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Die weiteren News August 17:

Samstag, 19. August 17
Bregenzer Festspiele: Vorläufige Bilanz ~ Saison 2017 mit voraussichtlich 262.000 Besuchern ~ Im Herbst: Carmen in London und in der Zirkuswelt
Mit der 28. Aufführung des Spiels auf dem See am Sonntag entscheidet sich Carmens Schicksal letztmals in diesem Sommer. Schon jetzt steht fest, dass die Oper von Georges Bizet eine Besucherauslastung von 100 Prozent erreicht. Sofern alle drei verbleibenden Vorstellungen unter freiem Himmel gespielt werden, strömten nach Ende der diesjährigen Saison 199.000 Besucher zu Carmen (inklusive Generalprobe und crossculture night).

Insgesamt werden voraussichtlich rund 261.992 Gäste die Bregenzer Festspiele 2017 besucht haben. Nur im Jahr 2014 kamen mehr Menschen zu dem 1946 gegründeten Sommerfestival am Bodensee.

Auftakt im Februar
So früh hatte noch keine Festivalsaison begonnen: Bereits im Februar lud Brigitte Fassbaender im Rahmen des dritten Opernstudios zu einer öffentlichen Meisterklasse ins Bregenzer Festspielhaus. Junge Sängerinnen und Sänger bereiteten sich unter Anleitung der Kammersängerin auf Die Hochzeit des Figaro vor. Nur wenige Tage zuvor ließen sich die Bregenzer Festspiele in die Seebühnen-Karten blicken: In einem Bauzelt nahe des Festspielhauses entstanden jene zwei überdimensionalen Frauenhände, die wenige Wochen später in der Opernkulisse im Bodensee zu sehen waren und die 59 überdimensionale Spielkarten durch die Luft zu werfen scheinen.

Carmen wurde für die diesjährige Saison nach 1974 und 1991/92 zum dritten Mal auf der Seebühne inszeniert. Im kommenden Jahr folgt die Wiederaufnahme. Die Inszenierung von Kasper Holten im Bühnenbild von Es Devlin wurde außerdem live im Fernsehen übertragen, nahezu 1,9 Millionen Menschen verfolgten die Oper von Georges Bizet am Bildschirm. Bislang gab es eine Regenabsage.

Moses in Ägypten an der Oper Köln
Die Oper im Festspielhaus Moses in Ägypten in der Inszenierung von Lotte de Beer in Zusammenarbeit mit dem Theaterkollektiv Hotel Modern sahen mehr als 4.600 Besucher bei einer Auslastung von 100 Prozent. Das Werk von Gioachino Rossini um den alttestamentarischen Stoff wird am 8. April 2018 an der Oper Köln gezeigt. Eine runde Sache und exotische Oper in völlig anderen Dimensionen bot das aus den Niederlanden stammende Theaterkollektiv dann auf der Werkstattbühne: Den mit Insektenpuppen gespielten Ring in 90 Minuten besuchten 714 Gäste. Nach vier Jahren Wartezeit bereicherte erstmals wieder eine Schauspielaufführung den Spielplan: 930 Besucher sahen The Situation im Kornmarkttheater. Das vom Berliner Maxim Gorki Theater gezeigte „Stück des Jahres 2016“ erreichte eine Auslastung von 87 Prozent an zwei Abenden. Es bildete den Auftakt für eine in den Folgejahren jährlich fortgesetzte Schauspielreihe.

Zwei jüngste Programmreihen und eine Matinee
Punkten konnten auch die beiden jüngsten und 2015 von Intendantin Elisabeth Sobotka ins Leben gerufenen Programmreihen: Nach mehr als drei Jahren Vorbereitungszeit zeigte das Opernatelier mit der Auftragskomposition To the Lighthouse seine erste Uraufführung. Die zweite und letzte Vorstellung ist heute Abend auf der ausverkauften Werkstattbühne zu sehen. Das Opernstudio vollendete mit Die Hochzeit des Figaro den 2015 begonnenen Da-Ponte-Zyklus. Morgen findet die letzte Vorstellung im ausverkauften Kornmarkttheater statt.

Am Sonntagvormittag spielt das Symphonieorchester Vorarlberg (SOV) seine traditionelle Matinee im Festspielhaus Bregenz unter der Leitung von Gérard Korsten. Tickets sind verfügbar. Die Orchesterkonzerte der Wiener Symphoniker und die bevorstehende Matinee des SOV dürften insgesamt knapp 6.000 Besucher verzeichnen. Zur Reihe Musik & Poesie kamen an vier Abenden insgesamt 847 Besucher.

Einblicke leuchteten den Weg
Ein Novum begleitete den Weg zur Uraufführung von To the Lighthouse: Von Mai 2015 bis März 2017 ließen sechs öffentliche Veranstaltungen im Kunsthaus Bregenz und eine im August 2017 im Seestudio des Festspielhauses in die Entstehung der Oper von Zesses Seglias blicken. Gesprächsrunden mit Künstlern, ein Vortrag sowie Musikdarbietungen bereiteten insgesamt mehr als 700 Besucher mit insgesamt sieben Einblicken auf die Opernatelier-Premiere vor.

Carmen in der Zirkuswelt
Das Jugendprogramm crossculture begeisterte mehr als 2.600 Kinder und Jugendliche. Bereits im kommenden Oktober laden die Bregenzer Festspiele Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer zu einer Auftaktveranstaltung für die Aufführung Carmen in der Zirkuswelt. Passend zum Spiel auf dem See lädt das Festival Schulklassen und Familien aus der gesamten Bodenseeregion ein, in die Welt von Carmen einzutauchen und selbst Teil dieser Oper zu werden. Partner der Initiative ist Opera Domani aus Italien. Das Vermittlungskonzept des Teatro Sociale di Como will Kinder nicht nur zuschauen, sondern selbst kreativ tätig werden lassen. Um den Kindern die Inhalte und die Musik der Oper altersgerecht zu vermitteln, werden Lehrer vorab mit Unterrichtsmaterialien versorgt und zu Workshops eingeladen. Die Kinder werden dann selbst Teil der Opernvorstellung, indem sie bei ihrem Opernbesuch aus dem Publikum mitsingen und ihre selbstgebastelten Requisiten einsetzen.

Carmen in London
Von 16. bis 24. September präsentiert das Victoria and Albert Museum im Rahmen des London Design Festivals die Ausstellung High Tide for Carmen. Zu sehen sein werden neben dem Bregenzer Carmen-Bühnenbildmodell im Maßstab 1:100 die Modelle der Spiele auf dem See André Chénier (2011/12), Ein Maskenball (1999/2000) und Fidelio (1995/96). Außerdem sind Nachbauten verschiedener Carmen-Kulissenteile in Originalgröße zu sehen, beispielsweise eine 30 Quadratmeter große Spielkarte und ein überdimensionaler Daumen. Höhepunkt dürfte ein bis zu drei Meter hoher und in grauer Farbe gehaltener Nachbau der Carmen-Bühne im Maßstab 1:8 sein, auf den verschiedene Videos projiziert werden. Eine Filmdokumentation gibt einen Einblick in die Geschichte der Bregenzer Festspiele und in die Herstellung des Carmen-Bühnenbildes. Kreativdirektorin der Ausstellung ist Festspiel-Ausstattungsleiterin Susanna Boehm in Zusammenarbeit mit Bühnenbildnerin Es Devlin. Anschließend werden die Exponate als Erweiterung der Ausstellung Opera: Passion, Power and Politics bis Ende Oktober gezeigt.

Vorverkauf startet am Sonntagabend
Im Jahr 2018 zeigt das Sommerfestival als Oper im Festspielhaus Beatrice Cenci des aus Hamburg stammenden Komponisten Berthold Goldschmidt (1903-1996). Die Österreichische Erstaufführung eröffnet am 18. Juli 2018 die 73. Festspielsaison am Vorarlberger Bodensee, es folgen zwei weitere Aufführungen. Tags darauf feiert Carmen die Wiederaufnahme-Premiere, derzeit sind 26 Termine des Spiels auf dem See fixiert. Der Vorverkauf für die nächstjährige Saison beginnt am Sonntagabend auf der Festspiel-Internetseite.

Die Bregenzer Festspiele 2018 finden von 18. Juli bis 19. August statt.

www.bregenzer-festspiele.com

Samstag, 19. August 17
Bregenzer Festspiele:  Video-Serie Künstlereingang Folge 10 ~ Au revoir "Carmen"
Noch zwei Mal in dieser Saison entscheidet sich Carmens Schicksal. Danach brechen viele Mitwirkende ihre Zelte ab. Die letzte Folge des „Künstlereingangs“ blickt auf den 72 Festspiel-Sommer zurück und lässt vier Mitarbeitende zu Wort kommen.
Immer freitags: kleine Szenen abseits der großen Bühnen
Für Neugierige und all jene, die schon immer mal durch den Künstlereingang ins Festspielhaus gelangen wollten, öffnen die Bregenzer Festspiele in der gleichnamigen Serie per Video ihre Backstage-Pforten.
Von Probenstart bis Ende der Festspielzeit lässt jeweils freitags ein Kurzfilm auf die kleinen Szenen abseits der großen Bühnen blicken. Mitwirkende vor und hinter den Kulissen erzählen in rund zwei Minuten ihre ganz persönlichen Erlebnisse. Auf der Homepage des Festivals unter www.bregenzerfestspiele.com stehen die Videos jeweils ab Freitagnachmittag zum Ansehen bereit.

Samstag, 19. August 17
Bregenzer Festspiele: „Künstlerische Visionen, die lebendig, sichtbar, hörbar wurden“
Gestern war bei den Bregenzer Festspielen Bilanz-Pressekonferenz. Intendantin Elisabeth Sobotka blickt zurück auf die zu Ende gehende 72. Festivalsaison am Bodensee.

Elisabeth Sobotka © Bregenzer Festspiele / Dietmar Mathis
Elisabeth Sobotka (Intendantin der Bregenzer Festspiele)
© Bregenzer Festspiele / Dietmar Mathis

Wie lief der Festspielsommer? Haben sich die Erwartungen erfüllt?
Ja, sehr! Die Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Ich bin sehr glücklich darüber, dass unser Spiel auf dem See schon vor der Premiere ausverkauft war. Dabei trägt diese Produktion die anderen nicht nur finanziell, sondern sie schafft auch konzeptionell neue Möglichkeiten. Wir zeigen einmal mehr, welch große Vielfalt an Musiktheater entstehen kann.

Was hat Sie an der Saison begeistert? Gab es besonders bewegende Momente?
Auf jeden Fall. Am meisten bewegt hat mich, dass wir das erste Opernatelier erfolgreich zu Ende gebracht haben. Nach einem mehr als dreijährigen Schaffensprozess wurde am Mittwoch die Oper To the Lighthouse uraufgeführt. Die Vorstellung gestern Abend war ausverkauft. Dass ein zeitgenössisches Musiktheater bei den Leuten so gut ankommt, freut mich ungemein. Es zeigt, dass das Publikum unsere Arbeit annimmt.

Das Opernstudio ist ebenfalls eine neue Programmreihe, die Sie neben dem Opernatelier ins Leben gerufen haben. Trägt die Initiative Früchte?
Mit dem Erfolg von Die Hochzeit des Figaro schließen wir den Da-Ponte-Zyklus. Zum dritten Mal haben junge Sängerinnen und Sänger in intensiver Zusammenarbeit eine Mozart-Oper erarbeitet. Als tolles Beispiel, was das Opernstudio leisten kann, ist Wolfgang Schwaiger zu nennen. Als Don Giovanni war er 2016 beim Opernstudio auf der Bühne. Bei Carmen nun spielt er Moralès auf der Seebühne. Außerdem habe ich ihn bei vielen Aufführungen der Festspiele im Publikum gesehen – bei ihm ist das Festspielfieber ausgebrochen!

Möchten Sie kommende Vorhaben verraten?
Wir möchten weiterhin junge Künstlerinnen und Künstler fördern, das Opernstudio wird fortbestehen. Außerdem arbeiten wir an einer Kinderoper, einer Version von Carmen, die nächstes Jahr auf die Bühne im Festspielhaus gebracht werden soll. Auch der Ort ist uns wichtig: Durch die Wahl, das Stück im Großen Saal aufzuführen, erwarten wir einen „Wow-Effekt“ bei den Kindern. Wir wollen sie schon früh an Musiktheater heranführen.

Vervollständigen Sie diesen Satz: Die am Sonntag zu Ende gehende Saison war für mich…
…die Erfüllung vieler künstlerischer Visionen, die nach langer Vorbereitung lebendig, sichtbar, hörbar, fühlbar geworden sind.

www.bregenzer-festspiele.com

Samstag, 19. August 17
Rheingau Musik Festival: Erstes selbstproduziertes Livestreaming am 20.8.2017 ab 19 Uhr aus dem Kurhaus Wiesbaden
Am kommenden Sonntag, den 20. August 2017, findet das erste selbstproduzierte Livestreaming eines Konzerts des Rheingau Musik Festivals statt. Wir übertragen ab 19:00 Uhr das Konzert der Baltic Sea Philharmonic, unter der Leitung von Kristjan Järvi. Sensationell an diesem Konzert ist aber nicht nur die einzigartige musikalische Interpretation, sondern auch der Solist des Abends: Alexander Malofeev, gerade einmal 15 Jahre jung, ein Ausnahmetalent und „Wunderkind“, der Rachmaninows 2. Klavierkonzert präsentieren wird. Im Rheingau stellt sich das Baltic Sea Philharmonic mit einem virtuosen Feuerwerk und einmaligen Experiment vor: Strawinskis „Feuervogel“ spielt es auswendig. Ein intensiveres Zusammenspiel im großen Rund des Sinfonieorchesters ist kaum vorstellbar!

20.8. Sonntag, 19.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal
Kristjan Järvi’s Sound Experience / Next Generation / Tanz!Musik „Baltic Folk“

Alexander Malofeev Klavier
Baltic Sea Philharmonic
Kristjan Järvi Leitung

Arvo Pärt „Swansong“
Sergej Rachmaninow Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 c-Moll op. 18
Igor Strawinski „L’oiseau de feu“ (Der Feuervogel)

Karten sind noch an der Abendkasse ab 18:00 Uhr zu Euro 66,30 (1. Kategorie) und 36,30 (4. Kategorie) erhältlich.
Hier geht es zum Livestream: www.rheingau-musik-festival.de/festival/live/
Auch auf Medici TV, dem größten klassischen Musikkanal, und youtube wir das Konzert live übertragen: www.medici.tv/en/concerts/kristjan-jarvi-conducts-part-rachmaninov-and-stravinsky-alexander-malofeev/

Youtube: www.youtube.com/channel/UCuSlRJxkEiFIbdC5NVNqU5A/live

Das Konzert wird vom Deutschlandfunk für den Hörfunk aufgenommen und zu einem späteren Zeitpunkt gesendet.

Samstag, 19. August 17
Eröffnung „Truck Tracks Ruhr – The Compilation” in der Mischanlage der Essener Kokerei Zollverein
Im Rahmen der Ruhrtriennale wird vom 19. August bis 30. September 2017 in der Mischanlage der Kokerei Zollverein die Installation „Truck Tracks Ruhr – The Compilation“ präsentiert.
Eine Duisburger Waschanlage, eine Brache in Oberhausen, eine Rolltreppe in einem Mülheimer Einkaufszentrum – das waren nur wenige Bilder von vielen, die sich dem Publikum von „Truck Tracks Ruhr“ im Verlauf des letzten Jahres darboten. Aus dem Projekt „Truck Tracks Ruhr“ geht nun die Installation „Truck Tracks Ruhr – The Compilation“ hervor. Der fahrbare Zuschauerraum verwandelt sich ab dem 19. August in der Mischanlage der Essener Kokerei Zollverein zu einer audio-visuellen Installation, in der die Touren auf sieben Leinwänden zusammengeführt werden. Die Filmemacher Ulrike Franke und Michael Loeken (loekenfranke) haben das Projekt „Truck Tracks Ruhr“ über die gesamte Zeit begleitet und filmisch dokumentiert. In dieser audio-visuellen Gesamtkomposition wird ein facettenreiches künstlerisches Abbild des Ruhrgebiets geschaffen.
 
Urbane Künste Ruhr und Rimini Protokoll luden für „Truck Tracks Ruhr“ 49 KünstlerInnen und Kollektive ein, 49 Orte in sieben Ruhrgebietsstädten – Oberhausen, Recklinghausen, Duisburg, Dortmund, Mülheim an der Ruhr, Bochum und Essen – zu fokussieren und vertonen.               

Dazu verwandelte sich das Innere des Trucks in einen Zuschauerraum, aus dem das Publikum durch eine Glasscheibe in den urbanen Außenraum blicken konnte. Das an verschiedenen Orten beobachtete Geschehen wurde von eingespielten fünfminütigen Hörspielen, Soundcollagen und Kompositionen neu kontextualisiert und inszeniert. Es entstanden sieben Alben mit jeweils sieben künstlerischen Tracks, die neue Blicke auf das Ruhrgebiet  boten und die Wahrnehmung der Region veränderten.
 
Am Ende seiner Reise hat der Truck mehr als 10.000 Kilometer durch das Ruhrgebiet zurückgelegt. Rund 5.600 ZuschauerInnen erhielten auf 130 Touren einen neuen Blick auf ungewöhnliche und alltägliche, zentrale und entlegene, vielsagende und rätselhafte Orte der Region. „Truck Tracks Ruhr“ ist das bislang größte von Urbane Künste Ruhr initiierte Netzwerkprojekt, zu dessen Koproduktions- und Kooperationspartnern sieben Städte und Kunstinstitutionen sowie eine Vielzahl von Privatpersonen und Unternehmen aus dem gesamten Ruhrgebiet zählen.
 
Die Installation ist sowohl für diejenigen interessant, die die Touren als ZuschauerInnen erlebt haben, als auch für jene, die sie leider verpasst haben. Die BesucherInnen erwartet über 300 Minuten Filmmaterial, das als Gesamtkomposition auf den Raum der Trichterhalle zugeschnitten ist und erstmalig präsentiert wird. Ergänzt werden die Filme durch die Video-Arbeit „Blicke aus dem Ruhrgebiet“ von loekenfranke. Eine Auswahl ihrer Porträts von Menschen aus dem Ruhrgebiet an ihren Arbeits- oder Wohnorten wurden jeweils als Teil eines Albums gezeigt. Hier wird die Arbeit erstmals vollständig im Ausstellungskontext präsentiert.
 
Mehr Information zum Projekt gibt es unter www.trucktracksruhr.de
 

„Truck Tracks Ruhr – The Compilation”
Laufzeit: 19. August bis 30. September 2017
Öffnungszeiten: DI – SO, 13.00 – 21.00 Uhr, Eintritt frei
Ort: Mischanlage (Areal C70), Kokerei UNESCO-Welterbe Zollverein (Areal C), Heinrich-Imig-Straße,   45141 Essen

Samstag, 19. August 17
Der Deutsche Buchpreis auf Lesereise: Die Nominierten 2017 kennenlernen
Blind-Date-Lesungen mit Longlist-Autorinnen und -Autoren des Deutschen Buchpreises / Neun Lesungen in Deutschland, ein Termin in Dänemark / Erstmals Leseabend mit zahlreichen Longlist-Kandidaten am 30. August in Hamburg

In den kommenden Wochen können Literaturinteressierte in ganz Deutschland die Nominierten für den Deutschen Buchpreis 2017 näher kennenlernen.

Bei zehn Blind-Date-Lesungen stellen Autorinnen und Autoren ihre Romane vor, die auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2017 stehen. Wie bei einem Blind Date wissen die Besucher der Veranstaltung vorher nicht, wer sie erwartet. Erst vor Ort wird der Gast vorgestellt. Welche Autorinnen und Autoren mit ihren Romanen auf der Longlist stehen, ist unter www.deutscher-buchpreis.de abrufbar.

316 Mitgliedsbuchhandlungen des Börsenvereins – 46 mehr als im Vorjahr – hatten sich im Vorfeld als Veranstalter beworben. Aus den Bewerbungen wurden acht Buchhandlungen ausgelost, die von den Autorinnen und Autoren besucht werden. Die Deutsche Bank Stiftung, Förderer des Deutschen Buchpreises, und das Goethe-Institut Dänemark richten zudem jeweils eine Lesung aus.

Die Blind-Date-Lesungen im Überblick:

28. August 2017, 19.30 Uhr: Arkaden-Buchhandlung, 22941 Bargteheide, Bahnhofstraße 5, Tel.: 04532 / 28 18 00, Veranstaltungsort: Stadthaus Bargteheide, Am Markt 4, 22941 Bargteheide
1. September 2017, 19 Uhr: Buchhandlung Bräunling, 82178 Puchheim, Lochhauser Straße 18, Tel.: 089 / 84 03 90 39, Veranstaltungsort: Evangelische Kirche, Allinger Straße 24, 82178 Puchheim
1. September 2017, 19.30 Uhr: Buchhandlung Bücherwurm, 93049 Regensburg, Franz-von-Taxis-Ring 53, Tel.: 0941 / 380060
3. September 2017, 19.30 Uhr: Hiltruper Buchhandlung, 48165 Münster, Marktallee 46, Tel.: 02501 / 98 79 40, Veranstaltungsort: Kulturbahnhof Hiltrup, Bergiusstraße 15, 48165 Münster
4. September 2017, 19.30 Uhr: Buchhandlung Buch & Kunst, 08209 Auerbach, Neumarkt 12, Tel.: 03744 / 21 23 66, Veranstaltungsort: Stadtbibliothek Auerbach, Schloßstr. 9, 08209 Auerbach
5. September 2017, 19 Uhr: Deutsche Bank Stiftung, 60325 Frankfurt, Taunusanlage 12, Kontakt: veranstaltungen@deutsche-bank-stiftung.de
5. September 2017, 20 Uhr: Buchhandlung Bücherinsel, 64807 Dieburg, Markt 7, Tel.: 06071 / 51 07
7. September 2017, 17 Uhr: Goethe-Institut Dänemark, 1360 Kopenhagen, Frederiksborggade 1, 2. th, Tel.: +45 (0)3336 6456
8. September 2017, 19 Uhr: Buchhandlung Behm, 16540 Hohen Neuendorf, Schönfließer Straße 9, Tel.: 03303 / 40 37 73
10. September 2017, 18.30 Uhr: Buchhandlung Isabell Hoffmann, 57439 Attendorn, Ennester Str. 16, Tel.: 02722 / 28 38, Veranstaltungsort: Kaffeehaus am Dom, Kölner Straße 7, 57439 Attendorn

Longlist-Abend am 30. August in Hamburg
Erstmals stellen sich Longlist-Autorinnen und -Autoren bei einer gemeinsamen Veranstaltung vor: Eine Vielzahl der Nominierten liest am 30. August 2017 ab 19 Uhr in der Freien Akademie der Künste in Hamburg. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Literaturhaus Hamburg und der Freien Akademie der Künste sowie mit Unterstützung der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius statt, Kulturpartner ist NDR Kultur. Karten sind erhältlich unter www.literaturhaus-hamburg.de.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung vergeben. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Weitere Informationen zum Deutschen Buchpreis 2017 können abgerufen werden unter www.deutscher-buchpreis.de.

Der Hashtag zum Deutschen Buchpreis 2017: #dbp17

Samstag, 19. August 17
„ttt - titel thesen temperamente" am Sonntag
„ttt - titel thesen temperamente" (MDR) kommt am Sonntag, 20. August 2017, um 23:05 Uhr im Ersten. Die geplanten Themen:

Lehrermangel und marode Schulen - Bildungsnotstand in Deutschland?
Die Ferienzeit neigt sich dem Ende zu. In den ersten Bundesländern hat der Unterricht bereits wieder begonnen. Doch ein regulärer Schulbetrieb ist oft kaum mehr möglich. Bundesweit fehlen tausende von Lehrern, alleine im Freistaat Sachsen sind es über fünfhundert. Die Klassengrößen explodieren. Viele Gebäude sind in einem beklagenswerten Zustand. Die Neubauten können den Bedarf nicht decken. Ein Ende der folgenschweren Krise ist nicht in Sicht. Eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung dokumentiert, dass - über die bereits jetzt verheerenden Zustände hinaus - auf Grund des demographischen Wandels in den nächsten Jahren bis zu 42.800 zusätzliche Vollzeit-Lehrkräfte benötigt werden. Die verantwortlichen Gremien, etwa die Kultusministerkonferenz, zeigt sich überrascht. Aber beschwichtigende Sonntagsreden helfen nichts: Wenn nicht umgehend etwas geschieht, steuern wir, die stolze Kulturnation der Dichter und Denker, auf einen Bildungsnotstand zu." ttt „mit einem Bericht über die Lehrermangelwirtschaft in Deutschland.
Autor: Tilman Jens

Der Nomade mit der Kamera - große Josef Koudelka-Retrospektive in der C/O Berlin
Josef Koudelkas Bilder vom verzweifelten Widerstand der Prager Bürger gegen den Einmarsch der sowjetischen Panzer im August 1968 gehen noch heute um die Welt. Als sie das erste Mal erschienen, ein Jahr danach, hatten die Fotos längst keinen „Nachrichtenwert" mehr. Dafür hingen sie bald als Poster in Zimmern von Menschen weltweit. Sie wurden zu einem starken Symbol vom Zusammenhalt und Widerstand eines Volkes gegen eine Militärinvasion. Von David gegen Goliath. Nach dem Prager Frühling ging Koudelka ins Exil und zog zwei Jahrzehnte lang heimatlos mit seiner Kamera durch Europa. Es gab nie Wichtigeres für ihn als die kompromisslose Fotografie. Lieber wohnte er auf der Straße, als einen bezahlten Auftrag anzunehmen - und das, obwohl er längst Mitglied bei Magnum war. Für ein großes Fotoprojekt willigte er 2008 ein, die Mauer in Israel zu fotografieren - unter der strikten Bedingung, machen zu können, was immer er wolle und dass das Geld nicht aus Israel käme. Niemand solle seine Bilder als Werbung oder für eigene Zwecke benutzen dürfen. Sein Begleiter, der israelische Fotostudent Gilad Baram, hat Koudelka bei seiner Arbeit gefilmt. Daraus ist ein großartiges Portrait über einen akribischen Fotografen geworden, das zurzeit in Berliner Kinos zu sehen ist. Die Galerie C/O Berlin zeigt neben den "WALL" -Fotografien auch eine Auswahl der 68er-Bilder und Koudelkas berühmte "EXILES"-Serie. Der bald 80-jährige Fotograf, der noch immer das Reisen liebt, kam extra für das „ttt"-Interview nach Berlin.
Autor: Dennis Wagner

"It Was 50 Years Ago Today!" - die musikalische Metamorphose der Beatles
1967 war das Jahr des Summer of Love und der Revolution - wenn schon nicht auf den Straßen, dann eben in den legendären Londoner Apple Studios, wo die Beatles damals das als Meilenstein der Sechziger Jahre gefeierte Album „Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" einspielen. Das erste sogenannte Konzeptalbum der Popgeschichte gibt nicht nur den Songtexten eine bis dahin unerhörte Bedeutung - es markiert den Wandel der Beatles von den niedlichen Pilzköpfen zu Musikern, die von nun an nicht mehr hysterisch bejubeltes Tralala, sondern Kunst im Auge haben. Vom Jahr, als der Pop erwachsen wurde, erzählt Alan G. Parkers Dokumentarfilm „"It Was 50 Years Ago Today! The Beatles: Sgt Pepper & Beyond".
Autor: Andreas Lueg

"Denunziation": Geschichten aus Nordkorea und der Blick in ein abgeschottetes Land
Warum immer wieder Nordkorea? Was ist los mit dem kleinen Land, auf das die Welt seit Jahrzehnten mit Entsetzung und Unverständnis schaut. Im Konflikt mit den USA taucht jetzt - nicht zum ersten Mal - das Gespenst eines atomaren Konflikts auf. Ungeachtet seiner internationalen Isolation setzt das Regime von Kim Jong-un weiterhin auf militärische Konfrontation. Was die Menschen, die in Nordkorea leben, von dieser Politik halten, ist kaum bekannt. Neben den zum Klischee erstarrten Bildern von Masseninszenierungen und Militärparaden dringen kaum Botschaften aus dem Innern des Landes. Einem unbekannten Schriftsteller ist es vor kurzem gelungen, erstmals literarische Erzählungen über die Grenze zu schmuggeln. Sie stammen aus den Neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts und handeln vom Leben der einfachen Leute in dem abgeschotteten Staat. Name und Identität dieses Autors sind unbekannt. Der Verlag nennt ihn „Bandi" und sein Buch „Denunziation". Was von den Texten zu halten ist und welche Bedeutung sie haben, erläutert Nordkorea-Kenner Eric Ballbach, den „ttt" in Seoul getroffen hat. Dort arbeitet auch Do Hee Yoon, dessen Hilfsorganisation für nordkoreanische Flüchtlinge gelungen ist, diese Texte außer Landes zu schmuggeln.
Autor: Rayk Wieland

Im Internet unter www.DasErste.de/ttt

Moderation: Max Moor
Redaktion: Matthias Morgenthaler / Rayk Wieland (MDR)

Samstag, 19. August 17
David Garrett veröffentlicht neues Album ROCK REVOLUTION am 15. September
Geigen-Virtuose David Garrett meldet sich fulminant zurück: Am 15. September wird sein neues Album „Rock Revolution“ weltweit über Decca Records (Universal) veröffentlicht. David Garrett interpretiert auf seine ganz spezielle, einzigartige Weise Rock- und Pop-Klassiker von Größen wie Phil Collins, Prince, The Verve oder Rage Against The Machine; aber natürlich werden auch eigene, neue Kompositionen des Geigers enthalten sein. „Rock Revolution“ zeigt einmal mehr Garretts außergewöhnliches Talent und unterstreicht eindrucksvoll, dass er zu den vielseitigsten und versiertesten Künstlern seines Genres und seiner Generation gehört.

„Jeder einzelne Song ist ein Klassiker“, sagt Garrett. „Von den Rolling Stones über Queen und Michael Jackson bis hin zu Coldplay – sie alle sind wahre Meister und Schöpfer großartiger Melodien. Dass es uns gelungen ist, Klassiker einiger dieser Künstler für ‚Rock Revolution‘ auf meine ganz eigene Weise zu interpretieren, ohne sie ihrer Strahlkraft zu berauben, ist etwas, worauf ich sehr stolz bin.“

David Garrett ist sowohl auf den Bühnen klassischer Konzerthäuser als auch in großen Pop-Arenen Zuhause. Die Leidenschaft und das Gefühl und nicht zuletzt die musikalische und künstlerische Weitsicht, die er in all seine Projekte legt, zeichnen ihn aus und bescherten ihm weltweite Erfolge. Die bisherige Bilanz ist beeindruckend: 16 Platin- und 23 Gold-Auszeichnungen erhielt er – von Deutschland, der Schweiz und Österreich bis Hong Kong, Mexiko, Taiwan, Brasilien, Singapur und vielen anderen Ländern.

Auf „Rock Revolution“ präsentiert David Garrett Hits wie „Born In The USA“, „Eye Of The Tiger“ und „Superstition“ neben eigenen, neuen Stücken wie „Duel Guitar versus Violin“ und „Baroque Reinvention“.  Auch eine ganz besondere Neuinterpretation von Tchaikowskis 1. Klavierkonzert, „Concerto No.1“ wird zu hören sein. David Garrett veröffentlicht mit „Rock Revolution“ den Nachfolger seines Erfolgsalbums „Rock Symphonies“ und wird damit nicht nur seine bisherigen Anhänger begeistern, sondern sicher auch viele neue Fans gewinnen.

