kulturfreak

Besprechungen: Bücher

© Schott Music GmbH & Co. KGHeidi Leenen / Martin Bernhard: Der Elefantenpups ~ Rettet den Zoo!


„Die Kunst glücklich zu sein“ oder „Lieber einen Elefantenpups statt Abgasmief“

2009 erschien der erste Band von Heidi Leenens und Martin Bernhards Kinderbuch „Der Elefantenpups“ mit dem Titel „Direktor Fröhlich und das Zoo-Orchester“. Ihm folgte 2010 der 2. Teil „Ein tierischer Geheimplan“ und 2011 erschien der dritte Band „Rettet den Zoo“.
Der Reihe liegt die Grundidee zugrunde, kleinen Kindern nicht nur ein schönes Buch zu bieten, sondern gleichzeitig auch erste musikalische Eindrücke zu vermitteln. Insoweit erinnert es an das bis heute unübertroffene „Peter und der Wolf“ von Sergei Prokofjew.
Zum einen ist „Der Elefantenpups ~ Rettet den Zoo“ durch die liebevollen und detailreichen Zeichnungen von Martin Bernhard ein wunderschönes Buch zum Vor- und Selbstlesen. Mit viel Freude zu Details gibt es viele kleine und große Bilder zu bestaunen und zu entdecken. Sei es die Zeichnung vom Zoo, die diesen zeigt, wie er zwischen zwei Industriestädten liegt, wo am Horizont Flugzeuge im Landeanflug sind, LKW die Landstrasse entlangfahren und ihn viel Grün umgibt. Oder das Bild von im Zoo Geburtstag feiernden Kindern, die in fröhlicher Eintracht mit den Tieren tanzen und viel Spaß haben und dabei von Flamingo, Papagei, Uhu und Pelikan auf Holzblasinstrumenten begleitet werden, während zwei Schweine im Hintergrund ihren verdienten Mittagsschlaf halten.
Zum anderen gibt es aber auch eine Begleit-CD, die nicht nur Hörbuch ist, sondern auch zehn kurze (meist zwischen 0:30 und 1:30 Minuten lange) Musikstücke bietet. Die Texte spricht kein geringerer als der Schauspieler Stefan Kaminski, der unter anderem durch sein dreidimensionales Live-Hörspielformat „Kaminski ON AIR“ überregional bekannt wurde. Beim bloßen Hören ist man versucht zu denken, dass mehrere Personen die Texte sprechen. Doch es ist nur Kaminski, der mit wahnsinnig vielen Stimmfarben und Nuancen all den vielen verschiedenen Tieren im Zoo eine ganz individuelle Stimme verleiht.
Die von Arnim Sander komponierten und arrangierten Musiktitel führen hier nicht einzelne Instrumente vor, sondern Musikstile und Stimmungen. So gibt es beispielsweise den „Der-Es-geht-mir-nicht-gut-Boogie-Woogie“, den „Geier-Blues“ oder die „Sumbazumba-Rumba“. Stücke, die helfen, Gefühle auszudrücken. Kurze, schwungvolle Nummern, die den Grundgedanken des Buchs mittragen: Spaß haben. Denn Musik gehört zum Leben dazu. Wie auch Probleme, die werden nicht verschwiegen, sondern thematisiert. Denn der Zoo ist in seiner Existenz bedroht, soll doch eine neue Autobahn gebaut werden, für die er im Wege steht. Hier lernen von Heidi Leenens schon die Kleinsten, dass es sich lohnt, für eine Sache einzutreten und dafür zu demonstrieren. Pombo der Elefant (der befreiend pupst, wenn es ihm richtig gut geht) demonstriert gemeinsam mit den anderen Tieren für den Erhalt des Zoos. Sein Motto: „Lieber einen Elefantenpups statt Abgasmief“. Nach dem glücklichen Ende gibt es noch ein bewegtes, friedlich einstimmendes kurzes Zoo-Konzert (bei dem verschiedene Blassoloinstrumente wie auch ganze Orchestergruppen erklingen).
Als Bonus ist im Buch das Lied „Jetzt ist Schluss!“ mit Noten abgedruckt, dass sich auch auf der CD als Extra-Track findet (ebenso die „Geburtstags-Polonaise“ in doppelter Länge zum Mittanzen). Übrigens: „Der Elefantenpups“ eignet sich auch für Aufführungen als Konzert für Kinder.
“Der Elefantenpups ~ Rettet den Zoo!“ ist eine lebhafte Erzählung für ganz Kleine, verbunden mit ersten Eindrücken über die Kraft der Musik, die schöne Gefühlszustände wecken und vertiefen kann.

