kulturfreak

Die News Juni 18:

Samstag, 30. Juni 18
Staatstheater Wiesbaden: Bilanz der Spielzeit 2017.2018 ~ Öffnungszeiten in der Sommerpause

Bilanz der Spielzeit 2017.2018
Das Hessische Staatstheater Wiesbaden verabschiedet sich am Sonntag, den 1. Juli 2018 in die Sommerpause und zieht Bilanz der Spielzeit 2017.2018. Das Hessische Staatstheater Wiesbaden verzeichnet für die Spielzeit 2017.2018 die zweithöchsten Einnahmen in zehn Jahren und die zweithöchste Besucherzahl im Großen Haus in sieben Jahren. Über 300.000 Zuschauerinnen und Zuschauer besuchten die insgesamt 982 Vorstellungen des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden in der Spielzeit 2017.2018. Die durchschnittliche Auslastung lag insgesamt bei 83, 4%, im Großen Haus lag die durchschnittliche Auslastung bei 82,5%.

Zu den beim Publikum beliebtesten Produktionen zählten in der Sparte Oper »Die Zauberflöte«, »Hänsel und Gretel« und »La Bohème«. Außerdem das Musial »Jesus Christ Superstar«. Die Sparte Konzert verzeichnete die höchsten Auslastungen im Sinfoniekonzert »WIR 8«, dem Neujahrskonzert und den Weihnachtskonzerten. Im Schauspiel waren es »Der ideale Ehemann«, »Arsen und Spitzenhäubchen« und »Nathan der Weise«. Der beliebteste Ballettabend war »Eine Winterreise«. Im Jungen Staatstheater besuchten die meisten Zuschauerinnen und Zuschauer, neben dem Weihnachtsmärchen »Väterchen Frost«, die Produktionen »Das Gespenst von Canterville« und »Die Zauberflöte für Kinder«. Die bestbesuchten Produktionen des Jungen Staatsmusicals waren »Addams Family« und »Saturday Night Fever«.

Sommeröffnungszeiten der Theaterkasse, des Abobüros & des Gruppenbüros
Die Theaterkasse im Großen Haus bleibt von Sonntag, den 1. Juli bis Sonntag, den 12. August 2018 geschlossen. Das Abobüro und Gruppenbüro verabschieden sich am Samstag, den 7. Juli in die Sommerpause und haben ab Montag, den 30. Juli 2018 wieder geöffnet.
Theaterkarten für die Spielzeit 2018.2019 sind auch während der Sommerpause der Theaterkasse unter www.staatstheater-wiesbaden.de durchgehend erhältlich.

Spielzeitstart 2018.2019
Die Spielzeit 2018.2019 wird am Samstag, den 1. September 2018 ab 14 Uhr mit dem Theater- und Biennalefest feierlich eröffnet. Vor der offiziellen Eröffnung wird als Auftakt der neuen Spielzeit die Familienvorstellung »Die Zauberflöte für Kinder« nach Wolfgang Amadeus Mozart am Mittwoch, den 22. August 2018 um 18 Uhr im Großen Haus des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden gezeigt. Die Wiesbaden Biennale findet vom 23. August bis 2. September 2018 in Wiesbaden und der Region Rhein-Main statt.

Samstag, 30. Juni 18
»Elbphilharmonie Konzertkino« geht in die zweite Runde ~ Zwischen 27. August und 2. September werden sechs Konzerte aus der Elbphilharmonie live auf den Vorplatz übertragen
Einmal World Music, einmal Jazz, fünf Mal Klassik: Das »Elbphilharmonie Konzertkino«, das im August 2017 erstmals viele begeisterte Zuschauer fand, lockt auch in diesem Sommer wieder Flaneure und Musikbegeisterte auf den Vorplatz der Elbphilharmonie Hamburg. Zwischen 27. August und 2. September gibt es unter freiem Himmel sechs Live-Konzerte aus dem Großen Saal auf großer LED-Leinwand – dem »Cube« des Elbphilharmonie-Principal Sponsors SAP - zu erleben.

Auf dem Programm stehen die letzten vier Abende des Elbphilharmonie Sommers sowie der Start in die Saison 2018/19. Die Konzerte bestreiten Youssou NDour & Le Super Étoile de Dakar (27.8.), Stefano Bollani mit seinem Programm »Napoli Trip« (29.8.), das Gustav Mahler Jugendorchester mit Gautier Capuçon (Dirigent: Lorenzo Viotti, 30.8.)  (30.8.) und das Swedish Chamber Orchestra mit Heinz Karl Gruber (31.8.).  Zum großen Finale werden sowohl die Opening Night des NDR Elbphilharmonie Orchesters (Dirigent: Krzysztof Urbański, 1.9.) als auch die Saisoneröffnung der HamburgMusik mit dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique mit Joyce DiDonato (Dirigent: John Eliot Gardiner, 2.9.) live übertragen.  Am zweiten Abend der Serie (28.8.) erwartet das Publikum der Mitschnitt des Konzerts des NDR Elbphilharmonie Orchesters vom 10. Mai 2018 mit der »Star Wars«-Suite von John Williams und den »Planeten« von Gustav Holst. Mit Ausnahme der Opening Night des NDR Elbphilharmonie Orchesters (19 Uhr) beginnen alle Konzertübertragungen um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei, für ein gastronomisches Angebot ist gesorgt

Das »Elbphilharmonie Konzertkino« erlebte zur exakt gleichen Zeit vor einem Jahr seine Premiere, unterstützt von der SAP, Principal Sponsor der Elbphilharmonie. Nun stellt die SAP erneut ihr »Cube« genanntes Modul auf den Vorplatz. Zur exzellenten Tonübertragung liefert der »Cube« auf der LED-Außenwand gestochen scharfe Bilder aus dem Großen Saal, die noch dem farbintensivsten Sonnenuntergang über der Elbe standzuhalten vermögen. Das begehbare Projektionsgehäuse ist auch tagsüber geöffnet und lädt über mehrere Videomonitore zum Kennenlernen des breit gefächerten Angebots der Elbphilharmonie ein. Flankiert wird das Public Viewing von Live-Moderationen, Videos, Künstlergesprächen und Konzerteinführungen.
Neben der SAP ermöglichen zwei weitere Principal Sponsors, BMW und die Bank Julius Bär, sowie die Stiftung Elbphilharmonie das diesjährige Konzertkino. NDR Kultur überträgt die Opening Night des NDR Elbphilharmonie Orchesters live im Radio und begleitet die Konzertkino-Abende mit Moderationen vor Ort.

Bereits zwei Stunden vor Konzertbeginn öffnet die Gastronomie auf dem Vorplatz. Damit man auf den zur Elbe hin absteigenden Stufen der Elbphilharmonie noch bequemer sitzen kann, gibt es Kissen zum Ausleihen (solange der Vorrat reicht).

DIE TERMINE IM ÜBERBLICK

»Elbphilharmonie Konzertkino«: Live-Übertragungen auf den Vorplatz bei freiem Eintritt


Montag, 27. August
Youssou NDour & Le Super Étoile de Dakar
Moderation ab 19.30 Uhr / Konzertbeginn 20 Uhr

Dienstag, 28. August
NDR Elbphilharmonie Orchester, Krzystof Urbański
Gustav Holst: Die Planeten
John Williams: »Star Wars«-Suite
(Ausstrahlung des Konzerts vom 10. Mai 2018 in der Elbphilharmonie)
Beginn 20 Uhr

Mittwoch, 29. August:
Stefano Bollani »Napoli Trip«
Moderation ab 19.30 Uhr / Konzertbeginn 20 Uhr

Donnerstag, 30. August:
Gustav Mahler Jugendorchester, Ltg. Lorenzo Viotti / Gautier Capuçon  (Violoncello)
Giuseppe Verdi: Ouvertüre zu »La forza del destino«
Antonin Dvorak: Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104
Claude Debussy: Prélude à l’après-midi d’un faune
Igor Strawinsky: Le sacre du printemps
Moderation ab 19.30 Uhr / Konzertbeginn 20 Uhr

Freitag, 31. August:
Swedish Chamber Orchestra, Chansonnier und Ltg. Heinz Karl Gruber
Heinz Karl Gruber: Manhattan Broadcasts
Kurt Weill: Sinfonie Nr. 2
Heinz Karl Gruber: Frankenstein!! Ein Pandämonium für Chansonnier und Orchester
Moderation ab 19.30 Uhr / Konzertbeginn: 20 Uhr

Sonnabend, 1. September: »Opening Night«
NDR Elbphilharmonie Orchester, Ltg. Krzysztof Urbański / Jean-Yves Thibaudet (Klavier)
Maurice Ravel: Daphnis et Chloé
Maurice Ravel: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 G-Dur
Guillaume Connesson: Les trois cités de Lovecraft
Maurice Ravel: Boléro
Moderation ab 18.30 Uhr / Konzertbeginn: 19 Uhr

Sonntag, 2. September: Saisoneröffnung
Orchestre Révolutionnaire et Romantique, Ltg. Sir John Eliot Gardiner / Joyce DiDonato (Mezzosopran)
Hector Berlioz: Le corsaire / Ouverture
Hector Berlioz: La mort de Cléopatre / Scène lyrique für Mezzosopran
Hector Berlioz: Chasse royale et orage
Hector Berlioz: Je vais mourir
Hector Berlioz: Symphonie fantastique / Épisode de la vie d’un artiste
Moderation ab 19.30 Uhr / Konzertbeginn: 20 Uhr

Für alle, die nicht auf dem Vorplatz der Elbphilharmonie dabei sein können: Die Konzerte am 27., 29., 30. und 31. August sowie am 1. und 2. September werden auch online unter www.elbphilharmonie.de im Live-Stream übertragen.

Samstag, 30. Juni 18
Oldenburgisches Staatstheater: Theaterhafen schließt am 01. Juli die Tore
Am 1. Juli geht das gut sechswöchige Programm am Theaterhafen in Oldenburg zu Ende und das Oldenburgische Staatstheater geht in die Sommerpause. Der Spielplan der Interimsspielstätte des Oldenburgischen Staatstheaters umfasste 45 Vorstellungen im Uferpalast sowie 96 Open-Air-Veranstaltungen auf der Außenbühne und auf dem weitläufigen Gelände. Zahlreiche Kooperationspartner trugen mit eigenen Veranstaltungen zu dem vielseitigen Programm bei.


Oldenburgisches Staatstheater: Theaterhafen
Foto: Stephan Walzl

Mit ‚Alice im Wunderland: L-S-Dreamland‘, ‚Scheherazade erzählt – aus 1001 Nacht‘ und ‚Die Comedian Harmonists‘ kamen drei Eigenproduktionen zur Premiere. Das Musical ‚Jesus Christ Superstar‘ feierte zudem seine Uferpalast-Premiere. Ergänzt wurde das Programm durch Konzerte, Gastspiele und Sonderveranstaltungen.

Insgesamt machten sich über 90.000 Besucher*innen auf den Weg zur Ausweichspielstätte des Oldenburgischen Staatstheaters. Die Vorstellungen im Uferpalast sahen davon rund 35.000 Zuschauer*innen, was einer Gesamtauslastung von 87 % entspricht. Viele Vorstellungen waren ausverkauft. Hinzu kommen die zahlreichen Gäste der Open-Air-Veranstaltungen auf dem Theaterhafen-Gelände: Bei größtenteils herrlichem Wetter nutzten etwa knapp 60.000 Gäste den Außenbereich, genossen das gastronomische Angebot, flanierten über das Gelände oder nahmen an Konzert- und Kino-Vorstellungen teil. Ein großer Anziehungspunkt war der Strand mit seiner Strandbar, der von Familien und Gästen aller Altersgruppen ausgiebig genutzt wurde.

Generalintendant Christian Firmbach blickt auf eine erfolgreiche Theaterhafenzeit zurück:
„Wir sind glücklich, dass unsere Idee so großen Zuspruch fand. Es war von Anfang an unser Gedanke, hier nicht nur eine Interimsspielstätte zu beziehen, sondern für die Dauer von sechs Wochen einen besonderen Ort zu schaffen, den viele Menschen aus der Stadt und der Region mitgestalten und gemeinsam genießen. Es ist schön zu sehen wie dieses Konzept aufging und mit welcher Begeisterung Künstler*innen und Besucher*innen gleichermaßen den Uferpalast und unsere Theaterhafen-Landschaft erobert haben. Mein besonderer Dank gilt an dieser Stelle ausdrücklich allen Mitwirkenden, die zum Gesamterlebnis beigetragen haben.“

Der Theaterhafen auf dem ehemaligen Gelände der Rhein Umschlag GmbH mit dem Uferpalast als Spielstätte diente vom 19. Mai bis 01. Juli 2018 - während umfangreicher Sanierungsarbeiten im Haupthaus - als Ausweichquartier des Oldenburgischen Staatstheaters. Der Uferpalast, ein Zirkuszelt des Circus Roncalli, fasst knapp 1.000 Zuschauer*innen.


Nach Beendigung der Sanierungsarbeiten wird das Große Haus des Staatstheaters am 26. August wiedereröffnet. Auf dem Programm stehen das 1. Sinfoniekonzert des Oldenburgischen Staatsorchesters sowie die Hauspremiere von ‚Die Comedian Harmonists‘.

www.staatstheater.de

Freitag, 29. Juni 18
Open Air Konzerte in der Landesmusikakademie Hessen
(lifePR) - Gleich zwei Mal lädt die Landesmusikakademie Hessen (LMAH) im Juli zu Open Air Konzerten in den historischen Schlosshof von Schloss Hallenburg in Schlitz ein. Am Samstag, 07. Juli um 20 Uhr bringt die hr-Bigband ihren spannenden Big Band Sound auf die Bühne und Jan Luley (Piano) lässt mit Thomas L’Etienne (Klarinette) am darauffolgenden Mittwoch, 11. Juli um 19 Uhr die rhythmisch brodelnde Atomsphäre creolischer Musik entstehen.

Damit hat sich die LMAH zum 15-jährigen Bestehen etwas Besonderes einfallen lassen. Die hr-Bigband nimmt die Konzertbesucher unter dem Motto „Satchmo goes Big Apple“ mit auf eine Reise in die wilden 20er Jahre der USA.

In den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts begannen geschickte Arrangeure das überbordende Temperament des New-Orleans-Jazz auf größere Besetzungen zu übertragen. Heraus kam eine Musik, deren Durchschlagskraft sich bis heute niemand entziehen kann. Die Arrangeure waren allen voran Fletcher Henderson und Duke Ellington in New York, die so den Bigband-Jazz auf die Welt brachten.

Während im Orchester von Fletcher Henderson Louis Armstrong den Bandmusikern das Swingen und Improvisieren beibrachte, schuf Duke Ellington seinen ganz eigenen Kosmos aus rohem Jungle-Sound und orchestraler Raffinesse. Die hr-Bigband erweckt die Musik dieser beiden Pioniere zu neuem Leben, mit Axel Schlosser als kongenialem Solisten in der Rolle von Louis Armstrong.

Musik für die Leichtigkeit des Daseins verspricht das Akademiekonzert mit Jan Luley und Tomas L’Etienne. Creole & Caribbean Music – Tropische Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit, exotische Früchte, wirbelnde Körper, Gelächter in der Luft. Eine Musik, die fesselt, unendlich melancholisch sein kann, dann wieder überschwängliche Fröhlichkeit verbreitet – Musik der Kreolen, die die Besucher in eine farbenfrohe Klangmelange aus karibischen, afrikanischen und europäischen Elementen, gewürzt mit einer Prise Blues, entführt und die fröhliche Lebensart und Kultur der Nachfahren der europäischen Siedler in der Karibik näher bringt.

Jan Luley und Thomas L’Etienne haben sich dieser Musik angenommen und spielen die Originalkompositionen der alten Meister, wie Jelly Roll Morton, Louis Jean-Alphonse oder Sydney Bechet, fügen dem Genre aber auch eigene Stücke und neue Klangfarben hinzu. Musik für die Leichtigkeit des Daseins – an einem lauen Sommerabend, im Hof von Schloss Hallenburg.

An beiden Veranstaltungen sorgt der Eichenzeller Premium Caterer Seven Days für Ihr leibliches Wohl. Neben einem thematisch passenden Angebot aus dem Foodtruck, stehen auch sommerliche Cocktails auf dem Programm.

Tickets erhalten Sie im Vorverkauf (hr-Bigband VVK 24 €, Jan Luley VVK 16 €) in der Landesmusikakademie Hessen, Geschäftsstelle Schlitzer Bote, Blumenfachgeschäft floreo in Schlitz, Buchhandlung Lesezeichen in Lauterbach, Elektro-Möller in Angersbach und Fuldaer Zeitung, Geschäftsstelle Peterstor in Fulda.

Die Konzerte finden im Rahmen des erstmalig inszenierten Kulturfestivals „Vulkansommer 2018“ statt.

http://landesmusikakademie-hessen.de/  / www.vulkansommer.de/

Freitag, 29. Juni 18
„ttt - titel thesen temperamente" am Sonntag
„ttt - titel thesen temperamente" (rbb) kommt am Sonntag, 1. Juli 2018, um 23.35 Uhr im Ersten. Die geplanten Themen:

„Horrordroge auf Rezept"
Wie die Familie Sackler mit ihrem Pharma-Konzern Milliardengewinne aus dem süchtig machenden Schmerzmittel „OxyContin" in den internationalen Museumsbetrieb investiert
Eine Drogenepidemie von historischem Ausmaß sucht seit einigen Jahren die USA heim, der jedes Jahr über 65.000 Menschen zum Opfer fallen. Angefangen hat die Geschichte mit dem Schmerzmittel „OxyContin", das die Familie Sackler mit ihrem Unternehmen „Purdue Pharma" 1996 auf den Markt gebracht und aggressiv beworben hat, als schmerzstillend und harmlos. Der „Pain Killer" aber macht extrem süchtig, das aber verschwieg Familie Sackler - so der Vorwurf. Die Patienten bekamen das Mittel ohne Probleme massenhaft verschrieben, Tausende gerieten in die Abhängigkeit und landeten schließlich bei Heroindealern. Heute hat die Opiod-Epidemie in den USA ein solches Ausmaß angenommen, dass Präsident Trump den medizinischen Notstand ausrufen musste.
Die Familie Sackler machte mit dem Medikament bisher über 35 Mrd. Dollar Umsatz und finanziert mit den Gewinnen internationale Museen, wie das Metropolitan Museum in New York, den Louvre in Paris, die Tate Modern in London und das Jüdische Museum in Berlin, wo die bekannte Sackler-Treppe den Museumsneubau mit dem Altbau verbindet. Nan Goldin, Aktivistin und Fotografin aus New York fordert mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen die Museen der Welt auf, keine Gelder mehr von der Familie Sackler anzunehmen und fordert die Unternehmer auf, Entzugskliniken zu finanzieren, anstatt ihr Image mit Museumssponsoring aufzupolieren.

„ttt" berichtet über die Geschichte dieser Drogenepidemie und den Zusammenhang zu internationalem Museumssponsoring. Wir treffen in New York den Pulitzer-Preisträger Barry Meier, der in seinem Buch „Pain Killer" die erschütternde Geschichte dieses Medikaments aufgeschrieben hat und wir sprechen mit dem Fotografen Brian Snyder, der die Opfer dieser Epidemie in einer Reportage festgehalten hat.
Autor: Ulf Kalkreuth

„Auf der Suche nach Ingmar Bergman"
Zum 100. Geburtstag des Ausnahmeregisseurs

Er ist - ganz offiziell - der „größte Filmregisseur aller Zeiten", gekürt von Kollegen wie Martin Scorsese, Woody Allen und Wim Wenders 1997 in Cannes: Ingmar Bergman. Am 14. Juli wäre er 100 Jahre alt geworden. In ihrem Dokumentarfilm „Auf der Suche nach Ingmar Bergman" nähert sich die Regisseurin Margarethe von Trotta nun dem auch von ihr bewunderten Filmemacher und entdeckt in Gesprächen mit Freunden und Familienangehörigen einen von Dämonen getriebenen Mann, für den Filmemachen auch Therapie ist. Eine beeindruckend persönliche Hommage an einen Jahrhundert-Künstler.
„ttt" traf Margarethe von Trotta in Paris.
Autor: Tim Evers

„Weimar am Pazifik"
Die Thomas-Mann-Villa in Los Angeles wird deutsche Künstlerresidenz

Matt Damon, Steven Spielberg u.a. Hollywood-Größen wohnen in der Nachbarschaft - die einstige Exil-Residenz des Nobelpreisträgers Thomas Mann liegt heute in teuerster Lage am San Remo Drive in Pacific Palisades. Die Bundesregierung kaufte die Villa und lässt sie komplett renovieren. Zur Eröffnung des „Thomas Mann House" vor zwei Wochen kam Bundespräsident Steinmeier. Als erster Stipendiat der Künstlerresidenz zieht Burghart Klaußner ein. Der Schauspieler legt im September seinen ersten Roman vor. Im Interview denkt er nach über Deutschland und Amerika, die bedrohte Demokratie in einer zunehmend gespaltenen Gesellschaft hier wie dort. Und er erinnert daran, dass auch Thomas Mann - wie Bertolt Brecht, Hanns Eisler, Kurt Weill und Lion Feuchtwanger in der unmittelbaren Nachbarschaft von Pacific Palisades - damals ein Refugee war: Flüchtling in heilloser Zeit.
„ttt" hat sich in der Villa, die trotz Renovierung noch eine Baustelle ist, umgesehen.
Autor: Andreas Lueg

„Foxtrot"
Ein bewegender Film übt mit feiner Ironie Kritik an Israels Armee und ihrem Mythos

Es ist der am meisten gefeierte Film in Israel im vergangen Jahr (Silberner Löwe in Venedig) - aber auch der umstrittenste. Denn er rührt an einem Tabu: Er kritisiert die israelische Armee. Miri Regev, ehemalige Offizierin und Pressesprecherin der israelischen Armee, heute Kulturministerin des Landes, hat den Film öffentlich kritisiert, er sei eine Diffamierung der Israelischen Streitkräfte. Regisseur Samuel Maoz und seine Familie erhielten Drohungen.
Der Film erzählt die Geschichte von einem Vater, der die Nachricht bekommt, dass sein Sohn im Krieg gefallen sei. Der Vater, selbst traumatisiert vom Kriegseinsatz und Sohn einer Holocaust-Überlebenden lebte immer im Schatten der Shoah, die Ereignisse, die er nie erlebt hatte, bestimmten sein Leben. Der Sohn ist stationiert an einem entlegenen Checkpoint Israels, dort aber kommt es zum dramatischen Zwischenfall.
Nach seinem Film „Lebanon", in dem Maoz sein Trauma als Soldat im Panzer im Libanon verarbeitet, jetzt also wieder eine Geschichte über den ständigen Ausnahmezustand in der israelischen Armee. Diesmal aber erzählt Maoz vom Trauma der israelischen Gesellschaft insgesamt: „Ich habe verstanden, warum Israels Gesellschaft sich so verhält, wie sie es tut. Und meine simple und zugleich komplexe Antwort ist, dass wir eine traumatisierte Gesellschaft sind durch unsere emotionale Erinnerung an die Bilder von dem, was sich während des Holocaust ereignete."
„ttt" traf den Regisseur Samuel Maoz in Tel Aviv zum Interview.
Autorin: Katja Deiss

„Was haben ein Fußballspiel und ein Violinkonzert miteinander zu tun?"
Der 22jährige Violinist Emmanuel Tjeknavorian im Porträt

Warum ist ein gutes Violinkonzert wie ein gutes Fußballspiel? Emmanuel Tjeknavorian, Fan von Real Madrid und Ludwig van Beethoven, weiß es.
Der 22jährige Geiger aus Wien gab gerade in der Reihe „Debüt im Deutschlandfunk Kultur" ein Konzert in der Berliner Philharmonie mit dem Deutschen Symphonieorchester Berlin. In dieser Reihe debütierten bereits Daniel Barenboim, Jessye Norman und Simon Rattle, bevor sie weltberühmt wurden.
Emmanuel Tjeknavorian gilt unbestritten als ein Ausnahmetalent. 2015 gewann er beim Sibelius-Wettbewerb in Helsinki gleich zwei Preise; in der Saison 2017/2018 gastiert er als „Rising Star" in den besten Konzertsälen Europas; gerade ist seine erste CD mit Solos auf der Violine erschienen.
„ttt" stellt Emmanuel Tjeknavorian vor: auf dem Fußballplatz, auf der Konzertbühne und im Gespräch.
Autor: Lutz Pehnert

www.DasErste.de/ttt

Donnerstag, 28. Juni 18
Staatstheater Wiesbaden: Requisite sucht 100 funktionstüchtige Handys für die Produktion »Die Meistersinger von Nürnberg«
Für die Produktion der Oper »Die Meistersinger von Nürnberg«, die am 29. September 2018 im Großen Haus des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden Premiere feiert, sucht die Abteilung Requisite 100 funktionstüchtige Handys. Diese sollten Videodateien abspielen können.

Die Handys können am Bühneneingang des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden (Am Warmen Damm) abgegeben werden.

Während der Sommerpause des Theaters, ab Sonntag, den 1. Juli 2018, hat die Pforte am Bühneneingang montags bis freitags, 7 bis 19 Uhr geöffnet. Ab Samstag, den 16. August 2018, gelten die regulären Öffnungszeiten, montags bis sonntags, 6 bis 24 Uhr.
 
www.staatstheater-wiesbaden.de

Donnerstag, 28. Juni 18
Hessens öffentliche Bibliotheken erhalten rund 1,3 Millionen Euro
Insgesamt 76 öffentliche Bibliotheken in Hessen können sich über Fördermittel des Landes freuen. Wie Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein mitteilte, gehen insgesamt rund 1,3 Millionen Euro aus dem Kommunalen Finanzausgleich an die verschiedenen Projekte.

Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein: „Lesen ist wichtig für die Entwicklung von Kindern. Daher freut es mich ganz besonders, dass viele Bibliotheken die Fördermittel für den weiteren Ausbau des Angebots an Kinder und Jugendliche verwenden werden. Neben einem Ausbau des Medienbestands geht es hier auch um Projekte zur Förderung der Medienkompetenz.“
Angebote für "60plus" und Deutschlernende

Aber auch die ältere Generation kommt nicht zu kurz. Medien für die Generation „60 plus“ oder Projekte zur Kooperation mit Pflegeeinrichtungen, zum Beispiel Spiele für Demenzkranke und Alzheimerpatienten, werden angeschafft. Auch weiterhin fließt ein Teil der Förderung in Medien für Menschen mit Migrationshintergrund, wozu unter anderem Bücher in einfacher Sprache oder zum Spracherwerb zählen.

„Es ist allen ein großes Anliegen, den Menschen in ihrer neuen Heimat eine möglichst große Unterstützung zum Erlernen der deutschen Sprache zu geben. Ein ausreichendes Angebot an notwendiger Literatur ist dafür äußerst wichtig“, freut sich Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein über das Angebot der Bibliotheken. In den Bibliotheken geht es aber nicht nur um das gedruckte Wort, sondern die Digitalisierung hat hier schon längst Einzug gehalten und wird stetig weiter ausgebaut. So zählen zu den Anschaffungen auch Lernsoftware oder Hörbücher. Ebenso treten weitere Büchereien dem OnleiheVerbundHessen bei, durch den die Nutzerinnen und Nutzer eine immer größer werdende Zahl an Medien digital ausleihen können.

Investitionen in Räume und Möbel
Da die Bibliotheken aber weiterhin eine wichtige Anlaufstelle sind oder gerade von Schülern immer wieder als Lernort genutzt werden, investieren mehrere Büchereien das Fördergeld in Ausbau oder Verbesserung der Räume und Möblierung.  

Die Fördermittel wurden anhand von Empfehlungen der Hessischen Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken nach fachlichen Kriterien und regionaler Verteilung vergeben. Die Bibliotheken müssen eine hauptamtliche fachliche Leitung und eine ausreichende Personalausstattung haben oder als Ehrenamtliche eng mit der Hessischen Fachstelle kooperieren. Weitere Kriterien beziehen sich auf die Anzahl an Medien, die Räumlichkeiten sowie Öffnungszeiten und Medienetat je Einwohner. Als besonders förderwürdig eingestuft werden die Einrichtungen unter anderem bei der Einführung neuer technischer Verfahren oder digitaler Angebote, bei Sprach- und Leseförderung oder Projekten im ländlichen Raum, die vernetzende Ansätze aufweisen.

Mittwoch, 27. Juni 18
Klassik-Gesangswettbewerb auf der EUROPA: Bariton Mikolaj Trabka gewinnt Publikumspreis bei „Stella Maris“
-    Jährlicher Gesangswettbewerb an Bord der EUROPA
-    Weitere Gewinner: Sopranistin Danika Lorèn, Mezzosopranistin Valentina Stadler und Sopranistin Carolina Lippo
-    Sechs internationale Opernhäuser vertreten


„Stella Maris 2018“: Sechs Nachwuchstalente internationaler Opernhäuser traten beim diesjährigen Gesangswettbewerb an Bord der EUROPA in den Genres Oper, Lied und Oratorium gegeneinander an. Eine Jury rund um Michael Schade, Kammersänger und Artistic Director von „Stella Maris“, beurteilte das Können der Kandidaten und vergab drei Preise. Darüber hinaus entschieden die Gäste über den Gewinner des mit 15.000 Euro dotierten und von Hapag-Lloyd Cruises gestifteten Musik-Förderpreises. Ausgetragen wurde der Gesangswettbewerb auf einer 14-tägigen Kreuzfahrt von Bilbao nach Hamburg.


Die Gäste der EUROPA wählten Bariton Mikolaj Trabka von der Oper Frankfurt
als Gewinner des mit 15.000 Euro dotierten Publikumspreises.
Jurypräsident Michael Schade und Kapitän Mark Behrend übergaben den Preis.

Foto: Hapag Lloyd Cruises

Die Gäste der EUROPA wählten Bariton Mikolaj Trabka von der Oper Frankfurt als Gewinner des mit 15.000 Euro dotierten Publikumspreises. Darüber hinaus erhielt die Sopranistin von der Canadian Opera Company, Danika Lorèn, ein Testrecording mit der Deutschen Grammophon und Mezzosopranistin Valentina Stadler von den Salzburger Festspielen wurde mit einem Gastengagement an der Staatsoper Hamburg ausgezeichnet. Ein Gastengagement an der Semperoper Dresden ging an Carolina Lippo, Sopranistin des Theater an der Wien.

Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen einer feierlichen Gala im Theater des Luxusschiffes. Die Fachjury bestand aus dem Juryvorsitzenden Michael Schade, Kammersänger und Artistic Director von „Stella Maris“, Ronald Adler, Intendant der Semperoper Dresden, Tillmann Wiegand, Künstlerischer Betriebsdirektor der Hamburgischen Staatsoper und Sid McLauchlan, Executive Producer der Deutschen Grammophon.

An insgesamt drei Abenden erlebten die Gäste Auftritte der Kandidaten der Salzburger Festspiele, der Lyric Opera of Chigaco, der Royal Opera Covent Garden, der Canadian Opera Company, der Oper Frankfurt und des Theater an der Wien.

Stella Maris 2019: Von Kiel nach Hamburg, 02.09. - 14.09.2019 (12 Tage), über Stockholm, Helsinki, St. Petersburg, Tallin, Riga und Danzig, ab 5.311 Euro pro Person

Weitere Informationen zur Reise unter www.hl-cruises.de/reise-finden/EUR1918

Mittwoch, 27. Juni 18
Rheingau Literatur Preis 2018 an Robert Seethaler ~ 11.111 Euro und 111 Flaschen Rheingauer Riesling an Robert Seethaler
Den Rheingau Literatur Preis 2018, den 25. Rheingau Literatur Preis, erhält der österreichische Schriftsteller Robert Seethaler für seinen Roman „Das Feld“.

Die Jury begründet die Wahl folgendermaßen: „Robert Seethaler versammelt in seinem neuen Roman „Das Feld“ einen Stimmenchor der Toten: Alle Ich-Erzähler des Buchs haben ihren Platz auf dem Friedhof der imaginären Gemeinde Paulstadt gefunden. Die literarische Tradition der Totengespräche führt der österreichische Schriftsteller in die Moderne, indem er die einzelnen Erinnerungen in Stil und Länge variiert – bis hin zu einem Kapitel, das nur aus einem einzigen markanten Wort besteht. Aus den Blicken der Toten auf ihr Leben oder das ihrer Mitmenschen entsteht das Porträt einer Gemeinschaft über fast ein Jahrhundert hinweg, die sich erst in der Gesamtbetrachtung als vielfältig miteinander verwoben erweist und in Zu- wie Abneigung übers Grab hinaus lebendig bleibt. „Das Feld“ ist als Komplementärstück zu „Ein ganzes Leben“ konzipiert, Seethalers vorherigem Roman, der nur von einem einzigen Protagonisten erzählte. Verbunden sind beide Bücher durch ihren unverwechselbaren Erzählton und die Selbstverständlichkeit eines literarischen Umgangs mit dem Tod, der darüber nicht seinen Schrecken, aber seine Letztgültigkeit verliert.“

Der 25. Rheingau Literatur Preis wird am 23.9.2018 um 11 Uhr auf Burg Schwarzenstein in Geisenheim-Johannisberg verliehen. Die Laudatio auf Robert Seethaler hält Andreas Platthaus. Die durch das Rheingau Literatur Festival initiierte Ehrung wird in diesem Jahr zum fünfundzwanzigsten Mal vergeben. Der Preis ist mit 11.111,- Euro und 111 Flaschen besten Rheingau Rieslings dotiert. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Rheingau Musik Festival e. V. stiften je 5.000,- Euro des Preises, der vom Relais & Châteaux Hotel Burg Schwarzenstein um 1.111,- Euro ergänzt wird. Die erlesenen Weine stammen aus den herausragenden Kellern des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter Rheingau.

Robert Seethaler, geboren 1966 in Wien, ist ein vielfach ausgezeichneter Schriftsteller und Drehbuchautor. Seine Romane Der Trafikant (2012) und Ein ganzes Leben (2014) wurden zu großen internationalen Publikumserfolgen. Robert Seethaler lebt in Wien und Berlin. Robert Seethaler war bereits beim Rheingau Literatur Festivals 2014 mit diesen Romanen zu Gast.

Die Jury des Rheingau Literatur Preises setzte sich unter der Leitung von Prof. Dr. Heiner Boehncke zusammen aus Dr. Alf Mentzer (Literaturredakteur hr2-kultur), Dr. Viola Bolduan (ehemalige Feuilletonchefin des Wiesbadener Kuriers), Andreas Platthaus (Literaturchef der F.A.Z.), und Prof. Dr. Wilfried Schoeller (Journalist und P.E.N. Deutschland). Bisherige Preisträger waren Stefanie Menzinger, Ulla Berkéwicz, Herbert Maurer, Thomas Meinecke, Hella Eckert, Thomas Lehr, Peter Stamm, Bodo Kirchhoff, Robert Gernhardt, Reinhard Jirgl, Ralf Rothmann, Gert Loschütz, Clemens Meyer, Antje Rávic Strubel, Ursula Krechel, Christoph Peters, Jochen Schimmang, Josef Haslinger, Sten Nadolny, Ralph Dutli, Stephanie Bart, Klaus Modick, Saša Stanišić und Ingo Schulze.

Karten zu 15,30 € unter Karten- und Infoline: 0 67 23 / 60 21 70

www.rheingau-literatur-festival.de

Mittwoch, 27. Juni 18
»Wie klingt Heimat?« Oper Leipzig startet Ausschreibung für Kompositionswettbewerb
(lifePR) - Die Oper Leipzig lobt unter dem Motto »Wie klingt Heimat?« erstmalig einen Kompositionswettbewerb aus. Die von einer fünfköpfigen Fachjury prämierten Kompositionen werden bei einem Preisträgerkonzert am 26. Juni 2019 im Konzertfoyer der Oper Leipzig zur Uraufführung gebracht. Der Förderkreis der Oper Leipzig stellt ein Preisgeld von 2.000 € zur Verfügung.

Den Jury-Vorsitz übernimmt der Intendant und Generalmusikdirektor der Oper Leipzig, Prof. Ulf Schirmer. Der Jury gehören außerdem Prof. Gerd Kühr von der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz, Prof. Carolin Widmann von der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig, Prof. Dr. Tiago de Oliveira Pinto von der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar und Daniela Brendel vom Ricordi Verlag an.

Die Ausschreibung zum Wettbewerb läuft aktuell über die Homepage der Oper Leipzig sowie fachspezifische Portale. Ziel der musikalischen Spurensuche ist neben der Förderung junger Komponistinnen und Komponisten auf dem Gebiet zeitgenössischer Musik die Anregung zur künstlerischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Fragestellungen. Basierend auf dem vorgegebenen Thema soll eine Komposition von ca. 10 Minuten für Sologesang, ein Instrument (ad libitum) und Klavier (ad libitum) geschaffen werden. Teilnahmeberechtigt sind junge Komponistinnen und Komponisten unter 35 Jahren aller Nationalitäten. Einsendeschluss ist am 31. Januar 2019.

Weitere Informationen: www.oper-leipzig.de

Mittwoch, 27. Juni 18
Semperoper Dresden: Letzte Premiere der Spielzeit 2017/18 mit Doppelopernabend »Oedipus Rex«/»Il prigioniero« – Inszenierung Elisabeth Stöppler, Musikalische Leitung Erik Nielsen
Mit einer Neuproduktion schließt sich am 30. Juni der Premierenreigen 2017/18 der Semperoper Dresden: Igor Strawinskys zweiaktiges Opern-Oratorium und Luigi Dallapiccolas Kurzoper »Il prigioniero« bilden den Operndoppelabend, dessen Premiere zugleich die letzte unter der Intendanz von Wolfgang Rothe sein wird. Die Auswahl beider Werke folgt dem Motto »Brüchiger Frieden«, das die zu Ende gehende Spielzeit begleitete und die Fragilität vermeintlich sicherer Zustände bespiegelte. Regisseurin Elisabeth Stöppler belässt in ihrer Inszenierung in der Gegenüberstellung der beiden Opern deren monolithische Kraft und erschafft zugleich einen suggestiven Raum für eine korrespondierende Wechselwirkung.

Igor Strawinsky selbst schuf zusammen mit dem französischen Dichter Jean Cocteau das Libretto nach der Tragödie »Oidipus tyrannos« des Sophokles, einem der überlieferten Hauptwerke der antiken Literatur. In dem Opern-Oratorium in zwei Akten verbinden sich mit feiner Raffinesse Sprache, Musik und – unter Stöpplers Regie – subtile Bildgewalt, um der archaischen Wucht um das Schicksal einen Menschen Ausdruck zu verleihen, der sich gegen sein Los stemmend schuldlos der schlimmsten Verbrechen schuldig macht.

1929 fand in Dresden die bislang einzige, konzertante Aufführung unter dem Dirigat Strawinskys statt. Fast 90 Jahre später ist das Werk nun in einer szenischen Interpretation in der Semperoper erfahrbar. In seinem Rollendebüt als Oedipus ist Stephan Rügamer neben Claudia Mahnke zu erleben, die sich in der Partie der Jokaste erstmalig dem Dresdner Opernpublikum vorstellt. Ebenso ist die Schauspielerin Catrin Striebeck zum ersten Mal an der Semperoper zu Gast. Sie wird in der Rolle der Sprecherin den Handlungsverlauf (in deutscher Sprache) vorwegnehmen und die fulminanten Gesangspartien des Chores erläuternd ergänzen.     

Ebenso verstörend und doch inszenatorisch völlig unterschiedlich, ergänzt Luigi Dallapiccolas selten gespielter Einakter »Il prigioniero« den Premierenabend. Im Angesicht der Richtstätte durchschaut ein Mensch die trügerische Illusion seiner Rettung. Die Grausamkeit der gescheiterten Hoffnung wird zur schlimmsten Folter, der Tod zu Erlösung. Mit seinem zentralen Werk folgt der italienische Avantgardist Dallapiccola der Zwölftonmethode Schönbergs, bleibt aber kompositorisch der italienischen Operntradition in Sinnlichkeit und Expression verbunden.

In der Partie des Gefangenen sind der mehrfach ausgezeichnete Bariton Lester Lynch und in der Partie der Mutter die Mezzosopranistin Tichina Vaughn zu bewundern. Für den Operndoppelabend kehrt der amerikanische Dirigent Erik Nielsen an das Pult der Staatskapelle zurück. Nielsen, Chefdirigent des Bilbao Sinfonieorchesters und Musikdirektor des Theater Basel, war bereits mehrfach an der Semperoper zu Gast, unter anderem für Hartmanns »Simplicius Simplicissimus« und Wagners »Lohengrin«. Mit Regisseurin Elisabeth Stöppler hat Erik Nielsen, der auch im zeitgenössischen Repertoire zu Hause ist, bereits Hans Werner Henzes Uraufführung »Gisela!« sowie »We come to the river« erfolgreich zur Premiere gebracht.

www.semperoper.de

Mittwoch, 27. Juni 18
Ursula Strauss in Siegfrieds Erben bei den Nibelungen Festspielen Worms
Ursula Strauss ist Brunhild in Roger Vontobels Inszenierung 'Siegfrieds Erben'. In Zusammenarbeit mit dem Intendanten Nico Hoffman haben die Autoren Feridun Zaimoglu und Günter Senkel haben für die Nibelungen-Festspiele 2018 die Geschichte der Nibelungen fortgeschrieben. Ihr Stück beginnt dort, wo die bisherigen Bearbeitungen des Nibelungenmythos enden: Am Tag nach dem grausamen Gemetzel am Hofe des Hunnenkönigs Etzel. Kriemhild, Hagen und die Burgunder sind tot. Etzel, der um seinen ebenfalls getöteten Sohn Ortlieb trauert, reist nach Worms, um dort seinen Anspruch als Erbe des Burgunderlandes und des sagenumwobenen Nibelungenschatzes geltend zu machen. Doch dort bleibt die Forderung des Hunnenkönigs nicht unwidersprochen. Denn vor dem Dom in Worms sind bereits Siegfrieds Eltern, das Königspaar Siegmund und Sieglinde aus Xanten, eingetroffen, die ebenfalls den Schatz als Nachlass ihres in Worms ermordeten Sohnes einfordern. Ein Machtkampf beginnt, in dem es nicht nur um Gold und die Vorherrschaft in einem ehemals großen Reich geht, sondern auch um das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen, um Religion und um die Frage, was am Ende eines langen, mächtigen Lebens eigentlich übrigbleibt. Es sind die Männer, die hier kämpfen, doch am Ende sind es die Frauen, die über das Schicksal der Könige entscheiden. Brunhild (Ursula Strauss), die in Worms zurückgeblieben ist, Ute, die alte Königsmutter, und die junge Swanhild, in der ein ganz anderes Erbe weiterlebt: Die Kompromisslosigkeit ihres Vaters - Siegfried, des Drachentöters.

Ursula Strauss ist die isländische Königin Brunhild. Eine Göttin die dank eines geheimnisvollen Kraftgürtels mit außerordentlicher Körperstärke ihre Jungfräulichkeit mit der uneingeschränkten Maßgabe verteidigt. Nur der Mann, der sie im Zweikampf besiegt, hat eine Chance bei ihr. Sie ist zwar wehrhaft wie eine Amazone, aber wird in ihrer Hochzeitsnacht bewusst getäuscht und dann vergewaltigt. Trotz all dieser Grausamkeiten ist sie in Siegfried über dessen Tod hinaus verliebt. Er ist ihr Schicksal und damit ist sie in einer Art Bann ans irdische Leben gebunden.

www.nibelungenfestspiele.de

Mittwoch, 27. Juni 18
Die Longlist entdecken: Buchpreisblogger besprechen Titel des Deutschen Buchpreises 2018
Sechs Bloggerinnen und Blogger diskutieren die Nominierten auf www.deutscher-buchpreis-blog.de / Offizieller Start am 14. August 2018 / Vorstellung des neuen Bloggerteams ab 26. Juni / Hashtag: #dbp18

Sechs Blogger, zwanzig Bücher, alles auf einen Blick: Ab dem 14. August stellen wieder die Buchpreisblogger die nominierten Titel des Deutschen Buchpreises vor. Die Buchpreisblogger lesen die 20 Romane der Longlist, diskutieren sie und bieten laufend Hintergrundartikel sowie kritische Debattenbeiträge zu den Titeln. Alle Aktivitäten der Bloggerinnen und Blogger erscheinen auf dem Blog des Deutschen Buchpreises unter www.deutscher-buchpreis-blog.de.

Neu in der Blogger-Redaktion sind das Bloggerteam Juliane Noßack und Stefan Diezmann (Poesierausch), der Instagrammer und Gewinner des Sonderpreises des Buchblog-Awards 2017 Florian Valerius (literarischernerd) sowie die Booktuberin Mona Salzbrunn (Bücherwunder). Sandro Abbate (novelero) und Frank Rudkoffsky (Frank O. Rudkoffsky) sind im zweiten Jahr als Buchpreis-Blogger dabei.

Die Mitglieder stellen sich in den kommenden Wochen auf dem Deutscher-Buchpreis-Blog vor. Alle Bloggerinnen und Blogger 2018 mit Links zu ihren Kanälen:

    Sandro Abbate novelero novelero.de/ 
    Frank Rudkoffsky Frank O. Rudkoffsky rudkoffsky.com/
    Juliane Noßack und Stefan Diezmann Poesierausch  poesierausch.com
    Florian Valerius (Bookstagrammer) @literarischernerd www.instagram.com/literarischernerd/
    Mona Salzbrunn (Booktuberin) Bücherwunder www.youtube.com/channel/UCaRE3g8RIFP9UW-sFNKzaEQ/featured

Die Original-Posts veröffentlichen die Influencer unter dem Hashtag #dbp18 über ihre eigenen Kanäle. Die Beiträge der Bloggenden werden zudem auf der Facebook-Seite des Deutschen Buchpreises zusammengeführt.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung vergeben. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Die Preisverleihung findet am 8. Oktober 2018 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt.

Mittwoch, 27. Juni 18
Rheingau Musik Festival 2018: Andreas Scholl singt anstelle von Vesselina Kasarova am 27.6. in Kloster Eberbach
Aus gesundheitlichen Gründen musste Vesselina Kasarova bedauerlicherweise für das Konzert am 27.6. in der Basilika von Kloster Eberbach absagen. Die veranstalter sind sehr dankbar, dass sich Andreas Scholl kurzfristig bereit erklärt hat, den Solopart zu übernehmen. Das Programm kann in weiten Teilen beibehalten werden.

Seit seinem Debüt 2011 tritt Andreas Scholl regelmäßig beim Rheingau Musik Festival auf und wurde 2015 mit dem Rheingau Musik Preis ausgezeichnet. Er hat eine Reihe außergewöhnlicher Soloaufnahmen veröffentlicht – erschienen bei Decca. Zu seiner Diskographie zählen zudem Aufnahmen bei Deutsche Grammophon und harmonia mundi. Auf DVD erschienen sind Inszenierungen von Georg Friedrich Händels „Giulio Cesare“ (für Decca und harmonia mundi), dessen „Rodelinda“ (Warner) und „Partenope“ (Decca). In der Spielzeit 2015/16 eröffnete Scholl ein neues Kapitel seiner Karriere, indem er seine erste Tournee als Dirigent antrat. Mit dem Kammerorchester Basel tourte er mit einem Bach-Programm nach Frankfurt, Paris und Aix-en-Provence. Zu weiteren Auftritten gehörten sein Debüt mit der Oper Frankfurt als „Giulio Cesare“ und eine Nordamerika-Tournee mit Anne Sofie von Otter und dem Philharmonia Baroque Orchestra. Im Bereich der Oper übernahm Scholl bereits die Titelrolle von „Giulio Cesare“ im Théâtre des Champs-Elysées und bei den Salzburger Festspielen 2012 sowie Bertarido („Rodelinda“), sein Debüt bei der Glyndebourne Festival Opera und The Metropolitan Opera. Scholl gab zudem Konzerte mit dem New York Philharmonic, den Berliner Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra, dem Royal Concertgebouw Orchestra und den bekanntesten Barockorchestern der Welt. 2005 war er bei der Last Night of the Proms in London zu erleben – als erster Countertenor in der Geschichte der Proms. Der bereits für einen Grammy nominierte Andreas Scholl hat zahlreiche Auszeichnungen und Preise gewonnen, darunter den renommierten ECHO Klassik.


27.6. Mittwoch, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Eltville am Rhein, Basilika
Andreas Scholl Countertenor
Concerto de’ Cavalieri
Marcello Di Lisa Leitung

Antonio Vivaldi
Sinfonia aus der Oper „La verità in cimento“ RV 739
Concerto für Streicher und Basso continuo in D-Dur RV 121
„Cessate, omai cessate“ Kantate für Alt, Streicher und Basso continuo g-Moll RV 684

Georg Friedrich Händel
„Verdi prati“ Arie des Ruggiero aus der Oper „Alcina“ HWV 34
„Pompe vane di morte“ – „Dove sei, amato bene“ Rezitativ und Arie aus der Oper „Rodelinda“ HWV 19
„Empio, dirò, tu sei“ Arie aus der Oper „Giulio Cesare in Egitto“ HWV17
Concerto grosso F-Dur op. 6 Nr.

Arcangelo Corelli (1653–1713)
Concerto grosso D-Dur op. 6 Nr. 4

Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70 ––– www.rheingau-musik-festival.de

Mittwoch, 27. Juni 18
Rheingau Musik Festival 2018: Felippo Gorini spielt anstelle von Lukáš Vondrácek am 27.6. auf Schloss Johannisberg
Aus gesundheitlichen Gründen musste Lukáš Vondrácek bedauerlicherweise seinen Klavierabend am 27.6.2018 auf Schloss Johannisberg absagen. Die Veranstaler sind sehr dankbar, dass sich der junge italienische Pianist Felippo Gorini kurzfristig bereit erklärt hat, das Konzert zu übernehmen. Das Programm beinhaltet auch Werke der Komponisten Robert Schumann und Johannes Brahms, unter dem Motto „Freundschaft“, Gorini konnte jedoch leider nicht die vorgesehenen Werke übernehmen.

