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Musical, Stückeinfo: M

Das Mädchen Rosemarie

Regie, Buch und Liedtexte:
Dirk Witthuhn
Komponist und Arrangeur: Heribert Feckler
Nach den Motiven des Romans von: Erich Kuby

Uraufführung:
21. Januar 04 (Düsseldorf, Capitol-Theater, bis 2. Mai 04)

Kreativteam Düsseldorf:

Choreographie:
Paul Kribbe & James de Groot
Kostümbild: Christiane Luz
Lichtdesign: Peter Bothmann
Maskenbild: Erika Sternberg
Musikalischer Leiter: Heribert Feckler
Produzenten:
Thomas Krauth & Andrea Friedrichs
Tondesign: Cedric Beatty

Kreativteam Paderborn:

Regie:
Helga Wolf
Ausstattung: Julia Burde
Musikalische Leitung: Gerhard Gemke


Knallrote Lippen, platinblonde Haare, unwiderstehliche Reize – Rosemarie Nitribitt weckt Männerphantasien. Blutjung und stadtbekannt erregte sie Ende der 50er Jahre die Gemüter: die unstillbare Begierde der Männer und die erbitterte Empörung der Frauen!

Der wahrgewordene Männertraum: erotisch, geheimnisvoll, lasziv und vor allem käuflich – Rosemarie Nitribitt. Deutschlands berühmteste Edelprostituierte verdrehte Ende der 50er Jahre prominenten Politikern und Wirtschaftsbossen reihenweise den Kopf. Und das mit Erfolg: Die Männerwelt lag der verruchten Lebedame zu Füßen. Sie war es, die die Spielregeln bestimmte und die Phantasie der Männer weckte. Ihren Reizen konnte kein Mann widerstehen. Wer sich auf sie einließ, spielte mit dem Feuer!

Ihr schillerndes Leben erregte Aufsehen, ihr rätselhafter Tod beherrschte wochenlang die Schlagzeilen der Medien. Doch Rosemaries Mörder wurde nie gefasst, der mysteriöse Mordfall nie aufgedeckt. Der geheimnisvolle Kriminalfall aus der Zeit des Wirtschaftswunders sorgt noch heute für Aufsehen und Spekulationen.

Ab 21. Januar 2004 war der erste große Gesellschaftsskandal der Nachkriegszeit als Musical im Düsseldorfer Capitol Theater zu sehen: “Das Mädchen Rosemarie”, eine Eigeninszenierung des Theaters nach Motiven des Romans von Erich Kuby, feierte in der intimen Atmosphäre des Clubs Weltpremiere.

Das Buch zu der dramatischen Geschichte wurde speziell für die Musical-Bühne geschrieben. Der Autor Dirk Witthuhn führt bei diesem Bühnenwerk außerdem Regie. Auch die Musik wurde eigens komponiert: Heribert Feckler, Komponist und Arrangeur, lässt die unbeschwerten Rhythmen der 50er Jahre wieder aufleben und kombiniert diese mit 30er-Jahre-Jazz, französischer Chansonkultur, vor allem aber erdigem Rock zu einer neuen, facettenreichen Mischung.


Foto: Stephanie Weiler

Rosemarie Nitribitt wurde von der Wahl-Düsseldorferin Anna Montanaro verkörpert – die 30-jährige, international renommierte Künstlerin glänzte bereits in Inszenierungen wie Grease, Cabaret und Chicago im Capitol Theater sowie dieses Jahr im Theatermusical Jekyll & Hyde im Kölner Musical Dome. Außerdem stand sie auch schon am Londoner Westend und am New Yorker Broadway auf der Bühne.

Die Rolle des Industriellen Konrad Hartog übernahm Bernhard Bettermann. Der renommierte Schauspieler wirkte bereits in zahlreichen Theater- und Fernsehproduktionen mit. Sein Kinodebüt feierte Bernhard Bettermann 1989 in dem Drama “All out”. Außerdem spielte er die Hauptrolle in dem Film “Soweit die Füße tragen”.

Verlockende Träume, gefährliche Spiele, heimliche Intrigen, verhängnisvolle Affären – “Das Mädchen Rosemarie” ist ein Blick hinter die Fassade der aufstrebenden deutschen Wohlstandsgesellschaft der fünfziger Jahre!

Die Düsseldorfer Besetzung:

Rosemarie Nitribitt:
Anna Montanaro
Konrad Hartog: Bernhard Bettermann
Alfons Bruster: Norbert Lamla
Bernhard Schmitt: Tom Zahner
Berta Endrikat: Karin Kern
Marga von Rahn: Christa Wettstein
Lilli: Brigitte Oelke

Ensemble Damen
Patricia Aulitzky (Ensemble, Cover Rosemarie Nitribitt
Patricia Hodel (Ensemble, Cover Lilli
Michaela Kaiser (Ensemble, Cover Berta Endrikat, Cover Rosemarie Nitribitt
Stefanie Kock (Ensemble, Cover Marga von Rahn)

Ensemble Herren
Carlo Lauber (Ensemble, Cover Alfons Bruster)
Hendrik Zietz (Ensemble, Cover Konrad Hartog)
Alexander Kerbst (Ensemble, Cover Konrad Hartog, Cover Bernhard Schmitt)

Swing
Christine Dechantsreiter & Beat L. Kilian

Allgemeine Informationen:

Der große Gesellschaftsskandal der Nachkriegszeit um “das Mädchen Rosemarie” inspirierte den Autor und Regisseur Dirk Witthuhn, die tragische Geschichte in Form eines Musicals in eine Bühnenfassung zu bringen. Schon 1958, also rund ein halbes Jahr nach dem Mord an dem stadtbekannten “Callgirl”, kam die Geschichte in die Kinos. “Das Mädchen Rosemarie” – Erich Kuby hatte das Buch verfasst, Rolf Thiele führte Regie. Nadja Tiller, Gerd Fröbe und Mario Adorf spielten in diesem Klassiker, der einer der größten Erfolge der Nachkriegszeit wurde und sogar in den USA einen “Golden Globe Award” erhielt. Noch im gleichen Jahr erschien der Roman zum Film: Erich Kuby veröffentlichte “Rosemarie – des deutschen Wunders liebstes Kind”. Der Schriftsteller und Publizist nahm das öffentliche “Phänomen” Rosemarie Nitribitt und den Mordfall zum Anlass, ein kritisches Zeitbild zu verfassen. 1996 gab es einen weiteren Film, dieses Mal im Fernsehen: “Das Mädchen Rosemarie”, unter der Regie von Bernd Eichinger, entpuppte sich als “Straßenfeger”. Erstklassige deutschsprachige Schauspieler gaben sich hier die Ehre: Nina Hoss, Till Schweiger, Hannelore Elsner, Katja Flint, Heiner Lauterbach und Mathieu Carrière. 1999, also rund 40 Jahre nach Rosemarie Nitribitts Tod, wurde der Fall erneut aufgerollt: Die Autorin Helga Dierichs erhielt erstmals Zugang zu den originalen Ermittlungsakten. In der TV-Dokumentation “Die großen Kriminalfälle. Rosemarie Nitribitt – Tod einer Hure” zeichnete sie an Hand der neuen Recherche-Ergebnisse ein detailliertes Bild vom damaligen Prozess und den Ermittlungen – und auch von der illustren Männergesellschaft aus den oberen Etagen, die Rosemaries Gunst zunächst gerne in Anspruch nahmen...

Jetzt ist die Geschichte um den mysteriösen Mord an der bekannten Frankfurter Lebedame zum ersten Mal als Musical auf der Bühne zu sehen – im Capitol Theater Düsseldorf!

Die Handlung in Kürze:

Frankfurt am Main in den 50er Jahren: Rosemarie Nitribitt wächst am Rande der Wohlstandsgesellschaft in ärmlichen Verhältnissen auf und träumt von einem luxuriösen Leben. Schon in jungen Jahren beginnt sie, als Prostituierte zu arbeiten. So lernt sie den reichen Industriellen Konrad Hartog kennen und verliebt sich in ihn. Schnell erliegt der verheiratete Mann Rosemaries Verführungskünsten und verschafft ihr den Zugang zu den oberen Zehntausend. Es scheint, als habe Rosemarie ihr Ziel erreicht... Kurze Zeit später begegnet sie Alfons Bruster, einem Geschäftspartner Konrad Hartogs, der bald zu einem weiteren zahlungskräftigen “Kunden” wird. Als Hartog herausfindet, dass er nicht Rosemaries einziger Liebhaber ist, beendet er eifersüchtig die Affäre. Neben den regelmäßigen Treffen mit Bruster verabredet sich Rosemarie jetzt auch mit dessen Bekannten Bernhard Schmitt. Dieser bietet ihr einen lukrativen Handel an: Er überredet Rosemarie, seine Geschäftspartner in ihrer Wohnung zu empfangen, ihnen interne Informationen zu entlocken und diese Gespräche heimlich aufzuzeichnen. Nach und nach erkennt Rosemarie, wie gefährlich das Spiel ist, mit dem sie ihr exklusives Leben finanziert...

Musikstücke

Akt l

ENGEL IM SCHWARZEN SL (Ensemble)
DIE HURE LÄUFT MIT GELD (Stripteasetänzerinnen)
DU BIST DER MANN (Rosemarie)
ROSEMARIE (Konrad Hartog)
MASKERADE (Marga und Konrad Hartog)
ATEMBERAUBENDES PAAR (Rosemarie & Hartog)
HERRENREITEREI (Ensemble)
KALTE WÄNDE (Alfons Bruster)
JUPITER OH JUPITER (Endrikat & Sekretärinnen)
SPIELREGELN (Rosemarie & Hartog)
HERZ AUS EISEN UND EIS (Rosemarie & Ensemble)

Akt ll

ZAUBERMAUS AUS TRIZONESIEN (Lilly und Ensemble)
PAS DE DEUX DER MACHT (Bernhard Schmitt)
BABY DOLL (Rosemarie und Ensemble)
BORDSTEINSCHWALBEN (Lilly und Ensemble)
ROSEMARIE (REPRISE) (Konrad Hartog)
WEISST DU NOCH-TANGO (Lilly und Elli)
UNSCHULD (Marga)
DIE NACHT (Rosemarie)
GUTE HUREN SIND DISKRET (Ensemble)

“Nichts Bessers darin ist,
denn fröhlich sein im Leben.”

Inschrift des Grabsteins von Rosemarie Nitribitt auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof

Mamma Mia!

Musik und Texte:
Benny Andersson und Bjorn Ulvaeus
Buch: Catherine Johnson
Regie der Londoner Uraufführung: Phyllida Lloyd

Uraufführung: 6. April 1999 (London)
Deutschsprachige Erstaufführung: 2. November 02 (Hamburg, Operettenhaus), Derniere: 8. September 07

Obernhausen-Premiere: März 2015 (Stage Metronom Theater)
Wien-Premiere: 19. März 14 (Raimund Theater)
Berlin-Premiere: 21. Oktober 07 (Theater am Potsdamer Platz; Derniere: 26. Januar 09), Wiederaufnahme: 26. Oktober 14 (Theater des Westens; bis 14. Feb. 15)
Essen-Premiere:
6. Mai 07 in Essen (Colosseum Theater; Derniere: 27. Juli 08)
Stuttgart-Premiere: 18. Juli 04 (Derniere: 9. September 07), sowie 14. Februar 13 (Derniere: 5. Oktober 14)

MAMMA MIA!, die mitreißende Show von Benny Andersson und Björn Ulvaeus, hat weltweit schon mehr als 18 Millionen Zuschauer in ihren Bann gezogen. ABBA-Hits wie „Super Trouper“, „Dancing Queen“ oder „Money Money“ machen die Show zu einem unvergesslichen Erlebnis. Dazu ABBA-Mitglied Björn Ulvaeus: „Wir sind begeistert von dem Erfolg, den wir mit MAMMA MIA! in Deutschland haben. Wir wussten zwar, dass wir hier die meisten ABBA-Fans haben, trotzdem sind wir überrascht, dass unsere Musik noch heute eine solche Euphorie in Deutschland auslöst. Mit der neuen Show in Stuttgart möchten wir uns bei den Fans und all jenen bedanken, die immer noch geduldig auf ihr Ticket warten. Zweimal MAMMA MIA! in Deutschland ist unsere größte Herausforderung!“.

Auch die Veröffentlichung der deutschsprachigen MAMMA MIA!-CD im Juni 2004 sorgte für Aufsehen. Die Positionierung auf Platz 3 der Charts ist ein sensationeller Erfolg: Nie zuvor ist eine Musical-CD auf diesem Platz in die Charts eingestiegen. „Die hohe Chart-Positionierung zeigt, wie beliebt und populär MAMMA MIA! nicht nur in Hamburg, sondern inzwischen auch bundesweit ist,“ so Maik Klokow, Geschäftsführer der Stage Holding Deutschland.

Inhalt:

Drei mögliche Väter...
Zwei unvergessliche Tage...
Ein unwiderstehliches Musical!

MAMMA MIA! von Benny Andersson und Björn Ulvaeus verbindet ABBAs größte Hits mit einer wundervollen, temporeichen Liebesgeschichte: Es geht um den Mut seine Träume zu verwirklichen, um Liebe, Freundschaft und Familie, aber auch um die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Ein junges Mädchen steht kurz vor ihrer Hochzeit, während die Mutter mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird.

Die patente Donna lebt mit ihrer 20 jährigen Tochter Sophie bereits seit den 70er Jahren auf einer kleinen griechischen Insel und betreibt dort eine Taverne. In dem Tagebuch ihrer Mutter entdeckt Sophie, dass sie drei mögliche Väter hat. Als sie ihre Hochzeit mit ihrer Jugendliebe Sky plant, will Sophie dieser Ungewissheit ein Ende bereiten. Sie lädt die in Frage kommenden Männer zur feierlichen Trauung ein und das Rätselraten beginnt. Zusätzlicher Schwung kommt in die Geschichte, als Donnas beste Freundinnen aus alten Tagen anreisen und die Erinnerungen an ihre Zeiten als "Donna and the Dynamos" wieder lebendig werden.

MAMMA MIA! ist eine bewegende und urkomische Geschichte, erzählt durch 22 der größten Hits von ABBA - darunter "DANCING QUEEN", "THE WINNER TAKES IT ALL", "KNOWING ME, KNOWING YOU" und "MAMMA MIA" und noch Dutzende mehr.


    Mamma Mia!
    Foto: Stage Entertainment

    Die Songs in alphabetischer  Reihenfolge

    CHIQUITITA

    DANCING QUEEN

    DOES YOUR MOTHER KNOW
    (WENN DAS MAMI WÜSST)

    GIMME! GIMME! GIMME!
    (GIB MIR, GIB MIR, GIB MIR)

    HONEY, HONEY

    I DO, I DO, I DO, I DO, I DO
    (ICH WILL, ICH WILL, ICH WILL)

    I HAVE A DREAM
    (MICH TRÄGT MEIN TRAUM)

    KNOWING ME, KNOWING YOU
    (ICH BIN ICH, DU BIST DU)

    LAY ALL YOUR LOVE ON ME
    (LEG DEIN HERZ AN EINE LEINE)

    MAMMA MIA

    MONEY, MONEY, MONEY

    ONE OF US
    (EINER VON UNS)

    OUR LAST SUMMER
    (UNSER SOMMER)

    SLIPPING THROUGH MY FINGERS
    (DURCH MEINE FINGER RINNT DIE ZEIT)

    S.O.S.

    SUPER TROUPER

    TAKE A CHANCE ON ME
    (KOMM UND WAG’S MIT MIR)

    THANK YOU FOR THE MUSIC
    (DANKE FÜR DIE LIEDER)

    THE NAME OF THE GAME
    (WAS IST DAS FÜR EIN SPIEL?)

    THE WINNER TAKES IT ALL
    (DER SIEGER HAT DIE WAHL)

    UNDER ATTACK
    (UNTER BESCHUSS)

    VOULEZ-VOUS


Die Premieren-Besetzung der Hamburger Produktion:

Katja Berg
(Sophie)
Bettina Oswald
(Ali)
Florence Kasumba
(Lisa)
Jasna Ivir
(Rosie)
Kerstin-Marie Mäkelburg
(Tanja)
Carolin Fortenbacher
(Donna)
Annika Bruhns
(Donna)
Jörg Neubeuer
(Sky)
Wolf Wrobel
(Eddie)
Guido Zarncke
(Pepper)
Ulrich Wiggers
(Bill)
Cusch Jung
(Harry)
Frank Logemann
(Sam)
 

Von ABBA zu MAMMA MIA!

Benny Andersson und Björn Ulvaeus kannten sich schon lange bevor sie ABBA gründeten. Sie waren zusammen in der Band „The Hootenanny Singers“ in Schweden unterwegs. Nach den erfolgreichen ABBA-Jahren blieben sie Freunde und arbeiten noch heute gemeinsam an verschiedenen Projekten, wie zum Beispiel dem Erfolgsmusical CHESS, das sie mit Sir Tim Rice produzierten.

