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Die News April 18:

Montag, 30. April 18
Jugend jazzt Night im hr-Sendesaal mit dem Landes Jugend Jazz Orchester Hessen
Alle zwei Jahre treffen sich die besten Nachwuchs-Bigbands Deutschlands zur Bundesbegegnung Jugend jazzt. Von 10. bis 12. Mai wird der Nachwuchswettbewerb in Frankfurt ausgetragen. Rund 350 Musikerinnen und Musiker aus ganz Deutschland haben sich in landesweiten Vorentscheiden für diesen Bundeswettbewerb qualifiziert.
Zum Abschluss der 16. Bundesbegegnung Jugend jazzt findet die Jugend jazzt Night mit dem Landes Jugend Jazz Orchester Hessen („Kicks & Sticks“), Claudius Valk (Gastsolist) und dem Gewinner des „Jazzpreises des Deutschen Musikrats“ im hr-Sendesaal statt.


Kicks & Sticks mit Gastsolist Claudius Valk
Foto: Viola Riesner

Ausgewählte Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 16. Bundesbegegnung erhalten die Möglichkeit, als Solisten mit dem Landes Jugend Jazz Orchester Hessen auf einer Bühne zu stehen. Kicks & Sticks präsentiert zusammen mit seiner Vokalgruppe, den Kicks & Sticks Voices, und Claudius Valk ein eigens für die 16. Bundesbegegnung Jugend Jazzt zusammen gestelltes Programm.

Unter der Leitung von Wolfgang Diefenbach präsentieren die besten Nachwuchsjazzer und -sänger Hessens einen Ausschnitt von Arrangements, die von Weltspitze Arrangeuren wie Maria Schneider, Bill Dobbins oder John Clayton speziell für dieses Orchester komponiert oder arrangiert wurden. Bei der handverlesenen Auswahl dieser Exklusiv-Arrangements wird auch Saxophonist Claudius Valk als Gastsolist zu hören sein. Das Jazz-Vocal-Ensemble „Kicks & Sticks Voices“ stellt Originalstücke der New York Voices und von The Real Group mit und ohne Big Band Begleitung vor.
Claudius Valk gewann 2014 den Neuen Deutschen Jazzpreis als bester Solist. Auch in der Band-Wertung war er gemeinsam mit Sebastian Sternal als ‚Sternal & Valk‘ erfolgreich. Seit 2017 ist er Professor für Jazzsaxophon an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und fester Dozent bei den Arbeitsphasen des Landes Jugend Jazz Orchesters Hessen.

Big Band und Kicks & Sticks Voices unter der Leitung von Wolfgang Diefenbach
Junger Jazz made in Germany und zwar auf höchstem Niveau – das wird von Wolfgang Diefenbach seit fast 30 Jahren immer wieder eindrucksvoll bewiesen. Der Dirigent und Arrangeur hat sich der nachhaltigen Förderung junger hochbegabter hessischer Jazzmusiker verschrieben und bietet diesen die Möglichkeit einer professionellen Big Band-Ausbildung. Die Talentschmiede des Hessischen Kulturpreisträgers haben schon mehr als 2.000 Musiker durchlaufen und ihr Können bei Auftritten mit Jazzstars bei bedeutenden internationalen Festivals und auf Tourneen um den ganzen Globus demonstriert. Für einige Mitglieder des Orchesters war die fundierte Jazzausbildung Sprungbrett zur Musikerkarriere. So sind ehemalige Musiker der Band in Berufsorchestern, bei allen Rundfunkorchestern, in freien namhaften Bands und in wichtigen Positionen im Musikgeschäft zu finden. Inzwischen zählt die Band zu den besten Jugend-Jazzorchestern in ganz Europa und hat sich in Sachen Jazz als wichtiger Kulturträger der Bundesrepublik Deutschland und als musikalisches Aushängeschild des Landes Hessen bewährt. Viele Solisten des Orchesters wurden bei den Landes- und Bundeswettbewerben „Jugend jazzt“ mit Preisen ausgezeichnet.
Der hochkarätige musikalische Standard ist in mittlerweile zehn eigenen CD-Produktionen mit internationalen Jazzstars als Gastsolisten sowie in sechs Co-Produktionen dokumentiert. Schon für die erste CD-Einspielung gab es den Preis der Deutschen Schallplattenkritik.
Mit der Gründung der Junior-Band hat Wolfgang Diefenbach einen weiteren Grundstein zur exzellenten Förderung und Ausbildung des hessischen Jazznachwuchses gelegt, indem er schon Jazz-Youngsters von 12 bis 19 Jahren den Weg zur professionellen Jazz- und Big Band-Szene ebnet – eine im Gründungsjahr 2007 übrigens bundesweit einzigartige Konstellation. Bandleader der jungen Ausgabe von Kicks & Sticks ist ein ehemaliges langjähriges Mitglied des Landes Jugend Jazz Orchesters Hessen: Der mit Preisen auf Bundes- und Landesebene hochdekorierte Saxophonist und Musikpädagoge Dr. Holger Fröhlich.
Seit 2010 coacht Wolfgang Diefenbach zusammen mit John Hondorp für die beiden Jazz-Vocal-Ensembles „Kicks & Sticks Voices“ und „Junior-Voices“ auch junge Stimmtalente. Bei Meisterkursen mit den „New York Voices“ und „The Real Group“ sowie Auftritten mit Top Stars wie Dorretta Carter, James Morrison, Dianne Reeves und Dee Dee Bridgewater, beeindrucken die jungen Sänger durch hohes Niveau, unglaubliche Intensität und Präzision.

Jugend jazzt Night:
Samstag, 12. Mai, 20 Uhr
hr-Sendesaal, Frankfurt
mit dem Landes Jugend Jazz Orchester Hessen (Kicks & Sticks, der Vokalgruppe Kicks & Sticks Voices, Claudius Valk (Gastsolist) und dem Gewinner des „Jazzpreises des Deutschen Musikrats“,
Leitung Wolfgang Diefenbach
Die Tickets gibt es über das hr-Ticketcenter: www.hr-ticketcenter.de oder unter 069/ 155-2000
Eintritt: 12 Euro (8 Euro ermäßigt)

www.landesjugendjazzorchesterhessen.de / www.wolfgangdiefenbach.de   

Montag, 30. April 18
Deutscher-Buchpreis-Lesekreise: Jetzt bewerben und Longlist 2018 diskutieren ~ Lesekreise besprechen die Titel des Deutschen Buchpreises / Bis 27. Mai bewerben
Die Longlist gemeinsam erlesen: Zum ersten Mal haben fünf Lesekreise die Chance, offizieller Lesekreis des Deutschen Buchpreises zu werden. Gruppen können sich bis 27. Mai mit einer E-Mail an buchpreis@boev.de bewerben. Die ausgewählten Kreise erhalten nach Bekanntgabe der Nominierungen am 14. August das Longlist-Lesebuch mit Auszügen aus allen 20 Titeln. Sie können dann kostenlos nominierte Titel für ihre Arbeit bestellen.

Bewerben können sich Lese- oder Literaturkreise für Erwachsene, die sich seit mindestens einem Jahr regelmäßig treffen. Weitere Voraussetzung für die Teilnahme: Die Lesekreise erklären sich bereit, bis Weihnachten 2018 zu ihren Aktivitäten rund um die nominierten Titel einen Beitrag zu veröffentlichen. Ob eine Kritik für den Deutscher-Buchpreis-Blog, veröffentlichte Zeitungsartikel, Rezensionen auf der eigenen Website, Posts und Fotos für die Social-Media-Kanäle des Deutschen Buchpreises – die Form der Veröffentlichung steht den Gruppen frei.

Alle Informationen zu den Teilnahmebedingungen und zur Bewerbung sind abrufbar unter: www.deutscher-buchpreis.de/downloads

Ansprechpartnerinnen für die Bewerbung sind Birgit Grundler, Telefon +49 (0) 69 1306-636, und Gunvor Schmidt, Telefon +49 (0) 69 1306-334. Die Bewerbungen inklusive Motivationsschreiben, einer Liste mit den gelesenen Titel der vergangenen zwölf Monate und weiteren Angaben zum Lesekreis sind zu richten an: buchpreis@boev.de

Der Deutsche Buchpreis wird von der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung vergeben. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Informationen zum Deutschen Buchpreis 2018 können Interessierte unter www.deutscher-buchpreis.de abrufen.

Montag, 30. April 18
Die neue Performance PRE:PARARION von Simon Möllendorf beim studioNAXOS ~ am 4. / 5. und 6. Mai 2018 im studioNAXOS ~
Die neue Performance PRE:PARARION von Simon Möllendorf denkt über ein freiwilliges Aussterben der Menschheit nach

Unsere anthropozentrische Sicht auf die Zukunft wird getragen von Prognosen als Herausforderungen: 9,7 Milliarden Menschen die 2050 die Erde bevölkern. 1,7 Erden die die Menschheit im Moment verbraucht. Eine Milliarde Menschen die trotzdem hungern. Konflikte um die Verteilungsgerechtigkeit und Ressourcen die immer wahrscheinlicher werden.

Diese Prognosen verlangen Veränderung, für die die Privilegierten nur bereit sind, wenn sie nicht den Wegfall der eigenen sozialen und kulturellen Annehmlichkeiten bedeuten. Für den Ernstfall bereitet das veränderungsresistente Wesen den Rückzug vor, um sich abzukapseln und abzuschotten gegen die Katastrophen von außen – Prepping. Um langfristig nicht nur das eigene Leben, sondern das Überleben der Menschheit sicherzustellen.

Gegen diese Sicherung des Status quo steht die Bereitschaft, jetzt das Aussterben einzuleiten: Voluntary Human Extinction, die unsere vermeintliche biologische Bestimmung der Generationenfortfolge unterbricht zum Wohle aller bereits Lebenden.

Gemeinsam mit den drei Tänzerinnen Raimonda Gudaviciute, Annekatrin Kiesel und Sanna Lundström, untersucht Möllendorf diese konträren Positionen in unterschiedlichen Settings in der Naxoshalle, die uns von einem Bunker vermeintlicher Prepper zu einer zerfallenen Industrieruine führen. Sie konfrontieren das Publikum mit einer Sehnsucht nach Befreiung von einem ewigen Kreislauf, und der Schmerzhaftigkeit, sich der im Grunde befriedigenden Beruhigung – das Überleben über das eigene Dasein hinaus zu verlängern und vervielfältigen – zu entziehen.

Performance: Raimonda Gudaviciute, Annekatrin Kiesel, Sanna Lundström
Regie: Simon Möllendorf
Dramaturgie: Caroline Rohmer
Bühne: Nils Wildegans
Regie- und Bühnenbildassistenz: Andreas Jahncke

Vorstellungen: 4./5./6. Mai 2018, jeweils um 21 Uhr

Ort: studioNAXOS, Waldschmidtstraße 19, 60316 Frankfurt
Karten reservieren unter: www.studionaxos.de

Montag, 30. April 18
Deutsche Erstaufführung des Liederzyklus nach Texten von Henry David Thoreau
Oliver Augst hat für die FESTSPIELE IM WALDE einen kleinen Liederzyklus nach Texten von Henry David Thoreau komponiert, der, auch von ihm vorgetragen, im Rahmen von vier Veranstaltungen in Frankfurt seine Deutsche Erstaufführung erleben wird (siehe auch Meldung vom 3. April 18).

Friedmann/Augst/Schmucki präsentierend die Festspiele im Walde: Neue Texte und Töne zu Henry David Thoreaus Tagebüchern
sprechen - singen - Töne basteln

„Solange Thoreau gefeiert wird, ist Amerika nicht verloren, sondern quicklebendig“ schreibt die NZZ anlässlich dessen 200. Geburtstags auf die gegenwärtige amerikanische Regierung anspielend. Amerika feiert den eigenwilligen Dichter, Aussteiger, Mystiker, Natur- und Alltagsphilosoph, der das unablässige Business mit einem Verbrechen vergleicht, der für den zivilen Ungehorsam von Gandhi und Martin Luther King zum Vorbild wird, der sich als Aussteiger in eine Waldhütte zurückzieht und dort Weltliteratur schreibt und der im herbstlichen Wald Nüsse sammelt, um sie an Winterabenden zu knacken.

Mit neuen Texten und Tönen aktualisieren Komponistin Schmucki, Sänger Augst und Autor Friedmann Thoreaus Wertschätzung des alltäglichen Lebens. Während Augst einen Tagebucheintrag aus dem Jahre 1858 als Rezitativ singt und Schmucki ein Eichhörnchen im Laub rascheln lässt, fragt Friedmann: „Wenn ich einen Geldautomat zwei Tage lang beobachte, zeigt sich mir dann ein tieferer Sinn? Wenn ich einen Geldautomat drei Tage lang beobachte, warum werde ich dann verhaftet? “ 

Reto Friedmann: sprechen
Oliver Augst: singen
Annette Schmucki: Töne basteln

Do. 3. Mai 2018, 20:00 Uhr, Gallus Theater (im Foyer), Kleyerstraße 15, 60326 Frankfurt am Main, www.gallustheater.de
Fr. 4. Mai 2018, 20:00 Uhr, Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, 60313 Frankfurt, www.club-voltaire.de, www.kunstgesellschaft.de 
Sa. 5. Mai 2018, 20:00 Uhr, Klapperfeld, ehemaliges Polizeigefängnis, Klapperfeldstraße 5, 60313 Frankfurt, www.klapperfeld.de
So. 6. Mai 2018, 11:00, Schutzhütte am Jacobiweiher, Steinweg, Stadtwald Frankfurt (Straßenbahn-Haltestelle: Oberschweinstiege) - Eintritt frei

Samstag, 28. April 18
Die neue Spielzeit 2018/19 am Theater Krefeld und Mönchengladbach ~ „Die Anderen in uns“: Michael Grosse und sein Leitungsteam haben den neuen Spielplan vorgestellt
In der Spielzeit 2018/19 werden den Zuschauern am Gemeinschaftstheater Krefeld und Mönchengladbach spannende neue Geschichten erzählt. „Wir beschäftigen uns in dieser Spielzeit sehr intensiv mit den Anderen in uns“, fasste Generalintendant Michael Grosse bei der Vorstellung des neuen Spielplans für 2018/19 die Ausrichtung der künstlerischen Projekte des Gemeinschaftstheaters zusammen. Mit „uns“ sei das Ensemble gemeint, erläuterte er und machte noch einmal deutlich, „welchen Reichtum so ein Ensemble-Theater hat, wie wir es pflegen.“


Spielzeitpräsentation des Theater Krefeld und Mönchengladbach
© Stutte

Die Ensembles der einzelnen Sparten bekommen in der neuen Saison wieder viele spannende Aufgaben. Alleine zwölf musikalische Produktionen, davon sechs Neuinszenierungen (darunter auch Erst- oder Uraufführungen), wird das Musiktheater unter der Leitung von Operndirektor Andreas Wendholz auf die Bühne bringen.

Die Spielzeit 2018/19 wird im Theater Krefeld am 23. September mit einer ganz besonderen „Zauberflöte“ eröffnet: Regisseur Kobie van Rensburg arbeitet dafür erneut mit seiner Blue-Screen-Technik, die dem Publikum am Niederrhein schon viele Aufsehen erregende High-Tech-Inszenierungen, zuletzt Rossinis „Barbier von Sevilla“, beschert hat. Van Rensburg schickt seine Sänger auf eine turbulente Reise in andere Galaxien und bedient sich großzügig bei Science-Fiction-Klassikern wie „Star Wars“, „Captain Future“ oder „Kampfstern Galactica“.

Das Schauspiel hat sich für die Spielzeiteröffnung in Mönchengladbach gleich ein Mammutprojekt vorgenommen: Am 15. September feiert Bulgakows „Der Meister und Margarita“ Premiere, für die Bühne von der armenischen Künstlerin Zara Antonyan bearbeitet. „Mit ihr haben wir uns eine  Regisseurin ans Haus geholt, die einen direkteren biografischen Zugang zu diesem Stoff hat“, sagt Schauspieldirektor Matthias Gehrt. Für „Der Meister und Margarita“ hat Gehrt seinem Ensemble mehr Proben als sonst eingeräumt, schließlich sei die Arbeit an diesem Riesenwerk äußerst umfangreich. „Von der Unterbühne bis zum Bühnenturm wird da alles eingesetzt“, macht er die Dimension des Projekts deutlich. Insgesamt kann sich das Publikum des Zwei-Städte-Theaters auf neunzehn Schauspielpremieren und zahlreiche Wiederaufnahmen – darunter auch die erfolgreiche Fußball-Revue „Wir sind Borussia“ – freuen.

Die erste Ballettpremiere der neuen Spielzeit findet am 20. Januar 2019 statt: Ballettdirektor Robert North nennt seinen neuen Abend „Souvenirs aus West und Ost“ und hat darin viele eigene Erinnerungen auf witzige, lebensfrohe, poetische oder nachdenkliche Weise in Choreografien umgesetzt. So fließt unter anderem seine biografische Station im Moskau und St. Petersburg der 1990er Jahren ein, einer hoffnungsvollen Zeit des Aufbruchs. Die Compagnie von Robert North feiert in 2018/19 mit sechs Ballettabenden Premiere.

Generalmusikdirektor Mihkel Kütson stellt den neuen Konzertspielplan und das Konzertjahresheft am Donnerstag, den 3. Mai vor.

In der Weihnachtszeit wird das Theater Krefeld „Der Sängerkrieg der Heidehasen“ nach James Krüss spielen, in Mönchengladbach dürfen sich Schulklassen und Familien auf die Kinderoper „Der Räuber Hotzenplotz“ nach dem Kinderbuch-Hit von Otfried Preußler freuen.

Der Vorverkauf für alle Freiverkaufsvorstellungen der Spielzeit 2018/2019 startet am Mittwoch, den 2. Mai sowohl online unter www.theater-kr-mg.de  als auch an den Theaterkassen. Auch diejenigen, die sich für ein Abonnement interessieren, können sich an der Theaterkasse beraten lassen. Das Spielzeitheft liegt ab sofort in den Foyers des Theaters und kurz darauf auch in allen bekannten Vorverkaufsstellen aus. Auf der Theaterhomepage www.theater-kr-mg.de ist das Heft als Download verfügbar.

Die Premieren in der Spielzeit 2018/19 am Theater Krefeld und Mönchengladbach:

Musiktheater:

KR 23.09.2018 Die Zauberflöte, Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
KR 13.10.2018 Die Faschingsfee, Operette von Emmerich Kálmán
KR 11.11.2018 Hänsel und Gretel, Märchenoper von Engelbert Humperdinck
KR 26.01.2019 Die Gespräche der Karmeliterinnen, Oper von Francis Poulenc
KR 12.04.2019 Nabucco, Oper von Giuseppe Verdi
KR 12.05.2019 Der goldene Drache, Oper von Peter Eötvös
MG 24.11.2018 Hamlet, Oper von Ambroise Thomas
MG 01.12.2018 Otello darf nicht platzen, Musical von Peter Sham und Brad Carroll
MG 09.02.2019 Let´s Stop Brexit! Musikrevue von Ulrich Proschka
MG 23.03.2019 Boris Godunow, Oper von Modest Mussorgskij
MG 15.06.2019 Orpheus in der Unterwelt, Operette von Jacques Offenbach

Ballett:
KR 20.10.2018 Souvenirs aus West und Ost, Ballettabend von Robert North
KR 27.01.2019 Choreografie Werkstatt 18/19, Junge Choreografen stellen sich vor
KR 09.03.2019 Living in America, Ballettabend von Robert North
MG 22.09.2018 Nachtvariationen (UA) / Für meine Tochter / Boléro, Ballettabend von Robert North
MG 02.12.2018 Choreografie Werkstatt 18/19, Junge Choreografen stellen sich vor
MG 04.05.2019 Farben der Welt (UA), Ballettabend von Robert North

Schauspiel:
KR 21.09.2018 Wer kann die Wahrheit nackend sehn? Soloabend mit Michael Grosse
KR 28.09.2018 Schwester von, von Lot Vekemans
KR 29.09.2018 Antigone, Tragödie von Sophokles
KR 23.10.2018 Warum Heinz mit Erhardt lacht, Soloabend mit Michael Ophelders
KR 01.12.2018 Himmel über Paris, eine musikalische Odyssee von Lothar Kittstein
KR 07.12.2018 Die Hamletmaschine, von Heiner Müller
KR 16.02.2019 Tartuffe, von Molière
KR 22.03.2019 Everything Beautiful – Für immer schön, von Noah Haidle
KR 16.06.2019 Szenen einer Ehe, von Ingmar Bergman
MG 15.09.2018 Der Meister und Margarita, von Zara Antonyan nach Michail Bulgakow
MG 06.10.2018 Monty Pythons’s SPAMALOT, Musical von John Du Prez und Eric Idle
MG 27.10.2018 Deine Liebe ist Feuer, von Mudar Alhaggi
MG 19.12.2018 Das Tagebuch der Anne Frank, Theater-Monolog von Ulrich Cyran
MG 19.01.2019 Die Räuber, von Friedrich Schiller
MG 15.02.2019 Wer hat Angst vor Virginia Woolf? von Edward Albee
MG 06.04.2019 Jin Jiyan – Der Aufbruch, Stückentwicklung von Anina Jendreyko
MG 13.04.2019 Leonce und Lena, von Georg Büchner
MG 17.05.2019 Himmel über Paris, eine musikalische Odyssee von Lothar Kittstein
MG 14.06.2019 Tschick, von Wolfgang Herrndorf, Bühnenfassung von Robert Koall

Jugendclub:
KR Juni 2019 Wie es euch gefällt, Eigenproduktion des Jugendclubs Krefeld
MG 24.06.2018 Mundanear, Tanz-Theaterproduktion des Jugendclubs Mönchengladbach

Weihnachtsmärchen:
KR 04.11.2018 Der Sängerkrieg der Heidehasen, Kinderstück von James Krüss
MG 28.10.2018 Der Räuber Hotzenplotz, Kinderoper von Andreas N. Tarkmann

Wiederaufnahmen:
KR 14.12.2018 Die Macht des Gesanges, Deutsche Balladen
KR 10.02.2019 Die drei Schweinchen, Puppentheater für Kinder ab 3 Jahre
KR 26.02.2019 Novecento – Die Legende vom Ozeanpianist, von Allessandro Baricco
KR 12.03.2019 Mondlicht und Magnolien, Komödie von Ron Hutchinson
KR 07.04.2019 Die Froschprinzessin, Puppentheater für Kinder ab 4 Jahre
KR 12.05.2019 Der Kleine Prinz, Puppentheater für Kinder ab 6 Jahren
KR 02.06.2019 Zwerg Nase, Puppentheater für Kinder ab 6 Jahren
MG 28.09.2018 Nabucco, Oper von Giuseppe Verdi
MG 13.10.2018 Mondlicht und Magnolien, Komödie von Ron Hutchinson
MG 16.10.2018 Der Kontrabass, von Patrick Süskind
MG 30.10.2018 Novecento – Die Legende vom Ozeanpianisten , von Allessandro Baricco
MG 23.11.2018 Deutschland ein Wintermärchen, Michael Grosse spricht Heinrich Heine
MG 12.01.2019 Wir sind Borussia, Revue von Martin Maier Bode und Tobias Wessler (UA)
MG 13.01.2019 Die drei Schweinchen, Puppentheater für Kinder ab 3 Jahre
MG 03.03.2019 Die Froschprinzessin, Puppentheater für Kinder ab 4 Jahren
MG 28.04.2019 Der Kleine Prinz, Puppentheater für Kinder ab 6 Jahren
MG 16.06.2019 Zwerg Nase, Puppentheater für Kinder ab 6 Jahren

Sonderveranstaltungen:
KR 07.12.2018 Operngala, Die verrückte Welt der Oper
KR 30.03.2018 Theaterball
MG 09.12.2018 Operngala, Die verrückte Welt der Oper
MG 30.05.2018 Kulturmarkt Mönchengladbach

Samstag, 28. April 18
ABBA melden sich mit zwei neuen Songs zurück
Die legendäre schwedische Band ABBA stand im Studio und nahm zwei neue Songs auf. “Wir kamen zusammen und es fühlte sich an, als hätte die Zeit still gestanden”, schrieb die Band in ihrer Ankündigung. Agnetha, Benny, Björn und Anni-Frid sind damit nach etwa 35 Jahren zurück mit neuer Musik. “Eine sehr freudige Erfahrung”, beschreibt die Band ihre Aufnahmen.
ABBA als Avatare: TV–Performance des neuen Songs “I Still Have Faith In You” im Dezember 2018
Diese freigesetzten Energien bringen eine weitere Besonderheit hervor: Einer der beiden neuen ABBA–Songs – “I Still Have Faith In You” – wird in einer Fernsehsendung von Avataren, also lebensgetreuen Computeranimationen der Bandmitglieder, gespielt. Die Ausstrahlung der Sendung sei im Dezember 2018 von NBC und BBC geplant.


www.universal-music.de/abba

Samstag, 28. April 18
Die neue Spielzeit 2018.19 am MiR!
(lifePR) - Das Gelsenkirchener Musiktheater im Revier freut sich, den neuen Spielplan für die Saison 2018.19 vorstellen zu können.
Mit zahlreichen Highlights und altbewährten Klassikern werden wieder Geschichte(n) geschrieben.

In der kommenden Saison feiert das Musiktheater im Revier den 100. Geburtstag des Ausnahmekünstlers Leonard Bernstein mit der großen, spartenübergreifenden Produktion MASS. Für die Eröffnungspremiere konnte der international gefragte Choreograf Richard Siegal zur Umsetzung gewonnen werden. Mit dem RHEINGOLD ist wieder eine große Wagner-Oper in der Regie von Hausherrn Michael Schulz zu erleben und mit DIE KÖNIGSKINDER eine eher selten gespielte Oper von Engelbert Humperdink zu entdecken. Das Ballett im Revier entführt mit dem SOMMERNACHTSTRAUM in fantastische Welten und verzaubert bei der beim Publikum und Presse gefeierten Steampunk-Oper KLEIN ZACHES, GENANNT ZINNOBER.

Der reguläre Vorverkauf für alle Vorstellungen der neuen Saison beginnt am 15. Mai 2018. Der Verkauf von Abonnements ist schon ab sofort möglich.
Theater bedeutet Leidenschaft, ob vor, auf oder hinter der Bühne. Diese Leidenschaft beizubehalten und zu teilen bleibt stets das oberstes Ziel des Musiktheater im Revier.

www.musiktheater-im-revier.de

Samstag, 28. April 18
Ausschreibungsstart beim 13. JUNGE OHREN PREIS ~ PROGRAMM-Kategorie erstmals mit Themenschwerpunkt „Diversity“ und vereinfachtes Vorschlagsverfahren für personenbezogene Kategorie CHARAKTER
Der renommierte Musikvermittlungswettbewerb JUNGE OHREN PREIS startet seine 13. Ausschreibung. Ab sofort ist das Online-Bewerbungsverfahren auf der frisch gelaunchten Webseite www.jungeohrenpreis.de zugänglich. Mit seinem Motto „Ausgezeichnetes für junge Ohren“ spürt der JUNGE OHREN PREIS herausragende Beispiele der Musikvermittlung im gesamten deutschsprachigen Raum auf und gilt als anerkannte Instanz auf diesem Gebiet. Erstmals setzt der Wettbewerb auf einen Themenschwerpunkt und fokussiert auf Programme zum Thema „Diversity“.
 
Ab sofort sucht der JUNGE OHREN PREIS die besten Programme für neues Publikum im gesamten deutschsprachigen Raum. Es ist die 13. Ausschreibung des Wettbewerbs, der in zwei Kategorien die besten Formate und herausragende Persönlichkeiten im Feld Musikvermittlung prämiert.
Innovation und Nachhaltigkeit sind die zentralen Marker der Kategorie PROGRAMM. Denn nur die kontinuierliche und professionell aufgestellte Vermittlungsarbeit trägt dazu bei, Musik im gesellschaftlichen Leben zu verankern. Neu ist die thematische Fokussierung, die den JUNGE OHREN PREIS in den nächsten Jahren prägen wird.
Die 13. Ausschreibung legt dabei den Schwerpunkt auf den Aspekt „Diversity“. Gesucht sind Programme, die Menschen im gemeinsamen musikalischen Tun miteinander in Verbindung bringen, unabhängig von Alter, Geschlecht, kulturellem oder sozialem Hintergrund. In dieser Kategorie sind Vorschläge und Eigenbewerbungen möglich. In den kommenden beiden Jahren sollen „Musikvermittlung für Erwachsene“ und „ländlicher Raum“ die inhaltliche Akzentuierung darstellen.
In der Kategorie CHARAKTER sucht der JUNGE OHREN PREIS herausragende Persönlichkeiten und kreative Köpfe der Musikvermittlung. Das Vorschlagsverfahren ist denkbar einfach: Es genügt die Angabe einer Person mit einer kurzen Empfehlung. Eine Eigenbewerbung für die Kategorie CHARAKTER ist nicht möglich.
Für beide Kategorien sind vorschlagsberechtigt: Teilnehmer/innen und Mitglieder des netzwerk junge ohren e.V. sowie Mitglieder und/oder Mitarbeiter/innen von überwiegend öffentlich finanzierten professionellen Orchestern und Rundfunk-Klangkörpern aus Deutschland, Schweiz, Österreich und Luxemburg.
Die Frist für Vorschläge und Bewerbungen läuft ab sofort und bis zum 30. September 2018 per Online-Verfahren über die Webseite www.jungeohrenpreis.de.
Die Preisträger/innen werden in einer feierlichen Preisverleihung im November 2018 bekanntgegeben. Das Rahmenprogramm um den Festakt bietet Musikprofis ein lebendiges Forum mit Konzerten, Nominiertenbörse und Konferenz zum fachlichen und kreativen Austausch.
Der 13. JUNGE OHREN PREIS wird gefördert durch die Gesellschaft für die Verwertung von Leistungsschutzrechten GVL. Medienpartner sind Deutschlandfunk Kultur, die neue musikzeitung und die Zeitschrift „das Orchester“.

www.jungeohrenpreis.de   

Samstag, 28. April 18
Gute Nachrichten für das Berliner RADIALSYSTEM V
Das Berliner Abgeordnetenhaus stimmte heute mit großer Mehrheit für den Ankauf der Immobilie an der Holzmarktstraße durch das Land Berlin - 2006 unter dem Namen RADIALSYSTEM V eröffnet und international als modellhafte interdisziplinäre Plattform u.a. für neue Konzertformate, Musiktheater, Zeitgenössischen Tanz und als Ankerinstitution der Freien Szene bekannt. Als Mieter und Betreiber des bislang in privatem Besitz befindlichen Hauses bedeutet das für uns einen großen Schritt, um den "Dialog der Künste" gesichert in die Zukunft führen zu können.
 
Für diese kulturpolitisch wegweisende Entscheidung danken wir dem Berliner Abgeordnetenhaus, dem Kultursenator Klaus Lederer und seiner Verwaltung sehr herzlich. Unser Dank gilt auch den vielen Ensembles, Künstlerinnen und Künstlern, mit denen wir gemeinsam unser Profil entwickelt haben und die das Programm des RADIALSYSTEM V fortlaufend mitgestalten.
 
Unabhängig vom Immobilienerwerb freuen wir uns über die bereits im Dezember im Rahmen des Doppelhaushaltes 2018/19 erstmalig beschlossene infrastrukturelle Förderung, die ausschließlich den künstlerischen Projekten zu Gute kommt.
 
12 Jahre nach Gründung des RADIALSYSTEM V wird es darüber hinaus zum Sommer einen Wechsel in der Verantwortlichkeit der künstlerischen Programmgestaltung geben: Dr. Bettina Sluzalek, die bislang gemeinsam mit den Gründungsgesellschaftern Jochen Sandig und Folkert Uhde die Künstlerische Leitung gebildet hat, möchte sich neuen Aufgaben zuwenden. Wir freuen uns sehr, dass der Kurator und Dramaturg Matthias Mohr ab 1. Juli 2018 die Programmleitung übernehmen wird. Jochen Sandig und Folkert Uhde gestalten das RADIALSYSTEM V und seine Programme auch in Zukunft als Impulsgeber mit Projekten und Ideen maßgeblich mit.
 
Matthias Mohr ist ein ausgewiesener Experte für Musiktheater und Tanz. Als Teil des Programmteams der Ruhrtriennale 2012-2014 und als Dramaturg zahlreicher Musiktheater-Produktionen verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Komponisten und Theatermacher Heiner Goebbels. Er war Mitglied der Auswahljury für die Tanzplattform in Deutschland 2018 und ist noch bis Ende Juni als Dramaturg bei PACT Zollverein in Essen mit kuratorischem Schwerpunkt in den Bereichen Zeitgenössischer Tanz und Performance tätig.
 
Matthias Mohr: "Ich beobachte das Radialsystem seit Jahren als einen Ort für den Dialog künstlerischer Disziplinen und unterschiedlicher Wissensformen. Das Radialsystem begreift Diversität als produktive Kraft und erforscht Formen des Gemeinsamen. Ich freue mich darauf, meine Erfahrungen aus verschiedenen internationalen Produktionszusammenhängen, nicht zuletzt aus der Freien Szene, in das wunderbare Team des Hauses einzubringen und diesen außergewöhnlichen Freiraum für das künstlerische Experiment zu stärken."

www.radialsystem.de

Samstag, 28. April 18
Ein ZDF-Fernsehkommissar als orientalischer Herrscher: Peter Ketnath komplettiert die Besetzung der Opernproduktion „Die Entführung aus dem Serail“ bei den Schlossfestspielen Zwingenberg
Zwingenberg. Der ZDF-Fernsehkommissar Peter Ketnath wird bei den diesjährigen Schlossfestspielen Zwingenberg die Rolle des orientalischen Herrschers Bassa Selim in dem Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ von Wolfgang Amadeus Mozart übernehmen. Dies gab heute Intendant Rainer Roos bekannt. Die Besetzung der Opernproduktion ist damit komplett.

Peter Ketnath
Einem großen Publikum durch seine Rolle in der ZDF-Serie „SOKO Stuttgart“ bekannt: der Schauspieler Peter Ketnath
Foto: Luis Zeno Kuhn

„Peter Ketnath war die Traumbesetzung unseres Regisseurs Michael Gaedt für diese Rolle. Er passt perfekt in sein Regiekonzept und ich bin überglücklich, dass ein so exzellenter und brillanter Schauspieler unsere Festspiele mit seiner Mitwirkung auszeichnet", sagt Roos. Ketnaths Figur, in der Oper angelegt als reine Sprechrolle, ist eine der zentralen des Stückes, da Bassa Selim zunächst als mächtiger Herrscher auftritt, letztendlich aber selbstlos auf die Ausübung seiner Macht verzichtet.

Der international erfahrene Schauspieler Ketnath spielt seit 2009 in der ZDF-Serie „SOKO Stuttgart“ den Kriminalhauptkommissar Joachim „Jo“ Stoll. „Ich freue mich sehr auf den Sommer in der schönen landschaftlichen Umgebung von Zwingenberg. Erstmalig als Schauspieler in einer Oper mitzuwirken ist eine wunderbare Aufgabe, auf die ich schon sehr gespannt bin“, so Ketnath zu seinem Engagement.

Peter Ketnath wurde 1974 in München geboren und nahm dort zunächst Schauspielunterricht, bevor er sich in New York weiterqualifizierte. Außerdem studierte er Filmwissenschaften, Philosophie und Psychologie in Berlin. Seine erste Hauptrolle spielte Ketnath 1996 in Joseph Vilsmaiers Kinofilm „Und keiner weint mir nach“. Nach Stationen in Hamburg und Barcelona lebte er von 2003 bis 2007 größtenteils in Brasilien, wo er erfolgreich als Schauspieler arbeitete. 2008 besetzte Vilsmaier ihn erneut in „Die Geschichte vom Brandner Kaspar“. In Deutschland ist Ketnath zudem durch Rollen in „Derrick“, „Der letzte Zeuge“, „Die Manns“ und im „Tatort“ bekannt geworden. Ketnath lebt in Stuttgart und Berlin.

„Die Entführung aus dem Serail“, eines der bekanntesten Stücke der Opernliteratur, kommt am 26., 28. und 29. Juli zur Aufführung. Karten gibt es unter www.schlossfestspiele-zwingenberg.de und bei den Touristeninformationen in Mosbach, Eberbach, Buchen, Walldürn, Bad Rappenau und im Kartenshop der DiesbachMedien in Weinheim. Auf der Webseite der Festspiele, dem Facebook-Auftritt wie auch bei allen Vorverkaufsstellen gibt es zudem ausführliche Hintergrundinformationen.

Samstag, 28. April 18
Gärtnerplatztheater München: Vorschau Spielzeit 2018/2019
Gestern Vormittag hat Staatsintendant Josef E. Köpplinger zusammen mit Chefdirigent Anthony Bramall und Ballettdirektor Karl Alfred Schreiner auf der Pressekonferenz des Staatstheaters am Gärtnerplatz im neu erbauten Orchesterprobensaal das Programm der Saison 2018|2019 präsentiert.


Ballettdirektor Karl Alfred Schreiner, Staatsintendant Josef E. Köpplinger, Chefdirigent Anthony Bramall
© Christian POGO Zach

Als Eröffnungspremiere zeigt das Gärtnerplatztheater Gottfried von Einems Oper DANTONS TOD in der Inszenierung von Günter Krämer und unter der musikalischen Leitung von Chefdirigent Anthony Bramall. Das erbarmungslose Drama Georg Büchners bot dem österreichischen Komponisten Gottfried von Einem eine ideale Möglichkeit, sich mit faschistischen Herrschaftsstrukturen auseinanderzusetzen und ein packendes und verstörendes Werk zu schaffen.

Im Auftrag des Gärtnerplatztheaters bringen Komponist Wilfried Hiller und Textdichter Wolfgang Adenberg Michael Endes berühmten Märchenroman MOMO als Musiktheater in 18 Bildern auf die Bühne. Der Chansonnier und Musikkabarettist Thomas Pigor verwandelt den satirischen Erfolgs-Roman DREI MÄNNER IM SCHNEE von Erich Kästner als Auftragswerk des Staatstheaters am Gärtnerplatz in eine skurril-spritzige Revueoperette, Regie führt Staatsintendant Josef E. Köpplinger. Das Expeditionsballett ATLANTIS von Ballettdirektor Karl Alfred Schreiner gründet auf der Vorstellung zweier Welten und zweier unterschiedlicher Bilder: die Welt der Menschen sowie das fantastische Reich der Atlantis-Bewohner. Für die choreografische Uraufführung von ROMEO UND JULIA mit der Musik von Sergej Prokofjew konnte die Choreografin Erna Ómarsdóttir gewonnen werden.


Gärtnerplatztheater München: Spielzeitpräsentation 2018/2019
© Christian POGO Zach

Im REPERTOIRE werden Highlights aus Oper, Operette, Musical und Tanz gezeigt. Spielzeitpremiere im Gärtnerplatztheater feiern die Oper LILIOM von Johanna Doderer, Henry Purcells Semi-Oper KING ARTHUR, die Konzertante Aufführung DIE PERLENFISCHER von Georges Bizet und das umjubelte märchenhaft-fantastische Musical TSCHITTIT TSCHITTI BÄNG mit dem fliegenden und schwimmenden Wunderauto. Die kultige Dancesoap MINUTEMADE ist wieder im Programm.

Das JUNGE GÄRTNERPLATZTHEATER präsentiert die Uraufführung WAS MACHT MAN MIT EINER IDEE? als Musiktheater mobil nach dem Kinderbuch von Kobi Yamada und Mae Besom und die Produktion der Gärtnerplatz Jugend FRIDA KAHLO.

Zu Gast am Gärtnerplatztheater sind die WIENER COMEDIAN HARMONISTS mit ihrer einzigartigen Mischung aus Berliner Witz und Wiener Charme, die sechs jungen Musiker des LOUIE’S CAGE PERCUSSION-Ensembles mit ihrem Programm »Sketchbook« mit Musik aus der Klassik, Jazz, elektronischer Musik und Schauspiel und die österreichischen Musikkabarettisten PAUL PIZZERA & OTTO JAUS mit »unerhört solide«.

Spielzeit 2018 | 2019, PREMIEREN:
DANTONS TOD
(Oper), Musik von Gottfried von Einem, Libretto frei nach Georg Büchner eingerichtet von Boris Blacher und Gottfried von Einem, in deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln, Premiere 11. Oktober 2018
Choreografische Uraufführung: ROMEO UND JULIA (Ballett), von Erna Ómarsdóttir, nach der gleichnamigen Tragödie von William Shakespeare, Musik von Sergej Prokofjew, Premiere 22. November 2018
Uraufführung: MOMO (Musiktheater in 18 Bildern), von Wilfried Hiller und Wolfgang Adenberg, nach dem Märchenroman von Michael Ende, Auftragswerk des Staatstheaters am Gärtnerplatz, in deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln, Premiere 16. Dezember 2018
Uraufführung: DREI MÄNNER IM SCHNEE (Revueoperette), von Thomas Pigor, nach dem Roman von Erich Kästner, Musik von Konrad Koselleck, Christoph Israel, Benedikt Eichhorn und Thomas Pigor, Auftragswerk des Staatstheaters am Gärtnerplatz, Premiere 31. Januar 2019
LA BOHÈME (Oper), Musik von Giacomo Puccini, Libretto von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa, nach »Scènes de la vie de bohème« von Henri Murger, in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln, Premiere 28. März 2019
ON THE TOWN (Musical), Musik von Leonard Bernstein, Buch von Betty Comden und Adolph Green, nach einer Idee von Jerome Robbins, Deutsch von Claus H. Henneberg in Zusammenarbeit mit John Neumeier, Songs in englischer Originalsprache, in Kooperation mit dem Theater St. Gallen, Premiere 26. April 2019
L’HEURE ESPAGNOLE (Die spanische Stunde/Musikalische Komödie), Musik von Maurice Ravel, Libretto von Franc-Nohain, in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln, Premiere 28. April 2019
DER JUNGE LORD (Komische Oper), Musik von Hans Werner Henze, Libretto von Ingeborg Bachmann, nach einer Parabel aus »Der Scheik von Alessandria und seine Sklaven«, von Wilhelm Hauff, in deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln, Premiere 23. Mai 2019
Uraufführung: ATLANTIS (Ein Expeditionsballett), von Karl Alfred Schreiner, Premiere 7. Juni 2019

LIEDERABENDE
»Von Einem und Anderen« ~ Lieder von Gottfried von Einem, Victor Ullmann u. a., mit Anna-Katharina Tonauer, Christoph Seidl und Oleg Ptashnikov: 3. Oktober 2018
»Spätromantische Träume« ~ Lieder und Klavierstücke von Sergej Rachmaninow und amerikanischen Komponisten, mit Jennifer O’Loughlin, Ekaterina Tarnopolskaja und Oleg Ptashnikov: 23. November 2018
»Winterreise« ~ Franz Schubert »Winterreise« op. 89, D 911, mit Christoph Filler und Anke Schwabe: 12. Dezember 2018
»Das kommt mir Spanisch vor!« ~ Ein echt spanischer Lieder-Nachmittag, mit Elaine Ortiz Arandes, Juan Carlos Falcón und Ekaterina Tarnopolskaja: 27. Januar 2019
»Sweeter Than Roses« ~ Englische Lieder von Henry Purcell, mit Frances Lucey und Bo Price: 12. Marz 2019
»Send in the Clowns« ~ Große Songs aus den Werken Stephen Sondheims, mit Susanne Seimel und Anke Schwabe: 10. April 2019
»Vive l’amitié – es lebe die Freundschaft!« ~ Lieder deutscher Komponisten wie Franz Schubert und Johannes Brahms treffen auf ihre französischen Pendants von Gabriel Fauré und Claude Debussy, mit Valentina Stadler und Daniel Heide: 22. Mai 2019
»Gipfeltreffen der Titanen« ~ Liedvertonungen berühmter literarischer Vorlagen von Hugo Wolf, Benjamin Britten, Johannes Brahms und Franz Liszt, mit Matija Meic und Bo Price: 17. Juni 2019

SINFONISCHE LYRIK Konzerte in Wort und Ton
Hector Berlioz »Symphonie fantastique«: 1. März 2019
Franz Liszt »Faust-Sinfonie«: 19. Juli 2019
Neujahrskonzert 2019 »Buon anno a Venezia« – »Frohes neues Jahr in Venedig«: 1. Januar 2019
Barockkonzert »Viva Vivaldi«: 23. Juni 2019 und 28. Juni 2019
Finalissimo ~ Das Beste zum Schluss!: 25. Juli 2019

www.gaertnerplatztheater.de   

Samstag, 28. April 18
3. Internationale Musikfest Hamburg: »Utopie« wird Wirklichkeit
Gestern startete das 3. Internationale Musikfest Hamburg unter dem Motto »UTOPIE« - Bis 30. Mai finden 63 Konzerte mit 41 Programmen statt. Für einige Konzerte gibt es noch Karten.
Das 3. Internationale Musikfest Hamburg steht unter dem Motto »Utopie« und wurde am gestrigen Freitag, den 27. April, nach einem Festakt vor geladenen Gästen und einer Festansprache zum Thema »Utopie« von Konrad Paul Liessmann (Wien) mit der ersten von drei ausverkauften Aufführungen der »Missa solemnis« von Ludwig van Beethoven eröffnet. Die Solisten sind Genia Kühmeier (Sopran), Stefanie Irányi  (Alt, für die erkrankte Wiebke Lehmkuhl), Andrew Staples (Tenor) und Georg Zeppenfeld (Bass). Es musizieren das NDR Elbphilharmonie Orchester sowie die Chöre des NDR und des Bayerischen Rundfunks. Die Leitung hat Thomas Hengelbrock, Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters.

In den folgenden fünf Wochen finden 62 weitere Konzerte mit 41 unterschiedlichen Programmen an mehreren Spielorten in Hamburg statt. Neben der Elbphilharmonie sind dies die Hauptkirche St. Katharinen, Kampnagel, die Laeiszhalle, das Mehr! Theater am Großmarkt, der resonanzraum St. Pauli und die Zinnschmelze. Dem Schaffen des visionären Komponisten Karlheinz Stockhausen (1928 – 2007) widmet das Musikfest insgesamt 13 Konzerte mit neun verschiedenen Programmen. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Auszüge aus »Donnerstag aus LICHT«, die unter der Leitung von Peter Eötvös auf Kampnagel zu erleben sind, sowie »Gruppen«, ein großformatiges Raumklangwerk für drei Orchester im Mehr! Theater am Großmarkt mit dem Radio-Symphonieorchester Wien unter den Dirigenten Cornelius Meister, Duncan Ward und Dieter Holm.

Namhafte Interpreten wie Joyce DiDonato, Orchester und Chor der Mailänder Scala unter Riccardo Chailly, das Kronos Quartet, die Pianisten Maurizio Pollini und Sir András Schiff oder das Philadelphia Orchestra unter Yannick Nézet-Séguin geben dem Musikfest internationales Flair. Die Staatsoper Hamburg steuert mit Jan Dvoraks »Frankenstein« eine Uraufführung bei, die Symphoniker Hamburg realisieren in einer halb-szenischen Bearbeitung durch Peter Schmidt Kurt Weills/Bertolt Brechts Oper »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny«. Zudem begleiten sie in einem Filmkonzert »Frau im Mond«, einen Stummfilm von Fritz Lang, zu dem Timothy Brock, der die Aufführung auch leitet, neue Musik komponiert hat.

Das 3. Internationale Musikfest ist ein gemeinsames Festival von Elbphilharmonie Hamburg, NDR Elbphilharmonie Orchester, NDR das neue werk, Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Staatsoper Hamburg, Symphoniker Hamburg, ProArte, Hamburgische Vereinigung von Freunden der Kammermusik, Hochschule für Musik und Theater Hamburg sowie Musikhochschule Lübeck.

Hauptförderer ist die Kühne Stiftung. Der Förderkreis Internationales Musikfest Hamburg trägt maßgeblich zur Realisierung des Festivals bei. Weitere Förderer und Sponsoren sind die Stiftung Elbphilharmonie Hamburg sowie die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg. Partner sind das Ensemble Resonanz, Kampnagel, St. Katharinen, das Mehr! Theater am Großmarkt, die Hochschule für Musik und Theater Hamburg sowie die Zinnschmelze.

Alle Konzerte des 3. Internationalen Musikfests in der Elbphilharmonie sind ausverkauft. Für die anderen Spielstätten sind noch Karten erhältlich. Eine vollständige Programmübersicht sowie alle Hintergrund- und Veranstalterinformationen liefert www.musikfest-hamburg.de.

Freitag, 27. April 18
In wenigen Tagen eröffnen die Internationalen Maifestspiele 2018
Am Montag, den 30. April werden die Internationalen Maifestspiele 2018 feierlich eröffnet. Sven Gerich, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden, Boris Rhein, Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst und Uwe Eric Laufenberg, Leiter der Internationalen Maifestspiele und Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, sprechen im Rahmen der Eröffnung Grußworte. Im Anschluss feiert Verdis »Ein Maskenball« in der Inszenierung von Beka Savić und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange Premiere im Großen Haus.

Vom 30. April bis 31. Mai 2018 finden die Internationalen Maifestspiele unter der künstlerischen Leitung von Uwe Eric Laufenberg am Hessischen Staatstheater Wiesbaden statt. Das Festspiel-Programm mit über 50 Veranstaltungen steht unter dem Motto aus Verdis »Un Ballo in maschera«: »Un sogno lusinghier – Ein Traum voll Lust und Freude«. Weltbekannte Sängerinnen und Sänger, renommierte Schauspielensembles und hochkarätige Tanzkompanien sind zu Gast in Wiesbaden.

Highlights der diesjährigen Internationalen Maifestspiele
Gregory Kunde, einer der gefragtesten Verdi-Sänger dieser Zeit, ist in der Titelpartie in »Otello« zu erleben. In Donizettis »Der Liebestrank« singt Patrick Carfizzi aus der New Yorker Met Dulcamara. In »Arabella«, dem letzten großen Publikumserfolg von Richard Strauss, sind in der Titelpartie Maria Bengtsson und Ryan McKinny als Mandryka in der Neuinszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange zu sehen. Lance Ryan ist Siegfried und Johannes Martin Kränzle singt Gunther in Wagners »Götterdämmerung«.

Mit »Who Is Happy in Russia?« bringt Kirill Serebrennikov, zusammen mit Mitgliedern des Ensembles des Gogol Center Moskau, eine provokante Inszenierung auf die Bühne. Basierend auf einem Klassiker der russischen Literatur, inszeniert er das Märchen als melancholische Parabel und zeichnet so ein Bild vom heutigen Russland.

Die preisgekrönte Inszenierung »Das achte Leben (Für Brilka)« vom Thalia Theater in Hamburg, in der Regie von Jette Steckel, ist in der Bühnenfassung des gleichnamigen Romans von Nino Haratischwili zu sehen. Vor dem Hintergrund der Historie Georgiens entfaltet die Aufführung die Geschichte eines Familienepos, die sich über sechs Generationen erstreckt.

Die Osttiroler Musicbanda Franui experimentieren mit unterschiedlichen Musikgenres in  »Ennui – Geht es immer so weiter?«. Der Burgtheater-Schauspieler Peter Simonischek streut Texte von Erik Satie und Ernst Jandl ein.

Rockig geht es zu beim Konzertabend mit Musicalstar »Nyassa Alberta & friends in concert«. Zusammen mit zwei Gesangspartnern stellt sie genreübergreifend ihr Gesangstalent unter Beweis.

Zwischen Tanz und Zirkus bewegen sich die Tänzer des Centre Choréographique national de Grenoble unter der Leitung von Yoann Bourgeois in »He Who Falls – Celui Qui Tombe«. Das Ausloten und die Theatralität physikalischer Kräfte stehen hier im Mittelpunkt.

Zum ersten Mal wird das Festspiel-Café anlässlich der Internationalen Maifestspiele, »No Exitus«, vom 30. April bis 31. Mai 2018 öffnen und während der gesamten Festspielzeit durchgehend geöffnet bleiben. Es wird kulinarisch und kulturell eine Vielzahl ausgewählter Leckereien angeboten. Es ist ein Ort der Begegnung und des Austauschs für die Besucher des Festivals und Kulturschaffenden, ebenso wie für Genießer und Kaffeeliebhaber, für freudige Morgengeister und Nachtschwärmer. Abgerundet wird das Angebot mit spannenden Projekten.

Die Internationalen Maifestspiele werden ermöglicht aus Mitteln der Landeshauptstadt Wiesbaden und des Landes Hessen. Sie werden durch den Förderkreises der Internationalen Maifestspiele e.V. unterstützt. Das Programm der Jungen Woche fördert die Nassauische Sparkasse. Autopartner der Internationalen Maifestspiele ist das Autohaus Löhr Automobile Wiesbaden.

Karten sind an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder online unter www.maifestspiele.de erhältlich.

Freitag, 27. April 18
La Donna del Lago in der Regie von Max Emanuel Cencic im ARTE TV
Die La Donna del Lago Vorstellung vom 27. April 2018 in der Regie von Max Emanuel Cencic aus der Opera de Lausanne wird heute LIVE auf Arte TV unter folgendem Link www.arte.tv/de/videos/082089-000-A/rossinis-la-donna-del-lago/ ab 19.55 Uhr übertragen. Max Emanuel Cencic übernimmt auch die Hosenrollen Partie des Malcolm, womit die Rolle erstmals überhaupt von einem Mann gesungen wird und nicht wie üblicherweise von einer Mezzosopranistin.
George Petrou dirigiert das Orchestra Chambre de Lausanne, die beiden schweren Tenorpartien – Uberto / Giacomo und Rodrigo – werden von den Tenören Daniel Behle (Uberto / Giacomo) und Juan Francisco Gatell gesungen, und die Titelpartie gibt Lena Belkina. Genießen Sie die Übertragung der Neuproduktion La Donna del Lago.

LA DONNA DEL LAGO, Oper von Giacchino Rossini in zwei Akten
Vorstellung vom 27. April 2018, ab 19.55 Uhr, aus der Opera de Lausanne

Livret d’Andrea Leone Tottola, d’après The Lady of the Lake de Walter Scott
Uraufführung am Teatro San Carlo, Neapel, am 24. Oktober 1819
Edition G. Ricordi & Co. Bühnen- und Musikverlag GmbH, Berlin

Neuproduktion der Opéra de Lausanne, in Koproduktion mit dem Nationaltheater Zagreb

Elena: Lena Belkina
Malcolm: Max Emanuel Cencic
Giacomo V (Uberto): Daniel Behle
Rodrigo: Juan Francisco Gatell
Duglas d’Angus: Daniel Golossov
Albina: Delphine Gillot
Serano: Tristan Blanchet
Bertram: Aurélien Reymond-Moret

Orchestre de Chambre de Lausanne
Chor der Opéra de Lausanne unter der Leitung von Antonio Greco

Musikalische Leitung George Petrou
Regie Max Emanuel Cencic
Bühne + Kostüme Bruno de Lavenère
Licht David Debrinay
Video Étienne Guiol
Regieassistentin Constantina Psoma

Freitag, 27. April 18
Theater Magdeburg: Einladung für interessiertes Publikum und Presse zur Jahrespressekonferenz
Am Donnerstag, den 3. Mai um 11.00 Uhr stellt das Theater Magdeburg die Spielzeit 2018/2019 im Opernhaus/Café »rossini« vor.
Aus diesem Anlass lädt das Theater Magdeburg sowohl die Presse als auch das interessierte Publikum dazu ein, die neue Spielzeit 2018/2019 zu entdecken. Die Gäste erhalten die exklusive Chance, als Erste alles über die wichtigsten Premieren und Veranstaltungen zur erfahren. Auf dem Podium sitzen Karen Stone (Generalintendantin), Bettina Pesch (Verwaltungsdirektorin und stellvertretende Generalintendantin), Gonzalo Galguera (Ballettdirektor), Cornelia Crombholz (Schauspieldirektorin), Kimbo Ishii (Generalmusikdirektor) und Matthias Brandt (Theaterpädagoge).
In der moderierten Veranstaltung werden die Generalintendantin und die DirektorInnen der verschiedenen Sparten auch für die kommende Spielzeit einen spannenden und ausgewogenen Spielplan präsentieren und erläutern, der das Interesse aller Kultur-interessierten aus Magdeburg und weit darüber hinaus wecken möchte.
Karen Stones persönliches Anliegen ist es, das kulturelle Angebot des Theaters Magdeburg so vielfältig und dabei hochwertig zu gestalten, dass jede Bürgerin und jeder Bürger Magdeburgs in jeder Spielzeit einen Anreiz hat, mindestens eine Veranstaltung zu besuchen – oder auch viel öfter zu kommen. Der neue Spielplan wird dies belegen!
Neben acht Premieren im Musiktheater, davon einer Uraufführung, und der großen Musicalneuproduktion des DomplatzOpenAirs 2019 sowie drei Uraufführungen im Ballett zeigt das Schauspiel zehn Neuinszenierungen, darunter vier Uraufführungen. Das Junge Theater führt Kinder und Jugendliche mit fünf Premieren aus allen Sparten an die Welt des Theaters heran. Die Magdeburgische Philharmonie hat sich wieder gefeierte Solisten und Dirigenten für ihre Sinfoniekonzerte eingeladen und hat darüber hinaus von manch einem imagefördernden Gastspiel zu berichten.
Viel Neues gibt es außerdem über Abonnements und Kartenverkauf sowie lohnenswerte Vorteile für Theaterbesucherinnen und Theaterbesucher zu erfahren. Alle Informationen auch im Spielzeitheft und auf www.theater-magdeburg.de!
Im Anschluss an die Präsentation gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen und direkt Karten für die neuen Produktionen an der Theaterkasse zu erwerben. Auch die neuen Spielzeithefte erscheinen pünktlich zum 3. Mai. Nur einen Tag später, am 4. 5. 2018, können dann auch die Schulen bereits ihre Reservierungen für das Weihnachtsmärchen und andere Inszenierungen tätigen.

www.theater-magdeburg.de

Freitag, 27. April 18
Land Hessen fördert Brüder-Grimm-Festspiele mit 55.000 Euro
Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst fördert die Brüder-Grimm-Festspiele in diesem Jahr mit 55.000 Euro. Das sind 5.000 Euro mehr als im vergangenen Jahr. Vom 11. Mai bis zum 29. Juli 2018 bringt das Festival in der mittlerweile 34. Saison hochklassiges Freiluft-Theater auf die Bühne.

Ein Höhepunkt der Freiluftsaison
Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Die Brüder-Grimm-Festspiele gehören zu den Höhepunkten der Freiluftsaison und haben sich trotz der mehr als 70.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr ihren familiären Charme bewahrt. Die idyllische Lage im Park Philippsruhe zwischen Schloss und Main sowie ein jedes Jahr aufs Neue liebevoll zusammengestelltes, hochwertiges Bühnenprogramm macht aus dem Festivalbesuch einen Genuss.“

Märchenhafte Aufführungen
Mit der Sommertheater-Reihe ehrt die Stadt Hanau die deutschen Märchensammler und Sprachforscher Jacob und Wilhelm Grimm, die in Hanau geboren wurden. Entsprechend märchenhaft sind auch die Aufführungen: In diesem Jahr stehen die Inszenierungen „Dornröschen“, „Der Froschkönig“ und „Die Prinzessin auf der Erbse“ auf dem Spielplan der Brüder-Grimm-Festspiele. Diese Auswahl ergänzt Intendant Frank-Lorenz Engel mit der Komödie „Der Brandner Kaspar und das ewig‘ Leben“ in der Reihe „Grimm Zeitgenossen“ sowie durch „Die Leiden des jungen Werther“ in der Reihe „Junge Talente“. Spielstätte ist das überdachte Amphitheater im Park von Schloss Philippsruhe; die Aufführungen von „Die Leiden des jungen Werther“ finden vor der Kulisse der Ruine der Wallonisch-Niederländischen Kirche in Hanau statt.
Lebt vom Engagement der Menschen

„Ein Theaterfestival wie die Brüder-Grimm-Spiele lebt auch vom Engagement der Menschen vor Ort. Unsere Förderung ist auch Ausdruck der Anerkennung für diese Arbeit: Nach 50.000 Euro im vergangenen Jahr haben wir in diesem Jahr unsere Unterstützung auf 55.000 Euro erhöht – und setzen damit die stetige Verbesserung der hessischen Sommerfestspiele in Hanau, Bad Vilbel und weiteren Standorten fort“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

Freitag, 27. April 18
Oper Frankfurt: 8. Kammermusik im Foyer
Die Oper Frankfurt lädt zur achten Kammermusik im Foyer der Spielzeit 2017/18 am Sonntag, dem 6. Mai 2018, um 11.00 Uhr ins Holzfoyer ein.
Auf dem Programm stehen unter dem Motto Spanischer Zauber Werke von Luigi Boccherini (1743-1805), Enrique Granados (1867-1919), Isaac Albéniz (1860-1909), Rogelio Huguet y Tagell (1882-1956), Pablo Casals (1876-1973) und Manuel de Falla (1876-1946). Ergänzt werden diese Titel durch zeitgenössische Kompositionen von José María Sánchez-Verdú (*1968), Christian Lauba (*1952) und Aleksey Igudesman (*1973) sowie durch Eigenkreationen der Instrumentalisten.


Oper Frankfurt: 8. Kammermusik im Foyer ~ Spanischer Zauber
Die beiden Mitglieder des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters Regine Schmitt (Violine) und Rüdiger Clauß (Violoncello),
die gemeinsam mit den leider nicht mit abgebildeten Gästen Lutz Koppetsch (Saxofon) und Claudia Buder (Akkordeon) diese Matinee bestreiten
Bild: Roland Horn

Bestritten wird die Matinee von den Mitgliedern des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters Regine Schmitt (Violine) und Rüdiger Clauß (Violoncello) sowie von den Gästen Lutz Koppetsch (Saxofon) und Claudia Buder (Akkordeon).
Karten zum Preis von € 13 / ermäßigt € 6,50 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) sind an den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 - 212 49 49 4 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich.

Freitag, 27. April 18
Premiere des dreiteiligen Ballettabends »100°C« mit Choreografien von Justin Peck, Jirí Kylián, Hofesh Shechter in der Semperoper Dresden
Am Samstag, den 2. Juni 2018, um 18 Uhr feiert der Ballettabend »100°C« mit drei außergewöhnlichen Choreografien von Justin Peck, Jirí Kylián und Hofesh Shechter in der Semperoper Dresden seine Premiere. Damit sind erstmalig drei der international bedeutendsten aktuellen Vertreter des zeitgenössischen Tanzes in einem gemeinsamen Programm zu erleben:

2015 kürte die New York Times in ihrer Rezension den gerade 27-jährigen Tänzer und Choreografen Justin Peck für sein Ballett »Heatscape« zum »bedeutendsten Ballettchoreografen der USA«. Ein Jahr zuvor wurde Peck zum »Resident Choreographer of New York City Ballet« ernannt, eine Auszeichnung, die bislang nur zweimal in der Geschichte der Institution vergeben wurde. Seine sich zwischen abstrakter Körpersprache und narrativem Gedankenfluss bewegende Choreografie »Heatscape« eröffnet den dreiteiligen Ballettabend »100°C«.

Die Aufforderung zu empathischer Interpretation stellt auch das Kammerballett »Gods and Dogs« des Tschechen Jirí Kylián. Er choreografierte diese dunkel-geheimnisvolle Kreation für das Nederlands Dans Theater in Den Haag, wo es 2008 uraufgeführt wurde. Seine den Mittelteil des Ballettabends bildende Choreografie mit dem auf die altägyptische Gottheit Horus verweisenden Titel wagt sich in ebenso elegant-kraftvoller wie sinnlich-poetischer Tanzsprache in den Grenzraum zwischen Normalität und Wahnsinn.

Den Schlussakkord dieses choreografischen Tripletts bildet die Uraufführung von »Corpse de Ballet« des israelischen Choreografen und Tänzers Hofesh Shechter, Begründer der Hofesh Shechter Company im englischen Brighton. Seine Choreografie verbindet (wort)spielerisch die Bedeutung des klassischen Ballettbegriffs »Corps« mit dem englischen Wort für Leichnam (»Corpse«) und bietet nach Shechters eigenen Worten eine energetische Reflexion über Normen und deren Brüche, über Leben und Vergehen – »ein sprühendes und rastloses Stück, das einen besonderen Eindruck hinterlassen wird«.

Es tanzt das Semperoper Ballett. Es spielt die Sächsische Staatskapelle Dresden unter der Musikalischen Leitung von Eva Ollikainen und Musik vom Tonträger.
Weitere Aufführungstermine: 6., 10., 15. Juni, 1. und 5. Juli 2018.
Jeweils 45 Minuten vor Aufführungsbeginn findet eine Werkeinführung im Opernkeller der Semperoper statt.
Reguläre Karten für die Vorstellungen sind an der Schinkelwache am Theaterplatz (T 0351 4911 705) und online erhältlich.

www.semperoper.de

Freitag, 27. April 18
Neu: Steuervorteile für Mitglieder des Bregenzer Festspiel-Freundevereins ~ Gebhard Sagmeister im Amt bestätigt
Neuerungen bei den Festspielfreunden: Die mehr als 1.000 Mitglieder des Festspiel-Freundevereins profitieren weiterhin nicht nur von zahlreichen Exklusiv-Veranstaltungen, sondern kommen zukünftig auch in den Genuss von Steuervorteilen. Das gab der für weitere drei Jahre wiedergewählte Vereins-Vorsitzende Gebhard Sagmeister anlässlich der Generalversammlung im Bregenzer Festspielhaus bekannt. Darüber hinaus stellen die Festspielfreunde mit 233.000 Euro erneut „eine hohe Geldsumme zur Verfügung, die einen wesentlichen Beitrag zur Vielfalt des Festspielprogramms darstellt“, wie Festspielpräsident Hans-Peter Metzler den Mitgliedern dankte.

Der Verein der Freunde der Bregenzer Festspiele, Nachfolge-Organisation der 1949 gegründeten „Festspielgemeinde“,  gehört materiell wie immateriell zu den wichtigsten Förderern des Sommerfestivals. Er ist neben der Stadt Bregenz, dem Land Vorarlberg und der Republik Österreich der größte Stifter der Bregenzer Festspiele Privatstiftung, die Eigentümerin der für den Spielbetrieb verantwortlichen Bregenzer Festspiele GmbH ist. Das Sommerfestival wurde 1946 ins Leben gerufen.

Steuerabsetzbarkeit für Österreich und Deutschland
Seit 2016 die Spendenabsetzbarkeit für Kultureinrichtungen in Österreich unter Voraussetzungen gesetzlich zugelassen wurde, hat der Freundeverein dies seinen Mitgliedern nun ebenfalls ermöglicht. Ab 2019 können in Österreich wohnhafte Vereinsmitglieder einen Teil des Jahresbeitrages von der Steuer absetzen. In Deutschland war die Steuerabsetzbarkeit auch schon früher gegeben. Die Vereins-Mitgliedschaft ist weiterhin in vier Kategorien möglich, vom sogenannten ordentlichen Mitglied über Förderer bis hin zur Cercle-Mitgliedschaft oder als Mäzen.

Junge Menschen kostenlos dabei
Jugendlichen macht der Vereinsvorstand ein besonderes Geschenk: Ab 2019 kommen junge Menschen im Alter bis 26 Jahren kostenlos in den Genuss der vielen Vorteile für Vereinsmitglieder. Der bisherige Jahresbeitrag von 10 Euro wurde aufgehoben. Die Mitglieder profitieren von zahlreichen Exklusiv-Leistungen rund um die Bregenzer Festspiele nicht nur während der laufenden Saison, sondern ganzjährig, beispielsweise im Rahmen der Programmpräsentation oder beim Besuch des ansonsten nicht-öffentlich zugänglichen Seebühnen-Richtfests.

70er-Jubiläum kommendes Jahr
Vielmehr aber noch, so Sagmeister, seien alle Mitglieder „Unterstützer und Botschafter einer wunderbaren Idee, die es in allen Bereichen gilt weiterhin zu pflegen“. Neu im Vorstand dabei sind Kassierin Cornelia Sinz-Rhomberg sowie Stefan Aichbauer, der die Festspiele im Großraum München vernetzen soll und Daniela Koller-Marte, die die Netzwerkpflege in der Schweiz intensivieren und „einen Anstieg der Besucherzahl aus der Schweiz“ erreichen möchte. Insgesamt strömten 2018 rund 2.240 Besucher zu den Veranstaltungen des Freundevereins, nicht eingerechnet sind hier die Festspiel-Aufführungen. Im kommenden Jahr soll außerdem das 70-Jahre-Jubiläum gefeiert werden.

www.bregenzer-festspiele.com

Freitag, 27. April 18
„ttt - titel thesen temperamente" am Sonntag
„ttt - titel thesen temperamente" (WDR)kommt am Sonntag, 29. April 2018, um 23:05 Uhr im Ersten. Die geplanten Themen:

Eskimo Limon. Eis am Stiel ~ Über Gewinner und Verlierer einer Teenie-Sex-Komödie
Nach dem Echo-Aus ~ Diskussionen um Kippa, Kreuz und Koran
Jenseits des Westens ~ Wie Machtansprüche und Überlegenheitsgefühle die Welt spalten
System Error ~ Der Preis des grenzenlosen Wachstums im Kapitalismus
Die finstere Seite Hollywoods ~ Alex Pragers Fotos von der Traumfabrik

Moderation: Max Moor, Redaktion: Susanne Schettler (WDR)

www.DasErste.de/ttt

Donnerstag, 26. April 2018
Das Schauspiel Frankfurt stellt seine Pläne für die Spielzeit 2018/19 vor
Ausgehend von dem WIR, das mit einem Wort das Motto der laufenden Spielzeit unter der neuen Intendanz von Anselm Weber und der Chefdramaturgin und stellvertretenden Intendantin Marion Tiedtke beschreibt, richtet sich der Blick der kommenden Saison 2018/19 auf das, was uns in den vergangenen 70 Jahren geprägt hat: Welche Umbrüche gab es, die seit der Verabschiedung des Grundgesetzes im Jahr 1949 stattfanden? Und welche Auswirkungen haben diese auf unsere Gegenwart: Wie sind wir geworden, wer wir sind?

