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Die weiteren News Oktober 17:

Donnerstag, 12. Oktober 17
Neue "Sachbuch-Bestenliste" von Deutschlandfunk Kultur, ZDF und DIE ZEIT / 30-köpfige Jury empfiehlt monatlich zehn Titel – Vorstellung zur Buchmesse am 12. Oktober 2017
Deutschlandfunk Kultur, ZDF und die Wochenzeitung DIE ZEIT rufen die neue "Sachbuch-Bestenliste" ins Leben. Eine Jury aus dreißig Kritikerinnen und Kritikern empfiehlt monatlich zehn herausragende Bücher, denen sie möglichst viele Leser wünscht. Am Donnerstag, 12. Oktober 2017, stellen Ijoma Mangold (DIE ZEIT), Daniel Fiedler (ZDF) und René Aguigah (Deutschlandfunk Kultur) die Mitglieder und die Arbeitsweise der Jury im Rahmen der Buchmesse vor.

Die Sachbuch-Bestenliste erscheint künftig elf Mal im Jahr, im August geht die Jury für einen Monat in Sommerpause. Die zehn Buchempfehlungen werden im Programm von Deutschlandfunk Kultur, in der Printausgabe der ZEIT sowie in den Sendungen "aspekte" im ZDF und "Kulturzeit" in 3sat vorgestellt und sind online abrufbar. Erklärtes Ziel ist die Darstellung der ganzen Bandbreite des Sachbuchs – alles jenseits von Belletristik, von der Biografie über die wissenschaftliche Monografie bis zum populären Ratgeber darf nominiert werden. Empfohlen werden deutschsprachige oder ins Deutsche übersetzte Bücher.

"Die neue Bestenliste soll zum Lesen von Sachbüchern einladen, weil wir überzeugt sind, dass sie unser Leben und unsere Zeit verständlicher machen und unsere Debatten vertiefen können", so Anne Reidt, Leiterin der ZDF-Hauptredaktion Kultur. Hans Dieter Heimendahl, Programmchef von Deutschlandfunk Kultur, ergänzt: "Jeden Monat erscheint eine überwältigende Zahl neuer Sachbücher. Wir wollen mit der Bestenliste Orientierungshilfe anbieten und setzen dabei auf anerkannte Fachleute, die uns an ihren Lese-Entdeckungen teilhaben lassen." Ijoma Mangold, Leitung Literatur bei der Wochenzeitung DIE ZEIT, betont: "Der Horizont des Sachbuchs ist so weit wie der Horizont der Welt. Deshalb wollten wir in einer großen Jury möglichst viele verschiedene Weltzugänge und Weltneugierden versammeln."

Die Titel werden durch eine 30-köpfige Jury bestimmt, jeweils sechs Juroren der Kooperationspartner Deutschlandfunk Kultur, ZDF und DIE ZEIT und weitere zwölf Experten von weiteren Medienhäusern und Institutionen. Bei der Auswahl setzt das Gremium auf klare und verbindliche Regeln: Die Juroren vergeben 15, 10, 6 und 3 Punkte an die jeweils vier Bücher, denen sie eine breite Leserschaft wünschen. Punkte können nicht auf ein einziges Buch akkumuliert werden. Jeder Titel darf höchstens drei Mal auf der Bestenliste erscheinen. Der Erscheinungstermin darf dabei nicht länger als ein Jahr zurückliegen, Bücher von Jurymitgliedern sind ausgeschlossen.

Vorstellung der "Sachbuch-Bestenliste" zur Frankfurter Buchmesse:
12. Oktober, 15.00 Uhr, am Stand von DIE ZEIT (Halle 3.1, D13), 16.45 Uhr, am Stand von Deutschlandfunk Kultur (Halle 3.1, J37)

Jury der "Sachbuch-Bestenliste":
(29 von 30 Mitgliedern, eine Benennung noch offen)

René Aguigah (Deutschlandfunk Kultur)
Peter Arens (ZDF)
Susanne Billig (Deutschlandfunk Kultur)
Ralf Bollmann (FAS)
Stefan Brauburger (ZDF)
Alexander Cammann (DIE ZEIT)
Gregor Dotzauer (Tagesspiegel)
Heike Faller (DIE ZEIT)
Daniel Fiedler (ZDF)
Svenja Flaßpöhler (Deutschlandfunk Kultur)
Jenny Friedrich-Freska (Kulturaustausch)
Manuel Hartung (DIE ZEIT)
Thorsten Jantschek (Deutschlandfunk Kultur)
Ekkehard Knörer (Merkur)
Inge Kutter (DIE ZEIT)
Hannah Lühmann (Die Welt)
Ijoma Mangold (DIE ZEIT)
Tania Martini (taz)
Christoph Möllers (HU Berlin)
Jutta Person (freie Literaturkritikerin)
Bettina von Pfeil (ZDF)
Christian Rabe (Süddeutsche Zeitung)
Christian Rabhansel (Deutschlandfunk Kultur)
Anne Reidt (ZDF)
Anna Riek (ZDF)
Stephan Schlak (Zeitschrift für Ideengeschichte)
Hilal Sezgin (freie Autorin)
Elisabeth von Thadden (Die ZEIT)
Julia Voss (Leuphana Universität Lüneburg)

www.buchmesse.zdf.de 

Donnerstag, 12. Oktober 17
Kalenderpreis: Experten-Jury zeichnet die sechs Kalender des Jahres aus
Zum Start der Frankfurter Buchmesse hat die Interessengemeinschaft (IG) Kalender gestern die besten Kalender für das Jahr 2018 vorgestellt: Aus insgesamt 210 Einreichungen von 40 Verlagen hatte eine Experten-Jury im September 18 Titel für die Shortlist nominiert. Daraus wählte die Jury nun die Siegertitel in sechs Kategorien.

Die besten Kalender nach Kategorien:
- Beste Ausstattung: PhotoCircle: Mood 2018 (DuMont)
- Bestes Fotokonzept: Wildes Afrika 2018 (Weingarten)
- Bestes Grafikkonzept: City Maps 2018 (Ackermann)
- Bestes inhaltliches Konzept: Bienen 2018 (DuMont)
- Beste innovative Idee: Kunst 2.0 2018 (Ackermann)
- Bester Kalender mit Nutzwertkalendarium: Mama AG 2018. Familienplaner-Buch (Heye)

Alle für den Preis eingereichten Titel sind während der Frankfurter Buchmesse in der Kalendergalerie (Via Halle 3) zu sehen. Die Gewinner-Titel sind mit einem Aufkleber „Kalenderpreis der Frankfurter Buchmesse 2017“ gekennzeichnet, den die Verlage der Sieger auch für den Handel nutzen können. Unabhängig vom Kalenderpreis der Experten-Jury wird von der IG Kalender auch in diesem Jahr wieder ein Publikumspreis vergeben, bei dem Besucher der Kalendergalerie bis zum 15. Oktober per Stimmkarte ihren Favoriten wählen können. Jeder, der eine Stimmkarte abgibt, erhält einen eigens für die Kalendergalerie gestalteten Lesezeichenkalender. Unter allen Teilnehmern werden zudem 25 Kalender verlost. Die Auszeichnungen sind nicht dotiert.

Eine illustrierte Übersicht aller eingereichten Kalender, die im Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) gelistet sind, sowie der Sieger-Titel in den sechs Preiskategorien bietet das Titelinformationssystem VLB-TIX in jeweils eigenen digitalen Vorschauen unter: www.vlbtix.de/kalenderpreis2017.

Das Fachmagazin Börsenblatt und das Kundenmagazin Buchjournal sind Medienpartner des Preises.

 

Mittwoch, 11. Oktober 17
ECHO KLASSIK 2017: Brigitte Fassbaender erhält den Preis für ihr Lebenswerk
Würdigung der Künstlerin als Persönlichkeit, die das Erbe der Klassischen Musik über Jahrzehnte bewahrt und maßgeblich weiterentwickelt hat.
Verleihung am 29. Oktober in der Hamburger Elbphilharmonie. Moderator ist Thomas Gottschalk.
„Best of Klassik 2017“ mit allen ECHO KLASSIK-Preisträgern erscheint am 13. Oktober.
Tickets an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Der ECHO KLASSIK in der Kategorie „Lebenswerk“ geht in diesem Jahr an Brigitte Fassbaender. Die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), ehrt die Sängerin, Regisseurin, Autorin und Pädagogin als eine der vielfältigsten und zugleich bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten unserer Zeit. Brigitte Fassbaender wird den ECHO KLASSIK am Sonntag, den 29. Oktober, im Rahmen der Gala in der Hamburger Elbphilharmonie persönlich entgegennehmen. Das ZDF überträgt die von Thomas Gottschalk moderierte Verleihung am gleichen Abend ab 22:00 Uhr. Tickets sind unter www.eventim.de und an allen bekannten Vorverkaufsverstellen erhältlich.


Brigitte Fassbaender
© Marc Gilsdorf

„Brigitte Fassbaender hat Generationen von Sängerinnen und Sängern geprägt und gehört definitiv zu den herausragenden Protagonisten der Klassischen Musik, die deren Erbe über Jahrzehnte gleichzeitig bewahrt und maßgeblich weiterentwickelt haben“, so der Geschäftsführer des BVMI, Dr. Florian Drücke. „Als Sängerin hat sie die internationale Opernszene im deutschen, italienischen wie französischen Repertoire über Jahrzehnte geprägt. Dass sie nach ihrem Abschied von der Bühne auch als Regisseurin, Intendantin, Festival-Leiterin und Pädagogin Maßstäbe setzen und große Erfolge feiern konnte und kann, zeugt von ihrer kreativen Kraft und der Bereitschaft, diszipliniert und konsequent immer wieder auch neue Wege zu gehen.“

Brigitte Fassbaender, geboren am 3. Juli 1939 in Berlin, erhielt ihre Ausbildung zur Mezzosopranistin zunächst von ihrem Vater, dem Bariton und Kammersänger Willi Domgraf-Fassbaender. Von 1958 bis 1961 studierte sie am Konservatorium in Nürnberg, bereits ab 1961 gehörte sie zum Ensemble der Bayerischen Staatsoper in München. Darüber hinaus sang sie an den bedeutendsten Opernhäusern der Welt, u.a. an der Mailänder Scala, der Metropolitan Opera in New York, der Wiener Staatsoper und der Opéra National de Paris.

Ihre Operninterpretationen zeichneten sich durch eine einmalige Verbindung von außergewöhnlicher gesanglicher Qualität und schauspielerischer Durchdringung ihrer Rollen aus. Auch als Konzert- und Liedsängerin setzte sie nachhaltige Akzente. Als erste Frau überhaupt nahm sie die großen Liederzyklen von Franz Schubert für die Schallplatte auf. Insgesamt war sie an mehr als 250 CD- und Schallplattenproduktionen beteiligt.

Seit ihrem Rückzug als aktive Sängerin 1994 ist Fassbaender als Regisseurin für Musik- und Sprechtheater tätig. Sie arbeitete als Intendantin und Operndirektorin in Deutschland und Österreich. Von 2009 bis zum Sommer dieses Jahres war sie künstlerische Leiterin des Richard-Strauss-Festivals von Garmisch-Partenkirchen.

Eine Übersicht über alle Preisträger gibt es auf www.echoklassik.de .

Mittwoch, 11. Oktober 17
Kurzfilm zu PETER GRIMES im Internetauftritt der Oper Frankfurt freigeschaltet
Der Kurzfilm von Thiemo Hehl zur Neuinszenierung von Benjamin Brittens Peter Grimes (Musikalische Leitung: Sebastian Weigle; Regie: Keith Warner) im Internetauftritt der Oper Frankfurt ist freigeschaltet: www.oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=148  .

Mittwoch, 11. Oktober 17
Heinrich Riethmüller: „Das ist die Stunde der Buchbranche“
Eröffnung der Frankfurter Buchmesse 2017 / Verlage und Buchhandlungen gestalten Gesellschaft maßgeblich mit / Branche nutzt erfolgreich analoge und digitale Kanäle / Appell an neue Bundesregierung: Unabhängige und vielfältige Verlagslandschaft fördern

Die Rolle der Buchbranche für eine freie, demokratische Gesellschaft stellte Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, gestern auf der Pressekonferenz in den Mittelpunkt seiner Begrüßung zur Frankfurter Buchmesse 2017. Angesichts zunehmender gesellschaftlicher Spannungen, politischer Verunsicherung und Fake-News seien Verlage und Buchhandlungen Garanten für Verständigung, gesicherte Informationen und Meinungsvielfalt. „Das ist die Stunde der Buchbranche. In unruhigen Zeiten fördern Verlage und Buchhandlungen Dialog, verlässliche Information und Meinungsbildung. Sie stoßen gesellschaftliche Debatten an, stehen für Pluralität und den Austausch von Meinungen“, sagte Riethmüller.

Die Branche sehe es als Aufgabe und Pflicht an, ihren gesellschaftlichen Auftrag wahrzunehmen. Dafür setze sie sich intensiv mit neuen Wegen auseinander, Inhalte und Wissen zu den Menschen zu bringen. Trotz erheblicher Medienkonkurrenz konnte die Branche ihren Umsatz in den letzten zehn Jahren auf gleichbleibend hohem Niveau halten, so Riethmüller. „Die Branche ist lebendig und innovationsfreudig. Verlage und Buchhandlungen gestalten die digitale Entwicklung aktiv mit. Über zwei Drittel der Buchhandlungen verkaufen Bücher mittlerweile online. Verlage arbeiten intensiv an digitalen Produkten, die das Printangebot ergänzen oder erweitern.“ Nach einem Umsatzplus im Gesamtjahr 2016 liege der Markt 2017 einschließlich September mit –1 Prozent leicht unter dem Vorjahr. Allerdings erwarte die Branche ein gutes Herbst- und Weihnachtsgeschäft mit starken Bestsellern.

Mehr Unterstützung für die Branche forderte Riethmüller von der Politik. Hier richtete er eine klare Aufforderung an die nächste Bundesregierung: „Mit den jüngsten Entwicklungen im Urheberrecht haben wir eine neue Dimension erreicht. Alle Änderungen der letzten Monate gehen zulasten der Verlage und damit von Qualität und Vielfalt. Wir fordern von der neuen Bundesregierung, sich dringend dafür einzusetzen, die Rahmenbedingungen für eine unabhängige, lebendige und vielfältige Verlagslandschaft zu verbessern.“

Eine grundlegende Gefahr für die Buchbranche und ihren gesellschaftlichen Auftrag seien Einschränkungen der Meinungsfreiheit weltweit. „In vielen Teilen der Welt werden Medien- und Kulturschaffende von Despoten drangsaliert, inhaftiert und mit dem Leben bedroht. Die Freiheit des Wortes ist ein Menschenrecht und die Grundlage einer freien, demokratischen Gesellschaft. Die Politik darf sie nicht zum Verhandlungsgegenstand machen. Auch in Deutschland gilt es, eine offene Diskussions- und Debattenkultur zu fördern. Ohne Meinungsfreiheit keine Bücher – und ohne Bücher keine Meinungsvielfalt“, sagte Riethmüller.

Im Vorfeld der Buchmesse hatte der Börsenverein 29 Jugendliche aus Deutschland und dem Ehrengastland Frankreich zum Jugendcamp „Du hast das Wort! Tu as la parole!“ eingeladen. Eine Woche lang beschäftigten sich die Jugendlichen auf dem mediacampus frankfurt in Workshops und Exkursionen mit Meinungsfreiheit und Demokratie. Sie erstellten einen Kurzfilm, der bei der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse am Abend Premiere feiert.

