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Besprechungen: Theater ( 29)

Hamlet
Staatstheater Mainz (Kleines Haus)
Besuchte Vorstellung: 7. Oktober 17

 

Shakespeares Hamlet-Drama ist eines der bekanntesten, nicht zuletzt wegen der vielen Zitaten, die zu geflügelten Worten oder zu Lebensweisheiten wurden. 2011 inszenierte es Oliver Reese für das Schauspiel Frankfurt, 2015 Nicolas Brieger für das Staatstheater Wiesbaden. Wurden die fünf Akte in Frankfurt innerhalb knapp vier Stunden und in Wiesbaden mit gut vier Stunden (jeweils mit einer Pause) gespielt, kommt die 2017er Inszenierung von K.D. Schmidt am Staatstheater Mainz mit pausenlosen zwei Stunden aus (trotz einiger hinzugefügter Fremdtexte). K.D. Schmidt ist Hausregisseur am Staatstheater Mainz und die starke Verdichtung des Stoffes macht das Stück auch für diejenigen interessant, die vielleicht sonst allein schon wegen der langen Spieldauer Bedenken hätten. Seine Version ist nicht nur kurz, sondern auch sehr auf die heutige Zeit orientiert. Dabei wird dennoch vorausgesetzt, dass die Grundzüge der Handlung bekannt sind, denn das Bühnengeschehen ist zwar oftmals prall und lebhaft, aber doch recht reduziert.

Gespielt wird ausschließlich vor dem Eisernen Vorhang. Nur zu Beginn fährt dieser einmal, von sphärischem lauten Dröhnen (Musik: Sebastian Purfürst) begleitet, kurz hoch, um die Darsteller vortreten zu lassen. Wäre man im Musiktheater, würde man fast von einer konzertanten Aufführung sprechen können. Hier ist die Bühne nur die schmale Fläche zwischen Eisernem Vorhang und Rampe zum Publikum. Die Darsteller haben keine Möglichkeit, diesen Raum zu verlassen, sind also alle die ganze Zeit über präsent. Wer nicht spricht, sitzt auf einen der am Eisernen Vorhang stehenden, bunt zusammengewürfelten Stühle und trägt eine Maske, die seinem Figurencharakter nachempfunden ist. Ein in der Mitte arrangiertes Grabmal, mit einem leuchtenden Kreuz und zahlreichen Blüten, weist auf die Vorgeschichte hin. Zahlreiche Totenköpfe und Kronen zieren den Bühnenrand. Königsburg zu Helsingör und dänische Küste: Fehlanzeige. Es ist ein düsterer Raum mit viel Metall, der lose auch als Gefängnis interpretiert werden kann (Bühne: Valentin Köhler). Ein wichtiges Element ist eine aus 30 Röhrenbildschirmen bestehende Videowand, auf der einzelne Szenen schlaglichtartig eine Bilderflut aus gegenwärtigen Livestyleelementen (Luxusauto, Handy, Katzenkopf, Blumen etc.) zu lauten Beats laufen und zu denen dann auch frei getanzt wird. Aber auch der norwegische Prinz Fortinbras ist dort zu sehen, wie auch das originelle, per Spielekonsole steuerbare Computerspiel „Vergifte den Bruder, heirate seine Frau und mache dich zum König“; Video: Sebastian Purfürst und Markus Bühl).

Hamlet
Hamlet

Staatstheater Mainz
Laertes (Nicolas Fethi Türksever), Hamlet (Henner Momann), Gertrude (Anna Steffens)
© Andreas Etter

K.D. Schmidt erzählt die Geschichte mit großen Sprüngen und bricht sie gelegentlich mit platten Witzen und Schlagerzitaten auf. Mit der Figur des gut gelaunten Totengräbers (mit Totenkopfmaske und im hellblauen Hemd mit Südseepalme auf der Brust: Murat Yeginer; Kostüme: Lucy Vonrhein) gibt es, schließlich sterben am Ende fast alle, ein Intermezzo über die Angst vorm Sterben.

Mag das reduziert wirkende Regiekonzept auch polarisieren, darstellerisch gibt es nichts zu mäkeln. Insbesondere Henner Momann überzeugt in der Titelrolle. Sein Hamlet ist ein nachdenklicher Zauderer, der dennoch nichts unüberlegt macht, auch wenn seine Gefühle mit ihm Achterbahn fahren. Mit Nicolas Fethi Türksever als sein Widersacher Laertes gibt er sich einem imposanten Zweikampf hin (bei dem letzterer beeindruckend über die Bühne fliegt). Paulina Jolande Alpen hat erst vor kurzem ihr Studium an der Folkwang Universität der Künste Essen beendet. Sie ist neues Ensemblemitglied am Staatstheater Mainz und gibt Laertes Schwester und Hamlets Geliebte Orphelia mit großer Ausdrucksstärke. Stark bringen sich auch die weiteren Darsteller ein: Anna Steffens (als Mutter und Königin Gertrude), Johannes Schmidt (als wortgewandter und von sich überzeugter Claudius), Martin Herrmann (als gewissenhafter Oberkämmerer Polonius), Lorenz Klee (als Hamlets bester Freund Horatio) und Julian von Hansemann (als lebhaftes Duo Rosenkrantz und Güldenstern, z. T. nur mit einer Socke angedeutet). Viel Applaus am Ende, sogar uneingeschränkt für das Regieteam.

