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Kurzinfos Musicals I - M

Jailbirds – Das Country Musical
von Mathias Christian Kosel
Uraufführung: 3. August 2008 (Hamburg, Altonaer Theater)

Je schöner der Schlager!
Eine Musikrevue der 70er Jahre

Zur Inszenierung der Burgfestspiele Bad Vilbel

Premiere:
30. Juni 10
Regie: Egon Baumgarten
Musikalische Leitung: Thomas Lorey
Konzeption: Ruth Schröfel + Angelika Zwack
Choreographie: Angela Hercules-Joseph

Mit:
Stefan Nagel  | Sonja Tièschky  | Erwin Bruhn  | Inez Timmer   | Klaus Brantzen  | Raphael Dörr  | Ursula Ruperti . | Rosemarie Wohlbauer  | Constanze Fischbach  | Mareike Hüsing  | Elisabeth Markstein  | Jan Schuba  | Peter Trautwein

Besprechung auf kulturfreak.de


Je schöner der Schlager - Eine Musikrevue der 70er  Jahre
Burgfestspiele Bad Vilbel
Ensemble
Foto: Eugen Sommer

Auf Plateauschuhen, in bunten Hotpants und glänzenden Westen –langweilig waren die 70er nie. Folgerichtig singt seinerzeit Howard Carpendale über „Das schöne Mädchen auf Seite 1“, die Damen werden fordernder „Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur du denks …“ und am Ende des Jahrzehnts glitzert die Discokugel.

www.kultur-bad-vilbel.de


Joseph And The Amazing Technicolor Dreamcoat

Musik:
Andrew Lloyd Webber
Text: Tim Rice
Deutsche Übersetzung: Heinz Rudolf Kunze

Uraufführung als Biblical Cantata: 1. März.1968, Colet Court School St. Paul, London;
Bearbeitung als Musical: 21. August 1972, Edinburgh Festival (Young Vic Company, London), Edinburgh / 19. Februar 1973, Albery Theatre, London
Deutsche Erstaufführung: 10. Oktober 1987, Festhalle Gablitz
Deutsche Großproduktion: Colosseum Theater Essen vom 13.12.1996 bis 12.12.1999
Deutsche Rechte: Verlag Felix Bloch Erben, Berlin

Das Pop-Oratorium erzählt die biblische Legende von Jakobs Lieblingssohn Joseph, der von seinen elf Brüdern aus Neid auf seine hellseherische Begabung und seinen buntschimmernden Mantel nach Ägypten verkauft wird, um dort dem Kämmerer des Pharaos, Potiphar, als Sklave zu dienen. Als dessen Frau, die ein Auge auf ihn geworfen hat, ihn der Verführung bezichtigt, landet er im Gefängnis. Seine hellseherischen Fähigkeiten machen jedoch alsbald den Pharao auf ihn aufmerksam. Joseph weissagt, dass dem Land sieben fette und anschließend sieben magere Jahre bevorstehen. Als neuer wirtschaftlicher Berater Pharaos legt Joseph große Vorräte an und führt das Land erfolgreich durch die Zeit der Dürre. Josephs Brüder treibt die Hungersnot an den Hof des Pharao, doch erkennen sie ihren Bruder nicht mehr. Er schiebt ihnen als Revanche für die frühere Schandtat durch eine gezielte Manipulation einen Diebstahl unter und jagt ihnen damit einen gehörigen Schrecken ein, versöhnt sich aber schließlich großherzig mit den reumütigen Sündern. [© Text: Felix Bloch Erben, Berlin]


The King And I (Der König und ich)

Musik: Richard Rodgers
Buch und Song-Texte: Oscar Hammerstein II
Vorlage: “Anna and the King of Siam" von Margaret Landon
Deutsche Fassung: Janne Furch

Uraufführung: 29. März 1951, St. James Theatre, New York
Deutsche Erstaufführung: 17. April 1966, Staatstheater am Gärtnerplatz, München
Originalrechte: The Rodgers & Hammerstein Theatre Library, New York
Deutsche Rechte: Musik und Bühne Verlagsgesellschaft mbH, Wiesbaden

Die verwitwete englische Lady Anna Leonowens ging 1862 nach Siam und verbrachte dort fünf Jahre als einflussreiche Hauslehrerin am Hofe des Königs Mongkut. Ihre Erlebnisse in der fremden Welt zeichnete sie in ihren Tagebüchern auf, aus denen die Schriftstellerin Margaret Landon einen viel gelesenen Roman verfasste und Rodgers & Hammerstein ein brillantes Musical.