Diesen Fragen folgt das Schauspiel Frankfurt mit Stücken aus dem 20. Jahrhundert sowie zeitgenössischen Stoffen und Neuer Dramatik. 24 neue Stücktitel, davon 14 Premieren, 3 Deutschsprachige Erstaufführungen, 1 Deutsche Erstaufführung und 9 Uraufführungen, sowie 20 Titel im Repertoire prägen den vielfältigen Spielplan der neuen Saison.


Pressekonferenz vom 25. April 2018  des Schauspiel Frankfurt zur Vorstellung der Spielzeit 2018/19
v.l:  Martina Droste (Theaterpädagogin und Leitung Junges Schauspiel), Judith Kurz (Dramaturgieassistentin),
Konstantin Küspert (Dramaturg), Ursula Thinnes (Dramaturgin), Alexander Leiffheidt (Dramaturg),
Marion Tiedtke (Chefdramaturgin und Stellv. Intendantin), Anselm Weber (Intendant und Geschäftsführer)
© Robert Schittko

Der Spielplan

Schauspielhaus und Bockenheimer Depot
Der neue Spielplan startet im Schauspielhaus mit Eugene O´Neills Blick auf die gesellschaftlichen Verlierer am sozialen Rand mit seinem Stück »Der haarige Affe«. In Clemens Meyers Neuübersetzung und unter der Regie von Eric de Vroedt entsteht eine provokante politische Revue über unsere Zeit. Eric de Vroedt ist ein mehrfach international ausgezeichneter Schauspieler, Regisseur und Autor und zählt zu den führenden Theatermachern der Niederlande. »Der haarige Affe« ist seine erste Regiearbeit in Frankfurt. Auch als Autor ist er in der kommenden Spielzeit im Spielplan vertreten: Sein Stück »The Nation« (Teil 1-6) wird als Deutschsprachige Erstaufführung von David Bösch an zwei aufeinanderfolgenden Abenden auf die Bühne gebracht. Mit dem in den Niederlanden bejubelten und mehrfach ausgezeichneten Drama hat Eric de Vroedt das Serienformat von Netflix oder HBO als spannenden Politthriller auf die Bühne übertragen.

Lutz Hübner und Sarah Nemitz gehören zu den erfolgreichsten Autor_innen unserer Zeit. Für das Schauspiel Frankfurt schreiben sie das Auftragswerk »Furor«, das Anselm Weber im Schauspielhaus uraufführen wird. Robert Borgmann hat sich dem Frankfurter Publikum mit seiner Inszenierung von »Das Schloss« vorgestellt und wird in der kommenden Spielzeit Samuel Becketts »Warten auf Godot« erarbeiten. Von Roger Vontobel wird eine weitere Arbeit am Schauspiel Frankfurt zu sehen sein: Tennessee Williams´ »Süßer Vogel Jugend«. Auch Andreas Kriegenburg wird nach Frankfurt zurückkehren und in der neuen Spielzeit »Peer Gynt« von Henrik Ibsen auf die Bühne bringen. Der vielfach international ausgezeichnete belgische Opern- und Schauspielregisseur Luk Perceval ist u.a. Träger des Theaterpreises »Faust«.  Dem Frankfurter Publikum stellt er sich im Bockenheimer Depot erstmals vor. Zusammen mit Marion Tiedtke hat er Ken Wilbers »Mut und Gnade« für die Bühne bearbeitet und wird dieses als choreografische Schauspielproduktion uraufführen. In der Vorweihnachtszeit nimmt »Der kleine dicke Ritter« von Robert Bolt Kinder ab 6 Jahren mit auf seine Reise, um dem gemeinen Baron das Handwerk zu legen.

Die Kooperationen mit verschiedenen Partnern werden in der kommenden Spielzeit von Anselm Weber und Marion Tiedtke weiterverfolgt. In Koproduktion mit den Salzburger Festspielen setzt Ulrich Rasche seine chorische Arbeit am Schauspiel Frankfurt fort und bringt Aischylos´ »Die Perser« auf die Bühne. Das Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt a. M. und das Schauspiel Frankfurt führen ihre gemeinsam initiierte und produzierte Kooperationsreihe fort und werden im Frühjahr 2019 mit dem Berliner Theaterkollektiv »Rimini Protokoll« das Stück »1.440 Szenen für eine Stadt wie Frankfurt« im Bockenheimer Depot zur Uraufführung bringen. Das weltbekannte Autoren-Regie-Kollektiv erhielt u.a. einen Sonderpreis des Deutschen Theaterpreises »Der Faust«, den Europäischen Theaterpreis in der Kategorie »Neue Realitäten« sowie 2011 den Silbernen Löwen der 41. Theaterbiennale Venedig für ihr Gesamtwerk.

Kammerspiele und Box
Ewald Palmetshofer gehört zu den profiliertesten österreichischen Dramatikern und ist als solcher mehrfach ausgezeichnet. Das Schauspiel Frankfurt stellt den Autor erstmals in Frankfurt vor und präsentiert unter dem Titel »räuber.schuldenreich« eine eigene Frankfurter Fassung seines 2012 uraufgeführten Stücks »räuber.schuldengenital«. Jan Neumann, Autor und Regisseur, entwickelt als Auftragswerk das Stück »Aus Staub«, das er zugleich auch inszenieren wird. So auch Tim Crouch. Der Autor, Performer und Regisseur zeigt mit seinem Stück »An Oak Tree« (Die Eiche) gleichzeitig auch seine erste Regiearbeit in Deutschland. Als Deutschsprachige Erstaufführung erarbeitet Jessica Glause »Eine Frau flieht vor einer Nachricht« von David Grossman, der in seinem Werk die existentiellen Verstrickungen von Leben und Politik, die scheinbar unheilvollen Wunden des Nahost-Konflikts und die Möglichkeit einer Hoffnung auf Frieden beschreibt. Mit »Siddhartha« wird Hermann Hesses tröstlicher Blick auf eine andere Weisheit von Lisa Nielebock auf die Bühne gebracht.

Die eigens für die Bühne übersetzte Fassung von Jean Raspails »Das Heerlager der Heiligen« unter der Regie des mehrfach ausgezeichneten Regisseurs und Schauspielers Hermann Schmidt-Rahmer entsteht in Koproduktion und als Eröffnungsinszenierung der Ruhrfestspiele Recklinghausen.

Konstantin Küspert ist Autor und Dramaturg und seit 2017 am Schauspiel Frankfurt engagiert. Als Auftragswerk im Rahmen der Frankfurter Positionen entsteht mit »sklaven leben« eine Analyse unserer modernen Sklavenwelt.

Die monodramatische Serie »Stimmen einer Stadt« über das Leben in Frankfurt als gemeinsame Reihe mit dem Literaturhaus Frankfurt am Main e.V. findet im zweiten Jahr ihre Fortsetzung. Jeweils drei Autor_innen schreiben in drei aufeinanderfolgenden Spielzeiten ein Monodrama, das eine Biografie eines Frankfurter Lebens zum Thema hat und in den Kammerspielen zur Uraufführung kommt. So entsteht im Zeitraum 2017-2020 ein literarisch-dramatisches Kaleidoskop der Stadt. Nach Olga Grjasnowa, Teresa Präauer und Wilhelm Genazino werden die Monodramen in der kommenden Spielzeit erneut von drei Autor_innen verfasst, die zum ersten Mal für Frankfurt schreiben: Martin Mosebach zählt zu den führenden deutschen Gegenwartsautoren. Er erhielt zahlreiche Preise und ist Mitglied in den wichtigsten künstlerischen und wissenschaftlichen Akademien. Thomas Pletzinger ist auch Übersetzer und Dozent und hat eine Ehrenprofessur der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg inne. Antje Rávic Strubel wurde für ihre dichte Psychologie und raffinierte Erzähltechnik mehrfach ausgezeichnet. Die Monodramen werden von Intendant Anselm Weber auf die Bühne gebracht.


Pressekonferenz vom 25. April 2018  des Schauspiel Frankfurt zur Vorstellung der Spielzeit 2018/19
© Robert Schittko

Junges Schauspiel
Im Jungen Schauspiel kommen Jugendliche mit unterschiedlichen sozialen und kulturellen Biografien zusammen und arbeiten gemeinsam mit den Mitteln des Theaters. In den Projekten, Performances, Workshops und Gesprächen stehen sie im Mittelpunkt des Spielplans des Jungen Schauspiels. Mit »Jetzt aber anders« entdeckt ein inklusives Jugendensemble in Erzählungen von Umbrüchen durch Migration und normativen Wandel bedeutsame Erfahrungen für die Gegenwart. In »Weiße Flecken« befragt das Junge Schauspiel in Kooperation mit dem Historischen Museum Frankfurt anhand der Ausstellung »Vergessen – Warum wir nicht alles erinnern« mit einem jungen Ensemble das Vergessen und Erinnern. Im Jugendclub können sich theaterbegeisterte Menschen zwischen 14 und 25 Jahren ausprobieren und mit professioneller Unterstützung auf künstlerische Forschungsreisen begeben.

Studiojahr Schauspiel
Das Studiojahr Schauspiel wurde mit Beginn der neuen Intendanz 2017 ins Leben gerufen. Acht Schauspielstudierende der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt a. M. absolvieren ihr drittes Ausbildungsjahr in Form eines Praxisjahres am Schauspiel Frankfurt. Sie sind in Produktionen des Spielplans zu sehen und ergänzen das Programm durch eigene Formate. In den Kammerspielen entsteht mit »Alles was zählt« ein Liederabend von Geld und Schulden. In der Ensembleproduktion »Rausch« des Autors, Regisseurs und Übersetzers Falk Richter begeben sie sich im Bockenheimer Depot auf die Suche nach einem selbstbestimmten Leben. Das Stück »Patentöchter« (ab 15 Jahren) wird in der Box Premiere feiern und entsteht als Klassenzimmerstück mit der Möglichkeit, von Schulen direkt und unter Angabe eines Wunschtermins gebucht zu werden. Ebenso das Stück »Zwei Monster«, das für Kinder ab 4 Jahren geeignet ist und zusätzlich auch von Kindergärten gebucht werden kann.

All Our Futures
Mit dem Stadtteilprojekt »All Our Futures« startete das Schauspiel Frankfurt eine große künstlerische Forschungsreise in verschiedene Frankfurter Lebenswelten. Stadt als Kommunikation, als vielstimmige Verhandlung von Eigen- und Fremdbeschreibungen – dieser Gedanke bildet den Kern des Partnerschaftsprojekts, das auf drei Jahre angelegt ist. Rund 200 Jugendliche, zehn Künstler_innen und neun Pädagog_innen an drei »Schauplätzen« im Norden, Osten und Westen Frankfurts sind seit 2017 aktiv damit beschäftigt, die vielen individuellen »Zukünfte« unserer Stadt, ihre möglichen Verfassungen und Regeln kreativ zu erforschen. Das erste Jahr des Projekts begann mit einem Erkundungsprozess, der sich mit der Lebensrealität der Jugendlichen einer jeden Gruppe und ihrer unmittelbaren Umgebung im Stadtteil beschäftigt und mündet im Juni 2018 in einer Ausstellung im Foyer des Schauspielhauses. In der Spielzeit 2018/19 begegnen die Gruppen der einzelnen Stadtteile einander, sie besuchen ihre »Welten« gegenseitig. Das »Andere« muss in die eigene künstlerische Arbeit integriert werden, um gemeinsam etwas Neues zu schaffen. Die Teilnehmer_innen von »All Our Futures« werden im Verlauf der Spielzeit in regelmäßigen Präsentationen, den »Tryouts«, Einblick in ihre aktuelle Arbeit geben. Der Prozess des Findens und Erfindens einer gemeinsamen Verfassung, das Erschaffen von etwas Neuem auf der Basis der vergangenen 3 Jahre mündet 2020 in einer Abschlussinszenierung auf der großen Bühne des Schauspiel Frankfurt.

Gastspiel: »Die Welt im Rücken«
Das Schauspiel Frankfurt setzt seine Zusammenarbeit mit Jan Bosse fort, der zum Auftakt der laufenden Spielzeit William Shakespeares »Richard III« auf die Bühne brachte. Mit der Dramatisierung von Thomas Melles autobiografischem Roman »Die Welt im Rücken« zeigt das Schauspiel Frankfurt Jan Bosses Erarbeitung am Wiener Burgtheater am 5. und 6. Oktober als Gastspiel in Frankfurt. Joachim Meyerhoffs Darstellung einer bipolaren Störung in einem dreistündigen Monolog wurde zum diesjährigen 55. Berliner Theatertreffen eingeladen.

PREMIEREN 2018/19:

DER HAARIGE AFFE
von Eugene O´Neill, Regie: Eric de Vroedt, Premiere am 7. September 2018, Schauspielhaus
RÄUBER.SCHULDENREICH von Ewald Palmetshofer, Regie: David Bösch, Premiere am 8. September 2018, Kammerspiele
DIE PERSER von Aischylos, Regie und Bühne: Ulrich Rasche, Premiere am 28. September 2018, Schauspielhaus
AUS STAUB von Jan Neumann, Regie: Jan Neumann, Uraufführung am 29. September 2018, Kammerspiele
FUROR von Lutz Hübner und Sarah Nemitz, Regie: Anselm Weber, Uraufführung am 2. November 2018, Schauspielhaus
AN OAK TREE (DIE EICHE) von Tim Crouch, Regie: Tim Crouch, Deutsche Erstaufführung am 9. November 2018, Kammerspiele
DER KLEINE DICKE RITTER Familienstück ab 6 Jahren von Robert Bolt, Regie: Fabian Gerhardt, Premiere am 18. November 2018, Schauspielhaus
MUT UND GNADE von Ken Wilber, Regie: Luk Perceval, Uraufführung am 1. Dezember 2018, Bockenheimer Depot
EINE FRAU FLIEHT VOR EINER NACHRICHT von David Grossman, Regie: Jessica Glause, Deutschsprachige Erstaufführung am 11. Januar 2019, Kammerspiele
WARTEN AUF GODOT von Samuel Beckett, Regie und Bühne: Robert Borgmann, Premiere am 12. Januar 2019, Schauspielhaus
SKLAVEN LEBEN von Konstantin Küspert, Regie: Jan-Christoph Gockel, Uraufführung am 26. Januar 2019, Kammerspiele
SÜSSER VOGEL JUGEND von Tennessee Williams, Regie: Roger Vontobel, Premiere am 1. Februar 2019, Schauspielhaus
THE NATION (TEIL 1-6) von Eric de Vroedt, Regie: David Bösch, Deutschsprachige Erstaufführungen am 29. und 30. März 2019, Schauspielhaus
STIMMEN EINER STADT (IV-VI) 3 Monodramen von Martin Mosebach, Thomas Pletzinger, Antje Rávic Strubel, Regie: Anselm Weber, Uraufführungen am 6. April 2019, Kammerspiele
1.440 SZENEN FÜR EINE STADT WIE FRANKFURT von und mit Rimini Protokoll, Uraufführung im April 2019, Bockenheimer Depot
PEER GYNT von Henrik Ibsen, Regie: Andreas Kriegenburg, Premiere am 18. Mai 2019, Schauspielhaus
DAS HEERLAGER DER HEILIGEN von Jean Raspail, Regie: Hermann Schmidt-Rahmer, Uraufführung im Mai 2019, Kammerspiele
SIDDHARTHA, von Hermann Hesse, Regie: Lisa Nielebock, Premiere am 6. Juni 2019, Kammerspiele

JUNGES SCHAUSPIEL
ALL OUR FUTURES, 3 Jahre, 3 Orte, 200 Jugendliche, Künstlerische Leitung: Martina Droste und Alexander Leiffheidt, September 2017 bis Juni 2020, Frankfurter Stadtteile, Bockenheimer Depot und Schauspielhaus
JETZT ABER ANDERS Inklusives Jugendtheaterprojekt ab 13 Jahren, von Martina Droste und Aleksandra Maria Scibor, Premiere am 8. Dezember 2018, Kammerspiele
WEISSE FLECKEN Jugendperformanceprojekt ab 13 Jahren von Philipp Boos und Martina Droste, Premiere im April 2019, Historisches Museum Frankfurt

STUDIOJAHR SCHAUSPIEL
ZWEI MONSTER
von David McKee, ab 4 Jahren, Regie: Andreas Mach, Premiere am 16. September 2018, Box, Kindergarten & Klassenzimmer
PATENTÖCHTER von Corinna Ponto und Julia Albrecht, ab 15 Jahren, Regie: Regina Wenig, Premiere am 25. November 2018, Box & Klassenzimmer
ALLES WAS ZÄHLT Lieder von Geld und Schulden, Regie: Michael Lohmann, Premiere am 1. März 2019, Kammerspiele
RAUSCH von Falk Richter, Regie: Rüdiger Pape, Premiere im Mai 2019, Bockenheimer Depot

X-RÄUME
Die Reihen der X-Räume schaffen Orte für Begegnungen, Diskussionen und Werkschauen, bei denen sich Künstler_innen präsentieren, Zuschauer_innen nachfragen und Bürger_innen der Stadt ins Gespräch kommen. Sie dienen als Plattform für die Suche nach der Frage: Wie sind wir geworden, wer wir sind?

DENKRAUM
Die erfolgreich eingeführte Redenreihe wird auch in der kommenden Spielzeit unter dem Titel VERFASSUNG – aber wie? fortgeführt und widmet sich mit Wissenschaftler_innen und Expert_innen aus verschiedenen Disziplinen der Frage, welche Werte uns trotz vieler Umbrüche
heute noch verbinden.

FREIRAUM
Welche Umbrüche machen eine Biografie aus? Das fragen wir unsere Schauspieler_innen anhand ihrer Leidenschaften im FREIRAUM.

SPIELRAUM
Welche Umbrüche haben sich in einer Stadt wie Frankfurt in den letzten 70 Jahren ereignet? Das erforschen unsere Regieassistent_innen als zukünftige Theatermacher_innen im SPIELRAUM.

Repertoire:

SCHAUSPIELHAUS:
ALLE MEINE SÖHNE von Arthur Miller, Regie: Anselm Weber
AMPHITRYON von Heinrich von Kleist, Regie: Andreas Kriegenburg
DAS SIEBTE KREUZ von Anna Seghers, Regie: Anselm Weber
EMILIA GALOTTI von Gotthold Ephraim Lessing, Regie: David Bösch
KLOTZ AM BEIN von Georges Feydeau, Regie: Roger Vontobel
RICHARD III von William Shakespeare, Regie: Jan Bosse
ROMEO UND JULIA von William Shakespeare, Regie: Marius von Mayenburg
ROSE BERND von Gerhart Hauptmann, Regie: Roger Vontobel
WOYZECK von Georg Büchner, Regie: Roger Vontobel

KAMMERSPIELE:
AM KÖNIGSWEG von Elfriede Jelinek, Regie: Miloš Lolic
DER ALTE SCHINKEN von Nele Stuhler und Jan Koslowski
DER TALENTIERTE MR. RIPLEY von Patricia Highsmith, Regie: Bastian Kraft
DIE VERWANDLUNG nach Franz Kafka, Regie: Jan-Christoph Gockel
HUSBANDS AND WIVES von Woody Allen, Regie: Christian Brey
INVISIBLE HAND von Ayad Akhtar, Regie: Anselm Weber
LENZ von Georg Büchner«, ein Solo mit Peter Schröder
MARS von Marius von Mayenburg, Regie: Marius von Mayenburg
STIMMEN EINER STADT I–III:
IM DICKICHT DER EINZELHEITEN von Wilhelm Genazino, ABSTURZ von Olga Grjasnowa,
EIN HUND NAMENS DOLLAR von Teresa Präauer, Regie: Anselm Weber
VERBRENNUNGEN von Wajdi Mouawad, Regie: Daria Bukvic

BOX:
GROUNDED von George Brant, Regie: Anselm Weber

Das Ensemble:
Katharina Bach, Claude De Demo, Isaak Dentler, Heidi Ecks, Altine Emini, Torsten Flassig, Christina Geiße, Stefan Graf, Sarah Grunert, Nils Kreutinger, Anna Kubin, Sebastian Kuschmann, Katharina Linder, André Meyer, Friederike Ott,
Christoph Pütthoff, Heiko Raulin, Matthias Redlhammer, Sebastian Reiß, Fridolin Sandmeyer, Peter Schröder, Michael Schütz, Samuel Simon, Luana Velis, Wolfgang Vogler, Andreas Vögler, Uwe Zerwer, Patrycia Ziolkowska

Studiojahr Schauspiel:
Marcel Andrée, Eva Bühnen, David Campling, Andreas Gießer, Katharina Kurschat, Julian Melcher, Julia Staufer, Laura Teiwes

Gäste:
Dietmar Bär, Friederike Becht, Katja Bürkle, Olivia Grigolli, Mechthild Großmann, Paula Hans, Wolfram Koch, Max Mayer, Felix Rech, Jana Schulz, Anke Sevenich, Max Simonischek, Xenia Snagowski, Melanie Straub, Valery Tscheplanowa u. a.

Der Vorverkauf für September und die ersten Vorstellungen im Oktober startet am 10. August 2018.
Reservierungen von Abonnements sind mit Erscheinen des neuen Spielzeithefts seit dem 25. April 2018 möglich.

www.schauspielfrankfurt.de

Donnerstag, 26. April 2018
Paarlauf-Olympiasieger und Weltmeister Aljona Savchenko und Bruno Massot als Gaststars bei HOLIDAY ON ICE
75 Jahre HOLIDAY ON ICE: Anlass, atemberaubenden Eiskunstlauf und mitreißendes Showereignis auf höchstem Niveau zu feiern – und die derzeit erfolgreichsten Paarläufer in der HOLIDAY ON ICE Familie zu begrüßen. „Wir sind stolz, unserem Publikum die Besten der Besten zu präsentieren und Aljona Savchenko und Bruno Massot in unsere neue Inszenierung aufzunehmen“, so Peter O’Keeffe, CEO von HOLIDAY ON ICE zum Engagement für die neue Saison 2018/19. Die beiden Gaststars reihen sich ein in die Elite internationaler Größen wie Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler, Nobert Schramm, Katarina Witt, Tanja Szewczenko und Robin Cousins.


Paarlauf-Olympiasieger und Weltmeister Aljona Savchenko und Bruno Massot als Gaststars bei HOLIDAY ON ICE
© Holiday on Ice

Aljona Savchenko und Bruno Massot, die sich gestern erstmals mit einer Performance in ihrer neuen Rolle präsentierten: „Wir sind gespannt darauf, jetzt für HOLIDAY ON ICE die Showbühne zu betreten, die sportliche Höchstleistung und Eiskunstlauf zu einzigartigem Entertainment vereint. Ab November beginnt unsere Showtime und wir freuen uns schon jetzt auf viele unvergessliche Momente mit den Fans der berühmtesten Eisshow der Welt und ihrem begeisterten Publikum.“ In 14 deutschen Städten werden Aljona Savchenko und Bruno Massot mit jeweils zwei Paarperformances und im Showfinale auf der Eisbühne zu erleben sein. HOLIDAY ON ICE tourt in der kommenden Saison mit beiden Produktionen vom 29. November 2018 bis zum 03. März 2019 durch 25 deutsche Städte sowie Wien. Die Showtermine mit Aljona Savchenko und Bruno Massot werden in Kürze bekannt gegeben.

HOLIDAY ON ICE steht für Eiskunstlauf auf internationalem Top-Niveau und innovatives Live-Entertainment. Im Jubiläumsjahr lädt der Publikumsmagnet mit bis heute über 329 Millionen Zuschauern ein, bisher nicht dagewesene Eiskunstlauf-Performances auf höchstem künstlerischem und athletischem Niveau mitzuerleben. „Besonders jetzt wollen wir unserem Anspruch gerecht werden, Ice-Entertainment immer neu zu inszenieren und unvergessliche Momente zu kreieren“, so Peter O’Keeffe. „Wir haben die emotional fesselnden Auftritte von Aljona Savchenko und Bruno Massot bei den Olympischen Winterspielen und den Weltmeisterschaften mit Spannung verfolgt. Sie haben Preisrichter, Publikum und uns mit ihrer Traumkür gleichermaßen in ihren Bann gezogen. Das Kreativteam rund um Kim Gavin und der Cast freut sich nun darauf, sie in der HOLIDAY ON ICE Familie begrüßen zu dürfen“, so O’Keeffe weiter.

Aljona Savchenko schrieb bereits zwischen 2005 und 2014 gemeinsam mit ihrem damaligen Partner Robin Szolkowy Eiskunstlaufgeschichte: Die beiden wurden fünfmal Weltmeister, viermal Europameister und gewannen zweimal die Bronzemedaille bei Olympia. Nach dem Karriereende von Robin Szolkowy trainiert sie seit 2014 mit Bruno Massot in Oberstdorf. 2016 errangen die beiden bereits Silber bei der Europameisterschaft und Bronze bei der Weltmeisterschaft, 2017 wurden sie Vize-Weltmeister. 2018 gelang dann die Sensation: Nach einem atemberaubenden und emotionalen Auftritt gewannen sie in Pyeongchang Olympiagold und holten nur fünf Wochen später in Mailand den Weltmeistertitel und stellten hierbei einen neuen Weltrekord auf. Ihre mitreißende Kür wurde von Trainer Alexander König sowie Eistanz-Star Christopher Dean, der als Creative Director und Choreograph ebenfalls ein Teil der HOLIDAY ON ICE Familie ist, ausgearbeitet.Aljona Savchenko und Bruno Massot sind seit 1992 das erste Eislaufpaar, das diese beiden Erfolge nacheinander erringen konnte; ebenso stellt Aljona Savchenko mit ihrem nun sechsten WM-Titel einen neuen Rekord auf.

Tourdaten für das Jubiläumsjahr 2018/2019:

NEW SHOW:
Grefrath (Grefrather EisSport & EventPark): 29.11.2018 – 02.12.2018
Rostock (StadtHalle): 06.12.2018 – 09.12.2018
Hannover (TUI Arena): 13.12.2018 – 16.12.2018
Leipzig (Arena Leipzig): 20.12.2018 – 26.12.2018
Köln (Lanxess arena): 28.12.2018 – 29.12.2018

Düsseldorf (Mitsubishi Electric HALLE): 03.01.2019 – 06.01.2019
Frankfurt (Festhalle): 09.01.2019 – 13.01.2019
Tier (Arena Trier): 15.01.2019 – 16.01.2019
Dortmund (Westfalenhalle 1): 18.01.2019 – 20.01.2019
Stuttgart (Porsche-Arena): 24.01.2019 – 27.01.2019
Mannheim (ASP Arena): 01.02.2019 – 03.02.2019
Hamburg (Barclaycard Arena): 07.02.2019 – 10.02.2019
Zwickau (Stadthalle): 14.02.2019 – 18.02.2019
Bremen (ÖVB-Arena): 20.02.2019 – 24.02.2019

ATLANTIS:
Magdeburg (GETEC Arena): 06.12.2018 – 09.12.2018
Erfurt (Messehalle 1): 13.12.2018 – 16.12.2018
Wetzlar (Rittal Arena): 18.12.2018 – 20.12.2018
Nürnberg (Arena Nürnberger Versicherung): 22.12.2018 – 26.12.2018
Münster (MCC Halle Münsterland): 28.12.2018 – 01.01.2019
München (Olympiahalle): 03.01.2019 – 06.01.2019
Wien (Wiener Stadthalle): 17.01.2019 – 27.01.2019
Göttingen (Lokhalle): 31.01.2019 – 03.02.2019
Freiburg (SICK-ARENA): 07.02.2019 – 10.02.2019
Dresden (Messehalle 1): 14.02.2019 – 17.02.2019
Berlin (Tempodrom):21.02.2019 – 03.03.2019

Tickets und Infos zur Show: www.holidayonice.de
Ticket-Hotline 01805-4414 (€ 0,14/Min. aus dem dt. Festnetz, Mobil max. € 0,42/Min)
Tickets für HOLIDAY ON ICE sind ab 24,90 €* erhältlich. Für Kinder ab 14,90 €*.
* Alle angegebenen Preise sind Bruttopreise (zzgl. Fremdgebühren: 2 € für Service pro Ticket und 4,90 € Versand- bzw. 2,90 € Hinterlegungspauschale. Abweichungen möglich durch verschiedene Ticketsysteme.).

Über HOLIDAY ON ICE
Mit mehr als 329 Millionen Besuchern ist HOLIDAY ON ICE die meistbesuchte Eisshow der Welt. Bis heute, fast 75 Jahre nach der ersten Vorstellung im Dezember 1943, hat sich der Publikumsmagnet von einer kleinen Hotelproduktion in den USA zu einem global agierenden Eis-Entertainment-Produzenten entwickelt. Bereits 1951 eroberte HOLIDAY ON ICE Europa und feierte im gleichen Jahr die erste Deutschlandpremiere in Frankfurt am Main. Das Original aller Eiskunstshows präsentiert Eiskunstlauf auf höchstem Leistungsniveau mit Elementen aus Theater, Tanz, Oper, Pop, Magie, Musical und Akrobatik. Auch in Zukunft entstehen begeisternde und innovative Produktionen, die jede Saison mit rund 65 Eiskunstläufern in mehr als 45 Städten in 4 Ländern gastieren.

Donnerstag, 26. April 2018
Neuanfang für den deutschen Musikpreis
Den „ECHO“ wird es nicht mehr geben. Das hat der Vorstand des Bundesverbandes Musikindustrie gestern in einer außerordentlichen Sitzung in Berlin beschlossen. Der ECHO sei viele Jahre ein großartiger Preis und zugleich zentrales Branchenevent mit vielen bewegenden Momenten und herausragenden Künstlerinnen und Künstlern gewesen. Auch steht für den Vorstand außer Frage, dass Deutschland als drittgrößter Musikmarkt der Welt zur genre- und generationsübergreifenden Auszeichnung von Künstlerinnen und Künstlern weiterhin Musikpreise mit Leuchtturm-Charakter braucht. Man wolle jedoch keinesfalls, dass dieser Musikpreis als Plattform für Antisemitismus, Frauenverachtung, Homophobie oder Gewaltverharmlosung wahrgenommen wird. Das um den diesjährigen ECHO herum Geschehene, wofür der Vorstand sich entschuldigt habe, könne zwar nicht mehr rückgängig gemacht werden, man werde aber dafür sorgen, dass sich ein solcher Fehler in Zukunft nicht wiederhole.

Die Marke ECHO sei so stark beschädigt worden, dass ein vollständiger Neuanfang notwendig sei, der auch eine Neuaufstellung bei ECHO KLASSIK und ECHO JAZZ nach sich ziehe. In dieser Überzeugung nennt der Vorstand bereits erste konkrete Schritte: Er wird die drei Preise in eine eigene Struktur überführen. Im Zuge dessen werden auch die bisher involvierten Gremien ihre Tätigkeit einstellen. Die Kriterien der Nominierung und Preisvergabe werden dabei vollständig verändert. Wie beim ECHO KLASSIK und ECHO JAZZ, die von Anfang an reine Jury-Preise waren, soll beim neuen Musikpreis auch für den Pop-Bereich die Jury stärker in den Vordergrund rücken.
 
Für die Konkretisierung der Änderungen wird sich der Vorstand die erforderliche Zeit nehmen. Mit dem erklärten Ziel, den neuen Preis im Sinne aller Künstler sowie der gesamten Branche zu gestalten, soll es im Juni einen Workshop geben, um möglichst viele Ideen und Erwartungen aus der Branche beim Prozess der Neugestaltung einzubeziehen. Gleichzeitig ist der BVMI bereits an Institutionen herangetreten, um die gesellschaftlich notwendige Debatte über die Kunstfreiheit und ihre Grenzen mitzugestalten.
 
Ausführliche Informationen zu den Verleihungen in den Bereichen Jazz und Klassik folgen in Kürze. Die Jazz-Preise werden am 31. Mai in Hamburg in kleinerem Kreis ohne TV-Inszenierung verliehen. Im Fokus stehen die Künstlerinnen und Künstler und ihre Musik.

www.echopop.de

Donnerstag, 26. April 2018
„Hauptsache Kultur“: Zeitreise durch Hessen
Ein wahrer Foto-Schatz aus unbekannten Schwarz-Weiß-Aufnahmen aus den 30er Jahren, eine Otto-Waalkes-Ausstellung in Frankfurt und ein Musical über Bad Vilbel – das sind unter anderem die Themen der aktuellen Ausgabe von „Hauptsache Kultur“ am kommenden Donnerstag, 26. April, um 22.45 Uhr im hr-fernsehen. Präsentiert wird das Kulturmagazin von Cécile Schortmann.

Zeitreise durch Hessen – Wie der Fotograf Walter Löber das Leben auf dem Land in den 30er Jahren festhielt
Es sind Fotos von einem Hessen, das es so nicht mehr gibt: Frauen in Trachten, die mit Kuchenblechen über Pflasterstein-Straßen laufen. Kinder, die einem Siebmacher bei der Arbeit zuschauen. Ein Mädchen, das zwei Kühe zum Tränken an einen Brunnen zieht. Der Alltag auf dem hessischen Land, wie er in den 30er Jahren üblich war. Festgehalten wurden diese Schwarz-Weiß-Aufnahmen von dem Hobbyfotografen Walter Löber (1906-1968) aus Donsbach. Der gelernte Schreinergeselle hatte sich 1932 eine Leica-Kamera gekauft und ist mit ihr auf seinem Moped durch die hessische Provinz gereist. Mehr als 3.000 Bilder von Volksfesten, Feldarbeiten und Brunnenszenen sind erhalten geblieben. Sie zeigen das Leben der Hessen vor dem Krieg – die bescheidenen, teils harten Lebensverhältnisse, aber auch das Gemeinschaftsleben. Und mit den Hakenkreuz-Fahnen auch das drohende Unheil … – Diethard Löber, der Sohn von Walter Löber, hat die Fotosammlung nach dessen Tod entdeckt und sie dem Hessenpark vermacht. Für den Historiker Thomas Ostendorf vom Hessenpark der Beginn einer großen Recherche. Wo sind die Fotos gemacht worden, welche Dörfer sind abgebildet? Er ließ die Bilder digitalisieren und ruft nun in einer Ausstellung und mit einem Foto-Buch die Hessen zur Hilfe auf. „Hauptsache Kultur“ hat Thomas Ostendorf und Diethard Löber getroffen und sich mit ihnen auf eine Zeitreise durch ein fast vergessenes Hessen begeben.

Nicht nur Ottifanten – Otto Waalkes ist mit einer großen Ausstellung in Frankfurt zu Gast
Bekannt wurde er als Blödelbarde der Nation, dabei wollte Otto Waalkes eigentlich Zeichner werden. In Hamburg schrieb er sich 1970 für ein Kunstpädagogikstudium ein, und schon als Schüler erfand er sein gekritzeltes Markenzeichen: den Ottifanten. Jetzt zeigt das Caricatura Museum Frankfurt 200 ausgewählte Werke des Ostfriesen. Ob in Öl oder mit dem Bleistift, es ist Ottos Blick auf die Kunstgeschichte. Aber warum eine Otto-Ausstellung ausgerechnet am Main statt in seiner Wahl-Heimat Hamburg? Otto hat Freunde in Frankfurt. Schon Anfang der 1970er lieferten sie dem Rebellen des deutschen Humors zuverlässig die Pointen – allesamt Mitglieder der Neuen Frankfurter Schule: Bernd Eilert, Robert Gernhardt und Pit Knorr. Ottos Erfolg auf der Bühne drängte schnell den bildenden Künstler in ihm in den Hintergrund. Doch gezeichnet und gemalt hat er immer. „Hauptsache Kultur“ hat Otto gemeinsam mit seinem Freund Bernd Eilert im Caricatura Museum getroffen. „Otto – Die Ausstellung“ ist noch bis zum 2. September zu sehen.

Bad Vilbel – Eine Stadt und ihr Musical
Musical-Städte gibt‘s in Deutschland einige: Hamburg, Bochum und auch Fulda. Aber ein Musical für eine Stadt gab es bisher nicht, das musste noch geschrieben werden.


Bad Vilbel ~ Das Musical
© hr / Christine Fauerbach

Bad Vilbel, das etwas im Schatten von Frankfurt liegt, sagte sich, wir sind auch wer, und brachte sein eigenes Musical auf die Bühne, das nun folgerichtig „Bad Vilbel. Das Musical“ heißt. Ein Frankfurter Bub kommt nach Bad Vilbel, verliebt sich dort in ein Mädchen, will es mit nach Frankfurt nehmen, aber am Ende kommt es doch ganz anders. Herzschmerz, Irrungen und Wirrungen, Happy End sind nun wirklich nichts Neues. Neu aber ist, was die Bad Vilbeler für ihr Musical alles getan haben, um es auf die Bühne zu bringen. Alle Sparten der Kultur – Schauspiel, Musik, Film – zogen an einem Strang. Jeder in der Stadt, der wollte, konnte sich in irgendeiner Weise einbringen. Die Menschen in Bad Vilbel rückten näher zusammen. Und so kam es, dass ein kulturelles Projekt so etwas wie Heimat stiftet. „Hauptsache Kultur“ hat die Musical-Macher begleitet und war bei der Premiere dabei.

„Hauptsache Kultur“ berichtet über Kulturhighlights in Hessen, über Trends und Tendenzen, über Skandale und Flops. Das aktuelle Kulturmagazin stellt aufregende Macher der hessischen Kulturszene vor, blickt hinter die Kulissen, mischt sich meinungsstark in Debatten ein: aktuell, überraschend, kontrovers.

Donnerstag, 26. April 2018
Welttanztag 2018 am 29. April
(lifePR) - DER WELTTANZTAG 2018: Gala des Landesjugendballetts an der Staatlichen Ballettschule Berlin ~ - »Leipzig tanzt! « auf dem Augustusplatz
Am Sonntag, 29. April, feiert das Leipziger Ballett mit vielen anderen rund um den Globus den Welttag des Tanzes 2018. Höhepunkt des Welttanztages in Leipzig ist die Gala des Landesjugendballetts an der Staatlichen Ballettschule Berlin und Schule für Artistik um 18 Uhr auf der großen Bühne der Oper Leipzig. Die jungen Tänzerinnen und Tänzer des Landesjugendballetts Berlin präsentieren die Ergebnisse ihrer Ausbildung und beweisen sie vielfältiges Können. »The Contemporaries – im Hier und Jetzt« (Volume 2) vereinigt vier unterschiedliche Perspektiven auf das, was den professionellen Bühnentanz heute ausmacht. Auf dem Programm stehen choreografische Arbeiten von Wayne McGregor, Marko Goecke, Mauro de Candia und Gregor Seyffert. Sie vereinen die Virtuosität des klassischen Tanzes, die Expressivität des modernen Tanzes und die Experimentierfreude des zeitgenössischen Tanzes an einem Abend.

Bereits ab 11 Uhr begehen unter dem Motto »Leipzig tanzt!« rund dreißig Vereine, Tanzschulen, Studios und Gruppen der Stadt den Welttanztag mit Aufführungen auf der Bühne auf dem Augustusplatz. In den Foyers des Opernhauses werden Kurse für Lindy Hop, Swing, Modern Dance, orientalischen Tanz, Salsa und vielen andere Tanzstile angeboten. Der von der UNESCO 1982 ins Leben gerufene Feiertag würdigt den Tanz als universelle Sprache, die in der Lage ist Barrieren abzubauen und Menschen zusammenzubringen. Das Programm zum Welttanztag am 29. April 2018 in Leipzig steht unter folgendem Link zum Download bereit: www.oper-leipzig.de/de/welttanztag 

Der Eintritt zu »Leipzig tanzt!« ist frei. Karten für die Gala (15-68 €) sind an der Kasse im Opernhaus, unter Tel: 0341-1261261 (Mo-Sa 10-19 Uhr), per E-Mail service@oper-leipzig.de oder im Internet unter www.oper-leipzig.de erhältlich.

Mittwoch, 25. April 18
Oper Frankfurt: Die Spielzeit 2018/19
Die Mischung macht es. Ein ausgeprägter Ensemblegedanke, der insbesondere jungen Sängern die Chance gibt, sich und ihre Stimme zu entwickeln, aber auch detaillierte und umfangreiche Kenntnisse des Opernrepertoires zeichnen Intendant Bernd Loebe aus, der jetzt seine 17. Spielzeitpressekonferenz an der Oper Frankfurt gab.  Das weltweite Renommee der Oper Frankfurt ist weitaus größer, als es in Frankfurt oftmals wahrgenommen wird.  Kein Wunder also, dass Loebe jüngst in London in der Kategorie "Leadership Opera" mit dem International Opera Award ausgezeichnet wurde (siehe auch Meldung vom 10. April 18): "Vor allem hat er es geschafft, die Oper in die Gegenwart zu holen und dabei gleichzeitig die Bedürfnisse von Kreativen und Publikum in Einklang zu bringen, Traditionen zu respektieren, Innovationen zu lancieren, neue Werke lohnend zu machen und gleichzeitig unsere zeitgenössische Herangehensweise an die Klassiker zu erneuern" (International Opera Awards)..


Spielzeitpräsentation der Oper Frankfurt (24. April 18)
Intendant Bernd Loebe , Generalmusikdirektor Sebastian Weigle
© Wolfgang Runkel ~ www.wolfgang-runkel.de

Die Spielzeit 2018/19
„Ein pralles Angebot erwartet unser Publikum auch in der Saison 2018/19 – ein mutiges Programm, von der Vision geprägt, dass die Freunde unseres Hauses unseren Vorschlägen folgen und aufs Neue der Erweiterung des Repertoires zustimmen. Und unsere Zukunft? Die Römer-Koalition lässt prüfen, inwiefern eine Sanierung auf kleinem Niveau die längerfristige Bespielung der Bühnen begründen, wie auch in Zukunft die Sicherheit der hier Arbeitenden und die des Publikums garantieren könnte. Zwingende Arbeitsschutzmaßnahmen wie Fragen der Energetik und viele im Detail zu lösende Aufgaben sollen neu gewichtet und bewertet werden. Natürlich ist nachvollziehbar, dass eine Stadt wie Frankfurt mit ihren vielfältigen Aufgaben und sozialen Verpflichtungen eine kostengünstige Lösung anstrebt. Die Vision eines neuen Opernhauses in einer stetig wachsenden Stadt, das neue Touristenströme anzieht, eine größere Internationalität anstrebt und auch die vorhandene Basis mit weiteren hochklassigen Produktionen füttert, mag erlaubt sein. Man muss nicht die Elbphilharmonie im Blick haben, wenn man die Frankfurter Situation als Chance des Theaters als Ort der Begegnung rund um die Uhr begreifen möchte – doch der erste Schritt muss vor dem zweiten getan werden.“ Soweit Bernd Loebes Gedanken kurz vor seiner 17. Frankfurter Spielzeit.

Der Spielplan der Oper Frankfurt in der Saison 2018/19 bietet wieder mehr als 500 Veranstaltungen insgesamt, davon 189 Musiktheatervorstellungen. Auf dem Programm stehen erneut 12 Premieren mit insgesamt 90 Vorstellungen, davon finden 8 szenische und eine konzertante Premiere mit 73 Vorstellungen im Opernhaus sowie 3 Premieren mit 17 Vorstellungen im Bockenheimer Depot statt. Darüber hinaus sind 17 Wiederaufnahmen mit 99 Vorstellungen sowie 8 Liederabende im Opernhaus geplant.

Dort bildet am 9. September 2018 mit Tri sestry (Drei Schwestern) von Peter Eötvös (*1944) ein Klassiker der Moderne als Frankfurter Erstaufführung den Spielzeit-Auftakt. Die Musikalische Leitung haben Dennis Russell Davies und Kapellmeister Nikolai Petersen, Regie führt Dorothea Kirschbaum. Die Besetzung wird – wie ursprünglich üblich – von Countertenören angeführt: Vince Yi (Irina), Dmitry Egorov (Mascha) und Ray Chenez (Olga) sowie Eric Jurenas (Natascha). Die Spielzeit im Bockenheimer Depot wird am 12. September 2018 mit der Deutschen Erstaufführung von Olga Neuwirths (*1968) Lost Highway eröffnet. Das Libretto des Werks stammt von Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek sowie der Komponistin und basiert auf einem Drehbuch von David Lynch und Barry Gifford. Am Pult des Ensemble Modern steht der ehemalige Frankfurter Kapellmeister Karsten Januschke, die Inszenierung besorgt der Amerikaner Yuval Sharon, der in diesem Sommer mit Lohengrin in Bayreuth debütieren wird.

Die erste Neuproduktion mit Generalmusikdirektor Sebastian Weigle kommt am 28. Oktober 2018 mit einem Doppelabend aus Peter I. Tschaikowskis Iolanta (Frankfurter Erstaufführung) und Igor Strawinskys Oedipus Rex heraus. Die Inszenierung übernimmt die amerikanische Regisseurin Lydia Steier im Rahmen ihres Hausdebüts. Die litauische Sopranistin Asmik Grigorian gastiert als Iolanta erstmals in Frankfurt, während Peter Marsh als Ödipus und Tanja Ariane Baumgartner als Jokaste aus dem Ensemble besetzt sind.

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Intendant Bernd Loebe und Regisseur Claus Guth

© Wolfgang Runkel ~ www.wolfgang-runkel.de

Am 7. November 2018 folgt als konzertante Aufführung Giuseppe Verdis Frühwerk Il corsaro (Der Korsar) mit Frankfurt-Debütant Francesco Lanzillotta am Pult des Opern- und Museumsorchesters, und auch die Besetzung dieser Frankfurter Erstaufführung mit Mario Chang (Corrado), Željko Lucic (Seid) und Dorothea Röschmann (Medora) in den Hauptpartien ist vielversprechend. Eine weitere Oper des italienischen Repertoires steht am 2. Dezember 2018 im Opernhaus mit Vincenzo Bellinis I puritani in Koproduktion mit Liège auf dem Spielplan. Man darf gespannt sein, wie sich Tito Ceccherini, der sich eigentlich mit Neuer Musik einen Namen gemacht hat, diesem Werk nähern wird. Regie führt Vincent Boussard, an seiner Seite wieder Modeschöpfer Christian Lacroix, der für die Kostüme verantwortlich zeichnet. In den Hauptpartien kehren das ehemalige Ensemblemitglied Brenda Rae und als Gast John Osborn zurück nach Frankfurt. Auch die folgende Premiere am 27. Januar 2019 ist italienischer Provenienz: Giuseppe Verdis La forza del destino (Die Macht des Schicksals) wird dirigiert von Jader Bignamini. Inszenieren wird Tobias Kratzer, der in Frankfurt 2017/18 mit Meyerbeers L’Africaine – Vasco da Gama einen überragenden Erfolg feiern konnte. Zur Besetzung gehören die Weltstars Franz-Josef Selig (Padre Guardiano) und Christopher Maltman (Don Carlo de Vargas).

Weiter geht es am 2. Februar 2019 im Bockenheimer Depot mit Musik von und für Jugendliche in Form der Rockoper Mina, die seit Februar 2018 in Gemeinschaftsarbeit der jungen Laienkünstler mit den Profis der Oper Frankfurt unter Leitung des Musikers Uwe Dierksen (*1959) entsteht. Regie führt die ehemalige Frankfurter Regieassistentin Ute M. Engelhardt.

Im Opernhaus kommt am 24. Februar 2019 Bedrich Smetanas Dalibor heraus. Die musikalische Leitung liegt bei Stefan Soltesz, für die Regie kehrt Florentine Klepper nach Frankfurt zurück. Auch der Darsteller des Dalibor, der tschechische Tenor Aleš Briscein, ist hier seit seinen Aufritten u.a. als Mazal in Janáceks Die Ausflüge des Herrn Broucek kein Unbekannter. Franz Schrekers Der ferne Klang kehrt am 31. März 2019 an die Stätte seiner Uraufführung zurück. Es dirigiert Sebastian Weigle, für die Inszenierung kommt Regie-Star Damiano Michieletto nach Aufgaben in Zürich, Wien, Paris und Barcelona erstmals nach Frankfurt, ebenso wie die Sänger der Hauptpartien Jennifer Holloway (Grete Graumann) und Ian Koziara (Fritz).

Händels Rodelinda in der Regie von Claus Guth entstand in Koproduktion mit den Opernhäusern von Madrid, Lyon und Barcelona. In Frankfurt übernimmt Andrea Marcon die musikalische Leitung. Zur Besetzung gehört der aus dem Rheingau stammende Star-Counter Andreas Scholl als Bertarido. Karol Szymanowskis Król Roger (König Roger) ist die letzte Produktion der Saison im Opernhaus und bringt ab 2. Juni 2019 einen alten Bekannten zurück nach Frankfurt: Sylvain Cambreling war von 1993 bis 1997 Generalmusikdirektor an der Oper Frankfurt und wirkt momentan in gleicher Position an der Staatsoper Stuttgart. 2018/19 wird er zu den Symphonikern Hamburg wechseln. Für die Regie kehrt nach seinem Erfolg mit der Uraufführung von Arnulf Herrmanns Der Mieter Johannes Erath nach Frankfurt zurück. Als König Roger gibt der polnische Bassbariton Lukasz Golinski sein Hausdebüt.

Den Abschluss der Spielzeit im Bockenheimer Depot macht ein weiterer Doppelabend, bestehend aus Bruno Madernas Satyricon und Gian Carlo Menottis The Medium. Die musikalische Leitung haben die beiden Frankfurter Kapellmeister Simone Di Felice beim erstgenannten und Nikolai Petersen beim zweitgenannten Stück, Regie führen Nelly Danker (Satyricon) und Hans Walter Richter (The Medium).

Zudem werden zahlreiche beliebte Produktionen wiederaufgenommen, darunter Johannes Eraths Sicht auf Verdis Otello mit Roberto Saccà in der Titelpartie (19. August 2018) und Andreas Kriegenburgs Inszenierung von Puccinis Tosca (22. September 2018) mit Lorenzo Viotti am Pult und Malin Byström als Titelheldin. Es folgen zudem Jim Lucassens Produktion von Dvoráks Rusalka (28. September 2018) und Strauss’ Daphne von Claus Guth (1. Februar 2019) – beide dirigiert von GMD Sebastian Weigle. Brigitte Fassbaenders Inszenierungen der Strauss-Opern Capriccio (6. Oktober 2018) und Ariadne auf Naxos (2. November 2018) werden von Lothar Koenigs bzw. von Christoph Gedschold musikalisch geleitet. In der zuerst genannten Produktion präsentiert sich das neue Ensemblemitglied Kirsten MacKinnon als Gräfin Madeleine, in der Ariadne gastiert Paula Murrihy als Komponist an ihrem ehemaligen Stammhaus. Danach steht Tilmann Köhlers Produktion von Händels Xerxes im Opernhaus auf dem Programm (5. Januar 2019) und – der großen Nachfrage wegen – Händels Rinaldo im Bockenheimer Depot (12. Januar 2019) mit Jakub Józef Orlinski in der Titelpartie, der an seinen überragenden Erfolg in dieser Produktion im Sommer 2017 anknüpfen wird. Zu den weiteren Wiederaufnahmen gehören Humperdincks Hänsel und Gretel (7. Dezember 2018), Bizets Carmen (1. März 2019) und Bergs Wozzeck (9. März 2019). Bei der Wiederaufnahme von Wagners Die Walküre (21. April 2019) mit James Rutherford als Wotan und Christiane Libor als Brünnhilde steht GMD Sebastian Weigle am Pult, während für Harry Kupfers Inszenierung von Berlioz‘ La damnation des Faust Frankfurts ehemaliger Kapellmeister Roland Böer zurückkehrt.

Die Liederabende-Reihe vereinigt wieder Namen etablierter Sängerinnen und Sänger mit denen vielversprechender Nachwuchskünstler: Bass Günther Groissböck (11. September 2018), Sopran Hanna-Elisabeth Müller (20. November 2018), Bariton Luca Salsi (18. Dezember 2018), Bariton Ludovic Tézier (22. Januar 2019), Mezzosopran Stéphanie d’Oustrac (26. März 2019), Sopran Edita Gruberová (23. April 2019), Tenor Michael Porter (7. Mai 2019) und Tenor Michael Spyres (18. Juni 2019).

2018/19 ergänzen über 300 Sonderveranstaltungen das umfangreiche Angebot der Oper Frankfurt. So hat sich unter dem Titel JETZT! Oper für Dich das erfolgreiche Vermittlungsprogramm für Kinder, Jugendliche und (junge) Erwachsene mit einem vergleichsweise hohen Anteil von über 230 Terminen an der Gesamtzahl der Sonderveranstaltungen weiterhin stark etabliert. Zudem wird es wieder Soireen des Opernstudios, die Talkrunde Oper lieben mit Bernd Loebe im Wechsel mit den Dramaturgen der Oper Frankfurt sowie die Einführungsveranstaltungen Oper extra im Holzfoyer geben. Auch im Konzertbereich wird wieder einiges geboten: die Werkstattkonzerte Happy New Ears mit dem Ensemble Modern, Kammermusik im Foyer und die Museumskonzerte mit dem Frankfurter Opern- und Museumsorchester in der Alten Oper.

Auch in der kommenden Spielzeit ist die Oper Frankfurt andernorts zu Gast: So wird Generalmusikdirektor Weigle im Juni 2018 Wagners Lohengrin und im September 2018 Webers Der Freischütz an der Staatsoper Wien gastieren. Im Dezember 2018 dirigiert er Humperdincks Hänsel und Gretel am Royal Opera House Covent Garden London, im Januar 2019 gefolgt von Wagners Tannhäuser an der Deutschen Oper Berlin. Zudem wird im Dezember 2018 und Juli 2019 Bizets Carmen (Regie: Barrie Kosky) aus der Frankfurter Spielzeit 2015/16 erneut am Royal Opera House Covent Garden in London gezeigt. Im Juni / Juli 2019 wird Bellinis I puritani (Regie: Vincent Boussard) aus der Frankfurter Spielzeit 2018/19 als Koproduktion mit der Opéra Royal de Wallonie in Liège auch dort zu sehen sein.

Folgende Sänger werden zukünftig das Ensemble der Oper Frankfurt verstärken: Die kanadische Sopranistin Ambur Braid gastierte in Frankfurt als Königin in Kreneks Das geheime Königreich und Elisabetta in Roberto Devereux (konzertant). Aktuell singt sie Puccinis Tosca an der Calgary Opera. Ihre Landsmännin und Fachkollegin Kirsten MacKinnon ist Absolventin des Curtis Institute in Philadelphia und gastierte u.a. in Glyndebourne und Toronto, gefolgt von ihrem Deutschland-Debüt als Ines in L’Africaine – Vasco da Gama in Frankfurt. Die Mezzosopranistin Zanda Švede stammt aus Lettland und sang im Rahmen ihrer Teilnahme am Merola Opera Program in San Francisco zahlreiche Partien am dortigen Opernhaus, gefolgt von Aufgaben u.a. in Chicago. Der österreichisch-australische Tenor Gerard Schneider erhielt seine Ausbildung an der Juilliard School in New York und am National Opera Studio in London und ist seither freiberuflich tätig, u.a. beim Wexford Festival. Božidar Smiljanic ist britischer Bassbariton mit serbischen Wurzeln. Der Finalist des Wettbewerbs „Neue Stimmen“ gastierte u.a. beim Glyndebourne Festival und an der Scottish Opera in Glasgow sowie demnächst in Bregenz. Der US-Tenor Matthew Swenson studierte u.a. an der Juilliard School in New York und war zuletzt Mitglied des Opernstudios OperAvenir am Theater Basel, wo er verschiedene Partien übernahm. Der polnische Bariton Mikolaj Trabka wird aus dem Opernstudio der Oper Frankfurt in den festen Sängerstamm übernommen.
Das Frankfurter Ensemble verlassen neben der Sopranistin Sara Jakubiak und der Mezzosopranistin Maria Pantiukhova die Tenöre Mario Chang und Martin Mitterrutzner sowie die Baritone Björn Bürger und Daniel Schmutzhard. Auch der Bass Daniel Miroslaw scheidet aus dem Ensemble aus.

Die Auslastung der Oper Frankfurt in der laufenden Saison 2017/18 liegt mit Stand April 2018 bei 80%. Die Zahlen der Abonnements belaufen sich 2017/18 auf 12.113 (plus 540 Oper für Kinder-Abonnements). Gerechnet auf alle sechzehn Spielzeiten der Intendanz Loebes ist damit eine Steigerung im Abonnement von 48,5% zu verzeichnen. Dabei sind die Oper für Kinder-Abonnements nicht mitgerechnet.

Die Oper Frankfurt bedankt sich bei ihren Partnern für deren großzügige finanzielle Unterstützung: dem Patronatsverein der Städtischen Bühnen e.V. – Sektion Oper, der Aventis Foundation (Hauptförderer Ur- und Erstaufführungen seit 2015/16, in dieser Saison für Lost Highway und Try sestry / Drei Schwestern), der Deutsche Bank Stiftung und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main (Hauptförderer Opernstudio), der DZ BANK (Produktionspartner für La forza del destino / Die Macht des Schicksals), den Projektpartnern White & Case LLP (für Perspektive Frankfurt, eine neue Podiumsreihe), der Commerzbank AG (für Oper to go), der Stadt Eschborn (Hauptförderer des Vermittlungsprogramms JETZT! Oper für Dich), der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen (Partner des Spendenaufrufs im Rahmen des Vermittlungsprogramms JETZT! Oper für Dich), der Mercedes-Benz Niederlassung Frankfurt / Offenbach (für die Liederabende), American Express und der Frankfurter Buchmesse (Projektpartner im Rahmen des Programms des jeweiligen Gastlandes – 2018: Georgien). Dem Format Fellows & Friends (für kleine und mittlere Unternehmen), gehören die Frankfurter Sparkasse und FPS Rechtsanwälte an. Zu den Ensemble Partnern, denen die Stärkung des Ensembles am Herzen liegt, zählen die Stiftung Ottomar Päsel in Königstein / Ts. und Josef F. Wertschulte. Education Partnern (für die Förderung von Oper für Kinder aus dem Vermittlungsprogramm JETZT! Oper für Dich) sind die Europäische Zentralbank und die Fraport AG. Der Dank geht auch an die zahlreichen Privatpersonen, die sich mit Einzelspenden im Rahmen des jährlichen Spendenaufrufs und dem Ensemble-Dinner für die künstlerische Arbeit des Hauses engagiert haben. Medienpartner sind hr2-kultur (Kulturpartner) und Rhein-Main-Media (für die FAZ-Bürgergespräche), die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main ist dem Haus als Mobilitätspartner (Gestaltung der B-Ebene am Willy-Brandt-Platz) verbunden.

Premieren:

Peter Eötvös: Tri sestry (Drei Schwestern; Frankfurter Erstaufführung), Premiere: Sonntag, 9. September 2018
Musikalische Leitung: Dennis Russell Davies und Nikolai Petersen, Regie: Dorothea Kirschbaum, Bühnenbild: Ashley Martin-Davis, Kostüme: Michaela Barth

Olga Neuwirth: Lost Highway (Deutsche Erstaufführung), Premiere: Mittwoch, 12. September 2018 (Bockenheimer Depot)
Musikalische Leitung: Karsten Januschke, Regie: Yuval Sharon (Lohengrin Bayreuth 2018), Bühnenbild, Video, Licht: Jason H. Thompson, Kaitlyn Pietras, Kostüme: Doey Lüthi

Peter I. Tschaikowski: Iolanta (Frankfurter Erstaufführung) / Igor Strawinsky: Oedipus Rex, Premiere: Sonntag, 28. Oktober 2018
Musikalische Leitung: Sebastian Weigle / Nikolai Petersen, Regie: Lydia Steier, Bühnenbild: Barbara Ehnes, Kostüme: Alfred Mayerhofer

Giuseppe Verdi: Il corsaro (Der Korsar; Konzertante Aufführungen / Frankfurter Erstaufführung), Premiere: Mittwoch, 7. November 2018
Musikalische Leitung: Francesco Lanzillotta, Chor: Tilman Michael

Vincenzo Bellini; I puritani, Premiere: Sonntag, 2. Dezember 2018
Musikalische Leitung: Tito Ceccherini, Regie: Vincent Boussard, Bühnenbild: Johannes Leiacker, Kostüme: Christian Lacroix

Giuseppe Verdi: La forza del destino (Die Macht des Schicksals), Premiere: Sonntag, 27. Januar 2019
Musikalische Leitung: Jader Bignamini / Gaetano Soliman, Regie: Tobias Kratzer, Bühnenbild und Kostüme: Rainer Sellmaier

Uwe Dierksen: Mina (Uraufführung), Premiere: Samstag, 2. Februar 2019 (Bockenheimer Depot)
Musikalische Leitung: Uwe Dierksen, Regie: Ute M. Engelhardt, Bühnenbild und Kostüme: Mara Scheibinger

Bedrich Smetana: Dalibor, Premiere: Sonntag, 24. Februar 2019
Musikalische Leitung: Stefan Soltesz, Regie: Florentine Klepper, Bühnenbild: Boris Kudlicka, Kostüme: Adriane Westerbarkey

Franz Schreker: Der ferne Klang, Premiere: Sonntag, 31. März 2019
Musikalische Leitung: Sebastian Weigle / Florian Erdl, Regie: Damiano Michieletto, Bühnenbild: Paolo Fantin, Kostüme: Klaus Bruns

Georg Friedrich Händel: Rodelinda,  Premiere: Sonntag, 12. Mai 2019
Musikalische Leitung: Andrea Marcon, Regie: Claus Guth, Bühnenbild und Kostüme: Christian Schmidt

Karol Szymanowski: Król Roger (König Roger, Premiere: Sonntag, 2. Juni 2019
Musikalische Leitung: Sylvain Cambreling, Regie: Johannes Erath, Bühnenbild: Johannes Leiacker, Kostüme: Jorge Jara

Bruno Maderna: Satyricon (Frankfurter Erstaufführung) / Gian Carlo Menotti: The Medium (Frankfurter Erstaufführung), Premiere:  Samstag, 15. Juni 2019 (Bockenheimer Depot)
Musikalische Leitung: Simone Di Felice / Nikolai Petersen, Regie: Nelly Danker / Hans Walter Richter, Bühnenbild: Kaspar Glarner, Kostüme: Cornelia Schmidt

Wiederaufnahmen:

Giuseppe Verdi: Otello (Sonntag, 19. August 2018)
Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte (Samstag, 25. August 2018)
Giacomo Puccini Tosca (Samstag, 22. September 2018)
Antonín Dvorák Rusalka (Freitag, 28. September 2018)
Richard Strauss Capriccio (Samstag, 6. Oktober 2018)
Richard Strauss Ariadne auf Naxos (Freitag, 2. November 2018)
Engelbert Humperdinck Hänsel und Gretel (Freitag, 7. Dezember 2018)
Franz Lehár: Die lustige Witwe (Samstag, 15. Dezember 2018)
Georg Friedrich Händel Xerxes (Samstag, 5. Januar 2019)
Georg Friedrich Händel: Rinaldo (Samstag, 12. Januar 2019 (Bockenheimer Depot)
Richard Strauss Daphne (Freitag, 1. Februar 2019)
Georges Bizet Carmen (Freitag, 1. März 2019)
Alban Berg Wozzeck (Samstag, 9. März 2019)
Wolfgang Amadeus Mozart Le nozze di Figaro (Freitag, 5. April 2019)
Richard Wagner: Die Walküre (Sonntag, 21. April 2019)
Vincenzo Bellini: Norma (Freitag, 7. Juni 2019)
Hector Berlioz La damnation de Faust (Fausts Verdammnis) (Sonntag, 16. Juni 2019)

Liederabende:
Günther Groissböck, Bass: Dienstag, 11. September 2018
Hanna-Elisabeth Müller, Sopran: Dienstag, 20. November 2018
Luca Salsi, Bariton: Dienstag, 18. Dezember 2018
Ludovic Tézier, Bariton: Dienstag, 22. Januar 2019
Stéphanie d’Oustrac, Mezzosopran: Dienstag, 26. März 2019
Edita Gruberová, Sopran: Dienstag, 23. April 2019
Michael Porter, Tenor: Dienstag, 7. Mai 2019
Michael Spyres, Tenor: Dienstag, 18. Juni 2019


Der Vorverkauf für die Opernvorstellungen und Liederabende der Saison 2018/2019 beginnt am 25. Juni 2018.  Karten für kleinere Veranstaltungen in der Regel ab dem 15. des vorvorhergehenden Monats. Der Verkauf von Vorstellungen im Bockenheimer Depot beginnt drei Monate vor dem Vorstellungstermin zum 1. des Monats.

www.oper-frankfurt.de

Mittwoch, 25. April 18
Programmpräsentation: Ruhrtriennale erkundet Lebensgefühl der Zwischenzeit ~ Erste Saison unter der künstlerischen Leitung von Stefanie Carp startet am 9. August


Christoph Marthaler und Stefanie Carp

© Edi Szekely/Ruhrtriennale 2018

Die fundamentalen gesellschaftlichen Umbrüche und Aufbrüche unserer Gegenwart stehen im Fokus der ersten Ruhrtriennale unter der künstlerischen Leitung von Stefanie Carp. Die neue Intendantin der Jahre 2018 bis 2020 hat bei PACT Zollverein in Essen gemeinsam mit dem Artiste associé Christoph Marthaler das Programm der Spielzeit 2018 vorgestellt. 33 Produktionen und Projekte, davon 20 Eigen- und Koproduktionen, 16 Uraufführungen, Neuinszenierungen, Deutschlandpremieren und Installationen werden zwischen dem 9. August und 23. September in den ehemaligen Industriehallen des Ruhrgebietes und an weiteren Orten gezeigt. Zu den Höhepunkten der Eröffnungswoche gehören eine neue Kreation des südafrikanischen Regisseurs William Kentridge, die Einweihung einer Skulptur des amerikanischen Künstlers Olu Oguibe sowie die Uraufführung der Musiktheater-Kreation „Universe, Incomplete“, mit der Christoph Marthaler die komplette Bochumer Jahrhunderthalle bespielt.
 
Der Kartenvorverkauf für die Ruhrtriennale 2018 beginnt am Montag, 30. April, um 9 Uhr.
 
Stefanie Carp: „Noch nie haben wir so stark empfunden, dass sich innerhalb kurzer Zeit alle unsere Lebensumstände verändern werden. Wir befinden uns in einem Stadium der Zwischenzeit. Flüchtende, vertriebene und migrierende Menschen durchziehen die Kontinente, werden ausgegrenzt, durch ewige bürokratische Prozesse am Leben gehindert. Verteilungskriege von unvorstellbarer Grausamkeit zerstören ganze Gesellschaften und Kulturen. Spätestens jetzt haben alle begriffen, dass die Forderungen nach Beteiligung, Gleichheit und Freiheit keine Frage eines politischen Geschmacks sind, sondern eine Frage des zivilisierten Überlebens.“
 
Sinnbild für das Stadium der Zwischenzeit ist das neue Festivalzentrum der Ruhrtriennale: ein Flugzeug, das die Künstler- und Architektengruppe raumlaborberlin für den Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum entworfen hat. Ob die Maschine abgestürzt ist oder sich gerade in der Konstruktion befindet, lässt sich nicht eindeutig sagen. Fest steht aber, dass dieser spektakuläre Veranstaltungsraum mit dem Titel „Third Space“ während der nächsten drei Jahre unter Mitwirkung der Besucher*innen immer wieder neu zusammengesetzt und ausgebaut werden kann. „Die Zwischenzeit ist unsere Chance, die Veränderung aller sozialen und kulturellen Verhältnisse kreativ mitzugestalten, statt in Furcht und Abwehr zu verharren“, so Stefanie Carp.
 
Eröffnet wird die Ruhrtriennale 2018 am 9. August in der Kraftzentrale Duisburg mit der Produktion „The Head and the Load“ von William Kentridge. In der Kreation aus Musiktheater, Tanz und Bildender Kunst setzt sich der südafrikanische Regisseur mit der Rolle Afrikas im Ersten Weltkrieg auseinander: Zwischen 1914 und 1918 wurden mehr als zwei Millionen Menschen aus dem afrikanischen Kontinent von den Kolonialmächten gezwungen, für sie in den Krieg zu ziehen. Diesem kaum erforschten Kapitel afrikanischer und europäischer Geschichte widmet Kentridge seine installative und szenische Arbeit, die bei der Ruhrtriennale Deutschlandpremiere feiert.
 
Vor der Premiere von „The Head and the Load“ hält die indische Atomphysikerin und Aktivistin Vandana Shiva in der Gebläsehalle Duisburg die Eröffnungsrede zum diesjährigen Festival. Unter dem Titel „Earth Democracy Now“ spricht die Trägerin des Alternativen Nobelpreises über ihre Vision für die globale Gesellschaft des 21. Jahrhunderts.
 
Die zentrale Produktion von Christoph Marthaler als Artiste associé für die Ruhrtriennale 2018 ist die Musiktheater-Kreation „Universe, Incomplete“, die am 17. August in der Jahrhunderthalle Bochum uraufgeführt wird. Ausgehend von der unvollendet gebliebenen „Universe Symphony“ des amerikanischen Komponisten Charles Ives (1875 – 1954) entwickelt Marthaler als Regisseur gemeinsam mit Dirigent Titus Engel und Bühnenbildnerin Anna Viebrock einen szenisch-musikalischen Raum, in dem das Publikum eingeladen wird, aus einer entfernten Zukunft auf unser heutiges Leben zurückzublicken. Zum Ensemble dieses Klangereignisses gehören Tänzer*innen und Schauspieler*innen sowie rund 115 Musiker*innen, darunter das Orchester der Bochumer Symphoniker.
„Universe, Incomplete“ wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.
 