Markus Gründig, Oktober 17

Infos zum Stück

Ein Bericht für eine Akademie
Schauspiel Frankfurt (Box)
Besuchte Vorstellung: 1. Oktober 17(Premiere)

 

Eine Zusammenarbeit zwischen Schauspiel Frankfurt und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt (HfMDK) gibt es schon lange. Mit Beginn der Spielzeit 2017/18 unter der Intendanz von Anselm Weber gibt es aber eine deutliche Intensivierung: Im Rahmen des „Studiojahr Schauspiel“ absolvieren acht Schauspielstudierende der HfMDK ihr drittes Ausbildungsjahr am Schauspiel Frankfurt. Dadurch werden sie noch während ihrer Ausbildung in Produktionen des Spielplans zu sehen sein und durch eigene Formate das Programm ergänzen. Als erstes Mitglied des Studiojahr Schauspiel ist jetzt Lisa Eder in einer Dramatisierung von Franz Kafkas Erzählung Ein Bericht für eine Akademie zu erleben. Das von Schauspieler Isaak Dentler inszenierte Solo entstand als mobiles Klassenzimmerstück, d. h. es ist auch für Aufführungen in Schulen zu buchen. Dentler ist seit 2009 festes Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt und seit 2013 auch Lehrbeauftragter im Ausbildungsbereich Schauspiel an der HfMDK Frankfurt.

Ein Bericht für eine Akademie
Ein Bericht für eine Akademie

Schauspiel Frankfurt
Rotpeter (Lisa Eder)
© Jessica Schäfer

Kafkas satirische Erzählung aus dem Jahr 1917 umfasst rund 16 Seiten. Sie handelt vom Affen Rotpeter, der nach seiner Gefangennahme an der Goldküste schon während seiner Reise nach Europa mit einer rasanten Entwicklung zum Menschen beginnt und innerhalb weniger Jahre zum umjubelten Star der Varietétheater wird. Dabei gibt es so manche Parallelen zu den aktuellen Diskussionen um die Themen Anpassung und Eingliederung von Menschen, die bei uns eine neue Heimat suchen. Gespielt wird im Foyer des Schauspiel Frankfurts, das Publikum sitzt auf den Stufen mit Blick auf die Spielstätte Box. Mit Harry Belafontes „Banana Boat Song“ als Hintergrundmusik sitzt in einem etwas zu groß geratenen weinroten Anzug Rotpeter auf einem Barhocker und futtert erst einmal drei Bananen, während er zugleich neugierig und erschrocken die Zuschauer beobachtet, die sich ihren Sitzplatz suchen (Kostüm: Raphaela Rose). Wobei er hier eine sie ist: Die junge Lisa Eder gibt den Affen Rotpeter. Und dies mit starker Mimik und körperlichem Einsatz (Choreografie: Madeline Ferricks-Rosevear). Dabei belässt es Regisseur Isaak Dentler aber nicht beim bloßen Rezitieren vom Barhocker aus. Eders Rotpeter geht aktiv gegen Vereinzelung und Entfremdung an: sie geht auf das Publikum zu, geht durch die Sitzreihen, assimiliert gewissermaßen mit dem Publikum. Dafür, dass sie noch im Schauspielstudium ist, bietet sie eine klasse Leistung, zumal sie den Text sehr schön mit Leben füllt. Und beweist als Rotpeter Trinkfestigkeit wie soziale Kompetenz: Eine 0,7-Liter-Flasche wird auf ex getrunken, eine zweite brav mit dem Publikum geteilt. Das Ende ist versöhnlicher als bei Kafka. Das Publikum ist eingeladen, mit Rotpeter auf das Leben zu tanzen. Bei der Premiere machten zahlreiche Zuschauer beim ausgelassenen Tanzen mit, dem lang anhaltender Applaus folgte.

