kulturfreak

Musical Stückeinfos: V

Verliebt, verlobt, verheiratet ~ Happy End im Wirtschaftswunder
60er-Jahre Schlagerkomödie des Theatrallalla Frankfurt

Premiere: 17. Juni 14
Aktuelle Termine: 26. Dezember 15 bis 3. Januar 16

Regie:
Thomas Bäppler-Wolf

Besetzung:

Rita Stembke:
Thomas Bäppler-Wolf
Gisela Stembke: Eva Völl

Ilse Wöhlermann: Ute Ehrenfels
Otto Wöhlermann: Rüdiger Schade
Erwin Wöhlermann: Pierre Humphrey

Besprechung auf kulturfreak.de

Gisela Stembke und Erwin Wöhlermann sind ein typisches Liebespaar der frühen sechziger Jahre mit Teenagerträumen im Kopf, Pomade im Haar und Rock‘n Roll in den Beinen. So typisch ist ihre „Beziehung“, lange bevor es dieses Wort gab, dann aber doch wieder nicht!
Die Eltern der Verliebten sind sich nämlich spinnefeind und zwar nicht obwohl, sondern gerade weil sie sozusagen Wand an Wand arbeiten müssen. Das Radioreparatur-Geschäft Wöhlermann grenzt unmittelbar an das Reisebüro „Rita´s Reisen“ - ein Zustand des permanenten, aber nicht ausgesprochenen Kleinkrieges zwischen den beiden Familien. So ärgert Rita Stembke die laute Radio-Musik von nebenan, während Ilse und Otto Wöhlermann sich darüber aufregen, dauernd aktuellen Telefon-Tratsch zwischen Rita Stembke und ihren Freundinnen mit anhören zu müssen. Den Kindern bleiben also nur Treffpunkte außerhalb der elterlichen Räume. Dort, zwischen Beatles-Platten, Elvis-Songs und der Schlagermusik der 60er, hecken sie einen Plan aus, um ihre Eltern zusammenzubringen.
Das Publikum erlebt mit Gisela und Erwin nicht nur Erinnerungen an die Zeit von Mauerbau und Wirtschaftswunder, sondern auch ein Wiederhören vieler bekannter Evergreens jener Jahre vom „Kriminaltango“ und „Café Oriental“ bis hin zu fernweherfüllten Reiseschlagern. [© Theatrallalla]
.
Karten erhältlich unter: 069 - 13 40 400 + 069 - 59 37 01 sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

www.thatrallalla.de

Victor / Victoria

Musik:
Henry Mancini* & Frank Wildhorn
Texte: Leslie Bricusse
Buch: Blake Edwards
Basiert auf dem gleichnamigen Film von Blake Edwards (1982)
 * Henry Mancini starb vor vollendung des Musicals, so daß Wildhorn es vervolständigte

Uraufführung: 25. Oktober 1995 (Broadway, Marquis Theater; 734 Vorstellungen)
Choreographie: Rob Marshall
Regie: Blake Edwards

Zur Inszenierung am Theater Pforzheim:

Premiere:
31. Dezember 2004, Großes Haus

Musikalische Leitung: Dieter Klug
Inszenierung/Choreographie: Gerhard Platiel
Ausstattung: Walter Perdacher
Chor: Dieter Klug
Besetzung:
Toddy:
Klaus Geber
Henri Labisse: Wolfgang Kornetzky
Victor/Victoria Grant: Lilian Huynen
André Cassell, Jazzsänger: Brian Garner
Mademoiselle Selmer: Gabriela Zamfirescu
King Marchan: Jon Geoffrey Goldsworthy
Norma: Frauke Nehrig
Squash Bernstein: Spencer Mason
Sal: Lothar Helm
Richard di Nardo: Rigobert Störkle
Schauspieler im "Chez Lui": Klaus Uherek
Präsident einer Kosmetikfirma im "Chez Lui": Joshua Farrier
Choreograph in Cassells Nachtclub: N.N.
Clam im "Chicago": Frank Traub
Juke im "Chicago": Rigobert Störkle

Ballett, Chor und Extrachor des Theaters Pforzheim

Besprechung auf kulturfreak.de

Victor/Victoria
Theater Pforzheim
(v. li.) Spencer Mason (Squash Bernstein), Frauke Nehrig (Norma), Lothar Helm (Sal), Frank Traub (Clam)
(Foto: Sabine Haymann)

www.theater-pforzheim.de

Vom Geist der Weihnacht

Autor:
Michael Tasche, Dirk Michael Steffan
Musik: Dirk Michael Steffan
Uraufführung: 23. November 2001 (Obernhausen, Theatro CentrO)

25. Nov. – 30. Dezember 2015 in Oberhausen (Theaterzelt Neue Mitte, 46047 Oberhausen)

www.vom-geist-der-weihnacht.de

Vom Geist der Weihnacht: Die Story
Es ist Heiligabend. Auf dem festlich geschmückten Marktplatz herrscht reges Treiben. Mit Geschenken beladen und voller Vorfreude auf das Fest wünschen die Menschen einander frohe Weihnachten. Nur einer lässt sich von der festlichen Stimmung nicht anstecken: der kaltherzige Geldverleiher Ebenezer Scrooge. Für Scrooge ist Weihnachten nichts anderes als ein willkommener Anlass, die Zinsen zu erhöhen. Schließlich haben die Leute doch selber Schuld, wenn sie für den ganzen Plunder so viel Geld ausgeben. Noch ahnt Scrooge nicht, dass diese Nacht auch für ihn einige Überraschungen bereithält.

