kulturfreak

Musical, Stückeinfo: T

Die Taffetas:

Zusammengestellt von:
Rick Lewis
Deutsch von: Frank Thannhäuser

Zur Inszenierung des Musical Theater Ensembles Hanau:

Premiere:
7. April 01 (Culture Club, Hanau)

Inszenierung:
Benjamin Baumann
Musikalische Leitung: Thomas Lorey
Choreografie: Anita Vidovic

Besetzung:

Kaye:
Isabella Hof
Donna: Simone Kerchner
Cheryl: Anita Vidovic
Peggy: Hella Boysen

3 Musiker

Die Musical-Revue wurde von Rick Lewis zusammengestellt und bietet eine musikalische Reise durch die fantastischen 50er Jahre. Die Uraufführung fand 1988 am New Yorker Off-Broadway statt, und seit diesem Zeitpunkt erlebte das Stück unzählige Produktionen in den Bundesstaaten der USA. Die Inszenierung des ,,Musical Theater Ensembles" der ,,Taffetas" (Geschwister Taft) wurde in der deutschen Fassung von Frank Thannhäuser gezeigt.

Eine Vielzahl von Schlagern und Evergreens aus den ,,Golden Fifties", wie Mr. Sandman' I'm Sorry' Volare, Lollipop' Smile' Puppy Love und Arrivederci Roma' werden in stilechter Kulisse von einer kleinen Liveband begleitet. Die Solistinnen sind das Damen-Quartett ,,Die Taffetas", die in rauschenden ,,Taftkleidern" von Liebe, Freude, Schmerz und fernen Ländern singen.


Donna (Simone Kerchner), Kaye (Isabella Hof), Cheryl (Anita Vidovic), Peggy (Hella Boysen)


Donna (Simone Kerchner), Cheryl (Anita Vidovic), Peggy (Hella Boysen),  Kaye (Isabella Hof)


Hella Boysen, Isabella Hof, Simone Kerchner, Anita Vidovic


Die Hanauer Oberbürgermeisterin Margret Härtel und Kulturmanager mit der Taffetas Cast bei der Vorstellung der Produktion, 2001

Liedliste der Original Off-Broadway-Cast-CD:

1. Constantinople
2. Volare
3. Old Cape Cod
4. Tennessee Waltz
5. Allegheny Moon
6. See the UsA In Your Chevrolet
7. Arrivederci Roma
8. Sweet Song of India
9. Cry
10. My Little Grass Shack
11. Around the World
12. Happy Wanderer
13. You Belong to Me
14. Mockin' Bird Hill
15. A Choo Cha Cha
16. Smile
17. I Cried
18. I'm Sorry
19. Tonight You Belong to Me
20. The Three Bells
21. Mr. Sandman
22. C'est si bon
23. Tweedle Dee
24. Tammy
25. Love is a Two Way Street
26. Spotlight on Music
27. Little Darlin'
28. I'll Think of You
29. Where the Boys Are
30. Dedicated to the One I Love
31. Johnny Angel
32. Fly Me to the Moon
33. Lollipop
34. Music, Music, Music
35. The Hot Canary
36. How Much Is That Doggie in the Window?

mit Jody Abrahams, Karen Curlee, Melanie Mitchell & Tia Speros
by Rick Lewis (+ Piano), Länge: 69,49, Label: TER 1167

Tanz der Vampire

Regie:
Roman Polanski
Musik: Jim Steinman
Buch und Texte: Michael Kunze

Uraufführung: 4. Oktober 1997 (Wien, Raimund Theater)
Spielzeit in Stuttgart: 31. März 2000 bis 31. August 2003 (Apollo Theater)
Spielzeit in Hamburg: 7. Dezember 03 bis 22. Januar 2006 (Neue Flora)
1. Spielzeit Berlin: 10. Dezember 06 bis 30. März 2008 (Theater des Westens)
Spielzeit Oberhausen: ab 7. November 2008 (Metronom Theater)
Weitere Spielzeit in Wien: 16. September 2009 bis 25. Juni 2011 (Ronacher)
2. Spielzeit in Stuttgart: ab 25. Februar 2010 (Stage Palladium Theater; bis Sommer 2011)
2. Spielzeit Berlin: 14. November 2011 bis Sommer 2013 (Stage Theater des Westens)
3. Spielzeit Berlin: 24. April - 25. September 2016 (Stage Theater des Westens)
1. Spielzeit München: 5. Oktober 2016 - 15. Januar 2017 (Deutsches Theater)
3. Spielzeit in Stuttgart: ab 26. Januar 2017 (Stage Palladium Theater)

Basierend auf dem Film ”The Fearless Vampire Killers”. Original-Produktion in Wien präsentiert durch Vereinigte Bühnen Wien GmbH in Zusammenarbeit mit Roman Polanski, Andrew Braunsberg und Rudi Klausnitzer.
Bühnenverlagsrechte: VBW-Kulturmanagement- und Veranstaltungsgesellschaft mbH. Linke Wienzeile 6. 1060 Wien, Austria. Original Logo Design by Dewynters PLC.

Choreographie: Dennis Callahan
Set Design u. Videoprojektion: William Dudley
Kostüm Design: Sue Blane
Licht Design: Hugh Vanstone
Sound Design: Andreas Hammerich, Michel Weber
Musical Supervisor: Michael Reed
Orchestrierung: Steve Margoshes
Associate Director: Cornelius Baltus

Musikalischer Leiter: Theater des Westens Bernd Steixner
Künstlerische Leitung Theater des Westens: Markus Brühl
Casting Director/Associate Producer: Simone Linhof
Production Management: Uschi Neuss
Technical Supervisor: Clemens Weissenburger
Executive Producer: Ulf Maschek

TdV_Berlin_Nightmare_c_StageEntertainment
Tanz der Vampire
Szene: Nightmare (Ensemble)

Besetzung Stage Theater des Westens 2016:

Graf von Krolock:
Mark Seibert (bis 10. Juli16) / Jan Amman (ab 12. Juli 16)
Sarah: Veronica Appeddu
Professor Abronsius: Victor Petersen
Alfred: Tom van der Ven
Magda: Merel Zeeman
Rebecca: Yvonne Köstler
Chagal: Nicolas Tenerani
Herbert: Milan van Waardenburg
Koukol: Paolo Bianca

Ensemble (Damen): Marina Maniglio, Anja Wendzel, Karolin Konert, Fleur Alders, Alessandra Bizzarri, Veronika Enders, Vicki Douglas, Nicole Ollio, Samantha Harris-Hughes, Astrid Gollob, Sanne Buskermolen, Pamela Zottele.

Ensemble (Herren): Sander van Vissen, Kirill Zolygin, Torsten Ankert, Noah Wili, Kevin Schmid, Mate Gyenei, Joe Nolan, Stefan Mosonyi, Nicola Trazzi, Michael Anzalone, Pascal Höwing, Alex Hyne, Andrew Chadwick, Kevin Hudson (Dance Cpt.) und Thomas Höfner

Die Darsteller von TANZ DER VAMPIRE im Stage Theater des Westens stehen fest. Viele neue Gesichter sind in der fast 40köpfigen Cast. Mark Seibert übernimmt zur Premiere am 24. April 16 die Rolle des Graf von Krolock.

Mark Seibert ist den Fans des Stage Theater des Westens bestens bekannt. Schon drei Mal stand der 36jährige hier auf der Bühne und begeisterte in DER SCHUH DES MANUTU, AIDA – DAS MUSICAL und zuletzt 2011 im Queen-Musical WE WILL ROCK YOU. Derzeit ist Mark Seibert noch im Wiener Musical Mozart! zu sehen. Die Rolle des Graf von Krolock in TANZ DER VAMPIRE wird Seibert bis Mitte Juli 2016 verkörpern.


Tanz der Vampire, Berlin
Veronica Appedd, Mark Seibert
© Stage Entertainment

Die Sarah wird erstmals von Veronica Appeddu gespielt. Die 25 Jahre junge Italienerin erhielt 2012 den Italy Award als Beste Schauspielerin in einem Musical und war bisher schon in Musicals wie Les Misérables, Sunset Boulevard und Sister Act zu sehen. Mit der Rolle der Sarah in TANZ DER VAMPIRE gibt Veronica ihr Deutschlanddebüt.

Die beliebten Rollen der Vampirjäger Professor Abronsius und Alfred werden von Victor Petersen und Tom van der Ven übernommen. Petersen war zuletzt als Mary Sunshine in CHICAGO – DAS MUSICAL im Stage Theater des Westens zu sehen. In weiteren Rollen spielen in Berlin: Merel Zeeman (Magda), Yvonne Köstler (Rebecca), Nicolas Tenerani (Chagal), Milan van Waardenburg (Herbert) und Paolo Bianca (Koukol).

Das Ensemble (Damen): Marina Maniglio, Anja Wendzel, Karolin Konert, Fleur Alders, Alessandra Bizzarri, Veronika Enders, Vicki Douglas, Nicole Ollio, Samantha Harris-Hughes, Astrid Gollob, Sanne Buskermolen, Pamela Zottele. Das Ensemble (Herren): Sander van Vissen, Kirill Zolygin, Torsten Ankert, Noah Wili, Kevin Schmid, Mate Gyenei, Joe Nolan, Stefan Mosonyi, Nicola Trazzi, Michael Anzalone, Pascal Höwing, Alex Hyne, Andrew Chadwick, Kevin Hudson (Dance Cpt.) und Thomas Höfner.

Für die Rolle des Graf von Krolock wird es ab dem 12. Juli eine neue Erstbesetzung geben. Der neue Graf wird noch im März verkündet. TANZ DER VAMPIRE spielt im Berliner Stage Theater des Westens vom 24. April bis 25. September 2016 und anschließend im Deutschen Theater München. Karten für Berlin auf www.musicals.de und für das Deutsche Theater München auf www.deutsches-theater.de.

Der Inhalt:
Das Musical basiert auf dem gleichnamigen Film, in dem Roman Polanski die Rolle des Alfred und Sharon Tate die schöne Sarah gespielt haben.

Professor Abronsius aus Königsberg hat sich als Vampirforscher einen Namen gemacht. Zusammen mit seinem Assistenten Alfred, einem schüchternen jungen Wissenschaftler, begibt er sich auf eine Expedition in die tief verschneite Bergwelt Transsylvaniens. Das Ziel des ungleichen Paares: Die Vampire, die hier der Sage nach ein mysteriöses Schloss bewohnen sollen, zu finden – und zu töten.

Schon kurz nach ihrer Ankunft in Transsylvanien verlieren sich die beiden aus den Augen. Alfred findet sich nach einigem Umherirren im Wirtshaus des Ehepaars Chagal und Rebecca wieder. In die Gaststube wird kurz darauf auch der steifgefrorene Professor Abronsius getragen. Wieder aufgetaut, sieht der Wissenschaftler gleich: Ein Gasthaus, in dem  Loblieder auf den Knoblauch gesungen werden, kann nur ein Hinweis auf die Existenz von Vampiren in der unmittelbaren Umgebung sein. Wirt Chagal will davon allerdings nichts wissen.

Inzwischen geht Alfred eigene Wege. Beim Rundgang durchs Wirtshaus stößt er auf eine schöne junge Frau in der Badewanne: Sarah heißt die Tochter von Rebecca und Chagal, in die sich der unbeholfene junge Wissenschaftler prompt verliebt.

Aber er ist nicht der Einzige, der ein Auge auf die badende Schönheit geworfen hat. Sein Konkurrent heißt Graf von Krolock und ist Herr über ein Schloss in der Nähe des Gasthauses. Und: Er ist ein Vampir. Schon am darauffolgenden Abend muß der verliebte Alfred mit ansehen, wie sich der adlige Blutsauger über die badende Sarah beugt. Graf von Krolock beißt nicht zu. Er hat andere Pläne mit der jungen Frau.  Doch Alfred ist alarmiert.

Erst recht, als er Sarah schließlich seine Liebe gesteht. Denn die findet den Nachwuchswissenschaftler zwar recht sympathisch, ist mit ihren Gedanken aber ganz woanders. Im Schloss des Grafen von Krolock nämlich, dessen buckliger Diener Koukol ihr mittlerweile ein Paket überbracht hat. Der Inhalt: Ein Paar rote Stiefel - eine Einladung zum großen Ball des Grafen. In den Stiefeln läuft Sarah in den Wald.

Als Chagal bemerkt, dass seine Tochter verschwunden ist, macht er sich auf die Suche. Erfolglos. Schon kurze Zeit später wird sein lebloser Körper in die Gaststube getragen. Der erfahrene Vampirforscher  erkennt sofort, dass der Hals des scheinbar Erfrorenen Biss-Spuren aufweist. Um Schlimmeres zu verhindern, will er Chagal pfählen, doch Witwe Rebecca weiß das zu verhindern...