Markus Gründig, Oktober 17


Ein Bericht für eine Akademie von Franz Kafka
Premiere: 1. Oktober 17 (Box)
Regie: Isaak Dentler
Kostüm: Raphaela Rose
Choreografie: Madeline Ferricks-Rosevear
Dramaturgie: Judith Kurz

Mit: Lisa Eder (Mitglied im Studiojahr Schauspiel und Studierende der HfMDK)

Woyzeck
Schauspiel Frankfurt (Schauspielhaus)
Besuchte Vorstellung: 30. September 17 (Premiere)

 

Auf Macht folgt Ohnmacht, im Schauspielhaus auf Shakespears Richard III. nur zwei Tage später Büchners Woyzeck. Für letztere Inszenierung zeichnet der gebürtige Schweizer Roger Vontobel verantwortlich. Er hatte bereits im Oktober 2007 in den Kammerspielen (damals noch Kleines Haus) Mark Ravenhills pool (no water) inszeniert. In der Zwischenzeit wurden seine Arbeiten mehrfach ausgezeichnet. Nach langjähriger Tätigkeit als Hausregisseur am Theater Bochum hat er diese Position seit 2016 am Düsseldorfer Schauspielhaus inne, 2018 wird er erstmals bei den Nibelungenfestspielen in Worms inszenieren.
Georg Büchners Dramenfragment Woyzeck ist hinreichend bekannt, letztes Jahr stand in der Oper Frankfurt Alban Bergs Opernversion dieses Stoffes auf dem Spielplan und Christopher Rüping inszenierte das Stück im Februar 2013 in den Kammerspielen (mit Nils Kahnwald in der Titelrolle). Roger Vontobel wagte sich nun in einer von ihm und Chefdramaturgin Marion Tiedtke erstellten Fassung, diesen Klassiker auf die größte Theaterbühne Deutschlands zu bringen, eine wagemutige Entscheidung.
Es ist sein erster Woyzeck und er interessiert sich ganz besonders dafür, was im Kopf der Titelperson vorgeht. Denn der Sonderling Woyzeck ist ein ganz besonderer, empathischer und hoch sensibler Mensch. Und so wurde die Titelrolle mit einer Frau besetzt, mit Jana Schulz, die mit dieser Rolle ihr Debüt am Schauspiel Frankfurt gibt. Sie ist eine erfahrene Schauspielerin, wurde mehrfach ausgezeichnet, wie 2016 mit dem renommierten, von der Stadt Bensheim und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste für herausragende schauspielerische Leistungen vergebenen, Gertrud-Eysoldt-Ring (für ihre Rollen in Rose Bernd und Verbrechen und Strafe am Schauspielhaus Bochum). Sie füllt in Shorts und Armeejacke mit Knopfleisten (Kostüme Ellen Hofmann) die komplexe Figur, deren Ideale zerbrechen und auf die die Umwelt nachhaltig Einfluss nimmt, mit bedrückend wirkender Intensität und Innigkeit aus, steht die ganze Zeit über im Mittelpunkt, im Zentrum der großen Drehbühne, die sich langsam aber beharrlich ständig dreht und Woyzeck keine Atempause gönnt und erst zum Schluss, beim Mord an Marie zum Stehen kommt.

Woyzeck
Woyzeck
Schauspiel Frankfurt
Marie (vorne: Frederike Ott), Woyzeck (Jana Schulz)
© Arno Declair

Ein großer Vorhang aus LED-Ketten bildet eine imaginäre Wand (Bühne: Claudia Rohner). Je nach Ausleuchtung ist der dahinterliegende Bereich, in dem sich alle anderen Darsteller die ganze Aufführung über aufhalten (so sie nicht gerade aktiv mitspielen) sichtbar oder nicht (Licht: Frank Kraus). Woyzeck ist also immer unter Beobachtung, hat keine Privatsphäre. Der LED-Kettenvorhang dient gleichzeitig als Projektionsfläche für Livebilder: Abstraktes, als Woyzecks Hirnströme/Herzschlagfrequenz deutbar (Video: Clemens Walter) und Porträtaufnahmen der Figuren (Live-Video: Oliver Rossol). Gleichzeitig deutet sie aber auch eine Welt des Kommerz und Wohlstands an, die Woyzeck nicht zugänglich ist.

Zwei Musiker (Piano: Marco Ramaglia; Perkussion: Yuka Ohta) sind an den Seiten platziert. Die Musik verdeutlicht akkustisch, wie Woyzeck die Welt wahrnimmt. So sind es zunächst leise geräuschähnliche Töne, wie Woyzecks Schnitzen, die nachempfunden werden. Doch so, wie sich sein Kopf immer stärker mit den ihm zugefügten Demütigungen und Misshandlungen füllt, umso heftiger wird auch die eigens hierfür komponierte Musik von Orm Finnendahl (seit 2013 Professor für Komposition an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main). Woyzecks Attacken entladen sich akustisch, musikalisch und visuell mit ungeheurer Wucht (Klangregie: Tobias Hagedorn, Orm Finnendahl).