Das Album kann ab sofort vorbestellt werden. Den Song „Bitter Sweet Symphony“ gibt es als Download direkt dazu.

Rock Revolution – Tracklisting:
1. In The Air Tonight
2. Born In The USA
3. Stairway To Heaven
4. Superstition
5. Bitter Sweet Symphony
6. Killing In The Name
7. Purple Rain
8. Eye Of The Tiger
9. Fix You
10. Concerto No.1
11. The Well Dressed Guitar
12. You’re The Inspiration
13. Duel Guitar vs. Violin
14. Bohemian Rhapsody
15. Earth Song

www.universal-music.de

Samstag, 19. August 17
Benny Andersson: Der legendäre Songwriter und Mitbegründer von ABBA veröffentlicht ein Solo-Piano-Album bei der Deutschen Grammophon mit 21 Stücken aus seiner langen Karriere
Der legendäre Songwriter und Mitbegründer von ABBA veröffentlicht ein Solo-Piano-Album bei der Deutschen Grammophon mit 21 Stücken aus seiner langen Karriere.

Benny Andersson ~ Piano © Deutsche Grammophon

Die UNIVERSAL MUSIC GROUP (UMG), der Weltmarktführer im musikbasierten Unterhaltungsgeschäft, kündigt heute ein brandneues Album mit Klavierwerken des legendären schwedischen Komponisten und ABBA-Mitbegründers Benny Andersson an. Das schlicht "Piano" genannte Album wird am 29. September 2017 beim weltberühmten Klassiklabel Deutsche Grammophon veröffentlicht.
 
"Piano" nimmt die Hörer mit auf eine 21 Tracks lange Reise durch seine berühmte und gefeierte Karriere. ABBA-Hits, Musical-Songs und weitere seiner Kompositionen werden von Benny Andersson in einer nie zuvor gehörten Art und Weise neu interpretiert und ohne weitere Begleitung an seinem ihm vertrauten Konzertflügel eingespielt. Das Album wurde mit Linn Fijal aufgenommen, der Toningenieurin und Studioleiterin seiner eigenen RMV Studios auf der Insel Skeppsholmen im Herzen seiner Heimatstadt Stockholm.
 
Die Trackliste von "Piano" lautet:
 
1. I Let The Music Speak
2. You And I
3. Aldrig
4. Thank You For The Music
5. Stockholm By Night
6. Chess
7. The Day Before You Came
8. Someone Else's Story
9. Midnattsdans
10. Målarskolan
11. I Wonder (Departure)
12. Embassy Lament
13. Anthem
14. My Love, My Life
15. Mountain Duet
16. Flickornas Rum
17. Efter Regnet
18. Tröstevisa
19. En Skrift I Snöen
20. Happy New Year
21. I Gott Bevar
 
Es handelt sich um zarte, bewegende und emotionale Arrangements, die die Bühnenwirkung genauso wie die klassische Zeitlosigkeit sowohl in der Komposition als auch bei der Darbietung dieser Musik betonen, die schon in der Vergangenheit Millionen Menschen auf der ganzen Welt berührt hat, seit ABBA 1972 das erste Mal zusammengekommen sind. Die Musik auf diesem Album untermauert Benny Anderssons Begabung für Melodien und Harmonien, die einen Bezug zu vielen großen klassischen Komponisten und Pianisten der Musikgeschichte herstellt, von denen er sich in seinem Leben und in seiner Karriere schon immer hat inspirieren lassen.
 
Zur Entstehung dieses Albums sagt Benny Andersson: "Während der Aufnahmen für dieses Album habe ich erkannt, dass die Stücke, die ich ausgesucht habe, ein wichtiger Teil von mir sind. In meinen Bemühungen, an ihren Kern zu kommen, habe ich festgestellt: je mehr äußere Schichten ich entferne, desto näher fühle ich mich der Musik – und zwar unabhängig davon, ob ich sie vor einem oder vor 40 Jahren geschrieben habe. Es ist merkwürdig, aber es fühlt sich so an, als würde ich meine Memoiren spielen."
 
"Es war auch ein großer Unterschied zu dem, wie ich in der Vergangenheit meine Aufnahmen gemacht habe. Und das war genauso Teil der Freude bei alldem", ergänzt er, "auch ohne Bass, Schlagzeug, Gitarren, Streicher und Gesang haben die Songs noch immer Substanz. Diese Feststellung war sehr erfreulich."

Sir Lucian Grainge, Chairman & CEO UNIVERSAL MUSIC GROUP: "Diese neue Kollektion von Solo-Piano-Aufnahmen wird Bennys Ruf als einer der besten Komponisten unserer Zeit noch weiter festigen."
 
Frank Briegmann, President & CEO Central Europe Universal Music und Deutsche Grammophon: "Bennys Songs haben die Popmusik revolutioniert. Er ist ein Innovator, einer der klügsten und kreativsten Köpfe seines Genres. Auf diesem Album zeigt er uns seinen musikalischen Kosmos so klar und unverstellt wie vielleicht noch nie zuvor in seiner langen Karriere. Außerdem wird schnell klar, dass Benny auch als Pianist ein Künstler von großem Format ist, dessen Neuinterpretationen einen vollkommen anderen Blick auf sein Werk gewähren. Benny hat seine Fans schon auf viele musikalische Arten begeistert. Und jetzt tut er es wieder. Ich freue mich mit dem Team der Deutschen Grammophon auf dieses Album und gratuliere Benny zu dieser wunderbaren Produktion."
 
Der erste Track, der von dem Album veröffentlicht wird, ist eine neue Version des ABBA Klassikers "Thank You For The Music" und ab sofort als Download und Stream verfügbar.
 
„Piano“ erscheint bei der Deutschen Grammophon am 29. September.

Freitag, 18. August 17
Schauspiel Frankfurt: LEHRERLOUNGE - Informationsveranstaltung zur Spielzeit 2017/18
Das Junge Schauspiel Frankfurt startet in die neue Saison und lädt zum Spielzeitbeginn am Montag, den 21. August 2017 um 17.00 Uhr in den Chagallsaal alle interessierten Pädagoginnen und Pädagogen zur Spielplanvorstellung mit dem neuen Intendanten Anselm Weber ein. In einer zwanglosen Gesprächsrunde erfahren Interessierte alles über die Inszenierungen und Projekte in der kommenden Spielzeit und das theaterpädagogische Begleitprogramm für Schulen und Jugendeinrichtungen.
Weitere Informationen und Karten unter 069-212. 47.877 oder
E-Mail: theaterpaedagogik@buehnen-frankfurt.de .

Freitag, 18. August 17
Rheingau Musik Festival: Wine Summer Closing auf Schloss Johannisberg
Am 22. September laden das Rheingau Musik Festival und Schloss Johannisberg zum Wine Summer Closing in den Spätlesereiterhof auf Schloss Johannisberg.

Rheingau Musik Festival Wine Summer Closing 2017

Entspannen, genießen und feiern. Das ideale Event um den Spätsommer zu feiern mit hervorragendem Riesling der Domäne Schloss Johannisberg, dem ersten Riesling-Weingut der Welt, kulinarischen Leckereien und Live-Musik der Band The Huggee Swing Band. Es darf getanzt werden! Sollte das Wetter nicht mitspielen, so steht als Regenalternative der Fürst-von-Metternich-Saal zur Verfügung.
Der Eintritt ist frei! Anmeldung über die Website erbeten: www.schloss-johannisberg.de

Donnerstag, 17. August 17
Everybody say yeah: Die Hauptdarsteller für die Deutschlandpremiere von KINKY BOOTS stehen fest
Gino Emnes spielt die schillernde Drag Queen „Lola“,  Dominik Hees übernimmt die Rolle von  „Charlie“ +++ Musik von Cyndi Lauper +++  Deutschlandpremiere am 03. Dezember 2017 in Hamburg


Die Hauptrollen für Hamburgs hoch-hackigen Musical-Hit stehen fest: Gino Emnes (41) wird als „Lola“ die kinky boots anziehen, und Dominik Hees (28) übernimmt die Rolle von  „Charlie“. Die beiden sind keine Unbekannten, denn sie standen bereits auf den großen Musicalbühnen: Gino Emnes spielte „Simba“ in Disneys DER KÖNIG DER LÖWEN in Hamburg, „Eddie“ in SISTER ACT (Stuttgart & Berlin) und „Apollo Creed“ in ROCKY (Hamburg & Stuttgart), und Dominik Hees ist dem Musicalpublikum u.a. als „Helmut Rahn“ aus DAS WUNDER VON BERN (Hamburg) oder „Buddy“ aus BUDDY – Das Buddy Holly Musical (Essen) bekannt.

KINKY BOOTS: Gino Emnes und Dominik Hees
Kinky Boots
Hauptdarsteller Gino Emnes und Dominik Hees

© Stage Entertainment

Im Winter wird KINKY BOOTS auf der Reeperbahn Deutschlandpremiere feiern. Das feel good Musical besticht durch die Musik aus der Feder von Cyndi Lauper und durch die liebenswert gezeichneten Hauptdarsteller: die schillernde Drag Queen „Lola“, die die Idee für den perfekten Nischenmarkt für die heruntergekommene Schuhfabrik von Price & Son liefert, und „Charlie“, der diese Fabrik geerbt hat.

Die Rolle von „Lola“ stellt besondere Anforderungen an einen Darsteller, wie aktuell kaum eine andere. Zum einen ist eine stimmliche Bandbreite von eingängigen Popsongs bis zu klassischen Musical-Balladen Pflicht. Dazu kommt eine ganz besondere Körperlichkeit, denn „Lola“ war Boxer, bevor er Drag Queen wurde. Eine besonders empfindsame Seite, sowie natürlich das Können, auf hochhackigen Schuhen zu gehen und auch zu tanzen, runden das Rollenbild ab. 

„Gino Emnes bringt eine unglaublich aufregende Energie für „Lola“ mit“, schwärmt Stage Entertainment Casting Director Ralf Schaedler. „Natürlich hat er die nötige körperliche Präsenz, die er schon als „Apollo Creed“ in ROCKY bewiesen hat, eine phantastische Stimme, die den Songs von Cyndi Lauper gerecht wird, und das schauspielerische Gespür, um alle Farben dieser Rolle zu interpretieren. Das Publikum kann sich auf einen völlig anderen Gino freuen.“

„Ich freue mich auf die Verwandlung zu Lola!“, so Gino Emnes. „Bisher kennen mich die Musicalbesucher eher als „tough guy“, und nun kann ich meine sanfte Seite zeigen, was ich kaum erwarten kann. Nach dem harten Boxtraining für ROCKY erkunde ich nun voller Begeisterung das nächste bisher unbekannte Terrain: das Gehen auf High Heels und das schillernde Leben einer Drag Queen! Das wird ein Spaß!“

Dominik Hees, der dem Hamburger Publikum als „Helmut Rahn“ aus DAS WUNDER VON BERN bereits bekannt ist, freut sich sehr auf seine erneute Spielzeit in der Hansestadt. „Das gesamte Musical ist ein Spektakel, besonders die Musik ist der absolute Hammer", schwärmt Hees. „Cyndi Lauper hat für dieses Musical eigens neue Songs komponiert. Von berührenden Balladen über ihren typisch ausgeflippten 80ies-Sound bis hin zu modernen Rock/Pop- Nummern ist alles mit dabei. KINKY BOOTS ist ein absolutes Gute-Laune-Musical, das jedem ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert."

KINKY BOOTS
Kinky Boots National Touring Company
Photo: Matthew Murphy

KINKY BOOTS handelt von Charlie Price (Dominik Hees), der die heruntergekommene Schuhfabrik seines Vaters in der englischen Provinz erbt. Um die Firma zu retten, sucht Charlie nach einer Idee, die das Unternehmen zurück zu alter Größe führen kann. Als er durch Zufall die Drag-Queen Lola (Gino Emnes) kennenlernt, finden die beiden die Nische, die Price & Son retten soll: Schrille, modische und zugleich stabile Schuhe und Stiefel für Drag-Queens – KINKY BOOTS. Die Fabrikarbeiter von Price & Son sind zunächst wenig begeistert von diesem Plan, doch Charlie und Lola nutzen ihre neu gewonnene Freundschaft, um für ihre Idee und das Vermächtnis von Charlies Vater zu kämpfen. 

Am 12. Oktober beginnen die Proben für KINKY BOOTS in Hamburg. Der Erfolgsmusical läuft seit März 2013 am New Yorker Broadway und seit August 2015 am Londoner West End, sowie auch in Korea (Auszeichnung als „Bestes Musical“), Toronto (Auszeichnung als „Bestes Musical“), Japan und Australien. Bei der Verleihung der Tony Awards 2013 wurde das Stück sechsmal ausgezeichnet, unter anderem als „Bestes Musical“. Auch die Londoner Produktion wurde bei den Laurence Olivier Awards 2016 mehrfach ausgezeichnet, unter anderem als „Bestes Neues Musical“.

KINKY BOOTS folgt auf HINTERM HORIZONT, das noch bis Ende Oktober auf der Reeperbahn zu sehen sein wird. Das mehrfach preisgekrönte Musical (sechs Tony Awards, drei Laurence Olivier Awards u.v.m.) nach einer wahren Geschichte steht für Leichtigkeit und beste Unterhaltung mit ganz viel Herz. Die Pop-Ikone und Songschreiberin Cyndi Lauper kreierte dafür einen einzigartigen Gute-Laune Soundtrack, der für seine Ohrwurm-Hits sogar mit einem Grammy-Award ausgezeichnet wurde. Das Buch stammt von Theater- und Schauspiellegende Harvey Fierstein. Die Regie und Choreografie übernahm der mehrfache Tony Award-Gewinner Jerry Mitchell. Die weitere Besetzung für die Hamburger Spielzeit wird zeitnah bekannt gegeben.

Der Vorverkauf für KINKY BOOTS in Hamburg läuft. Tickets sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen, unter www.musicals.de und telefonisch unter 01805 - 44 44* erhältlich (* 0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreis max. 0,42 € Min.).

Donnerstag, 17. August 17
FACK JU GÖHTE – SE MJUSICÄL Vorverkauf gestartet ~ Uraufführung Ende Januar 2018 im neuen Werk7-Theater im Werksviertel München
Durchgeknallt, laut, jung. So kann Musical sein – jedenfalls, wenn sich drei kreative Köpfe wie Nicolas Rebscher, Kevin Schroeder und Simon Triebel zusammenfinden und einen der erfolgreichsten deutschen Filme überhaupt für die Live-Bühne mit coolen Songs und viel Humor lebendig machen. Ganz nah dran am berühmten gleichnamigen Kultfilm – und mit überraschend neuer Dimension durch Hip-Hop, Popballaden und einer rasanten Inszenierung im eigens von Stage Entertainment dafür umgebauten Werk 7 im Münchner Werksviertel.

FACK JU GÖHTE  SE MJUSICÄL
© Stage Entertainment

Uschi Neuss, Geschäftsführerin Stage Entertainment Deutschland: „München und alle Fans können sich auf bestes Live Entertainment freuen. Das Kreativteam unseres „Mjusicäls“ trifft den genialen Spirit des Films punktgenau und nutzt dabei ebenso einfache wir verblüffende Theater-Ideen und die Kraft von Live Musik und jungen Bühnendarstellern. Das Münchner Werksviertel bietet für dieses Stück die perfekt passende kreative Atmosphäre.“

Nikolas Rebscher (Gründer und Frontmann der Band „Lauter Leben“), Kevin Schröder (Songtexter, Übersetzer zahlreicher Musicals, Autor von LOTTE) und Simon Triebel (Gitarrist der Band „Juli“, Komponist und Songtexter, u. a. „Geile Zeit“, „Perfekte Welle“) sind die Autoren und Komponisten von FACK JU GÖHTE – SE MJUSICÄL. Der schwedische Künstler Frederik „Benke“ Rydman (u. a. „Swanlake Reloaded“) verantwortet die Choreographie, Regie führt Christoph Drewitz (u. a. ROCKY Broadway und Hamburg). Die Castings haben begonnen.

Inhalt:
Irgendwer hat eine beschissene Turnhalle genau an der Stelle gebaut, an der seine Freundin das gestohlene Geld vergraben hat. Und so hat Ex-Häftling Zeki Müller keine andere Wahl, als sich als Vertretungslehrer an der Goethe-Gesamtschule auszugeben und das deutsche Bildungssystem damit vor eine weitere Herausforderung zu stellen.

Während Zeki nachts nach seiner Beute gräbt, versucht er tagsüber mit drastischen, aber effektiven Methoden, die widerspenstigen Schüler der 10b auf Kurs zu bringen. Obwohl die überkorrekte Lehrerin Lisi Schnabelstedt die unorthodoxen pädagogischen Ansätze ihres neuen „Kollegen“ verurteilt, verfällt sie langsam, aber sicher seinem rauen Charme und hilft ihm sogar, etwas Wertvolleres als Geld auszugraben: die Überbleibsel seiner moralischen Werte.

Weitere News und Details zum neuen Musical folgen im November 2017. Tickets für die Show sind ab heute erhältlich unter www.musicals.de .

Donnerstag, 17. August 17
E-Book-Quartalsbericht: Kaufintensität steigt weiter, Käuferzahl geht zurück
Kaufintensität bei E-Books am Publikumsmarkt nimmt in ersten beiden Quartalen 2017 um 15,2 Prozent zu / Käuferzahl geht um 12,3 Prozent zurück / Absatz steigt um 1 Prozent / Umsatz sinkt um 3,4 Prozent / Börsenverein meldet vierteljährlich E-Book-Zahlen

E-Book-Käufer legten im ersten Halbjahr 2017 erneut mehr Titel in ihren Warenkorb als im Vorjahreszeitraum. Die Kaufintensität bei E-Books am Publikumsmarkt (ohne Schul- und Fachbücher) stieg im Vergleich zu den ersten beiden Quartalen 2016 um 15,2 Prozent. Wer E-Book-Käufer ist, erwarb in der ersten Jahreshälfte 2017 5,7 E-Books (2016: 4,9; 2015: 4,8). Zugleich ging die Käuferzahl um 12,3 Prozent auf nun 2,5 Mio. Käufer zurück.

Durch die hohe Kaufintensität stieg der Absatz leicht um 1 Prozent. Die Umsätze mit E-Books am Publikumsmarkt gingen in den ersten beiden Quartalen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,4 Prozent zurück. Das liegt unter anderem daran, dass Käufer durchschnittlich 4,4 Prozent weniger pro E-Book bezahlten. Der Umsatzanteil bleibt mit 5,4 Prozent konstant.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels meldet in Kooperation mit GfK Entertainment vierteljährlich die Entwicklung auf dem E-Book-Markt. Die Hochrechnungen der E-Book-Absätze und -Umsätze stammen aus dem GfK Consumer Panel Media*Scope Buch mit insgesamt 25.000 Personen. Sie sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab zehn Jahren, für insgesamt 67,7 Mio. Menschen.

Die Quartalszahlen sind als Infografiken auch unter www.boersenverein.de/ebook-markt zu finden.

Donnerstag, 17. August 17
Caroline Peters in Kein Licht bei der Ruhrtriennale
Caroline Peters spielt in Nicolas Stemanns Inszenierung von Elfriede Jelineks 'Kein Licht' Oper von Philippe Manoury für eine Schauspielerin, einen Schauspieler, vier SängerInnen, einen Hund und Chor bei der Ruhrtriennale 2017.
Premiere:  25. August 2017 um 20 Uhr, weitere Vorstellungen: 26. und 27. August 2017, 1., 2. und 3. September 2017 (Gebläsehalle, Landschaftspark Duisburg-Nord, Emscherstraße 71, 47137 Duisburg)

Zwei Elementarteilchen irren durch den Raum. Zwei Elementarteilchen? Vielleicht sind es auch zwei MusikerInnen: die erste und die zweite Geige. Ein absurdes Szenario. Die Stimmen A und B sprechen zueinander, doch hören können sie sich nicht. Ohne dass auch nur einmal die Worte Fukushima oder Atomkraft fallen, zeigt 'Kein Licht. (2011/2012/2017)' eine Geisterwelt nach dem Super-GAU. Wir erleben ein großes, furioses Lamento, das mit unserem Glauben an die Beherrschbarkeit der Technik abrechnet, in dem die Schreie der Opfer der Katastrophe gespenstisch widerhallen - und in dem sich aktuell noch eine weitere Stimme Gehör verschafft: Die österreichische Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek hat ihren Stücktext aus dem Jahr 2011 mehrfach weitergeschrieben. Zunächst ließ sie eine Trauernde an den Ort des Geschehens wiederkehren. Im Jahr 2017 verfasste sie einen weiteren Zusatztext exklusiv für die Aufführung: 'Der Einzige, sein Eigentum (Hello darkness, my old friend)' behandelt, inspiriert von der Kehrtwende der neuen US-Regierung bei Umwelt- und Klimaschutz, wie US-Präsident Donald Trump als "Der König" mit dem Weltklima und mit Atomenergie spielt, ohne Vorbild, ohne Maß und Verstand.
Der Text wird bei der Ruhrtriennale zum Libretto einer musikalischen Welturaufführung. Der Franzose Philippe Manoury komponiert ein neues Musiktheaterwerk, ein Thinkspiel für eine Schauspielerin, einen Schauspieler, und vier Solisten: Bariton, Alt, Sopran, Mezzo , sowie einen Chor. Das Besondere: Auch die Musik selber wird zu einem unkontrollierbaren Element. Manoury erarbeitet mit Regisseur Nicolas Stemann eine neue Form, in der vorkomponierte orchestrale und elektronische Partitur-Module kombiniert werden mit Live-Elektronik, die in die Modulation der SängerInnen und SchauspielerInnen eingreift - in Echtzeit. Musik wird versprachlicht und Sprache musikalisiert.
Auftragswerk und Produktion der Opéra Comique in internationaler Koproduktion mit der Ruhrtriennale, Festival Musica de Strasbourg, Opéra National du Rhin, Croatian National Theater Zagreb, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg, Ircam - Centre Pompidou, United Instruments of Lucilin, Münchner Kammerspiele und 105 individuellen Geldgebern. Mit Unterstützung von Fonds de Création Lyrique, Impuls neue Musik und Fedora Preis 2016.

www.ruhrtriennale.de

Donnerstag, 17. August 17
26. Festival Alte Musik Knechtsteden, 15.-23. September 2017 ~ MACHT MUSIK: Im Reich des Himmels und im Himmelreich
China zu Gast in Knechtsteden // Chinesischer Botschafter übernimmt Schirmherrschaft

Macht Musik! – das Motto des diesjährigen Festivals Alte Musik Knechtsteden ist weltumspannendes Statement und leidenschaftlicher Aufruf in einem. Das Festival begegnet vom 15. bis 23. September dem fernen China in Musik und gemeinsamen Musizieren, wirft einen ganz persönlichen Blick auf das Wirken Luthers – und findet überraschende Verbindungen.

Barockmusik aus der Verbotenen Stadt, musikalische Chinoiserien und die Uraufführung „Roots of Culture“
So nachhaltig war der Eindruck einer Zusammenarbeit mit chinesischen Sängern, dass Intendant Hermann Max dem Thema China einen Schwerpunkt im diesjährigen Festival Alte Musik Knechtsteden widmet. Das Programm setzt sich mit allen Facetten musikalischer Begegnung mit der jeweils anderen Kultur zusammen: Den festlichen Auftakt machen der Chor des Zentralkonservatoriums Peking in der romanischen Klosterbasilika in Kooperation mit dem Deutschen Jungendkammerchor mit Werken von Mendelssohn und Brahms und der Uraufführung des Auftragswerkes „ Roots of Culture“ der chinesischen Komponistin Zhou Juan. Kammersängerin Ragna Schirmer und Romelia Lichtenstein wandeln zu zweit „Auf den Spuren Marco Polos“ in Werken der Romantik. Das Cassiopeia Figurentheater inszeniert das Andersen-Märchen „Der Kaiser und die Nachtigall“ mit Musiken, die der Mönch Teodrocó Pedrini zur Barockzeit am chinesischen Kaiserhof komponierte; und Glucks Oper „Le Cinesi“ mit dem Ensemble La Festa Musicale begegnet dem Duo SeidenStraße – der Guzheng-Spielerin Chanyuan Zhao und dem Percussionisten Benjamin Leuschner.

Flankiert werden die Konzerte von der Ausstellung „secret sounds“ vom 10. bis 17. September mit ostasiatischen Klangerfahrungen, China-Workshops in den Grundschulen rund um Dormagen. Anlässlich der Ausstellungseröffnung am 10. September wird sich ein weiteres deutsch-chinesisches Kooperationsprojekt vorstellen, wenn Preisträger des Wettbewerbs Jugend Musiziert und der nach dessen Vorbild neu entstandenen China Youth Music Competition (CYMC) den Festakt umrahmen. Ein Symposion am 23. September zum konfuzianisch-reformatorischen Thema „Initiative Bildung“ im Museum für Ostasiatische Kunst in Köln ist der Abschluss des Rahmenprogramms.
WDR und Deutschlandfunk begleiten das Festival auch in diesem Jahr. Die Schirmherrschaft für das Festival hat S.E. der Botschafter der Volksrepublik China in Deutschland, Herr Shi Mingde  übernommen.

Über das Festival Alte Musik Knechtsteden
Das Festival Alte Musik Knechtsteden wird seit 1992 von seinem Gründer Hermann Max künstlerisch geleitet und hat in den letzten 25 Jahren eine Vielzahl musikalischer Raritäten in Eigenproduktion hervorgebracht. Von den mehr als 200 Konzerte seit seiner Gründung wurden ca. 70 in Radiomitschnitten von WDR und Deutschlandfunk festgehalten und europaweit gesendet; alleine 15 hauseigene Knechtstedener Produktionen unter der Leitung von Hermann Max wurden als Einspielungen auf CD veröffentlicht. Förderer und Partner 2017 sind die Sparkasse Neuss, die Stiftung Kulturpflege der Sparkasse Neuss, die EVD, die Kunststiftung NRW, BayerKultur, die RheinEnergieStiftung Kultur, das Konfuzius-Institut Düsseldorf, die Ernst von Siemens Musikstiftung, Currenta, der Deutsche Chorverband, die Deutsche Chorjugend, der Deutscher Musikrat, die Lutherdekade, das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, der Rhein-Kreis Neuss, die Stadt Dormagen, die Bürgerstiftung Dormagen, die Ev. Kirchengemeinde Dormagen und Ford Pesch; Medienpartner sind WDR3, Deutschlandfunk, Neuss-Grevenbroicher-Zeitung, Exelsia.

Der Medienworkshop des Festivals Alte Musik Knechtsteden (15.-23.09) mit Schülern des Dormagener Norbert-Gymnasiums hat in Zusammenarbeit mit der NGZ Interviews mit Künstlern des Festivals als Videos produziert: Mit dabei sind Mittelalter-Spezialist Prof. Stefan Klöckner, Leiter von Vox Werdensis; die Puppenspieler vom Cassiopeia Theater, die dem Märchen „Der Kaiser und die Nachtigall“ zur Musik von Teodorico Pedrini Leben einhauchen; und das Duo Seidenstraße, das Glucks Singspiel „Le Cinesi“ am 19.9. mit chinesischer traditioneller Musik kontrastieren wird.

Gregorianische Nacht, 16.9.: Prof. Stefan Klöckner
- Teil 1: an der Folkwang Uni (Achtung, 360 Grad Video, je nach Browser unterschiedliche Darstellung) www.youtube.com
- Teil 2: in der Basilika (Achtung, 360 Grad Video, je nach Browser unterschiedliche Darstellung) www.youtube.com
- Landpartie / „Der Kaiser und die Nachtigall“, 17.9.: Cassiopeia Theater  www.youtube.com
- Le Cinesi, 19.9.: Duo Seidenstraße www.youtube.com 


26. Festival Alte Musik Knechtsteden
15.-23. September 2017
www.knechtsteden.com  

Mittwoch, 16. August 17
Deutscher Buchpreis 2017: Jury nominiert 20 Romane für die Longlist ~ 200 Titel waren in der Auswahl / Shortlist wird am 12. September veröffentlicht / „Buchpreisblogger“ stellen Titel auf www.deutscher-buchpreis-blog.de vor
Die nominierten Titel für den Deutschen Buchpreis 2017 stehen fest: Die Jury hat 20 Romane für die Longlist ausgewählt. Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 200 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2016 und dem 12. September 2017 (Bekanntgabe der Shortlist) erschienen sind oder noch erscheinen.

Jurysprecherin Katja Gasser (Österreichischer Rundfunk): „Eine der wichtigsten Fähigkeiten von Literatur ist das Weiten unserer Welt. Das ist in Zeiten, in denen sich die Blickwinkel mehr und mehr zu verengen scheinen, besonders wichtig. Die Longlist 2017 ist Ausdruck des Versuchs, die Vielfalt der aktuellen deutschsprachigen Literaturlandschaft zu spiegeln. Auf ihr finden sich mit den Büchern unterschiedliche literarische Antworten auf das Leben, den Zustand der Welt, der Menschen: Politisches wie explizit Unpolitisches, traditionell Erzähltes wie Sprachzentriertes und Risikofreudiges, lyrisch Gewobenes wie realistisch Gestricktes. Allen Büchern gemeinsam ist, dass sie die Jury auf die eine oder andere Art gestochen und gebissen haben – angerührt im besten Wortsinne. Vielleicht wird der Blick auf die Welt mit den Büchern der Longlist 2017 wieder etwas größer, weiter.“

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

Mirko Bonné: Lichter als der Tag (Schöffling & Co, Juli 2017)
Gerhard Falkner: Romeo oder Julia (Berlin Verlag, September 2017)
Franzobel: Das Floß der Medusa (Paul Zsolnay, Januar 2017)
Monika Helfer: Schau mich an, wenn ich mit dir rede! (Jung und Jung, März 2017)
Christoph Höhtker: Das Jahr der Frauen (Weissbooks, August 2017)
Thomas Lehr: Schlafende Sonne (Carl Hanser, August 2017)
Jonas Lüscher: Kraft (C.H. Beck, März 2017)
Robert Menasse: Die Hauptstadt (Suhrkamp, September 2017)
Birgit Müller-Wieland: Flugschnee (Otto Müller, Februar 2017)
Jakob Nolte: Schreckliche Gewalten (Matthes & Seitz Berlin, März 2017)
Marion Poschmann: Die Kieferninseln (Suhrkamp, September 2017)
Kerstin Preiwuß: Nach Onkalo (Berlin Verlag, März 2017)
Robert Prosser: Phantome (Ullstein fünf, September 2017)
Sven Regener: Wiener Straße (Galiani Berlin, September 2017)
Sasha Marianna Salzmann: Außer sich (Suhrkamp, September 2017)
Ingo Schulze: Peter Holtz (S. Fischer, September 2017)
Michael Wildenhain: Das Singen der Sirenen (Klett-Cotta, September 2017)
Julia Wolf: Walter Nowak bleibt liegen (Frankfurter Verlagsanstalt, März 2017)
Christine Wunnicke: Katie (Berenberg, März 2017)
Feridun Zaimoglu: Evangelio (Kiepenheuer & Witsch, März 2017)

Deutscher Buchpreis 2017 Jury
Die Jury des Deutschen Buchpreis 2017
V.l.n.r.: Tobias Lehmkuhl, Maria Gazzetti, Katja Gasser, Lothar Schröder, Silke Behl,
Mara Delius, Christian Dunker Copyright: Christina Weiß
© Christina Weiß

Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2017 gehören neben Katja Gasser an: Silke Behl (Radio Bremen), Mara Delius (Die Welt), Christian Dunker (autorenbuchhandlung berlin), Maria Gazzetti (Casa di Goethe, Rom), Tobias Lehmkuhl (freier Kritiker, Berlin) und Lothar Schröder (Rheinische Post).