Frankfurter Buchmesse 2017

Meinungsfreiheit und Diskussionskultur: Umfangreiches Veranstaltungsprogramm unter www.wort-und-freiheit.de/fbm17,
u.a. folgende Podiumsdiskussionen:

Meinungsfreiheit und Diskussionskultur bei Jugendlichen in Europa
Mittwoch, 11.10. | 13–14 Uhr | Azubistro, Halle 4.1 D 72

Grenzen der Toleranz: Wieviel Meinungsvielfalt halten wir aus?
Mittwoch, 11.10. | 17–18 Uhr | SZ-Stand, Halle 3.0 C 119

Bücher gegen die Zensur: Autoren und Verleger diskutieren
Freitag, 13.10. | 17–18 Uhr | Forum Börsenverein, Halle 3.1 H 85

PREISVERLEIHUNG | CONTENTshift – Wer wird das Content-Start-up des Jahres?
Donnerstag, 12.10. | 10.30–12.30 Uhr | THE ARTS+ RUNWAY, Halle 4.1 P 53

www.buchmesse.de

Mittwoch, 11. Oktober 17
Kritikerumfragen würdigen Leistungen am Staatstheater Darmstadt
(lifePR) - Alljährlich veröffentlichen die Fachmagazine der Branche in ihren Jahrbüchern Kritikerumfragen zur vergangenen Theatersaison. Das Staatstheater Darmstadt darf sich auch diesmal über viele Nominierungen im Rückblick auf die Saison 2016|2017 freuen:

Das Staatsorchester Darmstadt freut sich über eine Erwähnung seiner besonderen Entwicklung der letzten Jahre unter Generalmusikdirektor Will Humburg im Jahrbuch der Fachzeitschrift „Opernwelt“.
Will Humburg erhält darüber hinaus zwei Nennungen zum besten Dirigenten für seine Arbeit bei Janáčeks JENUFA und Wagners TANNHÄUSER in Darmstadt sowie für seine Gastdirigate: Verdis „Attila“ in Bonn und seinen „Falstaff“ in Köln“.

In der Umfrage der „deutschen bühne“ erhalten Bärbl Hohmann und Karsten Wiegand eine Nominierung für ihren „herausragenden Beitrag zur zeitgemäßen Entwicklung von Bühne, Raumsituation und Kostüm“ in SOUTH POLE, das am 27.05.2017 am Staatstheater Darmstadt seine Premiere feierte.

In der Umfrage des Jahrbuchs von „theater heute“ wurde Jennifer Hörr als beste Nachwuchskünstlerin für Bühne und Kostüme in Ibsens DIE WILDENTE am Staatstheater Darmstadt einmal nominiert.
Außerdem erhält Elfriede Jelineks WUT, das 2016 vom Staatstheater Darmstadt als drittes deutschsprachiges Theater zur Aufführung gebracht wurde, zwei Nominierungen sowie Thomas Melles Werk ÄNNIE eine Nominierung zum besten deutschsprachigen Stück.
Das Ausstatterinnen-Team Joki Tewes und Jana Findeklee, die in der letzten Spielzeit mit Jack Londons RUF DER WILDNIS am Staatstheater Darmstadt zu sehen waren, sind für ihre herausragende Arbeit in den Bereichen Bühnenbild und Kostüm nominiert worden, u.a. für ihre Ausstattung in Gogols „Tote Seelen“ am Schauspiel Stuttgart und in Schillers „Wilhelm Tell“ am Theater Basel.

Das Jahrbuch 2017 der Zeitschrift „Tanz“ nennt einmal Tim Plegge als Choreograf des Jahres für sein Handlungsballett SOMMERNACHTSTRAUM und Miyuki Shimizu als Tänzerin des Jahres für ihre Helena im SOMMERNACHTSTRAUM.
Das Hessische Staatsballett freut sich über eine Erwähnung als Kompanie des Jahres – für die „Gesamtkonstruktion aus Ballett, Zeitgenössisch, Repertoire und Freier Szene“ – sowie Damien Jalet über seine Nominierung als Choreograf des Jahres für die Produktion THR(O)UGH mit dem Hessischen Staatsballett am Staatstheater Darmstadt. Für seine Arbeit THR(O)UGH, die auch als Aufführung des Jahres genannt wird, ist Damien Jalet für den Theaterpreis FAUST nominiert.

www.staatstheater-darmstadt.de

Mittwoch, 11. Oktober 17
Künstlerischer Ausschuss des Deutschen Bühnenvereins tagte in Schwerin - Entwicklung der Kunstform Oper und politische Lage in Mecklenburg-Vorpommern standen im Mittelpunkt
Im Rahmen seiner Tagung am 8. und 9. Oktober 2017 in Schwerin sprach der Ausschuss für künstlerische Fragen des Deutschen Bühnenvereins u.a. über die aktuelle politische Situation in Mecklenburg-Vorpommern und Deutschland sowie über die generelle Situation der Oper. Zudem fand am Abend des 8. Oktober 2017 in den Räumlichkeiten des Staatstheaters Mecklenburg-Vorpommern unter dem Titel „Träumen mit hellwacher Vernunft“ eine Podiumsdiskussion zur Rolle des Theaters in der heutigen Zeit statt.

Im Zentrum der Sitzung stand der Austausch über die Oper zwischen Konvention und Innovation. Oft als museal und rückwärtsgewandt kritisiert, wurde in der Debatte deutlich, dass sich die Oper nicht nur an den großen Opernhäusern, sondern gerade an Mehrspartenhäusern im Aufbruch befindet. Von der Erweiterung des Kernrepertoires über die Präsentation neuer Formen bis zur Öffnung der Oper in die Stadtgesellschaft hinein, können die innovativen Ansätze die Entwicklung der Oper nachhaltig beeinflussen und neue Publikumsschichten ansprechen.

Vortragende im Ausschuss waren u.a. der Bremer Generalintendant Prof. Michael Börgerding, der Opernintendant der Stadt Halle Florian Lutz sowie der Direktor des NRW-Kultursekretariats Dr. Christian Esch. Holger Schultze, Intendant des Theaters und Orchesters Heidelberg und Vorsitzender des Ausschusses, verwies dabei auf die Bedeutung der Ensemblearbeit bei innovativen Opernformaten: „Jede Innovation erfordert enge konzeptionelle Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten. Bei besonderen Opernformaten ist es wichtiger denn je, das Ensembletheater ins Zentrum unserer Arbeit zu stellen“.

Debattiert wurden auch die strukturellen Veränderungen in der Theater- und Orchesterlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns sowie die Planungen zum Staatstheater Nordost. Geplant ist voraussichtlich im nächsten Jahr eine Zusammenführung der Standorte Neubrandenburg/Neustrelitz sowie Greifswald/Stralsund unter einem gemeinsamen Dach unter gesellschaftsrechtlicher und finanzieller Beteiligung des Landes. Beabsichtigt ist auch, im neuen Staatstheater Nordost mittels eines mehrjährigen Fahrplans wieder zu einer Vergütung gemäß den geltenden Flächentarifverträgen zurückzukehren. Alle Beteiligten äußerten Verständnis für die schwierige Situation, in der sich die Theaterstandorte angesichts der demografischen Entwicklung befinden: „Das Engagement des Landes verdient unter diesen Bedingungen Anerkennung und kritisch-konstruktive Begleitung“, sagte Marc Grandmontagne, der Geschäftsführende Direktor des Deutschen Bühnenvereins. „Wichtig ist, jetzt die Chance zu nutzen, tragfähige Strukturen zu entwickeln, die auch in 10 bis 20 Jahren noch zukunftsfähig sind. Dazu gehört auch, für zusätzliche Aufgaben die notwendigen Mittel einzuplanen, um zu verhindern, dass Veränderungen zulasten des künstlerischen Budgets gehen.“

www.buehnenverein.de

Dienstag, 10. Oktober 17
Robert Menasse erhält den Deutschen Buchpreis 2017 für seinen Roman „Die Hauptstadt“ ~ Börsenverein zeichnet den deutschsprachigen Roman des Jahres aus / Preisverleihung im Frankfurter Römer vor 300 Gästen
Der Gewinner des Deutschen Buchpreises 2017 ist Robert Menasse. Er erhält die Auszeichnung für seinen Roman „Die Hauptstadt“ (Suhrkamp).

Die Begründung der Jury:
„Das Humane ist immer erstrebenswert, niemals zuverlässig gegeben: Dass dies auch auf die Europäische Union zutrifft, das zeigt Robert Menasse mit seinem Roman ‚Die Hauptstadt‘ auf eindringliche Weise. Dramaturgisch gekonnt gräbt er leichthändig in den Tiefenschichten jener Welt, die wir die unsere nennen. Und macht unter anderem unmissverständlich klar: Die Ökonomie allein, sie wird uns keine friedliche Zukunft sichern können. Die, die dieses Friedensprojekt Europa unterhöhlen, sie sitzen unter uns – ‚die anderen‘, das sind nicht selten wir selbst. Mit ‚Die Hauptstadt‘ ist der Anspruch verwirklicht, den Robert Menasse an sich selbst gestellt hat: Zeitgenossenschaft ist darin literarisch so realisiert, dass sich Zeitgenossen im Werk wiedererkennen und Nachgeborene diese Zeit besser verstehen werden.“
 
Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2017 gehören an: Silke Behl (Radio Bremen), Mara Delius (Die Welt), Christian Dunker (autorenbuchhandlung berlin), Katja Gasser (Österreichischer Rundfunk), Maria Gazzetti (Casa di Goethe, Rom), Tobias Lehmkuhl (freier Kritiker, Berlin) und Lothar Schröder (Rheinische Post).
 
„Wie schaffen wir es in der heutigen Zeit, Menschen mit Büchern zu erreichen? Indem wir Literatur über eine Vielzahl an Kanälen ins Gespräch bringen. Den Austausch über Literatur zu fördern, Debatten und Gespräche anzuregen, das ist der Grundgedanke des Deutschen Buchpreises. Seit dreizehn Jahren macht er erfolgreich aktuelle Romane zum Thema“, sagte Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, heute bei der Preisverleihung.
 
Für die Auszeichnung waren außerdem nominiert: Gerhard Falkner (Romeo oder Julia, Berlin Verlag), Franzobel (Das Floß der Medusa, Paul Zsolnay), Thomas Lehr (Schlafende Sonne, Carl Hanser), Marion Poschmann (Die Kieferninseln, Suhrkamp) und Sasha Marianna Salzmann (Außer sich, Suhrkamp).
 
Robert Menasse erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro. Der Preisträger wurde in mehreren Auswahlstufen ermittelt. Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 200 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2016 und dem 12. September 2017 erschienen sind. Aus diesen Romanen wurde eine 20 Titel umfassende Longlist zusammengestellt. Daraus haben die Jurorinnen und Juroren sechs Titel für die Shortlist gewählt.
 
Mit dem Deutschen Buchpreis 2017 zeichnet die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.
 
Unter www.deutscher-buchpreis-blog.de veröffentlichen die „Buchpreisblogger“ Rezensionen zu allen Titeln der Longlist sowie Hintergrundinformationen und kritische Debattenbeiträge. Mehr ist auf der Facebook-Seite des Deutschen Buchpreises und unter dem Hashtag #dbp17 zu finden.
 
Exklusive englische Übersetzungen von Leseproben der sechs Shortlist-Titel sowie ein englischsprachiges Dossier stehen unter www.new-books-in-german.com bereit.
 
Weitere Informationen und Termine des Preisträgers rund um die Frankfurter Buchmesse können abgerufen werden unter www.deutscher-buchpreis.de.

Dienstag, 10. Oktober 17
»Die Große Sünderin« feiert Premiere an der Musikalischen Komödie Leipzig
 (lifePR) - TAGS BÜSSERIN, NACHTS SÜNDERIN… Operettenpremiere: »Die Große Sünderin« an der Musikalischen Komödie Leipzig
Mit Eduard Künnekes »Die Große Sünderin« in der Regie von Alexandra Frankmann feiert die Musikalische Komödie am Samstag, 14. Oktober, 19 Uhr ihre erste Premiere der neuen Saison. Die Produktion setzt nach dem großen Erfolg der »Prinzessin Nofretete« die Reihe der Operettenausgrabungen an der Musikalischen Komödie fort.

Künneke, der heute in erster Linie für seine Operette »Der Vetter aus Dingsda« berühmt ist, gilt als einer der originellsten Operettenkomponisten seiner Zeit. Am Silvesterabend 1935 an der Berliner Staatsoper Unter den Linden uraufgeführt, lässt »Die Große Sünderin« im Hinblick auf ihre musikalische Opulenz wie auch den Anspruch an die Gesangspartien den Vergleich mit der Oper zu. Insbesondere »Das Lied vom Leben des Schrenk« stellt höchste stimmliche Anforderungen an Tenor Adam Sanchez als Reitoberst von Schrenk.

Inhaltlich weist die Operette durchaus Ähnlichkeiten zu Franz Lehárs » Lustiger Witwe« auf: Die jung verwitwete Herzogin Sibylla (Lilli Wünscher) bewegt sich selbstbewusst zwischen Büßerkleid und Reifrock, zwischen einsamer Klause und dem für rauschende Feste erbauten Lustschloss Bonbonniere, stets unter der strengen Beaufsichtigung ihrer Oberhofmeisterin Arabella (Angela Mehling), genannt die »Tugendwache«. Der große Abenteurer und Frauenheld Reiteroberst von Schrenk erobert das Herz Sibyllas im Sturm. Nach allerlei Intrigen, Verwechslungen und Verwicklungen rund um ein indisches Seidentuch winkt der lebenslustigen Witwe wie auch ihrer Freifrau Jakobe (Mirjam Neururer) schließlich ein Happy End. Die Kompetenzrangeleien zwischen Oberhofmeisterin Arabella und Oberhofmarschall Dagobert sowie die drei vertrottelten Bewerber, die Sibylla nachstellen, sorgen abendfüllend für Klamauk.

Regisseurin Alexandra Frankmann kommt sozusagen aus der Herzkammer der österreichischen Operette, aus der Stadt Baden bei Wien, wo sie bereits vielfach inszenierte. Sie wirft einen frischen und frechen Blick auf die im wahrsten Sinne des Wortes aufgeblasene Welt des Barock. Florian Parbs, der bereits 2006/2007 für die Musikalische Komödie das Bühnenbild zu Offenbachs »Blaubart« gestaltete, entwirft dafür eine passende Kulisse. Die farbenfrohen Kostüme stammen von Rebecca Magdalena Zimlich. Die musikalische Leitung des Abends liegt in den Händen des Chefdirigenten der Musikalischen Komödie, Stefan Klingele.

Karten für die Premiere und die Aufführungen am 15., 17. & 31. Oktober, 4., 5., 18. & 19. November, 12. & 27. Dezember 2017 sowie am  10. & 11. Februar 2018 gibt es an der Kasse im Opernhaus, unter Tel: 0341 – 12 61 261 (Mo – Sa 10:00 – 19:00 Uhr), per E-Mail: service@oper-leipzig.de oder im Internet unter www.oper-leipzig.de.

Dienstag, 10. Oktober 17
Der Paula Salomon-Lindberg-Wettbewerb bringt junge Gesangstalente und ihre Pianistinnen und Pianisten nach Berlin
Vom 11. bis zum 14. Oktober 2017 bringt der diesjährige Paula Salomon-Lindberg-Wettbewerb „Das Lied“ Gesangstalente und ihre Pianistinnen und Pianisten aus ganz Europa und Israel nach Berlin. Studierende an Musikhochschulen und vergleichbaren Instituten haben die Gelegenheit, sich einer internationalen Jury zu stellen. Insgesamt werden vier Preise vergeben.

Ausgetragen seit 1989, gedenkt der Wettbewerb der Sängerin, Gesangprofessorin und Widerstandskämpferin Paula Salomon-Lindberg, die an der Hochschule für Musik Berlin studierte, einer der Vorgängerinstitutionen der UdK Berlin. Ganz im Sinne von Paula Salomon-Lindberg begegnen sich bei diesem Lied-Wettbewerb junge Menschen aller Nationalitäten und Religionen und haben die Möglichkeit, einander intensiv kennen zu lernen, von einander zu lernen und sich gegenseitig zu inspirieren.