Neben der großartigen Jana Schulz, die zwar nicht dem neuen Ensemble angehört, hier aber regelmäßig zu Gast sein wird, gibt es zahlreiche neue Darsteller zu entdecken, die vor allem Funktionsträger sind. Wie Friederike Ott als Marie (ein lebenslustig aufgeschlossenes, aber auch mit sich haderndes Blondchen), Matthias Redlhammer (als dominanter Doktor im weißen Kittel), Wolfgang Pregler (als provozierender Hauptmann auf einem Frisierstuhl) und André Meyer (als bulliger und maskuliner Tambourmajor), zudem Anna Kubin (Magareth), Fridolin Sandmeyer (Unteroffizier) und Andreas Vögler (Andres). Einen besonderen Akzent erhält die Inszenierung durch die Figur des Kindes (alternierend: Liam Engel, Karol Niewiadomsk, Reinhart Laurenz) von Woyzeck und Marie, deren heller Soprangesang die Verletzlichkeit und Verwundbarkeit Woyzecks unterstreicht.

Am Ende bleibt es offen, wie es mit Woyzeck weitergeht: Ist der Mord an Marie nur ein erster Schritt hin zu einen noch größeren Abgrund, in den sich Woyzeck begibt? Am Ende sehr viel Applaus für Roger Vontobels Sicht auf die Unerbittlichkeit von Zuständen, die Menschen zum Äußersten treiben können und für die schauspielerische Leistung, allen voran für Jana Schulz.

 

Markus Gründig, Oktober 17

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Das hässliche Universum
Schauspiel Frankfurt (Kammerspiele)
Besuchte Vorstellung: 29. September 17 (Premiere/Uraufführung)

 

Mehr denn bisher sollen unter der Intendanz von Anselm Weber die Kammerspiele zu einem Ort des Zeitgenössischen werden. Und so feierte ein Auftragswerk des Schauspiel Frankfurt als Auftaktinszenierung zur neuen Spielzeit seine Uraufführung: Laura Naumanns Das hässliche Universum. In der Inszenierung von Julia Hölscher (seit 2015 Hausregisseurin am Theater Basel) fordert es vom Publikum durch einen sehr hohen Performanceanteil zum zugespielten Text, neue Betrachtungsweisen. Denn in den ersten 60 Minuten der insgesamt 95-minütigen Aufführung sprechen die fünf Darsteller kaum ein Wort. Dafür kommen ihre Stimmen aus Lautsprechern. Nur die letzten 35 Minuten wird traditionell gespielt. Das Loslösen der Stimme vom Körper geht aber nur bedingt auf, eine Realitätsverschiebung, auf die der für die Musik zuständige Toibias Vethake im Programmheft hinweist, stellt sich nur bedingt ein, zu oft fühlt man sich an ein szenisch hinterlegtes Hörspiel erinnert.

Vielleicht mag dieses ungewöhnliche Regiekonzept am umfangreichen Text von Laura Naumann liegen. Ihr collagenhaft zusammengesetztes Das hässliche Universum, mit Zeitsprüngen und Perspektivwechsel, weist keinen dramaturgisch gestrickten Handlungsablauf auf, noch konkrete Figuren. Es ist eine ambitionierte, stark zum Nachdenken anregende Textfläche, die erschlossen werden will. Dabei reicht Naumann nicht die Welt, sie braucht das Universum, um von dort auf unsere Welt schauen zu können. Und diese hat viele Facetten. Was auch im Programmheft deutlich wird. Einerseits eine Aufzählung von Dingen, die „mir“ gehören („MEIN MEIN MEIN...“), andererseits Dinge, die in meine Welt nicht dazu gehören („KEIN GELD, KEINE ZEIT, KEINE ABSICHT, KEINE EINSICHT...). Das Stück, bei dem auch die Neuen Medien wie selbstverständlich eingebunden sind, verhandelt in einer ständigen Polarisierung Grundfragen des Lebens und begibt sich auf die Suche nach der imaginären Heldin Rosa und ihrer Utopie, die auch unsere Utopie sein könnte. Der ambitionierte Text wirkt vor allem im letzten Drittel stark.

Das hässliche Universum
Das hässliche Universum
Schauspiel Frankfurt
Sarah Grunert, Torsten Flassig, Katharina Linder, Uwe Zerwer, Luana Velis
© Jessica Schäfer