Eine weitere Produktion aus dem Bereich des Musiktheaters ist Hans Werner Henzes „Das Floß der Medusa“. Das 1968 verfasste Oratorium ist eine Metapher für die Unterdrückung der Dritten Welt durch die Reichen und Mächtigen und scheint heute fast prophetisch. Der ungarische Film- und Musiktheaterregisseur Kornél Mundruczó wird das vor 50 Jahren unter Tumulten uraufgeführte Werk in der Bochumer Jahrhunderthalle als inszeniertes Konzert auf die Bühne bringen. Den musikalischen Rahmen kreiert der ausgewiesene Henze-Experte Steven Sloane, der die Bochumer Symphoniker gemeinsam mit Chorwerk Ruhr, der Zürcher Sing-Akademie und dem Knabenchor der Chorakademie Dortmund dirigiert.
 
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Das Stadium der Zwischenzeit wird auch in dem von Matthias Osterwold kuratierten Musikprogramm zur Ruhrtriennale 2018 reflektiert: Die Reihe „MaschinenHausMusik“ stellt in ihren audio-visuell geprägten Konzerten Musiker*innen in den Mittelpunkt, die ihre Wurzeln nicht nur primär in Europa haben, sondern auch in Regionen des östlichen Mittelmeerraumes, die teilweise Schauplatz schwerster politischer und gesellschaftlicher Verwerfungen sind. Zu den Gästen im Maschinenhaus Essen gehören: Hezarfen Ensemble, Mazen Kerbaj und Sharif Sehnaoui, Ensemble Garage und Electric Indigo, Hassan Khan und Tarek Atoui sowie das Monochrome Project.
 
Weitere musikalische Ereignisse des diesjährigen Festivals sind Konzerte der US-amerikanischen Musikerin und Künstlerin Laurie Anderson (Lichtburg Essen) sowie des Ensembles Modern, das der britischen Komponistin Rebecca Saunders ein Konzertporträt im Salzlager der Kokerei Zollverein Essen widmet. Der US-amerikanische Multiinstrumentalist Elliott Sharp verwirklicht zudem in der Turbinenhalle Bochum mit „Filiseti Mekidesi (In Search of Sanctuary)“ eine raumgreifende Zwischenform aus Oper und Installation, die eine Brücke zum visionären Fragment der „universalen Symphonie“ von Charles Ives schlägt.
 
Ebenfalls in der Turbinenhalle Bochum präsentiert die schottische Band Young Fathers ihr neues Album „Cocoa Sugar“. Das Trio wird weltweit für seinen experimentellen Ansatz zwischen Hip Hop, Punk, Dub, Gospel, Pop und Reggae gefeiert und erhielt bereits den renommierten Mercury Music Prize. Als Supporting-Act freut sich die Ruhrtriennale an diesem Abend auf die US-amerikanische Sängerin Sophia Kennedy, deren 2017 veröffentlichtes und nach ihr selbst benanntes Debutalbum Kritiker*innen und Publikum gleichermaßen begeisterte.
 
„Operngeschichte im Miniaturformat“ lautet der Untertitel des Projektes „Operndolmus“, das die Komische Oper Berlin nach mehreren Stationen in der Bundeshauptstadt nun ins Ruhrgebiet bringt. In einem deutsch-türkischen Sammeltaxi machen sich fünf Musiker*innen auf den Weg zu Nachbarschaftshäusern, Stadtteilbüros und anderen Orten, um dort Werke aus und abseits der klassischen Opernwelt zu präsentieren. Die zentralen Themen der Arien, Duette und Instrumentalnummern sind Heimat, Fernweh und die Frage nach Zugehörigkeit.
 
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Zu den Festivalgästen im Bereich Tanz gehört unter anderem der aus Burkina Faso stammende Choreograf Serge Aimé Coulibaly. Coulibaly ist bekannt für ein äußerst ausdrucksstarkes Tanztheater, das immer auch politisch motiviert ist. In „Kirina“, das seine Deutschlandpremiere in der Maschinenhalle Zweckel in Gladbeck feiert, setzt er sich mit der Migration innerhalb Afrikas auseinander und hinterfragt die kulturellen Transformationen durch diese Wanderungsbewegungen. Musikalisch wird seine Choreografie begleitet von der international gefeierten Musikerin Rokia Traoré aus Mali, die eine eigene Version der klassischen Mandinka-Musik kreiert hat.
 
Das Wort „Exodos“ steht im Neugriechischen sowohl für Flucht als auch für das Ausgehen ins Nacht- und Partyleben. Im Theater hingegen meint das Wort das Verlassen der Bühne, den Moment also, in dem die Maske des Spiels heruntergenommen wird. Zwischen diesen Bedeutungsebenen ist auch der gleichnamige Ruhrtriennale-Beitrag von Sasha Waltz angesiedelt. Dabei erleben die Zuschauer*innen in der Jahrhunderthalle Bochum eine Choreografie ohne Bühnenabgrenzung, in der sie Teil eines kollektiven Körpers werden können.
 
In ihrer neuen Tanz-Performance „Black Privilege“ setzt sich die in Kapstadt geborene Choreografin und Aktivistin Mamela Nyamza mit dem Erstarken von Rassismen in Südafrika auseinander. Im Mittelpunkt stehen dabei die Frauenfiguren des afrikanischen Unabhängigkeitskampfes, die auf der Bühne von PACT Zollverein in Essen bei einer Gerichtsverhandlung sowie einem Ritual verurteilt, aber auch gefeiert werden.
 
Ebenso schön wie grotesk ist die Performance „Jaguar“ der kapverdischen Choreografin Marlene Monteiro Freitas. Die kürzlich mit dem Silbernen Löwen der Biennale von Venedig ausgezeichnete Künstlerin entwickelt in ihrem Tanzprojekt bei PACT Zollverein zur Musik von Claudio Monteverdi, Arnold Schönberg, Igor Strawinsky und David Bowie eine Ästhetik, die sich zwischen Ekstase und Stummfilmkomik bewegt und eine unbändige Lust am Absurden offenbart.
 
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Den Auftakt in der Sparte Schauspiel macht eine neue Produktion des in Damaskus geborenen Dramatikers Mohammad Al Attar und des ebenfalls aus Syrien stammenden Regisseurs Omar Abusaada. Ausgangspunkt von „The Factory“ ist die Geschichte der französischen Zementfabrik Lafarge in Syrien. In der Aufführung bei PACT Zollverein rekonstruieren die beiden Künstler die skrupellosen Machenschaften rund um die Produktionsanlage, in der trotz des Kriegsausbruches auf Druck der Geschäftspartner weiter gearbeitet werden musste.
 
Zu einer besonderen Art der Rezeption ist das Publikum bei der Uraufführung von „Diamante. Die Geschichte einer Free Private City“ in der Kraftzentrale Duisburg eingeladen. Für das sechsstündige Theaterereignis hat der argentinische Filmregisseur, Theatermacher und Schriftsteller Mariano Pensotti einen Teil der Privatstadt Diamante nachgebaut, die vor 100 Jahren von einem deutschen Industriellen mitten im argentinischen Dschungel errichtet wurde. Die Zuschauer*innen sind eingeladen, den Ort selbst zu erkunden und erleben dabei den schnellen Aufstieg und ebenso rasanten Zusammenbruch einer sozial-kapitalistischen Utopie.
 
Mit ihrer Mischung aus leidenschaftlichem Theater, konzeptueller Strenge und experimentellem Chaos ist die Off-off-off-Broadway-Gruppe Nature Theater of Oklahoma in den vergangenen Jahren zu einer der wichtigsten Kompagnien der USA geworden. In der Maschinenhalle Zweckel feiert das Stück „No President. A Story Ballet of Enlightment in Two Immortal Acts“ seine Weltpremiere. Die Kreation über zwei Sicherheitsfirmen, deren Angestellte ehemalige Schauspieler*innen und Balletttänzer*innen sind, bewegt sich zwischen Ballett, Stummfilm und Slapstick – stilecht begleitet durch die Musik des „Nussknackers“.
 
Das Schauspiel „Bekannte Gefühle, gemischte Gesichter“ war Christoph Marthalers Abschied von der Castorf-Ära an der Berliner Volksbühne. In dem von Anna Viebrock entworfenen Bühnenbild fragt das Stück mit vielen Liedern und wenigen Worten nach der Vergänglichkeit im Theater und dem Verhältnis von Kunst und Kunstbetrieb. Im Rahmen der Ruhrtriennale 2018 wird die gefeierte Inszenierung im Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen wieder auf die Bühne gebracht.
 
Ein musiktheatrales Experiment der besonderen Art erwartet das Publikum bei der Uraufführung der „Nordstadt Phantasien“ von und mit Schorsch Kamerun. Der Musiker und Theatermacher simuliert in seiner Kreation den rasanten Aufstieg eines Stadtgebietes vom Problemviertel zum Trendquartier. Besucher*innen erleben dieses Gedankenspiel als begehbares Filmset mitten in der Dortmunder Nordstadt – mit Live-Soundtrack, echten Anwohner*innen und gefakten Kulissen. Und wie es sich für einen angesagten Kiez gehört, endet jede Aufführung mit einem Konzert im hippen „Club Kohleausstieg“.
 
***Zwischenzeit***JUNGE TRIENNALE***Zwischenzeit***JUNGE TRIENNALE***
Unter dem Leitsatz „Wir haben keine Angst. Wir wollen alles“ steht das Stadtprojekt #nofear der Jungen Triennale. In den kommenden drei Jahren setzen sich dabei 40 Jugendliche aus dem Ruhrgebiet mit ihren Ängsten auseinander und legen dabei den Fokus jedes Jahr auf ein neues Thema. 2018 ist es Sexualität. Ihre Erkenntnisse aus Begegnungen, Gesprächen, Interviews und Diskussionen im Essener Stadtteil Katernberg präsentieren die Beteiligten nicht nur in einem eigenen Podcast, sondern auch in einer performativen Dokumentation auf der großen Bühne von PACT Zollverein.
 
Die Produktion „The Welcoming Party“ der internationalen Theatergruppe Theater-Rites macht die Themen Flucht, Abschied und Ankommen erfahrbar für Menschen ab acht Jahren. Bei einer Odyssee durch die Zechenwerkstatt Lohberg in Dinslaken erlebt das junge Publikum anhand konkreter Geschichten und realer Begegnungen, was es bedeutet, auf der Flucht zu sein und wie wichtig ein Ort ist, an dem sich jede*r sicher fühlen kann.

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Zu den Bildenden Künstler*innen der Ruhrtriennale 2018 gehört der amerikanische Konzeptkünstler Olu Oguibe, der zuletzt bei der documenta 14 in Kassel durch einen sechs Meter hohen Obelisken für Aufsehen sorgte. Im Bochumer Westpark an der Jahrhunderthalle wird er unter dem Titel „Appeal to the Youths of All Nations“ eine Skulptur verwirklichen, die einen universellen Aufruf an die Jugend aller Länder darstellt. Für das textbasierte Werk verwendet Oguibe drei Sprachen: Deutsch und Englisch – als die am weitesten verbreiteten Sprachen in Europa – sowie Romani als Sprache, die eine große Minderheit repräsentiert und für eine der frühesten migrantischen Gruppen in Europa steht. Flankiert wird die Skulptur durch ein Recherche-Projekt, das Olu Oguibe mit Kindern und Jugendlichen zum Ende des Steinkohlebergbaus im Ruhrgebiet initiiert. Das Ergebnis der gemeinsamen Erkundungen wird als Foto-Ausstellung im Foyer der Jahrhunderthalle Bochum präsentiert.
 
Protest und Widerstand von Minderheiten sind das zentrale Thema der filmischen und installativen Arbeiten der französisch-marokkanischen Künstlerin Bouchra Khalili. In ihrer neuen Video-Installation „22 Hours“, die während der Ruhrtriennale im Museum Folkwang in Essen präsentiert wird, setzt sie sich mit dem französischen Autor Jean Genet und dessen Nähe zu revolutionären Bewegungen auseinander. Parallel dazu zeigt Khalili ihren documenta 14-Beitrag „The Tempest Society“, in dem der aktuelle Zustand Europas aus verschiedenen Perspektiven reflektiert wird.
 
In der ehemaligen Kirche St. Barbara in Duisburg-Rheinhausen verwirklicht die Berliner Künstlerin Peggy Buth ihre Video-Installation „Vom Nutzen der Angst – The Politics of Selection“. Der Beitrag der Urbanen Künste Ruhr zur Ruhrtriennale 2018 untersucht geschichtliche Zusammenhänge und Verflechtungen, die wesentlich durch die Unternehmenskultur der Friedrich Krupp AG begründet sind und die in unterschiedlichsten Formen die sozialen Verhältnisse im Ruhrgebiet geprägt haben.
 
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Zu den weiteren zentralen Programmpunkten der diesjährigen Ruhrtriennale gehört das renommierte Campusprogramm, das mittlerweile weltweit zu den größten seiner Art zählt und Begegnungen zwischen etablierten Künstler*innen und kreativem Nachwuchs schafft. Zum Internationalen Festivalcampus werden 180 Studierende aus 15 internationalen und regionalen Kunst- und Theaterhochschulen eingeladen, um sich bei Workshops und Seminaren mit den Produktionen des Festivals auseinanderzusetzen.
 
Ebenfalls an den künstlerischen Nachwuchs wendet sich die Cuban-European Youth Academy, die 2014 auf Initiative des Dirigenten Thomas Hengelbrock und der Akademie Balthasar Neumann gegründet wurde und den Austausch zwischen jungen europäischen und kubanischen Musiker*innen fördert. Im Rahmen der Ruhrtriennale 2018 wird die Akademie mit rund 80 Musikstudierenden veranstaltet und feiert ihren Abschluss mit einem Konzert in der Grand Hall Zollverein in Essen. Unter dem Titel „Aufbruch“ präsentieren die teilnehmenden Musiker*innen die Aufführung eines neuen Werkes der 1983 in Havanna geborenen Komponistin Jenny Peña Campo und die Uraufführung eines zeitgenössischen Marien-Oratoriums des vielfach ausgezeichneten deutschen Komponisten und Dirigenten Jan Müller-Wieland.
 
Wie können wir wieder Kontrolle über die Zukunft gewinnen? Das ist die Leitfrage von „Training für die Zukunft. Ein Preenactment“ in der Turbinenhalle Bochum. Das Symposium mit kleineren Trainings, Vorträgen und Diskussionen gibt einen Ausblick auf ein weit größer angelegtes Projekt für die Ruhrtriennale 2019, wenn in einer Landschaft verschiedener historischer Formen und nie realisierter Architekturen futuristische Szenarien eingeübt werden.
 
Ihren Abschluss feiert die Ruhrtriennale 2018 mit einem äußerst ungewöhnlichen Werk – dem „Chorbuch“ von Mauricio Kagel (1931 – 2008). Der argentinisch-deutsche Komponist überlässt es dabei dem aufführenden Chor, welche der insgesamt 53 zusammengestellten Choräle in welcher Abfolge oder Wiederholung und in welcher Kombination mit Werken anderer Komponisten gesungen werden. Zudem enthält die Partitur zahlreiche Besonderheiten – etwa die Aufforderung an die Sänger*innen zu schreien oder den Einsatz von Megaphonen. Das Chorwerk Ruhr und sein Künstlerischer Leiter Florian Helgath nehmen diese musikalische Herausforderung in einer Besetzung von 26 Sänger*innen im Salzlager der Kokerei Zollverein in Essen an.
 
Weitere Informationen zum Programm, den beteiligten Künstler*innen und ihren Produktionen und Projekten finden Sie im Programmbuch und unter www.ruhrtriennale.de .

Mittwoch, 25. April 18
Umjubeltes Charity-Konzert ALADDIN & Friends mit Gaststars in Hamburg: Über 20.000 Euro für den guten Zweck
Einmaliges Benefizkonzert mit Laith Al-Deen, Mandy Grace Capristo, Max Mutzke und Cassandra Steen in Hamburg +++ Standing Ovations und begeisterte Besucher in der Neuen Flora +++ Erlös des Abends geht an den Verein Radio Hamburg Hörer helfen Kindern: Über 20.000 Euro für strahlende Kinderaugen


“ALADDIN & Friends in Concert”

© Stage Entertainment / Morris Mac Matzen

Unter dem Motto „ALADDIN & Friends in Concert“ fand vorgestern Abend ein einmaliges Benefizkonzert im Stage Theater Neue Flora statt – veranstaltet von den Darstellern von Disneys Musical ALADDIN gemeinsam mit den Musikstars Laith Al-Deen, Mandy Grace Capristo, Max Mutzke und Cassandra Steen. Der Erlös des Charity-Events geht an den Verein Radio Hamburg Hörer helfen Kindern. Durch Eintrittsgelder und 1 Euro pro verkauftem Getränk wird die stolze Summe von über 20.000 Euro gespendet. Die genaue Summe wird noch ermittelt.

„Nach 1.001 Vorstellungen in Hamburg konnten wir den Zauber von 1001 Nacht gestern auf ganz besondere Weise erwecken und gleichzeitig auch den Hamburgern etwas zurückgeben. Es war ein ganz besonderer Abend mit einigen Gänsehaut-Momenten“, so Aladdin-Hauptdarsteller Philipp Büttner.

„Das war ein sehr bewegender Abend! Alle auf der Bühne hatten sehr viel Spaß und dem Publikum hat es auch gefallen. Dass wir mit dem, was wir alle lieben, dem Singen, nun auch ein Strahlen in einige Kinderaugen zaubern können, das ist großartig“, so Mandy Grace Capristo. „Und das Duett, das ich gemeinsam mit dem Aladdin-Hauptdarsteller Philipp Büttner performen durfte, das werde ich noch lange in sehr guter Erinnerung behalten.“

Laith Al-Deen über den besonderen Konzertabend: „Ich durfte mit der zauberhaften Prinzessin Jasmin, Myrthes Monteiro, die wunderbare Ballade ‚In meiner Welt‘ performen. Das war ein toller Moment!“

„Es war sehr schön, dass ich das Duett ‚Millionen Meilen fern‘ mit Aladdin auf der großen Musicalbühne singen konnte”, freut sich Glashaus-Frontfrau Cassandra Steen.

Max Mutzke: „Ich durfte für eine besondere Version von ‚Proud of your boy‘ in die Rolle von Aladdin schlüpfen und das war etwas ganz besonderes!“

Der komplette Erlös des Benefizkonzertes geht an den Verein Radio Hamburg „Hörer helfen Kindern“. Seit 1998 sorgt die Aktion dafür, dass Hamburgs Zukunft nicht auf der Straße landet.

Mit dem sozialen Verein „Hörer helfen Kindern“ sammelt der Sender Spenden für Hamburgs Kinder in Not.

Disneys ALADDIN erzählt die humorvolle Geschichte über den charmanten Gauner Aladdin, den Flaschengeist Dschinni und die drei Wünsche verzaubert seit Generationen Menschen
jeden Alters. Die große und farbenprächtige Disney-Produktion mit der Musik des achtfachen Oscar®-Preisträgers Alan Menken bietet Entertainment vom Feinsten.


Tickets und Infos zum Musical: www.musicals.de
Ticket-Hotline 01805-4444 (0,14 €/Min. aus dem dt. Festnetz, Mobil max. € 0,42/Min.)
Tickets für das Musical sind ab € 44,90 (zuzüglich Gebühren) erhältlich.

Mittwoch, 25. April 18
Ab dem 27. April: „Die Liebe zu den drei Orangen“ am Anhaltischen Theater Dessau
Ab dem 27. April um 19.30 Uhr ist Sergej Prokofjews Märchenoper „Die Liebe zu den drei Orangen“ im Anhaltischen Theater zu sehen – zum ersten Mal in Dessau überhaupt! Das 1921 in Chicago uraufgeführte Werk entrollt in staunen­erregender Schnelligkeit die wundersamen Abenteuer eines Prinzen – verpackt in einer der musikalisch rasantesten Partituren der Musikgeschichte. Von einer bösen Hexe wird der Prinz dazu verdammt, drei verborgene Orangen zu lieben. Auf der Suche nach diesen drei Orangen begegnet er Zauberern, Feen, monströsen Erscheinungen und Spaßmachern. Prokofjews Oper verbindet italienische Komödienlust und russische Groteske - die mal rokoko-zarte, mal verliebt aufleuchtende, mal wütend stampfende Musik reißt Zuschauer jeden Alters mit.

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Probenfoto „Die Liebe zu den drei Orangen"

Anhaltisches Theater Dessau
© Claudia Heysel

Für die Inszenierung kehrt Regisseur Hinrich Horstkotte zurück ans Anhaltische Theater. Er zeichnet außerdem für das Kostümbild verantwortlich. Die Bühne gestaltet Robert Pflanz; am Dirigentenpult der Anhaltischen Philharmonie Dessau steht Generalmusikdirektor Markus L. Frank.

Karten für die Premiere am 27. April gibt es noch an allen Vorverkaufsstellen des Theaters, im Internet und an der Abendkasse.

www.anhaltisches-theater.de

Mittwoch, 25. April 18
Land Hessen fördert Kultursommer Main-Kinzig-Fulda mit 70.000 Euro
Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt in diesem Jahr den Kultursommer Main-Kinzig-Fulda mit 50.000 und den zugehörigen Kinderkultursommer mit 20.000 Euro. Bei dem Festival finden vom 20. Mai bis zum 16. September rund 80 Kulturveranstaltungen in der Region statt.
Hochkarätige Bühnenerlebnisse

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Kultur ist ein fester Bestandteil im Leben der Menschen an Main, Kinzig und Fulda – und die Angebote in der 19. Kultursommer-Saison präsentieren sich dabei so bunt und facettenreich wie die Region. Mein Dank geht an die vielen Initiativen und Personen, die durch ihr unermüdliches Schaffen die Kultur im Landkreis bereichern. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass sich die Besucherinnen und Besucher auf viele hochkarätige Bühnenerlebnisse freuen können.“

Vor allem die Musik spielt beim Kultursommer Main-Kinzig-Fulda eine große Rolle: Vom klassischen Orgelkonzert im barocken Fuldaer Dom oder den Auftritten international erfolgreicher Instrumentalisten in historischem Ambiente bis hin zu kleinen und größeren Open-Air-Events sind Highlights für Musikfans aller Sparten im Programm. Auch Ausstellungen und Workshops mit renommierten Künstlern, die Opernakademie Bad Orb, Theater und Kabarett für Groß und Klein sowie Erlebniswanderungen mit historischen Bezügen sind geplant.
"Mythen und Legenden" sind großes Thema

In diesem Sommer drehen sich zudem viele Veranstaltungen um das Thema „Mythen und Legenden“. Die berühmten Märchen der Brüder Grimm werden anlässlich einer Sonderausstellung im Brüder-Grimm-Haus in Steinau lebendig. Im Flörsbachtal wird der Mythos vom „Grünseelchen“ bei einer musikalischen Erzählwanderung lebendig, ein Erzähltheater auf dem Spessartmarkt erzählt von den Spessarträubern und das Junge Theater Wachenbuchen inszeniert die Liebesgeschichte von Tristan und Isolde.

Der Kinderkultursommer Main-Kinzig-Fulda hält Musikveranstaltungen zum Mitmachen und Tanzen, Lesungen und Erzähltheaterevents, eine märchenhafte Wanderung auf Rapunzels Spuren im geheimnisvollen Kasselgrund oder Kreativworkshops und Geschichten bereit.
20.000 Euro für den Kinderkultursommer

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Es ist großartig, dass die Hessischen Kultursommer neben dem Programm für Erwachsene stets auch die Kinder und Jugendlichen im Blick haben. Auch für die Hessische Landesregierung ist die kulturelle Bildung ein Schwerpunkt der Kulturpolitik. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen ist es wichtig, die Freude an Kunst und Kultur zu vermitteln. Die kulturelle Bildung trainiert eine Vielzahl von Fähigkeiten, die einen positiven Einfluss auf ganz unterschiedliche Lebensbereiche haben. Deswegen freue ich mich, dass wir den Kinderkultursommer Main-Kinzig-Fulda 2018 mit 20.000 Euro fördern.“

Mittwoch, 25. April 18
Musikalischen Komödie Leipzig: Gastspiel von »LoveMusik« an der Staatsoperette Dresden ~ Kurt-Weill-Musical als Beitrag der Musikalischen Komödie zum 10. Sächsischen Theatertreffen
(lifePR) - Die Musikalische Komödie ist mit ihrer Produktion »LoveMusik« zum 10. Sächsischen Theatertreffen eingeladen und gastiert am Donnerstag, 3. Mai, 19:30 Uhr in der Staatsoperette Dresden. Inszeniert und choreografiert wurde die deutsche Erstaufführung des Musicals über Kurt Weill und seine Lebensgefährtin Lotte Lenya vom Chefregisseur der Musikalischen Komödie Cusch Jung.

»LoveMusik« erzählt die Geschichte einer außergewöhnlichen Liebe. Der Komponist Weill (Hans-Georg Pachmann) und die Schauspielerin Lenya (Anna Preckeler) begegnen sich Mitte der 1920er-Jahre zum ersten Mal. Ab diesem Zeitpunkt sind die beiden starken Persönlichkeiten privat wie beruflich unzertrennlich. Kurt Weill war der hochgebildete Sohn einer deutsch-jüdischen Kantorenfamilie. Die freiheitsliebende Lotte Lenya stammte aus einer armen katholischen Familie und wuchs mit ihrem prügelnden Vater in Wien auf. Lotte Lenya wird Weills Muse, beste Freundin und gefeierte Interpretin seiner Werke. So spielt sie bei der Uraufführung der »Dreigroschenoper« die Rolle der Jenny. Nach der Flucht vor den Nationalsozialisten nach Paris 1933 wandern sie gemeinsam nach Amerika aus, wo Weill am Broadway Erfolge feiert. Trotz Exil, Affären und Scheidung blieben sie bis zum frühen Tode Weills im Jahr 1950 zusammen.

Das Broadway-Musical von Alfred Uhry basiert auf dem Briefwechsel des Paares, der 1997 unter dem Titel »Speak Low (When You Speak Love)« von Lys Symonette als Buch herausgegeben wurde. Die Musik setzt sich aus einer Auswahl aus Kurt Weills Œuvre zusammen, darunter Auszüge aus seinen Bühnenwerken, unter anderem aus der »Dreigroschenoper« und aus »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny«, sowie bekannte Songs wie »Speak Low« und »September Song«. Das Musical wurde 2007 am Broadway uraufgeführt und im selben Jahr mit zwei Drama Desk Awards ausgezeichnet. In der deutschen Fassung steht Regisseur Cusch Jung in einer Paraderolle selbst auf der Bühne: als Bertolt Brecht, der eine zentrale Rolle im Leben Weills und Lenyas spielt. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Kapellmeister Christoph-Johannes Eichhorn am Pult des Orchesters der Musikalischen Komödie.

Das diesjährige Sächsische Theatertreffen findet vom 2. bis 6. Mai 2018 in der Landeshauptstadt Dresden statt und steht unter dem Motto »Theater und das Digitale«. Bereits zum 10. Mal treffen sich die elf sächsischen Bühnen im zweijährigen Turnus und präsentieren an einem Theaterstandort des Freistaates Sachsen aktuelle Arbeiten. Erklärtes Ziel des Theatertreffens ist eine publikumsorientierte Leistungsschau der Theater, in der sich die ästhetische Vielfalt, Qualität und Gegenwartsbezug des Theatergeschehens im Freistaat widerspiegeln. In fünf überraschenden, spannenden und anspruchsvollen Tagen wird der Reichtum der sächsischen Theaterlandschaft erlebbar und zugleich in Diskussionen und Workshops die Weiterentwicklung dieser Kunstform – auch in Hinblick auf aktuelle gesellschaftliche Themen und sozialen Belangen – ermöglicht. Zum dritten Male kürt eine prominent besetzte Fachjury besondere Leistungen aus dem Kreis der gezeigten Arbeiten.

Gastspiel: Donnerstag, 3. Mai 2018, 19:30 Uhr, Staatsoperette Dresden

Weitere Aufführungen von »LoveMusik« in Leipzig: 7., 8., 23.& 24. Juni 2018, Musikalische Komödie

www.staatsoperette.de / www.oper-leipzig.de / www.saechsisches-theatertreffen.de

Mittwoch, 25. April 18
Antoine Jully verlängert seinen Vertrag am Oldenburgischen Staatstheater
Antoine Jully, Ballettdirektor und Chefchoreograf der BallettCompagnie Oldenburg, verlängert seinen Vertrag am Oldenburgischen Staatstheater bis 2022.


Antoine Jully
Foto: Stephan Walzl

„Ich freue mich sehr, dass ich ab 2019 weitere drei Spielzeiten mit meinem Ensemble und meinem Team hier in Oldenburg kreativ sein kann. Meinem dramaturgischen Konzept bleibe ich treu, das vorsieht mit den Produktionen der BallettCompagnie Oldenburg die ganze Spannweite vom klassischen bis zum modernen Tanz zu zeigen. Mir ist es sehr wichtig, dem Oldenburger Publikum einerseits Uraufführungen mit Kreationen von renommierten Gastchoreografen und von mir zu präsentieren und andererseits Werke der modernen Tanzgeschichte“, kommentiert Jully die Vertragsverlängerung.
Auch Generalintendant Christian Firmbach freut sich auf die weitere Zusammenarbeit. „Ich schätze Antoine Jully sehr für die Leidenschaft und Ernsthaftigkeit, mit der er die BallettCompagnie in Oldenburg etabliert hat. Jeder Ballettabend ist einzigartig und wird vom Publikum mit großem Beifall honoriert. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Compagnie weiterentwickelt.“
Seit 2014 hat Antoine Jully die BallettCompagnie Oldenburg aufgebaut. Zunächst als Chefchoreograf, seit der Spielzeit 2017/18 auch als Ballettdirektor. Das Ensemble begann mit zehn Tänzerinnen und Tänzern, inzwischen ist es auf 13 Ensemblemitglieder angewachsen und 2019 wird eine weitere Tänzerstelle hinzukommen.
Beliebte Produktionen der letzten vier Spielzeiten waren u. a. ‚Generation Y‘, ‚Men and Women‘ und das Duett ‚Is this it?‘. In der kommenden Spielzeit wird Jully ‚Le Sacre du Printemps‘, ‚Die Kunst der Fuge‘ und die Choreografie zur Comédie-ballet ‚Les Paladins‘ kreieren. Außerdem präsentiert die BallettCompagnie Oldenburg u. a. Werke von Martha Graham und Jacopo Godani.
Antoine Jully hat als Tänzer u. a. am Ballet de l’opéra national de Paris und beim Royal Ballet London gearbeitet, bevor er von 2005 bis 2014 einer der herausragenden Tänzerpersönlichkeiten im Ensemble von Martin Schläpfer war, zunächst beim ballettmainz, dann beim Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg.

www.staatstheater.de

Dienstag, 24. April 18
München feiert die 100. Vorstellung von FACK JU GÖHTE – DAS MUSICAL
Bayrische und nationale Prominente beim Musicaljubiläum im Werksviertel: Sarah Lombardi, Gizem Emre, Michaela May, Gulia Siegel, Verena Kerth

Auch am vergangenem Wochenende war wieder viel los in Münchens neuem Stadtquartier, dem Werksviertel Mitte. Im neuen WERK7 Theater feierte FACK JU GÖHTE - DAS MUSICAL bereits seine 100. Vorstellung. Zahlreiche prominente Ehrengäste kamen, um sich einen persönlichen Eindruck von dem Musical zu machen, welches den ersten Teil der erfolgreichen Filmtrilogie erzählt.


München feiert die 100. Vorstellung von FACK JU GÖHTE – DAS MUSICAL
Max Hemmersdorfer mit Sarah Lombardi und Johanna Spantzel

© eventpress/stage

Ehrengäste im WERK7 waren u.a. Sarah Lombardi, Gizem Emre, aber auch bayrische Prominenz wie Luise Kinseher, Eva Mähl, Timothy Peach, Gulia Siegel und Verena Kerth. Sehr beeindruckt zeigte sich Michaela May: „Wir sind ganz begeistert, es ist sehr unterhaltsam, sehr schnell, tolle Choreografie und auch wunderbare Musik. Das hat, finde ich, internationales Format.“

Gizem Emre spielte im Kinoerfolg „Fack Ju Göhte“ die Rolle der Zeynep. In München traf sie ihre Bühnenkollegin - Susi Studentkowski spielt dieselbe Rolle im Musical. Gizem Emre könnte sich auch vorstellen einmal zu singen: „Für einen Film wäre ich auf jeden Fall dabei. Ich wäre total bereit zu singen und zu tanzen. Ich liebe es, wenn man ein Projekt hat, das auch einmal andere Sparten erfüllt. Nicht nur klassischse Drama oder Komödie, sondern dass man auch körperlichen Einsatz zeigen kann, Tanztraining bekommt oder sogar Gesangsunterricht.“

Auch Sarah Lombardi, die erst vor wenigen Tagen ihre neue Single veröffentlichte, liebäugelt mit einer Musicalkarriere. „Mich reizt das schon sehr. Ich bin ein ganz großer Musicalfan. Ich würde unheimlich gern einmal in einem Musical mitspielen. Es ist anders als Kino, man kann das eigentlich mit nichts vergleichen. Es ist einfach so nah dran.“

Ebenfalls anwesend waren die FACK JU GÖHTE – Musical-Komponisten Simon Triebel und Nicolas Rebscher. Triebel: „Für uns ist es sehr aufregend, weil wir die ganze Anfangsphase mitbekommen haben. Es ist einfach schön zu sehen, wie es sich jetzt nach 100 Shows eingespielt. Wir hatten auch schon wieder viele Witze vergessen und lagen uns gerade lachend in den Armen.“

FACK JU GÖHTE – DAS MUSICAL feierte Ende Januar 2018 Uraufführung in München. Mit dem Musical gibt es endlich den gleichnamigen Filmerfolg live und hautnah auf einer Theaterbühne, mit umwerfenden Musicalmelodien und viel Charme. Zusammen mit einem cleveren Bühnenbild und reichlich Humor wird FACK JU GÖHTE zu einem völlig neuen Erlebnis. Das Musical erzählt die Geschichte des ersten Teils der erfolgreichen Filmtrilogie.

Der Zuschauer ist im neuen WERK7 Theater in München mittendrin im Geschehen, ganz dicht bei den Darstellern, zwischen Schulhof, Sporthalle und Klassenzimmer. Eine etwas andere Musicalproduktion für Jung und Alt, die Generationen verbindet.

www.stage-entertainment.de

Dienstag, 24. April 18
"Dr. Böhmermanns Struwwelpeter" im ZDF: Kinderbuchklassiker – neu aufgelegt
Erziehung kann so einfach sein: In "Dr. Böhmermanns Struwwelpeter", am Freitag, 8. Juni 2018, um 23.00 Uhr im ZDF, interpretieren Jan Böhmermann und das Team von "NEO MAGAZIN ROYALE" Dr. Heinrich Hoffmanns deutschen Kinderbuchklassiker neu und holen seine Geschichten in die Gegenwart. Schauspieler und Comedians wie Jan Böhmermann, Devid Striesow, Annette Frier, Kida Ramadan, Ralf Kabelka, Anna Schudt, Marlene Lufen, Larissa Rieß, Florentin Will, William Cohn und andere schlüpfen in die bekanntesten Rollen der Originalvorlage.


Jan Böhmermann und das Team von "NEO MAGAZIN ROYALE"
interpretieren Dr. Heinrich Hoffmanns deutschen Kinderbuchklassiker neu

Copyright: ZDF/Joseph Strauch

In vier zeitgemäß inszenierten, "pädagogisch wertvollen" "Struwwelpeter"-Episoden erzählt "Dr. Böhmermann" von Übermütigen, Ängstlichen, Erfolgstypen, Abgehängten, Ehrgeizigen und der auch 150 Jahre nach Heinrich Hoffmann immer noch gültigen Weisheit, dass alle Eltern nur das Beste für ihre Kinder wollen. Im Mittelpunkt stehen "Die Geschichte vom Hans Guck-in-die-Luft", "Die Geschichte vom Daumenlutscher", "Die Geschichte vom fliegenden Robert" und "Die gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug".

Die Sendung wird am Donnerstag, 14. Juni 2018, auch auf dem "NEO MAGAZIN ROYALE"-Sendeplatz um 22.15 Uhr in ZDFneo zu sehen sein.

Dienstag, 24. April 18
Voraufführung des Lilienmusicals "AUS TRADITION ANDERS" am Staatstheater Darmstadt
(lifePR) - Am 27. April um 19.30 Uhr haben Musical- und Fußballbegeisterte die Gelegenheit, eine Voraufführung des Lilienmusicals AUS TRADITION ANDERS zu erleben. Mit der Inszenierung von Martin G. Berger und Jasper Sonne gratuliert das Staatstheater Darmstadt dem SV Darmstadt 98 zu seinem 120-jährigen Bestehen. Für die Voraufführung im Großen Haus des Staatstheaters werden reduzierte Kartenpreise angeboten. Die Folgevorstellungen bis zur Spielzeitpause sind fast ausverkauft.

Aufstiegseuphorie in Darmstadt? „Alles schon mal da gewesen!“, knoddert Fräulein Heiner. Die ehemalige Betreiberin des Darmstädter Cabarets „Las Vegas“ war schon beim ersten Bundesligaaufstieg der Lilien 1978 dabei und lädt das Publikum zur Zeitreise in die legendäre „Feierabend-Saison“. Denn obwohl der SV Darmstadt 98 damals in der Bundesliga spielte, ging fast die ganze Mannschaft noch vor dem Training arbeiten. Abends waren sie alle bei ihr im „Las Vegas“: Trainer Lothar Buchmann, Torwart Rudolf, Kapitän Bechtold. Und sie beschäftigten sich nicht nur mit Sportlichem in dieser seltsamen Zeit, mitten im Deutschen Herbst. So zumindest erzählt es Fräulein Heiner, die zwar ein schlechtes Gedächtnis hat, aber viele bunte Erinnerungen.

AUS TRADITION ANDERS – DAS LILIENMUSICAL
Von Martin G. Berger und Jasper Sonne | frei nach dem Dokumentarfilm „Darmstadt und der große Fußball“ von Hannes Karnick und Wolfgang Richter
Voraufführung am Freitag, 27. April 2018, 19.30 Uhr | Großes Haus
Karten von 10,50 € bis 47 €

Premiere am 28. April 2018
Weitere Vorstellungen am 05., 21., 26. und 30. Mai sowie am 12. Juni
Karten von 13 € bis 58,50 €

www.staatstheater-darmstadt.de

Dienstag, 24. April 18
„Literatur in Hessen“ präsentiert sich erstmals auf der Frankfurter Buchmesse
Der hessische Kunst- und Kulturminister Boris Rhein teilte anlässlich des UNESCO-Welttags des Buches mit, dass das Land Hessen in diesem Jahr erstmalig mit einem Gemeinschaftstand auf der Frankfurter Buchmesse vertreten sein wird. Der Stand bietet literarischen Kulturinstitutionen sowie kleinen hessischen Verlagen einen Messeauftritt, um sich gemeinsam unter dem Motto „Literatur in Hessen - Vielfalt erlesen“ zu präsentieren. Partner sind der Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. und der Hessische Literaturrat e.V. Die Frankfurter Buchmesse findet in diesem Jahr vom 10. bis zum 14. Oktober 2018 statt.

Bedeutende Plattform für Kultur und Literatur
Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Die Frankfurter Buchmesse ist die bedeutendste Plattform für Kultur und Literatur. Der Hessische Gemeinschaftstand bietet eine hervorragende Möglichkeit, unseren Kulturschaffenden ein Forum zu geben. Literaturinstitutionen, Autoren und Verlage können sich und ihre Programme den Messebesuchern vorstellen. Geplant sind zudem vielfältige Lesungen, Präsentationen und Autorengespräche.“

Barbara Jost, Vorsitzende des Landesverbandes Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland des Börsenvereins, ergänzt: „Viele Verlage, gerade nach einer Neugründung, verzichten oft aus finanziellen Gründen auf einen Messeauftritt und sind damit weniger sichtbar. Darum ist die Möglichkeit, am hessischen Gemeinschaftsstand auch nur einzelne Publikationen präsentieren zu können, ein niederschwelliges Angebot, das einen höchstprofessionellen Auftritt bietet.“

Unanbhängige Verlagen aus Hessen können sich bewerben
Unabhängige Verlage mit Firmensitz in Hessen können gegen eine Unkostenpauschale Regalwände oder einzelne Regalmeter nutzen. Weitere Informationen für die Verlage erteilt der Landesverban d Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland. Die Kulturinstitutionen werden über den Hessischen Literaturrat betreut. Beide Vereine arbeiten hier eng zusammen.
Weiterer Baustein zur Verlagsförderung

„Der Messestand ist ein weiterer Baustein unserer Initiative zur Verlagsförderung des Landes Hessen. Zu diesem Engagement gehört auch der Hessische Verlagspreis, den ich in diesem Jahr erstmals vergeben werde und der die Arbeit der vielen unabhängigen Verlage des Landes würdigt. Gemeinsam mit dem Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. verfolgen wir das Ziel, die kulturelle Vielfalt der Verlage und ihre Bedeutung für das Literaturland Hessen zu würdigen, zu unterstützen und zu erhalten“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

Dienstag, 24. April 18
Oper Frankfurt: Drittes "Happy-New-Ears"-Konzert der Spielzeit 2017/18
Die Oper Frankfurt lädt zum dritten Happy-New-Ears-Konzert der Spielzeit 2017/18 am Montag, dem 30. April 2018, um 20.00 Uhr ins Opernhaus ein.


Enno Poppe
© Harald Hoffmann

Mit dem Komponisten und Dirigenten Enno Poppe (*1969) ), dem das Ensemble Modern dieses Portraitkonzert widmet, wurde diesmal eine äußerst produktive, die Neue Musik der letzten zwanzig Jahre prägende Künstlerpersönlichkeit eingeladen. Der seit seinem Kompositions- und Dirigierstudium in Berlin lebende Poppe vereint in seinem mittlerweile alle Gattungen umfassenden, von einschlägigen Auftraggebern durchzogenen Werkkatalog ein intensives Verständnis von Musik als Mittel zur Kommunikation mit avancierter, auch elektronisch gestutzter Klangrecherche: „Kunst ist ja immer Kommunikation, die Musik sagt etwas und redet zu den Zuhörern nicht mit Begriffen, sondern durch ihre Expressivität. Was mich an Musik immer interessiert, ist das Außersprachliche; dass etwas ausgedrückt wird, was man mit Worten nicht ausdrücken kann. Wir haben in der Musik so viele Möglichkeiten von kleinen Valeurs und wir können jedem Ton einen Charakter geben, der ein bisschen anders ist, so wie auch zum Beispiel Mimik unglaublich viel mehr Facetten hat, als Wörter benennen können!“

Schon seine meist nominalen Werktitel wirken befreiend. Dass zum Beispiel in seinem Ensemble-Zyklus Holz, Knochen, Öl (1999-2004) elektronische Ringmodulatoren eingesetzt werden, verweist bei Enno Poppe zudem auf die Verbindung von grundsätzlichem Musikdenken mit kompositorischer Reflexion technischer Klangerweiterungen. In seinem keimzellenartigen Musikentwickeln spielen zudem die zu schwankenden Klangbildern führenden Mikrointervalle eine zentrale Rolle. Dank ihrer kann er jedes kompositorische Detail tiefenverschärft unter die Lupe nehmen. Dabei entstehen ständig im Wandel begriffene formale Abläufe. Mit den hier gespielten und mit der englischen Komponistenkollegin Rebecca Saunders als Gesprächspartnerin erörterten Werken Brot (2007/13) für fünf Instrumentalisten, Fell (2016) für Drumset und Scherben (2000/01) für Ensemble entsteht ein aufschlussreicher Querschnitt durch Enno Poppes Schaffen.

Karten zum Preis von € 17 (für Studenten € 8,50; 12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.

Montag, 23. April 18
Vorverkaufsstart für die neue Musical Inc. Produktion Natürlich Blond
Am morgigen Dienstag startet der Vorverkauf für die neue Musical Inc. Produktion Natürlich Blond.
„Natürlich Blond“ ist ein rasantes, komödiantisches Musical mit ohrwurmlastiger Popmusik und einer inspirierenden Geschichte, die den gleichnamigen Film schon seit Jahren zu einem Klassiker gemacht hat.

An dem studentischen Projekt sind 40 Darsteller, 27 Musiker im Live-Orchester sowie eine Vielzahl an Helfern beteiligt, die unentgeltlich, aber mit unendlich viel Engagement, Leidenschaft und Herzblut das komplette Musical managen: Neben den zwei bis drei wöchentlichen Proben seit November 2017 stemmen sie auch alle organisatorischen (Kartenvorverkauf, Fundraising, Programmheft, Pressearbeit, Werbung…) und kreativen (Bühnen- und Kostümbild, Maske,…) Aspekte der Produktion. Eine Produktion in diesem Ausmaß, die organisatorisch ausschließlich von aktuellen und ehemaligen Studierenden getragen wird, ist deutschlandweit einzigartig. Gespielt wird, wie jedes Jahr, mit zwei gleichwertigen Besetzungen, die jeweils 6 Aufführungen spielen.

Der Vorverkauf startet ab 24.04.2018 in der Ticketbox (Kleine Langgasse 4, 55116 Mainz) und online unter www.musicalinc.de. Ab dem 30.4. wird es zusätzlich einen Vorverkaufsstand im Philosophicum auf dem Campus der Uni Mainz geben.

Montag, 23. April 18
Die Spielzeit 2018/19 am Theater Regensburg steht unter dem Motto »Kontraste«
Jens Neundorff von Enzberg (Intendant und Leiter der Sparte Musiktheater), Klaus Kusenberg (Schauspieldirektor ab 2018/19), Yuki Mori (Künstlerischer Leiter und Chefchoreograph von Theater Regensburg Tanz) und Claudia Erl (stellvertr. Leitung Junges Theater) stellten am Freitag (20. April 18) die Premieren, Konzerte, Wiederaufnahmen und Sonderveranstaltungen der kommenden Spielzeit vor. 29 Premieren – darunter 9 Uraufführungen, 3 deutschsprachige Erstaufführungen und 1 deutsche Erstaufführung versprechen ein spannendes Programm.

Musiktheater
Giuseppe Verdi: Nabucco, Premiere: 15. September 18 (Theater am Bismarckplatz)
Vicente Martín y Soler: Una cosa rara, Premiere: 27. Oktober 18 (Theater am Bismarckplatz)
Emmerich Kálmán: Die Herzogin von Chicago, Premiere: 8. Dezember 18 (Theater am Bismarckplatz)
Gabriel Prokofiev: Elizabetta, Premiere/UA: 26. Januar 19 (Theater am Bismarckplatz)
Benny Andersson / Björn Ulvaeus / Tim Rice: Chess – Das Musical, Premiere: 16. März 19 (Velodrom)
Carl Maria von Weber: Der Freischütz, Premere: 11. Mai 19 (Theater am Bismarckplatz)
Gaetano Donizetti: Lucia di Lammermoor, Premiere: 30. Juni 19 (Theater am Bismarckplatz)
Giacomo Puccini: Tosca im Hafen, Premiere: 13. Juli 19 (bayernhafen Regensburg)

Wiederaufnahmen Musiktheater:
Wolfgang Amadeus Mozart: Don Giovanni, 20. September 18 (Theater am Bismarckplatz)
Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte, 23. Dezember 18 (Theater am Bismarckplatz)

Schauspiel:
Heinrich von Kleist: Das Käthchen von Heilbronn, Premiere: 22. September 18 (Velodrom)
Olivier Choinière: Die Domäne, Premiere/DSE: 23. September 18 (Theater am Haidplatz)
Tom Angleberger: Yoda ich bin! Alles ich weiß!, Premiere: 29. September 18 (Junges Theater)
Gary McNair: Locker Room Talk, Premiere/DSE: 30. November 18 (Theater am Haidplatz)
Nick Dear: Frankenstein, Premiere: 2. Februar 19 (Velodrom)
Katherine Soper: Wish List, Premiere/DSE: 8. Februar 19 (Theater am Haidplatz)
Erik Gedeon: Ewig Jung, Premiere: 5. März 19 (Theater am Bismarckplatz)
Ewald Palmetshofer: Vor Sonnenaufgang, Premiere: 6. April 19 (Theater am Bismarckplatz)
Aron Lehmann: Die letzte Sau, Premiere/UA: 12. April 19 (Theater am Haidplatz)
Gewinnerstücks des Dramenwettbewerbs: Talking About Borders, Premiere/UA: 26. Mai 19 (Theater am Haidplatz)

Wiederaufnahmen Schauspiel:
Franz Molnar: Liliom, 26. September 18 (Theater am Bismarckplatz)
Patrick Marber. Der rote Löwe; 16. Oktober 18 (Theater am Haidplatz)
Dominique Lorenz: Wer hat Angst vorm weißen Mann?, Premiere/UA: 17 November 18 (Theater am Haidplatz)
Felix Mitterer: Krach im Hause Gott, 14. Dezember 18 (Theater am Haidplatz)

Tanz:
Yuki Mori / Fabien Prioville: Der Tod und das Mädchen, Premiere/UA: 28 Oktober 18 (Velodrom)
Yuki Mori: Gefährliche Liebschaften, Premiere/UA: 16. Februar 19 (Theater am Bismarckplatz)
Theater Regensburg Tanz: Tanz.Fabrik! sieben, Premiere/UA: 7. Juli 19 (Velodrom)

Junges Theater:
William Shakespeare: Rose und Regen, Schwert und Wunde, [14+], Premiere: 23. Februar 19 (Junges Theater)
Stückentwicklung: Es war einmal ... , [8+], Premiere/UA: 14. April 19 (Kinderclub | Junges Theater
Cantemus-Chor-Kooperation, 4. Mai 19 (Junges Theater/Cantemus-Chor im Velodrom)
Claudia Erl / Alessio Burani: Und dazwischen Ich, [12+], Premiere/UA: 18. Mai 19 (Junges Theater)
Vincent Lagasse: Das verrückte Wohnzimmer, [5+], Premiere: 23. Juni 19 (Junges Theater)
Jakob Nolte: No Future Forever (DE), [14+] , Premiere/DE: 20. Juli 19 (Jugendclub | Junges Theater)

Wiederaufnahmen Junges Theater:
Heinrich von Kleist: Michael Kohlhaas, 19. Oktober 18 (Junges Theater)
Stückentwicklung nach G. E. Lessing: I’m afraid of what you do in the name of your god, [13+] , 31. Oktober 18, (Junges Theater)
Leonard Evers, Gold, [4+], Kinderoper (Junges Theater), 28. November 18
Hans Christian Andersen: Die Schneekönigin,[6+], 25. November 18 (Junges Theater/Velodrom)
Otfried Preußler: Krabat, [12+] , 4. Januar 19 (Junges Theater)
Sebastian Meschenmoser: Herr Eichhorn und der Besucher vom blauen Planeten, [4+], 2. Februar 19 (Junges Theater)
Martin Baltscheit: Krähe und Bär oder: Die Sonne scheint für uns alle, [9+], 3. April 19, (Junges Theater)

Ausführliche Informationen zu allen Premieren, Wiederaufnahmen, Konzerten und Sonderprogrammen finden sich im PDF »Spielzeit 2018/19« (Download). Das Spielzeitheft mit detaillierten Informationen zu Spielplan, Ensemble und Service erscheint am 11. Mai 2018.

www.theater-regensburg.de

Samstag, 21. April 18
»Free Kirill« – Kunstinstallation am Hessischen Staatstheater Wiesbaden
Zu den diesjährigen Internationalen Maifestspielen in Wiesbaden ist am 3. und 4. Mai 2018 das Ensemble des Gogol Centers Moskau mit seinem Gastspiel »Who is happy in Russia?«, eine Inszenierung des russischen Regisseurs Kirill Serebrennikov, eingeladen.
Da Serebrennikov weiterhin in Moskau unter Hausarrest steht, entwarf Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, eine Kunstinstallation als politisches und künstlerisches Statement.


»Free Kirill« Kunstinstallation Hessisches Staatstheater Wiesbaden
© DeDaProductions


Folgender symbolischer Brief, der auf der Installation zu sehen ist, ist an Wladimir Putin gerichtet:
Lieber Wladimir Putin,
wir bieten Ihnen unseren Ex-Kanzler Gerhard Schröder, einst ein lupenreiner Demokrat, als symbolische Geisel zum Austausch gegen alle politischen Gefangenen, Journalisten und Künstler in russischen Gefängnissen an.
Natürlich ist das zu gefährlich für Sie, denn Sie müssten um Ihre Macht fürchten. Deshalb bieten wir Ihnen unsere Geisel für Kirill Serebrennikov an. Lassen Sie diesen großartigen Regisseur am 3. und 4. Mai 2018 zum Gastspiel seiner Inszenierung »Who is Happy in Russia?« nach Wiesbaden reisen!
Für Sie, lieber Präsident, zu 100% ungefährlich!
Ihre Internationalen Maifestspiele Wiesbaden


Die Installation, welche in den Werkstätten des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden angefertigt wurde, ist bis zum 30. Mai 2018 im Schaufenster des Theatercafés an der Wilhelmstraße zu sehen und wird danach im Theater ausgestellt. Nach dem Gastspiel »Who Is Happy in Russia« wird die Installation den Mitgliedern des Ensembles des Gogol Centers Moskau zur Verfügung gestellt.

Karten für das Gastspiel »Who Is Happy in Russia« am 3. und 4. Mai 2018 sind an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611. 132 325 oder online unter www.staatstheater-wiesbaden.de erhältlich.

Samstag, 21. April 18
Theater an der Wien: A priori – Die Saison 2018/19
Mit der Spielzeit 2018/19 startet das Opernhaus der Stadt Wien in seine dreizehnte Saison. Diese bringt 13 Premieren mit Werken voll Zauber und Emotion von Georg Friedrich Händel, Henry Purcell, Gioachino Rossini, Giuseppe Verdi, Carl Maria von Weber, Felix Mendelssohn Bartholdy, Jacques Offenbach und Maurice Ravel sowie Peter Iljitsch Tschaikowski und Leonard Bernstein mit sich.

Seit der Wiedereröffnung des Theater an der Wien als Opernhaus und an der ab 2012 bespielten Kammeroper wurden bis dato über hundert verschiedene Opernproduktionen realisiert. Für die weiteren vier Jahre seiner Intendanz hat Roland Geyer ein Programmkonzept entwickelt, welches auf den Erkenntnissen aus den Spielplänen der vergangenen zwölf Saisonen fußt und diese damit als Ausgangspunkt für Neues nimmt.

Die Zahl 4 - laut Pythagoras „die Erzeugerin der Erzeugerin des Alls“ – wirkt dabei als strukturelle Klammer. Inspiriert von der Grafik Im Morgengrauen des Wiener Malers Herwig Zens, der für den Programmkatalog der Saison 2018/19 einige seiner Kunstwerke zur Verfügung stellte, sollen die kommenden vier Saisonen als Tagesablauf gegliedert werden:
2018 beginnt A priori Im Morgengrau“, die Tagesmitte 2019 steht unter dem Motto In medias res und der Vorabend zeigt 2020, was De facto auf einer Bühne und im Leben alles möglich ist, bevor die vierte Saison nächtens Summa summarum den Schlusspunkt setzt.

Die kommenden vier Spielzeiten wollen in ihrer Chronologie auch die Operngeschichte abbilden. Die Saison 2018/19 widmet sich damit vor allem Werken, Komponisten und Dichtern des Barock und der Wiener Klassik.

Auch innerhalb der Saisonen spielt die 4 als „Zahl der Welt“ eine strukturierende Rolle; vier Themenkreise fassen die vorgestellten Produktionen zusammen. Auch die zukünftige Verzahnung der beiden Häuser, dem „Großen Haus“ Theater an der Wien und dem „Kleinen Haus“ Kammeroper, als Das Opernhaus der Stadt Wien sowie ihre ergänzende Wechselwirkung soll unterstrichen werden:

Der Zauberkreis
stellt vier magische Opern Georg Friedrich Händels in seinen Mittelpunkt. Eröffnet wird dieser thematische Kreis und somit die neue Saison mit einer Neuproduktion von Alcina mit dem Leading-Team Tatjana Gürbaca und Conductor in residence Stefan Gottfried, Marlis Petersen singt die Titelpartie. Im November folgt sein Teseo unter dem Dirigat von René Jacobs und in der Regie von Moshe Leiser und Patrice Caurier, ehe im April 2019 mit Orlando eines seiner zukunftsweisendsten Werke als spektakuläre Inszenierung von Star-Regisseur Claus Guth und das Theater an der Wien-Debüt des Grammy-prämierten Dirigenten Giovanni Antonini auf dem Programm stehen. Fortgeführt wird der Händel-Schwerpunkt mit einer konzertanten Aufführung seines Rinaldo unter der Leitung des französischen Barockspezialisten Jean-Christophe Spinosi und seinem Ensemble Matheus.
Den Zauberkreis ergänzen werden im September das Opernpasticcio Die Zauberinsel als „Best of“ von Musikstücken Henry Purcells, bei dem sich erstmalig das neue JET, die vierte Generation des Jungen Ensembles des Theater an der Wien dem Publikum vorstellt sowie im Jänner Purcells King Arthur in einer Inszenierung von Sven-Eric Bechtolf und einem weiteren Dirigat von Conductor in residence Stefan Gottfried.
Es folgt im Februar mit L’enfant / Olympia eine neu zusammengestellte Verknüpfung von Maurice Ravels L’enfant et les sortilèges und dem Olympia-Akt aus Jacques Offenbachs Les contes d’Hoffmannin der Regie von Barbora Horáková-Joly, die jüngst als Newcomerin des Jahres bei den International Opera Awards ausgezeichnet wurde. Antonio Vivaldis Orlando Furioso setzt im März noch einen konzertanten Akzent auf den Zauberkreis mit Countertenor Max Emanuel Cencic als Orlando. 

Der Schillerkreis
um fasst Opernwerke, die auf literarischen Vorlagen von Friedrich Schiller, dem „Dichter der Freiheit“, basieren. Gioachino Rossinis berühmter Guillaume Tell wird im Oktober im Großen Haus in einer Neuinszenierung von Torsten Fischer präsentiert, am Pult steht der junge Dirigent Diego Matheuz, der aus dem Musikförderprogramm El Sistema hervorgegangen ist; mit Don Carlos von Giuseppe Verdi wiederum ist im November eine Premiere in der Kammeroper zu erleben, in Szene gesetzt von Sèbastien Dutrieux und musikalisch geleitet von Matteo Pais. Den Schillerkreis schließt Peter Iljitsch Tschaikowskis Die Jungfrau von Orleans mit dem Leading Team Lotte de Beer und Oksana Lyniv.

Der Weberkreis
fokussiert ganz auf den „Erfinder“ der deutschen romantischen Oper, Carl Maria von Weber. So bringt im März 2019 Euryanthe den Regisseur Christof Loy an das Theater an der Wien zurück, sein kongenialer musikalischer Leiter ist Constantin Trinks. Mit Oberon feiert der erst 24-jährige Dirigent Thomas Guggeis im Mai gemeinsam mit dem Regisseur und Puppendesigner Nikolaus Habjan sein Debüt am Opernhaus der Stadt Wien; es singen unter anderem Annette Dasch und Daniel Schmutzhard. Ergänzt werden die beiden szenischen Produktionen mit konzertanten Aufführungen von Webers Jugendoper Peter Schmoll im Jänner unter der Leitung von Roberto Paternostro und seinem berühmtesten Werk Der Freischütz im März mit Laurence Equilbey am Pult des Insula orchestra.

Der Vierte Kreis
wiederum beinhaltet vier Zweiheiten. Unter dem Regisseur Calixto Bieito und dem Dirigenten Jukka-Pekka Saraste – beide arbeiten erstmalig am Theater an der Wien – findet im Februar Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium Elias seine szenische Umsetzung. Elias reicht im Dezember der konzertanten Aufführung des Messiah von Georg Friedrich Händel in einer Oratorien-Paarung die Hand; unter der Leitung von Robert King musiziert The King’s Consort. Zwei Opernabende mit raren Werken von Peter Iljitsch Tschaikowski, Mazeppa und die „Doppel-Kombi“ Iolanta/Undine, rücken Orchester und Chor sowie ein ausgewähltes Sängerensemble der Helikon Oper Moskau bei ihrem konzertanten Gastspiel im Februar in den Blickpunkt. Die für November angesetzte Multi-Genre-Musikshow La femme c’est moi von und mit Elisabeth Kulman sowie der musikalischen Unterstützung von u.a. Mitgliedern der Wiener Philharmoniker kontrastiert ihren „Zwilling“, die Figur der Cunegonde aus Leonard Bernsteins Candide, welche im April unter der musikalischen Leitung von Benjamin Bayl mit dem JET – dem Jungen Ensemble des Theater an der Wien in der Kammeroper ihre Aufführung erfährt. Vervollständigt wird der Vierte Kreis mit Leonardo Vincis Gismondo Ende September im Rahmen von „Oper konzertant“ mit Max Emanuel Cencic in der Titelpartie und im Monat darauf mit Händels Serse, gesungen von Franco Fagioli.

Gemeinsam mit renommierten Leading Teams werden namhafte Sängerinnen und Sänger wie Jane Archibald, Gaëlle Arquez, Maria Bengtsson, Annette Dasch, Mari Eriksmoen, Vivica Genaux, Dilyara Idrisova, Angelika Kirchschlager, Theresa Kronthaler, Marlis Petersen, Anna Prohaska, Oksana Volkova, Jacquelyn Wagner sowie Florian Boesch, Christophe Dumaux, Paul Armin Edelmann, Andrew Foster-Williams, Christian Gerhaher, Dmitry Golovnin, John Osborn, Mauro Peter, Christoph Pohl, Norman Reinhardt, Daniel Schmutzhard, Rodrigo Sosa Dal Pozzo, Willard White, Martin Winkler und viele andere zu hören sein. 

Für die hohe musikalische Qualität garantieren die Dirigentinnen und Dirigenten Giovanni Antonini, Benjamin Bayl, Markellos Chryssicos, Stefan Gottfried, Thomas Guggeis, René Jacobs, Oksana Lyniv, Diego Matheuz, Martyna Pastuszka, Christophe Rousset, Yukka-Pekka Saraste und andere.

Mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien, den Wiener Symphonikern, dem Concentus Musicus Wien sowie dem Arnold Schoenberg Chor stehen wieder erstklassige Klangkörper zur Verfügung, die im Rahmen mehrjähriger Verträge mit dem Theater an der Wien zusammenarbeiten. Renommierte Originalklang-Orchester wie die Akademie für Alte Musik Berlin und Il Giardino Armonico werden in den szenischen Produktionen zu hören sein. In der Kammeroper wird in bewährter Weise die Kooperation mit dem Wiener KammerOrchester und dem Bach Consort Wien weitergeführt.

Im Fokus: Jugend an der Wien – Kulturvermittlung für 9-99
Aktive Kulturvermittlung mit und für Jugendliche/Kinder, ab dieser Spielzeit auch erstmals für opernbegeisterte Menschen von 9 bis 99 Jahre, wird im Theater an der Wien groß geschrieben und trägt den Namen Jugend an der Wien. Nicht nur Workshops, KünstlerInnengespräche und Führungen sowie Probenbesuche werden im Theater an der Wien und in der Kammeroper angeboten. Die mitwirkenden Jugendlichen gestalten wieder selbst eine Jugendoper unter dem Motto „Traum und Wirklichkeit“ auf der Bühne und im Orchestergraben des Opernhauses. Für kleine und große Kinder startet im Februar eine aufregende musikalische Reise durch das Opernhaus mit dem Titel „Papagena jagt die Fledermaus“.

In der Karwoche öffnet das Theater an der Wien seine Pforten, die Devise lautet „Oper für alle“– und richtet sich an jene, die schon immer einmal auf der Bühne stehen wollten und sich aktiv und kreativ in einem Opernhaus ausprobieren möchten; dazu gibt es mit dem neuen Vermittlungsprogramm „OsterFlash 9-99“ endlich die Möglichkeit.

Aktuelle Auslastung und Entwicklung des Abonnementverkaufs
Mit einer hohen Anzahl von Neuproduktionen ist das Opernhaus an der Wienzeile als Zentrum für Barockoper und modernes, zeitgemäßes Musiktheater ein Fixstern im Wiener Kulturleben.
Besonders die rege internationale Resonanz bestätigt das künstlerische Profil, die Ästhetik und Qualität der Produktionen sowie den innovativen Stagione-Betrieb. Die Auslastung der Musiktheaterprojekte liegt aktuell bei 95%. Für die laufende Spielzeit 2017/18 konnten die Abonnementzahlen wieder gesteigert werden: 39,5% der Besucher des Theater an der Wien sind Abonnenten, das entspricht 6.621 Abonnements. 

Der Abonnement-Verkauf startetE am 20. April 2018
Das Theater an der Wien bietet für die Saison 2018/19 eine reichhaltige Auswahl an Abonnements und Zyklen an. Attraktive Bedingungen gibt es vor allem für Frühentschlossene, die bei Kauf oder Verlängerung ihres Abonnements sowie bei Neuerwerb eines Zyklus bis zum 31. Mai 2018 eine Ermäßigung von bis zu 30 Prozent erhalten. Zur Auswahl stehen 34 Abonnements.  Abonnements können auch direkt ONLINE auf der Website www.theater-wien.at gebucht werden.
 Abo-Verlängerungen sind ebenfalls wieder online möglich.

Einzelkartenverkauf ab 15. Juni 2018 
Am 15. Juni 2018 um 10.00 Uhr beginnt der Einzelkartenverkauf ausschließlich für die Vorstellungen bis 31. Dezember 2018 an den Vorverkaufsstellen (Tageskasse Theater an der Wien, Wien-Ticket Pavillon) sowie per Telefon und im Internet. Der Vorverkauf für die Vorstellungen ab 1. Jänner 2019 beginnt am 1. September 2018 um 10.00 Uhr. 
Im Onlineshop (auf der Website) beginnt der Einzelkarten-Vorverkauf jeweils einen Tag später.

Samstag, 21. April 18
Eschborn engagiert sich in Frankfurt - Kulturangebote für die ganze Region - Kulturförderung für 2018 neu aufgesetzt
Die Stadt Eschborn engagiert sich weiterhin für die kulturelle Vielfalt in der Region Frankfurt RheinMain. Bereits 2017 hatte sich Eschborn zu einer Fortsetzung seiner langjährigen Förderung kultureller Einrichtungen in Frankfurt entschlossen. Auch für das Wirtschaftsjahr 2018 dürfen sich die Oper Frankfurt, das Deutsche Filminstitut und das English Theatre Frankfurt erneut über eine Unterstützung aus Eschborn, jeweils in Höhe von 50.000 Euro, freuen. Gefördert wird insbesondere die Kinder- und Jugendarbeit der Einrichtungen.

Bei der Oper Frankfurt stützt die Förderung aus Eschborn das Vermittlungsprogramm JETZT! Oper für Dich. „Diese Veranstaltungsreihe bringt mit einem speziell zugeschnittenen Programm Kindern, Jugendlichen, Familien und erwachsenen Operneinsteigern das Gesamtkunstwerk Oper näher. Wenn in Familien und Schulen klassische Musik nur noch in Ausnahmefällen vermittelt wird, sehen sich die Kulturinstitute in der Pflicht. Durch die dankbar entgegengenommene Unterstützung aus Eschborn fällt es uns leichter, diesen Auftrag zu erfüllen“, so Intendant Bernd Loebe.

„Wir freuen uns sehr, dass die Stadt Eschborn unsere beiden Festivals, LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans und goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films, so großzügig und nachhaltig unterstützt. Tausende Kinder und Jugendliche lernen bei LUCAS so jedes Jahr großes Kino aus aller Welt kennen und versuchen sich als Juroren. Mehr als 11.000 Besucher/innen erkunden bei goEast in Wiesbaden nun schon zum 18. Mal das ost- und mitteleuropäische Filmschaffen – auch dank der finanziellen Hilfe aus Eschborn“, sagte die neue Direktorin des Deutschen Filminstituts, Ellen Harrington.

Auch beim English Theatre Frankfurt finanziert die Zuwendung aus Eschborn zentral die Kinder- und Jugendarbeit des Hauses. „Eine Theaterpädagogik, die im Jahr etwa 26.000 Kinder und Jugendliche bedient, wäre für ein Privattheater ohne die Förderung aus Eschborn kaum möglich“, erklärt Daniel Nicolai, Intendant des ETFs.

Die Stadt Eschborn hat aufgrund ihrer stabilen wirtschaftlichen und finanziellen Basis im Rhein-Main-Gebiet eine besondere Bedeutung. Sie profitiert von den Vorteilen des Ballungsraumes und zeigt gleichzeitig seit etlichen Jahren, dass sie Verantwortung für die Region übernimmt: „Dieser Verantwortung möchten wir auch künftig Rechnung tragen. Daher unterstützen wir weiterhin kulturelle Einrichtungen in Frankfurt am Main“, bekräftigte Bürgermeister Mathias Geiger. Er ist davon überzeugt, dass die drei ausgewählten Häuser die Mittel für Projekte einsetzen, die die Strahlkraft der Kulturmetropole Frankfurt am Main und damit auch ihre Infrastruktur festigen und stärken.

www.eschborn.de / www.oper-frankfurt.de / www.lucas-filmfestival.de / www.filmfestival-goeast.de / www.english-theatre.de

Samstag, 21. April 18
„ttt - titel thesen temperamente" am Sonntag
„ttt - titel thesen temperamente" (NDR) kommt am Sonntag, 22. April 2018, um 23:05 Uhr im Ersten.

