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Die weiteren News: Juni 17

Donnerstag, 22. Juni 17
Nicolas Stemann und Benjamin von Blomberg leiten Schauspielhaus Zürich ab der Spielzeit 2019/20
In seiner Sitzung vom 20. Juni 2017 hat der Verwaltungsrat der Schauspielhaus Zürich AG Nicolas Stemann und Benjamin von Blomberg als Intendanten für das Schauspielhaus Zürich ab der Spielzeit 2019/2020 für die Dauer von fünf Jahren gewählt. Damit übernehmen ein international arbeitender und künstlerische Massstäbe setzender Regisseur sowie ein Dramaturg, der als Chefdramaturg bereits avancierte Theaterneustarts massgeblich mitgeprägt hat, die Leitung am Schauspielhaus Zürich.  Mit dieser Wahl setzt der Verwaltungsrat ein Zeichen: Einerseits ermöglicht er zwei ambitionierten Theatermachern eine Weiterentwicklung ihrer künstlerischen und programmatischen Visionen und damit einen Generationswechsel auf institutioneller Ebene. Andererseits unterstützt er den Willen zur Teamarbeit und zu einer kooperativen Führung als Leitungsmodell der Zukunft.

Lokal verwurzelt – international vernetzt
Die Co-Intendanz Stemann und von Blomberg wurde von der Findungskommission in einem mehrstufigen Verfahren aus einer Liste von rund 50 Persönlichkeiten ausgewählt. Sechs hoch qualifizierte Personen wurden eingeladen, ein Konzept für die Zukunft des Schauspielhauses einzureichen. Drei davon kamen in die engste Auswahl. Die Findungskommission hat Stemann/von Blomberg einstimmig zur Wahl vorgeschlagen.
Stemann und von Blomberg stehen für ein Theater, das sich zwar in der Tradition des klassischen Stadttheaters sieht, sich zugleich aber den Herausforderungen sich modifizierender Produktionsbedingungen und einer sich verändernden Welt stellt und so neue Wege geht – und zwar sowohl ästhetisch wie strukturell. In und für Zürich soll ein künstlerisch unverwechselbares, politisch relevantes Theater entstehen, das sowohl national wie international ausstrahlt.

Konzentration auf eine dem Schauspielhaus exklusiv verbundenen KünstlerInnen-Gruppe
Stemann/von Blomberg möchten eine kleine Gruppe von Theatermacherinnen und Theatermachern unterschiedlicher Herkunft und ästhetischer Positionierung an das Schauspielhaus binden. Diese Gruppe wiederum wird dann gemeinsam ein starkes Ensemble aus Akteurinnen und Akteuren zusammenstellen, das gleichfalls in seiner Diversität die unterschiedlichen Lebens- und Herkunftserfahrungen der Stadtbevölkerung repräsentiert.
Es gilt das Vorhaben, hier gemeinsam zu leben und zu arbeiten. Am Schauspielhaus soll ein Ort entstehen, an dem der Theaterprozess als eine im Kern partizipative und soziale Kunstform wieder erlebbar gemacht wird. Die Co-Intendanz möchte so einen offenen Austausch mit der vielfältigen Bevölkerung der Stadt Zürich und der Schweiz pflegen und dem Anliegen einer wieder verstärkten kulturellen und gemeinschaftsbildenden Teilhabe vieler Menschen entsprechen.

Nachwuchs-Pflege, Entwicklung neuer Theaterformen
Dem Wunsch nach Entwicklung neuer Formen und Sprachen im Theater entsprechend soll ferner der künstlerische Nachwuchs gefördert und in die Arbeit am Schauspielhaus eingebunden werden. So ist u.a. eine intensive Zusammenarbeit mit Ausbildungs-Instituten wie der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) angestrebt, spezielle hierfür geeignete Formate sollen entwickelt werden.

Zusammenarbeit mit (inter)nationalen Kulturinstitutionen
Das Schauspielhaus soll zudem ein Ort sein, welches sich einerseits mit Eigenproduktionen einer identifizierbaren und identifikationsstiftenden KünstlerInnengruppe markant profiliert; und darüber hinaus mit nationalen und internationalen Partnerinstituten in Form von Koproduktionen und Gastspielen eng zusammenarbeitet und so Produktionen nach haltiger verwertet, austauscht und lebendig hält. Damit wird auch ein
wesentlicher Beitrag zur Ausstrahlung der Stadt als europäisch bedeutender Kulturstadt geleistet werden.

Eindrücklicher Leistungsausweis der Intendanten
Nicolas Stemann
, geboren 1968 in Hamburg, studierte Regie am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und am Institut für Theater, Musiktheater und Film in Hamburg. Erste Arbeiten entstanden vor allem in der Hamburger Kampnagelfabrik („Terror-Trilogie“, „Verschwörung“ u.a.). Seither inszenierte Stemann an vielen der wichtigsten Theater im deutschsprachigen Raum (u.a. Theater Basel, Schauspielhaus Hamburg, Thalia Theater Hamburg, Deutsches Theater Berlin, Burgtheater Wien) sowie auch im Musiktheater (u.a. an der Komischen Oper Berlin, der Berliner Staatsoper, der Opéra Comique Paris). Seit 2015 arbeitete er verstärkt auch im französischsprachigen Raum (Théatre Vidy/Lausanne, Bobigny Paris, Théâtre National Strasbourg, TNB Rennes etc.). Einladungen und Kooperationen mit Festivals wie den Salzburger Festspielen, Wiener Festwochen, Festival d'Avignon, Theater der Welt, Ruhrtriennale, Festival di Bogotà. Regelmässig wurden seine Arbeiten zudem zum Berliner Theatertreffen und den Mühlheimer Theatertagen eingeladen.
Seit der Spielzeit 2015/16 ist Nicolas Stemann Hausregisseur an den Münchner Kammerspielen. Hier realisierte er „Der Kaufmann von Venedig“ als Eröffnungsinszenierung, die Uraufführung von Elfriede Jelineks „Wut“ sowie „Der Kirschgarten“ von Anton Tschechow. Zurzeit erarbeitet er zusammen mit dem Komponisten Philippe Manoury die Oper „Kein Licht“ für die Opéra Comique in Paris und die Ruhrtriennale. Seit dem Frühlingssemester 2017 ist Stemann Leiter des Studiengangs Master Regie an der ZHdK Zürich.

Benjamin von Blomberg wurde 1978 geboren, studierte Historische Musikwissenschaften, Germanistik und Betriebswirtschaftslehre in Hamburg. Noch zu Studienzeiten war er gemeinsam mit dem Regisseur und derzeiti4
gem Intendanten des Luzerner Theaters, Benedikt von Peter, Mitbegründer der freien Operngruppe „evviva la diva“, mit der er u.a. in Berlin, Düsseldorf und Hamburg Produktionen als Dramaturg und Produktionsleiter
betreute. Am Thalia Theater Hamburg gastierte er erstmals 2005 bei „Quixote in der Stadt“ (Regie Andreas Kriegenburg), von 2006 bis 2010 war er dort unter Intendant Ulrich Khuon und schliesslich unter Joachim Lux als Dramaturg tätig. Von 2010 an arbeitete Benjamin von Blomberg als freischaffender Dramaturg u.a. in Berlin, Hamburg,
Hannover, bei den Salzburger Festspielen und in Zürich. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn vor allem mit Nicolas Stemann, mit dem er wiederholt auch Stücke von Elfriede Jelinek zur Uraufführung brachte und regelmässig zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde.
Von 2012 bis 2015 war Benjamin von Blomberg schliesslich Chefdramaturg und Leiter der Sparte Schauspiel am Theater Bremen. Seit der Spielzeit 2015/16 ist er Chefdramaturg an den Münchner Kammerspielen. Darüber
hinaus veröffentlicht er in Fachmagazinen und ist regelmässig als Juror und Vortragender tätig, u.a. für das Körber Studio Junge Regie und in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut Amsterdam und Seoul, Korea. 2012 wurde Benjamin von Blomberg von der Fachzeitschrift „Theater heute“ zum Dramaturg des Jahres gewählt.

Die Findungskommission zur Auswahl der Intendanz wurde von Peter Haerle, Direktor Kultur der Stadt Zürich und Mitglied des Verwaltungsrates, geleitet. Ihr gehörten an:
- Prof. Dr. Ursula Amrein, Verwaltungsrätin Schauspielhaus Zürich,Vertreterin des Kantons Zürich
- Markus Bachofen Rösner, Verwaltungsratspräsident Schauspielhaus Zürich
- Peter Haerle, Verwaltungsrat Schauspielhaus Zürich, Direktor Kultur Stadt Zürich
- Jens Hillje, Co-Intendant des Maxim Gorki Theaters, Berlin, Dramaturg, Autor, Kurator
- Anne Keller Dubach, Vizepräsidentin des Verwaltungsrates Schauspielhaus Zürich
- Dr. Petra Kohse, Sekretärin der Sektion Darstellende Kunst der Akademie der Künste, Berlin, Theaterwissenschaftlerin und Autorin
- Thomas Oberender, Intendant Berliner Festspiele

www.schauspielhaus.ch

Donnerstag, 22. Juni 17
Jarik Foth aus Schleswig-Holstein ist bester Vorleser Deutschlands 2017
Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels 2016/17 mit rund 570.000 Teilnehmern aus 7.000 Schulen / 16 Landessieger lasen heute beim Bundesentscheid beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) in Berlin

Der beste Vorleser Deutschlands kommt aus Schleswig-Holstein. Jarik Foth, 12, vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Quickborn gewann heute das Bundesfinale des 58. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) in Berlin. Er las einen Drei-Minuten-Auszug aus „Stumme Helden lügen nicht“ von Simon Packham (dtv) vor und setzte sich damit gegen die 15 anderen Sieger der Landeswettbewerbe durch.

Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, überreichte gemeinsam mit der Jury die Urkunden an die 16 Finalisten. „Mit ihren Auftritten haben uns die Kandidatinnen und Kandidaten heute alle mitgerissen. Wer so selbstbewusst vorliest und sich für Bücher begeistert, hat schon gewonnen. Lesen ist Ausdauertraining fürs Köpfchen, das Vorlesen vor Anderen stärkt das Auftreten und das Selbstbewusstsein. Das möchten wir mit dem Vorlesewettbewerb bei Schülerinnen und Schülern fördern“, sagte Riethmüller.

Rund 570.000 Schülerinnen und Schüler aus 7.000 Schulen haben in diesem Jahr am Vorlesewettbewerb teilgenommen und aus ihren Lieblingsbüchern vorgelesen. Nach den schulinternen Vorrunden im Herbst und Winter fanden bis Ende Mai über 600 Regionalwettbewerbe auf Stadt-, Kreis-, Bezirks- und Landesebene statt.

Alle Finalisten erhalten ein Medienpaket mit Büchern und einem Hörbuch. Der Bundessieger gewinnt zusätzlich den Wanderpokal, eine Medaille, eine Lesung mit einem Jugendbuchautor an seiner Schule sowie ein Jahresabo des Nachrichten-Magazins „Dein SPIEGEL“ und einen BücherScheck im Wert von 50 Euro. Er wird zudem eingeladen, als Jurymitglied am Finale des nächsten Vorlesewettbewerbs teilzunehmen. Die Bibliothek der Schule des Bundessiegers erhält zusätzlich eine Auswahl von ca. 40 aktuellen Kinder- und Jugendbüchern, darunter auch die Titel, aus denen die Landessieger beim Bundesfinale vorgelesen haben.

Der Jury beim Finale des Vorlesewettbewerbs 2016/2017 gehörten an:
Tim Gailus (KiKA-Moderator), Anja von Kampen (Kinderbuchautorin Schulsiegerbuch), Max Moor (Moderator, Schauspieler, Autor), Angelika Schaack (Hörbuch-Verlegerin) und Matthias Stelzle (Vorjahressieger).

Die 16 Teilnehmer des Finales in Berlin waren:

• Friedemann Kaleschke, Marbach (Baden-Württemberg)
• Luna Backes, Kaufering (Bayern)
• Pit Terjung, Berlin
• Hannes Grunewald, Perleberg (Brandenburg)
• Jana Horn, Bremen
• Moritz Twesten, Hamburg
• Tjorven Druck, Limburg (Hessen)
• Charlotte Elise Rohde, Rostock (Mecklenburg-Vorpommern)
• Lian Janocha, Delmenhorst (Niedersachsen)
• Johanna Schönfelder, Unna (Nordrhein-Westfalen)
• Sieglinde Brauers, Mainz (Rheinland-Pfalz)
• Frida Wachter, Limbach (Saarland)
• Moritz Indorf, Hohenstein-Ernstthal (Sachsen)
• Luca Alexander Hense, Halle (Sachsen-Anhalt)
• Jarik Foth, Ellerau (Schleswig-Holstein)
• Marvin Strauß, Kaltenwestheim (Thüringen)

Der rbb hat das Finale aufgezeichnet und produziert eine Sendung für den KiKA. Sie wird am 8. Juli 2017 um 17.45 Uhr ausgestrahlt. Das Erste zeigt im Herbst 2017, zum Start des neuen Wettbewerbs 2017/2018, eine weitere Sendung.

Der Vorlesewettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Er wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Erstmalig fördern in diesem Jahr die Stiftungen der Sparda-Banken aus Hannover, Baden-Württemberg, Hessen und Hamburg den Wettbewerb. Medienpartner sind der rbb und das Kindermagazin „Dein SPIEGEL“.

Donnerstag, 22. Juni 17
Jan Wagner, Carola Bauckholt und Ensemble Modern eröffnen Frankfurter Lyriktage
(kus) Die alle zwei Jahre vom Kulturamt Frankfurt am Main veranstalteten Frankfurter Lyriktage 2017 versammeln wichtige Stimmen der Gegenwartslyrik in Frankfurt und Umgebung. So frisch und vielgestaltig wie sich die Lyrik zurzeit darstellt, so bunt und vielfältig ist auch das Programm des zum fünften Mal stattfindenden Poesiefestivals.

Den Auftakt bildet am 22. Juni ein Lesungskonzert mit dem gerade gekürten Büchnerpreisträger 2017, Jan Wagner, der Komponistin Carola Bauckholt und dem Ensemble Modern. Das Projekt wurde vom Kulturamt Frankfurt am Main initiiert und ist eine Uraufführung.

Bis zum 1. Juli finden in Frankfurt und an ausgewählten Orten der Umgebung Veranstaltungen mit namhaften Lyrikerinnen und Lyrikern der Gegenwart statt. Es lesen mit Jürgen Becker, Marcel Beyer und Volker Braun drei weitere Büchner-Preisträger und mit Frank Witzel der Preisträger des Deutschen Buchpreises 2015. Die Vielfalt und Vielstimmigkeit der deutschsprachigen Lyrikszene bilden zudem jüngere Poetinnen und Poeten wie Daniela Seel, Max Czollek und Tristan Marquardt oder die Lyrikbewegung „Salon Fluchtentier“ ab.

Das Programm legt in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf die schier unerschöpflichen Beziehungen zwischen Musik und Lyrik, die in verschiedenen Konstellationen neu ausgelotet werden. Auch die Themen der Zeit fließen in das Programm ein: Dichterinnen und Dichter aus Syrien, der Türkei und Russland sind zu Gast. Mit Lavinia Greenlaw und Jacques Roubaud kommen zwei große europäische Stimmen nach Frankfurt. Die Veranstaltungen finden an verschiedenen Orten, unter anderem den etablierten literarischen Einrichtungen, in Museen, aber auch in subkulturellen Räumen statt. Traditionell enden die Frankfurter Lyriktage mit der „Frankfurter Lyriknacht“, zu der neun der interessantesten deutschsprachigen Gegenwartslyrikerinnen und Lyriker lesen. Zahlreiche Kooperationspartner wie die Litprom, das Literaturhaus Frankfurt, das Hessische Literaturforum bringen eigene Veranstaltungen in das Programm mit ein.

Mit insgesamt 36 Veranstaltungen und rund 100 Mitwirkenden sind die Frankfurter Lyriktage das zweitgrößte Poesiefestival Deutschlands.

Donnerstag, 22. Juni 17
Staatstheater Wiesbaden: Sommer-Spezial zum Start der Spielzeit 2017.2018: »Der Liebestrank« für 8 Euro auf allen Plätzen ~ Tickets für die Vorstellung am 10. September
Das Hessische Staatstheater Wiesbaden feiert die Spielzeit-Eröffnung 2017.2018: Zum Start der Opernsaison sind alle Besucherinnen und Besucher zur ersten Vorstellung »Der Liebestrank« von Gaëtano Donizetti im Großen Haus herzlich eingeladen.


Der Liebestrank
Staatstheater Wiesbaden
Gloria Rehm, Christopher Bolduc, Patrick Carfizzi, Chor, Statisterie
© Karl-Bernd Karwasz

Ab sofort gibt es an der Theaterkasse im Großen Haus für die Vorstellung »Der Liebestrank« am Sonntag, den 10. September auf allen Plätzen Tickets für 8 Euro. Das Angebot gilt bis zum 2. Juli.

Donizettis »Liebestrank« ist die romantischste aller komischen italienischen Opern des 19. Jahrhunderts. Ein naiver Bursche verliebt sich – zunächst unglücklich –  in eine gut situierte, aber kapriziöse Schönheit. Zusammen mit dem Macho Belcore, dem alten Schwindler Dulcamara, dessen Liebestrank die Melodien perlen lässt, und dem agilen Chor bilden sie das Personal für einen turbulenten Opernabend. Die Wiederaufnahme, in der Inszenierung von Jim Lucassen und unter der Musikalischen Leitung von Daniela Musca ist mit Olesya Golovneva als Adina und Ioan Hotea als Nemorio ist hochkarätig besetzt.

Oper »Der Liebestrank« von Gaëtano Donizetti
Vorstellung: Sonntag, 10. September
Eintritt: 8 Euro
Das Angebot gilt bis zum 2. Juli
Karten sind an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder auf www.staatstheater-wiesbaden.de erhältlich.

Mittwoch, 21. Juni 17
Leonard Bernsteins »Candide« in der Musikalischen Komödie Leipzig
(lifePR) Die Musikalische Komödie präsentiert mit ihrer letzten Neuproduktion der Spielzeit eine »Liebeserklärung an die europäische Musik«. Als halbszenische Aufführung steht ab Samstag, 24. Juni, 19 Uhr Leonard Bernsteins »Candide« auf dem Spielplan. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des Chefdirigenten Stefan Klingele, der Chefregisseur Cusch Jung inszeniert.

Die 1956 in New York uraufgeführte »Comic Operetta« ist neben der »West Side Story« Bernsteins bekanntestes Werk und eine bestechende Mischung aus klassischer Operette, Musical und Komischer Oper. Bernstein greift hier auf die europäischen Operettentraditionen von Offenbach bis Sullivan zurück. Inspirieren ließ er sich von Voltaires beißend ironischer Novelle »Candide oder der Optimismus«.

Ist die Welt, in der wir leben, die beste aller Welten? In diesem Glauben werden Candide (Jeffery Krueger), seine heimliche Liebe Kunigunde (Mirjam Neururer), deren Bruder Maximilian (Hinrich Horn) und die Kammerzofe Paquette (Paquette) von ihrem Hauslehrer Dr. Pangloss (Milko Milev) erzogen. Am Hof des westfälischen Schlosses Thunder-Ten-Trock leben sie wie unter einer großen Käseglocke, bis schließlich der Krieg zwischen Hessen und Westfalen ausbricht. Auf der Flucht werden sie auf eine harte Probe gestellt und das Leben zeigt sich den Hauptfiguren von seiner schonungslosen Seite. Von Ausbeutung über Prostitution bis hin zum Galgentod begegnen sie allen Übeln dieser Welt.

Bernsteins »Candide« ist doppelbödige Unterhaltung auf höchstem Niveau. Neben den bekanntesten Geniestreichen des Stückes, wie der häufig in Konzertsälen gespielten energiegeladenen Ouvertüre und Kunigundes virtuoser Koloraturarie »Glitter and Be Gay«, ist »Candide« ein durch und durch lebendiges und humorvolles Musikerlebnis.

Karten (15-39 Euro) für die Premiere und die folgenden Aufführungen am 25. Jun. 2017 / 27. Jun. 2017gibt es an der Kasse im Opernhaus, unter Tel: 0341 – 12 61 261 (Montag-Samstag: 10-19 Uhr), per E-Mail: service@oper-leipzig.de oder im Internet unter www.oper-leipzig.de.

Mittwoch, 21. Juni 17
„Kunst am Main“: Anything goes! Kunst in Aktion genießen
Am 1. und 2. Juli 2017 laden an die 40 Künstler am Höchster Mainufer zur traditionsreichen, von Annette Wagner-Netthorn organisierten  Veranstaltung „Kunst am Main“ ein. Am idyllischen Höchster Mainufer können Kunstinteressierte in den dort aufgestellten Zelten in entspannter Atmosphäre Kunst genießen. Dieses Jahr erwartet die Besucher im Aktionszelt 21/ 22 ein ganz besonderes Highlight. Dort präsentieren die drei regionalen Künstler Edda Rössler, Dorothea Weber und Eric Schrade ihre aktuellen Kunstwerke und laden zudem zu zahlreichen Aktionen ein.

Vernissage mit Live-Musik und Getränken
Am Samstag, den 1. Juli 2017 dürfen sich die Besucher ab 17 Uhr auf eine Vernissage mit Live-Musik und Getränken (gegen einen Unkostenbeitrag) freuen. Die junge Frankfurter Geigerin Johanna Bartelt wird in Anwesenheit von Edda Rössler, Dorothea Weber und Erc Schrade passend zum Aktionsmotto „Anything goes!“ ausgewählte Songs des amerikanischen Komponisten Cole Porter vortragen. Während der Vernissage räumen die Künstler einen Rabatt von 20% auf Kunstwerke ein.

Love-Story und Charity-Aktion
Am darauffolgenden Sonntag, den 2. Juli 2017 wird ebenfalls für Unterhaltung gesorgt. Um 12 Uhr lädt Edda Rössler im Aktions-Zelt zur Lesung ihrer aktuellen Kurzgeschichte „Gatsby Reloaded - Eine Frankfurter Romanze“ ein. Die Love-Story bezieht sich auf F. Scott Fitzgeralds bekannten Roman „The Great Gatsby und spielt in Frankfurter Künstlerkreisen in den späten 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Der Band „Gatsby Reloaded“ enthält zahlreiche, originelle Illustrationen, die aus der Feder von Dorothea Weber stammen. Er ist in deutscher und englischer Sprache aufgelegt und in einer kleinen Auflage käuflich erhältlich. Edda Rössler wird den kompletten Verkaufserlös der Wochenbettstation der Höchster Klinik spenden.

Von Voodoo bis Speckstein
Viel Action und Unterhaltung verspricht der anschauliche Workshop um 14 Uhr mit dem Maler und Bildhauer Eric Schrade. Der Künstler wird die Besucher in die Kunst der Bildhauerei mit Specksteinen einweihen und verspricht, „auch ein paar wesentliche Geheimnisse aus der Welt der Bildhauerei zu verraten.“

Und im Zelt auch noch zu sehen
Edda Rössler präsentiert farbintensive Acrylgemälde, die Porträts und Stadtlandschaften im Stil „eines zeitgenössischen Expressionismus“ darstellen. Dorothea Weber stellt  farbintensive Aquarelle und Acrylgemälde aus. Ihr Sujet sind Stillleben, die zugleich den von ihr eigens für „Kunst am Main“ entworfenen Kunstkalender prägen. Der geschmackvolle Kunstkalender erscheint in einer kleinen Auflage und ist käuflich erhältlich. Eric Schrade, der aus den USA stammende und in Frankfurt am Main lebende Maler und Bildhauer, zeigt „Voodoo-Paintings“. Seine geheimnisvollen und skurrilen Figuren erinnern an Werke von Jean-Michel Basquiat und Graffiti-Painting. Einen schönen Kontrast zum Voodoo-Painting bilden seine expressiv gehaltenen Speckstein-Skulpturen.

„Egal,ob Acrylgemälde, Aquarelle oder Skulpturen – unsere Stile passen gut zusammen“, davon sind Edda Rössler, Dorothea Weber und Eric Schrade überzeugt. Die Künstler freuen sich auf eine rege Teilnahme und sind überzeugt, mit ihren Werken und dem vielseitigen Programm einen abwechslungsreichen Kunstgenuss zu bieten.
  
www.arts21.de/anything-goes-kunst-in-aktion-geniessen-2/ 

Edda Rössler, www.arts21.de
Dorothea Weber, www.dw-art-design.de
Eric Schrade, www.eric-schrade.de

Mittwoch, 21. Juni 17
Bühne frei für die Buchpreisblogger 2017 – in diesem Jahr mit eigenem „Deutscher-Buchpreis-Blog“
Sechs Blogger, zwanzig Bücher, alles auf einen Blick: Ab dem 15. August stellen wieder sechs „Buchpreisblogger“ die nominierten Titel des Deutschen Buchpreises vor. Die Buchpreisblogger lesen die 20 Bücher der Longlist, stellen sie zur Diskussion und bieten Hintergrundinformationen sowie kritische Debattenbeiträge.

Zum ersten Mal erscheinen alle Aktivitäten der Bloggerinnen und Blogger gebündelt auf dem „Deutscher-Buchpreis-Blog“ www.deutscher-buchpreis-blog.de. Auf dem Blog werden künftig auch weitere spannende Hintergrund-Artikel zum Deutschen Buchpreis veröffentlicht.

Auch das Team der Buchpreisblogger ist 2017 komplett neu aufgestellt. Neben fünf neuen Bloggerinnen und Bloggern ist mit Ilke Sayan (BuchGeschichten) auch zum zweiten Mal eine Booktuberin mit an Bord. Die Mitglieder stellen sich in den kommenden Wochen auf dem „Deutscher-Buchpreis-Blog“ vor.

Die Blogger 2017 sind:

• Sandro Abbate novelero
• Isabella Caldart novellieren
• Mareike Fallwickl Bücherwurmloch
• Sarah Reul Pinkfisch
• Frank Rudkoffsky Frank O. Rudkoffsky
• Ilke Sayan (Booktuberin) BuchGeschichten

Die Original-Posts veröffentlichen die Influencer weiterhin unter dem Hashtag #dbp17 über ihre eigenen Kanäle. Die Beiträge der Blogger werden zudem auf der Facebook-Seite des Deutschen Buchpreises zusammengeführt.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung vergeben. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind zudem die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Die Preisverleihung findet am 9. Oktober 2017 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt. Interessierte können die Preisverleihung per Live-Stream unter www.deutscher-buchpreis.de mitverfolgen.

Dienstag, 20. Juni 17
Pablo Mielgos Konzerte mit dem OSIB auf den Balearen
Musik macht Spaß! Der spanische Dirigent Pablo Mielgo entfacht erstaunliche Energie beim Musizieren mit erfahrenen Musikern gleichermaßen wie mit jungen Menschen. Mit einem ermutigenden Lächeln und leichten, fast tanzenden Bewegungen weist er Musikern, wie z. B. in seinem Orquestra Simfònica de les Illes Balears (OSIB) den Weg. Selbst auf dem Podium teilt er die Bühne, beim Musizieren genauso wie beim Beifall, wenn – wie jüngst in Dortmund – „stehende Ovationen“ nach dem Konzert „explodieren“. (Ruhr Nachrichten)

Mit elegantem Dirigat, kleinen, präzisen Gesten erhält er mühelos die Empathie des Orchesters. Mit gestischer Klarheit und einer genauen Vorstellung erzeugt der Chefdirigent des OSIB Klänge, die sich zu präzisen musikalischen Ideen entwickeln – und kann so auch im Juli mit seinem Orchester und hochkarätigen Gästen wie Mischa Maisky und Julian Rachlin einen ganzen Beethoven-Zyklus auf Mallorca präsentieren. Die Musiker übernehmen Mielgos Vorgaben und erzeugen im Wechselspiel zwischen Orchester und Dirigent eine ungeheure Energie, sodass auch erfahrene Kollegen juvenil frische Musizierfreude entwickeln. Vielleicht rührt dies von den vielfältigen Engagements des Maestros für junge Menschen her:

Bereits mit der Gründung der Academia Filarmonica de Medellín, im Jahr 2008 hat der Madrileño gezeigt, dass Nachwuchs-Arbeit bedeutend ist und setzt dies nun bei seinem Orchester fort, mit der Petita Simfònica. Er teilt sich diesmal die Bühne mit150 Kindern aus Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera. Sie werden am 25. Juni auf Mallorca unter seiner Leitung musizieren. Kein Kinderspiel, sondern Meisterwerke wie Haydns Konzert für Cello Nr. 2, Bizets Carmen-Suite Nr.1 und Khatschaturjans Maskerade-Suite.

Pablo Mielgos Konzerte mit dem OSIB auf den Balearen:
25. Juni 2017, 20.00 Uhr, Mallorca, Palma de Mallorca, Palma Arena
06. Juli 2017, 21.30 Uhr, Mallorca, Palma de Mallorca, Castell de Bellver
07. Juli 2017, 21.30 Uhr, Mallorca, Palma de Mallorca, Castell de Bellver
13. Juli 2017, 21.30 Uhr, Mallorca, Palma de Mallorca, Castell de Bellver
14. Juli 2017, 21.30 Uhr, Mallorca, Palma de Mallorca, Castell de Bellver
21. Juli 2017, 21.30 Uhr, Mallorca, Palma de Mallorca, Misericordia
22. Juli 2017, 21.30 Uhr, Mallorca, Palma de Mallorca,Weingut Macià Batle
12. August 2017, Mallorca, Pollença, Pollença Festival
Orquestra Simfònica de les Illes Balears

www.pablomielgo.com

Dienstag, 20. Juni 17
Staatstheater Darmstadt: 8. Sinfoniekonzert ~ Werke von Kurtág, Strauss und Strawinsky
(lifePR) Am Sonntag, 25. Juni und Montag, 26. Juni findet das letzte Sinfoniekonzert der Spielzeit 2016|2017 statt. Generalmusikdirektor Will Humburg dirigiert das Programm mit Werken von Kurtág, Strauss und Strawinsky. Es spielt das Staatsorchester Darmstadt.

„Le Sacre du Printemps“ ist die Initialzündung der Musik des 20. Jahrhunderts. Die Uraufführung 1913 in Paris war noch von Tumulten begleitet. „Sacre“ ist längst der Klassiker, der Jugendliche für die Klassik begeistern kann („Rhythm is it“).

Der Beginn der Tondichtung „Also sprach Zarathustra“ ist auch eine solche Legende, nicht erst als Kubrick seinen Film „2001: Odyssee im Weltraum“ damit eröffnete. Ursprünglich wollte Strauss sein Werk gleich „dem 20. Jahrhundert“ widmen.

Kurtág schrieb die Orchesterversion von „Stele“, als er „Composer in Residence“ der Berliner Philharmoniker war. John Keilor notiert dazu: „Es gibt nicht wenige Stimmen aus der dunklen Zeit Ost-Europas im 20. Jahrhundert, die so eindrucksvoll und gewichtig sind.“

György Kurtág: Stele op. 33
Richard Strauss: Also sprach Zarathustra op. 30
Igor Strawinsky: Le Sacre du Printemps

Das Staatsorchester Darmstadt
Dirigent Will Humburg
Konzert am Sonntag, 25. Juni, 11.00 Uhr und Montag, 26. Juni, 20.00 Uhr; jeweils mit Einführung 45 Minuten vor Beginn | Großes Haus

www.staatstheater-darmstadt.de 

Dienstag, 20. Juni 17
Theater Nedelmann zu Gast bei der Maximal-Kulturinitiative Rodgau: Cranach malt Luther
Vor genau 500 Jahren verfasste Martin Luther „95 Thesen gegen den Missbrauch des Ablasses“. Diese  Thesen gelten bis heute als Beginn der Reformation, eines der zentralen Ereignisse der deutschen Geschichte. Ob Politik, Musik, Kunst, Wirtschaft, Soziales, Sprache oder Recht: Kaum ein Lebensbereich blieb von der Reformation unberührt. Auch die Maximal Kulturiinitiative trägt daher mit mit einer Veranstaltung  zum Jubiläumsjahr bei. Im Rahmen des Kultursommer Südhessen ist das Theater Nedelmann mit seinem Stück „Cranach malt Luther“ im  Maximal in der Eisenbahnstraße 13 in Rodgau/Jügesheim  zu Gast.
Am Samstag, dem 24. Juni, erlebt das Publikum eine Zeitreise in das Jahr 1539. Lucas Cranach porträtiert Luther und im Gespräch mit seinem Freund Cranach erfahren wir von einem normalen Tag im Leben des Martin Luther. Was auch immer „normal“ im Hause Luther heißen möge. Cranach ist ein Freund Luthers, ein guter Freund, ein Vertrauter, einer der Luther zu nehmen weiß mit seinen Launen und Eigenheiten. Dem Maler hilft dabei sein Mutterwitz, mit dem er überreich bedacht war. Und da auch Luther bekanntlich nicht aufs Maul gefallen ist, erleben wir herrliche Wortgefechte: klug, witzig, lehrreich. Wir versprechen keine „spektakulären Neuigkeiten“ über Luther oder eine „neue Sicht“ auf den Reformator, hingegen eine lebendige Auseinandersetzung mit einem äußerst kraftvollen, aber auch widersprüchlichen Menschen. In dem atmosphärisch intensiven Kammerspiel geht es um kleine Nöte im Alltag genauso wie um große (kirchen)politische Entscheidungen. Und wenn Sie wissen wollen, wie „Ein feste Burg ist unser Gott“ entstanden ist, sollten Sie diesen Abend nicht verpassen.

Ein Portrait: klug, witzig und lehrreich
Theater Nedelmann: Cranach mal Luther
Sa., 24. Juni 2017
Eisenbahnstraße 13
63110 Rodgau/Jügesheim
Beginn: 20:00 Uhr, Einlass: 19:00 Uhr
Eintritt: 15 €, Vorverkauf: 13 €, Mitglieder: 12 €

Online unter www.maximal-rodgau.de

Dienstag, 20. Juni 17
41. Tage der deutschsprachigen Literatur live auf 3sat
3sat überträgt die Lesungen und Diskussionen sowie die Vergabe des Ingeborg-Bachmann-Preises 2017 live
Donnerstag, 6. bis Sonntag, 9. Juli 2017

Neue Talente entdecken, Texte verreißen: Zum 41. Mal finden 2017 die Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt statt, bei denen 14 Autorinnen und Autoren um den Ingeborg-Bachmann-Preis wetteifern. Gelesen und diskutiert wird von Donnerstag, 6. Juli, bis Samstag, 8. Juli (jeweils 10.00 Uhr). Am Sonntag, 9. Juli, ab 11.00 Uhr, findet die Schlussdiskussion mit der Preisverleihung statt. 3sat überträgt die Lesungen und Diskussionen live, zudem sind sie als Live-Stream über 3sat.de abrufbar.

Auf Instagram ( www.instagram.com/3sat ) und Snapchat (Account: snaps.3sat, www.snapchat.com/add/snaps.3sat ) wird 3sat den Wettbewerb begleiten, und die Atmosphäre vor Ort einfangen. Auf Snapchat werden zudem kleine Autoren-Statements zu sehen sein.

Das große Wettlesen wird am Donnerstag, 6. Juli im ORF-Theater des ORF-Landdesstudios Kärnten eröffnet und auch die Lesereihenfolge ausgelost. Mit dabei sind 14 Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Serbien, Italien und den USA. Bei den Lesungen um den mit 25.000 Euro dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis sind ausnahmslos unveröffentlichte, deutschsprachige Prosatexte mit einer maximalen Lesedauer von 25 Minuten zugelassen. Außerdem vergibt 3sat an ein vielversprechendes Talent aus dem Kreise der zum Klagenfurter Wettbewerb eingeladenen Autorinnen und Autoren den mit 7.500 Euro dotierten 3sat-Preis.

Juryvorsitzender ist in diesem Jahr Hubert Winkels (seit 2015). Außerdem gehören der Jury an: die freie Kritikerin und Essayistin Meike Feßmann aus Berlin, die Schweizer Professorin für Deutsche Literatur, Hildegard Elisabeth Keller, der in Wien lebende Literaturredakteur Stefan Gmünder, der Professor für neuere deutschsprachige Literatur an der Universität Graz Klaus Kastberger, die FAZ-Redakteurin Sandra Kegel aus Frankfurt und der Schweizer Publizist Michael Wiederstein.

Die Gesprächsleitung für die Lesungen und Diskussionen im Saal übernimmt Christian Ankowitsch. Zita Bereuter von Radio FM4 und ORF meldet sich mit Hintergrundinformationen live aus dem Garten des Landesstudios Kärnten. Die traditionelle Klagenfurter Rede zur Literatur mit dem Titel "Grand Tour durch das Nähkästchen eines Veteranen oder: 15 Mal Bachmann-Preis" wird von Burkhard Spinnen gehalten.

Außerdem zeigt 3sat am Sonntag, 9. Juli 2017, um 10.15 Uhr, die Dokumentation "Vom Glück des Schreibens – Florjan Lipuš im Porträt". Der Autor ist Kärntner Slowene und schreibt in slowenischer Sprache. Das Porträt begleitet den zarten und doch entschiedenen Mann, den die Traumata seiner jungen Jahre zum Schreiben gedrängt haben.

Dienstag, 20. Juni 17
Alles zwischen Stillstand und Explosionen, die aktuelle Ausstellung der DZ BANK: BEWEGUNG IM BILD – DIE INFORMELLE MALEREI TRIFFT AUF DIE GESTE IN DER FOTOGRAFIE
In der Präsentation „BEWEGUNG IM BILD“ steht künstlerische Fotografie aus der DZ BANK Kunstsammlung drei informellen Gemälden von Bernard Schultze, Emil Schumacher und Hann Trier aus der Kunstsammlung der ehemaligen WGZ BANK gegenüber.

 


© Joerg Sasse

Die rund 60 Fotoarbeiten von 21 Künstlern entspringen wie die drei informellen Malereien einer freien Geste. Maler wie Fotografen gehen experimentell und in ausdrucksstarken Bewegungen mit ihren jeweiligen Materialien um, was ähnliche Kompositionen in einer abstrahierenden und sogar gegenstandslosen Bildsprache entstehen lässt.