Im ersten 2/3-Teil kommentieren die fünf Darsteller (Torsten Flassig, Sarah Grunert, Katharina Linder, Luana Velis, Uwe Zerwer) Naumanns Text nur szenisch, ohne selbst kaum ein Wort zu sprechen. Zu Beginn, dem eigentlichen Schlussbild, scheint sich die Erde aufzulösen, denn bei einer Trauerfeier dringt Rauch aus dem Boden auf. Optisch ein bewegender Eindruck (Bühne: Paul Zoller). Ein Festbankett wird mit viel Wut in den Abgrund versenkt, Besitzstände aufgegeben, bis den Protagonisten nur noch die nackte Haut bleibt (Kostüme: Susanne Scheerer). Doch auch dann noch ist kein Zustand des Glücks, eine bessere Welt erreicht. Die Frage, wie gesellschaftliche Veränderungen bewirkt werden können, ist omnipräsent. Eine große Szene ist, wenn ein Mann (Uwe Zerwer) auf seinen Zustand aufmerksam macht: Er wurde brutal zusammengeschlagen und niemand hat ihm geholfen. Eine junge Frau (Sarah Grunert) hatte das zwar mitbekommen, aber war wohl zu sehr mit sich beschäftigt. Sie merkt, wie ihr Nichtstun die Gewalt gegen den Mann befeuert hat und entwickelt dann einen eindrucksvollen Monolog des langen Neinsagens. Ein erster Baustein der Selbsterkenntnis, der Platz macht für Veränderung, damit die Verhältnisse auch anders vorstellbar werden, als sie gegenwärtig sind. Trotz aller Zerstörung steht so am Ende ein Neuanfang, das Prinzip Hoffnung im Raum.
Sehr viel Applaus.

Markus Gründig, September 17


Das hässliche Universum von Laura Naumann
Premiere:
30. September 17
Regie: Julia Hölscher
Bühne: Paul Zoller
Kostüme: Susanne Scheerer
Musik: Tobias Vethake
Dramaturgie: Ursula Thinnes
Mit: Torsten Flassig, Sarah Grunert, Katharina Linder, Luana Velis, Uwe Zerwer

Richard III.
Schauspiel Frankfurt (Schauspielhaus)
Besuchte Vorstellung: 28. September 17 (Premiere)

 

Seit Wochen wurde hinter verschlossenen Türen eifrig geprobt und sich auf die neue Spielzeit vorbereitet, nun wurde sie mit Shakespeares blutrünstigem Drama Richard III. eröffnet. Die Entscheidung für dieses Stück, das den Aufstieg (und Fall) eines über Leichen gehenden Tyrannen und Herrschers zeigt, fiel bereits vor zwei Jahren. Im April 2015 entschied sich der Aufsichtsrat der Städtischen Bühnen für den gebürtigen Münchner Anselm Weber (der bereits 1992 erstmals für das Haus arbeitete und hier zuletzt Weinbergs Die Passagierin in der Oper Frankfurt inszenierte), als Nachfolger von Oliver Reese für die Leitung des Schauspiel Frankfurt. Schon kurz darauf begannen die Planungen für die Eröffnungspremieren, die die Themen Macht und Ohnmacht behandeln.
Für die Regie von Richard III. wurde Jan Bosse verpflichtet. Er hatte für die Oper Frankfurt im Dezember 2011 Francesco Cavalli Dramma per musica La Calisto (u. a. mit Valer Barna-Sabadus, Christiane Karg und Daniel Schmutzhard) vom Theater Basel ins Bockenheimer Depot gebracht und wirkte auch früher schon mehrfach für das Schauspiel Frankfurt.

Auffallendstes Merkmal seiner Richard III.- Inszenierung ist die Raumgestaltung durch Bühnenbildner Stéphane Laimé. Bühne und Zuschauerraum verschmelzen zu einer spektakulären Arena, die lose an Shakespears Globe Theatre anlehnt. Das Publikum sitzt von allen Seiten um ein quadratisches Podest, einem abstrahierten Grabhügel aus Asche (in dem Richards Opfer, und am Ende er selbst auch, begraben werden). Im Publikumssaal wurden zahlreiche Sitzplätze entfernt und so weist dieser einen breiten Mittelgang auf. An dessen Ende, in Reihe 21, befindet sich der Thron von England, den sich dann mit vielen Intrigen und Morden Richard aneignet. Bespielt wird die gesamte Fläche von Bühne und Publikumssaal. Noch während das Publikum Platz nimmt, mischen sich die Darsteller gekonnt darunter, begrüßen freundlich einzelne Zuschauer und nehmen dann auch selber verteilt im Raum, mitten im Publikum, Platz. Nicht nur, dass oftmals das Saallicht an ist, im Publikum sitzen, zunächst vollkommen unbemerkt, zudem zahlreiche Statisten. Dies ist ein weiterer Clou dieser Inszenierung, weil die sich dezent immer als Bürger Londons einbringen, mitsummen oder mitsingen oder begeistert applaudieren. So herrscht eine ganz besonders lebendige Atmosphäre (fern von traditioneller Guckkastenbühne), sodass die Aufführung trotz ihrer fast vierstündigen Dauer (inklusive einer Pause) immer spannend bleibt. Dabei hilft auch die verwendete Textfassung von Gabriella Bussacker und Jan Bosse. Diese harmoniert mit den heutigen Hörgewohnheiten. Sie wurde dezent um ein paar neudeutsche Wörter und englische Textpassagen erweitert.