Als alle schlafen, versuchen Abronsius und Alfred erneut, Chagal per Pfahl zu Leibe zu rücken. Doch der frisch gebackene Vampir ist bereits erwacht und hat in seiner Geliebten Magda, der Magd des Wirtshauses, auch schon sein erstes Opfer gefunden. Immerhin weist Chagal den beiden chaotischen Wissenschaftlern in dieser Nacht den Weg zum Schloss des Grafen von Krolock.

Der Vampir empfängt das als Fledermausforscher getarnte Paar aufs Herzlichste. Ebenfalls recht erfreut über den unerwarteten Besuch: Herbert, der Sohn des Grafen, der an Alfred Gefallen findet. Die beiden werden als Übernachtungsgäste im Schloss aufgenommen.

Der Professor schläft tief und fest, während seinen Assistenten schwere Alpträume plagen: Zu Recht befürchtet er, Sarah an die Kreaturen der Nacht zu verlieren. So steigen beide am nächsten Morgen voller Tatendrang in die Familiengruft, in der sie von Krolock und seinen Sohn vermuten. Doch alles geht schief: Der Professor bleibt am Treppengeländer hängen, Alfred bringt es nicht übers Herz, die friedlich Schlafenden zu pfählen.

Unverrichteter Dinge ins Schloss zurückgekehrt, vertieft sich der Professor in die Bücher der umfangreichen Schlossbibliothek. Alfred sucht Sarah und findet sie auch – in der Badewanne. Er versucht, sie zur Flucht zu überreden, aber sie will davon nichts wissen. Sarah ist viel zu gespannt auf den Ball, der abends im Schloss stattfinden soll.

Bei Herbert, dem er prompt in die Arme läuft, hat Alfred da schon bessere Karten. Der Nachwuchswissenschaftler gerät vollends in Panik, als er seinen hartnäckigen Verehrer im Spiegel nicht sehen kann. In letzter Sekunde rettet ihn Professor Abronsius, die beiden flüchten sich auf die Zinnen des Schlosses.

Von dort können sie mitverfolgen, wie sich Graf von Krolocks Gäste bei Anbruch der Nacht aus ihren Gräbern erheben. Alfred und Abronsius können zwei Ballgäste überwältigen und mischen sich in deren Abendgarderobe unter die Festgesellschaft.

Schon hat Graf von Krolock in Sarahs freimütig dargebotenen Hals gebissen. Die beiden Wissenschaftler, deren Blut als Delikatesse des heutigen Abends vorgesehen ist, müssen sich beeilen. Denn beim Menuett vor der großen Spiegelwand wird die Festgesellschaft feststellen, dass sich die beiden längst unter ihnen befinden....


Tanz der Vampire
Professor Alfred (Veit Schaefermeier), Alfred (Michael Heller)
© Stage Entertainment / Drama Berlin

Kurzbeschreibung der Rollen:

Graf von Krolock
Der düstere Fürst der Finsternis lebt zusammen mit seinem Sohn Herbert und seinem Hofstaat im mysteriösen Vampirschloss in der Bergwelt Transsylvaniens. Er erhebt Anspruch auf die Gunst der hübschen Wirtstochter Sarah und macht dies auch unmissverständlich klar.

Sarah
Die hübsche Tochter der jüdischen Wirtsleute Chagal und Rebecca langweilt sich zunehmends unter der Obhut ihrer strengen Eltern. Süchtig nach Abwechslung beginnt sie einen heftigen Flirt mit dem jungen Vampirforschergehilfen Alfred, der ihr seine Liebe bekundet. Als der reife und interessante Graf von Krolock ebenfalls um ihre Gunst wirbt und sie zum Mitternachtsball in sein Schloss einlädt, kann sie nicht widerstehen.

Professor Abronsius
Der berühmte Vampirforscher aus Königsberg kommt in einem Wirtshaus im verschneiten Transsylvanien, trotz der Lügen der dortigen Bauern, den Vampiren auf die Spur. Zusammen mit seinem Gehilfen Alfred versucht er die rätselhaften Vorgänge im Schloss des Grafen von Krolock logisch zu ergründen.

Alfred
Der schüchterne junge Wissenschaftler begleitet Professor Abronsius auf seine Forschungsreise nach Transsylvanien. Der durchweg ängstliche Alfred verliebt sich in die hübsche Wirtstochter Sarah und als diese dann dem Charme des Grafen von Krolock erliegt und ihm in sein Schloss folgt, erwacht in Alfred der Mut. Fest entschlossen, sie zu retten, begleitet er Professor Abronsius ins Vampirschloss. Dort verliebt sich jedoch der schwule Sohn des Grafen in ihn, und er kann sich den Annäherungsversuchen von Herbert kaum erwehren.

Magda
Die junge Magd arbeitet für die Wirtsleute Rebecca und Chagal. Des Nachts schaut regelmäßig Chagal für ein Schäferstündchen bei ihr vorbei. Als Mensch findet sie ihn abstoßend, als jedoch beide zu Vampiren geworden sind, findet sie sogar Gefallen an ihm.

Chagal
Der jüdische Wirt betreibt zusammen mit seiner Frau Rebecca ein Wirtshaus in Transsylvanien, ganz in der Nähe des mysteriösen Vampirschlosses. Nachts schleicht er sich desöfteren zu Magda, seiner Magd. Sorgen macht er sich um die Unversehrtheit seines lieben Töchterchens Sarah. Als diese zum Schloss flieht, wird er auf der Suche nach ihr selbst zum Vampir.

Rebecca
Die robuste Wirtsfrau ertappt ihren Ehemann Chagal, als dieser mal wieder zu einem Schäferstündchen mit Magda aufbricht. Bei seiner Rückkehr empfängt sie ihn mit einer Salami, die sie ihm kräftig über den Schädel haut. Als Professor Abronsius den zum Vampir gewordenen Chagal pfählen will, schützt sie jedoch ihren Mann.

Herbert
Der schwule Sohn des Grafen von Krolock, der sich auf dem Schloss seines Vaters nach Abwechslung sehnt. Mit Freude nimmt er zur Kenntnis, dass Professor Abronsius seinen jungen und gutaussehenden Gehilfen Alfred mitbringt. Natürlich verliebt er sich sofort in den schönen Jüngling und bedrängt ihn mit Annäherungsversuchen.

Koukol
Der bucklige Diener des Grafen von Krolock kümmert sich um dessen Wohlergehen. Sein Erscheinen im Wirtshaus versetzt die Dorfbewohner regelmäßig in Angst und Schrecken.
 

Das Kreativ-Team:

Roman Polanski (Regie)

Als Kind polnischer Eltern in Paris geboren, wuchs Roman Polanski in Polen auf und erhielt dort seine Ausbildung. Bereits im Alter von 14 Jahren trat er in der Radioshow „The Merry Gang“ auf, schon wenig später spielte er in „The Son of the Regiment“ seine erste Hauptrolle auf der Bühne. Noch im Teenageralter wirkte er als Darsteller in verschiedenen polnischen Spielfilmen mit, darunter auch Andrzej Wajdas “Generation.”
Er besuchte die Kunsthochschule in Krakau und die Filmhochschule in Lodz, wo er diverse Kurzfilme drehte, unter anderem “Zwei Männer und eine Garderobe” und “Wenn Engel fallen”, die ihm bei vielen Filmfestivals Preise einbrachten. Sein Spielfilmdebut war “Das Messer im Wasser”, das 1962 den Kritikerpreis beim Filmfestival Venedig gewann und für einen Oscar nominiert wurde. 1965 drehte Polanski seinen ersten englischen Spielfilm “Ekel” mit Catherine Deneuve, der den Silbernen Bären beim Filmfestival Berlin gewann, während sein nächster Film "Wenn Kattelbach kommt" dort mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet wurde. In seinem folgenden Spielfilm “The Fearless Vampire Killers” (1967), auf dem das Musical TANZ DER VAMPIRE basiert, spielte er eine Hauptrolle.
Danach führte Polanski Regie für “Rosemary’s Baby”, “Macbeth”, “Was?“, “Chinatown” und “Der Mieter”, in dem er auch die Hauptrolle spielte. Es folgten “Tess” mit Nastassja Kinski, “Piraten”, “Frantic” mit Harrison Ford und Emmanuelle Seigner, "Bitter Moon", “Der Tod und das Mädchen” und “Die Neun Pforten” mit Johnny Depp. Sein Film, “Der Pianist”, wurde mit der Goldenen Palme beim Internationalen Filmfestival in Cannes und mit drei Oscars ausgezeichnet.’
Zu seinen gefühlvollen Theaterwerken zählen Alban Bergs “Lulu”, für das er beim Spoleto Festival Regie führte, Verdis “Rigoletto” an der Münchner Oper und Offenbachs “Hoffmanns Erzählungen” an der Pariser Oper Bastille. 1981 agierte Polanski als Regisseur und Darsteller in Peter Shaffers “Amadeus”, das zunächst in Warschau, dann in Paris für die Bühne produziert wurde. Auch in Steven Berkoffs Bühnenadaptation von Franz Kafkas “Die Verwandlung” spielte er die Hauptrolle. In Paris führte Polanski 1996 Regie für Terrence McNallys “Master Class“ und im gleichen Jahr für die Musical-Komödie TANZ DER VAMPIRE in Wien, für die er im Jahr 2000 auch in Stuttgart die Regie übernahm. 2003 arbeitete er als Regisseur mit Emmanuelle Seigner in einer Produktion von Henrik Ibsens "Hedda Gabler". 2006, führte Polanski Regie in John Patrick Shanley’s “Doute” in Paris. An der Seite von Gerard Depardieu spielte Polanski in Giuseppe Tornatores “A Pure Formality” und erst kürzlich übernahm er eine Rolle in Andrzej Wajdas “The Vengeance”.
1999 wurde Roman Polanski als Nachfolger des verstorbenen Marcel Carné zum Mitglied des Institute De France’s Académie Des Beaux-Arts ernannt.


Jim Steinman (Musik)

Obwohl man Jim Steinman in erster Linie als Komponist und Produzent kennt, dessen Tonträger sich über 100 Millionen Mal verkauft haben, begann seine Karriere nach Abschluss des Amherst Colleges im Theater. Sein Mentor Joe Papp engagierte ihn, nachdem er Jims berühmt-berüchtigtes Rock-Epos „Dream Engine“ gesehen hatte sofort für das Papp`s Public Theatre. Dort führte Jim Steinmann als erstes Werk sein Musical More than you deserve auf und arbeitete insgesamt sieben Jahre mit Joe Papp zusammen. Als der Sänger Meat Loaf zu einem Vorsingen erschien, war dies, laut Spin Magazine „eine der zehn wichtigsten Begegnungen in der Geschichte des Rock’n Roll“. Im Jahre 1977 erschien das erste gemeinsame Album, das legendäre Bat Out Of Hell, welches zum erfolgreichsten Debütalbum und zweitmeistverkauften Album aller Zeiten avancierte. Die Fortsetzung Bat Out Of Hell II: Back Into Hell stand 16 Jahre später in 38 Ländern an der Spitze der Charts. Die aktuelle gemeinsame Produktion Bat Out Of Hell III: The Monster Is Loose verspricht den Erfolg der Vergangenheit zu wiederholen.
Aus Jim Steinmans Feder stammen Nummer Eins-Hits, wie „Total Eclipse Of The Heart”, „Paradise By The Dashboard Light”, „Dead Ringer”, „Making Love Out Of Nothing At All”, „Two Out Of Three Ain’t Bad”, „Holding Out For A Hero”, „I’d Do Anything For Love But I Won’t Do That” (die meistverkaufte Rock-Single aller Zeiten) und „It’s All Coming Back to Me Now”, welches über 1,6 Millionen Mal im Radio gespielt wurde und somit als weltweit meistgespielte Single von BMI zum Song des Jahres ernannt wurde. Als Produzent von Celine Dions Falling Into You wurde Jim Steinmann 1996 mit dem Grammy Award für das „Beste Album des Jahres“ ausgezeichnet und erreichte mit seinem selbst eingesungenen Album Bad For Good Platin-Status. Jim Steinman komponierte die Filmmusik für Filme, wie Footloose, Streets Of Fire, The Shadow, Mask Of Zorro und den MTV-Film Wuthering Heights 2003, bei dem er auch als ausführender Produzent tätig war.
Neben der Komposition für Tanz der Vampire hat Jim auch die Liedtexte für Andrew Lloyd Webber’s Whistle Down The Wind geschrieben, darunter auch die Single „No Matter What” von Boyzone, welches in achtzehn Ländern an Nummer Eins stand und im Jahre 1998 die Auszeichnung für Englands „Single des Jahres“ erhielt. Damit wurde es die erfolgreichste, jemals aus einem Musical veröffentlichte Single überhaupt.
Momentan arbeitet er an dem Bühnenspektakel, Jim Steinman’s Bat Out Of Hell – Live On Stage, das in einem speziell dafür entworfenen Theater uraufgeführt werden soll. Die Show wird Motorradfahrer, BMX-Fahrer, Skateboarder und ein internationales Tanzensemble beinhalten. Zusätzlich zu dieser Show soll die, von Bat Out Of Hell inspirierte Modelinie Bat Noir und das Parfüm Nuit Noir lizenziert und vertrieben werden.