Anna übernimmt die Erziehung der Prinzen und Prinzessinnen in Siam und wird auch mit dem rechtlosen Dasein der Frauen des Harems und den demütigenden Riten des Hofs konfrontiert. Als es gilt, Abgesandte der britischen Krone zu empfangen, hilft Anna dem König, sich als fortschrittlicher Herrscher darzustellen, was bei den Briten großen Eindruck hinterlässt. Trotzdem fällt sie in Ungnade, als sie einem Liebespaar zur Flucht verhilft. Der Tod des Königs verhindert eine Bestrafung. Sein Sohn, der die Erziehung von Anna genossen hat, soll als neuer Herrscher das Reich auf demokratischere Weise führen.

“The King And I" erhielt 1951 fünf Tony-Awards, darunter die Auszeichnung als “Bestes Musical".

    [© Text: Verlag Musik & Bühne, Wiesbaden]

Herausragende Lieder:

- I Whistle A Happy Tune
- Hello, Young Lovers
- I Have Dreamed"
- A Puzzlement
- Getting to Know You
- We Kiss In A Shadow
- Shall We Dance ?


Kismet

Musik und Song-Texte:
Robert Wright und George Forrest
nach Themen von: Alexander Borodin
Buch: Charles Lederer und Luther Davis
Vorlage: “Kismet" von Edward Knoblock
Deutsche Fassung: Janne Furch

Uraufführung: 3. Dezember 1953, Ziegfeld Theatre, New York
Deutsche Erstaufführung: 22. Januar 1977, Theater der Stadt Koblenz
Originalrechte: Music Theatre International, New York
Deutsche Rechte: Musik und Bühne Verlagsgesellschaft mbH, Wiesbaden

Im Musical “Kismet" fand die Musik des Komponisten Alexander Borodin Verwendung. Es ging nicht um ein Lebensbild des russischen Tonsetzers, sondern um eine orientalische Märchengeschichte zu den sagenhaften Zeiten des Kalifen von Bagdad. Die Story entstammt einem gleichnamigen Theaterstück von Edward Knoblock.
Ein lebenslustiger Geschichtenerzähler taucht mit seiner bezaubernden Tochter in Bagdad auf und plaziert sich aus einer Laune heraus als Bettler vor der Moschee. Er wird mit einem berüchtigten Räuberhauptmann verwechselt und gerät in abenteuerliche und gefährliche Situationen, die er mit List und Tücke zu meistern weiß. Am Schluß heiratet seine Tochter gar den jungen Kalifen.

Mit dem Tony Award als “Bestes Musical" 1954 ausgezeichnet, enthalten die Szenen aus 1001 Nacht Sequenzen aus Sinfonien und Tondichtungen Borodins, darunter die berühmten “Polowetzer Tänze".

    [© Text: Verlag Musik & Bühne, Wiesbaden]

     

Der Kleine Lord
Das Weihnachtsmusical für die ganze Familie
Nach dem weltberühmten Buch von Frances Hodgson Burnett

Von: Christian Berg
Musik: Konstantin Wecker
Buch: Melanie Herzig und Christian Berg
Uraufführung: 5. Dezember 2007  (München, Deutsches Theater)


Mack und Mabel

Musik und Gesangstexte:
Jerry Herman
Buch: Michael Stuart
Deutsche Fassung: Frank Thannhäuser

Uraufführung: 6. Oktober 1974, Majestic Theatre, New York
Deutsche Erstaufführung: 26.September 1998, Badisches Staatstheater, Karlsruhe
Deutsche Rechte: Verlag Felix Bloch Erben, Berlin