Richard III.
Richard III.
Schauspiel Frankfurt
Richard von Gloucester, später König Richard III. (Wolfram Koch)
© Arno Declair

Für das Frankfurter Publikum erfreulich ist, dass nicht alle in den vergangenen Jahren lieb gewonnenen Darsteller mit Oliver Reese nach Berlin oder woanders hin gegangen, sondern weiterhin hier zu erleben sind (wie die hier mitwirkenden: Katharina Bach, Isaak Dentler, Peter Schröder, aber auch Heidi Ecks und Christoph Pütthoff). Und manche sind wieder hier zu erleben, wie Claude de Demo (und demnächst Susanne Buchenberger, Paula Hans, Max Mayer und Mathias Redlhammer). Zurück ist auch Wolfram Koch, der ja nicht nur als Frankfurter Tatort-Ermittler bekannt ist, sondern auch durch seine Auftritte während der Intendanz Peter Eschberg und Dr. Elisabeth Schweeger Ensemblemitglied war. Er gibt die Titelrolle mit Bravour, wenn auch ganz anders, als üblich. Sein Richard hat zwar einen Buckel den er offen zeigt, doch ist er alles andere als eine unansehnliche Missgeburt. Und er weiß, dass es heutzutage leicht ist, dem Volk etwas vorzumachen, Menschen zu seinen Gunsten zu manipulieren, sei es auch ein noch so großer Verstoß gegen die Moral. Ironie und bitteren Zynismus versteckt er geschickt hinter einer gut gelaunten Fassade. Als noch kleiner Richard von Gloucester trägt er einen zu großen Anzug, weil er mehr sein will, als er ist (was er zudem mit Schattenspielen andeutet). Als König Richard III. trägt der narzisstisch Veranlagte einen Anzug und eine Haube aus einem Spiegelmosaik, der damit aber auch gleichzeitig dem Publikum einen Spiegel vorhält und darauf hinweist, dass es nicht viel anders ist, als er. Alle anderen Figuren tragen heutige Kleidung, wobei die Kostüme der Damen besonders mondän sind (Kostüme: Tabea Braun). Mit Mechthild Großmann ist ein weiteres Mitglied der Tatort-Reihe dabei. Sie gibt mit ihrer markanten Stimme eine für sich einnehmende verbitterte Königin Margret, huscht aber auch sehr lebendig als Geist durch die Reihen.
Katharina Bach zeigt Stärke als wandelbare Lady Anne, die erst den Tod ihres Manns Edward verkraften muss und sich dann König Richard III. hingibt. Eine große Aura umgibt mit ihrer blonden Mähne die Königin Elisabeth der Claude De Demo. Isaak Dentler gibt einen beflissenen Lord Rivers, Peter Schröder den leicht zu beeindruckenden Bürgermeister. Neu im Ensemble sind Heiko Raulin (als der um eine Grafschaft zu erhaltende souverän für Richard als König werbende Buckingham), Sebastian Kuschmann als Stehaufmännchen Hastings, Sebastian Reiss als Herzog von Clarence und Samuel Simon als agiler Kommandant Brakenbury.
Am Ende, wenn der nächste Heilsbringer im bekannten Anzug erscheint: sehr viel Applaus.

Markus Gründig, September 17

Infos zum Stück

Pygmalion
English Theatre Frankfurt
Besuchte Vorstellung: 1. September 17 (Premiere)

 

Die vergangene Spielzeit des English Theatre Frankfurt stand unter dem Motto „A Strictly British Season“ und schloss mit außergewöhnlich guten Auslastungszahlen. Das Theater ist fest in der Region verwurzelt, doch benötigt es auch künftig neben einem regen Publikumszuspruch finanzielle Unterstützung (nicht zuletzt durch den Wegfall des bisherigen Großsponsors, der Stadt Eschborn). Und so dankte Intendant Daniel Nicolai unmittelbar vor der Premiere von Pygmalion auch der Stadt Frankfurt/M und dem Land Hessen, die den gegenwärtigen Spielbetrieb mit großen Engagement ermöglichen.