Als Scrooge zu Hause genüsslich in seinem Schuldenbuch blättert, erscheint wie aus dem Nichts sein alter Freund und Geschäftspartner Marley – obwohl der eigentlich seit Jahren tot ist. Da auch Marley zu Lebzeiten ein Geizhals und Menschenfeind war, bleibt ihm der Zutritt zum Paradies so lange verwehrt, bis er die einstigen Missetaten wieder gutgemacht hat. Deshalb hat er die Aufgabe, seinen alten Gefährten Scrooge dazu zu bewegen, ein guter Mensch zu werden, damit ihm nicht dasselbe schreckliche Schicksal droht, für alle Zeit auf der Erde als Geist umherirren zu müssen.

Doch Scrooge ist ein harter Brocken. Der finstere Geldverleiher bleibt ungerührt, und der Umstand, dass sein alter Freund an die Erde gekettet bleibt, wenn er sich nicht erweichen lässt, ist ihm genauso gleichgültig wie die Not seiner Schuldner. Er will vor allem eins: Marley so schnell wie möglich loswerden. Doch da tritt plötzlich himmlische Verstärkung auf den Plan. Ein Engel erscheint, und gemeinsam unternimmt das merkwürdige Trio nun eine Reise durch die Zeit.

Der Engel führt die beiden Freunde zunächst in die Vergangenheit. Scrooge sieht sich selbst als den einsamen, kleinen Jungen, der er einst war und der an jedem Weihnachtsfest allein im Internat bleiben musste. Und noch einmal muss er miterleben, wie er den einzigen Menschen, den er je geliebt hat, wegen seiner Gier verloren hat: Er trifft seine große Liebe Belle bei Vollmond im Garten. In dieser Nacht entscheidet er sich für seine Karriere und gegen seine Liebe. Belle läuft weinend davon. Als Scrooge diese Szene noch einmal sieht, wird ihm klar, dass er in seinem Leben vieles falsch gemacht hat. Seine Fassade aus Bosheit und Kaltherzigkeit bekommt Risse.

In der Gegenwart wird Scrooge Zeuge, wie Menschen, für die er nie ein einziges gutes Wort übrig hatte, voller Mitgefühl und guter Wünsche ihr Glas auf ihn erheben. Und dann ist da noch Timmy, der behinderte Sohn seines Angestellten Cratchit, der trotz seiner Krankheit das Leben von ganzem Herzen bejaht. Von nun an kann sich Scrooge dem dringenden Wunsch sich zu bessern, nicht länger verschließen. Der Engel führt ihn schließlich zum Grab seiner Jugendliebe Belle. Verzweifelt bricht er zusammen, weil er Belle jetzt nie mehr sagen kann, wie sehr er sie immer geliebt hat. Doch in diesem Moment enthüllt ihm der Engel der Weihnacht sein ganz persönliches Geheimnis. Scrooge erkennt, dass er eine zweite Chance hat und sein Leben erfährt eine dramatische Wendung.  Dazu gehört auch, dass er zum ersten Mal von Herzen Weihnachten feiert – zusammen mit all den Menschen, die er früher verachtet und gehasst hat.

Charles Dickens
(1812-1870), englischer Schriftsteller.

Charles Dickens wurde am 7. Februar 1812 in Portsmouth geboren. Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen, war er bereits mit zwölf Jahren gezwungen, sich den Lebensunterhalt in einer Fabrik selbst zu verdienen, da sein Vater 1824 wegen Schulden ins Gefängnis kam. In Anwaltskanzleien erlernte er das Handwerk des Schreibens. Die Veröffentlichung von kurzen Skizzen über das Leben in London brachten ihm 1836 den Auftrag ein, eine Erzählung über einen Amateursportclub zu schreiben. Als Reporter beim "Morning Chronicle" begann er seine Skizzen, die in Buchform als "Pickwick Papers" veröffentlicht  wurden. Mit diesem Werk erzielte Dickens seinen literarischen Durchbruch. In seinen Romanen stellt Dickens mit Liebe und Humor die Welt der kleinen Leute dar: das Alltagsleben der unteren Gesellschaftsschichten im London des 19. Jahrhunderts, die Not der Arbeiter und das düstere Dasein in den Armenvierteln. Berühmt sind seine schrulligen und liebenswerten Charaktere. Dickens starb am 9. Juni 1870 an einem Schlaganfall. Er wurde in Westminster Abbey beigesetzt.

Werke:
- 1837 Die Pickwickier
- 1838 Oliver Twist
- 1839 Nicholas Nickleby
- 1843 A Christmas Carol (Deutscher Titel: Ein Weihnachtslied)
- 1844 Leben und Abenteuer Martin Chuzlewit's
- 1847 Dombey und Sohn
- 1850 David Copperfield
- 1854 Harte Zeiten
- 1859 Eine Geschichte aus zwei Städten
- 1861 Große Erwartungen
 

nach oben