Vertreten sind in dieser Ausstellung, die vom 28. Juni bis 16. September 2017
im ART FOYER gezeigt wird, Fotoarbeiten aus der Sammlung von Sonja Braas, John Chamberlain, Torben Eskerod, Richard Hamilton, Timo Kahlen, Peter Keetman, Sandra Kranich, Barbara und Michael Leisgen, Jouko Lehtola, Marc Lüders, Isabel Muñoz, Detlef Orlopp, Helena Petersen, Jorma Puranen, Patrick Raynaud, Thomas Ruff, Jörg Sasse, Günther Uecker, Beza von Jacobs sowie Neuerwerbungen von Anna Vogel und Raphael Hefti.

Die unterschiedlichen Ansätze der Geste in der Fotografie finden sich in der Bewegung bis zum abrupten Stillstand, in den verschiedenen Formen von explosiven Kräften sowie im Wandel der Natur. Ein weiterer Ansatz ist die Abstrahierung eines gegenständlichen Motivs wie zum Beispiel die Einwirkung von Schimmel auf das Fotomaterial.
 
In den Arbeiten von Günther Uecker (*1930, Wendorf) findet sich das Phänomen der Bewegung gleichsam „gedoppelt“, indem er seine Nagelbilder gestisch übermalt. Arnulf Rainer (*1929, Baden, Österreich) überführt seine Fotografien in Fotogravuren. Mithilfe der Ätzung lässt er seine Köpfe hinter Schraffuren verschwinden. Richard Hamilton (*1922, London, Großbritannien; †2011, London) hingegen versteckt sich hinter einer Glasscheibe, die er zuvor mit Farbe übermalt hat. Mit blauen und weißen Farbsetzungen verwandelt Beza von Jacobs (*1974, Warschau, Polen) das Abbild ihrer Bettdecke in eine aufgewühlte Wasseroberfläche.

In ihren Schwarz-Weiß-Aufnahmen der Reihe „Flamenco“ fängt die Fotokünstlerin Isabel Muñoz (*1951, Barcelona, Spanien) mit wirbelnden Stoffbahnen die Dynamik der tänzerischen Bewegungen ein. Zudem trägt sie in einem aufwendigen Edeldruckverfahren eine chemische Platinlösung per Hand mit dem Pinsel auf das Fotopapier auf und doppelt so, ähnlich wie Günther Uecker, die Dynamik der Bewegung. Anna Vogel (*1981, Herdecke) unterzieht ihre Motive einer Vielzahl von analogen Bildbearbeitungsvorgängen und ist in der Ausstellung mit Überzeichnungen auf Fotopapier vertreten, die wie seismographische Linien wirken.

Hann Trier (*1915, Kaiserswerth; †1999, Castiglione della Pescaia, Italien) ist ein wichtiger Vertreter der informellen Malerei, deren Protagonisten sich seit den 50er Jahren vor allem mit der Abstraktion von gegenständlichen Motiven beschäftigt haben. In seinem Gemälde Commedia dell‘Arte/Gilles II von 1988 abstrahiert er ein Ölgemälde von Antoine Watteau (1684–1721).

Auch Thomas Ruff (*1958, Zell am Harmersbach) überführt ein gegenständliches Motiv in eine abstrakte Bildkomposition, indem er ein psychedelisches Farbspiel durch das mehrfache Überlagern japanischer Manga-Zeichnungen entstehen lässt.

Sandra Kranich (*1971, Ludwigsburg) zeichnet im ursprünglichsten aller Sinne mit Licht, indem sie in ihrer Arbeit die jahrhundertalte Tradition des Feuerwerks aufgreift und das Abfeuern von Raketen und Zündschnüren als künstlerisches Gestaltungsmittel einsetzt. Raphael Hefti (*1978, Biel, Schweiz) hingegen belichtet Fotopapier, indem er Schlangenmoos auf dem Fotopapier entzündet.

Die organisch wirkenden, komplexen Farbwucherungen auf dem Gemälde von Bernard Schultze (*1915, Piła, Polen, †2005, Köln) lassen an ein Blütenmeer denken.

Detlef Orlopp (*1937, Elbing) untersucht die Spuren der Zeit in der Natur, indem er vergrößerte Fotoausschnitte von Wasser-, Gletscher- und Gesteinsoberflächen untersucht und einander gegenüberstellt. Die malerischen Ansätze informeller Künstler wie auch der Vertreter des parallel in Amerika entstandenen Abstrakten Expressionismus prägten Detlef Orlopps fotografischen Stil nachhaltig.

Barbara (*1940, Gengenbach; †24. April 2017, Aachen) und Michael Leisgen (*1944, Spital am Pyhrn, Österreich) wiederum lassen die Sonne direkt auf das Fotopapier zeichnen, indem sie bei Sonnenuntergang die Kamera mit Langzeitbelichtung in zuvor festgelegten gestischen Schwüngen bewegen.

Mit Werken von Emil Schumacher (*1912, Hagen; †1999, San José, Ibiza) und Jörg Sasse (*1962, Bad Salzuflen) wird der Blick auf rissige Oberflächen, gestische Farbsetzungen oder organische Texturen gelenkt.

BEWEGUNG IM BILD – DIE INFORMELLE MALEREI TRIFFT
AUF DIE GESTE IN DER FOTOGRAFIE
28. Juni bis 16. September 2017
ART FOYER der DZ BANK

Eröffnung: Dienstag, 27. Juni 2017 um 19 Uhr
Begrüßung: Dr. Christian Brauckmann, Vorstandsmitglied der DZ BANK AG
Einführung: Dr. Christina Leber, Leiterin der DZ BANK Kunstsammlung

Am Donnerstag, 7. September um 18 Uhr findet im ART FOYER ein Künstlergespräch mit Raphael Hefti statt.

Führung mit der Kuratorin der Ausstellung, Dr. Christina Leber, Leiterin der DZ BANK Kunstsammlung: Donnerstag, 31. August um 19 Uhr.

DZ BANK Kunstsammlung
Im ART FOYER zeigt die DZ BANK Kunstsammlung in Frankfurt am Main auf rund 300 qm Ausstellungsfläche drei bis vier wechselnde Ausstellungen im Jahr. Die Sammlung des Spitzeninstituts der Volksbanken Raiffeisenbanken umfasst mehr als 7500 Werke von rund 800 Künstlern und widmet sich dem fotografischen Bild in der internationalen, zeitgenössischen Kunst.

Weitere Informationen unter www.dzbank-kunstsammlung.de

Montag, 19. Juni 17
Apassionata präsentiert ab November EQUILA im neuen SHOWPALAST MÜNCHEN
In wenigen Monaten beginnt für Europas populärste Unterhaltungsshow mit Pferden ein neues Kapitel in ihrer Erfolgsgeschichte. Nach über 14 Jahren, sieben Millionen begeisterten Besuchern und erfolgreichen Tourneen durch 32 Länder Europas bekommt APASSIONATA zusätzlich ihr spektakuläres und komplett neu erbautes En-Suite Theater: Am 5. November 2017 hebt sich im SHOW-PALAST MÜNCHEN der Vorhang für die Weltpremiere von EQUILA.


APASSIONATA SHOWPALAST MÜNCHEN
© Graft Gesellschaft von Architekten mbH

Hier entsteht ein Gesamtkunstwerk aus Reitartistik, Akrobatik, Tanz und eigens komponierter Musikfür ein interaktives Showerlebnis mit mehr als 60 Pferden. 1.700 Besucher begeben sich dann auf eine abenteuerlich-phantasievolle Reise in das magische Land EQLULA, wo Mensch und Pferd seit jeher in großer Freundschaft zusammenleben.

Die innovative Ausstattung des Theaterraums ermöglicht projizierte Bildwelten, die eine beeindruckende Unmittelbarkeit erzeugen. So werden die Grenzen zwischen Zuschauerraum und Bühnengeschehen aufgehoben.

Und im Frühjahr 2018 wird der weltweit erste Pferde Themen- und Erlebnispark das neue Freizeiterlebnis in München komplettieren.

www.apassionata.de

Montag, 19. Juni 17
AUFTAKT! Mozart, Rossini, García ~ Eröffnungswochenende bei ROSSINI IN WILDBAD rückt näher
Die Proben für das Festival haben in Danzig, Brünn und Bad Wildbad begonnen,. Dort füllt sich die Stadt mit notorischen Belcanto-Spezialisten, jungen Sängerinnen und Sängern und das klare Wetter lässt schon auf eine gelungene Eröffnung auf dem Baumwipfelpfad hoffen.

Nachdem im vergangenen Jahr mit einem gemischten Programm der neue Konzertort von ROSSINI eingeweiht wurde, gibt es in diesem Jahr eine außergewöhnliche Eröffnung mit einem Klassik-Giganten: die Virtuosi Brunenses und der Camerata Bach Chor Poznan spielen unter Antonino Fogliani Mozarts erhabene c-Moll-Messe. Die Solopartien singen Silvia Dalla Benetta, Francesca Longari, Merto Sungu und Baurzhan Anderzhanov. Freitag, 7.7.2017, Turm des Baumwipfelpfades

Die Rossini-Premiere am AUFTAKT!-Wochenende ist am Samstag, 8.7., L'OCCASIONE FA IL LADRO – Gelegenheit macht Diebe. Diese frühe Farsa verspricht, mit Lorenzo Regazzo in der Hauptrolle, ein komisches Vergnügen zu werden: er verkörpert Parmenione, den selbsternannten König unter den Narzissten. Mit ihm auf der Bühne steht ein typgerechtes Ensemble mit Vera Talerko, Kenneth Tarver, Roberto Maietta, Patrick Kabongo und Giada Frasconi. Höchste sängerische Qualität ist garantiert.

Am Sonntag, 9.7., wird es vormittags das erste Konzert der Teilnehmenden der Masterclass von Raúl Giménez geben, Rossini&Co, mit Opernszenen und Ensembles von Barock bis Belcanto.
Am Nachmittag hat das Florentiner Gastspiel mit LE CINESI von Manuel de García Premiere. Diese Operina wurde nach ihrem Erfolg in Barcelona erstmals 2015 in Wildbad gegeben und wird in neuer Besetzung in einer Produktion des Maggio Musicale Fiorentino/Opera di Firenze zu sehen sein.

www.rossini-in-wildbad.de

Montag, 19. Juni 17
Staatstheater Wiesbaden: Charity-Kolonnaden-Lunch am 25. Juni
Zum Ausklang der Spielzeit 2016/2017 wird beim diesjährigen Charity-Kolonnaden-Lunch am Sonntag, den 25. Juni, zwischen 12 und 15 Uhr wieder in den imposanten Theaterkolonnaden für den guten Zweck geschlemmt. Zum dritten Mal lädt die Interessengemeinschaft Wilhelmstraße & Quellenviertel e.V. (IGW) gemeinsam mit dem Hessischen Staatstheater Wiesbaden zum 3-Gänge-Menü ein.

Die Tickets können online und an der Theaterkasse für 49 Euro erworben werden. Der Gewinn kommt der Neuanschaffung eines Schwingbodens für das Hessische Staatsballett zugute.
Neben den kulinarischen Genüssen eines 3-Gänge Menüs, werden beim Kolonnaden-Lunch auch eine Reihe künstlerischer Beiträge vom Hessischen Staatsballett geboten. In Anwesenheit des Ballettdirektors Tim Plegge erleben die Gäste Ausschnitte aus der aktuellen Produktion »Sommernachtstraum«, dem Abend »Startbahn 2017«, sowie einen kleinen Vorgeschmack zu »Eine Winterreise«, der ersten Ballettpremiere der kommenden Spielzeit.

Das Charity-Kolonnaden-Lunch ist eine Veranstaltung in Kooperation mit der Interessengemeinschaft Wilhelmstrasse & Quellenviertel e.V. (IGW). Seit über 40 Jahren setzt sich die IGW für ein attraktives Quartier rund um die Wilhelmstraße ein.

Sonntag, 25. Juni 2017
12 bis 15 Uhr
Kolonnaden
49 Euro
Karten sind erhältlich an der Theaterkasse, unter 0611. 132 325 oder auf www.staatstheater-wiesbaden.de
 

Samstag, 17. Juni 17
Hessische Theatertage 2017: Samstag, 17. Juni bis Sonntag, 25. Juni
(lifePR) Vom 17. bis zum 25. Juni finden am Staatstheater Darmstadt die Hessischen Theatertage statt. Während dieses Zeitraums werden auf den Bühnen des Staatstheaters zahlreiche Inszenierungen der staatlichen und städtischen Theater sowie der freien Gruppen aus dem gesamten Bundesland zu sehen sein.

Darüber hinaus lockt das eigens für die Theatertage errichtete Festivalzentrum auf dem Georg-Büchner-Platz mit einem umfangreichen und kostenfreien Rahmenprogramm aus Konzerten, Diskussionen und verschiedenen Kleinkunstformaten. Einige Highlights seien kurz erwähnt:

Zur Eröffnung am Samstag, 17. Juni um 18.00 Uhr werden der Referatsleiter für Theater und Musik des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst Jan-Sebastian Kittel, Intendant Karsten Wiegand sowie Stadträtin Dr. Barbara Boczek ein Grußwort an die Besucherinnen und Besucher richten. Im gleichen Zug wird das Festivalzentrum (entworfen und erbaut vom Darmstädter Gestaltungskollektiv das blumen e.V.) auf dem Georg-Büchner-Platz eingeweiht. Nach den Eröffnungsinszenierungen sind alle TeilnehmerInnen und BesucherInnen der Hessischen Theatertage 2017 herzlich zur anschließenden Party in der Bar der Kammerspiele eingeladen.

Am 18. Juni um 16.00 Uhr zeigt die Theaterwerkstatt für Erwachsene des Staatstheaters ihre Performance „Das Stück war“, in der sie in unterhaltsamer Art und Weise ihre Seheindrücke aus den Inszenierungen der aktuellen Spielzeit reflektiert. Am 21. Juni ab 16.00 Uhr spielt der Drummer der bekannten Darmstädter Band „Okta Logue“ die besten Stücke seiner Plattensammlung – wir dürfen uns auf einen tanzbaren Mix aus Psychedelia, Soul, Funk, R’n‘B und Disco freuen. Am 22. Juni um 17.00 Uhr lassen wir uns von dem Artistik-Duo elabö mit ihrem Stück „Aufwind“ – einer Mischung aus Zirkusakrobatik und Bewegungstheater – zum Staunen bringen. Ebenfalls am 22. Juni um 18.00 Uhr wenden wir uns dann im Rahmen einer Podiumsdiskussion unter der Überschrift „Wie mit Populismus umgehen? Neue Aufgaben für die Theater“ einem Thema zu, das aktuell Theaterschaffende und -besucherInnen gleichermaßen beschäftigt. Moderiert wird das Gespräch von Eva-Maria Magel (Kulturredakteurin F.A.Z.). Die Teilnehmer der Runde werden Intendant Karsten Wiegand, Marc Grandmontagne (Geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenvereins), Jan Deck (Freier Theatermacher, Geschäftsführer laPROF) sowie Prof. Dr. Cornelia Koppetsch (Lehrstuhl Soziologie, TU Darmstadt) sein.

Das Festivalzentrum wird unter der Woche von 16.00-22.00 Uhr geöffnet sein, samstags und sonntags bereits ab 11.00 Uhr. Das komplette Programm findet sich unter www.hessischetheatertage.de

Samstag, 17. Juni 17
BR-KLASSIK verleiht Preis an die Musikalische Komödie »Operetten-Frosch« geht an die Produktion »Prinzessin Nofretete«
(lifePR) Seit Beginn 2016 zeichnet die Jury der Redaktion Operette auf BR-KLASSIK herausragende Produktionen des Genres monatlich aus und nominiert sie damit für den »Frosch des Jahres«.

Der Frosch des Monats Mai ging nun von München nach Leipzig an die Musikalische Komödie für die Operettenausgrabung »Prinzessin Nofretete« von Nico Dostal, die im März 2017 Premiere feierte.

In der Begründung der BR-Klassik-Jury heißt es:

»Der Star des Abends aber ist das Orchester der Musikalischen Komödie! Unter Leitung von Stefan Klingele zeigt es, dass es zur Spitzenklasse gehört, Operette kann und vor allem in schwierigen Übergängen perfektes Operetten-Know-how mit großem Einfühlungsvermögen einbringt. […] So macht Operette Spaß. So soll sie klingen. Da ist die Ausgrabung perfekt gelungen! Prinzessin Nofretete, ein unterhaltsamer Abend. Er zeigt, wie viel Potenzial das Stück hat. Lob für Operettenmut bei der Wiederentdeckung in Leipzig!«

Die nächsten Aufführungen der ausgezeichneten Produktion sind am: 16. und 30. Juni, 01. Juli, 09. und 10. September, 25. und 26. November sowie am 30. und 31. Dezember 2017.

Karten (15-39 Euro) gibt es an der Kasse im Opernhaus, unter Tel: 0341 – 12 61 261 (Montag-Samstag: 10-19 Uhr), per E-Mail: service@oper-leipzig.de oder im Internet unter www.oper-leipzig.de.

Samstag, 17. Juni 17
Bregenzer Festspiele: Probenbeginn "Carmen" ~ Juli-Termine fast ausverkauft
Einen ersten kurzen Einblick in seine Carmen-Inszenierung gewährte Kasper Holten diese Woche. Zwei Tage nach Probenbeginn öffnete das Festival seine Tribünentore für Medienvertreter anlässlich eines Fototermins, um dem aus Dänemark stammenden Regisseur bei der Arbeit über die Schulter blicken zu können.

Derzeit noch ohne Kostüme und bei greller Vormittagssonne probten Sängerinnen und Sänger auf der Seebühne verschiedene Szenen des ersten Aktes aus der Oper von Georges Bizet.

Als Carmen zu sehen und zu hören war die Französin Gaëlle Arquez, die erstmals bei den Bregenzer Festspielen auftritt. Mit Arnold Rawls aus den USA schlüpft ein erfahrener Seebühnen-Sänger in die Rolle des Don José. Der Tenor tritt seit 2006 regelmäßig bei dem Sommerfestival auf. Auch in diesem Jahr sind die Hauptrollen mehrfach besetzt.

Der Vorverkauf ist weiterhin auf höchstem Niveau: Rund 90 Prozent der insgesamt 200.000 Carmen-Tickets sind gebucht (inkl. Generalprobe), so viel wie noch nie zum gleichen Zeitpunkt. Für die Aufführungen im Juli sind nur noch sehr wenige Restkarten verfügbar. Eine breitere Auswahl hingegen ist im August vorhanden, wo für alle Spieltermine Tickets in vielen Kategorien verfügbar sind.

Samstag, 17. Juni 17
Bregenzer Festspiele: Video-Serie Künstlereingang Folge 1 ~ Stück für Stück zum großen Ganzen
Vor rund zehn Monaten ragte noch eine 72 Meter lange Mauer aus dem Bodensee empor. Seither ist eine neue Bühne entstanden: Nun lassen zwei Riesenhände überdimensionale Spielkarten durch die Luft wirbeln. Wie die Carmen-Kulisse entstanden ist, erläutert Technikchef Wolfgang Urstadt im ersten „Künstlereingang“ der Saison.

Immer freitags: kleine Szenen abseits der großen Bühnen
Für Neugierige und all jene, die schon immer mal durch den Künstlereingang ins Festspielhaus gelangen wollten, öffnen die Bregenzer Festspiele in der gleichnamigen Serie per Video ihre Backstage-Pforten.

Von Probenstart bis Ende der Festspielzeit lässt jeweils freitags ein Kurzfilm auf die kleinen Szenen abseits der großen Bühnen blicken. Mitwirkende vor und hinter den Kulissen erzählen in rund zwei Minuten ihre ganz persönlichen Erlebnisse.

Auf der Homepage des Festivals unter www.bregenzerfestspiele.com stehen die Videos jeweils ab Freitagnachmittag zum Ansehen bereit.

Samstag, 17. Juni 17
Bregenzer Festspiele: "Carmen" im Zirkuszelt ~ Spendenkampagne für Kinder
Die Bregenzer Festspiele starten eine Spendenkampagne, um bis zu 3.000 Kindern eine außergewöhnliche Carmen-Aufführung zu bieten: Die Oper von Geoges Bizet wird in einem Zirkuszelt gezeigt, in dem Kinder von fünf bis elf Jahren nicht nur zuschauen, sondern auch selbst mitmachen können. Das Projekt ist Teil des 1996 gegründeten Kinder- und Jugendprogramms crossculture, das jährlich rund 10.000 junge Menschen anzieht.

Die Bregenzer Festspiele möchten Kindern und Jugendlichen einen erlebnisreichen Zugang zu Musik und Theater ermöglichen. Passend zum Spiel auf dem See der Jahre 2017 und 2018, lädt das Festival Schulklassen und Familien aus der gesamten Bodenseeregion ein, in die Welt von Carmen einzutauchen und selbst Teil dieser Oper zu werden. Um allen Kindern unabhängig von ihrer sozialen Herkunft eine Teilnahme an diesem Projekt zu ermöglichen, bitten die Festspielverantwortlichen um Spenden. Die Realisierung ist für 2018 geplant, Spenden werden ab sofort entgegen genommen.

Partner der Initiative ist Opera Domani aus Italien. Das Vermittlungskonzept des Teatro Sociale di Como will Kinder nicht nur passiv zuschauen, sondern selbst kreativ tätig werden lassen. Um den Kindern die Inhalte und die Musik der Oper altersgerecht zu vermitteln, werden Lehrer vorab mit Unterrichtsmaterialien versorgt und zu Workshops eingeladen. Die Kinder werden dann selbst Teil der Opernvorstellung, indem sie bei ihrem Opernbesuch aus dem Publikum mitsingen und ihre selbstgebastelten Requisiten einsetzen. Der anschließende Austausch mit Dirigent, Sängern und Orchester soll weitere Einblicke vermitteln.

Spenden in jeder Höhe sind ab sofort auf untenstehende Kontoverbindungen erbeten. Unter allen Spendern verlosen die Bregenzer Festspiele zwei Tickets für Carmen.

Weitere Informationen finden sich auf www.bregenzerfestspiele.com.

Spendenkonto Österreich:
IBAN: AT80 5800 0000 1041 3125, BIC: HYPVAT2B, Verwendungszweck: Carmen für Kinder 2018

Spendenkonto Deutschland:
IBAN: DE23 6002 0290 6670 3294 00, BIC: HYVEDEMM473, Verwendungszweck: Carmen für Kinder 2018

Spendenkonto Schweiz / Liechtenstein:
Konto CH35 0025 4254 6685 5001 F, Verwendungszweck: Carmen für Kinder 2018

Samstag, 17. Juni 17
 Geburtstagsfeier im Literaturhaus Frankfurt Fest der Stimmen - 20 Jahre hr2-Hörbuchbestenliste
Trotz Internet und Mediatheken ist der Hörbuchboom ungebrochen – und das nicht zuletzt dank unabhängiger „Entscheidungshelfer“ wie der hr2-Hörbuchbestenliste. Diese monatliche handverlesene Kür der „Besten der Besten“, die hr2-kultur gemeinsam mit dem „Börsenblatt – Magazin für den Deutschen Buchhandel“ herausgibt, feiert jetzt den zwanzigsten Geburtstag.
Gäste beim großen„Fest der Stimmen“ im Literaturhaus Frankfurt am Montag, 19. Juni, um 19.30 Uhr sind unter anderem die Schauspielerinnen Dagmar Manzel und Laura Maire, die Schauspieler Wolfram Koch und Udo Samel sowie der Kinderbuchautor Martin Baltscheit, die mit ihren beeindruckenden Interpretationen und Werken häufig auf der hr2-Hörbuchbestenliste vertreten waren. Ebenfalls mit dabei: die Experten der Jury und Leonhard Koppelmann, vielfach ausgezeichneter Hörspielregisseur. Durch den Abend führt hr2-Moderatorin Anna Engel.

1997 wurde vom „Börsenblatt – Magazin für den Deutschen Buchhandel“ und hr2-kultur die hr2-Hörbuchbestenliste mit dem Ziel ins Leben gerufen, herausragende Audioproduktionen bekannt zu machen. Zur Jury gehören anerkannte Kritiker der deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften, Schriftsteller und andere Persönlichkeiten des kulturellen Lebens. Mit ihrem Urteil wurde die hr2-Hörbuchbestenliste zu einer der wichtigsten Institutionen für die Beurteilung von Hörbuchproduktionen im deutschsprachigen Raum.

Internet
Ein Onlinespezial zu 20 Jahren hr2-Hörbuchbestenliste mit vielen Audios zum Nachhören auf: Auf reportage.hr.de. Weitere Infos zur Geburtstagsfeier auf: literaturhaus-frankfurt.de

Termin: Montag, 19. Juni, 19.30 bis 21.30 Uhr, Ort: Literaturhaus Frankfurt, Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt, Eintritt:  9 Euro / ermäßigt 6 Euro, Info zum Kartenkauf auf www.literaturhaus-frankfurt.de, Sendung: Hörbuchzeit, 1. und 8. Juli, jeweils 12.04 bis 13 Uhr in hr2-kultur.

Donnerstag, 15. Juni 17
Opernstoffe leicht erzählt – auf Sächsisch und Alemannisch ~ Neuer, origineller Opernführer von Jasmin Solfaghari

Opernregisseurin Jasmin Solfaghari veröffentlicht bei schott-buch.com einen Opernführer der speziellen Art. Drei Meilensteine der Opernliteratur werden durch Erzähler „LUNA vom Mond“ auf hintergründige Art erklärt: Die Hochzeit des Figaro, Der Freischütz und Der Ring des Nibelungen. Als besonderer Schlüssel, um die oft komplexen Handlungsabläufe zu erläutern, dient zusätzlich der Dialekt mit seinem unverwechselbaren Charme. So wird zum Beispiel aus dem Ring des Nibelungen „D Ring vo de Nibelunge“. Darüber hinaus entführt LUNA die Leser hinter die Kulissen des Opernbetriebs und lüftet zahlreiche Geheimnisse. Für Leser, die auf dem Gebiet der Dialekte (noch) unsicher sind, bietet der Opernführer zusätzlich eine Ausführung auf Hochdeutsch.


© Schott Music

Der „Opernführer für Einsteiger“ ist in zwei Versionen erhältlich: Deutsch-Alemannisch und Deutsch-Sächsisch. Beide Bücher sind im Buchhandel als Softcover- und Hardcover-Ausgabe erhältlich.

asmin Solfaghari: Opernführer für Einsteiger
Die Hochzeit des Figaro, Der Freischütz, Der Ring des Nibelungen

Deutsch Alemannisch
Paperback-Ausgabe, 156 Seiten, ISBN: 978-3-95983-533-6, 16,99 €
Hardcover-Asugabe, 156 Seiten, ISBN: 978-3-95983-534-3, 22,99 €

Deutsch-Sächsich
Paperback-Ausgabe, 160 Seiten, ISBN: 978-3-95983-535-0, 16,99 €
Hardcover-Ausgabe, 160 Seiten, ISBN: 978-3-95983-536-7, 22,99 €

www.schott-music.com

Donnerstag, 15. Juni 17
Antoine Jully wird Ballettdirektor am Oldenburgischen Staatstheater
Neben seiner Position als Chefchoreograf wird Antoine Jully mit Beginn der Spielzeit 17/18 auch als Ballettdirektor am Oldenburgischen Staatstheater tätig sein. Er löst damit Burkhard Nemitz ab, der sich zum Ende dieser Spielzeit in den Ruhestand verabschiedet.


Antoine Jully wird Ballettdirektor am Oldenburgischen Staatstheater
© Martina Pipprich ~ www.martina-pipprich.de

Unterstützt wird Jully ab der neuen Saison von Telse Hahmann, die ihm als seine persönliche Assistentin und Dramaturgin zur Seite steht. Hahmann war zwölf Jahre lang Dramaturgin für das Hamburg Ballett – John Neumeier und hat frei auch für das Ballett Kiel gearbeitet.

Weiterhin mit im Team sind Dramaturgin und Produktionsassistentin Nastasja Fischer und Ballettmeisterin Carolina Sorg.

www.staatstheater.de

Donnerstag, 15. Juni 17
Friedrichstadt-Palast erweitert berlinpass- und Charity-Angebot um #PalastFürAlle-Ticket

Kein Geld für den Urlaub, das neue Fahrrad oder besondere Freizeitaktivitäten: Vielen Menschen bleibt nach Abzug aller lebensnotwendigen Ausgaben kaum Geld für schöne Erlebnisse. Der Friedrichstadt-Palast ermöglicht ab Juli für fünf Euro den Besuch im Theater für die, die es sich sonst nicht leisten könnten. Ohne Nachweis, rein auf Vertrauensbasis.

Wer sich angesprochen fühlt oder jemanden kennt, für den das zutreffen könnte, kann sich ab sofort unter www.palast.berlin/apps/fueralle/ für einmalig bis zu vier Tickets je Produktion registrieren.

Jeden Monat informiert der Palast dann per E-Mail über ausgewählte Show-Termine. Inspiriert vom ‚Miniatur Wunderland‘ in Hamburg, das an ausgewählten Tagen zum kostenfreien Besuch einlädt, ist ein Nachweis der ‚Bedürftigkeit‘ nicht erforderlich, weder beim Eintragen in die Liste, noch beim Einlass.

„#PalastFürAlle beruht auf Vertrauen gegenüber unseren Gästen. Wir setzen darauf, dass wenn schon jemand sagt ‚Ich kann es mir nicht leisten‘, er oder sie uns nicht anlügt. Damit wollen wir Menschen eine Teilhabe am kulturellen Leben dieser Stadt ermöglichen, denen es aus finanziellen Gründen sonst nicht möglich wäre, uns zu besuchen“, so Intendant Dr. Berndt Schmidt. „Wir können diese Aktion längerfristig natürlich nur anbieten, wenn sie nicht ‚ausgenutzt‘ wird, sondern tatsächlich nur von Menschen in Anspruch genommen wird, die den Eintritt einfach nicht bezahlen können. Es gibt aber auch Doppelverdiener mit Kind, die keine Sozialleistungen beziehen und die dennoch am Monatsende kaum einen Euro übrighaben, um sich oder den Kids mal etwas Schönes gönnen zu können. Diese Menschen fallen oft durch alle sozialen Teilhabe-Raster und das wollen wir bei uns ändern.“

Normalpreistickets für den Palast gibt es zwar bereits ab 19,80 Euro, aber auch das ist für nicht wenige Menschen bereits zu viel. Die Aktion ist nicht auf Berliner*innen und nicht auf Deutschland beschränkt.

Wir legen Wert auf die Feststellung, dass die Aktion nicht der Notwendigkeit entspringt, eine schlecht laufende Show zu stützen. „THE ONE Grand Show ist unsere bisher erfolgreichste Produktion. Die Auslastung von Januar bis Mai lag bei rund 94 Prozent und wir liegen im 1. Halbjahr beim Kartenumsatz deutlich über Plan. Aber 94 Prozent sind nicht 100 Prozent und es ist besser für das Gemeinwesen, wenn ein Sitz nicht frei bleibt, sondern einen Menschen glücklich macht, der es sich sonst nicht leisten könnte.“ Als Kultureinrichtung des Landes Berlin möchte der Palast vielen Menschen die Teilhabe an Kultur ermöglichen – Das #PalastFürAlle-Ticket ist dafür ein weiterer Baustein.

Berlins meistbesuchte Bühne erweitert mit #PalastFürAlle ihr vorhandenes Ermäßigungsangebot, das bereits Kinder, Schüler*innen, Studierende, Azubis, Bundesfreiwilligendienstleistende, Gäste ab 65 Jahren, Arbeitssuchende, Hartz IV-Empfänger*innen und Gäste mit Behinderung berücksichtigt.

Auch mit dem berlinpass, den der Berliner Senat auf Antrag an sozial Benachteiligte ausgibt, besuchten im vergangenen Jahr über 7.000 Berliner*innen für drei Euro pro Ticket die Grand Show oder Kindershow. Anders als in manch anderen Häusern müssen berlinpass-Inhaber*innen am Palast ihr Glück nicht erst an der Abendkasse für den jeweiligen Tag versuchen (mit dem Risiko, keinen Platz mehr zu bekommen), sondern sie können wie andere Gäste auch, Wochen und Monate im Voraus reservieren und so den Abend verlässlich planen. Das erleichtert bspw. Alleinerziehenden die Organisation einer Kinderbetreuung für den Termin.

Hinzu kamen in 2016 fast 26.500 Charity-Tickets, die im Großraum Berlin sozialen Einrichtungen, Kinderhäusern, Suppenküchen, Kliniken oder Hospizen für fünf Euro pro Ticket zur Verfügung gestellt wurden.

Die Initiative #PalastFürAlle gilt zunächst in einer Testphase von Juli bis Oktober 2017. Im Oktober wird auf Basis der gewonnenen Erfahrungen evaluiert, ob und wie die Aktion ab November fortgeführt wird. Dazu Schmidt: „Wir wollen die Initiative gerne langfristig etablieren und glauben an das Gute im Menschen. Das ist womöglich weniger naiv, als es klingt.“

Zur Registrierung: www.palast.berlin/apps/fueralle/
Infos zu Ermäßigungen am Palast: www.palast.berlin/shows-tickets/ermaessigungen/

Donnerstag, 15. Juni 17
Sommertheater im Wiesbadener Nerotal zeigt GEFÄHRLICHE LIEBSCHAFTEN

Das Freie Theater Wiesbaden veranstaltet auch in diesem Jahr wieder das Sommertheater im Nerotal. Mit GEFÄHRLICHE LIEBSCHAFTEN wird ein Klassiker der französischen Literatur und der Skandalroman des 18. Jahrhunderts gegeben.  Zugleich aber auch eine zeitlose Geschichte für die Ewigkeit. Die Geschichte zweier „Helden“, die versuchen, das Unkontrollierbare zu kontrollieren, die Gefühle, Sehnsüchte und das Verlangen der anderen auszunutzen, sie gegeneinander auszuspielen und so Macht über sie zu gewinnen. Im Briefroman von Choderlos de Laclos spiegelt sich eine von Arroganz und Eitelkeit durchdrungene, hedonistische Welt, die der unsrigen Zeit erschreckend ähnelt.


Gefährliche Liebschaften
Freies Theater Wiesbaden
Vorabfoto
© Alexa Sommer

Das Ensemble des Freien Theater Wiesbaden inszeniert eine eigene, komplett neu gestaltete Fassung der LIEBSCHAFTEN im Spätsommer 2017 unter freiem Himmel mit einer siebenköpfigen Besetzung. Der WTHC konnte wie bereits im vergangenen Jahr als Partner gewonnen werden, der uns den Spielort für unser SOMMERTHEATER IM NEROTAL zur Verfügung stellt. Wir spielen gerne an den unterschiedlichsten Orten in der Stadt und geben Geschichten einen Ort. Das Gelände des WTHC bietet hier wieder einmal eine optimale Kulisse mit dem zum Wald hin ansteigenden Hang, der verschiedene Spielebenen und somit Simultanszenen ermöglicht, die den Charakter des Briefromans hervorheben – ist die zeitliche Diskrepanz zwischen Schreiben und Lesen für den Rezipienten doch immer als Gleichzeitigkeit spürbar. Zudem schlägt solch eine Simultanbühne eine Brücke zum Kommunikationsverhalten unserer Tage, das durch unablässiges Schreiben und ständige Verfügbarkeit geprägt ist. Weitere Vorstellungen im Gastspielbetrieb sind für die Zukunft geplant.
Fotos: Alexa Sommer

Link zum Trailer: https://youtu.be/5iIDFU2f-5A

Premiere: 23.08.17
Abendkasse und Barlounge öffnen um 18:30 Uhr, Beginn 20:00 Uhr
Alle Sitzplätze sind überdacht.
Tickets ab 21,- € (ermäßigt ab 15,- €) zzgl. Gebühren an allen VVK-Stellen, bei ADticket und reservix.

www.freiestheaterwiesbaden.de 

Mittwoch, 14. Juni 17
Vorverkauf von MARY POPPINS in Hamburg ab sofort eröffnet ~ Premiere des internationalen Musicalerfolgs im Februar 2018 im Stage Theater an der Elbe
Supercalifragilisticexpialigetisch: Das berühmteste Kindermädchen der Welt wird ab Februar 2018 in Hamburg zu sehen sein. Dann feiert Disneys und Cameron Mackintoshs Musical MARY POPPINS Premiere im Stage Theater an der Elbe. Der Vorverkauf ist ab sofort eröffnet.


Ab Februar im Stage Theater an der Elbe: MARY POPPINS
© Disney/CML/Deen van Meer

Deutschlands Musicalhauptstadt kann sich auf ein Stück von herausragender künstlerischer Qualität freuen", so Uschi Neuss, Geschäftsführerin von STAGE ENTERTAINMENT Deutschland. "Weltbekannte Melodien, ein liebevoll gestaltetes Bühnenbild und die zeitlos charmante Geschichte garantieren generationsübergreifendes Theatervergnügen."
Die Bühnenversion von MARY POPPINS basiert auf der Buchreihe von P.L. Travers und der beliebten Disney-Verfilmung von 1964, die mit fünf Oscars® ausgezeichnet wurde.

“Ich freue mich sehr, das zauberhafteste Kindermädchen der Welt nach Hamburg zu bringen. In Stuttgart, wo die Show schon sehr erfolgreich läuft, hat sich das Publikum aller Altersklassen bereits von Marys Charme überzeugen können. Ich bin mir sicher, dass die Musicalbesucher in Hamburg eine spektakuläre und supercalifragilistische Zeit haben werden“, so Cameron Mackintosh.

Thomas Schumacher, President & Producer, Disney Theatrical Productions: „Ich bin begeistert, dass unser beliebtes Musical MARY POPPINS bald zusammen mit dem KÖNIG DER LÖWEN und ALADDIN in Hamburg zu sehen sein wird. Diese fröhliche und magische Show über die Kraft der Familie und Gesellschaft ist heute bedeutender denn je. Deshalb freuen wir uns, Mary bald wieder fliegen zu sehen.

“MARY POPPINS feierte 2004 seine Uraufführung am Londoner West End und hat seitdem über 12 Millionen Besucher begeistert. Das bezaubernde Musical wurde mit zahlreichen Theaterpreisen, wie z.B. dem Olivier Award für den „Besten Bühnenchoreographen“ und das „Beste Bühnenbild“ oder dem Evening Standard Award für das „Beste Bühnenbild“ und dem Variety Club Award für das „Beste Musical“ ausgezeichnet.