Die Produzentin Judy Craymer war es, die in den achtziger Jahren die Idee hatte, das Potenzial der ABBA-Songs für ein Musical zu nutzen. Sie sprach Björn an und versuchte, ihn für das Projekt zu gewinnen. Anfang 1997 wurde Catherine Johnson gebeten, das Buch zu schreiben. „Ich habe das Ganze als Experiment betrachtet. Ich wollte sehen, ob wir das Projekt realisieren können, war aber lange Zeit skeptisch, ob es erfolgreich sein würde oder nicht“, gab Björn Ulvaeus zu. Als Voraussetzung galt: Es sollte ein eigenständiges Stück mit einer glaubwürdigen, tragfähigen Story werden, kein nostalgisches Programm mit ABBA-Titeln in Serie.

Judy Craymer kämpfte für ihre Idee. Für die Story konnten die Autoren auf einen Pool von 90 ABBA-Titeln zurückgreifen, mit denen sich diese Geschichte illustrieren lassen würde. Ein ungewöhnlicher Weg. Normalerweise gibt es erst die Story, dann die Musik und dann die Liedtexte. In diesem Fall waren die Songs weltweit als Hits erfolgreich, lange bevor die erste Idee für das Musical Gestalt annahm. Also entschieden Benny und Björn: Musical ja, ABBA-Musical nein.

Die Entstehungsgeschichte von MAMMA MIA! ist ein Beispiel für monatelange intensive Teamarbeit. Benny und Björn waren in jeden Schritt eingebunden, hatten das letzte Wort bei Text, Songauswahl und Komposition. Das Skript wurde 1998 in Workshops erarbeitet. Es funktionierte wie ein Pingpongspiel. Catherine Johnson entwarf immer neue Details für die Handlung, Judy Craymer stimmte zu, verbesserte oder steuerte neue Ideen bei. Wieder und wieder wurden die Songs diskutiert. Welcher passte besser zur Geschichte? Welcher war aussagekräftiger? Und dann flogen die Kreativen abermals nach Stockholm zu Benny und Björn, bis die beiden Komponisten überzeugt waren, dass das Unmögliche möglich war: 22 ABBA-Songs wurden so verblüffend und ideenreich mit der Story verwoben, als wären sie eigens für dieses Musical geschrieben. Später kommentiert Björn das Ergebnis so: „MAMMA MIA! ist das Musical, von dem wir nicht wussten, dass wir es geschrieben haben.“

Am 6. April 1999 feierte MAMMA MIA! am Londoner West End seine Uraufführung - exakt 25 Jahre nach dem Tag, an dem ABBA in Brighton mit „Waterloo“ beim Grand Prix d’Eurovision sensationell triumphiert hatte.

Die Musical-Komödie erobert das Publikum weltweit im Sturm. Die Zuschauer lachen, weinen, jubeln und singen die legendären Songs mit. Nach London, New York, Toronto, Hamburg, Tokio, Las Vegas, Utrecht und Seoul ist die Show nun auch in Stuttgart zu erleben.

ABBA – Danke für die Lieder!

Sonnabend, 6. April 1974, im englischen Küstenort Brighton: Eine Band, die zuvor nur in ihrer Heimat Schweden bekannt war, gewinnt mit dem Song „Waterloo“ den Grand Prix d´Eurovison de la Chanson.

ABBA eroberte die Bühnen, und was folgte ist nicht nur Musik-Geschichte, sondern vielmehr eine Legende. Bis heute hat ABBA mehr als 350 Millionen Alben weltweit verkauft.

Nach ihrem Triumph beim Grand Prix wurden Agnetha Fältskog, Benny Andersson, Björn Ulvaeus und Anni-Frid Lyngstad auf die Weltbühne katapultiert. „Waterloo“ belegte weltweit Spitzenplätze in den Pop-Charts. In den nächsten acht Jahren konnte ABBA zahllose Hit-Singles, Platin-Alben und ausverkaufte Konzerte verbuchen. Mit „ABBA – Der Film“ eroberten die vier Schweden das Kino. Die Band dominierte die europäischen Charts: Bis zum damaligen Zeitpunkt konnten sich nur die Rolling Stones, Elvis Presley und die Beatles länger mit ihren Singles in den Top Ten halten. Auch auf der anderen Seite des Atlantiks, in Amerika, ging die Erfolgsstory weiter: Zehn Songs gelangten in die Top Twenty. „Waterloo“, „Take A Chance On Me“ und „The Winner Takes It All“ erreichten die Top Ten und „Dancing Queen“ sogar die Nr. 1 der US-Charts. Mit Spitzenplatzierungen in den Hitlisten weiterer zwölf Länder erwies sich dieser Song als wahrhaft weltweiter Erfolg.

Nicht nur Europa und Amerika waren von der „ABBA-Hysterie“ erfasst. Auch in Australien belegten sechs aufeinanderfolgende Singles die Nr. 1 der Charts. Vier Mal standen ABBA-Alben ganz vorne auf der Hitliste des Landes. „The Best Of ABBA“ ist bis heute das meistverkaufte Album des fünften Kontinents.

In Neuseeland erreichten sechs Songs die Spitze der Charts. Weitere zwölf waren in den Top Twenty. In Mexiko kamen elf Singles unter die Top Ten, davon sieben auf die Nr. 1. Auch in den Album-Charts stürmte ABBA gleich sechs Mal bis ganz nach vorne. In Simbabwe belegte die Band 13 Mal die Nr.1 der Single-Charts und ihre Alben waren nicht weniger als acht Mal nacheinander die meistverkauften des Landes. In Japan kamen 14 Singles unter die „All Japan Pop 20“ und „Summer Night City“, „Chiquitita“, „Voulez-Vous“ und „Gimme! Gimme! Gimme!“ wurden jeweils die Nr. 1 der Charts.

Aber 1982 war plötzlich alles vorbei. Die Pläne für ein neues Album wurden aufgegeben und stattdessen das Album „The Singles – The First Ten Years“ auf den Markt gebracht. Am Ende des Jahres veröffentlichte die Band ihre letzte Single „Under Attack“. Obwohl die Band aufhörte Alben zu produzieren und auf Tournee zu gehen, hat ihre Musik die Menschen weiter unterhalten, begeistert und inspiriert.

Die vielen Hits haben über die Jahre nichts an ihrer Beliebtheit verloren, manche sind sogar noch populärer geworden. „ABBA Gold“ und „More ABBA Gold“ sind bis heute die weltweit meistverkauften Alben. Mit ihrer Musik in den Filmen „Muriels Hochzeit“ und „Priscilla, Königin der Wüste“ konnte die Band eine ganze Generation neuer Fans gewinnen. Wenige Wochen später eroberte auch das Album „ABBA Gold“ die Nr.1 der englischen Album-Charts. Und mit täglich 3500 verkauften Alben weltweit ist der Erfolg von ABBA auch heute ungebrochen. [© Stage Entertainment]

Der Mann, der Sherlock Holmes war
Ein Musical

Musik: Marc Schubring
Buch und Liedtexte: Wolfgang Adenberg
Nach dem gleichnamigen UFA-Film (Buch: R.A. Stemmle und Karl Hartl, Regie: Karl Hartl)
Uraufführung: 23. Januar 2009 (Dresden, Staatsoperette Dresden)

Zur Inszenierung der Staatsoperette Dresden:

Premiere: 23. Januar 09 (Uraufführung)

Musikalische Leitung: Christian Garbosnik
Inszenierung: Holger Hauer
Ausstattung: Christoph Weyers
Choreografie: Melissa King

Besetzung:

Morris Flynn
: Christian Grygas/Marcus Günzel
Mackie McMacpherson: Frank Ernst/Lutz Standop
Jane Berry: Constanze Eschrig/Monika Staszak
Mary Berry: Nadine Eisenhardt/Jeannette Oswald
Colette Ganymare: Agnes Hilpert/Bettina Weichert
Jules: Alexander Schafft/Johannes Weinhuber
Jacques: Florian Maser/Johannes Wollrab
Staatsanwalt/Kassierer/Schaffner/ Monsieur Jardin: Hans-Jürgen Wiese
Richter/Museumswärter/Mr. Crouch/Notar Lupin/Hotelgast: Hilmar Meier
Mr. Dimbleby/Schaffner/Polizeipräsident/Hotelportier: Christian Theodoridis

Ballett der Staatsoperette Dresden
Orchester der Staatsoperette Dresden


Im Jahr 1910 befindet sich London fest in der Hand des Verbrechens. Trotzdem ist die Arbeitslage für Privatdetektive ohne Renommee alles andere als rosig, wie Morris Flynn und Mackie McMacpherson am eigenen Leib erfahren müssen. Um endlich an Aufträge zu kommen, bedienen sie sich eines Tricks: Sie verkleiden sich als Sherlock Holmes und Dr. Watson und machen sich zur Weltausstellung nach Brüssel auf, wo sie im Kreise der Hautevolee jede Menge Aufträge vermuten. Der Plan geht auf, der legendäre Ruf eilt ihnen voraus, und bereits auf dem Weg nach Brüssel stechen sie ahnungslos in ein Wespennest. Allein von ihrem Anblick verunsichert, fliehen Verbrecher aus dem Zug: Morris und Mackie haben ihren ersten Fall, in den auch die überaus reizenden Damen Mary und Jane verwickelt sind. Doch dabei bleibt es nicht: In Brüssel werden sie von der Polizei gebeten, einem Fälscherring auf die Spur zu kommen, der die berühmtesten Exponate der Weltausstellung, die blauen Mauritius-Marken, durch Fälschungen ersetzt hat. Nach und nach wird klar, dass die Fäden bei einer überaus intelligenten Schwerverbrecherin zusammenlaufen, die das Duell mit dem berühmten Sherlock Holmes sucht. Morris und Mackie müssen all ihre Fähigkeiten einsetzen, um diese Herausforderung zu bestehen. Am Ende stehen sie allerdings selbst wegen Identitätsaneignung vor Gericht. Schaffen sie es trotzdem die Verbrecher hinter Gitter zu bringen und selbst in den Kreis der legendären Detektive aufgenommen zu werden?  [© Felix Bloch Erben, Berlin]

www.staatsoperette-dresden.de

Der Mann von La Mancha

Musical von:
Dale Wasserman
Musik von: Mitch Leigh
Gesangstexte von: Joe Darion
Deutsch von: Robert Gilbert
Uraufführung: 22. November 1965 (New York, ANTA Washington Square Theatre)
Deutschsprachige Erstaufführung: 4. Januar 1968 (Wien, Theater an der Wien)

Zur Inszenierung des Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz (Saison 2003/2004):

Premiere: 27. Juni 04
Musikalische Leitung: Andreas Kowalewitz
Inszenierung: Bruno Jonas
Bühnenbild: Heinz Hauser
Kostüme: Zwinki Jeannée
Licht: Georg Boeshenz
Choreographie: Ramses Sigl

Besetzung:

Cervantes (Don Quixote):
Torsten Frisch, Bruno Jonas
Sancho, sein Diener: Gerd Lohmeyer, Gunter Sonneson
Aldonza, Magd: Cornelia Horak, Marianne Larsen
Gastwirt (Gouverneur): Pawel Czekala, Jörg Simon
Dr. Carrasco (Herzog): Martin Hausberg, Holger Ohlmann
Der Padre: Michael Gann, Florian Simson
Antonia, Braut von Carrasco: Olivia Pop, Thérèse Wincent
Die Haushälterin: Gisela Ehrensperger, Susanne Heyng
Der Barbier: Johannes Beck, Alban Lenzen
Maria, Frau des Gastwirts: Rotraut Arnold, Frances Lucey
Fermina, Dienstmädchen: Angelina Amûn, Ulrike Dostal
Hauptmann der Inquisition: Michael Häfner
Pedro, Anführer der Maultiertreiber: Patrick Lammer
Juan, Maultiertreiber: Dieter Eisenmann, Markus Heckel
José, Maultiertreiber: Edwin Jäger, Robert Merwald
Anselmo, Maultiertreiber: Erik Årman, Adam Sanchez
Tenorio, Maultiertreiber: Emanuele Pazienza, Oliver Polster
Paco, Maultiertreiber: Franz Garlik, Thomas Lackinger

(Doppelbesetzung in alphabetischer Reihenfolge)

Besprechung auf kulturfreak.de

Dale Wasserman schrieb 1960 das Buch für ein Fernsehspiel über den Dichter Miguel de Cervantes Saavedra (1547–1616). Ausgehend von dieser Vorlage entstand in Zusammenarbeit mit Mitch Leigh (Komponist) und Joe Darion (Songtexte) das Musical MAN OF LA MANCHA, das den Roman und das wirkliche Leben Cervantes miteinander verbindet und 1965 in New York uraufgeführt wurde. Das mehrfach preisgekrönte Musical erlebte 2329 Aufführungen am Broadway. Melodien wie »Ich, Don Quixote«, »Dulcinea« oder »Der unmögliche Traum« zählen zu den größten Hits der Musical-Literatur.

Mit DER MANN VON LA MANCHA setzte sich der Kabarettist und Schauspieler Bruno Jonas erstmals in den 70er Jahren auseinander, als er selbst in diesem Musical auf der Bühne stand. Am 27. Juni 2004 wird er sein Regiedebüt im Musiktheaterbereich im Staatstheater am Gärtnerplatz geben. Die Geschichte vom »Ritter von der traurigen Gestalt« inszeniert Jonas mit viel Poesie, aber auch – wie könnte es bei einem Kabarettisten anders sein – mit viel Humor und Schnelligkeit.


Probenfoto
Don Quijote (Bruno Jonas) und Sancho Pansa (Gutner Sonneson)
© Ida Zenna / Staatstheater am Gärtnerplatz - München

Das Musical wurde komplett in deutscher Sprache aufgeführt.

Inhalt:
Da das Bühnenwerk Thematisches aus dem Roman mit Motiven aus dem Leben des Dichters Cervantes verbindet, beginnt die Geschichte mit einer Rahmenhandlung, die Cervantes mit seinem Diener im Gefängnis von Sevilla zeigt, in das ihn die Inquisition wegen renitenten Verhaltens gegen Staat und Kirche gebracht hat. Die übrigen Gefangenen haben es auf seinen gesamten Besitz, eine Truhe mit Theaterkostümen und Requisiten und das handgeschriebene Manuskript von »Don Quixote«, abgesehen.


Probenfoto
Don Quijote (Bruno Jonas) und Sancho Pansa (Gutner Sonneson)

© Ida Zenna / Staatstheater am Gärtnerplatz - München

Um sein Manuskript wiederzuerlangen, muß sich der Dichter vor seinen Mitgefangenen nach Gefängnisbrauch verteidigen. Er erzählt also die Geschichte des »Ritters von der traurigen Gestalt«, des Alonso Quijana, der als erträumter Ritter Don Quixote in die Welt zieht, um sich mit seiner Vision von der Kraft der Phantasie über die Realität hinwegzusetzen und eine bessere, menschlichere Welt zu schaffen.


Probenfoto
Don Quijote (Bruno Jonas), Sancho Pansa (Gutner Sonneson) und Aldonza (Cornelia Horak)

© Ida Zenna / Staatstheater am Gärtnerplatz - München

Der Kerker wird zur Bühne: Cervantes wird zu Don Quixote, sein Diener zu Sancho Pansa und die anderen Gefangenen zu den Figuren aus der Geschichte. Sie begeben sich auf die Reise in eine Welt, in der ein Lebenstraum mehr zählt als die Realität. So wird die Geschichte über das Wesen der Menschen zu einem Plädoyer für Menschlichkeit, Ehre, Phantasie und Illusion. Don Quijote kämpft gegen Windmühlen-Magier. Er tritt gegen den Spiegelritter an, erklärt die Kellnerin und Gelegenheitsprostituierte Aldonza zu seiner verehrten Edeldame Dulcinea, verwandelt eine Rasierschüssel in den Helm des Mambrino und läßt sich schlußendlich von einem Wirt zum Ritter schlagen. Er wird verprügelt, betrogen und beraubt, verliert aber trotzdem nicht seine Güte, sein Mitgefühl und seinen Glauben an die Menschen, an das Schöne, Reine und Gute.