Robert Schumann: Thema mit Variationen Es-Dur WoO 24 „Geistervariationen“
Johannes Brahms: 7 Fantasien op. 116
Johann Sebastian Bach: Die Kunst der Fuge BWV 1080
Ludwig van Beethoven: Sonate für Klavier c-Moll op. 111

Der 1995 geborene italienische Pianist Filippo Gorini studiert bei Maria Grazia Bellocchio am Conservatorio Gaetano Donizetti im italienischen Bergamo, wo er 2014 sein Bachelor-Studium mit Auszeichnung abschloss. Neben dem Masterstudium, das er dort zur Zeit absolviert, hat er bereits an vielen Meisterkursen mit bekannten Pianisten wie Andrzej Jasinski, Benedetto Lupo, Peter Donohoe, Alexander Lonquich und Andrei Gavrilov teilgenommen. Auch Alfred Brendel gehört zu seinen Mentoren. Gorini ist für sein großes Repertoire bekannt, das sich vom Barock bis hin zu zeitgenössischen Komponisten erstreckt. Der 23-Jährige zählt zu den talentiertesten Pianisten seiner Generation und hat schon in bedeutenden Konzertsälen konzertiert, wie dem Herkulessaal München, Konzerthaus Berlin, Liederhalle Stuttgart, Die Glocke Bremen, Beethovenhalle Bonn, Teatro La Fenice Venedig, Warschauer Königspalais, Royal Academy of Music in London und im Großen Saal der Moskauer Musikhochschule. 2015 gewann er die Internationale Telekom Beethoven Competition Bonn und wurde 2016 mit dem Beethoven-Ring ausgezeichnet. In der Saison 2017/18 spielte und spielt Felippo Gorini eine Rezital-Tour durch Italien, Deutschland und England. Er gastiert im Beethovenhaus Bonn, in der Elbphilharmonie, bei den Flagey Piano Days, beim Festival Pianistico Internazionale in Bergamo, beim Plush Festival im englischen Dorset sowie bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.

Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70 ––– www.rheingau-musik-festival.de

Mittwoch, 27. Juni 18
Neuigkeiten von Sony Classical

Yo-Yo Ma: Six Evolutions - Bach: Cello Suites
Am 17. August 2018 erscheint Yo-Yo Mas neues Album Six Evolutions - Bach: Cello Suites bei Sony Classical, seine dritte und letzte Einspielung dieser Werke. Es ist außerdem der Auftakt zu einer zweijährigen Welttournee mit Bachs Musik. Am 2. September 2018 spielt Yo-Yo Ma alle sechs Bach Cello-Suiten in der Leipziger Nikolaikirche. Zwei Tage früher spielt er mit dem Gewandhausorchester unter Andris Nelsons Schostakowitschs Cellokonzert Nr.1. Am 4. und 6. September folgen Kammermusikkonzerte mit Emanuel Ax und Leonidas Kavakos in Frankfurt (Alte Oper) und Wien (Musikverein).

Das Album Six Evolutions - Bach: Cello Suites wird auch als 3-LP-Box (180-Gramm Vinyl) erscheinen. Die Bourrées aus der Suite Nr. 3 sind ab sofort bei allen digitalen Anbietern bereits erhältlich.

„Bachs Cellosuiten sind seit jeher meine musikalischen Begleiter“, so Ma über die Werke. „Seit fast sechs Jahrzehnten haben sie mich gestärkt, mich getröstet und mir Freude bereitet, in stressigen Zeiten, wenn es etwas zu feiern gab oder ich des Trostes bedurfte. Welche Kraft hat diese Musik – noch heute, 300 Jahre nach ihrer Entstehung, ist sie uns Beistand in schwierigen Zeiten.“
Ma ist mehr denn je überzeugt, dass der vielschichtige Bedeutungsgehalt der Suiten weit über das Hier und Jetzt hinausreicht. Die kollektive Vision der Suiten – divergent und kohärent, empathisch und objektiv – erinnert uns an alles, was uns verbindet, den immer schriller werdenden Missklängen im öffentlichen Diskurs zum Trotz.
Bach und seinen Cellosuiten begegnete Yo-Yo Ma zum ersten Mal, als er vier Jahre alt war und unter Anleitung seines Vaters den ersten Takt des Präludiums der Suite Nr. 1 lernte; und diese Werke wurden zu einer Konstante in seinem Leben. Seine mit einem Grammy ausgezeichnete erste Gesamteinspielung der Suiten entstand, als Ma knapp 30 Jahre alt war.
Seine zweite Aufnahme, Inspired by Bach, kam heraus, als der Cellist gerade 40 geworden war; neben seinen Einspielungen enthielt diese Veröffentlichung auch sechs Filme über Ausdeutungen dieser Werke in anderen Kunstrichtungen. Yo-Yo Mas frühere Einspielungen der Cellosuiten, die ebenfalls bei Sony erschienen, waren Meilensteine unter allen Aufnahmen klassischer Musik wie auch in Mas Karriere. Mit Six Evolutions beginnt ein neues Kapitel in der Beziehung des 58-jährigen Cellisten zu diesen Werken.

Konzerte mit den kompletten Bach Cello Suiten:
01.08.18 Denver (US) Red Rocks Amphitheater
12.08.18 Cuyahoga Falls (US), Blossom Music Festival
02.09.18 Leipzig, Nikolaikirche
30.09.18 Berkeley (US), Greek Theatre at UC Berkeley
29.11.18 Washington (US), Washington National Cathedral
07.12.18 Montreal, Canada Montreal Bach Festival
(die Tour wird 2019 fortgesetzt)

Igor Levit – neues Album und exklusiver Showcase in Berlin
Im Oktober wird das langerwartete neue Album „Life“ von Igor Levit erscheinen.
Vorher, am 24. September 2018, wird Sony Classical zu einem exklusiven Showcase mit Igor Levit, nicht nur ein Pianist mit Weltgeltung, sondern auch ein streitbarer Kommentator gesellschaftspolitischer Zeitläufe, in die besonderen Räumlichkeiten der Galerie König nach Berlin einladen.

Leonidas Kavakos unterschreibt exklusiv bei Sony Classical
Leonidas Kavakos, einer der führenden Geiger unserer Zeit, ist ab sofort neuer Exklusivkünstler bei Sony Classical. Der gebürtige Athener, der für seine makellose Technik, wie für seine herausragende Musikalität bekannt ist, kehrt damit zu seinem früheren Label zurück.
Leonidas Kavakos, dessen Karriere 1985 mit dem Gewinn des Sibelius-Wettbewerbs begann, und der seitdem mit den namhaftesten Orchestern und Dirigenten auf den großen Konzertpodien der Welt auftritt, wird als erstes neues Projekt für Sony Classical das Violinkonzert von Ludwig van Beethoven aufnehmen. Dabei begleitet ihn das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das er dabei auch dirigieren und dessen Artist in Residence er in der Spielzeit 2018/19 wird. Die kompletten Solo-Sonaten und –Partiten von Johann Sebastian Bach wird die darauffolgende Albumveröffentlichung sein.

VERÖFFENTLICHUNGEN

Sony Classical


Sommernachtskonzert 2018
VÖ: 06.07., DVD-Nr.: 19075834019, Blu-ray-Nr.: 19075834039, Sony Classical
Wiener Philharmoniker, Valery Gergiev und Anna Netrebko: Sommernachtskonzert 2018 (DVD & Bluray)
Das diesjährige Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker mit Anna Netrebko und Valery Gergiev ist jetzt auch wetterunabhänigig in Ton und Bild nachzuerleben.

Bach - Trios for Oboe, Bassoon und Piano
VÖ: 13.07., CD-Nr.: 19075820812, Sony Classical

Sergio Azzolini und Maurice Bourgue Trio: Haydn, W.F. Bach, C.P.E. Bach - Trios für Oboe, Fagott und Piano
Trioklänge einmal anders. Statt Violine und Cello sind Oboe und Fagott zu hören. Mit Raritäten von Haydn und zwei Bach-Söhnen.
CD 1
Joseph Haydn (1732-1809)
Trio in D major, Hob. XV:16  
Trio in G major, Hob. XV:15
Trio in F major, Hob. XV:17

CD 2
Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)
Trio sonata in A minor, F. 49, BR B15
Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788)
Sonata in C minor, Wq. 78

Wilhelm Friedemann Bach
Sonata in C minor
(Viola-sonata, in Berlin as Johann Gottlieb Graun, in Washington in Vielerley by C.P.E. Bach as W.F. Bach)
Trio sonata in A minor, F. 49, BR B15
Sergio Azzolini (Fagott)
Maurice Bourgue (Oboe)
Kimiko Imani (Piano)

Hommage à Vivaldi
VÖ: 20.07., CD-Nr.: 19075836762, Sony Classical
Vivica Genaux und  Bach Consort Wien: Hommage à Vivaldi
Neben einem der bekanntesten geistlichen Werke Vivaldis, dem Nisi dominus, präsentiert Mezzosopranistin Vivica Genaux auch zwei rare Motetten als Beleg für Vivaldis verblüffende Vielfältigkeit.

Antonio Vivaldi (1678-1741)
In turbato mare irato, RV 627 (Motet for soprano, strings and basso continuo)
Kyrie in G minor, RV 587
Nisi Dominus, RV 608
Credo in E minor, RV 591
Sum in medio tempestatum, RV 632 (Motet in F Major)

Vivica Genaux (Mezzosopran)
Bach Consort Wien
Rubén Dubrovsky (Dirigent)
 
deutsche harmonia mundi

Concerti napoletani per mandolino
VÖ: 27.07., CD-Nr.: 19075841512, dhm
Artemandoline:Concerti napoletani per mandolino
Bisher unbekannte Werke aus der damaligen Musikmetropole Neapel als Weltersteinspielungen – Mandolinenkonzerte von Giovanni Paisiello, Giuseppe Giuliano, Domenico Caudioso und Carlo Cecere. Wer bisher mehr als einen dieser Namen kannte, bitte melden!

Giovanni Paisiello (1740-1816): Concerto for mandolin in E-flat major
Giuseppe Giuliano (18th century): Concerto for mandolin in B-flat major
Domenico Gaudioso (18th century): Concerto for mandolin in G major
Carlo Cecere (1706- 1761): Concerto for mandolin in A major
Giovanni Paisiello (1740-1816): Concerto for mandolin in C major

www.sonyclassical.de

Mittwoch, 27. Juni 18
Peter Gregson wird bei Deutsche Grammophon Exklusivkünstler und setzt "Recomposed"-Serie fort ~ Zum Auftakt erscheint Recomposed by Peter Gregson: Bach - The Cello Suites, eine zeitgenössische künstlerische Neuschöpfung
Eine Obsession ist es, die ihn treibt – Musik und Sound. Peter Gregson ist Cellist, Komponist, Medientüftler. »Ein Musiker muss etwas erschaffen, das in seiner Zeit Relevanz hat«, sagt er. »Man kann sich täuschen, wenn man starr auf eine Sache zusteuert. Ich hingegen will mich einlassen auf wechselnde Landschaften.«
 
Und Gregson lässt sich ein. Er schreibt Filmmusiken für Hollywood, erdenkt Partituren für Videospiele, hält Reden über die Wissenschaft des Klangs, um sich im nächsten Moment mit seinem Cello der Kammermusik zu widmen. Denn Gregsons Auseinandersetzung mit der Klassik ist kein Flirt. Er ging zunächst den ernsten Weg. Mit vier begann er Cello zu spielen, sein Studium absolvierte er an der Royal Academy of Music. Irgendwann dazwischen entdeckte er die Elektronik, ein Interesse, das ihn später ans MIT führte. Für Deutsche Grammophon hat er nun Bach Recomposed geschaffen und einen Meilenstein des Cellorepertoires in sein eigenes, unverwechselbares Idiom übersetzt. Das Album erscheint am 19. Oktober in der Reihe »Recomposed«, die Deutsche Grammophon 2005 startete und die bislang Werke von Matthias Arfmann, Jimi Tenor, Carl Craig/Moritz von Oswald, Matthew Herbert sowie das viel gerühmte Vivaldi Recomposed von Max Richter umfasst. Beim Reeperbahn Festival in Hamburg wird Gregsons Bach am 19. September uraufgeführt, die erste Single aus dem Album, »Prelude 1.1«, erschien gestern.
 
Bach Recomposed ist der Auftakt einer exklusiven Zusammenarbeit mit der Deutschen Grammophon.
 
Christian Badzura, Director New Repertoire, Deutsche Grammophon: »Ich bin sehr glücklich, dass Peter Gregson zur Deutschen Grammophon gekommen ist. Er ist gleichermaßen hervorragend als klassischer Instrumentalist und als Komponist und schafft so einzigartige, fesselnde Kompositionen und Klanglandschaften. Seine Leidenschaft für Musikproduktion und analoge Klänge sowie seine ungeheuren Kenntnisse auf diesem Gebiet sind ein weiterer Aspekt seiner vielen Talente. In seinem Debütalbum zeigt Peter seine aufrichtige Bewunderung für Bachs schnörkellose, zeitlose Musik, während er sie mit seiner eigenen raffinierten und doch spielerischen Musiksprache verbindet.«
 
Dr. Clemens Trautmann, Präsident Deutsche Grammophon: »Wir haben fünf Jahre mit der Reihe ›Recomposed‹ pausiert und werden sie jetzt mit Peter Gregson fortsetzen. ›Recomposed‹ ist inzwischen im kollektiven Bewusstsein verankert und hat viele Überarbeitungen oder Nachschöpfungen von Werken des klassischen Kanons inspiriert. Wir freuen uns sehr auf die Arbeit mit Peter Gregson, er ist ein großartiger Cellist und ein vielseitiger Komponist, der klassische Kammermusik, Filmmusik und Electronica gleichermaßen versteht.«
 
Peter Gregson wurde 1987 in Edinburgh geboren. Sein künstlerischer Durchbruch gelang ihm bereits 23-jährig mit seinem ersten Soloalbum, Terminal (2010). Es folgten Lights in the Sky (2014) und Touch (2015). Seine jüngsten Alben, Quartets: One und Quartets: Two (2017) wurden Grundlage von einem Ballett. Gregson Richter Jóhannsson, eine von Mute Records in Auftrag gegebene EP mit neuen Cellowerken von Max Richter und Jóhann Jóhannsson, erschien 2011. Cello Multitracks (2012) entstand aus einem Projekt mit dem Komponisten, Produzenten und DJ Gabriel Prokofiev. Gregsons erste abendfüllende Filmmusik, die er für Alan Rickmans A Little Chaos (2014; dt. Die Gärtnerin von Versailles) schrieb, wurde bei den World Soundtrack Awards für den Publikumspreis nominiert. Er hat seither Musik für Arran Shearings ersten Spielfilm, Forgotten Man (2017), und für Boundless, ein Open-World-Spiel für Playstation und PC komponiert. Gregson ist als Solocellist in vielen Fernseh- und Filmsoundtracks zu hören, von Sherlock der BBC (2014–17) bis zu Garth Davis’ Mary Magdalene (2018).
 
www.klassikakzente.de/peter-gregson

Mittwoch, 27. Juni 18
Das 49. Deutsche Jazzfestival Frankfurt 2018 Heimat, Blech und starke Frauen
Zeitgenössischen Jazz in seiner ganzen Vielfalt präsentiert die 49. Ausgabe des Deutschen Jazzfestivals Frankfurt. In Zeiten inflationären Gebrauchs des Begriffs „Heimat“ verbinden aktuelle Projekte junger Musikerinnen und Musiker die Suche nach der eigenen kulturellen Identität mit einer weltoffenen Haltung.
Weitere Programmakzente sind drei junge Trompeterinnen sowie eine Verbeugung vor der Ikone des Jazz made in Germany: dem Frankfurter Albert Mangelsdorff.

Erneut ist das Festival an verschiedenen Spielorten zu Hause: am 22. und vom 25. bis 28. Oktober in der Alten Oper Frankfurt, im hr-Sendesaal und im Künstlerhaus Mousonturm. Am Samstag gibt es außerdem ein After-Hours-Konzert im Festival-Hotel. Alle Tickets sind ab heute, 26. Juni, erhältlich. hr2-kultur überträgt die ersten vier Konzertabende live. Das Eröffnungskonzert ist außerdemals Livestream auf hr2.de und danach als Video-on-Demand zu erleben.

Auftakt in der Alten Oper
Mit einer Hommage an Albert Mangelsdorff, der am 5. September 90 Jahre alt geworden wäre, wird das Jazzfestival spektakulär eröffnet. In der Alten Oper Frankfurt treffen ehemalige Weggefährten auf musikalische Erben. Größen wie Joachim Kühn, Pierre Favre oder Christof Lauer erinnern an den weltberühmten Posaunisten. Die „Trombirds“ Nils Wogram, Stefan Lottermann und Samuel Blaser entwerfen neue Tongebäude auf dem von Albert Mangelsdorff errichteten Fundament. Als Höhepunkt lässt die hr-Bigband Kompositionen des berühmten Frankfurters im jazzorchestralen Rahmen erstrahlen - eigens arrangiert von Jim McNeely: „Never let it end!“

Konzerte im hr-Sendesaal
Die große Bandbreite und Faszination des europäischen Jazz zeigen im hr-Sendesaal Emile Parisiens hochkarätig besetztes Sfumato Quintet, das Allgäuer Original Matthias Schriefl mit der hr-Bigband und indischen Musikern, die genresprengenden Formationen Oddarrang und Shake Stew sowie die Trios der französischen Trompeterin Airelle Besson und des österreichischen Pianisten David Helbock. Dessen „Random/Control“ inszeniert mit überbordender Fantasie und entsprechend buntem Instrumentarium ein klangliches Panoptikum. Die Trompeterin Yazz Ahmed fasziniert mit hypnotischen Klanglandschaften, in denen sie die Urbanität ihrer Wahlheimat London mit ihren arabischen Ursprüngen in Bahrain zusammendenkt. Einem der größten Trompeter aller Zeiten, Miles Davis, huldigt das All-Star-Ensemble SFJAZZ Collective. Zusammen mit dem Quartett des Schlagzeugers Mark Guiliana vertritt es die US-amerikanische Szene auf diesem Festival.
Künstlerhaus Mousonturm

Die aus Slowenien stammende Pianistin Kaja Draksler und die portugiesische Trompeterin Susana Santos Silva gelten beide als ganz große Entdeckungen der jungen improvisierenden Szene. Gemeinsam unternehmen sie bei ihrem Matinee-Konzert eine herausfordernde Reise. Am Wegesrand: slowenische Volksmusikklänge ebenso wie klassische Moderne, Neue Musik und natürlich Jazz, besonders die freien Spielarten. Bei Kamaal Williams reichen die musikalischen Einflüsse von Herbie Hancock und anderen Größen des '70s -Jazzfunk bis zu elektronischen Under-ground-Genres wie Garage oder Grime. Nach Shabaka Hutchings' akustischer, weltmusikalischer Variante des dancefloor gängigen Postjazz im vergangenen Jahr kommt dieses Jahr mit Kamaal Williams eine elektronischere Spielart der aktuellen Londoner Crossover-Szene zum Abschlusskonzert des Festivals in den Mousonturm.

Das 49. Deutsche Jazzfestival Frankfurt 2018 ist eine Veranstaltung des Hessischen Rundfunks/hr2-kultur in Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt am Main/Dezernat für Kultur und Wissenschaft. Kooperationspartner sind die Alte Oper Frankfurt und das Künstlerhaus Mousonturm. Hotelpartner ist das Lindner Hotel & Residence Main Plaza Frankfurt.
Das Deutsche Jazzfestival, 1953 in Frankfurt gegründet, ist das älteste in Kontinuität stattfindende Jazzfestival der Welt. Der Hessische Rundfunk (heute hr2-kultur) ist seit den Anfängen mit dabei und veranstaltet das Festival in Kooperation mit der Stadt Frankfurt als festem Partner.

Tickets zum Preis ab 17 Euro (Alte Oper), 39,50 Euro (hr-Sendesaal), 15 Euro (Mousonturm) sowie Festivalpässe zum Preis von 162 Euro (Montag, Donnerstag bis Sonntag), 131,50 Euro (Montag, Donnerstag bis Samstag) und 99,50 Euro (Donnerstag bis Samstag) inklusive Gebühren und RMV gibt es beim hr-Ticketcenter, Tel.: 069/155-2000, bei allen bekannten Vorverkaufsstellen und – soweit noch verfügbar – an der Tageskasse (Matinee) und den Abendkassen. Das Konzert der „Echoes of Swing“ in Harry’s New York Bar im Hotel Lindner ist kostenlos.

Alle Details
Konzerte: Montag, 22. Oktober, 20 Uhr, Donnerstag, 25. bis Samstag, 27. Oktober, 19 Uhr und 23 Uhr (nur am Samstag), Sonntag, 28. Oktober, 12 Uhr und 20 Uhr, Alte Oper Frankfurt, Opernplatz, 60313 Frankfurt, hr-Sendesaal, Bertramstraße 8, 60320 Frankfurt am Main, Künstlerhaus Mousonturm, Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main, Lindner Hotel & Residence Main Plaza, Walther-von-Cronberg-Platz 1, 60594 Frankfurt am Mainstraße 4, 60316 Frankfurt am Main
Sendungen: Montag und Donnerstag bis Samstag live in hr2-kultur Livestream: Montag, 22. Oktober, 20 Uhr auf www.hr2.de/jazzfestival, danach als Video-on-Demand

Weitere Infos: www.hr2.de/jazzfestival

Dienstag, 26. Juni 18
Abschluss des Impulse Theater Festivals
Vom 13. bis 24. Juni 2018 fand das Impulse Theater Festival 2018 im Ringlokschuppen Ruhr, im FFT Düsseldorf und in der studiobühneköln statt. Insgesamt kamen über 4.000 Besucher zum Festival. Mit den drei Schwerpunkten Showcase, Stadtprojekt und Akademie hat der künstlerische Leiter Haiko Pfost in seiner ersten Festivalausgabe erfolgreich eine neue Struktur für das Impulse Theater Festival gesetzt. Damit haben die Impulse erneut ihre herausragende Bedeutung als Treffpunkt, Labor und Leistungsschau der Freien Szene unter Beweis gestellt.

Haiko Pfost, künstlerischer Leiter der Impulse 2018 – 2020: „Das diesjährige Impulse Theater Festival hat deutlich gezeigt, wie vital und eigenständig die Freie Szene ist. Die Bestandsaufnahme mit den eingeladenen Produktionen, wie auch die Diskussionen rund um das Festival und die Erlebnisse im Stadtprojekt bestätigten die Aufbruchsstimmung in der Szene, drängende Zukunftsfragen aktiv mitzugestalten. Auch in kommenden Jahren wollen wir wieder unsichere Begegnungen schaffen und Menschen mit ganz unterschiedlichen Vorstellungen davon, was gut und richtig ist, zusammen- und in den Dialog bringen.“ Dr. Christian Esch, Direktor des NRW KULTURsekretariats, ergänzt: „Mit dem weiter geschärften Profil der bedeutendsten Plattform der Freien Szene im deutschsprachigen Raum zeigen die Städte in NRW einmal mehr ihre Kraft und Kreativität bei der Gestaltung und Ermöglichung herausragender Kulturereignisse mit internationaler Strahlkraft.“

Die 31 Vorstellungen der zehn eingeladenen Showcase-Produktionen an elf Festivaltagen waren zu 94% ausgelastet. Im Ringlokschuppen Ruhr wurden alle vier Bühnen und der Club bespielt. Hier wurden die herausragendsten und kühnsten Arbeiten der letzten Saison gezeigt. Eingeladen vom sechsköpfigen Impulse-Beirat wurden: Annalyzer / Covic / de Rooij / Jina / Mdluli / Schupp PINK MON€Y, Madalina Dan und Agata Siniarska Mothers of SteeL, Flinn Works Global Belly, Julian Hetzel The Automated Sniper, Florentina Holzinger Apollon, Roland Rauschmeier mit Alex Bailey Consumption As A Cause Of Coming Into Being, She She Pop Oratorium, Thom Truong Enjoy Racism, Teresa Vittucci All Eyes On, David Weber-Krebs The Guardians of Sleep. Bis auf She She Pop waren alle Künstler*innen erstmals bei den Impulsen vertreten.

Bereits die Eröffnung mit Corsin Gaudenz‘ DORF THEATER und PINK MON€Y an einem Abend zeigte die thematische und ästhetische Spannbreite des Festivals. Inhaltlich drehte sich das Festival um neue (Körper-)Bilder von Männern und Frauen, die Konstruktion von Nationalmythen, Nähe und Distanz in der digitalen Gesellschaft vom Krieg bis zur Liebe, die ethischen Dilemmata privilegierter Menschen vom Rassismus bis zur Leihmutterschaft, sowie die ökonomischen Gräben, die unsere Gesellschaft durchziehen – Themen, die auch nach den Vorstellungen bis spät in den Abend noch für erhitzte Diskussionen sorgten.

Für die Produktionen MOTHERS OF STEELL und ENJOY RACSIM vom Thom Truong mussten aufgrund der hohen Nachfrage Zusatzvorstellungen angesetzt werden. Sehr gut angenommen wurden ebenfalls die Publikumsgespräche mit den Künstler*innen und Expert*innen zu den jeweiligen Themen.

In Köln trafen sich Akteure der Freien Szene zur ersten Impulse-Akademie, die mit Exkursionen und Diskussionsformaten ein Forum für den Austausch über Produktion und Ästhetik des Freien Theater „zwischen Dorfplatz und Weltmarkt“ bot – damit ist die Impulse-Akademie als Ort der Selbstverständigung der Freien Szene etabliert. Die zweite Akademie mit vier viertägigen Workshops zur Frage, wie sich bestimmte Produktionsweisen und Probenverfahren auf Ästhetiken und Aufführungsformate auswirken, hat junge Künstler*innen zusammengebracht. In „unsicheren Begegnungen“ trafen sich auch hier externes Expertenwissen und künstlerische Praxis zum wechselseitig befruchtenden Dialog.

Das Festival endete am Sonntag den 24. Juni mit dem Abschluss des Stadtprojekts WENN DIE HÄUSER TRAUER TRAGEN. Der Anbau des Wilhelm-Marx-Hauses in Düsseldorf, in dem auch das FFT Juta noch untergebracht ist, soll verkauft werden: Damit verabschieden sich viele Institutionen in eine ungewisse Zukunft, die sich dem Gemeinwohl widmen. In Führungen und auf eigene Faust erkundbaren Abschiedspfaden konnten Besucher*innen das Haus kennenlernen und künstlerische Interventionen von fünf Gruppen (katze und krieg, K.U.R.S.K, plan b, Quast & Knoblich, Christine Rollar und Hendrik Scheel, Barbara Ungepflegt) erleben, die gemeinsam mit den Nutzer*innen des Gebäudes erarbeitet wurden.

Im nächsten Jahr wird in Düsseldorf das Festival mit dem Showcase eröffnet, während Akademie und Stadtprojekt nach Mülheim an der Ruhr bzw. Köln wandern.

www.impulsefestival.de

Dienstag, 26. Juni 18
FRANKFURT GEHT AUS! 2019 ~ 30 Jahre Genuss pur – Die Jubiläumsedition
Am gestrigen Montag, den 25. Juni, erschien die 30. Edition des großen Frankfurter Restaurantführers FRANKFURT GEHT AUS! als Jubiläumsedition mit einer Druckauflage von 55.000 Exemplaren. Die Tester haben auch in diesem Jahr wieder Hunderte Frankfurter Restaurants besucht und bewertet.
Nur die besten Lokale kommen auch ins Heft, übersichtlich rubriziert in Top-Listen für jeden Anlass und Geldbeutel. Und natürlich hat die Redaktion auch wieder einige Restaurants gefunden, um die man besser einen großen Bogen macht – seien Sie gespannt auf die Flops des Jahres!
Ebenfalls am 25. Juni stehen die neuen Top-Listen und Kritiken auch für die Nutzer der JOURNALApp zur Verfügung. Wer die App schon hat, muss sie nur starten – das neue Heft lädt automatisch.
Wer sie noch nicht hat, wird im App-Store oder im Google Play-Store fündig. ACHTUNG: Im Jubiläumsjahr kostet die App statt 9,99 € NUR 6,99 €.

Die redaktionellen Highlights
30 Jahre FRANKFURT GEHT AUS! – wie konnte es nur so weit kommen? Diese spannende Geschichte erzählt ein Mann der ersten Stunde, und das nicht nur ausführlich, sondern auch ausgesprochen unterhaltsam und mit interessanten Anekdoten aus den Gründerjahren. Zudem hat sich die Redaktion
anlässlich des Jubiläums erstmals bei den Top-Köchen der Stadt nach ihren Lieblingsrestaurants erkundigt. Wo die Küchenchefs am liebsten Essen gehen, erfährt man im aktuellen Heft! Zum runden Geburtstag hat die Redaktion auch ihre Leser nach ihren Lieblingsadressen befragt und zudem die Frage nach dem
schlimmsten Restaurantbesuch gestellt – gleich vier spannende Listen sind das Ergebnis. Nach 30 Jahren muss man auch mal diejenigen würdigen, die sonst nie an der Reihe und dennoch nicht nur liebenswert, sondern ausgesprochen wichtig für das soziale Leben dieser Stadt sind. Von Doctor Flotte bis zur guten
Stute – die Redaktion hebt das Glas auf die Kultpinten der Mainmetropole! Ein fulminantes Gewinnspiel im Gesamtwert von über 40.000 Euro rundet das Jubiläumspaket schließlich ab.

Außerdem im Heft:
Die Redaktion hat ein Jahr später getestet, ob die Flops des Vorjahres dazugelernt haben und veröffentlicht die Ergebnisse unter der Überschrift „Einmal Flop, immer Flop?“. Mit ihrem schon legendären Backstage-Kurs führt die Genussakademie die Teilnehmer ein weiteres Mal hinter die Kulissen von FRANKFURT GEHT AUS! und zeigt, wie Restauranttester arbeiten. Natürlich dürfen auch die spannendsten Event-Locations für private Feierlichkeiten nicht fehlen und die Frankfurter Stadtevents stellen ihre neuesten kulinarischen Führungen vor. Für alle, die selbst gern kochen, liegt dem neuen FRANKFURT GEHT AUS!
als Zugabe außerdem die neue Ausgabe des GENUSS-MAGAZINS als Heft im Heft mit dem kompletten Programm der Genussakademie bei, der erfolgreichsten Kochschule der Region. Alles in allem wieder ein rundes Heft, das übersichtlich von A-Z, von Top bis Flop für die nächsten 12 Monate einen sicheren und vor allem genussvollen Restaurantbesuch garantiert!

Die Restaurants
Mit über 300 empfehlenswerten Adressen ist das komplette Spektrum der Frankfurter Gastronomielandschaft vertreten – von exklusiven Gourmet-Tempeln über exotische Geheimtipps bis hin zu brodelnden Szene-Bars, die man nur findet, wenn man ganz genau weiß, wo man klingeln muss. Jeder Geschmack und jeder Geldbeutel wird dabei in den verschiedenen Top-Listen berücksichtigt – gut essen gehen war noch nie so einfach!
Für die Tester gelten dabei natürlich strenge Regeln: Alle Restaurants werden anonym getestet, alle Rechnungen selbst bezahlt. Die Auswahl und Bewertung der Restaurants durch die Redaktion erfolgt ausschließlich aufgrund ihrer Qualität, und im Falle eines Flops wurden die schlechten Küchenleistungen durch die Besuche mehrerer unterschiedlicher Tester an verschiedenen Tagen bestätigt.

Auch wenn FRANKFURT GEHT AUS! nach nun drei Jahrzehnten vertraut wirkt: Die beliebten Top –Listen werden nicht nur jedes Jahr neu getestet, sondern auch regelmäßig auf ihre Aktualität geprüft. Das beschert uns in diesem Jahr gleich vier ganz neue Top-Listen und einen Wiederkehrer: Die Top-Liste Cafe Avantgarde ist die logische Schlussfolgerung aus der Entwicklung neuer Konzepte, die nichts mehr mit der bekannten Kaffeehaus-Gemütlichkeit zu tun haben. Hier steht Kaffee selbst als modern interpretiertes Kultgetränk im Vordergrund und die Top-Adresse für solchen Genuss lautet in diesem Jahr Hoppenwoth & Ploch. Die bekannten Klassiker finden die Leser nach wie vor in der nun auf fünf Plätze reduzierten Liste Kaffee & Kuchen, die auch diesmal wieder vom Cafe Siesmayer angeführt wird. Lunch ist in Frankfurt ein immer wichtigeres Thema, also hat die Redaktion gleich drei neue Listen ins Leben gerufen. Unter Mittagessen international laden die attraktivsten Länderküchen zum Lunch – hier konnte das Baltique seinen Spitzenplatz aus dem Vorjahr in der (nun überflüssigen) Liste Snack & Weg verteidigen. Bei Mittagessen hip findet man die wirklich modernen Lunch-Konzepte – hier konnte das DeliKat by Lieberberg auf Anhieb überzeugen und Platz eins im Sturm erobern. Wer zwischen 12 und 14 Uhr schlicht und einfach gut essen möchte, findet unter der klassischen Überschrift Imbiss das Richtige. Platz eins belegt hier ein brandneues vietnamesisches Konzept: King’s Banh Mi heißt die kleine, ausgesprochen feine Bude in Frankfurts City! Schließlich hat die Zahl der Weinbars in der Mainmetropole schlagartig zugenommen, so dass die Redaktion das Thema wieder auf ihre Agenda genommen und die fünf besten Adressen der Stadt in einer Top-Liste zusammengefasst hat – souverän vom Le Vingtneuf im hippen Frankfurter Bahnhofsviertel angeführt.

In den bekannten Toplisten gibt es sowohl Überraschungen als auch vertraute Positionen. So kann das letztes Jahr eröffnete Restaurantschiff Backschaft erneut die Pole-Position der Liste Eat and Meet Hot Spots erringen und auch die zweite Liste zum Thema Essen und gesehen werden gehört dem Vorjahressieger: Das Moriki begeisterte die Tester uneingeschränkt und findet sich somit ein weiteres Mal auf Platz eins der Liste Eat & Meet Deluxe. Ein vertrauter Name, aber neue Betreiber: Das neue alte Estragon schlug in diesem Jahr ein wie eine Bombe und belegt den ersten Rang der Liste Bistros & Brasserien, während der Vorjahres-Erste Mon Amie Maxi auf den fünften Rang zurückfiel. Auch bei den chinesischen Restaurants gibt es bemerkenswerte Neueröffnungen. Madame Mei geht von Null auf Eins in ihrer Länderliste, doch die Neueröffnung des Jahres befindet sich am Walther-von-Cronberg-Platz: Mit dem neuen Biancalani verblüffte und begeisterte Inhaber Tom Bock zusammen mit seinem Küchenchef Christoph Kubenz die Tester, ist somit die Neueröffnung des Jahres und gleichsam der erste ernsthafte Konkurrent für Sternekoch Carmelo Greco, der in diesem Jahr noch Platz 1 der Liste Italian Fine Dining belegt, sich aber in Zukunft warm anziehen muss – das Biancalani folgt direkt auf dem zweiten Rang!

Alle Jahre wieder stellt sich natürlich die Frage nach dem besten Koch der Stadt und eigentlich kennt man schon die Antwort – ein weiteres Mal stellte Andras Krolik eindrucksvoll unter Beweis, dass er zu den besten Küchenchefs der Republik gehört. Im letzten Jahr gab es zum Tigerpalast noch jede Menge Fragezeichen, denn ein Küchenchef war gegangen und der zweite noch nicht am Start, doch diesmal setzt der neue Mann am Herd Coskun Yurdakul hinter den Namen dieser legendären Adresse ein dickes Ausrufezeichen und erobert souverän den zweiten Platz zurück. Das bedeutet für Patrick Bittner einen Platz nach hinten: Die drei Top-Köche der Stadt unterscheiden sich derart knapp voneinander, dass nur kleinste Unterschiede das Rennen entschieden haben – und Bronze ist für das Restaurant Français mit Sicherheit immer noch eine tolle Auszeichnung!

Auf Platz vier und fünf finden sich zwei alte Bekannte, doch diesmal in neuem Licht. Das Weinsinn ist unterdessen ins Bahnhofsviertel gezogen und hat gleich zwei Wechsel am Herd hinter sich. Neuzugang Julian Stowasser kochte sich und sein Team nun auf Anhieb auf Platz vier, gefolgt vom Gustav, das wiederum mit innovativer Kochkunst begeistern konnte. Der ehemalige Küchenchef des Weinsinn Andre Rickert kochte übrigens das Bidlabu ruck-zuck auf den ersten Platz der Liste Junge Deutsche Küche. Wo wir schon dabei sind: Auch im Seven Swans gab es einen Wechsel. Ricky Sawards interpretiert die vegetarische Küche hier nun noch radikaler als sein Vorgänger Jan Hoffmann. Ausschließlich Produkte der hauseigenen Braumannswiesen im Nahen Bad Homburg werden überzeugend zu kulinarischen Kunstwerken verarbeitet und das bedeutet nicht nur Platz sechs in der Exklusiv-Liste, sondern auch Platz eins der vegetarischen Restaurants. Für Mario Lohninger geht es wiederum einen Platz nach vorn auf Platz sieben, während er die Pole der Österreichischen Restaurants souverän verteidigt, den achten Rang belegt Andre Großfeld in der Villa Merton, Ernos Bistro rutschte wegen kleiner Fehler auf den neunten Rang und Thomas Haus ist mit seinem Restaurant Goldman wieder unter den Exklusiven auf dem zehnten Platz zu finden.

Die Flops
Die Tester von FRANKFURT GEHT AUS! haben aber auch in diesem Jahr nicht nur gute Erfahrungen gemacht. Die schlimmsten neun davon – durch mehrmalige Besuche bestätigt –, finden sich auf der gefürchteten Flop-Liste, einer konnte noch um Garnelenbreite in allerletzter Minute die gefürchtete Platzierung abwenden. Besuch auf eigene Gefahr!

Wenn ein Restaurant mit Pulled pork wirbt, dann sollte das auch richtig gut sein. Nicht so in der Dicken Wutz. Hier konstatierte ein Tester: „Jedes Pulled Pork, das ich bisher gegessen habe, ob aus dem Kombidämpfer, aus dem Sous Vide-Becken oder sogar vom Discounter um die Ecke war besser als das, was uns hier serviert wurde.“ Richtig enttäuschend war auch der Besuch des Breeze. Das nach seiner Eröffnung elegante und kulinarisch anspruchsvolle Restaurant serviert seinen Gästen nun Asia-Food auf Imbiss-Niveau – nur schlechter. Angetrockneter Reis und knatschige Garnelen sind hier kein Einzelfall. Schockiert waren die Tester auch von den bei Alims Fischimbiss servierten Speisen. Hier gibt es „Stücke von unangenehm nach Fischabfall riechendem Etwas in dicker Panade, die wir rein optisch niemals als Backfisch identifiziert hätten“, berichtet eine entsetzte Testerin. Der Hype um das mit großem Medienrummel eröffnete Five Guys ist vorüber und der kulinarische Alltag unterdessen schlimmer als nur trist. So zerfallen die Brötchen der Tester schon beim zweiten Bissen, von Fleischgeschmack keine Spur, das Ganze zerfällt in wässrige Klumpen, die Fritten sind wabbelig und völlig übersalzen. Die Erfahrungen in der Konstifood-Station direkt auf der Konstablerwache ergab eine klare Ansage an die Besucher: Dies ist eine Endstation, doch richtig furchtbar wurde es bei mehreren Besuchen des Moti Mahal, wo nicht nur ein völlig verhunzter Salat mit Banane, Gurke und Joghurtdressing, sondern auch schwarz verbrannte Lammfleischstücke und völlig matschig verkochtes Gemüse für Fluchtreflexe sorgten. Da war der Besuch in der Schönen Aussicht in Bergen noch erträglich zu nennen, denn hier wurde „nur“ richtig schlecht gekocht, während die Weinauswahl und der tolle Blick immerhin milde stimmten ... doch wehe, man bestellt etwas zu essen! Ganz nach unten und das nicht nur im architektonischen Sinne ging es im Palms Garden. Was auf den Büffets des riesigen Keller-Restaurants angeboten wird, spottet wirklich jeder Beschreibung und muss laut kleiner Schildchen auf den Tischen unter Androhung von Bußgeldern auch noch aufgegessen werden. Den Gipfel des schlechten Geschmacks erklommen die Tester schließlich auf dem Römerberg, denn im neu renovierten, wirklich toll umgebauten Römerbembel kocht man tatsächlich noch schlechter als im alten. Angesichts von nach Pappe schmeckendem Zander, verdorben schmeckender Sprühsahne und trockenem, knorpeligem Frankfurter Schnitzel zeigten hier alle Daumen nach unten.

FRANKFURT GEHT AUS! 2019 – Ab sofort für nur 6,80 € im Zeitschriftenhandel oder versandkostenfrei über www.journal-frankfurt.de/shop 

Montag, 25. Juni 18
Zwei heitere Premieren beim AUFTAKT! von ROSSINI in Bad Wildbad
Bad Wildbad bereitet sich auf die große Eröffnung der 30. Festivaledition vor. Sie soll am 12. Juli um 20.00 Uhr über den Wipfeln des Sommerbergs stattfinden. Solisten und der Festivalchor singen Vokalquartette, Klavierkantaten und die wunderbaren Trois Choeurs religieux für Frauenchor, die besonders gut zum erhabenen Ausblick auf dem Turm des Baumwipfelpfades passen.

Am Freitag, 13. Juli um 19.00 Uhr wird das Gastspiel der Staatsoper Russe (Bulgarien) seine Premiere der Buffa DIE VERRÜCKTE VERWECHSLUNG (L'equivoco stravagante) im Königlichen Kurtheater feiern.

Die Oper ist gespickt mit Zweideutigkeiten und grotesken Situationen. Ernestina (Antonella Colaianni), die Tochter des neureichen Bauern Gamberotto (Giulio Mastrototaro) vergräbt sich, unerfahren in Sachen Liebe, in ihre Bücher. Als ihr der Vater einen noch reicheren Bräutigam, Buralicchio (Emanuel Franco), zuführt, schaffen es der arme, verliebte Ermanno (Patrick Kabongo) und ihre Diener Frontino (Sebastian Monti) und Rosalia (Eleonora Bellocci), den Bewerber mit einer derben Lüge zu verschrecken: das Mädchen sei in Wirklichkeit ein verkleideter Kastrat... José Miguel Peréz-Sierra dirigiert. Es gibt noch Restkarten für diese Vorstellung. Weitere Aufführungen am 18., 22., 26. und 29. Juli.

Die Premiere der Farse La cambiale di matrimonio – DER HEIRATSWECHSEL am Samstag, 14. Juli, ist Lorenzo Regazzos Wildbader Regiedebüt und seit Wochen ausverkauft. Mit Victoria Kunze als Fanni, Matija Meic als ihr Vater Mill, Roberto Maietta als Slook aus Kanada, Javier Povedano als Norton, Xiang Xu als Eduardo und Maria Rita Combattelli als Clarina ist das Sänger-Plateau auf höchstem Niveau. Jacopo Brusa, ein Schüler von Antonino Fogliani, steht am Pult.

Am Sonntag, 15. Juli, wird es vormittags um 11.15 Uhr das erste ROSSINI&Co.-Konzert geben. Die Masterclass von Raúl Giménez stellt ihre Ergebnisse vor. Ab dem 8. Juli ist es möglich, als Zuschauer dem Unterricht zu folgen.

Der Musikalische Leiter Antonino Fogliani wird am selben Tag um 15.00 Uhr im Forum König-Karls-Bad die PETITE MESSE SOLENNELLE dirigieren. Es singen Silvia Dalla Benetta, Marina Comparato, Mert Süngü u.a. Zusätzlich wird Contraltistin Antonella Colaianni, begleitet von Michele D'Elia, Rossinis Solokantate GIOVANNA D'ARCO darbieten.

www.rossini-in-wildbad.de

Montag, 25. Juni 18
Erfolgreiche Festspiele Zürich 2018
Die Festspiele Zürich 2018 blicken auf eine erfolgreiche 22. Ausgabe zurück. Mehr als 120’000 Zaungäste zählten die Veranstalter im Verlauf der Festspiele auf dem neuen Festspielzentrum Münsterhof und in der Kunstinstallation “Future Forest”, die in Zusammenarbeit mit der HSR Hochschule für Technik Rapperswil entstand. “Die Öffnung der Festspiele Zürich hin zur ganzen Bevölkerung hat funktioniert” konstatiert Alexander Keil, Geschäftsführer der Festspiele Zürich. Keil weiter “Mehr noch: Die Zürcherinnen und Zürcher scheinen sich verliebt zu haben in den pinken Kunstrasen und die Future Forest-Installation. Davon zeugen die unzähligen Bilder auf den sozialen Medien. Für uns bedeutet das: Das Festspielzentrum Münsterhof ist auch für 2020 gesetzt”.
 
Gratisveranstaltungen ein voller Erfolg
Ob Eröffnungsfest, Openair-Konzert des Tonhalle-Orchester Zürich, Familientag oder Beauty Campus: Die vier Gratisveranstaltungen auf dem Münsterhof wurden von insgesamt mehr als 10’500 Besuchenden gern und gut angenommen. Belén Montoliú, Kuratorin der Festspiele 2018: “Es war faszinierend zu sehen und zu erleben, wie sich die Zürcherinnen und Zürcher mit dem Thema «Schönheit/Wahnsinn» auseinandergesetzt haben. Die Festspiele auf die Strasse zu bringen, war ein grosser Erfolg und ich danke dem Festspielpublikum für ihr Vertrauen und die Offenheit”.
 
Zusammenarbeit der Zürcher Kulturinstitutionen zieht rund 72’500 Besuchende an
Auch die mehr als 140 Veranstaltungen in den über 30 beteiligten Institutionen, von Kunsthaus zu Schauspielhaus, über Museum Rietberg bis hin zum Miller’s im Seefeld, konnten sich über eine stattliche Besucherzahl erfreuen. In vielfältigsten Darbietungen und Variationen äusserten sich die Künstlerinnen und Künstler zum Festspielthema. Christoph Becker, Direktor des Kunsthaus Zürich und Leiter der Künstlerischen Kommission der Festspiele Zürich: “Ob Schwerpunkt “Zürcher Seide”, “Fashion Drive - Extreme Mode in der Kunst” oder die Kooperation mit Musikschule Konservatorium Zürich: Wir freuen uns sehr darüber, wie gut die Zusammenarbeit zwischen den Zürcher Kulturinstitutionen geklappt hat. Und das Beste: Die rund 72’500 Besucherinnen und Besucher der Zürcher Kulturinstitutionen haben das erkannt und wahrgenommen”.
 
Die Festspiele Zürich finden alle zwei Jahre während drei Wochen im Juni statt. Sie werden gemeinsam von Kunsthaus Zürich, Opernhaus Zürich, Schauspielhaus Zürich, Tonhalle­-Gesellschaft Zürich und vielen weiteren Kulturinstitu­tionen der Stadt und des Kantons Zürich (u.a. Gessnerallee Zürich, Museum Rietberg, Theater Neumarkt, Theater Rigiblick, Volkshochschule Zürich) veranstaltet. Das mit jeder Ausgabe wechselnde Festspielthema bildet den Inspirations­punkt für mehr als 140 Veranstaltungen in den Sparten Oper, Musik, Theater, Bildende Kunst, Literatur, Tanz und Perfor­mance. Das neu gestaltete Festspielzentrum, mit seinen kosten­frei zugänglichen Veranstaltungshighlights vom Familientag bis zum Open Air-­Konzert, lädt die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt und ihre Gäste dazu ein, die Vielfalt und Lebendigkeit der Zürcher Kulturszene zu entdecken und gemeinsam zu feiern.

www.festspiele-zuerich.ch

Samstag, 23. Juni 18
BUCH AN BORD – Wer will im Urlaub schon aufs Gewicht achten ~ Für Buchfreunde spendieren Condor und JETZT EIN BUCH! ein Kilo Extra-Freigepäck
Buchfreunde aufgepasst: Wer vom 1. Juli bis 31. August 2018 mit Condor verreist, erhält ein Kilo Extra-Freigepäck für Lesestoff!  JETZT EIN BUCH!, die Kampagne der deutschen Buchbranche, und der Ferienflieger Condor starten zum dritten Mal die Aktion „Buch an Bord“. Voraussetzung für das Angebot ist der Aktions-Aufkleber auf dem Koffer. Und den gibt’s ab jetzt wieder in Buchhandlungen. Nebenbei kann man sich beim Abholen über passende Reiselektüre informieren.

„Bücher sind die perfekte Begleitung für die Auszeit aus dem Alltag. Mit ‚Buch an Bord‘ sorgen wir gemeinsam mit Condor dafür, dass Leserinnen und Leser beim Kofferpacken an Büchern nicht sparen müssen. Der Buchhändler oder die Buchhändlerin vor Ort helfen dabei, den richtigen Lesestoff zu finden, passend zum persönlichen Geschmack oder dem Reiseziel“, sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

André Horn, Leiter Vertrieb Deutschland bei Condor, ergänzt: „Wir freuen uns diese großartige Aktion auch in diesem Jahr, bereits zum dritten Mal, unterstützen zu können. Dem Lesemarathon  in einer  unserer rund 80 Traumdestinationen steht damit nichts mehr im Weg‘.“

2016 nahmen pro Aktionsmonat 17.500 Reisende an der Aktion teil“, 2017 waren es bereits 20.000 glückliche Leserinnen und Leser.

Die Aktionsaufkleber werden kostenlos verteilt, die Ausgabe ist nicht an einen Buchkauf gebunden. Den Weg zu einer Buchhandlung in Ihrer Nähe zeigt die Buchhandlungs-Suchmaschine www.buchhandlung-finden.de.

Flugreise für zwei zu gewinnen
Zusätzlich verlosen Condor und JETZT EIN BUCH! über die Facebook-Seite www.facebook.com/jetzteinbuch eine Flugreise wahlweise nach Curaçao oder Kuala Lumpur für zwei Personen, zusammen mit einem Bücherscheck über 250 Euro. Außerdem locken 20 Bücherschecks im Wert von je 25 Euro.

Hintergrundinformationen
Die Aktion „Buch an Bord“ ist eine Kooperation von JETZT EIN BUCH! und Condor und läuft vom 1. Juli bis 31. August 2018. Mitmachen können alle Fluggäste, die in diesem Zeitraum mit dem Ferienflieger Condor unterwegs sind (Check-in für einzelnen Flug im Aktionszeitraum, gilt nicht für früheren Hin- oder späteren Rückflug). Die Teilnahme-Aufkleber gibt es ab sofort bundesweit in Buchhandlungen. Den Weg zur nächsten Buchhandlung zeigt die Suchmaschine www.buchhandlung-finden.de.