Die neue Spielzeit verspricht mit einem abwechslungsreichen Programm aus Klassikern und zeitgemäßen Stücken (wie mit der Deutschlandpremiere von Robert Askins Hand to God im Frühjahr 2018) erneut viele Zuschauer in das größte englischsprachige Theater Kontinentaleuropas zu locken. Unter dem Motto „The Monster within us“ thematisiert sie von verschiedenen Perspektiven aus die Sünde, die menschliche Schwäche. Da scheint auf dem ersten Blick Georg Bernhard Shaws Pygmalion zunächst irgendwie nicht reinzupassen, ist es doch vor allem durch seine heitere Musicalversion von Frederick Loewe und Alan J. Lerner bekannt (My Fair Lady, auch verfilmt mit u. a. Audrey Hepburn und Rex Harrison). Doch es beruht auf Ovids Pygmalion-Legende, wonach sich der von Frauen enttäuschte zyprische König Pygmalion eine Statue (Galatea) schaffte, die Aphrodite für ihn zum Leben erweckte. In Shaws Stück ist diese Statue die ordinäre Blumenverkäuferin Eliza Doolitle, die der Sprachwissenschaftler Henry Higgens aufgrund einer Wette zu einer gesellschaftsfähigen Dame transformieren will und sie nur als Objekt, nicht aber als empfindsames menschliches Wesen betrachtet (nur in der Musicalversion schließt er am Ende Frieden mit ihr: „I've Grown Accustomed to Her Face“). Und auch sonst in der Kunst fand die Männerfantasie, sich eine Frau nach eigenen Wünschen zu schaffen, eine breite Rezeption, wie mit E. T. A. Hoffmans Erzählung Der Sandmann und Jacques Offenbachs Oper Hoffmanns Erzählungen.

Pygmalion
Pygmalion

English Theatre Frankfurt
Eliza Doolittle (Jill McAusland), Henry Higgins (Michael Onslow)
© Martin Kaufhold

Mit Regisseur Tom Wright und Bühnen- und Kostümbildnerin Hannah Sibai zeichnet ein Team verantwortlich, dass im März dieses Jahres bereits erfolgreich Moira Buffini Handbagged im English Theatre inszenierte. Und es ist sich in mancher Hinsicht treu geblieben. So ähnelt die Bühne mit ihrer Zimmerfront in Hufeisenform an die von Handbagged, auch wenn sie eine andere Täfelung aufweist. Und sie hat sogar eine zweite Ebene, für die einfache Behausung von Eliza Doolittle, mitsamt historischem Münzgaszähler und für ein luxuriöses Badezimmer im Hause von Higgins. Durch schmale Flügeltüren werden Wohneinrichtungen herein geschoben und so zwischen Orte wie Higgins Wohnzimmer oder das seiner Mutter gewechselt. Nicht zuletzt durch die eleganten hochgeschlossenen Kleider der Damen rückt die Entstehungszeit des Stücks greifbar nahe.

Acht Darsteller sind bei dieser Produktion dabei, so viele sind im English Theatre Frankfurt sonst nur bei den Musicalproduktionen beteiligt. Bei Pygmalion steht unangefochten die großartige Eliza Doolittle der Jill McAusland im Mittelpunkt. Sie spricht nicht nur extrem schnell und im ordinären Dialekt, sondern zeigt sich facettenreich und sehr wandlungsfähig und bietet grandiose Unterhaltung, sei es wenn sie wild aufschreit oder liebevoll ihre Augen rollt.
Herrlich aufbrausen kann Michael Onslow als energischer Henry Higgins, dessen neuer Freund Colonel Pickering von Christopher Ettridge als einfühlsamer Mann der guten alten Schule gegeben wird. Eine starke Mutterfigur gibt Carmen Rodriguez als Mrs. Higgins. Großes Herz unter zunächst rauer Schale zeigt Eliza McClelland als Mrs. Pearce (und in anderen Rollen). Seinen Aufstieg Dank fünf Pfund und einem Legat durch einen amerikanischen Millionär schafft der umtriebige Alfred Doolittle des Charlie Carter. Als Gesellschaftsdame Clara Eynsford-Hill und Hostess verzaubert zudem Chloe Walshe, wie auch Joel Macey als Freddy Eynsford-Hill, Nepommuck und Sarcastic Bystander sich stark einbringt.

Am Ende macht Eliza deutlich, dass Higgins sie mehr braucht, als sie ihn, wobei es offen bleibt, ob sie sich nun tatsächlich für eine Ehe mit dem eher mittellosen aber sie aufrichtig liebenden Freddy einlässt und dafür ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit behält.  Viel freundlicher Applaus.

Markus Gründig, September 17

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Caligula
Staatstheater Darmstadt (Kammerspiele)
Besuchte Vorstellung: 25. August 17 (Premiere)

 

Dass in Zeiten von weltweiten Despoten und umstrittenen Staatsmännern das Drama Caligula des französischen Schriftstellers und Philosophen Albert Camus mit seinem implizierten Aufruf zum Widerstand vermehrt in den Spielplänen auftaucht, ist kein Wunder. Am Schauspiel Frankfurt war es in der vergangenen Spielzeit unter der Regie von Dennis Krauß in der Spielstätte Box zu sehen und Intendant Oliver Reese wählte es auch als Eröffnungsstück an seinem neuen Wirkungsort, dem Berliner Ensemble. Dort findet am 21. September 17 unter der Regie von Antú Romero Nunes im Großen Haus die Premiere statt, mit Constanze Becker in der Titelrolle und Oliver Kraushaar als Caesonia. Und auch am Staatstheater Darmstadt eröffnete das Stück jetzt die neue Spielzeit, die unter dem Motto „Wer ist Wir?“ steht und damit das Dazugehören in all seinen Facetten hinterfragt. Dazu passt Camus‘ Drama um die maßlos überzogene Figur des Kaisers Caligula, der mit dem absurden Dasein hadert und es auf die Spitze treibt, sehr gut.