Am New Yorker Broadway lief MARY POPPINS sechs Jahre und erhielt den Tony® Award für das „Beste Bühnenbild“. Anschließend tourte es durch Australien, Neuseeland, die USA und Großbritannien. In Deutschland feierte das Musical am 23. Oktober 2016 im Stage Apollo Theater Stuttgart Premiere und läuft dort seitdem vor ausverkauftem Haus.

MARY POPPINS ist eine Co-Produktion von Disney und Cameron Mackintosh. Das Buch stammt von Oscar-Preisträger und Drehbuchautor Julian Fellowes, die zeitlosen Melodien und die bekannten Songs wie „Chimchim-cheree“ oder „Supercalifragilisticexpialigetisch“ von Richard M. Sherman und Robert B. Sherman.
Zusätzliche Musik und Liedtexte stammen von den Olivier-Award-Gewinnern George Stiles und Anthony Drewe. Produzent für Disney Theatrical Productions ist Thomas Schumacher.
Das international renommierte und mehrfach ausgezeichnete Kreativteam von MARY POPPINS wird angeführt von Theater- und Filmregisseur Richard Eyre. Co-Regie und Choreographie übernahm Matthew Bourne, die Co-Choreographie Stephen Mear. Kostüm- und Bühnenbilddesign stammen von Bob Crowley. Das Lichtdesign ist
von Natasha Katz, das Sounddesgin von Paul Groothuis und die Orchestrierung von William David Brohn.

MARY POPPINS erzählt die Geschichte des gleichnamigen Kindermädchens, das von Familie Banks für ihre Kinder Jane und Michael engagiert wird. Anfangs sind alle von ihren außergewöhnlichen Methoden überrascht. Doch besonders die Kinder schließen Mary schnell ins Herz, fühlen sich endlich verstanden und erleben mit ihr zahlreiche magische Abenteuer. Und auch die Erwachsenen erkennen bald, dass das Kindermädchen nicht nur für ihre Kinder gut ist.

MARY POPPINS wird ab dem 28. Februar 2018 im Hamburger Stage Theater an der Elbe gespielt und folgt damit auf das Musical TANZ DER VAMPIRE. Tickets sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen, unter www.musicals.de und telefonisch unter 01805 - 44 44* erhältlich.

Mittwoch, 14. Juni 17
Kurzfilm zu LA DAMOISELLE ÉLUE und JEANNE D’ARC AU BÛCHER im Internetauftritt der Oper Frankfurt freigeschaltet
Der Kurzfilm von Thiemo Hehl zur Neuinszenierung von Claude Debussys La Damoiselle élue (Frankfurter Erstaufführung) und Arthur Honeggers Jeanne d'Arc au bûcher (Musikalische Leitung: Marc Soustrot; Regie: Àlex Ollé) im Internetauftritt der Oper Frankfurt ist freigeschaltet: www.oper-frankfurt.de

Mittwoch, 14. Juni 17
Erfolgsmusical »West Side Story« ab Juni auf dem Domplatz in Magdeburg
Die Proben für das Musical »West Side Story«, das in der Regie von Gil Mehmert am Freitag, dem 16. 6. 2017, um 21.00 Uhr, Premiere auf dem Magdeburger Domplatz feiert, haben begonnen.


West Side Story
‘Theater Magdeburg
Probenbeginn des Ensemble
© Andreas Lander

»Something's coming, something good!« – am 16. 6. 2017 feiert das erfolgreiche und beliebte Musical »West Side Story« vor der historischen Kulisse des Magdeburger Doms Premiere. Leonard Bernsteins Werk gilt als »Mutter aller Musicals« und gleichzeitig als eines der anspruchsvollsten aller Musiktheaterwerke, sind hier doch auf höchstem künstlerischen Niveau Tanz, Gesang und Schauspiel untereinander verwoben. Die unverwechselbare Harmonik und die prägnante Rhythmik haben das Musical weltberühmt werden lassen. Hinzu kommt eine zeitlos-aktuelle Geschichte, die auf Shakespeares tragischem Drama »Romeo und Julia« beruht und die bis heute ins Herz trifft.
Tony, Mitglied der »Jets«, und Maria, Schwester des Anführers der »Sharks«, verlieben sich bei einer Tanzveranstaltung im Jugendclub des Stadtteils auf den ersten Blick. Gegen alle Widerstände halten sie an ihrer Liebe fest. Doch als Tonys bester Freund Riff von Marias Bruder Bernardo erstochen wird und Tony daraufhin Bernardo tötet, ist die Tragödie nicht mehr aufzuhalten...
Um die musikalische und darstellerische Qualität einer Open-Air-Produktion dieses anspruchsvollen Musicals zu garantieren, konnte das Theater Magdeburg neben einem spannenden und breit aufgestellten Cast ein exquisites Leitungsteam gewinnen. Allen voran Regisseur Gil Mehmert, der für seine Musicalinszenierungen mehrfach ausgezeichnet wurde, zuletzt 2016 für »Hair« in München. Zu seinen herausragenden Arbeiten zählt ebenso »Das Wunder von Bern« in Hamburg, darüber hinaus inszenierte er mit großem Erfolg das DomplatzOpenAir 2013 »Les Miserables«. Die musikalische Leitung übernimmt der international gefragte Dirigent Kimbo Ishii, Magdeburgs Generalmusikdirektor, der die New Yorker Straßenkämpfe, musikalisch charakterisiert durch Jazz und lateinamerikanische Rhythmen, mit der Magdeburgischen Philharmonie lebendig werden lässt. Das erfahrene Leitungsteam rund um Regisseur Gil Mehmert wird ergänzt vom ausgezeichneten und international agierenden Bühnenbildner Jens Kilian. Der junge Choreograf Jonathan Huor, der 2016 mit dem Deutschen Musical Theater Preis in der Kategorie Choreografie ausgezeichnet wurde, ergänzt dieses versierte Team. Die Kostüme entwirft Falk Bauer.
Die Partien von Tony und Maria zählen auf Grund ihrer großen sängerischen Anforderungen zu den anspruchsvollsten im Musicalfach. Für die Magdeburger Inszenierung wurde ein ausgewogenes, erfahrenes und junges Trio engagiert: Mit Anton Zetterholm steht ein erfolgreicher Musicaldarsteller, der bereits in mehreren großen Musicalproduktionen mitgewirkt hat, als Tony auf der Domplatzbühne. Der beliebte Schwede spielte bis Mitte Juni 2014 am Londoner Queen‘s Theatre die Rolle des Enjolras im bekannten West End Musical »Les Misérables«. Die Partie der Maria wird doppelt besetzt mit der erfahrenen Musicaldarstellerin und Schauspielerin Iréna Flury sowie der jungen Sybille Lambricht. Insgesamt stehen rund 45 Darstellerinnen und Darsteller auf der Domplatzbühne.
Regisseur Gil Mehmert erzählt Bernsteins Adaption des Shakespeare-Klassikers so »gegenwärtig wie möglich«. Dafür nimmt er die Ästhetik der 1950er Jahre, in der das Werk entstanden ist, auf und verlängert diese »zeitlos« in die Gegenwart, denn die konfliktreiche Suche der Jugendlichen nach einer eigenen Identität und dem Umgang mit unterschiedlichen kulturellen Gruppen, ist auch heute noch hoch aktuell. Die Straßen von Manhattan, in denen die Auseinandersetzungen der Jets und Sharks stattfinden, werden auf dem Domplatz nachgebildet. Die Bühne misst etwa 900  m2 und bietet viel Raum für Action, zum Beispiel in einem der beiden rund 10 Meter hohen Hochhäuser oder auf dem Platz zwischen fahrenden Autos. Viel Erfahrung mit großen Open-Air-Veranstaltungen bringt der Bühnenbildner Jens Kilian mit, der den Magdeburger Domplatz bestens kennt, hat er doch 2013 das Bühnenbild für »Les Miserables« und 2016 für »Hair« entworfen.

Die 18 Vorstellungen der »West Side Story«, die am 16. 6. 2017, 21.00 Uhr, auf dem Domplatz Premiere feiert, sind bereits jetzt zu 98 % ausgelastet. Karten sind noch online, telefonisch unter 0391 40 490 490, an der Theaterkasse im Opernhaus oder per Mail an kasse@theater-magdeburg.de erhältlich. www.theater-magdeburg.de

Mittwoch, 14. Juni 17
Margaret Atwood erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2017
Der Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat die kanadische Schriftstellerin, Essayistin und Dichterin Margaret Atwood zur diesjährigen Trägerin des Friedenspreises gewählt. Das gab Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, bei der Eröffnung der Buchtage Berlin 2017 bekannt. Die Verleihung findet zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse am Sonntag, 15. Oktober 2017, in der Paulskirche in Frankfurt am Main statt und wird live im Fernsehen übertragen. Der Friedenspreis wird seit 1950 vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert.


Margaret Atwood
© Jean Malek

In der Begründung des Stiftungsrats heißt es: „Die kanadische Schriftstellerin, Essayistin und Dichterin zeigt in ihren Romanen und Sachbüchern immer wieder ihr politisches Gespür und ihre Hellhörigkeit für gefährliche unterschwellige Entwicklungen und Strömungen. Als eine der bedeutendsten Erzählerinnen unserer Zeit stellt sie die sich wandelnden Denk- und Verhaltensweisen ins Zentrum ihres Schaffens und lotet sie in ihren utopischen wie dystopischen Werken furchtlos aus. Indem sie menschliche Widersprüchlichkeiten genau beobachtet, zeigt sie, wie leicht vermeintliche Normalität ins Unmenschliche kippen kann. Humanität, Gerechtigkeitsstreben und Toleranz prägen die Haltung Margaret Atwoods, die mit wachem Bewusstsein und tiefer Menschenkenntnis auf die Welt blickt und ihre Analysen und Sorgen für uns so sprachgewaltig wie literarisch eindringlich formuliert. Durch sie erfahren wir, wer wir sind, wo wir stehen und was wir uns und einem friedlichen Zusammenleben schuldig sind.“

Margaret Atwood, geboren am 18. November 1939 im kanadischen Ottawa, gilt als wichtigste und erfolgreichste Autorin Kanadas. Ihr Werk, bestehend aus Romanen, Kurzgeschichten, Essays, Lyrik, Theaterstücken, Drehbüchern und Kinderbüchern ist mittlerweile in mehr als 30 Sprachen erschienen. Sie lebt mit ihrem Mann, dem Schriftsteller Graeme Gibson, in Toronto.

Margaret Atwood studierte von 1957 bis 1962 in Toronto und Cambridge/Massachusetts Englisch und Literatur. Ab 1964 war sie als Literaturwissenschaftlerin an verschiedenen Universitäten tätig. Erste Gedichte (wie „The Circle Game“) publiziert sie bereits Anfang der 1960er Jahre im „Selbstdruckverfahren“. Mit der Veröffentlichung ihres ersten literaturkritischen Werks „Survival: A Thematic Guide to Canadian Literature“ (1972) und ihrer ersten beiden Romane „Die essbare Frau“ (1969; dt. 1985) und „Der lange Traum“ (1972; dt. 1979) erlangte sie national wie auch international erste größere Bekanntheit.

In ihren literarischen und essayistischen Werken setzt sich Atwood intensiv mit gesellschaftlichen und politischen Fragen auseinander. In ihrem 1985 (dt. 1987) erschienenen utopischen Roman „Der Report der Magd“ beschreibt sie in der Tradition George Orwells eine totalitäre Gesellschaft, in der Frauen als Gebärmaschinen benutzt und unterdrückt werden. In ihrer Endzeit-Trilogie „Oryx und Crake“ (2003), „Das Jahr der Flut“ (2009) und „Die Geschichte von Zeb“ (2013, dt. 2014) entwirft sie eine postapokalyptische Welt, durch die sie die ökologischen Auswirkungen und gefährliche Strömungen in der Gesellschaft ins Auge nimmt. Ihr Essay „Payback. Schulden und die Schattenseiten des Wohlstands“ (2008) thematisiert die Voraussetzungen und Folgen der weltweiten Finanzkrise. Auch über ihr künstlerisches Schaffen hinaus engagiert sich Atwood politisch und gesellschaftlich, etwa als Umweltaktivistin. Gemeinsam mit Salman Rushdie führt sie seit Mai 2017 eine Kampagne des PEN International an, die verfolgten und von Zensur bedrohten Menschen Unterstützung und größere Aufmerksamkeit geben will.

Margaret Atwood wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Booker Prize for Fiction (2000), dem Nelly Sachs-Preis (2009), dem Canadian Booksellers' Lifetime Achievement Award (2012) und dem PEN Printer Prize (2016). Zuletzt erschien ihr Roman „Hexenjagd“ (2016, dt. 2017). Ende 2017 wird der Essayband „Aus Neugier und Leidenschaft“ veröffentlicht, in dem der schriftstellerische Kosmos von Margaret Atwood mit Rezensionen, Reisebereichten, Schriften zu ökologischen Themen und Erzählungen vorgestellt wird.

Weitere Informationen sind abrufbar unter www.friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de.

Mittwoch, 14. Juni 17
Castpräsentation von TANZ DER VAMPIRE Wien
Das Kultmusical TANZ DER VAMPIRE kehrt anlässlich des 20-jährigen Jubiläums nach Wien zurück. VBW-Musical-Intendant Christian Struppeck stellte gestern im Beisein des Leading Teams die Produktion und die Solisten vor. Die im internet übertragene Veranstaltung kann auch noch On Demand abgerufen werden:

TANZ DER VAMPIRE feiert am 30. September 2017 im Ronacher Premiere.

Die Besetzung:

Graf von Krolock: Drew Sarich / Mark Seibert / Thomas Borchert
Sarah: Diana Schnierer
Alfred: Raphael Groß
Professor Abronsius: Sebastian Brandmeir
Chagal: Nicolas Tenerani
Rebecca: Dawn Bullock
Herbert: Charles Kreische
Magda: Marle Martens
Koukol: Florian Resetarits
Walk in Cover Graf von Krolock: Florian Fetterle
Walk in Cover Professor Abronsius, Chagal, Nightmare Solo: Fernand Delosch
Ensemble / Nightmare Solo: Vini Gomes
Ensemble / Nightmare Solo / Cover Graf von Krolock: Filippo Strocchi
Ensemble / Cover Sarah: Abla Alaoui
Ensemble / Cover Sarah: Anetta Szabo
Ensemble / Cover Alfred: Christopher Dederichs
Ensemble / Cover Professor Abronsius: Luc Steegers
Ensemble / Cover Chagal: Martin Stritzko
Ensemble / Cover Rebecca: Floor Krijnen
Ensemble / Cover Magda: Anja Backus
Ensemble / Cover Magda / Cover Rebecca: Tanja Petrasek
Rote Stiefel / Tanz-Ensemble: Lucy-Marie Fitzgerald
Weißer Vampir / Tanz-Ensemble: Jasper Caransa
Schwarzer Vampir / Tanz-Ensemble: Arltan Andzhaev
Tanz-Ensemble / Cover Weißer Vampir: David Baranya
Tanz-Ensemble / Cover Schwarzer Vampir: Jordan Hinchliffe
Tanz-Ensemble / Cover Schwarzer Vampir: Fabian Lukas Raup
Tanz-Ensemble / Cover Rote Stiefel: Martina Borroni
Tanz-Ensemble / Cover Rote Stiefel: Vanessa Spiteri
Tanz-Ensemble: Julia Waldmayer
Tanz-Ensemble: Maja Luthiger
Swing / Cover Alfred: Daniel Eckert
Swing / Cover Herbert / Cover Nightmare Solo: Christoph Apfelbeck
Swing: Susanna Panzner
Cross Swing / Cover Herbert / Cover Weißer Vampir / Dance Captain: Jan-Eike Majert
Cross Swing: Tamsyn Blake
Cross Swing: Anouk Rietveld
Cross Swing: Morten Daugaard

www.musicalvienna.at

Mittwoch, 14. Juni 17
Der Fluch des Drachen, das Fantastical von Corvus Corax und Markus Heitz
Vielleicht kann sich nicht jeder sofort etwas unter einem Fantastical vorstellen, doch es trifft den Kern: „Der Fluch des Drachen“ vereint die Opulenz eines energetischen Musicals mit der Wucht und Dramatik einer fulminanten Fantasy-Geschichte. Laut Definition steht Musical für eine populäre Musiktheaterform, die Musik, Schauspiel und Gesang verbindet. Fantasy gilt als Genre der Phantastik, dessen Wurzeln sich in der Mythologie und den Sagen finden. Der Fluch des Drachen bietet beides – willkommen in der Welt des Fantasticals. Ein Ding, das wirklich so neu wie groß ist, weil es bestens bekannte Akteure verschiedener fantastischer Sparten zu einem neuen Genre vereint: Das Jahr 2017 wird dereinst als Gründungsjahr des Fantasticals bezeichnet werden.
Da ist zunächst der packende Plot, der von keinem Geringeren als Markus Heitz kommt. Heitz zählt mit einer Gesamtauflage von 4,6 Millionen Büchern zu den populärsten Phantastik-Autoren des Landes, dessen Output bald schon nicht mehr in Bänden, sondern Regalmetern gemessen werden wird. Seinen Durchbruch erzielte er Anfang der Nullerjahre mit dem Fantasy-Roman „Die Zwerge“, der heute ebenso wie die Ulldart- oder Albae-Saga zur vielbändigen Fortsetzungsreihe mutierte. Er schuf aber auch sehr viele weitere Thriller, Erzählungen und anderes, das international übersetzt wurde. Von seinen über 40 Romanen standen mehr als die Hälfte auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Von Heitz’ Geschichten kommt man schwer wieder los, stets sind sie von ungeheurer Sogkraft geprägt. Das Aussparen gängiger Fantasyklischees hat er sich zum Alleinstellungsmerkmal gemacht.
Das hohe Qualitätslevel wird eins zu eins auch musikalisch umgesetzt. Corvus Corax, die Könige der Spielleute, haben die Musik geschrieben. Epische Elemente und Klangcollagen, die an Soundtracks erinnern, treffen auf authentische Musik des tatsächlichen Mittelalters und diese wieder auf popmusikalische Strukturen und Melodiebögen aus der Jetztzeit, wie man sie von der Band noch nie gehört hat. Unter der Ägide der Produzenten Ingo Politz und Marcus Gorstein entstand eine Mischung, die atmosphärisch dicht ist, dabei auch bei längerer Handlung nie langweilt und darüber hinaus mehr als einen Ohrwurm abwirft. Jede Figur wird mit Worten und Musik charakterisiert, beides ergänzt sich perfekt und ist ohneeinander nicht vorstellbar. Die Musik unterbricht den Erzählstrang nicht, sondern erzählt ihn weiter.
Corvus Corax, Markus Heitz und Johannes Steck


Corvus Corax, Markus Heitz und Johannes Steck

Foto: Christan Ermel, Kostüme: Peter Papenberg, © Electrola

Corvus Corax sind in und mit der Mittelalterszene groß geworden. Längst gibt es das hartnäckige Gerücht, dass sie die heute allerorten boomenden Mittelaltermärkte damals als Kulisse für ihre Musik erfunden haben. Insider halten das nicht für ausgeschlossen. Musikalisch war ihre Basis das gewissenhafte Studium nicht nur der Überlieferungen an Noten (eher dürftig) und Texten aus dem Mittelalter, sondern auch des Instrumentenbaus. Ihr Ehrgeiz war und ist zu wissen und den Hörern zu vermitteln, wie es wirklich geklungen hat. Gleichzeitig waren Corvus Corax immer bereit, neue Wege zu gehen: Es gab Ausflüge zu Bratzgitarren und Elektronika, Kollaborationen mit Chören und Sinfonikern, Filmmusiken in Zusammenarbeit mit Hans Zimmer, Soundtracks für Computerspiele – jetzt haben die Kolkraben wieder die Nase vorn und begründen mit dem Fantastical „Der Fluch des Drachen“ ein neues Genre.
Und es braucht noch jemanden, der uns die Geschichte erzählt. Dieser Erzähler ist der Motor hinter dem gewichtigen Projekt: Johannes Steck ist ein deutscher Schauspieler, der an einigen namhaften Theatern arbeitete und dem TV-Junkie durch etliche Serien bekannt ist. In der Fantasy-Gemeinde ist er eine feste Größe, weil er sehr viele Genre-Romane und -Serien für Hörbücher eingelesen hat, meist in seinem eigenen Tonstudio. Er ist der Erzähler des Kaltenberger Ritterturniers und hat auch diverse Erfahrungen mit Fantasy auf Livebühnen. Steck ist die „Stimme der Fantasy“ und des Drachenfluchs.
Dass diese Kreativzellen zu einander fanden, ist nicht zufällig. Zwischen Corvus Corax´  Castus und Johannes Steck keimte zum ersten Mal die Idee zu dieser Geschichte und ihrer literarisch /theatralisch / musikalischen Umsetzung,  als sie bei der szenischen Umsetzung von Motiven aus der erwähnten „Zwerge“-Saga auf der Bühne standen. Das war eine mehr oder weniger opulent gerahmte Lesung. Doch sie spürten, dass die Zeit reif war für den großen Wurf.
„In einer Zeit, als die Dunkelheit noch gefürchtet wurde“ beginnt die lange, geheimnisvolle Story um Ehre und Schurkerei, Treue und Verrat, Glauben und Macht. Es geht um Krone und Reich, um Kampf und Gefahr – am guten Ende wird die ehrliche, tapfere Schar natürlich die bösen, mächtigen Heerscharen besiegen. Konkret wird die Geschichte des fleißigen Schmieds Adamas erzählt, der weder Böses will noch ahnt und trotzdem plötzlich sieben Aufgaben, die es in sich haben, lösen muss, um ein Königreich zu erringen. Doch der amtierende König, der seinen Thron nicht abgeben will, hat tückische Fallen gestellt. Seine willfährigen Helfer sind ein gefährlicher Krieger und weitere ziemlich gruseleske Geschöpfe. Aber was so ein robuster Schmied ist, der kann einiges vertragen und auch austeilen. Am Ende geht es nie nur um die Krone allein, sondern auch um die Hand der dazu gehörigen Königstochter. Und hier beginnt das größte Abenteuer, das Menschen zu bestehen regelmäßig aufgegeben wird, an dessen Ende vollkommenes Glück oder trostlose Trauer in Einsamkeit stehen können: Das Abenteuer der Liebe.
Mit großer Sorgfalt wurde auch bei der Besetzungswahl agiert, allesamt bekannte Namen konnten verpflichtet werden: Alea der Bescheidene ist sonst Sänger der weithin bekannten Mittelalter-Band „Saltatio Mortis“, Holly Loose kennt man als Frontmann der Crossover-Geigen-Fraktion „Letzte Instanz“. Ji-In Cho ist die bezaubernde koreanische Röhre der Aachener Symphonic-Metaller „Krypteria“ und der Modern-Rockband „And then she came“, Birgit Ines Muggenthaler-Schmack bereichert mit ihrem Flötenspiel sonst Schandmaul und die Potsdamer Musical-Sängerin Maxi Kerber ist bekannt von „Die Betties“. Nicht zuletzt sind die überaus erfolgreiche Pagan-Folk-Band „Faun“ komplett dabei sowie ihre ehemalige Sängerin Katja Moslehner.
Die gelungene Symbiose aus spannender Handlung, mitreißender Musik und fantasievoller Ausstattung wird als Komplett-Dreifach-CD und Musik-Einzel-CD veröffentlicht. Und natürlich muss dieses Fantastical auf die Bühnen. Corvus Corax und ihr auf jeder Position optimal besetztes Ensemble starten im Winter 2017/18 die erste „Der Fluch des Drachen“-Tournee.

DER FLUCH DES DRACHEN
Ein Fantastical von Corvus Corax & Markus Heitz
Veröffentlichung 28. Juli 2017

Das sind die ersten Live Daten, es kommen aber noch viele dazu:
07.12. Hannover Theater am Aegi
08.12. Erfurt Alte Oper
09.12. Dresden Alter Schlachthof
10.12. Leipzig Haus Leipzig
22.02. Würzburg Posthalle
23.02. Neunkirchen Gebläsehalle
25.02. Wacken Winter Nights

www.corvuscorax.de

Dienstag, 13. Juni 17
TONY Awards 2017 vergeben ~ BEST MUSICAL: Dear Evan Hansen
Am Sonntag wurden in New York die diesjährigen TONY-Awards vergeben.

BEST MUSICAL: Dear Evan Hansen
BEST REVIVAL OF A MUSICAL: Hello, Dolly!
BEST PERFORMANCE BY AN ACTOR IN A LEADING ROLE IN A MUSICAL: Ben Platt for Dear Evan Hansen
BEST PERFORMANCE BY AN ACTRESS IN A LEADING ROLE IN A MUSICAL: Bette Midler for Hello, Dolly!
BEST PERFORMANCE BY AN ACTOR IN A FEATURED ROLE IN A MUSICAL: Gavin Creel for Hello, Dolly!
BEST PERFORMANCE BY AN ACTRESS IN A FEATURED ROLE IN A MUSICAL: Rachel Bay Jones for Dear Evan Hansen
BEST BOOK OF A MUSICAL: Steven Levenson for Dear Evan Hansen
BEST ORIGINAL SCORE (MUSIC AND/OR LYRICS) WRITTEN FOR THE THEATRE: Dear Evan Hansen (Music & Lyrics: Benj Pasek & Justin Paul)
BEST SCENIC DESIGN OF A MUSICAL: Mimi Lien for Natasha, Pierre & The Great Comet of 1812
BEST COSTUME DESIGN OF A MUSICAL: Santo Loquasto for Hello, Dolly!
BEST LIGHTING DESIGN OF A MUSICAL: Bradley King for Natasha, Pierre & The Great Comet of 1812
BEST DIRECTION OF A MUSICAL: Christopher Ashley for Come From Away
BEST CHOREOGRAPHY: Andy Blankenbuehler for Bandstand
BEST ORCHESTRATIONS: Alex Lacamoire for Dear Evan Hansen

BEST PLAY: Oslo
BEST REVIVAL OF A PLAY: August Wilson's Jitney
BEST PERFORMANCE BY AN ACTOR IN A LEADING ROLE IN A PLAY: Kevin Kline for Present Laughter
BEST PERFORMANCE BY AN ACTRESS IN A LEADING ROLE IN A PLAY: Laurie Metcalf for A Doll's House, Part 2
BEST PERFORMANCE BY AN ACTOR IN A FEATURED ROLE IN A PLAY: Michael Aronov for Oslo
BEST PERFORMANCE BY AN ACTRESS IN A FEATURED ROLE IN A PLAY: Cynthia Nixon for Lillian Hellman's The Little Foxes
BEST SCENIC DESIGN OF A PLAY: Nigel Hook for The Play That Goes Wrong
BEST COSTUME DESIGN OF A PLAY: Jane Greenwood for Lillian Hellman's The Little Foxes
BEST LIGHTING DESIGN OF A PLAY: Christopher Akerlind for Indecent
BEST DIRECTION OF A PLAY: Rebecca Taichman for Indecent

SPECIAL TONY AWARD® FOR LIFETIME ACHIEVEMENT IN THE THEATRE: James Earl Jones
REGIONAL THEATRE TONY AWARD: Dallas Theater Center
ISABELLE STEVENSON TONY AWARD: Baayork Lee
SPECIAL TONY AWARD: Gareth Fry, Pete Malkin
TONY HONORS FOR EXCELLENCE IN THE THEATRE: Nina Lannan, Alan Wasser

www.tonyawards.com   http://dearevanhansen.com 

Dienstag, 13. Juni 17
Elbphilharmonie: Fulminanter Start des Einzelkartenverkaufs für die Saison 2017/18
Die ersten Kunden hatten sich bereits in den Nachtstunden von Sonntag auf Montag häuslich vor den Vorverkaufsstellen eingerichtet. Am Montagmorgen dann bildeten sich lange Schlangen, und als pünktlich um 10 Uhr an nahezu allen der zuvor veröffentlichten gut 40 Vorverkaufsstellen in der Metropolregion Hamburg die Schalter öffneten, begann der große Verkauf für die derzeit womöglich begehrtesten Papiere der Republik: Konzertkarten für die Elbphilharmonie. Insgesamt wurden gestern allein online und offline rund 95.000 dieser Tickets verkauft.

Manche Kunden mussten viel Stehvermögen beweisen, ehe die Freude über den erfolgreichen Kartenkauf die Geduldsprobe vergessen ließ. Anfangs bereitete die enorm hohe Zugriffszahl auf das Ticketingsystem von CTS Eventim Probleme beim Verkauf von Veranstaltungen des NDR und der Konzertdirektion Dr. Goette. Website und Webshop der Elbphilharmonie liefen durchgehend einwandfrei und verzeichneten am Montag bis 18 Uhr 1,6 Millionen Zugriffe und rund 40.000 Kartenbestellungen für Konzerte der HamburgMusik.

Bis weit nach Geschäftsschluss bediente das Personal der drei Vorverkaufskassen der Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft (Elbphilharmonie, Brahmskontor und Kulturcafé am Mönckebergbrunnen) die Kartenkäufer.

Dort sowie an weiteren Vorverkaufsstellen werden auch weiterhin Karten für die Saison 2017/18 in Elbphilharmonie und Laeiszhalle erhältlich sein. Die Angebote der Konzertdirektion Dr. Rudolf Goette und des NDR Elbphilharmonie Orchesters sind nahezu vergriffen, bei den übrigen Veranstaltern sind die Chancen, an Karten zu kommen, noch etwas größer.

Davon unberührt bleibt die Möglichkeit, sich für von der HamburgMusik veranstaltete Konzerte weiterhin bis 1. Juli online mit seinen Kartenwünschen auf der Seite www.elbphilharmonie.de zu registrieren. Zehn Karten können maximal bestellt werden, nicht mehr als vier pro Konzert. Gehen mehr Bestellungen ein, als Karten vorhanden sind, entscheidet das Zufallsprinzip.

Die Vorverkaufsstellen in der Elbphilharmonie, im Brahmskontor und im Kulturcafé am Mönckebergbrunnen öffnen heute wie gewohnt um 11 Uhr.

www.elbphilharmonie.de

Dienstag, 13. Juni 17
TANZ IM AUGUST – 29. Internationales Festival Berlin präsentiert von HAU Hebbel am Ufer
11. August – 2. September 2017
Vorverkaufsstart aller Produktionen: ab sofort

Tanz im August gibt das Festivalprogramm 2017 bekannt
Tanz im August feiert im HAU Hebbel am Ufer und an weiteren Orten die Tanzmetropole Berlin. Premieren und zahlreiche neue Arbeiten von Choreograf*innen aus unterschiedlichen Generationen, deren künstlerische Praxis von Flamenco und Butoh, über Ballett und Tanztheater bis Performance reicht, sind ab dem 11. August in der 29. Edition des Berliner Festivals zu sehen. Der spanischen Choreografin und Künstlerin La Ribot widmet Tanz im August eine umfangreiche Retrospektive, die unter dem Titel Occuuppatiooon! ihre Arbeiten von 1993–2016 zeigen wird, darunter eine umfassende Auswahl ihrer Live Performances und Filme.
Das Festival wird am 11. August vom Kultursenator Berlins, Dr. Klaus Lederer, im HAU1 eröffnet. Bis zum 2. September werden in rund 69 Vorstellungen an 11 Veranstaltungsorten in ganz Berlin, mit mehr als 150 Künstler*innen aus 21 Ländern insgesamt 28 Produktionen, darunter 3 Uraufführungen und 14 Deutschlandpremieren, präsentiert.

Annemie Vanackere, Intendantin des HAU Hebbel am Ufer: "Die große Chance von Tanz im August steckt in der Möglichkeit, tiefe Einblicke in die internationale Tanzgeschichte zu gewinnen und gleichzeitig mit den aktuellen Strömungen und Tendenzen dieser Kunstform in Berührung zu kommen. Aufs Schönste vereinen sich beide Perspektiven in den Werkschauen, die seit einigen Jahren fest im Programm von Tanz im August verankert sind – in diesem Jahr zeigen Virve Sutinen und ihr Team eine Retrospektive von La Ribot, die eine intensive Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Schaffen dieser Ausnahme-Choreografin und –Tänzerin ermöglicht und damit einen wichtigen Akzent innerhalb des Festivals setzt."

Virve Sutinen, Künstlerische Leiterin von Tanz im August: „Wir laden das Publikum zu einem fast einmonatigen Abenteuer ein, durch das uns die Leidenschaft, die Fantasie und die Intelligenz der Tanzkünstler*innen führen werden. Viele der eingeladenen Künstler*innen befassen sich mit Gender-Thematiken, Sexualität oder dem Status des Körpers. Sie erforschen die Zusammenhänge zwischen diesen Identitäten und der eigenen Herkunft, geopolitischen Fragen, Behinderung und anderen Realitäten unserer Gesellschaft. Wir freuen uns, diese anspruchsvollen Themen im Austausch mit dem Publikum, den Festivalkünstler*innen und inspirierenden Moderator*innen bei den verschiedenen Veranstaltungen zu erleben und zu diskutieren.“

Das Programm 2017
Am 11. August wird Serge Aimé Coulibaly Tanz im August mit Kalakuta Republik im HAU1 eröffnen. Inspiriert durch den nigerianischen Musiker, Aktivisten und Afrobeat-Erfinder Fela Kuti erforscht Kalakuta Republik die Verbindungen zwischen Kunst und Politik.
Vier große Produktionen sind im Haus der Berliner Festspiele zu sehen: Die renommierte Michael Clark Company kehrt zu Tanz im August zurück und präsentiert to a simple, rock ’n’ roll . . . song., u.a. mit Musik von Patti Smith und David Bowie. Erstmals in Deutschland zu erleben ist Rocío Molinas Caída del Cielo, eine furiose Mischung aus virtuosem Flamenco, Rock-Konzert und Performance-Kunst. Die Choreografin Mathilde Monnier und der Schriftsteller Alan Pauls feiern eine weitere Deutschlandpremiere mit El Baile, eine Reise durch die Geschichte Argentiniens und des argentinischen Tangos. Gemeinsam mit ihren 14 Tänzer*innen untersucht Sasha Waltz, die mit zwei Produktionen im Festival vertreten ist, mit Kreatur Phänomene des Seins vor dem aktuellen Hintergrund einer zerrissenen Gesellschaft.
 
Während der gesamten Dauer des Festivals zeigt Tanz im August Occuuppatiooon! Eine Retrospektive von La Ribots Arbeiten (1993–2016), die eine umfangreiche Auswahl von Arbeiten der spanischen Künstlerin und Choreografin La Ribot präsentiert. La Ribot ist Feministin und Pionierin der konzeptuellen Bewegung im Tanz der 90er Jahre, die sich ebenso versiert wie herausfordernd an der Schnittstelle von zeitgenössischem Tanz, Live Art, Video und Performance bewegt. Die Retrospektive umfasst die sechsstündige Performance Laughing Hole (2006), eine Auswahl ihrer gefeierten Distinguished Pieces in Panoramix (1993–2003), Gustavia (2008), ein Duett gemeinsam mit Mathilde Monnier, sowie die neueste Serie ihrer ‚Distinguished Pieces’ unter dem Titel Another Distinguée (2016). Eine Ausstellung in der Galerie Barbara Weiss präsentiert u.a. eine Auswahl ihrer Videoarbeiten von 2002–2014. Zum Festival erscheint aus Anlass der Retrospektive ein Katalog.

Die Berliner Tanzszene ist unter anderen mit zwei Uraufführungen im Festival vertreten. Jefta van Dinther präsentiert sein neues Stück Dark Field Analysis, in dem der Choreograf die Intensität des Lebens thematisiert, und Sasha Waltz zeigt mit Women ihre neue Arbeit zu Ritualen von Weiblichkeit. Hinzu kommen Produktionen der aufstrebenden Berliner Künstlerin Lea Moro und von Eszter Salamon, die nach 2016 erneut beim Festival vertreten ist.
 
In Anna Halprins Blank Placard Dance trugen 1967 zwanzig Tänzer*innen leere weiße Plakate durch die Straßen von San Francisco. Plakate, die sich in der Imagination der Stadtbewohner*innen mit ihren Wünschen füllen sollten. Anne Collod bringt ein Reenactment von Halprins Demonstration auf die Straßen von Berlin, mit Beginn am Gendarmenmarkt. Jagd, Eroberung und militärische Traditionen sind die Themen, die Rudi van der Merwe in seiner Performance Trophée beschäftigen. Besucher*innen erreichen seine Performance auf dem Vierfelderhof in Gatow über einen Shuttle-Bus vom HAU2. Im Schatten des HAU1, ebenfalls Outdoor, lotet Cie Zora Snake mit Au-delà de l’humain die Grenzen des Bekannten aus. Seine Choreografien sind Expeditionen, die sich an der Schnittstelle von Performing Arts, Urban Dance und African Dance mit dem postkolonialen afrikanischen Körper auseinandersetzen.
 
Das japanische Butoh Tanztheater beschäftigt einige der eingeladenen Choreografen: In About Kazuo Ohno: Reliving the Butoh Diva’s Masterpieces orientiert sich der Multimedia-Performancekünstler Takao Kawaguchi an Videoaufzeichnungen des berühmten Butoh-Tänzers Kazuo Ohno, der den revolutionären Tanz nach dem Zweiten Weltkrieg mitbegründete. Der Brasilianer Marcelo Evelin eignet sich in seiner neuen Arbeit Dança Doente (Kranker Tanz) das Universum des japanische Tänzers Tatsumi Hijikata an, der ebenfalls als Mitbegründer des Butoh bekannt ist. Der in New York ansässige Choreograf Trajal Harrell taucht ab in die Tanzgeschichte, in die Zeit, als sich der moderne Tanz aus verschiedensten Einflüssen erfand: Caen Amour schafft eine sinnliche Begegnung zwischen dem Hoochie Koochie – eine ‘orientalistische’, dem Bauchtanz ähnliche, Nachahmung aus den USA –, der Jugendstilikone Loïe Fuller und wiederum Tatsumi Hijikata.