JETZT EIN BUCH! ist eine bundesweite Initiative der deutschen Buchbranche, die im März 2013 auf der Leipziger Buchmesse startete. Verantwortlich für die Kampagne ist der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. Ziel ist es, Menschen für Bücher zu begeistern und den Buchhandel vor Ort zu stärken. Im Mai 2017 wurde die Kampagne, die unter dem Motto „Vorsicht Buch!“ begann, in JETZT EIN BUCH! umbenannt.
www.jetzteinbuch.de | www.facebook.com/jetzteinbuch

Die Thomas Cook Group Airline gehört zu den größten Airlines in Europa. Die Fluggesellschaft ist Teil der Thomas Cook Group. Als Condor Flugdienst GmbH fliegt das Unternehmen seine Gäste seit 1956 an die schönsten Ferienziele der Welt. Mit einer Flotte bestehend aus 100 Flugzeugen bringt die Airline jährlich 18,5 Millionen Passagiere zu mehr als 130 Destinationen. 8.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten mit Leidenschaft daran, den Kunden stets im Mittelpunkt zu haben. Dies belegen mehr als 60 Auszeichnungen, die die Airline in den vergangenen fünf Jahren erhielt.

Samstag, 23. Juni 18
Die Kammeroper Frankfurt präsentiert zwei Opern im Palmengarten: Domenico Sarros Der Impresario von den Kanaren (Frankfurter Erstaufführung) und Ruggero Leoncavallos Der Bajazzo

© Kammeroper Frankfurt

Die Kammeroper Frankfurt betritt in diesem Sommer im Palmengarten neue Pfade. Gleich zwei Opern werden dort unter dem nächtlichen Sternenhimmel zu erleben sein: der weltberühmte veristische Reißer „Der Bajazzo“ von Ruggero Leoncavallo und eine burleske Barockoper: „Der Impresario von den Kanaren“ von Domenico Sarro, die erstmals in Frankfurt zu sehen sein wird.
Die Kombination ist außergewöhnlich. Der melodramatische „Bajazzo“, der das bekannteste schmerzliche Lachen der Opernliteratur enthält, wird meistens mit der zeitgleichen „Cavallaria rusticana“ kombiniert. Auch die Kammeroper kostet das Melodram voll aus, aber hebt den Commedia dell Arte-Charakter der Oper und das schillernde „Spiel im Spiel“ des „Bajazzo“ hervor. Dazu passt Sarrros „Impresario“ vorzüglich: Die Barockperle von 1724 präsentiert uns einen zwielichtigen, singenden Intendanten, der versucht, - frei nach dem Motto „Singen Sie schön, der Rest ist egal“ - eine Sängerin zu verführen. Das bietet aktuell nicht nur Einblicke in das Operngeschehen des Barock, sondern spiegelt auch unruhige und heutige Begegnungen wieder.

Leoncavallo sprengt im „Bajazzo“ die traditionelle Commedia-Form seiner Oper, indem er das Spiel im Spiel auf ein böses Ende zusteuern lässt. Vor den Augen eines entsetzten Publikums schlägt die Commedia dell' Arte um in die Commedia della morte. Aus Spiel wird plötzlich Ernst, der eifersüchtige Canio wird zum Doppelmörder mit Publikum.
Beide Opern werden in einem Bühnenraum gespielt, sie zeigen klassische Alltagssituationen die eskalieren. Liebe, Verzweiflung, Hass, verräterische Arien und komische Kantilenen, pralles Musiktheater verschiedener Zeitalter also zeigt die Kammeroper ab dem 21. Juli im schönsten Opernhaus Frankfurts: dem sommerlichen Palmengarten.

www.kammeroper-frankfurt.de

Samstag, 23. Juni 18
Bregenzer Festspiele: Proben für "Carmen" haben begonnen
Am vorgestrigen Donnerstag, exakt vier Wochen vor der Wiederaufnahme von Carmen auf der Seebühne, starteten die Proben für das Spiel auf dem See. Bis jedoch alle beteiligten Künstler angekommen sind, dauert es noch: Erst am 9. Juli ist der erste Einsatz der Wiener Symphoniker terminiert. Stück für Stück setzt sich bei den Bregenzer Festspielen ein komplexes Mosaik zusammen, wie Operndirektorin Susanne Schmidt im Wochenpost-Interview erklärt.

Solisten unter sich
„Klein und fein“ ging es am Donnerstag los: „Zuerst proben die neuen Solisten mit Klavierbegleitung. In diesem Jahr haben wir einen neuen Don José und zwei Micaëlas. Da es unbedingt eine Carmen bei diesen Proben braucht, ist uns extra eine frühere Solistin eingesprungen“, sagt Susanne Schmidt. Die Künstler haben zwei Tage Zeit, um allein ihre großen Szenen einzustudieren. Am Samstag stoßen fünf mittelgroße Rollen – Zigeunerinnen und Schmuggler – dazu.

Eng getaktet
Mit der Zeit nehmen die Proben immer größere Ausmaße an: Es folgen die erfahrenen Solisten, die bereits im Vorjahr dabei waren, dann Schritt für Schritt Tänzer, Statisten und Chöre. Am Montag, 9. Juli komplettieren die Wiener Symphoniker mit ihrer ersten „BO“, der sogenannten Bühnenorchesterprobe, das Aufgebot. Im ersten Jahr Carmen gab es für die Symphoniker noch zwei Tage Vorbereitung in Wien, heuer – im zweiten Jahr – nicht. Dass trotz dieses engen Terminplans die Zeit bis zur ersten Aufführung am 19. Juli ausreicht, liegt auch an zwei Dingen: „Zum einen standen 85 bis 90 Prozent der Künstler bereits 2017 unter Vertrag, zum anderen kommen alle Mitwirkenden wie Orchester, Sänger und Sängerinnen bereits einstudiert am Bodensee an. Den Neulingen wurde zur Unterstützung zusätzlich ein Videomitschnitt vom Vorjahr zugeschickt.“

Werkstattbühne im Fokus
Auch Regisseur Kasper Holten ist noch nicht in Bregenz. Regieassistentin Leonora Scheib probt in den ersten zwei Wochen vor (und frischt alles wieder auf). Das scheibchenweise Vorgehen ist für Operndirektorin Susanne Schmidt grundsätzlich „business as usual“ in der Branche. Kompliziert werde es in Bregenz durch die parallel ablaufende Vorbereitung der beiden Opern Beatrice Cenci und Carmen. „Es ist irre anstrengend, zwei Produktionen gleichzeitig zu gebären“, findet die 57 Jahre alte Kölnerin.

Besonders wichtig wird daher die Werkstattbühne, die eine Doppelrolle erfüllt. Hier sind zwei Festspiel-Stücke zu sehen (María de Buenos Aires und Das Jagdgewehr), außerdem dient sie als weiterer Ort für Carmen-Proben – und das nicht nur bei schlechtem Wetter: „Vor allem im ersten Jahr des Spiels auf dem See proben wir viel parallel draußen und drinnen auf der Werkstattbühne. Auch im zweiten Jahr bieten sich manche Proben hier an. Wegen der viel kürzeren Wege als auf der Seebühne kann man vor allem am Anfang einfacher kommunizieren und drillen.“ Diese Aufgabe übernimmt als erstes Leonora Scheib.

Die Bregenzer Festspiele 2018 finden von 18. Juli bis 20. August statt, Tickets sind erhältlich unter www.bregenzerfestspiele.com und Telefon 0043 5574 4076.

Samstag, 23. Juni 18
Wiener Symphoniker als Orchester des Jahres nominiert ~ Spiel auf dem See und Opernraritäten im Bregenzer Festspiel-Webshop
Die Wiener Symphoniker sind vom britischen Fachmagazin Gramophone für seine jährlichen Classical Music Awards in der erstmals vergebenen Kategorie zum Orchestra of the Year nominiert worden. Vergeben wird der Preis in London am 13. September auf Basis eines öffentlichen Abstimmungsprozesses. Wählen kann das Publikum das österreichische Orchester auf der Website.

Bereits seit 1946 sind die Wiener Symphoniker Fixstern der Bregenzer Festspiele. Zahlreiche  Höhepunkte dieser fruchtbaren Zusammenarbeit können Klassikfreunde jederzeit zuhause noch einmal genießen. CD-Aufnahmen sowie auf DVD/Blue-Ray festgehaltene Aufführungen sind das ganze Jahr über im Ticketcenter des Bregenzer Festspielhauses und über den Webshop der Bregenzer Festspiele erhältlich.

Auch dabei schreiben die Bregenzer Festspiele Kundenfreundlichkeit groß: Ab einem Wert von 20 Euro versenden die Bregenzer Festspiele ihre Shop-Artikel ohne Versandkosten – weltweit. „Das ist die beste Werbung für uns“, ist Vertriebsleiter Matthias Grabher überzeugt. So erreichen beispielsweise Aufzeichnungen des Spiels auf dem See vierstellige Verkaufszahlen. „Das ist für den Klassikbereich schon top! Damit rangieren wir jedes Jahr im Spitzenfeld“, freut sich Matthias Grabher. Der Großteil der DVDs bzw. Blue-Rays findet freilich unmittelbar nach einer Seeaufführung unter den Festspielbesuchern seine Abnehmer, wenn die noch frischen optischen und musikalischen Eindrücke Lust auf ein Erinnerungsstück bereiten. 

Bregenzer Festspiele bringen DVD-Box heraus
Als besonderes Angebot bringen die Bregenzer Festspiele diesen diesesAugust  Jahr erstmals eine DVD-Box heraus. Sie wird die Aufzeichnungen der vergangenen fünf Spiele auf dem See umfassen: Carmen, Turandot, Die Zauberflöte, André Chénier und Aida. 

Die erste Oper im Festspielhaus, die für DVD aufgezeichnet wurde, war Maskerade von Carl Nielsen 2005. Die Raritätenliste reicht – zumindest auf CD – bis ins Jahr 1998 zurück. Damals wurde mit den Wiener Symphoniker Samson et Dalila, Komische Oper in drei Aufzügen von Camille Saint-Saens, im Festspielhaus aufgeführt.

Tag der Wiener Symphoniker am 15. Juli
Die Verbundenheit des nun für den britischen Award nominierten Orchestra in Residence mit Bregenz zeigt sich auch im bereits traditionellen „Tag der Wiener Symphoniker“. Er findet im Vorfeld der Bregenzer Festspiele dieses Jahr am 15. Juli statt. Dabei sind Mitglieder des Spitzenorchesters sind mit ihren Ensembles bei freiem Eintritt zwischen 12 und 15.45 Uhr am Kornmarkt zu erleben.

Die Bregenzer Festspiele 2018 finden von 18. Juli bis 20. August statt, Tickets sind erhältlich unter www.bregenzerfestspiele.com und Telefon 0043 5574 4076.

Samstag, 23. Juni 18
Bregnzer Festspiele: Video-Serie Künstlereingang Folge 2 ~ Bregenz vor der Linse
Bregenz lebt in den Sommermonaten nicht nur vom besonderen Flair der Bregenzer Festspiele, sondern auch von einer faszinierenden Naturlandschaft im Zusammenspiel von See, Stadt und Bergen.

Der urbane Lebensraum am Bodensee hat sowohl für Urlauber als auch Einwohner viel zu bieten. Warum die Vorarlberger Landeshauptstadt ein wunderbarer Ort zum Wohnen und Arbeiten ist, erzählt Filmproduzent Matthias König in der zweiten Folge des „Künstlereingangs“.

Immer freitags: kleine Szenen abseits der großen Bühnen
Für Neugierige und all jene, die schon immer mal durch den Künstlereingang ins Festspielhaus gelangen wollten, öffnen die Bregenzer Festspiele in der gleichnamigen Serie per Video ihre Backstage-Pforten.
Von Probenstart bis Ende der Festspielzeit lässt jeweils freitags ein Kurzfilm auf die kleinen Szenen abseits der großen Bühnen blicken. Mitwirkende vor und hinter den Kulissen erzählen in rund zwei Minuten ihre ganz persönlichen Erlebnisse.

Auf der Homepage des Festivals unter www.bregenzerfestspiele.com stehen die Videos jeweils ab Freitagnachmittag zum Ansehen bereit.

Samstag, 23. Juni 18
poolbar-Festival 2018: Das Programm zum 25. Geburtstag ist komplett
Die Bands und DJs sind gebucht, das Rahmenprogramm steht im Detail - nun steigt die Vorfreude: Nur noch zwei Wochen bis zum Start des poolbar-Festivals in Feldkirch. Und natürlich wird das 25. Festivaljubiläum standesgemäß gefeiert. Am 21. Juli lädt das poolbar-Team am Craft Beer-Wochenende ab 17 Uhr zum Birthday Bash - was soviel bedeutet wie: Jede Menge Musik, Food-Stände, Kinderprogramm, Geburtstagstorte und sogar ein Feuerwerk. Ehrensache: Der Eintritt ist frei!
 
Zuvor aber noch der nostalgische Blick zurück: Auf dem poolbar-Facebook-Account sowie auf Instagram finden sich seit Anfang vergangener Woche täglich historische Fotos aus 24 Jahren poolbar-Festival, von den Anfängen 1994 bis 2017 - jeder Tag widmet sich einem Jahr. Auch heuer entzückt wieder die Ticket-Literatur: Mit jedem gekauften e-Ticket fu¨r eine poolbar-Veranstaltung wird eine literarische Miniatur ausgeliefert. Die ausgewählten Texte lassen sich hier nachlesen.
 
Fertig gestellt ist zudem die Jubiläums-Kollektion des Festival-eigenen Modelabels. Der poolbar-Style wird in Kooperation mit dem Dornbirner Modelabel tsukini umgesetzt. Das poolbar-Merchandise sowie Tickets für ausgewählte Konzerte sind am 29. und 30. Juni in einem eigenen, von tsukini entworfenen und betreuten Pop-up-Store im ZIMBAPARK in Bürs erhältlich. Am Freitag tritt dort um 18 Uhr auch das Vorarlberger Rockquartett KIN auf. Aus dem poolcar werden kühle Drinks gereicht - ein Vorgeschmack auf den poolbar-Sommer.
 
News gibt es auch beim Festival-Line-Up: So bekommen die französischen Dance-Größen Cassius gleich am 7. Juli prominente Unterstützung aus Wien: Die FM4 Tanzmitmir-DJs Stuart Freeman, Dahlia Ahmed und Alex Augustin schleppen ihre Plattenkoffer ins Alte Hallenbad. Auch die restlichen Supportacts stehen fest: Die österreichischen Indie-Künstler Dives treten vor Joan As Police Woman auf (18. Juli), und die Hip Hopper Kreiml & Samurai supporten die Antilopen Gang (26. Juli). Der Tiroler Jakob Zimmermann, eines der vielversprechendsten musikalischen Talente Österreichs, betritt vor Martin Kohlstedt die Bühne (27. Juli).
 
Weitere gebuchte Vorbands für die Headlinerabende: One Sentence. Supervisor feat. Bahur Ghazi (Algiers, 28. Juli), Crimer (White Lies, 29. Juli), DeadBeatz (Vintage Trouble, 1. August), Prinz Grizzly (Seasick Steve, 13. August) und die Blackout Problems aus München (Beartooth, 14. August). Die beiden Wiener Acts Hearts Hearts (mit Vorarlberger Beteiligung) und M.P. sowie der Amerikaner That1Guy bestreiten den 14. Juli. Das Afrobeat-Kollektiv Professor Wouassa und die Funk-addicts von Os & the Sexual Chocolates treten am 3. August auf.
 
Fix sind außerdem die Eckpunkte des Programms abseits der Headlinerabende. Der familienfreundliche Jazzbrunch liefert während der Festivalzeit jeden Sonntag im Park ab 11 Uhr den perfekten Start in den Tag (nur bei gutem Wetter): hochwertiges Essen an Food-Ständen, hochkarätige Musik, Kaffee-Spezialitäten und eine Zirkus-Werkstatt. Bei der beliebten DJ Parade verwandelt sich der Pool des Alten Hallenbads wieder jeden Freitag und Samstag nach den Livekonzerten in einen kostenlosen Club mit DJs, DJanes und DJ-Crews aus In- und Ausland. Im Rahmen des Freibads bekommen außergewöhnliche, meist akustisch auftretende Bands bei Open Air-Konzerten am frühen Abend ihren Auftritt. Der Eintritt ist ebenfalls frei.

Weitere interessante Programmpunkte: Gleich in der ersten Festivalwoche, am 12. Juli, findet das Liechtenstein-Vorarlberg-Schaufenster statt, bei dem sich KünsterInnen beider Regionen gemeinsam dem poolbar-Publikum präsentieren - ein musikalischer, gestalterischer, kulinarischer und kommunikativer Event. Die Workhops des pooltanz-Wochenendes finden vom 3. bis 6. August statt (Anmeldung: unter netzwerktanz.at). Am Morgen des 11. August feiern dann das Vorarlberger Kindersportfestival "Abenteuer Sport Camp" und das poolbar-Festival gemeinsam ihren 25. Geburtstag: Spiel, Live-Musik von Station Quo, Party, Wasserschlacht und Picknick im Reichenfeld-Park.

Im Treppenhaus des Alten Hallenbads flimmern während des Festivals wieder Kurzfilme, Visuals und Artverwandtes über die Wände, während auf der Terrasse von Mittwoch bis Samstag jeweils ab 19 Uhr Drinks und gutes Sunnahof-Essen für kulinarisches Vergnügen sorgen. Und natürlich zeigen wir ab dem ersten Viertelfinale (6. Juli) alle noch ausstehenden Begegnungen der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland auf Großbildleinwand im Pool.  

Wer vor dem Festivalstart noch einmal wissen möchte, wie unsere HeadlinerInnen klingen, hört einfach in die frische poolbar-Spotify-Playlist rein oder schaut beim poolbar-Youtube-Account vorbei. Dort findet sich u.a. der neue und ausführliche poolbar-Festival 2018-Trailer sowie der visuelle Rückblick auf den poolbar-Generator.

Die bestätigten Headliner für den Festivalsommer in Feldkirch sind Alice Merton, Cassius, Eels, Ziggy Marley, Joan As Police Woman, Antilopen Gang, The Brian Jonestown Massacre, Algiers, White Lies, Seasick Steve, Fink, Deap Vally, 5K HD, Faber, Goldroger, Scheibsta & die Buben, Martin Kohlstedt, Beartooth, The Wanton Bishops, Vintage Trouble, Yungblud, Shout Out Louds und die Kabaretttruppe maschek. aus Wien. Der Startschuss fällt am ersten Abend mit The Subways.

Festivalpässe, Punktekarten sowie Ticktets für die einzelnen Shows sind im Vorverkauf erhältlich. Die 25. Auflage des poolbar-Festivals dauert vom 6. Juli bis zum 14. August. Der international beliebte Event im Feldkircher Alten Hallenbad bietet über sechs Wochen lang Kulturelles von Nischen bis Pop für gut 23.000 Gäste. Die Stammlocation, ein leer stehendes Hallenbad aus den 60er Jahren, wird noch bis zum Start barrierefrei umgebaut. Zwischen Altstadt und Waldrand platziert, garantiert sie ein außergewöhnliches Festivalambiente. Im Rahmen des poolbar-Generators, dem Labor für Festivalgestaltung, werden jährlich künstlerische und gestalterische Konzepte neu entwickelt und umgesetzt.

06.07. bis 14.08.2018, poolbar-Festival, Altes Hallenbad, Feldkirch, Vorarlberg.

www.poolbar.at

Samstag, 23. Juni 18
Elbphilharmonie zieht positive Bilanz des Kartenvorverkaufsstarts für die Saison 2018/19 ~ Inzwischen über 500.000 Onlin-Ticketverkäufe
Der vorgestrige allgemeine Vorverkaufsstart für Konzerte in der kommenden Saison der Elbphilharmonie gestaltete sich wesentlich leichtgängiger als in den vorangegangenen Spielzeiten. Auf eine mehrwöchige schriftliche Bestellphase, nach deren Ende Tausende von Kunden Zehntausende von Tickets erwarben, hatten alle Karteninteressenten am gestrigen Donnerstag, den 21. Juni, erstmals Gelegenheit, Konzerttickets spontan zu kaufen. Die Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft (ELBG) begann an ihren drei Vorverkaufskassen morgens um 10 Uhr mit dem Schalterverkauf von Einzeltickets, um den Hamburgern einen zusätzlichen Vorteil zu verschaffen. Um 18 Uhr begann der Online-Verkauf. Nach anfänglichen Problemen mit der Aktualisierung des Verkaufsstatus einzelner Konzerte auf der Website der Elbphilharmonie lief es auch im Netz reibungslos. Dabei verzeichnete die ELBG gegen 21.00 Uhr den 500.000 Kunden ihres Webshops.

Entsprechend der Anzahl an Schaltern in den Vorverkaufsstellen der ELBG – Elbphilharmonie, Brahmskontor und Kulturcafé am Mönckebergbrunnen – war zuvor kalkuliert worden, wie viele Kunden bis Geschäftsschluss dort jeweils beraten und bedient werden könnten. Kunden, die aufgrund des hohen Andrangs voraussichtlich nicht mehr zum Zuge kommen würden, wurden von freundlichen Mitarbeitern frühzeitig informiert. So blieben den Kunden unnötige Wartezeiten erspart.

Die online zu beobachteten Anfangsschwierigkeiten sind auf den enormen Anstieg von Anfragen zu Beginn des Webverkaufs zurückzuführen. Das komplexe Zusammenspiel der verschiedenen technischen Systeme ist trotz sorgfältigster Vorbereitung und Abstimmung aller Dienstleister in der Anfangsphase der einmal jährlich auf einen Schlag auftretenden Höchstbelastung nicht vor Überraschungen gefeit. Diese konnten rasch identifiziert und behoben werden, so dass das System nach ca. 90 Minuten fehlerfrei lief. 

Sowohl an den Verkaufsschaltern als auch online waren zu Beginn des Vorverkaufs in allen Veranstaltungen der HamburgMusik und des NDR noch Tickets verfügbar. Obgleich viele der Konzerte im Laufe des Abends ausverkauft waren, gibt es dank des überaus dichten Konzertprogramms in der Saison 2018/19 aktuell noch zahlreiche Karten für Konzerte in der Elbphilharmonie. Auf www.elbphilharmonie.de ist die Liste der noch nicht ausverkauften Konzerte mit einem Klick auf »NOCH VERFÜGBARE TICKETS« einsehbar. Darüber hinaus gelangen im Lauf der Saison weitere große Kartenkontingente in den Verkauf, insbesondere für Festivals wie «Venedig«, «Lux aeterna« und das 4. Internationale Musikfest Hamburg, deren vollständige Programme erst später im Jahr bekanntgegeben werden.

www.elbphilharmonie.de  

Samstag, 23. Juni 18
„ttt - titel thesen temperamente" am Sonntag
„ttt - titel thesen temperamente" (WDR) kommt am Sonntag, 24. Juni 2018, um 23:35 Uhr im Ersten.

Die geplanten Themen:

Lügen und Vergessen: Francesca Melandris Roman über Italien
Zwischen Hoffnung und Angst vor Abschiebung: Der Dokumentarfilm „Zentralflughafen THF"
Monsantos vergiftetes Image: Mathieu Asselins fotografische Spurensuche
Der Messias des Jazz: Kamasi Washingtons neues Album „Heaven and Earth"
Die erschreckende Normalität des Judenhasses: Sven Felix Kellerhoffs Buch über die Novemberpogrome

Moderation: Max Moor, Redaktion: Susanne Kampmann (WDR)

www.DasErste.de/ttt

Freitag, 22. Juni 18
Das Schauspiel Stuttgart gründet ein Europa Ensemble
Kulturstiftung des Bundes fördert Kooperation zwischen dem Schauspiel Stutgart, dem Nowy Teatr, Warschau und dem Zagreb Youth Theatre - Assoziierter Partner: Das Nationaltheater Athen

Das Schauspiel Stuttgart freut sich bekannt zu geben, dass der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes in seiner gestrigen Sitzung seine Förderung zur Gründung eines Europa Ensembles
zugesichert hat.
Zur Spielzeit 2018/19 gründet das Schauspiel Stuttgart mit dem Nowy Teatre in Warschau und dem Zagreb Youth Theatre sowie dem Nationaltheater Athen als assoziiertem Partner ein gemeinsames europäisches Ensemble. Das Europa Ensemble soll in den festen Strukturen des
Stadttheaters hinreichend Raum und Zeit bekommen, um sich als eigenständiges Ensemble zu finden. Schauspieler*innen und Regisseur*innen aus Kroatien, Bosnien, Polen, Griechenland und Deutschland werden über zwei Jahre hinweg als Ensemble zusammenarbeiten
und gemeinsam Theater machen. Thematischer Schwerpunkt der Produktionen wird die Frage sein, wie Europa neu gedacht werden kann und welche gesellschaftspolitischen Utopien das europäische Projekt stärken könnten: Lässt sich der Demokratiemüdigkeit zahlreicher westlicher
Gesellschaften künstlerisch begegnen? Wie lässt sich das in die Krise geratene europäische Projekt wieder beflügeln?

Die künstlerische Leitung des Europa Ensembles liegt in den Händen des Regisseurs und Autors Oliver Frljic, der für seinen kritischen Blick auf gesellschaftliche Zustände und eine provokante Bildsprache bekannt ist. In seinen häufig kontrovers diskutierten Theaterstücken
weist Frljic auf blinde Flecken und unverarbeitete Wunden der europäischen Gesellschaft hin und nimmt dabei häufig die neuen Länder Ex-Jugoslawiens in den Fokus.

Jedes der beteiligten Theater wird zwei Inszenierungen produzieren und die beiden anderen Regiearbeiten als Gastspiele zeigen. Im ersten Jahr wird das Ensemble u. a. mit den Regisseuren Oliver Frljic und Anna Smolar, im zweiten Jahr u. a. mit Anestis Azas Inszenierungen erarbeiten. Begleitet werden die Aufführungen des Europa Ensembles in Stuttgart von einem groß angelegten Symposium.

„Die tatkräftige Unterstützung durch die Kulturstiftung des Bundes bedeutet uns viel“, zeigt sich der designierte Schauspielintendant Burkhard C. Kosminski hoch erfreut. „Das Europa Ensemble ist ein einzigartiges Projekt, das es einer heterogene Gruppe von europäischen Künstlerinnen und Künstlern ermöglicht, zwei Jahre lang in wechselnden Ländern gemeinsam Erfahrungen zu sammeln, sich auszutauschen, durch die unterschiedlichen Produktions- und Sichtweisen gegenseitig zu inspirieren und an einer gemeinsamen Theatersprache zu arbeiten. Mit seiner von Diversität und Vielsprachigkeit geprägten Theaterästhetik stellt das Europa Ensemble für die tradierten Ensemblestrukturen der Stadt- und Staatstheater eine Herausforderung dar und birgt gleichzeitig enormes Innovationspotential für zukünftige Arbeitsmodelle in sich.“

EUROPA ENSEMBLE
VISIONEN EINES ZUKÜNFTIGEN THEATERS


Künstlerische Leitung: Oliver Frljic (HR)
Regie: Oliver Frljic (HR), Anna Smolar (PL), Anestis Azas (GR) u. a.
ERSTE URAUFFÜHRUNG IN STUTTGART
11. April 2019
Regie: Oliver Frljic
Eine Zusammenarbeit zwischen dem Schauspiel Stuttgart, dem Nowy Teatr, Warschau und dem Zagreb Youth Theatre (Zagrebacko kazalište mladih) sowie dem Nationaltheater
Athen als assoziiertem Partner.
Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes.

WWW.18-19.SCHAUSPIEL-STUTTGART.DE

Freitag, 22. Juni 18
Schauspiel Frankfurt: Kassenöffnungszeiten während der Theaterferien
Gestern endete die Spielzeit 2017/18 unter der neuen Intendanz von Anselm Weber mit den Vorstellungen »Klotz am Bein« im Schauspielhaus und »Am Königsweg« in den Kammerspielen. Insgesamt feierten in dieser Spielzeit 31 Stücktitel ihre Premiere, darunter zwei Deutschsprachige Erstaufführungen und acht Uraufführungen. Vom 22. Juni - 5. August befindet sich das Schauspiel Frankfurt in den Theaterferien. Die Vorverkaufskassen sind noch bis zum 30. Juni besetzt. Vom 2. Juli - 4. August sind die Vorverkaufskassen geschlossen. Ab dem 6. August ist das Schauspiel Frankfurt wieder geöffnet.
Mit  »Der haarige Affe« (Eugene O’Neill) unter der Regie von Thomas Dannemann feiert das Schauspiel Frankfurt am 7. September im Schauspielhaus seine erste Premiere der neuen Spielzeit. In den Kammerspielen folgt am 8. September die Premiere von »räuber.schuldenreich« (Ewald Palmetshofer), inszeniert von David Bösch. Das Kinderstück »Zwei Monster« (David McKee) wird am 16. September von Andreas Mach in der Box auf die Bühne gebracht.
Der Vorverkauf für alle Vorstellungen im September bis Mitte Oktober sowie für alle Vorstellungen des Familienstücks »Der kleine Ritter« beginnt am 10. August.

www.schauspielfrankfurt.de

Freitag, 22. Juni 18
hr2-Literaturpreis 2018 für Mirandolina Babunashvili
Mit ihrer Kurzgeschichte „Dreizehn“, gelesen von Altine Emini, setzte sie sich gegen neun Mitstreiter durch. Neben einem Preisgeld von 500 Euro erhält Babunashvili die Möglichkeit, eine weitere literarische Arbeit in hr2-kultur zu präsentieren.

Der hr2-Literaturpreis für junge Autoren, der in diesem Jahr zum neunten Mal vergeben wird, ist ein Publikumspreis. Die Kurzgeschichten und Gedichte der Teilnehmer wurden von Profi-Sprechern gelesen und im Radio und im Internet präsentiert. Dort konnten die User vom 23. Mai bis 20. Juni ihre Favoriten küren. Das Multimedia-Special ist weiterhin auf www.hr2.de/literaturland abrufbar.

Mirandolina Babunashvili wurde 1996 in Kaiserslautern geboren und studiert heute Internationale Beziehungen und Sozialwissenschaften in Erfurt. Sie gewann unter anderem den Frankfurter Jugendliteraturpreis „JULIP“, war Stipendiatin des Literaturlabors Wolfenbüttel und Mitglied des Frankfurter Autorenkollektivs „sexyunderground“.

Schriftstellerisches Talent haben Mirandolina Babunashvili und ihre Kollegen zuvor bereits beim Jungen Literaturforum Hessen-Thüringen gezeigt. Der Wettbewerb für den Autorennachwuchswird seit 1984 vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Hessischen Literaturforum im Mousonturm veranstaltet, seit 1991 gemeinsam mit der Thüringer Staatskanzlei. Partner sind neben hr2-kultur die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und der Allitera Verlag.

www.junges-literaturforum.de / www.hr2.de

Freitag, 22. Juni 18
Magisches Disney Musical „Aladdin“ kommt nach Stuttgart ~ Premiere im Stage Apollo Theater im März 2019
Spektakulär, brillant, traumhaft – kein anderes Musical lässt sich so treffend mit drei Worten zusammenfassen wie Disneys Musical „Aladdin“. Im nächsten Jahr kommt die märchenhafte Inszenierung des Disney Klassikers nach sehr erfolgreichen Jahren in Hamburg nach Stuttgart und wird das Apollo Theater in eine magische Welt aus 1001 Nacht verwandeln. Die Zuschauer dürfen sich schon jetzt auf eines der schönsten Musicals unserer Zeit freuen, bestätigt Jürgen Marx, Area Director der Region Süd/West beim Musical-Marktführer Stage Entertainment: „Wir sind sehr glücklich darüber, dass es uns gelungen ist, nach „TARZAN“, „Mary Poppins“ und „Der Glöckner von Notre Dame“ nun eine weitere Disney Show nach Stuttgart holen zu können. „Aladdin“ wird die Zuschauer auf eine Reise in eine andere Welt mitnehmen und von der ersten Sekunde bis zum Schlussapplaus elektrisieren.“      

Wer „Aladdin“ einmal gesehen hat, kann sich der Anziehungskraft dieser zeitlosen, märchenhaften Geschichte nur schwer entziehen. Schon der Zeichentrickfilm faszinierte Millionen von Menschen in den Kinos. Die Musicalfassung, die seit Jahren ein überragender Erfolg am Broadway ist, begeistert ihr Publikum durch eine spektakuläre Inszenierung und brillante Musik aus der Feder von Oscar-Preisträger Alan Menken, der bereits zahlreiche Klassiker für Disney schrieb und für seine Arbeit mit acht Oscars ausgezeichnet wurde, unter anderem für Aladdin und „A Whole New World“. 

Neben der Musik sind es vor allem aber auch die opulenten Kostüme, die faszinierenden Kulissen und einmalige Bühneneffekte, wie zum Beispiel der legendäre fliegende Teppich, die die Magie dieses Musicals ausmachen. Den Zuschauer erwartet ein einzigartiges Feuerwerk bunter Eindrücke – spektakulär und atemberaubend, eingebettet in eine rasant-erzählte und höchst emotionale Liebesgeschichte:

Die klassische Geschichte des jungen Aladdin und sein Streben, seinen Träumen zu folgen und sein Schicksal zu erfüllen (unterstützt von einem Dschinni aus einer Wunderlampe), hat bereits Generationen verzaubert – und tut dieses einmal mehr in dieser unvergesslichen und unterhaltsamen Produktion. Die Handlung entführt in die bunte Welt der fiktiven Stadt Agrabah mitten im Orient, in der Aladdin zu Hause ist und der Sultan im Palast von Agrabah seine Tochter Jasmin vor die Wahl stellt: Entweder sie findet einen Prinzen, der sie heiratet, oder er sucht einen Gatten für sie. Jasmin möchte jedoch aus wahrer Liebe heiraten und schleicht sich unerkannt aus dem Palast, um diese zu finden. Hier trifft sie Aladdin, und für beide ist es Liebe auf den ersten Blick. Bevor die beiden allerdings zusammenfinden, muss ihre Liebe zahlreiche Hindernisse überwinden, wobei eine unscheinbare Wunderlampe und der sagenumwobene Flaschengeist Dschini eine besondere Rolle spielen…

www.musicals.de

Freitag, 22. Juni 18
Gegen den Strich – Benedict Kloeckner spricht durch Musik und überbrückt Grenzen ~ 5. Internationales Musikfestival Koblenz
couragiert und gekonnt“ (Concerti) ist das, was Benedict Kloeckner tut. Was für Einspielungen des Cellisten gilt, trifft umso mehr auf das Festival des jungen Musikers zu. 1989 im Westerwald geboren, ist er Gast auf den Bühnen der großen Musikwelt und bringt von dort nun schon zum fünften Mal musikalische Freunde und innovative Konzertformate zum internationalen Musikfestival Koblenz

Vom 12. Juli bis 23. September werden unter dem Motto Gegen den Strich Komponisten und Künstler gewürdigt, die sich, manchmal unter Lebensgefahr, dem Zeitgeist, dem Opportunen oder Diktaturen widersetzt haben, um sich selbst und ihrer Kunst treu zu bleiben. Musik als Spiegel und Korrektiv der Gesellschaft bewegt das Publikum, wie beim auch z.B. beim letzten Molivos-Festival:

Wenn der Klarinettist in Oliver Messiaens ‚Quartett auf das Ende der Zeit‘ glückerfüllte Blicke mit seinem Kollegen Benedict Kloeckner am Cello tauscht, glaubt ihnen auch das Publikum, dass aus dieser seltsam zerbrochenen Musik das Heilige zu sprechen vermag.“ (FAZ)

Im Verbund mit der Förderung durch den Kultursommer Rheinland-Pfalz, bereichert das 5. Internationale Musikfestival Koblenz mit einer großen Bandbreite auch in den kooperierenden Städten Andernach, Bendorf, Lahnstein, Mayen und Neuwied den mittelrheinischen Kulturraum. Den krönenden Abschluss bildet in diesem Jahr ein Benefizkonzert fürHELFT UNS LEBEN: Hier wird das Münchner Kammerorchester unter der Leitung von Jonathon Heyward mit sechs Solisten des  IMUKO Werke von Bach, Schumann und Mendelssohn-Bartholdy aufführen.

Jugendarbeit ist eine wichtige Säule des Internationalen Musikfestival Koblenz: Mit Rhapsody in School und TONALi TOUR bringt das Festival Musiker direkt  in die Schulen, um den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, hautnah Musik  zu erleben und selbst kreativ tätig zu werden. Z.B. wenn im Rahmen der TONALi-TOUR-Konzerte Schüler um die meisten ins Konzertbesucher wetteifern – wobei das Karneval der Tiere- Konzert von der Schauspielerin Katja Riemann verstärkt wird.

Kloeckner überzeugt mit romantischem Repertoire gleichermaßen wie mit Neuer Musik. Obgleich noch keine 30 Jahre alt, gibt es bereits sechs Einspielungen. Die jüngste entstand gemeinsam mit der Pianistin Anna Fedorova, mit der die Freundschaft am Bahnsteig begann: Beim rasanten Umsteigen hielt Kloeckner mitsamt Cello den letzten Zug Richtung Verbier-Festival auf, sodass die Pianistin noch aufspringen konnte. Genauso wie in dieser herausfordernden Situation meistert Benedict Kloeckner technische Schwierigkeiten in der Musik „als wäre es ein Spaziergang“ (SZ). Und ebenso en passant prägt er den Festival-Sommer dort, wo seine Wurzeln liegen, gemeinsam mit dem Münchner Kammerorchester und weltweit gefeierten Künstlern wie Tianwa Yang und David Orlowski Bei Kloeckner ist neben Konzerten als Solist mit Orchestern wie dem Royal Philharmonic London „vor allem der kammermusikalische Geist, der aufhorchen lässt“ (Concerti) – mit Partnern wie Emanuel Ax, Christoph Eschenbach, Gidon Kremer, Anne Sophie Mutter, Rosanne Philippens und Sir András Schiff. Zudem arbeitet er regelmäßig mit Komponisten zusammen, nach einer vielbeachteten Rihm Uraufführung im Frühjahr, feiert Kloeckner im internationalen Musikfestival am 09. September den Geburtstag Howard Blakes mit einem eigenen Blakes Musik gewidmeten Konzert.

Internationales Musikfestival Koblenz // Benedict Kloeckner

www.internationales-musikfestival-koblenz.dewww.benedictkloeckner.de

Freitag, 22. Juni 18
Paul McCartney kündigt neues Album "EGYPT STATION" an ++ Neue Single "I DON'T KNOW"/"COME ON TO ME" ab sofort erhältlich + Carpool Karaoke mit James Corden
Die Legende ist zurück! Sir Paul McCartney veröffentlicht am 07. September sein neues Album "EGYPT STATION", das ab Mitternacht als Vinyl und CD Album vorbestellt werden kann! Den ersten Vorgeschmack auf das neue Werk der Musik-Ikone gibt es ab sofort. Gleich zwei Songs sind auf einer Single vereint: "I Don't Know" und "Come On To Me". Beide Songs verdeutlichen einmal mehr, warum Paul McCartney zu den wichtigsten und einflussreichsten Songwritern und Musikern aller Zeiten gehört. Ob eine gefühlvolle und bewegende Pop-Ballade wie "I Don't Know" oder Power-Pop-Rock wie "Come On To Me" - Paul McCartney ist ein Meister der emotionalen Facetten und grandiosen Melodien.

Das neue Album "EGYPT STATION" erscheint am 07. September. Produziert wurde das neue Werk in Los Angeles, London und Sussex von Greg Kurstin (Adele, Beck, Foo Fighters) und Ryan Tedder, mit dem Paul einen Song aufnahm. Über den Titel sagt Paul McCartney:  “Ich mochte die Wörter 'Egypt Station'. Sie erinnerten mich an die 'Album' Alben, die wir gemacht haben.... Egypt Station beginnt an der ersten Station mit dem ersten Song. Und dann ist jeder Song wie eine weitere Station. Ich sehe es als einen Traumort, aus dem Musik herausstrahlt."

Die Wartezeit auf das neue Album verkürzen nicht nur die beiden neuen Songs auf der Single, sondern auch ein ganz besonderes Highlight: James Corden hat den Beatle in sein Auto eingeladen und eine fulminante Episode von "Carpool Karaoke" in London gedreht, wo die "Late Late Show" gerade für eine Woche gastiert. Das Ergebnis feiert diese Woche Premiere - einen ersten Teaser gibt es hier.

Über das neue Album - das erste seit 5 Jahren - spricht Paul McCartney im Interview mit DIY. Die Inspiration kam u.a. auch durch das 50. Jubiläum von 'St. Pepper's Lonely Hearts Club Band' und den Re-Release des legendären Albums. "Ich ging ins Studio (...) und wir alberten viel herum - und es inspiriert dich, dass du eigentlich alles machen kannst." Diese Spielfreude wird nun mit "EGYPT STATION" weitergeführt. Den ersten Vorgeschmack gibt es ab sofort. Weitere Highlights werden folgen.

www.universal-music.de/paul-mccartney/home

Donnerstag, 21. Juni 18
Victoria Schaay aus Nordrhein-Westfalen ist beste Vorleserin Deutschlands 2018
16 Landessiegerinnen und -sieger lasen gestern beim rbb in Berlin / Rund 570.000 Teilnehmern aus 7.000 Schulen beim Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels 2017/18 / Sendung zum Finale am 30. Juni im KiKA
Die beste Vorleserin Deutschlands kommt aus Nordrhein-Westfalen. Victoria Schaay, 12, vom Erzb. St. Joseph-Gymnasium in Rheinbach gewann gestern das Bundesfinale des 59. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) in Berlin. Sie las einen Drei-Minuten-Auszug aus „Joki und die Wölfe“ von Grit Poppe (Peter Hammer Verlag) vor und setzte sich damit gegen die 15 anderen Siegerinnen und Sieger der Landeswettbewerbe durch.

Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, überreichte gemeinsam mit der Jury die Urkunden an die Finalistinnen und Finalisten. „Wir haben heute 16 junge Botschafterinnen und Botschafter für das Buch und das Lesen erlebt. Mit ihrer Begeisterung für das Vorlesen haben sie uns alle angesteckt. Lesen ist nicht nur der Schlüssel zu Bildung und die Grundlage für jede Mediennutzung, es regt die Fantasie an und eröffnet den Zugang zu zahllosen unbekannten Welten“, sagte Riethmüller.

Rund 570.000 Schülerinnen und Schüler aus 7.000 Schulen haben in diesem Jahr am Vorlesewettbewerb teilgenommen und aus ihren Lieblingsbüchern vorgelesen. Nach den schulinternen Vorrunden im Herbst und Winter fanden bis Ende Mai über 600 Regionalwettbewerbe auf Stadt-, Kreis-, Bezirks- und Landesebene statt.

Die 16 Teilnehmenden des Finales in Berlin waren:
    Emilie Huchler, Aulendorf (Baden-Württemberg)
    Lilly-Mae Green, Eichendorf (Bayern)
    Johnny Zimmermann, Berlin
    Hanna Gelmroth, Stücken (Brandenburg)
    Mia Woraschk, Bremerhaven (Bremen)
    Lena Darcy Richter, Hamburg
    Emily Stromann, Frankfurt am Main (Hessen)
    Josefine May, Lübs (Mecklenburg-Vorpommern)
    Leni Fehlhauer, Wallenhorst (Niedersachsen)
    Victoria Schaay, Rheinbach (Nordrhein-Westfalen)
    Leon Christen, Trier (Rheinland-Pfalz)
    Leander Neudeck, Püttlingen (Saarland)
    Lina Mathilde Jerofsky, Dresden (Sachsen)
    Franziskus Wilkening, Haldensleben (Sachsen-Anhalt)
    Jona Tophinke, Wyk auf Föhr (Schleswig-Holstein)
    Sven Gabriel, Erfurt (Thüringen)

Alle Finalistinnen und Finalisten erhalten ein Medienpaket mit Büchern und einem Hörbuch. Die Bundessiegerin gewinnt zusätzlich den Wanderpokal, eine Medaille, eine Lesung mit einem Jugendbuchautor an ihrer Schule sowie einen BücherScheck im Wert von 50 Euro. Sie wird zudem eingeladen, als Jurymitglied am Finale des nächsten Vorlesewettbewerbs teilzunehmen. Die Bibliothek der Schule der Bundessiegerin erhält zusätzlich eine Auswahl von ca. 40 aktuellen Kinder- und Jugendbüchern, darunter auch die Titel, aus denen die Landessieger beim Bundesfinale vorgelesen haben.

Der Jury beim Finale des Vorlesewettbewerbs 2017/18 gehörten an:
Nilam Farooq (Schauspielerin und Video-Bloggerin), Tim Gailus (KiKA-Moderator), Max Moor (Moderator, Schauspieler, Autor), Angelika Schaack (Hörbuch-Verlegerin) sowie der Vorjahressieger Jarik Foth. Die Veranstaltung moderierte Felix Seibert-Daiker (Das Erste/KiKA).

Der rbb hat das Finale aufgezeichnet und produziert eine Sendung für den KiKA. Sie wird 30. Juni 2018 um 17.45 Uhr im KiKA bei „Timster“ ausgestrahlt. Das Erste zeigt im Herbst 2018, zum Start des neuen Wettbewerbs 2018/19, eine weitere Sendung.

Der Vorlesewettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Er wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Im zweiten Jahr fördern die Stiftungen der Sparda-Banken aus Hamburg, Schleswig-Holstein, München, Baden-Württemberg und Hessen den Wettbewerb. Medienpartner sind der rbb und das Kindermagazin „Dein SPIEGEL“.

www.boev.de

Donnerstag, 21. Juni 18
Schauspiel Frankfurt: »Vor Sonnenaufgang« von Ewald Palmetshofer anstatt Tennessee Williams »Süßer Vogel Jugend«
Entgegen der bisherigen Planung und Veröffentlichung wird Roger Vontobel nicht Tennessee Williams´ »Süßer Vogel Jugend« inszenieren. Aufgrund des existierenden Spielplans konnten die gewünschten Besetzungsüberlegungen leider nicht realisiert werden, sodass das Schauspiel Frankfurt gemeinsam mit dem Regisseur nach einem neuen Titel suchte. Am 1. Februar bringt Roger Vontobel nun stattdessen Ewald Palmetshofers »Vor Sonnenaufgang« auf die Bühne.
»Vor Sonnenaufgang« von Ewald Palmetshofer nach Gerhart Hauptmann
Premiere am 1. Februar 2019, Schauspielhaus
Regie: Roger Vontobel

www.schauspielfrankfurt.de

Donnerstag, 21. Juni 18
Disney in Concert: Annett Louisan als Stargast bestätigt
Starauflauf bei der kommenden Tour „Disney in Concert -Wonderful Worlds“: Neben der ersten „The Voice of Germany“-Gewinnerin Ivy Quainoo, den Musical-Lieblingen um Mark Seibert, Alexander Klaws, Elisabeth Hübert, Anton Zetterholm und Sabrina Weckerlin wurde nun auch die Pop-Poetin Annett Louisan als Stargast bestätigt.  Diese sieben Solisten, grandiose Special Effects und weiteren Highlights sorgen für ein ganz besonderes Live-Erlebnis für alle Zuschauer. Das „Hollywood-Sound-Orchester“ unter der Leitung von Wilhelm Keitel auf und Jan Köppen als Moderator wird ebenfalls nicht fehlen.


Disney in Concert: Annett Louisan als Stargast bestätigt
Foto: Marie Isabel Mora

Ab dem 5. Dezember 2018 kann der Alltag wieder vergessen und wundervolle Welten erträumt werden. Nach dem sensationellen Erfolg mit über 100.000 Gästen im vergangenen Jahr haben Disney Fans nun bis Februar 2019 die Möglichkeit, eine komplett neue Show in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz zu besuchen.
 
Disney in Concert: Wonderful Worlds ~ Mit dem Hollywood-Sound-Orchestra:
05.12.2018 19:30 Uhr Hof / Saale (Freiheitshalle)
06.12.2018 19:30 Uhr Berlin (Mercedes-Benz Arena)
07.12.2018 19:30 Uhr Frankfurt am Main (Festhalle Frankfurt)
08.12.2018 19:30 Uhr Hannover (TUI Arena)
09.12.2018 19:00 Uhr Mannheim (SAP ARENA)
18.12.2018 19:30 Uhr Chemnitz (Messe Chemnitz)
19.12.2018 19:30 Uhr Nürnberg (ARENA NÜRNBERGER Versicherung)
20.12.2018 19:00 Uhr Zürich (Hallenstadion Zürich)
21.12.2018 19:30 Uhr Innsbruck (Olympiahalle)
22.12.2018 19:30 Uhr Wien (Wiener Stadthalle - Halle D)
12.02.2019 19:30 Uhr Braunschweig (Volkswagen Halle)
13.02.2019 19:30 Uhr Hamburg (Barclaycard Arena)
14.02.2019 19:30 Uhr Köln (LANXESS arena)
15.02.2019 19:30 Uhr Stuttgart (Hanns-Martin-Schleyer-Halle)
16.02.2019 19:30 Uhr München (Olympiahalle München)
17.02.2019 19:30 Uhr Oberhausen (König-Pilsener-ARENA)

Änderungen vorbehalten.
Eintrittskarten sind erhältlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen, oder telefonisch unter der Semmel Concerts Ticket-Hotline 01806/ 57 00 99
(20 Cent / Anruf, Mobilfunk 60 Cent / Anruf)

www.semmel.de

Mittwoch, 20. Juni 18
Musicalsommer 2019: Bonifatius auf dem Fuldaer Domplatz
Vorgestern wurde in Fulda das Programm des Musicalsommer 2019 vorgestellt.

Die Päpstin
„Die Päpstin“ wurde in der Version 2018 für die nächsten Jahre fit gemacht. Die Geschichte ist nun deutlich verständlicher und auch optisch stark aufgewertet. Die ersten überregionalen Pressereaktionen bestätigen, dass sich der massive Aufwand der neuen Inszenierung gelohnt hat. So schreibt das Fachmagazin da capo:
„Stehende Ovationen und starkes Ensemble“
Fulda erlebt die wohl beste "Päpstin" aller Zeiten!
Auch für 2019 sind bereits weitere Verbesserungen vorbereitet. Der Markenaufbau geht erfolgreich voran, nachdem in den letzten Jahren Lizenzproduktionen in Nordhausen, Stuttgart und Neunkirchen weiter die Bekanntheit der Marke vorangetrieben haben.