Die geplanten Themen:

Die Welt ist besser als gedacht - Das Vermächtnis von Star-Statistiker Hans Rosling
Katastrophen, Kriege, Klimawandel. Um unsere Welt steht es so schlecht wie nie zuvor. Denken wir zumindest. Doch die Fakten des schwedischen Wissenschaftlers Hans Rosling zeigen: Es gibt mehr Fortschritt, als wir glauben. Die durchschnittliche Lebenserwartung bei der Geburt weltweit liegt heute bei über 70 Jahren. Mehr als 80% aller Kinder sind geimpft. In den letzten 20 Jahren hat sich der Anteil der in extremer Armut lebenden Weltbevölkerung mehr als halbiert. Ob Schulbildung der Mädchen, Zugang zu sauberem Wasser, Staaten mit Demokratie, Frauenrechte - die Kurven zeigen nach oben. Im vergangenen Jahr ist Rosling gestorben, sein Sohn und seine Schwiegertochter haben sein letztes Buch „Factfulness" (Ullstein) beendet und jetzt veröffentlicht.

Für die Rechte von Psychiatriepatienten - Bille August verfilmt spektakulären Gerichtsprozess
Ihr Fall machte Geschichte: Gegen die Übermacht der Ärzte erkämpfte sich die Psychiatriepatientin Eleanor Riese gemeinsam mit ihrer unbeirrbaren Anwältin Colette Hughes ein Mitspracherecht bei der Medikation. Zuvor wurde sie gegen ihren Willen mit Medikamenten ruhiggestellt, die schwere Nebenwirkungen hatten. Der Regisseur Bille August hat diese Geschichte jetzt verfilmt: „Eleanor & Colette" ist ein packendes Justizdrama - und die bewegende Erzählung einer tiefen Freundschaft zwischen zwei Frauen (Filmstart 3. Mai). „ttt" trifft Bille August und Helena Bonham Carter, die in der Rolle von Eleanor Riese brilliert - und fragt die echte Colette Hughes nach ihren Erinnerungen an ihre Freundin und die Zeit des Prozesses.

Gefürchtet, gefeiert, gescheitert? - 200. Geburtstag von Karl Marx
Globalisierung, ungezügelte Finanzmärkte, wachsende Ungerechtigkeit - es gibt viele Gründe, den Kapitalismus zu kritisieren. Und dabei berufen sich einige Kritiker gern auf den großen Karl Marx, der das ganze Elend schließlich vorhergesehen habe. Doch man sollte ihn nicht zum Propheten hochstilisieren, so der Ideen-Historiker Gareth Stedman Jones. Er hat eines der wichtigsten Bücher zum Marx-Jubiläum geschrieben, das von der internationalen Kritik gefeiert wird: „Karl Marx. Die Biographie". Darin befreit er Marx von vielen Verfälschungen und portraitiert ihn als einen Denker seiner Zeit. Marx habe den Kapitalismus zwar genau analysiert, aber er hatte - anders als oft propagiert - keine fertige Theorie über dessen Untergang. Die wurde ihm erst nach seinem Tod zugeschrieben. „ttt" spricht mit Gareth Stedman Jones über Leistung, Scheitern und Aktualität von Karl Marx.

Wie Frauen in Ägypten leben - Die eindrücklichen Porträts von Amélie Losier
Groß waren die Erwartungen, die mit der ägyptischen Revolution verbunden waren - nicht nur, aber auch von Frauen. Ging es doch nicht nur darum, gegen das politische System Mubaraks aufzustehen, sondern auch gegen alte Wertvorstellungen und Geschlechterungerechtigkeit. Und jetzt, wo nicht mehr viel von den erhofften und auf dem Tahir-Platz geforderten Freiheiten übrig ist: Wie stellt sich die Situation für die Frauen in Ägypten dar? Die Fotografin Amélie Losier hat sich aufgemacht, ägyptische Frauen in ihrem Umfeld zu porträtieren - und sie zeigt in ihrem Fotoband beeindruckende Bilder von Frauen fernab der westlichen Klischees der arabischen Frau: „Sayeda" (Nimbus).

Black Woman Power - Die Sängerin und Schauspielerin Janelle Monáe
Sie singt gegen das Patriarchat, kämpft gegen Rassismus, setzt sich für die Rechte der LGBT-Community ein - und das alles mit viel Sex-Appeal. Die Sängerin und Schauspielerin Janelle Monáe ist in den USA bereits ein Star. Sie spielte in den Filmen „Hidden Figures" und „Moonlight" mit, wetterte bei der Grammy-Verleihung gegen Machtmissbrauch und Diskriminierung. Ende April erscheint ihre neue CD „Dirty Computer", ein tanzbares Album, das musikalisch an ihren früheren Mentor Prince erinnert. Damit will Janelle Monáe nun auch Europa erobern.

Moderation: Max Moor
Redaktion: Edith Beßling, Christine Gerberding, Niels Grevsen, Melanie Thun (NDR)

www.DasErste.de/ttt

Samstag, 21. April 18
47 000 Besucher beim 22. „Heidelberger Frühling“ ~ Große Resonanz auf Leitgedanken „Eigen-Arten“
Sieben Ur- und europäische Erstaufführungen, eine gefeierte Koproduktion, neun Hörfunkmitschnitte, Livestreams der Lied Akademie mit über 30 000 Zuschauern weltweit und umfassende Berichte in regionalen, nationalen und internationalen Medien – der „Heidelberger Frühling“ zieht 2018 eine herausragende Bilanz. Wenn das internationale Musikfestival am morgigen Samstag mit einem Konzert des Mahler Chamber Orchestra unter Leitung von Daniele Gatti seine 22. Saison beendet, werden rund 47 000 Besucher die diesjährigen 126 Veranstaltungen erlebt haben, von denen 56 ausverkauft waren.

Der „Heidelberger Frühling“ stand 2018 unter dem Leitgedanken „Eigen-Arten“. Es war der zweite Teil einer Trilogie, die sich mit Kerngedanken der Aufklärung auseinandersetzt. Im Zentrum stand das kollektive Selbstverständnis des sogenannten „Westens“, das maßgeblich auf Werten der Aufklärung wie beispielsweise Freiheit basiert. „In den vergangenen Wochen bin ich vor dem Hintergrund des Festival-Leitgedankens immer wieder gefragt worden, ob denn Musik politisch sein könne“, so Thorsten Schmidt, Intendant des „Heidelberger Frühling“. „Meine Haltung dazu ist, dass wir als Festival, als verantwortliche Programmgestalter ein Bekenntnis ablegen können und müssen – über die Themen, die wir mit unserem Programm setzen, über die Auswahl der Werke, die Künstler, die wir einladen, und über den dramaturgischen Leitfaden. Selten zuvor war es in den letzten Jahrzehnten so notwendig, Haltung zu zeigen und nicht jenseits dessen zu agieren, was die Welt bewegt. Musiker interpretieren Musik, das ist ihre Berufung. Manche von ihnen mischen sich jenseits dieser Berufung ein in den gesellschaftlichen Diskurs. Viele nicht. Das ist in Ordnung. Aber wir als Festival können uns dieses Nicht-Einmischen nicht leisten. Aus der Vergangenheit wissen wir, dass nur die Wahrnehmung der Verpflichtung eines mündigen Bürgers die Demokratie sichert. Wer kann, sollte seine Stimme erheben. Die Verhaltensweise eines mündigen Bürgers muss meines Erachtens auch ein Festival über seine Gestalter an den Tag legen.“

Nicht-Einmischen kommt auch für die Pianistin Gabriela Montero nicht infrage. Ihr politischer Einsatz, durch Musik und Taten, hinsichtlich des brutalen Machtregimes in ihrer Heimat Venezuela waren neben ihrer Vermittlungsgabe ein ausschlaggebender Grund dafür, dass sie mit dem diesjährigen Musikpreis des „Heidelberger Frühling“ ausgezeichnet wurde. In ihrer Dankesrede bei der Verleihung am Eröffnungswochenende des Festivals fand sie berührende und deutliche Worte zugleich: José Antonio Abreu, wenige Tage nach der Preisverleihung verstorbener und Gründer von „El Sistema“ und gleichfalls Unterstützer Gustavo Dudamel seien eine „Propagandabeziehung mit dem Regime“ eingegangen, indem sie sich unter dem Deckmantel der Nachwuchsförderung, die „El Sistema“ propagiert, verstecken. Die Laudatio auf Gabriela Montero hielt Pianist Igor Levit. (Die gesamte Dankesrede und die Laudatio kann hier nachgelesen werden: www.heidelberger-fruehling.de/heidelberger-fruehling/programm/musikpreis/montero-levit/ ).

Die Binnenfestivals des „Heidelberger Frühling“ – das Kammermusikfest „Standpunkte“ und das Wochenende „Neuland.Lied“ – thematisierten den Leitgedanken „Eigen-Arten“ komplementär. Die „Standpunkte“ des Pianisten Igor Levit widmeten sich den USA, deren emphatischer Freiheitsbegriff nicht zuletzt für die Musik fruchtbar geworden ist, weil kaum ein Komponist jenseits des Großen Teichs sich Dogmen unterordnete. Hörbar wurde dies in Werken von Charles Ives, Marc Copland, Samuel Barber, David Bruce, Frederic Rzewski (europäische Erstaufführung von „Demons“), Morton Feldman, John Cage und Philip Glass. Zugleich erinnerte ein Ragtime-Konzert von Igor Levit mit Musik schwarzer Komponisten wie Scott Joplin daran, dass die Vereinigten Staaten keineswegs immer ein Hort der Freiheit für alle Bevölkerungsgruppen waren und sind. Als weitere Facette widmete sich ein Wandelkonzert den Exilkomponisten Ernst Krenek, Paul Hindemith und Hanns Eisler. Die Eröffnungsrede der „Standpunkte“ hielt der ehemalige Bundestagspräsident Nobert Lammert, darüber hinaus gab es Vorträge und eine Podiumsdiskussion zum Thema. Als Künstler wirkten neben Igor Levit unter anderem der Geiger Benjamin Beilman, der Klarinettist Julian Bliss, das JACK Quartet, der Bariton Georg Nigl, die Geigerin Isabelle Faust und der Cellist und diesjährige Residenzkünstler Jean-Guihen Queyras mit, der hier erstmals gemeinsam mit dem Pianisten Marc-André Hamelin aufgetreten ist. Das Finale der „Standpunkte“ war einer von sechs Auftritten, die Marc-André Hamelin 2018 beim „Heidelberger Frühling“ hatte.

Komplementär zum politischen Ansatz der „Standpunkte“ griff das experimentierfreudige „Neuland.Lied“ die subjektiveren, privateren, weniger dem Verstand als dem Gefühl zugehörigen „Eigen-Arten“ auf. „Was macht uns aus?“, lautete hier die Frage. Eine Antwort darauf fand das Liedfestival bei Robert Schumann: unsere Widersprüchlichkeit, unsere Heimatlosigkeit, unsere Sehnsüchte, Hoffnungen und Ängste – Eigenarten, die allen Menschen eigen sind, so kulturell unterschiedlich sie auch geprägt sein mögen. Fünf große Schumann-Zyklen des Liederjahres 1840 (sowie das Spätwerk „Fünf Gedichte der Königin Maria Stuart“) wurden in die unterschiedlichsten Zusammenhänge gestellt, mit Improvisation, Alter und Neuer Musik gekoppelt. Auch unkonventionelle Inszenierungen – beispielsweise als inszeniertes Hauskonzert mit Schauspielerin Martina Gedeck oder als literarisch-musikalische Begegnung mehrerer Liebesgeschichten aus Vergangenheit und Gegenwart – ermöglichten neue Perspektiven auf die Gattung. Zu hören waren unter anderem die Tenöre Mark Padmore und Ilker Arcayürek, die Mezzosopranistinnen Anna Stéphany und Tara Erraught und die Sopranistinnen Anna Lucia Richter und Sarah Maria Sun.

Kreativer Freiraum und bereichsübergreifender Austausch waren auch 2018 die Kerncharakteristika der Heidelberg Festival Akademie. Die Akademien Lied und Kammermusik luden zu öffentlichen Meisterkursen, Workshops und Mittagskonzerten ein und Instrumentalisten wirkten beim Kammermusikfest „Standpunkte“ mit. Im Bereich Komposition waren die US-Amerikanerin Anna-Louise Walton und der Brite Oliver Christophe Leith eingeladen, bei einem nachmittäglichen Werkstattgespräch ihre vom „Heidelberger Frühling“ in Auftrag gegebenen Werke vorzustellen, bevor sie spätabends bei der „Nacht der Neuen Musik“ uraufgeführt wurden. Leiter der Festival Akademien waren erneut Thomas Hampson (Lied), Igor Levit (Kammermusik) und Eleonore Büning (Musikjournalismus), denen als Mentoren unter anderem der Cellist Isang Enders, der Bratschist Volker Jacobsen und der Klavierbegleiter Graham Johnson zur Seite standen.

Design Thinking, kreativer Freiraum und Platz für Querköpfe – so will es das „Lab“ des „Heidelberger Frühling“, das 2018 in die zweite Runde ging. In diesem temporären „Think Tank“ zu Zukunftsfragen der Musikwelt kamen erneut zehn junge Kulturprofis aus verschiedenen Disziplinen zusammen: Komposition, Regie, Schauspiel, Videoperformance, Dramaturgie, Musikwissenschaft und Journalismus. Es wurden Ideen und Formate erdacht, die es weiterzuentwickeln gilt, damit es zu neuartigen Produktionen kommt – egal ob in Heidelberg oder andernorts.

Der 23. „Heidelberger Frühling“ findet vom 16. März bis zum 13. April 2019 statt.

www.heidelberger-fruehling.de

Freitag, 20. April 18
Theater Augsburg wird bayerisches Staatstheater ~ Stellungnahmen zu den positiven Auswirkungen der Regierungserklärung des Bayerischen Ministerpräsidenten auf die Stadt Augsburg
„Neben den bereits beschlossenen Konzertsälen in München und Nürnberg werden wir ein drittes bayerisches Staatstheater in der Metropole Augsburg einrichten“, verkündete der neue Bayerische Ministerpräsident Markus Söder vorgestern in seiner Regierungserklärung. Mit seinem Bekenntnis zur Fortführung aller Hochschulprojekte, steht der Überführung des Augsburger Klinikums zur Universitätsklinik nichts mehr im Weg. Im Sinne der Umweltstadt wird der Freistaat in Augsburg zudem das Bayerische Zentrum für Artenschutz einrichten.

Für Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl eine starke Regierungserklärung: „Insgesamt eine große Aussage für Augsburg. Sie wird die Stadt in ihrer Entwicklung, ihrem Selbstverständnis und vor allem ihrem authentischen Profil weiterbringen. Dass er von Augsburg als Metropole spricht, meint er Ernst. Der Ministerpräsident sieht Augsburg auf Augenhöhe mit Nürnberg und München. Das hat mir Markus
Söder heute auch noch einmal in einem kurzen Kontakt bestätigt. Schon als Finanzminister hat er im Juli 2016 die Stadt Sachen Theatersanierung unterstützt. Jetzt befinden wir uns in der Umsetzung, da ist das Staatstheater dann der
logische nächste Schritt. Der Mann hat einen Plan!“

Große Freude über das in Aussicht gestellte Staatstheater auch bei Kulturreferent Thomas Weitzel: „Unser gutes Konzept für das Theater hat überzeugt. Wir werden nach der Sanierung ein Kulturzentrum mit neuen Nutzungsmöglichkeiten erhalten: die Schauspielbühne als Multifunktionssaal oder das Orchesterprobengebäude ermöglichen künstlerische Highlights und innovative Formate.  Das wird Augsburg in dieser Kategorie unter den deutschen Großstädten sicher ganz nach vorne bringen. Anerkannt und gewürdigt wird damit aber auch die künstlerische Arbeit des Dreispartenhauses, vor allem mit den Philharmonikern und dem Musiktheater, das ganz Schwaben auf einem hohen Niveau versorgt. Gleichzeitig verstehen wird die Ankündigung aber auch als Auftrag für unser Interim an der künstlerischen Qualität nicht nachzulassen, auf das Ziel Staatstheater hinzuarbeiten und den Anspruch auch künftig einzulösen. In einem nächsten Schritt gilt es nun mit dem Ministerium zu klären, wie die rechtliche Umwandlung in ein Staatstheater vollzogen wird.“

„Das Bekenntnis zum Theater-Standort Augsburg, das gerade in diese Zeit des Interims fällt, wo es alles andere als leicht ist Theater zu machen ist eine fantastische Nachricht und ein großer Ansporn“, so auch der freudige Kommentar von Theaterintendant Andre Bücker.

Angesiedelt in der Umweltstadt Augsburg wird nach den Worten des Ministerpräsidenten auch ein Bayerisches Zentrum für Artenschutz mit Außenstellen in Laufen und Veitshöchheim. Umweltreferent Reiner Erben: „Wir wollen die wichtigen Themen Artenschutz und Umweltbildung voranbringen und wir sind gut vorbereitet: 28 Prozent des Augsburger Stadtgebietes sind Naturschutzgebiet, eines der größten Naturschutzgebiete in ganz Bayern. Unsere zweite Grundlage ist das Umweltbildungszentrum, das bereits in der Planung weit vorangeschritten ist und wo wir den Artenschutz gut integrieren können. Unsere Arbeit in den verschiedenen Bereichen des Naturschutzes wird mit dem Zentrum für Artenschutz weiterhin gestärkt und unterstützt.“

www.theater-augsburg.de / www.augsburg.de

Freitag, 20. April 18
Spielzeit 2018/2019 der Theater Chemnitz vorgestellt
Zur Pressekonferenz am 19. April 2018 stellten Generalintendant Dr. Christoph Dittrich und sein künstlerisches Team – Generalmusikdirektor Guillermo García Calvo, Ballettdirektorin Sabrina Sadowska, Schauspieldirektor Carsten Knödler und die Direktorin des Figurentheaters Gundula Hoffmann – die Premieren und Konzerte der Spielzeit 2018/2019 vor.

Die Oper Chemnitz vollendet anlässlich des 875-jährigen Stadtjubiläums 2018 ihr außergewöhnliches Vorhaben, innerhalb nur eines Jahres den gesamten „Ring des Nibelungen“ in der Handschrift von vier ganz unterschiedlichen Regieteams auf die Bühne zu bringen. Nachdem im Februar 2018 „Das Rheingold“ in der Inszenierung von Verena Stoiber und im März 2018 Monique Wagemakers Sicht auf „Die Walküre“ ihre Premiere erlebten, wird Richard Wagners Meisterwerk nun mit „Siegfried“ in der Regie von Sabine Hartmannshenn im September 2018 fortgesetzt und mit Elisabeth Stöpplers Neuinszenierung der „Götterdämmerung“ im Dezember 2018 abgeschlossen. Die musikalische Leitung liegt erneut in den Händen von GMD Guillermo García Calvo und Felix Bender.

Die Spielzeit 2018/2019 beinhaltet darüber hinaus mit Mozarts „Zauberflöte“ und Beethovens „Fidelio“ weitere populäre Werke der Opernliteratur. Unbekannt hingegen ist die Oper „Hamlet“ von Franco Faccio und Arrigo Boito, die ihre deutsche Erstaufführung in Chemnitz feiern wird. Diese Oper nach Shakespeares Klassiker wurde zwar bereits 1865 in Genua uraufgeführt, geriet dann allerdings völlig in Vergessenheit und kehrte erst 2014 in den USA auf die Bühne zurück. Eine weitere Rarität ist die fantastisch-burleske Operette „Der Teufel auf Erden“ von Franz von Suppé, die in einer Neubearbeitung und revidierten musikalischen Fassung in Chemnitz Premiere haben wird. Einer ebenfalls wichtigen Spielplanlinie der Oper Chemnitz wird mit der Uraufführung des Musicals „Drachenherz“ von Wolfgang Böhmer und Peter Lund Rechnung getragen.

Das Ballett Chemnitz erlebte in der zu Ende gehenden Spielzeit 2017/2018 unter der neuen Direktion von Sabrina Sadowska und der Arbeit mit ganz unterschiedlichen Choreografen und Tanzstilen einen enormen Schub. Diese interessanten Impulse spiegeln sich auch in der Planung für die neue Saison wider. Den Anfang macht der dreiteilige Tanzabend „Nordlicht“ mit Stücken dreier Choreografen, die zu den interessantesten unserer Zeit zählen: die Newcomerin Katarzyna Kozielska kreiert eine Uraufführung, von Marco Goecke kommt „Suite, Suite, Suite“ auf die Bühne und der international gefeierte Choreograf Alexander Ekman wird mit „Episode 31“ vertreten sein. Das neue Format für zeitgenössischen Tanz „Showcase“ im Ballettsaal, mit der Uraufführung „Mavericks And Sheep“ von Anthony Missen im September 2017 erfolgreich aus der Taufe gehoben, erfährt mit einer Stückentwicklung des Schweden Peter Svenzon eine spannende Fortsetzung. Ein Muss für alle gestandenen Ballettcompanys ist Tschaikowskys „Schwanensee“, der in einem außergewöhnlichen Mix aus klassischen Elementen nach der Originalchoreografie von Lew Iwanow und modernen Teilen des albanischen Choreografen Eno Peci Premiere haben wird. Die vierte Produktion wird mit einer Uraufführung von Kaori Ito innerhalb der neuen Reihe „Made In Chemnitz“ noch einmal dem zeitgenössischen Tanz gewidmet sein.

Auch die Robert-Schumann-Philharmonie begann im Vorjahr mit veränderter Leitung und kann inzwischen mit ihrem neuen Generalmusikdirektor Guillermo García Calvo auf eine erfolgreiche erste gemeinsame Saison zurückblicken. Der großen Tradition der Robert-Schumann-Philharmonie folgend, stehen in den Sinfoniekonzerten der Spielzeit 2018/2019 Kompositionen von Mendelssohn-Bartholdy und Brahms über Bruckner, Strauss und Reger bis Rachmaninow und Prokofjew im Mittelpunkt, und natürlich wird auch ein Werk des Namenspatrons nicht fehlen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Aufführung von John Coriglianos Konzert für Flöte und Orchester „Pied Piper Fantasy“ nach „Der Rattenfänger von Hameln“, bei dem die Philharmoniker gemeinsam mit Schülern der Städtischen Musikschule Chemnitz musizieren. Darüber hinaus gibt es Familienkonzerte für Jung und Alt am Sonntagvormittag und die Reihe „Klasse Klassik!“ mit Werken für Kammerorchester wird weiter etabliert. Auch zahlreiche Sonderkonzerte finden sich im Konzertprogramm, genannt seien die „Lange Nacht der Klassik“ im Opernhaus und das Konzert „Janoska Ensemble Goes Symphonic“ im Straßenbahnbetriebshof Adelsberg.

Was im Opernbereich Wagners „Ring“, das ist im Schauspiel Goethes „Faust“. Und so wird Schauspieldirektor Carsten Knödler nach seinem erfolgreichen „Faust I“ aus dem Jahr 2017 mit der Neuinszenierung „Faust II“ die Spielzeit 2018/2019 einläuten, erneut in einer Zusammenarbeit mit dem Ballett Chemnitz. Premieren bekannter Stücke und Autoren wie „Einsame Menschen“ von Hauptmann oder „Weiße Nächte“ von Dostojewski, Roman- und Filmadaptionen wie „La Strada. Das Lied der Straße“ von Federico Fellini und „Adams Äpfel“ von Anders Thomas Jensen, die Kinderstücke „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ als Weihnachtsmärchen und „Die kleine Hexe“ als Sommertheater im Küchwald, das raubeinige Stück „Soll mir lieber Goya den Schlaf rauben als irgendein Arschloch“ des Spaniers Rodrigo García oder die Uraufführung des mittlerweile 6. Gewinnerstücks des Chemnitzer Theaterpreises für junge Dramatik bieten ein spannendes und abwechslungsreiches Programm und geben Raum für Neu- und Wiederentdeckungen.

Das Figurentheater baut die Spielplanlinie für Jugendliche und Erwachsene aus, pflegt aber auch weiterhin die umfangreichen, liebevollen Angebote für die kleinen Zuschauer. Die Uraufführung „Wenn mich einer fragte …“ beschäftigt sich mit dem Leben und Wirken des großen, in Chemnitz geborenen Schriftstellers Stefan Heym. Auch „Aufstand der Dinge“ beschäftigt sich mit Geschichte, wenn auch in ganz anderer Art: nämlich der Geschichte vermeintlich unbrauchbar gewordener, ausgedienter Gegenstände, die ihrerseits viel über die jetzigen oder früheren Besitzer erzählen. Mit „The Dark Trullala“ kommt der Alptraum einer Puppenspielerin auf die Bühne, „Yö – Geheimnisse der Nacht“ wiederum erzählt von poetischen Traumreisen und Gute-Nacht-Geschichten.

Informationen zum vollständigen Programm der Spielzeit 2018/2019 finden sich auf der Website www.theater-chemnitz.de.

Freitag, 20. April 18
Verleihung des Preises “Das Publikum des Jahres 2017” an das Publikum der Duisburger Philharmoniker am 25.04.2018
Am Mittwoch, den 25. April 2018 wird in der Mercatorhalle der von concerti - Das Konzert- und Opernmagazin initiierte Preis Das Publikum des Jahres 2017 verliehen. Zu Beginn des 9. Philharmonischen Konzerts der Duisburger Philharmoniker werden Intendant Prof. Dr. Alfred Wendel und Chefdirigent Axel Kober stellvertretend für das Publikum der Duisburger Philharmoniker die Ehrung entgegennehmen.

In der Pause der Konzerte am 25. und 26. April gibt es jeweils einen von concerti-Partner Niehoffs Vaihinger gestifteten Empfang für das Gewinner-Publikum. Alle 2.800 Gäste sind zum Feiern bei Fruchtsaft-Cocktails eingeladen.

Darüber hinaus erhalten die Duisburger Philharmoniker ein Preisgeld in Höhe von 5.000 EUR für die Nachwuchsarbeit, gestiftet vom concerti-Partner GeloRevoice, welches in Form eines symbolischen Schecks überreicht werden wird.

Mittwoch, den 25. April 2018, 20 Uhr
Mercatorhalle im CityPalais
Landfermannstraße 6
47051 Duisburg

Zum Wettbewerb: Im Juni 2017 hatte concerti den Preis “Das Publikum des Jahres” ausgelobt, der sich erstmals an Veranstalter und ihr Publikum richtet. In der Anmeldephase hatten 58 Klassikveranstalter sowie Opern- und Konzerthäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihr Publikum zur Teilnahme anmeldet. Am darauffolgenden Publikumsvoting beteiligten sich mehr als 18.500 Klassikfans und nominierten drei Kandidaten, welche durch weitere drei von einer Expertenrunde ermittelte Kandidaten ergänzt wurden.
In die Endrunde schaffte es das Publikum von:
- Bamberger Symphoniker
- Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau
- Duisburger Philharmoniker
- Sommerliche Musiktage Hitzacker
- Theater & Philharmonie Thüringen
- Young Euro Classic

Die Jury unter dem Vorsitz des Cellisten Maximilian Hornung, mit Vertretern des Deutschen Musikrats e.V., der Deutschen Orchestervereinigung e.V., Klassik Radio, Niehoffs Vaihinger und Mitgliedern der concerti-Redaktion, evaluierte in der finalen Bewertung, welches Publikum in den vier Kategorien “Treue”, “Begeisterung”, “Aktivitäten” und “Altersstruktur” besonders hervorstach.

In der Jurysitzung im Februar 2018 wurde aus dieser Shortlist das Publikum der Duisburger Philharmoniker zum “Publikum des Jahres 2017” gewählt. Die Duisburger Philharmoniker dürfen als Gewinner die Auszeichnung “Das Publikum des Jahres 2017” in der Kommunikation und sowie das Siegel auf allen Publikationen verwenden.

Prof. Dr. Alfred Wendel, Intendant der Duisburger Philharmoniker: “Dass unser Publikum ganz besonders liebenswürdig und begeisterungsfähig ist, erfahren wir bei jedem Konzert aufs Neue. Deshalb freuen wir uns alle riesig, dass unsere treuen Zuhörer und Weggefährten zum Publikum des Jahres gekürt worden sind. Für uns Duisburger Philharmoniker werden sie das auch immer bleiben! Wir sind sehr stolz und werden beim gewonnenen Fruchtsaftempfang mächtig zusammen feiern.”

concerti ist das auflagenstärkste Klassikmagazin in Deutschland und erreicht Konzert- und Opernbesucher als Printmagazin mit acht Regionalausgaben und dem jeweiligen Klassikprogramm vor Ort in einer verbreiteten Auflage von 170.918 Exemplaren (IVW III/2017) sowie online über concerti.de.

Niehoffs Vaihinger arbeitet ausschließlich mit dem Getränkefachgroßhandel, der Gastronomie und der Hotellerie zusammen. Das Unternehmen bietet vom Direktsaft bis zum Bio-Smoothie. Diese Qualität spiegelt sich auch im Auftritt der Marke und unterstreicht den Anspruch der Partner-Betriebe, die auf Vaihinger-Säfte setzen. Erhältlich sind von Niehoffs Vaihinger über 25 Fruchtsaft-Sorten.

Der Wettbewerb “Das Publikum des Jahres 2017” wurde unterstützt von concerti, Niehoffs Vaihinger Fruchtsäfte, GeloRevoice und Thalia Buchhandlungen.

www.concerti.de

Freitag, 20. April 18
Schauspiel Frankfurt: Redenreihe "WERTE_aber welche?" mit Oliver Nachtwey
Die Redenreihe »WERTE_aber welche?« am Schauspiel Frankfurt: Geld macht schön _ Bestimmt der Geldwert unsere Gesellschaft? am 22. April 2018, 20.00 Uhr, Chagallsaal mit dem Wirtschafts-und Gesellschaftswissenschaftler Oliver Nachtwey
Die Redenreihe »Werte – aber welche?« ist eine Serie von sechs Debatten über das, was uns spaltet. Zu der Reihe sind Wissenschaftler und Praktiker aus verschiedenen Disziplinen zu Vortrag und Diskussion geladen, um mit den Bürgern dieser Stadt die Herausforderungen zu benennen und mögliche Lösungen zu erörtern. Am 22. April widmet sich der Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaftler Oliver Nachtwey der These: Geld macht schön _ Bestimmt der Geldwert unsere Gesellschaft?

Unsere Demokratie beruht auf den zentralen Werten von Freiheit und Gleichheit, die seit den fünfziger Jahren verbunden waren mit der Idee der Chancengleichheit. Jeder sollte die Möglichkeit bekommen, in der Gesellschaft aufzusteigen und den Beruf wählen zu können, der seinem Interesse entsprach und eine angemessene Bezahlung versprach. Davon sind wir heute weit entfernt, da ein Drittel der Arbeitsverhältnisse prekär ist, in kreativen oder künstlerischen Berufen das Gehalt kaum ausreicht und das Bildungssystem ausgrenzt, statt auch die Entwicklung der sozial Schwachen zu fördern. So befinden wir uns, meint der Wirtschaftswissenschaftler Oliver Nachtwey, auf einer Rolltreppe, die nicht mehr nach oben führt, sondern nur noch nach unten: in die sogenannte Abstiegsgesellschaft.

Nachtweys kritische Analyse wird in seinem Impulsvortrag dargelegt und anschließend mit den Zuschauern in Tischrunden diskutiert, um am Ende in einer großen gemeinsamen Abschlussrunde den Gast mit den wichtigsten Fragen noch einmal zu konfrontieren.

Oliver Nachtwey ist Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaftler, Globalisierungskritiker und Soziologe. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Arbeit, Ungleichheit, Protest und Demokratie. Er schreibt regelmäßig für verschiedene Tages- und Wochenzeitungen sowie Online-Portale. Seit 2014 ist Nachtwey als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Arbeit und Organisation der TU Darmstadt tätig. 2015/16 hatte er eine weitere Professur für Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt. Im August 2017 trat er seine Professur für Sozialstrukturanalyse an der Universität Basel an. Seit März 2017 ist Oliver Nachtwey Träger des Preises für Wirtschaftspublizistik »Wirtschaft.Weiter.Denken« 2016, den er für sein Buch »Die Abstiegsgesellschaft – Über das Aufbegehren in der regressiven Moderne« erhielt.

Der nächste Termin: 22. Mai 2018, 20.00 Uhr, Chagallsaal: Deutsch macht Geschichte _ Wer bestimmt den Wert des Deutschen? mit der Autorin Jagoda Marinić

www.schauspielfrankfurt.de

Freitag, 20. April 18
Podiumsgespräch beim Freien Schauspiel Ensemble Frankfurt/M: FRIEDEN UND GERECHTIGKEIT IM HEILIGEN LAND
Im Rahmenprogramm zur Inszenierung ICHGLAUBEANEINENEINZIGENGOTT.HASS findet am 6. Mai 2018 um 19 Uhr unter dem Titel FRIEDEN UND GERECHTIGKEIT IM HEILIGEN LAND ein Podiumsgespräch mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages statt. Gäste im TITANIA sind Christine Buchholz (DIE LINKE), Alexander Müller (FDP), Martin Rabanus
 (SPD), Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und Bettina Wiesmann (CDU).

Frieden und Gerechtigkeit im Heiligen Land
Frieden und Gerechtigkeit im Heiligen Land
Freies Schauspiel Ensemble Frankfurt
© Felix Holland

Die Voraussetzung für Frieden in Israel-Palästina ist Gerechtigkeit. Darin sind sich die israelische und die palästinensische Friedensbewegung einig. Aber wie kann Gerechtigkeit geschaffen werden? – Die Lage im Konfliktgebiet ist nach wie vor extrem angespannt: Zwar akzeptieren – neben dem Präsidenten Mahmud Abbas und seiner gemäßigten Fatah – jetzt auch einzelne Führer der Hamas die Existenz des Staates Israel. Aber es kommt immer wieder vereinzelt zu brutalen Übergriffen und tödlichen Attentaten von Palästinensern auf Israelis. Die israelische Regierung ihrerseits setzt die für die Palästinenser existenzbedrohende Blockade des Gazastreifens fort und baut – trotz Aufforderung des UN-Sicherheitsrates, den Siedlungsbau zu stoppen – immer neue völkerrechtswidrige Siedlungen im Westjordanland. Es herrscht ein unerträgliches Klima von Verunsicherung, Angst, Misstrauen, Wut, Hass und Resignation. Viele Menschen in der Region halten eine friedliche Lösung des Konflikts für immer unwahrscheinlicher.

Wir Deutsche fühlen uns – aufgrund unserer Geschichte – in der Verantwortung sowohl für die Existenz des Staates Israel als auch für das Geschick der Palästinenser. Aber was kann deutsche Politik zur Schaffung einer für alle Betroffenen gerechten, sicheren und realisierbaren Lebenssituation beitragen?

Bereits um 17 Uhr zeigt das Freie Schauspiel Ensemble die Aufführung ICHGLAUBEANEINENEINZIGENGOTT.HASS (credoinunsolodio) von Stefano Massini. Drei Frauen, drei Welten, drei Kulturen – ein Schicksal. Die israelische Professorin für jüdische Geschichte Eden Golan, die palästinensische Studentin Shirin Akhras und Mina Wilkinson, die amerikanische Soldatin. Jede von ihnen spricht eine andere Sprache, jede von ihnen lebt ihr eigenes Leben, ganz und gar verschieden von den andern. Im großen Labyrinth des Heiligen Landes wird der Zufall das Schicksal der drei auf tragische Weise miteinander verbinden. Es entsteht eine spannungsgeladene Chronik der Ereignisse, die einen fast unerträglichen Sog entwickelt, eine fatale Zwangsläufigkeit.

Es spielt: Bettina Kaminski / Gesang: Maria Kaplan / Regie: Reinhard Hinzpeter / Bühne: Gerd Friedrich. 

Das Freie Schauspiel Ensemble wirkt nicht nur mit seinen Inszenierungen in die Frankfurter Stadtgesellschaft hinein. Es hat seit seinem Einzug ins TITANIA dieses geschichtsträchtige Haus zu
einem Ort des gemeinsamen Nachdenkens, der Auseinandersetzung, der Begegnung, des kulturellen und gesellschaftspolitischen Diskurses gemacht. Als Rahmenprogramm zu den
Aufführungen werden Lesungen, Ausstellungen, Publikumsgespräche, Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen veranstaltet. Bundestagsabgeordnete, Wissenschaftler, Künstler,  Experten aus
Industrie und Wirtschaft, Sprecher von Bürgerinitiativen, Umweltverbänden, Sozialeinrichtungen – suchen mit dem Publikum Antworten auf die von den Theatervorstellungen aufgeworfenen Fragen.

Sonntag, 06.05.18 im TITANIA, Basaltstr. 23, 60487 Frankfurt 
Vorstellungsbeginn: 17 Uhr / Gesprächsbeginn: 19 Uhr 
Der Eintritt zum Podiumsgespräch ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Reservierung von Theaterkarten (5-18 €) für die 17-Uhr-Vorstellung unter www.freiesschauspiel.de  oder 069 - 71 91 30 20. 

Freitag, 20. April 18
Der Pianist Igor Levit in hr2-kultur über seine Echo-Rückgabe „Gefährliche Konsensverschiebung“
In hr2-kultur sagte Levit: „Der Echo und der Bundesverband haben mit dieser Entscheidung etwas ausgezeichnet und die Legitimation gegeben, das in meinen Augen eine gravierende, schwerwiegende, unerträgliche Grenzüberschreitung darstellt. Das hat nichts mit Grundfreiheit zu tun. Man kann nicht alles und jeden mit Kunstfreiheit und freier Rede verteidigen und sagen, na gut, das ist halt so. Das funktioniert nicht.“

Igor Levit
Igor Levit
© Robbie Lawrence

„Zum anderen müssen wir“, so Levit weiter, „die Chance nutzen, klar zu machen: Hier geschieht eine Konsensverschiebung, die wir in diesem Land schon seit mehreren Jahren beobachten. Eine politische und eine gesellschaftliche Konsensverschiebung. Dinge werden akzeptiert und toleriert, die noch vor einigen Jahren so nicht akzeptiert und toleriert wurden. Und das ist sehr gefährlich.“

Trotz heftiger Kritik ist Igor Levit nicht für eine Abschaffung des Echos: „Der Echo war und wird immer eine sehr kommerzielle Veranstaltung bleiben, es geht um Kommerz. Wir alle wussten das, und wir alle haben dieses Spiel auch immer mitgespielt. (…) Was der Bundesverband aber jetzt tun muss, ist, klarzustellen, dass nie wieder der Zwang zu Wirtschaftlichkeit Überhand gewinnt. In einer solchen Grenzsituation muss Verantwortung einfach die Oberhand behalten.“

Zitate aus der Meldung frei bei Nennung von hr2-kultur. Das komplette Gespräch war am Mittwoch, 18. April, um 18.05 Uhr in der Sendung „hr2-Der Tag“ zu hören und ist weiterhin als Podcast auf www.hr2-kultur.de. abrufbar.

Donnerstag, 19. April 18
Neue Hauptdarsteller für Kathedrale und Soul-Tempel ~ Jonas Hein spielt Quasimodo / Manuel Klein ist der neue Bodyguard
In den Stuttgarter Musicaltheatern stehen Wechsel bei den männlichen Hauptdarstellern der beiden aktuellen Produktionen an. Der Glockenturm der Stuttgarter Kathedrale in Disneys DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME ist in Kürze das neue Zuhause  von  Jonas  Hein  in  der  Rolle  des  Quasimodo. Und  im  Soul-Tempel  von BODYGUARD  –  DAS  MUSICAL  sorgt  nun  Manuel  Klein  als Bodyguard  Frank  Farmer  für  Sicherheit.


Jonas Hein
© Stage Entertainment

Quasimodos  Haltung,  die  Stimme,  die  Mimik  und  die  vielen verschiedenen Emotionen stellen Jonas Hein in jeder Vorstellung vor eine Herausforderung. Doch gerade deshalb freut er sich darauf: „Die Rolle bedeutet mir sehr viel, weil sie so viele verschiedene Facetten hat.  Die  Entwicklung,  die  Quasimodo  durchmacht,  habe  ich  zuvor noch  bei  keiner  anderen  Rolle  so  intensiv  erlebt.  Das  ist  was  ganz Besonderes.“ Jonas Hein stand bereits in Berlin und in München als Zweitbesetzung  in  der  Rolle  des  Quasimodo  auf  der  Bühne.  Jonas Hein  hat  an  der  Folkwang-Hochschule  in  Essen  studiert  und  ist Preisträger   mehrerer   Gesangswettbewerbe.   Hein   wirkte   bei Produktionen  wie  EIN  KÄFIG  VOLLER  NARREN,  DER  MANN VON  LA MANCHA  oder  DER  KLEINE  HORRORLADEN  mit.  Fernsehzuschauer kennen ihn auch aus seinen Auftritten bei der Castingshow THE VOICE OF GERMANY. Ab Mai übernimmt er nun die Hauptrolle bei DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME. Der bisherige Hauptdarsteller  David  Jakobs  wird  in  der  Sommerzeit  bei  den  Freilichtspielen  in Tecklenburg auf der Bühne von LES MISERABLES zu erleben sein. Gegen Ende des Jahres soll er als Glöckner Quasimodo zurückkehren.

Die  Rolle  des  soliden  Bodyguards  Frank  Farmer  ist  auf  Dialoge  und Schauspiel  ausgelegt.  Die  dafür  nötigen  Erfahrungen  bringt  Manuel Klein  mit:  Seinem  Film-  und  Schauspiel-Studium  in  San  Francisco folgte  eine  Schauspielausbildung  an  der  Internationalen  Schule  in München, Engagements an verschiedenen Theatern sowie Auftritte im „Großstadtrevier“ oder in „Der Alte“ und im Kinospielfilm „Die Reise mit Vater“. In dieser und in weiteren Kino- und TV-Produktionen sind Titel des 38-jährigen Sängers und Songwriters zu hören. Dass er nun in einer Produktion voller Hits  eines Weltstars auf der Bühne  steht, freut  ihn  umso  mehr:  „Die  Musik  ist  fantastisch,  die  Choreografien reißen das Publikum mit, das ergibt eine irrsinnige Energie. Besonders freue ich mich auch auf die humorvollen Passagen. Es ist insgesamt sehr  beeindruckend  für  mich  zu  sehen,  wie  sich  bei BODYGUARD  –  DAS  MUSICAL  die aufwändige  Bühnentechnik,  die  Dialogszenen  und  die weltberühmten  Songs  harmonisch zusammenfügen.  Dadurch  gehen  die  Zuschauer  nach  der  Show  glücklich  nach  Hause.“ Dazu trägt Klein ab Ende April in der Hauptrolle des Bodyguards seinen Teil bei. Bisher hat Jadran Malkovich diese Aufgabe übernommen. Er widmet sich nun anstehenden Film- und TV-Projekten und freut sich auf die Rückkehr an seinen Wohnsitz in London.

www.musicals.de

Donnerstag, 19. April 18
„Die dunkle Seite des deutschen Rap" ~ Das Erste zeigt heute eine Dokumentation aus der Reihe „Die Story"
Der deutsche Rap und seine Texte sind durch die umstrittene ECHO-Verleihung an Kollegah und Farid Bang auch außerhalb der Musikszene in den Fokus der Öffentlichkeit gelangt. Über ethische und künstlerische Grenzen sowie die Würde des Menschen und das Grundrecht der Meinungsfreiheit wird seitdem heiß diskutiert. Das Erste ändert aus diesem Anlass am Donnerstag, 19. April 2018, das Programm und zeigt um 23:30 Uhr die WDR-Dokumentation „Die dunkle Seite des deutschen Rap" aus der Reihe „Die Story".

Rapper machen mit ihrer Musik Millionenumsätze, sind sehr erfolgreich in den Streamingdiensten. Nicht selten haben ihre Videos über zehn Millionen Klicks. Doch es gibt eine dunkle Seite dieser Jugendkultur: Selbst bekannte Rapper kokettieren mit antisemitischen Klischees. „Es ist ein einfaches Spiel, die härtesten Textzeilen zu rappen, Antisemitisches zu rappen und sich nachher immer darauf zu berufen, dass das nur eine Kunstform sei", so Daniel Neumann, Direktor des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinde in Hessen. Der Film von Viola Funk fragt nach: Wer sind die Akteure? Um was geht es in den Rap-Texten wirklich? Steckt Judenhass dahinter? Die 45-minütige Dokumentation geht auf Schulhöfen auch der Frage nach, wie die Texte Jugendliche beeinflussen.

Redaktion: Nicole Kohnert, Jo Angerer
Die ursprünglich vorgesehene Sendung „Wolfgang Trepper live!" wird zu einem späteren Termin nachgeholt.

Donnerstag, 19. April 18
Katja Riemann auf Platz eins der Klassik-Charts
Schauspielerin und Publikumsliebling Katja Riemann steht erstmals an der Spitze der offiziellen deutschen Klassik-Charts. Gelungen ist ihr dieser Erfolg mit einer herausragenden Neueinspielung von Camille Saint-Saëns‘ Allzeit-Hit „Karneval der Tiere“. Für die musikalische Ausnahmeklasse der Produktion sorgen die gefeierten Pianisten Lucas und Arthur Jussen aus den Niederlanden. Die von Katja Riemann gelesene Erzählung steuerte posthum ihr enger Freund und Publizist Roger Willemsen bei, der den Kinder-Klassiker mit seinem neuen, geistreichen und humoristischen Text in die Welt der Erwachsenen geholt hat.
 
Am 3. April 2018 präsentierten Katja Riemann sowie Lucas und Arthur Jussen das Werk gemeinsam auch live vor einem begeisterten Publikum in der Hamburger Elbphilharmonie. Weitere Konzerte werden noch in diesem Jahr folgen.
 
Katja Riemann: „Ich freue mich ganz besonders über dieses schöne Projekt und die damit verbundene so positive Reaktion. Die Musik von Camille Saint-Saëns ist großartig in ihrer Güte und ihrem Witz, und die Texte von Roger Willemsen sind ebenso wunderbar komponiert und einzigartig in Sprachkunst, Klugheit und ihrem Humor. Die Begegnung mit den Jussen Brüdern hat mein Herz beflügelt und ich freue mich auf alles was noch kommt. Danke, liebe verehrte DEUTSCHE GRAMMOPHON, dass ihr das ermöglicht habt und genauso leidenschaftlich seid, wie wir Künstler.“
 
Dr. Clemens Trautmann, President Deutsche Grammophon: „Ich gratuliere Katja, Lucas und Arthur zu diesem grandiosen Erfolg. Er zeigt, dass man selbst den bekanntesten Klassikern mit Kreativität, Können und jeder Menge Leidenschaft immer wieder faszinierende Seiten abgewinnen kann. Roger Willemsens Text und Katja Riemanns nuancenreiche Interpretation verleihen der Geschichte eine vollkommen neue und überraschende Dimension. Genauso wie auch Lucas und Arthur, die mit ihrer Natürlichkeit und pianistischer Brillianz auch für ein einmaliges Musikerlebnis sorgen. Ich bin sicher, dass diese Produktion allemal das Zeug hat, selbst zu einem Klassiker zu werden.“
 
www.klassikakzente.de

Mittwoch, 18. April 18
Tollwood Sommerfestival 2018 feiert 30jähriges Jubiläum - 30 Jahre Engagement für Mensch und Umwelt, Kultur und Lebensfreude
Das Programm des Tollwood Sommerfestivals 2018 ist komplett, das Programmheft erschienen. Im Internet finden sich alle Veranstaltungen auf
www.tollwood.de
„30 Jahre Tollwood – Miteinander“ lautet das Motto des Festivals in diesem Sommer, das vom 27. Juni bis 22. Juli im Olympiapark Süd stattfindet. Seit 30 Jahren gehören Kulturgenuss, Lebensfreude und das Engagement für eine gerechtere Welt auf Tollwood zusammen.

Das Jubiläum wird zum Anlass genommen, sich beim Publikum für 30 Jahre Treue zu bedanken. Das Geschenk an München: Die berühmte katalanische Aktions-Theatergruppe La Fura dels Baus wird an zwei Abenden Carl Orffs „Carmina Burana“ in einer bildgewaltigen Inszenierung auf der Bühne im Olympiasee zeigen (Sa 30.6. & So 1.7., 22 Uhr, Eintritt frei).

Auch die Musik-Arena startet mit einem besonderen Highlight: Als Hollywood Vampires eröffnen Alice Cooper, Joe Perry und Johnny Depp am 27.6. das Festival (ausverkauft). Die kanadische Pop-Ikone Alanis Morissette steht am 16.7. auf der Bühne. The Cat Empire reist aus Australien mit einem musikalischen Mix aus Ska, Funk, Klezmer und Reggae am 5.7. auf das Festival. Kelly-Family-Legende Michael Patrick Kelly besucht am 6.7. die Musik-Arena und der „König des Progressive Rock“, Steven Wilson, gibt sich am 15.7. die Ehre.

Ökologisches Schwerpunktthema in diesem Sommer ist die Artenvielfalt. Denn das Miteinander auf der Erde – von der kleinsten blühenden Pflanze, der (Zwerg-)Wasserlinse, bis zum größten Säugetier, dem Blauwal – ist ernsthaft in Gefahr. Innerhalb kürzester Zeit hat der Mensch es geschafft, zur „Naturkatastrophe“ für die Artenvielfalt zu werden – mit unabsehbaren Folgen. Miteinander ist auch unsere Antwort auf die Bedrohung der Lebensgrundlagen: Lebensraum und Ressourcen teilen und respektvoll miteinander umgehen. Dafür engagiert sich Tollwood seit 30 Jahren.

Konzertkarten sind unter der Tollwood-Tickethotline 0700 383850 24 (je nach Anrufernetz ca. 12,6 Ct/min), unter www.tollwood.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Mittwoch, 18. April 18
Die Neuproduktion La Donna del Lago in der Regie von Max Emanuel Cencic
Die Neuproduktion La Donna del Lago in der Regie von Max Emanuel Cencic hat am 22. April 2018, 17 Uhr, an der Opera de Lausanne ihre Premiere. Weitere Vorstellungen von La Donna del Lago in Lausanne sind am 25., 27., und 29. April 2018 geplant. Max Emanuel Cencic wird in dieser seltenen  Rossini Oper Regie führen und singt die Partie des Malcolm, die zum ersten Mal in der Neuzeit von einem Mann gesungen wird, was somit eine Premiere darstellt.
Der wunderbare George Petrou dirigiert, die großartige Lena Belkina singt die Partie der Elena, und der herrliche Mozart und Wagner Tenor, Daniel Behle, wird die Rolle des Giacomo V / Uberto geben. La Donna del Lago ist eine Koproduktion zwischen der Opera de Lausanne, und dem HNK National Theater in Zagreb.
Vorgestern wurde die Neuproduktion  La Donna del Lago in der Regie von Max Emanuel Cencic bereits in der New York Times als eine der interessantesten Aufführungen im Frühling 2018 beschrieben!

www.opera-lausanne.ch / www.parnassus.at

Mittwoch, 18. April 18
Science-Fiction meets Opera: Die Deutsche Erstaufführung von »Solaris« am Theater Augsburg
Was passiert, wenn der Mensch auf überirdische Intelligenz trifft? Wie geht er mit dem Unbegreiflichen um, dem Auftauchen seiner eigenen Vergangenheit in Form von Materie?

Solaris
Solaris
Theater Augsburg

Fotomontage: Jan-Pieter Fuhr

Ab dem 18. Mai nimmt das Theater Augsburg seine Zuschauer mit der Deutschen Erstaufführung von Dai Fujikuras Science-Fiction-Oper im martini-Park mit auf eine Reise ins Weltall, in die endlosen Seelenweiten des Planeten »Solaris«. Nach dem gleichnamigen Roman von Stanislaw Lem, der als Meisterwerk der Science-Fiction-Literatur gilt, zieht Regisseur Dirk Schmeding die Besucher mit der jüngsten Romanvertonung in einen Diskurs zwischen Schein und Wirklichkeit, Gegenwart und Erinnerung, freier Entscheidung und Manipulation. Über allem scheint der unbegreifliche Ozean zu wachen, welchen Dai Fujikura durch seine Kombination aus orchestraler Musik und Live-Elektronik atmosphärisch erlebbar macht.

Solaris
Oper von Dai Fujikura | Libretto Saburo Teshigawara
Nach dem gleichnamigen Roman von Stanislaw Lem
In englischer Originalsprache mit deutschen Übertiteln

Als der Forscher Kris Kelvin auf dem Planeten »Solaris« landet, findet er die Forschungsstation in desolatem Zustand vor: Einer der stationierten Forscher hat Suizid begangen, der Andere scheint von Angst geplagt. Auch Kris bedrückt die unheimliche Atmosphäre und als ihm plötzlich seine längst verstorbene Frau Hari gegenübersteht, ist seine Verwirrung komplett. Nach und nach begreift er, dass der intelligente Ozean von »Solaris« aus schuldhaften Erinnerungen der Forscher Repliken zu erstellen vermag. Ob es sich dabei um die seit Jahrzehnten von der Forschung ersehnte Kontaktaufnahme mit den Menschen handelt, ob es eine Abwehrreaktion von »Solaris« oder nur eine beliebige Spielerei des Planeten ist, bleibt im Unklaren. Fest steht: Die ständige Konfrontation mit den sich stets erneuernden Repliken treibt Kris und seine Kollegen an den Rande des Wahnsinns. Schließlich wird Hari klar, dass sie nicht menschlich ist und stürzt auch sie in Selbstzweifel.
1962 verfasste Stanislaw Herman Lem seinen Roman »Solaris«, der eine große Leserschaft weltweit begeisterte und zahlreiche Künstler zu Adaptionen in Film und Oper inspirierte. Die jüngste Bearbeitung stammt vom japanischen Komponisten Dai Fujikura, der in Großbritannien studierte und stilistisch Pierre Boulez nahesteht. Die Uraufführung seiner ersten abendfüllenden Oper feierte im Frühjahr 2015 in Paris Premiere und wird am Theater Augsburg ihre Deutsche Erstaufführung erleben.

Premiere: 18. Mai 18 (martini-Park)
Musikalische Leitung: Lancelot Fuhry
Inszenierung: Dirk Schmeding
Bühnenbild: Robert Schweer
Kostüme: Frank Lichtenberg
Dramaturgie: Sophie Walz

Besetzung:

Hari Jihyun: Cecilia Lee
Kris Kelvin: Wiard Witholt
Kelvin (off stage): Alexander York
Snaut: Roman Poboinyi
Gibarian: Stanislav Sergeev

Augsburger Philharmoniker
Werkstatt: 15.5.2018 | martini-Park
Premiere 18.5.2018 19:30 | martini-Park

www.theater-augsburg.de

Mittwoch, 18. April 18
Made in Berlin: Die neue Konzertreihe der UdK Berlin präsentiert herausragende Studierende
Mit Beginn des Sommersemesters startet die neue Konzertreihe der UdK Berlin. „Made in Berlin“ lädt vier Mal im Jahr herausragende Studierende dazu ein, ein eigenes Konzertprogramm zu entwickeln und aufzuführen. Den Auftakt gestaltet – passend zum Jahr des Cellos – die österreichische Cellistin Julia Hagen aus der Klasse von Prof. Jens Peter Maintz.

Die 1995 in Salzburg geborene Cellistin Julia Hagen begann im Alter von fünf Jahren ihren ersten Unterricht bei Detlef Mielke am Musikum Salzburg. Von 2007 bis 2011 studierte sie an der Universität Mozarteum Salzburg bei Enrico Bronzi, anschließend an der Universität Wien bei Reinhard Latzko und setze von 2013 bis 2015 dort ihr Studium in der Klasse von Heinrich Schiff fort. Seit Herbst 2015 studiert sie bei Prof. Jens Peter Maintz an der Universität der Künste Berlin.

In der Saison 2017/18 folgen ihre Debuts mit dem Wiener Kammerorchester unter Paul McCreesh, sowie in der Suntory Hall in Tokyo mit dem Metropolitan Symphony Orchestra. Des Weiteren wird sie gemeinsam mit der Pianistin Annika Treutler eine ausgedehnte Tournee durch Österreich und beim Festival Sommets Musicaux in Gstaad spielen. Weitere kammermusikalische Projekte wird sie gemeinsam mit Stefan Vladar und Daniel Ottensamer bestreiten. Julia Hagen spielt ein Violoncello von Francesco Ruggieri (Cremona, 1684), welches ihr privat zur Verfügung gestellt wird.

26. April 2018, 19.30 Uhr
Made in Berlin: die Cellistin Julia Hagen
Joseph-Joachim-Konzertsaal, Bundesallee 1-12, 10719 Berlin, Eintritt frei

Luigi Boccherini: Sonate A-Dur, I. Adagio, II. Allegro
Ludwig van Beethoven: Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 5 D-Dur op. 102 Nr. 2
Bohuslav Martinu: Variationen über ein Thema von Rossini H.290
Antonin Dvorák: Rondo g-Moll op. 94
Dmitri Schostakowitsch: Sonate d-Moll für Violoncello und Klavier op. 40

Begleitet wird Julia Hagen von der Pianistin Naoko Sonoda, die beim 15. Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau 2015 als beste Klavierbegleiterin ausgezeichnet wurde.

www.udk-berlin.de

Mittwoch, 18. April 18
Spielplan des Elbjazz-Festival bekanntgegeben
Auf einer Pressekonferenz hat das ELBJAZZ seinen diesjährigen Spielplan mit allen Spielorten, Programmpunkten und -zeiten präsentiert.  Mit dem Business Mixer stellte das Festival zudem seine in diesem Jahr erstmals stattfindende, begleitende Business-Plattform für Künstler und Musikwirtschaftende vor. Das neue Format richtet sich an Interessierte aus allen Teilmärkten, die zukünftig intensiver mit internationalen Unternehmen und Künstlern zusammenarbeiten möchten.
Bestehend aus rund 60 Konzerten, findet das diesjährige musikalische Line-up des  ELBJAZZ auf insgesamt acht verschiedenen Bühnen statt. Diese gruppieren sich um zwei Zentren – die HafenCity und das Werftgelände von Blohm+Voss: In der Elbphilharmonie (Großer Saal, Kleiner Saal), auf der Open Air-Bühne „HfMT Young Talents“ auf dem Vorplatz der Elbphilharmonie, in der Hauptkirche St. Katharinen, auf der MS Stubnitz im Baakenhafen sowie auf drei Bühnen bei Blohm+Voss (Open Air-Hauptbühne, Open Air-Bühne „Am Helgen“ und der „NDR Info Radio Stage“ in der Schiffbauhalle).
Alexander Schulz, ELBJAZZ-Festivalleiter: „Das Herz von ELBJAZZ schlägt auch in diesem Jahr gewissermaßen auf zwei Seiten – nördlich und südlich der Elbe! Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Jahr – neben dem Großen Saal, in dem wir neun Konzerte präsentieren – mit dem Kleinen Saal einen zweiten Spielort in der Elbphilharmonie anbieten können. Für einen Besuch im Kleinen Saal ist keine zusätzliche Reservierung nötig – frühes Kommen lohnt sich bestimmt trotzdem. Darüber hinaus gilt unser besonderer Dank Blohm+Voss, die einmal mehr ermöglichen, dass die Werft erneut für zwei Tage zur pulsierenden Festivallocation für Musikfans aus allen Teilen Deutschlands und darüber hinaus wird.“

Mit Veröffentlichung des Spielplans ist nun auch das Rahmenprogramm bekannt:
ELBJAZZ goes Virtual Reality: In diesem Jahr präsentiert das ELBJAZZ erstmals ein virtuelles Konzert (Foto), das das Festival in die digitale Welt transportiert. Die 15-minütige Show wird von Trompeter Nils Wülker eröffnet – beziehungsweise von seinem virtuellen Abbild.

Eike Swoboda aka EIN ASTRONAUT ist für seine Live-Multimedia-Shows bekannt, bei denen er virtuell von Musikern aus der ganzen Welt unterstützt wird. Für das ELBJAZZ lässt er dieses Konzept neu aufleben und lädt Künstler per YouTube ein, seine elektronischen Pop-Beats zu begleiten.

Für alle Tanzwütigen: Am Festivalsamstag (2.6.) gibt es eine große Aftershowparty, die im Anschluss an die letzten Konzerte bei Blohm+Voss in der Schiffbauhalle stattfindet - hinter den Plattentellern steht eine ganze Riege Hamburger DJs. An Deck der MS Stubnitz übernimmt an beiden Festivaltagen (1. und 2.6.) das internationale DJ-Kollektiv home & abroad sessions, während es Freitagnacht (1.6.) im Mojo heißt: The Soul of the Mojo Club.

Im Kaistudio der Elbphilharmonie wird für Kinder ein Instrumenten-Workshop stattfinden. Für alle erwachsenen Jazzliebhaber wird Nils Landgren, einer der erfolgreichsten Jazzmusiker, dort einen Posaunen-Workshop anbieten. 

Darüber hinaus findet am Sonntag (3.6.) in St. Katharinen mit der von Martin Luther Kings „I have a dream“-inspirierten Predigt von Pastor Frank Engelbrecht ein ganz besonderer Jazz-Gottesdienst statt.

Der vollständige Spielplan für das ELBJAZZ 2018 ist ab sofort online verfügbar, ebenso wie die ELBJAZZ App 2018 mit allen Informationen und Updates zum Festival für iOS und Android.

Das musikalische Line-up:
Kamasi Washington
Michael Wollny Artist in Residence

Nils Landgren Funk Unit, Nneka, GoGo Penguin, Tony Allen, Nils Wülker & Band feat. DJ Mad, Maxim & Nico Suave, KAT FRANKIE special acoustic performance, Nighthawks, China Moses, Marius Neset & Guests, NDR Bigband feat. Alon & Joca, Omer Klein Trio, Kinga Glyk, Charles Pasi, The Marcus King Band, The Cookers, Heinz Sauer & Jasper van't Hof, Django Bates & hr-Bigband, Doug Carn West Coast Organ Band, Matt Andersen, JOCO, Andromeda Mega Express Orchestra, Theo Croker & Dvrk Funk, Pablo Held Trio, Emil Brandqvist Trio, Echoes of Swing, Goldings / Bernstein / Stewart, Mammal Hands, Chassol, Web Web, Eva Klesse Quartett, CMQ Big Band, Steinmetz & Stickan feat. Simin Tander, Magnum Coltrane Price, Laura Perrudin, Botticelli Baby, Dan Gottshall feat. HfMT Big Band, Estonian Voices, Estrada Orchestra, Monkey Plot, Phil Siemers, NuHussel Orchestra, Cadenza Collective feat. HfMT Big Band, European Jazz Laboratory, Siena Jazz feat. David Grabowski Quartett, Fabia Mantwill Quintett, Daniel Hirth Trio feat. Frank Delle, BAMM, Kabaloon, Überraschungskonzert

Tickets: Es gibt sowohl 1-Tagestickets für den Freitag (1. Juni 2018) bzw. Samstag (2. Juni 2018) als auch 2-Tagestickets (1. + 2. Juni 2018). Das 2-Tagesticket (1. + 2. Juni 2018) kostet 99,00€. Das 1-Tagesticket Freitag (1. Juni 2018) kostet 55,00€, das 1-Tagesticket Samstag (2. Juni 2018) 69,00€. (Alle Ticketpreise inkl. Gebühren.) Tickets können online unter www.elbjazz.de und über die Hotline 040 - 413 22 60 (Montag bis Freitag 9.00 bis 18.30 Uhr) gekauft werden.
Die ersten 17.000 Ticketinhaber haben die Möglichkeit, eine Reservierung für ein von ihnen bevorzugtes Konzert in der Elbphilharmonie vorzunehmen (Verfügbarkeit vorausgesetzt). Alle Details zum Reservierungssystem unter diesem Link.

www.elbjazz.de

Mittwoch, 18. April 18
10. Cello Akademie Rutesheim - 28. Oktober bis 3. November 2018 - Jubiläum fällt zusammen mit der Wahl des Cellos zum „Instrument des Jahres“
Wenn das kein Grund zum Feiern ist! Der 10. Geburtstag der Cello Akademie Rutesheim 2018 fällt zusammen mit der Wahl des Cellos zum „Instrument des Jahres“. Die gleichnamige Initiative mehrerer Landesmusikräte hat sich das Ziel gesetzt, in der breiten Öffentlichkeit, vor allem aber beim musikalischen Nachwuchs das Bewusstsein für die Vorzüge und Besonderheiten des jährlich ausgewählten Instruments zu stärken. Dank ihrer beträchtlichen internationalen Ausstrahlung und mit einem nochmals erweiterten Programm zum Jubiläum markiert die Cello Akademie den Höhepunkt des Cello-Jahres im deutschen Südwesten. Bewerbungen für die Meisterkurse und das Cello-Orchester Baden-Württemberg sind ab jetzt möglich.

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Cello Akademie Rutesheim 2017, Konzert des Cello-Orchesters Baden-Württemberg, Leitung: Gunther Tiedemann
Foto: Stephan Haase

Cello Akademie Rutesheim 2018: Die Kurse
Das Herzstück der Cello-Akademie bilden die grundsätzlich öffentlichen klassischen Meisterkurse. Als Dozenten engagieren sich dieses Jahr Wolfgang Emanuel Schmidt, Jens Peter Maintz, Claudio Bohórquez, Wen-Sinn Yang, Danjulo Ishizaka und Sebastian Klinger – allesamt renommierte Solisten und Professoren aus den Musikhochschulen in Weimar, Berlin, München, Dresden und Hamburg. Neu dabei ist Marie-Elisabeth Hecker. Die einstige Schülerin von Heinrich Schiff, Peter Bruns und Frans Helmerson lehrt als Professorin in Dresden und gehört zu den profiliertesten Cellistinnen der jungen Generation.
Abgerundet wird das Angebot durch einen Jazz-Meisterkurs für Streicher unter der Leitung von Stephan Braun und zwei Intensivkursen Probespiel-Training von Jakob Spahn, Erster Solocellist an der Bayerischen Staatsoper München. Für sämtliche Meisterkurse sind ab sofort Bewerbungen möglich.

Cello Akademie Rutesheim 2018: Die Konzerte
Die Konzerte der Cello Akademie Rutesheim bilden ein regelrechtes Cello-Festival. Auf dem Konzertpodium stehen unter anderem die Dozenten der Meisterkurse, durchwegs international renommierte Künstler. Darüber hinaus beweisen ausgewählte Studierende, auf welch erstaunlichem Niveau sich der musikalische Nachwuchs mittlerweile bewegt. An den Kammermusik-Abenden begleiten hervorragende Korrepetitorinnen, die andernorts selbst gerne gesehene Solistinnen sind. Mit der Württembergischen Philharmonie Reutlingen und dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim sind an den sinfonischen Abenden auch zwei Orchester aus Baden-Württemberg beteiligt.
Die Cello-Akademie ist zudem bekannt dafür, Gewohnheiten der traditionellen Klassikwelt zu hinterfragen oder gar ganz neu zu denken. So werden beim Orchesterkonzert der Dozenten nicht weniger als acht Solisten zu hören sein! Wo sonst kann man an einem einzigen Abend so viele „Saiten“ des Cello-Repertoires erleben? Auch die Location ist außergewöhnlich: Da es in dem Städtchen in der Region Stuttgart keine „normale“ Bühne gibt, wird die Mehrzweckhalle Bühl 2 mit viel Kreativität und unter hohem technischen Aufwand in einen stimmungsvollen Musikort verwandelt. Hier werden Konzerte zu audiovisuellen Gesamtkunstwerken, in denen Musik und Lichteffekte als Einheit zu erleben sind.

Cello-Orchester Baden-Württemberg: bis zu 120 Cellisten und YouTube-Hits
Der Kurs für Cello-Orchester wendet sich an Cellisten aus Deutschland und der ganzen Welt, die sich unabhängig von Alter oder Leistungsniveau in Rutesheim zusammenfinden. In einer intensiven fünftägigen Zusammenarbeit entwickeln sie ein Konzertprogramm aus Musikstücken, die exklusiv für dieses Cello-Orchester arrangiert werden. Das Gelernte wird in einem großen Abschlusskonzert mit aufwändiger Light Show präsentiert. Die professionellen Konzertvideos begeistern auch online und haben in YouTube schon mehr als ein halbe Million Aufrufe erzielt. Die Leitung des Cello-Orchesters Baden-Württemberg übernimmt 2018 erneut Gunther Tiedemann, ein international bekannter Cellist, Hochschuldozent und Komponist. Dank einer ausgetüftelten Probenplanung können die Kursteilnehmer ebenfalls Meisterkurse und Konzerte besuchen. Schließlich beginnt der Kurs quasi schon zu Hause, da die Noten plus Übe-Anweisungen und Video-Tutorials im Vorfeld zugeschickt werden. Kursdauer: 29. Oktober bis 2. November 2018. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Das Jahr des Cellos in Baden-Württemberg
2018 erklärt der Landesmusikrat Baden-Württemberg gemeinsam mit anderen Bundesländern das Violoncello zum „Instrument des Jahres“. Als Schirmherrin konnte Marta Casals-Istomin gewonnen werden, die Witwe eines der berühmtesten Cellisten des 20. Jahrhunderts – Pau (Pablo) Casals. Bis heute ist er nicht nur unvergessener Interpret, Lehrer und Komponist, sondern wurde wegen seines entschiedenen Eintretens für Frieden, Freiheit und Demokratie zur Symbolfigur seiner Generation. Das Ziel des Projektes ist es, die Schönheit des Instruments, die großartige Literatur und die Vielfalt der Cello-Szene einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.
Interessantes, Wissenswertes, tolle Aktionen und Konzerttermine zum Cellojahr in Baden-Württemberg listet der Landesmusikrat. Hier geht es zur deutschen Homepage für das Cello-Jahr 2018.