Michael Kunze (Autor)
Michael Kunze ist ein international erfolgreicher Schriftsteller und Dramatiker, Buch- und Fernsehautor, Liedertexter und Librettist. In den letzten Jahren schuf er mit Elisabeth, Tanz der Vampire und Mozart! eine neue europäische Form des populären Musiktheaters, das DramaMusical.
Aus seiner Feder stammen auch die deutschen Versionen internationaler Musicalerfolge, wie Evita, Cats, Das Phantom der Oper, A Chorus Line, Der kleine Horrorladen, Into The Woods, Der Kuss der Spinnenfrau, Aspects Of Love, Sunset Boulevard, Disney’s Der Glöckner von Notre Dame, Disneys Der König der Löwen, Mamma Mia! und Elton John’s Aida.
Michael Kunze wurde am 9. November 1943 in Prag geboren und wuchs in München auf. Nach einem mit Promotion abgeschlossenen Studium der Rechte begann er Ende der 60er-Jahre als Liedertexter und Schallplattenproduzent zu arbeiten. Seine Erfolge machten ihn schon bald international zu einem der gesuchtesten deutschen Songwriter und Producer. Stars wie Peter Maffay, Nana Mouskouri, Udo Jürgens, Peter Alexander und die Münchener Freiheit verdanken ihm ihre größten Hits. Er schrieb jedoch nicht nur unzählige deutsche, sondern auch zahlreiche internationale Tophits und produzierte Popinterpreten wie Silver Convention, Herbie Mann, Julio Iglesias, Gilbert Bécaud und Sister Sledge.
Zusammen mit Sylvester Levay erhielt er als erster Deutscher einen Grammy für seine Produktion Fly, Robin, Fly, die Platz eins der US-Charts erreichte. Zahlreiche andere Auszeichnungen und 79 Gold- und Platinschallplatten zeugen von diesem Abschnitt seiner Karriere. Eine Umfrage des ZDF ergab, dass Michael Kunze der erfolgreichste deutschsprachige Songwriter des 20. Jahrhunderts ist. 2005 erhielt er den Echo, die höchste Ehre, die Deutschlands Musikbranche zu vergeben hat.
Im vergangenen Jahr kamen zwei neue DramaMusicals von Michael Kunze auf die Bühne. In Wien feierte Rebecca Premiere, und in Tokio wurde sein Revolutionsepos Marie Antoinette uraufgeführt. Beide Werke werden in absehbarer Zeit auch nach Deutschland kommen.
Michael Kunze lebt in Hamburg. Als international anerkannter Autor ist er Mitglied der deutschen Dramatiker Union und der amerikanischen Dramatists Guild, Inc. Er arbeitet derzeit im Auftrag der Stage Entertainment an einem neuen Musicalprojekt.
www.storyarchitekt.com


Dennis Callahan (Choreographie)
Der Choreographie- und Regiemitarbeiter verschiedener Shows für die berühmte Radio City Music Hall in New York stammt aus Missouri, USA. Er kam 1988 erstmals nach Wien, um am Tanz-Gesang-Studio Theater an der Wien zu unterrichten und übernahm die Choreographie und Co-Regie bei Ein Käfig voller Narren an der Wiener Volksoper. Bei der Broadway-Produktion dieser Show war er zuvor als Dance Captain tätig. Seit 1994 choreographiert er alljährlich die beliebte Christmas Show der Radio City Music Hall. Seit 1996 hat war er mehrfach am Musicalsommer Amstetten beteiligt mit Blondel, Moby Dick und The Wild Party.
Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählen die Choreographien zu Harry Kupfers Welt-Uraufführungsinszenierungen bei den Vereinigten Bühnen Wien: Elisabeth und Mozart! am Theater an der Wien. Nach Grease in der Inszenierung von Michael Schottenberg am Raimund Theater war er dort auch an der Seite von Roman Polanski wesentlich am Erfolg der Uraufführung von Tanz der Vampire beteiligt. Die deutsche Erstaufführung der Show in Stuttgart im Jahr 2000 und die Inszenierung in Hamburg im Jahr 2003 wurden ebenfalls von Dennis Callahan choreographiert. Auch für das Musical Elisabeth in Essen im Jahr 2001 entwickelte er die Choreographie, genauso wie für die Deutsche Erstaufführung von Mozart! im selben Jahr in Hamburg. Im Jahr 2004 führte er Regie bei der Stuttgarter Produktion von Elisabeth und entwickelte im selben Jahr die Choreografie der Warschauer Produktion. Erst kürzlich führte er Regie beim Radio City Christmas Spectacular in Toronto.


Cornelius Baltus (Associate Director)
Cornelius Baltus ließ sich als Schauspieler an der Theaterschule Amsterdam sowie als Tänzer an der Scapino Ballettakademie in Amsterdam und am Institut für Bühnentanz in Köln ausbilden. Anschließend stand er als Tänzer in verschiedenen Modern Dance Companies und in Gastspielen, unter anderem an den Städtischen Bühnen Aachen, dem Tanzforum Köln und im Isländischen National Ballett auf der Bühne. Erste Musicalerfahrungen sammelte er in Amsterdam bei Cats und CABARET. Parallel zu seinem Bühnenengagement in Wien bei Cats und Das Phantom der Oper absolvierte er ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik, worauf erste Engagements als Opernsänger folgten, unter anderem in „Hänsel und Gretel“. Mit Hauptrollen in einer Deutschlandtournee von Hello Dolly sowie Kiss Me Kate in Mainz und Düsseldorf kehrte Cornelius Baltus zum Musical zurück. Nachdem er 1996 als Teil der Premierenbesetzung von Joseph and the Amazing Techncolour Dreamcoat im Essener Colosseum auf der Bühne stand, wurde er dort 1996 Künstlerischer Leiter.
Zurzeit ist Cornelius Baltus als Künstlerischer Leiter bei Disneys Der König Der Löwen im Hamburger Theater im Hafen tätig. Für die Produktion Tanz der Vampire war Cornelius Baltus als Associate Director bereits im Jahr 2000 am Aufbau der Stuttgarter Produktion beteiligt und 2003 verantwortlich für die Produktion der Show im Theater Neue Flora, Hamburg. 2005 führte er Regie bei der Inszenierung von Tanz der Vampire in Warschau, für 2007 ist, erneut in Zusammenarbeit mit Roman Polanski, eine weitere Inszenierung des Stückes in Budapest geplant.

Wussten Sie schon, dass…

… für die Herstellung der Vampirperücken im Musical TANZ DER VAMPIRE 15 kg Echthaar verwendet werden?
… auf der Bühne insgesamt 80 Paar Handschuhe mit 800 künstlichen Fingernägeln getragen werden?
… für die Vampirkostüme in TANZ DER VAMPIRE fünf Liter Nachtfarbe verarbeitet werden, damit die Blutsauger im Dunkeln unheimlich leuchten?
... für den Transport des Bühnenbilds und der Maschinerie von TANZ DER VAMPIRE insgesamt 20 LKWS benötigt wurden?
... die Schminkzeit von Graf von Krolock 1,5 Stunden beträgt?
... für TANZ DER VAMPIRE 10 Frauen mit Bärten in Männer verwandelt werden?
... 3 Blutbeutel pro Vorstellung für die Illusion des Halsbisses gebraucht werden und jeder Darsteller 2-5-mal umgeschminkt wird?

***

... bereits über 6,5 Millionen Menschen das Musical TANZ DER VAMPIRE besuchten?
... der Vampirfilm TWILIGHT – BIS(S) ZUM MORGENGRAUEN weltweit 392,616,625 US-Dollar einspielte und in Deutschland das höchste Einspielergebnis (23,7 Millionen Euro) außerhalb Nordamerikas erreichte?
... die Vampirserie TRUE BLOOD im Moment die erfolgreichste Serie des USamerikanischen Fernsehsenders HBO ist und mit dem Auftakt der fünften Staffel im Juni 2012 knapp 5,2 Millionen Bluthungrige vor den Fernseher lockte?
… Christopher Lee neunmal den bekannten Graf Dracula in Filmen dargestellt hat?

… das Wort „Upir“ (später „Vampir“) zum ersten Mal im Jahre 1047 schriftlich in Dokumenten auftaucht?
… der historische Graf Dracula, Vlad Tepes, Fürst der Walachei war und in seinem Fürstentum 500.000 Einwohner wohnten?

***

… es in Deutschland 22 verschiedene Fledermausarten gibt?
… die Gruppe der Vampirfledermäuse (Desmodontidae) die einzigen Säugetiere sind, die sich auf Blut als alleinige Nahrung spezialisiert haben?
… der Fressvorgang einer Vampirfledermaus nach dem Biss etwa 20–25 Minuten dauert und sie dabei circa 20 ml Blut aufnimmt?
… Vampirfledermäuse ihre Beute nicht nur durch Echo-Ortung, sondern auch durch einen extrem sensibel ausgeprägten Thermosinn aufspüren?
… die Männchen der Vampirfledermäuse solitär oder in Junggesellen-gruppen leben und nur zur Fortpflanzung in eine Weibchengemeinschaft aufgenommen werden?

***

... die Grundmasse von Blutwurst zu 20–40 % aus frischem Blut besteht?
... Knoblauch die Blutfettwerte senken soll?
... durch den Körper eines erwachsenen Menschen etwa 5 bis 6 Liter Blut fließen und Männer etwa 1 Liter mehr Blut als Frauen haben?
... am 14. Juni 2013 wieder Weltblutspendertag ist?
... Vampire in vielen Fällen Angst vor Wasser haben, Wände hochgehen können und ein Haus nur betreten, wenn sie darum gebeten werden?

Tanz der Vampire:
Das erfolgreichste deutschsprachige Musical, über 6,5 Millionen Zuschauer
Schminktipps für die Vampir-Party
TdVSchminktipps®StageEntertainment_Dirk Weyhenmeyer

Experten in Sachen Verwandlung zeigen, wie sich man oder frau in wenigen Schritten in einen schaurig-schönen Vampir verwandeln kann. Das perfekte Make-up wird in einzelnen Bildern dargestellt und mit kurzen Anleitungen erläutert. Damit die Maskerade vollständig wird, kommen die Haarpracht und das passende Kostüm selbstverständlich auch nicht zu kurz. Und, nicht zu vergessen, die Zähne! Für den perfekten Biss…

Wie werde ich zum Vampir?
(für Männer)

Benötigt wird:
- Make-up weiß
- Lidschatten aubergine, altrot, schwarz
- Kajal schwarz 
- Lipliner schwarz 
- Lippenstift schwarz
- Schwämmchen, kleiner Pinsel für die Augen
- Vampirzähne
- Perücke schwarz

Bild 1 – vorher

Bild 2 – Grundierung und Konturen
Zuerst wird das Gesicht und der Hals weiß grundiert. Die Augenbrauen müssen gut abgedeckt sein.
Die Augenbrauen werden mit einem schwarzen Kajalstift aufgemalt. Dabei von der Nasenwurzel beginnend einen dicken Strich zeichnen, der bis zum Ende des Auges stark ansteigt.

Bild 3 – Die Augen und die Lippen

Für den gruseligen Look werden die Augen rot umrundet. Dazu trägt man auf dem gesamten Lid und um das Auge herum Lidschatten in der Farbe Aubergine auf. Für gruselige Kontraste sorgt Lidschatten in Altrot unter dem Auge.
Abschließend mit einem kleinen Pinsel einen schwarzen Lidstrich unter dem Auge malen.

Bild 4 – Die Lippen

Die Lippen werden mit einem schwarzen Lipliner umrandet und mit schwarzem Lippenstift ausgemalt.
Um den Mund schief wirken zu lassen, die Farbe mit dem Finger leicht über die Unterlippen hinaus verwischen.

Bild 5 – Wangen, Stirn, Hals, Nase

Um als Vampir schön ausgemergelt und alt auszusehen, wird mit einem Schwämmchen schwarzer Lidschatten auf Wangen, Schläfen, Hals und unter dem Kiefer aufgetragen. Auch jeweils seitlich der Nase, des Munds und unter den Augen Schwarz auftragen.

Bild 6 – Perücke und Zähne

Was bei keinem Vampir fehlen darf: die spitzen Eckzähne.
Zusammen mit einer schwarzen Perücke ist Paul beinahe nicht wiederzuerkennen.

