozent von ihnen Musik, 79 Prozent über Video-Streaming-Dienste, 67 Prozent über Audio-Streaming-Angebote, gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 13 Prozentpunkten. Von den jugendlichen Audio-Streamern sind wiederum 37 Prozent Abonnierende bezahlter Angebote, 62 Prozent streamen werbefinanziert.
- Der 'Value Gap' existiert nach wie vor: User-Upload-Video-Dienste wie YouTube haben den größten Anteil an der On-Demand-Streaming-Zeit, beteiligen die Kreativen und ihre Partner aber nicht in fairer Weise an den Erlösen. Dabei nutzen monatlich inzwischen 85 Prozent der YouTube-Besucher die Seite, um Musik zu hören, 76 Prozent von ihnen sogar, um ihnen bereits bekannte Musik zu streamen.

BVMI Geschäftsführer Dr. Florian Drücke: „Der „Connecting with Music“-Report zeigt zum einen, dass Jugendliche zunehmend Audio-Streaming-Dienste nutzen, was sehr erfreulich ist; auch, wenn Video-Streaming-Angebote derzeit noch immer ein Stück davor liegen, bestätigt dies, dass sich das Audio-Streaming als Format in der jungen Generation etabliert. Zum anderen ist es aus deutscher Sicht erfreulich festzustellen, dass sich bei uns weniger Menschen als in anderen Märkten über Streamripper mit Musik versorgen und insofern die konsequente Dreifach-Strategie der Branche in Deutschland – nämlich für attraktive legale Angebote zu sorgen, Aufklärung über die Zusammenhänge zu leisten und vor Rechtsverstößen abzuschrecken – Wirkung zeigt. Insgesamt zeigt der Report aber auch, dass die Nutzung von illegalen Angeboten weiterhin ernst genommen werden muss. Dass der Anteil der YouTube-Nutzer, die den Dienst zum Musikhören aufrufen, gegenüber dem letzten Report sogar noch leicht gestiegen ist, unterstreicht, wie wichtig es ist, dass die neue Bundesregierung die Bestrebungen, den Value Gap auf europäischer Ebene zu schließen, konsequent unterstützt.“

www.musikindustrie.de

Dienstag, 19. September 17
Aufruf an die Bundesregierung zur Schaffung eines Programms für verfolgte Künstlerinnen und Künstler
Die Meinungsfreiheit und die Freiheit von Wissenschaft und Kunst sind in unserem Grundgesetz verankert. Sie bedürfen zu ihrer Verteidigung des Einsatzes engagierter Bürgerinnen und Bürger. Wer die Freiheit der Kunst angreift, der will in Wahrheit die demokratische Freiheit einer Gesellschaft in Frage stellen.

Das dürfen wir nicht zulassen. Nicht bei uns und auch nicht in anderen Ländern. Das Schicksal verfolgter Kolleginnen und Kollegen in der Türkei oder in Russland, wie das von Kirill Serebrennikov, aber auch von Tausenden anderen, zum Beispiel im Nahen Osten und in Nordafrika, geht uns alle an: ihre Freiheit ist unsere Freiheit.

Diese Künstlerinnen und Künstler im Ausland, aber auch diejenigen, die aus dem Ausland zu uns fliehen, brauchen unsere Solidarität und darüber hinaus auch eine konkrete Unterstützung, eine Lebensperspektive.

Wenn wir uns dieser Aufgabe stellen, erfüllen wir auch eine historische Verpflichtung. Denn viele Länder, aus denen heute Künstlerinnen und Künstler fliehen müssen, haben zur Zeit der NS-Diktatur den verfolgten und vertriebenen deutschen Intellektuellen Zuflucht geboten. Gerade die Türkei ist dafür ein besonders eindrucksvolles Beispiel.

Wir fordern deshalb die Politik auf, sich dieses Problems endlich mit Nachdruck anzunehmen. Die deutsche Außenpolitik hat mit der Philipp Schwartz-Initiative und mit der Theaterinitiative gemeinsam mit dem Deutschen Bühnenverein und anderen einen ersten Schritt unternommen. Das ist ein Anfang, aber es muss mehr geschehen.

Unser Ziel ist es, dass nicht nur zehn oder hundert unserer Kolleginnen und Kollegen in Deutschland unter auch wirtschaftlich würdigen Bedingungen als Künstler tätig sein können, sondern dass pro Jahr mindestens eintausend solcher Arbeitsmöglichkeiten geschaffen werden.

Wir fordern hiermit die nächste Bundesregierung eindringlich auf, die finanziellen Mittel für ein solches Programm zur Verfügung zu stellen und versprechen im Gegenzug, uns dafür einzusetzen, dass jeder der Aufgenommenen in einer unserer Institutionen – Theater, Museen, Ausstellungshäuser und Festivals – arbeiten kann. Wir möchten Leiterinnen und Leiter anderer staatlich subventionierter Häuser auffordern, sich uns anzuschließen und verfolgte Künstlerinnen und Künstler in ihren Institutionen aufzunehmen.

Es unterzeichnen:

Marion Ackermann, Generaldirektorin Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Amelie Deuflhard, Intendantin Kampnagel Internationale Kulturfabrik GmbH
Dieter Kosslick, Festivaldirektor Berlinale Internationale Filmfestspiele Berlin
Shermin Langhoff, Intendantin Maxim Gorki Theater
Matthias Lilienthal, Intendant Münchner Kammerspiele
Joachim Lux, Intendant Thalia Theater
Thomas Ostermeier, Künstlerischer Leiter Schaubühne Berlin
Wolfgang Tillmans, Bildender Künstler
Annemie Vanackere, Intendantin HAU Hebbel am Ufer
Stefan Weber, Direktor Museum für Islamische Kunst im Pergamonmuseum
Peter Weibel, Ausstellungskurator und Kunst- und Medientheoretiker, ZKM Karlsruhe

Dienstag, 19. September 17
Ruhrtriennale Programm-Highlights der fünften Festivalwoche
Das Metathema der Ruhrtriennale 2017 – Utopien und Zukunftsvisionen – wird in der fünften Festivalwoche noch einmal besonders deutlich: So lässt das heutige „Konzert im Maschinenhaus“ von Roly Porter + MFO Science-Fiction-Filme anklingen, während das Musiktheaterstück „Homo Instrumentalis“ das Verhältnis von Mensch und Technik thematisiert. Johan Simons‘ Produktion „Cosmopolis“ erzählt von den Auswirkungen des gegenwärtigen Hyperkapitalismus und unter dem Titel „Neue Welten“ entwirft die nächste Theatergeneration Zukunftsbilder. Über die Entwicklung neuer Welt-Sichten auf persönlicher Ebene geht es in „Kleine Seelen“ und zum Resümee Johan Simons‘ dreijähriger Ruhrtriennale-Intendanz gehört auch der Blick nach vorn. 
 
Musik, Konzert im Maschinenhaus: Roly Porter + MFO present Third Law Live AV
18.9.: 20.00 Uhr, Maschinenhaus Essen — 25 €, erm. 12,50 € www.ruhr3.com/kon  
Roly Porter erschafft physisch intensive Soundwelten zwischen Ambient, Drone und Intelligent Dance Music. Der britische Musiker entwickelte nun gemeinsam mit dem Berliner Licht- und Filmkünstler MFO ein audiovisuelles Gesamtkunstwerk: Porters Kompositionen werden dabei zum kraftvollen Soundtrack einer Reise über virtuelle Mondlandschaften, an deren Finale die ZuschauerInnen bei geschlossenen Augen Lichtreizen ausgesetzt werden, die das Unbewusste jedes Einzelnen stimulieren und das Konzert zu einer besonderen individuellen Erfahrung machen. 
 
Musiktheater / Uraufführung: Homo Instrumentalis
Georges Aperghis, Luigi Nono, Yannis Kyriakides, Romain Bischoff, Silbersee
21.-23.9.: 19.30 Uhr | 24.9.: 15.00 Uhr, Gebläsehalle Landschaftspark Duisburg-Nord — 20 / 30 / 40 €, erm. 10 / 15 / 20 € www.ruhr3.com/hom  
„Homo Instrumentalis“ thematisiert das Verhältnis von Mensch und Maschine in Form einer interdisziplinären Performance: Basierend auf Klang-Kompositionen von Luigi Nono, Yannis Kyriakides und Georges Aperghis lässt Silbersee, ein Amsterdamer Produktionshaus für unkonventionelles Musiktheater, Gesang, Tanz, elektronische Musik und Videokunst miteinander verschmelzen. Bei der ebenso physischen wie poetischen Aufführung wird ein Spektrum an Emotionen gegenüber Technologie erfahrbar, das von Befriedigung über Bewunderung bis Furcht reicht. 
 
Refektorium: The Broke ’N’ Beat Post Show Jam-Session
21.9.: 19.30, Refektorium, Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum — freier Eintritt www.ruhr3.com/ref  
Die vier jungen KünstlerInnen von „The Broke ‘N’ Beat Collective“ erzählen Geschichten in einem Mashup aus Hip-Hop, Theater und Puppenspiel. BesucherInnen, die sich selbst einmal im Singen, Rappen, Beatboxen oder Musizieren ausprobieren möchten, haben bei einer offenen Jam-Session Gelegenheit dazu: Nach der Aufführung am 21.9. laden Elisha Howe, Jack Hobbs, Mohsen Nouri und Ryan LoGisTic Harston sowie die Teenager von Mit Ohne Alles zum zwanglosen Improvisieren ins Refektorium ein. 
 
Musiktheater / Uraufführung: Cosmopolis
Nach Don DeLillo; BL!NDMAN, Johan Simons
22.-23.9.: 20.00 Uhr | 24.9.: 17.00 Uhr | 28.-30.9.: 20.00 Uhr, Halle 4, Jahrhunderthalle Bochum — 20 / 35 / 50 / 65 €, erm. 10 / 17,50 / 25 / 32,50 €  www.ruhr3.com/cos  
Die letzte Regiearbeit von Johan Simons als Intendant der Ruhrtriennale feiert am 22.9. Weltpremiere. „Cosmopolis“, nach dem gleichnamigen Roman von Don DeLillo, nimmt das Publikum mit auf eine schicksalhafte Fahrt durch Manhattan mit einem Finanzspekulanten, der nicht nur sein gesamtes Kapital aufs Spiel setzt. Simons verbindet das Thema des globalen Hyperkapitalismus mit Fragen nach individueller Haltung. Musikalisch setzt Eric Sleichims Kollektiv BL!NDMAN die Motivik in bekannten und neuen Kompositionen für vier Saxofone und Live-Elektronik um. 
 
Schauspiel / Uraufführung: Neue Welten 1+2+3
Campustriennale Masterclass, Liliane Koch, Pia Richter, Thea Rinderli
23.-24.9.: 17.00 Uhr, Ringlokschuppen Ruhr Mülheim — 15 €, erm. 7,50 € www.ruhr3.com/neu  
Drei Theaterkollektive der Masterclass der Campustriennale entwickelten während des Festivals eigene Arbeiten rund um Utopien und Zukunftsvisionen. In „Amerika“ zeichnen sie ein Alternativbild zu den USA von heute, in „Roar“ beschwören sie eine neue Form von Komik und Feminismus herauf und in „Metamorphosis“ beschäftigen sich mit dem nächsten Schritt der menschlichen Evolution. BesucherInnen können alle drei Projekte der Künstlergeneration von morgen an einem langen Theaterabend erleben. Am Wahlsonntag gibt es die Möglichkeit, im Foyer die Ergebnisse der Bundestagswahl 2017 zu verfolgen.
 
Schauspiel / Neuinszenierung: Kleine Seelen
Nach Louis Couperus; Ivo van Hove
24.9.: 19.30 Uhr | 28.-30.9.: 19.30 Uhr, Maschinenhalle Zeche Zweckel — 20 / 30 / 40 €, erm. 10 / 15 / 20 € www.ruhr3.com/kle  
Regisseur Ivo van Hove beendet in dieser Spielzeit seine Trilogie und wählt zum dritten Mal einen Roman von Louis Couperus als Vorlage für eine Inszenierung. „Kleine Seelen“ erzählt die Geschichte einer bürgerlichen Familie aus Den Haag, die sich nach dem Wegzug aus der Stadt neuen Lebensverhältnissen anpassen muss. Alle leiden scheinbar ausweglos unter den Konsequenzen vergangener Entscheidungen. Doch nach und nach entwickeln diese „Kleinen Seelen“ – für sich allein und gemeinsam – ein anderes Selbst-Verständnis und eine neue Welt-Sicht. 
 
Forum & Dialog: Johans High Noon V
Mit: Johan Simons
24.9.: 12.00 Uhr, Refektorium, Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum — freier Eintritt www.ruhr3.com/ref 
Ein letztes Mal in dieser Spielzeit lädt Johan Simons am Sonntag zu „Johans High Noon“ ins Refektorium des Kunstdorfs „The Good, the Bad and the Ugly“. Zum Abschluss seiner dreijährigen Intendanz steht der Gastgeber ausnahmsweise selbst im Mittelpunkt: Mit dem Publikum spricht Johan Simons über seine Erfahrungen im Ruhrgebiet, besondere Erlebnisse in drei Jahren Ruhrtriennale und seine Pläne für die Zukunft. BesucherInnen können ihre Fragen live stellen oder vorab an refektorium@ruhrtriennale.de schicken. 

www.ruhrtriennale.de

Dienstag, 19. September 17
Dieter Gorny kandidiert nicht erneut für Vorstandsvorsitz des BVMI
Prof. Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), wird bei der im Herbst anstehenden turnusgemäßen Vorstandswahl nicht wieder antreten. Gorny, der das Amt des Vorstandsvorsitzenden seit 2007 bekleidet, begründete seine Entscheidung damit, nach zehn für Verband und Branche politisch wie wirtschaftlich spannenden Jahren noch einmal andere Akzente für die Kultur- und Kreativwirtschaft setzen zu wollen.

Die Vorstände des BVMI dankten Dieter Gorny und würdigten sein langjähriges Engagement für die Musikindustrie:
Frank Briegmann (President Central Europe Universal Music und Deutsche Grammophon): „Durch seine vielfältigen Kontakte in der Branche und auf politischer Ebene war Dieter Gorny ein idealer Mittelsmann zwischen uns und unseren politischen Stakeholdern. Wir wissen zu schätzen, dass wir diese Kompetenz zehn Jahre lang auf der Seite unserer Branche wussten.“

Bernd Dopp (Chairman & CEO Warner Music Central Europe): „Dieter Gorny hat die Interessen der Musikindustrie in einer entscheidenden und gleichzeitig nicht immer leichten Phase mit großer Expertise, Augenmaß, Engagement und Leidenschaft vertreten. Dafür gilt ihm unser Dank!“

Philip Ginthör (CEO Sony Music Entertainment GSA): „Bei allen Erfolgen der Branche befinden wir uns noch immer in einem tiefgreifenden Umwälzungsprozess. Dieter Gorny hat mit seinem persönlichen Einsatz beste Voraussetzungen für die weitere Arbeit des Bundesverbandes geschaffen. Dank seiner nachhaltigen Initiative bei politischen Entscheidungsträgern können gesetzlich verankerte Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Digitalökonomie erfolgreich vorangetrieben werden.“

Konrad von Löhneysen (Geschäftsführer Embassy of Music und Sprecher der außerordentlichen Mitglieder): „Dieter Gorny hat über lange Jahre für uns gestritten – in großen Debatten und bei großen Themen, die auch und gerade für die kleinen Labels oft sehr wichtig für das daily business sind. Dafür vielen Dank, lieber Dieter!“

Dieter Gorny ist geschäftsführender Direktor des European Centre for Creative Economy (ecce), Beauftragter für kreative und digitale Ökonomie im Bundeswirtschaftsministerium und Professor für Kultur- und Medienwissenschaft an der Fachhochschule Düsseldorf. Er ist Präsidiumsmitglied des Deutschen Musikrats, Vorsitzender des Bundesfachausschusses Musikwirtschaft und Aufsichtsratsvorsitzender der Initiative Musik. Zuvor gründete der studierte Kontrabassist und Komponist unter anderem den Musiksender VIVA, rief die Musikmesse Popkomm ins Leben und wurde 1997 für seine Verdienste um das deutsche Fernsehen mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet.

www.musikindustrie.de 

Montag, 18. September 17
Viel Beifall für neues Musical ~ Shakespeares „Der Sturm“ in Bad Bentheim klangvoll auf die Bühne gebracht
Das Burg-Gymnasium Bad Bentheim und die Musik-Akademie Obergrafschaft luden am 15. und 16. September zu einer neuen Musical-Produktion ins Forum an der Professor-Prakke-Straße ein.  William Shakespeares Werk „Der Sturm“, gepaart mit moderner Musik, wurde klangvoll auf die Bühne gebracht.  Rund 700 Zuschauer besuchten zwei Aufführungen und spendeten viel Beifall.

Der Sturm ~ Bad Bentheim
Der Sturm
Burg-Gymnasium Bad Bentheim und die Musik-Akademie Obergrafschaft
Phillip Diekel als Ferdinand
© Burg-Gymnasium Bad Bentheim/Musik-Akademie Obergrafschaft

Mit der neuen Inszenierung knüpften die Musiktheater-Arbeitsgemeinschaften an eine Tradition der Theaterarbeit am Burg-Gymnasium an: Behutsam gekürzt, wurde ein klassischer Theatertext umgesetzt; gefragt wurde nach der Aktualität und Bedeutung seiner Themen. Denn es geht in Shakespeares letztem, um 1611 entstandenem Drama um Fragen von ungebrochener Wichtigkeit: Macht und Machtverzicht, die Vision von einer gerechten Gesellschaft, Allmacht und Ohnmacht, Rebellion und Unterordnung, Vorurteil und Menschlichkeit.

Die Handlung ist kompliziert, aber schnell erzählt: Die entmachtete Herzogin Prospera beschwört mithilfe ihrer magischen Dienerin einen Sturm herauf, um ihre Feinde auf ihre Insel zu locken und sich grausam an ihnen zu rächen – und um ihre Tochter mit einem Prinzen zu verkuppeln. Der Plan ist klar, die Ausführung zauberhaft: Mit vielen magischen Tricks entfesselt Prospera ein Illusionsspiel sondergleichen und entgeht dabei souverän den Attacken versoffener Schiffbrüchiger und wilder Eingeborener. Unterstützt vom Luftgeist Ariel, jagt Prospera die Umherirrenden durch die Wildnis und lässt sie in all ihrer ungebrochenen Machtlust und Verschlagenheit, ihrer Gier und ihrem Neid aufeinanderprallen – als Gefangene ihrer selbst. Die Insel wird zum Freiluftlabor menschlicher Beziehungen.

Eine wichtige Aufgabe hatte dabei die Musik. Eingebaut in die Handlung,  unterstützten moderne Songs aus Pop und Rock die Stimmung einer Szene, das Lebensgefühl einer Figur oder brachten diese erst zum Ausdruck. Der musikalische Leiter Bodo Wolff (Musik Akademie Obergrafschaft) hatte Musik von Led Zeppelin, Biffy Clyro, Clueso, Ed Sheeran, Coldplay und anderen für die fünfzehnköpfige Band der Schule neu arrangiert und seinen jungen Musiker auf den Leib geschrieben. Regie führte Studiendirektor Dr. Thomas Füser. Gefördert wurde die Zusammenarbeit von Burg-Gymnasium und Musik Akademie Obergrafschaft aus Mitteln des Projektes „Schule:Kultur!“ (Kultusministerium und. Ministerium für Wissenschaft und Kultur in Niedersachsen).

Die Hauptrollen wurden von zwei ehemaligen und fünf aktuellen  Schülerinnen gespielt: Nina Steinert,  Nadine Elfering, Ann-Katrin Eden, Merle Weber, Anna Burlon,  Ravana Oruclu und Anna Ohlsen.  Zur Band gehörten unter anderen Lena Poppenborg, Thilo Vos,, Liselotte Huizinga und Mathis Graf von Harteneck.  Um die Kostüme und die Requisiten kümmerte sich Sabine Niehaus.  Licht und Ton wurden von Kris Lucas, Alexander Hill, Paul Grothaus, Max Euskirchen, Ole Grobbe, Nils Kock und Philip Ottenschot gestaltet.

Montag, 18. September 17
Theater Augsburg: Es geht los! Jetzt! Ananasfrisch!
Mit einem großen Theaterfest am 24. September, gefolgt von gleich vier Premieren aus den Sparten Musiktheater und Schauspiel im Oktober, beginnt die neue Saison am Theater Augsburg unter der Intendanz von André Bücker.

Theaterfest im Textilviertel
24. September 2017 | 11:00 Uhr bis open end | martini-Park
Ananasfrische Drinks, bunte Unterhaltungs- und Mitmachaktionen sowie viel Musik erwarten das Augsburger Publikum am 24. September beim großen Theaterfest im martini-Park.

»Auftakt – Die Spielzeitshow«
24. September 2017 | 16:00 bis 17:45 Uhr | martini-Park
Das neue Team stellt sich vor und gibt mit seiner Spielzeitshow »Auftakt« exklusiv Einblicke in die Highlights der neuen Saison. Karten sind bereits im Vorverkauf erhältlich.
Nach der Übertragung der ersten Hochrechnungen der Bundestagswahl wird auf der »After-Wahl-Party« getanzt – es legen u. a. The DJ Peace Corps auf.

Der Freischütz
Romantische Oper von Carl Maria von Weber | Libretto: Friedrich Kind
Musikalische Leitung: Domonkos Héja | Inszenierung & Kostüme: Hinrich Horstkotte
Bühne: Siegfried E. Mayer | Video: Sophie Lux
Premiere 1.10.17 | martini-Park
Nach 35 Jahren ist die bedeutendste deutsche Oper der Romantik endlich wieder in Augsburg zu sehen. Hinrich Horstkotte, mehrfach von der Fachzeitschrift »Opernwelt« als bester Regisseur und Ausstatter nominiert, bringt Carl Maria von Webers ausdrucksstarkes Werk stimmgewaltig besetzt auf die Bühne. Konsequent im Stile der schwarzen Romantik setzt er den Fokus auf das Unheimliche und Mystische der Geschichte um den Jäger Max im Widerstreit mit seinem mephistophelischen Doppelgänger Kaspar. Das Augsburger Publikum darf sich auf eine Inszenierung mit eindrucksstarken Bildern freuen.

Tatort Augsburg
Folge 1: »Zu neuen Ufern«
Idee, Regie & Video: David Ortmann | Buch: Andreas Hillger
Premiere der ersten Folge 6.10.17 | hoffmannkeller & Stadtraum
Augsburg wird Tatort-Stadt! David Ortmann, fester Hausregisseur am Theater Augsburg, holt die beliebte Krimireihe als mobiles Theaterformat in die Lechmetropole. Hier wird nicht auf der Guckkastenbühne gefahndet, sondern im wohl aufwendigsten Bühnenbild überhaupt: in den Straßen, Häusern, Stadtteilen, ja sogar im öffentlichen Nahverkehr. Immer wieder schlagen projizierte Videosequenzen und liebevolle Stereotype den Bogen zur populärsten Krimiserie der Deutschen.
Die erste Folge »Zu neuen Ufern« zieht die beiden Ermittler in einen berüchtigten Stadtteil und tief in die Geschichte des Ortes hinein. Dieses Mal wird in der Unterwelt gefahndet.

Peer Gynt
Ein dramatisches Gedicht von Henrik Ibsen
Inszenierung: André Bücker | Bühne: Jan Steigert | Kostüme: Suse Tobisch
Musik: Eva Gold & Girisha Fernando (Misuk) | Video: Frank Vetter
Premiere 7.10.17 | martini-Park
Zwischen Wahn und Wahnsinn lässt André Bücker Ibsens vom nackten Überlebenswillen getriebenen Antihelden auf der Suche nach sich selbst durch eine alptraumhafte Szenerie aus zauberhaften Klängen und virtuellen Realitäten wandern. Unterstützt wird er dabei von Eva Gold und Girisha Fernando von der Augsburger Band »Misuk«, die eigens für diese Inszenierung Texte aus »Peer Gynt« neu vertont haben.
Peers Rastlosigkeit, sein unbändiger Freiheitsdrang, seine verzweifelte Sinnsucht schreibt dem Stück einen unweigerlichen Realitätsbezug ein, in dem sich das identitätssuchende, vom Selbstoptimierungswahn getriebene Individuum der Gegenwart wiederfindet.

paradies fluten (verirrte sinfonie)
Teil 1 der Klimatrilogie
Schauspiel von Thomas Köck
Inszenierung: Nicole Schneiderbauer | Bühne & Kostüme: Miriam Busch
Video: Stefanie Sixt
Premiere 8.10.17 | brechtbühne
Sprach- und bildgewaltig wirft der Kleist-Förderpreisträger Thomas Köck im ersten Teil seiner Klimatrilogie einen poetischen Blick in das Herzstück spätmoderner Zivilisation. Dabei spannt er einen Bogen von der Frühphase der Globalisierung bis in unser Heute und erzählt Geschichten von Kapitalismus, Klimawandel, Demenz und dem Raubbau des Menschen an sich selbst.
Inszeniert wird die sprachgewaltige Bilderflut von Hausregisseurin Nicole Schneiderbauer, die in ihren Arbeiten formale Grenzen zwischen Schauspiel, Tanz und Performance auslotet.
Gemeinsam mit ihrem Ensemble untersucht sie Köcks Stück mit unverstelltem Zugriff, um seine Flüchtigkeit und radikale Wandelbarkeit in adäquate, sinnliche Bühnensprache zu übersetzen.

www.theater-augsburg.de

Montag, 18. September 17
London: Tina Turner Musical ab März 18 im Aldwych Theatr
Am 21.März 2018 starten die Previewvorstellungen des neuen Tina Turner Musical im Londoner Aldwych Theatre. Die Premiere findet am 17. April 18 statt. Der offizielle Vorverkauf startet am 22. September17. Zunächst sind nur Tickets bis zum 16. Juni 18 zu buchen. Das Musical erzählt die Geschichte von Tina Turner und wurde von Katori Hall, Frank Ketelaar und Kees Prins geschrieben. Regie führt Phyllida Lloyd, der bereits erfolgreich das Abba-Musical Mamma Mia auf die Bühne brachte. Choreografie: Anthony van Laast, Bühne und Kostüme: Mark Thompson, Licht: Bruno Poet, Ton: Nevin Steinberg, Orchestrations: Ethan Popp und musical supervision: Nicholas Skilbeck.
Welche Songs von Tina Turner das Musical beeinhalten wird, wurde noch nicht bekannt gegeben. Produziert wird das Musical von Stage Entertainment, Joop van den Ende und Tali Pelman.

tinathemusical.com

Samstag, 16. September 17
Deutscher Theaterpreis DER FAUST 2017: Bekanntgabe der Nominierten // Elfriede Jelinek erhält Preis für das Lebenswerk

Am Freitagabend des 03. November 2017 wird im Schauspiel Leipzig zum zwölften Mal der Deutsche Theaterpreis DER FAUST verliehen. Der Preis umfasst die Auszeichnungen in acht Kategorien sowie den Preis für das Lebenswerk. Die Nominierungen 2017 lauten:

Regie Schauspiel
Kornel Mundruczó
, „Látszatélet / Imitation of Life”, Theater Oberhausen -
Eine Produktion von Proton Theater Budapest in Koproduktion mit Wiener Festwochen, Theater Oberhausen, La Rose des Vents, Maillon, Théâtre de Strasbourg/ Scene européenne; Trafó House of Contemporary Arts; HAU Hebbel am Ufer, HELLERAU – European Center for the Arts und Wiesbaden Biennale;
Joanna Praml, „Ein Sommernachtstraum“, Düsseldorfer Schauspielhaus/Bürgerbühne;
Johanna Wehner, „Die Orestie“, Staatstheater Kassel;

Darstellerin/Darsteller Schauspiel
Karin Neuhäuser
in „Wut/Rage“, Thalia Theater Hamburg;
Martin Reinke, Willy Loman in „Tod eines Handlungsreisenden“, Schauspiel Köln;
Téné Ouelgo, Wilhelm Voigt in „Der Hauptmann von Köpenick“, Theater Altenburg-Gera;

Regie Musiktheater
Paul-Georg Dittrich
, „La damnation de Faust“, Theater Bremen;
Tatjana Gürbaca, „Lohengrin“, Aalto-Theater Essen;
Christoph Marthaler, „Lulu“, Hamburgische Staatsoper

Die Soldaten
Die Soldaten
Staatstheater Wiesbaden
Marie (Gloria Rehm)
© Karl Monika Forster

Sängerdarstellerin/Sängerdarsteller Musiktheater
Nadine Lehner
, Kundry / 1. und 2. Knappe / Stimme aus der Höhe in „Parsifal“, Theater Bremen;
Gloria Rehm, Marie in „Die Soldaten“, Staatstheater Wiesbaden;
Georg Zeppenfeld, Gurnemanz in „Parsifal“, Bayreuther Festspiele

Choreografie
Maria Campos & Guy Nader
, „Fall Seven Times” im Rahmen des zweiteiligen Ballettabends „Magma”, Staatstheater Mainz;
Dewey Dell, „Sleep Technique – Eine Antwort an die Höhle“, Tanzfabrik Berlin -
Eine Koproduktion mit Societas (Cesena), PACT Zollverein (Essen), BIT Teatergarasjen (Bergen), Brut Wien,Tanzfabrik Berlin;
Damien Jalet, „Thr(o)ugh“, Hessisches Staatsballett Darmstadt Wiesbaden

Darstellerin/Darsteller Tanz
Adam Russell-Jones
in „Le spectre de la rose“, Stuttgarter Ballett;
Sylvana Seddig in „Iphigenie“, Schauspiel Frankfurt;
Lou Thabart als Theo in „Van Gogh”, Leipziger Ballett/Oper Leipzig

Regie Kinder- und Jugendtheater
Hannah Biedermann
, „entweder und“, Junges Ensemble Stuttgart (JES);
Jan Friedrich, „Faust“, Junges Nationaltheater Mannheim;
Ulrike Hatzer, „Nebenan“, Junges Staatstheater Braunschweig

Bühne/Kostüm
Sebastian Hannak
, Raumbühne „Heterotopia“, Oper Halle;
Michael Sieberock-Serafimowitsch (Bühne) / Mona Ulrich (Kostüm), „Die Borderline Prozession“, Schauspiel Dortmund;
Teresa Vergho (Kostüm), „Die Selbstmordschwestern“, Münchner Kammerspiele

Den Preis für das Lebenswerk erhält Elfriede Jelinek
Die Schriftstellerin Elfriede Jelinek ist eine unüberhörbare Stimme im öffentlichen Geschehen. Seit Beginn ihres Schaffens gilt sie als Provokateurin; sie ist die Gegenwartsautorin, der es durch exakte und kontinuierliche Beobachtung gesellschaftlicher Phänomene und deren sezierender Analyse gelingt, den Finger in kollektive Wunden zu legen. Mit ihrer anspruchsvollen Prosa, die fortwährend Brücken zwischen unterschiedlichen Gedankenwelten schlägt, leistet sie einen gleichermaßen sozial wie politisch engagierten Beitrag. Als eine der prominentesten MitgestalterInnen der Umbrüche im deutschsprachigen Theater nach 1968 hat sie mit ihrer Absage an traditionelle dramatische Strukturen und mit ihren wortgewaltigen, sprachlich verdichteten Textflächen eine neue Richtung vorgegeben. Gerade in den letzten Jahren gelingt es ihr mit formal offenen und inhaltlich engagierten Texten immer wieder, Publikum und Kritiker zu faszinieren. Uneitel und mit kunstvollem Sprachfuror schafft sie existenzielle Theatervorlagen, die ganz aktuell sind und dabei tief in die europäische Geschichte zurückgreifen.

In ihrem Schreiben und Wirken weist Elfriede Jelinek weit über sich hinaus: hin zur Gesellschaft und zum Menschsein an sich, und sie setzt damit stetig neue Akzente. Mit der Verleihung des FAUST-Preises 2017 würdigt die Jury ein künstlerisches Lebenswerk, das schon jetzt unauslöschliche Spuren in Literatur, Theater und Film hinterlassen hat – und das uns hoffentlich auch in Zukunft auf unentdeckte ästhetische Wege mitnimmt.

„Ich komme nach Leipzig, an einen Ort, wo man die ganze Welt im Kleinen sehen kann“ (Gotthold Ephraim Lessing)

Gastgeber des Deutschen Theaterpreises DER FAUST sind in diesem Jahr der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig, wo die Verleihung im Schauspiel Leipzig stattfinden wird.

Oberbürgermeister Burkhard Jung: „Dass in diesem Jahr die Stadt Leipzig die Ehre hat, Gastgeber für die Verleihung dieses renommierten Theater-Preises zu sein, freut mich ganz besonders. Leipzig ist eine Kulturstadt, die aus ihrer langen Tradition heraus durch die Arbeit und Kreativität der Theaterschaffenden auf den unterschiedlichsten Gebieten der darstellenden Kunst immer wieder überregionale und internationale Aufmerksamkeit erzielt. Dass unter den Nominierten ein Künstler des Leipziger Balletts ist, lässt mich auf die Verleihung des FAUST mit zusätzlicher Spannung schauen“.
Der Deutsche Theaterpreis DER FAUST 2017 wird veranstaltet und gefördert durch den Freistaat Sachsen, die Stadt Leipzig, die Kulturstiftung der Länder, die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste und den Deutschen Bühnenverein. Weitere Kooperationspartner sind 2017 die Standortkampagne des Freistaates Sachsen unter dem Motto „So geht sächsisch“ (www.so-geht-saechsisch.de). und der Deutsche Bühnenverein Landesverband Sachsen.

Veranstaltungspartner 2017 ist das Schauspiel Leipzig, Medienpartner sind 3sat, Deutschlandfunk Kultur und Die Deutsche Bühne. Automobilpartner ist Skoda. 3sat berichtet über die Verleihung ausführlich am Sonntag, dem 05. November 2017, um 17.45 Uhr.