Über die Cello Akademie Rutesheim
Seit ihrer Gründung vor zehn Jahren punktet die Cello Akademie Rutesheim mit drei ungewöhnlichen Stärken: dem kommunikativen Cello-Campus im Rutesheimer Schulzentrum, dem einladenden Konzept und der offenen, kollegialen Philosophie der Akademie. Wenn sich der internationale Cello-Nachwuchs in der baden-württembergischen Herbstferien-Woche in Rutesheim bei Stuttgart trifft, entsteht ein musikalischer Mikrokosmos, der in dieser Form weltweit seinesgleichen sucht.
Renommierte Cello-Professoren unterrichten junge Talente aus der ganzen Welt, klassische Streicher lernen Jazz, fortgeschrittene Studenten bereiten sich auf Probespiele vor, Cello-Liebhaber spielen als Cello-Orchester zusammen – und abends strömt das Publikum zu den Konzerten des Cello-Festivals. Innerhalb von einer Dekade hat sich die Cello-Akademie nicht nur als wichtiges Klassikfestival für Baden-Württemberg etabliert. Dank der zahlreichen begeisterten Meisterschüler aus aller Welt genießt die Akademie hohes Ansehen in der internationalen Musikszene.
Dass die Akademie mit ihrem Credo, die pädagogische Qualität über alles zu stellen, goldrichtig liegt, beweisen die erfolgreichen Karrieren der Rutesheimer Absolventen. Nicht nur spielen sie sich bei den großen internationalen Musikwettbewerben regelmäßig auf die vorderen Plätze. Eine Reihe ehemaliger „Rutesheimer“ sind heute Solo-Cellisten bei Top-Orchestern wie den Berliner Philharmonikern oder dem Leipziger Gewandhausorchester. Einer von ihnen – Jakob Spahn, Erster Solocellist im Orchester der Bayerischen Staatsoper München – kommt immer wieder gerne nach Rutesheim zurück, um nunmehr selbst zu unterrichten.
Ihre Entstehung verdankt die Cello-Akademie der Initiative des Cellisten Matthias Trück. Unermüdlich im Einsatz als Gestalter und Manager der Cello-Akademie, scheint der gebürtige Rutesheimer trotzdem nicht ausgelastet zu sein. Mit dem Celloquartett quattrocelli, dem Celloduo ponticellos und als Studiomusiker für Pop-Produktionen verfolgt er weiterhin in erster Linie seine Karriere als international profilierter Cellist.

www.cello-akademie-rutesheim.de

Mittwoch, 18. April 18
Theater Willy Praml sucht Darstellerinnen
Für die Inszenierung zur Goethe Festwoche Walpurgisnacht - Eine Deutsche Höllenfahrt, sucht das Frankfurter Theater Willy Praml Frauen jungen bis mittleren Alters für einen Hexenchor. Die Frauen sollten Spaß an Choreografien und Sprechchören haben und bereit sein, Zeit zum Proben zu investieren. Die Proben beginnen am 16. Juli; die Premiere findet am 07.September statt. Aufführungen sind am 08., 09., 20., 22., 28., 29., 30. September und am 03., 05., 06., 07., 12., 13., 14. Oktober jeweils 20:00 Uhr.
Zum Kennenlernen gibt es am Montag, 14. Mai (18.00 Uhr) ein infotreffen im Theater Willy Praml, Waldschmidtstraße 19., Anmeldung unter: 069-43054733 oder theater.willypraml@t-online.de

Zum Stück:
WILLKOMMEN IN DER HÖLLE !
Es geht um die Goeth’sche Hölle, sozusagen freudianische Aspekte aus Goethes Gesamtwerk in seine Walpurgisnacht inkl. der dazugehörigen Paralepomena einzubringen, aber auch um die Sicht aus der Walpurgisnacht auf unsere heutigen oder möglichen Zustände. Wir gehen der Frage nach, wie weit sich Verdrängtes, Verschüttetes, Traumatisches und Alptraumhaftes im kollektiven (Unter-)Bewusstsein erhält, weitertradiert und aktuelles Handeln beeinflusst.
Ergänzt wird diese Schlüsselszene aus Goethes FAUST mit Texten von Alexander Kluge, Heiner Müller, Einar Schleef und Friedrich Nietzsche, die geeignet sind, Selbsterfahrenes öffentlich zugänglich zu machen.
Zusammengesetzt aus einem großen Schauspielerensemble (Theater Willy Praml und Gäste), einem Frauen-(Sprech-)Chor, einer Männer-(Gesangs-)Formation (der Frankfurter Heinrich-Heine-Chor) und Musikern (aus der Frankfurter Popular-Musik-Szene) soll so eine Revue entstehen, die nachvollziehen lässt, was am Anfang des XXI. Jahrhunderts von dieser Überlieferungskonstellation noch existent ist und ob und wie diese das politische, gesellschaftliche und kulturelle Leben unserer Zeit beeinflusst.

www.theater-willypraml.de

Dienstag, 17. April 18
30 Jahre Berliner Kabarett Anstalt
Seit 1988 residiert am Mehringdamm in Kreuzberg im fünften Stockwerk das Kleinod unter den Kleinkunsttheatern: Die Berliner Kabarett Anstalt, kurz BKA Theater oder – von den Berlinern – das BKA genannt. Die Berliner Kabarett Anstalt zelebriert ihr 30-jähriges Bestehen unter dem Titel »BKA 3.0 – oben seit 1988« mit den von Januar bis November anlässlich des Jubiläums ausgerufenen Festspielen.
Am 30. April 2018 wird das Gründungsdatum unter dem Motto BKA FÜR ALLE mit einer knackigen Best of-Show der BKA All-Stars bei freiem Eintritt und mit anschließendem »Tanz in den Mai« gefeiert.
Die Künstler*innen des Abends sind Ades Zabel, Ahne, Andrea Bongers, Arnulf Rating, Biggy van Blond, Bob Schneider, C. Heiland, Jade Pearl Baker, Kaiser & Plain, Sigrid Grajek & Stefan Danziger, die Moderation hat Jurassica Parka inne.

BKA 3.0 – oben seit 1988 ~ BKA FÜR ALLE ~ 30. April 2018
Best of-Show der BKA All-Stars: 18:00 Uhr, 19:30 Uhr & 21:00 Uhr
FREIER EINTRITT – TICKETS GAB ES NUR IM BKA – AUSGEBUCHT!
Tanz in den Mai: Ab 22:00 Uhr
BKA, Mehringdamm 34, 10961 Berlin, Telefon: 030 / 20 22 007, Mail: tickets@bka-theater.de

www.bka-theater.de 

Dienstag, 17. April 18
TV-Tipp: Die Brüder Humboldt und ihr Forum Jahrhundertprojekt Museumsinsel ~ Impulse für den Dialog mit den Kulturen der Welt
Ein Film von Carola Wedel
Alexander und Wilhelm von Humboldt waren herausragende Persönlichkeiten, Forscher und Denker der Aufklärung. Doch warum sind die Brüder die Namensgeber des Humboldtforums im Berliner Schloss? Die Dokumentation fragt nach der Aktualität der beiden und wird zur Entdeckungsreise. Sie begleitet die Forscher Bénédicte Savoy und David Blankenstein zu für die Brüder entscheidenden Orten. Orte, an denen sich schon früh die großen Themen ihres Lebens erkennen lassen.  Ausgehend vom Familienwohnsitz Schloss Tegel führt der Film nach Paris, ins Baskenland, nach Freiberg und lässt viele bisher noch nie gezeigte Objekte und Bezüge entdecken.

So verschieden die beiden Brüder in Charakter und Karriere auch waren –der eine Philosoph, grenzüberschreitender Sprachforscher und preußischer Minister, der andere Naturwissenschaftler, Universalgenie und Feingeist – so haben sie doch auch zahlreiche oft überraschende Gemeinsamkeiten. Beide wurden durch die Französische Revolution geprägt und durch die zahlreichen Reisen. Wissensdurst war für sie eine Voraussetzung, die Welt zu begreifen, um dadurch Wege zu sich selbst zu finden. Beide waren extrem freiheitsliebend, Kosmopoliten, und beide sahen die Welt als Ganzes: Alexanders Credo: "Alles ist Wechselwirkung". Wilhelm, der 17 Sprachen sprach und 70 erforschte, sagte: "Erst die Summe aller Sprachen bildet die Idee der Menschheit ab". Eine Überzeugung, mit der er zur Zeit der Restauration als Politiker dramatisch scheiterte.

Die antirassistischen, ökologischen und antinationalistischen Positionen von Wilhelm und Alexander von Humboldt sind heute aktueller denn je. Für Deutschlands größtes Kulturprojekt, das Berliner Humboldtforum, soll das Denken der Brüder Humboldt wegweisend sein, betonen die Gründungsintendanten Neil MacGregor und Hermann Parzinger.

Mit Spannung wird außerdem eine große Ausstellung über die beiden Brüder erwartet, die die Französin Bénédicte Savoy, Professorin für Kunstgeschichte an der TU Berlin und dem renommierten College de France in Paris und der Kunsthistoriker und Museologe David Blankenstein nach ihrer erfolgreichen Schau über die Brüder in Paris vor vier Jahren nun für 2019 im Deutschen Historischen Museum in Berlin vorbereiten.

Auch Koryphäen der Alexander und Wilhelm von Humboldt-Forschung entdecken immer wieder Neues – unter ihnen Jürgen Trabant und Ottmar Ette – oder sind fasziniert, wie die auf Alexander von Humboldts Spuren reisende Kunsthistorikerin und Bestsellerautorin Andrea Wulf.

"Wer die Welt verstehen will, geht ins Humboldtforum". Mit diesem Slogan werben die Macher dieses neuen Ortes für die Kulturen der Welt. Die Dokumentation von Carola Wedel macht klar: Wer das Humboldtforum zum Leben erwecken will, muss das Denken von Wilhelm und Alexander von Humboldt verstehen.

ZDF, Sonntag, 29. April 2018, 0.20 Uhr
3sat: Samstag, 28. April 2018, 22.00 Uhr
ZDFinfo, Pfingstmontag, 21. Mai 2018, 8.30 Uhr

Samstag, 14. April 18
Staatstheater Mainz: Spielplan 2018/19 vorgestellt
Gemeinsam mit Ina Karr (Chefdramaturgin Oper), Jörg Vorhaben (Chefdramaturg Schauspiel), Honne Dohrmann (Tanzdirektor) und Generalmusikdirektor Hermann Bäumer hat Intendant Markus Müller gestern den Spielplan der kommenden Saison 2018/19 am Staatstheater Mainz vorgestellt.


Staatstheater Mainz: Spielplan 2018/19 vorgestellt
Jörg Vorhaben, Honne Dohrmann, Ina Karr, Hermann Bäumer, Markus Müller

© Andreas-Etter

Das neue Jahresheft liegt ab sofort druckfrisch im Theater aus; auf transparentem Papier präsentiert sich das Ensemble des Hauses: Während eine Facette ihrer Persönlichkeit zu sehen ist, scheint eine weitere von der Rückseite durch. Transparenz ist das Leitmotiv des nächsten Theaterjahres – ein ambivalentes Thema. Denn Durchblick zu bekommen und zu gewähren ist einerseits Grundvoraussetzung für Teilhabe und Demokratie, Intransparenz sichert Herrschaftswissen und Macht. Andererseits ist zu viel persönlicher Geheimnisverzicht in Zeiten der „Post Privacy“ nicht immer ratsam. Das Theater spielt mit dem Wissen und dem Nichtwissen, dem Verborgenen, der Andeutung. Es lässt Ideen und Utopien durchscheinen, eröffnet einen Blick auf die Welt, ohne diese jeder Magie zu berauben. Die Kunst lässt uns mit anderen Augen und so möglicherweise manchmal klarer sehen, Transparenz bekommt so eine neue, schimmernde Bedeutung.

Transparenz, Demokratie, Teilhabe, Macht – das sind Themen, die sich in zahlreichen Stücken und Stoffen des Spielplans wiederfinden.

OPER
Die Eröffnung der Opernsparte liegt in den Händen von Hausregisseurin Elisabeth Stöppler. Le nozze di Figaro als musikdramatisches Spiel der Heimlichkeiten, Verkleidungen und Verwirrungen reflektiert das Leitmotiv der Saison auf elegante Weise. Mit Valtteri Rauhalammi am Dirigentenpult kommt Mozarts Oper am 29. September im Großen Haus zur Premiere. Auch in Paul Abrahams Märchen im Grand-Hotel geht es um Geheimnisse und Camouflage. Peter Jordan und Leonhard Koppelmann (nach ihren Inszenierungen von Pension Schöller und Im Weißen Rössl in Mainz bestens bekannt) übernehmen die Regie dieser spartenübergreifenden großen Produktion, an der auch das Schauspiel beteiligt sein wird. Die Premiere am 25. November, ebenfalls im Großen Haus, ist eine szenische deutsche Erstaufführung, die musikalische Leitung liegt bei Samuel Hogarth.

Lydia Steier kehrt nach Perelà, Armide und Saul zurück nach Mainz und beschäftigt sich zum zweiten Mal in ihrer Laufbahn mit Leoš Janáceks Katja Kabanova, die Produktion feiert am 19. Januar 2019 im Großen Haus Premiere.

Mit einer Uraufführung des derzeit wohl wichtigsten Komponisten Frankreichs wendet sich die Sparte der zeitgenössischen Musik zu: Georges Aperghis entfesselt in Avis de Tempête einen Sturm – in der Musik, in der Sprache, in den Köpfen. Inszeniert von Anselm Dalferth und musikalisch geleitet von Generalmusikdirektor Hermann Bäumer steht die Premiere am 9. März 2019 auf dem Spielplan im Kleinen Haus. Auch die Hörtheater-Reihe wird Anselm Dalferth in der kommenden Spielzeit weiterführen, Zerbrechliche Gespräche und Abwrackprämiere lauten die Titel der beiden Produktionen, die am 26. Oktober 2018 im Glashaus sowie am 16. Juni 2019 in der Georg-Moller-Passage zur Premiere kommen.

Frank Hilbrich wird Giuseppe Verdis Simon Boccanegra inszenieren – Machtkämpfe und Familiendrama stehen im Zentrum dieser düsteren, fesselnden Oper und unerklärliche, geheimnisvoll-finstere Vorgänge belegen: Intransparenz ist ein Herrschaftsinstrument. Premiere ist am 23. März 2019 im Großen Haus.

SCHAUSPIEL
„Oh, der ist noch nicht König, der der Welt / Gefallen muß“, ruft Königin Elisabeth und verlangt nach dem Mandat zur absoluten Willkür einer Herrscherin, die sich um das Volk nicht scheren mag. Maria Stuart setzt als Eröffnung am 25. August den thematischen Schwerpunkt der Spielzeit Macht, Herrscherwille und Demokratie. Dariusch Yazdkhasti hat 2017 mit Ein Volksfeind für viel Gesprächsstoff gesorgt, jetzt inszeniert er Friedrich Schillers großes Duell zweier starker Frauen im Großen Haus.
Die Frage, ob und wie wir eine gesellschaftliche und politische Wirklichkeit verstehen können, die immer diffuser daherzukommen scheint, und ob wir nicht allzu oft Teil einer Menge sind, „der der Gaukler nur gefällt“ (Maria Stuart) steht im Zentrum verschiedener Stücke: in Chris Thorpes Monolog Status etwa, einer Auseinandersetzung mit Nationalität und Herkunft, der in einer Inszenierung von Jana Vetten am 24. November auf U17 zur Uraufführung kommt – oder Kleiner Mann – was nun?, dessen Protagonisten von Teilhabe und Einblick in die gesellschaftlichen Zusammenhänge weit entfernt sind, schon allein, weil sie zu beschäftigt damit sind, um ihre bloße Existenz zu kämpfen. Alexander Nerlich inszeniert nach dem Roman von Hans Fallada im Kleinen Haus, Premiere ist am 12. Januar 2019.

Das Spiel mit Wissen und Nichtwissen ist Lebenselixier für das Theater, jede gute Geschichte nährt sich aus dem Humus des zunächst Undurchschaubaren. Zu finden in zahlreichen Bildern und Motiven: Der dunkle Ort (ein Kerker, eine Höhle, ein Keller), der die dort Eingesperrten von der Welt fernhält und ihnen nur ausgewählte Ausschnitte des Lebens gönnt – exemplarisch in Das Leben ein Traum – ist ein Sinnbild für das Streben nach Erkenntnis und die Angst vor der Finsternis des Nichtwissens. Sigismund findet den Weg zur Aufklärung, indem er die Wirklichkeit zum Traum erklärt. Und aus diesem Traum gewinnt er mehr Erkenntnis als aus der Realität. Der leitende Regisseur des Staatstheater Mainz, K.D. Schmidt, inszeniert Calderón de la Barcas Drama im Kleinen Haus, Premiere ist am 19. Oktober.

 Hausregisseur Jan-Christoph Gockel beschäftigt sich mit Wladimir Sorokins Eis-Trilogie. Die Premiere ist am 26. April 2019 im Kleinen Haus.

TANZ
tanzmainz bleibt seinem Prinzip treu, das der Sparte in der laufenden Spielzeit nicht nur den Deutschen Theaterpreis DER FAUST (Choreografie) für Fall Seven Times eingebracht, sondern einen wahren Besucheransturm ausgelöst hat: die Zusammenarbeit mit internationalen Choreograf*innen, die ausschließlich mit Neukreationen die Compagnie auf besondere Weise künstlerisch und physisch herausfordern und mit ihren ungewöhnlichen Handschriften das zeitgenössische Profil des Tanzes am Staatstheater in Mainz prägen.

Guy Nader und Maria Campos‘ Fall Seven Times wird in einem neuen Doppelabend weiter in Mainz zu sehen sein – ergänzt um Im Orbit, eine Kreation der deutsch-zypriotischen Choreografin Alexandra Waierstall mit tanzmainz. DIe Premiere des Doppelabends ist am 21. September im Kleinen Haus.

Der erfolgreiche israelische Choreograf Roy Assaf kommt erstmals an das Haus. Zuletzt arbeitete er mit großem Erfolg für die Göteborg Operans Danskompanie, für die Batsheva Dance Company und das Royal Swedish Ballet. Die Uraufführung von Nothing ist am 21. November im Kleinen Haus.

Victor Quijada aus Montréal gilt als der Brückenbauer zwischen HipHop und zeitgenössischem Tanz und verspricht Ensemble und Publikum neue tänzerische Horizonte zu öffnen – Twist heißt seine Produktion, Premiere ist am 7. Februar 2019 im Großen Haus.

Und in einer bundesweit bisher wohl einmaligen Zusammenarbeit loten schließlich die Kunsthalle Mainz, die Hochschule und tanzmainz das Zusammenspiel von Tanz, Wissenschaft und Bildender Kunst aus. Die Choreografie Effect von Taneli Törmä bildet den Ausgangspunkt – es geht um Störung und Verfremdung, um Verlust und Neubedeutung bei der Weitergabe von Informationen und verleiht dem Leitmotiv Transparenz eine ganz eigene (Körper-)Sprache. Premiere ist am 14. März 2019 in der Kunsthalle Mainz.

Die dritte Ausgabe des großen tanzmainz festival wird vom 27. März bis zum 6. April 2019 stattfinden.

Junges Staatstheater - justmainz
Erich Kästners Kinderbuchklassiker Pünktchen und Anton wird das Familienstück zur Weihnachtszeit 2018. Niklaus Helbling erzählt die Geschichte der beiden Kinder in der großen Stadt, die mit Mut, Klugheit und Fantasie nicht nur ihre eigene Detektivgeschichte erleben, sondern auch vermeintliche soziale Schranken lässig überwinden, Premiere ist am 4. November im Großen Haus.

Aber nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern währen der gesamten Spielzeit bietet justmainz ein vielfältiges Programm aller Sparten für alle Altersgruppen: Klangjäger, eine mobile Produktion für Schulklassen, öffnet die Ohren für Klänge, die im Klassenzimmer schlummern, Unterm Kindergarten erschließt einen fantasievollen Kosmos unter der Erde für die ganz kleinen Besucher ab 3 Jahren (Premiere am 8. September auf U17) und Annette Pehnts Der Bärbeiß lässt uns ab dem 22. Mai 2019 im Glashaus an seiner herrlich schlechten Laune teilhaben. Und Felix Berner, der mit seinen Produktionen des tanzmainz clubs in den letzten Jahren regelmäßig zum Tanztreffen der Jugend bei den Berliner Festspielen eingeladen wurde, choreografiert erstmals ein eigenes Stück mit dem Ensemble von tanzmainz: Krawall im Kopf (ab 11 Jahren) erzählt vom Umgang mit Regeln und davon, aus der Reihe zu tanzen (Premiere am 28. September auf U17).
Hinzu kommen zahlreiche Wiederaufnahmen, wie Die Sprache des Wassers im Schauspiel oder Kannst du pfeifen, Johanna in der Oper.

Der vollständige Spielplan 2018/19 findet sich im Jahresheft und auf www.staatstheater-mainz.com.

Samstag, 14. April 18
Spielplanpräsentation der Saison 18/19 am Oldenburgischen Staatstheater
Gemeinsam mit den leitenden Dramaturg*innen und Spartenleiter*innen präsentierte Generalintendant Christian Firmbach gestern den Spielplan der kommenden Saison 2018/19.


Spielplanpräsentation der Saison 18/19 am Oldenburgischen Staatstheater
v.l.n.r.: Telse Hahmann, Antoine Jully, Gesine Geppert, Marc-Oliver Krampe,
Christian Firmbach, Peter Hailer, Matthias Grön, Petra Bohlen
© Anneke Hoffmann

Die neue Spielzeit 18/19 hält insgesamt 32 Premieren und 18 Wiederaufnahmen - davon zehn Uraufführungen und drei Niederdeutsche Erstaufführungen - sowie ein umfangreiches Konzertprogramm bereit. Außerdem erwarten das Publikum mit den 14. Internationalen Tanztagen, den Jugendtheatertagen sowie der Beteiligung an PLATTART Neuauflagen dreier traditionsreicher Theater- bzw. Kulturfestivals. In der fünften Spielzeit unter Generalintendant Christian Firmbach ist es mehr denn je der Wunsch des Oldenburgischen Staatstheaters, sich zu öffnen und damit ein Gegengewicht zu der zunehmenden Abgrenzung in der Gesellschaft zu setzen. Mithilfe der Internationalität des Theaters, durch Kooperationen mit Kulturschaffenden und einer Reihe partizipativer Formate und Projekte soll deutlich werden, wie das Andere das Ich in seinem Tun bereichern kann.

Der Spielplan in der Sparte Schauspiel fußt im Wesentlichen auf zwei Säulen: auf Texten der Weltliteratur wie ‚Effi Briest‘, ‚Romeo & Julia‘, ‚Der zerbrochne Krug‘, Georges Orwells ‚1984‘ und Hermann Hesses ‚Steppenwolf‘ sowie auf Uraufführungen wie die des queeren Dramas ‚Russian Boy‘ von Dimitri Sokolov, Rebekka Kricheldorfs ‚Das Haus auf Monkey Island‘ sowie Texten jüngerer deutscher Dramatik wie die schwarzhumorige Komödie ‚Ein großer Aufbruch‘ von Magnus Vattrodt. Darüber hinaus wird sich das überaus musikalische Schauspielensemble erstmals in einem Musical präsentieren. Im Genreklassiker ‚The Rocky Horror Show‘ wird auch das Publikum ins Rampenlicht gestellt. Bei speziellen Vorstellungen wird die Möglichkeit gegeben, in einer eigens dafür eingerichteten Dance-Area direkt vor der Bühne zum ‚Timewarp‘ das Tanzbein zu schwingen. Ebenfalls unter das Stichwort Publikumsbeteiligung fällt das Projekt ‚O. - eine Stadt sucht ihr Drama‘. Hier werden in szenischen Lesungen verschiedene Texte vorgestellt und besprochen, über deren Aufführung in der Spielzeit 19/20 in einer Publikumskonferenz jede und jeder mitdiskutieren und entscheiden darf.

Die Sparte Oper schmiedet weiter den ‚Ring‘: Die Spielzeit eröffnet mit dem dritten Teil der Tetralogie, ‚Siegfried‘. Das Sagenpaar Siegfried und Brünnhilde sind Zoltán Nyári und Nancy Weißbach, die das Publikum schon in der ‚Walküre’ begeistert haben.
Als konzertante Oper steht diesmal ‚La Damnation de Faust‘ von Hector Berlioz auf dem Spielplan, das – obgleich hochdramatisch – ausdrücklich für den konzertanten Vortrag geschrieben wurde. Marguerite und Faust sind die neuen Ensemblemitglieder Ann-Beth Solvang und Zoltán Nyári im Wechsel mit Jason Kim. Es folgt Gaetano Donizettis ‚Lucia di Lammermoor‘, ein wunderbares Ensemblestück und ganz besonders eine perfekte Partie für Sooyeon Lee als Titelheldin.
In der Barocklinie geht der Blick nach Frankreich: ‚Les Paladins‘ von Jean-Philippe Rameau steckt musikalisch wie inhaltlich voll französischer Raffinesse. An der „Comédie-ballett“ ist auch die Ballettsparte szenisch beteiligt. ‚Les Paladins‘ ist eine Kooperation mit dem französischen Barockmusik-Forschungsinstitut Centre de musique baroque Versailles.
Die nach einem Tatsachenbericht und dem gleichnamigen Film entstandene Oper ‚Dead Man Walking‘ beteiligt sich an der Diskussion zum Thema Todesstrafe. International eine der meistgespielten zeitgenössischen Opern, vermag sie nicht nur inhaltlich, sondern auch durch ihre bildhafte, ansprechende Musiksprache aufzuwühlen.
Außerdem auf dem Spielplan stehen Jacque Offenbachs „Höllenspaß“ ‚Orpheus in der Unterwelt‘, Mozarts letzte Opera seria ‚La Clemenza di Tito‘ sowie die Theresienstädter Kinderoper ‚Brundibár‘ von Hans Krása.

Auf dem Konzertprogramm stehen in der kommenden Saison acht Sinfoniekonzerte mit einer Mischung aus bekannten und unbekannteren Werken von Hugo Alfvén über Mozart und Puccini bis zu Bernd Alois Zimmermann. Besonders hervorzuheben sind Gustav Mahlers ‚Lied von der Erde‘ mit Zoltan Nyári und Ann-Beth Solvang sowie Felix Mendelssohn Bartholdys ‚Ein Sommernachtstraum‘, eine weitere spartenübergreifende Zusammenarbeit mit dem Schauspielensemble.
Zu dem traditionellen Barockkonzert im Schloss gesellt sich diesmal zusätzlich ein Barockkonzert mit französischer Barockmusik mit Werken von Jean-Philippe Rameau und Jean-Marie Leclair, unter der Leitung des französischen Barockexperten Alexis Kossenko, der auch ‚Les Paladins‘ dirigieren wird.
Hinzu kommt eine große Bandbreite an Kammerkonzerten aus den Reihen der Orchestermusiker*innen. Und auch die KlangHelden-Konzertreihen stehen wieder auf dem Programm. Sie richten sich an Kinder und Familien sowie an konzertbegeistertes Publikum, das besondere Einblicke in die Welt musikalischer Werke erhalten möchte.
Im Bereich der Neuen Musik beteiligt sich das Staatstheater zusammen mit anderen Partnern an dem Projekt „Artist in Residence“, initiiert und verantwortet von oh ton e. V. Im Rahmen von „Artist in Residence“ kommen Komponist*innen nach Oldenburg, arbeiten mit den hier ansässigen Partnern und treten dabei auch mit dem Publikum in intensiven Kontakt.

Die Produktionen der BallettCompagnie Oldenburg zeigen die ganze Spannweite vom klassischen bis zum modernen Tanz. Die erste Premiere im Oktober im Großen Haus ist ein dreiteiliger Ballettabend mit der Choreografie ‚Dark Meadow Suite‘ von Martha Graham, der Pionierin des Modern Dance in den USA, einer Uraufführung von Antoine Jullys ‚Su una nota sola‘ sowie dem Stück ‚A.U.R.A‘ von Jacopo Godani, dem Leiter der Frankfurt Dresden Dance Company.
Im April folgen zwei Uraufführungen, die vom Oldenburgischen Staatsorchester begleitet werden: Der italienische Gastchoreograf Luca Veggetti kreiert ‚Am Ende unser Schatten‘ zu Arnold Schönbergs sinfonischer Dichtung ‚Pelleas und Melisande‘ und Antoine Jully wird seine Version von Igor Strawinskys ‚Le Sacre du Printemps‘ choreografieren.
Bei der Premiere im Kleinen Haus im Juni präsentiert Jully eine Uraufführung zu Johann Sebastian Bachs ‚Die Kunst der Fuge‘. Für dieses Projekt hat er den Oldenburger Sänger und Stimmkünstler Gunnar Brandt-Sigurdsson gewinnen können.
Im Video Dance Projekt ‚Clipping Dance – Capturing Motion‘ darf man sich auf neue Werke des Choreografen Lester René freuen, der gemeinsam mit dem Oldenburger Filmregisseur Omid Mohadjeri verschiedene Tanzfilme realisieren wird, die u. a. auf der Internetseite des Staatstheaters veröffentlicht werden.
Einen weiteren Höhepunkt der Spielzeit bieten die 14. Internationalen Tanztage vom 10. bis19. Mai 2019. Auf allen Bühnen des Oldenburgischen Staatstheaters tanzen Ensembles sowie Solistinnen und Solisten der internationalen Tanzszene spannende Choreografien. Fortgesetzt wird die beliebte Reihe „Mehr Bewegung!“

Die Geschichten, die das Junge Staatstheater erzählen will, handeln von der Suche nach Orientierung in einer Welt ohne Wegmarken. Die Spielzeit beginnt mit der Uraufführung von Marc Beckers Stück ‚David‘, einer ebenso düsteren wie amüsanten Vision des Theaters im Zeitalter der Technologie.
In dem Roman ‚Die Mitte der Welt‘ von Andreas Steinhöfel erkennen die Kinder erst spät, dass der paradiesische Schutzraum, den die Mutter errichtete, sie nicht gut aufs Leben vorbereitet hat.
Ähnlich und doch ganz anders ergeht es Hazal in dem Roman ‚Ellbogen‘ von Fatma Eydemir. Die junge Deutschtürkin wächst zwischen den Kulturen auf, in einer Welt, in der nur Ellbogen zählen und sich niemand für sie interessiert.
Von der Einsamkeit des Auswanderers in einem fremden Land erzählt Shaun Tan in ‚Ein neues Land‘ ausschließlich in Bildern. In dem Kooperationsprojekt mit der Wiener Gruppe makemake verschmelzen diese Bilder mit Bewegung, Figuren und Musik zu einem magischen Theater.
Herrlich altmodisch aber nichts desto trotz von großer anarchischer Kraft ist die Geschichte vom ‚Räuber Hotzenplotz‘, die das Staatstheater zur Weihnachtszeit zeigt. Wie in den letzten Jahren spielen bei zwei Vorstellungen Gebärdensprachen-Dolmetscherinnen mit.

Die Projekte der Theaterpädagogik drehen sich um das Thema ‚Begegnung‘. Neben den zahlreichen Clubs für Kinder, Jugendliche und Erwachsene wird unter dem Motto „Theater machen: diversitysensibel, transkulturell und inklusiv“ eine Fortbildungsreihe für Pädagog*innen angeboten. In einem Kultur-macht-stark-Projekt entwickeln Kinder ein begehbares Hörspiel und mit der Fachtagung „Theater & Geschichte“ wird die Zusammenarbeit mit dem Verein Jugendkulturarbeit, der Akademie der ev. Kirche u. v. a. fortgesetzt, die traditionell in die Jugendtheatertage am Ende der Spielzeit mündet.

Das Niederdeutsche Schauspiel wird sich mit der Adaption von Filmstoffen beschäftigen. Den Anfang macht der bekannte Film von Til Schweiger und Hilly Martinek ‚Honnig in´n Kopp‘. Die charmante Geschichte des an Alzheimer erkrankten Amandus Rosenbach und seiner Enkelin Tilda inszeniert Ayla Yeginer. ‚Paulette‘ von Jèrôme Enrico, Bianca Ohlsen, Laurie Aubanel und Cyril Rambour erzählt die Geschichte einer verarmten Frau im Ruhestand, die sich ihre mickrige Rente mit dem Verkauf von Haschisch aufbessern will. Die Regie dieser Niederdeutschen Erstaufführung führt Anja Panse.
Die Adaption eines Filmklassikers von Alfred Hitchcock steht mit dem Thriller ‚Bi Anroop Moord‘ (‚Bei Anruf Mord‘) von Frederick Knott auf dem Programm. Die Regie der Niederdeutschen Erstaufführung übernimmt Alexander Marusch, der zuletzt mit ‚Otello draff nich platzen‘ begeisterte.
Mit ‚De Letzte Smöker‘ von Mark Kuntz unternimmt das Niederdeutsche Schauspiel erstmals eine Exkursion an die Bar der Exerzierhalle. Der Monolog eines Rauchers wird von dem Oldenburger Autor und Regisseur Marc Becker inszeniert.
Auch die erfolgreiche Kooperation mit dem Ohnsorg Theater wird mit einem Gastspiel der Hamburger Bühne weitergeführt. ‚De lütte Herr Jemine‘ von Manfred Schlüter ist eine Parabel für Kinder ab 5 Jahren über Konsum und Wachstum.

Das Programm der Sparte 7 überwindet weiterhin die Grenzen zwischen den einzelnen Disziplinen sowie den Menschen auf, vor und hinter der Bühne. So z. B. beim „Schwarzmarkt für nützliches Wissen und Nicht-Wissen“, bei dem es um den Themenkomplex „Die Migrationsgesellschaft und ich“ geht. Die Sparte 7 veranstaltet das Format der Mobilen Akademie Berlin in Kooperation mit der Stiftung Niedersachsen und dem Center for Migration, Education and Cultural Studies der CvO Universität Oldenburg.
Die Inszenierung ‚Scherbenpark‘ nach Alina Bronsky in einer Bühnenfassung von Thomas Richhardt wird gemeinsam von Schauspielerin Rebecca Seidel und der Regisseurin Franziska Stuhr gestaltet. Sie ist im Rahmen des Formats ‚Kavaliersdelikte‘ entstanden und wird im Spielraum gezeigt.
Mit dem neuen Format ‚HörBar. SehBar‘ etablieren sich kleine spartenübergreifende Veranstaltungen an der neu gestalteten Theaterbar im Großen Haus. Diskussionsveranstaltungen, Gesangseinlagen und Lesungen laden Besucher*innen hier zu kleinen Perlen der Theaterkunst ein.
Neue Kooperationspartner gewinnt die Sparte 7 mit der World Press Photo Oldenburg und der Medienagentur Mediavanti, mit denen Veranstaltungen um die World Press Photo Ausstellung in Oldenburg realisiert werden.
In eine neue Runde gehen die erfolgreichen Veranstaltungsformate ‚Melodien für Moneten‘, (Don’t) Touch The Art‘, das ‚Death Café‘ in Kooperation mit der Stiftung Hospizdienst Oldenburg, die Reihe ‚Kavaliersdelikte‘,die interaktive Lektüreshow ‚Lichtenstein schwärmt aus…und liest!‘ und ‚Tanz mit mir!‘ Nicht zuletzt wird mit der CSD Gala und der Beteiligung am Rahmenprogramm des CSD auch eine wichtige Kooperation fortgesetzt.

www.staatstheater.de

Samstag, 14. April 18
Komplettes Programm des Impulse Theater Festival auf der neuen Webseite und im Vorverkauf
Das komplette Programm des Impulse Theater Festival 2018 ist ab sofort online! Auf der neuen Webseite des Festivals finden sich alle Daten sowie ausführliche Informationen zu den Produktionen des Showcase, zur Akademie und zum Stadtprojekt.

Im Ringlokschuppen Ruhr sind zehn herausragende Produktionen der vergangenen Saison zu sehen, außerdem zur Eröffnung der eigens für die Impulse adaptierte Abend „Dorf Theater“. Der Showcase zeigt das Besondere des Freien Theaters in einer großen Vielfalt unterschiedlicher Theaterformen, darunter viele Entdeckungen. Inhaltlich geht es um neue Männer- und Frauenbilder, die Konstruktion von Nationalmythen, Gewalt und Diskriminierung aus komfortabler Distanz, die ethischen Dilemmata privilegierter Menschen, sowie die Gräben, die unsere Gesellschaft durchziehen – Themen, die aktuell für erhitzte Diskussionen sorgen.

Die Auswahl zeigt die Internationalisierung des freien Produzierens jenseits von Nationalgrenzen – die Impulse-Akademie widmet dieser Entwicklung am ersten Festivalwochenende ein viertägiges Programm. Insgesamt ist das Festival von Diversität geprägt: 70 % der künstlerisch Verantwortlichen im Showcase sind Frauen oder gemischte Companies. Sichtungen und Auswahl übernahm der Impulse-Beirat, der für die Festival-Ausgabe 2018 abgesehen vom neuen künstlerischen Leiter Haiko Pfost ausschließlich weiblich besetzt war.

Tickets sind ab sofort im Online-Vorverkauf erhältlich.

www.impulsefestival.de

Samstag, 14. April 18
DEBUT Klassik-Gesangswettbewerb öffnet sich 2018 weltweit
(lifePR) - Der DEBUT Klassik-Gesangswettbewerb ist ein internationaler, hochkarätiger Wettbewerb zur Förderung junger Opernsängerinnen und Opernsänger. In der 9. Auflage können sich in diesem Jahr erstmals Sängerinnen und Sänger aus aller Welt bewerben. Clarry Bartha, Künstlerische Leiterin von DEBUT, will damit allen jungen Opernsängerinnen bis 32 Jahren und jungen Opernsängern bis 34 Jahren die Möglichkeit geben, sich einer internationalen Jury zu präsentieren.

In Opernfachkreisen findet der 2002 gestartete Wettbewerb längst international hohe Aufmerksamkeit. Konzept und Idee von Förderer und Wettbewerbsinitiator Dr. Manfred Wittenstein, Aufsichtsratsvor-sitzender der WITTENSTEIN SE, sind damit aufgegangen: Der Wettbewerb hat sich als einzigartiger Beitrag zur gehobenen Musikszene etabliert, der zudem die seltene aber erfolgreiche Verbindung von Wirtschaft, Technik und Kultur schafft. Erwartet werden auch 2018 wieder die Bewerbungen sehr vieler junger Sängerinnen und Sänger aus Deutschland und erstmalig auch weltweit, denn DEBUT ist erwiesenermaßen Sprungbrett für eine internationale Karriere junger Sänger: Olga Peretyatko, Zweitplatzierte bei DEBUT 2006, ist heute eine der begehrtesten Soprane der Welt und beispielsweise gerade (April und Mai 2018) an der MET in New York zu hören.

Die Bewerbungskriterien
Im zweijährigen Turnus richtet sich der Wettbewerb an junge Opernsängerinnen (Höchstalter 32 Jahre) und -sänger (Höchstalter 34 Jahre) mit den Stimmfächern Sopran, Mezzosopran, Alt, Tenor, Countertenor, Bariton und Bass. Ende des Bewerbungszeitraums ist der 30. Juni 2018. Der Wettbewerb ist mit Geld- und Engagementpreisen dotiert.

Die Schirmherrschaft
Die Schirmherrschaft teilen sich 2018 die in Salzburg lebende Prof. Barbara Bonney und Carl Martin Welcker, Präsident des Verbands Deutscher Maschinen und Anlagen e.V. (VDMA).
Prof. Barbara Bonney ist an den großen Opernhäusern und den renommiertesten Konzertsälen der Welt aufgetreten. Ihre umfangreiche Diskographie umfasst geistliche Musik von Bach, Haydn, Mozart und Schubert. Sie hat insgesamt 15 Solo-CDs mit Kunstliedern aufgenommen. Als regelmäßige Moderatorin der BBC ist sie "Expert Opinion" während des Cardiff Singer Competition. Sie tritt auch in Dokumentarfilmen auf und gibt Meisterkurse für junge Sänger und Amateure, von denen einige im BBC-Fernsehen sowie in den USA und Japan ausgestrahlt wurden.
Bonney hat fünf Ehrendoktorwürden erhalten und ist außerdem Mitglied der renommierten Schwedischen Musikakademie sowie Ehrenbürgerin des Mozarteums, Salzburg/Österreich. Im September 2009 erhielt sie zudem die Ehrendoktorwürde des Brucknerhauses in Linz. Barbara Bonney ist derzeit Professorin an der Universität Mozarteum Salzburg.

Die Jury
Die Chance der jungen Opernsänger (Höchstalter 34 Jahre) und Opernsängerinnen (Höchstalter 32 Jahre), sich bei internationaler Konkurrenz einer hochkarätigen Jury zu stellen, ist ein wesentlicher Grund für das hohe Niveau des Wettbewerbs. Der Jury steht Prof. KS Harald Stamm vor. Alle Jurymitglieder sind profilierte Akteure der klassischen Musikszene. Sie werden die Gewinner am 29. September 2018 küren.

Und so setzt sich die Jury zusammen:
    Prof. KS Harald Stamm, Juryvorsitz, Hamburg
    Prof. Barbara Bonney, Sopranistin, Salzburg
    Prof. Christiane Libor, Sopranistin, Karlsruhe
    Katja Schaefer, Generalsekretärin der Bayerischen Akademie der schönen Künste
    Dietmar Schwarz, Intendant Deutsche Oper Berlin, Berlin
    Luca Targetti, In Art Management, Mailand
    Ralf Tiedemann, Chefredakteur „Das Opernglas“, Hamburg
    Prof. Gerd Uecker, ehemaliger Intendant Semperoper Dresden

Das DEBUT-Lied
Bei DEBUT 2018 wird der Kunstform Lied ein noch höherer Stellenwert als in den Vorjahren eingeräumt.
Das Lied gilt als Bestandteil einer nachhaltigen klassischen Gesangsausbildung. Um diese Kunstform auch im Wettbewerb zu würdigen, hat der 1989 in Leipzig geborene Komponist Konstantin Heuer ein Lied für DEBUT 2018 komponiert, das zum festen Repertoire jedes Seminfinal-Teilnehmers vorgetragen werden muss. Im Rahmen des öffentlichen DEBUT-Liederabends werden zwei Liedpreise vergeben: „Beste Darstellung Zeitgenössisches Lied“ und „Beste Darstellung Deutsch/Franz. Lied“

Der Liederabend am 27. September 2018 mit Vergabe der Liedpreise wird erstmals im „Roten Saal“ des Deutschsordensschlosses in Bad Mergentheim ausgetragen. Sechs junge Opernsänger/innen werden hierfür von der Jury nominiert.

Die Wettbewerbswoche
Der Wettbewerb wird in Weikersheim und Bad Mergentheim (Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg/Deutschland) ausgetragen. Die Qualifikationsrunden und auch das Semifinale finden vom 24.- 26. September 2018 im Gewehrhaus des nahe gelegenen Schlosses Weikersheim statt. In den dortigen Räumlichkeiten der Jeunesses Musicales Deutschland e.V, (JMD) und der ebenfalls dort ansässigen Musikakademie befinden sich während der Wettbewerbswoche die Quartiere der Teilnehmer.

Der Wettbewerb endet mit dem Galakonzert der Finalisten am Samstag, 29. September 2018, in der Wandelhalle Bad Mergentheim. Begleitet vom Philharmonischen Orchester Würzburg unter der Leitung von Enrico Calesso stellen sich die Finalisten hier der Jury.

Moderiert wird das Galakonzert erstmals von dem 34jährigen Felix Seibert-Daiker. Für den Journalisten und Moderator des ARD-Politmagazins FAKT ist das ein echtes „Heimspiel“, ist er doch in der Kurstadt Bad Mergentheim aufgewachsen. Mit über 250 moderierten Galas, Events und Veranstaltungen kann er auf eine große Erfahrung zurückgreifen. „Die Bühne ist ein toller Ort. Kein Netz, kein doppelter Boden, viel Spontanität“, sagt er. 

Der Wettbewerb
Mit dem Gesangswettbewerb DEBUT ist 2002 eine Verbindung von Wirtschaft, Technik und Kultur geschaffen worden, die ohne Mittel aus der öffentlichen Hand zustande kommt und somit unabhängig ist. Initiator des Wettbewerbs ist Dr. Manfred Wittenstein, Aufsichtsratsvorsitzender der WITTENSTEIN SE: „Wir wollten etwas Besonderes für uns und unser Umfeld ins Leben rufen. Gerade ein Maschinen- und Anlagenbauer wie die WITTENSTEIN gruppe ist auf die Kraft hoher Kreativität angewiesen.“  Einmalige Kunstwerke sind die Skulpturen „Viktoria“ für die drei Sieger oder Siegerinnen. Exklusiv kreiert für DEBUT  hat sie der mittlerweile verstorbene Wiener Künstler Prof. Ernst Fuchs (1930-2015).

www.debut.de

Samstag, 14. April 18
SHADOWLAND Tour 2019 - Das Original kehrt zurück!
Auch knapp zehn Jahre nach der Uraufführung von „Shadowland“ im Jahr 2009 hat der Zauber der ineinanderfließenden Schattenbilder, die neun Darsteller mittels Tanz, Akrobatik und einer starken Lichtquelle auf die Leinwand bringen, nichts von seiner Kraft verloren. „Shadowland“ mit seinen betörenden Bildern zu mitreißender Musik ist fast schon ein moderner Klassiker, der mittlerweile mehr als 1,5 Millionen Zuschauer in 34 Ländern auf vier Kontinenten begeistert hat und noch immer begeistert. Im April 2019 kehrt „Shadowland – Das Original“ zurück auf ausgewählte Bühnen in Berlin, München  und Frankfurt.

„Können wir“. Das war die kühne Antwort auf die Anfrage eines koreanischen Automobilkonzerns, ob die Pilobolus Dance Company für einen Werbespot ein Auto darstellen könne, ohne dass ein Auto gezeigt werde. Wie Pilobolus diese Herausforderung meistern wollte, wusste zum Zeitpunkt der Zusage zwar niemand, doch das Resultat zahlloser Überlegungen und Versuche sorgte für Begeisterung: Hinter einer beleuchteten Leinwand verschränkten die Tänzer ihre Körper zu einem Gebilde, dessen Schatten aussah wie das neueste Modell des Automobilherstellers. Dieses Schattenspiel begeisterte aber nicht nur den Auftraggeber des Werbespots, sondern auch die Produzenten der Fernsehshow zur jährlichen Verleihung der „Oscars“ in Hollywood. Sie engagierten Pilobolus für die Oscar-Feierlichkeiten 2007, wo die Tanzcompagnie zum Entzücken der Filmstars im Saal und einem Milliardenpublikum an den Fernsehgeräten die nominierten Filme als Schattengebilde darstellten.

„Können wir“.  Das war eigentlich schon bei der Gründung von Pilobolus der Leitgedanke, als sich im Jahr 1971 vier Studenten am edlen Dartmouth College in New Hampshire zu einer Tanzcompagnie zusammenschlossen, obwohl sie außer einem gemeinsam besuchten Universitätskurs in Modernem Tanz keine Erfahrung hatten. Die Körpersprache der Gruppe entwickelte sich daher nicht aus den normierten Bewegungen des klassischen Balletts, sondern in einem kreativen und freien Prozess, der Tanz, Artistik und Sport zu einem neuen Ausdruck verband. Der unbekümmerte Ansatz ist längst zur Institution geworden. Heute zählt die nunmehr in Connecticut residierende Tanzcompagnie, die sich nach einem kleinen Pilz, dem Pilobolus crystallinus, benannt hat, zu den bedeutendsten Ensembles in den Vereinigten Staaten. Etwa 120 Choreographien hat die preisgekrönte Gruppe seit 1971 geschaffen, und sie ist in mittlerweile mehr als 65 Ländern dieser Erde aufgetreten. Dem ganz großen Publikum ist die Pilobolus Dance Company allerdings nicht mit ihren Tanzperformances, sondern als Schattentheater bekannt geworden, trat das Ensemble doch nach dem Erfolg bei der „Oscar“-Show in weiteren populären Fernsehsendungen wie der „Oprah Winfrey Show“ in Amerika, bei „The Royal Variety Show“ in Großbritannien oder bei „Wetten, dass…?“ in Deutschland auf und begeisterte dort die Zuschauer.

„Können wir.“ Mit dieser Haltung hat Pilobolus sich auch an die Umsetzung der Idee gemacht, all die in unzähligen Proben entworfenen Schattenbilder zu einer abendfüllenden Geschichte zu fügen.  Zehn Jahre ist es nun her, dass die Tanzcompagnie gemeinsam mit dem Kinderbuch- und Drehbuchautor („SpongeBob“) Steven Banks einen Plot entwarf, der von einem Mädchen im Teenageralter erzählt, das nach Unabhängigkeit strebt und sich in ihren Träumen auf eine wilde Reise durch ein Land der Schatten begibt. In „Shadowland“ begegnen ihr komische und böse, angsteinflößende und verführerische Kreaturen. Auch das Mädchen selbst wird von einer riesigen Hand in eine Kreatur verwandelt, in das Dog Girl, das Hundemädchen, dessen Herz bald für einen Zentauren schlagen wird.  Es ist eine so poetische wie anrührende Coming-of-Age-Geschichte, humorvoll wie ein Cartoon und cool wie ein Road Movie, was nicht zuletzt durch die stimmigen Songs und den Score des amerikanischen Musikers und Filmkomponisten David Poe unterstrichen wird.  Und so fügen sich die uralten Kulturtechniken von Schattenspiel, Tanz und Musik zu einem Kunstwerk, das mit seiner emotionalen Kraft und seiner Authentizität des Handgemachten die Zuschauer auch im Zeitalter der Digitalisierung tief berührt.

Die Termine 2019
09. – 14. April 2019: Berlin ~ Theater am Potsdamer Platz
16. – 22. April 2019: München ~ Prinzregententheater
24. – 28. April 2019: Frankfurt/M. ~ Alte Oper Fr
Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, sowie im Internet unter www.eventim.de und www.semmel.de.

Samstag, 14. April 18
„ttt - titel thesen temperamente" am Sonntag
„ttt - titel thesen temperamente" (rbb) kommt am Sonntag, 15. April 2018, um 23:05 Uhr im Ersten. Die geplanten Themen:

„Such dir einen schönen Stern am Himmel" ~ Die ALS-Kranke Nina Zacher schrieb ein bewegendes Buch über ihren Abschied aus dem Leben
ALS ist eine der letzten tödlichen Krankheiten, gegen die die Medizin vollkommen machtlos ist - die Diagnose bedeutet den sicheren und schnellen Tod. Nina Zacher war erst 40 als sie durch ALS aus einem erfüllten Alltag als Ehefrau und Mutter von vier Kindern gerissen wurde. Sie starb im Mai 2016. Für die letzten Monate ihres Lebens stellt sich Zacher eine Aufgabe: Zusammen mit ihrem Mann und der Ghostwriterin Dorothea Seitz verfasste sie ein Buch, das den Untertitel „Geschichte eines Abschieds" trägt. Darin erzählt sie, was es bedeutet, zu wissen, dass man dieses Leben verlassen muss. Und zugleich ist Nina Zachers Buch auch ein Versuch, Aufmerksamkeit für eine Krankheit zu wecken, die auf dem Vormarsch ist, die Zahlen von Neuerkrankungen steigen sprunghaft an. Schon kurz nach der Diagnose begann Nina Zacher ihre Krankheit öffentlich zu machen. Zehntausende folgten ihr bei Facebook. Dokumentiert wird ein Kampf, den die Betroffenen nur verlieren können. Dennoch, so die Botschaft des Buchs, kann der Tod auch eine Art Geschenk sein: Erst im Angesichts des Endes verstehen wir das Leben.
Autor: Andreas Lueg

Die 700 Umzugskartons der Leni Riefenstahl ~ Erstmals wird jetzt der Nachlass der umstrittenen Künstlerin der Öffentlichkeit gezeigt
Vor 16 Jahren, 2002, wurde Leni Riefenstahl 100 Jahre alt - da gab es noch mal ein großes weltweites Interesse an der umstrittenen Künstlerin. Ein Jahr später, 2003, starb Riefenstahl. Danach wurde es still um den ‚Mythos Riefenstahl'. Aber als Ende 2017 bekannt wurde, dass der gesamte Nachlass Riefenstahls an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz als Schenkung geht, da brach das weltweite Interesse erneut auf. Seitdem stapeln sich die Anfragen aus aller Welt, einen Blick in das riesige Archiv der Regisseurin und Fotografin werfen zu dürfen. 700 Umzugskartons wurden von Bayern nach Berlin gebracht. Die Sichtung und Auswertung dieses Jahrhundert-Nachlasses ist eine Aufgabe von Jahren. „ttt", durfte jetzt exklusiv einen ersten Blick werfen.
Autor: Ulf Kalkreuth

"Zusammen Leben - meine Rezepte gegen Kriminalität und Terror" ~ Der 'beste Bürgermeister der Welt' aus einer belgischen Kleinstadt hat ein Buch geschrieben
Seit 2004 kürt die „City Mayers Foundation" mit Sitz in London alle zwei Jahre den „Besten Bürgermeister der Welt". 2016 wurde Bart Somers mit diesem Preis geehrt für seine herausragenden Verdienste um die Integration in seiner Stadt. Somers ist Bürgermeister von Mechelen, einer Stadt mit 80.000 Einwohnern in Belgien - die Hälfte davon Zuwanderer aus 130 verschiedenen Nationen. Bis 2001 war Mechelen ein düsterer Ort mit Dauerkriminialität und Perspektivlosigkeit - ähnlich wie Molenbeek, eine halbe Autostunde entfernt von Mechelen, wo die Attentäter von Paris herkamen. Als Somers 2001 zum ersten Mal Bürgermeister von Mechelen wurde, begann er mit völlig neuen Rezepten, den Ort zu verändern. In seinem Buch erzählt er von dem langen Weg, den er seitdem zusammen mit seinen Bürgern gegangen ist. Wir er aus Zuwanderern gleichwertige Bewohner der Stadt machte. Seine Geschichte klingt beim ersten Eindruck wie ein Märchen, aber die Realität sah und sieht anders aus - es ist tägliche, harte Arbeit, den Schmelztiegel der Kulturen, Religionen und Nationen, der in Mechelen existiert, zusammenzuhalten. Aber, es kann funktionieren. „ttt", hat Somers in Mechelen besucht und ihn durch seine Stadt begleitet.
Autor: Norbert Kron

Charly Hübner ~ Einer der wenigen deutschen Schauspieler, der alles und jeden spielen kann
Sein Kommissar Alexander Buckow ist längst zur Kultfigur geworden. Als er 2012 für eine "Polizeiruf 110"-Folge am Rostocker Hafen drehte, lernte er zufällig die Mecklenburger Punkband „Feine Sahne Fischfilet" kennen. Fasziniert von ihrem Frontman Jan Gorkow, genannt „Monchi" und dessen Biografie, entschloss er sich einen Dokumentarfilm über ihn zu machen. Denn so eine Figur hat er noch nicht auf der Leinwand gesehen. Charly Hübner begleitet die Band auf ihrer Anti-Rechts-Tour durch Mecklenburg.
Charly Hübner ist selbst in Mecklenburg aufgewachsen, als Jugendlicher floh er vor der Neonazi-Szene seiner Heimat - Monchi ist geblieben. Der Film „Wildes Herz" erzählt von diesem Bleiben. Für Charly Hübner ist es ein Heimatfilm. „ttt" traf Charly Hübner am Hamburger Schauspielhaus, wo er derzeit u.a. in der Castorf-Inszenierung „Der haarige Affe" zu sehen ist.
Autor: Lutz Pehnert


Moderation: Max Moor, Redaktion: Christine Thalmann, Ulf Kalkreuth (rbb)

www.DasErste.de/ttt

Freitag, 13. April 18
Wiener Volksoper – 120 Jahre Vielfalt ~ Die Saison 2018/19
Am 14. Dezember 1898 wurde die Volksoper als Kaiserjubiläum-Stadttheater eröffnet. Die aktuelle Saison steht daher unter dem Motto 120 Jahre Volksoper – 120 Jahre Vielfalt: Neun Premieren in den Genres Operette, Oper, Musical und Ballett, eine zeitgenössische Oper im Kasino am Schwarzenbergplatz, fünf Wiederaufnahmen und 20 Stücke im Repertoire stehen für den abwechslungsreichen Spielplan in der 12. Saison der Direktion Robert Meyer.

Am 1. September 2018 feiert das Geburtstagskind mit einem großen Fest unter freiem Himmel im Arne-Carlsson-Park unterhalb der Volksoper an der Währinger Straße/Ecke Spitalgasse. Höhepunkt ist ein Open-Air-Konzert bei freiem Eintritt mit Stars und Publikumslieblingen und vor allem mit viel Musik von Benatzky bis Gershwin, von Lortzing bis Puccini.
Einige Erfolge aus der stolzen Bestandszeit von eineinfünftel Jahrhunderten werden 2018/19 neu herausgebracht: Emmerich Kálmáns Die Csárdásfürstin als Eröffnungspremiere, gefolgt von Albert Lortzings beliebter Spieloper Zar und Zimmermann, Leonard Bernsteins Wonderful Town (anno 1956 das zweite Musical, das hier präsentiert wurde), dem Ballett Coppélia sowie George Gershwins „Folk Opera“ Porgy and Bess, nun in konzertanter Form. Vor 110 Jahren (1908) spielte die Volksoper erstmals Richard Wagners Der fliegende Holländer – und tut es im März 2019 wieder.
Mit Ralph Benatzkys Operette Meine Schwester und ich und dem Ballett Peter Pan gibt es aber auch zwei absolute Neuheiten im Spielplan. Und im Kasino am Schwarzenbergplatz kommt Powder Her Face von Thomas Adès zur Aufführung.
Die Volksoper feiert nicht nur den eigenen, sondern auch die runden Geburtstage zweier überragender Musiktheatergenies: den 100er von Leonard Bernstein (mit dem schon erwähnten Musical Wonderful Town) und den 200er von Jacques Offenbach im Juni 2019. So endet die 12. Saison genau, wie die erste – 2007/08 –  der Direktion Robert Meyer begonnen hat: mit Offenbachs Orpheus in der Unterwelt, dem eine große Wiederaufnahme gilt.
Die neue Abteilung für Musiktheatervermittlung präsentiert ein umfassendes Programm an Workshops, Projekten und Mitmachaktionen für Kinder und Jugendliche rund um Produktionen und Themenbereiche der Volksoper.
Im Gedenkjahr 2018 blickt die Volksoper zurück auf das Jahr 1938. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten im März brachte für das Haus gravierende Veränderungen mit sich. Entlassungen auf allen Ebenen waren die Folge. In dem Buch „Ihre Dienste sind nicht mehr erwünscht…“– Künstlerschicksale an der Volksoper 1938 wendet sich Autorin Dr. Marie-Theres Arnbom diesem dunklen Kapitel zu und beleuchtet exemplarisch die Lebenswege und Schicksale von 20 Künstlerinnen und Künstlern, die dem Naziregime zum Opfer fielen.


Volksoper Wien
© Dimo Dimov / Volksoper Wien

Die Premieren

Die Csárdásfürstin
Am 17. November 1915 wurde Die Csárdásfürstin im festlich erleuchteten Johann-Strauß-Theater uraufgeführt und landete einen Welterfolg. Wie kein anderes Werk steht Emmerich Kálmáns Operette für das Ende der Donau-Monarchie und der silbernen Wiener Operettenära mit ihrer Walzertradition. In der Regie von Peter Lund, der sich mit den Raritäten Frau Luna und Axel an der Himmelstür überzeugend vorgestellt hat, präsentiert sich die Die Csárdásfürstin zur Eröffnung der kommenden Spielzeit in frischem Gewand. In der nunmehr dritten Neuproduktion an der Volksoper gibt die deutsche Sopranistin Elissa Huber ihr Volksoperndebüt, Lucian Krasznec kehrt als Edwin ans Haus zurück. Die musikalische Leitung liegt in den bewährten Händen von Alfred Eschwé.
Premiere am 16. September 2018
 
Zar und Zimmermann
Die erste Opernpremiere der Saison gilt Albert Lortzings komischer Verwechslungsoper Zar und Zimmermann. Nach seinem erfolgreichen Ausflug ins Musicalfach als Billy Bigelow in Carousel wendet sich Daniel Schmutzhard als Zar Peter I. wieder der Oper zu. In der Paraderolle des aufgeblasenen wie inkompetenten Bürgermeisters van Bett kehrt Lars Woldt an die Volksoper zurück. Lortzings Singspiel eroberte nach der Uraufführung 1873 schnell die europäische Theaterlandschaft. An der Volksoper bildet das Werk seit der Erstaufführung 1904 mit wenigen Unterbrechungen einen fixen Bestandteil des Repertoires. Für die Neuproduktion zeichnet Hinrich Horstkotte verantwortlich, der hier zuletzt als Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner die Strauß-Operette Eine Nacht in Venedig und Leo Falls Madame Pompadour gestaltete. Am Pult des Volksopernorchesters steht Christof Prick.
Premiere am 13. Oktober 2018

Wonderful Town
Zum 100. Geburtstag von Leonard Bernstein bringt die Volksoper mit Wonderful Town ein Stück Broadway nach Wien. Bernstein komponierte das Musical 1953 als beschwingte Hommage an New York. Dabei diente das turbulente Greenwich Village immer wieder als Inspiration für das musikalische Universalgenie. Wonderful Town erzählt die typisch amerikanische Geschichte der Schwestern Eileen und Ruth, die aus dem provinziellen Ohio in die Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten kommen, um ihr Glück zu finden. Die Europäische Erstaufführung des Stücks fand 1956 an der Volksoper statt. In der Neuproduktion dirigiert James Holmes das Orchester der Volksoper, Sarah Schütz singt Ruth, Olivia Delauré Eileen und Drew Sarich den scheuen Redakteur Robert Baker. Die Regie der Koproduktion mit der Staatsoperette Dresden liegt in Händen von Matthias Davids.
Premiere am 9. Dezember 2018

Coppélia
Seit Jahrhunderten faszinieren uns Puppen und mechanische Wesen, die menschliche Handlungen imitieren. Mit dem Libretto zum Ballett Coppélia griffen Charles Nuitter und Arthur Saint-Léon, der auch die Originalchoreographie erstellte, diese Thematik auf. Das von E. T. A. Hoffmanns Erzählung Der Sandmann inspirierte Werk gehört seit der Uraufführung 1870 in Paris zu den absoluten Höhepunkten im Standardrepertoire des klassischen Balletts. Pierre Lacotte – gefeierter Spezialist für die Restaurierung großer Klassiker der Choreographie – nahm sich des Werkes an und ergänzte bei dieser Gelegenheit 1973 die turbulente Geschichte rund um den unheimlichen Magier und seine Puppen um das letzte Bild, das 1872 gestrichen worden war. Natascha Mair, Solotänzerin des Wiener Staatsballetts, verwandelt sich in die Puppe Coppélia. Simon Hewett, der zuletzt für das Wiener Staatsballett Peer Gynt an der Staatsoper dirigierte, gibt nun sein Hausdebüt an der Volksoper.
Premiere am 27. Jänner 2019

Porgy and Bess
Hits wie „Summertime“ und „I Got Plenty O' Nuttin“ sind zu absoluten Klassikern des Jazz geworden. George Gershwin, der in diesem Jahr seinen 120. Geburtstag feiern würde, komponierte die hinreißenden Arien für seine „Folk Opera“ Porgy and Bess. 1935 im New Yorker Alvin Theatre uraufgeführt, wurde die Geschichte des Bettlers aus der Catfish Row und seiner Angebeteten zu einem Meilenstein der Oper des 20. Jahrhunderts. Auf die Europäische Erstaufführung 1943 in Kopenhagen folgte von 1952 bis 1955 eine Welttournee der Everyman Opera Company mit William Warfield und Leontyne Price. Dabei wählten die Produzenten die Volksoper als erste Station. 1965 wurde hier eine nicht minder erfolgreiche Eigenproduktion des Meisterwerks in der originalen Opernfassung herausgebracht. Nun kommt Porgy and Bess in einer konzertanten Aufführung unter der Leitung von Joseph R. Olefirowicz wieder auf die Bühne des Hauses. In der Rolle der Bess ist Ensemblemitglied Melba Ramos zu hören. Morris Robinson und Lester Lynch geben als Porgy und Crown ihre Volksoperndebüts, Ray M. Wade Jr., der hier 2012 den Canio in Der Bajazzo gesungen hat, ist als Sportin‘ Life zu erleben.
Premiere am 10. Februar 2019
 
Der fliegende Holländer
In Riga, wo Richard Wagner als Musikdirektor angestellt war, lernte er durch Heinrich Heines Memoiren des Herren von Schnabelewopski die Sage vom Fliegenden Holländer kennen und war begeistert von der romantischen Schauergeschichte. Als er seine Anstellung verlor, begab er sich auf die Flucht vor seinen Gläubigern, die er wieder einmal nicht bezahlen konnte. Das Schiff geriet auf seiner mehrwöchigen Fahrt nach England in einen schweren Sturm, und die Reise inspirierte Wagner zum Libretto und der Komposition des Fliegenden Holländers. Kommenden Frühling inszeniert Aron Stiehl die romantische Oper, die seit 1908 nicht mehr an der Volksoper aufgeführt wurde, mit Volksoperndebütant Markus Marquardt als Holländer, Stefan Cerny als Daland und Meagan Miller als dessen Tochter Senta. Marc Piollet steht am Dirigentenpult des Volksopernorchesters.
Premiere am 9. März 2019

Meine Schwester und ich
Ein Volksoperndebüt feiert Ralph Benatzkys musikalisches Lustspiel Meine Schwester und ich. Parallel zu seinen großen Revue-Operetten befasste sich der vielseitige Komponist mit der Entwicklung eines „neuen“ Genres, der Kammeroperette. So wurde im März 1930, wenige Monate vor dem spektakulären Weißen Rössl und ebenfalls in Berlin, die charmante Komödie um das Ver- und Entlieben eines ungleichen Paares uraufgeführt. Das Herz des Dichterkomponisten Benatzky gehörte fraglos mehr dem letztgenannten Werk, wie er seinem Tagebuch anvertraute: „… die Premiere, die Presse und die Stimmung über das Stück ein Riesenerfolg, wie ich ihn noch nie in dieser bedingungslosen Anerkennung hatte.“ In der Regie von Direktor Robert Meyer schlüpft Mara Mastalir in die Rolle der hinreißenden Dolly, Lukas Perman spielt ihren Ehemann Dr. Roger Fleuriot. Die musikalische Leitung übernimmt Guido Mancusi.
Premiere am 6. April 2019

Powder Her Face
Das ausschweifende Sexleben von Margaret Campbell, Duchess of Argyll, ihre Verschwendungssucht und Exzentrik sind in England legendär. Nie sah man sie ohne schwarzen Pudel und eine dreifach um ihren Hals gelegte Perlenkette. Vor allem aber war ihr zweiter Scheidungsprozess einer der größten Skandale der britischen Rechtsgeschichte. Hier wurde sie wegen „Promiskuität mit 88 Männern“, teilweise gar auf Polaroid dokumentiert, schuldig gesprochen. Dass ihr Mann von ihrem Geld lebte, seine Frau schlecht behandelte und selbst jede Menge Liebschaften hatte, interessierte hingegen niemanden. Der Londoner Komponist Thomas Adès setzte der skandalumwitterten Duchess of Argyll (Ursula Pfitzner) in seiner ersten Oper Powder Her Face ein musikalisches Denkmal. Die Inszenierung der Volksoper im Kasino am Schwarzenbergplatz übernimmt der junge deutsche Regisseur Martin G. Berger, Lorenz C. Aichner dirigiert das Orchester der Volksoper Wien. In den weiteren Rollen sind Julia Koci, David Sitka und Bart Driessen zu erleben.
Premiere am 13. April 2019

Peter Pan
Wer kennt sie nicht, die Geschichten von Peter Pan, dem Jungen, der auf der Insel „Nimmerland“ niemals erwachsen wird? Ballettmeisterin Vesna Orlic erweckt ihn, seine drollige Feenfreundin Tinker Bell und seinen Gegenspieler Captain Hook mit ihrem Ballett Peter Pan zu neuem choreografischen Leben und entführt das Publikum in das Reich der Fantasie. Als musikalische Grundlage wählte sie Kompositionen von Erich Wolfgang Korngold, Max Steiner, Guido Mancusi u. a. Am Pult des Volksopernorchesters steht Wolfram-Maria Märtig. Wie sagte doch Peter Pan in der Kindergeschichte von James Matthew Barrie selbst: „Ich bin die Jugend, ich bin die Freude“ – es könnte kein besseres Motto für das Ballett geben.
Uraufführung am 11. Mai 2019
 
Wiederaufnahmen
Als Wiederaufnahmen kehren Puccinis Der Mantel/Gianni Schicchi, der Ballettabend Märchenwelt Ballett, Mozarts Don Giovanni und das Musical Der Mann von La Mancha auf den Spielplan zurück.
Und nach neun Jahren Pause steht Orpheus in der Unterwelt, die fulminante Eröffnungsproduktion der Direktion Robert Meyer, mit fast vollkommen neuer Besetzung wieder auf dem Programm. Erneut mit dabei ist der Hausherr als Styx, der einstige „Prinz von Arkadien“. Vincent Schirrmacher, Martin Winkler, Carsten Süss und Rebecca Nelsen geben ihre Rollendebüts als Pluto (Aristeus), Jupiter, Orpheus und Eurydike. Chris Lohner ist die personifizierte Öffentliche Meinung, Guido Mancusi dirigiert.
Wiederaufnahme am Sonntag, 2. Juni 2019

Junge Volksoper
Ab der Spielzeit 2018/19 baut die Junge Volksoper das Vermittlungsprogramm weiter aus. Die neue Abteilung für Musiktheatervermittlung präsentiert ein umfassendes Programm an Workshops, Projekten und Mitmachaktionen. Junge Volksoper Workshops gibt es nun für vier Altersstufen von vier bis 18 Jahren. Kinder und Jugendliche lernen Künstler persönlich kennen, musizieren gemeinsam mit dem Orchester, schnuppern in die Kostüm- und Maskenabteilung hinein, spielen Theater, singen, tanzen und werden selbst kreativ tätig.
Neben den Schulprojekten wird die Zusammenarbeit mit Schulen intensiviert durch stückeinführende Schulworkshops, Unterrichtsmaterialien, Schulbesuche von Orchestermusikern etc.
Als Junge Volksoper Newcomer bietet das Haus Zuschauern zwischen 15 und 25 Jahren das besondere Theatererlebnis: Zu Studentenkartenpreisen wird gemeinsam eine Vorstellung besucht inklusive Vor- oder Nachbereitung in Form eines kurzen Workshops.