Der Filmregisseur Mack Sennett ist in seine alten Studios zurückgekommen, wo er seinerzeit hunderte von Stummfilmkomödien produziert hat. Er resigniert angesichts der neuen vom Tonfilm diktierten Entwicklungen, und er erinnert sich an die Anfänge seiner Karriere. Sein erster Star war Lottie, die er aus der Vaudevilleszene in sein Atelier geholt hatte. Da stolpert eines Tages Mabel Normand die Knackwurstbrötchenverkäuferin in sein Studio. Mack erkennt ihr komisches Naturtalent und macht sie zur Heldin seiner Slapstick-Filme. Macks Titel haben so großen Erfolg, dass die Produzenten Kleinman und Fox ihn überreden, nach Kalifornien überzusiedeln. Dort angekommen, will man den Regisseur zu einer tragischen Filmromanze überreden: Der Niedergang Roms. Mack kennt seine Grenzen und bekennt, dass sein Metier die Filmkomödie bleiben wird. Der Drehbuchautor Frank Wyman möchte Mabel Normand aber für dramatische Rollen gewinnen. Er ist der vielen Torten im Gesicht überdrüssig. William Desmond Taylor engagiert Mabel für einen abendfüllenden Film. Mack will auch ohne den Star auskommen, den er geprägt hat, schließlich könne er Hunderte von Schönheiten auf die Leinwand bringen – und erfindet Mack Sennetts Badeschönheiten. Zu Macks Unmut hat Mabel bereits einige seriöse Filme abgedreht, er selbst hat zwar noch immer den gleichen Erfolg mit seinen Zweispulenkömödien, aber die Zeiten ändern sich, das Publikum ist der immer gleichen Riege synthetischer Schönheiten überdrüssig. Mack bittet Mabel, zu ihm zurückzukommen. Statt mit dem Film “Molly" zu beginnen, dessen Drehbuch Frank für Mabel geschrieben hatte, fällt Mack wieder zurück in seine Standards: er hat sich Gags mit einer Reihe von Polizisten, den Keystone Kops, ausgedacht. Enttäuscht wendet sich Mabel wieder Taylor zu, den sie auf seiner Reise nach Paris begleiten will. Macks Team löst sich auf, der Tonfilm schreibt seine eigenen Gesetze, Lottie ist inzwischen ein gefeierter Musicalstar. Mabel verliert sich an Alkohol und Drogen, Taylor fällt einem Mord zum Opfer. Mack, ebenfalls am Ende seiner Karriere, will Mabel noch einmal für einen einzigen Film engagieren, aber ist es vielleicht schon zu spät?

    [© Text: Felix Bloch Erben, Berlin]


Mame

Musik und Gesangstexte:
Jerry Herman
Buch: Jerome Lawrence und Robert E. Lee
Nach dem Roman von: Patrick Dennis und dem Stück “Auntie Mame” von Lawrence und Lee
Deutsch: Robert Gilbert

Uraufführung: 24. Mai 1966, Winter Garden Theatre, New York
Deutsche Erstaufführung: 1. Oktober 1970, Städtische Bühnen, Nürnberg
Deutsche Rechte: Verlag Felix Bloch Erben, Berlin
 