Im nächsten Schritt wählen die Juroren aus den Titeln der Longlist sechs Romane für die Shortlist aus, die am 12. September 2017 veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die sechs Autorinnen und Autoren, an wen von ihnen der Deutsche Buchpreis geht. Der Preisträger oder die Preisträgerin erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung vergeben. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Die Preisverleihung findet am 9. Oktober 2017 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt.

Die Longlist kennenlernen: Leseproben, Hörproben, Bloggerrezensionen
Anlässlich der Nominierung der Longlist-Titel erscheint das Buch „Die Longlist 2017 – Leseproben“. Es wird herausgegeben vom Fachmagazin Börsenblatt im Verlag der MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH, einer Wirtschaftstochter des Börsenvereins. Darin werden Leseproben und Hintergrundinformationen zu den nominierten Romanen veröffentlicht. Es ist ab kommender Woche im Buchhandel erhältlich. In welchen Buchhandlungen das Buch mit den Leseproben verfügbar ist, zeigt eine interaktive Karte auf der Website www.jetzteinbuch.de.

Das deutschlandweite Onlineradio detektor.fm hat die Leseproben vertont. Seit gestern sind Hörproben der 20 Longlist-Titel unter detektor.fm/deutscher-buchpreis abrufbar. Sie sind zudem über die detektor.fm-App, die Smart-TV-App und über das Soundcloud-Profil von detektor.fm verfügbar. Ab dem 15. August präsentiert der Radiosender täglich von Montag bis Freitag jeweils einen Longlist-Titel um 10.15 Uhr in der Sendung „detektor.fm – am Vormittag“ und um 17.40 Uhr in der Sendung „detektor.fm – der Tag“. Die Hörproben zum Deutschen Buchpreis gibt es auch als Podcast. Auf den Plattformen Apple Podcast, Spotify und Deezer sind alle Inhalte direkt zu hören.

Gestern starteten auch „Die Buchpreisblogger“: Sechs Literaturblogger stellen in den kommenden Wochen auf www.deutscher-buchpreis-blog.de/ die nominierten Titel vor. Die Bloggerinnen und Blogger lesen die 20 Bücher der Longlist, setzen sich mit ihnen auseinander, bieten Hintergrundinformationen und kritische Debattenbeiträge.


Weitere Informationen zum Deutschen Buchpreis 2017 können abgerufen werden unter www.deutscher-buchpreis.de. Infos, Neuigkeiten und Geschichten rund um den Deutschen Buchpreis 2017 gibt es auch bei Facebook unter www.facebook.com/DeutscherBuchpreis.

Der Hashtag zum Deutschen Buchpreis 2017: #dbp17

Mittwoch, 16. August 17
Rheingau Musik Festival 2017: Hänsel & Gretel und Filmmusik aus "Batman" im Kloster Eberbach

Hänsel & Gretel im Kloster Eberbach
16.8. Mittwoch, 20.00 Uhr
Kloster Eberbach, Eltville am Rhein, Basilika
Next Generation
Bundesjugendorchester

Sänger der Internationalen Opernakademie Schloss Weikersheim:
Ena Pongrac (Hänsel)
Serena Sáenz Molinero (Gretel)
Jonas Böhm (Peter Besenbinder)
Antje Bornemeier (Gertrud, seine Frau)
Bundesjugendorchester
Patrick Lange (Leitung)

Engelbert Humperdinck 1. Bild aus „Hänsel und Gretel“
Modest Mussorgski „Eine Nacht auf dem Kahlen Berge“
Elliot Goldenthal „Grand Gothic Suite“ aus „Batman“

Erzählungen in musikalischen Facetten
Einfach aufregend, was das Bundesjugendorchester zum Rheingau Musik Festival mitgebracht hat! Den Anfang macht Engelbert Humperdincks spätromantisches Märchenspiel „Hänsel und Gretel“, das sich eng auf die gleichnamige Vorlage aus den berühmten Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm bezieht. Abgelöst wird dieses schaurig-schöne Bild von Mussorgskis diabolisch-greller Sinfonischer Dichtung „Eine Nacht auf dem Kahlen Berge“, die unter anderem von Walt Disney in seinem filmischen Meilenstein „Fantasia“ verarbeitet wurde. Das große Finale bildet Elliot Goldenthals epische „Grand Gothic Suite“ aus dem Blockbuster „Batman“, die den Dunklen Ritter nuancenreich skizziert. Eine musikalische Bilderflut, wie geschaffen für Deutschlands jüngstes Spitzenorchester für Nachwuchsmusiker im Alter von 14 bis 19 Jahren. Wir freuen uns sehr auf diesen Besuch!

Karten noch zu: 41,30  / 31,30 / 21,30 / 16,30 Euro unter 06723 / 60 21 70 oder: www.rheingau-musik-festival.de .

Mittwoch, 16. August 17
Young Euro Classic 2017 – die Veranstalter versprechen einen besonders spannenden Festival-Jahrgang   ~ 17. August – 3. September 2017 im Konzerthaus Berlin
„Hier spielt die Zukunft!“ – Schon seit vielen Jahren wirbt Young Euro Classic, das weltweit wichtigste Festival für Jugendorchester, mit diesem Slogan. „Und das bleibt richtig“, sagt Festivalleiterin Gabriele Minz. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass dieser 18. Jahrgang von Young Euro Classic ganz besonders aufregend wird, denn: So viel Lust an dramaturgischer und musikalischer Innovation und gesellschaftspolitischem Anspruch bei gewohnt exzellenter Qualität war noch nie!“ Die Jugendorchester-Szene sei überall „im Aufbruch“, ergänzt Dieter Rexroth, künstlerischer Leiter des Festivals. „Die Zeiten sind vorbei, da es der alleinige Ehrgeiz vieler Jugendorchester war, die großen Symphonien ähnlich gut zu spielen wie die Profis. Natürlich ist das weiterhin ein hohes Ziel. Aber unübersehbar wächst der Mut, dramaturgisch neue, jugendgemäße Wege zu gehen – und davon profitiert auch Young Euro Classic“.

Young Euro Classic
Young Euro Classic
© Kai Bienert

Mut zum Risiko – Abseits traditioneller Konzertformate
Das Bundesjugendorchester (20.8.) spielt diesmal vor großer Leinwand. Stumm­filmszenen u.a. bebildern die Musik, und Ralf König, der erfolgreiche deutsche Comic-Zeichner, illustriert live Mussorgskis Nacht auf dem Kahlen Berge.

Das Baltic Sea Philharmonic (25.8.) präsentiert eine multimediale Konzertshow zum Thema „Wasser“ – von Händel über Coleman zu Glass: Musik, Projektionen, Licht.

Das I, Culture Orchestra (23.8.) wurde 2011 gegründet im Geist des polnischen Bekenntnisses zur EU und zur Kooperation mit den Nicht-EU-Ländern der östli­chen Partnerschaft: Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldau und die Ukraine. Politisch keine einfache Konstellation. Bei seinem Young Euro Classic Debüt 2015 fiel es durch sein mutiges Programm auf. Diesmal reist das Orchester mit Andrey Boreyko und dem Ausnahmegeiger Julian Rachlin an und legt den Fokus auf bei uns selten gespielte Musik aus den Mitgliedsländern des Orchesters wie Korndorf oder Silvestrov.

Die Nationale Jugendphilharmonie der Türkei (28.8.) stellt das Thema „Demo­kratie“ besonders heraus: Am Nachmittag wird bei einer moderierten öffentlichen Generalprobe die soziale Kraft der Musik in einem „Demokratielabor“ - so heißt die Reihe des Orchesters - demonstriert. Der Eintritt ist frei. Ab 18.30 Uhr folgt eine Podiumsdiskussion über „Musikalische und kulturelle Identität in streitbaren Zeiten“.

Einen bewegenden Abend verspricht der Auftritt des Chors und Orchesters der Elisabeth University of Music, Hiroshima (26.8.). Die „Sternlose Nacht“ dient Toshio Hosokawa, dem derzeit bedeutendsten Komponisten Japans, als Titelmetapher für eine musikalische Erinnerung an die verheerenden Bombenan­griffe 1945 auf Dresden und Hiroshima.

Special Night I: Das O/Modərnt Kammarorkester (21.8.) bietet eine interkulturelle Begegnung von klassischer westlicher und indischer Musik. Improvisation ist das wichtigste Gestaltungselement des Abends unter Einsatz für uns „exotischer“ Instrumente wie Tabla und Sarod.

Special Night II: Das Solo für Himmelsstürmer (22.8.) bietet ein Konzert mit VIER Programmen, gespielt von herausragenden jungen Künstlern, die jeweils in den letzten drei Jahren den Fanny Mendelssohn Förderpreis gewonnen haben. Als Special Guest präsen­tiert das Ensemble Olivinn unter der künstlerischen Leitung von Sinem Altan seine brillante Fusion aus traditioneller türkischer Musik und Klassik. Bei ungarischen Klängen treffen alle Musiker des Abends zusammen.

Vor der großen Eröffnung des Festivals gibt es eine „kleine“: die Ouvertüre im Kleinen Saal mit dem Young Euro Classic Ensemble China – Deutschland (17.8.). Bei der ungewöhnlichen Eigenproduktion des Festivals kommen 18 exzellente Jungmusiker beider Länder zusammen, um u.a. Mozart, Bach und Schumann in Arrangements für traditionelle chinesische und westliche Instrumente zu spielen.

Unverzichtbar: Exzellenz
Die großen, exzellenten Symphonieorchester sind unverzichtbar. Sie setzen unter herausragenden Dirigenten gemeinsam mit erstklassigen Solisten Maßstäbe: Dazu zählen an erster Stelle das Schleswig-Holstein Festival Orchester (18.8.), das unter Christoph Eschenbach den Eröffnungsabend gestaltet, und das Gustav Mahler Jugendorchester (31.8.) unter Ingo Metzmacher mit Jean-Yves Thibaudet am Klavier.

Ähnlich hoch einzuschätzen sind das Orchestre Français des Jeunes (2.9.) und das Internationale Tschaikowski Jugendorchester Jekaterinburg (24.8.), das mit 65 jungen Künstlern aus Russland, Deutschland, Italien, Japan, Brasilien und der Türkei vom Ural nach Berlin kommt – mit dem Shootingstar Dmitry Masleev am Klavier.

Das Jovem Orquestra Portuguesa (1.9.) sticht heraus mit einer eigens für Young Euro Classic komponierten Uraufführung der erst 20-jährigen Mariana Vieira, bei der die ungewöhnliche Kombination von Solisten – Oboe, Klarinette, Tuba, Harfe, Kontrabass und die vom Dirigenten selbst gespielte Marimba – für Spannung sorgt.  

Eine sehr lange Anreise hat das Asian Youth Orchestra (30.8.), das noch von Yehudi Menuhin mitgegründet wurde und seit mehr als einem Vierteljahrhundert herausragende Musiker aus elf asiatischen Ländern zusammenbringt. Es tritt auf mit dem Weltklasse-Geiger Vadim Repin.

Das Moldovan National Youth Orchestra (27.8.) begleitet die aufstrebende junge Sopranistin Valentina Nafornita und bietet zudem eine kleine Sensation: die Deutsche Erstaufführung von Enescus „Pasto­raler Fantaisie“, bisher nur ein einziges Mal aufgeführt, 1899 in Paris, seitdem verschollen und jetzt erst wieder entdeckt!

Absolute Publikumsrenner – wenn auch aus völlig anderen Genres – sind wie in den letzten Jahren John Neumeiers Bundesjugendballett (19.8.) und Nils Landgrens Klassik meets Jazz (29.8.), das in diesem Jahr anlässlich des deutsch-georgischen Jahres 2017 Jazz, Klassik und polyphonen Gesang zusammenbringt.

Ein Novum ist das Cuban-European Youth Orchestra (3.9.), das den Abschlussabend gestaltet: Das kubanisch-europäische Orchester verspricht mit seinem transatlantischen Programm einen fulminanten Festivalabschluss.

Der Schirmherr des Festivals, der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller, wird in diesem Rahmen persönlich den mit 5.000 Euro dotierten Europäischen Komponistenpreis 2017 für die beste Ur- oder deutsche Erstaufführung des Festivals 2017 überreichen.

Der Preis dokumentiert, wie ernst es Young Euro Classic mit der Förderung der zeitgenössischen Musik ist. In den vergangenen 17 Festivaljahren gab es bereits 217 Ur- und deutsche Erstaufführungen. Den Gewinner bestimmt eine Publikumsjury unter der Leitung eines Musikwissenschaftlers; in diesem Jahr stehen zwei Uraufführungen und vier Deutsche Erstaufführungen zur Auswahl. 

Partner, Freunde und Unterstützer
„Würde es Young Euro Classic nicht bereits geben, es müsste gerade in unserer heutigen Zeit erfunden werden!“, sagt Sebastian Nordmann, der Intendant des Konzerthauses Berlin. Mit ihm und seinem großartigen Team fühlt sich das Festival aufs Engste verbunden. Das Konzerthaus beherbergt seit dem Gründungsjahr 2000 Young Euro Classic – und dafür sei ihm von Herzen gedankt!

Die Finanzierung des Festivals wird durch öffentliche Fördermittel, Stiftungen, Sponsoren und Spenden vieler engagierter Privatpersonen sowie erheblich durch die Ticketeinnahmen ermöglicht. Hauptpartner ist die KfW Bankengruppe schon seit 18 Jahren, seit der Gründung des Festivals. Für diese außergewöhnliche Kontinuität und Förderung des musikalischen Nachwuchses dankt Young Euro Classic von Herzen. Öffentlicher Partner ist der Hauptstadtkulturfonds. Ihm und seinen Gremien gebührt großer Dank – wie auch den weiteren Partnern: dem Bundesverband der Deutschen Volks­banken und Raiffeisenbanken sowie der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL). Außerdem gilt dieser große Dank auch dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für die Förderung der Ouvertüre.

Einen besonderen Dank möchte Young Euro Classic an die Firma Ströer für die Plakatierung richten. Dem Deutschlandfunk Kultur dankt Young Euro Classic für sein kontinuierliches großartiges Engagement, ebenso den Medienpartnern Tagesspiegel, rbb Kulturradio und rbb Fernsehen. Ohne die zahlreichen Unterstützer und Spender wäre die Durchführung von Young Euro Classic unmöglich.

Online sehen und hören
Musikliebhaber können einen Teil der Konzerte auch aus der Ferne live miterleben. Vom 24.8. bis zum 30.8. überträgt Arte CONCERT das abendliche Festivalprogramm im Livestream – eine Produktion von EuroArts in Kooperation mit Arte: http://concert.arte.tv/de/upcoming. Zwei Konzerte werden von Kulturradio vom rbb (UKW 92,4 und Kabel 95,35) mitgeschnitten und im Rahmen der Sendung „Talente und Karrieren“ ausgestrahlt, und fünf weitere Abende werden von Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet und bundesweit gesendet – über UKW, DAB+, Kabel, online und app.

Digitale Konzertprogramme
Auch in diesem Jahr verzichtet Young Euro Classic auf die gedruckten Konzertprogramme. Umweltschonend sind die digitalen Programmhefte kostenfrei für ALLE zu den Konzerten online abrufbar und als Druckversion verfügbar.

Young Euro Classic 2017 vom 17. August bis 03. September 2017 im Konzerthaus Berlin

www.young-euro-classic.de

Mittwoch, 16. August 17
Silent Voices e.V. – Große Charity Onlineauktion auf eBay
Silent Voices e.V. führt in der Zeit vom 15.08.-15.08.2017 eine große Onlineauktion auf eBay durch. Unter anderem kann hier ein Meet & Greet mit Tetje Mierendorf inkl. 2 Tickets für Shrek bei den Freilichtspielen Tecklenburg für den guten Zweck ersteigert werden.
Um das Patenschaftprogramm ChorSozial finanziell starten zu können, wird Silent Voices e.V. in der Zeit vom 15.08. - 15.09.2017 eine große Online-Auktion auf ebay.de durchführen. Es können CDs, Kinogutscheine, Theaterkarten, Konzertkarten, Gesangs- und Klavierstunden und vieles mehr für den guten Zweck erstanden werden. Neben diversen Chören, Kinos, Theatern, Locations, Musikschulen etc. werden auch Exponate von Künstlern wie Jürgen von der Lippe, Badesalz oder Nick Howard versteigert.

Ein besonderes Highlight ist ein Meet & Greet mit Tetje Mierendorf inkl. Showbesuch von Shrek bei den Freilichtspiele Tecklenburg, wo Tetje noch bis 27. August in der Hauptrolle zu sehen ist.
Der Erlös aus der Auktion fließt komplett in das Projekt ChorSozial, das ins Leben gerufen wurde, damit wirklich jedem - unabhängig von seinem sozialen Backround - das Singen im Chor ermöglicht werden kann.
Das Singen im Chor erfreut sich immer größerer Beliebtheit – denn was gibt es Schöneres, als gemeinsam mit anderen zu singen und zu erleben, wie das Ergebnis anderen Menschen ein Stahlen in die Augen und ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Vielen musikbegeisterten Sängern und Sängerinnen fehlen jedoch die finanziellen Möglichkeiten, um einen monatlichen Beitrag für die Teilnahme am Chor aufzubringen.

Silent Voices e.V. wurde am 27. August 2016 in Hamburg gegründet. Ziel ist es, Chören eine Stimme in der Öffentlichkeit zu geben. Die Förderung von Chorprojekten und Chören u.a. durch Finanzierung und
Netzwerke liegt Silent Voices e.V. sehr am Herzen. Ebenso die Unterstützung der Entwicklung der Chormitglieder und Chöre u. a. durch Studienreisen und Durchführung von Workshops.
Außerdem setzt Silent Voices e.V. sich für die Ermöglichung vergünstigter Chorkonzertbesuche und der Teilnahme an Chören bzw. Chorprojekten, insbesondere aus sozialen Schichten, die üblicherweise keine Zugang zu Kulturangeboten haben, ein.

www.silentvoices.de

Dienstag, 15. August 17
Über 4.000 Besucher beim Sommer Open Air mit Lena Meyer-Landrut und Kay One in Groß-Gerau – Veranstaltung im Helvetia Parc war ein voller Erfolg
Beim Charity-Konzert in Groß-Gerau setzten sich Stars wie Lena, Kay One, Mike Singer oder Cassandra Steen für den Bundesverband Kinderhospiz ein

Lena (r.) mit Fan Sina Wolf und ihrem Freund (m.) und Sabine Kraft vom Bundesverband Kinderhospiz e.V. © Patrick Schmetzer
Lena (r.) mit Fan Sina Wolf und ihrem Freund (m.) und Sabine Kraft vom Bundesverband Kinderhospiz e.V.
© Patrick Schmetzer

Kreischende Fans, tolle Music Acts, Stars ganz nah erleben und dazu ein tolles Rahmenprogramm: am vergangen Samstag (12. August) war wieder Charity-Zeit in Groß-Gerau! Die Konzertveranstaltung zu Gunsten des Bundesverbands Kinderhospiz im Helvetia Parc Groß-Gerau begeisterte auch in diesem Jahr wieder mit großen Namen und Künstlern: Lena Meyer-Landrut spielte mit ihrer Band ein Akustikset, Rapper Kay One sorgte ebenfalls mit Songs wie „Louis Louis“ für Stimmung, Cassandra Steen, Sängerin von Glaushaus, sorgte für sanfte Töne und die Teeniestars Vincent Gross und Mike Singer brachten die Mädchenherzen zum Schmelzen. Über 4.000 Besucherinnen und Besucher besuchten das kostenlose Familienfest im Helvetia Parc Groß-Gerau.

Statt eines Eintrittspreises wurde bei der Veranstaltung um Spenden gebeten für den Bundesverband Kinderhospiz (BVKH). Der Dachverband der stationären und ambulanten Kinderhospizdienste setzt sich nicht nur auf politischer Ebene für die über 40.000 Kinder in Deutschland ein, die so schwer erkrankt sind, dass sie nicht einmal erwachsen werden. Der BVKH fördert betroffene Familien auch direkt, unterstützt finanziell, hat mit dem „OSKAR Sorgentelefon“ rund um die Uhr ein offenes Ohr für alle Fragen und Sorgen und erfüllt Herzenswünsche. Ein solcher Herzenswunsch war sicher, Stars wie Lena einmal persönlich zu treffen… In Groß-Gerau kein Problem. „Ich weiß bereits jetzt, dass mir der Auftritt beim Sommer Open-Air sehr nahe gehen wird“, berichtet Lena Meyer-Landrut, Gewinnerin des Eurovision Song Contests, schon im Vorfeld der Veranstaltung. Es ist ihr ein Anliegen, sich für die Kinderhospizarbeit stark zu machen: „Deshalb möchte ich den Kindern und Familien mit meinem Auftritt ganz viel Mut und Hoffnung geben und sie darin bestärken, jeden Tag zu genießen und das Beste aus ihm zu machen!" Am Rande der Veranstaltung traf die Sängerin betroffene Kinder und ihre Familien und nahm sich Zeit für ihre kleinen Fans und hatte ein offenes Ohr für Fragen.

v.l.n.r. Dschungelkönig Joey Heindle, Sina Wolf und Daniele Negroni (DSDS) © Patrick Schmetzer
v.l.n.r. Dschungelkönig Joey Heindle, Sina Wolf und Daniele Negroni (DSDS)
© Patrick Schmetzer

Das Beste beim Charity-Konzert? Natürlich die Musik selbst – nachmittags Mike Singer und Cassandra Steen, abends Lena, Vincent Gross und Kay One – aber auch die unvergleichliche Atmosphäre und das tolle Rahmenprogramm mit Clowns, einem Karussell und Hüpfburgen, einer Tombola mit tollen Preisen, Kinderschminken, Glitzertattoos und Fotos mit Eisprinzessin Elsa oder den Minions, Torwandschießen beim VfR Groß-Gerau 1916 oder Einradfahren mit der Mannschaft des SKV Mörfelden – garantierten jede Spaß beim Sommer Open-Air!
Nachmittags hatten Fans auch die Chance auf Autogramme und Treffen mit weiteren Stars: Damian Hardung (Schauspieler aus „Club der roten Bänder“), Ingo Kantorek (Schauspieler „Köln 50667“) sowie Sänger und Dschungelkönig Menderes gaben Autogramme. Moderiert wurde die Veranstaltung von Vanessa Meisinger (Super RTL) und Marcel Pramschüfer.
Auf Einladung des BVKH waren auch wieder viele betroffene Familien bei den Konzerten dabei und genießen diesen „besten“ Tag. „Einfach Wahnsinn, was in Groß-Gerau immer wieder für uns auf die Beine gestellt wird“, freut sich BVKH-Geschäftsführerin Sabine Kraft, die sich herzlich bei allen Sponsoren und Partnern bedankt. „Dieser Tag setzt auf ganz besondere Weise eines unserer Ziele um: die Betroffenen in die Mitte der Gesellschaft zurück zu holen. Kinder und Jugendliche, egal wie schwer krank sie sind, brauchen tolle Erlebnisse und möchten Spaß haben – wo geht das besser als hier?“, so Kraft.
Unterstützt wurde die Veranstaltung außerdem von rund 50 ehrenamtlichen Helfern.

Bundesverband Kinderhospiz e.V. Spendenkonto: Sparkasse Olpe, BIC: WELADED1OPE, IBAN: DE03 4625 0049 0000 0290 33

www.kinderhospiz-charity.de / www.bundesverband-kinderhospiz.de

Dienstag, 15. August 17
Saisonstart am Staatstheater Mainz mit Hörtheater "Marsch Manipulation"
Das Staatstheater Mainz eröffnet mit der Uraufführung in der Reihe Hörtheater mit "Marsch Manipulation" den Opernpremierenreigen der neuen Spielzeit.
Sprache ist nicht unschuldig und Musik auch nicht. Öffentliche Reden bedienen sich aufgeladener Rhetorik und Komponist*innen spielen genussvoll die Karte der Unmittelbarkeit, um Zuhörer*innen zu packen. Bestes Beispiel: Der Marsch. Ob zur Unterhaltung bei  Volksfesten, für den prunkvollen Staatsempfang oder als Antrieb zum gemeinsamen Voranschreiten – er ist eine emotionale Waffe, die  zuverlässig ins Ziel trifft.

Bereits in den 1970er Jahren stellte Mauricio Kagel fest, er wünsche „keine Marschmusik, die dazu dienen könnte, einen Sieg zu erringen“ und komponierte stattdessen Zehn Märsche um den Sieg zu verfehlen. Durch rhythmische Verschiebungen ist es unmöglich, nach dieser Musik zu marschieren. Fast vierzig Jahre später, angesichts verstärkt kriegerischer Drohgebärden, erforschen Musiker*innen des Philharmonischen Staatsorchesters und Ensemblemitglieder politische Floskeln und stampfende Rhythmen und stolpern dabei über die  manipulativen Mechanismen von Sprache und Musik.
Die Reihe Hörtheater zeigt auch in ihrem vierten Jahr musiktheatrale Spielarten an den Übergangen von szenischem Konzert, Performance, Installation und Spektakel und erkundet dabei neue Klangräume.

Uraufführung am 3. September 2017
Dachterrasse / Glashaus
Musikalische Leitung: Mike Millard
Inszenierung: Anselm Dalferth
Weitere Spieltermine: 11., 17. und 27. September

www.staatstheater-mainz.de 

Dienstag, 15. August 17
Deutscher Buchpreis 2017: Lesebuch zur Longlist
Heute werden die 20 Nominierten für den Deutschen Buchpreis 2017 bekannt gegeben. Einen ersten Einblick in die Romane der Longlist bietet das Lesebuch „Die Longlist 2017 – Leseproben“. Es beinhaltet Auszüge aus den Romanen sowie Hintergrundinformationen zu den Autorinnen und Autoren. Ab kommender Woche ist es in vielen Buchhandlungen kostenlos erhältlich. Herausgegeben wird es vom Fachmagazin Börsenblatt im Verlag der MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH, einer Wirtschaftstochter des Börsenvereins.


Die Longlist 2017 - Leseproben ~ Das Cover des Lesebuchs
© Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.

In welchen Buchhandlungen das Lesebuch zu bekommen ist, zeigt eine interaktive Karte auf der Website www.jetzteinbuch.de: www.jetzteinbuch.de/#dbp-leseproben – ein Angebot von JETZT EIN BUCH!, der Kampagne der deutschen Buchbranche. Eine Übersicht über die 20 nominierten Titel findet sich ab heute, 10 Uhr, auf www.deutscher-buchpreis.de. Dort sind auch weitere Informationen zur diesjährigen Auszeichnung abrufbar.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung vergeben. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Dienstag, 15. August 17
Stiftung Rheingau Musik Festival veröffentlicht erste Ausstellung auf der Google Arts & Culture- App & -Plattform
Die Stiftung Rheingau Musik Festival hat am vergangenen Samstag im Rahmen des Schlossfestes auf Schloss Vollrads, die Zusammenarbeit mit Google Arts & Culture bekannt gegeben. Das Rheingau Musik Festival ist das erste Festival im deutschsprachigen Raum, das auf der nicht-kommerziellen Plattform als Partner präsentiert wird.

Die virtuelle Ausstellung auf Google Arts & Culture ermöglicht Internetnutzern auf der ganzen Welt, die unterschiedlichen Facetten des Rheingau Musik Festivals kennenzulernen. Elemente der Ausstellung sind Bilder, Videos und 360-Grad-Impressionen der Festival-Hauptspielstätten, der auftretenden Künstler und der gesamten Kulturlandschaft Rheingau. Ziel ist es, den internationalen Betrachtern einen ersten Gesamteindruck des Rheingau Musik Festivals zu vermitteln und die Einzigartigkeit des größten privatwirtschaftlich-finanzierten Festivals Europas darzustellen.

Für Michael Herrmann, Intendant des Rheingau Musik Festivals, bedeutet die Aufnahme des Rheingau Musik Festivals in das Google Arts & Culture-Programm einen wichtigen Schritt, um das Rheingau Musik Festival als eines der wichtigsten Festivals in Europa auch international bekannter zu machen: „Das Rheingau Musik Festival wird in der Kategorie „Darstellende Künste“ innerhalb des Google Arts & Culture-Programms aufgenommen, in der sich auch so renommierte Partner wie die Metropolitan Opera New York, das Sydney Opera House oder die Wiener Staatsoper finden lassen. Wir planen eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Online-Ausstellungen, um unsere 30-jährige Festivalhistorie darzustellen und auch neue Eindrücke aus dem Festivalgeschehen zu zeigen.“

Über Google Arts & Culture
Google Arts & Culture arbeitet mit über 1.400 Organisationen aus über 70 Ländern zusammen, um Internetnutzern die Erkundung der kulturellen Schätze der Welt mit nur einem Klick zu ermöglichen und kulturellen Einrichtungen moderne Tools an die Hand zu geben, um ihr vielfältiges Kulturerbe online mit einem breiten Publikum zu teilen. Auf der Plattform finden sich mehr als 200.000 Kunstwerke über 6 Millionen Fotos, Videos, Manuskripte und weitere Dokumente zu Themen rund um Kunst, Kultur und Geschichte. Die Ausstellungen von Google Arts & Culture stehen allen Nutzern online und gratis im Internet sowie über die Google Arts & Culture-App kostenfrei zur Verfügung.

www.google.com

Dienstag, 15. August 17
Trauer um Künstlermanager Bruce Zemsky
Bruce Zemsky, Senior Partner der New Yorker Agentur Zemsky Green, verstarb am 6. August 2017 infolge einer MDS-Erkrankung im Alter von 62 Jahren. Zemsky / Green Artists Management vertritt u. a. die Sänger Anja Harteros, Sara Jakubiak, Gwyneth Jones, Jonas Kaufmann, Lance Ryan, Frank Van Aken, Ramon Vargas, Eva Maria Westbroek und Pretty Yende.

Samstag, 12. August 17
Glenn Gould: The Goldberg Variations – The Complete Unreleased Recording Sessions
Sony Classical veröffentlicht am 1. September 2017 „Glenn Gould: The Goldberg Variations – The Complete Unreleased Recording Sessions June 1955“ - die wohl umfangreichste Edition, die je einer Klassik-Aufnahme gewidmet wurde. Zum 85.
Geburtstag Goulds am 25. September werden erstmals sämtliche Aufnahmetakes der legendären ersten Einspielung von Bachs Goldberg-Variationen aus dem Jahr 1955
präsentiert, welche ein Meilenstein der Schallplattengeschichte ist. Die Edition enthält 5 CDs mit der kompletten Session, eine Interview-CD, das finale Album auf CD und 180gVinyl sowie ein 280 Seiten Hardcover-Buch mit 45 bisher unveröffentlichten Fotos, mehren neuen Essays und Dokumenten.
Am 15. September erscheint zudem die legendäre Original-Aufnahme erstmals als Einzel-CD in dem State-Of-The Art „Direct Stream Digital“ (DSD®) Remastering von den Original Analog-Bändern. Das Booklet enthält die Original-Texte und einige der neuen Session-Photos.