Neue Arbeiten und Deutschlandpremieren präsentieren zudem Cristiana Morganti, langjährige Solistin in Pina Bauschs Wuppertaler Tanztheater, die in ihrem ersten abendfüllenden Stück von ihrem folgenreichen Treffen mit der Tanztheater-Ikone Pina Bausch erzählt, Radhouane El Meddeb und ccap im RADIALSYSTEM V sowie Rosalind Goldberg, Sandra Lolax, Stina Nyberg und K&C Kekäläinen & Company in den Sophiensælen. Für sein neues Solo TALOS nimmt der israelische Choreograf Arkadi Zaides das EU-Technologieprojekt “TALOS” zum Ausgangspunkt, ein mobiles Robotersystem, das illegalen Grenzübertritt erkennen und verhindern soll. Dorothée Munyaneza beschäftigt sich in ihrem neuen Stück Unwanted mit den Geschichten von Frauen aus Ruanda, die während des Genozids 1994 Opfer von Vergewaltigungen wurden, und mit den unerwünschten Kindern, die diesen Gewaltakten entsprangen. Die Choreografin Alexandra Bachzetsis lässt sich in der Deutschlandpremiere ihres Solos Private: Wear a mask when you talk to me von verschiedenen Künstlerinnen und Körperpraxen inspirieren, um die Performance der Geschlechter postqueer an ihre Grenzen zu treiben.
 
Die Zuschauer*innen sind darüber hinaus wieder eingeladen, an einer Reihe von Publikumsformaten teilzunehmen: Dance Circles, Meet the Artist, Buchpräsentationen, und die Meeting of Minds werden als offene Zuschauerformate angeboten. Im HAU2 – dem Festivalzentrum – wird erneut die Bibliothek im August eingerichtet, als Ort für Begegnungen mit den Festivalkünstler*innen und dem Publikum, aber auch als ein ruhiger Ort zum Durchatmen. Die Bibliothek im August, gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser, ist von Mittwoch bis Sonntag von 16-21 Uhr geöffnet und stellt Bücher bereit, die von den an Tanz im August 2017 beteiligten Künstler*innen ausgewählt wurden. On the Sofa diskutieren hier Künstler*innen, Aktivist*innen und weitere Expert*innen auf dem Podium aktuelle Themen, die mit dem künstlerischen Programm des Festivals verbunden sind. Zur Eröffnung der Bibliothek im August zeigen Brenda Dixon-Gottschild & Hellmut Gottschild die sehr persönliche Lecture-Performance In Bodies we trust – Tongue Smell Color Revisited.

Das komplette Programm von Tanz im August 2017 findet sich unter: www.tanzimaugust.de

Spielorte 2017
HAU Hebbel am Ufer (HAU1, HAU2 und HAU3 + Houseclub HAU3), St.Elisabeth-Kirche, Galerie Barbara Weiss, Haus der Berliner Festspiele, KINDL - Zentrum für zeitgenössische Kunst, RADIALSYSTEM V, Sophiensæle, Vierfelderhof

Tickets und weitere Informationen sind verfügbar unter www.tanzimaugust.de, sowie an allen bekannten Vorverkaufstellen oder an der Tageskasse des HAU Hebbel am Ufer: HAU2, Hallesches Ufer 32, 10963 Berlin, Tel. +49 (0)30.259004-27, bis 31. Juli Montag bis Samstag 15:00–19:00, ab 1. August täglich 12:00–19:00.

Dienstag, 13. Juni 17
»Refugee Citizen: Qualifizierung in der kulturellen und künstlerischen Praxis«
Flüchtlinge in Städten und Gemeinden – Fachtagung mit einer Projektbörse, Foren und einem Vortrag: am 13. Juli 2017 im Opernhaus Wuppertal

Die Programmreihe »Refugee Citizen« begleitet und untersucht seit 2015 Aspekte kultureller und gesellschaftlicher Entwicklungen infolge der Migration vieler Geflüchteter nach Nordrhein-Westfalen.
 
Die aktuelle dritte Tagung – am 13. Juli 2017 von 11-17 Uhr im Opernhaus Wuppertal – richtet mit einer Projektbörse, Foren und einem Fachvortrag den Blick auf die Qualifizierungsbedarfe in der kulturellen wie künstlerischen Praxis mit Geflüchteten und fragt nach ästhetischen sowie trans- und interkulturellen Qualifikationen, bietet aber auch Einblicke in juristische und psychosoziale Aspekte.
 
Welche Bedingungen führen zu erfolgreicher Projektarbeit von und mit Geflüchteten? Welche künstlerischen Methoden eignen sich für transkulturelle Prozesse? Welche Kompetenzen befähigen zur kulturellen Arbeit in diversitären Gruppen? Wie begegnet man traumatisierten Menschen? Wer gibt Hilfestellung bei Fragen von Asylrecht und Arbeitserlaubnis?
 

Eingeladen, diese und weitere Fragen der Geflüchtetenarbeit zu diskutieren, sind Praktiker*innen, kommunale Vertreter*innen, Künstler*innen, Politiker*innen und Expert*innen aus unterschiedlichen Praxisfeldern.
 
Die Fachtagung wird veranstaltet vom NRW KULTURsekretariat (Wuppertal), vom Kultursekretariat NRW Gütersloh und von der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW. Gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW. Mit freundlicher Unterstützung durch die Wuppertaler Bühnen und die Stadt Wuppertal.
 
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Allerdings ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Deshalb wird um Anmeldung bis zum 6. Juli 2017 gebeten unter info@nrw-kultur.de.

Details zum Programm gibt es ab Ende Juni unter www.nrw-kultur.de/refugeecitizen

Dienstag, 13. Juni 17
Oper Frankfurt: Viertes und letztes "Happy-New-Ears"-Konzert der Spielzeit 2016/17
Die Oper Frankfurt lädt zum vierten und letzten Happy-New-Ears-Konzert der Spielzeit 2016/17 am Mittwoch, dem 21. Juni 2017, um 20.00 Uhr ins Opernhaus ein.

Ernst Krenek (1900-1991), dem das Ensemble Modern dieses Portraitkonzert widmet, ist alles andere als eindimensional. Mit einem OEuvre, das an die 250 Kompositionen sämtlicher Gattungen sowie eine Vielzahl musiktheoretischer und journalistischer Publikationen umfasst, beweist der Künstler nicht nur immense Kreativität und Schaffenskraft, sondern auch ein waches Ohr- und Augenpaar. Von der Zeitoper über die Zwölftonigkeit und den Serialismus bis hin zum erweiterten Sinuston vereint sich im Schaffen des Komponisten nahezu die gesamte Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Auf dem Programm steht die Zweite Symphonische Musik für 9 Solo-Instrumente op. 23 (1923). Das Werk gibt einen Einblick in Kreneks Kosmos, genauer gesagt in jene frühe Schaffensphase, in welcher er sich noch keinen Namen als Schöpfer der Oper Jonny spielt auf gemacht hatte.

Lothar Zagrosek, der in dieser Spielzeit im Opernhaus für Kreneks drei Einakter Der Diktator, Schwergewicht oder Die Ehre der Nation und Das geheime Königreich am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters stand, leitet nun auch dieses Konzert und ergänzt die von hr2-Musikredakteur Stefan Fricke moderierte Gesprächsrunde mit der Krenek-Expertin Claudia Maurer-Zenck.

Karten zum Preis von € 15 und 20 (für Studenten € 7,50 und 10; 12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.

Die Happy New Ears-Termine der kommenden Saison 2017/18:
Dienstag, 5. September 2017 im Opernhaus Tristan Murail
Mittwoch, 28. Februar 2018 im Bockenheimer Depot Saed Haddad
Montag, 30. April 2018 im Holzfoyer Enno Poppe
Dienstag, 5. Juni 2018 im Opernhaus Carola Bauckholt

Dienstag, 13. Juni 17
Staatstheater Wiesbaden: Gitte Haenning & Band am 17. September live auf der Bühne im Großen Haus
Am Sonntag, den 17. September, um 19.30 Uhr ist die Sängerin Gitte Haenning & Band zu Gast im Großen Haus des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden.

Mit ihrem Konzertprogramm »All by Myself« begibt sich Gitte Haenning auf eine musikalische Reise durch die verschiedenen Genres mit Neubearbeitungen bekannter Songs und vielen Lieblingsliedern der Künstlerin. Begleitet wird sie von ihrer Band mit Friedemann Matzeit am Piano und Saxofon, Benedikt Reidenbach an der Gitarre, Thomas Alkier am Schlagzeug und Oliver Potratz am Bass. 
Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Karten sind an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder auf
www.staatstheater-wiesbaden.de erhältlich.

Dienstag, 13. Juni 17
hr2-Literaturpreis 2017 für Joshua Schößler
Der Gewinner des hr2-Literaturpreises 2017 heißt Joshua Schößler. Der 24-jährige Autor aus Jena konnte das Onlinevoting des Radiosenders auf www.hr2-kultur.de für sich entscheiden.

Mit seiner Kurzgeschichte „Betrug“, gelesen von Lukas Benjamin Engel, setzte er sich im Wettbewerb für Nachwuchsautoren gegen neun Mitstreiter durch. Neben einem Preisgeld von 500 Euro erhält Schößler die Möglichkeit, eine weitere literarische Arbeit im Programm von hr2-kultur vorzustellen.

Der hr2-Literaturpreis ist ein Publikumspreis. Er wird in diesem Jahr zum achten Mal vergeben. Zur Wahl stehen die Texte von zehn Nachwuchsautoren, die sich zuvor beim Schreibwettbewerb „Junges Literaturforum Hessen-Thüringen“ durchgesetzt haben. hr2-kultur vertont ihre Kurzgeschichten und Gedichte mit jungen Schauspielern und präsentiert sie in der Sendung „hr2-Spätlese“ und in einer Online-Reportage. Dort konnte das Publikum vom 16. Mai bis zum 11. Juni über seine Favoriten abstimmen.

Joshua Schößler wurde 1992 in Düsseldorf geboren. Er studiert Philosophie und Germanistische Literaturwissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und betreibt den Blog „Sukkulent“ auf https://skklnt.wordpress.com.

Der Wettbewerb „Junges Literaturforum Hessen-Thüringen“ wird jährlich vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Thüringer Staatskanzlei veranstaltet. Weitere Kooperationspartner neben hr2-kultur sind das Hessische Literaturforum im Mousonturm und die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

Dienstag, 13. Juni 17
Das hr-Sinfonieorchester beim Rheingau Musik Festival 2017 Eröffnungskonzert mit Andrés Orozco-Estrada
Der junge Franzose Berlioz ließ in seine programmatisch konzipierte Sinfonie bewusst quasi-autobiografische Handlungselemente einfließen. Die fünf Sätze entstanden in unglücklicher Liebe zu der irischen Schauspielerin Harriet Smithson und tragen Titel wie „Träumereien, Landschaften“ und „Hexensabbath“. Berlioz‘ explizite Bezeichnung der „Fantastischen Sinfonie in fünf Teilen“ als „drame musicale“ stellt nicht bloß eine inhaltliche Verbindung zum übrigen Programm dar. In Kombination mit der Erweiterung der klassischen Orchesterbesetzung setzte sich Berlioz einst über traditionelle Grenzen hinweg und erschloss der musikalischen Welt ganz neue Ausdrucksformen.

hr2-kultur sendet eine Live-Übertragung des Konzerts am Samstag, 24. Juni, um 19.04 Uhr sowie eine Wiederholung am Freitag, 21. Juli, um 20.04 Uhr im Rahmen des ARD-Radiofestivals. Außerdem gibt es am Sonntag, 25. Juni, einen Video-Livestream auf www.hr-sinfonieorchester.de. Das Eröffnungskonzert wird am Samstag, 8. Juli, in 3sat um 20.15 Uhr und am Sonntag, 9. Juli, um 7.45 Uhr im hr-fernsehen ausgestrahlt.

Rheingau Musik Festival 2017 - Eröffnungskonzert
Andrés Orozco-Estrada, Dirigent
Datum: Samstag, 24., und Sonntag, 25. Juni, jeweils 19 Uhr
Ort: Kloster Eberbach, 65346 Eltville am Rhein
Karten unter Telefon: 06723/602170 oder www.rheingau-musik-festival.deAuch bei der Jubiläumsausgabe des diesjährigen Rheingau Musik Festivals ist das hr-Sinfonieorchesters mit dabei und gestaltet das Eröffnungskonzert mit Chefdirigent Andrés Orozco-Estrada im Kloster Eberbach am Samstag, 24., und Sonntag, 25. Juni, jeweils um 19 Uhr. Das Orchester setzt seine Richard-Wagner-Vorspielreihe fort und präsentiert neben den Ouvertüren zu „Lohengrin“, „Der fliegende Holländer“ und „Rienzi“ die „Symphonie fantastique“ von Hector Berlioz.

Dienstag, 13. Juni 17
Sky Arts HD überträgt „Die Meistersinger von Nürnberg“ live aus dem Bayreuther Festspielhaus
Eröffnungspremiere der Bayreuther Festspiele 2017 live: Neuinszenierung von „Die Meistersinger von Nürnberg“ am 25. Juli auf Sky Arts HD und Sky 1
Exklusives Live-TV-Event rund um die Ausstrahlung: Kulturjournalist Axel Brüggemann gibt mit „Bayreuth – Die Show“ direkt vom Grünen Hügel exklusive Einblicke und spannende Hintergründe zum Festspiel-Auftakt

Auch in diesem Jahr dürfen sich Wagnerianer und andere Opernfans auf ein ganz besonderes Highlight freuen: Sky überträgt am Dienstag, den 25. Juli, in Deutschland und Österreich die mit Spannung erwartete Eröffnungspremiere der Bayreuther Festspiele: „Die Meistersinger von Nürnberg“ live auf Sky Arts HD und diesmal auch auf Sky 1.
Rund um die Ausstrahlung der neuinszenierten Oper unter Regie von Barrie Kosky wird es ein mehrstündiges Talk-Format live aus dem Sky Studio direkt vom Festspielhügel in Bayreuth geben, auch dieses Jahr moderiert von Musikjournalist und Wagner-Biograph Axel Brüggemann.
„Bayreuth – Die Show“ verspricht exklusive Einblicke in den Opern-Betrieb, spannende Hintergrundinformationen, unorthodoxe Blickwinkel und Talkgäste, die kein Blatt vor den Mund nehmen. Damit entsteht ein im deutschen Fernsehen einzigartiges Gesamterlebnis der Bayreuther Festspiele.

Sky überträgt 2017 zum zweiten Mal live von den Bayreuther Festspielen. Bereits im vergangen Jahr hat der Kunst- und Kultursender den kompletten „Ring des Nibelungen“ in Deutschland, Österreich, dem Vereinigten Königreich, Irland, Italien und Australien aus dem Bayreuther Festspielhaus live und exklusiv gezeigt – ein Novum der Fernsehgeschichte.

Elke Walthelm, Executive Vice President Content bei Sky Deutschland: „Dass wir diesen Sommer das zweite Mal in Folge live vom Grünen Hügel senden können, macht uns stolz. Wir danken Frau Wagner sehr für ihr Vertrauen. Um dieses Jahr noch mehr Zuschauer in den Genuss von `Die Meistersinger von Nürnberg´ kommen zu lassen, wird diesmal nicht nur Sky Arts HD, sondern auch Sky 1 live übertragen. Allen Wagner-Neulingen aber auch den Experten kann ich nur `Bayreuth – Die Show´ ans Herz legen: So haben Sie Wagner noch nie gesehen!“

Katharina Wagner, künstlerische Leiterin der Bayreuther Festspiele: „Ich freue mich, dass es auch 2017 zu einer erneuten Zusammenarbeit gekommen ist und Sky in diesem Jahr die Eröffnungspremiere live übertragen wird.“

Die Bayreuther Festspiele wurden von Richard Wagner, Komponist, Dichter, Dirigent, 1876 begründet. Richard Wagner sah darin die Möglichkeit, seine Werke entsprechend seiner künstlerischen Absichten aufzuführen. Die Bayreuther Festspiele gehören heute zu den wichtigsten Kulturereignissen Deutschlands. Die künstlerische Leitung der Festspiele liegt mit Katharina Wagner nach wie vor in den Händen eines Mitglieds der Familie Wagner.

Mehr Informationen zu „Die Meistersinger von Nürnberg“: www.bayreuther-festspiele.de
Mehr Informationen zum Sky Arts Rahmenprogramm live vom Grünen Hügel 2016: www.sky.de/bayreuth
Die Premiere wird auch in zahlreichen Kinos live übertragen: www.wagner-im-kino.de .
Im Free-TV gibt es  „Die Meistersinger von Nürnberg“ am Freitag, den 28. Juli 17 ab 20.15 Uhr auf 3sat.

Sendeinformationen:
„Bayreuther Festspiele live: Die Meistersinger von Nürnberg“ und „Bayreuth – Die Show“ am Dienstag, den 25. Juli ab 15 Uhr live auf Sky Arts HD und Sky 1

Über Sky Arts HD:
Sky Arts HD ist die neue Adresse für Kunst und Kultur in Deutschland und Österreich. Der Sender, der linear, aber auch über Sky On Demand und Sky Go verfügbar ist, präsentiert seit Juli 2016 die aufregende Kunst- und Kulturwelt in Reportagen und Dokumentationen mit Fokus auf Fotografie, Architektur, Urban Arts, bildenden Künsten, Literatur, Tanz, klassische Musik und Konzertüber-tragungen. Sky Arts ist im Vereinigten Königreich, Irland und Italien bereits seit Langem erfolgreicher Teil des Sky Programmportfolios. In Deutschland und Österreich ist Sky Arts HD im Sky Entertainment Paket enthalten. Alle Inhalte von Sky Arts sind zudem mit dem Entertainment Monatsticket des Streaming-Dienstes Sky Ticket verfügbar.

Montag, 12. Juni 17
Ergebnisse der Jahreshauptversammlung 2017 des Deutschen Bühnenvereins
Auf der Jahreshauptversammlung des Deutschen Bühnenvereins in Dresden haben die Theater und Orchester beschlossen, ihre Aktivitäten gegen Rechtspopulismus und rechtsnationale Parteien zu verstärken. „Es geht darum, den Reichtum einer diversen Gesellschaft sichtbar werden zu lassen und diese nicht als Bedrohung zu empfinden“, sagte Bühnenvereins-Präsident Ulrich Khuon heute in Dresden.

Der Bühnenverein mischt sich bundesweit in die öffentliche Diskussion hierzu ein und besucht und veranstaltet Podiumsdiskussionen. Neben der heutigen Podiumsdiskussion mit dem Thema „Wir müssen reden! – Das Fremde und das Eigene“ beteiligte sich der Bühnenverein 2017 bis jetzt an Veranstaltungen am Theater Altenburg/Gera, am Puppentheater Magdeburg, beim Sächsischen Theaterfestival „Willkommen anderswo III“ in Bautzen und am Theater Heidelberg. „Theater und Orchester wollen die Gesellschaft stärker dazu ermutigen, sich für Demokratie und offene Gesellschaft einzusetzen. Sie leisten dies durch ihre künstlerischen, insbesondere partizipativen Projekte, aber auch, indem sie Diskursräume öffnen“, so Ulrich Khuon.

Der Bühnenverein will sich mit anderen kulturpolitischen Institutionen vernetzen, um Begrifflichkeiten in der öffentlichen Diskussion wieder positiv zu besetzen. „Rechtspopulisten und rechtsnationale Parteien verstehen sich darauf, Begriffe mit ihrem schwarz-weißen Weltbild zu besetzen. Sie verknüpfen Worte wie „Volk“, „Identität“, „Nation“, „Gesellschaft“, „Heimat“, „Wir/Die“ eng mit der eigenen Ideologie, obwohl ein Großteil der Bevölkerung damit keine Abschottung oder einen Kulturkampf verbindet oder verbinden möchte“, so Marc Grandmontagne, Geschäftsführender Direktor des Bühnenvereins. „Wir müssen diese Worte wieder neu erobern, sie mit Hoffnung und kultureller Vielfalt besetzen statt mit Aggression und Ausgrenzung. In diesen Zusammenhang gehören auch Fragen der Sprachkompetenz und damit der kulturellen Bildung. Gerade in Zeiten verkürzter, digitaler Kommunikation erleben wir, dass Feinheiten in der Sprache verschwinden und Begriffe mit einfachen Emoticons übermittelt werden.“

Der Bühnenverein unterstützt die Initiative kulturelle Integration und die in diesem Rahmen veröffentlichten 15 Thesen zu kultureller Integration und Zusammenhalt. Er ruft Institutionen und Privatpersonen dazu auf, die Thesen auf der Webseite http://kulturelle-integration.de/thesen zu unterzeichnen.

Darstellende KünstlerInnen, die aufgrund ihres Engagements für Demokratie und Zivilgesellschaft in den Fokus staatlicher Beobachtung oder Repression geraten, arbeiten in einigen Ländern unter dramatischen Bedingungen. Deutschland hat aus Sicht des Bühnenvereins eine Verantwortung, diesen Entwicklungen nicht tatenlos zuzusehen. Ulrich Khuon freut sich, dass der Bühnenverein auf Initiative des Gorki-Theaters Berlin gemeinsam mit Theaterschaffenden, dem Institut für Auslandsbeziehungen und dem Goethe-Institut ein erstes Stipendien-Programm für türkische KünstlerInnen auflegen konnte.

In Dresden diskutierten die Bühnenvereinsmitglieder auch über die Modernisierung der Verbandsarbeit. Themen wie Öffnung, Partizipation, Digitalisierung, öffentliche Relevanz und Geschlechtergerechtigkeit bestimmten die Diskussion. Der Dialog zwischen Theaterschaffenden einerseits und Kulturpolitik und Verwaltung andererseits wird im Hinblick auf Zukunftsfragen der Theater und Orchester intensiviert. Auch die Arbeitsbedingungen der KünstlerInnen können ohne die Einbindung der Politik nicht verbessert werden. Speziell beim Tarifvertrag NV Bühne wird der Bühnenverein weiter mit den Künstlergewerkschaften an Veränderungen arbeiten. Das 2017 bereits erreichte Ziel der Erhöhung der Mindestgage für KünstlerInnen soll nicht das Ende der Fahnenstange sein. Der Kontakt mit Initiativen wie Ensemble Netzwerk und art but fair wird weiter verfolgt werden.

www.buehnenverein.de

Montag, 12. Juni 17
Spielzeiteröffnung der Burgfestspiele Bad Vilbel 2017 ~ Hessischer Innenminister Boris Rhein überreicht Scheck
In der vergangenen Woche haben die Burgfestspiele Bad Vilbel die neue Spielzeit mit Carlo Goldonis Komödie ‚Der Diener zweier Herren’, aus dem Jahr 1746 eröffnet.

‚Die Menschen sind gleich geblieben’ – diese These zieht sich als Roter Faden durch die gesamte Inszenierung: Adelheid Müther, erfahrene Komödienregisseurin mit Sinn für Humor und Poesie, stellt eine pralle Komödie auf die Bretter, beziehungsweise jagt sie über diese. Dabei ist ‚Bretter’ im wahrsten Sinne des Wortes zu verstehen: Das Bühnenbild von Lilot Hegi und Marie-Therese Cramer zeigt eine Piazza mit angebundenen Stegen – ähnlich denen, die in Venedig bei Hochwasser gelegt werden und von denen man schnell ins Wasser stürzt. In Bad Vilbel reichen sie bis zu den Treppen und so kann Müthers Kommödiantentruppe temporeich die ganze Burg bespielen. Die Übersetzung des Theaterpraktikers Jürgen Flimm ist modern, aber nicht modisch. Die heutigen Kostüme zeigen, wer arbeitet und wer nicht: Pastellig-weiß bis bonbonrosa verrüscht die einen, dunkel und derb die anderen.

50.000 Euro für die Burgfestspiele
„Sie sind nicht hier um mich reden zu hören, sondern Sie wollen wissen, was ich mitgebracht habe.“ Vor Beginn der Premiere überreichte Boris Rhein, Innenminister des Landes Hessen, ein Scheck: 50.000 Euro für die Burgfestspiele. Damit erhalten die Burgfestspiele, das besucherstärkste Festspieltheater in Hessen, in diesem Jahr 2017 eine Förderung des Landes Hessen von 80.000 Euro.

Samstag, 10. Juni 17
Technik trifft Kunst – zwei Liebherr-Turmdrehkrane bauen Bühnenbild in Bregenz
Liebherr ist Construction Partner der Bregenzer Festspiele: Zwei Liebherr-Turmdrehkrane bauten das Bühnenbild der Seebühne auf. Der 154 EC-H 6 Litronic wurde eigens für die Oper Carmen am Bodenseegrund fest verankert, der 71 K ist bereits seit dem Jahr 2000 im Besitz des Festivals.

Die Aufbauarbeiten der Seebühne vor imposanter Naturkulisse begannen im Herbst vergangenen Jahres. Die Bühnenbildner setzten sowohl den 154 EC-H 6 Litronic als auch der 71 K für den Aufbau des 43 Meter breiten und 24 Meter hohen Bühnenbilds ein. Mithilfe der Krane bauten sie zwei überdimensionale Frauenhände aus je rund 190 Einzelteilen, ein Stahlgerüst sowie die 59 Karten zu einer eindrucksvollen Kulisse zusammen. Allein eine Karte ist 30 Quadratmeter groß und wiegt rund 2,5 Tonnen.

Der größere Baukran 154 EC-H 6 Litronic war bereits Ende August 2016 unmittelbar neben der Seebühne im Wasser auf sogenannten Piloten montiert worden. Diese Holzpfähle werden in den Grund des Bodensees gerammt und bilden das Fundament für den Kran. Der Unterwagen des Obendreherkrans wurde direkt auf die Piloten montiert. Der Kran war bis Ende April mit einer Hakenhöhe von 33 Metern im Einsatz. Er arbeitete mit einer maximalen Ausladung von 60 Metern und die maximale Tragfähigkeit beträgt 6.000 Kilogramm. Wichtig beim Bühnenaufbau war das millimetergenaue Positionieren der Einzelteile. Dank des Feinpositioniermodus Micromove gelang dies perfekt.

Die Liebherr-Sparte Turmdrehkrane ist bereits seit vielen Jahren Construction Partner der Bregenzer Festspiele und wirkt beim Aufbau der riesigen Bühnenbilder mit. Seit dem Jahr 2000 dient ein dauerhaft installierter Schnelleinsatzkran 71 K als zuverlässiges Hebegerät beim Kulissenbau. Der 71 K ist auf einem 15 mal 13 Meter großen Ponton montiert, sodass er schwimmend dorthin verschoben werden kann, je nachdem, wo der Einsatz es erfordert. Der Kran arbeitet trotz der von der Wasseroberfläche verursachten Bewegungen betriebssicher.

Georges Bizets Oper Carmen wird in den Spielzeiten 2017 und 2018 auf der Bregenzer Seebühne zu sehen sein. Die Premiere findet am 19. Juli statt; und im Laufe dieses Sommers folgen weitere 27 Aufführungen bis zum 20. August.

www.liebherr.com / www.bregenzer-festspiele.com

Samstag, 10. Juni 17
Oper Frankfurt Kammermusik im Foyer: Auf Reisen mit und ohne Wolfgang Amadé
Vor dem Hintergrund der Frankfurter Erstaufführung von Betulia liberata – Eine Kirchenbegehung, frei nach der Azione sacra von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), am 21. Juni 2017 im Bockenheimer Depot läddt die Oper Frankfurt zur neunten Kammermusik im Foyer der Spielzeit 2016/17 unter dem Titel "Auf Reisen mit und ohne Wolfgang Amadé" am Sonntag, dem 18. Juni 2017, um 11.00 Uhr ins Holzfoyer ein.
Auf dem Programm steht Mozarts Präludium und Fuge KV 404a für Streichtrio, gefolgt vom Quartett für Fagott und Streichtrio op. 40 Nr. 1-3 von Franz Danzi (1763-1826) und dem Divertimento B-Dur für Oboe, Fagott und Streichquartett von Michael Haydn (1737-1806).


Oper Frankfurt Kammermusik im Foyer
© Sabine Krams

Bestritten wird die Matinee durch das Horus Ensemble mit Basma Abdel-Rahim (Violine), Ludwig Hampe (Viola), Kaamel Salah-Eldin (Violoncello), Alfredo Bernardini (Oboe) und Katrin Lazar (Fagott). Die drei Streicher sind Mitglieder des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters, bei den beiden Bläsern handelt es sich um Gäste.
Karten zum Preis von € 13 / ermäßigt € 6,50 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) sind an den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 - 212 49 49 4 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich.

Samstag, 10. Juni 17
hr-fernsehen bringt „hessen extra“ zum Start der documenta 14
 Das hr-fernsehen sendet am heutigen Samstag um 18.45 Uhr zum Start der "documenta 14" ein „hessen extra“. Es moderieren Claudia Schick und Andreas Gehrke.
Alle fünf Jahre strömen Tausende Besucher aus aller Welt nach Kassel, um die weltweit wichtigste Ausstellung moderner Kunst zu sehen – die documenta. In diesen 100 Tagen verwandelt sich die nordhessische Stadt in die Kunsthauptstadt. Das hr-fernsehen sendet am morgigen Samstag um 18.45 Uhr ein „hessen extra“. Es moderieren Claudia Schick und Andreas Gehrke.

In Kassel ist auch Modezar Wolfgang Joop, der der Stadt einiges abgewinnen kann: Er fühle sich in der documenta-Stadt mit ihren Veranstaltungen wohler als beim Einchecken in Mailand. Der documenta attestierte er Internationalität und auch eine gewisse Art von Humor, der einen gut über schwierige Zeiten hinwegrette.

Die Ausstellungsorte sind über die Stadt verteilt, auch stehen Kunstwerke frei zugänglich auf öffentlichen Plätzen. Parallel zur documenta blüht die ansässige Kunstszene auf. Außerdem wird die documenta als Wirtschaftsfaktor für die Region geschätzt. Die Sendung zeigt, wie sich Kassel in dieser Zeit verändert. Die Moderatoren Claudia Schick und Andreas Gehrke besuchen die wichtigsten Ausstellungsorte, unter anderem den Friedrichsplatz, das Herz der Innenstadt und traditionell der documenta. Dort steht das größte Kunstwerk der documenta 14, eine Nachbildung des Akropolistempels aus Tausenden einst verbotener Bücher. Außerdem werden in Beiträgen aktuelle documenta-Künstler mit ihren Werken, Spuren vergangener documentas im heutigen Stadtbild sowie „Skandale“ und Stars früherer Ausstellungen präsentiert, und es wird gezeigt, was sonst noch neben der documenta in Kassel sehenswert ist.

Samstag, 10. Juni 17
Sonderausstellung der Internationalen Tage Ingelheim „Emil Nolde – Die Grotesken“: Fantastische Wesen und wo sie zu finden sind ~ Noch einen Monat im Museum Wiesbaden
Mit bislang mehr als 12.000 Besuchern erfreut sich die Sonderausstellung der Internationalen Tage Ingelheim „Emil Nolde – Die Grotesken“ zu Gast im Museum Wiesbaden einer großen Anziehungskraft. Noldes fantastische Figuren, Bergriesen und groteske Gestalten begeistern die Fachwelt genauso wie junge Besucher. Die Schau, die in enger Kooperation mit der Nolde Stiftung Seebüll entstand, umfasst 20 Gemälde sowie ca. 90 Werke auf Papier, die zum Teil noch nie öffentlich in einer Ausstellung gezeigt wurden. Besonders überraschend sind die zahlreichen Bilder, die scheinbar untypische Sujets Noldes und sein Interesse am Fantastischen offenbaren. So lauten die Einträge im Besucherbuch etwa: „Danke! Die Grotesken Noldes gefallen mir ja viel mehr als die schönen Blumenbilder“, oder „Es war so schön. Nolde hatte so viel Talent! (Viktoria, 8 Jahre alt)“.

Nach der Präsentation im Museum Wiesbaden wird die Ausstellung vom 23. Juli bis zum 15. Oktober 2017 im Buchheim Museum der Phantasie in Bernried am Starnberger See gezeigt.

Bis zum Ende der Präsentation in Wiesbaden am 9. Juli 2017 bietet das Museum noch ein umfangreiches Rahmenprogramm für Groß und Klein:
Führungen: 11.6., 15 Uhr / 13.6., 18 Uhr / 15.6., 15 Uhr / 18.6., 15 Uhr / 20.6., 18 Uhr / 24.6., 15 Uhr / 25.6., 15 Uhr / 27.6., 18 Uhr / 1.7., 11 Uhr, 15 Uhr, 18 Uhr / 2.7., 15 Uhr / 4.7., 18 Uhr / 8.7., 15 Uhr / 9.7., 15 Uhr
Kinderworkshop: 17.6., 11 Uhr
Führung für Personen 60+: 20.6., 15 Uhr
Kuratorenführung: 22.6., 18:30 Uhr / 4.7., 18:30 Uhr, Anmeldung unter 06132-77 2075
Offenes Atelier: 1.7., 11 Uhr

Für Bewohner Ingelheims gibt es in diesem Jahr ein zusätzliches Angebot. Die Internationalen Tage freuen sich, auch in diesem Jahr wieder mit den Freunden Ingelheimer Filmkultur (F!F) zu kooperieren. Die ausgewählten Filme zeigen wie sich das Groteske auch im Medium Film abbildet.
Film: 29.6., 22 Uhr, „Der Nachtmahr“– Open Air, Thriller, 90 Minuten, FSK: 12, Parkplatz am Freibad Ingelheim, Im Blumengarten, 55218 Ingelheim

Als besonderen Service bieten die Internationalen Tage am letzten Ausstellungstag einen Bus-Shuttle von Ingelheim nach Wiesbaden und retour. Abfahrt / Ankunft: Altes Rathaus, François-Lachenal-Platz
9.7., 15 Uhr (Abfahrt 14 Uhr, Rückkehr ca. 1 Stunde nach Ende der Führung)
Weitere Informationen und Anmeldungen unter: www.internationale-tage.de/veranstaltungen

Emil Nolde - Die Grotesken
Eine Ausstellung der Internationalen Tage Ingelheim zu Gast im Museum Wiesbaden
AUSSTELLUNGSDAUER: 30. April bis 9. Juli 2017
ÖFFNUNGSZEITEN: Di / Do 10-20 Uhr, Mi 10-17 Uhr, Fr-So 10-17 Uhr, Mo geschlossen
ORT: Museum Wiesbaden, Friedrich-Ebert-Allee 2, 65185 Wiesbaden
www.museum-wiesbaden.de

Freitag, 9. Juni 17
Von Athen lernen? - „ttt“ auf der documenta 14 in Kassel
Sie ist eine der weltweit bedeutendsten Ausstellungen für zeitgenössische Kunst – die documenta in Kassel. „ttt – titel, thesen, temperamente“ widmet sich der Kunstschau in einer 45-minütigen Extraausgabe. Die Sendung kommt am Sonntag, 11. Juni, vom Hessischen Rundfunk (hr) und ist um 23.35 Uhr im Ersten zu sehen.

Seit 1955 findet sie alle fünf Jahre statt – für jeweils 100 Tage. Für die 14. documenta (d14), die ab dem 10. Juni in Kassel zu sehen ist, hat sich der diesjährige Leiter Adam Szymczyk einen besonderen Scoop ausgedacht. Unter dem Motto „Von Athen lernen“ wird die Schau diesmal neben Kassel auch in der griechischen Hauptstadt präsentiert: Der erste Teil der Groß-Kunstschau wurde dort bereits am 8. April eröffnet. Für Adam Szymczyk ist das ein solidarischer Akt, denn Athen, die Wiege der Demokratie, ist heute Inbegriff für die EU-Schuldenkrise und Zufluchtsort unzähliger Geflüchteter.

Flucht, Vertreibung und Verfolgung sind somit die Themen vieler documenta-Werke, von denen manche Bezüge zu Griechenland aufweisen – so auch den spektakulären „Parthenon der Bücher“ auf dem Friedrichsplatz, gebaut nach dem Vorbild des Tempels auf der Athener Akropolis: ein riesiges, mit ehemals oder immer noch verbotenen Büchern behängtes Drahtgerüst, die weltweit von Bürgern gespendet wurden und werden. Ohne Bücher keine Demokratie. Die argentinische Künstlerin Marta Minujín setzt damit ein monumentales Zeichen gegen Zensur und die Verfolgung von Schriftstellern.

Überhaupt ist die documenta 14 im nordhessischen Kassel – anders als in der Millionenstadt Athen – kaum zu übersehen. Viele öffentliche Museen sind beteiligt, zudem dienen Plätze und Parks als Ausstellungsorte für über 150 internationale Künstlerinnen und Künstlern. Vor der documenta-Halle ist etwa die Installation des im Irak geborenen Künstlers Hiwa K zu sehen, der mit Hilfe von Studierenden in Kassel aus 20 Abwasserrohren ein beeindruckendes Objekt geschaffen hat – inspiriert durch Freunde, die während ihrer Flucht in der griechischen Hafenstadt Patras über Wochen in solchen Röhren gelebt haben.

Adam Szymczyk hat auf der „d14“ weitgehend auf große Namen verzichtet und viele unbekannte Künstlerinnen und Künstler eingeladen. Man wolle zeigen, dass wichtige Kunst nicht nur in Metropolen wie New York oder Berlin, sondern auch in der „Peripherie“ entstehe.

Die documenta 14 - sie ist insgesamt sehr politisch mit Themen wie „Migration“, „Kolonialismus“ bis hin zu „Rückgabe von Beutekunst“. Adam Szymczyk ist mit einem hohen ideellen Anspruch gestartet, doch hält diese Weltschau der zeitgenössischen Kunst, was sie verspricht? Von Athen lernen? Welche Anstöße gibt uns die Kunst in Zeiten der Eurokrise und des grassierenden Populismus? Und: Wie viel Politik verträgt die Kunst?