Probenfoto
Don Quijote (Bruno Jonas) und Aldonza (Cornelia Horak)

© Ida Zenna / Staatstheater am Gärtnerplatz - München

Don Quijote stirbt am Ende der Geschichte. Was wird aus seinem Traum? Ist er nur ein alternder Narr oder ein phantastischer Visionär? Es öffnet sich die Kerkertür. Cervantes und sein Diener werden abgeführt, um sich vor dem Gericht der Inquisition zu verantworten. [© Staatstheater am Gärtnerplatz, München]

Staatstheaters am Gärtnerplatz

Marie Antoinett - Das Musical

Musik:
Sylvester Levay
Text: Michael Kunze
Uraufführung: 2. November 2006 (Tokio, Imperial Garden Theater)
Europäische Erstaufführung: 30. Januar 2009 (Bremen; Theater Bremen im Musicaltheater Bremen)

Zur Produktion des Theater Bremen::

Premiere: 30. Januar 09

Produzent: Hans-Joachim Frey
Inszenierung: Tamiya Kuriyama
Bühne: Jiro Shima
Kostüme: Frauke Schernau
Lichtdesign: Manfred Voss
Choreographie: Jacqueline Davenport
Projektleitung: Florian Kruse

Margrid Arnaud: Sabrina Weckerlin
Marie Antoinette: Roberta Valentini
altern. Marie Antoinette: Maricel
Cagliostro: Ethan Freeman
altern. Cagliostro: Marc Clear
Axel Fersen: Patrick Stanke
Louis XVI.: Tim Reichwein
Herzog von Orléans: Thomas Christ
Agnes Duchamps: Maike Switzer
Juliette Lapin: Bettina Meske
Dr. Guillotin: Daniele Nonnis
Rose Bertin: Sarah Schütz
Léonard: Oliver Heim
Charles Boehmer: Fernand Delosch
Madame Lamballe: Susanna Panzner
Madame de Polignac: Sonja Tièschky
Hébert: Norbert Kohler
Maximilien de Robespierre: Markus Düllmann


Marie Antoinette, Bremen
Roberta Valentini
Foto: Ingo Wagner

Synopsis & Musikstücke:

Prolog
Cagliostro, der Magier und ewige Meister der Illusion, erscheint. Er erinnert sich an glorreiche Tage, als er berühmt und bewundert war. Es war eine Zeit der Liebe und Lügen, der Intrige und Gier, erhabener Ideale und blutiger Grausamkeit – das Frankreich des 18. Jahrhunderts. Cagliostro ist ein Alchimist. Sein Prinzip ist: „Je geringer die Ursache, desto größer die Wirkung.“
Es ist das Jahr 1779. Beaumarchais, ein Bühnendichter, führt uns in das Frankreich Ludwigs des XVI. und Marie Antoinettes ein. Wir erfahren, dass der Herzog von Orléans einen Ball in seinem Pariser Palais gibt.

PROLOGUE (THE GREAT CAGLIOSTRO)

1. AKT
In den Straßen von Paris leiden die Menschen an Hunger und Armut. Ein Mädchen verkauft Veilchen. Ihr Name ist Margrid Arnaud. Ihre Initialen M. A. sind dieselben wie die Marie Antoinettes, doch ist das die einzige Ähnlichkeit zwischen der Königin und der Armen. Marie Antoinette ist die Tochter der Österreichischen Kaiserin und mit dem König von Frankreich, Ludwig XVI., vermählt. Margrid ist seit früher Kindheit ein bettelarmes Waisenkind. Beaumarchais, auf dem Weg zum Ball des Herzogs von Orléans, kauft Margrid einen Strauß Veilchen ab. Sie fragt ihn, warum die meisten Menschen im Elend leben müssen, während wenige Auserwählte in Luxus schwelgen. Beaumarchais bezahlt Margrid mit einer Münze. Zu spät bemerkt sie, daß er ihr Falschgeld gegeben hat.

ALL WE FEEL IS HUNGER
WHY SHE, WHY NOT I
ALL WE FEEL IS HUNGER
(REPRISE)
In der großen, von tausenden Kerzen erleuchteten Halle des Königspalastes, ist der Ball des Herzogs von Orléans in vollem Gange. Königin Marie Antoinette tanzt mit Fersen, einem jungen schwedischen Edelmann. Der Tanz wird von Margrid unterbrochen. Irgendwie ist es ihr gelungen, an den Wachen am Eingang vorbei zu Beaumarchais vorzudringen. Sie findet und konfrontiert ihn, und fordert Bezahlung. Dies lenkt Marie Antoinettes Aufmerksamkeit auf das zerlumpte, aufgebrachte Mädchen. Margrid wendet sich direkt an die Königin und fleht um Hilfe für die hungernden Armen von Paris. Marie Antoinette, angeheitert, tut Margrids Bitte mit einem Lachen ab.

LOOK AT HER
WHY DON’T THEY EAT THE CAKE?
Zurück auf der Straße sieht sie das Elend einer verhungernden Mutter. Sie hat ein schicksalhaftes Treffen mit Schwester Agnès, ihrer Lehrerin aus der Kinderzeit in der Klosterschule.

BLINDED BY A THOUSAND CANDLES
TURN, TURN
Im Palast zu Versailles arbeiten Rose Bertin, die Schneiderin der Königin, und ihr Friseur, Léonard, angestrengt daran, Marie Antoinette in die schönste Frau des Königreichs zu verwandeln. Als der Schatzminister die Königin warnt, verschwenderische Ausgaben zu vermeiden, reagiert Marie Antoinette aufgebracht. Sie verlangt von ihrem Mann, dem König, diesen Minister sogleich zu entlassen. Der König ist zu schwach, um die Forderung seiner Frau zu verweigern.

A PERFECT QUEEN
I’M SORRY
In seinem Labor ist Cagliostro damit beschäftigt, „aus Schmutz Gold zu machen“. Seine Magie führt Margrid zu Madame Lapin, die in Paris ein Freudenhaus namens „Hôtel d’Orléans“ führt.


GOLD OUT OF NOTHING AT ALL
Margrid folgt Madame Lapin zum Hôtel d’Orléans, wo sie Verpflegung und guten Rat erhält. Sie beschließt, bei ihrer Gönnerin zu bleiben und für sie zu arbeiten.

THE VOICE IN MY HEART
YOU GOT TO GIVE THEM WHAT THEY WANT
Antoinette und Fersen treffen einander heimlich. Sie lieben einander, doch werden sie niemals zusammen leben können. Cagliostro führt Margrid zum Herzog von Orléans. Der Herzog und Margrid haben etwas gemeinsam – beide hassen Marie Antoinette.


IF
In seiner privaten Schmiede in Versailles trifft König Ludwig XVI. Dr. Guillotin, der gekommen ist, seine neueste Erfindung, eine moderne Exekutionsmaschine, vorzustellen. Der König und Marie Antoinette, die nicht um ihr Schicksal wissen, sind vom Anblick der scharfen Klinge fasziniert. Der König macht einen Verbesserungsvorschlag.

DOCTOR GUILLOTIN’S MACHINE
Fünf Jahre später. Vor Notre Dame sieht die Menge Beaumarchais und einer Gruppe von Pantomimen zu, wie sie Marie Antoinette verhöhnen. Königliche Wachen zerren Madame Lapin durch die Menge zu einem erhöhten Exekutionsplatz und peitschen sie öffentlich aus. Margrid und Agnès werden Zeugen der grausamen Bestrafung. Margrid ist empört und gibt der Königin selbst die Schuld für diese Ungerechtigkeit. Nachdem das Auspeitschen beendet ist und die Wachen abgezogen sind, wendet sie sich an die Menge und ermutigt die Bürger von Paris für Freiheit und Gerechtigkeit zu kämpfen. Madame Lapin stirbt. Agnès rät Margrid, die Rache Gott zu überlassen.

PARCE QU’ELLE EST AUTRICHIENNE
THE VOICE IN MY HEART
GOD CARES FOR ALL
An einem Sommerabend trifft Marie Antoinette Fersen zum letzten Abschied. Er steht vor dem Aufbruch nach Nordamerika, wo er für die Unabhängigkeit Amerikas kämpfen will. Die Königin ist wegen Fersens Entscheidung am Boden zerstört. Er versichert sie seiner unabänderlichen Liebe. Fersen rät Marie Antoinette auch dem Leid des Volks mehr Interesse zu schenken. Als er Margrids Rede vor Notre Dame erwähnt, wird die Königin eifersüchtig und aufgebracht.

ALL I DO
LOVERS’ BICKERING
Der Herzog von Orléans, ein enger Verwandter des Königs, plant, das regierende Régime zu stürzen. Daher tut er alles, um dem Ruf Ludwigs XVI. und Marie Antoinettes zu schaden. Beaumarchais empfiehlt, Cagliostros Magie einzusetzen. Der Alchimist mixt ein tödliches Gift. Er manipuliert Kardinal de Rohan, seine Maitresse, Madame La Motte, und den Juwelier Boehmer und schmiedet das Komplott um die berühmte Halsband-Affäre.

I AM THE BEST
SEVEN WEIRD INGREDIENTS
15. August 1785. Im Palast von Versailles findet zu Mariä Himmelfahrt ein Königlicher Empfang statt. Boehmer nützt diese Gelegenheit, sich der Königin zu nähern, um sie an die Bezahlung des Halsbandes zu erinnern, da er meint, sie hätte es gekauft. Dies führt zur Aufdeckung der Halsband-Affäre. Kardinal Rohan gesteht, er hätte der Königin als Strohmann gedient, das Halsband in ihrem Auftrag gekauft und es ihr bei einem geheimen Treffen in ihrem Park übergeben. Die Königin bestreitet das kategorisch und bezichtigt den Kardinal der Lüge. Sie vermutet ein Komplott, um sie in Misskredit zu bringen und lässt Rohan verhaften. Margrid, die beim „Geheimen Treffen“ des Kardinals als Königin ausgegeben wurde, nützt die Gelegenheit, um Marie Antoinette des Mordes an Madame Lapin anzuklagen. Rohan erkennt Margrid als diejenige, die ihn betrogen hat. Sie wird ebenfalls verhaftet.

SOME DAY TO REMEMBER
(THE PHEASANTS’ PARADE)

II. AKT
31. Mai 1786. Die Menge wartet vor dem Justizpalast in Paris auf das Ergebnis im Halsbandprozess. Als Kardinal de Rohan erscheint und der Menge mitteilt, dass er freigesprochen wurde, beginnen alle, Marie Antoinette zu beschimpfen. Margrid, die auch aus dem Gefängnis entlassen wird, sagt dem Volk von Paris, dass es an der Zeit ist, die Königin loszuwerden. Agnès wirft Margrid vor, die Menge zur Rebellion angestachelt zu haben.

THE BELLS OF JUSTICE
Mai 1789. Am Tag der Eröffnungssitzung der Generalstände wird Marie Antoinettes kranker Sohn, der Dauphin Louis Josèphe, in einen gepolsterten Stuhl gesetzt, um dem feierlichen Umzug des Klerus, der Adeligen und Abgeordneten durch die Straßen von Paris beizuwohnen. Marie Antoinette glaubt, dass ihr Sohn die Monarchie retten wird. Doch er stirbt als die Regierungsmacht auf die Generalstände übergeht.

FRANCE ON PARADE
DAM DA DA DAM
TURN, TURN (REPRISE)
Weil Adel und Klerus jeden Schritt Richtung mehr Gerechtigkeit für die Bürger blockiert haben, hat die Menge in Paris die Bastille gestürmt. Die Französische Revolution hat begonnen. Margrid wird eine ihrer Führerinnen. Sie fordert die Wäscherfrauen an der Seine auf, ihren Männern und Söhnen beim Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit zu helfen und schlägt den Frauen von Paris vor, zum Palast des Königs in Versailles zu marschieren. Da die armen Frauen nichts weniger als begeistert sind, bietet der Herzog von Orléans ihnen Geld, wenn sie mitmarschieren.

WOMEN OF PARIS!
MONEY’S TALKING
In Versailles schreibt Marie Antoinette einen Brief an ihren Liebhaber Fersen. Plötzlich kommt die wütende Menge in den Palast und dringt in das Zimmer der Königin ein. Der Pöbel wird vom Herzog von Orléans angeführt. Er bringt die Königliche Familie nach Paris, wo sie im Tuileries-Palast unter Hausarrest gehalten werden.

THE ONLY THING I EVER DID RIGHT
SOMETHING’S WRONG
Im Geschäft der Rose Bertin sprechen die Leute über die abrupte Wende der politischen Situation.

THE PARIS CUT
Beim Treffen einer Gruppe radikaler Republikaner – des sogenannten Klubs der Jakobiner -, schlägt der Herzog von Orléans vor, Margrid zur Königin zu senden, wie man sagt als Dienerin, doch in Wahrheit um zu spionieren und über das Leben der Königlichen Familie zu berichten. Hinter den Kulissen zieht Cagliostro die Fäden.

REIGN OF TERROR
Margrid beginnt, bei ihrer Tätigkeit als Dienerin der Königin sie auszuspionieren. Fersen ist aus Amerika zurückgekehrt und es gelingt ihm, die Königin zu treffen. Er bereitet die Flucht nach Österreich vor. In der Nacht des 20. Juni 1791 schleicht die Königliche Familie aus dem Palast und verlässt Paris in einer Kutsche. Doch ihre Flucht wird entdeckt und endet in Varennes. Sie werden nach Paris zurückgebracht und sind nun Gefangene des Französischen Volks.

THE FLIGHT TO VARENNES
Die Königliche Familie wird im Turm des Tempels festgehalten. Margrid ist noch bei ihnen. Ludwig XVI. versucht, seinem Sohn seine Gefühle zu erklären. Margrid hört erstaunt, wie Marie Antoinette ein Lied singt, das sie von ihrer Mutter gelernt hat. Marie Antoinette bittet Margrid, Fersen einen geheimen Brief zu überbringen. Robespierre erklärt, dass Frankreich nicht länger eine Monarchie ist. Von nun ab sind der König und die Königin nur noch „Bürger“.

WHY CAN’T I JUST BE A SMITH
TURN, TURN (REPRISE 3)
PRINCESS LAMBALLE’S DEATH
Außerhalb des Tempels führt Orléans die rebellische Menge. Agnès ist aufgebracht über die Grausamkeiten des Revolutionskomitees im Namen der Freiheit. Sie steht den Rebellen gegenüber, die drohen, sie umzubringen. Margrid kommt gerade rechtzeitig, um ihre ehemalige Lehrerin zu retten. Nachdem die Menge abgezogen ist, nähert sich Fersen Margrid und fragt nach Marie Antoinettes Brief. Margrid möchte wissen, was die Königin geschrieben hat. Es stellt sich heraus, dass es schließlich kein Liebesbrief ist, sondern ein offizielles Ansuchen an fremde Heere, den König zu retten. Fersen ist schockiert. Er weiß, dass der Brief Hochverrat bedeutet, und er ist in den Händen einer Frau, die eine Feindin der Königin ist.

ONWARD, BROTHERS!
1792 wird Ludwig XVI. exekutiert.

THANK GOD, WE’RE ALL MAD
Margrid kann sich des Mitgefühls für die inhaftierte und verwitwete Marie Antoinette nicht erwehren. Um deren Verzweiflung zu lindern, lässt sie Fersen zu einem geheimen Treffen in den Tempel. Marie Antoinette bittet Fersen, sie zu vergessen. Beide wissen, dass sie einander niemals wieder sehen werden. Nach Fersens Besuch wird Marie Antoinettes kleiner Sohn, Louis Charles, seiner Mutter gewaltsam weggenommen. Margrid ist empört.

ALL I DO (REPRISE)
TAKING THE BOY
Am 15. Oktober 1793 steht Marie Antoinette wegen Verrats am Französischen Volk unter Anklage. Unter den Zeugen ist Margrid. Als sie in den Zeugenstand gerufen wird, leugnet sie, den verräterischen Brief je gesehen zu haben. Es scheint, als würde die frühere Königin von Frankreich freigesprochen werden. Doch ein Journalist, Hébert, bringt eine böse und abscheuliche Anklage vor. Margrid ist schockiert. Marie Antoinette antwortet mit einem Appell an alle Frauen im Gerichtssaal. Viele sind tief bewegt, doch die Mehrheit des Pöbels will Marie Antoinettes Tod.

OFF WITH HER HEAD!
Auf der Place de la Révolution in Paris, wartet eine blutdürstige Menge auf die Exekution der ehemaligen Königin von Frankreich. Die Atmosphäre ist beinahe feierlich. Margrid und Agnès sind unter den Schaulustigen als Marie Antoinette vom schäbigen Karren steigt. Sie stolpert und fällt. Die Menge bricht in brüllendes Gelächter aus, doch Margrid kniet nieder und reicht Marie Antoinette die Hand, um ihr aufzuhelfen. Sie sehen einander an, und Marie Antoinette nennt Margrid „Schwester“. Der Scharfrichter stößt Margrid weg und zerrt Marie Antoinette zum Schaffott. Als ihr Kopf in den Korb fällt, herrscht für einen Moment Totenstille. Dann beginnt die Menge zu singen. Der Pöbel glaubt, dass Blut für Freiheit fließen muß, doch Cagliostro, Beaumarchais und Agnès sind anderer Meinung. Margrid widerspricht allen. Sie glaubt, dass sich die Welt nur zum Besseren wendet, wenn wir lernen zu lieben und zu vergeben.

HER TIME IS UP
BLOOD MUST FLOW FOR LIBERTY! FREEDOM!