120 Jahre Volksoper Wien – Ein Fest im Park am 1. September 2018
Vor 120 Jahren wurde die Volksoper als Kaiserjubiläum-Stadttheater eröffnet. Wir feiern das Geburtstagskind zu Saisonbeginn mit einem großen Fest unter freiem Himmel im Arne-Carlsson-Park unterhalb der Volksoper an der Währinger Straße/Ecke Spitalgasse (Straßenbahnlinien 5, 33, 37, 38, 40, 41, 42). Es erwartet Sie ein buntes Programm für die ganze Familie.
Höhepunkt ist ein Open-Air-Konzert mit Stars und Publikumslieblingen und vor allem mit viel Musik von Ralph Benatzky, Leonard Bernstein, George Gershwin, Frederick Loewe, Albert Lortzing, Carl Millöcker, Jacques Offenbach und Giacomo Puccini.
Mit: Johanna Arrouas, Daniela Fally, Maria Happel, Elissa Huber, Juliette Khalil; Stefan Cerny, Boris Eder, Lukas Perman, Drew Sarich, Daniel Schmutzhard, Jakob Semotan, JunHo You u. a.
Moderation: Christoph Wagner-Trenkwitz, Chor und Orchester der Volksoper Wien, Dirigent: Alfred Eschwé, der Eintritt ist frei.

www.volksoper.at

Freitag, 13. April 18
ECHO 2018 zwischen Hattrick für  Ed Sheeran und Debatte um Grenzen der künstlerischen Freiheit ~ Standing Ovations für Statement von Campino
Am Donnerstagabend wurde in der Messe Berlin zum 27. Mal der Deutsche Musikpreis ECHO verliehen. Drei Auszeichnungen gingen an Ed Sheeran. Der britische Singer-Songwriter gewann in den Kategorien „Künstler international“ und „Album des Jahres“. Sein Song „Shape of You“ wurde „Hit des Jahres“. Ihren Rekord als Star mit den meisten ECHOs konnte Helene Fischer ausbauen: Sie gewann in der Kategorie „Schlager“ ihren ECHO Nummer 17. Als „Künstler Pop national“ erhielt Mark Forster den ersten ECHO seiner Karriere. ECHO Nummer 1 gab’s auch für Alice Merton als „Künstlerin Pop national“, Gewinner in der Kategorie „Band Pop national“ sind Milky Chance. Zu den Gewinnern gehören u.a. auch Die Toten Hosen, die eine Trophäe in der Kategorie „Rock national“ bekamen, Santiano siegten in der „Volkstümlichen Musik“ und der ECHO für „Dance National“ ging an Robin Schulz.

Den „Kritikerpreis national“ erhielt die Trap-Künstlerin Hayiti. Der Award für den „Newcomer national“ ging an Wincent Weiss, „Newcomer international“ wurde Luis Fonsi. Die Jury wählte zudem Peter Keller für Peter Maffays Album „MTV Unplugged“ zum „Produzent national“. Die Laudatio auf den Grafiker und Musiker Klaus Voormann, der für sein Lebenswerk geehrt wurde, hielt Wolfgang Niedecken.

„Herzlichen Glückwunsch an die Künstlerinnen und Künstler, die heute mit einem ECHO – oder sogar gleich mehreren – nach Hause gegangen sind“, so Dr. Florian Drücke, der Vorstandsvorsitzende des BVMI. „Wir haben eine sehr lebendige Show gesehen, die der Musik ebenso Raum gegeben hat wie der Unterhaltung, und die auch die Diskussion über den schmalen Grat zwischen künstlerischer Freiheit und nicht mehr hinnehmbarer Provokation nicht ausgespart hat. Eine große und wichtige Debatte, die im Vorfeld des ECHO begonnen hat und von der wir hoffen, dass sie die Bahn in eine sachlichere gesellschaftliche Auseinandersetzung findet. Danke an VOX für dieses zweite gemeinsame Jahr – uns verbindet eine noch junge, aber trotzdem schon jetzt recht bewegte Geschichte.“

Insgesamt wurde der ECHO 2018 in 22 Kategorien verliehen. Die ECHO-Entscheidungen ergaben sich aus den Platzierungen der Shortlists in Kombination mit dem Votum der rund 550 Fachjury-Mitglieder.

Vox strahlte die 27. ECHO-Verleihung mit zahlreichen Live Acts wie Luis Fonsi, Helene Fischer, Kylie Minogue, Alice Merton & Shawn Mendes, Rita Ora & Liam Payne sowie vielen anderen ab 20:15 Uhr live aus.

Die vollständige Liste mit den Preisträgern gibt es online unter www.echo-deutscher-musikpreis.de.
Auf der ECHO-Website gibt es zudem ein Q&A u.a. zur Nominierung von Kollegah & Farid Bang sowie eine Sammlung der beliebtesten Fragen zum ECHO.

Freitag, 13. April 18
Politthriller in Märchengestalt: Das Spiel der Schahrazad am Theater Augsburg
Wer kennt sie nicht, die bezaubernde Märchensammlung »Tausendundeine Nacht«? Häufig übersehen wird allerdings die grausame Rahmengeschichte: Ein König beobachtet eines Tages, wie seine Frau ihn mit ihren Sklaven betrügt. Wutentbrannt tötet er sie und schwört als Vergeltung für den Verrat, jede Abend eine Jungfrau zu ehelichen und nach der Hochzeitsnacht hinrichten zu lassen.
Basierend auf dieser Geschichte schrieb der türkische Lyriker und Dramatiker Turgay Nar 1996 innerhalb einer Nacht »Das Spiel der Schahrazad«. Anders als im über 1000 Jahre alten Originalmärchen gibt es in Nars Schauspiel kein Happy End, sondern den Zusammenbruch des Königreichs in einer apokalyptisch anmutenden Welt. Denn als die Sklaven beginnen, als Form subversiven »Protests« ihre jungfräulichen Töchter zu töten, kollabiert das marode gewordene System. Aus Mangel an Sklavinnen lässt sich der König nun die Tochter seines Wesirs, Schahrazad, ins Schlafzimmer führen. Um ihrem unausweichlich scheinenden Todesurteil zu entgehen, erzählt die kluge und mutige Frau dem König eine Geschichte, durch die er mehr über sich selbst erfährt, als ihm lieb ist.
Der in Istanbul lebende Autor Turgay Nar erzählt in großartigen poetischen Sprachbildern, aber auch mit hintersinnigem Humor eine spannende Geschichte über die Folgen zu großen politischen Ehrgeizes, die Grausamkeit unhinterfragter Rituale, die Macht subversiven Widerstands sowie eine Geschichte weiblicher Emanzipation.
Übersetzt von dem in Augsburg lebenden Regisseur und Übersetzer Ferdi Degirmencioglu ist »Das Spiel der Schahrazad« ab dem 12. Mai in der brechtbühne erstmals in deutscher Sprache zu erleben.


Das Spiel der Schahrazad
Theater Augsburg
Schahriyar (Anatol Käbisch), Schahrazad (Linda Elsner)

© Jan-Pieter Fuhr

Das Spiel der Schahrazad
Inszenierung & deutsche Übersetzung Ferdi Degirmencioglu
Bühnenbild Mitra Nadjmabadi
Kostüme Imme Kachel
Dramaturgie Lutz Keßler & Kathrin Mergel

Besetzung:
Schahriyar: Anatol Käbisch
Berehut / Wesir: Klaus Müller
Schahrazad: Linda Elsner
Dunyazad: Marlene Hoffmann
Bizeban: Thomas Prazak

Premiere: 12. Mai 18 (brechtbühne)

www.theater-augsburg.de

Freitag, 13. April 18
Ein Festtag für das Lesen: UNESCO-Welttag des Buches und des Urheberrechts am 23. April
Lesungen, Verlagsführungen und Buchverschenk-Aktionen zum Welttag des Buches / Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken und Schulen in ganz Deutschland beteiligen sich
 
Freude am Lesen verbreiten, Geschichten teilen: Am 23. April begehen Lesebegeisterte in über 100 Ländern den UNESCO-Welttag des Buches und des Urheberrechts. Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken und Schulen laden zum Mitfeiern ein und veranstalten deutschlandweit zahlreiche Aktionen und Lesungen. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die Stiftung Lesen koordinieren den Welttag in Deutschland. Informationen zu den Veranstaltungen sind auf der Seite www.welttag-des-buches.de abrufbar.
 
„Bücher sind ein Tor zur Welt. Sie ermöglichen den Dialog zwischen unterschiedlichen Generationen und Kulturen. Das Lesen oder Hören eines Buches hilft uns, andere Menschen über kulturelle und geographische Grenzen hinweg zu verstehen. In einer Zeit zunehmender Verunsicherung und sich vertiefender Grenzziehungen ist diese Fähigkeit wichtiger denn je. Sie ist zentral für die persönliche und gesellschaftliche Entwicklung“, sagt Dr. Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission.
 
„Bücher haben Fähigkeiten, die heute mehr denn je gefragt sind: Sie vermitteln Bildung und Wissen, fördern Verständnis und Kritikfähigkeit und ermöglichen es, Themen aus vielfältigen Perspektiven zu sehen. Gleichzeitig entführen sie in fremde Welten und bieten einen Ruhepol in unserer Multitasking-Gesellschaft, nach dem sich viele Menschen sehnen. Umso wichtiger ist der Welttag des Buches, der seit mehr als 20 Jahren die Bedeutung und das Potenzial von Büchern und vom Lesen in den Blick rückt“, sagt Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
 
„Lesen eröffnet Bildungs- und Lebensperspektiven. Daher verschenken wir gemeinsam mit unseren Partnern am 23. April mehr als eine Million Bücher an Kinder der vierten und fünften Klassen. Mit dieser und anderen guten Geschichten begeistern wir jedes Jahr Schülerinnen und Schüler fürs Lesen – oft zum ersten Mal in ihrem Leben“, so Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen.
 
Bundesweite Aktionen zum Welttag des Buches
Über eine Million Kinder bekommen zum Welttag den Abenteuerroman „Lenny, Melina und die Sache mit dem Skateboard“ von Sabine Zett, mit Illustrationen von Timo Grubing, geschenkt. Im Rahmen der Aktion „Ich schenk dir eine Geschichte“ können sich Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 4 und 5 sowie von Integrations-, Förder- und Willkommensklassen ihr persönliches Exemplar gegen Vorlage eines Gutscheins in einer der 3.500 teilnehmenden Buchhandlungen abholen. „Ich schenk dir eine Geschichte“ ist eine gemeinsame Aktion von Stiftung Lesen, Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Deutsche Post, cbj Verlag und ZDF und steht unter der Schirmherrschaft der Kultusminister der Länder.
 
Auch zahlreiche Zusteller der Deutschen Post überreichen Menschen in ganz Deutschland kostenlos Bücher. Mit dem Geschenk erhalten die Empfänger den Aufruf, sich ebenfalls am Welttag des Buches zu beteiligen.
 
Verlagsluft schnuppern und mehr über das Büchermachen erfahren: Zum zweiten Mal öffnen Verlage vom 20. bis 23. April in ganz Deutschland ihre Türen und bieten Lesungen, Werkstattgespräche, Führungen und Veranstaltungen zum Mitmachen an. Die Landesverbände des Börsenvereins koordinieren die Aktion. Alle Veranstaltungen sind abrufbar unter www.verlagebesuchen.de.
 
Im Rahmen der „Lese-Reise“ nehmen Kinder- und Jugendbuchautoren bei rund 100 Lesungen in Buchhandlungen ihre Zuhörer mit in ferne Welten. Die Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen e.V. (avj) und der Sortimenter-Ausschuss des Börsenvereins organisieren die deutschlandweite Aktion zum elften Mal.
 
Die UNESCO-Generalkonferenz hat 1995 den 23. April zum „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ ausgerufen. Das Datum geht auf eine Tradition in Katalonien zurück: Zum Namenstag des Schutzheiligen St. Georg werden dort Rosen und Bücher verschenkt. Der 23. April ist zudem der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes.
 
www.welttag-des-buches.de

Freitag, 13. April 18
Vorhang auf: Wiedereröffnung des UNESCO-Weltkulturerbes Markgräfliches Opernhaus Bayreuth
Nach sechs Jahren aufwendiger Restaurierung und Sanierung heißt es jetzt »Vorhang auf« für das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth. Mit einem Feuerwerk an Sonderveranstaltungen feiert die Bayerische Schlösserverwaltung das außergewöhnliche Kulturdenkmal und seine Restaurierung.


Markgräfliches Opernhaus Bayreuth nach der Restaurierung
Blick zur Bühne mit neu rekonstruiertem Bühnenbild
Foto: Achim Bunz

Eine Hochzeit und ihre Folgen: Ein Opernhaus als UNESCO-Welterbe 2012 wurde das weltweit einzigartige Barocktheater in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen. Zum dauerhaften Erhalt dieses Monument s europäischer Fest- und Musikkultur für zukünftige Generationen arbeitete seitdem ein Expertenteam unter der Fachaufsicht der Bayerischen Schlösserverwaltung und des Staatlichen Bauamts Bayreuth an einer nachhaltigen Sanierung des Theaterbaus. 
1748 war das Opernhaus anlässlich der Hochzeit der einzigen Tochter Markgräfin Wilhelmines von Bayreuth mit einem glänzenden Fest und den italienischen Opern Ezio und Artaserse eingeweiht worden . Letztere wird anlässlich der Wiedereröffnung nun am 12., 14. und 15. April wieder im Markgräflichen Opernhaus aufgeführt. Für die theater- und musikbegeisterte preußische Königstochter war das Beste gerade gut genug. Als Architekten ihres neuen Opernhauses bestellte sie den europaweit führenden Theateringenieur Giuseppe Galli Bibiena. In weniger als vier Jahren entstand ein opulentes Logentheater ganz aus Holz und Leinwand. Der Zuschauerraum gehört zu den spektakulärsten Schöpfungen der europäischen Festarchitektur des Barock.
 
Im alten Glanz: Das Restaurierungskonzept für das Markgräfliche Opernhaus
Im Mittelpunkt der Restaurierung und Sanierung standen die Bewahrung der Originalsubstanz und der Authentizität des bedeuten den Kulturdenkmals. In Bezug auf die Restaurierung des Logenraums hieß das: Originale Oberflächen sollten samt ihrer Gebrauchsspuren erhalten bleiben. Konservierung statt Restaurierung war die Devise – Erhalt des Originals statt Rekonstruktion. Die zwei zentralen Aspekte, die im Fokus der zeitweise bis zu 30 Restauratoren standen, waren dementsprechend die Abnahme späterer Mal- und Schmutzschichten sowie der Umgang mit Retuschen. Retuschiert wurde nur dort in Maßen, wo der Gesamteindruck der Malerei dies erforderte. Ansonsten galt: Mut zur Lücke; schließlich muss ein historisches Denkmal nicht „wie neu“ aussehen. Nicht nur spätere Malschichten der zu dunkel geratenen Restaurierungen des 20. Jahrhunderts galt es bis auf wenige Ausnahmen zu entfernen. Auch ölige Insektenschutzmittel hatten das Logenhaus stark nachdunkeln lassen. Aufwendig wurden diese Chemikalien soweit möglich entfernt. So präsentiert sich das Logenhaus nun wesentlich lichter und heller – wie zur Zeit der Markgräfin Wilhelmine. 
Eine auffällige Veränderung hat der Bühnenprospekt erfahren. Hier wurde ein nachträglicher Einbau von 1935/36 entfernt und somit die originale Größe der Bühnenöffnung aus dem 18. Jahrhundert wiederhergestellt. Die Maßnahme komplettieren ein neues Bühnenbild und ein neuer Vorhang, die auf Grundlage umfangreicher kunsthistorischer Forschungen seitens der Bayerischen Schlösserverwaltung entstanden. Der geöffnete Hauptvorhang und die rahmenden Vorhänge geben den Blick frei auf das rekonstruierte Bühnenbild der Eröffnungsoper von 1748 nach einem Entwurf von Carlo Bibiena und vermitteln so einen authentischen Eindruck der ursprünglichen, barocken Bühnenöffnung
.
Auch die Vorhangelemente wurden nach historischen Vorbildern als Leinwandmalerei ausgeführt. Verantwortlich für die Malerei von Bühnenbild und Vorhängen waren Bühnenmaler des Bühnenservice Berlin, die die aufwendigen Arbeiten unter der Fachaufsicht der Bayerischen Schlösserverwaltung nach intensiven Recherchen zu vergleichbaren Bühnenprospekten in historischen Theatern von Anfang 2016 bis November 2017 durchführten. 

Baudenkmalpflege und moderne Nutzung im Einklang
Neben der baulichen Renovierung des Opernhauses, die auch Reparaturen an der Konstruktion, insbesondere am Dachstuhl beinhaltet hat, dienten die Sanierungen dazu, die modernen Nutzungsansprüche im Einklang mit der Denkmalpflege zu unterstützen, etwa an die Haus- und Bühnentechnik, den Brand- und den Arbeitsschutz. Die außerordentliche kunsthistorisch e Bedeutung des historischen Zuschauerraumes erforderte besondere Lösungen. So wurde eine Hochdrucknebellöschanlage installiert, um einen Dachstuhlbrand bereits im Entstehen mit geringsten Wassermengen effektiv löschen zu können, wobei die Dachkonstruktion ihre Tragfähigkeit behält und kein Löschwasserschaden entsteht.
Vor allem die Schaffung eines stabilen Raumklimas war ein wichtiger Beitrag zum Erhalt des sensiblen Kulturdenkmals.
Da die historische Bühnentechnik nicht erhalten ist, wurde nun eine moderne Bühnentechnik eingebaut, die das Opernhaus auch in unserer Zeit als Theater nutzbar macht. Das Nutzungskonzept legt dabei größten Wert auf die Denkmalverträglichkeit. Daher kann das Markgräfliche Opernhaus neben seiner vorrangig musealen Nutzung ausschließlich in den Sommermonaten mit Konzerten und szenischen Aufführungen bespielt werden. Insgesamt investierte der Freistaat Bayern 29,6 Millionen Euro in diese große Bau- und Restaurierungsmaßnahme, die das Markgräfliche Opernhaus für künftige Generationen erhalten soll.

Vorhang auf: Ein Veranstaltungsfeuerwerk zur Wiedereröffnung
Die Bayerische Schlösserverwaltung feiert die Wiedereröffnung mit Pauken und Trompeten. Den Auftakt liefert die Aufführung der Oper Artaserse von Johann Adolph Hasse. Bei den Einweihungsfeierlichkeiten des Markgräflichen Opernhauses im Jahr 1748 wurde diese auf Wunsch von Markgräfin Wilhelmine aufgeführt. Nun bringt die Theaterakademie August Everding die barocke Opera seria mit der Bayerischen Schlösserverwaltung erneut auf die Bühne des historischen Opernhauses. Öffentliche Aufführungstermine sind am 14. und 15. April 2018. Nach den Vorstellungen in Bayreuth gibt es am 11., 13. und 15. Mai 2018 Aufführungen dieser Produktion im Cuvilliés-Theater in München. Die Eröffnungsoper „Artarserse“ wird unterstützt von der Bayernwerk AG, der Oberfrankenstiftung, der BayWa AG, der VR Bank Bayreuth-Hof eG und der Johann Adolph Hasse Gesellschaft München e.V.

An die Eröffnungsoper schließen sich die Residenztage (17. bis 29. April 2018) an. Passend zum Motto »Vorhang auf!« erleben die Besucherinnen und Besucher fast zwei Wochen lang besondere Themen-, Musik- und Familienführungen, Workshops, Vorträge, Mitmachaktionen und Theateraufführungen im Markgräflichen Opernhaus und im Neuen Schloss Bayreuth.

Das Markgräfliche Opernhaus ist ab dem 17. April 20 18 wieder für die Besucher zur Besichtigung geöffnet. Weitere Informationen zum Markgräflichen Opernhaus und alle Veranstaltungen rund um die Eröffnung finden sich unter www.bayreuth-wilhelmine.de

Freitag, 13. April 18
"ZDF-Fernsehgarten on tour" aus Teneriffa ~ Andrea Kiewel präsentiert die Frühlingsausgaben mit Stars, Musik und Talk
Bevor die "ZDF-Fernsehgarten"-Saison auf dem Mainzer Lerchenberg beginnt, entführt Moderatorin Andrea Kiewel die ZDF-Zuschauer an drei Sonntagen auf die Kanareninsel Teneriffa und präsentiert von dort ab Sonntag, 15. April, 11.50 Uhr, "ZDF-Fernsehgarten on tour".

Andrea Kiewel und der "ZDF-Fernsehgarten" sind am Strand "Bahia del Duque" an der Costa Adeje im Südwesten der Insel. Die Musik-Gäste der ersten Ausgabe sind Wincent Weiss, Beatrice Egli, Marquess, Armando Quattrone, Mike Singer, Glasperlenspiel, Lupid, Semino Rossi, Alina, Yannick Bovy, Ben Zucker und viele andere.

Neben den Musikstars haben sich weitere Gäste angesagt: Mario Kotaska erzählt aus seinem Leben als TV-Koch und kreiert ein leckeres Gericht. Das Thema von Modeexpertin Astrid Rudolph lautet "Bequem in den Urlaub". Und damit man auch noch entspannt in den Urlaub fährt, rät Service-Expertin Linda Föhrer zu Atem- und Entspannungsübungen. Die Schriftstellerin und Tochter des Literaturkritikers Hellmuth Karasek, Laura Karasek, gibt ihre Empfehlungen für die passende Urlaubslektüre.

Ob mit Einrad, Surfbrett, Slackline oder Fußball: Am Strand "Bahia del Duque" geht es auch sportlich zu. Moderatorin Andrea Kiewel hat sich dafür eine illustre Gästeschar an Sportlern eingeladen, die mit Akrobatik, Kuriositäten und Rekorden zu überzeugen weiß.

Zwei weitere Teneriffa-Ausgaben des "ZDF-Fernsehgarten on tour" werden am 22. und am 29. April um 11.50 Uhr ausgestrahlt. Die "Fernsehgarten"-Saison auf dem Mainzer Lerchenberg startet am Sonntag, 6. Mai 2018, 11.50 Uhr, live im ZDF.

https://zdf.de/show/zdf-fernsehgarten

Donnerstag, 12. April 18
Opernhaus Zürich: Saisonvorschau 2018/19
Auf einer Pressekonferenz stellten gestern Intendant Andreas Homoki, Generalmusikdirektor Fabio Luisi, Ballettdirektor Christian Spuck und die scheidende Operndirektorin Sophie de Lint gemeinsam den Spielplan für die Saison 2018/19 am Opernhaus Zürich vor.

Siebzehn Neuproduktionen bringt die kommende Zürcher Spielzeit: Neun Opernpremieren, drei Premieren des Balletts Zürich auf der Hauptbühne, zwei Neuproduktionen in Winterthur, eine konzertante Aufführung auf der Hauptbühne, eine Uraufführung und eine Produktion für Kinder auf der Studiobühne.
Zwanzig Inszenierungen in Oper und Ballett werden wiederaufgenommen, neun Konzerte geben die Philharmonia Zürich und das Spezialensemble Orchestra La Scintilla, das sein 20. Jubiläum feiert. Cecilia Bartoli begeht ihr 30. Bühnenjubiläum am Opernhaus. Neun Liederabende mit herausragenden Sängerinnen und Sängern, das grosse Eröffnungsfest, der glanzvolle Opernball, zum Abschluss der Saison «Ballett für alle» auf dem Sechseläutenplatz und zahlreiche Angebote für Kinder, junge Erwachsene und Familien, Ballettgespräche, Matineen, Führungen, komplettieren das vielseitige Programm der Spielzeit 2018/19 am Opernhaus Zürich.

OPERNPREMIEREN
Die Eröffnungspremiere der Saison ist eine der skandalträchtigsten Opern des 20. Jahrhunderts und wird in seiner Zürcher Neuinterpretation von zwei Granden der Opernwelt interpretiert. Für «Die Gezeichneten» von Franz Schreker konnte ein weiteres Mal Barrie Kosky für die Inszenierung gewonnen werden. Zum ersten Mal steht der designierte GMD der Bayerischen Staatsoper Vladimir Jurowski am Pult der Philharmonia Zürich.

Kirill Serebrennikov zählt zu den zurzeit meist diskutierten Regisseuren weltweit. Mit Mozarts «Così fan tutte» wird er zum ersten Mal für das Opernhaus Zürich als Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner tätig sein. Die musikalische Leitung übernimmt Cornelius Meister, der in Zürich zuletzt mit «Werther» Erfolge feierte.

Im Dezember 2018 steht Stephen Sondheims «Sweeney Todd» auf dem Programm. Im Mittelpunkt des schaurigen Musicals steht ein serienmordender Friseur. Idealbesetzt ist diese Partie mit dem walisischen Bassbariton Bryn Terfel. Seine Partnerin ist die österreichische Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager, die als Mrs. Lovett ihr Rollendebüt hat. Die Inszenierung übernimmt der Hausherr Andreas Homoki.
Die Abschlussproduktion der kommenden Saison ist ebenfalls Chefsache. Die Inszenierung von Verdis «Nabucco» im Juni 2019 liegt in den Händen von Andreas Homoki und dem GMD des Opernhauses Fabio Luisi. Michael Volle und Catherine Naglestad feiern in Zürich ihre Rollendebüts als Nabucco und Abigaille. Ebenfalls mit Fabio Luisi am Pult wird es im Februar 2019 eine Neuinszenierung von Ligetis «Le Grand Macabre» (Regie: Tatjana Gürbaca) geben. Der englische Bariton Leigh Melrose wird nach dem «Feurigen Engel» erneut in Zürich zu erleben sein.

Nach der Erfolgsproduktion von «Werther» steht im April 2019 eine weitere Oper von Jules Massenet auf dem Spielplan. In «Manon» (R: Floris Visser, ML: Marco Armiliato) wird Jungstar Elsa Dreisig als Manon Lescaut debütieren und Piotr Beczala kehrt ein weiteres Mal zu seinem Zürcher Publikum zurück. Auch Julie Fuchs ist im April 2019 wieder zurück am Opernhaus Zürich. Bei ihrem Rollendebüt als Donna Fiorilla in Rossinis «Il turco in Italia» wird sie von Enrique Mazzola (ML) und Jan Philipp Gloger (R) begleitet. Ausgesprochen selten steht die erste Oper Jean-Philippe Rameaus «Hippolyte et Aricie» auf den Spielplänen internationaler Opernhäuser. Im Mai 2019 zeigt das Opernhaus dieses Werk des französischen Barocks mit dem Orchestra La Scintilla, Emmanuelle Haim als Musikalische Leiterin und Jetske Mijnssen als Regisseurin in Zürich. Mélissa Petit und Cyrille Dubois sind mit Rollendebüts in den Titelpartien zu erleben.

Für das Opernhaus Zürich ist die Heranführung von Kindern und Jugendlichen an das Musiktheater und das Ballett ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. In der Saison 2018/19 wird es den Klassiker der Familienoper «Hänsel und Gretel» in einer Neuproduktion geben. Die fantasievolle Umsetzung der beliebtesten Märchenoper aller Zeiten überlässt das Haus dem kanadischen Regisseur Robert Carsen, der in Zürich für «Pique Dame» und «Tosca» verantwortlich zeichnete und dem Dirigenten Markus Poschner, zuletzt für «Fidelio» und «Der fliegende Holländer» in Zürich. Anna Stéphany und Olga Kulchynska sind das verlorene Geschwisterpaar.

Auch mit dem Theater Winterthur wird es in der Saison 2018/19 wieder eine Koproduktion geben. Das Internationale Opernstudio nimmt sich dieses Mal der Rossini-Komödie «Il barbiere di Siviglia» an. Die Produktion mit dem Musikkollegium Winterthur wird von Regisseur Johannes Pölzgutter und dem Rossini-Spezialisten Antonino Fogliani geleitet.

WIEDERAUFNAHMEN OPER
Weitere Höhepunkte am Opernhaus Zürich sind auch die zahlreichen Wiederaufnahmen mit renommierten Besetzungen. Ans Opernhaus Zürich kehren zurück: Diana Damrau (Lucia di Lammermoor), Anja Harteros (Donna Leonora in «La forza del destino»), in «Elektra» stehen Evelyn Herlitzius (Elektra), Waltraud Meier (Klytämnestra) und Tamara Wilson (Chrysothemis) zusammen auf der Opernbühne, als Norma wird Maria Agresta wieder zu erleben sein, Stephen Gould ist Tannhäuser und seine Elisabeth ist Lise Davidsen. Im «Rosenkavalier» sind Sabine Devielhe mit ihrem Rollendebüt als Sophie, Anna Stéphany (Octavian), Christof Fischesser (Baron Ochs)und Krassimira Stoyanova (Feldmarschallin) wieder zu Gast in Zürich. Die Schweizerin Regula Mühlemann ist Susanna in «Le nozze di Figaro».

Dagmar Manzel und Max Hopp werden mit der Oscar Straus-Komödie «Eine Frau, die weiss, was sie will» in der Berliner Kultinszenierung von Barrie Kosky für ein einmaliges Gastspiel zu Gast sein.

Fabio Luisi dirigiert in der kommenden Saison den «Rosenkavalier», «Norma» und «La forza del destino». Nello Santi wird mit «Lucia di Lammermoor» ein weiteres Mal seine Zürcher Fangemeinde zu Begeisterungsstürmen treiben. Simone Young («Elektra»), Speranza Scappucci («La bohème»), Axel Kober («Tannhäuser»), Gustavo Gimeno («Rigoletto») interpretieren Repertoireklassiker neu. Die Mozart-Opern «Die Entführung aus dem Serail» und «Le nozze di Figaro» liegen in den Händen von Riccardo Minasi und Ottavio Dantone. Dantone ist ebenfalls für Vivaldis «La verità in cimento» in Zürich.

DAS BALLETT ZÜRICH
Die Ballettsaison 2018/19 wird mit einer Uraufführung von Ballettdirektor Christian Spuck eröffnet. Nach «Messa da Requiem» widmet er sich erneut einem zentralen Werk der Musikgeschichte und choreografiert zu Hans Zenders Bearbeitung von Franz Schuberts Liedzyklus «Winterreise». Zusammen mit den Tänzerinnen und Tänzern des Balletts Zürich wird der Schweizer Tenor und gefeierte Schubert-Interpret Mauro Peter auf der Bühne stehen. Mit «Bella Figura» zeigt das Ballett Zürich eine Hommage an Jiří Kylián, der seit über 45 Jahren, unter anderem als künstlerischer Direktor des Nederlands Dans Theaters, das zeitgenössische Ballett massgeblich geprägt hat. Neben «Bella Figura» und «Stepping Stones» erleben seine Choreografien «Sweet Dreams» und «Sechs Tänze» ihre Schweizer Erstaufführung. Nachdem er sich in Zürich zuletzt mit «Petruschka » auseinandergesetzt hat, kehrt Marco Goecke nun mit «Nijinski» zurück ans Opernhaus. Er beschäftigt sich erneut mit dem Leben des Ausnahmetänzers der Ballets Russes und erarbeitet eine Neufassung seines gefeierten Ballettabends. Damit setzt das Ballett Zürich die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem designierten Ballettdirektor in Hannover fort. Für das Junior Ballett
entstehen neue «Kreationen» von Filipe Portugal, Louis Stiens und Goyo Montero, welche am Theater Winterthur zur Uraufführung kommen werden. Der aufstrebende Choreograf und Tänzer aus Stuttgart Louis Stiens und der charismatische Ballettdirektor des Staattheaters Nürnberg Goyo Montero arbeiten dafür zum ersten Mal in Zürich.

Wiederaufgenommen werden der beliebte Doppelabend «Emergence» mit Choreografien von Crystal Pite und Sol León/Paul Lightfoot, der Ballettklassiker «Giselle» sowie Christian Spucks «Nussknacker und Mausekönig» und «Romeo und Julia», seine erste Choreografie für das Ballett Zürich.

KONZERTE DER PHILHARMONIA ZÜRICH UND DES ORCHESTRA LA SCINTILLA
In der Konzertsaison 2018/19 gibt es mit zwei grossen Jubiläen Grund zu feiern. Im Juni 1998 wurde das hauseigene Spezialensemble Orchestra La Scintilla gegründet, das sich seither der historischen Aufführungspraxis widmet und mittlerweile in allen barocken und vielen klassischen Opernproduktionen zum Einsatz kommt. Mit seinem 20. Jubiläum wird der Geiger und Dirigent Riccardo Minasi alle Konzerte mit dem Orchestra La Scintilla leiten. Das Programm der Aufführungen im März, April, Mai und Juli 2019 umfasst Werke von Bach, Vivaldi, Händel, Corelli und Pergolesi.

Die Ausnahmekünstlerin Cecilia Bartoli feiert ihr 30. Bühnenjubiläum am Opernhaus Zürich mit einem Benefizkonzert am 10. Januar 2019 zu Gunsten der Nachwuchssängerinnen und -sänger des Internationalen Opernstudios. In dieser Gala wird die gefeierte Mezzosopranistin Mozart-, Rossini- und Händelarien aus Produktionen ihrer Zürcher Vergangenheit und Gegenwart interpretieren. Diesen einmaligen Anlass begeht das Opernhaus Zürich ausserdem mit der Wiederaufnahme der Händel-Oper «Semele» mit Cecilia Bartoli in der Titelpartie und William Christie am Pult der La Scintilla am 31. Dezember.

In sechs Konzerten zeigt die Philharmonia Zürich ihr Können auf dem Konzertpodium des Opernhauses. Unter Leitung des Generalmusikdirektors Fabio Luisi wird die italienische Pianistin Beatrice Rand zweimal am Opernhaus Zürich zu Gast sein. Die Programme der Philharmonischen Konzerte  reichen von Mozart, Beethoven, Schubert und Verdi über Brahms, Strauss, Rachmaninow, Schostakowitsch bis hin zu Bernstein. Dirigenten dieser Konzertsaison sind neben dem GMD Fabio Luisi, Daniele Rustioni und Robert Trevino sowie der britische Bernstein-Spezialist Wayne Marshall. Das Ensemble Opera Nova zollt unter der Leitung von Hans-Peter Achberger dem Komponisten György Ligeti Tribut.

LIEDERABENDE – OPER KONZERTANT – URAUFFÜHRUNGEN - EXTRAS
Liederabende sind wohl die intimste Form einem Künstler auf der Bühne zu begegnen. In der Spielzeit 2018/19 präsentiert das Opernhaus Zürich abermals Stars der Opernwelt: Anja Harteros, Angelika Kirchschlager, Lise Davidsen, Anna Stéphany, Rolando Villazón, Thomas Hampson, Javier Camarena oder Pavol Breslik.

In der vergangenen Spielzeit begonnen, setzt das Opernhaus die Reihe der konzertanten Aufführungen fort. Pretty Yende, Kyle Ketelsen und Lawrence Brownlee werden in Bellinis «La sonnambula » unter der Musikalischen Leitung von Maurizio Benini zu erleben sein. Ebenfalls wird die Reihe der Uraufführungen mit Werken Schweizer Komponisten fortgesetzt. «Last Call» von Michael Pelzel wird als Abschluss der Saison auf der Studiobühne des Opernhauses im Juni 2019 uraufgeführt.

Am 22. September 2018 öffnet das Opernhaus nach der Sommerpause seine Pforten für die neue Saison mit dem traditionellen Eröffnungsfest. In diesem Rahmen wird das neue Musiktheater für Kinder »Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse« auf der Studiobühne präsentiert. Der Opernball, als eine der glamourösesten Veranstaltungen der Schweiz findet am 16. März 2019 statt. Die beliebte sommerliche Open-Air-Veranstaltung »Oper für alle« wird in der kommenden Saison zum ersten Mal ein «Ballett für alle» sein. Am 22. Juni 2019 wird die berühmteste Liebesgeschichte der Welt «Romeo und Julia» in der Choreografie von Christian Spuck auf den Sechseläutenplatz live übertragen.

SERVICE
Der Abonnementverkauf beginnt ab sofort. Der freie Vorverkauf von Einzelkarten beginnt am 9. Juni 2018 an der Billettkasse im Opernhaus, unter www.opernhaus.ch oder per E-Mail: ticket@opernhaus.ch.

www.opernhaus.ch

Donnerstag, 12. April 18
crescendo – das 16. Musikfestival der UdK Berlin: 25. Mai bis 9. Juni 2018
Das jährliche Musikfest der ältesten und größten künstlerischen Hochschule Deutschlands ermöglicht, frühzeitig die Klassik-Stars von morgen zu entdecken. Die zweite Ausgabe unter der neuen Leitung von Prof. Markus Groh (Klavier) und Prof. Konstantin Heidrich (Cello) entwickelt die Neuerungen des vorangegangenen Jahres mutig weiter. Tradition und Innovation: Besonders wirkt dabei der Zusammenschluss der Jungmusiker/innen mit anderen Bereichen der UdK Berlin:
– Festival-Prélude: 7. Mai Mahlers Nr. 9 und Schnebels „Mahler-Moment“ in der Berliner Philharmonie (Symphonieorchester der UdK Berlin unter Leitung von Steven Sloane)
– Festival-Auftakt: 25. Mai mit Kammermusik von Schubert (Professoren/innen spielen Oktett und Forelle)
–  Wieder gibt es ein Festivalmotto: „UnVollendet“
– 32 Konzerte/Veranstaltungen in 13 Tagen mit 30 Professorinnen und Professoren,  ca. 300 Nachwuchsmusikerinnen und -musikern und ca. 150 Gästen
– Komponistenschwerpunkte: Franz Schubert (25.-27.5.), Michael Hirsch (27.-29.5.),  Busoni/Bach (29.5.), Bernd Alois Zimmermann (3.6., 9.6.)
– Experimente: Medienkünstler Alexander Peterhaensel trifft das Klaviertrio Ambra (31.5.)
– Geschenk an das Publikum: bis auf wenige Ausnahmen ist der Eintritt frei
       
„UnVollendet“: Nicht nur ein Thema der Klassik sondern der ganzen Gesellschaft, vom BER zu den Klimakonferenzen. Neben der Präsentation unvollendeter Werke thematisiert crescendo das Unfertige im weiteren Sinne. Das Fragmentarische steht dabei nicht immer nur für ein Scheitern, für das Aufgeben einer Idee, sondern manchmal für das Gegenteil.

Neben den Vertreterinnen und Vertretern der klassischen Musik ist der Studiengang Musical/Show vertreten, eine Band des Jazz Instituts Berlin tritt auf und der Leiter des UdK-Archivs steuert eine kleine Ausstellung bei. Es bleibt bei den neuen Formaten wie der öffentlichen Meisterklasse, dieses Mal mit David Geringas (2.6.), dem cresc.CLUB – die Party (2.6.) und dem Kinderprogramm crescendino (26.5., 30.5., 3.6., 6.6.).

Fast vollendet: Junge, aufstrebende Musikensembles stellen sich vor, teils von und mit UdK-Studierenden gegründet wie z. B. das ensemble ilinx (27.5.), das Studio-Orchester der UdK Berlin (30.5., 1.6., 9.6.), die Little Big Band (8.6.). Festivalzentrum ist das UdK-Gebäude in der Bundesallee und sein Joseph-Joachim-Konzertsaal.

Kaufkarten: Tel. 030-3185-2591 (Di-Fr, 15-18 Uhr)
7.5./Philharmonie 15 bis 25 Euro; 1.7./cresc.CLUB 5 Euro; 9.6./Abschlußkonzert 12, erm. 8 Euro
udkkasse@udk-berlin.de; online-Bestellung: www.reservix.de
Einlasskarten (freier Eintritt, freie Platzwahl): Tel. 030-3185-2656

E-Mail-Bestellung: crescendo@udk-berlin.de, www.udk-berlin.de/crescendo

Donnerstag, 12. April 18
Spenden für den King – Das FEDORA Crowdfunding für das innovative Opernprojekt »Die wahre Geschichte von King Kong«
Crowdfunding ist eine Spendenmethode, bei der eine Vielzahl von Menschen ein Projekt finanziell unterstützt. Im konkreten Fall möchte das europäische Opern- und Ballettfördernetzwerk FEDORA dafür motivieren, die Kammeroper mit Puppen »The True Story of King Kong« (Die wahre Geschichte von King Kong), die am Sa. 16. 3. 2019 um 19.30 Uhr im Schauspielhaus Premiere feiern wird und für den FEDORA Generali Preis nominiert ist, finanziell zu unterstützen. Damit würden die ohnehin angespannten Budgets von Theater Magdeburg und Puppentheater Magdeburg entlastet. Bis zum 29. 5. 2018 kann auf der Internetseite www.fedora-platform.com per Kreditkarte gespendet werden.
»Warum auch noch spenden, wenn das Theater Magdeburg und das Puppentheater Magdeburg doch von der Stadt und dem Land Sachsen-Anhalt finanziell gefördert werden?«, werden sich viele Menschen fragen. Gerade Uraufführungswerke waren und sind wirtschaftlich bis heute teure Unterfangen. Schon zu Mozarts und Beethovens Zeiten kannte man deshalb eine dem Crowdfunding nicht unähnliche Finanzierungsmethode durch viele Menschen, die Subskription, die heute noch als Abonnement weiterlebt. Die Wertschätzung, die das Theater Magdeburg im Musiktheaterbereich genießt, die sich u.a. in der international beachteten Nominierung für den FEDORA Generali Preis ausdrückt, bedeutet schon alleine ein deutlich wachsendes Interesse von ausländischen Journalisten und Zuschauern. Diese in Magdeburg gebührend begrüßen zu können, steigert den Aufwand für das Theater Magdeburg deutlich. Bedenkt man dann, dass alleine eine Puppe in menschenähnlicher Größe das Puppentheater in der Herstellung rund 2.000 € kostet, hat man eine weitere Vorstellung davon, was ein solches Musiktheaterwerk, das in der Verbindung von Sängern und Puppen die Realisierung ganz verschiedener Ebenen in der Kunst ermöglicht, kostet. Doch wer wird nicht spätestens bei den Puppen aus Magdeburg schwach?
Spenden geht übrigens denkbar einfach: Auf die Seite www.fedora-platform.com gehen, auf »Donate« (›Spenden‹) oben rechts klicken, »The True Story of King Kong« auswählen, den Wunschbetrag eingeben und mit Kreditkarte (Visa oder MasterCard) zahlen. Das über die Spenden-Plattform von FEDORA gesammelte Geld für diese zeitgenössische Opernproduktion geht nach Abschluss der Aktion am 29. 5. 2018 komplett in die Projektkosten für die nun sogar im »Handelsblatt« erwähnte Inszenierung. Was gibt es auch Sinnvolleres als mit jedem noch so kleinen Betrag dafür zu sorgen, dass sich die Kultur in Magdeburg mit Hilfe seiner Bürger weiterentwickeln kann? Um dann bei der Premiere der Uraufführung oder einer der Vorstellungen stolz zu wissen, dass man selbst seinen Teil zu diesem Werk beigetragen hat! Karten für »Die wahre Geschichte von King Kong« sind übrigens ab dem 3. Mai an der Theaterkasse oder online auf www.theater-magdeburg.de erhältlich.

Donnerstag, 12. April 18
Warnstreiks am Freitag: Auswirkungen bei der Oper Frankfurt
Aufgrund der Ankündigung von Warnstreiks am Freitag, dem 13. April 2018, wird die Vorstellung der Oper Frankfurt von Richard Wagners Das Rheingold um 19.30 Uhr im Opernhaus in konzertanter Form aufgeführt. Bereits erworbene Karten für diese Vorstellung behalten ihre Gültigkeit und sind mit dem Besuch der Aufführung entwertet, daher bestehen darüber hinaus keine weiteren Ansprüche.
Wird die Vorstellung nicht besucht, können bereits erworbene Tickets für eine andere Opernaufführung nach Maßgabe der vorhandenen Karten getauscht werden bzw. wird der Kaufpreis erstattet. Zuschauer wenden sich hierfür bitte an den Telefonverkauf unter 069 - 212 49 49 4 (montags bis freitags von 9.00 bis 19.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 10.00 bis 14.00 Uhr) oder an die Vorverkaufskasse am Willy-Brandt-Platz (montags bis freitags von 10.00 bis 18.00 Uhr sowie samstags von 10.00 bis 14.00 Uhr).

www.oper-frankfurt.de

Donnerstag, 12. April 18
Warnstreiks am Freitag: Auswirkungen auf das Schauspiel Frankfurt
Aufgrund der Warnstreiks im öffentlichen Dienst kommt es am Wochenende im Schauspiel Frankfurt zu Verschiebungen innerhalb des Spielplans.
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat am kommenden Freitag, den 13. April zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst aufgerufen. Davon ist auch der Spielbetrieb der Städtischen Bühnen Frankfurt betroffen. Daher verschiebt sich die Premiere »Emilia Galotti« im Schauspielhaus auf Samstag, 14. April um 19.30 Uhr und die Uraufführung »Der alte Schinken« in den Kammerspielen auf Sonntag, 15. April um 18.00 Uhr. Die für Freitag, 13. April  in den Kammerspielen geplante Vorstellung »Kampf des Negers und der Hunde« entfällt ersatzlos.

Durch die Premierenverschiebungen kommt es zu weiteren Vorstellungsänderungen. Die Vorstellung »Romeo und Julia« am 14. April im Schauspielhaus entfällt zugunsten des neuen Premierentermins von »Emilia Galotti«. In den Kammerspielen findet anstatt der Uraufführung am Samstag um 20.00 Uhr eine Voraufführung von »Der alte Schinken« statt.

Bereits erworbene Karten für die Premieren »Emilia Galotti« und »Der alte Schinken« behalten ihre Gültigkeit für die neuen Premierentermine.
Bereits erworbene Karten für Vorstellungen, die ersatzlos ausfallen, können zurückgegeben oder getauscht werden.
Eintrittskarten für Voraufführungen von »Der alte Schinken« am Samstag, 12. April können für 12,- € (erm. 8,- €) an der Kasse erworben werden.

www.schauspielfrankfurt.de

Donnerstag, 12. April 18
Die Dresdner Philharmonie stellt ihre neue Konzertsaison vor
(lifePR) - Mit dem Einzug in ihren neuen Konzertsaal im Dresdner Kulturpalast begann für die Dresdner Philharmonie 2017 eine Erfolgsgeschichte: 1000 Abonnenten mehr als im alten Kulturpalast, fast 90 Prozent Auslastung, 40.000 Besucher mehr als im Jahr zuvor – die Zahlen belegen die enorme Anziehungskraft des exzellenten Konzertsaals ebenso wie die Attraktivität der Programme und die Topqualität des Orchesters. Und sie sind Messlatte für die Konzertsaison 2018/2019, die ganz im Zeichen neuer Nachbarschaften im Kulturpalast steht, sowie für den hohen künstlerischen Anspruch, mit dem die Dresdner Philharmonie ihren Platz unter Deutschlands Spitzenorchestern ausbauen will.
Das Motto „Musik Welt Sprache“, unter das die Dresdner Philharmonie ihr neues Programm gestellt hat, bildet dabei die Klammer für neue Formate und Reihen ebenso wie für einen künstlerischen Leitgedanken: Musik ist zweifellos eine Weltsprache, aber auch Sprache und Musik können eine Einheit bilden, und weder Sprache noch Musik sind denkbar ohne die Welt, in der sie erfahrbar werden. Inspiration in diesem Sinn sind v. a. die neuen Nachbarschaften im Kulturpalast: Die Nähe zu den Städtischen Bibliotheken hat die Reihe „Musik und Literatur“ angeregt, und der Saal des Kabarett-Theaters „Die Herkuleskeule“ wird zur Bühne für die neuen After Concert Lounges.

Chefdirigent Michael Sanderling nimmt mit der Saison 2018/2019 Abschied von der Dresdner Philharmonie. Seine Programme stehen dabei einerseits im Zeichen der Vollendung der Gesamtaufnahme sämtlicher Sinfonien von Ludwig van Beethoven und Dmitri Schostakowitsch mit dem Orchester, die 2019 gesammelt beim Label Sony Classical erscheinen. Mit der Uraufführung eines Auftragswerks des Composers in Residence, Fazil Say, eröffnen Sanderling und die Dresdner Philharmonie ihre Konzertsaison. Ein Mozart gewidmetes Programm ist ihm ein ebensolches Herzensanliegen wie ein Konzert ganz im Zeichen von Brahms, für das er Martin Helmchen am Klavier gewinnen konnte. Und mit seiner langjährigen engen künstlerischen Partnerin Julia Fischer verabschiedet er sich schließlich vom Dresdner Publikum.

Auch seine letzte Saison wird Michael Sanderling nutzen, um den exzellenten Ruf der Dresdner Philharmonie als musikalische Botschafterin in alle Welt zu tragen. Zu Beginn der Saison leitet er Konzerte des Orchesters in SãoPaulo, Rio de Janeiro, Buenos Aires und Santiago de Chile, im Frühjahr 2019 gastiert er mit der Dresdner Philharmonie in Köln, Budapest und Warschau, besucht die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, und nach Saisonabschluss ist er als Chefdirigent der Dresdner Philharmonie zum letzten Mal in den bedeutenden Konzertsälen Japans und Südkoreas zu Gast.

Nach seinem erfolgreichen Debüt bei der Dresdner Philharmonie 2016 konnte der türkische Komponist und Pianist Fazil Say als Composer in Residence gewonnen werden. Neben der Uraufführung seiner Sinfonie „Umut“ (Hoffnung) wird er im Auftrag der Dresdner Philharmonie auch ein Schlagzeugkonzert schaffen. Als exzellenter Pianist schließlich ist er in einem Rezital zu erleben.

Christian Tetzlaff gilt als einer der gefragtesten Geiger unserer Zeit. Als Artist in Residence ist er mit drei großen Violinkonzerten von Beethoven, Mendelssohn Bartholdy und Schostakowitsch zu Gast, leitet ein Konzert des Philharmonischen Kammerorchesters und wird der Konzertsaison mit seinen individuellen Interpretationen für existenzielle Hörerfahrungen sorgen.

Nach seinen großen Erfolgen mit der Dresdner Philharmonie in der vergangenen Saison ist Olivier Latry ein weiteres Mal Palastorganist und wird von seinem exzeptionellen Können u. a. als Improvisator an der Orgel zum Stummfilm „Das Phantom der Oper“ überzeugen.

Zahlreiche renommierte und gefragte Dirigenten und Solisten folgen der Einladung der Dresdner Philharmonie in ihren neuen Konzertsaal, dazu zählen gern wieder eingeladene Gäste am Pult wie Marek Janowski, Bertrand de Billy, Cristian Mãcelaru, Juanjo Mena und Dima Slobodeniouk, aber auch vielversprechende Dirigentinnen und Dirigenten wie Karina Canellakis, Tung-Chieh Chuang, John Storgårds und Pablo González, die bei der Dresdner Philharmonie ihr Debüt geben.

Die Liste der eingeladenen namhaften Solisten ist lang und zeugt nicht zuletzt von der Exzellenz des Konzertsaals: So werden Elena Bashkirova, Martin Helmchen und Lucas Debargue am Klavier ebenso von ihrer Weltklasse zeugen wie Asya Fateyeva als Saxophonistin, Håkan Hardenberger als Trompetenstar, oder auch Nils Mönkemeyer als Bratschist und Martin Grubinger, der als Schlagzeuger immer wieder Begeisterung hervorruft.

Ur- und Erstaufführungen sind auch in der kommenden Saison wesentlicher Bestandteil des Programms. Fazil Say als Composer in Residence trägt mit seiner Sinfonie „Umut“ sowie einem Konzert für Schlagzeug und Orchester ebenso dazu bei wie Laurent Petitgirard und Karsten Gundermann mit jeweils neuen Werken, die im Auftrag der Dresdner Philharmonie entstehen.

Von Musik und Literatur wird zum einen die Festwoche zum 2. Jahrestag der Eröffnung des neuen Kulturpalasts im April 2019 geprägt sein. Zudem stehen zahlreiche Konzerte auf dem Programm, die sich vom geschriebenen und rezitierten Wort inspirieren lassen. Ulrich Matthes und das Scharoun Ensemble Berlin sind mit ihrem Programm „Albtraum und Idylle“ zu Gast. Martina Gedeck wird in einem Konzert zum Gedenken an die sich mit den Jahreszahlen 1618 und 1918 verbindenden Kriege Texte von Gryphius bis Kästner lesen. Musik und Literatur aus Israel wird aus Anlass des Jahrestags der Reichspogromnacht im Mittelpunkt eines eigenen Konzerts stehen. Und auch junge Besucher kommen auf ihre Kosten, etwa, wenn Martin Baltscheits erfolgreiches Kinderbuch „52 Hertz oder Der einsamste Wal der Welt“ mit einer eigens dafür geschaffenen Musik in ein szenisches Werk verwandelt wird, mit dem Autor selbst als Sprecher.

Die After Concert Lounges bieten unmittelbar nach ausgewählten Konzerten die Möglichkeit, mit Künstlern wie z. B. Martin Grubinger, Elena Bashkirova und Wayne Marshall ins Gespräch zu kommen und sie auch musikalisch von ungewohnter Seite zu erleben.

Einen bedeutenden Teil nehmen traditionell die Programme der Philharmonischen Chöre im Spielplan des Orchesters ein. Der Philharmonische Kinderchor wird mit einem erweiterten Weihnachtsprogramm (u. a. mit „Bübchens Weihnachtstraum“ von Engelbert Humperdinck) zu erleben sein und gestaltet mit „Der einsamste Wal der Welt“ von und mit Martin Baltscheit ein Familienkonzert. Bereits zum zweiten Mal ist der Philharmonische Kinderchor auch Gastgeber von „Dresdner Schulchöre singen“, einem Angebot für Dresdner Schulklassen, das in einem gemeinsamen Konzert im Kulturpalast mündet. Und auch ein weiteres Chor-Ereignis soll zur Tradition werden: beim 2. Dresdner Chortag werden im Rahmen eines großen Konzerts die Preisträger des Förderpreises der Landeshauptstadt für Dresdner Laienchöre im Konzertsaal geehrt.

In der neuen Konzertsaison baut die Dresdner Philharmonie ihr Angebot für Familien und Schulen weiter aus. Die beiden großen Familienformate werden zu einer Veranstaltungsreihe vereint, nun gibt es für Kinder und Erwachsene insgesamt sechsmal phil zu entdecken sowohl mit Malte Arkona als auch mit Sarah Willis. Beide werden jeweils ihre eigenen Akzente setzen, das Format bleibt jedoch das der unterhaltsamen und informativen Heranführung an klassische Musik mit dem Orchester als Erlebnis.

Mit einem Probenbesuch von fast 500 Kindern im Kulturpalast und einem Tag mit dem Philharmonischen Kammerorchester vor Ort hat sie begonnen: die Kooperation der Dresdner Philharmonie mit der 139. Grundschule in Dresden-Gorbitz. Diese Zusammenarbeit mit einer ganzen Schule in einem Stadtteil mit sozialen Brennpunkten hat für die Dresdner Philharmonie einen besonderen Stellenwert und wird mit eigenen Kooperationsformaten ausgebaut. Daneben gibt es zahlreiche Angebote für Schulklassen, von den traditionellen Schulkonzerten bis hin zu Besuchen beim Orchester und musikalischen Führungen durch den Kulturpalast.

Förderung des professionellen Spitzennachwuchses betreibt die Dresdner Philharmonie nun schon das zweite Jahr mit der Kurt Masur Akademie, ihrer Orchesterakademie. Die Nachfrage auf die Ausschreibung für den zweiten Jahrgang war enorm, und so werden ab August 2018 insgesamt zehn junge Musikerinnen und Musiker ihr Können an den Pulten des Orchesters vervollkommnen. Ihre Meisterschaft stellen sie auch kammermusikalisch unter Beweis, u. a. mit einem Konzert im Saal der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber. Und gefördert wird ihre Ausbildung u. a. durch ein vom gleichnamigen Verein veranstaltetes Konzert mit Management Symphony – einem Orchester höchst ambitionierter Laienmusiker, die Brahms‘ „Deutsches Requiem“ im Konzertsaal zur Aufführung bringen – gemeinsam mit dem Philharmonischen Chor Dresden.

In bewährter Weise setzt die Dresdner Philharmonie ihre Kammerkonzertreihe auf Schloss Albrechtsberg fort. Auch in der Kreuzkirche wird das Orchester in den traditionellen Aufführungen mit dem Dresdner Kreuzchor zu erleben sein. Nicht fortgeführt wird dagegen die Konzertreihe im Deutschen Hygiene-Museum. Zentrale Spielstätte der Dresdner Philharmonie auch für Kammerorchesterkonzerte und „große Kammermusik“ ist der Konzertsaal im Kulturpalast, der mit seiner hervorragenden Akustik alle Erwartungen übertroffen hat.

www.dresdnerphilharmonie.de

Donnerstag, 12. April 18
Staatstheater Wiesbaden: Zusatzvorstellung von »Unterwerfung« am 16. April im Kleinen Haus

Wegen des großen Erfolgs und der großen Nachfrage hat das Hessische Staatstheater Wiesbaden eine Zusatzvorstellung von Houellebecqs »Unterwerfung« eingerichtet. Am Montag, den 16. April 2018, um 19.30 Uhr im Kleinen Haus ist das Schauspiel zum letzten Mal in dieser Spielzeit zu sehen.

www.staatstheater-wiesbaden.de

Donnerstag, 12. April 18
Das neue Jahrbuch „Musikindustrie in Zahlen“ ab sofort abrufbar als kostenfreies e-Paper
Gestern hat der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) im Rahmen der Kulturkonferenz die neue Ausgabe des jährlich erscheinenden Berichts „Musikindustrie in Zahlen“ mit allen Marktdaten des vergangenen Musikjahres veröffentlicht. Ab sofort abrufbar als kostenfreies e-Paper: www.musikindustrie.de/download-jahrbuch/

Mittwoch, 11. April 18
BB Promotion als „Veranstalter des Jahres 2017“ mit dem Live Entertainment Award (LEA) gekürt
Der BB Promotion GmbH wurde am vorgestrigen Montag in Frankfurt am Main der Live Entertainment Award (LEA) in der Kategorie „Veranstalter des Jahres 2017“ verliehen. Nach der Prämierung als „Örtlicher Veranstalter des Jahres 2015“ wurde das Unternehmen jetzt mit dem renommierten Branchenpreis für seine Erfolge als nationaler und internationaler Veranstalter ausgezeichnet.


"Veranstalter des Jahres": BB Promotion mit Ralf Kokemüller, Laudator Manfred Teubner, beim LEA 2018
© Ben Pakalski

In der Frankfurter Festhalle feierten über 1400 Gäste, Prominente aus Kultur, Wirtschaft und Politik die Preisträger und Nominierten der 13. Auflage des Live Entertainment Awards. Nach dem Votum einer 24-köpfigen Jury aus Medienvertretern und Branchenpraktikern nahm Ralf Kokemüller, Vorsitzender der Geschäftsführung der BB Promotion GmbH, den Preis als „Veranstalter des Jahres 2017“ entgegen. Die Jury honorierte damit den über viele Jahre aufgebauten qualitativ hochambitionierten Genremix aus Musicals, Shows, Tanz- und Konzertproduktionen, die internationale Ausrichtung des in Mannheim ansässigen Unternehmens sowie eines der wirtschaftlich stärksten Jahre der Firmengeschichte: mit Eigenproduktionen wie BODYGUARD – DAS MUSICAL, der legendären ROCKY HORROR SHOW und einer 15-monatigen Welttournee der WEST SIDE STORY feierte die BB Promotion auch in Paris, Shanghai, Tokio, Auckland, Dubai und Istanbul große Erfolge. Umfangreiche Gastspielserien von u.a. CATS, DISNEY DIE SCHÖNE UND DAS BIEST, dem ALVIN AILEY AMERICAN DANCE THEATER, BALLET REVOLUCIÓN, DIRTY DANCING (in Zusammenarbeit mit Mehr! Entertainment) und der BLUE MAN GROUP (in Zusammenarbeit mit Live Nation) wurden außerdem zu Publikumsrennern.

Ralf Kokemüller bedankte sich für den LEA-Award bei Partnern und Mitarbeitern: „Die Auszeichnung honoriert unser ständiges Streben nach Qualität, Innovation und Zuverlässigkeit, für die die BB Promotion seit der Gründung durch Michael Brenner schon immer steht. Dies geht nur über lange Jahre erworbenes Know-How und mit der Leidenschaft unserer Mitarbeiter, bei denen ich mich besonders bedanken möchte. Unser Erfolg wäre ohne unsere zahlreichen Partnerschaften und das Vertrauen der maßgeblichen internationalen Produzenten und Lizenzgebern so nicht möglich. Der Preis ist zugleich eine Motivation, auch in Zukunft dem Publikum neue und unvergessliche Live-Erlebnisse zu bescheren!“

www.bb-promotion.com

Mittwoch, 11. April 18
Bibliotheksboom in Deutschland erfordert höhere Grundfinanzierung und neue Digitalstrategien ~ 107. Deutscher Bibliothekartag bringt aktuelle Themen nach Berlin
Wenn in gut zwei Monaten der größte bibliothekarische Fachkongress Europas im Berliner Estrel Congress Center tagt, wird nicht nur ein klassisches Konferenzprogramm geboten. Unter dem Motto „offen & vernetzt“ steht für Bibliotheksbeschäftigte, Firmen und Partner der Bibliotheken vor allem auch der Umgang mit der aktu­ellen Arbeitssituation im Mittelpunkt. Denn eins steht fest: Die Bibliotheken in Deutschland boomen und der digitale Wandel kostet Geld. Dies bringt die bun­desweit am stärksten frequentierten Bildungseinrichtungen an ihre räumlichen und finanziellen Grenzen. Nachhaltige und langfristige Finanzierungspro­gramme und neue Digitalstrategien sind gefragt.

Für die Veranstalter des 107. Bibliothekartages stellt Konstanze Söllner vom Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VDB) fest: „Als der doppelte Abiturjahr­gang kam, ging man davon aus, dass die Universitäten nur vorübergehend so voll sein würden. Das Gegenteil ist der Fall. Dass das Studium so beliebt ist, schlägt sich direkt in der Bibliotheksnutzung nieder. Viele Bibliotheksgebäude sind jedoch veraltet oder zu klein.“ Häufig fehlen nicht nur Arbeitsplätze oder Gruppenarbeitsräume, auch W-LAN, Steck­dosen oder Lüftungsanlagen sind nicht ausreichend dimensioniert. Dies gilt in zu­nehmendem Maße auch für die Medienetats, die nicht an das digitale Zeitalter ange­passt wurden. Bibliotheken müssen ihr Personal für neue Herausforderungen qualifi­zieren und brauchen Planungssicherheit für ihre finanzielle Ausstattung. An innovati­ven Ideen mangelt es dabei nicht: Neue Lern- und Kreativräume wie z. B. Makerspaces erweitern das Spektrum der klassischen Raumangebote. Die Verarbeitung und Ver­netzung von digitalen Objekten wie Texten, Bildern und weiteren Datenbeständen wird zunehmend nachgefragt und erfordert gerade in wissenschaftlichen Bibliotheken ein nachhaltiges Forschungsdaten- und Publikationsmanagement.  Dazu Vesna Steyer vom Berufsverband Information Bibliothek e.V. (BIB): „Bibliotheken machen erfolgreich. Kaum ist eine Bibliothek eröffnet, wird sie von Groß und Klein in Beschlag genommen. Schnell sind die Räume gefüllt, Veranstaltungen ausgebucht und Serviceleistungen nachgefragt. Die Bibliotheken stehen für lebenslanges Lernen und agiles Arbeiten. Dafür benötigen sie jedoch gut ausgebildetes Personal und das nötige Geld.“

Der Nachholbedarf beim Ausbau einer zeitgemäßen Bibliotheksinfrastruktur in Deutschland ist also enorm. Zu den zentralen Forderungen, die der 107. Deutsche Bibliothekartag im Juni auf den Punkt wird, zählen: Vor dem Hintergrund der föderalen Strukturen in Deutschland sind geeignete organisatorische und rechtliche Rahmenbedingungen für nachhaltige und langfristige Finanzierungsprogramme zu schaffen. Bibliotheken müssen deutlich besser als bisher in die Digitalisierungsstrate­gien von Bund und Ländern integriert werden. Denn der Bildungsstandort Deutsch­land ist auf leistungsstarke Bibliotheken angewiesen!

Hintergrund 107. Deutscher Bibliothekartag
Zum größten bibliothekarischen Fachkongress Europas, der vom 12. bis 15. Juni 2018 im Berliner Estrel Congress Center stattfindet, werden rund 4.000 Teilneh­mende erwartet. Geboten werden 386 Vorträge und Veranstaltungen (2017 waren es 311). Der größte Teil davon sind Einzelvorträge, weitere 14 Veranstaltungen sind Po­diumsdiskussionen. Hands-on Labs und Project Labs sind stark praxisorientierte For­mate und gelten dem Austausch über geplante oder laufende Projekte und/oder un­fertigen Projektideen, sie vermitteln Methodenkenntnis und ermöglichen Kooperation und Austausch im Beta- oder Prototyp-Format. Auf einer Ausstellungsfläche von 2.600 m2 präsentieren sich zudem 135 Firmen rund um das Thema Bibliothek (Stand: 05.04.2018). Das umfassende Rahmenprogramm lädt die Teilnehmenden dazu ein, die Berliner Bibliothekslandschaft und die Stadt selbst kennenzulernen.

Die Veranstalter des 107. Deutschen Bibliothekartages
Der Bibliothekartag ist die zentrale Fortbildungsveranstaltung für Bibliothekarinnen und Bibliothekare, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Informationseinrichtungen und viele andere Informationsspezialisten. Veranstalter sind der Berufsverband In­formation Bibliothek e.V. (BIB) sowie der Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bib­liothekare (VDB). Der seit dem Jahr 1948 (mit seinen Vorläufern) bestehende Berufsverband Informa­tion Bibliothek e.V. (BIB) ist der Personalverband aller Beschäftigten in Bibliotheken und Informationseinrichtungen. Die über 6.300 Mitglieder gehören allen Berufsgrup­pen der Bibliotheks- und Informationsbranche laufbahn- und fachübergreifend an. Der VDB wurde im Jahre 1900 gegründet und ist die älteste bibliothekarische Vereini­gung in Deutschland. Mit aktuell rund 1.700 Mitgliedern, die überwiegend in wissen­schaftlichen Bibliotheken beschäftigt sind, setzt sich der VDB aktiv für die Berufsinte­ressen seiner Mitglieder und für das wissenschaftliche Bibliothekswesen ein.

www.bibliothekartag2018.de

Mittwoch, 11. April 18
UTOPIE ~ Neues Elbphilharmonie Magazin ab sofort erhältlich
Die fünfte Ausgabe des Elbphilharmonie Magazins ist da. »Utopie« lautet das Schwerpunktthema der aktuellen Ausgabe. ?
Sind wir in den Bergen? Oder am Meer? Wie eine seltsam gezackte Gralsburg thront Hamburgs schon weltberühmtes neues Konzerthaus auf dem Titelbild der soeben erschienenen fünften Ausgabe des Elbphilharmonie Magazins über den Wolken. Ein Traumhaus, ein Sehnsuchtsort – unwirklich und doch real. Auf gut 80 Seiten nimmt sich das aktuelle Elbphilharmonie Magazin schwerpunktmäßig des Themas »Utopie« an, zugleich das Motto des 3. Internationalen Musikfests Hamburg (27. April bis 30. Mai). Das Heft steckt voller kluger Gedanken, lesenswerter Porträts, Hintergrundgeschichten und Interviews. In gewohnt opulenter Bildsprache zeigt es zudem faszinierende Innenansichten aus der Elbphilharmonie.

Anregende und erhellende Lektüre versprechen die Beiträge prominenter Gastautoren wie Konrad Paul Liessmann oder Volker Schlöndorff. In großen Texten geht es um so unterschiedliche Musikerpersönlichkeiten wie Karlheinz Stockhausen, David Bowie, Anna-Lena Schnabel oder Joyce DiDonato, die mit dem Elbphilharmonie-Programm der kommenden Wochen in Beziehung stehen.

Das Magazin ist der unverzichtbare Begleiter für alle, die gut unterrichtet sein wollen über das, was in der Elbphilharmonie geschieht – dem ganz und gar realen Traumhaus und Sehnsuchtsort für die Zukunft der Utopie und die Kraft der Kunst. Bestellen Sie sich gern Ihr Rezensionsexemplar.

Das Elbphilharmonie Magazin Nr. 5 ist erhältlich
- im Info-Shop auf der Elbphilharmonie-Plaza
- an den Konzertkassen der Elbphilharmonie
- in ausgewählten Kiosken und Bahnhofsbuchhandlungen
- online unter: www.elbphilharmonie.de/de/publikationen

Das Magazin kann auch unter der Telefonnummer 040 386 666 343 im Abonnement bestellt werden.

Mittwoch, 11. April 18
Sony Artist Antonio Lizana im April auf Tour in Deutschland & Österreich
Auf den ersten Blick haben Flamenco und Jazz nicht viel miteinander zu tun, aber wenn man eine Stimme hat wie Antonio Lizana und ein Instrument, das Saxofon, so virtuos beherrscht, wenn sich beide Talente mit hoher Improvisationskunst und der Neugier auf gemeinsame Wurzeln unterschiedlicher Klangwelten verbinden – dann wachsen diese Welten auf das Verführerischste zusammen. „Oriente“, das jüngste Album der Band, bringt nun den Reichtum und die Schönheit arabischer Musik mit ins Spiel.?