Glenn Gould ~ The Goldberg Variations - The Complete Unreleased Recording Sessions

Mit der Veröffentlichung von „Glenn Gould: The Goldberg Variations – The Complete Unreleased Recording Sessions“ wird es möglich sein, Glenn Gould, Produzent Howard Scott und Toningenieur Fred Plaut ins Studio zu folgen und der Entstehung des berühmten Aufnahmeklassikers beizuwohnen – vom ersten Ton am Morgen des 10. Juni 1955 bis hin zum legendenumwobenen letzten Take der Aria am 16. Juni um 23:00 Uhr nachts, der Glenn Gould ewigen Ruhm bescheren sollte.
Diese Edition dürfte die wohl umfangreichste sein, die je einem Klassikalbum gewidmet wurde.
Veröffentlicht im Jahr seines 85. Geburtstages enthält sie Goulds vollständige Aufnahmesitzungen mit Bachs Goldberg-Variationen auf 5 CDs, inklusive der Dialoge zwischen ihm und den Produzenten. Hinzu kommt das finale Album auf CD und 180g Vinyl, sowie eine CD mit „Glenn Gould Discusses His Performance with Tim Page“. Außerdem enthält die Edition u.a. ein 280-Seiten-Hardcover-Buch mit 45 bisher unveröffentlichten Fotos, mehreren Essays und Dokumenten.
Die Edition ist streng limitiert.

www.sonymusic.com

Samstag, 12. August 17
Bregenzer Festspiele: Fulminantes Festspielfinale

Aus dem Leben Mozarts Marcellina ~ "Die Hochzeit des Figaro" im Kornmarkttheater
Clara Corinna Scheurle, Sängerin bei Die Hochzeit des Figaro, erzählt, wie sie sich in die Welt einer alten Dame hineinversetzt.
Ein Interview der Bertelsmann Stiftung im Rahmen des Wettbewerbs NEUE STIMMEN, Kooperationspartnerin des Festspiel-Opernstudios:

Frau Scheurle, wie sind Sie zum Singen gekommen?
Ich stamme aus einer musikalischen Familie. Meine Mutter ist Pianistin, meine Schwester Cellistin. Auch mein Vater, der beruflich kein Musiker ist, spielt sehr gut Klavier und hegt eine große Liebe zur klassischen Musik. Daher war Musik für mich immer allgegenwärtig. Auch gesungen habe ich von Kindesbeinen auf gerne.

Im Juli haben Sie Ihre Ausbildung an der Bayerischen Theaterakademie August Everding abgeschlossen. Sie nehmen regelmäßig an Meisterkursen und Wettbewerben teil. Das ist alles harte Arbeit. Was hat Sie bewegt, diesen Weg einzuschlagen?
Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als Sängerin zu sein. Ja, es ist harte Arbeit und benötigt Disziplin, aber es macht auch unglaublich Spaß und bereitet einem unbezahlbare Höhenflüge. Ich sehe es als Privileg, einen Beruf zu haben, der mich voll und ganz erfüllt. Auf der Bühne zu stehen, zu singen und verschiedenste Charaktere darzustellen und in den riesigen Kosmos der Musik und des Repertoires einzutauchen – das alles macht mir unheimlich Spaß.

Wie bewerten Sie im Rückblick Ihre Ausbildung?
Die letzten zwei Jahre meiner Ausbildung an der Theaterakademie August Everding und bei meiner Lehrerin Christiane Iven waren wohl die wichtigsten in meiner Entwicklung. Die Theaterakademie bietet eine unglaublich intensive Ausbildung an, welche einen sehr herausfordert und fördert. Es gibt viele Möglichkeiten, Bühnenerfahrung mit tollen Orchestern, Regisseuren und Dirigenten zu sammeln. In Kombination mit einem passenden Gesangslehrer ist diese Ausbildung eine tolle Erfahrung und eine sehr gute Vorbereitung auf das Berufsleben.

Inwieweit waren der Wettbewerb NEUE STIMMEN und die nachfolgende Begleitung und Betreuung für Sie prägend?
Vor zwei Jahren dort im Halbfinale zu singen, war für mich sehr überraschend und herausfordernd. Ich habe dabei viel gelernt. Dass die Bertelsmann Stiftung so den Kontakt zu mir hielt und hält, mich nach Washington und zur Masterclass von NEUE STIMMEN einlud und mir auch nun ein Stipendium für das Opernstudio der Staatsoper Unter den Linden ermöglicht, ist für mich ein riesiges Privileg. Ich bin der Stiftung für die bereits zweijährige Unterstützung sehr dankbar. Es steckt viel Engagement, Leidenschaft und Motivation im Stiftungsteam.

Als Studentin haben Sie in den verschiedensten Aufführungen mitgewirkt – wo sehen Sie die Zukunft der Oper?
Ich bin da sehr positiv. Es gibt wahnsinnig viel Interesse an jungen Künstlern und das Bedürfnis nach dem ultimativen Live-Erlebnis ist hoch. Ein solches musikalische Live-Erlebnis bekommt man nur in der Oper, bzw. in der klassischen Musik, wo alles auf menschlichem Können und nichts auf Technik basiert. Das macht die klassische Musik spannend - wo heutzutage ja fast alles von Technik gesteuert wird.In diesem Beruf bekommt man aber nichts geschenkt. Die Sänger arbeiten sehr hart zu oft relativ schlechter Bezahlung - viele Theater schließen, weil es wenig Geld gibt und das Augenmerk von den Bildungsbereichen Musik und Kunst abgewichen ist. Da hinken wir beispielsweise dem Fußball leider etwas hinterher.

Wie gefällt es Ihnen bei den Bregenzer Festspielen?
Hier zu singen ist ein Traum, der für mich gerade in Erfüllung geht. Da ich hier in der Gegend aufgewachsen bin, habe ich die Festspiele stets mitverfolgt. Dort eine solistische Rolle zu bekommen – das hätte ich mir vor einigen Jahren noch nicht erträumt. Das Opernfestival ist wahnsinnig gut organisiert, bietet viele verschiedene Veranstaltungen und der Standort ist perfekt. Es ist mir eine große Freude und Ehre, hier arbeiten zu dürfen.

Sie singen in Die Hochzeit des Figaro die Marcellina – wie die meisten Figuren bei Mozart eher ambivalent, und außerdem eine ältere Dame. Sehen Sie ein Identifikationspotential der Rolle?
Die Rolle der Marcellina ist womöglich nicht die typischste für eine junge Mezzosopranistin wie mich. Dennoch findet man, wie ich finde, in jedem Charakter etwas, mit dem man sich identifizieren kann. Marcellina ist die Frau im Bunde mit der größten Lebenserfahrung, muss sich aber auch in der Gesellschaft auf dem Schloss einordnen. Außerdem macht sie eine große Entwicklung in der Oper durch und zeigt viele Facetten: Von der manipulativen, eifersüchtigen Konkurrentin zur liebenden Mutter. Ich finde solche Entwicklungen bei Rollen interessant.

René Jacobs hat über Mozart gesagt: „Mozart ist als Mensch und als Opernkomponist einer, der dauernd gerne lacht und nachdenkt“. Was spielt für Sie als Nachwuchssängerin in Ihrem Berufsleben die größere Rolle - der Humor oder die Tiefgründigkeit?
Humor und Tiefgründigkeit schließen sich nicht aus, beides ist für den Beruf gleich wichtig. Diese beiden Dinge ergänzen sich sogar. Seinen Humor sollte man nie verlieren, das hilft auf der Bühne, aber auch im Leben, um positiv zu bleiben und weiterzumachen. Die Tiefgründigkeit ist der Kern der Musik und Aussage. Natürlich gibt es einige Auftragskompositionen, aber meistens ist es doch ein innerer Drang, ein Schicksalsschlag, oder andere tiefe Gefühle, die einen Komponisten dazu bewegen, Musik zu erschaffen. Als Sänger findet  man eben diese Tiefgründigkeit in der Musik und in der Rolle wieder.

Was sind Ihre nächsten Pläne?
Soeben habe ich mein Master-Abschlusskonzert im Prinzregententheater absolviert. Nach den Festspielen werde ich mein Engagement im Opernstudio der Staatsoper Unter den Linden Berlin antreten. Was danach passiert, steht in den Sternen. Ich bleibe zuversichtlich und freue mich auf alles, was kommt.

(Bertelsmann Stiftung)


Wenn Sprache zu Musik wird: To the Lighthouse
Die Auftragskomposition To the Lighthouse feiert am 16. August ihre Uraufführung. In einem mehr als dreijährigen Schaffensprozess entstand die Oper im Rahmen des Festspiel-Opernateliers.

Regisseur Olivier Tambosi spricht im Wochenpost-Interview über die Stimme Virginia Woolfs und den Luxus, mit einem Komponisten zusammenarbeiten zu dürfen.

2016 inszenierten Sie im Festspielhaus den Schauspiel-Klassiker Hamlet als Opernversion. Unterscheidet sich Ihre Herangehensweise an die Inszenierung der Uraufführung von To the Lighthouse?
Hamlet ist zwar eine Oper von 1865, ist aber seit 1871 nicht mehr aufgeführt worden. Dadurch war das auch fast wie eine Uraufführung. In Bezug auf To the Lighthouse ist besonders spannend, dass man es normalerweise mit verstorbenen Komponisten zu tun hat. Die Auseinandersetzung ist eine einseitige Sache. Zesses Seglias als Komponisten hier zu haben, macht daraus einen Dialog. Fragen nicht nur über Musik werden möglich: Was hast du dir vorgestellt beim Komponieren dieser Melodie, gab es eine szenische Idee, noch bevor die Musik da war? Ich empfinde das als einen Luxus.

Wie gehen Sie damit um, keine Vergleichsbasis zu haben – ist es leichter oder schwerer?
Das ist eigentlich der Normalzustand von Theater. In Schauspielhäusern werden regelmäßig neue Stücke gespielt. Bei uns in der Oper hat sich das Anfang des 20. Jahrhunderts geändert, früher gab es sehr wohl eine Menge an Uraufführungen. Nach der Einschränkung der Kunst im Dritten Reich und den Trümmern nach Ende des Krieges, wollte niemand mehr ansetzen, wo man 1933 aufgehört hat. Man wollte versöhnliche Töne spielen, wodurch ein Bruch entstand, der das Moderne als schwierig und unangenehm gelten ließ. Ich freue mich sehr, dass ich nun endlich wieder etwas noch nie Gespieltes inszenieren darf.

Was ist die Faszination an Virginia Woolfs Stoff?
An sich würde man eher nicht daran denken, aus irgendeinem Text von Virginia Woolf ein Theaterstück oder eine Oper zu machen. Die Texte sind sehr für‘s Lesen geschaffen, man kann zurückblättern, um Schwieriges zu verstehen und Dinge zu verdauen. Hingegen findet Theater live statt, das ist eine ganz andere Situation. Dem leider verstorbenen Ernst Binder ist allerdings ein tolles, gut gebautes Libretto gelungen, das nicht das Buch an sich sein will, sondern etwas Neues. Ich habe die Inszenierung übernommen, erst nachdem ich sinnlich angesprochen war von Zesses Seglias Klängen. Der Text kann noch so toll sein, Oper erzählt sich primär über Musik. Der Komponist hat eine besondere Begabung: Er findet eine eigene musikalische Sprache für das, was Virginia Woolf literarisch macht – für den Bewusstseinsstrom. Er fängt das Denken der Figuren in seiner Musik ein und macht es für den Zuhörer erfassbar. Dabei gibt Zesses Seglias dem Ganzen nicht nur die Farbe der Worte, sondern auch die Farbe seines Erinnerns an vergangene Dialoge. Das bringt eine Qualität mit, die sich mit dem Text auf eine spannende Art verbindet.

Nach dem Tod Ernst Binders sind Sie als Regisseur in einen bereits begonnenen Kreativprozess hinzugekommen. Wie war das?
Die Frage ist immer, ob man übernehmen kann, was schon da ist. Ausschlaggebend war für mich, wie schon gesagt, die Musik. Was außerdem schon entworfen war, war etwas, das man nicht „Bühnenbild“ nennen kann. Die Besonderheit ist, dass man mit Jakob Kolding nicht einen Bühnenbildner ins Boot geholt hat, sondern einen bildenden Künstler. Mehrere Kunstebenen kommunizieren hier miteinander und werden am Ende mehr als die Summe der Teile. Ich fand das alles sehr toll und habe zugesagt. Mehr als sechs Monate ist das her und ich konnte mich in dieser Zeit noch sehr gut einarbeiten.

Haben Sie eine Szene, die Sie besonders fasziniert und gab es auch sperrige Momente?
Spaß macht alles und schwierig ist auch alles. In dieser Oper gibt es drei große Szenen, die von sehr unterschiedlicher Farbe sind. Das bringt große Abwechslung, man begibt sich auf eine Reise durch die Zeit. Das erleben wir aus der Perspektive einer alten Frau, der Haushälterin, die aber gleichzeitig die Stimme Virginia Woolfs, des Jahrhunderts oder die Stimme des Hauses selbst ist, das immer mehr verfällt. So tun sich seelische Abgründe auf, von denen ich glaube, dass sie den Zuseher emotional erreichen.
Insgesamt bin ich ein Fan von der Produktion geworden – vor allem aber vom Komponisten. Ich denke schon darüber nach, welche Opernstoffe ich in Zukunft mit ihm realisieren kann.



Video-Serie Künstlereingang Folge 9: Carmens Kindheit
40 Kinder des Kinderchors der Musikmittelschule Bregenz-Stadt wirken bei jeder Carmen-Aufführung mit. Efsa Topal und Lea Gratzer übernehmen eine Sonderrolle: Abwechselnd spielen sie Carmen im Kindesalter. Wie die zwei Vierzehnjährigen die Zeit vor ihrem Auftritt verbringen und welche Aufgabe sie auf der Bühne haben, erzählen Efsa und Lea in der neunten Folge des „Künstlereingangs“.  

Immer freitags: kleine Szenen abseits der großen Bühnen
Für Neugierige und all jene, die schon immer mal durch den Kü
nstlereingang ins Festspielhaus gelangen wollten, öffnen die Bregenzer Festspiele in der gleichnamigen Serie per Video ihre Backstage-Pforten.
Von Probenstart bis Ende der Festspielzeit lässt jeweils freitags ein Kurzfilm auf die kleinen Szenen abseits der großen Bühnen blicken. Mitwirkende vor und hinter den Kulissen erzählen in rund zwei Minuten ihre ganz persönlichen Erlebnisse.

Auf der Homepage des Festivals unter www.bregenzerfestspiele.com stehen die Videos jeweils ab Freitagnachmittag zum Ansehen bereit.

82 kuriose Requisiten bei "Carmen"
Was machen Salami, Salat und Süßigkeiten auf der Seebühne? Und wie personalisiert man elektrische Zigaretten für 80 Mitwirkende? Die Antworten gibt's hier.

1. Das Schmuggler-Sandwich
So etwas gab es wohl noch nie auf der Seebühne, zumindest kann sich niemand daran erinnern: Ein reichlich belegtes Salami-Baguette feiert sein Debüt. Das erste Seebühnen-Wurstbrot spielt eine wichtige Rolle, dient es doch einem Schmuggler als Proviant. Während der Proben konkurrierte das Sandwich noch mit einem Backhendl – für Regisseur Kasper Holten zu unpraktisch und deswegen abserviert.

Carmen ~ Bregenzer Festspiele
Carmen
Bregenzer Festspiele
© Bregenzer Festspiele / Karl Forster

Wirklich genießbar ist das Sandwich jedoch nicht: Für den Zusammenhalt sorgen dünne Fäden, die um das Brötchen gewickelt sind. Sie verhindern, dass Wurst, Salat und Baguette auseinanderfallen. Daniela Felix von der Requisite präpariert die Schmugglerjause vor jeder Vorstellung.

2. Ein süßer Hochkaräter
Mindestens so schmackhaft wie das Schmuggler-Sandwich ist Carmens Finger-Ring. Denn statt eines echten Diamanten, der Ring von Don Josés Geliebten mit einem Karamell-Zuckerl besetzt. Um dem aus Holz geschnitzten Ring echten Glanz zu verleihen, färbte Requisiten-Chef Helmut Schweizer die Zuckermasse mit grüner Lebensmittelfarbe und ließ diese in einer speziell dafür angefertigten Gipsform trocknen. Das Karamell-Zuckerl nimmt darauf den Platz eines Hochkaräters ein.

Carmen ~ Bregenzer Festspiele
Carmen
Bregenzer Festspiele
Bühnenrequisiten Ring
© Helmut Schweizer

Aus Liebe zum Detail und für neugierige Ferngläser ließ sich Schweizer diese Kreation einfallen. In jedem Fall spart der zuckersüße Holzring viel Geld.

3. 80 E-Zigaretten
Ebenfalls wohlschmeckend  und trotzdem nicht gesundheitsgefährdend sind 80 elektrische Zigaretten. Ein kompletter Chor, alle Tänzerinnen und Tänzer sowie Solistinnen und Solisten müssen jeden Abend damit ausgestattet werden.

Carmen ~ Bregenzer Festspiele
Carmen

Bregenzer Festspiele
Bühnenrequisiten Zigaretten
© Helmut Schweizer

Helmut Schweizers Lösung: Die 80 Zigaretten sind mit nikotinfreiem Fluid gefüllt und stehen vor den Aufführungen in ihrer Ladestation zur Abholung bereit. Um Verwechslungen zu vermeiden, sind die Zigaretten mit Nummern versehen und den Rauchenden zugeteilt.


Fulminantes Festspielfinale: Opernatelier bringt erstes Werk heraus ~ Opernstudio vollendet Da-Ponte-Zyklus
Die beiden jüngsten Programmreihen bescheren den Bregenzer Festspielen ein fulminantes Finale in der letzten Woche ihrer 72. Saison: Nach mehr als drei Jahren Vorbereitungszeit bringt das Opernatelier mit der Auftragskomposition To the Lighthouse seine erste Aufführung auf die Werkstattbühne. Im Kornmarkttheater vollendet Die Hochzeit des Figaro den 2015 im ebenfalls neu gegründeten Opernstudio begonnenen Da-Ponte-Zyklus. Die Opernatelier-Uraufführung ist am 16. August, es folgt eine weitere Vorstellung. Die Mozart-Oper feiert am 14. August Premiere, es folgen drei Aufführungen.

Einblicke erleuchteten Entstehung
Im Mai 2014 fanden die ersten Gespräche mit Künstlern statt, bereits ein Jahr später ließ der erste Einblick das Publikum in die Entstehung der Oper blicken, heute in einer Woche gelangt auf der Werkstattbühne To the Lighthouse zur Uraufführung. Das von Intendantin Elisabeth Sobotka initiierte und in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Bregenz realisierte Opernatelier will nicht nur neues Musiktheater schaffen, sondern auch Antworten auf die Frage liefern, „Wie entsteht eine Oper?“. Mit dem Stoff von Virginia Woolfs gleichnamigen Roman beschäftigten sich Komponist Zesses Seglias, Regisseur Olivier Tambosi, Dramaturg Olaf A. Schmitt und Bühnenbildner Jakob Kolding, der das Raumkonzept entwarf und erstmals für eine Theaterbühne arbeitet. Die Kostüme stammen von Vibeke Andersen, die musikalische Leitung hat Claire Levacher.

Uraufführung Ernst Binder gewidmet
Das Libretto schrieb Ernst Binder, der im Jänner 2017 verstorben ist und der am Regiekonzept gearbeitet hatte. Der 1953 in Feldbach (Steiermark) geborene Theatermacher ist Gründungsmitglied des Bregenzer Opernateliers. Die Uraufführung ist ihm gewidmet. Am vergangenen Sonntagabend fand der 7. und letzte Einblick statt. Es spielt das Symphonieorchester Vorarlberg.

Da-Ponte-Finale am Kornmarkt
Die erstaufgeführte unter den drei sogenannten Da-Ponte-Opern vollendet den in der Saison 2015 begonnenen Zyklus. Nach Così fan tutte und Don Giovanni gelangt kommende Woche im Kornmarkttheater Die Hochzeit des Figaro von Wolfgang Amadeus Mozart zur Aufführung. Junge Sängerinnen und Sänger treffen zum dritten Geburtstag des von Elisabeth Sobotka gegründeten Festspiel-Opernstudios auf heiteres Intrigenspiel, erotisches Hasardieren und politischen Sprengstoff. Mit Jörg Lichtenstein kehrt der Regisseur des Opernstudio-Gründungsjahrs zurück. Hartmut Keil dirigiert das Symphonieorchester Vorarlberg. Kooperationspartner ist der internationale Gesangswettbewerb NEUE STIMMEN der Bertelsmann Stiftung.

Brass Espagnole und OPUS XXI
Außerdem lädt Brass Espagnole unter der musikalischen Leitung von Martin Kerschbaum am 13. August zur Blasorchestermatinee in den Großen Saal des Festspielhauses und OPUS XXI am 11. August ins Seestudio, wo junge Komponistinnen und Komponisten die Ergebnisse ihrer Sommerakademie unter der Leitung von Miroslav Srnka präsentieren. Tickets sind verfügbar.

Gestern Abend 18. Carmen-Vorstellung
Als Spiel auf dem See stand gestern Abend die 18. Carmen-Vorstellung auf dem Programm. Rund 125.000 Besucher haben die Oper von Georges Bizet bereits gesehen. Die Inszenierung von Kasper Holten im Bühnenbild von Es Devlin, mit den beiden Riesenhänden und 59 überdimensionalen Spielkarten, steht an insgesamt 28 Abenden auf dem Spielplan des Sommerfestivals, alle der nahezu 200.000 aufgelegten Tickets sind verkauft. Insgesamt umfasst die Saison 2017 rund 217.000 Tickets. Der Vorverkauf für die Carmen-Wiederaufnahme im nächstjährigen Sommer startet am 20. August abends. Für die vom 18. Juli bis 19. August dauernde Saison 2018 sind derzeit 26 Termine des Spiels auf dem See fixiert.


Erinnerung: Jetzt gibt's die Carmen-DVD
Wer nicht genug davon bekommen kann oder kein Ticket mehr ergattern konnte, kann seit gestern die neu erschienene Carmen-DVD kaufen. Weitere Artikel gibt’s im Ticketcenter oder online im Webshop.

Die Bregenzer Festspiele 2017 finden von 19. Juli bis 20. August statt, Tickets und Infos unter 0043 5574 4076 und www.bregenzerfestspiele.com.

Samstag, 12. August 17
BODYGUARD – Das Musical präsentiert Hauptdarsteller ~ Proben beginnen Ende August
Große Stimmen und große Emotionen erobern das Stuttgarter Stage Palladium Theater, wenn sich Ende September zum ersten Mal der Vorhang für Stuttgarts neue Produktion BODYGUARD – Das Musical hebt. Diese Woche hat Stage Entertainment im Rahmen einer Präsentation verkündet, wer die beiden Hauptrollen der fesselnden Lovestory voller grandioser Songs übernimmt: Aisata Blackman verkörpert die Soul-Diva Rachel Marron und Jadran Malkovich schlüpft in die Rolle des soliden Bodyguards Frank Farmer.

Bodyguard Stuttgart ~ Aisata Blackman und Jadran Malkovich
Spielen in der preisgekrönten Produktion BODYGUARD – Das Musical
im Stuttgarter Stage Palladium Theater die Hauptrollen:
Aisata Blackman (Soul-Diva Rachel Marron) und Jadran Malkovich (Bodyguard Frank Farmer)
Foto: Stage Entertainment / Jan Potente

Mit ihrer Stimme beeindruckte Aisata Blackman bereits ein breites TV-Publikum sowie die gesamte Fachjury bei „The Voice of Germany“. Temperament und Ausstrahlung waren bis vor Kurzem auch in ihrer Hauptrolle bei SISTER ACT als Deloris von Cartier gefragt. Nun kann sie ihr ganzes Können auf der Bühne bei BODYGUARD – Das Musical einfließen lassen. Schließlich führt sie hier in der Rolle des Stars Rachel Marron mit zahlreichen Welthits durch die Show – eine anspruchsvolle Aufgabe, auf die sich die 37-Jährige jedoch freut: „Das Album zum Film ist mit einem Grammy ausgezeichnet und gehört zu den erfolgreichsten Filmsoundtracks aller Zeiten. Ein Millionenpublikum kennt und liebt die gefühlvollen Balladen und Songs zum Mittanzen. Das ist dadurch natürlich eine sehr große Herausforderung, der ich mich aber gerne stelle. Hier wird es mir ganz wie den Zuschauern gehen: Sobald die ersten Noten angespielt sind, finde ich mich sofort in den Megahits wieder, das wird großartig!“

Zuverlässig an ihrer Seite steht ihr dabei Jadran Malkovich in der Rolle des soliden Bodyguards Frank Farmer. „Zuschauer auf der ganzen Welt haben die packende Geschichte des Films mit den Weltstars Whitney Houston und Kevin Costner verfolgt. Diese berühmte Hauptrolle darf ich übernehmen, das ist eine schöne Aufgabe für mich. Ich freue mich sehr auf das Stuttgarter Publikum, das neue Team und auf das, was Aisata für die Diva Rachel Marron mitbringt.“

Jürgen Marx, Stage Entertainment Area Director Süd/West, resümiert: “Der erste gemeinsame Auftritt unserer beiden Hauptdarsteller war sehr beeindruckend. Das war definitiv ein toller Vorgeschmack auf Stuttgarts neue Musicalproduktion.“ Im nächsten Schritt beginnen Ende August die Proben der Darsteller, bis etwa in der zweiten September-Hälfte die verschiedenen Abteilungen und Gewerke zum ersten Mal gemeinsam zum Proben zusammenkommen. Für Glanz und Glamour bei BODYGUARD – Das Musical hebt sich dann am 28. September 2017 das erste Mal der Vorhang.

BODYGUARD – Das Musical nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch das aufreibende Leben der Königin des Soul und Pop, mit allen Licht- und Schattenseiten. Zunächst prallen die zwei Welten des Superstars Rachel Marron und des bodenständigen Bodyguards Frank Farmer aufeinander. Frank soll die glamouröse Diva vor einem Stalker beschützen, doch Rachel will ihr unbesorgtes Leben einfach weiterleben. Erst ein dramatischer Zwischenfall bringt die entscheidende Wendung – eine nie für möglich gehaltene Liebesgeschichte beginnt.

Tickets & Informationen unter 01805 – 44 44* oder www.musicals.de
*0,14/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen. Mobilfunkpreis max. 0,42 €/Min.

Freitag, 11. August 17
Offene Türen bei STARLIGHT EXPRESS am 29. August: Erfolgsmusical lädt zum Blick hinter die Kulissen
Das Beste kommt zum Schluss! Am Dienstag, 29. August 2017, dem letzten Tag der NRW-Sommerferien, öffnet STARLIGHT EXPRESS wieder die Türen für einen exklusiven Blick hinter die Theater-Kulissen: Von 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr lockt der „Open Day“ mit Backstage-Führungen, Foto-Aktionen, Kinderschminken oder der traditionellen Versteigerung von Kostümteilen an den Bochumer Stadionring. Natürlich sind auch die beliebten Musicaldarsteller an diesem Tag auf dem Theatervorplatz unterwegs und nehmen sich Zeit für ihre Fans. Der Eintritt ist frei.

Starlight Express © Jens Hauer
Offene Türen bei STARLIGHT EXPRESS
Am 29. August können Besucher hinter die Theater-Kulissen des rasanten Rollschuh-Musicals schauen
© Jens Hauer

Ein besonderes Highlight in diesem Jahr: Als kleinen Vorgeschmack auf die Sondervorstellung „Sing Along“ am 24. Oktober wird es auf der Außenbühne eine Mitsing-Aktion geben – dabei sind alle Besucher aufgerufen, die STARLIGHT EXPRESS-Ohrwürmer aus vollem Halse mitzusingen und sich gemeinsam auf die Show im Herbst einzustimmen.

Beim großen Kostümwettbewerb am Nachmittag präsentieren sich kleine und große Musical-Freunde in den Kategorien Tanz, Gesang und Kostüm dem Publikum und der Darsteller-Jury. Wer sich dagegen immer schon gefragt hat, wie die außergewöhnliche Licht- und Bühnentechnik im STARLIGHT EXPRESS-Theater funktioniert, erhält in zwei Skate- und Technik-Shows einen spannenden Einblick.

Gastronomische Angebote und Live-Musik runden den Tag ab. Höhepunkt des „Open Day“ ist ein Abschlusskonzert des Ensembles am Abend auf dem Theatervorplatz.
Die Einnahmen des Tages gehen an die Spendenaktion Red Nose Day und kommen damit sozial benachteiligten Kindern zugute.

www.starlight-express.de

Freitag, 11. August 17
MainMusical e.V. spielt 2018 Der Graf von Monte Christo
MainMusical e.V. spielt im April 2018 in der Frankenhalle in Erlenbach das Musical Der Graf von Monte Christo von Frank Wildhorn, Koen Schoots, Kim Scharnberg und Jack Murphy. Es basiert auf dem gleichnamigen Roman von Alexandre Dumas.

Die Aufführungstermine sind:

Donnerstag, 12.04.2018 19.30 UHR, Freitag,  13.04.2018 19.30 UHR, Samstag, 14.04.2018 19.30 UHR, Sonntag, 15.04.2018 18.30 UHR

Tickets gibt es bei:
- Friseursalon Haarmonique Kleinheubach (Marktstr. 26)
- tickets@mainmusical.com <mailto:tickets@mainmusical.com>
- Rathaus Erlenbach
- alle MainEcho Büros
- und in allen ADticket Vorverkaufsstellen.

Darüber hinaus wird im August 2018 auf der Gotthardsruine zwischen Weilbach und Amorbach das Musical Elisabeth die Legende einer Heiligen aufgeführt. Elisabeth – Die Legende einer Heiligen ist ein Musical über die heilige Elisabeth von Thüringen.
Aufführungstermine: 03.-05.08.2018 + 10.-12.08.2018. Informationen zum Ticketverkauf hierfür folgen noch.

- Kartenvorverkauf für Der Graf von Monte Christo: Es sind genügend Karten für Mitglieder geblockt, falls es Doppelbesetzungen gibt.
- Audition 17.09. Frankenhalle. Uhrzeit wird noch bekannt gegeben
- 24.09. offene Tanzprobe. Ort wird noch gesucht.
- Offene Orchesterprobe wird noch bekannt gegeben

www.mainmusical.com

Freitag, 11. August 17
„ttt - titel thesen temperamente" am Sonntag
„ttt - titel thesen temperamente" (rbb) kommt am Sonntag, 13. August 2017, um 23:35 Uhr im Ersten. Die geplante Themen:

Porträt - die saudi-arabische Schriftstellerin Manal al Sharif
Manal al Sharif ist die erste Frau, die in Saudi-Arabien selbst Auto gefahren ist und dafür ins Gefängnis kam. In ihrem Buch „Daring to Drive", das nun auf Deutsch erscheint, erzählt sie von ihren Erfahrungen. Wir haben sie in Oslo getroffen, wo sie das Freedom Forum besucht hat.

Der Film „Einsteins Nichten"
In dem Doku-Film „Einsteins Nichten" erzählt der Regisseur Friedemann Fromm die Geschichte von Einsteins Großnichten, die im Zweiten Weltkrieg mitansehen müssen, wie Einsteins Cousin und dessen Familie getötet werden. Friedemann Fromm begleitet Einsteins Nichten, die mittlerweile fast 90 jährigen Zwillingsschwestern Lorenza und Paola in die Toskana, wo die Familie damals lebte. Eine bewegende Geschichte.

Der IS in Deutschland
Der kurdisch-irakische Journalist Masoud Aqil ist vor drei Jahren von IS - Terroristen gekidnappt worden, mehr als 200 Tage lang wurde er in den IS-Gefängnissen bedroht und gefoltert. Nach seiner Freilassung gelang ihm die Flucht. Er ist nach Deutschland gekommen, wo ihn - wie er sagt - die Anhänger des IS wiederum einholten. Nun hat er ein Buch geschrieben - "Mitten unter uns - Wie ich der Folter des IS entkam und er mich in Europa einholte" - ein leidenschaftliches Plädoyer für einen anderen Umgang mit der Flüchtlingspolitik.