Caligula
Staatstheater Darmstadt
Caesonia (Gabriele Drechsel), Caligula (Christoph Bornmüller)
© Robert Schittko

In den Kammerspielen inszenierte Christoph Mehler das Drama. Bei der Frage nach dem „Wer ist Wir?“ bezieht er das Publikum explizit mit ein. Das sitzt sich, auf zwei Tribünen verteilt, gegenüber, inmitten befindet sich die Spielfläche. Von Caligulas Palast und Chereas Haus im 1. Jahrhundert n. Chr. ist nicht viel zu sehen. Auf der rechteckigen Spielfläche, die an den Seiten mit großen, grell leuchtenden Neonröhren umgeben ist, befindet sich einzig eine große Schaukel. Auf dieser nimmt Caligula (als geistreicher und gut gelaunter Allroundbespaßer, aber auch zu emotionalen Ausbrüchen fähig: Christoph Bornmüller) seinen Platz ein, während alle anderen Protagonisten stets auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Caligula ist fast immer stets erhöht, schwebt über den Dingen: Eine treffende Verbildlichung (Bühne und Kostüme: Jennifer Hörr).

Noch während das Publikum Platz nimmt, laufen die Darsteller auf der Spielfläche umher und reden direkt zum Publikum, wie „Immer noch nichts...“, „Wenn er nicht zurückkommt, muss er ersetzt werden, der Kaiser fehlt es nicht...“ oder „Leise meine Herren“ und „Uns fehlt es an Leuten mit Charakter...“, womit sie das Publikum unmittelbar in die erste Szene hineinziehen, in die Ungewissheit über Caligulas, der nach dem Tod seiner geliebten Schwester mehrere Tage unauffindbar war.
Auch im weiteren Verlauf bricht Mehler das Drama mehrfach auf. Vor allem legt er es freier an. Und das Publikum ist eingeladen, mit abzustimmen, wer das nächste Opfer sein soll oder es darf ein Witz beigesteuert werden, hier fühlt man sich schon fast wie in einer TV-Show.
Die einzelnen Rollen sind, außer bei dem Paar Caligula und Caesonia (im herrschaftlichen zugeknöpften Kleid und mondänen Irokesenfrisur, dabei sehr beherrscht und einfühlsam: Gabriele Drechsel), weitestgehend aufgelöst bzw. uniform. Sie sprechen überwiegend chorisch, also als eine Stimme. Und das sehr gut. Denn anders als bei Dennis Krauß´ Inszenierung am Schauspiel Frankfurt stehen sie nicht starr auf ihren Plätzen. Mehler fordert den Darstellern viel Körperarbeit (und sich zu entblößen) ab. So wird sich, gleichzeitig zum chorischen Sprechen, auf dem Boden gewälzt, es wird gerannt (auch auf die Zuschauertribünen) und getanzt. Diese Freiheit lockert ungemein auf, verallgemeinert die Positionen der Figuren, nimmt dem Stück aber auch einiges an Dramatik. Musik Richard Wagners (aus Tristan und Isolde) und moderne Klubsounds untermalen mit starker Emotionalität das Geschehen (Musik: David Rimsky-Korsakow).

Die Figur des Dichters Scipio, dessen Vater von Caligula getötet wurde, geben das Trio Katharina Hintzen, Alisa Kunina und Yana Robin la Baume. Ihre Brüste decken einzig die Hosenträger ihrer Armeehosen. Zusammen mit den schwarzen Stiefeln und mit Schirmmütze wirken sie beinahe wie Soldatinnen. Der frei gelassene Sklave Helicon (Jörg Zirnstein) und der Ankläger Cherea (Stefan Schuster) tragen zugeknöpfte schwarze Mäntel, während der verwundete Oberhofmeister Patricius (Robert Lang) nicht nur einzig eine Unterhose an hat, er ist auch am ganzen Körper geschminkt, als sei er ein Farbiger.

Mehelers Botschaft am Ende ist eindeutig. Während Caligula einfach stumm abgeht, hat sein Hofstaat die Chance für eine neue, bessere Gesellschaftsordnung vertan. Er mutiert zu einer Herde dumpf blökender Schafe, die nichts gelernt hat. Als Top und Epilog gibt es dazu noch einen eingespielten Auszug aus Heiner Müllers Hamletmaschine.
Vier Zuschauer verließen die Vorstellung vorzeitig, die Mehrheit spendete langen und freundlichen Applaus.

Markus Gründig, August 17

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