Markus Gründig, Februar 12

Heidi Leenen, Martin Bernhard
Der Elefantenpups ~ Rettet den Zoo!
32 Seiten – Hardcover
Ausgabe mit CD
21,8 x 27,5 cm
ISBN: 978-3-7957-0770-5
ED 21210
(www.schott-music.com)

© GerthMedienFriedrich Kurz mit Marcus Mockler: Der Musical-Mann

Auf dem Weg zum Licht

„Ein steiler Aufstieg, ein tiefer Fall und eine Begegnung mit Gott, die alles veränderte“ lautet der Untertitel dieses im evangelikalen Verlag Gerth Medien (der Verlagsgruppe Random House des Bertelsmann-Konzerns zugehörig) erschienenen Buches. Von was handelt dieses Buch? Über Musicals in Deutschland oder über die Glaubensgeschichte eines Mannes? Nun, beides wird thematisiert, doch steht das Thema Musical in Deutschland eindeutig im Mittelpunkt dieser aus 23 Kapiteln bestehenden Autobiographie (die unter Mitwirkung von Marcus Mockler geschrieben wurde). Die persönliche Erfahrung Friedrich Kurzs mit Gott wird erwähnt, aber erst im hinteren Teil des Buches und auch nur aus seiner sehr persönlichen Sicht (und ohne Missionierungscharakter).

Dafür kann der musicalinteressierte Leser so manches Detail über die jüngere deutsche Musicalgeschichte erfahren, aber auch über internationale Stars wie Robert Redford, Gitte Haenning und Mick Jagger.
In gut lesbarer Form erzählt Kurz aus seinem Leben, der Kindheit und Jugend im baden-württembergischen Nürtingen, seiner Zeit in den USA, die ihn u.a. als Manager der amerikanischen Olympiamannschaft 1972 wieder nach München führte. Von seinen immer wieder vorkommenden Begegnungen mit Menschen, die nachhaltig seinen Lebensweg beeinflussten. Von seiner Zeit als Börsenhändler für Metalle und Rohstoffe, von ersten Kontakten in London zu Andrew Lloyd Webber und der daraus folgenden Produktionen von „Cats“ und dem „Phantom der Oper“ in Hamburg und dem, noch immer rollenden, „Starlight Express“ in Bochum (der im März 2010 seinen 13.000.000sten Besucher zählte). Interessante Details wie die über die damaligen Verhandlungen mit der Stadt Hamburg im Zusammenhang mit der Nutzung des Operettenhauses oder die Probleme mit Radikalen bei der Premiere vom Phantom, machen das Buch zu einem spannenden Erlebnis.

Kurz verschweigt aber auch nicht die großen Tiefschläge, die auch ihn nicht verschonten, seien sie privater oder geschäftlicher Natur. Der Flop des von ihm produzierten Musical „Carie“ am Broadway dürfte ihn persönlich wohl mehr getroffen haben, als er im öffentlichen Bewusstsein nachwirkt (schließlich schaffte selbst „Tanz der Vampire“ es nicht, in NYC Fuß zu fassen). Kräftig wettert Kunz gegen das subventionierte deutsche Theatersystem. Als privatwirtschaftlich denkender Unternehmer ist das einerseits konsequent, andererseits bietet gerade das subventionierte deutsche Theatersystem eine weltweit einzigartige kulturelle Vielfalt in nahezu jeder Stadt, bei überwiegend sozialen Preisen. Dabei bringt dieses System sicher auch Stücke und Inszenierungen an den Tag, die unter Marktbedingungen sicher nicht in solch einer Form darzubieten wären. Und das ist auch gut so.