„ttt“ befragt dazu Künstlerinnen und Künstler wie Ahlam Shibli, Emeka Ogboh und Miriam Cahn, und „ttt“-Moderatorin Evelyn Fischer führt zu den beeindruckendsten documenta-Orten, wo sie nicht nur auf politische, sondern auch auf trinkbare Kunst stößt …

Die Themen der Sendung im Einzelnen:

„Armee der wunderschönen Frauen“ – Irena Haiduks Kunst-Unternehmen „Jugoexport“: „ttt“ trifft die „Armee der wunderschönen Frauen“ und Irene Haiduk in Athen und Kassel. Mit ihrem „Kunst-Unternehmen“ verfolgt die Künstlerin besonders ein Ziel, das sie in Krisen jeder Art für wichtig hält: „Wir sollten nicht hoffen, sondern etwas tun! Wir müssen uns selbst befreien, uns aufrichten – und uns nach vorne bewegen!“

Von Vertriebenen und Gastarbeitern – Die fotografischen Reportagen von Ahlam Shibli: „ttt“ hat Ahlam Shibli, die sich selbst und ihre Arbeit immer wieder in Frage stellt, gefragt, warum sie in ganz verschiedenen Gemeinschaften immer wieder den verschiedenen Formen des „Sich-Zuhause-Fühlens“ nachspürt.

Perspektivwechsel – Hiwa K lässt Besucher in die Röhre schauen: „ttt“ trifft Hiwa K, der sich selbst weniger als politischer Künstler denn als Geschichtenerzähler versteht, in Kassel.

Kompromisslos auf Augenhöhe – Die Malerin Miriam Cahn: „ttt“ trifft Miriam Cahn in Kassel, spricht mit ihr über ihre Bilder, über Augenhöhe in der Kunst und die Schwierigkeit, Betroffenheit auszudrücken, ohne in Betroffenheitskitsch zu verfallen.

Das Krisen-Ich – der documenta-Künstler Apostolos Georgiou: „ttt“ trifft Apostolos Georgiou in seinem Atelier in Athen und in Kassel, wo er zur documenta 14 an einem ungewöhnlichen Ort, einem ehemaligen Lederwarengeschäft aus den 50er Jahren, ausstellt.

„Raub, Aneignung, Kolonialisierung“ – Schwerpunkte der documenta 14:

„ttt“ wirft einen Blick auf die Schattenseite der Kunst – die hemmungslose Gier danach, sie zu besitzen. Raub, Aneignung, Kolonialisierung der Kunst sind Schwerpunkte der documenta 14.

Der Magier des Indigo-Blau – Aboubakar Fofana: „ttt“ trifft Fofana auf seiner Indigo-Farm und in seinem Atelier in Bamako. Hier gibt er Einblick in die spirituelle Praxis des Textilfärbens.

Wer hat Angst vor Schwarz? – Der nigerianische Künstler Emeka Ogboh bringt Schärfe ins deutsche Bier: „ttt“ hat Emeka Ogboh bei der Bierproduktion in Kassel besucht und sich mit ihm über das Reinheitsgebot und die Bedeutung von Gewürzen und Gerüchen unterhalten

Freitag, 9. Juni 17
Klassik statt Klischee ~ Kolumbiens nationales Jugendorchester erstmals in Berlin ~ 3. Juli 2017, 20 Uhr im Konzerthaus Berlin
Das Berliner Debüt des Colombian Youth Philharmonic gibt mit viel Temperament und Können einen Vorgeschmack auf die diesjährige Saison von Young Euro Classic. Unter der Leitung von Andrés Orozco-Estrada spielen 100 junge kolumbianische Musikerinnen und Musiker im Konzerthaus Berlin südamerikanische Werke von Jaime Léon und Jimmy Lopéz sowie Lieder von Strauss, die von der Sopranistin Juanita Lascarro interpretiert werden. Einzigartig und innovativ ist das visuelle Konzept, das das Orchester für Strawinskis Le Sacre du Printemps vorbereitet hat: Eine szenische Choreografie der Musiker mit Videoprojektionen und Licht-Design verspricht eine neue Konzerterfahrung.

Das Colombian Youth Philharmonic (Filarmónica Joven de Colombia) ist seit 2010 ein Projekt der kolumbianischen Stiftung Bolívar Davivienda, die die talentierten Nachwuchsmusiker auf ihrem künstlerischen Weg unterstützt und ihre soziale Verantwortung und Selbstbestimmung fördert. Denn Kolumbien braucht eine starke Zivilgesellschaft.
Pro Jahrgang erhalten 100 junge Menschen zwischen 16 und 24 Jahren die Chance frühzeitig internationale Erfahrung zu sammeln. So arrangiert Andrés Orozco-Estrada, Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters, Kontakte nach Deutschland aber auch in die USA zum Houston Symphony. Das musikalische Programm schlägt ebenfalls Brücken – zeitgenössische Werke aus Kolumbien und Peru ergänzen das europäische Repertoire.

Andrés Orozco-Estrada zählt zu den interessantesten und meistgefragten Dirigenten der jüngeren Generation. Seit der Spielzeit 2014/15 ist der 39-jährige Kolumbianer Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters Frankfurt und Music Director beim Houston Symphony. Er spielte u.a. mit den Wiener Philharmonikern, dem London Philharmonic sowie den US-amerikanischen Orchestern in Philadelphia, Cleveland und Chicago. Im Mai 2017 feierte er sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern.

Die aus der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá stammende Sopranistin Juanita Lascarro gehört seit 2002 dem Ensemble der Oper Frankfurt an. Dort singt sie vor allem großen Mozart-Partien, aber auch Händel, Puccini und Strauss sowie die Titelrollen in Donizettis Lucia di Lammermoor und Bergs Lulu. Lascarro ist regelmäßig an bedeutenden Opernhäusern der Welt zu Gast. So spielte sie schon in Wien, London, Barcelona und Berlin.

Zum 18. Mal: Young Euro Classic 2017 – Hier spielt die Zukunft!

Young Euro Classic setzt ein Zeichen für Integration und Austausch jenseits nationaler und kontinentaler Grenzen – ein Zeichen für ein starkes Europa. Die große Aufgeschlossenheit, mit der die jungen Musiker einander in Berlin begegnen, ist ein wichtiger Schritt für eine Zukunft in Frieden.

Zweieinhalb Wochen lang garantieren die besten Jugendorchester der Welt aufregende und inspirierende Konzertabende, geleitet von großen Dirigenten, flankiert von virtuosen Solisten. Für dieses Jahr nehmen sie sich insbesondere Werke des 20. Jahrhunderts und solche mit viel Violineneinsatz vor. Außerdem begeistern die Instrumentalisten einmal mehr mit Musik aus ihrer Heimat.

Young Euro Classic 2017 vom 17. August bis 03. September 2017 im Konzerthaus Berlin
Alle Informationen und das Programm: www.young-euro-classic.de

Tickets für 17/24/29 Euro erhältlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen, online auf www.young-euro-classic.de und www.ticketmaster.de oder unter der Hotline 030 8410 8909.

Freitag, 9. Juni 17
Buchmarkt 2016: Verlage und Buchhandlungen stabile Größen im Medienwandel
Umsatzwachstum von 1 Prozent / Rückläufige Kundenfrequenz im Einzel- und Buchhandel: Börsenverein fordert von Städten und Gemeinden wirksame Konzepte für vitale Innenstädte / Wissenschaftsverlage durch geplante Urheberrechtseinschränkung stark gefährdet / Marktzahlen unter
www.boersenverein.de/buchmarkt2016
 
Das Geschäft der Buchhandlungen und Verlage bleibt in Zeiten großer Medienumbrüche stabil. Das letzte Jahr schloss der Buchmarkt mit einem Umsatzplus ab: Mit 9,28 Milliarden Euro erwirtschaftete die Buchbranche 1 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr. Das Online-Geschäft der Buchhandlungen gewinnt weiter an Bedeutung. Rückläufige Kundenfrequenzen im Einzelhandel brachten weniger Käufer in den Buchhandel. Gleichzeitig kauften Kunden mehr Titel pro Kopf und gaben mehr Geld für Bücher aus. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels stellte heute in Frankfurt am Main die Wirtschaftszahlen der Buchbranche für das vergangene Jahr vor.
 
„Trotz großer Veränderungen in der Medienlandschaft zeigt sich der Buchmarkt stabil und innovationsfreudig. Buchhandlungen und Verlage in Deutschland meistern den digitalen Wandel sehr erfolgreich. Über zwei Drittel der Buchhandlungen in Deutschland verkaufen mittlerweile Bücher auch online. Digitale Angebote gehören inzwischen zum Standardrepertoire der Verlage, das sie kontinuierlich weiter ausbauen. Buchhandlungen und Verlage garantieren damit weiterhin Meinungsvielfalt und eine lebendige Kulturlandschaft in Deutschland“, sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins. „Mit Besorgnis beobachten wir allerdings – wie auch im Einzelhandel insgesamt – einen Rückgang der Kundenfrequenz, was sich auch in sinkenden Käuferzahlen niederschlägt. Mit dem zunehmenden Verschwinden inhabergeführter Geschäfte hat die Attraktivität vieler Innenstädte abgenommen. Das hat nun auch Auswirkungen auf den Buchhandel.“
 
Buchhandlungen reagieren auf die veränderte Lage, indem sie Ansprache und Bindung von Kunden noch mehr in den Fokus rücken. „Viele Buchhandlungen sind dabei, ihren Service zu perfektionieren und setzen noch stärker auf Kundenkontakt und Beratung. Mit ihrer Multi-Channel-Strategie können Buchhandlungen dem Kunden heute alle Vorzüge des Einkaufs vor Ort und des Online-Shoppings aus einer Hand bieten“, sagt Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins. „Um das Einkaufen in den Innenstädten insgesamt attraktiver zu machen, sind aber besonders die Städte und Gemeinden gefragt: Wir brauchen wirksame Konzepte für eine attraktive Einkaufslandschaft und einen ausgewogenen Geschäfte-Mix, um lebendige Innenstädte zu erhalten oder Einkaufsorte wieder neu zu beleben. Auch der Einzelhandel selbst muss aktiv werden und an Lösungen arbeiten, um das Einkaufen vor Ort wieder interessanter zu machen.“ Auch im laufenden Jahr sind die Umsätze im Sortimentsbuchhandel bisher leicht rückläufig. Nach den ersten fünf Monaten in 2017 liegt der Umsatz im Sortimentsbuchhandel mit 1,6 Prozent unter Vorjahr, der Gesamtmarkt mit -0,3 Prozent auf etwa stabilem Niveau.
 
Auch die Verlage stünden unter großem Druck, so Alexander Skipis. Noch geschwächt durch die Rückzahlungen an die VG Wort, die Verlage aufgrund eines Urteils des Bundesgerichtshofs (BGH) in diesem Jahr leisten müssen, erwarte gerade kleine und mittlere Häuser die nächste Hiobsbotschaft: Wenige Wochen vor Ende der Legislaturperiode wolle die Bundesregierung noch das sogenannte Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz durch den Bundestag bringen. „Das Gesetz in der geplanten Form wäre ein schwerer Schlag für den Bildungsstandort Deutschland. Um weiterhin vielfältige und qualitativ hochwertige Bücher und Medien auf den Markt bringen zu können, müssen Verlage für ihre Leistungen marktgerecht und fair vergütet werden. Das Gesetz würde sie aber faktisch enteignen: Ihre Lehrbücher und andere wissenschaftliche Publikationen dürften zu großen Teilen kostenlos digital verbreitet und ausgedruckt werden. Auf die Vergütung über Verwertungsgesellschaften, die das Gesetz vorsieht, haben Verlage aufgrund des VG-Wort-Urteils momentan gar keinen Rechtsanspruch. Deshalb verstößt das Gesetz unserer Ansicht nach auch gegen die Verfassung. Eine angemessene Vergütung können Verlage nur über Lizenzverträge erhalten“, sagt Skipis.
 
Das E-Book bleibt für Verlage und Buchhandlungen eine verlässliche Größe. „Die Nachfrage nach E-Books steigt weiter an und auch die Kaufintensität wächst kontinuierlich. Da die Zahl der Käufer etwas zurückging und diese vermehrt auf günstigere Angebote setzen, stieg der Umsatz im letzten Jahr nur verhalten“, sagt Matthias Heinrich, Vorstandsmitglied des Börsenvereins. „Das E-Book wird sicherlich weiter an Bedeutung gewinnen. Verlage arbeiten intensiv an neuen digitalen Formaten und nutzerfreundlichen Vertriebsformen. In der Branche herrscht ein ausgeprägter Innovationsgeist. Start-ups werden zu immer selbstverständlicheren Partnern bei der Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen.“

Die Wirtschaftszahlen 2016
Der größte Vertriebsweg ist weiterhin der stationäre Buchhandel, der 2016 4,39 Mrd. Euro Umsatz gemacht hat. Das waren 0,8 Prozent weniger als im Jahr davor. Der Anteil am Gesamtmarkt ging von 48,2 Prozent zurück auf 47,3 Prozent. Der Umsatz des Internet-Buchhandels, zu dem auch das Online-Geschäft der stationären Händler gezählt wird, stieg deutlich um 5,3 Prozent. Entsprechend wuchs auch der Umsatzanteil auf 18,2 Prozent an (Anteil 2015: 17,4 Prozent), das entspricht einem Gesamtumsatz von 1,69 Milliarden Euro. Der klassische Versandbuchhandel via Katalog, Mailing oder Telefon, der in den vergangenen Jahren große Einbußen zu verzeichnen hatte, entwickelte sich erstmals wieder positiv. Der Umsatz stieg um 37,5 Prozent auf 162 Millionen Euro (Anteil am Gesamtmarkt: 1,7 Prozent). Auch die Buchabteilungen der Warenhäuser (Karstadt, Kaufhof usw.) verzeichnen erstmals wieder ein Wachstum. Der Umsatz stieg um 16,3 Prozent auf 131 Millionen Euro. Leicht im Plus liegt das Direktgeschäft der Verlage, unter anderem mit Unternehmen und staatlichen Institutionen: Die Verlage erwirtschafteten hier mit 1,94 Milliarden Euro 1,2 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr, bei gleichbleibendem Marktanteil von 20,9 Prozent.
 
Die Zahl der Buchkäufer am Publikumsbuchmarkt (für privaten Bedarf, ohne Schul- und Fachbücher) lag 2016 bei 30,8 Millionen. Im Vergleich zum Vorjahr ging sie um 2,3 Millionen zurück. Demgegenüber nahm die Kaufintensität zu: 2016 erwarben Kunden durchschnittlich 12,2 Bücher pro Jahr und Kopf, 2015 waren es 11,5. Die Ausgaben für Bücher pro Käufer am Publikumsbuchmarkt nahmen von 122,78 Euro auf 134,29 Euro zu (+9,4 Prozent), der durchschnittlich pro Buch bezahlte Preis stieg hier um 2,6 Prozent.

Umsatz und Produktion: Warengruppen, Titelproduktion, Übersetzungen, Lizenzen
Den größten Sprung bei den Warengruppen im Publikumsbereich machten 2016 die Kinder- und Jugendbücher mit einem Umsatzwachstum von 9,0 Prozent. Der Umsatzanteil stieg entsprechend von 15,3 Prozent auf 16,5 Prozent. Ebenfalls ein Wachstum verzeichneten Bücher im Bereich Schule und Lernen (+6,1 Prozent auf einen Anteil von 10,9 Prozent). Die traditionell stärkste Warengruppe, die Belletristik, blieb weitgehend stabil. Der Umsatz ging leicht um 0,5 Prozent zurück. Damit erzielte die Belletristik einen Umsatzanteil von 31,5 Prozent. Wenig Veränderungen gab es bei den Ratgebern (-0,1 Prozent, Anteil 14,5 Prozent) und der Reiseliteratur (+0,2 Prozent, Anteil: 5,7 Prozent). Das Sachbuch musste nach einigen starken Jahren 2016 einen Rückgang von 2,7 Prozent verkraften. Der Umsatzanteil lag bei 9,8 Prozent des Gesamtmarkts.
Die Titelproduktion (Erstauflagen) der Verlage sank 2016 um rund 5 Prozent auf 72.820 Titel (2015: 76.547 Titel). Damit ist die Titelproduktion über die letzten zehn Jahre betrachtet rückläufig. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr erfolgte zum größten Teil bei Fachliteratur. Deutlich weniger Titel gab es in den Obersachgruppen Künste und Unterhaltung (2016: 9.918, 2015: 11.659), Geschichte und Geografie (2016: 6.488, 2015: 7.532), Sozialwissenschaften (2016: 12.997, 2015: 14.144) und Technik, Medizin und angewandte Wissenschaften (2016: 12.164, 2015: 12.815). Die Titel in der Obersachgruppe Literatur stiegen leicht von 29.685 auf 29.706.
 
Der Anteil der Übersetzungen an den Erstauflagen hat wieder zugenommen. Gab es 2015 9.454 Übersetzungen (Anteil an allen Erstauflagen 12,4 Prozent), waren es 2016 9.882 (Anteil: 13,6 Prozent). Ausschlaggebend dafür ist vor allem ein Anstieg der Literatur-Übersetzungen, die im vergangenen Jahr noch stark zurückgegangen waren (2016: 5.737, 2015: 5.400, 2014: 5.847). Die wichtigsten Ursprungssprachen bleiben Englisch, Französisch und Japanisch.
 
Der Lizenzverkauf lief mit 7.310 Abschlüssen 2016 etwas schwächer als im Jahr zuvor (2015: 7.521). Die hier wichtigste Warengruppe, das Kinder- und Jugendbuch, gewinnt weiter an Bedeutung. 2.883 Lizenzen wurden in diesem Bereich verkauft (2015: 2.677 Lizenzen), der Anteil stieg auf 39,4 Prozent (2015: 35,6 Prozent). Wichtigster Abnehmer ist mit großem Abstand weiter der chinesische Sprachraum (782 Lizenzen). Zweitwichtigste Warengruppe bleibt die Belletristik mit 1.157 Lizenzen (15,8 Prozent). Nach dem starken Anstieg der Lizenzverkäufe insgesamt in den chinesischen Sprachraum im Jahr zuvor ist die Zahl wieder etwas zurückgegangen. Mit 1.425 Abschlüssen wurden zwar weniger als 2015 erzielt (1.514), chinesische Verlage liegen aber nach wie vor auf Platz 1 der Lizenzkäufer. Es folgen der englischsprachige Raum mit 481 Lizenzen (2015: 574) und der spanischsprachige mit 441 Lizenzen (2015: 439).
 
Buchkäufer und das E-Book
 Das E-Book hat sich bei seinen Nutzerinnen und Nutzern etabliert. Während der Umsatz im Publikumsmarkt (ohne Schul- und Fachbücher) nur noch verhalten wächst, steigen Absatz und Kaufintensität weiterhin kontinuierlich an. Der Umsatzzuwachs war mit 2,6 Prozent erneut schwächer als im Vorjahr (2015: 4,7 Prozent, 2014: 7,6 Prozent). Der Umsatzanteil am Publikumsmarkt stieg leicht von 4,5 Prozent auf 4,6 Prozent in 2016. Etwas deutlicher als der Umsatz ist im vergangenen Jahr der Absatz gestiegen: Am Publikumsmarkt wurden 28,1 Millionen E-Books verkauft, das sind 4,1 Prozent mehr als 2015. Dabei ist zwar die Anzahl der Käufer um 2,2 Prozent von 3,9 Millionen auf 3,8 Millionen gesunken, die Kaufintensivität aber gestiegen: 2016 hat jeder Käufer in Deutschland im Schnitt 7,4, das heißt 0,4 mehr E-Books gekauft als im Vorjahr. Der Anteil der Kinder- und Jugendbücher am E-Book-Umsatz lag 2016 mit 8 Prozent doppelt so hoch wie 2015, was vor allem auf den im letzten Jahr erschienenen Harry-Potter-Band zurückzuführen ist. Aber auch bei der älteren Zielgruppe wird das E-Book tendenziell immer beliebter: 21 Prozent der Käufer waren 2016 Über-60-Jährige, 2011 lag ihr Anteil noch bei 10 Prozent.
 
Weitere Informationen
Die Zahlen zu den Anteilen und Umsatzveränderungen der Warengruppen stammen aus dem Handelspanel von Media Control. Das Panel umfasst die Abverkäufe von 4.189 Händlern in den Vertriebswegen Sortimentsbuchhandel, E-Commerce inklusive Amazon, Bahnhofsbuchhandel, Kauf- / Warenhäuser und Nebenmärkte (Elektro- und Drogeriemärkte). Die Hochrechnungen der E-Book-Absätze und -Umsätze und die Käuferzahlen stammen aus dem GfK Consumer Panel Media*Scope Buch mit insgesamt 25.000 Personen. Sie sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab zehn Jahren, für insgesamt 67,7 Millionen Menschen.
 
Alle Zahlen und Daten des Buchmarkts werden zusammengefasst in der Publikation „Buch und Buchhandel in Zahlen 2017“, die vom Börsenverein herausgegeben wird. Sie ist ab August im Buchhandel oder bei der MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH erhältlich. www.boev.de

Donnerstag, 8. Juni 17
Rainhard Fendrich Musical I AM FROM AUSTRIA ab 16. Sepember 17 in Wien
Rainhard Fendrichs größte Hits finden nun endlich den Weg auf die Musical-Bühne. Intendant Christian Struppeck stellte gestern der Presse Produktion, Leading Team und die fast ausschließlich österreichische Cast – allen voran die acht Solisten – vor. Die Uraufführung von I AM FROM AUSTRIA findet am 16. September 2017 im Raimund Theater Wien statt.

I AM FROM AUSTRIA ist ein großes, neues Musical voller Witz, Charme und Romantik, überraschend und berührend, mit einer Story rund um Liebe, Freundschaft und Familie. In eine neue Handlung verpackt, erzählen über 20 Rainhard Fendrich-Hits wie u. a. „Macho Macho“, „Haben Sie Wien schon bei Nacht geseh‘n“, „Es lebe der Sport“, „Blond“, „Strada del Sole“, „Tango Korrupti“, „Nix is Fix“, „Weus‘d a Herz hast wie a Bergwerk” und natürlich das Titellied “I Am From Austria“ die Geschichte von einem österreichischem Filmstar, der international Karriere gemacht, es bis nach Hollywood geschafft hat und nun anlässlich des Opernballs nach Wien zurück kehrt.

Die neueste VBW-Eigenproduktion mit den Hits von Rainhard Fendrich, beeindruckenden Bühnenbildern, mitreißenden Choreographien und schillernden Kostümen lässt das Publikum hinter die Kulissen eines Wiener Luxushotels blicken, wo ein prominenter Star-Gast für Trubel und viel Hollywood-Flair sorgt. Die Handlung berührt aber auch mit persönlichen und bewegenden Momenten abseits des grellen Blitzlichtgewitters. Das fiktive Wiener Traditionshotel "Edler" wird in diesem neuen Musical zur Drehscheibe der großen Welt. Chaos, Küsse und Katastrophen sind vorprogrammiert in dieser fröhlich-frechen Story voller Romantik, Überraschungen und amüsanter Situationskomik.

DIE CAST STEHT FEST:
I AM FROM AUSTRIA ist eine Hommage an dieses Land – aus diesem Grund wurden fast alle Rollen im Stück mit Österreicherinnen und Österreichern besetzt. Allen voran die acht Solisten, die sowohl aus dem Bereich Musik- und Sprechtheater, als auch aus Film, Funk und Fernsehen bekannt sind.

Lukas Perman (u. a. TANZ DER VAMPIRE, ELISABETH, ROMEO & JULIA) kehrt in der Rolle des „Josi Edler“, Junior-Chef des „Hotel Edler“, zu den Vereinigten Bühnen Wien zurück. Iréna Flury (u.a. JEKYLL & HYDE, ROMEO & JULIA sowie bekannt aus Film und TV) wird als Film-Star „Emma Carter“ in dieser Produktion für Hollywood-Flair sorgen. Elisabeth Engstler und Andreas Steppan, beide dem Publikum auch aus Theater und TV bestens bekannt, spielen „Romy“ und „Wolfgang Edler“, „Josis“ Eltern und Inhaber des gleichnamigen Wiener Luxushotels. Sie sind damit erstmals in einem Musical der  Vereinigten Bühnen Wien zu sehen. Martin Bermoser, bekannt aus zahlreichen Rollen in Sprechtheater, Film und TV, gibt „Emma Carters“ Manager und Agenten „Richard Rattinger“. „Elfie Schratt“, ihres Zeichens Concierge im Hotel Edler, wird von Dolores Schmidinger – seit vielen Jahren fixer Bestandteil der österreichischen Kabarett- und Kulturlandschaft – dargestellt. Der Page des Hotels „Felix Moser“ wird von Matthias Trattner (DON CAMILLO & PEPPONE, SOUND OF MUSIC, CABARET) verkörpert. Als Fußball-Star „Pablo Garcia“, der wie auch „Emma Carter“ ebenfalls zum Opernball anreist, ist Fabio Diso (EVITA, MAMMA MIA!, WE WILL ROCK YOU) zu sehen, Martin Berger (u.a. SISTER ACT, WE WILL ROCK YOU, THE PRODUCERS, Die Dreigroschenoper / Theater an der Wien) spielt den Journalisten „Rainer Berger“.

Ein hochkarätiges Leadingteam:
Für die Realisierung dieser Weltpremiere konnten die VBW ein Leading Team auf Spitzenniveau gewinnen. Das Buch zu diesem neuen VBW-Musical stammt von Autor, Liedtexter, Übersetzer und Regisseur Titus Hoffmann (NEXT TO NORMAL, MANN-O-MANN, HEISSE ZEITEN, I WANNA BE LOVED BY YOU) und Intendant Christian Struppeck.

Für die Regie von I AM FROM AUSTRIA zeichnet Andreas Gergen, Spezialist für Uraufführungen, 2012 bis 2017 Operndirektor des Salzburger Landestheaters und international ausgezeichneter Regisseur von bereits mehr als 80 Opern, Operetten und Musicals (u. a. CARMEN (Salzburger Felsenreitschule), LA TRAVIATA und LA BOHÈME im Haus für Mozart, Salzburg, DER BESUCH DER ALTEN DAME, THE ADDAMS FAMILY, Michael Kunzes LUTHER – EIN POP-ORATORIUM, SHREK – DAS MUSICAL, VIKTORIA UND IHR HUSAR (Seefestspiele Mörbisch), FIDELIO, LA CAGE AUX FOLLES, DIE ZAUBERFLÖTE, demnächst ZORRO und REBECCA) verantwortlich.

Die Choreographie stammt von Kim Duddy, die für ihre starken und rasanten Tanznummern bekannt ist. Sie ist nicht nur den VBW schon seit vielen Jahren eng verbunden (u.a. ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK, HAIR), sondern auch international seit langem sehr erfolgreich tätig.

Erstmals für eine große Orchesterbesetzung neu arrangiert und orchestriert werden die Hits von Rainhard Fendrich von niemand geringerem als Michael Reed, Dirigent der legendären Uraufführung von Andrew Lloyd Webber’s DAS PHANTOM DER OPER sowie kürzlich von SUNSET BOULEVARD mit Glenn Close in London und Orchestrator und Musical Supervisor zahlreicher internationaler Musical-Produktionen (u. a. TANZ DER VAMPIRE, ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK, DER BESUCH DER ALTEN DAME).

Das Bühnenbild kreiert der Österreicher Stephan Prattes, der neben zahlreichen Produktionen in Deutschland (u.a. Komische Oper Berlin) und der Schweiz zuletzt bei EVITA im Wiener Ronacher für die Bühne verantwortlich zeichnete.

Die Kostüme werden von Uta Loher und Conny Lüders entworfen, die zusammen bereits unzählige Produktionen in den Sparten Oper, Schauspiel und Musical ausgestattet haben. Internationale Shows wie SHOW ME und BERLIN ERLEUCHTET im Friedrichstadtpalast Berlin gehören zu ihren größten Erfolgen. Für das Musical DER BESUCH DER ALTEN DAME 2015 im Ronacher Wien wurden sie mit dem österreichischen Musiktheaterpreis in der Kategorie „Beste Ausstattung“ ausgezeichnet.

Das Lichtdesign entwirft der Engländer Andrew Voller (u. a. ELISABETH, REBECCA, EVITA, ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK), das Sounddesign Thomas Strebel (u. a. TANZ DER VAMPIRE, MOZART!, DER BESUCH DER ALTEN DAME, DON CAMILLO & PEPPONE, ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK). Das Videodesign stammt von Sönke Feick (u.a. ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK, THE SOUND OF MUSIC, THE ADDAMS FAMILY).

Es spielt das Orchester der VEREINIGTEN BÜHNEN WIEN.

www.vbw.at / www.musicalvienna.at

Donnerstag, 8. Juni 17
documenta 14 startet in Kassel
Das Land Hessen fördert weltberühmte Ausstellung mit fast 14 Millionen EuroKassel. Der hessische Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat gestern gemeinsam mit weiteren Ehrengästen aus Politik und Kultur auf der Eröffnungspressekonferenz zur documenta 14 gesprochen. Die weltberühmte Ausstellung zeitgenössischer Kunst mit Werken von über 160 Künstlerinnen und Künstlern startet am 10. Juni in Kassel. Bereits seit dem 8. April sind documenta-Werke in Athen zu sehen. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst fördert die documenta 14, ihre Vorbereitung sowie den Ausstellungsbetrieb im Museum Fridericianum mit rund 13,8 Millionen Euro.

Hotspot der zeitgenössischen Kunst
Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Genau 100 Tage lang wird Kassel zum Hotspot der zeitgenössischen Kunst. Die documenta hat sich als eine der bedeutendsten und international bekanntesten Ausstellungen weltweit Anerkennung erworben: Hier werden Debatten um Positionen in der Kultur ausgetragen und Perspektiven für die Zukunft entwickelt. Dieser hohe Anspruch ist für uns zugleich Verpflichtung, auch in Zukunft für angemessene Rahmenbedingungen zu sorgen. Deswegen fördert das Land Hessen die documenta in diesem Jahr mit fast 14 Millionen Euro mehr als je zuvor.“

Ab Samstag für alle offen
Die documenta 14 läuft bis zum 17. September 2017 und wird vom Künstlerischen Leiter Adam Szymczyk organisiert. Seit dem 7. Juni dürfen Fachbesucher die Schau erkunden. Am Samstag darauf findet die offizielle Eröffnung statt.

Mit der Eröffnung wird die Stadt Kassel zu einem großen Museum. Zu den wichtigsten Schauplätzen gehört beispielsweise der Friedrichsplatz: Hier hat die argentinische Künstlerin Marta Minujín einen „Parthenon der verbotenen Bücher“ aufgebaut, einen griechischen Tempel aus Büchern, die alle einmal irgendwo auf der Welt verboten waren. Die Künstlerin wird das Werk zum Auftakt der Schau einweihen. Die Ausstellung im Fridericianum präsentiert erstmals in Deutschland die Sammlung des Athener Nationalen Museums für Zeitgenössische Kunst (EMST). Auf dem Königsplatz zeigt der amerikanische Künstler Olu Oguibe seine Arbeit zur humanitären Hilfe fu¨r Kriegsopfer.

„Ich wünsche dieser documenta einen überwältigenden Erfolg und viele Menschen, die an diesem Ereignis teilzunehmen, die Kunst diskutieren und sich von ihr inspirieren lassen. Mein Dank gilt den Organisatoren, Helfern und Sponsoren, ohne die diese großartige Ausstellung nicht zu stemmen gewesen wäre“, so der hessische Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

www.kunst.hessen.de

Donnerstag, 8. Juni 17
hr: „Hauptsache Kultur“ mit Sondersendung zur documenta
Am Donnerstag, 8. Juni, berichtet „Hauptsache Kultur“ um 22.45 Uhr im hr-fernsehen von der documenta 14, begleitet in seiner Sonderausgabe unter anderem den Künstler Olaf Holzapfel, der Holzskulpturen im Kasseler Auepark aufstellt, und erkundet mit dem Kasselaner Christian Saehrendt die morbiden Seiten der documenta-Stadt. Das Kulturmagazin mit Moderatorin Cécile Schortmann lässt außerdem noch einmal die Tops und Flops der documenta-Geschichte Revue passieren und Anekdoten, Stars und Skandale von einst wieder aufleben.

Wie die wichtigste Schau moderner Gegenwartskunst Kassel bewegt
Am 10. Juni geht es – nach dem April-Start in Athen – endlich offiziell los, es ist die große Stunde der 200.000 Einwohner zählenden Stadt. Wie bereitet sich Kassel auf die 14. documenta vor? Und was bewegt die Einwohner neben dem großen Ereignis? Auf dem Weg durch Kassel entdeckt „Hauptsache Kultur“ documenta-Kunstwerke auf Schritt und Tritt. Der Illustrator Markus Lefrançois erkundet die Heimat der Brüder Grimm, deren Märchen er künstlerisch illustriert hat. Er führt unter anderem in die Südstadt, das aktuelle Szeneviertel, in dem sich Künstler, Kuratoren und Kreative treffen. Nicht weit entfernt hat der Bildhauer Stephan Balkenhol sein Atelier. Vor fünf Jahren sorgte er mit seiner Skulptur auf dem Turm der Sankt-Elisabeth-Kirche für Streit und wurde damit quasi zum populärsten documenta-Künstler des Jahres, ohne jemals von der documenta eingeladen worden zu sein. „Hauptsache Kultur“ zeigt, wie sich Kassel auf die weltweit bedeutendste Ausstellung für zeitgenössische Kunst vorbereitet.

Butter bei die Fische – Was zeigt die documenta 14?
35 Ausstellungsorte können die Besucher in Kassel ansteuern, an öffentlichen Institutionen, Plätzen, Kinos und Universitätsstandorten stellen mehr als 160 internationale Künstler ihre Arbeiten vor. Vom KulturBahnhof über den Friedrichsplatz bis zur eigens für die documenta verhüllten Torwache – die Ausstellungsorte sind täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Vor allem im öffentlichen Raum zeichnen sich schon seit Wochen einige Highlights ab: allen voran der „Parthenon der Bücher“ der Argentinierin Marta Minujin auf dem Friedrichsplatz, für den jeder Bücher spenden konnte. Weitere spektakuläre Außenkunstwerke sind schon jetzt die Verhüllung der beiden Torwachen-Gebäude mit Jutesäcken durch den Ghanaer Ibrahim Mahama und das aus Abwasserröhren nachgebaute Flüchtlingscamp des Deutsch-Irakers Hiwa K. an der documenta-Halle. „Hauptsache Kultur“ zeigt die documenta 14 in Fakten und gibt Tipps für die Highlights einer der größten Kunstausstellungen der Welt.

„Schneewittchen und der kopflose Kurator“ – Ein Dark-Wave-Reiseführer für documenta-Besucher weist den Weg zu Kassels morbider Seite
Kassel: Die schaurig-schöne im Norden Hessens. Angefangen hat ihre documenta-Berühmtheit ganz düster: Inmitten von Schutt und Asche, nach dem Krieg, als 1955 einige Kunstenthusiasten um Arnold Bode in der fast völlig zerstörten Stadt eine einmalige Schau zeitgenössischer Kunst organisierten. „Seither führt Kassel das Leben eines Maikäfers: fünf Jahre lang als weißgrauer Wurm in Dunkelheit wühlen, um ein paar kurze Wochen durchs schimmernde Sonnenlicht zu flattern“, schreibt der Kunsthistoriker und Kasselaner Christian Saehrendt in seinem neuen Buch „Schneewittchen und der kopflose Kurator“. Es ist eine Art Reiseführer, in dem der Autor den morbiden Charme der nordhessischen Provinzmetropole herausschält, gedacht als Wegweiser für documenta-Besucher, Romantiker und Horrorfans, die sich nicht scheuen, die schaurige und düstere Seite der documenta-Stadt kennenzulernen. Eine Liebeserklärung an seine Stadt auf die harte Tour, sagt Saehrendt, und er liefert nicht die üblichen Sightseeing-Tipps, sondern fordert den Leser auf, sich zu bewegen und auf die schaurig-schöne Seite seiner Heimatstadt Kassel einzulassen. „Hauptsache Kultur“ begibt sich mit dem Autor Christian Saehrendt auf Reise und muss auf dem Weg zum documenta-Märchen zunächst das hessische Bergland durchqueren.

Vom Kopfschütteln und Jubeln – Die Geschichte der documenta in Tops und Flops
Genz ehrlich: Niemand muss alle Kunstwerke der documenta verstehen. Manchmal darf auch herzhaft gelacht werden. Manchmal darf auch über die gelacht werden, die über die Kunstwerke lachen - und manchmal berührt uns die Kunst und macht einfach sprachlos. „Hauptsache Kultur“ nimmt die Zeitmaschine und reist zurück zu den Merkwürdigkeiten, den Skurrilitäten und Skandalen der vergangenen Jahrzehnte. Über Joseph Beuys und seine 7000 Eichen von 1982 haben viele zum Beispiel damals den Kopf geschüttelt, heute ist ganz Kassel stolz auf dieses außergewöhnliche Kunstwerk, das sich über die komplette Stadt verteilt. Wir schlendern mit fröhlichen Putzfrauen über die documenta 6 im Jahr 1977 und fragen, wie es Catherine David – die Kuratorin der documenta X – geschafft hat, die komplette Ausstellung zum Gesamtkunstwerk werden zu lassen.

Olaf Holzapfel – Der Künstler, der das Holz sprechen lässt
Wenn er nicht gerade die Welt bereist in ihre entferntesten Winkel und Kulturen, dann steht er in seinem Atelier, denkt genau darüber nach, über seine Erfahrungen, Erlebnisse, und stellt diese in ganz neue künstlerische Zusammenhänge. Olaf Holzapfel ist ein Denker, der seine Gedanken und Analysen in klare, strukturierte Kunst umsetzt. Das können dann nackte Dachstühle im Wald sein, kraft- wie kunstvoll geschlungene Bilder aus Heu oder auch Heuballen in der City. Auf der documenta 14 wird er mit Bildarbeiten vertreten sein und mit einer Holzskulptur im Kasseler Auepark. „Hauptsache Kultur“ begleitet den Künstler und dokumentiert den Entstehungsprozess der Skulptur von den ersten Ideen und Skizzen, die in seinem Atelier entstanden, über die Auswahl des Holzes – 54 Meter hohe Douglasien, geschlagen in der Nähe von Kassel – bis zu den Aufbauarbeiten am Ausstellungsort.