Im Mittelpunkt steht die lebenslustige, exzentrische, aber äußerst liebenswerte Mame Dennis, die ihre liberale, unkonventionelle Lebensphilosophie auch in der Erziehung des ihr anvertrauten, verwaisten Neffen Patrick ausdrückt. Selbst der Verlust ihres Vermögens beim Börsenkrach von 1929 kann sie nicht in ihrem unerschütterlichen Optimismus beirren. Nach mehreren glücklosen Versuchen in verschiedensten Berufen, unter anderem als Darstellerin in einer Musical-Revue, lernt sie den reichen Südstaaten-Aristokraten Beauregard Burnside kennen und heiratet ihn gegen die anfänglichen Widerstände seiner versnobten Verwandtschaft. Als ihr Mann durch einen Unfall in den Alpen ums Leben kommt, nimmt sie ihr Schicksal wieder in die eigenen Hände und wendet ihre Aufmerksamkeit wieder voll Patrick zu, aus dem in der Zwischenzeit ein junger Mann geworden ist. Mit Schrecken muss sie jedoch erfahren, dass der drauf und dran ist, die junge Gloria Upson zu ehelichen, eine einfältige, langweilige Tochter aus spießigem, neureichen Elternhaus. Da Mame vom Scheitern dieser Beziehung überzeugt ist, inszeniert sie in ihrer von der avantgardistischen Innenarchitektin Pegeen Ryan schrill ausstaffierten Wohnung eine Party, brüskiert die kleinkarierten Upsons mit ihrem exzentrischen Lebensstil und verkuppelt Patrick mit Pegeen, die viel besser zu ihm passt. Patricks Sohn Peter kann sich später glücklich schätzen, in Mame die beste und originellste Großtante der Welt zu besitzen.

     [© Text: Felix Bloch Erben, Berlin]

Mar i Cel

Musik:
Albert Guinovart
Text: Xavier Bru de Sala und Dagoll Dagom
Deutsche Fassung: Hartmut H. Forche und Jaime Roman B.

Uraufführung: 7. Oktober 1988 (Barcelona, Teatre Victòria de Barcelona)
Deutsche Erstaufführung: 17. März 07 (Halle, Opernhaus Halle)

Zur Inszenierung des Opernhaus Halle:

Premiere:
17. März 07 (Deutsche Erstaufführung)

Musikalische Leitung: Joan Vives, Kay Stromberg
Inszenierung: Hartmut H. Forche
Bühnenbild: Michael Zimmermann
Kostüme: José-Manuel Vazquez
Choreinstudierung: Ulrike Stein

Besetzung:
Said:
Jan Ammann
Blanca:
Sara Fonseca
Don Carlos:
Gerd Vogel
Ferrán:
Björn Christian Kuhn
Maria:
Myrsini Margariti
Teresa:
Heike Bartsch
Carmen:
Uta Eckert
Monserrat:
Angela Götze
Rosa:
Kati Götz
Felipe:
Anton Kostov
Hassan:
Ks. Jürgen Trekel
Idriss:
Uta Jacobi
Osman:
Markus Campana
Joanot:
Timothy Alois Cruickshank
Malek:
Martin Kiuntke
Salam:
Olaf Schöder
Der Holländer:
Jörg Decker
Der Portugiese:
Michael Mehnert
Philipp III., König von Spanien:
Olaf Schöder
Margarete von Österreich:
Uta Eckert
Erzbischof Ribera:
Timothy Alois Cruickshank
Don Carlos, Vizekönig von Valencia:
Gerd Vogel
Herzog von Lerma:
Björn Christian Kuhn
Baron Denia:
Michael Mehnert
Saids Mutter:
Anke Berndt
Said als Kind:
Kati Götz
1. Soldat:
Rainer Stoß
2. Soldat:
Olaf Schöder

»Wir machen nicht nur, was ankommt, wir machen, worauf es ankommt«, lautet eine Devise des Intendanten des OPERNHAUSES HALLE Klaus Froboese. Und diese Maxime untermauern wir mit der deutschsprachigen Erstaufführung des derzeit erfolgreichsten und inzwischen auch mit Preisen ausgezeichneten sowie ins Spanische übertragenen Musicals
»MAR i CEL« im OPERNHAUS HALLE: »Zu einem immer drängender werdenden politischen und gesellschaftlichen Problem, dem Verhältnis von Christen und Muslimen, gibt es zu wenig Theaterstücke.« Genau darum geht es in diesem katalanischen Musical, das auf ein Piratenschiff des 17. Jahrhunderts zurückversetzt und von der tragischen Liebe zwischen der Christin Blanca und dem islamischen Piratenkapitän Saïd erzählt.
Eine Kluft trennt die auf dem Schiff gefangenen Christen von den muslimischen Piraten, unvereinbar wie Himmel und Meer scheinen Religionen und Kulturen, unversöhnlich stehen sich die Kontrahenten gegenüber, eine ferne Welt und uns heute doch so nah. Davon und von der Utopie, dass sie sich eines Tages doch friedlich begegnen mögen wie Himmel und Meer am Horizont - wenn man ihn, wie die Piraten, auf See sieht - davon also erzählt »MAR i CEL - der Himmel und das Meer -«.
Seine temperamentvolle Musik, die mitreißenden großen Ensembles, die rührend komischen wie die lyrischen Momente der Handlung haben bisher mehr als zwei Millionen Musicalfans auf der iberischen Halbinsel und darüber hinaus begeistert.
Das OPERNHAUS HALLE bringt »MAR i CEL - der Himmel und das Meer -« jetzt zum ersten Mal in Deutschland und in deutscher Sprache heraus. [© Opernhaus Halle]