Der Wettbewerb ist öffentlich und wird im Konzertsaal der UdK Berlin durchgeführt.
Das Preisträgerkonzert findet am Samstag, den 14. Oktober 2017 um 20 Uhr im Konzertsaal der UdK Berlin, Hardenbergstraße 33, Berlin-Charlottenburg, statt.

www.udk-berlin.de
www.facebook.com/udkberlin
www.instagram.com/udkberlin

Montag, 9. Oktober 17
Die Live-Streams der Saison 2017/18 auf STAATSOPER.TV
Auch in dieser Saison bietet die Bayerische Staatsoper München Neuproduktionen als kostenlose Live-Streams auf STAATSOPER.TV an. Das sind die anstehenden Übertragungstermine der Saison 2017/18:
 
Le nozze di Figaro (Mozart): 28. Oktober 2017, 18.00 Uhr
Musikalische Leitung: Constantinos Carydis, Produktion: Christof Loy
Mit: Christian Gerhaher, Federica Lombardi, Alex Esposito, Anne Sofie von Otter, Olga Kulchynska
 
Il trittico (Puccini): 23. Dezember 2017, 19.00 Uhr
Musikalische Leitung: Kirill Petrenko, Produktion: Lotte de Beer
Mit: Wolfgang Koch, Eva-Maria Westbroek, Yonghoon Lee, Pavol Breslik, Ermonela Jaho, Michaela Schuster, Ambrogio Maestri, Rosa Feola
 
Les Vêpres siciliennes (Verdi): 18. März 2018, 18.00 Uhr
Musikalische Leitung: Omer Meir Wellber, Produktion: Antú Romero Nunes
Mit: Carmen Giannattasio, Bryan Hymel, George Petean, Erwin Schrott
 
Aus einem Totenhaus (Janácek): 26. März 2018, 19.00 Uhr
Musikalische Leitung: Simone Young, Produktion: Frank Castorf
Mit: Bo Skovhus, Peter Rose, Aleš Briscein, Charles Workman
 
Parsifal (Wagner): 8. Juli 2018
Musikalische Leitung: Kirill Petrenko, Produktion: Pierre Audi
Mit: Christian Gerhaher, Bálint Szabó, René Pape, Jonas Kaufmann, Wolfgang Koch, Nina Stemme

www.staatsoper.de

Montag, 9. Oktober 17
Berliner Neuköllner Oper zeigt: La BETTLEROPERa
Ein MusikTheaterTanz nach Gays Bettleroper (1728) mit der Musik und den Lyrics von Moritz Eggert
Koproduktion von Neuköllner Oper Berlin, Balletto Civile (La Spezia) und Freiraum Syndikat (Leipzig)

Gays Masterpiece des ironisch-zeitkritischen Musiktheaters schlüpft in neue Kleider, Töne und Sprachen. Zehn deutsche und italienische Darsteller-Tänzer-Sänger und die Musiker des Freiraum Syndikats treffen in einer so körperlich-dynamischen wie emotional-poetischen Neufassung aufeinander. Sie erzählen, singen und vor allem „bewegen“ ihre Sicht auf die alte, nein zeitlose Geschichte von Oben und Unten, Liebe und Verrat, Geld und Trieb. Auf Grundlage des originalen Textes der Beggar’s Opera schrieb Moritz Eggert eine komplett neue Musik: So ist ein faszinierender Bilderbogen unterschiedlichster musikalischer Formen entstanden, voll Ironie, Komik und Hintersinn – gesungen vom gesamten Ensemble bestehend aus Sängern, Tänzern und Schauspielern unter anderem der international renommierten Formation Balletto Civile aus La Spezia, Elementen aus Bewegungstheater, Tanz, Schauspiel und Musiktheater in einer neuen Weise entwickelt, inszeniert und choreographiert. Unter ihrer Leiterin Michela Lucenti hat die Gruppe mehrfach im Ausland – u. a. an der Neuköllner Oper Berlin – gearbeitet und wurde zu Gastspielreisen nach Japan, USA, Holland u. a. eingeladen.
La BETTLEROPERa ist zum KURT WEILL FEST 2018 eingeladen. Weitere Gastspiele u. a. in Italien werden folgen.

Spieltermine: 19., 22., 26.-29. Oktober, 2.-5., 9./10., 12. und 15.-19. November 2017

Musik / Lyrics: Moritz Eggert
Inszenierung / Choreographie; Mrs Peachum: Michela Lucenti
Dramaturgie: Bernhard Glocksin
Bühne: Sabrina Rossetto
Kostümbild: Rebekka Dornhege-Reyes

Besetzung:

Macheath: Christopher Crsto Ciraulo
Mr Peachum: Maurizio Camilli
Mrs Peachum: Michela Lucenti
Lucy: Sophia Euskirchen
Polly: Emanuela Serra
Lockit: Emilio Vacca
Filch: Jörn Linnenbröker
Matt: Demian Troiano
Ms Trappola: Nicole Kehrberger
ProtagonistInnen der Freien Szene Berlins: Rafeu Ahmed, Fabio Bergaglio, Danilo Andres Sepulveda Cofre, Ini Dill, Thora Hohberg, Christian Schaaf, Giulia Spattini, Ada Sternberg
Orchester (Freiraum Syndikat.): Lukas Dreyer, Friederike Vollert, Miako Klein, Markus Fleischer

www.neukoellneroper.de

Montag, 9. Oktober 17
Bücherherbst 2017: ZDF und 3sat auf der Frankfurter Buchmesse
Vom 11. bis zum 15. Oktober 2017 öffnet die Frankfurter Buchmesse ihre Pforten. ZDF und 3sat berichten im Programm und sind mit Ständen und dem traditionellen Autorenforum "Das Blaue Sofa" vor Ort. Orientierung über die weltgrößte Büchermesse bietet im ZDF "aspekte extra: Die Frankfurter Buchmesse 2017" am Donnerstag, 12. Oktober 2017, 0.45 Uhr. "Das Literarische Quartett", am Freitag, 13. Oktober, 23.00 Uhr, sendet das ZDF erstmals direkt von der Buchmesse. 3sat zeigt am Samstag, 14. Oktober, 22.30 Uhr, mit "Kulturzeit extra: Frankreich lesen", einen Film über das diesjährige Gastland. Gespräche vom 3sat-Stand sind am Sonntag, 15. Oktober, 12.00 Uhr, in "Best of Buchzeit extra" zu sehen. Das Beste vom "Blauen Sofa" sendet 3sat in zwei 90-minütigen Zusammenfassungen, jeweils nachts, am Freitag, 13. Oktober, 3.20 Uhr, und am Samstag, 14. Oktober, 2.40 Uhr. Eine dreistündige Zusammenfassung der Gespräche zeigt das ZDF am Dienstag, 17. Oktober, um 1.15 Uhr in "Die lange Nacht des Blauen Sofas".

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Bücher französischer Autoren mit dem Eifelturm im Hintergrund
© ZDF und 3sat/Joachim Giel

"Das Blaue Sofa" im Übergang von Halle 5.1 zu 6.1 ist seit 17 Jahren das gemeinsame Autorenforum von Bertelsmann, ZDF und Deutschlandfunk Kultur. In diesem Jahr werden in Frankfurt erneut mehr als 60 Autoren Platz nehmen. Neben dem frisch gekürten Gewinner des Deutschen Buchpreises sind das zum Beispiel John Burnside, Eva Demski, Ulla Hahn, Daniel Kehlmann, Ijoma Mangold, Robert Menasse, Sten Nadolny, Sven Regener, Oskar Roehler, Salman Rushdie, Uwe Timm, Ilija Trojanow. Auch namhafte Autoren aus dem diesjährigen Gastland Frankreich sind auf dem "Blauen Sofa" zu erleben, darunter Emmanuel Carrère, Didier Eribon, Edouard Louis und Marie NDiaye. Von Mittwoch bis Samstag, jeweils ab 17.00 Uhr, gibt es "Die Blaue Stunde", ein Gesprächsforum mit mehreren Autoren, die über ein aktuelles Thema diskutieren.

Gespräche vom "Blauen Sofa" sind täglich live von 10.30 Uhr bis 18.00 Uhr, am Sonntag von 12.00 bis 14.00 Uhr, im Internet über http://buchmesse.zdf.de zu verfolgen und in der ZDFmediathek als Video abrufbar. Das gesamte "Blaue Sofa"-Programm ist ab Messebeginn unter http://buchmesse.zdf.de zu finden.

Am 3sat-Stand in Halle 4.1. E 108 stehen Autoren zu ihren neuen Büchern Rede und Antwort. Alle Gespräche und Lesungen sind ab Mittwoch, 11. Oktober, live unter 3sat.de/buchmesse zu sehen und als Video-on-demand in der 3sat-Mediathek bereitgestellt.

In "aspekte extra: Die Frankfurter Buchmesse 2017" am Donnerstag, 12. Oktober, 0.45 Uhr, stellen die beiden "aspekte"-Moderatoren Katty Salié und Jo Schück die Messehöhepunkte vor, darunter "Tyll", den neuen Roman des Erfolgsautors Daniel Kehlmann. Es gibt einen Streifzug durch das Gastland Frankreich und den Versuch, mit Literaturwissenschaftler Terry Eagleton dem strapazierten Begriff der "Kultur" auf den Grund zu gehen.

Im "Literarischen Quartett von der Frankfurter Buchmesse" am Freitag, 13. Oktober, 23.00 Uhr, diskutieren Volker Weidermann, Christine Westermann und Thea Dorn auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Publizisten und Autor Johannes Willms über wichtige Neuerscheinungen des Herbstes.

In der "extra"-Ausgabe "Frankreich lesen" berichtet das 3sat-Kulturmagazin "Kulturzeit" am Samstag, 14. Oktober, 22.30 Uhr, darüber, wie sich der intensive Wandel, dem Frankreich durch Terror, Rechtspopulismus und Migrationsprobleme ausgesetzt ist, in der französischen Literatur widerspiegelt.

Das Beste von den Gesprächen am 3sat-Stand zeigt "Best of Buchzeit extra", Sonntag, 15. Oktober, 12.00 Uhr. Mit dabei sind unter anderen: Ingo Schulze, Daniel Kehlmann, Sven Regener, Ulla Hahn, Literaturkritiker Ijoma Mangold und die französischen Autoren Pascale Hugues, Édouard Louis, Leïla Slimani.

buchmesse.zdf.de / 3sat.de/buchmesse / dasliterarischequartett.zdf.de / aspekte.zdf.de

Samstag, 7. Oktober 17
Bewerbungsfrist verlängert. UNART, der Jugendwettbewerb für multimediale Performances, sucht kreative Köpfe
UNART, der Jugendwettbewerb für multimediale Performances, hat die Bewerbungsfrist verlängert. Bis zum 13. Oktober können sich Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren mit ihrer Idee bewerben.

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UNART, der Jugendwettbewerb für multimediale Performances
© UNART

Bis Februar 2018 arbeiten die sieben ausgewählten Gruppen eigenverantwortlich an ihrem Thema für eine fünfzehnminütige Performance. Unterstützt werden sie dabei durch einen professionellen Künstler-Coach. Im Februar 2018 werden die Ergebnisse in den Kammerspielen des Schauspiel Frankfurt präsentiert. Im Anschluss gastieren zwei Gruppen beim BEST OF UNART in Hamburg und Berlin.
Wer 2017/18 dabei sein möchte, kann mit einer kleinen Gruppe Themen diskutieren und den Bewerbungsbogen unter www.unart.net ausfüllen.
Weitere Informationen zur Bewerbung gibt es beim UNART-Koordinator für die Region Rhein-Main, Philipp Boos, unter frankfurt@unart.net oder auf der Website www.unart.net.

Samstag, 7. Oktober 17
Staatsoper Berlin: Vorverkaufsstart für die Saison 2017/18
Der Vorverkauf für die Saison 2017/18 beginnt huete um 10.00 Uhr. Karten können online auf staatsoper-berlin.de, telefonisch unter +49 (0)30 – 20 35 45 55 (Mo – Sa 10.00 – 20.00 Uhr, Sonn- und Feiertag 12.00 – 20.00 Uhr), per E-Mail an tickets@staatsoper-berlin.de und in der (neuen) Ticket-Box (täglich geöffnet von 11.00 – 19.00 Uhr) links neben dem Haupteingang der Staatsoper gebucht werden. Die Öffnung der Theaterkasse Unter den Linden und des Opernshops ist für Ende November 2017 vorgesehen.

Ab Dezember 2017 feiert die Staatsoper mit »Hänsel und Gretel«, »L’incoronazione di Poppea«, »Tristan und Isolde«, »Salome«, »Falstaff« und »Macbeth« sechs Premieren im großen Saal der historischen Lindenoper. Viele der großen Erfolge des Repertoires sind wieder zu erleben und auch die Sinfoniekonzerte der Staatskapelle Berlin werden die verbesserte Akustik des Saals zu einem Erlebnis machen. Das Publikum wird zukünftig auch in der Neuen Werkstatt, der Spielstätte für das zeitgenössische Musiktheater, begrüßt werden. Darüber hinaus wird der Apollo‑Saal wieder einen glanzvollen Rahmen nicht nur für herausragende Kammerkonzerte bilden.

www.staatsoper-berlin.de

Samstag, 7. Oktober 17
Oper zum Mitmachen spezial ~ Ferienangebot der Oper Leipzig zu Peter Tschaikowskis »Der Nussknacker«
Leipzig, 06.10.2017 (lifePR) - Die Oper Leipzig bietet Familien in den Herbstferien die Möglichkeit, sich selbst spielerisch auszuprobieren bei den Familienworkshops »Oper zum Mitmachen spezial«. Die Workshops finden in der zweiten Ferienwoche vom 9. bis 12. Oktober 2017 jeweils 14 Uhr im Opernhaus statt und dauern zwei Stunden.

Unter dem Motto »Nussknacker und Mäusekönig« sind Kinder von 6-10 Jahren eingeladen mehr über den berühmten Komponisten Peter Tschaikowski und seine Zeit zu erfahren. Spielerisch wird die Handlung des weltberühmten Balletts »Der Nussknacker« nachgestellt.  Eltern und Großeltern sind als Mitspieler, Ausstatter und Zuschauer herzlich willkommen. Mit viel Fantasie, lustigen Kostümen, sonderbaren Requisiten und natürlich mit Musik entstehen eigene Szenen: Plötzlich werden die Spielsachen unter dem Weihnachtsbaum lebendig, der Nussknacker braucht Hilfe beim Kampf gegen den Mäusekönig und auch im Reich der Zuckerfeen gibt es jede Menge zu entdecken – ein Musiktheatererlebnis für die ganze Familie!  

Karten (5 €) gibt es an der Kasse im Opernhaus, unter Tel: 0341 – 12 61 261 (Mo-Sa 10-19 Uhr), per E-Mail: service@oper-leipzig.de oder im Internet unter www.oper-leipzig.de.

Samstag, 7. Oktober 17
ZDF-"aspekte"-Literaturpreis 2017 geht an Juliana Kálnay für ihr Debüt "Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens"
Der ZDF-"aspekte"-Literaturpreis geht 2017 an Juliana Kálnay für ihren Roman "Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens". Die Jury begründet ihre Entscheidung wie folgt:

"Wie viel Leben steckt in vier Wänden? Welche Erinnerungen haften an Böden, Fenstern und Türen? Wer in einer Wohnung lebt, lebt immer auch in einem Erinnerungsort, in einem Geschichtsraum. Und wenn schon eine Wohnung so viel Geschichten bietet, was hat dann erst ein ganzes Haus zu sagen? In ihrem Debütroman 'Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens' ringt Juliana Kálnay um einen anderen, einen fantastischen Blick auf die Welt. Ein Mann wird zu einem Baum, eine alte Frau spürt, wie sich die Räume bei Kälte zusammenziehen, ein ganzes Haus lebt unter dem Gesetz des Unwirklichen. In feinen, leicht verschwommenen Vignetten erzählt Kálnay auf den Spuren des magischen Realismus vom Wundern und Träumen dieser Hausbewohner. Es ist ein Buch, in dem man sich herrlich verlieren kann. Und das große Lust macht auf die Welt des Surrealen."

Zur aktuellen Jury des ZDF-"aspekte"-Literaturpreises gehören Jana Hensel (Autorin), Ursula März (Die Zeit), Daniel Fiedler (Redaktionsleiter ZDF Kultur Berlin), Simon Strauß (FAZ) und Volker Weidermann (Das Literarische Quartett, Der Spiegel).

Der ZDF-"aspekte"-Literaturpreis wird in diesem Jahr zum 39. Mal vergeben. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und die bedeutendste Auszeichnung für deutschsprachige Erstlingsprosa.