Was hat all das mit Gott zu tun? Auf seinem Weg, der ihn vomErfolg verwöhnten Leben im Jetset zum finanziellen Ruin (nach den in Berlin produzierten Musicals „Marlene“ und „Shakespeare and Rock'n Roll“) führte, änderte die Hinwendung zum christlichen Glauben im Jahr 2004 Friedrich Kurzs Leben und seine Standpunkte, brachte sie ihm viel mehr Unabhängigkeit materiellen Dingen gegenüber. Auch machte dies ihm leichter, seinen Widersacher aus vergangenen Tagen (wie dem Unternehmer Rolf Deyhle) zu vergeben. Nie den Kopf in den Sand stecken und immer nach vorne schauen, scheint seine Devise zu lauten. Und so soll Deutschland auch künftig von ihm hören. Nachdem er als Produzent von “Cats”, “Phantom der Oper” und “Starlight Express” die Grundlage für den Betrieb von großen Musicalhäusern in Deutschland gelegt hat, plant Kurz nun die Deutschlandpremiere von Enrico Garzillis, noch weitgehend unbekanntem, Musical „Michelangelo“. Wie die Sächsische Zeitung vor wenigen Tagen meldete, wurde mit der Stadt Dresden bereits eine Absichtserklärung für einen Theaterneubau unterzeichnet, die Premiere soll im Jahr 2013 erfolgen. Der Mann, dem die Stadt Hamburg ihren Ruf als Musicalstadt Deutschlands gehörig mitzuverdanken hat, mischt also auch künftig wieder im deutschen Musicalbetrieb mit.

Markus Gründig, März 10

Friedrich Kurz mit Marcus Mockler: Der Musical Mann
Gerth Medien GmbH, Asslar www.gerth.de
ISBN: 978-3-86591-405-7

© SchottThomas Siedhoffs „Handbuch des Musicals“

"Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft." Wilhelm von Humboldt

Mit einem Gewicht von 1.422 Gramm setzt das Handbuch des Musicals schon rein äußerlich einen Markstein in der Musicalliteratur, liegt es doch wie ein guter „Bücherschinken“ in der Hand. Ein ähnlich umfassendes Werk erschien 1995 beim Heyne Verlag: Günter Bartoschs Das Heyne Musical Lexikon. Es stellte mit 255 Gramm weniger an Gewicht und einer vergleichbaren Seitenzahl, ähnlich viele Musicals vor. Doch sagen diese Zahlen nichts über die inhaltliche Qualität aus. Womit auch schon das Kernthema Thomas Siedhoffs erwähnt ist, die zur Auswahl der wichtigsten Stücke führte: die Frage der künstlerischen Qualität der Musicals.
Als langjähriger Chefdramaturg am Münchener Staatstheater am Gärtnerplatz und der Bayerischen Theaterakademie August Everding war der Literaturwissenschaftler Siedhoff stets gezwungen, innerhalb der Kriterien des Schauspiels und der Oper zu denken und zu arbeiten. Im Gegensatz zu den privaten Musicalproduzenten, die Stücke ausschließlich aufgrund kommerzieller Kriterien auswählen und Kunst zur Ware degradieren, weiss Siedhoff den subventionierten Theaterbetrieb zu schätzen, der getreu dem Motto „Geld stinkt nicht" sich zwar auch auf die Wünsche und den Geschmack des Publikums einlassen muss, aber dennoch ein nicht zu unterschätzendes Maß an künstlerischer Freiheit und Unabhängigkeit hat. Demzufolge findet sich in seinem Handbuch für und über das Theater keine durchgängige Darstellung aller Musicals von A – Z.
Siedhoffs Auswahl der wichtigsten Titel berücksichtigt vor allem die Musicals, die eine nachhaltige künstlerische Leistung hinsichtlich Musik und Text beinhalten. So sind auch Titel beinhaltet, die hier nahezu unbekannt sind (wie „Bloomer Girl“) oder Exoten wie das russische „Junona i Avos“ oder das französische „Le Passe-muraille“. Abgerundet wird die Auflistung mit Kurzinformationen zu verschiedenen Revuen in Berlin, London, New York, Paris und Wien.
Aktuelle Jukebox-Musicals, die lediglich bekannte Hits in einer neuen Verpackung darbieten (wie „Mamma Mia!“, „We Will Rock You“ oder „Miami Nights“), fehlen konsequenter Weise in seiner Darstellung (bzw. werden nur in der Chronologie erwähnt). Nicht berücksichtigt wurden auch Musicals wie „Aida“, „The Beautiful Game“, „Freudiana“, und „Mary Poppins“ oder die als routinierter Nachspann zu „Elisabeth“ bezeichneten Musicals „Mozart“ und „Rebecca“, sowie die als Wildwuchs und Imitate amerikanischer Vorbilder benannten Musicals „Bonifatius“ und „Poe – Pech und Schwefel“. Auch das Musical „Heidi“ wird nicht detailliert vorgestellt, zumindest aber lobend erwähnt. Diese Vorgehensweise ist legitim, Musicalfans werden diese elitär anmutende Selektion jedoch nicht uneingeschränkt teilen. Dies ist aber auch der einzigste Nachteil dieses Handbuchs.