Der Medicus
Auch „Der Medicus“ schreitet unaufhaltsam beim Markenaufbau als Musical voran. Seit der Weltpremiere in Fulda konnten alle 200 Shows ausverkauft werden. Im November geht es mit großem Orchester ins renommierte Deutsche Theater nach München und im Dezember gibt es eine Weihnachts-Spielserie in der spotlight Partnerstadt Hameln.
Im Sommer 2019 gibt es dann die vierte Fulda Premiere von „Der Medicus“, zu der wir viele Gäste erwarten, die durch die Spielserien in München und Hameln auf das Stück aufmerksam wurden.

© spotlight musicals

Der Domplatz als eindrucksvolle Kulisse und Herausforderung
Schon seit dem Premierenjahr 2004 bestand die Vision, das Musical „Bonifatius“ einmal auf dem Domplatz aufzuführen. Ganz nach dem alten Sprichwort „Gut Ding will Weile haben“ hat es dann 15 Jahre gedauert, bis es soweit ist. Das Stadtjubiläum 2019 stellt den idealen Rahmen dar, sich ein solches Großprojekt zuzutrauen. Natürlich trägt die Entwicklung Fuldas zu einer der bedeutendsten Musicalstädte Deutschlands seit dem Jahr 2011 ebenfalls dazu bei, sich ein solches Wagnis zuzutrauen. Die vielen hunderttausend Kulturtouristen, die wegen der Musicals erstmals Fulda besuchen, sind die Basis, um den Domplatz mehrmals mit einem Stück mit Publikum zu füllen.
Der Domplatz selbst, und im speziellen die Domkulisse, stellen spezielle künstlerische Anforderungen an eine technische Konzeption. So soll die Domfassade selbst bei der Neuinszenierung von „Bonifatius“ nicht durch eine Bühnenkonstruktion verdeckt werden. Gleichzeitig muss aber gewährleistet sein, dass das Symphonieorchester regensicher spielen kann. Häufig werden Orchester zu diesem Zweck in einem unansehnlichen Zelt neben der Bühne positioniert. Das sollte es für „Bonifatius“ 2019 nicht geben. Das Orchester sollte für alle Zuschauer sichtbar sein.

Aus diesem Grund hat der Frankfurter Bühnenspezialist satis and fy ein Bühnenkonzept entworfen, welches sich bei einer bundesweiten Ausschreibung durchgesetzt hat und alle Kriterien erfüllt. Das Unternehmen hat zuletzt die Stadiontournee von Helene Fischer technisch betreut und freut sich auf die Herausforderung, den historischen Domplatz mit modernster Technik auszustatten. Auf 52 Metern Breite und 15 Metern Höhe wird durch Einsatz von transparenter Spezialfolie sowohl die Wirkung der Domfassade erhalten, als auch die Regensicherheit des Profi-Orchesters sichergestellt. Um das szenische Spiel für alle 4300 Zuschauer besser erlebbar zu machen, wird auf 2 jeweils 32 qm großen LED Walls in FULL HD rechts und links von der Bühne durch eine Bildregie von drei Kameras übertragen.

Vorstellung Lageplan und Cateringkonzept
Nicht nur die Bühnentechnik soll Maßstäbe setzen. Auch die Erlebniswelt „Domplatz und Pauluspromenade“ soll in ganz neuem Licht erscheinen. So verwandelt sich die Pauluspromenade in eine Cateringmeile von internationalem Niveau. Inspiriert durch die Erfahrungen des Genussfestivals wird der Fuldaer Event-Spezialist „Nelles Catering“ viel Neues für Fulda präsentieren. Um dem Projekt den letzten Schliff zu geben, wird es extra eine Exkursion aller Verantwortlichen zu den Bregenzer Festspielen geben. Denn nur dieses Festspiel stellt die Referenz für das Projekt „Bonifatius am Domplatz“ dar.
Erstmalig in Fulda wird es ein Promenaden-Restaurant auf der Pauluspromenade geben mit ca. 300 Plätzen und Außenbereich. So besteht die Möglichkeit, vor der Vorstellung ab 18 Uhr ein leckeres Dreigang-Menü zu genießen und dabei das Orchester beim Einspielen zu erleben und schon in die wunderbare Stimmung der anstehenden Vorstellung einzutauchen. Des Weiteren wird es einen exklusiven VIP Bereich im Bereich über der Affengalerie am Rande des Schlossgartens geben. Mit freier Sicht auf die Bühne, bequemen Loungemöbeln aber genug Abstand für Gemeinsamkeit und Gespräche werden Gruppen bis 50 Personen exklusiv bekocht und mit feinsten Getränken versorgt. Um dennoch nah genug beim Geschehen dabei zu sein, wird das szenische Spiel auf Großbildfernseher in den VIP Bereich/Cocktailbar übertragen.
Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Essens- und Getränkeständen zur schnellen und hochwertigen Versorgung aller Gäste.

Die Reservierung für Promenadenrestaurant und VIP Bereich/Cocktailbar erfolgt direkt über die Firma „Nelles Catering“.

BONIFATIUS AUF DEM DOMPLATZ
Stadt Fulda Domplatz · Pauluspromenade · Terrasse Schlossgarten 22. – 25.08.2019 (Zusatzoption 26.08. – 27.08.2019)


Warum eine Neuinszenierung für 2019
„Im Jubiläumsjahr, unmittelbar am Grab des Bonifatius und vor einer solchen Kulisse diese Geschichte wieder lebendig werden zu lassen, ist sicher eine der spannendsten künstlerischen Herausforderungen, denen man sich stellen kann“, erklärt Produzent Peter Scholz.
„Mit einer Übertragung der ursprünglichen Inszenierung aus dem Schlosstheater auf den Domplatz hätten wir dieses künstlerische Potential nicht ausschöpfen können. Daher war schnell klar, dass hier größer und vor allem neu gedacht werden muss“, sagt Komponist Dennis Martin.
Bonifatius wird 2019 nicht weniger als Deutschlands größte Musicalinszenierung des Jahres werden.

Inhaltliche Überarbeitung:
„Bonifatius - Das Musical“ kam 2004 zur Uraufführung und war ein Erstlingswerk, sowohl von Komponist und Texter Dennis Martin, als auch der Produktionsfirma spotlight musicals GmbH. Durch die Arbeit an sieben weiteren Welt-Uraufführungen wurde in den Bereichen Stückentwicklung und Produktion viel Expertise aufgebaut, die nun in die Neuinszenierung einfließen wird. Wir werden Bonifatius intensiv überarbeiten. Bei allen Stärken, die das Stück auch 2004 schon hatte, kennen wir auch seine Schwächen, die natürlich auch mit der damalig fehlenden Erfahrung zu tun hatten. Mit der inhaltlichen Bearbeitung beginnen wir jedoch nicht erst 2019. So wurde schon 2005 der wichtige Song „Ein Leben Lang“ neu ins Stück aufgenommen. 2010 folgte dann ebenfalls ein ganz wichtiges Lied, „Starke Frauen“. Aber ein Musical besteht eben nicht nur aus guten Einzelsongs. Es geht in einem Musical natürlich in erster Linie um die Geschichte, die man erzählen will und um die Entwicklung der Figuren. Im musikdramatischen Theater ist es darüber hinaus wichtig, dass die emotionale Temperatur der Szene immer mit der Musik korrespondiert, dass auch die Lieder handlungstreibend sind und dass ein flüssiges, magisches Nebeneinander von gesprochenem und gesungenem Wort entsteht. Faktisch wird sich jede Szene am Domplatz neu anfühlen. Mit dazu beitragen wird natürlich auch das große symphonische Orchester. Zusätzlich wird die komplette Musik auch neu arrangiert und orchestriert werden. Es werden 50 professionelle Orchestermusiker live spielen, dazu gibt es Unterstützung durch einen großen Konzertchor. Auch der Chor soll als neue Klangfarbe vermehrt Einzug in das Arrangement finden, um echtes Mittelalterfeeling am Domplatz zu erzeugen. Da es sich nicht um eine konzertante Version des Musicals, sondern um eine szenische Großinszenierung handelt, wird in der Mitte der Bühne ein 30-köpfiges Profi-Darsteller-Ensemble in komplett neuem Kostümbild und in neuem Bühnenbild agieren. Die Domfassade wird zudem durch ein spektakuläres Licht- und Videodesign von internationalen Spezialisten in Szene gesetzt.

Das Kreativteam:
Regie: Stefan Huber
Choreografie: Danny Costello
Bühne: Timo Dentler
Kostüm: Okarina Peter
Projektionen Domfassade: Sven Sauer
Lichtdesign: Pia Virolainen

Die Hauptdarsteller:
Bonifatius: Reinhard Brussmann
Sturmius: Friedrich Rau
Alrun: Sabrina Weckerlin

Neue Premiumkategorie bei „Bonifatius“ am Domplatz:
Am Domplatz Fulda werden die Plätze direkt vor der Bühne als Premiumkategorie angeboten. Neben einem extra Sitzkissen beinhaltet der Eintrittspreis das aufwändig gestaltete Programmheft.
„Wir haben die Premiumkategorie eingeführt, da wir diesen Trend eigentlich bei allen großen Open Air Theaterfestivals beobachten. Bad Hersfeld hat es zuletzt vorgemacht. Hintergrund ist aber auch, die Preise für 95% der Sitzplätze moderater gestalten zu können, indem einige wenige für die Premium Kategorie mehr zahlen“, erklärt Produzent Peter Scholz.

Vorverkaufsstart:
Um den Musicalfreunden in der Region Fulda den Erstzugriff auf die guten Plätze zu ermöglichen, startet exklusiv bei der Fuldaer Zeitung ein regionaler Presale am Freitag, den 22.6 und Samstag, den 23.6.
Tickethotline für den Presale: 0661 280644 bzw. in allen Vorverkaufsstellen der Fuldaer Zeitung.
Ab Montag, 25.6 beginnt dann der bundesweite Vorverkauf über das Ticketsystem eventim.de.

www.spotlightmusicals.de / www.musicalsommer-fulda.de / www.stadtjubilaeum-fulda.de

Mittwoch, 20. Juni 18
Stargeiger Leonidas Kavakos unterzeichnet Vertrag mit Sony Classical
Mit der Unterzeichnung eines Exklusivvertrags mit Sony Classical kehrt Leonidas Kavakos, einer der führenden Geiger der Welt, zu dem Label zurück, bei dem er bereits mehrere Alben herausgebracht hat. Neben dem Mendelssohn-Konzert und Mozart-Konzerten mit der Camerata Salzburg, bei denen er gleichzeitig die Orchesterleitung übernahm, gehört dazu auch die Einspielung der Klaviertrios von Brahms mit Yo-Yo Ma und Emmanuel Ax. Als erstes neues Projekt bei Sony Classical wird Kavakos Beethovens Violinkonzert mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das er auch dirigieren wird, aufnehmen; im Anschluss daran ist eine Gesamtaufnahme der Solosonaten und -partiten von Johann Sebastian Bach geplant.

Leonidas Kavakos © Marco Borggreve
Leonidas Kavakos
© Marco Borggreve

Der in Athen geborene und wohnhafte Geiger ist für seine unvergleichliche Technik, seine packende Virtuosität und seine künstlerische Meisterschaft ebenso bekannt wie für die Makellosigkeit seines Spiels. Schon früh in seiner Laufbahn wurde er mit drei bedeutenden
Preisen ausgezeichnet, die maßgeblich zu seiner internationalen Bekanntheit beitrugen: 1985 gewann er den Sibelius-Wettbewerb und 1988 sowohl die Naumburg Competition als auch den Premio Paganini. Heute arbeitet er mit den bekanntesten internationalen Orchestern und
Dirigenten zusammen und ist ein gerngesehener Gast der weltweit bedeutendsten Konzertsäle und Festivals. In der Saison 2017/18 war er Artist in Residence beim Concertgebouw in Amsterdam und im Wiener Musikverein; im Vorjahr hatte er diese Funktion
beim New York Philharmonic inne,www.sonyclassical.de/ und in der Spielzeit 2018/19 wird er sie beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks übernehmen.
Der Geiger spielt eine der besten Violinen der Welt, die »Willemotte« Stradivari von 1734. Zu seiner neuen Verbindung mit Sony Classical bemerkte der Künstler: „Ich freue mich sehr, zu Sony Classical zurückzukehren, um dort einige der wichtigsten und anspruchsvollsten
Stücke des Geigenrepertoires einzuspielen. Nach den früheren Aufnahmen von Mozart, Mendelssohn und Brahms werde ich mich jetzt Beethovens prächtigem Violinkonzert und Bachs Sonaten und Partiten widmen – einfach wunderbar! In einer Welt voller visuellem und
akustischem ›Lärm‹ ermöglichen es solche Aufnahmen, sich auf sehr eindringliche,  persönliche Weise mit der Musik auseinanderzusetzen und sich damit neu zu entdecken. Ich bin sehr froh, zur Sony Classical-Familie zu stoßen und mit ihr das hohe Ziel zu teilen,
Zuhörern rund um den Globus die Musik großer Meister näherzubringen.“ Bogdan Roscic, Präsident von Sony Music Masterworks, fügte hinzu: „Für mich steht Leonidas Kavakos heute auf dem Höhepunkt seiner erstaunlichen künstlerischen Kräfte. Nur sehr
wenige Musiker haben den Respekt ihrer Kollegen im selben Ausmaß. Angesichts der vielen bedeutenden Dirigenten und Orchester, die mit Leonidas eng zusammenarbeiten wollen, ist es ein idealer Moment, diesen herausragenden Künstler bei Sony Classical willkommen zu
heißen. Unsere Ambition ist es, mit ihm eine lange Reihe neuer Referenzaufnahmen der Schlüsselwerke für die Violine zu produzieren.“

www.leonidaskavakos.com / www.sonyclassical.de

Mittwoch, 20. Juni 18
Impulse Theater Festival erfolgreich und äußerst lebendig gestartet
Am Mittwoch, 13. Juni startete das Impulse Theater Festival 2018 im Ringlokschuppen Ruhr mit der Produktion DORF THEATER. Die Arbeit von Corsin Gaudenz wurde extra für die Eröffnung des Festivals adaptiert und verschränkte die offiziellen Begrüßungsreden mit der Inszenierung über Schweizer Laientheater. Anschließend eröffnete die Performance PINK MON€Y den Club und spannte den Bogen vom Schweizer Dorf in einen LGBT-Club in Südafrika.

Fast alle Vorstellungen des ersten Wochenendes waren komplett ausverkauft – von ORATORIUM von She She Pop über MOTHERS OF STEEL von Madalina Dan und Agata Siniarska (inkl. Zusatzvorstellung) und GLOBAL BELLY von Flinn Works bis hin zu Florentina Holzingers großer Produktion APOLLON.

Das geballte Programm der ersten Festivalhälfte stieß beim Publikum auf große Resonanz und sorgte für viele anregende Gespräche bis tief in die Nacht. Für viele eine Entdeckung am Rande war das mitreißende Konzert von Annalyzer und Mbali Mdluli aus der PINK MON€Y-Crew, die am Abend zwischen den Vorstellungen spielten.

Die zweite Festivalwoche verbindet wieder thematisch starke Arbeiten mit herausragender und herausfordernder Ästhetik. Den Auftakt macht am Dienstagabend Shooting-Star Julian Hetzel mit THE AUTOMATED SNIPER zum Thema moderne Kriegsführung im Zeitalter von Drohnen und Ego-Shootern. Fortgeführt werden die bereits in der letzten Woche eingeführten Publikumsgespräche mit den Künstler*innen sowie Expert*innen zu den jeweiligen Themen: Bei THE AUTOMATED SNIPER wird Sebastian Linke, Hauptmann der Bundeswehr und als Jugendoffizier Referent für Sicherheits- und Verteidigungspolitik zu Gast sein.

Außerdem noch in dieser Woche zu sehen: Mit CONSUMPTION AS A CAUSE OF COMING INTO BEING (20. + 22. Juni) werfen Roland Rauschmeier und Alex Bailey einen kompromisslosen Blick auf männliche Verletzlichkeit. ALL EYES ON (21. + 23. Juni) von Teresa Vittucci lädt zum irritierenden Wechselspiel von Zuwendung, Distanz und Intimität. Beide Produktionen sind aufgrund von explizierter Nacktheit ab 18 Jahre. Thom Truong fragen mit ENJOY RACISM (21.–23. Juni): Kann man Rassismus genießen? Für diese Produktion sind zurzeit alle Vorstellungen ausverkauft. Tickets dafür sind ab sofort im Vorverkauf erhältlich. Den Abschluss des Showcase bildet THE GUARDIANS OF SLEEP (22. + 23. Juni) von David Weber-Krebs.

In Köln trafen sich Akteure der Freien Szene zur ersten Impulse-Akademie, die mit Exkursionen und Diskussionsformaten ein Forum für den Austausch über Produktion und Ästhetik des Freien Theater bot – damit ist die Impulse-Akademie als Ort der Selbstverständigung der Freien Szene etabliert. Am Mittwoch startet die zweite Akademie mit vier viertägigen Workshops zur Frage, wie sich bestimmte Produktionsweisen und Probenverfahren auf Ästhetiken und Aufführungsformate auswirken.

In Düsseldorf startete am Wochenende das Stadtprojekt WENN DIE HÄUSER TRAGEN im Anbau des Wilhelm-Marx-Hauses in Düsseldorf. Das Gebäude, in dem auch das FFT Juta noch untergebracht ist, soll verkauft werden: Damit verabschieden sich viele Institutionen in eine ungewisse Zukunft, die sich dem Gemeinwohl widmen. In Führungen und auf eigene Faust erkundbaren Abschiedspfaden können Besucher*innen das Haus kennenlernen und künstlerische Interventionen von fünf Gruppen erleben, die gemeinsam mit den Nutzer*innen des Gebäudes erarbeitet wurden. Das Impulse Theater Festival endet mit einem Trauerfest im Rahmen des Stadtprojekts am Sonntag, 24. Juni 2018, Start: 18:00 Uhr.

www.impulsefestival.de

Mittwoch, 20. Juni 18
Kent Nagano übernimmt die Leitung von Giuseppe Verdis Messa da Requiem am 28.6. in Kloster Eberbach
Der US-amerikanische Dirigent Kent Nagano wird die Aufführung von Giuseppe Verdis Messa da Requiem am 28.6.2018 in Kloster Eberbach anstelle des verstorbenen Enoch zu Guttenberg leiten.
Kent Nagano, der Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper und des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg, hat in den vergangenen Jahren mehrfach mit dem Orchester der KlangVerwaltung München zusammengearbeitet, so 2015 und 2016 beim Vorsprung-Festival der AUDI-Sommerkonzerte in Ingolstadt, dessen Intendant Kent Nagano von 2014 bis 2016 war. Die Chorgemeinschaft Neubeuern hat Nagano bei der Aufführung von Haydns „Jahreszeiten“ in der Hamburger Elbphilharmonie im Oktober 2017 dirigiert.

Giuseppe Verdi Messa da Requiem
28.6. Donnerstag, 20.30 Uhr (!)
Kloster Eberbach, Eltville am Rhein, Basilika

Susanne Bernhard - Sopran
Anke Vondung - Mezzosopran
Sung Min Song - Tenor
Shenyang - Bassbariton
Chorgemeinschaft Neubeuern
Orchester der KlangVerwaltung München
Kent Nagano - Leitung

www.rheingau-musik-festival.de

Mittwoch, 20. Juni 18
Hessisches Staatstheater Wiesbaden entwickelte mit ŠKODA Zentrum Wiesbaden limitiertes Sondermodell
Das Hessische Staatstheater Wiesbaden entwickelte mit dem ŠKODA Zentrum Wiesbaden das Sondermodell ŠKODA KAROQ RIGOLETTO, das in einer limitierten Auflage ab sofort im ŠKODA Zentrum Wiesbaden erhältlich ist. Die Namenswahl des Sondermodells orientiert sich an der Oper »Rigoletto« von Giuseppe Verdi, die am 19. Januar 2019 im Großen Haus des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden Premiere feiert.

Besonderheiten des Sondermodells
Beim Kauf des Sondermodells erhalten Kunden das Neuinszenierungen-Abo für zwei Personen in der kommenden Spielzeit des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und genießen damit zusätzliche Vorteile rund um das Veranstaltungsangebot des Staatstheaters. Für die Neuinszenierung »Rigoletto« wurde der ŠKODA KAROQ ebenfalls neu entwickelt. Er ist ein charaktervolles Kompakt-SUV, das mit dynamischem Design, variabler Innenausstattung und fortschrittlicher Technologie die Nachfolge des ŠKODA YETI antritt.
Der ŠKODA KAROQ RIGOLETTO ist ab sofort exklusiv im ŠKODA Zentrum Wiesbaden erhältlich. Reservierungen und Terminwünsche für eine Probefahrt werden unter der Telefonnummer 0611.505 074 40 entgegengenommen.
Das Autohaus Löhr Automobile Wiesbaden ist seit der Spielzeit 2017.2018 Kooperationspartner des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. Mit der Kooperation verfolgen die Partner das Ziel, Synergien für beide Seiten zu schaffen und das Angebotsspektrum für Abonnenten, Mitarbeiter sowie Kunden zu erweitern. Das Autohaus Löhr Automobile Wiesbaden gehört mit dem Škoda Zentrum Wiesbaden und Seat Löhr Automobile Wiesbaden zur LöhrGruppe, einer der größten Automobil-Handelsgruppen in Deutschland.

Dienstag, 19. Juni 18
Staatstheater Wiesbaden: »Das Triadische Ballett« am 26. Juni im Großen Haus
Am Dienstag, den 26. Juni 2018, um 19.30 Uhr, ist das Gastspiel »Das Triadische Ballett« mit dem Bayerischen Junior Ballett München im Großen Haus des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden zu sehen.
»Das Triadische Ballett« gilt heute als epochales Meisterwerk der Avantgarde, als Meilenstein des Theaters und der bildenden Kunst gleichermaßen. Oskar Schlemmer, einer der bedeutendsten Bauhaus-Künstler, hat wie mancher seiner Kollegen Anfang des 20. Jahrhunderts versucht, das Theater aus spannenden Strömungen der bildenden Kunst heraus zu erneuern. Sein »Triadisches Ballett« ist ein bis dahin nie dagewesener Reigen plastischer, farbiger Kostümgebilde, bewegt von Tänzern, die zu abstrakten Kunstfiguren stilisiert sind. Einige der Originalkostüme sind heute in der Stuttgarter Staatsgalerie zu sehen.
 
Nach seiner Uraufführung 1922 wurde das Werk nur noch wenige Male aufgeführt. Seinen weltweiten Ruhm verdankt es der ersten Rekonstruktion 1977 durch den Choreografen Gerhard Bohner und die Kostümbildnerin Ulrike Dietrich. 12 Jahre lang tourte dieses Ballett um die Welt. Danach wurden die eindrucksvollen Kostüme in Kisten verpackt und erst 2014 von Ivan Liška und Colleen Scott wieder hervorgeholt, die das Ballett mit dem Jungen Ensemble des Bayerisches Staatsballetts (jetzt Bayerisches Junior Ballett München) neu einstudiert haben.

www.staatstheater-wiesbaden.de

Dienstag, 19. Juni 18
Die besten Theater-Kicker kommen aus Kassel ~ Das Team des Staatstheaters Kassel hat am 16. Juni in Essen die 41. Deutsche Meisterschaft der Theater-Fußballmannschaften gewonnen
(lifePR) - Neuer Deutscher Meister der Theater-Fußballmannschaften ist das Team des Staatstheaters Kassel. In einem packenden Endspiel am Samstag, dem 16. Juni auf der Helmut-Rahn-Sportanlage in Essen-Frohnhausen bezwangen die Männer und Frauen aus Hessen die Auswahl des Staatstheaters Hannover mit 6:5 nach Elfmeterschießen. Das Spiel um Platz drei entschied das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen für sich, da es sich im so genannten „kleinen Finale“ mit 2:0 gegen die Ballzauberer vom Deutschen Schauspielhaus Hamburg durchsetzen konnte. Die Plätze fünf und sechs belegten das Theater Regensburg und das Theater Dortmund. Das Team der Theater und Philharmonie Essen (TUP), das als Titelverteidiger ins Turnier gestartet war, landete am Schluss auf einem guten siebten Platz.


Die besten Theater-Kicker kommen aus Kassel
Team vom Staatstheater Kassel (neuer Deutscher Meister)
Foto: Martin Siebold

Die weiteren Platzierungen:

8. Staatsoper Berlin; 9. Schauspielhaus Bochum; 10. Theater und Orchester Heidelberg;
11. Staatsschauspiel Dresden; 12. Theater Bremen; 13. Bühnen der Stadt Köln;
14. Staatstheater Stuttgart, 15. Düsseldorfer Schauspielhaus, 16. Deutsche Oper am Rhein

Neben Fußball-Feinkost auf dem grünen Rasen war natürlich auch fürs leibliche Wohl von Spielern und Zuschauern gesorgt: Stadionwurst und orientalische Spezialitäten sowie Kaffee und Kuchen – alles liebevoll zubereitet von Mitarbeitern der TUP –, aber auch das eine oder andere kühle Blonde trugen zur guten Stimmung bei.

Und im kommenden Jahr wird sich der Tross wieder in Bewegung setzen: Die 42. Deutsche Meisterschaft der Theater-Fußballmannschaften findet 2019 in Kassel statt, beim nun neuen Deutschen Meister, dem Staatstheater Kassel. Und so wie es jetzt aussieht, sind dann auch die TUP-Theaterkicker von Trainer Kalle Frömberg und Manager Harald Heid wieder mit dabei.

Dienstag, 19. Juni 18
Eröffnungskonzert Rheingau Musik Festival: Eliahu Inbal springt für Andrés Orozco-Estrada ein
Beim Eröffnungskonzert des Rheingau Musik Festivals ist es zu einer kurzfristigen Dirigentenänderung gekommen: Andrés Orozco-Estrada musste die Leitung der Eröffnungskonzerte des Rheingau Musik Festivals am 23. und 24. Juni im Kloster Eberbach krankheitsbedingt leider kurzfristig absagen.

Für Andrés Orozco-Estrada konnte der ehemalige langjährige Chefdirigent und heutige Ehrendirigent des hr-Sinfonieorchesters Eliahu Inbal kurzfristig gewonnen werden, die Konzerte zu dirigieren. Als Berlioz-Spezialist freut er sich auf Antoine Tamestit, seine alte Wirkungsstätte und auf die Puccini-Messe im Kloster Eberbach. Sowohl Hector Berlioz' „Harold en Italie“ als auch Giacomo Puccinis „Messa di Gloria“ hat Inbal in den 1980er Jahren mit dem hr-Sinfonieorchester für CD produziert. Das ursprünglich vorgesehene Programm bleibt somit unverändert.

Eliahu Inbal war 16 Jahre Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters und ist seit 1996 dessen Ehrendirigent. Unter seiner künstlerischen Leitung etablierte sich das Orchester in den 1980er Jahren als eines der international führenden Bruckner- und Mahler-Orchester, und es entstanden preisgekrönte Schallplattenproduktionen: neben den Ersteinspielungen der Urfassungen der Bruckner-Sinfonien und der ersten digitalen CD-Gesamteinspielung aller Mahler-Sinfonien auch eine vielbeachtete Einspielung aller Orchesterwerke von Berlioz. In der Folgezeit war Eliahu Inbal erfolgreicher Chefdirigent auch des Orchestra del Teatro la Fenice, des Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI Turino, des Konzerthausorchesters Berlin, der Tschechischen Philharmonie und des Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, das ihn 2014 zu seinem „Conductor Laureate“ ernannte.

hr-Intendant Manfred Krupp und Festival-Intendant Michael Herrmann: „Wir alle sind sehr dankbar und glücklich, dass Eliahu Inbal uns in dieser Situation zur Seite springt. Das ist keineswegs selbstverständlich und für uns auch Beweis der großen Verbundenheit des Ehrendirigenten mit dem Orchester.“

Das hr-Sinfonieorchester beim Rheingau Musik Festival 2018
Traditionell eröffnet das hr-Sinfonieorchester das diesjährige Rheingau Musik Festival im Kloster Eberbach. Das Konzert am Samstag, 23. Juni,  mit langjährigen Chefdirigenten und heutigen Ehrendirigenten des hr-Sinfonieorchesters Eliahu Inbal beginnt wegen des Deutschland-WM-Spiels bereits um 17 Uhr, das Konzert am Sonntag, 24. Juni, wie gewohnt um 19 Uhr. Das Orchester greift mit der „Messa di Gloria“ von Giacomo Puccini und der Sinfonie „Harold en Italie“ von Hector Berlioz gleich zwei thematische Fäden aus den vergangenen Jahren auf.

Nach der gefeierten Interpretation von Rossinis „Stabat mater“ im Jahre 2015 präsentieren sie mit Giacomo Puccinis „Messa di Gloria“ erneut ein Hauptwerk der italienischen Sakralmusik des 19. Jahrhunderts. Der als Opernkomponist später Weltruhm erlangende, selbst aus einer Familie von Domorganisten stammende Puccini schrieb dieses beeindruckende Frühwerk im Alter von nur 22 Jahren als Abschluss seiner kirchenmusikalischen Studien.

„Italienisch“ geht es auch im ersten Teil des Konzertes zu, wenn – in Anknüpfung an die „Symphonie fantastique“ vor einem Jahr – an gleicher Stelle ein weiteres Hauptwerk von Hector Berlioz zu erleben ist: die Sinfonie „Harold en Italie“, ein melancholisch-verträumtes, ungewöhnliches Werk, dessen konzertante Bratschen-Stimme von Berlioz’ Landsmann Antoine Tamestit interpretiert wird. Der herausragende französische Viola-Virtuose beschließt mit ihm seine Saison als „Artist in Residence“ des hr-Sinfonieorchesters.

hr2-kultur überträgt das Konzert am Samstag, 23. Juni, live ab 17 Uhr und  sendet eine Wiederholung am Dienstag, 14. August, um 20.04 Uhr im Rahmen des ARD-Radiofestivals. Außerdem gibt es am Sonntag, 24. Juni, einen Video-Livestream auf www.hr-sinfonieorchester.de und http://concert.arte.tv. Das Eröffnungskonzert wird am Samstag, 30. Juni, um 20.15 Uhr in 3sat, dem Programm von ZDF, ORF, SRG und ARD, und am Sonntag, 1. Juli, um 8.40 Uhr im hr-fernsehen ausgestrahlt. Für das Konzert am Montag, 25. Juni, sind noch Karten erhältlich.

Rheingau Musik Festival 2018 - Eröffnungskonzert
Eliahu Inbal, Dirigent
Antoine Tamestit Viola
Massimo Giordano Tenor
Shenyang Bassbariton
MDR Rundfunkchor
hr-Sinfonieorchester
Datum: Samstag, 24. Juni, 17 Uhr und Sonntag, 25. Juni, 19 Uhr
Ort: Kloster Eberbach, 65346 Eltville am Rhein

www.rheingau-musik-festival.de

Samstag, 16. Juni 18
Musical Miss Saigon exklusiv vom 22. Januar bis 3. März 2019 im Kölner Musical Dome
Ab Januar 2019 ist in Deutschland erstmals Miss Saigon in der gefeierten Neuproduktion des englischen Originals durch den renommierten britischen Theaterproduzenten Cameron Mackintosh (u.a. Cats, Marry Poppins, Les Misérables) zu erleben. Die Liebesgeschichte in den letzten Tagen des Vietnamkriegs zählt zu den erfolgreichsten Musicals überhaupt und definierte in den 90er Jahren auch in Deutschland das Genre neu. Seitdem zog Miss Saigon weltweit über 36 Millionen Zuschauer in ihren Bann. Im Kölner Musical Dome ist von 22. Januar bis 3. März 2019 erstmalig und exklusiv für Deutschland die brillante
englischsprachige Neuproduktion des legendären Stückes zu erleben.


Musical Miss Saigon: Exklusiv vom 22. Januar bis 3. März 2019 im Kölner Musical Dome
© Johan Perrson

Liebe in Zeiten des Krieges
Miss Saigon beginnt in den letzten Tagen des Vietnamkriegs und erzählt die dramatische Geschichte der jungen Vietnamesin Kim und des amerikanischen GI Chris. In einem Nachtclub lernen sich die beiden kennen und verlieben sich ineinander. Doch ihre Liebe steht unter keinem guten Stern: In den Wirren des amerikanischen Truppenrückzugs werden sie voneinander getrennt und verlieren jeglichen Kontakt. Kim bleibt in Asien zurück und bringt ihren gemeinsamen Sohn zur Welt, Chris findet in den USA ein neues Glück. Drei Jahre später kreuzen sich ihre Lebenswege schicksalhaft in Bangkok wieder.

Seit über 25 Jahren ein Welterfolg
Als Musical setzte Miss Saigon in den 90er Jahren ganz neue Maßstäbe. Nicht nur, weil sich das hochdramatische Stück sensibel mit dem Zeitgeschehen der jüngeren Weltgeschichte befasste, sondern auch wegen seiner epischen Erzählung, die in überwältigenden Bildern an internationale Schauplätze vom kriegserschütterten Saigon, in die USA und schließlich bis nach Thailand führt.

Seit der Londoner Uraufführung am 20. September 1989 und der Broadwaypremiere im April 1991 hat sich Miss Saigon zu einem der erfolgreichsten Musicals unserer Zeit entwickelt. Bislang wurde der Musical-Welthit in über 369 Städten in 32 Ländern gezeigt, zog über 36 Millionen Zuschauer in seinen Bann und wurde in 15 Sprachen aufgeführt. Miss Saigon gewann über 70 Auszeichnungen – davon zwei Olivier Awards und drei Tony Awards.

In Deutschland feierte das bildgewaltige Musical 1994 in Stuttgart eine umjubelte Premiere und läutete – im eigens dafür erbauten Theater und mit Musicalstar Uwe Kröger in der Hauptrolle – eine neue Ära des deutschen Musicaltheaters ein. Auch die spektakulären Bühneneffekte setzten ganz neue Maßstäbe und sorgten dafür, dass Miss Saigon mit fünf Jahren Laufzeit und 3,1 Millionen Besuchern eine der erfolgreichsten deutschen Produktionen ihrer Zeit wurde.

Gefeierte Neuproduktion
2014 entstand in London unter der Federführung des Originalproduzenten Cameron Mackintosh eine spektakuläre Neuinszenierung mit über 80 Beteiligten. Die Musik von Claude-Michel Schönberg und die Texte von Alain Boublil, die als Kreativ-Duo bereits mit Les Misérables zu Weltruhm gelangten, wurden eigens für die englischsprachige Neuproduktion um einen weiteren Song ergänzt und sorgfältig aktualisiert. „Es ist kaum zu glauben, dass es über 25 Jahre her ist, seit Miss Saigon in London uraufgeführt wurde. Nichtsdestotrotz ist die bewegende Liebesgeschichte aktueller denn je“, ist der international erfolgreiche
Theatermacher Cameron Mackintosh überzeugt. Dass sein Konzept aufgeht, unterstreichen auch die überwältigenden Pressereaktionen. So schwärmte der Daily Telegraph „Diese packende Neuproduktion stürmt von der Bühne direkt in die Zeiten, in denen wir leben.“

Der Vorverkauf startete gestern.

www.bb-promotion.com

Samstag, 16. Juni 18
Jim Steinmans BAT OUT OF HELL – Das Musical mit den Welthits von Meat Loaf ab November in Oberhausen
Rockig, bombastisch, episch und höllisch gut – Rock-Spektakel von Jim Steinman mit den Hits von Meat Loaf kommt im November 2018 – Der Vorverkauf ist ab sofort geöffnet

Endlich ist es offiziell: Jim Steinmans BAT OUT OF HELL – Das Musical mit den Welthits von Meat Loaf ist die nächste Produktion im Stage Metronom Theater am CentrO Oberhausen! Das Musical ist damit die Nachfolgeproduktion von Disneys Musical Tarzan, das am 23. September 2018 zum vorerst letzten Mal auf einer deutschen Bühne gespielt wird. Die Deutschlandpremiere des außergewöhnlichen Rock-Spektakels von Kultkomponist Jim Steinman ist im November 2018. Der Vorverkauf ist ab sofort geöffnet.


BAT OUT OF HELL – Das Musical mit den Welthits von Meat Loaf ab November 2018 im Stage Metronom Theater in Oberhausen
© SPECULAR

Deutschland darf sich damit auf ein grandioses Musical freuen, das rockig, bombastisch, episch und höllisch gut ist, bestätigt Jürgen Marx, Area Director für die Region Süd/West bei Stage Entertainment: „Oberhausen wird ab November zum Zentrum des Bombast-Rock! Stage Entertainment und die Londoner Produzenten bringen die Erfolgsshow aus London endlich nach Deutschland. Mit Oberhausen haben wir den perfekten Standort für Jim Steinmans BAT OUT OF HELL – Das Musical gefunden. Kein Theater passt aufgrund seines arena-artigen Zuschauerraumes besser zu diesem gigantischen Rock-Epos, als das Stage Metronom Theater. Die Zuschauer werden den unverwechselbaren Jim Steinman Sound dank revolutionärer Bühnentechnik mit allen Sinnen erleben und sich nicht in den Sitzen halten können.“

Musik, Texte und das Buch von BAT OUT OF HELL stammen aus der Feder von Rocklegende Jim Steinman, der neben der Musik zum Musical Tanz der Vampire auch einen Großteil der Songs von Weltstar Meat Loaf geschrieben hat. Zu seinen größten Erfolgen zählen Meat Loafs Hits „Bat Out of Hell“, „I’d Do Anything for Love (But I Won’t Do That)“ und “You Took the Words Right Out of My Mouth (Hot Summer Night)”. Die drei BAT OUT OF HELL Alben, die die Songs für die Bühnenversion liefern, verkauften sich seit ihrem ersten Erscheinen 1977 über 100 Millionen Mal und gehören damit zu den meistverkauften Alben aller Zeiten. Die Bühnenversion von BAT OUT OF HELL vermischt perfekt die unbändige Energie der Rockmusik mit der unvergleichlichen Magie des Musicals.

In London wurde die Show mit dem heiß begehrten London Evening Standard Award als Bestes Musical ausgezeichnet, einem weiteren Meilenstein in der Erfolgsgeschichte des Rock-Spektakels. Außerdem wurde BAT OUT OF HELL – Das Musical für acht Preise, u. a. als Bestes Musical beim What’s On Stage Award, dem einzigen Publikumspreis, nominiert.

Ein preisgekröntes internationales Kreativteam bringt BAT OUT OF HELL – Das Musical in Oberhausen auf die Bühne: Regie Jay Steib, Choreografie Emma Portner, Musikalischer Supervisor und zusätzliche Arrangements Michael Reed, Bühnenbild Jon Bausor, Kostümdesign Jon Bausor und Meentje Nielsen, Videodesign Finn Ross, Lichtdesign Patrick Woodroffe, Sounddesign Gareth Owen, Orchestrierung Steve Sidwell, Kampfchoreografie Stuart Boother, deutsche Übersetzung Buch Roland Schimmelpfennig und Songs Frank Ramond.

BAT OUT OF HELL greift viele traditionelle Theater- und Liebesgeschichten auf und vereint sie zu einer temperamentvollen Story in einer Stadt namens Obsidian im Jahr 2030. Die legendären Rocksongs und Balladen bilden den Rahmen für die mitreißende Liebesgeschichte zwischen Strat, dem unsterblichen Anführer einer jungen Rebellengruppe und Raven, der schönen Tochter des tyrannischen Herrschers Falco. Rebellische Paare, wie Romeo und Julia oder Tony und Maria aus der West Side Story, aber auch der ewig junge Freigeist Peter Pan und Wendy standen Pate für BAT OUT OF HELL. Die zeitlose Geschichte beschäftigte Komponist Jim Steinman schon lange: Es hat mehr als vierzig Jahre gedauert, bis aus der Idee und dem Meat Loaf Hitalbum ein Musical wurde.

BAT OUT OF HELL – Das Musical unterstützt die Invictus Games Foundation, den Weltverband der Invictus Games. Diese sind eine weltweite paralympische Sportveranstaltung für kriegsversehrte Soldatinnen und Soldaten.

www.musicals.de

Samstag, 16. Juni 18
FACK JU GÖHTE – DAS MUSICAL veröffentlicht Castalbum
Bereits am 8. Juni erschien das Cast-Album von FACK JU GÖHTE – DAS MUSICAL. Die Produktion von Stage Entertainment feierte im Januar Uraufführung im WERK7 Theater im Münchner Werksviertel, wo die Show noch bis zum 9. September zu sehen sein wird. Das Castalbum wird bereits seit Wochen von Fans sehnsüchtig erwartet. Der exklusive Vorverkauf startet im WERK7 Theater am 8. Juni. Online und im Handel wird das Album voraussichtlich ab dem 22. Juni erhältlich sein.

Bei dem Album handelt es sich um eine Live-Aufnahme vom 21. Januar 2018. Insgesamt sind 18 Songs auf der Platte, performt von der FACK JU GÖHTE-Cast und der Band des WERK7 Theaters. Die Songs und Songtexte zu FACK JU GÖHTE – DAS MUSICAL wurden von Nicolas Rebscher und Simon Triebel geschrieben. Beide zählen zu Deutschlands erfolgreichsten Musik-Künstlern.
Nicolas Rebscher wurde mehrfach mit Gold und Platin ausgezeichnet und hat mit zahlreichen nationalen und internationalen Künstlern zusammengearbeitet wie u.a. Alice Merton, Aurora, Adel Tawil, Sunrise Avenue, DJ Antoine und Nico Santos. Simon Triebel wurde u.a. als Bandmitglied von Juli deutschlandweit bekannt, wie auch durch seine Zusammenarbeit mit Udo Lindenberg, Adel Tawil oder Mark Forster. Einige seiner größten Hits sind “Perfekte Welle”, “Geile Zeit” und “Dieses Leben“, sowie der Song “Nur noch kurz die Welt retten” von Tim Bendzko.
FACK JU GÖHTE – DAS MUSICAL erzählt die Geschichte des ersten Teils der erfolgreichen „Fack Ju Göhte“-Filmtrilogie und verbindet die Generationen. Hip-Hop und Rap geben zwar den ersten Ton an, doch finden sich auch klassische Musicalmelodien und wunderbare Popballaden in der neuen Produktion und bilden eine Brücke zwischen den Altersgruppen. Eine clevere, moderne Form von Musical macht FACK JU GÖHTE zu einer Show für Jung und Alt.

FACK JU GÖHTE – DAS MUSICAL
Bis 9. September 2018 , WERK7 Theater im Münchner Werksviertel-Mitte

www.musicals.de

Samstag, 16. Juni 18
Wenn Oper auf Rock trifft: Neues Galaformat der Schlossfestspiele Zwingenberg verspricht große musikalische Bandbreite
Die große Spanne von der klassischen Oper bis hin zum Rock-Musical ist inzwischen das Markenzeichen der Schlossfestspiele Zwingenberg. Erleben kann man diese Bandbreite im Sommer aber auch an einem einzigen Abend bei der Open-Air-Gala zur Spielzeitmitte. Hervorragend besetzt mit den Solisten Jana Marie Gropp, Patrick Stanke und Aaron Cawley schlägt die Gala am Freitag, den 27. Juli eine Brücke von der klassischen Oper über Filmmusik und Musicals hin zu legendären Rock- und Pophits. „Lassen Sie sich von unseren Solisten, dem klassischen Festspielorchester und einer kompletten Rockband auf eine faszinierende musikalische Reise mitnehmen“, sagt Intendant Rainer Roos, der den Abend eigens konzipiert hat.

Freuen können sich die Besucher auf Hits aus Opern wie „Carmen“ und „Tosca“ sowie Ennio Morricones unsterbliche Musik zu „Spiel mir das Lied vom Tod“, aber auch auf Klassiker wie „Smoke on the water“, „I dreamed a dream und „Always look on the bright side of life”. Ganz besonders begeistern will Roos mit der „Bohemian Rhapsody“, dem fast sechsminütigen Gesamtkunstwerk der Rockband Queen. „Dieser Abend verspricht Gänsehautfeeling pur im Schlosshof“, so Roos.

Stolz ist der Intendant auf seine Solistenauswahl. Die Sopranistin Jana Marie Gropp ist dem Zwingenberger Publikum insbesondere als Maria Magdalena im Musical „Jesus Christ Superstar“ bekannt, wo sie bei ihrem Rollendebüt das Publikum verzauberte. Ebenso spielte sie die Lisa Carew im Musical „Jekyll and Hyde“ und im vergangenen wie auch in diesem Jahr ist sie die Janet in der „Rocky Horror Show“. Zwischenzeitlich ist sie zu einer gefragten Solistin herangereift und gastiert an zahlreichen deutschen Opernhäusern.

Patrick Stanke wiederum ist in der deutschsprachigen Musicalszene einer der gefragtesten Darsteller. So spielte er Hauptrollen in einer ganzen Reihe großer Produktionen wie „Titanic – das Musical“, „Aida“, „Die 3 Musketiere“ und „Die Schöne und das Biest“. In diesem Sommer spielt er auf Deutschlands größter Musical-Open-Air-Bühne bei den Freilichtspielen Tecklenburg die Titelrolle des Jean Valjean in „Les Miserables“. Nach Zwingenberg wird er daraus den berühmten Song: „Bring him home“ mitbringen.

Der in Wales geborene Tenor Aaron Cawley ist Solist des Staatstheaters Wiesbaden. Er trat schon in vielen großen Opernproduktionen auf, die ihm großartige Kritiken einbrachten. In Zwingenberg gab er 2015 sein Debüt als Alfredo in „La Traviata“ und war 2016 einer der „3 Tenöre“ in der „Italienischen Nacht“.

Karten für die Gala „Opera meets Rock“ gibt es über das Kartentelefon unter Tel.  06263/45154, online via www.schlossfestspiele-zwingenberg.de und bei den Touristeninformationen in Mosbach, Eberbach, Buchen, Walldürn, Bad Rappenau und im Kartenshop der DiesbachMedien in Weinheim. Auf der Webseite der Festspiele, dem Facebook-Auftritt wie auch bei allen Vorverkaufsstellen gibt es zudem ausführliche Hintergrundinformationen.

www.schlossfestspiele-zwingenberg.de

Samstag, 16. Juni 18
Probenbeginn für "Beatrice Cenci", die Oper im Bregenzer Festspielhaus
Sündhafte Opulenz, sexueller Missbrauch, ein exorbitant hoher Ablass, um die Gunst des Papstes zu sichern. Rom am Ende des 16. Jahrhunderts. Patriziertochter Beatrice Cenci plant den Vatermord als vermeintlichen Ausweg aus dem skrupellosen Treiben und büßt mit ihrer Stiefmutter Lucrezia vor der Engelsburg mit ihrer Enthauptung. Die historisch verbriefte Gemengelage ist wie geschaffen für die Opernbühne. Am Montag haben die Proben für Beatrice Cenci, die diesjährige Oper im Bregenzer Festspielhaus, begonnen.

Regisseur Johannes Erath brennt sichtlich für den Stoff und kann es kaum erwarten. „Lasst uns einfach beginnen!“, sagt er immer wieder, als er Entwürfe des Bühnenbildes von Kathrin Connan an die große Wand des Seestudios des Festspielhauses projiziert und lustvoll Details seiner Inszenierung schildert. Schon vor zwei Jahren erntete Erath für seine Interpretation von Miroslav Srnkas Make No Noise auf der Werkstattbühne ein vielbeachtetes Echo bei Publikum und Presse.

Wiederentdeckung stößt auf große Nachfrage
Freudige Neugier bestimmt den Gesprächsstoff beim ersten Zusammentreffen der Künstler und Techniker. Mit Beatrice Cenci betreten die Beteiligten gewissermaßen Neuland. Der deutschstämmige jüdische Komponist Berthold Goldschmidt hatte den spannungsgeladenen Stoff 1949 für einen britischen Opernwettbewerb vertont, doch erst wenige Jahre vor seinem Tod kam es 1988 zu einer konzertanten Aufführung in London. Intendantin Elisabeth Sobotka und Dramaturg Olaf Schmitt haben Beatrice Cenci wiederentdeckt. Die lange Vorbereitungsphase ist bereits durch sehr guten Vorverkauf der drei Aufführungen belohnt. Noch gibt es aber Tickets. Nein, aufgeregt sei sie – noch – nicht, sagt Elisabeth Sobotka an diesem Tag, einfach nur „freudig, happy“, dass das Stück nun den verdienten Raum erhält.

Zuallererst geht es um Sicherheit
Bevor sich Künstler und Statisten das erste Mal am Nachmittag bei Klavierbegleitung einarbeiten, steht die verpflichtende Sicherheitseinweisung auf der Tagesordnung. Für alle und mit geschlossenem Schuhwerk. Tag 1 endet mit „Technischen Korrekturen“ und „Perückenfitting“ für Christoph Pohl. Das Ensemblemitglied der Semperoper Dresden wird in der Rolle des Grafen Francesco Cenci, Vater der Beatrice, zu sehen und zu hören sein. Es ist sein erstes Engagement bei den Bregenzer Festspielen. Nicht so für den musikalischen Leiter Johannes Debus. Er ist dem Publikum als Dirigent von Hoffmanns Erzählungen in bester Erinnerung.

Noch wenige Tage lang haben die rund 50 Personen, die Beatrice Cenci auf die Bühne bringen, das Festspielhaus für sich allein. Kommende Woche füllt sich allmählich auch das restliche Festspielgelände, wenn die Proben für das Spiel auf dem See, Carmen, beginnen.


„Natur, Riviera-Flair und James Bond“ Fünf Fragen an Sébastien Soulès
Seit Montag laufen die Proben zu Beatrice Cenci, einen Tag zuvor ist Sébastien Soulès (45) in Bregenz angekommen. Wie im Vorjahr wird er sowohl bei der Oper im Festspielhaus als auch auf der Seebühne zu sehen sein, als Zuniga in Carmen. An besondere Festspiel-Momente vor zehn Jahren denkt der sympathische Bassbariton aus Orléans gerne zurück.

Monsieur Soulès, Sie waren 2008 bei den Dreharbeiten zum James-Bond-Film A quantum of solace dabei und traten kurz als Tosca-Bösewicht Scarpia auf. Wie kam es dazu?
Im November 2007 rief mich das Künstlerische Betriebsbüro an, ob ich mir vorstellen könne mitzuspielen. Ich war total überrascht und sagte natürlich gleich zu. Als ich Freunden davon erzählte, dachten sie, ich wolle sie auf den Arm nehmen (lacht).