Die Preisträgerin wurde in der ZDF-Kultursendung "aspekte" am Freitag, 6. Oktober 2017, 23.25 Uhr, vorgestellt.

Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 12. Oktober 2017, 11.30 Uhr, im Rahmen der Frankfurter Buchmesse auf dem Blauen Sofa am ZDF-Stand statt.  www.zdf.de

Freitag, 6. Oktober 17
Musical Inc. Mainz 2018: Natürlich Blond
2018 entführt die Mainzer Musical Inc. Jahr nach Harvard und präsentiert das Musical Natürlich Blond.
Elle Woods hat eigentlich alles - bis ihr Freund sie verlässt und ihr Leben somit auf den Kopf gestellt wird. Er will sich seiner Harvard-Karriere und dem Ernst des Lebens widmen. Mit dem Ziel, ihn zurückzugewinnen, nutzt Elle ihren Charme, um ebenfalls Jura an der Eliteuniversität Harvard studieren zu können. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten und Auseinandersetzungen mit Kommilitonen und Professoren, realisiert Elle - durch die tatkräftige Unterstützung ihrer Freunde Paulette und Emmet - ihr Potenzial und bricht in ein neues Leben auf.

Das Casting findet in diesem Jahr am 28. und 29. Oktober 2017 statt. Nähere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich auf der musical Inc. Homepage. Ein Infotreffen zum Casting findet am Donnerstag, 19. Oktober 2017 um 18:00 Uhr im Audimax auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz statt.

www.musicalinc.de

Freitag, 6. Oktober 17
Deutscher Buchpreis 2017: Live-Übertragung der Preisverleihung #dbp17
Dabei sein, wenn der deutschsprachige Roman des Jahres gekürt wird: Literaturbegeisterte können die Verleihung des Deutschen Buchpreises am 9. Oktober im Internet und Radio live verfolgen. Unter www.deutscher-buchpreis.de wird die Veranstaltung ab 18 Uhr als Video-Livestream aus dem Frankfurter Römer übertragen. Gleichzeitig senden Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur die Preisverleihung im Rahmen von „Dokumente und Debatten“ im Digitalradio und als Livestream im Internet unter www.deutschlandfunk.de. Wer den Preis gewinnt, erfahren Interessierte auch direkt über: www.twitter.com/buchpreis, Hashtag: #dbp17.

Mit dem Deutschen Buchpreis 2017 zeichnet die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung den deutschsprachigen „Roman des Jahres“ aus. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Neuigkeiten sind auch über die Facebook-Seite des Deutschen Buchpreises abrufbar: www.facebook.com/DeutscherBuchpreis

Freitag, 6. Oktober 17
„ttt - titel thesen temperamente" am Sonntag
„ttt - titel thesen temperamente" (BR) kommt am Sonntag, 8. Oktober 2017, um 23:05 Uhr im Ersten. Die geplanten Themen:

Raffael
Die Geburt eines Genies - die große Raffael-Schau in der Albertina Wien lässt einen daran teilhaben. In hundertdreißig Zeichnungen kann man den Schaffensprozess dieses Großmeisters nachvollziehen. Und: Raffaels Zeichnungen wurden schon zu Lebzeiten als eigenständige Werke teuer gehandelt. Dazu kommen in der Albertina 18 Gemälde aus allen Schaffensperioden des Renaissance-Malers - sie demonstrieren das unglaubliche Können und die Meisterschaft Raffaels. Dabei ist vielen von uns überhaupt nicht mehr geläufig, was genau sein Genie eigentlich ausgemacht hat. Die vielen christlichen Motive der Madonna mit dem Kind sind in unserem Bilderkanon längst durchgewunken als Inbegriff des Harmonisch-Gefälligen. Klassische Schönheit ist für uns nur noch schwer seh- und richtig wahrnehmbar. Es gilt sich klar zu machen, was Raffael als einer der Ersten getan hat: Er hat die unvollkommen erscheinende Natur mit den Idealen des klassischen Altertums versöhnt. Seine Zeichnungen lassen jetzt den frischen Geist dieses Renaissance-Großmeisters erstrahlen, die 500 Jahre alten Blätter wirken vollkommen lebendig - er vereint dabei die Stärken seiner Vorbilder Leonardo und Michelangelo in Psychologie und Anatomie. Raffael jenseits von Kitsch und Verklärung - in Wien kommt man dem Genie so nahe, wie lange nicht.

Attribution Science
Detektivin der Stürme, hat der Spiegel sie genannt - die in Philosophie promovierte deutsche Physikerin Friederike Otto, die gerade dabei ist, in Oxford eine völlig neue Wissenschaft zu etablieren: Attribution Science, zu Deutsch: „Zuordnungswissenschaft". Dahinter verbirgt sich die völlig neuartige Möglichkeit, extreme Wetterereignisse wie Hurrikane, Hitzewellen und Starkregen endlich richtig zuzuordnen, d.h. wirklich erkennen zu können, ob die Extremwetter mit der globalen Erwärmung zusammenhängen oder nicht. Das sind wahrscheinlich ziemlich schlechte Nachrichten für alle Klimaleugner. Eine außergewöhnlich spannende neue Wissenschaft ist also gerade im Entstehen, und „ttt" hat eine der führenden Köpfe dieser neuen Wissenschaft, Friederike Otto, in Oxford besucht.

Graphic Story Telling
Von Donald Trump bis Bob Dylan - seine grafischen Illustrationen haben den israelischen Designer Noma Bar zu einem der gesuchtesten Grafiker weltweit gemacht. Seine so originelle wie spielerische Verwendung negativer Bildräume erschafft Bilder in Bildern - minimalistisch, witzig. Die Bedeutungsebenen überlagern sich, zur Freude und Überraschung des Betrachters. Die Geschichten stecken bei Noma Bar immer im Detail. Sein neuer Bildband „Graphic Story Telling" wirkt wie eine Retrospektive dieses äußerst kreativen Geistes.

Gregor Sailer - "The Potemkin Village"
Das neue Projekt des Fotografen Gregor Sailer zeigt die absurde Welt der Fakes, Kopien und Kulissen. Zum Beispiel: militärische Übungsstädte: leer stehende Häuser, Moscheen, in denen nie einer betet, Supermärkte ohne Waren - alles nur hingestellt, um zerschossen zu werden. Der Begriff des Potemkinschen Dorfes geht zurück auf eine Erzählung des russischen Feldmarschalls Reichsfürst Grigori Alexandrowitsch Potjomkin, die ironischerweise in unseren Sprachschatz eingesickert ist, aber keineswegs den historischen Gegebenheiten entspricht. Der Militärreformer und Günstling der Zarin Katharina der Großen soll vor deren Reise durch das neueroberte Krimgebiet 1787 entlang der Wegstrecke ganze Dörfer aus bemalten Kulissen errichtet haben lassen, um das wahre, heruntergekommene Gesicht der Region zu verbergen. In Wirklichkeit stammt diese Version wohl von Gegnern und Neidern Potjomkins am Hof. Nach Closed Cities zeigt Gregor Sailers neues Projekt aktuelle architektonische Erscheinungsformen, die von politischen, militärischen und wirtschaftlichen Motiven angetrieben werden: Gefechtsübungszentren in den USA und in Europa, detailgetreue Repliken europäischer Städte in China oder Fahrzeugtest-Städte in Schweden. Schließlich auch das klassische Potemkinsche Dorf in Russland, wo im Zuge eines Putin-Besuchs in Suzdal und eines Dreifach-Gipfels in der Stadt Ufa ganze Straßenzüge mit Aufklebern, Tapeten und Planen maskiert wurden, um leerstehende Gebäude mit einer vorgetäuschten Betriebsamkeit zu versehen.

Luis Trenker
Alois Franz Trenker wäre in diesen Tagen 125 Jahre alt geworden. Der Schauspieler, Regisseur, Schriftsteller war lange Zeit Inbegriff des heldenhaft-dramatischen Bergsteigers. Für den Film entdeckt hat ihn Bergfilm-Legende Arnold Fanck in „Berg des Schicksals" 1921. Aus einem unbekannten Tiroler Bergführer wurde ein Star, Trenkers unglaubliche Karriere begann. Trenkers idealisierte Berg- und Heimatwelt wurde später gern genommen von der NS-Führung und Propaganda. Goebbels notierte über Trenkers „Der Rebell": „Spitzenleistung, Ein nationalistischer Aufbruch...Hitler ist Feuer und Fett." Berührungsängste mit dem NS-Regime schien Trenker keine zu haben. Auch wenn Trenker später in Ungnade fiel, darf man ihn getrost einen radikalen Opportunisten nennen, der es sich mit dem Regime nicht verderben wollte. Schon bald nach dem Krieg schien Trenker für die deutsche Öffentlichkeit keine problematische Figur mehr zu sein - jedenfalls nahm seine Beliebtheit stetig zu. Insbesondere durch die TV-Sendung „Luis Trenker erzählt", bei der das wirklich außergewöhnliche Talent Trenkers zur mündlichen Erzählung voll zum Tragen kam. Die Schoten und Münchhausiaden, die Trenker hier zum Besten gab, sind bis heute jedenfalls unglaublich sehenswert.

Wanda
Die erfolgreichste österreichische Band hat sich nach der Zuhälterin Wanda Kuchwalek benannt. Seit ihrem Debüt „Amore" im Oktober 2014 brechen Wanda alle Beliebtheitsrekorde, ihren Megahit „Bologna" kann so gut wie jeder Mitteleuropäer von 20 bis 60 Jahren mitsingen. Aber auch „Bussi Baby" oder „1,2,3,4" sind richtige Hits. 2015 nannte der Musikexpress sie die „vielleicht letzte wichtige Rock‘n‘Roll-Band unserer Generation". Zeit für ein Porträt - anlässlich der neuen Platte „Niente", die gerade erscheint.

Moderation: Max Moor
Redaktion: Franz Xaver Karl (BR)
 
www.DasErste.de/ttt

Freitag, 6. Oktober 17
3sat-Koordinatorin Dinesh Chenchanna verantwortet künftig Kulturpartnerschaften des ZDF
Die bisherige Koordinatorin 3sat Dinesh Kumari Chenchanna übernimmt ab Januar 2018 eine neue Aufgabe im ZDF. Als Leiterin der Stabsstelle "Neue Digitale Kulturpartnerschaften" in der Hauptredaktion Kultur wird sie gemeinsame Projekte zwischen externen Partnern aus dem Kulturbereich und dem ZDF entwickeln. Im Rahmen der Weiterentwicklung der ZDFmediathek will das ZDF seine medialen Möglichkeiten mit digitalen Projekten herausragender Kulturinstitutionen verbinden. Damit sollen neue Kommunikationsräume für die Gesellschaft geöffnet und kulturelle Themen und Inhalte einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Nachfolge von Frau Chenchanna in der Funktion der 3sat Koordination im ZDF ist noch offen.

ZDF-Programmdirektor Dr. Norbert Himmler: "Frau Chenchanna hat den Prozess der Integration der ehemaligen Direktion Europäische Satellitenprogramme im ZDF mit großem Geschick gemanagt und 3sat erfolgreich weiterentwickelt. Mit ihrer langjährigen Erfahrung im Kulturbereich und mit crossmedialen Projekten ist sie die richtige Besetzung, um für das ZDF neue Formen der Zusammenarbeit mit der Kulturszene zu entwickeln."

Die Deutsch-Inderin Dinesh Kumari Chenchanna ist seit 2013 Koordinatorin 3sat. Zu den Aufgaben gehören die Programmplanung 3sat sowie die Abstimmung aller Programmfragen mit den 3sat-Partnern ORF, SRF und ARD. Von 1995 bis 2009 arbeitete die studierte Bauingenieurin für den Hessischen Rundfunk. 2009 wechselte sie zum ZDF in die Hauptredaktion Neue Medien. Ab 2011 verantwortete sie die Grimme-Preis-nominierte Sendereihe "Der Marker" beim Digitalsender ZDFkultur, den sie von 2013 bis zur Einstellung im September 2016 leitete.

Freitag, 6. Oktober 17
Terra incognita mit Produzentenlabels, neuen Orten und mehr
Neue Labels bereichern die musikalische Landschaft. Als Produzentenlabels vernetzen Rubicon Clasiscs und Hello Stage Musiker und Veranstalter und eröffnen ihnen so neue Möglichkeiten. Weitere Labels werden von Künstlern mitgebracht, die in Berlin nun ihre Heimat finden: Die Geigerin Rosanne Philippens präsentiert ihre Einspielung – just unter dem Label Channel Classics erschienen – im Salon des eröffneten Orania.Berlin. Von Edel Records/Berlin wird das neue Album des Cellisten Benedict Kloeckner vertrieben. Pianist Alfredo Ovalles betritt mit Transoceanic bei Hello Stage Neuland. Für das neue britische Label Rubicon Classics haben sich das Duo Birringer und die Gambistin Johanna Rose entschieden.
 
Ihr Debütalbum präsentiert die Gambistin Johanna Rose. Die Musikerin, die in der Nähe Bremens aufgewachsen ist, ging ihren künstlerischen Weg über die Gamben-Schulen in Basel und Mailand bis nach Sevilla. Südlich-geprägt durch ihre andalusische Wahl-Heimat, richtet sie ihren Blick musikalisch wieder gen Norden: Auf die Gambenmusik Carl Phillip Emanuel Bachs, die als Album bei Rubicon Classics veröffentlicht wird.
 
Bei demselben Label ist das Album des Geschwister-Duos Birringer geplant– Kostproben geben Lea und Esther Birringer in Konzerten schon jetzt. In der Besetzung Geige und Klavier sind die Schwestern ein „fast symbiotischer Klangkörper" (NDR). Sie „bersten vor Spielfreude, mehr noch: vor musikalischer Angriffslust.“ (BR), und schreiten zu neuen Taten. Lifelines heißt ihr zweites Album mit spätromantischen Werken des 19. Jahrhunderts, bei dem sie einen Bogen vom selten gespielten Jugendwerk Edvard Griegs, über Klagelieder Franz Liszts, bis hin zum hochdramatischen Lebenszyklus César Francks schlagen.
 
Terra incognita erforscht der Pianist Alfredo Ovalles. Der gebürtige Venezolaner lebt in Wien. Transoceanic heißt seine erste Einspielung: Auf verblüffende Weise bildet Ovalles Brücken von Olivier Messiaens Le baiser de l’Enfant Jésus zur Fantasia F-Dur Nr. 5 von Carl Philipp Emanuel Bach und eröffnet vielfarbige Klangräume zwischen Klassik und Expressionismus. Diese Möglichkeit bot ihm die Vernetzungs-Plattform Hello Stage, durch welche Künstler selbst direkt agieren und neue Wege einschlagen können.
 
Neu in Berlin ist die Geigerin Rosanne Philippens. Mit jeder Faser ihres Körpers vermittelt sie dem Publikum ihre musikalischen Interpretationen im Konzert. Die gebürtige Niederländerin bringt ihr Label Channel Classics mit nach Berlin und stellt ihr neues Album Dedications am 17.10. im Salon des Orania.Berlin vor.
 
Benedict Kloeckner, der Cellist aus dem Westerwald, der in der globalen Musikwelt und seit kurzem auch in Berlin zu Hause ist, überzeugt mit enormer kammermusikalischer Noblesse, stupender Virtuosität und feurigem Elan. Mit seiner neuen Einspielung brachte er das Label Piano Classics mit, das nun bei Berlin Classics vertrieben wird. Als Cellist möchte Kloeckner „die Axt sein, für das gefrorene Meer in uns“, wie er mit den Worten Franz Kafkas sein Musizieren beschreibt.
 