Detaillierte Basisinformationen bietet bereits zur Einleitung das Essay „Was ist Musical“, mit Blick auf die äußeren Umstände und die Geschichte des Musicals, aber auch auf das Musicalorchester, die unverzichtbaren jüdischen Künstler und einer Ausführung zur Gegenwart und Zukunft dieses Genres im deutschsprachigen Raum.
Was nun die Darstellung der einzelnen Titel anbelangt, hebt sich das Werk vor allem dadurch ab, dass jeder Titel nicht nur mit ausführlichen Fakten (wie Angaben zum Kreativteam, Uraufführungsdatum, Musiknummern, Inhalt, Besetzung mit Stimmlagen und erschienenen Medien) vorgestellt wird, sondern auch mit einem fundierten und oftmals kritischen Kommentar versehen ist, der auch die jeweilige Aufführungsgeschichte berücksichtigt. Dadurch reiht sich Siedhoffs Handbuch des Musicals zu den renommierten Opernführern ein.
Aufschlussreich ist auch die in zwei Blöcken präsentierte Selektion an Inszenierungsbildern, die von „Forty-Five Minutes From Broadway“ (New York 1906) über „Die Dreigroschenoper“ (Berlin, 1928), „Annie Get Your Gun“ (Berlin 1963) und „Linie 1“ (Berlin 1988) bis hin zu „Grease“ (Tournee 2007) reicht (leider sind alle Bilder in schwarz/weiss).
Ein weiterer Pluspunkt ist die Angabe zum Aufführungsmaterial, also der Verlage, die die Bühnenrechte vertreten (derartige Informationen lassen sich selbst im Internet oft nur mit Mühe finden). Eingerahmt in eine wissenschaftliche Methode der Darstellung, sachlicher Präsentation und genauen Hinweisen zur Benutzung, gibt es im Anhang unter anderem eine Chronologie der Musicaltitel, Auflistung der Musicals nach Themen und Genres, sowie Informationen zu Musicaltänzen und einem Glossar.
Jedem, der in diesem Metier arbeitet oder sich über oberflächliche Werbefloskeln hinaus intensiver damit beschäftigen möchte, sei dieses neue Standardwerk wärmstens empfohlen.

Markus Gründig, Februar 08

Thomas Siedhoff: Das Handbuch des Musicals
Schott Music GmbH & Co. KG, Mainz (www.schott-music.com)
ISBN: 978-3-7957-0154-3