Samstag, 16. September 17
Nominierungen Theaterpreis DER FAUST: Das Hessische Staatstheater Wiesbaden freut sich
Das Hessische Staatstheater Wiesbaden freut sich über die Nominierungen für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST von Künstlerinnen und Künstlern, die dem Haus verbunden sind.
Die Sopranistin Gloria Rehm ist in der Kategorie »Sängerdarstellerin Musiktheater« für die Partie der Marie in Bernd Alois Zimmermanns »Die Soldaten« nominiert. Sie feierte in Wiesbaden große Erfolge als Adina (»Der Liebestrank«), Norina (»Don Pasquale«), Despina (»Così fan tutte«), Blonde (»Die Entführung aus dem Serail«), Kunigunde (»Candide«), Falke/Hüter der Schwelle (»Die Frau ohne Schatten«), Gretel (»Hänsel und Gretel«) und Musetta (»La Bohème«). In jüngster Zeit war sie am Hessischen Staatstheater Wiesbaden als Adele (»Die Fledermaus«), Königin der Nacht (»Die Zauberflöte«), Woglinde und Helmwige (»Der Ring des Nibelungen«) sowie Konstanze (»Die Entführung aus dem Serail«) zu erleben.

Regisseur Kornel Mundruczó ist in der Kategorie »Regie Schauspiel« für das Stück »Látszatélet / Imitation of Life«, koproduziert von der Wiesbaden Biennale, nominiert. Das Stück war im Großen Haus des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden im September 2016 zu sehen.

Tanz-Choreograf Damien Jalet ist in der Kategorie »Choreografie« für die Produktion »Thr(o)ugh« nominiert. Das Stück ist eine Neukreation für das Hessische Staatsballett und wurde im Rahmen des zweiteiligen Ballettabends »Grenzgänger« am Staatstheater Darmstadt uraufgeführt.

Folgende  Nominierungen der regelmäßigen Gäste am Hessischen Staatstheater Wiesbaden sind ebenfalls hervorzuheben:

Regisseurin Johanna Wehner ist in der Kategorie »Regie Schauspiel« für die Produktion »Die Orestie« am Staatstheater Kassel nominiert. In der aktuellen Spielzeit bringt Wiesbaden die Oper »Schönerland« zur Uraufführung. Premiere des Auftragswerks ist am Samstag, den 16. September 2017 im Großen Haus des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. In Wiesbaden inszenierte sie zuletzt im Schauspiel »Die Kinder bleiben« von Alice Munro und »Egmont!«.

Bühnenbildner Sebastian Hannak ist in der Kategorie »Bühne/Kostüm« für die Bühne zu »Heterotopia« an der Oper Halle nominiert. In der Spielzeit 2017.2018 gestaltet er das Bühnenbild zum Ballett »Eine Winterreise« von Tim Plegge, das am 7. Oktober 2017 im Großen Haus des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden Premiere feiert. In Wiesbaden zeichnete er für die Bühnenbilder zu den Ballett-Produktionen »Kaspar Hauser« und »Aschenputtel« verantwortlich.

Uwe Eric Laufenberg freut sich auch über die Nominierung von Georg Zeppenfeld in der Kategorie »Sängerdarsteller Musiktheater« für die Partie des Gurnemanz in seiner Bayreuther Inszenierung »Parsifal«.

Am Freitag, den 3. November wird im Schauspiel Leipzig zum zwölften Mal der Deutsche Theaterpreis DER FAUST verliehen. Der Preis umfasst die Auszeichnungen in acht Kategorien sowie den Preis für das Lebenswerk.

www.staatstheater-wiesbaden.de 

Samstag, 16. September 17
"ECHO KLASSIK" im ZDF mit Thomas Gottschalk und Jonas Kaufmann
Zahlreiche Stars, darunter Tenor Jonas Kaufmann und Geiger Daniel Hope, werden zur 24. Verleihung des "ECHO KLASSIK" am Sonntag, 29. Oktober 2017, in der Elbphilharmonie Hamburg erwartet und dort ausgezeichnet. Thomas Gottschalk präsentiert die festliche Gala, die das ZDF ab 22.00 Uhr ausstrahlt.

Tenor Jonas Kaufmann erhält die begehrte Trophäe als "Bestseller des Jahres", die "12 Cellisten der Berliner Philharmoniker" und Geiger Daniel Hope werden jeweils in der Kategorie "Klassik ohne Grenzen" ausgezeichnet. Zu den großen Stimmen, die in Hamburg live zu erleben sind, gehören außerdem die Mezzosopranistin Joyce DiDonato, der der Preis als "Sängerin des Jahres" verliehen wird. Und zum "Sänger des Jahres" hat die Jury den Bariton Matthias Goerne gewählt.

Als Instrumentalisten werden der Pianist Maurizio Pollini und die Akkordeonistin Ksenija Sidorova ausgezeichnet, als Nachwuchskünstler die Sopranistin Pretty Yende und der Pianist Lucas Debargue. Auf einen "ECHO KLASSIK" freuen können sich die Sopranistin Aida Garifullina (Kategorie "Solistische Einspielung") und die Cellistin Camille Thomas ("Kammermusikeinspielung 19. Jahrhundert").

Für ein besonderes Erlebnis in der Hamburger Elbphilharmonie sorgt zudem das Philharmonische Staatsorchester Hamburg unter der Leitung seines Generalmusikdirektors und Chefdirigenten Kent Nagano, der als "Dirigent des Jahres" für seine Einspielung von Richard Strauss' "Alpensinfonie" prämiert wird.

Der "ECHO KLASSIK" ist die höchste Auszeichnung für Musik auf Tonträger im Bereich der klassischen Musik. Seit 1994 zeichnet die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), alljährlich herausragende Künstler aus. Die Verleihung gehört seit vielen Jahren zum ZDF-Klassikprogramm.

Frankfurter Buchmesse und Oper Frankfurt kooperieren ~ Strategische Zusammenarbeit beginnt mit der Spielzeit 2017/18
Die Frankfurter Buchmesse (11.-15. Oktober 2017) und dieOper Frankfurt haben zum Start der Spielzeit 2017/18 eine Kooperationsvereinbarung beschlossen. Ziel der strategischen Partnerschaft ist es, sowohl dem Opern- als auch dem Buchmessepublikum Kulturerlebnisse internationalen Zuschnitts aus der jeweils anderen „Sparte“ zu bieten.
Für Freunde und Partner der Oper Frankfurt sieht die Kooperation den Besuch von exklusiven Veranstaltungen auf der Frankfurter Buchmesse vor sowie
Sonderkontingente für bestimmte Messebereiche. Besuchern der Buchmesse bietet die Oper Frankfurt in der Spielzeit 2017/18 zwanzig Prozent Preisnachlass in allen Kategorien auf die Vorstellungen der Wiederaufnahme von Purcells Dido and Aeneas und Bartóks Herzog Blaubarts Burg. Die Inszenierung dieses Doppelabends stammt von Barrie Kosky, dem Intendanten der Komischen Oper Berlin, und wurde im Sommer 2013 mit überragendem Erfolg auch beim Edinburgh Festival gezeigt.
Zudem legte Kosky kürzlich eine stark akklamierte Inszenierung von Wagners Die Meistersinger von Nürnberg bei den Bayreuther Festspielen vor.
„Kulturinteressierte Bürgerinnen und Bürger können sich für große Literatur ebenso begeistern wie für Opernaufführungen. Mit ihren opulenten Inszenierungen ist die Oper Frankfurt für Musikliebhaber in Deutschland und in der ganzen Welt ein Leuchtturm mit besonderer Strahlkraft. Wir freuen uns deshalb auf die
Zusammenarbeit mit Bernd Loebe und seinem Team und hoffen, dass wir die Kulturinteressierten in Frankfurt und weltweit stärker vernetzen und ihnen
gemeinsam neue kulturelle Highlights bieten können“, sagt Markus Gogolin, Leiter Strategisches Marketing DACH bei der Frankfurter Buchmesse.
Praktischer Hinweis: Für die Vorstellungen am 13., 15., 21. und 29. Oktober sowie am 4. November 2017 sind Tickets ausschließlich über die Vorverkaufskasse am Willy-Brandt-Platz mit Nachweis über den Besuch der Buchmesse erhältlich.

www.oper-frankfurt.de / www.buchmesse.de

Samstag, 16. September 17
„ttt - titel thesen temperamente" am Sonntag
„ttt - titel thesen temperamente" (MDR) kommt am Sonntag, 17. September 2017, um 23.05 Uhr im Ersten. Die geplanten Themen:

50-jähriges Bühnenjubiläum - was macht eigentlich Cat Stevens?
Geboren 1948 in London als Steven Demetre Georgiou, Sohn einer Schwedin und eines Griechen, begann er vor genau 50 Jahren seine Karriere als Popsänger: „The First Cut Is The Deepest", „Morning Has Broken", „Peace Train" - mit solchen Songs verkaufte er über 40 Millionen Alben, wurde zu einem der charismatischsten Sinnsucher der Popmusik. Ende der 70er Jahre hatte er das Popstar-Sein satt. Aus Cat Stevens wurde Yusuf Islam, ein Moslem. Der verkaufte alle seine Instrumente, zog sich zurück in ein muslimisches Viertel von London und zeugte fünf Kinder, gründete eine islamische Koranschule und Hilfsprojekte unter dem Dach der Vereinten Nationen. 2006. Nach 28 Jahren strikter Verweigerung griff er wieder zur Gitarre und kehrte als Sänger in die Öffentlichkeit zurück. Seitdem stehen hinter Yusuf ein Schrägstrich und der Name Cat Stevens. Yusuf / Cat Stevens ist 69 Jahre alt. Sein neues Album heißt „The Laughing Apple". Neben neuen Liedern hat er Songs seines ersten Albums reanimiert. „ttt" traf Cat Stevens in London, wo er im ehemaligen Wohnhaus seiner Eltern ein Mini-Konzert mit seinen neuen und alten Songs gab. (Autor: Lutz Pehnert)

Brennpunkt Marseille oder „Die Erschaffung des Monsters"
Frankreichs zweitgrößte Stadt gilt als die ärmste Europas. In den Randbezirken von Marseille kristallisieren sich alle Übel des Landes. Sie sind geprägt von Drogenhandel, Korruption, Bandenkriegen und Gewaltexzessen. Diese Zustände beschreibt der Journalist Philippe Pujol in seinem Buch „Die Erschaffung des Monsters - Elend und Macht in Marseille". Pujol, der zehn Jahre lang als Lokalreporter vor Ort gearbeitet hat, zeichnet ein äußerst dramatisches Bild der Mittelmeermetropole.
Er beschreibt eine größtenteils dysfunktionale Stadt, zerfressen von Armut, die sich inzwischen außerhalb der Legalität selbst organisiert. Er stellt Außenseiter vor, Opfer und Täter - Menschen, die den Glauben an staatliche Autorität verloren haben. „ttt" hat Philippe Pujol in Marseille zu einem Stadtrundgang getroffen - außerhalb der touristischen Routen. (Autorin: Hilka Sinning)

Alles andere als Piano: Joja Wendt
Der Pianist Joja Wendt will anders sein als seine Kollegen, die stillen, in sich gekehrten Tastenstars. Er sucht offensiv den Kontakt mit dem Publikum, schaut dem Zuhörer in die Augen, redet, erklärt, bringt den Saal zum Lachen. Bloß keine Feierlichkeit und keine Langeweile! Mit den großen Meistern der Beethoven- und Rachmaninov-Klassik will er sich gar nicht vergleichen. Der heute 52-Jährige blickt zwar auf eine klassische und solide Musikerausbildung zurück, surft aber lieber furios zwischen Jazz, Blues, Boogie-Woogie, Pop und auch Klassik. Mit seiner „Lust zum Unmöglichen" ist er ein Unikum im Musikbetrieb. Joe Cocker hat den einstigen Musikstudenten zufällig gehört und für sein Vorprogramm engagiert. Seitdem ging es mit dem Hamburger Joja Wendt steil bergauf. Heute füllt er riesige Säle, in Deutschland sowieso, aber selbst in China. „ttt" hat den Künstler kurz vor seiner Tournee getroffen. (Autor: Reinhold Jaretzky)

Ein Mann auf der Suche nach sich selbst: „Leanders letzte Reise"
Jürgen Prochnow ist zurück. Nach einer langen Karriere in Hollywood ist er wieder in seine alte Heimat Berlin gezogen - und endlich wieder in deutschen Filmen zu sehen. In seinem jüngsten Werk spielt er den 92-jährigen Eduard Leander, der in die Ukraine aufbricht, um dort nach seiner Jugendliebe und seiner eigenen Vergangenheit als Wehrmachtsoffizier zu suchen, die weitaus komplexer ist, als man zunächst vermuten mag.
Nach seinem Filmdebüt „Der Mann der über Autos sprang" hat Nick Baker-Monteys wieder ein Roadmovie gedreht, in dem sich die Beteiligten auf die Suche nach anderen, aber am Ende doch auf die Suche nach sich selbst machen.
Der Alte wird mehr oder weniger unfreiwillig von seiner Enkelin (Petra Schmidt-Schaller) und einem russischen Ukrainer (Tambet Tuisk) begleitet. Auf der Reise entblättert sich vor ihr mehr und mehr der Abgrund, der in ihrem Großvater ein Leben lang lauerte - und der wohl auch sie geformt hat. Irgendwann ruft sie einen für den Film programmatischen Satz aus: „Ich will wissen, warum wir sind, wer wir sind!"
Ob der Film diese große Frage beantworten kann: Am Sonntagabend in „ttt". (Autor: Dennis Wagner)

Der letzte Trip auf Erden: Reinhold Messner über die legendäre Polarexpedition von Ernest Shackleton
„Männer für waghalsige Reise gesucht. Geringe Löhne, extreme Kälte. Monatelange völlige Dunkelheit. Permanente Gefahr, sichere Heimkehr ungewiss. Ehre und Ruhm im Falle eines Erfolgs. Ernest Shackleton, 4 Burlington Street." Mit dieser Anzeige in der „Zeit" wirbt der berühmte Polarforscher 1914 um Teilnehmer für seine Expedition zur Antarktis. 5000 Menschen melden sich, 27 von ihnen wählt Shackleton aus, die mit ihm den eisigen Kontinent durchqueren sollen. Die Expedition geht in die Geschichte ein - nicht wegen ihres Erfolgs, sondern wegen ihres Scheiterns. Während in Europa der Erste Weltkrieg tobt, geraten die Polarforscher völlig in Vergessenheit. Ihr Schiff, die „Endurance", wird vom Packeis zermalmt. Monatelang warten sie in arktischer Nacht auf den abgelegenen Elephant Islands auf Hilfe und Rettung. Der verzweifelte Heroismus der Männer ist Legende, oft beschrieben und verfilmt. Jetzt hat Reinhold Messner, seit seiner ersten Antarktisdurchquerung 1989 von der Shackleton-Mission fasziniert, der Geschichte dieses grandiosen Scheiterns einen dokumentarischen Roman gewidmet: „Wild oder Der letzte Trip auf Erden". (Autor: Rayk Wieland)

Moderation: Evelyn Fischer, Redaktion: Jens-Uwe Korsowsky / Matthias Morgenthaler (MDR)

www.DasErste.de/ttt

Samstag, 16. September 17
Deutscher Buchpreis 2017: Die Autoren der Shortlist am 23. September im Literaturhaus Frankfurt
Bereits im dreizehnten Jahr bringt der Deutsche Buchpreis deutschsprachige Literatur ins Gespräch und gewinnt damit die Aufmerksamkeit der Leser wie Literaturkritiker gleichermaßen. Die Shortlist-Veranstaltung knüpft an diesen Erfolg an: Zum zehnten Mal präsentieren das Kulturamt Frankfurt am Main und das Literaturhaus Frankfurt in Kooperation mit der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung, die den Preis vergibt, die Autoren der Shortlist des Deutschen Buchpreises vor der Preisverleihung Mitte Oktober. Fünf der sechs Finalisten, die in diesem Jahr in der Endauswahl für den deutschsprachigen Roman des Jahres stehen, werden am 23. September im Literaturhaus in Lesungen und Gesprächen vorgestellt. Der sechste Nominierte, Gerhard Falkner, kann an diesem Abend nicht in Frankfurt sein. Der „Shortlist-Abend“ ist für das Frankfurter Publikum die einmalige Chance, die Nominierten des Deutschen Buchpreises vorab zu erleben. Die Moderationen übernehmen Sandra Kegel, Gert Scobel und Alf Mentzer.
hr2-kultur bleibt auch im zehnten Jahr Medienpartner und sendet Ausschnitte der Veranstaltung ab 2. Oktober.
 
Der Abend:

18.00 h: Begrüßung: Hauke Hückstädt, Dr. Ina Hartwig, Alexander Skipis
18.15 h: Franzobel: Das Floß der Medusa; Moderation: Sandra Kegel, F.A.Z.
18.45 h: Marion Poschmann: Die Kieferninseln; Moderation: Alf Mentzer, hr2-kultur
19.15 h: Robert Menasse: Die Hauptstadt; Moderation: Gert Scobel, 3sat
19.45 h: PAUSE
20.15 h: Sasha Marianna Salzmann: Außer sich; Moderation: Sandra Kegel, F.A.Z.
20.45 h: Thomas Lehr: Schlafende Sonne; Moderation: Alf Mentzer, hr2-kultur

Karten (12/8 €) ab 15.09. (14 h) unter literaturhaus-frankfurt.de. Eintritt in der Pause möglich.
Die Veranstaltung „Die Autoren der Shortlist – Deutscher Buchpreis 2017“ ist eine Kooperation des Kulturamtes Frankfurt am Main und des Literaturhauses Frankfurt. Partner ist die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung. Medienpartner ist hr2-kultur.
Sendung auf hr2-kultur: 02.10. bis 07.10. um 9.30 h und 15 h.

Samstag, 16. September 17
Buchblog-Award: Die Shortlist steht fest #bubla17
14 Nominierte auf der Shortlist / Bekanntgabe der Sieger-Blogs und Preisverleihung auf der Frankfurter Buchmesse am 13. Oktober
 
Aus 400 werden 14: Nach der öffentlichen Abstimmung über die eingereichten Buchblogs haben es jeweils sieben auf die Shortlist des Buchblog-Awards geschafft. Sie erhielten im Publikums-Voting die meisten Stimmen. Die nominierten Blogs für den Hauptpreis „Bester Buchblog“:

    Book Broker
    Brösels Bücherregal
    Die Buchbloggerin
    Kaffeehaussitzer
    Literaturcafé
    page & me
    Papier und Tintenwelten

Vom Publikum nominiert für den Sonderpreis, der für den besten Instagram-Account, Videoblog, Podcast oder die beste Facebook-Seite ausgerufen wurde, sind:

    @literarischernerd (Instagram)
    Bücherwunder (Videoblog)
    BuchGeschichten (Videoblog)
    Durch die Gegend (Podcast)
    Goldschrift (Videoblog)
    Pierre Petermichl (Facebook)
    VersTand (Videoblog)

Aus diesen 14 Shortlist-Kandidaten wählt die Jury in den kommenden Wochen die Gewinner des Haupt- und Sonderpreises aus. Der Jury gehören an: Felicitas von Lovenberg (Verlegerin, Piper Verlag), Sarah Reul (Buchhändlerin und Bloggerin, Buchladen am Freiheitsplatz, Hanau / pinkfisch.net), Dirk von Gehlen (Leiter Social Media / Innovation, Süddeutsche Zeitung), Elisabeth Rank (Redakteurin und Autorin) und Frank Krings (PR-Manager, Frankfurter Buchmesse).
 
Den Siegerinnen und Siegern winkt je eine Übernachtung im Literaturhotel Wedina in Hamburg inkl. Fahrtkosten und jeweils ein Bücherscheck über 100 Euro. Außerdem können sie bei den Buchpreisbloggern zum Deutschen Buchpreis 2018 teilnehmen.
Die Gewinner für den besten deutschsprachigen Buchblog und den besten Podcast, Videoblog oder Instagram-Account zum Thema Bücher werden auf der Frankfurter Buchmesse am 13. Oktober 2017, 12 Uhr, im Forum Börsenverein, Halle 3.1 H 85, bekanntgegeben und ausgezeichnet.

Der Award
NetGalley Deutschland und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels suchen mit dem Buchblog-Award den besten deutschsprachigen Buchblog. Die erste genreübergreifende Auszeichnung für Buchblogs im deutschsprachigen Raum zeichnet Blogs aus, die aktiven Einfluss auf das öffentliche Gespräch über Bücher nehmen und ihre Zielgruppen charakteristisch ansprechen.
 
Die Initiatoren
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist die Interessenvertretung der deutschen Buchbranche gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit. Er wurde 1825 gegründet und vertritt rund 5.000 Buchhandlungen, Verlage, Zwischenbuchhändler und andere Medienunternehmen. Er veranstaltet die Frankfurter Buchmesse, vergibt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels sowie den Deutschen Buchpreis, engagiert sich in der Leseförderung und für die Freiheit des Wortes.
 
NetGalley ist eine Online-Plattform und ein Netzwerk für Buchverlage und professionelle Leser. NetGalley ermöglicht Rezensenten, Bloggern, Journalisten, Buchhändlern, Bibliothekaren und Lehrenden kostenlosen Zugang zu digitalen Lese- und Rezensionsexemplaren und unterstützt Verlage beim Bekanntmachen neuer und noch unveröffentlichter Titel.
 
www.buchblog-award.de

Freitag, 15. September 17
Garantiert anders ~ Das neue 3sat TV- Kulturmagazin ist ab heute im Handel
"Garantiert anders" ist die neue Show von Katrin Bauerfeind. Die TV-Moderatorin und Autorin, die schlagfertig und mit viel Humor das Wesentliche auf den Punkt bringt, liest in 3sat vor. Und das nicht nur aus Büchern! Alles kann in ihrer Leseshow vorgelesen werden – von der Gebrauchsanweisung bis zur WhatsApp-Nachricht. Wichtigstes Kriterium: Es muss unterhaltsam sein. Ab 5. November sind vier Folgen von "Bauerfeind – Die Leseshow" mit Gästen aus dem ewerk in Berlin zu sehen. Eine Mischung aus Comedy-Reading und Late-Night-Show.

Außerdem im neuen "3sat TV- & Kulturmagazin":
Wenn im Oktober die weltgrößte Büchershow ihre Tore öffnet, ist 3sat wieder dabei. Schon ab 2. Oktober stellt "Kulturzeit" französische Autoren und aktuelle Bücher des Gastlandes der Frankfurter Buchmesse vor. Die Extraausgabe des 3sat-Kulturmagazins am 14. Oktober zeigt, wie sich die Stimmung in der französischen Gesellschaft, die sich Terrorismus, Rechtspopulismus und Migrationsproblemen stellen muss, in der Literatur widerspiegelt.

Am 5. Oktober begibt sich 3sat in "wissen aktuell" ins Weltall – auf eine Reise zu Schwarzen Löchern und Exoplaneten. Hightechteleskope bringen spektakuläre Erkenntnisse über die Welt Lichtjahre von uns entfernt. Die Frage, ob dort Lebewesen existieren, bleibt weiterhin spannend. Mehr zum Thema an diesem Abend in über 100 Minuten "wissen aktuell: Expedition ins Weltall" und in "Wissenschaft am Donnerstag" am 19. Oktober in der neuen Dokumentation "Kosmische Strahlung" und anschließend bei "scobel – Aufbruch ins All".

Ein Thema, das uns seit langem beschäftigt und gerade wieder Schlagzeilen macht, wird ab 15. November in mehreren Dokumentationen und in einer Sonderausgabe des Wissenschaftsmagazins "nano" Thema sein – die Folgen des Klimawandels. Anlässlich der UN-Klimakonferenz, die ab 6. November in Bonn stattfindet, berichtet "nano" vor Ort von der Konferenz und Dokumentationen zeigen, welche Ziele in der Klimapolitik erreichet werden müssen, um nichts Geringeres zu schaffen, als unsere Welt zu retten.

Einer der großen Literaten – Heinrich Böll – wäre am 21. Dezember 100 Jahre alt geworden. In seinem Porträt Heinrich Böll – der Mann von morgen am 2. Dezember nähert sich Autor und Filmproduzent Norbert Busé dem Menschen, Anarchisten und gläubigen Katholiken Böll, der immer ein Kämpfer für die Freiheit war.

Außerdem hat 3sat im Dezember ein neues Porträt des US-amerikanischen Schauspielers Jack Nicholson im Programm und viele interessante Thementage, wie zum Beispiel Hotelgeflüster am 29. Dezember: Zu sehen sind vier Folgen Schweizer Hotelgeschichten in denen renommierte und geschichtsträchtige Schweizer Hotels vorgestellt werden, die in den letzten Jahrhunderten von ersten spartanischen Unterkünften zu prächtigen Luxusoasen wurden.

Freitag, 15. September 17
"ZDF-History" über Schlagerstar Udo Jürgens
Mehr als 50 Jahre lang stand der Schlagerstar und Frauenschwarm Udo Jürgens auf der Bühne. "ZDF-History: Udo Jürgens – Ein Leben für die Musik" blickt am Sonntag, 17. September 2017, 23.25 Uhr, auf Licht und Schatten seiner beispiellosen Karriere zurück.

Für das sehr private Film-Porträt wurden enge Wegbegleiter für Interviews gewonnen, darunter sein Bruder, der Maler und Fotograf Manfred Bockelmann, sein ältester Sohn John Jürgens und seine erste große Liebe, die Theaterschauspielerin Brigitta Köhler.

Udo Jürgens wuchs in der österreichischen Provinz auf. Er wollte raus in die Welt, auf die große Bühne. Ein Ziel, das er kompromisslos verfolgte – auch, wenn sein privates Glück dafür auf der Strecke blieb. "Für ihn war die Musik immer Nummer eins", erinnert sich Sohn John Jürgens.

In den 60er Jahren ist der frisch gebackene Vater kaum zu Hause. Gerade mal zwei Monate pro Jahr verbringt er bei seiner Familie. Nach dem Grand-Prix-Sieg im Jahr 1966 mit "Merci Chérie" jagt ein Hit den nächsten. Die Bilanz seiner Musikkarriere ist einmalig: fünf Bambis und mehr als 100 Millionen verkaufte Tonträger. Niemand hat diesen andauernden Höhenflug enger begleitet als Manfred Bockelmann, der jüngste Bruder des Schlagerstars. In "ZDF-History" erzählt er, was Udo Jürgens Zeit seines Lebens ins Rampenlicht zog und auch, was ihn am Ende seines Lebens so belastete.

www.zdf.de/dokumentation/zdf-history 

Freitag, 15. September 17
Countdown für „BODYGUARD – DAS MUSICAL“: Noch zwei Wochen bis zur Premiere ~ Im Produktionsaufbau zwischen Goldpailletten, LED-Technik und ausgeklügelten Kulissenfahrten
Tausende Gold-Pailletten und Svarowski-Kristalle an den Kostümen, 180 Quadratmeter moderne LED-Bühnentechnik, Abschussrampen für durchtrainierte Tänzer – alles, um Hauptdarstellerin Aisata Blackman für ihre Rolle als Weltstar Rachel Marron standesgemäß im Hollywood-Glanz in Szene zu setzen. Die Vorbereitungen dafür sind in vollem Gange. Trotz des gut bestückten Probenplans und der Umbauarbeiten haben technische und künstlerische Abteilung des Stage Palladium Theaters einen Einblick in den aktuellen Stand des Premierencountdowns ermöglicht.

Bodyguard Stuttgart © Stage Entertainment / Jan Potente
Bodyguard
Stage Palladium Theater Stuttgart
Das Ensemble rund um Hauptdarstellerin Aisata Blackman (Mitte) probt die energiegeladenen Choreografien.
© Stage Entertainment / Jan Potente

Für Rachel Marrons großen Auftritt bereitet die Crew um Benjamin Neuen, Technical Supervisor, das Musicaltheater bestens vor. „Allein 310 LED Paneele sorgen für besonders wirkungsvolle Lichteffekte. Die Gesamtfläche beträgt rund 180 Quadratmeter, das ist die Grundfläche eines großzügigen Einfamilienhauses“, erklärt Neuen. Mehrere Meter tief in den Boden eingelassen sind Schächte – sogenannte Toaster – aus denen Rachels Tänzer in einem Überraschungsmoment auf die Bühne katapultiert werden. Die Geschwindigkeit beträgt dabei rund vier Meter pro Sekunde, „das ist, als würde der Aufzug aus dem Stuttgarter Fernsehturm in voller Fahrt von unten auf den wartenden Tänzer treffen“, schildert Neuen die Kräfte, die im Bruchteil einer Sekunde freigesetzt werden.

Basis des Bühnenbildes mit den Effekt-Details sind zahlreiche, tiefblaue Kulissenwände mit einer wichtigen Funktion, die Benjamin Neuen erklärt: „Die Wandelemente sind hochkant und quer aufgehängt und lassen sich über die gesamte Breite und Höhe des Bühnenportals verschieben. Ähnlich wie bei einer Blende in einem Fotoapparat erhalte ich dadurch auf Wunsch einen kleinen Ausschnitt für intime Szenen oder kann sekundenschnell auf das gesamte Portal aufziehen.“
Diese Flexibilität ist für Alexander Grünwald, den Künstlerischen Leiter, sehr wichtig. „Die variablen Kulissen ermöglichen uns, während der Vorstellung fließende, fast filmische Übergänge zu erzeugen. Eben noch haben wir gemütlich mit Rachel und ihrem Sohn im Kinderzimmer zusammengesessen, kurze Zeit später befinden wir uns auf der lichtdurchfluteten, opulenten Bühne der Oscar-Verleihung, auf der Rachel im bodenlangen Abendkleid ihren größten Showauftritt hat”, beschreibt Grünwald.
Die Kombination aus Glamour und Spannung lockern die mitreißenden Ensemble-Szenen zu den preisgekrönten Welthits auf. Alexander Grünwald berichtet von der Probebühne: „Die Choreografien sind extrem energiegeladen und werden die Zuschauer mitreißen, darauf kann sich das Stuttgarter Publikum jetzt schon freuen.“

Nachdem die Technik aufgebaut und justiert ist, beginnen in Kürze die Bühnenproben – damit es in zwei Wochen „Vorhang auf für den glamourösen Auftritt von Rachel Marron“ heißen kann.

BODYGUARD – DAS MUSICAL nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch das aufreibende Leben der Königin des Soul und Pop, mit allen Licht- und Schattenseiten. Zunächst prallen die zwei Welten des Superstars Rachel Marron und des bodenständigen Bodyguards Frank Farmer aufeinander. Frank soll die glamouröse Diva vor einem Stalker beschützen, doch Rachel will ihr unbesorgtes Leben einfach weiterleben. Erst ein
dramatischer Zwischenfall bringt die entscheidende Wendung – eine nie für möglich gehaltene Liebesgeschichte beginnt. … wie diese Geschichte ausgeht, erfährt das Publikum im Stuttgarter Stage Palladium
Theater ab 28. September 2017.

Tickets & Informationen unter 01805 – 44 44* oder www.musicals.de (*0,14/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen. Mobilfunkpreis max. 0,42 €/Min.)

Donnerstag, 14. September 17
Kurzfilm zu IL TROVATORE im Internetauftritt der Oper Frankfurt freigeschaltet

IlTrovatore
Il Trovatore
Oper Frankfurt
vorne Leonora (Elza van den Heever) sowie hinten v.l.n.r. Ruiz (Theo Lebow) und Manrico (Piero Pretti)
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Der Kurzfilm von Thiemo Hehl zur Neuinszenierung von Giuseppe Verdis Il trovatore (Musikalische Leitung: Jader Bignamini; Regie: David Bösch) ist im Internetauftritt der Oper Frankfurt freigeschaltet: www.oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=147

Donnerstag, 14. September 17
Das Hessische Staatstheater Wiesbaden trauert um Siegfried Köhler
Das Hessische Staatstheater Wiesbaden trauert um Siegfried Köhler, der von 1974 bis 1988 als Generalmusikdirektor in Wiesbaden tätig war.

In dieser Zeit hat er dem Hessischen Staatsorchester die Werke seines befreundeten Komponisten Volker David Kirchner nähergebracht und nicht nur mit diesen Uraufführungen das Musiktheater und Konzertleben nachhaltig geprägt. Seine enge Beziehung zum Orchester hatte in den letzten Jahren Bestand. Siegfried Köhler war gern gesehener Gast bei Proben und Vorstellungen.

Zu Ehren seines 90. Geburtstags hat das Hessische Staatsorchester ihn im Rahmen eines Galakonzertes gefeiert. Siegfried Köhlers warmherzige und humorvolle Art bleibt unvergessen.

Siegfried Köhler wurde am 30. Juli 1923 in Freiburg im Breisgau geboren. Dort studierte er Musik mit dem Instrument Harfe als Hauptfach. In seiner Geburtsstadt fand er auch seine erste Anstellung als Harfenspieler, Schlagzeuger und Korrepetitor. Nach dieser Station als Musiker wechselte er vor das Orchester und war als Kapellmeister in Freiburg, Düsseldorf und Köln tätig. In Köln übernahm er 1962 interimistisch die Leitung der Oper als stellvertretender Generalmusikdirektor.


www.staatstheater-wiesbaden.de

Donnerstag, 14. September 17
Spielzeitbeginn am Schauspiel Stuttgart
Die neue und damit letzte Spielzeit von Armin Petras am Schauspiel Stuttgart hat gerade begonnen. Am 24. September wird mit einem Spielzeiteröffnungsfest gemeinsam mit der Oper Stuttgart und dem Stuttgarter Ballett gefeiert.

Neben einem Wiedersehen u. a. mit Regisseuren wie Stephan Kimmig, René Pollesch, Schorsch Kamerun und Sebastian Baumgarten gibt es mit Claus Peymann, Jonas Corell Petersen, Kay Voges und Lilja Rupprecht auch neue und altbekannte Gesichter für Stuttgart.

Auch die Zusammenarbeit mit der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg und der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart sowie zahlreiche Kooperationen in die Stadt hinein werden weiter ausgebaut.

Zudem steht mit The Future of Europe vom 6. bis 10. Juni 2018 ein internationales Theaterfestival auf dem Spielplan, von und mit Theatern aus Griechenland, Spanien, Ungarn, Frankreich, Italien, Norwegen, Rumänien und der Ukraine. Im Dialog sollen Zukunftsszenarien für Europa künstlerisch und diskursiv entworfen und das Theater als Ort für eine offene Gesellschaft begriffen werden, die es für ganz Europa zu verteidigen gilt.