Bild 7 – Das Kostüm

Als Kostüm eignet sich natürlich ein schwarzer Umhang oder auch ein schwarzer Smoking mit weißem Hemd und roter Fliege.

Fotos: Dirk Weyhenmeyer, © Stage Entertainment

Wie werde ich zum Vampir?
(für Frauen)

Benötigt wird: 
- Make-up, Farbton „Alabaster“
- Lidschatten aubergine, altrot, schwarz
- Kajal schwarz 
- Lipliner schwarz 
- Lippenstift rot
- Schwämmchen, kleiner Pinsel für die Augen
- Vampirzähne
- Perücke schwarz

Bild 1 – los geht’s

Bild 2 – Grundierung
Zu Beginn kommt die Grundierung im Farbton „Alabaster“. Damit schminkt Eva ihr Gesicht inklusive Hals und Dekolleté. Danach gründlich abpudern.

Bild 3 – Die Konturen
Für ein schönes ausgehöhltes Gesicht mit Tiefe werden die Konturen mit dunkler Farbe betont. Der Mund wird ebenfalls dunkel geschminkt, außen schwarz und innen rot. Rokoko-Vampire können sich noch einen Schönheitsfleck aufmalen.
Wichtig: Alles nicht zu akkurat, schließlich kommt ein Vampir direkt aus dem Grab.

Bild 4 – Die Augenbrauen
Ziel: Gefährlich und sexy zugleich aussehen.
Dazu werden die tiefschwarzen Brauen besonders eckig und höher als die eigenen Augenbrauen gezeichnet.
Diese werden mit heller Schminke kaschiert.

Bild 5 – Die Augen
Hier wird Lidschatten in den Farben Aubergine (außen) und Schwarz (innen) aufgetragen. Der schwarze Lidstrich wird weit über das Auge hinausgezogen. Dann noch viel schwarze Wimperntusche
Auch hier alles schön asymmetrisch.

Bild 6 – Linien und Schatten
Für ein richtig totes Aussehen werden die natürlichen Linien und Schatten im Gesicht betont. Dazu die Augenringe mit auberginefarbenem Lidschatten nachzeichnen, verwischen, und dann noch mit schwarz nachziehen.
Für blutunterlaufene Augen mit roter Schminke unter den Augen eine Linie ziehen und verwischen.

Bild 7 – Perücke und Zähne
Die Perücke wird mit etlichen Haarnadeln festgesteckt, damit sie auch sicher hält.
Ganz besonders wichtig sind natürlich noch die spitzen Eckzähne.

Fotos: Dirk Weyhenmeyer, © Stage Entertainment

 

Tarzan®

Basierend auf dem Disney Film von 1999 und der Erzählung von Edgar Rice Burroughs

Buch: David Henry Hwang
Musik: Phil Collins

Uraufführung: 10. Mai 2006, New York (Richard Rodgers Theatre; Spielzeit bis 8. Juli 2007)
Deutsche Erstaufführung: 19. Oktober 2008 (Hamburg, Theater Neue Flora; Spielzeit bis 2. Oktober 2013)
Oberhausen-Premiere: 6. November 2016
Stuttgart-Premiere: 21. November 2013 (bis 28. August 2016)

Das Disney Kreativteam in alphabetischer Reihenfolge:

Music Supervisor:
Jim Abbott
Aerial Design: Pichón Baldinu
Synthesizer Programmer: Andrew Barrett
Soundscape (Geräuschkulisse): Lon Bender
Orchestrierung: Doug Besterman
Musikproduzent / Gesangsarregements: Paul Bogaev
Perücken Design: David Brian Brown
Musik und Songtexte: Phil Collins
Special Creatures: Ivo Coveney
Regisseur, Set- und Kostümdesign: Bob Crowley
Make Up Design: Naomi Donne
Skript: David Henry Hwang
Lighting Designer: Natasha Katz
Associate Director: Jeff Lee
Associate Producer: Marshall B. Purdy
Technical Supervisor der Firma Production Glue: Matthew Richman
Production Supervisor: Clifford Schwartz
Sound Design: John H. Shivers
Fight Director: Rick Sordelet
Choreograph: Sergio Trujillo

Disneys Hit-Musical TARZAN® ab Herbst 2016 in Obernhausen

Oberhausen wird der nächste Spielort für Disneys Hit-Musical TARZAN! Die Premiere wird am 6. November 2016 im Herbst im Stage Metronom Theater am CentrO Oberhausen stattfinden. Mit Disneys Musical TARZAN zeigt Stage Entertainment das aufwändigste je in Oberhausen aufgeführte Musical. Weltstar und Komponist Phil Collins freut sich, dass seine sensationelle Show in NRW gezeigt wird: „Das macht mich unglaublich stolz! Seit 1995 ist TARZAN zu einem Teil meines Lebens geworden. Es ist einfach unglaublich, dass das Musical in Deutschland ein derart großer Publikumsmagnet ist und 2016 endlich auch in die Metropole Ruhr kommt. Das ist alles, was man sich als Komponist erträumt. Es ist, als wenn ein Kind heranwächst.“

Im Wettbewerb um das spektakuläre Musical von Phil Collins hat sich die Neue Mitte Oberhausen gegen zahlreiche internationale Metropolen, wie Moskau, Paris oder Mailand durchgesetzt. Für Oberhausen bedeutet Disneys Musical TARZAN einen großen Vertrauensbeweis. „Disney und Stage Entertainment sind überzeugt vom Standort Oberhausen. Dieses atemberaubende Musical ist wie gemacht für NRW, das bevölkerungsreichste Bundesland. Die einzigartige Inszenierung mit spektakulären Flugelementen über den Köpfen der Zuschauer wird in dem großen Saal des Stage Metronom Theaters hervorragend zur Geltung kommen“, so Uschi Neuss, Geschäftsführerin von Stage Entertainment Deutschland.

Disneys Musical TARZAN feierte seine umjubelte Deutschlandpremiere am 19. Oktober 2008 im Stage Theater Neue Flora in Hamburg. Nach Disneys ‚Der König der Löwen‘ war es mit einer Spielzeit von fünf Jahren das zweiterfolgreichste Musical für Stage Entertainment in Hamburg. Im Stuttgarter Stage Palladium Theater hatte das Musical am 22. November 2013 Premiere. Der Umzug in die Schwabenmetropole war der bis dato aufwändigste Musicalumzug für Stage Entertainment. Im Herbst 2016 wird Disneys Musical TARZAN in der Metropole Ruhr Premiere feiern.

Disneys Musical TARZAN definiert den Begriff „Musical“ völlig neu. Die Grenzen zwischen Publikum und Bühne verschwimmen. Die Darsteller agieren nicht nur auf dem Bühnenboden, sondern auch im gesamten Theatersaal über den Köpfen des Publikums. Mit dieser atemberaubenden Luftakrobatik, überraschenden Lichteffekten, fantasievollen Kostümen und mitreißender Musik lässt Disneys Musical TARZAN die faszinierende und geheimnisvolle Welt des Dschungels lebendig werden. Erzählt wird die legendäre Geschichte des jungen Lord Greystoke, der nach seinen Wurzeln sucht und dabei die große Liebe findet.

Weltstar Phil Collins komponierte für den gleichnamigen Disney-Zeichentrickfilm die preisgekrönte Musik. Collins Song „You’ll be in my heart“ wurde mit einem Grammy, einem Golden Globe und einem Oscar ausgezeichnet. Trotz seines weltweiten Erfolges als Drummer und Sänger der Band Genesis und seiner ebenso erfolgreichen Solokarriere war es für Phil Collins eine Herausforderung, für ein Musical die Musik zu schreiben. „Dass ich gefragt werden würde, an so etwas wie TARZAN mitzuwirken, hätte ich nie erwartet“, erzählt der Musiker. Von Anfang an war er Teil des Kreativteams und hat TARZAN eine ganz eigene musikalische Note gegeben. „TARZAN ist mein Baby und ich bin sehr stolz darauf, dass wir eine so grandiose Show auf die Bühne gebracht haben“, sagt der Weltstar.

Tarzans Geschichte ist weltberühmt und hat bis heute viele Generationen begeistert: Nach einem Schiffbruch nahe der Küste Afrikas, wird der kleine Tarzan mit seinen Eltern an einen menschenleeren Strand gespült. Vater und Mutter werden Opfer eines Leopardenangriffs und das Kind bleibt als Waise zurück. Das Gorilla-Weibchen Kala nimmt sich seiner an und zieht ihn in der Gemeinschaft der Affen groß. Nicht allen ist er gleichermaßen willkommen. Clan-Oberhaupt Kerchak sieht ihn als Eindringling, der eine Gefahr für seinen Stamm darstellt. Und auch Tarzan spürt, dass seine Wurzeln eigentlich woanders liegen. Jahre später trifft eine Expedition im Dschungel ein und Tarzan – mittlerweile ein junger Mann – steht zum ersten Mal Menschen gegenüber. Unter ihnen ist die hübsche Jane. Diese Begegnung ist der Anfang einer großen Liebe, die sie schon bald vor die wichtigste Entscheidung ihres Lebens stellt.

Vor über 100 Jahren wurde Tarzan erfunden. Sein Schöpfer war der Amerikaner Edgar Rice Burroughs. 1912 veröffentlichte Burroughs die Abenteuergeschichte als Magazin, zwei Jahre später erschien die Buchausgabe. Es folgten Filme, Theaterstücke und nicht zuletzt die Comics und Bücher, die sowohl Abenteuer als auch Romantik harmonisch miteinander verbindet. All‘ das macht Tarzan zu etwas ganz Besonderem! Schon 104 Jahre lang erfreut die Geschichte mehrere Generationen.

Facts and Figures ~ Die Welt hinter dem Dschungel:

-
Während der gesamten Show werden 620 Einsatzbefehle (sogenannte „Cues“) an Darsteller und Techniker gegeben.
- Davon sind allein 130 Cues für die szenischen Verwandlungen auf der Bühne vorgesehen.
- Ein Großteil der Szenen wird durch Lichtstimmungen gestaltet. So kommen 400 Lichtverwandlungen zum Einsatz.
- Über 250 Movinglights sorgen dafür, dass die Darsteller an jeder Position auf oder über der Bühne und dem Zuschauerraum perfekt ausgeleuchtet werden können.
- Die szenischen Vorgänge im Bühnenraum und über den Zuschauern werden von 25 Infrarotkameras kontrolliert und überwacht.
- 20 Personen sind jeden Abend im Einsatz um die manuellen szenischen Verwandlungen zu koordinieren und den reibungslosen Ablauf der Show zu gewährleisten.
- Bei jeder Show arbeiten vier speziell ausgebildete Höhenarbeiter hinter der Bühne. Sie sorgen als Flugsicherheitsmanager für die Sicherheit der Darsteller.
- Die Bungee-Seile werden jeden Tag aus einem verschlossenen Stahlsafe geholt und nach Gebrauch wieder dort eingeschlossen, damit sie nicht beschädigt werden können.
- Die Belastbarkeit des Materials, aus dem die Flugseile gefertigt sind, entspricht der von Seilen, die auf Segelyachten beim Admirals-Cup benutzt werden.
- Im Verlauf der Show kommen 85 motorische und hydraulische Maschinen zum Einsatz.
- Die Bühnenmaschinerie benötigt inklusive der Lichtanlage eine Stromstärke von circa 2200 Ampere pro Vorstellung.