Weitere Informationen:
Johanna Rose: johannarose.net
Rosanne Philippens: www.rosannephilippens.com
Alfredo Ovalles:  alfredoovalles.com
Duo Birringer: www.birringer.org
Benedict Kloeckner: www.benedictkloeckner.de

Freitag, 6. Oktober 17
Comoedienhaus Wilhelmsbad (Hanau): Lesekonzert, Live-Hörspiel-Krimi und eine schwarze Komödie im Oktober
Wer hätte gedacht, dass Wolfgang Amadeus Mozart, das wohl größte Musikgenie aller Zeiten, arbeitssuchend durch die Lande zog? Salzburg war dem einstigen Wunderkind Mozart anno 1777 zu eng geworden, zumal auch das Verhältnis zu seinem Brotherren, dem Fürsterzbischof von Salzburg, kein einfaches war. Also machte sich Wolfgang Amadeus begleitet von seiner Mutter auf, um neue berufliche Perspektiven zu erschließen. Sein erstes Ziel war der Hof Carl Theodors von der Pfalz in Mannheim, wo er sich eine Anstellung als Kapellmeister erhoffte. Dieser Hof hatte große Strahlkraft, denn im neu errichteten „Nationaltheater“ wurden gegen Ende des 18. Jahrhunderts zum ersten Mal Opern in deutscher Sprache aufgeführt. Gleichzeitig schrieb die „Mannheimer Schule“ mit Crescendo und Decrescendo und der Klarinette als Orchesterinstrument Musikgeschichte. Mozart hingegen blieb – ungeachtet seines riesigen musikalischen Talents - die gewünschte Anstellung versagt. Nachdem er auch in Paris, der nächsten Station seiner Reise, nicht landen konnte, kehrte er fast zwei Jahre später nach Salzburg zurück. Der dort wartende Vater sorgte sich während der Abwesenheit von Sohn und Gattin um beider Wohlergehen. Davon zeugt ein beredter Briefwechsel mit fast täglichen Nachrichten und Depeschen.

Der Pianist und Dirigent Christoph Soldan nimmt sich am 21. Oktober 2017 in seinem Lesekonzert „Mozart - Musik und Briefe“dieses Themas an. Er hat dafür ein Programm ausgewählt, das die beiden Reisen in Mozarts damals entstandenen Klavierwerken und Briefen dokumentiert.
 
Der Abend verspricht ein ganz besonderer zu werden, denn Christoph Soldan ist unter anderem künstlerischer Leiter mehrerer Konzertreihen in Deutschland und war bereits zu Beginn seiner Karriere gemeinsam mit Leonard Bernstein auf Tournee.

Für alle Freunde des gepflegten schwarzen Humors zeigt das Amateurtheater „Traumtheater Hanau e.V.“ am 27. und 28. Oktober Alternativen zur gewöhnlichen Scheidung auf. Seien Sie dabei, wenn die Ehefrau des notorisch untreuen Pizzabäckers Tony Toto endgültigere Wege einer Trennung beschreitet.

Tickets gibt es bei Frankfurt Ticket RheinMain, Hotline 069-1340 400, und weiteren Vorverkaufsstellen.

Das vollständige Programm findet sich unter www.comoedienhaus.de

Donnerstag, 5. Oktober 17
Thomas Hampson und Wolfram Rieger mit der Hugo-Wolf-Medaille ausgezeichnet – Aufzeichnung der Preisverleihung als Stream auf der IHWA-Homepage verfügbar
Erstmals in der bald zehnjährigen Geschichte der Hugo-Wolf-Medaille hat die Internationale Hugo-Wolf-Akademie (IHWA) Stuttgart mit Thomas Hampson (Bariton) und Wolfram Rieger (Klavier) ein Liedduo mit dieser besonderen Auszeichnung geehrt und damit ein Zeichen gesetzt. Wie auch Laudatorin Eleonore Büning am Sonntag, 1. Oktober im voll besetzten Stuttgarter Opernhaus betonte, ist diese doppelte Ehrung ein wichtiges Signal, das Liedsänger und -pianist als „essenzielle und untrennbare Interpretationsgemeinschaft“ Anerkennung zollt. Seit bald 25 Jahren verbindet Thomas Hampson und Wolfram Rieger eine einzigartige Künstlerpartnerschaft, die Maßstäbe der Liedinterpretation gesetzt hat.
Einen unvergesslichen Höhepunkt setzte an diesem Morgen die gerade in der Kritikerumfrage der Opernwelt zur „Sängerin des Jahres“ gewählte Sopranistin Anja Harteros mit Liedern von Schubert, Schumann, Wolf und Strauss, in Bestform begleitet vom frisch gekürten Medaillenträger Wolfram Rieger. Das wundervolle Konzert und das ausgezeichnete Liedduo wurden am Sonntag nicht nur in der Stuttgarter Oper gefeiert. Man konnte die Preisverleihung auch weltweit im Livestream verfolgen. Diese Sternstunde der Liedkunst ist weiterhin in der IHWA-Mediathek abrufbar – ebenso wie zahlreiche weitere Aufzeichnungen aus dem vielfältigen Programm der IHWA.

Hugo-Wolf-Medaille 2017: Liedduo Rieger/Hampson Foto: Reiner Pfisterer
Wolfram Rieger und Thomas Hampson
Internationale Hugo-Wolf-Akademie (IHWA) Stuttgart
© Reiner Pfisterer


Die Internationale Hugo-Wolf-Akademie für Gesang, Dichtung und Liedkunst (IHWA) ist weltweit eine der ältesten und traditionsreichsten Institutionen zur Förderung und Erhaltung einer einzigartigen Kunstform – des Kunstlieds. Ihre Anfänge reichen bis zu den Lebzeiten ihres Namenspatrons im ausgehenden 19. Jahrhundert zurück. An diese Tradition der Pflege des Wolf’schen Œuvres knüpft die IHWA bis heute an und ist stets auf der Suche nach zeitgemäßen Formen der Liedpräsentation. Neben dem biennal stattfindenden Internationalen Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart gehört seit 2008 die Verleihung der Hugo-Wolf-Medaille zu den Höhepunkten in der Arbeit der IHWA. Bisherige Medaillenträger sind: Dietrich Fischer-Dieskau (2008), Christa Ludwig (2010), Peter Schreier (2011), Brigitte Fasbaender (2013), Graham Johnson (2014) Elly Ameling (2015), Thomas Hampson & Wolfram Rieger (2017). 

Hugo-Wolf-Medaille 2017: Liedduo Rieger/Harteros Foto: Reiner Pfisterer
Wolfram Rieger und Anja Harteros
Internationale Hugo-Wolf-Akademie (IHWA) Stuttgart
© Reiner Pfisterer

Auch Anja Harteros verbindet eine langjährige Zusammenarbeit mit Wolfram Rieger. Sie begann ihre Karriere 1999 mit dem Ersten Platz beim Cardiff Singer of the World-Wettbewerb, der sie an alle bedeutenden Bühnen der Welt führte, darunter die Metropolitan Opera in New York, die Scala in Mailand und Covent Garden in London. In Konzertauftritten sang sie u.a. mit den Berliner, den Wiener und den Münchner Philharmonikern. 2007 wurde sie Bayerische Kammersängerin.

Thomas Hampson gilt als ein führender Interpret des deutschen romantischen Liedes. Er wurde darüber hinaus durch sein Liedprojekt Song of America auch als „Botschafter des amerikanischen Liedes“ bekannt. Hampson ist Gründer und Künstlerischer Leiter der Liedakademie des Heidelberger Frühlings und engagiert sich dort und andernorts auch mit Meisterkursen für dieses Genre. Der Künstler ist Kammersänger der Wiener Staatsoper, Commandeur des Arts et des Lettres und erhielt das österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst. Unlängst wurde er in die Hall of Fame des britischen Klassikmagazins Gramophone aufgenommen und mit dem ersten Venetian Heritage Award ausgezeichnet.

Wolfram Rieger ist Klavierpartner von Brigitte Fassbaender, Juliane Banse, Barbara Bonney, Annette Dasch, Christiane Karg, Olaf Bär, Peter Schreier, Thomas Quasthoff – und seit bald 25 Jahren von Thomas Hampson – sowie Kammermusikpartner des Cherubini-Quartetts, des Petersen-Quartetts und des Vogler-Quartetts. 1997 erhielt er die Ehrenmedaille der Franz-Schubert-Gesellschaft von Barcelona. Seit 1998 ist er Professor für Liedgestaltung an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.

www.ihwa.de

Donnerstag, 5. Oktober 17
hr-fernsehen: „Hauptsache Kultur“ mit neuer Ausgabe
Ein Rettungsversuch für Deutschlands älteste Videothek in Kassel, der Countdown zur Eröffnung des Historischen Museums in Frankfurt und ein Gespräch mit Sebastian Weigle, dem Generalmusikdirektor der Frankfurter Oper – das sind unter anderem die Themen der aktuellen Ausgabe von „Hauptsache Kultur“ am kommenden Donnerstag, 5. Oktober, um 23.15 Uhr im hr-fernsehen.

Das Ende einer Ära – Steht die älteste Videothek Deutschlands in Kassel vor dem Aus?
Vor 42 Jahren eröffnete Eckhard Baum seine Videothek in Kassel – laut „Guinness Buch der Rekorde“ die erste in Deutschland – laut „Ecki“ Baum selbst sogar die älteste der Welt. Doch jetzt steht die Videothek mit Kultstatus vor dem Aus. Baum wird 80 und hört auf. Das Geschäft läuft schon länger nicht mehr, wie es soll. In Zeiten von Stream und Download gehören Videotheken zu einer aussterbenden Spezies. Immer mehr Videotheken machen dicht. Doch eine Truppe filmbegeisterter Menschen in Kassel will das Ende von Eckis Video-Shop nicht einfach so hinnehmen. Sie basteln an Ideen und Visionen, wie man die Videothek retten und was man aus ihr machen könnte. Doch das braucht Geld – und noch mehr Idealismus. „Hauptsache Kultur“ hat Eckhard Baum und die Videothekenretter in Kassel besucht, wollte wissen, wie gut die Chancen sind, dass der Laden erhalten bleibt. Denn die Zeit wird knapp. Ende Oktober läuft Ecki Baums Mietvertrag ab.

Das neue Historische Museum in Frankfurt – Der Countdown zur Eröffnung läuft
Im Herzen Frankfurts tut sich was: Dort entsteht gerade nicht nur die Altstadt neu, sondern auch das Historische Museum am Römerberg erstrahlt bald in neuem Glanz. Feierlich wird es am kommenden Samstag eröffnet. Nach sechs Jahren Bauzeit ist ein modernes Ausstellungshaus entstanden, das sich architektonisch in das neue Innenstadtbild Frankfurts einpassen soll. „Museumsquartier“ nennen die Verantwortlichen das Ensemble. Der Sandsteinbau zitiert mit seinen Giebeln die im Bombenhagel untergegangene Altstadt, und der neue Museumshof ist als Platz gestaltet worden, der mit seinen Treppenstufen für alle Frankfurter offen steht. Erstaunlich ist auch die Konzeption der Ausstellungen. Auf rund 6.000 Quadratmetern wird den Besuchern gezeigt, was die Mainmetropole gestern und heute ausmacht; wie lebten die Bürgerinnen und Bürger hier einst, und wie tickt die Stadt jetzt? All das soll offen, interaktiv und multimedial präsentiert werden. Die Gäste können in Kommunikation mit ihrer Stadt treten: „Was möchten Sie denn bitte sehen von ihrer Stadt?“, fragt ein Display. „Frankfurt als Hauptstadt des Verbrechens oder als Geldstadt oder als Industriestadt, oder als jüdische Stadt?“ Aber wird das auch alles beim Publikum ankommen? „Hauptsache Kultur“ war bei den letzten Arbeiten dabei und hat exklusiv den Museumsdirektor Jan Gerchow bei einem Rundgang durch die Ausstellungsräume begleitet. Wie nervös ist er kurz vor der Eröffnung seines Museums?

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Sebastian Weigle
© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Der Generalmusikdirektor der Frankfurter Oper - Warum Sebastian Weigle bei Proben gerne selber singt
Viel muss Sebastian Weigle nicht erklären, wenn er – der Generalmusikdirektor der Oper Frankfurt – mit seinem Orchester probt. Stattdessen singt er lieber: So verinnerlicht er sich auch die Partituren. An der New Yorker Met hat er mit Weltstars geprobt, Tourneen haben ihn um die ganze Welt und zu Spitzenorchestern geführt – aber seine musikalische Heimat ist die Oper Frankfurt. Sebastian Weigle, Sohn eines Kirchenmusikers aus Ost-Berlin, hat nach einer Karriere als Solo-Hornist verschiedene Orchester geleitet, bis 2023 wird er Generalmusikdirektor der Oper Frankfurt sein. Für die neue Spielzeit hat er sich die Oper „Peter Grimes“ von Benjamin Britten vorgenommen.  „Hauptsache Kultur“ hat Sebastian Weigle bei seiner Arbeit besucht und ist dabei, wenn er das Beste aus seinem Orchester herausholt.

Außerdem in der Sendung:
- Die Landshut ist zurück – Warum die ehemalige Stewardess Gabriele von Lutzau das legendäre Terror-Flugzeug als wichtiges Mahnmal sieht und sich für ihre Rückkehr eingesetzt hat
- Kann das weg? Kunstkenner Christian Saehrendt ermittelt – Die „Boxhaltestelle“ in Wiesbaden

„Hauptsache Kultur“ berichtet über Kulturhighlights in Hessen, über Trends und Tendenzen, über Skandale und Flops. Das aktuelle Kulturmagazin stellt aufregende Macher der hessischen Kulturszene vor, blickt hinter die Kulissen, mischt sich meinungsstark in Debatten ein: aktuell, überraschend, kontrovers. Präsentiert wird das Kulturmagazin von Cécile Schortmann.

Donnerstag, 5. Oktober 17
hr2-Kulturlunch: „Vive la France!“ mit Claude de Demo
Ehrengast der diesjährigen Frankfurter Buchmesse ist Frankreich. Zur Einstimmung präsentiert der hr2-Kulturlunch am Sonntag, 8. Oktober, um 11 Uhr im hr-Sendesaal einen Querschnitt durch die reichhaltige musikalische und literarische Tradition des großen Nachbarlandes. Rezitatorin ist Claude De Demo, Ensemble-Mitglied beim Schauspiel Frankfurt.


Claude DeDdemo
© Birgit Hupfeld / AgenturDietrich

Auch wenn Paris das politische und kulturelle Zentrum Frankreichs ist, so lohnt ein Blick in die so verschiedenartigen Provinzen und Regionen: vom Elsass bis zur Provence, von der Normandie bis zur Auvergne. Im Programm des hr2-Kulturlunchs stehen Prosa und Lyrik von Honoré de Balzac, Gustave Flaubert, Antoine de Saint-Exupéry, Tomi Ungerer, Paul Valéry und Paul Verlaine. Das Musikprogramm spannt einen Bogen von George Onslow, dem „französischen Beethoven", über Maurice Ravel und Erik Satie bis zu französischen Chansons von Georges Brassens,  Charles Trenet und anderen. 

Das Schlemmerbuffet steht unter dem Motto „Ein kulinarischer Streifzug durch Frankreichs Provinzen".

Tickets für die Matinee ohne Schlemmerbuffet sind zum Preis von 19 Euro beim hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000 oder www.hr-ticketcenter.de, erhältlich. Die Kombitickets für Matinee und Essen sind schon ausverkauft.

Der nächste hr2-Kulturlunch am Sonntag, 5. November, um 11 Uhr im hr-Sendesaal steht unter dem Motto „Sonne, Mond und Sterne“. Alle Informationen zum Kulturlunch sind auch auf www.hr2-kultur.de zu finden.