Der Rapper Cro - ein Phänomen
Carlo Waibel ist Cro, einer der bekanntesten Musiker. Seine Platten verkaufen sich mehr als 50 Millionen Mal. Ein Teenie-Star. Sein Markenzeichen - eine Panda Maske. Nun erscheint ein neues Album, in seinen Texten fragt Cro nun nach dem Sinn des Lebens, beschäftigt sich damit, was der Erfolg aus Menschen macht. Grund genug für „ttt" sich Cro einmal anzuschauen.

Das Filmfestival Sarajevo
Bosnien-Herzegowina gilt als ein Land, in dem die Gesetze der Logik keine Gültigkeit besitzen. Es leidet unter korrupten Politikern, geistlichen Autoritäten, die sich dem Nationalismus verschrieben haben und unter der anhaltenden Bedrohung durch den serbischen Nachbarn. Ein Versuch, dieses gespaltene Land zu einen, ist das Filmfestival Sarajevo, das am 11. August beginnt. Denn in der Kunst, so scheint es, spielt es keine Rolle, woher jemand kommt, sondern wer jemand ist. „ttt" trifft Filmemacher, spricht mit den Initiatoren des Festivals, das schon zu Kriegszeiten gegründet wurde und sucht nach dem, was das Land zusammenhält.

Im Internet unter www.DasErste.de/ttt

Moderation: Max Moor
Redaktion: Christine Thalmann (rbb)

Freitag, 11. August 17
Rheingau Literatur Preis 2017 an Ingo Schulze - Sperrfrist 10.8.2017, 18 Uhr ~ 11.111 Euro und 111 Flaschen Rheingauer Riesling an Ingo Schulze
Den Rheingau Literatur Preis 2017 erhält Ingo Schulze, der studierte Altphilologe, Theaterdramaturg und Zeitungsgründer für seinen Roman „Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst.“. Schulze gehört zu den freien Schriftstellern, die in der Nachwendezeit eine eigene Stimme der Erinnerung, der Gegenrede und der Selbstbehauptung unter den neuen Verhältnissen fanden. Er schreibt mit kühlem Blick für die Komiken und Absurditäten der menschlichen Existenz. Er berichtet mit bestechender Genauigkeit und in unterschiedlicher Manier vorwiegend von einfachen Leuten, so dass jeder von ihnen einen Sonderweg zu gehen scheint. Mit Peter Holtz, dem hartnäckig-einfältigen Helden seines neuen Romans, schickt er einen Schelm auf Ost- und West-Passage, durch jäh wechselnde Zeiten, durch die Landeskunde der Ideologien.

Der diesjährige Rheingau Literatur Preis wird am 24.9. um 11 Uhr auf Burg Schwarzenstein in Geisenheim-Johannisberg verliehen. Die Laudatio auf Ingo Schulze hält der Berliner Literaturkritiker Wilfried. F Schoeller. Die durch das Rheingau Literatur Festival initiierte Ehrung wird in diesem Jahr zum vierundzwanzigsten Mal vergeben. Der Preis ist mit 11.111 Euro und 111 Flaschen besten Rheingau Rieslings dotiert. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Rheingau Musik Festival e. V. stiften je 5.000 Euro des Preises, der vom Relais & Châteaux Hotel Burg Schwarzenstein um 1.111 Euro ergänzt wird. Die erlesenen Weine stammen aus den herausragenden Kellern des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter Rheingau.

Ingo Schulze wurde 1962 in Dresden geboren und lebt in Berlin. Nach dem Studium der klassischen Philologie in Jena arbeitete er zunächst als Schauspieldramaturg und Zeitungsredakteur. Bereits sein erstes Buch »33 Augenblicke des Glücks«, 1995 erschienen, wurde sowohl von der Kritik als auch dem Publikum mit Begeisterung aufgenommen. »Simple Storys« (1998) wurde ein spektakulärer Erfolg und ist Schullektüre. Es folgten das Opus magnum »Neue Leben« (2005) und die Erzählungen »Handy« (2007) und »Orangen und Engel« (2010) sowie der Roman »Adam und Evelyn« (2008). Zuletzt erschienen vor allem Essays und Reden, »Was wollen wir?« (2009) und »Unsere schönen neuen Kleider« (2012), sowie das Künstlerbuch »Einübung ins Paradies« (2016). Im Herbst 2017 erscheint der Roman »Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst«. Ingo Schulzes Werk wurde auch mit internationalen Preisen ausgezeichnet und ist in 30 Sprachen übersetzt. ( www.ingoschulze.com )

Die Jury des Rheingau Literatur Preises setzte sich unter der Leitung von Prof. Dr. Heiner Boehncke zusammen aus Dr. Alf Mentzer (Literaturredakteur hr2-kultur), Dr. Viola Bolduan (ehemalige Feuilletonchefin des Wiesbadener Kuriers), Andreas Platthaus (Literaturchef der F.A.Z.), und Prof. Dr. Wilfried Schoeller (Journalist und P.E.N. Deutschland). Die bisherigen Preisträger waren Stefanie Menzinger, Ulla Berkéwicz, Herbert Maurer, Thomas Meinecke, Hella Eckert, Thomas Lehr, Peter Stamm, Bodo Kirchhoff, Robert Gernhardt, Reinhard Jirgl, Ralf Rothmann, Gert Loschütz, Clemens Meyer, Antje Rávic Strubel, Ursula Krechel, Christoph Peters, Jochen Schimmang, Josef Haslinger, Sten Nadolny, Ralph Dutli, Stephanie Bart, Klaus Modick und Saša Stanišic.

Karten zu 15,30 € unter Karten- und Infoline: 0 67 23 / 60 21 70
www.rheingau-musik-festival.de

Freitag, 11. August 17
TANZ IM AUGUST – 29. Internationales Festival Berlin, präsentiert von HAU Hebbel am Ufer ~ 11. August – 2. September 2017
Das 29. Internationale Festival Tanz im August wird am heutigen Freitag, 11. August 2017, vom Kultursenator Berlins, Dr. Klaus Lederer, im HAU1 eröffnet. Bis zum 2. September werden in rund 69 Vorstellungen an 11 Veranstaltungsorten in ganz Berlin, mit mehr als 150 Künstler*innen aus 21 Ländern insgesamt 28 Produktionen, darunter 3 Uraufführungen und 14 Deutschlandpremieren, präsentiert. Im Programm sind Premieren und zahlreiche neue Arbeiten von Choreograf*innen aus unterschiedlichen Generationen, deren künstlerische Praxis von Flamenco und Butoh, über Ballett und Tanztheater bis Performance reicht.
 
Die künstlerische Leiterin von Tanz im August, Virve Sutinen, berichtet heute gemeinsam mit  anwesenden Künstler*innen in der Bibliothek im August im Festivalzentrum des HAU2 über die laufenden Vorbereitungen. Eröffnet wird das Festival am Freitagabend mit Produktionen von Serge Aimé Coulibaly: Kalakuta Republik, um 18 Uhr im HAU1, der Outdoorperformance Au-delà de l’humain von Cie Zora Snake (ca. 20.15 Uhr), und zwei Arbeiten der Choreografinnen Lea Moro (Deutschlandpremiere) und Alexandra Bachzetsis jeweils um 21 Uhr im HAU2 und HAU3.
 
Bereits am Nachmittag ab 16 Uhr zeigt Tanz im August den Film Mariachi 17 (2009) von La Ribot im HAU3 Houseclub. Der spanisch-schweizerischen Choreografin und Künstlerin widmet das Festival eine umfangreiche Retrospektive, die unter dem Titel Occuuppatiooon! Berlin ihre Arbeiten von 1993–2017 zeigt, darunter eine umfassende Auswahl ihrer Live Performances und Filme. Neben Laughing Hole in den Sophiensälen (Sa. 12.8., 14 Uhr) wird am Eröffnungswochenende eine Ausstellung mit Filmen & Installationen in der Galerie Barbara Weiss eröffnet (So. 13.8., 15 Uhr).
Zum Festival erscheint aus Anlass der Retrospektive ein Katalog mit zahlreichen Abbildungen, Texten von Lois Keidan und Estrella de Diego und einem Interview mit La Ribot von Stephanie Rosenthal, der für 15 Euro an den Spielorten, in der Berliner Theaterbuchhandlung Einar & Bert und online im HAU-Shop erhältlich ist.

Die Bibliothek im August wird am Samstag, 12.8. um 16 Uhr, mit einer Lecture-Performance von Brenda Dixon-Gottschild und Hellmut Gottschild eröffnet. In der Bibliothek im August findet ein Großteil der Publikumsformate statt. Während des Festivals werden hier neben On the Sofa-Gesprächen, Dance Circles und Meet the Artists u.a. auch in Buchpräsentationen Neuerscheinungen aus dem Bereich Tanz vorgestellt. Am 26.8. diskutieren Dieter Jaenicke, Annemie Vanackere und Franziska Bork-Petersen, moderiert von Arnd Wesemann, zum tanz-Jahrbuch 2017.  Am Samstag, 2.9., stellt Kai van Eikels die neue Publikation Szenen des Virtuosen vor. Die Bibliothek im August, gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser, ist von Mittwoch bis Sonntag von 16-21 Uhr geöffnet und stellt Bücher bereit, die von den an Tanz im August 2017 beteiligten Künstler*innen ausgewählt wurden.

Ein besonderes Meeting of Minds-Format findet am Freitag, 18.8. im Anschluss an die zweite Vorstellung der Michael Clark Company im Haus der Berliner Festspiele statt. Der Choroeograf Michael Clark trifft auf den Fotografen und Künstler Wolfgang Tillmans.

Zu den weiteren Programmhöhepunkten der nächsten drei Wochen zählen u.a. Jessica and me von der ehemaligen Pina Bausch Tänzerin Cristiana Morganti (19.+20.8. im HAU1), Unwanted der Sängerin und Choreografin Dorothée Munyaneza über den Genozid in Ruanda (23.+24.8. im HAU1), Facing the sea, for tears to turn into laughter vom tunesischen Choreografen Radhouane El Meddeb (22.+23.8. im RADIALSYSTEM V), sowie Rocío Molina und Mathilde Monnier & Alan Pauls mit ihren Arbeiten zu Flamenco und argentinischem Tango (26.+27.8. sowie 29.+30.8. im Haus der Berliner Festspiele).
 
Tickets sind noch für fast alle Veranstaltungen online oder an den Abendkassen verfügbar. Das Magazin im August mit Hintergrundinformationen, Interviews und Porträts liegt ab sofort kostenfrei aus und ist online komplett zweisprachig unter www.magazinimaugust.de verfügbar.

Spielorte 2017
HAU Hebbel am Ufer (HAU1, HAU2 und HAU3 + Houseclub HAU3), St.Elisabeth-Kirche, Galerie Barbara Weiss, Haus der Berliner Festspiele, KINDL - Zentrum für zeitgenössische Kunst, RADIALSYSTEM V, Sophiensæle, Vierfelderhof

Tickets und weitere Informationen sind verfügbar unter www.tanzimaugust.de, sowie an allen bekannten Vorverkaufstellen oder an der Tageskasse des HAU Hebbel am Ufer: HAU2, Hallesches Ufer 32, 10963 Berlin, Tel. +49 (0)30.259004-27, täglich 12:00–19:00.

Freitag, 11. August 17
UmsonSt und draussen ~ Elbphilharmonie Konzertkino von 27. August bis 1. September
Erstmals werden Konzerte aus dem Großen Saal live auf den Elbphilharmonie-Vorplatz übertragen
Zum Ende der Hamburger Sommerferien beamt die Elbphilharmonie ihren Großen Saal eine knappe Woche lang auf den Vorplatz an der Elbe und bietet dort kostenloses Public Viewing von fünf Konzerten an. Von Sonntag, den 27. bis Donnerstag, den 31. August werden in Echtzeit die Darbietungen von vier internationalen Orchestern übertragen, deren Auftritte den »Elbphilharmonie Sommer« beschließen: das Shanghai Symphony Orchestra unter der Leitung von Yu Long und mit Stargeiger Maxim Vengerov, das Baltic Sea Philharmonic unter Kristjan Järvi, das Gustav Mahler Jugendorchester unter Ingo Metzmacher und das Ensemble Anima Eterna Brugge. Am 1. September eröffnet dann das NDR Elbphilharmonie Orchester mit der traditionellen »Opening Night« seine neue Konzertsaison. Auch dieses Konzert mit Chefdirigent Thomas Hengelbrock und Schauspieler Klaus Maria Brandauer wird unter freiem Himmel zu erleben sein.

NDR Kultur überträgt die »Opening Night« am 1. September im Radio und begleitet auch die vier ersten Konzertkino-Abende mit Live-Moderationen vor Ort. Die Public-Viewing-Aktion wird ermöglicht durch die SAP, Principal Sponsor der Elbphilharmonie, die ihren digitalen Erlebnisraum »Cube« mit großer LED-Außenwand zwei Wochen lang für das Publikum vor der Elbphilharmonie zur Verfügung stellt. Denn auch während der Hamburg Cruise Days vom 8. bis 10. September bildet der Cube von SAP eine der Attraktionen am Fluss: Dort ist dann eine Auswahl der besten Konzertmitschnitte aus der Eröffnungssaison zu erleben.

Das Konzertkino flimmert über eine LED-Wand an einer der Außenseiten des Cube. Innen ist der begehbare Medienwürfel mit mehreren Monitoren ausgestattet, auf denen diverse Angebote aus der und über die Elbphilharmonie laufen, etwa der spektakuläre Drohnenflug durch das Gebäude. Deshalb ist der Cube auch schon ab 12 Uhr geöffnet.

Damit beim Public Viewing auch das entsprechende spätsommerliche Draußen-Feeling aufkommt, gibt es Sitzkissen, auf denen man es sich auf den zur Elbe hin absteigenden Treppenstufen gemütlich machen kann. Snacks und Getränke sind ebenso im Verkauf wie das speziell für den »Elbphilharmonie Sommer« entwickelte, vegane und reuelos glücklich machende Eis am Stiel im Stil der Elbphilharmonie-Silhouette. Geschmack: Maracuja und Erdbeere. Ein dezent der Saison angepasstes Ambiente rundet das Outdoor-Konzertkino ab. Schöner kann man den Sommer in Hamburg nicht verabschieden.

Für alle, die nicht auf dem Vorplatz der Elbphilharmonie dabei sein können: Die Konzerte am 27., 29., 30. und 31. August sowie am 1. September werden auch online unter www.elbphilharmonie.de im Live-Stream übertragen.

Da am Montag, den 28. August, kein Konzert in der Elbphilharmonie stattfindet, wird dieser Abend auf dem Vorplatz mit der Ausstrahlung eines Konzertmitschnittes aus der Saison 2016/17 in der Elbphilharmonie gestaltet. Beginn: 20 Uhr 

In den Tagen zwischen dem Elbphilharmonie Konzertkino und den Hamburg Cruise Days bleibt der Innenraum des Cube auf dem Elbphilharmonie-Vorplatz von 12 bis 20 Uhr für schaulustige und neugierige Flaneure zugänglich.

www.elbphilharmonie.de

Freitag, 11. August 17
Jahrhunderthalle FFM: 3 Bands, 3 Stages, 1 Host ~ MUSIC SNEAK geht in die Herbstsaison
Am 20. September startet die Konzertreihe Music Sneak in die Herbstsaison. Bei der Music Sneak spielen je drei besonders talentierte Musiker oder Bands, die vorher nicht verraten werden. Was am Abend zählt ist das musikalische Können und die überzeugende Live-Performance.
Wer es bisher noch nicht geschafft hat zur Music Sneak in den CLUB der Jahrhunderthalle Frankfurt zu kommen, kann sich dies für den 20. September vornehmen. Denn dann geht die Music Sneak nach einer kleinen Sommer-Pause endlich wieder los. Nicht nur für die Bands sondern auch für die persönliche und stilechte Sixties-Atmosphäre im CLUB lohnt sich der Weg in den Frankfurter Westen allemal.
Eine Sneak Preview wie im Kino, nur mit Musik. Die Acts des Abends sind im Vorfeld geheim. Pro Show spielen drei aufstrebende Talente.
Moderiert wird der Konzertabend vom wohl charmantesten Wortkünstler und Slampoeten Frankfurts, Finn Holitzka, auf seiner Schaukel im Zentrum des Geschehens.

Die kurzweiligen Konzertabende bieten Musikern eine einmalige Gelegenheit, sich vor experimentierfreudigem und unvoreingenommenem Publikum zu präsentieren. Dabei sind den Musikstilen keine Grenzen gesetzt. Vom Singer-Songwriter über Rap, Elektropop oder Blues Rock kann alles passieren. Für im Ausland schon populäre Musiker kann die Music Sneak ein Sprungbrett auf den deutschen Markt sein. So konnte man bisher schon einige international erfolgreiche Musiker bei der Konzertreihe entdecken. Darunter Josh Savage, der schon als Support von Razorlight und Catfish & The Bottleman spielen durfte und regelmäßigen airplay auf BBC in England hat. Jack Shaw aus Newcastle stand schon mit Ed Sheeran auf der Bühne und gastierte bei der Juni-Music Sneak. Aber auch außergewöhnliche Talente aus Deutschland gab es zu entdecken. Darunter AB Syndrom aus Berlin mit einer ganz eigenen Dub-Pop-Performance, oder Salamanda aus Flensburg, die mit ihrer wilden Retro-Rock-Show den Club zum Beben brachten. Die Konzerte sind ein Schmelztiegel für experimentierfreudige Musikliebhaber aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet. Pro Termin besuchten etwa 400 Besucher das Format.
Das Renommee der Jahrhunderthalle Frankfurt als Geburtsstätte des Rock´n´Roll in Deutschland untermauert die Reihe in Relevanz und Qualität. Die Music Sneak ist im Laufe der Zeit zu einer festen Größe im Live- Konzertbereich geworden. Wer einmal dabei war, kommt gerne wieder.

Kommende Shows:
Mittwoch, 20. September 2017
Samstag, 11. November 2017
Freitag, 22. Dezember 2017
Samstag, 10. Februar 2018
Freitag, 29. März 2018
Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20 Uhr
VVK: 18 Euro
AK: 20 Euro

www.musicsneak.com

Donnerstag, 10. August 17
Die Ruhrtriennale 2017 eröffnet mit Cambreling, Warlikowski und Hannigan in Bochum
Finaljahr der Intendanz von Johan Simons – Festival der Künste thematisiert Utopien und Zukunftsvisionen – Tickets zu einzelnen Terminen noch erhältlich
Am 18. August startet die Ruhrtriennale 2017 mit der ersten Oper der Moderne in eine Spielzeit, die sich Utopien und Zukunftsvisionen widmet. Eröffnet wird das Festival in der Jahrhunderthalle Bochum mit „Pelléas et Mélisande“. Im dritten und letzten Jahr der Intendanz von Johan Simons bietet die Ruhrtriennale ihrem Publikum sechs Wochen voller Musiktheater, Musik, Tanz, Schauspiel und Installationen. Das Ruhrgebiet wird zum Schauplatz zeitgenössischer Kunst.

Ruhrtriennale Johan Simons © Caroline Seidel / Ruhrtriennale 2017
Johan Simons, Intendant der Ruhrtriennale 2015-2017
© Caroline Seidel / Ruhrtriennale 2017

Johan Simons, Intendant der Ruhrtriennale, und Dr. Vera Battis-Reese, Geschäftsführerin der Kultur Ruhr GmbH, berichteten heute in der Jahrhunderthalle Bochum von den letzten Vorbereitungen kurz vor Beginn der Saison 2017. Besonderer Gast der Pressekonferenz war die kanadische Starsopranistin Barbara Hannigan, die in der Eröffnungsproduktion der diesjährigen Ruhrtriennale die Mélisande verkörpert.
 
Johan Simons, Intendant der Ruhrtriennale 2015–2017:
„Freude“, „schöner“, „Götterfunken“. Mit diesen drei Begriffen beschließe ich meine Zeit als Intendant der Ruhrtriennale. Seit ich künstlerischer Leiter dieses wunderbaren Festivals geworden bin, hat sich die Welt sehr verändert, wirkte manchmal wie aus den Fugen. Doch spüre ich nun eine positive Energie, ein Wiederentdecken Europas und seiner Kraft. Und vielleicht können wir mit künstlerischen Götterfunken unserem Publikum ein paar Hoffnungsschimmer schenken.“
 
Kurz vor Festivalbeginn läuft auch der Vorverkauf auf Hochtouren. So hält Dr. Vera Battis-Reese, Geschäftsführerin der Kultur Ruhr GmbH, fest: „Mit dem bisherigen Ticketvorverkauf sind wir sehr zufrieden. Zu den besonders nachgefragten Produktionen gehören „Pelléas et Mélisande“, „Three Stages“, „Bach. Cellosuiten“ und „Cosmopolis“. Nichtsdestotrotz gibt es noch Karten, auch für andere Produktionen und zu Terminen unter der Woche. Wie in den letzten beiden Jahren bespielen wir auch in diesem Jahr eine neue Spielstätte und sind erneut in Dinslaken. Mit „Projecting [Space[“ werden wir eine Tanz-Uraufführung in die Zentralwerkstatt der Zeche Lohberg bringen.“
 
Vom 18.8. bis 30.9.17 zeigt die Ruhrtriennale rund 135 Veranstaltungen bei 40 Produktionen, davon 28 Eigen- und Koproduktionen, 22 Uraufführungen, Neuinszenierungen, Deutschlandpremieren und Installationen in 14 verschiedenen Spielstätten der Region.  

Die Programmhighlights der ersten Ruhrtriennale-Woche
Zum dritten und letzten Mal lädt ab dem 18.8. das Kunstdorf The Good, the Bad and the Ugly von Atelier Van Lieshout auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum das Publikum und alle Neugierigen zum Entdecken und Verweilen ein. Das Kunstdorf kehrt mit bekannten und neuen Arbeiten zurück und ist für den gesamten Zeitraum das Festivalzentrum der Ruhrtriennale. Einen Staat im Dorf rufen die Teenager des Nachwuchsproduktionsbüros der Ruhrtriennale, Mit Ohne Alles, aus: Zum zweiten und letzten Mal wird mit Teentalitarismus mitten in Bochum ein Teenager-Machtgebiet errichtet. Die Festspielrede zum Auftakt der Ruhrtriennale hält Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller. Im Anschluss wird die Jahrhunderthalle Bochum mit Pelléas et Mélisande, unter der musikalischen Leitung von Sylvain Cambreling und inszeniert von Krzysztof Warlikowski, zum Ort existenzieller Verlorenheit. Die kanadische Starsopranistin Barbara Hannigan singt die weibliche Titelpartie.
 
Der 19.8. beginnt mit der Eröffnung der Installation Truck Tracks Ruhr – The Compilation in der Mischanlage der Zeche Zollverein in Essen. Die Produktion von Urbane Künste Ruhr nach einem Konzept von Rimini Protokoll und loekenfranke ist eine audio-visuelle Gesamtkomposition aller sieben Alben des Erfolgsprojekts „Truck Tracks Ruhr“. Die Installation kann bei freiem Eintritt besucht werden. Ab 18 Uhr erklingt elektronische Musik in und um die Jahrhunderthalle Bochum bei der dritten und letzten Ausgabe von Ritournelle. Partygänger- und NachtschwärmerInnen feiern bei der Festivalnacht der elektronischen Musik mit zahlreichen Live-Acts wie Nicolas Jaar, Sohn oder Mykki Blanco.
 
Ab dem 20.8. spannt die Ruhrtriennale den musikalischen Bogen von Monteverdi bis Folkrock. In der Maschinenhalle der Zeche Zollern in Dortmund führt Philippe Herreweghe das Collegium Vocale Gent am 20.8. durch die Klangkathedrale von Monteverdis religiösem Meisterwerk, der Marienvesper. Krzysztof Warlikowski, Barbara Hannigan und Reinbert de Leeuw führen einmalig am 20.8. Socrate von Erik Satie in der Bochumer Jahrhunderthalle auf. Eine einzigartige Gelegenheit, das selten gespielte Werk eines der originellsten Komponisten des 20. Jahrhunderts in einem neuen Setting zu erleben. Mit einem immersiven Konzert des belgischen Quartetts Zwerm beginnt am 21.8. die montägliche Konzertreihe im Maschinenhaus der Essener Zeche Carl. Am 23.8. gastiert Kurt Wagner mit Lambchop und der kanadischen Folkband Timber Timbre für ein Konzert in der Jahrhunderthalle Bochum.
 
Eine besondere musikalische Kombination verspricht der Programmbeitrag von ChorWerk Ruhr unter der musikalischen Leitung von Florian Helgath: Mit Memoria verbindet ChorWerk Ruhr am 25.8. in der Maschinenhalle der Dortmunder Zeche Zollern Werke von Tomás Luis de Victoria, John Cage und Morton Feldman. Kein Licht. (2011/2012/2017), die Auftragsarbeit und internationale Koproduktion für die Ruhrtriennale, wird am 25.8. in der Gebläsehalle des Landschaftspark Duisburg-Nord uraufgeführt. Philippe Manourys Komposition nach einem Text von Elfriede Jelinek nimmt das Publikum mit in eine Welt nach dem Super-GAU. Die musikalische Leitung übernimmt Julien Leroy. Inszeniert wird die Oper mit Caroline Peters in einer der Hauptrollen von Nicolas Stemann.
 
Trilogien waren ein wichtiges Motiv der Intendanz von Johan Simons und die auf drei Teile angelegten Produktionen kommen 2017 zum Abschluss. So auch die erste Tanz-Trilogie der Ruhrtriennale. Der Choreograf Richard Siegal, dessen Arbeiten für die Spielzeiten 2015-2017 auf Dantes „Göttlicher Komödie“ fußen, zeigt u. a. mit der Uraufführung El Dorado ab dem 25.8. zum ersten Mal alle drei Teile an einem Abend bei PACT Zollverein. Anne Teresa De Keersmaeker kehrt 2017 auch in das Ruhrgebiet zurück. Ihre neueste Choreografie, Bach. Cellosuiten, wird am 26.8. in der Maschinenhalle der Zeche Zweckel uraufgeführt. Begleitet werden die fünf TänzerInnen von Rosas von dem gefeierten Cellisten Jean-Guihen Queyras.
 
In diesem Jahr wartet das Refektorium auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum zum letzten Mal mit einem vielfältigen und gänzlich kostenlosen Programm auf. Ab dem 20.8. finden Lesungen, Kinoabende, Performances oder Partys statt. Unter dem Titel The End of Everything is a New Beginning findet am 26.8. eine Veranstaltung gemeinsam mit der innogy-Stiftung für Energie & Gesellschaft statt. 2017 lädt Johan Simons ab dem 27.8. um 12 Uhr zu Johans High Noon. An fünf Sonntagen empfängt der Ruhrtriennale-Intendant KünstlerInnen der Ruhrtriennale zum Gespräch. Seine Gäste beim ersten High Noon am 27.8. sind Anne Teresa De Keersmaeker und Sylvain Cambreling.  
 
www.ruhrtriennale.de 

Donnerstag, 10. August 17
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2017: Eva Menasse hält Laudatio auf Margaret Atwood
Die österreichische Schriftstellerin Eva Menasse hält die Laudatio auf Margaret Atwood, die in diesem Jahr mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt wird. Die Verleihung findet während der Frankfurter Buchmesse am Sonntag, 15. Oktober 2017, um 11 Uhr in der Frankfurter Paulskirche statt und wird live im ZDF übertragen.


Eva Menasse
© www.juergen-bauer.com

Eva Menasse, geboren 1970 in Wien, lebt als freie Schriftstellerin in Berlin. Mit ihren Romanen, Erzählbänden und Essays sowie als Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland steht sie für eine politisch und gesellschaftlich engagierte Autorenschaft ein.

Nach ihrem Germanistik- und Geschichte-Studium war Eva Menasse als Redakteurin tätig, unter anderem für das Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Aus ihrer Berichterstattung über den Londoner Prozess gegen den Holocaustleugner David Irving im Jahr 2000 ist das Buch „Der Holocaust vor Gericht. Der Prozess um David Irving“ (Siedler Verlag) hervorgegangen.

In ihrem Debütroman „Vienna“ (Kiepenheuer & Witsch, 2005), für den sie den Rolf-Heyne-Debütpreis erhalten hat, entwirft sie mit den Geschichten einer Wiener Familie mit jüdischen Wurzeln den Bilderreigen einer ganzen Epoche. Ihr Roman „Quasikristalle“ (Kiepenheuer & Witsch, 2013) zeichnet die Biographie einer Frau aus unterschiedlichen Perspektiven nach. Er wurde unter anderem mit dem Heinrich-Böll-Preis ausgezeichnet.

2015 wurde Eva Menasse für ihr bisheriges Werk mit dem Jonathan-Swift-Preis und 2017 mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis geehrt. Ebenfalls 2017 ist ihr Erzählband „Tiere für Fortgeschrittene“ (Kiepenheuer & Witsch) erschienen – eine Sammlung kurioser Tiermeldungen, mit denen sie menschliche Abgründe entlarvt.

www.friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de

Donnerstag, 10. August 17
Prominente Paten präsentieren Konzerte bei Young Euro Classic vom 17.08. – 03.09.2017 in Berlin
Sie gehören zu Young Euro Classic wie der blaue Teppich mit den gelben Sternen auf der Freitreppe des Konzerthauses und die Festivalhymne zu Beginn des Konzertabends: die Paten. Direkt nach der Hymne sind sie dran: bedeutende Persönlichkeiten aus Kultur und Gesellschaft, Medien und Politik, die sich mit einer kurzen Patenrede und oft sehr persönlichen Geschichten aus ihrem Leben daran machen, das Publikum auf die jungen Musiker aus aller Welt einzustimmen. Seit der Gründung von Young Euro Classic im Jahr 2000 sind die ehrenamtlichen Paten ein wichtiger Bestandteil des Festivals.

Mit Begeisterung übernehmen zum Beispiel Prominente aus Film und Fernsehen die Patenrolle bei Young Euro Classic. In diesem Jahr sind das der Kölner „Tatortkommissar“ Dietmar Bär, der am 20.08. das Bundesjugendorchester begrüßt. Die Schauspielerin Gesine Cukrowski – bekannt aus vielen Fernsehfilmen und der TV-Krimiserie „Der letzte Zeuge“, in der sie von 1997 bis 2007 fast zehn Jahre lang an der Seite von Ulrich Mühe spielte – ist Patin für das I, Culture Orchestra am 23.08. Und Boris Aljinovic, Ex-Tatortermittler aus Berlin und in der Hauptstadt häufig auf der Bühne zu erleben, eröffnet das Konzert des Moldovan National Youth Orchestra am 27.08.

Auch prominente Persönlichkeiten aus der Kulturbranche sind in diesem Jahr als Paten dabei: Prof. Dr. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und einer der drei Gründungsintendanten des Humboldtforums, ist Pate des Internationalen Tschaikowski Jugendorchesters Jekaterinburg am 24.08. Der Intendant des Konzerthauses Berlin, Prof. Dr. Sebastian Nordmann, leitet das Konzert des Baltic Sea Philharmonic am 25.08. ein. Und die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Bénédicte Savoy stärkt als Patin am 2.09. ihren jungen Landsleuten vom Orchestre Français des Jeunes den Rücken.