Die ersten Premieren

Premiere am 07. Oktober im Schauspielhaus: Faust I von Johann Wolfgang von Goethe mit Texten aus Elfriede Jelineks FaustIn and out
Regie Stephan Kimmig | Bühne Katja Haß | Kostüme Sigi Colpe | Licht Wolfgang Göbbel | Musik Malakoff Kowalski | Dramaturgie Bernd Isele
Mit Sandra Gerling, Paul Grill, Elmar Roloff, Lea Ruckpaul; Malakoff Kowalski

Premiere am 08. Oktober im Nord: Das große Heft nach dem Roman von Ágota Kristóf
Regie Jonas Corell Petersen | Bühne und Kostüme Nia Damerell | Musik Gaute Tønder | Dramaturgie Jan Hein
Mit Manolo Bertling, Gabriele Hintermaier, Viktoria Miknevich, Rahel Ohm, Sebastian Röhrle, Michael Stiller

Premiere am 14. Oktober im Nord: Der Scheiterhaufen nach dem Roman von György Dragomán
Regie Armin Petras | Bühne Olaf Altmann | Kostüme Katja Strohschneider | Musik Jörg Kleemann | Licht Norman Plathe | Dramaturgie Bernd Isele, Anne Rietschel
Mit Viktoria Miknevich, Lea Ruckpaul
Uraufführung in Koproduktion mit dem Vígszínház Theater Budapest, Ungarn, dem Nationaltheater Radu Stanca Sibiu, Rumänien und dem Staatsschauspiel Dresden

Uraufführung am 27. Oktober im Schauspielhaus: Was hält uns zusammen wie ein Ball die Spieler einer Fußballmannschaft? (AT) von René Pollesch

www.schauspiel-stuttgart.de

Mittwoch, 13. September 17
Die Hauptdarsteller in GHOST – DAS MUSICAL stehen fest ~ Willemijn Verkaik und Alexander Klaws spielen Molly und Sam in der neuen Produktion des Berliner Stage Theater des Westens
Es ist die Musical-Sensation des Jahres: Zwei der beliebtesten Stars des deutschen Musicals spielen ab Dezember in Berlin die Hauptrollen in GHOST – DAS MUSICAL. Die Holländerin Willemijn Verkaik und Alexander Klaws sind ab 7. Dezember als Molly und Sam im Stage Theater des Westens zu sehen und stehen erstmals gemeinsam in einer Produktion auf der Bühne.

Ghost Berlin
Die Hauptdarsteller in GHOST – DAS MUSICAL: Willemijn Verkaik und Alexander Klaws

© Eventpress / Stage Entertainment

Willemijn Verkaik zählt zu den erfolgreichsten internationalen Musicalstars. Sie startete ihre Karriere 2007 als grüne Hexe Elphaba in Wicked – Die Hexen von OZ. Seitdem verkörperte sie diese Rolle nicht nur auf deutschen und niederländischen Bühnen, sondern auch am Broadway in New York und bis Juli diesen Jahres am West End in London. Auch vielen Kinofans ist Willemijn sehr bekannt: Sie lieh der deutschen Elsa im erfolgreichen Disneyfilm Die Eiskönigin ihre Stimme.

Alexander Klaws ist einer der beliebtesten Musicalstars in Deutschland. Bekannt wurde Klaws 2003 als erster Sieger der TV-Show „Deutschland sucht den Superstar“, dem eine Karriere als nationaler Popsänger folgte. Das Engagement bei GHOST – DAS MUSICAL bedeutet für ihn eine Rückkehr: Im Stage Theater des Westens startete Alexander 2006 seine Musicalkarriere in Roman Polanskis Tanz der Vampire.

Insgesamt stehen in GHOST – DAS MUSICAL 30 Darstellerinnen und Darsteller auf der Bühne. Die Rolle der Oda Mae (für die Whoopi Goldberg einen Oscar als beste Nebendarstellerin erhielt) wird in Berlin von Marion Campbell und Amber Schoop gespielt. Die Rolle des Carl wird gespielt von Andreas Bongard. Mathias Edenborn wird als Walk-In-Cover in den Rollen Sam und Carl zu sehen sein.

Weitere Darsteller sind: Marcella Adema, Denise Aquino, René Becker, Bianca Benjamin, Alan Byland, Nicolas Christahl, Rachel Colley, Kristel Constant, Chasity Crisp, David Eisinger, Melanie Gebhard, Rhys George, Nikolas Heiber, Emma Hunter, Lars Kemter, Mischa Kiek, Shane Landers, Annakathrin Naderer, André Naujoks, Kevin Perry, Vicky Riddoch, Klaus Seiffert, Lanie Sumalinog.

Die Regie führt in Berlin Matthias Davids. Stage Entertainment präsentiert GHOST – DAS MUSICAL in Zusammenarbeit mit dem Landestheater Linz, mit besonderer Genehmigung von Colin Ingram und Hello Entertainment. Buch und Gesangstexte von Bruce Joel Rubin, Musik und Gesangstexte von Dave Stewart und Glen Ballard. Nach dem gleichnamigen Film von Paramount Pictures, Deutsch von Ruth Deny (Dialoge) und Roman Hinze (Gesangstexte).

GHOST – DAS MUSICAL erzählt die dramatisch-spannende Geschichte über die Kraft der wahren Liebe. Das Musical wurde 2011 im Londoner West End und am Broadway in New York aufgeführt und rührt seitdem seine Fans auf der ganzen Welt zu Tränen. Stage Entertainment bringt GHOST – DAS MUSICAL zusammen mit dem Landestheater Linz erstmals auf eine deutsche Bühne. Autor Bruce Joel Rubin, der für sein Filmskript 1991 mit einen Oscar ausgezeichnet wurde, schrieb auch das Buch für die berührende Musicalfassung.

Die Musik zu GHOST – DAS MUSICAL ist eine meisterhafte Mischung aus Popsongs und Balladen mit der beliebten „Unchained Melody“ (von Hy Zaret und Alex North), die schon 1990 als Titelsong von „Ghost – Nachricht von Sam“ Filmgeschichte schrieb und zum Kult-Song avancierte. Weltstar Dave Stewart (Eurythmics) und Glen Ballard (Autor von Michael Jackson’s „Man In The Mirror“) fügten dem Klassiker 24 Songs hinzu und erzählen so die tragische Liebesgeschichte um Molly und Sam auf eine musikalisch-bewegende Weise.

Die Geschichte: Sam und Molly sind ein perfektes Paar und unsterblich ineinander verliebt. Doch eines Abends geschieht das Unfassbare: Sam wird bei einem Überfall erschossen. Während Molly um ihn trauert, wandert Sam als guter Geist umher und findet heraus, dass auch Molly in Lebensgefahr schwebt. Doch als Geist kann er weder von den Lebenden gesehen werden, noch in das Geschehen eingreifen. Durch das Medium Oda Mae versucht er sich dem Schicksal in den Weg zu stellen...

GHOST – DAS MUSICAL
Ab 7. Dezember 2017 im Stage Theater des Westens Berlin.
Infos und Karten auf musicals.de und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Mittwoch, 13. September 17
Mit vereinter Kraft durch einen gelungenen Radio-Kultur-Sommer ~ Das ARD Radiofestival 2017 ist zu Ende
(ots) - Mit der gefeierten "Last Night of the Proms" aus London ist am Samstagabend nach acht Wochen das diesjährige ARD Radiofestival zu Ende gegangen. Neun ARD-Kulturradios haben seit dem 15. Juli ihre Kräfte gebündelt und unter Federführung des Saarländischen Rundfunks gemeinsam ein hochkarätiges Abendprogramm auf die Beine gestellt.

So wurden in diesem Jahr nicht weniger als 70 nationale und internationale Musikfestivals und besondere Konzertereignisse im ARD Radiofestival abgebildet, darunter die Salzburger Festspiele, die BBC Proms, das Festival Montpellier, die Bregenzer Festspiele, das Verbier Festival, die Bayreuther Festspiele, die Wittener Tage für Neue Kammermusik, das Schleswig-Holstein Musik Festival, die Jazz Open Stuttgart oder auch die Sommerlichen Musiktage Hitzacker, um nur eine Auswahl zu nennen. Dabei zeigte sich, dass es für viele Festivals in Deutschland und Europa sehr attraktiv ist, eines oder mehrere Konzerte ins ARD Radiofestival einzubringen, um sich einer breiten kulturell interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren.

"Die hohe Anzahl an herausragenden Konzertübertragungen und -mitschnitten im ARD Radiofestival ist ein starkes Zeichen für die föderale Kraft der ARD-Kulturwellen. Nur im Verbund und nur im öffentlich-rechtlichen Rundfunk kann ein solches Kulturprogramm kostenfrei und in bester Sendequalität geboten werden", so der Intendant des federführenden Saarländischen Rundfunks, Thomas Kleist.

Bei der Auswahl der diesjährigen Radiofestival-Lesung haben die Literaturredaktionen der ARD-Hörfunkwellen ebenfalls wieder ein glückliches Händchen bewiesen. Literaturfreunde konnten allabendlich im ARD Radiofestival den neuen Roman von Ingo Schulze "Peter Holtz - Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst" kennenlernen, gelesen vom Autor. Ingo Schulze hat einen modernen Schelmenroman geschaffen, der noch vor seinem Erscheinen (September 2017, S. Fischer) den Rheingau Literatur Preis 2017 erhalten hat und überdies für den Deutschen Buchpreis 2017 nominiert worden ist. Die komplette Lesung ist vergangenen Donnerstag als Hörbuch im Argon-Verlag erschienen.

Auch die Sendereihen "Gespräch", "Jazz" und "Radio Lab" haben den föderalen Gedanken des gemeinsamen Festivals unterstrichen und zu einem rundum gelungenen Kultursommer beigetragen.

Radiofestival-Fans können in den nächsten Wochen noch einige der Konzerte, Teile der Schulze-Lesung sowie diverse Gespräche auf www.ardradiofestival.de und in der ARD Mediathek nachhören. Bis Mittwoch, 20. September, bietet sich hier etwa die Gelegenheit, das Gespräch mit dem Blogger Sascha Lobo nachzuhören, bis Montag, 9. Oktober, steht die "Last Night of the Proms" online.

Mittwoch, 13. September 17
Deutscher Buchpreis 2017: Sechs Romane im Finale
Die Finalisten stehen fest. Die Jury hat sechs Romane für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2017 ausgewählt:

Shortlist 2017
Deutscher Buchpreis 2017: Die Shortlist ~ Sechs Titel im Finale

© Petra Gass / Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Gerhard Falkner: Romeo oder Julia (Berlin Verlag, September 2017)
Franzobel: Das Floß der Medusa (Paul Zsolnay, Januar 2017)
Thomas Lehr: Schlafende Sonne (Carl Hanser, August 2017)
Robert Menasse: Die Hauptstadt (Suhrkamp, September 2017)
Marion Poschmann: Die Kieferninseln (Suhrkamp, September 2017)
Sasha Marianna Salzmann: Außer sich (Suhrkamp, September 2017)

„Angesichts unserer Endlichkeit seien wir verpflichtet, kühn zu denken, hat Imre Kertész einmal geschrieben. Kühnes Denken: das ist es, was die Texte der Shortlist miteinander verbindet – bei aller thematischen und ästhetischen Unterschiedlichkeit. Allen gemeinsam ist das Bewusstsein, dass ernsthaftes literarisches Tun immer auch ein Brechen mit herrschenden Ordnungen im Sprechen, Denken und Fühlen bedeutet. Thematisch ist es die Frage danach, wer ‚wir‘ sind und wer ‚wir‘ sein wollen, die viele der Texte zusammenhält – womit auch Europa auf den Plan kommt. Und es besteht nach der Lektüre kein Zweifel: die Idee Europa, sie steht immer, im Besonderen gegenwärtig, auf dem Spiel, und es ist an uns Zeitgenossen, verantwortlich, und das heißt auch kühn, zu handeln“, sagt Katja Gasser (Österreichischer Rundfunk), Sprecherin der Jury des Deutschen Buchpreises 2017.

Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 200 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2016 und dem 12. September 2017 erschienen sind.

Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2017 gehören neben Katja Gasser an: Silke Behl (Radio Bremen), Mara Delius (Die Welt), Christian Dunker (autorenbuchhandlung berlin), Maria Gazzetti (Casa di Goethe, Rom), Tobias Lehmkuhl (freier Kritiker, Berlin) und Lothar Schröder (Rheinische Post).

Mit dem Deutschen Buchpreis 2017 zeichnet die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung den deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Der Preisträger oder die Preisträgerin erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalistinnen und Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro. Die Preisverleihung findet am 9. Oktober 2017 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung vergeben. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Weitere Informationen zum Deutschen Buchpreis 2017 können abgerufen werden unter www.deutscher-buchpreis.de.

Mittwoch, 13. September 17
Staatstheater Wiesbaden: WIR 1 – 1. Sinfoniekonzert am 27. September im Kurhaus
Programm:
Richard Strauss »Tod und Verklärung«, Tondichtung für Orchester
Gustav Mahler Lieder aus »Des Knaben Wunderhorn« für Singstimme und Orchester
Dmitri Schostakowitsch Sinfonie Nr. 15

Am Mittwoch, den 27. September um 20 Uhr findet das 1. Sinfoniekonzert »WIR 1« mit dem Hessischen Staatsorchester Wiesbaden unter der Leitung von Christoph Altstaedt im Kurhaus in Wiesbaden statt. Die Konzertsaison 2017.2018 ist mit dem Wort »WIR« überschrieben und steht für das kollektive Erleben von etwas Einzigartigem und die Verbundenheit des Hessischen Staatsorchesters mit Stadt und Land.

Leben und Tod gehören zusammen als die zwei voneinander unablöslichen Seiten der menschlichen Existenz: das letzte Pochen des Herzens, die Trommelschläge auf dem Weg zum Henker, aber auch die Süße der letzten Erinnerung, die Liebe zum Leben. In Richard Strauss’ »Tod und Verklärung« blickt ein Künstler auf die Stationen seines Lebens zurück und findet »Welterlösung, Weltverklärung!«. In Gustav Mahlers »Wunderhorn«-Liedern gehört die Liebe so fest zum Dasein wie der Abschied. Die letzte Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch aus dem Jahre 1971 blickt mit zahlreichen Zitaten aus dem eigenen Werk sowie anderer Komponisten wie Rossini und Wagner auf den musikalischen Kosmos des bedeutenden sowjetischen Künstlers.

Dirigent Christoph Altstaedt leitete 2004 bis 2011 das von ihm gegründete Junge Klangforum Mitte Europa. Er war 2011 bis 2013 Interims-Chefdirigent des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck und 2010 bis 2014 Kapellmeister an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf. Bariton Benjamin Appl, Schüler von Dietrich Fischer-Dieskau, wurde vom Grammophone Magazin zum »Young Artist of the Year 2016« gewählt.

Vor allen Sinfoniekonzerten findet eine Stunde vor Beginn eine Konzerteinführung im Friedrich-von-Thiersch-Saal statt.
Als neues Format der Spielzeit 2017.2018 findet im Anschluss an jedes Sinfoniekonzert im Muschelsaal des Kurhauses die »Nachlese« statt. Das Publikum kann bei einem Glas Rheingauer Riesling mit den Künstlern ungezwungen ins Gespräch kommen.

Dirigent Christoph Altstaedt
Bariton Benjamin Appl
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden
Karten sind an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder auf  www.staatstheater-wiesbaden.de erhältlich.

Mittwoch, 13. September 17
5. bis 7. Oktober 2017: Der Studiengang Bühnenbild der UdK Berlin in der Akademie der Künste: „Desolation – ein Mysterienspiel“
Nach dem großen Erfolg der Raumerkundung der Akademie der Künste im Jahr 2015 und der „Geisterauftreibung“ in den Räumen der eigenen Institution in der Hardenbergstraße im vergangenen Jahr kehrt der Studiengang Bühnenbild der UdK Berlin zurück in der Akademie der Künste am Pariser Platz. In Anlehnung an Bob Dylans Film „masked and anonymous“ (2003), der mit einer Personnage aus Gauklern, Freaks, Diven, profitorientierten Propheten und einem sich verweigernden Künstler-Messias eine Mischung aus Endzeit- und Mysterienspiel ist, gestaltet die Bühnenbildklasse der UdK Berlin mit den Studiengängen Regie der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch und der Hochschule für Musik Hanns Eisler ein interdisziplinäres Theaterprojekt: Drei visuelle, musikalische und darstellerische Entwürfe zeigen neue künstlerische Strategien junger Theaterschaffender.

Von und mit: Orli Baruch, Katja Bazhanova, Iris Christidi, Rouven Genz, Maya Gorkin, Klothilde Habrant, Soorin Hong, Eva Horacek, Hyelim Jo, Johannes Kamp, Takahiro Katayama, Florian Kiehl, Bo-Sung Kim, Kyoungloul Kim, Soo-He Kim, Carolin Knab, Johanna Kobusch, Emil Kollmann, Katja Kollmann, Tatjana Kurdmunow, Christian Lehmann, Mario Lemac, Wieland Lemke, Robin Metzer, Magdalena Motyl, Ludwig Obst, Gudrun Oldörp, Sanghwa Park, Tatjana Reeh, Jorres Risse, Helene Scheithe, Caroline Schnitzer, Marius Schötz, Hyo Jin Shin, Julian Valerio, Felix Walter, Anna-Sophie Weber, Tristan Weber, Carla Wenz

Eine Produktion in Kooperation mit der Hochschule für Musik Hanns Eisler, Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch und der Akademie der Künste Berlin.
Mit freundlicher Unterstützung durch K.O.exixtenz Stiftung, Big Image Systems, Deutscher Bühnenverein, KKWV der UdK Berlin, Fachschaft Darstellende Künste der UdK Berlin, der HfS und der HfM.

5. bis 7. Oktober 2017
19 Uhr (Do.), 18 Uhr (Fr.) sowie 17 und 20 Uhr (Sa.)
Akademie der Künste, Pariser Platz 4
10117 Berlin-Mitte
Karten 13/ erm. 7 Euro
Tel. (030) 200 57-1000 oder ticket@adk.de www.udk-berlin.de 

Dienstag, 12. September 17
Standing Ovations für die erneut besucherstärksten Festspiele in Hessen ~ Über 100 000 Zuschauer besuchten die Burgfestspiele Bad Vilbel

Die letzten Tage der Burgfestspiele waren gekennzeichnet von viel Emotion auf Seiten der DarstellerInnen und dem Team, denn das Publikum durfte hintereinander sechs Inszenierungen der Burgfestspiele verabschieden:

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Burgfestspiele Bad Vilbel ~ Ensemble 2017
© Eugen Sommer

Am Mittwoch „Wie im Himmel“, am Samstag „Tintenherz“ und „Tschick“. Letztere Inszenierung hat die dritte Spielzeit erlebt! Am Sonntag dann waren es drei Dernièren auf einen Schlag: Auf der Burghofbühne die ausverkaufte Familienvorstellung „Figaros Hochzeit“ und am Abend „Summer in the City“. Bei den Standing ovations zum Abschluss liefen einigen der DarstellerInnen die Tränen über das Gesicht. Mit einem großem Schlussapplaus wurde im Theaterkeller dann „Das Tagebuch der Anne Frank“ verabschiedet und damit das endgültige Aus der Spielzeit 2017 besiegelt.

Diese letzten Tage zeigten noch einmal die Bandbreite und Vielfalt der Burgfestspiele, das Musiktheater in der Burg kann eine Oper wie „Figaros Hochzeit“ für die ganze Familie ebenso effektvoll in Szene setzen wie in der Revue „Summer in the City“ lustvoll die 60er Jahre musikalisch zurückholen! „Sunset Boulevard“, das bereits in der vergangenen Woche abgespielt wurde, zeigt als melodramatisches Musical mit Live-Orchester eine weitere Facette der Möglichkeiten. Sind die Melodien aus den beiden Musiktheaterstücken mehr als bekannt, so fand die Auftragsarbeit bei dem Musical „Jim Knopf und die Wilde 13“ überzeugende Kompositionen, die Songs rissen die Kinder textlich wie musikalisch zu Begeisterungsstürmen hin. Richtig schön für das Team der Burg war auch jedes Mal zu sehen, wie die inszenatorische Idee der Darstellung von der ‚Wilden 13‘ das Publikum jedes Mal zu lauten Überraschungsrufen verführte.

Vielen der Kinder, die Schlange stehen, um eine Unterschrift der Darsteller in „Tintenherz“ mit nach Hause zu nehmen, ist die Unterschrift eher Beiwerk: Der Meggie oder dem Staubfinger dieses Schauspiels in die Augen zu schauen und mit den Figuren in echt zu sprechen: Das fanden die jüngsten Zuschauer bis zum Schluss großartig.

Im Schauspiel für die Großen punktete im siebten Jahr eine bewährte Regisseurin: Adelheid Müther stellte einen komödiantisch äußerst begabten Truffaldino auf die Bühne, legte ihr Hauptaugenmerk auf die Schauspieler und so rollten die vielen Missverständnisse der Vorlage in einem bemerkenswert einfachen wie wirkungsvollen Bühnenbild höchst vergnüglich ab.

„Wie im Himmel“ war nicht nur die erste Regiearbeit in der Burg von Milena Paulovics, zum ersten Mal spielte der Chor Vil-belCanto in einem Theaterstück außerhalb des Musicalbereichs mit. Eine zu Herzen gehende Geschichte um die Mitglieder eines Chores entfaltete Szene für Szene in atmosphärischer Dichte die ‚Macht der Musik‘. Und das Schauspiel „Ziemlich beste Freunde“ wurde aus dem Theaterkeller kurzerhand aufgrund der Nachfrage nach oben verlegt – die Veränderung des Aufführungsortes machte die junge Regisseurin Mascha Pitz keineswegs bange, beherzt setzte sie ihre Inszenierung auf die große Burghofbühne und eroberte das Publikum.

Wieder einmal gelang es dem bewährten Regieteam um Benedikt Borrmann mit einer großartigen Darstellerin der Norma Desmond in „Sunset Boulevard“ und unter der musikalischen Leitung von Markus Höller das Publikum zu begeistern. Dass die Burgfestspiele nach drei Jahren erneut mit einem live spielenden Orchester aufwarten konnten, war für alle Beteiligten qualitativ von hohem Wert.

Christian H. Voss führte zweifach Regie und bringt viel Innovatives ein: Gemeinsam mit dem Komponisten Jan Radermacher erarbeitet er ein gänzlich neues musikalisches Konzept für das Musical für die Kinder und für die 60er-Jahre-Revue schrieb er überhaupt die ganze Geschichte! Drei Inszenierungen waren im Theaterkeller zu sehen, besonders hervorzuheben, dass Ulrich Cyran bei allen dreien („Er ist wieder da“, „Tschick“ und „Das Tagebuch der Anne Frank“) Regie geführt hat und zwei davon auch Wiederaufnahmen waren – aufgrund ihres Erfolgs natürlich. Die dritte, in diesem Jahr entstandene Inszenierung, „Das Tagebuch der Anne Frank“ wird im nächsten Jahr wieder auf dem Spielplan stehen.

Zusammenfassend:

Großes Lob zollen der Intendant Claus-Günther Kunzmann und Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr dabei den Regisseuren und ihrem jeweiligen Team für die Ausstattung der Bühne, die Choreographien, die Kostüme und/oder die jeweils spezifischen Erfordernisse. Ebenfalls allen Mitwirkenden hinter der Bühne, die bereits im Vorfeld für die Burgfestspiele tätig sind, und allen, die dafür sorgen, dass die über 230 Vorstellungen reibungslos über die Bühne gehen können.

Intendant Claus-Günther Kunzmann freute sich, gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Stöhr, über diese 31. Spielzeit und dass, trotz einiger nasser Tage, keine Vorstellung abgebrochen werden musste, bestenfalls eine Verschiebung oder Unterbrechung im Rahmen von 10 bis 30 Minuten trübten an dem einen oder anderen Tag einen störungsfreien Ablauf. Der ständige Blick auf den Regenradar gehört für Intendant Kunzmann an manchen Tagen zum Tagesgeschäft.

„Aber auch nicht zu vergessen ist das umfangreiche Begleitprogramm, angefangen von den Einführungsgesprächen bis hin zur theaterpädagogischen Vorarbeit, die Theaterworkshops im Sommer, die Erstellung der Materialmappen, inhaltlich getragen von der Dramaturgie, die Vorbereitung in den Schulen und Kitas durch die Theaterpädagogik, die Kooperation mit ‚Kultur macht stark‘, mit TUSCH – all dies gehört dazu und macht den guten Ruf der Burgfestspiele als einem Ort für spannendes, anspruchsvolles und unterhaltsames Theater aus.“ fügte der Intendant am Schluss des Pressegesprächs hinzu.

Die Zahlen:

Das Ziel, über 100 000 Besucher zu kommen, wurde erreicht. 55 679 Besucher sahen die fünf Abendinszenierungen. 34 536 Zuschauer besuchten die drei Inszenierungen der Sparte „Theater für Kinder“. 4 716 Zuschauer wurden in der Gesamtsumme im Theaterkeller erfasst. 7 159 Besucher zogen die Gastspiele, sonntags wie am Abend, erwartungsgemäß in die Burg.

Burgfestspiele Bad Vilbel | Spielzeit 2017
Schauspiel
1. Der Diener zweier Herren | Komödie von C. Goldoni (10 466 Besucher)
2. Wie im Himmel | Schauspiel mit Musik nach K. Pollak (7 816)
3. Ziemlich beste Freunde | Komödie nach E. Toledano (5 705)

Musical
4. Sunset Boulevard | Musical von A. L. Webber (16 394)
5. Summer in the City | 60er-Jahre-Revue von Ch. Voss (15 298)

…  für Kinder und die ganze Familie
6. Figaros Hochzeit | Oper von W. A. Mozart (8 341)
7. Jim Knopf und die Wilde 13 | Musical nach M. Ende (15 294)
8. Tintenherz | Schauspiel nach C. Funke (11 159)

… im Theaterkeller (4 716 gesamt)
9. Das Tagebuch der Anne Frank | Schauspiel  nach A. Frank
10. Er ist wieder da |Schauspiel nach dem Roman von T. Vermes
11. Tschick | Schauspiel nach W. Herrndorf

Gastpielprogramm abends und sonntags um 12   (7 159)
Abstecher nach Neuwied, Eppstein, Dreieich, Hof Grass (2 629)

Der Vorverkauf für die Spielzeit 2018 beginnt am 1. November 17 um 9 Uhr.
Der Spielplan wird eine Woche vorher, am 23. Oktober 17, veröffentlicht.


www.kultur-bad-vilbel.de

Dienstag, 12. September 17
Ruhrtriennale: Programm-Highlights der Festivalwoche vier
Musikalisch zelebriert die Ruhrtriennale in der vierten Festivalwoche die popkulturelle Geste der Rekontextualisierung: Mit einer Kombination aus Kammermusik und Elektro-Fragmenten bei Michaela Meliáns „Konzert im Maschinenhaus“, einem Mashup aus Hip-Hop, Theater und Puppenspiel bei „The Broke ‘N’ Beat Collective“ sowie mit live gespielten Neukompositionen und Samplings des Instrumentariums von Harry Parch bei „Monophonie“. Außerdem kann das Festival-Publikum den neunstündigen Theater-Marathon „Liebe. Geld. Hunger. Trilogie meiner Familie“ erleben und an Dialog-Formaten zu Kultur und Kunst teilnehmen. 
 
Musik: Konzert im Maschinenhaus ~ Michaela Melián
11.9.: 20.00 Uhr, Maschinenhaus Essen — 20 / 30 €, erm. 10 / 15 €, www.ruhr3.com/kon
Michaela Melián verbindet in ihren Arbeiten als bildende Künstlerin und Musikerin Hochkultur mit Popkultur. Mittels Samples stellt sie in ihrer Musik kulturgeschichtliche, popkulturelle und gesellschaftspolitische Referenzen her und entfaltet so eine Vielzahl von Bedeutungsebenen. Für die Ruhrtriennale reinszeniert Melián Stücke ihrer elektronischen Solo-Alben „Baden Baden“, „Los Angeles“ und „Monaco“ mit einem Kammermusik-Trio – begleitet von einem Video Meliáns, das die Techniken von Rekontextualisierung und Überschreibung auf visueller Ebene reflektiert. 
 
Schauspiel / Uraufführung: Liebe. Geld. Hunger. Trilogie meiner Familie ~ Nach Émile Zola, Luk Perceval
15.9.: 13.00 Uhr | 17.9.: 12.00 Uhr, Gießhalle Landschaftspark Duisburg-Nord — 35 / 45 / 55 / 65 € €, erm. 17,50 / 22,50 / 27,50 / 32,50 €
www.ruhr3.com/tri
Luk Percevals Schauspiel-Trilogie für die Ruhrtriennale – eine Auseinandersetzung mit Émile Zolas „Die Rougon-Macquart“ – fand vorige Woche mit der Produktion „Hunger“ ihren Abschluss. Ergänzend zur Aufführung des finalen Stücks kann das Publikum am 15. und 17.9.17 ein einzigartiges Theaterevent erleben, bei dem in neun Stunden alle drei Teile der Trilogie, die jeweils in den Festivalsaisons 2015, 2016 und 2017 uraufgeführt wurden, an einem Tag gespielt werden. In beiden Pausen gibt es zur Auflockerung Bewegungsübungen, Massagen und Industriekultur-Führungen. 
 
Refektorium: Experience: Virtual Reality
15.9.: 17.00-22.00 Uhr | 16.9.: 15.00-20.00 Uhr, Refektorium, Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum — freier Eintritt, www.ruhr3.com/ref
Am 15. und 16.9.17 verwandelt sich das Refektorium in ein Virtual-Reality-Laboratorium. An diesen beiden Tagen haben BesucherInnen die Gelegenheit, für kurze Zeit die Realität auszuschalten und in eine digitale Welt einzutauchen. Zu erleben sind innovative und fantasievolle VR-Projekte der drei KünstlerInnen Leeza Pritychenko, Sander Bos und Julius Horsthuis. Eintritt, Virtual-Reality-Brille und unvergessliche, zukunftsweisende Erfahrungen sind frei. 
 
Dialog / Musik: Episoden des Südens
15.-17.9.: 18.00 Uhr, PACT Zollverein — 15 €, erm. 7,50 €, www.ruhr3.com/epi
Unter dem Titel „Episoden des Südens“ regen die Ruhrtriennale, PACT Zollverein und das Goethe Institut zur künstlerischen und diskursiven Auseinandersetzung über das Verhältnis zwischen Nord- und Südhalbkugel an: Das Publikum ist dazu eingeladen, mit wechselnden Gästen über unbekannte Objekte aus renommierten Museumssammlungen zu mutmaßen, musikalische Traditionen aus Grönland, Südafrika und dem arabischen Raum zu entdecken oder globale Geschichtserzählung gemeinsam mit KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen neu zu verhandeln. 
 
Musiktheater: The Broke ‘N’ Beat Collective ~ Theatre-Rites, 20 Stories High
16.-17.9.: 18.00 Uhr | 18.-19.9.: 11.00 Uhr | 21.-23.9.: 18.00 Uhr, Turbinenhalle, Jahrhunderthalle Bochum — 15 €, erm. 7,50 €, www.ruhr3.com/bro
Eine Deutschlandpremiere der besonderen Art erwartet das Ruhrtriennale-Publikum aus Teenagern und Junggebliebenen mit „The Broke ‘N’ Beat Collective“ ab 16.9.17 in der Turbinenhalle der Jahrhunderthalle Bochum: Dann erzählen vier junge KünstlerInnen – ein Breakdancer, ein Beatboxer, ein Puppenspieler und eine Wortakrobatin – Geschichten von Großstadt-Teenagern in einem Remix aus Hip-Hop, Theater und Puppenspiel. Das Mashup ist musikalisch und theatral, bildreich und wortgewaltig, berührend und komisch. 
 
Musik ~ Monophonie ~  Harry Partch, Ensemble Musikfabrik, Phillip Sollmann, Simon Steen-Andersen, Helge Sten
16.-17.9.: 20.00 Uhr, Halle 1, Jahrhunderthalle Bochum — 20 / 30 / 40 €, erm. 10 / 15 / 20 €, www.ruhr3.com/mon
„Monophonie“ ist der Titel für zwei Konzertabende in der Jahrhunderthalle Bochum, die alles andere als eintönig werden: Das Ensemble Musikfabrik spielt mit dem außergewöhnlichen Instrumentarium des Harry Partch Werke aus den Bereichen Neue Musik, Jazz-Rock und Techno. Mit Phillip Sollmann, Simon Steen-Andersen und Helge Sten werden zeitgenössische Tonkünstler neue Kompositionen mit Partchs Instrumenten – gesampelt und live – präsentieren und so die Klangwelt des Avantgarde-Komponisten neu kontextualisieren. 
 