So fliegt Tarzan:

-
Nur 20% der Zeit verbringt Tarzan auf dem Bühnenboden – damit bewegt er sich fast die ganze Zeit an Seilen über der Bühne und dem Zuschauerraum!
- Während der Show werden ca. 300 Einsätze (sogenannte „Cues“) für Flugbewegungen von Personen gegeben. Dabei ist die Cueabfolge teilweise so schnell, dass die Anweisungen nur noch über Lichtimpulse einer Lichtzeichenanlage weitergegeben werden können.
- Fünf Flugwerke über der Bühne sorgen für die perfekte Flugillusion im Bühnenraum.
- Um den Darstellern größtmögliche Bewegungsfreiheit in der Luft zu geben sind auch im Zuschauerraum drei bis zu 30 Meter lange Flugbahnen installiert.
- Bei den Flugszenen überwinden die Darsteller bis zu 14 Meter Höhenunterschiede.
- Für die Flugszenen wurde in Argentinien ein spezielles Fluggeschirr entwickelt, das den Darstellern in der Luft eine 360o Rotation um die eigene Achse ermöglicht.
- Um die gesamten Flugszenen zu realisieren, werden über 16.000 Meter Seil benötigt.
- Über der Bühne befinden sich zehn „Drop Points“, durch die die Darsteller aus der Decke fallen, um sich an Seilen über die Bühne zu schwingen.
- Auch im Zuschauerraum sind über den Köpfen der Zuschauer mehrere „Drop Points“ installiert.
- Der Bühnenraum ist umlaufend mit dreilagigen aufblasbaren Luftkammern („Inflatables“) gepolstert, die permanent mit 400 m3 Luft befüllt werden. Sie ermöglichen den Darstellern, sich im Flug von den Wänden abzustoßen ohne sich zu verletzen.
- Die Gerüstkonstruktion hinter dem Bühnenbild könnte ein Hochhaus vollständig einhüllen.
- Der Bühnenboden ist komplett mit Schaumstoff gepolstert und mit handbemaltem Teppich verlegt, da die meisten Darsteller barfuss agieren.

www.stage.de

© Stage Entertainment

Tell me on a Sunday

Musik:
Andrew Lloyd Webber
Liedtexte: Don Black
Deutsch von: Michael Kunze

Tintenherz – Das Musical

Von:
Cornelia Funke

Für die Bühne bearbeitet von: Moritz Seibert & Marco Dott
Musik von: Valerie Joy Simmonds & Stephan Witt

Uraufführung: 1. September 06 (Bonn, Junges Theater)

Zur Inszenierung des Jungen Theater Bonn:

Zum Inhalt:
Plötzlich ist nichts mehr so wie zuvor im Leben der zwölfjährigen Meggie: In einer stürmischen Nacht taucht ein unheimlicher Gast bei ihr und ihrem Vater Mo auf. Er scheint ein alter Bekannter von Mo zu sein, nennt sich Staubfinger und warnt Mo vor einem gewissen Capricorn, von dem Meggie noch nie zuvor gehört hat. Fluchtartig verlässt Mo am nächsten Morgen das Haus und reist mit Meggie zu ihrer Tante Elinor. Obwohl Maggie versucht, die Wahrheit über diese merkwürdigen Zusammenhänge zu erfahren, schweigt ihr Vater beharrlich.

In der kostbaren Bibliothek von Tante Elinor versteckt Mo das Buch, auf das es Capricorn abgesehen hat. Aber auch dort ist es nicht sicher, denn das geheimnisvolle Buch steht längst im Mittelpunkt eines magischen und atemberaubenden Abenteuers – eines Abenteuers, das in ein kleines ligurisches Bergdorf und die Welt der Bücher entführt und in dessen Verlauf Meggie nicht nur das Geheimnis um Zauberzunge, Staubfinger und Capricorn löst, sondern auch selbst in große Gefahr gerät…

Zur Musik:
Stilistisch entspricht die Musik dem Format des Contemporary Musical mit eindeutigen Elementen aus Pop und Rock. Der elegante Stil des Komponistenpaares Simmonds & Witt berücksichtigt eingängige Melodien ebenso wie dramaturgische und choreographische Funktionalität.

Zum Roman:
Tintenherz ist bisher der erfolgreichste Roman von Cornelia Funke, der damit auch international der Durchbruch gelang und sie zur erfolgreichsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorin weltweit machte. Das Junge Theater Bonn, das bereits Cornelia Funkes ‚Herr der Diebe’ und ‚Drachenreiter’ uraufführte, wird Tintenherz exklusiv als Musical in deutscher Sprache produzieren ‚Tintenherz’ erschien zeitgleich in Deutschland, England, USA, Australien und Kanada. Der Roman stand Monate lang ganz oben auf den Bestseller-Listen sowohl in Deutschland als auch in USA und ist national wie international ein großer Erfolg. Die Produktionsfirma ‚New Line’, die zuletzt Tolkiens ‚Herr der Ringe’ verfilmt hat, bereitet derzeit eine internationale Verfilmung mit Brendan Fraser in der Rolle des Mo vor.
Auch in den Feuilletons wurde ‚Tintenherz’ begeistert besprochen. Für Monika Osberghaus von der Frankfurter Allgemeinen "gehören die federnden, sicheren Schritte, mit denen Cornelia Funke ihre Figuren in aller Ruhe durch die Nacht auf den vom Feuer erleuchteten Schluß zuführt, zum Besten, was man in Kinderbüchern finden kann.".
Und Klemens Kindermann schreibt im SPIEGEL: "Auch der neue Funke ist ein erzählerischer Lustgarten, ein buntes Abenteuer-Kaleidoskop, eine Hommage an das Buch an sich und an die verkannte Kunst des Vorlesens. Vor allem aber ist es eine atemlose Geschichte voller Feuer."

Zur Produktion:
Das Junge Theater Bonn produziert ‚Tintenherz’ als aufwändiges Musical. Genau wie der Roman wird sich auch diese Bühnenadaption an ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen richten - mit einer großen Besetzung in der einzigartigen Mischung aus professionellen Schauspielern und professionell angeleiteten Kindern, die die Kinderrollen spielen. Das JTB wird bei dieser Produktion eine Live-Band einsetzen.

Zur Verfilmung:
Das amerikanische Studio New Line wird Cornelia Funkes 'Tintenherz' demnächst verfilmen. Iain Softley ("The Skeleton Key") wird das Drehbuch von David Lindsay-Abaire inszenieren. Die Dreharbeiten sollen im Frühjahr/Sommer 2006 beginnen, mit Brendan Fraser in der Hauptrolle des Mo. Der Kinostart in USA ist für das Frühjahr 2007 geplant, meldet das Branchenblatt 'Variety'.

Weitere Infos: www.jt-bonn.de

Titanic

Buch:
Peter Stone
Musik & Texte: Maury Yeston

Uraufführung: 23. April 1997 (New York, Lunt-Fontanne Theatre; 804 Vorstellungen)
Deutsche Erstaufführung: 8. Dezember 2002 (Hamburg, Neue Flora, Derniere: 5. Oktober 03)
Österreichische Erstaufführung: 20. Juli 12 (Staatz
Schweizer Erstaufführung: 10. Juli 2012 (Thun, Thunerseespiele)

Zur Inszenierung der Bad Hersfelder Festspiele:

Premiere:
  14. Juli 17

Inszenierung: Stefan Huber
Musikalische Leitung: Christoph Wohlleben

Nach den großen Musical-Klassikern zeigen die Bad Hersfelder Festspiele in 2017 zum ersten Mal die atemberaubende, mitreißende Geschichte über Größenwahn, Selbstüberschätzung und Untergang.

Als die Titanic am 10. April 1912 den Hafen von Southampton zu ihrer Jungfernfahrt nach New York verlässt, gilt sie als das größte und sicherste Passagierschiff der Welt. Vier Tage später kollidiert sie mit einem Eisberg und reißt bei ihrem Untergang knapp 1.500 Menschen in den Tod. Noch 104 Jahre nach dem Ablegen des Ozean-Riesen in South Hampton lebt der Titanic-Mythos in Büchern, Filmen und einem grandiosen Musical weiter. Die wahre Geschichte der Titanic und der Menschen, die mit ihr reisten, ist in dem Musical TITANIC zu sehen.
Titanic ist großes Musiktheater von mitreißenden Solonummern bis hin zu bombastischen Ensemblestücken.

Tickets und Informationen: Telefon +49 6621 640200
www.bad-hersfelder-festspiele.de 

Zur Produktion der Stage Entertainment:

Premiere:
8. Dezember 2002 (Hamburg, Neue Flora)

Regie: Eddy Habbema
Choreografie: Kim Duddy
Bühnenbild: Eric van der Palen
Kostüme: Yan Tax
Licht: Reinier Tweebeeke
Musikalische Leitung: Bernhard Volk

Das TITANIC_Ensemble:

Schiffscrew:

Kapitän E.J. Smith:
Michael Flöth
Heizer Frederick Barrett: Patrick Stanke
Funker Harold Bride: Jens Janke
Stuart 1. Klasse Henry Etches: Leon van Leeuwenberg
Nachtwache Frederick Fleet: Norbert Kohler
Bandleader Wallace Hartley/Joseph Bell: Christopher Morandi
1. Offizier William Murdoch: Henrik Sehnert
2. Offfizier Charles Lightoller: Stefan Voigt
3. Offizier Herbert Pitman, Major: Heiko Stang
Quartiersmeister Robert Hitchens / Musiker: Oleh Vynnyk
4. Offizier Joseph Boxhall / Jay Yates: Kristian Vetter
Chefsteward Andrew Latimer: Ole Lehmann
Bellboy: Stefan Stara
Steward / Tänzer: DaMico Michael Kemper
Stewardess / Tänzerin: DaMico Katarina Trinkewitzova


1. Klasse Passagiere:

Ingenieur Thomas Andrews: Carsten Lepper
Eigentümer Titanic J. Bruce Ismay: Robin Brosch
Passagier 1. Klasse Isidor Straus: Robert Lenkey
Passagierin 1. Klasse Ida Strauss: Marina Edelhagen
J.J.Astor: Erwin Bruhn
Madeleine Astor: Martina Rumpf
Benjamin Guggenheim: Ulrich Talle
Madame Aubert: Henrika Fabian
George Widener: N.N.
Eleanor Widener: Karin Westfal
John B. Thayer: Mathias Sanders
Marion Thayer: Evelyn Werner
Jack (9 Jahre): N.N.
Charlotte Cardoza: Masha Karell


2. Klasse Passagiere:

Alice Neane:
Iris Schumacher
Edgar Beane: Martin Haberger
Charles Clarke: Björn Breckheimer
Caroline Neville: Nicole Baumann


3. Klasse Passagiere:

Kate McGowan:
Jasmin Madwar
Jim Farrell: Marius Sverrisson
Kate Murphey: Simone Geyer
Kate Mullins: Jessica Kessler


In weiteren Positionen:

Claudia Beeler / Diana Böge / Yvonne Disqué / Daniela Wildprad / Michael Clauder / Sebastian Kraft / Marcel Meyer / Harald Kratochwil / Klaus Meile / Lucius Wolter

Besprechung auf kulturfreak.de

Als die Titanic am 10. April 1912 den Hafen von Southampton zu ihrer Jungfernfahrt nach New verließ, galt sie als das größte, schnellste und sicherste Passagierschiff der Welt. Ein “unsinkbares” Traumschiff, dass in 6 Tagen den Atlantik überqueren sollte, mit 2.228 Menschen an Bord, 914 Besatzungsmitgliedern und 1.314 Passagieren. Als sie am 14. April um 23.40 Uhr mit einem Eisberg kollidierte und bei ihrem Untergang 1.517 Menschen in die Tiefe riss (nur 713 überlebten), wurde sie zum Symbol einer Epoche, in der der Glaube der Menschen an die ungeahnten Möglichkeiten des technischen Fortschritts und an die Beherrschung der Naturgewalten an ihre Grenzen stieß. Der Titanic Mythos lebt in Büchern, Filmen, Ausstellungen und in dem ab Dezember 2002 in Hamburg gespielten, mehrfach preisgekrönten Broadway Musical TITANIC weiter.

© Stage Entertainment
Foto: Stage Entertainment

Genau 85 Jahre nach dem Ablegen des Ozeanriesen hatte das 10 Millionen Dollar Bühnenspektakel am 23. April 1997 im New Yorker Lunt-Fontanne Theater Premiere, wo es fünf der begehrten Tony Awards für die besten Leistungen in allen nominierten Kategorien erhielt: Bestes Musical, Beste Musik, Bestes Buch, Beste Orchestrierung, Bestes Bühnenbild. In Hamburg, in der NEUEN FLORA wird TITANIC ab Dezember 2002 als deutschsprachige Erstaufführung des Musicals vor Anker gehen. Peter Stone hat das Buch zu TITANIC-Das Musical geschrieben. Er hat 14 Broadway Shows und 25 Filme gedreht und ist der einzige amerikanische Autor, der sowohl einen Tony, einen Oskar, als auch einen Emmy Award für seine künstlerischen Leistungen erhielt. Mit dem Komponisten und Texter Maury Yeston, dessen Songs durch Künstler wie Placido Domingo, Gloria Estefan und Barbara Streisand zu Ruhm gelangten, fand er den geeigneten Partner. Maury Yestons Kompositionen verdichten die ergreifende Geschichte in einer prachtvollen, opernhaften Partitur, die besonders durch die überwältigenden Chöre für ein Gänsehaut-Feeling sorgt. Die Hamburger Produktion wird von Wolfgang Adenberg übersetzt.