Welche Erinnerungen haben Sie an die Dreharbeiten?
Das war eine verrückte Zeit. Unser Rhythmus war total verschoben. Wir probten eine Woche lang immer abends und nachts. Dann folgten vier oder fünf Drehnächte. Tagsüber schliefen wir. Ich erinnere mich noch gut an die Regie-Anweisung: „Achtet nicht auf die Kameras. Tut so, als wären sie gar nicht da.“ Daniel Craig war total abgeschirmt, an ihn kam man überhaupt nicht heran. Das verstehe ich, solche Topstars muss man schützen. Ganz anders war das bei meinem Landsmann Mathieu Amalric, der Bonds Gegner Dominic Greene spielte. Mit ihm konnte ich ganz locker plaudern und Kaffee trinken.

Ein Jahr zuvor hatten Sie Ihr erstes Engagement in Bregenz gehabt. Was war damals Ihr erster Eindruck gewesen?
Ich habe mich gleich in Bregenz verliebt. Die Natur und das Riviera-Flair hier mag ich sehr. Ich stand noch am Anfang meiner Karriere, war noch sehr unsicher und etwas überfordert. Bei der ersten Generalprobe, als ich das erste Mal vor 7.000 Zuschauern stand, sprang mir fast das Herz heraus.

Hat sich das in der Zwischenzeit verändert?
Ja, mittlerweile bin ich etwas abgeklärter. Bei der ersten Probe zu Beatrice Cenci in dieser Woche ging es einer jungen Kollegin ganz ähnlich wie mir damals. Ich habe versucht, ihr die Nervosität zu nehmen und sie ein bisschen zu beruhigen.

Was zeichnet die Bregenzer Festspiele aus Ihrer Sicht aus?
Zum einen ist es die sensationell gute Stimmung, die das Haus und die Umgebung verbreiten. Zum anderen die hohe Qualität in allen Details und Abteilungen, von den Musikern bis zu Maske und Requisite. Ich muss mich nur um meinen Part kümmern, alles andere funktioniert einfach. Das ist wirklich Luxus. Die Bregenzer Festspiele sind in Sachen Professionalität einfach spitze – und dabei dennoch entspannt. Das ist die Kunst.

www.bregenzer-festspiele.com

Samstag, 16. Juni 18
Bregenzer Festspiele: Video-Serie Künstlereingang Folge 1 ~ "Carmens" Frühjahrsputz
Bevor auf der Seebühne die Proben starten können, haben Festspieltechniker die Carmen-Kulisse aus dem achtmonatigen Winterschlaf geweckt. Ausstattungsleiterin Susanna Boehm ist für die Optik der von Bühnenbildnerin Es Devlin entworfenen Bühne sowie für Requisiten, Kostüme und Maske zuständig. Im ersten „Künstlereingang“ der Saison erzählt sie, was beim Seebühnen-Frühjahrsputz zu tun war.

Immer freitags: kleine Szenen abseits der großen Bühnen
Für Neugierige und all jene, die schon immer mal durch den Künstlereingang ins Festspielhaus gelangen wollten, öffnen die Bregenzer Festspiele in der gleichnamigen Serie per Video ihre Backstage-Pforten.
Von Probenstart bis Ende der Festspielzeit lässt jeweils freitags ein Kurzfilm auf die kleinen Szenen abseits der großen Bühnen blicken. Mitwirkende vor und hinter den Kulissen erzählen in rund zwei Minuten ihre ganz persönlichen Erlebnisse.
Auf der Homepage des Festivals unter www.bregenzerfestspiele.com stehen die Videos jeweils ab Freitagnachmittag zum Ansehen bereit.

Samstag, 16. Juni 18
Hier treffen sich Cowboy und Indianer ~ Das 13. Rhöner Country Festival vom 22. bis 24. Juni in Bernshausen
Jetzt schlägt’s dreizehn! Vom 22. bis 24. Juni treffen sich Country-Fans, Wildwest-Romantiker und Pferdeliebhaber aus ganz Deutschland beim 13. Rhöner Country Festival in Bernshausen. Tausende Besucher kommen jedes Jahr in die Rhön, um gemeinsam Lagerfeuerstimmung, Reitvorführungen, Barbecue, Shows und namhafte Country-Bands aus ganz Europa und den USA zu erleben. Oder um sich selbst einmal in einem Workshop beim traditionellen Linedance zu versuchen.

Karten für das dreitägige Szenetreffen in der Rhön sind ab sofort an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Ein Abend oder das ganze Wochenende – im Vorverkauf sind die Festivalkarten wieder ermäßigt zu haben. Außerdem können sich Besucher so rechtzeitig die begehrten Zeltplatztickets sichern.

Los geht es am Freitag, 22. Juni, um 18 Uhr mit einem Auftritt des Country-Duos Soulfire, das Country-Klassiker und eigene Stücke präsentiert. Offiziell eröffnet wird das Festival um 20 Uhr mit der beliebten Zeremonie: dem Einmarsch der Pferde und einer Reitshow zur Nationalhymne der USA. Den weiteren Abend teilen sich Soulfire die Festzeltbühne mit Jessica Lynn, die in ihrer Heimat bereits als „new woman in country“ gefeiert wird. Auch in Europa hat sich die 28-jährige New Yorkerin nach zwei Tourneen längst einen Namen gemacht. Am Samstag, 23. Juni, starten alle Frühaufsteher ab 10 Uhr mit DJ EagleEye Jimmy in den zweiten Festivaltag. Um 15 Uhr wird ein Linedance-Workshop für Fortgeschrittene angeboten, um 16.30 Uhr eine Pferde-Show. Dazwischen übernimmt das Duo Little Rainbow die Bühne und kombiniert
traditionelle und moderne Country-Nummern. Am späten Nachmittag sind zunächst die Country-Musiker von Bird Mountain an der Reihe. Ab 19 Uhr startet dann der große Konzertabend mit der Band Forgotten sons of Ben Cartwright und den Cowboys von Mavericks, die auch ihre Showgirls mitbringen.

Der Sonntag, 24. Juni, ist der traditionelle Familientag beim Rhöner Country Festival, der mittlerweile zu einem richtigen Volksfest geworden ist. Die Angebote für die jüngsten Festivalbesucher reichen vom Bullriding über Hufeisenwerfen bis zu Pferdevorführungen, außerdem gibt es diesmal gleich zwei Western-Hüpfburgen und natürlich Kinderreiten sowie Kinderschminken. Für die Erwachsenen beginnt der Familiensonntag um 10 Uhr beim Frühschoppen mit DJ EagleEye Jimmy, nachmittags geht es weiter mit Livemusik von Herbie & Friends, einem Linedance-Workshop für Anfänger und einer Pferdeshow.

Karten für das 13. Rhöner Country Festival sind über www.rhoener-countryfestival.de erhältlich oder an folgenden Vorverkaufsstellen:
 Geschäftsstellen von Südthüringer Zeitung/Freies Wort
 TW-Werbung in Dermbach
 im Landhotel „Zur Grünen Kutte“ in Bernshausen

Das 3-Tages-Ticket inklusive Gebühr für den Zeltplatz kostet im Vorverkauf 34 Euro, das Freitagsticket 13 Euro und das Samstagsticket 17 Euro. Das Sonntagsticket für 4 Euro ist nur an der Tageskasse erhältlich. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren zahlen beim Festival keinen Eintritt.
Wer keinen Festivaltag verpassen will, der sollte am besten gleich vor Ort übernachten. Camping mit Zelt oder Wohnwagen ist auf der großen Wiese am Festivalgelände möglich. Die Übernachtung ist
für alle Besucher inklusive, die das 3-Tages-Festivalticket im Vorverkauf erwerben. Die reguläre Zeltplatz-Gebühr beträgt 6,– Euro pro Nacht und Erwachsenen. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren campen kostenfrei. Ein Stromanschluss für Zelt oder Wohnwagen ist für 4,– Euro pro Nacht erhältlich. Duschen und Wasserstelle sind vorhanden. Eine Reservierung von Stellplätzen ist nicht möglich.

www.rhoener-countryfestival.de

Samstag, 16. Juni 18
Staatstheater Wiesbaden: Kammerkonzert der Orchesterakademie am 17. Juni im Foyer des Großen Hauses
Am Sonntag, den 17. Juni 2018, um 11 Uhr findet im Foyer des Großen Hauses das alljährliche Kammerkonzert der Orchesterakademie des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden statt. Acht junge Akademisten der Spielzeit 2017.2018 präsentieren ein abwechslungsreiches Programm.

Die Orchesterakademie des Hessischen Staatsorchesters hat sich der Förderung junger Instrumentalisten zu hochqualifizierten Orchestermusikern verschrieben. Die diesjährige Gruppe von acht Akademisten aus sechs unterschiedlichen Nationen feiert den Abschluss ihres Jahres in Wiesbaden mit einem abwechslungsreichen Programm: Neben Werken von Michael Haydn, Felix Mendelssohn Bartholdy und Alexander Glasunow für Streicher stehen auch drei Duos für Marimbaphon und Streichinstrumente auf dem Programm. Das Duo für Violine und Marimba von Edzard Locher, Schlagzeuger im Hessischen Staatsorchester, spielt der Akademist Lukas Heckmann, das Duo für Kontrabass und Marimba ist eine Komposition des Förderers der Orchesterakademie Jürgen Niessner.

Ziyu Wang Violine Jiyoun Kim Violine Marlene Crone Violine Wei-Chueh Chen Viola Christoph Lamprecht Violoncello Júlia Carrasco Martínez Violoncello Jaewoong Yun Kontrabass Lukas Heckmann Marimbaphon Theresia Seifert Marimbaphon (als Gast)

Kammerkonzert der Orchesterakademie
Sonntag,  17. Juni 2018, Beginn 11 Uhr, Theaterfoyer Großes Haus, Eintritt 8 Euro

www.staatstheater-wiesbaden.de

Samstag, 16. Juni 18
Abschluss des 107. Deutschen Bibliothekartages ~ Bibliothekarinnen und Bibliothekare fordern Nachhaltigkeit
Mehr als 4.000 Teilnehmende des 107. Deutschen Bibliothekartags verabschieden sich nach vier Tagen des intensiven Austauschs und konstruktiver Diskussionen aus Berlin. In nahezu 300 Veranstaltungen wurden nicht nur die neusten Entwicklungen der Bibliotheks- und Informationsbranche vorgestellt. Auch Forderungen der Bibliothekarinnen und Bibliothekare an die Politik wurden laut: neben der Verbesserung der tarifrechtlichen Rahmenbedingungen und der finanziellen Grundausstattung von Bibliotheken dringen sie auf die Einbindung von Bibliotheken in die Digitalisierungsstrategien von Bund, Ländern und Kommunen und die Beteiligung an den damit verbundenen Förderoptionen.

In ihrem Schlusswort betonte Vesna Steyer, Vorsitzende des Berufsverband Information Bibliothek e.V. (BIB) nochmals die besondere Bedeutung, die Rahmenbedingungen für Bibliotheken den Anforderungen der Realität anzupassen: „Die Bibliotheken sind mit ihren vielfältigen Angeboten seit mehr als 10 Jahren in Vorleistung gegangen. Es ist jetzt Zeit, dass die Politik die finanziellen Rahmenbedingungen für die Bibliotheken schafft, damit sie ihren gesellschaftlichen Auftrag, Teilhabe aller an Bildung, Wissen und Kultur, realisieren können.“

In diesem Zusammenhang ergänzte Ute Engelkenmeier, designierte Vorsitzende des BIB: „Neue Aufgaben erfordern gut ausgebildetes Personal. Die Ungleichheit bei der tariflichen Bezahlung von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren im Verhältnis zu allen anderen Berufsgruppen muss beseitigt werden. Dazu haben sich die Veranstalter mit einem Offenen Brief an die Tarifpartner gewandt.“

Auch aus Sicht der wissenschaftlichen Bibliotheken muss die Politik tätig werden, um ein angemessenes Bibliotheksangebot für die Zukunft zu gewährleisten: „Viele Angebote wissenschaftlicher Bibliotheken sind nicht nachhaltig finanziert. Bibliotheken haben in den letzten Jahren neue Dienstleistungen für die Forschung aufgebaut. Diese müssen von der projektförmigen in eine dauerhafte Finanzierung überführt werden.“ teilte  Konstanze Söllner, Vorsitzende des Verbands Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VDB), zum Abschluss des Bibliothekartags mit.

Beim Bibliothekartag haben sich auch in diesem Jahr wieder internationale Firmen in der begleitenden Fachausstellung präsentiert: knapp 160 Unternehmen aus 11 Ländern waren mit neuen Produkten und Dienstleistungen im Estrel Congress Center dabei.

Der 108. Deutsche Bibliothekartag wird 2019 im Rahmen des 7. Bibliothekskongresses Leipzig vom 18. – 21.03. 2019 stattfinden.

Samstag, 16. Juni 18
Rheingau Musik Festival: Trauer um Enoch Baron zu Guttenberg
Mit tiefstem Bedauern haben wir vom Tod von Enoch Baron zu Guttenberg erfahren. Enoch zu Guttenberg war mit seinen Ensembles, der Chorgemeinschaft Neubeuern und dem Orchester der KlangVerwaltung München, von Beginn des Festivals an häufiger und sehr gerne gesehener Gast beim Rheingau Musik Festival. Zudem war er seit einigen Jahren Mitglied des Kuratoriums des Rheingau Musik Festivals. Enoch zu Guttenberg gehörte zu den bekanntesten und angesehensten deutschen Dirigenten der Gegenwart. Für seine Leistungen erhielt zu Guttenberg unter anderem das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, den Bayerischen Poetentaler, die Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um die Umwelt, den Bayerischen Verdienstorden sowie 2017 den Rheingau Musik Preis.

Festivalintendant Michael Herrmann ist erschüttert über den Tod seines engen Freundes, der bei der Verleihung des Rheingau Musik Preises diese Freundschaft heraushob, indem er sagte, „eigentlich sind wir nicht nur Freunde, sondern Brüder.“

Enoch zu Guttenberg hätte am 28. Juni mit der Chorgemeinschaft Neubeuern und dem Orchester der Klangverwaltung das Requiem von Giuseppe Verdi in der Basilika von Kloster Eberbach aufführen sollen.

www.rheingau-musik-festival.de

Samstag, 16. Juni 18
„ttt - titel thesen temperamente" am Sonntag
„ttt - titel thesen temperamente" (BR) kommt am Sonntag, 17. Juni 2018, um 23:35 Uhr im Ersten.
Die geplanten Themen:

Das Vermächtnis des Nelson Mandela
Wer war dieser große Freiheitskämpfer eigentlich? Und was ist von seiner Vision geblieben, in Südafrika - 25 Jahre nach Ende der Apartheid? „Mutige Menschen fürchten sich nicht davor, um des Friedens willen zu vergeben." Ein Satz von Nelson Mandela, der im Juli hundert Jahre alt geworden wäre. „Für die Welt war er Mandela, einer der größten Reformer in der Geschichte, aber für mich war er der alte Madiba, der mich erzogen hat." Der Enkel, Ndaba Mandela, erzählt jetzt die ganz persönliche Geschichte eines der wichtigsten politischen Köpfe der Menschheit. Mit zwölf Jahren zieht Ndaba zu Nelson Mandela in den Präsidentenpalast und wird von diesem mit Weisheit und Strenge durch eine schwierige Jugend geführt. Es ist genau die Zeit, in welcher Nelson Mandela friedlich gegen Rassentrennung und Unterdrückung kämpft und versucht ein tief zerrissenes Land zu befrieden. Ndaba Mandela: „Mut zur Vergebung. Das Vermächtnis meines Großvaters Nelson Mandela". Erscheint am 18. Juni 2018.

Das Wunder von Matera
Eine (der zwei) Kulturhauptstädte 2019 und die Verwerfungen des täglichen Lebens zwischen Hit-and-Run-Tourismus und historischem Erbe mit den Sassi, den einzigartigen Höhlensiedlungen. Der Gap zwischen genialischer, siegreicher Bewerbung und prekärer Umsetzung in der Realität. Ein Sack voll Geld (von der EU), aber größte Schwierigkeiten bei der Verwirklichung. Soweit alles wie befürchtet - im Süden Italiens. Oder doch nicht? Die Gelder wären zuletzt beinahe wieder gestrichen worden - die Region Basilicata aber will es auf den letzten Drücker doch noch schaffen - das Wunder von Matera!

David Lynch
„Traumwelten" - die außergewöhnliche Autobiografie des wohl meistdiskutierten Filmemachers der letzten Jahrzehnte erscheint am 25. Juni. Wir konnten schon jetzt mit David Lynch Co-Autorin und langjähriger, enger Freundin Kristine McKenna sprechen. Seit „Eraserhead" war Kristine McKenna auf Einladung von David Lynch auf allen Sets beim Dreh dabei. „Traumwelten" erzählt jetzt, wie außergewöhnlich David Lynch bereits als Kind und Jugendlicher war und wie seine einzigartigen Filme entstanden sind. „Blue Velvet", „Wild at Heart", „Twin Peaks", „Lost Highway", „Mullholland Drive", „Inland Empire" - diese Filme haben Filmgeschichte geschrieben. Sie sind klarsichtig und rätselhaft, wunderschön und düster. David Lynch/ Kristine McKenna: „Traumwelten". Erscheint am 25. Juni 2018.

Zukunft des Bauens
Der Wettbewerb um immer höhere und raffinierter konstruierte Häuser aus Holz ist in vollem Gang. In Tokio wird gerade ein spektakulärer 350 Meter hoher Holzhochhausturm geplant, mit 70 Etagen. In London soll der hölzerne „Oakwood Tower" 300 Meter hoch wachsen, in Chicago plant man einen 244 Meter Tower. Das tatsächlich bisher höchste wirklich gebaute Haus aus Holz steht in Vancouver, Kanada, mit 18 Stockwerken und 53 Metern Höhe. Ein in Wien geplantes Holzhochhaus soll bis zum Jahresende immerhin 84 Meter im Nordosten der Stadt in den Himmel wachsen. Auf 24 Etagen entstehen Wohnungen, Büros, ein Hotel samt Wellnessareal. Der Anspruch: ein ressourcenschonender und energiesparender Bau aus nachwachsendem Material. Überraschenderweise soll der Holzbau sogar weniger feueranfällig sein, als ein gewöhnliches Hochhaus. Es ist gerade Sturm und Drangzeit im Holzbau. In Berlin wurde bereits vor zehn Jahren das erste Stadthaus ganz aus Holz gebaut. Aktuell wird in Heilbronn Deutschlands höchstes Haus aus Holz in Angriff genommen, immerhin 34 Meter hoch. Wie sinnvoll ist es, hohe Häuser aus Holz zu bauen? Und müssen dafür nicht zu viele Bäume sterben? „ttt" auf der Suche nach einer möglichen Zukunft des Bauens.

Straße. Leben. Fotos
Die wieder gefundene Stärke der Fotografie. Eine umfassende Schau in Hamburg zeigt jetzt die Superstars der Street Photographie der letzten 70 Jahre mit 350 Arbeiten - Lee Friedlander, Wolfgang Tillmans, Candida Höfer, Stephen Shore, Martin Parr und viele andere. „[Space] Street. Life. Photography" - Deichtorhallen HH bis 21. Oktober.

Moderation: Max Moor

www.DasErste.de/ttt

Freitag, 15. Juni 18
»ELEKTRONAUTEN«-Festival startet mit attraktiven Konzerten, Workshop und einer Klanginstallation
Am kommenden Wochenende steigt das letzte große Festival der Elbphilharmonie-Saison 2017/18: »Elektronauten«. Drei Tage lang, vom 15. bis 17. Juni, stehen die Säle und Studios des Konzerthauses mitsamt ihren Foyers ganz im Zeichen der elektronischen Musik. Für die Konzerte, auch die im Großen Saal, gibt es noch Restkarten.

Mit Musikern wie Manuel Göttsching und der Band Ash Ra Tempel Experience (15.6.), Martyn Ware, Adrian Utley, Will Gregory und dem Moog Ensemble (16.6.), Morton Subotnik, Alec Empire & Lillevan sowie dem Radiophonic Workshop (17.6.) sind einige der einflussreichsten und zugleich stilistisch unterschiedlichsten Vertreter aus den Anfängen des Genres der elektronischen Musik auf der Bühne zu erleben. Ihre Konzerte werden zeigen, wie quicklebendig die Pioniere auch heute noch sind. Die in Berlin lebende Chinesin Pan Daijing (15.6.) und das britische Duo Emptyset (16.6.) repräsentieren eine junge Künstlergeneration zwischen coolen, gleichwohl tiefgründigen elektronischen Sounds und Performance.

Zudem lockt tagsüber in den Kaistudios der Elbphilharmonie ein umfangreiches Workshop-Programm Menschen an, die selbst schon elektronische Musik machen oder Anregungen suchen, wie es geht. So bietet Ableton, einer der führenden Hersteller von Musik- und Kompositions-Software, unter dem Titel »Klangraum Elbphilharmonie« einen Kurs für fortgeschrittene Musiker an, bei dem es von Feldaufnahmen in der Elbphilharmonie bis zur digitalen kompositorischen Nachbearbeitung des aufgenommenen Materials viel zum Lernen und Ausprobieren gibt. Praktische Erfahrungen mit modularen Synthesizern und Loop Stations gehören ebenso zum Workshop-Programm wie ein Kurs, bei dem funktionsfähige Synthesizer-Module im Eigenbau hergestellt werden können.

Der finnische Programmierer Tero Parviainen und die Hamburger Musikerin Mira Kempf präsentieren mit »Music for Transport Networks« eine Bild- und Klanginstallation im Foyer des Großen Saals, bei der alle Impulse in Echtzeit vom HVV zugeliefert werden. Immer, wenn eine U-Bahn, ein Bus oder ein Schiff eine der Stationen bzw. Haltestellen erreicht, übernimmt die Installation ein Tonsignal, dessen Parameter Kempf zuvor konfiguriert hat. Im Foyer des Kleinen Saals steht für die Dauer des »Elektronauten«-Festivals Das Karussell von SchneidersBuero, eine sich sachte drehende Spielsäule mit sechs modularen und verknüpfbaren Systemen, die von Foyer-Flaneuren zu kollektivem musikalischen Leben erweckt werden können. Ein Podiumsgespräch mit vielen der beteiligten Musiker am Sonnabend um 18 Uhr im Kleinen Saal bietet Gelegenheit, mehr über die Künstler zu erfahren. Auch hierfür gibt es noch Karten.

www.elbphilharmonie.de

Freitag, 15. Juni 18
Theater Augsburg: »Herz aus Gold« – Das Fugger-Musical ab 30. Juni auf der Freilichtbühne am Roten Tor
Beim gestrigen Pressegespräch zum Fugger-Musical »Herz aus Gold« im martini-Park gaben Komponist Stephan Kanyar, Texter Andreas Hillger, Regisseur Holger Hauer sowie Ballettdirektor und Chefchoreograf Ricardo Fernando, Generalmusikdirektor Domonkos Héja und Bühnenbildner Karel Spanhak Einblicke in das eigens für Augsburg komponierte und geschriebene Musical. André Bücker moderierte die Gesprächsrunde. Die beiden Hauptdarsteller Chris Murray (Jakob Fugger) und Roberta Valentini (Sybilla) präsentierten erste Songs aus dem Stück.


Theater Augsburg: »Herz aus Gold« – Das Fugger-Musical
Hauptdarsteller Roberta Valentini und Chris Murray
(beim Pressegespräch vom 14. Juni 18)
© Jan-Pieter Fuhr

Als besonderes Privileg betonte das Regieteam die Zusammenarbeit mit einem zeitgenössischen Komponisten und die daraus einhergehende Chance die Geschichte und Figuren im Rahmen des Probenprozesses weiterzuentwickeln und mitzugestalten. Kanyar und Hillger möchten Jakob Fugger nicht nur als Finanzier und Handelsherr beschreiben, sondern dem Publikum dessen menschliche Seite und seine Emotionen näherbringen.

30. Juni die Open-Air-Saison 2018. Die Weltpremiere auf der Freilichtbühne am Roten Tor, der größten Freilichtbühne Süddeutschlands, stellt den Höhepunkt und zugleich den Abschluss der ersten Spielzeit von Intendant André Bücker dar.

In einem Mix aus historischer Wahrheit, Dichtung und Liebesgeschichte erzählt das Musical vom Leben Jakob Fuggers, dem wirkungsmächtigsten Augsburger Bürger aller Zeiten, der Visionäres geschaffen hat. Jakob Fugger war zwischen etwa 1495 und 1525 der bedeutendste Kaufmann und Bankier Europas. Er ging als erster »Global Player« und als reichster Mann seiner Zeit in die Geschichte ein.

Regisseur Holger Hauer erweckt seinen schillernden Kosmos in Augsburg mit »Herz aus Gold« wieder zum Leben. Unterstützt wird er dabei von Choreografien des Ballett Augsburg und in Begleitung der Augsburger Philharmoniker unter der Leitung von Generalmusikdirektor Domonkos Héja.

Für die Hauptrollen des Stücks konnte das Theater die beiden Musicalstars Chris Murray (Jakob Fugger) und Roberta Valentini (Sybilla) gewinnen.

Premiere: 30.6.2018

www.theater-augsburg.de

Freitag, 15. Juni 18
Oper Frankfurt: Vortrag von Jürgen Kesting mit dem Titel "Was ist das eigentlich: Belcanto?"
„Stimmenpapst“ Jürgen Kesting – u.a. freier Autor für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Opernwelt – gilt als einer der renommiertesten Kenner des Operngesangs. Vor dem Hintergrund der Premiere von Vincenzo Bellinis Norma am vergangenen Sonntag hält er am Sonntag, dem 24. Juni 2018, um 14.00 Uhr im Holzfoyer einen Vortrag mit dem Titel Was ist das eigentlich: Belcanto?

Karten zum Preis von € 9 / ermäßigt € 6 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) sind an den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 - 212 49 49 4 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich.

 
Jürgen Kesting
Foto: privat

Jürgen Kesting, geboren in Duisburg, studierte in Köln und Wien Germanistik, Anglistik und Philosophie. Nach vier Jahren als Pressechef der Kölner EMI-Electrola und der Münchner Eurodisc arbeitete er seit 1973 als Redakteur, Ressortleiter, geschäftsführender Redakteur und Autor für den Stern. 1993 wechselte er als Autor zu der neu gegründeten Zeitung DIE WOCHE. Seit Herbst 1997 entwickelte er ein Musik-Magazin (AMADEO) für Gruner & Jahr. Nach vielen Musiksendungen im Rundfunk – Westdeutscher Rundfunk, Südwestfunk, Süddeutscher Rundfunk, Bayerischer Rundfunk, Deutschlandradio Kultur und Rundfunk Berlin-Brandenburg –  veröffentlichte er 1986 die dreibändige und ca. 2000 Seiten umfassende Studie Die großen Sänger, weithin als Standardwerk eingeschätzt und 2008 in einer erweiterten vierbändigen Fassung vorgelegt. 1990 brachte er eine inzwischen ins Englische, Russische und Japanische übersetzte Monographie über Maria Callas heraus, 1991 gefolgt von einem Buch-Essay über Luciano Pavarotti, das ins Englische übersetzt wurde. Im NDR betreute er zehn Jahre lang eine wöchentliche Musikreihe über große Sänger. Für vier ARD-Sender (SFB, NDR, MDR, SDR) produzierte er eine 26-teilige Serie über Maria Callas, für die ARD eine 13-teilige TV-Serie Die großen Tenöre sowie für den RBB eine 26 Folgen umfassende Reihe über Vladimir Horowitz. Jürgen Kesting ist zudem ein gefragter Juror bei internationalen Gesangswettbewerben.

Donnerstag, 14. Juni 18
Schauspiel Frankfurt: All Our Futures ~ Das erste Jahr - »Die Ausstellung«
Das Projekt »All Our Futures« hat im Herbst 2017 begonnen und ist ein auf drei Jahre angelegtes Stadtteilprojekt in der kulturellen Bildung am Schauspiel Frankfurt. Details und Highlights dieser ersten Forschungsphase werden am 17. Juni in einer Ausstellung im Foyer des Schauspielhauses allen Interessierten zugänglich gemacht.
In der Arbeit von fast 200 Schüler_innen, 10 Künstler_innen und 9 Lehrer_innen an drei Schauplätzen in Frankfurt haben sich im Laufe des Jahres vielfältige kreative Potentiale entwickelt. Sechs Mal werden die Jugendlichen am Ende des ersten Schuljahres ihre Arbeitsweisen präsentiert haben, zunächst an den Schauplätzen untereinander, dann öffentlich in immer größerem Rahmen.
Am 17. Juni werden ab 11.00 Uhr im Holzfoyer sowohl kleinere Live-Auftritte als auch Installationen, Fotos und Videos zu sehen sein (Eintritt ist frei).

www.schauspielfrankfurt.de

Donnerstag, 14. Juni 18
Förderer des Buches: Börsenverein zeichnet Volker Kauder aus
Auf der 194. Hauptversammlung hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels gestern in Anerkennung seines außergewöhnlichen Engagements für das Buch dem Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Volker Kauder, die Plakette „Dem Förderer des Buches“ verliehen. Kauder hat sich unter anderem mit großem persönlichen Einsatz für den reduzierten Mehrwertsteuersatz für Hörbücher eingesetzt, war offen für die Belange der Verlage bei den Beratungen zum Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz und hat die Ausweitung der Buchpreisbindung auf E-Books maßgeblich vorangetrieben.

„Volker Kauder setzt sich mit langem Atem für faire Rahmenbedingungen für das Kulturgut Buch ein – zuletzt auch mit einem erneuten und klaren Bekenntnis zur Buchpreisbindung. Damit hilft er, die Publikationsvielfalt und eine vitale Buchhandelslandschaft zu erhalten“, sagte Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins.

„Auch im Zeitalter der Digitalisierung muss der Wert des gedruckten Wortes bewahrt werden. Das Buch ist ein einzigartiges Kulturgut. Ich bin sicher, dass es auch in Zukunft Bestand haben wird. Die schöpferische Leistung von Autoren und Verlagen gilt es weiter zu schützen“, sagte Volker Kauder in seiner Dankesrede.

Mit der Plakette „Dem Förderer des Buches“ bzw. „Der Förderin des Buches“ zeichnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus, die mit der Welt des Buches in besonderer Weise verbunden sind. Seit 2009 wurden Frank Schirrmacher, Norbert Lammert, Petra Roth, Richard von Weizsäcker, Bernd Neumann Rachel Salamander und Roland Reuß mit dem Preis ausgezeichnet.

www.boev.de

Donnerstag, 14. Juni 18 
Oper Frankfurt: 10. Kammermusik im Foyer
Vor dem Hintergrund der kürzlich im Opernhaus erfolgten Premiere Die lustige Witwe von Franz Lehár (1870-1948) – lädt die Oper Frankfurt zur zehnten und letzten Kammermusik im Foyer der Spielzeit 2017/18 am Sonntag, dem 24. Juni 2018, um 11.00 Uhr ins Holzfoyer ein.

Kammermusik im Foyer ~ Oper Frankfurt © Roland Horn
Oper Frankfurt: 10. Kammermusik im Foyer
Mitgliedern des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters bestehenden Mahagonny Celloquartetts, welches diese Matinee bestreitet: v.l.n.r. Johannes Oesterlee, Florian Fischer, Sabine Krams und Mario Riemer
Bild: Roland Horn

Unter dem Motto Diagonale stehen Werke von William Byrd (1538-1623), David Funck (1648-ca.1699) Wilhelm Fitzenhagen (1848-1890) und Dmitri D. Schostakowitsch (1906-1975) auf dem Programm, darunter auch einige den Tanzrhythmen Lehárs verwandte Walzer. Zudem erklingen – dem Motto gemäß – Parodien und Originalkompositionen von Friedmann Dreßler (*1961), Rüdiger Clauß (*1968) und Mario Riemer (* 1988).

Bestritten wird die Matinee durch das aus Mitgliedern des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters bestehende Mahagonny Celloquartett mit Sabine Krams, Johannes Oesterlee, Florian Fischer und Mario Riemer.

Karten zum Preis von € 13 / ermäßigt € 6,50 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) sind an den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 - 212 49 49 4 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich. Die Kammermusik-Reihe wird auch in der Saison 2018/19 fortgesetzt.

Donnerstag, 14. Juni 18 
Staatstheater Darmstadt: 8. Sinfoniekonzert
Mit den „Liedern eines fahrenden Gesellen“ setzt Gustav Mahler eindrücklich die Gedanken eines jungen Gesellen in Musik, der durch seine Wanderschaft eine unglückliche Liebschaft zu verarbeiten versucht. Der berühmte Liederzyklus steht am Sonntag, 17. und Montag, 18. Juni 2018 im Zentrum des 8. SINFONIEKONZERTS unter der musikalischen Leitung des scheidenden Generalmusikdirektors Will Humburg und wird ergänzt durch Mahlers Sinfonie Nr. 7 e-Moll, in der der Komponist die Grenzen der Tonalität spannend auslotet. Mit Miljenko Turk wird ein renommierter Liedsänger die Baritonpartie gestalten. Die Unrast des Gesellen und seine Wanderschaft erscheinen in diesem Zuge als Lebens-Themen Gustav Mahlers, der – hin- und hergerissen zwischen internationaler Dirigentenkarriere, als missverstandener Komponist, und Flucht in die Alpenidylle zum Komponieren – stets unterwegs war.
Als Vorspiel im Foyer wird das Rondo a-Moll für Gitarre des spanischen Komponisten und Gitarristen Dionisio Aguados erklingen. Als Solist wird hier Dieter Kociemba zu hören sein.

Vorspiel im Foyer/Dionisio Aguado: Rondo a-Moll für Gitarre
Gustav Mahler: „Lieder eines fahrenden Gesellen" , Sinfonie Nr. 7 e-Moll

Das Staatsorchester Darmstadt
Bariton Miljenko Turk
Gitarre Dieter Kociemba
Dirigent Will Humburg

8. SINFONIEKONZERT am Sonntag, 17. Juni, 11.00 Uhr und Montag, 18. Juni, 20.00 Uhr, jeweils mit Einführung 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn | Großes Haus
Karten 12,50 € bis 55,50 €

www.staatstheater-darmstadt.de

Mittwoch, 13. Juni 18
Kurzfilm zu NORMA im Internetauftritt der Oper Frankfurt freigeschaltet
Der Kurzfilm von Thiemo Hehl zur Neuinszenierung von Vincenzo Bellinis Norma (Musikalische Leitung: Antonino Fogliani; Inszenierung: Christof Loy) im Internetauftritt der Oper Frankfurt ist freigeschaltet: www.oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=158.

Mittwoch, 13. Juni 18
Aleida und Jan Assmann erhalten den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2018
Der Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat die deutsche Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann und den deutschen Ägyptologen und Kulturwissenschaftler Jan Assmann zu den diesjährigen Trägern des Friedenspreises gewählt. Das gab Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, bei der Eröffnung der Buchtage Berlin 2018 bekannt. Die Verleihung findet zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse am Sonntag, 14. Oktober 2018, in der Paulskirche in Frankfurt am Main statt und wird live im Fernsehen übertragen. Der Friedenspreis wird seit 1950 vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert.


Aleida Assmann und Jan Assmann
Die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann und der Ägyptologe und Kulturwissenschaftler Jan Assmann erhalten den Friedenspreis 2018.
© Corinna Assmann

In der Begründung des Stiftungsrats heißt es: „Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verleiht der Börsenverein im Jahr 2018 an Aleida und Jan Assmann und ehrt damit ein Forscherpaar, das sich in seiner Arbeit seit Jahrzehnten wechselseitig inspiriert und ergänzt. Die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann greift mit ihren wissenschaftlich fundierten Studien engagiert die immer wieder neu virulenten Themen von Geschichtsvergessenheit und Erinnerungskultur auf. Angesichts einer wachsenden politischen Instrumentalisierung der jüngeren deutschen Geschichte leistet sie in hohem Maße Aufklärung zu Fragen eines kulturellen Gedächtnisses einer Nation. Ihr Werk weist darauf hin, dass ein offener und ehrlicher Umgang mit der Vergangenheit grundlegende Bedingung für ein friedliches Miteinander ist. Der Ägyptologe und Kulturwissenschaftler Jan Assmann hat durch sein umfangreiches wissenschaftliches Werk internationale Debatten um Grundfragen zu den kulturellen und religiösen Konflikten unserer Zeit angestoßen. Mit seinen Schriften zum Zusammenhang von Religion und Gewalt sowie zur Genese von Intoleranz und absolutem Wahrheitsanspruch leistet er einen unverzichtbaren Beitrag zum Verständnis der Friedensbereitschaft und Friedensfähigkeit der Religionen in der Weltgesellschaft von heute. Aus dieser spannungsvollen, komplementären Einheit, die Aleida und Jan Assmann bilden, ist ein zweistimmiges Werk entstanden, das für die zeitgenössischen Debatten und im Besonderen für ein friedliches Zusammenleben auf der Welt von großer Bedeutung ist.“

Aleida Assmann, geboren am 22. März 1947 in Bethel bei Bielefeld, beschäftigte sich in ihrem wissenschaftlichen Arbeiten neben der Anglistik und Archäologie seit den 1990er Jahren vornehmlich mit der Thematik des kulturellen Gedächtnisses, der Erinnerung und des Vergessens. 1993 folgte sie dem Ruf an den Lehrstuhl für Anglistik und allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz und nahm in den folgenden Jahrzenten zahlreiche Gastprofessuren weltweit wahr.

In ihrem 2006 erschienenen Buch „Der lange Schatten der Vergangenheit. Erinnerungskultur und Geschichtspolitik“ untersucht sie die Spannungen zwischen persönlicher Erfahrung und offiziellem Gedenken, gibt Ratschläge für eine angemessene Erinnerungskultur und plädiert dafür, dem Gedächtnis einen „gemeinsamen Erinnerungsraum“ zu geben, der sich auch in einem Gedenktag wiederfinden sollte. In ihrem jüngsten, 2017 erschienenen Buch „Menschenrechte und Menschenpflichten“ plädiert sie angesichts der aktuellen Flüchtlingsdebatte für einen neuen Gesellschaftsvertrag, für den die Menschenrechte, Werte wie Empathie und Solidarität sowie ein Kanon von Regeln für ein faires und respektvolles Zusammenleben von Einheimischen und Zugewanderten maßgeblich sind.

Ihr Ehemann Jan Assmann, geboren am 7. Juli 1938 in Langelsheim (Harz), leistete wissenschaftliche Grundlagenarbeit bei der Erschließung, Edition und Interpretation von Quellen zur ägyptischen Religion. Dabei verlegt er sich früh auf interdisziplinäre Ansätze, indem er philologische Deutungen von Texten in den Zusammenhang mit archäologischen Befunden stellt sowie den kulturellen und sozioökonomischen Hintergrund berücksichtigt. Über die Analyse des Totenkults setzt Jan Assmann sich zudem mit der Frage auseinander, welches Selbstverständnis eine Kultur späteren Generationen von sich vermitteln will.

Mit seinen ägyptologischen und kulturwissenschaftlichen Arbeiten revidiert Jan Assmann das biblische Bild des Alten Ägyptens von einer versklavten Gesellschaft unter pharaonischer Willkür und porträtiert stattdessen eine Zivilisation, die von Ordnungs- und Gerechtigkeitsvorstellungen geleitet ist. Einem erweiterten Kreis wird Jan Assmann über seine Arbeiten zur Entstehung des Monotheismus bekannt, dessen Anfänge er in dem Auszug der Israeliten aus Ägypten sieht. In dem 2016 erschienenen Buch „Totale Religion. Ursprünge und Formen puritanischer Verschärfung“ schlägt Jan Assmann schließlich einen Bogen zur aktuellen Diskussion über das Gewaltpotential monotheistisch geprägter Gesellschaften.

Zusammen mit seiner Frau Aleida gründet Jan Assmann 1978 den Arbeitskreis „Archäologie der literarischen Kommunikation“, in dem beide Vertreter verschiedener Disziplinen und Kultur-Fächer in einen Dialog bringen. Im Rahmen ihrer Arbeit formulieren Aleida und Jan Assmann das Konzept des kulturellen Gedächtnisses, das sie als offiziell institutionalisierte, konstruierte Form kollektiven Erinnerns vorstellen und von den rein subjektiven individuellen Erinnerungen abgrenzen. Sie greifen auch Themen der aktuellen Gegenwart auf wie zum Beispiel die Frage der individuellen und kollektiven Erinnerung an die Shoah, und machen es sich zur Aufgabe, auch die Erforschung von Literatur in diesen weiten kulturwissenschaftlichen Rahmen zu stellen.

Aleida und Jan Assmann erhielten zahlreiche Auszeichnungen, für ihr gemeinsames Schaffen unter anderem den Balzan-Preis (2017) und den Karl-Jaspers-Preis (2017). Aleida Assmann wurde mit dem A.H.-Heineken-Preis für Geschichte (2014), dem Max-Planck-Forschungspreis: Geschichte und Gedächtnis (2009) und weiteren Ehrungen ausgezeichnet. Jan Assmann wurde für sein Schaffen unter anderem mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa (2016) und dem Thomas-Mann-Preis (2011) geehrt. Er erhielt 2006 das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. Aleida und Jan Assmann leben in Konstanz. Das Ehepaar hat fünf Kinder.

www.friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de

Mittwoch, 13. Juni 18
107. Deutscher Bibliothekartag eröffnet: Bibliothekarinnen und Bibliothekare fordern mehr politisches Engagement für boomende deutsche Bibliothekslandschaft
Unter dem Motto „offen & vernetzt“ ist ab heute der größte bibliothekarische Fachkongress Europas zu Gast in Berlin. Bis zum kommenden Freitag steht beim 107. Bibliothekartag vor allem die prekäre Arbeits- und Ausstattungssituation der boomenden Bibliothekslandschaft in Deutschland im Fokus. Angesichts der stetig steigenden Nachfrage und der damit verbundenen Anforderungen an öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken fordern die Veranstalter von der Politik nicht nur eine Verbesserung der tarifrechtlichen Rahmenbedingungen und der finanziellen Grundausstattung, sondern auch eine deutlich stärkere Einbindung von Bibliotheken in die Digitalisierungsstrategien von Bund, Ländern und Kommunen und eine Beteiligung an den damit verbundenen Förderoptionen.

Die deutsche Bibliothekslandschaft verändert sich rasant. Sowohl öffentliche als auch wissenschaftliche Bibliotheken sehen sich im Zeitalter digitaler Kommunikation völlig neuen Aufgaben und Herausforderungen gegenüber. Gleichzeitig ist die Bibliotheksnutzung seit Jahren auf einem sehr hohen Niveau.

Das Tätigkeitsspektrum öffentlicher Bibliotheken hat sich enorm erweitert. Im Fokus der über 3.000 hauptamtlich geleiteten öffentlichen Bibliotheken in Deutschland steht zunehmend die „Public Education und Community Communication“, das heißt die Übernahme zentraler Aufgaben in Bereichen der öffentlichen Bildung und Kommunikation von Städten und Gemeinden. Dazu gehört zum Beispiel die Vermittlung von Lese-, Informations- und Medienkompetenzen vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Die Bibliotheken agieren als Bildungspartner im formalen Lernen. Gleichzeitig bieten sie lernunterstützende Infrastrukturen für alle und bieten damit entscheidende Unterstützung für ein lebenslanges, selbstgesteuertes Lernen und Arbeiten – besonders auch für Erwachsene. Durch das Angebot sowohl analoger als auch digitaler Medien tragen die Bibliotheken einem zeitgemäßen hybriden Mediennutzungsverhalten Rechnung und fördern dieses gleichzeitig.

Darüber hinaus entwickeln sich öffentliche Bibliotheken immer mehr zu Orten des Aufenthalts, zum sogenannten „Dritten Ort“. Der Zugang zu und die Nutzung von Bibliotheken außerhalb regulärer Öffnungszeiten gewinnt an Bedeutung. Neue Formate der Bürger- und Nutzerpartizipation rücken ebenso ins Zentrum des bibliothekarischen Tätigkeitsspektrums wie Aufgaben aus Quartiersmanagement und Community Building. Bürgerschaftliches Engagement ist erwünscht und wird ermöglicht, Wissensaustausch der Menschen untereinander wird durch Makerspaces, Sharing-Angebote oder Urban-Gardening-Aktionen unterstützt.

„Bibliotheken sind hybrid: sie sind im physischen aber auch im digitalen Raum präsent, Community-Management ist in beiden Bereichen längst Alltag. Zudem ermöglichen technische Innovationen, wie z.B. ‚Open Library’, es vermehrt, Bibliotheken zu Rand-, Abend- und Wochenendzeiten zu öffnen. Politische, rechtliche, technische und finanzielle Rahmenbedingungen, um hier professionell bürgerorientierte Dienstleistungen im öffentlichen Raum nachhaltig anbieten zu können, stehen jedoch oftmals nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung.“ teilt Vesna Steyer, Vorsitzende des Berufsverbandes Information Bibliothek e.V. (BIB), mit.

Wissenschaftliche Bibliotheken sehen sich ebenfalls einem wachsenden Aufgabenfeld gegenüber. Neue Anforderungen von Forschenden, Lehrenden und Studierenden in Zeiten digitaler Medien erfordern die Anpassungen der Serviceleistungen von Universitätsbibliotheken, Staats- und Landesbibliotheken. So besteht eine hohe Nachfrage nach mehr Selbstbedienungsfunktionen und nach Unterstützung von mobilen Technologien ebenso wie nach Arbeitsplätzen mit ausgeweiteter IT-Funktionalität. Die Bedeutung von abgeschlossenen Bereichen für die 24-Stunden-Öffnung nimmt zu. Ansteigende Nutzerzahlen bringen die wissenschaftlichen Bibliotheken aber an die Kapazitätsgrenze. Eine Ausstattung mit genügend Einzel- und Gruppenarbeitsplätzen ist nicht gewährleistet, ausreichende Stromversorgung sowie umfassende Netzanbindung sind noch nicht überall Realität. In vielen Einrichtungen steht der Ausbau von wissenschaftlichen Makerspaces und Cultural Labs auf der Agenda und erfordert hohe Investitionen. Wissenschaftliche Bibliotheken greifen zunehmend auch die unterschiedlichen Anforderungen der Fachdisziplinen im Bereich von Open Science auf und vernetzen ihre Dienstleistungen im Länderkontext sowie auf nationaler und internationaler Ebene. Dazu gehört sowohl die Umsetzung von Open Access, wie sie von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) angestrebt wird, als auch der Aufbau Nationaler Infrastrukturen für Forschungsdaten, wie sie der Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII) empfiehlt.

„Die Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Forschenden, Lehrenden, Studierenden und wissenschaftlichen Bibliotheken müssen weiter vorangetrieben und intensiviert werden. Die Bibliotheken können mit ihren Services für ein nachhaltiges Forschungsdaten- und Publikationsmanagement den gesamten Forschungsprozess noch stärker unterstützen. Vor dem Hintergrund der föderalen Strukturen sind dafür geeignete organisatorische und rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Insgesamt müssen Bibliotheken deutlich stärker als bisher in die Digitalisierungsstrategien von Bund und Ländern integriert werden und an den damit verbundenen Förderoptionen beteiligt sein. Der Wissenschaftsstandort Deutschland ist auf agile und leistungsstarke Bibliotheken angewiesen.“ fordert Konstanze Söllner, Vorsitzende des Vereins Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VDB).

Hintergrund 107. Deutscher Bibliothekartag
Zum größten bibliothekarischen Fachkongress Europas, der vom 12. bis 15. Juni 2018 im Berliner Estrel Congress Center stattfindet, werden rund 4.000 Teilnehmende erwartet. Geboten werden annähernd 400 Vorträge und Veranstaltungen (2017 waren es 311). Der größte Teil davon sind Einzelvorträge, weitere 14 Veranstaltungen sind Podiumsdiskussionen. Hands-on Labs und Project Labs sind stark praxisorientierte Formate und gelten dem Austausch über geplante oder laufende Projekte und/oder unfertigen Projektideen, sie vermitteln Methodenkenntnis und ermöglichen Kooperation und Austausch im Beta- oder Prototyp-Format. Auf einer Ausstellungsfläche von 2.300 m2 präsentieren sich zudem 157 Firmen rund um das Thema Bibliothek (Stand: 23.05.2018). Das umfassende Rahmenprogramm lädt die Teilnehmenden dazu ein, die Berliner Bibliothekslandschaft und die Stadt selbst kennenzulernen.

Die Veranstalter des 107. Deutschen Bibliothekartages
Der Bibliothekartag ist die zentrale Fortbildungsveranstaltung für Bibliothekarinnen und Bibliothekare, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Informationseinrichtungen und viele andere Informationsspezialisten. Veranstalter sind der Berufsverband In-formation Bibliothek e.V. (BIB) sowie der Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bib-liothekare (VDB).
Der seit dem Jahr 1948 (mit seinen Vorläufern) bestehende Berufsverband Informa¬tion Bibliothek e.V. (BIB) ist der Personalverband aller Beschäftigten in Bibliotheken und Informationseinrichtungen. Die über 6.300 Mitglieder gehören allen Berufsgrup¬pen der Bibliotheks- und Informationsbranche laufbahn- und fachübergreifend an.
Der VDB wurde im Jahre 1900 gegründet und ist die älteste bibliothekarische Vereini-gung in Deutschland. Mit aktuell rund 1.700 Mitgliedern, die überwiegend in wissen-schaftlichen Bibliotheken beschäftigt sind, setzt sich der VDB aktiv für die Berufsinte-ressen seiner Mitglieder und für das wissenschaftliche Bibliothekswesen ein.

www.bibliothekartag2018.de

Mittwoch, 13. Juni 18
Das hr-Sinfonieorchester beim Rheingau Musik Festival 2018 Eröffnungskonzert mit Andrés Orozco-Estrada
Traditionell eröffnet das hr-Sinfonieorchester das diesjährige Rheingau Musik Festival im Kloster Eberbach. Das Konzert am Samstag, 23. Juni,  mit Chefdirigent Andrés Orozco-Estrada beginnt wegen des Deutschland-WM-Spiels bereits um 17 Uhr, das Konzert am Sonntag, 24. Juni, wie gewohnt um 19 Uhr.
Das Orchester greift mit der „Messa di Gloria“ von Giacomo Puccini und der Sinfonie „Harold en Italie“ von Hector Berlioz gleich zwei thematische Fäden aus den vergangenen Jahren auf.