Forum & Dialog: Johans High Noon IV, mit: Johan Simons, Sue Buckmaster, Phillip Sollmann
17.9.: 12.00 Uhr, Refektorium, Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum — freier Eintritt, www.ruhr3.com/ref
Jeden Sonntag um zwölf Uhr mittags ist „Johans High Noon“ im Refektorium des Kunstdorfs „The Good, the Bad and the Ugly“. Dieses Mal empfängt Ruhrtriennale-Intendant Johan Simons die Regisseurin und Figurentheatermacherin Sue Buckmaster („The Broke `N´ Beat Collective“) sowie den Komponisten und Klangkünstler Phillip Sollmann („Monophonie“) zum persönlichen Gespräch. ZuschauerInnen haben nicht nur Gelegenheit, mehr über die Produktionen der Ruhrtriennale und die Arbeitsweise der KünstlerInnen zu erfahren, sondern können auch selbst mitdiskutieren. Also: Feuer frei für Fragen!

www.ruhrtriennale.de

Dienstag, 12. September 17
20 Jahre quattrocelli - neue CD “Times” - Release-Konzert am Freitag, 15. September 2017 in Rutesheim
Wer auch nur eines ihrer Konzerte erlebt hat, wird bestätigen: quattrocelli sind anders – und das nun schon seit 20 Jahren. Sie spielen sämtliche Programme auswendig und nutzen die so gewonnene Bewegungsfreiheit ohne Notenpult äußerst unkonventionell, indem sie ihre Auftritte inszenieren und durchaus auch einen Regisseur zu Rate ziehen. Zum runden Geburtstag legen die vier Cellisten eine neue und mittlerweile sechste CD mit dem passenden Titel Times auf. Da es naturgemäß kein – oder kaum – Repertoire für ihre aparte Besetzung gibt, setzen quattrocelli dabei wie immer auf eigene Arrangements und Eigenkompositionen. Neben modernen Klassikern wie Leonard Bernstein, Sergej Rachmaninow oder Astor Piazzolla hat das Quartett ein ausgeprägtes Faible für Filmmusiken. Und so begegnen die Hörerinnen und Hörer auf Times unter anderem Adele (Skyfall), Hans Zimmer (Fluch der Karibik) oder Ray Parker Jr. (Ghostbusters).

quattrocelli CD ~ Foto: Dieter Reimprecht
quattrocelli: Times
GVL-Labelcode 05699

Wer sich das CD-Programm zusätzlich oder alternativ live anhören möchte, hat dazu übrigens sehr bald Gelegenheit: Das Release-Konzert findet am kommenden Freitag, 15. September um 20:00 Uhr in der Festhalle Rutesheim statt. Der Ort in der Nähe von Stuttgart ist den vier Cellisten bestens vertraut und bietet sich ganz selbstverständlich für die Premiere an. Denn dort ist auch die Heimat der Cello Akademie Rutesheim, 2009 gegründet von Quartettmitglied Matthias Trück.

quattrocelli – das sind die vier Cellisten Lukas Dreyer, Matthias Trück, Tim Ströble und Hartwig Christ auf ihrem virtuosen Weg fernab von den Konventionen des Konzertbetriebs. Ganz gleich ob Klassik, Jazz, Latin oder Filmmusik: Das Publikum ist stets begeistert, wenn die vier Herren ihre Celli auspacken und loslegen. Denn sie musizieren nicht nur hervorragend, sondern verpacken ihre ungewöhnlichen Programme in Bühnenshows voller Humor und Charme.
Begonnen hat alles 1997, noch zu Studienzeiten. Nach Einladungen von renommierten Veranstaltern wie dem Rheingau Musik Festival folgte 2004 die erste von insgesamt sieben Tourneen in die USA mit inzwischen über 150 Konzerten. Nach ihrem Konzertdebüt 2006 in Shanghai rollen quattrocelli nun Asien auf – mit Auftritten in Singapur und Hong Kong sowie einer Tournee nach Japan 2014 und Südkorea im kommenden Sommer.
Die Musik von quattrocelli wird eigens für das Ensemble arrangiert und komponiert. Dabei greifen die vier Musiker entweder selbst zur Feder oder arbeiten mit namhaften Komponisten zusammen. So widmete der weltberühmte Filmkomponist Lalo Schifrin den vier Cellisten ein eigenes Werk. Die Ernst von Siemens Stiftung unterstützte diesen Kompositionsauftrag. Die Uraufführung wurde bei der Internationalen Cello Akademie Rutesheim 2010 von der Deutschen Welle DW aufgezeichnet.
Bei quattrocelli kommt hinzu, dass jeder alles spielt, von der Begleitung über Kantilenen bis hin zu Soli. Seit ihrer Gründung haben quattrocelli mit Partnern wie dem NDR und Radio Bremen nicht nur fünf eigene CDs eingespielt und ihre musikalische Vielseitigkeit dokumentiert. Darüber hinaus wirken sie als Gäste immer wieder bei Projekten von Künstlerkollegen und anderen Labels mit, darunter den von Sony Classical herausgegebenen CDs Chilling Cello Vol. 1 und Vol. 2 mit Sol Gabetta, Yo-Yo Ma und Jan Vogler, die bei ihrem Erscheinen auf Platz 1 der Amazon-Verkaufscharts stürmten.

Auszug Tourtermine 2018:

31. Dezember 2017 um 15:00 Uhr & um 17:30 Uhr: Neujahrskonzert, Weißer Saal im Neuen Schloss Stuttgart
21. Januar 2018: Neujahrskonzert, Bürgerhaus Haar
4. Februar 2018: Loisachhalle, Wolfratshausen
12. April 2018: Kinderkonzert, Stadthalle Göppingen
10. Mai 2018: Internationales Kammermusikfestival Lübeck
11. Juni bis 18. Juni 2018: Tour Südkorea
4. Juli 2018 & 5. Juli 2018: Schloss Castell
4. Oktober 2018: Schloss Kapfenburg, Lauchheim

www.quattrocelli.de

Dienstag, 12. September 17
Spielzeit-Eröffnungsfest der OPER LEIPZIG ~ Saisonstart am 16. September
(lifePR) - Mit einem »Spielzeit-Eröffnungsfest« meldet sich die Oper Leipzig am Samstag, 16. September aus der Sommerpause zurück. Die Ensembles von Oper, Leipziger Ballett und Musikalischer Komödie -bereiten mit verschiedenen Abteilungen ein vielfältiges Programm für alle Altersgruppen vor. In den Theaterwerkstätten (Dessauer Straße 21) bieten von 10 bis 14 Uhr Malsaal, Schlosserei, Tischlerei und Kaschierabteilung Einblicke in die handwerkliche Vorbereitung von Inszenierungen. Erstmals sind dort auch die Bereiche der Kostümabteilung zu sehen. Ein Souvenir von diesem Tag können sich die kleinen Gäste dann sogar selber basteln.

Ab 14 Uhr öffnet das Opernhaus am Augustusplatz seine Pforten und startet den Spielbetrieb. Solisten und Chor der Oper, das Gewandhausorchester und das Leipziger Ballett präsentieren hier ihr Können. Erste Einblicke gibt es in eine spannende Saison mit großer Oper wie »Don Carlo« und »Tannhäuser«, mit romantischer Poesie wie »Rusalka« oder »Schwanensee«, mit Klassikern des 20. Jahrhunderts wie »Le Sacre du Printemps«, »Herzog Blaubarts Burg« und »Lulu« oder mit Vertrautem in einem ungewöhnlichen Gewand wie Bachs »Johannes-Passion« in einer Choreografie von Mario Schröder. Auch das Ensemble der Musikalischen Komödie bereitet einige Kostproben aus den Premieren der neuen Spielzeit vor und präsentiert diese im Opernhaus.

Am Ende heißt es dann um 18 Uhr wieder »Oper für alle«. Intendant und Generalmusikdirektor Ulf Schirmer dirigiert das Spielzeit-Eröffnungskonzert mit einem Querschnitt durch das Opernrepertoire.

Der Eintritt für alle Veranstaltungen ist frei.

Samstag 16. September 2017

10.00 - 14.00 Uhr: Theater- und Kostümwerkstätten, Dessauer Strasse 21
14.00 - 18.00 Uhr: Spielzeit-Eröffnungsfest mit Oper, Leipziger Ballett und Musikalischer Komödie, Opernhaus am Augustusplatz
18.00 Uhr: Eröffnungskonzert »Oper für alle«, Opernhaus am Augustusplatz

www.oper-leipzig.de

Dienstag, 12. September 17
Das grosse Darmstädter Gespräch ~ 15.-17. September 2017 am Staatstheater Darmstadt
(lifePR) om 15. bis 17. September spürt Das Große Darmstädter Gespräch ergebnisoffen und visionär der Frage „Wer ist Wir?“ nach. Das Staatstheater öffnet sich ein ganzes Wochenende nicht nur nationalen und internationalen Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kunst, Politik und der NGO-Szene sondern schafft auch einen Raum für die Bedürfnisse und Fragen der Zuschauer*innen in ihren diversen Zugehörigkeiten. Ungewohnte Perspektiven, Konstellationen und Formate  laden zum Diskutieren ein. Gemeinsam soll sich dem Wir angenähert werden.

Hintergrund: Seit Oktober 2015 hat das Staatstheater Darmstadt die Tradition der „Darmstädter Gespräche“ wieder aufgenommen, die in den 1950er-Jahren mit Themen wie „Das Menschenbild unserer Zeit“ oder „Mensch und Raum“ begründet wurden. Daran wird angeknüpft: Wer ist eigentlich Wir, fragen ebenso grundsätzlich das Staatstheater Darmstadt und seine Gäste zur Saisoneröffnung.

Künstlerinnen und Künstler, internationale Stars und Größen der Wissenschaft reden sich drei Tage lang die Köpfe heiß: Barbara Auer und Joachim Król bringen Roger Willemsens Zukunftsrede auf die Bühne. Gilles Kepel und Shumona Sinha diskutieren über das neue Frankreich. Wolf Singer fragt nach der Chemie des Wir. Ein visionäres europäisches Wir diskutiert Taiye Selasi, die den afropolitanen Lebensstil bekannt gemacht hat. Um Gerechtigkeit und Gefühle geht es, wenn Ingo Schulze auf dem Theatervorplatz spricht, wenn Armin Nassehi und Heinz Bude in den Rhetorik-Ring bitten und wenn wache Geister wie Sharon Dodua Otoo und Oliver Nachtwey öffentlich an einem Manifest für das 21. Jahrhundert arbeiten.

Freitag, 15. September bis Sonntag, 17. September | Staatstheater Darmstadt
DAS GROSSE DARMSTÄDTER GESPRÄCH
Gespräche, Diskussionen, Rahmenprogramm mit Licht-Installation, Ausstellungen, Hör- und Leseecke, Film, Schreib-Workshop, Konzert und Speaker’s Corner
Der Eintritt ist frei.

Samstag, 16. September, 20.00 Uhr | Großes Haus
ROGER WILLEMSEN: WER WIR WAREN
Szenische Lesung mit Barbara Auer, Joachim Król, Gabriele Drechsel und das Staatsorchester Darmstadt
Karten 9 € bis 39, 50 €

www.staatstheater-darmstadt.de

Montag, 11. September 17
Seyran Ates und Ibn-Rushd-Goethe-Moschee schließen sich der Initiative ‚Respect each other‘ an
Über dem Haupteingang, auf einer Fahne vor dem Haus, auf seinem Briefpapier und seinen Werbemitteln wirbt der Friedrichstadt-Palast für einen respektvollen Umgang miteinander. Die Initiative erfährt großen Zuspruch aus Politik, Sport und Gesellschaft. Organisationen wie der Deutsche Beamtenbund Berlin, der Außenwerber Wall GmbH oder das Berufliche Qualifizierungsnetzwerk für Migrant*innen verbreiten das Logo. Nun kommen mit Seyran Ates und der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee weitere wertvolle Unterstützer an Bord.

Seyran Ates ~ Andre Puchta   Foto: Pedro Becerra
Seyran Ates, Initiatorin und Mitbegründerin der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee,
und André Puchta, Direktor Kommunikation am Friedrichstadt-Palast
Foto: Pedro Becerra

Seyran Ates ist Initiatorin und Mitbegründerin der liberalen und für alle Religionen offenen Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin-Moabit. Auch Homosexuelle sind dort ausdrücklich willkommen. Die Frauenrechtlerin türkischer und kurdischer Abstammung erhält nach Morddrohungen inzwischen rund um die Uhr Personenschutz - und besuchte nun den Palast: „Menschen aus aller Welt treffen sich hier nicht nur auf der Bühne. Die Vielfalt, der Respekt und die Liebe füreinander sind in jedem Winkel des Hauses zu spüren. Ich fühle mich extrem privilegiert, dass ich hinter den Kulissen erleben durfte, was für eine schöne familiäre und liebevolle Atmosphäre herrscht. Von diesem Haus kann sich manch einer und eine in der Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur etwas abschauen.“ Die Initiative ‚Repect each other‘ zeige mehr als deutlich, wofür der Palast nach seiner wechselvollen Geschichte heute steht: für Demokratie, Freiheit und Vielfalt.

„Das Böse gewinnt nicht, weil es stärker ist, sondern immer nur, wenn das Gute vor sich hindöst und sich nicht in den Weg stellt“, so Intendant Dr. Berndt Schmidt, der die Initiative im August 2016 ins Leben rief. „Wir brauchen eine Kultur des Füreinander-Einstehens“, mahnt Bischof Dr. Markus Dröge, der die Palast-Initiative ebenso befürwortet wie Publizist Dr. Florian Langenscheidt: „Respect each other atmet einen Geist der Freiheit, Offenheit und Vielfalt, den ich von ganzem Herzen unterstütze.“

Auch der dbb beamtenbund und tarifunion berlin (dbb berlin) schloss sich der Palast-Initiative an und benutzt die Respect-Farben zusammen mit dem dbb-Logo. Respekt fordert der dbb berlin auch gegenüber den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes. Die Hemmschwelle, gewalttätig zu werden, sinke immer weiter und mache auch vor Polizist*innen, Feuerwehrleuten und Sanitätskräften keinen Halt. „Aufgabe des dbb berlin ist es in dieser Situation, immer wieder mit Informationen und Forderungen den Finger in die offene Wunde zu legen, damit unsere Kolleginnen und Kollegen künftig besser geschützt werden. Ein kleiner Schritt in diese Richtung ist, dass wir uns der Aktion des Palastes als meistbesuchte Bühne der Hauptstadt anschließen“, erklärte Landesvorsitzender Frank Becker.

Der Stadtmöblierer und Außenwerber Wall GmbH, der seit einem Jahrzehnt auch Kultursponsor des Palastes ist, bewirbt die Initiative auf den 25 frequenzstärksten U-Bahnhöfen der Hauptstadt.

‚Respect each other‘ wird mit einer Farbwahl unterstützt (Colours of Respect), die von der Regenbogenfahne inspiriert ist, jedoch politisch, religiös, gesellschaftlich und gegenüber sexuellen Orientierungen neutral ist. Die Colours of Respect sind ein unabhängiges Statement für alle, die sich gegenseitigem Respekt verpflichtet fühlen. Das Design wurde pro bono vom Hamburger Künstler Zhoi Hy entworfen.

Colours -of Respect

 

Auf der Website www.palast.berlin/respect kann das ganze Statement gelesen werden, auch die Bedeutung der acht Farben wird erläutert. Im Downloadbereich stehen verschiedene Versionen der Colours of Respect zum Herunterladen und Teilen bereit. Personen, Institutionen oder Unternehmen können die Colours of Respect gerne kostenfrei verwenden und auf ihre Organisation ‚umbranden‘.

Montag, 11. September 17
ATOLL-FESTIVAL für zeitgenössischen Zirkus im Kulturzentrum TOLLHAUS Karlsruhe
Um einen Tag verlängert und mit erweitertem Programm geht das ATOLL-FESTIVAL 2017 von Mittwoch, 20. September bis Sonntag, 24. September an den Start. Gespielt wird im Tollhaus selbst, aber auch zirkustypisch im Freien und in Zelten. Im Hauptprogramm zählt dazu beispielsweise das Überraschungsformat ATOLL surprise mit fünf Miniaturen junger Künstlerinnen und Künstler, die an den niederländischen Zirkusschulen in Rotterdam (CODARTS) und Tilburg (Academy for Circus and Performance Art) ausgebildet wurden. Diese Verbindung mit europäischen Zirkushochschulen will das ATOLL-Team künftig intensivieren, ebenso wie die Vernetzung mit den Kollegen. Bei einem Treffen der bundesweiten Initiative Neuer Zirkus inklusive angeschlossenem Dramaturgie-Workshop sowie einem internationalen Veranstalter-Panel sollen Möglichkeiten für eine vertiefte Zusammenarbeit ausgelotet werden. Die Ideen reichen von mehr Koproduktionen über neue Strukturen für den inhaltlichen Austausch mit den Kollegen bis hin zu gemeinschaftlichlich organisierten Tourneen durch Deutschland und Europa. Akrobatik-Workshops für Laien aller Altersgruppen runden das Angebot ab.


Compagnie XY
Foto: Christophe Raynaud de Lage

Im Vordergrund steht aber natürlich trotz allem das Live-Vergnügen Zirkus, wenn sich Theater und Artistik, Musik und Tanz, Komik und stille Momente zum Erlebnis für alle Sinne mischen. Insgesamt sieben Produktionen sind zu Gast in Karlsruhe. Die Formationen stammen aus Frankreich und der Schweiz, Deutschland, Finnland, den Niederlanden und Spanien. Zur Eröffnung wirbeln die furiosen Akrobaten und menschlichen Turmbauer der Compagnie XY durch die Lüfte. Unter den weiteren Höhepunkten: das wunderbar kauzige Clownsduo Compagnie Sacécripa sowie die französisch-schweizerische Cie Quotidienne, die – passend zum 200-Jahr-Jubiläum des Karlsruher Fahrrad-Erfinders Karl von Drais – zeigt, was Artisten alles mit einem schlichten „vélo“ anstellen können. Aus Finnland reisen die die Hand-auf-Hand-Akrobaten Kati und Pasi an sowie die Zirkus-Tanz-Animationskünstler von Ilmatila. Und auch Deutschland ist vertreten: durch das Jonglier-Duo Spot the Drop mit ihrem ersten abendfüllenden Stück Stehfleisch und Sitzvermögen.

Trotz der spektakulären Darbietungen: Die Frage, was das Schönste an ATOLL sei, würden viele Zuschauer vermutlich mit etwas Atmosphärischen beantworten: die vielen liebevollen kleinen Performances rund um das Kulturzentrum und die Zirkuszelte. ATOLL EN PLUS bietet zu freiem Eintritt artistische Zugaben der beteiligten Künstler sowie die große ATOLL PARTY am Samstagabend.

Das ATOLL-Team von 2016 zeichnet in gleicher Besetzung für das Programm 2017 verantwortlich. Neben den beiden Initiatoren Bernd Belschner und Britta Velhagen vom Tollhaus ist der Noveau Cirque-Aktivist, Regisseur und Kulturmanager Stefan Schönfeld als dritter Festivalkurator mit im Boot.
Das ATOLL-FESTIVAL für zeitgenössischen Zirkus 2017 wird gefördert vom Innovationsfonds Kunst des Landes Baden-Württemberg, dem Kulturamt der Stadt Karlsruhe, dem Programm SZENEfrei des Finnland-Instituts, dem Ministerium für Kultur/DGCA Frankreich sowie dem Institut Français.

www.atoll-festival.de

Montag, 11. September 17
Börsenverein zur Ausreiseerlaubnis für Aslı Erdoğan
Die türkische Autorin Aslı Erdoğan hat ihren Reisepass zurückerhalten und kann höchstwahrscheinlich zur Verleihung des Erich-Maria-Remarque-Friedenspreises am 22. September 2017 ausreisen. Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und Laudator für Aslı Erdoğan:
 
„Wir freuen uns sehr und sind erleichtert über die Nachricht, dass Aslı Erdoğan ihre Reisedokumente erhalten hat. Damit sind die Voraussetzungen gegeben, dass sie ausreisen und bei der Verleihung des Erich-Maria-Remarque-Friedenspreises persönlich anwesend sein kann. Das ist ein Lichtblick für die türkische Autorin, die seit über einem Jahr bar jeder Rechtsstaatlichkeit drangsaliert und mundtot gemacht wird. Dies vereint sie mit vielen anderen Autoren, Journalisten und Verlegern, die weiterhin in der Türkei inhaftiert sind, unter Druck gesetzt und verfolgt werden. Auch sie dürfen wir nicht vergessen. Wir fordern die türkische Regierung auf, die Repressalien gegenüber allen Medien- und Kulturschaffenden umgehend zu beenden, damit diese wieder frei leben, reisen und ihre Meinung äußern können.“
 
Der Börsenverein setzt sich seit Monaten für ein Ende der Verfolgung von Aslı Erdoğan ein. Erst gestern hat Alexander Skipis zusammen mit dem Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück und dem Jury-Präsidenten des Erich-Maria-Remarque-Friedenspreises einen Brief an Recep Tayyip Erdoğan öffentlich gemacht, in dem die Unterzeichner den türkischen Präsidenten auffordern, der Autorin die Ausreise zur Preisverleihung am 22. September zu ermöglichen.

www.boev.de

Montag, 11. September 17
HELENE FISCHER veröffentlicht Live-DVD/Blu Ray/Doppel-Album "Das Konzert aus dem Kesselhaus"
Manchmal sind es die kleinen Dinge, die großen Eindruck hinterlassen und in einer Zeit, in der die Maxime „immer höher, schneller, weiter“ heißt, ist Rückbesinnung auf das, worauf es wirklich ankommt, ein rares, aber doch auch stets begehrtes Gut. So geschehen am 24. Mai dieses Jahres als Helene Fischer - kurz nach der Veröffentlichung des aktuellen Nr.1-Albums „Helene Fischer“ (3-fach Platin) – im Rahmen eines bis dato in der Form einzigartigen Club-Konzerts erstmalig alle 24 Songs ihres neuen Albums im Münchner Kesselhaus präsentierte. Helene Fischer ist Europas erfolgreichste Live-Künstlerin und bekannt dafür, die größten Hallen Deutschlands mühelos an mehreren Tagen hintereinander auszuverkaufen – für die Präsentation ihres neuen Albums wählte sie jedoch ganz bewusst einen anderen Rahmen.
 
Schon vor dem Start des eigentlichen Konzerts herrschte im Münchner Kesselhaus eine ausgelassene Stimmung; die Fans feierten „ihre Helene“ mit Gesangseinlagen, Sprechchören und Applaus noch bevor sie überhaupt die Bühne betreten hatte. Mit Erscheinen der charismatischen Sängerin, kochte das Kesselhaus im wahrsten Sinne des Wortes über. Die Konzertbesucher wie auch Helene Fischer und ihre Musiker erlebten nicht nur einen exklusiven, sondern vor allem auch einen ganz besonderen, unvergesslichen Abend. Gespielt wurden neben den neuen Songs wie „Herzbeben“, „Nur mit dir“ oder „Achterbahn“ natürlich auch einige ihrer Hits. Als Zugabe feierten dann Künstlerin und Publikum gemeinsam zu Lieblingssongs wie „Atemlos durch die Nacht“ – der sprichwörtlich zum Motto des Abends wurde – sowie „Phänomen“.
 
Helene Fischer verkörpert im Showbusiness wie keine Zweite eben dieses besungene Phänomen – sie ist nicht nur unglaublich erfolgreich, sie weiß darüber hinaus auch mit Leichtigkeit, ihre Fans und ihr Publikum stets aufs Neue zu verzaubern. Und so wurde es für alle Beteiligten ein Event, von dem man sich wünscht, dass es nie endet.
 
Für alle, die an diesem Abend nicht dabei sein konnten, gibt es gleich zwei gute Nachrichten. Die Erste: Dieses exklusive Konzert im Münchner Kesselhaus wurde aufgezeichnet. Die Zweite: Die Aufzeichnung des Konzerts erscheint heute am 08. September 2017 in voller Länge als DVD, Blu Ray und Doppel-CD sowie auch als digitales Produkt. Den Zuschauer erwartet ein mehr als zweistündiges, absolut hochwertiges Hör- und Seh-Erlebnis.
 
Nach dem Ausflug auf eine eher kleine Bühne mit Club-Charakter geht es für Helene Fischer nächste Woche nun wieder zurück auf die großen Bühnen mit einem Set-Up, das es in dieser Größenordnung zuvor noch nicht gegeben hat. Ihre große Arena Tournee „Helene Fischer - LIVE 2017/18“ – designed by 45 DEGREES, der Weltklasse Live Entertainment Company von CIRQUE DU SOLEIL – beginnt am 12. September in der TUI Arena Hannover und führt sie danach für weitere 68 Konzerte in insgesamt 14 Städte.
 
www.helene-fischer.de

Samstag, 9. September 17
Vorverkauf am Schauspiel Frankfurt startet am 11. September
Endlich ist es wieder soweit: Am 11. September öffnen die Kassen des Schauspiel Frankfurt wieder ihre Türen und starten mit dem Vorverkauf für alle Vorstellungen im September und Oktober sowie für alle Vorstellungen des Familienstücks Tintenherz.

Schauspiel Frankfurt
Schauspiel Frankfurt
© Alexander Paul Englert

Das Schauspiel Frankfurt eröffnet die Spielzeit mit gleich drei Premieren im September: Richard III von William Shakespeare in einer Inszenierung von Jan Bosse, Ein hässliches Universum (UA) von Laura Naumann und Woyzeck von Georg Büchner, Regie führt Roger Vontobel.

Kafkas Ein Bericht für eine Akademie in der Box macht den Anfang im Oktober, gefolgt von zwei Frankfurter Premieren: Die Verwandlung nach Franz Kafka (Regie: Jan-Christoph Gockel) sowie Roger Vontobels Inszenierung von Gerhart Hauptmanns Rose Bernd.

Intendant Anselm Weber bringt am 27. Oktober Anna Seghers Das siebte Kreuz auf die Bühne, und in den Kammerspielen feiert Wajdi Mouawads Verbrennungen Premiere.

Michel Houellebecqs Unterwerfung in der Regie von Karin Beier steht am 5. und 6. Oktober als Gastspiel des Schauspielhaus Hamburg auf dem Programm. Am 9. Oktober wird Der talentierte Mr. Ripley in den Kammerspielen wiederaufgenommen. Ensemblemitglied Peter Schröder liest am 14. Oktober Erzählungen, Briefe und Tagebuchaufzeichnungen von Franz Kafka.

Das diesjährige Familienstück ab 8 Jahren, Cornelia Funkes Tintenherz, wird ab 19. November im Schauspielhaus gezeigt. Am 11. September startet bereits der Vorverkauf für alle Vorstellungen: 19./21./22./23./27./28./29. November// 11./12./13./17./18./ 19./20./25. Dezember.

Kartentelefon: 069.212.49.49.4 // www.schauspielfrankfurt.de

Samstag, 9. September 17
Bundesweite Regionalbuchtage: Buchhandlungen und Verlage feiern Literatur aus ihrer Region
Aktionswoche vom 15. bis 30. September 2017 / Buchhandlungen und Verlage rücken Bücher aus und über die Region in den Mittelpunkt / Rund 250 Veranstaltungen bundesweit
 
Heimat erlesen, erschmecken, erleben: Vom 15. bis 30. September machen Buchhandlungen und Verlage in ganz Deutschland „Heimat“ zum Thema. Im Rahmen der dritten bundesweiten Regionalbuchtage laden rund 250 Buchhandlungen in Kooperation mit Verlagen zu Lesungen, Vorträgen, Buchvorstellungen, Autorengesprächen, Ausstellungen, kulinarischen und musikalischen Lesungen ein, das Thema Heimat aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu erleben. Die Regionalbuchtage sind eine Aktion der im Börsenverein des Deutschen Buchhandels organisierten Verlage und Buchhandlungen unter dem Dach von JETZT EIN BUCH!, der bundesweiten Initiative der deutschen Buchbranche.
 
Heimat hat immer Saison
Heimat ist alles andere als nur ein sentimentaler Begriff: 26 Prozent der Deutschen wohnen noch oder wieder da, wo sie aufgewachsen sind, 30 Prozent nur wenige Kilometer von ihrem Heimatort entfernt. Am treuesten sind die Hamburger: Fast die Hälfte der aktuellen Bevölkerung ist dort bereits groß geworden, haben die Meinungsforscher von YouGov für E.ON herausgefunden. Auch der FOCUS interessiert sich für Heimatgefühle und bat Emnid zu erfragen, wo die Deutschen am liebsten Ferien machen: Fast ein Drittel gab an, den Urlaub am liebsten im eigenen Land zu verbringen, also „darheeme“, „dahoim“, „dahemm“.
 
Wachsendes Programmsegment
Viele Buchhandlungen und Verlage reagieren auf die Vorlieben ihres Publikums und bauen regionale Angebote aus: Reise- und Kochbücher, Kultur- und Sozialgeschichten, Freizeit-, Wander- und Radführer, Sachbücher zu Geografie und Ökologie, Regional- und Lokalhistorie, Krimis, Lyrik, Bilder-, Kinder- oder Mundartgeschichten – Regionalverlage sind mit ihrem Programm erfolgreich. So ist es nicht überraschend, dass sogar ein amtierender Ministerpräsident bei den Regionalbuchtagen aktiv wird: Am 9. Oktober ist Winfried Kretschmann im Stuttgarter Theaterhaus dabei, wenn die Geschichte der Beatfans, Hippies und Folkfreaks in Baden-Württemberg erzählt wird. Am 19. September küren der Börsenverein und die Stiftung Buchkunst in der Buchhandlung Schutt in Frankfurt am Main die fünf schönsten Regionalbücher des Jahres. Die Veranstaltung ist der Auftakt für den Preis „Deutschlands schönstes Regionalbuch“, der ab 2018 vergeben wird.
 
„Sieh, das Gute liegt so nah“ ist das buchhändlerische Credo von Petra Schulz. „Es geht mir darum, die Menschen aus unserem Viertel auf regionale Titel aufmerksam zu machen. Immerhin schreiben und wohnen Autoren wie Axel Hacke, Friedrich Ani und Hans Pleschinski in der Nachbarschaft. Das werde ich besonders herausstellen“, verspricht die Buchhändlerin im Münchener Glockenbachviertel und kündigt Schaufenster und Newsletter an. Flagge zeigen wird auch die Inhaberin der Buchhandlung Polberg in Essen-Steele mit einer Buchpremiere. Sigi Domke ist als Kabarett- und Theaterautor im Ruhrgebiet eine Größe und schreibt das, was Stephanie Polberg am liebsten anbietet: „Literatur aus dem Ruhrgebiet für Menschen im Ruhrgebiet“. Denn „Heimat ist die Region und was in der Region passiert, geht uns direkt an. Die Heimatbuchtage sind die Möglichkeit, sich bei und mit seinem Buchhändler über jede Form von Literatur zu seinem Stück Heimat auseinanderzusetzen. Mal kriminell, mal unterhaltsam, mal zum Reisen oder Kochen, oder nur zum Abhängen. In der Heimat steckt die Kraft!“, ergänzt Ulrich Hopp, Verleger des be.bra Verlags in Berlin.
 
Über die Initiative JETZT EIN BUCH!: JETZT EIN BUCH! ist eine bundesweite Initiative der deutschen Buchbranche, die im März 2013 auf der Leipziger Buchmesse startete. Verantwortlich für die Kampagne ist der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.. Ziel ist es, Menschen für Bücher zu begeistern und den Buchhandel vor Ort zu stärken. Im Mai 2017 wurde die Kampagne, die unter dem Motto „Vorsicht Buch!“ begann, in JETZT EIN BUCH! umbenannt. www.jetzteinbuch.de 

Samstag, 9. September 17
„ttt - titel thesen temperamente" Extras am Sonntag: 74. Filmfestspielen in Venedig und 66. ARD-Musikwettbewerb
„ttt - titel thesen temperamente" (BR) kommt am Sonntag, 10. September 2017, um 23:05 Uhr im Ersten mit zwei Themenblöcken:

„ttt"-extra von den 74. Filmfestspielen in Venedig sowie „ttt"-extra": Marathon der Spitzentöne - Eindrücke vom 66. ARD-Musikwettbewerb

Glamour, internationale Stars, berühmte Regisseure und spannende Filme - Die Filmfestspielen von Venedig warten dieses Jahr mit einem sehr vielversprechenden Programm auf.

Über diese Wettbewerbs-Filme wird" ttt" voraussichtlich berichten:

Human Flow - Dokumentarfilm von Ai Weiwei
Ai Weiwei reiste für seinen Dokumentarfilm „Human Flow" nach Berlin, Kenia, Irak, Gaza und Italien: Flüchtlinge aus aller Welt sind sein Thema, das er anscheinend mit sehr starken Bildern umgesetzt hat. Produziert übrigens von den Amazon Studios.

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri - Martin McDonagh
Einer unserer Geheimfavoriten. Frances McDormand ist absolut brilliant in diesem mit Abstand besten Film des Festivals - einer schwarzen Komödie u.a. mit Woody Harrelson und Sam Rockwell.

The Insult - Ziad Doueiri
Keinem Film ist es bisher wohl besser gelungen, die Konflikte im Nahen Osten herunter zu brechen auf den Konflikt zweier Männer. Ein Palästinenser, der wie viele seiner Landsleute im Libanon im Exil lebt und ein gebürtiger Libanese beginnen aus einer Lappalie heraus einen Streit. Beide fühlen sich beleidigt, keiner bringt es über sich, sich beim anderen zu entschuldigen. So eskaliert der Konflikt, befeuert von den jeweiligen Landsleuten, immer mehr bis zu einem scheinbar ausweglosen Ende.

Mother! - Darren Aronofsky
Der neue Film von Regie-Großmeister Darren Aronofsky, nach Meisterwerken wie „Black Swan" und „The Wrestler" jetzt ein Psychothriller. Jennifer Lawrence in der Hauptrolle. Sie lebt abgeschieden mit ihrem Ehemann Javier Bardem auf dem Land, als ein mysteriöses Ehepaar - Michelle Pfeiffer und Ed Harris - plötzlich vor ihrer Haustür stehen.

Suburbicon - George Clooney
Könnte unterhaltsam werden: Film Noir-Komödie. Spielt 1950. Hauptrollen: Matt Damon und Julianne Moore. Drehbuch schrieb George Clooney mit den Coen Brothers.

Mektoub, my love: Canto uno - Abdellatif Kechiche, der 2013 mit „La vie d´Adele" die Goldene Palme in Cannes vollkommen zu Recht gewonnen hat, einer der brillantesten Filmemacher überhaupt, präsentiert mit "Mektoub, my love: Canto uno" in Venedig sein neuestes Werk.

Der einzige deutsche Film "Krieg" läuft in der renommierten Nebenreihe "orrizonti". Mit Hauptdarsteller Ulrich Matthes wird Max Moor ein Gespräch führen.

Spannend könnte es auch außerhalb des Wettbewerbs werden, z. B.

This is Congo - Dokumentarfilm von Daniel McCabe
Die Demokratische Republik Kongo in Zentralafrika ist eines der fruchtbarsten Länder auf dem afrikanischen Kontinent, dazu reich an Bodenschätzen: Gold, Silber, Kupfer, seltene Erden. Das Land müsste ein Musterland sein. Stattdessen gibt es im Kongo seit Jahrzehnten immer wieder nur Krieg, Vertreibung und Elend. Die Doku von Daniel McCabe wirft einen extrem aufschlussreichen Blick auf ein von Warlords und Tribes beherrschtes Land.

My Generation - David Batty
Michael Caine führt in dieser Doku durch die Anfänge des Swinging London der frühen Sechziger Jahre, als die Musik der Beatles, Stones, der Kinks und The Who gerade entstand, als Models wie Twiggy die Cover der Magazine beherrschten und die bunte Mode den Ausbruchs aus dem Mief der 50er Jahre signalisierte.

Outrage Coda von Altmeister Takeshi Kitano. Das verspricht eine machiavellianische Killergeschichte über eine moderne Yakuza-Familie zu werden.

Und natürlich werden wir versuchen, die wichtigsten preisgekrönten Filme und Schauspieler in der Sendung vorzustellen.