TITANIC-Das Musical ist ein Ensemblemusical, und ein Stück für ein großes, klassisch besetztes Orchester. Es ist technisch beeindruckend, spektakulär, berührend, voll Humor und Fahrt, mit gewaltigen Gesangs- und Tanzpartien. Es erzählt, anders als das später gedrehte, mehr personenbezogene, bombastische Hollywood-Leinwandepos von James Cameron, wahrheitsgetreu und basierend auf Fakten, die Geschichte des Unterganges der als unsinkbar beschriebenen Titanic; aus den Augen ihrer Crewmitglieder und der Passagiere in der ersten, zweiten und dritten Klasse. Es ist ein Musical über den Kapitän, Edward J. Smith, dem die Routine zum Verhängnis wurde, über den Titanic Reeder, Antreiber und schließlichen Feiglings, J. Bruce Ismay und über Thomas Andrews, den Konstrukteur des Luxusliners, der wie kein anderer das Drama von der anfangs grenzenlosen Begeisterung bis zur bodenlosen Verzweiflung am Ende erlebt. Alle drei haben Anteil an der Tragödie. Aber es ist auch die Geschichte des Heizers, der wusste, dass das Schiff zu viel Fahrt machte, des Funkers, der versucht,  andere Schiffe zu alarmieren; des Mannes im Krähennest hoch oben im Mast, der den unheilbringenden Eisberg zu spät sieht, weil er kein Fernglas hatte. TITANIC-Das Musical stellt drei irische junge Frauen vor, die auf ein besseres Leben in Amerika hoffen; aber auch eine Anzahl der reichsten Menschen der Welt, die auf der Titanic in einer Welt voller Luxus und Überfluss schwelgten. Bis in der Nacht vom 14. auf den 15. April 1912, Irrsinns-Geschwindigkeit und Übermüdung, dem Leben, der Liebe, dem Verlangen und den Wünschen hunderter Menschen ein Ende setzte.

TITANIC-Das Musical beginnt mit der Jungfernfahrt von England nach Amerika und endet mit den Überlebenden aus den Rettungsbooten, die von der Carpathia aufgenommen wurden. Die meisten Personenrollen im Musical haben wirklich existiert, z.B. Edward.J. Smith (der Kapitän), J. Bruce Ismay (Direktor der White Star Line), Thomas Andrews (der Konstrukteur), Frederick Barrett (der Heizer) und Harold Bride (der Funker), das Ehepaar Strauss (Inhaber der Kaufhauskette Macy’s ), der Jetsetgründer J.J. Astor und ein echter Guggenheim. Einige Rollen wurden aus dramaturgischen Gründen zugefügt, aber auch sie nach der getreuen Wiedergabe von anwesenden Passagieren und Besatzungsmitgliedern jener Zeit. Das Theaterpublikum erlebt mit den Mitreisenden der Titanic jeden Augenblick des Schiffsdramas in den einzelnen Klassen.

Der erste Akt steht ganz im Zeichen der Festlichkeiten zur Jungfernfahrt des größten, luxuriösesten, sichersten Schiffes der Menschheitsgeschichte. Der zweite Akt ist der genaue Gegensatz: eine ergreifende Aneinanderreihung von Versäumnissen, Zweifeln, Angst und Panik unter den Passagieren und der Crew, bis das unvermeidbare Unglück bis zum letzten durchgedrungen ist. Plötzlich sind die Klassenschranken zwischen denen, die es geschafft haben und denen, die es noch schaffen wollen aufgehoben. Zum Schluss sind alle gleich, Menschen mit ihren Stärken und Schwächen, egal ob Geldaristokrat, Auswanderer oder Maschinist, nur die Chancen zu überleben sind es nicht.

 © Stage Entertainment

The Who’s Tommy

Musik:
Pete Townshend
Buch: Pete Townshend und Des McAnuff
Song-Texte: Pete Townshend
Zusätzlicher Text und Musik: John Entwistle und Keith Moon
Deutsche Fassung: Anthony Gebler

Uraufführung: 22. April 1993, St. James Theatre, New York
Deutsche Erstaufführung: 28. April 1995, Musiktheater an der Goethestraße, Offenbach
Originalrechte: Music Theatre International, New York
Deutsche Rechte: Musik und Bühne Verlagsgesellschaft mbH, Wiesbaden

Die Rocklegende Pete Townshend von der erfolgreichen Band “The Who" erzählt in seinem Musical “Tommy" die Geschichte eines blinden Jungen, der trotz seiner Behinderung zum König der Flipperspieler aufsteigt.
“Tommy" war in den sechziger Jahren zunächst als Rockoper konzipiert. Die sich die Musical-Fassung entwickelte eine brillante Form, die als “MTV des Broadway" bezeichnet wurde. Dynamische und energiegeladene Klänge verbinden sich zu einer Rock-Show, die vor allem bei einem jugendlichen Publikum großen Anklang findet.
Die Titel “It’s a Boy", “Amazing Journey" und “I‘m Free" stürmten die Hitparaden und machten “Tommy" auch außerhalb der Bühnenfassung bekannt.
[© Text: Verlag Musik & Bühne, Wiesbaden]

Herausragende Lieder:

- See Me, Feel Me
– Sensation
– Acid Queen
– Pinball Wizard
– I Believe My Own Eyes
- I’m Free
– Listening To You

Zur Inszenierung des Landestheater Linz:

Premiere:
24. April 15

Musikalische Leitung: Kai Tietje
Inszenierung: Gil Mehmert
Choreografie: Simon Eichenberger
Bühne und Kostüme: Beatrice von Bomhard
Dramaturgie: Arne Beeker

Besetzung:

Tommy:
Riccardo Greco
Mrs. Walker: Daniela Dett
Captain Walker: Alen Hodzovic
Onkel Ernie: Rob Pelzer
Cousin Kevin: Konstantin Zander
Sally Simpson, Ensemble: Barbara Obermeier
Ensemble: Ariana Schirasi-Fard
Acid Queen, Ensemble: Anastasia Bain
Teddy Boy 1, Ensemble: Sven Fliege
Teddy Boy 2, Ensemble: Johan Bech
Streuner, Ensemble: Shane Dickson
Liebhaber, Ensemble: Jens Petter Olsen
Ensemble: Peter Knauder, Thomas Karl Poms, Philip Ranson, Maria-Danaé Bansen, Sarah Baum, Ana Lourdes Geneblazo, Clara Mills-Karzel, Nina Weiß

www.landestheater-linz.at

Zur Inszenierung des English Theatre Frankfurt:

Premiere:
12. November 11
Spielzeit bis: 1. April 12

Regie: Ryan McBryde
Musikalische Leitung: Thomas Lorey (auch Keyboards & Piano)
Bühnenbild: Diego Pitarch
Licht: Ben Cracknell
Ton: Stephan Weber / David Horn
Video: Tapio Snellman
Kostüme: Eva Weinmann
Coreogrefie: Drwew McOnie

Cast:

Tommy / Narrator:
Leo Miles
Captain Walker: Mark Powell
Mrs Walker: Natalie Langston
Uncle Ernie, Fighter Pilot: Jamie Tyler
Cousin Kevin, Fighter Pilot, Doctor: Giovanni Spanó / Craig Rhys Barlow (ab 14. Februar 12)
Nurse, Fighter Pilot, Kevin\'s Mother ,Local Lass, Lab Technician, Gypsy, Reporter, Disciple, Mrs Simpson: Jemma Alexander / Melanie Bright (ab 14. Februar 12)
Assistant Specialist, Aide, Fighter Pilot, First Policeman, Doctor, Kevin\'s Father, Local Lad, Gyspy, Reporter, Disciple, Mr Simpson: James Ballanger /  Chris Theo-Cook (ab 14. Februar 12)
Nurse, Fighter Pilot, Minister\'s Wife, Local Lass, Lab Technician, Gypsy Queen, Reporter, Disciple: Kimmy Edwards
Specialist, Fighter Pilot, Judge, Minister, Gypsy King, News Vendor, TV Interviewer, Diciple: Shimi Goodman / Joel Elferink (ab 14. Februar 12)
Nurse, Fighter Pilot, Young Sally, Lab Technician, Gypsy: Katy Hards / Tanya Stephens(ab 14. Februar 12)
Doctor, Fighter Pilot, First Officer, Lover, First Congregation, Family Member, Local Lad, Lab Technician, Gypsy, Security Guard: Simon Hardwick
Fighter Pilot, Second Officer, Second Policeman, Doctor, Second Congregation, Family: Callum Train / Craig Perry (ab 14. Februar 12)

Tommy 6 Jahre: Béla Hill, Elias Klockow, Emanuel Konietzny, Dario Liotta, Jascha Mössle, Emil Scharfenberg, Devin Schneider, Max Schwartkopff
Tommy 12 Jahre: Maximilian Atta, Moritz Florschütz, kevin Funk, Jan Ole Hellwig, Oliver Ife, Lewis Lenk, Leo Stiebeling, Tim Taucher

“on stage swing“ (Abdecken aller männlichen Rollen bei Ausfall eines Darstellers): Daniel Haslam (ab 14. Februar 12)

Band:

E-Bass: Stefan Kreuscher
Akustik- und E-Gitarre: Christian Lauterbach / Kai Picker
Schlagzeug: Thomas Elsner
Keyboard: Thomas Lorey / Samuel Schroth / Markus Wessel

Besprechung auf kulturfreak.de


The Who’s Tommy

English Theatre Frankfurt
Cousin Kevin (Giovanni Spanó) und Ensemble
© Bobby Anders

Die legendäre Rockoper „Tommy“ – endlich wieder in Frankfurt!
Vom 12. November 11 bis zum 1. April 12 rockte die Musik von The Who das English Theatre.
Das britische Ensemble der Rockoper „Tommy“ kam frisch und energiegeladen aus London, dem Geburtsort der britischen Kultband „The Who“. Im Flower-Powerjahr 1969 veröffentlichten „The Who“ mit ihrem Konzeptalbum „Tommy“ einen Meilenstein in der Musikgeschichte. Das Album wurde 1998 in die „Grammy Hall of Fame“ mit über 20 Millionen verkauften CDs aufgenommen. Pete Townshend, Gitarrist und kreativer Kopf der Gruppe, erfand die Geschichte des Tommy Walker.

Als Kind sieht Tommy Walker einen Mord mit an – mit verheerenden Auswirkungen. Durch dieses Trauma wird Tommy blind, taub und stumm. Er wird von vermeintlichen Freunden und sogar seiner Familie über Jahre misshandelt. Schließlich wird Tommy wie durch ein Wunder zum „Pinball Wizard“ (Flipperkönig) und versammelt bald als Heilsbringer eine große Anhängerschaft um sich. Doch auch als Star nutzt man ihn aus. Als er das erkennt, beschließt er, alles radikal zu ändern...
Das Album von „The Who“ war so erfolgreich, dass es 1975 unter der Regie von keinem geringeren als dem Starregisseur Ken Russel verfilmt wurde. Der Film versammelt Showbiz-Giganten wie Tina Turner (Acid Queen), Eric Clapton, Jack Nicholson und Elton John (2 Oscar Nominierungen).

Die Geschichte von Tommy hat unbändiges Potential – 1993 steckten Pete Townshend und Des McAnuff ihre kreativen Köpfe zusammen und schrieben die Rockoper Tommy, die im selben Jahr am Broadway uraufgeführt wurde. Insgesamt spielte das Stück 889 Aufführungen am Broadway und gewann 5 Tony Awards sowie einen Lawrence-Olivier-Award.

Meldung zur Derniere:
„The Who’s Tommy“ feiert größten Erfolg am English Theatre ~ Das umjubelte Musical erreicht 98 Prozent Auslastung
Das English Theatre Frankfurt freut sich darüber, noch vor Ende der Spielzeit 2011/2012 eine Erfolgsmeldung zu bringen: das Rockmusical THE WHO’S TOMMY feiert den größten Erfolg in der 30jährigen Geschichte des Theaters. Das Musical erreichte bereits mehrere Wochen vor Spielende die 98 Prozent-Marke.
Für die 125 Vorstellungen wurden insgesamt knapp 37.000 Karten gekauft. Damit überholt TOMMY das bis dato erfolgreichste Musical CABARET (2004/2005), das etwa 25.000 Zuschauer zählte.
Die Dernière am vergangenen Sonntag, dem 1. April 12, bedeutete jedoch noch lange nicht das Ende von TOMMY. Denn das Frankfurter Ensemble wird ab dem 18. April 2012 auf internationale Tournee gehen und dabei in achtzehn europäischen Städten zu bestaunen sein. Zu den Veranstaltungsorten gehören unter Anderem das Deutsche Theater in München, die Wiener Stadthalle, das Vorst Nationaal in Brüssel, der Admiralspalast in Berlin und der Kulturpalast in Dresden.
Auch dies ist ein historischer Moment für das Theater, denn zum ersten Mal geht eine Produktion aus eigenem Hause auf Tournee (siebe auch oben).  [© English Theatre Frankfurt]

www.english-theatre.de

The Who´s Tommy – Das Musical on Tour

1969 revolutionierte Pete Townshend – Gitarrist und Sänger der Gruppe “The Who” - mit der ersten Rockoper überhaupt das Rock´N`Roll Business. Die Fans wie auch die Presse waren begeistert von diesem einzigartigen Werk. Millionenverkäufe an Videos, Schallplatten, CDs und DVDs dokumentieren dies eindrucksvoll.