Nach der gefeierten Interpretation von Rossinis „Stabat mater“ im Jahre 2015 präsentieren sie mit Giacomo Puccinis „Messa di Gloria“ erneut ein Hauptwerk der italienischen Sakralmusik des 19. Jahrhunderts. Der als Opernkomponist später Weltruhm erlangende, selbst aus einer Familie von Domorganisten stammende Puccini schrieb dieses beeindruckende Frühwerk im Alter von nur 22 Jahren als Abschluss seiner kirchenmusikalischen Studien.

„Italienisch“ geht es auch im ersten Teil des Konzertes zu, wenn – in Anknüpfung an die „Symphonie fantastique“ vor einem Jahr – an gleicher Stelle ein weiteres Hauptwerk von Hector Berlioz zu erleben ist: die Sinfonie „Harold en Italie“, ein melancholisch-verträumtes, ungewöhnliches Werk, dessen konzertante Bratschen-Stimme von Berlioz’ Landsmann Antoine Tamestit interpretiert wird. Der herausragende französische Viola-Virtuose beschließt mit ihm seine Saison als „Artist in Residence“ des hr-Sinfonieorchesters.

hr2-kultur überträgt das Konzert am Samstag, 23. Juni, live ab 17 Uhr und  sendet eine Wiederholung am Dienstag, 14. August, um 20.04 Uhr im Rahmen des ARD-Radiofestivals. Außerdem gibt es am Sonntag, 24. Juni, einen Video-Livestream auf www.hr-sinfonieorchester.de  und http://concert.arte.tv. Das Eröffnungskonzert wird am Samstag, 30. Juni, um 20.15 Uhr in 3sat und am Sonntag, 1. Juli, um 8.40 Uhr im hr-fernsehen ausgestrahlt.

Rheingau Musik Festival 2018 - Eröffnungskonzert
Antoine Tamestit, Viola; Andrés Orozco-Estrada, Dirigent
Datum: Samstag, 24. Juni, 17 Uhr und Sonntag, 25. Juni, 19 Uhr
Ort: Kloster Eberbach, 65346 Eltville am Rhein
Karten unter Telefon: 06723/602170 oder www.rheingau-musik-festival.de

Mittwoch, 13. Juni 18
MUSIC SNEAK der Jahrhunderthalle Frankfurt: Neue Termine mit neuem Team
Die neuen Termine für die Music Sneak 2018 stehen fest. Bei der Sommeredition am 21. Juli gibt es bei gutem Wetter auch eine Open Air Stage im Atrium des Clubs. Tickets für die Herbsttermine am 13. Oktober und 30. November 2018 sind ebenfalls schon im Vorverkauf erhältlich.  Neu ist auch das Booking- und Orga-Team der Konzertreihe, welches ab sofort von Ellen Giersberg und Julia Mücke aus dem Herzen der Jahrhunderthalle geleitet wird. Am altbewährten Konzept der Music Sneak hat sich dabei nichts geändert. Die Acts des Abends bleiben bis zum Auftritt geheim. Durch den Abend führt wie immer Finn Holitzka auf seiner Schaukel, Wortakrobat und U20 Hessenmeister im Poetry Slam.

Bei der Music Sneak hat man gleich mehrere Chancen eine neue Lieblingsband zu finden. Denn am Abend spielen drei Bands aus völlig unterschiedlichen Musikgenres. Wer das sein wird, bleibt bis zum Auftritt geheim. Denn der Gedanke hinter dem Konzept ist, Musikern mit Potenzial eine Plattform vor völlig unvoreingenommenem Publikum zu bieten. Die Challenge für die Acts: Schaffe ich es, die Leute mit meiner Musik abzuholen? Ein Mini-Festival mit Sneak Charakter, wie bei den Previews im Kino. Nur besser – mit erstklassiger Musik.

Den Spirit der Music Sneak führen ab sofort Ellen Giersberg und Julia Mücke weiter. Beide gehören seit Langem zum Kernteam der Jahrhunderthalle Frankfurt und sind seit Beginn der Konzertreihe Anfang 2017 an deren Konzeption und Umsetzung beteiligt. In ihren Händen liegt fortan auch das Booking der Music Sneak.

Nicht nur musikalisch spielten alle bisherigen Music Sneak Acts auf einem sehr hohen Niveau. Auch in Sachen Bühnenpräsenz und Showqualität konnten die Künstler absolut überzeugen. Allen voran die Jungs von Salamanda, Itchy Teeth und Klub Erika aus Frankfurt, die allesamt das ahnungslose Publikum in ihren Bann zogen und zum Ausflippen brachten. Auch unvergessen, der energetische Auftritt vom Adriano BaTolba Trio, John Ory oder Bender & Schillinger.

Die Music Sneak als Puzzleteil auf dem Weg in eine musikalische Karriere, machten sich auch schon einige Künstler zu Nutze. AB Syndrom aus Berlin beispielsweise, Music Sneak Act der ersten Stunde, haben mit ihrem dritten Album Plastik im März dieses Jahres einen kleinen Durchbruch geschafft. Das von der Musikpresse wie Intro und Musikexpress hochgelobte Duo hat es mittlerweile vom Indie-Geheimtipp ins öffentlich rechtliche Radio geschafft und läuft momentan auf radioeins und Radio Fritz vom rbb. AB Syndrom gehen im Herbst auf Club-Tour.

Auch das Berliner Pop-Punk-Duo Prada Meinhoff, das im Dezember letzten Jahres auf der Music Sneak zu erleben war, startet nach der gemeinsamen Tour mit MIA in den Festivalsommer 2018. Zu sehen sind sie u.a. auf dem Trebur Open Air oder dem Feel Festival am Bergheider See.

Weiterhin wird es bei der Music Sneak einiges zu entdecken und erleben geben. Am 21.07. kann sich in alter Tradition wieder gefreut werden auf Finn Holitzka, Host des Abends und wohl der charmanteste Wortkünstler Frankfurts. Das Renommee der Jahrhunderthalle Frankfurt als Geburtsstätte des Rock´n´Roll in Deutschland, liefert dabei den passenden Background, der stilechte 60er Club das atmosphärische Setting.

Die Konzertreihe ist im Laufe der Zeit zu einer festen Größe im Live-Konzertbereich geworden. Wer einmal dabei war, kommt gerne wieder.

Kommende Shows 2018:
Samstag, 21. Juli, Samstag, 13. Oktober, Freitag, 30. November
Einlass: 19 Uhr // Beginn: 20 Uhr, VVK: 18 Euro // AK: 20 Euro

www.musicsneak.com / www.facebook.com/musicsneak

Mittwoch, 13. Juni 18
Leipziger Erstaufführung: Lotte de Beer inszeniert Alban Bergs »Lulu« an der Oper Leipzig
(lifePR) - Am Samstag, 16. Juni 2018, 19 Uhr hebt sich der Vorhang für die letzte Opernpremiere dieser Spielzeit: Mit Alban Bergs »Lulu« in einer Inszenierung von Lotte de Beer stellt die Oper Leipzig einen Klassiker der Moderne in den Mittelpunkt ihres Festwochenendes »325 Jahre Oper in Leipzig«. Die musikalische Leitung des Gewandhausorchesters übernimmt Hausherr Ulf Schirmer, der das Stück seit seinem 25. Lebensjahr weltweit dirigiert hat.


Lulu
Oper Leipzig (Premiere 16. Juni 18)
© Tom Schulze

Lotte de Beer ergründet in ihrer Inszenierung Lulus Vergangenheit, um dem Publikum so einen menschlichen Zugang zur Gefühlswelt der Kindfrau zu ermöglichen. Die niederländische Regisseurin, die 2015 den International Opera Award als Beste Newcomerin gewann, nimmt am Vortag der Premiere in der Europäischen Kulturhauptstadt 2018 Leeuwarden eine weitere Auszeichnung für ihre herausragende künstlerische Leistung als Opernregisseurin entgegen: den »ISPA Award 2018 Distinguished Artist Award« der International Society for the Performing Arts (ISPA). An der Oper Leipzig inszenierte sie bereits »Die arabische Prinzessin« (2011) und »Das schlaue Füchslein« (2012) auf der Großen Bühne sowie »Clara S« (2007) im Kellertheater. Das Regieteam für »Lulu« wird durch de Beers künstlerische Partner Alex Brok (Bühne) und Jorine van Beek (Kostüme) komplettiert. Ein zentrales künstlerisches Stilmittel der Inszenierung sind die Filmsequenzen der Theater-Videokünstler Momme Hinrichs und Torge Møller von FettFilm; Berg selbst schrieb in seiner Oper einen Stummfilm vor.

In der Titelpartie feiert Rebecca Nelsen ihr Rollen- und Hausdebüt. Die in Texas geborene Sopranistin, festes Ensemblemitglied der Volksoper Wien, hat bereits alle großen Partien ihres Fachs gesungen und brillierte zuletzt als Marilyn Monroe in einer Oper von Gavin Bryars. Seit Januar bereitet sie sich auf die stimmlich wie darstellerisch fordernde Rolle der Lulu vor. In weiteren Rollen debütieren der britische Bariton Simon Neal als Dr. Schön sowie unter anderem die Ensemblemitglieder Wallis Giunta, Patrick Vogel und Jonathan Michie.

Die Geschichte über den Aufstieg und Fall der Kindfrau Lulu nach den Tragödien von Frank Wedekind ist eine Parabel über den Kampf der Geschlechter, aber auch ein Abgesang auf das bürgerliche Zeitalter. Lulu macht die Männer um sich herum zum Spielball ihrer Obsessionen, bis sie schließlich selbst, am Tiefpunkt angekommen, von einem Mann kaltblütig ermordet wird. Zugleich ist das durch Bergs Tod 1935 unvollendete Werk ein großes Opernspektakel mit 28 Rollen, ein Kompendium an Stilen und Genres und exemplarisch für die grundlegenden Veränderungen des 20. Jahrhunderts. Die in Leipzig gespielte, von Bergs österreichischem Landsmann Friedrich Cerha vollendete dreiaktige Fassung wurde 1979 unter Pierre Boulez in Paris uraufgeführt.

Karten für die Premiere und die Vorstellungen am 24. Juni und 1. Juli (33 €- 78 €) sind an der Kasse im Opernhaus, unter Tel. 0341-12 61 261 (Mo-Sa 10-19 Uhr), per E-Mail an service@oper-leipzig.de oder im Internet unter www.oper-leipzig.de erhältlich.

Mittwoch, 13. Juni 18
Staatstheater Wiesbaden: Liederabend mit Johannes Martin Kränzle am 14. Juni im Foyer
Am Donnerstag, den 14. Juni 2018, um 19.30 Uhr, wird die Reihe der Liederabende mit dem international erfolgreichen Bariton Johannes Martin Kränzle und Hilko Dumno am Klavier im Foyer des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden fortgesetzt. Johannes Martin Kränzle und sein Klavierbegleiter Hilko Dumno versammeln Liederzyklen, die einerseits den christlich-mitteleuropäischen, andererseits den osteuropäisch-jüdischen Kulturkreis in Glauben und Lebensart beschreiben. Der für seine intensive Darstellung hochgelobte Johannes Martin Kränzle interpretiert Gustav Mahlers »Wunderhorn«-Lieder, »Deux mélodies hébraïques« von Maurice Ravel, die »Jedermann«-Lieder des Schweizer Komponisten Frank Martin sowie »Zwölf Lieder nach alten jiddischen Weisen« des Wahl-Frankfurters Richard Rudolf Klein.
Johannes Martin Kränzle, langjähriges Ensemblemitglieder an der Oper Frankfurt, ist einer der wandlungsfähigsten Sängerdarsteller seiner Generation. Regelmäßig ist der Bariton in Paris, Zürich, Genf, München, Hamburg, Köln, Stuttgart, in San Francisco, Tel Aviv und Tokyo zu Gast. 2014 debütierte er an der MET New York in der Partie des Sixtus Beckmesser (»Die Meistersinger von Nürnberg«), mit der er 2017 auch an der Royal Opera London und bei den Bayreuther Festspielen gastierte. In jüngster Zeit feiern vor allem seine Wagner-Interpretationen Erfolge an großen Opernhäusern.
Hilko Dumno konzertiert neben seiner pädagogischen Tätigkeit an der Frankfurter Musikhochschule in den Fächern Liedgestaltung und Instrumentalkorrepetition regelmäßig im In- und Ausland.
Der Liederabend findet in Kooperation mit den Theaterfreunden Wiesbaden e.V. statt.
Karten erhältlich unter:  Telefon 0611.132 325 | E-Mail: vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de | www.staatstheater-wiesbaden.de

Dienstag, 12. Juni 18
Deutsche Grammphon - das älteste und berühmteste Schallplattenlabel der Welt - startet DG120
EIN WELTWEITES PROGRAMM UNTERSCHIEDLICHSTER AKTIVITÄTEN ZUR FEIER DES 120. GEBURTSTAGS

Deutsche Grammophon (DG), das älteste und berühmteste Klassiklabel der Welt, begeht in diesem Jahr seinen 120. Geburtstag. Ein beispielloses, abwechslungsreiches und anspruchsvolles internationales Programm feiert die glanzvolle Vergangenheit, lebendige Gegenwart und blühende Zukunft des gelben Labels. In seiner einzigartigen Geschichte hat sich Deutsche Grammophon für Kultur, Innovation, Musik und die Künste eingesetzt. In der Saison 2018/19 würdigt DG120 die kulturelle Bedeutung klassischer Musik und ihrer herausragenden Künstler.
 
»Es sind spannende Zeiten für die klassische Musik«, erklärt Dr. Clemens Trautmann, Präsident von Deutsche Grammophon. »Anlässlich dieses 120. Geburtstag geht es darum, die Kraft und Schönheit der Klassik möglichst vielen Menschen in der ganzen Welt nahezubringen. Die Gründer des gelben Labels nutzten neue Technik, um Millionen von Menschen zu inspirieren. Ebendort knüpfen wir gemeinsam mit unseren Künstlern an. Die Kampagne DG120 wendet sich sowohl an bisherige als auch zukünftige Hörer. Unsere weltweite Initiative wird unterstützt von Google Arts & Culture, von der Volkswagen AG und von weiteren internationalen Partnern, worüber wir uns sehr freuen.«
 
Das sorgfältig konzipierte Programm bietet multidisziplinäre Aktivitäten und Veranstaltungen, aber auch Raritäten aus dem Archiv des Labels und eine bemerkenswerte neue Produktreihe, die Musikliebhaber in aller Welt begeistern wird.
 
Zu DG120 zählen: Eine weltweite Reihe von DG120-Galakonzerten mit führenden DG-Künstlern, darunter ein historisches Eröffnungskonzert nahe der berühmten Verbotenen Stadt von Peking.
Dauerhafte und verbindliche Beziehungen zu den größten Musikern der Welt sind charakteristisch für Deutsche Grammophon. Für DG120 geben diese Musiker Konzerte in Peking, Berlin, Hamburg, Hannover, Hongkong, London, Seoul, Schanghai, Taipeh und Tokio. Weitere Termine sind in Planung.
 
Die Live-Festlichkeiten beginnen am 10. Oktober 2018 mit einem spektakulären Eröffnungskonzert am historischen Kaiserlichen Ahnentempel (Taimiao) in Peking an der Grenze zur Verbotenen Stadt. Mitwirkende sind das weltbekannte Shanghai Symphony Orchestra unter Leitung von Long Yu. Aufgeführt wird Orffs Carmina Burana mit Aida Garifullina, Toby Spence und Ludovic Tézier; außerdem spielt die Pianistin Hélène Grimaud Ravels Klavierkonzert G-Dur.
 
Die Verbotene Stadt zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Sie ist ein Komplex kaiserlicher Paläste und war 500 Jahre lang bis zum Ende der Qing-Dynastie Wohnsitz der Kaiser sowie zeremonielles und politisches Regierungszentrum Chinas. Der Kaiserliche Ahnentempel, der in seiner Anlage der Verbotenen Stadt entspricht, wurde von der kaiserlichen Familie bei wichtigen Anlässen genutzt, um ihren Ahnen Opfer darzubringen. Das Konzert von DG120 würdigt die Qualität klassischer Musik in China und unterstreicht zugleich die globale kulturelle Bedeutung von Deutsche Grammophon. Es wird die erste klassische Musikveranstaltung an diesem Ort sein seit 1998, als Zubin Mehta dort eine legendäre Aufführung von Turandot dirigierte.
 
Andere wichtige Veranstaltungen im Rahmen von DG120 sind Aufführungen der Staatskapelle Berlin mit Maestro Daniel Barenboim im Nationalen Zentrum für Darstellende Künste in Peking sowie Konzerte im Jubiläumsjahr, auf der Bühne: Anne-Sophie Mutter, eine der größten Geigerinnen aller Zeiten; Lang Lang, wegweisender Pianist und weltweit künstlerisches Idol; Seong-Jin Cho, Gewinner des 17. Chopin-Wettbewerbs in Warschau; und Max Richter, bahnbrechender postminimalistischer Komponist.
 
Für DG120 zieht die Yellow Lounge nach Asien. Die zum Kult gewordenen Clubabende sind in Peking, Hongkong, Seoul, Schanghai, Taipeh und Tokio geplant.
Im Rahmen von DG120 werden im Laufe des Jahres Sonderveranstaltungen der erfolgreichen klassischen Clubabende stattfinden. Die »Yellow Lounge« öffnet ihre Türen in Peking, Hongkong, Seoul, Schanghai, Taipeh und Tokio und wird als Livestream für Fans in der ganzen Welt übertragen. Außerdem besucht die »Yellow Lounge« Wolfsburg, Heimat der Volkswagen AG, die ein Partner von der DG120 Yellow Lounge ist.
 
»Wir teilen viele Werte mit Deutsche Grammophon«, sagt Benita von Maltzahn für die Volkswagen AG. »Die Jubiläumskampagne des gelben Labels soll das Publikum für klassische Musik vergrößern sowie die Qualität und den Beitrag dieser Kunstform zum kulturellen Austausch zur Geltung bringen. Wir sind begeistert, an diesem Projekt mitzuwirken, und freuen uns darauf, mit DG zusammenzuarbeiten und unsere Möglichkeiten für das erstaunliche Spektrum der Veranstaltungen von DG120 nutzbar zu machen.«
 
Das Schellack-Projekt: Wiederentdeckte und bisher unveröffentlichte Stücke aus dem historischen DG-Archiv wurden in Zusammenarbeit mit Google Arts & Culture digitalisiert und spiegeln die einzigartige Geschichte des Labels. Darunter: Aufnahmen von Louis Armstrong und Leo Tolstoi.
Deutsche Grammophon und Google Arts & Culture erstellen auf der Grundlage von seltenen Galvano-Metallmatrizen, die Anfang des 20. Jahrhunderts bespielt wurden, Digitalversionen von wiederentdeckten und bislang unveröffentlichten Stücken. Zu diesen Schätzen des DG-Archivs gehören eine Lesung des berühmten russischen Autors Leo Tolstoi sowie frühe Aufnahmen des legendären amerikanischen Jazztrompeters Louis Armstrong, des großen russischen Basses Fjodor Schaljapin und des aus Österreich stammenden Geigers und Komponisten Fritz Kreisler.
 
Die einzigartigen Aufnahmen werden zurzeit in Zusammenarbeit mit Google Arts & Culture restauriert. Die Arbeit ist Teil eines Digitalisierungsprojektes, mit dem DG diese Stücke und Aspekte der eigenen Geschichte in das umfangreiche globale Digitalisierungsprogramm von DGs Muttergesellschaft Universal Music Group einbindet. 400 einmalige Schellackaufnahmen werden in den kommenden Monaten veröffentlicht. Den Anfang machen heute 40 davon, darunter Louis Armstrong & his Orchestra mit »St. Louis Blues«, aufgenommen 1934, und eine Aufnahme aus dem Jahr 1927 mit Pietro Mascagni, der Mitglieder der Staatskapelle Berlin im berühmten Intermezzo aus Cavalleria rusticana dirigiert. Zu finden auf: https://artsandculture.google.com/partner/deutsche-grammophon. Der Stepptänzer Andrew Nemr und der Tilt-Brush-Künstler Atma schufen optische Umsetzungen einiger dieser Stücke.
 
»Als Erfinder des Grammophons und Gründer des ältesten Schallplattenlabels der Welt brachte Emil Berliner die Musik ins tägliche Leben«, sagt Philipp Justus, Vice President Central Europe bei Google. »Wir freuen uns über die Zusammenarbeit von Deutsche Grammophon mit Google Arts & Culture, um Hunderte der ältesten Aufnahmen der Welt zu digitalisieren und dieses wichtige Kapitel der Musikgeschichte leichter zugänglich zu machen.«
 
DG stellt das eigene Erbe ab 11. Juni in zwölf Online-Ausstellungen vor auf der Plattform von Google Arts & Culture ( https://artsandculture.google.com/partner/deutsche-grammophon ) und deren Mobile App (Android & iOS). Die Nutzer erhalten dort Informationen über legendäre klassische Musiker wie Leonard Bernstein oder Herbert von Karajan, über die Herstellung von Aufnahmen oder darüber, wie die Erfindung des Grammophons Musik in unsere Wohnzimmer brachte. Die Aufnahmen werden ferner über DGs eigene Kanäle und auf Plattformen wie Google Play Music, YouTube Music, Spotify, Apple Music und Amazon verfügbar gemacht.
 
120 Jahre beispielloser Aufnahmegeschichte veröffentlicht im Deluxe-Box-Set DG120: The Anniversary Edition und die Karajan-Beethoven-Kunstedition.
 Im Zentrum einer großen Produktreihe für Sammler klassischer Musik steht DG120: The Anniversary Edition, eine repräsentative Anthologie, die Musikaufnahmen aus 120 Jahren dokumentiert und alle wichtigen Gattungen aus dem Katalog des Labels berücksichtigt. Sie erscheint international am 21. September. Die Deluxe-Box enthält auch einige der neu bearbeiteten Stücke der historischen Metallmatrizen und Schätze aus dem DG-Archiv.
 
Zu den weiteren Produkten, die im Laufe des Jahres herauskommen, zählt eine Vinyl-Ausgabe von Herbert von Karajans legendärer Gesamtaufnahme der neun Beethoven-Symphonien aus dem Jahr 1963. Die LPs werden in einer limitierten Auflage von 1200 Kassetten veröffentlicht; zusätzlich wird es 120 Exemplare einer Super-Deluxe-Version geben mit jeweils eigens geschaffenen Werken des Künstlers Gregor Hildebrandt, der bespielte Bänder aus Tonkassetten als Rohmaterial für seine Arbeiten nutzt. Seine von Karajan angeregten Kunstwerke werden im neuen Forum für Kunst, Kultur und Sport der Deutschen Bank in Berlin anlässlich der Veröffentlichung der LP-Ausgabe vorgestellt.
 
Die Kampagne DG120 bietet exklusives Merchandising, das in Partnerschaft mit der weltweit führenden Merchandise-Firma Bravado geschaffen wurde. Es erscheint außerdem Verlhac Editions’ überarbeitete und aktualisierte Fassung von State of the Art: Deutsche Grammophon – The Story in den Sprachen Deutsch/Englisch, Französisch und Englisch/Mandarin. Außerdem geht eine Mini-Dokumentationsreihe der Kunst der Aufnahme nach, wie sie Deutsche Grammophon erfunden hat. Weitere Elemente der Kampagne werden im Laufe des Jahren 2018 bekannt gegeben.
 
Unterstützt durch Universal Music Group, die weltweit führende Gesellschaft für musikalische Unterhaltung, unterstreicht die Jubiläumskampagne der Deutschen Grammophon die Lebendigkeit der klassischen Musik und ihren außerordentlichen Beitrag zur Kultur weltweit. Zu den Merkmalen des gelben Labels zählen das Engagement für seine Künstler und ihre langfristige Schaffenskraft, das Bestreben, Qualität zu erkennen und durch die Verpflichtung neuer Komponisten und Interpreten zu fördern sowie die Entschlossenheit, durch einen beispiellosen Katalog ein dauerhaftes Vermächtnis zu schaffen. Die Arbeit des Labels in all diesen Bereichen ist geprägt von dem beständigen Wunsch, Innovation zu leben, zu experimentieren und die führende Rolle in der klassischen Musik zu bewahren.
 
Weitere Information auf: www.dg120.info
 
Über Deutsche Grammophon
Deutsche Grammophon gehört seit ihrer Gründung 1898 zu den renommiertesten Namen in der internationalen Klassikszene. Sie steht seit jeher für höchsten Standard in Bezug auf künstlerische Fähigkeiten und Klangqualität. Als Heimat der größten Künstler aller Zeiten ist das berühmte gelbe Label ein Leitstern für Musikliebhaber in der ganzen Welt, die nach überragenden Aufnahmen und Interpretationen suchen.
 
Zum gegenwärtigen Künstlerteam der Deutschen Grammophon zählen einige der angesehensten klassischen Musiker wie Anne-Sophie Mutter, Anna Netrebko, Martha Argerich, Daniel Barenboim, Hélène Grimaud, Evgeny Kissin, Lang Lang, Murray Perahia, Maurizio Pollini, Grigory Sokolov, Daniil Trifonov, Krystian Zimerman, Gustavo Dudamel, Andris Nelsons, Yannick Nézet-Séguin, Elina Garanca, Bryn Terfel, Rolando Villazón und Max Richter. Zudem bietet der Katalog des Labels das künstlerische Vermächtnis ganzer Generationen von Dirigenten und enthält Aufnahmen von vielen der besten Künstler in der Geschichte der klassischen Musik, darunter Claudio Abbado, Leonard Bernstein, Pierre Boulez, Herbert von Karajan, Carlos Kleiber, Vladimir Horowitz, Mstislaw Rostropowitsch und Andrés Segovia. Im ständigen Bemühen, neues Repertoire zu erschließen, fördert Deutsche Grammophon darüber hinaus eine Vielzahl verschiedenster populärer Künstler unserer Zeit.
 
Deutsche Grammophon ist Teil der Universal Music Group, der weltweit führenden Gesellschaft für musikalische Unterhaltung. Weiteres dazu auf: www.deutschegrammophon.com
 
Über die Yellow Lounge
Aus dem Gedanken, dem überzeugten Clubber das Beste der klassischen Livemusik nahezubringen, entstand vor 17 Jahren die Yellow Lounge der Deutschen Grammophon in Berlins angesagtesten Techno-Clubs. Das Konzept entwickelte sich zu einer festen Größe der Clubszene – nicht nur in Deutschland. Die Nähe zwischen Publikum und Interpret, der ungewöhnliche Ort, Videoprojektionen und aufregende Beleuchtung trugen dazu bei, die einzigartige Atmosphäre der Yellow Lounge zu schaffen – informell und doch konzentriert auf die Musik. Mehr als 130 Clubabende haben stattgefunden, seit die Yellow Lounge 2001 ins Leben gerufen wurde, bis zu 1000 Gäste kamen an den einzelnen Abenden und auch in den sozialen Medien formte sich eine riesige Fangemeinde. Jede Veranstaltung bietet Live-Aufführungen bemerkenswerter klassischer Musiker, umfangreiche DJ-Mixes von alten und neuen Kompositionen und neu geschaffene Visuals von internationalen VJs. Das Format wurde in alle Welt exportiert und hat Clubs und andere Spielstätten erreicht von Berlin, Brüssel, Madrid und London bis Buenos Aires, Tokio, Sydney und New York. Und der Ruf färbt ab auf traditionelle Spielstätten – Berlins renommiertes Konzerthaus war im Februar 2015 Gastgeber eines klassischen Cluberlebnisses, als es für einen Abend vom konventionellen Konzertsaal in eine paradiesische Yellow Lounge verwandelt wurde.

Dienstag, 12. Juni 18
Marco Goecke wird Artist-in-Residence am Theaterhaus Stuttgart. In den kommenden zwei Jahren wird er pro Spielzeit mindestens eine Uraufführung für Gauthier Dance kreieren.
Er hat Ja gesagt! In den vergangenen Spielzeiten haben sich der international renommierte Choreograph und die Theaterhaus-Company langsam aneinander herangetastet, sich besser kennengelernt und immer mehr Gemeinsamkeiten entdeckt. Irgendwann war klar: Beide Seiten wünschten sich eine Intensivierung, mehr noch, eine Bestätigung mit Brief und Siegel für die künstlerisch so ergiebige Zusammenarbeit. Das Theaterhaus Stuttgart hat deshalb erstmals die Position eines Artist-in-Residence für seine Company Gauthier Dance geschaffen. Ab 1. Januar 2019 ist Marco Goecke für zwei Jahre offiziell unter Vertrag am Stuttgarter Pragsattel – mit Option auf Verlängerung. In jeder Spielzeit wird er mindestens eine Uraufführung für Gauthier Dance kreieren.

Alles begann mit I Found a Fox, dem Solo, das Marco Goecke Eric Gauthier auf den Leib choreographierte, als Beitrag für das gemischte Programm Future 6. Im Jahrbuch der Fachzeitschrift tanz wurde Eric Gauthier für diese Rolle nicht nur zwei mal als Tänzer des Jahres 2013 nominiert. Während der Proben am Löwentor hatte Goecke Gelegenheit, viele – und sehr positive – Eindrücke von der Arbeit der Company zu gewinnen. Die Folge: Im Sommer 2016 choreographierte er ein abendfüllendes Ballett für Gauthier Dance. Mit NIJINSKI verbeugte sich Goecke vor dem Jahrhunderttänzer Waslaw Nijinski, zeigte sein zerrissenes, tief verwundetes Leben im Rampenlicht. Das Stück wurde zum Triumph und gilt als künstlerischer Meilenstein, für Goecke ebenso wie für den Hauptdarsteller Rosario Guerra und die ganze Company. Das Stück ging weltweit auf Tour, von New York bis St. Petersburg, und heimste zahlreiche Auszeichnungen ein. In wenigen Wochen, am 12. Juli 2018, steht nun Goeckes dritte Uraufführung an. Für das neue Progamm Grandes Dames hat er Infant Spirit entworfen. Wieder ein Solo – diesmal für seinen „Nijinski“ Rosario Guerra.

Dass Goecke vor seinem Amtsantritt in Hannover 2019/20 eine solch enge Partnerschaft eingeht, ehrt und freut das Theaterhaus. Denn als designierter Balletdirektor will er sich in der kommenden Spielzeit auf seine neuen Aufgaben vorbereiten und kaum noch für andere Kompanien kreieren. Für Gauthier Dance macht er dennoch eine Ausnahme. Dazu Marco Goecke: „Die Zusammenarbeit mit den wundervollen Tänzern von Gauthier Dance habe ich immer sehr genossen. Im Lauf der Zeit ist das Theaterhaus so etwas wie meine zweite künstlerische Heimat in Stuttgart geworden. Wie schön, dass ich den Kollegen nun als Artist-in-Residence verbunden bleibe!“
Angesichts von Goeckes vollem Terminkalender haben der Choreograph und das Theaterhaus die Stückplanung bereits festgezurrt. Im März 2019 steuert Goecke einen neuen Pas de deux für den Duo-Abend Deuces bei. Sein Signature Piece Äffi ist im Juli 2019 Teil des Line-Ups für das Gauthier Dance-COLOURS-Programm Classy Classics. Als letztes Projekt im Zweijahresplan beteiligt sich Goecke im Juni 2020 als einer von vier Choreographen an dem Konzept-Abend Swan Lakes.


Marco Goecke
Marco Goecke, Associate Choreographer beim Nederlands Dans Theater in Den Haag und bis Ende der aktuellen Spielzeit Hauschoreograph beim Stuttgarter Ballett, hat sich in den letzten Jahren zu einem weltweit gefragten Choreographen entwickelt – geschätzt für seine prägnante, avantgardistische Tanzsprache und den Mut, ästhetische Grenzen zu sprengen. Goeckes Auszeichnungen sind ebenso zahlreich wie prestigeträchtig. Auf der Liste seiner Ehrungen stehen der Prix Dom Pérignon 2003, der Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg 2005, der Nijinsky-Preis (!) 2006 für aufstrebende Choreographen sowie der niederländische Tanz-Oscar Zwaan (Schwan) 2017 für Midnight Raga als beeindruckendste Tanzproduktion. Sein Nussknacker-Ballett wurde 2007 für den FAUST-Preis nominiert. Mit Wir sagen uns Dunkles, kreiert für das Nederlands Dans Theater 2, war er im Rennen für den Prix Benois 2018. Last but not least, wurde er in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift tanz zum Choreographen des Jahres 2015 gekürt.
In den letzten Jahren hat Marco Goecke über 60 Stücke choreographiert, darunter die beiden abendfüllenden Ballette Nussknacker und Orlando für das Stuttgarter Ballett sowie Uraufführungen für John Neumeiers Hamburg Ballett, das Scapino Ballet Rotterdam, Les Ballets de Monte Carlo, das Nederlands Dans Theater, das Norwegische Nationalballett, das Leipziger Ballett und für die São Paulo Dance Company. Außerdem werden viele seiner Werke weltweit von anderen Companies einstudiert – unter anderem vom Ballett des Gärtnerplatztheaters München, Les Grands Ballets Canadiens de Montréal, The Finnish National Ballet Helsinki, dem Stanislawsky Theater Moskau, dem Ballett Zürich, von der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf und der Wiener Staatsoper.
Ab der Spielzeit 2019/20 übernimmt Marco Goecke die Leitung des Balletts am Staatstheater Hannover.

www.theaterhaus.com

Dienstag, 12. Juni 18
ZDF präsentiert "Geheimakte Otto Waalkes"
Am 22. Juli 2018 wird Otto Waalkes 70 Jahre alt. Zu diesem Anlass würdigt das ZDF Deutschlands beliebtesten Komiker mit einer besonderen, nicht ganz ernst gemeinten Dokumentation. In "Geheimakte Otto Waalkes – Harry Hirsch auf Spurensuche", am Sonntag, 22. Juli 2018, um 22 Uhr im ZDF, geht der beliebte und gewiefte Ermittler Harry Hirsch alias Otto Waalkes auf die Pirsch.

Welche gut gehüteten Geheimnisse stecken hinter Ottos beispielloser Erfolgsgeschichte? Haben Herkunft und Lebensumstände dabei eine entscheidende Rolle gespielt? Wer waren die Vorbilder für seine legendären Gestalten – vom ostfriesischen Pfarrer über Zwerg Bubi bis hin zu Frau Suhrbier? Auf seine unnachahmliche Art versucht Harry Hirsch, die Antworten auf diese Fragen zu finden. Unterstützt wird er dabei unter anderen von Guido Knopp, Karen Webb, Berti Vogts, Detlev Buck, Hans Werner Olm und Maddin Schneider.

Im Frankfurter Caricatura Museum läuft noch bis zum 2. Spetember 18 "Otto - Die Ausstelllung", die sich dem bildnerischen Werk Ottos widmet (caricatura-museum.de).

Dienstag, 12. Juni 18
Impulse Theater Festival 2018 vom 13. Juni bis 24. Juni 2018
Vielseitig, bilderstark und hochaktuell zeigt sich das Impulse Theater Festival vom 13. bis 24. Juni 2018. Bereits am Eröffnungsabend trifft Schweizer Dorftheater auf einen südafrikanischen LGBT-Club. Mit der neuen Leitung von Haiko Pfost setzt das wichtigste Treffen der Freien Szene auf ästhetische Vielfalt mit drei klaren Programmschwerpunkten, die jeweils in einer der drei Städte Mülheim an der Ruhr, Düsseldorf und Köln verortet sind.

Im Zentrum des Festivals steht der Showcase im Ringlokschuppen Ruhr. Hier werden zehn herausragende und herausfordernde Positionen und die interessantesten Newcomer präsentiert: darunter Florentina Holzinger, Julian Hetzel, She She Pop, Thom Truong und Teresa Vittucci. Inhaltlich geht es um neue Männer- und Frauenbilder, die Konstruktion von Nationalmythen, Nähe und Distanz in der digitalen Gesellschaft vom Krieg bis zur Liebe, die ethischen Dilemmata privilegierter Menschen vom Rassismus bis zur Leihmutterschaft, sowie die ökonomischen Gräben, die unsere Gesellschaft durchziehen – Themen, die aktuell für erhitzte Diskussionen sorgen. Die Produktionen wurden vom Impulse-Beirat ausgewählt und kommen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Zahlreiche Vorstellungen sind bereits ausverkauft.

In Düsseldorf wird in Kooperation mit dem Forum Freies Theater ein Stadtprojekt im Anbau des Wilhelm-Marx-Hauses entwickelt - die Stadt möchte das Gebäude verkaufen. Den dort ansässigen Institutionen steht ein Umzug mit ungewisser Zukunft bevor. Sechs Künstler*innen und Kollektive entwickeln mit Nutzer*innen des Hauses Arbeiten zu Trauer, Verlust und Neuanfang. In verschiedenen Formaten geht das Publikum auf Erkundungstour und der Frage nach, welche Werte einer am Gemeinwohl orientierten Gesellschaft hier auf dem Spiel stehen. Als Schlusspunkt des ganzen Festivals steht das Trauerfest im FFT Juta am 24. Juni 2018.

Darüber hinaus findet in der studiobühneköln die Impulse-Akademie mit einem umfangreichen Exkursions- und Diskussionprogramm in der ersten Woche - und vier unterschiedlichen Workshops in der Zweiten. Im Mittelpunkt stehen die Wechselbeziehungen zwischen Produktion und Ästhetik des Freien Theaters.


Impulse Theater Festival
Vom 13. bis 24. Juni 2018 in Mülheim an der Ruhr, Düsseldorf und Köln
Showcase im Ringlokschuppen Ruhr
Stadtprojekt am FFT Juta
Akademie in der Studiobühne Köln

Weiter Infos auch auf Facebook, Instagram und im Newsletter.

www.impulsefestival.de

Dienstag, 12. Juni 18
Eine Initiative der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen: Zukunftslabor auf Expansionskurs - Projekt in Tunesien
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen – weltweit bekannt für ihren spektakulären Beethoven-Zyklus – hat ihre Education-Aktivitäten ausgeweitet und am 9. Juni 2018 das erste internationale Zukunftslabor „Future Lab Tunisia“ in Tunis der Öffentlichkeit vorgestellt.
Im Rahmen einer deutsch-tunesischen Kooperation steht das mehrfach ausgezeichnete Bremer Modellprojekt im Bereich Kultur Pate für das Future Lab Tunisia. Gemeinsam mit der Kamel Lazaar Foundation und mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes und des tunesischen Bildungsministeriums wird nun ein vergleichbares Projekt an einer Schule im Großraum Tunis etabliert. Ziel dieser Kooperation ist die Beförderung individueller und gesellschaftlicher Entwicklung sowie die Eröffnung neuer Perspektiven für die Gesellschaft, insbesondere die Unterstützung der Demokratieentwicklung durch Musik bzw. musikbasierter Formate.

Durch den Erfolg des deutschen Zukunftslabors inspiriert – einer Initiative der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen – entwickeln Orchester und Kamel Lazaar Foundation das „Future Lab Tunisia“. Ziel des Future Lab ist individuelle Potentialentfaltung und gesellschaftliche Entwicklung durch Musik. Hierfür werden langfristig angelegte Programme der kulturellen Bildung an der Schnittstelle zwischen Orchester und Bildungsinstitution in sozial benachteiligten Stadtteilen entwickelt. Die Schule Ibn Khaldoun College in La Manouba wird bei der Entwicklung der verschiedenen Formate regelmäßig von Musikvermittlern und Musikern der Deutschen
Kammerphilharmonie Bremen unterstützt und begleitet. Projektpartner vor Ort ist das Tunesische Nationalorchester unter der Leitung von Dirigent Mohamed Lassoued. Die Kooperation wird vom Auswärtigen Amt ermöglicht und in Partnerschaft mit der Kamel Lazaar Foundation, dem tunesischen Bildungsministerium und weiteren nationalen und internationalen Partnern durchgeführt. Dazu wurde unter anderem ein Austauschprogramm zwischen deutschen und tunesischen Schülern, Lehrern und Musikern etabliert, um die jeweiligen musikalischen Projekte des anderen Landes kennenzulernen. Die entstehenden persönlichen Kontakte und der Blick über den eigenen Horizont hinaus dienen der Persönlichkeitsentwicklung jedes Einzelnen als auch der Förderung von Toleranz und Verständnis.

Das Konzept ist 2007 in Bremen entstanden: Vor über 10 Jahren ist Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, eines der international führenden und für seine Einspielungen zahlreich ausgezeichnetes Orchester (z.B. Ehrenurkunde des Preises der Deutschen Schallplattenkritik) mit ihrem Probendomizil in den Komplex der Gesamtschule Bremen-Ost in Osterholz-Tenever eingezogen. Dieses ungewöhnliche Experiment, das sich vor allem als Erprobungsfeld für Wirkungsweisen von Musik versteht, wurde „Zukunftslabor“ genannt. Das alltägliche, verlässliche Zusammenleben einerseits und die speziell für diesen Kontext entwickelten musikalischen Formate, an denen Musikerinnen und Musiker der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen über die Gesamtschule Bremen-Ost hinaus den ganzen Stadtteil maßgeblich beteiligen, haben zu einer messbaren Verbesserung des sozialen Miteinanders, einer Stärkung des Selbstbewusstseins und der Eröffnung neuer Perspektiven für den Einzelnen geführt. Das sich zu einer Bewegung entwickelnde Langzeitprojekt bietet erstmalig die Chance nachhaltiger Wirkung, beispielsweise Grenzen zu überwinden, Beziehungen von Subjekt zu Subjekt aufzubauen, zu vertiefen und daraus Neues zu schöpfen.

www.kammerphilharmonie.com

Dienstag, 12. Juni 18
English Theatre Frankfurt: The Hound is back!
Wegen der großen Nachfrage bringt das English Theatre Frankfurt seine Erfolgsproduktion, in der letzten „Strictly British Season“ mit 98% ausgelastet, nach einem kleinen London-Exkurs nach Frankfurt zurück:
The Hound is back! Die urbritische Produktion des English Theatre Frankfurt (ETF) feiert nach seinem Export ans Jermyn Street Theatre London im vergangenen Winter seine Rückkehr in die Mainmetropole. Nur für drei Wochen sind Sherlock Holmes und sein eifriger Helfer Dr. Watson im ETF zu sehen, bevor sie sich zu einem letzten Auswärtsspiel an das Deutsche Theater München aufmachen.

„Alles was aus dem Gewöhnlichen herausfällt ist der Mühe wert, berichtet zu werden.“ (Sir Arthur Conan Doyle)
Ein alter Fluch lastet auf der Familie der Baskervilles. Seit Generationen scheint ein gespenstischer Vierbeiner die umliegenden Moore des Anwesens zu durchstreifen. Das Biest scheint nun wieder auf der Pirsch zu sein. Der rätselhafte Tod Sir Charles Baskervilles ruft den renommierten Detektiv Sherlock Holmes auf den Plan. Holmes, als Landstreicher getarnt, geht „under cover“ seinen Ermittlungen nach und findet des Rätsels Lösung letztendlich in der Familiengeschichte der
Baskervilles. Werden Sherlock Holmes und Dr. Watson den Fluch brechen und das Geheimnis rechtzeitig lüften?
Die Adaption von Canny und Nicholson erzählt den Krimiklassiker neu mit viel Witz, Slapstick und Elementen des Straßentheaters. Drei Schauspieler schlüpfen mit Hilfe von über 60 Kostümteilen in insgesamt 18 verschiedene Rollen.

The Hound of the Baskervilles
Wiederaufnahme: Freitag, 15. Juni 2018
Spielzeit: 15. Juni - 8. Juli 2018

www.english-theatre.de

Montag, 11. Juni 18
TONY Awards® 2018 vergeben
Gestern Abend wurden in der New Yorker Radio City Music Hall die diesjährigen TONY Awards verliehen. In der Kategorie “Best Play” wurde Harry Potter and the Cursed Child, Parts One and Two ausgezeichnet, in der Kategorie "Best Musical" das Musical The Band's Visit. Alle Sieger unter: www.tonyawards.com

Montag, 11. Juni 18
Bregenzer Festspiele 2021 und 2022: Madame Butterfly folgt auf Rigoletto
Wenige Wochen vor Start der 73. Saison am Bodensee haben die Bregenzer Festspiele die Seebühnen-Programmplanung bis ins Jahr 2022 abgeschlossen. Als Spiel auf dem See zeigt das Festival in den Sommern 2021 und 2022 Madame Butterfly von Giacomo Puccini. Die 1904 an der Mailänder Scala uraufgeführte Oper wird erstmals bei den Bregenzer Festspielen gezeigt. Für die Regie zeichnet Andreas Homoki verantwortlich, das Bühnenbild entwirft Michael Levine. Beide sind erstmals bei den Bregenzer Festspielen tätig.

Die Oper setzt die Reihe beliebter Puccini-Werke auf der Seebühne fort. Nach La Bohème (2001/02), Tosca (2007/08) und Turandot, zuletzt gezeigt 2015 und 2016, steht mit Madame Butterfly die vierte Oper des aus Lucca in der Toskana stammenden Komponisten auf dem Spielplan.

Im kommenden Sommer ist erneut Carmen auf der Seebühne zu sehen, 2019 und 2020 zeigt das Festival Rigoletto von Giuseppe Verdi.

„Drama um Liebe, Verrat und Entsagung“
„Mit seiner wirkungsvollen und einfühlsamen Musik hat Giacomo Puccini der tragischen Frauenfigur Cio-Cio San in Madame Butterfly ein ergreifendes Denkmal gesetzt. Die Naturschilderungen und der hoffnungsvolle Blick Butterflys auf die Weiten des Meeres, machen den Bodensee zu einem idealen Hintergrund für das Drama um Liebe, Verrat und Entsagung“, sagt Intendantin Elisabeth Sobotka.

Die Premiere ist für 21. Juli 2021 geplant, die letzte Vorstellung des Sommers 2021 soll am 22. August über die Bühne gehen.

Rigoletto 2019 und 2020 auf Seebühne
Direkt nach Ende des kommenden Festspielsommers beginnt mit dem Abbau des Carmen-Bühnenbildes der Aufbau der Rigoletto-Kulisse. Die Verdi-Oper wird bekanntermaßen in den Jahren 2019 und 2020 in der Regie und im Bühnenbild von Philipp Stölzl auf der Seebühne gezeigt. Tickets sind ab 20. August 2018 verfügbar, dem letzten Spieltag der diesjährigen Saison.

Drei Viertel der 210.000 Carmen-Tickets verkauft
Carmen
steht im diesjährigen Sommer 29 Mal auf dem Spielplan, Wiederaufnahme-Premiere ist am 19. Juli. Derzeit sind rund 75 Prozent der 210.000 Seebühnen-Tickets verkauft. Tags zuvor eröffnet die Oper im Festspielhaus und österreichische Erstaufführung Beatrice Cenci von Berthold Goldschmidt die Bregenzer Festspiele 2018.

Madame Butterfly: Leidenschaftliche, überwältigende Melodien
Madame Butterfly erzählt ein ergreifendes und berührendes Drama des japanischen Mädchens Cio-Cio San, die an einen wohlhabenden US-amerikanischen Marineleutnant verheiratet wird. Für die Liebe ihres Lebens nimmt sie den christlichen Glauben ihres Ehemannes an und bricht sämtliche Bande zu ihren Verwandten ab. Puccinis leidenschaftliche und überwältigende Melodien blicken tief in die Gefühlswelten seiner Figuren.
Der aus Deutschland stammende Regisseur Andreas Homoki ist seit 2012 Intendant des Opernhauses Zürich, darüber hinaus inszeniert er weltweit an renommierten Opernhäusern, so unter anderem an der Bayerischen Staatsoper, am New National Theatre Tokyo und beim Festival d‘Aix-en-Provence.

Der kanadische Bühnenbildner Michael Levine arbeitete mehrfach mit Homoki zusammen. Er ist ebenfalls an international renommierten Opernhäusern tätig, unter anderen am Opera House Covent Garden London, an der Metropolitan Opera New York und immer wieder in seiner Heimat für die Canadian Opera Company.

Die Bregenzer Festspiele 2018 finden von 18. Juli bis 20. August statt, Tickets sind erhältlich unter www.bregenzerfestspiele.com und Telefon 0043 5574 4076.

Montag, 11. Juni 18
Neustart am Schauspiel Stuttgart unter der Intendanz von Burkhard C. Kosminski
SCHWERPUNKTE: INTERNATIONALITÄT UND VIELSPRACHIGKEIT – AUTOREN- UND LITERATUR THEATER – STADT UND STADTENTWICKLUNG
An den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart steht zur Spielzeit 2018/19 ein historischer Wechsel an: alle drei künstlerischen Sparten starten zum ersten Mal in der Geschichte des traditionsreichen Hauses in eine neue Intendanz. Bei der Jahrespressekonferenz der Staatstheater stellten in der vergangenen Woche der neue Schauspielintendant Burkhard C. Kosminski und sein Stellvertreter und Chefdramaturg Ingoh Brux den Spielplan 2018/19 für das Schauspiel Stuttgart vor. Das umfangreiche Programm umfasst insgesamt 24 Produktionen, darunter sechs Uraufführungen und deutschsprachige Erstaufführungen, eine spartenübergreifende Produktion mit Oper und Ballett sowie drei Koproduktionen, u.a. mit dem renommierten Schweizer Theatermacher Milo Rau. Diskursive Formate mit Partnern wie der Robert-Bosch-Stiftung und dem SWR sowie  zahlreiche Extraveranstaltungen und theater pädagogische Angebote runden das Programm ab.
Eröffnet wird die neue Spielzeit mit einem doppelten Premierenwochenende am 16. / 17. / 18. und 23. / 24. / 25. November und einer begehbaren Stadtraum-Installation des Künstlers Tobias Rehberger im Herbst 2018.
Neben dem Schauspielhaus wird das Kammertheater zukünftig der zweite zentrale Spielort des Schauspiels sein.

BEKENNTNIS ZUM ENSEMBLE-THEATER
Burkhard C. Kosminski und sein Team bekennen sich klar und entschieden zum Ensemble-Theater. 33 Schauspieler*innen wurden fest engagiert, verstärkt wird das Ensemble durch zwei Schauspielschüler*innen der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart im Rahmen des einjährigen Schauspielstudios sowie durch Gäste aus dem In- und Ausland. Auch im Spielzeitheft 2018/19 steht das Ensemble im Zentrum. In Szene gesetzt wurde es von der britischen Fotokünstlerin Hannah Starkey an bekannten und unbekannten Orten in Stuttgart.