www.opernhaus-halle.de


Me and my girl

Musik:
Noel Gay
Buch und Gesangstexte: L. Arthur Rose und Douglas Furber
Neubarbeitung des Buches: Stephen Fry und Mike Ockrent
Ins Deutsche übertragen von: Mary Millane und Hartmut H. Forche
Deutsche Liedtexte: Joachim Carl unter Mitarbeit von W. Arthur und M. Millane

Uraufführung: 16. Dezember 1937, Victoria Palace Theatre, London
Erstaufführung der Neufassung: 10. August 1986, Marquis Theatre, New York
Deutsche Erstaufführung: 29. Februar 1992, Landestheater Coburg
Deutsche Rechte: Verlag Felix Bloch Erben, Berlin

Die feine Londoner Gesellschaft ist aufs Land gereist, um die Sommerfrische auf dem Schloss der Harefords zu verbringen. Dort herrscht große Aufregung: Dem Anwalt der Familie ist es endlich gelungen, den lang vermissten Erben ausfindig zu machen. Er hat ihn gleich mitgebracht. Es ist der junge Bill Snibson, Spross einer nicht standesgemäßen Verbindung zwischen dem verstorbenen Herzog und einer Bürgerlichen. Bill ist in einfachsten Verhältnissen im Londoner Arbeiterviertel Lambeth aufgewachsen – ein ungehobelter Gelegenheitsarbeiter und kaum der Richtige, um das Erbe der ruhmreichen Adelsfamilie anzutreten. Dennoch findet die alte Herzogin Mary Gefallen an ihm, und schließlich ist er der letzte Nachkomme. Sie nimmt ihn im Schloss auf und beginnt ein Umerziehungsprogramm. Doch Bill erweist sich als hartnäckiger Fall: Statt die feine englische Art zu erlernen, pflegt er einen vertraulichen Umgangston mit dem Personal und hat seine Londoner Freundin Sally Smith in greifbarer Nähe im Pub von Hareford untergebracht. Das Tauziehen um den Erben beginnt. Lady Jacqueline Carstone will sich den künftigen Earl of Hareford angeln, die übrige High Society will den Emporkömmling loswerden und zum Rücktritt von der Erbschaft bewegen. Sally wiederum fühlt sich in der neuen Umgebung nicht wohl, sie will Bill verlassen und zu ihren fröhlichen Kumpanen nach Lambeth zurückkehren. Schließlich ist es Sir John, der weise Hausfreund und alte Verehrer der Herzogin, der das Happy End stiften kann. Er nimmt Sally unter seine Fittiche, bildet sie zu einer “Fair Lady” heran und führt sie Bill und der feinen Gesellschaft zu. [© Text: Felix Bloch Erben, Berlin]


Miss Saigon

Musik:
Claude-Michel Schönberg
Buch: Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg
Song-Texte: Alain Boublil und Richard Maltby Jr.
Deutsche Fassung: Heinz Rudolf Kunze

Uraufführung: 20. September 1989, London, Drury Lane Theatre
Deutsche Erstaufführung: 2. Dezember 1994, Stuttgart, Musical Hall
Österreichische Erstaufführung: 2. Februar 2011 (Klagenfurt, Stadttheater Klagenfurt)
Originalrechte: Music Theatre International, New York
Deutsche Rechte: Musik und Bühne Verlagsgesellschaft mbH, Wiesbaden
Österreichische Rechte: Josef Weinberger Wien, Ges.m.b.H.