Die enthaltenen Musicals:
42nd Street / 110 in the Shade / 1776 / The Act / Aggiungi un posto a tavola / Allegro / Annie / Annie Get Your Gun / Ain´t Misbehavin´ (Anthologie) / Bubbling Brown Sugar (Anthologie) / George M! (Anthologie) / Jerome Robbins´Broadway (Anthologie) / One Mo´Time (Anthologie) / Smokey Joe´s Café (Anthologie) / Sophisticated Ladies (Anthologie) / Anyone Can Whistle / Anything Goes / Applause / Aspects of Love / Assassins / Avenue Q / Babes in Arms / Babes in Toyland / The Baker´s Wife / Barnum / Beauty and the Beast / The Belle of New York / Bells Are Ringing / Best Foot Forward / The best Little Whorehouse in Texas / Bitter Sweet / The Black Crook / The Black Rider / Blood Brothers / Bloomer Girl / The Boy Friend / The Boy from Syracuse / Brigadoon / Bye Bye Birdie / Cabaret / Cabin in the Sky / La Cage aux Folls / Call Me Madame / Camelot / Can-Can / Candide / Canterbury Tales / Carnival / Carousel / The Cat and the Fiddle / Cats / Charlie Girl / Chess / Chicago / The Chocolate Soldier (Operettenbearbeitung) / A Chorus Line / Chu Chin Chow / City of Angels / Company / A Connecticut Yankee / Contact / The Cradle Will Rock / Dames at Sea / Damn Yankees / The Desert Song / Do I Hear a Waltz? / Do Re Mi / Dreamgirls / Die Dreigroschenoper / Evita / Fame / Fanny / The Fantasticks / Das Feuerwerk / Fiddler on the Roof / Fifty Million Frenchmen / Finians´s Rainbow / Fiorello! / Flra, the Red Menace / Flower Drum Song / Follies / Forty-Five minutes from Broadway / Funny Girl / A Funny Thing Happened on the Way to the Forum / Gentlemen Prefer Blondes / Gigi / Girl Crazy / Crazy for You / Der Glöckner von Notre Dame / Godspell / The Golden Apple / Golden Boy / Grand Hotel / Grease / Guys and Dolls / Gypsy / Hair Hairspray / Half a Sixpence / Happy End / Helden, Helden / Hello Again / Hello, Dolly! / How to Succeed in Business without Really Trying / I do! I Do! / I´m Getting My Act Together and Taking It on the Road / Im weißen Rössl / Into the Woods / Irma la douce / Jekyll & Hyde / Jesus Christ Superstar / Johnny Johnson / Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat / Junona I Avos / The King and I / Kismet / Kiss Me, Kate / Kiss of the Spider Woman / Knickerbocker Holiday / Lady Be Good / Lady in the Dark / Leave It to Jane / Leave It to Me! / Linie 1 / The Lion King / Little Johnny Jones / Little Mary Sunshie / A Little Night Music / Little Shop of Horrors / Lost in the Stars / Louisiana Purchase / Love Life / Ludwig II. Sehnsucht nach dem Paradies / Mack & Mabel / Mame / Man of La Mancha / Marry Me a Little / Maytime (Operettenbearbeitung) / Me and My Girl / Mein Freund Bunbury / Merrily We Roll Along / Million für Penny / Les Misérables / Miss Saigon / The Most Happy Fella / Music in the Air / The Music Man / My Fair Lady / My One and Only / The Mysteryof Edwin Drood / Naughty Marietta / The New Moon / Nine / No, No, Nanette / No Strings / Nord-Ost / Nunsense / Of Thee I Sing / Let Ém Eat Cake/ Oh! Calcutta! / Oh, Kay! / Oklahoma / Oliver! / On a Clear Day You Can See Forever / On the Town / On the 20th Century / On Your Toes / Once upon a Mattress / One Touch of Venus / Pacific Overtures / Paint your Wagon / The Pajama Game / Pal Joey / Pardon My English / Le Passe-muraille / Passion / Peter Pan / The Phantom of the Opera / Phantom / Pippin / The Pirates of Penzance (Operettenbearbeitung) / The Producers / Promises, Promises / Purlie / Ragtim / Raisin / Redhead / Rent / Revuen (Berlin, London, New York, Paris & Wien) / The Rink / The Rocky Horror Show / Rose Marie / The Rothschilds / Salad Days / Sarafina! / The Secret Garden / She Loves Me / Show Boat / Shuffle Along / Silk Stockings / Singin´in the Rain / Song of Norway / The Sound of Music / South Pacific / Spamalot / Starlight Express / Stop the World – I Want To Get Off / Street Scene / Strike Up the Band / The Student Prince of Heidelberg / Sugar / Sunday in the Park with George / Sunset Boulevard / Sweeney Todd, the Demon Barber of Fleet Street / Sweet Charity / Tanz der Vampire / They´re Playing Our Song / Thoroughly Modern Millie / Titanic / [The Who´s] Tommy / Two By Two / Two Gentlemen of Verona / The Unsinkable Molly Brown / Urinetown / The Vagabond King / West Side Story / Where´s Charley? / Wicked / The Will Rogers Follies / Das Wirtshaus im Spessart / The Wizard of Oz / The Wizard of Oz: Fassung Arlen/Stothart/Harburg / The Wizard of Oz: Fassung Royal Shakespeare Company, 1987 / The Wiz / Wonderful Town / You´re a Good Man, Charlie Brown / Your Own Thing / Zorbá / Zwei Krawatten

zur VerlagsseiteRitter Rost Kochbuch
Rezepte und Musik aus der Schrottküche


Längst überfällig, jetzt erschienen: das Ritter Rost Kochbuch.
Auf fast fünfzig großformatigen Seiten berichtet Oma Rost über die traditionelle Schrottküche und bietet zahlreiche Anregungen zum Selbstkochen.
Wie es sich für die legendären Ritter Rost Geschichten gehört, wurde auch eine CD mit 11 schmissigen Songs rund ums Thema Küche und Essen beigefügt, deren Noten und Texte im Buch abgedruckt sind und zum Mitsingen auffordern.