Donnerstag, 5. Oktober 17
Festival RADIKAL im November im Berliner RADIALSYSTEM V
Brüssel hat sich in den letzten Jahren zu einem spannenden Labor für Tanzproduktionen entwickelt - am 03. und 04. November präsentiert sich die Tanz- und Performanceszene der belgischen Hauptstadt beim Festival "RADIKAL" im RADIALSYSTEM V.
Festival RADIKAL im November im Berliner RADIALSYSTEM V ~ 03. & 04. November - RADIKAL - Zeitgenössischer Tanz aus Brüssel
Die Brüsseler Tanzszene bietet fruchtbaren Boden für aufstrebende Talente und zeichnet sich durch Offenheit, Internationalität und Experimentierfreude aus. Das Festival RADIKAL versammelt unter der Schirmherrschaft von Sasha Waltz mehr als 20 junge Tänzer und Choreographen aus zehn Ländern, die in Brüssel leben und arbeiten. Sie präsentieren neuere Kreationen, die Trends und Entwicklungen der Brüsseler Tanzszene in ihrer Vielfalt und Radikalität zeigen. Das Programm umfasst acht Vorstellungen sowie eine partizipative Performance, darüber hinaus bietet das Festival Raum für den informellen Austausch zwischen Protagonisten der belgischen und deutschen Tanzszene und dem Publikum.

www.radialsystem.de

Mittwoch, 4. Oktober 17
Oper Frankfurt: "Intermezzo - Oper am Mittag"
Nach der erfolgreichen Einführung der „musikalischen Mittagspause“ unter dem Titel Intermezzo – Oper am Mittag in der Spielzeit 2013/14 findet am Montag, dem 9. Oktober 2017, von 12.30 bis 13.00 Uhr im Holzfoyer der Oper Frankfurt das erste Lunchkonzert der Saison 2017/18 statt. Das Format ist auf Initiative der Deutsche Bank Stiftung in Kooperation mit der Oper Frankfurt entstanden. Dabei versteht es sich als Plattform für Nachwuchskünstler sowohl des Opernstudios der Oper Frankfurt als auch anderer Frankfurter Institutionen, darunter die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK). Der aktuelle Termin wird allerdings ausschließlich vom Opernstudio bestritten, danach wechseln sich beide Institutionen ab.
Das Opernhaus öffnet um 12.00 Uhr, der Eintritt ist frei. Eine Kartenreservierung ist nicht notwendig, jedoch ist aus Sicherheitsgründen der Zugang auf 100 Personen beschränkt. Für das leibliche Wohl ist in Form von Lunchpaketen gesorgt, die zum Kauf angeboten werden.

Alison KingAlison King
© Wolfgang Runkel ~ www.wolfgang-runkel.de

Thesele KemaneThesele Kemane
© Wolfgang Runkel ~ www.wolfgang-runkel.de

Auf dem Programm stehen Arien, Duette und Ensembles aus dem Repertoire der jungen Künstlerinnen und Künstler des Opernstudios. Seit der Saison 2016/17 gehören die amerikanischen Sopranistinnen Alison King und Elizabeth Sutphen sowie der polnische Bariton Mikołaj Trąbka und der südafrikanische Bassbariton Thesele Kemane zum Stipendiatenkreis der Oper Frankfurt. Ab Beginn der laufenden Spielzeit 2017/18 sind der südkoreanische Tenor Jaeil Kim und der kanadische Bariton Iain MacNeil hinzugestoßen. Sie alle werden am Flügel begleitet von ihrem polnischen Korrepetititor Michał Goławski.
Berufstätige, Flaneure, Musikliebhaber und Opernneulinge sind eingeladen, sich für eine Stunde in die Welt des Musiktheaters entführen zu lassen. Bei einem abwechslungsreichen Programm kann auf unkomplizierte Art die Mittagspause in der Oper genossen werden.

Die Deutsche Bank Stiftung und die Oper Frankfurt bzw. die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main verbindet eine langjährige Partnerschaft. So fördert die Deutsche Bank Stiftung das 2008 gegründete Opernstudio der Oper Frankfurt von Beginn an. Mit der „Akademie Musiktheater heute“ hat sie 2001 eines der mittlerweile renommiertesten Stipendienprogramme für den Opernnachwuchs ins Leben gerufen. Daneben war die HfMDK bereits mehrfach auf dem Rheingau Musik Festival präsent, initiiert durch die Deutsche Bank Stiftung. 2015 wurde die Zusammenarbeit mit einem Konzert im Kloster Eberbach fortgesetzt.

Die weiteren Veranstaltungen der Reihe Intermezzo – Oper am Mittag in der Saison 2017/18:
11. Dezember 2017 (Hochschule); 15. Januar 2018 (Opernstudio); 26. Februar 2018 (Hochschule); 9. April 2018 (Opernstudio); 11. Juni 2018 (Hochschule)

www.oper-frankfurt.de

Mittwoch, 4. Oktober 17
Neues Probenzentrum des Theaters Heilbronn eröffnet ~ Beste Arbeitsbedingungen im 5,2 Millionen Euro teuren Komplex
(lifePR) - Der 30. September 2017 ist ein Meilenstein in der Heilbronner Theatergeschichte. An diesem Tag wird für 5,2 Millionen Euro ein neues, modernes Probenzentrum eröffnet. Die Stadt Heilbronn hat  einen modernen Komplex errichten lassen, in dem sich adäquat zu den drei Spielstätten Großes Haus, Komödienhaus und BOXX drei Probebühnen befinden. Der in schlichter Eleganz gehaltene und zweckmäßige Baukörper erfüllt alle Anforderungen an ein modernes Probenzentrum.

Thetaer Heilbronn Probenzentrum
Neues Probenzentrum des Theaters Heilbronn eröffnet
© 2017 Theater Heilbronn

Damit werden sich die Arbeitsbedingungen der Theaterleute wesentlich verbessern. Bislang liefen die Proben in Provisorien unter schwierigen äußeren, zum Teil unzumutbaren Bedingungen. Von nun an erlauben es allein die räumlichen Möglichkeiten auf den jeweiligen Bühnen, die in ihren Grundmaßen den realen Maßen der Spielstätten entsprechen, die Probenkulissen in realistischen Dimensionen aufzubauen. Die Probebühne für das Große Haus verfügt deshalb auch konsequenterweise über eine Drehbühne. Das alles erleichtert die künstlerische Arbeit enorm. Die Schauspieler und Inszenierungsteams können ab dem 1. Probentag die neuen Inszenierungen unter fast originalen Bedingungen entwickeln und ausprobieren.
Besonders freuen sich alle Schauspieler, Regisseure, Regieassistenten, Souffleusen, Dramaturgen, Inspizienten  und Techniker auf angemessene Sozialräume, wie Aufenthaltsraum, Garderoben und sanitäre Einrichtungen, die sie in den provisorischen Probebühnen bisher entbehren müssen.

Im Namen aller Mitarbeiter des Theaters dankt Intendant Axel Vornam dem Gemeinderat ausdrücklich für die Entscheidung zum Neubau des Probenzentrums und damit der Stadt Heilbronn für ihr deutliches Bekenntnis zu ihrem Theater. „Dieses neue Probenzentrum ist für uns Theaterleute nicht nur eine Frage von verbesserten Arbeitsbedingungen, sondern von großer Symbolkraft. Wir nehmen es als Zeichen der großen Wertschätzung, die die Stadt Heilbronn ihrem Theater entgegenbringt.“  Er dankt auch dem Architekturbüro Kohler Grohe, der Stadtsiedlung als Bauträger und dem Generalunternehmer, der Implenia Hochbau GmbH, für die hervorragende, konstruktive  Zusammenarbeit und den zügigen und reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten. Sowohl der Zeitplan als auch der Kostenrahmen wurden eingehalten.

Fakten zum neuen Probenzentrum des Theaters Heilbronn

Konzept: Architekturbüro Kohler Grohe Stuttgart
Bauträger: Stadtsiedlung Heilbronn
Generalunternehmer: Implenia Hochbau GmbH aus Karlsruhe

Kenndaten:
Nutzfläche: ca. 1400 m²
Brutto-Raum-Inhalt: ca. 10000 m³
Höchster Punkt Gebäude: ca. 9,5m

Kosten:
Architektur-/Ingenieurleistungen, Projektsteuerung: 562.447 €
Baukosten: 4.229.885 €
Innenausstattung: 400.000 €
Gesamtkosten: 5.192.332 €

www.theater-heilbronn.de

Mittwoch, 4. Oktober 17
NESTROY-Preisverleihung 2017
Die 18. NESTROY-Gala, veranstaltet vom Wiener Bühnenverein, findet am Montag, 13. November 2017 im Wiener Ronacher statt. In 13 Kategorien werden die NESTROYs vergeben, der Preis für das Lebenswerk geht an Kirsten Dene.

Der österreichische Kunst- und Kulturminister Thomas Drozda: „Auf den Bühnen unseres Landes wird weit mehr als bloße Unterhaltung oder reine Ästhetik geboten. Vielmehr sind die Theaterhäuser gesellschaftspolitische Institutionen und ein wesentliches Instrument der Aufklärung. Es sind Orte an denen Diskurse noch mehr Platz und Zeit haben, als die 140 Zeichen die Twitter so anbietet. Die analogen Welten des Theaters wären allerdings seelenlos ohne die vielen leidenschaftlichen Künstlerinnen und Künstler, die tagtäglich mit großartigen Leistungen begeistern. Es freut mich besonders, dass diese Leidenschaft auch heuer wieder mit den NESTROY-Preisen vergoldet wird.“

40 Nominierte und drei bereits fixierte Preisträger in 13 Kategorien stehen am 13. November 2017 im Mittelpunkt der 18. NESTROY-Gala.
"Das ganze Jahr über treten Künstlerinnen und Künstler auf die Bühne, um uns ein Stück ihrer Welt zu schenken. Der NESTROY würdigt die herausragenden Leistungen dieser Menschen und feiert einmal mehr die ungeheure Vielfalt des Theaters und seiner Protagonisten. Talentiert, politisch, unterhaltsam, innovativ, scharfsinnig oder urban sind nur einige der vielen Schlagwörter, um die diesjährigen Nominierten zu beschreiben, denen große Wertschätzung gebührt. Mit der Auszeichnung an die vielgeliebte Kirsten Dene für das Lebenswerk würdigt der NESTROY eine Living Legend der Wiener Theaterkunst“, so Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny.

Zwei weitere NESTROY-Preise sind ebenfalls bereits offiziell fixiert: Der Preis für die „Beste Ausstattung“ geht an die deutsche Bühnenbildnerin Katrin Brack für „Carol Reed“ und „der herzerlfresser“ im Akademietheater, der NESTROY-Autorenpreis für das „Beste Stück“ geht an den US-amerikanischen Schriftsteller und Schauspieler Ayad Akhtar für „Geächtet“ im Burgtheater.

Auf der Suche nach den Besten
Die Kritiker-Jury bestehend aus Karin Cerny, Peter Jarolin, Eva Maria Klinger, Wolfgang Kralicek, Petra Paterno, Ronald Pohl, Lothar Schreiner und Jury-Vorsitzenden Karin Kathrein hat sich eine Saison lang auf Entdeckungsreise durch die Theater begeben und für die diesjährige Gala wieder viel Interessantes aufgespürt.

Juryvorsitzende Karin Kathrein: „War es ein gutes Theaterjahr, das sich in den Nominierungen der Jury des NESTROY-Preises 2017 spiegelt? Über mangelnde Abwechslung konnten Theaterfreunde kaum klagen. Der Bogen der Aufführungen spannte sich weit: Von der vorchristlichen Antike des Aischylos und Platon über Shakespeare, Molière, Goethe, Schiller, Raimund, Büchner, Ibsen, Hauptmann, Hofmannsthal und Horváth bis Arthur Miller, Patricia Highsmith, René Pollesch, Thomas Melle, André Heller, Stefanie Sargnagel, Stefan Wipplinger, Kurt Palm, Martin McDonagh. Sogar beim NESTROY-Preis für den ‚Besten Nachwuchs‘ wurde unter einer Reihe von Schauspielern die Autorin Miroslava Svolikova mit der Uraufführung eines Dramas nominiert. Kurz: Die Spielpläne boten ein reiches Repertoire und so kreierten auch brillante Inszenierungen mit faszinierenden schauspielerischen Leistungen Bühnenerlebnisse, die der Jury des NESTROY-Preises Entscheidungen nicht leicht machten und sie in heftige Debatten verwickelten. Unumstritten war allerdings der NESTROY-Preis für das Lebenswerk: Die Entscheidung für Kirsten Dene weckte sofort allgemeine Begeisterung und ließ in Erinnerungen an große Theatererlebnisse schwelgen, die eine seltsame Magie auslösten und die unergründlichsten Frauenfiguren nahebrachten – in immer neuen Variationen, geheimnisvoll und wundersam. Mit dem warmen Celloton der „Menschensehnsucht“ hat sie Thomas Bernhard in „Ritter, Dene, Voss“ charakterisiert, eine Sehnsucht, die sie auf der Bühne ihre Figuren weiterdichten lässt.“

Präsident des Wiener Bühnenvereins und Geschäftsführer der Vereinigten Bühnen Wien Franz Patay: „Die Bedeutung des Theaters stärken und neuen Zielgruppen dafür zu begeistern, ist mein großes Anliegen. Mit der NESTROY-Gala würdigen wir einmal im Jahr die herausragenden künstlerischen Leistungen unseres Landes und machen aufmerksam auf die Bandbreite, die in unseren Theatern dargeboten wird. In einer populären Spezialkategorie darf auch wieder das Publikum mitentscheiden und seinen Liebling wählen.“

Für den NESTROY-ORF-III-Publikumspreis, präsentiert von den Österreichischen Lotterien, werden zwölf SchauspielerInnen zur Wahl stehen. Die Abstimmung startet am Montag, den 23. Oktober, auf http://tv.orf.at/orfdrei und endet am Sonntag, den 12. November, um 0.00 Uhr. „Kultur Heute“ stellt täglich ab Dienstag, den 24. Oktober, um 19.50 Uhr die Nominierten mit Kurzporträts vor.
Die Verleihung am Montag, den 13. November, wird in ORF III live-zeitversetzt um 20.15 Uhr in voller Länge übertragen, die Höhepunkte der Gala werden im Rahmen des Kulturmontags in ORF2 gezeigt.

NESTROY Preis 2017: Die Nominierungen

LEBENSWERK: Kirsten Dene
BESTES STÜCK – AUTORENPREIS: Ayad Akhtar
für „Geächtet“, Burgtheater
BESTE AUSSTATTUNG: Katrin Brack für „Carol Reed“ von René Pollesch und „der herzerlfresser“ von Ferdinand Schmalz, Akademietheater

BESTE SCHAUSPIELERIN
- Lina Beckmann als Rose Bernd in „Rose Bernd“ von Gerhart Hauptmann, Salzburger Festspiele in Koproduktion mit dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg ? Gerti Drassl als Gina Ekdal in „Die Wildente“ von Henrik Ibsen, Theater in der Josefstadt
- Andrea Jonasson als Freifrau Sophie von Essenbeck in „Die Verdammten“ nach dem gleichnamigen Film von Luchino Visconti, Theater in der Josefstadt
- Evi Kehrstephan als Célimène in „Der Menschenfeind“ von Molière, Volkstheater
- Christiane von Poelnitz als Josephine Krüger in „Pension Schöller“ von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby, Burgtheater, und als Atossa in „Die Perser“ von Aischylos, Akademietheater

BESTER SCHAUSPIELER
- Lukas Holzhausen als Alceste in „Der Menschenfeind“ von Molière, Volkstheater
- Roland Koch als Philipp Klapproth in „Pension Schöller“ von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby, Burgtheater
- Joachim Meyerhoff in „Die Welt im Rücken“ nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Melle, Akademietheater
- Tobias Moretti als Jedermann in „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal, Salzburger Festspiele
- Steven Scharf als John Proctor in „Hexenjagd“ von Arthur Miller, Burgtheater

BESTE DARSTELLUNG EINER NEBENROLLE
- Alexander Absenger als Baron Martin von Essenbeck in „Die Verdammten“ nach dem gleichnamingen Film von Luchino Visconti, Theater in der Josefstadt
- Tonio Arango als Er in der Uraufführung „Lenya Story - Ein Liebeslied“ von Torsten Fischer und Herbert Schäfer, Kammerspiele der Josefstadt
- Rainer Galke als Oronte in „Der Menschenfeind“ von Molière, Volkstheater
- Birgit Stöger als Arsinoé in „Der Menschenfeind“ von Molière und als Erna in „Kasimir und Karoline“ von Ödön von Horváth, Volkstheater
- Eduard Wildner als Habakuk in „Der Alpenkönig und Menschenfeind“ von Ferdinand Raimund, Raimundspiele Gutenstein

BESTE REGIE
- Jan Bosse mit „Die Welt im Rücken“ nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Melle, Akademietheater
- Elmar Goerden mit „Die Verdammten“ nach dem Film von Luchino Visconti, Theater in der Josefstadt
- Mateja Koležnik mit „Die Wildente“ von Henrik Ibsen, Theater in der Josefstadt