Antonio begann mit dem Saxophonspiel bereits im Alter von 10 Jahren am Conservatorium in San Fernando (Cádiz) und belegte bereits frühzeitig Jazzseminare bei Jerry Bergonzi, Dick Oatts, Jim Snidero und Perico Sambeat.

2011 schloss er dann sein Studium in San Seabstian am Centro Superior de Música del País Vasco ab, wo u.a. Perico Sambeat, Andrej Olejnizak oder Guillermo McGill unterrichteten. Während seiner Studienjahre in San Sebastian reifte der Plan seines eigenen Projektes, dem er sich bis heute intensiv widmet. Mit seiner Band spielte er trotz seines jungen Alters auf nahezu allen Jazzfestivals in Spanien wie San Sebastián, Ciclo 1906 Jazz, 365 Jazz Bilbao, Jazzymás Canarias, Sherry Jazz Jerez, Girando Por Salas…
Erst kürzlich wurde er mit dem Jazzpreis „Cádiz Joven“ ausgezeichnet.

Neben seiner eigenen Band war Antonio Lizana auch als Saxophonist und Sänger im Afro-Latin-Jazz Orchestra von Arturo O’farrill mit Sitz in New York tätig und stand in der Big Band neben Andy y Jerry González, Dave Valentin , Papo Vázquez, Pablo Mayor, Cristina Pato, Ximo Tévar, Gregg Agust auf der Bühne.
Zudem arbeitete er mit dem Bassisten Pablo Martín Caminero, Guillermo McGill, der Big Band de Andalucía, der Big Band de Las Palmas (Dirigida por Francisco Blanco “Latino”), mit Miguel Ríos, Raimundo Amador oder dem Flamenco Sänger José Mercé zusammen.

Tourdaten:

21.04.18: München, Unterfahrt
22.04.18: Freiburg, Jazzhaus
23.04.18: Mainz, Frankfurter Hof
24.04.18: Tübingen, Sudhaus
25.04.18: Wien, Porgy & Bess
26.04.18: Graz, Orpheum
27.04.18: Salzburg, Jazzit
28.04.18: Dortmund, Domicil

www.antoniolizana.net

Mittwoch, 11. April 18
Deutsche Orchestervereinigung zeichnet Albert Ginthör für sein humanitäres Engagement für den afghanischen Musiker Pouya aus
Zum Glück braucht man sich um den afghanischen Musiker Pouya mittlerweile keine Sorgen mehr zu machen. Sein Freund und Musiker-Kollege Albert Ginthör, der Pouya im Januar 2017 bei der „freiwilligen“ Ausreise nach Kabul begleitete, wird von der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) für sein „humanitäres Engagement“ (Pressemeldung) ausgezeichnet.


Albert Ginthör und Pouya am Flughafen Frankfurt (20.01.17)
Foto: Bianka Huber

Die DOV vertritt Berufsmusikerinnen und -musiker. Alle drei Jahre verleiht sie den Hermann-Voss-Kulturpreis, in unregelmäßigen Abständen auch einen Sonderpreis. 2018 geht er an Albert Ginthör. Die Preisverleihung findet am 24. April 2018 in Halle an der Saale statt, im Rahmen der Deutschen Orchesterkonferenz.

Albert Ginthörs Mut war in der Tat bewundernswert. Als Münchner Veranstalter der Zuflucht Kultur-Produktion ZAIDE.EINE FLUCHT. hatte er das Drama um Pouyas Abschiebungsbescheid hautnah miterlebt. Pouya, der Darsteller des Gomatz, hatte sich zu der gefährlichen Reise nach Kabul entschlossen, um einer Wiedereinreisesperre nach Deutschland zu entgehen. Aus Solidarität begleitete ihn Ginthör in die vom Bürgerkrieg gezeichnete afghanische Hauptstadt – und riskierte damit, zumal als westlicher Ausländer, ebenfalls sein Leben. Es gelang ihm, Pouya schon nach wenigen Tagen einen Termin in der deutschen Botschaft zu verschaffen und so den Boden für Pouyas Rückkehr nach Deutschland zu bereiten. Dank eines Rollenangebots der Münchner Schauburg für das Fassbinder-Stück Angst essen Seele auf erhielt Pouya 50 lange Tage später ein Arbeitsvisum – und damit das Recht, wieder nach Deutschland einzureisen.

Die Auszeichnung hat eine weitere Vorgeschichte. Kein anderer als Albert Ginthör selbst, hauptberuflich Geiger und Vorstandsmitglied des Orchesters des Staatstheaters am Gärtnerplatz München, hatte die DOV auf Pouyas Fall aufmerksam gemacht. Die Folge: Als erster Kulturverband setzte sie sich im Januar 2017 für Pouya ein. In Briefen an den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann und die bayerische Landtagspräsidentin Barbara Stamm forderte DOV-Geschäftsführer Gerald Mertens ein Bleiberecht für den von den Taliban verfolgten afghanischen Musiker.

Die Auszeichnung für den unerschrockenen Musiker freut die Mitglieder von Zuflucht Kultur e.V., sehr. Denn das Happy-End für Pouya ist zum Gutteil dem Freund Albert Ginthör zu verdanken. Wenn der Geehrte auch in diesem Punkt anderer Meinung ist... Seiner Ansicht nach verdient in Wahrheit die Presse diesen Preis! Denn, so Ginthör: „Wenn ich Ende April den Preis in Halle entgegennehme, tue ich das eigentlich nur stellvertretend. Ich bin davon überzeugt, dass Pouya ohne die so engagierte und kontinuierliche mediale Begleitung heute immer noch in Kabul untergetaucht – oder Schlimmeres – wäre. Mein Dank gilt daher den vielen Journalistinnen und Journalisten, die über diesen, im wahrsten Sinne des Wortes, „Härtefall“ berichtet haben. Es ist wunderbar, was die vereinte Macht der Musik und der Worte erreicht haben.“

www.zufluchtkultur.de / www.dov.org    

Mittwoch, 11. April 18
Semperoper Dresden: Wiederaufnahme »Tosca« – Mit Adrianne Pieczonka in der Titelpartie unter der Musikalischen Leitung von Christian Thielemann
Mit Giacomo Puccinis Oper »Tosca« verbindet Dresden ein bemerkenswertes Ereignis: Zwei Jahre nach der Uraufführung in Rom fand 1902 hier unter der Leitung von Ernst von Schuch die deutsche Erstaufführung des Werkes statt, mit dem sich der italienische Erfolgskomponist des Belcanto dem Verismo zuwandte Seitdem ist der Opern-Publikumsliebling um die tragische Dreiecksgeschichte mit ihrem realistischen Blick auf das Seelenleben der Protagonisten eine feste Instanz auf dem Spielplan der Semperoper.

Am 22. April hebt sich erneut der Vorhang der Semperoper für die unglückliche Liebesbeziehung zwischen der charismatischen Diva Floria Tosca und dem revolutionären Maler Mario Cavaradossi, die beide Opfer der real- und kirchenpolitischen Repressalien im Rom des ausgehenden 18. Jahrhunderts werden. Insgesamt viermal präsentiert in der laufenden Spielzeit die Semperoper Dresden die »Tosca« in der Wiederaufnahme der Inszenierung von Johannes Schaaf.  Unter der Musikalischen Leitung des Chefdirigenten der Sächsischen Staatskapelle, Christian Thielemann, und in der Titelpartie hochkarätig besetzt mit Adrianne Pieczonka sind unter anderem Aleksandrs Antonenko als Mario Cavaradossi, Ludovic Tezier als Baron Scarpia und Martin-Jan Nijhof als Cesare Angelotti zu erleben.

Adrianne Pieczonka gab 1994 an der Semperoper ihr Debüt in der Partie der Tatjana in »Eugen Onegin«; als Floria Tosca ist sie in Dresden nun zum ersten Mal zu erleben. Ihre Karriere begann die kanadische Sopranistin in Wien und gastierte im Laufe ihrer vielbeachteten Karriere unter anderem in Mailand, New York, Paris, München, Berlin, London und Toronto sowie auf den Festivals von Glyndebourne, Salzburg und Bayreuth. Seit 2007 ist Adrianne Pieczonka Wiener Kammersängerin, seit 2008 »Officer of the Order of Canada«, 2009 wurde sie zum Mitglied der Royal Society of Canada ernannt.

Es singen der Sächsische Staatsopernchor Dresden sowie der Kinderchor der Sächsischen Staatsoper Dresden. Es spielt die Sächsische Staatskapelle Dresden unter der Musikalischen Leitung von Christian Thielemann.

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Semperoper – Förderstiftung.
Weitere Vorstellungen in der Spielzeit 2017/18: 26., 29. April und 3. Mai 2018

Restkarten sind an der Schinkelwache am Theaterplatz (T 0351 4911 705) und online erhältlich.

www.semperoper.de

Dienstag, 10. April 18
Preisträger der International Opera Awards 2018 stehen fest - Bernd Loebe wurde in der Kategorie "Leadership in Opera" geehrt // Oper Frankfurt erhält zudem Preis in der Kategorie "Rediscovered work"

Bernd Loebe
, Intendant der Oper Frankfurt, wurde gestern Abend in London mit dem International Opera Award 2018 in der Kategorie ,Leadership in Opera‘ ausgezeichnet. Das Opernhaus in Frankfurt erhielt zudem in der Kategorie ,Rediscovered Work‘ mit Kreneks Operntrilogie Der Diktator; Schwergewicht, oder Die Ehre der Nation; Das geheime Königreich den renommierten Preis.

Bernd Loebe
 International Opera Awards 2018: Bernd Loebe
Foto: Chris Christoudoulou

Die International Opera Awards 2018 - gesponsert von Mazars und in Zusammenarbeit mit BBC Radio 3 und dem Opera Magazin
Die sechsten International Opera Awards haben gestern Abend ihren feierlichen Abschluss im Londoner Coliseum gefunden. Durch die Galaveranstaltung führte das dritte Jahr in Folge der BBC Radio 3 Moderator Petroc Trelawny.
Unter mehr als 100 Finalisten und Finalistinnen aus sechs Kontinenten und dreißig Ländern musste sich eine internationale Jury unter dem Vorsitz von John Allison, Chefredakteur beim Opera Magazin und Musikkritiker beim Daily Telegraph, in diesem Jahr entscheiden.

Der prestigeträchtige Preis für das Lebenswerk wurde der spanischen Mezzosopranistin Teresa Berganza überreicht, die sich in einer herzergreifenden Laudatio bei den International Opera Awards bedankte: „Ich nehme diesen unbezahlbaren Preis voller Emotionen und stellvertretend für eine ganze Generation entgegen. Manche davon sind noch unter uns, einige sind schon von uns gegangen. Stets getragen von der Hoffnung, dass wir unsere Mission erfüllt haben. Und nun das Scheinwerferlicht für euch verlassen. Vielen, vielen Dank.“

Als Sängerin des Jahres wurde die schwedische Sopranistin Malin Byström ausgezeichnet und der Polnische Tenor Piotr Beczała erhielt den Preis als bester Sänger. Der begehrte Leserpreis mit über 10.000 Stimmen in der Online-Wahl ging an Pretty Yende, die im vergangenen Jahr in der Kategorie ,Solorecital Aufnahme‘ geehrt wurde. Weiterhin geehrt wurden Vladimir Jurowski (Dirigent), Mariusz Treliński (Regie), die Bayerische Staatsoper (Opernhaus), das Festival Verdi Parma (Festival), das Teatro Real für die Neuproduktion von Billy Budd, Hamlet von Brett Dean als beste Uraufführung beim Glyndebourne Festival, Opera Holland Park für das beste Musikvermittlungsprogramm (,Education and Outreach‘), Annette Campbell-White (Philanthropie) sowie Bernd Loebe in der Kategorie ,Leadership in Opera‘. Das Opernhaus in Frankfurt erhielt zudem in der Kategorie ,Rediscovered Work‘ mit Kreneks Drei Opern den renommierten Preis.

Opernfans und Opernförderer haben sich für die feierliche Preisverleihung zusammengefunden, um herausragende Leistungen in der Welt der Oper zu würdigen. Gleichzeitig wurden Spendengelder für die Opera Awards Foundation gesammelt. Im Verlauf des Abends kamen etablierte und aufstrebende internationale Opernstars gleichermaßen zu Gehör: Anne Sophie Duprels, Brindley Sherratt, Toby Spence und Camilla Tilling hatten einen Gastauftritt sowie drei Finalisten und Finalistinnen der Kategorie Nachwuchssänger/ Nachwuchssängerin (,Young Singer‘): Gordon Bintner, Wallis Giunta und Anush Hovhannisyan.

BBC Radio 3 – bereits zum zweiten Mal Medienpartner der International Opera Awards – wird die Höhepunkte der Preisverleihung in einer 90-minütigen Sondersendung am Sonntag, den 15. April 2018 um 21:15 Uhr (GMT) ausstrahlen. Gegründet wurden die International Opera Awards 2012 von Opernliebhaber und Philanthrop Harry Hyman nicht nur, um etablierte Größen der Opernwelt zu feiern, sondern auch, um die nächste Generation an Operntalenten zu unterstützen. Die Opera Awards Foundation sammelt Spenden, um aufstrebende neue Operntalente weltweit zu fördern.

Alle Preise (mit Ausnahme des Leserpreises, der öffentlich ausgeschrieben ist) werden von einer erlesenen Jury internationaler Opernkenner festgelegt. Sponsoren einzelner Kategorien sind in diesem Jahr das Good Governance Institute, The Vineyard, das Royal Opera House Muscat sowie Charles Heidsieck Champagne. Die International Opera Awards werden unterstützt von der Nexus Group.

Hier die Nominierungen und die Sieger in den jeweiligen Kategorien:

Chorus:
Bayerische Staatsoper
Komische Oper
La Fenice
MusicAeterna
San Francisco Opera
Teatro Real

Conductor:
Marc Albrecht
Daniele Gatti
Vladimir Jurowski
Fabio Luisi
Kazushi Ono
Simone Young

Designer:
Charles Edwards
Christof Hetzer
Stuart Nunn
Dieter Richter
Paul Steinberg
Anna Viebrock

Director:
David Bösch
David Hermann
Tobias Kratzer
David McVicar
Lydia Steier
Mariusz Treliński

Education & Outreach:
Chicago Opera Theater
Florida Grand Opera
Garsington Opera
La Monnaie
Opera Holland Park
Polish National Opera

Female Singer
(Sponsored by Royal Opera House Muscat)

Malin Byström
Carmen Giannattasio
Barbara Hannigan
Hui He
Ermonela Jaho
Eva-Maria Westbroek

Festival:
Bayreuth Festival
Festival Verdi Parma
Glyndebourne
Opera Forward
Opera Philadelphia O17
Santa Fe Opera

Leadership in Opera:
Bernd Loebe

Male Singer:
Piotr Beczała
Günther Groissböck
Peter Mattei
Eric Owens
Simone Piazzola
Michael Spyres

New Production
(Sponsored by The Vineyard)
Berg: Wozzeck, d. William Kentridge (Salzburg Festival)
Britten: Billy Budd, d. Deborah Warner (Teatro Real)
Britten: Death in Venice, d. Demis Volpi (Oper Stuttgart)
Mozart: La clemenza di Tito, d. Claus Guth (Glyndebourne)
Verdi: Stiffelio, d. Graham Vick (Teatro Regio di Parma)
Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg, d. Barrie Kosky (Bayreuth Festival)

Newcomer
Gianmaria Aliverta (director)
Jordan de Souza (conductor)
David Hertzberg (composer)
Barbora Horáková Joly (director)
Dane Lam (conductor)
Giedrė Šlekytė (conductor)

Opera Company:
Bayerische Staatsoper
La Fenice
Lyric Opera of Chicago
Oper Graz
Opera North
Teatro Real

Opera Orchestra:
Bayerisches Staatsorchester
Bayreuth Festival
Deutsche Oper
Lyric Opera of Chicago
MusicAeterna
Teatro alla Scala

Readers' Award:
(Sponsored by Opera Magazine)

Cecilia Bartoli
Joyce DiDonato
Bryan Hymel
Ambrogio Maestri
Karita Mattila
René Pape
Luca Pisaroni
Pretty Yende

Recording (Complete Opera):
Andriessen: Theatre of the World (Nonesuch
Berlioz: Les Troyens (Erato)
Lully: Armide (Aparté)
Martinů: The Greek Passion (Oehms)
Méhul: Uthal (Palazzetto Bru Zane)
Wagner: Lohengrin (Deutsche Grammophon)

Recording (Solo Recital):
Sophie Bevan: Perfido! (Signum Classics)
Joyce El-Khoury: Echo & Michael Spyres: Espoir (Opera Rara)
Juan Diego Flórez: Mozart Arias (Sony)
Véronique Gens: Visions (Alpha)
Jonas Kaufmann: L'Opéra (Sony)
Camilla Tilling: Gluck & Mozart Arias (BIS)

Rediscovered Work:
Blomdahl: Aniara (Malmö Opera)
Ginastera: Bomarzo (Teatro Real)
Hindemith: Die Harmonie der Welt (Landestheater Linz)
Isouard: Cendrillon (Manhattan School of Music)
Keiser: Octavia (Innsbrucker Festwochen der Alten Musik)
Krenek: Der Diktator; Schwergewicht, oder Die Ehre der Nation; Das geheime Königreich (Oper Frankfurt)

World Premiere:
(Sponsored by Charles Heidsieck Champagne)

Mason Bates: The (R)evolution of Steve Jobs (Santa Fe Opera)
Chaya Czernowin: Infinite Now (Opera Vlaanderen) co-production with Nationaltheater Mannheim
Brett Dean: Hamlet (Glyndebourne)
Avner Dorman: Wahnfried (Badisches Staatstheater)
Sebastian Fagerlund: Autumn Sonata (Finnish National Opera)
Julian Grant: The Nefarious, Immoral yet
Highly Profitable Enterprise of Mr Burke and Mr Hare (Boston Lyric Opera)
Arnulf Herrmann: Der Mieter (Oper Frankfurt)
Tang Jianping: 170 Days in Nanking (Jiangsu Centre for the Performing Arts)

Young Singer:
(Sponsored by Mazars)
Aigul Akhmetshina
Liparit Avetisyan
Gordon Bintner
Amartuvshin Enkhbat
Lauren Fagan
Wallis Giunta
Anush Hovhannisyan
Isabella Lee
Federica Lombardi
Natalya Romaniw

www.operaawards.org / www.opera.co.uk

Dienstag, 10. April 18
Deutsche Uraufführung beim Freien Theater Wiesbaden
Im Freien Theater Wiesbaden steht wieder eine Premiere an. Ab 20. April 18 wird das Zweipersonenstück "Das gute Leben und der schöne Tod des Herrn D." von Tatjana Moskwina als deutsche Uraufführung gezeigt.

Das gute Leben und der schöne Tod des Herrn D
Das gute Leben und der schöne Tod des Herrn D.
Freies Theater Wiesbaden
Vorabbild mit Jan-Markus Dieckmann und Silvia Andermann
Foto: Daniel Dornhöfer

Neu ist auch der Ort, gespielt wird in der Kulturstätte Monta auf dem Schulberg, einer wunderschönen Kapelle.

www.freiestheaterwiesbaden.de

Trailer: Youtube

Dienstag, 10. April 18
#nofear: Projekt der Ruhrtriennale fragt nach den Ängsten junger Menschen
„Wir haben keine Angst. Wir wollen alles.“ Unter diesem Leitsatz ist das Projekt #nofear der Jungen Triennale gestartet. Im kommenden Ruhrtriennale-Zyklus 2018 – 2020 unter der künstlerischen Leitung von Intendantin Stefanie Carp werden sich rund 40 Jugendliche aus dem Ruhrgebiet mit ihren Ängsten auseinandersetzen und die dabei gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen in ein kreatives Projekt einfließen lassen. Dabei steht in jedem Jahr ein anderes Thema im Mittelpunkt – 2018 ist es Sexualität.

Laura Hagemann
Laura Hagemann vom Theaterkollektiv Berlocken beim Auftakttreffen von #nofear in Bochum

Foto: Ruhrtriennale

„Jugendliche haben Fragen zur Sexualität, die sie sich zu Hause nicht zu stellen trauen. Zum Beispiel zur sexuellen Ausrichtung oder zum Thema Gender“, so Projektleiterin Caroline Wolter. „Wir wollen Räume schaffen, in denen diese Fragen ohne Ängste diskutiert werden können und in denen aus den Antworten kreative Prozesse entstehen.“ Begleitet werden die Projektteilnehmer*innen dabei vom Berliner Theaterkollektiv Berlocken sowie weiteren Künstler*innen, die anhand der Gespräche und Begegnungen gemeinsam mit den Jugendlichen eine performative Dokumentation entwickeln. Uraufgeführt wird dieses Projekt im Rahmen der Ruhrtriennale ab dem 31. August auf der großen Bühne von PACT Zollverein in Essen.
 
Ein wichtiger Kooperationspartner der Jungen Triennale ist in den kommenden drei Jahren der Essen-Katernberger „Arbeitskreis Kunst und Soziales“, der seit 2013 ein breites Netzwerk aus Verbänden und Institutionen aufgebaut hat. Katernberg ist somit auch der zentrale Ort des #nofear-Projektes, an dem unter anderem ein Netzwerkbüro entstehen soll, das nicht von Erwachsenen, sondern von jungen Menschen aus dem Stadtteil geführt wird. Darüber hinaus sollen im Rahmen der jetzt startenden Workshops auch Einwohner*innen aus Katernberg in das Projekt eingebunden werden. In Interviews und Diskussionsrunden werden sie zu ihren Ängsten rund um das Thema Sexualität befragt. Ihre Antworten sind Teil des #nofear-Podcasts, der ab sofort via iTunes, Spotify und Deezer sowie über die Website der Ruhrtriennale ( http://ruhrtriennale.de/news/nofear-podcast-1/ ) abgerufen werden kann.
 
#nofear ist eine Produktion der Ruhrtriennale mit freundlicher Unterstützung von PACT Zollverein und dem Arbeitskreis Kunst und Soziales.

#nofear 2018 wird gefördert durch die Stiftung Mercator.

Dienstag, 10. April 18
"Das Literarische Quartett" im ZDF mit Katharina Teutsch als Gast
Volker Weidermann lädt am Freitag, 20. April 2018, 23.25 Uhr, gemeinsam mit Christine Westermann und Thea Dorn im ZDF zum Gespräch über Bücher. Zu Gast beim "Literarischen Quartett" ist dieses Mal die freie Literaturkritikerin Katharina Teutsch (Deutschlandfunk, FAZ.). Im Rang-Foyer des Berliner Ensembles diskutieren die vier über Werke von Eshkol Nevo, Johann Scheerer, Éric Vuillard und Serhij Zhadan.


© ZDF

"Über uns" heißt der neue Roman des israelischen Schriftstellers Eshkol Nevo. Er erzählt von drei Familien, die über drei Etagen verteilt in einem gutbürgerlichen Haus in Tel Aviv wohnen. Nachbarn, die nicht wissen, was die anderen hinter ihren Wohnungstüren treiben. Jeder lebt sein Leben, jeder hat sein Geheimnis. Nevo durchleuchtet das Haus und seine Bewohner, erzählt von ihren Ängsten und Freuden, Lügen und Selbsttäuschungen. Erst am Ende des Romans schwant dem Leser, warum der Titel "Über uns" heißt.

Die Reemtsma-Entführung war einer der spektakulärsten Kriminalfälle der deutschen Nachkriegsgeschichte. In dem Buch "Im Keller" hat Multimillionär Jan Phillip Reemtsma seine Gefangenschaft verarbeitet. Jetzt, 22 Jahre später, erzählt sein Sohn, Johann Scheerer, der damals dreizehn war, in "Wir sind dann wohl die Angehörigen", die Geschichte aus seiner Perspektive. Wie es sich anfühlte, als seine Mutter ihn weckte und davon sprach, sie müssten jetzt beide "ein Abenteuer bestehen", wie der Pubertierende die 33 Tage erlebte, in denen nichts und doch ganz viel passierte, und wie dieses Verbrechen das Verhältnis zu seinem Vater und sein ganzes Leben dramatisch veränderte.

Historische Ereignisse zugespitzt und ganz neu zu erzählen, dafür ist Éric Vuillard bekannt. In "Die Tagesordnung" schildert er auf nur 128 Seiten entscheidende Momente von Hitlers Aufstieg. Am 20. Februar 1933 – kurz nach der Machtübernahme – findet in Berlin ein geheimes Treffen zwischen Adolf Hitler und 24 Industriebossen statt. Fast zwei Millionen Reichsmark spendet die deutsche Wirtschaftselite der NSDAP. Danach gehen alle zunächst wieder zur Tagesordnung über. Doch Vuillard zeigt: Die Deals zwischen Geld und Macht wirken bis heute. Für diese Weltgeschichte in Kurzversion erhielt Éric Vuillard den wichtigsten Literaturpreis Frankreichs: den Prix Goncourt.

Wie der Krieg eine vertraute Umgebung in eine apokalyptische Landschaft verwandelt, davon erzählt der ukrainische Schriftsteller Serhij Zhadan in seinem Roman "Internat", für dessen brillante Übertragung ins Deutsche das Übersetzerduo Juri Durkot und Sabine Stöhr gerade den Preis der Leipziger Buchmesse erhalten hat. Mit dem Sprachlehrer Pascha macht sich der Leser auf den Weg durch die Ostukraine. Pascha soll seinen Neffen aus einem nahen Internat abholen und gerät dabei in eine Kriegszone, in der sich Separatisten, Milizionäre und ukrainische Soldaten gegenseitig in Schach halten. Der Heimweg der beiden wird zur Prüfung. Je willkürlicher und surrealer der Krieg tobt, desto klarer wird Paschas Haltung zur Welt.

Bücherliste:
Eshkol Nevo "Über uns" (dtv)
Johann Scheerer "Wir sind dann wohl die Angehörigen: Die Geschichte einer Entführung" (Piper)
Éric Vuillard "Die Tagesordnung" (Matthes & Seitz)
Serhij Zhadan "Internat" (Suhrkamp)
"Das Literarische "Quartett" wird im Rang-Foyer des Berliner Ensembles mit Publikum aufgezeichnet. Die nächste Sendung findet am 29. Juni 2018 statt.

dasliterarischequartett.zdf.de

Dienstag, 10. April 18
Premiere am Schauspiel Chemnitz: Tod eines Handlungsreisenden
Eines Morgens wachst du auf und stellst fest, dass du tot mehr wert bist als lebendig. Nach über dreißig Jahren als Handelsvertreter bleibt Willy Loman am Ende nur diese Erkenntnis. Dabei fing doch alles so gut an: Mit einer Bilderbuchfamilie im Rücken, einem Lachen im Gesicht und der Bügelfalte in der Hose zog er los, fest entschlossen, den amerikanischen Traum von höchstem Erfolg bei maximaler Gewinnoptimierung in die Tat umzusetzen. Doch wenn das Lachen nicht mehr erwidert wird, dann stürzt eine Welt ein. In der Firma kann er nicht mehr mithalten. Leistung und Erfolg bleiben aus. Erschöpft und gehetzt gerät Loman zunehmend unter Druck, die finanziellen und gesellschaftlichen Ansprüche aufrecht zu erhalten. Und auch die einstige Bilderbuchfamilie ist zerrüttet. Lügen, Sprachlosigkeit und gegenseitig enttäuschte Erwartungen dominieren. Mit einem immer brüchiger werdenden Optimismus versucht Willy, die Augen vor dem eigenen Scheitern zu verschließen und flüchtet sich verzweifelt in Traumwelten. Als er schließlich entlassen wird, steht er vor dem Bankrott seiner gesamten Existenz und sieht nur noch einen Ausweg – immerhin ist er tot noch 20.000 Dollar wert.
Mit „Tod eines Handlungsreisenden“ aus dem Jahre 1949 entlarvt Arthur Miller (1915-2005) den „American Dream“ als Trugbild. Das Scheitern des Einzelnen ist in seinen Augen symptomatisch für das Scheitern einer ganzen Gesellschaftsordnung. In der Regie von Carsten Knödler wird Millers Drama, für das er mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde, nun erstmalig am Schauspiel Chemnitz zu sehen sein. An die Konzeption von Miller anknüpfend, untersucht Knödler zugleich die Frage, wie man das Hamsterrad der menschlichen Existenz verlangsamen kann, um über selbstbestimmte Lebensentwürfe nachzudenken.

Tod eines Handlungsreisenden
Von Arthur Miller
Deutsch von Volker Schlöndorff und Florian Hopf
Premiere: 5. Mai 2018, 19.30 Uhr im Schauspielhaus Chemnitz
Regie: Carsten Knödler
Bühne: Stefan Morgenstern
Kostüme: Ricarda Knödler
Mit: Dirk Glodde (Willy Loman), Katka Kurze (Linda / Letta), Martin Esser (Biff), Konstantin Weber (Happy), Dominik Puhl (Bernard / Howard Wagner / Stanley), Andrea Zwicky (Die Frau / Miss Forsythe), Wolfgang Adam (Charley), Philipp Otto (Ben)

www.theater-chemnitz.de

Dienstag, 10. April 18
Die interaktive Ausstellung »Land der Kulturen« auf Tournee mit »Monteverdi, Graun, Gluck, Haydn: Orfeo«
Freies Musikzentrum Stuttgart-Feuerbach | 28./29.4.18 und 10./11./12.5.18, jew. ab 17:00
Die interaktive Wanderausstellung »Land der Kulturen« begleitet die transkulturelle Opernproduktion »Orfeo« in das Freie Musikzentrum Stuttgart-Feuerbach.  Als thematisch passende Rahmung zum musikalischen Höhepunkt lädt die interaktive Ausstellung der gemeinnützigen wirWerk gGmbH die BesucherInnen zu einem Perspektivwechsel ein. Multimediale Mini-Games auf Tablets und haptisch-analoge Spielerfahrungen machen es möglich, sich in die emotionale Lage von Menschen mit Fluchterfahrung hineinzuversetzen. Der interaktive Parcours wird von den neuzugewanderten Team-Mitgliedern des wirWerk und Zuflucht Kultur begleitet und durchgeführt.


Orfeo
Cornelia Lanz als Orfeo

Foto: Stefanie Simbeck

Es ist an der Zeit, Geflüchteten nicht länger als passiven Leistungsempfängern und traumatisierten Schutzbedürftigen zu begegnen, sondern sie und ihre Fähigkeiten und Potentiale aktiv in den Prozess der interkulturellen Völkerverständigung einzubinden. »Land der Kulturen« ist kein Projekt für, sondern von Menschen mit Fluchterfahrung. Aus ihrem persönlichen soziokulturellen Hintergrund heraus haben sie die Inhalte der interaktiven Simulationen entwickelt, begleiten die BesucherInnen durch den Parcours und berichten von ihren Emotionen, Erfahrungen und gerade auch der Schönheit ihrer Länder und Kulturen – jenseits der allgegenwärtigen medialen Bilder von Gewalt, Unterdrückung, Krieg und Flucht.

»Land der Kulturen« stellt das erste große Projekt der im Mai 2017 gegründeten wirWerk gGmbH dar. Die Gesellschaft ist operativ, fördernd und strategisch-unterstützend in den Bereichen der Stärkung internationaler Gesinnung und interkultureller Toleranz; der Förderung benachteiligter Menschen weltweit; sowie des globalen Umweltschutzes tätig. Die gemeinnützige GmbH und die dahinterstehende Lennon Maki Stiftung wurden von Nadja Maki und ihrem Vater Reinhold Stammeier in Gedenken an Lennon Maki gegründet, der im Alter von drei Jahren bei einem tragischen Unfall ums Leben kam.

Projekt: bundesweite Wanderausstellung »Land der Kulturen«
Träger: wirWerk gGmbH | wir-werk.org | land-der-kulturen.de
Team: Nadja Maki, Dr. Christine Stenzer, Laura Franke, Louay Sakr, Wasim Summakeih, Mohammad Bahaia, Mahmoud Almabrouk
Förderprogramme, Partner und Unterstützer: »Lichterkette#NextLevel«/Lichterkette e.V.; »Miroprojekt 2017«/HoR München, BAMF; »ANKOMMER. Perspektive Deutschland«/Social Impact gGmbh, KfW-Stiftung; »Flüchtlinge werden Freunde«/KJR; werkraum der Hans Sauer Stiftung; MD.H Mediadesign Hochschule München; WastedStudios; Microsoft; MVV u.a.

Dienstag, 10. April 18
Oper Leipzig zeigt »Ring des Nibelungen« mit Starbesetzung
(lifePR) - Die zweite von drei zyklischen »Ring«-Aufführungen an der Oper Leipzig in dieser Saison wird mit eintägiger Unterbrechung vom 11. bis zum 15. April zu erleben sein. Erneut geben sich namhafte internationale Gäste ein Stelldichein in Leipzig. Einige zentrale Rollen sind bei diesem »Ring«-Zyklus durchgängig besetzt: Der schottische Bassbariton Iain Paterson steht gleich dreimal, als Wotan (in »Das Rheingold« und »Walküre«) bzw. Wanderer (in »Siegfried«), auf der Bühne. Jürgen Linn wird – wie schon bei den Richard-Wagner-Festtagen 2017 – durchweg als Alberich (in »Das Rheingold«, »Siegfried« und »Götterdämmerung«) zu hören sein und Christiane Libor als Brünnhilde in »Siegfried« und »Götterdämmerung«. Meagan Miller (Sieglinde), Daniela Köhler (Helmwige), Thomas Mohr (Siegfried in der »Götterdämmerung«, Loge in »Das Rheingold«), Robert Dean Smith (Siegmund) und Christian Franz (Titelpartie in »Siegfried«) gastieren ebenfalls in Leipzig. Die musikalische Leitung hat an allen vier Abenden Generalmusikdirektor Prof. Ulf Schirmer.

Die Oper Leipzig hat seit 2016, nach über vierzig Jahren, wieder einen kompletten szenischen »Ring« im Repertoire. Die szenische Umsetzung lag in den Händen des Regieteams Rosamund Gilmore (Inszenierung), Carl Friedrich Oberle (Bühne) und Nicola Reichert (Kostüme). Wagners »Ring des Nibelungen« hat für Leipzig eine besondere Bedeutung. Mit der Stadt verbinden sich Ereignisse wie die erste Aufführung des kompletten »Rings« außerhalb von Bayreuth im Jahr 1876 oder richtungsweisende Neudeutungen wie die »Ring«-Inszenierung von Joachim Herz in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts. Darüber hinaus verfügt das Gewandhausorchester über eine Wagner-Tradition, die mit Namen wie Angelo Neumann, Arthur Nikisch oder Gustav Mahler weit ins 19. Jahrhundert zurückreicht.

Aufführungen:
»Das Rheingold«, Mittwoch, 11. April 2018, 17 Uhr
»Die Walküre«, Donnerstag, 12. April 2018, 17 Uhr
»Siegfried«, Samstag, 14. April 2018, 16 Uhr
»Götterdämmerung«, Sonntag, 15. April 2018, 16 Uhr

Vom 10. bis 13. Mai können Wagner-Fans den kompletten Zyklus schließlich an vier aufeinanderfolgenden Tagen erleben.

www.oper-leipzig.de

Dienstag, 10. April 18
Ein neues Bewusstsein für den Stellenwert von musikalischer Bildung ist dringend geboten ~ Empirisch nachgewiesen: Musikmachen macht schlauer
 (lifePR) - Im Vorfeld der Musikmesse / Prolight + Sound stellte der Branchenverband SOMM – Society Of Music Merchants e. V. aktuelle Ergebnisse einer Bildungsstudie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) vor, die die zentrale Bedeutung musikalischer Bildung für eine gelungene Entwicklung von Kindern und Jugendlichen untermauert. In einer großangelegten Studie zum musikalischen Selbstkonzept wurden Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlicher musikalischer Expertise befragt. Das Ergebnis: Die Beschäftigung mit einem Musikinstrument steht in einem signifikanten Zusammenhang mit besseren schulischen Leistungen.

Schülerinnen und Schüler, die musikalische Angebote nutzen, verfügen über ein deutlich höheres muttersprachliches Selbstkonzept und sind sich ihrer höheren sprachlichen Fähigkeiten bewusst. Alexander Köhler, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU): „Das Instrumentalspiel steht in einem signifikanten Zusammenhang mit einer besseren Deutsch- und Mathematiknote.“ Unter dem Begriff Selbstkonzept versteht man eine relativ stabile Menge von Einstellungen zu sich selbst, die das eigene Verhalten und eigene Eigenschaften beschreiben und bewerten. Zudem spiegelt es Leistungsbereitschaft wieder und zeigt Auswirkungen auf das allgemeine Wohlbefinden.

Der Branchenverband SOMM – Society Of Music Merchants e. V. setzt sich seit Jahren für mehr musikalische Bildung an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland ein, um das Musizieren und die Musikkompetenz in der Gesellschaft zu stärken. „Es ist sogar empirisch nachgewiesen, dass Musikmachen den Menschen gut tut und sich darüber hinaus positiv auf Leistungsfähigkeit und den Erwerb weiterer Kompetenzen wie Sprache und Mathematik auswirkt. Umso unverständlicher ist daher, dass die musikalische Bildung in Deutschland so stiefmütterlich behandelt wird und sich Bund und Länder nach wie vor der Verantwortung entziehen mehr für den Musikunterricht an Schulen zu tun“, sagte Daniel Knöll, Geschäftsführer der SOMM.

„Wir brauchen ein neues, klareres Bewusstsein für die Bedeutung und den Stellenwert musikalischer Bildung in Deutschland. Auch Städte, Gemeinden und Kommunen sind aufgefordert sich stärker für den Einsatz von Musiklehrerinnen und Musiklehrern an Schulen zu engagieren. Dann klappt es auch wieder mit der allgemeinen Bildung“, ist sich Knöll sicher.

Nach Meinung des Branchenverbandes ist nicht nachvollziehbar, warum im aktuellen Koalitionsvertrag die musikalische Bildung weder Erwähnung findet, noch  Maßnahmen geplant sind, mehr Musiklehrerinnen und Musiklehrer an Schulen einzustellen – lediglich die allgemeine kulturelle Bildung wird erwähnt. „Wir werden die Regierung beim Wort nehmen, wenn es darum geht ‚(…) jedem von Kindesbeinen an Zugang zu kulturellen Angeboten zu ermöglichen‘“, so Knöll weiter. Seit Jahren beklagen Schulen in Deutschland, dass es zu wenig Musiklehrerinnen und Musiklehrer gibt und deshalb Musikunterricht nicht angeboten werden kann. Dabei besteht kein Zweifel daran – der schulische Musikunterricht ist mit Abstand der wichtigste Zugang zum Musizieren. Und noch mehr: In der Schule vermittelte musikalische Bildung ist ein Schlüssel zu mehr und effektiver vermittelter Bildung generell in Deutschland, wie die aktuell vorgestellte Studie eindrucksvoll beweist.

Methodik
Befragt wurden im Rahmen der Studie von Alexander Köhler zum musikalischen Selbstkonzept am Lehrstuhl für Musikpädagogik, Professor Dr. Wolfgang Pfeiffer, der Universität Nürnberg-Erlangen, insgesamt 2.800 Schülerinnen und Schüler. Davon  Mitglieder der Regensburger Domspatzen, des Windsbacher Knabenchors, des Thomanerchores Leipzig, Schülerinnen und Schüler zweier musischer Gymnasien und Schülerinnen und Schüler eines mathematisch- naturwissenschaftlichen Gymnasiums ohne musikalische Betätigung.

Der Verband SOMM - Society Of Music Merchants e. V. - Spitzenverband der Musikinstrumenten- und Musikequipmentbranche in Deutschland - vertritt die Interessen von 60 Unternehmen aus den Bereichen Herstellung, Vertrieb, Handel und Medien aus der Musikinstrumentenbranche, die rund zwei Drittel des deutschen MI-Marktes repräsentieren.

Der Verband vertritt national und europaweit die kulturellen und wirtschaftlichen Interessen der Musikinstrumenten- und Musikequipmentbranche mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der Branche in allen Marktbereichen zu stärken, die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen den Anforderungen der Branche entsprechend mitzugestalten, Marktstandards zu definieren und Dienstleistungen für Mitglieder zu erbringen, eine zeitgemäße musikalische Fort- und Weiterbildung zu fördern sowie das aktive Musizieren und die Musikkompetenz in der Gesellschaft zu intensivieren.

www.somm.eu

Samstag, 7. April 18
Jubiläumsshows zum 30-jährigen Geburtstag von STARLIGHT EXPRESS
30 Lichtjahre voller Energie – STARLIGHT EXPRESS feiert Geburtstag! Diesem einmaligen Ereignis in der Theatergeschichte widmet STARLIGHT EXPRESS eine ganze Jubiläumswoche:
Vom 14. Juni bis zum 17. Juni lädt das Bochumer Erfolgsmusical Zuschauer zu feierlichen Geburtstagsvorstellungen mit exklusivem Rahmenprogramm.

Das Rahmenprogramm umfasst u.a. einen Begrüßungssekt, den Gang über den roten Teppich plus Fotowand zum Signieren, eine atemberaubende Pre-Show im Theatersaal sowie ein Meet & Greet mit den Stars aus dem Musical und den Zutritt zur After-Show-Party mit reichhaltigem Fingerfood-Buffet, Live-Band und DJ.

www.starlight-express.de/jubilaeumsshows.html

Samstag, 7. April 18
Andrew Lloyd Webber überarbeitet STARLIGHT EXPRESS zum 30. Geburtstag
Das Rekord-Musical in Bochum feiert sein 30. Jubiläum mit aktualisierter Musik und neuen Show-Elementen.
Andrew Lloyd Webbers vielfach ausgezeichnetes Musical Starlight Express wird anlässlich des 30. Geburtstags seiner Laufzeit in Bochum umfassend künstlerisch überarbeitet. Am 12. Juni 2018 feiert die weiterentwickelte Show Premiere im eigens für STARLIGHT EXPRESS erbauten Theater in Bochum – genau 30 Jahre nach der deutschen Uraufführung.

Die überarbeitete Version beinhaltet aktualisierte Bühnenelemente, neue Kostüme und Perücken des international renommierten Designers John Napier, der bereits 1988 für die gesamte Ausstattung verantwortlich zeichnete. Ein neues Tondesign kreiert der Tony und Olivier Award Gewinner Gareth Owen, das neue Lichtdesign entwickelt Rob Sonclair. Eine innovative Projektionstechnik wird von Duncan McLean entworfen. Regie führt Arlene Phillips, die Choreografin der Originalproduktion von Starlight Express, die seit vielen Jahren auch für die Bochumer Version die künstlerische Verantwortung trägt.

„Mit seinem 30. Geburtstag schreibt STARLIGHT EXPRESS Musical-Geschichte. Andrew Lloyd Webber, Arlene Phillips und John Napier haben fast ein Jahr lang gearbeitet, um die Show noch spektakulärer, mitreißender und magischer zu gestalten. Alles, was das Publikum an unserem Musical liebt, bleibt, aber es wird auch jede Menge Überraschungsmomente geben – rasanter als alles, was Sie jemals auf einer deutschen Bühne gesehen haben“, erklärt Maik Klokow, Produzent und Geschäftsführer der Mehr! Entertainment GmbH.

Weltweit haben mehr als 20 Millionen Zuschauer Starlight Express mit Musik von Andrew Lloyd Webber, Text von Richard Stilgoe und Choreografie von Arlene Phillips bisher gesehen.

Im Traum eines kleinen Jungen wird seine Spielzeugeisenbahn zum Leben erweckt: Von weit her fahren Züge in den Bahnhof ein – es ist die Nacht der Weltmeisterschaft der Lokomotiven. Die junge Dampflok Rusty, liebenswert, doch technisch schon lange nicht mehr auf dem neuesten Stand, scheint gegen ihre modernen Herausforderer keine Chance zu haben. Auf einmal taucht er auf, der legendäre „Starlight Express“, wie ein leuchtender Schweif am Himmel. Die Nacht ist voll funkelnder Sterne, als Rusty erfährt, worauf es ankommt im Leben: auf den Glauben an sich selbst. Mit neuem Mut geht er ins Finale. Und Pearl, der Erste-Klasse-Wagen, beginnt zu verstehen, wem ihre wahre Liebe gilt.


Starlight Express feierte seine Weltpremiere am 27. März 1984 im Apollo Victoria Theatre in London, für die erstmals Laufbahnen mitten durch den Zuschauerraum gebaut wurden. Im April 1991 erreichte Starlight Express den zweiten Platz der am längsten laufenden Musicals der damaligen Londoner Theatergeschichte. Die Show wurde in vielen Ländern der Welt produziert, darunter in den USA, Japan, Australien sowie in zahlreichen Ländern in Europa und Asien – nirgends aber war Starlight Express so erfolgreich wie in Bochum mit inzwischen mehr als 16 Millionen Zuschauern seit der Premiere 1988.

www.starlight-express.de/jubilaeumsshows.html

Samstag, 7. April 18
Internetseite zu Ehren des Bregenzer Zauberflöten-Bühnenbildners
Der im November 2014 verstorbene Bühnenbildner Johan Engels war an maßgeblichen Opernaufführungen in Bregenz beteiligt. Anlässlich seines 66. Geburtstages, den er am 4. April gefeiert hätte, riefen Freunde eine Internetseite ins Leben, die sein Schaffen feiern soll.

Engels‘ erste Arbeit in Bregenz war das Bühnenbild für die Oper im Festspielhaus Maskerade 2005. Es folgte die mehrfach ausgezeichnete szenische Uraufführung von Die Passagierin im Jahr 2010. Für das Spiel auf dem See der Jahre 2013 und 2014 Die Zauberflöte entwarf Engels drei rund 24 Meter hohe Drachenhunde. Die Mozart-Oper bescherte dem Festival einen bis heute gültigen Besucherrekord.

www.johanengels.net

Samstag, 7. April 18
Monumentale Maniküre bei den Bregenzer Festspielen
Der Winter war lang und kalt. Trockene Haut ist die Folge. Abhilfe schafft Festspiel-Kosmetiker Robert Grammel, der Carmens Hände wieder geschmeidig macht. Und auch sonst hat der Frühjahrsputz für die Bühnenkulisse im Bodensee begonnen.


Monumentale Maniküre bei den Bregenzer Festspielen
© Bregenzer Festspiele / Dietmar Mathis

In 20 Metern Höhe hängt Robert Grammel fest verzurrt am Kletterseil oberhalb des fünf Meter langen Daumens der linken Carmen-Hand. Die tiefen Temperaturen der vergangenen Monate haben Falten und Risse in der Haut hinterlassen. Mit Farbe, Styropor und Fingerspitzengefühl machen Robert und sein Kompagnon Matthias Trostberger aus Carmen wieder eine theatrale Schönheit.

Kosmetisches Geschick
In sechs Wochen soll die monumentale Maniküre vollendet sein. „Grundsätzlich ist das ein Routinevorgang wie nach jedem Winter. Aber Maniküre gab's noch nie“, erläutert Technikchef Wolfgang Urstadt. Erfahrung mit Haut-Imitationen als Bestandteil der Opernkulissen hat die Festspielmannschaft bereits mehrfach machen können, zuletzt bei Aida und den zwei blauen Riesenfüßen als auch bei André Chénier mit dem aus dem Bodensee ragenden Männertorso. Anatomisches Verständnis und kosmetisches Geschick ist ein gefragtes Know-how bei den Festspiel-Technikern.

Flotte Boote
Auch an anderer Stelle des insgesamt 24 Meter hohen und 43 Meter breiten Bühnenbildes der Bizet-Oper beginnt der Frühjahrsputz. Während der Wintermonate entleerte Wasserleitungen werden in Betrieb genommen, Bühnenmeister kontrollieren das Fundament aus Holz und Stahl auf Frostschäden, und auch die kleinen Arbeitsboote werden wieder flott gemacht. Ab Mai installieren Ton- und Lichttechniker außerdem 430 Scheinwerfer und 77 Lautsprecher im Bühnenbild, die nach dem letzten Spieltag der vergangenen Saison ausgebaut und im Festspielhaus gelagert wurden.

Carmen-Tickets verfügbar
Pünktlich zum Probenbeginn am 21. Juni muss die riesige Bühne einsatzbereit sein. Ab dann probt Regisseur Kasper Holten fast täglich für die Wiederaufnahme-Premiere am 19. Juli. 29 Vorstellungen der Bizet-Oper stehen auf dem Programm, derzeit sind rund zwei Drittel der fast 210.000 aufgelegten Carmen-Tickets gebucht. Für alle Aufführungen sind noch Karten in vielen Kategorien erhältlich.

Eröffnet werden die 73. Bregenzer Festspiele am 18. Juli mit der Österreichischen Erstaufführung Beatrice Cenci von Berthold Goldschmidt. Bis zum 20. August stehen insgesamt 80 Veranstaltungen am Spielplan.

Tickets und Infos unter www.bregenzerfestspiele.com.

Samstag, 7. April 18
Jubiläum in Bremen: 150 Jahre Brahms-Requiem im St. Petri Dom
150 Jahre nach der ersten Aufführung des Requiems von Johannes Brahms im Bremer Dom ist Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung ihres Chefdirigenten Paavo Järvi mit „Ein Deutsches Requiem“ am 10. April 2018 um 20 Uhr im St. Petri Dom in Bremen zu hören und zu sehen. Das Konzert wird am 22. April 2018 um 11.30 Uhr auf 3Sat ausgestrahlt.

Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Paavo Järvi
Foto: Oliver Reetz

Das aktuelle Brahms-Projekt der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung ihres Chefdirigenten Paavo Järvi begeistert derzeit Publikum und Presse gleichermaßen.
Im Zuge der international viel beachteten Konzerte mit den Brahms Sinfonien ist das Requiem am 10. April 2018 für das Orchester eine besondere Ehre und Herausforderung: ›Ein Deutsche Requiem‹ des Komponisten wird auf den Tag genau 150 Jahre nach seiner Uraufführung am gleichen Ort, dem St. Petri Dom in Bremen, zu hören sein. Während das Dirigat der ersten Aufführung (10. April 1868) in den Händen von Johannes Brahms selbst lag, übernimmt 2018 Chefdirigent Paavo Järvi diesen Part. Das Konzert ist Highlight des 2015 begonnen Brahms-Zyklus und eines der drei Sonderkonzerte im Rahmen des Jubiläums „25 Jahre Deutsche Kammerphilharmonie in Bremen“.

Mit Matthias Goerne hat Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen einen besonderen Bariton eingeladen. Goerne zählt zu den vielseitigsten und weltweit gefragtesten Sängern seines Stimmfachs. Er ist regelmäßig zu Gast in den international renommierten Konzertsälen und Opernhäusern sowie bei bedeutenden Festivals und hat mit nahezu allen namhaften Dirigenten und Orchestern weltweit gearbeitet. Die rumänische Sopranistin Valentina Farcas ist seit ihrem Debüt bei den Salzburger Festspielen 2006 auf internationalen Bühnen präsent. Es singt außerdem Koris Latvija, der Lettische Staatschor, mit dessen Einladung die langjährige Städtepartnerschaft Bremens mit Riga gewürdigt wird.

Das Konzert wird vom ZDF für 3Sat aufgezeichnet, Sendetermin ist 22. April 2018 um 11.30 Uhr.

Brahms-Zyklus (2015-2019)
Die Sinfonien von Johannes Brahms neu zu interpretieren, sie für ein Publikum von heute lebendig erscheinen zu lassen, das ist das Ziel der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.
Die erste Einspielung erschien im Herbst 2017 bei Sony/RCA. Komplette Brahms-Zyklen wurden in Tokio, Wien, St. Petersburg, beim Rheingau-Musikfestival und beim Festival de Lanaudière (Kanada) gespielt. Ein weiterer Zyklus war im Frühjahr 2018 im Théatre des Champs Elysées in Paris zu hören. Eine Besonderheit: Die Orchestergröße der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen entspricht der damaligen originalen Brahmsbesetzung, vor allem in Meiningen, aber auch Wiesbaden.

Sonderkonzert 150 Jahre „Ein Deutsches Requiem“ von Johannes Brahms
„Ein Deutsches Requiem"
Di. 10. April 2018, 20 Uhr, St. Petri Dom
Paavo Järvi, Dirigent
Valentina Farcas, Sopran
Matthias Goerne, Bariton
Koris Latvija, Lettischer Staatschor
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Karten sind erhältlich u.a. beim Kunden-Service der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Tel. 0421-32 19 19 sowie online.

www.kammerphilharmonie.com

Samstag, 7. April 18
Internationales Jazzfestival BINGEN·SWINGT 2018 * 22.-24. Juni 2018 * Darstellung der Künstler
„Guitar Vibes“ goes Austria! Unser diesjähriges Festival-Motto lädt dazu ein, einen mal ganz anderen Blick über die Grenzen ins Nachbarland Österreich zu werfen!

Fällt in der Musik der Name Österreich, so wird zumeist an die Klassik gedacht. Da reiht sich die Prominenz der Romantik wie Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn, Franz Schubert, Anton Bruckner oder Franz Liszt aneinander und auch das 20. Jahrhundert strotzt vor großen Namen wie Gustav Mahler, Arnold Schönberg, Alban Berg und viele mehr. Die Liste ist schier endlos! Dass Falco ebenfalls Österreicher war und auch Udo Jürgens aus dem österreichischen Kärnten stammte, ist durchaus geläufig, aber Überraschung ist oft das Resultat, wenn der Blick in Richtung „Austropop“ fällt und ein Wolfgang Ambros, Rainhard Fendrich und Stefanie Werger sowie die Bands Erste Allgemeine Verunsicherung und S.T.S. in Österreich verortet werden. Selbst ein Joe Zawinul als weltbekannter Sparringspartner von Miles Davis und Gründer der Fusion-Gruppe Weather Report stammte aus Wien.

Bereits 2017 hatte BINGEN·SWINGT die außergewöhnliche Jazz Bigband Graz zu Gast, mit drei Bands ganz unterschiedlicher Couleur lädt BINGEN·SWINGT „heuer“ ein, das Nachbarland musikalisch noch ein bisschen besser kennen – und lieben! - zu lernen. Den Auftakt macht am Festival-Freitag die Formation FAT. „FAT?“, wird sich manch einer fragen. FAT steht für Fabulous Austrian Trio und ist dabei mehr als Programm! Fette Gitarren- und Basssounds, treibende Grooves und furiose Jazz Fusion bringen die drei Musiker nahezu intuitiv auf die Bühne. Hier mischen sich Genre, ohne ihr komplexes Innenleben zu missachten, hier  steht Virtuosität gleich neben Ensemblegeist. Kein Wunder also, dass niemand Geringerer als die Gitarrenlegende John MacLaughlin sagte, Alex Machaceks Musik beginne da, wo andere Musik aufhört. Zusammen mit Raphael Preuschl am Bass und Herbert Pirker am Schlagwerk - zwei der besten österreichischen Musiker ihres Faches - erreichet das Trio ein atemberaubend hohes Niveau zwischen verwunschenen Akkordfolgen
und Überschallläufen. Ein Muss für eingefleischte Gitarren-Freaks!

In einem ganz anderen musikalischen Genre ist der österreichische Gitarrist Diknu Schneeberger „unterwegs“. Seine Passion ist der Gypsy-Jazz und geerbt habe er sie von seinen Ahnen, den Sintis, so Diknu. Er zählt zu den seltenen Ausnahmetalenten, die in rasanter Entwicklung über Nacht zum Star werden. Und rasant ist seine Karriere: Mit 14 nimmt er das erste Mal eine Gitarre in die Hand, ein halbes Jahr später steht er auf den ersten internationalen Bühnen, um kurz darauf mit dem renommierten Hans Koller Preis ausgezeichnet zu werden. Der junge Wiener besitzt alles, was einen Gitarristen von Klasse ausmacht. Er hat diese fast unvergleichliche seltene Fingerfertigkeit, die musikalische Finesse, das ausgeprägte Gefühl und Gespür für Melodien und den notwendigen Spielwitz, der die Stücke überhaupt erst mit Leben erfüllt. Seine musikalische Sprache wird genährt durch Einflüssen aus dem Jazz, Soul, Blues, Swing und der Wiener Schrammelmusik. Für BINGEN·SWINGT hat er neben seinem Stammtrio um Vater Joschi Schneeberger am Bass und Martin Spitzer an der Rhythmus-Gitarre den jungen Geiger Sandro Roy eingeladen, der mit hoher musikalischer Reife und technischen Können brilliert. Kurz: Gypsy-Jazz at it’s best!

Ebenfalls österreichische Wurzeln hat die Formation Marina & The Kats. Dabei hält es die kleinste Bigband der Welt”, wie sich Marina & The Kats nennen, mit Duke Ellington: „It don’t mean a thing if it ain’t got that swing”. Fetzige Gypsy-Gitarren, leichtfüßige Rhythmen und der charmante Gesang der energischen Chefkatze Marina, die auch am Schlagzeug eine ausgezeichnete Figur macht. Sie nehmen ihr Publikum mit, zu einer träumerischen Reise in die Zeit der Django Reinhardts und Cab Calloways, der Diven und Crooners, des Lindy Hops und Collegiate Shags, der Radio Shows und Revuetheater, der Mirós und Picassos, der Peek-A-Boo's und Victory Rolls, der Buick Rivieras und Cadillac Convertibles zwischen dem schummrigen Cotton Club Harlems und den sonnenüberglänzten Palmen Santa Monicas und bringen den Tanz-Sound der Juke Joints und Ballsäle ins Hier und Heute. Nostalgie? Ja, bitte, am besten im passenden Outfit – und selbstredend mit den passenden Tanzschuhen!
Was für Ausblick auf das musikalische Österreich! BINGEN·SWINGT freut sich sehr über die Kooperation und begrüßt Musiker und Land mit einem herzlichen „Servus in Bingen“!

www.bingen.de

Freitag, 6. April 18
Deniz Yücel im exklusiven Fernsehinterview bei „ttt“
Seit sechs Wochen ist Deniz Yücel frei – entlassen aus dem türkischen Gefängnis, in dem er ein Jahr ohne Anklageschrift gefangen gehalten wurde. In der vorigen Woche hat Deniz Yücel sich bei seinem ersten öffentlichen Auftritt im Festsaal Kreuzberg bei all seinen Unterstützern bedankt und „ttt“ sein bislang einziges Fernseh-Interview gegeben, die Sendung ist am Sonntag, 8. April, um 23.05 Uhr im Ersten zu sehen.
Seit sechs Wochen ist Deniz Yücel frei – entlassen aus dem türkischen Gefängnis, in dem er ein Jahr ohne Anklageschrift gefangen gehalten wurde, davon über acht Monate in Isolationshaft. Erst am Tag seiner Entlassung erfuhr er, was die türkische Justiz ihm vorwirft: ein paar Zeitungsartikel, erschienen in der Tageszeitung „Die Welt“, deren Korrespondent Yücel ist, sowie Kontakte zu Oppositionspolitikern, Menschenrechtsanwälten, Wissenschaftlern. Mehr nicht. Für seine reguläre journalistische Tätigkeit drohen ihm in dem Prozess, der im Juni dieses Jahres in der Türkei beginnen soll, bis zu 15 Jahre Haft. Yücels Inhaftierung führte zu einer großen, in Deutschland einmaligen Solidaritätswelle, weit über die Medien-Branche hinaus. Autokorsos wurden gefahren, Lesungen seiner Texte veranstaltet, Tausende von Briefen zu ihm ins Gefängnis geschickt. Sein Fall führte vielen Menschen auch in Deutschland vor Augen, wie schnell Konflikte, die wir weit weg an der Peripherie Europas lokalisieren, auch in unser Leben eingreifen können. Und welche Folgen es hat, wenn demokratische Grundwerte, wie die hierzulande vom Grundgesetz garantierte Presse- und Meinungsfreiheit, macht- und geopolitischen Ambitionen geopfert werden.

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Deniz Yücel im exklusiven Fernsehinterview bei „ttt“
Foto: ARD/ttt

In der vorigen Woche hat Deniz Yücel sich bei seinem ersten öffentlichen Auftritt im Festsaal Kreuzberg bei all seinen Unterstützern bedankt und „ttt“ sein bislang einziges Fernsehinterview gegeben: über sein in der Haft entstandenes Buch „Wir sind ja nicht zum Spaß hier“, über den Alltag im türkischen Hochsicherheitsgefängnis Silivri Nr. 9, über die nicht einmal mehr zum Schein gewahrte Unabhängigkeit der Justiz in der gegenwärtigen Türkei und über die Freiheit, so viel Himmel über dem Kopf zu haben, wie man will.

„ttt – titel, thesen, temperamente“ kommt am Sonntag, 8. April, vom Hessischen Rundfunk (hr) und ist um 23.05 Uhr im Ersten zu sehen; es moderiert Max Moor.

Außerdem bei „ttt“:

Bodenlos – Schwindelerregende Wohnungspreise und die Stadtgesellschaft in der Krise:
„ttt“ trifft den Stararchitekten David Chipperfield in Mailand, Reinier de Graaf, Partner von Rem Koolhaas im Office for Metropolitan Architecture (OMA), in Rotterdam, und Christine Thalgott und Hans-Jochen Vogel von der „Münchner Initiative für ein anderes Bodenrecht“ in München.

„Capital City“ – Spektakuläre Fotos, Bilder aus den Städten der Welt:
 „ttt“ besucht den spanischen Fotografen Carlos Hernàndez in seiner Heimatstadt Barcelona.

Südafrikas Kunst-Star trifft auf historische Skulpturensammlung – William Kentridge im Frankfurter Liebieghaus:
 „ttt“ hat Kentridge in der Frankfurter Ausstellung getroffen und sich mit ihm auf Sinnsuche in dieser großen, faszinierenden Bilderwelt begeben.

Stardirigent mit Kuhherde – Sir John Eliot Gardiner wird 75:
„ttt“ hat den Dirigenten und begeisterten Biobauern bei seinen Konzerten und auf seinem Landsitz im britischen Dorset besucht.

Moderation: Max Moor, Redaktion: Edith Lange und Tom Klecker (hr)

www.DasErste.de/ttt

Freitag, 6. April 18
Semperoper Junge Szene: »Das Rätsel der gestohlenen Stimmen«  ~ Uraufführung des Musiktheaters für Kinder am 13. Mai 2018
Susi macht sich mit ihrem Hund Otto auf, die gestohlenen Stimmen aus Herrn Akustikus’ unheimlicher Villa zu befreien. Dabei muss sie eine Menge geheimnisvoller Rätsel und kniffliger Fragen lösen. Aber ohne Hilfe können Susi und Otto unmöglich die richtigen Entscheidungen treffen. Daher soll das junge Publikum die beiden Helden in Johannes Wulff-Woestens Kinderoper »Das Rätsel der gestohlenen Stimmen« geistesgegenwärtig unterstützen.

Die Semperoper Dresden bringt die von Tom Quaas fantasievoll inszenierte Auftragskomposition nun als Musiktheater für Kinder am Sonntag, dem 13. Mai, in Semper Zwei unter der Musikalischer Leitung des Komponisten in der Spielstätte Semper Zwei zur Uraufführung. Als Vorlage für das Libretto diente Manfred Weiß, dem Künstlerischen Leiter von Semper Zwei, die gleichnamige Fabel des mit den höchsten Preisen ausgezeichneten britischen Gegenwartsliteraten Sir Alan Ayckbourn. Dessen interaktives Bühnenwerk über die Macht der Töne und Stimmen zählt seit 30 Jahren zu den erfolgreichsten Kindertheaterstücken überhaupt.

In der Partie der Susi begibt sich Tania Lorenzo auf die musikalische Spurensuche, treu begleitet von Mathias Schlung als Hund Otto. Den dunklen Widerpart des Herrn Akustikus, in dessen geheimnisvollen Schrank mit vielen Fächern die gestohlenen Stimmen verborgen sind, gibt Hagen Matzeit. Es spielt die Giuseppe-Sinopoli-Akademie der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Karten für die Vorstellungen sind an der Schinkelwache am Theaterplatz (T 0351 4911 705) und online erhältlich.

www.semperoper.de

Freitag, 6. April 18
ECHO 2018: Presenter stehen fest, Kylie Minogue sowie Alice Merton & Shawn Mendes treten auf
ECHOs von Musikern für Musiker: The BossHoss, Julia Engelmann, Mark Forster, Rea Garvey, Judith Holofernes und Die Lochis als Presenter dabei
Verleihung am 12. April in der Messe Berlin, ab 20:15 live bei VOX – und neu beim Public Viewing Deluxe!
Beim ECHO gilt auch in diesem Jahr das Motto „von Musikern für Musiker“ und anstelle eines festen Moderatoren-Duos werden verschiedene Künstler durch die Verleihung führen und ihre Musikerkollegen auszeichnen. Zu den Presentern gehören Die Lochis, The BossHoss, Judith Holofernes, Rea Garvey, Mark Forster sowie die Poetry-Slammerin Julia Engelmann. Das gaben VOX und der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) heute bekannt. Der Deutsche Musikpreis ECHO wird in insgesamt 22 Kategorien vergeben, eine Übersicht über alle Nominierten gibt es auf www.echo-deutscher-musikpreis.de. Welche der Nominierten am Ende das Rennen für sich entscheiden, hängt neben den Platzierungen auf den Shortlists vom Votum der rund 550 Fachjury-Mitglieder ab. Chancen auf einen Award haben u.a. Ed Sheeran und Bausa mit jeweils vier Nominierungen sowie Luis Fonsi mit drei Nominierungen. Die ECHO-Verleihung findet am 12. April in Berlin statt. VOX strahlt am selben Abend ab 20:15 Uhr live aus.

Auch hinsichtlich des Line-ups gibt es News: Alice Merton & Shawn Mendes werden beim ECHO 2018 gemeinsam auf der Bühne stehen, und außerdem wurde vom BVMI heute ein Auftritt von Kylie Minogue bestätigt. Ebenfalls als Live Acts auf der ECHO-Bühne: Jason Derulo, Helene Fischer, Rita Ora & Liam Payne, Luis Fonsi, Mark Forster & Gentleman sowie Rea Garvey & Kool Savas.

Da die Tickets für das TV-Studio immer innerhalb weniger Minuten ausverkauft sind, gibt es 2018 erstmals ein Public Viewing Deluxe mit Red Carpet-Viewing, Live-Übertragung, DJ-Set und Privatkonzert von Alle Farben und Leslie Clio. Tickets sind für € 41,65 inklusive gesetzlicher MwSt. und zzgl. Vorverkaufsgebühr bei Eventim erhältlich.

Die vollständige Liste mit den 90 ECHO-Nominees in 18 der insgesamt 22 Kategorien gibt es online unter www.echo-deutscher-musikpreis.de. Und auch die beliebtesten Fragen zum ECHO werden auf der Website www.echo-deutscher-musikpreis.de beantwortet! ECHO CALLING!

Freitag, 6. April 18
Kurzfilm zu AUS EINEM TOTENHAUS im Internetauftritt der Oper Frankfurt freigeschaltet
Der Kurzfilm von Thiemo Hehl zur Neuinszenierung von Leoš Janáceks Aus einem Totenhaus (Musikalische Leitung Tito Ceccherini; Regie: David Hermann) im Internetauftritt der Oper Frankfurt ist freigeschaltet:  www.oper-frankfurt.de/de/mediathek/  .

Aus einem Totenhaus
Aus einem Totenhaus
Oper Frankfurt
Šiškov (Johannes Martin Kränzle)
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Thiemo Hehl (* 1971) arbeitet seit 1996 in München, Berlin und Hannover in den Bereichen Kino-, Fernseh- und Dokumentarfilm sowie Werbung und Videoclips. Von 2006 bis Juli 2010 war er als Leiter der Dokumentarfilm-Produktionsfirma filmtank stuttgart (Zweigniederlassung der filmtank GmbH) tätig. In dieser Funktion war er Produktionsleiter bei diversen Dokumentarfilmen (u.a. Die Frau mit den 5 Elefanten von Vadim Jendreyko, der u.a. den Schweizer Filmpreis gewann und für den Deutschen Filmpreis 2010 nominiert war). Er ist Autor des Drehbuches zum Dokumentarfilm Die singende Stadt über den Alltag eines Opernhauses. Dieser Film wird anhand der Inszenierung von Wagners Parsifal von Calixto Bieito an der Staatsoper Stuttgart erzählt und lief 2011 bundesweit im Kino; zudem wurde er auf 3sat ausgestrahlt. Von 2008 bis Ende der Spielzeit 2013/14 erstellte Thiemo Hehl die Premieren-Trailer der Staatsoper Stuttgart. In gleicher Funktion arbeitet er seit 2010 für die Oper Frankfurt, seit 2012 bzw. 2014 für das Theater und Orchester der Stadt Heidelberg sowie seit 2015 für das Nationaltheater Mannheim und das Theater Koblenz. Weitere Informationen finden sich unter www.thiemohehl.de.

Freitag, 6. April 18
Der Künstler Ferry Ahrlé ist verstorben
Der Maler, Zeichner, Autor Ferry Ahrlé ist im Alter von 93 Jahren am 4. April 2018 in Frankfurt am Main gestorben. Bis kurz vor seinem Tod schuf er noch zahlreiche Werke, darunter ein großformatiges Wandgemälde für das Leipziger Restaurant „Augustiner“, das im März des Jahres eröffnet wurde.


Der Maler, Zeichner und Autor Ferry Ahrlé,

Foto: Roessler ProResult

Der hochdekorierte Künstler – u.a. „Bundesverdienstkreuz 1. Klasse“ (1985), „Goethe-Plakette“ der Stadt Frankfurt am Main (2004) und „Hessischer Verdienstorden“ (2014) – zählt zu einem der renommiertesten Künstler Deutschlands. Er widmete sich in seinem künstlerischen Schaffen unterschiedlichen Sujets und Themen, die jeweils großen Anklang und Anerkennung erfuhren. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts in Frankfurt am Main geboren und an der Berliner Hochschule für Bildende Kunst bei den Professoren Gerhard Ullrich und Max Kaus ausgebildet, übertrug er die Kunst des 20. Jahrhunderts in die Moderne.