Tamiya Kuryama
Tamiya Kuryama, 1953 in Tokio geboren, schloss sein Studium der Literatur an der Wesada Universität ab. Er zählt zu den renommiertesten Regisseuren im asiatischen Raum und gilt als Meiser seines Fachs – vor allen Dingen auf dem Gebiet des Musiktheaters. Nach seiner Tätigkeit bei der Geino-Za Company und der Bungaku-Za Company, assistierte er Koichi Kimura, einem ebenfalls höchst anerkannten Regisseur des asiatischen Raums, bei zahlreichen Bühnenproduktionen.
1988 ging er als Stipendiat der Agentur für kulturelle Angelegenheiten zu Studien nach London. Nach seiner Rückkehr nach Japan war er als freier Regisseur tätig und erarbeitet eine große Bandbreite an Produktionen für kleine wie große Theater in allen erdenklichen Genres, von klassischem Schauspiel bis hin zum Musical. 1998 erhielt er den „Yomiuri Drama Award“ in der Kategorie „Bester Regisseur“. Es folgten zahlreiche weitere bedeutende Auszeichnungen. Im Juli 2000 übernahm er die Position des Künstlerischen Direktors am New National Theatre in Tokio, wo er im vergangenen Jahr „The Cherry Orchard“ inszenierte. Seine Aktivitäten nach Beendigung seiner Studien als staatlich geförderter Übersee-Student und nach seiner Rückkehr nach Japan waren bewundernswert und bezeichnend: In kurzer Zeit wurde er zur führenden Figur der japanischen Theaterwelt. Er inszenierte zahlreiche Werke verschiedener Gattungen – vom Schauspiel bis hin zum Musical. Sein Einfallsreichtum, der sich auch auf die Vorstellungskraft der Mitarbeiter auswirkt, ebenso wie sein logisch-nachvollziehbarer Inszenierungsstil sichern ihm das Vertrauen der Schauspieler. Es ist unnötig, hier zu erwähnen, dass seine Produktionen stets Bewunderung hervorrufen und er jedes Jahr aufs Neue Gewinner zahlreicher bedeutender Theaterpreise ist. Als er vor vier Jahren für das Amt des Künstlerischen Direktors am New National Theatre vorgeschlagen wurde, sagte man: „Kein anderer als Kuriyama kann diesen Job machen.“ Das zeigt eindeutig, wie anerkannt sein Charakter sowie sein kulturelles Niveau in Fachkreisen ist. Seitdem er dieses Amt bekleidet, steckt er alle Energie in den Austausch mit europäischen Theatermachern und lädt mit überaus großem Erfolg Aufführungen wie die des französischen „Le Theatre du Soleil“ oder die Produktion des „Hamlet“ in der Inszenierung Peter Steins nach Japan ein.
Herr Tamiya Kuriyama ist zum jetzigen Zeitpunkt einer der besten Regisseure Japans.

[© Texte: Theater Bremen]

www.theaterbremen.de

Martin L. – Das Luther-Musical

Von:
Øystein Wiik und Gisle Kverndokk

Buch und Gesangstexte: Øystein Wiik
Musik: Gisle Kverndokk
Deutsch: Carola Schiefke und Stephan Kopf

Uraufführung: 5. Juli 2008 (Erfurt, Domstufen-Festspiele)

Im Mittelpunkt des Musicals Martin L. steht der Mensch Martin Luther in seiner Widersprüchlichkeit, geprägt von den Extremen seiner Zeit. In einem spannenden Bilderreigen sehen wir den jungen Erfurter Studenten, hin und her gerissen zwischen Liebe, politischen Intrigen, einem starken Willen auf der einen und ebenso starken Zweifeln auf der anderen Seite. Langsam entwickelt er sich zum Revoluzzer, aus dem später der Reformator wird.

Was war er für ein Mensch - Martin L., noch ohne den "großen" Namen? Die wenigen bekannten historischen Fakten aufgreifend, nutzt das Musical die direkte und emotionale Wirkungsmöglich-keit des Genres, um eine eigene, teils fiktive Geschichte zu erzählen:

Martin, ein lebenslustiger und verliebter Student, zieht sich plötzlich in die Einsamkeit des Klosters zurück. Von dort aus beginnt er für seine Überzeugung zu kämpfen: Martin L. erklärt der Weltmacht Kirche den Krieg und wird selbst zum Spielball der Politik. Auf dem Weg zum Kaiser nach Worms gelingt es ihm, die Massen in bisher nie gesehener Weise zu begeistern. Nun ist er Störenfried und Retter in einem: Luther, der, politisch verfolgt, ins Exil auf die Wartburg fliehen und zusehen muss, wie seine Ideen missbraucht werden – bis hin zur Begründung für einen Krieg. Doch Martin Luther, der "Showstopper der Weltgeschichte", wie ihn Christoph Diekmann nannte, bleibt sich trotz aller Zweifel treu: "Hier stehe ich und kann nicht anders!"


Øystein Wiik
Der Norweger Øystein Wiik erhielt seine Ausbildung an der Staatlichen Theaterhochschule in Oslo sowie in Wien, Bologna und London. Als Sänger und Schauspieler trat er in zahlreichen Musiktheater-, Film- und Fernsehproduktionen auf und hat an mehreren CD-Einspielungen mitgewirkt. Im Genre Musical spielte er Hauptrollen u.a. in "Les Misérables" (sowohl im Londoner West End als u.a. auch in Oslo und Wien), "Jesus Christ Superstar", "Sweeney Todd" und "Evita". Schon während seiner Studienzeit fing Øystein Wiik an zu schreiben, zunächst für Revuen, danach Kinderstücke und Liedtexte für verschiedene Interpreten.
Zusammen mit dem Komponisten Gisle Kverndokk bildet Øystein Wiik das derzeit produktivste und erfolgreichste europäische Autorengespann im Bereich Musical. Komplettiert wird das Team bei der Entwicklung seiner Stoffe durch Inger Schjoldager. Nach einer Ausbildung in London und Oslo arbeitete sie als Schauspielerin an den wichtigsten Theatern Norwegens und beim Fernsehen. Sie war die erste Herausgeberin von Hörbüchern in Norwegen und für mehrere Jahre Leiterin der Jugendabteilung von Polygram.
Nach dem Erfolg von Sofies Welt 1998 folgte im Jahr 2001 Vincent van Gogh (in beiden Werken spielte Wiik auch die Hauptrolle). Ein Jahr später war die Uraufführung von Gefährliche Liebschaften, dem, wiederum knapp ein Jahr später, das Musical Heimatlos folgte, das nach seiner Uraufführung im Oktober 2003 in Oslo zu einem der größten Musicalerfolge Nordeuropas wurde. Wiik und Kverndokk wurden von der Norwegischen Nationaloper beauftragt, die Eröffnungsoper für das neue Opernhaus in Oslo zu schreiben: „Jorden Rundt“, nach Jule Vernes Roman „In 80 Tagen um die Welt“ wird dort im Frühjahr 2008 uraufgeführt. Für die Domstufen in Erfurt arbeiten beide an "Martin L. - Das Luther Musical", das dort im Sommer 2008 uraufgefürt werden soll. Auch das nächste Musicalprojekt ist schon nahezu abgeschlossen: eine Musical-Comedy auf Basis der Kriminalgeschichten von "Dickie Dick Dickens" nach Rolf und Alexandra Becker.

Gisle Kverndokk
Geboren 1967 in Trondheim, ist Gisle Kverndokk einer der vielseitigsten Komponisten seiner Generation. Nach privatem Unterricht in Musiktheorie und Komposition studierte er an der Staatlichen Musikakademie in Oslo und an der Julliard School in New York außer Komposition auch Orchesterleitung, Klavier und Flöte.
Gisle Kverndokk komponiert für nahezu alle Genres, wobei neben Vokal- Kammermusik- und Orchesterwerken das Musik- und Tanztheater ein Schwerpunkt in seinem Schaffen einnimmt. Die wichtigsten Orchester Norwegens haben Werke von ihm aufgeführt. Die Uraufführung seines jüngsten Konzertwerks "Das Kristallkabiniett", einem Konzert für Violine, Klavier und Orchester, fand im Februar 2003 durch die Osloer Philharmoniker statt. Schon im Alter von 15 Jahren komponierte er eine Radio-Oper im Auftrag des Norwegischen Rundfunks. Sein erstes abendfüllendes Bühnenwerk "Der Falkenturm" (Libretto Erik Fosnes Hansen) kam 1990 auf die Bühne; die Kinderoper "Das Wundermittel" (George’s Marvellous Medicine) nach Roald Dahl entstand 1994 für die Kristiansund Oper und wurde 1995 von der Norwegischen Komponisten-Vereinigung zum Werk des Jahres gewählt. Seine Radio-Oper "Bokken Lasson – stumbling success" gewann den Prix Italia 2000. Im November 2005 hatte an der Norwegischen Nationaloper seine Oper "Den fjerde nattevakt" (Die vierte Nachtwache) nach dem Roman von Johan Falkberget Premiere, die von Publikum und Presse enthusiastisch aufgenommen wurde und, als erste zeitgenössische Oper, weitere Aufführungsserien in Oslo erleben wird.
Gemeinsam mit dem Librettisten Øystein Wiik bildet Gisle Kverndokk das derzeit produktivste und erfolgreichste europäische Autorengespann im Bereich Musical. Komplettiert wird das Team bei der Entwicklung seiner Stoffe durch Inger Schjoldager. Nach einer Ausbildung in London und Oslo arbeitete sie als Schauspielerin an den wichtigsten Theatern Norwegens und beim Fernsehen. Sie war die erste Herausgeberin von Hörbüchern in Norwegen und für mehrere Jahre Leiterin der Jugendabteilung von Polygram. Nach dem Erfolg von Sofies Welt 1998 folgte im Jahr 2001 Vincent van Gogh. Ein Jahr später war die Uraufführung von Gefährliche Liebschaften, dem, wiederum knapp ein Jahr später, das Musical Heimatlos folgte, das nach seiner Uraufführung im Oktober 2003 in Oslo zu einem der größten Musicalerfolge Nordeuropas wurde. Wiik und Kverndokk wurden von der Norwegischen Nationaloper beauftragt, die Eröffnungsoper für das neue Opernhaus in Oslo zu schreiben: „Jorden Rundt“, nach Jule Vernes Roman „In 80 Tagen um die Welt“ wird dort im Frühjahr 2008 uraufgeführt. Auch das nächste Musicalprojekt ist schon nahezu abgeschlossen: eine Musical-Comedy auf Basis der Kriminalgeschichten von "Dickie Dick Dickens" nach Rolf und Alexandra Becker.

[© Felix Bloch Erben, Berlin]

Zur Produktion der Katakombe Frankfurt:
In Kooperation mit der Evang.-luth. St. Paulsgemeinde, Frankfurt
Kulturpartner: Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

Premiere: 21. Oktober 09

Inszenierung: Carola Moritz
Regieassistenz: Birgit Reibel
Musikalische Leitung: Anna-Sophie Sattler
Choreographie: Vivien van Deventer
Musikproduktion: Brigitte Volkert
Kostümstudio: Marie-Luise Macey
Licht und Ton: Folker Seipelt

Besetzung:

Martin Luther:
Jürgen Amonath
Jörg: Markus Dinhobl
Ursula: Feicia Groh
Kieritz, Staupitz, Aleander, friedrich der Weise: Jan Reimitz
Cotta, Karlstadt, Leo X, Spalatin: Gabriele Nickolmann
Bunz, Abt, Münntzer: Biagio Satola
Steffen, Mönch, Narr, Volk: Andreas Püst
Herold, Nonne, Volk: Francesca Franzke
Äbtissin, Herold, Bolk: Elisabeth Thielicke

Besprechung auf kulturfreak.de


Martin L.
Die Katakombe Frankfurt
Martn Luther (knieend, Jürgen Amonath) und Ensemble
Foto: Die Katakombe Frankfurt

www.katakombe-frankfurt.de

Zur Produktion der Domstufen-Festspiele Erfurt:

Premiere: 5. Juli 08 (Uraufführung)

Musikalische Leitung Philip Tillotson
Regie: Matthias Davids
Choreographie: Kurt Schrepfer
Ausstattung: Knut Hetzer
Chor: Andreas Ketelhut


Mit:

Martin: Yngve Gasoy-Romdal
Jörg: Carsten Lepper
Ursula: Petra Madita Kübitz
Bunz / Tetzel: Fernand Delosch
Steffen / Carlstadt: Frank-Josef Winkels
Caspar / Melanchthon: Ma´té Sólvom-Nagy
Hans Luther / Friedrich der Weise: Axel Meinhardt
Staupitz / von der Ecken: Michael Tews
Leo X: Charlie Serrano
Georg / Spalatin: Frank Logemann
Thomas Müntze: Matthias Sanders
 u.a.

www.domstufen.de

Mary Poppins

Basierend auf den Geschichten von P.L. Travers und dem Walt Disney Film

Musik: Richard M. Sherman & Robert B. Sherman
Weitere Lieder von: George Stiles & Anthony Drewe
Basierend auf den Geschichten von: Pamela L. Travers

West-End-Premiere: 14. Dezember 2004 (London, Price Edward Theatre; bis 12. Januar 2008)
Broadway-Premiere: 14. November 2006 (New Amsterdam Theatre)
Deutschsprachige Erstaufführung: 1. Oktober 2014 (Wien, Ronacher)
Stuttgart Premiere: Herbst 2016

Das Creativteam für die Bühnenversion:
Regie:
Sir Richard Eyre
Co-Regie & Choreografie: Matthew Bourne
zusätzliche Choreografie: Stephen Mear
Bühnenbild & Kostüme: Bob Crowley
Licht: Howard Harrison
Ton: Andrew Bruce
Instrumentation: William David Brohn

Mary Poppins wurde in den 60ern bekannt durch die wunderschön umgesetzte Verfilmung der Kinderbücher von Pamela L. Travers, mit Julie Andrews als märchenhaftes Kindermädchen Mary Poppins, die im London der Jahrhundertwende (1900) den streng geführten viktorianischen Haushalt der Familie Banks verzaubert. Dieser Film gilt als Meisterwerk der Kombination von Real- und Trickszenen und ist sicherlich eines der besten Musicals der 60er Jahre.

Vierzig Jahre danach,gibt es jetzt eine Bühnenfassung des Musicals. Cameron Mackintosh (Produzent großer Musicals wie Cats, Phantom der Oper, Miss Saigon, Les Misérables...) und Walt Disney haben sich zusammen geschlossen, um dies zu ermöglichen.

Nach Voraufführungen in Bristol(Hippodrom) fand die Premiere im Londoner West End am 15. Dezember 04 statt. (Prince Edward Theater).

Zur Inszenierung der Vereinigten Bühnen Wien:

Premiere: 1. Oktober 14 (Deutschsprachige Erstaufführung)

Regie: Richard Eyre
Musikalische Leitung: Koen Schoots
Bühnen- und Kostümbild: Bob Crowley
Sounddesign: Paul Groothuis
Lichtdesign: Natasha Katz

Besetzung:

Mary Poppins:
Annemieke van Dam
Bert: David Boyd
George Banks: Reinwald Kranner
Winifred Banks: Milica Jovanovic
Miss Andrew: Maaike Schuurmans
Admiral Boom/Chairman: Dirk Lohr
Robertson Ay: Niklas Abel
Vogelfrau: Sandra Pires
Mrs. Brill: Tania Golden
Jane Banks: Fiona Bella Imnitzer, Katharina Kemp, Filippa Lengyel, Meta Schumy
Michael Banks: Moritz Krainz, David Paul Mannhart, Lorenz Pojer, Jonas Zeiler

In weiteren Rollen: Yves Adang, Gregory Antemes, Christopher Bolam, Heather Carino, Petra Clauwens, Kristina Da Costa, Fernand Delosch, Angelo Di Figlia, Joseph Dockeree, Lisa Habermann, Lucy Harrison, Esther Hehl, Emma Hunter, Tobias Losert, Christian Louis-James, Anaїs Lueken, Jan-Eike Majert, Hans Neblung, Kudra Owens, Kevin Perry, Jo Lucy Rackham, Patrick Robinson, Gernot Romic, Mariana Souza, Samantha Turton, Johan Vandamme

Orchester der Vereinigten Bühnen Wien

VEREINIGTEN BÜHNEN WIEN: MARY POPPINS verzaubert ab Herbst das Wiener Ronacher!
Christian Struppeck holt Disney‘s & Cameron Mackintosh‘s Musicalklassiker „Mary Poppins“ als Deutschsprachige Erstaufführung nach Wien.
Das Musical, basierend auf dem Buch von P.L. Travers und einem der beliebtesten Disney-Filme aller Zeiten, mit der wunderbaren Geschichte um die Familie Banks und ihr zauberhaftes Kindermädchen, wird am 1. Oktober 2014 seine Premiere im Ronacher feiern.