Autor: Andreas Krieger
Redaktion: Franz Xaver Karl (BR)

„ttt"-extra: Marathon der Spitzentöne: Eindrücke vom 66. ARD-Musikwettbewerb

Jessye Norman, Thomas Quasthoff, Christian Tetzlaff, Mitsuko Uschida und Sol Gabetta - nur eine kleine Auswahl von weltberühmten Künstlern, die Preisträger des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD waren und hier den Grundstein für ihre Karriere gelegt haben. Wer hier antritt, misst sich mit den Besten.
Zum weltweit größten Musikwettbewerb kommen in diesem Jahr fast 200 junge Musiker von 640 Bewerbern aus vier Kontinenten nach München, um sich in den Fächern Violine, Klavier, Oboe und Gitarre zu messen. Sie alle wollen herausfinden, wo sie künstlerisch im internationalen Vergleich stehen und ob sie auch unter höchstem Druck Topleistungen abliefern können. Dabei muss viel zusammenkommen: beste Vorbereitung, das richtige Instrument, mentale Stärke und natürlich ein Quäntchen Glück - schließlich gilt es, sowohl die Jury als auch das leidenschaftliche Publikum zu überzeugen. Das „ttt"-extra begleitet die Geiger Thomas Reif, Anna Lee und Sarah Christian durch die Höhen und Tiefen des Wettbewerbs und zeigt mit wie viel Einsatz sich die jungen Interpreten den Herausforderungen des Wettbewerbs stellen.

Autor: Felix Hentschel
Redaktion: Theresa März (BR-Klassik)

Im Internet unter www.DasErste.de/ttt

Moderation: Max Moor

Samstag, 9. September 17
CAVEMAN Du sammeln, ich jagen! Im Januar 2018 zurück in Frankfurt/M
Mit CAVEMAN schrieb der Amerikaner Rob Becker das erfolgreichste Solo-Stück in der Geschichte des Broadways. Nachdem CAVEMAN in den Vereinigten Staaten von einem Millionen-Publikum bejubelt wurde, feiert der moderne Höhlenmann weltweite Erfolge und begeistert seit Sommer 2000 auch in Deutschland alle, die eine Beziehung führen, führten oder führen wollen. Vom 11. bis 14. Januar 2018 kehrt Felix Theissen in der Titelrolle des CAVEMAN erneut nach Frankfurt zurück und wird im Jagdrevier der Union Halle die Keule schwingen.
Beinahe wäre Felix Theissen Architekt geworden, wenn er nicht in letzter Sekunde das Ruder herumgerissen hätte. Statt Gebäude zu entwerfen, entschied er sich für das Verkörpern von Theaterfiguren und steht nun seit 15 Jahren als CAVEMAN auf der Bühne.
In dem Kultstück CAVEMAN wirft Felix Theissen einen ganz eigenen Blick auf die Beziehung zwischen Mann und Frau. Im „magischen Unterwäschekreis“ begegnet Tom, der sympathische Held im Beziehungsdickicht, seinem Urahn aus der Steinzeit, der ihn an Jahrtausende alter Weisheit teilhaben lässt: Männer sind Jäger und Frauen sind Sammlerinnen. Eine Tatsache, die die menschliche Evolution bis heute nicht hat ändern können. Was der Durchschnitts-Mann schon immer vermutet hat, weiß Tom nun aus erster Hand und fragt sich: „Warum betrachten wir Frauen und Männer nicht einfach als völlig unterschiedliche Kulturen? Mit verschiedenen Sprachen, verschiedenen Verhaltensweisen und verschiedener Herkunft?“
Von dieser Erkenntnis beflügelt, analysiert Tom das befremdliche Universum der Sammlerinnen: Diese geheimnisvolle Welt von besten Freundinnen, Einkaufen und Sex. Mit immensem Mitteilungsbedürfnis, trockenem Humor und ironischem Blick beobachtet Tom auch die Lebensweise des Jägers. Er enthüllt, welche Erfüllung „Rumsitzen, ohne zu reden“ bedeuten kann, warum Männer durch das Fernsehprogramm zappen müssen und dass eine Unterhaltung unter Jägern mit den Worten „Lass uns in den Keller gehen, Sachen bohren“ beginnt und gleichzeitig endet.
CAVEMAN ist Vergnügen pur: Ein Jeder erkennt sich wieder, garantiert. Paare sehen sich an und sagen „Genau wie Du“. Das Stück macht süchtig, Rekorde wie: „Ich war zehn Mal in der Vorstellung“ sind keine Seltenheit. „Ein funkenschlagendes One-Man-Spektakel mit viel Humor und durchaus Tiefgang“, so die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, und die Meinung der TAZ: „Der CAVEMAN ist nicht nur sehr wahr, sondern auch sehr, sehr komisch." Die Bild meinte: „Bittere Wahrheiten, zuckersüß verpackt. Tiefe Einsichten. Zum Brüllen komisch.“

11.01.2018 – 14.01.2018
Frankfurt, Union Halle
Termine: Do-Fr jeweils 20.00 Uhr, So 19.00 Uhr
Preise: ab 23,- Euro, zzgl. Gebühren der Vorverkaufsstelle
Vorverkauf: 069-13 40 400 www.frankfurtticket.de oder www.bb-promotion.com und an allen bekannten Vorverkaufsstellen

www.caveman.de

Freitag, 8. September 17
Am 10. September ist Tag des offenen Denkmals
(kus) Hessenweit können am „Tag des offenen Denkmals“ am 10. September unter dem diesjährigen Motto „Macht und Pracht“ die verschiedensten Denkmäler besichtigt werden. Das Denkmalamt der Stadt Frankfurt hat für diesen Tag wieder architektonisch und städtebaulich interessante Gebäude und denkmalgeschützte Gesamtanlagen ausgesucht, über die bei den kostenfrei angebotenen Führungen informiert wird. Neben Objekten der Bau-, Garten- und Kunstdenkmalpflege findet auch wieder eine Führung zu einer der bedeutendsten archäologischen Fundstellen im Frankfurter Stadtgebiet statt.

Eine Woche später, am 17. September, findet auf dem Hauptfriedhof, Eckenheimer Landstraße 194, der Tag der Führungen statt. An diesem Tag können die Besucher zwischen 11 Uhr und 14 Uhr, an kostenlosen Führungen zu verschiedenen Schwerpunkten teilnehmen, zum Beispiel an einem Rundgang zu Gräbern bekannter Persönlichkeiten oder auch zu Patenschaftsgräbern.

Am 10. September bietet das Denkmalamt Frankfurt/M folgende Führungen an:

Römischer Tempelbezirk, In der Römerstadt 120, Heddernheim
Ausgrabungen innerhalb der römischen Stadt „Nida“ mit Befunden aus dem 1./2. Jahrhundert nach Christus. Treffpunkt und Besichtigung: 11 Uhr an der Baustelle, Führung durch Andrea Hampel, Leiterin des Denkmalamtes. Es ist keine Anmeldung erforderlich. Wohnsiedlung COLONIE Zeilsheim, Frankenthaler Weg 1, Zeilsheim

Arbeitersiedlung der ehemaligen Hoechst AG. Treffpunkt u
nd Besichtigung: 11 Uhr. Führung durch Heike Kaiser und Janine Sempf, Konservatorinnen des Denkmalamtes. Es ist keine Anmeldung erforderlich.
Projekte des Architekten Wilhelm Berentzen – Rundgang durch die Frankfurter Innenstadt

Wilhelm Berentzen hat die Architektur der deutschen Nachkriegsmoderne mit seinem berühmten „Junior-Haus“ nachhaltig geprägt. Ein Rundgang durch die Innenstadt stellt eine Auswahl von Projekten des Architekten vor. Treffpunkt und Besichtigung: Willy-Brandt-Platz, U-Bahn-Eingang oberhalb auf dem Platz, 15 Uhr. Führung durch Lorena Pethig, Konservatorin des Denkmalamtes. Es ist keine Anmeldung erforderlich.
Philosophicum Frankfurt, Gräfstraße 74-76 im Westend

Stahlskelettbau mit nicht ummantelten Außenstützen, nach Entwurf von F. Kramer und W. Dunkel, 1958-60 erbaut, nach jahrelangem Leerstand saniert und baulich ergänzt 2014 bis 2017 unter Stefan Forster Architekten. Uhrzeit: 10 Uhr und 12 Uhr, Anmeldung erforderlich per E-Mail an denkmalamt@stadt-frankfurt.de oder unter Telefon 069/212-36199.
Bürostadt Niederrad, Schwanheim, Hahnstraße 30-32

Spaziergang durch die „Bürostadt Niederrad“. Das Viertel Bürostadt Niederrad wurde ab den 1960er Jahren als monofunktionaler Standort für Konzernzentralen und große Bürohäuser geschaffen. Wie das Bedürfnis nach Macht, Pracht und Repräsentation der ansässigen Firmen seit dieser Zeit bis in die 1980er in gebaute Architektur umgesetzt wurde, lässt sich in der Bürostadt besonders gut erklären. Der Rundgang soll die Entstehungsgeschichte und die Bedeutung der Bürostadt Niederrad im Allgemeinen und einzelner Bauten beleuchten. Beginn ist um 15 Uhr. Führung durch Caroline Hero, Konservatorin des Denkmalamtes. Es ist keine Anmeldung erforderlich.
Hauptbahnhof, Im Hauptbahnhof

Ehemals größter Bahnhof Europas, Empfangsgebäude von H. Eggert, 1883-88. Erweiterungsbauten 1912-24. Umfangreiche Eingriffe in den 1970er Jahren (U-Bahn-Bau) und Sanierungsmaßnahmen in den letzten Jahren und in der Zukunft. Treffpunkt und Besichtigung: 13 Uhr und 15 Uhr. Führung durch Marco Popp, Konservator des Denkmalamtes, und Irmgard Linßen, Deutsche Bahn. Eine Anmeldung ist erforderlich per E-Mail an denkmalamt@stadt-frankfurt.de oder unter Telefon 069/212-36199.

Freitag, 8. September 17
Bad Elster feiert im Herbstgold die Quellen der Musik! 17. Chursächsische Festspiele widmen sich 200 Jahren Orchesterkultur
Die internationale Kultur- und Festspielstadt Bad Elster bietet auf ihrer historisch einzigartigen „Festspielmeile der kurzen Wege“ im Jahresverlauf vor allem große Festivalreihen und verschiedenste Themenschwerpunkte. Kulturelles Zentrum der Königlichen Anlagen Bad Elsters ist das über 100-jährige König Albert Theater als eines der schönsten historischen Theater Mitteldeutschlands. Mit den jährlich im September beginnenden Chursächsischen Festspielen wird traditionell die neue Spielzeit feierlich eröffnet. Die diesjährige 17. Ausgabe des überregional bedeutsamen Festivals widmet sich dabei vom 8. September bis zum 3. Oktober als „Quellen der Musik“ dem Jubiläum einer 200-jährigen Orchesterkultur Bad Elsters, da hier bereits im Jahre 1817 das erste Orchester als Grundstein für die lange Kulturtradition im Königlich-Sächsischen Staatsbad gegründet wurde.

„In diesem Jahr ist es uns hierbei eine große Freude, das Orchesterjubiläum als Fundament der kulturellen Identität des Heilbades in den Fokus unserer Festspiele zu legen“ erklärt GMD Florian Merz als Geschäftsführender Intendant der gesamtverantwortlichen Chursächsischen Veranstaltungsgesellschaft und ergänzt: „Denn dieser Blick in die Historie verdeutlich die besondere Aufenthaltsdimension unseres dann alsbald Königlich-Sächsischen Staatsbades bis heute: Neben der hohen Gesundheitskompetenz waren immer Musik und kulturelle Inspiration wichtige Erfolgsbausteine des hier ansässigen Gästewesens!“

So bietet Bad Elster für diesen musikalischen Quell‘ eine passende Bühne: Höhepunkte des vielstimmigen Festivalprogramms im König Albert Theater Bad Elster sind die festlichen Symphoniekonzerte der Chursächsischen Philharmonie im Klangverbund mit dem Karlsbader Sinfonieorchester als EUCHESTRA EGRENSIS (08.09.) und den Hofer Symphonikern (03.10.) sowie begeisternde Musiktheater-Aufführungen wie die Verdi-Oper „La Traviata“ (15.09.), die Operette „Eine Nacht in Venedig“ (29.09.), das Familien-Märchenmusical „Die Bremer Stadtmusikanten“ (17.09.) oder die beliebte „Große Johann-Strauß-Gala“ (13.09.). Zusätzlich beehren jedes Jahr zahlreiche renommierte Stars und internationale Ensembles die Chursächsischen Festspiele. In diesem Jahr begeistert das Publikum dabei Christian Friedels Shakespeare-Pop von Woods of Birnam (09.09.), eine „Hommage an Manfred Krug“ mit langjährigen Wegbegleitern (23.09.), Weiberpower als exklusive Vorabpremiere von Lisa Fitz, Sissi Perlinger & Lizzy Aumeier (24.09.) sowie glanzvolle Abende mit Reinhold Beckmann & Band (30.09.), Kabarettlegende Werner Schneyder (01.10.) oder dem Chemnitzer Wunderkind Ben Lepetit am Klavier (02.10.).

Ergänzt werden die 17. Chursächsischen Festspiele inmitten Königlich-Sächsischer Aufenthaltsatmosphäre mit einer interessanten Geoexkursion zur Vulkantätigkeit in der europäischen Bäderregion, dem 1. Wandersingen Bad Elster, den interessanten Ausstellungen zur 200-jährigen Orchesterhistorie Bad Elsters und sehenswerter syrischer Malerei und Fotografie, dem Festspielkino, imposanten Multivisionsshows, dem 8. „Königslauf Bad Elster“, einem herbstlichen Weinfest und ergänzender Kammermusik von Ensembles der Chursächsischen Philharmonie.

Die Kombination der Angebote macht dabei den besonderen Flair des Königsbades Bad Elsters aus: Heute eine goldene Herbstwanderung durch eine der reizvollsten Naturgegenden Sachsens, morgen die große Welt der Oper im König Albert Theater und danach Entspannung pur mit den hervorragenden Wohlfühlangeboten im hist. Albert Bad bzw. der Soletherme & Saunawelt Bad Elster - so schweben Körper und Geist auf anspruchsvolle Weise! Tickets & Infos: 037437/ 53 900 | www.chursaechsische.de

Das Gesamtprogramm der Chursächsischen Festspiele online: chursaechsische.de

Freitag, 8. September 17
Internationaler Erfolg gegen YouTube-mp3.org: Weltweit größter Streamripper ist offline
YouTube-mp3.org, weltweit größter Anbieter „gerippter“, also  ohne Erlaubnis der Rechteinhaber mitgeschnittener Musik-Dateien, ist nach einem internationalen rechtlichen Vorgehen der Musikindustrie  vom Netz genommen worden. Die in Deutschland ansässige Website, die weltweit über 60 Millionen Nutzer im Monat zählte, davon rund eine Million in Deutschland, hat den Dienst weltweit abgeschaltet und sich verpflichtet, die Rechte von Künstlern und Tonträgerherstellern in Zukunft nicht weiter zu verletzen. Dies haben die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI), der Dachverband des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), und die Schwesterverbände in den USA und UK, RIAA und BPI, heute gemeldet.

Streamripping ist die derzeit weltweit häufigste Form, Urheberrechte im digitalen Raum zu verletzen. Technisch gesprochen wird dabei die Musik, beispielsweise aus einem im Netz als Stream abrufbaren Musikvideo, extrahiert und in eine herunterladbare Datei umgewandelt. Diese wird den Nutzern dann als kostenloser Download angeboten. Zu keinem Zeitpunkt werden dabei Lizenzen erworben, das heißt, die Künstler und ihre Partner erhalten für die zum Teil millionenfache Nutzung ihrer Werke nicht einen Cent. Und das, obwohl YouTube-mp3.org Schätzungen zufolge mehrere hunderttausend Dollar monatlich durch Werbung generieren konnte, denn solche Dienste sind mit ihren hohen Nutzerzahlen attraktive Werbeplattformen, auch für große Marken.

BVMI-Geschäftsführer Dr. Florian Drücke: „Dass YouTube-mp3 offline gehen musste, ist ein wichtiges Signal für den Umgang mit der Lizenzierung von Musik im digitalen Raum. Vergleichbare Angebote im Netz werden ihr ‚Geschäftsmodell‘ vor diesem Hintergrund noch einmal eingehend hinterfragen müssen.“

„In Deutschland hat sich das Streamripping seit Jahren in einer rechtlichen Grauzone etabliert, weil bei uns, anders als etwa in den USA oder UK, die Privatkopie grundsätzlich erlaubt ist, was die Rechtsdurchsetzung in diesem Umfeld erschwert“, so Drücke weiter. „Eine Überdehnung dieses Rechtsinstituts wird von Unternehmen genutzt, um keine Lizenzen zu zahlen. Faktisch dient die aus analogen Zeiten stammende Privatkopieschranke dabei als Schutzschild. Das ist schon per se inakzeptabel, aber umso problematischer in einem dynamisch wachsenden Digitalmarkt, weil es gerade jüngere Nutzer in die Irre führt. Klarheit ist hier im Interesse aller Beteiligten wichtig. Dies gilt im Übrigen darüber hinaus für die prinzipielle Frage, wann Plattformen Lizenzen für Musik erwerben müssen. Ein entsprechender Entwurf zur Klärung dieses als ‚Value Gap‘ bekannten Themas liegt auf europäischer Ebene vor und wir erwarten diesbezüglich Unterstützung seitens der Bundesregierung.“

www.musikindustrie.de

Freitag, 8. September 17
Lesung mit Carolin Peters in Hamburg: Die Geschichte der getrennten Wege
Caroline Peters liest aus Elena Ferrantes Welterfolg 'Die Geschichte der getrennten Wege' beim renommierten Harbour Literaturfestival in Hamburg
Lesung: Sonntag, 17. September 2017 um 11 Uhr.
Elena Ferrante hat ein literarisches Meisterwerk von unermesslicher Strahlkraft geschrieben, ein von hinreißenden Figuren bevölkertes Sittengemälde und ein zupackend aufrichtiges Epos – über die rettende und zerstörerische, die weltverändernde Kraft einer Freundschaft, die ein ganzes langes Leben währt: Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und sind doch unzertrennlich, Lila und Elena, schon als junge Mädchen beste Freundinnen. Sie sind durch eine Rivalität miteinander verbunden, die daraus entsteht, dass sie einander ernst nehmen. In dem dritten Band sind die beiden inzwischen erwachsene Frauen in den turbulenten siebziger Jahre angekommen. Lila ist Mutter geworden und hat sich befreit und alles hingeworfen - den Wohlstand, ihre Ehe, ihren neuen Namen - und arbeitet unter entwürdigenden Bedingungen in einer Fabrik. Elena hat ihr altes neapolitanisches Viertel hinter sich gelassen, das Studium beendet und ihren ersten Roman veröffentlicht. Als sie in eine angesehene norditalienische Familie einheiratet und ihrerseits ein Kind bekommt, hält sie ihren gesellschaftlichen Aufstieg für vollendet. Doch schon bald muss sie feststellen, dass sie ständig an Grenzen gerät. Ganze Welten trennen die Freundinnen, doch gerade in diesen schwierigen Jahren sind sie füreinander da, die Nähe, die sie verbindet, scheint unverbrüchlich. Würde da nur nicht die langjährige Konkurrenz um einen bestimmten Mann immer deutlicher zutage treten.

St. Pauli Theater
Spielbudenplatz 29-30
20359 Hamburg
harbourfront-hamburg.com harbourfront-hamburg.com

Freitag, 8. September 17
Jüdisches Museum Frankfurt/M errichtet Pop Up Monument auf dem Willy-Brandt-Platz
(kus) In Anlehnung an die jüdische Tradition temporärer Bauten errichtet das Jüdische Museum auch in diesem Spätsommer elf Tage – vom 7. bis 17. September – einen eigens gestalteten Ort im öffentlichen Raum. Während sich das Pop Up Boat im vergangenen Jahr in der Freizeitzone des Mainufers befand, verlagert das Museum in diesem Jahr seine Aktivitäten mitten in die Stadt und macht den Frankfurter Stadtraum selbst zum Thema.

In Zusammenarbeit mit dem Künstlerkollektiv raumlaborberlin nimmt es eine temporäre Intervention auf dem Willy-Brandt-Platz vor und schafft ein Monument, das in seiner Form den temporären und fragilen Charakter jüdischer Orte als solche reflektiert. Es handelt sich um eine aufblasbare und begehbare Blase aus transluzentem Material, die von außen Einblicke in das Geschehen im Innern und von dort Ausblicke auf die Stadtlandschaft gewährt.

Bei der Eröffnung am Donnerstag, 7. September, um 19 Uhr, sprechen Oberbürgermeister Peter Feldmann, Marc Grünbaum, Mitglied des Vorstands der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Julia Cloot, Geschäftsführerin des Gemeinnützigen Kulturfonds Frankfurt Rhein-Main, und Mirjam Wenzel, Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt. Um 20 Uhr folgt ein Konzert von Trio Scho.

Als eine Skulptur im öffentlichen Raum, die jeden Morgen aufs Neue aufgeblasen wird und nachts wieder in sich zusammenfällt, nimmt das Pop Up Monument sowohl Bezug auf andere Denkmäler an öffentlichen Plätzen und Orten der Stadt, unterscheidet sich von diesen aber durch seinen temporären Charakter. Es erinnert dementsprechend weniger an historische Ereignisse oder Persönlichkeiten, sondern lenkt den Blick vielmehr auf die Gegenwart und thematisiert die Fragilität wie auch die Pluralität jüdischer Kulturen in der Diaspora.

In unmittelbarer Nähe zu dem im Werden begriffenen neuen Jüdischen Museum dient das Pop Up Monument untertags als ein Lab für die neue Dauerausstellung. Besucher können nicht nur anhand ausgewählter Gegenstände, interaktiver Elemente, Raumpläne und dreidimensionaler Modelle einen Ein- und Überblick in die fortgeschrittenen Raum- und Ausstellungsplanungen gewinnen, sondern auch einzelne Sammlungsobjekte des Museums näher kennenlernen und in kuratorischer Begleitung eingehend studieren. In Workshops mit eigens eingeladenen Besuchergruppen werden einzelne Ausstellungssegmente eingehend vorgestellt und deren Verständlichkeit überprüft.

Zwei partizipative Ausstellungselemente laden die Besucher überdies ein, sich an der konzeptionellen Weiterentwicklung der neuen Dauerausstellung zu beteiligen. Eines dieser beiden Displays befindet sich außerhalb des Monuments auf einem eigens produzierten Tisch und stellt ihnen die Frage: „Welche jüdische Persönlichkeit möchten Sie gerne näher kennen lernen?“. Hier werden die Biografien bedeutender Personen präsentiert und darum gebeten, die Frage auf einer Postkarte zu beantworten. Ein zweites Ausstellungselement umkreist die Frage: „Was ist ein jüdischer Ort für Sie?“ Dieses Display besteht aus einer großen Stadtkarte von Frankfurt am Main, die die Besucher dazu einlädt, jüdische Orte aus der Vergangenheit oder der Gegenwart zu markieren. Hands On-Materialien animieren dazu, Texte zu diesen Orten zu verfassen; eine begleitende Crowdsourcing-Aktion in den Sozialen Medien ruft zum Hochladen von Fotos auf, die jüdische Orte in Frankfurt zeigen und sich dann auf der Karte wiederfinden werden.

Abends verwandelt sich das Pop Up Monument in eine Plattform für jüdische Gegenwartskultur. Mitten im Stadtraum finden Lesungen, Filmvorführungen, Konzerte und Diskussionen statt, in denen die Vielstimmigkeit der jüdischen Gegenwart zum Ausdruck kommt.

Ein Highlight des Programms stellen die Konzerte von Trio Scho mit dem Projekt Odessa Express und von der Sängerin Maya Saban mit der Formation Jewdyssee zu Beginn und zum Abschluss des Festivals dar. Weitere Höhepunkte bilden die Lesung der Journalistin und Kolumnistin Linda Rachel Sabiers, die ihre Facebook Posts als „Prosa-Momente in der Metropole“ versteht und zu einem Berlin-Roman ausbaut, sowie die Lesung der Schauspielerin, Theaterregisseurin und Schriftstellerin Adriana Altaras aus ihrem neuesten Buch „Das Meer und ich waren im besten Alter: Geschichten aus meinem Alltag“.

Die meisten Veranstaltungen tagsüber sind kostenfrei, für Abendveranstaltungen wird ein Eintrittspreis erhoben.

www.juedischesmuseum.de

Donnerstag, 7. September 17
Kulturradio WDR 3 und Stadt Herne präsentieren die 42. Tage Alter Musik
Vom 9. bis 12. November 2017 veranstalten das Kulturradio WDR 3 und die Stadt Herne die 42. Tage Alter Musik. Unter dem Motto „Aufbruch!“ erzählt das Musikfestival im Reformationsjahr von Umbrüchen und Zeitenwenden. WDR 3 sendet alle Konzerte via UKW, DAB+, Internet und Satellit.

In neun Konzerten spüren die „Tage Alter Musik in Herne“ musikalischen Neuerungen und revolutionären Umtrieben aus vier Jahrhunderten nach. Mit dem Oratorium „Der blutige und der sterbende Jesus“, nach Herne gebracht von der Capella Thuringia, stellte Reinhard Keiser die Passionsgeschichte erstmals in einem opernähnlichen Oratorium vor. Francesca Caccini war die erste Opernkomponistin überhaupt, Concerto Soave präsentiert ihr Werk „La liberazione di Ruggiero dall’Isola d’Alcina“. Revolten bürgerlicher Schichten in Portugal im frühen 18. Jahrhundert gegen das höfische Musikdiktat erklingen in Herne von Os Músicos do Tejo.

Der Kartenvorverkauf für das renommierteste Alte Musik Festivals Deutschlands, „Tage Alter Musik in Herne“, hat jetzt begonnen. Die Eintrittskarten sind über ProTicket erhältlich.

Weitere Informationen und die WDR 3-Sendetermine finden sich unter www.wdr3.de und www.tage-alter-musik.de sowie über das WDR 3 Hörertelefon unter 0221-56789 333.

Donnerstag, 7. September 17
Oper Frankfurt: Marianne Cornetti statt Tanja Ariane Baumgartner als Azucena in Verdis "Il trovatore"
Statt der erkrankten Tanja Ariane Baumgartner wird in der Premiere von Giuseppe Verdis Il trovatore (Musikalische Leitung: Jader Bignamini; Regie: David Bösch) am Sonntag, dem 10. September 2017, um 18.00 Uhr im Opernhaus die US-amerikanische Mezzosopranistin Marianne Cornetti die Partie der Azucena übernehmen. Sobald Tanja Ariane Baumgartner wieder gesund ist, wird sie in die dann laufende Produktion zurückkehren.

Cornetti, Marianne
Marianne Cornetti
Bild: www.marianneconetti.com

Marianne Cornetti zählt seit ihrem Debüt an der Mailänder Scala als Azucena zu den international führenden Verdi-Interpretinnen ihres Fachs. Regelmäßig gastiert sie unter anderem an den Opernhäusern in Mailand, New York, Wien, München und Berlin. Ulrica in Un ballo in maschera sang sie unter anderem an der De Nederlandse Opera in Amsterdam. In einer Neuproduktion von La forza del destino am Théâtre Royal de la Monnaie interpretierte sie Preziosilla. Auch als Eboli in Don Carlos und Principessa di Bouillon in Cileas Adriana Lecouvreur ist sie regelmäßig zu erleben. 2005 erweiterte sie ihr Repertoire um die erste Wagner-Partie: In Triest interpretierte sie Ortrud in Lohengrin. Im darauf folgenden Jahr gab sie ihr Rollendebüt als Brangäne in Tristan und Isolde am Teatro dell’Opera in Rom. Im Januar 2011 verkörperte sie Abigaille in Verdis Nabucco an der Metropolitan Opera und kehrte als Santuzza in Mascagnis Cavalleria rusticana ans Teatro alla Scala in Mailand zurück. Zuvor gab sie an der Metropolitan Opera die Azucena, sang Eboli in Bilbao und debütierte in Palermo in der Rolle der Laura in Ponchiellis La Gioconda. Amneris in Verdis Aida interpretierte sie bereits am Gran Teatre del Liceu in Barcelona sowie in Wien, Verona und beim Israeli Opera Festival. An der Hamburgischen Staatsoper gab sie 2009/2010 ihr Debüt als Santuzza, 2011/12 war sie dort auch als Amneris zu erleben. Konzertengagements führten die Künstlerin unter anderem an die New Yorker Carnegie Hall und ans Amsterdamer Concertgebouw. Partien in Verdis Requiem, Beethovens 9. Sinfonie, Elgars Sea Picture, de Fallas El Amor Brujo und Rossinis Stabat mater zählen zu ihrem Konzertrepertoire.

www.oper-frankfurt.de

Donnerstag, 7. September 17
Oper Frankfurt: "Maria Pantiukhova singt Lieder im Foyer"
Die Gattung des Kunstliedes zählt zu den unverzichtbaren Bestandteilen im Repertoire einer jeden Sängerin und eines jeden Sängers. Dieser Tatsache im Programm der Oper Frankfurt gebührend Rechnung zu tragen, ist ein stetes Anliegen von Intendant Bernd Loebe, seit er 2002/03 die Leitung des Hauses am Willy-Brandt-Platz angetreten hat. Neben der äußerst erfolgreichen Liederabend-Serie im Opernhaus hat die Oper Frankfurt daher seit der Spielzeit 2014/15 eine Reihe ins Programm genommen, in der sich vorwiegend Mitglieder des Ensembles präsentieren, deren Name mit dem Zusatz …singt Lieder im Foyer den Titel des Abends ergibt. Diese Soireen im intimen Rahmen des Holzfoyers dauern ohne Pause maximal ein Stunde. Die erste Veranstaltung der Serie in der Spielzeit 201/18 findet nun statt mit der russischen Mezzosopranistin Maria Pantiukhova am Dienstag, dem 12. September 2017, um 19.00 Uhr im Holzfoyer.

Maria Pantiukhova
Maria Pantiukhova
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Begleitet von Hilko Dumno am Klavier präsentiert die 2016/17 aus dem Opernstudio ins Ensemble der Oper Frankfurt übernommenen Sängerin anlässlich ihres ersten Frankfurter Recitals Werke von Johannes Brahms (1833-1897), Nikolai A. Rimski-Korsakow (1844-1908), Sergei W. Rachmaninow (1873-1943), Anton G. Rubinstein (1829-1894) und Igor Strawinsky (1882-1971).

2017/18 debütiert Maria Pantiukhova an der Oper Frankfurt als Maddalena (Rigoletto), Tisbe (La Cenerentola) und Olga (Die lustige Witwe). Zudem singt sie erneut Olga (Eugen Onegin) und Krystina (Weinbergs Die Passagierin). Die junge Sängerin war in Frankfurt bereits u.a. als Carmen, Giovanna (Verdis Ernani, konzertant), Mary (Der fliegende Holländer), Brigitta (Die tote Stadt), Grimgerde (Die Walküre), Fischverkäuferin / Dritter Herr / Handleser (Julietta), Küchenjunge (Rusalka) und Mrs. Meg Page (Falstaff) zu erleben. Sie gastierte beim Nordlysfestivalen in Tromsø (Norwegen) und mehrfach am Opernhaus Siktiwkar (Republik Komi / Russland). Ihr Studium absolvierte Maria Pantiukhova am St. Petersburger Konservatorium „N. A. Rimski-Korsakow“ und an der Musikhochschule in Lübeck. Meisterkurse bei Helmut Deutsch, Matthew Epstein, Lilian Watson, Edith Wiens und Tito Capobianco ergänzen ihre Ausbildung.

Die Reihe wird weitergeführt, Termine und Interpreten werden rechtzeitig bekannt gegeben.
Karten für diese Serie zum Preis von € 17 / ermäßigt € 13 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.

Donnerstag, 7. September 17
THE CAST – Die Opernband ~ Oper macht Spaß! zu Gast im Neun Theater Höchst
THE CAST  –  die Opernband, lebt Oper – auf ihre absolut eigene, unvergleichliche Weise. Das junge, international besetzte Ensemble bietet die klassischen Opernsongs so, wie sie einmal waren: aufregend, belustigend, zeitgemäß, mitreißend, ein wenig ironisch, erfrischend und vor allem: unglaublich sinnlich dar.

Entstanden sind ungewohnte und überraschende Arrangements des traditionellen Opernrepertoires, welche nicht nur Klassik-Kenner faszinieren, sondern auch Menschen, die bisher Popkonzerte dem Opernsaal vorgezogen haben. THE CAST schafft den Spagat zwischen Pop und Oper, der Zuschauer wird Teil des Konzertes, Teil der Atmosphäre, Teil ihrer Leidenschaft für Musik.

The Cast – das sind Bryn Vertesi (USA), Anne Byrne (USA), CarrieAnne Winter (USA), Campbell Vertesi (Kanada), Guillermo Valdés (Chile), Till Bleckwedel (Deutschland) und Yu Chen (China).

The Cast ist am Donnerstag, 28. September 2017 zu Gast im Neuen Theater Höchst (FFM).

www.thecastmusic.com / www.neues-theater.de

Donnerstag, 7. September 17
Frank Briegmann, ABBAs Benny Andersson und Hollywood-Legende Bill Murray eröffneten Universal Inside Tagung
Gestern Vormittag eröffnete Frank Briegmann, President & CEO Central Europe UNIVERSAL MUSIC und Deutsche Grammophon, in der Berliner Mercedes-Benz Arena die traditionelle Tagung UNIVERSAL INSIDE, zu der auch in diesem Jahr wieder viele Stars erwartet wurden. Den Anfang machte Pop-Ikone und ABBA-Mastermind Benny Andersson, den Frank Briegmann direkt im Anschluss an seine Keynote begrüßte.

Universal Inside 2017
Universal Inside 2017: Benny Andersson und Frank Briegmann
© Stefan Hoederath

Bis zu diesem Zeitpunkt fasste Frank Briegmann die Erfolge des vergangenen Jahres zusammen. UNIVERSAL MUSIC sei, gemessen an den Top100 Charts-Anteilen YTD, auch in diesem Jahre wieder mit großem Abstand Marktführer geworden. Mit seinen zahlreichen Erfolgen sei das Unternehmen u.a. Treiber des Gesamtmarktwachstums gewesen, das sowohl in Deutschland als auch weltweit mit 3,0% bzw. 6,1% im vergangenen Jahr sehr positiv ausgefallen sei. Er zitierte eine Studie des Wirtschaftsprüfungsunternehmens PwC, die ein weiteres Wachstum des globalen Musikmarkts bis mindestens 2021 prognostiziert. „Musik ist wieder ein Zukunftsmarkt“, stellte Frank Briegmann fest. Größter Wachstumsmotor sei das Streaming, das weiterhin hohe Wachstumsraten verzeichnet. Deutschland verfüge im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt über einen sehr stabilen Markt für physische Tonträger, was als Fundament für das aktuelle Wachstum ebenso wichtig sei.
 