LEITMOTIV WARUM DENN NICHT WARUM
Unter dem Leitmotiv WARUM DENN NICHT WARUM will Burkhard C. Kosminski das Schauspiel Stuttgart als eine Plattform für Fragen und konstruktiven Dialog etablieren, wobei ihm drei große Themenkomplexe besonders am Herzen liegen: Stuttgart als eine moderne Stadt, anhand derer man Utopien zukunftsorientierter und nachhaltiger Stadtentwicklung entwerfen und diskutieren kann. Stuttgart als eine internationale Stadt und das Schauspiel als Denk- und Begegnungsraum für internationale Perspektiven und Identitätskonstruktionen. Und das Schauspiel Stuttgart als ein Ort für Literaturtheater, mit einem besonderen Fokus auf dem zeitgenössischen Autorentheater.

INTERNATIONALITÄT UND VIELSPRACHIGKEIT
Das Schauspiel Stuttgart wird sich verstärkt den Perspektiven internationaler Künstler*innen öffnen. Zur Spielzeiteröffnung inszeniert Intendant Burkhard C. Kosminski die deutschsprachige Erstaufführung von Vögel, des neuen Stücks des frankokanadischen Autors, Regisseurs und Theaterleiters Wajdi Mouawad. 2017 am Pariser Theatre national de la Colline von Mouawad selbst uraufgeführt, wird es auf Wunsch des Autors exklusiv am Schauspiel Stuttgart zu sehen sein. Die Aufführung von Vögel spielt mit vier Sprachen (Deutsch, Hebräisch, Arabisch und Englisch) und wird international besetzt, u.a. mit dem israelischen Theater- und Filmstar und künftigen Ensemblemitglied Itay Tiran. Vögel zeigt beispielhaft an den Konflikten einer Familie mit arabischen, jüdisch-israelischen und deutschen Wurzeln die Brüchigkeit von Identitäten und Biografien.
Die zweite große Premiere inszeniert der junge britische Autor-Regisseur Robert Icke: eine moderne Bearbeitung der Orestie nach Aischylos. Icke wird aktuell als Shootingstar des britischen Theaters gefeiert – auch weil seine Überschreibungen von den Dramaturgien moderner HBO- und Netflix- Serien inspiriert sind. Die Orestie ist seine erste Arbeit in Deutschland. Außerdem wird in der ersten Spielzeit die Slowenin Mateja Koležnik Medea in Szene setzen, der Bosnier Oliver Frljić wird seine Sicht auf Shakespeares Klassiker Romeo und Julia präsentieren, der Katalane Calixto Bieito zeigt seine Inszenierung von Federico García Lorcas Bernarda Albas Haus und mit dem Schweizer Milo Rau, dessen NTGent und der Stadsschouw burg Amsterdam kooperiert das Schauspiel Stuttgart für die Produktion Der Genter Altar.

LITERATUR- UND AUTORENTHEATER
Eine weitere Herzensangelegenheit des neuen Schauspiel Stuttgart unter Burkhard C. Kosminski ist das Literatur- und Autorentheater. Zeitgenössische Autor*innen werden für das Schauspiel und das Stuttgarter Ensemble neue Stücke schreiben und dabei ihre Sicht auf unsere Gegenwart reflektieren und zur Diskussion stellen. In der ersten Spielzeit freut sich das Schauspiel Stuttgart auf neue Texte von Wajdi Mouawad, Clemens J. Setz, Nis-Momme Stockmann (in Zusammenarbeit mit den Frankfurter Positionen) und Roland Schimmelpfennig. Außerdem werden Texte von Theresia Walser, Elfriede Jelinek und Simon Stephens im Schauspielhaus sowie im Kammertheater zu sehen sein.
Ein weiteres Highlight ist der genreübergreifende Theaterabend des Regisseurs, Bühnen- und Kostümbildners und bildenden Künstlers Achim Freyer, der dem romantischen Kunstmärchen Der goldene Topf von E. T. A. Hoffmann eine faszinierend moderne Gestalt verleihen wird.

STADT UND STADTENTWICKLUNG
Gerade in Stuttgart ist die nachhaltige und sozialverträgliche Stadtentwicklung eine der brennenden Fragen der Zeit. Wem gehört die Stadt? Welche Weichen müssen wir für die Zukunft stellen? Unter dem Titel PROBEGRUBE wird Tobias Rehberger eine begehbare Installation schaffen. Der gebürtige Esslinger ist einer der renommiertesten deutschen Künstler, 2009 gewann er den Goldenen Löwen der 33. Kunstbiennale in Venedig. Die PROBEGRUBE ist – wie alle Werke von Tobias Rehberger – eine Arbeit an der Schnittstelle von Bildender Kunst, Architektur und Theater. In der Form eines Amphitheaters wird er ein Modell des Rosensteinquartiers, des geplanten Stadtviertels nördlich des Hauptbahnhofs auf der aktuellen Stuttgart 21-Baustelle, vor das Schauspielhaus in den Oberen Schlossgarten bauen und als Denkraum der Stadtgesellschaft zur Verfügung stellen. Die Installation wird im Herbst 2018 für ein paar Wochen begehbar sein. Auch theatral wird sich mit der Stadt Stuttgart und der Region auseinandergesetz. Der Autor und Regisseur Gernot Grünewald nimmt sich in der zweiten Spielzeithälfte des Cannstatter Journalisten, Autors und Theaterkritikers Dr. Hans Bayer an, der unter dem Pseudonym Thaddäus Troll nicht nur in Stuttgart große Berühmtheit erlangte. Außerdem wird das Schauspiel in diskursiven Gesprächsreihen zum Ort für Utopien. Gemeinsam mit dem SWR wird über die „Neue Stadt“ nachgedacht, und zusammen mit der Robert- Bosch-Stiftung und der Stuttgarter Zeitung unter dem Motto „Theater trifft Wirklichkeit“ diskutiert.

SPARTENÜBERGREIFENDE KOPRODUKTION
Der Neutsart 2018/19 aller drei künstlerischen Sparten der Staatstheater ist Anlass für eine Koproduktion zwischen Schauspiel Stuttgart, Staatsoper Stuttgart und dem Stuttgarter Ballett. Das Herzstück dieser Inszenierung in der Regie von Anna-Sophie Mahler bilden Die sieben Todsünden von Kurt Weill und Bertolt Brecht.

Einen ersten Eindruck des neuen Internetauftritts vermittelt die vorläufige Website www.18-19.schauspiel-stuttgart.de.
Dort findet sich auch das Programmbuch zur Spielzeit 2018/19 als Webansicht.

Montag, 11. Juni 18
Schauspielhaus Zürich: Spielplan 2018/19
ERÖFFNUNG
Mit Shakespeares „Hamlet“ eröffnet Barbara Frey am 13. September im Pfauen ihre zehnte und letzte Spielzeit als Schauspielhaus-Intendantin. Frey, die damit zum sechsten Mal Shakespeare inszeniert, wird darin der Präsenz des Abwesenden nachgehen, welche gleich zu Beginn des Stücks mit der beunruhigend faszinierenden Erscheinung des untoten Königs Hamlet alles Folgende auslöst.
Mit dem Schauspielhaus Zürich verbindet Regisseur Werner Düggelin eine lange Geschichte: Seine Version von Büchners „Lenz“, die am 15. September in der Box Premiere feiern wird, ist seine mittlerweile 55. Inszenierung am Hause.
Nach einem großen Eröffnungsfest am 23. September im Pfauen beschließen Goethes „Wahlverwandtschaften“ (Premiere am 29. September) im Pfauen den Eröffnungsreigen. Mit dieser Inszenierung stellt sich Regisseurin Felicitas Brucker erstmals dem hiesigen Publikum vor.

URAUFFÜHRUNGEN/ERSTAUFFÜHRUNGEN
Eine Version der Geschichte“ von Simone Kucher ist eines der Gewinnerstücke der Autorentheatertage Berlin 2018, wo es in der Regie von Marco Milling am 22. Juni zur Uraufführung kommen wird. In Zürich wird die Inszenierung ab Anfang Oktober in der Kammer zu sehen sein. Am Schauspielhaus Zürich entwickelte René Pollesch seit Beginn der Intendanz von Barbara Frey 2009 (fast) jährlich eine Uraufführung – und wird dies auch 2018/19 mit „Ich weiss nicht, was ein Ort ist, ich kenne nur seinen Preis“ (Premiere 14. Dezember, Pfauen) fortsetzen.
Ruedi Häusermanns Arbeiten sind künstlerische Forschungsreisen zwischen Theater und Konzert. Auf gezielten Umwegen wird das Unscheinbare, das Unspektakuläre in diesen zarten und komischen Arbeiten unter die Lupe genommen. Seine neuste Kreation, die „musiktheatralische Zusammenkunft“ mit dem Titel „Man bittet um schonendes Anhalten“, wird im Januar 2019 in der Box zur Uraufführung gelangen.
Nach der Entdeckung der Grimm`schen Märchenwelt 2017, mit der er zum Schweizer Theatertreffen 2018 eingeladen wurde, begibt sich Herbert Fritsch mit „Totart Tatort“ (Uraufführung im Februar 2019, Pfauen) auf eine kriminologische Spurensuche nach einem vermeintlichen Täter und entfesselt dabei ein Panoptikum an detektivischem Wahnwitz.
Nino Haratischwili, geboren 1983 im georgischen Tiflis, ist preisgekrönte Theaterautorin und Regisseurin. Ihr Stück „Die zweite Frau“ wird im März 2019 in der Regie des jungen Regisseurs Maximilian Enderle als Schweizer Erstaufführung in der Kammer zu erleben sein.
In seiner Novelle „Die Verlobung in St. Domingo“ (1811) macht Heinrich von Kleist klare Fronten auf: Weiss gegen Schwarz, Gut gegen Böse, Ordnung gegen Anarchie. Doch wie entwickelt sich die Geschichte, wenn die Guten doch nicht so gut und die Bösen nicht so böse sind? In seiner „Überschreibung“, die im April 2019 in der Regie von Sebastian Nübling als Koproduktion mit dem Maxim-Gorki-Theater Berlin im Pfauen uraufgeführt wird, attackiert Necati Öziri das vermeintlich Eindeutige und lässt alle Figuren zu ihrem Recht kommen.
Fast 80 Jahre nach der englischen Erstveröffentlichung erscheint „The Man Who Took Trains“ des deutsch-jüdischen Autors Ulrich Alexander Boschwitz 2018 auf Deutsch – und wird zum Bestseller. Der 1915 in Berlin geborene Kaufmannssohn hat den Roman im Alter von 23 Jahren, wenige Jahre vor seinem Tod, unter dem Eindruck der Novemberpogrome wie im Fieberrausch geschrieben. In der Regie von Manon Pfrunder wird „Der Reisende“ im Mai 2019 in der Kammer uraufgeführt. James Joyce schrieb die Erzählung „The Dead“ 1907 im Alter von 25 Jahren; die metaphysische Erzählung bildet den Schwerpunkt seines Prosawerks „Dubliner“. „Die Toten“ enthält autobiografische Bezüge und steht thematisch in Beziehung zu seinen späteren bedeutenden Romanen „Ulysses“ und „Finnegans Wake“. In der Regie von Barbara Frey werden „Die Toten“ im Mai 2019 als Deutschsprachige Erstaufführung im Pfauen zu sehen sein.

WEITERE PREMIEREN
Der Dramatiker Tennessee Williams, 1911 in Mississippi geboren, schrieb „Endstation Sehnsucht“ unter dem Eindruck einer neu aufsteigenden Arbeiterklasse, die dem verfallenden Südstaatenadel den Rang ablief. Das kulturkritische Stück, das 1949 am Schauspielhaus Zürich seine deutschsprachige Erstaufführung erlebte, war einer der grössten Erfolge des Autors und wird ab dem 20. Oktober in der Regie von Bastian Kraft im Pfauen zu sehen sein. Der Regisseur Timofej Kuljabin, einer der talentiertesten Vertreter einer jungen Generation russischer Theatermacher, wählt für seinen Regiezugriff häufig Texte aus dem klassischen Repertoire, um auf diese einen neuen Blick zu eröffnen. In seiner Inszenierung von Ibsens „Nora oder Ein Puppenhaus“, die am 16. November in der Box Premiere feiern wird, werden die Figuren fast ausschliesslich per Handy, Tablet und Computer kommunizieren, ganz so wie es unserem gegenwärtigen Alltag der polyphonen Kommunikation entspricht.
Mit „44 Harmonies from Apartment House 1776“ kehren Christoph Marthaler und Anna Viebrock nach fast 15 Jahren ab dem 6. Dezember erstmals wieder in die Schiffbauhalle zurück. John Cage wählte den Titel für eine Komposition, die von der Gleichzeitigkeit sehr verschiedener musikalischer Räume handelt sowie von heftigen Auflösungserscheinungen hinsichtlich der Wahrnehmung von Raum und Zeit. Dies bedenkend erschliesst sich die grosse Vorfreude, mit der Marthaler und seine Ensemblemitglieder dem Betreten der frei schwebenden Klanglandschaften des amerikanischen Komponisten entgegensehen.
200 Jahre nach seiner Veröffentlichung beschreibt Mary Shelleys Schauerroman „Frankenstein“ immer noch messerscharf den Moment eines albtraumhaften Kontrollverlustes. Wissensdurst, Kreativität und die Vision einer besseren Welt kippen in nicht mehr steuerbare Gewalt und Zerstörung. Regisseur Stefan Pucher nähert sich dem Stoff in „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“ ab dem 10. Januar 2019 im Pfauen vor dem Hintergrund der heutigen wissenschaftlichen Schöpfungen. Der vielfach ausgezeichnete Autor Thomas Melle entlarvt in seinem Stück „Versetzung“, das ab Januar 2019 in der Regie von Clara Isabelle Dobbertin in der Kammer zu sehen sein wird, unlösbare Paradoxien unseres demokratischen Zusammenlebens: Wie kann ein Mensch Vorbild sein, wenn ihm keine menschlichen Makel zugestanden werden? Wie soll eine
Gesellschaft gesunde Menschen hervorbringen, wenn sie die Auseinandersetzung mit Krankheit aus ihrem Zentrum verbannt? Frank Castorfs 25-jährige Intendanz an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin hat das deutschsprachige Theater im letzten Vierteljahrhundert fundamental geprägt. In Zürich hat der vielfach ausgezeichnete Regisseur zuletzt „Die fremde Frau und der Mann unter dem Bett“ nach F. M. Dostojewski inszeniert. In seiner sechsten Inszenierung am Schauspielhaus wird sich Castorf ab April 2019 im Pfauen zum ersten Mal mit dem Autor Friedrich Dürrenmatt und dessen Roman „Justiz“ auseinandersetzen. Basierend auf Motiven von Thomas Manns Roman „Der Zauberberg“ entwickelt Karin Henkel mit „Die große Gereiztheitihre mittlerweile vierte Produktion in der Schiffbauhalle. Mit „Elektra“ (2013), „Die zehn Gebote“ (2016) und „BEUTE FRAUEN KRIEG“ (eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2018) schuf die Regisseurin hier bereits aufsehenerregende Theatererzählungen, die Narrationen, Bühnenräume und Zuschauerperspektiven in ungewohnte Spannungsverhältnisse setzten.

FAMILIENSTÜCK IM PFAUEN

Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ ist eines der letzten grossen Werke des Autors Michael Ende, der so bekannte Kinderbuchklassiker wie „Die unendliche Geschichte“ oder „Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer“ schuf. Es handelt sich gleichzeitig um seinen vielleicht dramatischsten und komödiantischsten Stoff, mit schrillen Charakteren und einem rasantenPlot, der ab dem 10. November in der Regie von Christina Rast als Familienstück im Pfauen zu erleben sein wird.

GASTSPIELE
Auch in der kommenden Spielzeit werden wieder herausragende Gastspiele am Schauspielhaus zu sehen sein: So gastiert das Burgtheater Wien im November mit Jan Bosses zum Theatertreffen 2018 eingeladener Inszenierung „Die Welt im Rücken“ von Thomas Melle mit Joachim Meyerhoff, der dafür von der Fachzeitschrift „Theater heute“ zum „Schauspieler des Jahres“ gewählt wurde, im Pfauen. David Foster Wallaces 1500-seitiger Roman „Unendlicher Spass“ erzählt davon, wie es sich anfühlt, heute zu leben, von Geburten, Todeskämpfen, übertriebenem Speichelfluss, bildschönen Krankenschwestern und Vögeln, die mitten im Flug einen Herzinfarkt erleiden. Mit einem fantastischen Schauspielensemble (Jasna Fritzi Bauer, Sebastian Blomberg, André Jung, Ursina Lardi, Heiko Pinkowski, Devid Striesow) wird Thorsten
Lensings Inszenierung des Stoffes am 12. und 13. Januar 2019 in der Box zu sehen sein. Zudem gastiert am 7. und 8. März 2019 das Teatr Krasnyi Fackel aus Nowosibirsk mit der Tschechow-Bearbeitung „Drei Schwestern“ von Regisseur Timofej Kuljabin, der den weltbekannten Theaterklassiker in russischer Gebärdensprache inszeniert, in der Schiffbauhalle. Die Gesten und der nonverbale Ausdruck der SchauspielerInnen werden dabei zum tragenden Element des Abends.

JUNGES SCHAUSPIELHAUS
Im letzten Monat des Jahres verwandelt sich die Matchbox in die „Casa 18“. Sie beherbergt dann skurrile Dauergäste – GedankensammlerInnen, GrenzgängerInnen und GlücksjägerInnen lassen Gegenwelten entstehen. Es werden Anfänge geschmiedet und das Wesen der Dinge mit einem Augenzwinkern hinterfragt. Die Ausstatterin Cornelia Koch („Shut up“, „Weihnachtssalon“) und der Regisseur Enrico Beeler lassen in der Matchbox u.a. mit Texten von Jürg Schubiger einen eigenwilligen, poetisch-philosophischen Kosmos – einen Ort zum Verweilen, Auftanken und Geniessen entstehen. Dem jungen Publikum eine Stimme geben – auf der Bühne und in der Stadt: In Zusammenarbeit mit dem Jungen Literaturlabor, JULL schreiben Kinder und Jugendliche verschiedener Schulhäuser Texte und werden dabei von professionellen AutorInnen begleitet. Theaterschaffende setzen diese szenisch um. Daraus entstehen drei „Apropos…“-Produktionen, die im Januar, Februar und Mai öffentlich präsentiert werden. Der Choreograf und Breakdancer Buz („Shut up“, „MEET ME“) erarbeitet mit Jugendlichen eine choreografierte Umsetzung im Tanzhaus. Der Hausregisseur Enrico Beeler bringt mit SchauspielerInnen Texte für ein jüngeres Publikum szenisch in die Matchbox und Daniel Kuschewski („Räuber“, „Du, Du und ich“) bespielt mit SchauspielerInnen einen externen Ort.
Aus dem Repertoire des Jungen Schauspielhauses werden die Produktionen: „Der Josa mit der Zauberfiedel“, „King A“, „Liebe Grüsse… oder Wohin das Leben fällt“, „MEET ME“, „Nachspielzeit“, „Räuber“, „Shut up“ sowie das Theater im Klassenzimmer-Stück „Malala – Mädchen mit Buch“ wieder zu erleben sein.

MEHR ALS ZUSCHAUEN Eine Inszenierung bis zur Premiere begleiten, KünstlerInnen treffen, hinter die Kulissen schauen, sich mit Inhalten und Formen von Theater auseinandersetzen, Mitarbeitende und ihre Arbeitsfelder kennenlernen, selbst Theater spielen – das und vieles mehr ermöglichen die „Mehr als Zuschauen“-Angebote, die den Spielplan begleiten. Für alle Altersgruppen.

EXTRAS
Vier renommierte Zürcher Literaturexpertinnen stellen im Literatursalon „Fluchtpunkt Schweiz“ das Leben und Schreiben von Persönlichkeiten vor, für die die Schweiz, Zürich und das Schauspielhaus wichtige Anlaufpunkte waren: Die Literaturkritikerin Beatrice von Matt berichtet anhand eines bisher unbeachteten, formal kühnen Textes von Else Lasker-Schüler (1869–1945) über deren Zürcher Emigration. Die Germanistin Ursula Amrein erinnert an die Familie Mann und ihre Zürcher Exiljahre in den 1930er Jahren. Die Anglistin Elisabeth Bronfen beleuchtet die Schriftstellerin Mary Shelley, die vor 200 Jahren in der Nähe des Genfersees mit „Frankenstein“ einen der bedeutendsten Schauerromane der Weltliteratur schrieb. Die Autorin Eveline Hasler stellt schliesslich das Wirken des Schauspielers, Regisseurs und Autors Wolfgang Langhoff (1901–1966) am Schauspielhaus Zürich vor. Als prominente Gesprächsleiter haben die Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel, der Autor Lukas Bärfuss und der Philosoph Stefan Zweifel in der aktuellen Spielzeit die Gesprächsreihe „Zürcher Gespräche“ im Pfauen geprägt. Die Reihe wird auch in der kommenden Spielzeit fortgesetzt - eröffnet im September von Lukas Bärfuss und dem Soziologen und Anarchisten David Graeber, der mit seinem Buch „Schulden. Die ersten 5000 Jahre“ weltweit bekannt wurde. Weitere Gäste und Termine werden im Laufe der Saison bekannt gegeben.
Anfang 2018 sollte ein Debattier-Marathon im Schiffbau die Streitlust in der Zwinglistadt entfachen. Die an die „Disputationes“ von 1523 angelehnte Veranstaltung namens „Meet Your Enemy“ im Rahmen von ZHREFORMATION.CH sah vor, das Publikum zum Akteur zu machen und in freiwillige Streitgespräche zu verwickeln. Aber die Zürcher wollten nicht streiten, die Veranstaltung wurde abgesagt. Nun wagen wir zusammen mit dem Social Muscle Club einen neuen Versuch - am 5. und 6. Oktober im Schiffbau.

ENSEMBLE
Die SchauspielerInnen Hilke Altefrohne und Milian Zerzawy sowie Sarah Gailer und Robert Rožić, Studierende des Schauspielstudios, verlassen im Sommer das Schauspielhaus. Zudem wurde Siggi Schwientek im Laufe dieser Spielzeit pensioniert, bleibt dem Schauspielhaus aber als Gast erhalten. Neu ins Ensemble kommen Inga Busch, Jan Bülow und Vera Flück. Im Rahmen des Schauspielstudios erhalten zudem die beiden Schauspielstudierenden Katrija Lehmann und Dominic Hartmann für eine Spielzeit die Möglichkeit, praktische Bühnenerfahrung zu sammeln.

DIE ABOS 2018/19 sind an der Theaterkasse erhältlich. DAS SPIELZEITHEFT 2018/19 finden Sie hier zum Download als pdf-Datei.

Montag, 11. Juni 18
Theater im Frankfurter Weltkulturen Museum
Ende Juni gibt es Theater an einen ungewöhnlichen Ort, im Frankfurter Weltkulturen Museum. Das Stück BOUNDARIES. Ein Archiv zukünftiger Fundstücke schaut aus einer fiktiven Zukunft auf unsere Gegenwart als einer Zeit, in welcher die Menschen verbundener waren als je zuvor in der Geschichte des Planeten Erde, und doch hauptsächlich damit beschäftigt waren, Mauern zu errichten.
BOUNDARIES. Ein Archiv zukünftiger Fundstücke
Performance im Weltkulturen Museum Frankfurt

28. / 29. / 30. Juni / 1. Juli 2018, 19.30 Uhr

Wir schreiben das Jahr 2130. Die Erde ist seit mehreren Dekaden unbewohnbar, ein Teil der Menschheit ist auf den Mars emigriert. Von dort aus blickt eine Forschungsgruppe zurück und versucht herauszufinden, was damals wohl geschehen ist, in jener Zeit, die unter Historikern als „Grenzzeit“ bekannt ist. Aus den letzten verbliebenen Überresten entsteht nach und nach ein Archiv vergangener Zukünfte. Spuren von jenem kurzen Moment, als noch alles möglich schien.

Eine Performance von andpartnersincrime. Künstlerische Leitung Eleonora Herder Dramaturgie Tim Schuster Videodesign Julia Novacek Gestaltung + Raum Anya Sukhova Sounddesign Marc Behrens Live-Sounds + Klangregie Jan Bam Performance Jan Bam, Eleonora Herder, Julia Novacek, Tim Schuster, Saeed Sedaghat, Anya Sukhova. Weltkulturen Museum Frankfurt / Schaumainkai 29-37 / 60594 Frankfurt Gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main. Informationen andpartnersincrime.org

Eine Wiederaufnahme des von Publikum wie Presse gefeierten Stücks ARE YOU THERE. Teheran/Frankfurt wird in den Landungsbrücken stattfinden.
ARE YOU THERE. Teheran/Frankfurt
Landungsbrücken Frankfurt
21. / 22. / 23. Juni 2018, 20 Uhr

Im Herbst 2015 flieht S. von Teheran nach Frankfurt, um ein neues Leben zu beginnen, wenige Monate später reist L. für ein Theaterstück von Frankfurt nach Teheran, auf der Suche nach sich selbst und einem verschwundenen Freund. Während S. bemüht ist seine Spuren zu verwischen trifft L. auf Geschichten, die nicht mehr erzählt werden. Über Telegram und Skype erhalten beide immer wieder die gleichen Nachrichten: Wo bist du? Bist du da?

Zwei Reisen in entgegengesetzter Richtung. Zwischen Projektion und Realität. Eine Bewegung über Grenzen auf den Spuren der Gegenwart - und der Versuch einer Rekonstruktion. Und während sich ihre Bilder irgendwo da draußen verlieren, erinnern die Klänge an Orte einer möglichen Geschichte. #ListeningisnotaCrime.

KÜNSTLERISCHE LEITUNG: Eleonora Herder DRAMATURGIE & PRODUKTION Tim Schuster PERFORMANCE Lela Herder, Saeed Sedaghat & Malte Scholz SOUNDDESIGN Jan Mech TON Jan Bam STAGEDESIGN Anna Sukhova BERATUNG Shahrzad Osterer MIT KOMPOSITIONEN VON Martin Shamoonpour. Mit Unterstützung von Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Montag, 11. Juni 18
Berliner Friedrichstadt-Palast startet Initiative #KartenGegenTaten
Mit seiner neuen Initiative #KartenGegenTaten vergibt der Friedrichstadt-Palast Ehrenkarten (Freikarten) an Betroffene von Hass und Gewalt. Es macht für ihn keinen Unterschied, ob diese Gewalt von links, rechts oder aus der Mitte der Gesellschaft kommt, jede Form verbaler und tätlicher Aggressivität ist verachtenswert. Nähere Infos unter www.palast.berlin/kartengegentaten/

„Als größte Bühne des Landes Berlin ist unser Haus der Palast aller Berliner*innen und aller in Deutschland lebenden Menschen. Betroffene von Hass und Gewalt sollen spüren, dass die Tat und die Täter*innen abgelehnt werden und dass ‚wir‘, die Mehrheit der Gesellschaft, auf der Seite der Betroffenen sind. ‚Die Gesellschaft‘ sind für uns alle, die deutsch geboren oder deutsch wurden oder in Deutschland längere Zeit oder dauerhaft leben. Die meisten schlechten Taten sind mit guten Taten nicht aus der Welt zu schaffen, aber Anteilnahme hilft den Betroffenen dennoch mehr als Schweigen und Wegsehen. #KartenGegenTaten ist nur ein kleiner Trost, ein kleiner Akt der Solidarität und der Versicherung, nicht allein zu sein. Nicht mehr und nicht weniger", so Intendant Dr. Berndt Schmidt.

Hintergrund: Mit seiner Initiative #RespectEachOther und den ‚Colours of Respect‘ steht der Palast ein für Vielfalt, Freiheit und Demokratie. In diesem Rahmen hat er beispielsweise die Initiative #PalastFürAlle ins Leben gerufen. Damit ermöglichen er denen, die es sich sonst beim besten Willen nicht leisten könnten, den Besuch im Theater für nur fünf Euro pro Ticket. Das Besondere: Es wird der Aussage der Gäste vertraut und kein Nachweis der Bedürftigkeit verlangt (www.palast.berlin/fueralle).

Ohne Einsatz, Vernetzung und Organisation bleiben das schöne, aber leere Phrasen. Daher sucht der Friedrichstadt-Palast für #RespectEachOther und die dazugehörigen Initiativen zum nächstmöglichen Zeitpunkt in Teilzeit (20h/Woche) und in unbefristeter Anstellung eine*n Respect Manager*in (Social Impact Manager*in). Zur Stellenausschreibung: https://www.palast.berlin/info/jobs-casting/

Montag, 11. Juni 18
Schott Music: Neue Akademische Gesamtausgabe zu Peter Iljitsch Tschaikowsky – ein Jahrhundert-Projekt
Peter Iljitsch Tschaikowsky ist einer der bedeutendsten und meistaufgeführten Komponisten mit Weltgeltung. Seit 1993 bemüht sich Schott Music, mit russischen Partnern die Gesamtausgabe aller Werke zu realisieren. Nach dem Erscheinen der ersten Bände ruhten die Arbeiten, um die Mitarbeit auf breitere Füße zu stellen und alle einschlägigen russischen Institutionen in das Herausgabegremium mit einzubeziehen. Dieses Zusammenwirken ist nun in der Form einer engen deutsch-russischen Kooperationsvereinbarung gelungen und erfährt die volle ideelle und wirtschaftliche Unterstützung des russischen Staates.

Die neue Akademische Gesamtausgabe steht in der Kontinuität der Bemühungen um eine moderne wissenschaftliche Gesamtausgabe und ist deren legitime Fortführung. Sie erscheint weiterhin mit russischen und englischen Texten.

Die beiden führenden Verlage MPI Music Production International (Tscheljabinsk) und Schott Music Publishers (Mainz) als internationaler Vertriebspartner freuen sich sehr, dass die Academic Edition of the Complete Works by P.I. Tchaikovsky nun begonnen wird. Es handelt sich dabei um eine auf rund 120 Bände umfassende besonders große Unternehmung. Die ersten Ausgaben werden noch 2018 ausgeliefert.

„Wir freuen uns sehr, dass wir die Fortführung der Tschaikowsky-Gesamtausgabe rechtzeitig zur 25. internationalen Tagung der Tschaikowsky-Gesellschaft bekanntgeben können. Diese enge und vertrauensvolle deutsch-russische Zusammenarbeit ist ein Garant für eine erfolgreiche Durchführung zum Wohle der internationalen Musikforschung und Aufführungspraxis“, so Musikverleger Dr. Peter Hanser-Strecker.

www.schott-music.com
www.facebook.com/schottmusic

Montag, 11. Juni 18
Buchmarkt 2017: Chancen für das Buch im Medienwettbewerb
Umsatzminus von 1,6 Prozent / Stabile Umsatzverhältnisse über 15 Jahre / Studie „Buchkäufer – quo vadis?“: Buchbranche analysiert Käuferrückgänge / Aktuelle Marktzahlen unter www.boersenverein.de/buchmarkt2017

Das Buch steht im Medienwettbewerb um die Aufmerksamkeit der Menschen. Der Umsatz der Buchbranche blieb zwar über die letzten fünfzehn Jahre hinweg stabil, allerdings nimmt die Zahl der Buchkäufer ab. Verlage und Buchhandlungen setzen sich eingehend mit dem Käuferrückgang auseinander und arbeiten an Lösungen, um Menschen für das Buch zurückzugewinnen. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels stellte heute in Frankfurt am Main die Kernergebnisse seiner Studie „Buchkäufer – quo vadis?“ vor, die umfassend die Motive von Buch-Abwanderern analysiert. Außerdem präsentierte der Verband die Wirtschaftszahlen der Buchbranche für das vergangene Jahr. Obwohl die verbliebenen Käufer auch 2017 wieder durchschnittlich mehr Bücher kauften und mehr dafür ausgaben, konnten Verlage und Buchhandlungen 2017 nicht ganz an das Vorjahresergebnis anknüpfen. Die Buchbranche erwirtschaftete 9,13 Milliarden Euro, das sind 1,6 Prozent weniger als 2016.

„In Zeiten starker Medienkonkurrenz beschäftigt sich die Buchbranche intensiv mit der Entwicklung und den Bedürfnissen der Buchkäufer. Die Ergebnisse unserer Untersuchungen offenbaren große Chancen, Leserinnen und Leser für das Buch begeistern zu können: Auch wenn sie heute weniger Bücher lesen, verbinden die Befragten durchweg positive Gefühle mit dem Lesen. Gleichzeitig leiden sie unter der Hektik und dem Stress in der digitalen Multitasking-Gesellschaft. Es wächst der soziale Druck, ständig reagieren und dranbleiben zu müssen, um nicht abgehängt zu werden. Menschen sehnen sich nach einer Auszeit, die in ihrer Erinnerung das Buch perfekt bieten kann, sie wünschen sich emotionales Erleben, Inspiration und gesicherte Information. Es fehlt den Menschen aber zunehmend an Orientierung auf dem Buchmarkt“, sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins. „Die Lebenswelten der Menschen haben sich grundlegend geändert. Heute haben Menschen den Anspruch, umworben zu werden und den Angeboten unmittelbar in ihrem Alltag zu begegnen. Es genügt längst nicht mehr zu warten, bis der Kunde zum Buch kommt. Das Buch muss zum Kunden kommen – und dafür muss die Branche neue Strategien finden.“

„Die Käuferentwicklung fordert von Buchhandlungen und Verlagen ein generelles Umdenken. Wir müssen die Bedürfnisse potenzieller Leserinnen und Leser noch mehr in den Fokus rücken. Viele Buchhandlungen und Verlage arbeiten bereits an Lösungen für ihr Marketing, die Kundenansprache und an neuen Formaten, die die Bedürfnisse des Kunden stärker in den Mittelpunkt stellen“, sagt Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins.

Das E-Book gewinnt bei seinen Nutzern weiter an Bedeutung, ist aber ebenfalls vom Rückgang der Käufer betroffen. „Der Absatz von E-Books steigt weiter. Wer E-Books nutzt, intensiviert seine Einkäufe. Erstmals ist aber der Umsatz mit E-Books leicht zurückgegangen. Es  wandern zunehmend günstigere Titel in den Warenkorb“, sagt Matthias Heinrich, Schatzmeister des Börsenvereins. „Der Wettbewerb um Zeit und Aufmerksamkeit der Menschen macht in der Breite der Leser aber auch vor der digitalen Editionsform nicht Halt.“

Zentrale Rahmenbedingung für die Branche bleibe die Buchpreisbindung. Alexander Skipis: „Die Preisbindung garantiert die Vielfalt und Qualität, für die der deutsche Buchmarkt weltweit vorbildlich ist. Sie schafft die Voraussetzungen dafür, dass Menschen über ein filigranes Buchhandelsnetz breiten Zugang zu Büchern erhalten und ein vielfältiges und qualitativ hochwertiges Titelangebot vorfinden. Großen Handlungsbedarf sehen wir in den Rahmenbedingungen für Verlage. Sie benötigen vor allem dringend wieder eine Rechtsgrundlage, um an den Ausschüttungen der Verwertungsgesellschaften beteiligt sein zu können.“

Buchkäufer: Entwicklung, Motive, Bedürfnisse
Zwischen 2013 und 2017 ist die Zahl der Käufer auf dem Publikumsbuchmarkt (ohne Schul- und Fachbücher) um 6,4 Millionen (minus 17,8 Prozent) zurückgegangen. Im vergangenen Jahr kauften noch 29,6 Millionen Menschen mindestens ein Buch, das entspricht 44 Prozent der deutschen Privatpersonen ab 10 Jahren. Betrachtet man den Zeitraum von 2013 bis 2017, finden sich die stärksten Rückgänge in den Altersgruppen 40¬–49 Jahre (minus 37 Prozent), 30–39 Jahre (minus 26 Prozent) und 20–29 Jahre (minus 24 Prozent). In diesen Altersgruppen sanken in diesem Zeitraum auch die Ausgaben für Bücher, während die Menschen bis 19 sowie ab 50 Jahren weiterhin stabile oder steigende Ausgaben verzeichnen. Die ARD/ZDF-Onlinestudie 2017 zeigt, dass die Altersgruppen zwischen 14 und 49 Jahren auch diejenigen sind, bei denen die Internetznutzung in den letzten Jahren am meisten zugenommen hat. Allein von 2016 auf 2017 stieg die tägliche Verweildauer im Netz bei Menschen zwischen 14 und 29 Jahren noch einmal um 29 Minuten auf über viereinhalb Stunden, bei Menschen zwischen 30 und 49 Jahren um 35 Minuten auf über drei Stunden.

Weniger Käufer schlagen sich auch in sinkenden Absätzen nieder. 2017 wurden auf dem Publikumsmarkt 367 Millionen Bücher verkauft, 2013 waren es noch 398 Millionen. Diejenigen, die Bücher kaufen, erwerben im Schnitt immer mehr Titel und geben mehr dafür aus. 2017 lag das durchschnittliche Kaufpensum bei 12,4 Titeln, 2013 waren es noch 11,0. Die durchschnittlichen Ausgaben für den privaten Bedarf pro Käufer stiegen von 116,70 Euro 2013 auf 137,40 Euro 2017.

In Fokusgruppen sowie einem Co-Creation-Workshop mit Vertretern aus Buchhandel und Verlagen befragte die GfK im Auftrag des Börsenvereins Buch-Abwanderer aus denjenigen Zielgruppen, die die größten Rückgänge verzeichnen: d.h. Menschen zwischen 20 und 49 Jahren, die heute deutlich weniger Bücher kaufen und lesen als noch vor einigen Jahren.

Die Kernergebnisse:
- Die Menschen fühlen sich von den Verpflichtungen, Erwartungen und der Schnelllebigkeit des modernen Alltags gestresst und unter Druck gesetzt.
- Die Befragten fühlen sich in der Multitasking-Gesellschaft überfordert und entwickeln eine tiefe Sehnsucht nach Entschleunigung, Selbstbestimmung und „echtem“ Genuss und zuverlässiger Information.
- Ein Mangel an Zeit und Energie führt dazu, dass das Bücherlesen schleichend weniger wird.
- Die Stellung von Büchern haben häufig Serien übernommen: Hier gibt es einen Diskurs, Empfehlungen, Hypes und „Binge-Watching“.
- Aber: Lesen wird in allen Zielgruppen als sehr positive und intensive Form der Beschäftigung erlebt: Es dient der Entspannung, dem Ausgleich, dem emotionalen Erleben, der Erweiterung des Horizonts und dem Eintauchen in andere Welten. Alle Befragten bedauern, dass sie weniger Zeit zum Lesen finden.
- Bücher sind jedoch häufig aus dem öffentlichen Diskurs und persönlichen Umfeld verschwunden. Der Austausch über Bücher fehlt, Menschen sind weniger involviert in Buch-Themen und fühlen sich überfordert vom großen Titelangebot.
- Die Folge: Die Menschen finden am Buchmarkt keine ausreichende Orientierung mehr.

Zentrale Bedürfnisse der Abwanderer:
- Aufmerksam gemacht werden: in Berührung mit dem Buch kommen, Inspiration, Erinnerung, Leseanreize im Lebensumfeld und in öffentlichen Räumen finden.
 - Sicherheit: angesichts der Zeitknappheit den Weg zum nächsten, „richtigen“ Buch schnell finden. Wunsch nach Orientierung.
- Wertschätzung: den Buchkauf und das Lesen als Mehrwert, Belohnung erleben, Aufmerksamkeit, Ersparnis, Exklusivität erfahren.
- Entschleunigung: Entspannung und Ausgleich finden, die Fantasie anregen.
- Erlebnis: Bücher und Autoren individuell oder kollektiv erfahren, Spannung, Unterhaltung erleben.

Branchenumsatz 2017
Mit 4,30 Mrd. Euro Umsatz und einem Anteil von 47,1 Prozent am Gesamtmarkt ist der stationäre Buchhandel weiterhin der größte Vertriebsweg für Bücher. Der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent zurück. Demgegenüber stieg der Umsatz des Internet-Buchhandels, unter den auch das Online-Geschäft der stationären Händler fällt, um 1,5 Prozent. Entsprechend wuchs auch der Umsatzanteil des E-Commerce von 18,2 Prozent in 2016 auf 18,8 Prozent in 2017, das entspricht einem Gesamtumsatz von 1,71 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Das Direktgeschäft der Verlage, unter anderem mit Unternehmen und staatlichen Institutionen, lag 2017 mit 1,94 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Aufgrund des Umsatzrückgangs des Gesamtmarkts stieg der Umsatzanteil des Direktgeschäfts von 20,9 auf 21,3 Prozent.

Umsatz nach Warengruppen, Titelproduktion, Übersetzungen, Lizenzen
Der Umsatzrückgang im vergangenen Jahr betraf alle Warengruppen, mit Ausnahme des Bereichs Schule und Lernen (+0,9 Prozent). Die mit 31,9 Prozent Umsatzanteil stärkste Warengruppe, die Belletristik, lag mit einem Minus von 1 Prozent leicht unter Vorjahresniveau. Etwas mehr verloren die Warengruppen Ratgeber (minus 2,5 Prozent, Umsatzanteil: 14,3 Prozent), Kinder- und Jugendbücher (minus 2,3 Prozent, Umsatzanteil: 16,3 Prozent) und Sachbuch (minus 2,3 Prozent, Umsatzanteil: 9,9 Prozent).

Die Titelproduktion (Erstauflagen) der Verlage lag mit 72.499 Titeln nur geringfügig unter dem Vorjahr (72.820). In der Belletristik stieg die Zahl der Erstauflagen von 13.891 in 2016 auf 14.273, im Kinder- und Jugendbuch ging die Titelproduktion auf 8.752 zurück (2016: 8.961). Der Anteil der Übersetzungen an den Erstauflagen blieb nahezu unverändert bei 13,6 Prozent. Mit 9.890 übersetzten Titeln gab es 2017 acht mehr als im Vorjahr. Die wichtigsten Ausgangssprachen bleiben Englisch, Französisch und Japanisch.

Der Lizenzverkauf stieg im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent an und erreichte mit 7.856 Titeln den höchsten Stand seit 2011. Die größten Zuwächse verzeichneten prozentual die Segmente Reise (+63,6 Prozent auf 72 Lizenzen), Sachbuch (+36,5 Prozent auf 849) und Schule und Lernen (+35,8 Prozent auf 288). Die wichtigste Warengruppe bleibt mit einem Anteil von 38,7 Prozent das Kinder- und Jugendbuch, das noch einmal leicht zulegte von 2.883 Abschlüssen in 2016 auf 3.037 in 2017. Mit 1.261 Lizenzen bleibt der chinesische Sprachraum insgesamt Top-Abnehmer deutscher Rechte, allerdings ging die Zahl im zweiten Jahr in Folge zurück (2016: 1.425, 2015: 1.514).

Der E-Book-Markt
2017 gingen mehr E-Books über die virtuelle Ladentheke als im Vorjahr: Der Absatz am Publikumsbuchmarkt legte um eine Million auf 29,1 Millionen Exemplare zu. Im Schnitt legte sich jeder Käufer 8,3 E-Books in den Warenkorb, die Kaufintensität stieg damit um 12,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz von E-Books am Publikumsmarkt sank leicht um 1,4 Prozent. Das liegt zum einen daran, dass die Käufer günstigere Titel bevorzugten. Der durchschnittlich bezahlte Preis ging weiter zurück, von 2016 auf 2017 um 5,1 Prozent, und lag somit zuletzt bei 6,38 Euro. Zum anderen sank die Zahl der Käufer um 7,7 Prozent von 3,8 Millionen 2016 auf 3,5 Millionen im letzten Jahr. Der Umsatzanteil bleibt mit 4,6 Prozent auf Vorjahresniveau.

Quellen und weitere Informationen
Die Zahlen zu den Anteilen und Umsatzveränderungen der Warengruppen stammen aus dem Handelspanel von Media Control. Das Panel umfasst die Abverkäufe von 4.189 Händlern in den Vertriebswegen Sortimentsbuchhandel, E-Commerce inklusive Amazon, Bahnhofsbuchhandel, Kauf- / Warenhäuser und Nebenmärkte (Elektro- und Drogeriemärkte). Die Käuferzahlen sowie Hochrechnungen der E-Book-Absätze und -Umsätze stammen aus dem GfK Consumer Panel Media*Scope Buch mit insgesamt 25.000 Personen. Sie sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab zehn Jahren, für insgesamt 67,7 Millionen Menschen.

Die Studie „Buckäufer – quo vadis?“ wird am 12. Juni 2018 auf den Buchtagen Berlin komplett vorgestellt und für Mitglieder des Börsenvereins zum Download zur Verfügung gestellt.
Alle Zahlen und Daten des Buchmarkts werden zusammengefasst in der Publikation „Buch und Buchhandel in Zahlen 2018“, die vom Börsenverein herausgegeben und im August veröffentlicht wird.
Alle aktuellen Zahlen zum deutschen Buchmarkt sind unter www.boersenverein.de/buchmarkt2017 abrufbar.

Montag, 11. Juni 18
Bühnenverein: Ergebnisse der Jahreshauptversammlung 2018 ~ Bühnenverein verabschiedet Verhaltenskodex und beschäftigt sich mit Herausforderungen der Digitalisierung auf, vor und hinter der Bühne
Der Bühnenverein hat auf seiner diesjährigen Jahreshauptversammlung in Lübeck einen „Wertebasierten Verhaltenskodex zur Prävention von sexuellen Übergriffen und Machtmissbrauch“ verabschiedet, den die Mitgliedstheater und -orchester in ihren Häusern kommunizieren und individuell weiterentwickeln werden. „Dies ist kein Katalog, der menschliches Verhalten bis in den letzten Winkel hinein diktiert und ausleuchtet. Aber er soll die Theater und Orchester bestärken, mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern immer wieder auszuhandeln, wie man miteinander umgeht und arbeitet“, sagte Bühnenvereinspräsident Ulrich Khuon in Lübeck. Der Verhaltenskodex steht auf der Website des Bühnenvereins als Download zur Verfügung und hängt dieser Mail an.

Auch Schleswig-Holsteins Kunstministerin Karin Prien, die die Jahreshauptversammlung eröffnet hat, steht hinter der Initiative des Bühnenvereins: „Der Deutsche Bühnenverein bezieht Position. Der Bühnenverein will Machtmissbrauch und sexueller Belästigung auch im Kulturbereich den Kampf ansagen. Das ist ein wichtiges Signal“, so Ministerin Prien. „Ebenso richtig ist es, mit einer Beratungsstelle auch ein konkretes Angebot zu schaffen.“ Letzte Woche wurde ein Trägerverein gegründet, der die „THEMIS-Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt“ in der nächsten Zeit in Berlin einrichten wird. „Themis, die Göttin der Gerechtigkeit, ist eine gute Patin für eine unabhängige Beratungsstelle, die außerhalb von Theatern und Orchestern angesiedelt ist. Wir hoffen, damit alle Betroffenen zu erreichen“, sagte Marc Grandmontagne, Geschäftsführender Direktor des Bühnenvereins.

Als weiteren wesentlichen Schritt in Richtung Geschlechtergerechtigkeit beschloss der Bühnenverein, eine paritätische Besetzung aller Gruppenvorstände und Gremienpositionen in absehbarer Zeit umzusetzen. Die Modernisierung des Verbands und seiner Strukturen wird weiter vorangetrieben. Der Bühnenverein wird seine Fortbildungsaktivitäten in den Bereichen Kommunikation, Konfliktmanagement und Führung sowie Allgemeines Gleichstellungsgesetz (AGG) verstärken. Die im Bühnenverein organisierten Kulturpolitikerinnen und Kulturpolitiker aus Ländern und Kommunen wollen sich in Zukunft noch stärker vernetzen. Der Dialog und die Zusammenarbeit im Hinblick auf Qualifizierung und Weiterbildung von Führungspersonal an Theatern und Orchestern sollen intensiviert werden.

Im Hinblick auf das zweite Schwerpunktthema Digitalisierung im Theater und Orchester hat der Bühnenverein in Panels zu künstlerischer Praxis, Kommunikation, moderner Verwaltung, Bauen und Qualifizierungsfragen debattiert. Digitalisierung geht alle Arbeitsbereiche an, und zwar auf, vor und hinter der Bühne. Nicht nur die künstlerische Praxis ist davon betroffen, sondern auch Weiterentwicklungen und Synergieeffekte in allen Bereichen. „Digitalisierung kann man nicht verschlafen, sie weckt einen jeden Tag auf, aber man kann sie gestalten“, sagte die Journalistin Esther Slevogt bei der Zusammenfassung der Panels. Die digitale Vernetzung eröffnet aus Sicht des Bühnenvereins auch verstärkte Möglichkeiten des Austauschs der Häuser untereinander. Hierbei kann der Bühnenverein als Koordinator und beim Wissensmanagement eine wichtige Rolle spielen.

Die digitale Kommunikation hat darüber hinaus auch tiefgreifende Auswirkungen auf Kommunikationsprozesse. Demokratisches Selbstverständnis ist zwar durch Desinformation, stetigen Input und die damit verbundene mediale Gereiztheit gefährdet. Aber der Tübinger Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen, der die Eröffnungs-Keynote hielt, bleibt dennoch optimistisch. Er glaubt an die Fähigkeit zur Medienmündigkeit der Menschen und beschreibt, dass der intellektuelle Markt sich neu sortiert.  Gerade im digitalen Zeitalter fällt den Kunsteinrichtungen, den Theatern, dabei eine wachsende Bedeutung zu, weil sie die Wahrnehmung von Unterschieden als Qualität erachten. Pörksen schlägt vor, dass die Theater einen „Beipackzettel zum Informationsgebrauch“ entwickeln. Da durch die digitalen Instrumente jeder zum Sender wird, braucht die Gesellschaft eine neue Kultur bei der Verhandlung unterschiedlicher Positionen.

www.buehnenverein.de

Montag, 11. Juni 18
"Das Literarische Quartett" im ZDF mit Martin Schulz als Gast
Volker Weidermann lädt am Freitag, 22. Juni 2018, 23.30 Uhr, im ZDF gemeinsam mit Christine Westermann und Thea Dorn zum Gespräch über Bücher. Zu Gast beim "Literarischen Quartett" ist dieses Mal Martin Schulz (MdB), ehemaliger SPD-Vorsitzender und Kanzlerkandidat. Er ist gelernter Buchhändler und passionierter Leser. Im Rang-Foyer des Berliner Ensembles diskutieren die vier über Werke von Arthur Koestler, Francesca Melandri, George Saunders und Heinrich Steinfest.