Mitte der 90er Jahre wurde die Rockoper zum ersten Mal als Musical an den Broadway in New York und ins West End Londons gebracht – mit überwältigendem Erfolg. Auch in Deutschland wurde das Musical in Offenbach für 2 Jahre platziert.

“Miracle Musics” und WiV Entertainment produzieren diese Rockoper als Tourneeproduktion für den europäischen Kontinent, was die vielen Fans von “The Who” und Tommy im speziellem, mehr als begeistern dürfte. Die Inszenierung von Miracle Musics orientiert sich sehr stark an der Originalaufnahme von “The Who” aus dem Jahr 1969 und des kurze Zeit später entstandenen Films von Ken Russell. Aufgrund ihrer Rock´N`Roll-mäßigen Instrumentierung, spiegelt sie die Intention der Rockoper bei weitem authentischer wider, als es die Musicalversionen in New York und London tun.

Von Friedrichshafen bis Hamburg reicht die Liste der Schauspielhäuser, in denen die deutsche Produktion gastieren durfte. Von der Tour im Herbst letzten Jahres zeigte sich die Presse begeistert: So schrieb die Westdeutsche Allgemeine Zeitung: “Die junge, dynamische "Miracle Musics"-Crew sang, tanzte, spielte voller Elan.” Und die Münchner Abendzeitung schrieb: “Auch das Sänger- und Tänzerensemble lässt den Funken zum Publikum überspringen.”

Die aktuelle Tourproduktion von Tommy genießt Exklusiv-Status – nicht nur in Deutschland sondern in Gesamt-Europa ist Miracle Musics das einzige Ensemble, das sich der Umsetzung des Stoffes um Selbstfindung und Massenhysterie widmet. “Uns kommt es bei der Interpretation des Stückes vor allem auf die Naivität und Ursprünglichkeit an, die die Rockmusik der 60er und 70er so reizvoll machen”, erläutert Marc Kluschat, musikalischer Leiter und Gitarrist der Band.

In diesem Sinne provoziert Miracle Musics. Die Aufführung des Stückes lässt keinen im Saal kalt, das Theater wird so zum Lebens- und Erlebensraum. Der Zuschauer lässt sich auf das Stück ein, ihm werden die Furcht vor Isolation und die ewig währende Suche nach seiner “wahren” Persönlichkeit von einem begeisternd aufspielenden Ensemble vor Augen geführt. “Theater muss vorrangig eine Aussage, eine Botschaft, einen Impetus der Veränderung mit sich tragen. Wer nicht weiß, was er sagen will, sollte sich nicht auf die Bühne begeben”, fasst Regisseur Julian Haas zusammen, was die Truppe primär bei der Aufführung von Tommy bewegt.

TOMMY – die Rockoper von “The Who” in zeitgemäßer Inszenierung

Die Inszenierung der beiden Regisseure Julian Haas und Jens Kluschat knüpft mit erzählerischer Dichte, rasanten, eindringlichen Szenen und grandioser Rock’n’Roll Band nahtlos an die erfolgreiche letztjährige Tournee an, entwickelte und interpretierte Handlungsstränge neu, um abermals begeistert von fachkundigen Rock- und Theaterfans gefeiert zu werden.
Statt üppiger Bilder und überladener Kulissen setzt das Ensemble das immer noch aktuelle Epos um Schuld, Verantwortung und Selbstfindung mit einer klaren und kräftigen Sprache in Szene.
Befreit vom üblichen Musical-Kitsch gelingt es “Miracle Musics”, die Story des in sich gefangenen Tommys nah am Original der legendären Rockgruppe “The Who” verblüffend verständlich und spannend zu präsentieren.
Exzellente, junge Stimmen, perfekt abgestimmt mit einer fulminant abrockenden Band und einem Licht-Design von ausgesuchter Raffinesse versprechen einen mitreißenden und unvergesslichen Rock’n’Roll Abend.

Mehr Infos unter www.miracle-musics.de

Die Story

Großbritannien 1940
. In den Wirren des II. Weltkrieges lernt der Fallschirmspringer Captain Walker seine Frau kennen. Das Glück der beiden ist nur von kurzer Dauer. Während
Mrs. Walker die Geburt ihres Sohnes Tommy erwartet, wird Captain Walker nach Kriegshandlungen vermisst.

1945: Kriegsende, Walker ist frei! Bei seiner Heimkehr findet er seine Frau in den Armen eines anderen Mannes. Die Situation eskaliert. Der 4-jährige Tommy verfolgt das Handgemenge im Spiegel und wird so Zeuge des Mordes seines Vaters an dessen Nebenbuhler.

Seine Eltern bedrängen ihn, für immer über die Tat zu schweigen. Das mitangesehene Verbrechen, aber vor allem das grausame Verhalten seiner Eltern traumatisieren den Jungen und lassen ihn in eine Isolation flüchten, mit deren Hilfe er der Außenwelt entkommen will.
Er wird taub, stumm, und blind.
Der Rückzug Tommys in sich selbst leitet seine Suche nach dem wahren ICH ein. Konfrontiert mit Sadismus und sexueller Gewalt, missbraucht von Medizin und Gesellschaft flüchtet er auf seiner Reise ins ICH vor der Realität. In Visionen begegnet der Junge seinem erwachsenen ICH und wird von diesem geleitet, geführt und gehalten. Nur durch diesen inneren, starken Halt gelingt es Tommy, nicht an der Außenwelt zu zerbrechen und sich schließlich aus der Isolation zu befreien.

Der medialen Inszenierung seines Talentes zum Flipperspiel folgt die Inthronisierung als Messias, vorangetrieben von einer gnadenlos manipulierenden Vermarktungsmaschinerie, der es gelingt eine ganze Generation zu blenden. Wieder wird Tommy zum Spielball der Massen und der vermeintlich Mächtigen.

“See me, feel me, touch me, heal me” – sein Flehen, sein wahres ICH zu erkennen und anzunehmen verhallt ungehört in den Köpfen seiner Anhänger.

Am Ende gelingt es Tommy jedoch die Fesseln des Starkults abzustreifen und sich auf seine inneren Begleiter, auf seine Kraft und seine Liebe zurückzubesinnen. Erst dadurch wird er bereit für einen neuen Anfang, bereit für das Leben.

Interview mit Tommy Darsteller Andreas Schmitt

Während den Proben zur Deutschland Tour 03/04 sprach Miracle Musics Pressesprecher Torsten Hofmann mit Hauptdarsteller Andreas Schmitt.

T.H.: Andreas, welche Bedeutung hat es für Sie, beinahe 35 Jahre nach Erscheinen des Who - Albums als Tommy auf der Bühne zu stehen?

A.S.: Die zeitliche Komponente sehe ich allenfalls in der Aufgabe, das Lebensgefühl der 60er Jahre aufzugreifen. Das Stück selbst befasst sich ja mit zeitlosen Themen wie Selbstfindung, Missbrauch oder Starkult. Außerdem fasziniert mich die Musik der späten 60er und frühen 70er Jahre.

T.H.: Wie gehen Sie mit der Belastung um, in Roger Daltrey einen Vorgänger zu haben, der ohne Zweifel mit der Ken Russel Verfilmung Maßstäbe gesetzt hat?

A.S.: Ich versuche die Rolle so zu interpretieren, wie ich sie empfinde. In den Proben lassen die Regisseure den Akteuren ausreichend Spielraum zu diesen Interpretationen. Eine Eigenart unserer Produktion ist sicher die Tatsache, dass jeder Sänger seinen eigenen Charakter ausprägen kann.

T.H.: Tommy ist taub, stumm und blind. Was empfindet man, wenn man in die Rolle eines Autisten schlüpft?

A.S.: Es gibt einige Passagen, in denen ich längere Zeit ohne Text spiele. Wenn ich dann von der Jugend-Gang gepiesackt werde, ist das manchmal schon beklemmend. Ich möchte mich wehren, laut schreien. Manchmal ist es erschreckend, wie tief man  in die Rolle eintaucht.

T.H.: Wo sehen Sie die entscheidende Szene im Stück?

A.S.: In einem Anfall von Hysterie zertrümmert Mrs. Walker den Spiegel, der als Symbol für Tommys Isolation steht. Wie in einem Zeitraffer erlebt Tommy die Ursprünge seines Traumas, den Missbrauch durch seinen Onkel Ernie, aber auch das Gezerre seiner Eltern noch einmal in seinem Kopf. Von seiner Isolation befreit kann er endlich die Welt entdecken. Tommys Entdeckungsreise steht für die Selbstfindung eines Heranwachsenden.

T.H.: Neben der Selbstfindung geht es in der Miracle-Musics Inszenierung vor allem um Starkult. Wie ist Ihre persönliche Einstellung zu Stars und Idolen?

A.S.: Ich eifere keinen Idolen nach, aber es gibt schon Künstler, die meine Begeisterung für Musik geweckt haben. Mit dem modernen Begriff eines Stars kann ich allerdings wenig anfangen. Oft geht es nicht mehr darum, irgendetwas besonders gut zu können, oder etwas Kreatives, Eigenes zu entwickeln, sondern darum ein fertiges Produkt ohne Ecken und Kanten zu präsentieren.

T.H.: Vielen Dank für das Gespräch.

TOMMY lebte weiter im Musicalsommer 2002 in Amstetten

Nach dem großen Aus von TOMMY in Offenbach (1996) konnte man erleben, dass das Musical dennoch einen großen Anreiz bietet. Immer wieder wurde das Musical neu inszeniert. Zu den TOMMY - Produktionen in Mailand, Lübeck, Osnabrück und Dortmund reiht sich nun die im Österreichischen Amstetten. Nach den letzten TOMMY - Desastern in Osnabrück und Dortmund war man sehr gespannt auf die neue TOMMY - Version.

Musikalisch zeichneten Martin Gellner und Werner Stranka, mindestens in Österreich besser unter dem Pseudonym “Beat 4 Feet” bekannt, verantwortlich. Sie arbeiteten schon mit Falco, Suzanne Palmer, Helmut Lotti und Uwe Kröger, um nur einige zu nennen. Für Uwe Kröger produzierten sie das Album “Favourites”.

Für die Regie und Choreographie konnte Intendant Kropfreiter die Amerikanerin Kim Duddy gewinnen, was man als einen Glücksgriff bezeichnen muß.



Kim Duddy, mit Broadway - Erfahrungen, arbeitete eng mit Bob Fosse zusammen, was ihre künstlerische Laufbahn stark prägte und in den Tanzszenen auch zu erkennen ist. In Deutschland war sie verantwortlich für die Choreographie in GAUDI und zuletzt für “FMA” (Falco Meets Amadeus).

Angereist aus Wien war auch ein erfolgversprechender Cast, der in der Wiener HAIR - Inszenierung schon viel Lob erntete.

Die Erfolgsvoraussetzungen für einen gelungenen Musicalsommer in Amstetten waren also gegeben. Und was wurde daraus gemacht?

Um es vorweg zu nehmen - Kim Duddy schuf ein rasantes und spritziges Musical, welches der Broadway-Version in Nichts nachsteht. Am Anfang fast ein wenig zu schnell, wird dem Zuschauer kaum Luft gelassen, das gesehene zu verarbeiten. Es besteht keine Möglichkeit, dem Ensemble durch Applaus die nötige Aufmerksamkeit und Lohn zu spenden. Rasant ist Kim Duddy’s Choreographie und das über die Bühne wirbelnde Ensemble: hervorragende Tanzszenen, die das Ensemble fordern und das Publikum begeistern. Wenn das Ensemble in der Szene im Jugendkaffee von dem hinteren Bühnenteil nach vorne tanzt, kann man sich einen Gedanken an Michael Flatley’s Shows nicht ganz verschließen, was aber nur dem aufmerksamen szenenkundigen Publikum auffallen dürfte. Genau so rasant werden die wenigen Kulissen auf die Bühne gebracht. Da wird für Uncle Ernie das Sofa schon einige Male um die eigene Achse gewirbelt, bis es an seiner Endposition angelangt ist. Der Auf- und Abbau der Bühne wird harmonisch in die Szenen eingeflochten und da, wo es eventuell stören würde, lässt Kim Duddy das Ensemble passend auf der Bühne agieren und lenkt mit weiteren phantastischen choreographischen Elementen ab.

Bei all dieser Schnelligkeit verblüfft plötzlich die Szene “Pinball Wizard” etwas. Was rasant anfängt, verliert plötzlich an Schwung und die Akteure stehen plötzlich fast still, als wäre ihnen die sprichwörtliche “Luft” ausgegangen. Das nimmt der Szene allen Schwung.

Der “Pinball Wizard”, Höhepunkt und Schlussszene des ersten Aktes bedarf eigentlich einer besonderen Aufmerksamkeit von Regie und Choreographie. Hier sollten Choreographie und Regie tief in die Schatz- und Trickkiste greifen und die volle Breitseite ihres Könnens auf das Publikum abfeuern.