Später beschrieb Frank Briegmann die gewachsene Bedeutung von Reichweiten in traditionellen und digitalen Medien als einen Schlüsselfaktor für zukünftigen Erfolg. Künstler wie zum Beispiel Justin Bieber hätten eine größere Reichweite etwa bei Facebook als viele globale Consumer-Brands. „Reichweite ist für uns aber kein Selbstzweck. Sie macht nur Sinn, wenn sie auch monetarisiert wird“, betonte der Musikmanager. Frank Briegmann wies darauf hin, dass UNIVERSAL MUSIC dabei eine höchst aktive Rolle spiele: „Wir vermarkten nicht nur die Werke, das heißt Werte, die unsere Künstler geschaffen haben, wir schaffen auch selbst Werte.“ Mit UNIVERSAL MUSIC „werden aus Mehrwerten auch Mehrumsätze.“
 
Zur Zukunft des Musikmarkts sagte Frank Briegmann abschließend: „Die Aussichten sind sehr gut. Wenn man an die weiteren Möglichkeiten im Rahmen von Connected Car,  Houses oder auch Voice Control Devices denkt, gibt das viel Optimismus und Tatkraft.“
 
Im Anschluss an seine Keynote begrüßte Frank Briegmann den Pop-Weltstar Benny Andersson, der an diesem Tage sein neues Solo-Piano Album „Piano“ vorstellte, das am 29. September bei der Deutschen Grammophon erscheint.
 
Bis zum Mittag traten außerdem Hollywood-Legende Bill Murray gemeinsam mit dem Streichquartett seines Freundes Jan Vogler, Starpianist Lang Lang und die Kelly Family auf.
 
Die Deutsche Grammophon, das renommierteste Klassiklabel der Welt, hatte bereits am Vorabend zur „Night of the Classics“ in den Berliner Pierre-Boulez-Saal geladen, wo die Veröffentlichungs-Höhepunkte von Deutscher Grammophon, Decca und ECM präsentiert wurden. Begleitet von der Kammerakademie Potsdam und der Pianistin Lilit Grigoryan begeisterten die Geigerin Lisa Batiashvili, die französische Cellisten Camille Thomas, Oboist Albrecht Mayer und Klarinettist Andreas Ottensamer von den Berliner Philharmonikern sowie der ECM-Cellist Thomas Demenga die geladenen Händler und Pressevertreter.
 
UNIVERSAL INSIDE ist die Jahrestagung von Deutschlands führendem Musikunternehmen UNIVERSAL MUSIC, bei der sich jeweils zu Herbstanfang Vertriebs-, Handels- und Medienpartner über die Highlights der kommenden Saison informieren und zahlreiche nationale und internationale Stars live auftreten. Location ist zum vierten Mal in Folge die Mercedes-Benz Arena Berlin, eine der modernsten Multifunktionsarenen der Welt. Für das visuelle Konzept zeichnete in diesem Jahr die Berliner Design-Agentur Pfadfinderei verantwortlich.

Großes Finale bei UNIVERSAL INSIDE: Alina, Alma, Savas & Sido und Wanda live in Berlin
Der Abend endete mit einem großen Starfinale in der Berliner Mercedes-Benz Arena UNIVERSAL INSIDE 2017, die Jahrestagung des weltweit erfolgreichsten Musikunternehmens UNIVERSAL MUSIC. Nachdem im Laufe des Tages bereits große Stars wie Alex Aiono, Benny Andersson, Bill Murray & Jan Vogler Streichquartett, David Garrett, Gregory Porter, Jared Leto, The Kelly Family, Lang Lang, Louane, Shania Twain und Til auf der Bühne standen, folgten im finalen Block die Stars der beiden Domestic Labels Polydor/Island und Vertigo/Capitol. Den krönenden Abschluss der Tagung bildeten in diesem Jahr die Auftritte von Alina, Alma, Savas & Sido und Wanda.

www.universal-music.de

Donnerstag, 7. September 17
Theatersommer Ludwigsburg - Die Saison 2017 - hohe Zuschauerzahlen - vielschichtiger Spielplan - breites Publikumsinteresse
Der Theatersommer Ludwigsburg blickt auf eine in vielerlei Hinsicht erfolgreiche Saison 2017 zurück. Obwohl die 27. Spielzeit aufgrund der späten Pfingstferien mehr als zwei Wochen kürzer war, besuchten rund 14.850 Besucher die Aufführungen – davon 8.724 Zuschauer im Abend-Spielplan und 6.117 Besucher beim Kinder-/Familien-und Schultheater. Damit erhöhte sich die Gesamtzuschauerzahl (2016: 14.669) leicht und hat sich auf das unverändert sehr hohe Niveau der letzten Jahre eingependelt. Trotz einer im Vergleich zu anderen Freilichttheatern deutlich geringeren Sitzplatz-Kapazität, steht der Theatersommer mit einer solchen Bilanz auf Augenhöhe mit vielen großen Freilichtspielen des Landes. Von insgesamt 104 Vorstellungen mussten nur acht abgesagt werden. Für Freilichttheater-Verhältnisse fiel das Wetter 2017 damit zwar recht günstig aus. Zu schaffen machten uns aber die großen Temperaturunterschiede. Auf Hitzeperioden folgten häufig herbe Temperaturstürze.

Mit insgesamt sechs Produktionen auf den drei Bühnen im Theatergarten wurde der Theatersommer auch 2017 seinen Anspruch gerecht, ein breites Publikum mit einem vielschichtigen und niveauvollen Spielplan zu begeistern.
Auf der großen Bühne lotete der Theatersommer mit einer ernsten, modernen und gesellschaftskritischen Frankenstein-Inszenierung die Grenzen der üblichen Sommertheater-Stilistik aus, was Presse und Publikum gleichermaßen begeisterte. Die Sommerkomödie Pension Schöller punktete mit Wortwitz, Tempo und einem prächtig aufgelegtem, spielfreudigen Ensemble. Die Ränge waren stets gefüllt und die Zuschauer fühlten sich bestens unterhalten. Die Wiederaufnahme der 2016 gefeierten Nibelungen war ebenfalls hervorragend besucht und unterstrich auch in der zweiten Auflage den einzigartigen Theatersommer-Stil.

Auf der 2015 neu gebauten kleinen Rondell-Bühne für experimentelle Theaterprojekte konnten sich die Zuschauer mit Gertrude und die Steine des Anstoßes an einer spannenden Begegnung von Kubismus und Dadaismus erfreuen, in deren Mittelpunkt die Ikone der literarischen Avantgarde, Gertrude Stein, stand. Im Doppelpack mit der letztjährigen Erfolgsproduktion Familie Dada sorgte diese Symbiose aus Theater, Literatur und bildender Kunst für stets ausverkaufte Aufführungen. Das ermutigende Fazit: Neue Wege und künstlerische Wagnisse lohnen sich auch im Freilichttheater!

Im Kinder-/Familien- und Schultheater lockte ein urwüchsiger Räuber Hotzenplotz sowohl das junge Publikum als auch viele Eltern und Großeltern in seine grüne Räuberhöhle. Die Gesamtzuschauerzahl stieg im Vergleich zum letzten Jahr um rund 10% von 5.626 auf 6.117 an. Auch die Vormittagsaufführungen für Schulen erfreuten sich großer Beliebtheit und waren schon weit im voraus allesamt ausverkauft. Die kleinen Zuschauer werden beim Theatersommer auf lebendige und direkte Weise an Theater herangeführt. Gerade im Zeitalter digitaler Medien ist diese Programmschwerpunkt wichtiger denn je. Weniger erfreulich ist, dass die Finanzierung des Schultheaters nach wie vor auf wackligen Beinen steht.

Kurz: Der Theatersommer blieb auch in der Saison 2017 seiner Philosophie treu, mit Bewährtem, Neuem und neu Kombiniertem einem breiten Publikum jeglichen Alters begeisterndes, originelles Theater zu bieten.

www.theatersommer.net

Donnerstag, 7. September 17
Tränen, Träume und Triumphe ~ 24.000 Besucher erlebten Young Euro Classic 2017
Den emotionalsten Auftritt dieses Young Euro Classic-Sommers gab es zweifellos am vergagenen Freitag: Die jungen Künstlerinnen und Künstler aus Portugal vergossen zunächst Freudentränen, als ihr bravouröser Auftritt im Konzerthaus am Gendarmenmarkt vom Publikum frenetisch gefeiert wurde. Dann die Zugabe: Das Jovem Orquestra Portuguesa spielte den als „Ode an die Freude“ und Europahymne bekannten vierten Satz aus Beethovens Neunter, eine eher konventionelle Wahl – doch statt am Ende die Ode zu singen, traten einige der jungen Künstler ans Mikrofon, bekannten sich zu Europa und seinen Werten: „Wir glauben an Europa!“ – und deuteten an, dies könne aus finanziellen Gründen das letzte Konzert dieses wunderbaren Orchesters gewesen sein. Nun wurde ziemlich hemmungslos geweint – auf der Bühne und auch im Publikum.

Würdigung neuer Musik: Portugiesin Mariana Vieira erhält Komponistenpreis
Am Sonntag hatte Portugal dann Grund zu triumphieren! Vor dem fulminanten Abschlusskonzert mit dem neu geschaffenen Cuban-European Youth Orchestra zeichnete der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, die erst 19-jährige Mariana Vieira mit dem Europäischen Komponistenpreis aus. Er honoriert die beste Uraufführung bzw. Deutsche Erstaufführung, die während des Festivals gespielt wurde, mit 5.000 €.

Die Uraufführung mit dem Titel „Raíz“ Konzert für Oboe, Klarinette, Tuba, Harfe, Kontrabass, Marimba und Orchester wurde von einer Laienjury unter der Leitung des Musikwissenschaftlers Gerrit Bogdan aus sechs nominierten Werken ausgewählt. „Die junge Komponistin Mariana Vieira eröffnet dem Publikum mit ihrem Stück ‚Raíz‘ faszinierende und un-erhörte Klanglandschaften“, heißt es in der Jurybegründung.

Die für den Komponistenpreis nominierten Werke stehen beispielhaft für das Anliegen des Festivals, auch zeitgenössischer klassischer Musik einen besonderen Stellenwert einzuräumen. Nicht weniger als 223 Ur- und Deutsche Erstaufführungen wurden in den 18 Jahren Young Euro Classic präsentiert. Im Festivalprogramm wurden außerdem Höhepunkte moderner Musik wie Messiaens „Turangalîla-Symphonie“ (Schleswig Holstein Festival Orchester), Toshio Hosokawas „Sternlose Nacht“ (Chor und Orchester der Elisabeth University of Music, Hiroshima) und das Violinkonzert Nr. 2 „The American Four Seasons“ sowie „Aguas da Amazonia“ von Philip Glass (Baltic Sea Philharmonic) interpretiert, ferner über 20 weitere Werke des 20. und 21. Jahrhunderts.

Young Euro Classic 2017 – ein Bekenntnis der Jugend zu Europa
Seit 18 Jahren steht Young Euro Classic dafür, ein Festival mit begeisternden Konzerten und zugleich einer klaren politischen Botschaft zu sein. Lange war diese Botschaft schlichte Selbstverständlichkeit, in diesem Jahr war das Bekenntnis zu Europa für viele der jungen Künstlerinnen und Künstler – vor allem aus Osteuropa – eine echte Herzensangelegenheit. Deutlich wurde das zum Beispiel beim Auftritt des Moldovan National Youth Orchestra: Die Musikerinnen und Musiker aus der Republik Moldau, einem der ärmsten Länder des Kontinents, konnten es kaum fassen, im Konzerthaus auftreten zu dürfen und in Berlin gefeiert zu werden. „As an artist, for me Europe is an openness of ideas“, beschreibt Irina, eine 18-jährige Bratscherin, den Zusammenhang von Kultur und Politik.

Die politische Entwicklung der letzten zwei Jahre hat dafür gesorgt, dass viele junge Musikerinnen und Musiker – auf der Bühne wie hinter den Kulissen – das Bedürfnis zeigten, Young Euro Classic als Symbol und als Ort für die Erfüllung ihrer künstlerischen und politischen Träume zu bezeichnen.

24.000 Besucher bei Young Euro Classic 2017
Das wichtigste Jugendorchesterfestival der Welt präsentierte, einschließlich des Pre-Openings am 3.7., an 19 Tagen 19 Konzerte, an denen rund 1300 Musikerinnen und Musiker aus aller Welt mitwirkten. Die Veranstaltungen wurden von 24.000 Festivalfans besucht.

Bilanz der Festivalleitung
„Dies war schon die 18. Ausgabe von Young Euro Classic – und ich bin sehr glücklich darüber, dass das Festival trotzdem absolut taufrisch daherkam“, so Festivalchefin Gabriele Minz: „Das Programm war höchst abwechslungsreich und voll von musikalischen Überraschungen; fast jeder Abend bot absolute Highlights und kleine Abenteuer.“ Dieter Rexroth, künstlerischer Leiter des Festivals, ergänzt: „Das musikalische Niveau war insgesamt sehr hoch, die jungen Musiker und Orchester werden immer besser – auch dank der erstklassigen Dirigenten und Solisten, die wir erleben durften. Young Euro Classic 2017 hat gezeigt: Hier spielt die Zukunft.“

Die Zukunft spiegelte sich auch im Publikum: Nicht nur die Mitglieder der Jugendorchester, sondern auch die überdurchschnittlich zahlreichen Konzertbesucher der jungen Generationen brachten grenzenlose Begeisterung ein.

Partner, Freunde und Unterstützer
Das Festival dankt insbesondere und von ganzem Herzen: dem Konzerthaus Berlin, dem Hauptpartner KfW Bankengruppe, dem Hauptstadtkulturfonds, dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL), dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Firma Ströer für die Plakatierung, dem Deutschlandfunk Kultur, den Medienpartnern Tagesspiegel, rbb Kulturradio und Fernsehen, EuroArts und Arte und den zahlreichen individuellen Unterstützerinnen und Unterstützern.

Online nachsehen und nachhören
Die Konzertabende vom 24. bis zum 30.8. konnten über ARTE CONCERT – eine Produktion von EuroArts in Kooperation mit Arte – gestreamt werden und sind darüber hinaus in der Arte Mediathek verfügbar.

Zwei Konzerte wurden von Kulturradio vom rbb (UKW 92,4 und Kabel 95,35) mitgeschnitten und werden am 21. und 28.9. im Rahmen der Sendung „Talente und Karrieren“ ausgestrahlt. Fünf weitere Abende wurden von Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet und bundesweit gesendet – über UKW, DAB+, Kabel, online und app.

Young Euro Classic 2018 vom 3. bis 19. August 2018

www.young-euro-classic.de

Donnerstag, 7. September 17
Universal Music/Deutsche Grammophon: Klassik Neuigkeiten im September

Anna Netrebko & Yausif Eyvazov

Anna Netrebko: Romanza
Star-Sopranistin Anna Netrebko veröffentlichte am 1. September 2017 zusammen mit Tenor und Ehemann Yusif Eyvazov ihr neues Duett-Album "Romanza": 18 romantische Liebeslieder, neu geschrieben und komponiert vom renommierten russischen Produzenten Igor Krutoy.
Vervollständigt wird das Doppelalbum "Romanza" durch eine zweite CD mit Liebesarien aus ausgewählten Opernklassikern, unter anderem "O mio babbino caro", "Barcarolle" sowie Arien aus bekannten Opern wie Madame Butterfly oder Don Giovanni. www.universal-music.de/anna-netrebko/diskografie/detail/product:397868/romanza

Rolando Villazón: Duets
Rolando Villazón und Ildar Abdrazakov haben ein Album mit Duetten aus italienischen und französischen Opern für Tenor und Bass aufgenommen. Begleitet werden sie von Yannick Nézet-Séguin am Pult des Orchestre Métropolitain aus Montréal. Die Aufnahme ist die erste gemeinsame Veröffentlichung der beiden Sänger, sie ist zugleich Abdrazakovs Debüt bei der Deutschen Grammophon. Vom berühmten "Perlenfischer-Duett" bis zu weniger bekannten Stücken aus Boitos Mefistofele und Verdis Simon Boccanegra umfasst ihr sorgfältig zusammengestelltes Programm ein Spektrum verschiedenartiger Opernausschnitte, ergänzt durch zwei beliebte Zugaben aus Mexiko und Russland.

Krystian Zimerman: Schubert: Piano Sonatas D 959 & 960
Der polnische Ausnahmepianist Krystian Zimerman veröffentlicht nach 25 Jahren erstmals wieder ein Solo-Album für Deutsche Grammophon. Mit Schubert geht es ins Epizentrum der musikalischen Romantik. Aufgenommen wurde diese Einspielung der späten Schubert Sonaten D959 & D960 (den letzten die er vor seinem Tod mit nur 31 Jahren aufnahm) im Kashiwazaki City Performing Arts Centre in Japan. Dieses Album wird seinen Platz in der Reihe der großen Schubert-Aufnahmen finden.

Nemanja Radulovic: Tchaikovsky ~ Violin Concerto; Rococo Variations
Was könnte einen heutigen Interpreten dazu bewegen, ein Album mit so bekannten und häufig eingespielten Werken des romantischen Repertoires wie Tschaikowskys Violinkonzert oder seine Variationen über ein Rokokothema aufzunehmen?
Für Nemanja Radulovic ist jedenfalls klar: Eine neue Einspielung erfordert einen ganz persönlichen Zugang zu dem Werk.
Dies erklärt auch seinen Wunsch, Tschaikowskys zwei bedeutendste Werke für Streicher und Orchester auf ein Album zu bannen und die Variationen – in Erinnerung an seine Kindheit – auf der Bratsche einzuspielen, begleitet von seinem Ensemble Double Sens. Mit Tschaikowskys Violinkonzert setzte sich Radulovic dagegen mit einem der virtuosesten Werke für Violine auseinander; Radulovic experimentiert hier mit häufigen Stimmungswechseln und verändert zudem einige Phrasierungen am Ende des ersten Satzes: Für ihn steht die durchgängige Frische des Werks im Vordergrund, von den »spitzesten« bis zu den »rundesten « Klängen.
 
Tori Amos: Native Invader
"Native Invader" ist das 15. Studioalbum von Tori Amos, einer der erfolgreichsten und zugleich polarisierendsten Künstlerinnen unserer Zeit. Es folgt auf "Unrepentant Geraldines", das im Jahr 2014 veröffentlicht wurde und bereits ihr 8. Longplayer war, der es in die Top 10 der Billboard Charts schaffte. "Das neue Album wirft einen Blick auf die Natur und wie sie sich dank ihres Durchhaltevermögens selbst heilt. Die Songs ringen mit der Frage: "was ist dein Anteil an der Zerstörung unserer Erde sowie unserer selbst und unseren Beziehungen zueinander?".
 
Diverse Künstler: New Worlds
Künstler-Freundschaften können manchmal ganz besonders kreative Früchte tragen. Hollywood-Schauspieler Bill Murray und der deutsche Cellist Jan Vogler lernten sich auf Reisen kennen und wurden in New York Freunde. Für ihr Album "New Worlds" haben Jan Vogler und Bill Murray all ihre Talente vereint und ein Programm entwickelt, das auf reizvolle Weise Musik mit Literatur verknüpft. Am 29. September erscheint das gemeinsame Programm "New Worlds" bei Decca Gold: Texte von Hemingway, Miller, Whitman, Twain und anderen amerikanischen Literaturgrößen treffen dann auf Musik von Bernstein, Gershwin, Bach, Beethoven und Schostakowitsch.
 
Benny Andersson: Piano
ABBA-Legende Benny Andersson nimmt erstmals eine persönliche Auswahl seiner größten Hits auf dem Piano auf. Als Hauptsongwriter für ABBA war er für unzählige Nr. 1-Hits verantwortlich, durch die das Kultquartett in Rekordgeschwindigkeit zu einer der erfolgreichsten Formationen des 20. Jahrhunderts avancierte. Nach fast einer halben Milliarde weltweit verkaufter Tonträger und unzähligen Gold- und Platin- Awards präsentiert sich der schwedische Musiker, Komponist und Produzent nun auf "Piano" erstmalig von einer völlig anderen Seite. Entstanden sind kleine, elegante Piano-Balladen zwischen Piano-Bar und Neoklassik, die sowohl die Herzen eingefleischter Klavierliebhaber, als auch die leidenschaftlicher Popfans höher schlagen lassen! 

Mari Samuelsen: Nordic Noir
Mit "Nordic Noir" präsentiert die Violinistin Mari Samuelsen nun bei Decca ihr Aufnahmedebüt als Solistin und widmet sich dabei geheimnisvollen und melancholischen Kompositionen. Der Titel bezeichnet das zumeist etwas düstere skandinavische Drama- und Krimi-Genre. Wie die Musik zu dazu klingt, kann man auf dem gleichnamigen Album hören, das Mari Samuelsen im Londoner Barbican Centre im Mai 2017 uraufgeführt hat.  Bei der Komposition dieser zeitgenössischen Stücke war Mari selbst involviert, in Zusammenarbeit mit Künstlern wie Ólafur Arnalds, Frans Bak, Uno Helmersson, Johan Söderqvist und Arvo Pärt. Samuelsen durchdringt die Musik mit ihrer Persönlichkeit und schafft Momente, deren authentische Strahlkraft unter die Haut gehen.
Joep Beving 
 
Solipsism: 
Debüt-Soloalbum "Solipsism" von dem in Amsterdam lebenden Komponisten Joep Beving  mit wunderbar atmosphärischen und introspektiven Klavierkompositionen jetzt bei der Deutschen Grammophon. Am 08. September 2017 erscheint „Solipsism“ erstmals auf Vinyl und CD.
 
Fernando Varela: Vivere
Schon beim ersten Hören seiner außergewöhnlichen Stimme wird deutlich, dass man es bei dem im sonnigen Orlando, Florida beheimateten Tenor Fernando Varela keinesfalls mit dem Stereotyp des hölzernen Opernsängers zu tun hat. Varela verbindet der experimentierfreudige Freigeist seiner verschiedenen Vorlieben für Klassik, Pop, Jazz, Latino, Funk und Blues. Auch als klassisch ausgebildeter Tenor scheut er sich nicht vor dem Spagat zwischen unsterblichen Puccini-Arien wie "Nessun dorma" und catchy Pophits. "Mit diesem Album definiere ich mich erstmalig als Künstler. Die große Frage war: Wer ist Fernando Varela? Die Antwort gebe ich mit "Vivere"."
 
Luciano Pavarotti: The People's Tenor
In Gedenken an eine der größten Tenorstimmen seiner Zeit würdigt Decca Luciano Pavarotti anlässlich seines zehnten Todestages am 06.09.2017 mit einem Doppelalbum.
Im ersten Teil glänzt Pavarotti in seinen Paraderollen aus Verdis Opernklassikern sowie Verismo Arien wie  „Vesti la giubba“ aus Leoncavallos "Pagliacci" und natürlich dem unvergesslichen „Nessun dorma“, die herzzereißende Arie des Prinzen Kalaf aus Puccinis "Turandot".
Daneben lernt der Hörer Pavarotti als Erzähler neapolitanischer- und anderer traditioneller italienischer Lieder kennen. Ob Funiculì, funiculà, O' sole mio oder Turno Surriento, auch hier verleiht Pavarotti mit einzigartem Charme den Liedern eine Aura von Lebensfreude und Esprit. www.universal-music.de/luciano-pavarotti/diskografie/detail/product:409239/the-peoples-tenor
 
Various Artists: Expo 1
EXPO I  präsentiert künstlerische Positionen und Kompositionsstile, die, die gemeinhin mit dem Aufkleber "Neo-Klassik", "Post-Klassik" oder "zeitgenössische Klassik" versehen werden. Ähnlich einer Ausstellung umfasst die Zusammenstellung unterschiedlichste Herangehensweisen an das musikalische Material. Gemeinsam ist Künstlern wie Max Richter, Jóhann Jóhannson, Ólafur Arnalds, Luke Howard und vielen anderen eine gewisse Nähe zum Fragmentarischen, Unfertigen, zu einer Brechung des Schönklangs durch Geräusche und verzerrende Effekte. In diesem künstlerischen Suchen sind sie Kinder unserer Zeit – zeitgenössisch im wörtlichen Sinn.
 
Amadeus-Quartett: Amadeus Quartet - Complete Recordings On Deutsche Grammophon
Limited Edition
Zweifellos gehört das Amadeus Quartett in die Reihe der legendären Ensembles im Bereich der Kammermusik. Anlässlich des 70sten Geburtstags der Formation, die von 1951 bis 1987 mit ihren Aufnahmen und Konzerten die Welt begeisterte, feiert Deutsche Grammophon zusammen mit dem verbliebenen Mitglied, dem Cellisten Martin Lovett, das Werk der vier Streicher in einer limitierten Edition auf 70 CDs.
 
Paul Badura-Skoda: Paul Badura-Skoda 90th Anniversary Edition
Zur Feier seines neunzigsten Geburtstags am 6. Oktober präsentiert Deutsche Grammophon diese besondere Edition der Interpretationen von Paul Badura-Skoda. Der Jubilar hat an der Auswahl selbst entscheidend mitgewirkt, die einen Schwerpunkt auf die frühe Schaffensphase des Österreichers beim Traditionslabel Westminster in den Jahren von 1951 bis 1965 legt. Im Zentrum steht mit Mozart, Beethoven und Schubert das Kernrepertoire Badura-Skodas, für das er – obwohl etwas weniger im Lichte der Öffentlichkeit als beispielsweise Friedrich Gulda oder Alfred Brendel – heute noch Referenzstatus genießt.
 
Various Artists: Piano Masters
Home of the Pianists. Kein anderes Klassik Label dürfte sich wohl das Recht herausnehmen, sich als "Heimat" der weltgrößten Pianisten zu bezeichnen.  Doch die schier unfassbare Masse an legendären Pianisten, die der ruhmreichen Vergangenheit des ikonischen gelben Labels entsprungen sind, zusammen mit einer nicht minder exzellenten gegenwärtigen Nebeneinander phantastischer Interpreten, rechtfertigt dieses Etikett zweifellos.
Von Horowitz, Pollini, Kempff, Richter, Haas, Argerich, Barenboim, Zimerman, Kissin, Lang Lang, Trifonov, Wang, Olafssón, sie alle haben unter der gelben Kartusche wundervolle Zeugnisse ihrer Kunst abgelegt.
 
Various Artists: Elvis und der fliegende Holländer
Auf der Suche nach einem neuen Wohn-Stall kommen Elvis und seine zwei Freunde in ein leerstehendes altes Opernhaus vor der Stadt. Es heißt zwar, dass es dort spukt, Schaf Elvis und seine Freunde besichtigen es trotzdem. Als Elvis hinter den alten Bühnenvorhang tritt, passiert es: Augenblicklich wird er in die Opernwelt versetzt.
- Aufwändige Hörspielproduktion mit bis zu 21 beteiligten Sprechern in hochprofessioneller redaktioneller und technischer Umsetzung durch den Bayerischen Rundfunk
- Erstklassige musikalische Interpretation der wichtigsten Musikstücke der Oper durch Verwendung bekannter DG-Aufnahmen mit der Deutschen Oper Berlin mit namhaften Solisten wie z.B. Bernd Weikl, Cheryl Studer, Plácido Domingo unter der Leitung von Giuseppe Sinopoli, sowie der Referenz-Aufnahme der Zauberflöte von John Eliot Gardiner

Pop goes Classical
Verschiedenste Pop-Songs der jüngeren Musikgeschichte wurden für dieses Album für großes Sinfonieorchester neu arrangiert und leuchten in allen Farben des klassischen Regenbogens, ohne dabei ihre ursprüngliche Strahlkraft einzubüßen. So erhält der geneigte Hörer diverse neue Blickwinkel auf seine Lieblingssongs. Klingt Pharrell Williams' "Happy" hier nicht doch ein wenig wie Vivaldis "Vier Jahreszeiten"? Hätte Adeles "Hello" vielleicht eines von Mendelssohns "Lieder ohne Worte" sein können?
"Pop goes Classical" versammelt Song-Kompositionen der ganz großen Namen zu einem manchmal ergreifenden, manchmal tanzbaren, aber immer beglückenden Hörvergnügen.
 
Sir Georg Solti: Solti - Chicago - The Complete Recordings
Mehr als ein halbes Jahrhundert arbeiteten das britische Traditionslabel Decca und Sir Georg Solti bis zu dessen Tod im Jahr 1997 zusammen. Resultat dieser künstlerischen Kooperation sind neben mehr als 250 Aufnahmen insgesamt 33 Grammys – so viele goldene Grammophone konnte bisher kein anderer Künstler sammeln. Die Mehrzahl der begehrten Trophäen, 24 fallen dabei auf Kollaborationen mit dem Chicago Symphony Orchestra, mit dem seine Zusammenarbeit 1957 begann.
Auf 108 CDs breitet Decca nun in extenso die Zusammenarbeit zwischen Solti und dem CSO aus. Das Bestehen des CSO jährt sich im Jahr 2017 zum 125sten Mal.
 
Vladimir Ashkenazy: The Solo & Chamber Recordings
Limited Edition
Kein Künstler kann auf eine derart lange, fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Traditionslabel Decca zurückblicken wie der Pianist Vladimir Ashkenazy. Bereits seit 1963 produziert er mit dem britischen Marktführer in Sachen Klassik herausragende Aufnahmen und ist damit die unangefochtene Nr. 1 der Decca. Auf 56 Alben präsentieren Decca und Ashkenazy anlässlich seines 80. Geburtstags eine umfassende Auswahl seiner liebsten Solo- und Kammermusik-Aufnahmen. www.universal-music.de/vladimir-ashkenazy/home
 
Danish String Quartet: Last Leaf
Allenthalben als das gegenwärtig aufregendste Streichquartett gefeiert, wirft das Danish String Quartet neue Blicke auf zeitgenössisches Komponieren und ins klassische Repertoire. Parallel dazu haben die Dänen eindrückliche Ausflüge in die Welt der nordischen Volksmusik unternommen. Ihr 2014 erschienenes Album "Wood Works" (Dacapo Records) bescherte ihnen unter anspruchsvollen Musikliebhabern einen erstaunlichen Erfolg, den sie während ihrer weltweiten Konzertauftritte unter begeisterten Zuhörern fortführen konnten. Nun trägt das Quartett sein Folk-Projekt zu ECM, mit einer aufwühlenden neuen Aufnahme.
 
Anja Lechner: Hieroglyphen der Nacht
Pünktlich zum 80. Geburtstag des ukrainischen Komponisten am 30. September erscheint mit dem Album "Hieroglyphen der Nacht" Musik von Valentin Silvestrov für ein und zwei Violoncelli.
 
Lusine Grigoryan: Komitas: Seven Songs
In sich geschlossen kann dieses Soloklavieralbum von Lusine Grigoryan auch als Begleitwerk angesehen werden zu der von Kritikern hochgelobten Einspielung des Gurdjieff Ensembles mit Musik von Komitas.
 
www.universal-music.de

Donnerstag, 7. September 17
Nacht & Tag in den Gerichtshöfen Wedding ~ 30 Offene Ateliers, 19 Gastkünstler und kostenlose Führungen
am Wahl- und Marathon-Wochenende des 23./24. September 2017 füllen sich auch die Gerichtshöfe Wedding mit Leben. An zwei Tagen öffnen diesmal dreißig Künstlerinnen und Künstler ihre Ateliers und Werkstätten für die Öffentlichkeit und in der Gast-Etage präsentieren neunzehn Gastkünstler ihre Arbeiten.

Kunst entdecken, wo sie entsteht!
Interessierte Besucher können am Samstag von 16 Uhr bis Mitternacht sowie Sonntag von 11 bis 16 Uhr auf eigene Faust durch die sechs historischen Gewerbehöfe streifen und treppauf, treppab die Kunstetagen erkunden oder sich einer der geführten Ateliertouren anschließen. Zu entdecken gibt es aktuelle Arbeiten aus den unterschiedlichsten künstlerischen Bereichen wie Malerei, Zeichnung, Fotografie, Druckgrafik, Installation, Skulptur, Bildhauerei, Holzschnitt, Schmuckdesign, Keramik und Video. Der Eintritt wie auch die Führungen sind kostenlos.

Fachkundige Führungen, Orientierungshilfe und Imbiss
Die ca. einstündigen kommentierten Ateliertouren mit dem Berliner Galeristen Andreas Herrmann (mianki gallery), der Kunsthistorikerin Constanze Musterer und der Galeristin Katharina Maria Raab starten (am Samstag) ab 18 Uhr am zentralen Info-Stand im mittleren Hof. Dort gibt es auch einen Übersichtsplan und Informationsmaterial zu den beteiligten Künstlern, ein kleines Angebot an Speisen und Getränken regionaler Anbieter sowie beschirmte Sitzgelegenheiten. Wer mit offenen Augen durch die Ateliers wandert, kann beim beliebten Art Quiz wieder echte Kunst gewinnen!

Licht & Schatten – Was wird aus den Gerichtshöfen?
Die Zukunft der sechs Höfe zwischen Gerichtsstraße und Wiesenstraße (Baujahr 1912) ist nach wie vor ungewiss. Nach heftigem Protest der Künstler und Gewerbetreibenden und einem klaren Bekenntnis der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Mitte zum Bestandserhalt der Gerichtshöfe mit ihrer Mischnutzung hat die Eigentümerin, die landeseigene Wohnbaugesellschaft GESOBAU, die Modernisierungsmaßnahmen um zwei Jahre verschoben. Aktuell läuft ein Mediationsverfahren, um eine einvernehmliche Lösung im Konsens mit allen Beteiligten zu finden. Die Künstler stehen mit dem Senat, dem Bezirk, dem Atelierbeauftragten, der AbBA (Allianz bedrohter Berliner Atelierhäuser) und weiteren Partnern in engem Kontakt.