Die Rezeptideen und Rezeptzusammenstellung stammen von Patricia Prawit. Kinderlieblingsgerichte wie Nudeln, Pizza und Fischstäbchen sind ebenso vertreten wie Suppen und Salate:
neben belegte Hufeisen (Vegetarische Hamburger), gebackene Lava mit Zahnrädern und Unterlegscheiben (Pizza) gibt es nicht nur Hauptgerichte, sondern auch leckere Nachspeisen, etwa Schraubenzieherkompott (Obstsalat) oder Schneelawine mit Eisbonbons (Nachtisch).
Die zwanzig Rezepte sind einfach gehalten und benötigen keinen großen Geldbeutel. Sie wurden von Jörg Hilbert liebevoll in die Welt des Ritter Rost geschrieben und mit dazugehörigen Bildern illustriert.
Es bedarf Zutaten wie Reißnägel (Reiskörner), Anspitzer (Würfel Gemüsebrühe), Türknauf (Zwiebel), Türklinke (Paprikaschote), Quietschente (Kochschinken), Kettenschmiere (Butter), Kugellager (Erbsen), geschabter Rost (Paprikapulver) und Feilspäne (Salz), um beispielsweise Reißnägel in der Pfanne zu kochen (Reisgericht für vier Personen).
Was sich hinter welcher Zutat verbirgt, bleibt kein Geheimnis, schließlich soll es ja auch allen hinterher richtig gut schmecken.

Für gute Stimmung in der Küche sorgen die Lieder von Ritter Rost (Meine kleine Schmachtmusik), dem Burgfräulein Bö (Das arme kleine Eiskonfekt) und ihrer Freunde. Erster Anwärter für die Kinderliederhitparade ist die Hexe Verstexe mit ihrem Stinkesockensuppensong, der Latin-Rock mit einer Reibeisen-Rock-Röhre kombiniert.

Das Ritter Rost Kochbuch (erschienen bei Terzio) wird im bevorstehenden Weihnachtsgeschäft sicher ein Hit. Doch so lange sollte eigentlich nicht gewartet werden, schließlich warten wir schon so lange auf die leckeren Gerichte aus der Schrittküche.

    Markus Gründig, Oktober 04

Ritter Rost Kochbuch
Anbieter:
Terzio Verlag
ISBN: 3-89835-710-4
Empf.VK: Euro 21,00
Altersgruppe: ab 6 Jahren

Idee: Jörg Hilbert & Felix Janosa
Text, Zeichnungen, Layout und Gesamtgestaltung: Jörg Hilbert
Musik, Songs und Musikproduktion: Felix Janosa


Die Rezepte:

Belegte Hufeisen (Vegetarische Hamburger)
Schraubenzieherkompott (Obstsalat)
Zifferblattsalat mit Bremsklötzen (Feldsalat)
Radiergummis auf Bleistiftgespitztem (Fischstäbchen mit Gurkengemüse)
Gebackene Lava mit Zahnrädern und Unterlegscheiben (Pizza)
Abgeschnittene Finger mit Microchips (Würstchen)
Schneelawine mit Eisbonbons (Nachtisch)
Mörderpampe (Rote Grütze)
Knallerbsen-Eintopf (Erbsensuppe)
Kabelsalat (Nudelsalat)
Königsschmarren (Pfannkuchengericht)
Bowle Royal
Kauderwelsch mit Königsburger Klöpsen (Buchstabensumme)
Schrottländer Allerlei (Omlett)
Stinkesockensuppe (süße Sommersuppe)
Hokus Pokus Hexenköttel (Pralinen)
Reißnägel in der Pfanne (Reisgericht)
Schrottorte (Kuchen)
Gespenster in Tomatensauce (Nudelgericht)
Angsthase mit Gespensterchen ( Pudding)


Die Lieder der CD:

So kocht die Oma von Ritter Rost (Oma Rost)
Meine kleine Schmachtmusik (Der Ritter Rost)
Das arme kleine Eiskonfekt (Das Burgfräulen Bö)
Eiszeit (Koks der Drache)
Gesund heißt, es schmeckt nicht (Mies der Werwolf)
Knallerbsen-Eintopf (Graf Zitzewitz)
Gummibärchen Marsch (König Bleifuß)
Das Gelbe vom Ei (Ratzefummel)
Stinkesockensuppe (Die Hexe Verstexe)
Picobell, picobella (Tante Gitta Rost)
Gespenster in Tomatensauce (Das Gespenst)

Bö: Patricia Prawit
Ritter Rost: Björn Dömkes
Koks, Ratzefummel: Felix Janosa
Zitzewitz: Martin Baltscheit
König Bleifuss, Gespenst: Dieter Brink
Gitta Rost: Betty Striewe
Hexe Verstexe: Elke Schlimbach
Mies: Jörg Hilbert
Chöre: Prawit, Brink, Janosa, Andrea Porten

nach oben

Home
Besprechungen
Kontakt
Musical
News
Oper
Operette
Show & Event
Theater
TV Tipps