Der “Pinball Wizard” wurde meiner Meinung nach bisher nur in der Broadway- bzw. Deutschland-Produktion in Offenbach perfekt gelöst. In allen anderen nachfolgenden Inszenierungen hatten die Regisseure mit dieser Szene offensichtlich ihre gleichen Probleme und, um es krass auszudrücken, (sorry Kim) sie scheiterten. Irgendwie versickerte hier immer irgendwo der Schwung der Szene.



Alle Darsteller spielen auf einem hohen Niveau und zeigen gute gesangliche und schauspielerische Leistungen.

Steven Seale (TOMMY) erweckt mit seinen blonden Haaren Assoziationen zu Uwe Kröger und Andreas Bieber. Auch der erste Tommy (Roger Daltrey) war blond. Erst Michael Cerveris kam mit schwarzer Perücke auf die Bühne. Seit dieser Zeit erwarten eingefleischte Tommy-Fans unterschwellig einen dunkelhaarigen Tommy auf der Bühne. Leicht an die Dortmunder Tommy-Inszenierung wurde man erinnert, als Steven Seale in der Spielszene SENSATION in einem Jacket mit Franzenlook erschien, wie Andreas Bieber in Dortmund.

Ebenfalls an eine andere Produktion erinnerte die Spielszene Acid Queen. Die leicht bekleidete Damen erinnerten stark an die Lübecker Tommy-Aufführung. Die Herren in den ersten Reihen wird es sicherlich gefallen haben, der Spielszene von 1951 wird es sicherlich nicht gerecht. Dafür konnte aber Sigalit Feig (ACID QUEEN) als “Rock-Röhre” glänzen. Auch an Cedric Lee Bradley (THE HAWKER) gab es absolut nichts auszusetzen. Gesanglich und tänzerisch war er sehr gut. Nur die Musik zur Szene wich von der bekannten Tommy-Vorgabe ab. In “Eyesight to the blind” musste man schon sehr nach der bekannten Melodie suchen. Hier merkte der eingefleischte Tommy-Kenner, dass er in einer anderen, eben in der Amstetter Tommy-Produktion ist. Auch in “I believe my own eyes” konnte man leichte Abweichungen vom Original feststellen.

Etwas langatmig war die Szene, nachdem der Spiegel (“Smash the mirror”) zerschlagen wurde und Tommy in die Realität zurück kehrte. Eine überlange Dia-Projektion nervte etwas. Hier wäre etwas weniger mehr gewesen.

Und noch ein kleiner Ausrutscher. Wenn in “Miracle cure” die Jungs ihre Extra-Ausgabe lesen, kann man auf der zweiten, dem Publikum zugewandten Seite ein farbiges Bild sehen, was für 1961 etwas unpassend ist. Farbdruck war zu dieser Zeit bei Tageszeitungen noch nicht angesagt.

Sabine Mayer (MRS. WALKER) und Brian Carmack (MR. WALKER) zeigten sehr markant die Beschwörung der Eltern auf den 4-jährigen Tommy nach dem Todesschuss. Drew Sarich (COUSIN KEVIN) war fies, wie es auch die Figur erfordert. Seine Führungsrolle innerhalb der Jugendlichen war gut herausgespielt und klar erkennbar. James Sbano (UNCLE ERNIE) ist etwas zurückhaltend in seiner Schlüsselszene bei “Fiddle about”. Tanja Schön (SALLY SIMPSON) spielt eine freche, aber auch nachdenkliche (”Sally Simpson’s Question”) Sally.

Aus dem Tommy-Cast sticht keiner der Darsteller besonders hervor, sondern das gesamte Ensemble besticht durch seine Spielfreude und Professionalität.

TOMMY in Amstetten ist eine phantastische Inszenierung, die sich durchaus auch mit den Broadway-Inszenierung in New York und Deutschland vergleichen lässt. Schade nur, dass sie schon am 17. August 02 endete.

In Amstetten und in der Halle gab es 4 verschiedene TOMMY-Logos. Eines hätte ausgereicht; alle waren gut gelungen. Bisher hatte keine Stadt in der TOMMY gespielt wurde, soviel für TOMMY geflaggt wie Amstetten. So möge Amstetten und die Veranstalter auch den verdienten Lohn der Inszenierung ernten.


Fotos: Alexander Ch. Wulz & Siggi Fröhlich (Bild1)
Mit freundlicher Genehmigung der Amstettner Veranstaltungsbetriebe

Text Q. & ©: Heinz Haberzettl & Siggi Fröhlich

TOMMY in Osnabrück (2001)
Persönlicher Bericht von Heinz Haberzettl:

“Siggi und ich haben es doch noch geschafft, nach Osnabrück zur dortigen TOMMY-Aufführung zu fahren.

Die Fahrt dauerte bedingt durch Gewitterregen und Verkehrsstau länger als geplant, aber wir erreichten Osnabrück rechtzeitig, um vorher noch kurz etwas von der Innenstadt zu sehen und etwas Essen zu können.

Auf die Inszenierung waren wir natürlich gespannt. Auf dem Vorplatz wurden wir von Ensemble – Mitgliedern wegen der Tommy – Klamotten angesprochen, an der Abendkasse konnte sich die Frau ein verstecktes Grinsen nicht verkneifen. Die Suche nach dem Regisseur Thomas Münstermann und dem Dramaturgen Jürgen Schillig, der uns im Vorfeld reichlich informiert hatte, blieb sowohl vor der Aufführung als auch in der Pause erfolglos, obwohl uns alle Bediensteten freundlich weiter halfen.

Die Vorführung war gut verkauft, begeisterte Schülerinnen auf der Suche nach Restkarten warteten auf freigebliebene oder zurückgegebene Abonnement-Karten. Das Theater macht einen relativ kleinen Eindruck, mit dem Vorteil, daß das Publikum dicht am Geschehen sitzt.

Die TOMMY – Band im Orchestergraben ( Ltg. Till Drömann ) wird zu Beginn kurz hochgefahren, um den Vorschuß-Applaus entgegenzunehmen und dann beginnt die bekannte TOMMY – Ouverture. Die Handlung während des Vorspiels läuft schnell ab und wer die Geschichte nicht kennt, wird einige Akzente nicht mitbekommen.

Als TOMMY – Fan drängt sich immer der Vergleich mit anderen Inszenierungen auf und hier fällt in Osnabrück besonders auf, daß man auch neue Szenenbilder gesucht und gefunden hat. Zum Beispiel laufen während des Bombenalarms die Londoner Passanten noch mit ihren Regenschirmen verängstigt durch die Straßen, dienen die gleichen Schirme als Fallschirme beim Abschuß der Fliegerstaffel von Captain Walker und die umgedrehten Griffe der Schirme der am Boden liegenden Opfer in Kreuzform symbolisieren zusammen mit den reglosen Körpern die Soldatenfriedhöfe zu Kriegsende.

Die nächste Änderung zur Broadway-Version ist der Einsatz des Liebhabers Frank ( Holger Hauer ), Inhaber von Franky´s Holliday Camp. In der Schlüsselszene erschießt Captain Walker nicht den Liebhaber, sondern tötet sich im Sturz selber. Meine Angst, daß sich die folgenden Szenen auch nach dem Kinofilm ausrichten, war unbegründet.

Zwar imitiert der PINBALL WIZARD gekonnt Elton John ( Mark Hamman ) und die ACID QUEEN ( Valerie Simmonds ) erinnert an Tina Turner, aber ansonsten dominiert der Handlungsfaden aus dem Musical.

Für die Figur sind drei Personen im Einsatz : der Junge und erwachsene Tommy wird von einer Person Tommy II ( Andreas Ströbl ) gespielt, wobei der Junge seine Stimme von Tommy III ( Constance Lüttich ), einer Frau im Hintergrund, geliehen bekommt

Der eigentliche Star als Tommy I ist auch der Erzähler ( Oliver Meskendahl ), welcher als befreiter Tommy im 2.Teil die Bühne dominiert, teilweise zusammen mit Tommy II. Diese schizophrene Darstellung wird im Finale noch einmal betont, wo Tommy I im Publikum auf dem Balkon steht und vis-a-vis mit Tommy II das Schlußbild gestalten.

Onkel Ernie ( Michael Ophelders ) muß bei “Fiddle About” bei Kindesmißhandlung nicht so deutlich werden, wie es sein Gegenpart von Miracle Musics tat. Das übernehmen die gespenstischen Gestalten, welche unerkennbar aus dem Kinderbett steigen, in welchem Tommy und Ernie liegen.

Cousin Kevin ( Walter Louis ) glänzt durch seine tänzerischen Darbietungen. ( Welche farbigen Breakdancer wurden am Bolschoi-Theater ausgebildet ?)  Sein Spagat bekam Sonderapplaus.

Der Zuhälter HAWKER ( Steven Shivers ) kommt mit seinem Blues “Eyesight to the blind” sehr gut an. Und im ( nicht goldenen ) Käfig schwebt die ACID QUEEN auf die Bühne, um Tommy auf ihre Art zu heilen.

Die Musiktherapie-Stunde nimmt man in Osnabrück zum Anlaß, die einzelnen Musiker vorzustellen. Der Orchestergraben fährt hoch und jeder Instrumentalist erhält sein kurzes Solo, dessen Einfluß auf Tommy studiert wird. Diese Einführung in die Band und Uncle Ernies “Hollyday Camp”, eine Einlage mit klassischen Ausflügen eines Darstellers, der eher auf der Opern- und Operettenbühne zuhause ist, dienen vor heruntergelassenem Vorhang wahrscheinlich dem Ensemble auch zum Umbau der Kulissen.

Kulissenänderungen werden häufig geschickt in die Handlung integriert. Silbern gekleidete Statisten schieben regelmäßig das Wohnzimmer der Familie über die Bühne oder geben in der Gruppe durch Nummern auf dem Rücken die historischen Jahreszahlen kund. Nach der Pause eröffnen sie das Flipperspiel im Publikum durch große Luftballons, die gerne von den Besuchern weiter geschlagen werden.

In das Spiel der jugendlichen Bande um Cousin Kevin wird der damalige Hit der The Who “My Generation” in Bruchstücken geschickt mit eingebaut, insbesondere die Zeile “People try to put us down”, wobei auch einmal der modernere HipHop-Sound anklingt.

Das Duett “Believe my own Eyes” hätte besser geklungen, wenn die Stimme der Mrs.Walker ( Jutta Habicht ) voller gewesen wäre. Ob es nur an der technischen Anlage lag, die an einigen Stellen patzte, weiß ich nicht. Tommys Stiefvater überzeugte mit einer vollen, runden Stimme.

Tommys Mutter zerschmettert in Osnabrück nicht mit dem Stuhl den Spiegel, sondern stößt Tommy selber in den Spiegel, der hier fast das ganze Stück über als überdimensionale Silberkugel auf der Bühne steht und das Alter Ego von Tommy in verschiedene Lebenslagen zeigt.

Sally Simpson ( Marlene Mild ) wirkte im Vergleich zu allen anderen Aufführungen zu blaß. Man hatte das Gefühl, Tommy wüßte nichts mit ihr anzufangen, und der Übergang vom Starauftritt zum Abbruch der Show durch Sally´s Unfall war nicht schlüssig.

Der Hauptdarsteller kommt von der Oper und übertönt mit seiner kraftvollen Stimme das Ensemble im Finale bei “Listen to you”, was auch zu einer interessanten Variation ( Rocksänger mit Backgroundsänger ) führt.

In den Zugaben zeigen alle noch einmal ihr Können und können das Publikum, das sich im Applaudieren gesteigert hat und sich letztendlich mit stehenden Ovationen bedankt, zufrieden nach Hause verabschieden.

In der lokalen Presse wurde bemängelt, daß die vielen Statisten von der Handlung ablenken würden. Das kann ich so nicht bestätigen. In Lübeck wurde man von unpassenden Nebenhandlungen der Statisten abgelenkt, in Osnabrück bereichern sie die Bühne. Ab und zu hätte man das Hauptgeschehen durch bessere Bühnenbeleuchtung noch mehr hervorheben können.

Mir persönlich hat die Osnabrücker Inszenierung besser gefallen als jene in Lübeck; Lübeck hatte auch seine Höhepunkte , aber in Lübeck habe ich zu häufig die deutschen Texte nicht verstanden. Somit wird es wieder spannend für mich, wie die Aufführung in Dortmund sein wird, wenn der Regisseur von Osnabrück mit dem deutschsprachigen Libretto von Lübeck ab 2.September 2001 TOMMY erneut inszeniert.

Viele Club-Mitglieder haben mich schon angesprochen, wann wir nach Dortmund fahren. Noch gibt es die Chance, TOMMY in Osnabrück zu sehen.”

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