Die teilnehmenden 30 Gerichtshöfe-Ateliers:
AppelErgenzingerHakimi (Malerei, Installation), Bettina Baer (Malerei), Silke Bartsch (Malerei, Druck), Birgit Bayer Weiland (Malerei), Anne Berning (Malerei), Asgar Bozorgi (Malerei, Installation), Lara Brekenfeld (Malerei), Sibylle Gädeke (Malerei, Zeichnung, Objekte), Helmut Gutbrod (Malerei, Grafik), Bärbel Hische (Malerei, Installation), Kanta Kimura (Malerei), Miguel Martínez (Malerei), Ateliergemeinschaft MOHIK (Illustration, Fotografie, Design, Objekte, Kunst), Lutz Müller (Malerei), Robert Müller (Malerei, Zeichnung), Albrecht Noack (Fotografie), Wolfgang Rohloff (Malerei), Matthias Rühl (Malerei, Fotografie), Wolfgang Rüppel (Malerei), Helga Schmelzle (Keramik), Kate Schneider (Malerei, Grafik), Sinner/Hoffmann/Krien (Bilder, Objekte), Eva Sörensen (Schmuckdesign), M.M.Thies/B.A. Martin (Keramik, Bildhauerei, Malerei), Jochen Twelker (Malerei), Andrea Wallgren (Malerei), Gabriele Worgitzki (Zeichnung, Fotografie), Ulrich Werner (Malerei, Zeichnung).

Die 19 Präsentationen in der Gast-Etage, Juriert von Friederike Brüggen, Kunsthistorikerin M.A. und Team stellen folgende Gastkünstler/innen auf einer Fläche von ca. 750 qm aus:
Ann Besier (Malerei), Jo Bukowski (Holzschnitt), Christoph Damm (Foto/Schienen), Georg Eichinger (Fotografie), Stefan Geyer (Zeichnungen), Harald Hoppe (Malerei), Nikolai Kraneis (Malerei), Isabel Lange (Metallskulpturen), Rani Le Prince (Malerei), Peter Möller (Installation), Carita Schmidt (Malerei), Tine Schumann (Installation/Malerei), Gaby Semtner (Installation), Birgit Stigter (Fotografie), Charles Thorburn (Installation), Maud Tutsche (Collage), Violeta Vollmer (Installation/Zeichnung/Video), Christina Weyda (Malerei), Sabine Zentek (Zeichnung).

Kunst in den Gerichtshöfen Wedding
Seit 1983 arbeiten etwa 70 Künstlerinnen und Künstler unterschiedlichster Herkunft in den sechs Weddinger Gewerbehöfen der GESOBAU AG zwischen Gericht- und Wiesenstraße (Baujahr 1912). Hier gibt es sie noch, die "Berliner Mischung" aus Wohnen, Gewerbe und Handwerk, doch ihr Bestand ist inzwischen gefährdet. Seit 2004 sind viele der Künstler im Verein „Kunst in den Gerichtshöfen e.V.“ organisiert und öffnen regelmäßig ihre Ateliers, zum Beispiel zur "Langen Nacht der Gerichtshöfe" oder zur Nikolaus-Verkaufsvernissage "MoKuzuMimi - Moderne Kunst zum Mitnehmen" mit kleinformatiger Kunst in transparenten Tüten.

www.gerichtshoefe.de

Mittwoch, 6. September 17
26. Festival Alte Musik Knechtsteden ~ Einfach grenzenlos: Die Macht der Musik
Festival Alte Musik Knechtsteden startet mit festlichem Eröffnungskonzert am 15. September // Chinesischer Botschafter übernimmt Schirmherrschaft

Unter dem Motto „Macht Musik!“ überschreitet das Festival Alte Musik Knechtsteden in neun Konzerten und einem großen Rahmenprogramm vom 15. bis 23. September Grenzen. Es begegnet dem fernen China, wirft einen ganz persönlichen Blick auf das Wirken Luthers – und findet überraschende Verbindungen.

Chinesische und europäische Musik zeigen zum Festivalauftakt am 15.9. gleichermaßen, wie mächtig Klangkunst wirken kann. Gemeinsam mit dem Deutschen Jugendkammerchor und dem Chor des Zentralkonservatorium Peking – zwei der besten Chöre ihrer Länder – werden Orchesterpsalmen von Mendelssohn und die eigens für diesen Anlass in Auftrag gegebene Komposition „Roots of Culture“ aufgeführt. Intendant Hermann Max hat als Reisebegleiter eine prominente Riege von Originalklangvertretern eingeladen: Vaclav Luks mit dem Collegium und Collegium Vocale 1704, Kammersängerin Romelia Lichtenstein und Pianistin Ragna Schirmer mit romantischen Chinoiserien und die Mittelalter-Spezialisten von Vox Werdensis in einem Programm rund um Karl den Großen. Das Festival wartet mit gleich drei hauseigenen Bühnenproduktionen auf: „Der Kaiser und die Nachtigall“ am 17. September mit poetischem Puppentheater und Barockmusik aus der Verbotenen Stadt; Glucks Oper „Le Cinesi“ mit dem Ensemble La Festa Musicale und dem Duo SeidenStraße am 19. September; und „Dido und Aeneas“ von Purcell in einer Inszenierung am 21. September unter der Leitung von Peter Seymour. Eine Luthernacht am 22. September mit Counter Franz Vitzthum und dem Recorderensemble B-Five sowie das große Abschlusskonzert am 23. September mit Motetten von Bach, Carissimi und schauspielerischen Kommentaren zur Musik beschließen das Programm.

Flankiert werden die Konzerte von der Ausstellung „secret sounds – Der Klang Chinas“ im Bürgerhaus Horrem vom 10. bis 16. September mit ostasiatischen Klangerfahrungen und begleitenden, kostenlosen China-Workshops. Anlässlich der Ausstellungseröffnung am 10. September werden mit Unterstützung des Deutschen Musikrats Preisträger des Wettbewerbs Jugend Musiziert und der nach dessen Vorbild neu entstandenen China Youth Music Competition (CYMC) den Festakt umrahmen. Den Abschluss des Rahmenprogramms bildet ein Symposion am 23. September zum konfuzianisch-reformatorischen Thema „Initiative Bildung“ im Museum für Ostasiatische Kunst in Köln.

WDR und Deutschlandfunk begleiten das Festival auch in diesem Jahr mit Mitschnitten. Das Eröffnungskonzert wird live auf wdr3.de im Internet gestreamt. Die Schirmherrschaft für das Festival hat S.E. der Botschafter der Volksrepublik China in Deutschland, Herr Shi Mingde übernommen.

Weitere Informationen unter www.knechtsteden.com.

Mittwoch, 6. September 17
Konzerte von "Off the beaten path" im Mainzer Kulturloft
Seit Anfang des Jahres proben acht Sänger/-innen und ein Pianist Stücke aus Musicals abseits des Mainstreams. „Off the beaten path“ präsentiert handgemachte Musik, bei dem man sich auf den Klang jeder einzelnen Stimme einlassen kann. Begleitet von Andreas Blatt am Klavier, der die Stücke in den verschiedensten Stilrichtungen von beswingt bis beseelt an den Tasten zum Leben erweckt. Dabei werden Stücke aus Shows wie "Edges", "Wonderland" und "Violet" interpretiert, Stücke abseits der betretenen Pfade eben.

Off the beaten path
Off the beaten path
© Tim Liß

Nun stehen die nächsten Konzerte in Oliver de Lucas Kulturloft (Adresse: Hafenstr. 5, 55118 Mainz) an: Freitag, den 22.09.2017 um 20:00 Uhr und Sonntag, den 24.09.2017 um 18:30 Uhr. Die Karten kosten 12,- € und sind unter www.kultur-loft.de zu bestellen.

Mittwoch, 6. September 17
Mnozil Brass mit neuem Programm CIRQUE zu Gast in der Alten Oper Frankfurt
CIRQUE heißt der neueste Streich der sieben Blechbläser von Mnozil Brass, die – wie immer die Grenzen ihrer Instrumente auslotend – die Manege betreten, um dem Affenzirkus des Alltags Musik und Humor entgegenzusetzen und ihn so in einen kleinen, feinen Flohzirkus zu verwandeln und sei es nur für wenige Stunden. Am 08. Februar 2018 werden Mnozil Brass so auch das Publikum in der Alten Oper Frankfurt mit ihrem neuen Programm CIRQUE begeistern.


Mnozil Brass Cirque
© Daniela Matejschek

Kommen Sie! Hören Sie! Staunen Sie! Sie sind entschiedene Anhänger der These, dass die Welt rund sei. Und noch eine Entdeckung haben sie im Laufe ihrer 24 Jahre gemacht, ganz besonders bei ihren legendären Auftritten in den Rocky Mountains, Shibuya und Ühlingen-Birkendorf: Immer wieder – selbst bei den innigsten Kantilenen – kam es zu völlig unerwarteten Lachsalven im Publikum. Die beunruhigten Musiker gingen sofort in sich, doch auch sie konnten sich die Reaktionen jener verirrten Seelen unter den Zuschauern nicht erklären. Unverdrossen gingen Mnozil Brass ihren Weg, die sieben Männer haben eine Mission, die sie standfest unters Volk
bringen: Kommt Leute, labt euch an unserem elysischen Spiel. Doch Zapperlott! Das Gelächter wurde nicht etwa weniger – es wurde immer stärker, lauter! Fast konnte man die eigene Tuba nicht mehr hören, so sehr wieherten die Menschen draußen im Lande. Und da reifte bei den sieben Freunden ganz langsam die Erkenntnis, dass der Mensch dann wohl doch gelegentlich zum Frohsinn neigt und es einfach aus ihm herausplatzen muss. Seit fast einem Vierteljahrhundert. Zumindest bei Mnozil Brass. Zusammengefasst: Die Welt ist rund. Der Mensch lacht. Kurz: Die Welt ist ein Zirkus. Eben „un Cirque“ – Das hört sich besser an.

Der Vorverkauf läuft!
Termin: MNOZIL BRASS – Cirque
Do, 08.02.2018, 20.00 Uhr, Alte Oper Frankfurt

www.frankfurtticket.de, www.rheinneckarticket.de, www.bb-promotion.com und an allen bekannten Vorverkaufsstellen

www.mnozilbrass.at

Mittwoch, 6. September 17
Staatstheater Darmstadt eröffnet Konzertsaison 2017/2018 ~ 1. Sinfoniekonzert mit Werken Mozarts und Bruckners
(lifePR) - Am Sonntag, 10.und Montag, 11. September 2017 eröffnet das Staatstheater Darmstadt mit dem 1. Sinfoniekonzert im Großen Haus die Reihe der Sinfoniekonzerte der Spielzeit 2017/2018. Das Staatsorchester Darmstadt unter der musikalischen Leitung  des Generalmusikdirektors Will Humburg zeigt Werke von Mozart und Bruckner. Gast und besonderes Highlight an der Klarinette ist die Künstlerin Sharon Kam.

Dem „lieben Gott“ habe Anton Bruckner seine Sinfonie Nr. 9 d-Moll gewidmet. Er sollte neun Jahre an dieser letzten Sinfonie arbeiten. Bruckners Neunte ist eine Unvollendete geblieben, nur drei der vier geplanten Sätze hat er bis zu seinem Tod 1896 fertigstellen können.

Wolfgang Amadeus Mozarts Konzert A-Dur für Klarinette und Orchester KV 622 ist sein letztes Instrumentalwerk und eine seiner letzten Kompositionen. Von überirdischer Schönheit ist der langsame Satz des Klarinettenkonzerts. Er schrieb es im Jahr 1791 für seinen Freund und virtuosen Klarinettisten Anton Stadler.

Sharon Kam gehört seit über 20 Jahren zu den weltweit führenden Klarinettistinnen und konzertiert mit den bedeutendsten Orchestern in Europa, Japan und den USA.

Mit dem Staatsorchester Darmstadt
Klarinette Sharon Kam
Dirigent Will Humburg
1. Sinfoniekonzert am Sonntag, 10. September, 11.00 Uhr und Montag, 11. September, 20.00 Uhr, jeweils mit Einführung 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn | Großes Haus

Karten an der Vorverkaufskasse oder unter www.staatstheater-darmstadt.de und Tel. 06151.28 11 600

Dienstag, 5. September 17
Theaterfest der Städtischen Bühnen Frankfurt am 17. September 2017
Zu Beginn der neuen Spielzeit 2017/18 veranstalten die Oper und das Schauspiel Frankfurt ein gemeinsames Theaterfest am Sonntag, dem 17. September 2017.

Los geht es mit einem gemeinsamen Frühstück ab 11.00 Uhr. Dann sind alle Theaterbegeisterte und Sonntagsbruncher eingeladen, ihre Lieblingsbrötchen, den Lieblingsaufstrich oder den Lieblingskäse mitzubringen, ihr Frühstück miteinander zu teilen und gemeinsam mit Schauspielern, Sängern, der Theaterleitung und zahlreichen weiteren Mitarbeitern am Willy-Brandt-Platz zu genießen. Für Kaffee und Tee ist gesorgt.

Mit Beginn des offiziellen Programms ab 12.00 Uhr laden Sänger, Schauspieler, (Orchester-) Musiker und Mitarbeiter aller Abteilungen der Städtischen Bühnen das Publikum zu einer besonderen Entdeckungsreise in die Welt der Bühnenkunst ein. Auf und hinter den „Brettern, die die Welt bedeuten“, in den Foyers und Werkstätten gibt es wieder ein volles Programm zu erleben – für die ganze Familie.

Beim Blick hinter die Kulissen besteht die Möglichkeit, die Arbeit einzelner Abteilungen kennen zu lernen und ausgewählte Werkstatträume zu besichtigen. Die Kostümabteilung der Städtischen Bühnen bietet eine Ausstellung mit besonders aufwendigen Arbeiten sowie einen Kostümverkauf an. Eine Kostümversteigerung findet in den Kammerspielen statt. Die Maskenbildner haben u.a. ein Kinderschminken vorbereitet, und weitere Werkstätten präsentieren eine Auswahl ihrer Fertigungstechniken sowie aktuelle Bühnenbildmodelle.

Die Oper Frankfurt präsentiert Opernkaraoke, ein Arienquiz mit Mitgliedern des Opernstudios und Streifzüge durch den Spielplan der neuen Saison in Form eines Komponistenquiz mit der Dramaturgie; bei den beiden zuletzt genannten Veranstaltungen gibt es Eintrittskarten für ausgesuchte Vorstellungen zu gewinnen. Zudem werden Führungen über die Opernbühne angeboten.

Das Schauspiel Frankfurt stellt Auszüge seines neuen Spielplans vor. Mitglieder des Schauspielensembles und Gäste stehen in der 1-Minute Show in alphabetischer Reihenfolge jeweils eine Minute auf der Bühne und sind ungeprobt, hautnah und waschecht zu erleben. In Workshops lernen die Teilnehmer „Wunderübungen“, „Mini-Dramen“ oder „Flirttipps“ der Schauspieler kennen. Die technischen Gewerke präsentieren sich u.a. mit einer Technikshow – ob Schneegestöber, Blitzgewitter oder alles einmal umgedreht. Was kann eine der größten Theaterbühnen der Welt eigentlich alles? Die jüngsten oder künftigen Zuschauer tauchen in der Märchenstunde in eine andere Welt ein und haben die Möglichkeit, ihrer Phantasie in Kinderworkshops freien Lauf zu lassen.

Oper und Schauspiel bieten gemeinsam ein Speed-Dating an, bei dem man im persönlichen Gespräch diejenigen Menschen kennenlernt, die vor und hinter den Kulissen der Städtischen Bühnen arbeiten. Im World-Café erfährt man alles über die unterschiedlichen Theaterberufe. Und schließlich gibt es eine Sitzkissenlesung mit Musik aus dem diesjährigen Familienstück Tintenherz für Kinder und ein Singalong mit dem Kinderchor der Oper Frankfurt, hoffentlich zahlreich unterstützt von allen sangesfreudigen Besuchern des Theaterfestes. Hier sollen sich vor allem auch Laienchöre angesprochen fühlen. Im Opernhaus wird in diesem Rahmen ein Ausschnitt aus dem Schlusschor von Beethovens Neunter Sinfonie – auch als „Europahymne“ bekannt – einstudiert und am Ende des Theaterfestes gemeinsam auf dem Willy-Brandt-Platz dargeboten.

Der Eintritt zum Theaterfest ist frei. Bei den teilnehmerbegrenzten Formaten ist eine Anmeldung vor Ort erforderlich. Das komplette Programm sowie die Noten für den Singalong stehen ab Mitte September online unter www.schauspielfrankfurt.de bzw. www.oper-frankfurt.de zur Verfügung.

Dienstag, 5. September 17
Schauspiel Frankfurt: Infotreffen der Jugendclubs
Das Junge Schauspiel Frankfurt lädt zum Saisonstart wieder Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 25 Jahren ein, das Programm und das Team des Jugendclubs am Schauspiel Frankfurt kennenzulernen.

Beim zweiten Infotreffen am 6. September um 18 Uhr in der Panoramabar  erfahren Interessierte alles über spannende Theaterprojekte, den Wettbewerb »Unart« und das vielfältige Workshop-Programm.
Wer dabei  Lust auf praktische Theaterarbeit bekommt, kann sich gleich für einen der sieben dreistündigen Starter-Workshops vom 7. - 9. September anmelden und hat die Chance, Teil der neuen Jugendtheaterproduktion unter der Leitung von Martina Droste zu werden.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung und weitere Informationen auf: www.schauspielfrankfurt.de/jungesschauspiel und unter theaterpaedagogik@schauspielfrankfurt.de

Dienstag, 5. September 17
Ruhrtriennale: Programm-Highlights der Festivalwoche drei
Die dritte Festivalwoche beginnt mit einem geradezu kosmischen „Konzert im Maschinenhaus“, das von schwarzen Löchern und Sternen inspiriert ist. Um unendliche Vielfalt und das menschliche Spiel mit kulturellen und sexuellen Kategorien geht es bei der Tanz-Produktion „Caen Amour“. Außerdem tauchen wir in die Tiefen des literarischen Universums ein: mit der Uraufführung von Luk Percevals „Hunger. Trilogie meiner Familie 3“ nach Romanen von Émile Zola, Jazz-Lyrik von Nora Gomringer und einer szenischen Lesung von Dantes „Die Göttliche Komödie – Paradiso“.

Musik: Konzert im Maschinenhaus ~ Arne Deforce
4.9.: 20.00 Uhr, Maschinenhaus Essen — 20 / 30 €, erm. 10 / 15 €
Der Komponist Hèctor Parra ist fasziniert von der wissenschaftlichen Forschung zu neuen kosmologischen Modellen und zur Quantenphysik. In seinem neuen Werk für Cello und live Surround-Electronics, das er zusammen mit dem Cellisten Arne Deforce und dem Toningenieur Thomas Goepfer entwickelte, nimmt er Bezug auf die Forschungen des französischen Astrophysikers Jean-Pierre Luminet zur Struktur der fundamentalen Kräfte des Universums. ZuhörerInnen erwartet eine psychoakustische Reise an die Grenzen der bekannten Welt. 
 
Tanz: Caen Amour ~ Trajal Harrell
6.9.: 18.00 Uhr + 20.00 Uhr | 7.-9.9.: 20.00 Uhr | 9.9.: 15.00 Uhr, PACT Zollverein, Essen — 25 €, erm. 12,50 €
Der Choreograf Trajal Harrell feiert mit seinen Verknüpfungen von zeitgenössischem Tanz und „Voguing“-Elementen seit Jahren internationale Erfolge. Mit „Caen Amour“ zeigt er eine Performance als Kreuzung aus Hoochie-Coochie-Show – einer sexualisierten Form des Bauchtanzes –, Tanzlabor und Modenschau, inspiriert von den orientalistischen Konzepten der Tanzikone Loïe Fuller. An der Schnittstelle von Tanz, Geschichte und Orientalismus bringt Trajal Harrell auf spielerische und sinnliche Weise Kategorien und Geschlechterrollen ins Wanken. 
 
Schauspiel / Uraufführung: Hunger. Trilogie meiner Familie 3 ~ Émile Zola, Luk Perceval
7.-8.9.: 19.00 Uhr, Gießhalle Landschaftspark Duisburg-Nord — 20 / 30 / 40 / 50 €, erm. 10 / 15 / 20 / 25 €
Luk Percevals Schauspiel-Trilogie – eine Auseinandersetzung mit Émile Zolas „Die Rougon-Macquart“ – findet bei der Ruhrtriennale 2017 ihren Abschluss. Der dritte Teil „Hunger“ basiert auf Zolas Romanen „Germinal“ (1885) und „Die Bestie im Menschen“ (1890) und erzählt das Schicksal von Etienne und Jacques, beide Söhne der Wäscherin Gervaise aus dem ersten Teil der Trilogie, in Zeiten von Industrialisierung und Frühkapitalismus: Während Étienne einen Bergarbeiterstreik entfacht, verliebt sich sein psychisch gestörter Bruder Jacques in die Frau eines Mörders. 
 

Refektorium: Nora Gomringer: PENG und jeder Tag ist morgen
7.9.: 19.30 Uhr, Refektorium, Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum — freier Eintritt
Dieser Abend bietet eine explosive Mixtur: aus Rezitation und Jazz, aus Wort und Takt, aus Humor und Tiefsinn. Die Lyrikerin Nora Gomringer rezitiert eigene Texte sowie Zeilen aus der gesamten Weltliteratur – von Dorothy Parker bis zur experimentellen Literatur des 20. Jahrhunderts und großen Klassikern. Der Jazz-Drummer Philipp Scholz gibt den Takt an, begleitet Gomringers wilden Wortritt, leitet, stört die Sprecherin und pointiert sie. Gemeinsam sorgen sie auf der Bühne für einen fatalyrischen Knall der Extraklasse. 
 
Die Göttliche Komödie – Paradiso
8.9.: 19.30 Uhr, Refektorium, Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum — freier Eintritt, ruhr3.com/ref 
Die „Göttliche Komödie“ von Dante Alighieri gilt als eines der größten Werke der Weltliteratur. In drei Teilen beschreibt der italienische Dichter seine Abenteuerreise von der Hölle durchs Fegefeuer bis ins Paradies. Die szenische Lesung widmet sich dem dritten Teil und Höhepunkt des kolossalen Werks, der auch etliche Produktionen der Ruhrtriennale 2017 inspiriert hat: dem Paradies. Die Schauspieler Thomas Anzenhofer, Jele Brückner und Michael Lippold inszenieren einen literarischen Himmelsritt von überbordender Fantasie und Sprachwucht. 
 
Forum & Dialog: Johans High Noon III, mit: Johan Simons, Paul Plamper, Trajal Harrell
10.9.: 12.00 Uhr, Refektorium, Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum — freier Eintritt
Jeden Sonntag um zwölf Uhr mittags ist „Johans High Noon“ im Refektorium des Kunstdorfs „The Good, the Bad and the Ugly“. Dieses Mal empfängt Ruhrtriennale-Intendant Johan Simons den Hörspielmacher Paul Plamper („Dienstbare Geister“) und den Choreografen Trajal Harrell („Caen Amour“) zum persönlichen Gespräch. ZuschauerInnen haben nicht nur Gelegenheit, mehr über die Produktionen der Ruhrtriennale und die Arbeitsweise der KünstlerInnen zu erfahren, sondern können auch selbst mitdiskutieren. Also: Feuer frei für Fragen! 
 
Refektorium: Teentalitarismus: Snapped! Jule goes cos
6.9.: 19.00 Uhr | 13.9.: 19.00 Uhr, Refektorium, Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum — freier Eintritt
„Teentalitarismus“ nennt sich das Teenager-Machtgebiet im Refektorium auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum. Dort konnten Jugendliche Projekte und Formate für die Ruhrtriennale nach eigenen Regeln, Vorstellungen und Wünschen entwickeln. Wie den Dokumentarfilm „Snapped! Jule goes cos“. Mit dem Smartphone und der App Snapchat drehten die Teens einen Film über Jule und ihre Leidenschaft für Cosplay, eine Art Kostümspiel, bei dem Teilnehmende eine Figur aus japanischen Comics, Animationsfilmen oder Computerspielen möglichst originalgetreu darstellen. 
 
www.ruhrtriennale.de

Dienstag, 5. September 17
Landungsbrücken Frankfurt: Weltentöchter - eine Forschungsperformance
Die Schauspielerin und Produzentin Charis Nass lädt ein, mit ihr in das Universum der Weltentöchter einzutauchen. Nach der gefeierten Premiere im Juni 2017 gibt es jetzt zwei weitere Vorstellungen an den Landungsbrücken Frankfurt. Die Weltentöchter werden repräsentiert durch Charis Nass und ihrer Mutter Doris Nass. Gemeinsam erforschen sie mutig in dieser Arbeit eigene Prägungen und gehen dabei weit über ihre individuelle Geschichte hinaus. Auf diese Weise entsteht eine reflektierende Projektionsfläche, auf der die Zuschauer ihre ganz eigenen Antworten finden können. Spielerisch und berührend gehen die Performerinnen solchen Fragen nach wie: Was hat uns geprägt und was prägen wir? Wie formen Genetik, Erziehung, Erfahrungen und kulturelle Einflüsse unsere Persönlichkeit? In die performative Umsetzung werden hierzu Ansätze aus Epigenetik, Quantenphysik sowie weitere literarische und wissenschaftliche Impulse verarbeitet.


Landungsbrücken Frankfurt: Weltentöchter - eine Forschungsperformance
© Katrin Schander

Regisseurin Miriam Michel ist es einfühlsam gelungen mit Charis Nass und ihrer Mutter Doris, die zum ersten Mal auf der Bühne steht, eine außergewöhnliche Struktur zu erarbeiten. So werden die Zuschauer auf eine anspruchsvolle, vielseitige und doch kurzweilige Reise mitgenommen. Untermalt und verwoben wird die Arbeit durch die elektronische Musik von Michael Pieper.

Weltentöchter - eine Forschungsperformance
23. und 24.09.2017 jeweils 19:30 Uhr (Einlass)
Landungsbrücken Frankfurt
Gutleutstraße 294
60327 Frankfurt

www.landungsbruecken.org

Dienstag, 5. September 17
Staatstheater Wiesbaden: Wiederaufnahme Götterdämmerung
Richard Wagners »Götterdämmerung« ist wieder am Hessischen Staatstheater Wiesbaden zu sehen. Am Pult steht Alexander Joel, der in der vergangenen Spielzeit den gesamten Zyklus »Der Ring des Nibelungen« dirigierte und damit große Erfolge feierte.

Die Partie des Siegfried übernimmt Lance Ryan, einer der gefragtesten Heldentenöre im deutschen Fach, zuletzt in der Titelpartie von »Peter Grimes« und demnächst auch als Tannhäuser in Wiesbaden zu erleben. Catherine Foster, die aktuelle Brünnhilde der Bayreuther Festspiele, steht in dieser Partie auch in Wiesbaden auf der Bühne. Johannes Martin Kränzle, der gefeierte Beckmesser der Bayreuther »Meistersinger«, kommt als Gunther nach Wiesbaden. Betsy Horne, zuletzt Freia in »Das Rheingold«, ist Gutrune. Shavleg Armasi ist Hagen, Thomas de Vries übernimmt, wie schon in »Das Rheingold« und »Siegfried«, die Partie des Alberich. Margarete Joswig, zuletzt Fricka in »Das Rheingold« und »Die Walküre«, gibt ihr Debüt als Waltraute. Die Rheintöchter sind Heather Engebretson, Marta Wryk und Silvia Hauer.

Musikalische Leitung Alexander Joel Inszenierung Uwe Eric Laufenberg Bühne Gisbert Jäkel Kostüme Antje Sternberg Licht Andreas Frank Video Falko Sternberg Chor Albert Horne Dramaturgie Regine Palmai

Siegfried Lance Ryan Gunther Johannes Martin Kränzle Alberich Thomas de Vries Hagen Shavleg Armasi Brünnhilde Catherine Foster Gutrune Betsy Horne Waltraute Margarete Joswig Woglinde Heather Engebretson Wellgunde Marta Wryk Flosshilde Silvia Hauer

Chor & Extrachor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Wiederaufnahme am 24. September 17

Karten sind an der Theaterkasse im Großen Haus, telefonisch unter 0611.132 325 oder auf www.staatstheater-wiesbaden.de erhältlich

Samstag, 2. September 17
Valentina und Cheyenne Pahde sind die Gesichter der neuen HOLIDAY ON ICE Show ATLANTIS
Mit HOLIDAY ON ICE erfüllt sich für Valentina und Cheyenne Pahde ein Kindheitstraum –
Beim großen Shooting präsentieren sich die Twins erstmals für die neue Produktion– ATLANTIS tourt ab dem 30. November durch 13 deutsche Städte

Valentina und Cheyenne Pahde erfüllen sich mit ihrer Rolle als Testimonials für die neue HOLIDAY ON ICE Show ATLANTIS einen Kindheitstraum. Als Paten der neuen Show ATLANTIS besuchen die beiden Schauspielerinnen jede Tourstadt und lassen an ausgewählten Terminen gemeinsam mit HOLIDAY ON ICE den Wunsch vom großen Showmoment auf dem Eis wahr werden.

Valentina & Cheyenne Pahde
Valentina und Cheyenne Pahde sind die Gesichter der neuen HOLIDAY ON ICE Show ATLANTIS

© Sonja Tobias / Holiday On Ice

Beim Fotoshooting in der aufwendigen Atlantis-Kulisse präsentierten sich die Zwillinge nun offiziell das erste Mal in ihrer neuen Rolle. „Dass unser langersehnter Traum vom Eiskunstlauf bei HOLIDAY ON ICE erfüllt wird, ist für uns eine einzigartige Chance, auf die wir sehr stolz sind und die uns viel bedeutet“, so Valentina Pahde.

Die gebürtigen Münchnerinnen haben schon als Kinder neben der Schauspielkarriere ihre Leidenschaft für den Eiskunstlauf entdeckt. Seit ihrem 6. Lebensjahr standen die Schwestern täglich auf dem Eis und bestritten bis zu ihrem 10. Geburtstag erfolgreich Wettkämpfe. Das Ziel war damals klar: HOLIDAY ON ICE. Die Kooperation mit dem Eis-Showgiganten ist für die beiden Schauspielerinnen eine riesige Überraschung. „Als die Anfrage von HOLIDAY ON ICE kam, brauchten wir keine Sekunde zu überlegen“, freut sich Cheyenne Pahde. Für ihre Rolle bei der RTL Serie „Alles was zählt“ steht die 22 jährige seit 2016 in Köln jede Woche auf dem Eis. Valentina, die in der RTL-Kult-Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ als Sunny Richter bekannt wurde, hat schon lange davon geträumt, wieder auf das Eis zurück zu kehren. „Alle kleinen Mädchen, die professionell in die Richtung Eiskunstlauf gehen wollen, haben das Ziel, irgendwann bei HOLIDAY ON ICE laufen zu dürfen, und so war es auch bei uns. Jetzt, über 10 Jahre später, erfüllt sich unser Kindheitstraum“, erzählt Valentina Pahde.

Mit ATLANTIS präsentiert HOLIDAY ON ICE eine Hommage an das versunkene Paradies erstmals als Eiskunstlaufshow. 35 internationale Profiläufer werden Momentaufnahmen aus Leben und Liebe in Atlantis in Über- und Unterwasser-Szenerien zum Leben erwecken. „Die Show wird ein einmaliges Erlebnis mit vielen Emotionen, Glanz und Glamour. Besonders freue ich mich auf die Musik und die Performances. HOLIDAY ON ICE schafft es immer wieder, das ganze Publikum zu begeistern und mitzureißen. Diese Atmosphäre in den Hallen kann man nicht nachmachen, die muss man live miterleben“, berichtet Valentina. Die Zuschauer erwartet Eislaufkunst auf höchstem Leistungsniveau in über 90 Shows und 13 deutschen Städten.

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Samstag, 2. September 17
Rocky Horror Show: Das Enfant terrible des Musicals ab Oktober auf großer Tournee ~ Die Cast ist bereit für den Time Warp durch Europa!
Rocky Horror Show: Das Enfant terrible des Musicals ab Oktober auf großer Tournee ~ Die Cast ist bereit für den Time Warp durch Europa!
Ab Oktober ist wieder Zeit für die größte Party und den unartigsten Spaß der Musicalgeschichte: RICHARD O’BRIEN’S ROCKY HORROR SHOW geht endlich auf Tournee durch Deutschland, Österreich, Italien und die Schweiz!

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Rocky Horror Show: Das Enfant terrible des Musicals ab Oktober auf großer Tournee
© Jens Hauer

Nach umfangreichen Auditions, u.a. in London, wurde aus weit über 600 Bewerbern ein herausragendes Ensemble zusammengestellt. „Wir brauchen außergewöhnliche Darsteller, die in der Lage sind, ihre Seele nach außen zu tragen“, so Regisseur Sam Buntrock. Der renommierte englische West-End-Darsteller Gary Tushaw begeisterte das Creative Team und wird erstmals die Rolle des „Sweet Transvestite“ Frank’n’Furter übernehmen. Mit Stuart Matthew Price in der Rolle des Riff Raff wird einer der Publikumslieblinge der letzten Tour wieder mit dabei sein. Für die weiteren Rollen sind ebenfalls hervorragende Darsteller
verpflichtet worden:

Die Besetzung in der Übersicht:
Frank'n'Furter: Gary Tushaw
Janet: Sophie Isaacs
Brad: Felix Mosse
Riff Raff: Stuart Matthew Price
Magenta: Anna Lidman
Columbia: Holly Atterton
Rocky: Ryan Goscinski
Eddie/ Dr. Scott: Daniel Fletcher
Phantoms: Katie Monks, Jenny Perry, Jamie Jukes, Christopher Parkinson
Swings: Sarah Wilkie, Aaron Kavanagh

Weitere Informationen sowie die Biografien aller Darsteller finden Sie im Internet unter www.rocky-horror-show.de/show/cast/  

Der Vorverkauf läuft!
Tournee 2017/18

03.10.2017 - 21.10.2017 Köln, Musical Dome Köln
24.10.2017 - 05.11.2017 Mailand, Teatro degli Arcimboldi
07.11.2017 - 11.11.2017 Florenz, Nelson Mandela Forum
14.11.2017 - 19.11.2017 Bremen, Musical Theater
21.11.2017 - 26.11.2017 Hamburg, Mehr!-Theater am Großmarkt
29.11.2017 - 16.12.2017 Wien, Museumsquartier Halle E
19.12.2017 - 27.12.2017 Essen, Colosseum Theater
29.12.2017 - 31.12.2017 Mannheim, Rosengarten
03.01.2018 - 10.01.2018 Dortmund, Konzerthaus
16.01.2018 + 17.01.2018 Bielefeld, Stadthalle
19.01.2018 - 21.01.2018 Oberhausen, Theater in der KöPi Arena
23.01.2018 - 10.02.2018 Berlin, Admiralspalast
13.02.2018 - 18.02.2018 Stuttgart, Liederhalle
20.02.2018 - 18.03.2018 München, Deutsches Theater
27.03.2018 - 01.04.2018 Frankfurt, Alte Oper
06.04.2018 - 08.04.2018 Hannover, Swiss Life Hall
10.04.2018 -15.04.2018 Zürich, Theater 11
17.04.2018 - 22.04.2018 Basel, Musical Theater
24.04.2018 - 06.05.2018 Düsseldorf, Capitol Theater

Tourneeauftakt: 04.10.2017, 19.30 Uhr, Musical Dome Köln
Dauer: ca. 120 Min. (inkl. einer Pause)
Sprache: In englischer Sprache (inkl. Songs). Erzählerrolle auf Deutsch

Preise: Ab 24,50 € (zzgl. Gebühren der Vorverkaufsstelle)
Vorverkauf: Tickethotline Deutschland: 01805 - 2001 (0,14 €/Min. a. d. dt. Festnetz, Mobilfunk max. 0,42€/Min.)
Tickethotline Österreich: oeticket.com: 0900 - 9496096 (1,09 €/min. inkl. MwSt.)
Tickethotline Schweiz: ticketcorner.ch: 0900 - 800 800 (CHF 1.19/Min.)