Donnerstag, 8. Juni 17
Machbarkeitsstudie für die Gesamtsanierung der Städtischen Bühnen Frankfurt veröffentlicht
Vor vier Jahren wurde die sogenannte „Machbarkeitsstudie für Gesamtsanierung der Städtischen Bühnen Frankfurt“ vom Kulturdezernat beauftragt. Grundlage ist ein Magistratsbeschluss vom 6. September 2013. Die Projektleitung der Studie oblag dem städtischen Hochbauamt in enger Abstimmung mit den Städtischen Bühnen. Sie legten die Parameter fest, nach denen der Bestand und die verschiedenen Lösungen eingehend geprüft wurden. Die Aufnahme und Bewertung des Bestandes der Städtischen Bühnen Frankfurt durch die beauftragten Planer führte zu einer Liste von Mängeln baulicher, technischer, sicherheitstechnischer, funktionaler und gestalterischer Art. Sie sind auf das Alter des 1963 errichteten Gebäudes und seine lange und bewegte Entwicklungsgeschichte zurückzuführen.

Diese Machbarkeitsstudie ist nun fertiggestellt. Das beauftragte Architekturbüro PFP PLANUNGS GMBH aus Hamburg hat den Inhalt und die Ergebnisse der Studie bei einer Pressekonferenz am Dienstag, 6. Juni, vorgestellt. Die Untersuchung beinhaltet sowohl Ergebnisse zum aktuellen Zustand des Gebäudes, eine Nutzerbedarfsanalyse sowie drei kalkulierte Varianten zur Neugestaltung und Sanierung des Theatergebäudes am Willy-Brandt-Platz. Variante eins sieht eine Sanierung im Bestand vor, Variante zwei berechnet die Sanierung bei einer Teilauslagerung des Betriebes, und Variante drei behandelt den kompletten Abriss und Neubau des Gebäudes.

„Bisher war die Zeit der Fachleute und Planer. Jetzt beginnt die Zeit der politischen Willensbildung, und das heißt zunächst einmal, dass die Kosten der einzelnen Modelle durchaus hinterfragt werden können und hinterfragt werden müssen. Meine grundsätzliche Haltung zum Standort ist bekannt und wird sich durch die heute vorgestellte Studie auch nicht ändern. Die Theaterdoppelanlage, das künstlerische und kulturelle Herz Frankfurts, gehört in die Mitte unserer Stadt“, sagt Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig.

„Die heute vorgestellten Zahlen verdeutlichen, vor welch großer Planungs- und Bauaufgabe wir stehen. Daher muss mit größter Sorgfalt abgewogen werden, wie vorgegangen werden soll. Das bezieht sich sowohl auf das "Was" - also das Raumprogramm - als auch auf das "Wie" - d. h. die Entscheidung für eine Variante und den Standort. Bevor eine so kostenintensive Entscheidung getroffen wird, sollten zunächst alle denkbaren Varianten belastbar geprüft werden. Erst dann kann meines Erachtens abschließend über das weitere Vorgehen entschieden werden“, sagt Jan Schneider, Dezernent für Bau und Immobilien, Reformprojekte, Bürgerservice und IT.

Variante eins:
Die erste Variante der Studie, die von den Städtischen Bühnen zunächst bevorzugt wurde, prüft und berechnet eine Sanierung von Schauspiel und Oper bei laufendem Betrieb mit einer Bauzeit von elf Jahren. Der Mehrbedarf, den die zugehörige Nutzerbedarfsanalyse ermittelt hat, etwa für Probebühnen, benötigte Büro- und Lagerräume sowie Proberäume für die Musiker, würde sich in einem Hochhaus ausdrücken. Derzeit sind diese Räume zum Teil angemietet, verteilen sich über die ganze Stadt und verursachen erhebliche Kosten. Aber auch die gesetzlich notwendige technische Anpassung (Brandschutz, Arbeitssicherheit) erfordert einen erheblichen Volumenzuwachs. Im Turm-Neubau, der in den ersten Schritten anstelle des jetzigen Opernmagazins entstünde, würde für das Schauspiel eine Ersatzspielstätte eingerichtet. Das vakante Schauspielhaus stünde damit dem Opernbetrieb zur Zwischennutzung zur Verfügung. Dadurch könnte das Opernhaus komplett saniert werden. Nach Abschluss dieser Arbeiten könnte der Spielbetrieb der Oper in den angestammten Räumlichkeiten wieder aufgenommen und das Schauspielhaus vollständig saniert bzw. erneuert werden. Dazu gehört auch der Bau der Werkraumbühne als Erweiterung der bisherigen Kammerspiele. Zuletzt würde das Schauspiel aus der Turm-Interimsspielstätte wieder zurückziehen.

Variante zwei:
Die zweite Variante sieht ein gleiches Ergebnis vor, jedoch mit einer Extension des Hochhauses im hinteren Bereich des bestehenden Hauses. Bei dieser Variante wird eine Bauzeit von acht Jahren zugrunde gelegt, weil nur eine Bühne während der Umbauten weiter bespielt würde. Im ersten Schritt würde der Schauspielbetrieb an einen externen Standort verlegt, und die Oper zöge in den Schauspielbereich. Im Unterschied zur ersten Variante könnte nunmehr der Opernbereich komplett saniert und gleichzeitig der Turm anstelle des Opernmagazins gebaut werden. Nach dem Wiedereinzug der Oper würde das Schauspiel saniert und die Werkraumbühne als Erweiterung der jetzigen Kammerspiele gebaut. Danach würde das Schauspiel wieder an seinen ursprünglichen Ort zurückkehren.

Variante drei:
Die dritte Variante, basierend auf belastbaren Vergleichswerten anderer Städte, berechnet einen Komplettabriss und anschließenden Neubau auf dem 1,3 Hektar großen jetzigen Standort. Als Bauzeit liegen dieser Variante sechs Jahre zugrunde. Sowohl für das Schauspiel als auch für die Oper müssten externe Interimslösungen gefunden werden. Ausgehend von den ermittelten Gebäudedaten, also Nutzfläche und Bruttogeschossfläche, der ersten und zweiten Variante, wird eine Kubatur im Rahmen des Grundstückzuschnitts gebildet, wobei auch Innenhöfe zur Belichtung der Nutzflächen berücksichtigt werden. Aus dieser Grundlage lassen sich Kennwerte für Vergleichskosten ableiten.

Bei der vorgelegten Machbarkeitsstudie handelt es sich um eine Untersuchung der baulichen Durchführbarkeit der beschriebenen Varianten inklusive einer Kostenaufstellung. Sie ersetzt weder einen Architektenwettbewerb noch die genaue Planung eines tatsächlich durchzuführenden Bau- oder Sanierungsprojekts. Damit dient das Ergebnis der Studie als Diskussions- und Beschlussgrundlage für die verschiedenen städtischen Gremien.

Die Kostenrechnung, basierend auf einem Baubeginn 2021, setzt sich wie folgt zusammen: Bei Variante eins betragen die reinen Baukosten 528 Millionen Euro. Bei Variante zwei liegen sie bei rund 506 Millionen und bei der dritten Variante bei rund 610 Millionen Euro. Bei allen drei Varianten kommen außerdem Kosten für den Abriss und Neubau, ein kalkulierter Risikozuschlag zwischen 10 und 30 Prozent sowie allgemeine Preissteigerungen hinzu, wie es bei Bauprojekten dieser Größenordnung üblich ist. Außerdem müssen die Kosten für die entsprechenden Interimslösungen hinzugefügt werden. Dies ergibt bei Variante eins eine Gesamtsumme von rund 868 Millionen Euro, bei der zweiten Variante rund 848 Millionen Euro und bei der dritten Variante Gesamtkosten in Höhe von rund 888 Millionen Euro. Eine detaillierte Übersicht der Kosten ist in dem Exzerpt der Machbarkeitsstudie der Städtischen Bühnen auf Seite 87 tabellarisch dargestellt.

„Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie müssen jetzt erst einmal kritisch gegengeprüft werden. Ebenso muss geprüft werden, wo es Einsparpotentiale gibt. Eines aber ist gewiss: Der alarmierende Zustand des 1963 eingeweihten Hauses erzwingt baldiges Handeln. Andernfalls wäre die Gefahr einer kompletten Schließung nicht mehr auszuschließen. Eine der wichtigsten Entscheidungen der Stadtpolitik für die nächsten zehn Jahre steht also bevor. Es geht um nicht weniger als darum, das künstlerische Herzstück unserer wachsenden Stadt, die Theaterdoppelanlage, für das 21. Jahrhundert neu zu definieren. Dafür braucht es Zeit und Sorgfalt“, so die Kulturdezernentin abschließend.

Auf dem Podium der Pressekonferenz saßen Prof. Jörg Friedrich, PFP HH Geschäftsführer, Detlef Junkers, PFP HH Büroleiter, Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig, Baudezernent Jan Schneider, Opernintendant Bernd Loebe, der designierte Schauspielintendant Anselm Weber, Anita Wilde, Verwaltungsdirektorin Städtische Bühnen Frankfurt, und Olaf Winter, Technischer Direktor von Oper und Schauspiel.

Ein Film-Mitschnitt der kompletten Präsentation kann auf www.kultur-frankfurt.de angesehen werden. Außerdem ist unter diesem Link im Anschluss an die Pressekonferenz ein Exzerpt zu finden, welches die über 800-seitige Studie auf rund 113 Seiten zusammenfasst. Informationsveranstaltungen für die Bürger sind geplant.

Donnerstag, 8. Juni 17
Archiv des Freien Theaters – Stand und Perspektive ~ Präsentation und Diskussion in Köln und Berlin
Auf geschätzt über 170 Regalkilometer summieren sich bundesweit die Bestände zu einer Geschichte des Freien Theaters, weit verstreut über 4.000 Stellen und Personen, bewahrt oder gelagert bei Theatermacher*innen, Fotograf*innen, in Soziokulturellen Zentren, Produktionsstätten oder Theaterfestivals. Wie kann es gelingen, diesen Reichtum zu erschließen, zu sichern, zu erhalten und öffentlich zugänglich zu machen?

Auf diese und weitere Fragen gibt das Forschungsprojekt »Performing the Archive – Studie zur Entwicklung eines Archivs des Freien Theaters« Auskunft, das in den nächsten Wochen bei zwei Veranstaltungen, in Köln und in Berlin, öffentlich vorgestellt wird. Diskutiert werden sollen bei dieser Gelegenheit auch die weiteren Schritte auf dem Weg zu einem digitalen und dezentralen Archiv, das sich gleichermaßen als kulturelles Gedächtnis als auch als künstlerische Plattform versteht.

Das Konzept zum Archiv des Freien Theaters wurde entwickelt unter der Projektträgerschaft des Bundesverbands Freie Darstellende Künste, des Dachverbands Tanz Deutschland, des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim, des Internationalen Theaterinstituts Deutschland mit dem Mime Centrum Berlin, sowie des NRW KULTURsekretariats mit dem Impulse Theater Festival. Die Auftaktstudie »Performing the Archive«, koordiniert vom Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim und verfasst von Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Dr. Henning Fülle und Christine Henniger unter Mitarbeit von Anne John, liefert dabei einen fundierten Überblick für die weitere Konzeptionierung des Projekts.

Die Studie wurde gefördert von der Beauftragten für Kultur und Medien und den Kultur- bzw. Wissenschaftsministerien der Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Hamburg, Niedersachsen und Baden-Württemberg. 

www.theaterarchiv.org

Die Veranstaltungen sind:
23. Juni 2017 (im Rahmen des Impulse Theater Festivals), 17 Uhr, Universität Köln, Hörsaal G (1. OG), Universitätsstraße 35, 50931 Köln
Präsentation und Diskussion des Forschungsberichts
Mit: Janina Benduski (Bundesverband Freie Darstellende Künste, BFDK), Dr. Christian Esch (NRW KULTURsekretariat), Dr. Henning Fülle (Freier Dramaturg) und Christine Henniger (Internationales Theaterinstitut (ITI), Deutsches Zentrum) – beide sind Autor*innen der Studie –  sowie Prof. Dr. Wolfgang Schneider (Universität Hildesheim).
Um Anmeldung wird gebeten bis zum 18. Juni 2017 unter assistenz@theaterarchiv.org


3. Juli 2017, 18 Uhr, Deutsches Zentrum des Internationalen Theaterinstituts (ITI), Mediathek, Kunstquartier Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin
Ein Archiv des Freien Theaters. Die nächsten Schritte
Mit: Janina Benduski (Bundesverband Freie Darstellende Künste, BFDK), Dr. Daniela Rippl (Kulturreferat der Landeshauptstadt München), Prof. Dr. Wolfgang Schneider (Universität Hildesheim) sowie Thilo Wittenbecher (Internationales Theaterinstitut Deutschland (ITI), Mime Centrum Berlin).
In einer internen Veranstaltung am gleichen Tag von 14-17 Uhr werden im Internationalen Theaterinstitut die Projektbeteiligten und Träger sowie interessierte Vertreter*innen von Bundesländern, Gemeinden und Städten erörtern, wie erste vorliegende Projektideen weiterentwickelt werden können.
Um Anmeldung für beide Teile der Veranstaltung wird gebeten bis zum 25. Juni 2017 unter assistenz@theaterarchiv.org

Donnerstag, 8. Juni 17
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen: Sommer in Lesmona 2017
Drei Tage lang belebt Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen mit verschiedenen Konzertformaten Knoops Park im Bremer Norden. Von Freitag bis Sonntag, 11. bis 13. August 2017, begeistert das Weltklasse-Orchester Besucher aus der Hansestadt, ganz Deutschland und der Welt mit Klassik, Crossover, Kammermusik, Literatur und mehr.

Solist der diesjährigen ›Bremer Freitagnacht‹ ist der amerikanische Bariton Thomas Hampson, der zu den bedeutendsten und innovativsten Gesangssolisten der Gegenwart zählt. Als leidenschaftlicher Sänger ist er Träger höchster Auszeichnungen: Kammersänger der Wiener Staatsoper, vierfacher ECHO Klassik-Preisträger als ›Sänger des Jahres‹, ›Met Mastersinger‹, um nur einige aufzuzählen. Ab 21 Uhr ist der gefragte Bariton gemeinsam mit der Deutsche Kammerphilharmonie Bremen zu hören und präsentiert Werke von Mozart über Wagner und Verdi bis zu Songs von Bernstein, Gershwin und Porter – Musik von dramatisch bis beschwingt.

Dirigent des ›Sommer in Lesmona‹ 2017 ist Enrique Ugarte. Der im Baskenland geborene musikalische Tausendsassa war unter anderem Schüler von Dirigentenlegende Sergiu Celibidache. Als Akkordeonist erhielt Ugarte zahlreiche renommierte internationale Auszeichnungen und orchestrierte mehr als 60 nationale und internationale Film-Soundtracks, darunter „Das Wunder von Bern“ und „Die Päpstin“. Enrique Ugarte verkörpert mit seiner Leidenschaft für Musik aufs Beste das diesjährige Festival-Motto: Leidenschaft.

Traditionell unterhält der Samstag um 16 Uhr beim ›Tee in Lesmona‹ mit einer literarischen Lesung begleitet von ausgewählter Kammermusik. Um 20.30 Uhr fällt der Vorhang für das ›Große Orchesterkonzert‹ mit dem aufsehenerregenden jungen Geiger Sandro Roy und seinem gleichnamigen Quartett. Roy konzertiert als begnadetes Ausnahmetalent ebenso leidenschaftlich und virtuos im Bereich Klassik wie Jazz. Er spielt mehrere Instrumente, ist ein Improvisationskünstler und stolz auf seine Sinti-Wurzeln. Kein Wunder also, dass am Samstagabend eine musikalische Mixtur von Dvorak über Sarasate, Astor Piazolla, Chick Corea sowie Eigenkompositionen von Sandro Roy zur Aufführung kommt.

Das Festival ›Sommer in Lesmona‹ wurde nach dem gleichnamigen Briefroman der bittersüßen Liebesromanze von Marga Beck benannt, die sich vor mehr als 100 Jahren in diesem zauberhaften Parkambiente zutrug. Wie immer beendet im Anschluss an das Orchesterkonzert die Verfilmung von ›Sommer in Lesmona‹ den Abend. Das Open-Air-Kino, mit Katja Riemann in der Hauptrolle, beginnt um ca. 22.30 Uhr.

Der Sonntag ist wie in den vergangenen Jahren der Familientag: Der Vormittag startet musikalisch mit dem Bremer Kaffeehaus-Orchester und dem traditionellen Picknickwettbewerb. Für die kleinen Besucher gibt es wie in den letzten Jahren verschiedene Workshops, unter anderem mit dem  zweiten Zukunftslabor-Mitmach-Orchester. Alljährliches Finale ist das Familienkonzert mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.    

Für das Mitmachorchester bittet das Zukunftslabor um Anmeldung per Mail bis zum 15. Juli bei Lieske Strudhoff, l.strudthoff@kammerphilharmonie.com.

www.kammerphilharmonie.com

Donnerstag, 8. Juni 17
Elbphilharmonie Hamburg: Am 12. Juni startet der Kartenverkauf für die Saison 2017/18 ~ Änderung für Onlinebestellungen bei Eigenveranstaltungen
Am Montag, den 12. Juni 2017, beginnt der Einzelkartenvorverkauf für die Konzertsaison 2017/18 in Elbphilharmonie und Laeiszhalle. Ab 10 Uhr sind die Karten an 41 Vorverkaufsstellen in der Metropolregion Hamburg sowie online unter www.elbphilharmonie.de erhältlich. Für die Eigenveranstaltungen der Elbphilharmonie werden die Tickets im Internet in Abänderung der ursprünglichen Regelung nicht unmittelbar verkauft. Vielmehr werden vom 12. Juni bis 1. Juli Bestellungen online entgegengenommen. Alle in diesem Zeitraum eingegangenen Kartenwünsche werden gleichberechtigt behandelt. Gehen mehr Bestellungen ein als Karten verfügbar sind, entscheidet das Zufallsprinzip. 

Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen auf das neu eingeführte Online-Vergabeverfahren per Zufallsprinzip bei Abonnements und einigen Sonderkonzerten hat sich die Geschäftsführung der für die Eigenveranstaltungen der Elbphilharmonie verantwortlichen HamburgMusik gGmbH entschlossen, diesen Modus generell für alle ihre mit dem Jahresprogramm 2017/18 veröffentlichten Konzerte anzuwenden. Um möglichst vielen Menschen den Erwerb von Tickets in der kommenden Saison zu ermöglichen, bleibt es bei der Regelung, dass pro Käufer bis zu vier Karten pro Konzert und insgesamt maximal zehn Karten gekauft bzw. online bestellt werden können.

Generalintendant Christoph Lieben-Seutter: »Die Umstellung auf die Online-Bestellung mit der Ticketvergabe per Zufallsprinzip macht die Ticketbuchung stressfrei. Die Interessenten haben drei Wochen Zeit, um ihre Bestellung aufzugeben. Am 12. Juni haben Hamburger einen Heimvorteil, da sie ihre Wunschtickets direkt an über 40 Vorverkaufsstellen in der Region kaufen können.«

Der Zeitraum für die Online-Bestellung endet am 1. Juli 2017 um 23.59 Uhr. Vor der Auswahl der Wunschtickets ist eine Registrierung auf der Website www.elbphilharmonie.de notwendig. Bei Konzerten, für die mehr Bestellungen eingehen als Karten verfügbar sind, werden diese nach dem Zufallsprinzip vergeben. Nach dem 1. Juli werden die Interessenten zeitnah informiert, ob bzw. für welche Veranstaltung(en) ihre Bestellung erfolgreich war. Der Kaufvorgang selbst muss anschließend innerhalb von zehn Tagen abgeschlossen werden.

HamburgMusik verantwortet etwa ein Drittel aller Veranstaltungen in der Elbphilharmonie. Sie wurde als gemeinnützige Gesellschaft im Jahr 2007 von der Freien und Hansestadt Hamburg gegründet und ist für die Eigenveranstaltungen der beiden Häuser zuständig. Die Information darüber, wer jeweils Veranstalter eines Konzerts ist, findet sich im Saisonprogramm 2017/18 und auf der Website www.elbphilharmonie.de unter den Details zum Konzert. Eine Übersicht über die Konzerte der HamburgMusik ist online unter www.elbphilharmonie.de/de/programm/01-09-2017/EIV/ zu finden.

Bereits am 8. Mai hatte die HamburgMusik fünf Sonderkonzerte der Saison 2017/18 bekannt gegeben, für die die Karten über das Bestellverfahren vergeben werden. Registrierung und Bestellung ist hierfür ebenfalls bis zum 1. Juli möglich. Auch wer bereits Karten für diese Sonderkonzerte bestellt hat, kann sich ab dem 12. Juni für die Vergabe weiterer Einzelkarten registrieren. Wer an den Vorverkaufsstellen bereits Tickets erworben hat, kann ebenfalls auch an dem Online-Bestellverfahren teilnehmen.

Der Vorverkauf für Veranstaltungen des NDR, des Philharmonischen Staatsorchesters, der Konzertdirektion Dr. Rudolf Goette, der Symphoniker Hamburg, des Ensemble Resonanz und der Kammermusikfreunde beginnt ebenfalls am 12. Juni um 10 Uhr an den Vorverkaufsstellen der jeweiligen Veranstalter sowie online über www.elbphilharmonie.de bzw. direkt bei den Veranstaltern:

- NDR: www.ndrticketshop.de
- Philharmonisches Staatsorchester Hamburg: www.staatsorchester-hamburg.de
- Konzertdirektion Dr. Rudolf Goette: www.proarte.de
- Symphoniker Hamburg: www.hamburgersymphoniker.de
- Ensemble Resonanz: www.ensembleresonanz.com
- Kammermusikfreunde: www.kammermusikfreunde.de


Weitere Informationen zum Vorverkauf unter www.elbphilharmonie.de/ticketinformationen.

Donnerstag, 8. Juni 17
Bayreuther Festspiele: Zweite Chance: Erneuter Online-Sofortkauf ab 11. Juni, 14:00 Uhr
Mitte Februar ging ein Karten-Kontingent für alle Vorstellungen der Saison 2017 in den Online-Sofortkauf. Die Möglichkeit, ohne die üblichen Wartezeiten an die begehrten und oftmals langjährig ausverkauften Tickets zu kommen, sorgte für einen Ansturm im Netz.

Nun gibt es eine zweite Chance: Wie angekündigt wird am 11. Juni 2017, ab 14 Uhr (UTC+2), ein Rest-Kontingent aus nicht bezahlten und aus triftigen Gründen zurückgegebenen Karten freigeschaltet. Für kurzentschlossene Wagner- und Festspiel-Begeisterte gibt es zum letzten Mal Karten für die meisten der 30 Aufführungen der Bayreuther-Festspiele.

www.bayreuther-festspiele.de

Mittwoch, 7. Juni 17
Johannesberger AUBERGE de TEMPLE präsentiert HATTY PEDDER: t h e  p a r i s  c o l l e c t i o n
Hatty Pedder begleitet die Art und Auberge de Temple in Johannesberg (bei Aschaffenburg) von Anbeginn mit ihren ausdrucksstarken Gemälden
und Illustrationen, die den frühen Werken von Toulouse Lautrec entsprungen sein könnten.


Johannesberger AUBERGE de TEMPLE präsentiert HATTY PEDDER: t h e  p a r i s  c o l l e c t i o n
© Hatty Pedder

Neben Arbeiten ihrer neuesten Kollektion, inspiriert durch eine Reise nach Paris, sind ihre Gemälde aus
früheren Epochen, Teile der Sammlung de Temple, in allen Räumlichkeiten der Auberge de Temple zu sehen. Ihre persönliche und künstlerische Entwicklung ist anhand dieser einzigartigen Ausstellung
eindrucksvoll nachzuvollziehen.

Auberge de Temple lädt ein, durch die mit Kunst geschmückten Räume zu schlendern und die Gelegenheit zu nutzen, die Künstlerin persönlich kennen zu lernen.

ERÖFFNUNG DER AUSSTELLUNG "the paris collection"
AM 18.06.2017 VON 14.00 – 18.00 UHR
IN DER AUBERGE de TEMPLE

Das Restaurant ist am 18.06. geschlossen. Die Räumlichkeiten sind für die Ausstellungseröffnung geöffnet.

Auberge de Temple, Hauptstraße 2, 63867 Johannesberg

www.auberge-de-temple.de

Mittwoch, 7. Juni 17
Gioachino Rossinis Oper „Il viaggio a Reims“ kommt erstmalig nach Berlin
Unter der künstlerischen Leitung von Errico Fresis und Frank Hilbrich führt die UdK Berlin eine Reise auf, die gar nicht stattfindet
Szenische Erstaufführung in Berlin: Am 6. und 7. Juli feiert die Oper „Il viaggio a Reims“ (Die Reise nach Reims) von Gioachino Rossini unter der musikalischen Leitung von Errico Fresis und der Regie von Frank Hilbrich Premiere im UNI.T, dem Theater der Universität der Künste Berlin. Angesichts der aufwändigen Besetzung mit 16 Solistinnen und Solisten ist eine Aufführung dieser vom Komponisten so genannten „szenischen Kantate“ eine Seltenheit. Rossinis Komposition aus anspruchsvollen Arien, großen Ensembles und atemberaubenden Crescendi, den Tempobeschleunigungen, die ihn seit dem „Barbier von Sevilla“ zum Starkomponisten seiner Zeit machten, gipfelt in „Il viaggio a Reims“ in einem Ensemble für 14 Solisten.


Il viaggio a Reims
UDK Berlin
Vorabfoto
© Daniel_Nartschick

Tatsächlich stellt „Il viaggio a Reims“, eine eigens für die Feierlichkeiten zur Krönung Charles X. komponierte und 1825 uraufgeführte Oper, einen Höhepunkt in Rossinis Laufbahn dar. In diesem Einakter materialisiert sich Rossinis tiefgründiger, äußerst italienischer Witz und sein liebevoll spöttelndes Selbstverständnis. Dargestellt wird eine Reise nach Reims zur Krönung des französischen Königs, die niemals stattfindet. In einem Hotel irgendwo in der französischen Provinz warten aus halb Europa gestrandete Menschen auf ihre Weiterreise nach Reims. Doch es gibt keine Pferde mehr, und damit kein Vor und kein Zurück. Die Reisenden treten auf der Stelle, verlieren sich in Hysterie, Streit und Skurrilitäten und feiern letztendlich die Krönung im Hotelgarten auf sehr bizarre Art: mit den nationalen Gesängen ihrer Heimatländer.

Was Gioachino Rossini und sein Textdichter Giuseppe Luigi Balloco in ihrer „szenischen Kantate“ auf faszinierende Weise erstellen, ist gleichermaßen eine Groteske wie ein Vorgriff auf das absurde Theater des 20. Jahrhunderts. Es ist ein Spiel mit den Realitäten der damaligen Zeit. Und doch berührt es auf verblüffende Weise auch die unsrige. Ohne eine eigentliche Handlung zu erzählen, machen die Autoren den Stau der Menschen und Mentalitäten Europas selbst zum Thema. Und sie finden keinen Ausweg, keine Lösung. Rossini erfindet ein rasendes Musiktheater als Ausdruck einer stehen gebliebenen Zeit.

„Man kann keine Oper aufführen, ohne den Komponisten zu verstehen“, so die Überzeugung des musikalischen Leiters Errico Fresis. Insofern bietet das Leitungsteam am 2. Juli um 11 Uhr bei einer Einführungsmatinée dem interessierten Publikum die Gelegenheit, Gioachino Rossini besser kennenzulernen und sich auf das Stück vorzubereiten. Musikalische Beiträge aus dem späten Œuvre Rossinis umrahmen die Veranstaltung. Doch Rossini war nicht nur ein begnadeter Komponist, sondern auch ein Liebhaber der dolce vita: Daher sind im Anschluss an die Matinée aus der Rossini-Küche inspirierte Gerichte zu genießen.

Die Besonderheit der Opernproduktionen der UdK Berlin ist die studiengangübergreifende Arbeit: Während das Symphonieorchester der UdK Berlin die Opernsängerinnen und -sänger begleitet, erarbeiten die Studiengänge Bühnenbild und Kostümbild die Ausstattung.

Oper von Gioachino Rossini: Il viaggio a Reims (Die Reise nach Reims)
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung: Errico Fresis
Regie: Frank Hilbrich
Bühne: Jezi Tay
Kostüme: Nuria Heyck und Anna Philippa Müller

Mit: Stelina Apostolopoulou / Natalia Labourdette, Ksenia Chubunova / Anna Schors, Hyelim Jo / Mengqi Zhang, Victoria Cox Casanova / EunJi Oh, Daniel Arnaldos / Alexander Fedorov, SeungYeop Lee / Linard Vrielink, HyunMin Kim / YooHan Lee, TaeJong Kim / Israel Martin dos Reis, Matwej Korshun / Daniel Nicholson, Jonas Bo¨hm / Ren Fukase, Christoph Brunner / Emmanouil Papadopoulos, KyoungLoul Kim / Gregor Novak, Marie Sofie Jacob / SoobHin Kim, Aiko Bormann / Katharina Held, YeHui Jeong / Yixuan Zhu, William Frost / Carlo Nevio Wilfart und dem Symphonieorchester der UdK Berlin

A-Premiere am 6. Juli, B-Premiere am 7. Juli 2017, jeweils 19.30 Uhr
UNI.T – Theater der UdK Berlin, Fasanenstr. 1B, 10623 Berlin
* Übertragung per Live-Stream auf www.livestream.udk-berlin.de 

Einführungsmatinée am 2. Juli 2017, 11 Uhr  (Probensaal der UdK Berlin, Bundesallee 1-12, 10719 Berlin,
Eintritt: frei)

www.udk-berlin.de

Mittwoch, 7. Juni 17
Künstler, Flucht & Kerzenschein: Johannes Klumpp ~ Jubiläums-Sommer auf Schloss Hundisburg
Dass schon ein Vierteljahrhundert gemeinsamen Musizierens von jungen Menschen in alten Gemäuern herum ist, merkt man kaum, so frisch und voller Ideen, wie die internationale SommerMusikAkademie auf Schloss Hundisburg ist. Vielleicht dann aber doch an der stetig wachsenden Nachfrage nach Konzertkarten, der das engagierte Team rund um den Dirigenten Johannes Klumpp bei dem in dieser Region einzigartigen Festival mit immer neuen Konzertformaten an besonderen Orten gerne nachkommt. Zum 25-jährigen Jubiläum gibt es erstmals Konzerte bei Kerzenschein und sogar Konzerte im Keller. Auch programmatisch geht es in die Tiefe – lebt die SommerMusikAkademie doch den Gedanken der Völkerverständigung durch Respekt, durch ein Miteinander im Geiste der Musik, in dem von den einzelnen aus verschiedenen Hintergründen kommenden Musikern ein gemeinsamer Horizont geschaffen wird.
 
Leitfaden des Programms, das vom 27. Juli bis 6. August zu erleben sein wird, ist diesmal das Thema Künstler auf der Flucht. Es kommen für das Akademieorchester Schloss Hundisburg nicht nur junge Musikerinnen und Musiker aus ganz Europa zusammen, um u. a. mit dem Pianisten Herbert Schuch als Solist und unter der Leitung von Johannes Klumpp gemeinsam zu proben und konzertieren oder mit dem Armida Quartett in Meisterkursen zu arbeiten. Zur Akademieeröffnung kehrt auch der Pianist, Gründer und ehemalige Leiter der Akademie, Rolf-Dieter Arens zurück in die Schlossscheune, in der 1992 alles begann. Kammermusikpartner sind mit Geiger Youngkun Kwak und Cellist Jonathan Weigle zwei Musiker, die als Stimmführer das Akademieorchester bereits mehrere Jahre begleiten. Nachhaltig prägt die SommerMusikAkademie auch die Region mit Auftritten von Preisträgerinnen mitteldeutscher Wettbewerbe, wie der Pianistin Mariam Batsashvili und Mezzosopranistin Geneviève Tschumi; dazu kommen die Klezmerband Yxalag mit ihrem Programm »Filfarbike Mish-pokhe« und eine Jazznacht mit Django Deluxes Gypsy Swing.
 
Weitere Informationen zur SommerMusikAkademie Schloss Hundisburg gibt es unter: www.sma-hundisburg.de.

www.johannesklumpp.de

Mittwoch, 7. Juni 17
Ruhrtriennale 2017: Zusatzkonzert mit Barbara Hannigan und Reinbert de Leeuw
Mit einem bisher nicht angekündigten Zusatzkonzert erweitert sich das Festivalprogramm 2017. Unter dem Titel „Erik Satie: Socrate“ findet am 20. August 2017 ein einmaliges Sonderkonzert mit der Sopranistin Barbara Hannigan und dem Pianisten Reinbert de Leeuw in der Jahrhunderthalle Bochum statt. Das Publikum hat die Gelegenheit, der Musik von Erik Satie in einem ganz besonderen Setting zu lauschen: im Bühnenbild der Musiktheater-Produktion „Pelléas et Mélisande“, in der Barbara Hannigan die Titelpartie singt. Informationen über das Konzert „Erik Satie: Socrate“ gibt es unter ruhr3.com/soc. Der Ticketverkauf für dieses Konzert der Extraklasse beginnt heute am 06. Juni 2017. Karten sind online erhältlich via www.ruhrtriennale.de.

Weiterführende Informationen zu diesem Sonderkonzert sowie zu allen Veranstaltungen der Spielzeit 2017 bietet die Ruhrtriennale-Zeitung. Zum dritten und letzten Mal erscheint die diesjährige Ausgabe der Festivalzeitung am 08. Juni 2017. Als Ergänzung zu Programm-Landkarte, Ruhrtriennale-Website und -Blog gibt die kostenlose Zeitung auf 24 Seiten Einblicke in das Programm 2017. Porträts von KünstlerInnen, Interviews sowie Berichte über Produktionen und Themen der Ruhrtriennale machen LeserInnen neugierig auf die anstehende Festivalsaison vom 18. August bis 30. September 2017.

In seinem letzten Jahr als Intendant der Ruhrtriennale blickt Johan Simons auf drei Jahre Festival und spricht mit dem ehemaligen Investmentbanker Rainer Voss über seine Musiktheater-Inszenierung „Cosmopolis“. Weitere Beispiele für eine Vielzahl von abwechslungsreichen Geschichten in der Zeitung sind ein Gespräch mit „Ritournelle“-Headliner Nicolas Jaar, Artikel über die Trilogien, die das Publikum seit der Ruhrtriennale 2015 begleiten, oder ein Studiobesuch bei Philippe Manoury, der die Musik zu „Kein Licht.“ kreiert. Außerdem äußern sich drei KünstlerInnen zu „Freude“, „schöner“, „Götterfunken“, den zentralen Begriffen der Spielzeit 2017. Wer sich mit anregender Lektüre auf die kommende Festivalsaison einstimmen möchte, kann die Zeitung über ruhr3.com/zeitung online bestellen.

www.ruhrtriennale.de

Dienstag, 6. Juni 17
Oper Frankfurt: Intendant Loebe verabschiedet Ensemblemitglied Brenda Rae
Nach der vorgestrigen letzten Vorstellung der Serie von Strauss‘ Arabella hat Opernintendant Bernd Loebe im Beisein des Publikums die amerikanische Koloratursopranistin Brenda Rae aus dem Ensemble verabschiedet. Brenda Rae, die am 6. Mai 2017 ihr Rollendebüt als Zdenka in der Frankfurter Wiederaufnahme dieser Strauss-Oper in einer Inszenierung von Christof Loy gegeben hatte, war seit der Spielzeit 2008/09 Ensemblemitglied an der Oper Frankfurt. Sie wird dem Haus am Willy-Brandt-Platz jedoch weiterhin verbunden bleiben und kehrt bereits in der kommenden Saison 2017/18 als Gilda in Verdis Rigoletto sowie als Amina in Bellinis La sonnambula zurück – dann allerdings als Gast.


Oper Frankfurt: Intendant Loebe verabschiedet Ensemblemitglied Brenda Rae
Brenda Rae, Intendant Bernd Loebe (mit GMD Sebastian Weigle im Hintergrund)

© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de

Die Künstlerin wird nach neun Jahren der Zugehörigkeit zum Frankfurter Ensemble und 31 hier gesungener Partien zukünftig freischaffend tätig sein und u.a. als Donizettis Lucia di Lammermoor an der Santa Fe Opera sowie als Aminta in Strauss‘ Die schweigesame Frau und Zerbinetta in Strauss‘ Ariadne auf Naxos an der Bayerischen Staatsoper in München auftreten. Die Königin der Nacht in Mozarts Die Zauberflöte verkörpert sie bei einem Gastspiel der Staatsoper in Tokio.

„Ich habe gemerkt, wie zerrissen Brenda wirkte. Zerrissen zwischen ihrer Liebe und Zuneigung zur Oper Frankfurt sowie den Menschen, mit denen sie hier zusammenarbeitete, und den wunderbaren Gastiermöglichkeiten, die sich ihr immer öfter boten. Da habe ich ihr gesagt, dass wir sie schweren Herzens ziehen lassen. Das war für beide Seiten nicht leicht, aber sie kommt ja immer wieder als Gast zurück. 2018 setzen wir sogar eine Neuproduktion extra für sie an,“ so Bernd Loebe während seiner kleinen Rede.

Brenda Rae gab in ihrer letzten Spielzeit als Ensemblemitglied der Oper Frankfurt 2016/17 hier ihre Rollendebüts als Gilda und Zdenka. Mit ihren Darstellungen der Lucia di Lammermoor, Aithra (Die ägyptische Helena, konzertant), Donna Anna (Don Giovanni), Zerbinetta und Anne Trulove (The Rake’s Progress) wurde die Sopranistin zu einem der Frankfurter Publikums- und Kritikerlieblinge. Kürzlich gab Brenda Rae ihr Rollendebüt als Bergs Lulu an der English National Opera in London. Zudem gastiert die vielfach ausgezeichnete Künstlerin regelmäßig an der Bayerischen Staatsoper in München, u.a. als Konstanze (Die Entführung aus dem Serail) und Giulietta (Hoffmanns Erzählungen). Weiterhin war sie in jüngerer Zeit u.a. als Amenaide (Tancredi) in Philadelphia, als Zerbinetta an der Staatsoper Berlin und am Théâtre des Champs-Élysées Paris sowie als Konstanze an der Hamburgischen Staatsoper zu erleben. Brenda Rae, ausgebildet an der Juilliard School, sang an der Wiener Staatsoper, der Opéra national de Paris, der Seattle Opera, der Santa Fe Opera, beim Glyndebourne Festival, den BBC Proms und in der New Yorker Carnegie Hall.