Großartige Besetzung für die deutschsprachige Erstaufführung
Die Vereinigten Bühnen Wien freuen sich besonders eine großartige Besetzung für Wien gefunden zu haben! Allen voran als „Mary Poppins“ die bezaubernde Annemieke van Dam, dem österreichischen Publikum vor allem als „Elisabeth“ bereits bestens bekannt. Die Rolle des „Bert“ wird von David Boyd verkörpert. Das Ehepaar „George“ und „Winifred Banks“ sind Reinwald Kranner und Milica Jovanovic (LOVE NEVER DIES, Ronacher), „Miss Andrew“ Maaike Schuurmans (DER BESUCH DER ALTEN DAME, Ronacher), „Admiral Boom“ Dirk Lohr, „Robertson Ay“ Niklas Abel (DER BESUCH DER ALTEN DAME, Ronacher), „Mrs. Brill“ Tania Golden und als „Vogelfrau“ konnte Sandra Pires gewonnen werden.

Intendant Christian Struppeck
„Mary Poppins“ ist ein Film, der viele Menschen seit ihrer Kindheit begleitet hat und der sich seit jeher größter Beliebtheit erfreut. Die bezaubernde Bühnenfassung dieses Musical-Klassikers war bereits sehr erfolgreich in vielen Ländern zu sehen und hat insgesamt mehr als 11,5 Millionen Besucher weltweit fasziniert. Ich bin stolz, dass wir nun die Deutschsprachige Erstaufführung dieses berühmten Stückes in so großartiger Besetzung zu uns ins Ronacher holen können. Die Geschichte um das wohl außergewöhnlichste Kindermädchen aller Zeiten ist eine zeitlose Unterhaltung für die gesamte Familie und wird jetzt auch in der Musical-Stadt Wien Station machen.“ [© Vereinigten Bühnen Wien]

www.musicalvienna.at

marilyn das musical

Musik:
David Klein & Olivier Truan
Buch: Georg Büttel

Uraufführung: 17. Juni 2006 (München, Staatstheater am Gärtnerplatz)

Zur Uraufführung im Staatstheater am Gärtnerplatz in einer Co-Produktion des Staatstheater am Gärtnerplatz und der Marilyn Musical Produktions-GmbH:

Premiere:
17. Juni 06

Regie: Matthias Davids
Bühnenbild: Heinz Hauser
Choreografie: Melissa King
Kostüme: Zwinki Jeannée
Musikalische Leitung: David Stahl


Besetzung:

Marilyn Monroe:
Anna Montanaro / Caroline Frank
Norma Jeane (jung):
Laura Bollein / Tesha von Abel / Julia Klein / Chava Uszkura
Jean Harlow: Caroline Frank / Thérèse Wincent
Ella Fitzgerald: Siggi Davis
Fotograf: Adam Sanchez
Joe DiMaggio: Erik Arman
Arthur Miller: Heiko Ruprecht
Sidney Skolsky: Florian Simson
Natasha Lytess, Mutter, Partygast, Filmcrew: Rotraut Arnold / Marianne Larsen
Grace McKee, Blondine , Dresser, Filmcrew, Ärztin: Olivia Pop, Thérèse Wincent
Haushälterin, Blondine, Dresser, Filmcrew, Krankenschwester: Rotraut Arnold / Ulrike Dostal
Agent, Psychoanalytiker, General: Gunter Sonneson
Lee Strasberg, Produzent: Hans Kitzbichler
Jim Dougherty, Partygast, Filmcrew, Clubchef: Michael Gann, Adam Sanchez
Regisseur, Hausarzt: Dirk Lohr
Milton Greene, Maskenbildner, Partygast, Arzt: Florian Mock
John F. Kennedy: Alex Frei
Ensemble & Tänzer

Besprechung auf kulturfreak.de


www.staatstheater-am-gaertnerplatz.de

Der Medicus - Das Musical

Musik und Text:
Dennis Martin
Zusätzliche Musik: Marian Lux
Zusätzliche Texte: Christoph Jilo, Wolfgang Adenberg
Autor der Romanvorlage: Noah Gordon

Uraufführung: 17. Juni 2016 (Fulda, Schlosstheater)

Zur Inszenierung der spotlight musicals GmbH:

Premiere: Premiere: 17. Juni 2016 (Uraufführung / im Schlosstheater Fulda)
Wiederaufnahme: 14. Juni 17 (Schlosstheater Fulda)

Regie: Holger Hauer
Bühnenbild: Christoph Weyers
Kostümbild: UlrikeKremer
Choreographie: Kim Duddy
Arrangement, Orchestrations: Michael Reed
Orchestrations: Roy Moore
Lichtdesign: Pia Virolainen
Musikalische Leitung: Andreas Pabst
Maskenbild: Elke Quirmbach
Video Projektionen: Petr Hlousek

Besetzung 2016:

Rob Cole: Friedrich Rau, Sascha Kurth (alternierend), Janko Danailow (alternierend)
Mary Cullen: Sabrina Weckerlin
Ibn Sina: Reinhard Brussmann
Karim / Schah: Andreas Wolfram
Mirdin: Lutz Standop
Bader / Kandrassä: Sebastian Lohse

Ensemble und Cover: Devi-Ananda Dahm, Claudia Greco, Lucia Isabel, Haas Munoz, Elena Kramer, Dorothea Maria Müller, Lynsey Reid, Isabelle Sharon Rupa, Michelle Tönnies, Larissa Windegger, Michael Beck, Thomas Christ, Denis Edelmann, David Eisinger, Farid Halim, Maximilian Klakow, Peter Knauder, Léon van Leeuwenberg, Salvatore Maione, Claus Opitz, David Rodriguez-Yanez, Chadi Yakoub


„DER MEDICUS“ ALS MUSICAL
Im Sommer 2016 erlebte Fulda die weltweit erste Bühnenfassung des Erfolgsromans von Noah Gordon.
Über drei Millionen Zuschauer sahen den Kinofilm, sieben Millionen TV Zuschauer machten den Medicus zum Quotenkönig. Acht Millionen Romane wurden alleine in Deutschland verkauft. In 35 Ländern ist der Roman ein Erfolg und auch in Fulda konnten alle 103 Vorstellungen mit 70.000 Zuschauern in nur 3 Monaten komplett ausverkauft werden. Darüber hinaus wurde das Musical am Kanzleramt Berlin für das beste musikalische Arrangement mit dem Deutschen Musical Theaterpreis ausgezeichnet. Trotz des großen Erfolges versprechen die Verantwortlichen viele Neuerungen und Überraschungen für die neue Inszenierung im kommenden Sommer.
Der Medicus handelt vom jungen Engländer Rob Cole, der im London des frühen Mittelalters aufwächst und die Geheimnisse der Medizin erlernen will. In der abendländischen Welt ist dieses Wissen nicht verfügbar und so begibt er sich auf eine gefährliche Reise nach Persien, um dort bei Ibn Sina, dem größten Medicus seiner Zeit, zu studieren. Weil ihm dies als Christ jedoch versagt bleibt, gibt sich Rob als Jude aus und riskiert damit sein Leben. Auf seiner Reise begegnet Rob auch der Liebe seines Lebens und findet schlussendlich zu sich selbst.
„Die Story hat alles was ein gutes, dramatisches Musical braucht und der Stoff bietet mir viele neue Möglichkeiten zur musikalischen Umsetzung“, sagt Komponist Dennis Martin. „Es geht auch um die Koexistenz der Kulturen und damit kann das Thema aktueller kaum sein“, ergänzt Peter Scholz.
Touristisch bieten sich für Fulda ungeahnte Möglichkeiten. „Wir erwarten zigtausend neue Gäste aus ganz Deutschland und Europa, die das Musical „Der Medicus“ in Fulda sehen möchten. Das ist schon seit der Päpstin 2011 so und wir sind schon jetzt mit attraktiven Pauschalen und Themenführungen vorbereitet“, erklärt Elisabeth Schrimpf vom Tourismus und Kongressmanagement. Die Spielzeit geht vom 14. Juni bis zum 27. August 2017.

Medicus 2.0
Im Rahmen der Wiederaufnahme 2017 in Fulda wird spotlight musicals ihr Erfolgsmusical „Der Medicus“ in einer überarbeiteten Version auf die Bühne bringen. Im Gegensatz zu anderen Sparten des Unterhaltungsgenres ist ein Bühnenstück kein starres Gebilde, sondern es entwickelt sich durch jede einzelne Vorstellung zwangsläufig weiter. Diese Tatsache will sich spotlight musicals zu Nutze machen und mit den Erfahrungen und Erkenntnissen aus über 100 Vorstellungen der Spielzeit 2016 an Änderungen und Verbesserungen arbeiten.
„Wir lassen uns von 100% Auslastung und den tollen Publikumsreaktionen im ersten Jahr nicht blenden“, so der Komponist und Textautor Dennis Martin. „Wir wissen, dass man unser Stück sowohl durch viele kleine Details, als auch durch umfangreichere Eingriffe in verschiedene Szenen noch besser machen kann. Mit etwas Abstand hat man eine andere Perspektive auf das eigene Werk und sieht plötzlich Dinge, die man zunächst nicht so im Fokus hatte.“
Seit Oktober letzten Jahres arbeitet das gesamte Kreativteam um Dennis Martin an der Überarbeitung des Musicals. Hierbei wird jedes einzelne Gewerk (Musik, Text, Choreografie, Bühnenbild, Kostüme, Licht) mit einbezogen.
Dennis Martin gibt einen kleinen Einblick in den derzeitigen kreativen Prozess: „Ich kann jetzt schon sagen, dass es zwei neue Szenen und zwei neue Lieder im zweiten Akt geben wird. Auch im ersten Akt werden sich einige Szenen deutlich verändern. Wir haben das gesamte Stück dramaturgisch überarbeitet. Dadurch hat sich das Erzähltempo nochmals erhöht, was für eine Adaption eines solch umfangreichen Romans enorm wichtig ist.“
„Auch bei der Ausstattung wird sich einiges tun“, verrät Produzent Peter Scholz. „Es wird für mehrere Szenen komplett neue Bühnenelemente geben. Auch das Licht und die Videoprojektion werden noch ein Stück aufwendiger.“

Martin und Scholz sind sich sicher: „Ein wichtiger Faktor für unseren Erfolg ist es, sich nicht auf eben diesem auszuruhen, sondern immer den Anspruch zu haben, sich stetig weiterzuentwickeln. Unser Publikum weiß das zu schätzen. Dies ist auch ein Grund dafür, dass unsere Fangemeinde von Jahr zu Jahr größer wird.“  [© spotlight musicals GmbH]

www.spotlight-musical.de

Miami Nights

Regie, Idee und Auswahl der Songtitel):
Alex Balga
Buch: Marcus Haseloff & Karin Kern (Mitarbeit am Buch)


Bühnenbild: Walter Schwab
Choreographie: Natalie Holtom
Kostüme: Cheesha Gayden
Lichtdesign: Jan Hüwel
Maske: Christina Jelen
Tondesign: Cedric Beatty
Regieassistenz/Resident Director: Gudrun Schade

Produzenten für die die Miami Nights GmbH: Thomas Krauth, Andrea Friedrichs & Michael Benner
Co-Produzent: Freddy Burger

Uraufführung: 3. März 2002 (Düsseldorf, Capitol Theater, Spielzeit bis 25. Januar 04)

Keine Konfektionsware von der Stange, sondern ein maßgeschneiderter Musical-Coup made in Düsseldorf
What a feeling!! “Miami Nights” hat Charme, Tempo und Klasse und strotzt vor Vitalität

Es hat Charme, es hat Witz, es ist schnell und farbenprächtig, kurzweilig und turbulent. Und ein Hit jagt den nächsten. Kurzum: Man/frau muss dieses Stück einfach mögen, wenn nicht sogar lieben. Und dabei hatten die Skeptiker im Premierenvorfeld von “Miami Nights” wieder einmal Hochkonjunktur, weil sie eben nur ein weiteres bewegungsintensives und anspruchsloses Gute-Laune-Stück nach Schema F, von denen es ja schon zur Genüge gab und gibt, erwarteten. Sie mussten sich von dem jungen Regie-Talent Alex Balga, Choreografin Natalie Holtom und den anderen Kreativen aus ihrem Dunstkreis (Buch: Marcus Haseloff; Bühnenbild: Walter Schwab; Kostümdesign: Cheesha Gayden; Musikalische Leitung: Heribert Feckler) eines Besseren belehren lassen. Letztere hatten, wie vor allem auch die Produzenten Thomas Krauth und Andrea Friedrichs, von Anfang an fest an ihr “Baby” geglaubt, wenngleich für den Außenstehenden zunächst etwas unersichtlich war, worauf sie ihre optimistischen Einschätzungen gründeten. Denn: Es konnte und sollte ja nicht darum gehen, das “Tanzmusical” neu zu erfinden. Vielleicht war es aber (höchste) Zeit, es neu zu definieren.

Ob die Helden nun Danny Zuko, Brutus T. Firefly oder Tony Manero heißen, sie hopsen sich die Seele aus dem Leib, haben im Kräftespiel zwischen Angebot und Nachfrage ihren Platz gefunden und bedienen einen real existierenden Markt. Oft ist das Resultat sogar ganz amüsant, doch bleibt, abgesehen von zweieinhalb Stunden zwangloser, mittelmäßig bis guter Unterhaltung, häufig wenig hängen. Und schon gar nicht (oder ganz, ganz selten) stellt sich dieses “Aha- und “Whow”-Erlebnis ein. Und jetzt noch eine Inszenierung nach diesem Strickmuster?  Musste das wirklich sein? Die Antwort lautet eindeutig und entschieden “Ja”!

Keine Konfektionsware
“Miami Nights” ist keine Produktion von der Stange, keine Konfektionsware, die, weil’s vielleicht auch bequem ist, andernorts, am, Broadway oder im Westend, mal eben schnell eingekauft wurde. Hier ist alles Maßanfertigung –  “made in Germany”. Der Erfolg, der sich bereits bei den der Welturaufführung vorgeschalteten Previews anhand der begeisterten Publikumsreaktionen abzeichnete, ist hart und ehrlich erarbeitet. Mit dieser Inszenierung hat  Düsseldorf als Musical-Standort erneut an Gewicht zugelegt.
Nun hat das Capitol-Theater, das bis 1992 als Betriebshof der Rheinbahn diente, in seinem bisherige Dasein als Musen-Tempel ja noch nie Durchschnitts-Kost serviert. Ob “Grease”, die deutsche Erstaufführung von “Rent”, “Chicago, “Godspell”, “Cabaret” oder die “Rocky Horror Show”, es waren stets (ausgereifte) Meilensteine, die hier über die Rampe gingen. Und jetzt als  (vorläufige) Krönung des Ganzen eine veritable Weltpremiere.
Man würde es sich zu einfach machen, die Zugkraft der neuen Produktion einzig und allein der Potenz ihrer Musik zuschreiben. Gut: Die Verantwortlichen haben sich ziemlich ungeniert in den Charts der wilden 80-er bedient und sich daraus die großen Abräumer herausgepickt. Das fängt bei Gloria Estefans “Conga” an, erstreckt sich über “I wanna dance with somebody” von Whitney Housten und “Timer after time” von Cindy Lauper und hört bei “What a feeling” von Irene Cara oder “Holding out for a Hero” von Bonnie Taylor noch lange nicht auf.  Mag ja durchaus sein, dass allein diese Titel und ihre kalkulierte, zwangsläufige Assoziation mit so legendären Tanzfilmen wie “Dirty Dancing, “Footloose” oder “Fame” schon Eigendynamik und Zugkraft genug entwickeln, um die Besucher die Katze im Sack kaufen zu lassen. Das Publikum erlebt trotzdem noch sein blaues Wunder – im positiven Sinne.
All diese Mega-Hits wurden aufgepeppt und neu arrangiert und vor allem äußerst geschickt und mit sicherem Gespür in die Handlung eingepasst bzw. mit ihr verwoben.  Auch diese Story rankt sich letztlich “nur” um ein großes Tanzturnier, das zu gewinnen die Protagonisten alles daran setzen. Insofern darf man bei einem solchen Sujet auch keinen falschen Ehrgeiz unterstellen, der vielleicht auf den literarischen Friedensnobelpreis schielt. Trotzdem: Das Buch von Autor Haseloff hebt sich wohltuend von dem gängigen Einheitsbrei anderer, ähnlich ausgerichteter Vorlagen ab, deren Verlauf und Ende alle irgendwie doch vorhersehbar sind und deshalb sehr oberflächlich wirken. “Miami Nights” hingegen steckt voller Humor und erfrischender Nuancen und beinhaltet andererseits doch einige überraschende Wendungen. Liebe, Eifersucht, Intrigen, Egoismus, übersteigerter Ehrgeiz, Herzschmerz, Lebensfreude, Lust und Frust wirken in ihrer Darstellung glaubhaft und eben nicht aufgesetzt.