Stark vertreten ist auch die Medienbranche: Die neue Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), Patricia Schlesinger, hält die Patenrede für das Gustav Mahler Jugendorchester am 31. August. Der Auftritt des Asian Youth Orchestra am 30.08. wird vom TV- und Radiomoderator Jörg Thadeusz begleitet. Jo Schück, Moderator der wöchentlichen ZDF-Kultursendung „Aspekte“, ist am 22.08. Pate und Moderator der Special Night II und präsentiert das Solo für Himmelsstürmer. Ebenfalls vom ZDF kommt Andreas Wunn, Leiter und Moderator des ZDF-Morgenmagazins: Der frühere Südamerika-Korrespondent stellt am 1. September das Jovem Orquestra Portuguesa vor. Rolf-Dieter Krause, viele Jahre lang der „Mr. Europa“ der ARD, präsentiert am 28. August die Nationale Jugendphilhar­monie der Türkei. Gregor Burgenmeister, Herausgeber und Chefredakteur des Klassikmagazins concerti, ist am 21.08. Pate für die Special Night I mit dem O/Mod?rnt Kammarorkester. Wolfgang Bergmann, Geschäftsführer von ARTE Deutschland, stimmt am 29. August auf das Programm von Klassik meets Jazz ein – und Gerda Meuer, Programmdirektorin der Deutsche Welle und früher Korrespondentin in Tokio, präsentiert Chor und Orchester der Elisabeth University of Music, Hiroshima am 26. August.

Zu Beginn und zum Abschluss der 18. Ausgabe von Young Euro Classic kommen die Repräsentanten der Kulturpolitik zu Wort: In diesen für Europa schwierigen Zeiten werden sich die Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, und der Kultursenator Berlins, Dr. Klaus Lederer, am 18.08. mit kurzen Grußworten an das Publikum und die Musiker richten und die kulturpolitische Bedeutung des Festivals beschreiben, bevor Willi Steul, Intendant des Deutschlandradios und Erster Vorsitzender des veranstaltenden Deutschen Freundeskreises europäischer Jugendorchester e.V., Young Euro Classic 2017 eröffnet und das Schleswig-Holstein Festival Orchester unter Christoph Eschenbach für einen ersten musikalischen Höhepunkt sorgt. Die Ouvertüre am Abend zuvor, am 17.08., mit dem Young Euro Classic Ensemble China-Deutschland, wird vom Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Dr. Ralf Kleindiek, als Paten begleitet. Und der Abschlussabend von Young Euro Classic 2017 wird vom Regierenden Bürgermeister von Berlin und Schirmherren des Festivals Michael Müller eingeleitet: das Konzert des Cuban-European Youth Orchestra am 3.09..

Young Euro Classic 2017 vom 17. August bis 03. September 2017 im Konzerthaus Berlin
Alle Informationen und das Programm: www.young-euro-classic.de

Donnerstag, 10. August 17
Spielzeiteröffnung beim Freien Schauspiel Ensemble Frankfurt
Das Freie Schauspiel Ensemble Frankfurt eröffnet die Theatersaison mit einer deutschen Erstaufführung. Ab Samstag, den 30. September wird DIPLOMATIE von Cyril Gely gespielt. DIPLOMATIE  thematisiert die Ereignisse um die drohende Zerstörung von Paris Ende des zweiten Weltkrieges. Das atmosphärisch dichte Drama beruht auf einer wahren Begebenheit, deren Ergebnis wir kennen. Die Seine-Metropole wurde nicht zerstört. Ein faszinierendes, bedrückendes, atemberaubendes und hoch spannendes Duell zwischen zwei Männern: dem schwedischen Diplomaten Raoul Nordling und dem deutschen General Dietrich von Choltitz. DIPLOMATIE wurde 2011 in Paris  uraufgeführt und 2014 wurde von dem Regisseur Volker Schlöndorff verfilmt.

Eine Woche wird zum GLÜCK OPEN AIR Theaterfest ins TITANIA eingeladen. Am Samstag, den 23. September 17 ab 16 Uhr ( Eintritt frei) kann man im lauschigen Innenhof des TITANIA Geschichten, Träumen und Szenen über das große Glück lauschen.

www.freiesschauspiel.de

Donnerstag, 10. August 17
Spanisches Flair am 24. August vor der Frankfurter Skyline ~ Europa Open Air auf der Weseler Werft
Schon in den vergangenen zwei Jahren genossen jeweils rund 20.000 begeisterte Konzertbesucher das Open Air des hr-Sinfonieorchesters in einer sommerlichen Atmosphäre am Mainufer. „Wenn das Wetter mitspielt, erwarten wir diesmal ähnlich viele Musikfans, die an diesem besonderen, spektakulären Ort Jazz und Klassik genießen wollen“, so hr-Musikchef Michael Traub. Das große Freiluftkonzert bildet dieses Jahr den Auftakt der Europa-Kulturtage der Europäischen Zentralbank und startet am Donnerstag, 24. August, um 18 Uhr auf der Weseler Werft. Der Einlass beginnt um 16 Uhr, der Eintritt ist frei.

Open Air des hr-Sinfonieorchesters 2016 © hr / Tim Wegner
Open Air des hr-Sinfonieorchesters 2016
© hr / Tim Wegner

Das Europa Open Air des hr-Sinfonieorchesters und der Europäischen Zentralbank ist zugleich Saisonstart des Orchesters. Und da sich im Rahmen der Europa-Kulturtage des neuen Kooperationspartners EZB dieses Jahr alles um Spanien dreht, hat das Orchester den bekannten Dirigenten Pablo Heras-Casado eingeladen. Gemeinsam mit seinem Freund und Landsmann, dem ebenso exzellenten Pianisten Javier Perianes, präsentiert er Werke von Maurice Ravel, Manuel de Falla und Nikolaj Rimskij-Korsakow, Ruperto Chapí und Gerónimo Giménez – Musik voll spanischem Temperament und mediterranem Flair.

Außerdem ist die hr-Bigband wieder mit an Bord und eröffnet den Konzertabend unter freiem Himmel mit dem renommierten spanischen Dirigenten und Altsaxofonisten Perico Sambeat und der charismatischen Sängerin Alba Carmona. Für visuelle Akzente bei dem mit "Flamenco!" überschriebenen Programm wird zusätzlich die Tänzerin Ileimn Ceciliano Vico sorgen.

Das Europa Open Air wird unterstützt durch die „Frankfurter Neue Presse“ und „Elisabethen Quelle“.

Das Europa Open Air im Internet, Radio und Fernsehen
Die gesamte Veranstaltung gibt es als Video-Livestream ab 18 Uhr auf www.hr-sinfonieorchester.de und ab 20 Uhr zusätzlich auf http://concert.arte.tv. Danach findet man das Konzert des hr-Sinfonieorchesters auf beiden Plattformen als Video-on-Demand. hr2-kultur sendet die Konzerte von hr-Bigband und hr-Sinfonieorchester ab 19.04 Uhr. Das hr-fernsehen zeigt einen Vorbericht und überträgt das Konzert des hr-Sinfonieorchesters zeitversetzt ab 21 Uhr.

Europa Open Air des hr-Sinfonieorchesters und der Europäischen Zentralbank:

18 Uhr: hr-Bigband: „Flamenco!“
Alba Carmona, Gesang; David Dominguez Orgaz, Percussion; Ileimn Ceciliano Vico, Flamenco-Tanz; Perico Sambeat, Leitung

20 Uhr: hr-Sinfonieorchester
Javier Perianes, Klavier; Pablo Heras-Casado, Dirigent
Maurice Ravel: Alborada del gracioso / Rapsodie espagnole
Manuel de Falla: Noches en los Jardines de España
Nikolaj Rimskij-Korsakow: Capriccio espagnol
Ruperto Chapí: Vorspiel zur Zarzuela „La Revoltosa“
Gerónimo Giménez: Intermezzo aus der Zarzuela „La boda de Luís Alonso“

Einlass ab 16 Uhr. Eintritt frei.

Anfahrt: Bitte beachten Sie die eingeschränkten Parkmöglichkeiten rund um die Weseler Werft. Es wird dringend empfohlen, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen!

Das Konzert hat im Social Web das Hashtag #EuropaOpenAir.

Mittwoch, 9. August 17
Spielzeitbeginn bei theaterperipherie Frankfurt
theaterperipherie Frankfurt feiert in dieser Spielzeit  sein zehnjähriges Jubiläum (Januar 2018). Die Jubiläumsspielzeit wird am 1. September 2017 eröffnet. Zu Beginn stehen zwei Premieren an, die beide das Thema Mutter - einmal aus Töchter- und dann aus Mütterperspektive - bearbeiten.

They call her mother, Regie: Ewgenija Weiß
Premiere: Fr. 1. September 17 (weitere Vorstellung am 16.9.)
 
MÜTTER (AT), Regie: Ute Bansemir
Premiere: Sa. 2. September 17 (17 Uhr)

Eine Woche später findet die Wiederaufnahme (weiterentwickelt und neu besetzt) von Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Regie: Ute Bansemir und Lisa Preugschat statt (Sa. 9. September 17).
Die Gelegenheit zum Doppel aus They call her Mother + MÜTTER (AT) gibt es am So., dem 10. September um 17 Uhr.

theaterperipherie im TITANIA, Basaltstr. 23, 60487 Frankfurt
Karten unter: 069 156 27 404, info@theaterperipherie.de und an der Abendkasse
 
www.theaterperipherie.de

Mittwoch, 9. August 17
Schlossfestspiele Zwingenberg verzeichnen eine Spielzeit der Superlative
„Dieses Jahr hat wirklich alles gepasst: Fabelhafte Inszenierungen, herausragende Solisten, tolles Wetter, die einzigartige Atmosphäre auf Schloss Zwingenberg, die legendäre Festspielstimmung und am Ende dann auch noch ein neuer Besucherrekord“. Intendant Rainer Roos, Landrat Dr. Achim Brötel als Vorsitzender des Trägervereins und sein Stellvertreter, der Zwingenberger Bürgermeister Norman Link, sowie die beiden Geschäftsführerinnen Heike Brock und Ilka Zwieb waren bei der Dernierenfeier am Sonntagabend restlos begeistert.

Wenige Minuten zuvor war die 35. Spielzeit der Schlossfestspiele mit der letzten Vorstellung des Musicals „Rocky Horror Show“ erneut mit Standing Ovations zu Ende gegangen – so wie auch an allen Abenden zuvor. Insgesamt waren weit über 7.600 Besucherinnen und Besucher im Schlosshof zu Gast – fast 10 % mehr als im vergangenen Jahr. Angefangen von der Eröffnungsgala mit einer großen „Sommernacht der Operette“ mit der berühmten Original Wiener Strauss Capelle und dem Familienfest am ersten Festspielwochenende über die italienische Oper „Der Liebestrank“ von Gaetano Donizetti, die Angela Brandt, die Spielleiterin der Semperoper in Dresden, mit einer wunderbaren Inszenierung speziell für die Schlossfestspiele in das 20. Jahrhundert übersetzt hatte, und die Brasilianische Nacht mit den Ausnahmemusikern von „Sai da Frente“ bis hin zur „Rocky Horror Show“, die Simon Eichenberger zusammen mit einer absoluten Starbesetzung zum herrlich abgefahrenen Spektakel werden ließ, sind die Schlossfestspiele damit auch künstlerisch in eine neue Dimension vorgedrungen.

Der frenetische Applaus für Rainer Roos, dem alles das zu verdanken ist, wie es Landrat Dr. Brötel zum Saisonabschluss formulierte, unterstrich das eindrucksvoll. Roos sei mit seinen exzellenten Kontakten, aber auch seiner überschäumenden Kreativität ein echter Glücksfall für die Schlossfestspiele, so Brötel. Ein besonders herzliches Dankeschön galt aber auch den vielen ehrenamtlichen Kräften hinter den Kulissen, angefangen von den Freiwilligen Feuerwehren, die jeden Abend mit einer stattlichen Mannschaft vor Ort den Brandschutz gewährleistet haben, dem DRK, dem Automobilclub Neckar und Elz, den Zwingenberger Vereinen, dem Festspielchor mit Heiderose Wieder an der Spitze, dem omnipräsenten Team der Techniker und Beleuchter, Friederike von Dewitz für die fantastischen Kostüme, Kerstin Gehrig für die Maske, dem Bühnenbildner Roland Bayer, Anke und Martin Dinata vom Opernbüffet, Barbara Nolten-Casado und Jan Egenberger für die Öffentlichkeitsarbeit, den beiden unermüdlichen Geschäftsführerinnen Heike Brock und Ilka Zwieb, Birgit Heller-Irmscher als der guten Seele in der Geschäftsstelle und nicht zuletzt der Familie des Prinzen von Baden für die erneute Gastfreundschaft und den treuen Sponsoren aus der regionalen Wirtschaft, ohne deren Unterstützung die Schlossfestspiele definitiv nicht denkbar wären. Dasselbe gilt für das Land Baden-Württemberg und den Neckar-Odenwald-Kreis, die die Schlossfestspiele ebenfalls nachhaltig finanziell unterstützen.

Die mit Spannung erwartete Frage, was 2018 auf dem Spielplan stehen wird, wollte Intendant Rainer Roos allerdings partout noch nicht beantworten. Schließlich soll die Spannung ja erhalten bleiben. Fest steht aber schon jetzt, dass es auf jeden Fall wieder eine große Oper und ein bekanntes Musical geben wird. Hinter den Kulissen laufen die entsprechenden Verhandlungen bereits auf Hochtouren. Die ständig wachsende Fangemeinde der Schlossfestspiele Zwingenberg darf sich also freuen.

www.schlossfestspiele-zwingenberg.de

Mittwoch, 9. August 17
Kostenloses Familienfest im Helvetia Parc Groß-Gerau - Lena Meyer-Landrut, Cassandra Steen und Kay One sind DIE musikalischen Top-Acts
Der Helvetia Parc veranstaltet gemeinsam mit dem Bundesverband Kinderhospiz e. V. am Samstag, 12. August, ab 12.45 Uhr (Einlass: 11.45 Uhr) ein großes, kostenloses Sommer Open-Air zugunsten des Bundesverband Kinderhospiz e.V. im Helvetia Parc Groß-Gerau. Top-Acts bei der Veranstaltung sind die Sängerinnen der aktuellen VOX-Sendung „Sing meinen Song“ Lena Meyer-Landrut und Cassandra Steen, Sänger und Teenieschwarm Mike Singer sowie Kinderhospiz-Botschafter und Rapper Kay One.
Lena Meyer-Landrut über ihr Engagement für den Bundesverband Kinderhospiz e. V.: „Jeder von uns hat schon einmal den Tod eines lieben Menschen miterlebt und wenn man sich die Emotionen in dieser Situation noch einmal ins Gedächtnis ruft, wird einem ungefähr bewusst, was die Familien der Hospizkinder durchleben müssen. Es ist kaum greifbar und sicher noch viel schwerer zu akzeptieren, wenn nicht das Alter entscheidet, wann jemand gehen muss. Ich weiß bereits jetzt, dass mir der Auftritt beim Charity-Event in Groß-Gerau sehr nahe gehen wird, weil trotz der Freude, die die Kinder an diesem aufregenden Tag erleben werden, immer noch die Trauer im Hinterkopf mitschwingt, da man weiß, dass das Lachen vielleicht schon bald erlischt. Deshalb möchte ich den Kindern und Familien mit meinem Auftritt ganz viel Mut und Hoffnung geben und sie darin bestärken, jeden Tag zu genießen und das Beste aus ihm zu machen.“

Neben den musikalischen Top-Acts wird das Sommer Open-Air außerdem mit tollen Attraktionen für die ganze Familie untermalt. Dazu zählen unter anderem Kinderschminken, Glitzertattoos, Clowns, ein Karussell, Hüpfburgen, Fantasievolle Figuren wie Eisprinzessin Elsa oder die Minions für Fotos, Torwandschießen betreut vom VfR Groß-Gerau 1916, eine Tombola mit über 1.000 Sachpreisen, kreative und farbenfrohe Mitmach-Aktionen für kleine und große Kinder sowie die Einrad Mannschaft SKV Mörfelden, die das Einrad-Fahren vorstellen und zeigen. Selbstverständlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Die Veranstaltung teilt sich in eine Nachmittags- und Abendveranstaltung: Sabrina Kraft, Geschäftsführerin vom Bundesverband Kinderhospiz e.V. eröffnet gemeinsam mit Schirmherr Bürgermeister Stefan Sauer die Show. Am frühen Nachmittag performen Mike Singer, der mit seinem Album „Karma“ auf Platz 1 der deutschen Charts eingestiegen ist und ausverkaufte Konzerte auf seiner Tour spielt. Sängerin Cassandra Steen performt unter anderem Akustik-Songs vom neuen Glashaus-Album „Kraft“. Am Abend entern Eurovision Song Contest-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut, Newcomer Vincent Gross und Rapper Kay One, aktuell mit seinem Sommerhit „Louis Louis“ in der Top 10 der Deutschen Charts, die Bühne. Der gebürtige Groß-Gerauer Azitakkt wird als Local Act vor Kay One auftreten.

Tagsüber finden auch Autogrammstunden mit Damian Hardung, Star der VOX-Serie „Club der roten Bänder“, Köln 50667-Star Ingo Kantorek sowie Dominik Brunter, Mister Germany 2017, statt. Moderiert wird die Veranstaltung von Vanessa Meisinger (Super RTL) und Marcel Pramschüfer.

Der Eintritt zum Familienfest im Helvetia Parc Groß-Gerau ist frei. Die kostenlosen Tickets gibt es bei diversen Geschäften in Groß-Gerau, die das Event unterstützen. Ohne eine kostenfreie Eintrittskarte kann kein Einlass gewährt werden.

Der Bundesverband Kinderhospiz e.V. freut sich über Spenden. Vor Ort ist daher eine Spenden-Dose aufgestellt. Ein großer Dank gilt vor allem an viele Unternehmen und Geschäfte aus Groß-Gerau, die die Veranstaltung unterstützen und mit Aktionen bereichern.

www.kinderhospiz-charity.de / www.bundesverband-kinderhospiz.de

Dienstag, 8. August 17
Neuköllner Oper Berlin: Wiederaufnahme von STELLA. Das blonde Gespenst vom Kurfürstendamm
Es war der Neuköllner Oper Berlin fast schon ein bisschen peinlich, als die „Deutsche Musical Akademie“ für ihren Wettbewerb um die Kür der besten Musicals im deutschsprachigen Raum eine Nominierung nach der anderen an der Uraufführung aus dem Vorjahr aussprach. Als dann schließlich das Jury-Votum feststand und die „Stella“ der Neuköllner Oper nach neun Nominierungen schließlich in sechs Kategorien tatsächlich reüssierte („Bestes Musical“; „Bestes Buch“ und „Beste Liedtexte“ für Peter Lund; „Beste Komposition“ für Wolfgang Böhmer; „Beste Regie“ für Martin G. Berger sowie „Beste Darstellerin“ für Frederike Haas), durfte die Neuköllner Oper sagen: "Ja, nicht zum ersten Mal beweist die Neuköllner Oper in ihrem nun 40. Jahr ihres Bestehens: Die könnens!"


Stella
Neuköllner Oper, Berlin
© Neuköllner Oper, Berlin

Und daher war es für das Haus auch eine tolle Belohnung, in 2017 das „Akzente“-Festival in Duisburg eröffnen zu dürfen und mit viel Jubel und Applaus des Publikums sowie höchstem Lob aus dem Bürgermeisteramt belohnt zu werden. Nun endlich kehrt die Erfolgsproduktion an die Karl-Marx-Straße zurück und wird nochmals bis zum 30. September in 18 Aufführungen zu sehen sein.

Stella ist 20, als Hitler anordnet, Berlin endgültig „judenrein“ zu machen. Stella ist blond und jung und schön, und sie möchte Sängern werden, drüben in Amerika. Oder Filmstar, wie Marlene Dietrich. Aber Familie Goldschlag hat kein Visum bekommen. Statt dem Traum von der großen Karriere bekommt Stella einen gelben Stern. Stella hasst diesen Stern ebenso, wie sie es hasst eine Jüdin zu sein. Und schließlich geht Stella in den Untergrund. Wie 8000 weitere verzweifelte Berliner Juden auch.
Stella ist 35, als sie in der jungen Bundesrepublik vor Gericht steht, wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit. Mehr als 300 untergetauchte Menschen soll sie im Dienste der Gestapo aufgespürt und damit in den sicheren Tod geschickt haben. Die deutsche Öffentlichkeit überschlägt sich in Empörung über diese „volksverräterische Volljüdin“, die ihre eigenen Glaubensgenossen den Nazis ans Messer lieferte. Aber keiner weiß, was damals wirklich geschah. Und Stella schweigt…
Stella Goldschlag hatte alles, was zu einer großen Karriere im 20. Jahrhundert nötig war: Eine blendende Erscheinung, das nötige Talent und Tatkraft, sowie das gewisse Maß an Rücksichtslosigkeit, das den wirklichen Star ausmacht. Aber Stella Goldschlag war Jüdin. Und schlimmer noch: Sie maßte sich an, keine Jüdin sein zu wollen. Schließlich erfüllt sich Stellas Wunsch nach Berühmtheit auf denkbar schrecklichste Weise. Ganz Berlin kennt die tüchtigste Greiferin der Gestapo, das berüchtigte „blonde Gespenst vom Kurfürstendamm“.
Künstlerkarrieren waren schon immer dankbare Vorlagen für das Musiktheater. Stella Goldschlags Biographie ist eine sehr deutsche Karriere. Und so ist STELLA auch ein sehr deutsches Stück Musiktheater geworden, das sich lustvoll böse aus unserer musikalischen Vergangenheit bedient.

Von der Spätromantik bis zum Chanson, von Arnold Schönberg bis zum Dreißiger-Jahre-Schlager spannt sich der Soundtrack dieses UFA-Films, der nie gedreht wurde. Mit einem Drehbuch von Peter Lund, von Wolfgang Böhmer kongenial vertont und, erstmals an der Neuköllner Oper, von Martin G. Berger rasant in Szene gesetzt. Und nicht zu vergessen: In der Titelrolle Frederike Haas, die ihre Karriere einst an der Neuköllner Oper als Marika Rökk begann, um über den Umweg übers Londoner WestEnd ein weiteres Mal nach BabyTalk ein deutsches Musical erfolgreich aus der Taufe zu heben.

Ein deutsches Singspiel von Wolfgang Böhmer (Musik) und Peter Lund (Text)
Regie: Martin G. Berger | Musikalische Leitung/Einstudierung: Hans-Peter Kirchberg, Tobias Bartholmeß | Ausstattung: Sarah-Katharina Karl | Dramaturgie: Carola Cohen-Friedlaender | Choreographie: Marie-Christin Zeisset | Video: Roman Rehor
Wiederaufnahme am 31. August. Bis 30. September 2017

www.neukoellneroper.de

Dienstag, 8. August 17
Hans Raths „Und Gott sprach: Wir müssen reden!“ an der Komödie am Kurfürstendamm Berlin ~ Ex-„Balko“-Star Jochen Horst spielt Gott
In der Komödie am Kurfürstendamm beginnt die Spielzeit 2017/2018 göttlich: Vom 25. September bis zum 5. November steht dort die Dramatisierung von Hans Raths Bestseller „Und Gott sprach: Wir müssen reden!“ auf dem Programm. Eine Komödie mit Witz, Charme und viel Slapstick.


Und Gott sprach: Wir müssen reden!
Komödie am Kurfürstendamm, Berlin
Der Psychotherapeut Jakob Jakobi (Stephan Szász, li.)  und der glücklose Zirkusclown Abel Baumann (Jochen Horst, re.),
der sich für Gott hält, haben einiges zu besprechen

Foto: Michael Petersohn (www.polarized.de).

Im Zentrum des Stückes steht der Psychotherapeut Jakob Jakobi, dargestellt von Stephan Szász.  Jakob hat das Glück verlassen: Er ist geschieden, pleite und beruflich gescheitert – so gebeutelt trifft er auf Abel Baumann, einen ebenfalls glücklosen Zirkusclown und Zauberer, der dringend therapeutische Hilfe braucht – denn er hält sich für Gott.
Jochen Horst, der in den 1990er-Jahren zahlreiche Kriminalfälle als Balko in der gleichnamigen Serie löste, spielt Gott. Er freut sich darüber, denn: „Ich habe immer Figuren gespielt, die in meiner Realität auch existierten. Mit ´Und Gott sprach: Wir müssen reden!´ habe ich endlich einmal die reizvolle Gelegenheit, einem abstrakten Gedanken physische Gestalt zu geben.“
In weiteren Rollen sind Johann Fohl, Urs Stämpfli, Michaela Wiebusch und Vera Weisbrod zu sehen. Regie führt Ute Willing.


Autor Hans Rath
Auf die Idee, ein Buch über Gott zu schreiben, kam Hans Rath zu fortgeschrittener Stunde in einem Kreuzberger Restaurant. Er gibt offen zu, dass dabei auch ein bisschen Rotwein im Spiel war. Doch auch nüchtern betrachtet fand er das Thema interessant. Der gelernte Philosoph und Psychologe hat sich immer schon mit den Fragen „Wo kommen wir her?“, „Wo gehen wir hin?“ und „Was sollen wir tun?“ beschäftigt.
„Und Gott sprach: Wir müssen reden!“ ist Raths bisher erfolgreichster Roman und das erste Buch der „Gott-sprach“- Trilogie. Die Gesamtauflage seiner Bücher hat längst die Million überschritten.

UND GOTT SPRACH: WIR MÜSSEN REDEN!
Uraufführung am 25. September 2017
bis 5. November 2017
Komödie am Kurfürstendamm
Karten ab 13 €
Karten 030/88 59 11 88 und unter www.komoedie-berlin.de

Dienstag, 8. August 17
RMF 2017: Johanna Wokalek und Caribe nostrum am 8.8. auf Schloss Johannisberg
In diesem Jahr setzt das Rheingau Musik Festival die Cuban-European Youth Academy, die es 2015 ins Leben gerufen hat, fort mit zwei Kammerkonzerten (6.8. und 8.8.) sowie dem Abschlusskonzert der diesjährigen Probenphase am 1.9.
Die Schauspielerin Johanna Wokalek hat sich mit dem Quintett Caribe nostrum auf eine musikalisch-literarische Spurensuche auf Kuba begeben und gemeinsam werden sie die Früchte dieser Arbeit am 8.8. auf Schloss Johannisberg präsentieren.

8.8. Dienstag, 20.00 Uhr, Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal: Cuban-European Youth Academy / Johanna Wokalek, Rezitation / Caribe Nostrum
Caribe Nostrum:
Jenny Peña Campo Field Violine
Javier Cantillo Laffita Violine
Osvaldo Enriquez Castro Viola
Annette Atúnez Guevara Violoncello
Aristides Ariel Porto Garcia Klarinette

Kuba – eine musikalisch-literarische Spurensuche
Abgenutzt und trotzdem prächtig, heruntergekommen und voller Würde, heiter und manchmal sehr melancholisch – Kuba umgibt einen Zauber, der sich kaum in Worte fassen lässt. Zusammen mit dem kubanischen Quintett Caribe Nostrum begibt sich die Schauspielerin Johanna Wokalek auf eine musikalisch-literarische Reise in dieses Land voller Widersprüche. Rare literarische Schätze lassen dabei Momente der Vergangenheit und Gegenwart Kubas aufscheinen und in Verbindung mit der Musik dieses faszinierenden Landes, die Elixier und kulturelles Gedächtnis zugleich ist, lebendig werden. Archaisch-ursprüngliche Kompositionen aus dem 17. Jahrhundert treffen auf feurig-emotionale Werke der jungen Komponistin und Violinistin Jenny Peña Campo Field und verweben sich mit Gedichten und Geschichten zu einem berührenden und mitreißenden Abend.
Johanna Wokalek: „Im April diesen Jahres bin ich mit meinem Team nach Havanna geflogen, um mit dem Quintett der Komponistin und Geigerin Jenny Peña zehn gemeinsame Tage zu verbringen. Wir haben einander vorgespielt, vorgelesen und zugehört. Ich habe mir ihre Musik auch erklären lassen, um all die Geschichten, die hinter den Kompositionen stecken, zu verstehen. Ebenso die unzähligen, verschiedenen Rhythmen, die sich in der Musik wiederfinden, haben sie mir immer wieder vorgeklatscht. Lachend, weil sie nicht verstehen können, dass uns Europäern dieses Rhythmusgefühl vollkommen fremd ist. Wie aufregend anders klingt es andererseits, wenn die Kubaner ein Stück z.B. von Mozart spielen. Ich wiederum habe Gedichte und Erzählungen von kubanischen Autoren vorgelesen: Von Lydia Cabrera, Zoé Valdés, Miguel Barnet und Joachín Baquero, um nur einige zu nennen. In den Pausen haben wir uns ausgetauscht über das, was wir gerne mit diesem Abend erzählen wollen. Aber natürlich auch über uns als Künstler, unsere Schwierigkeiten, Ängste und Wünsche. Ich habe von einigen Persönliches aus ihrem Leben erfahren, und ich empfinde dieses Vertrauen in mich als ein großes Geschenk."

Karten zu: 50,- / 40,- / 30,- € zzgl. Systemgebühr von 1,30 € pro Karte
Karten unter 06723 / 60 21 70 oder www.rheingau-musik-festival.de

Montag, 7. August 17
Saisonstart 2017/18 im Frankfurter Theater Alte Brücke
Mit „Jesus sprang vor die U-Bahn“ von Stephen Adly Guirgis geht ein Drei-Stücke-Bogen zu Ende (Premiere ist am Freitag, dem 3. November 2017).
Das Ganze endet im März 2018 mit einem großen Drei-Tage-Festival, an welchem alle drei Stücke an drei verschiedenen Orten gespielt werden.
Die neue Saison startet turbulent mit Neuproduktionen und der neuen Lesereihe "Frankfurter Auslese". Atmosphärisch, psychologisch, dicht und nah am Publikum: Frankfurter Autorinnen und Autoren ziehen in das kleine Theater ein und lesen aus ihren jüngsten Büchern. Aus Kriminalerzählungen und einfühlsamen Lebensportraits entstehen die Bilder einer Stadt und ihrer Gewinner und Verlierer.
Auftakt ist am Freitag, dem 29. September 2017 mit STARKE FRAUEN, Sonja Rudorf & Rosa Ribas lesen aus: „Alleingang“ & „Sonst ist er tot“ .

Bereits am Freitag, dem 8. September 2017, eröffnet Eric Assous´ Komödie  "Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit" die neue Spielzeit (Koproduktion mit dem Theater „Die Traumtänzer“). Das vollständige Programm, mit der Travestie-Show von Chantal Chablis, einem Kreisler-Abend, der TAB-Weihnachtssatire "Ach du heilige...", Gastspielen und Theater für Kids. findet sich auf der  Theaterwebseite.

Der Vorverkauf für die dritte Spielzeit des Frankfurter Theater Alte Brücke ist gestartet, alle Veranstaltungen von Anfang September 2017 bis Mitte Juli 2018 sind auf der Theaterhomepage buchbar.

www.theater-alte-bruecke.de

Montag, 7. August 17
Mainzer Karneval vom Jahre 1913 beim Theater Neue Bühne Darmstadt
Am 28. Oktober 2017 feiert Carl Zuckmayers Die Fastnachtsbeichte Premiere beim Theater Neue Bühne Darmstadt (Theater Arheilgen).

Es spielen: Gabriela Reinitzer, Bianca Weidenbusch, Sabrina Czink, Nicole Klein, Anna Baum, Ralph Dillmann, Rainer Poser, Marcel Schüler, Dominik Gierscher, Axel Raether, Jens Hommola.
Aktuell spielt die Neue Bühne Darmstadt Franz Molnárs  Vorstadtlegende Liliom im Gewächshaus der Orangerie Darmstadt.


www.neue-buehne.de

Samstag, 5. August 17
„Wahrhaftig, Du hast Recht! Mein Leipzig lob ich mir!“  ~ Deutscher Theaterpreis DER FAUST am 03. November 2017 in Leipzig
In diesem Jahr folgt der Deutsche Theaterpreis DER FAUST der Einladung von Dr. Eva-Maria Stange, Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst des Freistaats Sachsens, und Oberbürgermeister Burkhard Jung in die sächsische Messe- und Universitätsstadt Leipzig. Am Freitag, dem 03. November 2017, bietet das Schauspiel Leipzig als Veranstaltungspartner den festlichen Rahmen für die Preisverleihung. Schauspieler und Musiker Christian Friedel führt als Moderator durch den Abend.