Brenda Rae ist verheiratet und hat einen Sohn. Sie wird mit ihrer Familie zukünftig in den USA wohnen.

www.oper-frankfurt.de

Dienstag, 6. Juni 17
MainMusial: Auftritt auf dem MainFest in Miltenberg
Vom 30. Juni bis 2. Juli 2017 findet zwischen Alter Volkschule und Jagdhotel Rose das 2. Miltenberger MainFest statt.
Der MainMusical e.V. präsentiert dabei auf der Bühne am Flussforumeinen am Samstag, 1.Juli 17.00Uhr einen Ausschnitt aus der aktuellen Produktion AIDA.
Zudem MainMusical e.V. auch mit einem Infostand vertreten (Sa. + So.). Bei einem Gewinnspiel können 2 Eintrittskarten des Musicals AIDA gewonnen werden.

www.mainmusical.com

Dienstag, 6. Juni 17
Neu im Handel: Max Emanuel Cencic Ottone (Händel)
Nach dem Erfolg der letztjährigen Einspielung von Händels "Arminio", einer lange in Vergessenheit geratenen Oper, würdigen der Countertenor Max Emanuel Cencic und das Traditionslabel DECCA den großen Barockkomponisten nun mit einer Aufnahme einer seiner beliebtesten Opern, "Ottone". In der 1723 in London uraufgeführten Oper prallen Orient und Okzident in Form der byzantinischen Prinzessin Teofane und des späteren römisch-deutschen Kaisers Otto II. auf einander.


Händel: Ottone
CD Album, im Handel ab 9. Juni 2017 (LABEL: Decca)

Neben der Starbesetzung um Max Emanuel Cencic als Ottone und Xavier Sabata als Adalberto, besticht die Einspielung durch den wunderbaren Orchesterklang von Il Pomo d'Oro unter der Leitung von George Petrou.
"Der warm-wohlig wendige Counter von Cencic ist ein Ereignis." (Concerti)

www.klassikakzente.de

Dienstag, 6. Juni 17
ORIENTATION ~ Transkulturelles Musikfestival am 15. und 16.Juni im Staatstheater Mainz
In einem konzentrierten und reichhaltigen Programm erwarten die Besucher Konzerte, Tanzperformances und Musiktheaterproduktionen von Künstler*innen aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten. Gemeinsam mit dem Mannheimer Oriental-Jazz-Ensemble LebiDerya ist die Operndramaturgie am Staatstheater Mainz zwei Spielzeiten der Frage nachgegangen: Was ist das künstlerisch „Eigene“ - und wie kann es dem „Anderen“ dem „Fremden“ begegnen?
Das arabisch-persische Wort „Tamáss“ bedeutet sowohl „Berührung“ als auch „Grenze“ und umschreibt damit den Grundgedanken von (musikalischer) Kommunikation.
Tamáss heißt deshalb auch die große Produktion, in der Ensemblemitglieder, Musiker*innen des Philharmonischen Staatsorchester und des Ensemble LebiDerya sowie Gäste aus Deutschland und dem arabischen Raum gemeinsam auf der Bühne des Großen Hauses stehen werden.
Darüber hinaus wird der legendäre libanesische Sänger Abdel Karim Shaar zu Gast sein, der Tänzer und Choreograf Ali Chahrour zeigt zum ersten Mal in Deutschland seine Tanzperformance Fatmeh. Impulsvorträge, Berichte und Performances aus transkulturellen Initiativen in Deutschland und im Libanon geben Einblicke in eines der interessantesten Felder der gegenwärtigen musikalischen Praxis und in eine verführerische Bandbreite an musikalischen Stilen.

www.staatstheater-mainz.com

Dienstag, 6. Juni 17
Komische Oper Festival – Eine Woche Opernrausch mit den Premieren der Spielzeit ~ 11. bis 16. Juli 2017 | Festival mit Rahmenprogramm bei jeder Vorstellung
Die eine oder andere Premiere an der Komischen Oper Berlin in dieser Saison verpasst? Lust auf eine Opernabend-Atmosphäre, die alle Sinne anspricht? Kein Problem! – Beim Komische Oper Festival präsentiert das Haus in der Behrenstraße zum Spielzeitabschluss wieder an sechs aufeinanderfolgenden Tagen die ganze Vielfalt der aktuellen Neuproduktionen – mit besonderem Rahmenprogramm für Auge, Ohr, Geschmack und Intellekt. An jedem Abend erwarten die Gäste rund um die Vorstellung Musik im Foyer, Begrüßungsdrinks, interessante Einführungsvorträge vor und spannende Diskussionen mit mitwirkenden Künstlern nach jeder Vorstellung. Vorerst zum letzten Mal ist im Rahmen des Festivals die Produktion von Aribert Reimanns Medea (15.7.) mit der für ihre Darstellung der Titelheldin gefeierten Nicole Chevalier zu erleben ebenso wie die umjubelte Barrie-Kosky-Produktion Der Jahrmarkt von Sorotschinzi (16.7.) sowie die Barockoper Zoroastre (14.7.). Diese Produktionen stehen in der nächsten Spielzeit nicht auf dem Spielplan. Für diese Aufführungen sind derzeit noch Karten verfügbar, ebenso wie für die Kirill-Serebrennikov-Inszenierung von Il barbiere di Siviglia (13.7.). Die Vorstellungen von Petruschka / L’Enfant et les Sortilèges (11.7.) und Die Perlen der Cleopatra (12.7.) sind ausverkauft, gegebenenfalls sind noch Restkarten an der Abendkasse erhältlich.
Seit 2008 lädt die Komische Oper Berlin Zuschauer aus Berlin, Deutschland und dem Ausland ein, die jüngsten Inszenierungen des Hauses in dieser komprimierten, alle Sinne ansprechenden Festival-Form zu erleben oder neu zu entdecken.
In den Einführungsvorträgen stimmen die Dramaturg*innen auf die Inszenierungen und ihre Hintergründe ein und stellen darüber hinaus das jeweilige Werk in einen größeren Zusammenhang. Thematischer Leitfaden im diesjährigen Festival ist das Thema »Macht und Kontrolle« anhand der jeweiligen Stücke. In den Gesprächen im Anschluss kommen außerdem (Sänger-)Darsteller*innen, Dirigenten und ein Komponist zu Wort. Das Haus öffnet für die Festivalvorstellungen ganz entspannt bereits 90 Minuten vor Vorstellungsbeginn, die Einführungsvorträge beginnen jeweils eine Stunde vorher.

www.komische-oper-berlin.de

Dienstag, 6. Juni 17
Einheit aus Klang und Licht: Elbphilharmonie Hamburg tauft das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 6"
(lifePR) Für einen Abend tauschte Iveta Apkalna Orgelpfeifen gegen Schiffsplanken ein: Die Titularorganistin der Elbphilharmonie taufte in der vergangenen Woche stellvertretend für das spektakuläre Konzerthaus das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 6“. Der vierte Neubau der Wohlfühlflotte von TUI Cruises lag dabei direkt neben Hamburgs neuem Wahrzeichen, mitten im Hamburger Hafen.

An der Seite von sechs Schiffoffizieren sprach Apkalna auf dem Pooldeck den wichtigsten Satz des Abends, der nicht nur über das Schiff, sondern auch über die Plaza der Elbphilharmonie ertönte: „Hiermit taufe ich dich auf den Namen Mein Schiff 6“. Anschließend gab sie das Signal für die Champagnerflasche, die am Bug des Schiffes zerschellte. „Ich fühle mich sehr geehrt, dass ich im Namen der Elbphilharmonie das neue Wohlfühlschiff von TUI Cruises taufen darf. Ich denke, dass ich die erste Organistin weltweit bin, der eine solche Ehre zuteilwird. Ich repräsentiere heute die Elbphilharmonie. Für mich ist sie das bedeutendste Konzerthaus der Welt – eine einzigartige Musikkathedrale“, sagte die Künstlerin sichtlich bewegt.


Elbphilharmonie tauft Mein Schiff 6
Andreas Vallbracht

Kreuzfahrtschiff wird zum Klangkörper
Die Mein Schiff 6 hatte am Abend um 21 Uhr das Kreuzfahrtterminal in Hamburg-Altona verlassen und war elbeaufwärts Richtung Elbphilharmonie gefahren, um dort die Taufposition einzunehmen. Unter dem Motto „Mein Schiff wird Musik“ startete dann die musikalische Inszenierung in der das Schiff in eine Art Klangkörper verwandelt wurde. Zunächst jedoch begrüßten sich die Mein Schiff 6 und die Elbphilharmonie mittels zweier Shanty-Chöre musikalisch. Dann folgte eine Uraufführung einer Komposition, die sich an den vierten Satz der ersten Sinfonie von Johannes Brahms anlehnt und eigens für die Taufe komponiert worden war. Die Komposition vereint im Sinne einer Klangskulptur unterschiedliche Instrumentengruppen und stellte somit die außergewöhnliche musikalische Vielfalt und Botschafter-Funktion der Elbphilharmonie in den Mittelpunkt. So traten an Bord beispielsweise eine Opernsängerin, ein DJ, ein Streichquartett, eine Rock-Gitarristin und eine Künstlerin an der Laser-Harfe auf.

Aber es gab nicht nur etwas zu hören, sondern auch zu sehen. Eine beeindruckende Lichtinszenierung untermalte die musikalische Show bei der die Einheit aus Schiff und Elbphilharmonie in Szene gesetzt wurde. Nach dem Taufmoment „umarmte“ die Elbphilharmonie die Mein Schiff 6 mittels einer blauen Lichterflut, ehe dann um 22.45 Uhr ein Feuerwerk über der Elbe begann. Im Anschluss brach die Mein Schiff 6 zu ihrer Tauffahrt auf. „Die Elbphilharmonie ist ein Ort für außergewöhnliche Erlebnisse. Diesen Anspruch haben wir bei TUI Cruises auch. Bei der Taufinszenierung war es uns wichtig, diese Gemeinsamkeit in Szene zu setzen. Denn auch wenn die Elbe sie trennte – die Elbphilharmonie und die Mein Schiff 6 wurden eine Einheit“, sagte Wybcke Meier, CEO von TUI Cruises. Mehr zu TUI Cruises unter www.tuicruises.com.

Die Taufe des vierten Neubaus von TUI Cruises war in diesem Jahr vor allem den Fans der Wohlfühlflotte gewidmet. Über 1950 von ihnen hatten die exklusive Tauffeier mit anschließender Tauffahrt von Hamburg nach Kiel gebucht.

Kreuzfahrtmetropole Hamburg und Hamburg Cruise Days im September
Der Kreuzfahrtstandort Hamburg ist weltweit die Destination Nr. 1 für maritimes Entertainment und Kreuzfahrt-Events. Der erlebnisreichste Stadthafen verwandelt sich regelmäßig in eine Bühne für die Branche. So war die Taufe der Mein Schiff 6 nach dem Hafengeburtstag Hamburg schon der zweite Höhepunkt einer ereignisreichen Sommersaison. Mit der Norwegian Jade (2.466 Passagiere) am 4. Juni und der Independence of the Sea (3.634 Passagiere) am 12. Juli laufen zudem immer größere Kreuzfahrtschiffe erstmalig den Hamburger Hafen an. Komplettiert werden die Anläufe der Großschiffe durch luxuriöse Erstbesucher wie der Silver Wind von Silversea Cruises am 10. September. Alle Anläufe 2017 und weitere Informationen zum Thema Kreuzfahrt befinden sich unter www.hamburg-tourismus.de/kreuzfahrt.

Das spektakulärste Kreuzfahrtevent steht am Ende der Sommersaison in Hamburg an: Vom 8. bis 10. September 2017 verwandeln die „Hamburg Cruise Days“ zum sechsten Mal den Hamburger Hafen in einen Catwalk für die Kreuzfahrtbranche. Auf dem größten Europäischen Publikumsevent zum Thema Kreuzfahrt kommt es 2017 zu einer Rekordbeteiligung von 10 Kreuzfahrtschiffen. Mit dabei sind die Kreuzfahrtschiffe AIDAprima (AIDA Cruises), MSC Preziosa (MSC Kreuzfahrten), MS Europa und MS Europa 2 (Hapag-Lloyd Cruises), Mein Schiff 3 (TUI Cruises), MS Albatros und MS Amadea (Phoenix Reisen), Silver Wind (Silversea Cruises), Norwegian Jade (Norwegian Cruise Line) sowie mit der Sans Souci (Plantours) erstmals auch ein Flusskreuzfahrtschiff. Diese Rekordbeteiligung an Schiffen beschert der Veranstaltung die größte Parade aller Zeiten. Am Abend des 9. September werden sechs Kreuzfahrtschiffe – eskortiert von 24 Begleitschiffen und einem großen Feuerwerk – den Hafen gemeinsam elbabwärts verlassen. Insgesamt bringt der Veranstalter 1.575 Schiffsmeter, 502.946 Bruttoregistertonnen und 17.140 Passagiere auf die Elbe. Mehr unter www.hamburgcruisedays.de.

Dienstag, 6. Juni 17
Kultursommer in den Thüringer Städten ~ Die Kultur macht keine Pause
(lifePR) Thüringens Kirchen, Schlösser, Parks und historische Plätze bieten in den Sommermonaten die stimmungsvolle Kulisse für zahlreiche Feste, großes Theater und Konzerte unter freiem Himmel. Traditionsreiche Festivals wie die Kulturarena in Jena, das Kunstfest in Weimar, das Rudolstadt-Festival oder das Festival GRASGRÜN in Meiningen sorgen für viel Abwechslung und Unterhaltung an herrlichen Sommerabenden.

Erfurt
Die DomStufen-Festspiele in Erfurt sind das sommerliche Veranstaltungshighlight Thüringens! Das Theater Erfurt verwandelt die atemberaubende 700 Jahre alte Kulisse von Dom St. Marien und Severikirche mit der 70-stufigen Freitreppe in eine der spektakulärsten Open-Air-Festspielbühnen Deutschlands. In diesem Jahr versetzt uns vom 10. bis 27. August Giuseppe Verdis Oper "Der Troubadour" zurück ins 15. Jahrhundert.
Mit dem Krämerbrückenfest, dem größten Altstadtfest Thüringens, steht Erfurts historischer Stadtkern vom 16. bis 18. Juni im Mittelpunkt eines mittelalterlichen Spektakels.

Weimar
Das Publikum bestimmt in diesem Jahr das Programm der Konzertnacht mit der Staatskapelle Weimar. „Was Ihr wollt“ heißt das Ausnahmekonzert auf der Seebühne am 1. Juli dann auch. Neben den vielen kleineren Reihen sind es solche Höhepunkte wie das Genius Loci-Festival vom 11. bis 13. August oder das Kunstfest, das am 18. August eröffnet wird und bis zum 3. September zeitgenössischen Produktionen einen großen Rahmen gibt. Alle Höhepunkte sind unter www.weimarer-sommer.de zu finden.

Jena
Kulturarena Jena 06. Juli bis 20. August: Nach über 25 Jahren am angestammten Platz auf dem Theatervorplatz wird weiterhin das Gegenteil von Simplizität gepflegt. In fast sieben prall gefüllten Kulturarena-Wochen ist Platz für unterschiedlichste Klänge, Botschaften, Gespräche und rhythmische Hüftschwenker. In diesem Sinne lohnt sich die Recherche unter den insgesamt 58 Veranstaltungen unter www.kulturarena.de.

Bad Langensalza
In Bad Langensalza werden die sommerlichen Parks zur Bühne für zahlreiche Veranstaltungen. So öffnet am 8. Juli der Japanische Garten seine Tore zum TANABATA. Beim Sternenfest genießen Besucher die stimmungsvolle Atmosphäre des Gartens in der Abenddämmerung. Ein Sommerkino lädt zum Träumen ein.
Mit „Schokolade – Das Konzert“ gastiert Christina Rommel am 22. Juli im Rosengarten. Während die Pop-Musikerin über die süße Köstlichkeit singt, zaubert ein Chocolatier kleine Kunstwerke aus Schokolade. Zeitgleich lockt der Apothekergarten des Thüringer Apothekenmuseums mit einer Gartennacht. Während der Debora-Singkreis Lieder zum Thema Gesundheit präsentiert, können Heilkräuter in verschiedenen Zubereitungen verkostet werden.
Der MDR Musiksommer lädt am 6. August in den Park des Friederikenschlösschens ein. Mit „Tine Thing Helseth & tenThing“ erwartet die Besucher ein temperamentvoller Konzertnachmittag.

Gotha
Der Gothaer Sommer bringt mit dem Film- und Musikerlebnis „Sounds of Hollywood“ am 17 Juni und der ostdeutschen Rockband KARAT am 09. September, zwei Open-Air-Konzerte in den barocken Schlosshof des Schloss Friedenstein. Das Ekhof-Festival verzaubert von Juli bis August seine Besucher mit Oper und Theater und bietet mit dem Barockfest am 26. und 27. August einen fürstlichen Abschluss.

Arnstadt
Der Höhepunkt des 25. Jazzweekends in Arnstadt ist am 09. Juni das Hauptkonzert mit SLIXS, einem der weltbesten A-Cappella-Ensembles. Mit ihrer kraftvollen und waghalsigen Mischung aus Jazz, Pop und Funk, Klassik und Weltmusik begeistern die sechs Stimmwunder jedes Publikum.
Künste in Haus und Hof – das Arnstädter Kleinkunstfestival der besonderen Art – präsentiert seinen Gästen am 15. Juli ein spannendes und abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit beeindruckenden Künstlern der unterschiedlichsten Sparten. Im ältesten Ortes Thüringens öffnen hierfür historische Stadthäuser, Kirchen, verwinkelte Gärten und Höfen ihre Türen.

Eisenach
Der Sommer in Eisenach steht ganz im Zeichen des 117. Deutschen Wandertags. Vom 26. bis 31. Juli wird Eisenach zur Wanderhauptstadt Deutschlands. Umrahmt werden die Wanderungen von einem abwechslungsreichen Kulturprogramm. Im Landestheater Eisenach wird das Luthermusical aufgeführt. Ein kunterbuntes Bühnenprogramm auf dem Eisenacher Marktplatz rundet das Veranstaltungsprogramm ab.

Apolda
Der historische Pavillon im Glockengarten des GlockenStadtMuseums ist nicht nur optisch ein Blickfang. In den Sommermonaten wird er zur perfekten Kulisse für „Theater im Pavillon“. Insgesamt 15 Aufführungen von Kleinkunsttheater bis Kabarett werden jeweils sonntags um 15 Uhr dargeboten und ergänzen die Dauer.- und Sonderausstellungen des Museums.

Altenburg
Der Altenburger Kultursommer steht unter dem Thema „Heiße Musik, große Emotionen, spannende Geschichte…“. So lockt die Museumsnacht am 10. Juni wieder zahlreiche Nachtschwärmer in den herzoglichen Schlosspark. Musical-Freunde kommen vom 13. bis 18. Juni beim Musical-Sommer des Landestheaters auf ihre Kosten und ein jährlicher Höhepunkt ist das Klassik Open-Air am 30.Juni und 1.Juli auf dem beeindruckenden Altenburger Hauptmarkt.

Suhl
In Suhl, dem größten staatlich anerkannten Erholungsort Deutschlands, findet auch in diesem Jahr wieder der beliebte „Suhler Orgelsommer“ statt. Am ersten September-Wochenende verwandelt sich die Suhler Innenstadt in die Bühne für das 4. Straßentheaterfestival.

Meiningen
Ein Highlight des Stadtfestes am 16. bis 18. Juni ist die Band Glasperlenspiel, die am Samstagabend die Bühne rockt.
Beim Meininger Festival GRASGRÜN versprüht der mehrfache ECHO-Preisträger Till Brönner am 29. Juli sommerliche Lebensfreude. Das Festival profiliert sich durch Konzerte jenseits des Mainstreams mit Musik von Soul bis Weltmusik, Song und Jazz der höchsten Güte. Der Thüringer Kleinkunstpreis wird anlässlich der Kleinkunsttage am 18. August verliehen. Als Stars der Szene werden sich u.a. Willy Astor, Claus v. Wagner und Rainald Grebe die Ehre geben.

Gera
Zahlreiche Höhepunkte bietet dieser Sommer in Gera. Unter dem Motto „Schattenwelten“ findet vom 23. Juni bis 15. Oktober die 8. Höhlerbiennale statt und ist damit eine feste Größe im Geraer Kulturprogramm. Am 21 Juni, dem kalendarischen Sommeranfang feiert Gera Fête de la musique. Höhepunkt des Abends ist jedoch Rapsody in Blue –Bernstein meets Gershwin im Hofwiesenpark. Der Flugplatz Gera-Leumnitz ist am 8. Juli Schauplatz der Pyro Games.

Mühlhausen
Das vom 8. bis 11. Juni in Mühlhausen stattfindende Festival „Clarinet & Friends“ verspricht nicht nur Musikgenuss rund um Klassik, Tango, Jazz und Klezmer auf Weltniveau, sondern verwandelt die ganze Stadt in eine Bühne und macht Bürger und Gäste zu akustischen Hauptdarstellern. Der Mühlhäuser Kleinkunstsommer bietet Unterhaltung aus dem Bereich Kleinkunst, Kabarett, Film und Livemusik. In der Zeit vom 29. Juni bis 16. Juli wird an drei Wochenenden die Kulisse des idyllischen Syndikatshofes als Veranstaltungsort genutzt. Die Mühlhäuser Stadtkirmes, als größte Stadtkirmes in Deutschland lädt vom 25. August bis 3. September zum Feiern ein. Weitere Höhepunkte sind das New Orleans Festival am 12.August und die Mühlhäuser Kulturnacht am 19.August.

Schmalkalden
Vom 24. bis 27. August schlängeln sich wieder tausende Einheimische und Gäste durch die in den Stadtfarben blau-weiß-rot geschmückten Straßen, Gassen und Plätze der historischen Altstadt von Schmalkalden. Sie feiern ausgelassen eines der schönsten und authentischsten Volksfeste in Thüringen – dazu hat sich das „Hirschessen mit Bartholomäusmarkt“ in den letzten 26 Jahren entwickelt.
Weit über 500 Mitwirkende bestreiten auf den Bühnen Altmarkt, Salzbrücke/Weinmarkt, Lutherplatz und an der „Villa K“ ein ausgesprochen buntes und vielseitiges Programm welches nahezu jedes Genre bedient.

Bei diesem Sommerprogramm ist sicher für jeden Geschmack etwas dabei. Alle weiteren Informationen zu den Veranstaltungen, sowie Tickets erhalten Sie in den Tourist-Informationen der Städte.

www.thueringer-staedte.de

Dienstag, 6. Juni 17
Anne Lepper gewinnt Mülheimer Dramatikerpreis 2017
Der mit 15.000 Euro dotierte Mülheimer Dramatikerpreis geht in diesem Jahr an Anne Lepper für ihr Stück Mädchen in Not in der Inszenierung des Nationaltheater Mannheim (Regie: Dominic Friedel).
Während die Jury die nominierten Stücke zunächst äußerst kontrovers besprach, verdichtete sich die Diskussion um die Texte von Elfriede Jelinek und Anne Lepper, bis am Ende der zweistündigen Debatte vier Jurymitglieder für „Mädchen in Not“ stimmten.
Anne Lepper, zum zweiten Mal nach Mülheim eingeladen, zeichnet in ihrem Stück eine skurrile wie patriarchale Welt zwischen Comic und Märchen, in der eine junge Frau versucht, sich von der gesellschaftlichen Norm zu emanzipieren.
Die Jury beschrieb „Mädchen in Not“ als gleichermaßen komische wie abgründige Dystopie und würdigte die Vielschichtigkeit und Formstärke des Textes, der der reduzierten Struktur eines Märchens folge und dabei große Assoziationsräume und unzählige Möglichkeiten der Umsetzung eröffne. Überraschend und geheimnisvoll, beeindrucke das Stück durch zahlreiche intertextuelle Verweise - etwa auf Ibsens Nora oder Kafkas Schloss - wie auch durch die Komplexität der Figuren: Als Heldin eingeführt, reproduziert Protagonistin Baby doch selbst die gesellschaftlichen Muster, gegen die sie aufbegehren will, und wird schließlich zur monströsen Mörderin. 
Der Jury gehörten in diesem Jahr Claudia Bauer, Cornelia Fiedler, Marion Hirte, Wolfgang Kralicek und Kathrin Röggla an.
Den Publikumspreis erhält Konstantin Küspert für sein Stück europa verteidigen, das in der Inszenierung des ETA Hoffmann Theater Bamberg zu Gast in Mülheim war.

Die Preisverleihung für sie sowie für Tina Müller, Gewinnerin des Mülheimer KinderStückePreises 2017, findet im Rahmen einer Matinee voraussichtlich am Sonntag, dem 18. Juni, in der Stadthalle Mülheim statt. Mit der Jurydebatte ist das diesjährige Festival zu Ende gegangen. Insgesamt wurden die Stücke 2017 von rund 2.500 Zuschauern besucht.

Die Stücke 2018 finden vom 12. Mai bis zum 2. Juni statt.

www.stuecke.de

Dienstag, 6. Juni 17
Besucherrekord beim ELBJAZZ 2017
19.500 Besucher strömten zur 7. Ausgabe des Festivals in den Hamburger Hafen
Zweitagestickets für das ELBJAZZ 2018 sind ab sofort zum Early Bird-Preis unter www.elbjazz.de erhältlich


Nach einjähriger Unterbrechung hieß es am vergangenen Wochenende endlich wieder „Jazz ahoi“ im Hamburger Hafen – und die ELBJAZZ-Fans ließen sich nicht lange bitten und kamen bei strahlendem Sonnenschein am Freitag und angenehmen Temperaturen am Samstag in Scharen: Mit insgesamt 19.500 verkaufen Tickets – 13.500 Besuchern am Freitag und 15.500 Besuchern am Samstag – konnte das diesjährige ELBJAZZ einen neuen Rekord vermelden. Die Nachfrage war so groß, dass Zweitagestickets und die Karten für den Festivalsamstag bereits im Vorwege ausverkauft waren – erstmalig in der siebenjährigen ELBJAZZ-Geschichte. Rund 50 Konzerte standen an den beiden Festivaltagen am Nord- und Südufer der Elbe auf dem Programm – und das Publikum wurde ganz schön auf Trab gehalten, um all die musikalischen Attraktionen auf den vier Bühnen auf dem Werftgelände von Blohm+Voss, in St. Katharinen, dem Thalia-Zelt, auf der HfMT Young Talents-Bühne und in der Elbphilharmonie erleben zu können. Letztere feierte dabei ihre Premiere als ELBJAZZ-Spielort.

Gregory Porter, stimmgewaltiger Sänger aus Kalifornien, beendete das ELBJAZZ auf der Hauptbühne und wurde vom Publikum für seinen spirituellen Auftritt frenetisch gefeiert. Diesmal war er nicht nur mit seiner Band, sondern mit den Streichern des Kaiser Quartetts in den Hamburger Hafen gekommen, die seinen Songs eine neue Klangfarbe gaben. In der Publikumsgunst weit oben rangierte auch US-Saxofonist Joshua Redman, der an beiden Tagen spielte. Er glänzte mit rasanten Improvisationen, erntete Lacher für seine pointierten Bemerkungen über Präsident Trump. Er würde angesichts der politischen Situation nach Hamburg auswandern, sagte er in der Elbphilharmonie und bekam auch für diese spitze Bemerkung viel Beifall. Auch die koreanische Sängerin Youn Sun Nah und ihre Band, zum ersten Mal zum ELBJAZZ eingeladen, und der norwegische Saxofonist Jan Garbarek verzückten die Zuhörer in der Elbphilharmonie.

Beady Belle, eine der besten Sängerinnen Norwegens, und die dänische Pianistin Agnes Obel mit ihrem Frauen-Ensemble debütierten beim ELBJAZZ. Obel lieferte mit den fragilen Kompositionen und ihrer kräftigen Stimme einen magischen Auftritt ab.

Immer wieder musste das Personal in der Maschinenbauhalle den Einlass unterbrechen, weil Künstler wie die junge Hamburger Saxofonistin Anna-Lena Schnabel, die Trompeter Erik Truffaz und Nils Wülker sowie der international renommierte Schlagzeuger Benny Greb mit seiner Band Moving Parts Massen an Fans in die Halle lockten. Dort wurde auch der Hamburger Jazzpreis an den 83 Jahre alten Vibrafonisten Wolfgang Schlüter vergeben, der sich mit einem Preisträger-Konzert bedankte.

Wie unterhaltsam avantgardistische Kompositionen sein können, bewies das aus der Schweiz stammende Ensemble Hildegard Lernt Fliegen um den Sänger Andreas Schaerer, der mit seiner Vokalakrobatik auch schon die NDR Bigband unterstützt hat. Das Ensemble, von Geir Lysne dirigiert und verstärkt mit den Gästen Nguyên Lê, Gary Husband sowie Schaerer,  interpretierte Pink Floyds „The Dark Side Of The Moon“. Überhaupt war musikalische Vielfalt ein wichtiges Element bei der Programmzusammenstellung. Niemand verkörperte das mehr als die amerikanische Sängerin und Aktivistin Akua Naru. Sie verbindet Hip-Hop, Gospel, Soul, Funk und Jazz zu einer einzigartigen Melange und bescherte dem ELBJAZZ damit einen weiteren Höhepunkt.

ELBJAZZ-Festivalleiter Alexander Schulz zieht eine entsprechend positive Bilanz: "Das Wetter hat es in diesem Jahr gut mit uns gemeint, Publikum und Künstler waren bestens aufgelegt, sorgten für eine großartige Festival-Stimmung in allen ELBJAZZ-Spielorten und feierten dort die jungen Talente ebenso wie die großen Namen. Dazu kommen die deutliche Steigerung der Gesamtbesucherzahl und die vorzeitige Ausverkauft-Meldung von Zweitages- und Samstag-Tickets. Vor diesem Hintergrund sind wir zuversichtlich, auch das ökonomische Ziel, das wir uns gesetzt haben, zu erreichen. Definitiv sicher ist, dass die einjährige Pause der Attraktivität des Festivals nicht geschadet hat. Gemeinsam mit dem Bundesverband Musikindustrie haben wir eindrucksvoll bewiesen, dass die dreitägige Gesamtkomposition aus EchoJazz am Donnerstag und ELBJAZZ am Freitag und Samstag zu den populärsten Jazz-Ereignissen gehört - mit einer Strahlkraft, die weit über die Landesgrenzen hinausgeht. Wir freuen uns auf die Fortsetzung im kommenden Jahr.“

Die Vorbereitungen dafür sind in vollem Gange, der Termin für 2018 steht bereits fest: Das ELBJAZZ findet auch im kommenden Jahr am ersten Juni-Wochenende, am Freitag, den 1. Juni, und am Samstag, den 2. Juni, statt. Wer sich schnell entscheidet, kommt in den Genuss der preisvergünstigten Early Bird-Karten für 85 Euro inkl. aller Gebühren für das gesamte Festival-Wochenende inkl. eines Konzertes in der Elbphilharmonie – erhältlich ab sofort unter www.elbjazz.de.

Dienstag, 6. Juni 17
106. Deutscher Bibliothekartag in Frankfurt am Main beendet
Bibliothekarinnen und Bibliothekare sowie weitere Experten der Informationsbranche verabschiedeten sich in der vergangenen Woche aus Frankfurt am Main. Mehr als 3.800 Teilnehmende haben sich vier Tage im Rahmen des 106. Deutschen Bibliothekartags über aktuelle Herausforderungen und richtungsweisende Trends im Bibliothekswesen ausgetauscht. Mit dem Frankfurter Appell für ein zeitgemäßes Urheberrecht und dem Thema Arbeit 4.0 haben sich die Veranstalter für bessere Rahmenbedingungen an die Politik gewendet.

"In den vergangenen Tagen haben Bibliothekarinnen und Bibliothekare den Deutschen Bibliothekartag genutzt, um sich vor der anstehenden Verabschiedung des neuen Urheberrechts-Wissenschaftsgesellschafts-Gesetzes noch einmal umfassend über das neue Recht zu informieren. Sie sind überzeugt, dass nur ein Urheberrecht ohne Sonderregelungen wie Vertragsvorrang oder Einzelerfassung den Anforderungen der Praxis genügt." sagte Konstanze Söllner, Vorsitzende des Vereins Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VDB), zum Abschluss des 106. Bibliothekartags in Frankfurt am Main.

In diesem Zusammenhang verdeutlichte Vesna Steyer, Vorsitzende des Berufsverbands Information Bibliothek e.V. (BIB), dass ein neu geregeltes Urheberrecht auch für das Thema Arbeit 4.0 wichtig ist: "Hinsichtlich der Anforderungen der modernen Arbeitswelt ist auch ein neugeregeltes Urheberrecht von besonderer Bedeutung. Bibliotheksmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sehen sich aufgrund technischer und gesellschaftlicher Veränderungen vielen Herausforderungen gegenüber. Die Reform des Urheberrechts würde deren Arbeit erleichtern und den Ansprüchen von Arbeit 4.0 gerecht werden."

Mit der offiziellen Abschlussveranstaltung, in deren Rahmen der Publizistenpreis der deutschen Bibliotheken an die Journalistin Hatice Akyün verliehen wurde, endete heute der 106. Deutsche Bibliothekartag. In den vergangenen vier Tagen war Frankfurt am Main das Zentrum der europäischen Bibliothekswelt. In knapp 400 Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden gaben Bibliothekarinnen und Bibliothekare sowie weitere Experten Einblick in ihre Arbeitswelt und informierten über innovative Entwicklungen der Informationsbranche. Auch in diesem Jahr wurde der Bibliothekartag von einer Firmenausstellung begleitet, in der mehr als 150 Unternehmen aus 9 Ländern die neuesten Produkte und Dienstleistungen für Bibliotheken präsentierten.

Der 107. Deutsche Bibliothekartag wird vom 12. - 15. Juni 2018 im Estrel Congress Center Berlin zu Gast sein.

Dienstag, 6. Juni 17
"Das Literarische Quartett" im ZDF mit Ulrich Matthes als Gast
Volker Weidermann lädt am Freitag, 16. Juni 2017, 22.55 Uhr, im ZDF, gemeinsam mit Christine Westermann und Thea Dorn, erneut zum Gespräch über Bücher. Gast ist dieses Mal der Schauspieler Ulrich Matthes. Im Foyer des Berliner Ensembles diskutieren die vier über Werke von Maeve Brennan, Oskar Maria Graf, Lawrence Osborne und Julia Wolf.

Sie soll Truman Capote zu seiner Protagonistin in "Frühstück bei Tiffany" inspiriert haben: die irisch-amerikanische Schriftstellerin Maeve Brennan. Für ihre raffiniert komponierten Kolumnen im "New Yorker" war die Autorin bis in die 70er Jahre berühmt-berüchtigt. Dann zog sie sich zurück, litt zunehmend unter schizophrenen Schüben und starb 1993 arm, einsam und vergessen in New York. Mit der zweibändigen Ausgabe ihrer "Sämtlichen Erzählungen" wird sie jetzt wiederentdeckt.

Im Juni 2017 jährt sich der Todestag von Oskar Maria Graf zum 50. Mal. Anlass genug, den "Volksschriftsteller", Anarchisten und Emigrantendichter mit einer Sammlung kurzer Texte wieder in Erinnerung zu rufen. In Grafs "Minutengeschichten" steckt trotz Kürze alles, was den bayrischen Erzähler auszeichnet: sein beißender Humor, sein melancholischer Blick auf Sonderlinge, sein Talent für sozialkritische Beobachtungen und politische Satiren. 1933 ging Graf ins Exil, ein "verjagter Dichter, einer der besten", wie Bertolt Brecht schrieb.

"Den besten Autor, von dem Sie noch nichts gehört haben", nennt "The Guardian" Lawrence Osborne. In seinem ersten auf Deutsch erschienenen Roman, "Denen man vergibt", erzählt der britische Reisereporter und Schriftsteller vom Zusammenstoß zweier Kulturen, die sich gegenseitig verachten. Mitten in der Wüste von Marokko findet eine ausschweifende Party statt. Auf dem Weg dorthin überfährt ein englisches Ehepaar einen Fossilienverkäufer, und nichts ist mehr so wie es war. Mit gnadenloser Präzision zeigt Osborne die Arroganz, mit der die Touristen den Einheimischen begegnen, und die Abgründe, die beide Welten trennen.

Ein Mann liegt auf dem Boden seines Badezimmers – bewegungsunfähig. Zunehmend verliert er die Kontrolle. Gedankenfetzen, Bilder aus der Vergangenheit stürzen auf ihn ein. Im Stakkato-Ton nimmt die deutsche Autorin Julia Wolf die Leser mit auf die Reise in die Innenwelt eines Mannes, der in seinen 70ern in eine Lebenskrise gerät. Mit einem Auszug aus "Walter Nowak bleibt liegen" gewann die Autorin beim Dichterlesen in Klagenfurt den Publikumspreis.

"Das Literarische Quartett" wird im Foyer des Berliner Ensembles mit Publikum aufgezeichnet. Die nächste Sendung findet am 11. August 2017 statt.

Bücherliste:
Maeve Brennan: Sämtliche Erzählungen (Steidl)
Oskar Maria Graf: Minutengeschichten (Ullstein)
Lawrence Osborne: Denen man vergibt (Wagenbach)
Julia Wolf: Herr Nowak bleibt liegen (Frankfurter Verlagsanstalt)

https://dasliterarischequartett.zdf.de  

Freitag, 2. Juni 17
ECHO JAZZ 2017: Ein Fest für das Genre schlechthin!

- Neues Gastgeber-Duo: Götz Alsmann und Nils Landgren
- Großartige Live-Auftritte von Agnes Obel, Anna-Lena Schnabel, Klaus Doldinger's Passport feat. Max Mutzke, Joachim Kühn & Émile Parisien, Arne Jansen, Frederik Köster, Eva Kruse & Diego Piñera, Nils Landgren Funk Unit und Lucia Cadotsch
- Einmalige Atmosphäre auf dem Werftgelände von Blohm+Voss
- Ausstrahlung der Show am 3.Juni ab 00:25 Uhr im NDR Fernsehen

Frank Zappa muss sich schon damals wohl geirrt haben: Der Jazz, er riecht immer noch kein bisschen komisch. Am Donnerstag auf dem stimmungsvoll erleuchteten Werftgelände von Blohm+Voss konnte sich das Publikum hiervon einen ganzen Abend lang überzeugen. Moderiert vom ebenso charmanten wie humorvollen Gastgeber-Doppel Götz Alsmann und Nils Landgren, wurde die achte Verleihung des ECHO JAZZ zu einem Fest für das Genre schlechthin. Der ECHO JAZZ wird von der Deutschen Phono-Akademie, dem Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), verliehen.