BESTER NACHWUCHS WEIBLICH
- Felicitas Franz als Annie Sullivan in „The Miracle Worker“ von William Gibson, Theater der Jugend
- Carolin Knab als Janne in „Hose Fahrrad Frau“ von Stefan Wipplinger, Volx/Margareten (Volkstheater)
- Maresi Riegner als Helen Keller in „The Miracle Worker“ von William Gibson, Theater der Jugend und als Hedvig in „Die Wildente“ von Henrik Ibsen, Theater in der Josefstadt
- Alina Schaller als Shirley in „Hangmen (Die Henker)“, österreichische Erstaufführung von Martin McDonagh, Volx/Margareten (Volkstheater)
- Miroslava Svolikova als Autorin von „Diese Mauer fasst sich selbst zusammen und der Stern hat gesprochen, der Stern hat auch was gesagt“, Uraufführung, Schauspielhaus Wien

BESTER NACHWUCHS MÄNNLICH
- Jakob Elsenwenger als Tom Ripley in „Der talentierte Mr. Ripley“ von Patricia Highsmith, Theater der Jugend
- Felix Hafner als Regisseur für „Der Menschenfeind“ von Molière, Volkstheater
- Simon Jensen für mehrere Rollen in „Die Komödie der Irrungen“ von William Shakespeare, Burgtheater
- Franz-Xaver Mayr als Regisseur für „Diese Mauer fasst sich selbst zusammen und der Stern hat gesprochen, der Stern hat auch was gesagt“ von Miroslava Svolikova, Uraufführung, Schauspielhaus Wien
- Merlin Sandmeyer in „Platons Party“, zwei Dialoge von Platon, und als Kerkermeister in „Die Komödie der Irrungen“ von William Shakespeare und in „der herzerlfresser“ von Ferdinand Schmalz, Akademietheater

SPEZIALPREIS
- Das Bronski & Grünberg Theater, Kaja Dymnicki, Julia Edtmeier, Salka Weber und Alexander Pschill für die Initiative von Schauspielern für Schauspieler
- Doris Uhlich und Michael Turinsky für Inklusion auf Augenhöhe in der Performance „Ravemachine“, Koproduktion von brut und WUK performing arts mit insert (Theaterverein)
- „Kasimir und Karoline“ von 600 Highwaymen nach Ödön von Horváth, Inszenierung Abigail Browde und Michael Silverstone, für die Neuerfindung eines Klassikers

BESTE OFF-PRODUKTION
- „HOLODRIO. Lass mich Dein Drecksstück sein!“ nach André Heller, Inszenierung Thomas Gratzer, Theater Rabenhof
- „JA, EH! Beisl, Bier und Bachmannpreis“ von Stefanie Sargnagel, Inszenierung Christina Tscharyiski, Theater Rabenhof
- „Macht und Rebel“ nach dem Roman von Matias Faldbakken, österreichische Erstaufführung, Inszenierung Ali M. Abdullah, WERK X

BESTE DEUTSCHSPRACHIGE AUFFÜHRUNG
- „Drei Schwestern“, Schauspiel von Simon Stone nach Anton Tschechow, Inszenierung Simon Stone, Theater Basel
- „Die Räuber“ von Friedrich Schiller, Inszenierung Ulrich Rasche, Residenztheater München
- „Faust“ von Johann Wolfgang von Goethe, Inszenierung Frank Castorf, Volksbühne Berlin

BESTE BUNDESLÄNDER-AUFFÜHRUNG
- „Der Auftrag: Dantons Tod“ mit Texten aus Heiner Müllers „Der Auftrag“ und Georg Büchners „Dantons Tod“, Inszenierung Jan-Christoph Gockel, Schauspielhaus Graz
- „Ein Sommernachtstraum oder Badewannengriffe im Preisvergleich“ von Kurt Palm, Uraufführung, Inszenierung Kurt Palm, Theater Phönix, Linz
- „Maria Stuart“ von Friedrich Schiller, Inszenierung Stephanie Mohr, Stadttheater Klagenfurt

www.nestroypreis.at

Dienstag, 3. Oktober 17
Neue Mainzer Stadtschreiberin gewählt: Anna Katharina Hahn ist die 34. Trägerin des Literaturpreises von ZDF, 3sat und der Stadt Mainz 
Anna Katharina Hahn wird die Mainzer Stadtschreiberin des Jahres 2018. Hahn, 1970 im schwäbischen Ruit auf den Fildern, Kreis Esslingen, geboren und wohnhaft in Stuttgart, ist die 34. Trägerin des von ZDF, 3sat und der Stadt Mainz vergebenen renommierten Literaturpreises. Gemeinsam mit dem ZDF wird die Autorin eine Dokumentation nach freier Themenwahl produzieren und die Stadtschreiberwohnung im Mainzer Gutenberg-Museum beziehen. Die Verleihung des mit 12.500 Euro dotierten Preises ist für Februar 2018 geplant.

Anna Katharina Hahn
Anna Katharina Hahn
© ZDF und Jürgen Bauer

"Mit großartiger Menschen- und Milieukenntnis, mit ihrem ebenso präzisen wie ironischen Sprachwitz ist Anna Katharina Hahn eine durch und durch heutige Autorin. Sie ist die große Erzählerin des jungen Bürgertums ihrer schwäbischen Heimat mit allen seinen Irrungen und Abgründen", so die Jury: "Sie verbindet die schonungslose Genauigkeit ihrer Beobachtungen mit Verständnis für die rührende Hilflosigkeit und die Selbsttäuschungen ihrer Protagonisten." Thematisch und stilistisch greift sie von Buch zu Buch weiter aus: über den Stadtrand von Stuttgart bis nach Spanien, vom knappen Realismus, über beziehungsreiche Anspielungen auf die Romantik, bis hin zum fast schon surrealen Entwurf der Verschmelzung einer Tochter mit ihrer Mutter und mit deren bewegtem Leben.

Nach dem Abitur studierte Anna Katharina Hahn ab 1990 Germanistik, Anglistik und europäische Ethnologie in Hamburg. Seit den 1990er Jahren veröffentlichte sie zunächst kürzere literarische Arbeiten in Zeitschriften und Anthologien. Es folgten zwei Bände mit Erzählungen, "Sommerloch"( 2000) und "Kavaliersdelikt" (2004), ehe ihr mit dem Roman "Kürzere Tage", der im grün-linken Stuttgarter Bürgertum spielt, im Jahr 2009 der Durchbruch bei der Kritik und bei den Lesern gelang. Auch ihr  Roman "Am schwarzen Berg" (2012), der das gehobene Bürgertum in Zeiten des Protestes gegen Stuttgart 21 zeigt, war ein großer Erfolg bei Publikum und Kritik. Für ihren jüngsten Roman "Das Kleid meiner Mutter" (2016), der die junge Generation Spaniens in prekären Verhältnissen schildert, erhielt sie viel Resonanz. Anna Katharina Hahn, die auch für das Theater gearbeitet hat, ist vielfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Clemens Brentano Preis (2005), dem Roswitha-Preis (2010), dem Heimito von Doderer-Preis (2010) und dem Wolfgang-Koeppen-Literaturpreis (2012).

Dienstag, 3. Oktober 17
Zum 30. Mal Rossini in Wildbad ~ Das Programm für Jubiläumsjahr 2018 steht so früh wie nie zuvor
Das Programm für das 30. BELCANTO OPERA FESTIVAL wird so früh wie noch nie vorgelegt. Vier Operntitel von Gioachino Rossini stehen bei ROSSINI IN WILDBAD 2018 auf dem Programm sowie herausragende Konzerterlebnisse.

Die Premieren im kommenden Jahr sind L'EQUIVOCO STRAVAGANTE – Die verrückte Verwechslung am Freitag, 13. Juli 2018, szenische Produktion, Gastspiel, Regie Jochen Schönleber; LA CAMBIALE DI MATRIMONIO – Der Heiratswechsel am Samstag, 14. Juli 2018, szenische Produktion, Regie Lorenzo Regazzo; MOÏSE – Moses am Donnerstag, 19. Juli 2018, szenische Produktion, Regie Jochen Schönleber und unter der musikalischen Leitung von Antonino Fogliani, sowie ZELMIRA am Samstag, 21. Juli 2018, konzertante Aufführung. Für diese letzte Premiere wird, nach seinem ruhmreichen Debüt in Wildbad 2017, Gianluigi Gelmetti am Pult erwartet.

Die Eröffnung des Festivals ist wieder über den Schwarzwaldtannen auf dem Turm des Baumwipfelpfades geplant, es soll die PETITE MESSE SOLENELLE von Rossini, musikalische Leitung Antonino Fogliani, erklingen 12. Juli, Wiederholung 24. Juli. Mit dieser Aufführung erinnert ROSSINI IN WILDBAD an den 150. Todestag des Meisters 2018.

Das Festival beginnt mit dem AUFTAKT!-Wochenende im Kurtheater mit zwei Opernpremieren vom 12.-15. Juli 2018, wobei „König Fußball“ elegant ausgewichen wird. Das Belcanto Opera Festival umfasst den Zeitraum 19.-29. Juli 2018 mit Veranstaltungen an allen Tagen.

Der Vorverkauf beginnt in diesem Jahr schon im November. Aufgrund der starken Nachfrage wird es mehr Vorstellungen im Königlichen Kurtheater geben. Besucher, die einen Veranstaltungsblock buchen, erhalten garantiert auch Karten für alle Vorstellungen im Kurtheater.

rossini-in-wildbad.de

Dienstag, 3. Oktober 17
Staatstheater Wiesbaden: Neue Veranstaltungsreihe: »Talk im Foyer« am 10. Oktober
Eine Gesprächsrunde zu Themen der Zeit in Zusammenarbeit mit dem Wiesbadener Kurier

Am Dienstag, den 10. Oktober um 19.30 Uhr findet im Foyer des Großen Hauses die erste Ausgabe der neuen Veranstaltungsreihe »Talk im Foyer« (TiF) statt. Das Hessische Staatstheater Wiesbaden und der Wiesbadener Kurier bieten mit dieser Gesprächsrunde eine Mischung aus Bühne und Journaille zu Themen der Zeit.

Anlässlich der Uraufführung der Oper »Schönerland« befasst sich der erste Abend mit »Heimat und Vertreibung«. Auf dem Podium debattieren Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Prof. Walter Mühlhausen, Leiter der Friedrich-Ebert Gedenkstätte in Heidelberg, die Zeitzeuginnen Barbara Schott und Noha Amkaih, sowie Britta Stallmeister, Sopranistin in »Schönerland«. Die Moderation übernehmen Stefan Schröder, Chefredakteur des Wiesbadener Kuriers und Katja Leclerc, Dramaurgin des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden.

TiF »Heimat und Vertreibung«
Dienstag, 10. Oktober 2017, 19.30 Uhr, Foyer Großes Haus, Eintritt 5 Euro
Karten sind an der Theaterkasse im Großen Haus, telefonisch unter 0611. 132 325 oder auf www.staatstheater-wiesbaden.de erhältlich.


Eröffnung des Vermittlungslabors lab.Bode im Bode-Museum auf der Museumsinsel Berlin
Offizieller Start des bundesweiten Volontärsprogramms für Vermittlerinnen und Vermittler an 21 Museen in ganz Deutschland.
lab.Bode - Das Vermittlungslabor im Bode-Museum. Ein Film von Philipp Seefeldt.

Das Bode-Museum auf der Museumsinsel Berlin wird bis Ende 2020 zum Experimentierfeld für die Vermittlungsarbeit an Museen. Das Vermittlungslabor „lab.Bode“ wurde am Donnerstagabend offiziell von der Kulturstiftung des Bundes und den Staatlichen Museen zu Berlin gemeinsam mit den Direktor_innen und Mitarbeiter_innen der Partnermuseen aus ganz Deutschland eröffnet. Mit dem Vermittlungslabor und einem bundesweiten Volontärsprogramm an 21 Museen in ganz Deutschland zeigt „lab.Bode - Initiative zur Stärkung der Vermittlungsarbeit in Museen“, was Vermittlungsarbeit auszeichnet und was sie bewirken kann.

Für das Modellprojekt wurde von der Architektengruppe raumlabor berlin für drei Säle im Sammlungsrundgang des Bode-Museums ein räumliches Konzept entworfen und umgesetzt. Diese dienen lab.Bode nun als sichtbare Aktions-, Arbeits- und Präsentationsräume. Unter den Bezeichnungen „Denkraum“, „Freiraum“ und „Plattform“ werden Sie künftig von den verschiedenen Akteuren des Programms genutzt, darunter neun Berliner Schulen, die als Partner für das Programm gewonnen wurden. Darüber hinaus können sich Museumsbesucher_innen in den Räumen über das lab.Bode informieren, recherchieren sowie Fragen und Kommentare zu den Projekten und zur Museumssammlung hinterlassen.

Bis 2020 fördert die Initiative lab.Bode im Rahmen eines weitreichenden Programms zudem 21 wissenschaftliche Volontariate im Bereich Vermittlung. Bundesweit konnten sich Museen mit Sammlungsschwerpunkt Kunst bewerben, um der Vermittlungsarbeit an ihrer Institution einen höheren Stellenwert einzuräumen und erstmalig eine wissenschaftliche Volontariatsstelle im Bereich Vermittlung einzurichten. Die Aktivitäten des Volontärsprogramms und des Vermittlungslabors sind eng miteinander verknüpft. Die Volontär_innen nehmen im Rahmen des Programms, das in Kooperation mit dem Deutschen Museumsbund und der Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel umgesetzt wird, an einem umfassenden Fortbildungsprogramm teil. Zudem werden sie zeitweise an den Schulprojekten im Bode-Museum mitarbeiten. In der Zusammenarbeit mit den Projektteams im Bode-Museum soll die Arbeit in interdisziplinären Teams erprobt und dadurch auch ein berufliches Netzwerk geknüpft werden.

Ein öffentliches Diskursprogramm im Bode-Museum, das sich an ein Fachpublikum und die weitere interessierte Öffentlichkeit richtet, fördert begleitend den Austausch über aktuelle Ansätze, Theorien und Perspektiven der Vermittlungsarbeit an Museen. Wissenschaftler_innen und Expert_innen, die sich durch ihre Tätigkeit und Expertise innerhalb der Themenspektren Bildung, Vermittlung, Museum und Schule auszeichnen, werden als „Critical Friends“ regelmäßig in die Initiative eingebunden. Sie erweitern die Arbeit von lab.Bode durch eine Außenperspektive, geben Impulse und tragen zu einer reflektierten Praxis bei. Die im Rahmen des gesamten Programms lab.Bode entwickelten Methoden, Konzepte und Projekte münden in einem digitalem Baukastensystem, auf das interessierte Museen und Akteure der kulturellen Bildung künftig zurückgreifen können.

Julien Chapuis, Leiter des Bode-Museums: „Wir sind sehr glücklich, Wegbereiter der Initiative lab.Bode zu sein. Die Objekte im Bode-Museum umfassen und vermitteln das gesamte Spektrum menschlicher Erfahrungen – seine Hoffnungen und Ängste, sein Streben und seine Begierden. Sie eignen sich deshalb hervorragend als Ausgangspunkt für Reflektionen, Gespräche, Interventionen und Veranstaltungen zu Themen, die nicht nur für Erwachsene, sondern ganz besonders für Kinder und Jugendliche hochrelevant sind, und von ihnen mitgestaltet werden sollten.“

Hortensia Völckers, Vorstand und Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes: „Wir brauchen dringend Vorreiter – Museen, die ihrer Vermittlungsarbeit einen großen Stellenwert einräumen und dafür konzeptionell und praktisch, räumlich und personell, unübersehbare Signale setzen. lab.Bode könnte eine solche Vorreiterrolle übernehmen. Die Voraussetzungen dafür haben wir jedenfalls geschaffen. 5,6 Mio € stellen wir in den kommenden Jahren für das Labor zur Verfügung. Die enorm große Anzahl der Bewerbungen von Museen aus ganz Deutschland für das bundesweite Volontärsprogramm hat gezeigt, dass der Bedarf sehr groß ist. Die Erwartungen sind auf allen Seiten hoch, ab heute gilt es, sie mit vereinten Kräften nach und nach zu erfüllen.“

Heike Kropff, Leiterin der Abteilung Bildung/Kommunikation der Staatlichen Museen zu Berlin:
 „lab.Bode ist ein Impulsgeber und Motor für die gesamte Bildungs- und Vermittlungsarbeit der Staatlichen Museen zu Berlin. Im Rahmen der Initiative entwickeln wir Ideen für innovative Raumkonzepte, die sich an den Bedürfnissen unserer Besucherinnen und Besucher orientieren. Diese lassen sich perspektivisch nicht nur im Bode-Museum, sondern auch in anderen Museen realisieren. Die Erfahrungen, die wir in der intensiven Zusammenarbeit mit den Partnerschulen machen und in Form eines Baukastensystems systematisieren werden, werden wir zur Etablierung von  Bildungspartnerschaften in unserem gesamten Museumsverbund nutzen können. Ein großes Glück ist es, im lab.Bode mit Expertinnen und Experten aus aller Welt über aktuelle Fragestellungen der Bildungs- und Vermittlungsarbeit in Museen diskutieren zu können. Ich hoffe sehr, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Häuser vom Schwung des lab.Bode mitreißen lassen.“      

Weitere Informationen zu „lab.Bode – Initiative zur Stärkung der Vermittlungsarbeit in Museen“ finden sich in Kürze auf www.lab-bode.de.