Bereits zum zwölften Mal würdigt der Deutsche Theaterpreis DER FAUST als nicht dotierter Preis die einzigartige und vielfältige Theaterlandschaft Deutschlands. Die Auszeichnung auf nationaler Ebene für Künstlerinnen und Künstler, die sich in besonderer Weise durch ihre wegweisende Leistung für das deutsche Theater hervorgetan haben, wird seit 2006 vom Deutschen Bühnenverein, den Bundesländern, der Kulturstiftung der Länder und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste vergeben. Mitveranstalter und Partner 2017 sind der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig.

„Auch als Dresdnerin kann ich dem Zitat aus Johann Wolfgang von Goethes „Faust“ nur beipflichten. Leipzig ist eine wundervolle und sehr dynamische Stadt mit einer agilen Kunstszene. Auch heute wieder so, wie es wohl der damalige Student Goethe erlebte. Die reiche Theaterlandschaft mit Oper, städtischer Bühne, Jugendtheater und vielen freien Akteuren in vielen Spielstätten bietet einen guten Rahmen für die Verleihung des Deutschen Theaterpreises DER FAUST. Deshalb bin ich sehr froh, dass wir in diesem Jahr zu diesem hochkarätigen kulturellen und gesellschaftlichen Ereignis nach Leipzig einladen können“, erklärt Sachsens Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange.

Der Deutsche Theaterpreis DER FAUST umfasst die Auszeichnungen in den acht Kategorien Regie Schauspiel, Darstellerin/Darsteller Schauspiel, Regie Musiktheater, Sängerdarstellerin/Sängerdarsteller Musiktheater, Choreografie, Darstellerin/Darsteller Tanz, Regie Kinder- und Jugendtheater und Ausstattung Kostüm/Bühne sowie den Preis für das Lebenswerk.

Die Preisvergabe basiert auf Vorschlägen der Theater, mit denen die Häuser bemerkenswerte Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler jeweils anderer Produktionen würdigen. Eine Jury bestehend aus IntendantInnen, BallettdirektorInnen, RegisseurInnen und anderen künstlerischen Sachverständigen ernennt aus den eingehenden Vorschlägen für jede der einzelnen Kategorien drei Nominierte. Über die PreisträgerInnen stimmen die Mitglieder der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste in einem schriftlichen Verfahren ab.

 
Die Nominierten des Deutschen Theaterpreises DER FAUST 2017 werden auf der Pressekonferenz am 15. September 2017 im Schauspiel Leipzig bekannt gegeben.

Der Deutsche Theaterpreis DER FAUST 2017 wird veranstaltet und gefördert durch den Freistaat Sachsen, die Stadt Leipzig, die Kulturstiftung der Länder, die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste und den Deutschen Bühnenverein. Weitere Kooperationspartner sind 2017 die Standortkampagne des Freistaats Sachsen unter dem Motto „So geht sächsisch.“ (www.so-geht-saechsisch.de) und der Deutsche Bühnenverein Landesverband Sachsen.

Veranstaltungspartner 2017 ist das Schauspiel Leipzig, Medienpartner sind 3sat, Deutschlandfunk Kultur und Die deutsche Bühne. 3sat berichtet über die Verleihung ausführlich am Sonntag, dem 05. November 2017, um 17.45 Uhr.
Automobilpartner ist Skoda.

www.buehnenverein.de
www.so-geht-saechsisch.de 

Samstag, 5. August 17
CSD Hamburg wird leuchten ~ Elbphilharmonie Leuchtet Für mehr Toleranz und Vielfalt
Mit der Initiative CSD HAMBURG WIRD LEUCHTEN hat die Agentur Dee Concert Music and Entertainment ein Projekt ins Leben gerufen, bei dem über die nächsten sechs Jahre verschiedene bekannte Bauwerke in Hamburg anlässlich des Christopher Street Days in den Regenbogenfarben beleuchtet werden sollen. So soll ein weithin sichtbares Zeichen für mehr Pluralität und Gleichberechtigung in der Gesellschaft gesetzt werden. Als erstes Gebäude wurde mit der Unterstützung der Stadt Hamburg am späten Abend des 3. August die Elbphilharmonie spektakulär illuminiert. Begleitet wurde die Illumination von einem Feuerwerk auf der Südseite der Elbe. Noch bis zum 6. August leuchtet der Backsteinsockel des Konzerthauses jeweils ab 21 Uhr und bis 5 Uhr des Folgetages. 


Die erleuchtete Elphilharmonie
© Ralph Larmann

Der Christopher Street Day ist eine der größten Menschenrechtsveranstaltungen weltweit. Jedes Jahr werden die Veranstaltungen, die für die Rechte homo-, trans-, bi- und intersexueller Menschen einstehen, größer und bunter. Der Christopher Street Day 2017 wird in Hamburg von 28. Juli bis 6. August gefeiert. In einer weltoffenen Metropole ein weit über die Stadt hinausstrahlendes Zeichen zu setzen und noch größere Aufmerksamkeit für die Belange der LGBT-Community zu erzielen, ist die Idee der Initiative CSD HAMBURG WIRD LEUCHTEN. Jährlich wird ein bedeutendes Hamburger Bauwerk in den Regenbogenfarben illuminiert. Den Auftakt macht nun die Elbphilharmonie, das kulturelle Wahrzeichen der Stadt, das sich selbst als »Haus für alle« versteht. Im nächsten Jahr ist die Beleuchtung des Fernsehturms geplant, danach sollen unter anderem der Bunker am Heiligengeistfeld, die Köhlbrandbrücke, die Speicherstadt, das Rathaus und der Michel folgen.

Als offiziellen Beitrag der Stadt zum diesjährigen CSD haben die Zweite Bürgermeisterin und Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Katharina Fegebank und der Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda am späten Abend des 3. August die Illumination zusammen mit Vertretern der Agentur Dee Concert Music and Entertainment sowie Unterstützern der Initiative CSD HAMBURG WIRD LEUCHTEN aktiviert. Die Beleuchtung ist noch bis zum 6. August jeweils abends ab 21 Uhr aktiv. Hamburger/innen und ihre Gäste können sie gut von den Landungsbrücken, der südlichen Elbseite oder auf einer Barkassenfahrt vom Wasser aus bestaunen.

www.elbphilharmonie.de

Samstag, 5. August 17
Bregenzer Festspiele: Drittes Orchesterkonzert ~ „Ich möchte wissen, ob das Publikum eine Gänsehaut bekommt“
Am Montagabend steht das dritte Orchesterkonzert der Wiener Symphoniker am Programm. Anstatt des erkrankten Constantinos Carydis dirigiert kurzfristig Enrique Mazzola, musikalischer Leiter der Oper im Festspielhaus Moses in Ägypten.


Enrique Mazzola

© Bregenzer Festspiele / Karl Forster

Am vergangenen Montag dirigierten Sie die letzte Vorstellung von Moses in Ägypten, nur eine Woche später leiten Sie das Orchesterkonzert.
Das klingt nach einem anstrengenden Zeitplan.

Anstrengend aber auch sehr aufregend im positiven Sinne. Das Konzert hätte Constantinos Carydis dirigieren sollen. Ich springe für ihn ein. Die Noten für die Stücke habe ich am Dienstag erhalten, und ich hatte einen Tag mich vorzubereiten. Aber es ist eine tolle Gelegenheit. Ich kann noch eine Woche länger in Bregenz bleiben und noch einmal mit den Wiener Symphonikern arbeiten. Die Atmosphäre hier ist einfach großartig. Ich fühle mich hier künstlerisch und musikalisch zu Hause. Ich bin in ein großer Freund der Wiener Symphoniker und der Bregenzer Festspiele. Als ich gefragt wurde, ob ich für das Orchesterkonzert einspringen könnte, sagte ich mehr als gerne Ja. Die Symphonie fantastique von Hector Berlioz war mein Debütstück, als ich vor drei Jahren im Wiener Musikverein zum ersten Mal mit den Symphonikern zusammenarbeitete. Dass ich dieses Stück hier in Bregenz wieder dirigiere, freut mich sehr.

Da sind wir schon beim Konzertprogramm. Wie sehen Sie die Werkzusammenstellung – im Zentrum mit Cassiopeia eine zeitgenössische Komposition des Griechen Minas Borboudakis, umringt von Stücken von Ernest Guiraud und Hector Berlioz?
Genauso würde ich ein Konzert programmieren. Ich mag diese Kombination von klassischer und zeitgenössischer Musik. Zudem wird mit jedem Stück eine Verbindung direkt zu den Festspielen geschaffen. Ernest Guiraud ist heute vor allem für seine Rezitative zu Bizets Carmen bekannt. Wir zeigen mit der Chasse fantastique, was für ein großer symphonischer Komponist er darüber hinaus war. Zwischen dem Inhalt von Berliozs Symphonie fantastique und Carmen gibt es wiederum thematische Parallelen. Und die Cassiopeia von Minas Borboudakis ist im Zusammenhang mit der Oper To the Lighthouse von Zesses Seglias zu sehen. Diese Verbindungen mag ich. Und wir brauchen die zeitgenössische Musik. Für uns Musiker ist sie ganz wichtig, um die Musik als Kunstform am Leben zu halten. Die Musik wird nicht sterben, solange wir neugierig bleiben.

Ist es das, was Sie auch im Publikum wecken möchten, die Neugier für die Musik?
Auf jeden Fall. Ich als Dirigent suche die Verbindung zum Publikum. Ich möchte die Botschaft und die Emotion der Musik ausdrücken, teilen und vermitteln. Für mich ist dieses Gefühl, dass wir für die Öffentlichkeit spielen, sehr stark. Ich bin davon überzeugt – das mag jetzt sehr einfach klingen – aber für ein Konzert braucht man ein Publikum. Das Publikum ist Teil des Konzeptes. Ohne Publikum kein Konzert. Deshalb springe ich auf die Bühne und versuche mit höchster Konzentration die künstlerische Botschaft dem Publikum weiter zu geben. Das Publikum soll einfach zum Konzert kommen, egal ob vorbereitet oder nicht, und sich gehen lassen. Die Musik genießen, Emotionen zulassen. Und ich möchte dann wissen, ob sie Gänsehaut bekommen haben.

Nächste Woche heißt es Abschiednehmen von Bregenz. Was steht bei Ihnen als nächstes an, und werden wir Sie in Bregenz wieder sehen?
Dann heißt es eine Woche Urlaub. Danach geht es zu den Haydn Festspielen. In der Österreichischen Akademie der Wissenschaften dirigiere ich Die Schöpfung. Und ja, ich komme immer wieder gerne nach Bregenz. Wir, die Bregenzer Festspiele und ich, passen gut zusammen. Ich hoffe, wir sehen uns hier bald wieder.

www.bregenzer-festspiele.com

Samstag, 5. August 17
Konzerterlebnis und Nachwuchsarbeit: "Brass Espagnole" im Bregnzer Festspielhaus
Martin Kerschbaum, Schlagzeuger der Wiener Symphoniker und Dirigent bei Brass Espagnole, erzählt im Wochenpost-Interview, wie er das dritte und mit 100 jungen Musizierenden das bislang größte Blasmusikcamp leitet.
Am 13. August gibt’s ein fulminantes Abschlusskonzert im Festspielhaus.

Schon zum dritten Mal leiten Sie das internationale Blasmusikcamp. Wie gefällt Ihnen die Arbeit mit den Jugendlichen?
Die Workshops finde ich sehr spannend, weil man nie genau weiß, was einen erwartet. Oft bekomme ich von den jungen Musikerinnen und Musikern neue, kreative Inputs in musikalischer Hinsicht.

Obwohl die teilnehmenden Jugendlichen auf einem außergewöhnlich hohen Niveau sind, besteht eine andere Gefahrenlage als bei Erwachsenen. Ein jugendliches Orchester verlangt mehr Führung. Dafür sind Jugendliche meist sehr offen und versuchen Tipps bestmöglich zu realisieren. Im Gegensatz zu Erwachsenen bringen sie weniger Erfahrung mit und sind daher flexibel und unvoreingenommener.

Wie sieht das Programm aus?
Wie jedes Jahr nehmen wir natürlich Bezug auf das Festspielprogramm. Wir spielen unter anderem ein Wagner-Stück und einen Ausschnitt aus Berlioz‘ Symphonie fantastique. Das Repertoire ist international angelegt: Heuer gibt es, inspiriert von Carmen, vor allem sehr viel spanische, aber auch französische und italienische Stücke zu hören.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit den Dozenten der Wiener Symphoniker?
In einzelnen Blasmusikgruppen feilen die Jugendlichen mit zehn Dozenten an ihrer Technik. Die jungen Musikerinnen und Musiker werden von Spezialisten des jeweiligen Instruments betreut, was einen unglaublichen Mehrwert für die Studierenden darstellt. Bei den Orchesterproben geht es um ein perfektes Zusammenspiel. Die Übungsstunden mit den Symphonikern gehen dagegen fachspezifisch ins Detail. Das Camp wird dadurch nicht nur zum Konzerterlebnis, sondern auch zur Möglichkeit für die Jugendlichen, mehr über ihr eigenes Instrument zu lernen.

Wie lange probt das Jugendorchester?
Fünf Probentage sind eingeplant. Für dieses anspruchsvolle Programm ist das äußerst knapp. Aber da geht’s mir jedes Jahr gleich: Ich denke immer, heuer ist es einfach zu schwierig und dann schaffen wir’s doch. Die knappe Probenzeit verstärkt auch den Eifer der Jugendlichen. Wir alle wissen, sobald die Proben losgehen, haben wir keine Minute zu verlieren. Die gemeinsamen Probentage sind sehr intensiv.

Wie viele Musikerinnen und Musiker spielen mit?    
Heuer sind es 100 Jugendliche. Das ist die größte Besetzung, die wir je hatten. Wir geben den Jugendlichen natürlich auch Zeit, um sich gegenseitig kennenzulernen. Dieser persönliche, kreative und musikalische Austausch, der hier stattfindet, ist für junge Leute sehr spannend. Das weiß ich auch aus eigener Erfahrung.

Das technische Niveau der teilnehmenden Musizierenden liegt am oberen Limit. Gibt es Aufnahmekriterien für das Camp?
Wir müssen eigentlich niemanden ablehnen. Die Teilnehmer aus Österreich, Deutschland, Liechtenstein und der Schweiz haben in ihrer bisherigen Ausbildung schon die höchste Qualifikation, das heißt die Leistungsprüfung in Gold oder D3 erreicht. Das ist nötig, um das anspruchsvolle Programm meistern zu können. Auch für erfahrene Orchesterprofis sind die ausgewählten Werke ein hartes Stück.

Haben Sie ein Lieblingsstück im Programm?
Ursprünglich bin ich Schlagzeuger, daher sprechen mich rhythmische Stücke besonders an.  Ein Lieblingsstück habe ich aber nicht. Wenn ich das Programm zusammenstelle, wähle ich prinzipiell nur Kompositionen, die mir gefallen. Wir haben kein Stück, das wir nur spielen, um das Programm aufzufüllen.

Welches ist das schwierigste Stück?
Heuer spielen wir zum ersten Mal ein Solokonzert für Pauke. Das ist ein ganz tolles Stück, aber schwierig zu realisieren, weil wir einen Solisten brauchen und das Zusammenspiel mit dem Orchester heikel werden kann. Auch von der Spielart hebt sich das Stück vom Rest des Programms ab. Aber ich bin sicher, dass wir das gut schaffen.

Sind Sie nächstes Jahr wieder bei den Festspielen dabei?
Als Wiener Symphoniker werde ich sicher dabei sein. Nächstes Jahr gibt’s aber auch ausnahmsweise wieder das Blasmusikcamp, das gewöhnlich nur alle zwei Jahre stattfindet. Wir verlegen das Camp auf das zweite Festspieljahr, weil im Premierenjahr der Seeaufführung ohnehin so viel los ist. Das gibt uns die Chance, uns noch mehr auf die jungen Musizierenden zu konzentrieren. Außerdem soll das Konzert im Festspielprogramm mehr in den Vordergrund rücken und einen noch höheren Stellenwert erreichen.

www.bregenzer-festspiele.com

Freitag, 4. August 17
Les Misérables 2018 in Tecklenburg
Wie die Freilichtspiele Tecklenburg gestern auf Facebook mitteilten, spielen sie im Sommer 2018 das Musical Les Misérables. Der Vorverkauf startet am 15. November 17  (10.00 Uhr).

www.buehne-tecklenburg.de

Freitag, 4. August 17
„Buch und Buchhandel in Zahlen 2017“: Zahlen, Fakten und Analysen zum deutschen Buchmarkt
Neue Ausgabe des BuBiZ seit 3. August erhältlich / Wirtschaftszahlen und Fakten zur deutschen Buchbranche / Zusätzlich: Infografik-Poster mit wichtigsten Daten / Bestellung unter
www.mvb-online.de/bubiz

Die 65. Ausgabe von „Buch und Buchhandel in Zahlen“ (BuBiZ) ist ab sofort verfügbar. Das Zahlen- und Datenkompendium gibt Einblick in die Entwicklungen des deutschen Buchmarktes des Jahres 2016. Ergänzt durch über 100 Tabellen und Diagramme liefert es Details zu Produktion und Vertrieb der Branche und zeigt allgemeine Marktentwicklungen auf. Das BuBiZ ist als gedrucktes Buch und als E-Book im PDF-Format erhältlich.

Auf 156 Seiten gibt „Buch und Buchhandel in Zahlen“ einen fundierten Überblick über die Wirtschaftslage des deutschen Buchmarkts. Neben Umsatzzahlen und aktuellen Entwicklungen enthält es Daten zu Titelproduktion, Lizenzgeschäft und Außenhandel sowie zum E-Book-Markt. Außerdem dokumentiert das Kompendium aktuelle Erkenntnisse über Buchleser und -käufer.

Buch und Buchhandel in Zahlen 2017, Herausgeber: Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V., Frankfurt am Main 2017, 156 Seiten, ISBN Print: 978-3-7657-3304-8, E-Book (PDF): 978-3-7657-3305-5 / Preis: je 39,50 Euro (brutto, zzgl. Versand).

Das Nachschlagewerk erscheint bei der MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH und kann auf deren Website unter www.mvb-online.de/bubiz, per E-Mail an serviceline@mvb-online.de, telefonisch unter + 49 69 1306-550 oder in jeder Buchhandlung bestellt werden. Das E-Book ist online im Buchhandel erhältlich.

Das Poster „Das Meer der Bücher“ liefert in Ergänzung zum BuBiZ die wichtigsten Zahlen als Infografik. Es kann im Format A1 für 4,90 Euro (zzgl. MwSt. und Versand) bestellt oder kostenlos im druckfähigen PDF-Format heruntergeladen werden. Alle gewerblichen Frühbesteller erhalten bis zum 31. August 2017 das Plakat kostenlos beim Kauf von „Buch- und Buchhandel in Zahlen 2017”.

Freitag, 4. August 17
Wiesbadener Juristenband beschließt mit Duncan Galloway Jazz im Hof 2017 
Jedes Jahr im Juni startet Wiesbadens renommierteste Open-Air-Jazzkonzertreihe. Die heimischen Jazzfans durften sich auf einen "heißen" Musik-Sommer im Hof des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst in der Luisenstraße freuen. Der Hof verwandelte sich wieder an allen neun Sonntagen bei bestem Sommerwetter ab 11 Uhr in eine Oase der Jazzmusik. Sonnenschirme, Tische und Bänke, Sektstand und Kuchentheke, Wein und Spundekäs, Bier und Duft vom Grill verbreiteten wie gewohnt vor der großen Bühne mit dem roten Dach eine Atmosphäre, in der Jazzmusik aller Stilrichtungen auf eine begeisterte Zuhörerschaft stieß.

In diesem Jahr fand "Jazz im Hof" an neun Sonntagen vom 4. Juni bis zum 30. Juli statt. Die Veranstalter, der "Förderverein Jazz im Hof e.V.", hatten auch für dieses Jahr ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Der Startschuss fiel am 4. Juni mit der Jazzlegende Bill Ramsey sowie der "BigBand 82". Zum Finale am 30. Juli stand wie bereits zum 26. Mal die "Wiesbadener Juristenband" mit Gaststar Duncan Galloway auf der Bühne. Sie beschlossen das Konzert in bewährter Art und Weise nach der zweiten Zugabe mit dem Schlußakkord von Ice-Cream. Ein begeistertes Publikum feierte "ihre Juristenband".

In der Pause fand die Scheckübergabe an die Clown-Doktoren statt.Bei Jazz im Hof gibt es eine Tradition: dass während der Pausen Spenden für einen karitativen Zweck gesammelt wird. Die unterstützten Projekte wechseln jährlich.
In 2017 haben wieder jeden Sonntag Jutta Kidwai und Gitte Kühle mit ihrer charmanten Art in den Besucherreihen für die „Clown-Doktoren“ Wiesbaden gesammelt. Dabei kamen in diesem Jahr 5.700,- € zusammen. Dies zeigt die Spendenbereitschaft des Wiesbadener Publikums für einen guten Zweck, wofür sich Dieter Hülpüsch vom Förderverein Jazz im Hof beim Publikum sehr herzlich bedankte. Dieter Arlet von der Juristenband schloß sich dem Dank an.

In Vertretung für den Oberbürgermeister Sven Gerich übergab Christoph Manjura - seit diesem Jahr Sozialdezernent der Stadt Wiesbaden - den Scheck an Gianna Matysek alias Dr. Pille-Palle und Dieter Gorzejeska alias Dr. Schienbein von den Clown Doktoren e.V.

Die Clowndoktoren besuchen seit 1994 kranke Kinder in Kliniken im Rhein-Main-Gebiet bei regelmäßigen Humor-Visiten. Die Clowns bringen mit Improvisationen, Puppenspiel, Musik und Pantomime den Kindern regelmäßig an zwei Tagen in der Woche Freude ans Krankenbett. Durch die Einbeziehung der kleinen Patienten in ihre Späße unterstützen und fördern sie die gesunde, spielerische Seite der Kinder, aktivieren deren Selbstheilungskräfte und unterstützen somit die medizinische Therapie durch die Kraft des Humors. Sie sind auch bei Eltern und Pflegepersonal sehr beliebt.

Dank an alle Beteiligten
Die Veranstaltungsreihe "Jazz im Hof "wird gefördert durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Dieter Hülpüsch vom Förderverein bedanke sich bei Herrn Staatsminister Boris Rhein für seine Unterstützung, nur mit dieser Förderung und der Bereitschaft, die Veranstaltung im Hof stattfinden zu lassen, hat sich Jazz im Hof zu einer international bekannten und angesehenen Veranstaltung entwickeln können.

Der Dank gilt auch allen weiteren Unterstützern der Konzertreihe, stellvertretend hierfür steht die Wiesbadener Volksbank, die es durch Ihre großzügige Unterstützung ermöglichte, Bill Ramsey in den Hof zu holen. Weitere Unterstützer sind Lotto Hessen, das Reisebüro Hartmann, ESWE-Verkehr, Piano Porth, Blumen Bleker, das Hotel Oranien, Gerüstbau Ebert, künstlerhaus43 und die Medienpartner Proudy und Voila.

Ganz besonders unterstützt wird die Veranstaltung durch das Team um Benny Günther. Er und sein großes Team sorgen für den wöchentlichen Umbau des Parkplatzes zum Veranstaltungsraum und betreiben mit seinem Partyservice alle Essens- und Getränkestände. Hierfür ganz herzlichen Dank.

Weitere Akteure, auf deren Unterstützung Jazz im Hof bauen kann sind allen voran Klaus Riehl und Norbert Kaiser, von Anfang an die ersten und wichtigsten Kontakte zum Publikum. Desweiteren gehören schon lange Jörg See und sein Team für die Akustik des Hofes und Heike Hennings für die Betreuung des Nachwuchses dazu. Von Anfang an dabei ist auch Dieter Nentwig, Konzertagent und verantwortlich für die Organisation mit den Bands und Guter Geist, der "hinter den Kulissen" wirkt.

www.jazz-im-hof.de

Freitag, 4. August 17
Das große Open- Air-Wochenende im Kurpark Wiesbaden steht bevor: 4. - 6.8.2017
Den Anfang macht die Kubanische Nacht mit zwei Mitgliedern des legendären Buena Vista Social Clubs, Eliades Ochoa & Roberto Fonseca. Am Sonntag beschließt „Einer von 80 Millionen“, Max Giesinger mit seiner Band, das Wochenende. Am Samstagabend fängt der US-Superstar Curtis Stigers– Songwriter, Saxophonist, Entertainer, aber in erster Linie Sänger – zusammen mit der SWR Big Band Frank Sinatras besondere Alchemie aus Hipness, Eleganz, Verspieltheit und Einfühlsamkeit ein, die seine Interpretationen von Songs wie „Fly Me To The Moon“ oder „I've Got You Under My Skin“ unsterblich machten.

5.8. Samstag, 19.00 Uhr, Kurpark Wiesbaden
Curtis Stigers & SWR Big Band: „One More For The Road“

Curtis Stigers vocals & saxophone
SWR Big Band

Ein Sänger mit unverkennbarer Stimme
Curtis Stigers – Songwriter, Saxophonist, Entertainer, aber in erster Linie Sänger – ist so etwas wie eine vom Aussterben bedrohte Spezies in der Musikindustrie: Er nimmt nur die Musik auf, die er selbst liebt, führt seit über 20 Jahren eine erfolgreiche Karriere und bewegt sich dabei behände zwischen den Polen Jazz und Pop, nimmt das Beste aus den Stilen, gibt seinen speziellen Charme dazu und schafft immer wieder etwas vollkommen Neues. „Als ich meine ersten Jazzplatten aufnahm und darauf auch Songs von Elvis Costello und den Kinks interpretierte, reagierten die Leute geschockt. Heute scheint das aber fast schon en vogue zu sein. Ich glaube ich war einer derer, die in dieser Hinsicht für andere Jazzsänger den Weg bereitet haben.“ Zusammen mit der SWR Big Band fängt der US-Superstar Frank Sinatras besondere Alchemie aus Hipness, Eleganz, Verspieltheit und Einfühlsamkeit ein, die seine Interpretationen von Songs wie „Fly Me To The Moon“ oder „I've Got You Under My Skin“ unsterblich machten – veredelt von Stigers warmer, rauchiger Stimme und der fulminant swingenden SWR Big Band.

Noch Karten zu 25,- € zzgl. Systemgebühr von 1,30 € pro Karte

Karten unter 06723 / 60 21 70 oder www.rheingau-musik-festival.de

4.8. Freitag, 19.00 Uhr, Kurpark Wiesbaden
Eliades Ochoa & Roberto Fonseca: „Kubanische Nacht“
Roberto Fonseca: ABUC
Eliades Ochoa & Quarteto Patria
Diese Veranstaltung ist ausverkauft

6.8. Sonntag, 19.00 Uhr, Kurpark Wiesbaden
Max Giesinger & Band
Diese Veranstaltung ist ausverkauft

Donnerstag, 3. August 17
Buchblog-Award: Börsenverein und NetGalley suchen den besten Buchblog #bubla17
Einreichungen bis 30. August 2017 / Sonderpreis für Videoblogs, Instagram-Accounts und Podcasts / Preisverleihung auf der Frankfurter Buchmesse am 13. Oktober

NetGalley Deutschland und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels suchen den besten deutschsprachigen Buchblog. Mit dem Buchblog-Award, der ersten genreübergreifenden Auszeichnung für Buchblogs im deutschsprachigen Raum, starten sie einen Wettbewerb für Blogs, die aktiven Einfluss auf das öffentliche Gespräch über Bücher nehmen und ihre Zielgruppen charakteristisch ansprechen. Instagram-Accounts, Videoblogs und Podcasts können einen Sonderpreis gewinnen. Die Preisverleihung findet auf der Frankfurter Buchmesse 2017 statt. Bis zum 30. August kann jeder unter www.buchblog-award.de seinen eigenen Blog für die Longlist vorschlagen.

„Seit fast 10 Jahren unterstützt NetGalley weltweit BloggerInnen in ihrer Zusammenarbeit mit den Verlagen. Unseren Wunsch, das herausragende Engagement der deutschsprachigen BuchbloggerInnen aktiv und öffentlich zu honorieren, setzen wir mit dem Buchblog-Award in die Tat um“, sagt die Projektmanagerin des Buchblog-Awards, Karina Elm von NetGalley Deutschland.

„Die Vielfalt und Lebendigkeit des deutschen Buchmarkts wird im Internet besonders sichtbar: Hunderte Buchblogs allein in Deutschland besprechen Bücher von Bestsellern über Indie-Titel bis hin zu Klassikern. Das zeigt die feste Verankerung des Buches in unserer Gesellschaft. Blogs übernehmen dabei eine wichtige Funktion im Literaturbetrieb: Gespräche über Literatur und ihre Inhalte zu befördern. Mit dem Buchblog-Award wollen wir auf das breite Spektrum der Literaturblog-Landschaft aufmerksam machen“, sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins.

Zwischen dem 1. und 11. September können alle Interessierten öffentlich über ihre Favoriten abstimmen. Aus den jeweils sieben Shortlist-Kandidaten wählt eine Jury den besten Buchblog sowie den Gewinner des Sonderpreises. Ausgezeichnet werden ausschließlich deutschsprachige Blogs und Accounts, die sich hauptsächlich mit Literatur befassen und mindestens 15 Beiträge zwischen Januar und Juli 2017 veröffentlicht haben. Der letzte Beitrag darf zur Zeit des Einreichungsstarts nicht älter als ein Monat sein. Das Mindestalter zur Teilnahme beträgt 16 Jahre.

Die unabhängige Jury setzt sich zusammen aus Felicitas von Lovenberg (Verlegerin, Piper Verlag), Sarah Reul (Buchhändlerin und Bloggerin, Buchladen am Freiheitsplatz, Hanau / pinkfisch.net), Dirk von Gehlen (Leiter Social Media / Innovation, Süddeutsche Zeitung), Elisabeth Rank (Redakteurin und Autorin) und Frank Krings (PR-Manager, Frankfurter Buchmesse).

Den Siegerinnen und Siegern winkt je eine Übernachtung im Literaturhotel Wedina in Hamburg inkl. Fahrtkosten und jeweils ein Bücherscheck über 100 Euro. Außerdem können sie bei den Buchpreisbloggern zum Deutschen Buchpreis 2018 teilnehmen.

Der Preis für den besten deutschsprachigen Buchblog und den besten Podcast, Videoblog oder Instagram-Account zum Thema Bücher wird während der Frankfurter Buchmesse am 13. Oktober 2017, 12 Uhr im Forum Börsenverein, Halle 3.1 H65, verliehen.

Die Initiatoren
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist die Interessenvertretung der deutschen Buchbranche gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit. Er wurde 1825 gegründet und vertritt rund 5.000 Buchhandlungen, Verlage, Zwischenbuchhändler und andere Medienunternehmen. Er veranstaltet die Frankfurter Buchmesse, vergibt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels sowie den Deutschen Buchpreis, engagiert sich in der Leseförderung und für die Freiheit des Wortes.