Seine national und international geschätzten Werke, darunter auch zahlreiche Porträts bedeutender Persönlichkeiten, befinden sich in privatem und staatlichem Besitz (wie etwa im Burgtheater Wien oder im Römer, Stadt Frankfurt am Main). So vielseitig wie der Künstler selbst, so vielseitig ist sein Œuvre. In den 50er Jahren schuf er im Auftrag der Constantin Film AG Filmplakate zu Filmen von Fellini, Bergmann, Buñuel, Truffaut  und Polanski. In den 60er Jahren lebte und arbeitete er in Paris und widmete sich Stadtlandschaften und Architektur. 1965 kehrte er nach Frankfurt am Main zurück. Weitere einflussreiche Werke entstanden wie etwa der Zyklus „Gemalte Musik“, eine malerische Interpretation bedeutender Musikwerke der Klassik. Auch im Fernsehen war Ferry Ahrlé jahrzehntelang präsent. Er schrieb für seine Serien wie beispielsweise „Da sind sie wieder“ oder „Galerie der Straße“ die Drehbücher und trat selbst in diversen Rollen auf. Legendär wurde die TV-Serie „Sehr ähnlich, wer soll‘s denn sein“, in der er sich mit seinen Gesprächspartnern unterhält und sie gleichzeitig zeichnet. Zu den Interviewpartnern zählten u.a. Maria Schell, Erika Pluhar, Johannes Heesters und Yehudi Menuhin. Für diese besondere Art des Porträtierens „in doppelter Form“ erhielt Ferry Ahrlé den „Golden Award“ auf dem Internationalen Film und Fernsehfestival 1980 in New York.

Es folgten Werk-Zyklen zum Leben und Werk von E.T.A. Hoffmann und zu Gedichten von Johann Wolfgang Goethe, Christian Morgenstern und Joachim Ringelnatz. Zudem war Ferry Ahrlé als Buchautor tätig und veröffentlichte zahlreiche Publikationen. Im Jahr 2014 erschien die Biografie „Jahre wie Tage“ mit einem Vorwort seines Freundes Hilmar Hoffmann, dem ehemaligen Kulturdezernenten der Stadt Frankfurt am Main.

Ferry Ahrlé lebte und arbeitete in Frankfurt am Main und Berlin. www.ferry-ahrle.de

Freitag, 6. April 18
"Der Graf von Monte Christo" ist zurück ~ Wiederaufnahme des Musicalerfolgs an der Musikalischen Komödie Leipzig
(lifePR) - Am Freitag, 6.  April, 19:30 Uhr feiert die Musikalische Komödie die Wiederaufnahme des Musicals »Der Graf von Monte Christo« von Frank Wildhorn. 2012 wurde hier mit großem Erfolg die deutsche Erstaufführung des Musicals in einer Inszenierung von Cusch Jung präsentiert, der mit seiner Wildhorn-Trilogie die Herzen der Leipziger Musical-Fans im Sturm eroberte und seit der Spielzeit 2015/16 Chefregisseur der Musikalischen Komödie ist.

Der US-Amerikaner Frank Wildhorn gilt als einer der erfolgreichsten Musicalkomponisten der Gegenwart. Seine Bühnenversion des weltbekannten Abenteuerromans von Alexandre Dumas wartet mit rasanten Kampf- und Fechtszenen, schmissigen Tanzeinlagen und jeder Menge Romantik in Form von herzzerreißenden Balladen auf. Für Bühne und Kostüme holte Cusch Jung Karin Fritz und Sven Bindseil ins Boot. In der Titelrolle ist Marc Clear zu erleben, der die Leipziger auch als Jekyll/Hyde begeistert. Die Frau an seiner Seite ist abermals Marysol Ximenez-Carrillo als Mercédès.

Edmond Dantès (Marc Clear) wird aufgrund einer Intrige unschuldig verurteilt. Der junge Mann verliert nicht nur seine Freiheit, sondern auch seine große Liebe Mercédès (Marysol Ximenez-Carrillo) an einen seiner Widersacher. Die skrupellosen Intriganten steigen in höchste Gesellschaftskreise auf, während Dantès sein Leben im Kerker fristet. Nach seiner geglückten Flucht schwört er bittere Rache. Mit Hilfe eines Schatzes setzt er als geheimnisvoller Graf von Monte Christo seine Pläne in die Tat um. Am Ende steht dem Liebesglück von Mercédès und Edmond nichts mehr im Wege – ihr Traum geht in Erfüllung!

Restkarten für die Wiederaufnahme und die folgenden Aufführungen am 7. & 8. April, 5. & 6. Mai 2018 sind an der Kasse im Opernhaus, unter Tel: 0341-1261261 (Mo-Sa 10-19 Uhr), per E-Mail service@oper-leipzig.de oder im Internet unter www.oper-leipzig.de erhältlich.

Donnerstag, 5. April 18
Die Spielzeit 2018/19 an der Komischen Oper Berlin
1 neuer Generalmusikdirektor. 1 Uraufführung. 7 Premieren. 14 Wiederaufnahmen von Der Rosenkavalier bis West Side Story. 3 Festivals, die Leonard Bernstein, den Tango und die Komische Oper Berlin feiern.
Am Dienstag stellten Intendant Barrie Kosky, der designierte Generalmusikdirektor Ainars Rubikis und die Geschäftsführende Direktorin Susanne Moser Medienvertreter*innen und Publikum die Spielzeit 2018/19 an der Komischen Oper Berlin vor. Auf dem Programm stehen acht Neuproduktionen, darunter eine Uraufführung, 14 Wiederaufnahmen, drei Festivals und vieles mehr.


Das Leitungsteam 2018/19 der Komischen Oper Berlin
Susanne Moser (Geschäftsfhrende Direktorin), Ainars Rubikis (Generalmusikdirektor),
Barrie Kosky (Intendant und Chefregisseur)

Foto: Jan Windszus Photography

Premieren
Wie ein blassroter Faden durchzieht die Stadt in all ihren symbolischen, philosophischen, sozialen und künstlerischen Dimensionen Spielzeit 2018/19. Metropolen treten mal als Metapher für Morbidität wie in Korngolds Die tote Stadt (Inszenierung: Robert Carsen) auf, mal als grausamer Protagonist wie in der Uraufführung von M – eine Stadt sucht einen Mörder von Moritz Eggert, mal ganz konkret als Paris des 19. Jahrhunderts in La Bohème und mal eher im Hintergrund als New York des 20. Jahrhunderts, dem Schaffensort von Leonard Bernstein, dessen 100. Geburtstag mit einem Festival rund um die Premiere von Candide gefeiert wird. Das Berlin der »wilden Zwanziger« war eine der Quellen für das Operettenschaffen von Paul Abraham, der die Metropolenkultur in sein Werk aufsaugte. Gleich zwei seiner Werke stehen mit Viktoria und ihr Husar und Roxy und ihr Wunderteam (mit den Geschwistern Pfister) neben der Wiederaufnahme der Erfolgsproduktion Ball im Savoy neu auf dem Spielplan. Gleichzeitig ist Berlin der Ort, an dem die Komische Oper Berlin steht, an dem sie nicht nur geographisch, sondern vor allem auch künstlerisch verwurzelt und verankert ist. Das Haus versteht sich als Ort, an dem nicht nur Werke wie Bernsteins West Side Story – ursprünglich angesiedelt in New York – oder Die Perlen der Cleopatra von Oscar Straus für das Berlin von heute neu gedeutet werden. Ein Theater, das nicht zuletzt durch Regielegenden wie Harry Kupfer geprägt wurde, der 2019 nach mehr als 15 Jahren zurückkehrt, um sich mit der Inszenierung von Händels Poros einen lange gehegten Traum zu erfüllen.

Einstand Ainars Rubikis und Repertoire
Mit der Neuproduktion Die tote Stadt und der Uraufführung M – Eine Stadt sucht einen Mörder sowie den Wiederaufnahmen von Der Rosenkavalier, Die Liebe zu drei Orangen, Cendrillon und Die Zauberflöte stellt sich der neue Generalmusikdirektor Ainars Rubikis mit einem vielfältigen Programm im Bereich Musiktheater vor. In den ersten drei Sinfoniekonzerten sowie dem Neujahrskonzert präsentiert er sich dem Berliner Publikum auch als Konzertdirigent und musiziert mit Solist*innen wie Fazil Say, Martin Grubinger, Daniel Lozakovich und Katharine Mehrling. Das musikalische Spektrum reicht dabei von Ravel und Beethoven über Bruckner und Gustav Holst bis hin zu John Corigliano und – zum 100. Geburtstag – Leonard Bernstein. In der zweiten Hälfte der Konzertsaison begrüßt das Orchester der Komischen Oper Berlin Gäste wie Kristiina Poska, Hermann Bäumer, Rudolf Buchbinder, Midori und Gabriela Montero.

Nach längerer Pause gibt es ein Wiedersehen mit zwei gefeierten Inszenierungen des ehemaligen Intendanten Andreas Homoki: Mit Prokofjews Die Liebe zu drei Orangen (1998) kehrt die älteste sich noch im Repertoire befindende Produktion des Hauses auf die Bühne zurück, und im Juni 2019 leitet der neue Generalmusikdirektor Ainars Rubikis die Wiederaufnahme von Strauss’ Der Rosenkavalier. Nach kurzer Pause wieder auf dem Spielplan stehen die Barrie-Kosky-Produktionen West Side Story, Der Jahrmarkt von Sorotschinzi und Ball im Savoy sowie Cendrillon in der Inszenierung von Damiano Michieletto. Wie auch in der laufenden Spielzeit sind unter anderem die Erfolgsproduktionen Die Perlen der Cleopatra, Die Zauberflöte, Anatevka, My Fair Lady und Eine Frau, die weiß, was sie will! zu erleben.

Projekte »Jung« und »Selam Opera!«
Über Kinderopern und -konzerte sowie den Operndolmus hinaus setzen »Komische Oper Jung« und das interkulturelle Projekt »Selam Opera!« dank zahlreicher Unterstützer ihre erfolgreiche Arbeit fort, u. a. mit dem Willkommensklassen-Projekt Peter und der Wolf, dem kulturellen Bildungsprojekt »Jobs@Opera« und der »Pop-up-Opera«. Jährlich kommen rund 36.000 Kinder und Jugendliche aus Berlin und Brandenburg und aus allen Communities in die Vorstellungen der Komischen Oper Berlin. Der Anteil erwachsener Besucher*innen mit Migrationshintergrund liegt bei rund 10%.

Vorverkaufsbeginn und Streamings
Der allgemeine Vorverkauf für die Spielzeit 2018/19 beginnt am 18. April 2018 um 11 Uhr. Förderkreismitglieder, Abonnent*innen und OpernCard 25-Inhaber*innen können exklusiv bereits ab 4. April, 11 Uhr Tickets erwerben. Auch in der neuen Spielzeit streamt das Haus wieder Premieren live und kostenlos im Internet (Die tote Stadt am 30. Sep 2018 und M – Eine Stadt sucht einen Mörder am 5. Mai 2019). Mehr als 250.000 Zuschauer*innen in über 100 Ländern – vom Ruhrpott bis Rarotonga – erreichten die Streamings seit der ersten Ausgabe im Oktober 2015.

www.komische-oper-berlin.de

Donnerstag, 5. April 18
Uraufführung des Musicals PUMUCKL am 19. April im Gärtnerplatztheater München
Das Musical PUMUCKL feiert am 19. April seine Uraufführung im Gärtnerplatztheater München. Der bekannte Theatermacher und Komponist Franz Wittenbrink bringt zusammen mit Autorin Anne X. Weber und Regisseurin Nicole Claudia Weber das Auftragswerk des Staatstheaters am Gärtnerplatz in einer beschwingten Musicalversion auf die Bühne - ein heiteres Theatervergnügen für die ganz Familie. Die musikalische Leitung hat Andreas Kowalewitz. Benjamin Oeser und Christian Schleinzer werden als Pumuckl jede Menge Streiche aushecken, Ferdinand Dörfler ist als Meister Eder zu erleben und Marianne Sägebrecht wird als Lehrerin zusammen mit dem Kinderchor des Gärtnerplatztheaters von Pumuckl geneckt.
In der Premierenmatinee am 8. April informiert Dramaturg David Treffinger gemeinsam mit beteiligten Künstlerinnen und Künstlern über das Stück, die Autoren und die Entstehung der Produktion.

PUMUCKL Das Musical
Von Franz Wittenbrink und Anne X. Weber nach Ellis Kaut
Auftragswerk des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Musikalische Leitung: Andreas Kowalewitz
Regie: Nicole Claudia Weber
Choreografie: Karl Alfred Schreiner
Bühne: Judith Leikauf, Karl Fehringer
Kostüme: Tanja Hofmann
Licht: Jakob Bogensperger
Dramaturgie: David Treffinger

Mit: Ulrike Dostal, Dagmar Hellberg, Marianne Sägebrecht, Angelika Sedlmeier, Susanne Seimel I Alexander Bambach, Frank Berg, Maximilian Berling, Stefan Bischoff, Ferdinand Dörfler, Martin Hausberg, Thomas Hohenberger, Dirk Lüdemann, Peter Neustifter, Benjamin Oeser, Christian Schleinzer, Stefan Thomas, u.a.
Kinderchor des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Altersempfehlung ab 6 Jahren

Uraufführung: 19. April 2018
Premierenmatinee: 8. April 2018

www.gaertnerplatztheater.de

Donnerstag, 5. April 18
Theatersommer Ludwigsburg - Spielzeit 2018
Die Theatersommer-Saison 2018 steht vor der Türe. Am 13. Juni erwacht der Theatergarten im Zentrum von Ludwigsburg wieder aus seinem Winterschlaf.  Das Leben und die Liebe setzen sich durch – und sorgen für jede Menge Reibung. Sowohl in den drei Premieren als auch in den Wiederaufnahmen. Der Sieger ist das Leben: Wirklich eine Weltenregel? Im Menschheits-Maßstab können wir das nur hoffen. Im Theatersommer dürfen wir es hingegen die ganze Saison lang feiern. Besucher sind eingeladen, in die Spielzeit 2018 einzutauchen, zu lauschen und zu staunen, wieviel Leben hier über die Bühne geht!

Faust
Faszinierend, dicht und drastisch dramatisch geht es bei FAuST zu, der durch Werner Schwabs Cover-Drama eine erstaunliche Wandlung erfahren hat. Schwab komprimiert und formt den kapitalen Stoff in überraschender, eigenständiger Weise um. Der als Sprachkünstler gefeierte Autor lässt seinen Doktor Faust Wortfeuerwerke abbrennen, die unterm freien Himmel des Theatersommers gleichermaßen von Verzweiflung und Lebensgier zeugen. (Premiere: 13. Juni 2018)

Im Weißen Rössl
Der Klassiker Im Weißen Rössl kommt bei uns nicht in einer der Operettenfassungen auf die Freilichtbühne, sondern nach dem Original-Theaterstück von Oscar Blumenthal. Doch geht es darin nicht weniger musikalisch zu, die energiegeladene Persiflage vibriert vor Evergreens; für weitere zeitgemäße Schwingungen ist in unserer modernisierten Bearbeitung ohnehin gesorgt. (Premiere: 1. August 2018)

In der surrealen, menschenleeren STADT DER TRÄUME.  heißt es, absurde Einsamkeit zu verarbeiten. Das Leben hält mit der Fantasie die Stellung, will Regisseur bleiben, Stadt-Visionen beschwören und inszenieren. Für diese Produktion hat der Filmregisseur Federico Fellini mit seinem „Buch der Träume“ Pate gestanden hat. Die humorvoll-poetische Produktion steckt voller Magie, zumal sie noch aus Javier Tomeos „Die Taubenstadt“ und Italo Calvinos „Die unsichtbaren Städte“ schöpft. (Premiere: 26. Juni 2018)

Nicht weniger spannend geht es im Kinder- und Familientheater zu. Ein quicklebendiger KALLE BLOMQUIST wird zum allerbesten Meisterdetektiv, um dunkle Machenschaften aufzudecken. Tante Mia und der Polizist sind dem aufmerksamen Nachwuchs-Sherlock zwar keine große Hilfe, aber zum Glück gibt es ja Lotta – und viele hellwache Spürnasen im Publikum. (Wiederaufnahme: 16. Juni 2018)

URMEL AUS DEM EIS
Frisch aus dem Ei im Eis zu uns gekommen, kann das URMEL AUS DEM EIS . endlich nach Herzenslust die Welt entdecken. Wenn da nur nicht die dauerbesorgte Mama Wutz wäre und, schlimmer noch, der König Pumponell auf Urmelfang-Safari! Doch als Urmel lässt man sich nicht unterkriegen. So wenig wie Urmels amüsante, multikulturelle, quirlige Schar von Gefährten – die logischerweise für jede Menge höchst lebendigen Theaterspaß sorgt.

VORVERKAUF - KARTEN
Karten sind über den Online-Shop oder als Gutschein im Scala-Live Büro erhältlich (Öffnungszeiten Mo.-Fr. 10:00-15:00).

www.theatersommer.net

Donnerstag, 5. April 18
Stilistische Vielfalt beim Elbphilharmonie Sommer: 17 top-Konzerte von Klassik über Filmmusik bis Elektro
Klassik, Crossover, Live-Musik zu Stummfilmen, Jazz, World Music, Elektro und Pop: Die Mischung des diesjährigen Elbphilharmonie Sommers bietet vom 5. bis 31. August an 17 Abenden im Großen Saal der Elbphilharmonie Ohrenschmaus für so ziemlich jeden Musikgeschmack. Über knapp vier Wochen hinweg läuft ein ebenso extravagantes wie erfrischendes Musikprogramm für laue Sommernächte.

Das Klassik-Programm hebt am 5.8. mit dem YOA Orchestra of The Americas unter der Leitung von Carlos Miguel Prieto und mit der charismatischen Pianistin und Komponistin Gabriela Montero als Solistin am Klavier lateinamerikanisch an, bringt dann aber mit dem Estonian Festival Orchestra (15.8., Ltg. Paavo Järvi, Khatia Buniatishvili, Klavier), dem Bergen Philharmonic Orchestra (22.8., Ltg. Edward Gardner, Leif Ove Andsnes, Klavier) und dem Swedish Chamber Orchestra (31.8., Ltg. HK Gruber) dreimal nordeuropäische Orchesterkultur in die Elbphilharmonie. Auch die Performance der US-Sängerin Shara Nova, die seit zwölf Jahren für ihr Projekt The Brightest Diamond eine Musik zwischen Pop und Kammermusik kreiert, wird von einem skandinavischen Orchester begleitet, dem Aarhus Symfoniorkester (Ltg. Andreas Delfs). Die Musiker aus Dänemark spielen mit ihr überdies Kurt Weills »Sieben Todsünden« und ein Werk der US-Gegenwartskomponistin Sarah Kirkland Snider (23.8.). Komplettiert wird das Klassik-Aufgebot des Elbphilharmonie Sommers durch das Gustav Mahler Jugendorchester (30.8., Ltg. Lorenzo Viotti, Gautier Capuçon, Violoncello).

Vier Stummfilme aus den 1920er-Jahren mit vier ganz unterschiedlichen live-musikalischen Begleitungen markieren die Mitte des Sommer-Programms. Der deutsche Stummfilm »Hamlet« (1921) mit der dänischen Film-Diva Asta Nielsen in der Hauptrolle spielt eine überraschend zeitgemäß anmutende Variante von Shakespeares Königsdrama durch: Hamlet ist eine Frau. Die Musik zur restaurierten Fassung schuf das amerikanisch-europäische Duo Filmharmonia auf Basis von Werken der Bach-Söhne Carl Philipp Emanuel, Johann Christian und Wilhelm Friedemann (16.8.). Tags darauf macht ein Trio um den Jazz-Gitarristen Bill Frisell mit Tony Scherr, Bass, und Kenny Wollesen, Schlagzeug, in der Elbphilharmonie Station, um Stummfilme von Buster Keaton und Bill Morrison live zu vertonen (The Mesmerists, 17.8.). Richard Strauss‘ Oper »Der Rosenkavalier« war Gegenstand eines der letzten österreichischen Stummfilme (1925). Die dazugehörige Instrumentalmusik (von Strauss, aber nicht nur aus dem »Rosenkavalier«) spielen Mitglieder der Berliner Philharmoniker (18.8.). In »Die Frau, nach der man sich sehnt« (1929) brannte Marlene Dietrich sich erstmals als Femme fatale vom Dienst ins Bewusstsein des Filmpublikums ein. Für die Livemusik bei der Ausstrahlung des Films, der zum Zeitpunkt seiner Erstaufführung mit einem Jugendverbot belegt wurde, sorgt das luxemburgische Ensemble United Instruments of Lucilin mit dem Vibrafonisten Pascal Schumacher (19.8.).

Musikalische Wärme aus dem Südwesten und aus dem Südosten Europas tragen zwei World-Music-Künstler zum Elbphilharmonie Sommer bei: António Zambujo (8.8.) gehört zur jüngeren Generation des Fado aus Portugal, tags darauf bringt das Taksim Trio, das in Hamburg zuletzt 2016 in der Laeiszhalle zu Gast war, virtuose türkische Musik in den Großen Saal (9.8.). Unterstützt von seiner unwiderstehlich groovenden Band Super Étoile de Dakar setzt der große Sänger Youssou Ndour mit afrikanischem Pop dem Elbphilharmonie Sommer ein weiteres Glanzlicht auf (27.8.).

Independent-Pop gibt es mit dem Bandprojekt Get Well Soon des Songschreibers Konstantin Gropper (10.8.), und die deutschen Elektronik-Meister Mouse On Mars kehren nach ihrem Gastauftritt im Rahmen der Residenz von Bryce Dessner, dem Gitarristen von The National, im vergangenen Oktober als Headliner in die Elbphilharmonie zurück (24.8.). Jazz bietet der Elbphilharmonie Sommer mit Arturo O’Farrill & Afro Latin Jazz Octet (12.8.), die die breite stilistische Vielfalt des karibischen und lateinamerikanischen Jazz auffächern werden, sowie mit Napoli Trip, einem Band-Projekt des italienischen Pianisten Stefano Bollani, das er mit zwei Holzbläsern und einem Schlagzeuger zu ungeahnten Höhen ebenso unterhaltsamer wie gehaltvoll-virtuoser Improvisationskunst führen wird (29.8.).

Alle Konzerte finden statt im Großen Saal der Elbphilharmonie und beginnen um 20 Uhr. Sie werden veranstaltet von der HamburgMusik gGmbH, die Abende am 10., 12., 23. und 24. August verdanken sich einer Kooperation mit Kampnagel Internationales Sommerfestival. Das vollständige Programm ist ab sofort unter www.elbphilharmonie.de zu finden. Der Vorverkauf läuft.

www.elbphilharmonie.de
www.facebook.com/elbphilharmonie.hamburg
www.twitter.com/elbphilharmonie

Donnerstag, 5. April 18
Freies Schauspiel Ensemble Frankfurt: Podium ~ Frieden und Gerechtigkeit im Heiligen Land
Das Freie Schauspiel Ensemble Frankfurt lädt ein zu einer neuen Veranstaltung in der Reihe Bürgerforum TITANIA im Rahmenprogramm zur Inszenierung ICHGLAUBEANEINENEINZIGENGOTT.HASS (credoinunsolodio) von Stefano Massini
FRIEDEN UND GERECHTIGKEIT IM HEILIGEN LAND
Podiumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung mit Politikern der Bundestagsfraktionen
Die Gäste: Christine Buchholz (DIE LINKE), Alexander Müller (FDP), Martin Rabanus (SPD), Wolfgang Strengmann-Kuhn (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Bettina Wiesmann (CDU)
Sonntag, 06.05.18 im TITANIA, Basaltstr. 23, 60487 Frankfurt. Vorstellungsbeginn: 17 Uhr / Gesprächsbeginn: 19 Uhr

Der Eintritt zum Podiumsgespräch ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Reservierung von Theaterkarten für die 17-Uhr-Vorstellung unter www.freiesschauspiel.de oder 069 - 71 91 30 20. 18 € / 10 € ermäßigt / 5 € Frankfurt-Pass

Die Voraussetzung für Frieden in Israel-Palästina ist Gerechtigkeit. Darin sind sich die israelische und die palästinensische Friedensbewegung einig. Aber wie kann Gerechtigkeit geschaffen werden? – Die Lage im Konfliktgebiet ist nach wie vor extrem angespannt: Zwar akzeptieren – neben dem Präsidenten Mahmud Abbas und seiner gemäßigten Fatah – jetzt sogar einzelne Führer der Hamas die Existenz des Staates Israel. Aber es kommt immer wieder vereinzelt zu brutalen Übergriffen und tödlichen Attentaten von Palästinensern auf Israelis. Die israelische Regierung ihrerseits setzt die für die Palästinenser existenzbedrohende Blockade des Gazastreifens fort und baut – trotz Aufforderung des UN-Sicherheitsrates, den Siedlungsbau zu stoppen – immer neue völkerrechtswidrige Siedlungen im Westjordanland. Es herrscht ein unerträgliches Klima von Verunsicherung, Angst, Misstrauen, Wut, Hass und Resignation. Viele Menschen in der Region halten eine friedliche Lösung des Konflikts für immer unwahrscheinlicher. Wir Deutsche fühlen uns – aufgrund unserer Geschichte – in der Verantwortung sowohl für die Existenz des Staates Israel als auch für das Geschick der Palästinenser. Aber was kann deutsche Politik zur Schaffung einer für alle Betroffenen gerechten, sicheren und realisierbaren Lebenssituation beitragen?

ICHGLAUBEANEINENEINZIGENGOTT.HASS (credoinunsolodio) von Stefano Massini
Drei Frauen, drei Welten, drei Kulturen – ein Schicksal. Die israelische Professorin für jüdische Geschichte Eden Golan, die palästinensische Studentin Shirin Akhras und Mina Wilkinson, die amerikanische Soldatin. Jede von ihnen spricht eine andere Sprache, jede von ihnen lebt ihr eigenes Leben, ganz und gar verschieden von den andern. Im großen Labyrinth des Heiligen Landes wird der Zufall das Schicksal der drei auf tragische Weise miteinander verbinden. Es entsteht eine spannungsgeladene Chronik der Ereignisse, die einen fast unerträglichen Sog entwickelt, eine fatale Zwangsläufigkeit. Es spielt: Bettina Kaminski / Gesang: Maria Kaplan / Regie: Reinhard Hinzpeter / Bühne: Gerd Friedrich. http://freiesschauspiel.de/programm/spielplan/ichglaubeaneineneinzigengott-hass
www.freiesschauspiel.de 

Donnerstag, 5. April 18
#verlagebesuchen: Hinter die Kulissen von Verlagen blicken
Verlage öffnen zum Welttag des Buches ihre Türen und laden bundesweit zu Veranstaltungen ein / Übersicht aller Veranstaltungen unter
www.verlagebesuchen.de
Verlagsluft schnuppern und mehr über das Büchermachen erfahren: Bei der Aktion #verlagebesuchen öffnen Verlage in ganz Deutschland rund um den Welttag des Buches ihre Türen und geben vom 20. bis 23. April 2018 Einblick in ihre Arbeit. Interessierte erfahren unter www.verlagebesuchen.de/events/list, welche Verlage in ihrer Nähe Veranstaltungen anbieten. Die Landesverbände des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und die Regionalgeschäftsstelle NRW koordinieren die Aktion in ihren Regionen, Initiator ist der Landesverband Berlin-Brandenburg.
Die Veranstaltungen der Verlage reichen von Lesungen und Buchpräsentationen über Verlagsführungen bis hin zu Werkstattgesprächen und Vorträgen. Einige Beispiele: Der Verlag Herder in München lädt zum kreativen Gestalten für Groß und Klein ein, in Köln lernen Bücherfans den Lyrikverlag parasitenpresse kennen und der Kosmos Verlag in Stuttgart zeigt, was ein Spieleredakteur eigentlich macht. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos, in einzelnen Fällen ist eine Anmeldung nötig. Die teilnehmenden Verlage veröffentlichen die Termine laufend auf der Website.

Weitere Informationen: www.verlagebesuchen.de

Donnerstag, 5. April 18
Deutscher Buchpreis 2018: 165 Romane gehen ins Rennen
105 Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt / Christine Lötscher ist Sprecherin der Jury / Preisverleihung am 8. Oktober 2018 im Kaisersaal des Frankfurter Römers
Die Leseliste für die Jury steht: Mehr als einhundert deutschsprachige Verlage haben Romane für den Deutschen Buchpreis 2018 eingereicht. 105 Verlage schlugen insgesamt 165 Titel für den Roman des Jahres vor. 72 Verlage haben ihren Sitz in Deutschland, 16 in Österreich und 17 in der Schweiz.


Deutscher Buchpreis 2018: Die Jury
V.l.n.r.: Christine Lötscher, Paul Jandl, Marianne Sax, Christoph Bartmann, Marianne Sax, Luzia Braun, Uwe Kalkowski

Foto: Monique Wüstenhagen

Von den eingereichten Titeln stammen 75 aus dem aktuellen Frühjahrsprogramm, weitere 75 werden im Herbst auf den Markt kommen. 15 Titel sind bereits im Herbst 2017 erschienen. Jeder Verlag konnte maximal zwei Titel einsenden, die zwischen Oktober 2017 und dem 11. September 2018 (Bekanntgabe der Shortlist) erschienen sind bzw. erscheinen. Darüber hinaus konnte jeder Verlag bis zu fünf weitere Titel aus dem eigenen Programm empfehlen. Die Empfehlungsliste umfasst dieses Jahr 94 Romane. Aus dieser können die Jurorinnen und Juroren weitere Titel anfordern.
 
Bei ihrer ersten gemeinsamen Sitzung haben die Jury-Mitglieder Christine Lötscher (freie Kritikerin) als ihre Sprecherin benannt. Der Jury gehören außerdem an: Christoph Bartmann (Goethe-Institut Warschau), Luzia Braun (ZDF), Tanja Graf (Literaturhaus München), Paul Jandl (freier Kritiker), Uwe Kalkowski (Literaturblog „Kaffeehaussitzer“), Marianne Sax (Bücherladen Marianne Sax, Frauenfeld).
 
Die Jury entscheidet über den Siegertitel in einem mehrstufigen Auswahlverfahren. Am 14. August 2018 erscheint die 20 Titel umfassende Longlist. Daraus wählen die Jurorinnen und Juroren sechs Titel für die Shortlist, die am 11. September 2018 veröffentlicht wird. Wer von ihnen den Deutschen Buchpreis gewonnen hat, erfahren die sechs Shortlist-Autorinnen und -Autoren erst am Abend der Preisverleihung.
 
Der Deutsche Buchpreis wird von der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung vergeben. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.
 
Informationen zum Deutschen Buchpreis 2018 können Interessierte unter www.deutscher-buchpreis.de abrufen.
 
Der Hashtag zum Deutschen Buchpreis 2018: #dbp18

Mittwoch, 4. April 18
Antrag Nominierung der deutschen Theater- und Orchesterlandschaft für die UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes
Auf dem Weg zur internationalen Anerkennung der deutschen Theater- und Orchesterlandschaft als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit ist ein weiterer Meilenstein erreicht: Das Auswärtige Amt hat den Antrag offiziell der UNESCO übergeben. 2014 wurde die „Deutsche Theater- und Orchesterlandschaft“ auf Initiative des Deutschen Bühnenvereins und des Deutschen Musikrats in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Ein Eintrag ist die Vorbedingung für eine UNESCO-Nominierung.

Der Präsident des Deutschen Bühnenvereins Ulrich Khuon unterstreicht: „Theater und Orchester schaffen kulturelle Räume für Erzählungen, Reflexionen und Gespräche innerhalb ihrer lokalen Gemeinschaften und tragen damit wesentlich zu Lebensqualität und Identität bei. Diese wichtigen sozio-kulturellen Räume müssen wir erhalten und weiterentwickeln. Deutschland hat die reichste Theaterlandschaft der Welt. Etwa die Hälfte aller Opernhäuser auf der ganzen Welt ist in Deutschland situiert. Und was Schauspielhäuser angeht, gibt es eine ähnliche Dichte.“

www.buehnenverein.de / www.unesco.de

Mittwoch, 4. April 18
Premiere des Doppelabends »Herzog Blaubarts Burg/ Pagliacci« an der Oper Leipzig
Am Samstag, 7. April 2018, um 19 Uhr ist an der Oper Leipzig ein Doppelabend mit der Premiere von »Herzog Blaubarts Burg« in der Regie von Philipp J. Neumann und einer szenischen Neueinstudierung von Anthony Pilavachis Inszenierung »Pagliacci« zu erleben. Die musikalische Leitung des Abends liegt in den Händen von Kapellmeister Christoph Gedschold.

Herzog Blaubarts Burg
Oper Leipzig Herzog Blaubarts Burg
Oper Leipzig (Premiere 07.04.2018)
Tuomas Pursio & Karin Lovelius
© Tom Schulze

Die Titelpartie in Béla Bartóks abgründigem Psychodrama über den Frauenmörder Blaubart singt Tuomas Pursio; in der Rolle der Judith debütiert Karin Lovelius. Blaubarts Seelenwelt gleicht einer geheimnisvollen, finsteren Burg, die seine Braut Judith mit ihrer Liebe erwärmen und erhellen will. Doch sein Innerstes verbirgt er hinter sieben eisernen Türen. Ebenso opferbereit wie unnachgiebig trotzt Judith Blaubart einen Schlüssel nach dem anderen ab und dringt immer weiter in sein Unterbewusstsein vor – mit schrecklichen Folgen. Der Leipziger Regisseur und Bühnenbildner Philipp Neumann inszeniert diesen Einakter als fesselndes Psychogramm der Geschlechter. Bereits mit 15 Jahren führte er erstmalig Regie und begann Kurzfilme zu drehen. An der Musikalischen Komödie Leipzig zeichnete er für Inszenierung und Bühnenbild für »Alles im Wunderland« und »Der Mann im Mond« verantwortlich. In dieser Spielzeit führt er außerdem Regie bei der Neuproduktion »Das Geheimnis der schwarzen Spinne« (Premiere: 25. Mai 2018).

Kombiniert wird Bartóks einzige Oper mit Ruggero Leoncavallos veristischem Meisterwerk »Pagliacci« (»Der Bajazzo«) aus dem Jahr 1892, das in der Regie von Anthony Pilavachi bereits im Mai 2015 Premiere feierte und nun mit neuer Besetzung zurückkehrt. Der auf Zypern geborene Regisseur hat bisher über 80 Inszenierungen erfolgreich auf die Bühne gebracht und wurde in der letzten Spielzeit für seine Inszenierung von Charles Gounods »Der Rebell des Königs (Cinq-Mars)« an der Oper Leipzig gefeiert. »Pagliacci« erzählt die Geschichte des alternden Dorfkomödianten Canio (Zoran Todorovich), der von seiner jungen Frau Nedda (Eun Yee You) betrogen wird – sowohl im Theaterstück auf der Bühne als auch im wirklichen Leben. Ein verhängnisvolles Ineinander von Spiel und Realität setzt sich in Gang und nimmt auf offener Bühne ein tödliches Ende. »La commedia è finita« – die Komödie ist zu Ende.

Weder Canio noch Blaubart können der Katastrophe entrinnen: Die Beziehungskluft zwischen den Geschlechtern bleibt für sie unüberbrückbar, Einsamkeit ihr Schicksal.

Karten (39-78 €) sind an der Kasse im Opernhaus, unter Tel. 0341-12 61 261 (Mo-Sa 10-19 Uhr), per E-Mail an service@oper-leipzig.de oder im Internet unter www.oper-leipzig.de erhältlich.

Mittwoch, 4. April 18
CONTENTshift: Start-up-Accelerator fördert die besten Content-Start-ups
Förderprogramm führt Start-ups, Branchenunternehmen und Investoren zusammen / Gründer können sich ab sofort bewerben / Programm beginnt am 2. Juli 2018
Gründerinnen und Gründer gesucht: Die Börsenvereinsgruppe startet die dritte Runde des Programms CONTENTshift zur Förderung von Start-ups der Buch- und Medienbranche. Der dreimonatige, internationale Accelerator führt Investoren, Gründer und Experten der Branche zusammen. Gemeinsam diskutieren sie neue Geschäftsmodelle und entwickeln sie weiter. Die Gründer erhalten dabei die Gelegenheit zur Validierung ihres Geschäftsmodells sowie Zugang zu einem Netzwerk hochrangiger, relevanter Entscheider. Die etablierten Unternehmen profitieren vom direkten Kontakt zu den Start-ups und dem schnellen und kuratierten Zugang zu neuen Ideen. Start-ups aus aller Welt können sich ab sofort bis zum 30. Mai bewerben.
 
„CONTENTshift blickt nun schon auf zwei erfolgreiche Durchläufe zurück. In den vergangenen Jahren hat der Accelerator Gründer, etablierte Unternehmen und Investoren zusammengebracht. Auch 2018 werden wir Start-ups die Werkzeuge an die Hand geben, um ihre Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln und zugleich der Branche frische Ideen und Marktstrategien präsentieren“, sagt Detlef Büttner, Vorstandsmitglied des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Geschäftsführer der Lehmanns Media GmbH und Jury-Mitglied bei CONTENTshift.
 
Unternehmen investieren jeweils 10.000 Euro in CONTENTshift und erhalten damit einen Platz in der Jury sowie direkten Kontakt zu den Start-ups. Dieses Jahr unterstützen u.a. Hugendubel, Thieme, die MANZsche Verlags- und Universitätsbuchhandlung und Thalia das Programm. Die Börsenvereinsgruppe gewährleistet mit Unterstützung professioneller Berater, dass die teilnehmenden Unternehmen aus einem Pool qualifizierter Start-ups schöpfen können. Weitere europäische Medienverbände unterstützen den Accelerator.
 
Für die fünf ausgewählten Kandidaten beginnt das Programm am 2. Juli 2018. Im Laufe des Wettbewerbs werden die Start-ups umfassend gecoacht und von Experten beraten. Die Jury besteht aus den sponsernden Unternehmen und Vertretern der Börsenvereinsgruppe. Kernstück des Wettbewerbs ist ein gemeinsames Workshop-Wochenende für Jury und Start-ups Mitte September. Auf der Frankfurter Buchmesse finden die abschließenden Pitches und die Preisverleihung statt, bei der am 11. Oktober 2018 auf dem THE ARTS+-Runway das Content-Start-up des Jahres gekürt und mit 10.000 Euro gefördert wird.
 
Website mit detailliertem Programm und Bewerbungsmöglichkeit: www.contentshift.de
Twitter: @ShiftingContent
Hashtag: #cosh18

Mittwoch, 4. April 18
Steigende Ausbildungszahlen: Buchhandel investiert in seine Zukunft
Ausbildungssituation entspannt sich / Ausbildungsinitiativen zeigen Wirkung / BIBB und DIHK erheben Ausbildungszahlen 2017

Die Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge ist laut Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) mit dem Stichtag 30. September 2017 gestiegen: 2017 wurden laut BIBB 480 neue Ausbildungsverhältnisse „Buchhändler/in“ abgeschlossen (2016: 396). Die Statistik des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) mit dem Stichtag 31. Dezember 2017 bestätigt den Trend: Laut ihr stieg die Zahl der Ausbildungsverträge um 86 auf insgesamt 475 (2016: 389). Da die Ausbildungen zumeist im September beginnen, fließen in die DIHK-Zahlen auch die Veränderungen während der ersten drei Ausbildungsmonate ein.
 
Der Buchhandel stellt sich damit gegen den Trend der Entwicklung im Handel gesamt: Die DIHK-Zahlen belegen einen Rückgang über fast alle händlerischen Ausbildungsberufe von 156.275 auf 152.543 – neben dem Buchhandel konnte lediglich die Automobilbranche Zuwächse verzeichnen. Im Ausbildungsberuf „Medienkaufmann/-frau Digital und Print“ gab es 675 neue Vertragsabschlüsse (2016: 723). Das entspricht einem Rückgang von 48 Verträgen.
 
„Die Ausbildungszahlen 2017 freuen uns sehr und belegen das große Engagement des deutschen Buchhandels. Die Ausbildungsinitiative bei Hugendubel und die starken Aktivitäten von den größeren Filialisten zeigen sich jetzt deutlich. Aber auch der Einsatz kleinerer Buchhandlungen bleibt konstant positiv. Gleichwohl kehrt sich der Trend der Akademisierungswelle nicht um. Besonders in ländlichen Gebieten bleibt es schwierig, Nachwuchskräfte für eine Ausbildung zu gewinnen“, sagt Monika Kolb-Klausch, Bildungsdirektorin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

www.boev.de

Mittwoch, 4. April 18
Das erste Party-Schlager-Musical der Welt „WAHNSINN!“ nun auch auf CD und 2019 wieder live in vielen weiteren Städten
Das Musical WAHNSINN! hat der Musik von Wolfgang Petry eine fulminante Rückkehr auf die große Showbühne beschert. Seit der umjubelten Weltpremiere am 25. Februar bebt das Theater am Marientor in Duisburg. Hunderte Musik-, Party- und Theaterbegeisterte singen jeden Abend textsicher die unvergesslichen Petry-Songs, sie fiebern mit beim Beziehungs-WAHNSINN von Gianna, Tobi, Jessica, Wolf und Co. und feiern ein berührendes Theaterstück und einen ausgelassenen Party-Abend gleichermaßen.
Alle Hits aus dieser mitreißenden Show, die für Herzklopfen und Stimmung sorgen, sind nun auf einer CD sowie einer Doppel-CD ergänzt um die Original-Hits von Wolfgang Petry zusammengestellt. So lässt sich der emotions-und euphoriegeladene Abend zu Hause oder im Auto weiterfeiern. Dieses XXL-Album rockt nicht nur jedes Wohnzimmer, sondern verkürzt auch die Zeit bis zur großen Deutschlandtournee von WAHNSINN!, die 2019 den unvergesslichen Petry-Sound und das packende Musical live zurück nach Berlin und weiter nach Hamburg, Frankfurt, Erfurt, Chemnitz, Köln, Bremen, Essen und Hannover bringen wird.
„WAHNSINN!“ ist das erste Party-Schlager-Musical der Welt. Ein Stück zum Spaßhaben und eine Geschichte mit großen Gefühlen, über Freundschaft und Familie und die Höhen und Tiefen, die das Jungfühlen, das Erwachsensein, das Leben - so wie es ist - mit sich bringt: Eine emotionale, humorvolle und turbulente Story, eingebettet in über 25 Hits von Wolfgang Petry, wie „Verlieben, verloren, vergessen, verzeihen“, „Der Himmel brennt“, „Weiß der Geier“, „Du bist ein Wunder“, „Ganz oder gar nicht“, „Bronze, Silber und Gold“, „Sieben Tage, sieben Nächte“, „Gianna”, „Nur ein kleines Stück Papier“ und natürlich den Titelsong “Wahnsinn“.
Vier Paare – wie wir und ihr – erleben eine Achterbahn der Gefühle. Sie gehen durch die „Hölle“ und zurück, streiten und versöhnen sich, stehen sich selbst im Weg und wachsen über sich hinaus. Alltagstrott, Sehnsucht, Liebe und verpasste Träume.
Eine Live-Show mit einer stattlichen Portion Romantik, ansteckender Leichtigkeit und großen Emotionen. Irrungen und Wirrungen stehen auf der Tagesordnung und alles, um am Ende zu erkennen, worauf es im Leben wirklich ankommt.
Über zwei Stunden Spaß, Stimmung und grandiose Unterhaltung sind garantiert. Die größten Petry-Hits live, Herzklopfen und eine Party voller Power auf der Theaterbühne: Das ist WAHNSINN!

Tourtermine Frühjahr 2019
02.01. bis 27.01.2019: Berlin ~ Theater am Potsdamer Platz
29.01. bis 10.02.2019: Hamburg ~ Mehr! Theater am Großmarkt
12.02. bis 24.02.2019: Frankfurt/M ~ Jahrhunderthalle
26.02. und 27.02.2019: Erfurt ~ Messe
01.03. bis 03.03.2019: Chemnitz ~ Stadthalle
06.03. bis 31.03.2019: Köln ~ Musical Dome
16.04. bis 21.04.2019: Bremen ~ Metropol Theater
23.04. bis 05.05.2019: Essen ~ Colosseum Theater
07.05. bis 12.05.2019: Hannover ~ Theater am Aegi

Der Presale auf www.eventim.de startet am 04.04.2018 um 10:00 Uhr inklusive Premium-Gewinnspiel: 1x2 Tickets für Stadt nach Wahl inkl. Hotelübernachtung + Doppel-CD „Cast Album des Musicals“ + CD Wolfgang Petry. Der allgemeine Vorverkauf beginnt am 06.04. 2018 um 9:00 Uhr an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie im Internet unter www.eventim.de und www.semmel.de. Das Album zum Musical sowie die Doppel-CD mit dem Musical- und den Original-Hits von Wolfgang Petry sind ab Freitag, 6.04.2018, überall im Handel erhältlich.
Weitere Infos und Inhalte im Online-Magazin unter www.entertainmag.de und unter www.petry-musical.de.

Dienstag, 3. April 18
Endspurt für Bewerbung: Förderpreis für interkulturellen Dialog
Wer sich um den Förderpreis für interkulturellen Dialog der Pill Mayer Stiftung bewerben will, sollte sich sputen: Einsendeschluss der Bewerbungen ist der 1. Mai 2018.

Die Stiftung zeichnet mit dem Preis ein beispielhaftes interkulturelles Kulturprojekt für Kinder und Jugendliche aus. Die mit 1000 € dotierte Prämierung richtet sich an regionale, überregionale und internationale Kulturengagierte. Angesprochen sind alle künstlerischen Ausdrucksformen wie Musik, Literatur, Theater, Tanz, Film oder Bildende Kunst, aber auch Museen und Ausstellungsmacher.

Weitere Informationen zur Bewerbung per E-Mail mit Projektskizze finden sich unter www.pillmayerstiftung.org (Was wir tun).

Kulturarbeit als Brücke zwischen Kulturen
Seit nunmehr sieben Jahren fördert die in Wolfegg im Allgäu beheimatete Pill Mayer Stiftung interkulturelle Kulturprojekte für Kinder und Jugendliche. Die Stiftung ist davon überzeugt, dass ideenreiche Kulturarbeit den interkulturellen Dialog fördern kann. Sie unterstützt die Freude am Entdecken kultureller Vielfalt und setzt sich für interkulturelles Lernen ein. Damit leistet sie einen Beitrag zur respektvollen, bereichernden Begegnung mit Menschen aus anderen Kulturen für ein positives Miteinander.

www.pillmayerstiftung.org

Dienstag, 3. April 18
Staatstheater Mainz Premiere HÖRTHEATER: Sonnenkönige
Die Beschäftigung mit der eigenen Endlichkeit treibt den Menschen um, seit er das Verstreichen von Zeit mit sich selbst in Verbindung bringen kann. Vanitas - das Licht der eitlen Selbstbespiegelung und der Schatten des Todes - ist das Thema von Sonnenkönige in Anselm Dalferths Hörtheater-Reihe. Der italienische Komponist Salvatore Sciarrino (*1947) hat sie zum Anlass seiner Komposition aus dem Jahr 1981 genommen: Varıitas - Natura morta in un atto - Stillleben in einem Akt. Sciarrino hat ein Werk für Stimme, Klavier und Violoncello geschaffen, das sich tastend Klängen nähert und so einen akustischen Sog entwickelt, der die Zuhörer*innen in die Komposition wie in ein Gemälde hineinzuziehen vermag.


 HÖRTHEATER: Sonnenkönige
Staatstheater Mainz
© Andreas Etter

Die Keimzelle des Werks liegt in einem Jazzstandard, der wie eine ferne Erinnerung hineingewoben ist: Stardust von Hoagy Carmichael. Ludwig XIV., der Pate für den Titel stand, verstand es, sich selbst glanzvoll als Mittelpunkt der Welt zu inszenieren. Und auch heute scheint unsere Welt voller Sonnenkönige zu sein, manche fallen uns ein, die den Glanz der Sonne exklusiv für sich beanspruchen und an nichts interessiert sind als am eigenen Strahlen. Sonnenkönige spürt in Kompositionen von Sciarrino, Carmichael und anderen diesem Phänomen nach und macht die Risse kenntlich, die eine scheinbar perfekte Fassade durchziehen - die Verbindung zwischen Eitelkeit und Vergänglichkeit. Der Selbstdarstellung des Individuums wird der Boden entzogen, wenn es mit der eigenen Sterblichkeit konfrontiert wird. So entsteht ein Portrait von Suchenden zwischen schillernder Oberfläche und berührender Innerlichkeit.

Premiere: 7. April 18, auf U17

Musikalische Leitung: Samuel Hogarth
Inszenierung: Anselm Dalferth
Ausstattung: Birgit Kellner
Dramaturgie: Christin Hagemann
Gesang: Geneviève King
Violoncello: Judith Falzerano
Posaune: Felix Degenhardt
Klavier: Samuel Hogarth

www.staatstheater-mainz.de

Dienstag, 3. April 18
Theater Bielefeld: Premiere von Haydns Orlando Paladino
Ja, hat denn die ganze Welt den Verstand verloren?! Das wird sich Alcina wohl fragen, als in ihrem Zauberreich mehr und mehr abgehetzte Menschen eintreffen, die vor jemandem weg- oder jemandem hinterherlaufen. Zum Beispiel Angelica, die eigentlich nur romantische Zweisamkeit mit ihrem Medoro genießen will. Aber da auch Orlando sie – im wahrsten Sinne des Wortes – bis zum Wahnsinn liebt, lebt sie immer fluchtbereit in Angst um ihren zarten Liebsten. Daran kann auch das Schutzversprechen des cholerischen Rodomonte nichts ändern, dessen größter Lebenstraum durch ein Duell mit dem rasenden Orlando in Erfüllung ginge. Wenn der nicht bloß immer schon weg wäre, wenn Rodomonte glaubt, ihn endlich gestellt zu haben! Das findet auch Orlandos Diener Pasquale nervig, der lieber einem gebratenen Hühnchen oder der schönen Eurilla hinterherlaufen würde statt seinem liebestollen Herrn. In diesem Emotionschaos muss Alcina zu drastischen Mitteln greifen, damit endlich wieder Ruhe in ihr Reich einkehrt. Mehrmals unterzieht sie Orlando einer Schocktherapie, doch erst das totale Auslöschen seiner Erinnerung durch das Wasser des Letheflusses bringen seine tiefen Gefühle zum Verstummen.

Für Haydns Publikum 1782 war die Oper ein Wiedersehen mit alten Bekannten, basiert Orlando Paladino doch auf der Mutter aller Fantasy-Romane, dem vielrezipierten Ritterepos Orlando Furioso des Renaissance-Dichters Ludovico Ariost. Sämtliche Einheiten von Raum, Zeit und Handlung sprengend, erzählte Ariost hier von äußerlich zwar unverletzlichen, innerlich aber zerrissenen Superhelden, liebenden, aber durchaus gleichberechtigt kampfbereiten Frauen, Monstern, Fabelwesen und Außerirdischen, Zauberern mit den neuesten technischen Errungenschaften, Überschallgeschwindigkeit erreichenden Fortbewegungsmitteln und sogar von einer Reise zum Mond. Nichts ist unvorstellbar in diesem gleichermaßen ernsten wie komischen Epos, das damit eine ideale Fundgrube bildete für Haydns auf Schloss Esterházy entwickelter Vision einer Oper, die heitere und ernste, heroische und pastorale Elemente in sich vereinen sollte. Immer wieder drängen sich – in Hinblick auf die Figuren wie auch die Musiksprache – Vergleiche mit Mozarts Zauberflöte oder Don Giovanni auf, die wohlgemerkt beide nach Haydns Orlando Paladino entstanden.

Mehrere Figuren in emotionalen Extremzuständen entnahm der Librettist Nunziato Porta dem Epos, versetzte sie aber in eine neue Grundkonstellation und alle gemeinsam in das Reich der Zauberin Alcina. Der von allen als wahnsinnig geschmähte und in seiner verzweifelten Raserei gefürchtete Orlando wirkt hier lediglich wie ein Primus inter Pares. Während Orlandos verlorener Verstand bei Ariost auf dem Mond wiedergefunden und somit wiederhergestellt wird, müssen seine tiefen Gefühle in der Oper vollständig ausgelöscht werden, da sie – im Gegensatz zu denen der anderen – unstillbar und damit nicht mit irdischen Mitteln »heilbar« sind. Wie diese ihren Empfindungen unmittelbar ausgelieferten Menschen durch Alcinas Eingreifen nach und nach zu einem kontrollierten und damit gesellschaftskonformen Gefühlshaushalt gebracht werden, stellt das Team um Regisseurin Felicitas Brucker in den Mittelpunkt ihrer Deutung, bei der gleichermaßen die komischen wie auch die ernsthaften Seiten von Haydns Dramma eroicomico beleuchtet werden. Auch wenn eine friedliche Koexistenz zwischen gleichgeschalteten und gleichmütigen Wesen sicherlich leichter zu erreichen ist als zwischen radikal subjektiven und unbeherrschten Individuen – würde der Welt nicht etwas fehlen?

Unter der musikalischen Leitung von Merijn van Driesten steht Daniel Pataky als liebeskranker Orlando auf der Bühne. Cornelie Isenbürger leiht seinem Objekt der Begierde, Angelica, ihren koloratursicheren Sopran. Aufopferungsbereit und doch ein wenig hasenfüßig steht Medoro, gesungen von Lianghua Gong, Angelica zur Seite. Voll baritonalem Testosteron sucht Rodomonte, alias Caio Monteiro, den Kampf mit dem rasenden Orlando. Lieber als den Befehlen seines Herrn folgt Lorin Wey als Orlandos Diener Pasquale den Verlockungen der süßen Eurilla, dargestellt von Nienke Otten. Gemeinsam mit Yoshiaki Kimura als Licone/Charon versucht Alcina, gesungen von Hasti Molavian, die Emotionen der Beteiligten unter Kontrolle zu bringen. Es spielen die Bielefelder Philharmoniker.

Premiere: April 18
Musikalische Leitung: Merijn van Driesten
Inszenierung: Felicitas Brucker
Bühne: Marlene Lockemann
Dramaturgie: Anne Christine Oppermann

Besetzung:

Angelica: Cornelie Isenbürger
Rodomonte: Caio Monteiro
Orlando: Daniel Pataky
Medoro: Lianghua Gong
Licone: Yoshiaki Kimura
Eurilla: Nienke Otten
Pasquale: Lorin Wey
Alcina: Hasti Molavian
Charon: Yoshiaki Kimura

Bielefelder Philharmoniker

www.theater-bielefeld.de

Dienstag, 3. April 18
Festspiele im Walde ~ Neue Texte und Töne zu Henry David Thoreaus Tagebüchern
sprechen - singen - Töne basteln
Deutsche Erstaufführung


Festspiele im Walde ~ Neue Texte und Töne zu Henry David Thoreaus Tagebüchern
Annette Schmucki, Reto Friedmann, Oliver Augst
© Festspiele im Walde

„Solange Thoreau gefeiert wird, ist Amerika nicht verloren, sondernquicklebendig“ schreibt die NZZ anlässlich dessen 200. Geburtstags auf die gegenwärtige amerikanische Regierung anspielend. Amerika feiert den eigenwilligen Dichter, Aussteiger, Mystiker, Natur- und Alltagsphilosoph, der das unablässige Business mit einem Verbrechen vergleicht, der für den zivilen Ungehorsam von Gandhi und Martin Luther King zum Vorbild wird, der sich als Aussteiger in eine Waldhütte zurückzieht und dort Weltliteratur schreibt und der im herbstlichen Wald Nüsse sammelt, um sie an Winterabenden zu knacken.

Mit neuen Texten und Tönen aktualisieren Komponistin Schmucki, Sänger Augst und Autor Friedmann Thoreaus Wertschätzung des alltäglichen Lebens. Während Augst einen Tagebucheintrag aus dem Jahre 1858 als
Rezitativ singt und Schmucki ein Eichhörnchen im Laub rascheln lässt, fragt Friedmann: „Wenn ich einen Geldautomat zwei Tage lang beobachte, zeigt sich mir dann ein tieferer Sinn? Wenn ich einen Geldautomat drei Tage lang beobachte, warum werde ich dann verhaftet? “

Reto Friedmann: sprechen
Oliver Augst: singen
Annette Schmucki: Töne basteln

Reto Friedmann, geb. 1965, schreibt und produziert Hörspiele, installiert Klänge und performt Texte. Seit 2000 Mitglied des Kollektivs ‚blablabor’. Studium in Religionslehre (Theologie und Religionswissenschaft), seither befasst er sich mit der Schnittstelle von Religion, Kunst und Gesellschaftskritik. Er lebt in Neunkirch SH. www.blablabor.ch

Annette Schmucki, geb. 1968 in Zürich, studierte in Winterthur und  Freiburg i.Br. Gitarre und Komposition. Seit 2000 Mitglied des Kollektivs 'blablabor'. Sie komponiert, schreibt, performt. Ihr Interesse gilt überlappender Sprache und Musik. Für ihr Schaffen erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen; 2015 war sie für den Schweizer Musikpreis nominiert. Sie lebt im Berner Jura. www.blablabor.ch 

Oliver Augst, geb. 1962 in Andernach am Rhein, ist Komponist, Sänger, Produzent und Hörspielautor. Zahlreiche Stipendien und Förderungen, Musik-, Theater- und Hörspielproduktionen. War Kurator für „pol“ Festival neue Musik und „Audio Art Series“ im Mousonturm Frankfurt. Er lebt in Frankfurt und Ludwigshafen. www.textxtnd.de

Eine Koproduktion von textXTND und blablabor, gefördert durch die Kantone Thurgau, Schaffhausen und Bern, die Ernst Göhner Stiftung, das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, in Zusammenarbeit mit der KunstGesellschaft e.V.

3. Mai 2018, 20.00 Uhr, Gallus Theater (im Foyer), Kleyerstraße 15, 60326 Frankfurt am Main, www.gallustheater.de
4. Mai 2018, 20.00 Uhr, Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, 60313 Frankfurt, www.club-voltaire.de, www.kunstgesellschaft.de
5. Mai 2018, 20.00 Uhr, Klapperfeld, Ehemaliges Polizeigefängnis, Klapperfeldstraße 5, 60313 Frankfurt, www.klapperfeld.de
6. Mai 2018, 11.00, Schutzhütte am Jacobiweiher, Steinweg, Stadtwald Frankfurt, (Straßenbahn-Haltestelle: Oberschweinstiege) - Eintritt frei.

Dienstag, 3. April 18
Klassik-Neuveröffentlichungen bei der Universal Music Group im April

Andris Nelsons: Bruckner: Sinfonie Nr. 7 / Wagner: Siegfrieds Tod und Trauermarsch
Die Klassikwelt blickt nach Leipzig zum Gewandhausorchester: Das Traditionsorchester feiert am 11.3. seinen 275. Geburstag und der 'Weltklassedirigent' (Deutschlandfunk) Andris Nelsons feiert zugleich seinen Amtsantritt als neuer Gewandhauskapellmeister. Zu diesem Anlass dirigiert er Bruckner Sinfonie Nr. 7, denn kaum ein anderes Werk ist mit der reichen Geschichte des Orchesters so verbunden. Die 7. Sinfonie erlebte im Jahr 1884 dort ihre Uraufführung. Diesmal erklingt Bruckners 7. Sinfonie mit Wagners „Siegfrieds Tod und Trauermarsch“. Nelsons macht faszinierende Parallelen in der Tonsprache und Ausdruckskraft beider Komponisten sichtbar. Im Handel ab 20. April 18 (Deutsche Grammophon)

Max Richter: The Blue Notebooks (LP)
Im Handel ab 21. April 18 (Deutsche Grammophon)

Ólafur Arnalds: re:member
Piano Day wird jährlich am 88. Tag des Jahres entsprechend den 88 Klaviertasten gefeiert. In diesem Jahr wird der Piano Day am 29. März stattfinden. Der BAFTA-Gewinner, Komponist, Musiker und Produzent Ólafur Arnalds hat seinen neuen Track "re: member" mit seiner bahnbrechenden neuen Software Stratus vorgestellt, die das bescheidene Piano in ein einzigartiges neues Instrument verwandelt. Er wird am 06.April veröffentlicht - der Tag nach dem Internationalen Klavier-Tag. Ólafur wird später in diesem Jahr die Stratus Pianos auf der ganzen Welt spielen, darunter ein ausverkauftes Konzert in der Londoner Royal Albert Hall.

Alan Silvestri: Ready Player One
Ready Player One ist das neue Science-Fiction Epos von Steven Spielberg, dass auf den Bestseller Roman von Ernest Cline basiert. Die Musik dazu stammt von Alan Silvestri der schon für Oscar und Grammy nominierte Filmmusik  wie Predator, Captain Amerika The First Avengers oder The Mexican verantwortlich war. Alan Silvestri hat zudem an über 100 Hollywood Produktion als Komponist mitgearbeitet. Der Soundtrack erscheint nun bei der Deutschen Grammophon und knüpft an erfolgreiche Soundtrackveröffentlichungen wie Braveheart oder Taboo an.

Leonard Bernstein: Mahler ~ Sinfonie Nr.1 In D Dur
Über kaum einen anderen Dirigenten kann man wohl sagen, er habe so viel für die Musik Gustav Mahlers getan wie Leonard Bernstein. Neben der Einspielung seines sinfonischen Zyklus‘ ist er auch immer wieder als Kommunikator in Erscheinung getreten und hat Mahlers Wirken und Werk bei jeder Gelegenheit erläutert. Hier wird im Jahr seines 100. Geburtstag die bahnbrechende Aufnahme der Sinfonie Nr. 1 mit dem Concertgebouworkest Amsterdam aus dem Jahr 1987 präsentiert, bei der Bernstein sowohl mit unwiderstehlichem Ausdruck als auch mit der notwendigen sinfonischen Disziplin jede Nuance der Komposition würdigt.

Emil Gilels: Grieg ~ Lyrische Stücke
Diese Aufnahme von 20 der insgesamt 66 lyrischen Stücke aus der Feder Edvard Griegs, die der russische Tastengroßmeister Emil Gilels 1972 vorlegte, darf zweifelsohne als Meilenstein der Klaviergeschichte gesehen werden. Zwar haben die lyrischen Stücke Griegs den Ruf, auch für Amateure bewältigbar zu sein, der dynamische und farbige Nuancenreichtum, den Gilels den Kompositionen abgewinnt, spielt sicherlich in einer eigenen Liga.

Lang Lang: Chopin ~ Piano Concerto Nos. 1 & 2
Diese beeindruckende Aufnahme von Chopins Klavierkonzerten 1 und 2, gespielt vom Ausnahmepianisten Lang Lang und den Wiener Philharmonikern unter Zubin Mehta ist hier erstmalig auf Vinyl erhältlich. Im aufwendigen „half-speed mastering“-Verfahren auf modernstes Niveau gebracht, bieten die Aufnahmen, die im Fahr 2008 entstanden sind, ein Spektrum an Frequenzen, das bisher im Schallplattenformat noch nicht erreicht werden konnte. Verzerrungen und Störgeräusche können hingegen minimiert werden. Durch die überragende Arbeit der Toningenieure sind sämtliche Facetten von Lang Langs farbenreichem, poetischem Spiel mit einer außergewöhnlichen Bandbreite wunderbar zu hören. Es ergibt sich eine unvergleichliche Dramaturgie.

Various Artists: Mascagni ~ Cavalleria rusticana / Leoncavallo ~ Pagliacci
1965. Karajan an der Mailänder Scala. Mascagnis Cavalleria Rusticana und Leoncavallos Pagliacci.
Dazu eine grandiose Besetzung mit Carlo Bergonzi in der jeweiligen Hauptrolle beider Inszenierungen. Beide Aufnahmen präsentieren sich in 24 bit/96kHz audiophilem Gewand auf zwei CDs und einer Blu-ray Audio, so dass die Präzision von Karajans Interpretationen in großartiger Form nachvollzogen werden kann. Durch das auf den originalen Bändern basierende Remastering werden Spannungsbögen und Farbenreichtum, die Karajan mithilfe der Energie des Orchestra del Teatro alla Scala erzeugt, in einer beindruckenden Klarheit abgebildet.

Various Artists: Rossini ~ Il barbiere di Siviglia
Anlässlich des 150. Todestags Rossinis wird hier Il Barbiere di Siviglia in der Abbado-Aufnahme von 1971 in audiophiler 24bit/96kHz-Qualität präsentiert. Claudio Abbado erzeugt gemeinsam mit dem London Symphony Orchestra ebenso Glanz wie Nuancen angemessener Gravität. Als Solisten überzeugen Teresa Berganza als Rosina, Luigi Alva als Lindoro und Hermann Prey als Barbier.

Boston Symphony Orchestra: Holst ~ The Planets / R. Strauss ~ Also Sprach Zarathustra (Limited Edition)
Zum 100. Jahrestag der Uraufführung von Gustav Holts Suite “The Planets” würdigt Deutsche Grammophon die Komposition mit dieser großartigen Edition bestehend aus CD und Blu-ray Audio. Es handelt sich um William Steinbergs Aufnahme mit dem Boston Symphony Orchestra aus dem Jahr 1970. Steinberg besticht durch seine charismatische Dynamik, die besonders gut bei „Jupiter“ zur Geltung kommt, während das Orchester bei jedem einzelnen Ton eine stimulierende Spannung aufrechterhält. Als Bonus bekommt der Hörer Richard Strauss‘ Orchestersuite „Also sprach Zarathustra“ geboten, die genau wie „Die Planeten“ auf 24-bit/192 kHz Qualität remastert. Im Handel ab 6. April 18 (CD / Blu-Ray)

Kristjan Randalu: Absence
Der estnische Pianist Kristjan Randalu gibt sein ECM-Debüt mit einem markanten Album voller energliegeladener und zugleich doch lyrischer Eigenkompositionen, die hier sensibel von einem eigens für diese Aufnahme gebildeten Trio mit dem US-Gitarristen Ben Monder und dem finnischen Schlagzeuger Markku Ounaskari gespielt werden.
Als Improvisator mit stupender Technik, der von Herbie Hancock einmal als „blendender Pianist“ beschrieben wurde, liegt Randalu mit den Jazzmusikern auf einer Wellenlänge, doch die Formen und Dynamiken in seinen Stücken spiegeln auch einen ausgeprägten Sinn für Struktur, und er verweist auf Erkki Sven Tüür und Tõnu Kõrvits als Mentoren.

Duo Gazzana: Ravel, Franck, Ligeti, Messiaen
Entdeckungslust ist eines der Hauptmotive der dritten ECM-Aufnahme von Natascia und Raffaella Gazzana. Eingebettet in eine ganze Landschaft aus französischer Musik für Violine und Klavier, vielfältigst inspiriert, bietet das Album eine Erstaufnahme von György Ligetis Duo aus dem Jahr 1946 (seinem Landsmann György Kurtág gewidmet und von ungarischer und rumänischer Volksmusik beeinflusst). Sodann spielen die beiden Schwestern César Francks epische Sonate in A-Dur von 1886, Maurice Ravels Sonate posthume (komponiert 1897, im Alter von 22), sowie abschließend Olivier Messiaens Thème et variations von 1932, ein Werk, das bereits sein berühmtes Quatuor pour la fin du temps erahnen lässt. Unter der Regie von Manfred Eicher wurden die Stücke im Auditorio Stelio Molo RSI in Lugano im März 2017 aufgezeichnet.

Arvo Pärt: Arvo Pärt ~ The Symphonies
Alle vier Symphonien Arvo Pärts, neu eingespielt mit der NFM Filharmonia Wroc¿awska unter der Leitung von Tõnu Kaljuste, einem Kollegen, dem Pärt unbedingt vertraut. Jede der Symphonien, wie der großartige estnische Komponist bekräftigt hat, ist eine Welt für sich. In chronologischer Reihenfolge rezipiert, erzählen sie viel von Pärts musikalischer und spiritueller Reise und den sehr unterschiedlichen Wegen, auf denen er sein Handwerk ausübt. Vierundvierzig Jahre trennen seine Erste Symphonie („Polyphonic”) – komponiert im Jahr 1963, als er noch bei Heino Eller studierte – von seiner Vierten („Los Angeles”). Als er die Vierte 2008 niederschrieb, war er schließlich der weltweit meist aufgeführte Komponist der Gegenwart. 

Oleg Malov ~ Knaifel ~ Lukomoriye
Das vierte New-Series-Album des in St. Petersburg lebenden Komponisten Alexander Knaifel könnte sein bisher ausgreifendstes sein – eine Reise vom Sakralen zum Säkularen und wieder zurück, über verschiedenartig inspirierte Umwege. Dazu gehören zwei Prayers to the Holy Spirit, rührend angestimmt vom Lege Artis Choir, und Bliss, nach einem Gedicht von Alexander Puschkin, vorgetragen von Tatiana Melentieva. Piotr Migunov singt O Lord of All My Life (A Poem and a Prayer), in dem der russische Dichter auf Ephräm den Syrer trifft. Für seine vier Solo-Darbietungen ist der Pianist und Begleiter Oleg Malov dazu aufgefordert, jeweils einen literarischen Text zu verinnerlichen: A mad tea party macht dabei seinem Namen alle Ehre, steht im Geiste eines surrealen Wunderlands. This Child (nach dem Lukas-Evangelium), A Confession sowie das titelgebende Lukomoriye (beide nach Pushkin) sind glänzend ruhig – und ruhen magisch.

Elina Duni: Partir

www.universal-music.de/klassik

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