Die Charaktere wurden sehr fein und anschaulich herausgearbeitet, wobei deren Agieren, sei es in Wort, Gesang oder Tanz, auch von immenser Detailversessenheit des Regisseurs und der Choreografin zeugen. Hier passt irgendwie alles zusammen. Die schwungvollen Bewegunsgabläufe und blitzschnellen Szenenwechsel in der Manier eines Video-Clips sind von zum Teil schwindelerregender Rasanz. Das Stück hat keine Anlaufschwächen, es geht gleich in die Vollen, von Null auf Hundert in wenigen Sekunden. Und dieses Tempo wird bis zum Schluss durchgehalten – was extreme Anforderung an die Akteure vor und hinter den Kulissen stellt. Der Funke springt vom ersten Moment an aufs Publikum über, sodass es im Auditorium nur so wippt und klatscht. 

Aber erst das knapp 30-köpfige Ensemble bringt die Zauberkraft und die erotisch aufgeladene Atmosphäre der in den tropisch-schwülen Gefilden Südfloridas angesiedelten Love-Story in seiner ganzen Bandbreite zur Blüte. Und man merkt sofort, dass die Künstler hier nicht eine Rolle abspulen, sondern mit Herz, Leib und Seele dahinter stehen. Das Spannungsfeld zwischen Gut und Böse,  Hass und Liebe, Zickigkeit und Lasterhaftigkeit, Sucht, Erfolgszwang und Emotionen nutzen die Darsteller zur Entfaltung und individuellen Akzentuierung. Die gesamte Cast ist ambitioniert und hoch motiviert. Jeder einzelne Darsteller, und obliegt ihm/ihr noch ein so kleiner Part, ist vom Ehrgeiz beflügelt, das absolut Beste aus sich herauszuholen und zu geben.

Nicht nur vom Hit-Potential her gesehen, sondern auch personell dürfen sich die Macher des Stücks auf der todsicheren Seite wähnen. Allein die überragende und  zauberhafte Karin Seyfried in der Rolle des kubanischen Popcorn-Aschenputtels, das sich zur Latino-Prinzessin Laura Gomez mausert, würde es herausreißen, wenn alle anderen schwach wären. Sind sie aber nicht.

Starkes Ensemble
Neben der charmanten Wienerin, die zuletzt als Stephanie Mangano in “Saturday Night Fever” auf der Bühne stand, aber schon bei “Elisabeth” in Wien, als “Belle” in “Die Schöne und das Biest” in Stuttgart sowie in Düsseldorf als “Sandy” in “Grease” Eindruck machte, darf hier erstmals die ganze Bandbreite ihres Talents ausspielen und zur Geltung bringen. Neben ihr ist der junge und smarte Hendrik Zietz als Turniertänzer “Jimmy Miller”  die überragende Bühnenpersönlichkeit. Bei Gottschalks “Wetten, dass . . .” hatte er am Abend vor der Premiere, weil grippegeschwächt, noch gepasst, aber als es dann galt, war der “Danny Zuko i.R.” voll da.

Vital und intensiv
Das gilt samt und sonders für Paul Kribbe, einen der überragenden europäischen Musical-Stars. Dem abgehalfterten, whisky- und selbstverliebten Parketthengst und Miller-Widersacher “Roy Fire” verleiht der Niederländer, “nebenbei” selbst ein begnadeter Choreograf, soviel macho-haftige, komische Vitalität, dass es eine Freude ist, ihm zuzuschauen. Auf Sabine Schreittmiller, die zickige Intrigen-Queen des Abends – als solche geht sie zwar nicht über Leichen, so aber doch über gebrochene Fußknöchel ihrer Konkurrentinnen – trifft das in gleichem Maße zu. Ganz oben auf der Sympathie-Skala des Publikums stehen Marny Bergerhoff und Japheth Myers, die, privat ein Ehepaar, nun auch in den Miami Nights, wenn auch erst auf Umwegen, zueinander finden und daselbst erstmals gemeinsam im Rampenlicht stehen. Hut ab, mit welcher überschäumender Intensität und Spielfreude diese beiden ihre Nebenrollen auskleiden. Und das gilt auch für alle anderen, ob die nun Maria Jane Hyde, Gilda Rebello, Ferdi Antersijn oder Martin Christoph Rönnebeck heißen.
“Miami Nights” ist ein Ereignis und alles andere als eine mit heißer Nadel gestrickte Billigproduktion, was bei dem Mann (Thomas Krauth), der dahinter steht, auch nicht zu befürchten war.  Es hebt sich wohltuend von inhaltlich ähnlichen Inszenierungen seiner Art ab. Das Stück dürfte dem Haus auf Monate hinaus eine hervorragende Auslastung bescheren, und das wäre allemal verdient. Auf dem Spielplan steht die Produktion zunächst bis Ende dieses Jahres, aber man weiß ja nie. Wenn sich die Nachfrage weiter so entwickelt, wie sie sich angelassen hat, dürfte es danach noch einmal in die Verlängerung gehen. Dann müssen die CATSen, die ja im Frühjahr 2003 hier Einzug halten sollten,  eben noch etwas warten. Und selbst wenn die Miezen in der Erkrather Straße miauen, geht der Vollmond in Miami immer noch auf und das Stück auf Europatournee. The Rhythm Is Gonna Get You!

    Q. & ©: JÜRGEN HEIMANN
    Vielen Dank für die Verfügungstellung des Materials !
     

Die Handlung

1. Akt

Miami in den Achtzigern: Der erfolgreiche Turniertänzer Jimmy Miller und seine Freundin Jessica Diamond gewinnen die erste Runde des "Miami Nights Dance Contest". Doch schon nach dem ersten Siegestaumel kommt es zwischen den beiden zum Streit. Jimmy gibt daraufhin bekannt, nicht mehr mit Jessica tanzen zu wollen, und Jessica verkündet, künftig das Tanz-Parkett nur noch mit Roy Fire, Jimmys Erz-Rivalen, zu betreten.

Wütend streift Jimmy durch Miami. In einer Salsa-Bar im kubanischen Viertel trifft er auf Laura, die tagsüber im Tanzpalast Popcorn verkauft. Hier, in der Welt der leidenschaftlichen Salsa-Rhythmen, sieht er Laura in einem völlig neuen Licht. Begeistert bittet er sie, ihn mit diesem Tanz - Salsa - bekannt zu machen. Lauras Bruder Emilio passt dies gar nicht: Mit einem Amerikaner soll seine Schwester nicht tanzen. Und als Jimmy Emilio auch noch beleidigt, lernt er dessen Temperament kennen.

Allen Schwierigkeiten zum Trotz verbindet Jimmy und Laura die Liebe zum Tanz mehr und mehr. Unterdessen suchen Betty (Jimmys Mutter) und Mr. Bob (sein ehrgeiziger Tanzschul-Trainer) schon eine neue Partnerin für Jimmy. Doch der will nur noch Laura...

Mr. Bob träumt davon, Präsident des Tanzschul-Verbandes zu werden. Dazu müssen aber Jimmy und Jessica, seine Vorzeigeschüler, den Dance Contest gewinnen. Mr. Bob ist jedes Mittel recht, die beiden wieder zusammenzubringen. Mit einem Trick erreicht er, dass Jessica glaubt, nur mit Jimmy - und nicht mit Roy Fire - könne sie das Turnier gewinnen. Jessica will also nur einen Tanzpartner: Jimmy!

2. Akt

Doch beim nächsten Schautanzen kommt alles ganz anders. Jimmy stellt seine neue Partnerin vor: Es ist die Popcorn-Verkäuferin Laura! Mr. Bob und Betty sind - gelinde gesagt - entsetzt und verspotten sogar die Kubanerin. Verletzt und enttäuscht läuft Laura davon. Triumphierend zieht Jessica Jimmy auf die Tanzfläche. Doch dieser reißt sich los und folgt Laura, die bei ihren Freunden in Emilios Bar Trost sucht. Jimmy will Laura alles erklären, doch Emilio verwehrt es ihm. Ein Mann, der wie ein dressierter Hund Kunststücke vorführt und dies Tanzen nennt, sei seiner Schwester nicht würdig. Erst als Jimmy ihm deutlich machen kann, dass auch er das Gefühl fürs Tanzen im Herzen trägt, erlaubt Emilio die gemeinsame Teilnahme am Turnier.

Im Tanzpalast strickt Jessica währenddessen schon neue Intrigen, um die beiden auseinander zu bringen...
 

Das Molekül

Von:
William Ward Murta
Deutsch von: Constanze Grohmann (Songs) und Thomas Winter (Buch)

Uraufführung: 19. Mai 17 (Bielefeld, Stadttheater Bielefeld)

Zur Inszenierung des Stadttheater Bielefeld:

Premiere: 19. Mai 17

Musikalische Leitung: William Ward Murta
Inszenierung: Thomas Winter
Bühne und Kostüme: Ulv Jakobsen
Video: Konrad Kästner
Choreografie: Frank Wöhrmann
Dramaturgie: Jón Philipp von Linden

Besetzung:

Rosalind Franklin / Claire Fraser / Beatrice Bateson / Phoebe (Phoebus Levene) / Carol:
Roberta Valentini
Odile Crick / Bernadine Healy / Emma Darwin / Florence Durham / Alice: Carolin Soyka
Francis Crick / Francis Collins / William Bateson / Sir William Lawrence Bragg: Veit Schäfermeier
James Watson / Jose Raul Rodriguez / Charles Darwin / Carl Wilhelm von Nägeli / Cecile: Carlos Rivas
Maurice Wilkins / Mike Hunkapiller / Gregor Mendel / Erwin Chargaff / Bob: Alexander Franzen
Craig Venter / Linus Pauling: Thomas Klotz

Was ist Leben? Das fragt sich die Menschheit, seit es sie gibt. In den letzten 75 Jahren fanden einige von ihnen Antworten, die geradezu frappierende neue Wünsche und Fragen aufwerfen, etwa: Wie soll mein Kind aussehen? Im neuen Musical von William Ward Murta, dessen The Birds of Alfred Hitchcock dem Bielefelder Publikum noch gut im Ohr ist, treten Rosalind Franklin, Maurice Wilkins, Francis Crick und James Watson auf, während sie in London und Cambridge versuchen, dem Geheimnis der DNA auf die Spur zu kommen. Wir schreiben das Jahr 1951 und die vier müssen nicht nur mit vorsintflutlicher technischer Ausrüstung auskommen, die ihre Gesundheit angreift, sondern haben mit Mobbing, Misstrauen, Eifersucht und Betrug zu kämpfen. Doch ihre Vision beflügelt sie und der Konkurrenzdruck treibt sie voran. Das sensationelle Forschungsergebnis, die Doppelhelix, wurde für Murta, der Komponist und Texter in einer Person ist, zur reizvollen Formel für das ganze Stück. In die frühere ist eine spätere Handlung eingewoben, die Geschichte eines noch viel größeren Projekts, das um die Jahrtausendwende die Medien beherrschte: Die Berechnung des menschlichen Erbguts, im jahrelangen Wettbewerb zwischen einem staatlichen und einem privaten Forscherteam vorangetrieben, bis US-Präsident Bill Clinton im Frühjahr 2000 stolz verkünden konnte: »We did it!«.

Auch das musikalische Material, aus denen Murta in seinem unverwechselbaren Broadway-Stil Songs, Ensembles und Underscores komponierte, ist von der Doppelhelix inspiriert. Titel wie Es gibt noch mehr, Der klügste Kopf, Jedes Problem hat eine Lösung, Foto 51 oder Lukrative Möglichkeit beleuchten Menschen, für die »trockene« Wissenschaft eine Art Hochleistungssport ist, der sie zu Entscheidungen treibt, deren Folgen sie nicht übersehen, geschweige denn, verantworten können.

Ein überaus prominentes Darsteller-Sextett ist angetreten, um den über 25 Rollen des neuen Stücks Gestalt und Stimme zu verleihen: Carolin Soyka, Roberta Valentini, Alexander Franzen, Thomas Klotz, Carlos Rivas und Veit Schäfermeier haben am Theater Bielefeld zahlreiche Musical-Hauptrollen gespielt, ob in Jekyll & Hyde, Me & My Girl, The Scarlet Pimpernel, Chess, Company, The Birds of Alfred Hitchcock, City of Angels, Sunset Boulevard oder aktuell im Loft Die letzten fünf Jahre.

Mit dabei sind auch der Bielefelder Opernchor und die Bielefelder Philharmoniker unter der Leitung des Komponisten William W. Murta. Auch für die Inszenierung ist mit Thomas Winter, Ulv Jakobsen (Bühne & Kostüme), Konrad Kästner (Video) und Frank Wöhrmann (Choreografie) ein bewährtes Team angetreten.

Was wie eine Science-Show beginnt, fokussiert in zwei Handlungssträngen, dass hinter komplexen Formeln und Ergebnissen immer fühlende Menschen stecken. Im musicaltypischen Happy-End schwingen – neben einer tragischen Fußnote – offene Fragen mit, wie »Was kann Wissenschaft erreichen?« und schließlich »Wohin führt das die Menschheit?«. [© Theater Bielefeld]

www.theater-bielefeld.de

Motown – Die Legende
Eine musikalische Begegnung

Eine Produktion des Theaters im Rathaus Essen und dem Euro-Studio Landgraf in Zusammenarbeit mit dem Theater am Kurfürstendamm

Konzeption:
Ute Rickert
Libretto: Mary Millane
Bearbeitung: Stefanie Froer
Arrangements / Musikalische Leitung: Hans Kaul, Regie
Choreografie: Andrew Hunt
Bühne / Lichtkonzeption: Rolf Spahn
Kostüm: Heike Seidler
Video: Zoltan Labas

Mit: Lana Gordon, Victor Hugo Barreto/ David-Michael Johnson (DMJ), Wilson D. Michaels, Tertia Botha, Alvin Le-Bass u. a.

Band: Hans Kaul, Martin Werner, Joscha Glass, Thomas Zander, Momme Boe

Premiere im Theater am Kurfürstendamm Berlin: 5. Januar 14
Wiederaufnahme: 3. Januar 15
(bis 11. Januar und vom 15. Februar bis zum 22. März 15)


Motown – Die Legende ~ Eine musikalische Begegnung zu Ehren des Labels

Theater am Kurfürstendamm Berlin
vorne: Tertia Botha, 2.Reihe von links: Lana Gordon, Wilson D. Michaels, Alvin Le-Bass, hinten: Victor Barreto
Foto: Dietrich Dettmann

Die USA in den 1960ern: Die Gesellschaft ist im Umbruch, und zwei Männer haben einen Traum: Martin Luther King und Berry Gordy. Der eine träumt vom Ende der Diskriminierung der Schwarzen, der andere von einer schwarzen Musikfabrik, die einen Hit nach dem anderen produziert. Beiden gelingt das Unglaubliche: Während Martin Luther King die Bürgerrechtsbewegung vorantreibt, gründet Gordy mit nur 800 von seiner Familie geliehenen Dollar in Detroit das Plattenlabel MOTOWN.

Mit afro-amerikanischen Künstlern wie Marvin Gaye, The Temptations, Diana Ross & The Supremes, The Jackson Five, Stevie Wonder u. a. wird es zum erfolgreichsten Label der Welt. Zwischen 1961 und 1971 veröffentlicht MOTOWN 537 Singles; 357 davon kommen in die US-Charts, 110 in die Top Ten – und 28 werden sogar Nummer-eins-Hits. Der neu kreierte, unverwechselbare Klang – „The Sound of Young America“, wie Gordy ihn nennt – bewegt Generationen zum Tanzen und bringt mit seinen Balladen Herzen zum Schmelzen.

„MOTOWN – DIE LEGENDE“ bietet nun eine musikalische Begegnung mit dieser einzigartigen Geschichte: Fünf MOTOWN-begeisterte Sängerinnen und Sänger bereiten eine große Gala-Show zu Ehren des Labels vor und gewähren so – 50 Jahre nach Gründung – einen Blick hinter die Kulissen der Hit-Fabrik, indem sie von der Entstehung, den Höhen und Tiefen und den Geheimnissen der Plattenfirma erzählen, vom Leben Berry Gordys, seiner Stars und den Geschichten der Hits.


Motown – Die Legende ~ Eine musikalische Begegnung zu Ehren des Labels
Theater am Kurfürstendamm Berlin
Die grooven. V. l.: Victor Hugo Barreto, Wilson D. Michaels und Trevor Jackson
Foto: Gio Löwe

Regie / Choreografie: Andrew Hunt
… war mit Jesus Christ Superstar und West Side Story auf USA- und Europatournee. Er stand in „Cats“ auf der Bühne, bevor er als Dance Captain, Assistant Resident Director und Swing zu „Miss Saigon“ nach Stuttgart ging. Er war Dance Captain und Swing bei „Tanz der Vampire“, Deep, Swing, Pepper und Eddie in „Mamma Mia!“ sowie Bacchus und Charlie Chaplin in „Nicht von dieser Welt“. Er tourte mit dem Glenn Miller Orchestra und der Gala „Best of Musicals 2010“. Als Choreograf realisierte Andrew Hunt Projekte in der Londoner Royal Albert Hall, im Lincoln Center Washington/DC, am Thalia Theater Hamburg, der Komödie am Marquardt sowie am Capitol Theater Düsseldorf. Für das EURO-STUDIO Landgraf hat er die Choreografien für die von der INTHEGA ausgezeichnete Produktion „Moonlight Serenade – Die Glenn Miller Story“, „Hello, Dolly!“ und „Johnny Cash – The Man In Black“ gemacht. Für die Uraufführung von „MOTOWN – DIE LEGENDE“ hat er nicht nur die Choreografie übernommen, sondern auch erstmalig die Regie.