Teilnehmende Museen am Volontärsprogramm
(weitere 10 Museen folgen im Juli 2018 nach Juryentscheid im Dezember 2017, Bewerbungsfrist 30. September 2017)
Kunsthalle Bremen
Kunsthalle Mannheim
Kunstmuseum Stuttgart
Städtische Galerie im Lenbachhaus, München
Lindenau-Museum Altenburg
Museum für Gegenwartskunst Siegen
Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern
Neues Museum – Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Städtisches Museum Abteiberg, Mönchengladbach
Museum Ulm

Teilnehmende Berliner Schulen
(2 Grundschulen, 2 Gemeinschaftsschulen, 2 integrierte Sekundarschulen, 3 Gymnasien)
Sophie-Brahe-Schule, Treptow-Köpenick
B. Traven Gemeinschaftsschule, Spandau
Athene-Grundschule, Steglitz-Zehlendorf
Grunewald-Grundschule, Charlottenburg-Wilmersdorf
Herder-Gymnasium, Charlottenburg-Wilmersdorf
Barnim-Gymnasium Berlin, Lichtenberg
Thomas-Mann-Gymnasium, Reinickendorf
Gustav-Langenscheidt-Schule, Tempelhof-Schöneberg
Schule am Rathaus, Lichtenberg

www.kulturstiftung-des-bundes.de
www.smb.museum
www.lab-bode.de

Montag, 2. Oktober 17
Tanzfestival Rhein-Main 2017: 16. – 31. Oktober
Das Tanzfestival Rhein-Main wächst und gedeiht: Die zweite Ausgabe findet in drei Städten statt und lockt mit internationalen Choreografie-Stars, jungen Talenten, vielen Eigenproduktionen, einem mitreißenden Rahmenprogramm und dem Tanztag Rhein-Main. Ein Busshuttle kutschiert das Publikum bequem von einem Veranstaltungsort zum anderen.

Tanzfestival
Tanzfestival Rhein-Main: Emanuel Gat Sunny
© Dajana Lothert

Schon die Premiere des Tanzfestivals Rhein-Main war 2016 ein voller Erfolg und beflügelte die Veranstalter dazu, bei der zweiten Ausgabe noch größer zu denken: Vom 16. bis zum 31. Oktober 2017 wird deshalb nicht nur in Frankfurt und Darmstadt, sondern auch in Wiesbaden ein spannendes Programm mit Projekten von internationalen Choreografie-Stars und aufstrebenden Talenten aus der Rhein-Main Region gezeigt. Organisiert wird das Festival von Künstlerhaus Mousonturm und Hessischem Staatsballett im Rahmen des Kooperationsprojekts Tanzplattform Rhein-Main. Spielstätten sind das Hessische Staatstheater Wiesbaden und die Wartburg Wiesbaden, das Künstlerhaus Mousonturm und das Frankfurt LAB sowie das Staatstheater Darmstadt.

Eröffnet wird das Festival mit dem neuen Stück „INOAH“ des brasilianischen Choreografen Bruno Beltrão, der für seinen Stil zwischen Hip-Hop und Avantgarde berühmt ist. Die französische Compagnie MAD wird mit ihrem XXL-Tanzkonzert „Music for 18 Musicians“, bei dem 150 tanzbegeisterte Menschen aus der Rhein-Main-Region mitwirken, das Publikum mitreißen. Außerdem freuen wir uns auf Emanuel Gat Dance mit „SUNNY“, Antony Hamiltons und Alisdair Macindoes „Meeting“, Eyal Dadon und SOL Dance mit „Sale“, „Urban Soul Café“ von Christoph Winkler und „Eine Winterreise” mit dem Hessischen Staatsballett.

Besonders stolz sind die veranstalter auf die Projekte, die im Rahmen der Tanzplattform Rhein-Main am Künstlerhaus Mousonturm und/oder beim Hessischen Staatsballett produziert wurden, wie „Makulatur” der Frankfurter Regisseurin Ksenia Ravvina und der Choreografin Kristina Veit. Die beiden haben Künstlerinnen und Künstler aufgefordert, unvollendete Projekte einzusenden und entwickelten aus dem eingesandten Material eine Ausstellung und eine Performance. Die Ausstellung wird im Festivalzeitraum in Frankfurt und in Wiesbaden präsentiert. „Solo für Lea“ ist ebenfalls eine Koproduktion im Rahmen der Tanzplattform Rhein-Main – ein intimes Werk, das die Choreografin Isabelle Schad der Ausnahmetänzerin Lea Moro direkt auf den Leib schrieb. Außerdem im Rahmen der Tanzplattform produziert wurden: Janna Pinskers und Wicki Bernhardts Performance „Heute mobben wir die Birds“ für ein Publikum ab 11 Jahren, May Zarhys & Hermann Heisigs Stück „Next to Near“, „Gute Pässe Schlechte Pässe – eine Grenzerfahrung” von Helena Waldmann und Olivia Hyunsin Kims Musical-Talentshow „Miss Yellow and Me – I wanna be a musical“.

Beim Tanztag Rhein-Main am 21. Oktober können alle Tanzbegeistern in über 160 Schnuppertanzkursen und beim gemeinsamen Tanzfest am Abend sich selbst tänzerisch ausprobieren.
Um das vielfältige Vorstellungsprogramm herum erwartet die Besucherinnen und Besucher ein buntes Rahmenprogramm, das von klassischen Künstlergesprächen über „Physical Introductions“, Warm-ups zum Mitmachen und interaktiven Nachgesprächen bis zu einem Konzert, einer Party und zwei Tanztees reicht.
Zwei weitere Neuerungen: Mit der Tanzfestival Card (10 Euro / erm. 5 Euro) können Zuschauerinnen und Zuschauer bei jeder Vorstellung Eintritt sparen – und ein Busshuttle (eine Hin- und Rückfahrt: 5 Euro) kutschiert das Publikum bequem und pünktlich von einem Veranstaltungsort zum anderen.

www.tanzplattformrheinmain.de / www.mousonturm.de / www.staatstheater-darmstadt.de / www.staatstheater-wiesbaden.de

Montag, 2. Oktober 17
Das Münchner Gärtnerplatztheater ist wieder am Platz ~ Spielzeitbeginn 8. Oktober
Am Freitagvormittag führte Kurt Bachmann, Behördenleiter des Staatlichen Bauamtes München zusammen mit Iris Egger, Künstlerische Betriebsdirektorin und Stellvertretende Staatsintendantin des Gärtnerplatztheaters und der Baukoordinatorin Ulrike Jochum die Pressevertreter, Fotografen und Fernsehteams durch das sanierte Gärtnerplatztheater. Gezeigt wurden Foyer, Zuschauerraum, Bühne, Orchesterprobensaal, Probenräume und natürlich auch die Kantine. Der Rundgang endete mit dem Besuch der großen Probebühne, auf der Staatsintendant Josef E. Köpplinger DIE LUSTIGE WITWE probte. Am 8. Oktober von 14.00 bis 18.00 Uhr können alle Münchnerinnen und Münchner, alle Freunde und Liebhaber ihr Gärtnerplatztheater besuchen. Der Eintritt ist frei. Karten, die den Einlass regeln, gibt es ab 13.00 Uhr vor dem Theater.

Gärtnerplatztheater München
Gärtnerplatztheater München
© Christian POGO Zach

Am 14. und 15. Oktober wird mit der Gala ES IST SOWEIT! die Wiedereröffnung des Gärtnerplatztheaters gefeiert. Nach über fünf Jahren kommen die Musik, das Wort und der Tanz in eines der schönsten Opernhäuser Deutschlands zurück. Das 32-köpfiges Solistenensemble, der Chor, die Ballettkompagnie, der Kinderchor und das Orchester präsentieren zusammen mit Überraschungsgästen unter der musikalischen Leitung von Anthony Bramall, Michael Brandstätter und Andreas Kowalewitz die schönsten Melodien aus der Schatztruhe des musikalischen Unterhaltungstheaters.


Der Zuschauerraum des Gärtnerplatztheaters
© Christian POGO Zach

Die Eröffnungspremiere DIE LUSTIGE WITWE findet am 19. Oktober 17 statt. Danilos und Hannas finales Liebesbekenntnis »Lippen schweigen« zählt noch immer zu den Evergreens des musikalischen Unterhaltungstheaters. Mit seinen unerschöpflichen melodischen Einfällen und bezaubernden orchestralen Farben traf Lehár genau den Nerv seiner Zeit. In seiner Neuinszenierung dieser Operette für das Gärtnerplatztheater spürt Staatsintendant Josef E. Köpplinger den feinfühligen psychologischen Abgründen dieses zeitlosen Klassikers nach. Die Musikalische Leitung hat der neue Chefdirigent Anthony Bramall. Einen ersten Einblick in die Produktion gibt es am 8. Oktober in der Premierenmatinee.

www.gaertnerplatztheater.de

Montag, 2. Oktober 17
Bodyguard - Das Musical feierte umjubelte Premiere in Stuttgart
Mit großen Stimmen und großen Emotionen hat in der vergangenen Woche das Ensemble rund um die Hauptdarsteller Aisata Blackman (Soul-Diva Rachel Marron) und Jadran Malkovich (Bodyguard Frank Farmer) die dramatische Liebesgeschichte aus dem weltberühmten Kinoblockbuster auf die Live-Bühne gebracht. Tosender Applaus und Jubelrufe schlugen den Darstellern während der Aufführung und im großen Finale entgegen.
Zu den 1800 geladenen Premierengästen zählten auch viele Prominente: Die Erwartungen von Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes hat BODYGUARD – DAS MUSICAL übertroffen: „Es ist von allem etwas dabei: Es ist spannend, es ist rührend, es ist lustig. Allein das Intro ist der Hammer - wir kommen aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus!“

Bodyguard
Hauptdarsteller Jadran Malkovich und Aisata Blackman (li.) mit Hanna Weig und Jörn Schlönvoigt (re.)
© Stage Entertainment / Pakalski

Schauspieler und Musiker Jörn Schlönvoigt, der Stuttgarts neue Musicalproduktion mit seiner schwangeren Verlobten Hanna Weig genossen hat, kommt demnächst gleich noch einmal ins Stage Palladium Theater und fasst zusammen: „Sensationell, wahnsinnige Stimmen – das war heute wirklich ein Paradebeispiel dafür, dass man einen Film auf die Bühne bringen kann. Das schaue ich mir ein zweites Mal mit meinen Eltern an.“

Schlagerstar Anita Hofmann konnte gar nicht genug bekommen von der weltberühmten Musik: „Die vielen wunderschönen Songs, ich bin dahingeschmolzen. „Man lebt hier so sehr in der Geschichte, der Film ist lebendig geworden.“

Das Gesamtpaket der Vorstellung hat Schauspieler Walter Sittler überzeugt: „Bei den Choreographien ging es heftig zur Sache – der Wahnsinn. Die Hauptdarstellerin singt phantastisch, auch die Duette sind toll. Insgesamt ist das Stück sehr modern.“ Sein Fazit: „Sehr schön, lohnt sich!“

Das Model Giulia Siegel hat die Stimmgewalt beeindruckt: „Die Darsteller haben Stimmen zum Niederknien. Alle spielen mit Herzblut, absoluter Wahnsinn!“
Ähnlich ging es auch Moderator Jochen Bendel: „Aisata Blackmann hat so viel Power in der Stimme – Hammer!“ und Schauspieler Richy Müller fand die Show „sehr sehens- und
hörenswert!“

BODYGUARD nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch das aufreibende Leben der Königin des Soul und Pop, mit allen Licht- und Schattenseiten. Zunächst prallen die zwei Welten des Superstars Rachel Marron und des soliden Bodyguards Frank Farmer aufeinander. Frank soll die glamouröse Diva vor einem Stalker beschützen, doch Rachel will ihr unbesorgtes Leben einfach weiterleben. Erst ein dramatischer Zwischenfall bringt die entscheidende Wendung – eine nie für möglich gehaltene Liebesgeschichte beginnt. Ab sofort acht Vorstellungen pro Woche – Tickets unter musicals.de

Montag, 2. Oktober 17
Festungsvarieté „!taste!“ in der Festung Ehrenbreitstein
Wenn sich der Kuppelsaal der Festung Ehrenbreitstein in ein weihnachtliches Varietétheater verwandelt, geht es wie immer um höchsten Genuss und faszinierende Unterhaltung. Vom 30.11. bis 31.12.2017 findet das diesjährige Festungsvarieté statt, es steht unter dem Motto „!taste!“.

Festungsvariete © Café Hahn, Koblenz

Koblenz ist die Hochburg des Varietés in Rheinland-Pfalz und darüber hinaus. Im November und Dezember veranstaltet die Café Hahn GmbH wieder an zwei Standorten zwei verschiedene Varietéshows: Das Weihnachtsvarieté im Gülser Café Hahn und das Festungsvarieté im Kuppelsaal der Festung Ehrenbreitstein.
Das Besondere am Festungsvarieté: das exklusive 4-Gänge-Menü, das bereits im Preis enthalten und in den Ablauf der Show integriert ist. Unter dem Motto „!taste!“ treffen Kunstgenuss und Genusskunst aufeinander – ein absolutes Highlight im Veranstaltungskalender!
Der Berliner Regisseur Karl-Heinz Helmschrot hat auch in diesem Jahr wieder eine einzigartige Kombination aus Varieté und Dinnershow geschaffen und der Küchenchef der Festung Ehrenbreitstein Alexander Hüllen liefert hierzu das passende Menü. Die einzigartige Atmosphäre der altehrwürdigen Festung Ehrenbreitstein hoch über Rhein und Mosel, die langjährige Erfahrung der Varietémacher, internationale Künstler verschiedenster Disziplinen von spektakulärer Luftartistik über Kontorsion bis hin zu innovativer Akrobatik, Comedy und Livemusik, kulinarische Hochgenüsse und ein besonders festliches Ambiente machen aus einem Abend im Festungsvarieté ein unvergessliches Erlebnis!
Ob für den romantischen Abend zu zweit, gemeinsam mit der ganzen Familie, den Freunden, Kollegen oder der ganzen Firma – das Festungsvarieté ist der ideale Rahmen und die perfekte Geschenkidee.
Auch in diesem Jahr müssen die Gäste den Weg vom Parkplatz zum Kuppelsaal nicht zu Fuß zurücklegen: Der Festungs-Express, eine gemütliche Bimmelbahn, fährt alle Gäste wetterunabhängig, bequem und kostenlos vom Entrée-Gebäude der Festung zum Kuppelsaal und wieder zurück.
An allen Sonntagen finden Frühstücksshows im „light“-Format statt. Besonders fulminant wird es bei der exklusiven Silvestershow.
Der Vorverkauf läuft! Tickets gibt es unter cafehahn.de/festungsvariete oder im Ticketshop gegenüber des Café Hahn, Neustraße 15, 56072 Koblenz-Güls.

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