NetGalley ist eine Online-Plattform und ein Netzwerk für Buchverlage und professionelle Leser. NetGalley ermöglicht Rezensenten, Bloggern, Journalisten, Buchhändlern, Bibliothekaren und Lehrenden kostenlosen Zugang zu digitalen Lese- und Rezensionsexemplaren und unterstützt Verlage beim Bekanntmachen neuer und noch unveröffentlichter Titel.

www.buchblog-award.de

Donnerstag, 3. August 17
Bregenzer Festspiel-Zwischenbilanz: Zur Halbzeit 100.000 "Carmen"-Besucher erwartet
Gute Karten: Zwei Wochen nach Start ziehen die Bregenzer Festspiele zufrieden Zwischenbilanz der bis 20. August laufenden Saison. Das ausverkaufte Spiel auf dem See lockte bislang rund 75.000 Zuschauer nach Vorarlberg, alle bisherigen elf Vorstellungen konnten unter freiem Himmel gespielt werden.

Mit der 14. Carmen-Aufführung am 71. Festival-Geburtstag diesen Freitag, könnten zur Seebühnen-Halbzeit mehr als 100.000 Besucher die Oper von Georges Bizet gesehen haben (inkl. Generalprobe). Die Inszenierung von Kasper Holten im Bühnenbild von Es Devlin, mit den beiden Riesenhänden und 59 überdimensionalen Spielkarten, steht an insgesamt 28 Abenden auf dem Spielplan des Sommerfestivals, alle der nahezu 200.000 aufgelegten Tickets sind verkauft.

26 Carmen-Termine 2018
Insgesamt umfasst die Saison 2017 rund 217.000 Tickets. Der Vorverkauf für die Carmen-Wiederaufnahme im nächstjährigen Sommer startet am 20. August abends. Für die vom 18. Juli bis 19. August dauernde Saison 2018 sind derzeit 26 Termine des Spiels auf dem See fixiert.

Drittes Orchesterkonzert: Mazzola dirigiert anstatt Carydis
Bereits am Montagabend ging die letzte von drei Moses in Ägypten-Aufführungen über die Bühne des Festspielhauses. Die Oper von Gioachino Rossini in der Inszenierung von Lotte de Beer sahen rund 4.600 Besucher bei einer Auslastung von 100 Prozent. Dirigent Enrique Mazzola wechselt derweil kurzfristig vom Orchestergraben aufs Konzertpodium: Anstelle des erkrankten Constantinos Carydis dirigiert der in Spanien geborene Italiener das dritte Orchesterkonzert der Wiener Symphoniker am 7. August. Auf dem Programm stehen Ernest Guirauds Chasse fantastique und Hector Berlioz' Symphonie fantastique sowie Minas Borboudakis' Cassiopeia für Schlagzeug und Streicher.

Ebenfalls letztmals gespielt in der diesjährigen Festivalsaison wurden jeweils zwei Aufführungen von Der Ring in 90 Minuten auf der Werkstattbühne und The Situation im Kornmarkt-Theater mit 714 und 930 Besuchern bei einer Auslastung von 100 und 87 Prozent.

Zweite Halbzeit: Eine Uraufführung, eine Mozart-Oper und Konzert-Ereignisse
Mit der Uraufführung von To the Lighthouse auf der Werkstattbühne und Die Hochzeit des Figaro im Rahmen des Opernstudios am Kornmarkt-Theater stehen zwei Musiktheater-Produktionen zum Festspielfinale in der letzten Saisonwoche auf dem Programm.

Außerdem lädt Brass Espagnole unter der musikalischen Leitung von Martin Kerschbaum am 13. August zur Blasorchestermatinee in den Großen Saal des Festspielhauses und OPUS XXI am 11. August ins Seestudio, wo junge Komponistinnen und Komponisten die Ergebnisse ihrer Sommerakademie unter der Leitung von Miroslav Srnka präsentieren. Tickets sind verfügbar.

Musik & Poesie: Zwei Mal Measha Brueggergosman
Musik & Poesie steht in der zweiten Festspielhälfte noch zwei Mal am Programm, jeweils unter der Beteiligung der kanadischen Sopranistin Measha Brueggergosman. Am letzten Festspieltag spielt das Symphonieorchester Vorarlberg seine traditionelle Matinee im Festspielhaus unter der Leitung von Gérard Korsten. Tickets sind verfügbar.

Die Bregenzer Festspiele 2017 finden von 19. Juli bis 20. August statt, Tickets und Infos unter 0043 5574 4076 und www.bregenzerfestspiele.com.

Donnerstag, 3. August 17
„ttt" von den Salzburger Festspielen
„ttt - titel thesen temperamente" (BR) kommt am Sonntag, 6. August 2017, um 23:35 Uhr im Ersten und berichtet über die Salzburger Festspiele 2017.

Vieles ist in diesem Jahr neu bei den Salzburger Festspielen. In seinem ersten Jahr als Intendant hat der Künstler und Pianist Markus Hinterhäuser einen klaren Anspruch formuliert: Kunst hat immer auch die Aufgabe, die Welt zu reflektieren. Folgerichtig lautet das Thema der Festspiele „Strategien der Macht".

Hinterhäuser hat für viele Neuinszenierungen alte Freunde, auch aus der bildenden Kunst, verpflichtet. Die iranisch-amerikanische Filmemacherin und Künstlerin Shirin Neshat führt erstmals Opernregie: Guiseppe Verdis „Aida", in den Hauptrollen Anna Netrebko und Francesco Meli, am Dirigentenpult Riccardo Muti.

William Kentridge zeigt eine Ausstellung im Museum am Mönchsberg und führt Regie bei Alban Bergs „Wozzeck". Auch eine Mozart-Oper darf in Salzburg nicht fehlen. Teodor Currentzis hat seinen Chor MusicAeterna aus Perm mitgebracht und gemeinsam mit Regisseur Peter Sellars ein Konzept entwickelt, das Mozarts Werk „La Clemenza di Tito" um den Herrscher Titus in einen aktuellen Kontext rückt und zu einem überwältigenden Appell für Menschlichkeit und Milde in Zeiten des Terrors macht. Dass es Hinterhäuser gelungen ist, Currentzis und sein Ensemble nach Salzburg zu locken, ist als künstlerischer Coup zu werten. Bis zu zwölf Stunden Proben am Tag sind für die Musiker keine Ausnahme. Wie außergewöhnlich der Anspruch und die musikalische Botschaft von Teodor Currentzis sind, zeigt „ttt" in einem Porträt des Dirigenten. Natürlich wird in der Sendung auch der neue Jedermann besprochen, mit Tobias Moretti in der Titelrolle und Stefanie Reinsperger als vitaler, lebensnaher Buhlschaft an seiner Seite.

Max Moor mischt sich in der Festspielgasse unter das Publikum der „Lady Macbeth"-Premiere. Und Mariss Jansons zeigt bei seinem Opern-Debüt in Salzburg einmal mehr, dass er Schostakowitsch dirigieren kann wie kein anderer.

Regisseur Andreas Kriegenburg entblößt mit seiner klugen Inszenierung die Absurdität dieses Dramas um unerfüllte Sehnsüchte und den Kampf zwischen Mann und Frau. Soviel lässt sich auf jeden Fall jetzt schon sagen: Salzburg ist in diesem Jahr ein Festival der starken Frauen und der leisen Männer und löst seinen Anspruch, unterschiedliche Spielarten der Macht zu deklinieren, auf jeden Fall ein.

Moderation: Max Moor, Redaktion: Sylvia Griss (BR)

www.DasErste.de/ttt 

Donnerstag, 3. August 17
Rheingau Musik Festival Fokus: Anna Lucia Richter
Anna Lucia Richter setzt ihre Residence beim Rheingau Musik Festival am kommenden Wochenende mit zwei Veranstaltungen fort. Beim „Rendezvous mit ... Anna Lucia Richter“ kann man einen Blick hinter die Musikerpersönlichkeit werfen (5.8., 19 Uhr, Kelterhalle des Rheingau Musik Festivals), beim Konzert am 6.8. in der Kirche St. Jakobus in Rüdesheim gestaltet sie gemeinsam mit musikalischen Freunden und Wegbegleitern eine andächtige Hausmusik im Wohnzimmer Johann Sebastian Bachs.

5.8. Samstag, 19.00 Uhr, Kelterhalle des Rheingau Musik Festivals, Oestrich
Fokus: Anna Lucia Richter ~ Rendezvous mit ... Anna Lucia Richter  Anna Lucia Richter im Gespräch mit Katharina Eickhoff


Ein Blick hinter die Musikerpersönlichkeit
Was Anna Lucia Richter auch singt, ob Oper, Kunstlied oder geistliche Musik – wir haben keinerlei Zweifel, dass dieser in Basel und Köln ausgebildeten Sopranistin die Zukunft gehört. Sie singt in den renommiertesten Häusern und gewann zahlreiche internationale Preise, darunter den prestigereichen Borletti-Buitoni Trust Award im Februar 2016. Als erste Sängerin überhaupt haben wir sie in diesem Jahr zur Fokus-Künstlerin gekürt: Mit ihren musikalischen Freunden gestaltet Anna Lucia Richter einen Bach-Abend, mit dem Pianisten Michael Gees widmet sie sich Schuberts Liedern. Außerdem singt sie die Sopran-Partie in Mendelssohns „Lobgesang“ mit dem MDR Rundfunkchor und dem Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin. Doch ein wahrhaft rundes Bild dieser facettenreichen Künstlerin entsteht erst im Austausch über ihre reiche Gedankenwelt und ihre musikalische Herangehensweise: Es verspricht ein spannendes Gespräch zu werden, wenn die Musikjournalistin Katharina Eickhoff auf Anna Lucia Richter trifft.
Karten zu: 18,00 € zzgl. Systemgebühr von 1,30 € pro Karte

6.8. Sonntag, 19.00 Uhr, St. Jakobus, Rüdesheim
Fokus Anna Lucia Richter ~ Anna Lucia Richter & Friends: Ein Abend mit Johann Sebastian Bach


Anna Lucia Richter Sopran
Georg Nigl Bariton
Christine Busch Violine
Hille Perl Gambe
Jeremy Joseph Cembalo

Bach – ganz nah und intensiv
Künstlerische Vielseitigkeit ist es immer wert, genau unter die Lupe genommen zu werden. Deshalb ist es keine Frage, dass wir dieser jungen Sängerin unser besonderes Ohrenmerk widmen: Anna Lucia Richter mag es gerne, sich auszuprobieren. Das ist auch gut so, denn alles, was sie macht, besticht durch beeindruckende Intensität, Kreativität und Stilsicherheit. Für uns ist sie gemeinsam mit Freunden auf musikalischem Besuch in Leipzig und gestaltet eine andächtige Hausmusik im Wohnzimmer Johann Sebastian Bachs. Mit den innigen wie farbenfrohen Stücken aus Schemellis Gesangbuch und mit Kleinodien aus dem Klavierbüchlein für Anna Magdalena Bach kommen Anna Lucia Richter & Friends dem großen Barockmeister ganz nah.

Johann Sebastian Bach (1685 –1750)
Präludium D-Dur BWV 936
„Der Friede sei mit dir“ Geistliche Kantate (3. Ostertag) BWV 158
I. Rezitativ Bass: „Der Friede sei mit dir“
II. Arie Bass und Choral Sopran: „Welt, ade, ich bin dein müde“
III. Rezitativ und Arioso Bass: „Nun, Herr, regiere meinen Sinn“
IV. Choral: „Hier ist das rechte Osterlamm“
„Vergiss mein nicht“ Geistliches Lied BWV 505 aus dem Schemelli Gesangbuch, Nr. 627 (44. von 69 Liedern)
„Vergiss mein nicht“ Geistliches Lied BWV 504 aus dem Schemelli Gesangbuch, Nr. 475 (36. von 69 Liedern)
„Ich habe genug“ Geistliche Kantate (Mariae Reinigung) BWV 82 aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach, Nr. 34
II. Rezitativ Sopran: „Ich habe genug“
III. Arie Sopran: „Schlummert ein, ihr matten Augen“

Karten zu: 35,- / 25,- € zzgl. Systemgebühr von 1,30 € pro Karte
Karten unter 06723 / 60 21 70 oder https://www.rheingau-musik-festival.de

Mittwoch, 2. August 17
Neues Album von Jonas Kaufmann: „L’Opéra“ erscheint am 15. September
Tenorstar Jonas Kaufmann veröffentlicht am 15. September bei Sony Classical sein neues Album „L’Opéra“ mit Arien aus französischen Opern des 19. Jahrhunderts. Der ECHO Klassik Gewinner 2017 singt Arien u.a. von Bizet, Meyerbeer, Massenet, Gounod und Offenbach, begleitet vom Bayerischen Staatsorchester unter Bertrand de Billy.

Jonas Kaufmann ist nicht nur der gefragteste Tenor unserer Zeit, sondern auch einer der vielseitigsten. Gerade wurde er für sein Album „Dolce Vita“, mit italienischen Evergreens, mit dem ECHO Klassik als „Bestseller des Jahres“ ausgezeichnet. Nach erfolgreichen Einspielungen mit beiden Gesangspartien in Mahlers Lied von der Erde und mit Arien von Puccini, steht auf seinem neuen Album „L’Opéra“ das französische Repertoire des 19. Jahrhunderts im Mittelpunkt.

„Das französische Opernrepertoire liegt mir sehr am Herzen“, sagt Kaufmann. „Diese faszinierende Musik spiegelt eine einzigartige Epoche in der europäischen Kultur wider.“ Was Jonas Kaufmann hören lässt, ist das musikalische Erbe einer Zeit, in der das von Stadtplaner Georges-Eugène Haussmann neu geschaffene Paris im 19. Jahrhundert das Zentrum der modernen Welt wurde. Die Pariser Opernhäuser waren der Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens, in denen das Publikum unvergleichliche Spektakel erleben konnte.
Jonas Kaufmann singt Arien aus Carmen, Romeo et Juliette, Werther, La damnation de Faust, L’Africaine, El Cid, La Juive u.a.
Außerdem sind mit den Partnern Ludovic Tézier und Sonya Yoncheva Duette aus Les Pecheurs de Perles und Manon zu hören.
Das Bayerische Staatsorchester begleitet unter dem in diesem Repertoire besonders erfahrenen Bertrand de Billy.

Kommende Termine von Konas Kaufmann in Deutschland:
29.11.17 München, Bayerische Staatsoper (Andrea Chenier)
02.12.17 München, Bayerische Staatsoper (Andrea Chenier)
05.12.17 München, Bayerische Staatsoper (Andrea Chenier)
08.12.17 München, Bayerische Staatsoper (Andrea Chenier)
02.02.18 Baden-Baden, Festspielhaus (Konzert mit Diana Damrau)
04.02.18 München, Philharmonie (Konzert mit Diana Damrau)
06.02.18 Berlin, Philharmonie (Konzert mit Diana Damrau)
08.02.18 Hamburg, Elbphilharmonie (Konzert mit Diana Damrau)
10.02.18 Frankfurt, Alte Oper (Konzert mit Diana Damrau)
18.02.18 Essen, Philharmonie Essen (Konzert mit Diana Damrau)

www.sonyclassical.de

Mittwoch, 2. August 17
Vor dem vierten und letzten Akt: Positive Zwischenbilanz bei den Burgfestspielen in Bad Vilbel
„Wir sind auf Kurs.“ 90.000 verkaufte Karten meldete Claus-Günther Kunzmann, Intendant der Burgfestspiele Bad Vilbel, nach drei Vierteln der gut vier Monate langen Spielzeit in Hessens besucherstärkster Freilichtbühne.


Wasserburg Bad Vilbel
© Eugen Sommer

Seit 2010 haben die Burgfestspiele in jedem Jahr einen neuen Besucherrekord erzielt, zuletzt 103.000 Zuschauer in der Spielzeit 2015 und 107.000 im Jahr 2016. Kunzmann erwartet, dass die Burgfestspiele auch in dieser Saison wieder die 100.000er-Marke knacken werden.
Insgesamt elf eigene Inszenierungen – und damit mehr als in jedem anderen deutschen Freilichttheater – stehen in diesem Jahr auf dem Spielplan: Kunzmann lobte insbesondere die „herausragenden Schauspielinszenierungen“: Der Klassiker ‚Diener zweier Herren’ von Carlo Goldoni sowie die Stücke nach Filmen ‚Wie im Himmel’ und ‚Ziemlich beste Freunde’ sind bisher zu durchschnittlich 90 Prozent ausverkauft.

„Sommerzeit ist Theaterzeit“ Auch das anspruchsvolle Musical „Sunset Boulevard“ laufe sehr gut und die fetzige 60er-Jahre-Revue „Summer in the City“ ziehe ebenfalls die Zuschauer an.

Das Theater für Kinder, das vor allem von Schulen, Kita-Gruppen und von Familien besucht werde, habe einen leichten Rückgang zu verzeichnen: Die Kritiken für ‚Die Hochzeit des Figaro’, ‚Jim Knopf und die Wilde 13’ und ‚Tintenherz’ seien überaus positiv, doch der frühe Ferienbeginn habe zwei Wochen Vorstellungszeit „geraubt“.

Im Theaterkeller, dem Kleinod der Burg mit 87 Plätzen, werden traditionell besondere Inszenierungen gezeigt. Mit 3000 Zuschauern wurde hier zur „Dreiviertelzeit“ eine ähnliche Auslastung erreicht wie im letzten Jahr.

Bürgermeister Thomas Stöhr lobte „das gute Programm und die guten Zahlen“ sowie „das gut eingespielte Team, das Großartiges auch hinter
den Kulissen leistet“.

Neu: Audiosystem zur Hörunterstützung, Haltebügel – und Taschenkontrollen für mehr Sicherheit
Großen Zuschauerzuspruch bekommt das Audiosystem zur Hörunterstützung, das die Burgfestspiele seit dieser Spielzeit für Schwerhörige anbietet: Wer die kostenlose App MobileConnect von Sennheiser Streaming Technologies auf sein Smartphone herunterlädt, kann dieses mit dem WLAN der Burgfestspiele verbinden und so das Smartphone mit Kopfhörern als Hörgerät nutzen. Die neuen Haltebügel an den Tribünen unterstützen Gehbehinderte, jeden Platz auf der Tribüne zu erreichen. Dem Sicherheitsbedürfnis vieler Besucher kommen die neu eingeführten Taschenkontrollen entgegen.
Gut angekommen seien auch die auf 12.00 Uhr verschobenen Sonntagsvorstellungen sowie die vorgezogenen Öffnungszeiten der Gastronomie: Viele Zuschauer würden am Sonntag vor der Vorstellung im Theater frühstücken beziehungsweise den Abend mit einem Wein und einem leckeren Imbiss einleiten.

Erfreut zeigte sich Kunzmann sich über die Umfrage des Kulturfonds Frankfurt RheinMain unter dem Motto „Was Sie dem Intendanten
schon immer sagen wollten“. Obwohl hier anonyme Kommentare möglich seien, gebe es fast ausschließlich positive Resonanz.

Burgfestspiele Bad Vilbel: Drei Rekorde und das Angebot eines kleinen Stadttheaters
Die Burgfestspiele Bad Vilbel bestreiten die längste Spielzeit aller deutschen Sommerfestspiele. An 125 Tagen von Anfang Mai bis Anfang September finden hier rund 220 Vorstellungen statt; zusätzlich gastiert „die Burg“ in anderen Festspielorten. Die beiden Spielstätten bieten 731 und 87 Plätze. Mit mehr als 100.000 Besuchern pro Jahr (2016: 114.000) sind die Burgfestspiele trotz dieses vergleichsweise kleinen Platzangebotes das besucherstärkste Festspieltheater Hessens. Insgesamt elf eigene Inszenierungen – und damit mehr als in jedem anderen deutsche Sommertheater – stehen in diesem Jahr auf dem Spielplan: Von Komödie über Musical bis zu sehr ernsten Themen sowie Kinder- und Jugendtheater alles dabei.

www.kultur-bad-vilbel.de/burgfestspiele/aktuelles/ 

Mittwoch, 2. August 17
Theater am Kurfürstendamm Berlin: Jürgen Wölffer inszeniert Franz Werfels „Jacobowsky und der Oberst“
Roadtrip mit Michael von Au, Marcus Ganser und Walter Plathe


Jacobowsky und der Oberst
Theater am Kurfürstendamm Berlin
Schicksalsgefährten: Der polnische Oberst Stjerbinsky (Michael von Au, li.), dessen Diener Szabuniewicz (Walter Plathe, re.) sowie dessen Landsmann Jacobowsky (Marcus Ganser, Mitte)
Foto: Oliver Fantitsch.

Ab dem 10. September zeigt das Theater am Kurfürstendamm Franz Werfels „Jacobowsky und der Oberst“.  Jürgen Wölffer inszeniert das Stück, das in Frankreich im Jahr 1940 spielt und findet: „Es ist der Beweis, dass der Kampf ums Überleben die besten Komödien schreibt.“
Im Zentrum des stehen der polnische Oberst Stjerbinsky, gespielt von Michael von Au, sowie sein jüdischer Landsmann, der Bankier Jakobowsky, gespielt von Marcus Ganser. Beide müssen vor den Nazis aus Frankreich fliehen: auf der einen Seite der polternde Militärheld, der Juden nicht ausstehen kann, auf der anderen Seite der gewiefte Jacobowksy – eine ungewöhnliche Schicksalsgemeinschaft. Ebenfalls auf der Bühne steht Walter Plathe. Er spielt den Diener des Obersts und gibt den allwissenden Erzähler.
Ebenfalls zum Ensemble gehören: Ann-Cathrin Sudhoff, Herma Koehn, Marek Gierszal, Nina Juraga und Jürgen Thormann.
Der Stoff, der 1958 mit Danny Kaye und Curd Jürgens verfilmt wurde, schafft den Spagat, trotz der dramatischen Ereignisse des Krieges, den überaus komischen Roadtrip zweier völlig gegensätzlicher Charaktere in den Mittelpunkt zu stellen.
Werfels Stück, das zwischen 1941 und 1942 entstand, hat autobiographische Züge. Der Autor, der jüdischer Herkunft war, ging unter den Nationalsozialisten ins Exil: zuerst nach Paris, dann nach Südfrankreich. Er fand Zuflucht in Lourdes, wo er den polnischen Bankier Jakobowicz kennenlernte, dessen Geschichte ebenfalls in sein Theaterstück einfloss.
Gemeinsam mit seiner Frau Alma Mahler-Werfel sowie einigen Freunden, zu denen auch Heinrich, Golo und Nelly Mann zählten, überquerte Franz Werfel zu Fuß die Pyrenäen und floh mit ihnen nach Spanien. Kurz darauf emigrierte er in die USA und wurde 1941 US-amerikanischer Staatsbürger.

Jacobowsky und der Oberst
Premiere am 10. September 2017
bis 15. Oktober 2017
Theater am Kurfürstendamm
Karten ab 13 €
Karten 030/88 59 11 88
und unter www.komoedie-berlin.de 

Dienstag, 1. August 17
Philippe Jordan ab 2020 Musikdirektor der Wiener Staatsoper
Philippe Jordan wurde als Musikdirektor der Wiener Staatsoper ab 1. September 2020 verpflichtet. Das gab der designierte Direktor Bogdan Rošcic am Montag, 31. Juli 2017, bekannt.


Philippe Jordan ab 2020 Musikdirektor der Wiener Staatsoper
© Johannes Ifkovits

(ots) - Neben der Leitung von Neuproduktionen und Repertoire-Vorstellungen wird Jordan als Mitglied der Direktion den gesamten musikalischen Bereich des Hauses leiten und strukturell mitgestalten. Philippe Jordan, geboren 1974 in Zürich, ist Musikdirektor an der Opéra national de Paris und Chefdirigent der Wiener Symphoniker. Seine Laufbahn begann er mit 20 Jahren als Kapellmeister am Stadttheater Ulm. 1998 wechselte er als Assistent Daniel Barenboims und Kapellmeister an die Berliner Lindenoper, 2001 bis 2004 war er Chefdirigent der Oper Graz. 2006 bis 2010 kehrte Philippe Jordan als Principal Guest Conductor an die Staatsoper unter den Linden nach Berlin zurück. Ab 2009 übernahm er die musikalische Leitung der Pariser Oper sowie 2014 den Chefposten bei den Wiener Symphonikern. Zusätzlich zu seinen leitenden Positionen gastierte Philippe Jordan an allen großen Opernhäusern und Festivals der Welt: Metropolitan Opera New York, Royal Opera House London, Teatro alla Scala Mailand, Bayerische Staatsoper München, Opernhaus Zürich, Festspielhaus Baden-Baden, Bayreuther Festspiele, Salzburger Festspiele, Festival d?Aix-en-Provence, Glyndebourne Festival u.a.m. Als Konzertdirigent arbeitete er u. a. mit den Wiener Philharmonikern, den Berliner Philharmonikern, der Staatskapelle Berlin, dem Orchestre philharmonique de Radio France, dem Philharmonia Orchestra London, dem Orchestra dell?Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Chamber Orchestra of Europe, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Gustav Mahler Jugendorchester, dem Radio-Symphonieorchester Wien und dem Mozarteumorchester Salzburg zusammen. In Nordamerika dirigierte er bisher neben vielen anderen die Sinfonieorchester von Chicago, Cleveland, Philadelphia, New York, San Francisco, Los Angeles, Washington.

Bogdan Rošcic zur Ernennung von Philippe Jordan
"Ich freue mich sehr über die Bereitschaft von Philippe Jordan, ab 2020 mit mir die Wiener Staatsoper zu gestalten. Höchste musikalische Qualität wird von der Staatsoper wie vielleicht von keinem anderen Haus erwartet. Für deren Verwirklichung in der Realität des Repertoire-Betriebs sind der volle Einsatz und die umfassende Präsenz eines Musikdirektors wichtig. Philippe Jordan zählt heute zu den wenigen bedeutenden Dirigenten, die sich vom Beginn ihres künstlerischen Weges an der Oper zugewandt und noch bewusst den klassischen Weg des Kapellmeisters beschritten haben. Damit steht er in der Tradition der bedeutendsten Musiker, die dieses Haus geprägt haben. Das Wissen und die Erfahrung aus diesem Werdegang werden dem Haus entscheidend zugutekommen. Darüber hinaus gehört er zu jenen Dirigenten, für die Liebe zum Theater gleichbedeutend neben der Musik steht. Philippe Jordans Interesse und Leidenschaft für die Bühne ist eine wesentliche Grundlage für die Einheit von Musik und Theater, die ein großes Opernhaus erreichen muss. Seine Verbindung zu Österreich und Wien ist eine über viele Jahre natürlich gewachsene, beginnend mit seinen frühen Dirigaten an der Wiener Staatsoper, über seine Tätigkeit als Chefdirigent der Oper Graz und nun als gefeierter Chefdirigent der Wiener Symphoniker. Er hat bei den Festspielen in Salzburg und Bregenz gewirkt, und daher gibt es eine natürliche Beziehung zum Publikum, ein hohes Traditionsbewusstsein und eine ganz enge Beziehung zum Klang des Staatsopernorchesters. Was der Dirigent Jordan zu leisten imstande ist, kann man an der beeindruckenden Entwicklung der Pariser Oper in den letzten Jahren ablesen. Was mir aber ebenso wichtig ist, ist seine Bereitschaft, mein Partner bei der Arbeit am gesamten musikalischen Bereich der Wiener Staatsoper zu sein."

Philippe Jordan zu seiner Ernennung als Musikdirektor
"Für jeden dem Musiktheater verbundenen Musiker ist das Haus am Ring mit seiner unvergleichlichen Tradition und vor allem seinem einzigartigen Orchester eine der spannendsten Aufgaben und auch Herausforderungen, die ihm die Opernwelt bieten kann. Es war vor allem das engagierte Programm sowie die Persönlichkeit von Bogdan Ro??i?, die mich nach intensiven Gesprächen und Überlegungen schließlich bewogen haben, vor allem die enormen Möglichkeiten zu sehen und die Aufgabe mit großer Freude zu übernehmen. Für mich wird diese Tätigkeit nicht erst ab der Spielzeit 2020/21 das Zentrum meiner Arbeit bilden, sondern ich werde ab dem heutigen Tag in engster Zusammenarbeit mit der designierten Direktion die Zukunft des Hauses vorbereiten. Unser Hauptanliegen muss das Bemühen um größtmögliche Qualität sein, um den Ansprüchen dieses einzigartigen Hauses gerecht zu werden. Meine Rolle sehe ich nicht nur in den Proben und Aufführungen, sondern ganz besonders in meiner täglichen Arbeit im gesamten musikalischen Bereich, für die ich auch die entsprechende Präsenz einbringen werde. Ich werde auch alles daran setzen, die allerbesten meiner Kolleginnen und Kollegen dazu zu bewegen, mit uns an der Wiener Staatsoper zu arbeiten. Dass die weltbesten Sängerinnen und Sänger nicht nur regelmäßig, sondern vordringlich in Wien auftreten sollen, ist für mich ebenso selbstverständlich wie ein Ensemble zu formen und zu pflegen, das entscheidend das Bild der Wiener Staatsoper prägt."

In der Planung für die ersten beiden Spielzeiten 2020/21 und 2021/22 haben Bogdan Rošcic und Philippe Jordan die Premieren-Dirigate des Musikdirektors bereits festgelegt. Ebenso stark wird der Fokus aber, gemeinsam mit dem Orchester, dem Chor, dem Ensemble und den anderen musikalisch-künstlerischen Gruppen des Hauses, auf dem den Alltag der Wiener Staatsoper bestimmenden Repertoire-Betrieb liegen. "Höchstes musikalisches Niveau bei Opern- und Ballett-Vorstellungen Abend für Abend bieten zu können, ist selbstverständlicher Anspruch der Wiener Staatsoper. Die Sicherung dieses Anspruchs ist zentrale Aufgabe der neuen Direktion - und die Verpflichtung von Philippe Jordan ein sehr wichtiger Schritt auf diesem Weg", so Rošcic abschließend.

www.wiener-staatsoper.at / www.philippe-jordan.com

Dienstag, 1. August 17
Theater Augsburg: 44.034 Besucher kamen zu „The Rocky Horror Show“ auf die Freilichtbühne am Roten Tor
44.034 Besucher kamen zu den 22 Aufführungen der diesjährigen Produktion „The Rocky Horror Show". Insgesamt wurden über 1.370.733 Euro an Eintrittsgeldern eingenommen. Die Auslastung lag bei 95,5%. Aufgrund des teilweise schlechten Wetters wurden leider zwei Vorstellungen abgesagt und eine weitere Vorstellung musste vor der Pause abgebrochen werden.

In der Spielzeit 2016/17 verzeichnet das Theater Augsburg trotz der kurzfristigen Schließung des Großen Hauses mit seinen Ersatzspielstätten brechtbühne, Schwabenhalle, Goldener Saal, Konzertsaal der Universität Augsburg, Kongress am Park, Martini Park und Textilmuseum einen vorläufigen Stand von 184.443 Besuchern.

Im Musiktheater hatte "Otello" mit 6.234 Zuschauern die meisten Besucher. Mit 100% hatten die acht Vorstellungen der Oper "Simplicius Simplicissimus" die höchste Auslastung in der brechtbühne. Im Schauspiel verzeichnete das Weihnachtsstück "Pünktchen und Anton" im Kongress am Park mit 25.500 Besuchern die meisten Zuschauerzahlen. Mit 18 ausverkauften Vorstellungen hatte die Produktion „Faust“ in der brechtbühne die höchste Auslastung. Im hoffmannkeller war die Produktion "Auerhaus" mit 1.100 Besuchern und einer Auslastung von 98% am erfolgreichsten. Im Ballett hatte "Der Nussknacker" in der Schwabenhalle mit 9.528 Besuchern die meisten Zuschauer. In der brechbühne hatte der Ballettabend "(R)Evolution" mit 14 Aufführungsterminen die höchste Auslastung von 99%.

 

Das Theater Augsburg verabschiedet sich nun zum Ende der Intendanz von Juliane Votteler in die Sommerpause.

www.theater-augsburg.de

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