Vor gut 600 Gästen, unter ihnen Prominenz aus Musik, Politik und Medien, präsentierte sich der Jazz in all seinen Spielarten und fanden seine Protagonisten auf der Bühne zu begeisternden Auftritten: Altmeister Klaus Doldinger, der an diesem Abend auch für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde, mit seiner Band Passport und mit Max Mutzke als Gast am Gesangsmikrofon, ebenso wie das nur für diesen einen Abend zusammengestellte Quartett aus Arne Jansen, Frederik Köster, Eva Kruse und Diego Piñera. Auch die gerade überall gefeierte Newcomerin Anna-Lena Schnabel, Sängerin Agnes Obel und Joachim Kühn & Émile Parisien begeisterten auf der Bühne; Gastgeber Nils Landgren mit seiner Funk Unit stand dem erwartungsgemäß in nichts nach.

Emotionaler Höhepunkt des Abends war die Verleihung des ECHO JAZZ fürs Lebenswerk an Klaus Doldinger, zumal diesem mit Max Mutzke sein zeitweiliger und auch heutiger Bühnenpartner eine bemerkenswerte Laudatio hielt und die Trophäe überreichte. Doldinger sagte, ein Preis fürs Lebenswerk sei „ja durchaus etwas, was einen auch ein bisschen beunruhigt.“ Dann ließ er sein langes Musikerleben Revue passieren und wünschte „den jungen Musikern von heute, dass ihnen Ähnliches wie mir vergönnt ist.“

Erneut glänzte der ECHO JAZZ auch dieses Jahr mit sehr kurzweiligen, wohlpointierten Ansprachen und Lobesreden auf die Preisträger. Hierfür war ein gut ausgewähltes Team wortgewaltiger Redner und Laudatoren verantwortlich. Hamburgs neuer Senator für Kultur und Medien, Dr. Carsten Brosda, der in der Hansestadt seit Jahren als Förderer der städtischen Kulturszene und im Besonderen der Sparte Musik bekannt ist, wirkte nicht nur später als Laudator, sondern hielt auch zu Beginn eine Begrüßungsrede, ebenso wie Prof. Dieter Gorny, der Vorstandsvorsitzende des BVMI, der auf die Situation des Jazz in Deutschland einging. Die Laudatoren Collien Ulmen-Fernandes, Max von Thun, Nils Wülker, Peter Lohmeyer und Götz Bühler hielten die Messlatte über eineinhalb unterhaltsame Stunden lang hoch.

Die wirklich einmalige Location auf der Werft von Blohm+Voss trug selbstredend erneut zum Gelingen und zur Einzigartigkeit des ECHO JAZZ entscheidend bei.
Der ECHO JAZZ wird gefördert durch die Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien. Offizieller Partner des ECHO JAZZ ist Amazon Music Unlimited, Offizieller Förderer ist ŠKODA. Medienpartner des ECHO JAZZ ist seit 2013 der NDR.


Die Preisträger des ECHO JAZZ 2017 im Überblick:

Kenny Barron
Lucia Cadotsch
Lars Danielsson
Klaus Doldinger
Daniel Erdmann
E.S.T. Symphony
Charlie Hunter
Arne Jansen
Norah Jones
Frederik Köster
Eva Kruse
Joachim Kühn New Trio
Branford Marsalis Quartet
Marius Neset & London Sinfonietta
Émile Parisien
Vincent Peirani
Diego Piñera
Gregory Porter
Arne Reimer für American Jazz Heroes
Antonio Sanchez
Anna-Lena Schnabel     
Michael Wollny
Cuong Vu

www.echojazz.de

Zitate aus der Show:

Dr. Carsten Brosda, Senator der Behörde für Kultur und Medien:
„Mit der Elbphilharmonie als Haus der Musik mitten in der Stadt und mitten im Hafen zeigt Hamburg, wie bedeutend Kultur in diesen Zeiten ist und erinnert uns alle daran, dass wir hart dafür arbeiten müssen, dass das auch in Zukunft so bleibt. Wir dürfen nicht nachlassen, uns darum zu kümmern, dass Künstlerinnen und Künstler und diejenigen, die ihnen dabei helfen, Werke zu erstellen und zu verbreiten, gute Rahmenbedingungen vorfinden.“

Prof. Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des BVMI: „Wir brauchen ein neues Bekenntnis zu Kunst und Kultur, der Musik und dem Jazz, ihrer Bedeutung, Einzigartigkeit und Notwendigkeit. Die explosive Dynamik neuer Strukturen und Kommunikationsmuster verändert die Öffentlichkeit und positioniert Kunst, Kultur und ihre Bedeutung neu.Das ist eine Chance, die wir nutzen sollten. Das heißt: Wir sollten mehr und nicht weniger Kunst und Kultur wagen und das in aller Breite und Vielfalt.“

Götz Alsmann: „Jazz ist toll, Jazz lebt und Jazz wird immer wieder neu geboren!“

Nils Landgren: „Wer sich für Jazz als Beruf entscheidet, steht vor einem Leben der Ungewissheit, künstlerisch und finanziell. Das ist O.K., denn Jazz ist immer Improvisation, nie Routine. Er ist Feuer und Flamme, Asche und Glut.“

Freitag, 2. Juni 17
Gärtnerplatztheater München: MUT-Wettbewerb 8.+10.6. in der Reithalle
Das Münchner Gärtnerplatztheater lädt zum Semi-Finale und Finalkonzert des diesjährigen MUT Wettbewerbs für musikalisches Unterhaltungstheater am 8. und 10. Juni in der Reithalle ein. Aus mehr als 100 Anmeldungen konnten sich 13 junge Künstlerinnen und Künstler für das Semi-Finale qualifizieren und die international besetzte Fachjury begeistern. Die MUT-Halbfinalisten 2017 sind: Alexandra-Yoana Alexandrova, Jasmin Eberl, Linda Hartmann, Lisa Marie Hörl, Valentina Inzko Fink, Juliette Khalil, Nils Klitsch, Maximilian Mayer, Benjamin Oeser, Florine Schnitzel, Lisa Katharina Toh, Katharina Wollmann, Lukas Witzel. Sie treten im Semi-Finale öffentlich gegeneinander an, um einen der sechs begehrten Plätze für den Einzug ins Finale zu erhalten. Nach Vorentscheidungen in Wien, Berlin und München findet das Semi-Finale in München live vor Publikum statt. Den Abschluss des Wettbewerbs bildet das große Finalkonzert mit Show-Band. Beide Abende moderiert Christoph Wagner-Trenkwitz.

2015 präsentierte das Gärtnerplatztheater erstmalig den MUT-Wettbewerb für musikalisches Unterhaltungstheater (Operette, Musical, Chanson) mit dem Ziel, herausragende künstlerische Persönlichkeiten des musikalischen Unterhaltungstheaters zu entdecken und zu fördern.

2017 sind nun zum zweiten Mal Künstlerinnen und Künstler von 18 bis 27 Jahren aufgerufen, ihr Talent in Gesang und Darstellung vor einer internationalen Fachjury und vor Publikum zu präsentieren und gemeinsam um einen 1. Preis (3.000 €), einen 2. Preis (2.000 €) und einen 3. Preis (1.000 €) sowie um einen Medien- und einen Publikumspreis (je 1.000 €) zu wetteifern, die am Ende des Finalkonzertes vergeben werden.

Die Fachjury setzt sich aus herausragenden Persönlichkeiten der heimischen und internationalen Musiktheaterszene zusammen: Philip Bröking (Komische Oper Berlin), Adam Cooper (West-End-Choreograf und Regisseur), Jeff Frohner (Dirigent, Musikalischer Leiter des Wettbewerbs), Dagmar Hellberg (Sängerin und Schauspielerin), Thomas Hermanns (Entertainer, Autor und Produzent), Alice und Ellen Kessler (Showlegenden), Sona MacDonald (Schauspielerin, Sängerin), Michael Alexander Rinz (Gärtnerplatztheater), Werner Signer (Theater St. Gallen), Markus Spiegel (Musikproduzent und Medienberater) und Christian Struppeck (Vereinigte Bühnen Wien). Den Jury-Vorsitz hat Staatsintendant Josef E. Köpplinger.

Semi-Finale: Do 8. Juni 2017 um 19.30 Uhr in der Reithalle, Preis 6 €
Finalkonzert: Sa 10. Juni 2017 um 19.30 Uhr in der Reithalle, Preis 12 €
Kombiticket für beide Abende 15 €

www.gaertnerplatztheater.de 

Freitag, 2. Juni 17
Staatstheater Darmstadt: Premiere von PENSION SCHÖLLER
(lifePR) Am Freitag, 9. Juni feiert das Lustspiel PENSION SCHÖLLER von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs im Kleinen Haus Premiere. Judith Kuhnert inszeniert die Komödie in Zusammenarbeit mit der Hessischen Spielgemeinschaft 1925 e.V.

Alfred Klapproth hat eine Geschäftsidee, aber kein Geld. Sein Onkel Philipp hat Geld, aber Langeweile. Er wünscht sich sehnlich, mal eine richtige Irrenanstalt von innen zu sehen. Alfred wittert seine Chance und offeriert dem Onkel die Familienpension Schöller als psychiatrische Anstalt. Der amüsiert sich köstlich auf Kosten der vermeintlich Verrückten – bis die alle auf seinem Familiengut erscheinen und ihn in höchste Not bringen.

Seit der Uraufführung 1890 ist „Pension Schöller“ eines der erfolgreichsten deutschen Lustspiele. Herrlich skurrile Figuren und irrwitzige Situationen garantieren einen höchst vergnüglichen Abend. In der Regie von Judith Kuhnert spielt die Hessische Spielgemeinschaft 1925 e.V. den unsterblichen Schwank.

Mit Heinz Neumann, Sabine Glock-Sy, Elisa Glock, Isabell Jost, Ralf Jost, Dawid Kosc, Ralf Hellriegel, Petra Schlesinger, Helmut Schleeger, Thomas Schüler, Marga Hargefeld, Sandra Russo, Thomas Hechler, Daniel Seip, Joachim Enders

Regie Judith Kuhnert
Bühne Gesine Kuhn
Kostüme Veronika Sophia Bischoff
Dramaturgie Dagmar Borrmann

Premiere am 09. Juni | Kleines Haus
Vorstellungen am 14. und 30. Juni

www.staatstheater-darmstadt.de

Freitag, 2. Juni 17
ELBJAZZ 2017: Tagestickets für Freitag, 2. Juni, noch erhältlich
Das ELBJAZZ 2017 startet im Hamburger Hafen: Tagestickets für Freitag, 2. Juni, noch erhältlich
Heute startet das zweitägige ELBJAZZ im Hamburger Hafen. Kurzentschlossene, die das Festival erleben möchten und noch kein Ticket besitzen, können das ELBJAZZ in diesem Jahr noch am Freitag besuchen. Tagestickets für den 2. Juni 2017 sind noch verfügbar. Diese können noch an den bekannten Vorverkaufsstellen oder vor Ort an der Abendkasse erworben werden (Preis im Vorverkauf 55,00 Euro, an der Abendkasse 60 Euro).

Sowohl die Zweitagestickets (2. + 3. Juni 2017) als auch die Tagestickets für Samstag (3. Juni 2017) sind vergriffen und nicht mehr im Vorverkauf oder an der Abendkasse verfügbar. Für das Festival wurden bisher 18.500 Tickets verkauft. Für morgen, Freitag, werden bislang 12.500 Besucher und übermorgen, Samstag, 15.000 Besucher erwartet.

Die Anfahrt zum Festival mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird empfohlen. Im Ticket ist die Nutzung des HVV-Gesamtbereichs am Veranstaltungstag für die Hin- und Rückfahrt zum Veranstaltungsort enthalten. Der schnellste Weg zum Werftgelände von Blohm+Voss ist bis S-/U-Bahn Landungsbrücken und anschließend zu Fuß durch den Alten Elbtunnel. Von dort erreicht man das Festivalgelände in wenigen Minuten. Die Anfahrt in die HafenCity erfolgt bis U-Bahn U3 Baumwall, U4 Überseequartier sowie Bus 111 (Am Kaiserkai). Für Festivalgäste gibt es zwischen den beiden Festivalzentren HafenCity und Blohm+Voss einen kostenlosen Shuttle-Service per Barkasse und Bus.

www.elbjazz.de

Freitag, 2. Juni 17
STING mit aktuellem Album 57TH & 9TH auf Tour ~ Am 22. September 2017 live in der SAP Arena Mannheim
Mit seinem aktuellen Album 57TH & 9TH im Gepäck präsentiert sich Sting auf einem besonderen, variationsreichen Live-Zyklus, der Clubshows ebenso wie Konzerte in Theatern, Arenen und Festivalauftritte in aller Welt beinhaltet. Nach der Ankündigung seiner Show in der Wiener Stadthalle am 14. September bestätigte Sting jetzt zwei weitere Arena-Konzerte. Neben München kommt er am 22. September 2017 auch in die SAP Arena Mannheim.

Allgemeiner Vorverkaufsstart am Di, 06.06.17, 10:00 Uhr
STING –  57TH & 9TH TOUR
Special Guest: Joe Sumner
Fr, 22.09.2017, 20 Uhr, SAP Arena Mannheim
Preise: ab 70,- Euro, zzgl. Gebühren der Vorverkaufsstelle

www.bb-promotion.com / www.sting.com 

Freitag, 2. Juni 17
Staatstheater Wiesbaden: Besetzungsänderung in der Spielzeit 2017.2018 »Götterdämmerung« und »Der Fliegende Holländer«

»Götterdämmerung« in der Spielzeit 2017.2018
In den Vorstellungen der »Götterdämmerung« in der Spielzeit 2017.2018 ist in der Partie des Siegfried am 14. Januar 2018 Andreas Schager zu erleben, alle anderen Vorstellungen übernimmt Lance Ryan.
Catherine Foster singt in allen Vorstellungen Brünnhilde.
Die Partie des Gunther übernimmt am 24. September und am 21. Oktober sowie während der Internationalen Maifestspiele 2018 Johannes Martin Kränzle. Matias Tosi singt Gunther in den Vorstellungen am 14. Januar und 24. März 2018.

»Der Fliegende Holländer« in der Spielzeit 2017.2018
In den Vorstellungen »Der Fliegende Holländer« in der Spielzeit 2017.2018 singt Vida Miknevičiūtė die Partie der Senta. Während der Internationalen Maifestspiele 2018 übernimmt Erika Sunnegårdh diese Partie.

Karten sind an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder auf www.staatstheater-wiesbaden.de erhältlich.

Donnerstag, 1. Juni 17
Wieder ein Königsmord im Palmengarten: Die Kammeroper Frankfurt inszeniert „Ein Maskenball“ von Giuseppe Verdi
Alljährlich im Sommer bespielt die Kammeroper Frankfurt den Musikpavillon im Palmengarten und schließt eine Lücke im Kulturangebot der Mainmetropole. In diesem Jahr steht das Hauptwerk aus der mittleren Schaffensperiode von Giuseppe Verdi auf dem Programm, EIN MASKENBALL.

Zur Entstehungszeit der Oper stand das Barometer auf Sturm: 1858 misslingt das Attentat des Grafen Felice Orsini auf Napoleon III., doch das Ende der Bourbonen-Herrschaft in Neapel ist eingeleitet. Giuseppe Verdi, glühender Anti-Royalist, greift das Sujet auf: Sein Librettist Antonio Somma bearbeitet eine Vorlage von Eugène Scribe von 1833 für Daniel-Francois Esprit Auber, merzt einige überflüssige Szenen aus und schreibt mit UN BALLO IN MASCHERA eine der wirkungsvollsten Verdi-Opern überhaupt.
In diesem Dramma lirico krachen blutige Tragödie und burleske Operette unvermittelt aufeinander und ergeben ein „Scherzo mit tödlichem Ausgang“ – ein Bonmot von Richard Strauss, das auch auf den MASKENBALL paßt. Die Oper ist ein Vexierspiel aus Politik und privaten Amouren. Der Einbruch des Übersinnlichen in Gestalt der Seherin Ulrica und die sexuelle Ambivalenz des Pagen Oscar, einer Hosenrolle und singulär in Verdis Schaffen, schärfen den inneren Konflikt.

Das historische Vorbild ereignete sich 1792 während eines Maskenballes in der Stockholmer Oper, und Verdi und Somma zeigen nun diese an sich schon verwirrende Konstellation auf der Opernbühne als Maskenspiel über das Maskenspiel – und Rainer Pudenz führt dieses Meisterwerk der Italienischen Oper in deutscher Sprache (Neue Übersetzung von Thomas Peter) auf, um dem Publikum im Gewirr der zahllosen Zwischenböden die Orientierung zu ermöglichen. Unberührt bleibt Verdis unsterbliche Musik, darunter die wohl schönste Chor-Prehgiera der Operngeschichte: Das Attentat ist geglückt, der König tödlich getroffen - doch nun erweist sich die Tragödie als Farce, als gräßliches Missverständnis unter Freunden. Das dreizehnte Addio war tödlich!

Termine:
Premiere: Samstag, 15. Juli 2017
weitere Aufführungen: Fr. 21., Sa. 22., So. 23., Mi. 26., Fr. 28., Sa. 29., So. 30. Juli
und Mi. 2., Fr. 4., Sa. 5., Mi. 9., Fr. 11., Sa. 12. August 2017 jeweils 19.30 Uhr
Bei Regen findet die Aufführung konzertant statt.

Leitung:
Erdl (Musikalische Leitung). Pudenz (Regie), Vilagrasa (Bühne/Licht), Keller (Bühne/Licht), N.N. (Kostüme), Bresgen (Dramaturgie), Beiner (Regieassistenz)

Mitwirkende:
Nymoen, Kalinina, Diny, Seyhan, Cuento, Sindermann, Peter, Führ, Kaiser, Vargas, Eckhardt u. a. Solisten, Chor und Orchester der Kammeroper Frankfurt

Aufführungsort:
Musikpavillon im Palmengarten
Eingang: Bockenheimer Landstraße/Palmengartenstraße 11 und Siesmayerstraße 63

Vorverkauf: www.frankfurtticket.de, Tel. 069 13 40 400

www.kammeroper-frankfurt.de

Donnerstag, 1. Juni 17
Berliner Opernpreis 2018 mit internationaler Beteiligung
Im zwanzigsten Jahr des Berliner Opernpreises beteiligen sich 36 Musiktheaterteams aus neun Ländern an der Ausschreibung der Neuköllner Oper und der GASAG. Ziel der Ausschreibung ist es, in neuer Weise Anreize und Produktionsmöglichkeiten für ein lebendiges Musiktheater zu schaffen.

Der Berliner Opernpreis 2018 steht unter dem Motto „TAKE IT OR LEAVE IT“. Auf die Teilnehmer und Teilnehmerinnen wartet eine bunte Reise durch das 400-jährige Erbe der europäischen Musikgeschichte. Die Frage: „…wer tritt welches Erbe überhaupt an, sucht sich was heraus, will was und was lieber nicht haben…?“, steht dabei im Mittelpunkt des Wettbewerbes.

Aus den Einsendungen wird eine Jury sechs Konzepte auswählen, die zunächst von den Autoren und Autorinnen in einem Workshop erläutert werden. Am Ende dieses Workshops werden zwei Arbeiten bestimmt, die mit einem Produktionsstipendium an der Neuköllner Oper bis zur Bühnenreife begleitet werden.

Der Berliner Opernpreis 2018 in Kürze:
Aufgabe: Umsetzung eines halbstündigen Werks zum Thema „TAKE IT OR LEAVE IT“
Preise: Produktionsstipendium und zusätzlich Preisgelder für den 1. und 2. Preis
Workshop-Wochenende: 20.-22. Oktober 2017, Neuköllner Oper
Preisverleihung: 23. Mai 2018, St. Elisabeth/Villa Elisabeth Museum Berlin
Öffentliche Aufführungen: 25.-27. Mai 2018, 20 Uhr


Mitglieder der Jury:
Thomas Desi – Festivalleiter „Musiktheatertage Wien“ | Arash Safaian – Komponist, München | Mária Szilágy – Festivalleiterin, Budapest | Wiebke Roloff – Opernwelt | Andreas Altenhof – Direktorium Neuköllner Oper, Berlin | Bernhard Glocksin – Künstlerischer Leiter Neuköllner Oper

Weitere Informationen unter: www.neukoellneroper.de

Donnerstag, 1. Juni 17
Bregenzer Festspiele bieten Bühnen-Präsentationen "Carmen" ~ 20 Minuten erklärte Opernkulisse - Eintritt frei
Ab dem 17. Juni 2017 präsentieren die Bregenzer Festspiele an vier Samstagen um jeweils 14.00 Uhr ihre Opernkulisse im Bodensee. In einer rund 20-minütigen Präsentation des Carmen-Bühnenbilds zeigen Künstler und Mitarbeitende dem Publikum auf der Tribüne, welche technischen Raffinessen im Bühnenbild stecken und worum es in Georges Bizets Oper geht. Außerdem sind kurze musikalische Kostproben zu hören.
Der Eintritt ist frei. Die Termine sind Samstag 17. und 24. Juni sowie 1. und 8. Juli, jeweils 14:00 Uhr, Seetribüne Bregenz.
Am Donnerstag, 13.7.17, 14:00 Uhr, gibt’s eine Bühnen-Präsentation speziell für Kinder und Jugendliche.

Bühnen-Präsentation Carmen
Zeit: an den Samstagen 17. und 24. Juni sowie am 1. und 8. Juli 2017
Donnerstag, 13.7.17, Bühnen-Präsentation für Kinder und Jugendliche
Ort: Seetribüne
Beginn: jeweils 14.00 Uhr
Dauer: ca. 20 Minuten
DER EINTRITT IST FREI!

www.bregenzer-festspiele.com

Im Mai wurde in der Hypo BeachBar, in unmittelbarer Nähe zur Seebühne, die Sommersaison eröffnet. Gäste können sich jetzt bei feiner Loungemusik, leckeren Drinks und Strandfeeling erfreuen. Die Hypo BeachBar hat Montag - Freitag  von 16 - 24 Uhr, Samstag 14 - 24 Uhr und an Sonn- & Feiertagen 11- 24 Uhr geöffnet.

Die Sunset Bar auf dem Fischersteg ist der perfekte Ort, um den Tag ausklingen zu lassen. Unter der Bar das Plätschern des Bodensees und darüber der freie Himmel – so lässt es sich aushalten. Die Sunset Bar hat Montag bis Freitag von 16 – 23:45 Uhr und an Wochenenden von 14 – 23:45 Uhr geöffnet.

Donnerstag, 1. Juni 17
Bregenzer Festspiele im Wohnzimmer
Die Onlineplatform fidelio bringt ausgewählte Opern-Aufführungen des Sommerfestivals auf die TV-Geräte Zuhause – jederzeit abrufbar in höchster Ton- und Bildqualität. Aber auch unterwegs auf dem Tablet oder Smartphone bietet das neue Klassikportal bequemen Festspielgenuss rund um die Uhr.

Die Partner ORF und Unitel präsentieren auf der neuen Streaming-Plattform zahlreiche Live-Aufnahmen von Opern, Konzerten und Ballett-Aufführungen aus aller Welt. Darüber hinaus sind Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Produktionen und deren Künstlerinnen und Künstlern verfügbar. fidelio ist derzeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz empfangbar. Wer probehalber reinhören und reinsehen will, dem ermöglicht fidelio ein kostenloses 7-Tage-Abo.

www.myfidelio.at

Donnerstag, 1. Juni 17
6. Kulturtage Rheingauviertel Hollerborn vom 10.-25.6. ~ Kulturkosmos in fünf Vierteln ~ Festival im Stadtteil Rheingauviertel-Hollerborn startet
Zum sechsten Mal heißt es Bürgerkultur im Ortsbeiratsbezirk „Rheingauviertel-Hollerborn“. Denn das Konzept der dortigen Kulturtage besteht darin das vielseitige Profil des bunt gewürfelten Stadtteils ab zu bilden, zu dem die Gründerzeitstraßen des Rheingauviertels,  das nagelneue Künsterlinnen-Viertel, das ehemalige Militärgebiet Europaviertel, der baulich prekäre Hollerborn und das ganze Wellritztal inklusive Lahnstaße und Zietenring gehört. „Das tolle ist, dass wir Jahr für Jahr immer wieder neue Kulturangebote dazu bekommen“, sagt Kathrin Schwedler. Mit ihrem Verein „Brentanos Erben“ ist die vielseitig engagierte Journalistin für die Kooperation der Akteure dieses Festivals und die Pressearbeit zuständig. 2017 sind neunzehn Einzelveranstaltungen zusammen gekommen, die seit vorigen November in Planung sind. Zum Start findet am 10.Juni (18 Uhr) die Spiel-Lesung von „Der kleine Prinz“ beim „Kunstzimmer Nane Rosa“ statt.  „ Brentanos „Rheinmärchen“ habe ich schon mit zwei Schauspielerinnen und vielen Requisiten als Seh-Hörspiel inszeniert“, sagt die Kulturmacherin, die diesmal als Solistin den Literaturklassiker liest und teils spielt. Inzwischen regelrecht „Kult“ ist das „3. RüdesheimerStraßenFest“ (24.6., ab 12 Uhr).

Das Nachbarschaftsnetzwerk aus kulturaktiven Anwohnern, dem Verein AKU und Rückenwind, sowie lokalen den Gewerbetreibenden Germania Apotheke, Weinländer, Amadeus Grazia’s Oase, Cafe Klatsch, Nane Rosa, Dylan&Harper und das Wakker haben wieder ein Programmpaket mit musikalischen Bühnen-Acts, einem Flohmarkt, einem Kinderprogramm, Swing-Tanz plus ein Straßenbistro mit Imbiss- und Getränkeständen auf die Beine gestellt. Wie immer bei den Kulturtagen dabei sind Casa mit einem Spielefest( 12.6.), die Kinder-Jugend-Kunstgalerie (13.6.), der Wiesbadener Turnerbund mit Kinderyoga (13.6.) und Kinderballett(19.6.), die Lyriklesung„Dichter vor Ort“ (17.6.), das Orgelkonzert der Ringkirche (18.6.), das „Türrahmenkonzert“ im „Open Office“ (21.6.), eine Ausstellung mit Lesung der Kunstarche (23.6.) und das „Offener Atelier“ von Alexandra Deutsch (24.+25.6.). Norbert Dörr erläutert am 18.5. die botanischen Details im Wellritztal, und Helmut Arnold lädt am 21.6. ein zu „Streifzüge durch das Rheingauviertel“. Premiere hat am 14.6. die Milonga „Tango für alle“ auf dem Wallufer Platz. Die Leibniz-Schule zeigt am 14.6. um 11 Uhr „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ in einer sehenswerten Inszenierung, zu der man alle drei nachbarlichen Schulen herzlich einlädt (Kontakt Gruppen: brentanos-erben@t-online.de). Neuzugang in Kunst ist Bettina Beumer und einem „Tag der offenen Tür“ bei „MeinMalort“ (17.6.). Hinter der Ur-Aufführung von  „Hier ruhen meine Gebeine..“ (20.6.) verbirgt sich ein heiter-besinnliches Programm von Leila Haas („Tod-Reden“) und Ako Karim (Musik). Zum Schuss des Festivals wird das untere Wellritztal  zur Freiluftgalerie. Der Fotograph Martin Rüger von „Studio1“ stellt großformatige Portraits von Menschen aus dem Quartier zwischen Bäumen, Hecken, Rasen und Bachlauf aus.
 
 www.rheingau4tel-hollerborn.de

Donnerstag, 1. Juni 17
Neu im Handel: FRANKFURT FÜR ECHTE INSIDER ...
Geheimnisvoll, skandalös, überraschend, kurios, außergewöhnlich, verrucht, spektakulär, mysteriös, verblüffend, tödlich & absolut liebenswert! FRANKFURT NEU ENTDECKEN nimmt seine Leser wie eine Tour mit auf spannende Streifzüge durch die eine noch weithin unentdeckte Stadt. Mehrere Monate hat ein Team von Autoren aufregende, gruselige, skurrile und unterhaltsame Geschichten und Anekdoten recherchiert. Dabei wurden die Autoren so manches Mal selbst
überrascht, was in Frankfurt alles noch verborgen ist.


Warum diese neue Sonderpublikation?
Lange Zeit war Frankfurt zu Unrecht unterschätzt. Doch seit einigen Jahren verändert sich das Image: Frankfurt ist in. Nicht nur Touristen haben die Stadt für sich entdeckt, sondern auch die Frankfurter selbst genießen ihre Heimat. Thomas Feda, Geschäftsführer der Tourismus + Congress GmbH Frankfurt am Main und Christian Setzepfandt, Stadtführer bei den Frankfurter Stadtevents erklären in einem Exklusiv-Interview in diesem Heft, wie sich Frankfurt von einer „langweiligen Finanzmetropole“ zur angesagten Stadt mausert. Und warum die Weltmeisterschaft 2006 den Image-Wandel einleitete.

Redaktionelle Highlights
In 11 Rubriken und mit kompetenter Unterstützung vieler Experten ist ein faszinierendes Magazin entstanden. FRANKFURT NEU ENTDECKEN nimmt seine Leser an die Hand, führt sie gezielt an besondere Orte der Stadt und erzählt noch nie gehörte oder vergessene Geschichten. Mit über 500 detailreichen Anekdoten, Facts und Stories und dem kompakt vermittelten Wissen kann sich jeder selbst auf den Weg machen und bei Spaziergängen mit Familie und Freunden als absoluter Insider beweisen. Geschichten um die mysteriösen Prostituierten-Morde im Bahnhofsviertel werden erzählt – und das Geheimnis gelüftet, warum es in der Stadt manchmal nach Schwefel riecht. Was macht ein
Schwertfisch am Flughafen und wieso liegt millionenschwere Kunst in Frankfurt im Verborgenen? Fragen wie diese werden im Magazin beantwortet. „ Dieses Heft ist eine Liebeserklärung an unsere Stadt. Eine Stadt, von der wir dachten, dass wir sie kennen. Doch bei der Arbeit für Frankfurt Neu Entdecken waren auch wir überrascht“, schreiben Nils Bremer und Katharina Bruns, Chefredakteure von FRANKFURT NEU ENTDECKEN, in ihrem Editorial.


Ab heute ist FRANKFURT NEU ENTDECKEN für nur 5,80 € im Zeitschriftenhandel oder versandkostenfrei bestellbar über www.journal-frankfurt.de/shop .

Donnerstag, 1. Juni 17
Ab heute rücken ECHO JAZZ und ELBJAZZ den Jazz in Hamburg für drei Tage gemeinsam in den Fokus
Am heutigen Donnerstagabend werden die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger des ECHO JAZZ im Rahmen einer Gala-Veranstaltung auf dem Werftgelände von Blohm+Voss geehrt. Ab Freitag schließt dort dann das ELBJAZZ mit einem zweitägigen Programm an. Beide Veranstaltungen haben unter anderem das Ziel, dem Jazz und den von ihm ausgehenden musikalischen Impulsen mehr Sichtbarkeit zu verschaffen. Der ECHO JAZZ wird veranstaltet von der Deutschen Phono-Akademie, dem Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), ELBJAZZ von der Elbjazz GmbH. 

Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des BVMI: „Der ECHO JAZZ ist zwar ein eigenständiger Preis, aber er fühlt sich sehr wohl als partnerschaftlicher Nachbar des ELBJAZZ im Hamburger Hafen. Wir freuen uns, dass Künstlerinnen und Künstler, die wir mit dem ECHO JAZZ auszeichnen, im Programm des ELBJAZZ auftreten und vice versa. Diese Kooperation verschafft dem Jazz als Genre eine wunderbare doppelte Bühne und damit erhöhte Strahlkraft, was uns besonders wichtig ist!“   

Alexander Schulz, Festivalleiter des ELBJAZZ: "Mittelfristig würden wir uns freuen, wenn der wichtigste deutsche Jazzpreis und das größte Jazzfestival in Deutschland noch enger zusammenrücken. Die zeitliche und vor allem die räumliche Verbundenheit der beiden Veranstaltungen in den einzigartigen Locations im Hamburger Hafen in diesem Jahr ist ideal. Zukünftig wäre es schön, die bereits etablierten Synergien zum Beispiel in der Programmierung, Kommunikation oder dem Vertrieb noch weiter zu intensivieren, um so auch die Wahrnehmung im Jazz-Jahreskalender weiter zu erhöhen."

www.echojazz.de

Donnerstag, 1. Juni 17
Mainzer Museumsnacht 2017: Programm der Kunsthalle Mainz
(lifePR) Atuelle Ausstellung: Biotopia
Die unberührte Natur ist verschwunden. Der Einfluss des Menschen ist überall. Es herrscht das Zeitalter des «Anthropozän». In der Ausstellung spiegelt eine Generation von Künstlerinnen und Künstlern diesen Wettstreit zwischen Natur und Technologie und forscht in den letzten Refugien des Dschungels und der Tiefsee nach Essenzen für mögliche Gegenentwürfe. Ihre Mittel sind sowohl rückwärts als auch vorwärts gerichtet. Sie konservieren bedrohte Arten, rekonstruieren Pflanzen und Wälder, schaffen digitale Utopien und entwerfen synthetische Organismen. Biotopia zeigt ein Spektrum von künstlerischen Herangehensweisen, bei denen ökologische und technologische Mittel verschmelzen. Auf diese Weise spekulieren die Künstlerinnen und Künstler über Wege aus der evolutionären Sackgasse.

17-19 Uhr:
Kurzführungen mit Kindern
Kunstexperten aus der Feldbergschule im Alter von 8 bis 11 Jahren laden Gleichaltrige und Erwachsene ein, gemeinsam mit ihnen ihr Lieblingswerk der Ausstellung zu erkunden.
Treffpunkt: Foyer der Kunsthalle
Dauer der Kurzführungen 15 Minuten

17-19 Uhr:
Windspiele
Mitmachaktion im Werkraum
Im Werkraum der Kunsthalle Mainz können Erwachsene und Kinder unter Berücksichtigen von  Materialien, Farben und Komposition Objekte zum Mitnehmen konstruieren.

17-19 Uhr:
Kinder stellen aus
Präsentation von Arbeiten aus dem Projekt "Kunst ganz nah"
Auf dem Weg zum Werkraum können sich interessierte Besucher_innen ein Bild von einem Kooperationsprojekt (Feldbergschule, Schulsozialarbeit und Kunsthalle Mainz) machen.

19-22 Uhr:
Sie fragen, wir antworten!
Gespräche über Kunst vor den Exponaten in der Ausstellung

www.kunsthalle-mainz.de  

Donnerstag, 1. Juni 17
"3 Musketiere - Das Musical" auf der Freilichtbühne Altusried
Schon aus der Entfernung sieht man seit einiger Zeit drei große Degenspitzen, die sich über dem Dach der Tribüne der Freilichtbühne Altusried kreuzen, und ein aufregendes Ereignis kündigt sich an: 3 Musketiere — Das Musical erobert das Allgäu! Das ist in doppelter Hinsicht eine Premiere, denn erstmals wird die ebenso bekannte wie beliebte Bühne für ambitioniertes Amateurtheater in Koproduktion mit dem Staatstheater Mainz zur Spielstätte für ein großes Musical mit professionellen Darsteller*innen.


3 Musketiere - Das Musical
Freilichtbühne Altusried
Aramis (Frank W. Ahrmann), Porthos (Alexander Brugnara), D. Artagnan (Tobias Bieri), Athos (Hannes Staffler)

© Andreas Etter

Der berühmte Ausruf der Musketiere EIN FÜR ALLE - ALLE FÜR EINEN! könnte als Überschrift über dem gesamten Projekt stehen, denn nur durch das enorme Engagement eines jeden Mitwirkenden ist ein solch ehrgeiziges Ziel zu erreichen. Professionelle Künstler*innen und die Spieler*innen und Sänger*innen aus dem Allgäu schaffen gemeinsam ein außergewöhnliches Musicalereignis. Das Publikum erwartet die Geschichte der drei Musketiere im Kampf für Liebe, Treue und Gerechtigkeit in einem spektakulären Bühnenbild und begleitet von einem 22-köpfigen professionellen Projektorchester.
Das Musical 3 Musketiere war eine Eigenproduktion der Stage Entertainment Productions und erlebte seine Uraufführung im Jahr 2003 in den Niederlanden. Für die deutsche Fassung wurde das Werk umfassend bearbeitet und neu orchestriert und zwischen 2005 und 2008 erfolgreich in den Musicalhäusern in Berlin und Stuttgart gespielt. Die Neuinszenierung für die Freilichtbühne Altusried steht für sich - aktuell ist die Geschichte aus der Feder des weltbekannten Romanautors Alexandre Dumas an keinem deutschsprachigen Profitheater als Musical zu erleben.
Die Story halt sich eng an Dumas’ berühmte Romanvorlage und erzählt sie mit den Mitteln eines zeitgenössischen Pop-Musicals neu. Spielszenen, Kampfchoreographien, mitreißende Ensemble-Nummern und gefühlvolle Musicalballaden wechseln sich in dem opulent besetzten Werk ab und garantieren Unterhaltungstheater auf höchstem Niveau.
Mit den Musketieren wird die lange Tradition der Freilichtbühne Altusried fortgeführt und zugleich um eine spannende Dimension erweitert.

3 MUSKETIERE - DAS MUSICAL
Musik und Text: Rob Bolland und Ferdi Bolland
Premiere am 24. Juni 2017 um 20 Uhr auf der Freilichtbühne Altusried

Onlinebuchung: www.freilichtbuehne-altusried.de
Termine:
Premiere am 24. Juni 2017
Weitere Vorstellungen am 25. / 30, Juni 2017
1. /7 / 8./ 9. /13. /14. /15. /21. /22. /23. /28. /29. / 30. Juli 2017
4. /5. August 2017
Eintrittspreise:
Kategorie 1 69,- €
Kategorie 2 59,- €
Kategorie 3 49,- €
Kategorie 4 39,- €

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