Arrangements / Musikalische Leitung / Keyboard: Hans Kaul
… finanzierte sein Studium der Germanistik, Anglistik und Philosophie als Barpianist und Organist. Dann studierte er Musikwissenschaften in Göttingen. Er spielte in verschiedenen Bands und Formationen und war sieben Jahre Musikalischer Leiter am Deutschen Theater in Göttingen. Dort schrieb er Arrangements für Musicals von „La Cage Aux Folles“ über „Cabaret“ und „Die Dreigroschenoper“ bis „Evita“. Daneben komponierte er Schauspielmusik, spielte als Pianist, Keyboarder und Akkordeonist in vielen Theaterstücken, schrieb eigene Songs u. a. für die Band „Kleine Schwester“, für die Theaterstücke „Rummelplatz“ oder „Alice im Wunderland“. Es entstanden auch Neuvertonungen und außergewöhnliche Liederabende.
Seit Herbst 2011 ist Hans Kaul freischaffend und schreibt Bühnenmusiken und Songs. Zuletzt war er als Musikalischer Leiter und Pianist am Theater Heilbronn engagiert für „La Cage Aux Folles“ sowie als Pianist für die Produktionen „Chess“ sowie „Blondgirl Undercover“ bei den Domfestspielen Bad Gandersheim.

Judy: Lana Gordon
Die gebürtige US-Amerikanerin studierte Tanz an der New Yorker Alvin Ailey School, bevor sie dreieinhalb Jahre im Ensemble von Sylvia Waters, im Anschluss in Donald Birds Company The/Group tanzte und als Sängerin in Japan arbeitete. 1994 spielte sie bei der Europa-Tournee des Erfolgsmusicals „Hair“ unter der Leitung des Regisseurs und Autors James Rado die Rolle der Dionne. Ihr Broadway-Debüt gab Lana Gordon 1997 als Ensemblemitglied bzw. Zweitbesetzung für Nala und Shenzi in der Originalproduktion des Musicals „Der König der Löwen. 1999 wechselte sie in den Cast des Broadway-Musicals „Jesus Christ Superstar“. Doch nach nur einem halben Jahr nahm sie das verlockende Angebot an, als Erstbesetzung der Shenzi, die sie über zwei Jahre lang verkörpern durfte, zu „Der König der Löwen“ zurückzukehren. In der Rolle der Anita in „West Side Story“ (Regie: Joey McKneely) ging sie 2003 bis 2005 auf große Europa- und Asien-Tournee. 2007/2008 wiederholte sie ihren Erfolg in dieser Rolle bei einer Europa-Tournee, die zum Ausgangspunkt für ihre europäische Solokarriere wurde. So war sie 2009 die Kala im Disney-Musical „Tarzan“ in der Hamburger Neuen Flora und die Carmen in der Latin Pop Opera „Carmen Cubana“. Daneben ist die talentierte Sängerin immer wieder auch als Model für US-Werbekampagnen in TV- und Printmedien gefragt. Derzeit gehört sie in der Rolle der Mary Shirley Mae bzw. als Zweitbesetzung von Deloris van Cartier zum Ensemble des Stuttgarter Stage-Musicals „Sister Act“.

Syd: Victor Hugo Barreto
Der in Brasilien geborene Musicaldarsteller, der in seinem Geburtsland auch als Werbegesicht für u. a. Ford Focus Furore gemacht hat, war in seiner Heimat bereits an diversen großen Musical-Produktion beteiligt; so sang er 2006 beispielsweise den Judas in „Jesus Christ Superstar in Concert“ des Instituto GTR de Música, den Angel in „Grease“ und war im Ensemble von „Rent“ auch die Zweitbesetzung der Rollen Collins, Benny und Roger. 2007-2008 verkörperte er dann John im Musical „Miss Saigon“ und spielte 2009 u. a. Seaweed in „Hairspray“.
Der deutsche Musical-Regisseur Cornelius Baltus besetzte ihn 2009 für die Hamburger Stage-Entertainment-Produktion „Der König der Löwen“ u. a. als Ensemblemitglied und Cover für die Rolle des Simba, die er fast zwei Jahre lang spielte. Direkt im Anschluss ging er zu „Sister Act“ nach Stuttgart, wo er als Ensemblemitglied und Cover für die Rolle Eddie Fritzinger bis 2012 blieb. Zuletzt stand er im Ensemble des Queen-Musicals „We Will Rock You“ sowie als Zweitbesetzung für die Rolle des Brit im Theater des Westens auf der Musical-Bühne. Im Herbst 2013 arbeitet Victor Hugo Barreto erstmals für die Tourneeproduktion „MOTOWN – DIE LEGENDE“ des EURO-STUDIO Landgraf und des Theaters im Rathaus Essen, und zwar als alternierende Besetzung der Rolle Syd.

Syd: David-Michael Johnson (DMJ)
…, der sich gemeinhin DMJ nennt, stammt aus Columbus/USA. Schon während seines Studiums an der New York University war er Solist bei den „Spectacular-Shows“ der Radio City Music Hall. Im Anschluss daran spielte er am Broadway in „Porgy and Bess“ und „Singin´ In the Rain“. Sein internationales Debüt gab Johnson mit der Darstellung der Lok Electra in „Starlight Express“ in Japan, Australien und Bochum. Darüber hinaus spielte er in „Jesus Christ Superstar“, „Miss Saigon“, „Dream Girls“ und „Rent“. DMJ hatte Auftritte bei Konzerten und Galas mit den Münchner Philharmonikern, „Songs For a New World“ in Stuttgart, „The Music of Andrew Lloyd Webber“ auf Skandinavien-Tour, „An Evening With Tim Rice“ in Barbados und London, „One Enchanted Evening“ in Dublin, „Chess In Concert“ in London und ging mit „Best Of Musical Gala“ von Stage Entertainment (2010) auf Deutschlandtour. Außerdem ist DMJ seit 1999 Solist bei der Konzertreihe „The Night of A Thousand Voices“ in der Londoner Royal Albert Hall, zuletzt spielte er bei „We Will Rock You“ mit.

Lance: Wilson D. Michaels
… wurde in Miami geboren und schloss seine Schauspiel-Ausbildung mit dem Masters of Fine Arts an der New York University ab. Außerdem hat er einen Bachelor-Abschluss von der Southern Methodist University in Dallas, wo er die Studienfächer Regie und afrikanisch-amerikanische Studien belegte.
In Schweden ist er bekannt und beliebt, denn dort spielt er die Hauptrolle des Glen Johnson in der TV-Serie „Vintergatan 5“. Außerdem gründete er als Künstlerischer Direktor das Komonq Theater Collective in Stockholm. 2007-2008 war Wilson Michaels im Sonar Kollektiv Orchester Berlin als Sänger zu hören. Als Schauspieler hatte er Hauptrollen in einigen Shakespeare-Stücken. Er überzeugte außerdem in Musicals wie „Ain‘t Misbehavin‘“, „Miss Saigon“ sowie „42nd Street“ nach dem gleichnamigen Filmmusical von Warner Brothers. 2009 übernahm Wilson D. Michaels in der Hamburger Stage-Produktion von „Der König der Löwen“ die wichtige Rolle des Löwenkönigs Mufasa, Vater von Simba.

Linda: Tertia Botha
… wurde in Kapstadt geboren und war in ihrer südafrikanischen Heimat als Sängerin und Musicaldarstellerin bekannt. Die Rolle der Lucy Dixon in der Musical-Produktion „Kat & the Kings“ führte sie ans Englische Theater in Frankfurt und auf Europa-Tournee. 2001 bis 2003 sang sie in der Live-Cover-Band Unkle Jam, u. a. in der BBC Show Live aus dem Hard Rock Café Dubai. 2003 nahm sie in Deutschland an der Pro7-Casting Show „Popstars - Das Duell“ teil und wurde Mitglied der Girlband Preluders, deren erste Single ‚Everyday Girl’ auf Platz eins der deutschen Charts stieg. 2008 führte sie ein Gastengagement ans Staatstheater Kassel, wo sie in den Musicals „Hair“ und „Supremes“ auftrat. Für Stage Entertainment ging sie bis 2010 mit „Dirty Dancing“ nach Berlin. 2011/12 folgte dann ein Engagement am Staatstheater Bonn, wo sie die Dionne in „Hair“ verkörperte. Neben Konzerten mit Live-Bands in ganz Deutschland unterstützt sie benachteiligte Künstler aus Kapstadt und performte 2012 für den Oscarpreisträger James Horner den von ihm geschriebenen Song „My heart will go on“ bei den eDIT Awards in Frankfurt.

Zack: Alvin Le-Bass
… aus New York wurde als Sänger, Schauspieler und Tänzer an der Syracuse University ausgebildet. Er spielte am Broadway in dem Musical „The Irving Berlin Ragtime Revue“ und ging mit der Broadway-Produktion „Raisin“ auf Tournee. Er stand mit bedeutenden Musikern wie Peabo Bryson, Jeffrey Osborn, JT Taylor, Howard Hewitt und Philip Bailey auf der Bühne. Darüber hinaus konnte man ihn auch in den Musicals „Hello, Dolly!“, „Chicago“, „Showboat“ und „Jesus Christ Superstar“ erleben. Bevor er nach Europa ging, wurde er in den USA durch die langjährige TV-Serie „Another World“ bekannt. In Deutschland folgten u. a. Engagements bei „Gaudí“, „Buddy – Die Buddy-Holly-Story“ und als Louis Armstrong in der EURO-STUDIO Landgraf-Produktion „Satchmo – The Louis Armstrong Story“, die von der INTHEGA als bestes Musical ausgezeichnet wurde. In Wien überzeugte er u. a. in „Carmen Cubana“ und „La Cage Aux Folles“ sowie an der Wiener Kammeroper in „Ain’t Misbehavin’“. 2008 eröffentlichte er sein erstes Solo-Album ‚A Man Like Me’.

Karten 030/88 59 11 88 und unter www.komoedie-berlin.de (Karten im Vorverkauf, bis 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn, sind 3 € günstiger).

Mozart - Das Musical

Idee, Buch und Liedtexte:
Michael Kunze
Musik & Arrangements: Sylvester Levay
Originalproduktion: Vereinigte Bühnen Wien GmbH
Weltweite Bühnenaufführungsrechte: VBW International GmbH

Uraufführung: 2. Oktober 1999 (Wien, Theater an der Wien)

Das Leading Team der Wiener Produktion:

Regie: Harry Kupfer
Bühnenbild: Hans Schavernoch
Musical Staging: Dennis Callahan
Kostüme: Yan Tax
Tondesign: Tony Meola
Lichtdesing: Franz Peter David
Musikalische Leitung: Caspar Richter
Sounddesign: Thomas Strebel
Videodesign: Thomas Reimer

Spielzeit Wien: 2. Oktober 99 bis 7. Mai 01
Spielzeit Wien Saison 2015/16: ab 24. September 15 (Raimund Theater)

Spielzeit Hamburg: 21. September 01 bis Juli 02
Spielzeit München: 2. - 30. November 06
Spielzeit Plauen/Zwickau: 18. Januar - 21. Juni 08
Spielzeit Tecklenburg:  ab 21. Juni 08

Zum Gastspiel im Duisburger Theater am Marientor vom 21. - 23.10.2016:

Vorstellungen: Fr 19.30 Uhr, Sa 15.00 + 19.30 Uhr, So 14.30 + 18.30 Uhr
Premiere: Freitag, 21. Oktober 2016, 19.30 Uhr
Preise 32,- bis 72,- Euro zzgl. Gebühren der Vorverkaufsstelle
Vorverkauf: Telefonisch unter 01806-999 000 282 (0,20 € / Anruf Festnetz, 0,60 € / Anruf aus dt. Mobilnetz) und 0203-282 5 282, im Internet unter www.theater-am-marientor.de  und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Musikalischer Leiter: Ratan Jhaveri
Production Stage Manager: Katja Kiesewalter
Regieassistent: Robert Wann
Technischer Produktionsleiter Andrea Friedrichs Produzentin: Daniel Bartrina

Besetzung:

Wolfgang A. Mozart:
Oedo Kuipers
Leopold Mozart: Marc Clear
Hieronymus Colloredo: Maximilian Mann
Nannerl Mozart: Amelie Dobler
Cäcilia Weber: Susanna Panzner
Constanze Weber/Nissen: Anna Hofbauer
Baronin von Waldstätten: Ann Christin Elverum
Amadé: Sophie Wilfert, Ilia Hollweg, Max Dörflinger, Lucas MacGregor
Ensemble (Karl Joseph Graf Arco) feat.: Guido Gottenbos
Ensemble (Emanuel Schikaneder) feat.: Thomas Hohler
Ensemble (Fridolin Weber/Thorwart): Florian Resetarits
Ensemble: Daniel Eckert, Michael Schüler, Sebastian Smulders, Johan Berg, Nicolas Huart, Florian Sebastian, Vasilios Manis, Fabian Böhle
Male Swing: Kristian Lucas, Carl van Wegberg, Jan Altenbockum
Ensemble (Aloysia Weber) feat.: Evita Komp
Ensemble (Josepha Weber): Alixa Kalasz
Ensemble (Sophie Weber): Celine Vogt
Ensemble: Sybille Lambrich, Dorothea Baumann, Lena Weiss, Melanie Gebhard, Ruth Hausensteiner, Jessica Kessler, Anne Marijn Smulders, Nina Würzl
Female Swing: Ulrike Hallas, Maren Kern, Raphaela Pekovsek

Kein Aufguss, sondern ein völlig neuer Mozart: packend,  dramatisch, atemberaubend, aufregend und voller Überraschungen
- Zur Hamburger Produktion -

Wir haben sie noch im Ohr und vor dem lesenden, staunend-ungläubigem Auge, die schmähenden Rundumschläge der stets besserwisserischen Kritik-Schickeria. Als Mozart! am 2. Oktober anno 1999 im Theater an der Wien an den Start ging, wurde die Inszenierung von den meisten Feuilleton-Artisten  der großen Medien heftigst und übelst abgewatscht. Selbst die größte deutschsprachige Musical-Fachzeitschrift meinte nach krampfhafter Suche ziemlich viele Haare in der schmackhaften Suppe entdecken zu  müssen. Ironie des Schicksals: Wenige Monate später musste deren Chefredakteur eben jene  von ihm so gescholtene  Produktion mit Preisen überhäufen und zum “Musical des Jahres 2000” ausrufen. Mozart! war bei der traditionellen Leser-Abstimmung in fünf von sieben Kategorien als Sieger hervorgegangen. Wieder einmal, so zeigte sich, hatten die  Damen und Herren Rezensenten mit traumwandlerischer Sicherheit meilenweit am Geschmack des Publikums vorbeigeschrieben.

Ob sie  daraus gelernt haben?  In Hamburg erlebt der “charismatische Rebell” derzeit seinen zweiten Frühling. Am 21. September feierte das Kunze/Levay-Stück in der Neuen Flora als Nachfolger des Opern-Phantoms  in seiner Deutschen Erstaufführung einen furiosen Einstand. Und seitdem ist das Auditorium Abend für Abend ausverkauft. Mozart! entwickelt sich erwartungsgemäß zum Hit. Er ist zu Stellas neuem Hoffnungsträger geworden – und dürfte die in ihn gesetzten Erwartungen allemal erfüllen. Es ist eine Geschichte, die es verdient, gehört, gesehen und gefühlt zu werden.

“Ein neuer Stern am deutschen Musical-Himmel” hatten die Macher im Vorfeld nicht gerade bescheiden getönt, aber damit keineswegs zu dick aufgetragen. Die Show, bei der wie ihn Wien Harry Kupfer Regie führt, ist ein einziges Fest für die Sinne. Atemberaubend, temporeich und stilsicher inszeniert und voller Überraschungen. Eine musical-ische Wundertüte voller brillanter Einfälle, die ebenso brillant umgesetzt werden. Da gibt es bombastische, opulente und effektvolle Ensemblenummern, aber auch Balladen, Soli und Duette voll zarter Schlichtheit – und beide sind dazu angetan, sich beim Publikum die Nackenhäarchen aufstellen zu lassen. Nicht nur “ein bissel für’s Hirn, und ein bissel für’s Herz”, sondern reichlich von beidem. Das geht unter die Haut.