Internet: www.bb-promotion.com und an allen bekannten Vorverkaufsstellen

www.rocky-horror-show.de
www.rocky-horror-show.at
www.rocky-horror-show.ch
Social Media: facebook / instagram #rockyhorrorshow

Samstag, 2. September 17
Jetzt bewerben bei UNART - Jugendwettbewerb für multimediale Performances
Jetzt bewerben und mit der eigenen Performance auf die große Bühne
UNART - Jugendwettbewerb für multimediale Performance /zum Jubiläum unterstützt von Rapper Samy Deluxe


Generation Konsum, Sicherung durch-geknallt, Casting, Die Erde in unseren Händen, Fahren wir nach Paris, Streetshow, Echt, Liebes Chaos – Voll Familie, Unter Druck, Sünden, Nichts Orangen im Winter, I-Generation – das sind nur einige der Titel der 150 Kurz-Performances, die im Rahmen von UNART – Jugendwettbewerb für multimediale Performances in Frankfurt, Berlin, Hamburg und Dresden in den vergangenen zehn Jahren auf die Bühne gekommen sind. 2007/2008 wurde UNART zum ersten Mal organisiert. Jetzt wird es zum sechsten Mal vom Schauspiel Frankfurt, dem Deutschen Theater Berlin, dem Thalia Theater Hamburg und dem Staatsschauspiel Dresden ausgeschrieben. Es geht zurück auf eine Initiative der BHF BANK Stiftung. „Wir führen UNART sehr gerne weiter“, sagt Anselm Weber, der neue Intendant des Schauspiel Frankfurt. „Performatives Arbeiten ermöglicht Jugendlichen, ihre eigenen Ideen selbständig in eine künstlerische Form zu setzen. Und wir bieten gerne die Plattform, dies der Öffentlichkeit in den Kammerspielen zu zeigen.“
„Es gibt keine Genres, ihr könnt tanzen, singen…“, sagt der Rapper Samy Deluxe, der UNART ab 2017 unterstützt. Verbunden mit viel gesellschaftlichem Engagement – auch persönlich – hat der 37 Jahre alte Reimexperte, Rap-Poet und Autor aus Hamburg immer wieder sein überragendes Sprachtalent unter Beweis gestellt. Souverän und selbstbewusst fasziniert Samy Deluxe auf großen Konzertbühnen, bei Clubkonzerten oder als gern gesehener Gast in Fernsehtalkshows, in Diskussionen mit Ministern oder Workshops mit Jugendlichen in seinem Verein DeluxeKids e. V. So ist er ein perfekter Unterstützer des Jugendwettbewerbs für multimediale Performances UNART. Denn hier geht es darum, dass junge Performerinnen und Performer im Alter von 14 bis 20 Jahren in einer 15-Minuten-Performance, ihre Haltung zu einem Thema, das sie wirklich interessiert und betrifft, künstlerisch formulieren. Ab jetzt kann man sich wieder für UNART bewerben:
Mitmachen können alle jungen Leute zwischen 14 und 20 Jahren in den Regionen Rhein-Main, Berlin, Hamburg und Dresden.

Nähere Infos zur Bewerbung gibt es regional bei den UNART-Koordinatoren oder auf der Website www.unart.net.

Alle Bewerbungen werden von Fachjurys gesichtet und besprochen. Gruppen, die ausge-wählt werden, erhalten Unterstützung von künstlerischen Coaches. Die Coaches beraten die Jugendlichen und befördern den kreativen Prozess der Gruppen. Sie führen nicht Regie.
Vor dem Einsendeschluss finden noch Info-Treffen zu UNART statt. Willkommen sind auch Interessierte, die noch keine Gruppen haben:

Frankfurt: Info-Treffen, Freitag, 01.09.2017, 18-20 Uhr, Schauspielhaus, Chagall-Saal
Berlin: Info-Treffen, Donnerstag, 07.09.2017, 18-20 Uhr, Treffpunkt Kassenhalle
Dresden: Workshop „Bildet Banden“ Samstag, 16.09.2017, 11-15 Uhr, Kleines Haus 3
Hamburg: Info-Treffen, Sonntag 01.10.2017, 15-17 Uhr, Thalia in der Gaußstraße 190
Einsendeschlüsse: 22. September 2017: Frankfurt am Main/Region Rhein-Main; Dresden/Region Dresden 28. September 2017: Berlin 16. Oktober 2017: Hamburg und Umland
Weitere Informationen: www.unart.net

Samstag, 2. September 17
Rheingau Musik Festival: Abschlussbilanz 2017 ~ Igor Levit, Michael Wollny und Anna Lucia Richter prägen einen überaus erfolgreichen 30. „Sommer voller Musik“
Die 30. Saison des Rheingau Musik Festivals geht am Samstag, 2.9. mit der Aufführung von Edward Elgars Oratorium „The Dream of Gerontius“ in der Basilika von Kloster Eberbach zu Ende. Unter der Leitung von Paul McCreesh wirken mit: Kathryn Rudge, Mezzosopran - Brenden Gunnell, Tenor - Markus Eiche, Bariton, der Philharmonia Chorus und die Symphoniker Hamburg.

Zu den 155 Veranstaltungen an 42 Spielstätten kamen in den vergangenen zehn Festivalwochen 115.500 Zuhörer. Bei rund 125.000 verfügbaren Karten entspricht das einer Auslastung von 92%. 103 der 155 Konzerte waren vollständig ausverkauft. Die Eigenfinanzierungsquote lag wie in den vergangenen Jahren bei 99,69 Prozent.

Fokus-Künstler
Als Artist in Residence stellte der Pianist Igor Levit in sechs Konzerten mit Musik von Beethoven bis Rzewski sein ganzes Können unter Beweis. „Besondere Höhepunkte waren der Abend mit den 24 Präludien und Fugen für Klavier op. 87 von Dmitri Schostakowitsch und das Late Night-Konzert mit der Aufführung von „Dreams I“ und „Dreams II“ an einem Abend durch Frederic Rzewski und Igor Levit.“, resümiert Festival-Intendant Michael Herrmann Mit Anna Lucia Richter wurde zum ersten Mal eine Sängerin in den Fokus genommen. „Von ihrer glockenreinen, wunderschön-leuchtenden junge Sopranstimme wird in Zukunft noch viel zu erwarten sein. Sie wurde für ihre drei Konzerte von den Rezensenten mit Lobeshymnen überhäuft. Im „Fokus Jazz“ zeigte Jazz-Pianist Michael Wollny in drei vollkommen verschiedenen Projekten seine ganze musikalische Raffinesse. Diese Konzerte waren unglaublich kreativ, virtuos, spannend, und Michael Wollny hatte tolle musikalische Partner mitgebracht.“, so Michael Herrmann.

Themenschwerpunkte
Die Jubiläumssaison stand ganz im Zeichen von „Aufbruch“. Mit dem Projekt „Erinnerungen an Prades“ wurde die persönliche Initialzündung des Festivalgründers und Intendanten Michael Herrmann aufgegriffen Klaviertrio-Programme aufzuführen, die in den sechziger Jahren auf dem Festival von Pablo Casals in den französischen Pyrenäen gespielt wurden. Der Leitgedanke setzte sich in den Themenschwerpunkten „Erinnerungen an Prades“, „Next Generation“, „Tanz!Musik“ und „Expedition Sound“ mit Projekten unterschiedlichster Art fort.

Besonderen Konzerte und Festivalhöhepunkte
Zu Beginn der Saison gab es mit dem „Geigengipfel ‚A Tribute to Ana Chumachenco‘“ ein denkwürdiges und einzigartiges Konzert, eine Art Klassentreffen der Schülerinnen und Schüler von Ana Chumachenco mit Lisa Batiashvili, Veronika Eberle, Arabella Steinbacher, Daniel Röhn, Rudens Turku und Ana Chumachenco, die, begleitet vom Münchener Kammerorchester unter der Leitung von Clemens Schuldt, gemeinsam in einem Konzert Violinkonzerte von Vivaldi und Bach spielten.
Gustav Mahlers „Auferstehungssinfonie“ in der Interpretation von Christoph Eschenbach mit Christiane Karg (Sopran), Gerhild Romberger (Alt), dem Chor des Bayerischen Rundfunks, dem SWR Vokalensemble und dem SWR Symphonieorchester rührte das Publikum zu Tränen.

Dem Konzert des Colombian Youth Philharmonic schloss sich eine „Tanzparty“ im Foyer des Kurhauses an, bei der die jungen Musiker Konzertbesucher zum Tanz aufforderten.

Die Münchner Philharmoniker waren in diesem Sommer zum wiederholten Male zu Gast und der junge kanadische Pianist Jan Lisiecki gab auf Anregung des Festivals in diesem Konzert sein Debüt bei diesem Orchester und Valery Gergiev.

Die drei Kurpark-Konzerte – die „Kubanische Nacht“ mit Eliades Ochoa & Roberto Fonseca, der Auftritt von Curtis Stigers mit der SWR Big Band und das Konzert von Max Giesinger & Band – waren mit jeweils rund 3000 Besuchern fast ausverkauft. Das Konzert von Max Giesinger war zudem ein Konzert für die ganze Familie.

Mit „Soul am Dom“ – Myles Sanko & Band – auf dem Domplatz in Geisenheim feierte das Rheingau Musik Festival sein Jubiläum mit der Region und viele Konzertbesucher aus dem Rheingau waren zum ersten Mal bei einem Festivalkonzert.

Anoushka Shankar (Sitar) und Manu Delago (Hang) sorgten mit dem Zürcher Kammerorchester mit faszinierenden Klängen für einen weiteren Festivalhöhepunkt im Kurhaus Wiesbaden.

Das Festival weihte in dieser Saison eine neue Spielstätte ein, das kING, die Kultur- und Kongresshalle in Ingelheim am Rhein, mit dem Familienkonzert „Harry Potter“.

Digitalisierung
Auf dem Weg in die digitale Welt ging das Festival einen Schritt voran, neben der offensiven Bespielung der sozialen Netzwerke facebook, Instagram, Twitter und dem eigenen Youtube-Kanal und einer damit einhergehenden Erhöhung der Followerzahlen produzierte das Festival seinen ersten eigenen Livestream am 20.8.2017 aus dem Kurhaus Wiesbaden mit dem Konzert „Baltic Folk“ mit dem jungen Pianisten Alexander Malofeev und dem Baltic Sea Philharmonic unter der Leitung von Kristjan Järvi. Der Stream ist weiterhin online: www.rheingau-musik-festival.de/festival/live/

Musik Preise
Während der Festivalsaison wurden Enoch zu Guttenberg und die Chorgemeinschaft Neubeuern mit dem Rheingau Musik Preis 2017 ausgezeichnet. Der LOTTO-Förderpreis des Rheingau Musik Festivals wurde dem jungen amerikanische Pianisten Ben Kim verliehen.

Sponsoren
Im 30. Festivalsommer engagierten sich LOTTO Hessen und die Deutsche Post als Hauptsponsoren des Rheingau Musik Festivals. Als Co-Sponsoren unterstützten die Fürst von Metternich Sektkellerei, die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) in Verbindung mit der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen sowie die Opel AG mit dem Opel-Vertragshändler Brass das Rheingau Musik Festival. Als Premium-Projektpartner agierten die Commerz Real AG, die Deutsche Börse Group, die Deutsche Leasing Gruppe, die R+V Versicherung AG sowie die UBS Deutschland AG. Lufthansa war die Official Airline.

Medienpartner
Die Medienpartner des Rheingau Musik Festivals, der Hessische Rundfunk und Deutschlandradio, nahmen insgesamt 22 Konzerte auf, von denen einige bereits im Rahmen des ARD Radiofestival 2017 und des 3sat-Festivalsommers sowie im hr-fernsehen gesendet wurden. Weitere Konzerte werden im Deutschlandfunk und in hr2-kultur gesendet.

Für die kommende Saison sind die Weichen schon gestellt. Das 31. Rheingau Musik Festival wird am 23. Juni 2018 eröffnet und endet am 1.9.2018.

Die Programmvorschau „Ouvertüre“ erscheint für die Mitglieder des Festivalfördervereins Anfang Januar 2018, der allgemeine Vorverkauf beginnt Ende Januar 2018. 

14.9. – 24.9.2017: Rheingau Literatur Festival »WeinLese«
3.12. – 14.12.2017: Adventskonzerte

www.rheingau-musik-festival.de 

Samstag, 2. September 17
Staatstheater Wiesbaden: Kostprobe mit Probenbesuch zur Uraufführung der Oper »Schönerland« am 5. September
Für alle, die neugierig auf die Uraufführung von Søren Nils Eichbergs Oper »Schönerland« sind, bietet sich bei der Kostprobe am Dienstag, den 5. September um 18.30 Uhr die Gelegenheit, schon vor der Premiere einen Blick auf das Bühnengeschehen zu werfen. Die Musik der großen Oper in zehn Bildern ist unter der Musikalischen Leitung von Albert Horne live mit dem Hessischen Staatsorchester Wiesbaden zu hören. Zu erleben ist eine Bühnenorchesterprobe mit Bühnenbildelementen und Probenkostümen.

Vorab führt das Regieteam im Gespräch mit Dramaturgin Katja Leclerc in das Werk und die Konzeption der Inszenierung ein. Als besonderes Highlight wird Komponist Søren Nils Eichberg die Hintergründe zur Komposition dem Publikum vermitteln.

Kostprobe »Schönerland«
Dienstag, 5. September, 18.30 Uhr
Foyer Großes Haus
Eintritt 5 Euro

www.staatstheater-wiesbaden.de 

Samstag, 2. September 17
Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis: Alexander Skipis hält Laudatio auf Asli Erdogan
Börsenverein fordert von türkischen Behörden, die Repressalien gegen die Autorin zu beenden und ihr die Ausreise zu ermöglichen
Der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Alexander Skipis, hält die Laudatio auf die diesjährige Trägerin des Erich-Maria-Remarque-Friedenspreises, Asli Erdogan. Die türkische Autorin und Journalistin erhält die Auszeichnung am 22. September 2017 bei einem Festakt im Friedenssaal des historischen Rathauses der Stadt Osnabrück. Alexander Skipis wurde auf besonderen Wunsch der Preisträgerin als Laudator benannt. Nach momentanem Stand wird die Autorin nicht für die Preisverleihung aus der Türkei ausreisen dürfen. Zwar wurde das Ausreiseverbot gegen sie aufgehoben, sie erhält aber ihren Reisepass nicht zurück.

Alexander Skipis Copyright: Claus Setzer
Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels
© Claus Setzer

„Ich fühle mich geehrt, die Laudatio auf eine mutige Kämpferin für die Freiheit des Wortes wie Asli Erdogan halten zu dürfen. Mit ihrem unnachgiebigen Einsatz für ihr Recht, ihre Meinung zu äußern, zeigt sie uns, wie wichtig es ist, täglich von unseren demokratischen Grundrechten Gebrauch zu machen. Sie ist uns ein Vorbild darin, auch in den schwierigsten Verhältnissen Haltung zu zeigen und für die Werte einer freien Gesellschaft einzutreten. Schicksale wie das ihre dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Mit nicht nachlassender Härte geht die türkische Regierung gegen kritische Autoren, Journalisten und Kulturschaffende vor, gegen türkische und inzwischen auch die anderer Nationalitäten. Wir fordern die türkische Regierung auf, die Repressalien gegen Asli Erdogan und alle inhaftierten oder verfolgten Medien- und Kulturschaffende umgehend zu beenden. Außerdem appellieren wir an die türkischen Behörden, Asli Erdogan die notwendigen Papiere für die Ausreise auszustellen, um ihr eine Teilnahme an der Preisverleihung zu ermöglichen“, sagt Alexander Skipis.
 
Der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins setzt sich seit langem für den Fall Asli Erdogan und für die Meinungsfreiheit in der Türkei ein. Im November 2016 organisierte er zusammen mit Autoren und Verlegern eine Mahnwache vor dem Gefängnis in Istanbul, in dem die Autorin bis Ende 2016 inhaftiert war. Rund 140.000 Menschen haben die Petition #FreeWordsTurkey unterzeichnet, mit der der Börsenverein, das PEN-Zentrum Deutschland und Reporter ohne Grenzen die Bundesregierung und die EU-Kommission auffordern, die Politik des Zuschauens zu beenden und die Meinungsfreiheit in der Türkei entschieden zu verteidigen. Darüber hinaus gründete Alexander Skipis mit anderen Organisationen die „Free Word Alliance“, um gemeinsam für verfolgte und bedrohte Medien- und Kulturschaffende einzutreten und der Meinungsfreiheit eine starke Stimme zu verleihen.
 
Alexander Skipis (63) ist seit 2005 Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Von 2002 bis 2005 war er Ministerialdirigent und Abteilungsleiter in der Hessischen Staatskanzlei. Zuvor verantwortete er u.a. die Unternehmenskommunikation und das Marketing bei der Messe Frankfurt und war geschäftsführender Gesellschafter bei der Leipziger & Partner Kommunikations GmbH.
 
Weitere Informationen zum Preis und zur Verleihung unter: www.osnabrueck.de/friedenspreis/start.html

Samstag, 2. September 17
Buchblog-Award: Öffentliches Voting für den besten Buchblog beginnt #bubla17
Longlist steht: 400 Nominierte / Öffentliche Abstimmung bis 11. September / Preisverleihung auf der Frankfurter Buchmesse am 13. Oktober
400 Buchblogs, Videoblogs, Instagram-Accounts und Podcasts sind im Rennen um den Buchblog-Award 2017. Sie wurden in den vergangenen vier Wochen von deutschsprachigen Bloggerinnen und Bloggern eingereicht. Heute beginnt die öffentliche Abstimmung: Bis zum 11. September kann jeder unter www.buchblog-award.de/abstimmen seine Stimme abgeben und dabei mehrere Lieblingsblogs wählen. Pro Blog kann nur eine Stimme vergeben werden. Die Longlist kann auf der Seite anhand der Kategorien Krimi & Thriller, Romance, Fantasy, Literatur, Kinder-, Jugend- und Sachbuch durchsucht werden.

Aus den resultierenden 14 Shortlist-Kandidaten – sieben für den besten Buchblog, sieben für den besten Podcast, Videoblog oder Instagram-Account – wählt eine Jury die Gewinner des Haupt- und Sonderpreises aus. Der Jury gehören an: Felicitas von Lovenberg (Verlegerin, Piper Verlag), Sarah Reul (Buchhändlerin und Bloggerin, Buchladen am Freiheitsplatz, Hanau / pinkfisch.net), Dirk von Gehlen (Leiter Social Media / Innovation, Süddeutsche Zeitung), Elisabeth Rank (Redakteurin und Autorin) und Frank Krings (PR-Manager, Frankfurter Buchmesse).

Der Award
NetGalley Deutschland und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels suchen mit dem Buchblog-Award den besten deutschsprachigen Buchblog. Die erste genreübergreifende Auszeichnung für Buchblogs im deutschsprachigen Raum zeichnet Blogs aus, die aktiven Einfluss auf das öffentliche Gespräch über Bücher nehmen und ihre Zielgruppen charakteristisch ansprechen. Die Preisverleihung findet auf der Frankfurter Buchmesse 2017 statt.

Der Preis für den besten deutschsprachigen Buchblog und den besten Podcast, Videoblog oder Instagram-Account zum Thema Bücher wird auf  der Frankfurter Buchmesse am 13. Oktober 2017, 12 Uhr im Forum Börsenverein, Halle 3.1 H85, verliehen.

Die Initiatoren
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist die Interessenvertretung der deutschen Buchbranche gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit. Er wurde 1825 gegründet und vertritt rund 5.000 Buchhandlungen, Verlage, Zwischenbuchhändler und andere Medienunternehmen. Er veranstaltet die Frankfurter Buchmesse, vergibt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels sowie den Deutschen Buchpreis, engagiert sich in der Leseförderung und für die Freiheit des Wortes.

NetGalley ist eine Online-Plattform und ein Netzwerk für Buchverlage und professionelle Leser. NetGalley ermöglicht Rezensenten, Bloggern, Journalisten, Buchhändlern, Bibliothekaren und Lehrenden kostenlosen Zugang zu digitalen Lese- und Rezensionsexemplaren und unterstützt Verlage beim Bekanntmachen neuer und noch unveröffentlichter Titel.

Hashtag zum Award: #bubla17
Website: www.buchblog-award.de 
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Freitag, 1. September 17
Theaterstatistik 2015/2016 des Deutschen Bühnenvereins: Besucheranstieg im Kinder- und Jugendtheater und mehr Zusatzveranstaltungen als je zuvor
Die öffentlich getragenen Theater und Orchester –also Staats- und Stadttheater sowie Landesbühnen – boten in der Spielzeit 2015/2016 mehr Vermittlungsveranstaltungen, Stück-Einführungen und Podiumsdiskussionen zu aktuellen Themen als je zuvor: Die Theaterstatistik des Deutschen Bühnenvereins zeigt einen Anstieg von fast 10 Prozent. Dieses „theaternahe Rahmenprogramm“, das in vielen Spielstätten und auch außerhalb des Theaters stattfindet, stieg von 13.229 Veranstaltungen auf 14.519. Bereits in den Vorjahren war hier ein deutliches Wachstum zu verzeichnen. „Theater tun also messbar mehr dafür, in die Stadtgesellschaft hineinzuwirken und ihrer gesellschaftspolitischen Verantwortung gerecht zu werden. Dieses Engagement geht viel zu häufig in Debatten unter, in denen Theater und Orchester mit ihren Leistungen infrage gestellt werden“, kommentierte Marc Grandmontagne, Geschäftsführender Direktor des Bühnenvereins, gestern die Zahlen in Köln.

Bei den Vorstellungen ist die Zahl ganz leicht zurückgegangen, dafür sind die Eigeneinnahmen gestiegen: Die Theater und Orchester boten 67.257 Vorstellungen vor Ort (im Vorjahr: 67.437), und konnten ihre Eigeneinnahmen um etwa 3,0 Prozent auf ca. 551 Millionen Euro steigern (im Vorjahr rund 535 Millionen Euro). Das prozentuale Einspielergebnis von 18,4 Prozent ist gleich geblieben.

Bei den Besucherzahlen ist im Kinder- und Jugendtheater ein Anstieg um rund 5 Prozent von 2.842.130 Besuchern auf 2.981.236 zu vermelden. Rund 14.400 Vorstellungen bundesweit haben die öffentlich getragenen Kinder - und Jugendtheater gestemmt, und das mit nur rund 550 MitarbeiterInnen bundesweit insgesamt (künstlerisches und nicht-künstlerisches Personal inkl. Figurentheater). „Die Arbeit der Häuser ist kulturpolitisch hoch wertzuschätzen. Oft arbeiten Kinder- und Jugendtheater finanziell und personell am Limit. Sie leisten im Kontext der Stadtgesellschaft wirklich Großes. Ich nenne hier nur Herausforderungen wie die wachsende Diversität in den Städten oder den Ausfall von Musik- und Kunstunterricht in den Schulen. All das lässt die Arbeit der Häuser nicht unberührt“, so Grandmontagne.

Ansonsten zeigen die Zahlen Kontinuität: Die Gesamtbesucherzahlen der öffentlich getragenen Theater und Orchester sind einschließlich der Gastspiele mit rund 21 Millionen Zuschauern stabil geblieben, ebenso die Zuschauerzahlen der Privattheater mit ca. elf Millionen. Inklusive der Festspiele und selbstständigen Sinfonieorchester besuchten 2015/2016 über 39 Millionen ZuschauerInnen die Häuser. Die Zahl der fest angestellten Theatermitarbeiter – befristet und unbefristet – ist wieder leicht gestiegen, von 39.399 auf 39.505. Insgesamt sind 44.237 Personen (Vorjahr 44.143) fest in den Theatern und Orchestern angestellt, einschließlich der Musiker der selbstständigen Orchester und Rundfunkorchester. Die Zahl der nicht ständig beschäftigten Mitarbeiter stieg erneut, diesmal von 27.338 auf 27.780. Die öffentlichen Zuschüsse wurden von rund 2,43 Milliarden Euro auf nunmehr gut 2,5 Milliarden Euro erhöht, eine Erhöhung um ca. 3,1 Prozent.

Die Theaterstatistik dokumentiert die wichtigsten Wirtschaftsdaten der Theater und Orchester in Deutschland. Insgesamt 143 Staatstheater, Stadttheater und Landesbühnen sowie 130 Orchester (inklusive Theaterorchester), 221 Privattheater und 77 Festspiele werden 2015/2016 mit ihren Einnahmen und Ausgaben, Personalangaben, Besucherzahlen und Veranstaltungen dargestellt. Sie ist das umfangreichste Nachschlagewerk über die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung der Theater und Orchester in Deutschland.

Hinweis: Nicht alle existierenden Festspiele und Privattheater sind in dieser Statistik erfasst.

Kosten: 25,- Euro zzgl. Versandkosten
Bestellung: Deutscher Bühnenverein
Postfach 10 07 63
50447 Köln
Fax 0221/20812-28
E-Mail material@buehnenverein.de
ISBN 978-3-934431-20-1

www.buehnenverein.de

Freitag, 1. September 17
Rheingau Musik Festival: Krönender Abschluss der zweiten transatlantischen Orchesterakademie – Cuban-European Youth Academy
Nach vielen Tagen intensiver Probenarbeit präsentieren die Teilnehmer der zweiten Cuban-European Youth Academy unter der Leitung des jungen britischen Dirigenten Duncan Ward am 1.9. im Kurhaus Wiesbaden ein großes Orchesterkonzert mit einer Weltpremiere: Im Auftrag des Rheingau Musik Festivals verfasste die kubanische Geigerin und Komponistin Jenny Peña Campo Field, Akademie-Teilnehmerin der ersten Stunde, eine Kubanische Suite, die sie aus Tänzen und Liedern ihrer Heimat zusammengestellt hat. Daneben stehen die Jacques Iberts „Bacchanale“ und George Gershwins „Cuban Overture für Orchester“ auf dem Programm. In der ersten Konzerthälfte gibt die ECHO-prämierte deutsch-italienische Pianistin Sophie Pacini mit Ludwig van Beethovens drittem Klavierkonzert ihr Festival-Debüt. Eröffnet wird das Konzert mit Ludwig van Beethovens Ouvertüre zu „Die Geschöpfe des Prometheus“.

 
1.9. Freitag, 20.00 Uhr
Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal
Cuban-European Youth Academy / Tanz!Musik
Sophie Pacini Klavier
Cuban-European Youth Academy
Duncan Ward Leitung

Ludwig van Beethoven Ouvertüre zu „Die Geschöpfe des Prometheus" op. 43
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll op. 37
Jacques Ibert „Bacchanal"
Jenny Peña Campo Field Suite Cubana (Auftragskomposition des Rheingau Musik Festivals)
George Gershwin Cuban Overture

- Konzertführer live um 19.00 Uhr im Kurhaus Wiesbaden
Karten gibt es noch zu 51,30 / 43,30 / 19,30 Euro unter 06723 / 60 21 70 oder www.rheingau-musik-festival.de

Freitag, 1. August 17
hr2-kultur lädt zur Buchmesse zweimal in den hr-Sendesaal Jetzt Karten sichern!
Jetzt schon Karten sichern – das sollten alle Literaturfans, die während der Frankfurter Buchmesse bei hr2-kultur zu Gast sein möchten. Am Freitag, 1. September, beginnt der Vorverkauf für die „ARD Radionacht der Bücher" und die „hr2-Hörbuchnacht“, zwei beliebte Veranstaltungen im hr-Sendesaal, bei denen das Kulturradio Neues vom Buch- und Hörbuchmarkt präsentiert.
Auch die anderen Kulturradios der ARD sind live dabei, wenn Catherine Mundt und Alf Mentzer, am Freitag, 13. Oktober, vier Stunden lang mit prominenten Autoren über deren neue Bücher sprechen. Diesmal gehören unter anderem Ingo Schulze, Sven Regener, Axel Hacke, Ranga Yogeshwar, Eva Demski,Leila Slimani zu den Gästen. Und als Special Guest steuert der Kabarettist Marc-Uwe Kling Episoden aus seinem neuen Roman „Qualityland“ bei.

Die hr2-Hörbuchnacht präsentiert am Samstag, 14. Oktober, erneut wichtige und spannende Neuerscheinungen vom Hörbuchmarkt. Zu Gast bei Moderatorin Manuela Reichart sind diesmal Maren Kroymann, Eva Mattes, Ulrich Noethen, Mark Waschke, Jens Wawrczeck, Jan Weiler sowie Regisseur Leonhard Koppelmann und hr-Hörfunkdirektor Heinz Sommer.

ARD Radionacht der Bücher:
Freitag, 13. Oktober, 20 - 24 Uhr,
hr-Sendesaal, Bertramstraße 8,                                                                      
60320 Frankfurt am Main,
Sendung live in hr2-kultur und anderen ARD-Kulturprogrammen

hr2-Hörbuchnacht:                       
Samstag, 14. Oktober, 20 - ca. 23 Uhr,
hr-Sendesaal, Bertramstraße 8,
Sendung: 21. Oktober , 20.04 – 23 Uhr in hr2-kultur

Karten: jeweils in zwei Kategorien zu 24 und 20 Euro inklusive RMV, hr-Ticketcenter , Tel. 069/155-2000,  Ermäßigung für Schüler und Studenten

Weitere Informationen unter www.hr2-kultur.de

Freitag, 1. September 17
„ttt - titel thesen temperamente" am Sonntag
„ttt - titel thesen temperamente" (hr) kommt am Sonntag, 3. September 2017, um 23:10 Uhr im Ersten. Die geplanten themen:

Kompromisslos für Gerechtigkeit: Arundhati Roy
„ttt" im Gespräch mit Indiens wichtigster Schriftstellerin
Schon mit ihrem ersten Buch, „Der Gott der kleinen Dinge", schrieb sich Arundhati Roy in den Olymp der bedeutendsten Schriftsteller weltweit. 20 Jahre hat sie ihre Fans seitdem auf den zweiten Roman warten lassen. Nun ist es so weit: „Das Ministerium des äußersten Glücks" ist gerade erschienen und wurde schon jetzt zum internationalen Bestseller mit Übersetzungen in mehr als 20 Sprachen - und einer Nominierung für den Booker Preis. Schonungslos legt Arundhati Roy darin den Finger in die Wunden der indischen Gesellschaft: Gewalt gegen Frauen und religiöse Minderheiten, Landraub und militärische Großmannssucht. Sie nimmt den Leser mit auf einen Parforceritt durch die indische Geschichte der letzten 20 Jahre. Es ist ein düsterer Roman geworden, genauso düster, wie sie das Land sieht: „In den 70 Jahren seit der Unabhängigkeit gab es keinen Tag, an dem die Armee nicht gegen die eigenen Bürger oder unsere Nachbarländer gekämpft hätte", sagt Roy. Das neue indische Selbstbewusstsein und der Hindu-Nationalismus von Regierungschef Narendra Modi erinnern sie an den europäischen Faschismus der 30er Jahre. In ihrer Heimat wird sie jetzt als Staatsfeindin beschimpft. Dabei bleibt sich Arundhati Roy mit ihrem Roman selbst treu. Zehn Jahre lang hat sie an diesem provokanten Buch gearbeitet, parallel zu ihrem direkten - oft lautstarken - politischen Engagement. „Als Frau wird man immer gleich als hysterisch bezeichnet, wenn man sich für etwas engagiert", sagt sie. Das kümmere sie nicht. Denn sie kenne „keinen anderen Schriftsteller in Indien, der von so vielen Menschen umarmt wird. Das gibt mir Kraft". Trotz oder gerade wegen aller Kritik: Arundhati Roy liebt ihr Land, und das vermittelt auch ihr Roman.

„ttt" hat Indiens wichtigste Schriftstellerin in der Altstadt von Delhi getroffen.

Außerdem bei „ttt":

„The End of Meat" - Ein aufrüttelnder Dokumentarfilm über die Folgen des Fleischkonsums: „ttt" trifft Regisseur Marc Pierschel, der als Trendsetter seit 15 Jahren auf alle Fleischprodukte verzichtet und den heute niemand mehr für einen esoterischen Spinner hält.

The Circle" - Der prophetische Science-Fiction-Thriller von Dave Eggers über die „smarte Diktatur" kommt ins Kino: „ttt" geht der Frage nach, wie viel Realität die
Science-Fiction-Geschichte schon heute abbildet, und unterhält sich mit dem Internet-Governance-Professor Wolfgang Kleinwächter darüber, wie man dieser dystopischen Vision entkommen kann.

Zeit für gesellschaftliche Zukunftsentwürfe! - Ein Zwischenruf von Richard David Precht: „ttt" hat den Philosophen in Düsseldorf getroffen. Er will den angstgesteuerten Dystopien unserer Zeit etwas entgegen setzen, den Horrorszenarien, die Wirklichkeit werden könnten, wenn ihnen nichts entgegen gesetzt wird.

Der Bilderjäger - Wie der Fotograf Stefan Draschan Beute im Museum macht: „ttt" geht mit Draschan in Berlin auf Fotobeutefeldzug für seine fotografische Trophäensammlung „People matching Artworks".

Moderation: Max Moor, Redaktion: Gitta Severloh und Edith Lange (hr)

www.DasErste.de/ttt

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