Der österreichisch-ungarische Schriftsteller Arthur Koestler war lange Zeit Kommunist. Unter dem Eindruck der stalinistischen Schauprozesse wandte er sich 1937/38 vom Kommunismus ab. "Sonnenfinsternis" – seine Abrechnung mit dem Stalinismus und jeder Form von Totalitarismus – erschien 1940 in England und wurde ein internationaler Bestseller. Im Zentrum steht das Leben und Sterben des revolutionären Führers Nicolai Rubaschow. Das deutschsprachige Originalmanuskript galt als verschollen, bis es 2015 im Archiv der Universität Zürich wiederentdeckt wurde. Die Neuveröffentlichung gibt erstmals die Möglichkeit, den berühmten Roman so zu lesen, wie der Verfasser ihn schrieb.

In dem Familienepos "Alle, außer mir" von Francesca Melandri steht Ilaria, eine engagierte Lehrerin in Rom, im Mittelpunkt der Geschichte. Eines Tages sitzt auf dem Treppenabsatz vor ihrer Wohnung ein junger Afrikaner und behauptet: "Ich heiße Shimeta, und du bist meine Tante". Ilaria beginnt in der Vergangenheit ihres Vaters zu graben und stößt auf mehr als nur ein Familiengeheimnis. Über drei Generationen hinweg zeichnet die Bestsellerautorin ein Porträt Italiens und schlägt einen Bogen von der verdrängten Kolonialgeschichte bis zum Schicksal der heute Geflüchteten.

Bisher war George Saunders bekannt als Meister der Kurzgeschichte. Jetzt legt der amerikanische Schriftsteller seinen ersten Roman vor, für den er im vergangenen Jahr mit dem britischen Man Booker Preis ausgezeichnet wurde. "Lincoln im Bardo" spielt in einer Nacht auf einem Friedhof. Der amerikanische Präsident Abraham Lincoln kehrt zum Grab seines 11-jährigen Sohnes zurück und öffnet den Sarg, um den Sohn noch einmal in die Arme zu nehmen. Das weckt die Geister der Toten. Den Chor ihrer Erzählungen über ihre erlebten Nöte verschränkt Saunders mit zeitgenössischen Dokumenten und verbindet so die persönliche Tragödie mit der nationalen des amerikanischen Bürgerkriegs – durchaus auch als Kritik am heutigen Amerika zu lesen.

Tonia ist privilegiert. Sie wurde auf der Yacht ihrer Eltern geboren, ist mit allen Wassern gewaschen, fit, stark und schnell. Dennoch versagt sie im entscheidenden Moment und kann den Menschen, den sie am meisten liebt, nicht beschützen. Die Katastrophe wird zur Zäsur. Um sich zu bestrafen, gibt Tonia alles auf: ihr Vermögen, ihre Villa, ihre Freunde. Sie wird Büglerin und ihr Leben ein ganz anderes. "Literatur" – so der Autor Heinrich Steinfest – "ist für die Entsorgung unserer kollektiven Albträume zuständig". "Die Büglerin" beschreibt einen solchen Albtraum.

"Das Literarische "Quartett" wird im Rang-Foyer des Berliner Ensembles mit Publikum aufgezeichnet. Die nächste Sendung findet am 10. August 2018 statt.

Bücherliste:
Arthur Koestler: "Sonnenfinsternis" (Elsinor)
Francesca Melandri: "Alle, außer mir" (Wagenbach)
George Saunders: "Lincoln im Bardo" (Luchterhand)
Heinrich Steinfest: "Die Büglerin" (Piper)

https://dasliterarischequartett.zdf.de

Montag, 11. Juni 18
Long Yu und Shanghai Symphony stoßen zur Künstlerfamilie von Deutsche Grammophon
Deutsche Grammophons Exklusivvertrag mit Long Yu und dem Shanghai Symphony Orchestra bestätigt den Aufstieg von Chinas ältestem Orchester und bedeutendstem Dirigenten zu internationalen Stars

»Long Yu, eine Supermacht in Chinas aufblühender Musikszene«, Washington Post
»Es gibt keinen Zweifel an Long Yus Führungsqualitäten oder der Kraft seines musikalischen Könnens«, bachtrack.com
 
Long Yu, Chinas bedeutendster Dirigent auf internationaler Szene, und das Shanghai Symphony Orchestra (SSO) haben einen Exklusivvertrag mit Deutsche Grammophon unterzeichnet. Die neue Partnerschaft wird auf Long Yus anerkannter Arbeit als Musikdirektor des SSO aufbauen und die kraftvolle Verschmelzung von Tradition und Zukunftsdenken fördern, die das Orchester ausmacht; sie unterstreicht das Ethos des SSO: »Musik verbindet Welten«.
 
Das erste DG-Album gilt chinesischen und russischen Werken; es erscheint 2019 zum 140. Geburtstag des SSO und feiert dessen Rang als Chinas ältestes Symphonieorchester. Neben neuen Alben mit dem Orchester wird Deutsche Grammophon auch frühere Aufnahmen aus dem Katalog des SSO veröffentlichen.
 
Seit seiner Berufung vor fast zehn Jahren hat Long Yu das Shanghai Symphony Orchestra zu höchster künstlerischer Qualität geführt und dazu beigetragen, dass das Ensemble für viele Spitzenmusiker attraktiv wurde. Das SSO hat sich zum Ziel gesetzt, unter Long Yus Leitung zum besten Orchester Asiens zu werden. Unterstützt wird das Vorhaben durch die Arbeit mit herausragenden Gastdirigenten und Solisten sowie durch den Bau der Shanghai Symphony Hall, einer eigenen hochmodernen Spielstätte. Die Zusammenarbeit mit Deutsche Grammophon ist für das SSO und seinen Chefdirigenten der jüngste große Schritt in der Entwicklung des Orchesters.
 
»Shanghai ist als internationale Großstadt offen für die Welt und den kulturellen Austausch, es ist der ideale Ort, um neue Ideen auszuprobieren und nach Wegen zu suchen, das Beste aus der chinesischen und der westlichen Kultur zusammenzubringen«, erklärt Long Yu. »Deshalb ist es so aufregend für uns, Mitglied der internationalen Künstlerfamilie der Deutschen Grammophon zu werden. Wir wollen Kontakt knüpfen zu Menschen aus aller Welt. Durch unsere Aufnahmen für das gelbe Label können wir neue Hörer erreichen. Ich freue mich darauf, Werke von chinesischen Komponisten einzuspielen und sie einem internationalen Publikum nahezubringen, ebenso wie die künstlerischen Fähigkeiten, die das Shanghai Symphony Orchestra bei seinen Aufführungen des großen symphonischen Repertoires entfaltet.«
 
Das 1879 gegründete SSO hat in jüngster Zeit Brücken zwischen Ost und West gebaut, nicht zuletzt durch internationale Tourneen und seine Shanghai Orchestra Academy, ein Gemeinschaftsprojekt des Orchesters, der Musikhochschule Shanghai und der New Yorker Philharmoniker. Long Yu seinerseits kann auf eine glanzvolle Karriere im In- und Ausland blicken. 1964 geboren, studierte er zunächst an der Musikhochschule Shanghai, dann an der Hochschule der Künste in Berlin. Seine Zeit in Deutschland beeinflusste ihn in vielerlei Hinsicht. »In Berlin lernte ich die wichtigsten Dinge über das Leben«, sagt Long Yu, »nicht nur durch mein Musikstudium, sondern auch durch die unglaubliche kulturelle Szene der Stadt.« Bei seiner Rückkehr nach China in den 1990er-Jahren begann er mit den führenden Orchestern des Landes zu arbeiten, wobei seine Fähigkeiten schnell durch eine Reihe prestigeträchtiger Berufungen Anerkennung fanden.
 
Neben seiner Arbeit mit dem SSO ist Long Yu heute Künstlerischer Direktor des China Philharmonic Orchestra und des Pekinger Musikfestivals, das er 1988 gründete, Musikdirektor des Guangzhou Symphony Orchestra, Kodirektor des MISA Shanghai Summer Festival und Erster Gastdirigent des Hong Kong Philharmonic Orchestra. Als Gastdirigent arbeitet Long Yu zudem unter anderem mit den New Yorker Philharmonikern, dem Philharmonia Orchestra, Toronto Symphony Orchestra, Tonhalle-Orchester Zürich, NDR Elbphilharmonie Orchester, WDR Sinfonieorchester Köln, Royal Philharmonic Orchestra und Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia. Es ist sein besonderes Anliegen, sich weltweit für das Werk von chinesischen Komponisten der Gegenwart einzusetzen.
 
Long Yu wurden zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen zuteil: 2014 wurde er in Frankreich zum Chevalier de la Légion d’Honneur ernannt; im Jahr darauf erhielt er den chinesischen Ehrentitel »Hervorragender nationaler Literatur- und Kunstschaffender« sowie den Global Citizen Award des Atlantic Council und den Samuel Simons Sanford Award der Yale School of Music; im April 2016 wurde er zum Foreign Honorary Member der American Academy of Arts & Sciences gewählt, und im Juni des Jahres erhielt er das deutsche Bundesverdienstkreuz.
 
Dr. Clemens Trautmann, Präsident von Deutsche Grammophon, hieß Long Yu und das SSO beim gelben Label willkommen. »Ich bin begeistert von dieser neuen Partnerschaft«, sagte er. »Wir werden mit diesen hervorragenden, inspirierenden Musikern in der vitalsten klassischen Musikszene der Welt zusammenarbeiten. Die künstlerische Arbeit, die Long Yu in den letzten zehn Jahren mit dem Shanghai Symphony Orchestra geleistet hat, ist überaus bemerkenswert. Sie spiegelt sich heute in seinen hochrangigen internationalen Verpflichtungen wider und im eindrucksvollen Tourneeprogramm des Orchesters, zu dem im vergangenen Jahr das Debüt beim Lucerne Summer Festival gehörte. Die Aufnahmen werden zur weltweiten Beachtung des überragenden Könnens von Long Yu und dem Shanghai Symphony Orchestra beitragen und das schon jetzt große Ansehen von Deutsche Grammophon in China weiter fördern.«
 
Fedina Zhou, Präsidentin des Shanghai Symphony Orchestra, sagte: »Alle beim SSO sind begeistert, mit Deutsche Grammophon zusammenzuarbeiten, wir können nun Musikliebhaber in der ganzen Welt besser erreichen. Das SSO ist nicht nur das älteste Orchester Asiens, sondern gehört auch zu den lebendigsten, vielseitigsten und einfallsreichsten künstlerischen Institutionen dieser Region. Musik ist die beste Art, Menschen zusammenzuführen, und die neue Partnerschaft mit DG ermöglicht es dem SSO, immer mehr Menschen die Kraft der Musik nahezubringen.«

 

Im Zeitraum 3. bis 10. Juni 18 wurden keine News-Meldungen veröffentlicht.

Samstag, 2. Juni 18
Sony Classical Neuheiten im Juni

Aleksandra Kurzak neu bei Sony Classical
Die polnische Sopranistin Aleksandra Kurzak ist ab sofort Künstlerin bei Sony Classical. Die Sängerin ist sowohl für ihre energiegeladene Bühnenpräsenz als auch für ihre strahlende, flexible Stimme bekannt. Diese Kombination macht sie zu einer der gefragtesten Interpretinnen unserer Zeit. Kurzak hat bereits an vielen der großen Opernhäuser gesungen, darunter an dem Royal Opera House Covent Garden, der New Yorker Metropolitan Opera, der Mailänder Scala und der Wiener Staatsoper. Ihre Opernrollen umfassten u.a. Susanna (Le nozze di Figaro), Gilda (Rigoletto), Adina (L'elisir d'amore) und Lucia (Lucia di Lammermoor).
Kurzaks erstes Album für Sony Classical, das im Herbst 2018 erscheinen wird, ist ein Duett-Album mit Star-Tenor und Ehemann Roberto Alagna. Ihr erstes Solo-Album für Sony Classical erscheint 2019.

Domingo und Flórez bei WM Eröffnungsfeier
Spätestens seit dem Auftritt der Drei Tenöre in den römischen Caracallathermen 1990 gehört Klassik auch zum musikalischen Teil einer Fußballweltmeisterschaft. Am 13. Juni werden auf dem Roten Platz in Moskau die Fußballfans Plácido Domingo und Juan Diego Flórez im Rahmen einer großen Operngala unter der Leitung von Valery Gergiev auf das kommende Fußballfest einstimmen.

Neuerscheinungen Sony Classical:

Wiener Philharmoniker, Anna Netrebko, Valery Gergiev: Sommernachtskonzert 2018
Die Wiener Philharmoniker präsentieren bei ihrem berühmten Sommernachtskonzert im barocken Schlosspark von Schönbrunn ein stimmungsvolle Programm mit populären Highlights aus Oper und Ballett u.a. von Verdi, Puccini, Tschaikowsky, dirigiert von Valery Gergiev und gesungen von Anna Netrebko.

Tracklist:
Gioachino Rossini: 1. Overture to the Opera Guillaume Tell, Finale
Giuseppe Verdi:  2. Overture to the Opera La forza del destino
Giacomo Puccini:  3. Aria Vissi d’arte,vissi d‘amore from the Opera Tosca
Pietro Mascagni:  4. Intermezzo from the Opera Cavalleria rusticana
Giuseppe Verdi:  5. Triumphal Marsch from the Opera Aida
Giuseppe Verdi:  6. Ballett music from the Opera Aida
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky:  7. Neapolitan Dance from the Ballet Swanlake
Sergei Prokofjew:  8. Romeo and Juliet - Suite No. 2 op. 64b, No. 1: Montagues and Capulets
Francesco Cilea:  9. Aria Io son l’umile ancella from the Opera Adriana Lecouvreur
Giacomo Puccini:  10. Intermezzo from the Opera Manon Lescaut
Ruggero Leoncavallo:  11. Aria Stridono lassù from the Opera Pagliacci
+ Zugaben
VÖ: 15.06., CD-Nr.: 19075833992

Valery Afanassiev: Mozart
Valery Afanassiev spürt auch bei Mozarts Klaviersonaten verborgene Ebenen und bislang vernachlässigte Details auf – so erscheinen sie in einem neuen, aufregenden Licht.

Tracklist:
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
1-3 Klaviersonate Nr. 9 a-Moll K.310
4-6 Klaviersonate Nr. 10 C-Dur K.330    
7-9 Klaviersonate Nr. 11 A-Dur K.331 "Alla Turca"   
VÖ: 15.06., CD-Nr.: 88985490042

Rolf Lislevand & Concerto Stella Matutina: Nuove Invenzioni
Alte Musik, subtil, aber deutlich von Jazz behaucht: der Lautenist Lislevand mit einem jungen, exquisiten Ensemble und dem neuen Blick auf Werke von Kapsberger, Frescobaldi, Schmelzer und anderen.

Tracklist:
Pavel Josef Vejvanovsky: 1 Intrada
Georg Friedrich Händel: 2 Eternal Source of Light Divine, HWV 74
Giovanni Paolo Foscarini: 3 Pass'e mezzo e passacalli   
Florian King : 4 Zweitett   
Giovanni Paolo Foscarini: 5 Tasteggiata detta la Feretti  
Francesco da Milano / Tomasz Stanko: 6 La Spagna - Suspended Variations 
Girolamo Frescobaldi: 7 Aria di Passacaglia
Anonymus: 8 Por que llorax blanca niña?
Philipp Jakob Rittler: 9 Ciaccona   
VÖ: 15.06.
CD-Nr.: 19075827802

Joshua Bell, The Academy of St. Martin in the Fields: Scottish Fantasy
Bruchs Schottische Fantasie legt Joshua Bell erstmals in einer Einspielung vor, beim 1. Violinkonzert von Bruch ist es sein gereifter, deutlich expressiverer, zweiter Blick.

Tracklist:
Max Bruch:
1-4 Schottische Fantasie für Violine und Orchester op. 46   
5-7 Violinkonzert Nr. 1 in g-Moll op. 26  
VÖ: 22.06., CD-Nr.: 19075842002

Mario Venzago, Tapiola Sinfonietta:
Brahms - Sinfonien Nr. 1-4 / Serenaden
Für die Orchesterbesetzung dieser Aufnahme orientierte sich Dirigent Mario Venzago an der Meininger Hofkapelle, mit der Brahms seine 4. Sinfonie uraufführte. Das Ergebnis: Ein neuer, frischer Blick!

Tracklist:
Johannes Brahms
CD 1
1-4 Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73       
5-10 Serenade Nr. 1 D-Dur op. 11   
CD 2
1-4 Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68       
5-9 Serenade Nr. 2 A-Dur op. 16   
 CD 3
1-4 Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90   
5-8 Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98   
VÖ: 22.06., CD-Nr.: 19075853112

Neuerscheinungen deutsche harmonia mundi:

Lautten Compagney: Händel / Vinci - Didone Abbandonata

Pietro Metastasios Libretto von 1724 über das Schicksal der Königin Didone basiert auf Vergils „Aeneis“ und wurde von zahlreichen Komponisten vertont, darunter auch 1726 von Leonardo Vinci. Händel brachte 1737 ein Pasticcio der Oper im Londoner Theatre Royal erstmals zur Aufführung. Seine Zusammenstellung enthält neben dreizehn Arien Vincis neun populäre Arien anderer Komponisten, darunter von Giacomelli, Vivaldi und Hasse. Hier liegt diese Fassung dieses farbenreichen Pasticcios in einer  Ersteinspielung mit der Lautten Compagney Berlin vor, welche das Werk mit großem Erfolg bei den Händel Festspielen in Halle und bei den Schwetzinger Festspielen zur Erstaufführung in Deutschland brachten.

Didone abbandonata, HWV A12  
lautten compagney
Wolfgang Katschner, musikalische Leitung
Robin Johannsen, Sopran (Didone)
Olivia Vermeulen, Mezzosopran (Enea)
Antonio Giovannini, Countertenor (Jarba)
Julia Böhme, Alt (Selene)
Namwon Huh, Tenor (Araspe)
Polina Artsis, Mezzosopran (Osmida)
VÖ: 01.06., CD-Nr.: 88985415082 (2CD)

Notturna / Christopher Palameta: Forgotten chamber works with oboe from the Court of Prussia
Musik vom preußischen Hof. Graun, Janitsch und Krause schrieben faszierende Werke für die Oboe, entdeckt, bewertet und zum Leben erweckt von Christopher Palameta und seinem Ensemble Notturna.

Tracklist:
Johann Gottlieb Janitsch: 1-3 Quadro Sonate B-Dur op. 6 
Christian Gottfried Krause: 4-6 Triosonate d-Moll ICK 7   
Johann Gottlieb Graun: 7-9 Quintett a-Moll, GraunWV Av:XIV:14  
Johann Gottlieb Janitsch: 10-12 Triosonate G-Dur op. deest, 13-15 Triosonate a-Moll  IJJ 27
VÖ: 16.06., CD-Nr.: 19075821552

Neuerscheinungen RCA:
Sebastian Bohren: Bach - Sonaten & Partiten

Der junge Schweizer Geiger, der bei seinen beiden bisherigen Alben mit Reife und Gestaltungskraft aufhorchen ließ, stellt sich bei dieser Auswahl dem Gipfel der Soloviolinenliteratur!

Tracklist:
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
1-5 Partita Nr. 2 d-Moll BWV 1004   
6-9 Sonate Nr. 3 C-Dur BWV 1005     
10-15 Partita Nr. 3 E-Dur BWV 1006   
VÖ: 15.06., CD-Nr.: 19075836952

Neuerscheinungen Katalogeditionen:
Leonard Bernstein - The Pianist
Ja, er war auch Pianist. Sogar ein eminent guter. Was man nicht nur bei den Klavierkonzerten von Mozart bis Schostakowitch, sondern auch in der Liedbegleitung von u.a. Christa Ludwig, Dietrich Fischer-Dieskau und – besonders rar – Jennie Tourel hört.
u.a. mit New York Philharmonic, Juilliard String Quartet, Israel Philharmonic Orchestra, Columbia Symphony Orchestra

VÖ: 08.06. CD-Nr.: 88985483792 (11 CD; Sony Classical)

www.sonyclassical.de

Samstag, 2. Juni 18
Universal Musik Klassik Neuheiten im Juni

Martha Argerich: Prokofiev For Two
Die als eine der größten Pianistinnen aller Zeiten gefeierte Prokofiev-Interpretin Martha Argerich und der armenische Pianist Sergei Babayan kennen sich seit fast 30 Jahren und haben nun gemeinsam ein Album aufgenommen – mit Werken von Prokofjev. Es sind Babayans Transkriptionen für 2 Klaviere aus den Bühnen- u. Filmmusiken Prokofievs wie Romeo und Julia, Hamlet, Eugen Onegin, Pique Dame und Krieg und Frieden. Prokofiev for Two lebt von der Leidenschaft und Kraft einer idealen pianistischen Partnerschaft. Mit Babayan Duo zu spielen, ist für Martha Argerich »ein Stück Alchemie – eine Entdeckung«. Babayan sagt, mit Argerich zu spielen sei »wie ein Gespräch mit einem göttlichen Wesen«.

Daniel Lozakovich: J.S. Bach: Violin Concertos Nos. 1 & 2; Partita No. 2
Der 16jährige schwedische Geiger ist ein vielversprechender Neuzugang im Hause Deutsche Grammophon und bringt sein Talent auf dem Debutalbum glänzend zum Ausdruck. Weniger als hochvirtuoses Wunderkind, sondern als reflektierter Jungmusiker präsentiert sich Daniel Lozakovich mit seinem Spiel, dessen außergewöhnliche Reife, neben Presse und Publikum, bereits prominente Musiker-Kollegen wie Dirigent Valery Gergiev und Andris Nelsons überzeugt hat.
Für die erste gemeinsame Produktion hat Daniel Lozakovich zwei Violinkonzerte und die Partita Nr. 2 in d-Moll von Bach eingespielt und präsentiert sich in der transparenten Barockmusik als sensibler Virtuose mit großer musikalischer Ausdruckskraft.

Ray Chen: The Golden Age
Sein neues Album „The Golden Age“ (dt. Das Goldene Zeitalter) ist eine Hommage an die Zeit der Violinisten wie Fritz Kreisler und Jascha Heifetz, in der die Musik von Debussy, Satie, Bruch oder Gershwin neu war.
Das Album bietet Highlights dieser Komponisten: Mehrere Stücke sind mit dem ‚Quartet Made in Berlin‘ (Musiker der Berliner Philharmoniker) eingespielt. So auch der erste Track „Satiesfaction“, der nichts mit den Rolling Stones zu tun hat, sondern auf einem Klavierstück von Satie beruht. Das Video der Aufnahme des Quartetts mit Ray Chen wurde auf Anhieb 50.000 Mal bei Youtube geklickt. Wunderschön klingt auch die Bearbeitung für Geige des bekanntesten Stücks von Debussy „Clair de Lune“. Ein Album zum Genießen, mit kleinen Überraschungen und vielen Momenten zum Schmunzeln.

Günther Groissböck: Herz-Tod
Der österreichische Bassist Günther Groissböck widmet sich auf seinem Album Herz-Tod vier Liedyzyklen von Brahms, Wagner, Wolf und Mahler – begleitet von Gerold Huber am Klavier.
An dieser Aufnahme ist nicht nur besonders, dass die erstmals von einer Bassstimme eingesungenen "Wesendonck-Lieder" von Richard Wagner vorhanden sind, sondern auch der Titel Herz-Tod – Groissböck möchte mit diesem Titel auf eine Art "Bewusstseins-Reanimation für ein Organ, das doch eine viel größere seelische Bedeutung für den Menschen hat, als man ihm in unserer empirisch und wissenschaftlich geprägten Welt gemeinhin zugesteht." hinweisen.
Groissböck wird 2018 im Rahmen der Richard-Wagner-Festspiele in Parsifal und in Meistersinger von Nürnberg zu sehen sein.

Anna Netrebko: Verdi: Giovanna d'Arco
Am 15.06. erscheint Verdi's Giovanna d' Arco bei Decca sowohl auf DVD als auch auf Blu-ray. Die weltweit renommierte Opernängerin Anna Netrebko zeigt durch ihre Interpretation der Rolle einmal mehr ihre Wandelbarkeit und starke Ausdrucksfähigkeit. Die Aufnahme ist nicht nur Zeugnis einer fantasievollen Inszenierung, produziert von Moshe Leiser und Patrice Caurier, sondern sie ist vor allem auch das Debüt des Dirigenten Riccardo Chailly als musikalischer Leiter der beeindruckenden und historisch bedeutsamen Mailänder Scala - dafür wird er bereits von der Presse gefeiert: "Chailly's vision has brought Verdi home." - Financial Times
Anna Netrebko wird im Veröffentlichungszeitraum vom 17. Juni bis zum 02. Juli ist als Lady Macbeth an der Berliner Staatsoper zu sehen sein.

Max Richter: The Blue Notebooks
Limited Super Deluxe Edition
Die Deutsche Grammophon präsentiert eine erweiterte Neuausgabe von Max Richters »The Blue Notebooks« zum 15. Jahrestag des Entstehung des Werks. Richter hatte das Werk in nur drei Stunden aufgenommen. Doch das Album wurde zum Kultklassiker, dann zum Trendsetter, schließlich zum Maßstäbe setzenden Meisterwerk. Es bahnte einer ganzen Generation erfolgreicher junger Komponisten den Weg. Millionenfach wurde es auf Spotify abgerufen und selbst in der Werbung, in Fernsehsendungen und Filmen häufig genutzt. Was heute durchaus üblich ist, war seinerzeit revolutionär – Richter war mit »The Blue Notebooks« einer der Ersten, der klassische und elektronische Elemente mit Perspektiven des Post-Rock verknüpfte.

Goldmeister: Alles Gold
Ständig entstehen neue musikalische Genres, doch wenn man genau hinhört, setzt sich im Neuen immer wieder das Bewährte durch. Was liegt also näher, als verschiedene Zustände von Oldtime Jazz seit den Goldenen Zwanzigern mit dem Rap deutscher Prägung von heute zu verkuppeln? Das zumindest dachten sich Phil Ohleyer und Chris Dunker, die beiden Jungs von Goldmeister und verbinden Nummer Eins Hits von Peter Fox, den Fanta 4, Fettes Brot, Jan Delay und anderen mit fröhlichen Breitseiten von Brass, Banjo und Klavier. Die Einflüsse reichen von Rap über Oldtime Jazz bis hin zu Dixie Jazz und ergeben ein starkes Ganzes. Für jeden ihrer Songs finden Goldmeister genau das passende Vehikel, damit die Raps mit Pauken, Trompeten und Karacho über den Tanzboden schwingen.

Yannick Nézet-Séguin: The Rotterdam Philharmonic Orchestra Collection
Als Yannick Nézet-Séguin 2008 neuer Chefdirigent in Rotterdam wurde, brach für das Philharmonische Orchester, das zu den angesehensten Klangkörpern Europas zählt und in diesem Jahr sein 100. Jubiläum feiert, zweifelsohne eine goldene Ära an. Diese herausragende Zusammenarbeit, die 2018 mit der Übergabe an Lahav Shani ihr Ende findet, wird nun von Deutsche Grammophon auf sechs CDs in dieser Edition beeindruckend dokumentiert. Die allesamt bisher unveröffentlichten Live-Aufnahmen enthalten unter anderem die elektrisierenden Interpretationen von Mahlers Zehnter oder Schostakowitschs Vierter Sinfonie, die Weltersteinspielung von Mark-Anthony Turnages Klavierkonzert mit Marc-André Hamelin, sowie die bewegende wie inspirierende Einspielung von Haydens „Trauersinfonie“.

Various Artists: Piano Masters In Berlin - Great Concertos
Deutsche Grammophon ist seit je her die Heimat der großen Pianisten. Diese Edition präsentiert auf acht CDs 16 sorgfältig ausgewählte Klavierkonzerte, die allesamt in der Hauptstadt der deutschen Musikszene, in Berlin, eingespielt wurden. Begleitet von den Berliner Philharmonikern und der Staatskapelle Berlin zeigen die absoluten Großmeister der 88 Tasten Géza Anda, Martha Argerich, Daniel Barenboim, Semyon Bychkov, Emil Gilels, Katia & Marielle Labèque, Maurizio Pollini & Yundi u.a. ihr facettenreiches Können.

Münchener Bach-Chor: J.S. Bach: Cantatas
Limited Edition
Mit den unbestrittenen Referenzaufnahmen von 75 Kantaten Johann Sebastian Bachs, die Generationen von Bach-Hörern und -Interpreten geprägt haben, hat sich Karl Richter zweifellos ein eindrucksvolles, musikalisches Denkmal gesetzt. Mit seiner Kombination aus tiefem Glauben in die Luther’scher Lehren, seiner Disziplin als Chor- und Orchesterleiter sowie seinem einmaligen Gespür für sämtliche Nuancen in Bachs Werk, die er zu einem Ganzen verbindet, hebt er die Kompositionen auf eine niemals zuvor und wohl auch niemals mehr erreichte Ebene. Diese Perfektion wird nun in dieser aufwendig gestalteten, luxuriösen Edition in bisher nicht dagewesener Klangqualität abgebildet. Auf zwei Blu-Ray Audio Discs präsentieren sich die auf 24bit/192kHz remasterten Aufnahmen in atemberaubendem, audiophilen Gewand.

Anatol Ugorski: Anatol Ugorski - The Complete Recordings On Deutsche Grammophon
Erstmalig werden in dieser Edition Einspielungen des großen, russischen Pianisten Anatol Ugorski zusammengefasst. Zweifelsohne zeichnet sich Ugorski neben seinem immensen technischen Anspruch dadurch aus, dass er sich trotz seiner außergewöhnlichen Karriere nie verbogen und seine künstlerischen Glaubensgrundsätze untergraben hat. Dies bildet sich auch in seiner besonderen Vorliebe für die Komponisten des 20. Jahrhunderts wie Scriabin (Ugorskis Einspielungen seiner Sonaten werden hier erstmals international veröffentlicht) oder Messiaen ab, für dessen Interpretation Ugorski ein eigenes Farbsystem in der Partitur entwickelte.

Various Artists: Max Reger - Orchestral Edition
Deutsche Grammophon veröffentlicht mit dieser Edition auf 12 CDs die umfassendste Ausgabe zum Orchesterwerk Max Regers. Ursprünglich auf dem Label Koch-Schwann veröffentlicht, waren viele Aufnahmen lange vergriffen und sind nun erstmalig zusammengefasst wieder in dieser Box erhältlich. Regers Werk lässt sich kaum mit einer eindeutigen Richtung beschreiben. Wie sein großes Idol Bach stand Reger immer mit einem Fuß in der Vergangenheit und mit dem anderen in der Zukunft. Er war zugleich Traditionalist und Innovator, komponierte auf der einen Seite dichte Klangschichten und wusste gleichzeitig durch Subtilität und Momente der Stille zu begeistern.

Audra McDonald: Sing Happy
Decca Gold is proud to announce the forthcoming release of Sing Happy, the live performance of the New York Philharmonic’s 2018 Spring Gala starring Grammy, Emmy, and Tony Award-winner Audra McDonald, conducted by Andy Einhorn. Sing Happy features many songs that are either new to McDonald’s repertoire or have never before been recorded by her – such as “I Am What I Am” from La Cage aux Folles, “Vanilla Ice Cream” from She Loves Me, and “Children Will Listen” from Into The Woods.

Danish String Quartet: Last Leaf (Vinyl)
Allenthalben als das gegenwärtig aufregendste Streichquartett gefeiert, wirft das Danish String Quartet neue Blicke auf zeitgenössisches Komponieren und ins klassische Repertoire. Parallel dazu haben die Dänen eindrückliche Ausflüge in die Welt der nordischen Volksmusik unternommen. Ihr 2014 erschienenes Album „Wood Works“ (Dacapo Records) bescherte ihnen unter anspruchsvollen Musikliebhabern einen erstaunlichen Erfolg, den sie während ihrer weltweiten Konzertauftritte unter begeisterten Zuhörern fortführen konnten. Im Herbst 2017 setzte das Quartett sein Folk-Projekt mit dem aufwühlenden Album „Last Leaf“ bei ECM fort, das nun erstmals auch auf Vinyl erscheint.

www.deccaclassics.com/de  www.deutschegrammophon.com/de  www.universal-music.de

Samstag, 2. Juni 18
„Get Together“ gewinnt hr4-Chorwettbewerb auf dem Hessentag ~ Frauenchor aus Waldsolms hat sich im Finale durchgesetzt
Laute Jubelrufe der Sängerinnen von „Get Together“ erfüllten am Donnerstagabend den „hr-Treff“ auf dem Hessentag in Korbach, als die beiden Moderatoren Britta Wiegand (hr4) und Jens Kölker (hr-fernsehen) den Sieger des hr4-Chorwettbewerbs „Singt Euren Song“ verkündeten.
„Wir freuen uns riesig und möchten uns ganz herzlich bei allen Fans und den hr4-Hörern, die für uns angerufen haben, bedanken", sagt Chorleiterin Sabine Hadzik sichtlich ergriffen. Als Preis wartet ein exklusiver Gesangs-Workshop mit den A-cappella-Stars von „Maybebop“ auf die Sängerinnen.

Spannendes Finale
Während der Live-Show „hr4-Chorwettbewerb – das Finale“, die im hr-fernsehen, auf der hr4-Facebook-Seite und im hr4-Radioprogramm übertragen wurde, hatten die Zuschauer und Hörer die Möglichkeit, per Telefon für ihren Favoriten abzustimmen. Von den knapp 23.000 Anrufern, die am Donnerstagabend innerhalb von sechs Minuten abgestimmt hatten, gaben 44,35 Prozent ihre Stimme „Get Together“ aus Waldsolms. „Vocalive“ aus Griesheim erreichte mit 32,69 Prozent  den zweiten Platz und für den Jugendchor „Songlines“ aus Lich hatten 22,96 Prozent der Anrufer abgestimmt.

„Singt Euren Song“
Die Klasse, Leidenschaft und Vielfalt der Chöre aus ganz Hessen hatte die Jury des Chorwettbewerbs, bestehend aus den beiden hr-Moderatoren Jörg Bombach und Andrea Ballschuh sowie Sänger Jan Bürger von der A-cappella-Band „Maybebop“ bereits in der Bewerbungsphase begeistert. Aus einer Vielzahl von Bewerbungen hatte die Jury die 15 besten Chöre ausgewählt und anschließend besuchten hr4-Reporter die Chöre bei ihren Proben, um sie zu interviewen, zu fotografieren und zu filmen. Jeder Chor wurde dann einen Tag lang mit Radioporträts und Videoclips im hr4-Programm und auf hr4.de vorgestellt.

Alles in Bewegung gesetzt
Viel Lob gab es von Jurymitglied Jörg Bombach: „Die Sängerinnen von „Get together“ haben wirklich eine tolle Gesamtperformance gezeigt und alles in Bewegung gesetzt. Sie haben unglaublich viele Menschen persönlich, über Facebook und Instagram mobilisiert, für sie anzurufen, und sie haben auch die hr4-Hörer und Zuschauer des hr-fernsehens überzeugt“.

www.hr4.de

Samstag, 2. Juni 18
Bühnenverein: Brancheninitiative bringt „Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung“ auf den Weg
Gemeinsame Pressemitteilung der BKM und der Gründungsmitglieder des Vereins „Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt“:

Brancheninitiative bringt „Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung“ auf den Weg - Grütters: „Zeit des Schweigens muss vorbei sein!“

Verbände und Gewerkschaften der Film- und Fernsehbranche haben gestern gemeinsam mit Vertretungen der ProduzentInnen, Sender, Theater und Orchester in Deutschland einen Verein als Träger für eine unabhängige Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt gegründet.

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, erklärte: „Es war und ist mir ein wichtiges politisches und menschliches Anliegen, angesichts sexueller Belästigungen, Demütigungen und Gewalt in der Filmbranche, aber auch in anderen Kultursparten eine Anlaufstelle mit zu initiieren, an die Betroffene sich vertrauensvoll wenden können. Dafür habe ich neben der politischen vor allem auch finanzielle Unterstützung zugesichert. Mit der ‚Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung' haben wir nun ein breites Bündnis aus der besonders betroffenen Film-, Fernseh- und Theaterbranche aufgestellt, an dem sich aber auch Vertreter anderer Kulturzweige beteiligen können. Ich begrüße es, dass es gelungen ist, so viele Partner ins Boot zu holen, die dieses Projekt jetzt gemeinsam verwirklichen. Die Zeit des Schweigens muss vorbei sein!"

Simone Wagner, Vorstandsmitglied des Bundesverbands Schauspiel, für die beteiligten Arbeitnehmerverbände und Berufsverbände Freischaffende: „Wir freuen uns, dass sich auf unsere Initiative hin nun Sender, Produzenten und viele Verbände der Film- Fernseh- und Theaterbranche auf den Weg gemacht haben, diese dringend notwendige überbetriebliche Anlaufstelle nun tatsächlich ins Leben zu rufen. Aufarbeitung und Prävention sexueller Gewalt ist unbedingte Voraussetzung für eine angstfreie Arbeitskultur, für die gerade die Vertreter der Arbeitnehmenden und Freischaffenden stehen müssen."

Alexander Thies, Vorsitzender der Allianz Deutscher Produzenten, Ulrich Khuon, Präsident des Deutschen Bühnenvereins, und Susa Kusche, Vorstand Verband Deutscher Filmproduzenten, für die beteiligten Arbeitgeberverbände: „Die Gründung der Vertrauensstelle ist ein wichtiges Signal in unsere Branchen, denn wir sind der Überzeugung, dass eine Annahme-, Aufklärungs- und vor allem Hilfsstelle - in Ergänzung zu bereits vorhandenen Einrichtungen einiger Mitgliedsunternehmen und AuftraggeberInnen - für Betroffene einen wichtigen Beitrag leisten wird. Als Arbeitgeberverbände stehen wir dieser Stelle als Ansprechpartner zur Verfügung und werden diese in ihrer Arbeit unterstützen."

Ulrich Wilhelm, Vorsitzender der ARD, Annette Kümmel, TV-Vorstand VAUNET, und Dr. Thomas Bellut, Intendant des ZDF, für die beteiligten Sender begrüßen die neue Vertrauensstelle: „Neben den eigenen Anlaufstellen, Ombudspersonen und Beratungsangeboten in den Rundfunkanstalten wird diese branchenübergreifende Vertrauensstelle Betroffenen aus der gesamten Kreativwirtschaft eine weitere Möglichkeit bieten, ihre Anliegen in geschütztem Rahmen zu thematisieren. Die in eigener Sektion zusammengeschlossenen Sender unterstützen von Beginn an aktiv die gemeinsam mit zahlreichen Partnern der Branche entwickelten Ideen."

Barbara Rohm, Pro Quote Film Vorstand, und Heide Schwochow, Vorstand Deutsche Filmakademie, für die beteiligten Branchenverbände und -institutionen: „Dass die #Metoo-Debatte zur Zusammenarbeit so vieler BranchenvertreterInnen geführt hat, ist ein wichtiges Signal für alle Betroffenen. Jetzt gilt es die Idee eines Kulturwandels hin zu einem belästigungs- und gewaltfreien Arbeiten in die Tat umzusetzen. Diese Aufgabe wird nur mit viel Engagement und einem langen Atem umzusetzen sein. Die großen Erwartungen, die an die überbetriebliche und neutrale Beschwerdestelle gerichtet werden, dürfen nicht enttäuscht werden. In mehreren Veranstaltungen der Deutschen Filmakademie ist immer wieder zum Ausdruck gekommen, dass sich die Branche sowohl eine juristische Einordnung von Fällen sexueller Belästigung und Gewalt wünscht, als auch eine psychologische Erstbetreuung. Das ist das Wunderbare an der Vertrauensstelle: Sie wird Problemlösungen und aktive Unterstützung für Betroffene anbieten und - nicht zuletzt - Machtmissbrauch immer wieder thematisieren, um ein angstfreies Arbeitsklima zu ermöglichen."

Die Vertrauensstelle richtet sich an Betroffene sexueller Belästigung und Gewalt und ist zunächst auf den Film-, Fernseh-, Theater- und Orchesterbereich beschränkt, kann aber durch Beteiligung weiterer UnterstützerInnen und entsprechender BranchenvertreterInnen auf die gesamte Medienbranche, den Musikbereich und andere Kulturzweige ausgeweitet werden. Neben der Entgegennahme und Prüfung von Beschwerden und der Unterstützung Betroffener stehen die Aufarbeitung und Prävention sexueller Belästigung und Gewalt im Mittelpunkt.

Hintergrund ist die sogenannte #MeToo-Debatte, die eine breite Diskussion über Abhängigkeiten und Machtmissbrauch bis hin zu sexuellen Übergriffen in der Kultur- und Medienbranche angestoßen hat. Dabei ist deutlich geworden, dass insbesondere dort Handlungsbedarf besteht, wo oft nur kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse bestehen, wo viele Selbständige arbeiten und wo starke Abhängigkeitsverhältnisse z.B. durch die zentrale Bedeutung von Weiterempfehlungen existieren.

Die Vertrauensstelle soll nun zügig ihre Arbeit aufnehmen, um Betroffenen ein niedrigschwelliges und anonymes Beratungsangebot zu bieten. Die Finanzierung und weitere Ausgestaltung sind durch die Vereinsmitglieder geplant. Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, hat bereits am Beginn des Prozesses in Aussicht gestellt, in Vorleistung zu gehen und die Aufbauphase mit zunächst 100.000 Euro zu finanzieren. Dies kann jetzt umgesetzt werden. Danach ist anteilig eine weitere Förderung aus dem Etat der Kulturstaatsministerin möglich. Auch VertreterInnen der Branche haben bereits Mittel zugesagt (ARD: 40.000 Euro/p.a., Deutscher Bühnenverein: 15.000 Euro/p.a., ZDF: 15.000 Euro/p.a., VAUNET: 15.000 Euro/p.a., Deutsche Produzentenallianz: 10.000 Euro/p.a.). Außerdem werden Fördergelder bei der Filmförderungsanstalt und den Verwertungsgesellschaften der ArbeitnehmerInnen sowie auch der ArbeitgeberInnen beantragt.

Gründungsmitglieder des Vereins sind:
Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland  (ARD)
Allianz Deutscher Produzenten - Film & Fernsehen e.V.
Bundesverband Casting e.V. (BVC)
Bundesverband Regie e.V. (BVR)
Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS),
Bundesvereinigung Maskenbild e.V.
Deutsche Akademie für Fernsehen e.V.
Deutsche Filmakademie e.V.
Deutscher Bühnenverein/ Bundesverband der Theater und Orchester
InteressenVerband Synchronschauspieler e.V. (IVS)
Pro Quote Film e.V.
Verband der Agenturen für Film, Fernsehen und Theater e.V. (VdA)
Verband der Nachwuchsagenturen e.V. (VDNA)
Verband Deutscher Filmproduzenten
Verband Privater Medien e.V. (VAUNET)
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)
Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF).

Samstag, 2. Juni 18
Neue Operavison Streams im Juni
Das Juni-Programm auf OperaVision bringt die Zuschauer nach Craiova (Rumänien) über Venedig, nach Amsterdam und zurück.
 
Der Stream von Norma aus Venedig wird sicher ein Ereignis werden. Es ist eine von nur drei Aufführungen im Theater La Fenice, in der die hervorragende italienische Sopranistin Mariella Devia das letzte Mal die Titelrolle singen wird.
 
Craiova, Rumäniens sechste Stadt, ist vielleicht nicht auf Anhieb mit der Oper verbunden, aber die Stadt hat eine reiche Geschichte an Opernaufführung, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Die rumänische Oper von Craiova hat für eine Aufführung von Tosca eine schöne Besetzung zusammengestellt, darunter Joanna Parisi in der Titelrolle und Ramón Vargas als Cavaradossi.

Es gibt auch zwei Besuche in Amsterdam. OperaVision versucht, die besten neuen Opernvorstellungen von seinen Partnerunternehmen in Europa zu zeigen. Die neue Inszenierung von Les Contes D'Hoffmann aus der Niederländischen Nationaloper (unter der Leitung von Carlo Rizzi unter der Regie von Tobias Kratzer) verspricht, eine davon zu sein. Mit der 2010er Produktion von Les Troyens wird nicht nur das Meisterwerk von Berlioz gefeiert, sondern auch sein Regisseur Pierre Audi. Im Jahr 2018, nach 30 Jahren als Direktor der Niederländischen Nationaloper, wird er das Festival d'Aix-en-Provence leiten. OperaVision wird übrigens nächsten Monat ebenfalls in Aix sein.

Norma (Vincenzo Bellini), Teatro La Fenice Venice
Fr. 8. Juni 2018 (19.00 Uhr)
Mariella Devia, eine der größten Belcanto Sopranistinnen des 20. Jahrhunderts, singt ihre letzte Norma in dem Theater La Fenice.

Les Troyens (Hector Berlioz), Dutch National Opera Amsterdam
Fr. 15. Juni 2018 (19.00 Uhr)
Pierre Audi führt Regie mit der holländischen Sopranistin Eva-Maria Westbroek und den amerikanischen Tenor Bryan Hymel in einer der ambitioniertesten Opern von Berlioz.

Tosca (Giacomo Puccini), Craiova Romanian Opera
Sa. 21. Juni 2018 (19.00 Uhr)
Ein Opern-Thriller, der Liebe, Eifersucht und Erpressung vereint. Ramón Vargas singt die Rolle von Mario Cavaradossi.

Les Contes d'Hoffman (Jacques Offenbach), Dutch National Opera
Sa. 28. Juni 2018 (19.00 Uhr)
In der Oper in der sich Realität und Fantasie vermischen, erweckt der herausragende amerikanische Tenor John Osborn den Dichter Hoffmann zum Leben.

www.operavision.eu

Samstag, 2. Juni 18
Elbphilharmonie beschert Rekordzuwachs ~ 78.000 Konzertbesucher beim 3. Internationalen Musikfest Hamburg
Mit einer ausverkauften Vorstellung des Konzertabends »In War and Peace« der Mezzosopranistin Joyce DiDonato in der Elbphilharmonie und einem ebenfalls ausverkauften Recital des Pianisten Sir András Schiff in der Laeiszhalle ging am vergangenen Mittwoch, den 30. Mai 2018, das 3. Internationale Musikfest Hamburg zuende. Diesmal besuchten rund 78.000 Gäste die Konzerte. Die ersten beiden Ausgaben des Musikfests 2014 und 2016 kamen auf jeweils 35.000 Besucher.

Vom 27. April an präsentierten sich im Rahmen des Musikfests, das in diesem Jahr unter dem Motto »Utopie« stand, neben den drei großen Orchestern der Stadt sowie dem Ensemble Resonanz viele internationale Solisten und Ensembles in 62 Konzerten mit 41 unterschiedlichen Programmen. Die Veranstalter – HamburgMusik gGmbH, NDR, Philharmonisches Staatsorchester, Staatsoper Hamburg, Symphoniker Hamburg, Konzertdirektion Dr. Rudolf Goette und Hamburgische Vereinigung von Freunden der Kammermusik – freuen sich über die massive Steigerung der Zuschauerzahlen. In diesem Jahr fand das Musikfest erstmals mit über 40 Konzerten auch in beiden Sälen der Elbphilharmonie statt. Weitere Spielorte waren Kampnagel, die Hauptkirche St. Katharinen, die Laeiszhalle, der resonanzraum St. Pauli, das Mehr!-Theater am Großmarkt sowie die Zinnschmelze Barmbek.

Dreh- und Angelpunkt des Musikfests waren viel beachtete Aufführungen bedeutender Werke des deutschen Komponisten Karlheinz Stockhausen. Dazu zählten etwa »Donnerstag aus LICHT«, »Hymnen«, »Tierkreis«, »Klavierstücke I-XI« oder »Gruppen«. Zwei Live-Konzerte zu den Stummfilmen »Frau im Mond« und »Metropolis« von Fritz Lang mit den Symphonikern Hamburg bzw. dem Ensemble Modern, szenische Produktionen wie »Frankenstein« der Staatsoper Hamburg auf Kampnagel, Salvatore Sciarrinos »Lohengrin« oder halbszenisches Musiktheater wie »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« mit den Symphonikern Hamburg fanden ebenso ein begeistertes Publikum wie die Gastspiele des Kronos Quartet, des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks unter Mariss Jansons, des Orchesters und Chors der Mailänder Scala, die unter Riccardo Chailly zwei umjubelte Konzerte mit dem Verdi-Requiem gaben, oder die beiden Konzerte mit dem Philadelphia Orchestra unter seinem Chefdirigenten Yannick Nézet-Séguin. Das Ensemble stargaze unter der Leitung von André de Ridder würdigte an zwei Abenden David Bowie. Mit ihrer bewegenden Deutung der letzten Klaviersonaten von Beethoven und Schubert sorgte Elisabeth Leonskaja als Einspringerin für den erkrankten Maurizio Pollini für ein weiteres Highlight.

Glanzpunkte setzten auch die ortsansässigen Orchester. So hatte das NDR Elbphilharmonie Orchester mit drei Aufführungen von Ludwig van Beethovens Missa solemnis unter seinem scheidenden Chefdirigenten Thomas Hengelbrock das Musikfest eingeläutet. Auch der Erste Gastdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters Krzysztof Urbański lieferte mit Gustav Holsts »Planeten« und der Suite aus »Star Wars« von John Williams ein passgenaues Programm zum Festivalmotto, das zudem im Rahmen des Hafengeburtstags auch live gestreamt und auf den Vorplatz der Elbphilharmonie übertragen wurde. Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg betrachtete unter seinem Chefdirigenten Kent Nagano bei der Kombination von Renaissancemusik mit Werken Messiaens und Pärts mit dem Vokalensemble Singer Pur die Utopie unter dem Blickwinkel der Metaphysik und lieferte im weiteren Festivalverlauf ein reines Schumann-Programm. Schließlich verhalf die Neue-Musik-Sopranistin Sarah Maria Sun in der Elbphilharmonie Dieter Schnebels «Yes I will Yes», dem musikalisierten Schlussmonolog der Molly aus James Joyces »Ulysses«, wenige Tage nach dem Tod des Komponisten zu einer stürmisch gefeierten Uraufführung.

Ermöglicht wurde das Musikfest durch die Kühne Stiftung, den Förderkreis Internationales Musikfest Hamburg sowie die Stiftung Elbphilharmonie Hamburg und die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg.

Das Musikfest, bislang als Biennale konzipiert, findet von nun an im Jahresrhythmus statt. Die nächste Ausgabe steht unter dem Motto »Identität«, rückt den Komponisten György Ligeti ins Zentrum und läuft vom 27. April bis 29. Mai 2019. Das Programm wird im November veröffentlicht.

www.elbphilharmonie.de

nach oben