Das (inzwischen weiterentwickelte) Konzept  kann durchaus für sich in Anspruch nehmen, innovativ und experimentell zu sein. Das Stück ist eben kein langatmiger Historien-Schinken, sondern aufregend und fesselnd – eine Mischung aus dramatischem Theater und opernhafter, mit eingängigen und zündenden, rhythmischen und knalligen Pop- und Rock-Elementen angereicherter Musik. Diese Ingredienzien indes sind so neu nicht und wurden bereits bei vielen anderen Musicals mehr oder weniger glücklich vermengt. Hier jedoch, bei Mozart, entwickelt sich dadurch eine überzeugender und mitreißende Mix, der viel Ohrwurm-Trächtiges gebiert. Da ist Sylvester Levay in seinem Element. 

Angerührt haben diese würzige und bekömmliche Suppe die kreativsten Geister der europäischen Musical-Szene.  Dass sie ein auf Erfolg abonniertes unschlagbares Team sind, haben Michael Kunze (Idee, Buch, Liedtexte) und Komponist Sylvester Levay  ja bereits bei “Elisabeth” eindrucksvoll bewiesen. Und wenn dann, wie in Wien, Regisseur Harry Kupfer, Choreograf Dennis Callahan sowie Hans Schavernoch und Yan Tax (Ausstattung) mit im Boot sind, kann ja eigentlich auch nichts schiefgehen. Tut es auch nicht.

Neben  den Stuttgarter Vampiren ist Mozart die zweite Produktion, die die Vereinigten Bühnen Wien gemeinsam mit Stella Entertainment auf dem deutschen Markt platziert haben. Das Stück wurde von der Donau an die Elbe transferiert, aber nicht als 1:1-Kopie. Gerade hier liegt eine wesentliche Stärke gegenüber vielen anderen internationalen Produktionen. Die kommen, ob in London, Paris oder New York, überall gleich und nach ein und demselben Muster gestrickt, daher, sind quasi statisch und in ihrer Form für sakrosankt erklärt. Nicht so die Werke Kunzes und Levays. Sie, ebenfalls Exportschlager, sollen sich, wünschen ihre geistigen Väter ausdrücklich, weiterentwickeln und den Gegebenheiten des jeweiligen Standortes angepasst werden.

Insofern ist auch der Hamburger Mozart kein alter, Wiener Hut, sondern irgendwie schon etwas Neues. Einige Szenen wurden gestrichen, andere sind hinzugekommen. Gleiches gilt für Partitur und Libretto. Levay und Kunze haben etliche neue Stücke beigesteuert – und das hat dem Ganzen gutgetan. Für Puristen unter den musicalischen Mozart-Fans vielleicht zunächst erst einmal gewöhnungsbedürftig, aber dann zündet es. Durch die mutigen Veränderungen ergeben sich neue inhaltliche Schwerpunkte,  im ersten Akt noch mehr als im zweiten. Die Storyline wird schlüssiger, die Linie klarer. Die Figuren erhalten ein ganz anderes Gewicht. Viel deutlicher herausgearbeitet ist auch der Vater-Sohn-Konflikt. Leider wird es aber keine eigene CD-Einspielung geben.

Das Ensemble, eine erlesene, aus über tausend Bewerbern rekrutierte Darsteller-Riege, haucht  dem Ganzen quirliges, pulsierenden und überzeugendes Leben ein, singt und tanzt mit vollem Stimm- und Körpereinsatz durch die 30 Szenen. Die Besetzungsliste liest sich wie das Who’s Who der europäischen Musical-Welt: Ethan Freeman als Leopold Mozart und Maricel als Constanze sind als personelle Pluspunkte der Show nur die Spitze des Eisbergs.  Da geben sich Angelika Milster als Baronin von Waldstätten, Felix Martin als Fürsterzbischof Colloredo, Nicole Berendsen als Cäcilia Weber – und vor allem Yngve Gasoy-Romdal in der Titelrolle die Ehre.

Der norwegische Ur-Mozart aus Österreich hat seit seinen Wiener Tagen noch an Format und Ausdruckskraft gewonnen und ist als temperamentvoll-ungezügeltes Rebellen-Genie die beherrschende Figur auf der Bühne – und das nicht nur, weil es das Buch so will.  Der charismatische Künstler mit seinem auffälligen Outfit lässt Mozart wie einen ungestümen Popstar erscheinen, kleidet seinen Part mit Spielwut und Kraftstimme aus und vereinigt vokale Power mit schauspielerischer Stärke. Es macht einfach Spaß, zu beobachten, wie dieses begnadete Talent die Nuancen und vielschichtigen Facetten der Persönlichkeit Mozarts umsetzt und auf der Bühne auslebt.

 Ein Stück ohne Schwächen, aber voller magischer Momente, packender Dramatik und intensiver Dichte. Und ein ungetrübtes Musicalvergnügen.             
©: JÜRGEN HEIMANN

My Fair Lady

Buch:
Alan Jay Lerner
Musik: Frederick Loewe
Deutsche Übersetzung: Robert Gilbert
Aufführungsrechte: Verlag Felix Bloch Erben

Nach Bernhard Shaws "Pygmalion" und dem Film von Gabrial Pascal

Uraufführung: 15. März 1956 New York, Mark Hellinger Theatre; 2.717 Aufführungen)
deutschsprachige Erstaufführung: 25. Oktober 1961 (Berlin, Theater des Westens)

Die Hauptrollen bei der Broadway-Premiere wurden gespielt von:
Henry Higgins: Rex Harrison
Eliza Doolittle: Julie Andrews
Colonel Pickering: Robert Coote
Alfred P. Doolittle: Stanley Holloway

Das Musical gewann im Jahr 1957 sieben TONY Awards:
- Best Musical: "My Fair Lady"
- Best Leading Actor (Musical): Rex Harrison
- Best Director: Moss Hart, Author (Musical): Alan Jay Lerner
- Best Producer (Musical): Herman Levin Composer: Frederick Loewe
- Best Conductor and Musical Director: Franz Allers
- Best Scenic Designer: Oliver Smith
- Best Costume Designer: Cecil Beaton

Inhalt:
Im edwardianischen London des Jahres 1912 wettet der Sprachforscher Professor Higgins mit seinem Fachkollegen Oberst Pickering, dass er die Blumenverkäuferin Eliza Doolittle trotz ihres schrillen Dialekts und ihrer ordinären Sprache innerhalb von sechs Monaten vom ungestümen Cockneygirl zur feinen Dame der britischen Society mit gepflegter Ausdrucksweise erziehen kann. Mit äußerster Strenge unterweist Higgins Eliza, bis sie endlich Sätze wie “Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen” fehlerfrei aussprechen kann. Bei dem Versuch, ihr Können erstmals beim Pferderennen in Ascot der feinen Gesellschaft zu beweisen, feuert sie ihr Pferd mit derart ordinären Sprüchen an, dass einige der umstehenden Damen in Ohnmacht fallen, erweckt jedoch mit ihrer unkonventionellen Art das Interesse des jungen Freddy Eynsford-Hill. Nach weiterem wochenlangen, kräftezehrenden Training wird Eliza schließlich beim Diplomatenball dank ihrer Schönheit und ihres perfekten Auftretens die Attraktion des Abends. Obwohl er seine Wette nun gewonnen hat, behandelt Higgins Eliza auch fortan mit der ihm eigenen herablassenden Art als seelenloses Objekt. Als er ihr zudem Undankbarkeit vorwirft, verlässt sie wutentbrannt sein Haus und will in ihr altes Umfeld zurückkehren. Doch selbst ihr Vater Alfred P. Doolittle, der durch Higgins’ Vermittlung vom armen, stets optimistischen Müllkutscher zum wohlhabenden, aber mürrischen Mann wurde, will sie nicht mehr aufnehmen. Nach einer weiteren heftigen Auseinandersetzung mit der emanzipierten Eliza im Hause seiner lebensklugen Mutter merkt der eingefleischte Junggeselle Higgins, der sich nur schwer zu seinen Gefühlen bekennen kann, wie sehr er sie vermisst. Als er gedankenversunken ein Tonband mit ihren Sprachübungen anhört, kehrt Eliza zu dem Exzentriker zurück, der seine Freude darüber nur mühsam verbergen kann. ©: Verlag Felix Bloch Erben

Zur Inszenierung der Bad Hersfelder Festspiele:

Premiere: 8. Juli 16
Wiederaufnahme 2017: 30. Juni 17

Regie: Cusch Jung
Bühne: Karin Fritz
Kostüme: Ella Späte
Gewandmeisterin: Kerstin Micheel
Choreografie: Melissa King
Licht-Design/ Leitung Licht: Ulrich Schneider
Ton: Jörg Grünsfelder
Regieassistenz: Olivia Maria Schaaf
Dance Captain: Samantha Turton

Besetzung 2016:

Eliza Doolittle:
Sandy Mölling
Prof. Henry Higgins: Cusch Jung
Oberst Pickering: Gunther Emmerlich
Alfred P. Doolittle: Ilja Richter
Mrs. Eynsford-Hill: Jessica Fendler
Mrs. Hopkins: Eva Zamostny
Prof. Zoltan / Gärtner: Frank Berg
Prinz von Transsylvanien: Jurriaan Bles
Lord Boxington / Gärtner: Tobias Brönner
Lady Boxington: Marion Zollinger
Gärtner: Luke Giacomin, Stefan Gregor Schmitz
Ensemble: Janet Calvert, Yara Hassan, Gina Marie Hudson, Nicky Milford, Samantha Turton, Yael De Vries

www.bad-hersfelder-festspiele.de

Zur Inszenierung der Komischen Oper Berlin:

Premiere:
28. November 15

Musikalische Leitung: Kristiina Poska
Inszenierung: Andreas Homoki
Choreographie: Arturo Gama
Bühnenbild: Frank Philipp Schlößmann
Kostüme: Mechthild Seipel
Dramaturgie: Johanna Wall
Chöre: David Cavelius
Licht: Franck Evin

Besetzung:

Professor Henry Higgins:
Max Hopp
Eliza Doolittle: Katharine Mehrling, Winnie Böwe
Alfred P. Doolittle: Jens Larsen, Carsten Sabrowski
Oberst Pickering: Christoph Späth, Tom Erik Lie
Mrs. Higgins: Susanne Häusler
Mrs. Pearce: Christiane Oertel
Freddy Eynsford-Hill: Johannes Dunz, Adrian Strooper
Professor Zoltan Karpaty: Zoltan Fekete, Mate Gyenei, Zoltan Fekete

Chorsolisten der Komischen Oper Berlin


My Fair Lady
Komische Oper Berlin
Vorabbild mit Katharina Mehling
© Jim Rakete

Andreas Homoki inszeniert das weltberühmte Musical ~ My Fair Lady erstmals an der Komischen Oper Berlin
Eines der berühmtesten Musicals überhaupt ist zum ersten Mal an der Komischen Oper Berlin zu sehen: Frederick Loewes und Alan Jay Lerners My Fair Lady. In der Inszenierung des ehemaligen Intendanten Andreas Homoki sind Katharine Mehrling (ab 15.12. im Wechsel mit Winnie Böwe) als Blumenmädchen Eliza Doolittle und Max Hopp als verschrobener Professor Higgins zu erleben. Die Neuproduktion siedelt die Geschichte in einem sinnbildhaften Raum an, mit Kostümen im Stil der 1920er Jahre.
Die Musikalische Leitung übernimmt die Erste Kapellmeisterin Kristiina Poska.

My Fair Lady steht in der Spielzeit 2015/16 achtzehnmal auf dem Spielplan. Als Phonetik-Koryphäe und leidenschaftlicher Verfechter der reinen Sprache will Higgins beweisen, dass der brillante Schliff der Sprache Tür und Tor zu den höchsten Gesellschaftskreisen öffnet. Der Zufall bringt ihn mit der armen Blumenhändlerin Eliza zusammen, die sich nach gesellschaftlichem Aufstieg sehnt. Mit ihrem frechen Mundwerk, das ausschließlich den Dialekt beherrscht, ist sie das ideale Versuchsobjekt.
Was Higgins bei seinem Experiment vergisst: Eliza mag ihren Dialekt verloren haben, nicht aber ihren starken Willen…
In Pygmalion, der literarischen Vorlage von My Fair Lady, übte George Bernard Shaw beißende Kritik an der rigiden englischen Klassengesellschaft des 19. Jahrhunderts. Für My Fair Lady übertrug Librettist Alan Jay Lerner Shaws geistreiche Pointen und satirischen Witz samt der scharfsinnigen Gesellschaftskritik in spritzige Dialoge; Frederick Loewe komponierte mitreißende, zeitlose Musiknummern mit Ohrwurmqualität, von »Ich hättʼ getanzt heutʼ Nacht« bis »Es grünt so grün«. Die deutsche Fassung verlegt die Handlung in sprachlicher Hinsicht von London an die Spree, aus dem derben Cockney-Slang ins nicht weniger unverblümte Berlinerische. [© Komische Oper Berlin]

www.komische-oper-berlin.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Deutsche Übersetzung von Robert Gilbert
Spielfassung für das Staatstheater Mainz von Soren Schuhmacher

Premiere: 6. November 10

Musikalische Leitung: Sebastian Hernandez-Laverny
Inszenierung: Søren Schuhmacher
Bühne: Norbert Bellen
Kostüme: Carola Volles
Studienleiter: Michael Miliard
Choreographie: Richard Weber
Dramaturgie: Barbara Grab

Besetzung:

Eliza Doolittle: Inga Britt Andersson
Professor Henry Higgins: Alexander Spemann
Oberst Pickering: Joachim Mäder
Mrs. Pearce: Cornelia Langhals
Alfred P. Doolittle: Ks. Jürgen Rust
Harry: Reiner Weimerich
Jamie: Milen Stradalski
Freddy Eynsford-Hill: Alexander Kröner
Mrs. Eynsford-Hill: Claudia Sasse-Scholz
Mrs. Higgins: Katherine Marriott
Ein Mann aus Fürstenwalde: Hans-Helge Gerlik
Erster Obsthändler: Patrick Hörner
Zweiter Obsthändler: Ion Grigorescu
Dritter Obsthändler: Young-Kwan Cho
Vierter Obsthändler: Agustín Sanchez Arellano
Kneipenwirt George: Hans-Helge Gerlik
Mrs. Hopkins: Judith Christ-Küchenmeister
Lord Boxington: Reiner Weimerich
Lady Boxington: Ewa Wargin
Lakru/ Kellner: Johannes Paul Lesinski
Zoltan Karpathy: Kai Uwe Schöler
Dienstboten: Radoslava Jordanova, Katja Ladentin, Agustín Sanchez Arellano, Ion Dimieru
Tänzer: Angela Fiedler, Magdalena Suss, Mauricio Armanta Tollo, Alexander Baab, Daniel Sebazungu
Die Göre vom Görli: Alice Erk
Special Appearance: Carsten Jenß

Statisterie des Staatstheaters Mainz (Leitung Dieter Rößler)
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Besprechung auf kulturfreak.de


My Fair Lady
Staatstheater Mainz
Ensemble
Foto: Martina Pipprich

Sebastian Hernandez-Laverny (Musikalische Leitung), geboren in Lübeck, absolvierte sein Klavier- und Dirigierstudium an der Hochschule der Künste Berlin. Nach Engagements in Linz, Bremen und Trier kam er in der Spielzeit 2001/2002 als Chordirektor und Kapellmeister ans Staatstheater Mainz, wo er u. a. Sonder- und Jugendkonzerte wie das musikalische Märchen „Der Bär" sowie Musiktheater-Produktionen wie „Die lustige Witwe" und „Der Vetter aus Dingsda" leitete. Neben seiner Tätigkeit am Theater ist er ein gefragter Jazz-Pianist, Arrangeur und Komponist.

Søren Schuhmacher (Inszenierung) arbeitete nach seinem Studium der Musikwissenschaften an der Universität zu Köln zunächst als Regieassistent und Co-Regisseur für Günter Krämer, Willy Decker, Robert Carsen und Christof Loy, bevor er erste eigene Arbeiten in Szene setzte. Neben Inszenierungen an der Deutschen Oper Berlin („Carmen", „Infinito Nero" von Salvatore Sciarrino, Walter Braunfels' „Jeanne d'Arc" - gemeinsam mit Carl Hegemann und Anna-Sophie Mahler - und dem „Freischütz für Kinder"), wo er bis zur letzten Saison als Oberspielleiter wirkte, erarbeitete er Produktionen u. a. für das Theater St. Gallen („Katja Kabanova"), das Theater Nordhausen („Turandot", „Hoffmanns Erzählungen", „Un ballo in maschera") und die Komische Oper Berlin („Filemon Faltenreich"). Seine Mozart-Adaption „Türkisch für Liebhaber" wurde nach der Premiere an der Neuköllner Oper in Berlin zum renommierten KamerOpera Festival nach Zwolle/NL eingeladen. In der vergangenen Spielzeit setzte er Offenbachs „Blaubart" am Staatstheater Mainz mit großem Erfolg in Szene. Zukünftige Engagements beinhalten u. a. „Otello" (Coburg/Januar 2011) und „Der Freischütz" (Lüneburg/März 2011).

 [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

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