Das französische Team Schönberg und Boublil konnte sich in der Geschichte des Musicals nachhaltig einschreiben. Sie landeten mit “Les Misérables" einen Welthit, den sie mit der bitter-süßen Geschichte um “Miss Saigon" wiederholen konnten. Das Musical mit einer Handlung, aus der große und dramatische Gefühlen entstehen, steht seit 1989 ununterbrochen auf dem Spielplan in London und wurde mit mehreren Tony Awards ausgezeichnet.
Die klassische Liebesgeschichte aus der Oper “Madama Butterfly" wird auf aufregend neue Weise erzählt. Während des Vietnamkriegs verlieben sich der amerikanischer Soldat Chris und die Vietnamesin Kim ineinander. Er kehrt in die USA zurück; sie bleibt mit einem Kind, von dem er nichts weiß, in ihrer Heimat zurück. Als sie sich Jahre später wieder sehen, kommt es zur Katastrophe. Chris ist inzwischen in den Staaten verheiratet und nimmt ihr das Kind weg. Kim erschießt sich.

Die durchkomponierte Partitur besticht durch die Verwendung von asiatischen Klängen und mehreren gefühlvollen Melodien, darunter “Sun and Moon", "The Last Night Of The World" und “It’s Her Or Me".   [© Text: Verlag Musik & Bühne, Wiesbaden]


The Most Happy Fella

Musik, Buch und Song-Texte:
Frank Loesser
Vorlage: “They Knew What They Wanted" von Sidney Howard
Deutsche Fassung: Janne Furch

Uraufführung: 3. Mai 1956, Imperial Theatre, New York
Deutsche Erstaufführung: 3. November 1972, Städtische Bühnen, Freiburg
Originalrechte: Music Theatre International, New York
Deutsche Rechte: Musik und Bühne Verlagsgesellschaft mbH, Wiesbaden

1924 erschien am Broadway ein Stück, das den angesehenen Pulitzer Preis als ‘Bestes Drama’ erhielt: “They Knew What They Wanted" von Sidney Howard. Nach diesem auch drei Mal verfilmten Schauspiel schuf Frank Loesser ein opernhaftes Musical.

Der schon ältere Tony, Gutsbesitzer italienischer Abstammung im kalifornischen Wein-baugebiet, umwirbt eine junge Kellnerin mit Liebesbriefen, doch schickt er ihr ein Photo des jungen Joe. Rosabella ist bei der ersten Begegnung mit Tony zunächst enttäuscht, heiratet ihn aber dennoch. Mit Joe geht sie eine erotische Verbindung ein, von dem sie schließlich ein Kind erwartet. Da ihr der betrogene Ehemann aber immer noch in Liebe zugetan ist, verzeiht er ihr. Das Kind gibt er als sein eigenes aus.
30 Musiknummern aller Art mit Arien, Duetten, Ensembles und folkloristischen Chören fasste Loesser zu einem fast durchkomponierten Stück zusammen. “The Most Happy Fella" fordert in den Gesangspartien gleichzeitig Opern- und Musicalqualitäten.

    [© Text: Verlag Musik & Bühne, Wiesbaden]


The Music Man

Musik, Buch und Song-Texte: Meredith Willson
Vorlage: “Music Man" von Meredith Willson und Franklin Lacey
Deutsche Fassung: Frank Thannhäuser

Uraufführung: 19. Dezember 1957, Majestic Theatre, New York
Originalrechte: Music Theatre International, New York
Deutsche Rechte: Musik und Bühne Verlagsgesellschaft mbH, Wiesbaden

Munter, aber auch ein bisschen hinterwäldlerisch, geht es in “The Music Man" nach der gleichnamigen Romanvorlage zu. Das Amerika des mittleren Westens zeigt sich im Jahre 1912 nicht mehr ganz so wild, eher naiv und rückständig.

Es gelingt dem fliegenden Händler Harold, den Einwohnern von River City Musik-instrumente aufzuschwatzen mit der kühnen Behauptung, alle Kinder der Stadt könnten nach ein paar Erklärungen darauf spielen. Der Schwindler wird von der jungen Bibliothekarin Marian entlarvt, doch überraschend entwickelt sich zwischen ihnen eine Liebesgeschichte, und alles nimmt ein gutes Ende.
Die Musik von Meredith Willson ist eine glänzende Parodie auf amerikanische Kleinbürger, biedere Frauenvereine, lärmende Patrioten, auf Barber-Shop-Gesänge und andere Sentimentalitäten. Das Musical fand nicht zuletzt durch die schwungvollen Marschmelodien in New York eine begeisterte Aufnahme während 1375 Vorstellungen.

    [© Text: Verlag Musik & Bühne, Wiesbaden]


My one and only

Musik:
George Gershwin
Liedtexte: Ira Gershwin
Buch: Peter Stone und Timothy S. Mayer
Deutsch: Hartmut H. Forche und Carol Lentner

Uraufführung: 1. Mai 1983, St. James Theatre, New York
Deutsche Erstaufführung: 31. Dezember 1993, Landestheater, Coburg
Deutsche Rechte: Verlag Felix Bloch Erben, Berlin

Miss Edythe Herbert, Ärmelkanaldurchschwimmerin und außergewöhnliche Schönheit kommt mit Prinz Nikolai und seinem europäischen Wasserballett auf dem New Yorker Bahnhof an und lernt Captain Billy Buck Chandler kennen, dessen großes Ziel es ist, non-stop nach Paris zu fliegen. Doch will er auch Edythes Liebe gewinnen. Tatsächlich erliegt sie seinem Charme, sieht aber vor allem in ihm ihre Chance, endlich von Nikolai wegzukommen, der sie seit Jahren schon mit ihrer Vergangenheit erpresst. Der Prinz schnüffelt auf Billys Hangar herum und tauscht in dessen Flugzeug Lone Star Benzin gegen Wasser aus; der gemeinsame Flug von Edythe und Billy endet statt wie geplant in Havanna, auf einer kleinen Insel vor New York. Hier haben sie viel Zeit, sich ihre Liebe zu gestehen, denn erst nach Tagen stören Nikolai und Billys Mechanikerin Mickey ihre Zweisamkeit. Leider bekennt sich Billy nicht vorbehaltlos zu Edythe, als der Prinz ihre bewegte Vergangenheit enthüllt, so dass sie die Insel enttäuscht wieder mit dem Russen verlässt. Billy erkennt, dass ihm die Liebe zu Edythe wichtiger ist als seine Atlantiküberquerung. Aber Edythe ist verschwunden. Auch Nikolai sucht sie und will von Mickey deren Aufenthaltsort erfahren. Als Billy dazukommt, enthüllt Mickey den überraschten Männern ihre wahre Identität als FBI Agentin, die die Aufgabe hat, Billy vor dem russischen Spion Nikolai zu schützen, der unbedingt verhindern soll, dass ein Amerikaner als erster non-stop nach Paris fliegt. Trotz ihrer Gegnerschaft gestehen sich die beiden Agenten gegenseitige Sympathie. Billy findet Edythe genau in dem Moment in einem Club in Marokko, als über Rundfunk Lindberghs Landung in Paris gemeldet wird. Aus Liebe zu Edythe ist Billy jedoch ohne Zwischenlandung von New York bis nach Marokko geflogen und folglich der eigentliche Sieger – mit dem kleinen Nachteil, dass dies außer den beiden Liebenden keiner weiß. Sie krönen den Sieg der Liebe über die Jagd nach Ruhm mit ihrer Hochzeit.

    [© Text: Felix Bloch Erben, Berlin]

kulturfreak.de dankt den Verlagen “Felix Bloch Erben” und “Musik & Bühne” für die Verfügungstellung der Texte.

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